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E_1929_Zeitung_Nr.022

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gleiche Ziel hin? Wenn

gleiche Ziel hin? Wenn wir unserseits mit aller Energie an der Entwicklung des Automobilismus arbeiten, im Bewusstsein, unsere nationale Volkswirtschaft damit zu beleben, müssen wir anderseits auch die Anstrengungen der Bundesbahnen dankbar anerkennen und' sie für ihre Erfolge beglückwünschen. "Wir danken an dieser Stelle den Bundesbahnen für das Entgegenkommen, das sie uns auch dieses Jahr mit den gewährten Erleichterungen gezeigt haben. Eine Frage drängt sich noch auf. Warum weisen unsere Verkehrsgesetze, welche die Entwicklung des Automobilwesens eher hindern als fördern, noch ein solches Chaos auf? Wie kann man es yerantworten, dass Hunderte und Tausende von fremden Automobilen, deren Zahl sich beständig vergrössert, sich den 25 Verkehrsgesetzen unterziehen sollten? Wie kann man verlangen, dass die Hunderttausende von Automobilisten die sehr komplizierten und von Ort zu Ort verschiedenen Bestimmungen beherrschen sollen? Wir glauben, dass der Augenblick gekommen ist, da alle Strassenbenützer unter eine gleiche allgemeine Gesetzgebung gestellt werden müssen, ohne dass dabei unsern föderalistischen Grundsätzen Gewalt angetan werden müsste. Wenn alle Rechte haben, so haben auch alle Pflichten, es wird genügen, letztere näher zu bezeichnen. So wünschen wir denn von ganzem Herzen, dass eine eidgenössische Strassengesetzgebung in nächster Zeit dem kantonalen Chaos ein Ende bereiten und unserem Lande eine neue Aera der Wohlfahrt sichern werde. In diesem Geiste, Herr Bundesrat, arbeiten wir, wir sind sicher, dass Sie diesen Geist gutheissen werden und dass Sie mit uns einstimmen in den Ruf «Es lebe der Fortschritt, es lebe der Motorismus !» Ich erlietTe mein Glas auf die Gesundheit des Herrn Bundesrat Schulthess, aller Eingeladenen, aller Aussteller, der gesamten Presse und aller Arbeiter des Genfer Automobilsalons! Ansprache von Bundesrat Schulthess. . Ich danke dem ständigen Komitee des Automobilsalons, dass es mich zur diesjährigen Eröffnungsfeier eingeladen hat. Ich wollte um so weniger fernbleiben, als alle Ausstellungen dieser Art, seien sie nationale oder internationale, in den Geschäftskreis meines Departements fallen und mich als grosse die gewaltige Entwicklung, die die Aviatik in den letzten Jahren genommen hat,- vor Augen zu führen und uns einen Ausblick in ihre Zukunft zu bieten. Genf ist zeitig aufgestanden und hat in der richtigen Stunde gehandelt. Man hat hier früher als anderswo begriffen, welche grosse und allgemeine Bedeutung dem Automobil zukommt. Man hat erkannt, dass der Automobilismus nicht nur als Sport eine Bedeutung hat, sondern berufen ist, sich zu einem der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren unserer Zeit'für Stadt und Land zu entwikkeln. Die Schweiz gönnt Genf den wohlverdienten Erfolg ihres Automobilsalons, weil wir Eidgenossen alle ohne Unterschied der Sprache dieser Stadt und diesem Kanton eine besondere und lebhafte Sympathie entgegenbringen. Wir wissen, was wir Genf speziell im Gebiete des Geistes, der Wissenschaft und der Politik an Anregungen verdanken, und wir schätzen es, dass die Rhonestadt dazu beiträgt, Leben ins eidgenössische Haus zu bringen und den Aufenthalt darin weniger eintönig zu gestalten. Deshalb denkt niemand daran, den Genfern den Salon strei-. tig zu machen. Ihre Miteidgenossen machen sehr gerne, wenn der harte Winter weicht und der Frühling in die Lande zieht, eine kleine Pilgerfahrt in diese schöne Stadt, die als Sitz des Völkerbundes eine besondere internationale Bedeutung erlangt hat, ohne ihre schweizerische Eigenart und ihre eingewurzelte Anhänglichkeit für das schweizerische Vaterland einzubüssen. Wir suchen und finden hier den Frühling der Sonne und den der Hoffnungsfreudigkeit. So bin ich denn sicher, dass der Automobilsalon sich auch in der Zukunft glänzend entwickeln wird, und ich bin überzeugt, dass Sie hier immer das feine Gefühl dessen haben werden, was die Zeit fordert und was gleichsam voraus geboten werden muss. Dafür bürgt uns die Energie und der klare Blick, mit denen Sie bis jetzt Ihr Unternehmen verfo'gt haben und die weitausschauenden Projekte, die Sie zu verwirklichen im Begriffe stehen. Wenn man im Automobilsalon alle die glänzenden Rennwagen sieht, die neben eleganter Ausstattung sich namentlich auch um den Rekord der- Schnelligkeit bewerben, wenn man bedenkt, dass über 100,000 Motor- Schweiz zirkulieren, so AUTOMOBIL-RFVUC 1929 - N" 22 grossen Linien zweifellos guten Gesetze nachzutrauern. Nun gilt es, mit neuem Mute ans Werk zu gehen. Im Monat Mai werden Volk und Stände über die Initiative zu entscheiden haben, welche eine neue Fassung des Automobilartikels der Bundesverfassung vorschlägt. Der' Bundesrat und die Bundesversammlung glauben, dass dieses Projekt über das Ziel hinausschiesse. Es vernachlässigt die Rücksichten auf unsere föderative Verfassung und will die Gesetzgebung über den ganzen Strassenverkehr dem Bunde unterstellen, der nach meiner Ueberzeugung nicht berufen ist, diese Aufgabe zu übernehmen. Sie geht mit der Ueberweisung sämtlicher Einnahmen aus dem Benzinzoll an die darbringen. Diese richten sich vorab an das ständige Komitee und hier insbesondere an seinen energischen und tätigen Präsidenten, Herrn Marchand, der seine Aufgabe mit ebenso viel Geschick und Talent wie Hingebung verfolgt. Möge der wachsende Erfolg ihm und allen seinen Mitarbeitern helfen, die Hindernisse, denen ein jedes Unternehmen begegnet, zu überwinden und auszubauen, was sich in so prächtiger Entwicklung befindet. Ich danke auch dem Regierungsrat von Genf und der Bevölkerung für die Unterstützung und das Verständnis, die sie allen Anstrengungen entgegenbringen, welche bestimmt sind, die Schwierigkeiten zu besiegen, die diese Stadt in den Nachkriegsjahren Kantone zu Lasten des Bundes viel zu weit,! zu spüren bekommen hat. Ich hoffe, dass und sie schafft dadurch, dass sie den Bund dieses Jahr G-enf endlich das ihm gebührende anderseits ermächtigt, aus dem Benzinzollanteil .Durchgangsstrassen zu errichten, Ge- verschaffe, die seit Jahren Gegenstand un- Recht in einer internationalen Angelegenheit legenheit zu unangenehmen Friktionen und serer gemeinsamen Sorge ist, und dass auf Differenzen. Die Befürwortung dieser Initiative — solche, die anders denken, mögen spruchs die nachbarlichen Verhältnisse mit Grund eines gerechten und billigen Schieds- meinen Freimut entschuldigen — ist hoffnungslos, und es hätte nach meiner Ansicht nen, die den Bedürfnissen beider Teile, na- Frankreich in einer Art geordnet werden kön- im Interesse des Zustandekommens einer raschen und zeitgemässen Automobilgesetzden Stadt, entspricht. mentlich aber auch denen dieser aufstrebengebung gelegen, wenn man sich allseitig und Ich entbiete dem Kanton Genf den Gruss schnell auf die Verwerfung dieses Volksbegehrens und auf rationelle Grundsätze des auf sein Wohl und auf dasjenige seiner Regie- der Eidgenossenschaft, ich erhebe mein Glas künftigen Gesetzes hätte einigen können. rung, und ich trinke auf die Zukunft des Der bestehende Verfassungsartikel erlaubt Automobilsalons, und auf die Gesundheit aller derer, die sich um ihn verdient gemacht es, Verkehrsvorschriften für all© Strassenbenützer, also auch für Fussgänger und be- haben! spannte Fuhrwerke, für alle dem Automobilverkehr geöffneten Strassen zu erlassen. Diese Tätsache wurde in der Bundesversammlung durch die Annahme einer Motion bekräftigt, die unter aktiver Beteiligung massgebender Mitglieder des Touring-Clubs eingereicht worden ist. Wird nun auch die Initiative weiter verteidigt, so zweifle ich doch nicht daran, dass nach deren Verwerfung alle die Hand bieten werden, um auf der bestehenden Basis eine moderne Automobilgesetzgebung schaffen zu helfen, die die Rücksichten des Verkehrs versteht und die Rechte der übrigen Strassenbenützer in angemessener Weise wahrt, ohne gegenüber den Automobilisten ungerecht und voreingenommen zu sein. Es ist wahrlich Zeit, dass diese Aufgabe gelöst wird, wenn man sich nicht dem Vorwurfe aussetzen will, dass die Gesetzgebung unserer Demokratie den Entwicklungen und Ereignissen in einer bedauerlichen Weise nachhinke und ihre Aufgabe vergesse, dem Fortschritt die Bahn frei zu mattend/Wenn: dieser Salon seine .Tore das V&äi^MäikMxik,S(yJwiiäilhoi^ich, die Realisierung unserer Hoffnungen in greifbare Nähe gerückt sein. Und nun lassen Sie mich allen denen, die um den Automobilsalon Verdienste erworben haben, meine aufrichtigsten Glückwünsche Rede des Herrn Boissonnas, Präsident des genferischen Staatsrates. Ich bin glücklich, im Namen der Genfer Regierung den anwesenden Herrn Bundesrat Schulthess begrüssen zu können und ihm herzlich dafür zu danken, dass er hierher kam. was wir als einen neuen Beweis für das Interesse, das sowohl der Bundesrat als auch er dem Leben unserer Stadt und dem Automobilismus entgegenbringen, buchen. Zum sechsten Mal schreiten wir zur Eröffnung • des Genfer AutomoMKSalons. Diese sich jedes Jahr wiederholende und an Bedeutung stark gewinnende Veranstaltung bietet den Behörden immer wieder Gelegenheit, die erfreuliche Entwicklung eines wichtigen Zweiges unserer Volks« Wirtschaft feststellen zu können. Drei Zahlen. genügen, um die gegenwärtige Lage zu charakterisieren: . . . Die Zahl der Automobile in der Schweiz, welche im Jahre 1920 12 000 betrug, stieg auf 54 000 im Jahre 1927 und betrug im Jahre 1928 über 60 000. In diesen Zahlen sind die Motorräder nicht eingerechnet. Das Automobil, welches vor 15 Jahren noch ein Luxusartikel war, ist heute zu einem wirjscimftlich wichtigen Gebrauchsfahrzeug geworden. ~ . Das Interesse, das ihm alle Volksschichten eit- gegenbringen, und der starke Zuwachs der Zahl derjenigen, welche es benützen, rechtfertigen in weitgehendem Masse diesen alljährlich in der Schweiz stattfindenden Automobil-Salon und beweisen, dass er einem wirklichen Bedürfnis entspricht. Der Salon verdankt sein Entstehen privater Initiative. Es ist notwendig, daran zu erinnern und zu betonen, dass diese Ausstellung, sowie das Gebäude, welches sie beherbergt, aus privater Initiative heraus entstanden sind. j Gestatten Sie mir, meine Herren, hier erneut die Anerkennung der genferischen Behörden gegenüber dem Ausstellungskomitee und namentlich seinem rührigen Präsidenten, welcher sich bereits mit der Frage der Verdoppelung der Fläche des Aasstellungspalais befasst, auszusprechen. und wichtige Manifestation des wirtschaftlichen Lebens selbstverständlich auf das lebhafteste interessieren. Ich will die Glückwünsche nicht wiederholen, die Kollegen von mir schon in früheren Jahren den Schöpfern des-Salons, die zugleich die Promotoren der Erstellung des prächtigen Gebäudes sind, in dem die Ausstellung sich befindet, entboten haben. Aber ich möchte doch mit grosser Genugtuung hervorheben, dass diese Männer nicht nur das' Lob der privaten Initiative singen, sondern dass sie auch — was seltener ist — danach handeln, indem sie fast die gesamten Mittel, die die Erstellung dieses Baues erforderte, bei Privaten aufgebracht haben und auch sonst nur in bescheidenster Weise die Gemeinwesen in Anspruch nehmen. Nun ist diese Stätte bereits zu klein geworden. Die umsichtige Tätigkeit des ständigen Komitees hat in stolzem Fluge den diesjährigen Salon bereits so entwickelt, dass er in zwei Serien zerlegt werden musste. Mit der letzteren wird zugleich eine Ausstellung von Reiseund Sportflugzeugen verbunden, um uns auch Genfer Salon Das Ausstellungsgebäud.e (Erdgeschoss) mutet es einem wie ein Ueberbleibsel aus alten, längst vergangenen Zeiten an, dass die Gesetzgebung über diese Verkehrsmittel unsern 25 Kantonen überlassen ist und in unserem kleinen Lande nicht unifiziert werden konnte. Für Fremde liegt hierin ein geradezu unverständlicher Zustand, für den auch ein verständiger Föderalismus die Verantwortlichkeit ablehnen muss. Es nützt nichts, heute dem vom Volke verworfenen, nach meiner Ueberzeugung in den

N» 22 - 1929 AUTOMOBIL-REVUE ScfnNlb >&3chmaim (U/Moo) Automobil - Salon 1929. Seinah ^ * ^ SOCÖJ amay sJ/p/rcdfron ajroid "^o^Phyfax Gaferii HuilesmlnecS^^s^^ ^\*^>\lndctsfrtes cMmfques, UrnwoSi. . C/inato Man spricht nie genug über die private Initiative! Diejenigen aber, welche die öffentlichen Angelegenheiten leiten, wissen diese unschätzbaren Dienste zu würdigen. . Es braucht eine gründliche administrative Organisation. Keiner unter uns wird das bestreiten, aber ihre Tätigkeit soll sich ausschliesslich auf diejenigen Funktionen erstrecken, welche durch die privaten Unternehmungen nicht auf genügende Weise vorgenommen werden können. S.A.T.AJ Schiene und Auto. Ein Vergleich zwischen dem. was in den letzten Jahren in den Vereinigten Staaten und bei uns auf dem Gebiete des Verkehrs unternommen wuTde, ist vielleicht angebracht. In der Schweiz wurden die Eisenbahnen verstaatlicht. In den Vereinigten Staaten sind sie in den Händen von privaten Gesellschaften geblieben. Als die Entscheidung getroffen wurde, durch die Das Beispiel der Vereinigten Staaten. In dieser Beziehung bieten uns die Vereinigten Staaten einen interessanten Vergleich. Losgelöst von jeder Verpflichtung in bezug auf die Transportunternehmung, haben sie ein vorzügliches Strassennetz geschaffen, das zum srössten Teil aus Betonstrassen besteht, welches alle gTossen Städte der Vereinigten Staaten verbindet und welches dem Autobusverkehr gestattet, beispielsweise auf der Strasse New York—San Franzisko. erfolgreich gegen die Eisenbahn anzukämpfen, indem er 1000 km in 24 Stunden zurücklegt. Der Preis von 4 Dollars, ungefähr 22 Fr., für die Strecke New York—Boston 4 (ca. 400 km) steht allerdings in keinem Verhältnis EU den Tarifen, wie sie bei uns gebräuchlich sind. Diese wenigen Bemerkungen sollen keinen Tadel enthalten, denn jedermann weiss und anerkennt, dass deT Betrieb unserer schweizerischen Eisenbahnen unserem Lande alle Ehre macht. Ich wollte damit nur die Nachteile hervorheben, welche sich daraus ergeben, dass der Staat Verkehrsunternehmungen betreibt, die durch die Entwicklung auf diesem Gebiete zu riskanten Betrieben geworden sind. Die Verbesserung unserer Strassen wird zur Notwendigkeit Die Tatsache, dass unsere Eisenbahnen der Eidgenossenschaft gehören, sollte kein Hindernis sein, auch auf diesem Gebiete Fortschritte zu machen, und es ist notwendig, dass sich die kantonalen Verwaltungen und die Bevölkerung mit dem Gedanken vertraut machen, dass in dieser Beziehung Opfer gebracht werden müssen. Unsere grossen Verbindungsstrassen haben weder die genügende Breite noch sind sie richtig konstruiert; selten sind sie mit genügenden Fusssteigen versehen. Bei ihrer Verbesserung muss man sowohl an die Sicherheit der Fussgänger und Radfahrer als auch an die Automobilisten denken, denn die einen zram Nachteil der andern zu bevorzugen und die Interessen der verschiedenen Strassenbenützer gegeneinander auszuspielen, wäre ein lächerliches Vorgehen in einer Zeit, wo das Automobil immer mehr zu einem allgemein gebräuchlichen Verkehrsmittel wird. Meine Herren, ich hebe mein Glas auf den Geist des Fortschrittes, dem wir unseren Salon und die Entwicklung des Automobilismus verdanken und den wir als ein treibendes Moment für die gedeihliche Entwicklung unseres Landes betrachten. Die Einweihung. Applaus dankt den Sprechenden. Man sieht sich wieder einmal angesichts eines grossen Werkes, an dem man vielleicht selbst unermüdlichen Anteil hat und fühlt die Bedeutung der Stunde. Das klingt aus Worten und Qläserklirren. Angemessen, feierlich wird der Saal verlassen, je nach Rang und Name die Reihe der harrenden Wagen bestiegen., Contro/opmfi Schmic ScAnthe* Schmitz WRiscK Bufitt 'ZcftiJ-h Orion Die Fahrt führt durch die festbewimpelte Stadt zum Salon. Menschenmassen, Polizei, arme Journalisten, die vergeblich ihreweisse Einladungskarte zücken. Man erhascht einen Blick auf gestärkte Hemdbrüste, dann verschlingt die Eingangspforte des Salons die Eidgenossenschaft die Privatbahnen anzukaufen und zu verstaatlichen, sah noch niemand die Entwicklung des Automobilismus und des Flugwesens voraus. Aber man kann sich nun fragen, ob in einer nahen Zukunft der Staat es nicht bedauern wird, so grosse Kapitalien in einer Unternehmung investiert z-u haben, für deren finanzielles Gedeihen er verantwortlich ist. Wenn man die heutige Situation vergleicht mit dem Zustande, wie er herrschte, als unsere Eisenbahnen noch durch private Gesellschaften betrieben wurden, muss man feststellen, dass die Eidgenossenschaft, was ihre Eisenbahnpolitik anbetrifft, einen grossen Teil ihrer Handlungsfreiheit eingebüsst hat und dass sie wahrscheinlich nicht mehr imstande ist, auf eine befriedigende Weise die grossen Probleme des Verkehrs zu lösen, da sie beständig gebunden ist durch die staatliche Eisenbahnpolitik. Landmesser- Alum'niurm*t Chrom* sDüpuh Teca/i Koller Offiziellen. Drinnen eilen die Behörden von Stand zu Stand, während draussen das Publikum den bärbeissjgen Securitaswächtern die Honneurs erweist. Endlich schallen irgendwoher die Schläge der vierten Stunde über den Platz. 'Bosch Ouvrez! Mit Drängenden wird man hineingescho* ben, dann mit ernem Mal verlangsamt sich der Schritt. Man steht still, der Blick schweift über die altvertraute, immense Halle, sieht es blinken und flimmern und man fühlt, dass es jedes Jahr, trotz der Gewohnheit, trotz aller Riesenarbeit, die es dem Journalisten mit sich bringt, oder gerade darum, etwas Grosses ist, das da vor uns liegt. V, Das Tagesprogramm des Salons Freitag, den 15. März. 12 Uhr 43: Ankunft des Zuges mit den Ehrengästenli 13 Uhr: Bankett im Hotel des Bergues. 15 Uhr 30: Offizielle Oeffmmg des Salons. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 16 Uhr: Oeffnung des Salons für das Publikum* Eintritt Fr. 1.20 (Steuer inbegriffen). 19 Uhr: Schliessung. Samstag, den 16. März. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 1.20. Im Verlaufe des Nachmittags: Ankunft der Sternfahrer vor dem Salon. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr 30: Diner in der Taverne des Salons. Vereinigung der Sternfahrer und der Konkurrenton, des Kilometer-Arrete. 20 Uhr 30 bis 22 Uhr 30: Konzert. 23 Uhr: Schliessung. 22 Uhr 45: Beginn des grossen Balles im Hotel des Bergues. Sonntag, den 17. März. 8 Uhr 30: Internationaler Kilometer-Arrete auf der Strecke von Eaumorte. 9 Uhr: Oeffnung des Salons. Eintritt Fr. 1.20. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr 30: Diner in der Bar des Salons. Verkündung der Resultate und Preisverteilung der Sternfahrt und des Kilometer-Arrete. 20 Uhr 30 bis 22 Uhr 30: Konzert. 23 Uhr: Schliessung. Montag, den 18. März. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 1.20. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr: Schliessung. Dienstag, den 19. März. 9 Uhr: Oeffnung Eintritt Fr. 2.80. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr 30: Diner in der Taverno des Salons; Eintritt Fr. 1.20. 23 Uhr: Schliessung. Mittwoch, den 20. März. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 1.20. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr: Schliessung. Donnerstag, den 21. März. Volkstag. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 1.20, Kinder 60 Cts. 15 Uhr bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr 30: Diner in der Taverne. 20 Uhr 30: Volkstümlicher Abend, Konzert. tritt 60 Cts. 23 Uhr: Schliessung. Freitag, den 22. März. 9 Uhr: Oeffnun«. Eintritt Fr. 2.30. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr: Schliessung. Unsere Sondernummern Ein- 16. März: Nr. 23 18. » * 24 20. » »25 21. * » 26 22. * * 27 Die Inserenten sind in ihrem eigenen Inter- 'sse gebeten, ihre Aufträge baldmöglichst einzusenden. Verlag und Redaktion.