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E_1935_Zeitung_Nr.083

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10 AUTOMOBIL-REVUE 1035

10 AUTOMOBIL-REVUE 1035 — W- 83 Grössere Schleudergefahr. Mit der in der gegenwärtigen Jahreszeit wieder besonders oft auftretenden Strassenfeuchtigkeit . nimmt auch die Schleudergefahr wieder beträchtlich zu. Speziell im Stadtverkehr kann sich schon die durch Nebel hervorgerufene Nässe der Strassen verhängnisvoll auswirken. Auf Stampfasphaltstrassen entsteht dann der gefürcht6te unberechenbare Schmierfilm, der die Adhäsion* der Räder bis auf einen Zehntel des normalen Betrages herabmindern kann. Im gleichen Verhältnis, wie der, Adhäsionskoeffizient abnimmt, nimmt in jedem Falle der Bremsweg an Länge zu. Fehlerhafte Abschätzung des notwendigen Bremsweges ist deshalb an der Tagesordnung. Nur durch äusserst sorgfältige Beobachtung des Strassenbelages und gelegentliche Bremsproben kann man sich vor unheilvollen Ueberraschungen schützen. In den Aussenquartieren und auf Ueberlandstrassen ergibt sich eine oft verhängnisvolle Vergrösserung der Schleudergefahr durch das herabfallende und auf dem Strassenbelag ebenfalls zu einem richtigen Schmierfilm zermalmte Laub. Mit / Laub bedeckte Strecken sind deshalb immer mit grösster Vorsicht zu befahren, vor allem, wenn die Strassenoberfläche noch durch Regen oder Nebel durchnässt ist at Einfache Ausführung einer verschiebbaren Werktstattlampe. Viele Fahrer richten sich irgend einen kleinen Raum als Werkstätte ein. Hiebei spielt die Beleuchtungsfrage eine wichtige Rolle, da für alle Arbeiten ein gutes Licht unbedingt nötig ist Da man mit Rücksicht auf das grosse Gewicht der Teile, an denen man arbeitet, nicht immer leicht unter das Licht bringen kann, ist es nötig, das Licht verschiebbar anzuordnen. iHiezu spannt man in der Längsrichtung über die Werkbank oder quer durch den Raum einen Stahldraht, als welchen man am besten eine alte Eine einfache Werkstattlampe, die sich jeder Bastler selbst mit geringen Mitteln herstellen kann. Saite eines Klaviers oder dergleichen verwenden kann. Ueber diese Stahisaite legt man eine Spule, die sich nicht allzuleicht verschieben lassen soll. An dieser Spule wird eine Rolle befestigt. Eine zweite Rolle ordnet man am Ende des Stahlseiles an der Wand an. Ausserdem muss eine dritte Spule mit einem geeigneten Gegengewicht vorhanden sein. Die Gesamtordnung ist in unserem Bilde wiedergegeben. Diese Beleuchtung' lässt sich nur in der Horizontalen verschieben, sondern es ist auch möglich, die Lampe verschieden hoch einzustellen. Für ein gutes Funktionieren dieser Beleuchtungsanlage muss einerseits das Gegengewicht so gewählt werden, dass die Lampen in jeder Lage stehen "bleibt, anderseits darf sich die über den Stahldraht geschobene Spule nicht zu leicht verschieben lassen, damit sich nicht unter Einwickung des Gewichtes von selbst Verschiebungen ergeben. Schmutz zerfrisst die Karosserie. Wochen alter Schmutz an der Karosserie wirft nicht nur ein bedenkliches Licht auf den Reinlichkeitssinn ides Wagenbesitzers, er ist auch die direkte Ursache vieler vorzeitiger Karosserieschäden. In den Winkeln und Fugen liegengebliebener Schmutz wirkt wie ein Schwamm, indem er Feuchtigkeit tagelang festhält. Unerbittlich führt schliesslich die Feuchtigkeit zum Verrosten und zur Zerstörung des benachbarten Materials. Bei der Wagensreinigung ist deshalb nicht zuletzt das Augenmerk darauf zu richten, dass die Fugen und Winkel vom Schmutz befreit werden, -s. Startschwierigkeiten beim Eintritt der kälteren, Witterung sind nicht selten nur auf übermässige Elektrodenabstände der Zündkerzen zurückzuführen. Mit der Zeit brennen auch bei den besten Zündkerzen die Elektroden etwas ab, so dass sich ihr Abstand von selbst vergrössert. Kommt dann noch hinzu, dass der Anlasser denkalien Motor nicht mehr so rasch durchzudrehen vermag wie im Sommer, so kann die Zündung sehr leicht ausbleiben oder doch ungenügend sein. Der normale Abstand der Zündkerzenelektroden 50II 0,4 mm betragen. Er lässt sich mit einer Flachzange in wenigen Minuten durch entsprechendes Biegen der einen Elektrode bei den meisten Zündkerzen ohne grosse Mühe wieder herbeiführen. v -s. de: Fah Ted« «fh H4 tf\oai Schlechter gewordene Federung. Sehr oft liegt eine Verschlechterung der Federurigseigenschaften an der unrichtigen Einstellung der Stossdämpfer. Von Zeit zu Zeit ist nachzusehen, ob der Oelstand der vorgeschriebene ist, und vor allem muss stets das vorgeschriebene Spezialöl für die Stossdämpfer verwendet werden. Andere Oele können Ausscheidungen und Verdickungen bilden, darin bleiben die Ventile im Stossdämpfer hängen und seine Wirksamkeit ist gemindert oder ganz aufgehoben. Die Wagenfedern sind vpn Zeit zu Zeit zu entrosten. Es gibt dazu spezielle Oele und graphitierte Fette, die sehr zu empfehlen sind. Lahmgewordene Federn müssen neu «gesprengt» werden, weil die Federblätter durch die dauernde Beanspruchung an ihrer Pfeilhöhe einbüssen. Durch das « Sprengen » stellt man die ursprüngliche Krümmung der Federn und damit ihre vollständige Arbeitsfähigkeit wieder her. Eine weitere Verbesserungsmöglichkeit der Federwirkung ist durch die Ueberballonreifen gegeben. Diese Reifen mit vergrössertem Querschnitt und verringertem Luftdruck, verbessern und ergänzen die Federung eines Wagens nicht unbeträchtlich. Die Erhaltung von Kupferdichtungen. Die zum Abdichten des Zylinderkopfes hie und da verwendeten massiven Kupferdichtungen neigen wegen der fortwährenden Erhitzung und darauffolgenden Abkühlung leicht zum Hartwerden, was zur Folge hat, dass sie nicht mehr richtig dichten. Es empfiehlt sich deshalb, die Kupferdichtung gelegentlich bis zur Rotglut zu erhitzen und dann .in kaltem Wasser « abzuschrecken ». Dodurch bewirkt man, dass das Kupfer stets weich bleibt und gut abdichtet. + Festsitzende Schlitzschrauben lassen sich oft mit Leichtigkeit lösen, indem man an der. Klinge des Schraubenziehers einen Engländer ansetzt, mit welchem man dann die Drehbewegung zu vollführen sucht. Während die eine Hand am Engländer angreift, bleibt die andere frei, um den Druck auf den Schraubenziehergriff auszuüben, der erforderlich ist, um ein Ausgleiten der Schraubenzieherschneide zu verhindern. at Daslcussaonx^dtte Stromlinie « unten ». Eine herzhafte Zustimmung dem mutigen J. R; in A., der in der € Automobil-Revue» Nr. 77, Seite 4, unter diesem Titel für die stromlinienförmige Verkleidung der Wagenunterseite eine Lanze bricht — wenn man in diesem Falle so sagen kann. Es bedarf eigentlich gar keines Beweises, dass eine glatte Verschalung der Wagenunterseite gerade bei Stromlinienwagen unbedingt notwendig ist, und zwar nicht nur wegen der bequemen Reinigung'. Die «... glänzende Verschalung hört mit einer wüsten Kante jählings auf», schreibt J. R. Keiner der heute schon zahlreichen anerkennenden Hinweise auf den Stromlinienwagen hat diesen Mangel je schärfer und besser gekennzeichnet. Diese «wüste Kante», an der die Stromlinienherrlichkeit aufhört, verhindert unter allen Umständen, dass der «Stromlinienwagen», der sie besitzt, die mit der Stromlinien-Formgebung des Aufbaus verbundenen Vorteile wirklich erreicht. In Nr. 76 des laufenden Jahrgangs der «Automobil-Revue» (S. 8) habe ich durch zwei Skizzen die grundsätzlichen Unterschiede veranschaulicht, die zwischen der Luftströmung am Stromlinienwagen einerseits und am Kasten- und Pseudo-Stromlinienwagen anderseits bestehen. Schon eine flüchtige Betrachtung dieser* nach Strömungsaufnahmen gezeichneten Bilder zeigt, dass das Uebel tatsächlich von den Kanten ausgeht. Ich wiederhole: Die Kante ist die Ursache des hohen Luftwiderstandes, der Staubansammlung, der Verschmutzung — allerdings nicht nur jene Kante, mit der die Stromlinienherrlichkeit endet, sondern die Kante überhaupt, die Kante, die umströmt werden muss, die Kante, hinter der die Strömung abreisst, an de* Wirbel entstehen. Daher, um mit Herrn J. R. in A. zu sprechen: Auf, ihr Herren Konstrukteure, Kampf jeder Kante an der Autokarosserie. Nur eine einzige, hat Berechtigung, die am Heck des Wagens, die sanft gerundet in die Bodenverschalung übergeht Es sei mir hier noch die Bemerkung erlaubt, dass alle von mir entworfenen Stromlinienwagen, selbst die ersten aus den Jahren 1921/23, durchweg nicht nur die den korrekt geformten Stromlinienwagen kennzeichnenden sanft gerundeten Ueberganz zwischen den Wandflächen des Aufbaus und der Unterseite aufweisen, sondern auch eine glatt verschalte Unterseite besitzen. P. Jaray. Handel u. Industrie Eine neue Schweizer Batterie. Seit sechs Wochen ist in Gläne bei Freiburg ein neues schweizerisches Unternehmen mit der Fabrikation von Akkumulatorenbatterien beschäftigt. Seine Begründer sind die Herren E. und L. Bäriswil, deren 35jährige Erfahrung im Akkumulatorenbau alle Gewähr für Hochwertigkeit des neuen Schweizer Produktes gibt. Die von ihnen herausgebrachte « Elba »-Batterie hat auch schon ,seit der kurzen Zeit ihres Herauskomr mens viel Anklang gefunden. Sie wird in den verschiedensten Typen für Personenwagen, Lastwagen und Motorräder hergestellt, hat Platten von 3,2 mm Dicke und doppelte Separatoren aus Ebonit und Holz. Die reichliche Bemessung aller wesentlichen Teile verbürgt gleichzeitig lange Lebensdauer, hohe Leistungsfähigkeit und Unempfindlichkeit gegenüber den im Motorfahrzeug nie vermeidbaren Stössen. «P Antwort 9544. DKW oder BMW? Zuschrift weitergeleitet. Red. Antwort 9598. Erfahrungen mit Rohölvergaser. Zuschrift weitergeleitet Red. II. Antwort 9534. Kühlerreinigung. Ich danke Ihnen für Ihre ausführliche Antwort, welche ich mir bestens habe dienen lassen. Nach einer nochmaligen Kühlerreinigung, einer besseren Einstellung der Zündung und einer gründlichen Reinigung des Auspufftopfes habe ich an warmen Tagen eine nennenswerte Besserung in der Erwärmung des Motors (konstatiert. Die Temperaturdifferenz am Kühler scheint jetzt auch normal zu sein. C. M. in B. Frage 9597. Erfahrungen mit Vertex-Magnet. Besitzer von 6- und 8-Zylinder-Personenwagen, die vor 2—3 Jahren des kürzlich in diese einen Vertex montiert haben, sind gebeten, mitzuteilen, ob der VerteX seit seinem Einbau ausnahmslos, einwandfrei funktioniert. R. in G. Frage 9600. Lötwasser. Welches ist die Zusammensetzung des Lötwassers? H. K. in F. Anfrage 347. Schaustellerwagen. Fragesteller ist Schausteller und besitzt einen Traktor mit Fahrbewilligung pro 1935, womit er seine eigenen Antwort- Lötwasser besteht aus Salzsäure, welche mit Zinkstückchen solange beschickt wird, bis sie nicht mehr aufkocht und die dann noch mit der Hälfte Wasser verdünnt wird. at. Frage 9598. Erfahrungen mit Rohölvergaser. Wer kann aus Erfahrung mitteilen, wie teuer sich der Verbrauch mit Rohölvergaser stellt? Hat die Verwendung eines solchen eine nachteilige Wirkung in bezug auf den Verschleiss des Benzinmotors? Gibt es Schwierigkeiten beim Anlassen, etwa in kalter Jahreszeit? Entwickelt der Motor die gleiche Kraft wie mit Benzin? Wirkt sich die Verwendung eines Rohölvergasers nachteilig aus hinsichtlich Verrussen und Verölen der Kerzen und Verbrennen der Ventile? Welches ist die einfachste Bedienung eines Benzinmotors mjt eingebautem Rohölvergaser? Ist der Einbau eines solchen wirklich zu empfehlen? Gibt es verschiedene inländische Fabrikate von Rohölvergasern und worin unterscheiden sie sich? Welche Firmen liefern Rohölvergaser? W. T. in B. Frage 9601. Antriebsübersetzungsverhältnis. Was versteht man unter dem Antriebsübersetzungsverhältnis eines Wagens? Im Prospekt meines Wagens ist zu lesen, dass dieses Verhältnis im direkten Gang 5 :1 beträgt. Hat die grössere Bereifung damit etwas EU tun? K. S. in J. A n t w o T t: Das Antriebsübersetzungsverhältnis ist durch ä das Verhältnis der Zähnezahlen des Kegelradantriebes in der Hinterachse bestimmt." Ein Antriebsübersetzungsverhältnis von 5:1 kommt beispielsweise dadurch zustande, dass der kleine, mit der Kardanwelle verbundene Antriebskolben neun Zähne und das die Hinterräder antreibende Tellerrad 45 Zähne aufweist. Bei einer Umdrehung der Hinterräder wird dann die Kardanwelle und mit ihr der Motor fünf Umdrehungen machen. Die Grosse der Bereifung spielt dabei keine Rolle, at Frage 9602. Flugmotoren mit hängenden Zylindern. Bei Sportflugzeugen sieht man immer häufiger Motoren mit nach unten hängenden Zylindern und darüberliegender Nockenwelle. Welche Vorteile bietet diese Anordnung? Wären solche umgekehrte Motoren auch bei Automobilen vorteilhafter? Wie geht die Schmierung vor sich, da doch das Oel die Tendenz haben wird, in die Zylinder hineinzulaufen? E. B. in B- Antwort: Der Motor mit hängenden Zylindern ist im Flugzeugbau ausschliesslich wegen seiner günstigeren Einbaumöglichkeit aufgekommen. Dadurch, dass die Kurbelwelle über den Zylindern liegt, lässt sich der Motor niedriger einbauen als bei aufrecht stehenden Zylindern, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Propeller den Boden berührt Der Pilot hat ausserdem über den Motor hinweg freie Sicht, während ihm' sonst durch die Zylinder oft die Aussicht nach vorn versperrt ist. Schliesslich lässt sich ein Motor mit hängenden Zylindern auch leichter aerodynamisch gut verschalen. In einem Automobil brächte dagegen ein solcher umgekehrter Motoreneinbaü nur Nachteile mit sich, wovon als grösster nur die dann sehr hoch liegende Kardanwelle erwähnt sei. Die Schmierung eines Motors mit hängenden Zylindern bereitet keine besonderen Schwierigkeiten und weicht von der normalen Schmierung auch nicht wesentlich ab. Damit die Zylinder nicht zu viel Oel erhalten, muss lediglich das von der Kurbelwelle abgeschleuderte und an den Wänden des Kurbelgehäuses herablaufende Oel in Fangrinnen gesammelt und durch eine Pumpe wieder in einen Vorratsbehälter zurückgedrückt werden. Die durch direkte Sprühwirkung an die Zylinderwände gelangenden Oelmengen sind zu gering, um Störungen verursachen zu können. -at- Frag» 9603. Zündkerzen. In meinem Clubblatt las ich letzthin, dass es möglich sei, unbrauchbar gewordene Zündkerzen wieder verwendbar zu machen, leider aber keine Anleitung, auf welche Weise dies geschehen könnte. Ich besitze mehrere Kerzen mit unbeschädigtem Isolierkörper, die nicht mehr zünden und die ich kurzerhand ersetzt habe. Hätte jemand die Freundlichkeit und würde mir darüber Aufschluss geben, wie ich solche Kerzen wieder gebrauchsfähig machen kann? R. O. in S. Antwort: Wenn eine Zündkerze nicht mehr zündet, obschon äusserlich keine Defekte zu erkennen sind, so ist daran in den meisten Fällen eine Verrussung des Isolators schuld. Der Ausgleich der Zündspannung findet dann nicht zwischen den Elektroden, sondern über den leitenden Russbelag statt und die Bildung eines Fankens unterbleibt Der Russbelag verursacht in der Kerze sozusagen einen Kurzschluss. Will man die Kerze wieder verwendbar machen, so muss der Russbelag entfernt werden, was mehr oder weniger vollkommen dadurch geschehen kann, dass man ihn mit einer Drahtbürste oder dergleichen abkratzt und nachher mit Benzin oder Petrol auswäscht. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt sich auch eine Kontrolle und eventuell Korrektur des Elektrodenabstandes, der 0,4 mm betragen soll. Die Reinigung des Isolators ist besonders einfach in den Fällen, in denen sich; die Zündkerze zerlegen lässt. Hat jedoch die Zündkerze schon lange- im Ge-j brauch gestanden oder ist es nicht möglich, Tjer einer unzerlegbaren Kerze alle Winkel des Isolators gründlich zu reinigen, so wird die Kerze am besten ausgewechselt. Ein oberflächliches Abwischen des; Isolators nützt häufig nichts oder nicht viel, weil sich der Russ mit der Zeit in die Glasur einbrennt und damit, wenn auch keinen vollständigen, so doch einen teilweisen Kurzschluss herbeiführt, der den Zündfunken schwächt und damit den Motor am Entwickeln seiner vollen Leistung hindert. -at- luvest. Schaustellerwagen zu der Bahn, von der Bahn oder auch über Land transportiert. Zu diesem Zweck wurde von der betreffenden Motorfahrzeugkontrolle, welche die Verkehrsbewilligung des Traktors ausstellte, verlangt, es müsse auch für die Schaustellerwagen ein Bewilligungsausweis gelöst werden, welcher dann gegen eine zu zahlende Taxe folgendermassen ausgefertigt wurde: Bewilligungs-Ausweis. Generelle Bewilligung gemäss Bundesratsbeschluss über die Verwendung besonderer Fahrzeuge als Anhänger an schwere Lastwagen und an Traktoren. Zweck: Anhängen von 2 zweiachsigen Schaustellerwagen mit Eisenbereifung, mit Begleitmann^ schaft, angehängt am Traktor, Kontrollschild Nr Gültigkeit bis 31. Dezember 1935. Nun möchte ich anfragen, ob dieser•' Bewilligungsausweis Gültigkeit hat für alle Kantone, indem es ja vorkommen kann, dass man bei einer Ueberlandfahrt oft 3 Kantone berührt und nicht erst in jedem einzelnen Kanton Bewilligung einholen kann, sonst kommt man ja zu spät an Ort' und Stelle. Zudem möchte ich wissen, ob es überhaupt notwendig ist, einen solchen Anhängerausweis für eigene Fuhren zu besitzen. J. A. in B. Antwort: Art. 17, Abs. 3, der Vollziehungsverordnung zum M.F.G. bestimmt, dass Anhänger an Traktoren und Lastwagen mit Luftreifen versehen sein müssen, und dass die kantonalen Behörden für den Nahverkehr Ausnahmen gestatten dürfen. Nun hat der Bundesrat mit einer Verordnung vom 17. Dezember 1934 über die Verwendung, besonderer Fahrzeuge als Anhänger an schwere Lastwagen und Traktoren beschlossen, dass die Kantone die Verwendung besonderer Fahrzeuge,^ wie Baumaschinen, Schaufensterwagen etc., die aus technischen Gründen und der verhältnismässig hohen Kosten wegen nicht den Vorschriften des ei wähnten Artikels der V.V. zum M.F.G., angepassf werden können, als Anhänger an Traktoren und schweren Lastwagen gestatten könne, ohne einen Anhängerausweis auszustellen, oder ein Kontrollschild-, abgeben zu müssen. Im fernem wird ausdrücklich bestimmt, dass die Bewilligung befristet werden kann, und dass sie nur für das Gebiet des betr. Kantons, der ihn ausgestellt hat, gilt, sofern .nicht der Kanton selbst die Bewilligung auf ein" bestimmtes engeres Gebiet beschränkt. Aus diesem Beschluss des Bundesrates ergibt sich, dass die Kantone vollkommen frei sind in der Anwendung dieser vom Bundesrat zugelassenen Ausnahmen. Es würde also den Kantonen das Recht zustehen, die Verwendung von Schaustellerwagen als Anhänger zu verbieten. Die Kantone, sind auch nicht verpflichtet, von der Ausstellung eines Anhängerausweises und eines Kontrollschildes abzusehen, sondern sie sind vielmehr berechtigt,' auf diesen sonst üblichen Fordernissen zu verzichten. Damit ist also die erste Frage dahin entschieden, dass die Erhebung einer besondern Gebühr für diesen Ausweis gegen die Vorschriften des Eidg. Gesetzes nicht verstösst Ebenso ist damit die zweite Frage beantwortet, ob diese Bewilligung nur für den, den Ausweis ausstellenden Kanton gelte, oder nicht vielmehr für andere Kanfone.unä zwar im negativen Sinne, dass nämlich gemässdem ausdrücklichen Text des Bundesratsbeschlusses die Bewilligung nur für den ausstellenden Kan-r ; ton Gültigkeit hat Sie müssen demzufolge, w^nn Sie beim Befahren anderer Kantone nicht eine Busse gewärtigen wollen, entweder bei den betrj- Kantonen von Fall zu Fall eine spezielle Bewilli-" gung oder allgemein eine generelle Bewiligung ein-= verlangen. O Buchevfisch '" " DDAC-Clubbuch. Herausgeber: Der Deutsche: Automobil-Club. Verlag: Motorwelt-Wirtschafts-- und Verlagsgesellschaft G.m.b.H., München 2 NO.' Inhalt und Umfang dieses Clubbuches, das den'. Charakter eines Kalenders hat, sind nach Geboten'- der Nützlichkeit und Handlichkeit geformt. Da« Buch enthält deshalb neben den Angaben über den gegenwärtigen Stand des Aufbaues und Wirkens des DDAC u. a. einen für den täglichen Gebrauch bestimmten « technischen Ratgeber» und ist in bescheidenem Taschenformat gedruckt. Helgl't Taschenbuch der Tanks. Teil II. Neu bearbeitet von O. H. Hacker, R. J. Icks, 0. Merker Und G. P. v. Zezschwitz. J. F. Lehmanns Verlag, München 720 S. Preis RM. 10.—. «Wer die Brandfackel des Krieges erhebt, kann nur das Chaos wünschen.» Gerade in den gegenwärtigen Wochen zeigt es sich aber auch wieder mit aller Deutlichkeit, dass nur der gut gewappnete, Staat vor Ueberfallen sicher ist Auch der Pazi 7^ fist hat heute die Pflicht, die Dinge zu sehen wie!, sie sind. Dazu gehört eine gewisse Mindestkennt-* nis der modernen Kriegswaffen. Auf die kriegswissenschaftliche Bedeutung von Heigl's Taschenbuch der Tanks haben wir bereits bei der Besprechung des ersten Teils dieses Werte hingewiesen. Der Teil n behandelt die Panzerwaffen der Länder A—Z und bildet damit-' die notwendige Ergänzung zum ersten Teil. 334., Abbildungen und 67 Tafeln vervollständigen den. knapp gehaltenen Text. Der II. Hauptteil ist der* Behandlung von Panzerzügen und PanzerdraisU- neu gewidmet SP >eda :j

BERN, DIENSTAG, 15. OKTOBER 1935 III. BLATT DER „AUTOMOBIL-REVUE" No83 Von Richard von Schaukel Scharf schlägt vom Glockenturm die Uhr die sechste Abendstunde. Die Gasse ruht im Dunkel. Nur von einem düstern Schein die Spur schwankt die betrübte Runde. Die schwarzen Bäume ragen leer im Hof, den Schatten hüllen. Der Himmel hat kein Sternlein mehr, ein kalter Hauch schwebt schauernd her, in Schweigen mich zu hüllen. %4 de* Wildnis Von Paul Vetterli Seit etlichen Tagen trieb er sich draussen herum. Hungrig und verkommen sah er aus. Nachts schlich er an die Häuser und Dunghaufen heran — nach Abfällen suchend. Tagsüber trottete er im Walde umher oder drückte sich müde in'den Busch. Immer erweckte sein Gebaren den Eindruck, als quälte .ihn das schlechte Gewissen. Sein krauses, verklebtes Haar, sein graues, über das Gerüst von Knochen und Rippen straff gespanntes Fell, das sich so tief in die Flanken einbuchtete, missfiel. Die Unstetigkeit seines Auges erfüllte mit Argwohn. Als Köter und Streuner galt er — der Hausierer-Hund. Selbst als sein Besitzer noch lebte, erfreute sich « Grau », wie er allgemein hiess, keiner Sympathie. Die Nichtachtung, die man seinem Besitzer entgegenbrachte, traf ebensosehr auch ihn, vielleich eher noch mehr, da — so mütmasste man — er nicht einmal seinem' eigenen Herrn gegenüber die sonst bei Hunden gewohnte Anhänglichkeit und Treue bewies. Diese merkwürdige und offen zur Schau getragene Gleichgültigkeit seiner Gefühle wirkte auf jene, die mit dem Begriffe eines Hundes stets die Vorstellungen von schweifwedelnder Zärtlichkeit und kriechender Unterwürfigkeit verbanden, empörend und abstossend. Es fehlte nicht an Vielwissern, die den Hund als verkapptes Raubtier bezeichneten und allen Ernstes glaubten, dass in seinen Adern «wildes Blut» vorhanden sei. Gerüchtweise ging umher, sein Urahne sei ein leibhaftiger russischer Wolf gewesen, mit dem irgendein Kynologe, um auf diese Weise einen besonders scharfen Gebrauchshund heranzuzüchten, Kreuzungsversuche gemacht habe. So wurde « Grau », gleichgültig ob er im Geschirr stand und die mit allerlei Waren beladene Karre über Land zog, oder frei herumlungerte, stets mit dem Verdacht einer geheimen Zugehörigkeit zur Wildnis belastet. Nur einer vertraute dem Hunde, vertraute ihm ganz — sein Herr. Als Hausierer und Gelegenheitsarbeiter, häufig krank, fristete er ein trauriges Dasein. Ihn verlangte nicht nach Zärtlichkeiten und herzlichen Gefühlsausbrüchen von Seiten seines vierbeinigen Genossen. Nur einen Kameraden wollte er besitzen. Vielleicht brauchte er auch noch einen Helfer für die Bewältigung seiner beruflichen Arbeit. Dafür erwies sich der Vierbeiner ebenfalls als zuverlässig und willig. Darum nannte ihn der Händler — «Treu». Jetzt war sein Herr nicht mehr da — war tot Eines Morgens, als « Treu » wie gewohnt mit dem Fang nach der über den Bettrand herabhängenden Hand stiess, um Herrchen zu wecken, blieb die Hand unbeweglich und kalt Nie mehr sprach die bekannte Stimme zu ihm. Wie lauschten seine Ohren — umsonst. Wie suchten seine Augen umher — vergeblich. Jedem Winkel und Windzug nahm er mit seiner feinen Nase die Witterung ab — um ihn zu entdecken. Er fühlte: Herrchen war nicht mehr da, war weg. Eine weite Ferne hatte sich plötzlich zwischen ihn und seinen Gebieter geschoben. Dann nahmen sich fremde Hände seiner an. An eine Kette wurde er gelegt Futter stellte man ihm hin. Nein, Hunger leiden sollte er nicht — die wenigen Tage, die er noch zu leben hatte. Schliesslich war er ein Geschöpf. Ein Hund! Hat vielleicht allerlei durchgemacht. vSoll ja mehrmals den Besitzer gewechselt haben. Gleich nach dem Tode des Hausierers wurde im Dorfe herumgefragt, ob jemand « Grau » in Besitz nehmen wolle. Wenn nicht, dann würde der Landjäger mit der Beseitigung des Tieres betraut. Letzteres wurde allgemein gutgeheissen. Denn schliesslich handelt es sich ja hier um einen herrenlosen Köter, der, weil von keinem Besitzer beansprucht, keinen Beschützer hat. Stumpf, als wären seine früher so scharfen Sinne im Dahinsiechen abgestumpft, lag « Treu » an der Kette. Es wurde eifrig darüber disputiert, ob der Hund sein bevorstehendes Ende vorauszuahnen vermöge. Sein apathisches Verhalten wurde ebensosehr als Beweis für diese Meinung wie auch dagegen erwähnt. Einig waren sich die Leute erst, als er eines Tages sein Halsband zerriss und Reissaus nahm. Dann bestand kein Zweifel mehr: « Grau » wusste, was ihm bevorstand, darum seine Flucht mit Seit diesem Tage war er verschwunden. Man hörte aber von ihm. Schlimmes; sehr Schlimmes. Bei einem Bauern sprang er nachts durch das halbgeöffnete Küchenfenster, leerte eine Schüssel voll Milch und riss einen Laib Brot in Stücke. Der Einbruch in einen Hühnerhof wurde ebenfalls — ob mit Recht, konnte niemand beweisen — auf sein Konto gesetzt. Eine Katze wurde zerfleischt auf dem Felde gefunden. Mörder, orakelten alle. Als der Hund des Gemeindevorstehers mit blutigen Keulen und aufgeschlitztem Behang von einer Streiferei zurückkam, fiel der Verdacht selbstverständlich nur auf den einen — den Ausreisser. In allen Tonarten wurde über ihn geschimpft Keine Frist hätte man ihm nach dem Ableben des Hausierers schenken sollen, war doch hinreichend bekannt, welche Bestie sich unter diesem grauen Balge barg. Nun war er der Schrecken aller. Eine unheilvolle Veränderung, in wenigen Tagen unter dem gewaltigen Einfluss des Schicksals wachgerufen, hatte sich im Innern dieses Hundes vollzogen. Als hätte das Fernbleiben des einen, der ihm noch gut war, genügt, um ihn den letzten Kontakt mit allen andern Menschen verlieren zu lassen, flüchtete er von dannen. Aus der gewohnten Umgebung von Hütte und Herd rettete er sich in die dunkle Weite der Wälder hinaus. Schneller als irgendeiner seiner Sippe fand er früher Schutz vor Regen und Wind. Ja, aber mitten in der Dickung, vom Wipfel eines Ueberhälters geschützt, fühlte er sich nicht, weniger geborgen. , Der Magen! Der Hunger? Zu bestimmter Zeit, zweimal des Tages, erhielt er ehedem von seinem Meister das nötige Futter. Selten, dass er darbte. Und nun? In der dritten Nacht schlich er zu den Häusern der Menschen und holte sich dort seine Nahrung — Milch und Brot. Aber eine folternde Angst trieb ihn hinweg, ehe er seinen leeren Leib gefüllt. Dann wagte er sich wieder heran, der Finsternis vertrauend, wühlte, da er geschlossene Türen und Fenster fand, in den Dunghaufen herum, hielt sich an Luder und Aas. Da stach ihm die Witterung einer Katze in die Nase. Dem Fuchs ähnlich, der den mummelnden Hasen erpirscht, beschlich er sein Opfer. Als besässe er das Wissen seines Urahnen, des Wolfes, als eignete ihm dessen heute dem A&dcucke. unseees neuen Wie ®ie!B Jacinta Zw. Tlxwaids&rfe&ws UT,T!i eutstZZötutdvtW am Können in Sprung und Griff, erwischte er die flüchtige Mieze und brach ihr das Rückgrat dicht hinter dem Hälfe. Ein paar Bissen schlang er herunter, fast widerwillig. Dieses Erlebnis entschied! Die kurze Hetze hinter der Beute, das glückliche Zufassen, der Dunst des Blutes, das alles wies « Grau » den Weg auf die Wildbahn. Er fasste Vertrauen zu der Schnelligkeit seiner Läufe, zur «Grau» ist der Wucht seines Ansturmes und zur Gewalt seiner Kinnladen. Dadurch war die letzte Beziehung zum Menschen gelöst: ausgetilgt jene Hörigkeit, die mit den Wohlgerüchen des Fressnapfes zusammen in die Hundeseele eingeatmet wurde. Mit geringerer Mühe als sein Vetter in den Tundren verschaffte « Grau » sich seine tägliche Nahrung. Kaninchen, Hasen, Rehe und Hirsche hausten im Wald. Vom ängstlich sich drückenden Kitz weg hetzte er die Ricke, die Mutter. Stumm jagte er auf ihrer Fährte. Ohne Lärm riss er sie nieder. Ueberall wurden Klagen laut. Am meisten bei den Oberförstern. Dahin wurden die Wildverluste gemeldet. Dort wurde aber nicht nur geflucht, sondern auch gehandelt. Mit allen Mitteln, die der Jägerei zu Gebote standen, mit Giftbrocken, Fallen und Schusswaffen, gingen diensteifrige und um ihr Wild besorgte Beamte gegen das Ungeheuer vor. Drück- und Treibjagden wurden abgehalten. Man läppte Dickungen ein, pirschte an den Waldsäumen entlang, setzte sich tagelang sich in seiner neuen Umwelt zurecht. Verborgene Kräfte, geheime, von Generation zu Generation angewölfte Bindungen an jahrtausendferne Tage der Wildnis wurden in ihm Luder und frischgerissenem Wilde an. Uner- auf Blössen und Lichtungen bei hingelegtem lebendig, bereicherten seinen Instinkt und bestimmten sein Handeln. In seinem armen Nächte auf den Hochsitzen um die Ohren. müdliche Jäger schlugen sich die mondhellen Hundegehirn dämmerte die Erkenntnis für Keiner dachte an Ruhe und Schlaf, solange seine Freiheit. dieser graue Teufel wütete. Die Arbeit jahrelanger Hege stand auf dem Spiel. Schussprä- Ja, das Halsband schnürte ihn nicht mehr! Keine Kette klirrte und legte sich mit eiserner Schwere auf seine Läufe. Lag er einmal verbänden für die Erlegung des Würgers iestmien wurden von den Behörden und Jagd- auf einem Strohsack, so ruhte er jetzt im gesetzt. Doch alle Anstrengungen schienen trockenen Altlaub. Vier Wände boten ihm umsonst zu sein. Der Schwendisee bei Wildhaus im oberen Toggen- Burg, dem Geburtsort Zwingiis. Man verstand nicht mehr, wie das zuging. Der Aberglaube etlicher Nimrode wetteiferte mit dem Jägerlatein anderer Weidgenossen, um die geheimnisvollen Hintergründe dieser Geschehnisse in richtige Deutungen zu fassen und so dem Laiengemüte am Biertisch verständlich zu machen. Da heckte ein pfiffiger Kopf noch eine letzte Möglichkeit zur Uebertölpelung des Freibeuters aus. Man suchte in den Räumen des Hausierers nach Kleidungsstücken, nach dem Kittel und den Hosen, den Schuhen und Socken, • die er zuletzt getragen hatte. Das alles wurde zusammengeschnürt in den Wald gebracht. Den ganzen Weg entlang, der den Forst durchschneidet, zog der Kundige die Kleider auf dem Boden hinter sich her, — bis zum versteckten Hochsitz, in dessen Nähe er die Lumpen liegen Hess. Dann setzte sich der Jäger auf seinen Lugaus und wartete, das Gewehr in der Faust Hie und da pfiff er eine kleine Weise, die jedesmal in den Ruf des Pirols ausklang. Diese Töne hatte er zu oft aus dem Munde des Hausierers vernommen, um sie nicht nachahmen zu können. Sollte der Hund vielleicht noch um diese Laute wissen? Gita-düdlio! Weich und einschmeichelnd hallte das Werben der Goldamsel durch den Bestand, als wäre dem Rufer nur um Liebe zu tun. « Grau » döste — .ein Tier* das den Tag verschläft und die Nacht zum Raube wählt. Aber jetzt trieb ihn der Hunger schon vor der Dunkelheit aus dem Lager. Gähnend, die weitgeöffneten Kiefer vorstossend, erhob er sich. Ein behagliches Recken und Strecken des geschmeidigen Körpers. Ein federndes Wiegen der Hinterhand, kurzes, wildes Peitschen mit der Rute — dann setzte er sich in Gang. Von der Schönung wechselte er in das rajime Holz. Ueber den Weg führte sein Pass. Da wurde sein Schritt gehemmt, sein Tritt gebannt. Mitten in der Fährte blieb er stehen und windete. Die Nähe des Wildes, von seiner Nase entdeckt pflegte er so zu vermerken. Jetzt lag eine andere Witterung in der Luft. Gierig sog er sie ein, a*ls wollte er seinem Innern damit Kunde bringen, Botschaft von einem, der plötzlich aus der Ferne zurückgekommen, wieder da war Bebend durchfuhr es seinen Leib. Glanz, wie von innen entzündet, schimmerte aus seinen Augen. Mit tiefer Nase folgte er der Spur, eilig, immer eiliger. Jetzt jubelte es in seinen Lauschern: gita-düdlio-didlio! Sein Herz sprang voran und riss den Körper unaufhaltsam mit, aus aller Wildnis und ihren Gesetzen heraus, hinein ins Verderben! Ein Schrothagel, dem gleich noch einmal Blitz und Blei und Donner folgten, prasselte auf «Grau » herab und warf ihn im Feuer zusammen — dicht vor dem Kleiderbündel. Dieser Hund hiess — « Treu ». so Broschüre KURANSTALT* FOFPRHFIM