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E_1939_Zeitung_Nr.035

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 28. APRIL 1939 — N° 35 Sftvaisson Simplon offen. Nach einer Mitteilung der Vereinigung « Pro Sempione» wird die Simplonstrasse von nächsten Samstag den 29. April an, und zwar im Verlaufe der Nachmittagsstunden, dem durchgehenden Verkehr geöffnet werden können. Vor Fahrtantritt dürfte sicherheitshalber eine kurze Rückfrage in Brig, oder bei den betreffenden touristischen AuskunftssteMen zu empfehlen sein. Estland baut eine « olympische » Strasse. Die Regierung von Estland projektiert den Ausbau der Strasse von Hainasch an der lettischen Grenze nach der Hauptstadt Tallinn (Reval) zu einer auf die grössten Anforderungen berechneten Autostrasse. Die Existenz dieser Strasse soll ausländische Automobilisten veranlassen, die in Helsinki stattfindenden Olympischen Spiele im Wagen zu besuchen. Da jedoch anzunehmen ist, dass die Autos dann zum grössten Teil nicht hinüber nach Finnland genommen -werden, soll in nächster Nähe von Tallinn ein besonders geschützter Parkplatz für 3000 Autos eingerichtet werden, auf welchem die Wagen beliebig lange zurückgelassen werden können. Mit Rücksicht auf die karg bemessene Bauzeit soll unverzüglich unter Einsatz grosser Arbeitermassen an verschiedenen Stellen zugleich mit der Arbeit begonnen werden. Wandeive^e Aus dem Jahresbericht 1938 der Sektion Bern SAW. In ihrem 2. Bericht, umfassend das Jahr 1938, legt die Sektion Bern der Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege wiederum Zeugnis von der vielfältigen Arbeit ab, welche sie im Dienste dieser Bewegung geleistet hat, deren Ziele auch den Automobilisten unmittelbar interessieren. Denn die Anlage und Markierung von Wanderwegen trägt mit dazu bei, den Fussgängerverkehr von der Strasse abzulenken und damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Auf 35 Musterrouten konnte 1938 im Gebiete des Kantons Bern die Markierung dem Abschluse entgegengebracht werden. Dabei besorgten wieder stellenlose Lehrer die Kontrolle der Aufstellung und das Anbringen der Wegmarken. Heute stehen 614 Wegweiser, deren Anschaffungskosten sich auf 10000 Fr. beliefen. Daneben erstrecken sich die Arbeiten auf die Vorbereitung der Markierung in den Wanderjehieten Freiberge, Bern-West und Saanenland-Obereimmental, sowie auf die Routenaufnahmen in diesen Gebieten und auf der groesen Passroute Jochpass- Pillon. Für die Durchführung dieser Aufgaben rechnet man mit einem Finanzbedarf von 65 000 Franken. Erhöhte Aufmerksamkeit fanden der Ausbau, der Unterhalt und die Verbesserung von Wanderwegen, wofür nicht weniger als 25 kleine Projekte eingingen. An grösseren Projekten befinden eich teilweise bereits im Studium der Ausbau des Wanderwegs Innertkirehen-Grimsel und des Saumwegs Bald ist es wieder soweit! (Photo P. Senn.) Gateig-Lauenen, die Anlage eines Wanderweges von Bern nach Thörishaus und eines weiteren durch Lysshachtal, die beide zur Entlastung der Autostrasse dienen, sowie der Bau eines Wanderweges längs des linken Thunersee-Ufens. Eine erfreuliche Aufwärtsbewegunz kennzeichnet den Mitgliederbestand, der von. 50 zu Ende 1937 auf 201 am Scbluss des Jahres 1938 angewachsen ist. Mit Befriedigung stellt der Bericht fest, dass die Wanderwege-Idee auch bereits im benachbarten Kanton Freiburg Fuss gefasst hat und dass ein weiterer Ausbau der Wegmarkierung im Gebiet des Schwarzsees bevorsteht. Im übrigen nahm Bern auch Fühlung mit dem Wallis, um die Anschlüssa der vorbereiteten Wanderwege nach diesem Kanton zu bereinigen. Wenn scMiesslich der Bericht den Wunsch ausspricht, die Wanderwege-Aktion möge auch im laufenden Jahr wieder um ein gut Stück vorangebracht werden, so schliessen auch wir uns ihm vorbehaltlos an. Der Pavillon des Touring-Clubs für die Landesausstellung. Auf dem alten Tonhalleplatz in Zürich ist noch auf das Sechseläuten hin der T.C.S.-Pavillon fertig geworden. Er präsentiert sich von aussen in seiner blauen und weissen Tönung als zweckmässiger, gefälliger Holzbau. An dem nach dem Bellevueplatz gerichteten Turm, der im nächtlichen Stadtbild leuchtend hervortreten wird, bemerkt man in der Höhe in roten Lettern die Aufschrift «Touring- Club». Zürichseefähre Horeen-Meilen. Das Jahr 1938 hat diesem Verkehrsunternehmen wieder etwas befriedigendere Verhältnisse und Ergebnisse gebracht. Es ist wieder aufwärts gegangen, die Zahl der transportierten Personen stieg von 122 376 auf 130 221, jene der Fahrräder von 17 747 auf 19 706, diejenige der Personenautomobile von 6896 auf 8264, die Beförderung von Lastwagen vermehrte sich von 1442 auf 1724, während das Kontingent der Fuhrwerke von 841 auf 759 zurückging. Die Zunahme beträgt daher für 1938: 7845 Personen (6,4%), 1959 Fahrräder (11%), 1368 Personenautomobile (20%) und 282 Lastwagen (20%). Dabei ist die eigentliche Betriebsdauer fast die nämliche wie im Jahre 1937 geblieben, indem die Fähre mit Ausnahme der Zeit vom 31. Januar bis 26. Februar durchgehend im Betrieb stand. Entsprechend der Verkehrssteigerung haben sich die Betriebseinnahmen von Fr. 75 471.55 auf Fr. 80 826.90 erhöht, während die Betriebsausgaben um Fr. 1232.65 gesenkt werden konnten. Zudem hat der neue Vertrag des Fähreunternehmens mit der Zürcher Dampfbootgesellschaft eine weitere Entlastung gebracht, so dass die finanziellen Perspektiven für die kommenden Jahre wieder etwas erfreulicher geworden sind. Zu den 20 926 Pflichtkursen kamen noch 10 Extrafahrten, dagegen fielen 12 Kurse wegen starkem Sturm, 24 wegen Nebel und 14 wegen der Verdunkelungsübungen aus, so dass effektiv 20 886 Kurse während 338 Betriebstagen ausgeführt wurden, was 55 348 Fahrkilometern entspricht Die Betriebskosten stellten sich pro Fahrkilometer auf 42,6 Rappen für Betriebsmaterialien, auf 64 Rappen für Personalkosten und auf 25 Rappen für die übrigen Kosten, so dass sich ein Total an Betriebskosten von 131,6 Rappen pro Fahrkilometer ergab, gegenüber 144 Rappen im Jahre 1937. «j-^ -g Für Deberlandfahrten ist ein richtiges \ßcs£?^L S^^^^sa&s^Wm^SS^bL ^ ^ ""^^^^^!>SfflHHBi) Strassensignal von grösster Wichtigkeit. Lassen Sie sofort das CICCA-TENOR,

]JJO 35 _ riUCITAG. ». APRIL 1939 AUTOMOBIL-REVUE 11 Tourismus Autotourismus und Landschaftsschutz. Um zu verhindern, dass die an sich wünschenswerte Erschliessung malerischer Berggegenden für das Automobil nicht gleichzeitig zu einer Verschandelung des,Landschaftsbildes werde, hat der Touring-Club der Schweiz eine verdienstvolle Initiative ergriffen. Nachdem das Projekt besteht, die heute bis Saas-Grund führende Strasse bis nach Saas-Fee hinaufzuführen, hat jene Organisation ihre Walliser Gruppe veranlagst, sich mit den dortigen Behörden ins Einvernehmen zu setzen und durch einen hiezu befähigten einheimischen Architekten Pläne für die Ausgestaltung dieses neuen Endpunktes ausarbeiten zu lassen. Damit soll verhindert werden, dass, wie dies andernorts bereits geschehen ist, die mit dem Autoverkehr verbundenen Anlagen, wie Garagen, Tankstellen usw. den Eindruck eines Bergdorfes beeinträchtigen. Ein ähnliches Vorgehen ist auch an anderen charakteristischen Plätzen des Wallis geplant, so zum Beispiel in Kippel im Lötschental, wo die zurzeit noch im Bau befindliche Strasse von Gampel vermutlich im Laufe dieses Jahres schon wird dem Betrieb übergeben werden können. Veranstaltungen. Regionale Chauffeurtagung in Sursee. (Mitget.) Nach langen Verhandlungen und Vorbereitungen durch die am Verkehr interessierten Verbände wurde am 30. September 1938 von der Bundesversammlung ein Beschluss angenommen, welcher eine Sanierung des privaten Transportgewerbes bringen soll. Diese Vorlage ist von allergrösster Wichtigkeit, da sie für ein ganzes Gewerbe einschneidende Neuerungen bringt. An dieser «Transportordnung» sind sowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmer in gleichem Masse interessiert. Um die Neuordnung in möglichst allen Kreisen, die davon betroffen werden, bekanntzumachen, hat die Landeskommission der Berufschauffeure VHTL. die Initiative zu allgemeinen regionalen Chauffeur- Tagungen ergriffen. Besonderer Wert wird dabei auf die Ausführungen über die Auswirkungen des Bundesbeschlusses für die Chauffeure, sowie auch auf die nunmehr in Beratung stehenden Vollzugserlasse zu diesem Gesetz gelegt In Sursee findet daher am 7. Mai 1939, nachmittags \Yi Uhr, im Saale des Hotels «Kreuz> eine solche Zusammenkunft statt, zu welcher die Chauffeure aus dem Gebiet des Wiggerthales, bzw. von Ölten—Langenthai bis Luzern eingeladen sind. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen zwei Referate von Herrn Zentralsekretär H. Leuenberger aus Zürich. Als sachkundiger Referent und Mitglied der neugebildeten eidgen. Expertenkommission zur Begutachtung der Vollzugserlasse zum Bundesbeschluss über den Transport von Personen und Sachen mit Motorfahrzeugen auf öffentlichen Strassen wird er sowohl zum materiellen Inhalt der neuen Transportordnung, wie auch über die Auswirkungen für die Arbeitnehmer im epeziellen orientieren. Nachdem auch die Arbeitgeber, speziell durch die ASPA innerhalb der interessierten Arbeitgeberkreise für die notwendige Aufklärung gesorgt haben, ist eine Orientierung der Chauffeure und Transportarbeiter besonders aktuell. Es kann jedem Chauffeur oder im Transport Beschäftigten nur warm empfohlen werden, diese sehr interessante Tagung zu besuchen Äutokurse Der Ueberland-Autobusbetrleb der Stadt Zürich beförderte im 1. Quartal 1939 insgesamt 85 528 Personen, 1280 mehr als in der entsprechenden Berichtsperiode 1938. Mit 22 380 Fr. bleiben die Gesamteinnahmen um '457 Fr. hinter denjenigen der ersten drei Monate 1938 zurück. Umgekehrt sind die Betriebsausgaben von 26 979 Fr. auf 28 336 Fr. gestiegen, so dass die Betriebsrechnuna mit einem Ausgabenüberschuss von 5956 Fr. (gegen 4142 Fr. im gleichen Zeitraum 1938) abschliesst. KLEINE CHRONIK « Leih-Chauffeure.» In Schweden wird mit ausserordentlicher Strenge gegen Motorfahrzeugführer vorgegangen, die sich angetrunken ans Steuer setzen. Wer in diesem Zustand angetroffen wird, muss ohne Rücksicht auf Rang und Ansehen, auch wenn er keineswegs irgendeine andere Verkehrsvorschrift verletzt hat, für vier Wochen ins Gefängnis — ohne Möglichkeit einer Umwandlung der Gefängnisstrafe in eine Geldstrafe. Die einzige Erleichterung, die man gewährt, besteht darin, daes sich der Verurteilte innerhalb eines Jahres den Monat selbst auswählen kann, den er hinter Gefängnismauern verbringen will. Auch werden regelmässige Strassenkontrollen durchgeführt, bei denen sich verdächtige Motorfahrzeugführer eine Untersuchung ihres Blutes auf Alkoholgehalt gefallen lassen müssen. Diese Strenge des Gesetzes und seiner Durchführung hat in Schweden das Aufblühen eines neuen Berufes »ur Folge gehabt. Es gibt schon heute in den grösseren Städten besondere Agenturen, bei denen man sich Leih-Chauffeure besorgen kann. Wenn ein Autofahrer beispielsweise irgend einem feuchtfröhlichen Feste ausserhalb des Hau- §es beigewohnt hat, ist es für ihn ratsam, sich auf der Heimreise nicht selbst ans Lenkrad zu setzen. >Denn selbst wenn ihm nicht das Mindeste zustösst, kann er infolge einer plötzlichen Strassenkontrolle für einen Monat hinter schwedische Gardinen kommen. S. A. S. Amerikareise der General Motors Biet. Die General Motors S. A. in Biel veranstaltet vom 13. Juli bis 17. August eine Gesellschaftsreise für Automobilbesitzer und Interessenten an die New Yorker Weltausstellung. Preis pro Person Fr. 1476.—. Anmeldungen und Anfragen sind an die General Motors In Biel zu richten. Gesckafiske» Scintiüa A.G., Solothurn. Wie der Bericht dieses Unternehmens für 1938 hervorhebt, hat das vergangene Jahr mit seinen politischen Veränderungen in Mitteleuropa auch im Absatzgebiet der Scintilla AG. tiefe Spuren hinterlassen. Die Bemühungen, dessen Schwergewicht nach dem Westen zu verlegen, mussten im Herbst so .schnell als möglich zum Abschluss gebracht werden, um eine fühlbare Einbusse des Umsatzes zu vermeiden. Der Erfolg ist diesen Anstrengungen nicht versagt geblieben: zu Beginn des Jahresl939 zeichnete sich bereite wieder eine beträchtliche Zunahme an Bestellungen ab. Daneben wendeten die Organe des Unternehmens ihr Augenmerk auch dem übrigen Absatzgebieten zu und es besteht Hoffnung dafür, die grosse Arbeit im Laufe dieses Jahres zu Ende führen zu können. Nach wie vor •widmet das Unternehmen seine besondere Aufmerksamkeit der Aufrechterhaltung eines allerersten Qualitätsgrades seiner Erzeugnisse; ausserdem lässt es auch den Forschungs- und Erprobungsarbeiten zur Fertigstellung neuer Modelle spezielle Pflege angedeihen. Um die während des Berichtsjahres gegründete Stiftung für Personalfürsorge weiter zu stärken, wird ihr ein gleicher Posten wie im Vorjahr zugewiesen. Aus dem Jahresgewinn von Fr. 326,633.84 sollen nach dem Antrag von Verwaltungsrat und Direktion Fr. 50,000 dem Reservefonds gutgeschrieben werden. Die Dividende von 4% netto erfordert 191,489.40 Fr. Unter Berücksichtigung der Tantieme an den Verwaltungsrat, des Gewyinvortrages vom Vorjahr in der Höhe von Fr. 54,900.40 und der Zuwendung an die Stiftung für die Personalfürsorge im Betrage von Fr. 80,000, verbleibt ein Saldo von Fr. 51,530.40, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Die 14. ordentliche Generalversammlung ist auf Montag, den 8. Mai 1939, 11.30 Uhr, nach Solothurn einberufen. Personelles: Titan Auto Service AG., Zürich. Dr. Walter Keller-Staub und Ernst Wurzer sind aus dem V.-R. ausgeschieden. Firmenänderung: Die Fa. Fleury & Cie., Handel mit Automobilen, Garage, Rep.-Werkstätte, ist infolge Todes des Gesellschafters Albert Fleury aufgelöst worden und wird nach durchgeführter Liquidation gelöscht. Aktiven und Passiven gehen über an die Fa. Etablissements Fleury ft Cie S.A. Dem V.-R. gehören an Pierre Chatelain, Präsident, John Herren, Sekretär, und Gerald Bourquin, alle in Genf. Sie zeichnen einzeln. Die Prokura wurde erteilt an Franc.ois Compagnon in Chene-Bougeries und an Charles Pattay in Genf, Av. de Frontenex 26—30 und Rue du Nant 5. FlrmenlSsehung: Die Fa. Konrad Nohl, in Basel, Autoreparaturwerkstätte, ist infolge Aufgabe des Geschäftes erloschen. Nachdem das Konkursverfahren über den Inhaber der Fa. Max Kyburz. Karosseriespenglerei, Dintikon, in Dintikon, als geschlossen erklärt wurde, wird die Firma von Amtes wegen im Handelsregister gelöscht. Die Fa. Jon. Ernst Abrecht, Handel mit Mineralölen und Fetten, Import pennsylvanischer Motoröle, in Solothum, ist infolge Wegzugs des Inhabers im H. R. gelöscht worden. Durch Verfügung vom 5. Januar 1939 ist über die Fa. Frita Zwicky-Böni, Handel und Reparaturwerkstätte von Motorfahrzeugen, in Mollis, der Konkurs erkannt worden. Die Fa. wird, nachdem der Geschäftsbetrieb aufgehört hat, von Amtes wegen im H. R. gelöscht. Ueber die Fa. H. Moser, Handel in Occasionsautomobilen usw., in Zürich, wurde am 14. Februar 1939 der Konkurs erkannt. Nach erfolgter der motorisierten leichten Truppen und der Motortransporttruppen Rund 130 Mannschaften am Start PW Mitrailleur Motr. Mitrailleur PW Korporal PW Korporal PW Korporal PW Korporal PW Kanonier PW Gefreiter PW Hauptmann Motorrad Solo Gefreiter PW Chauffeur PW Korporal PW Motorfahrer PW Oberleutnant PW Appointe" PW Motorfahrer PW Leutnant PW Leutnant PW Chauffeur PW Korrja al PW Sergeant MR Korporal MR Gefreiter PW Leutnant PW Motorfahrer PW Korporal MR Korporal MR Korporal PW Motorfahrer Fahrer Bloch J. G., La Ch.-de-Fonds Waibel Ad., Nusshof Tritten J. P., La Chaux-de-Fonds Schärer W., Zürich Santsehi Paul, Basel Galletti Att., Zürich Burckhardt J. P., Cologny Studer J., Glattbrugg Müller Anton, Zurzaoh Goetz Erwin, Basel Vuarraz Eugene, Neuchätel Herbst Walter, Luzern Studer Alfred, Luzern Vest Felix, Basel Nobs Marcel, Neuch&tel Jaberg Erwin, Basel Bernath Willy, La Chaux-de-Fonds Schwär Fritz, Erlenbach/Zch. Morelli Luigi, Genf Bürki Max, Bümpliz Pittet Valentin, Eohallens Wyler Fritz, Oberdiessbach Verrier Victor, Wabern Bisinger Auguste, Lausanne Krebs Werner, Belp Schorro Christoph, Hipdelbanic Glass Sigmund, Zürioh Siegrist Oskar, Meisterschwanden Künzli Gustav, Möhlin ckte AkutoBra I. Schweizerische Vielseitigkeitsprüfung Bern, 30. April 1939. Was vorauszusehen, ist eingetreten: der zweite Nennschiuss hat noch eine ganze Serie weiterer Anmeldungen gebracht, so dass die Liste nunmehr an die 130 Mannschaften umfasst, Beweis genug dafür, dass diese neuartige Veranstaltung bei den Angehörigen unserer Motortruppen eingeschlagen hat. Ein Blick auf das umfangreiche Teilnehmerverzeichnis lehrt, dass neben einem namhaften Kontingent von Motorrädern mit und ohne Seitenwagen vor allem die Personenwagen vertreten sind, doch fehlt selbst eine Fourgonnette nicht. Wenn hauptsächlich die Berner mit einem starken Harst aufrücken, so verwundert dieser Umstand ebensowenig wie die weitere Tatsache, dass man unter den Konkurrenten ein ganzes Schock von Spezialisten der verschiedenen autosportlichen Disziplinen trifft. Und dass es die Scheibler, Hediger, Dattner, Dold, Schaefer, Dellsperger, Stauffer usw. genau «wissen wollen», liegt auf der Hand. In den letzten Tagen ist auch noch eine offizielle Mannschaft der gegenwärtig im Wiederholungskurs stehenden leichten Brigade 2, bestehend aus 4 Personenwagen-Equipen mit Offizieren und 4 Motorrad-Mannschaften mit Unteroffizieren und Soldaten an die Prüfung kommandiert worden. Selbstredend startet sie ausser Konkurrenz. Mit dem Zuwachs, den die Nennliste seit Montag noch erfahren, wird sich der Start — er erfolgt ab 06.00 vor der Tribüne auf der Rennstrecke — über nahezu vier Stunden hinzuziehen. Für die Aufgaben des Streckendienstes stehen heute insgesamt 155 Mann zur Verfügung. Bei allen Prüfungen, auch beim Schiessen, wofür ca. 300 Scheiben aufgestellt sind, haben die Organisatoren dafür Vorsorge getragen, dass keine Stockungen entstehen und eine beliebig grosse Anzahl gleichzeitig eintreffender Mannschaften ihr Pensum absolvieren kann. Niemand braucht somit zu befürchten, etwa warten zu müssen, bis z. B. eine Scheibe frei wird. Ganz neue Wege geht, nebenbei bemerkt, die komplizierte Ausrechnung der Resultate,- Oblt. von Selve hat dafür ein System ausgeklügelt, das dem motorisierten und mit elektrischen Rechenmaschinen ausgestatteten Rechnungsbüro erlaubt, seine Arbeit nach ungefähr drei Stunden abzuschliessen, während sie sonst rund sechs Stunden beanspruchen würde. Was die Vorführung der Geländewagen anbetrifft, so sei beigefügt, dass dabei auch der neueste Panzerwagen unserer Armee mittun wird. Bezeichnend für die Bedeutung, welche man an hoher oder höchster militärischer Stelle der Veranstaltung beimisst, wirkt der Umstand, dass Bundesrat Minger, die Oberstkorpskommandanten Itrbhbrdr, Chef des Generalstabes, und Guisan, die Oberstdivisionäre Jordi und von Graffenried, Oberst Ruf, Kommandant der Schulen der Motorfahrer, und weitere prominente Persönlichkeiten bei der Konkurrenz als Ehrengäste zugegen sein werden. Wiederholen wir zum Schluss nochmals das Sonntag, den 30. April 1939. Tenue: Uniform. Vormittag: I. Schweizerische Vielseitigkeitskonkurrenz; nationale Konkurrenz, offen für alle Angehörigen der Mot. 1. Trp. und der Mot. Trsp. Trp. Startplatz: Tribünenplatz der Grand Prix- Die weiteren Nennungen (siehe auch Nr. 34): Rundstrecke in Bern (an der Hauptstrasse Bern-Murten). Der Zeitpunkt, zu welchem sich die Mannschaften am Startplatz einzufinden haben, wird dem Fahrer einer jeden einzelnen Mannschaft nach erfolgter Meldung schriftlich mitgeteilt. (Regl. Art. 25.) Das Tribünen-Restaurant ist für Angehörige der Motortruppen geöffnet. Zirka 13 Uhr: Gemeinsames Mittagessen im Tribünenrestaurant der Grand Prix - Rundstrecke. Geschlossene Fahrt mit den Privatfahrzeugen nach dem Schiessplatz Sand. Zirka 15 Uhr- Vorführung neuester Geländefahrzeuge auf dem Hindernisgelände des Schiessplatzes Sand. Zirka 16.15 Uhr: Preisverteilung auf dem Schiessplatz Sand. Fourier Korporal Korporal Korporal Motorfahrer Motorfahrer Korporal Wachtmeister Hauptmann biMvfsdiaft Hilfstahrcr Bloch R«n6, La Chaux-de-Fonds Wolfsberger E., Langenbruck Christen Henri; La Ch.-de-Fds Trachsler Ernst, Basel , Felix Robert, Basel Fahrni Hans, Zürich Reber Fritz, Ariesheim Giovannini Cäsar, Zürich Schürch Hans. Luzern Appointe' Henrioud Jean, Auvernier Motorfahrer Birrer Marcel, Luzern Gefreiter Herzig Werner, Luzern Leutnant Mollinet Robert, Basel Chauffeur Christener Fred., Marin Motorfahret Sutter Adolf, Muttenz Leutnant Dubois Fernand, St. Imier Oberleutnant Meyer Hch., Zürich Korporal Martinez Jean, Genf Motorfahrer . Schwab Bendioht, Bümpliz Appointe Vauthey Henri, Eohalleng Motorradfahrer Jenny Rud., Oberdiessbach Motorfahrer Pfäffli Werner, Zollikofen Leutnant Richard Pierre, Lausanne Motorfahrer Bieri Hans, Interläken , Wachtmeister Thomet Fritz, Hindelbank Korporal Kilohsperger Albert, Zürich Motorfahrer Siegrist Alois, Luzern Gefreiter Dolder Fritz, Wegenstetten Einstellung des Konkursverfahrens wird die Fa., d*> ren Geschäftsbetrieb aufgehört hat, von Amtes we? geh gelöscht. Zweigniederlassung: Die im H.-R. von Genf eingetragene Aktiengesellschaft «S.A.C.A.F. Societö Anonyme pour le Commerce des Automobiles Fiat en Suisse>, mit Hauptsitz in Genf, hat unter der Firma S.A.C.A.F» Sociele Anonyme pour le Commerc« des Automobiles Fiat en Suisse, Aflence de Bienne, in Biel eine Zweigniederlassung errichtet. Sie bezweckt den Verkauf und die Reparatur von Automobilen, den Verkauf von Automobil-Bestandteilen und den Betrieb einer Garage. Einzelunteirschrift (führt Dr. Luigi Berruti, ital. Staatsangehöriger, in Genf, als Direktor, Johann-Veresiuestrasse 7. SEKTION ST. GALLEN -APPENZELL. Programm für den Mai: 2. Mai: Clubabend. 9. Mai: > 16. Mai: » 23. Mai: Für die zweite Mai-Woche ist ferner die Ausfahrt mit den Insassen des Altersheim «Rosenfeld» vorgesehen. Die Einladung wird durch unsern Telephondienst erfolgen. Für die Kommission: 23. Mai, 7 Uhr, im Hecht: Vorbereitungssitzung für die Sektion und Zentralkommission mit Rücksicht auf die am 6. Juni in Zürich stattfindende Generalversammlung aller Sektionen. Zeitschriften Fremdenverkehr und Volkswirtschaft. In «einem bedeutungsvollen Vortrag hat Dr. Franz Seiler Ende Februar vor der Zürcher Volkswirtschaftlichen Gesellschaft die enge Verflechtung weiter Teile unserer Wirtschaft mit dem Fremdenverkehr zahlenmässig nachgewiesen, um daran die vitale Bedeutung der Ausgaben unserer ausländischen Gäste als unentbehrlicher Aktivposten der schweizerischen Zahlungsbilanz zu erhärten. Das Referat ist als Heft 11 der Publikationen des Schweizerischen Fremdenverkehrsverbandes (Börsenstr. 16, Zürich) erscheinen. Zur Spurenkunde des Verkehrsunfalls. Im «Archiv für Kriminologie» widmet der Chefarzt des gerichtlich-medizinischen Institutes der Universität Zürich, P. D. Dr. med. F. Schwarz, dem Thema «Spurenkunde des Verkehrsunfalls» eine von souveräner Sachkenntnis auf diesem Sondergebiet zeugende Studie. Ausgangspunkt und Leitmotiv seiner Abhandlung bildet dabei der Wunsch nach vermehrter Beiziehung des Mediziners durch Staatsanwalt, Untersuchungsrichter und Polizei bei der Abklärung von Verkehrsunfällen. Die Medizin, so behauptet der Verfasser, ist nicht nur imstande, den Zusammenhang zwischen Unfall und Tod zu bewerten, sie vermag in manchen Fällen wichtiges, nur durch 1 deji Spezialisten deutbares Material für die Beantwortung rekonstruktiver Fragen beizubringen, sondern in einzelnen Fällen auch Anhaltspunkte zur Ermittlung eines flüchtigen Täters oder zur Ueberführung eines Verdächtigen zu liefern. Den Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung erbringt Dr. Schwarz durch die Schilderung zweier Fälle,, in, denen es dem Gerichtsmediziner gelang, dank der ihm zur Verfügung stehenden Mittel auf dem Wege der Rekonstruktion die Urheber von Verkehrsunfällen zu eruieren. Um eine restlose Abklärung des Tatbestandes zu gewährleisten, erhebt der Autor dreierlei Forderungen: Durchführung der Sektion immer dann, wenn der medizinische Experte mit der Begutachtung eines tödlichen Verkehrsunfalls beauftragt wird, Vorlegung der Kleider des Opfers zur Untersuchung; endlich soll der Mediziner die Möglichkeit besitzen, Veränderungen am Fahrzeug kennenzulernen, von dem die Verletzungen herrühren (vorausgesetzt natürlich, dass es bekannt ist). Diese Postulate werden mit triftigen Argumenten untermauert. So bergen die Kleider oft überraschende Beweiselemente für die Unfallrekonstruktion in sich, wobei vor allem Pneuspuren eine Rolle spielen. Daneben sind auch Verletzungen durch Anprall, durch den Richtungszeiger usw. leicht deutbar. Wenn sich der Verfasser im weiteren dafür einsetzt, dass dem ärztlichen Sachverständigen Gelegenheit geboten sein müsse, das verletzende Fahrzeug auf allfällige Aenderungen hin su untersuchen und sie mit den Spuren am Korper des Opfers oder an dessen Kleidern in Beziehung zu bringen, so tritt auch darin das Bestreben zutage, die medizinische Wissenschaft in den Dienst der Tätigkeit der Untersuchungsorgane zu stellen. Es ist erstaunlich zu sehen,. wie dabei kleine und kleinste Spuren, z, B. Staubverwisohungen oder Abdrücke von Gewebefasern eines Kleidungsstücks, oft den Weg ZUT Ermittlung oder Ueberführung eines VerkehrB- Missetäters weisen können. Ihre besondere Bedeutung gewinnen die Darlegungen von Dr. Schwarz dort, wo der Lenker eines Motorfahrzeugs bei einem Unfall sein Opfer schändlich im Stiche lässt und sich seiner Verantwortung durch die Führerflucht «u entziehen sucht, Dass aber solche Missachtung der allerelementarsten menschlichen und obendrein auch gesetzlichen Pflicht ihre gerechte Sühne finde, diesen Wunsch wird jeder anständige Automobilist vorbehaltlos unterschreiben. Goodyear, *. c. die grösste Reifenfabrik der Welt, feiert dieser Tage ihr 40jähriges Jubiläum, Bei diesem Anlass wird ein neuer Reifen, der G 100, herausgebracht, so genannt zu Ehren des 100. Geburtstages von Charles Goodyear, dem es als erstem gelang, Gummi zu vulkanisieren. Abgesehen von einer Steigerung der Kilometerleistung um zirka 30% soll der G 100 ganz bedeutend bessere Strassenhaltung gewähren. Statt rund wird dieser Reifen flachseitig, hoch statt breit gebaut. Unter Last und beim Aufpumpen verliert der Reifen sein abgeplattetes Aussehen •wieder und durch das Zusammendrängen des Profils wird eine komprimierte, stabilere Lauffläche erreicht.