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E_1939_Zeitung_Nr.046

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE Selbstanfertigung von Bürsten Es bestehen wohl keine Meinungsverschiedenheiten darüber, dass die serienmässig in der Fabrik hergestellten Kohlebürsten in jede Dynamo und jeden Elektromotor besser passen als handgefertigte Bürsten. Ebenso sind sie natürlich leichter zu verkaufen. Es gibt nun jedoch in der Praxis immer wieder Fälle, wo Spezialbürsten notwendig sind, weil man normale Grossen nicht mehr erhält oder schliesslich nicht alle vorkommenden Typen auf Lager halten kann. Sehr oft ist der Kunde in Eile und kann nicht darauf warten, bis man vom Grossisten eine passende Bürste bestellt und erhalten hat. Alsdann ist man froh um eine Methode, zur Selbstherstellung geeigneter Bürsten, die einer entsprechend ausgerüsteten Werkstatt ohne weiteres möglich ist. Ein verhältnismässig bescheidenes Lager von Bürstenkohleplatten und -Stangen verschiedener Dicke reicht Mir alle Zwecke vollkommen aus, um mit ein wenig Geduld alle Arten von Spezialbürsten zu fabrizieren, die den Vergleich mit Seriembürsten nicht zu scheuen brauchen. Der Kunde erwartet von der elektrischen Reparaturwerkstätte, dass man dort jederzeit alle marktgängigen Bürstentypen ebenso wie eventuelle Sonderausführungen erhalten kann. Zu deren Anfertigung sind pro Satz ungefähr eine Viertel- bis eine Halbstunde notwendig, sofern man sich mit bescheidenen Mitteln dafür eingerichtet hat. Es ist selbstverständlich einer Reparaturwerkstätte nicht möglich, nun gerade alle Arten von Materialien zur Herstellung von Bürsten auf Lager zu haben. Viele Firmen bringen deshalb eine mittlere, weder zu harte noch zu weiche Qualität von Bürstenkohlenplatten in den Handel, die sich für sämtliche elektrischen Maschinen ihrer Marke ohne Ausnahme eignet Solche Platten werden beispielsweise vom Fabrikanten aus englisch sprechenden Ländern in Dicken von 1/4", 5/16", 3/8", 1/2", 3/4" und 1" vertrieben. Rundstäbe sind in den gleichen Normaldicken erhältlich. Ein Satz solcher Platten nebst den zugehörigen Kabeln und Anschlüssen erlaubt alle denkbaren Bürstengrössenund -formen zu erzeugen. Bevor man an die Anfertigung geht, stellt man anhand einer defekten Bürste der fraglichen Maschine oder eines Katalogs mit allen Bürstendimensionen die notwendigen Abmessungen fest. Die Herstellung anhand eines alten Musters ist in jedem Fall vorzuziehen, da alsdann keine Fehler in der Dimensionierung oder Anordnung des Anschlusskaibels vorkommen können. Das Kabel soll stets reichlich bemessen werden und am besten schneidet man es erst an der Maschine auf genaue Länge zu. Ist die Länge bekannt und die Bürstenkohlenplatte der richtigen Dicke zur Stelle, so werden auf der Oberfläche mit einer scharfen Nadel die Umrisse eingekratzt, wo- Fig. 1. Eine Methode zum Anschluss eines Kabels an Kohlebürsten. Die Ausführung rechts ergibt eine solidere Verbindung. A = Schraube bündig abschneiden. B = Kabel. C = Teil der Bürste herausgeschnitten, um die Verbindungsstelle offen zu zeigen. bei eine gewisse Materialzugabe für den Schnitt und die Feinbearbeitung der Oberfläche notwendig ist. Da das Material ziemlich viel kostet, sollte beim Vorzeichnen auf einen möglichst geringen Abfall Bedacht genommen werden. Zum Ausschneiden bedient man sich am besten einer feingezahnten Metallsäge, wobei darauf zu achten ist, dass das Sägeblatt nicht « wandert » (ausweicht). Die Kohleplatte kann in einen Schraubstock ganz leicht eingespannt werden. Um einen geraden Schnitt zu erhalten, legt man am besten einen Stahllineal auf. Nachdem die Bürsten roh- zugeschnitten sind, schleift man die Seiten zu und glättet Fig. 2. Verbindung zwischen Kabel (1) und Bürste mittels Kabel mit Gewindeanschluss. sie anschliessend unter kreisenden Bewegungen auf einem Stück feinen Glaspapiers, das auf eine harte, glatte Unterlage gelegt wird. Muss ziemlich viel Material entfernt werden, so kann man die Bürste auch in einen Schraubstock spannen, und das zu entfernende Ende über die Backen hinaus vorstehen lassen, um es rasch mit einer groben Feile zu entfernen. Am schwierigsten ist die Befestigung des Anschlusskabels an der Bürste. Um den Strom gut von ihr wegzuleiten, muss ein absolut solider und dauerhafter Anschluss vorgenommen werden. Ist der Widerstand an der Anschlußstelle zu gross, so geht der Strom von der Kohlebürste zum Halter oder zur Feder über und der entstehende Lichtbogen erhitzt diese so stark, dass sie in der Spannung nachlässt. Manchmal wird auch der Halter angebrannt, was zum Festhängen der Bürste führen kann. Bei serienmässig erzeugten Bürsten wird das Anschlusskabed zur Herstellung eines guten Kontakts oft in weichem Zustand in das Bürstenmaterial eingepresst, was natürlich bei Einzelanfertigung nicht möglich ist. Vlelrjti^Hr muss in anderer Weise eine feste ündeleKtrisch gute Verbindung hergestellt werden. Nacl; Gehend zwei gute Methoden hiezu. Eine Befestigungsart ist genauer in Fig. 1 dargestellt. Das Bild links zeigt eine Bürste mit von oben hineingebohrtem Loch. In dieses wird das Ende des Anschlusskabels gesteckt und mit einer Maschinen- oder Holzschraube festgemacht, die sich ihre Gewindegänge in der Kohle selbst schneidet. Wichtig ist, dass Durchmesser von Schraube und Bohrung genau zusammenpassen. Falls die Schraube nämlich nicht einigermassen fest pässt, lockert sich das Kabel bald; im gegenteiligen Fall aber kann die Kohlebürste bersten. Nachdem man die Schraube ungefähr 12 mm tief hineingedreht hat, wird ihr Ende bündig abgeschnitten. Rechts ist eine Kohlebürste mit zwei senkrecht zueinander gebohrten Löchern zu sehen. Das Kabelende wird ins senkrechte Loch gesteckt und weiter in die eine Seite des Querloches eingeführt. Hierauf wird eine Schraube hineingedreht, abgeschnitten und glattgefeilt. Diese Methode erlaubt besonders leicht, das Loch mit Lot zu füllen, denn sobald die Kohle sehr heiss wird, schmilzt das Lot und fliesst hinein. Auf jeden Fall bleibt es nicht an der Kohle hängen, und die Schraube hält ungeachtet der Temperatur einen guten Kontakt aufrecht. Das zweite und vielleicht beste Verfahren zur Befestigung des Kabelanschlusses bedient sich der in Fig. 2 gezeigten Kabel mit Gewindeanschlüssen. Solche Kabel werden in allen Grossen in den Handel gebracht Fig. 3. Kabelanschluss bei Verwendung runder Bürsten. 1 = Unterlegscheibe. 2 = Feder. 3 = Kabel. 4 = runde Kohlebürste. und lassen sich fast überall gebrauchen. Zur Befestigung an der Kohle muss nur ein einziges Loch gebohrt werden, und wenigstens bei den grösseren Bürsten braucht auch hier das Gewinde nicht zuvor hineingeschnitten ;u werden, da sich der Gewindeanschluss seine eigenen Gänge schneidet und derart fester zum Anpacken kommt. Das Loch sollte tief genug in die Bürste gebohrt werden, damit sich unter dem Drahtanschluss darin der Kohlestaub ansammeln kann. Bei kleinen oder dünnen Bürsten sollte jedoch zuvor ein Gewinde hineingeschnitten werden, um ein Platzen der Kohle beim Einschrauben zu verhindern. Als Gewindebohrer dienen normale Werkzeuge in Zolldimensionen 6-32, 8-32, 10-32. Fig. 2 zeigt einen ' detaillierten Schnitt durch einen solchen Kabelanschluss. Muss das Kabel etwas gegen den Bürstenrand hin austreten, um der Feder auszuweichen, so bohrt man das Loch mit Vorteil etwas schräg gegen das Zentrum . hinein. Die Illustration zeigt, wie dies gemeint ist. Dadurch wird die Beanspruchung mehr ins Innere der Bürste verlegt Runde Bürsten jeglicher Grosse werden am besten auf der Drehbank auf Mass gedreht. Selbst wenn Kohlenstäbe des richtigen Durchmessers auf Lager sind, ist es meist nötig, am Ende eine Federauflagefläche anzudrehen. Mit Ausnahme der allerkleinsten Maschinen sollten alle Bürsten einen Kabelanschluss besitzen, damit die Feder möglichst wenig Strom führt und sich nicht überhitzen oder ihre Spannung verlieren kann. Der Kabelanschluss geschieht bei runden Bürsten ähnlich wie bei solchen prismatischer Form. Das Loch wird in der Mitte hineingebohrt und das Kabel entweder mittels einer feinen Schraube oder eines Gewindekabelanschlusses festgemacht. Nach dem Einbau der Feder wird das Anschlusskabel auf die richtige Länge abgeschnitten und eine Endscheiibe daran angelötet. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch eine runde Bürste dieser Art. Der Kunde wird ohne weiteres einsichtig genug sein, um zu verstehen, dass es einige Mehrarbeit kostet, solche Spezialbürsten anzufertigen und er wird daher zur Vermeidung eines Zeitverlustes gern einen höheren Preis dafür zahlen als für normale Ersatzbürsten. Pflege und Entstörung verschiedener neuer Anschliessend prüft man, ab die Befestigungsschrauben der Kettenübertragungsgehäuse fest angezogen sind, so dass diese sich im Betrieb nicht verschieben oder wackeln können. Durch Anziehen der Schraube wird gleichzeitig auch ein mögliches Leck bei der Dichtung unterbunden. Um die Kette zu prüfen, stellt man den Motor ab, während Wischermotor und Wischermechanismus in Betrieb stehen. Hierauf dreht man die Wischblätter auf der Windschutzscheibe in die senkrechte Stellung, hält die eine Vertiindungsstange hinter dem Instrumentenbrett fest und bewegt gleichzeitig das eine Wischblatt leicht hin und her. Ist die Kette in Ordnung, so sollte es sich höchstens ca. 4 cm weit verschieben lassen, andernfalls ist die Kette locker ßeworden. Um sie nachzuspannen, lockert man die Sicherungsmutter des untern Kettenritzels und drückt dieses nach unten. In dieser Lage hält man es fest und zieht die Mutter wieder an. Mitunter muss das Gestänge abmontiert werden, um dies tun zu können. Hierauf ist zu prüfen, ob die Sicherungsmutter auf der Drehachse der Wischblätter fest angezonen ist und die Wischerarme auf ihrem ganzen Weg nirgends an die Windschutzscheibe schlagen. Um die Wischblätter in jeder Lage festmachen zu können, ist die Wischblatt-Drehachse gerillt. Falls die Wischblätter beim Abstellen nicht in der richtigen Lage stehen bleiben oder die gestrichene Fläche nicht die richtige Stellung hat, nimmt man die Wischblätter von ihren Achsen ab. Während der Motor läuft, stellt man den Wischermotor ab, um die Wischblattwellen in die Ruhelage zu bringen. Nun befestigt man die Wischblätter wieder und zieht die Muttern auf den Wellen kräftig an, während man gleichzeitig den Wischerarm festhält, um den Antrieb dabei nicht zu belasten. Schwingen die Blätter danach in der einen Richtung immer noch über das Ziel hinaus, so ist der Wischermotor nicht richtig zentriert. In diesem DIENSTAG, 6. JUNI 1939 — N° 46 Hilfsmittel zur Erleichterung der Vergasereinstellung an Mehrvergasermotoren. Die Einstellung der Vergaser an zwei oder drei Vergaser - Motoren verlangt allerhand Erfahrung. Nur wenn alle Vergaser exakt aufeinander abgestimmt sind, und sämtliche Drosselklappen in jedem Moment genau gleich weit offen stehen, arbeitet der Motor regelmässig. Ein englischer Einstell-Fachmann hat sich zur Erleichterung der Abstimmung der Vergaser aufeinander eine kleine Vorrichtung ausgedacht, wie sie obiges Bild darstellt. Es handelt sich um einen Luftstömungsmesser einfachster Prägung, der erlaubt, die Geschwindigkeiten der durch die einzelnen Vergaser strömenden Luft einander anzugleichen. Wenn nämlich die Luftgeschwindigkeit bei einer bestimmten Motordrehiahl in allen Vergasern gleich gross ist, so hat man die Gewissheit, dass auch die Drosselstellungen übereinstimmen. Das Gerät besteht aus zwei mit der engeren Seite aneinander gelöteten Blechkonussen mit einem Kegelspitzenwinkel von maximal 35 Grad. An das eine Ende dieses Rohres mit «Wespentaille» ist noch ein kurzer zylindrischer Blechstutzen angelötet, der genau auf den Lufteintrittsstutzen (1) der Vergaser passt, damit das Gerät daraf festgeklemmt werden kann. An der engsten Stelle ist senkrecht zur Achse des Doppeltrichters ein Röhrchen einselötet, das nach innen zu kaum vorsteht, um die Strömung nicht zu behindern. Auf dieses Röhrchen wird nun ein Gummischlauch (2) aufgesteckt, der die Verbindung mit einem einfachen, geraden Glasrohr von ca. 6—8 mm Lichtweite herstellt. Taucht man dieses in ein Glas mit Wasser, während der Motor mit einer bestimmten, mittleren Drehzahl läuft, so steigt der Wasserspiegel im Glasrohr bis zu einer gewissen Höhe, weil an der engsten Stelle des Doppeltrichters, ähnlich wie im Lufttrichter des Vergasers, ein Unterdrück entsteht, der von der Strömungsgeschwindigkeit der Luft direkt abhängt. Schliesst man das Gerät nacheinander an alle Vergaser an. so muss das Wasser im Glasrohr jedesmal bis zur gleichen Höhe steigen, resp. die Höhendifferenz der Wasserspiegel im Glas und Glasrohr muss in allen Fällen gleich gross sein, falls die Drosselstellungen der Vergaser übereinstimmen. Andernfalls treten Höhendifferenzen auf, die durch Nachstellung des fraglichen Vergasers behoben werden können. Ist eine Drossel zu stark geschlossen, so strömt zu wenig Luft ein und der Wasserspiegel im Manometerrohr steht zu wenig hoch. Wichtig ist, dass die Motordrehzahl konstant gehalten wird, was sich am besten mittels des Handgashebels oder durch Fixierung des Bedienungsgestänges mit Hilfe von Draht erreichen lässt. Wird an einem Vergaser die Drossel verstellt, so ist der Unterdruck bei den andern nochmals zu überprüfen, um festzustellen, ob dadurch keine Veränderung eintrat. Manchmal muss noch etwas nachreguliert werden. Die Messungen sind stets bei einer mittleren und wie gesagt absolut konstanten Drehzahl vorzunehmen. -h- Scheibenwischer Fortsetzung aus Nummer 42 ft« Fall sind seine Befestigungsschrauben zu lösen, worauf man ihn nach links oder rechts verschiebt, bis die Wischblätter nach beiden Seiten gleich weit ausschlagen. Hierauf zieht man die Befestigungsschrauben des Wischermotors wieder solide fest. Wünscht man den Ausschlag der Wischblätter noch weiter zu verringern, so muss die Ventilbetätigung im Innern des Wischermotors einwenig abgeändert werden. Schliesslich sollte man auch noch nachsehen, ob nicht etwa die Klammer am Wischerarm verbogen ist und ob das Wischblatt bei jeder Bewegung so kippt, dass es über das Glas gezogen und nicht etwa geschoben wird. Bei den ersten Buick-, Pontiac- und Oldsmabile-Modellen von 1939 ist das Wischblatt mittelst einer besondern Federklammer am Arm festgemacht. Ist diese verbogen, so muss sie ersetzt werden Der Wischermotor wird in der Fabrik mit Fett gefüllt und verschlossen. Er braucht keine weitere Schmierung. Die Wischblatt-Drehzapfen und Gelenke der Verbindungsstangen besitzen einen Oelfilz. Zur Schmierung der Drehzapfen entfernt man die Wischblätter und gibt rund um die Welle einwenig Oel auf den Filz. Ein Teil davon wird von diesem aufgesaugt. Der elektrische Autolite- Wischer umfasst einen zweipoligen Nebenschlussmotor, zwei Wischblatt-Drehzapfen nebst dem notwendigen Verbindungsgestänge und einen Schalter am Instrumentenbrett. Eine Sicherunn ist zwischen die B- Klemme am Schalter und die Batterie eingeschaltet. Bei den ersten Chrysler-, De Soto- und Stüdebaker- Commander-Modellen dieses Jahres liegt die Sicherung in der Verbindungsleitung zwischen der B-Klemme des Schalters und dem Zündschalter. Bei späteren Chrysler-, Dodge- und De Soto-Typen ist sie in den Wirscherschalter eingebaut. Während bei den eben erwähnten Marken eine 14-Amperes- Sicherung in den Stromkreis des Wischermotors eingeschaltet ist, besitzen die Studebaker-Modelle einen solchen von 20 Amperes. Andere Sicherungen als solche der angegebenen Belastbarkeit sollten nie eingesetzt werden. Eine Schnecke auf der Ankerwelle des Motörchens treibt ein Schneckenrad auf der Kurbelwelle an, so dass der Kurbelarm im Umlauf versetzt wird, der seinerseits über ein Gestänge den Drehzapfen und damit den Wischblättern die gewünschte reziprozierende Bewegung erteilt. Damit sich alle Teile leicht bewegen können, müssen sie klemmfrei montiert sein. Ist dies nicht der Fall, so kennt man dies am geräuschvollen Betrieb, in schlimmen Fällen am direkten Versagen des Wischers. Eine Reibungskupplung ist in jeder Wischblattdrehzapfengruppe enthalten, damit der Motor im Falle eines gänzlichen odel teilweisen Hängenbleibens der Wischblätter wegen

NO 46 — DIENSTAG, 6. JUNI 1939 AUTOMOBIL-REVUE 11 Fig. 1. Schema dts Trico-Vakuum-Scheibenwischers. 1 = Verbindungsstange. 2 = Wischermotor. 3 = Vakuum-Anschluss zum Saugrohr des Motors oder zur Vakuumpumpe. 4 = Motorantriebshebel. 5 = unteres Kettenrad. 6 — Sicherungsmutter des untern Kettenrades, 7 = Gehäueebefestigungsbolzen. 8 = Drehzapfen. 9 = Mutter des Wischerarms. 10 ••*= Wischerarm. 11 = Yerbindungsstange. 12 = Bedienungsknopf. 13 = Einschaltventil. 14 = Instrumentenbrett. 15 = Waschdüsen. ungewöhnlich schweren Sohnees etc." nicht stehen bleibt. Ausserdem erlaubt sie, die Wischbiätter zur Reinigung von Hand aus der Scheibe wegzudrehen. Wenn der Mootr eingeschaltet ist, sollten die Wischblätter ihre normale Tätigkeit sofort wieder aufnehmen, sobald das fragliche Hindernis beseitigt ist. Die Kupplung ist so konstruiert, dass sie durch einen Zug von 800 bis 1200 g am Ende des Wischerarms zum Schleifen gebracht wird. Der elektrische Teil. - Durch Einschaltung des Wischerschalters wird die Verbindung zwischen seinen Klemmen B und G hergestellt, so dass Strom durch den Anker des Wischermotors und die Relais-Magnetspule fliesst. Hiedurch werden die Relaiskontakte < geschlossen und damit ein Strom durch die Feldwicklungen des Motors gesandt. Der Motor' kömmt in Gang. Nach dem Abschalten läuft er solange weiter, bis die WiSohbiätter in ihrer Ruhestellung angelangt sind. Dies wird dadurch erreicht, dass der Nocken den Ankerkontakt (H) nicht berührt und der Strom solange weiter durch den Motor fliesst, bis der Nocken die Kontakte G und H öffnet und gleichzeitig H und J schHesst. Damit- wird der Anker an Masse geschlossen und wirkt daher nun als elektrodynamische Bremse auf die Wischerarme, da seine Feldwicklungen immer noch unter Strom • stehen. Nach dem Schliessen der Kontakte H und J fliesst einen Augenblick ein Strom auch durch die Relais- Zusatzspule, wodurch die auf den Relaisanker wirkende Magnetkraft verstärkt und die- Oeffnung der Relaiskontakte während der elektrischen Bremsung des Wischers verzögert wird; so dass er fast augenblicklich stehen bleibt. Einstellung. Die Ruhestellung der Wischblätter .lässt sich in gewissen Grenzen , verändern, indem maij ,dje Sicherungsschraube lockert und die Einstellschraube in die gewünschte Stellung dreht. Wird, dies richtig gemacht, so müssen die Kontakte G und H bei Ruhestellung, der Wischblätter einen; Abstand von mindestens 0,63 mm aufweisen. Der Kontaktdruck 4er Belaisiontakte--sollte sich; in-dieser r-Stellunff'.auf" mindestens 60 e belaufen. Der Abstellwinkel sollte 21° betragen. Die Motorlager benötigen keine zusätzliche . Schmierung. Das Getriebe sollte vor dem Zusammenbau zu- K mit Zahnrad-Schmierstoff gefüllt werden. Die Kurbelwelle ist- vor der Montage in ihrer ganzen Länge mit Zahnrad-Schmierstoff zu bestreichen; . - ; Ein- übermässiges Längsspiel, des Motorankers, das ein geräuschvolles Anbeiten im Gefolge hat. kann durch Einbau von Scheibchen zur Verminderung des Längsspiels der Ankerwelle behoben werden. Das Längsspiel kann nach dem Abnehmen des Wischergetriebe-Deckels duroh Hin- und Herrütteln der Kurbelwelle festgestellt werden. Es sollte mindestens 0,8 mm betragen. Prüfdaten. Durch die Feldwicklungen fliesst normalerweise ein Strom von 1,5. bis 1,7 Amperes bei 6 Volt Spannung. GesamV-StronrverbTauch bei leichtem Betrieb und 7 Volt Spannung = 4 bis 5 Amperes. Der Motor muss unter Last bei einer Spannung von nur 4 Volt anlaufen: Der Abstand der Relaiskontakte sollte 0,62 bis 0,75 mm betragen und wird durch Biegen des Kontaktärischlags reguliert. Dagegen darf am Scharnier des Relaisankers niemals etwas verbogen werden. Die Relaiskontakte müssen sich bei einer Spannupg von höchstens 4 Volt schliessen. Wenn sie geschlossen sind, muss der Anker flach auf' dem Relais-Magnetkern anliegen. Zwischen 0,2 und 0.5 Volt müssen sich die Kontakte öffnen. tatstöciwy Art der Störung: Wjschermotor läuft nicht an. .. Ursache: Sicherung durchgebrannt. Behebung des Schadens: Die Relaiskontakte mit einem in TetrachUör-Köhlenstoff getauchten Leihwandstreifen reinigen. Anschliessend einen Streifen trockener, Leinwand zwischen den Kontakten, durchziehen. Eine andere Reinigungsmethode besteht wie bei ' TJnterbrecherkontäkten im Zurechffeilen der Köntaktflächen. Nach der Bearbeitung sind die Flächen mit. Tetrochlor-Kobjenstoff abzuwischen. ... Lötstellen .»reinigen und. frisch löten. . Batterie soweit aufladen, dass die Spannung zur Betätigung des Relais genügt. Die Anschlussdrähte von Feld- und Ankerwicklung an der Stelle, i wo sie auf der Antriebsseite zur Feldwicklung und zum Gehäuse führen, neu isolieren. Schutzschläuche aufziehen, wo die Drähte um die scharfe Ecke des Spritzgussteils biegen. Die Anschlüsse zwischen Zünd- und Wischerschalter prüfen und nötigenfalls nachziehen. Desgleichen diejenigen Schalter. zwischen »Wisehermotor und Wischer- j 1R6126I Fig. 2. Schema des elektrischen Autolite-Scheiben Wischers. 1 = Zusatzspüle. 2 = Relais. 3 = Magnetspule. 4 =, Nocke.. 5 s= Schalter. 6 = Sicherung. .7:' = .Zur Batterie. 8 = Kurbelarm. 9 = Anhaltewinkel. 10 = Motor. 11 = Regulierschraube. 12 = Sicherungsschraube. 13 = 'Anschlag des Relais- Kontaktes. 14 = Relais-Kontakte. - " . Prüfen, ob die Kurbel frei läuft. Ist dies nicht der Fall, so muss d«r Antriebskopf des Motörchens ersetzt werden. Vor dem Einbau einer neuen Kuifoel ist diese auf der ganzen Länge mit Zahnradfett einzuschmieren. Alle' Lötstellen müssen sauber sein. Das Gestänge^ sowier die; Drehzapfen der Wischerarme prüfen, um festzustellen, ob sie frei laufen. • • • „ Art der Störung: Der Motor lässt sich nicht ausschalten. Ursache 1: Relais arbeitet nicht richtig. Behebung des Schadens: Bei Wischern, die vor dem 1. Dezember 1938 gebaut wurden,- den ganzen Motor ersetzen. Bei Apparaten, die nach diesem Datum (Codedatum S 12) fabriziert wurden. Relais prüfen, um sich zu versichern, dass es richtig Fig. 3. Verblndungsßelenke des Autplite-Schelbinwischers. Oben links: Motörgelenk-Verbindung. 1 = Mötorverbindungsstange. 2 ='Sicherungsfeder. 3 — Fjlzscheiben. 4 .=*= Verbindungsstangen. 5 = rechte Dsehzapfen- und Wischerarmgruppe. 6- == Dreh- ^ap^enhalter.. 7 — .Federscheibe.,. 8 ==jSicjberung«- MJüttÖr^' "gewöhnliche Unterlegscheibe, Fiberscheibe. 9 J " == linke Drehzapfen und Wischerarmgruppe. 10und 11" = Einstellschraube. 12 = linker- Drehzapfen. arbeitet. Eventuell notwendige Nachregulierungen vornehmen. • " • " " " . . . ' * Ursache 2: Lockere Anschlüsse am Wisoherschalter. , ; s ," -'Behebung des Schadens:. Entweder den Anaciiluss. an die A-Klexnme oder, die, JüassekJemme des Wischerschalters festziehen. Ursache 3: Abstellmechanismus,..nicht richtig eingestellt. ' ' " Behebung des Schadens: So einregulieren, dass er vörsohriftsgemäss arbeitet. ' ••:•, ' •• , „ "•'•••*: ' • • • ? : ; • ' ) . Art der Störung: Mangelhaffes Arbeiten der Wischblätter und vollständiges Versagen 'einiger der ersten 1939er-Modelle. .,.- Ursachenr* Die Reibungskupplungen auf den Wischblattzapfen arbeiten njeht-: richtig _ und der Motor bleibt wegen. Üeberlastung stehen, wobei die Sicherung duronbrennt. Die Antriebsorgane beim rechten Drehzäpfen sitzen nicht richtig fest, wodurch der Weg 1 '"füf die Wischblätter entweder zu gross.odex. zu.klein..ausfällt, so dass sie entweder an die Mittel- oder an die Ecksäulen der Windschutzscheibe anstossen oder nur einen kleinen Ausschnitt der Scheibe reinigen. Uebermässiges Spiel in den Lagerstellen des rechten Wischblatt-Dr«hzapfens kann auch von einer zu. sroseen oder einer zu geringen Bewegung der Wisebiblätter begleitet sein. Wischblatt-Drehzapfen hat wegen Vernachlässigung der Reinigung angefressen, so dass der Motor die Arme nicht mehr zu bewegen vermag und stillsteht, wobei manchmal noch das Gestänge verbogen wird. Das Gestänge klemmt, wodurch entweder ein unregelniässiger Lauf oder gar vollständiges Versagen hervorgerufen wird. Die Drehzapfen klemmen, weil sie bei der Montage verbogen wurden, als sich die Vierkanthülse nicht in die Unterlegscheibe einführen lassen wollte. Auch eine unrichtige Einstellung des Motor-« Verbindungsgelenks oder zu hart gehende Kupplungen können die Schuld daran tragen. - Behebung des Schadens: Die Spritzwand darf sich beim Betrieb des Wischers nie durchbiegen. Falls sich der Motor auf seinem Support zu stark bewegt, so deutet dies auf unrichtige Einstellung des Gestänges oder übermässige Reibung hin. Um diesen unerwünschten Zustand zu verunmöglichen, wurde ein Support an die Karosserie geschweisst, der die Drehzapfenaggregate am Wackeln in ihren Haltern verhindert. Ausserdem wurden von folgenden Seriennummern dieses Jahres weg abgeänderte Drehzapfenaggregate eingebaut: Chrysler Royal 7 574 866; Chrisler Royal Windsor 6 948 803; Chrysler, Imperial 6 742 465; De Soto 5 634 616; Dodge Special 4278375; Dodge de Luxe 30105170. Der erwähnte Support ist in allen De Soto-Wagen zu finden. Falls versagende Drehzapfenkupplungen, ein Wackeln der Drehzapfenaggregate in den Haltern oder ein Anfressen der Drehzapfen wegen mangelhafter Schmierung vorliegen, so müssen rechts-neue Drehzapfen und Hebelaggregate Nr. EW 2172 links solche Nr. EW—1089 B nebst dem Drehzapfensupport Nr. 837 954 installiert werden. Zum Einbau der Teile werden die Wischblätter, sowie deren Drehzapfen und Veitbindungsstangen demontiert. Die Schrauben vom Zentrum des Armaturenbretts zur Gürtelstange wird bündig mit dieser abgeschnitten, um die Montage zu erleichtern und zu verhindern, dass die Teile beim Scharnier der Ventilationsklappe mit andern in Konflickt kommen. Der Support wird über den Drehzapfen und Hebelaggre'gat festgemacht und der Sicherungsstift aus dein linken Drehzapfenaggregat entfernt. Während das Drehzapfenaggregat nach rechts weist, wird das Wischergestänge angehängt. Die Sicherungsscheibe Nr. 798 524 wird auf dem Vierkantzapfen jedes Drehzapfen- und Hebelaggregats gesteckt und dann das Ganze mit der gewölbten Seite des Supports nach vorn eingeführt. Wenn nötig feilt man den Scharnierflansch, der Ventilationsklappe zurecht, damit die Verbindungsstange Platz hat Nun wird eine Fiberscheibe auf den Vierkant des Drehzapfens gesteckt, hierauf eine normale Spheibe eingefügt und dann das Ganze mit einer Mutter festgezogen. Wichtig ist, dass Vierkantlöcher und Vierkant genau zusammenstimmen. iWährend der Wisohermotor in Ruhestellung steht, wfod er an das linke Drehzäpfen^ und Hebelaggregat angeschlossen. Hierauf wird die Sicherungsscihraube in der Verbindungsstange zwischen diesem und dem Motor gelockert und die Länge der Stange so einreguliert, dass sie sich leicht über den Motorhebel schieben lässt. Falls die Länge stimmt, besteht zwischen der linken Drehzapfen-Kupplungsfeder und der Venbindungsstange ein Spiel von 1,5 mm, wenn der Drehzapfenhebel in der in Bild 3 gezeigten Stellung steht. In dieser Lage hat der Hebel seine am weitesten vom Motor enfernte Stellung erreicht. An Wagen mit Autoradio ist es manchmal nötig, das Handschuhfach zu .entfernen, .um die; Installation durchzuführen. Wird festgestellt, dass das Gestänge- klemmt, so empfiehlt es sich, die VerfoindungsStange zwischen Motor und linkem Drehzäpfen vom Motor abzuhängen und die einzelnen Teile von Hand zu betätigen, um die genaue Ursache zu ermitteln. Klemmt der Antrieb wegen ungenauer Ausrichtung der Drehzapfen, so sollten neue Drehzapfenaggregate mit neuem Support eingebaut werden. •• Ist das Gestänge irgendwo verbogen, so sollte es am besten gegen neue Ersatzteile, ausgetauscht werden. Ist die in den Bildern gezeigte Gestängebauart vorgesehen, so brauchen die Verbinduftgsstangen nicht ersetzt zu werden. Tritt obige Störung an Wagen mit Wischermotor auf, die ein .Codedatum vor 1, T tragen, und hat das Fährzeug noch nicht 16 000 km zurückgelegt, so sollte man zwecks Abhilfe in jedem Falle an eine offizielle Vertretung gelangen, die für diesen Sonderfall auf Grund besonderer Instruktionen das Nötige vorkehrt. Grösste Sparsamkeit im Automobilbetrieb erreichen Sie nur durch Einbau des Schweiz. Metro-Vergasers. Lieferung von Geschwindigkeits- Regulatoren für sämtl. Motorenarten. Spezialvergaser für Petrol und andere sohwere Kraftstoffe, sowie Motorräder. 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