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Lust auf Italien - Selection Wine

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Reisen | Piemont

GAVI – GRANDE

BIANCO

PIEMONTESE

In der Region Piemont, die Feinschmecker

aus aller Welt wegen ihrer Trüffel und

einzigartigen Rotweine anzieht,

hat sich ein Weißwein einen großen Namen

gemacht – Gavi.

Roberto Ghio:

Der Präsident des

Consorzio Tutela del

Gavi kann zurecht stolz

sein auf die hervorragende

Qualität der

Gavi-Weine.

50


Gavi-Weine

Das groSSe Event in Gavi

Dieser reinsortige Weißwein aus der nur

im Piemont heimischen Cortese-Traube

wächst in der Provinz Alessandria an der

Grenze zu Ligurien. Der Cortese di Gavi

gilt als Spitzenweißwein des Piemont, was

die höchste italienische Qualitätsbezeichnung

DOCG eindrucksvoll unterstreicht.

Der Wein duftet verführerisch nach

Honig und Mandeln, ist aber trocken,

wunderbar aromatisch, komplex

und mit einem guten Säuregerüst

ausgestattet. Die Küche

der genuesischen Herren, die

in den Fehden dieser Länder

ihr „Land“ hatten, basierte auf

Fisch, magerem Fleisch und

Gemüse und passte perfekt zu

Cortese, der „edlen“ einheimischen Rebsorte,

die hier schon in der Antike ihren

maximalen Ausdruck fand.

Der italienische Wein Gavi, Cortese di

Gavi, stammt aus der piemontesischen

Provinz Alessandria. Seit 1998 hat er die

Herkunftsbezeichnung den Status DOCG

(Denominazione di Origine Controllata

e Garantita). Der Gavi wird von etwa

280 Winzern auf einer Fläche von 1.500

Hektar angebaut. Gavi wird ausschließlich

aus der 100%igen autochthonen Rebsorte

Cortese gewonnen und ist im Ausland

und in Italien für seine Frische, seinen Geschmack,

seine leichte Trinkbarkeit und

auch für seine Fähigkeit, in der Flasche zu

reifen, bekannt.

Antonino Cannavacciuolo

Antonino Cannavacciuolo zu Gast

bei Di Gavi in Gavi – bei 20 Jahre DOCG

Samstag 26. August 2018,

Samstag 1. September 2018

Antonino Cannavacciuolo wird bei

Di Gavi in Gavi zu Gast sein, der sechsten

Ausgabe der Veranstaltung,

die die DOCG dieses großen piemontesischen

Weißen feiert. Antonino

Cannavacciuolo ist ein italienischer

Koch und Fernsehmoderator.

Während seiner Karriere als Gastronom

erhielt er Auszeichnungen

verschiedener Restaurantführer,

darunter auch zwei Michelin-Sterne.

Die Veranstaltung wird das ganze Gavi

und das gesamte Gebiet betreffen.

In diesem Jahr stehen die Themen

Nachhaltigkeit und Zero Waste Cooking

auf dem Programm. Dieses 20jährige

Jubiläum wird auch mit einer speziellen

Erinnerungsflasche gefeiert und

mit einer Flut von Flaschen, die in jeder Ecke

des Dorfes entkorkt werden.

Antonino Cannavacciuolo wird über

die Themen des Tages, die Kultur der

Rohstoffe, des Territoriums und der Küche

sprechen, die dann die Themen seiner

Küche sind: Suche nach den Zutaten,

damit sie perfekt für das Gericht sind

und nach den Koch- und

Zubereitungstechniken, die verwendet

werden.

All dies wird dann in einem „Wettbewerb“

der Küche zwischen allen Gemeinden

von Gavi getestet, bei dem 11 Rezepte

von ebenso vielen Frauen,

die die 11 Gemeinden vertreten, zubereitet

werden. Eine schöne Art, die Beziehung

zwischen Essen und Territorium greifbar

zu machen, und der Wein ist immer

der perfekte Begleiter.

51


Reisen | Sizilien Piemont

Gavi-Weine

aus der Provinz

Alessandria im

Piemont gehören

zu den beliebtesten

Weissweinen in Italien.

Le Terre

del Gavi

Klima

Der Wein GAVI DOCG drückt im

Glas die unverwechselbaren Qualitäten

eines bestimmten Terroirs mit einer

starken und eleganten Identität aus. Der

Grande Bianco Piemontese, der oft als

das weiße Gegenstück zum Barolo angesehen

wird, ist das Ergebnis einer Gegend

mit einer einzigartigen Geschichte

GAVI DOCG

GAVI DOCG ist ein sortenreiner Cortese,

in 4 Varianten: Fermo, Frizzante,

Spumante und Reserva. Die Eigenschaften

von Gavi DOCG lassen sich wie

folgt zusammenfassen: Farbe mehr oder

weniger intensiv strohgelb mit grünlichen

Reflexen, elegantes und zartes Aroma,

mit Noten von frischen Früchten

und weißen Blüten, Noten von Zitrusfrüchten

und bitteren Mandeln, die mit

der Reifung mit mineralischen Düften

und Komplexität bereichert werden, der

Geschmack ist trocken, voll, angenehm

frisch und harmonisch, von großer Eleganz

und Finesse.

In den Riserva-Typologien gewinnt er in

der Amplitude der Nase, wo die Frucht

durch interessante tertiäre Aromen ersetzt

wird und im Mund ist er samtig,

rund und reich. Gavi ist ein Wein, der

sich für die Reifung eignet, die seine Frische

beibehält, auch wenn er sich von

tertiären Aromen verschönert, die ihm

erlauben, dem Vergleich mit den großen

der Welt standzuhalten.

Die Produktion beschränkt sich auf 11

Gemeinden: Bosio, Carrosio und Capriata

d‘Orba, Francavilla Bisio, Gavi,

Novi Ligure, Parodi Ligure, Pasturana,

San Cristoforo, Serravalle Scrivia und

Tassarolo.

52


Gavi-Weine

Die institutionellen

Flaschenlabels

Das institutionelle Label des

Konsortiums 2015

Der japanische Künstler Shuhei

Matsuyama hat das Gebiet des

Gavi DOCG in seinem Werksymbol

Shin-On, visuelle Synthese des

„Klangs des Universums“ ausgewählt.

Das institutionelle Label des

Konsortiums 2016/ 2017

Kunst und Kultur. Die Wahl

des Konsortiums fiel auf

die Legende von der Geburt

der Rebe durch die

Darstellung von Ambrosia.

und geologischen und atmosphärischen

Eigenschaften.

Es ist in der Tat die Begegnung zwischen

dem Meereswind aus dem ligurischen

Meer und dem Schnee des Apennins, die

diese Ecke des Piemont besonders interessant

macht. Kalte Winter und heiße,

windige Sommer, die Höhe der Hänge

und die Lage, die mergeligen, kalkhaltigen

und lehmigen Böden geben dem

Großen Weißen Piemont das Leben. Das

sind die Merkmale eines Terroirs, das wir

im Glas finden: delikate und elegante

Aromen, frischer und harmonischer Geschmack

für einen Weißwein, der nicht

nur jung getrunken wird, sondern seine

Eigenschaften im Laufe der Zeit behält.

Export

Gavi ist mittlerweile in mehr als 70 Ländern

der Welt erhältlich. Gavi ist in England,

den USA, Russland, Japan und

Deutschland sowie in Hongkong, Dubai,

Libanon, den Philippinen, Trinidad

und Tobago vertreten. Osteuropa ist ein

boomender Markt. 85% der 13.000.000

produzierten Flaschen sind für das Ausland

bestimmt, der Rest befindet sich in

italienischen Restaurants und Weinstuben.

Das institutionelle Label 2018

Zwanzig Jahre

Anlässlich 20 Jahre DOCG Gavi:

Das Grün der Gavi-Hügel,

das Blau des Meereswindes,

das Weiß und das Blau des

Meeres. Rot die Ländereien

der 11 Gemeinden, das Gold der

Großen Bianco Piemontese.

Charta von Gavi del Vino

Responsible

Mehr als 100 Produzenten und Vertreter des nationalen

Weinpanoramas haben sich während des Gavi

Laboratory 2018 versammelt und ein Manifest mit 10

Punkten unterzeichnet, das die soziale Verantwortung

in der italienischen Weinwelt definiert:

1. Die richtigen Werte fördern

2. Die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens

schützen

3. das Wasser schützen

4. den Klimawandel bekämpfen

5. sich für Nachhaltigkeit einsetzen

6. die biologische Vielfalt schützen

7. an die Menschen glauben,

Wohlbefinden der Mitarbeiter

8. natürliche Ressourcen schonen

9. Kultur und Kunst fördern

10. Wohlstand für das Gebiet schaffen.

53


Reisen | Apulien

Weinreise

in das Herz des Primitivo

Apulien hat unbestritten mit die schönsten Strände

im Mittelmeerraum. Die Region ist auch wegen seines

Olivenöls berühmt. Doch es gibt noch etwas, was dieses

Land auszeichnet: hervorragender Wein in bester Güte.

Von N. Becker-Göpner

Auf fruchtbarer apulischer

Erde gedeiht Bestes: die

blauschwarzen Trauben

des „Primitivo“.

© Fotos: Movimento Turismo del Vino Puglia, N. Becker-Göpner

54


Genussreise

Eine Region lernt man am besten zu

Tisch und dort kennen, wo die Menschen

mit der Natur leben, um ihren Lebensunterhalt

zu erarbeiten. In der Provinz Tarent

(Provincia di Taranto), gelegen auf

der 100 km langen und 40 km breiten

Halbinsel Salento, begeben wir uns auf

die Spuren der blauschwarzen Traube des

Primitivo, fast immer noch Geheimtipp

für Weingenießer und -kenner.

Der Absatz des italienischen Stiefels

wird vom Rest des Landes manchmal

etwas abfällig betrachtet. Altertümliche

Strukturen, Arbeitslosigkeit, die

Hauptstadt Bari hat gerade mal etwas

über 300.000 Einwohner. Klingt alles

nicht nach Superlativ, aber diese bezaubernde

Region im Süden des Landes hat

viel mehr als das: Herz und Authentizität.

Die Menschen dort wirken ernst,

dafür voller Entschlossenheit. Und ja

– falls Sie gerade frisch von der VHS

ihren ersten Italienisch-Kurs absolviert

haben – es wird heftig: Die Einheimischen

legen beim Sprechen ein irrsinniges

Tempo vor. Aber die Uhren ticken

doch ein bisschen langsamer, in vielen

Momenten fühlt man sich in die gute,

alte Zeit versetzt. Die Kirchen sind voll.

Der Pfarrer verteilt Wangen-Küsschen,

bringt vergessene Handtaschen nach,

redet mit jedem Besucher und das ir-

gendwie gleichzeitig. Die Leute singen,

es wird viel gelacht und nach der Messe

geht es auf die Piazza, wo reger Austausch

stattfindet. Fast wie im Film!

Primitivo

Erst ein paar Jahre ist es her, dass Wissenschaftler

herausfanden, dass die

Primitivo-Traube aus Apulien der Ursprung

des Zinfandels aus Kalifornien

ist und ganz ursprünglich aus Kroatien

stammt, wo sie den Namen„Crljenak

Kastelanski“ trägt. Primitiv ist der Wein

keinesfalls, in seinem Namen steckt

das Wort „prima“ drin - also: der Erste,

denn die Traube ist eine der frühreifenden

Sorten. Sie macht es ihren Winzern

nicht immer einfach, denn meist befinden

sich unter den reifen, blauschwarzen

Trauben noch unreife grüne Beeren.

Dieses schwierige Reifeverhalten

erfordert die Lese per Hand. Diese muss

exakt zum richtigen Zeitpunkt erfolgen,

sonst droht durch Überreife die Edelfäule

und würde somit erhebliche Qualitätsverluste

mit sich bringen. Trotz

dieser Schwierigkeiten, die schon bei

manchem Winzer für schlaflose Nächte

sorgten, wird der Primitivo gehegt

und gepflegt, als Riserva im Eichenfass

ausgebaut oder zum „Primitivo Dolce

Naturale“ für die Freunde lieblichen

Weines. Geschmacklich erinnert er an

Nelke, Zimt, Pfeffer und dunkle Früchte,

als DOC (Denominazione di origine

controllata, dt.: kontrollierte Ursprungsbezeichnung)

zeichnet sich der

fantastische „Primitivo di Manduria“

aus, mit dem einige Winzer der Gegend

international bereits Furore machten.

Tarent

Wo man geht und steht - im knapp

200.000 Einwohner zählenden Tarent

(ital.: Taranto) schlägt einem Geschichte

entgegen. Bereits in der Bronzezeit

war die am Golf von Tarent und am Ionischen

Meer liegende Stadt wichtiges

Handelszentrum, im 8. Jahrhundert v.

Chr. wurde sie in eine griechische Polis

umgewandelt und ein Zentrum der damals

bedeutenden Magna Graecia.

Wie in wildromantischen Italien-Filmen

aus vergangenen Tagen sieht man

55


Reisen | Apulien

Wellen aus Wein, kilometerweit:

der mehrfach ausgezeichnete

Landschaftsarchitekt Fernando

Caruncho entwarf das riesige

Weingut „Amastuola“.

am Stadtstrand von Tarent die unzähligen

Fischer unter kleinen Plastikpavillions

stehen, wie sie ihre frischgefangene

Ware feilbieten. Bei diesem Anblick

könnte man meinen, das Mittelmeer sei

gesund wie eh und je.

Es wuselt auch noch spätabends in den

verwinkelten Gassen der Altstadt, der

Citta Vecchia-Borgo. Kinder spielen

Cantine Aperte

Die wohl besten Termine, um Land,

Leute und die köstlichen Weine

der Region kennen zu lernen, sind

die „Cantine Aperte“ - die offenen

Weinkeller. Jeder Gast bekommt ein

Glas zum Umhängen (sieht komisch

aus – ist aber praktisch!) und kann

sich dann zum fröhlichen Probieren ins

Weingut-Getümmel stürzen. Absoluter

Redaktions-Tipp.

Die nächsten Termine:

Cantine Aperte in Vendemmia:

16.9.2018

Cantine Aperte in San Martino:

10. & 11. November 2018

Cantine Aperte vor Weihnachten:

8. & 9. Dezember 2018

frei, die Alten und Jungen treffen sich

zum angeregten Plausch auf der Piazza.

Typische Szene: Einer unten auf der

Straße, der andere oben am Balkon.

Hier kann man noch am echten Leben

teilhaben und schiebt sich nicht mit

tausenden von anderen Touristen mühsam

durch die Gassen. Lohnend ist eine

Tour zu den Delfinen, im Golf von Taranto

sieht man Streifendelfine, Große

Tümmler und ab und an Finnwale. Imposant

sind die zwei restlichen großen

Säulen eines dorischen Tempels aus der

griechischen Zeit, die eindrucksvoll an

die Ära der Magna Graecia erinnern. Sie

stehen schräg gegenüber des Castello

Aragonese, der älteste Teil der Festung

geht auf das Jahr 967 zurück. Bei einer

Führung erfährt man viel über die

Stadtgeschichte und dass der Vater von

Schriftsteller Alexandre Dumas hier

zwei Jahre lang im Verlies saß und wärend

dieser Zeit vier (!) Mordversuche

überlebte. Die Erlebnisse seines Vaters

verarbeitete Dumas in „Der Graf von

Montechristo“.

Restaurant-Tipp Taranto: Gatto Rosso.

Chefkoch Agostino Bartoli hält

Jeder Landstrich hat seine eigene

Weinberg-Schutzhäuschen-Architektur:

in der Manduria-Gegend heißen

sie „Pagghiara“, um Bari

herum „Trullo“.

56


Genussreise

sich an die die regionale Küche, die er

unfassbar köstlich interpretiert. Bei

ihm gibt es die hiesigen Miesmuscheln

im Ausbackteig, die „Cozze Tarantine“

sind sehr saftig und aromatisch. Für

ihn unverzichtbar und stets frisch auf

dem Tisch ist das „Pane Pugliese“, luftiges

Weißbrot aus Hartweizenmehl

gebacken, so erhält es seine appetitliche

goldgelbe Farbe.

Schlafen: Albergo del Sole. Im alten Teil

Tarantos, auf der Isola del Borgo Antico

gelegen, ist man in dieser Pension gut

aufgehoben. Das reichhalige Frühstück

nimmt man auf der direkt am Meer gelegenen

Terrasse ein und genießt den

herrlichen Blick in die Bucht und ihre

Muschelfarmen. Alle paar Minuten tuckert

ein Fischerbötchen vorbei, dazu

ein Stück Foccacia vom Buffet – das

muss der Himmel sein.

Kultur: Museo Archeologico Nazionale.

Bei Tourist-Guide Elisa Amati

eine Tour durch das Museum erleben,

die sich rund um das Thema „Wein“

dreht. Filigran gefertigte Amphoren,

interessante Werkzeuge der Weinherstellung

der letzten Jahrtausende und

ein Schnelldurchlauf der Geschichte

des Weins – der zur Zeit der alten

Griechen und Römer nicht annähernd

so schmeckte wie heute. Um die Terracotta-Gefäße

dicht zu halten, wurden

Tochter Alessandra

und Vater Claudio

Quarta sind ein

perfektes Team vom

Weingut Tenuta

Emera.

sie innen mit Bienenwachs verkleidet,

der Wein an sich hatte einen starken Essiggeschmack,

den man mit Kräutern,

Honig, Rosenblütenblättern, Salz, Pinienharz

oder noch allerhand anderer

Seltsamkeiten bearbeitete. Nach dem

Besuch empfiehlt sich ein Glas des köstlichen

Primitivo di Manduria – natürlich

nur, um sich zu vergewissern, dass

in den letzten 1.000 Jahren viel für den

Weingenießer getan wurde.

I Vigneti – die Weingüter

Unbedingt empfehlenswert ist eine

Weinprobe vor Ort, die meist in verschiedenen

Versionen angeboten wird –

Fillipo, Ilaria und Donato

Montanaro führen das Bio-

Weingut „Amastuola“. Oben:

ein Traumgericht aus Ricotta

und Coppa von der Chefköchin

Patrizia Girardi, die in der

Masseria Amastuola Küchen-

Kunst zaubert.

Essen kann dazu gebucht werden somit

stimmt die Grundlage für die Weinprobe

und man lernt ortstypische Gerichte

kennen.

Produttori Vini Manduria

Zentrum des „Primitivo di Manduria“

ist die Stadt Manduria, die Cooperativa

„Produttori Vini Manduria“ ansässig,

der 900 Hektar Weinfläche zur Verfügung

steht. Unter der Leitung von Fulvio

Filo Schiavoni werden hier Weine mit

starker Persönlichkeit und straffer Struktur

gekeltert. Im Keller findet sich das

Primitivo-Museum, das sehr interessante

Exponate zeigt. Der Besuch lässt sich natürlich

wunderbar mit einer Weinprobe

verbinden, die auch hier in verschiedenen

Versionen angeboten wird.

www.cpvini.it

Amastuola

In Crispiano, unweit von Taranto, ist

die Magna Graecia noch sehr lebendig.

Schon das Gebäude von „Amastoula“

mutet durch Flachdach und weiß gekalkte

Wände hellenisch an, bei Aus-

57


Reisen | Apulien

Besucher schätzen in Ponte di

Legno die urige Geselligkeit in

den Cafes und Restaurants. Die

attraktive Fußgängerzone lädt zum

Flanieren und Shoppen ein.

grabungen auf dem 100 Hektar großen

BIO-Weingut wurden griechische Amphoren

mit Abbildungen von Wein gefunden

– der Rebensaft hat hier lange

Tradition. 210 Meter über dem Meeresspiegel

gelegen – das ist für Apulien

wirklich hoch – reifen hier die Trauben

bedächtig und erhalten ein besonders

intensives Aroma. Die Ernte der weißen

Trauben geschieht in der zweiten Augusthälfte

- und zwar nachts. Durch die

Tageshitze bestünde die Gefahr, dass die

Trauben zu schnell gären.

Wer sich Übernachtungen in den luxuriösen

Zimmer gönnt, genießt eine Aussicht

über das weite Land und auf den

Golf von Taranto. Die drei Kilometer

langen Reihen der Weinreben muten

wie Wellen an, die weiter vorne im Ionischen

Meer stranden. Die Basic-Weinverkostung

dauert ca. 1,5 Stunden, für

15 Euro wird das eigene Wein-Wissen

immens vergrößert und unter den fünf

Zur blauen Stunde im „Vinilia Resort“:

Marika (o.l.) und ihre Schwester

Simone Lacaita erschufen hier die

Perfektion für ihre Gäste.

köstlichen Weinen ist natürlich auch ein

Primitivo zu verkosten.

www.amastuola.it

Varvaglione 1921

Maria Teresa Basile Varvaglione und

ihr Mann Cosimo bauen aus den roten

Trauben Primitivo, Negroamaro,

Malvasia, Aglianico an und Verdeca,

Falanghina (köstlicher Sekt), Malvasia

und Fiano aus den weißen Trauben. Die

hart arbeitende, warmherzige Maria Teresa

ist die Präsidentin des „Movimento

Turismo del Vino Puglia“, ihre Weine

sind mehrfach prämiert. Die Weinprobe

findet im sehr ansprechend gestalte-

A Locanda

Tù Marchese

Willkommen in der „Locanda tù Marchese“ dem historischen Haus der Familie Protopapa im

Zentrum des mittelalterlichen Dorfes Matino. Genießen Sie die herzliche Gastfreundschaft einer

Familie aus dem Süden im gemütlichen Bed & Breakfast. Die restaurierten Zimmer wurden

liebevoll und komfortabel eingerichtet. In der Trattoria und auf seiner im Sommer zugänglichen

Terrasse können Sie typische traditionelle Gerichte des Salento genießen, die mit lokalen und saisonalen

Zutaten zubereitet werden. Auf Wunsch werden Kochkurse durchgeführt. Eine Auswahl

an Weinen aus den renommiertesten umliegenden Weingütern vervollständigt das Angebot.

A Locanda Tù Marchese • Via del Tufo, 38 • I-73046 - Matino (LE) • Tel. +39 0833 507562 • Mob. +39 338 7441813 • www.lalocandatumarchese.com • info@lalocandatumarchese.com


Genussreise

ten Weinkeller direkt neben den Fässern

statt. Dazu gibt es apulische Köstlichkeiten

wie „Polpette di Melanzane“

(Auberginen-Bällchen) oder „Fave e

Cicoria“ (Bohnen und Chicoreé). Die

vegetarische Küche war zumindest früher

im apulischen Land gang und gäbe,

Fleisch und Fisch gab es nur für die Reichen

– diese Tradition ist auf den tarentinischen

Tischen immer noch fester

Bestandteil.

www.varvaglione.com

Tenute Emera

Claudio Quarta hat es einfach getan: 2005

verkaufte der Biologe die Anteile seiner

hoch dotierten Firma, kehrte Amerika

den Rücken, zog zurück in seine Heimat

Apulien und wurde Winzer. Zack. Träume

nicht dein Leben, lebe deinen Traum

– dieser Spruch ist hier wohl richtig. Mit

inzwischen fünf Millionen Flaschen im

Jahr gehört „Tenute Emera“ zu den Großen.

Respekt für Natur und Mensch ist

Regel Nummer eins, darauf achtet Tochter

Diese charmante Residenz liegt eingebettet

zwischen den jahrhundertealten Olivenbäumen

seines eigenen landwirtschaftlichen Betriebes

im nördlichen Teil des Salento. Es erwarten

Sie komfortable, mit antiken Möbeln

ausgestattete Zimmer und ein typisch apulisches

Restaurant mit traumhafter Terrasse.

Wein, so weit das Auge reicht und

ganz hinten das „Casino Nitti“ der

Familie Quarta, das demnächst zum

Edel-Resort ausgebaut wird.

Masseria Salinola

Strada SP 29 per San Michele Salentino 1,5 km -

Contrada Salinola • I-72017 Ostuni (BR)

Tel/Fax +39 0831 308330 • Mob. +39 338.8542377

booking@masseriasalinola.it • www.masseriasalinola.it


Reisen | Apulien

Der Capocollo von Martina Franca ist zweifellos der

König der apulischen Wurstwaren. Unser Produkt wird

nach wie vor mit traditionellen Methoden hergestellt,

denn nur so können wir garantieren, dass ein Spitzenprodukt

auf Ihren Tisch kommt. Durch die traditionelle, seit

Jahrzehnten in gleicher Weise angewendete Verarbeitung

werden Sie die Düfte des Eichenwaldes und der

mediterranen Macchia wahrnehmen, während Sie diese

Spezialität aus dem Itria-Tal genießen.

COMALBEST

Contrada S. Angelo, 4

I-72015 Fasano (BR)

Tel. +39 080 4426277

www.comalbest.com

amministrazione@comalbest.it

Wichtige Adressen

www.cantinelizzano.it

www.agricolafelline.it

www.tinazzi.it

www.cantoredicastelforte.com

www.masseriapotenti.it

www.vetrere.it

www.mtvpuglia.it

Alessandra penibel, die mit ihm zusammen

das Unternehmen führt. Auch auf den

Weinfeldern zu finden ist die Ruine des „Casino

Nitti“, das einst dem ehemaligen italienischen

Präsidenten Francesco Saverio Nitti

gehörte. Lieber heute als gestern möchte das

eingespielte Tocher-Vater-Gespann hier ein

exklusives Resort aufbauen, in dem die Gäste

bei der Ernte mithelfen können und den

Wein mit Füßen treten – im Kelterbecken.

Was für ein herrliches Vergnügen.

www.claudioquarta.it

Vinilia Wine Resort & Masseria

Trullo di Pezza

Die Anfahrt zu diesem Luxushotel in

der Nähe der Stadt Manduria lässt erahnen,

dass Großartiges den Gast erwartet.

Majestätisch und stolz wirkt die Villa in

Form einer Burg, die einst von der Adelsfamilie

Schiavone im frühen 20. Jahrhundert

gebaut wurde. Die Schwestern Simona

und Marika Lacaita erschufen hier ein

Design-Glanzstück, das in jeder kleinsten

Ecke durch Perfektion und eindrucksvolle

Stilsicherheit überwältigt. Ein Ritt

auf der ganz großen Ästhetik-Welle, getoppt

durch das hauseigene Ristorante

„Casamatta“. Chefkoch Pietro Penna (arbeitete

bereits im ehrenwerten „George

V“-Hotel in Paris) zaubert aus regionalen

Zutaten die ganz weite Welt. Täglich

kann man sich um 18 Uhr zur Weinprobe

einbuchen, verkostet werden die eigenen

Weine aus der Masseria „Trullo di Pezzo“.

Die filligrane, feminine Schrift der

Schwestern kennzeichnet dieses Weingut,

auf dem man für 50 Euro eine Weinverkostung

samt apulischen Spezialitäten

auf dem Weinfeld neben einem ortstypischen

Trullo, einem Schutzhäuschen für

die Weinarbeiter, erleben kann.

www.viniliaresort.com

www.trullodipezza.com

Fazit: Weine von Weltklasse, bodenständige

Küche mit großer Raffinesse und Bekenntnis

zur Region, herzliche Einheimische,

eine Landschaft wie gemalt, Kultur

in jedem Winkel, Gastgeber, die sich auf

die Ursprünge ihres Landes besinnen –

die Heimat des Primitivo ist ein Schatz,

der jeden Reisenden bereichert und den

zu entdecken sich lohnt.


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Reisen | Sizilien Toskana

Supertoskaner

Masseto, Ornellaia und Sassicaia – die Namen alleine

zergehen schon auf der Zunge. Dies sind die absoluten

Topweine in Italien, aus der Region Bolgheri in der

nördlichen Maremma in der Toskana.

Viale dei Cipressi, die

berühmte 5 km lange

Zypressenallee führt bei San

Guido von der Via Aurelia

zum Ortskern von Bolgheri.

24


Bolgheri

Die Region Bolgheri an der

toskanischen Mittelmmerküste

ist weltbekannt für hervorragende

Weine

Die Toskana ist bekannt für die sanften,

wildromantischen Hügel, die Städtereisen

nach Florenz, Pisa und Siena und

für hervorragenden Weine wie Chianti

und Brunello. Im Westen der Toskana

befindet sich das Schmuckkästchen für

Weinliebhaber in der Toskana – Bolgheri.

Das Anbaugebiet verläuft parallel zur

Küste der nördlichen Maremma, in der

Provinz Livorno auf dem Gemeindegebiet

von Castagneto Carducci. Im Osten

begrenzen die Colline Metallifere hinter

Bolgheri und Castagneto Carducci die

Weinregion.

Die DOC Bolgheri gehört zu den dynamischsten

Weinregionen Italiens der

letzten 15 Jahre. Noch in den 80er Jahren

stand der kleine Landstrich der übermächtigen

Konkurrenz des Chianti, Brunello

und Vino Nobile chancenlos gegenüber,

da das hier vorherrschende Klima für

die typische Toskana-Traube Sangiovese

nicht geeignet war.

Der erste Weinberg in der Geschichte

von Bolgheri wurde 1944 in Castiglioncello

di Bolgheri mit Blick auf die Hügel

in 400 m Höhe angelegt. Diese Veränderung

ist dem Marquis Mario Incisa della

Rocchetta zu verdanken, dem Vater von

Sassicaia, dem Urtyp des Bolgheri-Weins

und Träger der qualitativen Revolution

des italienischen Weins. Er begann mit

der Pflanzung des Cabernet Sauvignans,

eine Pflanze, die in der Region eigentlich

nicht zugelassen war. Gerüchte sagen,

daß der Marchese die Reben von seinem

französischen Freund Rothild aus Pauillac

bekam. Der Cabernet Sauvignon jedoch

gedieh in dem mediterran heißen und trockenen

Klima überaus prächtig und liefert

seitdem die Grundlage für einen Wein

mit großem Potenzial. Der Wein erhielt

den Namen einer Lage, die nach den vielen

Steinen (ital.: sassi) im Boden „Sassi-

25


Reisen | Sizilien Toskana

Thyrrenischen

Meer

Elba

Piombino

Bolgheri

Castagneto

Toskana

Bolgheri ist ein kleiner,

aber der WICHTIGSTE Landstrich in Italien, was Weine

betrifft, hier gibt es die teuersten Weine Italiens….

caia“ benannt wurde. 1985 wurde der als

Sassicaia genannte Wein vom Weinführer

Robert Parker mit der maximalen Punktezahl

100 ausgezeichnet – somit war ein

neuer Kultwein geboren.

Das heutige Weingut Castello di Bolgheri

ist die historische Keimzelle des Weinbaus

in Bolgheri. Seit Jahrhunderten gehört der

Besitz der gräflichen Familie der Gherardesca,

die im Castello ihren Wohnsitz

hat. Der Weinkeller wurde schon Mitte

des 18. Jahrhunderts direkt hinter der

Burg errichtet. 1895 entstand das heutige

Wahrzeichen von Bolgheri, der Turm,

durch den die einzige Zufahrtsstrasse

führt. Obwohl die Platzverhältnisse in

dem historischen Gebäude äußerst beengt

sind, sind die Fermentationsanlagen

aus Edelstahl state-of-the-art. Der Wein

wird in Barrique-Fässern ausgebaut, wobei

man hier noch experimentierfreudig

ist und unterschiedliche Fässer einsetzt

26


Bolgheri

Castello di Bolgheri:

1895 entstand das

heutige Wahrzeichen

von Bolgheri, der Turm,

durch den die einzige

Zufahrtsstrasse führt.

Die Nähe zum Meer ist

eines der Hauptmerkmale

des Terroirs von Bolgheri.

Das Mittelmeerklima ist

entscheidend für die hervorragende

Weinqulität

(Barrique, Pièce, 500 l). Der Keller ist aber

im Gegensatz zu den anderen Weingütern

in der Region historisch und besitzt den

heimeligen Charme eines Weinguts aus

dem Burgund.

Klima hat Mittelmeercharakter

Heute ist die Nähe zum Meer eines der

Hauptmerkmale des Terroirs von Bolgheri.

Die Weinberge liegen am Fuße der

Hügel und in der Ebene zwischen Bolgheri

und dem Süden von Castagneto.

Die Meeresströmungen und die diskreten

Temperaturschwankungen im August

und September führen zu einer langsamen

und regelmäßigen Reifung aller

qualitativen Komponenten der Trauben,

Zucker, Polyphenole und Aromen und

tragen zur Erhaltung eines hohen Säuregehalts

bei, der notwendig ist, um den

Weinen Ausgewogenheit und Frische zu

verleihen. Das Mikroklima von Bolgheri

hat auch ein starkes Licht: Neben dem

direkten Sonnenlicht gibt es eine Reflexionswirkung

vom Meer nach Westen.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur

liegt ca. 1,5°C niedriger als in den angrenzenden

Gebieten und ermöglicht eine

höhere Frische und Eleganz der Weine.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur

liegt bei 14° C, von April bis September

bei 18,6° C, im August bei 24° C und im

Dezember/Januar bei 7,5° C. Seltener Regen,

aber gut auf die verschiedenen Produktionsmonate

verteilt (häufiger Regen

während der vegetativen Entwicklung,

seltener während der Reifung der Früchte

und dann wieder reichlich Niederschlag

nach der Ernte) sorgen für gute Qualität

der Trauben.

Böden: lehmig und sandig

Die Böden von Bolgheri haben eine große

Variabilität in einem eher begrenzten Gebiet:

Schwemmlandböden, die fluvialen

Ursprungs sind, mit runden Kieselsteinen,

die von den alten Wasserläufen und

Böden marinen Ursprungs abgelagert

wurden, mit Wind, Kalkstein und Lehmsand,

sowie Vulkangestein aus den Colline

Metallifere im Osten. Massa Marittima

gilt als das Zentrum der Colline Metallifere,

der „eisenhaltigen Hügel“. Noch bis

vor wenigen Jahrzehnten war dieser Gebirgszug

eine wichtige Quelle für Bodenschätze

wie Eisen, Kupfer und Silber. Die

Geschichte des Bergbaus in den Colline

Metallifere geht bis in die Antike zurück:

Bereits die Etrusker und Römer bauten

hier die begehrten Metalle ab.

So finden wir hier Lehmböden, tonigsandig

oder sandig-lehmig, lehmig oder

ganz sandig. Diese Böden sind auf Terrassen

auf verschiedenen Ebenen angeordnet,

so dass die allgemeine Struktur in

der Lage ist, Feuchtigkeit in der Tiefe im

Durchschnitt zu erhalten und sie in Dürreperioden

wiederherzustellen.

Die Dichte der Weinberge ist sehr variabel.

Die ältesten haben eine Dichte von

DOC Bolgheri

Derzeit gehören 45 Betriebe zum

Schutzkonsortium. In Bezug auf die

Anbaufläche haben die Betriebe des

Konsortiums einen Anteil von etwa 93%.

Im DOC-Anbaugebiet sind 1.319 Hektar

mit Wein bestockt. Davon gehören 1.218

ha Mitgliedern des Konsortiums und

1.163 ha zur DOC-Bezeichnung, der

Rest ist Teil der Angabe IGT Toscana.

In Bezug auf die bestockte Fläche der

DOC-Bezeichnung der Betriebe werden

anteilsmäßig die folgenden Sorten angebaut:

Cabernet Sauvignon 36,67%, Merlot

23,42%, Cabernet Franc 11,98%, Petit

Verdot 6,46%, Syrah 6,65%, Sangiovese

1,48%. In Bezug auf die weißen

Rebsorten: Vermentino 8,84%, Viognier

1,43% und Sauvignon Blanc 0,59%.

27


Reisen | Toskana

5.500 - 6.000 Reben pro Hektar,

während in einigen neueren die

Schwelle von 10.000 Reben pro

Hektar erreicht wird. Der Großteil

der Neuanlagen steht heute

auf einer Dichte von rund 6.500

Reben pro Hektar. Die am meisten

eingepflanzten Reben sind Cabernet

Sauvignon, Cabernet Franc

und Merlot. Die Experimente, die

fast zwanzig Jahre gedauert haben,

haben das große Potenzial anderer

Rebsorten wie Syrah und Petit

Verdot gezeigt. Für Weißweine ist

Vermentino derzeit am meisten implantiert.

Supertoskaner

In den 80er Jahren prägten die

Amerikaner den Begriff Supertoscan

für die hochklassigen Rotweine der

Toskana, die weinrechtlich (das damalige

italienische Weingesetz untersagte

in der Toskana die Verwendung von

ausländischen Rebsorten) nur als einfache

Tafelweine mit IGT-Auszeichnung

(Tafelwein) versehen sind. So ist es

erklärbar, warum ein Masseto (Flasche

ab 500 €) keine DOCG-, sondern eine

IGT-Auszeichnung hat.

Aromen: reife und süSSe

Früchte

In den letzten Jahren hat auch die Zahl

der Betriebe zugenommen, die hervorragende

Weine der absoluten Spitzenklasse

auf der Grundlage der drei Hauptsorten

produzieren. Hier ist man immer konfrontiert

mit Rotweinen mit intensiven

Farben eines dunklen, oft undurchdringlichen

Rubins, mit großer Haltbarkeit. Die

Aromen zeichnen sich durch reife und

süße schwarze Früchte mit balsamischen

Noten von mediterraner Macchie aus, die

charakteristisch für das Terroir von Bolgheri

sind. Am Gaumen beeinflusst er die

Rundheit und Weichheit, die Süße der

Frucht in der Mitte des Mundes, immer

gut belebt durch die Frische der Säurekomponente,

und die dicken und reifen

Tannine, mit einer exzellenten Länge.

Auch wenn die Struktur kräftig ist, sind

die Weine immer ausgewogen und harmonisch.

Die wichtigsten Weine in Bezug

auf Struktur und Alterung fallen in die

Kategorie der Bolgheri Superiore DOC,

die die Spitze der produktiven Pyramide

darstellt. Unter den Bolgheri Sassicaia,

dem Bolgheri Superiore und dem großen

IGT befindet sich die breite Palette von

Supertoskaner –

diePerlen der Weine

in der Toskana

Bolgheri Rosso. Dies sind Weine von großer

Freude und Trinkbarkeit, auch weich,

elegant und reif, weniger anspruchsvoll,

aber in der Lage, eine schmackhafte Küche

aus rotem Fleisch und Wild zu begleiten.

Es ist auch wichtig anzumerken,

dass der Bolgheri-Weinberg ein Durchschnittsalter

hat, das im Vergleich zu anderen

historischen Gebieten immer noch

Ornellaia wird auch das kalifornische

Weingut in Italien genannt.

Der Bordeaux-Blend gehört heute

regelmäßig zu den besten und teuersten

Weingütern Italiens.

niedrig ist. Dies bedeutet, dass sich die

qualitativen Eigenschaften der erzeugten

Weine mit der Zeit und mit der erreichten

Reife der Weinberge nur noch weiter

verbessern werden. Aus diesem Grund ist

sich die internationale Kritik einig, dass

das Potenzial des Bolgheri-Weins gigantisch

ist und wächst.

Top-Weingüter

Das Weingut Tenuta dell‘Ornellaia ist

eines der Aushängeschilder für Bolgheri.

Das erst in den 80er Jahren entstandene

Weingut konnte sich binnen einer kurzen

Zeitspanne einen hervorragenden

Ruf erarbeiten und die Erzeugnisse von

Tenuta Dell‘Ornellaia gelten inzwischen

als echte Kultweine. Als echter Bordeaux-

Blend basiert der Ornellaia auf Cabernet

Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc

und hat schnell hohe Auszeichnungen

errungen. Der „Wine Spectator“ hat 2001

den 1998er-Ornellaia zum Wein des Jahres

gekürt.

28


Bolgheri

Mit dem Sassicaia produziert die Tenuta

San Guido einen der berühmtesten

Weine Italiens.

Interessant ist der kleine nur etwa 7 ha

große Weinberg Masseto, der ausschließlich

mit Merlot bestockt ist. Die Trauben

dieses Weinbergs werden für die Flaschen

des reinsortigen Merlots Masseto verwendet.

Der Masseto, den es erst seit 1987

gibt, wird oft auch als „Pétrus Italiens“ bezeichnet

und ist noch berühmter als der

Ornellaia. Preislich liegen die Masseto-

Weine überhalb der 500-Euro-Grenze. So

ist es extrem wichtig, dass die Flaschen auf

ihre Echtheit hin überprüft werden. Ab

dem Jahrgang 2010 tragen alle Masseto-

Flaschen ein Siegel zum Nachweis der Authentizität,

das vom Weingut angebracht

wird. Die auf dem Siegel befindliche Information

über die betroffene Flasche ist

Der malerische Ort mit seinem mittelalterlichen

Stadtbild liegt auf einem Hügel

mit Blick auf das Meer. Der Name dieser

Stadt leitet sich vom Wort „castagno“

(Kastanienbaum) ab. Früher hieß der Ort

noch Castagneto Marittimo. 1907 nahm es

den Namen zu Ehren des Dichters Giosuè

Carducci (1835 bis 1907) an, der einen Teil

seines Lebens in dieser Stadt verbrachte.

Seine Werke erreichten eine enorme

Beliebtheit, ein Jahr nach seinem Tod wurde

er zum ersten Nobelpreisträger Italiens

ernannt. In seinem Gedicht „Davanti a San

Guido“ hat er die wahrscheinlich schönste

und längste Zypressenalle beschrieben.

Die „Viale die Cipressi“ ist einfach nur

wundschön. Sie endet in Bolgheri, wo

Castagneto Carducci

einer der berühmtesten Weinkellerein der

Toskana ist – Tenuta San Guido, u.a. bekannt

für den mehrfach ausgezeichneten

Rotwein Sassicaia. Die Marina di Castagneto

Carducci (ca. 3 km vom Ort entfernt) ist

durch eine von dichter Mittelmeervegetation

eingerahmte Sandküste geprägt. Die

Natur ist der vorherrschende Aspekt der

Strände von Castagneto Carducci, an

denen frei zugängliche Abschnitte und

Strandbadeinrichtungen einander abwechseln.

Aber die bekannteste Anziehung

von Castaganeto Carducci ist Cavallino

Matto (Verrücktes Pferdchen): der größte

Vergnügungspark der Toskana, mit ca. 6 ha

Größe. Der Freizeitpark ist für Kinder unterschiedlicher

Altersstufen geeignet.

29


Reisen | Toskana

Weingüter Empfehlungen

Ca Marcanda:

Angelo Gaja, Spitzwein-Produzent (u.a. Barbaresco) aus dem Piemont,

ist seit Mitte der 90er-Jahre auch in Bolgheri.

Wein-Tipp: Ca Maranda, Bolgheri Rosso Magari

Ca‘ Marcanda, Loc. S. Teresa, 272, I-57020 Castagneto Carducci (LI)

Die

Topweine

Castello di Bolgheri:

Als Traubenlieferant für Sassicaia und Ornellaia hat sich die Familie über Jahre hinweg

einen exzellenten Namen erarbeitet. Seit 10 Jahren hat sie ihre eigene Weinlinie,

und das mitgroßem Erfolg.

Weintipp: Bolgheri Rosso Superiore Castello di Bolgheri

Castello di Bolgheri, Via Lauretta 7, I-57020 Castagneto Carducci (LI)

Grattamacco:

zählt zu den Pionieren in Bologheri, heute mit fruchtbetonten Bolgheri-Weinen.

Produziert auch Weißwein auf Vermentino-Basis.

Wein-Tipp: Bolgheri Rosso Superiore Grattamacco

Podere Grattamacco, Loc.Lungagnano, 128, I-57022 Castagneto Carducci (LI)

Le Macchiole:

Kleines Weingut mit hervorragenden Syrah- und Merlot-Weinen

Weintipp: Rosso Le Macchiole Paleo

Le Macchiole, Strada Provinciale 16B Bolgherese, 189/A, I-57022 Castagneto Carducci (LI)

Masseto:

dieses Weingut wurde von Ornellaia getrennt und tritt seit 2017

als eigenes Weingut auf. Die Weine (100% Merlot) gehören zu den teuersten

Weinen in Italien und sind nur geringen Stückzahlen erhältlich.

Wein: Masseto 2014, ca. 500 €

Tenuta dell’Ornellaia, Località Ornellaia, 191, Fraz. Bolgheri, 57022 Castagneto Carducci (LI)

Michele Satta:

einer der Pioniere im Bolgheri , bietet heute Spitzweine der Region an

Weintipp: Bolgheri Rosso Piastraia

Michele Satta, Loc. Casone Ugolino 23, I - 57022 Castagneto Carducci (Li)

Ornellaia:

gehört mit dem Bordeaux-Blends zur absoluten Spitzenklasse der italienischen Weine.

Wein-Tipp: Bolgheri Rosso Le Serre Nuove

Tenuta dell’Ornellaia, Località Ornellaia, 191 Fraz. Bolgheri, I-57022 Castagneto Carducci (LI)

Tenuta Argentiera:

Seit 2003 werden hier Bordeaux-Blends mit hervorragendem Preis-/Leistungsverhältnis produziert.

Weintipp: Bolgheri Rosso Poggio ai Ginepri

Tenuta Argentiera, Via Aurelia 412/A, Località I Pianali, I-57022 Donoratico (LI)

Tenuta San Guido:

Legendäres Weingut des ebenfalls legendären Sassicaias. Die Weine werden aus den Sorten

Cabernet Sauvignan du Cabernet Franc hergestellt.

Wein-Tipp: Bolgheri Rosso Sassicaia

Tenuta San Guido, CITAI S.P.A., Loc. le Capanne 27, I-57022 Bolgheri (LI)

in einer für Kunden zugänglichen Datenbank

gespeichert.

Sassicaia, wird auch als „Italiens Antwort

auf Bordeaux“ bezeichnet und ist über

zwei Jahrzehnte einer der teuerste Tafelweine

Italiens vom berühmten Weingut

Tenuta San Guido an der toskanischen

Mittelmeerküste. 1994 wurden die Bemühungen

der Tenuta San Guido offiziell

ausgezeichnet, indem eine eigene Appellation

„DOC Bolgheri Sassicaia“ eingerichtet

wurde – für einen einzigen Wein

ein einmaliger Vorgang. 2013 hat hat San

Guido die höchste Auszeichnung vom

bekanntesten Italienischen Weinführer

„Gambero Rosso“ für den „Bolgheri Sassicaia

2009“ bekommen: „Bester Rotwein

des Jahres 2013“. Dieser Wein (85% Cabernet

Sauvignon und 15% Cabernet

Franc) der mit seinen 14% Alkoholgehalt

eine erhebliche Lagerzeit braucht, wird sicher

als einer der großen Sassicaia in die

Jahrgangsgeschichte eingehen. Für diesen

Wein darf man aktuell rund 300 € auf

den Tisch legen, sicher viel Geld für einen

Wein, aber er ist eben einzigartig.

Fazit: Die Weinproduzenten haben in

dieser Region eigentlich nur zwei Probleme

– die Wildschweine, die die Trauben

lieben und die vielen Touristen, die

teilweise in Heerschaaren hier einfallen.

Gelöst wurde die Probleme mit hohen

Zäunen und Mauern. So sind die Tore

der Weingüter leider immer verschlossen,

aber in der Region kann man hervorragende

Wildscheingerichte mit herrlichem

Rotwein genießen. Die beiden

30


Bolgheri

Kultweine Sassicaia und Ornellaia sind

weltberühmt. Generell bieten die Weingüter

einen „Zweitwein“ ab ca. 20 € an,

Topweine sind ab 40 € erhältlich und für

die Spitzenweine sind für einen Preis bis

zu mehreren Hundert Euro im Angebot.

Bolgheri wird immer ein kleines Anbaugebiet

bleiben, dafür aber mit absoluten

Topweinen.

Sollten Sie mit dem Auto auf dem Weg

nach Elba sein und die Fähre von Piombino

nehmen wollen, dann machen Sie

vorher einen kleinen Abstecher in die

Bolgheri – liegt direkt auf dem Weg .

Weitere Informationen:

Konsortium zum Schutz der Bolgheri-

Weine DOC

Viale San Guido, 3/A

I-57022 Bolgheri (LI)

www.bolgheridoc.com


Reisen | Toskana

DOC Morellino

di Scansano

Scansano: der romantische

Ortskern aus dem

Mittelalter lädt zum

Bummeln und Essen ein.

Das Gebiet des DOC Morellino di Scansano

liegt in der Maremma. Das Anbaugebiet

erstreckt sich vom Tyrrhenischen

Meer im Westen bis zu den Füße des Monte

Amiata auf 500 m im Osten. Es umfasst

das gesamte Gemeindegebeit von Scansano

und weite Teile von Grosseto und Magliano.

Geschichte und Kultur – das ist die Kombination

aus einem Glas Morellino di

Scansano, ein Ausdruck der alten Weinbautradition

der toskanischen Küste. Ein

einzigartiger Wein von großer Frische,

ausgestattet mit einer starken Modernität,

die die Territorialität zu ihrem unverwechselbaren

Charakter macht.

40 Jahre Leidenschaft und Arbeit, überliefert

von Generation zu Generation in

24


Neuer WeiN keller

für die Winzer von Morellino di ScanS ano

Im vergangenen Mai wurde der neue Weinkeller der Winzer von Morellino eingeweiht. Die

1972 in Scansano, Maremma, gegründete Genossenschaft war schon immer ein Bezugspunkt

für die Qualitätsweine der Region. Auf einer Fläche von ca. 600 Hektar wird hauptsächlich

Morellino di Scansano Docg produziert, aber es gibt auch andere Weine mit besonderer

Aufmerksamkeit für einheimische Sorten wie Ciliegiolo, Alicante und Vermentino.

Die Weinberge liegen auf den Hügeln um Scansano und gehören etwa 160 Mitgliedern, die

über vierzig Jahre lang an einem gemeinsamen Projekt gearbeitet haben, um Weine mit

einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis zu produzieren. Das Weingut setzt sich

auch dafür ein, seine Umweltauswirkungen für eine zunehmend nachhaltige Produktion zu

reduzieren. Seit Mai letzten Jahres ist das Gebäude mit neuen Räumlichkeiten ausgestattet,

in denen die Besucher der Maremma empfangen werden. Hier können sie die Weine an

der Theke der Weinhandlung probieren oder an Führungen mit Verkostung (in deutscher

und englischer Sprache) teilnehmen, bei denen sie die Schönheiten der Maremma durch

ihre Aromen und ihre typischen Weine entdecken.

Der Weinkeller ist täglich von Montag bis Freitag und Samstagvormittag geöffnet - Samstagnachmittag

nur nach Vereinbarung. Informationen zu den verfügbaren Paketen und Buchungsmöglichkeiten

finden Sie unter www.vignaiolidiscansano.it

Cantina Cooperativa vignaioli del

Morellino di SCanSano

Strada Comunale del Saragiolo

I-58054 Scansano (GR)

Tel. +39 0564 507288

info@cantinadelmorellino.it


Reisen | toskana

Landschaftsidylle

Das Val d’Orcia ist eine hügelige Landschaft am

Ufer des Flusses Orcia im Süden der Toskana, die in

der Renaissance zahlreiche Maler zu bedeutenden

Kunstwerken inspirierte. Seit 2004 gehört die Region

zum Weltkulturerbe der UNESCO.

78


Val d‘Orcia

Sanfte Hügel, bedeckt von einer reichen

Vegetation wie Weinreben, Olivenhainen,

Zypressen, Buchen und Kastanienbäumen,

die von antiken, in der

Landschaft verteilten Bauten aus den

Zeiten des Mittelalters, Landgüter und

Burgen unterbrochen werden: Das alles

findet der Besucher im Val D‘Orcia, ein

beeindruckendes Panorama, das auch

in Wirklichkeit wie ein Gemälde der

großen Meister der Schule von Siena

erschient.

Fünf Millionen Jahre an Naturgeschichte

haben außerdem ihre Spur durch die

reiche Tier- und Pflanzenwelt gelassen.

Die Lava-Ablagerungen der inzwischen

inaktiven Vulkanen von Radicofani und

Amiata haben ebenfalls dazu beigetragen

das Panorama dieses Gebiet zu formen.

Der in der Region vorkommende dunkle

Trachyt-Stein kommt von der hart gewordenen

Lava. Aus Lava sind weiter die

zahlreichen Felsen, die den Fluss Orcia

begleiten, ein Fluss der aus den Hügeln

entspringt und das Tal durchquert.

Geschichte

Das Gebiet von Orcia DOC war schon

in der etruskischen und römischen Zeit

besiedelt. Die Via Cassia – eine römische

Straße – durchquerte damals die

Orcia-Region von Rom in die Toskana.

Im Mittelalter wurde derselbe Wegabschnitt

zur “Via Francigena” und verband

somit Nordeuropa mit Rom.

Durch die Anwesenheit von Kaufleuten,

Pilgern und Soldaten wurde die “Via

Francigena” hier somit zu einer sehr belebten

Region. Als Folge wurde der Bau

von Burgen und Schlössern notwendig,

um die Ernte zu schützen. Es gab häufige

Übergriffe von Banditen. Die Spuren

dieser Vergangenheit sind auch heute

noch sichtbar.

Der hügelige Charakter des Bodens

79


Reisen | toskana

begünstigte eine verstreute ländliche

Siedlung und Mischkultur in kleinen

Häusern. Auf jedem Hof gab es kleine

Schaf- und Schweinehaltungsbetriebe

sowie den Anbau von Getreide, Olivenhainen,

Weinreben, Obstbäumen und

Gemüse. Diese Elemente blieben über

Jahrhunderte erhalten, bis in den 1960er

Jahren eine massive Landflucht stattfand.

Der Tourismus war die treibende

Kraft bei der Wiederherstellung dieses

Territoriums und seines baulichen Erbes.

Heute gehören die 12 Gemeinden

von Orcia dank der Präsenz von Thermalzentren

zu den exklusivsten Reisezielen

in der Toskana.

Die ständige Durchreise von Menschen

und Handelsgütern entlang dieser wichtigen

Straße zeichnete die Geschichte

und die Wichtigkeit zahlreicher Dörfer

und führte im 15. Jh. zur Gründung der

Republik von Siena. In der zweiten Hälfte

des 16. Jh. bekam Florenz die Macht

über das Tal und über die Siedlungen um

Siena und machte aus dem Val D‘Orcia

ein rein landwirtschaftliches Gebiet.

Castiglione d‘Orcia, Montalcino, Pienza

Radicofani und San Quirico d‘Orcia

sind fünf zauberhafte Gemeinden, die

den Park Val d‘Orcia gründeten, um

das Gebiet zu schützen und zu fördern.

Dieses Gebiet ist jedoch nicht nur von

seiner Landschaft gekennzeichnet, sondern

auch von der starken Wein- und

Gastronomie-Tradition. Unter den traditionellen

Produkten finden wir den

Pecorino-Käse von Pienza, den Honig

des Val d‘Orcia, das Native Olivenöl Extra

aus Castiglione d‘Orcia, die Salami

Cinta Senese sowie Pilze und Trüffel,

alles Gerichte die immer von einem der

Toskana

bekanntesten Weine weltweit begleitet

werden, dem Brunello di Montalcino.

Klima

Die beste Jahreszeit zum Reisen in das Val

d’Orcia ist sicherlich das Frühjahr, wenn

die saftig grünen Hügel mit leuchtend rotem

Klatschmohn durchzogen sind. Ab

März werden die Temperaturen tagsüber

sehr mild, die Abende können jedoch

noch sehr kühl sein, das gleiche gilt für den

Monat April. Für ausgiebige Wanderungen

ist diese Witterung ideal. Ab Mai kann es

an sonnigen Tagen bereits ziemlich heiß

werden. Der Herbst, wenn die verschiedenen

Brauntöne der abgeernteten Felder im

Toskana

San Quirico

d‘Orcia

Montalcino

Pienza

Bagno Vignoni

Castiglione

d’Orcia

Radicofani

diffusen Sonnenlicht ein ganz besonders

faszinierendes Landschaftsbild abgeben, ist

ebenfalls eine hervorragende Reisezeit für

diese Region der Toskana. Im September

kann es tagsüber immer noch bis zu 30°C

heiß sein, die Abende und Nächte werden

aber bereits deutlich kühler. Der Oktober

bietet oft ein recht abwechslungsreiches

Reisewetter – an sonnigen Tagen kann es

noch sehr warm werden, am Abend ist man

meist froh, wenn man den Kamin anzünden

kann. Zum Wandern und Biken ist diese

Witterung meist ideal. Auch der Sommer

ist natürlich reizvoll, wenn die Landschaft

oft golden wirkt wegen des reifen Getreides

und den Sonnenblumenfeldern. Allerdings

Fattoria

del Colle

Die Fattoria del Colle ist der erste toskanische Bauernhof mit täglichen Veranstaltungen:

2 mal täglich Führungen mit Verkostung, eine Kochstunde, eine vertikale Brunello-

Verkostung und eine Verkostung von 8 Käse- oder 8 Wurstwaren. 700 Jahre Geschichte

in einem authentischen toskanischen Dorf mit 2 Restaurants, Weinkellern, Zimmern

und Appartements, Entspannungsbereich mit Weintherapie, Kochschule und 4 Parks.

Von der Autobahnausfahrt A1 Valdichiana folgen Sie der Beschilderung nach Montalcino

und Pienza, nach 18 km sind Sie angekommen.

Fattoria del Colle • Località Colle • I-53020 Trequanda (SI) • Tel. +39 0577 662108 • www.cinellicolombini.it • info@cinellicolombini.it


Val d‘Orcia

Schon die Etrusker und

später auch die Römer

schätzten die heilende und

wohltuende Wirkung des

Wassers von Bagno Vignoni

können die Temperaturen dann oft sehr

hoch sein, im August oft bis zu 40°C.

Reise durch das Orcia-Tal

Mit seinen zypressengesäumten Wegen,

seinen sanften Hügeln und seinen

mittelalterlichen Dörfern ist das

Orcia-Tal besonders typisch für die

Landschaften der Toskana. Das heutige

Landschaftsbild trägt noch Spuren,

die bis ins 14. Jahrhundert zurückführen.

Sehen wir uns die mittelalterlichen

Dörfer und Städte mal näher an.

Bagno Vignoni ist ein gepflegter,

kleiner Kurort im zentralen Val

d‘Orcia mit einer schönen Aussicht

über das Tal. Einzigartig ist die zentrale

Piazza, ein großes Natursteinbecken,

in das Thermalwasser quillt.

Bis in die achtziger Jahre durfte man

dort kostenlos baden, heute stehen

dafür mehrere Thermalbäder zur

Verfügung.

Die Thermalquellen sind hier die

heutige Hauptsehenswürdigkeit. Das

Wasser entspringt mit einer Temperatur

von 52° und enthält Bikarbonat,

Sulfat und Kalzium, was besonders

für die Pflege von Rheumarthritis,

Neuralgien und Nervenentzündungen

geeignet ist. Die therapeutischen

Eigenschaften der Thermalwasser Bagno

Vignoni waren schon aus der römischen

Zeit bekannt, und wurden

später auch vom Papst Pio II und Lorenzo

il Magnifico genutzt. Die Anwendung

der Thermalquellen durch

Bäder und Schlammbäder betrifft die

Behandlung von Rheumarthritis und

Nervenentzündungen, gynäkologi-

Überall sprudelt das warme

bis heiße Wasser aus dem

Hang. Kleine Becken laden

die Besucher zum Baden ein.

schen und Hals – Nasen – Ohren Entzündungen

(durch Inhalationen und

Irrigationen).

Bagni San Filippo ist ein kleines Dorf

im Süden der Toskana zwischen Val

d‘Orcia und Monte Amiata, das seit

der Antike für sein warmes Thermalwasser

bekannt ist. In der zauberhaften

Landschaft aus weißen Kalkfor-

81


Reisen | Toskana

Die Stiftskirche von Santi Quirico

und Giulitta (auch bekannt als

die Stiftskirche von San Quirico)

ist ein Sakralbau und steht in

erhöhter Lage, nicht weit vom

Haupteingang der Stadt entfernt.

Die Kapelle der Madonna di

Vitaleta ist ein kleines sakrales

Gebäude, das sich auf der Spitze

eines Hügels in Vitaleta an der

Straße befindet, die San Quirico

d‘Orcia mit Pienza verbindet.

mationen, Wasserfällen und kleinen

Whirlpools kann man inmitten von

üppigen grünen Wäldern baden.

Wenn man sich dem Dorf nähert, nimmt

man sofort den schwefeligen Geruch der

Heilquelle wahr, die aus den Tiefen des

Vulkangesteins mit bis zu 52° C hervorsprudelt

und sich als Bach den Weg durch

das Tal bahnt. Wenn man dem Fußweg

entlang des Baches folgt kommt zum Fosso

Bianco (weißer Bach). Wo auch immer

das mineralienreiche Wasser der Quelle

aus dem Felsen ausgetreten ist, haben sich

im Laufe der Zeit grandiose weiße und

ockerfarbene Kalksinterablagerungen

gebildet.

Hier hat der Fosso Bianco ganze Arbeit

geleistet und den Flusslauf, die Felsen am

Ufer und die Badestellen mit seiner weißen

Pracht ( Alkalität) überzogen. Hier

findet man kleine Pools, die von Einheimischen

direkt unter der senkrechten

Wand des Wasserfalls gebaut wurden,

um das warme Wasser zu sammeln. Die

Menge und der Weg des Wassers, das vom

Wasserfall herabfällt, ändert sich sehr

häufig, so dass sich das Szenario in kurzer

Zeit permanent in neue Formen und

Farben verwandelt. Vor allem im Winter

wird das Thermalwasser mit Regenwasser

vermischt, was Farbtöne von grün bis rotbraun

erzeugt.

Campiglia d‘Orcia ist in der Natur

versteckt. Die Gemeinde liegt auf abgelegenen

Straßen weitab vom Massentourismus.

In der Nähe sind die

bekannten Städte Montalcino, Pienza,

Montepulciano und San Quirico

d‘Orcia. Das Dorf (810 m ü.d.M.) erhebt

sich an den Hängen einer Kalksteinformation,

auf deren Spitze sich ein

Glockenturm befindet, der über einen

Pfad zugänglich ist. Von dort oben hat

man einen spektakulären Blick auf das

ganze Val d‘Orcia und einen großen

Teil der Amiata Senese.

Im Juni findet das “Fest des Barbarossa”

statt, dessen mittelalterliche Wurzeln

in der Ehrung des Kaisers und der

päpstlichen Führung liegen. Hier bietet

sich die Jugend der vier Stadtviertel bei

Tuchspielen und Bogenschießen die

Stirn. Am ersten Sonntag im August

zieht der Duft frisch gebackener Crostini

durch alle Ortsteile. Am zweiten und

dritten Oktoberwochenende geht es im

Ortsteil Vivo d‘Orcia mit dem „Sagra

del Fungo e della Castagna“ um Pilze

82


und Kastanien. Kulinarische Wettbewerbe,

Straßenkunst, zahllose Stände

mit leckerem Essen und vieles mehr

beleben dann Straßen und Gassen des

Ortsteils. Wenn Sie sich für Pilze interessieren,

können Sie im Rahmen des

Festes außerdem an einer entsprechenden

Führung teilnehmen. Der Star sind

die Porcini-Pilze, die Sie – wie auch die

Kastanien – auf dem Fest an Ständen

kaufen können. Maronen stehen im

Ortsteil Campiglia d‘Orcia am letzten

Oktobersonntag beim „Sagra del Marone“

im Mittelpunkt. Hier dreht sich

alles um die leckeren Baumfrüchte, untermalt

von einem bunten Rahmenprogramm.

San Quirico d‘Orcia ist eine Stadt

etruskischen Ursprungs, aber die erste

schriftliche Erwähnung stammt aus

dem Jahr 712. Ab dem 11. Jahrhundert

gewann das Dorf aufgrund seiner

besonderen geographischen Lage und

seiner Lage an der Via Francigena zunehmend

an Bedeutung. Im Jahre 1155

kampierte Friedrich I. Barbarossa dort,

um die Freunde von Papst Hadrian IV.

zu treffen. 1559, nach dem Fall der Republik

Siena, legte er einen Treueeid auf

Cosimo I dei Medici ab. 1667 wurde

Kardinal Flavio Chigi vom Großherzog

Cosimo III. der Medici zum Marquis

von San Quirico ernannt. Sein Territorium

bildet das Herzstück des Val

d‘Orcia, einer Kulturlandschaft, die

2004 von der UNESCO zum Weltkulturerbe

erklärt wurde.

Die Altstadt ist verkehrsberuhigt und

Traumhafte

Hügellandschaft im

Süden der Toskana

lädt zu einem Aufenthalt ein. In der

Hauptstraße, der Via Dante, gibt es alles

für den alltäglichen Bedarf sowie einige

Delikatessenläden. Der zentrale Platz ist

die „Piazza della Libertá“, wo man sich

ein Eis gönnen und auf einer der Bänke

ausruhen kann. Einige Meter weiter wartet

der Palazzo Chigi (17. Jahrhundert)

mit wechselnden Ausstellungen auf Besucher.

Daneben steht die beeindruckende

Kirche La Collegiata mit kunstgeschichtlich

sehr interessanten Portalen.

Nicht weit von San Quirico d‘Orcia

entfernt, befindet sich die wohl am

Val d‘Orcia

meist fotografierte Kapelle in der Toskana,

Santa Maria di Vitaleta, nahe

dem Dorf Vitaleta. Diese spektakuläre

mitten auf einem Hügel erbaute

Sehenswürdigkeit wurde 1184 von

dem Architekten Giuseppe Partini restauriert

und wurde unlängst von der

UNESCO als Weltkurlturerbe klassifiziert.

Die Statue der Madonna wurde zu einer

Kirche in der nahe gelegenen Stadt

San Quirico gebracht, auch bekannt als

„Kirche der Madonna“, wo sie leichter

von den Touristen besichtigt werden

kann. Jedes Jahr wird zu Ehren der Madonna

ein Fest abgehalten.

Ebenfalls ein sehr beliebtes und weltweit

bekanntes Fotomotiv ist die Zypresseninsel:

in San Quirico auf die Via

Cassia in Richtung Norden (Montalcino)

fahrend, sieht man das prototypische

Motiv nach einige Kilometern auf

der linken Straßenseite. An der Straße

gibt es inzwischen Parkbuchten für einen

Fotostopp, die allerdings oft von

Reisebussen blockiert sind.

Pienza wurde von Papst Pius II. beauftragt

und ihm verdankt sie auch ihren

Namen. Der bürgerlich genannte Enea

Silvio Piccolomini, wurde 1458 zum

Die bekannte Zypresseninsel

bei San Quirico gehört zu

den beliebten Foto- und

Postkartenmotiven in der

Toskana.

83


Reisen | toskana

Pienza, die Stadt Pius:

Diese reizvolle Stadt im

Herzen des Orcia Tals

unweit von Siena ist seit

1996 Weltkulturerbe der

UNESCO

Santa Maria Assunta:

Der Dom von Pienza

ist bekannt durch die

Vermischung von

Bauelementen der Gotik

und der Renaissance

Papst ernannt und entschied daraufhin

sein Heimatdorf auszubauen und

die Arbeiten Bernardo di Matteo an

zu vertrauen, ein Schüler des berühmten

Leon Battista Alberti, Architekt

und Wissenschaftler seiner Hofhaltung.

Die Arbeiten fanden zwischen

1458 und 1462 statt und veränderten

das Stadtbild des Dorfes Corsignano,

ursprünglich gegründet von Corsinio.

Seit 1996 ist Pienza Weltkulturerbe der

UNESCO.

Die Konkathedrale von Santa Maria

Assunta ist auch bekannt als der Dom

Pienzas. Wegen der Vermischung von

Elementen der Renaissance und gotischer

Bauelemente gilt sie als etwas

eigenartig. Die Kirche ist der Grundstruktur

nach eine Hallenkirche, verfügt

also über drei Kirchenschiffe mit

gleich hohen Gewölben, das gleiche

trifft für das Querhaus zu. Der Raum

ist an sich eine Konstruktion der Renaissance,

enthält aber dennoch eine

Reihe von gotischen Bauelementen, so

dass der Raumeindruck gelegentlich an

englische Kathedralgotik zu erinnern

vermag. Einzigartiger Bestandteil dieser

Kirche ist die im linken Seitenschiff,

hinter einer Nische, sich befindende

Orgel. Diese ist aus den 70er Jahren

84


Val d‘Orcia

und ist eine elektrische Orgel.

Die Schafskäseproduktion hat in Pienza

eine jahrhundertealte Tradition.

Auf den Weidegebieten der Umgebung

finden die Schafe besonders aromatisches

Gras und Kräuter vor, was sich

natürlich in der Milch niederschlägt.

Pecorino wird der Käse genannt und

schmeckt sowohl frisch als auch ausgereift,

mit weißer, roter oder schwarzer

Schale. Alljährlich am ersten Sonntag

im September wird dem hervorragenden

Pecorino-Käse aus Pienza ein eigenes

Fest gewidmet. Auf der Piazza Pio

zeigen die Käsespezialisten ihre variantenreichen

Produkte. Natürlich kann

man während der Feria del Cacio bis in

die Nacht hinein vom Pecorino kosten

und herrlich schlemmen.

Castiglione d’Orcia ist ein kleines

Dorf auf einem Hügel, von dessen

höchstem Punkt die Burg ”Rocca di

Tentennano” emporragt. In der Mitte

des Dorfes, gegenüber vom Palazzo Comunale,

liegt der dem Maler und Bildhauer

Lorenzo di Pietro (bekannt als Il

Vecchietta) gewidmete Platz, in dessen

Mitte ein Brunnen aus Travertinstein

aus dem Jahre 1618 steht. Bemerkenswert

sind auch die Kirchen Santa Maria

Maddalena und Santi Stefano e Degna.

Die Gemeinde umfasst mehrere kleine

Dörfer, darunter auch sehr interessante,

wie Vivo d’Orcia am Rande der

schönen Wälder des Monte Amiata.

In kurzer Entfernung vom Zentrum

befindet sich der Eremo del Vivo, ein

später Renaissance-Palast, entworfen

von Antonio da Sangallo dem Jüngeren.

Dieses kleine Dorf ist berühmt für

seine Quellen, die Siena und das Val di

Chiana mit seinem reinen Wasser versorgen.

Mitten in den Buchenwäldern

führt ein Aufstieg zur Kapelle von Ermicciolo

und zu den charakteristischen

”Seccatoi”, dem ersten bewohnten Kern

von Vivo d’Orcia.

Das Gebiet um Pienza

ist berühmt für seinen

Pecorino-Käse. Dieses

weitläufige Gelände eignet

sich perfekt, um dort

Schafe weiden zu lassen.

Das bekannteste Monument im Gemeindegebiet

von Castiglione d’Orcia

ist zweifellos die Rocca di Tentennano.

Diese imposante Burg thront auf einem

Kalkfelsen hoch über dem Orcia

Tal und wacht über das mittelalterliche

Kleinod Rocca d’Orcia. Zwischen dem

9. und dem 14. Jahrhundert diente die

Burg als strategischer Wachposten und

war Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen

der Familie Salimbeni und der Republik

Siena, in deren Besitz die Festung erneut

im Jahr 1408 überging. Nach weiteren

zwei Jahrhunderten, in denen die Burg als

Wachpunkt genutzt wurde, entfachte im

16. Jahrhundert noch einmal ein Streit um

die Festung, diesmal zwischen den Städten

85


Reisen | toskana

Siena und Florenz. Hervorzuheben ist die

Tatsache, dass die Burg in beiden Streitfällen

nur durch Verrat erobert werden

konnte. Wenn auch viele Einwohner heute

der Überzeugung sind, dass die Rocca di

Tentennano ein fester Bestandteil der Ortschaft

Castiglione d’Orcia sei, muss der

Richtigkeit halber erwähnt werden, dass

beide Ortschaften, so nah sie geografisch

auch sind, bis ins Jahr 1777 stets ihre eigenen

geschichtlichen Ereignisse schrieben.

Dies änderte sich erst, als die Gemeinden

Rocca und Castiglione in besagtem Jahr

vereint wurden.

Castelnuovo dell‘Abate (389 Meter über

dem Meeresspiegel) ist eine kleine Siedlung

in der Gemeinde Montalcino, in Val

d‘Orcia, die ihr mittelalterliches Aussehen

Castiglio d’Orcia

liegt ca. 40 km südöstlich

von Siena

und 90 km südöstlich

von Florenz im

Val d’Orcia nahe

der Via Cassia und

der Via Francigena

an den Flüssen

Orcia (15 km im

Ortsgebiet) und den

Torrenti Asso

bewahrt. Das Dorf überblickt die berühmte

Abtei von Sant‘Antimo von der Spitze

eines Hügels und liegt in einer wunderschönen

Landschaft mit Hügeln voller

Olivenbäume, Weinreben und Zypressen.

Das mittelalterliche Dorf hat auch einige

Überreste von Mauern, die 1360 von Siena

errichtet wurden. Im Mittelalter war Castelnuovo

dell‘Abate eine kleine Festung,

die dem Abt der Abtei von Sant‘Antimo

gehörte.

Im Inneren des kleinen Dorfes lohnt es

sich, den Palazzo del Vescovo zu besuchen,

der im 15. Jahrhundert auf Wunsch von

Fabio Vecchi, Bischof von Montalcino,

gebaut wurde. Neben dem Palazzo del

Vescovo ist auch der Bellanti-Palast einen

Besuch wert. Es ist ein schönes Gebäude

aus der Spätrenaissance mit einer Backsteinfassade,

die mit architektonischen

Elementen aus Stein verziert ist. Das Gebäude

befindet sich in der Via Borgo di

Mezzo, dem Hauptgang des Dorfes.

Die Abtei von Sant‘Antimo ist ein besonderes

Juwel – eine für die Toskana untypische

Kirche. Der 1118 begonnene Kirchenbau

orientiert sich architektonisch an

den Klöstern in Burgund. Die Teilnahme

an der Heiligen Messe ist ein Erlebnis, das

man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die beeindruckende Stadt Radicofani –

mit oranger Fahne –, welche am Fuße

eines Hügels liegt, wird von der herrlichen

Burg Rocco di Radicofani aus

dem Jahre 973 bewacht. Die Ortschaft

liegt etwa 60 km südöstlich der Provinzhauptstadt

Siena. Die Burg war

einst eine der wichtigsten Festungen

Italiens und auf geführten Touren

kann der Besucher mehr über die

glorreiche Vergangenheit lernen. Von

dem höchsten Punkt aus hat man eine

herrliche Aussicht auf das Tal und

auf die ungewöhnliche Doppelmauer

der Burg. Die äußere Mauer ist in der

Form eines Pentagon und die innere

Mauer in Form eines Dreieckes. Einst

stand in jeder Ecke des Dreieckes ein

Aussichtsturm aber leider liegen diese

heute in Ruinen.

Radicofani selbst besitzt einen beschaulichen

mittelalterlichen Kern

Die Gemeinde

Radicofani liegt an der

historischen Pligerstraße

Via Francigena im

Val d’Orcia und wird

von der Burg Rocco di

Radicofani bewacht.

Die heute im Staatsbesitz

befindliche achteckige

Burg „Rocca di

Tentennano“ (auch

Tintinnano oder

Tintennano genannt)

bietet einen herrlichen

Ausblick.

86


Das Augustiner Kloster Sant‘

Antimo liegt etwa 10 Km südlich

von Montalcino abseits der ausgetretenen

Touristenpfade. Die Abtei

wurde schon im 8. Jahrhundert

von den Benediktinern gegründet.

und bietet einige schöne Ecken die es

sich lohnt zu erkunden. Der Ort befindet

sich nahe der berühmten Via

Francigena Pilgerroute, welche nach

Rom führt. Es bietet sich die exzellente

Möglichkeit einen Abschnitt

dieses alten Weges, welcher reich an

Geschichte und Reverenz ist, entlang

zu wandern. Außerdem sollte man

die vielen Ölgemälde, Fresken und

Terrakotta-Skulpturen von dem Della

Robbia Handwerksbetrieb in der romanischen

Kirche von San Pietro aus

dem 18. Jahrhundert besichtigen. Die

Val d‘Orcia

Kirche ist der Schutzpatronin von Radicofani

geweiht.

Das kleine, aber weltberühmte

Montalcino mit seinen gut 5.000

Einwohnern ist vor allem wegen seines

Weines bekannt. Die klimatischen Bedingungen

und der nährstoffreiche Boden

der Region sorgen dafür, dass hier

einer der besten Weine Italiens, der Brunello,

angebaut werden kann. Der mittelalterlich

anmutende Ort befindet sich

auf einem 567 m hohen Hügel, auf dessen

höchstem Punkt die Rocca di Montalcino

thront, eine geschichtsträchtige

Festung aus dem Jahre 1361.

Die Rocca di Montalcino ist in Form eines

Fünfecks mit schlanken Ecktürmen

angelegt. Heute befindet sich im Innenhof

und teils in den Gewölben der Rocca

die Enoteca la Fortezza, in der man den

vorzüglichen Brunello di Montalcino

und andere toskanische Spezialitäten

verkosten und kaufen kann. Wer den

Turm bzw. die Stadtmauer erklimmen

möchte, muss eine Treppe über den Lagerräumen

der Enoteca benutzen. Der

Ausblick über die Dächer von Montalcino

und über das Val d’Orcia lohnt

sich. Im Sommer wird der Innenhof

der Fortezza oft als Veranstaltungsort

genutzt für musikalische Events oder

Ausstellungen.

Jedes Jahr im Juli/August findet in

Die Kirche San Pietro ist heute im romantischen

Stil. Die Fassade stammt

aus dem 13. Jh., die gotische Pforte

aus dem 14. Jh. und die Krönung mit

kleinen Bögen aus dem 20. Jh.

87


Reisen | toskana

Montalcino das „Jazz & Wein-Festival“

statt. Jährlich am 2. Sonntag im August

wird mit dem „Torneo di Apertura“

die Jagdsaison eröffnet. Neben einem

Wettkampf im Armbrustschießen findet

ein Umzug in historischen Kostümen

statt. Anfang September findet

die Honigwoche „La Settimana del

Miele“ statt. Es werden allerlei lokale

Honigprodukte zur Verkostung und

zum Kauf angeboten. Das Drosselfest

„Sagra del Tordo“ findet traditionsgemäß

immer am letzten Sonntag im

Oktober statt. Seinen Ursprung hat das

Fest in der früheren herbstlichen Drosseljagd.

Heute findet an diesem Tag ein

Ein kostbarer Schatz in

Rubinrot: Der Brunello

di Montalcino ist einer

der besten Rotweine

der Welt und kann in

vielen Geschäften in

Montalcino gekauft

werden.

folkloristisches Bogenschießen statt. Innerhalb

der Fortezza werden zahlreiche

gastronomische Stände aufgebaut.

Montalcino ist untrennbar mit dem

Namen „Brunello“ verbunden und verdankt

ihren heutigen Wohlstand dem

internationalen Erfolg dieses Weins. Im

Süden der Toskana gelegen, nur etwas

50 Kilometer südlich von Siena, verbinden

sich auf ideale Weise alle Vorzüge,

die die Toskana zu bieten hat. In Montalcino,

dem kleinen Randgebiet des

großen Chianti-Bereichs, ist das Klima

gleichmäßiger, die Sommer sind wärmer

und trockener und der 1.700 Meter

hohe Monte Amiata hält Widrigkeiten

wie von Süden heraufziehenden Sommergewitter

oder Hagelschlag zurück.

Ein weiterer Vorteil sind die steinigeren,

nicht so fruchtbaren Böden. Hier

können sich konzentrierte, langlebige

Weine entwickeln.

Der kräftige Rotwein mit dem vollmundigen

Bouquet ist weltbekannt

und ist mit dem DOCG-Siegel als einer

der besten Weine der Welt ausgezeichnet.

Gekeltert wird der Brunello

aus der Sangiovese-Grosso-Traube, die

ursprünglich aus der Romagna stammt.

Diese wurde um das Jahr 1880 von dem

in Montalcino ansässigen Winzer Ferruccio

Biondi-Santi veredelt. Die heutigen

Auflagen für die Produktion des

edlen Tropfens sind streng: Der Ertrag

pro Hektar ist genau festgelegt und darf

nicht überschritten werden und der

Wein muss mindestens fünf Jahre in Eichenfässern

reifen.

Genussreise Val d‘Orcia

Auch im Val d’Orcia wird die Tradition

des guten und gesunden Essens gepflegt.

Hier finden sich zahlreiche Restaurants

Inmitten sanfter Hügeln,

wo der Blick über atemberaubende Horizonte schweift,

entsteht Lacrime d’Orcia.

Die von uns gelesenen Trauben ergeben einen vollmundigen Rotwein,

leicht fruchtig, jedoch unverfälscht, ganz so,

wie man es sich von den besten toskanischen Weinen erwartet.

Der Wein ist das Ergebnis mehrerer Cuvées,

die ihm seine fehlende Weichheit zurückgeben.

Rustikaler Charakter mit schmeichelnden Nuancen.

Der Geschmack ist eine Mischung aus Fruchtfleisch

und Gewürzen mit einer fruchtigen Note und leichter Säure.

Hervorragend zu rotem Fleisch sowie zu milden, feinen Gerichten.

via Brescia, 52 Gottolengo BS (ITALY) - tel +39 030 9048235 - info@tradizionipadane.it


Die mittelalterliche

Fortezza mit ihren mächtigen

Stadtmauern,

Bastionen und Türmen

schütze Montalcino

mehrfach vor Übergriffen

und Trattorien, wo regionale Gerichte

nach alter Tradition zubereitet werden.

Typische, einfache Gerichte bestimmen

hier die Speisekarte. Aus dem Val

d’Orcia stammen viele Spezialitäten.

Unter den Schafskäsen hat vor allem

der aus Pienza stammende Pecorino einen

großen Bekanntheitsgrad erreicht.

Er wird noch nach demselben Verfahren

hergestellt wie im Mittelalter. Außerdem

finden wir im Val d’Orcia die

berühmten Bruschette. Auf dem Feuer

gegrillte Brotscheiben, die mit Olivenöl

verfeinert und mit geriebenen Knoblauch

garniert werden. Panzanella wird

aus in Wasser eingeweichtem, altem Brot

zubereitet. Ein Brotsalat mit Tomaten,

Olivenöl, Zwiebeln, Basilikum und verschiedenen

Kräutern.

Eine absolute Empfehlung sind die Pici

(handgemachte Spaghetti): Weizenmehl,

Eier, lauwarmes Wasser, Olivenöl,

Salz und Hartweizengrieß. Daraus wird

Spaghetti ähnliche Pasta hergestellt, die

mit Fleisch- oder Knoblauchsauce serviert

wird. Als Variante werden die Pici

auch mit in der Pfanne angerösteten

Brotkrümeln serviert.

Neben dem Bistecca alla Fiorentina finden

sich in im Val d’Orcia zahlreiche

Gerichte aus Huhn, Perlhuhn, Truthahn,

Ente, Schwein, Lamm, Kaninchen,

Taube, Rindfleisch sowie Wild auf

der Fleischkarte, häufig mit gebratenen

Porcini, also Steinpilzen, als Beilage serviert.

Die in süßen Vin Santo eingetunkten

Cantuccini – Mandelkekse – runden

als Nachspeise das toskanische Menü ab.

Vino Orcia DOC

Natürlich ist die Toskana auch bekannt

für seine herragenden Weine. Die Bezeichnung

“Orcia DOC” entstand im

Jahr 2000, dank der Hartnäckigkeit

einiger Gründer des Consorzio del

Vino Orcia, mit dem Ziel, das Image

des Weins und seines Territoriums zu

schützen und zu fördern. Der unbestrittene

Protagonist der Orcia-Weine ist

der Sangiovese. Diese edle Rebe ist der

rote Faden, der diese Önologie verbindet.

Das Konsortium führt auch eine

intensive kulturelle Aktivität durch, die

jedes Jahr im April mit dem Orcia Wine

Festival (dieses Jahr vom 21. bis 25. April

2018), einer Veranstaltung über den

Wein und das Anbaugebiet, ihren Höhepunkt

findet.

Mit dem Namen Orcia DOC werden

italienische Rot-, Weiß- und Roséwei-

Torrefazione

Kaffee aus eigener Röstung

Verkostung – Führungen –

Direktverkauf

Reservieren Sie Ihre Führung mit

Verkostung! Während der geführten

Touren sehen Sie, wie Kaffee in traditioneller

Art und Weise wie vor 100 Jahren

mit Eichenholz geröstet wird. Verkosten

Sie diesen frisch gerösteten Kaffee

anschließend in einem gemütlichen

Ambiente, in dem Sie unsere Kombinationen

mit Schokolade, hausgemachtem

Keksen, Tee, Wein, Likören und anderen

Spezialitäten entdecken können.

Pici – eine regionale

Spezialität –sind

dicke Spaghetti, die

aus Hartweizengrieß

hergestellt und von

Hand gerollt werden.

Sie werden gerne mit

Ragù serviert.

Torrefazione Caffè GM

SP 146, km 35,500 • 53026 Pienza (SI)

Tel/Fax + 39 0578 265188 • Mob. +39 327 1794116

info@caffegm.com • www.caffegm.com


Reisen | toskana

Consorzio vino Orcia DOC

ALDEGHI ANTONIO

Trequanda

Località La Montagnola

+ 39 339 6874579

agricolacastelmuzio@virgilio.it

ATRIVM

Montalcino

Podere Camera, 58b

+ 39 0577 834220

info@atrivm.it

atrivm@interfree.it

BAGNAIA

San Quirico d‘Orcia

Via Podere Bagnaia, 47

+39 0577 898272

+39 3474562044

info@agriturismobagnaia.it

BELSEDERE

Trequanda

Località Ganghereto

+ 39 0577 662307

info@belsedere.com

BEOM BE

Castiglione d‘Orcia

Via Brescia, 50

Gottolengo (BS)

+ 39 335 5602250

leonardo@tradizionipadane.it

CAMPOTONDO

Castiglione d‘Orcia

C.S. Campotondo, 7

Campiglia d‘Orcia

+ 349 4935285

info@cantinacampotondo.it

CANTINA VITICOLTORI

SENESI ARETINI

Sinalunga

Località Osteria, 54/a

+ 39 0577 663595

info@cavisavini.it

CAPITONI MARCO

Pienza

Podere Sedime, 63

+ 338 8981597

info@capitoni.eu

CASALI DI BIBBIANO

Buonconvento

Località Bibbiano

+ 39 0577 809093

casalidibibbiano@tiscali.it

CASTELNUOVO TANCREDI

Buonconvento

Località Castelnuovo

Tancredi, 93

+ 39 0577 806090

amministrazione@

castelnuovotancredi.it

DONATELLA CINELLI

COLOMBINI

Trequanda

Cantina Fattoria del Colle

Località Il Colle

+ 39 0577 662108

info@cinellicolombini.it

FATTORIA RESTA

Buonconvento

Località Resta

+ 39 0577 806589

annalisa@fattoriaresta.it

GONNI

Montalcino

Località Lucignano d’Asso

+ 39 051 220220

info@lucignanodasso.it

GRAPPI LUCHINO

Pienza

Località Lamone

Monticchiello

+ 39 335 6298297

agri.spedaletto@libero.it

luchinograppi@gmail.com

IL PERO

Radicofani Località Il Pero

+ 39 335/212888

diana.pasqualucci@gmail.com

IL POGGIO

San Casciano dei Bagni

Località Il Poggio, 292

Celle sul Rigo

+ 39 0578 53748

+39 335/8376122

info@ilpoggio.net

ITA.CA SRL

Radicofani

Sede legale: Via Campo dei

Fiori, 5 Sarteano

Sede operativa: S.S. 478 n.2

Radicofani

LA BANDITA

Trequanda

Podere La Palazzina

Petroio

+ 39 0577 665826

info@labandita.it

LA BANDITA E LUNADORO

Pienza

Località Lunadoro, 134

+ 39 0578 748154

info@lunadoro.com

LA CANONICA

Montalcino

Località La Canonica

+ 39 0577 834338

info@canonicaholiday.com

LA PORRONA

Montalcino

Podere Porrona

+ 39 0577 845913

gbrusone@hotmail.com

LA RIPOLINA

Buonconvento

Località Pieve di Piana

+ 39 0577 282280

laripolina@tin.it

LOGHI FARM DI BERNI

VALENTINO

Montalcino

Località I Loghi

+ 39 0577 374255

agriturismo.loghi@alice.it

MASCELLONI FABIO

Castiglione d‘Orcia

Località Ripa d’Orcia

+ 39 0577 897383

OLIVI-LE BUCHE

Sarteano

Strada vicinale delle

Buche, 25

+ 39 0578 274066

info@lebuche.eu

PETRI FRANCO

Pienza

Podere Casalino

+ 39 0578 748768

PODERE ALBIANO

Trequanda

Località Podere Albiano

Petroio

+ 39 0577 665386

info@poderealbiano.it

PODERE CASELLA

Castiglione d‘Orcia

Cs Casella, 8

+ 39 0577 887446

info@casellamanetti.it

PODERE FORTE

Castiglione d‘Orcia

Località Petrucci, 13

+ 39 0577 8885100

podereforte@podereforte.it

PODERNUOVO

Montalcino

Località Podernuovo

+ 39 0577 834249

podernuovo_wine@hotmail.com

POGGIO GRANDE

Castiglione d‘Orcia

Podere Poggio Grande

+ 39 0577 897390info@aziendapoggiogrande.it

POGGIOROSA DI MAMMOLOTTI

CINZIA

Castiglione d‘Orcia

Località S. Martino

+ 39 0577 777125

cinziamammolotti@teletu.it

POMETTI

Trequanda

Località La Selva

+ 39 0577 47833

info@pometti.it

RIGUARDINO

San Quirico d‘Orcia

Via Dante Alighieri, 68

+ 39 0577 897562

colleriguardino@tiscali.it

ROBERTO MASCELLONI DI

POGGIO AL VENTO

Castiglione d‘Orcia

Podere Poggio al Vento

+ 39 0577 897384

info@poggioalvento.net

SAMPIERI DEL FA‘- BROGI

San Quirico d‘Orcia

Via Dante Alighieri, 96

+ 39 0577 897543

+ 39 338 6348327

andrea.giorgi@unitn.it

SAN SAVINO

Castiglione d‘Orcia

Podere San Savino

+ 39 0577 897385

gabriellagiannetti@virgilio.it

SANTE MARIE DI VIGNONI

San Quirico d‘Orcia

Località Santa Maria, 95

Vignoni Alto

+ 39 333 1916486

info@santemariedivignoni.it

SASSODISOLE

Montalcino

Podere Sasso di Sole, 85

Torrenieri

+39 0577 834303

info@sassodisole.it

TENUTA SANONER

San Quirico d‘Orcia

Loc. Sant‘Anna - Bagno Vignoni

+39 0577 169 87 07

info@tenuta-sanoner.it

TREQUANDA

Trequanda

Località Pian delle Fonti, 100

+ 39 0577 662001

info@azienda-trequanda.it

VALDORCIA TERRE SENESI

Castiglione d‘Orcia

Località Ripa d’Orcia

+ 39 338 3924483

info@valdorciaterresenesi.com

VEGLIENA

San Quirico d‘Orcia

Loc. Vegliena snc

+39 331 7938685

infovegliena@gmail.com

90


Weinsorten

Val d‘Orcia

Val d‘Orcia ist das Zzuhause

von berühmter DOCG Weine

von Italien. Besucher sollten die

Möglichkeit nutzen und eines der

lokalen Weingüter besichtigen.

ne sowie ein Vin Santo aus der Provinz

Siena, Toskana bezeichnet. Die Weine

besitzen seit dem Jahr 2000 eine

„kontrollierte Herkunftsbezeichnung“

(Denominazione di origine controllata

– DOC), die zuletzt am 7. März 2014

aktualisiert wurde.

Anbau und Vinifikation dieser Weine

sind nur in den Provinz Siena in der

Region Toskana gestattet. Die zugelassenen

Gemeinden sind: Castiglione

d‘Orcia, Pienza, Radicofani, San Quirico

d‘Orcia, Buonconvento, Trequanda

sowie Teile der Gemeinden von Abbadia

San Salvatore, Chianciano, Montalcino,

Sarteano, San Casciano dei Bagni und

Torrita di Siena.

Die Orcia-WeinstraSSe

Die beliebte Weinstraße wurde im Jahr

2003 gegründet und hat seinen Hauptsitz

in dem Dorf Rocca d‘ Orcia in Castiglione

d‘ Orcia. Hier erlebt man das

authentische Val d‘Orcia : Kellerführungen,

Spaziergänge in den Weinbergen,

Verkostungen von Orcia Wein, Bruschette

mit Olivenöl extra vergine Olivenöl,

schmackhafte Wurstwaren und Käse aus

der Region. Ein Genuß ist es hier, einen

Urlaub auf einem Bauernhof zu verbringen,

mitten in den sanften Hügeln der

Toskana, auf denen man alle Besonderheiten

des herrlichen Val d‘Orcia genießen

kann: Besichtigung der Kellereien

des Weins Orcia DOC, kleine Kunststädte

und Weinverkostungen in den Weinstuben

und Restaurants mit köstlichen

regionalen Spezialitäten. Typische Produkte

der Region kann man auf den lokalen

Märkten oder vor Ort direkt von den

Produzenten und Handwerkern kaufen.

Die Weinstraße von Orcia lädt die Besucher

ein, das Land und die Spezialitäten

der Region kennen zu lernen.biet, ihren

Höhepunkt findet.

Mit dem Namen Orcia DOC werden

italienische Rot-, Weiß- und Roséweine

sowie ein Vin Santo aus der Provinz

Siena, Toskana bezeichnet. Die Weine

besitzen seit dem Jahr 2000 eine

„kontrollierte Herkunftsbezeichnung“

(Denominazione di origine controllata

– DOC), die zuletzt am 7. März 2014

aktualisiert wurde. Anbau und Vinifikation

dieser Weine sind nur in den Provinz

Siena in der Region Toskana gestattet.

Die zugelassenen Gemeinden sind:

Castiglione d‘Orcia, Pienza, Radicofani,

San Quirico d‘Orcia, Buonconvento,

Trequanda sowie Teile der Gemeinden

von Abbadia San Salvatore, Chianciano,

Montalcino, Sarteano, San Casciano dei

Bagni und Torrita di Siena.

Fazit: Val d’Orcia ist wahrlich ein besonderes

Juwel der Toskana – eine

Landschaft, welche zum Träumen verführt.

Goldglänzende Hügel, sanfte

Wiesen, Weinberge, Olivenhaine und

tiefgrüne Zypressen- Reihen warten hier

auf den Besucher. Die Kulturgeschichte

dieser Region führt uns einige Jahrhunderte

durch die Zeit. Hier reihen sich

die Highlights entlang der Hügel, Täler

und von Stadt zu Stadt in dieser Region

aneinander. Egal ob als Aktivsportler,

Kulturfreak, Gourmet oder als normaler

Urlauber, hier kommt jeder Besucher

gerne her.

Orcia

(ohne weiteren Zusatz, jedoch auch

als „Riserva“): ist ein Rotwein, in dem

mindestens 60 % Sangiovese enthalten

sein müssen. Höchstens 40 % andere

rote Rebsorten, die für den Anbau in

der Region Toskana zugelassen sind,

dürfen zugesetzt werden. Außerdem

dürfen höchstens 10 % weiße

Rebsorten in der Mischung enthalten

sein, die für den Anbau in der Region

Toskana zugelassen sind.

Orcia Rosato

Mindestens 60 % Sangiovese müssen

enthalten sein. Höchstens 40 % andere

rote Rebsorten, die für den Anbau in

der Region Toskana zugelassen sind,

dürfen zugesetzt werden. Außerdem

dürfen höchstens 10 % weiße

Rebsorten in der Mischung enthalten

sein, die für den Anbau in der Region

Toskana zugelassen sind.

Orcia Bianco

Mindestens 50 % Trebbiano Toscano

müssen enthalten sein. Höchstens 50

% andere weiße Rebsorten, die für den

Anbau in der Region Toskana zugelassen

sind, dürfen zugesetzt werden.

Orcia Sangiovese und

Orcia Sangiovese Riserva

Mindestens 90 % Sangiovese müssen

enthalten sein. Höchstens 10 %

Canaiolo nero, Colorino, Ciliegiolo,

Foglia tonda, Pugnitello und Malvasia

nera dürfen – einzeln oder gemeinsam

– zugesetzt werden.

Orcia Vin Santo

Mindestens 50 % Trebbiano Toscano

und Malvasia Bianca Lunga müssen –

einzeln oder gemeinsam – enthalten

sein. Höchstens 50 % andere weiße

Rebsorten, die für den Anbau in der

Region Toskana zugelassen sind, dürfen

zugesetzt werden.

Consorzio di tutela del vino a

denominazione di origine Orcia

Via Borgo Maestro, 90

I-53023 Rocca d’Orcia - Castiglione

d’Orcia (Siena)

www.consorziovinoorcia.it

91


Reisen | toskana

Empfehlungen zum Weinkauf


CAMPOTONDO

C.S. Campotondo, 7

Campiglia d’Orcia

I-53023 Castiglione d’Orcia SI

www.cantinacampotondo.it


CAPITONI MARCO

Podere Sedime, 63

I-53026 Pienza SI

www.capitoni.eu


DONATELLA CINELLI COLOMBINI

Loc. Colle

I-53020 Trequanda

www.cinellicolombini.it


OLIVI / LE BUCHE

Strada vicinale delle Buche, 25

I-53047 - Sarteano SI

www.lebuche.eu


PODERE FORTE

Loc. Petrucci

I-53023 Castiglione d’Orcia SI

www.podereforte.it


ROBERTO MASCELLONI

DI POGGIO AL VENTO

Poggio al Vento, 7

I-53023 Castiglione d’Orcia SI

www.poggioalvento.net


SASSODISOLE

Podere Sasso di Sole, 85

I-53024 Montalcino SI

www.sassodisole.it


AZ. AGR. TREQUANDA

Loc. Casino

I-53020 Trequanda SI

www.azienda-trequanda.it


VALDORCIA TERRE SENESI

Podere San Savino, 9

Località Ripa d’Orcia SI

I-53023 Castiglione d’Orcia

www. valdorciaterresenesi.com


SANTE MARIE DI VIGNONI

Podere Santa Maria, 95

Località Bagno Vignoni

I-53027 San Quirico d’Orcia (Si)

www.santemariedivignoni.it

❿1

OSENNA

Via Dante Aligieri 42 – 52

I-53027 San Quirico d’Qrcia SI

www.trattoriaosenna.com

92


Podere Forte

Traditionell und futuristisch – Podere Forte

ist ein Betrieb, der in Italien seinesgleichen

sucht: alt und modern.

Eine Geschäftsführung nach wissenschaftlichen und biodynamischen Kriterien. Ein perfektes

und autarkes Ökosystem, das nicht nur erhalten, sondern auch verbessert wird. Ein Podere,

das viele Gesichter hat, in dem die Vielfalt eine große Rolle spielt und auf ein einziges Prinzip

zurückgeführt wird: Qualität um jeden Preis auf jeder Linie und größter Respekt für die Umwelt.

Podere Forte wurde 1997 von Pasquale Forte gegründet, der sich in diese Gegend der

Toskana verliebt hatte und hier den Grundstock für diesen Vorzeigebetrieb legte. Im Herzen

machte sich der Weinbau breit: Nichts identifiziert ein Territorium, seine Facetten und die

Poesie der Begegnung zwischen Mensch, Werk und Umgebung besser als ein guter Tropfen

des edlen Getränks.

Ein Baustein der heutigen, auf absolute Qualität bedachten Produktpalette ist zweifellos die

Entscheidung gewesen, biologisch-dynamische Anbaumethoden anzuwenden. Podere Forte

hat eine klare Philosophie: Der Respekt vor der Umwelt ist nicht nur eine Investition in

Qualität und Gesundheit, sondern auch eine Garantie für die Zukunft und Nachhaltigkeit

für künftige Generationen. Aus diesen Gründen und zu diesem Zweck hat das Unternehmen

eine zweiphasige Umstellung durchgeführt: Die erste erhielt 2008 eine Bio-Zertifizierung,

während die zweite, unmittelbar danach, Podere Forte zu einer internationalen Anerkennung

führte und von Demeter der biologisch-dynamischen Landwirtschaft bescheinigt wurde.

Eine Zertifizierung, die ab dem Jahrgang 2011 ausgestellt werden kann. Lydia und Claude

Bourguignon, die weltweit führenden Experten für die Vorbereitung von Grundstücken für

den Weinbau, haben die gesamte landwirtschaftliche Oberfläche des Betriebes analysiert und

katalogisiert. Parzelle um Parzelle, haben sie Landstriche mit der Art der am besten geeigneten

Rebe kombiniert. Drei Richtlinien sind dabei ausschlaggebend: das Mikroklima, die

Topographie, was Seehöhe und Sonneneinstrahlung betrifft und natürlich die Geologie, die

das für die Rebsorte geeignete Gelände bestimmt.

Petrucci, Orcia D.O.C. , biologisch und biodynamisch

Das Aushängeschild ist der 2001 geschaffene Petrucci: 100% Sangiovese, aus den besten

Parzellen stammend. Die Trauben werden einer strengen doppelten manuellen Sortierung

unterzogen, bevor sie in die Weinbereitung gelangen. Petrucci reift 16 Monate in Barriques

aus französischer Eiche und 24 weitere Monate in Flaschen, bevor er jeweils am 1. März auf

den Markt kommt. Sein Rot ist von extremer Eleganz, Komplexität und Langlebigkeit. Die

Jahresproduktion beträgt 3.000 - 4.000 Flaschen, angereichert mit einer sehr begrenzten Anzahl

von großen nummerierten und einzeln verpackten Größen. Der Name Petrucci leitet

sich vom Namen des alten Bauernhauses ab, das sich auf dem Hof befindet.

Podere Forte

Località Petrucci, 13 • I-53023 Castiglione d‘Orcia (SI) • Tel +39 0577 8885100 • Fax +39 0577 888721 • podereforte@podereforte.it • www.podereforte.it


Reisen | Toskana

Weinanbau

in der Maremma

Der DOC Maremma Toscana wird in der gesamten

Provinz Grosseto produziert, einer riesigen Fläche

von 4.500 km 2 in der südlichen Toskana, die sich von

den Hängen des Monte Amiata über die Küste

der Maremma und des Argentario bis zur Insel Giglio

erstreckt und 8.770 Hektar Weinberge umfasst.

Neben dem Weinanbau

sind die Thermalquellen von

Satrunia ein Aushängeschild

der Maremma.

Ein geografisches Gebiet, das durch sehr

unterschiedliche pädoklimatische Bedingungen

gekennzeichnet ist, die die Eigenschaften

des reichen und vielfältigen

Weinangebots stark beeinflussen. Die

sanften Hügel des Landesinneren bilden

eine typisch toskanische Landschaft, die

dem Anbau von Weinreben und Olivenbäumen

gewidmet ist, die sich im Nordwesten

zu den Colline Metallifere und

im Nordosten zum Berg Amiata erheben,

einem Vulkan, der seit Jahrhunderten erloschen

ist.

Am Fuße der Monti Volsini, östlich des

Flusses Fiora, im Bezirk Pitigliano und

Sorano befinden sich Hügel und Hochebenen,

die durch vulkanische Böden

und typische Dörfer gekennzeichnet

50


Maremma

Eines der jüngsten DOC des italienischen

Weinbaus liegt in der südlichen

Toskana: Das DOC Maremma Toscana

gibt es erst seit 2014 und es umfasst die

gesamte Provinz Grosseto.

vignon, Chardonnay, Petit Verdot, für

die die Maremma eine innovative und

engagierte neue Heimat ist. Der Zweck

des DOC Maremma Toscana ist es,

Wein-Liebhaber aus der ganzen Welt zu

faszinieren und zu verblüffen, die Vielfalt

dieses wunderschönen Gebiets zu

bereichern und den Horizont des toskanischen

Geschmacks durch die Vielfalt

und Qualität dieser edlen Weine zu erweitern.


Das Konsortium

sind, die auf Tuffstein erbaut wurden.

Das Vorgebirge des Argentario und die

Insel Giglio bieten atemberaubende Ausblicke,

wo der begrenzte, aber kostbare

Weinbau auf den Terrassen mit Blick auf

das Meer bedeutend zur Schönheit der

Umwelt beiträgt, der Küstenstreifen mit

Lehmböden, den ausgedehnten Pinienwäldern

und Gebieten von außerordentlicher

natürlicher Bedeutung ist die Vollendung

der Landschaft der Maremma.

Eine Stärke dieses Gebietes und der toskanischen

Maremma-Denomination,

die ihre verschiedenen Nuancen und

Vielschichtigkeit besser zum Ausdruck

bringt, ist das Konzept der Nachhaltigkeit,

das mit den aus diesen Zonen stammenden

Weinen verbunden ist.

In der Tat gibt es nur wenige Weinanbaugebiete,

die eine fast natürliche Verbindung

zum Konzept der Nachhaltigkeit

aufweisen, wie die Maremma und ihre

Weine, die immer mehr Interesse beim

Verbraucher wecken.

Die toskanische Maremma ist zweifellos

ein einzigartiges Gebiet, das in der Lage

ist, verschiedene Arten von Weinen zu

bieten, die Ausdruck ihres vielfältiges

Territoriums sind. Zu den autochthonen

Rebsorten – Ciliegiolo, Canaiolo

nero, Alicante, Sangiovese, Pugnitello,

Aleatico, Vermentino, Trebbiano, Ansonica,

Malvasia, Grechetto – gesellen

sich seit den 90er Jahren internationale

Sorten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet

franc, Merlot, Syrah, Viognier, Sau-

Das Konsortium zum Schutz der Weine der

toskanischen Maremma (Consorzio Tutela

Vini della Maremma Toscana) ist eine

Vereinigung von Winzern, Weinherstellern

und Abfüllern. Es wurde 2014 mit dem Ziel,

die Qualität der Weine der DOC Maremma

Toskana zu schützen und zu fördern, gegründet.

Zur Zeit hat es 305 Mitglieder, eine stets

wachsende Zahl: 220 Winzer (die meist

Trauben an genossenschaftliche Weingüter

übergeben), 1 Abfüller und 84 „vertikale“

Unternehmen, die ihre Trauben selbst verarbeiten

und ihre Weine abfüllen. Insgesamt

werden 5,7 Millionen Flaschen Wein pro

Jahr produziert.

51


Reisen | Sizilien Toskana

La Strada del

Vino Montecucco

Noch vor ein paar Jahren

blickte der Wein-Hoachadel

aus Montalcino (bekannt

für die Brunello-Weine)

etwas abwerfend nach

Süden zu den armen

Weinbauern aus der Region

Montecucco. Dies hat sich

gewaltig geändert. Die

Montecucco-Weine sind

heute ein wesentlicher

Bestandteil der guten

Toskana-Weine.

24


Montecucco

Tuscany, Montegiovi

medieval village. Monte

Amiata, Castel del Piano

Die Region Castel

del Piano ist nicht nur

ein hervorragendes

Weinanbaugebiet, sondern

auch ein herrliches

Wander-Paradies.

Das Gebiet von Montecucco umfasst alte

und bezaubernde Dörfer, die mit viel Aufwand

im Laufe der Zeit bewahrt wurden,

eingehüllt in eine bezaubernde und faszinierende

Landschaft, typisch für das Hinterland

der Maremma – Häuser, prächtige

Adelspaläste, historische Residenzen,

Schlösser, enge Gassen, alte Keller und

kunstvolle Kirchen. Man kann hier Dörfer

besichtigen, die mit ihren Steinen die aufmerksamen

Zeugen einer tausendjährigen

Geschichte sind, die von weit her beginnt.

Die ersten, die hier wohnten, waren die Etrusker

(die ersten Zeugnisse des Gebietes

sind uns durch ein primitives Gemälde in

der sogenannten Höhle des Bogenschützen,

das zwischen 5000 und 3000 v. Chr.

gefunden wurde) und dann mit den Römern,

Langobarden, Benediktinermönchen,

bis man zu Adelsfamilien wie den

Medici gelangt. Wir alle wissen um die

strategische Bedeutung, die dieser Bereich

im Laufe der Zeit hatte. Jede Epoche und

jede Kolonisation hat deutliche Spuren

ihrer Kultur hinterlassen, die auch heute

noch sichtbar sind. Geschmack, Geruch

und Farben werden in den Gassen dieser

Dörfer lebendig, wo die Zeit die Schönheit

und Authentizität der Orte nicht beeinträchtigt

hat.

WeinstraSSe von Montecucco

Die Strada del Vino Montecucco durchquert

ein weites Gebiet an den Abhängen

des Monte Amiata (1.783 m) und hat ihr

Zentrum in Cinigiano, Grenzgemeinde

zwischen der Maremma und der Amiata.

Die sieben, von der Bezeichnung DOC.

Montecucco betroffenen Gemeinden befinden

sich alle in der Provinz Grosseto,

im Süden der Toskana: Cinigiano (2.600

Einwohner), Civitella Paganico (3.200

Einwohner), Campagnatico (2.500 Einwohner),

Castel del Piano (4.800 Einwohner),

Arcidosso (4.300 Einwohner),

Seggiano (1.000 Einwohner) und Roccalbegna

(1.000 Einwohner).

Auch wenn die Region sehr klein ist, sind

die Produkte aus dieser Region von sehr

hoher Qualität, das beweist u.a. der Weinund

Olivenölproduzent Salustri in Cincigiano,

30 km südlich von Siena. Die Bodenqualität

und das Klima in den Hügeln

von Poggi del Sasso in der Hochmaremma

bieten ideale Voraussetzungen für die Produktion

von hochwertigen Sangiovese-

Weinen. Die Produktion verläuft nach

biologischen Prinzipien und bringt einen

Sangiovese von Weltklasse hervor. Und

so ganz nebenbei wird hier Olivenöl der

absoluten italienischen Spitzenklasse hergestellt,

was zahlreiche Auszeichnungen

in den internationalen Gourmetführern

belegen.

Montecucco, das neue Versprechen des

toskanischen Weins, erwacht zum Leben,

wo die weichen Formen der toskanischen

Maremma schnell den Hängen des Monte

Amiata weichen, die zwischen dem

DOCG von Brunello di Montalcino und

Morellino di Scansano liegen. Es wurde

aus Trauben der 7 Gemeinden der kontrollierten

und garantierten Herkunftsbezeichnung

DOCG geboren, die seit September

2011 in Kraft sind.

Seit seiner Gründung im Jahr 2000 – relativ

jung, aber mit einer Geschichte und

einem Wissen, das seine Wurzeln in den

Jahrhunderten hat – ist das Konsortium

zum Schutz der Weine Montecucco

für den Schutz, die Überwachung und

die Weiterentwicklung der Bezeichnung

Montecucco verantwortlich.

Heute vereint das Konsortium 66 Produzenten

und bestätigt seine Rolle als einer

der wichtigsten Bezugspunkte für nationale

und internationale Institutionen im

Weinsektor. Die gesamte Kette, von der

Herstellung der Trauben bis zur Abfül-

25


Reisen | Sizilien Toskana

Weinvielfalt von

Montecucco

Montecucco Sangiovese DOCG

Rubinrot in der Farbe von mittlerer Intensität,

mit granatroten Reflexen, die Nase ist kräftig

und aufrichtig, mit Noten von schwarzer

Kirschmarmelade und Pflaumen, die von

Noten von Vanille, Tabak und getrockneten

Blumen begleitet werden. Im Mund ist

er großzügig, elegant, ausgesprochen tanninhaltig,

mit fruchtigen Noten und einem

intensiven und langen Abgang.

Montecucco Vermentino DOC

Intensive strohgelbe Farbe, mit grünlichen

Reflexen, die Nase ist intensiv, anhaltend,

frisch, mit Noten von weißem Fruchtfleisch

gut vermischt mit pflanzlichen Aromen. Im

Mund ist er weich, schmackhaft, mit einer

guten Säure, mit Noten von Pfirsich und

grünem Apfel.

Montecucco Rosso DOC

Intensive rubinrote Farbe, die Nase zeigt eine

ausgeprägte Weichheit, die Kirschen und

rote Früchte wie schwarze Johannisbeere

und Brombeere hervorbringt. Im Mund ist

er rund, würzig, komplex, mit einer guten

Struktur, wo die Tanninelemente von Noten

von Obst und Gemüse begleitet werden.

Montecucco Binaco DOC

Die Farbe ist strohgelb, die Nase wird durch

starke Noten von Wildblumen und Rosen

hervorgehoben. Im Mund ist er würzig, mit

Zitrusnoten, begleitet von Früchten mit weißem

Fruchtfleisch.

Montecucco Rosato DOC

Die Farbe variiert von blassrosa bis cerasulean

rosa, mit einer Nase, die sich durch

Rosa, Erdbeere und Granatapfel auszeichnet.

Im Mund ist er weich, zu Recht sauer,

leicht und angenehm zu trinken.

Montecucco Vin Santo DOC

Die Farbe ist goldgelb, mit Topasreflexen.

Die Nase zeigt Noten von Zitrusfrüchten,

Vanille und Akazienhonig. Im Mund ist er

gut ausgewogen mit Noten von Honig und

Mandeln, gut gedehnt für einen langen

Abgang.

Montecucco Vin Santo Occhio di Pernice

DOC.

Tief bernsteinfarben, die Nase ist reich und

konzentriert, mit Aromen von schwarzer

Kirschmarmelade, Pflaume und kandierten

roten Früchten. Im Mund ist er voll, fast cremig,

harmonisch, komplex, von sehr langer

Persistenz.

lung, unterliegt einem genauen Rückverfolgbarkeitssystem,

das es Verbrauchern

auf der ganzen Welt ermöglicht, jederzeit

die Herkunft der gekauften Flaschen zu

überprüfen. Das Konsortium führt auch

entsprechende Kontrollen der verpackten

Produkte durch, die bereits in den Vertriebskanälen

vorhanden sind. Eine weitere

wichtige Tätigkeit ist die Forschung auf

Montecucco

Hervorragende Weine

aus der Maremma

dem Gebiet der Agronomie und Önologie

in Zusammenarbeit mit renommierten lokalen

und nationalen Instituten.

Das Konsortium umfasst mehr als 500

Hektar Weinberge auf einer Rebfläche von

750/800 Hektar und mehr als 1,2 Millionen

Flaschen bei einer Gesamtproduktion

von 1,8 Millionen pro Jahr. Diese Zahlen

werden steigen, da das Produktionspotential

von Montecucco, wenn alle Weinberge

dem DOC und dem neuen DOCG gewidmet

wären, 5,5 Millionen Flaschen erreichen

würde.

Die Fähigkeit, den Produzenten täglich

zur Seite zu stehen, die Werbetätigkeit der

Marke, die Aufmerksamkeit für die Qualität

des Endprodukts sind alles Elemente,

die es dem Konsortium ermöglicht haben,

das Vertrauen der wichtigsten lokalen Unternehmen

zu gewinnen, zu denen im Laufe

der Zeit einige der wichtigsten nationalen

Weinproduzenten hinzugekommen sind.

Die Montecucco-Weine kann man weiterhin

als Geheimtipp empfehlen, da man hier

hervorragende Sangiovese-Weine bereits

für 15 bis 30 Euro bekommt. Natürlich sind

auch Spitzenweine jenseits der 30€-Grenze

erhältlich, aber immer noch deutlich preiswerter

als die Weine in der Nachbarsregion

in Montalcino.

Montecucco Sangiovese DOCG

Montecucco Sangiovese DOCG ist das

önologische Juwel der toskanischen Maremma,

ein großes Rot mit einem der niedrigsten

Erträge pro Hektar in Italien: nur

70 Doppelzentner Trauben pro Hektar

Weinberg. Die Weinberge liegen zwischen

150 und 400 Meter über dem Meeresspiegel,

an den Hängen des Monte Amiata, in

einem Gebiet, dessen kühles und windiges

Klima von Strömungen aus dem Inneren

Mittelitaliens, der Meeresluft der tyrrhenischen

Küste und dem Monte Argentario

beeinflusst wird.

Dieses einzigartige Mikroklima, kombiniert

mit einem idealen Terroir und langjährigem

„technischem“ Wissen, macht Montecucco

zu einem Gebiet mit enormem Potenzial

und einem exzellenten Ziel für den Weintourismus.

Seit der Ernte 2011 darf der Wein die kontrollierte

und garantierte Herkunftsbezeichnung

tragen. Das DOC-System umfasst

Montecucco Rosso, Montecucco Bianco

und Montecucco Vermentino sowie drei

DOC Montecucco ist eine

herrliche Region für den

Anbau von Rotweinen,

Roséweinen und Weißweinen

in der Maremma . Das Gebiet

erstreckt sich über rund 350

Hektar Rebfläche.

26


Montecucco

Die Weine aus der Region

Montecucco sind sehr bliebt,

qualitativ sehr hochwertig

und haben ein Spitzen

Preis-/Leistungsverhältlnis.

Die wichtigsten Rebsorten in

Montecucco sind Sangiovese

und Vermentino, die jeweils

auch reinsortig ausgebaut

werden dürfen.

weitere neue Weinjuwelen: Montecucco

Rosato, Montecucco Vin Santo und Montecucco

Vin Santo Occhio di Pernice.

Ein magisches Gebiet

Der DOCG Montecucco befindet sich in

einem magischen Gebiet zwischen der Maremma

und den Hängen des Monte Amiata,

das im Laufe der Jahrhunderte von Menschen

verändert wurde, ohne das natürliche

Gleichgewicht zu verändern. Hier sind der

Weinstock und die Olive, die mit Liebe und

Sorgfalt angebaut werden, seit jeher zwei

Säulen der lokalen Wirtschaft. Wein und

Oliven sind durch die Arbeit des Menschen

zu zwei wesentlichen Elementen der Landschaft

geworden, die aus Weinbergen und

Hügeln, gut erhaltenen mittelalterlichen

Dörfern und modernen und verantwortungsvollen

landwirtschaftlichen Realitäten

besteht. Die mediterrane Macchia, Weiden,

Kastanienhaine, Olivenhaine, Weinberge

und die sanften Hügel der Täler der Flüsse

Ombrone und Orcia wechseln

sich mit einer Fülle von Nuancen

ab. Letzterer markiert die östliche

Grenze des Weinbaugebietes

Montecucco und trennt es vom

Gebiet Brunello di Montalcino.

Auf welcher Seite auch immer Sie

dieses Gebiet betreten wollen, Sie

können sofort seine immense Artenvielfalt,

die grenzenlose Vielfalt

an Pflanzen und Tierarten

wahrnehmen. Es ist offensichtlich,

dass dieses Gebiet im Laufe

der Jahrhunderte bewahrt,

geschützt und weise bereichert

wurde. Es ist kein Zufall, dass

viele Unternehmen des Konsortiums zum

Schutz der Montecucco-Weine, die hervorragend

in die Landschaft integriert sind,

ihre jahrtausendealte landwirtschaftliche

Berufung und nicht nur ihre Weinproduktion

bewahrt haben, die dank ihrer Nähe

zum Tyrrhenischen Meer und zum „Schutzgebiet“

des Monte Amiata äußerst günstige

klimatische Bedingungen genießt. Diese

Faktoren bestimmen ein ideales Klima für

den Weinbau: intensives Licht, ausreichende

Belüftung, die richtige Versorgung mit

Winterwasser und sonnige Sommer mit einem

signifikanten Temperaturbereich sind

die exzellenten Zutaten für die Herstellung

eines ausgezeichneten Weines. Natürlich

muss all dies zu einer alten Weinbautradition

hinzugefügt werden, die von einer Generation

zur nächsten weitergegeben wird, in

voller Symbiose mit der Natur.

Weitere Informationen:

www.consorziomontecucco.it

Diese Ecke der Maremma, im Gebiet des DOCG

Montecucco, wird Gello genannt. Der Name kommt

vom lateinischen Wort Agellus, das kleine Feld, weil

schon die Römer und Etrusker dieses von mediterraner

Vegetation umschlossene Fleckchen Erde

ursprünglich für die Landwirtschaft ausgewählt haben.

Reben und Oliven sind heute die Identität unseres

exklusiv BIOLOGISCHEN Unternehmens. Von

Anfang an wurde eine Auswahl an streng autochthonen

Rebsorten getroffen. Wir sind nicht der internationalen

Mode gefolgt, die nicht an den rauen und

authentischen Geschmack des Sangiovese glaubt

und ihn mit Cabernet oder Merlot verfeinert hat. Unsere

Weine sind allesamt rein, um die Einzigartigkeit

der Verbindung der Rebe mit unserem Boden zu

Die Familie Salustri, seit drei

Generationen Eigentümerin des

Weingutes, erzeugt ihre Weine

nach alter Tradition streng und

in biologischer Arbeitsweise in

Rehberg und Keller.

Poggio al gello

Strada Comunale di Gello • I-58045 Civitella Paganico (GR)

Tel +39 335 376 383 • pod.poggioalgello@alice.it

www.poggioalgello.it

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