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E_1935_Zeitung_Nr.010

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N°10 Jfopdreissig Jahren (Aus der «Automobil-Revue» 1906.) Die Tarea Florio 1906. «Der Name von Graf V. Florio, der das sizilia- Tiische Rennen arrangiert, garantiert dafür, dass die Targa Florio sportlich etwas ganz Hervorragendes sein wird. Die Schwierigkeiten des Rennens sind nicht zu unterschätzen, besonders die schwer zu nehmenden Serpentinen und die kurz gebogenen Kurven werden grosse Kaltblütigkeit und Geschicklichkeit von Seiten des Fahrers verlangen. Die Fahrstrecke ist etwa 160 km lang, und die Konkurrenten müssen sie dreimal durchfahren. Das Rennen ist nur für Tourenwagen offen, deren Chassis nicht über 20 000 Fr. kostet. Von einer Marke dürfen nicht mehr als sechs Wagen gemeldet werden. Das Chassis der Wagen von 15- bis 20 000 Fr. darf bis 1300 kg, das der Wagen unter 15 000 Fr. nur 1000 kg wiegen. Für das Rennen hat Graf Florio 20 000 Fr. gestiftet. Insgesamt stehen 50 000 Fr. als Geldpreise zur Verfügung, Die Beteiligung dürfte eine recht lebhafte werden. Die Firma de Dietrich hat bereits drei Wagen gemeldet, welche von Duray, Rougier und Gabriel gesteuert werden. Auch die französischen Marken Serpollet, Berliet, Aries, Radia, Motobloc und Muesset werden sich neben den italienischen Firmen Itala, Fiat, Florentina und Rapid beteiligen. Palermo dürfte daher im Mai der Sammelplatz werden für den europäischen Automobilismus. Nicht nur die bedeutendsten Rennfahrer, sondern auch die bekanntesten und berühmtesten Sportkreise werden sich dort ein Rendezvous geben.» Automobilistische Strafurteile. Aus einem grösseren Artikel eines Zürcher Juristen: «Vor kurzem brachte die Tagespresse ein Referat über einen Ehrverletzungsprozess, den der in den weitesten Automobilkreisen bekannte Herr Baron von Sulzer-Wart gegen einen gewissen E. Schaffner geführt hat. Gegenstand der Klage waren eine Reihe von injuriösen Wendungen, die der Angeklagte gegenüber den Insassen des Automobils von Herrn Baron Sulzer anlässlich einer Durchfahrt durch Bachenbülach am 11. September 1905 gebraucht hatte. Das Bezirksgericht B'ülach verurteilte den Täter zu einer Geldstrafe von 40 Fr., zur Tragung der Gerichtskosten im Betrage von Fr. 66 35, sowie zu einer Entschädigung von 50 Franken .. . Weniger erfreulich ist das drakonische Urteil, "welches das Bezirksgericht March (Kanton Schwyz) in seiner Sitzung vom 12. Februar 1906 gegenüber einem am Polytechnikum in Zürich studierenden Spanier, Herrn D. gefällt hat. Der betreffende Herr ist am Pfingstsonntag 1905 in Begleitung einiger Freunde in etwas zu raschem Tempo von Tuggea nach Wangen gefahren. Da der Boden zufolge Regens schlüpfrig war, derapierte der Wagen und stürzte mit den Insassen in den Seitengraben, wo er liegen blieb. Herr D. und seine Gefährten kamen mit heiler 'Haut davon, dagegen entstand ein nicht unbedeutender Schaden am Wagen selbst. Selbstredend war die heilige Hermandad bald zur Stelle und nahm Herrn D., der die geforderte grössere Bardeposition nicht leisten konnte, die goldene Uhr -und Kette *b. In der Folgezeit erhielt Herr D. ein« Busse von Fr. 200.— wegen Uebertretung der Konkordatsbestimmungen im Automobilverkehr, sowie 'Störung -der Sonntagsruhe! Herr D. verlangte darauf gerichtliche Beurteilung der Bussenverfügung, indem er auch vor Gericht, wie übrigens schon in der Untersuchung, offen zugestand, daes gesetzlich zulässige Mass überschritten zu haben und lediglich um Reduktion der verlangten Maximalbusse auf ein den konkreten Verhältnissen angemessenes Mass ersuchte. Die Verteidigung ging im wesentlichen davon aus. daes in der menschenleeren Strasse (Sonntag früh vor 8 Uhr) keine Passanten gefährdet wurden, dass der Unfall auf freier Strecke passierte, auf welcher der Angeklagte 30 km/St, fahren durfte, ein Tempo, wie das in Frage kommende 40—45 km somit keinem bedeutenden Schnelligkeitsexzess insolviere, dass der Unfall lediglich zufolge Derapierens auf der schlüpfrigen 'Strasse passiert sei und dass endlich Herr D. noch nie eine Busse wegen zu raschen Fahrens erhalten habe. Aus all diesen Gründen rechtfertigt es sich, eine wesentliche Reduktion der verlangten Maximalbusse eintreten zu lassen, und dies um so mehr, als auch die Klageerhebung wegen Störung der Sonntagsruhe fallen gelassen worden sei. Trotz alledera bestätigte das Gericht die Busse, und zwar laut dem dem Angeklagten zugestellten schriftlichen Urteil mit folgender lakonischen Begründung: < Das Konkordat über den Motorwagenverkehr Tom 13. Juli 1904 gestattet beim Durchfahren von Städten, Dörfern oder Weiler nur eine Fahrgeschwindigkeit von höchstens 10 km pro Stunde, und im Flachland im Maximum eine solche von 30 km. Durch eine ganze Reihe unanfechtbarer Zeugen und der Automobilinsassen selbst ist unzweifelhaft dargetan, dass der Beklagte mit fraglichem Motorwagen mit einer Schnelligkeit von mindesten« 40—45 km durch stark bewohnte Landesgegenden fuhr, ohne im geringsten auch nur Rücksicht auf das Leben der Mitfahrenden, sowohl als der zur Zeit die '3tras6e Passierenden zu nehmen... > Oeffnune der Simplonstrasse. «Die Simplonstrasse wird dem Automobilverkehr "freigegeben! Bei dem Schweiz. Automobil-Club lief ein Schreiben der Regierung des Kantons Wallis ein, worin angezeigt ist, dass nicht nur dafürgesorgt würde, dass gewisse polizeiliche Missbräuche sich im Laufe des kommenden Sommers nicht wiederholen, sondern dass auch -die Simplonstrasse dem Automobilverkehr wieder geöffnet wird, sobald die Postlinie der Eidg. Post durch den Tunnel geführt werden kann, was zweifelsohne vom Mai an der Fall sein wird. » «Die Kreutzer-Sonate» als Film. In Paris wird Tolstois berühmtes Werk «Die Kreutzer-Sonate» verfilmt. Hierbei sollen niusikalische Motive aus Werken von Beethoven, Schumann und Tschaikowsky verwendet werden. Ein neuer Anna Sten-Film. Im Frühjahr wird in Hollywood mit den Anfnahmen zu dem neuen Anna Sten-Film «Hochzeitsnacht» beginnen. Der Partner der Russin iflt Gary Cooper. Für eine Rolle in diesem Film wurde auch Hedi Schoop, die Schwester der bekannten Tänzerin Trudy Schoop, verpflichtet. Die Musik •chreibt Friedrich Holländer. Oskar Wildes «Idealer Gatte». Eine Berliner Firma wird Oskar Wildes «Ein idealer Gatte» verfilmen. Das Manuskript verfasst Thea von Harbou; die weibliche Hauptrolle erhält Sybille Schmitz. Die Kreuzzüge als Filmsujet. Cecil B. de Mille stellt für die Paramount einen neuen historischen Film her, der die mittelalterlichen Kreuzzüge zum Thema hat. Loretta Young wird die Rolle der Berengaria, der Gattin des Königs Richard Löwenherz darstellen, den König selber spielt Henry Wilcoxon. «Herrin der Welt» als Tonfilm. Der in mehreren Fortsetzungen erschienene Stummfilm «Herrin der Welt» wird von einer Prager-Wiener-Produzentengesellschaft als Tonfilm neu hergestellt. Ein neues Farbfilmverfahren. In «inigen Wochen wird der Londoner Film- Fachpreese ein neuer Farbenfilm vorgeführt werden. Das neue Verfahren «Härmocolor» wird gegenüber andern Methoden grosse Einsparungen bringen und nur 30 big 40% mehr kosten als die gewöhnlichen Schwarz-Weiss-Filme. Ein neuer Erik Charell-Film. Der bekannte Film-Regisseur Erik ChareTl, der Schöpfer von «Der Kongress tanzt» gestaltete «ein Werk 4er englischen Fox-Produktion « Hochzeitsnacht» nach einer ungarischen Novelle. Das Drehbuch schrieb Robert Liebmann und die Musik Werner R. Heymann. Die Hauptrollen haben Charles Boyer und Annabella inne. Ein neuer Jannlrrgs-Film. .Tannins« ist für die Hauptrolle des Filmes «Fuhrmann Henschel» engagiert worden, der nach •dem Werk Gerhard Hauptmanns gedreht wird. Katharina Hepburn — der neue Weltstar. Die berühmte amerikanische Film-Schauspielerin Katharina Hepburn, hält nun auch in Europa Einzug. Sie tritt in den zwei Filmen «Morgenrot des Ruhms» und «The little Woman» auf. Emil Ludwig, Führer Europas. Nach der Natur gezeichnet Querido-Verlag, Amsterdam. 1934. 328 Seiten. In seinem neuesten Buche tritt Emil Ludwig wie gewohnt als fruchtbarer und brillanter Journalist an Persönlichkeiten der politischen Bühne heran. Zeit: unmittelbare Gegenwart mit allen ihren politisch-sozialen Problemen. Personen: neun Staatsmänner, eingeteilt in zwei Kategorien. Die Diener des Volkes: Nansen, Masaryk, Briand, Rathenau, Motta. Im zweiten Teil: Herren des Volkes: Lloyd George, Venizelos, Mussolini und Stalin. Er nennt seine biographischen Skizzen nach der Natur gezeichnet und hält es mit Goethe: •« Ein bedeutendes Individuum weiss uns immer von sich einzunehmen, und wenn wir seine Vorzüge anerkennen, so lassen wir das, was wir an ihm problematisch finden, auf sich beruhen. » .Wer üher Emil Ludwigs temperamentvolle fleissige Feder verfügt, lässt es nicht bei blossen biographischen Essays bewenden. Nein: er nimmt selbstverständlich Stellung zu « Entschuldigung — besetzt. » . Verkäufer. «Sehen Sie, wenn Sie den kleinen Trick mal los haben, ist das Einsteigen eine ganz einfache Sache!» , wichtigsten Gegenwartsfragen. Aus der Zeit, für die Zeit. Das ist sein gutes Recht. So wird auch die Auswahl der Persönlichkeiten, die er für bedeutend genug hält, als Führer zu gelten, zur Kritik. « Mein Umgang mit den dargestellten Männern war freilieh von verschiedener Länge: Masaryk, Mussolini, Rathenau habe ich in ausgedehnten, systematischen Gesprächen studiert, die andern gelegentlich an verschiedenen Punkten ihrer Laufbahn. Stalin ist der einzige, den ich nur einmal sprach. » Aber gerade hier wird seine Schilderung am dramatischsten und erreicht hier ihre höchste Höhe. Emil Ludwigs Bücher tragen immer ein umfangreiches Tatsachenmaterial zusammen. So hat der Leser die Möglichkeit, sich selber ein Bild dieser Individualitäten zu verschaffen. Das Buch vermittelt in flottem Stil eine Kenntnis der Persönlichkeiten, die das Schicksal der Gegenwart bestimmten und noch bestimmen und versucht darüber hinaus einen Damm aufzurichten gegen die heute alles überschwemmenden Tendenzen der Nivellierung. Die Photos der Führer Europas sind dem Buche beigefügt. G. "f '- , . hilft sicher bei allen Erkältungserscheinungen: Kopfweh, Fieber, Rheuma. 12 Tabletten Fr. 1.80 Guter Lesestoff ür die Jugend! Es war nie leicht, die erlebnishungrige und von Tatendrang erfüllte Jugend mit passendem Lesestoff zu versorgen. Die vor unsern Augen aufwachsende Generation läuft zudem noch Gefahr, vor lauter Sport und Beschäftigung mit technischen Problemen den Sinn für das stille Walten menschlicher Güte, für Aufopferung und Freundestreue verkümmern zu lassen. Unsere Sammlung „Schweizer Jugendschriften" enthält eine reiche Auswahl von Reiseschilderungen, Darstellungen der Sitten und Gebräuche fremder Gegenden, Erzählungen aus Gegenwart und Vergangenheit, die, den Schätzen der Weltliteratur entnommen, Herz und Geist der jungen Leser mit guten Bildern erfüllen und sie anspornen, auch dem eigenen Leben die Richtung auf ein hohes Ziel zu geben. In allen Buchhandlungen wird man Ihnen gern ein Verzeichnis der einzelnen Schriftchen vorlegen, die mit ihren 32—48 Seiten in 4farbigem Umschlag und mehreren Schwarzzeichnungen nur 20 Rp. kosten. Von Jugendämtern und Erziehungsdepartementen warm empfohlen. /^ Verlag Hallwag Bern Abt. Schweiz. Jugendschnften Mit dem Automobil zum Skisport! Konstruktion und Beschaffenheit der heutigen Automobilmarken ausnützend, fährt der sporttreibende Automobilist zum Standort seiner Sportausübung mit seinem Wagen, um dort — hundert andere ebenso praktisch denkende Fahrer anzutreffen. Soviel Wagen, soviel Fragen nach Rang und Stand! Man vergesse deshalb nicht, den neuen Automobilkalender, in dessen technischem Teil man die Vorbereitungsmassnahmen für grosse Winterfahrten studierte, mitzunehmen. So einfach und sicher lösen sich an Ort und Stelle an Hand der Wagennummern auch alle Besitzerfragen im neuen Nummernverzeichnis. Das Buch kann bei jeder Buchhandlung, bei jedem Clubsekretariat oder bei unseren Geschäftsstellen zum Preise von Fr. 7.50 bezogen werden, es wird auf Wunsch auch direkt (per Nachnahme) zugestellt. VERLAG AUTOMOBIL-REVUE ZÜRICH Löwenstrasse 51 BERN GENF Breitenrainstr. 97 7,ruedelaConf£d£ration zuverlässig, angenehm, unschädlich 4 W Packung Fr. 2.-, 10 er Packung Fr. 4.50. Verkauf in allen Apotheken. Prospekt-Versand gratis und diskret durch die Generalvertretung für die Schweiz: Hempel — Zürich 25 — Tel. 72.527 Betrachten Sie einmal Ihre Geschäftspapierer Briefbogen, Besuchskarten usw. Entsprechen sie noch dem, was man von einer Firma wie der Ihrigen er« wartet? Wenn nicht, lassen Sie sich doch gleich unser« Muster zeigen. — Immer werden Sie von uns geeignete Vorschlage bekommen. Buchdruck Offsetdruck er.» u*Ai>VAtrrAfttnA Drucksachen Druck, Clichös und Verlas: HALLWAG A.-G., Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

No 10 - 1935 AUTOMQBIL-REVm t% Tedh Frage 9312. Erhitzen von Oel. Ich bin gewohnt, das Oel vor dem Einfüllen in das Kurbelgehäuse auf einer Gasflamme zu erwärmen, damit es dann flüssiger wird und im Einfüllstutzen des Kurbelgehäuses, der mit einem Sieb versehen ist, rascher abläuft. Wäre es nun möglich, dass das Oel durch die Erhitzung Schaden nehmen könnte? J. K. in B. Antwort: Eine Schädigung des Oels ist bei den verhältnismässig niedrigen Temperaturen, die Sie vernünftigerweise-anwenden, nicht zu-befürchten, at Fragt 9313. Reinigung der Batterieelektroden. Womit werden die Elektroden der Akkumulatorenbatterie am besten von den Korrosionsprodukten gereinigt? Wie kann man die Anfressung der gereinigten Elektroden durch die Säuredämpfe verhindert? K. S. in B. Antwort: Die Reinigung: korrodierter Batterieelektroden geschieht am einfachsten mit Sodawasserlösung (eine Handvoll Soda auf 1 Liter Wasser), indem man die Elektroden mit dieser Lösung abbürstet Um einer neuen Korrosion vorzubeugen, kann man eines der dafür im Handel befindlichen Spezialpräparate verwenden. Im Notfall genügt aber auch ein Ueberzug der Elektroden mit Vaselin oder Konsistenzfett. ' at. Frage 9314. Einfrieren der Batterie. Wie verhält es sich mit der Gefahr, dass die Akkumulatorenbatterie eines Automobils im Winter gefriert? Wie kann man sich eventuell dagegen schützen? Was kann man dagegen tun, dasa die Batterie in kaltem Zustand den Anlasser nicht mehr genügend Strom zum Anwerfen des Motors zu liefern vermag? K. G. in 0. Antwort: Die Säure gefriert um so leichter, je tiefer die Batterie entladen und je niedriger daher das spezifische Gewicht ist. Gefrorene Säure macht die Akkumulatorenbatterie zur Stromabgabe unbrauchbar. Bei einer voll geladenen Batterie, also bei einem spezifischen Gewicht der Säure von 1,285. liegt der Gefrierpunkt etwa bei 60 Grad G unter Null. Hieraus ist ersichtlich, dass auch im Winter die Säure nicht gefrieren kann, wenn man die Batterie-stets im gut geladenen Zustande erhält Ėine gut geladene Batterie -wird auch bei einer Säuretemperatur von zirka 12 Grad C unter Null noch in der Lage sein, den Anlasser zu betätigen, während bei halb entladener Batterie die Anlassmöglichkeit oft schon bei 4 Grad C über Null in Frage gestellt ist. Erfahrungsgemäß kühlt sich selbst bei kaltem Wetter die in der Batterie befindliche Säure nur ganz allmählich ab. so dass die im Betrieb befindliche Batterie infolge der Wärmeentwicklung beim Stromdurchgang stets eine höhere Säuretemperatur aufweist, als die Aussentemperatur ausmacht. Für die Batterie ist es von Vorteil, wenn besonders im Winter "für genügende Aufladung gesorgt wird und der Wagen in temperiertem Raum untergebracht wird. . + Anfrage 486. Hund als Verkehrshindernis. Im Scheinwerferlicht erkannte ich eine Person auf der linken, einen Hund auf der rechten Strassenseite. Wie deutlich-an den Handbewegungen zu erkennen war, wurde das Tier auf die andere Seite gelockt, also über "die Strasse hinüber. Da. der Hund «Eber nicht gehorchte, sondern in meiner Fahrbahn stehen blieb, Wurde die Strasse blockiert. Die Folge davon war, dass ich bremsen musste, was ein 'Schleudern des Wagens bewirkte, wodurch mir ein Schaden, nach vorläufiger Schätzung, von Fr. 350.— erwuchs. Wer hat für die Unfallfolgen aufzukommen? 0. H. in B. Antwort: Nach Art. 56 O.-R. haftet der Tierhalter für den Schaden, den das Tier verursacht, es sei denn, er könne nachweisen, dass er in der Beaufsichtigung desselben alle nach den Umständen gebotene Sorgfalt angewendet habe. In Ihrem Falle wird dem ..Halter des Hundes dieser Entlastungsbeweis wahrscheinlich nicht gelingen. Wenn Sie also nachweisen können, dass der Hund plötzlich mitten auf der Strasse stehen blieb, so dass Sie nicht mehr ausweichen konnten, wird Ihnen der Halter des Hundes den erlittenen Schaden mindestens teilweise ersetzen müssen. Allerdings werden Sie sich voraussichtlich einen gewissen Abzug gefallen lassen müssen. Nach Art. 25 M. F. G. muss der Lenker eines Motorfahrzeuges seine Geschwindigkeit stets dem Zustand der Strasse und dem Verkehr anpassen, und er muss sein Fahrzeug ständig beherrschen. Die Tatsache, dass Ihr Wagen ins Schleudern geriet, lässt nun aber darauf schliessen, dass Sie mit Rücksicht auf die gegebenen Umstände eben doch etwas zu rasch gefahren sind, so dass Sie am Unfall ein gewisses Mitverschulden trifft. * HEu tikel gestatten wir uns die nachfolgenden Bemerkungen: Die neue Ausgabe der Reisekarte der Rhä.tischen Bahn verzeigt unter anderem: 1. Im Kartenbild: a) die markierten Bergpässe und Saumwege und b) die Wanderwege abseits der Autos'trassen. 2. Auf der Rückseite im Text: a) die markierten Bergpässe und Saumwege, Markierung: weissrot-weiss und b) die Wanderwege abseits der Autosträssen, Markierung: Orange (Strich —). Der Verkehrsverein für Graubünden hat nun sein Propa^andabureau schon vor einigen Jahren beauftragt, dafür zu sorgen, dass im Verein mit den zuständigen Interessenten (Verkehrs-, Kur- und Hotel-Vereine, Gemeinden, Kreis-behörden, Privaten usw.) die bisherige Markierung, soweit vorhanden, aufgefrischt und wo nicht vorhanden, aufgetragen werden solle. In beiden Fällen unter Anbringung der .benötigten Wegweiser und Wegweisertafejn.' .Soweit erforderlich, sollen auch dio Wege instand gestellt und gefahrlos passierbar gemacht werden. - • t Der Kantonale Verein liefert auf eigene Kosten: die Farbe und die Malutensilien. "Die Interessenten! haben zu .tragen: die Kosten für die Wegweiser und Wegweisertafeln, sowie der Markierung. Alle diese Arbeiten sind teilweise schon gemacht, teilweise noch rückständig. Letzteres infolge .ungenügenden. Zusammenwirkens zwischen' den Interessenten und dem Propagandabureau und sodann auch infolge ungenügenden Opferwillens und vielleicht auch Mangels an Geldmitteln. Wo» «ich die Notwendigkeit erwies, hat der Kantonalo Verein eine Unterstützung der Interessenten nicht verweigert und die bezüglichen Kosten ganz oder teilweise auf eigene Rechnung genommen. Aus obigem erhellt, dass der vom Einsender erhobene Mahnruf zwar gut gemeint, aber durch, die Verhältnisse bereits überholt ist. Verkehrsverein für Graubünden. " AufomobilwirfsdiaH Geschaffsübernahme. Mit 1. Februar übernimmt Herr 0. Ellenberger die Garage National, Schwarztorstrasse 104, in Bern, auf eigene Rechnung. Herr 0. Ellenberger ist manchem Automobilisten aus seiner früheren Tätigkeit als Chefmechaniker und Garagebesitzer bestens bekannt. Firmenünderung: Amsler & Co., Aktien-Gesellschaft Feuerthalen. Die bisherige Kommanditgesellschaft ist erloschen. Aktiven und Passiven gehen über an die neugegründete Aktiengesellschaft. Ihr Kapital beträgt 110.000 Fr. Zweck der Unternehmung ist die Uebernahme und Weiterführung des bisherigen Unternehmens bestehend u. a. in Fabrikation von Spezialartikeln der Motorrad- und Autobranche, Engros-Handel in Kugellagern. Der Verwaltungsrat bestellt aus Th. W. Amsler, * Kaufmann, als Präsident; Th. Amsler, Kaufmann und W. Amsler, Mechaniker, als Delegierte. Alle drei führen Einzelunterschrift. • Auguste Souvalran, Automobilhandel, Genf. Diese Firma hat Aktiven und Passiven der früheren Einzelfirma Frederic Brochet übernommen, welche erloschen ist. Geschäftsdomizil: Rue de la Sjnagogue. - Meier & Kunz, Automobilhandel, Winterthur. Die frühere Kommanditgesellschaft Emil Meier- Gfcrzner &' Cie. hat sich in eine Kollektiv-Gesellschaft umgewandelt. Gesellschafter sind der bisherige unbeschränkt haftende E. Meler-Gerzner, sowie der bisherige Kommanditär H. Kuns. Das Geschäftslokal wurde nach der Geiselweldstrasse verlegt. Die Firma, erteilt. Einzelprokura an Anna Meier geb. 'Gerzner. • Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Böchl, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. — M. Bolliatr. Telephon der Redaktion: 28 222 (Hallwar) "Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.