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E_1938_Zeitung_Nr.068

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 23. AUGUST 1938 — N° 68 gebaut, wie sie für die Erzeugung elektrolytischer Metallniederschläge notwendig sind. Der Aufbau der Kupferoxyddeichrichter geht aus unserer Abbildung hervor. Als Gleichrichterelemente dienen Kupferplatten, welche auf der einen Seite eine durch eine besondere Wärmebehandlung in Kupferoxyd verwandelte Oberfläche besitzen. Sie werden zwischen zwei Bleischeiben eingeklemmt, welche dafür sorgen, dass der Stromübergang auf der ganzen Berührungsfläche vor sich geht. Um alle gewünschten Spannungen und Stromstärken beherrschen zu können, werden viele derartige Elemente hintereinander geschaltet. Sie lassen sich, wie Figur a zeigt, durch einen isolierten, zentralen Zugbolzen zu einer Säule vereinigen. Zur bessern Wärmeableitung werden zwischen die Gleichrichter-Elemente noch grössere Metallplatten eingefügt, die als Kühlrippen dienen. Bei den grössten Ausführungen verlässt man sich nicht auf den natürlichen Luftzug zur Abführung der Wärme von denselben, sondern sieht vielmehr eine künstliche Ventilation vor. Für grosse Ladeleistung von nahezu einem kW bis zu mehreren kW werden ausserdem Ladestationen mit rotierenden Umformern oder solche mit Quecksilberdampf- Gleichrichtern verwendet. Rotierende Umformer bestehen entweder aus zwei Maschinenaggregaten, einem Wechselstrommotor sowie einer Gleichstromdynamo, welche Gleichstrom von der gewünschten niedrigen Spannung liefert, oder aber aus einer einzigen Maschine, welche gleichzeitig beide Zwecke erfüllt. Da bei diesen sogenannten Einankerumformern die Spannung des Gleichstroms stets gleich der maximalen Spannung des Wechselstroms ist, sind hier zusätzliche Apparate wie ein Transformator mit regulierbarer Sekundärspannung oder dergleichen notwendig, um die Ladespannung verändern zu können. Als Maschine mit mechanisch bewegten Teilen bedürfen die rotierenden Umformer naturgemäss eines Minimums an Wartung. Die heute in vielen Fällen an die Stelle von grösseren Umformergruppen tretenden Quecksilbergleichrichter anderseits bedingen keinerlei Wartung. Sie beruhen auf folgendem Prinzip: Eine hocherhitzte Kathode (negativer Pol) sendet im Vakuum Elektronen aus. Besteht die Kathode aus Quecksilber, so bildet sich gleichzeitig Quecksilberdampf, der durch die Elektronen in positiv geladene Jonen und negative Elektronen aufgespalten wird. Die Jonen wandern zur Kathode hin, die Elektronen |edoch zur Anode, wodurch ein Stromdurchgang zwischen Anode und Kathode verursacht wird, solange die negative Spannung an der Kathode anhält. Die Quecksilberdampfröhre wirkt somit wie ein Ventil, das den Strom nur in einer Richtung durchlässt. Durch passende Durchbildung dieser Röhren lassen sich alle drei Phasen von Drehstrom vollständig in Gleichstrom verwandeln. Zur Inbetriebsetzung von Quecksilberdampf- Gleichrichtern dient bei manchen Konstruktionen ein kleiner Hilfslichtbogen, der die Bildung des Hauptlichtbogens einleitet. Um ihn zu erzeugen, ist ein mit dem Quecksilber in Verbindung stehender Abreisskontakt vorgesehen. Im Gegensatz zu diesen Ausführungen, wird bei Quecksilberdampf- Gleichrichtern mit Kontraktions-Zündung keinerlei beweglicher Zündmechanismus im Kolbeninnern verwendet. Auch ist es nicht nötig, derartige Röhren zur Inbetriebnahme zu kippen. Vielmehr stützt sich ihre Wirkungsweise auf die Tatsache, dass flüssige Leiter bei entsprechendem Stromdurchgang eine Kontraktion {Zusammenziehung) erfahren, die bis zum Abreissen des Leiters führen kann, der hierbei erzeugte Abreissfunke liefert die gewünschte Ansatzstelle'des Lichtbogens. Die Inbetriebsetzung solcher Gleichrichter dauert nur Vio Sekunde, was speziell dort wichtig ist, wo mehrere Gleichrichter nebeneinander in Betrieb stehen und nach Massgabe der Belastung automatisch rasch zugeschaltet werden müssen. Für die bei Ladestationen üblichen Stromstärken lassen sich die Röhren aus Hartglas herstellen. Ihre Lebensdauer reicht im Mittel an die 10000 Betriebsstunden heran; im Minimum halten sie — sachgemässe Bedienung vorausgesetzt— 6000 Stunden aus. Neben dem Gleichrichter müssen die Ladestationen weiter je nach Umständen über einen Transformator sowie eine Reihe von Schalt-_und Regulierorgane verfügen, damit man sie über Nacht unbeaufsichtigt bei billigem Nachtstrom im Betrieb belassen kann. Für die Lebensdauer einer Batterie ist es wichtig, dass die Ladung mit der vorgeschriebenen Stromstärke erfolgt und dass sie rechtzeitig unterbrochen wird. Nicht nur ergibt sich bei zu langer Ladung unnützer Stromverbrauch, sondern die Batterie nimmt infolge der zunehmenden Gasentwicklung Schaden. Zur Ueberwachung der Ladung dient der sogenannte Ladeautomat. Dieser besteht allgemein aus einem Ampere- und Voltmeter zur Kontrolle der Ladestromstärke und -Spannung, einem automatischen Schalter, einem Zeitrelais und einem Spannungsrelais, letzteres zur Ueberwachen des Ladezustandes. Die Ladecharakteristik eines Bleiakkumulators zeigt gegen Ende der Ladung nur noch einer) sehr geringen Anstieg der Klemmenspannung, so dass diese für die Ueberwachung des Ladezustandes nicht ohne weiteres verwendet werden kann. Es zeigt sich jedoch, dass es genügt, jede Batterie vom Moment des raschesten Spannungsanstieges an (zirka 2,'4 Volt pro Zelle), nach einer bestimmten, stets konstanten Zeit abzuschalten, um sie vollständig aufzuladen. Der Ladeautomat besitzt deshalb ein Spannungsrelais, welches bei 2,4 Volt pro Zelle anspricht und ein Zeitrelais in Betrieb setzt, das automatisch nach Ablauf der sogenannten cNachladezeit> die Ladung unterbricht. Das Zeitrelais ist jeweilen beim Anstecken der Batterie von Hand auf die gewünschte Nachladezeit einzustellen, wodurch gleichzeitig die Ladung eingeschaltet wird. Es ist möglich, den Ladeautomat mit der Schaltuhr für den Doppeltarifzähler zu kombinieren, so dass die Ladung automatisch erst bei Beginn des nächtlichen Niedertarifs in Betrieb gesetzt wird. Die schweizerische Industrie hat eine Reihe solcher Schaltautomaten entwickelt, welche meist zusammengebaut mit den notwendigen Messinstrumenten auf einem kleinen Tableau in den Handel gebracht, oder von den Herstellerfirmen der Gleichrichter direkt mitgeliefert werden. Die auf dem Markt erhältlichen Ladestationen sind stets in einem Gehäuse eingebaut, das auch die erwähnten Apparate und Messinstrumente zur Kontrolle von Ladespannung und Stromstärke enthält. Sie sind zum Anschluss an die üblichen Ortsnetzspannungen von 110, 145 und 220 Volt mit Strom von 50 oder \6% Perioden gebaut und liefern Gleichstrom von 6—12 Volt. Elektrisch Löten und Schmelzen. Die elektrischen Lötkolben finden speziell im Elektrogewerbe ausgedehnte Verwendung. Es gibt heute derartige Geräte, die erlauben, auch die schwersten Lötarbeiten mit bestem Erfolg durchzuführen. Ihre Heizkörper, sowie die Kupferspitzen, die in den verschiedensten Formen erhältlich sind, Damit der Scheibenwischer seine Arbeit ordentlich verrichten kann, ist es notwendig, dass gewisse Vorbedingungen erfüllt sind. Einmal sollte die Gummilippe der Wischblätter weich sein, um sich schön ah die Windschutzscheibe zu schmiegen. Nun trocknet ja der Gummi bekanntlich allmählich aus, insbesondere wenn er oft dem offenen Sonnenlicht ausgesetzt ist. Deshalb müssen die Wischblätter nach einiger Zeit erneuert werden. Anderseits macht man manchmal schon nach einem Betriebsunterbruch bei einem neueren Wagen die Erfahrung, dass der Wischer anfänglich wegen einer zeitweiligen Verhärtung des Gummis Fig. 1. Lucas-Scheibenwischer, Typ SW4, mit geöffneten Deckeln. 1 = Kohlebürsten, 2 = Kollektor, 3 = Schneckenantrieb, 4 = KdlektördeckeL, 5 = Getriebedeckel. lassen sich mit geringen Kosten ersetzen. Um das Kupfer gegen Oxydation zu schützen, überziehen gewisse Firmen die Kupfereinsätze mit Aluminium. Ein anderer Schutzüberzug wird dadurch gebildet, dass man die Kupfereinsätze selbst an der Oberfläche in eine nichtoxydierende Legierung überführt. Die elektrische Leistungsaufnahme derartiger Lötkolben schwankt zwischen 100 und 500 Watt, wobei die kleinsten Typen hauptsächlich für Reparaturen an elektrischen Apparaten, wie Autoradio und dergleichen gedacht sind. Trotz ihrer geringen Leistungsaufnahme erhitzt sich das Ende ihrer Kupfenspitze auf zirka 400 Grad G. Um auch an schlecht zugänglichen Stellen Lötarbeiten vornehmen zu können, ohne dabei die Isolation anderer Kabel anzubrennen, sollen Kupferspitze und Heizkörper möglichst schlank gebaut sein. Am besten sollte das Heizkörpergehäuse gegen den Heizkörper hin noch eine wirksame Wärmeisolierung besitzen, damit sich dieses möglichst wenig erhitzt. Dies ist auch im Hinblick ..uf einen guten Wirkun^s-grad erwünscht. Ein wichtiges Kriterium für die Verwendbarkeit Ton Elektrolötkolben im allgemeinen ist ihre Anheizzeit. Sie schwankt bei guten, modernen Geräten zwischen 3 und 5 Minuten. Ebenfalls von grosser Bedeutung ist die Unempfindlichkeit gegen Ueberhitzung sowie Ueberspannungen. Gewisse schwere Elektrolötkolben dürfen unbeschadet bis auf Rotglut erhitzt werden. Elektrische Lötkolben für den Radiobau, die bei Montage und Reparaturen fast dauernd gebraucht werden, müssen so konstruiert sein, dass sie ohne Unterbruch unter Strom bleiben dürfen, auch wenn ihnen gar keine Wärme durch Löten entzogen wird. Elektrischer Schmelztiegel. Zum Schmelzen des Lagermetalls vor dem Ausgiessen von Lagerschalen sowie für gewisse Lötarbeiten werden Schmelztiegel benötigt. Um den Erfordernissen der Praxis nachzukommen, hat die Elektroindustrie eine Reihe von elektrischen Schmelztöpfen verschiedenen Fassungsvermögens entwickelt. Die kleinsten Geräte dieser Art, die etwa zum Tauchlöten zusammengedrehter Drahtenden u. dgl. Verwendung finden, ähneln äusserlich einem elektrischen Lötkolben. Anstatt dass jedoch im Innern ihres Heizkörpers ein Kupfereinsatz steckt, sitzt aussen drauf ein kleiner Schmelztiegel zur Aufnahme von Lötmetall. Zum Schmelzen grösserer Metallmengen, wie sie für das Ausgiessen von Lagerschalen mit Weissmetall benötigt werden, dienen kochtopfähnliche Tiegel verschiedener Abmessungen, die an einem längern Henkel mit Handgriff getragen werden können. Dank einem langen seitlichen Handgriff lässt sich der Behälter beim Giessen leicht kippen. Der Inhalt der im Handel erhältlichen elektrischen Schmelztiegelmodelle für Reparaturwerkstätten beträgt etwa 50—500 ccm entsprechend einem Metallgewicht von 0,3—3 kg. Instandhaltung und Entstörung der Scheibenwischer unsauber arbeitet. Doch verschwindet dieser Uebelstand im Betrieb von selbst bald wieder. In diesem Falle ist deshalb ein Ersatz unnötig. Muss ein Wischblatt ausgetauscht werden, so ist gleichzeitig auch sein Metallrahmen, womit es am Wischerheber befestigt ist, zu ersetzen. Um dauernd (auch in der Zeit des Sonnenuntergangs) eine gute Sicht durch das Windschutzfenster zu erhalten, sollte die Scheibe gelegentlich mit Sprit gut nachgewaschen werden. Hie und da wird statt dessen verdünnte Salzsäure zur Säuberung der Windschutzscheibe verwendet, doch hat dies den Nachteil, dass man sehr aufpassen muss, um nichts davon an die Metallteile des Wagens gelangen zu lassen, die von der Säure angegriffen würden. Beim Waschen klappt man die Wischblätter heraus, damit sie einem nicht behindern. Die Instandhaltungsvorschriften für den Scheibenwischermotor differieren genau so stark wie dessen Konstruktion. Während manche Firmen wenigstens für gewisse Scheibenwischermodelle eine periodische Schmierung verlangen, bilden wieder andere ihre Scheibenwischer so durch, dass sie überhaupt keiner Pflege bedürfen und lediglich jeweils bei der Generalrevision durch die zuständige Elektroreparaturwerkstätte kontrolliert, mit neuen Bürsten sowie Schmiermitteln für eine neue Betriebsperiode versehen werden müssen. Hiezu zählen beispielsweise die Bosch- Wischer, deren Revisionen ebensogut wie allfällige Reparaturen ausschliesslich von den autorisierten Fachwerkstätten besorgt werden dürfen. Die Lucas-Wischer Modell SW4 (Fig. l), die dazu gedacht sind, hinter dem Instrumentenbrett montiert zu werden und ein Fig. 2. Schemafische Darstellung der Schmierung v. Vakuum-Scheibenwischern ohne Schmieröffnung. Man lässt das Oel durch einen an Stelle des vorhandenen Vakuumschlauchs an den Scheibenwischer gesteckten ölfesten Schlauch aus einem Büchsendeckel durch Betätigen des Winkerhebels von Hand ansaugen. Wischerpaar von unten anzutreiben, besitzen beidseitig je einen Deckel, deren einer Zugang zu Bürste und Kollektor verschafft, während der andere die Antriebsräder schützt. Zwei gegen Eindringen von Staub gesicherte Schmieröffnungen erlauben, diese Räder auch ohne Oeffnen des Deckels periodisch mit Oel zu versorgen. Im übrigen sind diese Antriebsteile « von Haus aus » in Spezialfett gepackt, das anlässlich einer Revision erneuert wird. Die vom Vakuum betätigten Scheibenwischer verfügen manchmal auf der Oberseite über eine durch ein Schräubchen verschlossene Schmieröffnung, durch die von Zeit zu Zeit etwas dünnes Maschinenöl eingespritzt wird. Ist eine solche überhaupt nicht vorgesehen oder schlecht zugänglich, so nimmt man die Schmierung in folgender Weise vor: Man zieht den vorhandenen Schlauch vom Wischer ab und steckt einen ca. io—12 cm langen ölfesten Schlauch auf den Nippel (der vorhandene Schlauch darf nämlich zu diesem Zweck nicht verwendet werden!). Nun giesst man 1—2 Teelöffel dünnes Maschinenöl in einen Büchsendeckel. Dieses saugt man durch Betätigung des Wischers von Hand in die beiden Arbeitszylinder. Hiebei muss der Wischerarm von aussen oder durch den oft im Innern vorgesehenen Handbetätigungshebel in der in Fig. 2 dargestellten Weise bedient werden. Zuerst dreht man das Blatt also in die äusserste Lage rechts (1), hierauf ungefähr 3/4 des vollen Weges nach links (2). Jetzt hält man das Ende des ölfesten Schlauchs in den Büchsendeckel und bewegt das Wischerblatt möglichst rasch in die Mittellage (3). Nachdem man den Schlauch wieder aus dem Oel herausgenommen hat, dreht man den Wischer noch ganz nach rechts hinüber (4). Flg. 3. Der Lucas-Vakuum-Scheibenwlschar in demontiertem Zustand. 1 =* Unterdruckregulierschraube, 2 = Zahnstange m. Zahnsegment, 3 = Ventil, 4 = federbelastetes Joch, 5 = Mitnehmer, 6 = Schlauchanschluss zum Saugrohr des Motors, 7 = Schieberventil. 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68 >— DIENSTAG, 23. AUGUST 1938 AUTOMOBIL-REVUE Flg. 4. Teilweise demontierter Lucas-Scheibenwischer, Typ CW. 1 = Schalter, 2 = Sicherungsstift nnd Schlitz, 8 == Feder und Splint, 4 = Auflagefläche, B a= Kollektor, 6 = Kohlebürste, 7 = Bürstenhalter, 8 = Bürstenanpressfeder. Findet man, dass man beim Durchdrehen des Wischers von (1) nach (2) etwas über das Ziel hinausschoss, so geht man mit dem Blatt nochmals in die Stellung (1) zurück und vollzieht das Manöver ein zweites Mal. Durch die beschriebenen Manipulationen wurde die eine Zylinderseite des Vakuums mit Oel versorgt. Die Gegenseite schmiert man in genau der gleichen Weise, indem man dieselben Bewegungen in entgegengesetztem Sinn ausführt. Störungen am Scheibenwischer machen sich dadurch bemerkbar, dass entweder das Wischblatt überhaupt nicht mehr oder dann zeitweise mangelhaft arbeitet. Die Begründung hiefür braucht nicht unbe- Fig. 5. Ein Lucas-Scheibenwischermodell mit abgenommenem Deckel. A = Schrauben, die zur Nachstellung des Kontait- Abstandes B gelockert werden müssen. B = Kontakte, mit einem Abstande von 0,4 mm. G = Vierkantnocken. D = Schalter. dingt am Wischer selbst zu liegen, vielmehr kann auch etwas mit dem Vakuum bzw. Stromanschluss nicht stimmen. Es gilt also bei Vakuumscheibenwischern vorerst die Saugleitung und ihre sämtlichen Anschlüsse daraufhin zu untersuchen, ob sie dicht halten. Bei elektrischen Scheibenwischern lässt sich eine Störung in der Stromzuführung dadurch ausfindig machen, dass man vom Schaltkasten direkt eine Kabelverbindung zum Scheibenwischer herstellt und probiert, ob er jetzt funktioniert. Ist dies der Fall, so stimmt mit dem vorhandenen Leitungsanschluss etwas nicht Der Scheibenwischer ist meist an die Zubehörklemme des Sicherungskastens ange- Fig. 6. In die Dachwölbung eingebauter Boschwischer, Die Befestigung geschieht mit Hilfe eines hohlen, durchgehenden Bolzens, auf dem von aussen Muttern aufgeschraubt werden. Durch, das Innere des Befestigungsbolzens führt die Wischerwelle nach aussen. Fig. 7. So wird das Kugelgelenk erst zwischen Wischerarm und Haltefeder eingeführt, um die beiden Wischblätter richtig einzustellen und danach die Klemmschrauben im Hals der Gelenkkugeln festzuziehen. schlössen. Zwischendrin an der Leitung, am Schalter oder den Klemmen, muss also der Herd des Uebels liegen, sofern nicht gerade die Zubehörsicherung durchgebrannt ist. Zeigt sich, dass T>!» 1 der Scheibenwischer selbst für die Störung verantwortlich ist, so muss er demontiert und der Herstellerin zur Reparatur übergeben werden, denn diese «Feinmechanik > verlangt zur Instandstellung eine ganze Menge von Spezialerfahrungen, die nicht jeder Werkstätte zur Verfügung stehen können. Es ist daher in jenem Falle zweckmassig, allfällige Reparaturen, auch kleineren Umiangs, bei der zuständigen Platzvertretung durchführen zu lassen, um so mehr als davon Garantieansprüche abhängen. wenn wir nachstehend trotzdem einige Winke für kleinere Reparaturen von Lucas-Scheibenwischern geben, so geschieht dies deshalb, weil immer wieder einmal der Fall eintreten kann, dass sich eine Notreparatur mit den eben zur Verfügung stehenden Mitteln nicht umgehen lässt. Wenn allerdings eine Antriebswelle gebrochen ist oder ein Zahnrad seine Zähne eingebüsst hat, so lässt sich mit einfachen Mitteln nicht helfen. Derartige Defekte sind jedoch bei Lucas-Wischern deshalb selten, weil sie im Antrieb eine absichtlich vorgesehene « Achillesferse » in Form eines dünnen Sicherungsstiftes besitzen, der bricht, bevor die kostspieligeren Antriebsorgane Schaden leiden. Ist er abgeschert, so läuft der Wischermotor beim Einschalten, ohne den Wischerarm mitzunehmen. Dieser Schaden kann daher rühren, dass man vor Betätigung des Wischerhandhebels vergessen hat, diesen herauszuziehen und damit den Antrieb abzuschalten! Zur Behebung der Störung muss der Scheibenwischer demontiert werden. Vorher nimmt man am besten noch die Zubehörsicherung heraus, damit jede Kurzschlussgefahr beseitigt wird. Nun löst man die Drahte von den Klemmen des Wischers, demontiert den Wischerarm und danach den Apparat selbst. Wie Fig. 4 zeigt, besitzt die Wischerwelle einen durchgehenden Stift, dessen Reste nun sorgfältig aus der Bohrung herausgeschlagen werden. Ein passendes Drahtstück dient als Ersatzstift. Es soll hiezu keineswegs etwa ein gehärteter Stift eingesetzt werden, da ein solcher wegen seiner zu grossen Festigkeit keine genügende Sicherung gegen Ueberbeanspruchung des Antriebs darstellen würde. Arbeitet der Scheibenwischer unregelmässig, so kann dies mit einer Verschmutzung des Kollektors, einem Hängenbleiben oder Bruch der Kohlebürste zusammenhängen. Zur Reinigung des Kollektors verwendet man einen mit Benzin befeuchteten säubern Lappen. Gebrochene oder stark abgenützto Kohlebürsten sind zu ersetzen. Ferner ist darauf zu achten, dass die Bürsten in ihren Führungen nicht klemmen. Niemals aber soll zur Erhöhung des Bärstenanpressdrucks die Feder im Bürstenhalter auseinandergezogen werden. Auch eine Korrektur im umgekehrten Sinn ist nicht zulässig. Haben wir es mit einem der in Fig. 5 dargestellten elektrischen Lucas-Scheibenwischer zu tun, so kann ein unregelmässiges Arbeiten auch mit einer Verschmutzung der durch den Vierkantnocken (C) betätigten Kontakte (D) zusammenhängen. Ihr Abstand sollte ungefähr 0,4 mm betragen. Die Kontaktflächen müssen schön plan und vor allem sauber sein, zu welchem Zwecke man sie nötigenfalls mit Benzin reinigt, bzw. in ähnlicher Weise bearbeitet, wie die Unterbrecherkontakte des Zündsystems. Die Einstellung des korrekten Abstandes lässt sich durch Verschiebung der Isolationsplatte vollziehen, worauf der eine Kontaktteil sitzt. Man braucht dazu lediglich die drei Schrauben (A) zu lockern und kann dann die Platte soweit wie nötig verrücken. Damit hätten wir einige der wichtigsten Störungen an Lucas-Wischern besprochen, die sich notfalls mit einiger Aussicht auf Erfolg selbst reparieren lassen. Wo es irgend angeht, sollten allerdings auch diese kleinen Reparaturen von der nächsten Vertretung der Herstellerfirma durchgeführt werden. Flg. 8. Um den Hals der zweiten Gelenkkugel ebenfalls in die zugehörige Bohrung der Haltefeder einschnappen zu lassen, wird zunächst der zweite Wischerarm heruntergeklappt, die zweite Kugel eingeführt und dann der Arm wieder auf die Scheibe zurückgedreht. Nun noch ein paar Winke zum Einbau der Wischer nach der Ueberholung durch die Fachwerkstätte. Unsere Fig. 6 zeigt einen in der Dachwölbung eingebauten Bosch-Wischer. Seine Auflagefläche soll senkrecht zur Wischerachse stehen, damit diese nicht klemmen kann. Gegebenenfalls lässt sich eine Unregelmässigkeit durch Unterlegen einer entsprechend geformten Scheibe korrigieren. Die Rinnen an der Auflagefläche des Wischers dürfen jedoch niemals abgefeilt werden. Die eigentliche Befestigung am Wagen geschieht vermittels eines durchgehenden hohlen Bolzens, der die Wischerwelle umgibt Seine beiden Muttern werden von aussen festgezogen. Die eine seiner elektrischen Klemmen ist mit der Zubehörklemme am Sicherungstableau, die andere mit den Schaltteilen des Wagens zu verbinden. Der Zusatzwischer von Doppelwischern steht durch eine Stange mit dem direkt angetriebenen Wischerarm in Verbindung. Sie dient auch dazu, um den Ausschlag des zweiten Wischers ein wenig verändern zu können und wird folgendermassen montiert: Erst schiebt man die Gelenkkugeln mit ihren im halsartigen Fortsatz sitzenden Klemmschrauben auf die Stange. Nun führt man die auf der Stange befindlichen Gelenkkugeln zwischen Haltefeder und Wischerarm ein (Fig. 7), stellt die Wischhebel ein und zieht die Klemmschrauben der Kugeln fest. Danach nimmt man die Verbindungsstange wieder ab, und führt nun die eine Gelenkkugel so zwischen Haltefeder und einem Wischerarm ein, dass ihr Hals durch die Bohrung der Feder guckt. Gegenüber der Stellung in Fig. 7 wäre nun die Verbindungsstange um 90° gegen den Uhrzeigersinn verdreht. Um auch die zweite Kugel im andern Wischerarm zu befestigen, klappt man diesen nach Fig. 8 um 70° bis 90° hinunter, führt die Gelenkkugel zwischen Arm und Haltefeder ein und klappt dann jenen wieder hoch. Hiebei schnappt der Hals auch dieser Kugel von selbst in die Bohrung der Haltefeder ein. in erstklassiger Ausführung zu massigen Preisen durch : können Sie sich in jeder Ausgabe der „Kleinen Revue" vertreten und dadurch dem gesamten Automobilfach in empfehlende Erinnerung rufen lassen. 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