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Gemeindebrief April 2018

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4 Gemeindebrief 1/2018 Gemeindeleben Familientagung der ean 26. bis 28. Januar in Liebfrauenberg / Elsass Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade (1. Petr. 5, 5) Mit dieser Bibelstelle und einer passenden Geschichte stimmte uns Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin am Samstagvormittag auf das Thema der diesjährigen EAN-Freizeit am letzten Januarwochenende ein. Evangelische Arbeitnehmerschaft Ortskern Oberöwisheim 24 Seminarteilnehmer, drei Jugendliche und Pfarrer Klaus Vogel mit einer krankheitsbedingt neunköpfigen Konfi-Gruppe starteten am Freitagnachmittag mit dem Bus nach Chateau du Liebfrauenberg in Goersdorf im Elsass. Nach der Zimmerverteilung und einem umfangreichen Abendessen stiegen wir ins Thema Demut ein. Ulrich Bomke begrüßte dazu unseren Hauptreferenten Norbert Unkrich, Pfarrer i.R. aus Bad Bergzabern. Der Begriff „Demut“ ist heute überwiegend negativ besetzt. Die meisten von uns denken dabei an „Unterwürfigkeit“, „buckeln“, „nicht aufmucken“. Besonders Frauen und Kindern wurde dies jahrhundertelang eingetrichtert. Den meisten in unserer Gruppe ging es ge- Unser Trio sorgte für musikalische Begleitung beim Gottesdienst nauso, zumal man von „Demut“ das Verb „demütigen“ ableiten kann. Norbert Unkrich machte uns deutlich, dass es nach der Bibel ganz anders zu verstehen ist. Paulus schreibt in einem seiner Briefe: „Demut ist, wenn man auf den anderen hört und seine Meinung achtet“. Unser Referent machte uns deutlich, dass Demut nur möglich ist, wenn man in einer Beziehung zu Gott steht. Das Wort Demut kommt aus dem lateinischen und bedeutet „deo servus – Gottes Diener“. Jesus war so ein mutiger Diener. Er war demütig, aber nicht unterwürfig. Demütige Menschen haben den Mut zu dienen. Damit ist aber Was wollen wir als nächstes singen? Die wichtigste Frage am Samstagabend

Gemeindebrief 1/2018 Gemeindeleben 5 das freiwillige Dienen gemeint. So wie es z.B. bei Ehepaaren aneinander geschieht. Jesus hat wie kein anderer die Demut glaubwürdig praktiziert, die sich in der Einsicht niederschlägt. Norbert Unkrich sagte es so: „Überschätze deine Kräfte nicht. Mach dich nicht größer, aber auch nicht kleiner vor Gott.“ Demut ist ein kraftvolles und standhaftes Stehen vor Gott und den Menschen. Demut ist im biblischen Sinn eine persönlich entwickelte, gereifte und bewusst gewollte Lebenshaltung, verknüpft mit Selbstliebe, Gottesliebe und Nächstenliebe. Demut ist immer freiwillig. Mit diesen Inhalten schlugen wir uns am Samstag und den halben Sonntagvormittag herum. Es war spannend und kurzweilig, aber trotzdem anstrengend. Zumal eine Zahl von uns noch unter Schlafmangel litten, denn auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Den Freitagabend verbrachten wir in geselliger Runde im Partykeller. Am Samstagabend gab es einen lustigen Spieleabend mit drei Mannschaften, an dem auch die Konfis teilnahmen. Vorbereitet und geleitet wurde der Spielabend von unseren drei jugendlichen Begleiterinnen Helen, Yasemin und Michelle. Anschließend war es noch ein langer vergnüglicher Abend mit Gitarre und Gesang. Am Sonntagmorgen trafen wir uns alle zum Gottesdienst, der unter dem Motto „Schubladen“ stand. Die Konfis hatten zusammen mit unserem Pfarrer das Thema Schubladendenken aufgearbeitet und sehr anschaulich dargestellt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es wieder auf den Heimweg. Wir waren uns alle einig, dass sich die Mitfahrt gelohnt hat. Vielen Dank dem Team für die Vorbereitung und Durchführung. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr. Petra Methling Die Teilnehmer der ean-Familienfreizeit in Liebfrauenberg

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