CAROLINE. Das Theatermagazin November/Dezember 2019

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Das Theatermagazin des Theaters Rudolstadt und der Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt. In dieser Ausgabe: Die Wirren der Wendezeit - die Premiere von »Hilfe, die Mauer fällt!« // Was sich neckt, das liebt sich - Der Liebesthriller "Das letzte Mal" // Musikalische Höhepunkte zum Jahresausklang - ostalgisches Weihnachtskonzert und glanzvolle Silvestergala // Wie immer im Blatt: ein Gewinnspiel und vieles mehr.

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CDAS THEATERMAGAZIN NOVEMBER/DEZEMBER 2019

GRATIS!

Uraufführung zum Wendejubiläum

Hilfe, die Mauer fällt!

Wirren der Wendezeit – Uraufführung

von Laske und Mensching

betrachtet Mauerfall aus dem

Blickwinkel des Komischen

Was sich neckt, das liebt sich – doch

bis dahin macht sich Frau und Mann

im Schminkkasten das Leben zur

Hölle

Musikalische Höhepunkte zum

Jahresausklang – ostalgisches

Weihnachtskonzert und glanzvolle

Silvestergala


2

AKTUELLES

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

alle Jahre wieder freut sich der

Süßwarenindustrie. Dieser Satz gilt

in Deutschland seit der Entwicklung

Rübenzuckers bis heute. Egal ob Monarchie,

Diktatur oder Republik: die

Familienweihnacht ohne Baum und

allem, was dazugehört, ist hierzulande

schwer vermittelbar und das nicht nur

bei Achtjährigen. In der DDR hingen

zwar »Jahresendfiguren« und keine

Engel am Tannenzweig, aber sie hingen.

Anlässlich des 30. Jubiläums des

Berliner Mauerfalls widmet sich das

diesjährige Weihnachtskonzert dem

revolutionsresistenten Fest der Liebe

im Arbeiter- und Bauernstaat und

mit »Hilfe, die Mauer fällt!« gibt es im

Schauspiel sogar eine Uraufführung.

In der Komödie von Karsten Laske und

unseres Intendanten Steffen Mensching

versucht ein Westberliner Blumenhändler

wegen seiner »geschäftlichen

und geschlechtlichen Beziehungen nach

Ostberlin«, die DDR vor dem Kollaps zu

bewahren – eine vergebliche, aber für

den Zuschauer vergnügliche Rettungsaktion.

Im Silvesterkonzert der Thüringer

Symphoniker soll der kaiserliche

Glanz der K.u.K.-Monarchie für eine

Nacht wieder aufleuchten. Kommen Sie

also zu uns, wenn die Gespräche an den

Feiertagen jenen im letzten Jahr wieder

erschreckend ähneln. Wir präsentieren

Ihnen die Vergangenheit rund ums Fest

und den Jahreswechsel so, wie Sie sie

garantiert noch nicht gesehen haben.

Ihr

Carlo Mertens

Musikdramaturg

Neu im Spielplan

Über die Kluft in der Gesellschaft und moderne Rachegöttinen

»Es zeigt die Erosionserscheinungen

eines demokratischen politischen

Systems«, schreibt Ulrike Kern über

das Schauspiel »Vor Sonnenaufgang«.

Während der Aufführung sieht das

Publikum einer »Familie beim gegenseitigen

Zerfleischen« zu. »Spürbar und

sichtbar auf der Bühne« sei außerdem

»die Kluft in der Familie, in der Gesellschaft,

in der Welt«. Die Botschaft

Palmetshofers finde durch den »komplexen

Gedankenaustausch selbstreflektierter

Personen« statt. Obwohl das

»Sprachkammerspiel« den »Rudolstädter

Schauspielern einiges abverlangt«,

betont Ulrike Kern, dass die Darsteller

»souverän und überzeugend ihre Rollen

ausfüllen«.

Unsere Lieblingsorte in Rudolstadt,

Saalfeld und Umgebung

Im Schlosspark der Heidecksburg – an die

Mauer gelehnt und den Vögeln lauschend,

schweift der Blick über Rudolstadts Dächer.

Hin und wieder muss der Kopf durchgelüftet

und den Gedanken freien Lauf gelassen werden.

Hier ist der perfekte Ort dafür. Aber auch zum

Entspannen, Abschalten und Sonne genießen

ist der Schlosspark bestens geeignet.

Friederike Dumke, Theaterpädagogin

»Wie aus der Zeit gefallen (und aus der

Geschlechterrolle), um die Welt wie

von außen zu betrachten«, seien die

Darstellerinnen in »Leben ist immer

lebensgefährlich«, wie Michael Helbing

in der OTZ schreibt. »Rachegöttinnen

auf Ironie-Feldzug gegen die Zeit«.

Dementsprechend findet er den Inhalt

des Stückes zwar »recht alt, aber keineswegs

überaltert«. Die Inszenierung

erschaffe einen Abend, der die »Gegenwart

erinnert« und »Literatur der

großen Stadt auf einem kleinen Brett

zelebriert«. Der Schminkkasten werde

zum »literarischen Cabaret aus Berliner

Tagen der Moderne«.

2 Die nächsten Vorstellungen entnehmen Sie

bitte dem aktuellen Spielplan!

Szenenfoto »Vor Sonnenaufgang« mit Marie Luise Stahl und Johannes Geißer


Wirren der Wendezeit

Uraufführung betrachtet Mauerfall aus dem Blickwinkel des Komischen

URAUFFÜHRUNG 3

Im Herbst 1989 gelang den Menschen

in der DDR Unglaubliches: Mit gewaltfreien

Massenprotesten ließen sie einen

verkrusteten Machtapparat in sich zusammenfallen.

Begleitet von großer Euphorie

(»Wahnsinn!« – war das Wort des

Tages.) fiel am 9. November die Mauer.

Im Eiltempo wurde unter dem Druck der

Straße von den politischen Großmächten

unter dem Kürzel 2+4 die Wiedervereinigung

von Ost- und Westdeutschland

ausgehandelt. Die Hoffnungen der Menschen,

aber auch die Versprechungen der

Politik waren zum Teil riesig: Stichwort

»Blühende Landschaften«. Kritiker wurden

ins Abseits gestellt. Doch es dauerte

nicht lange, da zog in den fünf neuen

Bundesländern Katerstimmung ein.

Erst jetzt, 30 Jahre danach, bekommen

differenzierte Stimmen zum Einigungsprozess

und seinen Folgen in der

gesamtdeutschen Öffentlichkeit und

Politik wirklich Gehör. Auch wir fragen

uns mit einigem Abstand: Was ist aus

den Hoffnungen von damals geworden?

Was eint die Menschen eines Land, und

was trennt sie? Welche Rolle spielen

die sozialen Umbrüche jener Jahre bis

heute? Fragen über Fragen und somit

Grund genug, mit mehreren Veranstaltungen

an das Jubiläum zu erinnern.

Bereits im Oktober ließ eine Ausstellung

in der Galeria Rudolstadt mit dem

Titel »Von der Friedlichen Revolution

bis zur Wende« die Ereignisse unter

verschiedenen Aspekten Revue passieren,

gab die Blaue Stunde »Ich bin

nur bei mir zu Haus!« mit Tagebucheinträgen

der Schriftstellerin Christa

Wolf aus dem Buch »Ein Tag im Jahr«

einen sehr persönlichen Einblick in die

Lebenswelt vergangener Tage. Im Dezember

beschäftigt sich das diesjährige

Weihnachtskonzert »Weihnachten in

der DDR« mit den festlichen Ritualen

und Gebräuchen jener Zeit. Zuvor aber

nähern wir uns dem radikalen Umbruch

von 1989 aus dem Blickwinkel

einer Komödie. In »Hilfe, die Mauer

fällt!« lösen die Vorboten der Wende,

vor allem der Flüchtlingsstrom aus der

DDR, beim Blumenhändler Konrad Polauke

aus Westberlin Panik aus. Er, der

erfolgreich geschäftliche, teils auch geschlechtliche

Verbindungen zum Osten

unterhielt, muss um sein Unternehmen

und sogar um seine Ehe fürchten. Doch

gewieft, wie er ist, lässt sich Polauke

so schnell nicht die Butter vom Brot

nehmen. Mit abenteuerlichen Ideen und

gefährlichen Allianzen will er selbst in

den Lauf der Geschichte eingreifen! Ob

ihm das gelingt?

Das Autorenduo Karsten Laske und

Steffen Mensching wagen sich unter

der Mitarbeit von Michael Kliefert –

alle drei waren zu der Zeit Berliner

und während der Ereignisse hautnah

dabei – an ein heißes Eisen: Die Wende

von 1989 als politisch-satirische Komödie!

Im Kino gab es derlei Versuche

bereits mehrere. Im Theater waren sie

eher selten. Freuen Sie sich auf einen

humorvollen wie nachdenklichen Blick

zurück, und lassen Sie sich überraschen

von Details, die das Ausmaß der Veränderungen

seit jenen Jahren zeigen.

Michael Kliefert

HILFE, DIE MAUER FÄLLT!

Komödie von

Karsten Laske und Steffen Mensching

(Mitarbeit Michael Kliefert)

Uraufführung anlässlich des Mauerfalls vor

30 Jahren

Regie: Steffen Mensching

Bühne und Kostüme: Monika Maria Cleres

Dramaturgie: Karolin Berg, Michael Kliefert

Musikalische Einstudierung: Thomas Voigt

Mit: Johannes Arpe, Laura Bettinger, Verena

Blankenburg, Rayk Gaida, Johannes Geißer,

Philipp Haase, Anne Kies, Marcus Ostberg,

Markus Seidensticker, Manuela Stüßer

Wir danken dem Rudolstädter Systembau für

die Unterstützung im Rahmen einer

Stückpatenschaft.

Premiere

16.11., 19:30 Uhr, Theater im Stadthaus

Nächste Termin: 19./26.11./08.12., 15 Uhr,

21./31.12., 19:30 Uhr


4 PREMIERE

Töten aus Liebe oder aus

Liebe zum Töten?

Berühmt gewordene Mörderinnen und

deren Geschichten, die die Titelseiten

der Boulevard-Blätter füllen, sind häufig

passend zu ihren Taten oder Charakterzügen

mit Spitznamen, wie »schwarze

Witwe« (Elfriede Blauensteiner), »Engel

mit den Eisaugen« (Amanda Knox),

»Eislady« (Estibaliz Carranza) oder »Die

Todesspritzerin« (Irene Becker) betitelt

worden. Man schaue sich die Kriminalstatistik

an: Etwa 2000 Fälle von Mord

und Totschlag ermittelten die deutschen

Behörden im Jahr 2014, 87 Prozent der

Verdächtigen waren Männer, 13 Prozent

Frauen. Das weibliche Geschlecht tötet

also deutlich seltener seine Mitmenschen

als das männliche. Vielleicht ist

es deshalb umso faszinierender, die

Hintergründe zu erforschen, warum und

wie eine Frau jemanden umbringt.

Unbestreitbar ist: sie morden anders,

unterscheiden sich in ihren Vorgehensweisen

und Motiven. Männer handeln

eher aus einem Impuls heraus, Frauen

hingegen agieren still und heimlich,

taktisch-kalkuliert. Sie können einen

Mord abwarten, sind raffinierter, aber

auch heimtückischer. Als Mordinstrument

bevorzugt die Frau als solche zum

Beispiel klassischerweise Gift oder das

haushaltsübliche Küchenmesser. Die

Gerichtsgutachterin und Fachärztin

für Psychiatrie, Sigrun Roßmanith hebt

eine weibliche Tötungsmotivation besonders

hervor: Wenn sie sich nicht von

ihrem Partner trennen können.

In »Das letzte Mal« von Emmanuel

Robert-Espalieu behilft sich die Ehefrau

mit dem Gift des Fingerhutes.

Die tödliche Dosis für ihren Mann

verschafft sie sich beim Gärtner ihres

Vertrauens. Was ihre Motive sind und

ob sie ihrem Gatten plausibel erscheinen,

erfahren sie ab 1. November im

Schminkkasten!

Karolin Berg

DAS LETZTE MAL

Ein Liebesthriller von

Emmanuel Robert-​Espalieu

Regie: Nicole Felden

Bühne und Kostüme: Natalie Krautkrämer

Dramaturgie: Karolin Berg

Es spielen: Dorothea Arnold,

Jochen Ganser

Premiere

01.11.2019, 20 Uhr, Schminkkasten

Nächste Termine: 02./08.11., 20 Uhr,

24.11., 01./22.12., 18 Uhr

5. Orchesterball der Thüringer Symphoniker

25.04.2020 / 19.30 Uhr / Stadthalle Bad Blankenburg

Erleben Sie eine rauschende Ballnacht mit glanzvoller musikalischer

Unterhaltung,Überraschungsgästen, Showtanz und exquisiter Gastronomie.

Eintritt: 105 € / 95 € (inkl. Menü am Platz serviert und Sektempfang)

Karten an der Theaterkasse und in der Stadthalle Bad Blankenburg.


Was sich

neckt,

das liebt

sich

Manchmal heißt es auch »Gegensätze

ziehen sich an« oder »wo Licht ist, da

Wer die Entfalter kennt, weiß um

die Experimentierfreude der Spieler

60 plus. Diesmal aber gehen sie

konventionellere Wege. Die Entfalter

knöpfen sich einen Autor vor und

zwar keinen Geringeren als Loriot!

Es war wie ein Sog. Schon vor zwei

Jahren überlegte die Theatergruppe,

wie sie die vielen Anfragen nach kleineren,

aufmunternden Auftritten in

den unterschiedlichsten Einrichtungen

Rudolstadts und Umgebung gerecht

werden könnten. Ausprobiert wurden

viele verschiedene Autoren, doch irgendwann

blieb man bei Loriot hängen,

und seitdem ließ sie das Werk dieses

messerscharfen Beobachters nicht

mehr los.

»Bei den Proben entdecken wir immer

wieder neue Hintergründe und Wortspielereien

der gleichen Dialoge. Es ist

unglaublich und macht gerade deswegen

riesigen Spaß.« Ralf Appelfeller,

Spielleiter der Gruppe, muss es wissen.

Mittlerweile sind die Spieler richtige

Loriotexpertinnen und -experten

geworden. Und der Respekt vor diesem

großen Humoristen ist damit sogar

noch gewachsen. Eine große Herausforderung

sind die wortakrobatischen

ist auch Schatten«: Etliche Redewendungen

zeigen uns, dass die Liebe Auseinandersetzung

und Polarität braucht!

Sie ist Psychologin und er Marketingdirektor

einer Milchproduktefirma.

Sie wohnen auf demselben Stockwerk

– und hassen sich inbrünstig.

Jede auch noch so flüchtige Begegnung

artet in eine hitzige Diskussion voller

Anschuldigungen und Unterstellungen

aus, bei der schon mal die Türen knallen.

Wie alle anderen einsamen Seelen

machen sich auch diese beiden heimlich

im Internet auf die Suche nach der Liebe.

Die ersehnten Traumpartner sollten

auf jeden Fall das ganze Gegenteil von

diesem bekloppten Nachbarn sein, so

viel ist sicher! Als sie schließlich glauben,

ihren Partner gefunden zu haben,

können sie nicht anders, als dieses romantische

Glück sofort dem Nachbarn

unter die Nase zu reiben. Natürlich nur,

um die wechselseitige Abneigung zu

bekräftigen und sich gegenseitig eins

auszuwischen ... oder?

Fabrice Roger-Lacans Komödie »Die

Tür nebenan« zeigt das Gefühlschaos

Sie

schlafen

im

Liegen

Dialoge. Jedes einzelne Wort muss

haarscharf platziert sein, um seine

vorhergesehene Wirkung zu entfalten.

Das Publikum kann sich auf einen

sehr kurzweiligen und unterhaltsamen

Abend ganz im Sinne des Meisters

PREMIERE 5

von Singles, die beruflich längst erwachsen

geworden sind, aber in ihrem

Privatleben immer noch wie unerfahrene

Teenager nach Erfüllung suchen.

Freuen Sie sich auf einen heiteren

Abend voller Gegensätze: Streit und

Liebe, laute und leise Töne, der Sie –

das ist versprochen – mit einem Happy

End verabschiedet.

Auf der Suche nach der Liebe sind die

beiden Protagonisten sich gar nicht

mehr uneins und so wie wir alle: gleich!

Und, auch das ist bekannt: »Gleich und

gleich gesellt sich gern«. Judith Zieprig

TÜR NEBENAN

Stück von Fabrice Roger-​Lacan

Regie: Peter Bernhardt

Bühne und Kostüme: Monika Maria Cleres

Dramaturgie: Judith Zieprig

Es spielen: Benjamin Petschke,

Marie Luise Stahl

Premiere

15.11., 20 Uhr, Schminkkasten

Nächster Termin: 17.11., 18 Uhr,

14./28.12., 20 Uhr

des trockenen Humors freuen. Da alle

Entfalter mit äußerster Konzentration

spielen müssen, werden sie auf Ihr

Publikum angewiesen sein. Aber wenn

sich dieses magische Loriotgefühl einmal

einstellt, dann wird es kein zurück

geben und man kann nicht genug davon

bekommen. Oft haben wir uns gefragt,

ob diese zum Teil 30 Jahre alten Sketche

noch zeitgemäß sind? Beantworten

Sie sich diese Frage bitte selber. Viel

Spaß!

Raf Appelfeller

WIR SCHLAFEN IM LIEGEN

Ein Loriot-Abend

Produktion der Theatergruppe

»Die Entfalter« der AWO Rudolstadt

Spielleitung: Ralf Appelfeller

Texte Moderation: Detlef Brettschneider

Es spielen: Eva Krüger, Walter Jarosch,

Sibylle Richter, Margarete Rosenbusch,

Karin Scholz

Premiere

22.11., 20 Uhr, Schminkkasten

Nächster Termin: 23.11., 20 Uhr


6 KONZERT

Im Klangrausch

Faune, Königinnen und technische Abgründe

Nicht Arnold Schönberg überschritt als

erster die Schwelle der Tonalität, das tat

bereits Claude Debussy einige Jahr vor

ihm. Doch der Franzose öffnete die Tür

zur atonalen Tonwelt auf eine so lyrische

Weise, dass man ihm als Zuhörer

gerne folgt. Auch in dem »Vorspiel zum

Nachmittag eines Fauns« gibt es bereits

zu Beginn einen tonalen Dämmerzustand:

Ein Flötensolo beschwört über

einem Klangteppich aus Streichern und

Harfe die mythische Welt des Faun herauf.

Ein symbolistisches Gedicht von

Stéphane Mallarmé, in dem die erotischen

Fantasien eines dahindämmernden

Fauns beschrieben werden, hatte

Debussy zu der Komposition angeregt.

Berühmt wurde die Tondichtung auch

durch eine Ballettchoreographie für

die Ballets Russes, jenem Mythos des

modernen Balletts um Sergei Djagilew.

Im Meininger Hof wird die Struktur der

Komposition ebenfalls durch Balletttänzer

erlebbar. Das Tanzpaar Cristina

Voce und Alexander Teutscher tanzen

auch für das Staatsballett Berlin. Das

Cellokonzert von Camille Saint-Saëns

bricht danach mit weiteren Hörgewohnheiten:

Anstatt einer Einleitung

durch das Orchester beginnt nach

einem Akkord sofort der Solist mit ei-

nem Solo. Der junge Saint-Saëns schuf

ein Konzert mit nahtlosen Übergängen

zwischen den drei Sätzen.

In seiner Schottischen Sinfonie entfernt

sich wiederum Felix Mendelssohn

Bartholdy erstaunlich weit von dem

Vorbild Beethovens. Die Idee zur Sinfonie

bekam der Komponist, als er die

legendenumwobenen Wohnorte der

Maria Stuart im schottischen Hochland

besichtigte.

Der junge Cellist Valentino Worlitzsch

hat bereits den ersten Preis beim deutschen

Musikwettbewerb erhalten. Der

Dirigent des Abends, Nicolás Pasquet,

dirigierte u. a. die NDR Radiophilharmonie,

die Philharmoniker Hamburg

und das Symphonieorchester des Bayerischen

Rundfunks. Carlo Mertens

3. SINFONIEKONZERT

»Musik und Mythen«

Werke von Debussy, Saint-Saëns und Mendelssohn

Bartholdy

Violoncello: Valentino Worlitzsch

Tänzer: Christina Voce, Alexander Teutscher

Musikalische Leitung: Nicolás Pasquet

Thüringer Symphoniker

15./16.11., 19:30 Uhr, Meininger Hof 9

Alle Menschen

werden Brüder

Am 9. November 1989 fiel die Berliner

Mauer. Zum Jubiläum dieses bedeutenden

Ereignisses in der Geschichte Deutschlands

und Europas laden der Oratorienchor Rudolstadt,

der Oratorienchor Saalfeld und die

Thüringer Symphoniker zu einem kostenlosen

Festkonzert in der Stadtkirche Rudolstadt

und der Johanneskirche Saalfeld ein.

Zeitzeugen, wie der renommierte Journalist

Christoph Dieckmann, aufgewachsen in

Sangerhausen, werden von ihren Erlebnissen

berichten. Als Gesangssolisten konnten

Stephanie Krone, Katarzyna Wlodarczyk,

Ray M. Wade und Alejandro Larraga Schleske

gewonnen werden. Es erklingen Chöre

und Arien aus der Kantate »Freue dich,

erlöste Schar« von Johann Sebastian Bach.

Friedrich Schillers Ode »An die Freude« in

der Vertonung Ludwig van Beethovens und

Duette aus Beethovens Befreiungsoper

»Fidelio« sollen den Jubel vieler Demonstranten

in Berlin, Leipzig und Erfurt an

diesem Tag in Erinnerung rufen und nicht

nur die Vereinigung Deutschlands, sondern

auch jene Europas feiern. In diesem Sinne

singt der Chor auch Felix Mendelssohn

Bartholdys »Verleih uns Frieden«.

Carlo Mertens

FESTKONZERT

30 JAHRE MAUERFALL

»Alle Menschen werden Brüder«

Musikalische Leitung: Katja Bettenhausen,

Andreas Marquardt, Oliver Weder

Mitwirkende: Stephanie Krone (Sopran),

Katarzyna Wlodarczyk (Alt), Ray M. Wade

(Tenor), Alejandro Larraga Schleske (Bariton)

/ Oratorienchor Rudolstadt, Oratorienchor

Saalfeld, Thüringer Symphoniker sowie

Zeitzeugen der Wende

09.11., 15 Uhr, Stadtkirche Rudolstadt

09.11., 19:30 Uhr, Johanneskirche Saalfeld

Eintritt frei!


KONZERT 7

Von Westpaketen und

Jahresendfiguren

Wie war das? Weihnachten anno 1989 in

der DDR? 30 Jahre nach dem Fall der Mauer

wollen wir im Weihnachtskonzert dieser

Frage nachgehen – ohne den staatlich

verordneten Atheismus zu dämonisieren

oder die scheinbar so beschauliche Welt

der DDR zu glorifizieren. Das langjährige

Rudolstädter Opernensemble-Mitglied

Roland Hartmann wird einige der schönsten

und bekanntesten »Weihnachtskonzert-

Klassiker« vor der Wende mit den Thüringer

Symphonikern vortragen und es erklingen

Orchesterstücke, die in den 80er Jahren hier

auf dem Programm der Weihnachtskonzerte

standen, darunter auch Werke ehemaliger

Leiter der beiden Orchester, wie Toni

Steidl und Franz Chlum. Natürlich dürfen

auch nicht Peter Tschaikowskys »Nussknacker«

und Karel Svobodas »Drei Haselnüsse

für Aschenbrödel« fehlen, ein Teil der DDR-

Weihnacht, der heute an den Feiertagen

durch fast alle deutschen Wohnzimmer

flimmert. Gedanken der Orchestermusiker

der Thüringer Symphoniker zum Thema

Weihnachten in der DDR und Texte und

Gedichte berühmter Autoren der Vorwendezeit,

vorgetragen von Verena Blankenburg

und Hans Burkia, runden diesen Ausflug in

die Vergangenheit ab.

Carlo Mertens

Im ¾-Takt ins

Neue Jahr

Mit dem berühmten Eröffnungssatz

des Wiener Opernballs »Alles Walzer«

wollen wir Sie am letzten Tag des

Jahres 2019 in diese besonders glanzvolle

Welt mit ihrem starken Hang zur

Nostalgie und Etikette entführen.

Dabei stehen, genau wie beim

Opernball, auch Walzer aus anderen

europäischen Metropolen auf dem

Silvesterkonzertprogramm. Natürlich

werden auch die schönsten Arien von

Franz Lehár, der zusammen mit Oscar

Straus und Leo Fall als Begründer der

Silbernen Wiener Operettenära gilt,

erklingen. Vor ihm hatten bereits Johann

Strauß und Franz von Suppé das

goldene Wiener Operettenzeitalter

eingeläutet und auf einen glanzvollen

Höhepunkt gebracht. Julia Domke,

die hochtalentierte Sopranistin aus

Dresden und der junge, international

gefragte brasilianische Tenor Raoni

Hübner werden all dies und noch mehr

zusammen mit dem Chefdirigenten

der Thüringer Symphoniker, Oliver

Weder, für Sie zu einem schwungvollen

Hörgenuss machen. Feiern Sie dem

Jahreswechsel mit Wiener Humor und

legendärer Gemütlichkeit entgegen

– bei einem Feuerwerk der

schönsten Operetten- und

Walzermelodien der berühmten

Komponisten Österreichs.

Carlo Mertens

WEIHNACHTSKONZERT

»Tausend Sterne sind ein Dom –

Weihnachten in der DDR«

Bariton: Roland Hartmann

Sprecher: Verena Blankenburg,

Hans Burkia

Musikalische Leitung: Peter Leipold

Ausstattung: Monika Maria Cleres

Textauswahl: Carlo Mertens

Es spielen: Thüringer Symphoniker

07./14.12., 19:30 Uhr, 25.12., 17 Uhr

Theater im Stadthaus

13.12., 19:30 Uhr, 26.12., 17 Uhr

Schlosskapelle Saalfeld

SILVESTERKONZERT

»Alles Walzer«

Musikalische Leitung und Moderation:

Oliver Weder

Mit: Julia Domke (Sopran),

Raoni Hübner (Tenor),

Thüringer Symphoniker

31.12., 15 & 19:30 Uhr,

Stadthalle Bad Blankenburg


8 JUNGES THEATER

Märchenbilderspaß

Schau Dir die Bilder genau an. Welches

Märchen ist auf den Bildern dargestellt?

Nummeriere die Bilder, so dass sie das

Märchen in der richtigen Reihenfolge zeigen

und gib den einzelnen Bildern Titel.

Mut zum Coming Out

Nikolas ist Einzelgänger. Am liebsten

spielt er Computerspiele und schafft

sich so seine eigene Welt, denn Zuhause

hat er Probleme. Als er umzieht, steht

ein Schulwechsel bevor. In der neuen

Schule erzählt Nikolas offen, dass er

schwul ist. Von seinem Lehrer Jan und

den Mitschülern wird er freundlich

aufgenommen. Doch als Jan merkt,

dass Nikolas Probleme hat und ihn

unterstützen möchte, blockt Nikolas ab.

Aber Jan gibt nicht auf und langsam

entwickelt sich eine Beziehung zwischen

den beiden. Bald merkt Nikolas

jedoch, dass Jan ein Geheimnis hat.

Am Ende ist es der Lehrer, der etwas

von seinem Schüler im Umgang mit den

eigenen Problemen lernen kann.

Ein Stück über Coming Outs und

den Mut, zu sich selbst zu stehen – in

jedem Alter. Aber auch eine behutsame

Geschichte über eine ungewöhnliche

Freundschaft zwischen Lehrer und

Schüler.

FRAU HOLLE

oder Guter Schnee fällt nicht von selbst

Kinderstück nach den Brüdern Grimm

von Martin Baltscheit

Regie: Kristine Stahl / Bühne, Kostüme und

Puppenbau: Gretl Kautzsch / Dramaturgie:

Judith Zieprig / Musik und musikalische Einstudierung:

Thomas Voigt

Theaterpädagogik: Friederike Dumke

0

5+

Mit: Heike Meyer, Hannah Ostermeier,

Lisa Störr, Martin Vogel

Premiere

02.11., 16 Uhr, Theater im Stadthaus

Termine für Familien: 01./22./26.12., 15 & 17 Uhr

0

12+

GEHEIMCODES

Von Simone Isabel Nørgaard

Aus dem Dänischen von Franziska Koller

Deutschsprachige Erstaufführung

Gastspiel des Landestheaters Eisenach

Mit: Alexander Beisel, Michael Naroditski

Regie und Ausstattung: Christine Hofer

Dramaturgie: Isabelle Küster

Premiere

07.11. / 10 Uhr, theater tumult

Nächste Termine: 07.11., 12 Uhr /

08./21.11., 10 Uhr / 20.11., 10 & 12 Uhr


Theater kann

lebensverändernd sein

Nach Abschluss ihres Germanistik- und

Geschichtsstudiums in Dresden sowie

der Theaterwissenschaften in Leipzig,

zog es unsere neue Schauspieldramaturgin

Judith Zieprig zunächst ans

Theater in Radebeul (Sachsen). Ganz

bewusst hat sie sich mit Rudolstadt

wieder für eine Kleinstadt als neuen

Arbeitsort entschieden.

»Ich möchte Theater für die Menschen

machen«, erklärt sie zuversichtlich.

»Man hat hier vielleicht die Möglichkeit,

Leute zu begeistern, die sich

vorher nicht in diesem Kreis befunden

haben. Das kann eine höhere Relevanz

und Strahlkraft haben als in größeren

Städten«. Denn dort gäbe es ihrer

Meinung nach »ein festes, homogenes

Publikum, das sowieso regelmäßig

kommt«. Gelingt es, neue Zuschauer

zu gewinnen, dann kann Theater »tat-

Das Aufziehmännchen

und die Sächsin

Das sind Anke Neugebauer (Fotografin)

und Astrid Frey (Fotografin

und Grafikdesignerin), sie bewarben

sich im Doppelpack. »Glück und der

Zufall«, sagt Astrid, haben dann beide

hierher geführt. Die kümmelhassende,

ehemalige Krankenschwester Anke

übernimmt hierbei zum Großteil die

Fotografie und die stresshassende,

reiselustige Astrid die grafischen

Aufgaben. Beide waren zunächst freiberuflich

tätig, gründeten in Weimar

zusammen eine Werkstatt. Was sie antreibt?

Während Astrid gerne über sich

hinauswachsen und vielleicht selbst auf

sächlich lebensverändernd für sie sein«.

Judith ist es wichtig, dass Theater »den

Menschen etwas sagt«, wie z. B. »Vor

Sonnenaufgang« von Ewald Palmetshofer

nach Gerhart Hauptmann. »Viele

aktuelle Debatten über Werte und

Wertemodelle, tendenziell linksgerichtete

Meinungen und rechtskonservative

Ansichten, die sich gegenüberstehen«,

werden in diesem Stück thematisiert.

Hier macht Stress sogar Spaß

Mit diesen Worten beschreibt Joana

Wolframm ihr neues Arbeitsumfeld –

seit Beginn dieser Spielzeit absolviert

sie in der Theaterpädagogik ein FSJ

Kultur. Das Rudolstädter Theater aber

ist ihr nicht neu. Seit fast schon zehn

Jahren ist Joana ein leidenschaftliches

Mitglied des Theaterjugendclubs und

sagt selbst, sie sei durch ihre Eltern im

Theater aufgewachsen. Ihr Kindheitstraum,

Schauspielerin zu werden, hat

sich inzwischen eher auf die Arbeit als

der Bühne stehen möchte, organisiert

sie nebenbei noch Veranstaltungen undFeiern,

interessiert sich für Permakultur

und Heilkräuter. Anke fügt hinzu:

»Wenn ich die Zeit habe, experimentiere

ich gerne mit alten Edeldruckverfahren.

Momentan habe ich die Cyanotypie

erobert.« Außerdem teilen beide eine

sehr große Leidenschaft für die Natur.

Und woran sind sie immer und überall

zu erkennen? »Ich rede sächsisch«, betont

Astrid lachend. »Ich bin immer wie

so ein Aufziehmännchen, wenn ich viel

in ganz kurzer Zeit viel rede«, meint

Anke grinsend. Nach ihren ersten Berufswünschen

antwortet Astrid: »Also

ich wollte schon immer Künstlerin

werden«. Anke amüsiert: »Was ich im

VORGESTELLT 9

»Wenn man als Dramaturgin arbeitet,

ist es natürlich gut, wenn man generell

gerne liest. Das ist bei mir der Fall«,

entgegnet Judith auf die Frage nach

ihren außerberuflichen Interessen.

Seit ihrer Kindheit schlüpft die Dramaturgin

leidenschaftlich gern durch

Bücher in andere Welten. »Ich gehe

auch joggen. Das brauche ich, weil ich

so viel sitze«, fügt Judith amüsiert

hinzu. »Was ich dafür wirklich hasse

ist, wenn mich fremde Menschen im

Straßenverkehr oder im öffentlichen

Raum versuchen zu erziehen, während

ich mit dem Fahrrad unterwegs bin«,

lacht Judith.

Der Kindheitstraum womöglich Schauspielerin

zu werden, hat sich im Laufe

der Zeit auf die Arbeit hinter der Bühne

verlagert. Sie genießt die Vielseitigkeit

des Lesestoffs und die Möglichkeiten,

ständig etwas Neues zu lernen, denn

»man weiß ja noch längst nicht alles«.

Maria Seipold

Maskenbildnerin verlegt. Wenn sie gerade

mal nichts mit dem Theater zu tun

hat, nimmt sie sich gerne Zeit für ihren

treuen Hund Lilli. Immer zu erkennen

ist sie an ihrem Nasenring und der stillen,

aber sehr aufmerksamen Art, die

sie scherzhaft mit der Arbeitsweise der

Stasi vergleicht.

»Ich würde gerne mehr mit Kindern

zusammenarbeiten, ein bisschen

spontaner werden und ich freue mich

auf eine spannende Zeit«, meint Joana

entschlossen.

Maria Seipold

Kindergarten werden wollte, weiß ich

nicht mehr, da wollte ich wahrscheinlich

einfach West-Süßigkeiten.« Viel

davon hat schon geklappt! Maria Seipold


10 DIES UND DAS

Unser Preisrätsel

Ihr seht nur nicht die

Mauer, die uns einschließt

...

November 2019. Wir feiern das 30-jährige Jubiläum

des Mauerfalls. Die wirren Ereignisse der

Wendezeit versucht die Komödie »Hilfe, die Mauer

fällt!« von Karsten Laske und Steffen Mensching

noch einmal Revue passieren zu lassen.

Doch wie ist es eigentlich zu deren Errichtung

gekommen? Weit über zwei Millionen Menschen

hatten dem Arbeiter- und Bauernstaat den

Rücken zugekehrt, darunter viele Akademiker

und weitere, gut ausgebildete, junge Menschen.

Die SED-Führung befürchtete das Ausbluten

des Landes. Während die 1378 Kilometer lange

Grenze zwischen der DDR und der BRD gesichert

war, blieb Berlin lange offen. Obwohl die Lage

angespannt war, tritt DDR-Staats- und Parteichef

Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 auf einer

großangelegten Pressekonferenz vor 300 Journalisten

und demtiert den Plan: »Niemand hat die

Absicht, eine Mauer zu errichten«. Im Hintergrund

liefen zu dieser Zeit bereits Vorbereitungen für

deren Bau. Wieviel später wurde die Mauer dann

tatsächlich errichtet?

A

B

C

2 Jahre

12 Monate

2 Monate

Die Lösung senden Sie uns bitte mit Angabe

Ihres Namens und Ihrer Adresse bis zum

7. Dezember 2019 per Mail an:

presse@theater-rudolstadt.de

Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir 1

mal 2 Freikarten für einen Besuch in Ihrem Theater

Rudolstadt in der Spielzeit 2019/20. (Gilt nicht

für Gastspiele und Sonderveranstaltungen)

Den Gewinner veröffentlichen wir in der folgenden

Ausgabe der Theaterzeitung mit Namen

sowie Wohnort.

Datenschutzhinweise zum Gewinnspiel: https://

theater-rudolstadt.de/datenschutz/

Die Lösung in unserer August/September-Ausgabe

lautet: B) Die Dreigroschenoper

Gewonnen hat Beate Meyer aus Greiz.

Wir wünschen viel Freude beim Theaterbesuch!

Kantinengespräch

mit Jens May

Wo kommen Sie gerade her?

Ich komme gerade aus dem Familienurlaub

in Prag. Anlässlich des

Mauerfall-Jubiläums besuchten wir

auch die Prager Botschaft, in der

Hans-Dietrich Genscher die berühmten

Worte sprach, dass die Ausreise

der DDR-Bürger bewilligt würde.

Waren Sie schon mal in Rudolstadt?

Ja, im SAALEMAXX war ich schon

einmal und auch beim Rudolstädter

Vogelschießen bin ich regelmäßig.

Wobei vergessen Sie die Zeit?

Beim Angeln und, furchtbar langweilig,

und bei der Gartenarbeit kann ich sehr

gut die Zeit vergessen. Ich bin leidenschaftlicher

Gärtner und bewirtschafte

rund 2000 m². Ich interessiere mich

sehr für Obstgehölze und finde es

spannend, alte Sorten wiederzuentdecken.

Mit meinem Schwiegervater geht

es auch ab und zu auf die Jagd. Ich bin

ein sehr naturverbundener Mensch.

Wobei platzt Ihnen der Kragen?

Der Kragen platzt mir, wenn Leute

bei Veranstaltungen unvorbereitet

sind. Ich habe da selbst hohe Ansprüche

und mag es nicht, wenn

Leute aufgrund von mangelnder

Organisation und Unpünktlichkeit

warten müssen. Ansonsten hasse ich

es, wenn ich einen Joghurtbecher

öffne und der Deckel einreißt.

Wofür würden Sie mitten in der Nacht

aufstehen?

Was für eine tolle Frage! Viele sagen

bestimmt, »um aufs Klo zu gehen«. Für

die Familie würde ich sowieso jederzeit

aufstehen. Ich bin eigentlich kein spontaner

Mensch, aber wenn mich jemand

nachts überraschen würde, um mich in

einen schönen Urlaub mitzunehmen,

dann würde ich das machen.

Das Gespräch führte René Stoof

Impressum Herausgeber: Thüringer Landestheater

- Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt

GmbH / Intendant und Geschäftsführer: Steffen

Mensching / Spielzeit 2019/2020 Heft Nr. 5-2019 /

Redaktion: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

Dramaturgie / Layout: Friederike Lüdde / Technische

Herstellung: wir-machen-druck.de / Satz:

Friederike Lüdde / Fotos: Anke Neugebauer (Titel,

u. a.), Felix Broede, Maria Seipold, Lisa Stern

Der Umbau am Großen Haus geht seit Ende September voran. Derzeit werden Teile des Foyers abgerissen,

dort, wo unterirdisch die Hochwasserschutzmaßnahmen greifen sollen. Durchgeführt wird

dieser Bauabschnitt durch die Firma Betting aus Unterwellenborn.


Autorisierter Verkauf und Service für die Marken

Mercedes-Benz, Jeep, Alfa Romeo, smart und Hyundai.

Wir wünschen Ihnen Frohe Weihnachten und

einen guten Start ins neue Jahr.

Auto Müller GmbH & Co. KG

Rudolstädter Str. 9 • 07318 Saalfeld

Zum Mühlenberg 1 • 07806 Neustadt/Orla

info@automueller.de • www.automueller.de

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