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E_1930_Zeitung_Nr.094

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N° 94 zeug gewählt, welches infolge seines geringen Motorleistungsbedarfes die grösste Höhe zu erreichen versprach: das durch die Dauerrekordiläge und den ersten Ost-West-Ozeanflug bekannte Junkers - Frachtflugzeug W 33/34. Dieses Flugzeug, welches um Hoch-, Quer- und Längsachse stabil ist, erfordert vom Flugzeugführer nur ganz geringe Steuerbetätiguneen. so dass also seine guten Flugeigenschaften dem Führer grösseren Kraftaufwand ersparen; denn jede Anstrengung in grösserer Höhe vermindert die Möglichkeit,, längere Zeit mit geringem Sauerstoffbedarf zu fliegen. Kurz, die gute Eigenstabilität hindert das Flugzeug, beim Flug mit nur einem Führer, wenn dieser aus irgendwelchem nicht vorgesehenen Grunde höhenkrank* d. h. bewusstlos, werden sollte, eine ungewöhnliche oder gefährliche Fluglage einzunehmen. (Damit das Flugzeug beim Eintreten derBewusstlosigkeit nicht weiter steigen konnte, wurde übrigens am Handrad ein Unterbrecherknopf so befestigt, dass bei Nachlassen der Handkraft des .Führers die Zündung aussetzte und der Motor dadurch abgestellt wurde.) Bei den ersten Versuchs- und RekordfHigen, die bis zu 10,000 und 11-000 m Höhe gingen, war an dem normalen Serien-Typ keine Aenderung vorgenommen worden. Erst für die späteren Versuchsflüge und den Neuenhofenschen Rekordflug wurde a) die Spannweite von 17,75 auf 20.35 Meter und dadurch die Fläche von 45 m 2 auf 49 m 2 versrrössert; b) das Fahrgestell erleichtert, Indem die Federbeine durch Profilstreben ersetzt und statt der geteilten eine durchgehende Achse verwendet -wurde. Dieses vereinfachte Fahrgestell war mit zwei Kabeln angekreuzt, c) der normale Anstrich mit Grundierung wegen Gewichtsersparnis durch einfachen Nitrozelluloselack ersetzt; d) anstatt des normalen Aeron-Reed-Pro- 'pellers ein leichterer Bristol-Holzpropeller gewählt, der im Steigflug mit höherer Drehzahl (1820 U/Min, in 3500 Meter, 1860 U/Min, in 11,00 Meter Höhe) läuft als der zuerst verwendete. Dadurch wurde neben der Gewichtsersparnis auch eine Leistungssteigerung erreicht. Durch diese Massnahmen konnte trotz der Flügelvergrösserung das Leergewicht um etwa 100 kg verringert werden. Die Gewichte verteilten sich beim Neuenhof en-Flug wie folgt : Leergewicht 1094;0 kg Brennstoff 79,8 » Schmierstoff 9,0 » Sauerstoffapparat 5,9 » 4 Barographen 3.35 » Pilot 90,0» Abflug-Gewicht 1282,05 kg Zu 2. Wegen seines geringen Gewichtes wurde der Bristol-Jupiter VII, ein luftgekühlter Sternmotor mit etwa 400 PS Bodenleistung, gewählt, der mittelst Turbogebläse beim Flug auf etwa 3500 Meter Höhe seine •Leistungen beibehält und sie erst darüber, wie jeder andere Motor, mit wachsender 'Höhe, also verringerter Luftdichte, vermindert. Der Motor arbeitete in der ganzen Versuchsserie zuverlässig. Am Vergaser zeigte sich nur, dass die Drosselklappen und Brennstoffregelnadeln in grosser Höhe festgefrieren wollten. Die Hebel wurden deshalb zeitweise bewegt. Die Auspuffgase zeigten bei richtiger Gemischregulierung, dass auch die Verbrennung in der Höhe einwandfrei blieb. Nur zeitweise bildeten sich Damr>fwolken. Im Schmierölumlauf war kein Oelkühler eingebaut. Als Schmierstoff wurde Castrol R verwendet. Was die Magneten betrifft, so hatte man befürchtet, dass durch die starke Luftverdünnung — weniger als 20 Prozent der Luftdichte am Boden — der Zündfunke statt an der Zündkerze auf die Sicherheitsfunkenstrecke oder sonstwo überspringen würde Dieses Uebel hat sich aber bei allen Höhenflügen nicht eingestellt. Nur die Brennstoffzuführung machte anfangs bei der niedrigen Temperatur durch Vereisen Srhwieriekeiten. solange dem Shell- Benzin der K'onffestisrkeit wegen Benzol, und zwar im Verhältnis 80:20, zugemengt war Wie Versuche am Boden zeigten, scheidet das Benzin-Benzol^emisoh bei Temperaturen unter min. 20° C Kristalle aus. die sich im Brennstoff-Seier oder auch in den Vergaserdüsen festsetzen und diese verstopfen. Die 20 Teile Benzol wurden daher durch ebensoviel Toluol ersetzt. Ferner wurde die Brennstoffanlaee so gelegt, dass sie durch denkalten Fahrtwind nicht so intensiv abgekühlt werden konnte. Hierdurch war der Weg für noch grössere Höhen als etwa 8000 Meter frei, und nun stellten sich Schwierigkeiten ein, die viel grosser waren als die technischen. folfftUi Autokurs Arbon-St Gallen. Der Autokurs Arbon-St. Gallen erfreut sich einer stets steigenden Frequenz. Gegenüber der gleichen Zeit im Vorjahre wurden im III. Quartal 1930 2536 Reisende mehr befördert (total 14,935). Die Betriebseinnahmen stiegen entsprechend um 2331 Fr. auf 16,191 Fr. an. Die Neueinstellung eines grossen bequemen Saurerwagens neuester Konstruktion erweist sich als sehr rentabel. bo. Frachtansatze $ a) Frachtgut: Wagen bis 3 m Eadstand .... Wagen mit über 3 m Radstand b) Eilgut: Wagen bis 3 m Radstand .... Wagen mit über 3 m Radstand c) Expressgut: Aai#«»itm]ivs4e» Strecke Brig-Iselle (Minimalansatz 2000 kg pro verwendeten Wagen) Fr. 1.12 per 100 kg Fr. 1.12 per 100 kg Fr. 2.63 per 100 kg Fr. 2.63 per 100 kg Fr. 2.63 per 100 kg für mindestens 2000 kg pro Auto an allen Tagen. Autobuslinie Freiburg LB.-Basel. Der Verkehrsverein für den Schwarzwald mit Sitz in Freiburg i. B. gab anlässlich seines 25jährigen Bestehens eine Festschrift heraus, in der nachdrücklich darauf hingewiesen wird, dass man von deutscher Seite aus alles tun werde, um eine Autobusverbindung Basel- Freiburg zu erhalten. Da bereits der Plan einer Autostrasse durch das Rheinland bestehe, sei es notwendig, dass auch die Strecke Basel-Freiburg durch Ausbau den modernen Verkehrsbedingungen entsprechen könne. .. Auto-Transport durch den Simplon Transport als Frachtgut. Es verkehren hiefür folgende Züge: Brig ab: 5.40 18.55 Domodossola Domodossola an: 7.25 20.33 Brig Transporte als Expressgut oder Eilgut Es verkehren hiefür folgende Züge: Brig ab: 5.40 8.52 12.20* 14.55* 18.10 Domodossola an: 7.25 10.45 14.16* 16.09* 19.02 Domodossola ab: 5.35 7.35* 8.30* 10.15 12.12* Brig an: 7.30 9.10* 10.14* 11.45 13.42* * Nur an Werktagen. 18.55* 20.33* 14.25* 16..18* Auto-Transport durch den Lötschberg 5.o5 7.80 Strecke Iselle- Domodossola 21.08 22.43 17.15* 18.40* 17 15 1S.40 21.00 22.23 L. 57.— für das Minimum von 2500 kg d. h. L. 22.80 per 1000 kg. L. 62.— für das Minimum von 2000 kg, d. h. L. 30.80 per 1000 kg. L. 65.— für das Minimum von 2500 kg, d. h. L. 26.— per 1000 kg. L. 92.50 für das Minimum von 2500 kg, d. h. L. 37.— per 1000 kg. Fr. 1.10 per 100 kg für mindestens 2500 kg pro Auto an Sonn- und Feiertagen, wenn die Aufgabe als Eil. oder Frachtgut nicht erfolgen kann, oder Fr. 2.70 per 100 kg, für mindestens 2500 kg pro Auto, an Werk« tagen. Auf der Strecke Kandersteg-Brig werden an Werktagen Personenautomobile bis zu S Sitzplätzen m i} folgenden Zügen zur Prachtguttaxe (295 Cts. per 100 kg, Minimaltaxgewicht 2000 kg) befördert: a) Kandersteg-Brig: Kandersteg ab: 2.22 6.55* 9.20 17.04* 17.30 20.02* — Brig an: 3.48 8.35* 10.45 17.58* 19.15 21.03* — — b) Brig-Kandersteg: Brig ab: 2.15 7.12* 9.23*d 9.30 11.38 16.45* 17.58*o 20.07 Kandersteg an: 3.26 8.04 10.18*d 11.06 12.41 17.04* 18.47*c 21.18 * Züge mit Personenbeförderung, o Nur vom 19. IV. bis 14. V. d Nur vom 11. IX. bis 14. V. 100 kg. An Sonn- und Feiertagen erfolgt die Beförderung auf Grund der Eilguttaxe (714 Cts. pro Minimaltaxgewicht: 2000 kg) mit folgenden Zügen: Kandersteg ab: 2.22 6.52* 8.23* 17.04* 20.02* — — Brig an: 3.48 7.44* 9.13* 17.58* 21.03* — — Brig ab: 2.15 7.12* 9.23d* 16.45* 17.58c — — Kandersteg am 3.28 8.05* 10.18d* 17.40* I8.47c — — * Züge mit Personenbeförderung, d Nur vom 11. IX. bis 14. V. c Nur vom 19. IV. bis 14. V. Nachsatz der Redaktion: Wir bemerken auf arbeitungsgrundlage benützt wurde. Auch die Zusammenstellung über die Vorschriften für den Auto- ausdrücklichen Wunsch, dass für die obige Zusammenstellung zum Teil die Publikation des Touristik- Transport durch den Gotthardtunnel fusste teilweise Bureaus der Sektion Zürich des A. C. S. als Be- auf der vorgenannten Publikation. ab: an: Alle führenden Auto-Reparatur-Werkstätten bevorzugen Immer Kugellager das gute Schweizerfabrikat, weil betriebssicher, preiswert und sofort erhältlich durch ZURICH1 UMMATQU AI 54 TEL.HOTT.S7.17 greifen die Kettenstücke In Eis and Schnee und sichern die Fahrt. Die Beanspruchung ist aber so gross, dass nur atieroestes Material «enQgt. Man vertraue dem Urteil vieler tausend schweizerischer Autofahrer und kaufe UNION A.-G.j SCHNEEKETTEN.FABRIK, BIEL Vertreter« Henri Baehmann. Autozubehör. 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