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E_1934_Zeitung_Nr.088

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seiner Zulassungen

seiner Zulassungen gegenüber 1932 zu erwähnen, und zwar von 134 au! 987 Wagen Eine erhebliche Belebung des Absatzgeschäftes hat Ungarn'zu verzeichnen, das im laufenden Jahr seine Zulassungsquote gegenüber dem Vorjahre beinahe verdoppeln konnte. Vergleichsweise sei erwähnt, dass dem europäischen Gesamtabsatz in den Vereinigten Staaten von Amerika im I. Semester 1934 Zulassungen gegenüberstehen, die 945.121 Personen- und 194.800 Lastwagen, zusammen also 1.139.921 Einheiten, umfassen. Der in der Zusammenstellung umfasste europäische Absatz stellt sich quotenmässig auf 34,3% bei den Personen- und 38,6% bei den Lastwagen, im ganzen somit auf 35% des gesamten amerikanischen Absatzes. Der Beschäftigungsgrad der Automobilindustrie und die Schwankungen in der Dichte

N» 88 - 1934 Die Rundstreckenrennen von Algier Wimille gewinnt mit dem neuen Bugatti das letzte Rennen des Jahres. — Perrot siegt auf Delahaye im Rennen der Tourenwagen. Das Autosportmeeting von Algier schlos: vergangenen Sonntag die internationale Sai son endgültig ab. Die nordafrikanische Veranstaltung zerfiel in zwei Anlässe, einen 25-Runden-Lauf von einer Gesamtlänge von 200 km für Tourenwagen und den eigentlichen Grossen Preis von Algier, der seineri seits in zwei Rennen über je 120 km untergeteilt war, deren Gesamtergebnis dann über den Sieg entschied. Ein Grossteil der französischen und italienischen Piloten und ei-gewordennige weitere Ausländer, darunter auch der Schweizer Ruesch, fanden sich in Algier zum Schlusskampf ein. Das Training begann bereits am Donnerstag. Bei den Tourenwagen erreichten Perrot auf Delahaye und Trevoux auf Hotchkiss mit 5 Min. 45 Sek. (Stundenmittel 84,5 km/St.) die besten Zeiten. Be den Rennwagen gab es schon am ersten Tag eine Ueberraschung. Der junge Wimille zeigte sich mit seinem neuen Bugatti allen andern Konkurrenten überlegen und etablierte mit 5 Min. 11 Sek. (Stundenmittel 93 km/St.) die schnellste Zeit. Chiron auf Alfa Romeo und Chambost auf Maserati waren beide 11 Sek. langsamer und Etancelin (Maserati) lag eine weitere Sekunde hinter Chiron. Der sehr kurvenreiche Circuit wies sich als äusserst gefährlich. Die Strassenoberfläche ist zum Teil uneben, so dass nur Wagen mit guter Strassenlage etwas auszurichten vermochten. Am Freitag war diei Strecke wegen der Morgenkühle noch feucht vom Tau und dadurch sehr glitschig. Die Fahrer erzielten deshalb keine bemerkenswerten Zeiten. Wimille fuhr überhaupt nicht. Lehoux (Maserati) und Chiron brachten es auf 5 Min. 17 Sek. und Brivio, als 2. Vertreter der Scuderia Ferrari (Alfa Romeo), auf 5 Min. 28 Sek. Ganz bedeutend bessere Zeiten wurden am Samstag vormittag erreicht. Wimille kam bis auf 4 Min. 53^ Sek. (Std.-Mittel 99 km/St.), Chiron und Brivio erzielten 4 Min. 59% Sek. resp. 5 Min. % S. Ruesch verfügte über den neuen Maserati 6 Zylinder, mit dem Nuvolari in Modena und Neapel gewann, und etablierte die Zeit von 5 Min. 20 Sek. %. Das Rennen der Tourenwagen. Am Samstag nachmittag folgte das von 14 Konkurrenten bestrittene Rennen für Tourenwagen. Ein zahlreiches Publikum wohnte den interessanten Kämpfen bei, die sich bei strahlendem Sonnenwetter abspielten. Nach der ersten Runde lag Trevoux mit seinem grossen Hotchkiss an der Spitze, gefolgt von Jacquin auf Delahaye, Perrot auf Delahaye, Sommer auf Hotchkiss und Pellegrint auf Ford. Nur eine Runde später hatte sich Perrot an die Spitze geschoben. Mit einem Vorsprun? von 49 Sek. passierte er die Tribüjen. In den folgenden Runden vermochte er seinen Abstand noch weiter zu vergrössern. In der 7. Runde erzielte dann Trevoux das Rekordmittel von 88,5 km/St. Die Ausfälle folgten sich ziemlich rasch aufeinander. Perrot konnte bis zum Schluss nicht behindert werden und ging mit einem Vorsprung von 1 Min. 21 Sek. vor Trevoux durchs Ziel. Insgesamt fielen 50% aller Konkurrenten aus, ein Ergebnis, das angesichts der überaus schwierigen Rundstrecke nicht überrascht. Alle Organe der Maschinen wurden einer sehr starken Beanspruchung unterzogen. In Klassen eingeteilt, ergibt sich in der Gruppe bis 2000 ccm ein Sieg von Faure auf Chenard-Walker und in der kleinsten Klasse, bis 1500 ccm, von de Malglaive (Triumph). Der Grosse Preis von Algier. Der Konkurrenz der Rennwagen am Nachmittag ging am Vormittag ein Rennen der Motorräder voraus. Das Hauptinteresse konzentrierte sich jedoch von vorneherein auf die Nachmittagsveranstaltung. Das Publikum war in grossen Massen erschienen und lagerte sich vor allem in dichten Scharen auf den Anhöhen links und rechts der Zielanlage. Die Sonne strahlte mit sommerlicher Wärme über der Rundstrecke von Bouzareah. Kurz vor dem Start der grossen Wagen erklärte der Italiener Farina noch forfait, so dass sich die Zahl der Konkurrenten auf 13 verminderte. Zu Ehren des in Pescara tödlich verunglückten Guy Moll wurde noch eine Minute des Schweigens eingeschaltet. Dann folgte sofort der Start zum Rennen, das, wie schon erwähnt, in zwei Läufe über je 120 km zerfiel. Chiron wagte mit seinem Alfa Romeo sofort einen Vorstoss und sah sich zu Beginn des Rennens an der Spitze. Der schnelle Bugatti von Wimille rückte jedoch rasch vor und bald fand er sich vor dem italienischen Wagen. In überlegener Weise gewann Wimille den ersten Vorlauf vor Brivio auf Alfa Romeo und Straight auf Maserati. Chiron war ziemlich stark zurückgefallen. Beim zweiten Vorlauf vermochte sich Wimille nochmals durchzusetzen, und auch Chi- ron behauptete sich diesmal erfolgreich. Der Schweizer Ruesch hatte sich im ersten Rennen sehr gut geschlagen und kam auf den 6. Platz; leider wurde er beim zweiten Lauf vom Pech ereilt, so dass er ausscheiden musste. Das Qesamtklassement ergab einen unbestrittenen Sieg von Wimille vor Chiron auf Alfa Romeo. Das Ergebnis ist überaus bemerkenswert; das letzte Rennen der Saison ist für Bugatti zu einem prächtigen Erfolg Die Resultate: Rundstreckenrennen der Tourenwagen: Klasse 5000 ccm: 1. Albert Perrot (Delahaye), 2 Std. 21 Min. 3O 4 /s Sek. (Std.-Mittel 85,8 km/St., beste Zeit des Tages). 2. R. Trevoux (Hotchkiss), 2 Std. 22 Min. 31 Sek. 3. Pollegrini (Ford). •4. Pastoriano (iBallot). Klasse 2000 ccm: 1. Faure (Chenard-Walker), 2 Std. 57 Min. 1 Sek. (SW.-Mittel 68,6 km/St.). 2. Vanoni (Citroen). ' Klasse bis 1500 ccm: 1. de Malglaive (Triumph), 2 Std. 47 Min. 4 Sek. (Std.-Mittel 72,7 km/St.). Grosser Preis von Algier (Gesamtklassement). 1. Wimille (Bugatti), 2 Std. 27 Min. 43,8 Sek. 2. Chirön (Alfa Romeo), 2 Std. 33 Min. 21,4 Sek. 3. Soffietti (Maserati), 2 St mit Menschen, die nicht mehr im ehrlichen Kampfe miteinander um den Sieg ringen, sondern die je nach Bedarf und Notwendigkeit als Verfolger, Verteidiger und Rückendeckung eingesetzt werden, als unsportlich verurteilt. Man betont, dass es der Fahrer unwürdig sei, sie maschinenmässig nach blossen Instruktionen von höherer Stelle aus konkurrieren zu lassen. Man warnt in Deutschland davor, den Mannschaftssport zu übertreiben, der nur die Mittelmässigkeit hebt und die Leistungen des Durchschnittssportmannes verbessert. Die ganz grossen Leistungen würden, was auch durchaus richtig ist, von einzelnen Persönichkeiten vollbracht, deren Entfaltung gehemmt werde, wenn sie in einer Mafinschaft untergehen. Diese « Gleichschaltung » scheint also keinen Gefallen zu finden; dass das ausgerechnet im heutigen Deutschland geschieht, ist einigermassen bemerkenswert. Man weist ferner darauf hin, dass es bedeuend idealer und für das Land ehrender sei, zwei unabhängig um den Sieg ringende Gruppen zu besitzen. £•»«»••# an cl«*» Schweiz Das nationale Rundstreckenrennen 1935 auf gutem Wege. Wir haben kürzlich die Mitteilung gebracht, dass in Kreisen der Oranisatoren des Grand Prix in Bern allen Ernstes die Frage erwogen wird, nächstes Jahr auf dem idealen Bremgarten-Circuit auch ein nationales Rundstreckenrennen zur Durchführung zu bringen. Die Sportkommission der Sektion Bern des A. C. S. hat nun anässlich der Aufstellung des Sportprogrammes für 1935 in einer Sitzung der letzten Woche beschlossen, den Sektionsvorstand zu ersuchen, für den Schweiz. Sportkalender 1935 ein nationales Rundstreckenrennen für Sportund Rennwagen auf der Bremgartenstrecke orzuschlagen. Als Termin kommt der Vorbend des Grossen Preises der Schweiz in 'rage. Selbstverständlich würden zu diesem kennen ausschliesslich schweizerische Faher zugelassen.