Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1934_Zeitung_Nr.032

E_1934_Zeitung_Nr.032

Verpflegsabteilungen,

Verpflegsabteilungen, Artillerie-Beobachter- Kompanien, San.-Transp.-Abt. usw. zugeteilt. Die betreffenden Kommandanten erhalten von der Generalstabsabteilung den Wagenstellungsbefehl, der Zeit und Ort der Uebernahme und Abgabe der Wagen und das Verzeichnis der aufgebotenen Kader und Mannschaften enthält. Vergisst der Kommandant diesen Befehl dem Motorfahrer-Offizier zuzustellen, so ist es Pflicht des Motorfahrer- Offiziers, diese Angaben schon vor dem Einrücken einzuholen und das Nötige anzuordnen. Das Bestreben jedes Motorfahrer-Offiziers tnuss dahin gehen, seine Fahrzeuge in besserem Zustande abzugeben als er sie übernommen hat. Dazu gehört aber, dass auch der kleinste Schaden sofort repariert und nicht damit bis zur Abgabe der Fahrzeuge zugewartet wird. Wenn einmal zwingende Gründe eine Reparatur während des Wiederholungskurses verunmöglichen, so ist der Fehler auf der Mängelliste zu vermerken. Das neue Automobilgesetz kennt keine Höchstgeschwindigkeit mehr. Wie jetzt in England, wird auch bei uns in absehbarer Zeit eine Höchstbegrenzung festgesetzt werden müssen. Unser Reglement schreibt noch Maximalgeschwindigkeiten vor und wir werden von dieser Begrenzung nicht abgehen. Im Krieg werden wir wegen der Abnützung der Pneus und wegen dem Betriebsstoffverbrauch und auch wegen der Strassenabnützung langsam fahren müssen. Was im Kriege geboten ist, müssen wir schon im Frieden lernen. Viele und zum Teil sehr schwere Unfälle im letzten Jahr sind auf die Ueberschreitung der Geschwindigkeit zurückzuführen. Besonders die Motorradfahrer sind darin zu wenig diszipliniert. Um dem abzuhelfen, empfehle ich, bei Diensteintritt die Mannschaften zu versammeln und ihnen die Bestimmungen des Reglements in Erinnerung zu rufen und sie ausdrücklich zu verwarnen. Wird bei einem Unfall nachgewiesen, dass die Geschwindigkeit des Fahrzeuges die Bestimmungen des Reglements überschritt, so ist der Fahrer in allen Fällen für die Folgen des Unfalls haftbar und wird bestraft, nicht nur disziplinarisch, sondern auch in bezug auf Schadenersatzpflicht. Mit der Verwendung uneingeschätzter Privatautomobile in den Wiederholungskursen, besonders während der Manöver, hat es wesentlich gebessert. Doch trifft man da und dort noch solche Fahrzeuge. Ich ersuche alle Offiziere, gegen diesen Unfug vorzugehen. Die Bestimmungen des eidg. Militärdepartements sind ganz klar. In der letzten Zeit wurden zu wiederholten Malen vom 0. K. K. die Zusammenstellungen über den Betriebsstoffverbrauch beanstandet. Wie für jede Warengruppe, die der Truppe abgegeben wird, muss natürlich über die Benzinabgabe genau Buch geführt werden. Auf alle Fälle müssen die Gutscheine für Benzin alle vorhanden sein. Ich ersuche die Dienstchefs, die Kol.-Kdten., die Offiziere in den Stäben der Art.-R. diese Bezüge genau zu regeln und zu überwachen. In Verbindung mit dem 0. K. K. wird in nächster Zeit eine neue Vorschrift erscheinen. Neue Truppenordnung. Die Frage der Reorganisation der Armee wurde ins Rollen gebracht durch einen Zwischenbericht der Ersparniskommission im Jahre 1930, in welchem festgestellt wurde, dass auf Grund der gegenwärtigen gesetzlichen Ordnung wesentliche Ersparnisse im Militärwesen nicht gemacht-werden konnten und es wurde angeregt, die Frage einer tiefgreifenden Reorganisation der Armee zu prüfen. Dem 1. Projekt der Generalstabsabteilung lag diese Bedingung zugrunde, was ich abschieden. Wenn sie es erlaube, werde er sich am Bahnhof von ihr verabschieden. Keinen Augenblick verliess Enid van der Witte ihre Geistesgegenwart. Sie sei sich gegenwärtig noch nicht darüber klar, mit welchem Zuge sie ihre Reise antrete, ob früh, mittags oder abends, sie sei sich noch nicht einmal klar, wohin sie sich zuerst wenden werde. Dazu noch die überhasteten Reisevorbereitungen. Sie werde aber von unterwegs von sich hören lassen. Der Herr Doktor möge nicht vergessen, schöne Grüsse an seine Frau zu bestellen. Auf baldiges Wiedersehen! Sogleich führte sie noch einen weiteren Vorsatz aus. Sie errechnete den Tag, an dem sie von ihrem Ausfluge mit Jul zurückkehren würde, und für denselben Abend bestellte sie ihre Fahrkarte nach Scheveningen. Keinen Schritt werde sie vor dem zurückweichen, wozu sie sich entschlossen. Diese zwei Tage, die vor ihr lagen, werde sie im Sonnenschein des Glückes in sich aufnehmen, sie werde nur an das denken, was hinter ihr lag, und krampfhaft die Augen schliessen vor dem, was ihr die Zukunft bringe. Nur vor einem erzitterte sie schon jetzt. Vor dem Augenblick, an dem sie ihn ahnungslos zurücklassen werde. Sie werde alles in sich herabwürgen, mit keinem Worte, keinem Bau eines Monstre-Rennwagens in Amerika. Seit der Unglücksfahrt von Lee Bible, der im Jahre 1929 in Daytona den Versuch unternahm, mit einem White-Triplex-Spezialwagen den absoluten Schnelligkeitsweltrekord an sich zu bringen und dabei tödlich verunglückte, hat kein Amerikaner mehr das gleiche Wagnis unternommen. Einige Freunde des bekannten Rekordfahrers A. Jenkins wollen nun ihrem Favoriten die Möglichkeit verschaffen, den Weltrekord von Malcolm Campbell anzugreifen. Man baut in Amerika gegenwärtig einen Rennwagen, dessen Motor nicht weniger als 3000 PS entwickeln soll, also 400 PS mehr als Campbells «Blauer Vogel». Jenkins und Campbell sollen sich dann im Verlaufe des Sommers auf der Ebene des Saldurosees im Staate Utah messen und versuchen, den bisherigen Rekord von 437,914 km erheblich zu verbessern. Ein Strassentunnel für Grossverkehr. Am 1. Juli 1934 wird der 3,35 km lange Strassentunnel, der unter dem Mersey entlang Liverpool mit Birkenhead verbindet, nach SKjähriger Bauzeit eröffnet. Der Tunnel besitzt eine lim breite Fahrbahn, die sich an den Uferseiten in zwei Tunnel von je 6 m Breite teilt. Der Tunnel wurde für einen jährlichen Motorfahrzeugverkehr von 3 Millionen Fahrzeugen gebaut. Baukosten rund 8 Millionen Pfund Sterling. Konzessionen für die Automobilproduktion in Polen. In Polen soll die, Regierung ihren Standpunkt betreffend Erteilung von Fabrikkonzessionen für den Automobilbau in dem Sinne zu ändern gedenken, dass neben den beiden bereits bestehenden Werken nunmehr auch neue ausländische Antragsteller berücksichtigt werden sollen. Diese Umstellung ist um so bemerkenswerter, als im vergangenen zu bedenken bitte. Viele der Vorschläge, die später eingingen, haben diese grundlegenden Gesichtspunkte ausser acht gelassen. Es wurde teilweise mit Zahlen operiert, die -zu wesentlichen Erhöhungen unserer Militäfausgaben geführt hätten. Die Generalstabsabteilung wurde vom Bundesrat mit der Ausarbeitung eines Projektes über die Reorganisation der Armee beauftragt. Im Mai 1933 war die Denkschrift fertig und wurde im Herbst vertraulich diskutiert. Das geschah in der Weise, dass zuerst Blicke werde sie sich selbstbeherrscht verraten, wenn sie ihm die Hand zum Abschied reichen werde. Der kleine Vorortbahnhof war fast menschenleer, als der Schnellzug hereinbrauste. Schon von weitem sah sie Jul, den Oberkörper weit vorgebeugt, mit der Hand winkend. Blitzschnell sprang er heraus, ergrjff ihren Rucksack und half ihr in den Zug. Glückselig lachten sich beide an. Sie kamen sich wie zwei entsprungene Sträflinge vor. In einem Wagenabteil letzter Klasse hatten sie sich verstaut, wie sich das für zwei Menschen in ihren zerschlissenen Bergkleidern nicht anders gebührt, dazu derbe, genagelte Bergschuhe, die sie auf mancher Wiener- Wald-Fahrt schon abgetreten, kugelrund gepackte Rucksäcke, Jul obenauf Kletterseil und Steigeisen, und bei den ersten Worten überreichte er ihr mit scherzhaft feierlichen Worten einen Eispickel. Lachend nahm sie ihn an. Eigentlich zitterte sie bei diesen gewaltigen Vorbereitungen. Was er eigentlich vorhabe. Lachend schüttelte er den Blondschädel. Bei der Ausrüstung besser etwas zuviel, wie zu wenig. Aber sie möge unbesorgt sein. Bis dreitausend Meter verpflichte er sich, sie wie einen Mehlsack hinaufzuziehen, ohne dass sie einen Fuss zu heben brauche. Die Hauptsache sei, dass das AÜTOMOBTL-REVUE 1934 — N° 32 ihstischer Jahre der Bestand an Autobussen von 2550 auf 2160, derjenige an Lastwagen von 5600 auf 5500 und und an Autotaxis von 5400 auf 4900 zurückgegangen ist. Diese Rückschläge werden aber überkompensiert durch eine 15%-Zunahme des Personenwagenbestandes von 11,700 auf 13,600 Einheiten. Ein interessanter Wettbewerb. Zur Teilnahme an dem von Russland veranstalteten internationalen Dieselmotorenwettbewerb haben sich 20 ausländische Firmen gemeldet. Die Montage der Motoren erfolgt auf Sowjetchassis. Der Wettbewerb umfasst zwei Probefahrten Moskau-Tiflis und Moskau-Sewastopol, bei einer Gesamtlänge der beiden Strecken von 8000 km. Neben ausländischen Dieselmotoren sollen auch russische an der Konkurrenz teilnehmen. Verkehrserziehung in Japan. An den Fernverkehrsstrassen Japans findet man Warnungstafeln, die den Motorfahrzeugführer in liebevollen Worten ermahnen, auf die übrigen Wegbenutzer Rücksicht zu nehmen. Eine solche Warnung lautet: «Auto, du bist schön, du bist schnell wie der Wind, du bist von unvergleichlicher Kraft, missbrauche deine Schönheit, deine Schnelligkeit und deine Kraft nicht. Nimm Rücksicht auf deine armen Brüder: den Hund, das Pferd und den Fussgänger. Der Hund hat Angst vor deinen Pneumatiks, fahre nicht über ihn hinweg, zerbrich nicht sein Rückgrat, lasse ihm ein wenig Platz am Strassenrand, er braucht nicht viel. — Offs Pferd erschrickt über deine Explosionen, dein Rauch und deine Gerüche betäuben es, schone, so weit du kannst, wenigstens seine Nase. — Der Fussgänger ist offenbar der, für den du am wenigsten übrig hat. Der zählt für dich nicht; habe dennoch Mitleid mit ihm. Vielleicht ist er morgen Automobilist!» Konferenzen mit den Abteilungschefs des eidg. Militärdepartements und hernach mit den Heereseinheitskommandanten abgehalten wurden. Die Heereseinheitskommandanten hatten daraufhin Besprechungen mit -den Truppenkommandanten abzuhalten und Vorschläge darüber einzureichen. Die bereinigte Vorlage wur'de dem Militärdepartement bereits eingereicht. Schliesslich werden die eidgenössischen Räte über sie zu entscheiden haben. Die Neuerungen, die sie vorsieht, können für den Motorwagendienst als durchaus annehmbar und günstig gelten. Die Motorwagentruppe wird als technische Truppe den Genietruppen und den Fliegertruppen gleichgestellt. Die Zeiten sind ernst. Alle uns umgebenden Staaten rüsten auf. Die Abrüstungskonferenz ist ein Phantom geworden. Jeder einzelne von uns hat die Pflicht, sich vorzubereiten, damit wir, wenn das Vaterland ruft, gerüstet sind. Schweizerische Rundschau Die Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer tritt am 1. Juni 1934 in Kraft! So hat der Bundesrat .in seiner letzten Sitzung beschlossen. Wie erinnerlich, hat sich eine Expertenkonferenz im November mit dem von schweizerischen Verkehrs- und Wirtschafts- Wetter aushalte. Die ganze Nacht sei er auf den Knien gelegen und habe dafür gebetet. Die wenigen abgestumpften Spiessbürger, die das grosse Wagenabteil mit ihnen teilten, sahen neugierig nach dem schönen Paar. Enid hoffte, dass sie niemals in ihrem Abteil allein sein würden, und Jul stellte es sich als die Erfüllung aller Träume vor, mit Enid allein zu sein. Mit einem übermütigen «Grüss Gott» verabschiedete er jeden, der endlich den Zug verliess, und mit drohender Miene besah er jeden, der ihr Abteil bestieg. Endlich ging der letzte. Ein donnernder Abschiedsgruss von Jul begleitete ihn. Enid verstand seinen Uebermut genau, tat aber nicht dergleichen. Keuchend und schnaubend pustete der Zug über die Wiener-Wald-Berge, goldleuchtende Getreidefelder, blumendurchwirkte Wiesen, im Grün eingebettete, kleine Ortschaften mit spitzen Kirchtürmen flogen an ihnen vorbei, lachende Kinder wirkten, ein Hund lief mit dem Zug um die Wette. Sie sahen alles nicht. Sie sahen nur sich. Als die ersten Bergzüge in zartblauen Silhouetten in der Ferne am Horizont auftauchten, wies Jul freudig nach ihnen. Ob es schon ihr Ziel sei, fragte sie. Da lachte er. Ihr Ziel sei noch weit, aber sie hätten ja Zeit. Ungefähr eine Stunde hinter | verbänden eingereichten Gegenentwurf befasst, da das erste bundesrätliche Projekt keine grosse Gegenliebe gefunden hatte. Eine Reihe von Postulaten der Verkehrsinteressenten wurden noch berücksichtigt, andere dagegen, wie die Streichung des vorgesehenen Nachtfahrverbotes, blieben in Minderheit, da einmal die Bahninteressen auch hier wieder mehr mitsprachen, als bei der Regelung von Strassenverkehrsfragen von gutem ist, und weil anderseits sich sogar die Vertreter der Strassentransportorganisationen nicht einmal einig waren! Anfang Dezember kam die bundesrätliche Botschaft an die Bundesversammlung über die kommende Verordnung heraus, welche seinerzeit ausführlich gewürdigt wurde («A.- R.» 101). Das Geschäft hat dann in der Frühjahrssession beide Räte diskussionslos passiert, so dass es nur mehr galt, den Zeitpunkt des Inkrafttretens noch zu bestimmen. In der Verordnung wird die wöchentliche Arbeitszeit auf 54 Stunden festgesetzt. Kommt Präsenzzeit hinzu, so kann das Wochenpensum bis auf 60 Stunden erweitert werden. Die Ruhezeit ist auf durchschnittlich elf Stunden pro Tag angesetzt und darf auf alle Fälle- nicht weniger als 9 Stunden betragen. Daneben wird dem Fahrer eine wöchentliche Ruhezeit von einmal 24 aufeinanderfolgenden Stunden gesichert. Zur besseren Gewähr der Innehaltung der Arbeits- und Ruhezeitvorschriften glaubte man zum Nachtfahrverbot greifen zu müssen, dem natürlich die Vertreter von Bahninteressen lebhaft das Wort sprachen (wohl aus rein menschlichen Erwägungen für die «armen» Chauffeure, die den Herren von der Eisenbahngewerkschaft u. a. m. offenbar so sehr ans Herz gewachsen sind!). Die Sperrzeiten sind vom 1. April bis 31. Oktober zwischen 23 Uhr und 4 Uhr, und im Winterhalbjahr zwischen 22 Uhr und 5 Uhr angesetzt (die Bahn aber hat weiterhin das Recht, Nachtzüge zu führen und die Nachtruhe der Streckenanwohner zu stören!). Um die richtige Innehaltung der Vorschriften feststellen zu können, wurde auch ein ganz bestimmtes Kontrollsystem eingeführt. Strafrechtliche Sanktionen geben den Behörden die Möglichkeit, Uebertretungen zu ahnden. Die Oberaufsicht ist Sache des Bundesrates, der diese an ein Departement delegiert. Ueber alle Details werden wir in nächster Nummer durch den genauen Wortlaut der Verordnung orientieren. Verkehrsgefährdung. Dem Bericht des eidg» Justiz- und Polizeidepartementes über seine Tätigkeit im Jahre 1933 ist zu entnehmen, dass insgesamt 912 Gefährdungen des Eisenbahn-, Strassenbahn- und übrigen Kursverkehres behandelt werden mussten. Davon sind 866 als fahrlässige Gefährdungen zu klassieren, wovon 361 Zusammenstösse mit Automobilen. In 90 weiteren Fällen wurder^v Barrieren durch Automobile oder Motorfah-- rer eingefahren und in 70 Fällen die Durchfahrt von Automobilen auf kurze Distanz vor Bahnzügen erzwungen. Es scheint demnach immer noch eine ansehnliche Zahl von Motorfahrzeugführern zu geben, welche es furchtbar eilig haben und! um den Gewinn einiger Sekunden das gewaltige Risiko einer Gefährdung ihrer selbst, ihrer eigenen Passagiere oder eines öffentlichen Verkehrsmittels auf sich zu nehmen gewillt sind. Zu den übrigen Fällen ist allerdings zu sagen, dass diese keineswegs ausschliesslich den Automobilisten zur Last fallen, indem den Führern von Zügen und Strassenbahnen eine einseitige und veraltete Gesetzgebung vielfach ein Vorrecht' einräumt, aus welchem der Begriff einer « Gefährdung » konstruiert werden kann, wie er mit der heutigen Praxis 1 kaum me>Vi r üb^reinstirnmt. ß Veransf altun gen. Vom Pariser Salon 1934. Das Bureau der französischen Automobilkonstrukteure hat sich dieser Tage in einer Sitzung mit der Organisation des nächsten Salons beschäftigt. Es wurde aber noch kein definitiver Be» scMuss in Bezug auf die diesjährige Abhaltung gefasst. Bekanntlich wird seit längerer Zeit auch in Frankreich die Frage deszweijährigen Turnus studiert. Es ist aber mit ziemlicher Bestimmtheit anzunehmen, dass an der auf Ende dieses Monats anberaumten Sitzung zur endgültigen Beschlussnahme dem diesjährigen Salon zugestimmt wird. Sollte der zweijährige Turnus eingeführt werden, so käme das wohl erst mit Wirkung ab nächstem Jahr in Frage. z. . Salzburg würden sie den Zug verlassen, aber sich in dem kleinen Städtchen, überfüllt mit Sommergästen, nicht aufhalten. Eine Stunde Fussmarsch brächte sie in einen kleinen, idyllischen Ort, in dem sie gut aufgehoben seien, den niemand kenne, wie vereinzelte Berggeher. Unterwegs könnten sie noch überlegen, ob sie noch am selben Abend zur Hütte aufsteigen würden, um am nächsten Morgen mit dem ersten Dämmerlicht die Spitze zu nehmen oder alles an einem Tage machen. Das erstere sei bequemer. Aber sie habe ihn noch gar nicht gefragt, wie der Berg heisse, den sie sich zum Ziel genommen. «Der Hochgolling.» Da schlug sie freudig die Hände zusammen. Sie schloss die Augen und ihre Gedanken eilten zurück... ein schwüler Sommerabend ... eine Strassenecke... ein langer, blonder Leutnant von den Landesschützen stand vor ihr... nestelte einen Strauss Edelweiss von der Kappe... und reichte ihr ihn... auf der Strasse standen seine Soldaten und lachten herüber... «Frau Enid, an was denken Sie?» Wie erstaunt hob sie den Kopf. «Ich hätte nie gedacht, dass ich Sie einst auf den Hochgolling führen werde.» Sie schwieg. (Fortsetzung im «Autler-Feierabend»)

N° 32 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE fg»«»»t in J« Sportnachrichten Sd> Ein wichtiger formeller Entscheid für den Autosport. Die Organisatoren des am 26. August in Bern stattfindenden Rundstreckenrennens erhielten bekanntlich von den nationalen und internationalen Sportinstanzen die Befugnis, die Veranstaltung als 1. Grossen Preis der Schweiz für Automobile 1934 auszuschreiben. Mit Rücksicht auf die sehr beträchtlichen finanziellen Aufwendungen, die notwendig sind, um die Rundstrecke auszubauen und eine permanente Tribüne zu erstellen, erhielt die Rundstrecken A.Q. zudem die Zusage, dass der Grosse Preis der Schweiz, der nun jährlich zum Austrag kommen so 1 !!, während einer Anzahl von Jahren auf der Berner Anlage ausgefahren werde. Der überraschende Entschluss der Sportkreise von Montreux, in den Mauern dieses Kurortes noch diesen Sommer ebenfalls ein Autömobilrennen von Stapel zu lassen, hat dann im In- und Ausland zu Missverständnissen geführt, indem die dortigen Veranstalter für ihr Rennen ebenfalls die Bezeichnung eines « Grossen Preises» in Anspruch nahmen. Da nun aber im internationalen Sportreglement in Bezug auf die Verleihung des Titels eines nationalen Grossen Preises ganz bestimmte und in einschränkendem Sinne gehaltene Vorschriften bestehen und anderseits durchaus die Meinung bestand, dass dem Berner Rennen die Priorität zukomme, so hat die Nationale Sportkommission einen in formeller Hinsicht wichtigen Entscheid gefällt. Die Berner Ausschreibung erfolgt diesmal und auch in den folgenden Jahren unter der vorerwähnten Bezeichnung, während die Organisatoren von Montreux verpflichtet werden, das dortige Rennen einfach ,i'Is Circuit de Montreux zu plakatieren. Damit sind nun alle formellen und materiellen Schwierigkeiten, die sich für die verantwortlichen Clubs aus den bisherigen Besrrffsver- stark beschädigt und wird in kurzer Zeit mischungen ergaben, beseitigt. Auch die Anmeldung und Einschreibung der beiden Rennen für die kommenden internationalen SnnrfMender ist dadurch wesentlich vereinfacht. Im übrigen haben die Veranstalter von Bern und Montreux beschlossen, sich in ihren Bestrebungen gegenseitig zu unterstützen und Fragen, die beide Plätze gemeinsam interessieren auch im gegenseitigen Einverständnis und Interesse zu behandeln. Es handelt sich ia in beiden Fällen, und vorab beim Grossen Preis der Schweiz, nicht um eine loyale, sondern um eine ausgesprochen schweizerische Angelegenheit, deren Bedeutung noch wesentlich dadurch erhöht wird, dass er seine internationale Sanktion durch Jfe Sportkommission der A.I.A.C.R. (Association Internationale des Automobile-Clubs Reconnus) erhalten hat. II. Schweiz. Auto-Skimeeting am Rhonegletscher. Das I. Schweiz. Auto-Skimeeting am Rhonegletscher hatte vergangenen Vorsommer bekanntlich einen erfreulichen Erfolg aufzuweisen. Die initiativen Organisatoren, die Sektion Wallis des Automobil-Clubs der Schweiz, beschlossen, im Hinblick auf das schöne Ergebnis von 1933, auch dieses Jahr eine gleiche Veranstaltung auszuschreiben. Diese ist auf den 23. und 24. Juni angesetzt und soll gewissermassen wieder zu einem Eröffnungsfest der Alpenstrassen werden. Der Anlass wird wiederum mit einer Sternund Zuverlässigkeitsfahrt auf folgenden Bergstrecken eingeleitet: Altdorf - Andermatt - Gletsch; Chur - Disentis - Andermatt - Gletsch; Bellinzona - Airolo - Hospenthal - Gletsch; Luzern - Meiringen - Grimsel - Gletsch; Interlaken - Meiringen - Grimsel - Gletsch; Sitten - Brig - Gletsch. Am Abend nach der Sternfahrt findet in den Räumen des Hotels «Rhonegletscher» ein grosses Alpenblumenfest statt. Am Sonntag vereinigen sich sodann die Automobilisten und Skifahrer zum Skiwettkampf auf der Furka. In der Kategorie Amateure werden sich eine ganze Reihe von bekannten schweizerischen Automobilisten versuchen, während in der Kategorie der Experten mit der Gegenwart der meisten Sieger an den diesjährigen schweizerischen Skirennen zu rechnen ist. Die Festkarte kostet nur 17 Fr. und schliesst das Nachtessen, das Zimmer und das Frühstück in Gletsch, das Mittagessen auf der Furka, den Service und die Garage ein. Das Reglement wird in nächster Zeit erscheinen. Das Ehrenpräsidium des II. Schweiz. Auto- Skimeetings am Rhonegletscher hat A.C.S.- Zentralpräsident Herr Dr. Mende inne. Zur Orientierung sei noch mitgeteilt, dass am ersten Meeting 1933 25 Autos und 80 Skifahrer teilnahmen. Xp»«»i»€ • n A.usl«snd Ein neuer Mercedes-Benz-Rennwagen verunglückt. Nachdem zuerst die Auto-Union mit ihrem P-Wagen an die Oeffentlichkeit getreten ist und offizielle Versuchsfahrten durchgeführt hat, hat nun auch Mercedes-Benz in der letzten Woche den Schleier gelüftet und auf dem Nürburgring die ersten offiziellen Prüfungen mit dem neuen Remtmodeil organisiert. Anfangs der letzten Woche traf die Rennmannschaft von Mercedes- Benz, v. Brauchitsch, Fagioli und der Weltrekordfahrer Henne, auf dem Nürburgring ein, und am Mittwoch morgen wurden die 2 Wagen erstmals auf die Strecke geschafft, v. Brauchitsch und Henne sassen zuerst am VoJant. Die offizielle Eröffnung der Versuche war auf den Donnerstag angesetzt. Zur Generalprobe waren auch Vertreter des Autosportes und der Behörden geladen worden. Der Italiener Fagioli zeigte sofort eine glänzende Vertrautheit mit der Maschine und brachte sie auf den Geraden bis zu 270 km/St. Es zeigte sich dabei, dass die Wagen sehr sauber durchkonstruiert sind. Die Schwingachsen hinten und vorne verleihen ihnen eine glänzende Strassen'lage, und auch die Gewichtsverteilung ist sehr gut gelöst. Am Nachmittag wurden die Fahrten fortgesetzt. Ein Wagen befand sich nun in den Händen des Weltrekordrnannes Ernst Henne. Leider ging dieser Versuch sehr unglücklich zu Ende. In einer Kurve, die wegen Umbauarbeiten zur Hälfte gesperrt war, geriet die Maschine bei hoher Geschwindigkeit aus der Bahn und flog in hohem Bogen über einen Drahtzaun. Henne wurde vom Sitz und kopfüber in einen kleinen Bach geworfen. Der Wagen riss beim Sturz einen Baum um und kam dann in normaler Lage wieder zum Stehen. Glücklicherweise lief der katastrophale Sturz ausserordentlich glimpflich ab, denn Henne erhielt nur geringfügige Verletzungen. Auch das neue Modell ist nicht sehr wieder repariert sein. Die Folgen des Unfalles wurden sehr gemildert, da Wagen und Fahrer in ein sumpfiges Gelände stürzten. Wie die Untersuchung ergab, wurde Henne wahrscheinlich durch zwei rote Flaggen erschreckt, die die Umbauarbeiten an der Strecke anzeigten. Im Bestreben, den Wagen auf die offene Seite der Fahrbahn hinüber zu bringen, riss Henne wahrscheinlich die Maschine zu rasch herum. Die hauptsächlichste Beschädigung des Wagens besteht in einer Einbeulung des Kühlers, Führersitz, Lenksäule und Heckverkleidungen waren eingedrückt. geübt werden. Nach unserer Abmachung Vor dem Rundstreckenrennen um denhatte Rüesch die Strecke Brescia-Florenz- Bordino-Pokal. Nachdem der vergangene Rom-Narni und darauf die schnelle Route Sonntag eine erste Atempause im internationalen Autosport gebracht hat. findet am nächsten Sonntag als weiteres grosses Rennen der Grosse Preis um den Bordinopokal Ancona-Padua zu fahren. Für mich war das ca. 220 km lange Qebirgsstück Narni-Ancona sowie die nächtliche Strecke Padua-Brescia reserviert. in Alessandria statt. Wie schon erwähnt, zerfällt dieses Rennen in zwei Vorläufe und das Finale, es ist für Rennwagen aller Typen offen. Der Anlass wird voraussichtlich zahlreiche bekannte Fahrer an den Start bringen. Von besonderer Wichtigkeit ist die Tatsache, dass die Scuderia Ferrari wahrscheinlich in Alessandria erstmals die dieses Jahr neukonstruierten Alfa Romeo 3000 ccm- Maschinen einsetzen wird. Wenn sich diese Meldung bewahrheitet, dann verdient das italienische Rennen ganz besondere Beachtung. Im ganzen hat Ferrari 5 Piloten eingeschrieben, nämlich Ghiron, Varzi, Trossi» Tadini und Moll. Auch Nuvolari wird voraussichtlich zu sehen sein, ebenfalls der deutsche Rennfahrer Paul Pietseh auf Alfa Romeo. Die Schweizer Equfpe an der Mille Miglia. Der bedauerliche Unfall der beiden Schweizer Fahrer Rüesch und Maag an der Mille Miglia vom vorletzten Sonntag hat in unserem Lande rege Anteilnahme gefunden. Wie es sich zeigte, hatte man alle Berechtigung, mit einer Kraftleistung der beiden jungen Piloten zu rechnen. Bis zu ihrem Unfall nach Rom lagen sie stets in vorderster Linie, und wenn sie nicht ein vorzeitiger Ausfall ereilt hätte, wäre es ihnen wahrscheinlich auch möglich gewesen, in das Duell zwischen Varzi und Nuvolari einzugreifen. Wir entnehmen einem von Maag aus Italien an unsere Redaktion gesandten Brief die interessante Partie mit der Schilderung ihres verunglückten Rennens: «Die Mille Miglia forderte äusserst gute Vorbereitungen und war mit hohen Kosten verbunden. Während sich Rüesch nach dem Genfer Rennen mit seinem Maserati-Wagen nach Paris begab, fuhr ich mit dem Alfa Romeo 2300 ccm nach Italien, wo ich einige Die neuen mei Tage auf der Mille Miglia-Strecke trainierte. sind eingetroffen! Probieren Sie diesen Wagen auch dann, wenn Sie nicht sofort Käufer sind. Sie werden von seinen ausserordentlichen Leistungen erstaunt sein. Er ist zudem von der unübertroffenen Minerva-Qualität, welche den Weltruf dieser Marke geschaffen und aufrechterhalten hat. Bitte telephomeren Sie uns für eine unverbindliche Probefahrt. PREIS der 5 pfätzigen 10PS-Limousine 7950.. 15 PS, 6 Zylinder, 5-piätzcge Limousine 12 900.. 20 PS, 8 Zylinder, 7-plätzige Limousine 15 S00.. minerva Bureaux und Ausstellung — Utoquai 29 — Tel. 27.083 Service und Ersatzteillager: Badenerstrasse330 — Tel.59.372 ÜBER 20 MINERVA- VERTRETER IN DER SCHWEIZ FABRIK-NIEDERLAGE Utoquai 29 - ZÜRICH Der Wagen gelangte darauf zur Revision in die Fabrik nach Mailand; das Training setzten wir mit einem schnellen Tourenwagen fort. In der Hauptsache bereiteten wir uns auf den Rückweg von Rom über Ancona nach Brescia vor. Auch das Nachtfahren bei sehr hohen Geschwindigkeiten musste sorgfältig Als Letzte traten wir 5 Uhr 55 zum Starte an. Es regnete in Strömen. Das war wirklich nicht gerade erfreulich, denn die italienischen Asphaltstrassen sind bei Regenwetter sehr glitschig. Ueber die ersten Kilometer fuhren wir noch verhalten, doch schon nach wenigen Minuten drückte Rüesch auf den Gashebel und rasch stieg der Tourenzähler auf 5200, was einer Geschwindigkeit von 190 km/St, entspricht. Der Wagen rutschte kolossal, doch Rüesch korrigierte äusserst geschickt, so dass wir die Schnelligkeit trotz des glitschigen Bodens beibehalten konnten. Da jedoch an ein starkes Bremsen nicht zu denken war, musste jeweils lange vor der nächsten Kurve das Gas weggenommen werden. So ging es weiter bis Bologna. Bis zu diesem ersten Kontrollpunkt hatten wir bereits vier Wagen des gleichen Typs überholt. Nach Bologna wurde das Wetter noch schlimmer, da zum Regen nun noch Nebel kam. Langsam und vorsichtig passierten wir den La Futa-Pass. Florenz lag vor uns und 18 km weiter entfernt die langersehnte Alfa Romeo Service-Station. Mit fliegender Eile wurden hier die beiden Hinterräder ausgewechselt; die in Brescia montierten Pneus hatten sich auf dem nassen Asphalt nicht gut bewährt. Nun kamen wir bedeutend rascher vorwärts und begannen immer mehr aufzuholen. Auch die Strassen wurden langsam trocken. Leider wurde Rüesch von einem plötzlichen Unwohlsein befallen, so dass die Fahrt für einige Minuten unterbrochen werden musste. Die letzten Kilometer vor Rom lagen wir hinter Battaglia, der uns zum Vorfahren leider keinen Platz lassen wollte. Wütend hetzten wir ihm bis zur Kontrollstelle nach, und fuhren glücklicherweise einige Sekunden vor ihm weg. Nach kurzer Zeit trafen wir auf Ghersi, der uns ebenfalls die Strasse zum Vorfahren nicht freigeben wollte. Ca. 10 km nach Rom — gleich nach einem kleinen Dörfchen — begann eine leichte Steigung, die mit einer grossen, jedoch unübersichtlichen Kurve einsetzte. Blitzschnell ereignete sich die Katastrophe. Ghersi unterschätzte wahrscheinlich die Geschwindigkeit, denn er verlor die Herrschaft über seine Maschine. Sein Alfa Romeo drehte sich anderthalbmal um die eigene Achse, schlug an eine Mauer an und blieb quergestellt über die Strasse liegen. Wir waren ihm im 100-km-Tempo nachgefolgt und brachten unsern Alfa Romeo auf den wenigen Metern Distanz nicht mehr zum Stehen. Mit grosser Geschwindigkeit schössen wir in den Wagen hinein. Der Anprall war ganz unheimlich. Die Lenksäule unserer Maschine wurde gleich einem Bleirohr verbogen. Das Chassis und die Achse erlitten glücklicherweise nur ganz geringen Schaden. Rüesch schlug mit seinem Gesicht das Lenkrad entzwei und brach sich dabei den Nasenknorpel. Trotzdem wir uns mit Armen und Beinen stark anstemmten, flogen wir beide beinahe aus den Sitzen. Glücklicherweise war meine Quetschung am linken Arm nur ganz gering. Schweren Herzens rnussten wir das vielversprechende Rennen aufgeben. Vergebens freute ich mich in Rom, schon nach M Stunden das Volant übernehmen zu dürfen. Aber eines möchte ich noch ganz speziell erwähnen, dass mein Freund und zukünftiger Konkurrent, Hans Rüesch, eine glänzende Leistung bot!» U. Maas- Madame Stewart fährt neue internationale Rekorde. Die bekannte englische Rennfahrerin Mme Stewart, « die schnellste Frau der Welt», Inhaberin des Rundenrekordes von Montlhery und mehrerer internationaler Bestzeiten, hat am letzten Samstag auf der französischen Rennbahn mit ihrem Derby 2000 ccm drei neue internationale Bestzeiten aufgestellt. Die Engländerin hat damit ihre eigenen Bestzeiten aus dem Jahre 1931 wieder geschlagen. 5 km: 1 Min. 19 Sek. 69/100 (Std.-Mittel 225,3 km/St.). 5 Meilen: 2 Min. 8 Sek. 42/100 (Std.-Mittel 225,5 km/St.). 10 km: 2 Min. 39 Sek. 70/100 (Std.-Mittel 225,4 km/St.). Neuer englischer Rennstall. Der frühere und der jetzige Inhaber des «Silberkugel »- Rennwagens, Kaye Don und Jack Field, haben sich.zu einer Renngemeinschaft zusammengeschlossen. Die Beiden verfügen über mehrere M.O.-Rennmaschinen und einen Bugatti 4900 ccm.