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E_1928_Zeitung_Nr.024

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N"2t mm"' tlnlt 'TDLSSm Internationale Verkehrszeichen für Städte. Wir haben in Nr. 89 des vergangenen Jahres eingehend von den Sitzungen der Verkehrskommission des A. I. A. C. R. in Paris berichtet und erwähnt, dass mit den Vertretern des internationalen Städteverbandes (bei dem der schweizerische Städteverband durch Herrn Dr. Schulthess vertreten war) Verhandlungen gepflogen wurden, die zu bestimmten Vorschlägen führten. Die städtischen Signaltafeln. Die Vorschläge der Internationalen Verkehrskommission stimmten beinahe mit den Vorschlägen des Schweizerischen Städteverbandes tiberein. Rote Scheibe (ohne weisses Band) bedeutet: «Strasse gesperrt». Die gleiche Tafel mit Figuren von Strassenbenützern versehen, denen die Strasse gesperrt ist: Weiss auf dem roten Grunde, z.B. Reiter, Radfahrer, Lastwagen ... In der Publikation der Verkehrszeichen des Schweizerischen Städteverbandes (im letzten Frühling) fehlten zwei nicht unbedeutende Zeichen: das Auto und das Motorrad. Das C. I. C. D. des A. I. A. C. R. hat nun glücklich dis Lücke ausfüllen können* Wir wissen seit dem letzten November, dass das «Parkieren verboten» durch eine rote Scheibe mit gelbem Rhombus dargestellt wird. In jedem Falle ist die rote Scheibe mit gelbem Rhombus besser als unsere rote Scheibe, die gegenwärtig im Gebrauche steht. Dieselbe gibt sehr leicht Anjass zu Verwechslungen mit dem internationalen Zeichen «Strasse gesperrt», das nun durch den A. I. A. C. R. in Gebrauch kommen wird. Für den «Sens unique» (Einbahnverkehr): weisser Pfeil auf blauem Grunde, und «Parkleren», ein weisses P auf blauem Grunde sind die schweizerischen Zeichen in Bausch und Bogen angenommen worden. Wir-fügen noch bei, dass Länder mit zu blauem oder zu rotem Hintergrund oder Länder im hohen Norden mit zu weissem Hintergrund das Recht haben, das Zeichen in der Scheibe zu zerteilen, statt dasselbe weiss zu malen. Die Rückseiten der Zeichen sind grau oder schwarz. Die Manövrierzeichen. Sowohl für die Wagenführer als auch für die Polizisten stellte das C. I. C. D. des A. I. A. C. R. folgende Vorschriften auf: Es soll bei den mechanischen Zeichen a. das Zeichen des Signalapparates vor dem Manöver bemerkbar sein; b. es ist wünschenswert, dass das Zeichen des Signalapparates nicht nur von vorne und hinten, sondern auch von allen Seiten sichtbar sei. Verbot für Automobilet Verbot für camions! Verbot für Motorradfahrer! Verbot für Radfahrer! Verbot für Reiter! Die Handzeichen. Die Handzeichen erleiden nur eine Detailveränderung. Das Zeichen «Achtung» wird gegeben, indem man den Arm von unten nach oben oder von oben nach unten, je nach der Position des Lenkrades, bewegt. Die Zeichen für das Üeberholen und das Richtungsändern bleiben dieselben wie bis anhin: Den «Arm von hinten nach vorn bewegen» resp. «den Arm wagrecht ausstrecken». ' Die Zeichen, die dazu dienen, dem Polizisten die Fahrrichtung bekanntzugeben, werden ausgeführt, indem man hinter der Windschutzscheibe mit dem wagrechten Arm die Richtung andeutet. Bei geschlossenem Wagen wird an der Windschutzscheibe einfach eine analoge Bewegung angedeutet. Diese Zeichen sind, sofern sie im offenen Wagen ausgeführt werden können, auch Warnungszeichen an das nachfolgende Fahrzeug. Die Zeichen der Verkehrspolizisten werden auf drei reduziert: Das Haltezeichen, erhobener Arm mit weissem Handschuh bekleidet, Hand offen, oder Stab in vertikaler Richtung. Der Polizist steht in Front gegen das anzuhaltende Fahrzeug. Das Richtungssignal: ausgestreckter Arm in der gewünschten Richtung. Beschleunigungssignal: Arm in der Richtung der zu beschleunigenden Fahrt bewegen. Die Kommision des Städteverbandes sah ferner das Zeichen «verlangsamen» vor: «erhobener Arm mit gebeugtem Ellenbogen». Man wollte die Anzahl der Zeichen verringern. Diese Tendenz ist sicherlich klug. In erster Linie sind aber klare und allgemeine Zeichen zu verlangen. fit. zu erkennen geben. Der Vorstand der Sektion St. Galleu-Appenzell des A. C. S. hat schon vor zirka 10 Jahren eine Anzahl solcher Prismen an Velofahrer abgegeben. Diese sog. Schlusslichter sind beim heutigen stark anwachsenden Verkehr mehr denn je geeignet, Unfälle zu vermeiden. Die beste Verbreitung dieser Prismen unter Velofahrern wäre deren Abgabe durch die Behörde, welche die jährliche Velogebühren erhebt. Das kantonale Departement, an das ein Gesuch in diesem Sinne gerichtet wurde, erklärt sich mangels entsprechender Gesetzesvorschriften als nicht zuständig, begrüsst jedoch die Anwendung dieses Schutzmittels. Daraufhin sind nun alle Radfahrervereine der Ostschweiz angefragt worden, wie sie sich dazu stellen. Die Prismen würden von der Sektion St. Gallen-Appenzell des A. C. S. in grösserer Menge bestellt und zum Selbstkostenpreise von zirka 30 Cts. abgegeben. Selbstverständlich wird dafür gesorgt, dass auch Velofahrer, die nicht einem Radfahrerverein angeschlossen sind, solche Prismen zu gleichen Bedingungen beziehen können. Es liegt im Interesse sowohl der Radfahrer wie der Automobilisten, dass das erwähnte Schutzmittel recht grosse Verbreitung finde und damit manche Kollisionen vermieden werden können. B-r. AUTOMOBIL-^, mWIQJSCHAFT Die Automobilproduktion Frankreichs. Sowohl Amerika, wie Grossbritannien und Deutschland publizieren jährlich eine statistische Aufstellung der Automobilproduktion ihrer Industrie. In Frankreich können lediglich die approximativen Zahlen gegeben werden und dies nur für die hauptsächichsten Marken. Es werden folgende Ziffern genannt • Total-Produktion • 190.000. Unter den Automobilfabriken nimmt Citroen mit 80.000 Fahrzeugen den ersten Rang ein (die in den ausländischen Zweigniederlassungen montierten Wagen sind inbegriffen). Die Produktion von Renault wird mit 45.000 bis 50000 Fahrzeugen eingesetzt. Darauf folgen Peugeot und Berliet. Citroen soll zu gewissen Zeiten täglich über. 400 Wagen fertig stellen. Neben dieser Gruppe der fünf grossen Werke besteht eine Anzahl Firmen, deren Leislunc zwischen 1500 und 3000 Fahrzeugen schwanken : Delage, Talbot, Hotchkiss, Chenard-Walker. Panbard, Schatz der Velofafarer. Mit der rapiden Zunahme der Motorfahrzeuge ist auch die Zahl der Velofahrer in den letzten Jahren beständig gestiegen, wodurch sich auch die Gefahrsmomente auf der Strasse namentlich bei Nacht vermehrt haben. Wer Gelegenheit hat, mit Velofahrern über derlei Dinge zu sprechen, wird vernehmen müssen, dass diese oft mit einem unsicheren Gefühl den dunklen Landstrassen entlang fahren, wenn sie das Herannahen eines rascheren Motorfahrzeuges durch dessen Lichtschein wahrnehmen. Der Velofahrer hat seinen Blick nach vorn zu richten und rechts zu fahren. Der Automobilist hinter ihm her kann aber nicht immer mit der wünschbaren Deutlichkeit den vor ihm herfahrenden Velofahrer erkennen. Es gibt auch in der Ostschweiz eine kleine Anzahl Velofahrer, die hinter dem Sitz rote gläserne Prismen angebracht haben, die, durch die Scheinwerfer der Automobile getroffen, etc., etc. hell erleuchtet erscheinen und dem Automobilisten das Vorhandensein eines Velofahrers 34% ihrer Produktion aus. Die französische Industrio führte 1927 zirka v. 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