WirtschaftsLEBEN_LA7_net

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Das Magazin für die niederbayerische Wirtschaft. Ausgabe Region Landshut Nr. 7

WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Region Landshut Nr. 7 l Verbreitungsgebiet: Stadt und Landkreis Landshut l Oktober 2018

Geplant. Gebaut. Gewohnt.

Die Akteure in der Immobilienbranche ab S. 8

Interview mit Familie Oberhauser:

Es gibt genügend

bebaubare Flächen S. 30

Unternehmen

in der Region: Es boomt

so schön S. 22 bis S. 37

Serie „Läuft?“:

Rottenburg ROLLT.

S. 38 bis S. 47


ebm-papst bewegt:

Alle, die Heimat leben.

Einstieg Habe die Ehre

Unsere Region hat viel zu bieten. Vor allem: einzigartige Menschen – geradlinig,

voller Tatkraft und Ideen. Eigenschaften, die uns zum Weltmarktführer für Luft- und

Antriebstechnik machen. Vielleicht spüren wir deshalb eine besondere Verbindung

zu unserer Heimat. Und unterstützen mit Leidenschaft, was sie noch schöner macht.

Mehr über unser Engagement: www.ebmpapst.com/csr

Habe die Ehre,

In Stadt und Landkreis vollzieht sich gerade

eine Wende in der Beurteilung des starken Zuzugs

aus anderen Landesteilen. Freute man sich

eben noch darüber, fragt man sich heute, wo das

noch hinführen soll. Landshut und die Randgemeinden

über 100.000 Einwohner? Rasant steigende

Preise für Grundstücke, Wohneigentum

und Mieten sowie harte Herausforderungen beim

Nachrüsten der Infrastruktur in den Bereichen

Bildung, Verkehr und Kultur machen mindestens

nachdenklich, und zwar auch in den größeren

Landkreiskommunen.

Dazu ein offenkundiger Mangel an Wohnraum

für einkommensschwache Bürger, der den

Ruf nach „bezahlbaren“ Wohnungen zur populistischen

Versuchung anschwellen lässt. SPD und

Grüne haben in Landshut erfolgreich einen Volksentscheid

durchgesetzt, der die Stadt nun zwingt,

eine Wohnbaugesellschaft zu gründen, deren Nutzen

bei so ziemlich allen Akteuren stark bezweifelt

wird, die in der Materie über Erfahrung verfügen.

Unabhängig davon ist schlicht und einfach kein

Geld dafür da – bzw. müsste es durch drastische

Einsparungen aus anderen Töpfen generiert werden.

Beim Eisstadion? Beim Stadttheater? Bei

Schulen und Kindergärten?

Wohnungsbaugesellschaft als

populistischer Pappkamerad

So entpuppt sich die Wohnungsbaugesellschaft

als populistischer Pappkamerad. Auch wenn

sie kommt, wird sich die Lage nicht schneller entspannen,

als käme sie nicht.

Denn Bauen wird durch so eine Gesellschaft

nicht billiger. Erst recht nicht wird der Flächenfraß

geringer, den ja bezeichnender Weise gerade die

beklagen, die jetzt mehr billigen Wohnungsbau

fordern und „bauen, bauen“ rufen.

Die hauptsächlichen Kostentreiber beim Wohnungsbau

sind: Umweltauflagen der unterschiedlichsten

Art, bis hin zum exakt vorgeschriebenen

Grünflächenanteil; Parkplatzbindung, die zu Tiefgaragen

zwingt, welche in Landshut wegen der

Grundwassersituation empfindliche Zusatzkosten

verursachen; nicht zu vergessen der Denkmalschutz

und „das Stadtbild“, das häufig dem

raum- und kostensparenden Geschosswohnungsbau

einen Riegel vorschiebt; vor allem aber sind

es die gestiegenen Ansprüche an Ausstattung und

Wohnfläche pro Person. Letztere, die Wohnfläche

pro Person, hat sich in den letzten 50 Jahren mehr

als verdreifacht. Woraus man nur schließen kann,

dass Wohnraum damals nicht billiger war, sondern

bescheidener.

Bestes Beispiel für den Zusammenhang von

ökologischen Belangen und Wohnraumerschließung

ist das nachgerade absurde Tauziehen um

das große Wohnbaugebiet Ochsenau im Landshuter

Westen. Zunächst schien alles auf eine schnelle

Realisierung hinauszulaufen; das Areal ist in Besitz

der Stadt, Ausgleichsflächen vorhanden, es konnte

losgehen.

Dann aber entdeckten ökologisch engagierte

Kreise die Schutzwürdigkeit teilweise (angeblich)

einmaliger Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in der

Ochsenau und forderten für ein zweijähriges Moratorium,

um Zeit für weitergehende Erhebungen

zu gewinnen. Das wurde zwar mit großer Mehrheit

im Stadtrat abgelehnt und die Ausschreibung

eines städtebaulichen Wettbewerbs beschlossen.

Mehrkosten und Verzögerungen wird es trotzdem

geben, weil die Bedenken des Naturwissenschaftlichen

Vereins berücksichtigt werden sollen.

Ferner soll es, soweit rechtlich möglich, ein

Einheimischen-Modell geben, was den Weg für

einen wenigstens teilweise flächensparenden Geschosswohnungsbau

versperrt.

Wolfgang Asenhuber

Herausgeber

Was im Moment keiner zu sehen scheint:

Bauen kann nicht billiger werden, schon allein

aus ökologischen Gründen: Man wird anders bauen

müssen – Architektur, die sich symbiotisch in

die Natur einfügt, aber eben entschieden mehr in

die Höhe als in die Fläche. Das heißt: Geschosswohnungsbau,

der Biotope unterschiedlichster Art

integriert, ist das Bauen der Zukunft. Mit einem

Flachdach und Handtuchrasen vor der Tür ist es

nicht getan. Und das kostet

„Bezahlbarer“ Wohnraum bleibt ein ominöser

Begriff. Wohnraum, „den ich mir leisten kann“

wäre treffender. Manche aber verstehen darunter

„Wohnraum, wie ich ihn gerne hätte“. Realistisch

ist das nicht. Nachhaltig auch nicht. n


2 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 1


Inhalt WirtschaftsLEBEN l Region Landshut Nr. 7

WirtschaftsLEBEN l Region Landshut Nr. 7 Inhalt

Editorial – Habe die Ehre

Warum zukünftig anders gebaut werden muss 1

Mitbekommen?

„Bebaubare Grundstücke

sind vorhanden“ – Interview mit

Bauunternehmer-Familie Oberhauser 18

BayWa-Umbau biegt in die Zielgerade ein 21

Der Ergoldinger Christian

Kliche freut sich über

den gelungenen Neubau

für sein Unternehmen

Aristotherm.

S. 7

Vor 15 Jahren hat das CCL in Landshut eröffnet 4

Digitales Gründerzentrum kommt zügig voran 4

DS elekrotherm genießt das neue Firmendomizil

und startet zweiten Bauabschnitt 22

Umbau und Erweiterung am Ergoldinger

Gymnasium4

Flottweg verdoppelt seine Herstellungskapazitäten

in Vilsbiburg 24

ERGOMAR unter Deutschlands besten

Saunabädern5

BMW Group: eCarsharing

in der Region Landshut 5

Brauerei C. Wittmann: Ökologisch

weiter in die Zukunft 5

DRÄXLMAIER feiert

60 Jahre Automobilgeschichte 6

Lisa Dräxlmeier im Alter von 100 Jahren

verstorben6

SPIE SAG: Ausbildungsinitiative und

gelebte Integration 26

MEDIA|tek investiert am

Standort Litzelkirchen 27

Aus den Unternehmen der Region

ebm-papst: „Technologisch immer eine Nasenlänge

voraus bleiben“ – Interview mit Stefanie

Spanagel und Stefan Brandl 28

Der Landshuter OB Alexander Putz und Landrat

Peter Dreier haben nach langem Tauziehen den

Kaufvertrag für das Grundstück GRÜNES

ZENTRUM unterschrieben. S. 7

Dekanterhersteller Hiller gehört jetzt

zur Ferrum-Gruppe 6

PÖSCHL TOBACCO GROUP: Tabakprodukte

seit vier Generationen 31

Rampenlicht l Rasantes Bevölkerungswachstum, steigende Preise und trotz knapper Flächen eine rege Bautätigkeit. Das sind die für den Immobilienmarkt

relevanten Fakten im Raum Landshut. Ein offenkundiger Mangel an Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen, Konfliktpotenzial mit dem Naturschutz,

aus den Nähten platzende Schulen und Kindergärten. Das sind die Parameter, mit denen Lokalpolitiker in Landshut – aber mehr und mehr auch in den Landkreiskommunen

– zu tun haben. Eine für alle zufriedenstellende Lösung gliche der sprichwörtlichen Quadratur des Kreises. ab Seite 8

Rottenburg: Es ROLLT

Die Serie „Läuft bei dir?“ stellt in jeder Ausgabe eine Kommune aus

dem Landkreis als Wirtschaftsstandort und Heimatort vor.

In dieser Ausgabe: Die Stadt Rottenburg, flächengrößte Landkreiskommune

mit derzeit gut 8.300 Einwohnern. ab Seite 38

In Rottenburg sagt man natürlich nicht

„es läuft“, sondern: Es rollt. Nicht nur,

weil das traditionelle Autokennzeichen

ROL wieder im Einsatz ist, sondern, weil

es eben wirklich gut läuft, äh rollt.

Da sind sich so ziemlich alle einig. Um Gewerbeansiedlungen

muss man sich schon

lange nicht mehr bemühen. Die Einwohnerzahl

wächst so dynamisch, dass man

schon regulieren und sich auf das Schritthalten

der Infrastruktur konzentrieren muss.

An Flächen für Gewerbe- und Wohnbau

fehlt es der Stadt auf Sicht nicht, da hat

man im Rathaus rechtzeitig vorgesorgt.

Grundstückskauf für

GRÜNES ZENTRUM perfekt 7

ebm-papst: Stefanie Spanagel verstärkt die

Geschäftsführung7

ebm-papst auf Platz 146 unter

den 1.000 besten Arbeitgebern 7

Aristotherm feierte die Eröffnung des neuen

Firmensitzes im Industriegebiet Ergolding 7

Rampenlicht

Geplant. Gebaut. Gewohnt:

Die Immobilienbranche boomt und

macht Probleme 8-17

Wichtige Immobilien-Projekte im Stadtgebiet

Landshut14

ERLUS AG: Der Spezialist für

flach geneigte Dächer 17

Das neue Firmengebäude von DS elektrotherm –

die Einzelheiten S. 22

BRITISH CARS LANDSHUT:

Am liebsten nach Landshut 32

Creative Software Team GmbH:

Das IT-Komplett Haus in Landshut 34

Conceptas verleiht Kräfte –

und das seit 25 Jahren 35

Auto-Familie Ostermaier: Alles rund um

die KFZ-Mobilität an sieben Standorten 36

Pullman City – Das Ausflugsziel für Firmen 37

Läuft bei dir?

Rottenburg: Es ROLLT 38-47

Impressum48

Flottweg gibt Gas und verdoppelt die Produktionskapazitäten

S. 24

Stefanie Spanagel und Stefan Brandl sind seit dem

Sommer die Doppelspitze bei ebm-papst Landshut.

Kurzporträt S. 7

und Interview S. 28


Hans und Elisabeth Oberhauser mit Sohn

Johanne im Interview zur Lage des Immobilienmarktes

in der Region und zur Zukunft des

Unternehmens S. 18

Stefan Hartauer, Creative Software Team GmbH

(CST), erklärt, was ein IT-Komplett Haus ist: S. 34

2 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 3


Mitbekommen? WirtschaftsLEBEN in Kürze.

Mitbekommen? WirtschaftsLEBEN in Kürze.

Vor 15 Jahren hat das CCL in Landshut eröffnet

Große Party zur Jubiläumsfeier

Zum Nachmittagsprogramm bei der 15-Jahr-Feier im CCL gehörten mehrere Modenschauen. Abends, ab

21 Uhr, dann die große Party. Foto: CCL

Im Oktober feierte das City Center Landshut

(CCL) seinen 15. Geburtstag. Im ganzen Haus

waren Aktionen geboten, Höhepunkt eine große

Geburtstagsparty. Im ganzen Haus waren Aktionen

geboten. Bereits am Nachmittag verwandelte

sich die Freitreppe in der Mall zu einem Laufsteg

– jeweils um 13, 15 und 17 Uhr präsentierten Models

die Herbst- und Winter-Mode in exklusiven

Modenschauen. Für die Damen gab es in der Ladenstraße

einen Gratis-Sektausschank an der Bar

vom „35mm“. Eine weitere Besonderheit war der

„Secret Shopper“: Er war den ganzen Tag über

inkognito im CCL unterwegs und beglich Rechnungen

von diversen Kunden ganz oder anteilig,

insgesamt in Höhe von 1.000 Euro. Als Finale und

absoluter Höhepunkt der Feierlichkeit dann ab 21

Uhr die große Jubiläumsfeier im Erdgeschoss mit

der Coverband „Headless“.

n

Digitales Gründerzentrum kommt zügig voran

Fertigstellung für Ende 2019 geplant

Im neuen digitalen Gründerzentrum sollen junge

Start-ups mit etablierten Firmen die regionale

Wirtschaft fit für die Digitalisierung machen.

Ab Ende 2019 soll das neue digitale Gründerzentrum

Link fertig sein – neben dem Messegelände,

in guter Nachbarschaft zu anderen Firmen

und der Hochschule. Über 5,5 Millionen Euro sind

für das barrierefreie Gebäude veranschlagt. Der

Freistaat übernimmt 3,9 Millionen Euro – den Bescheid

brachte Staatsminister Franz Josef Pschierer

zur Grundsteinlegung im Oktober gleich mit.

In dem Neubau werden unter anderem Besprechungs-

und Konferenzräume sowie 17 Büros

entstehen. Gründercafé und Co-Workingzone

bilden im Erdgeschoss das Herz des Gebäudes:

Dort können die jungen Firmen untereinander in

Kontakt kommen oder sich mit

Kunden treffen. Im 2. Stock wird

ein Gründerlabor eingerichtet, in

dem sich die jungen Firmen ausprobieren

können. Das Flachdach

wird begrünt sein und Platz für

eine Photovoltaikanlage bieten.

Die zukünftige Adresse des digitalen

Gründerzentrums Link an der

Kiem-Pauli-Straße 8 in Landshut.

Das Ergodinger Gymnasium: Vom vierzügigen G8

zum fünfzügigen G9 – der Kreistag hat Umbau

und Erweiterung beschlossen.

„Wir müssen eine

halbe Schule bauen“

Nahezu einstimmig haben sich die Kreisräte

im Oktober dafür ausgesprochen,

dass das erst vor fünf Jahren eingeweihte

Ergoldinger Gymnasium auf G9 umgebaut

und in Zukunft fünfzügig geführt werden

soll. Damit folgte der Kreistag einer Empfehlung

des Bauausschusses und beauftragte

die Verwaltung mit der Suche nach

einem geeigneten Planungsbüro für den

notwendigen Um- und Erweiterungsbau.

„Das müssen wir machen, das können

wir im Bestand nicht realisieren“,

sagte Landrat Peter Dreier (FW),

wobei die Kosten hierfür der Freistaat

Bayern tragen muss, der den schulpolitischen

Kurswechsel verfügte.

Außerdem wurden aufgrund steigender

Schülerzahlen bereits im zweiten Jahr

hintereinander jeweils fünf statt nur vier

5. Klassen eingeschult. „Wenn das so

weitergeht, werden an dem ursprünglich

für 800 bis 850 Schüler geplanten

Gymnasium im Schuljahr 2026/27 rund

1.150 Kinder und Jugendliche unterrichtet“,

veranschaulichte Dreier die Lage.

„Dringender Handlungsbedarf“ sowohl

für eine Erweiterung als auch für die

de facto schon bestehende Fünfzügigkeit

ist deshalb auch nach Meinung

des zuständigen Ministerialbeauftragten

Anselm Raede gegeben, so Dreier.

„Wir freuen uns, dass unser Gymnasium

wächst, das Wachstum bringt aber

auch einige räumliche Probleme mit

sich“, beschrieb Oberstudiendirektor Dr.

Klaus Wegmann die Situation an seiner

Schule, die über 24 Klassenzimmer

verfügt. Dass derzeit 26 Klassen mit 747

Schülern unterrichtet werden, sei nur

möglich, weil man auf kleinere Kursräume

für die Oberstufe ausweichen könne.

Im nächsten Schuljahr würden jedoch

schon drei Klassenzimmer und ein Kursraum

fehlen, was aber mit Interimslösungen

und Improvisationstalent gerade noch

in den Griff zu bekommen sei. Spätestens

im Schuljahr 2020/ 21 sei aber „keine

Abfederung der Raumsituation an der

Schule mehr möglich“, sagte Wegmann. n

Saunalandschaft im ERGOMAR: Stetig steigende

Besucherzahlen.

ERGOMAR unter Deutschlands

besten Saunabädern

Die Saunalandschaft im ERGOMAR

Ergolding ist vom Deutschen Sauna-Bund

für weitere drei Jahre als Fünf-Sterne-

Premium-Sauna zertifiziert worden. Damit

gehört das ERGOMAR zum zweiten Mal

in Folge zum Kreis der ausgezeichneten

Saunabäder mit dem höchsten Qualitätssiegel

des Branchenverbands.

Im Dezember 2017 war die ERGOMAR-

Sauna unangekündigt und anonym

von einem unabhängigen Prüfer des

Deutschen Sauna-Bundes unter die

Lupe genommen worden. Bei diesem

sogenannten Mystery-Check wurden die

Betriebsführung und Qualitätskriterien

wie Angebot, Ausstattung, Hygiene und

Personal bewertet. Um das Zertifikat als

5-Sterne-Premium-Sauna zu bekommen,

müssen konkret mehrere Sauna- und

Warmlufträume sowie mindestens eine

Sauna im Außenbereich, verschiedene

Abkühlmöglichkeiten und ein Badebecken

zur Verfügung stehen. Die Aufgüsse

müssen gesundheitsorientiert und mit

guter Wedeltechnik von geschultem

Fachpersonal durchgeführt werden.

Weitere Vorgaben sind Wasserqualität,

Sauberkeit, ein breites gastronomisches

Angebot und Wellnessleistungen wie

Massage oder Bewegungskurse.

„Diese Auszeichnung hat neben uns in

Niederbayern nur noch Bad Füssing.

Und in ganz Deutschland können sich

nur 85 Sauna-Anlagen mit diesem Titel

schmücken“, sagte Christian Wuschek,

Betriebsleiter des ERGOMAR. n

Präsentieren stolz die erneute Zertifizierung als

Premium-Sauna (von links): Ludwig Baumann,

Vorstandsvorsitzender des ERGOMAR, Zweiter

Bürgermeister Bernhard Pritscher, Betriebsleiter

Christian Wuschek und Dritte Bürgermeisterin

Annette Kiermaier.

BMW Group: eCarSharing in der Region Landshut

Die BMW Group und die Landshuter Ecobi

GmbH beabsichtigen, ein gemeinsames eCarSharing-Pilotprojekt

in der Region Landshut aufzusetzen,

von dem die Öffentlichkeit und das BMW

Group Werk Landshut gleichermaßen profitieren.

Während interessierten Bürgern damit ein Zugang

zu Elektromobilität eröffnet wird, können die

BMW-Mitarbeiter künftig ihre Dienstreisen noch

häufiger emissionsfrei und nachhaltig absolvieren.

Ökologisch weiter in die Zukunft

Als 2016 die 400-jährige

Brautradition der Brauerei

C. Wittmann gefeiert wurde,

stand auch die vorbildliche

Umweltpolitik im Mittelpunkt;

denn auch wenn die maschinelle

Ausrüstung nach neuestem

technischem Standard für das

Unternehmen eine Selbstverständlichkeit

ist, so fordern immer

wieder neue Umweltziele

das Um- und Weiterdenken.

Den Braumeistern obliegt

die verantwortungsvolle

Balancierung aller Faktoren

der direkten und indirekten

Umwelteinwirkung sowie der

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Dipl. Braumeister

Florian Drißl ist federführend

Ecobi wird das Carsharing-Pilotprojekt mit

fünf voll- und teilelektrischen BMW und MI-

NI Fahrzeugen betreiben. Ecobi least dabei die

Fahrzeuge und stellt sie zur Verfügung. Das

BMW Group Werk Landshut nutzt die Fahrzeuge

an Werktagen tagsüber. Außerhalb dieser Zeiten

stehen die Fahrzeuge Bürgern in der Region zur

Buchung zur Verfügung. Der Startschuss soll im

ersten Quartal 2019 erfolgen.

Umwelterklärung 2017

verantwortlich für diese

komplexe Aufgabe.

Braukunst auf höchstem

Niveau heißt bei

Wittmann eben auch Umweltschutz

auf höchstem

Niveau!

Die Dokumentation

der in jüngster Zeit durchgeführten

und der geplanten

Umweltmaßnahmen

können Interessierte als

Broschüre „Umwelterklärung

2017“ mit frankiertem

Rückumschlag bei der

Brauerei anfordern. n

www.brauerei-wittmann.de

Genussverstärker

aus LA

4 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 5


Mitbekommen? WirtschaftsLEBEN in Kürze.

Mitbekommen? WirtschaftsLEBEN in Kürze.

DRÄXLMAIER feiert 60 Jahre Automobilgeschichte

Der Automobilzulieferer aus Vilsbiburg ist bis heute ein Familienunternehmen.

Die DRÄXLMAIER Group feiert in diesem Jahr

ihren 60. Geburtstag. Am 8. Mai 1958 gründeten

Lisa und Fritz Dräxlmaier sen. die Firma „Elisabeth

Dräxlmaier“. Es war die Zeit des deutschen

Wirtschaftswunders und der Beginn der Erfolgsgeschichte

des Automobils. Das Unternehmen DRÄX-

LMAIER entstand aus einer Freundschaft zwischen

Lisa und Fritz Dräxlmaier mit Hans und Anderl Glas.

Sie verband der Glaube an den Traum der individuellen

Mobilität, den sich die Menschen mit einem

Auto erfüllen könnten. In den Dingolfinger Hans Glas

Lisa und Fritz Dräxlmaier sen. beim Spatenstich in

Vilsbiburg (Foto: DRÄXLMAIER Group

Werken, ursprünglich eine Landmaschinenfabrik,

entstand das Goggomobil. Die Leitungssätze für den

Kleinwagen wurden vom neu gegründeten Unternehmen

DRÄXLMAIER gefertigt.

Wenig später wurde die zweite Produktsparte

aufgebaut. DRÄXLMAIER lieferte nun auch

die Türverkleidungen für den bis 1969 gebauten

Kleinwagen. „Ich bewundere den in die Zukunft

gerichteten Pioniergeist meiner Eltern, die fest daran

glaubten, dass ihre Firma erfolgreich sein wird.

60 Jahre Automobilgeschichte – Bordnetzfertigung

damals und heute (Foto: DRÄXLMAIER Group)

Lisa Dräxlmaier senior ist im März im Alter von 100 Jahren verstorben.

Firmen-Mitgründerin Lisa Dräxlmaier senior

ist im März im Alter von 100 Jahren

verstorben. Geboren am 8. Dezember

1917 in Buchbach bei Velden wuchs

Lisa Dräxlmaier sen. als viertes der fünf

Kinder von Franz-Xaver und Elisabeth

Wallner in Vilsbiburg auf. Hier verbrachte

sie ihre Kindheit und Jugend, bis sie ihre

Arbeit in der Leder- und Schuhfabrik der

Seb. Dräxlmaier OHG in Geisenhausen

begann. Im Februar 1940 heirateten

Fritz und Lisa Dräxlmaier. 1942 wurde

Tochter Gerda geboren,

1952 folgte Sohn Fritz.

Am 8. Mai 1958 gründeten

Fritz Dräxlmaier sen.,

geschäftsführender Gesellschafter

der Seb. Dräxlmaier

OHG, und Lisa Dräxlmaier

sen. die Firma Lisa Dräxlmaier.

Die Firma Glas übertrug

der Firma DRÄXLMAIER die

gesamte Bedarfsdeckung an

Kabelsätzen für das legendäre

Kleinauto Nachkriegsdeutschlands,

dem Goggomobil. Damit

war der erste, mutige Schritt getan und

der Grundstein für eine bis heute 60 Jahre

währende Erfolgsgeschichte gelegt.

Die Produktion wurde in den Mieträumen

des sogenannten Schöxkellers aufgenommen.

Kurz darauf folgte die zweite

Gründung. Die ‚Eldra-Kraftfahrzeug-Ausstattungen‘

übernahm die Fertigung von

Interieur-Teilen für das Goggomobil. Beide

Firmen wuchsen im Gleichschritt mit der

Firma Glas. Die folgenden Jahrzehnte

waren geprägt von Arbeit, Einsatz und

Hingabe – eine Zeit, in der das Unternehmen

kontinuierlich gewachsen ist. Mitte

der 70er Jahre zog sich Lisa Dräxlmaier

sen. aus gesundheitlichen

Gründen aus dem aktiven

Tagesgeschäft des Unternehmens

zurück und widmete

ihre volle Aufmerksamkeit der

Familie. Bei offiziellen Terminen

und repräsentativen Pflichten

war sie jedoch auch weiterhin

präsent, und stand ihrem

Mann tatkräftig zur Seite.

„Ich blicke mit Stolz und Dankbarkeit

auf das Lebenswerk

meiner Mutter zurück – den

außergewöhnlichen Mut und Pioniergeist,

ihren ganz besonderen Charakter“, sagte

Fritz Dräxlmaier jun., heute einer der Geschäftsführer

des Unternehmens. n

Sie erkannten die kommende individuelle Mobilität

frühzeitig als Geschäftsfeld“, so Unternehmenschef

Fritz Dräxlmaier.

Das Familienunternehmen hat seit seiner

Gründung sein Profil stark verändert. Zu Beginn

waren es 90 Mitarbeiter in der Produktion. Mit

dem DRÄXLMAIER Technologiezentrum führte

Fritz Dräxlmaier Ende der 1990er-Jahre alle vormals

verteilten Abteilungen in Vilsbiburg zusammen.

Um die kundenspezifische Lieferung von

Produkten zu ermöglichen, wurden hochkomplexe

Strukturen im gesamten Unternehmen aufgebaut.

Die Fertigung von 50.000 Leitungssätzen für

das Goggomobil war der erste Auftrag von DRÄX-

LMAIER. Heute entwickelt und fertigt das Unternehmen

komplexe Bordnetzsysteme, Elektrik- und

Elektronikkomponenten, exklusives Interieur sowie

Speichersysteme für über 100 Premium-Fahrzeugmodelle

in einem internationalen Entwicklungs-,

Produktions- und Logistiknetzwerk.

Am Standort Vilsbiburg sind die Zentralfunktionen

und Teile der weltweiten Forschungs- und

Entwicklungsabteilung angesiedelt. Dort werden

Innovationen für die Zukunft der Automobilindustrie

von hoch spezialisierten Experten und in

Hightech-Labors entwickelt.

n

Dekanterhersteller Hiller gehört

jetzt zur Ferrum-Gruppe

Der Vilsbiburger Dekanterhersteller Hiller gehört

seit dem Sommer zur Schweizer Ferrum-Gruppe.

Das Unternehmen war auf der Suche nach einem

starken Partner, da die Branche in den vergangenen

Jahren stark schwankenden Märkten ausgesetzt

war, und Hiller sich dadurch zwischen 2013 und

2016 einer schwierigen wirtschaftlichen Lage gegenübersah,

wie das Unternehmen mitteilte.

Der Standort in Niederbayern, die Belegschaft

mit 160 Mitarbeitern und auch der Markenname

Hiller werden beibehalten. Georg Hiller bleibt dem

Unternehmen als Technikvorstand erhalten. Firmenchef

und Aufsichtsratsvorsitzender wird Ernst

Werthmüller, Vizepräsident des Ferrum-Verwaltungsrates.

Er bezeichnete die Akquisition von Hiller

als wichtigen Meilenstein. Das Vilsbiburger Unternehmen

habe insbesondere in Deutschland und im

übrigen Europa eine sehr gute Marktposition aufgebaut.

Innerhalb der weltweit tätigen Ferrum-Gruppe

werde es nun gelingen, mit den Hiller-Produkten in

Asien und Nordamerika Fuß zu fassen. Ferrum ist

nach eigenen Angaben weltweiter Marktführer im

Dosenverschließgeschäft und Nischenanbieter von

Separationstechnologien. Die Firmengruppe beschäftigt

weltweit über 800 Mitarbeiter. n

Grundstückskauf für GRÜNES ZENTRUM perfekt

Das GRÜNE ZENTRUM in Schönbrunn

ist im Oktober wieder einen Schritt näher

gerückt. Oberbürgermeister Alexander

Putz und Landrat Peter Dreier unterzeichneten

den Kaufvertrag, mit dem

der Landkreis ein rund 4.900 Quadratmeter

großes Grundstück von der Stadt

erwirbt. Auf diesem Gelände soll die

vom Landkreis betriebene neue Landwirtschaftsschule

entstehen – eine

der wichtigsten

Einrichtungen des

Grünen Zentrums.

„Ein Quantensprung“

Aristotherm feierte die Eröffnung des neuen Firmensitzes im Industriegebiet Ergolding

Aristotherm-Firmensitz

Nach einem großen Dankeschön an alle, die

beim Bau mitgewirkt hatten, erklärte Firmeninhaber

Christian Kliche

den eigentlichen Grund

für den neuen Firmensitz.

Er sei vor allem für

die Mitarbeiter errichtet

worden. „Sie sollen sich“,

so Kliche, „in einer angenehmen

Atmosphäre

wohlfühlen.“ Kliche gab

einen kurzen Überblick

Christian Kliche

über die Stationen, die Aristotherm in seiner Unternehmensgeschichte

bereits erlebt hat: Von der

Gründung in einer Garage hin zum ersten Standort

Dieses soll,

einem Konzept

des Freistaats

folgend, künftig

verschiedene

Organisationen

und Ämter aus

dem Bereich der

Land- und Forstwirtschaft

unter einem Dach bündeln,

beispielsweise das Amt für Ernährung,

Landwirtschaft und Forsten. Die dafür

erforderlichen Flächen wird der Freistaat

Bayern von der Stadt Landshut erwerben.

Nach längeren Verhandlungen hatten

Stadt und Freistaat bekanntlich vor Monaten

Einigung insbesondere über einen

angemessenen Kaufpreis erzielt. Oberbürgermeister

Alexander

Putz ist daher

sehr zuversichtlich,

dass das Grüne

Zentrum zeitnah

kommt: „Ich freue

mich sehr, dass wir

dieses Großprojekt

gemeinsam mit allen

beteiligten Partnern

nun auf den

Weg bringen und

OB Alexander Putz und Landrat Peter Dreier bei der

Vertragsunterzeichnung. Foto: Stadt Landshut

zum Erfolg führen

werden.“ n

in der Heimgartenstraße, der immer wieder umgebaut

und den Erfordernissen der Firma angepasst

wurde. Jedes neue Gebäude, jeder Umbau sei ein

Quantensprung gewesen. Der neue Standort sei

nun ein weiterer, mit dem man hervorragend für

die Zukunft aufgestellt sei „Unsere Anlagen sind

für sich gesehen immer wieder Prototypen. Dafür

werden Menschen, nicht Roboter gebraucht.“

Anschließend gratulierten die Ehrengäste des

Abends: Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung

der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und Vorsitzender

des Aufsichtsrates der Wolf GmbH, der Ergoldinger

Bürgermeister Andreas Strauß und Landrat

Peter Dreier.

n

ebm-Papst jetzt mit Doppelspitze

Stefanie Spanagel verstärkt die

Geschäftsführung

Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung

der ebm-papst Gruppe und Geschäftsführer in

Landshut, hat seit Jahresmitte eine neue Kollegin:

Die 39-jährige Stefanie Spanagel verstärkt die Geschäftsführung.

Geplant ist, dass der Landshuter

Standort von einer zweiköpfigen Geschäftsleitung

geführt wird. Bis zur Komplettierung dieser Doppelspitze

bleibt Stefan Brandl, Chef der Unternehmensgruppe,

auch Teil der Geschäftsführung in

Landshut.

Spanagel ist in der Nähe von Ulm geboren und

kommt vom Automobil- und Maschinenbauzulieferer

AMK mit Sitz in Kirchheim unter Teck (Baden-

Württemberg). Dort war sie

zuletzt als Betriebsleiterin

für die weltweiten Produktionsstätten

des Unternehmens

verantwortlich. Zuvor

war die Diplom-Betriebswirtin

mit Studium in Reutlingen

und Paris von 2005 an Stefanie Spanagel

beim Ludwigsburger Filterspezialisten

Mann und Hummel in verschiedenen

Führungspositionen, unter anderem als Werkleiterin,

tätig. (Siehe auch Interview S. 28) n

ebm-papst auf Platz 146 unter

den 1.000 besten Arbeitgebern

Auch 2018 gehört ebm-papst wieder zu den

besten Arbeitgebern Deutschlands. Dies bestätigte

eine Umfrage, die das Nachrichtenmagazin FOCUS

in Kooperation mit kununu.de, dem Arbeitgeberbewertungsportal

für Angestellte, Auszubildende und

Bewerber, durchführte. Die Umfrage gehört zu den

größten dieser Art. Von 1.000 bewerteten Unternehmen

erreichte ebm-papst im Gesamtranking

Platz 146 (Vorjahr: Platz 147). In der Branche Maschinen-

und Anlagenbau konnte ein stabiler Platz

12 (Vorjahr: 11) erreicht werden, in der Branche

Elektronik und Elektrotechnik sprang ebm-papst

auf Platz 14.

Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung

der ebm-papst Gruppe, betont: „Wir freuen

uns sehr über dieses gute Ergebnis. Es zeigt, dass

wir ein gutes Unternehmensklima haben und sich

die Menschen bei ebm-papst wohlfühlen.“ Bereits

zum sechsten Mal kürte das Magazin Focus in Kooperation

mit kununu die 1.000 besten Arbeitgeber

Deutschlands. Das Marktforschungsinstitut Statista

wertete dafür mehr als 127.000 Arbeitgeber-Beurteilungen

aus.

n

6 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 7


Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

Rampenlicht Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

„Ruhe bewahren und

den Ball flach halten“

Geplant. Gebaut. Gewohnt. l Rasantes Bevölkerungswachstum, steigende Preise und

trotz knapper Flächen eine rege Bautätigkeit – das sind die für den Immobilienmarkt

relevanten Fakten im Raum Landshut. Ein offenkundiger Mangel an Wohnraum für

Menschen mit geringem Einkommen Konfliktpotenzial mit dem Naturschutz, aus den

Nähten platzende Schulen und Kindergärten – das sind die Parameter, mit denen

Lokalpolitiker in Landshut, aber mehr und mehr auch in den Landkreiskommunen,

zu tun haben. Eine für alle zufriedenstellende Lösung gliche der sprichwörtlichen

Quadratur des Kreises.

Die Stadt Landshut ist, was Immobilien und

Wohnungsbau angeht in einer klassischen Zwickmühle.

Und mit ihr große Teile des Landkreises. Die

einen schreien nach „bezahlbaren“ Wohnungen –

wobei keiner so genau weiß, was das eigentlich

in Euro pro Quadratmeter heißen soll –, andere

klagen über Flächenfraß und fordern Wachstumsbremsen.

Diejenigen, die darüber entscheiden

müssen, können eigentlich gar nichts richtig machen.

Das haben Zwickmühlen, so an sich.

Die Rathausoberen freuten sich jahrelang über

Zuwächse. Dass die Stadt Jahr für Jahr um rund

1.000 Einwohner zulegt, war bis dato in der Regel

als großartiger Beweis ihrer Attraktivität gefeiert

worden. Einzelne mahnende Stimmen änderten

wenig an diesem Befund. Schließlich kann man

das als Beleg dafür sehen, dass Landshut und

seine Umgebung attraktive Wohn- und Arbeitsorte

sind.

Als dann vor 2-3 Jahren der starke Zuzug

einen rasanten und anhaltenden Anstieg der Immobilienpreise

zur Folge hatte, wurden mehr und

mehr Bürger und Entscheider nachdenklich. Binnen

weniger Jahre stieg beispielsweise der Quadratmeterpreis

für den Kauf von Wohneigentum in

einigermaßen guter Lage und moderner Qualität

auf 6.000 Euro in Landshut. Dabei gibt es in 1a-

Lage momentan weder bei Grundstücken, noch im

Wohnungs- oder Häusermarkt eine Obergrenze

In Rottenburg, um nur ein Beispiel aus dem

Landkreis zu nennen nähert sich der Kaufpreis pro

Quadratmeter Wohnfläche der 3.000-er-Marke,

sagt der dortige Rathauschef Alfred Holzner. 3.000

Euro, das ist der Preis, der in Landshut noch vor

nicht allzu vielen Jahren auf dem Zettel stand,

und eine Marke, die in Rottenburg noch vor wenigen

Jahren niemand darauf hatte. Holzner –

Bürgermeister der flächengrößten Kommune des

Landkreises – sieht sich zunehmend im Spagat

zwischen der Notwendigkeit eines gewissen

Wachstums an Einwohnern und dem damit verbundenen

Bauflächen-Management. ((Vgl. „Läuft,

Rottenburg“, ab S. 40)

Auch beim Landshuter OB Alexander Putz

klangen nachdenkliche Töne an, als er jüngst Einwohner

Nummer 72.000 offiziell begrüßen konnte.

Er hieß den „runden“ Neubürger mit warmen Worten

herzlich willkommen, hatte allerdings auch ein

deutliches „Aber ...“ in seiner Rede. Das Wachstum

sei im Grunde positiv, so Putz, aber eben auch

OB Alexander Putz: „Das Wachstum

ist im Grunde positiv,

aber eben auch eine

riesige Herausforderung“.

(oben v. li. im Uhrzeigersinn: Das fertig gestellte Projekt

„Siebenbrücken“ der Firma Oberhauser, Projekt

„Landshut-West Am Bach“ der Moosburger Firma

eine „riesige Herausforderung“. So mancher fühle

sich beim Blick auf die permanent ansteigende

Einwohnerzahl nicht mehr ganz wohl.

Auch aus dem Stadtrat gebe es partiell kritische

Kommentare. Klar sei, dass die Stadt in

Sachen Infrastruktur vor enormen Anstrengungen

stehe – die bekannten Themenfelder heißen unter

anderem: Verkehr, Wohnraum sowie Schulen und

Kinderbetreuung.

Allein der dringend notwendige Bau der beiden

neuen Grundschulen und der Realschule in

Landshut schlagen mit mindestens 100 Millionen

Euro zu Buche, so Putz. Und dem Vernehmen nach

wird die Realschule in der Münchnerau schon

wieder aus den Nähten platzen, wenn sie im Jahr

Scheidl Bau, gelungener Gewerbebau „businesstower“ in Piflas, geplante Baugebiete Ochsenau/Auloh, Spatenstich zur Erweiterung des Gewerbeparks Münchnerau,

hier entsteht derzeit das größte Gewerbegebiet, das die Stadt Landshut jemals konzipiert hat, und die Nachfrage ist erfreulich. Namhafte Firmen haben

bereits reserviert bzw. unterschrieben. U. a. die alteingesessene Landshuter Firma Killermann und der Baustoffhändler Auer aus Erding.

2021 gerade mal fertig ist: Zunächst sechszügig

geplant, mit Erweiterungsmöglichkeiten auf sieben

Züge, wird sie jetzt schon von Anfang an siebenzügig

gebaut.

Landkreis liegt bei 160.000 Einwohnern

und wächst weiter.

Im Landkreis nicht anders: Man denkt nicht

nur über eine erhebliche Erweiterung des gerade

mal fünf Jahre alten Ergoldinger Gymnasiums

nach, sondern über den Neubau eines zusätzlichen.

In Vilsbiburg investiert der Landkreis gerade

knapp 20 Mio. Euro in die Generalsanierung und

Erweiterung des Maximilian-von-Montgelas-Gymnasiums,

um den Schulstandort in Vilsbiburg zu

einem leistungsfähigen Bildungszentrum mit modernsten

Standards auszubauen. Auch hier hört

man schon jetzt: nach dem Bau ist vor dem Bau.

Überall im Landkreis rechnen die Gemeinden, wie

sie die Anpassung von Schulen und Kindergärten

finanzieren können. Bald 160.000 Menschen nennen

den Landkreis Landshut ihr Zuhause. Waren

es 2002 noch gut 146.000, könnten nach Berechnungen

des Statistischen Landesamtes 2035 gut

170.000 Personen im Landkreis Landshut leben

– größtenteils bedingt durch Zuzüge aus anderen

Landesteilen. Seit einigen Jahren zeigt aber

zudem die Geburtenrate im Landkreis Landshut

wieder stetig nach oben.

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr:

Allein die Infrastruktur und Lage sprechen für diese

Region: Ländlich geprägt, mit einer kreisfreien

Stadt vor der Haustüre und die Landeshauptstadt

München mitsamt Flughafen in Schlagdistanz. Eine

solide Wirtschaft, hervorragende Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten

und der realistische Traum

vom Eigenheim – dies sind nur einige der vielen

Aspekte, die den Landkreis Landshut lebens- und

liebenswert machen.

Für Landrat Peter Dreier zeigt die stetig ansteigende

Einwohnerzahl im Landkreis, dass sich

die Menschen hier wohl fühlen, aber auch, wie

stark die weiterhin mittelständisch geprägte Wirtschaft

ist. Rund 7.300 Unternehmen haben ihren

Firmensitz im Landkreis Landshut, knapp die Hälfte

davon gehören dem Handwerk an. Es herrscht

u

8 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 9


Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

quasi Vollbeschäftigung – niederbayernweit belegt

der Landkreis bei den Arbeitslosenquoten gemeinsam

mit den angrenzenden Regionen Straubing-

Bogen und Dingolfing-Landau regelmäßig die

Spitzenplätze. Diese gute Lage spiegelt sich auch

in den Finanzen der kreisangehörigen Gemeinden

wider: Elf der 35 Gemeinden sind schuldenfrei, die

Rücklagen aller Kommunen betragen zusammen

rund 235 Mio. Euro.

Landrat Dreier: „Eine Entwicklung,

für die Weichen gestellt

werden müssen“

Eine Ausgangslage, die bei Rankings im

Landes- und Bundesvergleich stets Spitzenplätze

erzielt. Doch gibt auch Dreier zu Bedenken:

„Eine steigende Einwohnerzahl bedeutet für uns

mitunter auch, finanzielle Kraftakte zu leisten: Die

Anforderungen an Infrastruktur und Einrichtungen

werden immer höher, denkt man beispielsweise

an Bildung, Straßenbau und medizinische Versorgung.“

So investiert der Landkreis Landshut

Millionenbeträge in die Generalsanierung und

Erweiterung seiner beiden Gymnasien und vier

Realschulen, in Turnhallen-Neubauten und behinderten-

wie barrierefreie Ausstattung. Um die

Verwaltung auch räumlich auf einen zeitgemäßen

Stand bringen zu können, wird ein neues Landratsamt

in der Marktgemeinde Essenbach gebaut. Da

das bisherige Haus in Landshut-Achdorf zu klein

geworden ist, musste im Frühjahr 2017 das Kreisjugendamt

nach Altdorf ausgelagert werden.

Landrat Peter Dreier: „Eine steigende

Einwohnerzahl bedeutet

für uns mitunter, auch finanzielle

Kraftakte zu leisten

Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist ungebrochen,

ein Resultat der anhaltend günstigen

Zinssituation, verlockend für Investitionen auch

im privaten Bereich. Das zeigen auch die aktuellen

Bodenrichtwerte des Jahres 2015/2016 im

Landkreis Landshut, die jährlich vom Gutachterausschuss

veröffentlicht werden.

Bodenrichtwerte: Anstieg der

Preise für Wohnbauland

Die Preise für Wohnbauland sind demnach im

Landkreis Landshut flächendeckend angestiegen.

Die Steigerungen fallen je nach Gemeinde unterschiedlich

aus, die Bandbreite reicht von gleichbleibenden

Werten bis zu einem Plus von mehr

Das Interesse an Wohnimmobilien ist im Raum Landshut weiterhin groß. Das betonten Vertreter der

Sparkasse Landshut und der LBS Bayern bei einem Pressegespräch im Sommer. Auch in den kommenden

Jahren ist ein hohes Neubauniveau in der Region erforderlich. Die Preisanstiege der vergangenen Jahre

werden durch historisch günstige Zinsen abgemildert.

als 35 Prozent. So ergibt sich eine Spanne bei den

Richtwerten für Wohnbauland in den Hauptorten

der Landkreisgemeinden von knapp über 400 Euro

bis zu knapp unter 100 Euro pro Quadratmeter

Grundstücksfläche. Vor allem die Stadtrandgemeinden

Altdorf, Kumhausen und Ergolding verzeichnen

starke Anstiege, wobei der Markt Ergolding

hier klar eine Spitzenposition einnimmt. Eine

ähnliche Entwicklung zeigt sich in den Gemeinden

entlang der Bundesstraßen und der Autobahn A 92

Deggendorf-München. In den ländlicher geprägten

Gemeinden des Landkreises ist das Preisniveau

relativ stabil bis leicht anziehend.

Weniger Vorgänge, aber höherer

Geld- und Flächenumsatz

Dieser Trend ist bei den Bodenrichtwerten für

Ackerland ebenfalls zu beobachten. Im Vergleich

zu den vorhergehenden Richtwerten aus dem Jahr

2013/2014 ist auch hier ein Anstieg um bis zu 30

Prozent zu verzeichnen. Diese Preisentwicklung

für Ackerland ist seit 2010 immens. So stieg der

Bodenrichtwert landkreisweit im Durchschnitt von

knapp über vier Euro im Jahre 2010 auf knapp

unter elf Euro pro Quadratmeter im Jahre 2016.

Doch nicht nur im Bauland, auch bei Bestandsgebäuden

hält die Hochphase des Immobilienmarktes

in der Region Landshut weiter an, seit

2010 sind die Preise extrem hochgeschnellt. Dabei

ist die Entwicklung in den Stadtrandgemeinden

Ergolding, Altdorf und Kumhausen gegenüber den

restlichen Landkreis-Gemeinden besonders deutlich,

wobei grundsätzlich im gesamten Landkreis

die Kurve deutlich nach oben zeigt.

Auch wenn 2017 etwas weniger Urkunden

als noch im Vorjahr ausgestellt wurden, gingen

Geld- und Flächenumsatz deutlich nach oben – ein

Zeichen für weiter ansteigende Grundstückspreise.

Von den rund 1.800 abgeschlossenen Verträgen

entfielen die meisten auf bebaute Flächen, gefolgt

von Wohnbauflächen und Wohneigentum. Der

Bedarf an bereits fertig gestellten Wohnhäusern

und Wohnbauland ist also weiter ungebrochen –

doch es konnten in den Gemeinden nicht so viele

Bauplätze ausgewiesen werden, wie nachgefragt

wurden. Auch die Zahl an verkauften Eigentumswohnungen

ist weiter hoch.

Interessant ist auch der Markt für Acker-,

Grünland- und Forstflächen: Gegenüber 2016 sind

die Verkäufe erneut deutlich gestiegen, wobei vor

allem bei Acker- und Forstflächen eine markante

Preissteigerung zu verzeichnen ist.

Neben Grundstücks- und Immobilienpreisen

ist auch eine Pendlerstatistik, die vom Regionalmanagement

von Stadt und Landkreis Landshut

erarbeitet wurde, ein aussagekräftiges Instrument.

Die Stadt Landshut, aber auch die Umlandgemeinden

Ergolding, Altdorf und Essenbach verzeichnen

die größten Pendlerströme in der Region.

Im Anschluss folgen die Stadt Vilsbiburg und die

Gemeinden Kumhausen und Geisenhausen als

weitere Ziele.

Pendlerstatistik: Stadtrandgemeinden

häufigstes Ziel

Die Studie unterstreicht noch einmal die wichtige

Verbindung von Stadt und Landkreis Landshut

in der Region: Nicht nur als Arbeitsplatzstandort,

sondern auch als Verkehrsknotenpunkt kommt der

Stadt eine tragende Rolle zu. Besonders interessant

bei der kleinteiligen Analyse sind die Bewegungen

zwischen den einzelnen Gemeinden. Zwar

liegt auch hier die Stadt Landshut bei der Anzahl

der Einpendler vorne, doch daneben lassen die

Bewegungen innerhalb der Landkreisgemeinden

Rückschlüsse auf die Wirtschaftskraft zu. Außerdem

wird aufgezeigt, wo der Öffentliche Personennahverkehr,

vor allem im ländlichen Raum, noch

Ausbaupotenzial besitzt, bessere Taktungen oder

gar neue Linien Erfolg versprechen könnten.

Ebenfalls werden regionsübergreifende Erkenntnisse

durch die Analyse deutlich: Durch die

zentrale Lage, gute Anbindung und Lebensqualität

des Landkreises pendeln viele der Bewohner täglich

zu ihrer Arbeitsstelle auch in andere Nachbarlandkreise

oder in die Landeshauptstadt München.

Entscheidend für die künftige Entwicklung

der Stadt, so Putz, sei, dass das Wachstum „verträglich“

stattfinde. „Das ist eine Frage der Geschwindigkeit“,

eine „schnellere Dynamik“ könne

Landshut „nicht verkraften“. Die meisten Kollegen

aus dem Landkreis sagen Ähnliches. Doch auch

hier die Zwickmühle: Ein Bremsen der Dynamik

könnte nur heißen, weitere Gewerbeansiedlungen

zu stoppen oder wenigstens zu vermindern und

damit auf neue Arbeitsplätze, die dann woanders

hinwandern.

„Eine schnellere Dynamik ist

nicht mehr verkraftbar.“

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Rampenlicht Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

Denn die Wirtschaft brummt, und ein Ende

ist vorerst nicht in Sicht. Niederbayern ist mit der

Autoindustrie zur Boom-Region geworden. Der

andere Hebel: Verknappung des Wohnangebots ist

erst recht keine Option; das hätte nicht nur weitere

Preissteigerungen zur Folge, sondern noch mehr

Einpendler, die die Straßen verstopfen und die Luft

belasten. Nicht zuletzt wäre es ein Standortnachteil

für dynamisch wachsende Unternehmen, die

schon jetzt große Schwierigkeiten haben, Fachkräfte

zu finden, wie z. B. DS elektrotherm. (Siehe

Beitrag S. 22)

Trotz Preisanstieg hohe

Nachfrage nach Wohneigentum

im Raum Landshut

Neben der Infrastruktur drückt die Stadtoberen

und die Verantwortlichen in der Verwaltung

daher natürlich der Immobilienmarkt. Denn das

Interesse an Wohnimmobilien ist im Raum Landshut

weiterhin sehr groß. Das betonten Vertreter

der Sparkasse Landshut und der LBS Bayern im

Sommer bei einem Pressegespräch. Auch in den

kommenden Jahren sei ein hohes Neubauniveau in

der Region erforderlich. Die Preisanstiege der vergangenen

Jahre würden durch historisch günstige

Zinsen abgemildert.

Der Zuzug in den Freistaat hält demnach an,

und der Landkreis Landshut gehört zu den wachstumsstärksten.

Dazu kommt: Weil pro Haushalt

u

Die Lösung für

flach geneigte Dächer!

10 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 11


Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

Rampenlicht Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

immer weniger Menschen zusammenleben, steigt

die Zahl der Haushalte in Bayern noch stärker als

die Bevölkerungszahl. Und, was gerne übersehen

wird: Die Wohnfläche pro Person ist in den letzten

Jahren enorm gestiegen. 1960 lag sie laut statistischem

Bundesamt noch bei etwa 18 qm, im Jahr

2017 belegte jeder Bundesbürger im Durchschnitt

45 qm. Das fast das Dreifache. Diese Zahlen gelten

pro Kopf, also vom Säugling bis zum Senior. Bei

der rasch wachsenden Zahl von Single-Haushalten

liegt die Zahl um die 70 qm. Mit anderen Worten:

Vor 50 Jahren war „bezahlbarer“ Wohnraum

nicht unbedingt billiger, sondern vor allem kleiner.

Wir haben es hier mit erheblich gestiegenen Ansprüchen

zu tun. Selbst in Regionen, in denen die

Bevölkerungszahl nicht steigt, ist deshalb Neubau

erforderlich.

Vor 50 Jahren war „bezahlbarer“

Wohnraum kleiner, nicht billiger

Die Nachfrage richtet sich besonders auf

Wohneigentum. Etwa zwei Drittel der Menschen

halten ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung

für die beste Geldanlage und die beste Altersvorsorge.

Das hat eine Studie des Marktforschungsinstituts

Kantar TNS unter anderem im Auftrag der

Landesbausparkassen ergeben. Bei der Sparkasse

Landshut waren im Sommer 2018 über 2.000 Interessenten

mit einem konkreten Immobiliengesuch

registriert. Noch mehr aber sind Immobilien als

Geldanlage gefragt – vor allem bei Leuten, die davon

mehr als genug haben.

Bauunternehmer Johann

Oberhauser: „Eine städtische

Wohnbaugesellschaft macht

Bauen nicht billiger.“

Diese legen es, was verständlich ist, weniger

im sozialen Wohnungsbau an, sondern im mittleren

und höherwertigen Segment, weil das eine

bessere Rendite verspricht. In diesem Bereich sind

auch ausreichend Wohnungen auf dem Markt,

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und auch relativ leicht zu verkaufen, hört man

von den Bauträgern. Entsprechend sind in diesem

Segment auch für Mieter Wohnungen ohne

Probleme zu finden. Einer, der den Landshuter

Markt seit Jahrzehnten kennt, Hans Oberhauser,

plaudert im Gespräch mit WirtschaftsLEBEN aus

dem Nähkästchen (ab S. 18): Bei einem gerade

erst sanierten Objekt (Luitpoldstraße 8 in Landshut),

„alles vom feinsten“, Miete bei 9 Euro/qm,

also mittlere Preislage, sei es gar nicht so leicht

gewesen die Wohnungen zu vermieten. Und seine

Frau Elisabeth pflichtet ihm bei: „Wir haben immer

Wohnungen zu vermieten.“

Im mittleren und oberen

Preissegment gibt es genügend

Wohnungen zu mieten

Selbst bei den subventionierten Wohnungen

der Stadt gibt es Angebote, die schwer zu vermieten

sind, so Johann Winklmaier, der Leiter des Landshuter

Amts für Liegenschaften und Wirtschaft. Als

Beispiel nennt er frisch sanierte Wohnungen in der

Porsche-Straße, wo die Stadt bewusst versucht, an

Klientel, ohne Migrationshintergrund zu vermitteln,

um eine Ghettobildung zu vermeiden. Doch „das

ist schwierig“, so Winklmaier.

Auch was bebaubare Flächen angeht, sieht

Oberhauser keine Knappheit. Es gebe genügend

Flächen, sagte er, und er muss es wissen. Der alte

Hase im Immobiliengeschäft lässt durchblicken,

dass viele Grundbesitzer nicht verkaufen oder bau-

Landshuter SPD-Fraktionsvorsitzende

Anja König:

„Das ist durchgerechnet.

Die Finanzierung kann über

Kredite erfolgen.“

Bauunternehmer Hans Eller:

„Es gibt keine Blase.“

en, weil sie schlicht kein Geld brauchen und darauf

vertrauen, dass der Wert schneller steigt, als jede

andere Anlage Profit abwerfen würde.

Die Preise werden sich auf

hohem Niveau stabilisieren

An eine Blase glaubt Oberhauser daher nicht,

und da ist er der gleichen Meinung wie „Mister

Immobilien“ Hans Eller, der in einem Gespräch

mit WirtschaftsLEBEN überzeugt zeigte: „Es gibt

keine Blase.“ Nach Oberhausers Einschätzung wird

sich der Markt auf hohem Niveau stabilisieren.

Dass sich mancher das dann nicht mehr leisten

können wird, sieht er allerdings auch. Aber an

dieser Schraube können die Marktteilnehmer nicht

drehen, „da muss die Politik etwas verändern“.

Recht hat Oberhauser jedenfalls insofern, als

die Wohnungsknappheit nicht nur ein Landshuter

Problem ist. Eine Million Wohnungen fehlen

in Deutschland, schätzte jüngst der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Und staatlich geförderte, günstige

Wohnungen gibt es immer weniger: Zählte man

vor 30 Jahren noch vier Millionen, gibt es davon

heute nur noch ein Viertel.

So fordert denn eine Allianz von Verbänden

tiefgreifende Maßnahmen zur Förderung „bezahlbaren“

Wohnraums: Deutscher Mieterbund

(DMB), Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB),

Sozialverband VdK Deutschland, der Paritätische

Gesamtverband, die BAG Wohnungslosenhilfe

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und das Bündnis #Mietenwahnsinn sind sich

gemeinsam sicher, dass die Politik derzeit „keine

Antworten auf die drängenden wohnungs- und

mietenpolitischen Probleme unserer Zeit“ gibt.

Baukindergeld und Sonder-AfA (Absetzung für

Abnutzung) für den Mietwohnungsneubau würden

nämlich genauso wenig helfen wie die neuen

Änderungen am Mietrecht. Der Staat müsse ganz

einfach mehr Finanz- und Fördermittel locker machen,

da die derzeit angebotenen Fördermöglichkeiten,

hauptsächlich in Form günstiger Kredite bei

der gegebenen Zinssituation nicht greifen.

Wohnungsbaugesellschaft als

populistischer Pappkamerad

Die Landshuter SPD ist dagegen der Meinung,

die Probleme ließen sich mit einer städtischen

Wohnungsbaugesellschaft zumindest lindern und

hat – unterstützt von den Grünen – erfolgreich ein

Bürgerbegehren durchgeführt.

Aus Oberhausers Sicht wird so eine Wohnungsbaugesellschaft

der Situation nichts ändern, denn,

so seine plausible Erklärung: Bauen wird dadurch

nicht billiger. Billig bauen, so Oberhauser, würde vor

allem heißen: runter mit den Ansprüchen, weniger

Vorschriften in Sachen Dämmung, Immissions- und

Emissionsschutz, flexiblerer Umgang mit der Parkplatzbindung.

Unter dem Strich aber auf jeden Fall:

Inanspruchnahme öffentlicher Gelder, sei es von der

Stadt in Form von Verlustübernahme oder vom Staat

in Form entsprechender Förderungen bzw. Steuererleichterungen.

Trotzdem sagt er schmunzelnd:

„Sollen sie es machen, da bin ich gespannt.“

Satte 66,17 Prozent der Wähler stimmten am

Wahlsonntag der diesjährigen Landtagswahl beim

Bürgerentscheid für eine Wohnbaugesellschaft,

33,83 dagegen. Dass es dadurch in naher Zukunft

mehr günstige Wohnungen in Landshut geben

wird, ist aber sehr unwahrscheinlich. Nicht etwa,

weil Putz darauf keine große Lust erkennen lässt

und auch eine Stadtratsmehrheit sie bislang hartnäckig

abgelehnt hat.

Der Hauptgrund ist vielmehr: Es fehlt schlicht

und ergreifend das Geld, um so eine Gesellschaft

u

12 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 13


Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

Rampenlicht Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

mit den nötigen Mitteln auszustatten. Oder anders

ausgedrückt: Die Finanzierung müsste aus anderen

Töpfen genommen werden, mit entsprechend

en Einsparungen dort. Man darf gespannt sein,

auf welche Einsparungen sich der Stadtrat – mit

Zustimmung von SPD und Grünen – einigen wird.

Jedenfalls dürften hitzige und langwierige Diskussionen

bevorstehen, bevor es zu konkreten Maßnahmen

kommt.

Putz: „Würden wir alle oder zu viele finanziellen

Ressourcen alleine in den eigenen Wohnungsbau

stecken, wäre kein Geld mehr übrig für die

dringend benötigten Schulbaumaßnahmen, für die

Errichtung von Kindergärten und Kindertagesstätten

und den ebenfalls erforderlichen Ausbau der

Verkehrsinfrastruktur.“ Darüber hinaus ist in Putzs

Augen so eine Gesellschaft schon allein deshalb

überflüssig, weil die Stadt im letzten Jahr im Baureferat

bereits ein eigenes Sachgebiet „Wohnungswesen“

eingerichtet hat und die Wohnbaurichtlinie

der Stadt Landshut dahingehend geändert wurde,

dass Investoren bei größeren Bauvorhaben einen

Mindestanteil an 20 Prozent geförderten Wohnraum

errichten müssen. Also Wohnraum für Menschen

mit geringem Einkommen, die eine entsprechende

Berechtigung nachweisen müssen.

„Dann werden wir jetzt eben eine

Gesellschaft gründen“

Zudem würden in naher Zukunft über 107

geförderte Wohnungen an der Breslauer Straße

entstehen, dazu eine erkleckliche Anzahl im neuen

Baugebiet Hauptbahnhof West, und die genos-

senschaftlichen Wohnbaugesellschaften bauen ja

auch.

So ist es nachvollziehbar, dass Putz sich zu

der Bemerkung hinreißen ließ, die Befürworter

des Entscheids hätten nach dem Schema „Freibier

für alle“ abgestimmt, weil es ja im Kern stimmt –

allerdings für einen Oberbürgermeister eine

Ungeschicklichkeit ist, die dem Publikum nicht

schmecken kann. „Dann werden wir jetzt eben

eine Gesellschaft gründen“, sagte Putz dann am

Wahlabend, jetzt ganz Pragmatiker; und die SPD-

Fraktionsvorsitzende Anja König fordert nach dem

eindeutigen Ergebnis eine schnelle Umsetzung.

Die Gesellschaft solle schon im nächsten Jahr gegründet

werden. „Wir müssen sie schnellstens mit

Leben erfüllen, die nötigen Stellen schaffen und

den Sperrvermerk im Haushalt für die 50.000 Euro

zur Gründung der Gesellschaft aufheben“, sagt sie.

Das Problem einer schwierigen Finanzierung sieht

sie nicht. Die könne über Kredite erfolgen oder

dadurch, dass das geplante Baugebiet Ochsenau

im Osten der Stadt – das 20 Hektar große Areal

gehört der Stadt –, halbiert werde. Auf einer Hälfte

könne die neue Gesellschaft dann Wohnungen

errichten und dafür das Geld aus dem Verkauf der

anderen Hälfte hernehmen. Dabei scheint sie nicht

zu berücksichtigen, dass dort ein Baubeginn – u. a.

wegen einigermaßen aberwitziger Einwände seitens

des Naturschutzes – ein baldiger Baubeginn

vorerst noch nicht in Sicht ist.

„Das ist alles durchgerechnet“, entgegnete

Anja König beim Start des Bürgerbegehrens allen

Einwänden, die eine vertretbare Finanzierung in

Frage stellten. Und das sind so ziemlich alle, die

Kraft Erfahrung etwas von der Materie verstehen.

Wichtige Immobilien-Projekte im Stadtgebiet Landshut

Neubaugebiet westlich

des Hauptbahnhofs

Bereits letztes Jahr wurden die Ergebnisse

des Wettbewerbs für das Gebiet

präsentiert, das Oberbürgermeister

Alexander Putz als „von zentraler Bedeutung

für die Schaffung von zukünftig

benötigtem Wohnraum“ bezeichnete.

Das Areal umfasst knapp vier Hektar

und reicht von den bestehenden Wohnblöcken

am Bahnhof bis zur Bahnlinie

Landshut-Mühldorf. Dort sollen einmal

– in etwa sieben Jahren– rund

23.500 Quadratmeter Wohnfläche für

bis zu 1.000 Menschen entstehen.

Baudirektor Johannes Doll bestätigt

auf Nachfrage, dass die Stadt

die Gesamtfläche „mittelfristig dem

Zweck Wohnbau zuführen“ wolle. Das

Bebauungsplanverfahren läuft, einen

rechtskräftigen Bebauungsplan gibt es

aber noch nicht. Jedenfalls liege die

Planungshoheit bei der Stadt, so Doll.

Nach den Planungen soll abschnittsweise

vorgegangen werden. Man wolle

„zügig damit anfangen“, die im städtischen

Besitz befindlichen Grundstücke

zu bebauen und dem Wohnungsmarkt

zuzuführen. 30 Prozent der Fläche sind

für sozialen Wohnungsbau vorgesehen

Bis man bauen kann, wird es demnach

noch bis zu drei Jahre dauern. Allenfalls

im ersten Bauabschnitt, wo die

Stadt selbst baut, könnte es aufgrund

der Lage etwas schneller gehen. Doll:

„Den ersten Block müssten wir bis 2020

hinkriegen. Die Stadt selbst baut dort

20 Wohnungen und einen Kindergarten

Das aktuell größte Wohnungsbauprojekt in Landshut westlich des Hauptbahnhofs. Im Norden und

Westen ist das Gebiet begrenzt durch Bahntrassen, im Süden von der Flutmulde. Im Osten schließen sich

eine bestehende Wohnbebauung und der Hauptbahnhof an.

Baugebiet Ochsenau

Es ist das größte Bauprojekt, das die

Stadt in den kommenden Jahren auf

den Weg bringen möchte: die Bebauung

der Ochsenau im Stadtosten. Auf dem

Gelände, das im Besitz der Stadt ist,

soll Wohnraum für bis zu 1.500 Menschen

entstehen. Der wird aufgrund des

stetigen Zuzugs dringend benötigt. Doch

hat der Naturwissenschaftliche Verein

in einer Stadtratssitzung darauf hingewiesen,

dass in der Ochsenau seltene

Pilz- und Insektenarten vorkommen.

Von einer „bisher nicht berücksichtigten

Einmaligkeit der Ochsenau“ ist die Rede.

Die Vorbereitungen ruhen derzeit.

Auloh: Baugebiet hinter

dem Neckarplatz

Am sogenannten Stachus in Auloh,

auf der anderen Seite der LA 14,

ist ein Wohngebiet für ca. 300 Einwohner

ist in Ausweisung.

Das Gelände des alten

Jugendwohnheims.

Es liegt direkt an der Kleinen Isar an der

Marienburger Straße und ist knapp einen

Hektar groß. Das Areal soll laut Stadtratsbeschluss

künftig für Wohnbebauung

genutzt werden. Dort könnten bis zu 100

Wohnungen entstehen. Die Liegenschaft

ist im Besitz der Heilig-Geist-

Spitalstiftung und steht zum Verkauf.

An der Breslauer Straße

An der Breslauer Straße und am Isarweg

werden mehrere Gebäude, die im

Besitz der Stadt sind, abgerissen und das

Areal neu mit insgesamt 107 geförderten

Wohnungen bebaut. Oberbürgermeister

Alexander Putz spricht von einem

„Musterbeispiel für Nachverdichtung“.

Das Milchindustrie-Gelände.

Hier gibt zwei Areale. Das eine, südlich

vom Bach, das alte Betriebsgelände, ist

wegen Altlasten noch nicht freigegeben.

Das andere, ein Projekt der Firma Scheidl

Bau, wird bereits bebaut und die eher

hochpreisigen Objekte sind schon in der

Vermarktung: 49 Eigentumswohnungen,

12 Reihenhäuser, 8 Stadthäuser

Diverse kleinere Projekte

Ferner betreibt die Stadt mehrere kleinere

Gebiete; etwa an der Wernstorfer

Straße, am Steinlech und etwas weiter

stadtauswärts die Pfarrfeldstraße.

Fix sind 85 Wohnungen Ecke Altdorfer

Straße/Goethestraße.

Auch am Moniberg ist noch Potenzial

Gemeinsam mit der Gemeinde Altdorf

sind Rahmenpläne für weitere Bebauung

zwischen Wolfgangssiedlung

und Altdorf in Arbeit.

Weitere große Neubaugebiete

sind aus stadtplanerischen Gründen

derzeit nicht vorgesehen.

Gewerbegebiet Münchnerau

Es ist die größte Baustelle, die Landshut

derzeit zu bieten hat: In der Münchnerau

wird das bisherige Gewerbegebiet

erweitert. Dafür muss auch die Flutmulde

ausgedehnt werden. Seit über

einem Jahr bereits wird am insgesamt

20 Hektar großen ersten Bauabschnitt

für ein neues Gewerbegebiet gearbeitet.

Bis zur Fertigstellung des ersten Bauabschnitts

werden Gesamtkosten von

rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt.

Die Entwicklung des gesamten Areals

ist auf vier Jahre angelegt.

Gegenüber dem ehemaligen Hitachi-

Gelände, das mittlerweile von mehreren

Firmen genutzt wird, gibt es

in Sichtweite zu Altdorf eine weitere

Gewerbefläche, die für eine spätere

Bebauung vorgesehen ist. Daneben

verläuft eine Grünfläche, die unbebaut

bleiben soll, weil darunter die Leitungen

des Unterwerks in Altdorf verlaufen.

Nach Aussage von Doll ist die Nachfrage

von Unternehmen sehr rege. n

Johann Winklmaier, Leiter des

Landshuter Amts für Liegenschaften

und Wirtschaft: „Es mangelt

nicht an bebaubaren Flächen,

sondern an ihrer Verfügbarkeit.“

BERATUNG rund um

Arbeitssicherheit

Post Merger Integration

Qualitätsmanagement

Datenschutz

Persönliche Beratung

Man brauche nur, so König, die Wohnbaugesellschaft

als 100-prozentige Tochter der Stadt

etablieren, dann könne man unabhängig vom städtischen

Haushalt agieren. Dieser ist bekanntlich in

den kommenden Jahren stark belastet durch Investitionen

wie den Bau dreier Schulen, den Neubau

eines Theaters, die Sanierung des Eisstadions

und – vermutlich – den Baubeginn einer Westtangente;

vom bereits bestehenden, erheblichen

Schuldenberg einmal ganz abgesehen.

Zusätzlich sollten, so König, städtische Grundstücke

und Wohnungen in den Bestand einer

neuen Gesellschaft überführt werden. Durch die

Mieteinnahmen könne dann dauerhaft Eigenkapital

aufgebaut und Rücklagen gebildet werden.

Alles in allem sei man so viel flexibler als man das

im städtischen Haushalt sein könne. Nicht bekannt

scheint ihr zu sein, was ihr SPD-Kollege im Stadtrat,

Robert Gewies, einwirft: „Bei den Wohnungen,

die der Stadt derzeit gehören, gibt es einen Sanierungsstau,

aber keine Rücklagen.“ Gewies will

u

Qualität denkt blau

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14 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 15


Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

Rampenlicht Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

damit der Stadt Versäumnisse hinreiben, schießt

aber ein Eigentor. Denn wie man aus Mietwohnungen,

in denen es einen Investitionsstau gibt,

Eigenkapital aufbauen könnte, hat die SPD bisher

nicht verraten.

Die Stadt bekommt mehr staatliche

Zuschüsse als eine

Wohnbau-Tochtergesellschaft

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TUN SIE GUTES!

Die Erlöse gehen an:

1. Mobiler Sozialer Hilfsdienst

2. Angehörigenhilfe-Demenz

3. Vortragsreihe und

Ausstellung Demenz

4. Generationenmentoren

5. Projekt „Schönheit im Alter“

6. Lions Hilfsfonds für ältere

Menschen in der Region

Zumindest unklar ist, ob die Stadt mit einer

Tochtergesellschaft nicht sogar in erheblichem

Umfang Geld verschenken würde. Putz jedenfalls

rechnet vor: „Wenn wir als Kommune selbst Wohnungen

bauen, erhalten wir derzeit wesentlich

mehr Fördermittel, als wenn das eine städtische

Wohnbaugesellschaft täte. Beispiel Breslauer Straße:

Die Maßnahme kostet etwa 18 Millionen Euro,

sechs Millionen Euro werden dabei vom Freistaat

Bayern übernommen – eine städtische Wohnbaugesellschaft

würde nur zwei Millionen Euro erhalten,

wir hätten also alleine bei dieser Maßnahme

vier Millionen Euro verloren!“

Zu dem von der SPD empfohlenen Finanzierungskonzept

– Kredite einer städtischen Gesellschaft,

die nicht im eigentlichen Haushalt auftauchen,

hat Putz bereits ein klares Wort gesprochen:

„Es wird keinen Schattenhaushalt geben. Das ist

klar.“ Die Regierung habe der stark verschuldeten

Es erwarten Sie Gewinne im Wert von über

17.000 €

Täglich ein hochwertiger Sachpreis, sowie 100 € und 50 € in bar

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Stadt strikte Vorgaben für den Haushalt gemacht

und einen strengen Sparkurs verordnet, der auch

die städtischen Gesellschaften miteinbeziehe.

Neuverschuldungen müssen unbedingt vermieden

werden.

Nicht zuletzt müsste eine städtische Wohnbaugesellschaft

nicht anderes tun, als die genossenschaftlichen

Wohnungsbaugesellschaften, von

denen die meisten klagen, dass sie von der Stadt

nicht genügend Grund bekommen, um mehr bauen

zu können.

Was sie nicht sagen: Die Stadt müsste ihnen

den Grund deutlich unter Marktpreis überlassen,

damit sie „bezahlbaren“ Wohnraum schaffen können.

„Naturgemäß könne – oder besser: wolle –

eine Genossenschaft nicht dieselben hohen Preise

wie andere Bauträger bezahlen, denn sonst wären

die günstigen Mietpreise nicht mehr zu halten“,

sagt z. B. Dr. Stefan Strasser, Rechtsanwalt und

Aufsichtsrat bei der Landshuter Wohnungsbau,

der mit mehr als 1.100 Wohnungen zweitgrößten

Landshuter Genossenschaft in Landshut. Sie arbeitet

übrigens mit Gewinn, und sie zu bevorzugen,

wäre ein massiver, rechtlich bedenklicher Eingriff

in den Markt.

Dass es auch marktwirtschaftlich geht, macht

im Übrigen die GeWoGe vor, mit etwa 4.000 Bewohnern

in mehr als 1.500 Wohnungen in 206

Häusern die größte Wohnungsbaugenossenschaft

am Platz, die ebenfalls in der Gewinnzone wirtschaftet.

Man sei in der glücklichen Lage, über

ausreichend Leergrundstücke zu verfügen. Diese

würden nach und nach bebaut, sagt Geschäftsleiter

Peter Wimmer. Zudem gebe es in den bestehenden

Wohnsiedlungen noch ausreichend Nachverdichtungspotenzial.

„Nach und nach“ muss

man wohl so verstehen, dass man nicht mehr baut

und fremdfinanziert, als man ohne hohes Risiko für

marktverträglich hält.

Im Klartext: Eine 2019 neu gegründete städtische

Wohnungsbaugesellschaft wird so schnell

keine Wohnungen bauen können, jedenfalls nicht

mehr, als ohnehin schon geplant.

Stadt kommt nicht ohne weiteres

in Besitz von Privatgrundstücken

aus dem Flächennutzungsplan.

Unabhängig davon muss man sich vergegenwärtigen,

darauf verweist Winklmaier, „dass, nicht

alle laut Flächennutzungsplan bebaubaren Grundstücke

der Stadt Landshut gehören, sondern eben

auch in Privatbesitz sind, und wir selber dann nur

einen ‚übersichtlichen Teil‘ bekommen.“ Und das

Aufkaufen ist ja nur der erste Schritt; dann folgt

die Überplanung, mit einem Berg von Vorgaben, da

gehen bei einem größeren Gebiet ein paar Jahre

ins Land; und dann muss noch die Umlegung gemacht

werden …

In Auloh etwa, wo die Stadt gerade ein größeres

Gebiet erschließt (siehe Kasten), wird die

tatsächliche Bebauung noch rund zwei Jahre

dauern, weil einfach die Umlegung durchgeführt

werden muss. Die Grundstücksverfügbarkeit, so

Winklmaier, sei insgesamt das Problem, nicht die

vorhandenen Flächen, und er bestätigt damit den

Unternehmer Johann Oberhauser.

Das Gleiche bei dem großen Projekt am Bahnhof,

das in etwa Wohnungen für rund 1.000 Menschen

bieten wird (siehe Kasten).

Winklmaier: „Wenn Sie ein großes Gebiet

aufmachen wollen, und versuchen, möglichst viele

Flächen in den Besitz der Stadt zu bekommen, nur

dann ist ja Entwicklung sinnvoll, dann reden wir

von einem Zeitraum von mindestens fünf Jahren,

realistisch 7 bis 8 oder auch 10 Jahre.“ Projekte

wie das Gebiet am Bahnhof geraten so dicken

Brettern, die man über zehn oder mehr Jahre bohren

muss, ein Zeitraum, im sich der Markt – wie

gehabt – in die eine oder andere Richtung stark

Der Spezialist für flach geneigte Dächer

ERLUS AG l Flach geneigte Dächer liegen im Trend und kommen insbesondere bei Mehrfamilienhäusern und kommunalen

Gebäuden verstärkt zum Einsatz. Die ERLUS AG hat eine ideale Lösung für die damit verbundenen besonderen Anforderungen.

Flach geneigte Dächer liegen im Trend und

kommen insbesondere bei Mehrfamilienhäusern

und kommunalen Gebäuden verstärkt zum Einsatz.

Der Grund: Sie sorgen für mehr Wohnraum, ermöglichen

einen unverbauten Blick in die Landschaft

und entsprechen einer modernen, puristischen

Gebäudeästhetik. Gleichzeitig bringt ein flach geneigtes

Dach aber auch eine Reihe technischer Herausforderungen

mit sich. Mit dem E 58 RS ®, der

seit 2017 auf dem Markt ist, bietet die ERLUS AG

eine ideale Lösung für diese Anforderungen.

Dank seiner besonderen technischen Formgebung

funktioniert der E 58 RS ® als erster Dachziegel

in klassischer Flachdachpfannen-Optik auch

bei sehr geringen Dachneigungen (Regeldachneigung

16°, Mindestdachneigung 10°). Durch die

ausgeprägte Profilhöhe der Ringverfalzung, mit

dreifachem Kopf- und Seitenfalz und einer direkten

Wasserführung auf dem Ziegel schützt er vor

Schlagregen, während die Unterkonstruktion trocken

bleibt. Aufwändige regensichernde Zusatz-

verändern kann. Unabhängig von all dem, muss

man derzeit ja auch sehen, dass die Baufirmen

allesamt auf Monate und Jahre ausgebucht sind

und für weitere Kapazitäten schlicht und einfach

das Personal fehlt.

„1.000 Wohnungen werden

voll, und wenn wir 2.000 bauen,

werden auch 2.000 voll.“

Letztlich kann man daher gar nicht „bedarfsgemäß“

erschließen und bauen, denn Landshut

ist keine Insel und der Markt ist nicht beschränkt

auf Landshut, sondern beeinflusst vom gesamten

Großraum München, der mindestens die für Landshut

relevanten Eckpunkte Augsburg, Regensburg,

Rosenheim, Rottal-Inn umfasst und derzeit erkennbar

bis nach Passau ausstrahlt. Winklmaier:

„Wenn wir 1000 Wohnungen bauen, dann werden

halt l.000 voll und wenn wir 2.000 bauen, werden

2.000 voll.“

Womit wir wieder bei der Zwickmühle wären.

Mehr „bezahlbare“ Wohnungen bedeuten noch

mehr Zuzug, noch mehr Bedarf an Schulen, Kindergärten,

Infrastruktur und natürlich auch mehr

Mit dem E 58 RS ® von ERLUS

lässt sich moderne

Architektur mit den Vorzügen

des Steildaches verbinden

Flächenfraß, somit mittelfristig auch wieder einen

höheren Bedarf an Wohnfläche.

Es geht alles in allem nicht einfach um billiges

Bauen, sondern um ein komplexes Austarieren unterschiedlicher,

nur zum Teil steuerbarer Einflüsse

und Entwicklungen. Vor 8-10 Jahren beispielsweise

hatte die Stadt durchaus Schwierigkeiten, die

Einfamilienhausgrundstücke im Bereich Nördlich

Wolfgangssiedlung zu verkaufen. Der Markt hat

sich binnen weniger Jahre um 180 Grad gedreht,

und das kann auch wieder anders herum gehen.

Diejenigen, die jetzt laut nach stärkerer Bau-

Tätigkeit der Stadt schreien, wären dann vielleicht

die ersten, die bei einem Überangebot wiederum

der Stadt Versagen vorwerfen.

Herrscht also Alarmstufe rot? „Das wäre

verkehrt“, sagt Winklmaier, eher sei Besonnenheit

gefragt als Schnellschüsse. Anders ausgedrückt:

Ruhe bewahren und den Ball flach

halten. „Aber wenn wir Grund zu vertretbaren

Bedingungen erwerben können, dann kaufen

wir“, fügt Winkelmaier an, „das ist die Politik

der Stadt schon seit Jahren, und wir versuchen

natürlich auch weiterhin kontinuierlich auf dem

Stadtgebiet gestreut Wohnbauflächen auf den

Markt zu bringen.“

n

maßnahmen können dadurch entfallen. Mit dem

E 58 RS® kann somit eine moderne, kubische

Bauweise realisiert werden, die bisher dem Flachdach

vorbehalten war. Gleichzeitig verbindet er sie

mit der Sicherheit und den Vorzügen des traditionellen

Steildaches.

Gut gewappnet für

stürmische Zeiten

Dass der neue E 58 RS® ein typischer E 58

von ERLUS ist, zeigt auch seine Form: harmonische

Proportionen, klare Kanten in der Verfalzung und

die elegante Wölbung der Sichtfläche. Wie alle Tondachziegel

der E 58 Reihe schützt er das Dach optimal

und dauerhaft gegen Wetterextreme, wie große

Niederschlagsmengen, starken Windsog oder Hagel.

Der E 58 RS® hat die Hagelwiderstandsklasse 4 –

ein Qualitätsmerkmal, das angesichts klimatischer

Veränderungen mit immer häufigeren und schwereren

Unwettern an Bedeutung gewinnt. n

16 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 17

Foto: © Charles Kenwright

www.landshuter-adventskalender.de


Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

Rampenlicht Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

„Bebaubare Grundstücke

sind vorhanden“

Bauträger/Handwerk l Die Oberhauser Wohnbau GmbH gehört seit Jahrzehnten zu den

wichtigsten Unternehmen in der Landshuter Immobilienbranche. Die Inhaber-Familie

Elisabeth und Hans Oberhauser sowie der designierte Nachfolger Johannes hier im

WirtschaftsLEBEN-Interview zu dem vermeintlichen Mangel an Baugrund, zu notwendigen

politischen Weichenstellungen für bezahlbaren Wohnraum und den

Chancen einer städtischen Wohnbaugesellschaft.

Frau Oberhauser, Herr Oberhauser, stimmt es, dass in

Landshut zu wenig Flächen für den Wohnungsbau ausgewiesen

werden? *

Ich bin der Meinung, dass genügend Bauflächen da

sind. Nur wollen viele Eigentümer nicht verkaufen, da

keine Notwendigkeit besteht.

Wie meinen Sie das?

Ich sag Ihnen ein Beispiel. Draußen in der Parkstraße,

in der Nähe der Wirtschaftsschule, da sind 50.000 qm,

die einer Münchener Baugesellschaft gehören, (Firmengruppe

Dr. Hanns Mayer, Anm. der Red.). Der Bebauungsplan

steht seit Mitte der 1970er Jahre. Da könnte

man, je nachdem, 300 bis 400 Wohnungen bauen. Die

Fläche kommt aber nicht auf den Markt, da seitens des

Eigentümers kein Handlungsbedarf besteht.

Ist das nicht ein Einzelfall?

Wenn Sie in den Landshuter Westen schauen. Was da

freie Grundstücke sind ... Diese Landwirte, die sagen

natürlich: Wieso sollen wir verkaufen? Es ist unsere

Existenz.

Gut, Landwirte, ist klar, die können mit Geld nichts anfangen.

Aber Grundstücke als Geldanlage, Sie meinen,

die Knappheit liegt gar nicht daran, dass zu wenig ausgewiesen

wird?

Absolut nicht. Ich schätze, wenn ich jetzt durch Landshut

fahre, ich wüsste für bestimmt 5.000 Wohnungen

Grundstücke.

Aber die gibt keiner her?

Das sind oft verschiedene Komponenten, die hier zusammenspielen.

Und wie schaut es in der Umgebung aus?

Die Randgemeinden weisen ja auch alle aus, Ergolding,

Essenbach ..., aber dann kommt ja das Thema Flächenfraß

ins Spiel. Um diesem entgegenzuwirken, müsste

erst das Baugesetz grundlegend geändert werden. Erst

dann könnte verdichtet gebaut werden.

Wie meinen sie das?

Die Gerichte sind überhäuft mit Klagen. Wenn z. B. eine

Kommune eine Ausnahmegenehmigung erteilt, sei es

* Soweit nicht anders vermerkt, gab die Antworten

Hans Oberhauser; Sohn Johannes Oberhauser stieß

erst im Verlauf des Gesprächs dazu.

Abstandsflächen oder – hier in der Stadt – Gauben etc.,

dann klagt einfach der Nachbar. Solange das Baugesetz

nicht geändert wird, tut sich mit konsequent verdichtetem

Bauen gar nichts.

Zugespitzt gesagt, meinen Sie, die nachbarschaftlichen

Klagerechte müssten eingeschränkt werden, damit flächensparend

gebaut werden kann?

Die Behörden müssten einfach mehr Ermessensspielraum

bekommen, bzw. die Gesetze baufreundlicher.

Das Problem ist also eher, dass auf vorhanden Flächen

nicht gebaut wird?

Nehmen Sie unser Projekt Siebenbrückenweg: Dieser

Bebauungsplan ist von 1972. Bloß, es hat halt keiner

verkauft, bis die letzte der Besitzer verstorben ist. Dann

hat die Erbengemeinschaft verkauft. Das waren über

40 Jahre. Wenn Bauträger leichter an diese ausgewiesenen

oder beplanten Flächen herankämen, würde viel

mehr gebaut.

Muss man nicht langsam mal überlegen, ganz anders

zu bauen? Höher, Natur integrieren, Terrassenbepflanzung,

Flachdächer. ...

Naja höher, da sind wir wieder bei dem Thema Baurecht.

Und Bepflanzung: Flachdächer mit Begrünung,

„Der Staat ist gefordert. Wenn

Bauträger an die ausgewiesenen

oder beplanten Flächen

herankämen, würde auch gebaut.“

Wohnpark Siebenbrückenweg in Landshut, eines der

größeren Projekte der jüngeren Vergangenheit. Der

Sanierte Kirche in Oberglaim.

Hans und Elisabeth Oberhauser mit Sohn

Johannes. Dieser wird als Nachfolger den Handwerks-

mer. Auch da ist wieder die Politik gefordert. Wir sind

35 Jahre im Bauträgergeschäft. Wir haben mit 15 %

Nebenkosten angefangen – Statik, Planungskosten,

usw. –, heute sind wir bei 27 %. Es gibt eine Schallschutzverordnung,

eine Feuerschutzverordnung, Emissionsschutz,

Immissionsschutz, Freiflächengestaltungsplan ...

Es wird also alles teurer. Zwangsläufig.

Die Industrie drängt ja immer, dass das alles noch

Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1972. Der Grund

war allerdings über 40 Jahre lang nicht auf dem Markt.

Sanierungsarbeiten am Postgebäude, Landshut.

zweig „sicherlich nicht mehr so forcieren, wie ich –

was ja auch dann zeitgemäß ist“, so Hans Oberhauser.

strenger wird, noch mehr Wärmedämmung, noch mehr

Schallschutz, das generiert denen ja immer einen Zusatzmarkt.

Da ist viel Unsinn dabei?

Ich sehe z. B. keinen Sinn in einer kontrollierten Wohnraumbelüftung,

die man nur braucht, weil man alles

so dicht macht, dass man dann zwangsentlüften muss.

Oft müssen überdimensionierte Feuerwehrzufahrten

das wird schon jetzt sehr vorangetrieben. Damit nicht

mehr soviel Flächen versiegelt sind. Dahin muss der

Trend gehen.

Steht das im Widerspruch zum Bedarf an billigem

Wohnraum?

Ich möchte mal gerne eine verbindliche Definition

von billigem Wohnraum hören. Beispielsweise vier

oder sechs Euro pro Quadratmeter, wie auch imund

Wendemöglichkeiten vorgesehen werden. Und

dann sagt der Naturschutz: da müssen aber Grünflächen

hin.... Das macht eine sinnvolle, kostengünstige

Bebauung, gerade im Sinne von Nachverdichtung, unmöglich.

Wenn die Leute von bezahlbaren Wohnungen reden,

stehen da nicht auch erheblich gestiegene Ansprüche

dahinter, gerade was die Wohnfläche pro Person angeht?

Sicher. Früher waren das 20 Quadratmeter, heute sind

es 60. Da sind wir wieder bei der Definition: Was ist

bezahlbarer Wohnraum? Quadratmeterpreis/Miete, wie

hoch genau, mit welcher Ausstattung ...

Fakt ist jedenfalls, die Preise steigen immer noch, rasant

sogar ...

„Ich möchte mal gerne eine verbindliche

Definition von billigem

Wohnraum hören. Wieviel Euro

pro Quadratmeter?“

In den 1990er Jahren waren die Preise ungefähr in

Mark so hoch wie heute in Euro.1994 haben wir in Ergolding

gebaut. Damals haben wir den Quadratmeter

Eigentumswohnung für 4.900 DM verkauft. Heute sind

wir im Schnitt bei 4.800 Euro. Damals war die gängige

Miete 16 DM pro Quadratmeter. Heute liegt der Mietpreis

für solche Wohnungen zwischen 9 und 12 Euro.

Die Preise sind vor allem die letzten zwei Jahren nach

oben gegangen. Aber das wird nicht so weitergehen.

Sie glauben, das stagniert?

Ja. Wer soll es denn noch zahlen?

Zuwanderungsdruck aus München z. B.?

Elisabeth Oberhauser: Wir haben ganz wenig Kunden

aus München. Ein Münchener erlässt nur ungern die

Landeshauptstadt.

Das würde ich so nicht sagen. Viele Familien können

sich in München die Miete nicht mehr leisten und pendeln

lieber.

Elisabeth Oberhauser: Das mag sein, aber auch das

stößt doch an Grenzen.

Glauben sie an die Immobilien-Blase?

Ich kann mir eine Blase nicht vorstellen. Wenn ich von

meinen Erfahrungen ausgehe – bei 90 Prozent der Verbriefungen

braucht der Käufer keine Finanzierung. Das

ist vielfach die Generation der Erben. Die müssen nicht

notverkaufen, wenn die Preise tatsächlich fallen sollten.

Sie glauben also, das wird sich auf hohem Niveau stabilisieren?

Ja. Das Problem ist dann tatsächlich, dass sich manche

Leute das nicht mehr leisten können.

Womit wir wieder beim Problem bezahlbare Wohnungen

wären.

Nehmen wir mal das Objekt in der Luitpoldstraße 11,

das wir gerade saniert haben. Alles vom Feinsten, schöne

Bäder, alles neu. Es sind acht große Wohnungen,

100 bis 130 qm. Miete bei 9 Euro, also nicht überzogen.

Sieben sind weg, es war aber gar nicht so einfach.

Aber da ist es laut ...

Es sind moderne Schallschutzfenster drin, da hören Sie

gar nichts. (In diesem Moment kommt der Sohn

Johannes Oberhauser dazu, um am Gespräch

teilzunehmen.)

Elisabeth Oberhauser: Jedenfalls: Wir haben immer

Wohnungen zu vermieten. 365 Tage im Jahr.

Das heißt, wer jammert, es gäbe keine Wohnung, der

will es einfach billig haben?

Man muss ganz ehrlich sagen, wenn so eine Wohnung

bei 10-11 Euro pro qm liegt, das ist angemessen; aber

manche Leute könnten auch nicht 5 Euro bezahlen. Da

klafft die Lücke zwischen Wunsch und Möglichkeiten

so weit auseinander, dass auch eine Preissenkung zu

unseren Lasten nicht hilft.

Was kostet eine Sozialwohnung?

Miete: 6-8 Euro pro Quadratmeter, je nach Alter und

Ausstattung. Die für 6 Euro sind natürlich 40 Jahre alt,

kein Aufzug und eine veraltete Ausstattung.

Die SPD will ja unbedingt eine städtische Wohnungsbaugesellschaft,

die es richten soll. Könnte man überhaupt

neue Wohnungen zu dem Preis um die 7 Euro

bauen?

Ich würde diese Gesellschaft begrüßen, denn ich möchte

sehen, wie die das machen (schmunzelt). Da kann

man nur lernen.

Das läuft doch darauf hinaus, dass die Stadt zuschießen

muss, oder?

Sollen sie es probieren. Wir sind 35 Jahre im Geschäft,

da haben wir vielleicht 700 bis 800 Wohnungen gebaut,.

Wir sind alle erfahrene Leute auf dem Bau, Meister,

Techniker, Ingenieure ... Und ich habe mich sehr gewundert,

wie die von tausend Wohnungen gesprochen

haben, die man kurzfristig bauen könne.

„Ich kann mir eine Blase nicht

vorstellen. Ungefähr 90 % der

Käufer brauchen keine

Finanzierung. Die müssen nicht

notverkaufen, wenn die Preise

tatsächlich fallen sollten.“

Unter rein marktwirtschaftlichen Bedingungen kann es

diesen „bezahlbaren“ Wohnraum, sagen wir für sieben

Euro pro Quadratmeter, gar nicht geben?

Nur mit Zuschüssen der öffentlichen Hand, sprich vom

Staat; die Kommunen können das gar nicht stemmen.

Aber auch dann muss man natürlich alles ziemlich

gleich bauen, eine Wohnung wie die andere. Und es

u

18 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 19


Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

gibt halt z. B. keinen hochwertigen Belag, sondern nur

noch Gummimatten auf die Treppe usw.

Man hat das früher ja praktiziert mit der Sozialbindung.

20 Jahre Sozialbindung, dafür gibt es dann entsprechend

Zuschuss. Und danach kommt die Wohnung auf

den freien Markt. Auf diesem Weg haben viele Wohnungsbaugesellschaften

ihr Vermögen aufgebaut. Die

Landshuter Wohnungsbau eG z. B. – 1.300 Wohnungen!

Und die arbeiten heute gewinnbringend.

Sie meinen, das wäre wieder ein gangbares Modell?

Das muss die Politik aushecken. Wir sind nur die Ausführenden.

Wir müssen gewinnbringend arbeiten, sonst

sind wir weg.

„Das muss die Politik aushecken.

Wir sind nur die Ausführenden.“

Können Sie sagen, mit welcher Rendite ein Investor

zurzeit kalkulieren kann, wenn er in Landshut zugreift?

Zwischen zwei und drei Prozent bei Wohnungen. Bei

gewerblichen Immobilien ist es anders. Das kommt es

darauf an, was das Projekt für eine Laufzeit hat. Ich

würde sagen 4 % aufwärts, und es kann bis zu 10 Prozent

gehen.

Gewerbe ist immer ein heißes Eisen. Wenn Ihnen der

Zahnarzt auszieht, dann brauchen Sie vielleicht ein Jahr

oder zwei, bis Sie wieder einen drin haben. Eine Wohnung

dagegen ist gleich wieder weg.

Auf jeden Fall sind aber doch Immobilien derzeit eine

sichere Geldanlage.

Der Wert einer Wohnung steigt in der Regel. Wenn

jemand sich vor 25 Jahren – nur ein Beispiel – eine

Wohnung gekauft hat, für 4.000 Mark pro Quadratmeter,

und verkauft sie heute für 3.800 Euro, dann hat er

steuerfreies Geld, weil er nach zehn Jahren nichts mehr

versteuern muss.

Wie ist Ihre Branche eigentlich von der umfassenden

Digitalisierung betroffen? Mal abgesehen vom Bürocomputer.

(Sohn Johannes:) Wie der Begriff Handwerk schon

sagt. Man kann einen Maurer nicht „digitalisieren“. Es

gibt aber schon Fertigteilwände und Fertigteiltreppen,

wo man nicht mehr schalen muss usw. Auch vieles im

Bereich Vermessung ist insofern digitalisiert, dass man

es gleich im PC hat, also nicht mehr von Hand eingeben

muss.

Aber der Trend?

(Sohn Johannes:) Geht klar in Richtung Automatisierung.

Also immer mehr Fertigteile?

Ja, da drängt halt auch die Industrie immer mehr herein.

Fertigtreppen, Fertigdecken, Fertigwände, Fertigkamin

usw. Dann kommt noch das Klebeverfahren, das

kann auch ein Angelernter.

(Sohn Johannes:) Aber das hat jetzt nichts mit Digitalisierung

zu tun.

Ich könnte mir vorstellen im Bereich Zimmerei, Stichwort

CAD ...

Das machen wir schon lange. Bei unserer Abbundanlage

läuft alles mit CAD.

Das heißt im Moment gibt es da keinen großen Umbruch?

Und mittelfristig?

Es wird noch mehr dahin gehen, dass man in der Firma

die Teile vormontiert und auf der Baustelle zusammenbaut.

Beim Dachstuhl z. B., da wird man nicht mehr einzelne

Balken montieren usw., sondern fertige Elemente,

Tieflader, Kran, fertig. Das ist dann ganz im Sinne der

Industrie. Die haben dann die Vorgaben unter Kontrolle.

Da höre ich gewisse Ressentiments heraus.

Logisch. Nehmen wir als Beispiel die Sägewerke. Es

gibt nur noch ein paar große. Glauben sie, dass die

Preise dann fallen oder steigen? (Schmunzelt) Oder

Oben: Abgeschlossene Oberhauser-Projekte. Die

Oberhauser Wohnbau GmbH realisiert mit rund

25 Mitarbeitern in der Region Einfamilienhausneubauten,

Sanierungen, Doppelhaushälften,

aber auch Geschosswohnungsbau und große

Projekte. Der vorerst letzte große Komplex war

der „Wohnpark Siebenbrückenweg. Unten die

Architekten-Darstellung (Süd-West-Ansicht) des

aktuellen Oberhauser-Projektes am Rennweg 111.

Stahl. Stahlhandwerk am Bau ist bald vorbei. Und das

ist eigentlich das, was die Industrie will: ein paar große

Monopole, und sagen: so Jungs, jetzt haben wir euch

in der Hand

Wie ist dann Ihre Strategie für die nächsten zehn,

zwanzig Jahre? Wie kann man da als handwerklich

orientierter Bauträger überleben?

Wir werden uns der ganzen Situation anpassen, das

heißt, wir werden nach wie vor Wohnungen bauen. Wir

versuchen, auch mehr im gewerblichen Bereich zu bauen;

werden den Betrieb sehr schlank halten, nicht zu

große Investitionen, damit die Abhängigkeit von Banken

sich in Grenzen hält. Ansonsten: Immer schauen, dass

man gute Fachleute, gute Ingenieure und Techniker hat

und Meister selber aufbaut.

Den Handwerkszweig wird der Junior sicherlich nicht

mehr so forcieren, wie ich – was ja auch dann zeitgemäß

ist.

Alle reden von Fachkräftemangel. Oberhauser auch?

Es trifft uns noch nicht wirklich. Wir haben sehr gute

Leute. Man muss halt zwei Sachen beachten:

Erstens, der gute Facharbeiter möchte heute im Hand-

„Immer schauen, dass man gute

Fachleute, gute Ingenieure und

Techniker hat – und Meister selber

aufbauen.“

werk dieselben Sozialleistungen und Vorteile haben wie

in der Industrie.

Nachvollziehbar.

Das Zweite ist: Es studieren ja heute die meisten jungen

Leute. Die wollen sich dann nicht die Hände dreckig

machen. Und oft wollen sie dann auch nicht in die

Nachfolge treten.

Also Fachkräftemangel ist sicher ein Problem, aber

nicht das Hauptproblem am Bau.

Was ist denn das Hauptproblem?

Das ist die Unterwanderung durch die osteuropäischen

Firmen.

Preiskämpfe?

Das auch. Und dann Qualität.

Unterwanderung heißt, die treten als Subunternehmer

auf und drücken die Preise mit schlechter Qualität?

Das kann man beobachten, ja.

n

BayWa-Umbau biegt in die Zielgerade ein

BayWa Baustoffe Landshut l Das bisherige Sortiment wird erweitert. Ab 2019 gibt es eine Erlebniswelt für stilvolles Bauen

und Modernisieren in einer attraktiven und großzügigen Ausstellung aus den Bereichen Fenster, Türen, Tore, Böden sowie

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20 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 21


Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

Rampenlicht Rampenlicht Geplant. Gebaut. Gewohnt.

DS elekrotherm genießt das neue Firmendomizil

und startet zweiten Bauabschnitt

DS elektrotherm l Relativ „geräuschlos“ ist der DS elektrotherm GmbH ein imposanter Neubau in der Inneren Münchener Straße

gelungen – zur Freude der Mitarbeiter, die angenehmes Raumklima, viel Tageslicht und kurze Anfahrtswege genießen können. Platz

für weiteres Wachstum gibt es auch, und ein zweiter Bauabschnitt läuft gerade an.

Der renommierte Landshuter Spezialist für

Gebäude- und Klimatechnik, DS elektrotherm, hat

am traditionellen Standort in der Inneren Münchener

Straße aus einem in die Jahre gekommenen

Altbau ein modernes Verwaltungsgebäude mit viel

Platz und viel Licht für die Mitarbeiter gemacht.

Was man heute sieht, ist aber nur der erste Bauabschnitt,

der zweite läuft gerade an: Zur Wittstraße

hin, wo früher eine Tankstelle war, erfolgt

der zweite. Dort entstehen das Kundendienstbüro,

Sozialräume und Lagerflächen sowie eine Parkgarage.

Insgesamt hat das neue Firmengelände

zukünftig eine Fläche von 5.600 qm. „Dann haben

wir auch Reserven für weiteres Wachstum“, sagt

Geschäftsführer Christian Stürzer.

Dieses Wachstum, über Jahrzehnte hinweg

kontinuierlich und solide, wird seit mehreren

Jahren durch den Fachkräftemangel gebremst.

„Du findest keine guten Leute mehr, vor allem im

Handwerk“, stellt Stürzer nüchtern fest. Zwar sind

Umsatz und Manpower auch in der jüngeren Vergangenheit

kontinuierlich gewachsen, aber Stürzer

beklagt, dass sein Unternehmen deutlich schneller

wachsen würde, fände er die geeigneten Mitarbeiter.

Der Zuwachs kommt vor allem durch Ausländer

und natürlich durch eigene Ausbildung. Dabei

ist DS elektrotherm ja ein attraktiver Arbeitgeber

und genießt überregionales Renommee.

„Gute nachbarschaftliche

Beziehungen haben den

Umbau bei laufendem Betrieb

möglich gemacht und die Kunden

haben nichts davon zu spüren

bekommen.“

In Versuchung, bei dieser Gemengelage still

und heimlich die Preise hochzuschrauben, kommt

er übrigens trotzdem nicht. „In unserer Liga spielen

nicht so viele Unternehmen, und in dem überschaubaren

Kreis herrscht trotz allem ein harter

Preiskampf“, so Stürzer. Er redet dabei von Aufträgen

in der Größenordnung 5 Mio. Euro und mehr.

Am meisten profitieren vom Neubau die Mitarbeiter.

Die neuen Räumlichkeiten bieten viel Platz

und kurze Wege, haben viel Tageslicht, und es

mangelt auch nicht an komfortablen Details. So

wurden z. B. sämtliche Büros mit modernen, hö-

henverstellbaren Schreibtischen ausgestattet und

es steht den Mitarbeitern Trinkwasser, angereichert

mit Kohlensäure, zur Verfügung.

Der Blick auf die Mitarbeiter gab letztlich auch

den Ausschlag für die Beibehaltung des Standortes

in der Stadt. Denn natürlich wurde zunächst auch

ein Neubau außerhalb in Erwägung gezogen, was

in mancherlei Hinsicht einfacher gewesen wäre:

Ein wesentlich einfacheres Genehmigungsverfahren,

und man hätte nach Fertigstellung umziehen

können, bis dahin aber in gewohnter Umgebung

weiterarbeiten. So aber musste man aufwändig die

Nutzung benachbarter Räumlichkeiten während

der Bauphase organisieren. Was, so Stürzer, nur

möglich war, weil mit Nachbarn einvernehmliche

Vereinbarungen getroffen werden konnten und so

in unmittelbarer Nähe vorübergehend Flächen zur

Verfügung standen.

„Viele Mitarbeiter kommen mit den Radl oder

zu Fuß oder Bus und gerade die Azubis brauchen

eine günstige Verkehrsanbindung“, erläutert Stürzer

den Hauptgrund für den beibehaltenen Standort.

Geschäftsführer Dipl. Ing. (FH) Christian Stürzer.

„Wir sind in unserem alten

Firmengebäude räumlich und

logistisch an Grenzen gekommen.

Deshalb war der Neubau ein

notwendiger und logischer Schritt,

um unsere Aufträge auch künftig

auf dem gewohnt hohen Niveau

abwickeln zu können.“

Aber auch ökonomisch macht der Umbau

Sinn: Es wurde auf eine hohe Funktionalität geachtet,

effektivere Abläufe, kürzere Wege und

bessere Kommunikation rechnen sich auf Dauer.

Als Experte für Gebäudetechnik hat das Unternehmen

natürlich gerade auf diesem Gebiet

Ehrgeiz walten lassen. Der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes

(BHKW) ermöglicht eine ressourcenschonende

Energiegewinnung, der erwirtschaftete

Strom wird selbst genutzt, der Rest eingespeist.

Wärme oder Kälte – je nach Jahreszeit – wird über

die Betonkernaktivierung verteilt und sorgt für ein

angenehmes Raumklima. Der besondere Clou dabei

ist eine sogenannte Absorptionskältemaschine, die

aus Wärme Kälte gewinnt. Die Wärme hierzu wird

ebenfalls vom BHKW produziert und somit auch im

Sommer Strom für den Eigenbedarf erwirtschaftet.

Die Kältemaschine wird in der bei DS elektrotherm

realisierten Konstruktion mit treibhausneutralem

Kältemittel betrieben. Eine Anlage, die es in dieser

Ausgestaltung für ein Bürogebäude weit und breit

nicht gibt.

Über die selbst geplante und programmierte

Gebäudeleittechnik wird das Gebäude energieoptimiert

betrieben. In den Räumen werden über

die Einzelraumregelung Licht, Temperatur und Jalousien

optimiert gesteuert. Bei den Leuchten wurde

ausschließlich LED-Technik installiert, um den

Stromverbrauch dauerhaft zu senken. n

DS Elektrotherm und der

Neubau im Stenogramm

• 14. November 1980

Eintragung ins Handelsregister,

• am 1. Mai 1993 wir der 101.

Mitarbeiter eingestellt,

• Mitarbeiterzahl heute: knapp 200,

davon 30 Auszubildende,

• Leistungen:

Heizung

Sanitär

Lüftung

Kälte-/Klimatechnik

Anlagenbau

Gebäudeleittechnik

Industrielle Anlagen

Nutzerspezifische Anlagen,

• jeweils Planung, Ausführung.

Kundendienst, Wartung.

Der Neubau

• 1. Bauphase: Modernes Verwaltungsgebäude,

Innere Münchener Straße,

Einzug Februar 2018,

• 2. Bauphase Baubeginn Ende 2018,

geplante Fertigstellung: Ende 2019;

hier entstehen ein großes Lager, das

Kundendienstbüro und Sozialräume,

• Fläche insgesamt 5.600 qm, verteilt

auf 7 (Wittstraße) bzw. 5 Stockwerke

(Innere Münchener Straße),

www.elektrotherm.com

So kommt es, dass das Unternehmen nicht

nur attraktive Aufträge mangels Manpower ablehnen

muss, sondern auch noch diplomatisches

Geschick braucht, um solche Kunden nicht für die

Zukunft zu verprellen. Stürzer erklärt ihnen meist

im persönlichen Gespräch die Umstände und stößt

dann meist auf Verständnis.

Der Neubau hat zur Inneren Münchener Straße hin

5 Stockwerke. Das Erdgeschoss ist an den

Biomarkt Frisch und Fein vermietet, ganz oben

befindet sich eine Wohnung; wegen der Hanglage

werden es dann auf der Seite

zur Wittstraße hin 7 Stockwerke sein.

22 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 23


Industrie Flottweg SE

Industrie Flottweg SE

Links das derzeitige Produktionsgelände. Nur gut einen Kilometer davon entfernt entsteht derzeit Werk 2. Die Montage der Anlagen wird komplett ins neue

Werk 2 verlegt. Von dort gehen die Maschinen schließlich auch in den Versand. Außerdem wird unter anderem der Service auf 3.600 Quadratmeter Bürofläche

hier eine neue Heimat finden. Oben: Anlagen wie diese gehen von Vilsbiburg aus in die ganze Welt.

Flottweg verdoppelt seine Herstellungskapazitäten

in Vilsbiburg

Flottweg SE l Beim Vilsbiburger Trenntechnikspezialisten Flottweg ist man auch für die kommenden Jahre fest vom Standort

Deutschland und im Speziellen vom Standort in der Region Landshut überzeugt. Derzeit entsteht ein Werk 2 als Basis für nachhaltiges

und effektives Arbeiten in der Region.

bisher erforderliche logistische Aufwand minimiert

werden. Im Stammwerk, dem künftigen Werk

1, das in 1,1 Kilometer Entfernung zum neuen

Standort liegt, sollen künftig die Bauteile für die

verschiedenen Maschinen gefertigt werden. Die

Montage der Anlagen wird komplett ins neue Werk

2 verlegt. Von dort gehen die Maschinen schließlich

auch in den Versand. Außerdem wird unter anderem

der Service dort eine neue Heimat finden,

weshalb auch ein Gebäude mit 3.600 Quadratmeter

Bürofläche vorgesehen ist.

Im Mai 2018 begann die Flottweg SE mit den

Erdarbeiten für ihr neues Werk 2 an der Baumgartenstraße

in Vilsbiburg. Wenn das 42-Millionen-

Euro-Bauvorhaben mit seinen 18.000 Quadratmeter

Produktionsfläche Anfang 2020 in Betrieb geht,

wird Flottweg damit seine Herstellungskapazitäten

verdoppeln. Der Sprecher des Vorstands der Flottweg

SE, Fritz Colesan betont: „Es wurde immer

deutlicher, dass wir eine grundlegende Lösung

brauchen, die auch mal zehn Jahre hält.“ Aktuell

produziert Flottweg auf 15 Fertigungsmaschinen

im Dreischichtbetrieb, um alle Aufträge bewältigen

zu können.

Der Grundstein des Erfolgs:

die Ausbildung

Um die Qualität der Produkte langfristig auf

dem höchstmöglichen Level zu halten fiut2lässt

Flottweg nur ausgebildete Fachkräfte an die Fertigungsmaschinen.

Aus diesem Grund bietet das

Unternehmen seit über 70 Jahren technische

Ausbildungsberufe an. Aktuell lernen über 50

Mädchen und Burschen die Ausbildungsberufe des

Industriemechanikers (m/w) und des Mechatronikers

(m/w).

Der Industriemechaniker hat eine Lehrzeit von

regulär 3,5 Jahren, wobei eine Verkürzung möglich

ist. Hier werden grundlegende Kenntnisse über

das Fertigen von Bauteilen und Baugruppen vermittelt

sowie das Instandsetzen und Warten von

Maschinenanlagen. Ebenfalls 3,5 Jahre dauert die

Ausbildung zum Mechatroniker. Die Azubis werden

ausgebildet im Fertigen und Instandhalten von

elektrischen Baugruppen und Anlagen.

Auch eine kaufmännische Ausbildung gehört

alle zwei Jahre zum Angebot des Unternehmens

dazu. Als Fremdsprachen-Industriekaufmann

(m/w) durchlaufen die Auszubildenden alle fachrelevanten

Abteilungen. Der starke Fokus auf die

Fremdsprachen unterstützt sie dabei, die Herausforderungen

in einem internationalen Umfeld zu

meistern.

Ob Unternehmen an einem Standort investieren

oder nicht, hängt im Wesentlichen von dessen

Attraktivität ab. Durch die Globalisierung und die

harte internationale Konkurrenz ist ein wettbewerbsfähiger

Standort für Firmen noch wichtiger

geworden als früher. Beim Vilsbiburger Trenntechnikspezialisten

Flottweg ist man auch für die kommenden

Jahre fest vom Standort Deutschland und

im Speziellen vom Standort in der Region Landshut

überzeugt.

Das Jahr 2006 – Deutschland feiert seine

Fußballhelden im eigenen Land, in Österreich wird

das Mozartjahr eingeläutet und die neue Rechtschreibreform

tritt offiziell in Kraft. Auch Flottweg

sah in jenem Jahr noch etwas anders aus. Das

Unternehmen beschäftigte halb so viele Mitar-

„Es wurde immer deutlicher, dass

wir eine grundlegende Lösung

brauchen,

die auch mal

zehn Jahre

hält.“

Fritz Colesan,

Vorstandssprecher

Flottweg SE

beiter und erzielte ungefähr die Hälfte des Umsatzes,

wie im Jahr 2017. Aufgrund des starken

Wachstums des Unternehmens in den vergangen

Jahren,kommt Flottweg nun baubedingt an die

Grenzen. Eine Untersuchung des Kompetenzzentrums

„Fabrikplanung“ hat unter der Mitwirkung

der Hochschule Landshut schnell herausgefunden,

dass die Abläufe bei Flottweg deutlich effizienter

werden sollten, weil sich viele Produktionswege

kreuzen und eine grafische Darstellung des Materialflusses

mehr einem bunten Gekritzel glich als

einer logischen Struktur.

Hinzu kommt, dass Flottweg mittlerweile drei

Außenlager betreibt, die zusätzlichen Verkehr und

Zeitverlust erzeugen. Mit dem Werk 2 sollen die

Abläufe bei Flottweg deutlich vereinfacht und der

Auszeichnung für Flottweg-Ausbildng: Aktuell lernen über 50 Mädchen und Burschen die Ausbildungsberufe

des Industriemechanikers (m/w) bzw. des Mechatronikers (m/w).

Durch die Integration der Ausbildung in die

betrieblichen Abläufe und die stetige Vermittlung

von theoretischen Kenntnissen sind die Auszubildenden

nach der Ausbildung hochqualifizierte

Fachkräfte. Flottweg bildet vor allem für den eigenen

Bedarf aus. In den letzten Jahren wurde allen

ausgelernten Auszubildenden ein fester Arbeitsvertrag

angeboten.

Der Anmeldeschluss für die Ausbildung zum

Industriemechaniker (m/w) und zum Mechatroniker

(m/w) ist der 30. September 2018. Der Anmeldeschluss

für die Ausbildung zum Fremdsprachen-

Industriekaufmann (m/w) ist der 30. September

2019. n

Weitere Informationen: www.flottweg.com

24 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 25


Energietechnik: SPIE SAG

Ausbildungsinitiative und

gelebte Integration

Systemlieferanten I Die SPIE SAG ist deutscher Marktführer im Bereich wachstumsstarker

Energieinfrastrukturdienstleistungen und positioniert sich als führender Serviceund

Systemlieferant für die energietechnische Infrastruktur von Versorgungs- und

Industrieunternehmen. Dieses Jahr startete SPIE SAG eine Ausbildungsinitiative und

engagierte sich in gelebter Integration.

Die Ergoldinger SPIE SAG, größter deutscher

Standort der Gruppe, stemmt sich gegen den

Fachkräftemangel mit einer Ausbildungsinitiative

und investierte verstärkt in die elektrotechnische

und mechanische Ausbildung. Hochqualifizierte

Ausbilder sowie neueste Ausrüstungen und Werkzeuge

sorgen in Kombination mit Baustellen- und

Montageeinsätzen dafür, dass die Jugendlichen

für die zukunftsträchtigen Berufe der Energiewirtschaft

gewappnet sind. Angeboten wird eine Vielzahl

von Ausbildungswegen (siehe Kasten unten).

Gelebte Integration bei

SPIE SAG am Standort Ergolding

Auch in Sachen Integration wurde SPIE SAG

aktiv und hat auf diesem Weg sogar Arbeitskräfte

rekrutiert. Bereits mehrfach hat SPIE SAG in

Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit am

Standort Ergolding Bewerbertage mit Flüchtlingen

durchgeführt. Anhand von Schaubildern wurden

dabei die verschiedenen Tätigkeiten des jeweiligen

Berufsfeldes erläutert. Schnell zeigte sich,

wer Vorkenntnisse und Erfahrungen darin hatte

und somit für ein Praktikum auf den Baustellen

geeignet war.

„Nach einer intern getroffenen Auswahl unter

Einbeziehung der Kolonnenführer konnten nach

Ausbildungsberufe bei SPIE SAG

• Elektroniker für Energieu.

Gebäudetechnik

• Industrieelektroniker

• Elektroanlagenmonteur

• IT-Systemelektroniker

• Bauzeichner

• Konstruktionsmechaniker

• KFZ-Mechatroniker

• Tiefbaufacharbeiter

• Rohrleitungsbauer

• Industriemechaniker

• Industriekaufleute

Infos auf: www.spie-sag.de/de/karriere.php

Das Hauptgebäude der SPIE SAG GmbH in Ergolding.

Vorletztes Jahr wurde hier das 100-jährige

Bestehen der SAG gefeiert und 2017 der Übergang

von „SAG“ zu SPIE SAG vollzogen.

Auszubildende bei SPIE SAG..

Im Rahmen von Bewerbertagen integrierte

SPIE SAG auch schon Flüchtlinge als Arbeitskräfte.

Die SPIE SAG im Stenogramm

SPIE SAG gehört in Deutschland zu den

führenden Service- und Systemlieferanten

für die energietechnische Infrastruktur

von Versorgungs- und Industrieunternehmen.

SPIE SAG bietet herstellerunabhängige

Services und Systeme für die

Energieerzeugung sowie die Übertragung

und Verteilung in Strom-, Gas- und

Wassernetzen. Etwa 8.000 Beschäftigte

erwirtschaften einen Umsatz von über

einer Milliarde Euro. Über 100 Standorte

gewährleisten in Deutschland flächendeckenden

Service für regionale und

kommunale Energieversorger, Industrieunternehmen,

Kraftwerksbetreiber und

Verkehrsbetriebe. Darüber hinaus ist die

SPIE SAG in Frankreich, Polen, Ungarn,

Tschechien und der Slowakei mit Tochtergesellschaften

präsent.

Die Tatigkeitsschwerpunkte

• Service

• Schaltanlagenbau

• Leitungsbau

• Netzbau

• Rohrleitungsbau

• Kommunikationsnetze

erfolgreichem Praktikum schon mehrere Kandidaten

in feste Anstellungsverhältnisse übernommen

werden. „Wir sind begeistert“, freut sich der technische

Regionsleiter Markus Kopp.

Das Unternehmen, vormals unter dem Namen

SAG bekannt, feierte 2016 sein 100-jähriges Firmenjubiläum

und hat eine wichtige Rolle bei der

Gestaltung der deutschen Energieinfrastruktur

gespielt. Es ist heute Marktführer in Deutschland,

wo es knapp 75 Prozent seines Umsatzes

erwirtschaftet, aber auch in der Slowakei, Tschechien,

Polen, Ungarn und Frankreich fest etabliert.

Die SAG beschäftigt rund 8.000 hochqualifizierte

Mitarbeiter an mehr als 170 Standorten,

davon 120 in Deutschland. Der Umsatz betrug

2016 rund 1,3 Milliarden Euro.

Letztes Jahr präsentierte sich der Standort

Ergolding mit gleich zwei Ständen in bester Lage

auf der Niederbayernschau in Landshut. Im Fokus

des Messeauftritts stand die Darstellung der neuen

Marke sowie der neuen Dienstleistungen der

SPIE SAG in Ergolding. Dies sind Leistungen im

Planungsbereich für Telekommunikationsnetze sowie

im Sektor der erneuerbaren Energien. Dazu

wurde auf der Niederbayernschau das Portfolio der

Allfamily vorgestellt. Sie umfasst alle energetisch

relevanten Leistungen wie Energieberatung (All-

Check), Batteriespeichertechnologie (StorageAll),

Photovoltaik (PVAll) und vor allem Ladesysteme

für Elektromobilität (emobiAll).

n

MEDIA|tek investiert am Standort Litzelkirchen

Erlebnis Medientechnik: Neuer MEDIA|tek Showroom in Litzelkirchen bei Binabiburg

Das Systemhaus MEDIA-tek GmbH aus dem

südlichen Landkreis Landshut plant und installiert

seit mehr als 20 Jahren Medientechnik für höchste

Ansprüche. Zu den Kunden zählen u.a. das Bayerische

Ministerium des Innern, der Roboterhersteller

KUKA in Augsburg und das neue Planetarium „Supernova“

in Garching (ESO).

MEDIA|tek

In der Medientechnik spielen viele Komponenten

(sprich Geräte, Produkte) zusammen.

MEDIA|tek plant und installiert diese Geräte,

so dass die Technik für Ihre individuelle Besprechungssituation

einwandfrei arbeitet.

In unserem neuen SHOWROOM erleben Sie

modernste Medientechnik live und in unterschiedlichen

Besprechungsszenarien: vom

HuddleSpace bis zum großen Konferenzraum.

Weitere Infos: www.showroom.land

T 08741 925800 | info@media-tek.com

Links: Im denkmalgeschützten „Droadkasten“ ist der SHOWROOM untergebracht. Der sogenannte

„Darkroom“ ist speziell für die Präsentation von Peripheriegeräten und Medientechnik für Ausstellungen

und Museen konzipiert.

Zehn Mitarbeiter und einen Auszubildenden beschäftigt

das Unternehmen aktuell. 2017 investierte

das Unternehmen am Ortseingang von Binabiburg

in einen Neubau – ein großes Lager mit Fertigung.

Mit dem preisgekrönten Architekturbüro studiolot

aus Altötting entstand dann im ersten Halbjahr 2018

am Hauptsitz in Litzelkirchen ein SHOWROOM mit

modernster Medientechnik für unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Dazu zählen kleine, mittelgroße

oder große Besprechungsräume, Hörsäle, sowie Lösungen

für den mobilen Einsatz. Verschiedene Meetingsituationen,

z. B. Collaboration in Huddle-Rooms,

Anbindung & Integration von Skype for Business,

Deckenlautsprecher mit Richtungsbezug sowie neueste

interaktive Displays können hier live erlebt und

ausprobiert werden. Auch ein Videokonferenzsystem

und Tischeinbaufelder, Decken- und Wurfmikrofone

etc. können getestet werden.

Medientechnik live erleben.

Im sogenannten „Darkroom“ sind Peripheriegeräte

und Medientechnik für Ausstellungen und

Museen verbaut: Eine Präsentations-Software mit

RFID-Tag, ein 4K-Display, ein – in den Tisch eingebautes

– Touch-Display u.v.m. Der Showroom bietet

bestuhlt Platz für ca. 20 Personen, ein Catering

kann auf Wunsch gerne organisiert werden. n

Weitere Informationen: MEDIA|tek® GmbH

Litzelkirchen 3 l 84155 Bodenkirchen

Tel. +49 8741 92580-0

info@media-tek.com

www.media-tek.com l www.showroom.land

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26 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 27


Industrie: ebm-papst

Industrie: ebm-papst

Technologisch immer eine

Nasenlänge voraus bleiben

ebm-papst l Die ebm-papst Unternehmensgruppe legte über Jahre ein rasantes

Wachstum hin. Im letzten Geschäftsjahr, das am 31. März 2018 zu Ende ging, wurde

ein Umsatzplus von 7,5 % bekanntgegeben und damit erstmals die 2 Milliarden Euro

überschritten. Hier im WirtschaftsLEBEN-Interview sprachen der Vorsitzende der

Geschäftsführung, Stefan Brandl, und seine neue (seit 1. Juli) Mitgeschäftsführerin am

Standort Landshut, Stefanie Spanagel, über die Gründe des Erfolgs, die Strategie für

die Zukunft und ihre persönliche Motivation.

Die beiden Landshuter Werke: „Die Stellenbeschreibungen werden sich durch die Digitalisierung ändern, aber die Mitarbeiterzahl in etwa gleich bleiben.“

Frau Spanagel, Herr Brandl, was macht die Dynamik der

Unternehmensentwicklung möglich?

Brandl: Das ist unsere sogenannte EC-Technologie, beruhend

auf dem Leitsatz, den unser Unternehmensgründer

Gerhard Sturm schon ganz früh gepflegt hat: Jedes Produkt

muss ökologisch und ökonomisch besser sein als

sein Vorgänger. Als die Nachhaltigkeitsdiskussion aufkam

und Energieeffizienz ein entscheidendes Thema wurde,

hatten wir ein Produktportfolio, das bis heute sehr stark

nachgefragt wird. Wir haben uns einfach zum richtigen

Zeitpunkt auf nachhaltige Produkte konzentriert.

Weitsicht, Zufall oder Glück?

Spanagel: Da muss man schon sagen, dass er die richtige

Nase hatte und visionär gedacht hat, weil er auch

Ressourcenschonung sehr frühzeitig einbezogen hat.

Zum einen konnten wir bei unseren Produkten über

die Motortechnologie und den Wirkungsgrad einiges

herausholen. Zum anderen gibt es bei der Aerodynamik

– also den Laufrädern – noch viel Potenzial. So

verwenden wir zum Beispiel auch hier nachhaltige Materialien.

Das Dritte ist dann die Elektronik. Über diesen

Weg steuern wir die Motoren an und können dann beim

Gesamtwirkungsgrad sehr viel erreichen. Und was speziell

den Landshuter Standort anbelangt, hat natürlich

die Energieeinsparverordnung eine Rolle gespielt. Dadurch

hat es de facto ein Verbot gegeben, Heiztechnik

mit schlechten Wirkungsgraden und damit nachteiliger

Schadstoffemission einzusetzen.

Was sind die Haupteinsatzgebiete für ebm-papst-

Produkte?

Brandl: Wir haben sieben strategische Märkte: Luftund

Klimatechnik, industrielle Kältetechnik, industrielle

Lufttechnik, Automotive-Bereich, Antriebstechnik und

schließlich hier in Landshut die Heiztechnik sowie die

Hausgerätetechnik.

Man findet unsere Produkte also so ziemlich in allen

Bereichen, sei es im Haushalt, in der Industrie, im Handel,

im Straßen- und Schienenverkehr, in Gebäuden

aller Art, in der Energietechnik und natürlich im Bereich

der Elektronik und Digitalisierung.

Stefanie Spanagel, seit 1. Juli Geschäftsführerin am Standort Landshut, kommt vom Automobil- und Maschinenbauzulieferer

AMK mit Sitz in Kirchheim unter Teck. Dort war sie zuletzt als Head of Operations für

die weltweiten Produktionsstätten des Unternehmens verantwortlich. Zuvor war die Diplom-Betriebswirtin

mit Studium in Reutlingen und Paris von 2005 an beim Ludwigsburger Filterspezialisten MANN+HUMMEL

GmbH in verschiedenen Führungspositionen u.a. als Werkleiterin tätig. Der langjährige Geschäftsführer in

Landshut, Stefan Brandl, ist seit Januar 2017 CEO der ebm-papst Unternehmensgruppe und noch Teil der

Geschäftsführung in Landshut.

Was bedeutet die beschlossene Hinwendung zum Elektro-Auto

für Ihr Unternehmen?

Brandl: Wir überlegen natürlich, wie wir auch in der

Elektromobilität zukünftig eine Rolle spielen können.

Ein spannender Ansatz, den wir gerade stark forcieren,

sind die Ladestationen. Die müssen belüftet werden,

weil ja Elektronik drinsteckt, die nicht zu heiß werden

darf. Für die Kühlung sorgen Ventilatoren von uns.

Ist das produktbezogen derzeit die interessanteste

Wachstumsperspektive oder gibt es noch andere?

Spanagel: Cloud-Computing z. B. ist ein schnell wachsendes

Feld. In den riesigen Datencentern müssen die

großen Serverstationen runtergekühlt werden. Aber wir

wachsen in all den aufgeführten Märkten, in manchen

stärker, in anderen weniger stark, das schwankt konjunkturell.

Momentan wachsen wir am stärksten in der

automobilen Welt sowie bei Luft und Klima.

Und weltmarktbezogen, wo spielt die Musik? China?

USA?

Brandl: Wir setzen momentan tatsächlich den stärks-

„Wir wachsen in allen sieben

Geschäftsfeldern, wenn auch

konjunkturbedingt mit

wechselnder Geschwindigkeit.“

ten Focus auf diese zwei Märkte, Nordamerika und

insbesondere China/Asien. In Europa sind wir ja über

die Jahre hinweg sehr stark gewachsen. Wir machen

nach wie vor in Europa fast 70 % unseres Geschäftes.

Um weiter Wachstum zu generieren, wollen wir unsere

Märkte in Übersee ausbauen. Wir setzen daher ein

Regionalisierungskonzept um, indem wir in der Region

für die Region entwickeln, produzieren und vermarkten.

Daher sind starke Investitionen in Asien und auch in

Nordamerika vorgesehen, – und zwar in Personal, aber

natürlich gleichzeitig auch in Standorte.

Natürlich haben wir über die Jahre

hinweg sehr viel in die Automatisierung

investiert, aber wir

brauchen auch eine hohe Flexibilität

und die kriegen wir nur durch

unsere Mitarbeiter.“

Macht Ihnen Trump Sorgen?

Brandl: Was das ganze Thema Strafzölle anbelangt,

das kann uns natürlich schon erheblich die Konjunktur

vermiesen. Steigende Zölle sorgen für Preissteigerungen,

das mindert den Absatz und das wiederum schlägt

irgendwann auf unsere Bedarfsmengen zurück. Auch

gehen die Investitionen in Maschinen und Einrichtungen

zurück und fast überall hängen wir in der Schleife mit

drin. Also, wir sind nicht direkt mit unserem Produktprogramm

betroffen, das wir in den USA haben, aber es

ist einfach konjunkturell ein Risiko.

Was bedeutet Digitalisierung, Stichwort Industrie 4.0,

konkret für die zukünftige Konkurrenzfähigkeit Ihres

Unternehmens?

Brandl: Da sind wir ja die aktiv Betreibenden, einer der

Vorreiter-Betriebe. Wir haben mit SAP schon sehr früh

eine Kooperation vereinbart, die uns im Grunde „von

der Wiege bis zur Bahre“ unser Produkt verfolgen lässt.

Das heißt, von der gesamten Supply-Chain, beginnend

mit der Materialanlieferung über die Logistik in die Produktion

bis hin zum Kunden können wir unsere Produkte

auf Sachnummernebene und auf Komponentenebene

nachverfolgen. Das ist die eine Facette.

Die zweite ist die Integration unserer Produkte in

Digitalisierungslösungen. Wir kommen bei unseren

Standard-Produkten ja von der Mechatronik her in eine

Elektrifizierung, die eine Digitalisierung zur Folge hat.

Und im nächsten Schritt werden dann die Daten, die wir

aus dem Ganzen gewinnen können, auch genutzt. Etwa,

um bei dem Produkt Früherkennungen von Wartungseinsätzen

oder Fehlermeldungen zu ermöglichen. Oder

dem Kunden Informationen über das Profil des Lüfters

zu geben. Wir können auch z. B. über Handy-App einen

Ventilator, egal wo auf der Welt, parametrisieren, also

analysieren oder steuern, etwa die Drehzahl verändern

usw.

Vom Handy aus?

Vom Handy, vom Rechner, egal.

Das können Produkte seit wann?

Das haben wir in den letzten 1-2 Jahren entwickelt,

weil die Kunden das stark nachfragen. Noch nicht flächendeckend,

aber wir haben die Technologie dazu.

Es ist in diesem Zusammenhang viel von Arbeitsplatzverlusten

an Roboter usw. die Rede. Wagen Sie eine

Prognose, ob das auf ebm-papst zutrifft?

Spanagel: Grundsätzlich wird sich natürlich die Anforderung

ans Personal verändern. Es wird allgemein eine

Veränderung innerhalb der Arbeitsplatzbeschreibungen

geben und mehr und mehr eine andere Mitarbeiterkompetenz

gefragt sein. Ich glaube, das ist nicht nur bei

ebm-papst so.

Beispielsweise sehen wir jetzt auch schon im Ausbildungsplan

der Azubis, dass das Thema Digitalisierung

mit aufgenommen ist.

Wir gehen davon aus, dass es am Standort Landshut

kein großes Wachstum an Arbeitsplätzen geben wird.

Aber auch kein Rückgang in den nächsten 10 oder 20

Jahren?

Spanagel: So weitreichende Prognose kann man nicht

seriös machen, weil sich die Welt viel zu schnell verändert.

In der Digitalisierung liegen jedenfalls auch

Chancen. Und deswegen würde ich sagen, es wird am

Standort Deutschland weiterhin ausreichend Arbeitsplätze

geben, denn Roboter sind vor allem für hohe

Stückzahlen geeignet. Natürlich haben wir über die

Jahre hinweg sehr viel in die Automatisierung investiert,

aber wir brauchen auch eine hohe Flexibilität und

die erreichen wir nur durch unsere Mitarbeiter. Allerdings:

Die Mitarbeiter müssen sich genauso verändern,

wie wir uns anpassen müssen. Und sie sollten mit komplexeren

Strukturen zurechtkommen. Man muss alle

Facetten durchdenken, damit der deutsche Standort

wettbewerbsfähig bleibt. Wenn wir uns nicht bewegen

würden, hätten wir irgendwann Schwierigkeiten.

Und das wird noch eine Weile so bleiben?

Spanagel: So sehe ich das, ja. Und solange wir hier am

Standort entwickeln, werden wir auch am Standort produzieren,

weil einfach der Produktentstehungsprozess

eine Nähe von Entwicklung und Produktion braucht.

Also Sie glauben beide, dass zwar neue, andere Arbeitsplätze

entstehen, aber zahlenmäßig wird es auf

gleichem Niveau bleiben?

Spanagel: Ja, wir haben jetzt rund 1.200 Leute hier

am Standort. Und ich gehe schon davon aus, dass wir

die großen Chancen, die wir hier im Rahmen unserer

Märkte haben, auch weiterhin wahrnehmen können,

und dann werden wir zumindest das gleiche Mitarbeiterpotenzial

brauchen.

Was sind aktuell die größten Herausforderungen über

die Digitalisierung hinaus?

Brandl: Das sind für uns die Weltmärkte, die sich immer

mehr auftun, dass wir da schnell und innovativ

genug sind und immer diese Nasenlänge vor unseren

Wettbewerbern sind wie derzeit. Das geht nur über

die typischen deutschen Tugenden: Fleiß, Disziplin und

auch durch das, was wir eigentlich in Deutschland über

die Jahre als Vorteil hatten: Die Facharbeiter, die unser

duales Ausbildungssystem hervorbringt. Wir brauchen

also ausreichend Auszubildende, die auch zukünftig ihre

Verbesserungsvorschläge, ihre Ideen, und ihre Leistung

mit einbringen.

Ansonsten liegt es, glaube ich, an uns selbst, dass wir

innovationsgetrieben unser Produktprogramm weiterentwickeln

und da einfach genug Ideen haben – in

Richtung Elektrifizierung und Digitalisierung.

Da gibt es ja auch für Landshut so eine Art ThinkTank

in Osnabrück, wo wir mit zehn Leuten auch eine ganz

klare Aufgabenstellung haben: elektronische Lösungen

u

28 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 29


Industrie: ebm-papst

Genussmittel: PÖSCHL TOBACCO GROUP

für einen speziellen Markt finden. Wir hoffen, dass wir

diese Investitionen dann auch in zukünftigen Umsätzen

und Erträgen zurückkriegen.

Und wir haben auch ein Start-up von fünf Leuten am

Campus in Dortmund, die an Zukunftsideen im Bereich

der Digitalisierung „spinnen“.

Wahrscheinlich gibt es in China Unternehmen, die Ihnen

technologisch auf den Fersen sind.

Brandl: Ich war vor ein paar Monaten in China auf einer

Messe, und ich habe die Wettbewerber gar nicht mehr

zählen können. Die bauen zwar sklavisch nach, aber sie

verbessern auch und natürlich lernen sie dazu. China

hat ein riesiges Potenzial, da müssen wir schon verdammt

gut sein und auf der Hut.

Daher sehen wir für uns zwei wesentliche Felder, die

wir strategisch besetzen. Die Technologie- und Innovationsführerschaft

ist das eine, die konsequente Kundenorientierung

das andere. Wenn wir die nicht besetzen,

werden wir Schwierigkeiten haben.

Ist Fachkräftemange für Ihr Unternehmen ein akutes

Problem?

Spanagel: Das sehen wir momentan noch nicht. Offene

Stellen können wir immer gut besetzen. Auch unsere

Ausbildungsplätze sind für das laufende Jahr besetzt.

Aber wir sorgen schon aktiv dafür, dass wir ein attraktiver

Arbeitgeber bleiben. Wir zahlen nach Tarif oder

darüber hinaus, und wir haben eine 35-Stunden-Woche.

Aber auch was das gesamte Arbeitsklima angeht, tun

wir viel: Kantine, betriebliches Gesundheitsmanagement,

Veranstaltungen, Mitarbeiterevents ...

Investitionen in Qualität und Attraktivität der Arbeitsplätze

rechnen sich auf diesem Weg?

Spanagel: Ja, man hat eine geringe Fluktuation und

keinen Fachkräftemangel. Man sieht es auch an den

„Unsere Bemühungen, die

Arbeitsplätze attraktiv zu gestalten,

zahlen sich aus in geringer

Fluktuation, maßvollen Fehlzeiten

und ausreichend Fachkräften.“

Abwesenheitsquoten, dass einfach die Leute sowohl

motiviert als auch gesund sind.

Was treibt einen an, diesen rasanten Expansionskurs

zu gehen und wie hält man das durch? Ist Work-Life-

Balance für Sie persönlich und im Unternehmen ein

Thema, auf das bewusst Augenmerk gelegt wird?

Brandl: Also Work-Life Balance kenne ich nicht. Bei mir

gibt es Work-Balance (lacht). Aber wenn Sie nicht Spaß

daran hätten, gestalterisch tätig zu sein und keinen

Führungsanspruch hätten, dann würden Sie es nicht

machen. Ich habe mir mit 20 nicht vorgenommen CEO

CEO Stefan Brandl mit EVL-Geschäftsführer Ralf

Hantschke: „Wenn wir etwas machen, dann nachhaltig.

So gibt es für den EVL Planungssicherheit.“

Berufsinfotag bei ebm-papst.

Produktion im Landshuter Werk 2.

einer Firma mit 2 Mrd. Euro Umsatz zu werden. Aber

wenn Sie solche Optionen bekommen und wissen, dass

Sie fürs Unternehmen auch etwas tun können, dann

macht es natürlich auch Spaß.

Spanagel: Ich kann das nur bestätigen, man muss einfach

Spaß daran haben, Dinge zu bewegen, nach vorne

zu bringen. Sie können dann ja auch zurückblicken, was

man mit dem Team geschafft hat. Das ist es, was einen

antreibt.

Brandl: Es ist der Erfolg und auch ein bisschen die

Verpflichtung den Menschen gegenüber. Dass die Menschen

einen sicheren Arbeitsplatz haben, ist einer meiner

Motivationsträger. Wir haben über 15.000 Menschen

weltweit beschäftigt bei ebm-papst. Das sind ebenso

viele Familien und dafür trägt man Verantwortung –

z. B., keine Fehler zu machen, die etwa zu Entlassungswellen

führen könnten.

Auch in der Saison 2018/19 unterstützt ebm-papst den

EVL wieder als Hauptsponsor. Seit mittlerweile bald 15

Jahren, obwohl bei den sportlichen Erfolgen durchaus

Über ebm-papst

ebm-papst Landshut ist Spezialist und

Marktführer bei der Entwicklung und

Herstellung von Ventilatoren, Kleinmotoren

und Pumpen für energieeffiziente

Heiz- und Hausgerätetechnik.

Gemeinsam mit Kunden werden optimale

Lösungen realisiert, wobei Qualität, Wirtschaftlichkeit,

Sicherheit und Umweltschutz

gleichermaßen berücksichtigt werden.

Produkte von ebm-papst Landshut stehen

für wegweisende und höchst zuverlässige

Problemlösungen zum Beispiel als Gebläse

in Brennwertheizungen, Heißluftventilatoren

für Herde oder Kondensatpumpen

für Wäschetrockner. Im Geschäftsjahr

2017/18 erzielte das Unternehmen einen

Umsatz von 333 Mio. Euro. Zum Ende des

Geschäftsjahres (31.03.2018) beschäftigte

ebm-papst Landshut 1.217 Mitarbeiter.

Die ebm-papst Landshut GmbH ist Teil

der ebm-papst Unternehmensgruppe mit

Hauptsitz im baden-württembergischen

Mulfingen. In der Unternehmenszentrale

konzentriert man sich mit dem Kompetenzzentrum

Luft auf Ventilatoren für die

Bereiche Lufttechnik, Klimatechnik sowie

Kältetechnik. Im Geschäftsjahr 2017/18

erzielte der Branchenprimus einen Umsatz

von über 2 Mrd. €Euro. ebm-papst beschäftigt

über 15.000 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter an 27 Produktionsstätten (u. a.

in Deutschland, China und den USA) sowie

48 Vertriebsstandorten weltweit. n

„Ein Unternehmen hat auch

eine Verpflichtung, etwas in die

Region zurückzugeben.“

Luft nach oben ist. Worin besteht eigentlich der Benefit

für ebm-papst?

Spanagel: Einen messbaren Benefit hat man da nicht.

Aber ein Unternehmen hat auch eine Verpflichtung, etwas

in die Region zurückzugeben und zu reinvestieren.

Dazu haben wir uns zwei wesentliche Themen vorgenommen:

Sport und Soziales. Im sozialen Bereich sind

das Kinderkrankenhaus, Feuerwehr, THW.

Und was Sport angeht: Wenn man in Landshut Sport

großschreibt, dann kommt man am EVL nicht vorbei,

mit allem Auf und Ab, das so ein Verein jetzt hinter

sich hat; er ist trotzdem in all den Jahren ein Aushängeschild

in der Region gewesen. Und egal, wo man auf

Reisen ist, zumindest in Deutschland, kennt man Landshut

und den EVL.

Wenn wir etwas machen, dann machen wir es nachhaltig,

Wir sagen: Auf uns könnt ihr euch verlassen und

habt eine nachhaltige Planungssicherheit. Solange wir

es uns leisten können, werden wir das auch in der Form

beibehalten.

n

Die Pöschl-Unternehmenszentrale in Geisenhausen.

Tabakprodukte seit vier Generationen

PÖSCHL TOBACCO GROUP I Mit dem bewährten Unternehmensslogan „Qualität - Tradition – Zukunft“ behauptet sich der

Geisenhausener Schnupttabak- und Rauchwarenspezialist als Familienbetrieb erfolgreich auf dem Weltmarkt.

Die PÖSCHL TOBACCO GROUP ist der weltweit

größte Produzent von Schnupftabak und

einer der führenden Hersteller und Distributeure

von Tabakprodukten in Europa. Zu den bekanntesten

Produkten aus dem Hause PÖSCHL zählen

mit Sicherheit die weltweit meistverkaufte

Schnupftabakmarke GLETSCHERPRISE sowie

im Feinschnittbereich (Tabak zum Selbstdrehen

& -stopfen von Zigaretten) die Markenfamilien

RED BULL und PUEBLO (Deutschlands meist

15 internationale Tochter- und

Beteiligungsgesellschaften sorgen

für Präsenz auf dem Weltmarkt.

verkaufter Drehtabak und Europas Marktführer im

Segment Feinschnitt ohne Zusatzstoffe). Darüber

hinaus ist Pöschl die Nr. 3 auf dem deutschen Pfeifentabakmarkt

und bietet ein breites Sortiment an

Pfeifentabaken. Seit 2008 hat Pöschl sich mit dem

Aufbau einer eigenen Zigarettenfertigung ein weiteres

Standbein geschaffen. Die bekannteste Marke

ist hier ebenfalls die zusatzstofffreie PUEBLO.

Tradition, Qualität und Zukunftsvisionen sind

für uns als Familienunternehmen seit über 115

Jahren gelebte Praxis. Die PÖSCHL-Gruppe, zu

der neben dem Stammhaus PÖSCHL Tabak auch

15 internationale Tochter- und Beteiligungsgesellschaften

gehören, generierte 2017 einen konsoli-

dierten Umsatz von über 520 Millionen Euro. Rund

820 Mitarbeiter weltweit, davon alleine 420 am

Hauptfirmensitz in Geisenhausen, sowie Exportaktivitäten

in ca. 100 Länder, machen Pöschl zu

einer global denkenden und handelnden Unternehmensgruppe

mit festen Wurzeln in der Landshuter

Region.

Informationen über das umfangreiche Ausbildungsangebot

oder mögliche offene Stellen für

alle Bereiche – von der Verwaltung über den

Vertrieb bis hin zur Produktion – gibt es auf

www.poeschl-tobacco.com/karriere. Auch Initiativbewerbungen

sind willkommen. n

PÖSCHL TOBACCO GROUP

Dieselstr. 1,

84144 Geisenhausen, Tel. 08743-971-0

poeschl@poeschl-tobacco.de

www.poeschl-tobacco.com

Ein breit gefächertes Sortiment und leidenschaftlicher

Umgang mit Tabak sind Grundsteine des

Erfolgs bei Pöschl.

30 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 31


Autohäuser: British Cars Landshut

Am liebsten

nach Landshut

BRITISH CARS LANDSHUT l Jaguar und Land Rover lieben die

Strecke. Wo sollte es ihnen besser gehen als bei British Cars?

Jaguar E-PACE, Kraftstoffverbrauch im kombinierten Testzyklus: 8,0-4,7 l/100 km,

C0 2

-Emissionen im kombinierten Testzyklus: 181-124 g/km.

Porträts Fotostudio Hackl

Seit einigen Jahren hat sich

British Cars Landshut zu einem

Anziehungspunkt für die Liebhaber

der beiden unvergleichlichen

Automobile entwickelt. Das Dienstleistungspaket

ist komplett, inklusive

Markenfachwerkstatt und einer

attraktiven Performance junger Gebrauchter.

Der springende Punkt ist die

Leidenschaft. Die Equipe von British

Cars glüht für ihre Marken.

Thomas Egresits ist mit Benzin

im Blut aufgewachsen, nie gab es

etwas anderes für ihn als Automobil.

Seit 15 Jahren lebt er für

Jaguar und Land Rover: „Ich habe

die beneidenswerte Aufgabe, zwei

der schönsten Marken zu vertreten,

die es gibt.“

Eva-Maria Aschenbrenner ist

sozusagen First Lady, die Stimme

von British Cars am Telefon, das

Lächeln am Empfang. Sie ist seit

der Premiere von Jaguar und Land

Rover in Landshut dabei am Stellwerk

aller Informationen und Termine.

„Serviceberater“ ist die offizielle

Bezeichnung für Thomas Lohr

(rechts) und Peter Wotschel (unten).

Das trifft die Sache, genügt

aber längst nicht der Qualität. Die

beiden Marken-Enthusiasten machen

einen Wagen zu ihrem Ein

& Alles, sobald er bei British Cars

vorfährt.

Der Titel „Wellness-Coach“

würde uns für die Arbeit der Serviceexperten

besser gefallen, weil

sie ihr Augenmerk tatsächlich bis

ins Detail auf alles legen, was dem

Wohlbefinden des Wagens dient. Insgesamt sind es 22 Mitarbeiter, die

British Cars in Landshut zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. Darauf

lässt sich gut aufbauen.

Der weitere Horizont

ist schon gespannt:

British Cars Landshut

goes Freising. Auch das

neueste Mitglied der Jaguar-Familie,

der erste

vollelektrischen Jaguar

I-PACE, ist mit dabei.

In Landshut kann er

schon jetzt bestaunt und

natürlich auch Probe gefahren

werden. n

BRITISH CARS LANDSHUT Liebigstr. 8 Tel. 0871-709-700 www.british-cars-landshut.com

Jaguar I-PACE, Stromverbrauch (kombiniert): ab 24,2-21,2 kWh/100km,

CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km

32 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 33


Dienstleister: LWS Group

Das IT-Komplett Haus in Landshut

Kunden der Creative Software Team GmbH können sich auf eine Rundum-Versorgung im gesamten EDV-Bereich verlassen.

Was unter einem „IT-Komplett Haus“ zu verstehen

ist? Eigentlich ganz einfach, sagt Stefan

Hartauer, Geschäftsführer der Landshuter Creative

Software Team GmbH (CST): „Konkret unterstützen

wir im IT-Alltag, verbunden mit einer tiefer

gehenden Systembetreuung.“

Mit IT-Alltag meint Hartauer die individuelle

Betreuung in den Bereichen Netzwerk, Server,

Firewall, Sicherheit und Virenschutz. Heißt: Schulungen,

erste Hilfe bei Problemen, Updates usw.;

Systembetreuung meint zunächst die Ausrüstung

mit Hard- und Software, und dann der maßgeschneiderte

Service. Bei den Wartungsverträgen

kann der Kunde zwischen verschiedene „Tiefen“

wählen: „Reaktiv“, „Aktiv“ und „Proaktiv“.

Individuelle Software-Adaptionen bzw. -Entwicklungen

für speziellen Bedarf gehören zu

den besonderen Stärken von CST. Damit können

Abläufe optimiert werden und müssen nicht an

eine Standardsoftware angepasst werden. Den

Teambesprechung: „Eine Zusammenarbeit mit uns

kann für einen Dreimann-Betrieb ebenso interessant

sein wie für ein mittelständisches Unternehmen

mit 50 Arbeitsplätzen und mehr.“

Mitarbeitern bleibt mehr Zeit für ihre eigentlichen

Aufgaben. „Software ist für die Menschen da, nicht

umgekehrt“, ist Hartauers Credo. Als erfolgreiches

Beispiel nennt er die CST Warenwirtschaft. Mittlerweile

ist sie branchenübergreifend universell

einsetzbar und deckt – auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse

zugeschnitten – alle Bereiche ab.

Attraktiv kann eine Partnerschaft mit CST

für Unternehmen jeder Größe sein. „Für ein Unternehmen

mit drei Arbeitsplätzen, die bei einem

Ausfall Umsatzeinbußen erleiden, kann das ebenso

interessant sein wie für ein mittelständisches

Unternehmen mit 50 Arbeitsplätzen“, so Hartauer.

Eine unabhängige Kundenbefragung hat

ergeben, dass diese folgende Attribute an CST

schätzen: zuverlässig, ideenreich, verständlich,

durchdenkend und wertschätzend. „Das entspricht

ziemlich genau unserer Philosophie“, freut sich

Hartauer. Die hohe Kundenzufriedenheit bringt es

mit sich, dass neue Kunden vor allem über Referenzen

und Empfehlungen zu CST kommen. Ausgangspunkt

einer Zusammenarbeit ist dann immer

ein IT-Check. Der beginnt mit einem kostenfreien

Erstgespräch, in dem vor allem der IT-Status des

Interessenten ermittelt wird.

n

Conceptas verleiht Kräfte –

und das seit 25 Jahren

Als branchenübergreifender Dienstleister in Personalfragen vermittelt conceptas

qualifiziertes Fachpersonal mit Erfahrung und Know-how.

Seit 25-jähriger Erfahrung in der Zeitarbeitsbranche

ist conceptas erster Ansprechpartner vor

Ort, der Unternehmen neue Kräfte verleiht. Als

branchenübergreifender Dienstleister in Personalfragen

vermittelt das alteingesessene Unternehmen

qualifiziertes Fachpersonal mit Erfahrung

und Know-how – ob bei kurzfristigen Engpässen

oder für langfristige Anstellungsverhältnisse. Die

Leistungen konkret: Arbeitnehmerüberlassung,

Leasing Takeover, On-Site-Management, Direct

Recruiting.

Als inhabergeführtes Unternehmen weiß conceptas

aus eigener Erfahrung, dass jeder Betrieb

und jede Branche individuelle Anforderungen hat.

Oft sind es Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Misserfolg

entscheiden. conceptas ist optimal vernetzt

und pflegt Kontakte seit vielen Jahren. Dadurch

steht ein großer Pool qualifizierter Bewerber zur

Verfügung, und es können die geeignetsten Kandidaten

ausgewählt werden – denn conceptas will

nur zusammenbringen, was wirklich zusammen-

Dienstleister: conceptas

passt! Der Name steht denn auch für erstklassige

Arbeit, die durch die Zuverlässigkeit und Sorgfalt

der Mitarbeiter gewährleistet wird. Die wichtigsten

Vorteile einer Zusammenarbei mit conceptas sind:

• Flexible Gestaltung der Personalstrukturen

• Erhöhung der Personaleffizienz durch konjunkturabhängigen

Einsatz von Arbeitskräften

• Ersparnis hoher Folgekosten beim Personalabbau

• Geringere Stundensätze gegenüber Stammpersonal

bei gleicher Qualifikation

• Wegfall von Unkosten durch Fehlzeiten, z. B. bei

Krankheit

• Vermeidung von Leerkapazitäten durch bedarfsgerechten

Personaleinsatz

• Langfristige Senkung der Personalkosten durch

effiziente Kombination aus Stamm- und Zeitarbeitspersonal

Auch bei laufender Zusammenarbeit haben die

Mitarbeiter von conceptas stets ein offenes Ohr für

Kunden und deren Mitarbeiter. Weil zufriedene Partner

auf die Dienstleistung von conceptas vertrauen,

steht ein respektvolles Verhältnis zwischen allen Beteiligten

an oberster Stelle. conceptas ist sich dieser

Verantwortung bewusst und setzt alles daran allen

Ansprüchen gerecht zu werden.

n

WETTEN, DASS ...

Das IT-Komplett Haus

Creative Software Team GmbH,

Freyung 632b, 84028 Landshut,

Fon: 0871 14368 0

info@creativesoftware.de

www.creativesoftware.de

... IHNEN KEIN EDV THEMA EINFÄLLT,

ZU DEM WIR KEINE ANTWORT HABEN?

25

Ein sehr guter Grund zum feiern!

Motivation genug für uns, um auch

in Zukunft Sie als Kunde und Sie

als Mitarbeiter/in erfolgreich zu

begleiten und zu vermitteln!

Fordern Sie uns und rufen Sie an.

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LANDSHUT | REGENSBURG | STUTTGART | LUDWIGSHAFEN | www.conceptas.de

34 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 Hauptgeschäftsstelle Landshut: conceptas GmbH I Siemensstraße 21 I 84030 Landshut I Telefon WirtschaftsLEBEN 0871 / 962 l Ausgabe 20 Landshut 20 7 l Herbst 2018 35


AUTOMOTIVE: AUTOHAUS OSTERMAIER

LebensART: Pullman City

Alles rund um die KFZ-Mobilität

an sieben Standorten

Autohaus Ostermaier GmbH l Die Auto-Familie Ostermaier wurde wieder mehrfach ausgezeichnet. An den Standorten Vilsbiburg (2x),

Eggenfelden, Landshut, Straubing, Mühldorf und Waldkraiburg bietet die Auto-Familie ein umfangreiches Service- und Leistungs

programm rund um das Thema Kfz-Mobilität.

Die Auto-Familie Ostermaier ist ein echtes Familienunternehmen,

das mittlerweile in der dritten

Generation von Veronika und Michael Ostermaier

geleitet wird. An den Standorten Vilsbiburg (2x),

Eggenfelden, Landshut, Straubing, Mühldorf und

Waldkraiburg bietet die Auto-Familie ein umfangreiches

Service- und Leistungsprogramm rund um

das Thema Kfz-Mobilität.

„Audi Top Service Partner 2018“ in Eggenfelden

und Vilsbiburg, Mühldorf als Audi Top Verkaufs

Partner 2017 und auch mit dabei beim Forum der

Besten 2017, wo die 50 erfolgreichsten VW Autohäuser

2017 geehrt werden. Diese Preise sprechen

für sich und kommen natürlich nicht von ungefähr.

Sie sind das Ergebnis einer gelebten Kundenausrichtung.

Das Landshuter Ostermaier-Team: Betriebsleiter Florian Rickler (rechts) mit Werkstattleiter Karl Thomas

(links) und Auszubildenden des Standorts Landshut

Pullman City – Das Ausflugsziel für Firmen

Die Westernstadt Pullman City in Eging am See bietet alles, was Firmenausflug oder Tagung zum einem besonderen Event macht.

Die lebende Westernstadt in Eging am See

ist mit ihrem breiten und abwechslungsreichen

Angebot die perfekte Location für Firmenevents

– egal ob mit 15 oder 500 Mitarbeitern. Mit viel

Erfahrung und Leidenschaft kümmert sich die

Gruppenabteilung um Ihren Ausflug und erfüllt mit

maßgeschneiderten Angeboten alle individuellen

Wünsche.

Erleben Sie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm

mit unterschiedlichen Shows,

teambildenden Aktivitäten, Erlebnis-Gastronomie

mit großer Buffet-Auswahl und außergewöhnlichen

Übernachtungsmöglichkeiten.

Teambuilding, Aktivitäten und

Shows die begeistern

Pullman City bietet alles, um den Teamgeist

Ihrer Mitarbeiter zu stärken. Durch zahlreiche

Aktivitäten wie Hufeisenwerfen, Bogenschießen,

einem Wild West Parcours oder auch durch die

Verhaftung einer gewünschten Person steigt die

Stimmung in jeder Gruppe. American History und

Wild West Action – tauchen Sie ein in den Wilden

Westen und lassen Sie sich vom vielfältigen Showprogramm

mit Cowboys, Indianern, freilaufenden

Bisons und Lassowerfern begeistern.

Die Westernstadt als

Tagungslocation

Nutzen Sie geräumige Konferenz- und Tagungsräume,

die mit moderner Präsentations- und

Audiotechnik ausgestattet sind. In der zweigeschossigen

Music Hall können Sie in authentischer

Wild West-Atmosphäre tagen. Das 2018 neu

renovierte und klimatisierte Südstaatenhaus

„Scarlett’s“ bietet eine beeindruckende Südstaaten-Atmosphäre

für bis zu 120 Personen mit Blick

auf die Mainstreet.

Übernachten beim Firmenausflug

Das Hotel La Hacienda im mexikanischen Stil

ist mit 28 Zimmern und seiner rustikal-modernen

Einrichtung die ideale Unterkunft für Firmen. Eine

Alternative für große Gruppen bieten geräumige

Ferienhäuser am Rande der Westernstadt, in denen

bis zu 120 Personen Platz finden.

Erleben Sie Wild-West Atmosphäre hautnah

im nostalgischen Palace Hotel mitten in der

Mainstreet, in zahlreichen Blockhütten oder in authentischen

Tipis mit Lagerfeuerromantik und Sie

werden lange eine schöne Erinnerung haben. n

Kundenzufriedenheit kann aber nur entstehen,

wenn der Leitgedanke auch im eigenen Unternehmen

getragen wird. Für die Auto-Familie kein

Problem, gehören doch Stärke, Mut und Verantwortungsbewusstsein

unter den mittlerweile 520

Mitarbeitern zum täglichen Rüstzeug. „Die Tradition

im Herzen und die Zukunft im Blick“, lautet eine

Maxime des Autohauses Ostermaier.

messung sowie in eine Nutzfahrzeughebebühne

investiert, um den strengen Anforderungen der

Marken gerecht zu werden. Die Zukunft erfordert

aber auch Veränderungen, von denen die Auto-

Familie im vergangenen Jahr geprägt war. „Um

unseren Service und unsere Effizienz weiter zu

verbessern, haben wir einige Abteilungen der alten

und neuen Standorte zentralisiert“. Neben Michael

und Veronika Ostermaier wurde außerdem als ein

weiterer Geschäftsführer Dirk Lohmann in die Führungsebene

der Auto-Familie mit aufgenommen.

„So sind wir gerüstet für die nächsten 10 Jahre!“

bestätigt Betriebsleiter Florian Rickler, der sich vor

Ort um die Anliegen der Landshuter kümmert. n

firmenevents

Die Automobilbranche unterliegt einem stetigen

Wandel und die Technik entwickelt sich

in rasanter Geschwindigkeit. Aus diesem Grund

legt das Unternehmen großen Wert auf die Ausund

Fortbildung der Mitarbeiter. Eine besondere

Bedeutung für zukunftsorientiertes Denken hat

dabei die Ausbildung junger Menschen zu hochqualifizierten

Mitgliedern der Auto-Familie, wofür

der Betrieb auch mit dem „Bundesbildungspreis“

ausgezeichnet wurde.

Jährlich wird im kaufmännischen als auch

im technischen Bereich ausgebildet. Die jungen

Leute durchlaufen während der Lehrzeit alle Abteilungen,

um das Gesamtspektrum des Betriebes

kennenzulernen. Um für die Zukunft gerüstet zu

sein, baut die Auto-Familie nicht nur das Knowhow

der Mitarbeiter weiter aus, sondern sichert auch

im Bereich der PKW und Nutzfahrzeuge wichtige

Kompetenzen. So wurde in den letzten Jahren an

vielen Standorten in eine moderne Fahrzeugver-

MIT DEM BETRIEB in DIE Westernstadt

Wir bieten maßgeschneiderte Angebote für Betriebsausflüge,

Tagungen, Seminare und Teambuilding-Events –

von 15 bis zu mehr als 500 Personen.

Inmitten der authentischen Wild-West-Kulisse stehen verschiedene

Tagungsräume, eine Erlebnisgastronomie mit hauseigenem

Catering, ein unterhaltsames Showprogramm und jede

Menge Aktivitäten für Ihre Gruppe zur Verfügung.

Ein besonderes Highlight sind Weihnachtsfeiern während

des deutsch-amerikanischen Weihnachtsmarkts.

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Westernstadt Pullman City Ruberting 30 94535 Eging am See Tel. 085 44 - 97 49 18

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36 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 37


Rottenburg

Oben: Rottenburger Rathaus, darunter die Mehrzweckturnhalle, daneben ein Blick in die Marktstraße.

(Im Uhrzeigersinn): Oberroning, Schlossklinik Rottenburg in Niederhatzkofen, die zentrale Max-von-Müllerstraße mit Blick auf den Turm der Pfarrkirche St. Georg,

Luftbild Oberotterbach und der Zwiebelturm von Högldorf.

„Ich würde sagen: Es ROLLT.“

Es läuft, in Rottenburg, da sind sich so ziemlich alle einig. Um Gewerbeansiedlungen muss man sich schon lange nicht mehr

bemühen, denn es fragen genug Unternehmen an. Die Einwohnerzahl wächst so dynamisch, dass man schon regulieren und sich auf

das Schritthalten der Infrastruktur konzentrieren muss. An Flächen für Gewerbe- und Wohnbau fehlt es der Stadt auf Sicht nicht, da

hat man im Rathaus rechtzeitig vorgesorgt – mittels Neuakquise und auch im Bereich Nachverdichtung.

In Rottenburg sagt man natürlich nicht „es

läuft“, sondern: Es rollt. Und jetzt sogar wieder

verstärkt – nicht nur, weil das traditionelle Autokennzeichen

ROL wieder im Einsatz ist, sondern,

weil es eben wirklich gut läuft, äh rollt. Das sagt

jedenfalls der Vorsitzende des Gewerbevereins,

Ludwig Zieglmayer, im Hauptberuf Metzgermeister

und Inhaber der gleichnamigen Metzgerei. Er

äußert im Gespräch mit WirtschaftsLEBEN großes

Vertrauen, dass „die im Rathaus da immer dahinter“

sind, wenn es um Firmenansiedlungen, Bauland

und Gewerbeflächen geht.

Im Gespräch mit dem 1. Bürgermeister Alfred

Holzner kann man jedenfalls schon mal den

Eindruck bekommen, man habe einen Unternehmer

vor sich, der die Geschicke einer Kleinstadt

managt, und das ebenso vorausschauend wie

nachhaltig.

Doch der Reihe nach: Das Bayerische Innenministerium

erhob den Markt Rottenburg 1971 zur

Stadt. Ein Jahr später verlor sie ihren Status als

Kreisstadt und wurde in den vergrößerten Landkreis

Landshut eingegliedert. Im Jahr 2007 feierte

Rottenburg ihr 750-jähriges Bestehen. Die Stadt

„Eine der größten Herausforderungen

ist aus meiner Sicht in

Zukunft die ärztliche Versorgung.

Das Ärztehaus ist dazu ein

wichtiger Baustein.“

Rottenburgs 1. Bürgermeister Alfred Holzner bei

der Einweihung des Ärztehauses.

gehört mit derzeit gut 8.300 Einwohnern zu den

kleineren Städten Niederbayerns, ist nach Einwohnern

die (nach Ergolding, Essenbach, Vilsbiburg

und Altdorf) fünftgrößte Kommune im Landkreis

Landshut und flächenmäßig die größte. Ferner ist

Rottenburg laut Regionalplan das Mittelzentrum

im nördlichen Landkreis, Vilsbiburg dasjenige im

Süden. Ergolding, Essenbach und Altdorf sind sogenannte

Unterzentren.

Unwichtig ist diese Einstufung als Mittelzentrum

nicht, denn sie garantiert der Stadt obersten

Rückenwind bei der weiteren Entwicklung:

Mittelzentrum bezeichnet einen zentralen Ort

der mittleren Stufe nach dem System der zentralen

Orte, das der Geograph Walter Christaller

1933 entwickelt hat. Die Bedeutung eines Ortes

bestimmt sich weniger nach seiner Größe als

nach seiner Infrastruktur im Vergleich zur näheren

Umgebung. Sie wird in die dreistufige Skala

Oberzentrum – Mittelzentrum – Unterzentrum

eingeordnet. Als Mindestgröße für die Ausweisung

eines Mittelzentrums wird eine Einwohnerzahl von

35.000 im Ort und seinem direkten Umkreis („Verflechtungsbereich“)

angesetzt. Zu dieser Kennzahl

kommen allerdings noch weitere Kriterien wie

Erreichbarkeit, Ausstattung, Tragfähigkeit des

zentralen Orts und ein eindeutig zuzurechnender

Einzugsbereich.

Rottenburg soll demnach für den nordwestlichen

Teilraum des Mittelbereichs Landshut wichtige

Aufgaben auch des gehobenen Bedarfs für

seinen Einzugsbereich wahrnehmen. Mittelzentren

dienen als Anlaufpunkt für die Versorgung an Waren,

Dienstleistungen und Infrastrukturangeboten,

die durch die umgebenden Unterzentren nicht

geleistet werden kann. Neben der Grundversorgung,

wie sie auch in Unterzentren zur Verfügung

steht, umfasst das Angebot der Mittelzentren den

periodischen Bedarf, insbesondere: Fachärzte,

Kaufhaus, Kino, kulturelle Angebote, Krankenhaus,

„Die Nachnutzung des Kasernengeländes

steht wieder weiter oben

auf der Agenda, seit klar ist, dass

wegen des Landratsamt-Neubaus

in Essenbach das Tiefbauamt

dorthin umziehen wird.“

Ein elfköpfiges Team mit dem Vorsitzenden Ludwig Zieglmayer (4.v.r.) und seiner Stellvertreterin Claudia

Vilser (4.v.l.) kümmert sich um die Geschicke des Gewerbevereins.

Stadt Rottenburg Koordinaten

Bevölkerungsstand: 8.300

(September 2018)

Sozialversicherungspflichtige

Arbeitsplätze (Juni 2016): 2.570

Einpendler*: 1.510

Auspendler*: 2.170

Arbeitsosigkeit: ca. 2%


Gewerbesteuer

Ansatz 2018: ca. 3,4 Mio. €Euro

Einkommensteueranteil

Ansatz 2018: ca. 4,4 Mio. Euro

Kreisumlage:

ca. 4. Mio. Euro

Schlüsselzuweisung ca. 1,17 Mio.Euro

Steuerkraft (gerundet) 7.184.000 Euro

Hebesätze

Gewerbesteuer: 380 v. H.

Grundst. A und B: 360 v. H.

* Einpendler sind sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte, die nicht am Arbeitsort wohnen,

Auspendler sind sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte, die nicht am Wohnort arbeiten.

Notare, Rechtsanwälte, Steuerberate, Schwimmbäder

weiterführende Schule und Berufsschule.

Praktische Bedeutung für die Kommunalpolitik

hat die Klassifizierung als Mittelzentrum oftmals

dann, wenn es um Zuschüsse der öffentlichen

Hand bei Maßnahmen zum Erhalt oder zur Verbesserung

solchen Bedarfs geht.

38 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 39


Läuft: Stadt Rottenburg

Rottenburg

Läuft: Stadt Rottenburg

Landshut erworben, die hier einen eigenen Standort

gründete. Aktuell gibt es Planungen, ein bisher

nicht genutztes Gebäude noch in ein Wohnheim

für Menschen mit Behinderung umzubauen. Die

zweite große Nutzung erfolgt bisher noch durch

den Landkreis Landshut, der dort einen Bauhof,

die Tiefbauverwaltung und eine Zulassungsstelle

eingerichtet hat. Allerdings muss hier jetzt eine

neue Lösung gesucht werden, denn der Landkreis

hat trotz heftiger Gegenargumente Holzners

endgültig beschlossen, im Zuge des Landratsamt-

Neubaus in Essenbach auch die Tiefbauverwaltung

dort unterzubringen.

Das Autohaus Zacheus holte das Double!

Der begehrte Dealer Excellence Award geht wiederholt an das Team Zacheus

Mit dem Umbau der „Wechslerkreuzung“ soll eine Unfallzone entschärft werden.

Bürgermeister Holzner (re.) bei der Baustellenbesichtigung.

Zu den Herausforderungen in diesem Zusammenhang

gehörte in jüngerer Vergangenheit die

Nachnutzung sogenannter Konversionsflächen. Der

größte Brocken: das aufgelassene Kasernengelände,

das die Stadt im Jahr 2004 erworben hat und

in den Folgejahren erfolgreich einer Nachnutzung

für die gesamte Fläche zuführte.

Die Stadt hat für ihre Vereine ein ehemaliges

Mannschaftsgebäude umgenutzt, wo viele Vereine

eine Heimat gefunden haben, auch der TSV Rottenburg

als größter Verein der Stadt, hat hier seine

Geschäftsstelle, ebenso das Familienforum, das

dort an einzelnen Tagen der Woche Mutter-Kind-

Gruppen anbietet. Die Volkshochschule bietet viele

Kurse an, und die Stadtkapelle probt hier.

Einen Großteil der Fläche hat die Lebenshilfe

Blick auf Pattendorf.

Der Frankreichspezialist mit Messe-Knowhow

Spedition Abeltshauser l Ein engagiertes Team als Frankreich-Experte und Dienstleister rund um das Speditionsgeschäft.

Ebenfalls in den letzten Jahren wurde das

ehemalige Schlachthofareal in ein Baugebiet umgewandelt

und aktuell wird das ehemalige Ziegeleigelände

entwickelt. Das hat die Stadt 2012

erworben. Bisher sind dort ein Ärztehaus – bei

dem die Stadt mit über 2 Mio. Euro zunächst in

Vorleistung gegangen ist – und der erste Bauabschnitt

für seniorengerechtes Wohnen entstanden.

Der zweite Bauabschnitt für das seniorengerechte

Wohnen ist noch in der Entwicklung. Insgesamt

entstehen hier 74 Wohnungen, die auch von der

örtlichen ambulanten Alten- und Krankenpflege

mit begleitet werden.

Ganz aktuell steht die Sanierung des Freibads

auf der Agenda, das inzwischen über 40 Jahre alt

ist. Vor allem im technischen Bereich ist Handlungsbedarf.

Rottenburg investiert hier in diesen

Monaten über 4 Mio. Euro netto in eine Gesamtsanierung,

Bei all diesen Großmaßnahmen, stellt sich natürlich

die Frage nach der finanziellen Lage? „Im

Für besonders hohe Kundenzufriedenheit ist

das Mazda Autohaus Zacheus nach 2016 dieses

Jahr zum wiederholten Male mit dem Dealer Excellence

Award 2017 ausgezeichnet worden. Damit

gehört es zu den besten Vertriebspartnern bundesweit.

Mit dem Excellence Award zeichnet Mazda

seit 2014 Handelspartner aus, die über zwölf Monate

hinweg Top-Leistungen in Service und Verkauf

erbracht haben. Bewertet werden neben der

Kundenzufriedenheit auch die Marktperformance

im Bundesvergleich sowie die Serviceloyalität.

Erfasst wird die Zufriedenheit der Kunden mit

dem so genannten CEMI Programm. Die Abkürzung

steht für „Customer Experience Measurement

& Improvement“. „Dieses System hat sich

bewährt“, sagt Geschäftsführer Karlheinz Zacheus.

„Wir sind ganz nah dran am Kunden und können

Verbesserungen direkt

umsetzen. Der Gewinn

des Dealer Excellence

Awards zeigt, dass

wir auf dem richtigen

Weg sind. Wir freuen

uns sehr über die Auszeichnung

und danken

Mazda für die Unterstützung.“

n

Verantwortung für Mensch, Tier und Natur

Inhaber Markus

Zacheus (li.) mit Team.

Aiwanger-Hof l Die Landwirtsfamilie Aiwanger („Aiwanger-Eier“) hat ihren Platz in einer zeitgemäßen Hofbewirtschaftung gefunden.

„Konzentration der Kräfte und intime Marktkenntnisse

sind auch im Speditionsgewerbe der

Schlüssel zum Erfolg“, ist Josef Abeltshauser

überzeugt. Seine Spedition bietet den vollen Service

rund um das Transportwesen mit dem Hauptgebiet

des Frankreichtransportes, und das sieben

Tage die Woche, rund um die Uhr.

Schon bei der Firmengründung 1989 wollte

Abeltshauser Kunden etwas Besonderes bieten:

Ein fundiertes, spezialisiertes, serviceorientiertes

Angebot für EIN Fahrtgebiet, das er kennt wie

seine Westentasche. „Mit unserem Einsatz und

unserem Dienstleistungsverständnis begleiten wir

die Produkte unserer Kunden bis ins Zielgebiet und

verstehen uns als der logistische Agent unserer

Kunden in Frankreich“, beschreibt Abeltshauser

die Kernkompetenz der Spedition, die inzwischen

zu einem Marktführer für Frankreich-Transporte im

süddeutschen Raum geworden ist.

Darüber hinaus bietet die Spedition Abeltshauser

in einer 1.000 qm großen Umschlags- und

Lagerfläche mit Rampen optimale Voraussetzungen

für die Zwischenlagerung sowie Umladung

von Gütern. Das Lager ist für die Aufnahme von

ADR-Gütern bestens geeignet und natürlich auch

zugelassen.

Ein weiteres Standbein der Spedition Abeltshauser

ist der Messeservice als kompetenter

Logistikpartner: Transport der Ware zur Messe

und zurück, auf Wunsch auch Auf- und Abbau

des Messestandes, inklusive Einlagerung des

Messegutes während der Messe. Auch Staplerund

Kranverleih mit geschulten Fahrern für eine

kompetente und sichere Verladung gehören zum

Dienstleistungsspektrum.

n

www.spedition-abeltshauser.com

Tel.: 08781 9485-0

E-Mail: info@spedition-abeltshauser.com

Der Aiwanger-Hof ist ein traditioneller Familienbetrieb

und wird von Erhard, Angelika und Markus

Aiwanger bewirtschaftet. Man könnte sagen,

Familie Aiwanger zeigt, wie man Landwirtschaft in

der heutigen Zeit erfolgreich und verantwortungsbewusst

betreibt: „Als landwirtschaftlicher Betrieb

tragen wir eine große Verantwortung, – für die

Nahrungsmittel, für eine artgerechte Haltung der

Tiere und die Qualität unseres Futters sowie für

einen achtsamen Umgang mit der Natur, in der wir

leben“, umschreibt Erhard Aiwanger

die Hof-Philosophie. „Und zudem sorgen

wir für größtmögliche Transparenz,

was die Herstellung unserer Produkte

angeht – wie wichtig das ist, zeigen die

immer neuen Lebensmittelskandale“,

ergänzt Angelika.

Der Aiwanger-Hof ist ein EU-zertifizierter

Betrieb. Ein Hauptstandbein

ist die Legehennenhaltung, die schon

seit 1961 Tradition auf dem Aiwanger-

Hof hat. Heute werden die Hühner

in Bodenhaltung mit angrenzendem

Kaltscharrraum/Wintergarten gehalten. Der wird

regelmäßig mit frischem Stroh eingestreut, wodurch

die Hühner neben mehr Bewegungsfreiheit,

Frischluft und Sonnenlicht auch eine Möglichkeit

zum Scharren und Picken haben. „So bleiben

unsere Hennen gesund und widerstandsfähig.

Denn nur gesunde Hennen legen hochwertige

Eier!“ weiß Markus Aiwanger. Des Weiteren sei aktuell

eine Umstellung auf Freilandhaltung mit einer

Herde in Planung.

Das verwendete Futter besteht je zu einem

Drittel aus Mais, Weizen und Ergänzern (Soja, Kalk,

Vitamine, Aminosäuren und Spurenelementen). Das

verfütterte Getreide stammt aus eigenem Anbau.

Ein weiteres Standbein ist der schmucke

Hofladen. Neben frischen Eiern und Frisch-

Ei-Nudeln sind verschiedene Eierliköre, Marmeladen,

Mehl, Dinkelprodukte, Mehl sowie Suppen

und Kartoffeln im Sortiment. Außer im Hofladen

werden die Produkte auch auf Märkten

angeboten, etwa auf dem Rottenburger

Wochenmarkt, jeden Samstag von

8.00 - 11.30 Uhr auf dem Bahnhofsplatz

in Rottenburg, oder auf dem Bauernmarkt

beim Biller, 14-tägig von 13:00 -

17:00 Uhr. Ferner beliefert der Aiwanger-

Hof auch Gastronomie, Handel und – bei

größeren Abnahmemengen – auch Endverbraucher.

n

www.aiwanger-eier.de

Eingang zum Hofladen.

40 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 41


Läuft: Stadt Rottenburg

Rottenburg

Läuft: Stadt Rottenburg

Moment eigentlich recht gut“,erläutert Holzner zurückhaltend.

„Wir haben relativ stabile Einnahmen,

was Steuern anbelangt. Wir haben in den letzten

Jahren konsequent unsere Schulden abgebaut und

sind aktuell bei einem Rücklagenstand von etwa

6 Mio. Euro, denen rund 800 Tausend Euro Verschuldung

gegenüberstehen. Von daher stehen wir

nicht schlecht da, weil wir auch noch viele Grundstücke,

Bauland im Eigentum der Stadt haben,

Entwicklungsflächen etc.“

Auf Nachfrage, warum er bei diesem soliden

Sachstand die Situation so bescheiden darstelle,

verweist Holzner auf die anstehenden großen Investionen

– eben beim Freibad, auch anderweitig.

„Wir gehören sicherlich zu den finanzstärkeren

Gemeinden im Landkreis“, so Holzner, „sind aber

nicht so gut ausgestattet wie Essenbach und Ergolding.“

Rottenburg hat im laufenden Jahren einen

Vermögenshaushalt von 6 Mio. Euro, der quasi

Clever werben von A bis Z

Das Familienunternehmen A-Z Beschriftungen

wurde im Jahre 1994 von der Geschäftsführerin

Petra Gruber gegründet. Im Verlauf von über 24

Firmenjahren wurde der Maschinen- und Druckerpark

stetig erweitert und die Kompetenzen in den

Bereichen Grafikdesign, Druck/Plot, Folientechnik,

Beschilderung und Beschriftung auf hohem

Niveau ausgebaut.

Kreativität und kundenorientierte Beratung

stehen seither für A-Z Beschriftungen im Fokus.

Das Unternehmen setzt sich zum Ziel, Firmen

jeglicher Art einen individuell angepassten Fir-

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84056 Rottenburg

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„Viel Geld der Stadt steckt in

Zukunftsinvestitionen, die sich

erst nach Jahren amortisieren und

dann Gewinn abwerfen werden.“

ein Investitionshaushalt ist. Da sind die 4 Mio.

fürs Freibad natürlich ein großer Brocken. Vorausschauend

hat die Stadt in den letzten drei Jahren

Eigenmittel von rund 2,4 Mio. netto angespart, um

das abwickeln zu können.

Dabei hilft, dass es gelungen ist, in ein Bundesförderprogramm

hineinzukommen, das 1,8 Mio.

A-Z Beschriftungen l Die erste Adresse für Beschriftung, Drucksachen, Beschilderung

und Werbung in weitem Umkreis.

menauftritt zu verschaffen. Ob Außenwerbung,

Banner, Fahrzeugbeschriftung, Arbeitsbekleidung,

Visitenkarten, Flyer und vieles mehr. „Der Kreativität

sind dabei keine Grenzen gesetzt“, verspricht

Petra Gruber.

Im Bereich der Industrie bietet A-Z Beschriftungen

professionelle Lösungen für Beschilderung,

Kennzeichnung und Folientechnik, auch in großer

Stückzahl. Das motivierte Team von A-Z Beschriftungen

steht für persönliche Firmenbetreuung mit

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Messebedarf-Präsentation

für die Sanierung zuschießt. Ein Förderprogramm

für die Bereiche Jugend, Kultur und Sport; das im

Jahr 2015 nur für wenige Wochen aufgelegt worden

war, und in dessen Genuss zu kommen, ohne

den Status als Mittelzentrum schwierig gewesen

wäre. Das Freibad ist seit Mitte August geschlossen

und soll schon Ende Mai nächsten Jahres wieder

in Betrieb genommen werden.

Bevölkerungswachstum erfordert

Investitionen in Schule und Kita

Aber wie steht es nun konkret mit den Finanzen,

wie geht es mit der Verschuldung weiter?

„Wir haben Herausforderungen vor uns, die uns

wohl dazu zwingen werden, wieder auf Fremdmittel

zurückzugreifen.“ Holzner verweist auf die

notwendig gewordene Erweiterung der Schule.

„Da möchten wir im nächsten Jahr zunächst mit

Investitionen in Freibad, Schule

und Kita weit im zweistelligen

Millionenbereich stehen an.

den Neubaumaßnahmen beginnen. Dann folgt die

Sanierung des Altbaus, so dass wir dort in den

folgenden Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag

in den Bereich Bildung stecken.“ Also einen

Betrag zwischen 10 und 20 Mio. – genaueres zu

den Gesamtkosten der Maßnahme lässt sich noch

nicht seriös prognostizieren.

Man sieht jedenfalls, dass das Bevölkerungswachstum

auf der Seite der Soft-Skills erst einmal

... modern sign and print factory

bewältigt werden muss. Denn zeitgleich stoßen

die Rottenburger Kinderbetreuungseinrichtungen

an die Kapazitätsgrenzen. Holzner: „Wir müssen

uns aktuell auch damit auseinandersetzen,

zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter 6

Jahren zu schaffen. Auch da gibt es derzeit noch

ein Förderprogramm, das wir nutzen wollen. Daher

werden wir parallel zur großen Maßnahme Schule

auch hier investieren. Das sind dann Ausgaben, die

lassen sich trotz Förderung nicht mehr aus dem

Haushalt stemmen. Auf der anderen Seite schaffen

wir damit auch wieder dauerhafte Werte.“

Wie ein Bürgermeister zum Quasi-Unternehmer

wird, zeigt die Situation in Rottenburg

ziemlich gut. Es gibt ja nicht nur den kameralen

Haushalt in der Stadt, sondern nachgeordnet ein

Kommunalunternehmen, das aber zu 100 % der

Stadt gehört. Und diesem Kommunalunternehmen

nachgeordnet ist noch mal eine GmbH.

In diese Gesellschaften sind auch sehr hohe

Investitionen ausgelagert. Das gesamte Thema

Freibad z. B., mitsamt der Energiegewinnung

mittels vieler Photovoltaikanlagen auf verschiede-

Einnahmen aus Gewebesteuer

und noch mehr der Einkommensteuranteil

steigen rasant.

nen kommunalen Dächern, die schon vor einigen

Jahren errichtet wurden, darunter am Freibad ein

Carport, aber auch eine Freiflächenphotovoltaikanlage.

Ebenso die gesamte Abwasserbeseitigung,

die gesamte Baulandgewinnung oder auch der

Bau des Ärztehauses letztes Jahr.

Kostenstellen und Werte, die man eher unter

dem Blickwinkel unternehmerischer Bilanzen

sehen muss. „Drum halte ich von so Zahlen wie

Prokopfverschuldung gar nichts“ sagt Holzner.

„Wenn ich heute eine Gemeinde mit null Euro Prokopfverschuldung

habe, aber kaputte Straßen, sanierungsbedürftige

Kindergärten, Freibäder usw.,

dann ist das keine aussagekräftige Zahl.“ Was er

meint, wird am Beispiel der Photovoltaikanlagen

deutlich: „Die amortisieren sich in 10 bis 15 Jahren

und dann werfen sie Gewinn ab.“

Mehr Aussagekraft, wie robust Rottenburg

dasteht, zeigt die ordentlich steigende Gewerbesteuer;

vorsichtiger Haushaltsansatz 2018: 3,4 Mio.

(zum Vergleich 2012: 2,68 Mio.); vorsichtig insofern,

als es in den letzten beiden Jahren jeweils

um die 3,8 Mio. waren.

Noch deutlicher die Entwicklung der Einkommensteuer,

die inzwischen der größte Posten auf

„Wir finden eine Lösung“

Die Firma Zieglmeier Filtersysteme besetzt erfolgreich eine technisch anspruchsvolle

Marktnische rund um Filter und Aggregate.

Die Firma Zieglmeier Filtersysteme bietet

eine schier unglaubliche Vielzahl an Produkten

und vor allem Dienstleistungen für so ziemlich alle

Branchen der Wirtschaft und auch für Privat.

Die Produkte reichen von Brennstoffen wie Holzbriketts

und Holzpellets über Hyraulikaggregate

und -ventile bis hin zu Hightech-Filtern für unterschiedlichste

Zwecke, etwa für Filtration von Ölen,

zur Aufbereitung von Kühlschmiermitteln, Schneidölemulsionen

oder für Wasser in Kühlkreisläufen,

um nur einen kleinen Auszug der hochspezialisierten

Marktnische zu nennen, die Zieglmeier besetzt.

Hochspezialisiert nicht nur, was die Produkte

der Einnahmenseite ist. Der Kämmerer rechnet mit

einer Einkommensteuerbeteiligung von rund 4,4

Mio. Euro (zum Vergleich 2012: 2,95 Mio.)

Hinter der Trendwende stecken neben der

niedrigen Arbeitslosenzahl in der ganzen Region,

betrifft, sondern auch den umfassenden Service

drum herum. Der reicht von der Produktberatung

über Montage und Installation bis hin zu Wartung

und Kundendienst. Zum Kundenkreis gehören

Papierfabriken, Stahlwerke, Kraftwerke, Maschinenbaubetriebe

und Automobilwerke sowie deren

Zulieferer.

Wenn es schwierig wird, findet es das vierköpfige

Zieglmeier-Team erst richtig interessant:

„Fordern Sie uns heraus“, sagt Firmenchef Martin

Zieglmeier, „wir finden eine Lösung für Ihr Problem

rund um das Thema Öl und Medienpflege

sowie im Hydraulikanlagenbau.“

Aufgrund der schlanken Unternehmensstruktur

ist Zieglmeier flexibel und kann ganz auf die

Wünsche der Kunden eingehen. „Die beste Werbung

für uns sind die vielen zufriedenen Kunden“,

so Zieglmeier selbstsicher. Die Referenzliste kann

sich jedenfalls sehen lassen: fast ein Who is Who

namhafter Unternehmen bundesweit. n

Martin Zieglmaier (rechts) mit Gattin

Eva Zieglmeier und Bernhard Haselbeck.

Martin Zieglmeier

Filtersysteme

Daimlerstr. 2

84056 Rottenburg

Tel.: 08781 - 3751

Mobil: 0151 - 12520186

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42 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 43


Läuft: Stadt Rottenburg

Rottenburg

Läuft: Stadt Rottenburg

und den allgemein gestiegenen Löhnen in den

letzten Jahren die steigende Einwohnerzahl und

die ebenso steigende Zahl der Arbeitsplätze in

Rottenburg.

In den Vermögenshaushalt dürften jedenfalls

dieses Jahr rund 1,9 Mio gehen. Die Schulden im

Kernhaushalt der Stadt, die im Jahr 2010 noch bei

3,3 Mio. lagen, sind auf jetzt noch gut 800.000

Euro abgebaut. Gleichzeitig haben sich aber die

Schulden im Unternehmensbereich auf etwa 6

Mio. Euro insgesamt erhöht. Wobei dort eben die

genannten Investitionen in den Bereich Energie,

auch in den Bereich Baulandentwicklung und Ärztehaus

zu Buche schlagen.

Das heißt, die Stadt hat in erheblichem Umfang

Bauland erworben, das noch nicht in der

Vermarktung ist, und erst noch erschlossen

werden muss. Auch ein Phänomen, das man in

Niederbayern allerorten beobachten kann: Die

Bürgermeister sind im Zweitberuf Immobilienmakler.

Allerdings haben wenige so ein komfortables

Polster wie Rottenburg, dessen Stadtrat das Luxusproblem

lösen muss, eine Gratwanderung zu

gehen: zwischen billigen Baulandangeboten und

einer gleichzeitig notwendigen Zurückhaltung, damit

die Bevölkerung nicht zu schnell wächst, aber

gleichzeitig die Preissteigerung wegen Knappheit

nicht zu rasant wird.

Das letzte Baugebiet, das die Stadt abverkauft

hat, gab es inklusive Erschließung für 110

Euro pro Quadratmeter. Beim nächsten wird das

deutlich höher sein, obwohl man sich im Stadtrat

einig ist, dass der Grundstücksverkauf keine Einnahmequelle

sein muss und „nur“ die Kosten gedeckt

sein müssen. Genau bei diesen Kosten liegt

allerdings der Unsicherheitsfaktor. Holzner: „Wir

Passende Lösungen aus einer Hand für Ihr Bauvorhaben und Ihr Dach

Die Pöschl Zimmerei & Holzbau GmbH serviert innovative sowie maßgeschneiderte Ideen und Lösungen für Holzbau und Dach

wissen wegen des allgemeinen Bau-Booms nicht,

was uns nächstes Jahr Straßen-, Kanal- und Wasserleitungsbau

kosten.“ Weil das aber maßgebliche

Größen sind, geht Holzner davon aus, dass „wir

unter 130 Euro nicht mehr hinkommen, könnte

aber auch höher sein“.

Die Preise beim Erwerb von Wohneigentum

ziehen natürlich auch in Rottenburg an. Bei den

aktuell fertig gestellen Eigentumswohnungen liegt

der Preis um die 2.700/2.800 Euro – in guter Qualität,

mit Aufzug und moderner Ausstattung, „es

geht aber Richtung 3.000“, sagt Holzner.

Einigkeit herrscht im Stadtrat auch beim

Thema Wachsen: Ja, aber langsam. Motto: Wir

müssen nicht um jeden Preis wachsen; auch im

Hinblick auf die Infrastruktur.

„Wir haben aktuell noch sehr viele Flächen,

wo wir Bauland entwickeln können“, so Holzner,

„aber wir entwickeln im Grunde genommen nur

alle paar Jahre ein Baugebiet.“ Ist dann die Nachfrage

größer als das Angebot, wird die Vergabe

über die entsprechende Kriterien reguliert.

Verwaltung, Kindergarten. Und Handwerk sowieso:

„Die wissen nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht,

weil wir eine starke Hochphase haben, sowohl im

Hoch- wie im Tiefbau. Die Preis steigen, weil die

Nachfrage nach Unternehmen sehr hoch ist.“ Was

der Bürgermeister mit einem lachenden und einem

besorgten Auge sieht: „Da wird es hier und

dort schwierig werden, die Maßnahmen innerhalb

der Kostenvorausberechnungen zu realisieren.“

Die Stadt plant aktuell eine Erweiterung der

Gewerbeflächen und hat jetzt auch einen neuen

Bebauungsplan mit rund 70.000 qm für künftige

Gewerbeansiedlungen ausgewiesen. Und die

kommen, ohne dass die Stadt aktiv darum wirbt.

Der letzte größere Zuwanderer war 2013 der

Automotive-Zulieferer FINOBA Automotive Bavaria

GmbH, ein Unternehmen der FINOBA AUTOMOTI-

VE GmbH, die seit Anfang 2017 zur SINOMACH-

Gruppe gehört.

SINOMACH ist das wichtigste chinesische

Maschinenbauunternehmen und belegt Platz 14

im chinesischen Außenhandel. SINOMACH wurde

1997 gegründet, zählt zu den 300 größten Unternehmen

der Welt und ist auf Wachstumskurs.

Auch in Rottenburg wird gerade wieder eine Erweiterung

in Angriff genommen.

Holzner: „Vor zehn Jahren waren wir noch

froh, wenn ein Gewerbebetrieb überhaupt nachgefragt

hat, heute können wir durchaus auswäh-

Warum hat Rottenburg eigentlich noch so viele

Flächen in der Hinterhand? „Ich bin jetzt seit 10

Jahren im Amt und habe einfach in der Vergangenheit

immer wieder versucht, Möglichkeiten zu

nutzen. Die gibt es immer wieder, aber da muss

man früh genug dran sein, mit den Leuten im

Gespräch bleiben und gemeinsam mit den Eigentümern

Lösungen entwickeln. Dann kommt man

auch an Flächen; aber es wird nicht einfacher.

„Unser Traditionsbetrieb hat innovative und

maßgeschneiderte Ideen und Lösungen im Holzbau

und für Ihr Dach für Sie parat – außerdem

erhalten Sie von uns alle Leistungen aus einer

Hand“ umreißt Zimmerer- und Schreinermeister

Gottfried Pöschl kurz und prägnant das Angebot

seines Unternehmens in Schmatzhausen. Man

muss sich also um nichts mehr kümmern, sobald

alle „Eckdaten“ für das Bauvorhaben geklärt sind.

Aber auch bei kleineren Arbeiten oder Reparaturen

gehört es bei Pöschl zum Service, dass das engagierte

Team sich um alles von A bis Z kümmert.

Darüber hinaus erwartet den Kunden bei der

Zimmerei Pöschl ein engagiertes und fachlich versiertes,

gut eingespieltes Team von Fachleuten, die

alle Arbeiten rund um den Holzbau aus einer Hand

liefern.

Die Pöschl-Mannschaft ist im gesamten Landkreis

Landshut, ebenso in Moosburg, Freising und

München-Nord, sowie in Schierling und Regensburg

zügig vor Ort.

Natürlich spielt bei all dem auch das Thema

Flächenfraß eine Rolle, weshalb man in Rottenburg

auch die Nachverdichtung im Auge behält.

Auf dem alten Volksfestplatz wurden vier 10-Familienhäuser

errichtet – das Volksfest konnte ja auf

das Kasernengelände umziehen.

Ein gewisses Wachstum braucht die Stadt

nun mal, weil ja nicht nur die Einnahmen, sondern

auch die Ausgaben steigen. Und bevor man wieder

ein neues Baugebiet auf der grünen Wiese draußen

ausweist, wo erstens der Erwerb schwierig ist

und zweitens der Landwirtschaft weitere Flächen

entzogen werden, versucht man lieber, nachzuverdichten,

wo es verträglich ist.

Beim Neubau gibt es bei Pöschl das „Komplettpaket

Dach“: inklusive passender Dämmung,

auch Spenglerarbeiten und Eindeckung. Gebaut

und renoviert werden Dachstühle aller Art: Vom

einfachen Pult- über Sattel- bis hin zum Walmdachstuhl.

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www.zimmerei-poeschl.de

Arbeitslosigkeit bei 2 %, also

praktisch Vollbeschäftigung.

Und natürlich floriert die Wirtschaft vor Ort.

Wie fast überall in Niederbayern ist Fachkräftemangel

ein Thema. Und zwar in allen Bereichen,

weiß Holzner; er nennt explizit Pflege, Automotive,

44 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018 45


Läuft: Stadt Rottenburg

Rottenburg

Läuft: Stadt Rottenburg

len. Man schaut natürlich, wie viele Arbeitsplätze

bringt der mit, wie ist die wirtschaftliche Situation

von dem Unternehmen. An dem reinen Bau einer

unproduktiven Lagerhalle, da ist das Interesse zwischenzeitlich

relativ schwach.“

Es lebt sich gut in Rottenburg

Eine der größten Herausforderungen ist aus

Holzners Sicht in Zukunft die ärztliche Versorgung.

Auch im Bezirkstag, wo er für die Freien Wähler

sitzt, macht Holzner sich dafür stark, das Thema

proaktiv anzugehen. Rund 80 % der heutigen Ärzte

ist über 50, da ist ein Engpass abzusehen; vor

allem auch, weil wegen der demographischen Entwicklung

der Ärztebedarf zunehmen wird. In Rottenburg

war das Ärztehaus diesbezüglich ein dringender

Schachzug, der auch erste Erfolge zeigt.

In den kommenden drei Jahren

werden auch die Außenbereiche

mit mindestens 30 Mbit schnellem

Internet versorgt.

Im Zentrum sind es überwiegend

bereits bis zu 100 Mbit.

Über 100 Vereine aller denkbaren Richtungen

sorgen in Rottenburg für gesellschaftliches Miteinander

und bunte Freizeitmöglichkeiten, zu denen

ein sehr gut ausgebautes Radewegenetz gehört,

das auch zum Skaten ausgiebig genutzt wird. Dazu

das Freibad, eine sehr aktive Musikschule mit sage

und schreibe fast 800 Schülern – „in einer Stadt

unserer Größenordnung schon eine Bereicherung,

gerade für Kinder und Jugendliche“ sagt Holzner

nicht ohne Stolz.

Als Einkaufsstadt kann sich Rottenburg, gemessen

an seiner Einwohnerzahl, sehen lassen.

Der Einzelhandel, darauf ist der Vorsitzende des

Gewerbevereins, Ludwig Zieglmayer, durchaus

stolz, ist in Rottenburg stark vertreten: „Wir haben

viele familiengeführte Betriebe, aber auch

die wichtigsten Großen vor Ort, Aldi, Liedl, Netto,

Edeka ...“ Lehrstände kommen, so Zieglmayer, immer

wieder mal vor, aber liegen im Bereich des

normalen Wechsels. Eine Handvoll immerhin ist es

derzeit im Zentrum.

gegen null. Derzeit leben ca. 65 Bewerber und

Anerkannte im Stadtgebiet, die dezentral untergebracht

sind, überwiegend in städtischen

Liegenschaften. Einzelne haben sich bilderbuchmäßig

integriert, inklusive abgeschlossene Lehre,

Arbeitsplatz, Führerschein, Autokauf und eigener

Wohnung. Insgesamt aber ist vielen das Leistungsniveau

in Deutschland einfach zu hoch im

Vergleich zu den Herkunftsländern. Und man darf

nicht vergessen, so Holzner, „für viele von ihnen

ist Hartz IV vergleichsweise Wohlstand“. Nennenswerte

Schwierigkeiten gab es aber bisher nie.

Und wie wird es weitergehen? Rottenburg, so

Holzner, wird weiter wachsen, aber eben gemäßigt.

„Jedenfalls werden wir alles daran setzen,

dass wir auch in Zukunft eine attraktive Wohnund

Einkaufstadt bleiben; ich denke, dass die

Weichen dafür gestellt sind.“

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Freizeit und Einkaufen alles

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Was die Internetversorgung angeht, hat die

Stadt in der Vergangenheit alle Möglichkeiten

genutzt, und auch aktuell läuft wieder ein Förderverfahren,

in dessen Rahmen die noch unterversorgten

Bereiche in einem Zeitraum von ungefähr

den nächsten drei Jahren. mit z. T. Glasfaser bis

ins Haus erschlossen werden – mit mindestens 30

Mbit überall. Der Hauptort ist bereits über Kabel

Deutschland bzw. Vodafone mit bis zu 100 Mbit

versorgt.

Starke Zuwanderung, auch

aus dem Ausland.

derung sogar aus der weiteren Umgebung. Auch

aus EU- und nicht EU-Ländern beobachtet Holzner

haben.“ Und man müsse auch ganz klar sagen,

dass „unsere Betriebe mittlerweile auf diese Leute

angewiesen sind, egal ob auf dem Bau oder in der

Industrie; ohne die könnten die Firmen ihre Aufträge

gar nicht mehr stemmen.“

Auch Asylbewerber stellen derzeit keine Belastung

dar. Die Zahl der Neuankömmlinge geht

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Impressum

WirtschaftsLEBEN

Das Magazin für die niederbayerische Wirtschaft.

Herausgeber und v.i.S.d.P.:

Wolfgang Asenhuber

Freischaffender Kommunikationsfachmann, Publizist

Florastraße 13

84036 Landshut

0871 14277222

asenhuber@wirtschaftsleben.net

Erscheinungsweise je zweimal jährlich in allen

niederbayerischen Landkreisen.

Termine der einzelnen Regionalausgaben: siehe

Mediadaten

Verbreitungsgebiet:

Landkreis der jeweiligen Ausgabe

Druckauflage dieser Ausgabe: 6.000,

Druck: Bugl Druck, Essenbach

Satz und Layout: WL-Team, Landshut

Anzeigenberatung:

Ausgabe Landshut:

Heinrich Aumer

aumer@wirtschaftsleben.net

Ausgabe Passau,

Christine Schenkenbach

schenkenbach@wirtschaftsleben.net

Weitere Ausgaben:

Wolfgang Asenhuber

asenhuber@wirtschafsleben.net

www.wirtschaftsleben.net

48 WirtschaftsLEBEN l Ausgabe Landshut 7 l Herbst 2018


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