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E_1928_Zeitung_Nr.102

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nb. Der Bau der

nb. Der Bau der Passwangstrasse zwischen Müinliswil und Behnvil ist zur öffentlichen Konkurrenz ausgeschrieben worden. Die Arbeiten sind in drei Sektionen eingeteilt. Zur Orientierung der Interessenten fand Ende N'ovcmber unter der Leitung des Kantonsingenieurs und dos Projektverfassers eine Begehung des Trasses statt. Eingaben müssen bis zum 29. Dezember dem Baudepartement eingereicht •werden. —ey. Strasscnverbesseruny im Aargau. meindeversammlung von Schmicdruod wurde die Verbreiterung der Talstvasse bis Waldo beschlossen. Mit -einer eventuellen Gütorrcgulierung des obern Teils der Gemeinde ist auch die N'euanlegung einer Strasso von Waldo bis Rehhag in Aussicht genommen. Damit würde mit dem nahen Wynontal eine bessero Verbindung hergestellt. —ey. Für die Verbreiterung der Fiüelcrstrasse um Z 1 A m auf eine Länge von zirka 1,8 km (vom

UNSERE UNTERHALTUNGS-SEITE Vier Jahre lang brannte der heisse thrgeiz, den Ost-West-Transatlantikflug zu vollbringen, in mir. Enttäuschung folgte auf Enttäuschung, aber als sich wie der Blitz über ganz Irland die Kunde verbreitete, dass Amerikas grosser Sohn, Oberst Lindbergh, in seinem «Spirit of St. Louis» über unsere grünen Hügel glitt, da wurde die Glut meiner schwelenden Hoffnungen zur hellen Flamme entfacht. Es kamen Chamberlin und Levine in dem Bellanca-Eindecker mit Wright-Motor, es kamen Kommandant Byrd und seine brave Mannschaft, Acosta, Baichen und Noville, es folgten Brock und Schlee, die kühnen Umdie-Welt-Flieger, die von Neufundland aus London erreichten, — da beschloss ich, alles, was in meinen Kräften stand, zu tun, um die Ehre des Ost-West-Fluges an Irland zu bringen. Viermal in ebenso vielen Monaten hatten amerikanische Piloten den rasenden Stürmen des Nordatlantik getrotzt und die Gestade der alten Welt erreicht; viermal haben sie so die Flieger Europas herausgefordert. Flugzeug auf Flugzeug schwang sich in den grauen Himmel Europas, um hinter dem Vorhang eines unbekannten Schicksals zu verschwinden. Das tragische Ende dieser tapferen europäischen Flieger wird für immer von Geheimnis umgeben bleiben, wie ihr Kampf mit trügerischen Stürmen, mit gefährlichem Nebel und unbarmherzigen Eisschauern, bis ihre Flugzeuge wohl nichts mehr anderes waren als schwankende, eisbedeckte Kammern des Todes. Für immer sind die Namen derer, die den Schleier der Ewigkeit gelüftet haben, auf den Seiten der Geschichte des Flugwesens aufgezeichnet: Nungesser und Coli, Hamilton, Michin und Prinzessin Löwenstein- Wertheim, Hinchclifle und Eleanor Mackay. Für die Gemeinde der Flieger in Europa bedeuten diese Namen eine Schuld der Toten, die von den Lebenden beglichen werden muss. Es musste die Ueberquerung des Atlantik von Osten nach Westen durch Piloten Europas kommen. Der Flug der « Bremen » war kein Unternehmen, das einem plötzlichen Antrieb enU sprang. Er ist viele Monate, bevor Hauptmann Hermann Kohl und Freiherr E. G. von Hünefeld am 26. März, vom Dessauer Flugplatz, 120 Kilometer südlich von Berlin, kom- VOR DEM START ZUM OZEANFLUG Von Fitzmaunce. mend, auf dem irischen Freistaat-Flugfeld in Baldonnel landeten, sorgfältig vorbereitet worden. Als der starke Ganzmetall-Junkers- Eindecker gelandet war, da stieg aus dem Führersitz lächelnd der rundliche, kleine Pilot Kohl, unmittelbar gefolgt von Fruiherrn von Hünefeld, einem typischen deutschen Aristokraten. Es war nicht das erstemal, dass ich das Vergnügen hatte, mit den beiden unerschrockenen Männern der Luft zusammenzutreffen. Schon einmal landeten sie in Bai' donnel, als sie bei ihrem ersten Versuch den Ozean zu überqueren, genau wie Kapitän Macintosh und ich, auf unmögliches Flugwetter gestossen und nach Irland zurückgekehrt waren. Als Kommandeur konnte ich ihnen damals die ganze Unterstützung, die mir meine Stellung erlaubte, angedeihen lassen und ihnen in jeder Weise durch Sammlung von Wettermeldungen usw. behilflich sein. Weil es aber schon spät im Jahr war und das schlechte Wetter anhielt, mussten sie ihren Versuch für 1928 zurückstellen. Wie es so oft im Leben derer, die der Gemeinde der Flieger angehören, vorkommt, führt ein zufälliges Zusammentreffen, wie dieses, häufig zu einem Band unverbrüchlicher Freundschaft. Auf die Kunde vor dem Eintreffen des deutschen Flugzeuges hatte sich eine ziemliche Anzahl interessierter Zuschauer eingefunden. Die Mannschaften und Mechaniker des Luftkorps schoben die «Bremen» in einen unserer Schuppen, der für diesen Zweck leer gemacht worden war. Wir standen noch herum und unterhielten uns über die verschiedenen Einzelheiten, die im Flugzeug für die besonders schwierige Aufgabe, die vor ihm lag, angebracht worden waren. Ein eigenes Schwimmgerät war in die Fliigelkonsiruktion eingebaut worden, so dass, sollte die «Bremen» zum Niedergehen auf das Wasser gezwungen werden, die ziemliche Wahrscheinlichkeit bestand, dass sie schwimmen würde, bis Hilfe kam. Das ganze Wissen und Können der deutschen Konstrukteure und Mechaniker steckte in diesem Ganzmetall-Junkers, das Betriebsstoff für vie rund zwanzig Flugstanden, etwa 2400 Liter, im Gewichte von nahezu zweieinhalb Tonnen, mit'sich führte. Nachdem ich den Führersitz mit all seinen Anordnungen:: ATJTOMOBIL-RFVUE genau untersucht hatte, war ich überzeugt, dass die «Bremen» wirklich jede Aussicht auf den Erfolg habe. Später am Abend, als sie einen Bissen gegessen und eine Tasse Tee getrunken hatten, übermittelte mir der Freiherr die Einladung, sie an ihrem Ost-West-Flug zu begleiten. Ich möchte an dieser Stelle nochmals im Namen Irlands meinen tapferen deutschen Kamera-, den dafür danken, dass sie es mir ermöglichten, mich an diesem epochemachenden Unternehmen zu beteiligen. Die Tatsache, dass ich zusammen mit Freiherrn von Hünefeld und Hauptmann Kohl diesen Flug ausführen konnte, spricht genügend für den grossen Fortschritt, der in der Umwandlung der Fliegerei von einer Waffe des Krieges in einen Boten des Friedens liegt. Ist es nicht ein schlagendes Beispiel für das Verstehen der Menschen untereinander durch engere Verbindung, wenn man bedenkt, dass nur wenige kurze Jahre zuvor wir uns in mörderischem Kampf zerfleischten? Jahrelang haben wir uns als Feinde gegenübergestanden, und doch war es nur eine Angelegenheit weniger Tage, dass wir uns fanden und den Grund zu einer unvergänglichen Freundschaft legten. Seite an Seite haben wir während dieses Fluges gekämpft in der Hoffnung, dass unser Unterfangen mehr guten Willen und besseres Verstehen unter die Völker der Erde bringen möge. Die Geschichte der Zivilisation und des Fortschrittes gründet sich zum grössten Teil auf die Entwicklung der Verbindungen und des Verkehrs. Je näher uns unsere Nachbarn durch die rasche Mitteilung der Ideen, Gedanken und Bewegungen, die ihre Gebräuche bestimmen, gebracht werden, desto leichter sollten Missverständnisse vermieden werden. Das Flugzeug dürfte uns dem Weltfrieden gewaltig näher bringen. Man kann sich ganz leicht vorstellen, dass viele Jahre zurück, als hundert Meilen noch eine schreckliche Entfernung bedeuten, Verdächtigung, Gier und Hass blühen konnten. Wie der Feudalismus der alten Welt dem Nationalismus Platz gemacht, so wird auch dieser dem Universalismus weichen müssen, wenn unser Verbindungssystem den Grad der Vollkommenheit erreicht hat, der uns alle in gemeinsamem Verstehen verbin iet. Radio und Telegraph, das Fernsehen und Fernhören, Dampfschiffe, Eisenbahnen, Automobile und Flugzeuge schmieden die Verbindungsglieder zwischen den Nationen, die auch durch politische Streitigkeiten und persönliche Eifersüchteleien von Staatsmännern nicht zerbrochen werden können. In den Tagen, welche dem 26. März folgten, führten Hauptmann Kohl und ich in der «Bremen» verschiedene Versuchsflüge aus, um mich völlig mit der Betriebsstoffversorgung und dem Verhalten der Maschine, die ans bald weit hinaus über die See tragen sollte, vertraut zu machen. Diese Aufstiege waren famose kleine Angelegenheiten voll prickelnden Vorgefühls und der Gespanntheit auf die neuen Eigenheiten einer neuen Ftugmaschine. Die «Bremen» ist einer der besten Apparate, die mich je mein gutes Schicksal fliegen Hess. Ich fand sie nicht nur im Geradeausflug, sondern auch in Kurven ausserordentlich stabil, und der Steuerapparat war so leicht, dass man mit der leisen Berührung eines Fingers das Flugzeug in der Luft herumdrehen konnte. Während der Ueberlandflüge, die wir vornah' men, um die Navigationsinstrumente auszu' probieren, stellte ich fest, dass es möglich war, beide Hände und Füsse von der Steuer rung wegzunehmen und dass die «Bremen» dabei für geraume Zeit dfme eine Abweichung geradeaus weiterflog. Ich brauche nicht weiter zu sagen, dass mich diese Eigenschaften des Flugzeuges mit grosser Befriedigung erfüllten; denn ein Apparat, der in der Luft seine Mucken hat, wird leicht besonders gefährlich, wenn nach vielen Stunden die ermüdeten Nerven durch den Mangel an Ausruhen nahezu stumpf geworden sind. Diese Vorbereitungen aber waren bald vorüber und nun ging es an die unwillkommene Aufgabe, auf günstige Wetternachrichten zu warten. Während dieser ruhelosen Tage, in denen wir hin und her rannten wie die Löwen in einem Käfig, tat meine Frau alles für unsere Bequemlichkeit und Seelenruhe. Nicht ein einziges Mal Hess sie nur den leisesten Ton der Angst in ihre Stimme schleichen, ja, sie nahm meine Ankündigung, dass ich mit Hauptmann Kohl und Freiherrn v. Hünefeld über den Atlantischen Ozean fliegen würde, mit einer Ruhe auf, als ob ich so zufällig erwähnt hätte, ich flöge von Baldonnel nach London. Ihre Seelenstärke und Tapferkeit trugen während dieser Tage sehr vifl zu meiner Gemütsruhe bei. D-io vorstehende Skizze haiben wir mit Erlaubnis des Verlages Union Deutsche Verlassanstalt Berlin- SW 19 dem soeben erscheinenden Bache: «Die Erinnerungen von Kohl Fitzmaurice/v. Hünefeld über ihren Ozeanflug» entnommen. In leuohtenden Farben schildern dio Flieger ihre Eindrücke und Er« lehnisse auf der abenteuorüchen Fahrt. Auf etwa 300 Seiten Host man van den Vorbereitungen zu dem Fluge, von dem kritischen Start, von den zahlreichen. Schwierigkeiten, die au bekämpfen waren, von der Landung auf der Insel Greenly und zuletzt von der Siegesfatn-t durch Amerika und Deutschland. Gummi- Schneeketten für geräuschloses und sicheres Fahren. Mit auswechselbaren Gliedern und in allen Grossen lieferbar. WERKZEUGMASCHINENFABRIK OERUKON Gennheimer & Co., Zürich i Auto-Zubehör - Zähringerstr. 32 Der Luftkammerreif PRAZiSieNS-SCHEINWEBFER HÖCHSTE ZUVERLÄSSIGKEIT, WEITREICHENDES- HOMO- GENES LICHT. 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