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Gazette Wilmersdorf Nr. 10/2017

Gazette für Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald und Halensee - Oktober 2017

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14 | Gazette Wilmersdorf | Oktober 2017 Von Luther lernen Kuriose Therapie von Nierensteinen Als Martin Luther so sehr unter Nierensteinen litt, dass er glaubte, sterben zu müssen, rettete ihn sein Trotz und ein rumpelnder Reisewagen. Heutzutage haben Forscher einen kuriosen Behandlungsansatz für Steinleiden untersucht, der ähnlich funktionieren könnte, wie die Fahrt mit dem wackelnden Wagen: Achterbahn fahren. Das Reformationsjubiläum steuert seinem Höhepunkt am 31. Oktober 2017 zu, dem Tag, an dem sich der Anschlag der 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg zum 500. Mal jährt. Viel ist in diesem Jahr über Luther geschrieben worden, ein Aspekt stand dabei weniger im Fokus: seine Gesundheit. Fast zeit seines Lebens war er krank. Berichtet werden unter anderem Magenbeschwerden, heftige Verstopfungen und Hämorrhoiden, Herzschmerzen und Gicht. Als Luther 1537 in dem thüringischen Städtchen Schmalkalden weilte, in dem das Verteidigungsbündnis protestantischer Fürsten und Städte, der Schmalkaldische Bund, gegen die Religionspolitik des Kaisers tagte, litte er aufgrund einer Nierenkolik unter so schrecklichen Schmerzen, dass er sich dem Tod nahe glaubte. Tagelang staute sich sein Harn und keiner der anwesenden fürstlichen Leibärzte konnte ihm helfen. Doch im Angesicht seines Feindes, des päpstlichen Abgesandten, wollte er nicht sterben. Also ließ er sich auf einen Wagen hieven und rumpelte gen Heimat. Die holprige Fahrt in dem ungefederten Wagen war eine Foto: Henry Czauderna / Fotolia Tortur. Doch genau das sollte ihn am Ende von seiner Pein erlösen, denn es ist überliefert, dass sich aufgrund des unsanften Geruckels der Nierenstein löste und abging. Die Schmerzen ließen nach – Luther überlebte. Die „Therapie“ muss eine unglaubliche Erlösung gewesen Mitglied im Berliner Verband Gewerblicher Schneeräumbetriebe e.V. Schnee- und Glättebeseitigung GARTEN-, LANDSCHAFTSund SPORTPLATZ- BAU GmbH u. Co KG Bessemerstraße 24/26 12103 Berlin-Schöneberg ☎ 75 49 36-0 www.kanold.berlin Telefax: 75 49 36-99 info@kanold-berlin.de Impressum Gazette Wilmersdorf · Oktober Nr. 10/2017 · 37. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Wilmersdorf, Charlottenburg, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau. Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Badensche Str. 44 · 10715 Berlin ☎ (030) 407 555 47 · www.gazette-berlin.de Redaktion Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de Anzeigen Daniel Gottschalk ☎ (030) 323 38 54 · anzeigen@gazette-berlin.de Druck Druckhaus Humburg · 28325 Bremen Nächste Ausgabe November Nr. 11/2017 Anzeigen-/Redaktionsschluss 23.10.2017 Erscheinung 09.11.2017 Teppichklinik Berlin by CARPET HOUSE ROSE UG Sie sind enttäuscht? Wir machen es gut! Unsere Dienstleistungen für Ihren Teppich: • Fachmännische Restauration jeglicher Art • Professionelle Biohandwäsche und • Befreiung von Schmutzflecken • Rückfetten und Imprägnieren • Kostenloser Abhol- und Bringservice (begrenzt auf 70 km) • Reparieren von Fransen und Kanten Warenbestände aus Insolvenzmassen bis zu 70% reduziert Seriöser Ankauf Herbstrabatt 20% auf Restaurationen jeglicher Art Die ersten 10 Anrufer täglich erhalten 10% Rabatt auf die volle Summe vorher nachher 71 Jahre Erfahrung Lernen Sie uns kennen! Gutschein 50,- € gültig bis 17.10.2017 (p. Person nur ein Gutschein; ab 7 qm) Ab 7,90 € m² für Wäsche Teppichklinik Berlin bei Carpethouse Rose UG · Inhaber H. Rose · Teltower Damm 241 · 14167 Berlin Tel: 20 29 17 24 & 0170-464 02 25 · www.teppichklinik-berlin.de · Mo-Fr 10 – 19 Uhr · Sa 11 – 18 Uhr TIFFANY-Lampen ...zu SUPER-Preisen ...Riesenauswahl ...alles am Lager www.stil-exclusiv.de · 10717 Berlin Hohenzollerndamm 17 · Ecke Uhlandstr. NUR freitags 12-17 Uhr · ☎ 211 82 60

Gazette Wilmersdorf | Oktober 2017 | 15 sein: Nierenkoliken sind aufgrund ihrer starken, manchmal als unerträglich empfundenen Schmerzen gefürchtet. Hervorgerufen werden sie von Harnsteinen, Ablagerungen, die sich in der Niere aus Kristallen bilden. Ruhende Steine in der Niere bleiben häufig unentdeckt – problematisch wird es, wenn die Nierensteine in den Harnleiter gelangen und dort stecken bleiben: Sie behindern den Harnabfluss und lösen kolikartige Schmerzen aus. Letztlich können die Steine zu Nierenschädigungen bis hin zum Tod führen. Laut „Internisten im Netz“ werden etwa vier von fünf Nierensteinen von allein mit dem Urin ausgeschieden. In leichteren, gut kontrollierbaren Fällen ist deshalb eine Behandlung ohne aktive Entfernung des Steins erfolgreich. Selbst nach einer Nierenkolik kann der Arzt mit verschiedenen Methoden versuchen, den spontanen Steinabgang zu unterstützen. Dazu gehören Maßnahmen wie eine intensive Schmerzbekämpfung, lokale Wärme (Wärmeflaschen) und vermehrtes Trinken. Deutsche sind „steinreich“ In den vergangenen Jahren hat die Häufigkeit der Harnsteinerkrankung in den westlich geprägten Industrienationen deutlich zugenommen. In Deutschland hat sich die Häufigkeit von Neuerkrankungen seit Mitte der 1980er-Jahre verdreifacht. Die Gründe sehen Experten in veränderten Lebensumständen und modernen Ernährungsgewohnheiten. Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes sowie fortgeschrittenes Lebensalter begünstigen die Kristallablagerungen in den Harnwegen. Am häufigsten tritt die Erkrankung zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf, wobei Männer im Verhältnis von 7:5 häufiger betroffen sind als Frauen. Drohen Komplikationen, können Nierensteine heutzutage mit Hilfe von Stoßwellen oder minimalinvasiven laparoskopischen Techniken zertrümmert und entfernt werden. Zudem kann mechanisch Einfluss genommen werden. Um den Stein „zurecht zu rücken“ und das Ausscheiden zu erleichtern, hilft manchmal körperliche Bewegung wie Treppensteigen und Hüpfen. Luther konnte das nicht mehr, dafür war er zu krank. Ihm halfen die Erschütterungen des Reisewagens. Könnte Ähnliches nicht auch Patienten heutzutage helfen? Vielleicht. Immerhin haben amerikanische Forscher bereits nachgeforscht, ob Achterbahn fahren den Abgang von Nierensteinen fördert. Das mag zunächst verrückt klingen, hat aber offenbar bereits einigen Patienten geholfen. Berichte darüber hatten die Wissenschaftler auf die Idee gebracht, die Auswirkung des Achterbahnfahrens experimentell zu untersuchen. Sie bauten ein anatomisch korrektes Modell einer Niere, befüllten es mit Flüssigkeit, positionierten kleinere Nierensteine darin, verstauten das Modell in einem Rucksack und machten sich auf in einen Vergnügungspark. Nach insgesamt zwanzig Fahrten in der Achterbahn kamen sie zu dem Schluss: Unabhängig von Größe und Position des Steins scheint eine rasante Fahrt den Steinabgang tatsächlich beschleunigen zu können. Manchen Patienten mit kleinen Nierensteinen könnten Fahrten in Achterbahnen möglicherweise helfen, so die Forscher. Außerdem sei diese Methode kostengünstig und relativ sanft. Wer sich allerdings davor scheut, in einer Bergund Talbahn in die Tiefe zu rasen, der kann es machen wie Luther, denn vielleicht hilft auch ein Ausflug mit einer Kutsche oder einem Bollerwagen über Stock und Stein. Übrigens: Das thüringische Städtchen Schmalkalden, in dem das Bündnis gegen den Kaiser und damit gegen die alte Welt geschmiedet wurde, ist absolut eine Reise wert. Mitten in der schönen Altstadt liegt das Haus, in dem Luther während der Beratungen wohnte. Das Zimmer, in dem der Reformator sowohl mit dem Tod als auch – innerlich – mit dem päpstlichen Gesandten gerungen hat, kann besichtigt werden. Bautenschutz GmbH Nasse Wände, Feuchte Keller? Komplettlösungen gegen Feuchtigkeit und drückendes Wasser auch ohne Schachten von innen ausgeführt (030) 36 80 15 86/87 · Fax 36 80 15 88 Mariendorfer Damm 159 · 12107 Berlin-Mariendorf www.inserf-bautenschutz.de TÜV-geprüfter Fachbetrieb Fachbetrieb ▶ Reparaturen von Mercedes Benz PKW ▶ Unfallschäden - Lackierungen ▶ Mercedes-Oldtimer Rep. ab Bj. 70 ▶ TÜV / AU täglich Mo. - Fr. ▶ Sofort-Service bei Kleinreparaturen auf Anfrage ▶ Opt. Achsvermessung ▶ Fahrzeugpflege im Hause KFZ-Werkstatt Heinz Sturm GmbH · T 030 / 892 24 66 Nestorstraße 30 · 10709 Berlin · www.heinz-sturm.de Foto: magdal3na / Fotolia Badumbau Barrierefrei mit den cleveren Badumbau-Ideen von Berlin WANNE ZUR DUSCHE Teilsanierung mit System Jetzt 4.000,- € Zuschuss sichern! BADEWANNENTÜREN für die vorhandene Wanne für mehr Informationen: 030 –2393 1693 VORTEILE DER BAD-TEILSANIERUNG • Einfacher, schneller Umbau – an ca. einem Tag abgeschlossen • Sauberer, individueller Einbau – minimale Lärm- und Schmutzbelästigung • Förderung bis 4.000 EURO möglich – bei bestehender Pflegestufe www.berlin.badbarrierefrei.de

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