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E_1939_Zeitung_Nr.035

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tragung von der Hauptwelle (4) durch den-Freilauf (5) tat Ausgangswelle (6). Der Flanetenkäfig nebst Planetenrädern sowie das innenverzahnte Ringrad des Planetengetriebes laufen leer mit. Steigt die Fahrgeschwindigkeit auf 45 km/St., so werden die Klauen (8) unter der Wirkung ihrer Fliehkraft entgegen Federdruek nach aussen ge- «ogen. Da sie jedoch noch schneller drehen als die äussere Trommel, können sie vorerst nicht in deren Ausschnitte eindringen. Sobald man aber das Gaspedal zurücklässt, verlangsamt sich die Drehzahl der linken Seite des Schonsetriebes, während die der rechten nur wenig abnimmt Ist der Flg. 3. Schema des elektrischen Ttlls des neuen Schongetriebes. Er dient zur Einschaltung des direkten Ganges durch einfaches, volles Niedertreten des Gaspedals. A = Zündspule; ii = Elektromagnet; 12 = Elektromagnetanker mit Sperrzapfen; B — AnlaDschalterklemme; G = Sicherung; D — Relais; E — an daB Gaspedal angeschlossener Schalter; F = Zündschalterklemme. Augenblick gekommen, wo sie gleichschnell laufen, so schnappen flugs die Klauen in die Ausschnitte der Trommel ein, die mit der Ausgangswelle (6) verbunden ist. Hierdurch wird eine feste Verbindung zwischen dem innenverzahnten Ringrad (9) und der Ausgangswelle hergestellt: Der Schongang ist eingeschaltet. \JSLSS Sinkt umgekehrt die Fahrgeschwindigkeit auf 40 km/St., so haben die Klauen (8) die Tendenz, nach innen zu gleiten, werden jedoch daran solange verhindert, als sie ein Antriebsdrehmoment zu übertragen haben. Erst wenn man rasch das Gaspedal zuriickläast, machen sie sich aus der Trommel frei, wonach beim Gasgeben die Kraftübertragung wieder direkt über den Freilauf von der Hauptwelle zur Ausgangswelle weitergegeben wird. Benötigt man zur Beschleunigung bei höheren Fahrgeschwindigkeiten den direkten Gang, so braucht man nur das Gaspedal ganz niederzutreten. Hierdurch wird ein damit verbundener Schalter einen Augenblick geschlossen. Er setzt seinerseits das Relais unter Strom, wodurch der Motor drei oder vier Zündungen aussetzt Gleichzeitig wird ein Strom durch einen Elektromagneten (11) geschickt. Während des momentanen Aussetzens des Motors zieht der Magnetanker (12) den Haltezapfen des Sonnenrades aus dem Nockenring heraus, so dass sich das Sonnenrad frei drehen kann. Ein durch Reibung vom Nockenring mitgenommener Sperring verhindert, dass der Haltezapfen wieder eingreift, solange er vom direkten Gang benötigt wird. Erst nachher, beim Zurücklassen des Gaspedals, schnappt er unter dem Druck seiner Federn wieder in den Nockenring ein, womit der Schoneang erneut eingeschaltet ist. -fw- T«dhmtf*cl»«> Not Neuartige Ersatz-Gummi in U.S.A. Die « New York Times» berichten über ein neues Verfahren, das geeignet sein soll, den USA die langersehnte Gummi-Autarkie zu bringen, ohne dass die Herstellungskosten (wie im Fall© des synthetischen Qummis) die des Naturgummis übersteigen. Ausgangspunkt für die Herstellung ist die Anwendung einer neuen Maschine, die bei verhältnismässig geringem Kostenaufwand einem Druck von rund 25.000 kg pro com erzeugt. Diesem Druck wird das Holz des gummihaltigen Baums Castilla elastica ausgesetzt, aus dem man bereits früher Gummi gewonnen hatte. Indessen hatten sich damals die Kosten weitaus höher als für Paragummi gestellt. Nach dem neuen Verfahren ist Gummi fast ein Nebenprodukt neben der Herstellung von Zellulose, die ebenfalls auf weitaus billigerem Wege gewonnen werden kann, so dass die hierbei erzielten Gewinne die eigentlichen Gestehungskosten des Gummis noch weiter herabsetzen. Das Verfahren soll unmittelbar fabrikreif sein. Es setzt jedoch voraus, dass die Pflanzungen des Gummibaums Castilla elastica, der im Süden der USA gedeiht, wesentlich vergrössert werden. Der augenblickliche Vorteil wird darin gesehen, dass nördlich des Panamakanals genügende Mengen der Bäume zur Verfügung stehen, um den Gummibedarf der USA für Jahre zu decken, so dass der amerikanische Gummibedarf auch gedeckt • werden könnte, wenn die Zufuhr aus Südamerika und Uebersee abgeschnitte wäre. Das Verfahren ist im Laboratorium von Matthew J. Stacom in Long Island City (N. Y.) entwickelt worden. Es wird von massgebenden Kreisen für so ausgezeichnet gehalten, dass das Ackerbauministerium bereits verfügt hat, die bestehenden Versuchspflanzungen von Castilla-elastica- Bäumen in Florida sofort um ein Vielfaches zu vergrössern. B. Röntgenapparat für Pneus Eine grosse amerikanische Reifenfabrik hat eine transportable Röntgenapparatur geschaffen, die für den Gebrauch in Servicestationen und Grossgaragen bestimmt ist. Sie dient dazu, Autoreifen auf eingefahrene Nägel, Scherben usw. sowie verborgene Risse und; ähnliche Fehler zu untersuchen. AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 28. APRIL 1939 — N° 35 en Die ganze Apparatur wird unter das aufgebockte Rad gerollt; sie sieht ähnlich aus wie die bekannten Röntgenapparate, die in manchen grössem Schuhgeschäften benützt werden. Bei einer zur Probe vorgenommenen Untersuchung von 2000 Pneus wurden 2049 Nägel, 2099 Glasscherben und 2197 Schotterund Kieselsteine entdeckt, die in den Gummi oder ins Gewebe der Reifen eingedrungen waren. Rückenkissen zählt Strassinstösst Ein gut durchdachtes Instrument dient der Aufzeichnung der Stösse, die von der Strassendecke auf den Wagen übertragen werden, ohne von der F&derungs- und Stossfängervorrichtung aufgefangen zu werden. Zwischen dem Rücken des Fahrers und der Lehne seines Sitzes wird ein Luftkissen eingeschoben, das mittels eines Schlauches mit einem Kasten verbunden ist, der auf dem Nebensitz steht. Durch jeden Stoss des Wagens wird der Körper des Fahrers stärker gegen das Kissen gedrückt oder von ihm fortgezogen; die dadurch erzeugten Veränderungen des Luftdrucks werden getreulich auf einen Schreibstift übertragen, der sie auf einem laufenden Papierstreifen aufzeichnet. Auf diese Weise wird nicht nur die Anzahl sondern auch die Stärke der einzelnen Stösse genau notiert. Alarm beim Rückwärtsfahren Ziemlich häufig trifft man neuerdings in den USA eine neue Vorrichtung, die Passanten vor rückwärtsfahrenden Autos warnt. Sobald man den Wagen rückwärts fahren lässt, kann man vom Schaltbrett aus ein zumeist an der hintern Stoßstange angebrachtes Alarminstrument einschalten, das gleichzeitig einen anhaltenden scharfen Klingelton von sich gibt und eine ziemlich helle, nach abwärts scheinende Lampe einschaltet. Nächtliche Luftphotographit Vor einigen Tagen wurde in Gegenwart hoher französischer Offiziere in der Nähe von Le Bourget von einem Flugzeug aus eine neue Methode der Luftphotographie bei Nacht ausprobiert. Die Aufnahmen sollen glänzend gelungen sein, lieber den neuen Apparat, von dem man sich in Militärkreisen Ausserordentlich.es verspricht, sind Einzelheiten nicht in Erfahrung zu bringen. Frage 13.744. Wieviel Vorsprur? Wieviel mm Vorspur muss ein 32plätziger Omnibus mit Reifen 32X6 erhalten? P. St. in T. Antwort: Die Vorsprur wechselt auch bei Omnibussen von Marke zu Marke und Modell zu Modell. Es lassen sich darum keine allgemein gültigen Regeln angeben. Um Ihnen die gewünschte Auskunft geben zu können, müssten wir Marke, Jahrgang und Modell des fraglichen Wagens kennen. Am besten setzen Sie sich diesbezüglich mit der Markenvertretung oder der Herstellerin in Verbindung, -fw- Frage 13.745. Von der Straswnhaltung. Ein Freund von mir behauptet, dass sein leichter Wagen viel weniger schleudere als mein schweres Modell. Uoberhaupt ist er der Ansicht, dass jeder leichte Wagen weniger schleudere als ein schwerer. Ich bin gegenteiliger Ansicht Wer hat recht? P. Z. in K. Antwort: Es gibt keine Regel, die eindeutig sagt, dass leichtere Wagen eine schlechtere Bodenhaftung haben müssen als schwere Fahrzeuge. Das kommt ganz auf die Konstruktion an. Das beste Beispiel für die Richtigkeit dieser Angabe finden wir in der phänomenalen Strassenlage der modernen Rennwagen, die ja nach der alten Formel nur 750 kg wiegen dürften. Ea stimmt allerdings, dass es bei einem leichten Wagen eines grösseren, konstruktiven Aufwandes bedarf, um eine schweren Fahrzeugen ebenbürtige oder manchmal gar überlegene Strassenhaltung zu verschaffen. Doch macht dies den Konstrukteuren heutzutage keine Sorge mehr. -b- Schriftliche Antworten: Frage 1170. Dichtungsmittel Festinol. Können Sie uns die Bezugsquelle des Dichtungsmittels Festinol für Zylinderbüchsen bekanntgeben? W. in B. Frage 1071. Chassij-Schmlerpumpe. Wer liefert die kleinen Pumpen zur Schmierung des Chassis mit Oel? M. in P. Büdierf^di Auto-Bücherschau 1938, ein Nachschlagewerk für die im Jahr 1988 über den Automobilismus herausgegebenen, deutschsprachigen Neuerscheinungen. Zusammengestellt von Dr. Erdmann Werner Böhme. Verlag Klasing & Co., G.m.b.H., Berlin W 35. 1939. Mit dem vorliegenden Band legt der deutsche Reichsverband der Automobilindustrie E.V. die 6. Fortsetzung seiner Fachbuch-Titel-Sammlung vor, die diesmal auch eine Bibliographie der wichtigsten Aufsätze des autotechnischen Fachschrifttums enthält. Als wissenschaftliches Werk hat die Auto-Bücherschau die Aufgabe das gesamte Buchschrifttum um das Motorfahrzeug zu sammeln, ohne dabei kritisch auswerten zu müssen. Wenn Sie lesen würden, die Bosch-Kerze sei die beste Kerze der Weil; würden Sie das für eine Redensart halten. Und doch: im vergangenen Jahre wurden sämtliche Grossen Preise 17 Rekorde zu Wasser, zu Lande und in der Luft 159 Rennsiege mit Bosch-Kerzen errungen. Gibt es einen überzeugenderen Nachweis für die Spitzenstellung der Bosch-Kerze? Ist Ihnen die Leistung Ihres Wagens nicht soviel wert, dass Sie einen Satz neue Bosch-Kerzen dafür wagen? Preis: Fr. 3.50 Occasions-Automobile FORD, 5 PS, 4 PL, Limousine. OLYMPIA, 8 PS, 4 PL, Cabriolet, 1938. CHEVROLET, 5 PL, Limousine VAUXHALL, 9 PS, 4 PL, Limousine. Zahlungserleichterung. — Tausch. Titan, Badenerstr. 527, Zürich 9. Tel. 7 07 77. Am 26. April starb nach schwerem Leiden unser Obermeister Herr SAURER 2%-3 T., Dreiseitenkipper, frisch revidiert, preiswert zu verkaufen. Anfragen unter Chiffre Z6569 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. 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N° 35 — TBEITAG, 28. APRIL 1939 AUTOMOBIL-REVUE Sfta*^ss«»nv«>i*l«ela» Eine letzte Mahnung der Basler Polizei an die Vernunft und das Verantwortungsgefühl der Radfahrer. Aehnlich wie sich schon die Polizeibehörden von Zürich, Schaffhausen sowie andere Städte und Kantone veranlasst sahen, namentlich den Radfahrern scharf ins Gewissen zu reden, so richtet jetzt das Polizeigericht Basel-Stadt folgenden letzten Appell an die Einsicht und die Anständigkeit dieser Gattung von Strassenbenützern: Es zeigt sich ein bedenkliches Anwachsen der Unfälle auf der Strasse. Da bedeutet vermehrten Kummer und Schmerz. Täglich tragen sich Unfälle üu, die sich hei einem Minimum an Aufwand von Rücksichtnahme und Anständigkeit gegenüber dem •Mitmenschen vermeiden lassen. Die Polizei hat für Ordnung und Sicherheit zu befriedigenden Resultat. Wir sind im Begriffe, daran zu zweifeln. Unsere Verkehrsabteilung berichtet zum -wiederholten Male, dass es unglaublich eei, wie viel Radfahrer die Verkehrsvorschriften m issachten, Verkehrssignale nicht kennen und rücksichtslos, gleichgültig, ja leichtsinnig und sorglos in den Strassen unserer Stadt herumfahren. Diese denken nicht daran, dass sie, wenn sie in der Strassenmitte statt am äussersten rechten Rand der Fahrbahn oder zu Dritt und mehr nebeneinander oder mit losgelassenen Lenkstangen fahren, wenn sie hemmungslos Kreuzungen passieren, ohne mit dem Arm die Fahrtrichtung anzugeben und die Kurven schneiden, wenn sie abschüssige Strassen als Rennstrecke benützen, wenn sie zwischen Fahrbahn und Liegenschaften nicht absteigen, sondern die Trottoirs in der Fahrt überqueren oder polizeilich gesperrte Ein- und Durchfahrten benützen usw., sich und andere Leute gefährden. Dass bei solchen Erscheinungen -die Unfallkurve ansteigt, ist erklärlich. Es ist kein Trost, daran ru denken, dass es auch noch andere Verkehrssünder gibt. Auch diesen sucht man im Interesse aller beizukommen. An den 253 Unfällen des ersten Quartals 1939 sind weit mehr als 50 Prozent Radfahrer beteiligt. Der Arbeitsanfall der dabei verletzten Radfahrer betrug 500 Tage mit einem Verdienstverlust von rund 6000 Fr. Dazu kommen bleibende körperliche Schäden. In einem Fall kostete es dem Unvorsichtigen das Leben. Dieser Entwicklung kann man mit den bisherigen Methoden, die sich vielfach als Versuch am ungeeigneten Objekt erwiesen haben, nicht- erfolgreich begegnen. Die Polizei sieht sich veranlässt, ein letztes Mal an den Verstand, an Anständigkeit und Verantwortungsbewusstsein der Strassenverkehrsinteressenten zu appellieren; sie ermahnt die Rücksichtslosen unter ihnen zur Umkehr. Für die nächste Zeit sind strenge Kontrollen angeordnet. Wer sich über die bestehenden Verkehrsvorschriften glaubt hinwegsetzen zu sollen, wer sich den Bedürfnissen eines geordneten und sichern Strassenverkehrs nicht einzuordnen vermag, wird verzeigt. Was ist richtig? Und was Hesse sich verbessern? Vorschläge für die Umgestaltung der Verkehrsinseln am Zürcher Alpenquai. Die Sektion Zürich des ACS ist, wie seinerzeit gemeldet, auf die glückliche Idee gekommen, in ihrer Monatschronik Rundfragen über Probleme verkehrstechnischer und strassenbaulicher Natur zu veranstalten, um dadurch ihren Mitgliedern Gelegenheit zu sorgen. Darin ist inbegriffen die "Gewährleistung rrösstmöglicher Sicherheit auf der Strasse. Sie versucht ihrer Aufgabe zu genügen durch den Vollzug verschaffen, sich öffentlich mit den Mass- der bestehenden Verkehrsvorschriften, durch die Vornahme und Belehrung von Verkehrssündern, durch Verwarnungen und Verzeigungen von Fehlbaren beim Richter. Die Erfahrung zeigt, dass letztere Massnahme die erfolgreichste Belehrung ist; aber wir glauben, der Appell an das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Verkehrsinteressenten führe ebenso zu einem nahmen der Behörden auf diesem Gebiet auseinanderzusetzen und ihnen zugleich mit Anregungen an die Hand zu gehen, was, unter diesem Gesichtswinkel betrachtet, im Interesse der Verkehrssicherheit besser gemacht werden könnte. Das erste Thema, das die Sektion zur Diskussion stellte, betraf die neuen Verkehrsinseln am Alpenquai. Was die Umfrage darüber an Vorschlägen zutage gefördert und was für Korrekturen der Automobilist, aus seinen Beobachtungen schöpfend, an dieser Anlage wünscht, das lässt folgendermassen zusammenfassen : 1. Anlage der Verkehrsinseln. Deren Standort wurde allgemein als richtig befunden. Beanstandet wurde die ungenügende Breite der Durchfahrt zwischen Verkehrsinsel und Trottoir vor dem Kongressgebäude. Da zu erwarten ist, dass vor letzterem oft Fahrzeuge für kürzere Zeit anhalten und so einen Teil der Fahrbahn in Anspruch nehmen, wird die Durchfahrt der übrigen Fahrzeuge stark eingeengt und erschwert Es wird daher eine Verbreiterung der Fahrbahn zwischen Verkehrsinsel und Trottoir vor dem Kongressgebäude vorgeschlagen. 2. Strassenbeleuchtung. Nach den.in der Rundfrage gefallenen Aeusserungen blendet sie bei regnerischem oder trübem Wetter. Die Beleuchtung durch Ständerlampen wird für solche Strassenbeleuchtungen als wenig geeignet erachtet, es sei denn, die Ständer werden erhöht, dass die Lichtquelle nicht mehr ins direkte Blickfeld der Fahrer fällt. 3. Markierung der Verkehrsinseln. Im allgemeinen wurde diese als genügend hezeicb.net. Einige Vorschläge beziehen sich auf eine bessere Kenntlichmachung der Randsteine der Inseln (Schwarzweiss-^Anstrich) und ein besseres Anleuchten der Lichtsäulen (von. unten oder in anderer Farbe). Ein weiterer Vorschlag geht dahin, durch Einsetzen von roten Leuchtknöpfen (Katzenaugen von ca. 10 cm Durchmesser) in Linienform in die Fahrbahn die Fahrzeuglenker um die Inseln herum zu führen. Der Verkehrskommission der Sektion wird die Vorschläge auf ihre Tauglichkeit und Verwendbarkeit prüfen und mit den Behörden Fühlung nehmen. Es sollten bei diesen Verkehrsinseln - weitere Unfälle unbedingt vermieden werden können. Rückgang der Verkehrsunfälle im Thorgau. Während des ersten Vierteljahres 1939 gelangten 76 Verkehrsunfälle zur Kenntnis der thurgauischen Kantonspolizei, 10 weniger als im 1. Quartal 1938. Der März figuriert in. dieser Statistik mit 27 Unfällen, wovon — bemerkenswerte Einzelheit! — rund ein Viertel allein auf den 14. März entfallen. Warum ? Weil an diesem Tag der Winter nochmals mit einem beträchtlichen «Chlapf» Schnee ins Land zog. Worin neuerdings der elementare Grundsatz seine Bestätigung findet, dass es bei glitschigen, verschneiten oder vereisten Strassen doppelt vorsichtig fahren und sich dessen bewusst zu bleiben heisst, dass unter solchen Verhältnissen der Bremsweg auf das Doppelte bis Dreifache wächst. Abnahme der Fahrprüfungen in Winterthur. Die Bestrebungen der im nördlichen Teil des Kantons Zürich wohnenden Automobilisten für die Vornahme der Fahrprüfungen in Winterthur sind seinerzeit von gewisser, auf eine gewisse Opposition gestossen, die von interessierter Seite ausging. Man operierte dabei mit dem Argument, dass es im Hinblick auf den nicht sehr intensiven Verkehr in der Eulachstadt kaum möglich eein dürfte, eine genügend schwere Prüfung der Kandidaten vorzunehmen, wobei man allerdings ganz übersah, dass ja in der Schweiz Fahrprüfungen an anderen Orten vorgenommen werden, die kaum eine grössere Verkehrsintensität als Winterthur aufweisen. An der letzten Generalversammlung der Ortsgruppe Winterthur der Sektion Zürich des A.C.S. konnte nun Präsident Jester die Mitteilung machen, dass mit diesen Winterthurer Fahrprüfungen, keine schlechten Erfahrungen gemacht worden seien und dass wohl heute niemand mehr an eine Beseitigung des gegenwärtigen Zustandes denke. Seit der ersten Führerpriifung in Winterthur am 16. November 1937 wurden dort 365 Prüfungen vorgenommen, zu denen sich 315 Herren und 50 Damen stellten. Davon bestanden 285 Kandidaten das Examen, nämlich 248 Herren und 37 Damen, während 80 nichtbestandene Prüfungen registriert werden mussten (67 Herren und 13 Damen). Rund 73% der Prüfungen endeten somit positiv. Be-, denkt man, dass 1937 im ganzen Kanton Zürich 4030 Führerprüfungen durchgeführt worden sind nnddäss in 992 Fällen die Erteilune des Führerausweises verweigert werden nmsste, so entspricht der bezügliche Prozentsatz der bestandenen Prüfungen von rund 75% so ziemlich dem Winterthurer Durchschnitt. Schon diese wenigen Zahlen zeigen, dass auch auf behördlicher Seite kein Anlass vorliegen dürfte, von der Abnahme der Prüfungen in Winterthur wieder Abstand zu nehmen. Denn für die in den beiden Bezirken wohnenden Kandidaten bedeutet der gegenwärtige Modus sicherlich eine sehr schätzenswerte Erleichterung und Ersparnis an Zeit und Geld, während die Verkehrssicherheit keinen Schaden leidet. V a« Die Arbeits- und Ruhezeitverordnung der berufsmässigen Chauffeure ist revisionsbedürftig, stellt das Volkswirtschaftsdepartement fest. Im Bericht des eidg. Volkswirtschaftsdepartementes über seine Geschäftsführung, im Jahr 1938 wird auch das Thema «Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Chauffeure» angeschnitten, -wobei der Bericht bemerkt: «Wie in früheren Jahren hat namentlich das durch die Verordnung eingeführte Nachtfahrverbot für schwere Motorlastwagen den Bundesbehörden zu schaffen gemacht. Die Daseinsberechtigung dieses Verbotes wurde angezweifelt; auch wurden von einzelnen kantonalen Stellen weitgehend Ausnahmebewilligungen erteilt. Das Verbot besteht aber zu Recht, und das Bundesamt hat denn auch mit Kreisschreiben vom 24. Juni 1938 die mit dem Vollzug der Verordnung betrauten kantonalen Departemente erneut darum esucht, sich in ihrer Bewilligungspraxis an Sinn und Zweck der Verordnung zu halten. Mit den Vorarbeiten für eine Revision der Verordnung wurde im Hinblick auf die Schaffung des Bundesbeschlusses vom. 30. September 1938 über den Transport von Personen und Sachen mit Motorfahrzeugen auf öffentlichen Strassen einstweilen zurückgehalten. Dieser sieht in Art. 17 bekanntlich die Förderung des Abschlusses von Gesamtarbeitsverträgen über die Arbeits- und Lohnbedingungen der. berufsmässigen Motorfahrzeugführer vor. Eerner hat die Internationale Arbeitsorganisation in Genf die Vorbereitung eines Entwurfes zu einem internationalen Uebereinkommen übeT die Arbeits- und Ruhezeit der Chauffeure an die Hand genommen. Dass die Verordnung tatsächlich revisionsbedürftig ist, zeigen die auch im Berichtsjahre wieder sehr zahlreichen Widerhandlungen. Immer wieder ist es namentlich das Kontrollheft, welches zu Uebertretungen Anlas« gibt» - Verkehrseinschränkung. Von zuständiger Seite "teilt man uns mit, dass infolge von Umbauarbeiten beim Bahnübergang in Weissenhach der durchgehende Tahrverkehr auf der Simmentaistrasse in Weissenbach in der Nacht vom 3. auf 4. Mai 1939, von 20.00—05.00 Uhr eingeschränkt wird. Die Führer von Fahrzeugen werden ersucht, den Weisungen der dortigen Aufsichtsorgane nachzukommen. "• • -s.* ,_J f "* i min-im " *«•--• -- *^- "•• „ /• j - R-CHAMPION Den Ändern tSe SorgmJ DER PREISWERTE AMERIKANISCHE LUXUSWAGEN demrSfeiittoai den Motor vorsorglicheio^efcHlt-mit TEXACO MOTOR OIL — das zuverlässige Od —das Od fiir lange Fahrten — das unfehlbare Od. das bei höchsten Geschwin- digbeiten und Temperaturen den beanspruchten Teflen augenblicklichen Schutz verleiht — das Oel, endlich, das Ihren Motor vor vorzeitigem Vepschleiss sichert und Ihnen den of»chätzbaren Genuss eines idealen Fabxfeotnfortes bietet und Sie vor Pannen ttnd mcc&anfetjfeeo I>fu1üwi bewahrt TEXACO MOTOR OIL TEXACO A. *, MSI. - Afain lrBf.ze«toni»rt e Gesellschaft der jrck WE TEXAS COMPANY U. S. A. Der STUDEBAKER-CHAMPION ] ist in seiner Linienführung und Konstruktion vollständig neu. Sämtliche Teile wurden speziell für diesen Wagentyp konstruiert und verleihen ihm Eigenschaften, die bis heute unerreicht waren. 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