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E_1928_Zeitung_Nr.002

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Der sparsamste

Der sparsamste 8-Cylinder-Wagen AUTOMOBIL-REVUE t9?8 — A. C. S. Sektion Bern. Montag den 9. Januar 1928, abends 8 Uhr, Monate-Zusammenkunft der Sektion Bern des A. C. S. im Clublokal (Du Tbeätre, Eingang Hotelgassc 10). Zahlreiches Erscheinen erwünscht 1 Gäste willkommen! A. C. S., Sektion Uri. Die Monatsversaramliing vom 21. Dezember 1927 war gut besucht. Da im Kanton üri eine neue kantonal« Verordnung über den Motorfabrzeugverkebr vor der Türe stand, widmete die Versammlung ihre Aufmerksamkeit der kommenden Verordnung und aktuellen Verkehrsfragen. Eine Zweierkommission, bestehend aus den Herreh Vizepräsident Dr. Haas und Aktuar Indergand, wurde beauftragt, die Verordnung unter Berücksichtigung moderner Verkehrsverhältnisse weiter auszubauen. Diese Vorschläge sollen zu gegebener Zeit an die kantonalen Behörden weitergeleitet werden. Herr Direktor Dätwyler und Herr Näf, Sekretär, legten kurze Berichte über die Generalversammlung in Ölten ab. lt. N" 2 gust», wie ihn der Volksmund nennt — wurden 1927 90.000 Einzelhillettc und ca. 7.000 Abonnemente ver« abfolgt. Die innert Jahresfrist zurückgelegte Kilomeierzahl beläuft sich auf 51200... Unfälle trugen sich keine zu! Der Autobus hat dem bisher stiefmütterlich behandelten Quartier nenes Leben gebracht und könnte heute nicht mehr entbehrt werden. Der Verkehr hat sich so entwickelt, daas an den Ankauf eines neuen grössern Wagens gedacht werden musste, der im Februar seine erste Fahrt antreten wird. Die Linie erfreut sich ausser der regolmässiffen Benützung durch die vielen Bewohner des Quartiers auch der besonderen Frequenz der Spaziergänger, führt doch der Wagen fast bis nach Peter und Paul, dem einzigartigen Wildpark der Stadt, der das vielbesuchte und wundervolle Ausflugsgebiet nach deröitter und dem Kronbühl erschliesst. Weitere Autobuslinien? Die Voraussetzungen sind gegeben, dass St. Gallen binnen kurzem noch über weitere Autobuslinien verfügen wird. Anlässlich der Behandlung des Kreditbegehrens zum Umbau der Strasse. die das Westende der Stadt mit Bruggen verbindet, wodurch die Trambahn auf einen eigenen Fahrstreifen verwiesen werden sollte, fiel die Anregung, die Bruggenlinie abzubrechon und durch die Autobuslinie zu ersetzen. Das Ergebnis dor Diskussion war. dass die Trambahn nach Bruggen nach dem vorliegenden Projekt trotzdem erstellt werden solle, gleichzeitig erhielt aber der Stadtrat die Aufgabe, genau zu überprüfen, welche Linien des Tramnetzes durch einen Autobusdienst ersetzt werden könnten. Eine Klärung der Angelegenheit ist erst nach Abschluss dieser Untersuchung möglich. v. Besichtigen Sie in Ihrem Interesse die neuen 8-CYLINDER-MODELLE 1928 3 verschiedene 8-Cyünder-Chassis von 18/80 St.-PS an. Unerreichte Kühlung bei Passfahrten. Vorführung u. Prospekte bereitwilligst durch die Generalvertretung für die Schweiz! Ernst Schailroih. Diendor Tel. 78 seriöse umeruerireter gesucht! Tel. 78 GARAGE-WERKZEUGEN Vankngtn &&apetätoifotfifrtwig: GtNiRAL-VEmETUNO FÜR DIB SCHWEIZ lllQICH ßFRM nFNF zn Autosekiion des T. C. S. Zürich. Die Sektion veranstaltete im « Corso > eine Weihnachtsmärchen- Vorstelluno für die Kinder des T. C. S. und hat damit überall begeisterte Anerkennung gefunden. Das Haus war glattweg ausverkauft. Die Vorstellung stand unter einem glücklichen Stern, es war als ob die Schauspieler für die glücklichen T. C. S.-Kinder besonders schön gespielt hätten. Mit diesem Anlasse wurde der Zyklus der Veranstaltungen des Jahres 1927 geschlossen. lt DII Strasstnaufwendungen in den verschiedenen Ländern zeigen, dass die Schweiz prozentual zu den Autogebühren noch lange nicht an erster Stelle •steht. England gibt alljährlich für seine Strassen über eine Milliarde Franken aus; die Belastung des Automobils bringt-indessen nur ca. 25% dieses Aufwandes wieder ein. Für Deutschland stellt sich das Verhältnis auf rund 300 Millionen Franken Strassenarusgaben, gegenüber 150 Millionen Einnahmen an Automobilgebühren. Frankreich und Italien erzielen einen höheren Gesamtertrag an Gebühren,, als an Ausgaben für. den Strassenunterhalt (Frankreich 100 Millionen für Stra6sen, 200 Millionen an Gebühren; Italien 70 Millionen für Strassen, 100 Millionen an Gebühren), die Straßenzustände sind dann aber auch dementsprechend. Die Schweiz placiert sich mit 45 Millionen Franken Strassensufwand — also mehr als die Gebühren einbringen — zwischen England und Deutschland einerseits, und Frankreich und Italien anderseits. Immerhin ist die Differenz um ein Bedeutendes geringer als in England oder Deutschland. Zu berücksichtigen ist, dass England und Frankreich Weit mehr Motorfahrzeuge pro Einwohner besitzen, als die Schweiz, Italien und Deutschland. v. Bein Bern OranbOnden «.Gauen üri Zürich zatieb Thmi-StefflBbnrg- Strasse RlBSsbera-Bütl- BüscbeOKtabeo Vorderrbtüutr. JIso» DisenHs bei RJngeenberg HPlzerno Rtaatsätrasseo-Brüofce aber die Thai bei Lütisbure Gotthardstrasse unterhalb Wasen Toawwiholz • IUsns3- brOcKs Adluwü Strassen Kanton strecke Bemerkungen vom Botel Emmental bis zum Elllbeli, st 5. Jan. rür ca. 4 Wochen. Umeltuna: Bernstrasae — «ehwäbia-Str.. Glocken- • hat. wegen Umbau der Brücke aber die Bttx-rzen (Gomeinte BQd) bl aal weiteres. Umleitung üb. Wlillsao wesen Umbau ab 13. Bez. bis aal weiteres. Um- 'cituna Cburbrücke bei Hchwirzeabach. infolge Instandatelluna der Meieoreasäbrücke zirka 2 Hmata illr Lastwagen qespent» Eöi Personenwagen bis 2fc passierbar. wegen Kanaüsationsaxbe)- ten im Dezember wegen Korrektion d. Albwsrrasse wird det Durchgangsverketu ab 1. Jan. 1928 aal Sood- and Al> mendstr. ZtUicb verwiesen. St. Gallen und die Autobusfrage. Ein erfolgreiches Jahr. Schon seit Jahren führten die Bewohner des sich vom Südhange der Stadt bis zur Höhe des Wildparkes Peter und Paul hinziehenden Rotmonten-Quartiers einen hartnäckigen Kampf um eine Verbindung mit dem Stadtzentrum. Der ursprüngliche Plan, eine Zweiglinie der Trambahn nach Rotmonten zu führen, musste der Unrentabilität des st. gallischen Trams wegen, das alljährlich bedeutender Zuschüsse aus der Stadtkasse zur Behebung der Defizite bedarf, fallen gelassen werden. Ende 1926 kam ein Privatunternehmen zustande, das die Konzession zum Betrieb einer Autobuslinie von der Höhe des Wohnquartiers bis nach dem Bahnhof erhielt und allseits freudig begrüsst wurde. Die guten Erfahrungen, welche allerorts mit den Autobuslinien in unseren Schweizerstädten erzielt wurden, bestätigten sich in der Folge auch in den Gallu3- stadt. Die Optimisten sahen ihre künsten Träume übertroffen: Obwohl bis jetzt nur ein einziger Wagen den Dienst versieht — der sogen; «blaue Au- Freigeseben wurde das Auto auch in der Btindner Gemeinde Scharans. +, Neue Postauto-Kurse werden im « Aajg. Tgbl. >, gestützt auf die guten Erfahrungen der Route Rohrdorf—Bremgarten, für die Ortschaften Birmenstorf und Gebenstorf, sowie das Siggenthal angeregt, wodurch alle Nebentäler mit dem Bezirks- Hauptort Baden verbunden wären. + Obachi! Glatteis!.« Auch mit Schneeketten ist äusserste Vorsicht am Platze! Zu verschiedenen Malen hat das Glatteis in den letzten Tagen schwerere Unfälle verursacht. Bei Chalet-ä-Gobet kam ein mit fünf Insassen besetztes Auto auf der eisigen Strasse ins Rutschen und fuhr gegen einen Baum. Einer der Insassen musste ins Spital geführt werden, wo eine Schädelbohrung vorgenommen werden musste. Die übrigen Insassen des Wagens erlitten leichtere Verletzungen. Ein Genfer Automobil, das auf der mit Glatteis bedeckten Strasse aus seiner Bahn geworfen wurde, stiess gegen das Auto eines Händlers aus Moudon. Der Führer des letzteren wurdo verletzt und musste in das Kantonsspftal gebracht werden. Auch der gewiegte Fahrer muss seine ganze Fahrkunst anwenden, um auf einer vereisten Strasse stets die Herrschaft über sein Fahrzeug zu behalten und den Tücken der Strasse begegnen zu können! lt. Ein Ableger des Berner Dekretes Im Kanton Aargau ? Es scheint, dass der Aargau als freundnachbarlicher Kamton Sympathien für das Berner Dekret hegt, denn der Grosse Rat hat einhellig eine von sozialdemokratischer Seite lancierte und von Stadtammann Suter (Zofingen) und Nationarlrat Hunziker (Zofingen) unterstützte Motion auf Erlass eines Nachtfahrverbotes für Motorlattwagen und sonstige Motorfahrzeuge gutgeheißen. Wenn die noch im Monat Januar zusammentretende Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren ein solches Verbot nicht vom Konkordat aus vorsehe, so werde der Aargau den Austritt aus dem Könkordatsverband nehmen und in der Neuregelung des Nachtfahrverbotes für sämtliche Motorfahrzeuge selbständig vorgehen... Das selbständige Vorgehen der Kantone mag in manchen andern Dingen vorzüglich sein, in der Verkehrsregelung sind derartige Versuche einfach sinnlos ! Gerade weil unser Land so klein ist, sollten wir in der Schweiz eine einheitliche Verkehrsordnung besitzen 1 Nichts ist dem 'Tourismus e

N°2 — 1928 AUTOMOBIL-REVUE AUTOTECH1VISCHE. Das Periscop-Auto. Das vergangene Jahr hat uns eine grosse Anzahl neuer Automobilkonstruktionen kennen lernen iassen, wovon freilich viele nicht in die Praxis umgesetzt worden sind. Dennoch war die Ernte in dieser Beziehung ausserordentiich fruchtbar, weil manche Neuheiten, die man noch vor Jahren fast als Utopien ibezeichnet hatte, heute schon allgemeine Anerkennung und Wertschätzung gefunden haben. Es sei hier nur an die vier von einander unabhängig am Chassis aufgehängten und gefederten Wagenräder erinnert, an den schwingenden Hinterachsantrieb, an den Niederrahmenwagen, sowie an den Vorderradantrieb, welch letzteren wohl erst dieses Jahr uns als fertiges Erzeugnis bringen wird. Qcrade um die Jahreswende herum ist es Brauch, ein wenig in die Zukunft zu schauen. Was wird uns das Jahr 1928 an Neukonstruktionen bringen? Zweifellos wieder viele interessante Projekte, manche kleine und auch einige grosse Sensationen, die, wenn sie auch wieder am Horizont verschwinden, doch immer den Wert gehabt haben, unser technisches Wissen zu ergänzen und zu neuen Ideen anzureizen. Das Periscop-Auto von vorn gesehen. Oben auf dem Wagen das Periscop. In diese Kategorie gehört wohl auch das Periscopauto, das unsere Kollegin, der englische «Autocar», in seiner letzten Dezembernummer seinen Lesern als Zukunftsbild vor Augen führte. Das Periscopauto ist, wie das schon sein Name vermuten Iässt, ein Ableger des unseligen Unterseebootes. Es verschwindet zwar nicht, wie dieses, unter der Erde, sondern hat mit dem Unterseeboot nur das gemein, dass es, wie dieses, schlank und schmal und vollkommen geschlossen ist. Es ist eine Art länglichen Schlauches auf vier Rädern, in dem alle Wageninsassen einschliesslich des Lenkers ganz nahe am Erdboden sitzen. Daraus ergibt sich eine ungemein hohe Fahrsicherheit, weil der Schwerpunkt des Wagens ganz nach unten verlegt ist. Als weitere Folge bietet ein derartiges Fahrzeug der Luft nur Die Insassen des schlanken und schmalen Peri6cop- Autos haben durch besonders geschliffene Gläser, die als Fenster in den Wänden des Fahrzeuges angebracht sind, eine unbegrenzte Aussicht, da die Gläser das Gesichtsfeld erweitern. noch wenig Widerstand, was die Erzielung ungewöhnlich hoher Geschwindigkeiten mit verhältnismässig schwachen Motoren gestattet. Der Lenker des Periscopautos sitzt nicht mehr gerade im Wagen, sondern liegt mehr in ihm in bequemster und am wenigsten ermüdender Stellung. Auf dem Dache des Fahrzeuges befindet sich das Auge des Lenkers, das Periscop. Es wirft ihm das Strassenbild mit seiner ganzen Umgebung mit einer Anzahl von Spiegeln gerade vor die Augen, ungefähr so, wie man im Theater oder auf der Jagd durch ein Fernglas oder einen Operngucker schaut. Für die weiteren Wageninsassen sind in den Wänden des Fahrzeuges besonders geschliffene Gläser eingesetzt, die ihnen gestatten, durch ein verhältnismässig sehr kleines Fenster ein grosses Gesichtsfeld zu überschauen. Wenn nötig, können auch für diese auf dem Dach des Wagens weitere Periskope angebracht werden. Ventilatoren sorgen für die Ent- und Belüftung des Fahrzeuginnern. Das Periscopauto löst mit einem Schlage das Problem der Allwetterkarosserie. Man: hat in ihm die Aussicht' wie in einem voll$ kommen offenen Wagen und ist in ihm geschützt, wie das die best geschlossenste Ka rossefie nicht besser bieten kann. Wohl Ist das Periscopauto jetzt noch ein etwas humoristisches Zukunftsbild. Wie lange wird es aber dauern, bis irgend ein smarter Automobilist es zur Wirklichkeit macht, zumal zur Verwirklichung dieser Idee wirklich nicht viel gehört? to. Die Am leichtesten zum Anbringen und Abnehmen ii'- GENF 104, Rue du Rhone Soli n TJnzerreissbar Verkauf In allen guten Garagen und bei SA dank ihrem Spezial- Verschluss ZÜRICH 38, Neumühlequal Hören Sie zu beim Anlassen eines mit dem VERGASER Kette Wie bequem der Lenker im Periscop-Auto sitzt! Der vielfache 9piegel vor seinen Aujfen zeigt ihm die Fahrbahn und deren weiteste Umgebung bis hinunter vor den Kühler. INTERESSANTES ^"WELT Wegen einem achtlos weggeworfenen Zündholz! Ein Unfall, der selten ist, aber zur höchsten Vorsicht beim Tanken mahnt, passierte in Alessandria. Der Kommandant der Nachtwache wollte sein Automobil auftanken. Ein Vorübergehender warf achtlos ein Zündholz auf den Boden, wobei verschüttetes Benzin Feuer fing, das sich rasch ausbreitete, das Automobil erreichte und dessen Benzinbehälter zur Explosion brachte. In einem Umkreis von 50 Meter wurden insgesamt 36 Personen mehr oder weniger schwer verletzt. Zwei Ursachen, die jederzeit durch vermehrte Sorgfalt vermieden werden können, haben diese Explosion mit den vielen Verletzungen verursacht: Verschütten von Benzin und unvorsichtiges Wegwerfen eines Zündholzes! go. Chauffeurstreik auf Korsika als Protest gegen sehr schlechte Strassen! Auf besondere Weise setzen sich die Chauffeure in Korsika für die Verbesseruns: der Strassen ein. Aus Ajaccio wird ein Streik der Autofahrer gemeldet. Sämtliche Chauffeure der Insel haben beschlossen, sich in den Ausstand zu begeben, um gegen den schlechten Zustand der Strassen zu protestieren. Die Autopostkurse, die in diesem noch mit wenig Bahnen ver sehenen Land eine grosse Rolle spielen, sind dadurch vollständig zum Stillstand gekommen. Ob durch den Streik eine Verbesserung der Strassen erzwungen werden kann bleibt erst abzuwarten. = Das älteste Auto d«r Welt, von dem wir jüngrst berichteten, und das dem Abbe Gavois jrehört, soll von seinem Besitzer demnächst verkauft werden Der fromme Priester will aus dem Erlös des eisenbereiften Automobils mit der ehrwiirdijren Geburtsziffer 1895 dem heiligen St. Christophorus ein Kapellchen bauen. Der Priester von Allery setzt durch diese Tat dem Schutzpatron der Automobilisten ein Denkmal, woraus die persönliche Dankbarkeit gegenüber seinem getreuen Wagen spricht. v. Der Salon von Amsterdam, welcher am 20. Januar für die Dauer einer Woche seine Tore öffnet vereinigt acht Länder und verspricht heute schon oinen durchschlagenden Erfolg. Das stärkste Kontingent an Wagen und Marken stellen Amerika und Frankreich, dann folgen England. Italien. Deutschland, Belgien und Oesterreich. Die Schweiz ist in der Lashvagenschau durch die Bernamarke hervorragond vertreten. v ausgerüsteten Wagens, er startet auf den ersten Druck, dank der START-KLAPPE die jeder ftflf Elf besitzt. Vergessen Sie zxiolxt, dass der SOIiJE: X in allen montiert wi:rtiU General-Vertreter: Telephon; 8.42 und 6.62 Depot in Genf: Theo Sarbach fttrr. du PHrar* •••••••»•••••••