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E_1938_Zeitung_Nr.037

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Nichts Hess darauf schliessen, dass diese fröhliche Gesellschaft für die Familie des Marquis mit einem Missklang, mit Furcht und Besorgnis enden sollte. Während die Gäste angeregt miteinander plauderten, hörte man ein Auto in den Schlosshof einfahren. Kurz darauf überreichte der Diener dem Marquis eine Visitenkarte. Der Marquis Hess den fremden Besucher, der ihn zu sprechen wünschte, in sein Arbeitszimmer bitten und entschuldigte sich bei seinen Gästen. Dann ging er, um den angemeldeten Besucher zu empfangen. Es musste sich um eine wichtige Angelegenheit handeln, denn es vergingen Stunden und der Marquis kam nicht zurück. Da schickte die Marquise ihre Tochter Susanne, um nachzuschauen, weshalb der Marquis so ungewöhnlich lange auf sich warten Hess und wer der Fremde sei. Susanne klopfte an die Tür des Arbeitszimmers und trat ein. Sie fand ihren Vater in angeregtem Gespräch mit einem hageren Mann, der auf dem Sofa sass. Der Marquis schien über die Störung ungehalten und sagte, man solle ruhig ohne ihn nach Chartres fahren, da er noch keine Zeit zum Mitkommen habe und die Besprechung noch längere Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Die Marquise fuhr daher mit ihrer Tochter und ihren Gästen ohne ihren Gatten zu der Tanzfestlichkeit, von der sie erst spät abends mit Susanne zurückkehrte. Zu ihrem Erstaunen erfuhr sie, dass ihr Gatte nicht anwesend sei, sondern mit dem Fremden in dessen Auto fortgefahren war. Auf dem Schreibtisch fand sie einen Zettel des Marquis mit den Zeilen: « Liebste, ich muss in einer dringenden Angelegenheit nach Paris, bin aber spätestens morgen abend zurück.» Diese Ungewisse, den Zweck seiner Abwesenheit mit keinem Wort andeutende Mitteilung, war nun keineswegs dazu angetan, die Besorgnisse der Marquise zu beschwichtigen, sondern erhöhte vielmehr noch ihre innere Unruhe. Sie verstand ihren Gatten nicht, er hatte bisher nie Geheimnisse vor ihr gehabt. Weshalb verschwieg er ihr zum erstenmal etwas, das doch nicht ohne Bedeutung sein konnte, da es ihn veranlasst hatte, vorher gefasste Pläne umstossen? Da er dies höchst ungern zu tun pflegte, musste es sich um eine Angelegenheit von grösster Wichtigkeit handeln. Um so mehr kränkte es sie, dass er sie hierbei nicht ins Vertrauen gezogen hatte. Den nächsten Tag verbrachte sie in steigender Aufregung und Erwartung. Stunde auf Stunde verrann, doch der Marquis kehrte nicht heim. Die Zeit des Diners kam, aber die Marquise vermochte keinen Bissen herunterzubringen und steckte mit ihrer Unruhe und Angst auch ihre Tochter an. Es wurde Abend, und der Marquis war noch immer nicht da. Am Abend hatte er aber doch spätestens zurück sein wollen! Die Furcht, es könnte ihm ein Unglück, vielleicht ein Autounfall, zugestossen sein, wuchs in ihr mit jeder Minute, die ergebnislos verrann. Schliesslich vermochte sie die quälende Ungewissheit nicht länger zu ertragen. Sie setzte sich daher kurz entschlossen ins Auto und raste durch die Nacht nach Chartres. Hier angekommen rief sie telephonisch den Portier ihres am Faubourg Saint- Germain gelegenen Palais an, wo sie ihren Gatten mit Bestimmtheit vermutete und fragte ihn, ob der Marquis schon nach Denonville abgefahren sei. Bestürzt und fassungslos erfuhr sie jedoch, dass dieser ihren Gatten seit Wochen nicht gesehen habe. Er war also gar nicht dort gewesen. Wo aber war er? Ueberzeugt und von der Vorahnung ergriffen, dass irgend etwas Furchtbares geschehen sein müsse, wendete sie sich an die Polizei und erzählte ihr von dem geheimnisvollen Fremden mit seinem grossen Auto, mit dem ihr Mann nach Paris davongefahren sei. Die Polizei begann daraufhin unverzüglich mit ihren Nachforschungen. Noch in derselben Nacht meldete sich telephonisch Arpajon, ein in der Nähe von Paris gelegener kleiner Ort, und teilte mit, man habe dort das grosse Auto mit drei Insassen gesehen, zwei Herren und einer jungen Dame. Der hagere Herr sei allein mit dem Auto weitergefahren, nachdem sich der andere Herr mit der jungen Dame in den Gasthof begeben hätten. Der andere Herr war sicherlich der Marquis Louis d'Edaurmin. Wer aber war die junge Dame? Bei dieser Mitteilung krampfte •sich das Herz der Marquise schmerzhaft zusammen, und sie vermochte nur mit Mühe einen Aufschrei der Empörung zu unterdrükken. Ihr Mann hatte eine Geliebte, sie zweifelte nicht einen Augenblick daran. Daher also die geheimnisvolle Autofahrt und die unbestimmten Angaben auf dem hinterlassenen Zettel. Sicherlich hatte er sie schon seit langem hintergangen mit diesem jungen Ding, und jetzt kam sein scheusslicher Betrug überraschend an den Tag. Frühmorgens meldete sich Arpajon nochmals und berichtete, man habe den betreffenden Herrn und die junge Dame in ihrem Hotelzimmer erschossen aufgefunden. Als ihr diese neue, noch schrecklichere Nachricht mitgeteilt wurde, brach die Marquise in Tränen aus und fuhr sofort mit dem Polizeichef im Auto nach Arpajon. Die Sonne war gerade im Aufgehen begriffen, als sie vor dem Gasthof ankamen. Ein Blick auf den Toten genügte, um der Marquise die furchtbare Gewissheit zu geben, dass der Erschossene ihr Gatte war. Wer aber war das junge Mädchen? Niemand kannte es! Es war sehr hübsch, das junge Ding, das ein so schreckliches Ende gefunden hatte. Nach der Aussage des Schießsachverständigen war ein Selbstmord oder Mord und Selbstmord ausgeschlossen, beide mussten von einer dritten Person getötet worden sein. Der Verdacht richtete sich daher auf den hageren Mann, der beide in seinem Auto vor dem Gasthof abgesetzt hatte und dann eiligst davongefahren war. Nach ihm begann nunmehr die Polizei fieberhaft zu suchen. Noch am gleichen Tage brachten die Pariser Zeitungen »ensationelle Berichte über den Doppelmord an dem Marquis d'Edaurmin und seiner Geliebten. Schon am Nachmittag desselben Tages gab es eine grosse Ueberraschung, denn der bisher vergeblich gesuchte Hagere meldete sich bei der Kriminalpolizei. Es war der Pariser Rechtsanwalt Dr. Moreau. Kam er, um sich selbst zu stellen und ein Geständnis zu machen? Seine Mitteilungen gaben darüber die gewünschte Aufklärung. Aus ihnen ging folgendes hervor: Nicht lange vor dem Weltkrieg erbte die Marquise d'Edaurmin von einem in Südamerika lebenden Verwandten ein Millionenvermögen. Um die Regelung der Erbschaftsangelegenheit zu beschleunigen, reiste das Ehepaar nach Amerika. Ihr damals erst einjähriges Töchterchen Susanne hatten sie der Obhut ihrer treuen Dienerin übergeben, die bereits seit 15 Jahren im Hause des Marquis lebte, der damals in Chaumont wohnte. Wider Erwarten zog sich die Erbschaftsangelegenheit in die Länge und war noch nicht beendet, als der Krieg ausbrach, der die Welt in Flammen setzte. Als der Nachlassrichter endlich die Erbschaft zugesprochen hatte, nahm der Verkauf der Güter und Grundstücke wieder viel Zeit in Anspruch. Inzwischen war aber eine Fahrt über den Ozean eine gefährliche Sache geworden und veranlasste den Marquis und seine Gattin, das Ende des Krieges in Amerika abzuwarten. Sie wussten ja ihr Kind in den besten Händen. Die treue Dienerin aber hatte während der Abwesenheit der Eltern ihres Pfleglings mancherlei Erlebnisse. Eines Tages mussten die Bewohner von Chaumont vor den Höflich. Verehrtes Fräulein, verloben hätte ich mich schon mehr als zehnmal können. Nun freilich, alt genug sind Sie ja»

N° 37 — Automobil-Revue 13 heranrückenden Deutschen flüchten, und mit ihnen floh auch die Dienerin. Sie begab sich zu ihren Verwandten nach Arpajon, die sie gastfreundlich bei sich aufnahmen. Aber die Dienerin brachte nicht nur die kleine Susanne mit sich nach Arpajon, sondern auch noch ein anderes kleines Mädchen, das ihr eigenes Kind war, wie sie ihren Angehörigen gestand. Dieses gab sie zu Bekannten auf einem Meierhof in der Nachbarschaft in Pflege, während sie Susanne, für deren Unterhalt sie von den El» tern mit Geldmitteln reichlich versorgt wurde, bei sich behielt. Als Susanne fünf Jahre alt war, kam sie in ein vornehmes Pensionat nach Paris. Kurz darauf starb die Dienerin, die schon seit längerer Zeit gekränkelt hatte. Als der Weltkrieg beendet war, kehrte der Marquis mit seiner Gattin nach Frankreich zurück und Susanne kam auf das Schloss, das sich ihre Eltern in Denonville gekauft hatten. Zehn Jahre vergingen, als auf einmal in der Pariser Notariatskanzlei des Dr. Moreau merkwürdige Dokumente ans Tageslicht kamen, die das Schicksal der Tochter des Marquis d'Edaurmin betrafen. Aus ihnen ging mit Sicherheit hervor, dass die jetzt im Schloss zu Denonville lebende Susanne gar nicht die Tochter des Marquis war, sondern ein untergeschobenes Kind, und zwar das Kind der Dienerin, während die richtige Susanne als Bauernmagd auf einem Meierhofe in der Nähe von Arpajon lebte. Um den Marquis von dieser furchtbaren Entdeckung in Kenntnis zu setzen, war er nach Schloss Denonville gefahren, wo er eine lange Unterredung mit ihm gehabt hatte, nach der er sich, zusammen mit dem Marquis, im Auto nach dem in der Nähe von Arpajon gelegenen Meierhof begeben hatte. Hier fand der Marquis seine richtige Tochter. Der Rechtsanwalt klärte sie, wie auch die erstaunten Bauersleute, über den Zweck ihres Kommens auf, und der Marquis forderte seine Tochter auf, mit ihm zu kommen. Doch das junge Mädchen bezeigte sonderbarerweise gar keine Neigung dazu. Der Grund für ihr unverständliches Verhalten sollte nicht lange darauf schrecklich klar werden. Man musste die Widerstrebende fast mit Gewalt in das Auto hineinziehen, so sehr sträubte sich das junge Mädchen gegen diese ungeahnte Wendung des Schicksals, das mit einem Schlage die arme Viehmagd in die Tochter eines millionenreichen Marquis' verwandelte. Dr. Moreau brachte dann Vater und Tochter zu dem Gasthof in Arpajon, worauf er allein nach Paris weiterfuhr. Das war alles, was er über den Fall auszusagen hatte; wer der Mörder sein konnte, darüber vermochte er nicht einmal einen Verdacht zu äussern. Als Beweis für die Richtigkeit seiner Angaben wies er eine Anzahl von Dokumenten vor, die seine Aussage vollauf bestätigten. Dr. Moreau hatte mit dem Mord nichts zu tun, das stand fest. Wer aber hatte den Marquis und seine Tochter erschossen? Schon einige Tage darauf sollte auch diese Frage gelöst sein. Die Nachforschungen der Polizei in Arpajon und Umgebung waren nicht ohne Erfolg geblieben. Sie hatten ergeben, dass die Tochter des Marquis mit einem Bauernburschen verlobt war. Dieser nun war, sobald er gehört, dass seine Braut mit Gewalt weggeholt sei, so rasch ihn seine Füsse trugen nach Arpajon geeilt. Hier erfuhr er, dass Susanne mit einem Herrn in dem Gasthof abgestiegen sei. Voller Wut stürmte er die Treppe hinauf und betrat das Zimmer, in dem der Marquis mit seiner Tochter weilte. Erregt und drohend verlangte er von dem Marquis, dass er das Mädchen nicht mit sich nehme. Der Bauernknecht befürchtete, nicht ohne Grund, dass sie für immer für ihn verloren sein werde, wenn sie erst das feine Leben auf dem Schlosse kennengelernt habe. Als der Marquis seine Forderung mit Entrüstung zurückwies, und vielleicht auch Susanne, mit der sich inzwischen ihr Vater ausgesprochen hatte, nicht mehr bereit schien, ihrem Bräutigam zu folgen, sah er, dass seine Sache hoffnungslos war. Und besinnungslos vor Wut und Enttäuschung zog er den Revolver und schoss Vater und Tochter nieder. Dann flüchtete er. Seine Spuren wiesen nach Paris, wo ihn fünf Tage nach dem Doppelmord die Polizei aufspürte und verhaftete. Auf Schloss Denonville aber weilte die Marquise d'Edaurmin, tief gebeugt von dem grenzenlosen Leid, das sie so unerwartet heimgesucht hatte. Ein grausames Geschick hatte ihr den geliebten Gatten und zugleich ihr einziges Kind gerade in dem Augenblick genommen, als es ihr die richtige Tochter wiedergegeben hatte. Tiefe Reue quälte sie, wenn sie daran dachte, dass sie an der Treue ihres Manne* gezweifelt hatte. In ihrer Einsamkeit und Verlassenheit hatte sie nur einen Trost, Susanne, die von all dem Schrecklichen noch nichts wusste und ihrer vermeintlichen Mutter, die sie so liebte und verehrte, über ihren Kummer und Gram mit hingebungsvoller Zärtlichkeit hinwegzuhelfen suchte. Und die Marquise beschlbss, dem Mädchen, das keine Mutter mehr hatte und ihren Vater nicht kannte, auch weiterhin eine liebevolle Mutter zu sein. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners OH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. O. S. ob Thunersee GUNTEN Park-Hotel T.C.S. Ringgenberg- GoldswiI bei Interlaken Gutbürgerl. Haus dir. a. d. Strasse. Schöne Terrassen mit prachtv. Aussicht a. See u. Geb. Zimmer v. Fr. 3 an. Pens. v. Fr 7 an. Rest. z. j. Tagesz. Stets leb. Forellen. Ä.C.S. Hotel Seeblick Vornehmes Familien-Hotel. Neuzeitlich eingerichtet. Alle Zimmer mit fliessendem Wasser. Privatbäder. Grosse Park-Garten- Terrasse. Lunch. Diners. Tees. Pension von Fr. 12.30 an. Strandbad. Tennis. Grosse Garage. Bozen. Tel. 73.236. A. Baur, Dir. (Brienzersee-Interlaken).Idyllisch - mild-nervenstärkend. 7 gutbürgerliche Hotels und Pensionen. Garagen. Warmwasser-St andbad a. Burgseeli. Hotel Seeburg T.C.S. Gutbürg. 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November 1382 zählt zu den eindrucksvollsten Daten seiner Vergangenheit. Mit den Eidgenossen arbeitete Solothurn schon seit dem Sempacherbrief von 1393 zusammen. Sein förmlicher Beitritt zur Eidgenossenschaft erfolgte jedoch erst nach Ablauf der Burgunder Kriege, zugleich mit demjenigen Freiburgs, im Jahre 1481. Er ging nicht ohne Widerspruch vor sich. Erst der überragenden Persönlichkeit eine« Nikiaus von der Flüe gelang es, die Gegensätze an der Tagsatzung zu Stans zu überbrücken. Zum Bürgerkriege innerhalb der eigenen Mauern schienen dann in der Reformationszeit die religiösen Meinungsverschiedenheiten treiben zu sollen. Da wehrte auch ihnen in zwölfter Stunde ein grosser Patriot: Unter den Schweizer Orten mii geschlossen Nikiaus W e n g i, der Schultheiss, der sich — altertümlichem Stadtbilde steht Solothurn, das 1533 — vor die Mündung des feuerbereiten römische Salodurum, mit obenan. Seine Geschichte reicht über mehr denn zweitausend Kugel zerreissen lassen wollte, als dass Bür- Geschützes stellte und sich lieber von der Jahre zurück. Zwischen seiner Zugehörigkeit gerblut vergossen werde! Nicht zu verkennen zum Imperium Romanum und seiner Erhebung sind die Spuren Frankreichs auch in der Solothurner Geschichte: als hochgeehrte Gäste re- zur Freien Stadt, 1218, liegen Einfall und Herrschaft germanischer Völker, der Alemannen und Franken. Es war, durch seine Lage, des Nachbarreiches, und sie hatten diesem sidierten in Soleure die Ambassadonn von jeher eine wichtige und wurde eine feste Glanz und Reichtum verliehen und den Charakter einer kleinen Hauptstadt. Noch heute Stadt und ist viel umworben worden. Zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts machte es, knüpfen sich an ihren Aufenthalt Erinnerungen nicht gewillt, Friedrich den Schönen als Herrn so ungeahnten Aufstieges, dass es sich nicht i Bis auf weiteres — doch nur während kurzer Zeit — erhält jeder Kaufer einer 10-Los-Serie ein .elftes Los gratis und