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E_1934_Zeitung_Nr.024

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Die Bedeutung von

Die Bedeutung von Betriebs- und Transportkosten und ihre Berechnung. Immer noch werden in vielen Betrieben Transportkosten und Betriebskosten durcheinander verbucht. Was sind Transportkosten, und woraus bestehen Betriebskosten? Obwohl schon manches über ähnliche Themen geschrieben worden ist, kommen immer noch Missverständnisse vor, die zu Trugschlüssen führen können. Versuchen wir in aller Kürze, Klarheit zu schaffen über den Unterschied zwischen Transport- und Betriebskosten. Wo ist zwischen beiden die Grenze zu ziehen und warum ist es so wichtig, dass überhaupt eine Grenze gezogen wird? In dieser Beziehung muss also unzweideutige Klarheit bestehen. Betriebskosten sind alle solche Auslagen, die für den Besitz und Betrieb des Lastwagens unbedingt erforderlich sind Jede andere Ausgabe, auch wenn sie unmittelbar durch den Lastwagen verursacht wird, muss zu den Transportkosten gerechnet werden, hat dafür aber mit den eigentlichen Betriebskosten nicht das geringste zu tun. Wir können nicht dringend genug unsere Forderung nach grösserer Klarheit in dieser Beziehung unterstreichen, denn wenn zwischen Transport- und Betriebskosten nicht eine scharfe Trennung vorgenommen wird, können Trugschlüsse, sehr zum Nachteil des Unternehmens, entstehen. Der Begriff Transportkosten ist viel umfassender als der Ausdruck Betriebskosten. Um noch deutlicher zu werden, die Betriebskosten sind nur ein Teil der Transportkosten. Letztere setzen sich aus einer Reihe von Posten zusammen. Umgekehrt kann zu den Transportkosten manches hinzukommen, das unter keinen Umständen als Betriebskosten anzusehen ist. Ist man im Zweifel darüber, zu welcher Art von Kosten eine bestimmte Auslage zu rechnen ist, so stelle man sich jedesmal die Frage: Kann ohne diese Auslage das Fahrzeug nicht fahren, im eigentlichen Sinne des Wortes? Lässt die Frage sich bejahen, so handelt es sich um Betriebskosten. Wir machen hierüber noch nähere Angaben. Zunächst hören wir schon den Einwand: Warum all diese Mühe und das Kopfzerbrechen? Es ist doch schliesslich gleich, wie ich meine Auslagen verbuche, die Hauptsache ist, dass ich alle Ausgaben sorgfältig notiere und ein genaues Bild darüber habe, wie teuer mich insgesamt der Betrieb kommt. Dies ist aber eine irrige Auffassung, die man noch sehr häufig antrifft. Wir wollen veranschaulichen, wie wichtig es tatsächlich ist, genau zwischen Betriebs- und Transportkosten den Trennungsstrich zu ziehen. Nehmen wir an, ein Besitzer hat zwei Fahrzeuge von gleichem Fassungsvermögen, die beide die gleiche Nutzarbeit pro Woche verrichten, und dass es sich um zwei verschiedene Fabrikate handelt. Nach einer gewissen Zeit will der Besitzer feststellen, ob die Marke X. oder die Marke Z. billiger arbeitet. Die wirtschaftlichere Marke soll beibehalten, und es soll eine weitere Anzahl Wagen der gleichen Marke eingestellt werden. Der Besitzer wird hierbei aber zu einem falschen Schluss kommen, wenn z. B. bei der Marke X. ausser den reinen Betriebskosten noch weitere Auslagen verbucht worden sind, die zwar Transportkosten, aber keine Betriebskosten sind. Ja, es könnte sogar vorkommen, dass das Fahrzeug der Marke X. infolge gewisser Umstände zwar höhere Transportkosten, innerhalb dieser aber nur geringere Betriebskosten als die Marke Z. aufzuweisen hat. Der Besitzer, dem man den Kostenvergleich vorlegt und der nur die Endziffern in den allermeisten Fällen zu Gesicht bekommt, wird die falsche Folgerung ziehen, dass die Marke Z. in unserem Fall die wirtschaftlichere ist, während dies in Wirklichkeit für die Marke X. zutreffend ist. Um derartige Fehler zu verhindern, muss bei der Erfassung der Unkosten ein klarer Unterschied zwischen Betriebs- und Transportkosten gemacht werden. Es ist zu verstehen, dass der Besitzer nur Endzahlen sieht und dass er nicht nachträglich die Einzelposten überprüfen kann. Das Personal, das die Kostenaufzeichnungen macht, muss deshalb von vornherein dazu angeleitet werden, scharf zwischen Betriebs- und Transportkosten zu unterscheiden. Es ist nicht immer leicht, zu bestimmen, was Betriebskosten und was Transportkosten sind. Wozu soll man z. B. den nachträglichen Einbau eines Kippmechanisnras rechnen? Nach unseren obigen Angaben könnte man sagen: der Wagen kann auch ohne Kippmechanismus fahren, folglich sind die Auslagen für den Kippeinbau keine Betriebs-, sondern Transportkosten. Dies stimmt aber nicht in allen Fällen, sondern es muss vielmehr festgestellt werden, ob der Kippmechanismus für die dem Fahrzeug zuerteilte Arbeit unbedingt erforderlich ist, oder ob das Kippen nur ganz selten vorkommt. Im ersten Fall fällt der Einbau ohne Zweifel unter die Betriebskosetn. Auch anhand eines anderen Beispiels, das in der Praxis sehr oft vorkommt, ist der Unterschied zwischen Betriebs- und Transportkosten zu erkennen. Wird ausser dem Fahrer ein zweiter Mann zum Beladen herangezogen, so ist der Lohn für diese Hilfskraft ohne Zweifel zu den Transportkosten zu rechnen. Mit den Betriebskosten hat dieser Lohn nichts zu tun, denn das Fahrzeug kann auch ohne den Hilfsmann verkehren. Auch sämtliche Auslagen, die die Fahrer unterwegs machen (z. B. Uebernachten bei Fernfahrten), sind aus den gleichen Beweggründen Transportkosten, aber keine Betriebskosten. Wir weisen hier ausführlich auf diese Punkte hin, weil heute immer noch vielfach Unklarheit darüber besteht, wie die einzelnen Posten verbucht werden müssen, damit sich ein richtiges Bild über die tatsächlichen Haltungskosten der Nutzfahrzeuge ergibt und Vergleiche zwischen der Leistungsfähigkeit der einzelnen Fahrzeuge überhaupt möglich gemacht werden. Geht man nach der oben angeführten Begel vor, so dürften Unstimmigkeiten über die Art der Kosten nicht mehr vorkommen. Also: alles, was unbedingt zum Fahren notwendig ist, sind Betriebskosten. Zusätzliche Auslagen, die zwar auch bei der Fahrt hervorgerufen und unbedingt erforderlich sind, aber nicht direkt mit der Funktion des Fahrens zusammenhängen, sind Transportkosten. Die Betriebskosten gestatten einen Vergleich der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge. Die Transportkosten besagen gar nichts in bezug auf die Leistungsfähigkeit und technische Vollkommenheit von zwei verschiedenen Fahrzeugen, die man miteinander vergleicht, denn zu diesen Kosten können sich Posten gesellen, die ganz unabhängig von der mechanischen Leistung der Fahrzeuge entstehen. Betriebskosten sind ganz allgemein Auslagen für: 1. Brennstoff, 2. Schmieröl, AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N" 24 3. Reifen, 4. Unterhalt, 5. Abschreibung, 6. Steuer, 7. Fahrerlohn, 8. Garagenmiete, 9. Versicherung, 10. Zinsen für das in die Anlage gesteckte Kapital. Bezüglich des Postens «Unterhalt» könnte noch Unklarheit bestehen. Hierhin gehören nicht nur Reparaturen sowie die laufenden Revisionen, sondern auch alles, was das Fahrzeug in gutem Zustand hält, also z. B. auch Waschen und Reinigen. Die fünf ersten Posten obiger Aufstellung können in der Höhe schwanken. Sie richten sich nach dem tatsächlichen Verbrauch, also nach der Kilometerleistung. Die fünf letzten Posten sind als feste Auslagen anzusehen und werden nicht durch die Nutzleistung des Fahrzeuges beeinflusst. Alle anderen Auslagen, die durch das Fahrzeug verursacht werden, sind nicht mehr Betriebs-, sondern Transportkosten. T. C. S. Autosektion St. Gallen-Appenzell Der Gesamtvorstand trat vergangenen Donnerstag zur Besprechung und Festlegung des Jahresprogramms pro 1934 zusammen. a) Organisatorisches: Ein neuerdings eingebrachter Antrag bezüglich Schaffung einer Verkehrskommission wird mehrheitlich abgelehnt. Die ablehnende Mehrheit des Vorstandes hat die Auffassung, dass diese Subkommission, deren Schaffung auch wieder mit finanziellen Opfern verbunden wäre, entbehrt werden kann, wenn die Ortsgruppen überall dort, wo Aufgaben zu lösen sind, initiativ vorgehen und, wo notwendig, sich zwecks Unterstützung an die Sektion wenden wird. Es soll neuerdings der Versuch unternommen werden, die Mitglieder im Unter- und Oberrheintal zu einer Ortsgruppe zusammenzuführen. b) Standespolitisches: Unter diesem Titel wird als Hauptaufgabe ins Auge gefasst die Überwachung des Benzinmarktes. Der von der Sektion Zürich geführte Benzinkampf muss auch uns interessieren. Das energische Vorgehen unserer Zürcher Kollegen geschieht auch nach unserem Dafürhalten im Interesse aller Automobilisten, weshalb wir denn auch den Zürchern unsere moralische Unterstützung nicht versagen können. c) Verkehrspolitisches" Dem Signalwesen soll, nachdem die Haupt- und Durchgangsstrassen bezeichnet und das Vortrittsrecht geregelt ist, ein besonderes Augenmerk zugewendet werden. Die unhaltbaren Zustände beim Bahnübergang Buchs, woselbst die Barriere stündlich während über 30 Minuten zufolge der Zugsmanöver geschlossen ist, zwingen uns, in dieser Sache neuerdings Schritte zu unternehmen. Den Ortsgruppen wird nahegelegt, für die im April zur Lösung gelangenden Wagen Nachkontrollen in bezug auf die vorgeschriebene Ausrüstung durchzuführen. Zur Besichtigung technischer Betriebe werden zwei Exkursionen in Aussicht genommen. d) Sport und Vergnügen: Sportliche Anlässe werden für dieses Jahr nicht in Aussicht genommen. Im Sommer beabsichtigt man eine 2—3- tägige Schweizer Fahrt und im Herbst eine 5—6- täigige Auslandfahrt — wahrscheinlich in südlicher Richtung — durchzuführen. Selbstverständlich wird auch dieses Jahr die traditionelle Jahresfeier den Abschluss des Jahresprogrammes bilden. Fz. AUTOSEKTION BERN. 700—800 Personen mögen letzten Samstag-Abend dem Rufe der rührigen Sektion Folge geleistet haben, um in den geschmackvoll dekorierten Räumen des Berner Kursaales einen gemütlichen Abend zu verbringen. Den Reigen der zahlreichen und in rascher Reihenfolge sich ablösenden Darstellungen eröffnete, nachdem der Präsident der Sektion Mitglieder und Gäste in liebenswürdigster Weise willkommen geheissen hatte, Herr Wäckerlin, welcher sich in der Folge als Conferencier um die schneidige Durchführung des Programms und das Aufkommen einer ungezwungenen, fröhlichen Stimmung verdient machte. Kinder waren es, die mit ihren Darbietungen eine besondere Note in den Abend brachten. In einem erstklassigen Sportwagen übte sich die 4%jährige Rennfahrerin Heidy Güdel im Hindernisfahren, um nach Demonstration ihrer Fahrkunst unter lautem Hupengetöse im Zwischensaal zu verschwinden. Bald jedoch erschien der Rennwagen von neuem, denn die kleine Fahrerin hatte noch eine Aufgabe zu lösen: die die Achterfahrt bezeichnenden leeren Flaschen mussten durch Anfahren noch umgeworfen werden, ein Beginnen, das beim Publikum grosse Freude auslöste. Von ihr wurde auch Daisy Sutter anchauffiert, deren Tänze für ihr jugendliches Alter von grossem Talent und bestem Niveau Zeugnis ablegten. Besonders gefiel der Grotesktanz, der eigenes Können und Wollen verriet und der Tänzerin besonders lag. Ein Schwank skizzierte in drei kurzen Aufzügen einige typische Unterhaltungs- und Erscheinungsformen einer neuzeitlichen Ehe. Der Kampf um den Fleck im frischen Tischtuch, die Vergesslichkeit und das Kleiderbudget der jungen Gemahlin lieferten dankbare Sujets. Ingeborg Niederberger erntete mit ihren Tänzen wohlverdienten, reichen Beifall, und dann kam als Spezialautokomiker der Zürcher Werter und riss mit seiner Maschine, die er als Kreuzung zwischen Chrysler und Sagbock vorstellte, die Anwesenden mit. Wahre Lachstürme dankten seinen witzigen Einfällen. Rassige Orchestermusik sorgte sowohl im grossen wie im Kuppolsaal für stimmungsvollen Betrieb, und es wurde denn auch schon während der Darbietungen und bis tief in den Morgen von der Tanzgelegenheit nicht nur von den Jüngsten und Jungen ausgiebiger Gebrauch gemacht. Der Zürcher Sechseläutemarsch scheint sich auch in Bern grosser Beliebtheit zu erfreuen, wenigstens gelang die Polonaise unter seinen Klängen ganz vorzüglich. In einem Wort: ein gemütlicher, wohlgelungener Abend, den die Mitglieder zusammen verbrachten und der den Veranstaltern und verantwortlichen Instanzen vollste Anerkennung gesichert hat. verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. — M: Bolliger. Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwag). Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295. Grosse Firma sucht jungen, ideenreichei. Reklamefachmann Am Genfer Salon Stand Nr. 35 sind folgende Modelle ausgestellt: mit Erfahrung im Automobilfach, zur vorläufig freien Mitarbeit. Ausführliche, handgeschriebene Offerten, vorläufig ohne Einsendung von Musterarbeiten, unter Chiffre 14276 an die Automobil-Revue, Bern. mmervaiOPS mjnervai5PS 4 Zyl., M 4 Limousine, Fr. 7950.- 6 Zyl. Cabriolet, Fr. 15,500.- FABBIKATiONS-WERKSTOEN FÜR QUEGKSIÜBEÖDAMPFI minerva 20PS 8 Zyl. Limousine, 5 PL, Fr.17,500. MESSGEßÄTE^SPEiAPPÄfeATe minei*va34PS 8 Zyl. Limousine. 7 PL, Fr.29,000. ' ':-•....: •: •., . .:•:.•:••*K\-/X$*&-'. • ••^.t-'' 4 Mit Rücksicht auf den bisherigen Ruf Minervas als Wagen der höheren Preisklasse werden Sie überrascht sein, am Minerva-Stand Nr. 35 eine wunderschöne Limousine, 5 Plätze, 4 Türen, zu nur Fr. 7950.- zu finden. 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N« 24 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 A. C. S. SEKTION BERN. Das Sektionssekretariat stand yergangenen Samstag restlos im Dienste der nationalen Sternfahrt nach Genf. 37 Konkurrenten wählten Bern zur Abfahrts- oder Durchfahrtskontrolle. Der Grossteil der Ostschweizer, Basler und Luzerner gaben in der Bundeshauptstadt ihre Visitenkarten ab, aber auch vom Neuenburger Jura, ja sogar von den ufern des Genfersees und vom hintersten Rhonetal, kamen die Sternfahrer strahlenförmig angefahren, wiesen ihre Routenhefte vor und fuhren meist in Richtung Neuenburg oder Freiburg dem Ziele zu. Viele der Konkurrenten streiften auf ihrer Kreuz- und Querfahrt die im Ausbau begriffene Rundstrecke im Bremgartenwald und wurden somit Zeugen der fieberhaft geführten Arbeiten längs der Murtenstrasee. h. SEKTION ZÜRICH. Der umfangreiche 1933er Jahresbericht zaugt von einer überaus gedeihlichen Entwicklung der Zürcher Sektion, aber auch von einer zielbewussten, erfolgreichen Leitung derselben. Der Mitgliederbestand ist bei einer gleichgebliebenen Zahl von Neuaufnahmen 1933 um 145 angewachsen und betrug Ende 1933 3195 oder rund 22%> des Mitgliederbestandes des gesamten AGS. Die Tätigkeit der Sekt'onsorgane betraf vor allem die Anpassung der kantonalen Vorschriften an die eidg. Gesetzgebung, die ordnungsgemässe technische Ausrüstung der Fahrzeuge, die Hebung der Fahrdisziplin und Verkehrssicherheit und Strassen- und Verkehrsfragen. Aber auch das Clubleben wurde durch die Abhaltung von rund 25 Veranstaltungen, Fahrten etc., gefördert. Di© Verkehrskommission nahm an rund 30 Augenscheinen und Besprechungen von Strassen- und Verkehrsproblemen teil und reichte über 50 Eingaben den zuständigen Amtsstellen ein. Der Kontakt mit den kantonalen und kommunalen Behördenwar ein sehr enger und erfolgversprechender. — Das Touristikbureau kann nach -wie vor als das bestausgebaute dieser Art in der Ostschweiz bezeichnet werden. Zufolge des zürcherischen Rennverbotes war der Sportkommission die Möglichkeit der Abhaltung von Rennen genommen. An deren Stelle wurden «ine Flugzeugverfolgung und eine Gymkhana mit Zuverlässigkeitsfahrt durchgeführt. Die Gesetzgebungskommission widmete sich besonders dem neuen kantonalen Verkehrsgesetz und den kantonalen Prozessgesetzen. Die Rechtsauskunftsstelle hatte sich vor allem mit Geschwindigkeitsbussen, Unfällen, Versicherungsfragen zu befassen. — Der 1933 neugeschaffene autotechnische Auskunftsdienst hat schon im ersten Jahr seines Bestehens seine Existenzberechtigung treffend unar Beweis gestellt, wurde derselbe doch in 300 Fällen in Anspruch genommen, wovon 43 auf Kontrollen von Reparaturrechnungen, 31 auf Auskünfte über vorzunehmende Reparaturarbeiten, 82 auf Auskünfte über "Wagenausrüstung, 22 auf Wagenverkäufe, 31 auf Ausprobieren von Wagen, 18 auf Wagenschätzungen, 7 auf verkehrstechnische Auskünfte bei Unfällen, 7 auf Auskünfte über Schäden und Mängel an Autos, 27 auf technische Neuheiten und 32 auf Auskünfte diverser Art bezogen. Auch das Sekretariat hatte ein volles Arbeitspensum zu erledigen, wie folgende Angaben zeigen: Erhaltene und spedierte Briefe 28.625, Drucksachen 71.503, Besprechungen und Sitzungen 86S, ausgestellte Triptyks 332, Grenzpassierscheinhefte 2072, Freipässe 1736, Betrag der sichergestellten Zollbeträge Fr. 17.289.850, Löschung von Triptyks und GrenapassierschRinheften 2219. Ausser den Tourenzusammenstellungen und kürzern Routenbeschreibungen wurden nicht weniger als 948 ausführliche Itineraires mit einer Totaldistanz von 1.213.480 km abgegeben und für nicht weniger als rund Fr. 20.000 Karten, Führer und Clubobjekte verkauft. Auch das finanzielle Jahresresultat ist ein erfreuliches, So darf die Zürcher Sektion das Jahr 1933 als ein sehr erfolgreiches bezeichnen. Die erzielten Erfolge lassen ersehen, dass die Sektion nach wie vor gewillt ist, im ostschweizerischen Automobilwesen ihre führende Rolle beizubehalten. s. de CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Protokoll-Auszug über die Monatsversammlung vom 7. März: Der Präsident eröffnet nach einer kurzen Begrüssung die wiederum sehr gut besuchte Versammlung. Unter Mutationen war eine Aufnahme zu verzeichnen. Für allfällige Unterstützungen arbeitsloser Mitglieder ist ein Unterstützungsfonds gegründet worden, der durch gemeinnützige Spenden gespiesen werden soll. Der Vorstand bittet die Mitglieder, diese Institution durch rege finanzielle Unterstützungen zu fördern; diesbezügliche "Spenden nimmt der Kassier mit Dank entgegen. Seitens einiger Gönner sind bereits einige Beträge schon gestiftet worden, die anbei bestens verdankt seien. Arbeitslose Mitglieder, welche im VeTeinsorgan ein Stellengesuch aufzugeben gedenken, können dies zum Vorzugspreis von Fr. 5.— statt Fr. 10.— bestellen. Die Aufgabe der Texte muss jedoch durch unsere Stellenvermittlung erfolgen, die auch die Inseratenvermittlung- und Verrechnung übernimmt. •Bei denjenigen Mitgliedern, die der Generalversammlung unentschuldigt fernblieben, wird- die statutarische Busse (vide Art. 9, §§ 72b), per Nachnahme erhoben; die Beträge fallen dem TJnterstützungsfonds zu; Ferner wurde beschlossen, die Traktandenliste der nächsten Monatsversammlung vom 4. April a. c. möglichst kurz zu halten, um für das. vorgesehene Referat über Verkohrs-Lichtsignale, mit anschließender Diskussion genügend Zeit zur Verfügung zu haben. Das neue Vorstandsverzeichnis mit Jahresprogramm 1984 und dem Firmenregister sind erschienen und können am Stamm oder anlässlich der Monatsversammlung bezogen werden. Nachträglich ist noch zu erwähnen, dass die Eintrittsgebühr von Fr. 5.— auf Fr. 3.—, sowie der Preis des Vereinsabzeichens von Fr. 5.— auf Fr. 4.— reduziert wurden.. Ferner sind noch die von der Generalversammlung ausgeschlossenen Mitglieder bekanntzugeben, es eind dies: Emil Baltisser, Jakob Haller, Gotfried Schneider und Otto MOOT als Aktiv-, sowie Frau Siebenmann, Rest. «Zurlinderhof » als Passivmitglied. Nach rascher Erledigung der Traktandenliste konnte die Versammlung um 22 % Uhr geschlossen werden. ..-.. H. G. . Exkursion vom 25. Februar In die «Orion >. Wenn scheinbar eine Exkursion in eine Autoreparaturwerkstätte nicht viel Interessantes rersprach, so wurde man in den Zürcher Orionwerkstätten eines bessern belehrt. Der erate Blick genügte, um hier einen praktisch und hygienisch modern eingerichteten Gtrossbetrieb zu erkennen. Unter fachkundiger Leitung begann dann, der Rundgang am Probierstand für Motoren. Eine Presse zum Auf- und Abmontieren von Vollgummireifen ergänzt die maschinellen Einrichtungen. Mit Sfrossem Inteieese verfolgten die Mitglieder die Erklärungen über Ausrüstung und Handhabung des < Orion-Abschleppwagens». Auf Grund einiger praktischer Leistungsproben, konnte man sich über die Zweckmäßigkeit der Maschine selbst ein Bild machen, die von Fachpersonal bedient, volle Gewähr für rasche und sichere Hilfe, selblt für die schwierigsten Fälle bietet. Ein Kapitel für sich bildete die Abteilung der Kühlerfabrikation. Der ganze Werdegang eine« modernen Autokühlers tonnte leicht verständlich verfolgt werden Die Parkerisierungs-Anstalt, sowie die eigentliche Reparaturwerkstatt, sind deutliche Beweise von der Leistungsfähigkeit der « Orion ». Exkursion vom 4. März in die «Sihlpost». Mit militärischer Pünktlichkeit eröffnete um 9 Uhr Herr Preispöstdirektor Rüed vor gefülltem Saal sein Einführungsreferat zur Exkursion durch die Räumlichkeiten der Sihlpost. Noch einer kurzen Aufklärung über die Entstehung des grössten und modernsten Postgebäudes der Schweiz, folgte eine eingehende Darstellung über den Kreislauf des Postverkehrs vom Absender biß xum Empfänger. Dabei ist zu beobachten, dass jede Möglichkeit ausgenutzt wird, die Postsachen rasch und zweckmässig zu befördern. Dass auch hier die mechanischen Einrichtungen im Postgebäude ein gewaltiges Stück Arbeit erleidigen, beweisen die grossartig angelegten Förder- und Verteileranlagen, die gewisse Abteilungen förmlich zu Maschinenhallen stempeln. Es ist bewundernswürdig, welch ungeheure Arbeit mit diesen Einrichtungen in nützlicher Frist geleistet wird. Auch dem Automobil kommt innerhalb des Postverkehrs eine ausgedehnte Verwendung zu (Sihlpost ca. 70 Wagen). Dem einstündigen Referat folgte alsdann die Besichtigung der einzelnen Abteilungen. Jeder Teilnehmer war voll befriedigt über das was er gehört und gesehen hatte. E. 0. Efcudv^vttäsEcl» Fthfrationalislerung — der Irrweg der deutschen Automobilindustrie seit der Stabilisierung der Mark. (Betriebswirtschaftliche Studie eines Beispiels der Investitionskonjunktur). Von Dr. Fred Ledermann. 163 Seiten. Broschiert RM. 8.75. Stuttgart 1933. C. E. Poeschel Verlag. Der Verfasser vermittelt mit seinen detaillierten Untersuchungen ein interessantes Bild über die !Lage der deutschen Automobilindustrie, wia sie sich unter der Investitionspolitik der Nachkriegejahre und unter dem Einfluss der sonstigen wirtschaftlichen und politischen Faktoren entwickelt ha{. In einem ersten Teil wird mit Teichlichen statistischen Unterlagen die Entwicklung des Marktes des Aussenhandels, die Entwicklung des Preid der Produktion.dargestellt. Daraus ergibt sich, das« sich die Aufnahmefähigkeit des deutschen Marktes für Automobile seit 1907 ununterbrochen erweitert hat. Seit der Stabilisierung und der einsetzenden Auslandskonkurrenz hat sich jedoch strukturell das Schwergewicht auf die kleinen und mittleren Gebraucbswagen hin, verschoben. In einem zweiten Teil wird eingehend die Rationalisierung mit ihren Folgen behandelt. Die Frage, inwieweit eich die Hoffnungen, die ursprünglich auf Umstellung der deutschen Produkte nach amerikanischem Vorbild gesetzt wurden, erfüllt haben, wird in verschiedenen Kapiteln eingehend dargestellt. Me Folge der Fehlrationalisierung wird angeführt, dass sie in hohem Masse ihren Ausdruck darin findet, dass unter stärkster Ersetzung des Menschen durch die Maschine Güter erzeugt werden, für die kein Absatz gefunden werden kann. Die Folgen können sein: Kapitalfehlleitungen, Arbeiterentlassungen und Verschleuderung der Erzeugnisse. In einem dritten Teil wird die Entwicklung deT wichtigsten Kbstenkomponenten während und nach der Rationalisierung untersucht. Daran ansohliessend wurden die Ursachen und Folgen der Verschleppung einer kommerziellen und organisatorischen Umstellung dargestellt. In einem besondern Kapitel werden die Gesundungsmöglichkeiten und ihre praktischen Verwirklichungen behandelt. Umfangreiche, tabellarische Zusammenstellungen geben dem Werk den Charakter eines Naohschlagehandhuches der Automobilwirtschaft. Die Aktualität der Untersuchungen ist dadurch bedingt, dass einerseits die finanzielle Rekonstruktion der deutschen Automobilindustrie einen gewissen Abschluss erreicht hat und anderseits scheint sich infolge der Steuervergünstigungen ein neuer Aufschwung des Automarktes anzubahnen. Da die Ergebnisse der Arbeit für die zu erwartende günstige Konjunkturperiode auf autowirtschaftliehem Gebiete erst richtig ausgewertet werden sollten, kommt der Abhandlung zur Zeit eine vermehrte Beachtung zu. et Briefkasten der Redaktion Der Journalistisch* Anstand scheint im Kanton St. Gallen nicht überall zu Hause zu sein. Mit dem Inkrafttreten der Vollziehungsverordnung hatte das «St. Galler Tagblatt» plötzlich die Laune, sich einen automobilistischen Anstrich zu geben und den Motorfahrzeughaltern mit Rat und Tat über die gesetzmässige Ausrüstung des Wagens zur Seite zu stehen. Zu diesem Zwecke wurde von unserer Redaktion das gesamte Bildermaterial einverlangt, das seinerzeit zur Illustration unserer ausführlichen Beilage «Die endgültige Anpassung des Automobils» Verwendung fand. Wir entsprachen gerne dem Wunsche und freuten uns auch, feststellen zu können,' dass Unser Begleittext die St. Galler Redaktion offenbar so interessieren konnte, dass er gleich in vollem Umfang abgedruckt wurde. Nur litten die Herren unter einer gewissen Hemmung: sie fanden es nämlich nicht für nötig, auch nur mit einem Wort auf. die Quelle hinzuweisen, aus der sie mit so vollen Kellen geschöpft hatten. An den «Langjährigen Abonnenten ». Wir machen Sie erneut darauf aufmerksam, dass anonymen Fragestellern nicht geantwortet wird. Teilen Sie uns also, bitte, Ihren Namen sowie die genaue Adresse mit, Red. E. 6t M. Megevet 24-26, rue de Malatrex — GENF — Dfe älteste Schweiz. Firma in Ersatz- u, Zubehörteilen für Automobile A|le Bestandteile für Garagen und Werkstätten „ALLPAX" Karosserie Waönerei Schlosserei* Sattlerei Spenglerei ZÜK/CH, r&£P//0// 237/6 Stopfbuchsen-Packungsmaterial für Wasserpumpen. Wird in sieben Mischungen verkauft. Das beste gegenwärtig auf dem Markte befindliche Material, welches allen Zwecken entspricht! Im Verkauf bei allen Händlern unserer Branche. Verlangen Sie Preise und Prospekt! GENERALVERTRETUNG FÜR DIE GANZE 8CHWEIZ. Bugatt 3 1, 1931, faux-cabr., 4 pl., roule 22,000 km., etat parfait, sup. occasion. 10874 Garage & Ateliers des Jordils S. A., Lausanne. Durch Zufall! 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