Gazette Steglitz August 2018

gazette

Gazette für Steglitz, Lankwitz und Lichterfelde

Steglitz

Steglitz

Lankwitz

Lichterfelde

35 Jahre

Saiten-Ensemble

Steglitz

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

August 2018

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2 | Gazette Steglitz | August 2018

BAM forscht über Mikroplastik in Gewässern

Über welche Wege gelangt Mikroplastik in unsere Gewässer?

Ein neues Forschungsverbundprojekt unter

Leitung der Bundesanstalt für Materialforschung

und -prüfung (BAM) will herausfinden,

über welche Wege Mikroplastik in Gewässer

gelangt. Ziel ist es, die Verfahren für die Entnahme

repräsentativer Proben aus Wasser

und Abwasser zu optimieren. Nur durch eine

repräsentative Probenentnahme können die

Quellen von Mikroplastik genauer erfasst

und daraus Vermeidungsstrategien abgeleitet

werden.

Dass Plastikpartikel in die Umwelt gelangen,

wird bereits seit über 40 Jahren beobachtet. In

den letzten Jahren hat sich die Aufmerksamkeit

auf die winzigen Zersetzungsprodukte

von Plastik, dem Mikroplastik, verlagert. Bislang

fehlen verlässliche Daten über Quellen,

Vorkommen und Auswirkungen von Mikroplastik

auf Menschen und Ökosysteme. Fest

steht nur, dass Mikroplastik in der Umwelt fast

überall zu finden ist.

Hier setzt das Projekt „Repräsentative Untersuchungsstrategien

für ein integratives Systemverständnis

von spezifischen Einträgen

von Kunststoffen in die Umwelt (RUSEKU)“

an. Bis Anfang 2021 will das Verbundprojekt

Untersuchungsverfahren entwickeln, die den

Mikroplastikpartikel finden sich zunehmend

auch in deutschen Gewässern. Foto: BAM

Mikroplastikgehalt über die verschiedenen

Bereiche des Wasserkreislaufs besser und

schneller messen können. Im Fokus stehen

dabei Probeentnahmeverfahren.

„Die aktuellen Probenentnahmeverfahren

sind nicht auf Kunststoffe abgestimmt und

liefern daher oft fehlerhafte Ergebnisse bei

der Bestimmung des Mikroplastikgehalts“, so

Dr. Ulrike Braun, Leiterin des RUSEKU-Projekts

und Wissenschaftlerin an der BAM. „Wir wollen

ein verlässliches, praxisnahes Verfahren

für die Wasserbeprobung entwickeln, welches

gleichzeitig auf unsere bewährte Mikroplastik-Analytik

abgestimmt ist. Nur so können

wir Daten sammeln, um künftige Einträge von

Mikroplastik in Gewässer zu verhindern.“

Braun und ihre Kooperationspartner wollen

Mikroplastikpartikel verschiedener Größen

und Formen im Labor und in Simulationsanlagen

hinsichtlich ihrer Wiederfindung testen

und bewerten. Zusätzlich will das Team

numerische Berechnungen entwickeln, die

die Dynamik und vertikale Verteilung von

Mikroplastikpartikeln in turbulenten Fließgewässern

voraussagen. Die neuen Verfahren

werden auch in realen Abwassersystemen in

Kaiserslautern geprüft.

An dem Forschungsprojekt sind neben der

BAM sieben wissenschaftliche Institutionen

und drei mittelständische Unternehmen

beteiligt. Gefördert wird RUSEKU vom Bundesministerium

für Bildung und Forschung

(BMBF) im Rahmen des Forschungsschwerpunkts

„Plastik in der Umwelt“.


WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN

Liebe Leserinnen und Leser,

wussten Sie schon, dass wir vor

gut einem Monat, genauer gesagt

am 29. Juni 2018, die erste bezirkliche

touristische Radroute,

die sogenannte

Dahlem-Route eröffnet

haben? Auf dieser Radroute

sollen sowohl Berlinerinnen

und Berliner

als auch Touristinnen

und Touristen den Südwesten

der Hauptstadt

erkunden und dabei eine

Vielzahl von Attraktionen in unserem

schönen Steglitz-Zehlendorf

entdecken, von Natur- und

Kulturorten bis hin zu Ausflugslokalen,

Cafés und Einkaufsmöglichkeiten.

Auf der 18 Kilometer

langen Dahlem-Route befinden

sich z. B. das Brücke-Museum,

das Kunsthaus Dahlem, das Alliierten

Museum, die Domäne

Dahlem, das Haus am Waldsee,

der Botanische Garten mit dem

Botanischen Museum, der Henry-

Ford-Bau der Freien Universität,

die Bruno-Taut-Siedlung, das Gartendenkmal

Mexikoplatz oder die

Waldsiedlung Onkel-Toms-Hütte.

Eine entspannte Auszeit können

die Besucher am Schlachtensee

oder an der Krummen Lanke

nehmen und beispielsweise eine

Schwimm-Pause einlegen oder

aufs Stand Up Paddling beim

SUP Verleih Schlachtensee unweit

der Fischerhütte umsteigen. Die

Dahlem-Route ist übrigens eine

Rundstrecke, die in beiden Richtungen

ausgeschildert ist, sodass

sich auch Ortsunkundige schnell

und einfach orientieren können.

Der Ein- und Ausstieg in die Route

ist an zwei Stationen der S-Bahn

Linie 1 und fünf Stationen der

U-Bahn Linie 3 möglich. Auf diese

Weise ist die Dahlem-Route

Cerstin Richter-

Kotowski

für Interessierte sehr leicht erreichbar

und kann auch überall

mit U- und S-Bahnen abgekürzt

werden. Mit dem digitalen

Outdoor Guide

Komoot kann man mit

dem eigenen Smartphone

die Wegführung entlang

der Dahlem-Route

angezeigt bekommen.

Und für diejenigen, die

nicht mit dem eigenen

Fahrrad anreisen, steht

in der Onkel-Tom-Ladenstraße

am U3-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte

bei Fahrrad-Lippke ein Fahrradverleih

bereit.

Diese erste bezirkliche Radroute

ist übrigens Teil eines ersten

bezirklichen nachhaltigen

Tourismuskonzeptes, welches

Steglitz-Zehlendorf mithilfe

von Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe

„Verbesserung

der regionalen Wirtschaftsstruktur“

(GRW) im Jahr 2016 veröffentlicht

hat, und was von der

EBC-Hochschule Berlin unter der

Leitung von Prof. Dr. Frank Schaal

erstellt wurde. In dem Tourismuskonzept

wurden Radrouten

durch den Berliner Südwesten

konzipiert und die Dahlem-Route

ist die erste touristische Rundroute,

die nun entsprechend des

Konzeptes umgesetzt wurde.

Die nächste Fahrradstrecke, die

Wannsee-Route, ist in Planung.

Alle Informationen zur Dahlem-Route

erhalten Sie übrigens

auch unter facebook.com/dahlemroute

und instagram.com/

dahlemroute

Wissen Sie schon, was Sie am

Samstag, 1.9.2018, in der Zeit

von 11 bis 16 Uhr machen? Noch

nicht – dann lade ich Sie ein, mit

uns das Sommerfest des Amtes

Gazette Steglitz | August 2018 | 3

für Weiterbildung und Kultur

und das Jubiläum „125 Jahre

Gottfried-Benn-Bibliothek“ zu

feiern. Erleben Sie an diesem

Tag bei freiem Eintritt ein buntes

Musikprogramm mit Instrumentenrallye

und Kinderschminken,

die Clownin Viola mit Musik, Seifenblasen

und Ballonmodellagen,

das Comic-Cartoon-Figurenzeichnen

mit dem Zeichenkünstler

Kemal Can und die Improvisationstheatergruppe

Theatersport

Berlin. Für das leibliche Wohl ist

auch gesorgt – an beiden Standorten

werden Caterer Groß und

Klein mit Bratwürsten, Kuchen

und Getränken versorgen.

Programmübersicht Leo-Borchard-Musikschule,

Martin-Buber-Straße

21, 14163 Berlin:

• 11:00 – 11:03 Uhr „Der Riese und

der Zwerg“

• 11:05 – 11:10 Uhr „Hänsel &

Gretel“

• 11:12 – 11:17 Uhr „Elfentanz“

• 11:19 – 11:23 Uhr „Hexenlied“

• 11:25 – 11:30 Uhr „Bilder einer

Ausstellung“

• 11:32 – 11:38 Uhr „Kolibri

Kinderchor“

• 11:40 – 11:45 Uhr Abschlusslied

aller Gruppen / Blitzblech-

Ensemble (Leitung: Annette

Schubert)

• 11:45 -12:00 Uhr Neues Leo-

Borchard-Musikschulorchester

für Erwachsene (Leitung:

Wolfgang Kogler u. Julius

Schwahn)

• 12:05 – 12:25 Uhr Stix & Stones

(Leitung: Michael Brandt)

• 12:30 – 13:00 Uhr Midnight Blue

(Leitung: Ralf Ruh)

• 13:00 Uhr SVA

Schülerprogramm

Programmübersicht Gottfried-Benn-Bibliothek,

Nentershäuser

Platz 1, 14163 Berlin:

• 12:30 – 14:00 Uhr Clownin Viola

(Start in der Musikschule, ab

13:00 Uhr in der Bibliothek)

• ab 13:00 Uhr Zeichenkünstler

Kemal Can

• ab 14:15 Uhr Improvisationstheater

„Theatersport Berlin”

sowie die Ausstellung

historischer Bibliotheksbilder,

die Präsentation und Öffnung

der beiden Bücherbusse

und Informationsstände der

Volkshochschule, des Kulturamtes

und der Musikschule

Und dann lade ich Sie ganz herzlich

zu meinem 3. Kiezspaziergang

am Sonnabend, 25. August

2018, um 14 Uhr, ein, der für

ca. zwei Stunden durch „Glienicke

– Schönheiten am Rande

Berlins“ führen wird. Treffpunkt

und Uhrzeit erfahren Sie bei der

Anmeldung entweder unter der

Telefonnummer 90299-5256

(Frau Lestingi) oder per E-Mail:

wirtschaftsfoerderung@steglitzzehlendorf.de.

Vielleicht lassen Sie mich bei meiner

nächsten Bürgersprechstunde

persönlich wissen, wie Ihnen

der ein oder andere Tipp gefallen

hat. Oder lassen Sie uns Ihre

bezirklichen Anregungen, Ideen

und Kritik in einem persönlichen

Gespräch erörtern: 28. August

von 16.00 bis 18.00 Uhr, im Rathaus

Zehlendorf, Raum A 131,

Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin. Damit

Ihnen unnötige Wartezeiten

erspart bleiben, bitte ich um eine

telefonische Anmeldung unter

90299-3200.

Ihre

Cerstin Richter-Kotowski

Bezirksbürgermeisterin

Int. Dance Academy Berlin / Ausbildungsstätte für Bühnentanz Ergänzungsschule nach § 102 / BAFÖG berechtigt

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4 | Gazette Steglitz | August 2018

35 Jahre Saiten-Ensemble Steglitz

Mit Michael Kubik in die nächste Ära

Das 15-köpfige Ensemble – davon

sieben Frauen – begeistert mit

seinen Zupfinstrumenten Mandoline,

Mandola, Bass und Gitarre

seit bereits 35 Jahren weit über

den Bezirk Steglitz-Zehlendorf

hinaus die Musikfreunde:

Nun beginnt eine weitere Ära:

Nach 11 Jahren will Walter-Thomas

Heyn etwas kürzer treten

und hat mit dem Dirigentenstab

die Leitung des Ensembles im

Mai an Michael Kubik übergeben.

Doch auch zukünftig wird der

Komponist dem Zupforchester

mit musikalischem Rat verbunden

bleiben und bei ausgewählten

musikalischen Vorträgen, u. a.

dem alljährlichen Stabat Mater,

den Taktstock wieder nach altbekannter

Manier schwingen.

Von Volkslied bis Schlager

Nach ersten Ensemble-Erfahrungen

bis 1980 in der Mandolinisten-Vereinigung-Berlin

e. V. gründete sich 1983 das Saiten-Ensemble

Steglitz unter ihrem

damaligen Dirigenten und

heutigen Ehrenmitglied Wolfgang

Jentzsch, der mit viel Energie

und während des Dirigierens

Jive-tanzend Schwung in Truppe

und Instrumente brachte.

Ihm folgte ans Dirigentenpult

2001 Utz Grimminger, ein Mandola-Spieler

des Ensembles. Mit

seinem Mut zu Neuem brachte

er auch Schlager ins Repertoire.

Den Staffel-Dirigentenstab gab

er 2006 an Walther-Thomas Heyn

weiter.

Von den einstigen Gründungsmitgliedern

ist heute Margareta

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Foto: SESt

Vogl die Vorsitzende und Heidemarie

Goiny die Geschäftsführerin

des Ensemble-Vereins, der

Mitglied im Tonkünstlerverband

ist.

Wie die meisten Laienmusiker

hier, die im Alter zwischen 33

und 78 Jahren sind, beherrscht

Heidemarie Goiny alle musikalischen

Grundlagen und hat 1953

mit dem Gitarren- und Mandolinenspiel

begonnen. „Ohne Notenlesen

geht hier nichts“, weiß

sie, die spielsicher so manches

Solo auf der Mandoline zupft.

Sechs Mandolinen, zwei Mandolen

(Tenor-Mandolinen), sechs

Gitarren und ein je nach Stück

gestrichener oder gezupfter

Kontrabass sind im Ensemble

für den harmonischen und vollen

Klang verantwortlich, der an

italienische und manchmal auch

russische Volksweisen erinnert,

und in dem stets ein Hauch Melancholie

mitschwingt.

Ein buntes Repertoire vom Volkslied

über Operette, Schlager und

Filmmusik bis hin zu kirchenmusikalischen

Stücken macht

die Vielseitigkeit des Ensembles

aus. „Von rund 480 Stücken, die

wir spielen, sind etwa 200 abrufbereit“,

erklärt Heidi Goiny. Neue

Stücke kommen stets hinzu, derzeit

ist Karl Jenkins „Palladio“ in

Arbeit.

Für die pro Jahr 10-15 überwiegend

im Bezirk stattfindenden,

öffentlichen oder privat gebuchten

Auftritte wird freitags

im Probenraum des Bürgertreff

im Bahnhof Lichterfelde West

geprobt.

Klangvoll in die Zukunft gezupft

So kommt dann auch beim Auftritt

vor Senioren im Bürgertreff

wenige Tage später viel Freude

bei Musikern und Zuhörern auf.

Beim Schostakowitsch-Walzer

Nr. 2 und bei Strauss wird fröhlich

mitgewippt und bei der

Kleinen Nachtmusik entspannt.

Musikalisch geht´s mit einem

Rheinländer-Medley weiter

durch die Lande, Station dabei

wird mit einer Tarantella in Italien

und mit einem Tango in Spanien

gemacht.

Michael Kubik findet verbindende

Worte, witzig und informativ

DAS SAITENSCHIFF

Werkstatt und Laden für Musikinstrumente

in der Alten Post in Steglitz

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Wir sind ein Betrieb, der Menschen mit einer

psychischen Erkrankung beschäftigt.

Wir stehen für Qualität, Nachhaltigkeit und Inklusion.

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Gazette Steglitz | August 2018 | 5

zugleich. Mit dem Ensemble ist

er längst eingespielt; Er, Dirigent

und Musiker, der als examinierter

staatlicher Musiklehrer reichlich

Erfahrung aus Musikschulen, aus

der Leitung des Teg´ler Zupforchesters,

des Blockflötenorchester

Neukölln und des Zitherspielkreis

Berlin 1878 mitbringt

und selbst als namhafter Dozent

für Mandoline u. a. an der „Bundesakademie

für musikalische

Jugendbildung“ in Tossingen

und als Fachbereichsleiter an

der Musikschule Reinickendorf

Michael Kubik, neuer

musikalischer Leiter des

Ensembles.

Auftritt – dem Publikum gefällt´s

lehrte. Im Schlosspark Theater

stand Kulik, der zahlreiche Bearbeitungen

und Kompositionen

für seine Ensemble schrieb,

u. a. ebenso auf der Bühne wie

in der Deutschen Oper mit dem

Radio-Sinfonieorchester Berlin

oder in der Philharmonie mit

dem RIAS-Jugendorchester und

in der Schwartzschen Villa beim

Deutschen Tonkünstlerverband.

Im Umgang mit älteren und

jüngeren Musikern vertraut,

bringt Michael Kubik gute Voraussetzungen

mit, um auch den

für die musikalische Zukunft

des Saiten-Ensemble Steglitz

so wichtigen Nachwuchs an die

Zupfinstrumente zu holen.

Interessenten sind herzlich willkommen!


Jacqueline Lorenz

Saiten-Ensemble Steglitz

„Kultur in der Natur“: Am 19. August

2018 um 15 Uhr spielt das Steglitzer

Zupforchester bei freiem Eintritt auf

dem Pfingstberg in Potsdam.

Weitere Termine und Informationen

unter www.saitensteg.de

Einladung zur Renovierungsschau

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6 | Gazette Steglitz | August 2018

Der Mann, der den Kreisel bezwingt

Bauunternehmer Christoph Gröner braucht die Herausforderung

Um fit zu bleiben, rennt er in

fünf Minuten die 600 Stufen der

30 Kreisel-Etagen bis nach oben.

Demnächst wird er es in weniger

als fünf Minuten schaffen. Und

beim nächsten Halbmarathon

will er die Strecke unter zwei

Stunden laufen.

Christoph Gröner (50), Bauunternehmer

und Gründer der

CG-Immobiliengruppe sucht die

Herausforderung. Einmal mehr

gefunden hat er sie mit dem

Steglitzer Kreisel, der langsam

seinem Verfall näher rückte.

Nun wird der 70er-Jahre-Bau, der

viele problematische Tage gesehen

hat, von der CG-Gruppe auf

29 Etagen zum exklusiven Wohnturm

ÜBERLIN umfunktioniert.

Auch Christoph Gröner hat manche

Hürde nehmen müssen, bis

er es zu einem der reichsten

Männer Deutschlands gebracht

hat. Vielleicht passen Kreisel und

Bauunternehmer deshalb so gut

zueinander.

Der Macher

Bereits in jungen Jahren hat

Christoph Gröner angepackt und

gemacht: Ausrangierte Fahrräder

reparierte er und verkaufte sie

dann auf dem Flohmarkt. Als er

dann während seines Maschinenbau-Studiums

an der Universität

Kaiserslautern unter chronischer

Geldknappheit litt (der

Vater überwies ihm monatlich

500 D-Mark), holte er sich nach

dem Vordiplom 1989 den Gewerbeschein

für die „Christoph

Gröner Baudienste“. Parallel baute

er sein erstes Unternehmen in der

Christoph Gröner – immer in Bewegung.

Baubranche auf, dem die Banken

eher skeptisch gegenüberstanden.

Die Erfahrungen, die der

junge Unternehmer dann machte,

waren nicht nur gute. Doch

Christoph Gröner, passionierter

Hobbyboxer, weiß heute, wie

wichtig das schnelle Aufstehen

Foto:CG

nach einem Sturz im Ring ist: „

Mein bester Lehrmeister waren

letztendlich die schwierigen Erfahrungen.“

1995 wechselte er nach Leipzig,

wo er sich mit seinem Unternehmen

auf die Sanierung denkmalgeschützter

Altbauten spezialisierte.

Ab 2000 kamen Projekte in

Berlin hinzu, darunter das Carré

Parkaue, das Carré Sama-Riga,

die Feuerlandhöfe und das Carré

Raimar in Charlottenburg. 2015

wurde die CG-Immobiliengruppe

eine Kapitalgesellschaft, zu deren

Aufgaben Projektentwicklung,

Bau, Sanierung sowie Dienstleistungen

rund um Wohn- und

Gewerbeimmobilien zählen.

Kerngeschäft aber ist der Mietwohnungsbau

für institutionelle

Investoren.

Eine filmreife Karriere

Inzwischen sind es neun Standorte

mit rund 500 Mitarbeitern

in Deutschland, zwischen denen

Christoph Gröner pendelt. Als

kluger Rechner bewahrt er zu

jedem seiner Projekte direkten

Kontakt und zeigt stete Präsenz.

Mit Bahn, Privatflieger oder mit

dem Wagen unterwegs, zieht es

ihn dann vom Hauptsitz in Berlin

an seine Niederlassungen in u. a.

Hamburg, Leipzig, Dresden, Köln

und Frankfurt am Main. Nächte,

die mehr als vier Stunden Schlaf

bringen, sind da selten. Als Prokurist

an seiner Seite steht der Bruder,

Dipl.-Wirt.-Ing. Frank Gröner.

Ein zweiter Bruder ist im Bankgeschäft

tätig. „Wir haben alle Drei

immer zusammengehalten, das

ist auch heute noch so“, erklärt

Christoph Gröner, der selbst der

alternativpsychologischen Familienaufstellung

vertraut. Seine

vier Kinder – zwischen 28 und

neun Jahren – sehen die Eltern

meist nur am Wochenende und

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Gazette Steglitz | August 2018 | 7

Gestern Steglitzer Kreisel – morgen Wohnturm ÜBERLIN.

den Reisen, dann aber umso intensiver.

Gröners Ehefrau Anja ist

mit ihrem Unternehmen „Miracle

Room“ und der Kunst am Bau erfolgreich

bis nach Südfrankreich

unterwegs.

Eines der Hauptanliegen Gröners

ist es, sich gegen die Ungleichheit

der Welt und die bestehende

Kluft zwischen Arm und Reich

einzusetzen. Sei es durch die

Schaffung bezahlbaren Wohnraumes

mittels seiner Projekte,

durch das Vorantreiben der allgemeinen

Digitalisierung oder

das Aufrütteln der Politiker. Bei


Foto: CG

Unverb. Visualisierung: allmyhome

ihnen vermisst Deutschlands

größter Bauherr von Geschosswohnungen

häufig die Interaktivität.

„Stattdessen finde ich Bequemlichkeit

vor“, erklärt er, der

selbst als unbequem gilt, weil

er die Macht hat, Kritik laut und

deutlich zu äußern.

Mens sana in Corpore sano

Wichtig scheint es Christoph Gröner,

vor sich selbst geradestehen

zu können, denn: „Ich werde an

der Wirkung meiner Taten gemessen.“

Zu diesen Taten gehört das

große von der CG-Gruppe aufgebrachte

soziale Engagement, mit

dem u. a. über „Laughing Hearts

e. V.“ derzeit in und um Berlin

etwa 2.200 Kinder aus 22 Heimen

erreicht werden können.

„Ihnen ihr Lächeln wiederzugeben,

das ist der wahre Erfolg, der

für mich zählt“, betont Christoph

Gröner, dessen finanzieller Reichtum

auf sein über Jahre diszipliniertes

Arbeiten zurückzuführen

ist.

Im Berliner Hauptsitz an der Wilmersdorfer

Straße begrüßt in

der Lounge den Besucher eine

überdimensional gefüllte Obstschale,

die für das Lebensmotto

des bis in die Gesichtsmuskeln

durchtrainierten Gründers und

Vorstandsvorsitzenden steht, der

sagt: „Ich bemühe mich, meinem

Geist einen Körper zu geben, der

geistige Fitness erlaubt.“

Und so wundert es kaum, dass

Christoph Gröner während des

Gesprächs reichlich Studentenfutter

mit Nüssen als Nervennahrung

futtert, während seine

Gesprächspartner Belgische

Pralinen naschen und Cappuccino

trinken – mit gelungenem

Kakao-CG-Firmen-Emblem auf

dem Milchschaum.

Da erkennt man sofort, wer hier

der eigentliche Gewinner ist…


Jacqueline Lorenz

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8 | Gazette Steglitz | August 2018

Auf der Teltowwerft andocken

Bauhistorisches Gelände mit Zukunft für Wohnen, Arbeiten und Freizeit

Einstiges Windenhaus mit Bootsrampen.

Ein Fischreiher erhebt sich bedächtig

vom Rand des Seerosen-bewachsenen

Hafenbeckens,

Libellen tanzen im Sonnenlicht,

und verschlafen blicken die ungeputzten

Fensteraugen der einstigen

Teltowwerft am südlichen

Berliner Stadtrand auf den vorbeischlendernden

Spaziergänger,

der vom Ende der Zehlendorfer

Sachtlebenstraße auf den Mauerweg

am Teltowkanal wechselt.

Schienen der einstigen Treidelbahn

verschwinden unter Beton,

um kurz vor dem Teltowkanal zwischen

Brennnessel und Knöterich

wieder sichtbar zu werden.

Mitte der 20er-Jahre als Ergänzung

zum neu angelegten Teltowkanal

errichtet, stehen Bauhafen und

Bauhof mit zentraler Lokhalle,

Windenhaus, Trafohaus und

Hauptgebäuden heute ebenso

unter Denkmalschutz wie die

Schienen selbst.

Noch ist es still hier, und doch

scheint man das Quietschen der

Winden beim Landbringen der

Boote, das Rufen der Arbeiter

beim Entladen von einst zu vernehmen.

Bereits in der zweiten Jahreshälfte

2019 aber – derzeit läuft das

Planungsverfahren – könnten die

auf etwa zwei Jahre angelegten

Bauaktivitäten beginnen, um auf

dem Areal dringend benötigten

Wohnraum in familienfreundlicher

Umgebung zu realisieren

und der Teltowwerft eine Zukunft

zu geben, die in den Bereichen

Wohnen, Arbeiten und Freizeit

liegt.

Wohnkonzept für

unterschiedliche Bedarfe

Die Münchner Immobilienfirma

Investa Real Estate will auf dem

rund 2.5 Hektar großen Gelände

das Wohnen mit Geschichte und

mit der Natur mit fast 100 Millionen

Euro umsetzen und hat

dazu das für seinen sensiblen

Umgang mit Denkmalschutz

und Städtebau bekannte Architektenbüro

Axthelm/Rolvien ins

Boot holen können. Für Henner

Rolvien und sein Team eine

ebenso verantwortungsvolle wie

herausfordernde Aufgabe. Seine

Begeisterung, mit der er die Relikte

vergangener Werfttage auf

dem Gelände vorstellt, zeigt, dass

hier mit Rücksicht auf die vorhandenen

Einzeldenkmäler und die

Natur gebaut werden soll, maritimen

Flair und Wassernähe in

die Baupläne einbeziehend. Der

Architekt erklärt dazu: „Uns ist es

wichtig, den Naturbezug durch

die Bebauung zu belassen und

hervorzuheben.“ So werden in

mehreren Bauabschnitten nach

dem Modell der kooperativen

Baulandentwicklung rund 160 in

sich harmonierende Wohneinheiten

von der kleineren Eigentumswohnung

bis hin zum geräumigeren

Townhaus und drei- bis

fünfgeschossigen Wohnhaus

entstehen, somit auch ein Viertel

mietpreisgebundene Wohnungen.

Mit Blick auf die in direkter

Kleinmachnower Nachbarschaft

liegende Seniorenwohnanlage

Augustinum sollen in die Bebauung

von fast 24.000 Quadratmetern

Geschossfläche auch

die Bedarfe älterer Menschen mit

einfließen, um unter den Bewohnern

eine ausgewogene Altersstruktur

zu erreichen.

Als autofreies Wohnquartier konzipiert,

ist eine von der Sachtlebenstraße

her erreichbare Tiefgarage

geplant, die den hier

relativ hoch liegenden Grundwasserspiegel

berücksichtigt.

Sozusagen vor der Haustür gibt

es im Hafenbecken außerdem

Liegeplätze für Paddelboot oder

Sportjolle, die daran erinnern,

dass 1927 von der Teltowwerft

aus als erstes durchgehend ge-

Das Hafenbecken – wichtiger Teil der Teltowwerft-Idylle.

Visionen von der Teltowwerft von morgen.


Grafik: Investa Real Estate/Axt./Rolv.


Gazette Steglitz | August 2018 | 9

schweißtes Fahrgastschiff die

„Zehlendorf“ – liebevoll „Kaffee

Vaterland“ genannt – vom Stapel

lief, die fast 30 Jahre lang über die

Gewässer Berlin-Brandenburgs

schipperte.

Wohnquartier, das

Brücken schlägt?

Derzeit nutzen die Hallen auf

dem Areal nur noch wenige Gewerbetreibende,

doch mit der

Lokschuppen und Hallen

erwarten neue Aufgaben.

Wiederbelebung der Teltowwerft

und der denkmalgerechten Sanierung

der Lokhalle dürfte rund

um den Stadtplatz des neuen

Quartiers auch teilgewerblicher

Neue Angebote von AIDA!

Die Route „Kanaren & Madeira 3”

ist eine der wenigen Routen, die in

Europa auch im Winter angefahren

wird.

Die Reise ist wie folgt geplant:

15.12.2018 Anreise

per Flug nach Gran Canaria

direkt zum Schiff - Zeit, um

Gran Canaria zu besichtigen

16.12.2018 Seetag

Zeit, um das Schiff zu besichtigen

17.12.2018 Madeira

06:00 – 23:00 Uhr

18.12.2018 Seetag

Zeit, um weitere schöne Ecken vom

Schiff zu besichtigen

19.12.2018 Teneriffa

05:00-22:00 Uhr

20.12.2018 Fuerteventura

09:00 – 23:00 Uhr

21.12.2018 Lanzarote

06:00 – 19:00 Uhr

22.12.2018 Abfahrt

von Gran Canaria aus,

Check-out gegen 11 Uhr,

Rückflug nach Deutschland

Der Preis für eine Balkonkabine liegt

bei 1958,00 € pro Person inklusive

Hin- & Rückflug.

Kaiser-Pavillon gestern

Raum für Büros und Gewerberäume

angeboten werden, wie in

dem 2009 neu festgelegten Bebauungsplan

vorgesehen.

Dazu wird im Bezirk aktuell über

die Einrichtung einer direkt vor

der Tür liegenden Bushaltestelle

„Teltowwerft“ nachgedacht.

Einen gemeinsamen Traum haben

Investor, Architekt und viele

Anwohner rund um die Sachtlebenstraße

schon jetzt, der bereits

im vor zwei Jahren veranstalteten

Schinkelwettbewerb Beachtung

gefunden hatte: die kleine Brücke,

die einst über den Stichkanal

am Hafenbecken verlief, sowie

die nach dem Krieg gesprengte

große Brücke über den Teltowkanal

von Zehlendorf nach

Teltow wieder zu errichten – als

Aida bietet selbstverständlich auch

weitere Kabinenkategorien an. Für

weitere Informationen wenden Sie

sich an die Kreuzfahrtspezialisten

aus dem Reisebüro-Selch.

Lediglich hinzukommen würden

die Ausflüge, welche Sie individuell,

über unser Reisebüro oder selbst im

Internet, dazubuchen können.

Diese Route wird auch zu anderen

Zeiträumen angeboten.

Bei weiteren Fragen besuchen Sie

uns doch gerne im Reisebüro. Wir

sind Experten für Kreuzfahrtreisen

und können Sie individuell, für alle

gängigen Reedereien beraten.

Ihre Kreuzfahrtspezialisten

Bettina Beck und Melanie Gluth

Steglitzer Damm 15

12169 Berlin

Tel. 79 789 201 · Tel. 791 20 91

Mo – Fr 9.30 – 18.00 Uhr

Sa 10.00 – 13.00 Uhr

GRABMALE

Foto: Eyetronic / Fotolia

und heute…

Fußgänger- und Fahrradbrücke.

Letztgenannte steht jedoch nicht

auf dem Werftgelände und damit

außerhalb der Zuständigkeit des

Bauinvestors.

Doch bevor Brückenbaumaßnahmen

überhaupt begonnen

werden können, heißt es zuerst

für die Länder Berlin und Brandenburg,

einen gemeinsamen

Konsens zu finden.

Derzeit schaut es an der ehemaligen

Brücke, die einst Zehlendorf

mit Teltow verband, verwunschen-traurig

aus: Stacheldraht

sichert die noch erhaltenen seitlichen

Brückenpfeiler, ein Stück

alte Mauer und Bahnschienen

führen ins Nichts.

Daneben – vom Bezirk vergessen

– ein fast verfallener, kleiner Pavillonbau,

der einmal bessere Tage

gesehen hat und im Volksmund

als „Kaiser-Pavillon“ von sich reden

machte. Wie man sagt, hatte

auf kaiserlichem Stuhl sitzend

Kaiser Wilhelm II. von diesem

Pavillon und höherer Warte aus

einst dem Bau des Teltowkanals

im Jahr 1906 beigewohnt.

Anwohner haben die Tür des

Häuschens vor Jahren vernagelt,

um es vor mutwilliger Zerstörung

zu bewahren. Doch nun

scheinen seine Tage gezählt, nur

wenige intakte Balken halten das

altersschwache Gemäuer noch

aufrecht.

Und so liegen Verfall und Reanimation

auch hier, am südlichsten

Teil Zehlendorfs, eng beieinander.

Jacqueline Lorenz

STEINMETZHÜTTE

Grabmale

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Kurze Wege:

Grana Steinmetzhütte

ist in Steglitz und an zehn

weiteren Standorten in Berlin

und im Umland vertreten.

Das Unternehmen hat sich auf die

Gestaltung von Gräbern mit Grabmalen,

Liegesteinen, Grabfassungen und mehr nach

Kundenwunsch spezialisiert.

Vereinbaren Sie einen Termin,

wir sind gern für Sie da!

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auch außerhalb dieser Zeiten vereinbaren!


10 | Gazette Steglitz | August 2018

Stromkastenstyling: Schulklassen

können sich jetzt bewerben


Fotos: stromnetz.berlin

Alle Plätze, besser gesagt Stromkästen

und Trafostationen, sind

für das Jahr 2018 vergeben. Und

schon bald werden aus grauen,

unauffällig bis hässlichen Kästen

bunte Schmuckstücke im Straßenbild,

gestaltet von Berliner

Schülern der 5. Klassen. In einer

einwöchigen Projektwoche

werden die Kästen mit frischen,

bunten Bildern versehen. Dabei

bekommen sie professionelle Hilfe:

Zunächst überlegt die Klasse

gemeinsam, welches Motiv sie

für den Stromkasten in ihrem

Kiez nehmen möchten. Dann

kommen Street-Art-Künstler ins

Spiel – die Schüler fertigen in

Team-Arbeit und unter Anleitung

der Profis Schablonen an

und lernen Spray-Techniken. Am

Ende der Aktion steht die Verschönerung

des Stromkastens.

Jede teilnehmende Schule kann

anschließend ihren Stromkasten

bzw. ihre Trafostation in einem

Wettbewerb einreichen.

Bereits jetzt laufen die Bewerbungen

für das Jahr 2019. Die Plätze

sind begrenzt und die Bewerbungsfrist

endet am 26. August

2018. Weitere Informationen unter

www.stromnetz.berlin/stromkastenstyling.

So soll das Wohnprojekt „Wohnen am Turm“ einmal aussehen.


Bild: Wohnungsbaugenossenschaft Märkische Scholle

Märkische Scholle baut

147 Wohnungen in Lichterfelde

Am 13. Juli 2018 legte die Berliner

Wohnungsgenossenschaft

den Grundstein für ihr Neubauvorhaben

„Wohnen am Turm“ in

der Gartenstadt Lichterfelde Süd,

kurz vor der Berliner Stadtgrenze

zu Teltow. Der namensgebende

„Turm“, eine viergeschossige Rotunde,

wird umrahmt von sechs

Baukörpern (vier Geschosse plus

Staffelgeschoss). Vor dem Neubau

stand der Abriss von insgesamt

110 Wohnungen, die unter

wirtschaftlichen Aspekten unsanierbar

und schwer vermietbar

waren. Der Rückbau wurde erst

Hörspielkino unterm

Sternenhimmel

Bewohnerparkausweise

Seit dem 1.7.2018 sind Bewohnerparkausweise

und Gästevignetten

für die Parkraumbewirtschaftungszonen

nicht mehr beim Ordnungsamt,

sondern in der Dokumentenausgabe

des Bürgeramtes Steglitz

zu den normalen Öffnungszeiten

begonnen, als die betroffenen

Mieter eine neue Wohnung gefunden

hatten.

Gebaut werden insgesamt 147

barrierearme Wohnungen, darunter

auch 15 Wohnungen speziell

für die Bedürfnisse von Senioren.

Neben Mietergärten wird die Genossenschaft

ihren Mitgliedern

auch Möglichkeiten zum Urban

Gardening bieten, Kinder dürfen

sich auf moderne Spielplätze freuen.

In die Außenanlagenplanung

und -gestaltung bezieht die Märkische

Scholle alle Anwohner der

Gartenstadt Lichterfelde Süd ein.

Das rbb radioeins Hörspielkino

bringt die besten Hörspiele der

ARD im sommerlichen Botanischen

Garten Berlin zu Gehör:

Am 4. und 11. August gibt es

beliebte Filmklassiker auf die

Ohren in der Open-Air-Hörspiel-

Lounge unterm botanischen Sternenhimmel.

Vorab können Gäste

den Garten, die Gewächshäuser

und die Ausstellungen im Botanischen

Museum erkunden, der

Tageseintritt ist inklusive.

Am 4. August gehen die Besucher

auf Abenteuerreise mit Mark

Twains erfolgreichstem Roman

„Huckleberry Finns Abenteuer“.

Am 11. August erleben die Hörer

eine der bekanntesten Detektivgeschichten

von Arthur Conan

Doyle „Der Hund der Baskervilles“

mit Sherlock Holmes.

Vor dem Besuch des Hörspielkinos

lädt der Botanische Garten

Berlin zu einem Besuch bei der

nachtblühenden Riesenseerose

Victoria und der Victorianacht

ein. Spannenden Geschichten

rund um die faszinierenden Riesenseerosen

und ihre Verwandtschaft

lauschen Gäste bei den

Victoriatalks mit den Expertinnen/en

des Botanischen Gartens

Berlin (20.15 Uhr). Im Victoria Kabinett

im Botanischen Museum

werden 166 Jahre Berliner Victoria-Geschichte

in 100 epochalen

Bildern gezeigt.

des Bürgeramtes erhältlich. Das

Bürgeramt Steglitz befindet sich

im Rathaus Steglitz, Schloßstraße

37, 12163 Berlin. Bewohnerparkausweise

können auch online

beantragt werden: https://service.

berlin.de/dienstleistung/121721/.


Zehlendorferin, die motiviert

Mit Beate Roll raus aus dem Hamsterrad

Politik, Mittelstand, Frauen in Beruf

und Handwerk – Themen, für

die Beate Roll sich von jeher stark

macht und woraus sie wertvolle

Erfahrungen schöpfen konnte.

In vielerlei Institutionen und

Organisationen für die Sache

engagiert, ist die Betriebswirtin

im Handwerk seit 2017 nun

auch Kreisvorsitzende der Mittelstands-

und Wirtschaftsvereinigung

MIT. Hier sowie als

Landesvorsitzende der Unternehmerfrauen

im Handwerk e. V.

(UFH) gibt sie dieses Know-how

mit viel Fingerspitzengefühl an

andere weiter und erklärt: „Mir ist

dabei immer wichtig, möglichst

viele Menschen einzubinden und

mitzunehmen. Denn jeder kann

etwas tun, wenn er nur will.“

Im Einsatz für Frauen,

Handwerk und Mittelstand

Dass sie der geborene Teamplayer

ist, hat sie im Laufe der Jahre

auf unterschiedlichsten Berufsebenen

bewiesen, auf denen sie

sich manchmal auch gleichzeitig

aufhielt. Als Unternehmerin im

Mittelstand mit kaufmännischem

Part sowie als Mitarbeiterin und

Beschäftigte im öffentlichen

Dienst – dabei auch Mutter und

inzwischen Oma – lernte Beate

Roll schon früh unterschiedlichste

Sichtweisen auf die Dinge

kennen, woraus wohl das tiefe

Verständnis resultiert, mit dem sie

sich immer wieder in Menschen

und deren Handlungsweisen hinein

zu versetzen weiß, und authentisch

ihr Vertrauen gewinnt.

Ob im südwestlichen Familienbetrieb

für Heizung, Sanitär und

Klima mit Mann und Sohn oder

als Beschäftigte im Schulsekretariat

und vorher in der Kanzlei im

Sozialamt, bald war ihr klar: „Auf

unterschiedliche Menschen muss

Beate Roll, stets mit einem

Lächeln für die Sache unterwegs.


Foto privat

man unterschiedlich eingehen. –

Dann öffnen sich auch die Türen.“

1994 als neues Mitglied in den

Landesverband Berlin der Unternehmerfrauen

im Handwerk

(UFH) e. V. eingetreten („Jeder

fängt mal klein an.“), ist Beate Roll

inzwischen seit 2007 deren Landesvorsitzende,

um Hand in Hand

mit den Frauen im Handwerk deren

Position und damit auch das

Handwerk selbst sichtbarer zu

machen und zu stärken.

Mit einem tränenden Auge blickt

sie, die sich für ein Gründerinnenund

Unternehmerinnenzentrum

im Bezirk Steglitz-Zehlendorf

(GUZSZ) ehrenamtlich und unter

intensivem Zeitaufwand stark

gemacht und es maßgeblich auf

den Weg gebracht hatte, auf das

dann eher ernüchternde Ergebnis.

Dass, nachdem Beate Roll

nicht mehr an der Spitze agierte,

die dazu gegründete Genossenschaft

bereits in den Wurzeln

verkümmert ist, beurteilt sie ohne

Schuldzuweisung so: „Es war ein

Versuch, das weibliche Unternehmertum

im Bezirk zu etablieren.

Aber die Zeit war hier wohl noch

nicht reif für eine Einrichtung dieser

Art.“

Zuhören, Einmischen, Mitmachen

Längst liegt für Beate Roll

Steglitz-Zehlendorf nicht mehr

im Dornröschenschlaf, sondern

bietet gerade auch Unternehmerinnen

und Unternehmern in

vielen Wirtschaftsbereichen und

im Bezirk u. a. Sport, Tourismus,

Gastronomie und Wissenschaft

ein breites Potential, sich zu entfalten.

Nicht nur als Kreisvorsitzende

der politisch mit CDU und

CSU verankerten MIT rät sie: „Wir

müssen uns neu orientieren.“ Sie

spricht die Mitglieder der mittelständischen

Wirtschaftsvereinigung

aller Altersklassen vom

Angestellten über Freiberufler bis

Unternehmer auch im Handwerk

an, empfiehlt mitzumischen und

sagt ihnen: „Nicht die da oben

müssen machen, wir müssen uns

einmischen, um etwas zu verbessern.

Jeder kann Mittun im Rahmen

seiner Möglichkeiten.“

Die MIT sieht sie als Sprachrohr

nach oben und als wirtschaftsgesellschaftlichen

Vernetzungspool,

der ernsthaften Gesprächen

Gazette Steglitz | August 2018 | 11

mit Politikern und Fachleuten zu

Themen wie „Rettet das Bargeld!“

ebenso Raum gibt wie entschleunigenden

Ereignissen, die als Tagesfahrten,

Klosteraufenthalte

oder beim alljährlichen „Wannsee

in Flammen“ gemeinsam erlebbar

werden und auch Gäste willkommen

heißen.

Die Kreisvorsitzende selbst sieht

ein wichtiges Ziel darin, sich über

ihre Position dem Fachkräftemangel

entgegenzusetzen, aber eben

auch andere zu ermutigen, den

Mund aufzumachen, miteinander

ins Gespräch zu kommen …und

zuzuhören. Beate Rolls einfacher

Anstoß zum Umdenken:

„Wir leben durch Vielfalt und Austausch!

Dabei ist Zuhören ganz

wichtig: Doch jeder weiß heute

alles, verkriecht sich in seinem

Hamsterrad und findet, was der

andere sagt, oft uninteressant.

Immer weiter, höher schneller,

soll es gehen. Doch nicht jeder

kann alles, und nicht jeder steht

in der ersten Reihe!“ Vielmehr

kämen häufig gerade aus der

zweiten Reihe nützliche und beachtenswerte

Hinweise.

Die Menschen dafür zu sensibilisieren

und es ihnen damit

im beruflichen Miteinander ein

Stückchen leichter zu machen,

gehört mit zu ihren Motivationszielen,

über die Beate Roll schon

so manchen aus seinem Hamsterrad

locken konnte.

Weitere Informationen zur UFH

unter www.ufh-berlin.de, zur MIT

und ihren öffentlichen Veranstaltungen

unter www.mit-sz.de.


Jacqueline Lorenz

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12 | Gazette Steglitz | August 2018

AKTIV IM ALTER

Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und mehr

Alternativen zur häuslichen Pflege

Zwei Drittel aller Pflegebedürftigen

werden zu Hause betreut.

Manchmal ist es aber nicht möglich

– etwa bei Erkrankung der

Pflegeperson, bei notwendigen

Umbauten in der Wohnung. Andererseits

kann für den Betroffenen

Abwechslung im Alltag hilfreich

sein. Die Pflegeversicherung

bietet ab Pflegegrad 2 einige Unterstützungsmöglichkeiten:

Die Verhinderungspflege

Sie ist für Zeiten vorgesehen, in

denen der pflegende Angehörige

verhindert ist. Das können ein

längerer Urlaub, eine Erkrankung

oder auch berufliche Termine sein.

Zur Finanzierung der Ersatzpflegekraft

stellt die Pflegeversicherung

bis zu 1.612 Euro pro Jahr

für maximal sechs Wochen zur

Verfügung. Die Verhinderungspflege

kann, muss aber nicht

zu Hause stattfinden. Die Mittel

sind so auch für einen Urlaub in

einem Pflegehotel einsetzbar. Ob

Eine kostenlose und unverbindliche

Beratung ist für uns selbstverständlich.

Auch gerne vor Ort in Ihrem Bad.

Bitte rufen Sie uns an!

Auch pflegende Angehörige brauchen hin und wieder eine Auszeit. Die Pflegeversicherung hilft bei der

Finanzierung einer Ersatzpflegekraft.

Foto: Wiltrud Zweigler/be.p

das Pflegegeld in voller Höhe oder

nur zur Hälfte gezahlt wird, hängt

davon ab, ob die eigentliche Pflegeperson

mehr oder weniger als

acht Stunden am Tag verhindert

ist. Die Höhe der Bezahlung der Ersatzpflegekraft

wiederum ist vom

Verwandtschaftsgrad abhängig.

Die Kurzzeitpflege

Müssen Rentner Steuern zahlen?

Das am 01.01.2005 in Kraft getretene

Alterseinkünftegesetz

beinhaltet unter anderem eine

umfangreiche Neuordnung der

Besteuerung von Alterseinkünften.

Die Neuregelung gilt sowohl

für Personen, die erst jetzt in Rente

gehen oder noch im Arbeitsleben

stehen, als auch für Personen,

die bereits vor 2005 eine Rente

bezogen haben, so genannte

Bestandsrentner. Waren bisher

bei einem Renteneintrittsalter

von 65 Jahren 27 % der Rente als

Einnahmen zu erfassen (Ertragsanteil),

so beträgt im Kalenderjahr

2005 der Besteuerungsanteil

50 %, d. h. die Hälfte der Rente

Diese kommt zum Beispiel in Betracht,

wenn nach einem Krankenhausaufenthalt

die Pflege zu

Hause noch nicht sichergestellt

werden kann, weil noch Umbauten

nötig sind. Die Unterbringung

des Pflegebedürftigen

erfolgt dann ganztätig in einer

Anzeige

unterliegt der Besteuerung. Seit

dem 01.01.2005 werden die Rentenzahlungen

an das Bundeszentralamt

für Steuern übermittelt

(Rentenbezugsmitteilung).

Jeder Rentner sollte daher überprüfen,

ob er aufgrund der Neuregelung

ein zu versteuerndes

Einkommen erzielt und eine

Steuererklärung abgeben muss.

Wir haben, um den Anforderungen

der Rentner gerecht zu

werden, ein spezielles Paket für

Rentner entwickelt. Sprechen Sie

uns diesbezüglich an. Natürlich

können Sie auch in allen anderen

steuerlichen Fragen den Kontakt

mit uns aufnehmen.

Foto: Denis Junker / Fotolia

Andreas Kerkmann

Steuerberater

Lohnbuchhalter/in

in Vollzeit

ab sofort gesucht

Ludwigsfelder Straße 14

14165 Berlin (Zehlendorf)

Telefon: 030 / 801 73 35

Telefax: 030 / 802 24 94

Internet: www.buero-kerkmann.de

E-Mail: kerkmann@buero-kerkmann.de

Mandantenportal https://buero-kerkmann.portalbereich.de


vollstationären Einrichtung. Für

die pflegebedingten Aufwendungen

zahlt die Pflegeversicherung

bis zu 1.612 Euro pro

Jahr für maximal acht Wochen.

Unterkunft, Verpflegung und

Investitionskosten muss der Betroffene

selbst zahlen. Das Pflegegeld

wird für den ersten und

den letzten Tag des Aufenthaltes

in voller Höhe, für die übrigen

Tage zur Hälfte gezahlt.

Die Mittel der Verhinderungsund

Kurzzeitpflege sind unter

bestimmten Umständen kombinierbar:

So kann der für die Verhinderungspflege

vorgesehene

Betrag um bis zu 806 Euro auf

2.418 Euro aufgestockt werden,

wenn die Kurzzeitpflege noch

nicht genutzt wurde. Wird hingegen

die Verhinderungspflege

nicht beansprucht, kann der für

die Kurzzeitpflege vorgesehene

Betrag auf maximal 3.224 Euro

verdoppelt werden.

Die teilstationäre Tagesund

Nachtpflege

Der Pflegebedürftige kann tagsüber

einige Stunden in einer

entsprechenden Einrichtung

betreut werden und dort an

Veranstaltungen und Ausflügen

teilnehmen. Das verschafft

ihm Abwechslung und entlastet

die pflegenden Angehörigen.

Die Tagespflege kommt in Frage,

wenn der Pflegebedürftige

nicht alleine zu Hause bleiben

kann oder will. Die Nachtpflege

in einem Pflegeheim kann dann

in Betracht kommen, wenn der

Betroffene sehr unruhig schläft

und professioneller Betreuung

bedarf. Die Pflegeversicherung

finanziert die pflegebedingten

Aufwendungen sowie die Hinund

Rückfahrt. Die Zuschüsse,

die jeden Monat neu zur Verfügung

stehen, hängen vom

Pflegegrad ab: So sind es bei

Pflegegrad 2 bis zu 689 Euro, bei

Pflegegrad 3 bis zu 1.298 Euro

monatlich. Selbst zu zahlen sind

Verpflegung, Unterkunft und Investitionskosten.

Über die einzelnen Varianten

sollte man sich ausführlich informieren

lassen. Zuständig sind bei

gesetzlich Versicherten die Pflegekasse

oder ein Pflegestützpunkt,

bei privat Versicherten

bundeseinheitlich die Compass

Pflegeberatung.


Uwe Strachovsky

Seydlitzstraßenfest

Tag der Nachbarschaft am 1. September

Gazette Steglitz | August 2018 | 13

Fotos: FOTO FROHLOFF

Feiern mit Nachbarn: Am Samstag,

1. September wird wieder das

jährlich stattfindende Kiezfest als

Treffpunkt für Alt und Jung gefeiert.

Am Standort Zukunft „Web-

Kiez-Genial Lokal“ treffen sich in

der Lankwitzer Seydlitzstraße Besucher,

Händler und Dienstleister

zum Gedankenaustausch bei einem

bunten Rahmenprogramm

mit Live Musik, Bühnenprogramm,

Speisen und Getränken.

Das Fest wird von ortsansässigen

Unternehmen organisiert, die

hier mit ihren Angeboten vertreten

sind. Eine Gelegenheit, sich

kennenzulernen und in schöner

Atmosphäre ins Gespräch zu

kommen.

Eröffnet wird das Fest um 13 Uhr

von Bezirksbürgermeisterin

Cerstin Richter-Kotowski und endet

um 19 Uhr.

25 Jahre

Zimmermanns Pflegeteam

in der Zimmermannstraße

Am 9. Juni fand unsere

Jubiläumsfeier auf dem

Hauptstadtfloß statt. Bei

super-warmen Sommerwetter

mit Tanzmusik, Büffet und guter

Unterhaltung fuhren wir vom

Plänterwald in Treptow entlang

der Spree bis nach Köpenick. Wer

24

24

häusliche Krankenpflege

rund um die Uhr

dieses Magazin regelmäßig liest

ist immer auf dem Laufenden. Ob

Tag der offenen Tür, Weihnachtsfeiern,

oder Rundtischgespräche

– bei Zimmermanns ist immer etwas

los.

In Steglitz pflegen wir seit 13 Jahren

auch in einer Senioren-Wohngemeinschaft.

Das alljährliche

Highlight bildet die Fahrt an die

Ostsee in das Ostseebad Boltenhagen,

mit Patienten und Pflegepersonal.

Für unsere Qualität wird auch

viel getan. Jahresdienstplan,

Dienstkleidung, Dienstwagen,

Kitakostenübernahme und andere

Annehmlichkeiten gehören

seit Jahren zum Alltag.

Kommen Sie zu uns, arbeiten Sie

in unserem Team und überzeugen

Sie sich selbst von unseren

guten Arbeitsbedingungen und

dem freundlichen Klima.

Unser Personalstamm ist immer

freundlich, zuverlässig und einsatzbereit.

Einige Mitarbeiter

sind schon seit fast zwanzig Jahren

dabei. Wir haben in Steglitz

auch Planstellen für Hauswirtschafter/innen

und examiniertes

Pflegepersonal frei. Seien Sie tapfer

und bewerben Sie sich jetzt!

Rufen Sie an 797 07 534,

Sie werden sehen,

auch Ihnen helfen wir.

Zimmermannstraße 14 · 12163 Berlin

Tel. 030 / 797 07 534

www.zimmermanns-pflegeteam.de

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14 | Gazette Steglitz | August 2018

70 Jahre Freie Universität Berlin

Ein Platz für Studierende im Westen der Stadt

Wer kennt Gerda Rösch, Manfred

Klein und Georg Wrazidlo und

was haben die drei mit der Freien

Universität zu tun? Die beiden

christdemokratischen Studentenvertreter

und die parteilose

Studentin wurden aufgrund ihres

politischen Engagements im

März 1947 verhaftet. Das Sowjetische

Militärtribunal verurteilte

sie zu 25 Jahren Zwangsarbeit.

Weiteren Studenten wurde im

Frühjahr 1948 die Studienerlaubnis

entzogen. Die Studierenden

befürchteten, dass die Universität

Berlin – ab 1949 Humboldt-Universität

– zur reinen SED-Parteiuniversität

würde.

Eine freie Hochschule im Westteil

Impressum

Online-Ausgaben

Verlag

Redaktion

Anzeigen

Druck

So forderten sie die Gründung

einer freien Hochschule im Westteil

der Stadt. Die drei West-Alliierten

zögerten, da sie keinen

Konflikt mit der Sowjetunion

heraufbeschwören wollten. Berliner

Politiker wie Ernst Reuter

und der Kunsthistoriker Edwin

Gazette Steglitz · August Nr. 8/2018 · 38. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Steglitz,

Zehlendorf, Wilmersdorf, Charlottenburg sowie Schöneberg & Friedenau.

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Nächste Ausgabe September Nr. 9/2018

Anzeigen-/Redaktionsschluss 20.08.2018

Erscheinung 06.09.2018

Eingang der Philologischen Bibliothek.

Foto: David Ausserhofer

Redslob hingegen befürworteten

die Neugründung und

machten sich dafür stark. Auch

Studenten wurden von Anfang

an einbezogen. Die Freie Universität

hatte viele Fürsprecher

– so setzte sich die Zeitung „Der

Tagesspiegel“ für die Gründung

einer privaten Stiftung ein. Seit

dem 19. Juni 1948 gab es den

Vorbereitenden Ausschuss für

die Gründung einer freien Universität,

dem Professoren, Dozenten,

Studenten und Politiker

angehörten. Den Vorsitz hatte

Ernst Reuter. Nur fünf Tage später

– am 24. Juni 1948 – begann

die Blockade des Westteils von

Berlin. Die amerikanischen und

britischen Alliierten versorgten

die eingeschlossene Stadt aus

der Luft. Unter dem Eindruck

Anzeige

dieser Ereignisse gab der Magistrat

von Berlin seine Zustimmung

zur Neugründung. Bereits

im Wintersemester 1948/1949

sollten die ersten Vorlesungen

beginnen.

Die Freie Universität in Dahlem

Im November 1948 war es soweit

– die neue Freie Universität hatte

ihren Sitz in den Häusern der

früheren Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft

zur Förderung der Wissenschaften

in Dahlem. Die ersten

Vorlesungen fanden statt. Der

Wahlspruch der Freien Universität

– Veritas – Iustitia – Libertas

– finden sich noch heute in ihrem

Siegel wieder. Die offizielle

Gründung fand am 4. Dezember

1948 im Titaniapalast statt. Fast

acht Jahre später – im Herbst

1956 entließ man Gerda Rösch,

Manfred Klein und Georg Wrazidlo

aus der Haft.

Zum 70-jährigen Bestehen stehen

viele Veranstaltungen und

Projekte auf dem Programm der

Freien Universität. Den Anfang

machte das Projekt „Gesichter

der Freien Universität“ bei der

sich Studierende, Beschäftigte

und Alumni vorstellen. Mehr

unter www.fu-berlin/70jahre.

Campustouren zum Jubiläum

Anlässlich des Jubiläums finden

alle 14 Tage Campustouren als

öffentliche, kostenlose Führungen

statt zu den Themen „70 Jahre Freie

Universität“ und „1968 an der Freien

Universität“. Hier sind die Termine,

die bei Redaktionsschluss noch nicht

ausgebucht waren. Anmeldung und

weitere Informationen unter www.fuberlin.de/sites/70jahre/campustour.

Do, 30. August:

1968 an der Freien Universität

Do, 20. September:

1968 an der Freien Universität

Fr, 21. September:

70 Jahre Freie Universität

Do, 4. Oktober:

1968 an der Freien Universität

Fr, 5. Oktober: 70 Jahre Freie

Universität

Fr, 19. Oktober:

70 Jahre Freie Universität


1 | Gazette Zehlendorf | 2017

Lernmittelfreiheit

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Gazette Steglitz | August 2018 | 15

CDU-Fraktion

Als Berlin unter einen rot-roten-Senat

sparen sollte bis es „quietscht“, wurde

die Lernmittelfreiheit eingeschränkt.

Eltern mussten bis zu 100 Euro pro

Jahr zuzahlen, elterngeführte Lernmittelfonds

wurden eingeführt, später

gesetzlich verankert, ebenso die Ausnahmen

bzgl. des Eigenanteils. Diese

Regelung ist allgemein akzeptiert, Eigenbeteiligung

stärkt auch die Eigenverantwortung.

Nun ist unsere Landesregierung

auf die Idee gekommen,

die elterliche Zuzahlung erst einmal für

die Grundschule wieder abzuschaffen,

die anderen Schulen sollen folgen. R2G

lässt sich für diese vermeintliche soziale

Großtat feiern, verschweigt aber, dass

die Schulen die Leidtragenden sind. Sie

werden zukünftig finanziell schlechter

gestellt sein. Für 2018/19 gibt es zwar

eine kleine Ausgleichszahlung (Problem

erkannt), aber dann nicht mehr (R2G will

die Schlechterstellung). Wer ohne Not

etwas gut funktionierendes abschafft

und dabei die unmittelbar Betroffenen –

die Schulen – finanziell schlechter stellt,

handelt nicht verantwortungsvoll!

Harald Mier

Berlin SPD-Fraktion

In Zukunft bekommen wieder alle Schüler/Innen

der Klassen 1-6 die Bücher von

der Schule gestellt. Die Eltern-Zuzahlungen

von bis zu 100 Euro gehören damit

der Vergangenheit an. Das Land Berlin

investiert 8 Mio. Euro in die Lernmittelfreiheit.

Bildung ist eine staatliche Aufgabe

und daher ist dieser Schritt gut und

richtig. Pro Schuljahr stehen 75 Euro zusätzlich

für alle Schüler/Innen bereit, die

bisher nicht von der Zuzahlung befreit

waren. Aber nicht alle Bezirke reichen

die Gelder an die Schulen weiter. Eine

entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion

in der BVV ist noch unbeantwortet,

die Schulen berichten aber von einem

pauschalen Abzug von 10 Prozent für

„Wertausgleichsmaßnahmen“ in unserem

Bezirk. Auch wenn einige Schulen

nun mit weniger Geld auskommen

Ab Sommer des Jahres gilt wieder in den 1. – 6. Klassenstufen eine Lernmittelfreiheit.

Auf diese Regelung hatte sich der Senat nach internen Diskussionen

geeinigt. Was einerseits die Eltern entlasten wird, führt andererseits zu Befürchtungen

in den Schulen, bei den angekündigten Regelungen der finanziellen

Ausstattung durch die Schulbehörden insgesamt Einbußen hinnehmen zu

müssen. Im Folgenden nehmen die Fraktionen in der BVV Steglitz-Zehlendorf

zu diesem Thema Stellung.

müssen, weil sie bisher den gesetzlichen

Rahmen der Elternbeteiligung von

100 Euro voll ausgeschöpft haben, ist

diese Entscheidung richtig. Wichtig ist,

dass nun die Bezirke alle Gelder an die

Schulen weitergeben und die gemachten

Erfahrungen in den Doppelhaushalt

2020/2021 einfließen und der Ansatz

ggf. angehoben wird.

Jan Kellermann

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

„Die rot-rot-grüne Koalition möchte die

Lernmittelfreiheit wieder einführen“ berichtet

der Tagesspiegel am 16.05.17,

Eltern und Schulen freuen sich – aber

zu früh. „Die Lernmittelfreiheit wird

für Schulen teuer“, Tagesspiegel vom

03.07.18. Unterm Strich steht weniger

Geld zur Verfügung – aber mehr Arbeit

für die Schulen. Der Trick ist einfach und

wird gerne vom Senat angewendet.

Man verkündet, dass so und so viel Geld

für Leistung zur Verfügung gestellt wird.

Das suggeriert, der Senat tut was für

die „Soziale Gerechtigkeit“. In der Praxis

schaut es dann so aus: Um die Leistung

zu bekommen müssen Bedürftige Termine

wahrnehmen und Anträge stellen.

Wer diesen Bettelgang durchsteht hat

vielleicht Glück, denn die Leistung kann

bewilligt werden, muss aber nicht. Sehr

wahrscheinlich ist auch, dass es keinen

Sachbearbeiter gibt, wegen fehlender

Stellenbesetzung oder Krankheit.

Dagegen kann natürlich Widerspruch

eingelegt werden. Welche alleinerziehende

Mutter hat schon auf Dauer die

Nerven, steht ihr Nervenkostüm eh stets

unter voller Belastung. Sprechen Sie mal

mit den Leuten, sie haben die Schnauze

gestrichen voll.

Peer Lars Döhnert

FDP-Fraktion

Lernmittelfreiheit – auf den ersten Blick

ein Vorteil für alle Eltern und Kinder in

den 1.-6. Klassen. Auf den zweiten Blick

ist zu befürchten, es wird weniger Geld

bei den Schulen ankommen, weil der

Eigenanteil der Eltern wegfällt, die

Senatsschulverwaltung den Etat nicht

so erhöhen wird, dass die Schulen

genau soviel Geld wie bisher erhalten

oder der Bezirk kürzt diese Summe. Bis

jetzt haben ca. 40 Prozent der Kinder

sozialbedingt ihre Bücher kostenlos erhalten.

Das soll so bleiben. Dass auch

Kinder von Gutverdienern diesen Vorteil

erhalten sollen, wollen wir Freien Demokraten

so nicht. Viele Schulen sind

mithilfe ihrer Fördervereine sich ihrer

Eigenverantwortung bewusst geworden

und haben Lösungen gesucht und

diese gefunden. Es gibt Bücherfonds

und Basare, manche Kinder nutzen die

Bücher ihrer Geschwister. Das kann auch

zur Schonung von Ressourcen beitragen,

dann wird nur das angeschafft, was

wirklich gebraucht wird. Um Kinder fit

für die Digitalisierung zu machen, darf

es neben Büchern gern auch z. B. ein

iPad sein. „Was (Mühe) kostet, ist uns

etwas wert!“ – Das kann auch ein Antrag

der Eltern für Lernmittel sein.

Mathia Specht-Habbel

Linksfraktion

Die Linksfraktion Steglitz-Zehlendorf

setzt sich für gute Bildung für alle Kinder

ein – sie darf nicht vom Geldbeutel der

Eltern abhängen! Wir begrüßen daher,

dass die Lernmittelfreiheit für die Klassen

1 bis 6 wieder eingeführt wird. Zum

nächsten Schuljahr erhalten alle Grundschüler*innen

Bücher und Arbeitshefte

kostenfrei, was für die Familien eine

Entlastung von bis zu 100 Euro pro Kind

und Jahr bedeutet. Das Land Berlin gibt

zudem pro Kind 100 Euro extra aus,

damit ein Büchergrundstock an den

Schulen aufgebaut werden kann. Wir

fordern das schwarz-grüne Bezirksamt

Steglitz-Zehlendorf auf, die gesamte

vom Senat für Lernmittel zugewiesene

Summe auch an die Schulen weiter zu

geben und nicht 10 Prozent davon z. B.

für die Wartung von Sportgeräten einzubehalten.

Andere Bezirke geben die

Gelder ungekürzt an die Schulen weiter.

In einem nächsten Schritt müssen die

Familien von Schüler*innen ab der 7.

Klasse ebenfalls von den Zuzahlungen

für Lernmittel befreit werden! Gerade

Familien mit mehreren Kindern, die zur

Schule gehen, sind auf diese Entlastung

dringend angewiesen! Das ist eine Frage

der Bildungsgerechtigkeit!

Hans-Walter Krause

Weitere Informationen zur BVV und

den Sitzungsterminen finden Sie

unter www.berlin.de/ba-steglitzzehlendorf/

politik-und-verwaltung/

bezirksverordnetenversammlung/

Mittelstr. 1 · 14163 Berlin

Telefon (030) 801 66 62

www.woermann-und-soehne.de


16 | Gazette Steglitz | August 2018

Max Liebermann und Paul Klee

Bilder von Gärten in der Villa Liebermann

Max Liebermann schuf über

200 Gemälde nach Motiven aus

seinem eigenen Garten. Die mit

pastosem, impressionistischem

Strich gemalten Werke prägen

das Spätwerk des Künstlers. Anders

als der langjährige Präsident

der Berliner Secession glaubte,

stellte der Impressionismus allerdings

keineswegs den Endpunkt

der künstlerischen Entwicklung

dar. Zeitgleich zu seinem Spätwerk

definierten moderne Künstler

das Thema Garten neu.

Natur als Inspirationsquelle

Insbesondere für Paul Klee war

die Natur ein entscheidender

Ausgangspunkt seiner Kunst.

Schon der elterliche Garten war

für ihn Inspirationsquelle und

Rückzugsort. Hier beobachtete

er als Jugendlicher die Pflanzen

und zeichnete sie. Auf Wanderungen

skizzierte er Blumen

und parkähnliche Landschaften.

Doch schon bald genügte ihm

Max Liebermann: Der Nutzgarten

in Wannsee nach Westen, auf

dem Weg eine Gärtnerin, 1924

Kunstsammlung Zwickau.


Foto: Fotoatelier Lorenz,

Zschorlau

die Darstellung ihrer optischen

Erscheinungsformen nicht mehr

und er wandte sich, um ihr Inneres

zu erfassen, der abstrakten

Bildkomposition zu, in der das

Gegenständliche nur noch zeichenhaft

aufleuchtet. Klees Garten-Bilder

werden zu abstrakt

gebauten Bildkompositionen,

in denen geometrische Formen

mit zeichenhaften Setzungen

verbunden sind, die als schematische

Wiedergabe von Pflanzen

und Gartenarchitektur zu lesen

sind: eine bogenförmige Linie,

die ein Gartentor evoziert; parallele

Linien, die an Beete oder

Wege erinnern, oder stilisierte

Baumsilhouetten, die für üppige

Vegetation stehen.

Abstraktion und Impressionismus

Zwischen Liebermanns und Klees

Gartenbildern liegen Welten: hier

Abstraktion, dort impressionistische

Form. Umso überraschender

ist es, dass beider Werke aus ein

und derselben Zeit stammen, aus

der Zeit zwischen 1915 und 1935.

Die Ausstellung „Max Liebermann

und Paul Klee – Bilder von Gärten“

stellt die Gartenbilder der

beiden Künstler gegenüber und

macht die spezifischen Formensprachen

der beiden Künstler in

ihrer Auseinandersetzung mit

ihren Gärten erkennbar. Beide

Künstler stehen sich über das

bloße Thema hinaus bei den gegenständlichen

Bildelementen

und in der Fundierung ihrer ästhetischen

Überlegungen nahe.

So definieren beide das Thema

Garten durch dieselben gegenständlichen

Bildelemente (Beete,

Tore, Bäume, Mauern) und verstehenden

ihn als architektonisch

gestaltete Natur. Beide Künstler

beziehen sich darüber hinaus

bei der Erläuterung ihrer künstlerischen

Form auf die Schriften

Goethes und gehen durchaus

von einem ähnlichen Naturbegriff

aus.

Ausstellung

Max Liebermann und Paul Klee

10. Juni bis 17. September 2018

Täglich außer dienstags 10 bis 18 Uhr,

an Feiertagen geöffnet

Liebermann-Villa, Colomierstr. 3,

14109 Berlin

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