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E_1936_Zeitung_Nr.082

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12 Automobil-Revue —

12 Automobil-Revue — N° 82 ®ec bekehxtc Autofciftd Humoreske von Ludwig Nagy. «Ach, diese vielen Autos!» murrte der arme Mann, der für ein mageres Gehalt von früh bis abends in einem Bureau schrieb, « was für einen furchtbaren Lärm die machen! Und es werden ihrer immer mehr, Tag für Tag rasen ihrer mehr umher.» Und als er seine Wohnung, das heisst sein möbliertes Zimmer, wechselte und aus einer stillen Strasse in eine verkehrsreiche kam, da konnte er halbe Nächte nicht schlafen. Ein Auto nach dem andern sauste unter seinem Fenster vorbei. Sie ratterten und tuteten. Sogar aus dem Halbschlaf fuhr er immer auf, so oft durch sein Fenster die eigentümliche Tonleiter einbrach; zuerst ein unheilvolles und drohendes Raunen, und als es stärker wurde, mischte sich in das Geräusch ein an den Nerkonnte er auch diese Nacht nicht schlafen. Er versuchte, sich mit dem alle Minuten von neuem einsetzenden Sausen und Dröhnen anzufreunden, doch gelang ihm dies nicht. Tut nichts! — dies war seine erste Einstellung, als das Tuten einsetzte, doch die «Tut-nichts- Stimmung » währte nur so lange, bis das Auto unter seinem Fenster ankam und der Lärm sich zum Maximum steigerte, denn dann packte den armen Mann plötzlich die Wut, er hätte aus dem Bett springen, ans Fenster stürzen und dem tollen Maschinentier nachschiessen mögen. Unterdrückte er jedoch seine Wut, so fiel sie aus dem Hinterhalt über ihn her als eine Form des Schreckens, die sich auf folgende Weise ausdrückt: «Ah, gleich trifft mich der Schlag ». Herbstabend Schon leuchtet rot der wilde Wein, der dicht die Mauer rings umkränzt indessen nah dem Feuerschein des Holders schwarze Dolde glänzt« Durch dörre Blätter rauscht mein Fuss und Herbstzeitlosen stehn im Feld.** Kühl haucht der Wind, als ging ein Gruss des Todes schauernd durch die Welt. Aus grauen Abendwolken sprüht ein Regen über Wald und Tal, die Sonne scheidet und verglüht mit einem letzten müden Strahl. So hebt des Jahres Sterben an — Ein mildes Hingehn ohne Pein, ein ruhevolles Todesnahn .., Noch flammt wie Glut der wilde Wein. Emil Hüglu ven zerrendes Surren, Klappern, Rattern; sauste aber der Wagen gerade am Fenster vorbei, so erinnerte es an das Tosen eines Orkans und eines Erdbebens zusammen. Erst nach diesem Höhepunkt legte sich der Lärm, doch erstarb er nur langsam und qualvoll, auch aus der Ferne noch drohend und unheilverkündend. Mit dem armen Mann war es so weit gekommen, dass er einen Nervenarzt aufsuchen musste. Er klagte über Schlaflosigkeit, Müdigkeit, nervöse Zustände, erzählte, dass er sein Herz fühle, auf seiner Schädeldecke ein Druck laste, klagte, er habe viel zu tun, bekäme wenig Gehalt, habe furchtbare Sorgen, könne den geringsten Lärm nicht mehr ertragen, sein möbliertes Zimmer befände sich gerade in der Mitte der Hölle, er klagte sämtliche Verkehrsmittel der Welt an, insbesondere aber die Autos. Der Arzt, ein kluger Mann, Hess ihn reden, machte nur hin und wieder eine Bemerkung. Ueber den Autolärm zum Beispiel sagte er folgendes: «Der Autolärm macht niemanden nervenkrank. Denken Sie doch an das Eisenbahnrattern, das Stampfen der Schiffsmaschinen, an die Druckereien, an die dröhnenden Maschinenräume — und an die inmitten dieser Lärmorgien schuftenden Arbeiter und Angestellten. » « Alles hängt davon ab », erklärte der Arzt weiter, « wie unsere seelische Einstellung zum Lärm ist. Man muss den Autolärm lieben und darf ihn nicht hassen. Tun Sie das, und die Autos werden Ihren Schlaf nicht stören. Man muss das Auto lieben! Freilich, es ist leicht, dies jemand zu raten, jedoch schwer, den Rat zu befolgen. Aber die Zeit und die Gewohnheit werden Ihnen helfen. Inzwischen müssen Sie eine kleine Wendung in der Richtung machen, die zur Liebe fürs Auto führt: Denken Sie daran, dass das Auto nicht nur ein ratternder und tutender, ein surrender und rasselnder Kasten ist, sondern auch eine hervorragende Erfindung, eine... geizen wir nicht mit den Worten, eine.., siegreiche Errungenschaft der Technik, Das Auto ist, sprechen wir es ungeniert aus, ein Gradmesser der Kultur. Ein Segen für die Menschheit, Ein notwendiges und unentbehrliches Verkehrsmittel. Aber denken Sie auch daran, dass es Ihnen ebenfalls einmal besser gehen, dass es auch für Sie angenehm sein wird, hin und wieder mit dem Auto eine Fahrt zu machen.» Diese Ausführungen verfehlten nicht ihre Wirkung auf den armen Mann. Trotzdem Zeichnung Wohnlich,' jf Wichtig ist aber schliesslich nur, dass er dennoch einzusehen begann, die Schuld liege bis zu einem gewissen Grad auch bei ihm. Das war bereits eine Wandlung, und er bemerkte sie an sich auch dann, wenn er tags durch die Strassen schritt und an Stellen mit regem Verkehr auf die andere Seite hinübergehen musste. Es war erstaunlich, wie brav, wie vorsichtig er am Rand des Bürgersteiges stehen blieb, abwartete, dass der Fahrdamm frei werde, und langsam, in aller Ruhe auf die andere Seite hinüberspazierte. Er stellte fest: wenn der Fussgänger acht gibt, so ist das Auto vielleicht gar nicht so gefährlich. Man muss nur gefälligst zur Kenntnis nehmen, dass es auf den Strassen dahinfährt. Von da ab erschien ihm auch der Lärm der Autos nicht mehr so widerwärtig. Es kam sogar vor, dass die sich überschlagenden Laute der sonderbar kreischenden Hupen ihm ein Lachen entlockten. Ei, ei, armer Mann, Sie beginnen ja allmählich in das beinahe entgegengesetzte Extrem hinüberzugleiten! Was für winzige Geheimnisse lauern da im Hintergrund, beziehungsweise in der Tiefe der Seele? Es scheint fast, als hätten Sie Wochen hindurch die vielen Aengste und das NichtschlafenkörTnen nur zu simulieren beliebt. Es besteht' der Verdacht, armer Mann, dass Sie auf das Auto gewissermassen deshalb böse sind, weil es einem andern gehört, oder zumindest: weil ein anderer darin fährt! Oder aber man könnte auch den Verdacht schöpfen, dass... na ja, wie soll ich es nur sagen: mit Ihnen vielleicht eine Veränderung vor sich gegangen ist, oder aber Ihre Aussichten sich zumindest gebessert haben. Genau lassen sich diese Dinge nicht feststellen, und noch weniger lässt sich ihre Bedeutung abmessen — doch ist es Tatsache, dass es dem armen Mann um diese Zeit bereits etwas besser ging, natürlich materiell. Es war aus ihm ein konsolidierter Mann geworden, der auch selbst hin und wieder ein Auto in Anspruch zu nehmen pflegte. Wenn ihn zum Beispiel auf einer grösseren Entfernung von seiner Wohnung der Regen überraschte. Oder wenn er — oho! nicht nur bei einem traurigen, sondern auch bei einem fröhlichen Anlass — cherchez la femme — mit einer Frau ins Grüne soupieren fuhr. Bei derartigen Anlässen fand er — nicht im Falle eines Regenschauers, sondern im Falle einer Frau — das dahingleitende Auto recht angenehm, Es ratterte, raste, sauste nicht mehr, sondern glitt dahin. Auch die Worte, die man benützt, ändern sich. Und, Wunder der Wunder, der konsolidierte Mann hörte nunmehr nicht das geringste unangenehme Rasseln und Surren. Das Tuten aber war etwas dermassen Notwendiges, dass der vulgäre Standpunkt, ob die Töne der Hupe angenehm oder unangenehm seien, völlig seinem Gehirn entfiel, wenn er diese Töne überhaupt wahrnahm. So ergeht es bisweilen dem armen Mann, wenn aus ihm ein konsolidierter Mann wird. Später — wie dies ja zu erwarten war — tätigte der konsolidierte, beziehungsweise nunmehr wohlsituierte Mann die grösseren Geschäfte jenes Unternehmens, das ihn auch bisher unter seinen Fittichen gehalten hatte. Er fuhr beinahe immer im Auto, denn er tätigte, wie ich schon sagte, «grössere Geschäfte ». So ein Auto ist unübertrefflich, man kann damit fabelhaft arbeiten. Oh, man erledigt damit fünfzigmal so viel, wie wenn man zu Fuss geht. Nämlich, was die Zeit betrifft. Und kalkuliert man dazu auch noch ein, dass der Schwarz dem im Auto Vorfahrenden einen Auftrag gibt, der Fussgänger aber mit einer langen Nase abziehen muss, so müssen wir sagen: hundertmal so viel. Auf einer Geschäftstour, besonders nach einem erhaltenen Auftrag, summt das Auto wie ein riesiges Bienlein. Riesig, weil es gross, Bienlein, weil es ein Engel ist. Das rhythmische Tuten der Hupe ist geradezu wie der Ton einer himmlischen Posaune. Es gehört geradezu zu den Die Versuche, die von dem berühmten russischen Professor Pavlov seinerzeit mit erfrorenen Hundeherzen vorgenommen worden waren, sind jetzt mit den Herzen gestorbener Kinder fortgesetzt worden. Die Wiederbelebung von isolierten Kinderherzen ist in. 71 Fällen an der Kinderklinik des zweiten Moskauer Staatskrankenhauses versucht worden und in vielen Fällen gelungen, besonders dann, wenn das Kind in früherem Alter gestorben war; so gelangen bei Tod im ersten Monat nach der Geburt 80 % aller Wiederbelebungsversuche an Herzen. Auch die Todesursache erwies sich als bedeutsam für die Möglichkeit der Herzbelebung: Bei Durchfall und bei Tuberkulose wurden die besten, bei Ruhr und Scharlach die schlechtesten Erfolge erzielt. Namentlich dann, wenn dem toten Gewebe eine Adrenalin- Injektion verabfolgt wurde, Hess sich eine tagelang anhaltende Wiederbelebung in der sog. «Herzkammer» erreichen, einem Apparat, in dem die Herzadern an Behälter angeschlossen sind, aus denen unter bestimmtem Druck eine Nahrungsflüssigkeit durch das Herz gepumpt wird. In 20 Jahren gibt es kein Petroleum mehr! Diese alarmierende Behauptung hat der britische Oelmagnat Sir John Cadman auf der Weltkraftkonferenz in Washington aufgestellt und begründet. Sollte sie tatsächlich zutreffend sein, so stünde die Technik der Erde vor einer Umwälzung, wie sie sie bisher noch nicht erlebt hat; insbesondere wäre damit eine ungeahnte Erhöhung der Wichtigkeit der Elektrizität und insbesondere der «weissen Kohle», der natürlichen Wasserkräfte verbunden. Es könnte sein, dass in einem solchen Falle die internationale Bedeutung der Schweiz in einem Masse anwachsen, das Interesse ihrer Nachbarn derart steigern würde, dass die politischen Folgen gar nicht abzusehen wären. Aber immerhin handelt es sich ja vorläufig nur um eine unbewiesene Behauptung... Rausch durch die Haut. Im British Medical Journal» wird ein Fall beschrieben, in dem ein achtjähriger Knabe als Operationsvorbereitung Alkoholumschläge um beide Beine erhielt. In kürzester Zeit zeigte sich ein ausserordentlicher Erregungszustand, der in Bewusstlosigkeit überging. Die Pupillen verengten sich, der Hornhautreflex verschwand, die Herztätigkeit war stark gesteigert, schliesslich erfolgte Wonnen des Autos. Selbst wenn man e« nicht brauchte, musste man es anwenden« wie beim Film die Musik. Und dann — was soll ich noch sagen? Der arme Mann wurde der Direktor des Unternehmens, war also nunmehr ein reicher Mann* Er fuhr im eigenen Auto. Er wohnte in einem verkehrsreichen, lärmenden Viertel, schlief in einem auf die Strasse führenden Zimmer bei offenem Fenster tief wie ein Toter. Er liebt« sein Auto, wie in früheren Zeiten die Herren ihre Pferde geliebt haben mögen, wie ein lebendiges, edles Tier; vielleicht täschelte er ihm manchmal auch den Hals, ganz bestimmt'? aber hätte er ihm gerne aus der Hand ein bisschen Benzin zu trinken gegeben. Alles war bereits in Ordnung: Herztätigkeit, Schlaf und Verdauung — nur die Fussgänger ärgerten ihn manchmal. Denn ich bitte Sie, diese Fussgänger sind so leichtsinnig! So unvorsichtig! So rücksichtslos! Der arme Autofahrer fühlt sich ihretwegen niemals rollkommen sicher. Sie gehen blindlings über die Strasse, ohne nach rechts oder nach links zu blicken. Gehen wie die Schafe. Mancher — grenzenlose Unverschämtheit! — liest sogar die Zeitung, während er zum Beispiel über die Ringstrasse geht. (Einzig berechtigte Uebertragung aus dem Ungarischen von Stefan J. Klein.) Sensation Ut dec Tlatuc 2)as Moskauec « 3Ux/zttwMidec» starkes Erbrechen — alles die typischen Anzeichen einer schweren Alkoholvergiftung. Auch die Folgeerscheinungen, der «Kater», blieben nicht aus. cpr. Pinguine auf Reisen. Die norwegische Regierung, die sich die Pfleg* der polaren Tierwelt sehr angelegen sein lässt, hat aus der Antarktis eine Anzahl von Pinguinen nach dem Norden kommen lassen, um sie hier heimisch zu machen. In einem der am weitesten nördlich gelegenen Fjorde hat man bisher 4 Pinguinfamilien angesiedelt; allem Anscheine nach fühlen sich die Vögel in ihrer neuen Umgebung durchaus wohl. Zu gleicher Zeit lassen norwegische und britischa Schiffahrtskreise einen Alarmruf an die interessierten Regierungen ergehen, Maisnahmen zu einer Einschränkung des Walfischfanges zu ergreifen, bevor es dazu zu spät ist. Die modernen Fangmethoden in Verbindung mit der vergrösserten Geschwindigkeit der Fischereidampfer ermöglichen derartige Vernichtungsfeldzüge unter den Walen, dass zu befürchten Steht, dass dieser riesige Meersäuger in wenigen Jahren auf die Liste der ausgestorbenen Tiere gesetzt werden kann. Es wird angeregt, den bestehenden Fang-Gesellschaften nur ein beschränktes Quantum von Walen pro Jahr zuzugestehen und die Gründung von neuen Gesellschaften überhaupt zu verbieten. cpr. Die Strumpfhandlung im Kahmagen. nr. Das königliche Veterinär-Institut in London ist allmählich im ganzen britischen Imperium berühmt geworden wegen der sensationellen Operationen, die dieses Tierinstitut in den letzten Jahren an Hunden, Katzen und anderem Hausgetier ausführte. — Es ist gar nichts Besonderes mehr, einem Pferd einen künstlichen Zahn einzusetzen. Sogar Katzen mit künstlichen Pfoten laufen herum. Hunden, die Diamantringe verschluckten, holte man die Ringe heraus, ohne dass die Hunde dabei ums Leben kamen. Eine Kuh befreite man von einem Regenschirm, den diese verschluckt hatte. Eine andere erlöste man von 16 Paar Strümpfen. Fischfang mit Spinnennetxen. nr. Die Spinnen von Neu-Guinea sind riesengrosse, starke und fieissige Tiere. Sie spinnen Netze, die so dick sind, dass sich unter Umständen sogar kleine Vögel darin verfangen können, die dann von den gefrässigen Spinnentieren mit Wonne verzehrt werden. Die Eingeborenen von Neu-Guinea aber verwenden diese Netze zu einem anderen Zweck: Sie nehmen sie vorsichtig ab und spannen sie im Wasser auf. Wenn ein Fisch in diese Netze kommt, ist er rettungslos verloren. Das Netz ist zwar zerrissen, aber die fleissigen Spinnen von Neu-Guinea sorgen für Nachlieferung.

82 —• Automobil-Revue 13 JCasmeüschec Spxechsaid Anfrage Frl. H. R., Z. Sie fragen uns, ob Sie 'dqs Ihnen bereits als sehr unschön vorkommende Doppelkinn noch mit Massage zum Verschwinden bringen, und ob wir Ihnen auch im übrigen eine Gesichtsmassage zur Verschönerung Ihres Teints empfehlen könnten. Zur Vorbeugung und zur Behandlung eines Doppelkinns haben sich in erster Linie Bewegungsübungen mit Kopf und Hals bewährt. Die Massage allein wird Sie nicht zum Ziele führen. Man kann damit weder einen übermässigen Fettansatz zum Verschwinden bringen, noch die Muskulatur des Mundbodens und des Halses kräftigen, was. aber Voraussetzungen zur Beseitigung des Doppelkinnes sind. Die auszuführenden gymnastischen Uebungen sind sehr einfach und bestehen in erster Linie in Kopfbeugen, so, dass Sie den Kopf rhythmisch stark nach hinten beugen und dann nach vorne auf die Brust senken, dies nacheinander ungefähr zwölfmal. Anschliessend führen Sie das Kopfpendeln aus, indem Sie den Kopf abwechselnd auf die rechte und auf die linke Schulter neigen und dies ebenso oft wie bei der ersten Uebung wiederholen. Diese Uebungen schliessen Sie mit Kopfkreisen ab, wobei Sie den Kopf abwechselnd so weit als möglich nach links und nach rechts wenden. Diese Lieblingen nehmen sehr wenig Zeit in Anspruch und müssen morgens und abends vorgenommen werden. Sie müssen ohne Kraftanstrengung erfolgen und werden im Verlaufe der Uebungen Immer fliessender und anmutiger vor sich gehen. lieber die Gesichtsmassage sind die Meinungen der Fachleute sehr geteilt. Sie wird meistens gegen Runzeln und Falten angewendet und empfohlen. Wenn diese Massage nicht mehr schaden soll, als sie nützt, so muss sie sachgemäss und sehr vorsichtig ausgeübt werden. Am besten überlässt man ihre Ausführung überhaupt dem Fachkundigen. Die leichte Applikation der Tages- und Nachtcremes mit den Fingerspitzen bedeutet für die Gesichtshaut schon eine vollauf genügende Massage. Mqn soll bei dieser täglichen Gesichtspflege beachten, dass man die Stirn von der Mittellinie nach den Seiten zu massiert, ebenso die Oberlippe, wobei man bei letzterer die Fingerspitzen bald wangenwärts, bald kinnwärts auslaufen lässt. Die Seitenflächen der Nase und der Wangen streicht man auf- und abwärts im rhythmischen Wechsel, währenddem man die Partie unter den Augen wiederum nur seitwärts streicht. Von der Anwendung irgendwelcher Apparate ist ganz abzuraten, es wird mit ihnen sehr leicht zu kräftig verfahren und man kann mit ihnen die Gesichtshaut, insbesondere das Unterhautzellgewebe, genau so wie durch zu starkes Massleren mit der Hand schädigen. Oft sind Blutungen in die Haut die Folge eines solchen unvorsichtigen Vorgehens, wodurch eine Pigmentierung des Teints verursacht werden kann, die nicht mehr zum Verschwinden zu bringen ist. Diese Gefahren sind geringer bei der Anwendung der Klopfmassage des Gesichts, die nur mit den Fingerspitzen erfolgen soll. Auch mit dieser Massage bewirkt man eine gewisse Förderung der Blut- und Lymphzirkulation im Gesicht und damit eine örtliche Anregung des Stoffwechsels, eine Belebung der Gesichtshaut. Im Kampf gegen Runzeln una Gesichtsfalten ist am aussichtsreichsten die Umstellung auf eine mehr vegetabilische Kost: viel Obst und Gemüse, womit wir durch Stoffwechselförderung des ganzen Organismus eine Verjüngung erzielen, die durch Gesichtsdampfbäder und verschiedene Waschungen und Packungen auf die wirkungsvollste und natürlichste Weise unterstützt werden kann. Bi. Anfragen sind zu richten an die Automobil- Revue, kosm. Sprechsaal, Zürich, Löwenstrasse 51. Das renovierte Schlösschen Wörth bei Neuhausen Von Staatsarchivar Dr. Werner. Das Schlösschen Wörth freut nicht nur die Schaffhauser, die es besitzen, auch die Völkerscharen aus aller Welt ziehen über die Brücke auf die Terrasse der kleinen Wasserburg, um von hier aus nächster Nähe das unerschöpfliche Wunder des Rheinfalls zu bestaunen. Unsere Burg im Werd, wie sie früher immer hiess, muss etwa im 12. Jahrhundert entstanden sein. Sie ersetzte das uralte Strassenkastell auf der nahen Anhöhe, dem Ottersbühl, als der Wasserweg vom Rheinfall abwärts zu grösserer Bedeutung kam. Für die Erhebung des Zolls, wie auch als Schutz für die Reisenden und Waren, war ein festes Gebäude mit trotzigen Mauern nötig an dem Orte, wo die Güter von den Wagen auf die Weidlinge verfrachtet wurden. Das Schlösschen war somit keine feudale Burg mit ritterlichen Wohngemächern, sondern eine Zollstätte, ein wohlgesichertes Amtshaus, in welches die Besitzer ihre Verwalter oder Meyer setzten. Ursprünglich war die Zolleinnehmerei wohl königliches Recht (Regal). Aber vom 13. Jahrhundert an sehen wir die Herzöge von Oesterreich als Lehensherren über Werd auftreten. Anlässlich der Reformation wurden alle Güter, Einkünfte und. Rechte des Klosters Allerheiligen, das dannzumal Lehensbesitzer war, vom Staat in weltliche Verwaltung genommen, so auch die Burg im Werd. Der Kanton Schaffhausen ist heute noch Eigentümer des Schlösschens Wörth, bzw. der kant. Kirchen- und Schulfonds, in welchem das alte Klettervermögen ruht. Einige hundert Jahre lang sass die Fischer- und Schifferfamilie Geizer im Schlösschen Wörth, das sie zu Erblehen trug. Ar.rio 1835/36 wurde das alte Bauwerk renoviert und danach vom Staat an Gastwirte verpachtet. Heute kann daher das 100jährige Wirtschaftsjubiläum des Schlösschens gefeiert werden. Leider war der Umbau von 1835 verderblich für die Burg als Baudenkmal, und bei späteren Renovationen des 19. Jahrhunderts wurde weiter gesündigt. Durch die neuesten Wiederherstellungen und Verbesserungen in den letzten Monaten konnte aber vieles wieder gutgemacht werden. Das Schlösschen Wörth darf sich heute dem kritischen Beobachter und Benutzer wieder mit Stolz zeigen. Redaktion des Auto-Magazins: Dr. Hans Rud. Schmld. Ze^sdir^ften WORINOER BERN Für Eltern— und Kinderfreunde ist die «Eltern- Zeitschrift für Pflege und Erziehung des Kindes» in allen Fragen der Pflege und Erziehung ein unientbehrlicher praktischer Ratgeber. Kinderärzte und Psychologen zeigen in dieser Zeitschrift in trefflichen Ausführungen den Weg zur gesunden körperlichen und geistigen Entwicklung. Die Erfahrungen aus dem Kreise der Leserinnen im Sjrechsaal ergänzen am besten die ärztlichen Berichte. Die Spiel- und Beschäftigungsecke gibt kurze Anleitungen, wie das Kind auch beim Spielen lernen kann. Praktische Winke und Ratschläge, Anregungen zu zweckmässiger Kleidung und Handarbeitsvorlagen stehen der Mutter in allgemeinen Haushaltungsfragen helfend zur Seite. — Aus dem soeben erschienenen Septemberheft geben wir einige Titel bekannt: « Richtet nicht... », « Zwei dänische Erziehungsheime», « Die Lüge», « Streit in der Kinderstube », « Honig, ein nicht genug geschätztes Volksgut», « Tageslauf des Säuglings >, « Zahnkrankheit>, «Fusskrankheiten beim Kleinkind» usw. Das Jahres-Abonnement dieser Monats-Zeitschrift kostet Fr. 7.—, halbjährlich Fr. 3.70. Probenummern versenden kostenlos alle Buchhandlungen und die Zeitschriften-Abteilung des Art. Institut Orell Füssli; Zürich 3. .**- Kommende Ereignisse I Baden. 11. Oktober: Konzert das MSnnerchor« Harmonie (Kur- Mal). Basel. 10.—17. Oktober: Radio-Ausstellung (Halle D der Mustermesse). 13. Oktober: I. Symphoniekonzert, unter Leitung von H. Münch Beethoven-Abend. Solist: Arthur Schnabel, Klavier (Musiks.). II,—23. Oktober: Vorführungen von Grock, im Kuch'in- Theater. Bern. 17. Oktober: Franz. Aufführungen der Karsenty-Theatertruppe. 18. Oktober: Schweiz. Gehermeisterschaften. Bis 31. Oktober: Ausstellung in der Landesbibliothek: Schweizer Illustratoren des X!X. und XX. Jahrhunderts. Biel. 18./19. Oktober: Aufführung der Oper von Gluck «Orpheus« durch d. «Fauvette» und «Chorale», unter Mitwirkung des Goetheanuxn Dornach (Ballett), im Capitole. Bixifeld. 18. Oktober: Flugtag. Genf. 14./18. Oktober: Session du Congres international dei Travaux d'Hygiene Publique. lt. Oktober: Recital de piano de MUe Perrotet. Garsau. 11. —16. Oktober: Schweiz. Kurs für Wanderleiter im Rotschuo-Jugendheim, veranstaltet vom Schweiz. Bund für Jugendherbergen. Lausanne. 13. Oktober: Ouvertüre de la Saison dea Concorts symphoniques. 13. Oktober: Ouvertüre de la Saison Comedies au Theitre municipal. Lugaao. 17., 24. und 31. Oktober: Golfwettspiele (Certenago- Caslano-Morcote und Ponte Tresa-Becher). 12.—18. Oktober: Internationales Tennisturnier-Meisterschaft des Tessins (Campo Marzio). Lnnxn. 18. Oktober bis 6. Dezember: Ausstellung innerschweiz. Malerei und Plastik des XV. und XVI. Jahrhunderts aus öffentlichem und privatem Besitz (Kunstmuseum). Montreux, Im Oktober: Winzerfest. NnMaburg. 14. Oktober: Conference de M. Willy Frestre sur «Les premiers blaues chez les ehasseurs de tetes», aveo projeeüons (Salle des Conferences). Bis 18. Oktober: Exposition de peinture: Aime Barraue, Ch. Barraud, A. Evard, Ph. Zysset, et estampes japonaises 1790-18S0. Safperswll. 17.—19. Oktober: Aufführungen der Dramatischen Gesellschaft der.Operette «Der fidele Bauer», von Leo Fall (Regie Oberreg. Goldner, Stadttheater Zürich, musikalische Leitung Dir. Fessler, Baar). Solotimm. 17. Oktober: SOjähriges Jubiläum des Schweizerischen Alpenclubs. Wintuthur. Bis 18. Oktober: Ausstellung im Kunstmuseum. Alb. Bosshard, O. Ernst, Gust. Weiss. Zürich. 17. Oktober bis IS. November: Ausstellung im Koller- Atelier: Maurice Barraud, Alex. Rochat, Eug. Martin, B, Vautier und Aquarelle von Ignaz Epper. Bis 21. Oktober: Kunsthaus; Ausstellung Fr. Boscorits, P. Chiesa, A. Maurer u. a. ro. 4/4/4/ Jeder von uns — ob gross, ob klein — ob reich, ob arm — steuert unermüdlich einem bestimmten Ziel entgegen. Meistens lässt ein gewisser Geldbetrag das Ziel schneller erreichen. Wieviel soll es in IHREM Fall sein? 1000 — 10000 — 100000 oder gar 250000 Fr.? Mit einem Einsatz von nur Fi;. 20.— kann Seva Ihnen in kürzester Frist mehr geben, als Sie sich je hätten träumen lassen. Auf! Versuchen Sie Ihr Glück — frisch gewagt, ist halb gewonnenII! Ziehung kurz bevorstehend! UnserZiel istdieZiehung! AlleMaschinen mit Volldampf voraus! Bald ist es wieder erreicht, dieses Ziel—bald sind keine Lose mehr zu haben. Handeln Sie heute noch^um so mehr, weil Seva die einzige Lotterie ist, die nicht weniger als 60% der Lossumme in Treffern ausschüttet. 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