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E_1939_Zeitung_Nr.030

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, H. APRIL 1939 — $J° 30 MEULA6ERN VON MOTOREN AUSEND jenen Motoren, die ins „bessere Alter rutschen", zeigen sieb notgedrungen die ersten Altersbeschwerden: Ein vermehrter Verbrauch an Oel und Benzin. Wieso? WeU die Zylinderwände vielfach abgeschliffen sind und die Kolbenringe keine richtige Abdichtung mehr besorgen. Da heisst das zuverlässige Heilmitte], das dabei auch noch das Portemonnaie schont: „OLDGOLD", die „anschmiegenden" Kolbenringe. Dank ihrer Elastizität dichten sie bei jeder Geschwindigkeit auch unregelmässige Wandungen einwandfrei ab, ohne dass der Druck irgendwelche anormale Abnützung nach sich zöge. Die vielfachen Referenzen aus der ganzen Schweiz, die wir Ihnen gerne bekanntgeben, beweisen, dass „OLD GOLD" ein zuverlässiges Heilmittel gegen diese Beschwerden darstellen. VERLAN6EN StE PAE/Sl/SrE ZÜRICH Hafdenstr.T9 re/.3*& lieber ein Dutzend schweizerischer Anhängerfabrikanten baut «Schmutz»-Bremsen ein und stellt damit nicht nur sich selbst, sondern vor allem ihre Kundschaft zufrieden I Denn die «Schmutz»-Bremsen sind trotz ihrer hervorragenden Wirkungsweise leicht von Gewicht, ein wichtiger Faktor bei dergegenwärtlgen Gewichtsbeschränkung. Verlangen Sie unsere unverbindlichen Vor» ^schlage. SCHMUTZ-BREMSEN A.G.,ST-AUBIN D1D EDID Acar Ä.-fw Das altbekannte Vertrauenshaus für alle Auto-Ersatzteile Bern Effinnerstrasse 6 a, Tel. 26.084/85 Zürich Lausanne Scehofstr. 15, Tel. 26.828/9 5, av. Ruchonnet, Tel. 32.567 Garage Kasinoplatz Bern Ritzi & Wagner Grösste Garage der 500 Einstellplätze Tel. 37.777 Schweiz mit freier Zu- und Wegfahrt - ; - ; Garage-Tag- und Nachtbetrieb, y : Modern eingerichtete Repaxaturwexkstätte Direkte Fabrikvertretung für Opel und Opel-Blitz-Lastwagen Wo im Räderwerk |_ des Alltags Ite ständig höchste Ansprüche gestellt werden, treffen Sie immer wieder auf Berna- Wagen. In ihrer stets wamsenden Zahl sind sie sprechende Zeugen für den Ruf, den sie sich seit über dreissig Jahren erworben haben: Am besten verlässt man sich doch auf 1 Bemal Bessere und besser geformte Elektroden. Kein\Glühen — kein Verb Isolierkörper in bisher nieverreichter Unempfindlichkeit. Präzisionsarbeit aus einer führenden amerikanischen Zc^ndapparatefabrik. werner Baur, Zürich 2 Gotthardstrasse 62 J.MERK - Anhängerbau - Kipper - Bremsen - Lastwagenbrücken Nein, nicht der Preis sollte beim «Wögen um den Wagen» massgebend sein, sondern die Eignung für die vielfältigen Aufgaben, die das Fahrzeug in Ihrem Interesse zu erfüllen hat. Immer wieder erweist sidi dabei ein Kaufgesudi in der «Automobil-Revue» als äusserst nützlich: .Sie geben einfach die Anforderungen an, die Sie stellen müssen und brauchen aus der Fülle der eingehenden Offerten nur noch das Geeignetste herauszusuchen. ANHÄNGER Stahl- und Leichtmetall-Ausführung Umbauten in Leichtmetall- und Stahlausfuhrung FRAUENFELD , v Crirs und Omnibusse für 8 bis M QTO R W A G E N F A B R I K •y^:r Kilogramm Nutzlast.

„Automobil-Revue" — Nr. 30, II. Blatt BERN, Dienstrag, 11. April 1939 Garantie auf Occasionswag'eii Wenn die heutige Lage des Automobilgewerbes alles andere als rosig ist, so trägt daran ganz bestimmt in weitgehendem Masse das ständige Abwärtsgleiten der Preise für Occasionswagen die Schuld. Dieses Abbröckeln bedeutet nicht etwa die normale Entwertung, die jeder Wagen mit zunehmendem Alter schliesslich erfährt, sondern die Tatsache, dass ein Wagen einer bestimmten Leistungsklasse bei gleichem Alter heute viel weniger wert ist als früher. Wenn dies auch in erster Linie davon herrührt, dass die neuen Wagen mit der Entwicklung der Technik billiger und zugleich besser geworden sind und die ungleich stärkere Besteuerung des Brennstoffs besonders auf den Handelswert der hochpferdigen Wagen drückt, so ist damit dem Gewerbe doch nicht geholfen, weil die bedeutend geringere Wertschätzung nicht nur einen niedrigeren Verkaufspreis nach eich zieht, sondern auch die früheren ertragreichen Revisionsarbeiten auf einen Bruchteil zusammendrückt. Teile zu ersetzen, falls sie den normalen Ansprüchen nicht, gewachsen sein sollten und vermindert für den Käufex die Gefahr, nach einer oder zwei Wochen den Wagen bereits wieder zur Reparatur zurückbringen und mehr oder weniger tief in die Tasche greifen zu müssen. Selbstredend bedeutet eine solche Garantie, wie jede andere, für den Garagisten ein erhöhtes Risiko. Hat es aber dieser letztere nicht in der Hand und verfügt nicht gerade er über jene Kenntnisse und Einrichtungen, die aus ihm den prädestinierten Mann machen, um die für die Garantieleistungen notwendigen Schritte vorzunehmen? Zusätzliche Arbeit erhältlich zu machen bedeutet aber nichts anderes, als dass der Reparaturwerkstätte neues « Putter » zugeführt wird* womit das Gegenteil der früheren Entwicklung erreicht wird, da ein Grossteil der Occasionskäufer gerne bereit ist, die damit verbundenen Mehrkosten in der Form eines besseren Kaufpreises zu bezahlen. Je mehr sich die Allgemeinheit der Be- Jede Massnahme, die geeignet ist, dasdeutung und des Nutzens einer Garantie bewusst wird, desto ^eher dürfte die Nachfrage nach solchen Wagen grösser werden Mit der Garantie auf Occasionswagen Preisniveau der gebrauchten Wagen zu verbessern, wirkt gleichzeitig auch als Arbeitsbeschaffung. Das Problem verdient darum ein eingehendes Studium. Wie überall in der Wirtschaft, wird sich auch in dieser Frage nur dann eine befriedigende Lösung finden lassen, wenn sie nicht nur vom Ständpunkt des Garagisten, sondern mit ebensolcher Gründlichkeit von demjenigen des Käufers, des Automobilisten, aus betrachtet wird. Wer sich für einen Occasionswagen interessiert, ist von Natur aus vorsichtig und skeptisch. Er erhält ein Fahrzeug, für dessen Güte ihm keine Fabrikgarantie Gewähr gibt, sondern das durch den früheren Eigentümer in einer ihm unbekannten Weise gefahren, behandelt und vielleicht auch strapaziert worden ist. Er wird sich von Anfang an auf diese oder jene unangenehme Ueberraschung gefasst machen, die zu Lasten seines eigenen Geldbeutels geht. —Da der Käufer in 95% der Fälle ein automobiltechnischer Laie ist — wenigstens soweit es die Beurteilung einer Occasion betrifft —, wird er sich vor allem dadurch schadlos zu halten versuchen, dass er seine Auslagen auf das möglichste Minimum beschränkt. Die Kosten dieser Verhältnisse trägt, wie bereits eingangs erwähnt wurde, der Garagist in doppelter Hinsicht. Es wäre allerdings falsch, zu glauben, dass dem Durchschnittsautomobilisten der niedrige Preis die Hauptsache sei. Er gibt sein Geld nicht deswegen aus, um es los zu werden, sondern um einen Gegenwert zu erhalten, der ihm die Auslage wert zu sein scheint. Wenn es nun gelingt, durch irgendwelche zusätzliche Leistungen die «Furcht •*vor dem Reinfall» aus der Welt zu 'schaffen, so wird auch die Herrschaft der Preisfrage ohne weiteres mehr oder weniger abgeschwächt. Ein Mittel, das in vielen Fällen sehr erfreuliche Resultate zeitigen dürfte, besteht darin, dass der Garagist dem Käufer auch für den Occasionswagen eine während soundso vielen Monaten vollwertige Garantie leistet. Er übernimmt dadurch die Verpflichtung, gewisse genau zu stipulierende §pjDenn6ch dürfte es sich lohnen, die Frage einmal grundsätzlich abzuklären, nicht nur zum Vorteil der Automobilisten, sondern ebensosehr des Gewerbes. :—: einen Devis und stellt die Bedingung, dass das Fahrzeug nach 4 Wochen wieder zur Verfügung stehe. Untersuchen wir nun einmal, wie wir gewohnheitsmässig vorgehen und was wir dabei besser machen können. Wir haben vier Wochen Zeit. Das Bureaupersonal ist gerade mit der Bilanzbereinigung beschäftigt, und da die Devisierung scheinbar nicht pressiert, lässt man sie ein paar Tage Hegen. Damit haben wir uns aber bereits eine erste mögliche Verlustquelle geschaffen, denn je eher wir unsere Offerte abgeben, desto eher wird sich unter normalen Umständen unser Kunde auch zur Annahme entschliessen; desto besser wird er von unserer Dienstfertigkeit überzeugt und desto mehr haben wir die Möglichkeit, die Arbeitseinteilung in unserem Betrieb möglichst rationell zu gestalten. Wer garantiert uns, dass wir in einer oder zwei Wochen nicht mit Arbeit überhäuft sind und dadurch genötigt werden, einen Teil mit Ueberzeit und zu Ueberzeitansätzen bewältigen zu lassen? Nehmen wir nun an, unser Kunde habe den Devis akzeptiert. Es fehlen uns gewisse Bestandteile, die wir wegen Zeitmangel telephonisch bestellen müssen, während eine frühere Offertstellung ohne weiteres ermöglicht hätte, sie auf schriftlichem Wege kommen zu lassen. ;{Was diese «letztminütigen Bestellungen» kosten und wie selten die Mehrspesen verrechnet werden können, weiss jeder Fachmann aus Erfahrung.) Wenn nun endlich die Arbeit beginnen kann, dann tauchen erst die Möglichkeiten einer Leckage in einer Grosszahl auf. Verfügen die Arbeiter über jene Werkzeuge, die eine möglichst prompte und genaue Bewältigung garantieren? Sorgt die Organisation dafür, dass jedes Ding sofort und ohne unnützen Zeitverlust an seinem Platz zu finden ist? Sind die Sichtverhältnisse derart, 9Cand In 9Caad Wer ein vollgerütteltes Mass eigener Sorgen zu verdauen hat, findet selten Zeit und Gelegenheit zur Beschäftigung mit den Problemen, die über seinen eigenen Gesichtskreis hinausgehen. Er hat die Ueberzeugung, als Einzelner inmitten einer zu keinerlei Rücksichten geneigten Natur zu stehen und für den Erfolg ausschliesslieh auf seine eigene Kraft bauen zu dürfen. Dennoch — je länger je mehr bricht sich auch für das Erwerbsleben die Erkenntnis Bahn, dass «zwei Gäule, die in der gleichen Richtung ziehen», mehr leisten und sich weniger anstrengen müssen, als wenn ein jeder nach eigenem Gutdünken losgehen würde. So seltsam es klingen mag: Die Entwicklung unserer Wirtschaft drängt je länger je mehr dazu, Hand in Hand zu schaffen und zu wirken. Beleuchtet es nicht schlaglichtartig die Situation, wenn in der amerikanischen Industrie, die sicher jeden anderen Ruf als den menschenfreundlicher Philanthropie und zerfliessenden Altruismus geniessti die Aufklärung des Publikums und Wekkung seines Interesses für die Aufgaben und Sorgen der grossen Unternehmungen eine ständig wachsende Bedeutung gewinnt, wie dies am immer stärker werdenden Hervortreten der «Public Relations Directors » festzustellen ist? Dieser Erscheinung liegt ganz bestimmt nicht eine Wandlung der innersten Gefühle zugrunde, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass davon das eigene Unternehmen profitiert. Darum lohnt es sich, einmal darüber nachzudenken, ob ein ausgesprochener Egoismus immer noch die gleichen Erfolgsaussichten hat wie früher... 0 dass sie ein Höchstmass an genauer und rascher Arbeit ermöglichen? Ist der Geist der Arbeiter so, dass sie aus eigenem Antrieb und mit erfreulichem Interesse ihre Obliegenheiten besorgen und nach Verbesserungen fahnden? Oder «tun sie nur so als ob», um jede Woche die Zahltägsdüten in Empfang nehmen zu können? Ist die Einstellung der Geschäftsführung derart, dass auch der Letzte des Personals mit der Ueberzeugung arbeitet, gerecht und angemessen behandelt zu werden? Werden persönliche Reibereien, die bekanntlich immer zu Lasten der Leistung und damit der Ertagsrechnung gehen, vermieden? Ist die Kontrolle des Personals so, dass unfähige und unwillige Elemente mit aller wünschbaren Promptheit entlarvt und entfernt werden, da sie über alles hinaus den Geist der gesamten Equipe zu vergiften vermögen? Sorgt die Arbeitseinteilung dafür, dass ein jeder vorzugsweise damit beschäftigt wird, wofür sich seine Fähigkeiten und Erfahrungen am besten eignen? Werden die einzelnen Vorkehrungen so getroffen, dass keine entbehrlichen Arbeiten entstehen? Auch wenn die Arbeit einmal getan ist und der Wagen zur Ablieferung bereitsteht, gibt's noch «Löcher, die gestopft werden sollten». Wird der Wagen so kontrolliert, dass sich eine Rücknahme zwecks Behebung unentdeckter Schäden und Mangelhaftigkeiten erübrigt? (Man erhält dafür bekanntlich herzlich wenig vergütet.) Lässt sich die Ablieferung des Fahrzeuges am Domizil so einrichten, dass gleich in der Nähe ein anderer Wagen abgeholt werden kann? Wird die Rechnung prompt und derart detailliert ausgestellt, dass wenigstens keine Zeit- und Zinsverluste entstehen ?. Es liegt uns fern, durch die obigen Anregungen den verantwortlichen Leiter eines Betriebes zu veranlassen, als « Schmöcker» seine Nase immer und überall hineinzustecken. Solange es ihm um die Sache an sich geht, solange er sich bemüht, dem Personal den Zweck seiner Anstrengungen verständlich zu machen, solange wird er auch auf eine aktive Mitwirkung aller zählen dürfen. Ob sich eine solche Jagd nach Leckage lohnt? Die beste, zuverlässigste und klarste Antwort gibt Ihnen ein praktischer Versuch bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit. Des «GWunders» wegen sollten Sie ihn einmal machen. =