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E_1934_Zeitung_Nr.071

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-*• W>71 Der grosse Preis von Comminges Links oben: Die Spitzengruppe vor der Tribüne. Zuvorderst: W. Straight, dicht hinter ihm der nachmalige Sieger Comotti. Rechts oben: Der Ehrenkuss für den Sieger. Comotti wird von der Ehrendame, die ihm den Siegerstrauss überreicht, gebührend gefeiert und für seineu heissea Streit um den Erfolg belohnt Der Sieger tankt. H. Stuck macht einen Zwischenhalt zur Brennst„ffaufnahme. Neben den helfenden Mechanikern sind Kommissäre zur Stelle, um die Arbeiten zu überwachen, und auch der Feuerwehrmann ist auf Pikett und bereit einzügreifen, wenn's notwendig werden sollte. Dreyfus kommt um seine Chance. Wenige Runden vor Schluss musste Dreyfus, der ein vorzügliches Rennen auf Bugatti gefahren war, nochmals anhalten. Während seine Mechaniker Benzin nachfüllen, giesst er selbst Wasser in den leck gewordenen Kühler. Der dadurch bedingte Zeitverlust von 70 Sekunden brachte ihn um den wohlverdienten zweiten Platz. Nachlese vom pssen Preis der Schweiz Der Betrieb an den Boxen Wie praktisch ist ein Regenschirm! Er leistet beim Einfüllen von Brennstoff gute Dienste. Wasser im Vergaser müsste unfehlbar den Ausfall aus dem Rennen bedeuten. Arbeit Im Regen. Nur mit äusserster Vorsicht und im Schütze von Mänteln und Decken wird noch kurz vor dem Start zum Kleinwagen-Rennen an den Maschinen gearbeitet, nicht dass eindringender Regen noch in letzter Minute einen bösen Streich spiele und Maschinendefekt heraufbeschwöre. Rechts nebenstehend: Die Maschine wird gestärkt. Im riesigen Tank der Rennmaschine verschwindet Kanne um Kanne des kostbaren Gemisches, das ihr "die notwendige Kraft verleiht, ihrem Meister den Erfolg zu ermöglichen. Links: Kerzenwechsel: Cholmondeley wechselt seine Kerzen selbst, um ganz sicher zu gehen. Rechts: Kritische Beobachter. Selbst wenn sich Dr. Porsche, den wir hier links im Bilde sehen, einen Augenblick Ruhe im Schatten der Baumgruppe vor den Boxen gönnte, liess er den Betrieb an den Boxen keineswegs aus den Augen. Neben ihm Burggaller, der sich im Kleinwagenrennen als Dritter klassierte. Im Hintergrund (an den Baum gelehnt) von Delius, ein junger, begabter Fahrer, der voraussichtlich von der Auto-Union als Ersatzfahrer nachgezogen wird.

IP71 II. Blatt BERN, 31. August 1934 No 71 II. Blatt BERN, 31. August 1934 Tedin, Rundschau Einwandfreie Sicht ohne Windschutzscheibe und Scheibenwischer. Eine auch für die Automobiltechnik hochinteressante Anordnung wird gegenwärtig von einer französischen Bahngesellschaft bei Lokomotiven ausprobiert. Statt dass die betreffenden Lokomotiven in den Stirnfenstern des Führerstandes Windschutzscheiben aufweisen, haben die Stirnfenster lediglich vorgebaute Luftleitbleche. Trotzdem ist hinter den Stirnfenstern kaum irgendein Luftzug spürbar. Durch die Leitbleche wird nämlich der Fahrtwind über Seh«matische Darstellung des neuen Windschutzgystems. C, D, E = Leitflächen, B = Sichtöffnung. die Oeffnung des Fensters hin abgelenkt, um, wie aus der beistehenden Skizze ersichtlich, nach oben abzuströmen. Das System ergibt auch den grossen Vorteil, dass die Sicht keineswegs mehr durch Regen oder Schnee behindert werden kann. Bekanntlich waren unter besonders ungünstigen atmosphärischen Verhältnissen auch Scheibenwischer oft nicht genügend wirksam. Im Prinzip scheint die Anordnung auch für Automobile sehr aussichtsreich zu sein. Statt der Leitflächen aus Blech würden dann allerdings vorzugsweise solche aus Glas angewandt, damit das Sichtfeld auch nach unten und oben genügend gross ausfiele. Neue Methode zur Messung des Luftwiderstandes. Die aerodynamische Güte neuerer Karosserieformen wird heute nahezu ausschliesslich durch Modellversuche im Windkanal festgestellt. Indem man das Modell einem künstlichen Luftstrom aussetzt und die auf es ausgeübten Kräfte misst. kann man tatsächlich ziemlich genau Rückschlüsse auf das Verhalten des Originalbaustückes ziehen. Immerhin waren bisher einige Ungenauigkeiten nicht zu vermeiden. Hängte man das Modell einfach frei im Luftstrom auf, so entsprachen die Verhältnisse nicht genau der Wirklichkeit. Der auf die Strasse rollende Wagen wird ja nicht auf allen Seiten von freiliegender Luft umspült, er presst vielmehr die Luft zwischen seiner Unterseite und der Strassenoberfläche zusammen und erfährt dadurch eine zusätzliche Hemmung. Um bei den Windkanal-Versuchen diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurde bisher vielfach statt einem einfachen Modell ein Doppel-Model] angewendet. Man stellt dabei zwei Modelle, von denen das eine das genaue Spiegelbild des andern ist. mit allen vier Rädern gegeneinander und erhält so schon etwas genauere Resultate. Ein drittes Verfahren besteht darin, die Ebene, durch welche die Fahrbahn markiert werden soll, um einen bestimmten geringen Abstand von den Rädern zu entfernen. Aber auch diese beiden letztgenannten Methoden schliessen Fehler nicht ganz aus. Als neuestes Verfahren wurde nun vom aeronautischen Institut der New-Yorker- Universität eine Anordnung angewandt, bei welcher das die Fahrbahn markierende Organ aus einem endlosen, mit der Windgeschwindigkeit synchron verlaufenden Lederriemen besteht. Der Antrieb des Riemens erfolgt von einem ausserhalb des Windkanals gelegenen Elektromotor aus. Verbesserung der Pufferstansen - SchutzwirkunR. Obwohl eine internationale Norm besteht die vorschreibt, dass Pufferstangen vorn 440 mm und hinten 430 mm über dem Boden liegen sollten, werden diese praktisch in den verschiedensten Höhenla^n angebracht, so dass sie einen grossen Teil ihres Wertes einbüssp.n. Bei einem Zusammenstoss zweier Automobile gleiten dann sehr oft die Pufferstangen einfach übereinander hinweg und können damit natürlich ihrer Hauptaufgabe, den ersten Anorall zu därrrofen. nicht gerecht werden. Durch ein neues amerikanisches Zubehör lässt sich jedoch die Schntzwirku"g auch verschieden hoch angeordneter Pufferstangen beträchtlich er- Verbesserung der Schutzwirkung von Pufferstangen durch aufgeschraubte Querplatten. höhen. Das Zubehör besteht, wie skizziert, lediglich aus einer oder zwei etwa 20 cm hohen Platten, die auf dem Puffer aufgeschraubt werden und damit die Wirkung einer Verbreiterung der Pufferstangen ergeben. Ein ingenleuses Feuerzeug für PfeHenraucher. Für die Zigarren- und Zigaretten- Raucher unter den Automobilisten ist das Problem des Inbrandsetzens des Glimmstengels während der Fahrt mit dem elektrischen Zigarren-Anzünder einwandfrei gelöst. Die Pfeifenraucher sind aber auf eine offene Flamme angewiesen, und zwar muss diese ziemlich intensiv sein, um der Zugluft im Das neue Feuerzeug für Pfeifenrauf.her im Gebrauch. offenen Wagen standzuhalten. Ein sinnreiches, speziell für pfeifenrauchende Autofahrer geschaffenes Benzinfeuerzeug ist nun kürzlich in England geschaffen worden. Es ähnelt in Grosse und Ausführung stark einem der bisherigen bekannten Feuerzeuge, hat jedoch ausser dem gewohnten Docht noch ein kleines Strahlrohr, aus dem, sobald man das Feuerzeug neigt, eine etwa 3 cm lange Stichflamme herausbrennt. -th- F«h Luftfilter-Reinigung nicht vergessen! Fast alle -modernen Wagen sind heute mit Luftreinigern ausgerüstet. Zahlreiche Luftreiniger arbeiten dabei mit ölgetränkter Metallwoüe, an welcher der Staub kleben bleibt. Ueberlässt man einen solchen Luftreiniger dauernd sich selbst, so werden die Lufträume schliesslich durch den Staub zugefüllt, drosseln dadurch den Luftzutritt zum Vergaser ab, vermindern die Zylinderaufladung und deshalb auch die Motorleistung und verursachen vor allem einen anormal hohen Brennstoffverbrauch. Um diese Uebelstände zu vermeiden, sollten derartige Luftreiniger immer wieder rechtzeitig ausgewaschen und neu in Oel getränkt werden. Nach welchen Intervallen die Reinigung vorzunehmen ist, wird meist vom Konstrukteur im Instruktionenbuch des Wagens oder in einer Inschrift auf dem Luftreiniger selbst vorgeschrieben, mindestens sollte sie aber jährlich einmal vorgenommen werden, -at- Bitte — nicht der Reihe nach ! Eine der häufigsten Pannen beim Autofahren ist ein Reifenschaden. Hat man Reserveräder mit, so ist in wenigen Minuten der kleine Zwischenfall vergessen. Aber das Auswechseln des Rades, das so einfach erscheint, wird häufig falsch ausgeführt, und nicht nur von Herrenfahrern, sondern auch von zünftigen Chauffeuren. Meist wird man beobachten können, dass der Fahrer nach dem Auflegen des neuen Rades oder der neuen Felge die 6—8 Muttern, die der Befestigung dienen, hübsch der Reihe nach rundum- fest2ieht. Das ist direkt falsch! Es entstehen dann im Rad oder in der Felge Spannungen, die bewirken können, dass das Rad nicht ganz genau in der 'richtigen Lage sitzt, dass es leicht seitlich flattert oder schlägt — und damit auch natürlich der Reifen. So gering der Fehler auch sein mag — es schadet dem Gummi mehr, als man sich vorstellen kann, der Pneu wird förmlich abradiert. Und da Die Toilette. Herr Nummernschild hat grosse Freude an seinem neuen Wagen. Und weil er so grosse Freude hat, hegt und pflegt er ihn wie seinen Augapfel. Er wäscht deshalb auch seinen Wagen selber, womöglich nicht nur einmal, sondern sogar zweimal in der Woche. Zwar ist diese. Wagenwäsche gewöhnlich für Herrn Nummernschild eine ebenso nasse Angelegenheit wie für den Wagen selber, aber das macht nichts; Hauptsache ist, dass der Wagen immer schön und neu drein sieht. Schon nach 2 oder 3 Monaten beginnt aber Herr Nummernschild mit dem Ergebnis seiner Arbeit nicht mehr ganz so zufrieden zu sein wie bis anhin. Er wäscht und wäscht im Schweisse seines Angesichtes, aber der so beliebte Hochglanz will sich einfach nicht einstellen, jedesmal, wenn der Wagen trocken ist, ist er wohl sauber, aber von neuem Aussehen keine Spur. Darum lässt Herr Nummernschild das nächstemal seinen Wagen in einer Garage waschen, wie er ihn aber zurückbekommt, glänzt er auch nicht besser als vorher. Also — es muss der Lack sein, der bestimmt nichts wert ist. Da fährt gerade eben Herr Putzfaden vorbei, Herr Putzfaden, der einen Wagen gleicher Marke und vom gleichen Modell wie Herr Nummernschild besitzt, nur ist der Wagen des Herrn Putzfaden etliche Monate älter. Aber siehe da, er glänzt, als sei er eben erst gekauft. Herr Nummernschild ist sprachlos. Herr Nummernschild hat lediglich vergessen, dass Wasser allein zur Reinigung nicht genügt. Mit der Zeit bildet sich nämlich auf dem Lack eine feine Schmutzschicht, der mit einem Poliermittel zu Leibe gegangen werden muss. Dieses Poliermittel erfüllt nebenbei auch den Zweck, dem Lack diejenigen Nährstoffe zuzuführen, die unter dem Einfluss der Witterung aus ihm herauskristallisieren und ohne die er in absehbarer Zeit brüchig würde. Ein solches Poliermittel kostet nicht viel und eine derartige Behandlung des Wagens alle 6—8 Wochen erhält ihn jahrelang wie neu. Diese Arbeit kann jeder Wagenbesitzer ohne besondere Vorkenntnisse selbst ausführen. Allerdings ist es eine ziemlich schweisstreibende Angelegenheit, und man muss. darauf achten, dass man unter den zahlreichen angebotenen Fabrikaten das richtige auswählt. Der Vertreter Ihres Wagens wird Ihnen gerne sagen, welches Mittel Sie verwenden sollen. AULER 4-, 6- und 8-Zylinder- Personen wagen Ä.-G. FÜR AUTOMOBILE. ZÜRICH Pflanzschulstr. 9 Tel. 31.688 CHRYSLER 6- und 8-Zylinder- Personenwagen RITZI & WAGNER Amriswil St. Gallen Tel. 500 Tel. 3200 130DGE- 6- und 8-Zylinder- Personenwagen Vertretung für Zürich: A. B. C. GARAGE A.-G., ZÜRICH MQhlebachHolbein.tr. Tel. 44.650 4- und 8-Zyllnder- Personenwagen BAÜMBERGER & FORSTER ZÜRICH Löwenstrasse 17 Tel. 66.848 Für reelle Occasionen BORRER, ZÜRICH Badenerstr. 544 Tel. 55.522 \\OHFj 4- und 8-Zylinder- Personenwagen Vertretung für Zürich: A. B. C. GARAGE A.-G., ZÜRICH MOhlebieh'Molbelnstr. Tel. 44.850 4- u«\xi 6-Zyllnder- Personenwagen C.A.DREHOWATZ, ZÜRICH 4 Cramerstr. 15/17 Tel. 32.298 4- und 6-Zyllnderund Lastwagen Persönen- CITROEN A.-G., ZÜRICI "•"m„i 25 Telephon 27.3?" 4- und 8-Zylinder- Personen- und Lastwagen TIP-TOP-GARAGE A.-G., ZÜRICH Seehofstrasse 16 Tel. 27.130 Mercedes-Benzr Automobil-AG., Zürich Badenerstr. 119 Tel. 51.693 Basel Bern Aeschengraben 31 Weissenbuhlweg 40 Cfeiu^eot Personen- und Lieferwagen AUTOMOBILWERKE FRANZ A.-G., ZÜRICH Telephon 52.607 STANDARD 4- und 6-Zyllnder» Personenwagen A.-G. FÜR AUTOMOBILE, ZÜRICH Pflanrschulstr. 9 Tel. 31.688 BUGATTI 8-Zyl..Touren- u. Sportwagen A. B.C. GARAGE A.-G., ZÜRICH Mühlebach/Holbeinstr. 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