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E_1933_Zeitung_Nr.010

E_1933_Zeitung_Nr.010

eind und die wichtigsten

eind und die wichtigsten Regeln für Fussganger und Radfahrer darstellen. Für meinen Verkehrsunterricht war es mir möglich, Lichtbilder aus Tatbestandsaufnahmen der Kantonspolizei zu erhalten. Dieses speziell für meine Zwecke ausgesuchte Bildermaterial zeigte in eindrücklichster Weise Verursachung und Folgen von Strassenverkehrsuhfällen und hinterliess bei den Schülern tiefe Eindrücke, um so mehr, als man eich an viele der dargestellten Unfälle noch zu erinnern vermochte. d) Die praktischen Uebungen. Sie bilden die notwendige Ergänzung der theoretischen Schulung. Man soll nicht einwenden, viele Lehrlinge würden beruflich zu sichern Radfahrern und Fussgängern erzogen. Ich Iiese einmal durch eine Bäckerfachklaese Fahrübungen ausführen. Von diesen Lehrlingen, die sich jeden Tag auf der Strasse bewegen müssten, wäre zu erwarten gewesen, daes sie die wichtigsten Fataregeln einwandfrei beherrscht hätten. Diese Bäckerlehrlinge machten aber derart Fehler (vor allem Kurvenschneiden und enge Linkskurven), dass die anwesenden Polizeiorgane erklärten, eie hätten eine derartige Unkenntnis praktisch wichtigster Regeln nicht für möglich gehalten. In Städten ist es vorteilhaft, eich bei den Fahrübungen die Mithilfe der Verkehrspolizei zu sichern. Man wähle für die FahTÜbungen eine nicht Mi ruhige Strasse und Strassenkreuzung und lasse das Fahren, Vorfahren, Aueweichen, Kreuzen, links und rechts Einbiegen mit richtiger Zeichengebung einzeln und später in grösserer Zahl ausführen. Diese Uebungen sollen im üblichen Tempo gefahren werden: Recht eindrucksvolle Bilder vermittelt das absichtlich herbeigeführte Zusammenwirken von Fehlern zweier Schüler (beispielsweise in Kurven oder Kreuzungen usw.). Es empfiehlt sich nicht, die ganze Klasse gleichzeitig fahren zu lassen, sondern etwa äie Hälfte als Zuschauer an gesicherter und übersichtlicher Stelle um den Uebungsleiter zu sammeln. In ähnlicher Weise sollten an möglichst belebten Straesen die wenigen Uebungen für Fussgänger durchgeführt werden. Durch mindestens jährliche Wiederholung dieser praktischen Uebungen kann der Erfolg der Verkehrsschulung wesentlich gesteigert werden. Es ist selbstverständlich, dass die praktischen Uebungen unter strenger Disziplin durchgeführt werden müssen. Die Fahrübungen dürfen nicht in eine Spielerei ausarten. Man vermeide die Belehrungen auf einen ängstlichen und allzu vorsichtigen Ton einzustellen. Lehrlinge sind keine Kinder mehT, die steter Aufsicht bedürfen. Die Schüler an Berufsschulen sollen und müssen sich im Strassenverkehr frei bev/egen können. Es ist gerade die Berufsschule, die mehr als jede andere Schule auf das Leben vorbereitet. Und so ist es auch ihre vornehme Pflicht, den Schülern die Grundlagen zu bieten, dass sie sich im Strassenverkehr sicher und korrekt verhalten können. Die heutige Praxis verlangt mit vollem Recht fortwährendes sich anpassen an die Bedürfnisse des Lebens. Sorgen wir dafür, dass die Aufgaben, die der moderne Strassenverkehr der Schule zuweisen muss, gewissenhaft erfüllt werden. Dr. E. Schätz, Luzern. Der Wahrheit die Ehre! In einer kürzlichen Auseinandersetzung (« A.-R. » Nr. 5) mit einem Artikel von Herrn Dr. Laur, in welchem er die von ihm vertretenen Interessen der Eisenbahnen glaubt gegen die Automobilisten ausspielen zu sollen, wiesen wir darauf hin, dass die Personalkosten der Bundesbahnen pro Kopf ihrer Verdiener 6561 Franken pro Jahr ausmachen, wogegen laut Angabe der « Schweizerischen Bauernzeitung» das durchschnittliche Einkommen einer Bauernfamilie 3576 Franken beträgt. Dieser Hinweis auf das durchschnittliche Eisenbahnereinkommen hat nun den «Eisenbahner» wie auch die «Berner Tagwacht» g«gen uns in Harnisch gebracht. An einem Ort wird diese Feststellung als « alte Lüge », am anderen Ort als « alter Schwindel» bezeichnet und uns sogar die Qualifikation eines reaktionären Blattes zuteil. Nachdem wir uns grundsätzlich nicht in die politischen Erörterungen einlassen, ist es auf alle Fälle mehr als gewagt, uns als reaktionär zu bezeichnen, nur weil wir uns im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung Bahn-Auto erlaubt haben, auf die Besoldungs Verhältnisse: bei den S. B. B. hinzuweisen. Wir könnten es uns deshalb ersparen, auf diese Anrempe-; lungen zurückzukommen, wenn uns nicht ei-' nes der Blätter falschen Gebrauch einer Statistik vorwerfen würde. Zu den von uns erwähnten zahlenmässigen Angaben sei folgendes ergänzend nachgetra- 1 gen: Das Personal der Generaldirektion und der Kreisdirektionen gehört zum Bundesbahnpersonal, genau gleich wie der letzte Weichenwärter. Wenn von einem mittleren Gehalt des Personals geredet wird, so gehört also auch der Gehalt des Verwaltungspersonals dazu. Auch der Bundesrat macht keinen Unterschied, denn im «Bundesblatt» Nr. 26/32 wird die Jahresausgabe pro Dienstpflichtigen der S. B. B. ebenfalls mit Fr. 6584 angegeben. Warum haut Herr Bratschi nur auf die «Autoprotzen» und nicht auch auf den Bundesrat los. Da hört offenbar seine Courage auf ! Wir können aber auch Herrn Bratschi den Gefallen tun und ausrechnen, was ein Eisenbahner verdient, wenn das Verwaltungspersonal abgerechnet wird. Nach dem Geschäftsbericht von 1930 der S.B.B, betragen die gesamten Personalausgaben Fr. 222 974 910. Auf das Verwaltungspersonal entfallen davon Fr. 7 255 117. Dazu muss der Anteil des Verwaltungspersonals an den Aufwendungen für die Pensionskasse gerechnet werden, was rund Fr. 800 000 ausmacht. Bei 896 Mann Verwaltungspersonal trifft es pro Kopf eine Ausgabe von total Fr. 8990. Auf das Betriebspersonal entfallen also noch 214 900 000 Fr. Ausgaben und bei 33 297 Mann immer noch 6454 Fr. pro Kopf. Der Unterschied ist also keineswegs so gross, wie dies Herr Bratschi gerne haben möchte. Was nun die Sonderentschädigungen betrifft, so ist es klar, dass sie zum Gehalt gerechnet werden müssen. Das Fahrpersonal erhält: Kilometergelder, Zulagen für Zugführerdienst, Stundengelder für Abladedienst, Entschädigungen für Auswärtsessen und -übernachten, Zulagen für eingezogene Billette, Entschädigungen für Reservedienst, Entschädigungen für Dienst auf Arbeitszügen» Entschädigungen für ausserordentliche Verwendung im Stationsdienst, Entschädigungen für zeitweiligen Dienst auf Zügen in andern Depotstationen, Entschädigungen für Ein r manndienst auf elektrischen Lokomotiven usw. Dazu hat das Personal eine Reihe nich-tbeP" rechneter Sondervergünstigungen, so Dienstwohnungen zu sehr bescheidenem Preis, Kantinen mit sehr billigen Preisen. Aufenthaltsräume, Kochapparate usw. Wichtig sind besonders auch die Freikarten auf den schweizerischen und ausländischen Bahnen. Wenn Herr Bratschi von «Spritztouren» der Automobilisten redet, so möge er auch angeben, wie viele Freikarten das Bundesbahnpersonal in einem Jahre bezieht und wie viele dieser Karten für «Spritztouren» ins Ausland Geltung haben. Man berichtet, dass letztes Jahr mehrere tausend Freikarten allein für Reisen nach Italien ausgestellt worden seien. Selbst wenn es nur der zehnte Teil wäre, so würde dies doch beweisen, dass die Eisenbahner den Auslandstouren nicht so abhold sind. Auf je-, den Fall konnte man letztes Jahr in den italienischen Sommerorten, so in Alassio, Rimini, Catolica usw. ebenso viele Bundesbahner finden als in den schweizerischen Kurorten. Es gibt einsichtige Bundesbahner, die diese Verhältnisse als ungesund bezeichnen. Herr Bratschi soll einmal mit diesen Zahlen heraus, denn wir lassen uns ja gerne belehren. AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N°10 im IV Quanal 1O3Ü Umsatz des 4. Quartals 1932 12.1 Millionen Fr. (15,5 Millionen Fr. im 4. Quartal 1931). — Höherer Umsatz Im Dezember als Im November, aber niedrigerer Umsatz als im Oktober. Vorgängig der Besprechung der Transaktionen unseres Motorfahrzeug-Aussenhandels im 4. Quartal 1932 haben wir uns noch mit der Statistik des, Dezember-Aussenhandels der Motorfahrzeuge zu befassen. Der Umsatz im Monat-Dezember 1932 erreichte 4.183,437 Fr. gegenüber 5,160,338 Fr. im Dezember 1931. Die Statistik der eidg. Oberzolldirektion verzeichnete eine Einfuhr von 770 Stück, 819,022 kg, 3,052,236 Fr. im Vergleich zu 829 Stück. 882,625 kg, 3,946,462 Fr. im Dezember 1931. Die Mindereinfuhr im Dezember 1932 bezifferte sich demnach auf 59 Stück. 63,603 kg, 894,226 Fr. Von 668 Automobilen und Chassis, die im Dezember 1932 eingeführt wurden (624 im Dezember 1931), stammen 266 (299) aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika, 188 (124) aus Frankreich, 107 (85) aus Deutschland. 73 (81) aus Italien. 31 (24) aus Grossbritannien, 3 (7) aus Oesterreich. 0 (4) aus Belgien. Die Ausfuhr im Dezember 1932 totalisierte mit 10 Stück, 139.969 kg. 1,131.201 Fr. gegenüber 36 Stück, 134,135 kg, 1,213,876 Fr. Auch bei der Ausfuhr verzeichnet der Monat Dezember 1932 ein geringeres Ergebnis als der entsprechende Monat des Vorjahres, und zwar um 26 Stück und 82,675 Fr., wobei sich allerdings die mengenxnässige Ausfuhr um 5864 kg erhöhte. Die Einfuhr. Das 4. Quartal des vergangenen Jahres zeigte im Vergleich zu den drei vorangehenden Quartalen die tiefsten Resultate. Die gleiche Tatsache trat schon im Jahre 1931 in Erscheinung. In der untenstehenden Tabelle stellen wir die Quartalergebnisse der Jähre 1932 und 1931 dar. Es kann daraus entnommen werden, dass die Ergebnisse aller Quartale des Jahres 1932 geringere Ziffern aufweisen als die Ergebnisse der entsprechenden Quartale des Jahres 1931. Einfuhr 1932 1. Quartal 6 658.10 150 1489.22 22 304.31 22 b c d e f n i a def a bcdef n i a odef i a defg Grossbritannien a bodefg a 2,84% b 0,14% 0 8,08% d 42.47% e 23,33% f 19,97% X 0,28% h 0,01% 1 0,62% 024 c 2,22% 924 d 0,04% a f Wert In Fr. 90.266 5.475 231.704 677.529 163.270 Totti 690.46 491.000 1.86 1.018 45 585 2.12 1.539 1.662.38« 1 2.58 3.644 6 67.38 35.965 1 12.23 5.845 1 20.50 12.305 68.669 13 17.73 13.667 31 240 8 54.49 16.999 265 2802.02 647.595 72 1025.59 259.462 7 378.66 204.916 1 8.00 2.480 19 350 2 46.58 23.134 1.168.843 6 9.66 9.205 83 505.62 160.860 87 1028.62 412.510 47 635.96 289.930 4 223.47 124.540 6.91 4.005 2 18 1.55 1.118 1.002.186 1 3.54 2.631 1 12.59 4.500 1 16.95 6.500 6 160.74 86.244 12 26 99.901 31 394 1.70 1.710 2.104 80 163.43 121.696 2 6.39 6.669 19 146.02 55.445 36 363.66 142.997 31 436.22 166.256 2 68.30 84.182 2.29 1.225 578.463 1 14.29 3.700 3 46.48 20.759 24.459 1.02 864 864 98 985 985 36 342 342 13 41.09 20.119 2.36 1.000 126 894.72 278.895 633 6048.77 1.990.905 231 3409.13 1.254.613 41 1516.90 832.391 31.48 16.355 1 25.92 10.382 4.404.660 IV.Quart. 1932 a 166 334.04 261.618 (Schluss Seite 5) ten. cAber wie konnte man ihn in das Kassenzimmer bringen, wie Sie sich ausdrücken?» «Es ist eben eine Luke da, direkt auf dem Verdeck. Aber auf diesem Wege können wir unser Gepäck nicht hinausbefördern. Da ist Tag und Nacht Verkehr. Sie müssen sich schon gefälligst etwas anderes ausdenken,» rief G. «Und jetzt gehen.Sie wieder hinauf! Es ist nicht gut, wenn Sie zu lange' mit mir gesehen werden.» Ich tat wie er sagte. Und jetzt sind seitdem sechsunddreissig Stunden vergangen, und ich habe mir noch immer keinen Plan ausgedacht. Doppelte Eisentüren davor, unmöglich, von seitwärts zu erreichen und oberhalb den ganzen Tag Verkehr! Gar nicht davon zu reden, dass im Korridor die ganze Nacht eine Wache auf und ab geht. In drei Tagen oder so sind wir in Gibraltar, und fünf oder sechs Tage später in Alexandria ! 24. Oktober. Ich setze mich wieder zu meinem Tagebuch - j ~ es sieht aus, als sollte es recht einförmig werden. Nichts Neues ist passiert; Nichts, das meine Pläne auch nur einen Schritt vorwärtsgebracht 1 hatten Eher etwas, das sie einen Schritt zurückgeworfen hat, wenn das nun überhaupt möglich war. Und dieses Etwas hat keine andere Ursache, als den armen alten Pastor aus Malta. Am selben Abend, an dem ich meine letzten Aufzeichnungen machte, spielten wir wie gewöhnlich Schach, er und ich, während der Neffe neben ihm sass, und die Damen der «Empress of Oceania» in einem Apostelkreis zu seinen Füssen sassen (bildlich gesprochen). Der Alte war in vortrefflicher Laune und plauderte mit uns allen zugleich, während er seine Züge machte. Wie gewöhnlich, hatte er die Oberhand — ich bin gerade kein schlechter Spieler, eher umgekehrt, habe ich mich doch einmal sogar gegen Lasker gehalten (als er achtzehn Partien zugleich spielte) — aber gegen den alten Pastor scheint es nun einmal vorausbestimmt zu sein, dass ich immer verlieren soll. Na, die Freude gönne ich ihm gerne. Genug, gerade, als wir mitten im besten Spiel waren und der Alte nach rechts und links lächelte und schäkerte, bekam er den entsetzlichsten Hustenanfall, den ich je gehört habe. Man musste glauben, dass er auf der Stelle sterben würde. Er wurde förmlich in seinem Fauteuil hin und her geschleudert, die Hände hatte er vors Gesicht gepresst, und wenn die eine Attacke vorüber war und er eben röchelnd nach* Luft rang, kam eine neue, die noch ärger zu werden schien. Der Neffe tat natürlich, was er konnte und wir anderen auch, obwohl wir eigentlich kaum wussten, was wir anfangen sollten. Endlich Hess der Anfall ein wenig nach, und der arme Alte sank in seinen Fauteuil zurück, das Taschentuch krampfhaft in der Hand zerknüllend, die Augen ganz erstorben: das Taschentuch war blutgetränkt. Endlich konnte sich der Neffe aus seinem Entsetzen aufraffen und rief dem Steward, der hereingeeilt war, zu: «Sie müssen das Krankenzimmer des Doktors in Ordnung bringen. Es geht nicht, dass mein Onkel länger aufbleibt.» «Aber nein, nein,» murmelte der alte Geistliche, «was fällt dir ein, Georgie, mein Junge, ich erhole mich schon. Machen Sie doch meinethalben keine Umstände, Steward!» Aber der Steward, der natürlich so wie alle anderen den liebenswürdigen Alten vergöttert, war schon fortgeeilt, um den Befehl des Neffen auszuführen, und eine halbe Stunde später lag der Alte sorglich gebettet im Krankenzimmer des Doktors. Der Doktor selbst war natürlich von unseren Beschreibungen des Hustenanfalls sehr unangenehm berührt und wollte den Pastor untersuchen, aber das gab weder er noch der Neffe zu. «Es hat keinen Zweck, Doktor,» flüsterte der Alte. «Kein Arzt auf Erden kann mehr für mich etwas tun. Kann mich die Luft auf Malta heilen, dann... sonst bin ich bereit, Rechenschaft über mein Leben vor Ihm abzulegen, der es mir geschenkt hat. Aber ich danke für Ihre Freundlichkeit, Doktor!» Der Doktor nickte düster, denn er sagte sich natürlich selbst, dass der Alte recht hatte, und das einzige, was er versuchen wollte, war, ihn am Leben zu erhalten, bis wir nach La Valette kamen. Er reichte ihm ein Beruhigungsmittel und Hess Kapitän Selby Order geben, dass es so still als möglich ;in dem Korridor vor dem Krankenzimmer und dem Verdeck darüber sein sollte: tatsächlich ist es allen, ausser dem Doktor, streng untersagt, den Alten zu stören. Und auch er tut es nur zwei- bis dreimal am Tage, um zu sehen, ob er noch am Leben ist und ihm ein beruhigendes Mittel zu geben. Der Neffe wacht Tag und Nacht bei ihm. Ja, armer alter Pastor, wenn du wüsstest, wie gründlich du die Pläne durchkreuzt hast, die ich auf eine gewisse Packkiste in Kapitän Selbys Verwahrungsraum für heikle Waren hatte! Wie du'daliegst und mit dem Tode ringst, lässt du dir nicht träumen, dass im Räume neben dir Geld genug verwahrt ist, um mein Leben und das mehrerer anderen für den Rest unserer Existenz zu sichern! Verwahrt in einer gewöhnlichen Packkiste — neben deinem Grabstein! Ich fürchte, ich fürchte, dieser Grabstein wird der Grabstein meiner Hoffnungen! Der 24. Oktober, etwas später. Wieder bei der Schreiberei. Was soll man auch sonst anfangen? (Fortsetzung folgtJ

N° 10 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Die nationalen Sportreglemente 1933 Dieser Tage übergab die nationale Sportkommission der Oeffentlichkeit das Reglement für die Schweiz. Automobilmeisterschaft, das nationale Sportreglement sowie Anhang A. hiezu. Die N. S. K. hatte, wie erinnerlich, die glückliche Idee, die aktiven Rennfahrer sowie weitere Interessenten am Rennsport einzuladen, ihre Wünsche für eine Neugestaltung der Reglemente bekanntzugeben. Wie aus Genf mitgeteilt wird, hat dieser Appell ein lebhaftes Echo gefunden und der Kommission eine Reihe von interessanten Vorschlägen eingetragen. Die beachtenswerte Wunschliste der Zürcher Sportleute wurde seinerzeit in unserem Blatt veröffentlicht. Die Antragsteller werden mit Befriedigung konstatieren können, dass eine Reihe von Anregungen berücksichtigt worden sind und in den diesjährigen Reglementen ihren Niederschlag gefunden haben. Diese werden übrigens, gemäss einem geäusserten Wunsche, künftighin jedem Fahrer mit der Lizenz überreicht Schweizerische Automobilmeisterschaft. Dl^se Bestimmungen haben, gemäss den geäusserten Wünschen, verschiedene recht willkommene Vereinfachungen erfahren. So ist die Meisterschaft für alle Mitglieder des A. C S., welche Inhaber der internationalen Rennlizenzen sind, offen. Die Bedingung des Domiziles in der Schweiz ist damit weggefallen. Wichtig ist die Neuordnung, wonach eine besondere Anmeldung für die Meisterschaft nicht mehr erforderlich ist, da die Teilnahme an den nationalen Veranstaltungen ohne weiteres als Anmeldung gilt. Die Meisterschaft kommt wiederum in den drei Wagenkategorien, in je zwei Serien, zum Austrag, einer Kleinwagenserie bis zu 1100 ccm und einer Wagenserie mit einem Zylinderinhalt von mehr als 1100 ccm. Sehr zum Vorteil gereichen wird der Meisterschaft die Elastizität, welche mit den Bestimmungen bezüglich der zu bestreitenden Rennen erreicht wurde. Um für die Schlussbewertung in Frage zu kommen, müssen die Konkurrenten nicht mehr an sämtlichen Veranstaltungen des Sportkalenders teilnehmen, sondern können einen Lauf für die Meisterschaft auslassen. Finden sechs Rennen statt, so ist die Beteiligung an fünf Konkurrenzen notwendig, doch werden nur die vier besten Resultate in Berechnung gezogen. Bei fünf ausgeschriebenen Rennen sind vier zu bestreiten und drei fallen in Betracht. Sieht der Sportkalender nur vier oder gar nur drei Veranstaltungn vor, so müssen alle vier respektive alle drei gefahren werden, doch kommen in beiden Fällen nur drei Resultate zur Berechnung. Da der diesjährige Kalender vier nationale Rennen ausschreibt, so sind, entgegen anders lautenden Meinungen, alle vier für die Meisterschaft obligatorisch. Die vorgesehene Möglichkeit einer Auswahl kommt also dieses Jahr praktisch noch nicht zur Auswirkung, dagegen verbessern sich die Aussichten der Teilnehmer insofern, als nur die drei besseren Resultate bei dem Schlussklassemen