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E_1935_Zeitung_Nr.098

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Wiederinbetriebnahme

Wiederinbetriebnahme älterer Fahrzeuge — zur Krisenbekämpfung. Fortsetzung von Seite 1. Auch die uns benachbarten Länder haben Zeiten bitterer Not in der Automobilbranche gekannt. Dort hat sich der Staat der Sache angenommen und Abhilfe geschaffen. Das Mittel hiezu fand man in der Forcierung des Absatzes neuer Wagen, indem man dem fabrikneuen Wagen inländischer Produktion grosse Steuererleichterungen gewährte. Dieser Weg ist für Länder mit einer bedeutenden, und entwikkelten Automobilfabrikation der gegebene. Für die Schweiz treffen die Ueberlegungen, die in den angrenzenden Ländern zur Bevorzugung des neuen Automobils geführt haben, nur in sehr geringem Masse zu, nämlich nur insoweit, als auch die Schweiz eine eigene Automobilindustrie besitzt. Dies trifft zu für den Lastwagenbau, und es ist die Pflicht aller einsichtigen Kreise, die ausserordentlich leistungsfähige und qualitativ hochstehende schweizerische Lastwagenindustrie durch Förderung des Absatzes ihrer Produktion wo immer möglich zu unterstützen. Der Lastwagen bestreitet aber nur einen wenn auch beachtlichen Teil unseres Automobilverkehrs, und eine Begünstigung des fabrikneuen Wagens inländischer Herkunft, wie sie z. B. das neue Verkehrsgesetz des Kantons Schaffhausen vorsieht, wird daher dem schweizerischen Autogewerbe und den damit im Zusammenhang stehenden Erwerbsgruppen keine genügende Hilfe bringen. Es gibt nun aber in der Schweiz eine Unmenge älterer, gefahrener Personenautomobile, insbesondere solche mit verhältnismässig hoher Pferdekraft und hohem Benzinverbrauch, die aus dem Verkehr gezogen sind, trotzdem sie weder in technischer Hinsicht veraltet noch in irgendeiner Weise ungenügend leistungsfähig sind. Das Stilliegen dieser Fahrzeuge ist einzig darauf zurückzuführen, dass es sich für den Halter angesichts der übermässigen für alle Fahrzeuge aller Alter gleichmässigen fiskalischen Belastung einfach nicht lohnt, die notwendigen Instandhaltungsarbeiten vornehmen zu lassen und den verhältnismässig hohen Benzinkonsum zu bestreiten. Die Zahl der hier in Frage kommenden Wagen nimmt ständig zu im Zusammenhang mit der weiter oben geschilderten rückläufigen Tendenz des Automohilverkehrs und im Gefolge des Vordringens des kleinen Wagens. Volkswirtschaftlich betrachtet ist dieser Zustand nicht nur höchst unbefriedigend, er bedeutet sogar einen dauernden grossen Schaden am Volksvermögen. Das gesamte in der Schweiz in Motorfahrzeugen investierte Kapital beläuft sich nach der Zusammenstellung der Schweizerischen Strassenverkehrsliga auf 1130 Millionen Franken, wovon ein ganz erheblicher Teil durch die in der geschilderten Weise stilliegenden Automobile repräsentiert wird. Das ist Volksvermögen, das brachliegt, Tag für Tag an Wert verliert und dem gänzlichen Verderb geweiht ist. In der Tatsache, dass in der Schweiz kein Wagen richtig ausgefahren, sondern nach 2—3 Jahren aus dem Verkehr gezogen wird, liegt, volkswirtschaftlich betrachtet, überdies ein ganz unerhörter Luxus, den unsere Volkswirtschaft heute nicht mehr erträgt. Keines der umliegenden Länder leistet sich einen solchen Luxus, obwohl sie mit Rücksicht auf ihre inländische Automobilindustrie allen Anlass hätten, die alten Fahrzeuge mit allen Mitteln verschwinden zu machen. Wenn in der Schweiz zu einer Belebung des Automobilverkehrs und des Automobilmarktes — hierauf allein kommt es an — und zu einer Erholung der damit im Zusammenhang stehenden Erwerbszweige gelangt werden soll, so muss vor allem hier angesetzt werden. Es muss alles getan werden, um die unzähligen unbenutzt in der Schweiz stehenden, noch verkehrstüchtigen Motorfahrzeuge wiederum in den Verkehr zu bringen. Gelingt dies, so wird als erstes sehr erstrebenswertes Ziel erreicht, dass grosse Beträge an VolksveTmögen unserer Volkswirtschaft als produktive Kapitalanlagen erhalten bleiben, was von um so grösserer Bedeutung ist, je grösser die brachliegenden Investitionen der übrigen Wirtschaft und die unproduktiven Aufwendungen von Bund, Kantonen und Gemeinden sind. Die •wesentliche Auswirkung der Wiedereinstellung älterer Motorfahrzeuge in den Verkehr -wird Naturalien als Zahlungsmittel für Automobile. Im vergangenen Jahr hat ein Automobilhändler in Franklin (USA) zum erstenmal nicht gegen Geldmittel Geschäfte gemacht, sondern im Austausch mit Waren, die er für neue Wagen an Zahlungsstatt entgegennahm. U. a. hat er 1000 Ochsen, 300 Schafe, 10 Pferde, 75 Schweine, etliche Doppelzentner Wolle, Schinken und verschiedene landwirtschaftliche Geräte in Verrechnung genommen. Bobmannschaft aus Autofahrern. Einer der italienischen Bobs, die an den olympischen Bobkonkurrenzen teilnehmen werden, erhält eine sehr interessante Besetzung, indem sich die vier Autorennfahrer Varzi, Taruffi, Graf Trossi und Cortese zu einer Mannschaft zusammentun wollen. Autostrassen in Frankreich. Der «Technische Unterausschuss zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch öffentliche Arbeiten» hat kürzlich eine Tagung unter dem Vorsitz des französischen Arbeitsministers abgehalten und dabei ein Programm gutgeheissen, das den Bau einer Anzahl ausgesprochener Auto-Ausfallstrassen von Paris den. An die Stelle von Arbeitslosigkeit und Not werden Arbeit und Freude, an die Stelle der öffentlichen Unterstützung der ehrlich verdiente Lohn treten. Aber nicht nur das: zur Instandstellung eines einige Zeit stillgelegten Wagens bedarf es auch vielfältigen Materials, Kühler, Kabel, Ersatzteile, Batterien, übrige elektrische Ausrüstung und vieles andere mehr. Alle diese Artikel werden in der Schweiz hergestellt; die Belebung des Autogewerbes wird sich daher auch für die schweizerische Industrie günstig auswirken. Vielfach befindet sich das benötigte Material schon in den Lagern der Fabriken, Händler und übrigen Zulieferer der Automobilbranche. Auch hier würde ohne Tributleistung ans Ausland eine Neuvalorisierung bestehender Warenvorräte eintreten, zum Nutzen der einheimischen Arbeitsbeschaffung und zur Stärkung gefährdeter Steuerpositionen. Nacht zuletzt wird auch der Automobilhändler, der ja vor allem unter dem Altwagenproblem leidet, bei einer Wiedergewinnung desselben für den Verkehr seinen Vorteil finden. Es bedarf keiner weiteren Erörterung, welche ungeheuren Werte in der Schweiz liegen und mit teurem Schweizer Geld bezahlt sind, die unverwendbar und verloren wären, wenn die alten Wagen nicht wieder in den Verkehr eingestellt würden. Die Wiedereinreihung in den Verkehr der vielen stilliegenden Wagen, die Voraussetzung dieser ganzen Belebung des Autogewerbes und der damit im Zusammenhang stehenden Erwerbszweige, kann nur dadurch erreicht werden, dass man dem Automobilhalter wirtschaftlich, ermöglicht, trotz seines durch die schlechte Wirtschaftslage reduzierten Einkommens seinen älteren, verhältnjsmässig hochpferdj^ AUTOMOBIL-REVUE gen Leine, die um ihre rechten Fussknöchel läuft, zusammengebunden. Der finster blikkende Mestize, der mit dem Karabiner im Heck sass, marschiert hinter den stumm zu Boden starrenden Männern, deren flache Gesichter den Typus der Caripunhas tragen, den Caballos zu. « Sehen Sie, wie gut es die Kerle bei mir haben ? Zusammengeknüpft, damit sie sich nicht verirren im Walde, und bewacht, dass ihnen nichts geschehen kann von wilden Tieren ! » grinst Numez, während die beiden andern Curiarias anlegen. Wieder sind's je drei durch Schnüre verknüpfte Indianer. Vollständig nackte Männer mit abnorm langen Armen und vorstehenden Bäuchen. Ihre Gesichter sind urhässlich. Denn sie haben geschlitzte Unterlippen, eine riesige Holzscheibe ist hineingezwängt wie ein Rad in der Bereifung. Diese seltsame Zierde steht waagrecht aus dem Gesicht heraus, hält den Mund teilweise offen. In den Ohrläppchen, die zu gewaltigen « Lappen » wurden, bau-, melt derselbe groteske Schmuck. « Axaraindianer ! » murmelt Henderson, als die sonderbaren Menschen vor ihren Wächtern in die Caballos gehen. Coronel Numez führt uns in die Gebäude. Ein dumpfer, muffiger Geruch schlägt uns entgegen, und als meine Augen s'ch an das Zwielicht gewöhnt haben, sehe ich dicht neben mir an der Tür einen mit Gewehr und Machete bewaffneten Brasilianer stehen. Dann ist da eine grosse flache Grube, halb voll Fruchtschalen und Exkrementen. Dahinter sitzen in Gruppen und Reihen Indianer. Caripunhas, mit platten, traurigen Gesichtern vor sich hinstarrend, und Axaras mit ihren scheusslich veranstalteten Lippen, der ganzen Szene etwas Höllisches* Spukhaftes verleihend. Einige murmeln miteinander, aber die meisten sitzen stumm auf dem rnattenbelegten Fussboden und schauen weder nach links noch nach rechts. An der Bambuswand hängen an Pflöcken die aufgerollten Schnüre, mit denen diese unglücklichen Menschen gleich Tieren angebunden werden, wenn sie « arbeiten ». Grosse Kalebas-' sen voll Wasser stehen längs der einen Seite, und ein Haufen Paranüsse und andere Früchte füllen die leere Ecke aus, vor der die Wacht steht. Numez deutet auf die dreieckigen Nüsse und sagt: «Ich füttere die Kerle gut. Drei regelrechte Mahlzeiten am Tage, das sind sie noch nicht mal in der Freiheit gewohnt. Paranüsse sind ausserordentlich nahrhaft. Und oft genug bekommen sie auch Fleisch!» Ich schüttle mich: «Ist die Sterblichkeit gross ? » Der Alte zwinkert schlau mit den Augen : « Sie meinen Krankheit, Senhor ? Nein, richtig krank ist keiner. Manchmal wird einer von den Krokodilen geholt oder von einer Schlänge gebissen. Neulich haben sich drei in den Stromwirbel gestürzt, und die Dummköpfe sind ertrunken. Santa Maria '. Manchmal stirbt auch einer an Prügeln !» ( istischer nach der Provinz vorsieht. Diese Strossen sollen nach dem Muster der deutschen Autobahnen gebaut werden und weder Niveauübergänge der Eisenbahn noch Kreuzungen mit anderen Strossen aufweisen. Grössere Ansiedelungen sollen umgangen und durch besondere Zufahrtsstrassen mit den Autobahnen verbunden werden. Man hofft mit der Verwirklichung dieses Planes rund 15.000 Arbeiter beschäftigen zu können. Es wurde ein Kreditbegehren für 500 Millionen Fr. als notwendig erachtet. Die Automobil-Weltproduktion. Nach dem Bericht des Völkerbundes betrug die Weltproduktion an Automobilen im Jahre 1934 3,754 Millionen Stück gegen 1,979 Millionen im Jahre 1932 und 6J15 Millionen im Jahre 1929, als die Konjunktur ihren Höhepunkt erreicht hatte. 1934 ist es einzig der deutschen und englischen Automobilerzeugung möglich gewesen, ihre Produktion aus dem Jahre 1929 nicht nur zu egalisieren, sondern sogar noch zu überbieten. Alle übrigen Fabrikationsländer blieben zum Teil sehr beträchtlich hinter diesen Ergebnissen zurück. gen Wagen weiterzufahren. Hierfür gibt es nun einen Weg, nämlich den der Begünstigung des älteren Automobils bei der Besteuerung, etwa in der Weise, dass für einen Wagen, der fünf Jahre im Verkehr gestanden hat, keine Steuer mehr entrichtet werden muss, -wobei gleich darauf hingewiesen sei, dass damit eine Kategorie von Automobilen der Steuer enthoben würde, die heute zum grossen Teil überhaupt nicht mehr gefahren wird. Diese Entlastung des Automobilhalters nach der Steuerseite hin erst ermöglicht ihm, die mit dem Aelterwerden eines Wagens verbundenen notwendigen Instandsetzungsarbeiten vornehmen zu lassen und den Wagen im Betrieb zu behalten; dfese Steuererleichterung ermöglicht ihm auch, einen verhältnismässig hohen Benzinkonsum auf sich zu nehmen. Solange dagegen der Automobilist, unabhängig vom Alter seines Wagens, die volle Automobilsteuer bezahlen muss, wird er sieh nicht dazu entschliessen können, dazu noch die Auslagen für die nötige Instandhaltung seines Wagens auf sich zu nehmen. Er wird auf den Gebrauch seines Fahrzeuges verzichten oder, wo dies nicht möglich' ist, zum neuen, billigen Kleinwagen greifen, zusammen mit äusserster Betriebseinschränkung. Mit andern Worten, die eingangs geschilderte Notlage im Automobilgewerbe dauert fort und wird über kurz oder lang zur Katastrophe führen. Wir halten dafür, dass der Staat, und zwar Bund und Kantone, die ja mit Krisenmassnahmen zugunsten anderer Erwerbszweige auch nicht gekargt haben, dieser Sachlage Rechnung tragen müssen und auch Rechnung tragen werden, um so mehr, als von der vorgeschlagenen Begünstigung des älteren Automobils eine wesentliche Verringerung der Einnahmen aus der fiskalischen Belastung des Automobilverkehrs — Automobil- und Benzinsteuer zusammen — nicht zu erwarten ist. Notwendig wird allerdings sein, dass sämtliche Erwerbsgruppen der Automobilbranche, wie auch die interessierte Industrie, zusammenstehen, um den Behörden die Notwendigkeit einer Neuordnung des Automobilsteuerwesens darzulegen. Schweizerische Rundschau Das Budget der S.B.B. In einer seiner letzten Sitzungen befasste sich der Nationalrat u.a. auch mit dem Sorgenkind der gesamten schweizerischen Volkswirtschaft, mit dem Bundesbahnproblem. Es war nicht uninteressant, festzustellen, wie die Frage der Bundesbahnsanierung je nach der politischen Einstellung der Redner verschiedenartig beurteilt wird. Der Freiburger Aebi machte auf allerlei Mißstände aufmerksam; so z.B. auf den ungenügenden Fahrplan, welcher der Entwicklung des Automobilverkehrs geradezu Vorschub geleistet hat, eine Ansicht, die wir in unsern Spalten des öftern vertreten haben, die aber immer und immer wieder bemängelt wurde. Joss (Bern) sieht im Umstand, dass keine wirklich positiven Sanierungsvorschläge gemacht werden, eine viel grössere Beunruhigung als die aus der misslichen Lage der S.B.B, resultierende. Mit Recht wies dieser Redner darauf hin, dass Er zuckt die Achseln, führt uns in das nächste Caballo. Das gleiche Bild! Nur eine Frau ist dabei, ein kleines schmutziggelbes Wesen mit einem rachitischen Knäblein neben sich. Das dritte Caballo nimmt uns auf. Es ist das grösste, wohl an die hundert Meter lang, ist zu drei Vierteln voller in Blätter gewikkelten Kautschuklumpen, Paranüsse und Kisten. Aber an der Tür ist ein viereckiger Platz freigelassen. Zwei Pfähle sind hier eingerammt und daran hängen, halb zusammengebrochen, nur durch die um das Holz laufenden Bastfesseln gehalten, zwei nackte braune Gestalten. Rücken und Oberarme sind mit dunklen Striemen bedeckt, stellenweise platzte die Haut, geronnenes Blut und frische rote Rinnsale bieten einen furchtbaren Anblick. «Warum zeigen Sie uns Dinge, die wir leider schon öfter sahen?» brüllte ich den Coronel an. «Still, still, Senhor! Die Burschen waren rebellisch, und Strafe muss sein. Mein Juan versteht die Sache sehr gut, und die Haut dieser Indianer heilt schnell. Santa Maria! wissen Sie, dass ich gütig bin?» sprudelte der Alte. «Gütig?> entfährt mir, und er lacht: «Sie sagten vorhin, dass Sie schon verschiedene fliegende Plantagen im Sertao betreten haben. Wissen Sie, wie man da die Indianer bestraft? Man hängt sie an den Füssen auf, bis...» Henderson ergänzt: «...bis sie der Gehirnschlag tötet. Warum erzählen Sie das, FREITAG, 6. DEZEMBER 1935 — N° $»8 aber die Belebung des Automobilmarktes sedn. Gelingt diese, so -werden die gähnende Leere und erschreckende Stille in den Reparaturwerkstätten vorüber sein; Reparaturwerkstätten, Karossiers, Spritzwerke. Spengler, Sattler usw. werden mit der Betriebsfertigmaehung der wieder zu Ehren gezogenen Wagen Beschäftigung und Verdienst findie eigentliche Reorganisation beim Bundesrat liege, wobei eine durchgreifende Neuordnung nur durch Neuregelung der einschlägigen Verkehrsgesetze möglich sei. Von gleicher Seite wurde die Einführung weiterer Leichtmotorwagen gefordert. Der Zürcher Wüthrich vertrat die Auffassung, man sei nicht mit der nötigen Energie hinter die Verwaltungs- und betriebstechnische Reorganisation gegangen, sondern habe Gutachten auf Gutachten ausarbeiten lassen, ohne diesen aber in der Tat und Wahrheit nachzuleben, eine Auffassung, die ebenfalls sehr viel Wahres für sich hat. In einem übersichtlichen Referat legte deC Chef des Eisenbahndepartementes den Standpunkt des Bundesrates betreffend dem S.B.B.- Problem dar. Danach sollen für das nächste Jahr Anträge in Aussicht gestellt sein, die einen grossen Schritt zur Sanierung und Reorganisation bilden dürften. Unter den Wiederaufrichtungsmassnahmen der Bundesbahnen befindet sich auch das Postulat der Gleichstellung von Schiene und Strasse, indem jedes der beiden neuzeitlichen Transportmittel sich der Aufgabe widmen soll, die es besser und billiger erfüllen kann, als das andere. Wir sind durchaus mit dieser Forderung einverstanden. Man mache aber einmal ernst damit und lasse nicht die Schulden der S.B.B, wöchentlich um rund eine Million Franken anwachsen. Zuviel kostbare Zeit ist seit Verwerfung des Verkehrsteilungsgesetzes verloren gegangen. Hoffentlich hat man im Bundeshaus nach dem 5. Mai 1935 eingesehen, dass eine weitere Ausdehnung monopolistischer Tendenzen auf den Strassenverkehr vom Volk zum vorneherein verworfen wird, mag sich die Eisenbahnergewerkschaft noch so stark für diese Lösung einsetzen, et. Sttanen Der Stand der Alpenstrassen. Wie der T. C. S. mitteilt, sind, ausgenommen der Brünig, sämtliche Alpenstrassen der deutschen Schweiz infolge Neuschnee gesperrt. An der Offenhaltung des Julier und Maloja wird gearbeitet und die beiden Paßstrassen werden bei Erscheinen dieser Zeilen wahrscheinlich wieder für den Verkehr geöffnet sein. In der Westschweiz sind nun neben den bisher schon gesperrten Strassen infolge der letzten Schneefälle auch noch folgende Strassenzüge für den Automobilverkehr gesperrt: Vue des Alpes, Marchairuz, Mollendruz, St. Cergue, Jaun, Pillon, Mosses, Strass© nach Leysin, Forclaz, Morgins. Mit Ketten passierbar sind: Die Strasse im Val de Travers, die Strasse Fleurier - Ste. Croix, die Strassen im Greyerzerland, Col de la Faucille. Im übrigen empfiehlt sich, das Mitnehmen der Ketten im ganzen Gebiet der Schweiz. In Frankreich sind der Col de la Croix-Haute im Verlauf der Winter-Route und der Col des Bayard noch ohne Ketten fahrbar mit Ketten fahrbar. Der Mont Genevre ist Zum Autotunnel durch den Simplon, Der am 30. November 1935 in Genf zu seiner ordentlichen Sitzung versammelte Verwaltungsrat des T.C.S., hat vom Plane der Umgestaltung einer Galerie des Simplon zu einem Autotunnel Kenntnis genommen. In Erwägung, dass der T.C.S. diesen wichtigen, Plan von Anfang an gefördert hat, dass dessen Verwirklichung für den nationalen und internationalen Tourismus von grösster Bedeutung sein würde, spricht der Verwaltunesrat den Wunsch aus, dass die zuständigen Behörden und die nationalen Verkehrsverbände die Studien betreffend den Ausbau einer Autostrasse durch den Simplon in weitestem Masse unterstützen möchten. (Mitg.) Eint Strasse nach Verbier im Wallis. Der aufstrebende Wintersportplatz Verbier im Wallis wird 1 in der kommenden Saison bedeutend leichter zu erreichen und auch dem Automobilisten, der mit seinem Wagen ins Sportweekend oder zu den Wintersportferien fährt, zugänglich sein. Die Strasse, die kürzlich fertiggestellt wurde, bleibt den ganzen Winter über für den Verkehr offen. svz. Senhor?» Der Coronel lacht wie ein Irrer: «Weil ich... weil ich euch Gringos ärgern will, hihi!» Der Amerikaner zuckt die Achseln: «Wir werden jetzt unsere Curiaria besteigen. Und wenn Sie uns Hindernisse in den Weg legen, so schätze ich, dann schiesse ich Ihnen ein Loch in Ihren verehrten Bauch. Denke, dass dies'ne glorreich gute Absicht wäre, Senhor!» «Auch jetzt?» lacht der Brasilianer und deutet auf den Eingang, wo auf einmal fünf Männer mit Winchesterflinten in den Händen stehen. Voll seinen Triumph auskostend, kichert der Alte: «Noch etwas müssen Sie sehen, Senhores!» Er geht voran, hinter uns folgen die fünf. Wir sind im Freien nun, schreiten durch das glatte Gras, und plötzlich bleibe ich stehen, halte Henderson krampfhaft zurück. Denn vor mir ragen ein paar Schultern und ein Kopf mit einem Knebel im Mund aus dem Grase. Der übrige Körper ist unter losen Erdschichten verborgen. Uebelkeit wallt «n mir hoch, mein Magen will sich umdrehen, ich rülpse wie ein Betrunkener, und meine Augen schauen gebannt auf diesen armen Toten, der da in einem wimmelnden Ameisenhaufen sitzt. Und wie sieht er aus! Oh, das ist unbeschreiblich! Ein grotesker, furchtbarer Hohn auf Gottes Ebenbild! (Fortsetzung Seite 5.)

N° 98 — FREITAG, 6. DEZEMBER 1935 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Mercedes-Benz rüstet schon wieder. Probefahrten auf der Monza-Bahn. Eben ist die diesjährige Rennperiode abgelaufen — noch trennen uns Monate von dem Beginn der neuen Saison, und schon wird wieder vorbereitet, geprobt und trainiert. Der nimmermüde technische Berater und Betreuer des Stuttgarter Rennstalles, Obering. Neubauer, ist mit seiner auserlesenen 1936er Mannschaft zu Beginn dieser Woche nach dem Süden gefahren, um auf der Rennbahn von Monza einige Probeläufe von Stapel zu lassen. In seiner Begleitung befinden sich die offiziell als Vetragspartner gemeldeten Rennfahrer Caracciola, von Brauchitsch und Chiron, sowie der Ersätzmann Lang. Doch auch Fagioli scheint mit von der Partie' zu sein. Wenigstens wird seine Anwesenheit in Monza bekanntgegeben. So mag es denn seine Richtigkeit haben mit der von uns in der letzten Nummer der «A.-R.» unter Vorbehalt wiedergegebenen Nachricht, wonach Fagioli die Beziehungen zu Mercedes-Benz doch nicht endgültig abgebrochen habe. Immerhin ist eine definitive Bestätigung eines abgeschlossenen Engagements noch nicht eingetroffen. Die Mannschaft ist mit drei Rennwagen in Monza angerückt. Natürlich geht es wie immer sehr geheimnisvoll zu und her, und wenn mal da und dort ein gerissener Pressemann sich dem liebenswürdigen Herrn Neubauer zu nahen und ihn zu bitten wagt, etwas «aus der Schule » zu plaudern, so braucht er seinen Stift nicht gar zu oft zu zücken. Denn Neubauer äst; wohl in der Konversation beinahe unerschöpflich, wenn es sich aber um Informationen über seine Rennorganisation .andelt, so geht ihm der Gesprächsstoff rasch aus. Unter den drei nach Monza überführten Rennmaschinen findet sich vorab jenes neue Modell, das seinerzeit vor den Grossen Preisen der Schweiz und von Italien anlässlich der Trainingsfahrten die ersten Runden absolvierte. Es handelt sich dabei um ein etwas gedrungenes, aber sehr schnittiges Gefährt. Wir haben seinerzeit darauf hingewiesen, dass dieses neue Modell mit dem gleichen Achtzylinder-Reihenmotor ausgerüstet ist, wobei für die Kraftübertragung sowie die Federung durchaus die gleichen Anordnungen beibehalten bleiben. Da jedoch der Motor mit Neigung nach hinten eingebaut ist, konnte auch die Kardanwelle tiefergelegt werden, wodurch man auch den übrigen Aufbau niedriger halten konnte. So ist beispielsweise der Fahrersitz zirka 5 cm tiefer gelegen, und auch der Hauptbrennstofftank befindet sich näher dem Boden als bei den früheren Mo- '.ellen. Diese Aenderung ermöglicht eine schlankere Linienführung der Karosserie und wird sich auch durch eine noch bessere Strassenhaltung auswirken. Wie aus den Mitteilungen des Rennleiters hervorgeht, kann damit gerechnet werden, dass das neue Modell am Grossen Preis von Monaco zum erstenmal eingesetzt wird. Die Probeläufe werden auf der 6900 Meter langen Strecke gefahren, auf'welcher im vergangenen September der Grosse Preis von Italien zum Austrag kam. Als die Equipe in Monza eintraf, konnten die Fahrten nicht programmgemäss aufgenommen werden, da die ganze Bahn über und über mit abgefallenen Blättern bedeckt war. Doch ein Mann wie Neubauer wusste rasch einen Ausweg zu finden. Er richtete aus einem gewöhnlichen Tourenauto eine Art Strassenkehrmaschine her, an welcher mindestens zehn Besen befestigt waren. Mit dieser «Neukonstruktion » würden etliche Runden gedreht und so die Strecke gesäubert» Caracciola nahm als Erster das Training auf. Er fuhr abwechslungsweise die beiden Modelle und legte im ganzen etwa 20 Runden zurück. Auch Lang und Fagioli fuhren je etwa zehn Runden, und Louis Chiron nahm ebenfalls Platz in der neuen Maschine, die ihm für die nächste Saison anvertraut wird v . Da er sich an den neuen Wagen begreiflicherweise erst gewöhnen muss, durchlief er die [Runden eher in verhaltenem Tempo. Am Mittwoch wurden die Versuche auf der Rennstrecke wieder aufgenommen. Gleich zu Beginn konnte die äusserst erfreuliche Tatsache registriert werden, dass Chiron, der Neuling am Mercedes-Benz- Steuer, seine am Vortage gemachten Erfahrungen bereits wertvoll verwenden konnte, gelang es ihm doch, die einzelnen Runden in immer rascherem Tempo zu fahren und im Laufe des Tages mit 3 Min. 2 Sek. und 2 Min. und 59 Sek. Zeiten aufzustellen, die sehr beachtenswert sind und vom « nächstjährigen » Chiron Bestes erwarten lassen. Auch Lang machte einige Läufe. Seine beste Zeit, das Maximum des Tages überhaupt, wurde mit 2 Min. 57 Sek. angegeben. Als Vergleich diene der von Nuvolari auf Alfa Romeo am letzten Grossen Preis gefahrene Rundenrekord von 2 Min. 49 4/5 Sek. Chiron und Lang absolvierten diese Probefahrten wieder mit dem von den früheren Rennen her bekannten Wagentyp, während die neue Konstruktion gar nicht aufgeführt wurde. Offenbar sind die Mechaniker bereits mit einigen Abänderungen beschäftigt. Caracciola und Fagioli fuhren nicht, verfolgten jedoch die Versuche ihrer Kollegen eifrig. Wie verlautet, wird auch die Auto-Union auf der Piste von Monza Probefahrten, absolvieren und das Training aufnehmen, sobald Mercedes-Benz seine Versuchsfahrten beendigt hat. Fy. CaraccJoIa geht nach Übersee. Der Spitzenfahrer der Mercedesmannschaft wird sieh demnächst nach den.Vereinigten Staaten einschiffen. Die Reise erfolge aber durchaus privat. Auf alle Fälle werde er keinen Rennwagen mit hinübernehmen. Jedenfalls will sich Caracciola an Ört und Stelle einmal über den amerikanischen Autorennsport informieren und die dortigen Verhältnisse genau studieren. Bekanntlich hat er schon verschiedentlich Einladungen erhalten, um an den wichtigsten Rennveranstaltungen Amerikas teilzunehmen. Auf Grund der gemachten Beobachtungen während seiner Informationsreise wird dann Caracciola am ehesten darüber entscheiden können, ob eine Beteiligung europäischer und vorab deutscher Rennwagen an überseeischen Rennen in Frage kommt oder nicht. Erhöhte Renntätigkeit der Engländer. Die englische Marke Riley wird auch im kommenden Rennjahre wieder eine bedeutende Aktivität entwickeln. Sie wird sich an fast sämtlichen grossen Rennen beteiligen, die für ihre Maschinen in Frage kommen und stellt in Aussicht, dass ihre Maschinen bedeutend rascher sein werden denn je. Die Engländer werden sich überhaupt für die nächstjährigen Rennen in vermehrtem Masse interessieren. Wie wir erfahren, sind sowohl für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans, als auch für den Grossen Preis von Frankreich für Sportwagen bereits mehrere Mannschaften zusammengestellt und auch für die Tourist-Trophy sind entsprechende Vorbereitungen in die Wege geleitet. Es scheint, dass in der nächsten Saison weit mehr Engländer an den kontinentalen Rennen teilnehmen werden, als dies bis heute der Fall war. Eine neue E. R. A.-Equipe. Die beiden britischen E. R. A.-Fahrer Pat Fairfield und Cyril Paul werden sich im kommenden Jahr zu einer Equipe zusammenschliessen (Scuderia Fairpaül). Sie beabsichtigen, die meisten englischen Rennen mit zwei i500-ccm-Maschinen zu bestreiten, die, wenn nötig, mit einem 1100-ccm-Ersatzmotor ausgerüstet werden können. Sie hoffen, am Kleinwagen-Rennen in Monte Carlo mit Erfolg zu debütieren und werden voraussichtlich an einer ganzen Reihe von kontinentalen Veranstaltungen teilnehmen. Eine vermehrte sportliche Tätigkeit scheint für 1936 in Frankreich auf dem Gebiete der Serienwagen zur Tatsache zu werden. Grosse Anstrengungen wird vor allem die Marke Delahaye machen, die bereits zwei bekannte Fahrer, nämlich Perrot und Albert Divo, verpflichtet hat. Ein dritter Fahrer soll noch zugezogen werden. Die gleichen Absichten wie Pelahaye hegt übrigens auch Tälbot. Von dieser Fabrik soll ein Fahrer von Rang mit der Bildung einer betraut worden sein. Fabrikmannschaft Der Brennstoff an der X. Mille Miglia. Bekanntlich,, haben italienische Sportkreise seinerzeit den massgebenden Instanzen den Vorschlag unterbreitet, ,dass an der am 5. April 1936 stattfindenden Jubiläums-Mille Miglia nur italienischer Brennstoff zu verwenden sei. Dieser Antrag findet einen durchwegs günstigen Widerhall in allen interessierten Kreisen. Es soll nun den an den kommenden italienischen Rennen und ganz besonders an der Mille :Miglia teilnehmenden Konkurrenten ohne weiteres zur Pflicht gemacht werden, den « Robur »-Brennstoff zu fahren. Robur ist eine Mischung, die zu 48% aus Benzin und zu 52% aus Alkohol besteht, wobei letzterer wiederum aus 5 Teilen Methylalkohol und. aus 8 Teilen Ethylalkohol zusammengesetzt ist. Frankreich und der Rennsport. Die Krise im französischen Automobil-Rennsport beschäftigt die Presse immer und immer wieder. Dennoch ist man der. festen Ueberzeugung, dass ein zu grosser Pessimismus in bezug auf die Zukunft noch nicht gerechtfertigt ist. Dabei wird auf die Tatsache hingewiesen, dass vor einigen Jahren auch Deutschland ähnlich darniederlag. Die deutsche Automobilindustrie nahm einen durchaus untergeordneten Rang ein und die Ausfuhrziffern gingen beständig zurück. In Anbetracht der früher errungenen Erfolge machte sie aber alle möglichen Anstrengungen, um den verlorenen Platz zurückzuerobern. Die staatliche Unterstützung der neuen Regierung brachte mit einem Schlage die nötigen Mittel, mit deren Hilfe an einen Wiederaufbau geschritten werden konnte, der vollauf geglückt ist. Dies wirkte sich auch rein geschäftlich aus. Die deutsche Automobil- Industrie vermochte ihren einstigen guten Ruf aufs neue zu festigen und den Export wiederum zu fördern. Die Franzosen stellen fest, dass das, was Deutschland möglich' war, schliesslich auch für Frankreich erreichbar sein sollte. Es wird deshalb die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die in Frankreich in Durchführung begriffene Sammlung zugunsten eines neuen Rennwagens im Hinblick auf das [Sportliche Prestige, das auch für die französische Automobil-Industrie von grösster Wichtigkeit istj ä einen"vollen Erfolg aufweisen möge. BASEL BERN u. SOLOTHURN Luzarn u. Innerschweiz Albert Suter & Co., Basel C. Schäfer, Bern MUIler & Co., Luzern Automobil-Material Elektro - Service Garages National u. 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Telephon 44.766 Telephon 68.824 Telephon 31.223 Telephon 978.502 Telephon 8.88 Telephon 910.675 Telephon 400 Telephon 22.333 Unser Motorfahrzeug-Aussenhandel im Monat Oktober 1935. Leichte Zunahme der Ausfuhr. — Weiterer Rückgang der Einfuhr. In der 10. Berichtsperiode des laufenden Jahres umfasst der schweizerische Motorfahrzeug-Aussenhandel 657 (718) zollstatistische Einheiten im Gewichte von 1,03 (1,05) Mill. kg und im Werte von 3,36 (3,37) Mill. Fr. Dem Minderumsatz von 61 Einheiten entspricht wertmässig somit nur ein Rückgang von 11 090 fr. Zusammen mit den Zubehörteilen stellt sich die Einfuhr auf 632 (695) Einheiten im Werte von 1,88 (2,33) Mill. Fr. Importmässig steht also dem einheitsmässigen Rückgang von 63 Stück wertmässig eine Mindereinfuhr von 443 866 Fr. gegenüber. Im Berichtsabschnitt sind an fertigkarossierten Automobilen und Chassis 612 Wagen eingeführt worden, gegenüber 651 in der entsprechenden Periode des Vorjahres. Als Lieferanten kamen in Betracht Deutschland mit 240 (155), die Vereinigten Staaten von Amerika mit 130 (225), Italien mit 84 (70), Grossbritannien mit 81 (87), Frankreich mit 70 (111), Oesterreich mit 5 (2) und die Tschechoslowakei mit 2 (0) Motorfahrzeugen. Der vorjährige Oktoberimport umfasste noch einen aus Japan eingeführten Wagen. Was die deutsche Einfuhr anbetrifft, so ist darauf hinzuweisen, dass 61 Wagen noch während des Vormonats importiert, hingegen dem Oktober-Ausweis gutgeschrieben wurden. Im weiteren figurieren unter obigen Ziffern vier wiedereingeführte Wagen, nachdem sie seinerzeit zwecks Vornahme von Reparaturen ausgeführt worden waren. Auf der Ausfuhrseite wird eine Zunahme von 23 auf 25 zollstatistische Einheiten ausgewiesen im Werte von 1,47 (1,04) Mill. Fr. Wertmässig schliesst das Oktober-Exportergebnis um 432 776 Fr. günstiger ab als im Vorjahr. Die verschiedenen Zollkategorien* sind prozentual am Ein- und Ausfuhrgeschäft während des Monats Oktober laut nachfolgender Zusammenstellung beteiligt: 1 0.14 0.06 0.40 1.04 Folgende Tabelle orientiert über die Herkunft der verschiedenen zollstatistisch erfassten Einfuhrkategorien: Deutschland Oesterreich Frankreich 3R153 Belgien Einfuhr Ausfuhr 1935 1934 1935 1934 a 1.60 2.65 0.65 2.88 b 0.05 0.05 0.07 0,05 c 16.98 14.86 0.02 0.25 d 34.92 29.73 0.03 2.04 e 20.33 26.73 0.77 1.11 f ,21.71 21.66 69.54 55.97 g 019 0.56 0.04 — h 0.002 0.002 — — i 0.43 0.15 0.003 0.02 k 3.64 3.72 28.47 36.64 Niederlande a 1 b o 1 ) 97 d a )lll e 8 ) 24 i*) 8 S i k 1 a d 4 f 1 k a d e a c d e f g 1 a f kf k Stück 2 64 6 Q ks 3.39 1.00 666.95 1105.17 364.97 264.81 647 73 47.11 47 1.78 633.68 90.79 48.54 31 3.19 25 19 42 3831 1.987 113.955 20.947 35.579 114 4.269 305 286 77.675 78.808 19.086 32.908 265 3.420 276 1.371 6.324 826 231 230 10 302.62 373.99 44.63 65.27 62 3.96 10 2.23 22.06 1.14 Wert in Fr. 3.376 403 160.895 285.378 75.682 176.615 295 45 245 43.866 1.730 Totaf 748.530 19 228 39.00 13.000 40.20 19.382 1 18 32.628 177.156 212.724 8.521 240 *) Liste der Zollkategorien. a) Motor-Zwei- und Dreiräder, ohne Lederübsrzug (Position 913 a); b) Motor-Zwei- und Dreiräder, mit Lederüberzug (Pos. 913 b); c) Automobile und Chassis im Stfickgewioht unter 800 kg (Pos. 914 a); d) Automobile und Chassis im Stückgewicht zwischen 800 und 1200 kg (Pos. 914 b); e) Automobile und Chassis im Stückgewicht zwischen 1200 und 1600 kg (Pos. 914); f) Automobile und Chassis im Stückgewicbt über 1600 kg (Pos. 914 d); g) Karosserien aller Art für Automobile (Position 914 e); h) Elektrokarren (Pos. 914 s); i) Traktoren ohne Karosserie (Pos. 914 g); k) Elektrische Apparate zum Anlassen, zur Zündung, zur Beleuchtung und Fahrsicherung für Motorfahrzeuge und Fahrräder; Scheibenwischer und andere Apparate, sowie Teile von solchen (Pos. 924 c); 1) Kilometerzähler für Motorfahrzeuge (Position 924 d); (Zubehörteile der einzelnen Kategorien inbegriffen.)