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E_1939_Zeitung_Nr.011

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 7. FEBRUAR 1939 — Weint Jxima stellt nunmelix sämtlichen Vexttetew Wagen ztvi Vexluqunq. -und sie muss wissen UXWUUH Rationell reisen heisst mit dem Auto reisen. Das Ist kein leeres Schlagwort, noch eine Lobhudelei für das Auto, sondern eine während sechsjähriger Reisetätigkeit zahlenmässig festgestellte Tatsache. In diesen 6 Jahren bin ich nicht immer mit dem Auto gereist, sondern abwechslungsweise 6 Wochen Bahn-, dann 6 Wochen Autotour. Es steht mir fern, die Bahn zu verurteilen, denn auch sie hat ihre Vorteile. Besonders im Winter ist es sehr angenehm und wirkt entlastend für Geist und Körper, wenn man sich nach getaner Arbeit abends ins molligwarme Bahncoupö setzen, ein Buch oder eine Zeitung zur Hand nehmen oder sogar mit Reisekollegen einen Jass klopfen kann. Die Nerven, die ja bei uns heute so gehetzten Menschen sowieso bisaufsäusserste beansprucht werden, finden hier früher Zeit zur Erholung, Der Automobilist aber braucht nun seine Nerven-Reserven, denn Dämmerlicht, eisglatte Strossen, Regen und vor allem der Nebel, sind gefährliche, heimtückische Gegner. Trotzdem bin ich auf Grund meiner Erfahrungen dazu gekommen, dem Auto die grösseren Vorteile zuzuerkennen. Wollte man an Hand von konkreten Fällen alle greifbaren Vorteile der Reise-Vertreter-Tätigkeit mit dem Auto anführen, so würde das ein Buch füllen. Glauben Sie, ich hätte während meiner Bahntour bessere Geschäfte getätigt, wenn ich zum Beispiel im Sommer mit meinen 20 kg Muster schweissgebadet und staubbedeckt bei meinen Kunden vorsprach, oder aber ich hätte mehr verkauft in meiner ständigen Angst, dass mir der Zug vor der Nase wegfahren könnte, bevor der Kunde etwas bestellt hatte? (Und es kam kam hie und da vor, dass ich ihn trotz Schnellaufs nicht mehr erreichte. Weder meine grimmigen Blicke, noch ein währschafter Fluch änderten etwas an der Tatsache, dass ich nun während 2—3 Stunden in dem fKaff» geographische und geschichtliche Studien machen durfte.) Nein, mit dem Auto kann man ruhig einige Minuten länger beim Kunden verweilen, sich vor ollem besser auf die Arbeit konzentrieren und abwarten, bis der psychologisch richtige Moment da ist, um das Geschäft erfolgreich abzuschliessen. — Eine Statistik, die ich mir eigens angelegt, lehrt, dass ich in der Zeit des Reisens mit dem Auto rund 40% mehr Umsatz erzielte, als während der Bahntour. Und die Kosten? Der beste Beweis, dass das Auto trotz effektiv grösseren Spesen gegenüber der Bahn bedeutend mehr Vorteile in sich vereinigt, liegt darin: Meine Firma hat sich ent- Imnier guter Dinge dank dem Wagen! Weil er die Muster in viel grösserer Auswahl mitführen, weil er die Ware sogar selbst mitbringen kann, kurz weil der Reisevertreter mit dem Auto prompter und schneller ist, wachsen die Aufträge und damit der Umsatz. schlössen, ab Anfang 1939 jedem Vertreter etnen Wagen zur Verfügung zu stellen, Die Firma aber möchte ich kennen lernen, die sich heute Mehrspesen aufbürdet, wenn keine handgreiflichen Vorteile winken I J. O. ilnaMäHqiqktU muss seift ^ ^ ^ • • ^ ^ • • ^ • ^ • ^ • ^ ^ ^•^^>'%'*»'^1^'^^^^^'^^^1^1^'^^^^^^.-^« Bei den Schwierigkeiten Im Handel, bei der Schärfe des heutigen Konkurrenzkampfes komme Ich ohne Auto nicht mehr aus. Wie soll ich meine Arbeit ohne diesen treuen Helfer bewältigen? Der Wagen allein vermag den Notwendigkeiten unserer Zeit gerecht zu werden. Seine Kunden häufig und regelmässig besuchen, ist das A und O des Pflichtenheftes eines Geschäftsreisenden. Andere Lösungen? Die gibt es nicht, weil es eben kein Verkehrsmittel gibt, das den Bedürfnissen der Ausübung unseres Berufs in gleicher Weise Genüge zu leisten vermöchte. Aber — die Betriebskosten I Benzin und Steuern verteuern sie, und das nicht zu knapp. Für beschränkte Gebiete leisten Velo oder Motorrad wenigstens dort gute Dienste, wo sich der Vertreter nicht gross mit Gepäck, mit Mustern, Reklamematerial usw. zu befassen hat. Bei, schlechtem Wetter macht man aber dann vor dem Kunden nicht gerade vorteilhafte Figur. Und doch lässt sich auch das, wenn's nicht anders geht, noch eher in Kauf nehmen, als die Benützung von Bahn oder Autobus, die an eine bestimmte Route, einen bestimmten Fahrplan gebunden sind. Wessen der Geschäftsreisende in erster Linie bedarf, das ist absolute Unabhängigkeit. Sie erst erlaubt ihm, dem Kunden die Zeit zu widmen, die in jedem Fall erforderlich ist. Was bedeuten der Unterhalt des Wagens, die Unannehmlichkeiten und Sorgen im Strassenverkehr gegenüber der ewigen Bange vor dem Fahrplan, gegenüber der Qual der Wahl zwischen dem Kunden, der mit der Unterzeichnung des Autrages zögert und dem letzten oder einzigen Autobus, gegenüber der Möglichkeit eines Geschäftsabschlusses und der Aussicht auf einen zweistündigen Fussmarsch zum nächsten Bahnhof, wo man, wenn einem das «Glück» besonders will, noch warten darf. Vollends zur Verzweiflung kann es einen bringen, wenn man den Abschluss zwar nicht gemacht, den Zug aber trotzdem verfehlt hat. Schon richtig: es braucht Zuversicht, um solchen Widerwärtigen zum Trotz seine gute Stimmung nicht zu verlieren. Eine Jugoslawische Autobahn. Der englische «Motor» will wissen, dasg Jugoslawien im kommenden Frühjahr mit dem Bau seiner ersten eigentlichen Autobahn beginnen werde. Von Belgrad ausgehend und in Svala endigend, 6oll sie parallel zur bestehenden Hauptstrasse verlaufen und die frühere serbische Hauptstadt mit den nördlichen und südöstlichen Grenzgegenden Jugoslawiens verbinden. Gleichzeitig fügt sie sich als Teiktück in die erosee Tianskontinental-Route London-Istambul ein. Ehrensache für die Jugoslawischen Behörden, die neue Strasse zu einer richtiggehenden Autobahn auszugestalten. So soll sie eine Breite von ca. 35 m. mit zwei durch einen Grünstreifen getrennten Fahrbahnen erhalten. Durch Viadukte, Tunnels und Brücken werden Kreuzungen mit andern Verkehrswegen »usceschaltet Geht Schweden zum Rechtsfahren über? Wir erhalten aus Stockholm folgende ergänzende Mitteilungen zu den Meldungen, welche wir bisher zu dieser Frage gebracht haben; Der schwedische Automobilclub beschäftigt eich seit zehn Jahren mit der Angelegenheit, um die Behörden wir Einführung des Rechtsverkehrs zu veranlassen. Erst im vergangenen Dezember noch unternahmen der Präsident und der Generalsekretär des Clubs beim zuständigen Ministerium entsprechende Schritte. Bei diesem Anlass wurde dem Minister ein Bericht überreicht, der die Entwicklung dieses Problems während der letzten Jahre schildert und die voraussichtlichen Kosten der Umstellung berechnet, die sich auf schätzungsweise 15 Mill. Kronen belaufen. Anscheinend halten jedoch die Behörden den Moment noch nicht für gekommen, um den Wechsel zum Rechtsverkehr vorzunehmen. Wir sind indessen überzeugt, dass sich auch Schweden binnen weniger Jahre der Verkehrsregelung anschliessen wird, welche in der Mehrzahl der Staaten de« europäischen Kontinents gilt. Wl Vetkeht aftt.'cKo« Mutmassungen über die Typenbeschränkung in Deutschland. Nur noch 62 anstatt 168 Typen? Direktor Werlin von der Daimler-Benz AG. schätzt das künftige Bauprogramm Deutschlands für Motorfahrzeuge auf 23 Personen-, 14 Lastwagen und 25 Motorradtypen, während das bisherige Programm aus 168 Typen bestanden habe. Nicht eingerechnet eind darin Zugmaschinen, Spezialfahrzeuge, Omnibusse und Elektrofahrzeuge. STFM FN-MADKT Aiatoverkäisfer für das Gebiet Solothurn gesucht. In Frage kommen nur Bewerber, welche sich über Erfolg ausweisen können und an seriöses, selbständiges Arbeiten gewöhnt sind. Handgeschriebene Offerten mit Zeugnissen, Gehaltsansprüchen und Lichtbild unter Chiffre 16712 an die Automobil-Revue, Bern. 22jähr Chauffeur-Gärtner lyiilitarfahrer sucht Stelle auf den 15. Febr. evtl. 1. März in Herrschaftshaus, Anstalt od. Gärtnerei. Suchender besitzt Ia. Zeugn. sowie Leumund. Bin absolut sicherer Fahrer. Offerten unter Chiffre 8013 an die (11 Automobil-Revue, Bern. Gesucht tüchtiger, selbständiger Automechaniker welcher auch im Elektrischen ausgebildet ist. 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Dieses Kapitel ist ein meisterhaftes Abbild der Handelspraxis. 90 Seiten Wörter und Mustersätze bilden den dritten Teil. Dieser Teil bedeudet für den Korrespondenten das nie versiegende Nachschlagewerk, das ihm über alle Klippen hinweghilft. Nicht nur dem Handel, sondern auch dem Bankverkehr ist eingehend Rechnung getragen worden. Der vierte Teil ist betitelt: „Korrespondenz und Handelskunde". Gegen 200 Musterbriefe, die zum grössten Teil Originalbriefe sind, enthält dieses Kapitel. Die Briefe bestehen aus drei Teilen: Der Inhaltsangabe, dem Brief und den Erläuterungen. Diese am Fusse des Briefes angebrachten Erklärungen machen den Benutzer auf sprachliche und handelsübliche Eigentümlichkeiten aufmerksam. Unsicherheiten im Sprachgebrauch machen einen schlechten Eindruck auf den Empfänger eines Briefes. Aus diesem Grunde legen die Verfasser im Schlusskapitel der Werke ihre Erfahrungen, die sie während ihrer Tätigkeit gemacht haben, nieder. Solche Bücher bedeuten für jeden strebsamen Kaufmann Kapital Verlangen Sie ein Probeheft, das viele Mustersätze aus den genannten Werken enthält. Prei» jedes in Ganzleinen gebundenen Bandes Fr. 5.50 VERLAG HALLWAG • BERN A b t e i l u n g S p r a e h w e r k e OPEL CHEVROLET PEUGEOT Transportunternehmen sucht per sofort gut oualifis. Chauffeur-Mechaniker dem sämtliche Reparaturen für Diesel- und Benzin- Lastwagen unterstellt sind. Nur tüchtige, an selbständiges Aroeiten gewöhnte Leute mögen Offerten unter Postfach 325, Luzern, einreichen. CHYRO KÜHLER L. CMYTIl-lTRAUB KUHLERFABRIK ^ ^ ^& H& A ^KKfl & ^KH • Günstige Gelegenheit! Einige LASTWAGEN für 2, 3, 4 u. 5 T. Nutzlast, zum Teil revidiert, mit Benzin- oder Dieselmotor, werden zu vorteilhaften Bedingungen verkauft. Anfragen unter Chiffre Z 6373 an dit Automobil-Revue, Bureau Zürich. Grosses Spezialhaus für Pneus J. STÜCKLI. BERN MGhlemamtr. 53. Talsphon 21.31«

11 DIENSTAG, 7. FEBRUAR 1939 AUTOMOBIL-REVUE 15 Frage 13.706. Alte Autodynamo versagt Ich kaufte eine Auto-Lichtmaschine zum Gebrauch als Dynamo..Leider lieferte sie keinen Strom, obwohl ich sie mit 1400 T/Min, antrieb. Auf dem Kollektor schleifen drei Kohlen, Ich probierte die Maschine .schon in allen möglichen Schaltungen aus, ohne eine nennenswerte Spannung zu erhalten. Schaltete ich die Feldwicklungen aus, so erhielt ich genau die gleiche Spannung wie bei Einschaltung des Feldstroms, nämlich nur y, Volt. Einzig wenn ich 2—3 Ampere Feldstrom durch die Feldwicklung schicke, komme ich auf etwa 10 Volt Spannung, und es fliesst dann über einen Widerstand von 5—10 Ohm ein Strom von 1 bis 2 Ampere. Wo fehlt es? Ich habe bereits Feld und Anker umgewickelt, wodurch ich die obigen Resultate erhielt Z. Z. in N. An t w o r t: Nachdem an dieser Maschine soviel gebastelt wurde, ist es allerdings schwer zu sagen, was nun mehr alles nicht stimmt Anfänglich hat es sich, sofern die Maschine wirklich noch im ursprünglichen Zustand war, möglicherweise einfach darum gehandelt, dass die Polarität der Magnetpole, d. h. die Richtung des Magnetismus, nicht stimmte. Wenn der remanente Magnetismus nämlich umgekehrt wirkt, als die durch die Feldwicklung erzeugten Kraftlinien, so kann die Maschine naturgemäss nicht von selbst auf Spannung kommen. Ebenso ist es möglieh, dass irgend eine Wicklung durchgebrannt war, und die Dynamo aus diesem Grunde anfänglich keinen Strom abgeben wollte. Durch die Neuwicklung fällt diese Störmöglichkeit dahin. Da jedoch die Windungszahlen anders gewählt wurden, existieren nicht mehr die vom Konstrukteur zugrunde gelegten elektrischen -Verhältnisse. Wir empfehlen daher, die Wicklung so abzuändern, wie sie ursprünglich war, womit am besten ein versierter Fachmann zu betrauen ist. Die fraglichen Lichtmaschinen sind meist zweipolig, seltener vierpolig ausgeführt und besitzen drei Stromabnehmerbürsten (sog. Dreibürsten-Regulierung). Die Feldwicklung liegt zwischen der Hilfsbürste und der weiter entfernten Hauptbürste. Im Feldstromkreis liegt noch ein Thermostatschalter, welcher den, Feldstrom normalerweise durch seine eigenen Kontakte leitet. Bei Ueberlastung jedoch unterbricht er diesen direkten Stromkreis und zwingt damit den Feldstrom durch den parallel zum Schaltor liegenden Sicherheitswiderstand zu fliessen. Erst wenn die Lichtmaschine sich abgekühlt hat, erhält die Feldwicklung durch automatisches Schliessen des Thermostatschalters wieder den vollen Strom. Auf diese Weise wird eine Schädigung der Lichtmaschine selbsttätig verhindert. Natürlich müssen die Drehrichtung und Richtung des Magnetfeldes zusammenpassen und ebenso muss die Wicklung des Ankers sowie die Schaltung richtig vorgenommen werden. Die Maschine kann auch schlecht arbeiten^ wenn zwar Magnetismus und Drehrichtung zusammenstimmen, jedoch entgegengesetzt den ursprünglichen Verhältnissen gewählt wurden, weil dann die Verschiebung des Magnetfeldes mit der Lage der Hilfsbürste nicht in Ein- Hang steht. -h- fu Sp '^Efrdh* Anfrane 744. Einentuni oder Zubehnr7 Mein Chef kaufte vor 2 Jahren einen neuen Wagen, den ich als Chauffeur in der Fabrik abzuholen hatte. Bei dessen Uebernähme empfing ich von der Fabrikleitung persönlich ein Buch, d. h. einen Automobilführer, mit der ausdrücklichen Bemerkung: für den Fahrer des Wagens! Im Instniktionenbuch für den Wagen ist dieses Werk als Requisit des Wagens nirgends auf?eführt. Mein Chef hat es nun letzten Sommer, ohne etwas zu sagen, au« dem Wagen entfernt wH es nie -wieder zurückgegeben. Ich bin nun der Auffassung, der Vertreter hahe das Buch mir persönlich geschenkt, um so mehr, als er darüber orientiert war, dass mein Chef nicht Selbstfahrer ist. Kann ich nun den AutomoJiilführer zurückverlangen, wenn nicht für mich, so doch für den Wagen? R. W. in B. Antwort: Ob das Buch ein persönliches Geschenk an Sie sein snllte oder eine Beigabe zu Gunsten des jeweiligen Fahrers des Wagens, lässt sich aus Ihrer Darstellung mit Sicherheit nicht beurteilen. Die Passung «für den Fahrpr des'Wagens» le?t die Vermutung nahe, dass das Buch für den jeweiligen Fahrer des Wagens bestimmt ist. aber gleichsam zürn Wagen zu gehören habe. Wir glauben nicht, dass ein persönliches Eigentumsrecht Ihrerseits besteht, es sei denn, die Fabrik würde dies ausdrücklich bestätigen. Das in Frage stehende Buch ist übrigens rein touristischen und nicht mechanischen Inhaltes. Wir glauben deshalb nicht., dass Ihnen irgendwelche Ansprüche zustehen Immerhin können Sie Djren Chef ersuchen. Ihnen das Buch zum Studium zur Verfügung zu stellen. Wobei sie dann ja die Möglichkeit haben, es wieder Im Wagen unterzubringen. ' * Schriftliche Antworten: Fraoe 1067. Wer vertrIH Motorboote? Ich bitte Sie um Bekanntgabe der Vertreteradressen der Motorboote «Criscraft> und «Gray». H. in Z. Frage 1068. Betriebskostenberechnung. Ich interessiere mich für die Anschaffung eines neuen Lastwagens von 3000 kg Tragkraft und bitte Sie, mir mitteilen zu wollen, wie sich die' Kalkulation für die drei Marken L. M. und N. stellt S. in B. Frage 1069. Bücher qesucht. Wir bitten Sie um Angaben über Zeitschriften und besondere Bücher, •welche die Leitung, Berechnungen und .technische Führung einer Grpssgarage behandeln, sowie auch die Verleger, wo wir uns dieselben beschaffen können. M. in L. Frape 1070. Wer ändert Automobile In Traktoren ab? Ich wäre Ihnen dankbar für Aneabe der Adresse von Firmen, die sich mit der Abänderung von Automobilen in Traktoren befassen. R. in B. Das st. ealHsche Strassenbauprogramm 1939 sieht eine Bausumme von 8.767.000 Fr. vor, die zur Ausführung folgender grösserer Korrektionsarbeiten verwendet werden sollen: Strassen Altstätten— Heerbrügg, über den Stoss, Garns—Wildhaus. Walenseestrasse, Seedammstrasse Rapperswil, Nesslau— Stein, Rickenbach—Kirchberg, Bronschofen—Kantonsgrenze, Niederbüreh^-Bischofszell und die neue Sitterbrücke bei St. Gallen. Ausbau dec Stcasse ü&ec die JfoatechoAe zwischen £aue%z und Goidau Ein „dunkler Fleck" im Zugang zum Gotthard verschwindet. Wer je von Zürich oder Luzern über Arth nach Brunnen gefahren ist, dem wird das nicht nur ziemlich steile, sondern auch schmale und schlechte Teilstück von Goidau über die Bernerhöhe, einen Schuttkegel des Qoldauer Bergsturzes, in nicht gerade angenehmer Erinnerung geblieben sein. Sowohl hinsichtlich der Linienführung als auch in bezug auf die Steigungsverhältnisse präsentiert sich dieser Abschnitt der Durchgangsroute Basel-Luzern-Gotthard und Ztirich- PBOJCKT UBttttHH STRASSENAUS8*U „ BERNERHOHf ZWISCHEN GOIDAU UND LAUCRZ. S ITU ATION Gotthard in einem Zustand, der den Bedürfnissen des modernen Strassenve'rkehrs nicht mehr zu genügen vermag. Hohe Staubwolken kündeten im Sommer schon von weitem, was für ein Bewenden es mit diesem Uebergang hat; im Winter aber konnte man es erleben, dass die Strasse mitunter stundenlang durch Fahrzeuge verstopft war, welche der Schnee oder das Glatteis immobilisiert hatten. Nicht umsonst sahen sich die Behörden des Kantons Schwyz kürzlich noch veranlasst, den Besitzern von Lastwagen zu empfehlen, Fahrten mit Anhängern über die Bernerhöhe unterbleiben zu lassen, weil -dieser «Stich > von Lastenzügen trotz bester Schneeräumung nicht bewältigt werden könne. Man wird es deshalb begrüssen, dass der Kanton Scbwyz nunmehr daran geht, hier Remedur zu schaffen. In den nächsten Tagen soll nämlich mit der Verbesserung dieser Teilstrecke begonnen werden. Zuerst hatte man einen Ausbau der bestehenden Strasse geprüft, kam aber mit Rücksicht auf die Unmöglichkeit einer Beseitigung der Steigungen davon ab. Und ebenso erwies eich die Lösung* die Strasse näher gegen den Rossberg hin zu verlegen als undurchführbar. So entschloss man sich zu einer Korrektur der Linienführung der jetzigen Strasse, womit eine zweckmäßigere Gestaltung der SteigunErsverhältnisse Hand in Hand seht. Bei einer Gesamtlänge der Korrektion von 1,79 km entfallen auf den Ausbau des bestehenden 950 m auf Neuanlagen. Trasses und Herabsetzung der Steigung auf 7,9%. — Erweiterung der Fahrbahnbreite auf 7,5 m. Ausserdem wird die Steigung, die bei der alten Strasse bis zu 13% betrug, durch hohe Dämme und tiefe Einschnitte auf 7,9% verringert Wohl Hess der Regierungsrat die Frage untersuchen, ob es mit Rücksicht auf die Kosten nicht angängig wäre, die Fahrbahn nur auf 7 m Breite zu bemessen. Mit dem Beschluss, sie auf 7,5 m festzusetzen, bekundete er — und das verdient Anerkennung — sein Verständnis für das, was der neuzeitliche Verkehr auf dem Gebiete des Strassenbaues verlangt Man hat aber auch nicht unterlassen, dem Automobilisten die Reize dieser Landschaft zu erschliessen: beim schönsten Stück der Strasse entsteht ein Parkplatz und ein Fussgängerweg führt durch das sind fast ausnahmslos Automobil-Besitzer und regelm&ssige Leser der „Automobil-ReTue". Haben Sie solche Objekte zu verkaufen, dann machen Sie eine „Kleine Anzeige in die „Automobil-Revue" wilde, romantische Berfsturzgebiet nach einem Aussichtspunkt, von wo der Blick «ich auf den Lauerzesee und die beiden Mythen •weitet. "• Drei Etatrpen sind für die Ausführung der auf insgesamt 500.000 Fr. -veranschlagten Korrektion vorgesehen: Bauetappe 1939 mit 100.000 Fr. > 1939/40' » 200.000 » 1940/41 > 200.000 » •Ruht während des Sommers die Arbeit, «o Ist das Projekt Im übrigen derart disponiert, dass man Verkehrseinstellungen, auf der alten Strasse nicht vorzunehmen braucht Eine kürzere Bauzeit würde sich nach Ansicht der Behörden mit der finanziellen Leistungsfähigkeit des Kantons nicht vertragen. Immerhin kann die eigentliche Steigung über die Berner höhe ichon im Sommer 19 40 provisorisch den» Verkehr übergeben werden. ! An die Lohnsumme der beim Bau beschäftigten Arbeitslosen — es handelt sich beim vorliegenden Werk um eine Notstandsarbeit — leistet die eidg. Zentralstelle für Arbeitsbeschaffung einen Beitrag. \us dc»n Verbanden Die Aspa, Kantonalgruppe Bern lädt auf nächsten Samstag, den 11. Februar, va einer Versammlung ein, die um 15 Uhr im grossen Saal des Bürgerhauses Bern beginnt und deren Hauptgegenstand, die Orientierung der Mitglieder über die Einführungsmassnahmen zur Autotransportordnung und über das Ausfüllen der offiziellen Fragebogen des eidg. Amtes für Verkehr bildet. Das Referat hält Herr Dr. Raaflaub. Nachher steht den Mitgliedern ein kleines Büro mit Personal und Schreibmaschinen zur Verfügung, das nach den Angaben der Wagenhalter die Formulare unentgeltlich ausfüllt Auch Nichtmitglieder sind zur Teilnahme an der Versammlung freundlich eingeladen. Ihnen steht das Büro ebenfall« kostenlos zur Verfügung, soweit es nicht durch Aspa-Mitglieder zu stark beansprucht wird. (Eine ganze Reihe solcher «Instruktions-Versammlungen» der Aspa-Sektionen haben bereits in verschiedenen Landesgegenden stattgefunden; weitere werden noch folgen.) VEREINIGUNG STAATL. GEPR. AUTOFAHRLEHRER DER SCHWEIZ (V. AS.) 2 ZENTRALVERBAND. D,ie Sektionen mögen vormerken, dass die auf 26. März angesetzte Delegiertenversammlung vormittags punkt 10 Uhr beginnt und im Gebäude der Schweizer Mustermesse in Basel stattfindet. Zur Besichtigung der Messe bietet sich nachmittags Gelegenheit Im übrigen wird verwiesen auf die den Sektionen für die Delegiertenversammlung zugehenden Richtlinien nebst Anmeldeformular, das dem Zentralsekretariat bis spätestens 25. Februar richtig ausgefüllt und unter» zeichnet zuzustellen ist Die Traktandenliste wird den Sektionen besonders übermittelt. In den nächsten Tagen erhalten die Sektionen mit Rundschreiben Nr. 1 das Schema eines Fragebogens betr. die ärztliche Untersuchung. Die Frist zur Vernehmlassung durch die Sektionen wird angesetzt bis 25. Februar; -bis' zu diesem Tage ist dem Zentralsekretariat die Stellungnahme zur grundsätzlichen Frage und zum Fragebogen selbst bekanntzugeben. Wohl die meisten Fahrlehrer werden auf Ende 1938 ihre Betriebsrechnung erstellt und das Jahresergebnis ermittelt haben; diese Feststellungen sind ohnehin zur objektiv richtigen Steuereinschätzung notwßndig. Das Zentralsekretariat wird den Fahrlehrern demnächst Gelegenheit geben, ihm mit kalkulatorischen Unterlagen an die Hand zu gehen, wozu die Jahresrechnung des Fahrlehrers einen vorzüglichen Ausgangspunkt bildet. Es wird deshalb gebeten» das bezügliche Material aufzubewahren und den Fragebogen des Zentralsekretariates abzuwarten. Dieser wird die notwendigen Grundlagen zur Behandlung der Tariffrage bilden. Anregungen von seiten der Sektionen und ihrer einzelnen Mitglieder werden schon heute dankend entgegengenommen. Für das Zentralsekretariat: Ed. Aeberli. Liegenschafts-Markt Interessenten für 7t€€ert mit 9aA£u?en Zu verkaufen an einem der interessant. Plätze des Berner Jura, an der Kreuzung v. 3 intern. Strassen Garage mit Service-Station und Wohnhaus. Seriöse Angelegenheit Umsatz zugesichert Nötiges Kapital; Fr. 20000.—. — Anfragen unter Chiffre P 15084 D an Publicitas, Delemont. Autoreparaturwerkstätte mit Service-Station, evtl. dafür geeign. Gebäude in gröss. Ortschaft, ev. Stadt, zu mieten oder (10,11 "Zukaufen geöueht Günstige Lage, vorteilh. Bedingung. — Offerten unter Chiffre 8019 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen (evtl. zu vermieten) Autogarage an tuter Durchgangsstr. im Kanton Bern. Reparaturwerkst, Einstellraum u. Vierzimmerlogis. Sehr gut geeignet für Service-Station und Kundendienst. Aufragen unter Chiffre 8033 bei der (11,12 Automobil-Revui, Bern. SEKTION BERN. Einladung zur Mitgliederversammlung, Dienstag, 14. Februar, abends &% Uhr, im «Wächter» in Bern. Traktanden: 1. Präsenz, 2. Protokoll, 3. Wahl der Delegierten, 4. kürzer Bericht des Zentralsekretärs, 5. Aussprache, 6. Diversa und Unvorhergesehenes. Wir erwarten pünktliches und namentlich vollrfhligee Erscheinen. Dieser Tage ist den einzelnen bernischen Mitgliedern das amtliche Formular Steuererklärung, mit Fristansetzung bi« 15. Februar zugestellt worden. Die Erfahrung lehrt, dass der Selbsteinschätzung auch in den Kreisen der Fahrlehrer noch immer zu wenig Beachtung geschenkt und zu sehr init subjektiven Argumenten gefochten wird. Indessen kann nur eine objektiv richtige und glaubwürdige, beweisbare Einsehätzung scbliesslicb. zum Erfolg führen. Viele Rekurse können dadurch vermieden oder erfolgreich durchgeführt werden. Voraussetzung dazu ist allerdings ein zuverlässiges Beweismaterial in Form von Rechnungsbüchern. Belegen usw. Je gemeinsamer die Taxationen im Fahrlehrerberuf durchgeführt werden können, desto sicherer kann eine zuverlässige Durchschnittserfahrung gesammelt werden. Mit seiner in dieser Materie 20jährigen Praxis und reichen Erfahrung steht der Sekretär den einzelnen Mitgliedern mit Rat und Tat gegen bescheidene Gebühren gerne zur Verfügung, wobei betont wird, dass alle ihm unterbreiteten Angaben und Beweismittel streng, verschwiegen und unabhängig vom Verband behandelt werden. Es wird immerhin gebeten, nicht bis zum letzten Tage zuzuwarten. Für das Sekretariat: Ed. Aeberli. CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Die gut besuchte Monatsversammlung vom 2. Februar