Biogas aus Bioabfall

FVBiogas1

Biogas aus

Bioabfall

BIOGAS Wissen_3

1


Biogas aus Bioabfall

Energie- und Düngemittelproduktion aus biogenen Reststoffen

Organische Fraktion

aus Restabfall

Getrennt gesammelte

Bioabfälle (Bio- und Grüngut)

Kommunaler Klärschlamm

Industrielle und

gewerbliche Abfälle

Tierische Nebenprodukte

(TNP)

Pflanzliche Nebenprodukte

Energiepflanzen

Trockene Fremdstoffabscheidung

Zerkleinerungs- und

Entpackungstechnologien

Flüssige Fremdstoffabscheidung

Hygienisierung

Diskontinuierliche

Trockenvergärung

Kontinuierliche

Trockenvergärung

Kontinuierliche

Nassvergärung

Strom

Wärme / Kälte

Biomethan

Treibstoff

Gärprodukt

Die dargestellten Symbole sind in der Broschüre durchgängig verwendet

und dienen ebenso zur Einteilung der angebotenen Verfahren, Techniken

und Dienstleistungen im Firmenverzeichnis.

2


Inhalt

Zitate ............................................................................................. 4

Vorwort ............................................................................................. 5

1 Einleitung ..................................................................................... 6

2 Vorteile der Abfallvergärung ............................................................ 8

3 Biogassubstrate ............................................................................. 9

4 Rechtliche Anforderungen ............................................................ 12

5 Bioabfallsammlung ...................................................................... 15

6 Substrataufbereitung ................................................................... 18

7 Gütesicherung ............................................................................. 20

8 Vergärungsprozess ....................................................................... 22

9 Fermentertechnologien ................................................................. 23

9.1 Kontinuierliche Nassvergärung...................................................... 24

9.2 Kontinuierliche Trockenvergärung.................................................. 25

9.3 Diskontinuierliche Trockenvergärung.............................................. 26

9.4 Weitere Fermentertechnologien..................................................... 26

10 Biogasnutzung ........................................................................... 28

11 Biomethanaufbereitung .............................................................. 30

12 Gärproduktanwendung ............................................................... 31

13 Sicherheit geht vor ..................................................................... 32

Glossar ........................................................................................... 33

Referenzanlagen ............................................................................. 34

Firmenverzeichnis ........................................................................... 42

Übersicht des Firmenverzeichnisses .................................................. 43

Organisationen ................................................................................ 60

Impressum ..................................................................................... 62

Symbolbeschreibung ....................................................................... 63

3


Zitate

Zitate

„Eine zukunftsorientierte und nachhaltige Energieversorgung ist nur

möglich, wenn die besonderen Vorteile jeder Erneuerbarer Energiequelle

optimal kombiniert werden. Biogas bietet Flexibilität und kann genutzt

werden, wenn Wind oder Sonne nicht zur Verfügung stehen. Zudem sind

die Möglichkeiten für Biogas vielfältig: Es liefert Strom, Wärme, Treibstoff

und Dünger aus organischen Ressourcen – regional, zuverlässig und

klimafreundlich. Biogas ist der Weg in die Zukunft!“

– Horst Seide, Präsident des Fachverbandes Biogas e.V.

„Eine Vielzahl verschiedener Bioabfälle und biogener Reststoffe lässt

sich energetisch und stofflich sehr gut in Biogasanlagen verwerten. Nur

durch diese Art von Recycling lässt sich das Abfallaufkommen reduzieren

und lassen sich gleichzeitig Treibhausgase vermeiden, die sonst bei der

Lagerung von Abfällen und Reststoffen sowie dem Einsatz fossiler Rohstoffe

zur Energieproduktion und zur Herstellung mineralischer Düngemittel

entstanden wären. Die stoffliche Anwendung der nährstoff- und

humusstoffreichen Gärprodukte als wertvolle organische Düngemittel in

der Landwirtschaft sowie u. a. im Garten- und Landschaftsbau trägt somit

zu einer nachhaltigen Umwelt- und Landbewirtschaftung bei.“

– Thomas Karle, Vorsitzender der

GüteGemeinschaft Gärprodukte e.V.

Biogas ist das Bindeglied zwischen Erneuerbarer Energie, der Kreislaufund

der Abfallwirtschaft. Dies ist eine der wenigen Möglichkeiten, die konkreten

Vorteile der Kreislaufwirtschaft für die Bürger darzustellen, da in

erster Linie organische Kreisläufe auf lokaler Ebene geschlossen werden.

Schließlich ist Biogas eine großartige Technologie, um die Energiearmut

der Gemeinden zu reduzieren und dezentrale Abfallbewirtschaftungsoptionen

zu entwickeln. Diese Broschüre zeigt die Fortschritte und Herausforderungen

der Biogastechnologie, und ich hoffe, dass sie das Recycling

von Bioabfällen aufgrund von Biogasprojekten weltweit verbessern wird.“

– Antonis Mavropoulos, Präsident der International

Solid Waste Association

„Eine sichere, flexible und nachhaltige Energieversorgung möglichst

ohne Treibhausgasemissionen ist eine der Schlüsselfragen des 21. Jahrhunderts.

Auch wenn der Weisheit letzter Schluss gewiss noch nicht gefunden

ist, klar ist, dass bei ihrer Beantwortung dem Biogas eine ganz

wesentliche Rolle zukommt. Es ist nicht nur der Allrounder unter den Erneuerbaren

Energiequellen und buchstäblich zu Spitzenleistungen in der

Lage – Biogas bietet vor allem gleich mehrere Schnittstellen zur ebenfalls

dringend benötigten biobasierten Wirtschaft. Der anaerobe Aufschluss

von organischen Reststoffen ist ein Schlüssel für die Kaskadennutzung

von Rohstoffen, zur Schließung von Nährstoffkreisläufen und zur Verknüpfung

von stofflicher und energetischer Verwertung.“

– Stefan Köhler, Vorsitzender des Biogas

Competence Network e.V. (BCN)

4


Vorwort

Vorwort

Der Einsatz der Biogastechnologie hat in den letzten fünfzehn Jahren vor allem in

Deutschland erheblich zugenommen. Bis Ende 2017 wurden knapp 9.500 der

rund 13.400 europäischen Biogasanlagen in Deutschland errichtet. Sie verarbeiten

kommunale, gewerbliche und industrielle Bioabfälle (688 Anlagen), andere landwirtschaftliche

Rückstände und Energiepflanzen (12.721 Anlagen). Werden auch

Anlagen auf Basis von Deponie- und Klärgas hinzugezählt, so steigt die Zahl der

europäischen Biogasanlagen auf insgesamt 17.783.

Die 9.500 deutschen Biogasanlagen liefern mit über 4 GW (Gigawatt)

installierter elektrischer Leistung rund 5 % der deutschen

Bruttostromerzeugung. Zudem versorgen sie Haushalte,

Industriebetriebe, Bauernhöfe und andere Gebäude und Einrichtungen

mit Wärme. Darüber hinaus wandeln 200 Aufbereitungsanlagen

Biogas in wertvolles Biomethan um, das ebenso

wie Erdgas auch als Treibstoff im Transportsektor verwendet

werden kann. Biogasanlagen produzieren nicht nur Erneuerbare

Energien, sondern auch wertvolle Nähr- und Humusdünger

(Gärprodukte) und machen die Biogastechnologie so zu einem

echten Allrounder.

Rund 400 Abfallverwertungsanlagen nutzen in Deutschland

Bioabfälle als Substrat. 135 dieser Anlagen verwenden insgesamt

2 Millionen Tonnen getrennt gesammelte Bioabfälle

(Bio- und Grüngut) aus Haushalten. Weltweit nimmt die Biogaserzeugung

aus Abfällen zu. Sie ist oftmals das zukunftsträchtigste

Abfallwirtschafts- und Energieerzeugungssystem in

Entwicklungs- und Schwellenländern. Und zweifellos stehen

auch national noch große Potenziale an organischen Abfallund

Reststoffen für die Vergärung zur Verfügung. Werden diese

Abfälle aber nicht erfasst, bauen sie sich unkontrolliert ab und

setzen das den Klimawandel begünstigende Treibhausgas Methan

(CH 4

) frei.

Da das Interesse und der Bedarf an Technologien zur Vergärung

von Abfällen stetig steigen, bietet diese Broschüre einen aktuellen

Überblick über das Thema. BIOGAS AUS BIOABFALL

zeigt, wie die verschiedenen Abfallarten erfasst, aufbereitet,

von Fremd- und Störstoffen befreit und mithilfe geeigneter Fermentertechnologien

vergoren werden. Die Broschüre beinhaltet

eine detaillierte Beschreibung des biologischen Prozesses, einen

Vergleich des energetischen Potenzials verschiedener Substrate

sowie die verschiedenen Möglichkeiten zur effizienten

Nutzung von Biogas. Zudem wird dargestellt, wie die erzeugten

Gärprodukte und Komposte als Düngemittel eingesetzt werden

können und welche Sicherheitsaspekte beim Betrieb von Biogasanlagen

beachtet werden müssen.

Partner dieser Publikation sind die GüteGemeinschaft Gärprodukte

e.V. (GGG), die International Solid Waste Association

(ISWA) und das Biogas Competence Network (BCN), die gemeinsam

die Biogaserzeugung aus verschiedenen Abfallströmen

fördern und ihre Erfahrungen beim Aufbau von integrierten

Abfallwirtschaftssystemen einbringen.

Im zweiten Teil der Broschüre sind Referenzanlagen aufgeführt

sowie ein Verzeichnis von Firmen aus den Bereichen Komplettanbieter

schlüsselfertiger Anlagen und Technologien zur

Substrataufbereitung, von Projektplanern, Anbietern von Anlagenkomponenten

(wie Pumpen und Rührwerken) sowie von

anderen Dienstleistungen im Bereich der Abfallvergärung und

der Biogaserzeugung.

Zu einem sicheren und effizienten Betrieb von Biogasanlagen,

in denen verschiedene Arten von Abfällen eingesetzt und organische

Dünger, Strom, Wärme oder Biomethan erzeugt werden,

möchte BIOGAS AUS BIOABFALL einen Beitrag leisten. Jahrzehntelange

Erfahrungen beim Bau und Betrieb von Biogasanlagen

zeigen den Stand der Technik, sodass neue Akteure nicht

von vorne anfangen müssen. Für den Erfolg von Biogasprojekten

und eine positive Entwicklung des Marktes ist es unerlässlich,

Partnerschaften mit Unternehmen und Organisationen

einzugehen, die Biogasprojekte fördern und durchführen, um

ihren Wissens- und Erfahrungsschatz zu nutzen.

5


Einleitung

1 Einleitung

Diese Broschüre befasst sich mit der Biogaserzeugung aus verschiedenen

Abfall arten, wie z. B. Bioabfällen aus privaten Haushalten oder industriellen

und gewerblichen Betrieben, Klärschlamm aus Kläranlagen sowie Reststoffen

in Form von tierischen und pflanzlichen Nebenprodukten.

Kompostierung

Vergärung

Verbrennung

Obwohl die Energie- und Düngemittelproduktion zentrale Aspekte

der Biogastechnologie sind, bietet die Vergärung von

organischen Abfällen zusätzlich Lösungsmöglichkeiten abfallwirtschaftlicher

Probleme und vermeidet Kontaminationen

durch industrielle und gewerbliche Abwässer, insbesondere in

Ländern mit überfüllten Deponien und ohne ausreichende Behandlungs-

und Verbrennungskapazitäten.

Die Kompostierung bietet die Möglichkeit, aus Bioabfällen

Nährstoffe – aber keine Energie – zu gewinnen. Die Verbrennung

dieser Abfälle führt zu einer energetischen Rückgewinnung.

Die Nährstoffe werden jedoch nicht recycelt, da die verbleibende

Asche normalerweise deponiert werden muss. Erst

die Vergärung stellt die Verbindung von Nährstoff- und Energierückgewinnung

aus organischen Abfällen dar. Dies macht sie zu

einer fortschrittlichen Recycling- und Abfallbehandlungsmethode

gemäß der Europäischen Abfallrahmenrichtlinie.

In dieser Broschüre wird Schritt für Schritt die Vielfalt der Biogastechnologie

aufgezeigt, angefangen von den Einsatzstoffen

(Substraten) bis hin zu den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten

der beiden Endprodukte Energie und Dünger. Zur ersten

Orientierung dient an dieser Stelle eine Übersicht der in einer

Abfallvergärungsanlage verwendeten Komponenten:

Eine Biogasanlage produziert

Erneuerbare Energie und Gärprodukte

zur Düngung landwirtschaftlicher

Flächen

6


Einleitung

Komponenten einer Abfallvergärungsanlage

Strom

Wärme / Kälte

Treibstoff

1

2

3

4

6

5

7

Biomethan

8 9

Gärprodukt

Verschiedene Arten von Substraten 1 können zur Erzeugung

von Biogas verwendet werden, darunter Bio- und Grüngut, kommunaler

Klärschlamm, industrielle oder gewerbliche Abfälle sowie

tierische und pflanzliche Nebenprodukte (siehe Kapitel 3:

Biogassubstrate“). Während flüssiges Substrat in Tanks gelagert

wird, wird stapelbares Substrat zumeist in Hallen, die

speziell für diesen Zweck ausgelegt sind, angenommen und

aufbewahrt 2 . Letzteres ist häufig bei kommunalen Bioabfällen

und anderen geruchsintensiven Abfällen der Fall, wobei

z. B. Grüngut und pflanzliche Reststoffe auch offen gelagert

werden können. Die Annahmehallen sind i. d. R. mit schnell

laufenden Toren ausgestattet, die nur bei der Ein- und Ausfahrt

der Sammelfahrzeuge geöffnet werden. Die Luft aus den Bereichen

der Annahme, der Lagerung sowie der Aufbereitung wird

durch ein Luftsammelsystem 3 abgesaugt und einer Abluftbehandlung

4 zugeleitet. Diese besteht zumeist aus einem Biofilter,

der als Mischung verschiedener organischer Materialien

(u. a. Wurzel stücke, Hackschnitzel, Rindenmulch, Kompost) in

einem offenen Becken oder auch in geschlossenen Containern

eingefüllt sein kann, um insbesondere den Geruch von organischen

Verbindungen zu entfernen. Bei stark ammoniakhaltiger

Abluft können ggfs. saure Wäscher oder Wasserwäscher

vorgeschaltet sein.

Der Vergärungsprozess erfolgt im Fermenter 5 . In Kapitel 9:

„Fermentertechnologien“ werden verschiedene Fermentertypen

vorgestellt und näher erläutert. Der gasdichte Biogasspeicher

ist ein wesentlicher Bestandteil einer Biogasanlage

und befindet sich häufig auf dem Fermenter, dem Nachgärer,

dem Gärproduktlager oder als unabhängiges externes Lager

in der Nähe. Vor der Nutzung des Biogases in Blockheizkraftwerken

(BHKW) muss es vorgereinigt werden, vor allem von

Schwefelwasserstoff (H 2

S) und Wasser. Dies geschieht im Gasreinigungssystem

. Nach diesem Schritt kann das Biogas

im BHKW verstromt oder in einer Biomethananlage weiter aufbereitet

werden (siehe Kapitel 11: „Biomethanaufbereitung“).

Das Gärprodukt hingegen wird in einem Lager 8 gesammelt,

um anschließend landwirtschaftlich ausgebracht zu werden 9 .

Gärprodukte können ebenfalls aufbereitet werden, indem die

feste und die flüssige Phase getrennt, getrocknet, pelletiert und

kompostiert werden. Wasser kann durch Vakuumverdampfung

oder Membranfiltration extrahiert werden, und (Einzel-) Nährstoffe

können durch Ausfällung oder Strippung bzw. mittels

saurem Wäscher aus der Abluft abgesondert werden. Dies führt

zu Einsparungen von Lager- , Transport- und Ausbringungskosten

und evtl. zu einem finanziellen Mehrwert bei der außerlandwirtschaftlichen

Vermarktung, z. B. im Einzelhandel (siehe

Kapitel 12: „Gärproduktanwendung“).

Schließlich müssen wichtige Sicherheitsmaßnahmen unbedingt

beachtet werden und bestimmte Ausrüstungen eingesetzt

werden, um Schäden für Mensch und Umwelt zu vermeiden.

Diese Sicherheitsmaßnahmen können einfache organisatorische

oder komplexere technische Maßnahmen umfassen (siehe

Kapitel 13: „Sicherheit geht vor“).

7


Vorteile der Abfallvergärung

2 Vorteile der Abfallvergärung

Die Vergärung von organischen Abfällen sowie pflanzlichen oder tierischen

Nebenprodukten bietet viele Vorteile – etwa die Schonung fossiler Ressourcen

und die Vermeidung von Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) und

Abgasen als Beitrag zum Klimaschutz.

Die getrennte Erfassung von Bioabfällen verringert das Restmüllaufkommen

und damit die erforderliche Kapazität von

Müllverbrennungsanlagen und Deponien. Zusätzlich können

weitere organische Abfälle vergoren und damit Erneuerbare

Energien und Düngemittel erzeugt werden. Die Biogastechnologie

bietet in diesem Zusammenhang einen deutlichen Vorteil:

Sie ermöglicht es, Energie in Form von Biogas oder Biomethan

zu speichern und nach Bedarf Strom zu erzeugen. Darüber hinaus

ist Biogas eine perfekte Lösung, um Strom für dezentrale

Inselsituationen bereitzustellen. Das betrifft insbesondere

ländliche Gebiete, die nicht an das Stromnetz angeschlossen

sind, aber über reichlich Biomasse verfügen. In Entwicklungsländern

wird Biogas häufig direkt zum Kochen, Heizen oder für

die Gasbeleuchtung verwendet.

Emissionen aus der Abfallvergärung und

aus fossilen Ressourcen

Biogasanlagen produzieren neben Erneuerbaren Energien auch

wertvolle nährstoff- und humusreiche Düngemittel. Sämtliche

im Substrat enthaltenen Nährstoffe verbleiben im Gärprodukt,

das als Dünger oder Bodenverbesserer in Landwirtschaft, Landschaftsbau

und Gartenbau verwendet wird. Auf diese Weise

werden die Kohlenstoff- und Nährstoffkreisläufe geschlossen.

Gärprodukte und Kompost sind wichtige Humusquellen, um

Fruchtbarkeit, Struktur, Aktivität, Atmung und Wassereinlagerungen

des Bodens zu erhalten und diesen vor Erosion zu schützen.

Im Vergleich dazu bauen Mineraldünger keinen Humus

im Boden auf. Die Substitution von Phosphat- und Kalidüngemitteln

ist sehr wichtig, da es sich um endliche Ressourcen

handelt. Der Gehalt an Cadmium und Uran in mineralischen

Düngemitteln ist hoch und wird bereits als problematisch angesehen.

Darüber hinaus reduziert die Biogaserzeugung THG-Emissionen,

indem fossile Energieträger und energieintensive Mineraldünger

ersetzt werden. Zudem werden CH 4

-Emissionen in

die Atmosphäre vermieden, die durch die Lagerung von organischem

Material wie Gülle oder organischem Abfall entstehen

(z. B. in Deponien oder offenen Lagunen). THG-Emissionen

können als Äquivalent zu Kohlendioxid (CO 2

äq) ausgedrückt

werden. Wird das Treibhausgas Methan in die Atmosphäre freigesetzt,

hat es eine 28-fach stärkere Wirkung als CO 2

. Biogas

ist eine nahezu klimaneutrale Form der Energieerzeugung, da

während des Pflanzenwachstums CO 2

aus der Atmosphäre aufgenommen

und in Form von kohlenstoffhaltigen Molekülen gespeichert

wird (CO 2

-Reduktion). Nach der Verbrennung wird die

gleiche Menge CO 2

freigesetzt, die ursprünglich der Atmosphäre

entzogen wurde. Das macht die Biogaserzeugung zu einem CO 2

-

neutralen Prozess.

128 g *

CO 2

äq/kWh

Strom

aus Biogas

659 g*

CO 2

äq/kWh

Fossiler Strommix

in der EU

In Deutschland werden beispielsweise jährlich fast 2 Millionen

Tonnen CO 2

äq durch die Vergärung von organischen Abfällen

vermieden. Der durchschnittliche CO 2

-Fußabdruck eines deutschen

Bürgers beträgt rund 10 Tonnen pro Jahr (t/a). Durch

die Abfallvergärung können derzeit die Emissionen von fast

200.000 Einwohnern kompensiert werden. Andere Länder

weisen teils höhere, teils niedrigere CO 2

-Emissionen auf. In

Indien beispielsweise werden weniger als 2 Tonnen CO 2

äq pro

Jahr und Kopf erzeugt. Obwohl die verschiedenen organischen

Abfälle und Nebenprodukte, die in Biogasanlagen eingesetzt

werden, unterschiedliche Energiegehalte aufweisen, können

durchschnittlich etwa 150 kg CO 2

äq/t vergorenen Bioabfalls

vermieden werden. Somit kann die Biogaserzeugung bereits

aus rund 10 Tonnen Bioabfall so viel Triebhausgasemissionen

einsparen, wie ein indischer Bürger in einem Jahr verursacht.

* Daten der Grafik siehe EU-Richtlinie zur Förderung der

Nutzung von Energie aus Erneuerbaren Quellen (RED II)

8


Biogassubstrate

3 Biogassubstrate

Substrat für Biogasanlagen kann jegliche Art organischen Materials sein, das von

Mikroorganismen anaerob abgebaut wird. Sauberkeit und Reinheit des Substrats

bestimmen die Qualität des Gärprodukts und damit auch die Anforderungen an

Aufbereitungs- und Anwendungsmöglichkeiten.

Eine Vielzahl von Bioabfällen und organischen Reststoffen eignet

sich als Substrat für die Biogaserzeugung. Unter anderem

sind der Wassergehalt und die Abbaubarkeit des Bioabfalls

wichtige Faktoren bei der Auswahl der richtigen Substrate. So

sind beispielsweise Speisereste und andere vergärbare Abfälle,

die zu feucht sind und keine geeignete Struktur für die Kompostierung

aufweisen, ein hervorragendes Substrat für die Vergärung.

Allerdings kann nicht jede Art organischen Materials in

einem Fermenter abgebaut werden. Insbesondere der Abbau

von Lignin (ein Hauptbestandteil von Holz) kann oftmals nur

mit aeroben Abbauprozessen (Kompostierung) erreicht werden.

In dieser Broschüre werden mögliche Substrate unterteilt in

kommunale Bioabfälle (getrennt gesammelt oder technisch

getrennt), Klärschlamm, industrielle und gewerbliche Abfälle,

tierische Nebenprodukte (TNP) einschließlich Flüssig- und

Festmist sowie pflanzliche Nebenprodukte. Gerade in Deutschland

spielen auch Energiepflanzen wie Mais, Ganzpflanzensilage

oder Wildpflanzenmischungen für Biogasanlagen eine

wichtige Rolle. Allerdings liegt der Schwerpunkt im Folgenden

auf der Abfallvergärung, weshalb Energiepflanzen nicht weiter

berücksichtigt werden. Die angegebenen Symbole für jedes

Substrat werden nachfolgend einheitlich verwendet und erleichtern

die Identifizierung von Anlagenkonzepten, auch wenn

die Klassifizierung nicht immer eindeutig sein kann, da z. B.

Schlachtabfälle gleichzeitig als tierische Nebenprodukte und

Industrieabfälle gelten können.

(Kompostierung, Vergärung) überführt werden. In Ländern, in

denen Düngemittel (Kompost, Gärprodukte) aus dieser organischen

Fraktion hergestellt werden, sollte eine getrennte Sammlung

für gefährliche Abfälle durchgeführt werden, um Schadstoffe

im Restabfall auszuschließen.

In den meisten Ländern Mittel- und Nordeuropas ist die

Herstellung von Düngemitteln nur zulässig, wenn diese

organische Fraktion separat als getrennter Bioabfall (Bio- und

Grüngut) gesammelt und erfasst wird. Die Sammlung erfolgt in

der Regel in Biotonnen und wird gemeinsam mit der Sammlung

anderer Abfälle, wie Papier, Glas, Kunststoff, Restabfall und

anderen Abfallfraktionen, über die kommunale Abfallberatung

und den Abfallkalender kommuniziert (siehe Kapitel 5: „Bioabfallsammlung“).

Die Biotonnen werden von der Müllabfuhr eingesammelt,

in Sammelfahrzeuge entleert und anschließend als

getrenntes Biogut zur Behandlungsanlage (Kompostierungsund

/ oder Vergärungsanlage) gebracht. Garten- und Parkabfälle

werden häufig in Grüngutcontainern auf dezentralen Sammelstellen

(z. B. Recyclinghöfen) gesammelt oder direkt zur Behandlungsanlage

gebracht. In den meisten europäischen Ländern

wird das Gärprodukt aus der Behandlung von Bio- und

Grüngut nachkompostiert, obwohl in Großbritannien und den

skandinavischen Ländern die direkte Verwendung von flüssigem

Gärprodukt ebenfalls üblich ist.

Restabfälle fallen in privaten Haushalten und an öffentlichen

Orten an. Häufig sind große Anteile von Bioabfällen

(wie Speiseabfälle aus Küchen) sowie von Garten- und

Parkabfällen (Gras und Strauchschnitte) in einer organischen

Fraktion im Restabfall enthalten. Dieser kann technisch u. a.

mit Sieben, Windsichtern und Metallabscheidern abgetrennt

und gereinigt werden (siehe Kapitel 6: „Substrataufbereitung“)

und zur weiteren Verwendung in die biologische Aufbereitung

Substratkategorien

Organische Fraktion aus Restabfall

Getrennt gesammelte Bioabfälle

(Bio- und Grüngut)

Kommunaler Klärschlamm

Industrielle und gewerbliche

Abfälle

Tierische Nebenprodukte (TNP)

Pflanzliche Nebenprodukte

Energiepflanzen (in dieser

Veröffentlichung nicht im Fokus)

Neben festen Abfällen wird auch Abwasser aus Haushalten

gesammelt, in die Kanalisation eingeleitet und

zur Kläranlage transportiert. Kommunaler Klärschlamm aus

den verschiedenen Reinigungsschritten der Wasseraufbereitung

kann ebenfalls zur Biogaserzeugung in Faultürmen von

Kläranlagen oder in dezentralen Biogasanlagen verwendet werden,

auch in Kombination mit unterschiedlichen Substraten,

um eine höhere Biogasausbeute zu erzielen. In jedem Fall sind

gesetzliche Vorgaben zu beachten,

die für Bioabfälle, Klärschlämme und

TNP sehr unterschiedlich sein können.

Zudem ist bei der Klärschlammvergärung

zu bedenken, dass möglicherweise

Antibiotika (aus der

Verwendung von Medikamenten),

Hormone und nicht biologische Substanzen

im Abwassersystem vorhanden

sein können.

9


Biogassubstrate

Organische Rückstände aus der Herstellung von Lebens-,

Genuss- und Futtermitteln einschließlich Küchenabfällen

und überlagerten Lebensmitteln, z. B. aus dem

Einzelhandel, werden als industrielle und gewerbliche Abfälle

bezeichnet. Flüssige Abfälle, z. B. aus der Getränkeproduktion,

Schlamm aus industriellen Prozessen und vorbehandelte Speiseabfälle

können in Tanks gesammelt und transportiert werden.

Restaurants, Küchen und Kantinen sowie Supermärkte sammeln

die anfallenden Lebensmittelabfälle meist in Biotonnen

oder sogar in Containern. Diese Substrate weisen häufig eine

sehr hohe Biogasausbeute auf und sind daher sehr attraktiv für

Vergärungsanlagen, obwohl je nach Verpackung und Verunreinigung

ein höherer Aufwand bei der Aufbereitung erforderlich

ist (siehe Kapitel 6: „Substrataufbereitung“).

Tierische Nebenprodukte (TNP) werden durch die europäische

Hygieneverordnung (Nr. 1069/2009) in drei

Kategorien unterteilt: Material der Kategorie 1 birgt besondere

Gesundheitsrisiken für Nutz- und Wildtiere sowie für den Menschen.

Seine Verwendung in Biogasanlagen ist verboten. Gülle

– einschließlich Exkrementen oder Urin von Nutztieren und

Pferden, Magen- und Darminhalt sowie Kolostrum – wird als

Material der Kategorie 2 und als geeignet für den Einsatz in

Biogasanlagen eingestuft. Die Güllevergärung leistet einen hohen

Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen,

nicht nur aufgrund der Erzeugung Erneuerbarer Energie, sondern

vor allem durch die Reduzierung von CH 4

-Emissionen aus

der offenen Lagerung. Auch Materialien der Kategorie 3 sind

zur Vergärung zugelassen und zumeist sehr gut geeignet. Hierzu

gehören Schlachtabfälle und Nebenprodukte aus der Lebensmittelverarbeitung

(wie Fettabscheiderinhalte und Flotate)

sowie andere TNP (u. a. Federn, Haare, Wolle, Molke, Eier,

Eierschalen, Blut und Haut). Material der Kategorie 3 muss

i. d. R. bei der Verwendung in einer Biogasanlage und einem

anschließenden Einsatz als Düngemittel 1 Stunde lang bei

70 °C pasteurisiert werden.

Die meisten Arten von Bioabfällen und tierischen Nebenprodukten

– mit Ausnahme von Gülle und einigen

pflanzlichen Nebenprodukten, die auch in der Praxis direkt

ausgebracht werden können – müssen hygienisiert werden, um

tierische und pflanzliche Krankheitserreger oder unerwünschte

Samen auf ein akzeptables Hygieneniveau zu reduzieren oder

ganz zu beseitigen. Dies kann mit einer Vollstrom-Pasteurisierung

erreicht werden, die das Material eine Stunde lang auf

über 70 °C erwärmt. Das Material – oder ein Teil davon, wenn

nur bestimmte Eingangsströme hygienisiert werden müssen –

kann entweder vor der Verarbeitung im Fermenter oder nach

dem Fermentationsprozess pasteurisiert werden. Andere Möglichkeiten

sind die thermophile Vergärung (bei Temperaturen

über 50 °C) oder die Nachkompostierung, wenn sichergestellt

ist, dass jeder Partikel mindestens für die Verweilzeit des Prozesses

erwärmt wird. Weitere Methoden sind das Kalken oder

Dämpfen. Unabhängig von der Vorgehensweise werden durch

die biologische Aktivität im Biogasprozess Krankheitserreger

bereits bei niedrigeren (mesophilen) Temperaturen erheblich

reduziert. Wie bereits erwähnt, sind nur dann längere Verweilzeiten

oder höhere Temperaturen notwendig, wenn eine vollständige

Hygienisierung erforderlich ist. Neben der Hygienisierung

garantiert der anaerobe Vergärprozess die Stabilisierung

des Bioabfalls als wichtigen Schritt zur Reduzierung von Geruch,

CH 4

, Lachgas (N 2

O) und anderen Emissionen.

Die Methanausbeute jedes Substrats hängt von seiner Zusammensetzung

und dem Gehalt an Protein, Fett und Kohlenhydraten

ab. Zum Beispiel liefert der hohe Anteil an Kohlenhydraten

in altem Brot einen sehr hohen CH 4

-Ausstoß pro Tonne frischer

Die Landwirtschaft erzeugt eine breite Palette von

pflanzlichen Nebenprodukten wie Stroh oder Ernterückstände,

die in Biogasanlagen verwendet werden können

und fast ohne zusätzliche Kosten Biogaserträge liefern. Ihre

Verwendung kann zur Prozessstabilität beitragen, wenn sie

hauptsächlich mit stickstoffreichen Substraten wie TNP verwendet

werden, da so der Ammoniakgehalt und damit auch die

Gefahr der Ammoniakhemmung verringert wird. Auch Brauereikörner,

Altbrot, Stärke, Melasse, Schalen, Obst und Gemüse,

verdorbene Futtersilage usw. werden als pflanzliche Nebenprodukte

eingestuft.

Die Eigenschaften des verwendeten Substrats und die Art und

Weise, wie es gemischt wird, haben erhebliche Auswirkungen

auf den Biogasprozess und die Biogasausbeute. Wenn sauberes

biologisch abbaubares Substrat genutzt wird, kann das Gärprodukt

als organischer Dünger oder Bodenverbesserer in der

Landwirtschaft Verwendung finden. Wenn die Qualität des Gärprodukts

nicht gewährleistet werden kann, muss es deponiert

oder verbrannt werden.

Zur Vergärung

angelieferte pflanzliche

Nebenprodukte

10


Biogassubstrate

Unterschiedliche Methoden zur Hygienisierung von Bioabfall

Bioabfall

Hygienisierung

Stabilisierung

Organischer Dünger

Methode 1

Thermophile Vergärung (> 50°C)

Methode 2

Pasteurisation

(> 70°C, 1h, 12 mm)

Mesophile

Vergärung

Methode 3

Methode 4

Thermophile Kompostierung

Andere hygienisierende Methoden

(z. B. Kalkung, Dämpfung)

Biomasse (FM). Die Substratzusammensetzung beeinflusst daher

die Lebensdauer einer Biogasanlage erheblich. Umgekehrt

kann sich ein bestimmtes Substrat negativ auf die Mikrobiologie

im Fermenter auswirken. Material mit hohem Proteingehalt,

wie etwa Rapskuchen, kann zu erhöhten Konzentrationen von

Schwefelwasserstoff (H 2

S) führen, der für biogaserzeugende

Mikroorganismen sowie für Maschinen und Menschen schädlich

bzw. giftig ist. Daher ist es wichtig zu überwachen, wie

sich unterschiedliche Substrate auf die Gaszusammensetzung

auswirken.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Substrat

einer der wichtigsten Parameter in einem Biogasprojekt (biologisch

und technisch) ist. Die konstante Versorgung mit Substraten

muss gewährleistet sein, sie bestimmt die verwendete

Technologie und hat einen enormen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit

einer Biogasanlage und ebenso auf die damit verbundenen

Kosten, etwa die Ausgaben für Sammlung, Transport

und Handhabung sowie die Gebühren für die Abfallbehandlung

in der Anlage. Die Biogasausbeute des Substrats hat aufgrund

der Energie, die hieraus erzeugt werden kann, einen besonderen

Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit. Daher sollte das gesamte

Anlagenkonzept auf das zu verwendende Substrat bzw. den

Substratmix ausgerichtet sein.

Energieausbeute verschiedener Substrate

300

1200

Methanausbeute (m3/t FM)

250

200

150

100

50

1000

800

600

400

200

Stromausbeute (kWh el / t FM)

0

Klärschlamm

Gülle / Mist

Obst- und Traubentrester

Speisereste

Kartoffelschalen

Biogut

Tierblut

Fettabscheiderinhalte

Altbrot

0

11


Rechtliche Anforderungen

4 Rechtliche Anforderungen

Organische Abfälle unterscheiden sich je nach Art und Herkunft sowohl in ihrer

Qualität und Biogasausbeute als auch bezüglich der anzuwendenden Rechtsbereiche.

So unterliegen Bioabfälle der Bioabfallverordnung, tierische Nebenprodukte

dem Veterinärrecht und Klärschlämme der Klärschlammverordnung. Bei der Ausbringung

der Gärprodukte und Komposte sind zusätzlich düngerechtliche Vorgaben

zu beachten.

Der rechtliche Umgang mit Abfällen ist im Kreislaufwirtschaftsgesetz

(KrWG) geregelt. Es dient primär der Förderung

der Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen

sowie zur Sicherstellung des Schutzes von Mensch und

Umwelt. Das KrWG regelt grundlegend die Bestimmung und

Definition von Abfällen. Abfälle werden hier unabhängig von

ihrer Verunreinigung als Stoffe oder Gegenstände zur Entledigung

bezeichnet, z. B. wenn sie nicht zielgerichtet hergestellt

wurden oder die ursprüngliche Zweckbestimmung nicht mehr

gegeben ist.

Oberstes Ziel der 5-stufigen Abfallhierarchie ist es, Abfälle

möglichst zu vermeiden oder ihre Bestandteile zumindest wiederzuverwenden.

Auch Bioabfälle sollten möglichst vermieden

werden, da sie nicht mehr als Lebensmittel wiederverwendet

werden können, sondern direkt verwertet werden müssen. Hier

kommt die Vergärung als geeignetes Recyclingverfahren ins

Spiel. Als Recycling gilt die Verwertung aber nur dann, wenn

die erzeugten Gärprodukte und Komposte auch als Düngemittel

genutzt werden. Eine thermische Verwertung sowohl der Bioabfälle

als auch der erzeugten Gärprodukte ist kein Recycling

im Sinne des KrWG, denn nach der Verbrennung in Müllverbrennungsanlagen

oder Zementwerken können die Nährstoffe

in der Asche nur bedingt und unter zusätzlichem Aufwand

wieder in eine pflanzenverfügbare Form überführt werden. Die

Verbrennung sollte gemäß Abfallhierarchie nur dann durchgeführt

werden, wenn eine stoffliche Verwertung nicht möglich

ist. Die Biogaserzeugung vereint hier das stoffliche Recycling

Fünfstufige Abfallhierarchie

gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz

(KrWG)

FÜNFstUFIGE

ABFALLhiErachie

1. Vermeidung

2. Wiederverwertung

3. Recycling (Kreislauf)

4. Sonstige (energetische) Verwertung

5. Beseitigung

mit der Energiegewinnung. Gemäß Abfallhierarchie bleibt die

Erzeugung von wertvollen Düngemitteln allerdings das primäre

Ziel der Abfallvergärung. Untermauert wird dies durch die

von der EU vorgegebenen Recyclingquoten. Demnach sollen

Siedlungsabfälle ab 2025 mindestens zu 55 % und ab 2035

sogar zu mehr als 65 % recycelt werden. Die letzte Stufe in der

Abfallhierarchie bildet die reine Beseitigung von Abfällen, wie

z. B. die Ablagerung auf Deponien. Hier wird weder Energie

noch Dünger erzeugt und das Abfallvolumen in den Deponien

vergrößert sich. Zudem dürfen organische Abfälle nicht bzw.

nur mit wenigen Ausnahmen abgelagert werden, da die biologischen

Zersetzungsprozesse zu ungewollten Setzungen im Deponiekörper

und zur Freisetzung klimaschädlicher THG führen.

Der Einsatz von Abfällen in Biogasanlagen hat je nach Menge,

Art und Herkunft der Abfälle Einfluss auf die Standortwahl,

das Genehmigungsverfahren, die Anforderungen an die bauliche

Ausführung der Anlage, die Betriebsweise (z. B. Annahme

offen oder geschlossen, Abluftreinigung, Hygienisierung), die

Ausbringung der Gärprodukte, die Dokumentations- und Untersuchungspflichten

etc. Grundsätzlich erfordern die Errichtung

und der Betrieb jeder Biogasanlage eine Genehmigung. In der

Regel sind Abfallvergärungsanlagen in einem Verfahren nach

Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) zu genehmigen,

da die Schwelle zur „BImSch-Pflicht“ bereits ab einer Tagesdurchsatzkapazität

an Einsatzstoffen von 10 t (Nr. 8.6.2, 4.

BImSchV) erreicht ist. Das immissionsrechtliche Genehmigungsverfahren

übt eine sogenannte „Konzentrationswirkung“

aus: Alle Genehmigungen und Auflagen

aus den berührten unterschiedlichen

Rechtsbereichen (Baurecht, Immissionsschutzrecht,

Abfallrecht, Düngemittelrecht,

Veterinärrecht, anlagenbezogener

Gewässerschutz etc.) werden in

einer Genehmigung zusammengeführt.

Die Ausnahme bildet lediglich die sogenannte

„wasserrechtliche Erlaubnis“, die

erforderlich wird, wenn Abwässer in ein

Gewässer eingeleitet werden sollen oder

Oberflächenwasser versickern soll. Eine

wasserrechtliche Erlaubnis muss immer

gesondert beantragt werden.

12


Rechtliche Anforderungen

Einzuhaltende Grenzwerte der Bioabfallverordnung (BioAbfV) für Schwermetalle

Pb Cd Cr Cu Ni Hg Zn

Blei Cadmium Chrom Kupfer Nickel Quecksilber Zink

mg/kg TM

< 20 t TM / ha * 3 a 150 1,5 100 100 50 1 400

< 30 t TM / ha * 3 a 100 1 70 70 35 0,7 300

Unterliegen die eingesetzten Substrate der Bioabfallverordnung

(BioAbfV), gelten Behandlungs-, Untersuchungs- und

Nachweispflichten. Als Behandlung wird eine Hygienisierung

und Stabilisierung gefordert, wie bereits in Kapitel 3: „Biogassubstrate“

beschrieben, damit eine seuchen- und phytohygienische

Unbedenklichkeit der erzeugten Düngemittel gewährleistet

ist. Gemäß oben stehender Tabelle dürfen abhängig

von Schwermetallgehalten innerhalb von drei Jahren maximal

20 bzw. 30 Tonnen TM an Gärprodukten oder Komposten ausgebracht

werden. Den Nachweispflichten ist in Form eines

Lieferscheinverfahrens mit Meldung der Aufbringungsflächen

und -mengen und evtl. mit den Ergebnissen der Bodenuntersuchungen

an die zuständige Behörde nachzukommen.

Vor dem Einsatz tierischer Nebenprodukte in einer Biogasanlage

ist eine veterinärrechtliche Zulassung nach Artikel 24 der

VO (EG) Nr. 1069/2009 notwendig. Im Zuge der Zulassung ist

die Erstellung eines Hygienekonzeptes (auch HACCP-Konzept

genannt) Voraussetzung. Hier muss ein schriftliches Verfahren

auf Grundlage einer Analyse und der Bestimmung von Kontrollpunkten

im Betriebsablauf eingerichtet, ausgeführt und aufrechterhalten

werden. Diese Hygieneverordnung teilt TNP in

drei Kategorien ein: Material der Kategorie 3 darf grundsätzlich

in Biogasanlagen eingesetzt werden, es ist i. d. R. aber pasteurisierungspflichtig

(70 °C, 1h) und die erzeugten Gärprodukte

sind auf Salmonellen und E. Coli zu untersuchen. Des Weiteren

dürfen bestimmte Materialien der Kategorie 2 (z. B. Gülle)

in Biogasanlagen eingesetzt werden. Dabei können räumliche

und organisatorische Anforderungen bezüglich hygienischer

Aspekte insbesondere bei Tierstallungen am Standort der Biogasanlage

entstehen. Bei Einsatz von betriebsfremder Gülle ist

eine räumliche Trennung zwischen dem eigenen Tierbestand

und der Biogasanlage erforderlich. Zudem sind geeignete Reinigungs-

und Desinfektionsmöglichkeiten für Fahrzeuge und

Bekleidung vorzuhalten. Material der Kategorie 1 (z. B. Wildtiere

mit einer auf Mensch und Tier übertragbaren Krankheit)

ist als Substrat in Biogasanlagen verboten.

Die Verwertung von Klärschlämmen zur Aufbringung auf landwirtschaftlichen

Flächen ist in der Klärschlammverordnung

geregelt. Im Einzelnen gelten Anwendungsverbote (u. a. Grünland,

Obst- und Gemüseanbauflächen), eine Beschränkung der

Ausbringungsmengen (< 5 t TM/ha * 3 a) sowie umfangreiche

Schadstoffgrenzwerte für den aufnehmenden Boden und den

auszubringenden Klärschlamm. Eine parallele Ausbringung

mit Düngemitteln aus Bioabfällen ist nicht erlaubt. Außerdem

unterliegt die Klärschlammverwertung einem detaillierten

Nachweisverfahren (Lieferscheinverfahren). Bei Umsetzung

der novellierten Klärschlammverordnung ist aufgrund der erhöhten

Anforderungen ein deutlicher Rückgang der landwirtschaftlichen

Klärschlammverwertung zu erwarten. Neben den

bereits verschärften Untersuchungspflichten von Boden und

Klärschlamm ist die technische Phosphorrückgewinnung für

nicht stofflich verwertete Klärschlämme und Klärschlammaschen

ab 2029 verpflichtend, wenn mindestens 20 g Phosphor/

kg TM enthalten sind. Zudem dürfen Klärschlämme aus Kläranlagen

für 50.000 – 100.000 Einwohner nur noch bis 2032

als Düngemittel ausgebracht werden, über 100.000 Einwohner

nur noch bis 2029.

Unabhängig davon, welchem Rechtsbereich die eingesetzten

Substrate unterliegen, sind bei Inverkehrbringen und Anwendung

der erzeugten Düngemittel grundsätzlich düngerechtliche

Anforderungen zu erfüllen. Dabei entscheiden die verwendeten

Einsatzstoffe, die Nährstoffgehalte und die geplante Anwendung

über die Einstufung als Wirtschaftsdünger, Düngemittel,

Kennzeichnungsschwellen* und Schadstoffgrenzwerte** der Düngemittelverordnung (DüMV)

As Pb Cd Cr CrVI Ni Hg Tl PFT

I-TE Dioxine

und dl-PCB1

Arsen Blei Cadmium Chrom Chrom VI Nickel Quecksilber Thallium Perfluorierte Tenside Dioxine und PCB

mg/kg TM

ng WHO-TEQ

* 20 100 1 300 1,2 40 0,5 0,5 0,05 -

** 40 150 1,5 - 2 80 1 1 0,1 30

13


Rechtliche Anforderungen

Bodenhilfsstoff oder Kultursubstrat. Bei Abgabe an Dritte müssen

die Gärprodukte mit allen von der Düngemittelverordnung

(DüMV) geforderten Angaben gekennzeichnet werden. Dafür

sind regelmäßige Untersuchungen der Gärprodukte auf Nährund

Schadstoffgehalte notwendig. Die oben stehende Tabelle

aus der DüMV führt die jeweiligen Schwellenwerte für die

Kennzeichnung und die Grenzwerte für Schadstoffe auf.

Die rechtlichen Anforderungen an die Ausbringung von Gärprodukten

werden durch die Düngeverordnung (DüV) vorgegeben.

Darunter fallen u. a. die Erstellung einer jährlichen Düngebedarfsermittlung

sowie eines Nährstoffvergleichs, Ausbringungsobergrenzen

(170 kg N/ha für organische Düngemittel),

Sperrfristen für die Ausbringung im Herbst und Winter, Vorgaben

an die Lagerkapazitäten und die allgemeine Anwendung

von Düngemitteln.

Anforderungen an Vergärungsanlagen abhängig von den eingesetzten Substraten

Energiepflanzen

Pflanzliche

Nebenprodukte

Bio- & Grüngut

Gewerbliche

Abfälle

TNP

Klärschlamm

Jeder (neue) Einsatzstoff muss von der

Genehmigung abgedeckt sein!

Erleichterungen bei den wasserrechtlichen

Anforderungen

Reguläre wasserrechtliche Anforderungen

gemäß AwSV

Abfallrechtliche Anforderungen gemäß

Kreislaufwirtschaftsgesetz

Anforderungen der

Bioabfallverordnung

Anforderungen

der Klärschlammverordnung

Veterinärrechtliche

Anforderungen

Wirtschaftsdünger-

Status

Gärprodukt mit

Abfalleigenschaft

Düngerechtliche Anforderungen u. a. Düngegesetz, Düngeverordnung und Düngemittelverordnung

14


Bioabfallsammlung

5 Bioabfallsammlung

Die getrennte Sammlung von Bioabfällen aus privaten Haushalten und gewerblichen

Küchen ist der Schlüssel zur Bereitstellung von Rohstoffen für Abfallvergärungsanlagen.

Dabei sorgt eine sinnvoll geplante Strukturierung der Sammelsysteme für eine

Maximierung der erfassten Bioabfallmengen und eine Minimierung von Verunreinigungen.

Bioabfall macht in der EU im Durchschnitt 39 % des gesamten

Siedlungsabfalls aus und entspricht somit im Durchschnitt

einer Menge von 175 kg pro Kopf und Jahr. Diese Mengen

umfassen sowohl Speise- und Küchenabfälle aus Haushalten,

Restaurants und anderen Verpflegungseinrichtungen als auch

biologisch abbaubare Garten- und Parkabfälle wie Blätter,

Gras und Strauchschnitt (Biogut). Auf globaler Ebene und in

Ländern mit niedrigerem Einkommen liegt der Bioabfallanteil

zwischen 40 % und 65 % des Restabfalls. Er stellt die zu entsorgende

Hauptfraktion dar und ist auch Hauptverursacher von

THG-Emissionen und der Sickerwasserproduktion auf Deponien.

Verunreinigungen von Glas, Metall, Kunststoff oder anderen

Stoffen, die biologisch nicht aufgeschlossen werden können,

stören den technischen Biogasprozess und beeinträchtigen die

Qualität der erzeugten Gärprodukte und Komposte. Verunreinigungen

gilt es bereits bei der Sammlung zu vermeiden. Die

getrennte Sammlung von Bio- und Grüngut und die Umlenkung

von der Beseitigung hin zu einem Recycling stellt daher eine

Win-Win-Situation für alle Beteiligten dar. Dabei wird der zu

entsorgende Restabfall verringert, die THG-Emissionen werden

minimiert und Erneuerbare Energien in Form von Biogas sowie

ein organischer Dünger in Form von Gärprodukten bzw. Komposten

werden erzeugt.

für Speisereste ausgestattet wird und geeignete Sammelfrequenzen

geplant werden. Bei diesem Ansatz fallen bei einer

begrenzten Anzahl von Abfallerzeugern relativ große Mengen

an Speiseresten an. Beispielsweise sammelt die Stadt Hamburg

pro Jahr rund 22.600 Tonnen Speisereste (t/a) aus gewerblichen

Tätigkeiten – fast 3 % des gesamten Restabfalls.

Den weitaus größten Anteil an Bioabfällen in einer Stadt oder

Gemeinde liefern aber die privaten Haushalte. Daher ist es

wichtig, das Sammelsystem hier möglichst unkompliziert zu

gestalten und die Verbraucher so zu ermutigen, sich an der

getrennten Biogutsammlung zu beteiligen. Die Stadt Mailand

sammelte im letzten Jahr ca. 103 kg Biogut pro Kopf, einschließlich

der im gewerblichen Sektor gesammelten Mengen

von insgesamt 140.000 t/a.

Der erste Schritt bei der Organisation der Sammlung von Biogut

besteht darin, die Trennung zu Hause zu vereinfachen. Um

erhebliche Mengen an Lebensmittelabfällen aus Haushalten

zu sammeln, sollten zugeschnittene Sammelvorgaben verwendet

werden, um verstärkt feuchte und gut vergärbare Abfälle

abzuschöpfen. In den meisten privaten Küchen werden kleine

Küchenabfalleimer (6–12 Liter) mit wasserdichten Biobeuteln

aus beschichtetem Papier oder Biokunststoffen aus nachwach­

Die EU-Länder verfolgen unterschiedliche

Ansätze, um Bioabfälle getrennt zu

sammeln, damit diese dann biologisch

behandelt und stofflich verwertet werden

können (Recycling). Für die Erzeugung

von Biogas aus Bioabfall sind i. d. R.

Sammelsysteme vorzuziehen, bei denen

der Anteil von sperrigem, trockenem Garten-

und Parkabfall (Grüngut) begrenzt

wird, da flüssige, fetthaltige Lebensmittelabfälle

zu einer höheren Biogasausbeute

führen. Die Wahl des spezifischen

Sammelsystems hängt jedoch von der

endgültigen Entscheidung der Kommunen

und Entsorgungsunternehmen ab.

Eine erste und einfache Quelle, Bioabfälle

in Städten für die Vergärung zu

sammeln, sind Küchen von Hotels, Restaurants,

Gaststätten und Kantinen. Die

getrennte Sammlung ist relativ einfach

zu organisieren, indem jeder Benutzer

mit einem Erfassungssystem (z. B. Biotonne

oder Container) ausschließlich

Getrennte Erfassung von Biogut in Mailand

15


Bioabfallsammlung

Küchenabfalleimer für

die Biogutsammlung

mit einem Biobeutel

aus Papier

Küchenabfalleimer für

die Biogutsammlung

mit einem Biobeutel

aus Biokunststoff

senden Rohstoffen (z. B. Maisstärke) verwendet, die teilweise

direkt von den Abfallwirtschaftsbetrieben bereitgestellt werden.

Je geringer die Größe des Abfalleimers, desto geringer

die Fehlwürfe (z. B. Flaschen und Dosen). Die Belüftung der

Abfalleimer sorgt für eine Reduktion von Flüssigkeitsbildung

und Insektenbefall. Wasserdichte Biobeutel ermöglichen es,

auch Fleisch- und Fischreste sowie Gemüse- und Obstreste zu

sammeln und den Abfalleimer so sauber wie möglich zu halten.

Bei richtiger Anwendung kann die Menge des gesammelten

Bioguts erheblich erhöht und können Verunreinigungen wie

Kunststoffe, Metall und Glas reduziert werden. Kompostierbare

Biobeutel sind jedoch nicht so konzipiert, dass sie sich bei

der Vergärung vollständig abbauen und ohne nachgeschaltete

Kompostierung im Gärprodukt enden. Demnach sollten diese

nur in Anlagen verwendet werden, die über eine aerobe Nachbehandlung

der Gärprodukte (Kompostierung) verfügen, um einen

vollständigen Abbau dieser Beutel zu erreichen. Da unklar

ist, welche Prozessbedingungen im Detail für einen vollständigen

Abbau der Beutel unbedingt vorhanden sein müssen, raten

inzwischen viele Anlagenbetreiber vom Einsatz kompostierbarer

Biobeutel ab. Zum einen können die Beutel – ähnlich wie

herkömmliche Plastikbeutel – verfahrenstechnische Probleme

verursachen, wie z.B. Verzopfungen durch Umwickeln an drehbaren

Teilen, wie etwa Rührwerke. Zum anderen können die

während des Biogasprozesses zersplitterten Beutel durch eine

zu geringe Nachrottetemperatur nicht vollständig abgebaut

werden, was maßgeblich durch den bereits stattgefundenen

biologischen Abbau von organischem Material im Fermenter

begründet werden kann und so zu einem verringerten mikrobiologischen

Abbaupotenzial im nachgelagerten Rotteprozess

führt. Zusätzlich ist es nicht möglich, abbaubare von echten

Plastikbeuteln zu unterschieden. Kompostierbare Biobeutel

sollten nur in Sammelbezirken verwendet werden, wo die Biogas-

bzw. Kompostierungsanlagen den Einsatz ausdrücklich

erlauben. Keinesfalls sollten herkömmliche Plastikbeutel verwendet

werden!

Ein zweiter Schritt beinhaltet die Auswahl eines Erfassungsschemas,

mit dem eine Vermischung mit anderen Abfällen vermieden

wird. Es gibt zwei Hauptansätze für die Sammlung von

Bio- und Grüngut: Bring- und Hol-Systeme, wie in der Tabelle

zum Vergleich dieser Sammelsysteme gezeigt wird. Bei Bring-

Systemen werden in der Regel großvolumige Container am

Straßenrand oder an zentralen Sammelstellen (z. B. Recyclinghöfen)

aufgestellt, in denen die Abfallerzeuger ihren Bioabfall

entsorgen. Diese Systeme können die Qualität der angelieferten

Abfälle nicht oder nur mit zusätzlichem Personalaufwand

überprüfen. Zudem kann keine Rückmeldung über eine falsche

Nutzung an die anonym bleibenden Nutzer erfolgen. Bei Bring-

Systemen sollte die Sammlung im Sommer oder in der heißen

Jahreszeit häufiger erfolgen. Daher ist das Bring-System eher

für Grüngut geeignet, das in seiner Form sperriger und gröber

ist und grundsätzlich weniger Fremdstoffe enthält. Zudem ist

eine Trennung von Grün- und Biogut vorteilhaft, da Grüngut

besser kompostiert, Biogut aber, insbesondere wenn verstärkt

Fleisch-, Fisch- und Käseabfälle enthalten sind, besser vergoren

werden kann.

Für die Erfassung von Biogut zur nachfolgenden Vergärung ist

grundsätzlich das Hol-System zu bevorzugen, da größere Mengen

mit einem geringeren Gehalt an Fremdstoffen erfasst werden

können. Hol-Systeme statten normalerweise jeden Haushalt

entsprechend dem spezifischen Biogutanfall mit einer

Biotonne (z. B. 60 – 120 Liter) aus. Bei Wohnblöcken wird die

Anzahl der aufgestellten Biotonnen an die Anzahl der Haushalte

angepasst. Darüber hinaus sollte die Sammlung von Biogut

im Vergleich zum Restmüll immer günstiger und auch häufiger

erfolgen. Beide Systeme zur getrennten Sammlung von Biogut

werden zu einem „benutzerfreundlicheren“ System für Haushalte

führen und die Teilnahmequote erhöhen.

16


Bioabfallsammlung

Grüngutsammlung im Bring-System auf der Kompostierungsanlage

Plastik sollte auf keinen Fall in die Biotonne geworfen werden

Maßnahmen zur Überwachung und Kontrolle der Bioabfallqualitäten

Vergleich der verschiedenen Sammelsysteme

Vorgaben

Küchenabfalleimer mit

kompostierbaren Beuteln

Sichtprüfung durch

Abfallsammler

Automatische

Detektionssysteme

Ort Küche Biotonne Müllfahrzeug

Handlungsweisen

Kosten

erhöht die Benutzerfreundlichkeit

Grundpreis

(für Abfalleimer)

optional (für Beutel)

Etikettierung der

Biotonne, Vorwarnung,

kein Entleeren

günstig, wird bei

der Abfallsammlung

vorgenommen oder von

„Abfallinspektoren“

Etikettierung der

Biotonne, Vorwarnung,

kein Entleeren

höhere Kosten für

technische Ausstattung

Bring-System

besser zur Sammlung von Grüngut

geeignet

einfache Logistik

Verunreinigungen und Fehlwürfe

können nicht gut kontrolliert werden

gesammelter Anteil meist geringer

Hol-System

besser zur Sammlung von Biogut

und Lebensmittelabfällen geeignet

Logistik ist komplexer und

arbeitsintensiver

Verunreinigungen können

kontrolliert und reduziert werden

größere Mengen können

gesammelt werden

Der letzte Schritt umfasst die Implementierung von Benutzerund

Kontrollverfahren. Die Einführung eines Sammelsystems

für Biogut sollte immer von einer umfassenden Öffentlichkeitskampagne

begleitet werden, damit die Abfallerzeuger darüber

informiert werden, wie Biogut richtig getrennt wird, welche

Sammelvorgaben eingehalten werden müssen und wie oft und

wann die Sammlung erfolgt. Die Kampagne sollte Maßnahmen

umfassen wie: Sammelkalender, Informationsbroschüren, spezielle

Websites, mobile Apps oder auch die Kommunikation in

sozialen Netzwerken.

Gehalte an Fremdstoffen über 5 % FM (je nach Art der Vorbehandlung

vor dem biologischen Prozess) können die ordnungsgemäße

Aufbereitung von Bioabfällen beeinträchtigen und zur

Verringerung der Biogasproduktion führen. Sie müssen teils unter

hohem Aufwand entsorgt werden. Daher ist es ratsam, dass

die Entsorger Kontrollverfahren anwenden, um die Verunreinigungen

im Biogut zu überwachen und um den Abfallerzeugern

Rückmeldungen zu Fehlern bei der Sortierung zu geben. In der

oben stehenden Tabelle werden verschiedene Maßnahmen zur

Überwachung und Kontrolle der Qualität der Biogutsammlung

vorgeschlagen. Die kostenlose Verteilung der entsprechenden

Sammelbehälter bildet den Ausgangspunkt für eine stärkere

Beteiligung der Haushalte. Wenn bei Kontrollen hohe Gehalte

an Fremdstoffen wie Glas, Kunststoffe und/oder Metalle festgestellt

werden, sollten Rückmeldungen und Konsequenzen

gegen diese Verstöße erfolgen. Maßnahmen können sein: warnende

Aufkleber an den Biotonnen (rot, gelb, grün), Ausbleiben

der Leerung und schließlich der Ausschluss vom Sammelsystem

sowie die Entsorgung gegen zusätzliche Gebühren über die

Restabfallsammlung.

Die Organisation eines getrennten Sammelsystems für Biogut

erfordert in der Regel ein Umdenken im derzeitigen System der

städtischen bzw. gemeindlichen Entsorgung von Restabfällen.

Technische Unterstützung erhalten Verantwortliche bei regionalen

oder überregionalen Biogas- und/oder Kompostierungsorganisationen.

In einkommensschwachen Ländern wird die

anfängliche Investition in die haushaltliche Ausstattung mit

Sammeltools wie Eimern, Behältern und Müllsäcken von den

örtlichen Behörden möglicherweise als einschränkender Faktor

angesehen. Diese Kosten sollten jedoch immer im Zusammenhang

mit den vermiedenen Ausgaben entlang der gesamten

„Entsorgungskette“ betrachtet werden, einschließlich der positiven

Effekte durch eine getrennten Sammlung in Anlagen,

die Bioabfälle zu Biogas und Kompost oder zu beidem recyceln.

17


Substrataufbereitung

6 Substrataufbereitung

Um Störungen im Vergärungsprozess zu vermeiden und hochwertige Gärprodukte

oder Kompost zu produzieren, müssen Materialien wie Kunststoffe, Glas, Papier,

Metalle, Steine oder übergroße Komponenten entfernt werden. Hierzu eignen sich

flüssige und trockene Aufbereitungsverfahren, bei denen die Einsatzstoffe aufgeschlossen,

entpackt und in verschiedenen Verfahrensschritten vor, während oder

nach dem Vergärungsprozess von Fremdstoffen befreit werden.

Die Qualität der Einsatzstoffe ist von größter Bedeutung, insbesondere

wenn der produzierte Dünger in der Landwirtschaft

oder im Garten- und Landschaftsbau verwendet werden soll.

Um die Betriebsbedingungen im Vergärungsprozess stabil zu

halten, bestmögliche Biogaserträge zu erzielen und die vorgesehene

Lebensdauer der Geräte und Maschinen aufrechtzuerhalten,

ist eine optimale Substratmischung unabdingbar.

Saubere Einsatzstoffe aus kontrollierten Quellen der Industrie

oder der Landwirtschaft eignen sich daher hervorragend für den

Biogasprozess und die Gewährleistung der Qualität des erzeugten

Gärprodukts und Komposts. Andere Bioabfälle sind nicht

immer frei von biologisch nicht abbaubaren oder ungeeigneten

Materialien und Verunreinigungen. Abgelaufene Lebensmittel

aus Supermärkten können beispielsweise noch in Glas-, Kunststoff-

oder Pappbehältern verpackt sein. Küchenabfälle können

Besteck oder Knochen enthalten. Insbesondere das getrennt

gesammelte Biogut kann ein schwieriges Substrat sein, da seine

Reinheit von der Motivation des Einzelnen abhängt, organische

Abfälle im Haushalt ordnungsgemäß zu trennen und keine

anorganischen Materialien (wie z. B. Batterien oder Joghurtbecher)

in die Biotonne zu werfen. Die Qualität des Bioguts hängt

von einer Reihe von Faktoren ab, wie etwa der Sozialstruktur,

des Standorts (ländlich oder städtisch) und der Bevölkerungsdichte.

Daher ist der Aufklärung der Öffentlichkeit und der

Kontrolle der Biotonnen hohe Aufmerksamkeit zu widmen.

Sammelfahrzeug lädt

Bioabfall in den Tiefbunker

der Biogasanlage ab

Flüssige Fremdstoffabscheidung

Zerkleinerungs- und

Entpackungstechnologien

Trockene Fremdstoffabscheidung

Für die technische Abtrennung von Fremdstoffen stehen je

nach Einsatzmaterial, Konsistenz und Art der enthaltenen

Fremdstoffe unterschiedliche Lösungen zur Verfügung. In dieser

Broschüre werden die dargestellten Symbole für Zerkleinerungs-

und Entpackungstechnologien sowie für flüssige und

trockene Fremdstoffabscheidung verwendet, um die relevanten

Technologieanbieter für die Aufbereitung von Substraten und

Gärprodukten im Firmenverzeichnis leichter finden zu können.

Die Abtrennung von Fremdstoffen kann vor, während oder nach

dem biologischen Biogasprozess erfolgen.

Die Effizienz bzw. der Abtrenngrad jedes Verfahrens hängt von

der technischen Ausstattung, dem Energieverbrauch und dem

Anteil der abgetrennten Fremdstoffe ab. Zusammen mit den

abgeschiedenen Fremdstoffen wird zwangsläufig auch Organik

abgetrennt, die (thermisch) entsorgt werden muss und nicht

mehr für die Produktion von Biogas und Gärprodukt zur Verfügung

steht. Aber auch gemischter Restabfall kann so vorbereitet

werden, dass ein geeignetes Substrat für die Vergärung bereitgestellt

wird, selbst wenn die Verwendung des hergestellten

Gärprodukts und Komposts nicht in jedem Land zulässig ist.

In Deutschland dürfen Düngemittel nur aus getrennt erfassten

Bioabfällen erzeugt werden.

Die erste Stufe des Aufbereitungsprozesses umfasst

normalerweise die Zerkleinerungs- und Entpackungstechnologien.

Ziel ist es hier, die Verpackungen aufzutrennen

und weitgehend zu entfernen, das organische Material aufzuschließen

und ein möglichst homogenes Substrat für den Vergärungsprozess

zu erzeugen. Dies kann durch Quetschen,

Schneiden, Mahlen oder Zerkleinern des Einsatzstoffes erreicht

werden. Während des Aufschlusses kann leichtes Material

wie Kunststoff mittels Luftstößen herausgeblasen werden.

Pressen und Schaufeln helfen dabei, das organische Material

von der Verpackung zu lösen, indem sie durch ein Sieb Druck

oder Zentrifugalkraft ausüben. Dieser Ansatz wird auch bei hydromechanischen

Pulpern angewendet, bei denen das Substrat

aufgelöst wird und leichte Verunreinigungen an die Oberfläche

schwimmen, während schwere Verunreinigungen zu Boden sinken,

ähnlich wie bei der Schwimm-/Sink-Trennung.

18


Substrataufbereitung

Die flüssige Fremdstoffabscheidung wird angewendet,

wenn der Bioabfall in flüssiger Form angeliefert wird

oder fester Bioabfall in kleine Partikel zersetzt und mit Wasser,

Rezirkulat oder anderen Flüssigkeiten für die Aufbereitung

bzw. Nassvergärung vermischt werden muss. Schwerstoffe wie

Steine, Knochen und Sand können sich am Boden des Fermenters

als Sinkschicht ablagern und so das effektive Arbeitsvolumen

(Faulraum) massiv verkleinern. Diese Sinkschicht muss

dann aus dem entleerten Fermenter ausgebaggert werden. Um

damit verbundene Ausfallzeiten in der Anlage zu vermeiden,

können diese Schwerstoffe durch vorhergehende Sedimentation

in großen Becken, Behältern und Gritabscheidern oder direkt

am Boden des Fermenters mit Bodenräumern im laufenden

Betrieb entfernt werden. Langsam sinkende Schwerstoffe

wie Abrieb und Sand lassen sich mit Sandfängen oder Hydrozyklonen

mit höheren Fliehkräften entfernen.

Bei der Schwimm-/Sink-Trennung treten leichte Materialien

wie Textilien, Kunststofffolien oder Styropor an die Oberfläche,

wo sie sich gut entfernen lassen. Dies kann auch während des

Vergärungsprozesses durch Abschöpfen von Kunststofffolien

von der Oberfläche des Fermenterinhalts erreicht werden.

Durch Pressen von flüssigem Bioabfall durch ein Sieb kann

eine saubere organische Fraktion erzeugt werden, beispielsweise

mit Trenn-, Schnecken- oder Kolbenpressen. Kleinere

Verunreinigungen wie Kunststoffe können leicht mit Separationspressen,

Trommeln oder gekrümmten Sieben entfernt werden,

wodurch je nach Größe der Löcher eine hohe Sauberkeit

erzielt wird. Siebe oder Pressen sollten als Vollstromabsiebung

am Ende des Prozesses als Endkontrolle für das produzierte

Gärprodukt eingesetzt werden, um qualitativ hochwertige Düngemittel

zu erhalten, ohne dass relevante Fremdstoffgehalte in

Verkehr gebracht werden.

Die trockene Fremdstoffabscheidung wird zur Reinigung

und Konditionierung fester, stapelbarer Substrate

mit relevantem Bioabfallgehalt verwendet. Die Entfernung von

übergroßen Komponenten wie Holz und groben Verunreinigungen

kann durch das Sieben des Substrats (z. B. in rotierenden

Trommeln oder Drehsternen) erfolgen. Siebe werden auch verwendet,

um den erzeugten Kompost zu reinigen und in Abhängigkeit

von der Größe der Sieblöcher (z. B. 0–15 mm) in eine

definierte Fraktion aufzubereiten. Die gewünschte Kompostfraktion

richtet sich nach der Weiterverwendung oder dem Kundenwunsch.

In Fällen, in denen die Vergärung weniger sensibel

für Fremdstoffe ist (normalerweise Trockenvergärung), kann

anstelle eines kompletten Aufbereitungsschritts nur ein Sacköffner

– z. B. mit langen Messern – installiert werden, um zu

vermeiden, dass Kunststofffolien in kleine Stücke geschnitten

werden, die nach dem biologischen Prozess schwieriger zu entfernen

sind. Je größer die Fremdstoffe, desto leichter lassen sie

sich aus dem fertigen Kompost heraussieben. Zu stark verschmutzte

Fraktionen können nicht als Düngemittel verwendet

und müssen auf alternative Weise entsorgt werden (z. B. durch

Verbrennung).

Überlagerte Joghurts und Milchgetränke sind meist noch verpackt

Obstabfälle werden teilweise mit den Kunststoffverpackungen eingesammelt

Leichtes Material wie Kunststofffolien kann durch Windsichter

ausgeblasen werden. Metalle werden mit Magneten in Kombination

mit Förderbändern entfernt. Wirbelstromabscheider

induzieren ein magnetisches Wechselfeld auf Nichteisenmetallen,

die auf einer anderen Flugbahn als die Substrate leicht

abgeschieden werden. Andere Verfahren nutzen die physikalischen

Eigenschaften der Fremdstoffe wie Roll- oder Abprallverhalten.

Zudem können Sensoren verwendet werden, die Farbe,

Form und Material erkennen und Störstoffe mit den definierten

Eigenschaften mittels Luftdüsen herausblasen. Für stark heterogene

Bioabfälle, beispielsweise aus Haushalten, können

auch Sortierkabinen installiert werden, in denen Mitarbeiter

unerwünschtes Material von einem Förderband händisch aussortieren.

Die Gewährleistung der Qualität des Düngemittels – Reinheit

und Abwesenheit von Fremdstoffen sowie schädlichen Bestandteilen

(z. B. scharfen Gegenständen) – ist für die Vermarktung

sowie zur Stärkung der öffentlichen Akzeptanz für die

Biogastechnologie und die biologische Abfallbehandlung von

großer Bedeutung. Um ein sauberes Endprodukt zu erzeugen,

sind eine Kombination aus hochwertigem Substrat mit geringem

Gehalt an Fremdstoffen sowie die Anwendung geeigneter

Technologien zur Behandlung jeder Art von Fremdstoffen unerlässlich.

Dies kann durch Qualitätssicherungssysteme, wie sie

auf europäischer Ebene und in den meisten Mitgliedstaaten

Anwendung finden, kontrolliert werden.

19


Gütesicherung

7 Gütesicherung

Ziel der Gütesicherung ist es, die Betreiber von Biogasanlagen bei der Herstellung

und Vermarktung verkehrsfähiger Gärprodukte und Komposte zu unterstützen. Dies

betrifft insbesondere die Einhaltung von Rechtsvorgaben bei der Produktion, der

Vermarktung und der Anwendung.

Damit der Kunde sich zum Kauf eines Produktes entschließt,

muss er Vertrauen in die Qualität haben. Bei organischen Düngemitteln

sind die Qualitätsanforderungen vielfältig, sie reichen

vom Hygienezustand der Gärprodukte und Komposte bis

zur fachgerechten Ermittlung der Nährstoffgehalte. Das RAL-

Gütezeichen gibt dem Kunden Gewissheit, dass die zahlreichen

Rechts- und Qualitätsanforderungen im Rahmen einer Fremdüberwachung

geprüft werden und das Gütezeichen nur ausgewiesen

wird, wenn sämtliche Kriterien eingehalten werden.

Prüfzeugnis

Die RAL-Gütesicherung ist nicht nur für das Verhältnis zum

PZ-Nr.: 9999-153132-1

Kunden und damit für die Vermarktung von Gärprodukten und

Komposten von Vorteil. Der Biogasanlagenbetreiber gewinnt zudem

Rechtssicherheit NawaRo-Gärdünger

und erhält fachliche Unterstützung. Mit

jeder im Rahmen der Fremdüberwachung Prüfzeugnis

gewonnenen Produktuntersuchung

wird von PZ-Nr.: der

Rechtsbestimmungen: Regelwerke:

Bundesgütegemeinschaft 9999-153132-1

Kompost



Düngemittelverordnung

Organischer NPK-Dünger flüssig

NawaRo-Gärdünger

NawaRo-Gärprodukt flüssig

Prüfzeugnis

Rechtsbestimmungen:

e.V. (BGK) ein RAL-Prüfzeugnis mit allen erforderlichen Informationen

zum Gärprodukt bzw. zum Kompost ausgestellt:

ff

ff

(Überwachungsverfahren RAL-GZ 246)

RAL-Gütesicherung

Nawaro-Gärprodukt

Chargenuntersuchung

Seite 1 von 3

Fremdüberwachung der BGK

Regelwerke:

Bundesgütegemeinschaft

Stickstoff aus Wirtschaftsdünger

Kompost e.V.

tierischer Herkunft Träger der 0,9 regelmäßigen kg/t FM Güteüberwachung gemäß §11

Abs. 3 BioAbfV.

Übereinstimmung mit Rechtsbestimmungen und

Regelwerken

Düngemittelrechtliche Kennzeichnung aufgrund

der Analysenergebnisse

ff

Angabe von Qualitätsmerkmalen des organischen

RAL-Gütesicherung

Düngemittels

Nawaro-Gärprodukt

Chargenuntersuchung

Seite 1 von 3

ff

Untersuchungsergebnisse und Daten zur Probenahme

Anlage ff

Empfehlungen Musterwald und rechtliche Vorgaben zur

(BGK-Nr.: 9999)

Anwendung (Dünge-, Veterinär- und Abfallrecht)

Behälter: Lager 2

Probenahme RAL-Gütesicherung

am 15.01.2018

ff

Quartalsmäßig Nawaro-Gärprodukt aktualisierte monetäre Wertung der

Chargenuntersuchung

Nährstoffe Seite 1 von je 3 Hektar

ff

Eignungsprüfung und ggf. Ausweisung für

die Anwendung der Gärprodukte und Komposte

in sensiblen Bereichen: z. B. QS-Anbausysteme

der Landwirtschaft oder des Ökolandbaus

Anlage Musterwald

(BGK-Nr.: 9999)

Behälter: Lager 2

Probenahme am 15.01.2018

PZ-Nr.: 9999-153132-1

Anlage Musterwald

hygienisch unbedenklich Grundwasserschutzgebiete 5) (BGK-Nr.: 9999)

(§ 5 Düngemittelverordnung)

(geeignet für WSZ III)

Düngemittelverordnung

NawaRo-Gärdünger NawaRo-Gärprodukt flüssig

(Überwachungsverfahren RAL-GZ 246)

Die Einhaltung der jeweiligen Norm wird mit einem Häckchen ausgewiesen.

Organischer NPK-Dünger flüssig Fremdüberwachung der BGK

Rechtsbestimmungen: Regelwerke:

Düngemittelverordnung

hygienisch unbedenklich NawaRo-Gärprodukt Grundwasserschutzgebiete flüssig

Warendeklaration (§ 5 Düngemittelverordnung)

der RAL-Gütesicherung 1)

5)

(Überwachungsverfahren (geeignet RAL-GZ 246) für WSZ III)

Kennzeichnung

Organischer NPK-Dünger flüssig Fremdüberwachung der BGK

gemäß Düngemittelverordnung

Die Einhaltung der jeweiligen Norm wird mit einem Häckchen ausgewiesen.

hygienisch unbedenklich Grundwasserschutzgebiete 5)

(§ 5 Düngemittelverordnung)

(geeignet für WSZ III)

Organischer NPK-Dünger 0,47-0,18-0,46 Hinweise zur Lagerung:

mit Spurennährstoffen

Lagerung nur in geeigneten und zugelassenen

Die Einhaltung der jeweiligen Norm wird mit einem Häckchen ausgewiesen.

unter Verwendung von Warendeklaration pflanzlichen Stoffen, Behältern/Anlagen der RAL-Gütesicherung unter Berücksichtigung

1)

tierischen Nebenprodukten

anderer Rechtsbestimmungen. Vor der

Kennzeichnung Entnahme ausreichend

Warendeklaration der RAL-Gütesicherung 1) durchmischen.

0,47 % N Gesamtstickstoff gemäß Düngemittelverordnung

0,23 % N verfügbarer

Kennzeichnung

Eigenschaften und Inhaltsstoffe

gemäß Organischer Stickstoff

Hinweise zur Anwendung:

Düngemittelverordnung NPK-Dünger 0,47-0,18-0,46 Hinweise zur Lagerung:

in der Frischmasse

Hinweise zur sachgerechten

mit Spurennährstoffen

Lagerung nur Anwendung in geeigneten siehe

0,18 % P

und zugelassenen

2 O 5 Gesamtphosphat

Organischer NPK-Dünger 0,47-0,18-0,46 Hinweise zur Lagerung:

unter Verwendung von pflanzlichen

Anlage

mit Spurennährstoffen

Lagerung Stoffen,

LW. Die Empfehlungen Behältern/Anlagen der unter amtlichen Stickstoff Berücksichtigung

gesamt (N) 4,73 4,73

0,46 % K nur in geeigneten und zugelassenen

2 O Gesamtkaliumoxid

unter Verwendung von pflanzlichen Stoffen, Behältern/Anlagen unter Berücksichtigung

Stickstoff CaCl 2 -löslich (N) 2,36 2,36

tierischen Nebenprodukten Beratung sind vorrangig anderer Rechtsbestimmungen. zu berücksichtigen. Vor der

0,0021 % Zn Gesamtzink tierischen Nebenprodukten

anderer Rechtsbestimmungen. Entnahme Vor ausreichend der Stickstoff durchmischen.

organisch (N) 2,37 2,37

Entnahme ausreichend durchmischen.

0,47 % N Gesamtstickstoff Anwendungsvorgaben:

Phosphat gesamt (P 2 O 5 ) 1,83 1,83

0,47 % N Gesamtstickstoff

Kaliumoxid gesamt (K

0,23 % N verfügbarer Stickstoff

Hinweise zur Anwendung:

2 O) 4,61 4,61

Nettomasse und ggfl. 0,23 Volumen: % N verfügbarer sieheStickstoff

Bei Anwendung dieses Hinweise Düngemittels zur Anwendung: sind die

Hinweise zur sachgerechten Anwendung siehe Magnesiumoxid ges.(MgO) 0,81 0,81

Lieferschein 0,18 0,18 % P 2 % O 5 PGesamtphosphat

2 O 5 Gesamtphosphat

Sperrfristen der Düngeverordnung Hinweise zur sachgerechten in den Anwendung siehe

Anlage LW. Die Empfehlungen der amtlichen Schwefel gesamt (S) 0,38 0,38

0,46 % K 2 O Gesamtkaliumoxid Wintermonaten Beratung sind vorrangig zu Anlage beachten. LW. Die

zu berücksichtigen. Kein Empfehlungen der amtlichen

Basisch wirksame Stoffe (CaO) 2,98 2,98

Inverkehrbringer: 0,46 % K

0,0021 % Zn Gesamtzink 2 O Gesamtkaliumoxid

Kopfdüngung im Beratung Gemüsebau. sind vorrangig Anwendung zu berücksichtigen.

im

Anwendungsvorgaben:

pH-Wert 8,1

Mustermann GmbH 0,0021 % Zn Gesamtzink

Nettomasse und ggfl. Volumen: siehe Gemüsebau Bei Anwendung nur, dieses wenn Düngemittels der Zeitraum sind die zwischen

Salzgehalt

Muster Allee 1

Anwendungsvorgaben:

Lieferschein

der Sperrfristen Anwendung der Düngeverordnung und der Ernte in den der Organische Substanz

04567 Musterstadt Nettomasse und ggfl. Volumen: Wintermonaten siehe zu beachten. Bei Anwendung Kein dieses Düngemittels sind die

Inverkehrbringer:

Gemüsekulturen Humus-C

Lieferschein

Kopfdüngung im Gemüsebau. nicht weniger

Sperrfristen Anwendung als

der Düngeverordnung im12 Wochen

___________________________________

in den

Mustermann GmbH

beträgt. Gemüsebau nur, wenn der Zeitraum zwischen

Muster Allee 1

Wintermonaten zu beachten. Rohdichte Kein

der Anwendung und der Ernte der

04567 Inverkehrbringer:

Musterstadt

Gemüsekulturen nicht Kopfdüngung weniger als 12 Wochen im Gemüsebau. Trockenmasse Anwendung im 6,4 %

Ausgangsstoffe: ___________________________________

Mustermann GmbH Sonstige beträgt. Angaben: Gemüsebau nur, wenn Stickstoff der Zeitraum aus Wirtschaftsdünger zwischen

Pflanzliche Stoffe aus Muster der Landwirtschaft

Allee 1

tierischer Herkunft

Ausgangsstoffe:

Hygieneanforderungen Anwendung geprüft und

der Ernte der

Sonstige Angaben:

(80%), Gülle. Pflanzliche 04567 Stoffe Musterstadt aus der Landwirtschaft eingehalten.

Hygieneanforderungen Gemüsekulturen geprüft und nicht weniger als 12 Wochen

(80%), ___________________________________

Gülle.

Frei eingehalten. von keimfähigen beträgt. Samen und

Frei von keimfähigen Samen und

Erzeugnis unterliegt der RAL-Gütesicherung

Nebenbestandteile: Nebenbestandteile:

austriebfähigen Pflanzenteilen Pflanzenteilen

NawaRo-Gärprodukt (RAL-GZ 246). Das

0,23 % N Ammoniumstickstoff

0,23 Ausgangsstoffe:

% N Ammoniumstickstoff

Sonstige Angaben: Zeugnis wurde elektronisch erstellt. Es gilt ohne

0,08 Pflanzliche % MgO Gesamtmagnesiumoxid

Stoffe aus der Landwirtschaft

5,69 €/t Unterschrift.

0,08 % MgO Gesamtmagnesiumoxid

2) Hygieneanforderungen geprüft und

0,03 (80%), % S Schwefel Gülle.

Düngewert 5,69 €/t 5,69 €/m³

Unterschrift.

Humuswert 3) eingehalten.

1,35 €/t 1,35 €/m³

0,03 % S Schwefel 4,56 % Organische Substanz Humuswert 3) 1,35

Stickstoff aus Wirtschaftsdünger Frei

€/t

von keimfähigen

1,35 €/m³

Samen und

Erzeugnis unterliegt der RAL-Gütesicherung

4,56 % Organische Substanz Nebenbestandteile:

tierischer Herkunft austriebfähigen 0,9 kg/t FM Pflanzenteilen

NawaRo-Gärprodukt (RAL-GZ 246). Das

0,23 % N Ammoniumstickstoff Stickstoff aus Wirtschaftsdünger

Zeugnis wurde elektronisch erstellt. Es gilt ohne

0,08 % MgO Gesamtmagnesiumoxid tierischer Herkunft Düngewert 2) 0,9 kg/t 5,69 FM €/t 5,69 €/m³ Unterschrift.

0,03 % S Schwefel

Humuswert 3) 1,35 €/t 1,35 €/m³

4,56 % Organische Substanz

Behälter: Lager 2

Die Qualitätsüberwachung der abgabefertigen

Zeichengrundlage unter

Probenahme am 15.01.2018

www.gz-nawaro-gaerprodukt.de Düngemittel beginnt bereits bei der Beprobung

durch anerkannte unabhängige und von der BGK

regelmäßig geschulte Probenehmer. Neben der

Zeichengrundlage

repräsentativen

unter

Beprobung werden die hierzu

www.gz-nawaro-gaerprodukt.de

Eigenschaften und Inhaltsstoffe verwendeten Einsatzstoffe protokolliert und der

in der Frischmasse

kg/t Temperaturverlauf kg/m³

des Behandlungsprozesses

Zeichengrundlage unter

Stickstoff gesamt (N) 4,73 4,73

www.gz-nawaro-gaerprodukt.de

Stickstoff CaCl 2 -löslich (N) 2,36

wird

2,36

hinsichtlich seiner Hygienisierungswirkung

2,37geprüft. Das entnommene Probenmate­

Stickstoff organisch (N) 2,37

Eigenschaften und Inhaltsstoffe

Phosphat gesamt (P

in der Frischmasse

2 O 5 ) 1,83 1,83

rial wird anschließend durch anerkannte und

Kaliumoxid gesamt (K 2 O) 4,61 4,61 kg/t kg/m³

Magnesiumoxid Stickstoff ges.(MgO) gesamt (N) 0,81 unabhängige 0,81 4,73 4,73 Prüflabore untersucht. Voraussetzung

kg/t kg/m³

Schwefel gesamt Stickstoff (S) CaCl 2 -löslich 0,38 (N) 0,38 2,36 2,36

Basisch wirksame Stickstoff Stoffe organisch (CaO) (N) 2,98 2,98 2,37 für 2,37 die Anerkennung der Labore ist die

Phosphat gesamt (P 2 O 5 ) 1,83 1,83

pH-Wert regelmäßige 8,1 Teilnahme an Ringversuchen, bei

Kaliumoxid gesamt (K 2 O) 4,61 4,61

Salzgehalt

14 g/l

Magnesiumoxid ges.(MgO) denen 0,81 neben 0,81 der rechtlich vorgegebenen, ordnungsgemäßen

8 kg/t

Organische Substanz

45,7 kg/t

Schwefel gesamt (S) 0,38 0,38

Humus-C

Basisch wirksame Stoffe (CaO) 2,98 2,98

Analytik auch die zusätzlichen

pH-Wert 14 g/l

Rohdichte

Qualitätskriterien 8,1 der Gütesicherung geprüft

45,7 kg/t

1000 kg/m³

Salzgehalt

14 g/l

Trockenmasse 8 kg/t

Organische Substanz werden.

6,4 %

45,7 Die kg/t Analysenmethoden sind – basierend

0,9 kg/tFM auf den auf nationaler und europäischer

Stickstoff aus Wirtschaftsdünger

Humus-C

1000 kg/m³

8 kg/t

tierischer Herkunft

Rohdichte 0,9 kg/tFM

Ebene vorgegebenen 1000 kg/m³ Untersuchungsmethoden –

Trockenmasse 6,4 %

Erzeugnis unterliegt Stickstoff aus der Wirtschaftsdünger

RAL-Gütesicherung im BGK-Methodenbuch aufgeführt und in der

NawaRo-Gärprodukt tierischer Herkunft (RAL-GZ 246). Das 0,9 kg/tFM

Zeugnis wurde elektronisch erstellt. Fremdüberwachung Es gilt ohne

verbindlich anzuwenden.

Köln, den 08.02.2018

Bundesgütegemeinschaft

1) bei der Abgabe des Erzeugnisses verbindliche Warendeklaration der RAL-Gütesicherung. 2) gemäß aktuellem Marktwert, ermittelt über äquivalente Kosten mineralischer Düngung nach

Landhandelspreisen (Okt.- Dez. 2017) ohne MwSt. (0,68 €/kg N im Anwendungsjahr (N-löslich zzgl. 5% von N-organisch); 0,63 €/kg P 2 O 5 ; 0,58 €/kg K 2 O; 0,06 Kompost €/kg CaO). 4) e.V. Der Wert von

Humus-C beträgt 0,17 €/kg Humus-C (Kalkuliert auf Basis eines Strohpreises von 72,50 Euro/t) . 5) Ausgewiesen auf Grundlage der DVGW-BGK-Information Träger vom 19.6.2013 der regelmäßigen Güteüberwachung gemäß §11

Abs. 3 BioAbfV.

Bundesgütegemeinschaft

Köln, den 08.02.2018 Kompost e.V.

Träger der regelmäßigen Güteüberwachung gemäß §11

1) bei der Abgabe des Erzeugnisses verbindliche Warendeklaration der RAL-Gütesicherung. 2) gemäß aktuellem Marktwert, ermittelt über äquivalente Kosten mineralischer Düngung nach

Abs. 3 BioAbfV.

Landhandelspreisen (Okt.- Dez. 2017) ohne MwSt. (0,68 €/kg N im Anwendungsjahr (N-löslich zzgl. 5% von N-organisch); 0,63 €/kg P 2 O 5 ; 0,58 €/kg K 2 O; 0,06 €/kg CaO). 4) Der Wert von

Humus-C beträgt 0,17 €/kg Humus-C (Kalkuliert auf Basis eines Strohpreises von 72,50 Euro/t) . 5) Ausgewiesen auf Grundlage der DVGW-BGK-Information

20

Köln, den vom 08.02.2018

19.6.2013

1) bei der Abgabe des Erzeugnisses verbindliche Warendeklaration der RAL-Gütesicherung. 2) gemäß aktuellem Marktwert, ermittelt über äquivalente Kosten mineralischer Düngung nach

Landhandelspreisen (Okt.- Dez. 2017) ohne MwSt. (0,68 €/kg N im Anwendungsjahr (N-löslich zzgl. 5% von N-organisch); 0,63 €/kg P 2 O 5 ; 0,58 €/kg K 2 O; 0,06 €/kg CaO). 4) Der Wert von

Humus-C beträgt 0,17 €/kg Humus-C (Kalkuliert auf Basis eines Strohpreises von 72,50 Euro/t) . 5) Ausgewiesen auf Grundlage der DVGW-BGK-Information vom 19.6.2013

Die Ergebnisse der Produktkontrollen werden der

BGK übermittelt und dem Bundesgüteausschuss

zur Begutachtung vorgelegt. Er ist ein unabhängiges

Gremium innerhalb des Überwachungssystems

und setzt sich mehrheitlich aus Vertretern

der Wissenschaft, von Behörden und Prüflaboren

sowie aus Anlagenbetreibern zusammen. Ihm ob­


Gütesicherung

liegt die Entscheidung über die Vergabe der Gütezeichen sowie

über sämtliche Sanktionierungsmaßnahmen bis hin zum Entzug

des Gütezeichens.

So werden die geprüfte Qualität der Düngemittel und deren unabhängige

Prüfung nach außen dokumentiert. Doch die Gütesicherung

bringt – insbesondere für Abfall vergärende Anlagen –

noch weitere Vorteile mit sich:

ff

ff

ff

ff

Erleichterungen bei den Melde- und Dokumentationspflichten

der Bioabfallverordnung

Einsparung von Bodenuntersuchungen, die ansonsten

bei der Erstanwendung erforderlich wären

Unterstützung bei der Behördenkommunikation

Beratung zum Einsatz von Bioabfällen in der Biogasanlage

Auf der Internetseite www.gaerprodukt.de sind die Träger der

Gütezeichen aufgeführt. In der Gütesicherung können sowohl

Komposte als auch flüssige und feste Gärprodukte unterschiedlicher

Aufbereitung zertifiziert werden. Bei den RAL-Gütesicherungen

werden folgende Produktgruppen unterschieden:

1. Gärprodukte (RAL-GZ 245), die aus Bioabfällen und tierischen

Nebenprodukten bestehen (www.gz-gaerprodukt.de)

2. NawaRo-Gärprodukte (RAL-GZ 246), die ausschließlich

aus Energiepflanzen und Wirtschaftsdüngern hergestellt

wurden (www.gz-nawaro-gaerprodukt.de)

3. Kompost (RAL-251), z. B. nachkompostierte Gärprodukte

aus Bioabfällen und tierischen Nebenprodukten

(www.gz-kompost.de).

Gütezeichen für Kompost, Gärprodukt und NawaRo-Gärprodukt

Ablauf der Gütesicherung

Betreiber Biogasanlage

Antrag auf Mitgliedschaft

Fachliche und organisatorische Betreuung

durch GüteGemeinschaft Gärprodukte e.V.

Kontaktaufnahme bei Antragstellung

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. (BGK) ist in Deutschland die

einzige vom RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung

e.V.) anerkannte Institution für die Produktgruppen Kompost und

Gärprodukte. Sie ist somit ein von Fach- und Verkehrskreisen anerkanntes

System zur Qualitätssicherung. Ihr sind derzeit mehr als 600 Vergärungs-

und Kompostierungsanlagen angeschlossen. Kennzeichnend

für die RAL-Gütesicherung ist, dass es sich um ein kontinuierliches und

jederzeit nachvollziehbares Überwachungssystem handelt.

Wer sich der RAL-Gütesicherung anschließt, wird zudem Mitglied der

Gütegemeinschaft Gärprodukte e.V. (GGG). Sie bildet die Plattform für

einen fachlichen Austausch der Betreiber von Biogasanlagen untereinander

und engagiert sich bei Maßnahmen zur Förderung einer qualifizierten

Vermarktung von Gärprodukten.

Datenerfassung durch die Bundesgütegemeinschaft

Kompost e.V.

Regelmäßige Besuche der Biogasanlage

Anerkennungsverfahren zum Nachweis

der Einhaltung der Qualitätsvogaben

Bewertung durch den Bundesgüteausschuss

Erhalt des Gütezeichens

21


Vergärungsprozess

8 Vergärungsprozess

Biomethan

Die Vergärung basiert auf einem natürlichen Prozess, der beispielsweise in Mooren

und Sümpfen, aber auch im Verdauungstrakt von Tieren – insbesondere im Pansen

der Kuh – stattfindet. Wenn organische Substanzen in Abwesenheit von freiem

Sauerstoff von mikrobiologischen Kulturen zersetzt werden (anaerobe Umsetzung),

entstehen ein hochkalorisches Gasgemisch (Biogas) und organischer Dünger.

Die Biogastechnologie nutzt den natürlichen

Prozess, bei dem organische Substrate wie

Bioabfälle, Speisereste oder Gülle durch

Mikroorganismen im anaeroben (sauerstofffreien)

Milieu in Biogas und stabile

organische Verbindungen (Gärprodukte)

umgewandelt werden. Abhängig

vom verwendeten Substrat schwankt

der CH 4

-Gehalt des Biogases zwischen

50 % und 70 %. Die zweite Komponente

ist Kohlendioxid (CO 2

), das zwischen 30 %

und 45 % des Biogases ausmacht. Zudem

lassen sich geringe Mengen anderer Bestandteile

wie Wasser, Sauerstoff, Spuren von Schwefelverbindungen und

Schwefelwasserstoff nachweisen.

Vier aufeinanderfolgende biochemische Prozesse sind an der

Erzeugung von Biogas beteiligt. Bei der Hydrolyse werden komplexe

und langkettige Biomassen wie Kohlenhydrate, Proteine

und Fette in niedermolekulare organische Verbindungen wie

Zucker, Aminosäuren und Fettsäuren zerlegt. Die beteiligten

hydrolysierenden Mikroorganismen setzen hydrolytische Enzyme

frei, die die Biomasse außerhalb der mikrobiellen Zellen

biochemisch zersetzen. Bei der Acidogenese werden die zuvor

genannten Zwischenprodukte in niedere Fettsäuren wie Propionsäure,

Buttersäure und Essigsäure sowie in CO 2

und Wasserstoff

(H 2

) umgewandelt. Bei der Acetogenese wandeln dann

säurebildende Mikroorganismen Propionsäure und Buttersäure

in Essigsäure, H 2

und CO 2

um, die die Grundstoffe für die

Prozessbeschreibung

Biomasse

Kohlenhydrate

Proteine

Fette

Phase 1

Hydrolyse

hydrolysierende

Zucker

Aminosäuren

Fettsäuren

Mikroorganismen

Phase 2

Acidogenese

säurebildende

Fettsäuren

(Proponsäure)

Phase 3

Acetogenese

H 2

/ CO 2

Essigsäure

bildende

Essigsäure

Mikroorganismen

CH 4

-Produktion bilden. Bei der Methanogenese produzieren

schließlich Archaeen, die zu den ältesten Lebensformen der

Erde gehören, das Gas Methan, indem sie H 2

mit CO 2

verbinden

oder die Essigsäure zu CH 4

und CO 2

aufspalten.

Üblicherweise finden die vier genannten Phasen gleichzeitig in

einer hermetisch abgeschlossenen und gerührten Einheit, dem

sogenannten Fermenter, statt. Vergorene Biomasse wird aus

dem Auslass als Rezirkulat wieder dem Einlass beigemengt,

um diesen mit den Kulturen der angereicherten Mikroorganismen

anzuimpfen. Die biochemischen Prozesse werden jedoch

von verschiedenen Arten von Mikroorganismen ausgeführt und

erfordern jeweils unterschiedliche Umgebungsbedingungen.

Um optimale Bedingungen für das Wachstum der jeweiligen

Organismen zu schaffen, können die Prozesse in getrennten

Behältern durchgeführt werden. So haben einige Biogasanlagen

beispielsweise einen separaten Hydrolysetank, um den

Bioabfall für die eigentliche Vergärung vorzubereiten. In diesem

Tank werden Temperatur, Sauerstoffgehalt und pH-Wert

für die hydrolysierenden Mikroorganismen eingestellt, während

die Bedingungen im Hauptfermenter für die CH 4

bildenden Archaeen

optimiert werden.

Die Temperatur ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Erzeugung

von Biogas. Man unterscheidet zwischen psychrophilen

(unter 25 °C), mesophilen (von 35 °C bis 48 °C) und thermophilen

(über 50 °C) Betriebstemperaturen. Ein Vorteil niedriger

Temperaturen besteht darin, dass die Menge an zuzuführender

Wärmeenergie relativ gering ist. Allerdings ist auch die Reaktionsgeschwindigkeit

gering. Dies führt wiederum

zu verminderten Biogaserträgen

oder längeren Verweilzeiten. Wie bereits

Phase 4

Methanogenese

Methan

bildende

Biogas

CH 4

/ CO 2

erläutert, spielen bei der Vergärung von

Abfällen und tierischen Nebenprodukten

auch höhere Temperaturen eine wichtige

Rolle bei der Neutralisierung schädlicher

Keime. Für jedes Temperaturniveau sind

spezifische Bakterien notwendig, die sich

entsprechend reproduzieren müssen.

Daher ist bei Änderungen der Umweltbedingungen

eine Adaptionszeit im Fermenter

notwendig. Auch weitere Faktoren

wie u. a. hohe Stickstoffkonzentrationen

können die CH 4

-Produktion behindern.

Eine kontinuierliche Überwachung der

relevanten Parameter ist daher unerlässlich,

um Probleme beim Anlagenbetrieb

zu vermeiden.

22


Fermentertechnologien

9 Fermentertechnologien

Der Fermenter ist die Hauptkomponente einer Biogasanlage. Am Markt sind viele

technische Lösungen verfügbar, um Abfall zu vergären. Die richtige Auswahl der

Fermentertechnologie hängt hauptsächlich vom verwendeten Einsatzstoff und den

lokalen Bedingungen ab.

Zu nennen seien hier neben den Eigenschaften und der Verfügbarkeit

des Substrats auch seine Menge und Qualität, der

TM-Gehalt und der Hygienisierungsbedarf. Weitere Faktoren

sind der Eigenenergieverbrauch der Anlage, der lokale Energiebedarf,

Anreize (z. B. Einspeisetarife), Abfallbehandlungsgebühren,

Transportbedingungen, die beabsichtigte Verwendung

des Gärprodukts, Fähigkeiten und Kenntnisse der Anlagenbetreiber,

örtliche klimatische Bedingungen und nicht zuletzt die

verfügbaren finanziellen Ressourcen. Da es kein Patentrezept

zur Auswahl der besten Technologie gibt, sollte bei der Entwicklung

einer Anlage unbedingt kompetente Beratung in Anspruch

genommen werden. Zur allgemeinen Orientierung werden in

diesem Kapitel einige der gebräuchlichsten Optionen kurz zusammengefasst.

Die eingesetzten Technologien und Komponenten müssen robust

und zuverlässig sein, damit das Gesamtsystem eine hohe

Eigenschaften verschiedener Fermentertechnologien

Leistung erbringt und über Jahre einen sicheren Betrieb gewährleistet.

Das Know-how des Betreibers sowie eine gute Zusammenarbeit

aller am Biogasprojekt Beteiligter (u. a. Projektierer,

Hersteller, Bauunternehmen) sind entscheidende Faktoren für

die Realisierung eines erfolgreichen Biogasprojekts.

Der Fermenter stellt die Hauptkomponente einer Biogasanlage

dar, hier wandeln Mikroorganismen organisches Material

in Biogas um. Die wichtigste Funktion des Fermenters ist es,

optimale Wachstumsbedingungen für die ansässigen Mikroorganismen

zu schaffen, damit hohe Biogaserträge erzielt werden

können. Biogasanlagen werden in der Regel nach der Art ihres

Vergärungsprozesses eingeteilt in:

Kontinuierliche

Nassvergärung

Diskontinuierliche

Trockenvergärung

Kontinuierliche

Trockenvergärung

Füttern Temperatur Rühren Substrat Zuverlässigkeit Klima

Nassvergärung Kontinuierlich Mesophil oder thermophil

Durchflussfermenter mit Rührwerken,

hydraulischer Fermenter ohne

Rührwerke

Einfach zu pumpen,

Verwendung für verschiedene

Substrate

Fremdstoffe können

technische Probleme

verursachen

Weltweit, keine

Einschränkungen

Pfropfenströmer

Kontinuierlich

In der Regel thermophil,

auch mesophil möglich

Längs oder quer zur Strömung,

vertikale Systeme ohne Rührwerke

Pumpbar, hauptsächlich

für kommunale Bioabfälle

verwendet

Hohe Toleranz gegenüber

Fremdstoffen

Weltweit, keine

Einschränkungen

Garagensystem

Diskontinuierlich

Meist mesophil, auch

thermophil möglich

Keine Rührwerke,

Perkolationssystem

Stapelbar, hauptsächlich

für kommunalen Bioabfall

verwendet

Robuster Fermenter ohne

bewegliche Teile

Weltweit, keine

Einschränkungen

Lagunenanlagen

Kontinuierlich mit

langer Verweilzeit

(>100 Tage)

Umgebungstemperatur

Normalerweise keine Rührwerke

Flüssig, typischerweise für

Prozess- oder Abwasser

verwendet

Fremdstoffe können

technische Probleme

verursachen

Wärmere Gebiete

wie tropische

Regionen

Haushaltsanlagen

Fast kontinuierlich Umgebungstemperatur Normalerweise keine Rührwerke

Vor Ort verfügbarer

Bioabfall, Gülle, landwirtschaftliche

Rückstände

Fremdstoffe sollten nicht

in den Prozess gelangen

Umgebungstemperaturen

>10 °C

Überblick der Technologien abhängig vom Trockenmassegehalt (TM-Gehalt) der eingesetzten Substrate

TM-Gehalt *

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 %

UASB**

Diskontinuierliche Trockenvergärung

Nassvergärung

Verbrennung

Lagunenanlagen

Haushaltsanlagen

Kontinuierliche Trockenvergärung

Kompostierung

* Fast jeder Einsatzstoff kann auf den notwendigen TM-Gehalt jeder Fermentertechnologie vermischt werden

** UASB (Upflow anaerobic sludge blanket)-Reaktoren werden für Substrate mit sehr hohem Wassergehalt verwendet (z. B. Abwasser oder Prozesswasser)

23


Fermentertechnologien

Kontinuierliche Nassvergärung

Hydraulischer Fermenter

Biogas

5

6

1

5

Biogas

6

4

2

1

4 3

2

7

7

1 Einlass Substrate 3 Rührwerk 5 Biogasspeicher

2 Biomasse 4 Heizung 6 Biogasnutzung

7

Auslass Gärprodukt

9.1 Kontinuierliche Nassvergärung

Für die Nassvergärung ist flüssiger Bioabfall, etwa entsprechende

industrielle und gewerbliche Abfälle, oder Gülle das am

besten geeignete Substrat. Trotzdem kann jedes Substrat nach

Vorbehandlung und Verdünnung mit Prozesswasser, Rezirkulat

oder anderer flüssiger Biomasse nass vergoren werden. Insbesondere

kommunale Bioabfälle müssen aufgrund ihrer Heterogenität,

eines höheren Anteils an übergroßen Komponenten

(z. B. Holz) und anderen Fremdstoffen aufbereitet werden. Der

Fermenter ist isoliert und wird auf mesophile oder thermophile

Temperaturen erwärmt, um den Mikroorganismen geeignete Lebensbedingungen

zu ermöglichen. Die flüssige Biomasse wird

im Fermenter gerührt, um das Substrat mit den Mikroorganismen

in Kontakt zu bringen, um ein Absinken oder Aufschwimmen

der Stoffe zu vermeiden und um die Wärme aus dem Heizsystem

auf das gesamte Fermentervolumen zu verteilen.

Da das Gärprodukt nach der Vergärung flüssig ist, kann es auch

als Rezirkulat zur Verdünnung von festen Substraten verwendet

werden. Wenn ein Nachkompostierungsschritt gewünscht wird,

muss das Gärprodukt meist separiert werden. Die feste Fraktion

kann, evtl. nach Mischung mit anderen biologischen Materialien

wie etwa Grüngut, kompostiert werden, wobei das flüssige

Gärprodukt direkt als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen

ausgebracht werden kann.

Im kontinuierlich gerührten Durchflussfermenter wird das Substrat

(quasi-) kontinuierlich in mehreren Chargen pro Tag zugeführt.

Die Biomasse im Fermenter ist flüssig und pumpfähig

und weist einen TM-Gehalt zwischen 5 % und 15 % auf. Das

Verfahren kann ein- oder mehrstufig betrieben werden (z. B.

wenn es mit einem separaten Hydrolysetank ausgestattet ist).

Durchflussfermenter sind die am häufigsten eingesetzte Fermentertechnologie

für landwirtschaftliche Substrate wie Gülle

und Energiepflanzen, sie werden jedoch auch für die Vergärung

aller aufgeführten Bioabfälle eingesetzt. Es ist eine relativ

einfache, robuste und verlässliche Technologie. Nahezu jede

Behältergröße ist möglich, solange der Fermenter gut durchmischt

werden kann. In der Praxis liegt die Grenzgröße einzelner

Behälter bei einigen tausend Kubikmetern. Wird zusätzliches

Fermentervolumen benötigt, können mehrere Behälter

parallel oder in Reihe betrieben werden.

In hydraulischen Fermentern wird das Material (quasi-) kontinuierlich

zugeführt. Praktisch jede Substratart kann vergoren

werden, sofern sie in der Mischung im Fermenter fließfähig ist.

Der TM-Gehalt der Biomasse im Fermenter kann zwischen 6 %

und 16 % liegen. Der Fermenter besteht aus zwei Kammern.

Der Großteil des Biogases wird in der Hauptkammer produziert.

Aufgrund des durch die Biogaserzeugung verursachten höheren

Drucks wird die flüssige Biomasse in der zweiten Kammer angehoben.

Wird das Ventil zwischen den Kammern geöffnet, so

wird die Flüssigkeit nach unten gespült und entfaltet dabei eine

hohe kinetische Energie. Leitbleche übertragen diese Energie

in einen Rühreffekt. Es sind keine mechanischen Rührwerke

erforderlich, und es befinden sich keine beweglichen Teile im

Fermenter. Dies führt zu einem geringen elektrischen Eigenverbrauch

und geringen Wartungskosten. Der Prozess erfolgt unter

mesophilen oder thermophilen Bedingungen. Üblicherweise

werden die Behälter erwärmt, um optimale Temperaturen für

die Mikroorganismen bereitzustellen.

24


Fermentertechnologien

Pfropfenströmer

Biogas

6

1

5

3

2

7

4

1 Einlass Substrate 3 Rührwerk 5 Biogasspeicher

2 Biomasse 4 Heizung 6 Biogasnutzung

7

Auslass Gärprodukt

9.2 Kontinuierliche Trockenvergärung

Die kontinuierliche Trockenvergärung findet im Pfropfenströmer

statt. Dabei wird die Biomasse im Fermenter langsam vom Einlass

zum Auslass transportiert (horizontal oder vertikal), sodass idealerweise

alle Partikel mit der gleichen Verweilzeit behandelt werden.

Je nach Substrat, TM-Gehalt und innerer Konstruktion sind

jedoch Kurzschlussströmungen möglich. Vertikale Pfropfenströmer

arbeiten ohne Rührwerke, verwenden allerdings Schwerkraft und

Pumpen zum Mischen der Biomasse. Um optimale Verarbeitungsbedingungen

zu gewährleisten, sind horizontale Pfropfenströmer

mit einer robusten Rührtechnik ausgestattet, die entlang oder quer

zum Biomassefluss arbeitet.

Offenliegendes Rührwerk

eines Pfropfenströmers

während der Errichtung

Das Material wird (quasi-) kontinuierlich zugeführt. Geeignete Substrate

sind praktisch alle Arten von organischen Stoffen, die vergoren

werden können. Die Technologie ist jedoch für heterogene kommunale

Bioabfälle prädestiniert. Der TM-Gehalt der eingesetzten

Biomasse kann von 15 % bis 45 % reichen, eine hohe Raumbelastung

ist möglich. Das Fermentervolumen ist aufgrund der starken

Radialkräfte in der Regel auf 1.000 m³ bis 2.250 m³ begrenzt. Es

können jedoch mehrere Reaktoren parallel betrieben werden. Die

Prozesstemperatur ist oft thermophil. Der Pfropfenströmer kann

aber auch im mesophilen Betrieb geführt werden.

Das Gärprodukt wird i. d. R. separiert. Die feste Fraktion wird zumeist

nachkompostiert und die flüssige Fraktion als Dünger ausgebracht,

als Rezirkulat dem Substrat zugemischt oder auf dem

Kompost verregnet.

25


Fermentertechnologien

Garagensystem

Biogas

1

7

2

4

5

8

2

6

3

9.3 Diskontinuierliche

Trockenvergärung

Diskontinuierliche Trockenvergärungsanlagen werden hauptsächlich

als Garagensysteme ausgeführt. Das Substrat wird

in Chargen verarbeitet, die für eine definierte Verweilzeit, üblicherweise

für etwa einen Monat, im Fermenter verbleiben.

Danach wird der Fermenter geleert und mit der nächsten Charge

wieder befüllt. Das feste Gärprodukt kann ohne weitere Separation

nachkompostiert werden, es sollte jedoch aerobisiert

und ggfs. mit anderen Materialien wie z. B. Grüngut vermischt

werden. Neues eingehendes Substrat wird mit dem festen Gärprodukt

aus dem vorherigen Vergärungsprozess vermischt. Das

aus dem Abflusssystem austretende Sickerwasser wird als Perkolationsflüssigkeit

zurückgeführt und auf die im Fermenter

aufgehäufte Biomasse gesprüht, um diese mit Mikroorganismen

zu beimpfen sowie den für die Vergärung notwendigen

Wassergehalt sicherzustellen.

1 Gasdichtes Tor

2 Biomasse

3 Abflusssystem für Perkolationsflüssigkeit

4 Heizung

5 Biogasspeicher

6 Biogasnutzung

7 Verteilungssystem für Perkolationsflüssigkeit

8 Speichertank für Perkolationsflüssigkeit

Der Materialfluss ist diskontinuierlich. Substrat und Gärprodukt

werden mit einem Radlader in die Garage hinein- und aus ihr herausbefördert.

Das Substrat muss stapelbar sein und sollte eine

große Menge an Strukturmaterial enthalten. Diese Technologie

ist für Substrate mit einem TM-Gehalt von mehr als 30 % geeignet.

Der Fermenter enthält keine beweglichen Komponenten, er

ist daher robust, arbeitet zuverlässig und seine Wartungskosten

sind gering. Möglicherweise ist die Biogasausbeute etwas geringer

als bei gerührten Systemen. Da die Substratzuführung

manuell erfolgt, ist im Vergleich zu automatisierten Systemen

mehr Personalaufwand erforderlich. Das Verteilungssystem der

Perkolationsflüssigkeit sorgt für einen optimalen Wassergehalt.

Die Prozesstemperatur ist mesophil oder ggf. auch thermophil.

Mindestens drei Fermenter sind erforderlich, um die Gasproduktion

kontinuierlich halten zu können.

9.4 Weitere Fermentertechnologien

Neben den zuvor beschriebenen und in Europa am häufigsten

verwendeten Technologien werden in vielen Ländern auch andere

Technologien eingesetzt. Zwei weitere Typen sollen hier

kurz vorgestellt werden.

Lagunenanlagen sind in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern

weit verbreitet. Abwässer industrieller Prozesse oder

landwirtschaftlicher Betriebe (z. B. Abwasser, Prozesswasser,

Gülle) werden dort oftmals in offenen Lagunen gelagert. Die

offene Lagerung organischer Stoffe gefährdet die Umwelt, weil

sie CH 4

-Emissionen in die Atmosphäre und Nitratemissionen

in Boden und Grundwasser verursacht. Um diesem Problem

zu begegnen, können Lagunen mit einer Kunststoffmembran,

häufig einer HDPE-Membran (ein Polyethylen hoher Dichte),

abgedeckt werden. Diese sehr einfache Lösung ist jedoch mit

einigen Nachteilen verbunden, da die sichere Befestigung

der Gasspeichermembran an der Behälterwand nicht immer

gewährleistet werden kann bzw. eine erhebliche Anfälligkeit

gegenüber Sturmschäden (große Angriffsfläche) besteht. Wenn

die Abdeckung der Lagune zudem nur zur Atmosphäre hin erfolgt,

können Emissionen in den Boden und das Grundwasser

gelangen. Lagunenanlagen können ein Volumen von bis zu

20.000 m³ haben. Diese Größen erschweren es, die darin enthaltene

Flüssigkeit effektiv und effizient zu rühren. Das Beheizen

der Lagune auf optimale Temperaturen ist ebenfalls eine

Herausforderung. In der Regel werden Lagunen-Biogasanlagen

bei Umgebungstemperatur betrieben, was zu niedrigerer Biogasproduktion

führt und zumeist durch hohe Verweilzeiten

26


Fermentertechnologien

Biogas storage

Lagunenanlage

Digester influent

5

Cover

3

Biogas 6 pipe

7

1

Cell 2 1

4

Cell 2

1 Einlass Substrate 3 Abdeckung 5 Biogasspeicher

2 Biomasse 4 Gärproduktlager 6 Biogasnutzung

7

Auslass Gärprodukt

kompensiert werden muss. Zwar können Lagunen-Biogasanlagen

heutzutage sicher und effizient betrieben, durchmischt

und mit einer Heizung ausgestattet werden, doch der Aufwand

und die Investition werden auf das Niveau der anderen Verfahren

angehoben.

Haushaltsanlagen sind kleine Biogasanlagen mit stark reduzierter

Technik. Sie werden ebenso wie Lagunenanlagen vor allem in

Schwellen- und Entwicklungsländern betrieben. Täglich werden

hier nur wenige Kilogramm Substrat eingesetzt, und die Menge

des produzierten Biogases beträgt analog zum Reaktorvolumen

(bis zu 100 m³) nur wenige Kubikmeter. Die Technologie ist

relativ kostengünstig, die mechanischen Komponenten sind –

falls überhaupt vorhanden – sehr einfach ausgeführt, robust und

nicht elektronisch angetrieben. Der Fermenter wird i. d. R. nicht

erwärmt oder gerührt, daher ist eine lange Verweilzeit vonnöten,

um eine ausreichende Biogasausbeute zu erzielen.

Es gibt eine Vielzahl an technischen Lösungen, aber

hauptsächlich drei Arten von Haushaltsanlagen:

ff

Plastiksack-Fermenter: Das Substrat wird durch einen

Plastiksack geleitet. Im Inneren des Plastiksacks wird

das Biogas produziert. Der Gasspeicher ist zumeist in

der Form eines Außenballons ausgeführt. Vorteile: relativ

robustes, gas- und flüssigkeitsdichtes sowie korrosionsbeständiges

Material.

ff

ff

ff

Schwimmtonnen-Fermenter: Dieser Fermenter besteht

aus zwei ineinander gesteckten Tonnen. Die schwimmende

Tonne zeigt die Menge des gespeicherten Gases an.

Fermenter mit Festkuppel: Sein großer Vorteil besteht

darin, dass er aus regionalen Materialien (z. B. Ziegeln)

hergestellt werden kann. Fraglich sind allerdings die

Gasdichtigkeit (CH 4

-Emissionen!) und die Korrosionsbeständigkeit.

Neben diesen traditionelleren Technologien wurden inzwischen

neuere Lösungen von Haushaltsanlagen entwickelt,

die für Industrieländer geeignet sind. Im Rahmen dieser

Broschüre können jedoch nicht sämtliche Anlagenkonzepte

dargestellt werden.

Das zu verwendende Substrat sollte flüssig oder – wie bei Gülle

und Lebensmittelabfällen – zumindest verdünnt sowie frei von

größeren Störstoffen (z.B. keine Zweige von Bäumen) sein. Abfälle,

die möglicherweise mit Krankheitserregern kontaminiert

sind, wie z. B. Schlachtabfälle, sollten nicht verwendet werden,

da in Haushaltsanlagen keine Hygienisierung vorhanden ist. In

der Regel wird das Biogas bei Haushaltsanlagen zum Kochen in

einem Gasbrenner genutzt, es kann aber auch zur Beleuchtung

verwendet werden. Kleinbiogasanlagen produzieren meist zu

wenig Biogas, um wirtschaftlich Strom zu erzeugen. Aufbau

und Bedienung sind relativ einfach. Ebenso wie bei Industrieanlagen

sind jedoch Wissen und klare Verantwortlichkeiten der

Schlüssel für einen langfristigen Betrieb.

Schwimmtonnen-

Fermenter in Indien

27


Biogasnutzung

10 Biogasnutzung

Unter den Technologien der Erneuerbaren Energien ist das speicherbare Biogas

ein echter Allrounder, der Strom und Wärme sowie Treibstoff für gasbetriebene

Fahrzeuge ständig und flexibel bereitstellen kann.

BHKW

Biogasanlage

Gastankstelle

Biogasleitung

Erdgasnetz

BHKW

Fermenter

Biomethanaufbereitungsanlage

Gasherd,

Gastherme etc.

Wärmenutzung

vor Ort

Entfernte

Gemeinde

Stromnetz

Satelliten-BHKW

Wärme/Kälte

Wärmenutzung in der Nähe

Stromnetz

Wärme/Kälte

Klimaanlage

Schwimmbad

Nachbargemeinde

Durch die Erzeugung von Biogas während des Vergärungsprozesses

kann die im Substrat enthaltene Energie auf vielfältige

Weise genutzt werden. Eine der gebräuchlichsten Methoden ist

die Umwandlung von Biogas in Strom und Wärme mit einem

Blockheizkraftwerk (BHKW). Bevor Biogas jedoch in Motoren

verwendet werden kann, muss es einer Grobreinigung unterzogen

werden. Rohbiogas ist wassergesättigt und enthält Schwefelwasserstoff

(H 2

S), der die Motoren der Anlage sowie nachgeschaltete

Abgasnachbehandlungssysteme (z. B. Katalysatoren)

und andere Metall-, Beton- oder Holzkomponenten angreift.

Um die Langlebigkeit der Biogasanlage zu gewährleisten und

ihre Komponenten vor H 2

S zu schützen, ist es unerlässlich, das

Biogas zu entschwefeln. Dies lässt sich erreichen durch

ff

ff

ff

die Zugabe von Metallsalzen in den Fermenter,

die interne oder externe biologische Entschwefelung

mit Sauerstoff (z. B. kontrollierte Luftinjektion in den

Fermenter) oder

die Reinigung des Biogases mit schwefeladsorbierenden

Filtermaterialien (z. B. Aktivkohle).

Wärme und CO 2

aus der Biomethanaufbereitung

werden u. a. in Gewächshäusern verwendet

28


Biogasnutzung

Das Trocknen von Biogas ist ein weiterer Aufbereitungsschritt,

der z. B. über die Kondensationstrocknung

erreicht wird. Dabei wird

Biogas auf eine Temperatur abgekühlt, bei der

Wasser kondensiert und so abgeschieden wird.

Nach diesem Reinigungsprozess eignet sich

das Biogas zur Verbrennung in einem BHKW,

in dem ein Motor einen Generator antreibt. Die

bei der Verbrennung entstehende Wärme kann

auch von Wärmetauschern aufgefangen werden.

Während rund ein Viertel der erzeugten

Wärme zum Heizen der Fermenter benötigt

wird, kann der verbleibende Teil für verschiedene

Zwecke genutzt oder verkauft werden,

beispielsweise zum Heizen von Wirtschaftsgebäuden

und Häusern oder zum Trocknen

von Getreide, Holz oder Gärprodukten. Diese

Wärmeenergie ist vor allem attraktiv für Verbraucher,

die das ganze Jahr über Wärme benötigen,

z. B. Gemeinschaftsgebäude, Schwimmbäder und Gewächshäuser

sowie Brauereien oder andere Industriebetriebe.

Mit der Wärmeenergie können aber auch Kühlsysteme – vor allem

in Ländern mit einem wärmeren Klima – betrieben werden.

Ein Vorteil der Stromerzeugung aus Biogas ist die Flexibilität:

Der Biogasstrom kann dann produziert werden, wenn er gebraucht

wird. Dies wirkt sich stabilisierend auf die Stromversorgungssysteme

aus, da Leistungsabfälle aus schwankenden

Energiequellen (Windkraft und Photovoltaikanlagen) ausgeglichen

werden. Immer mehr Biogasanlagen in Deutschland erzeugen

keinen Strom rund um die Uhr, sondern nur noch nach

Bedarf. Dieser Ansatz bietet zudem Möglichkeiten für netzunabhängige,

bedarfsorientierte Insellösungen.

Strom aus Biogasanlagen kann nach Bedarf bereitgestellt werden

Zu Biomethan aufbereitetes Biogas kann direkt in das bestehende

Erdgasnetz eingespeist und in Gasspeichern gespeichert

werden. Um Biogas auf Erdgasqualität aufzubereiten,

muss das im Biogas enthaltene CO 2

entfernt werden. So wird

sichergestellt, dass der CH 4

-Gehalt des Gasgemisches eine

hohe Konzentration von oft mehr als 96 % erreicht. Hierzu

stehen verschiedene Aufbereitungstechniken zur Verfügung

(siehe Kapitel 11: „Biomethanaufbereitung“). Sobald Biogas

zu Biomethan aufbereitet und in das Gasnetz eingespeist wird,

kann es die gleichen Aufgaben erfüllen wie Erdgas und beispielsweise

als Treibstoff für Fahrzeuge dienen oder an einem

Ort in einem BHKW eingesetzt werden, an dem die erzeugte

Wärme am effizientesten verwendet werden kann.

Heizen von Freibädern mit Wärme aus Biogasanlagen oder Biomethan-BHKWs

BiogasBus auf Tour mit Biomethan/Erdgas

29


Biomethanaufbereitung

11 Biomethanaufbereitung

Die Einspeisung von Biomethan in das Gasnetz ermöglicht die Speicherung des

Primärenergieträgers Biogas über mehrere Monate. Damit stellt Biomethan eine

hervorragende Ergänzung zu den fluktuierenden Erneuerbaren Energien Wind und

Sonne dar und positioniert sich als wichtiges Bindeglied der Energiewende. Durch

seine hohe Energiedichte, gute Speicherbarkeit, Nachhaltigkeit und Kompatibilität

ist Biomethan zu einem unverzichtbaren Energieträger geworden.

Bei der Aufbereitung von Biogas zu Biomethan werden die

nichtbrennbaren Gase wie vor allem CO 2

vom brennbaren CH 4

abgetrennt, so dass möglichst reines CH 4

übrigbleibt. Dies

kann über die nachfolgend dargestellten Verfahren erreicht

werden. Das so erzeugte Biomethan hat die gleichen chemischphysikalischen

Eigenschaften wie Erdgas und kann problemlos

als CNG (Compressed Natural GAS) in das Gasnetz eingespeist

und ihm wieder entnommen werden.

Bei der Druckwechsel-Adsorption werden Feststoffe wie

Molekularsiebe oder Aktivkohlen eingesetzt, an denen

sich das CO 2

bei Druckerhöhung anlagert. Bei Verfahrensende

wird der Druck in der Reaktionskolonne abgelassen und das

CO 2

kann aus der Anlage abgeführt werden.

Im Druckwasser- bzw. Aminwäscheverfahren wird das

CO 2

in sogenannten Waschkolonnen vom Rohbiogas

gelöst. Der Vorteil dieses Verfahrens ist ein relativ einfacher

Anlagenaufbau. Beim Einsatz von Aminverbindungen lässt sich

eine CH 4

-Konzentration von über 99 % bei nur geringen CH 4

-

Verlusten erreichen.

Das Membranverfahren nutzt die unterschiedliche Größe

der Gasmoleküle und deren Löslichkeit in der Polymerschicht

der Membran. Unter Druck wird das Rohbiogas

über eine Membran geführt, während CO 2

die Membran durchdringt,

wird CH 4

zurückgehalten.

Die Kryogene Aufbereitung ist ein Tieftemperaturverfahren.

Bei Umgebungsdruck wird CO 2

bei -78,5 °C

abgeschieden. Je höher hierbei der Prozessdruck, desto weniger

muss das Gas abgekühlt werden. Auch bei diesem Verfahren

ist eine CH 4

-Konzentration von über 99 % realisierbar.

Durch die Möglichkeit, aufbereitetes Biogas in die bestehende

Erdgasinfrastruktur einzuspeisen, kann der Ort der Erzeugung

vom Ort der Nutzung entkoppelt werden. Das aus Biomasse

gewonnene Gas wird zwischengespeichert und bei Bedarf an

beliebiger Stelle aus dem Netz entnommen und dann auf vielfältige

Weise genutzt. Durch diese Praxis lassen sich höchste

Wirkungsgrade erzielen, sowohl bei der Stromerzeugung in einem

Blockheizkraftwerk (BHKW) durch gleichzeitige Kraft-Wärme-Kopplung

als auch bei der direkten Wärmenutzung in einer

Gasheizung. Auf diese Weise trägt Biomethan wesentlich zur

Stabilisierung der Energieversorgung bei und gleicht Schwankungen

der Erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne aus.

Neben stationären Anwendungen kann Biomethan auch als

Fahrzeugtreibstoff von jedem handelsüblichen Erdgasfahrzeug

getankt werden, etwa für den Personentransport, den Schwerlasttransport

per LKW und Schiff oder in der Industrie und

Landwirtschaft. Ein CNG-Fahrzeug spart gegenüber einem vergleichbaren

Benziner 50 % Spritkosten pro Kilometer. Von den

etwa 850 Erdgastankstellen in Deutschland bieten mehr als ein

Drittel Biomethan an – dem Erdgas beigemischt oder zu 100 %.

Darüber hinaus gibt es Biomethan-Tankstellen, die direkt an

eine Biogasanlage angeschlossen sind. Für LKW und Schiffe

eignet sich das flüssige Bio-LNG (Liquified Natural Gas), das

eine noch höhere Energiedichte aufweist.

Zusätzlich kann Biomethan auch als Rohstoffquelle für Materialanwendungen

und das Nebenprodukt CO 2

für Gewächshäuser

oder als Grundlage für die Power-to-Gas-Synthese verwendet

werden. Diese einzigartige Flexibilität ermöglicht die

Erzeugung und Verwendung von Biomethan in zentralen und

dezentralen Anwendungen auf der ganzen Welt. Die Produktion

und Nutzung von Biomethan spart Treibhausgase ein, die beim

Einsatz fossiler Energieträger freigesetzt würden. Das macht

Biomethan zum echten Klimaschützer in allen Anwendungsgebieten

(Kraft-Wärme-Kopplung, thermische Verwertung,

Kraftstoff). Im Verkehrssektor verursacht Biomethan aus Restund

Abfallstoffen im Vergleich zum aktuellen Kraftstoffmix

90 % weniger Treibhausgase. Weitere Informationen unter:

www.biogas-to-biomethane.com

BIOGAS Know-how_3

Biogas to

Biomethane

www.biogas-to-biomethane.com

30


Gärproduktanwendung

12 Gärproduktanwendung

Das in Biogasanlagen erzeugte Gärprodukt wird als hochwertiger Dünger verwendet,

der reich an Humus und Nährstoffen ist. Es wird in flüssiger Form oder separiert

als festes Gärprodukt direkt auf landwirtschaftlichen Flächen aufgebracht. Zudem

kann die weitere Aufbereitung von Gärprodukten dazu beitragen, neue Vermarktungswege

zu erschließen oder notwendige Kosten für Lagerung, Transport und

Ausbringung zu reduzieren.

In Deutschland fallen jährlich circa 82 Millionen Tonnen Gärprodukte

in den ca. 9.500 Biogasanlagen an. Die Gärprodukte

werden abhängig von ihren Inhaltsstoffen als Düngemittel

oder Bodenhilfsstoffe in der Landwirtschaft, in Erdenwerken

sowie im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt. Alle Nährstoffe

und Mikronährstoffe, die im Substrat für die Biogasanlage

enthalten sind, verbleiben im Gärprodukt. Das in den Fermenter

gefütterte Substrat bestimmt die Zusammensetzung

des resultierenden Gärprodukts. Essenzielle Nährstoffe für

das Pflanzenwachstum sind vorwiegend Stickstoff, Phosphor

und Kalium. Die Stickstoffverfügbarkeit und damit auch die

Pflanzenernährung werden nach der Vergärung durch eine höhere

Ammoniumkonzentration verbessert. Darüber hinaus ist

der wertvolle organische Kohlenstoffgehalt des Gärprodukts

ein wesentlicher Bestandteil des Humus. Damit trägt die richtige

Anwendung zur Versorgung von Pflanzen mit allen relevanten

Nährstoffen sowie zum Humus- und Strukturaufbau

des Bodens bei und erhöht so seine Fruchtbarkeit, Funktionalität,

mikrobielle Aktivität, Durchlüftung und Wasserspeicherfähigkeit.

Die landwirtschaftliche Anwendung der Gärprodukte entspricht

den Regeln der Gülle- und Festmistausbringung. Die Ausbringungsmenge

orientiert sich an den Stickstoff- und Phosphorgehalten

des einzelnen Gärprodukts sowie an dem Nährstoffbedarf

der zu düngenden Pflanze und muss im Rahmen der durch

die Düngeverordnung geforderten Düngebedarfsermittlung vor

der ersten Düngung festgelegt werden. Zusätzlich einzuhalten

sind die gesetzlich vorgeschriebenen Sperrfristen und zulässigen

Obergrenzen (170 kg N/ha für org. Düngemittel). Jedoch

wird durch diese starren Obergrenzen – ohne Berücksichtigung

von regionalen Gegebenheiten wie Bodenbeschaffenheit, Niederschlag,

Ernteerträgen und dem damit zusammenhängen

Düngebedarf – der nachhaltige Kohlen- und Nährstoffkreislauf

unterbrochen und der Einsatz von Mineraldünger gefördert.

Dabei ist es erklärtes Ziel, diese möglichst weitgehend mit organischen

Düngemitteln zu substituieren, um CO 2

-Emissionen

bzw. endliche Ressourcen einzusparen. Denn die Herstellung

von stickstoffhaltigen Mineraldüngern ist sehr energieintensiv,

zudem werden Phosphor und Kalium bergmännisch abgebaut

und weisen zunehmend höhere Gehalte an Cadmium

und Uran auf. Auch die Substitution von Torf, der über weite

Strecken nach Deutschland transportiert werden muss, stellt

eine klimaneutrale und zunehmend vom Verbraucher gefragte

Alternative bei der Herstellung von Erden und organischen

Düngemitteln dar.

In Bezug auf die höheren rechtlichen Anforderungen, die entstehende

Flächenknappheit und die steigenden Abnahmepreise

kann die Aufbereitung von Gärprodukten zur Kostensenkung

(Lagerung, Transport und Ausbringung) beitragen, indem Volumina

reduziert und Nährstoffe aufkonzentriert werden sowie

das Handling optimiert wird. Auch für die Erschließung neuer

Märkte (z. B. Gartencenter, Baumärkte und Einzelhandelsmärkte)

können verschiedene Techniken zur Aufwertung des

flüssigen Gärprodukts angewendet werden (siehe Grafik: Möglichkeiten

der Gärproduktaufbereitung).

Die Verwendung von Gärprodukten als Düngemittel ist nicht nur

umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich von erheblicher

Bedeutung. So werden beispielsweise die hohen Entsorgungskosten

vermieden, die bei Abgabe oder Einleitung in Kläranlagen

entstehen können. Die Produktqualität hängt stets von der

Reinheit der verwendeten Substrate ab. Daher muss bei der

Planung der Anlage die Wahl der Substrate unbedingt berücksichtigt

werden, um die Produktion von hochwertigem Düngemittel

zu gewährleisten, das aufgrund seines Nährstoff- und

Humusgehalts im Idealfall höhere Einnahmen erzielt. Weitere

Informationen unter: www.digestate-as-fertilizer.com

BIOGAS Wissen_2

Düngen mit

Gärprodukten

www.digestate-as-fertilizer.com

1

31


Sicherheit geht vor

13 Sicherheit geht vor

Biogasanlagen sind verfahrenstechnisch komplexe Anlagen, bei denen verschiedene

Gefährdungen für Mensch und Umwelt auftreten können. Für einen sicheren

Anlagenbetrieb ist es unerlässlich, relevante Sicherheitsvorgaben einzuhalten.

Das Thema Sicherheit auf Biogasanlagen unter Berücksichtigung

der Personen- und Umweltgefahren ist in umfangreichen

Gesetzen, Verordnungen und technischen Regelwerken sowohl

auf EU- als auch auf Bundesebene geregelt. Angefangen bei

der Planung und dem Bau bis hin zu Betrieb und Wartung

müssen potenziell auftretende Gefährdungen erfasst und mit

Schutzmaßnahmen versehen werden. Neben der richtigen Planung

sind auch sichere und qualitativ hochwertige Bauteile zu

verwenden, die vom zukünftigen Betreiber gut zu handhaben

Kennzeichnung von „Ex-Zonen“ zur Warnung

vor explosionsfähiger Atmosphäre

Zu den Umweltgefahren zählen insbesondere Emissionen in

die Luft durch die Freisetzung von Biogas sowie das Austreten

von Gärprodukten und die damit einhergehende Verunreinigung

von Gewässern. Besonders an Abfall vergärende Anlagen

stellt hier die Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden

Stoffen (AwSV) hohe Anforderungen. Gesundheitsgefährdungen

können auch bei der Freisetzung von CH 4

entstehen. In

Mischung mit Luft (4,4 – 16,5 % CH 4

) kann sich eine explosionsfähige

Atmosphäre bilden. Um die Gefahr einer Explosion

oder eines Brandes zu vermeiden, müssen Zonen, in denen

eine explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann, mit entsprechenden

Schutz- und Warneinrichtungen versehen werden. Zudem

dürfen dort nur speziell zugelassene Arbeitsmittel zum

Einsatz kommen. Dies ist in einem Explosionsschutzdokument

und dem zugehörigen Ex-Zonenplan zu dokumentieren und die

getroffenen Schutzmaßnahmen sind an

der Anlage umzusetzen. Aber auch das

Biogas und seine Bestandteile bergen

Gefahren für die Gesundheit, so können

diese toxisch (z. B. H 2

S) und erstickend

(z. B. CO 2

) wirken.

Die größten Gefährdungen sind jedoch

nicht biogasspezifisch. So sind Unfälle

auf Biogasanlagen häufig auf Stürze,

Schnitte oder allgemeine Verletzungen

durch mechanische (zum Teil auch bewegliche)

Anlagenteile zurückzuführen.

Ebenso besteht eine gewisse Gefahr

durch biologische und chemische

Stoffe, wie Bakterien, Schimmelpilze

oder Zusatz- und Hilfsstoffe. Letztere

werden häufig zur Unterstützung und

Stabilisierung des biologischen Prozesses

eingesetzt.

und zu warten sind. Die Hersteller müssen darüber hinaus die

gesetzlich notwendige Dokumentation sowie Hinweise zum sicheren

Betrieb und zur sicheren Wartung zur Verfügung stellen

bzw. die ggf. geltenden Fachbetriebs- und Fachkundepflichten

einhalten. Aufbauend auf diesen Dokumenten und der individuellen

Situation vor Ort erstellt der Biogasanlagenbetreiber

die Gefährdungsbeurteilungen für seine Biogasanlage und die

zugehörigen Dokumente, wie etwa Betriebsanweisungen und

Instandhaltungs- und Wartungspläne.

Von entscheidender Bedeutung für

die Sicherheit auf Biogasanlagen ist

das eingesetzte Personal. Daher ist es

unerlässlich, dass der Biogasanlagenbetreiber

und sein Personal über die

notwendige Fachkunde und Qualifikation verfügen. Schulungen

für Biogasanlagenbetreiber, Mitarbeiter von Biogasanlagen

und Errichter/Instandhalter finden Sie unter www.schulungsverbund-biogas.de.

Neben einer regelmäßigen Auffrischung

der Kenntnisse sind auch anlassbezogene und wiederkehrende

Unterweisungen von elementarer Bedeutung.

Tragbares Gaswarngerät

Weitere Informationen zum sicheren Betrieb von Biogasanlagen

siehe: www.biogas.org

32


Glossar

Glossar

THG-Emissionen Treibhausgase (THG) sind u. a. Kohlendioxid (CO 2

),

Methan (CH 4

) und Lachgas (N 2

O) und führen bei

Freisetzung in die Atmosphäre zur Erderwärmung.

THG-Emission können als Äquivalent zu Kohlendioxid

(CO 2

äq) ausgedrückt werden.

Substrat

Gärprodukt

Substrataufbereitung

Fremdstoff

Rezirkulat

FM-Gehalt

TM-Gehalt

Vorgeschaltete Hydrolyse

Organische Materialien, die als Einsatzstoffe der

Vergärung zur Verfügung gestellt werden.

Stoffliches Produkt der Vergärung zum Einsatz als

Düngemittel.

Konditionierung der Substrate, z. B. durch Zerkleinerung,

Separation, Anmaischung oder Eindickung.

Materialien, die die Qualität des Gärprodukts oder

den Betrieb der Vergärungsstufe negativ beeinflussen

(z. B. Kunststoff, Glas, Metall, Steine, Sand).

Vergorene Biomasse aus dem Auslass, die dem Substrat

im Einlass zugemischt wird, um dieses mit

Kulturen von Mikroorganismen anzuimpfen und / oder

es auf einen bestimmten TM-Gehalt anzumaischen.

Die Feucht- oder auch Frischmasse (FM) bezeichnet

die Gesamtmasse des Materials (z. B. Substrat,

Gärprodukt).

Die Trockenmasse (TM) oder Trockensubstanz (TS)

ist der Anteil der Frischmasse, der nach Abzug des

enthaltenen Wassers übrig bleibt (FM=TM+Wasser).

Bestimmt wird dieser Wert durch Erhitzung der

Frischmasse auf 105 °C.

Die 1. Stufe der Vergärung stellt die Hydrolyse dar.

Hier wird die eingesetzte Biomasse enzymatisch in

organische Verbindungen wie Zucker, Aminosäuren

und Fettsäuren gespalten (siehe Kapitel 8: „Vergärungsprozess“).

Die Hydrolyse kann räumlich in

einem separaten Behälter den nachfolgenden Methanisierungsphasen

vorgeschaltet werden, da diese

Phasen bei unterschiedlichen pH-Werten und Reaktionsgeschwindigkeiten

ablaufen.

33


Referenzanlagen

34


Referenzanlagen

Recycling Energie AG

Hersteller der Biogasanlage:

Recycling Energie AG & AAT GmbH

Inbetriebnahmejahr der Biogasanlage: 2011

Abfallbehandlungskapazität:

54.750 t/a

Installierte Leistung:

2.200 MW el.

Schweiz

Biomethanproduktion:

600 Nm³/h

Biogasanlage Recycling Energie AG, Schweiz

Die Recycling Energie AG ist der größte Energie- und Recyclingpark

in der Schweiz!

Das in dieser Anlage produzierte Biogas wird vollständig aus natürlichen

Abfallstoffen gewonnen. Dabei wird bewusst auf den Einsatz

von nachwachsenden Rohstoffen wie Mais verzichtet, damit keine

Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelindustrie entsteht.

Die Anlage wurde 2011 mit 2 BHKWs inklusive einer Anbindung

an das Nahwärmenetz in Betrieb genommen und 2017 mit einer

Gasaufbereitung für 600 m³/h erweitert. Dabei wird das entstandene

Biogas zu Erdgasqualität aufbereitet. Über Erdgasleitungen wird

das Biogas ins Verteilnetz der Regionalwerke Baden eingeleitet.

Dieses Gas steht anschließend allen zur Verfügung, die auch Erdgas

nutzen: Über den Erdgasanschluss lässt sich das Biogas zum

Kochen, Heizen und Autofahren einsetzen. Auch hier schließt sich

ein natürlicher Kreislauf: Das bei der Verbrennung des Biogases

freigesetzte CO 2

wird komplett durch Pflanzen gebunden.

Das bei der Produktion anfallende Gärprodukt wird zu 100 % als

hochwertiger Biodünger an die umliegenden Landwirtschaftsbetriebe

abgegeben. Eine weitere Besonderheit der Anlage ist die

Reinigung des Gärprodukts von Plastikpartikeln.

Mit einer Kapazität von 150 Tonnen Abfall täglich und einem Output

von 17.800 m³ Biogas, das sich täglich in 93 Mwh Energie

in Form von Strom und Nahwärme verwandelt, ist die Anlage ein

beeindruckender Beweis für die erneuerbare Energiegewinnung.

Einsatzstoffe der Biogasanlage

Getrennt gesammelte Bioabfälle 5%

Industrielle & gewerbliche Abfälle 75%

Tierische Nebenprodukte (TNP)

Gülle 20%

Anlagenbetreiber

Recycling Energie AG

Tägerigerstrasse 2

5524 Nesselnbach · Schweiz

Kontakt: David Regez

Telefon: +41 56 2031411

Fax: +41 56 2031419

E-Mail: info@recycling-energie.ch

Internet: www.recycling-energie.ch

Fermentertechnologie: mesophil, Nassvergärung

Gärproduktaufbereitung: Separation

Produzierte Düngemittel: flüssiges Gärprodukt

Anwendung der Gärprodukte: landwirtschaftliche Ausbringung

35


Referenzanlagen

Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH

Hersteller der Biogasanlage:

Bekon GmbH

Inbetriebnahmejahr der

Biogasanlage: 2013

Abfallbehandlungskapazität:

45.000 t/a

Deutschland

Installierte Leistung:

1.054 kW el

Investitionsvolumen:

13,3 Mio. Euro

Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH

Seit dem 1. Januar 2014 werden alle Bioabfälle aus dem Kreis

Steinfurt im Kompostwerk in Saerbeck kompostiert.

Der Bioabfall wird zuerst verwogen. Anschließend wird das Müllfahrzeug

in der Anlieferungshalle entleert. Mit Hilfe eines Radladers

wird der Bioabfall in die Fermenterhalle transportiert. Dort

wird er ebenfalls mittels Radlader mit dem Gärprodukt vermengt,

aufgenommen und in einen der zwölf Fermenter gegeben. Hier

beginnt der erste entscheidende Schritt der Bioabfallbehandlung.

Der Fermenter ähnelt einer großen Garage mit luftdichtem Tor.

Der biologische Prozess in den Fermentern nennt sich Trockenfermentation

oder Trockenvergärung. Mittels Vergärung lässt sich

aus organischem Material Biogas erzeugen. Hierfür sorgen anaerob

(ohne Sauerstoff) lebende Bakterien. Um die richtigen Bakterien

in den Bioabfall zu bekommen, wird dieser mit bereits vergorenem

Material vermischt. Anschließend wird der Fermenter für ca. 30

Tage geschlossen und der Bioabfall kann vergären. Über Sensoren

werden Temperatur, Feuchte und Methangehalt gemessen.

Das produzierte Biogas, das hauptsächlich aus Methan (CH 4

) besteht,

gelangt in einen Zwischenspeicher. Vom Speicher aus gelangt

es in eines der beiden Blockheizkraftwerke, wo das Biogas

zu Strom und Abwärme umgewandelt wird. Ist der anaerobe Abbau

des Bioabfalls abgeschlossen, wird der Fermenter geöffnet. Der

vergorene Bioabfall wird nun mittels Radlader in die Rotteboxen

zum nächsten Verfahrensschritt, der eigentlichen Kompostierung,

transportiert.

Einsatzstoffe der Biogasanlage

Getrennt erfasste kommunale Bioabfälle

(Bio- & Grüngut) 100%

Anlagenbetreiber

Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH

Im Bioenergiepark 3

48369 Saerbeck · Deutschland

Kontakt: Beatrice Daal

Telefon: +49 2574 33998-29

E-mail: beatrice.daal@egst.de

Internet: www.egst.de

Fermentertechnologie: thermophil, Garagenverfahren

Gärproduktaufbereitung: Kompostierung

Produzierte Düngemittel: Kompost, Ammoniumsulfatlösung (ASL)

Anwendung der Gärprodukte: landwirtschaftliche Ausbringung

36


Reference plants

Biogasanlage Rapotín

Hersteller der Biogasanlage:

BioConstruct GmbH

Inbetriebnahmejahr der

Biogasanlage: 2016

Abfallbehandlungskapazität:

30.000 t/a

tschechien

Installierte Leistung:

905 kW el

Investitionsvolumen:

6,7 Mio. Euro

Biogasanlage Rapotín (CZ)

&

Das Biogasprojekt „Rapotín“ wurde durch das tschechische Unternehmen

„IS Environment SE“ entwickelt. Der Bau der Biogasanlage

erfolgte durch BioConstruct in Zusammenarbeit mit der Firma

Moravostav Brno a.s. Die Anlage befindet sich in Rapotín nahe

der Stadt Sumperk (CZ) und wurde im März 2016 in Betrieb genommen.

Die Inputstoffe werden von Supermärkten, Restaurants,

landw. Betrieben oder anderweitigen industriellen Unternehmen

angeliefert. Die Verarbeitungskapazität der Anlage beträgt 30.000 t

p.a. und erzeugt damit eine elektr. Leistung von 905 kW el

. Der erzeugte

Strom wird in das lokale Netz eingespeist, die Wärme wird

als Prozesswärme und für die Beheizung von Gebäuden genutzt.

Die Eingangssubstrate werden in einer Annahmehalle mit Biofilter

entladen, die in zwei Bereiche unterteilt ist: Der erste Bereich ist

für die Annahme von Material ohne Vorbehandlung ausgelegt und

der zweite Bereich für Abfälle, die vorbehandelt werden müssen.

Der Abfallbereich ist mit einer Entpackungsanlage ausgestattet, in

der angelieferte Supermarktabfälle entpackt und zerkleinert werden.

Bei diesem Verfahren werden die organischen Stoffe von an­

organischem Material getrennt, wobei der org. Anteil mit anderen

Flüssigkeiten vermischt und anschließend hygienisiert wird. Das

vorbehandelte Substrat wird daraufhin einer Hydrolyse zugeführt,

in der auch unbehandelte Inputstoffe mit eingeführt werden. Das

homogene Gemisch wird anschließend in die Fermenter gepumpt.

Nach der Fermentation erfolgt eine Trennung des Gärprodukts in

eine flüssige und eine feste Fraktion.

Einsatzstoffe der Biogasanlage

&

Getrennt gesammelte Bioabfälle 5%

Industrielle & gewerbliche Abfälle 33%

Andere

Gemüseabfälle 16%

Küchenabfälle 30%

Verpackte Lebensmittel 16%

Anlagenbetreiber

Biogasanlage Rapotín

Jesenická 210

78814 / Rapotín · Tschechien

Telefon: +42 603 867 296

E-Mail: dvoracek@bioprofit.cz

Internet: www.bioconstruct.de

Fermentertechnologie: mesophil, vorgeschaltete Hydrolyse,

Nassvergärung

Gärproduktaufbereitung: Separation

Produzierte Düngemittel: flüssiges & festes Gärprodukt

Anwendung der Gärprodukte: landwirtschaftliche Ausbringung,

Vermarktung außerhalb der Landwirtschaft, Verbrennung

37


Referenzanlagen

BENC KG – Bio Energie Centrum

Hersteller der Biogasanlage:

NQ Anlagentechnik

Hersteller des Paddle Depacker:

Mavitec Green Energy

Inbetriebnahmejahr der

Biogasanlage: 2000

Deutschland

Abfallbehandlungskapazität:

12.000 t/a

Installierte Leistung:

1.480 kW el.

Entpackung von Lebenmittelabfällen mit dem Paddle Depacker

Seit unserer Gründung im Jahr 1999 haben wir es uns zur Aufgabe

gemacht, wertvolle Energie aus Bioabfällen zu gewinnen und damit

Kommunen, Unternehmen und Privathaushalten eine nachhaltige

Entsorgung ihrer Abfälle zu ermöglichen. Auf diese Weise kann

jeder aktiv zum Klimaschutz beitragen.

Unser Unternehmen produziert auf schonende und umweltfreundliche

Weise nachhaltige Energie aus Abfällen und speist sie in das

Strom- und Fernwärmenetz ein. Diese Energie wird in unserer Biogasanlage

durch die Vergärung von Grünabfällen, Lebensmitteln

und organischen Abfällen gewonnen. Das Material wird durch Erwärmung

hygienisiert und in einem nachgeschalteten Fermentationsprozess

wird Methangas erzeugt, das in Blockheizkraftwerken

in Strom umgewandelt wird. Die erzeugte Energie liefern wir an

Kommunen und Unternehmen in Form von Strom und Wärme.

wurde die Lösung im Paddle Depacker gefunden, der das organische

Material von der Verpackung trennen soll. Der Paddel-Depacker

verwandelt Lebensmittelabfälle in einen organischen Brei und

liefert laut Analysenergebnissen mit weniger als 0,5 % Kunststoffund

Metallverpackungen ein sehr sauberes Ausgangsmaterial, welches

sich hervorragend als Biogassubstrat eignet.

Einsatzstoffe der Biogasanlage

Industrielle & gewerbliche Abfälle

Lebensmittelabfälle 100%

Bedingt durch die deutsche Gesetzgebung suchte BENC nach einer

neuen Art der Entpackung. Zusammen mit Mavitec Green Energy

Anlagenbetreiber

BENC KG – Bio Energie Centrum

Zur Königsmühle 4

86690 Mertingen · Deutschland

Kontakt: Paul Schweihofer

Telefon: +49 9078 968550

Fax: +49 9078 968551

E-mail: info@benc-kg.de

Internet: www.bioenergiecentrum.de

Fermentertechnologie: mesophil, Nassvergärung

Gärproduktaufbereitung: Gritabscheider, Pulper,

Pressschneckenseparator, Paddle Depacker

Anwendung der Gärprodukte: landwirtschaftliche Ausbringung,

Vermarktung außerhalb der Landwirtschaft

38


Referenzanlagen

TTV Bauer

Hersteller der Biogasanlage:

Thöni Industriebetriebe GmbH

Inbetriebnahmejahr der

Biogasanlage: 2018

Abfallbehandlungskapazität:

25.000 t/a

Deutschland

Installierte Leistung:

2.200 kW el

Investitionsvolumen:

Integration in bestehende Anlage

TTV Bad Rappenau - Deutschland

Die im Jahr 1995 in Betrieb genommene Kompostieranlage wurde

2017/2018 bei laufendem Betrieb von einer lnput-Jahresmenge

von 10.000 Tonnen auf 20.000 Tonnen mit vorgeschalteter Vergärungsanlage

ausgebaut.

Nach Anlieferung wird der Bioabfall in einer Annahmehalle

zwischen gelagert und von dort mittels Radlader in die Aufbereitungslinie

gefördert, wo dieser zerkleinert und von Störstoffen

befreit wird. Danach kommt das aufbereitete Material in einen

Aufgabebunker und wird von dort über einen extemen Mischer, in

welchem die Bioabfälle entsprechend homogenisiert werden, mittels

Kolbenpumpe via Wärmetauscher in den Fermenter gefördert.

Das Gärsubstrat verbleibt durchschnittlich 21 Tage im beheizten

Fermenter. Ein langsam laufendes Rührwerk im Inneren des Fermenters

homogenisiert das Gärsubstrat und fördert das Entweichen

des Biogases. Am Ende des Vergärungsprozesses wird das Gärprodukt

mittels Kolbenpumpe zum Vibrationssieb mit nachgeschalteter

Schneckenpresse gepumpt und dort entwässert. Ein Teil des

Presswassers wird direkt zur Befeuchtung des Inputmaterials für

den Fermenter eingesetzt und in den Mischer dosiert. Der Rest gelangt

in zwei Lagerbehälter und wird für die Landwirtschaft genutzt.

Das feste Gärprodukt wird anschließend in zwei Rottetunneln zu

wertvollem Kompost veredelt. Das im Fermenter erzeugte Methan

wird in zwei Gaslagern gespeichert, biologisch entschwefelt und

anschließend im Blockheizkraft verstromt. Der Strom wird ins elektrische

Netz und die Wärme in das Fernwärmenetz der Bauer Holzenergie

eingespeist.

Einsatzstoffe der Biogasanlage

Getrennt erfasste kommunale Bioabfälle

(Bio- & Grüngut) 80%

Grünabfall (Garten- und Parkabfälle) 20%

Anlagenbetreiber

Bauer Kompost GmbH

Heinsheimer Höfe 1 · Deutschland

74906 Bad Rappenau

Kontakt: Marcel Roos

Telefon: +49 7264 95 07-107

Fax: +49 7264 9507-28

E-Mail: m.roos@bauer-biomasse.de

Internet: www.bauer-biomasse.de

Fermentertechnologie: thermophil, Pfropfenstromverfahren

Gärproduktaufbereitunq: Separation, Kompostierung

Produzierte Düngemittel: flüssiges Gärprodukt, festes

Gärprodukt, Kompost

Anwendung der Gärprodukte: landwirtschaftliche Ausbringung,

Vermarktung außerhalb der Landwirtschaft

39


Referenzanlagen

Entsorgungs- & Verwertungs- GmbH Eggertshofen

Hersteller der Biogasanlage:

Wolf System Bau und UTS Biogas

Inbetriebnahmejahr der

Biogasanlage: 1996

Abfallbehandlungskapazität:

18.000 t/a

Deutschland

Installierte Leistung:

1.140 kW e

Investitionsvolumen:

ca. 3 Mio. Euro

Vakuumverdampfer MKR DV4000 3S

Vorgestellte Technik:

Vakuumverdampfer zur Gärproduktaufbereitung

Lieferant: MKR Metzger GmbH

Art des Verdampfers:

Dreistufiger Vakuumverdampfer mit pH-Wert-Anhebung für ASL

Die Biogasanlage der Entsorgungs- & Verwertungs- GmbH Eggertshofen

wurde Ende 2018 um einen Vakuumverdampfer der Firma

MKR Metzger zur Gärproduktaufbereitung erweitert. Vor der Verdampfung

wurde zur Fest-Flüssig-Trennung ein UTS Pressschneckenseparator

installiert. Die Flüssigphase wird über einen Vorlagetank

zum Verdampfer geführt und dort in Wasser, Konzentrat und

ASL-Dünger getrennt. Die Vakuumverdampfung steht für eine sehr

energieeffiziente Aufbereitung. Im dreistufigen Verfahren werden

je eingesetzter MWh Wärme ca. 3,5 m³ Wasser und 200 Liter ASL

erzeugt. Dadurch werden benötigte Lagerkapazitäten verringert,

Transportfahrten für Gärprodukte deutlich verringert und Ausbringverluste

durch ungebundenen Ammoniak minimiert.

Der Verdampfer ist modular aufgebaut und kann bei Bedarf um

zusätzliche Stufen erweitert werden. Möglich sind Gesamtanlagen

von ein bis vier Stufen. Gefertigt sind alle gärproduktberührten Teile

aus Edelstahl, alle Bauteile für Schwefelsäure und ASL sind

komplett in Kunststoff ausgeführt. Der Verdampfer benötigt keine

beweglichen Einbauten und ist mit einer CIP-Anlage für automatische

Reinigungszyklen ausgestattet. Bei Design und Konstruktion

der Anlage liegt das Augenmerk besonders darauf, Wartungsaufwand

und Arbeitszeitbedarf so gering wie möglich zu halten.

Einsatzstoffe der Biogasanlage

Industrielle & gewerbliche Abfälle

Fettabscheider + Flotate 80%

Tierische Nebenprodukte (TNP)

Gülle 10%

Pflanzliche Nebenprodukte 10%

Anlagenbetreiber

Entsorgungs- & Verwertungs- GmbH Eggertshofen

Eggertshofen 1 · 85354 Freising · Deutschland

Kontakt: Michael Pellmeyer (Betreiber),

Michael Köhnlechner (Firma)

Telefon: +49 9091 50 00 0

Fax: +49 9091 50 00 30

E-Mail: info@mkr-metzger.de

Internet: www.mkr-metzger.de

Fermentertechnologie: mesophil, Nassvergärung

Gärproduktaufbereitung: Separation, Vakuumverdampfung

Produzierte Düngemittel: flüssiges & festes Gärprodukt,

Kompost, Wasser, Ammoniumsulfatlösung (ASL)

Anwendung der Gärprodukte: landwirtschaftliche Ausbringung,

Vermarktung außerhalb der Landwirtschaft, Einstreu in Ställen

40


Save the date!

»Aktuelle Vorträge aus der

Branche für die Branche

»Exklusive Workshops

»Leitthemen:

· Zukunftschancen

· Sicherheit

· Effizienz

· Recht

· EEG

· Gärprodukte

· Abfallvergärung

· Innovationen

· Biogas International

Weltweit der größte Treff

der Biogasbranche

November – in jedem geraden Jahr

in Hannover

zusammen mit der Fachmesse:

Dezember – in jedem ungeraden Jahr

in Nürnberg

BIOGAS Jahrestagung & Fachmesse:

Mit

Lehrfahrt zu

Biogasanlagen

Das gesamte Programm und Anmeldung:

www.biogas-convention.com 41


Firmenverzeichnis

Symbolbeschreibung:

Kontinuierliche Nassvergärung

Kontinuierliche Trockenvergärung

Diskontinuierliche Trockenvergärung

Zerkleinerungs- &

Entpackungstechnologien

Trockene Fremdstoffabscheidung

Flüssige Fremdstoffabscheidung

Hygienisierung

Betriebshilfsmittel

Pumpen

Rührwerktechnik

Labor- & Messdienstleistungen

BHKW-Komponenten

Energiehandel & -vermarktung

Graue Symbole stellen Produkte oder Dienstleistungen dar,

die von den Firmen in diesem Verzeichnis angeboten werden

(siehe Übersicht auf der folgenden Seite). Blaue Symbole

stellen Hersteller der spezifischen Fermentertechnologie dar

(kontinuierliche Nassvergärung, kontinuierliche Trockenvergärung,

diskontinuierliche Trockenvergärung).

42


Übersicht des Firmenverzeichnisses

Firma

Seite

1. Komplettanbieter

AAT Abwasser- und Abfalltechnik

GmbH

X X X X 44

BTA International GmbH X X X X X X 45

BioConstruct GmbH X X X X X 46

Thöni Industriebetrieb GmbH X X X X X 47

Envitec Biogas AG X X 48

NQ-Anlagentechnik GmbH X X X X X X X 48

UTS Products GmbH X X X 49

2. Substrataufbereitung

Werner Doppstadt Umwelttechnik

GmbH & Co. KG

X X X X 50

Finsterwalder Umwelttechnik

GmbH & Co. KG

X X X X X 51

Wackerbauer Maschinenbau

GmbH

X X X 51

Mavitec Green Energy B.V. X X X 52

Konrad Pumpe GmbH X X 52

Schaumann BioEnergy GmbH X 53

Tietjen Verfahrenstechnik GmbH X 53

3. Anlagenkomponenten

Biogastechnik Süd GmbH X X X X 54

Erich Stallkamp ESTA GmbH X X X X 55

MKR Metzger GmbH X X 56

NETZSCH Pumpen & Systeme

GmbH

X 56

Onergys GmbH X 57

Fritz Paulmichl GmbH X X X X X X X 57

SUMA Rührtechnik GmbH X 58

UNTHA Deutschland GmbH X 58

4. Service

Awite Bioenergie GmbH X 59

bmp greengas GmbH X 59

Die vorgestellten Firmen sind in vier Kategorien eingeteilt:

1. Anbieter von kompletten Abfallvergärungsanlagen

2. Technologieanbieter für die Aufbereitung von Einsatzstoffen, Substraten

und Gärprodukten (u. a. Zerkleinerung, Entpackung und Abscheidung

jeglicher Fremdstoffe vor, während und nach dem Prozess)

3. Anbieter von anderen Komponenten als Komplettanlagen und

Aufbereitungstechnik (z. B. Behälter, Pumpen, Rührwerke, BHKW)

4. Service und Dienstleistungen wie Beratung, Analysen, Messungen,

(Energie-) Vermarktung

43


Hersteller Schlüsselfertige Anlagen

Biogasanlage Recycling Energie AG, Schweiz

Biogasanlage Stahlbush Island Farm, USA

Zuverlässige Lösungen für wirtschaftlichen Erfolg.

Märkte und Niederlassungen

Welche Motive auch immer zum Bau einer

Biogasanlage führen, letztendlich soll sich

die Investition rentieren. So einfach das Prinzip

der Biogasherstellung ist, es fordert doch

eine komplexe Technik. Und noch mehr: Es ist

spezifisches Know-how gefordert, um den Herstellungsprozess

mit dieser Technik im Griff zu

behalten.

AAT steht in diesem Sinne nicht nur für wegweisende

Technologie im Biogasanlagenbau,

sondern ebensosehr für reibungslos laufende

Anlagen in der Praxis. 1.000 gebaute und

funktionierende Biogasanlagen in 30 Ländern

sind dafür der Beweis. 30 Jahre Erfahrung, eigene

Forschung und Entwicklung sowie an der

Sache hoch interessierte Mitarbeiter sind die

Grundlage für diesen Erfolg

Niedrige Betriebs-, Service- und Wartungskosten

sowie hohe Verfügbarkeit haben Priorität

bei der Konzeption jeder Anlage. Das wird realisiert

durch kunden- und substratorientierte

Planung, durch solide, von AAT selbst entwickelte

Komponenten und praxisstarke Technologien,

durch profundes Wissen und Können

sowie sachkundigen Service. Stellvertretend

für diese Kompetenz sei der von AAT entwickelte

wartungsfreie Fermenter genannt.

Diese Gesamtphilosophie von AAT gibt unseren

Kunden die Gewissheit, nicht nur bahnbrechende

Technologien zu erhalten, sondern

auch zuverlässige Anlagen, die funktionieren

und kostengerecht wirtschaften. Damit sich

die Herstellung von Biogas für unsere Kunden

rundum lange rechnet.

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Biogasanlagen

Pulper

Hygienisierung

Rührwerke

Gasreinigung

Gründungsjahr 1993

Mitarbeiter 10

AAT Abwasser- und Abfalltechnik GmbH

Konrad-Doppelmayr-Str. 17

6960 Wolfurt · Österreich

Kontakt: Ing. Christian Kloser

Telefon: +43 5574 65190-0

Fax: +43 5574 65185-6

E-Mail: office@aat-biogas.at

Internet: www.aat-biogas.at

44


Hersteller Schlüsselfertige Anlagen

5MW el

- Anlage in Zuckerindustrie: AB Group in Bury St. Edmunds, UK.

45.000 t/a Bioabfall, FORM – Anlage in Granollers, Spanien.

Märkte und Niederlassungen

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Biogasanlagen

Pulper

Bio- und Grüngut

Entpackung

Schwergutabscheidung

Gründungsjahr 1984

Mitarbeiter 40

BTA International GmbH

Färberstraße 7

85276 Pfaffenhofen/Ilm

Kontakt: Stephan Schulte

Telefon: +49 8441 8086-100

Fax: +49 8441 8086-190

E-Mail: info@bta-international.de

Internet: www.bta-international.de

Optimierte Lösungen aus einer Hand

Eine effiziente Vorbehandlung und die flexible

Vergärung sind der Schlüssel zum Projekterfolg

für jede Art von Einsatzstoff wie etwa landwirtschaftliche

Reststoffe, Hausmüll, Bioabfall,

gewerbliche organische Abfälle oder auch Energiepflanzen.

Deshalb haben sich in der Agraferm

Gruppe zwei der führenden Akteure der

Biogas Industrie und über 30 Jahre Erfahrung

unter einem Dach zusammengeschlossen:

BTA International ist der führende Spezialist

für die nass-mechanische Aufbereitung jeglicher

Abfälle bis hin zu Hausmüll sowie der

Weiterverarbeitung der gereinigten organischen

Fraktion. Die BTA ® Hydromechanische Aufbereitung

zeichnet sich durch ihre Flexibilität und

ihre leistungsstarke Entfernung von Störstoffen

aus. Dies macht den Betrieb zuverlässig,

minimiert Entsorgungskosten, maximiert die

Biogasausbeute und stellt die Gärrestqualität

sicher. Die Kombination dieser einzigartigen

Vorbehandlung mit einer nachfolgenden Nassvergärung

zur Nutzung der abgetrennten Organik

ist als BTA ® -Prozess bekannt.

Agraferm als Anbieter kompletter Vergärungsanlagen

hat über 15 Jahre Erfahrung im internationalen

Biogasmarkt. Ausgehend vom

deutschen Boom mit Energiepflanzen, entwickelte

Agraferm eine Intensiv-Vergärung ohne

Flüssigkeiten, mit minimaler Rezirkulation von

Prozesswasser und entsprechend minimalem

Fermentervolumen bei gleicher Verweilzeit.

Seither wurde das patentierte Verfahren auf

alle festen Reststoffe wie Stroh, Mist, Hühnerkot

oder Nahrungsmittelabfälle im Allgemeinen

erweitert. Die Kostenreduktion geht dabei

einher mit breiter Einsatzstoff-Flexibilität und

hoher Zuverlässigkeit des Gesamtprozesses.

Agraferm-Projekte wurden von der deutschen

Regierung als „Best Practice“ ausgezeichnet.

Das deutsche Biogas-Messprogramm hob die

Methanproduktivität und den geringen Eigenenergie-Bedarf

hervor.

BTA International und Agraferm entwickeln

ihre Technologien kontinuierlich weiter. Mittlerweile

sind über 120 Projekte in Betrieb.

BTA ® Abfallprojekte verarbeiten jährlich etwa

1,2 Mio Tonnen Organik und produzieren das

Äquivalent von 75 Mio m³ Erdgas. Agraferm hat

Anlagen mit einer Gesamtkapazität von über

450 Mio m³ Biogas pro Jahr errichtet und ist

mit 200 Mio m³ Biogas pro Jahr Marktführer

in Großbritannien. Agraferm errichtete auch

Europas größte Agrar-Biogasanlage mit einer

Verarbeitung von über 300.000 Tonnen Einsatzstoffe

pro Jahr und einer Bereitstellung von

35 Megawatt an Biogas zur Stromerzeugung

und Gaseinspeisung.

Unsere Stärken auf einen Blick:

--

30 Jahre Erfahrung, weltweit 120 Referenzen

--

Nass- und Trocken-Fermentation

--

Nassaufbereitung und Sandabscheidung

--

Qualitätsdünger: Gärrest und Kompost

--

Hoher Wiederverkaufswert der Anlagen

45


Hersteller Schlüsselfertige Anlagen

Ca. 4,98 MW el

anaerobische Vergärungsanlage Imperial Park, UK

Die BioConstruct GmbH hat seit ihrer Gründung

mehr als 290 Anlagen mit einer installierten

Leistung von mehr als 200 MW el

erfolgreich

in Betrieb genommen.

Unser Portfolio an realisierten Projekten

umfasst:

--

landwirtschaftliche Biogasanlagen, die

nachwachsende Rohstoffe einsetzen, sowie

Ko-Fermentationsanlagen mit flüssiger oder

fester Gülle/Mist

--

Anlagen mit schwierigen / komplexeren

Einsatzstoffen wie > 90 % Grassilage, Mist,

Stroh, Schlachthausabfällen, Klärschlamm,

verpackten Speise-/Lebensmittelresten,

Bioabfall etc.

--

Schlüsselfertige, industrielle Abfall- und

NaWaRo-Biogasanlagen der Spitzenklasse

bis 5,1 MW el

--

Biogasanlagen mit mehreren BHKWs

(auch als Satelliten BHKW) und / oder

Biomethan-Aufbereitungstechnologie

--

Hocheffiziente Anlagen mit Wärmekonzepten

für die Industrie, Nahwärmenetze, Gewächshäuser

etc. sowie für Stromversorger

BioConstruct verfügt über weitreichende internationale

Erfahrung durch realisierte Projekte

in Italien, Frankreich, der Tschechischen Republik,

den Niederlanden, der Türkei, Estland,

Lettland, Griechenland, Irland und Großbritannien.

In BioConstruct Biogasanlagen werden ausschließlich

hochwertige Komponenten eingesetzt,

welche für jedes Projekt individuell auf

die Einsatzstoffe und Kundenwünsche ausgerichtet

werden. BioConstruct verfügt über

Blick auf das BioConstruct Firmengelände mit eigener anaerober Vergärungsanlage

eine eigene Steuerungs- und Visualisierungssoftware,

mit der sämtliche Vorgänge auf Ihrer

Biogasanlage gesteuert, überwacht, analysiert

und dokumentiert werden können. Darüber hinaus

verfügt BioConstruct über umfangreiche

Kenntnisse aus der Beteiligung und dem Betrieb

von 21 eigenen Biogasanlagen. Bei allen

Anlagen von BioConstruct wird besonderer Fokus

auf Wartungs- und Bedienungsfreundlichkeit

sowie eine hohe Anlagenverfügbarkeit gelegt.

„Schlüsselfertige Anlagen“ bedeutet für

BioConstruct nicht nur Planung und Bau einer

Biogasanlage, sondern die Begleitung eines

Projektes während seiner gesamten Lebensdauer,

beispielsweise durch Machbarkeitsstudien,

Erstellung von Genehmigungs- und

Planungsunterlagen sowie den Service und die

Wartung Ihrer Biogasanlage.

Kurz gesagt, die Zusammenarbeit mit Bio­

Construct muss nicht mit der Übergabe einer

Anlage enden. BioConstruct versteht sich als

Partner, nicht nur während der Bauphase,

sondern über die gesamte Lebensdauer Ihrer

Biogasanlage.

Märkte und Niederlassungen

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Klärschlamm

Bio- und Grüngut

Tierische Nebenprodukte

Pflanzliche Nebenprodukte

Hydrolyse

Gründungsjahr 2001

Mitarbeiter 100

BioConstruct GmbH

Wellingstr. 66

49328 Melle

Kontakt: Andreas Bröcker

Telefon: +49 5226 5932-0

Fax: +49 5226 5932-11

E-Mail: info@bioconstruct.de

Internet: www.bioconstruct.com

46


Hersteller Schlüsselfertige Anlagen

Thöni Headquarter in Telfs

Dimensionierung des Paddelrührwerkes garantiert

die optimale Durchmischung von inhomogenen

Substraten, wirkt so der Bildung

von Schwimmschichten effizient entgegen und

begünstigt somit eine hohe Biogasausbeute.

Flexibilität und modularer Aufbau der Anlage

erlauben dem Betreiber, problemlos auf neue

Entwicklungen im Abfallmarkt zu reagieren.

Die Entwässerung der Gärprodukte erfolgt

durch Thöni-Schneckenpressen (TSP), die

sich insbesondere durch geringen Energieverbrauch

und Langlebigkeit auszeichnen.

TTV Hochleistungsrührwerk

Märkte und Niederlassungen

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Biogasanlagen

Pfropfenstromvergärung

Gärproduktaufbereitung

Kompostierung

Service und Wartung

Gründungsjahr 1964

Mitarbeiter 600

Thöni Industriebetriebe GmbH

Obermarkt 48

6410 Telfs · Östereich

Kontakt: Peter Scherl

Telefon: +43 5262 6903 538

Fax: +43 5262 6903 8538

E-Mail: peter.scherl@thoeni.com

Internet: www.thoeni.com

Die THÖNI Industriebetriebe GmbH ist ein

österreichischer Anbieter von Biogasanlagen

zur Behandlung von organischen Abfällen

und landwirtschaftlichen Nebenprodukten.

Thöni bietet hocheffiziente Anlagenlösungen

zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-

Verhältnis. Diese Anlagen werden in der Konstruktionsabteilung

geplant und entworfen, die

verfahrensrelevanten Komponenten werden

im firmeneigenen Metallwerk gefertigt. Derzeit

befinden sich Thöni Vergärungsanlagen in Österreich,

Italien, Deutschland, Großbritannien,

Schweden, Bulgarien und Kroatien erfolgreich

in Betrieb.

Abfall rein, Energie raus – Die Trockvergärung

von Thöni (TTV)

Abfall hat enormes Potenzial. Die Thöni Umwelttechnik

erzeugt daraus saubere Energie

und wertvolle Rohstoffe. Die Thöni Trockenvergärung

(TTV) eignet sich ideal zur anaeroben

Behandlung von organischen Abfällen mit einem

hohen Anteil an Störstoffen. Herzstück der

Anlage ist der robuste und störstoffunempfindliche

Pfropfenstromfermenter. Die spezielle

Die Thöni Nassvergärung (TNV)

Kernkomponente der Thöni Nassvergärung

(TNV) ist der Nassfermenter, der mittels einer

speziellen Einbringtechnik mit flüssigen und

festen Inputstoffen kontinuierlich befüllt wird.

Das Thöni TNV Paddelrührwerk eignet sich

speziell für die effiziente Durchmischung von

verschiedensten Inputstoffen mit höherem Trockensubstanzgehalt

und sorgt so für eine hohe

Biogasausbeute.

Das Besondere an Thöni-Biogasanlagen

Robuste Systemtechnik und die betriebssichere

Auslegung sorgen für maximale Verfügbarkeit

und langlebige Anlagentechnik.

--

Hohe System- und Inputflexibilität

--

Betriebseffizienz, niedrige Betriebskosten

und maximale Verfügbarkeit

--

Hohe Biogasausbeute durch effiziente

Rührtechnik

Der Hauptsitz der Thöni Industriebetriebe ist

in Telfs (Tirol). Weitere Standorte befinden sich

in Landeck sowie in Kempten (Deutschland)

und Rovereto (Italien). Neben der Umweltenergietechnik

ist die Thöni-Gruppe in den folgenden

Geschäftsbereichen tätig: Produktion von

Aluminiumprofilen, Automotiv, Anlagen- und

Maschinenbau, Schlauchherstellung.

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Hersteller Schlüsselfertige Anlagen

Märkte und Niederlassungen

Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte

Wertschöpfungskette für die Herstellung von

Biogas ab: Dazu gehören die Planung und der

schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und

Biogasaufbereitungsanlagen sowie deren Inbetriebnahme.

Das Unternehmen übernimmt

bei Bedarf den biologischen und technischen

Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement

sowie die Betriebsführung an.

EnviTec betreibt 74 eigene Anlagen und ist damit

einer der größten Biogasproduzenten Deutschlands.

Die Geschäftstätigkeit umfasst zudem

Die Biogas- und Gasaufbereitungsanlage in Dingzhou (China)

erzeugt 400 Nm³ pro Stunde Biomethan für den Transportsektor

die direkte Vermarktung von aufbereitetem

Biomethan sowie die Strom- und Regelenergievermarktung.

Das Unternehmen ist weltweit in

16 Ländern mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsbüros,

strategischen Kooperationen und

Joint Ventures vertreten. Im Jahr 2018 erzielte

die EnviTec-Gruppe einen Umsatz von 186,8

Mio. Euro und ein EBIT von 10,1 Mio. Euro.

Weltweit beschäftigt die EnviTec-Gruppe derzeit

ca. 430 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist

EnviTec Biogas an der Frankfurter Wertpapierbörse

notiert.

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Biogasanlagen

Service

Wartung

Biomethanaufbereitung

Rohgasreinigung

Gründungsjahr 2002

Mitarbeiter 430

EnviTec Biogas AG

Boschstraße 2

48369 Saerbeck

Kontakt: Anne Selzer

Telefon: +49 2574 8888 0

Fax: +49 2574 8888 800

E-Mail: info@envitec-biogas.de

Internet: www.envitec-biogas.de

Märkte und Niederlassungen

Mit über 500 umgesetzten Projekten in u.a.

Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien

und Slowenien ist die NQ-Anlagentechnik

GmbH einer der führenden Hersteller von Biogasanlagen.

Abfallanlage (1,48 MW el

) mit einem jährlichen Input von

12.000 Tonnen

Mit unseren mehr als 20 Jahren Erfahrung bieten

wir sowohl für den gewerblichen als auch

für den landwirtschaftlichen Bereich ein innovatives

Portfolio an Anlagen zur Vergärung

von Abfällen und landwirtschaftlichen Beiprodukten.

Durch eine Kombination aus hochwertigen,

praxiserprobten Komponenten und

verlässlichen, kundenorientierten Konzepten

sind unsere Anlagen sehr langlebig und effizient.

Die hauseigene Genehmigungsplanung,

Projektleitung, Warenlager, Elektroservice,

Metallbearbeitung und Montage-Team ermöglichen

es uns, nahezu alle Elemente unserer

Anlagen selbst zu planen, zu fertigen und zu

installieren. Unsere in Bayern ansässige Firma

verfügt zudem über eine Service-Hotline, die

24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahre zur

Verfügung steht.

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Biogasanlagen

Hygienisierung

Projektleitung

Rührwerktechnik

Genehmigungsplanung

Gründungsjahr 2003

Mitarbeiter 65

NQ-Anlagentechnik GmbH

Pflegweg 13

86733 Alerheim - Rudelstetten

Kontakt: Christian Quirrenbach

Telefon: +49 9085 96 00 3-0

Fax: +49 9085 96 00 3-901

E-Mail: info@nq-anlagentechnik.de

Internet: www.nq-anlagentechnik.de

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Hersteller Schlüsselfertige Anlagen

Märkte und Niederlassungen

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Biogastechnik

Separatoren

Rührtechnik

Pumptechnik

Gärproduktaufbereitung

Gründungsjahr 2009

Mitarbeiter 200

UTS Products GmbH

Oestinghausener Str. 12

59510 Lippetal

Kontakt: Donato Cristaldi

Telefon: +49 2923 61094-0

Fax: +49 2923 61094-100

E-Mail: products@uts-biogas.com

Internet: www.uts-products.com

PSM Rührwerk – innovative und

hocheffiziente Rührtechnik

Die UTS Products GmbH ist ein in Deutschland

ansässiges Unternehmen, welches innovative

Technik für die Biogas-, Agrar-, Lebensmittel-

und Abwasserindustrie herstellt. UTS

ist eine Tochter der Anaergia Inc., einem der

Weltmarktführer bei der Lösung von Abfallproblemen

durch die Rückgewinnung von Energie,

Wasser und Düngemitteln aus nahezu jedem

Abfallstrom. Mit mehr als 1.600 ausgerüsteten

Biogasanlagen kann die UTS auf zahlreiche

Projekte zur erfolgreichen Abfallvergärung

zurückblicken. Ob intelligente Rührwerkstechnik,

die sich an die Bedingungen in der Biogasanlage

anpasst, ausgereifte Pumptechnik,

Separatoren für unterschiedlichste Anwendungen

oder – ganz neu – die NRScompact, eine

Anlage zur Gülle- und Nährstoffaufbereitung.

Bei UTS finden Sie zahlreiche Produkte, die

Sie dabei unterstützen, das Maximum aus lhrem

Betrieb herauszuholen.

Gut zu wissen!

Die Fachverband Biogas service GmbH kümmert sich um die Organisation

und Durchführung von Schulungen und Fachveranstaltungen. Wir bieten

Beratungsangebote im Bereich der Energieerzeugung durch Biogasanlagen

für Hersteller, Dienstleister und Betreiber an.

Unser aktuelles Veranstaltungsangebot finden Sie unter:

www.service-gmbh.biogas.org

Aktuelle

Branchenthemen:

eeG, Ausschreibungen,

zukunftsoptionen, sicherheit,

Düngerecht u.v.m.

sPReCHen sie

uns An!

© Fotolia_Countrypixel

Fachverband Biogas Service GmbH

Angerbrunnenstr. 12

85356 Freising

0049 8161 / 984660

service-gmbH@biogas.org

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Substrataufbereitung

Aufgabematerial

Feststoffphase

Flüssigphase

Querschnitt der Doppstadt Schneckenpresse mit Mischtrichter

Die Doppstadt-Gruppe bietet ein breites Sortiment

an Recyclingmaschinen zum Zerkleinern,

Sieben, Mischen und Trennen unterschiedlichster

Stoffströme an. Die Doppstadt Schneckenpresse

DSP 205 dient dem Aufschluss

und der Fest-Flüssig-Trennung von verpackten

Bioabfällen und Lebensmittelabfällen für eine

anschließende Nutzung in einer Biogasanlage.

Bei der Verarbeitung durch die DSP 205

wird die bioverfügbare organische Fraktion

des Einsatzmaterials in der flüssigen Phase

konzentriert. Diese hat einen hohen Trockensubstanzgehalt

und sorgt somit für eine hohe

Raumbelastung des Fermenters und hohe Biogasausbeute.

Das Gärprodukt bedarf keiner

weiteren Aufbereitung und entspricht bereits

den Grenzwerten der DüMV. Die produzierte

Feststofffraktion kann vor der Verbrennung biologisch

getrocknet werden. Der Durchsatz der

Schneckenpresse liegt bei durchschnittlich 8

bis 12 t/h. Je nach Einsatzmaterial liegt das

Maximum bei bis zu 20 t/h.

Die Maschine besteht aus einem Aufgabetrichter

mit zwei gegenläufigen Mischschnecken,

der eigentlichen Schneckenpresse und optionalen

Transporteinrichtungen wie dem Förderband

für die Feststoffe oder der Pumpe für das

flüssige Produkt. Haushalts- und Küchenabfälle

in Säcken oder überlagerte Lebensmittel in

separaten Produktverpackungen können über

Radlader oder Bagger direkt in den Trichter geladen

werden. Zwischen den Mischschnecken

im Trichter wird die Verpackung durch Scherkräfte

geöffnet, ohne dass ein zusätzlicher Zerkleinerungsschritt

erforderlich ist. Auf diese

Weise wird eine unnötige Korngrößenreduktion

des Verpackungsmaterials vermieden. Die

Flüssigphase, die während der folgenden Fest-

Doppstadt Schneckenpresse mit Feststofffraktion

Flüssig-Trennung gewonnen wird, ist somit besonders

sauber und frei von Kunststoffteilen.

Die Pressschnecke ist so dimensioniert, dass

sie massive Feststoffe mit einem Außendurchmesser

von bis zu 80 mm toleriert. Vorzerkleinern

und Vorsortieren ist daher in der Regel

überflüssig. Die Festkörper agglomerieren sich

in der Kompressionszone unmittelbar vor dem

mitrotierenden Kegel. Dieser öffnet sich in

festgelegten Intervallen beziehungsweise bei

steigendem Prozessdruck, um die Verunreinigungen

auszutragen. Der Konus rotiert, um die

Reibung zwischen dem Material und dem Austrittsspalt

zu reduzieren. Dies ermöglicht einen

höheren Durchsatz, reduziert den Energiebedarf

und verhindert Blockaden, da der Austragsspalt

immer in Bewegung gehalten wird.

Dank dieser Resistenz gegenüber festen Verunreinigungen

und der Redundanz der Input-

Vorbehandlung sowie der Gärprodukt-Nachbehandlung

eignet sich die Maschine besonders

bei Erweiterung einer bestehenden Anlage um

eine Co-Fermentation. Sie stellt eine einfache,

robuste Lösung dar, die wenig Peripherie bedarf.

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Märkte und Niederlassungen

Zerkleinerung

Siebung

Windsichtung

Pressschnecke

Schwimm-Sink-Trennung

Gründungsjahr1965

Mitarbeiter 600

Werner Doppstadt Umwelttechnik GmbH

Steinbrink 13 ∙ 42555 Velbert

Kontakt: Arndt Bachmann

Telefon: +49 2052 889-655

Fax: +49 2052 889-157

E-Mail: arndt.bachmann@doppstadt.de

Internet: www.doppstadt.com

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Substrataufbereitung

Märkte und Niederlassungen

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Biogasanlagen

Hygienisierung

Bio- und Grüngut

Entpackung

Schwimm-Sink-Trennung

Gründungsjahr 1997

Mitarbeiter 12

Finsterwalder Umwelttechnik GmbH

& Co. KG

Mailinger Weg 5

83233 Bernau a. Chiemsee

Kontakt: Tobias Finsterwalder

Telefon: +49 8051 965910-0

Fax: +49 8051 965910-20

E-Mail: info@fitec.com

Internet: www.fitec.com

Nassvergärung BGA Rothmühle, 25.000 t/a Bio- und Grüngut

Finsterwalder Umwelttechnik GmbH & Co. KG

ist ein Unternehmen, das sich seit 20 Jahren

mit der Entwicklung von Prozessen und

Maschinen zur Verwertung von organischen

Abfällen in Biogasanlagen beschäftigt. Wir

betreiben seit 19 Jahren am Firmenstandort

eine Biogasanlage zur Vergärung von Speiseabfällen

und verpackten Lebensmitteln und

sind dadurch mit den täglichen Aufgabenstellungen

vertraut. Unsere erprobten und

extrem robusten Komponenten zur Vorbehandlung

von organischen Abfällen (Speisereste,

verpackte Lebensmittel, Bioabfälle),

zum kontinuierlichen Störstoffaustrag aus

Fermentern oder zum Pumpen von abrasiven

und hochviskosen Materialien verbessern die

betrieblichen Abläufe und reduzieren so die

Betriebskosten.

Wir können sowohl Teilsysteme als auch Gesamtsysteme

aus Modulen individuell auf Kundenansprüche

zusammenstellen und dadurch

optimale Lösungen finden. Zahlreiche Referenzprojekte

in vielen Länder der Welt belegen

die Zuverlässigkeit und hohe Effizienz unserer

Technologie.

Märkte und Niederlassungen

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Zerkleinerung

Siebung

Windsichtung

Entpackung

Schwergutabscheidung

Gründungsjahr 1938

Mitarbeiter 25

Wackerbauer Maschinenbau GmbH

Wernher-von-Braun-Str. 7

84539 Ampfing

Kontakt: Claudia Wackerbauer

Telefon: +49 8636 9838-0

Fax: +49 8636 9838-38

E-Mail: info@wackerbauer.net

Internet: www.wackerbauer.net

Wackerbauer – Innovative Technik für

die Verarbeitung von Bioabfall

Trennmühle TM 75

2009 entwickelt und in nur zehn Jahren 65

Installationen weltweit

--

Bayerischer Staatspreis 2013

--

gebrauchsmustergeschützt

--

Durchsatzleistung: ca. 25 m 3 /h

Die Trennmühle arbeitet nach einem eigens

entwickelten Prinzip, das verschiedene Verfahren

(mechanische Entpackung, Mahlen der

Biomasse zu Substrat, Abtrennen und Auswaschen

der Störstoffe, mechanischer Transport

der schweren Störstoffe zum Auswurf und

Trennmühle

Wackerbauer

TM75

Windsichtung der Leichtfraktionen) in einer

Maschine vereinigt. Die entpackte und von

den Störstoffen befreite Biomasse wird durch

die Mahlschläger und das Mahlsieb zerkleinert

und fließt in den Substratbehälter, aus dem sie

direkt abgepumpt werden kann. Die Störstoffe

werden ausgeworfen. In den Auswurfschacht

ist eine Pressschnecke integriert, die die noch

in den Störstoffen befindlichen Flüssigkeiten

auspresst. Neben den von Hand einstellbaren

Grundmengen an Flüssigkeiten, die für die Regulierung

des TS-Gehaltes des Substrates nötig

sind, reguliert die Trennmühle die Wasser- und

Materialzufuhr selbst.

51


Substrataufbereitung

Märkte und Niederlassungen

Mavitec Green Energy ist ein niederländisches

Unternehmen für Prozesstechnologie, das in

der Lebensmittel- und Abfallrecyclingbranche

tätig ist. Wir konstruieren, produzieren und installieren

hochwertige Anlagen auf effiziente

und kostengünstige Weise, die auf die Bedürfnisse

unserer Kunden zugeschnitten sind.

Maximieren Sie den Wert Ihrer Abfälle! Verwandeln

Sie Ihre Supermarkt-, Restaurantund

Hotel-Abfälle in die sauberste Bio-Suppe

(weniger als 0,5 % Verschmutzung).

Mavitec Paddle Depacker

Wir sind spezialisiert auf Recycling- und Entpackungslösungen

für Lebensmittelabfälle

mit höherer Trennleistung. Unsere Maschinen

sind so konzipiert, dass sie das organische

Material von der Verpackung trennen und eine

saubere organische Leistung liefern, die sich

hervorragend für Biogasanlagen eignet. Wir

liefern hochwertige Maschinen mit minimalem

Wartungsaufwand und niedrigen Betriebskosten:

Entpackungseinheiten, Größenänderung,

komplette schlüsselfertige Projekte zur Behandlung

von Lebensmittelabfällen.

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Bio- und Grüngut

Entpackung

Fütterungstechnik

Lebensmittel-Recycling

Zerkleinerung

Gründungsjahr 2002

Mitarbeiter 10

Mavitec Green Energy B.V.

Galileistraat 32

Heerhugowaard · Niederlande

Kontakt: Pascal Albers

Telefon: +31 72574 5988

Fax: +31 72574 5548

E-Mail: info@mavitec.com

Internet: www.mavitecgreenenergy.com

Märkte und Niederlassungen

Konrad Pumpe GmbH verfügt seit mehr als

20 Jahren mit weit über 3.000 ausgelieferten

Schneckensträngen und Dosieranlagen über

Erfahrung im Bereich der Biomasse-Lagerung,

-Aufbereitung und -Dosierung. Unsere Produkte,

die ausschließlich in unserem Hause konstruiert

und gefertigt werden, sind von bester

Qualität und beweisen unsere Leistungsfähigkeit.

Die Dosieranlagen aus Edelstahl mit einem

Vorlagervolumen von 2,5 bis 270 m 3 sind

speziell entwickelt, um schwierigste Substrate

wie 100 % Mist und Grassilage, Schlacht- und

Zwei Feststoffdosierer Typ BIG-Mix mit je 118 m 3 Volumen

verpackte Lebensmittelabfälle zu verarbeiten.

Mit einem Kundenservice an 7 Tagen pro Woche

und eigens ausgebildeten und geschulten

Mitarbeitern sind 100 % der Ersatzteile in

kürzester Zeit und Sonderanfertigungen und

-bauteile kurzfristig lieferbar. Wir sind bemüht,

unsere Produkte ständig zu verbessern und stehen

Anregungen und Wünschen offen gegenüber.

Als Kunde sind Sie jederzeit willkommen,

unseren Betrieb zu besichtigen, um sich ein

Bild unserer Leistungsfähigkeit zu machen.

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Biogasanlagen

Zerkleinerung

Bio- und Grüngut

Tierische Nebenprodukte

Pflanzliche Nebenprodukte

Gründungsjahr 1830

Mitarbeiter 60

Konrad Pumpe GmbH

Schörmelweg 24

48324 Sendenhorst

Kontakt: Stefan Pumpe

Telefon: +49 25 26 93 29 -0

Fax: +49 25 26 93 29 -25

E-Mail: info@pumpegmbh.de

Internet: www.pumpegmbh.de

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Substrataufbereitung

Märkte und Niederlassungen

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Bio- und Grüngut

Tierische Nebenprodukte

Pflanzliche Nebenprodukte

Gärproduktaufbereitung

Betriebshilfsmittel

Gründungsjahr 2007

Mitarbeiter 38

Schaumann BioEnergy GmbH

An der Mühlenau 4

25421 Pinneberg

Kontakt: Dr. Jörg Winkelmann

Telefon: +49 4101 218-5400

Fax: +49 4101 218-5499

E-Mail: info@schaumann-bioenergy.eu

Internet: www.schaumann-bioenergy.eu

Kontinuierliche BG-Modell-Anlage mit 36 Fermentern

Schaumann BioEnergy bietet Know-how und

maßgeschneiderte Zusatzstoffe für jeden Biogas-Anlagentyp

und jedes Substrat – von der

landwirtschaftlichen NawaRo-Anlage bis zur

industriellen Reststoffanlage. Die intensive

Forschungs- und Entwicklungsarbeit bildet die

Grundlage der Produktprogramme. Mit der ISF

Schaumann Forschung stehen ein Technikum

und Laboreinrichtungen zur Verfügung. Seit

2009 betreibt Schaumann BioEnergy eine eigene

750-kW-Anlage mit zwei parallelen Gärstrecken,

um vergleichende Untersuchungen

im Praxismaßstab durchführen zu können.

Das Portfolio von Schaumann BioEnergy umfasst

Spurenelementmischungen, verschiedene

spezifische Zusätze zur Verringerung der

Hemmwirkung, Enzyme und spezielle Siliermittel

für Biogassilagen.

Fundament höchster Produktqualität und ausgezeichneter

Innovationen ist unser Spezialisten-Netzwerk

– von der Laboranalytik über

Vor-Ort-Messungen bis zu Fachgutachten, von

Bakterienpräparaten über Spurenelement-

Chelate bis zu spezifischen Enzym-Cocktails.

Märkte und Niederlassungen

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Zerkleinerung

Vermahlung

Bioabfall-Recycling

Entpackung

Fütterungstechnik

Effiziente Trennung von organischen und nicht organischen

Abfällen

Gründungsjahr 1959

Mitarbeiter 51

Tietjen Verfahrenstechnik GmbH

Vor der Horst 6

25458 Hemdingen

Kontakt: Lars Weiß

Telefon: +49 4106 6333-0

Fax: +49 4106 81444

E-Mail: info@tietjen-original.com

Internet: www.tietjen-original.com

TIETJEN – FÜR JEDE AUFGABE DIE RICHTIGE ANLAGE

Gute Lösungen brauchen Erfahrung und Innovation.

Seit 1959 entwickelt und fertigt die Tietjen

Verfahrenstechnik GmbH Zerkleinerungs- und

Trennsysteme für verschiedene Biomassen.

Mit dem DRM-System bietet Tietjen ein kosteneffizientes

Anlagendesign zur Gewinnung

von Organik aus Bioabfall aus einer Hand. Das

innovative Konzept erlaubt im Unterschied zu

herkömmlichen Prozesstechniken bereits am

Anfang der Materialaufbereitung die präzise

Trennung der organischen Stoffe von allen

Fremdstoffen, wie z.B. Plastikverpackungen.

Die zerkleinerte und durchmischte Organik

lässt sich danach energetisch und stofflich

optimal verwerten, während die Fremdstoffe

sortenrein einer thermischen Verwertung zugeführt

werden können.

53


Anlagenkomponenten

Firmengebäude

Die Firma Biogastechnik Süd stellt seit 2002

ein breites Sortiment an Komponenten für

Biogasanlagen her. Angefangen haben die Geschäftsführer

Clemens und Gregor Maier 1999

mit einer eigenen Biogasanlage auf ihrem gemeinsam

bewirtschafteten Hof. Unzufrieden

mit der Leistung des Rührwerks optimierten sie

die Anlage mit einem eigenen Paddelrührwerk.

Die hohe Effizienz des neuen Paddelrührwerks

sprach sich schnell herum und schon bald verkauften

Gregor und Clemens Maier ihr Paddelrührwerk

Varibull deutschlandweit.

Gregor und Clemens Maier arbeiteten ständig

daran, die Technik für Biogasanlagen weiter zu

verbessern. In rascher Reihenfolge erfanden,

entwickelten und konstruierten sie u. a. die

Einbringtechnik Easyfeeder, den Pressschneckenseparator

Sepogant, das Tauchrührwerk

Varipeller und die für die Güllevergärung optimierte

Kleinbiogasanlage Güllewerk.

Mit der bisher wohl größten auf dem Heslerhof

entwickelten Anlage, der Gärrestverdampfung

Vapogant, möchten die Brüder Clemens und

Gärrestverdampfung Vapogant

Gregor Maier Landwirten helfen, Kosten bei

der Gärproduktelagerung und bei den Fahrten

zur Ausbringung der Biogasprodukte auf das

Feld zu sparen.

Die Gärrestverdampfung Vapogant bereitet

das Gärprodukt der Biogasanlage soweit auf,

dass ein nutzfähiger, konzentrierter Dünger

mit reduziertem Wasseranteil entsteht. Wir

entziehen dem Gärprodukt durch Vakuumverdampfung

mit der Abwärme des BHKWs einen

Großteil des Wassers. Gleichzeitig wird flüchtiger

Stickstoff gebunden, so dass Verluste beim

Ausbringen minimiert werden und der Stickstoff

in Form von Ammoniumsulfat-Lösung

(ASL) zur Verfügung steht. Ziel ist es, mit der

verfügbaren Abwärme 100 % der Gärprodukte,

die in der Biogasanlage entstehen, einzudicken

bzw. zu veredeln. Das gelingt durch eine

sehr hohe Verdampfungsleistung von 2,5 Liter

pro kW thermische Leistung. Dies entspricht

bei einer Anlagengröße von 500 kW thermisch

einer Volumenreduktion von ca. 10.000 m³ pro

Jahr. Die Anlage ist in einer Modulgröße von

400 kW oder 500 kW erhältlich.

Märkte und Niederlassungen

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Gülle

Pressschnecke

Service

Rührwerktechnik

Gärproduktaufbereitung

Gründungsjahr 2002

Mitarbeiter 50

Biogastechnik Süd GmbH

Am Schäferhof 2

88316 Isny

Kontakt: Maik Schischka

Telefon: +49 7562 97085-40

Fax: +49 7652 97085-50

E-Mail: info@biogastechnik-sued.de

Internet: www.biogastechnik-sued.de

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Anlagenkomponenten

Glycerin-Fermenter aus Edelstahl

Edelstahldachmontage für Glycerintank

Märkte und Niederlassungen

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Biogasanlagen

Gülle

Klärschlamm

Pressschnecke

Rührwerktechnik

Gründungsjahr 1973

Mitarbeiter 230

Erich Stallkamp ESTA GmbH

In der Bahler Heide 4

49413 Dinklage

Kontakt: Benjamin Budde

Telefon: +49 4443 9666-0

Fax: +49 4443 9666-60

E-Mail: info@stallkamp.de

Internet: www.stallkamp.de

Hochwertiger Edelstahl gegen Korrosion

Als Spezialist für die Konstruktion, Fertigung

und Montage hochwertiger Edelstahl-Produkte

wie Behälter, Pumpen, Rührwerke und Separatoren

ist Stallkamp seit 1973 kompetenter Partner

für die Landwirtschaft, Biogasbranche und

Abwasserindustrie. Das breit gefächerte Sortiment

wird heute weltweit erfolgreich eingesetzt.

Fermenter für Biowaste

Biowaste hat häufig spezifische pH-Werte, die

unter Erwärmung während des Fermentationsprozesses

aggressiv auf den Fermenter sowie

die Komponenten wirken. Korrosion hat häufig

Instandsetzungsarbeiten und Reparaturkosten

zur Folge. Daher baut Stallkamp Fermenter aus

Edelstahl. Damit ist das Thema Korrosion erledigt

und der Fermenter für einen langlebigen

Einsatz gerüstet.

Der komplette Fermenter

Allein die Edelstahlbleche bringen keinen Fermentationsprozess

zustande. Doch mit Heizung,

Isolierung, Doppelmembrandach oder

wahlweise einem isolierten Edelstahldach liefert

Stallkamp den kompletten Fermenter.

Fermenterinnenleben

Darüber hinaus produziert Stallkamp Pumpund

Rührwerkstechnik für den zuverlässigen

Einsatz im Fermenter oder Gärproduktlager.

Die Tauchmotorrührwerke haben eine besonders

effiziente Rührleistung, weil sie bei

geringer Stromaufnahme eine große Umwälzmenge

erreichen. Sie sind sowohl in der Standardausführung

als auch in Volledelstahl bzw.

mit Keramikbeschichtung erhältlich, um der

Korrosion durch Biowaste zu trotzen. Im Bereich

der Pumptechnik reicht das Portfolio von

Tauchpumpen über Verdrängerpumpen (Drehkolbenpumpen,

Exzenterschneckenpumpen)

bis hin zu Langwellenpumpen.

Separationstechnik

Am Ende des Fermentationsprozesses steht

der Anfang der Gärproduktaufbereitung. Dazu

eignen sich die Pressschnecken-Separatoren

von Stallkamp zur Trennung von Feststoffen

und Flüssigkeiten. Die zu separierenden Gärprodukte

werden in einen Edelstahl-Siebkorb

gefördert, wo eine gepanzerte Pressschnecke

das Sieb permanent von innen reinigt. Dadurch

fließt die Flüssigkeit durch das Sieb ab und der

Feststoff wird Richtung Auswurf transportiert.

Der einstellbare Gegendruck regelt die gewünschte

Trockenheit des Feststoffes.

Erprobte Anwendungen

Die Separatoren sind bereits in vielfältigen

Industrie- und Abfallanlagen zum Einsatz gekommen,

wie diese Beispiele zeigen:

--

Lebensmittelindustrie: Abpressen von

Kartoffelschlämpe

--

Abfallanlage: Abpressen von Gärprodukten

aus der Speiseeisfermentation

--

Brauereien: Abpressen von Pülpe

--

Kläranlagen: Abpressen von Klärschlämmen

--

Papierindustrie: Abpressen von Papierabwässern

55


Anlagenkomponenten

Märkte und Niederlassungen

Als Familienunternehmen in zweiter Generation

bieten wir seit 2010 Vakuumverdampfer

für die Aufbereitung von Gärprodukten an und

können dafür auf über 25 Jahre Erfahrung aus

der industriellen Flüssigkeitsaufbereitung zurückgreifen.

Alle Kernkomponenten werden

am Standort Monheim hergestellt.

Über unser Servicenetzwerk sind kurzfristige

Serviceleistungen jederzeit sichergestellt. Mit

den Baureihen RT und DV decken wir eine

große Bandbreite an Gärprodukten ab. Die

Verdampfer können flexibel betrieben werden,

Dreistufiges Verdampfersystem DV1 000

sind modular aufgebaut und nachträglich erweiterbar.

Bei einer Wärmeabnahme von 190

bis 600 kW und einer Destillatleistung von

bis zu 4,4 l / kWh kann dem Gärprodukt bis zu

70 % Wasser entzogen werden. Gleichzeitig

werden bis zu 80 % des Ammonium-Stickstoffs

in eine Ammoniumsulfatlösung (ASL)

überführt und ein geruchfreies, einleitfähiges

Destillat erzeugt.

Bereits über 25 Verdampfer belegen unsere

Leistungsfähigkeit. Gerne sind wir auch Ihr

Partner in der Gärproduktaufbereitung.

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Service

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und Wartung

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Flexible

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Abwärmenutzung

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Stickstoffreduzierung

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ASL-Herstellung

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Gärproduktreduzierung

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Gründungsjahr 1990

Mitarbeiter 55

xMKR Metzger GmbH

xRappenfeldstraße 4

x 86653 · x Monheim

Kontakt: x Michael Köhnlechner

Telefon: x +49 9091 5000-0

Fax: x +49 9091 5000-30

E-Mail: x info@mkr-metzger.de

Homepage: Internet: www.mkr-metzger.de

x

Märkte und Niederlassungen

NETZSCH Produktgruppe in der Biogasproduktion: NEMO ®

Exzenterschneckenpumpe, TORNADO ® Drehkolbenpumpe

sowie die Zerkleinerer N.Mac ® und M.Ovas ® .

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Biogasanlagen

Gülle

Zerkleinerung

Fütterungstechnik

Rührwerktechnik

NETZSCH – Experten für Pumpenlösungen

Die Einsatzmöglichkeiten der NEMO ® Exzenterschneckenpumpen,

TORNADO ® Drehkolbenpumpen

sowie der Zerkleinerungssysteme

reichen von Mischen, Fördern bis hin zum Zerkleinern.

Zu Beginn des Prozesses beschickt die B.Max ® -

Mischpumpe die Fermenter mit einem Gemisch

aus trockenen und flüssigen Substraten.

Die Fermentation verläuft bei einem Trockenmassegehalt

von ca. 5 – 15 %. Anschließend

wird das vorvergorene Substrat in den Nachfermenter

gefördert, wo durch die verlängerte

Verweildauer der Substrate im Prozess weiteres

Biogas gewonnen wird. Die NEMO ® Exzenterschneckenpumpe

kann hier durch Umkehr der

Förderrichtung zur Flexibilisierung der Anlage

beitragen. Sie fördert auch bei höheren Feststoffgehalten

Substrate und Rezirkulat sicher

zwischen den verschiedenen Behältern. Durch

ein vorgeschaltetes Zerkleinerungssystem

kann eine zusätzlich höhere Gasausbeute erzielt

werden.

Gründungsjahr1952

Mitarbeiter 2000

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH

Geretsrieder Straße 1

84478 Waldkraiburg

Kontakt: Michael Groth

Telefon: +49 8638 63-1010

Fax: +49 8638 63-2333

E-Mail: Info.nps@netzsch.com

Internet: www.pumps.netzsch.com

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Anlagenkomponenten

Märkte und Niederlassungen

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BHKW

Motorenteile

Biogas-Zündkerzen

BHKW-Ersatzteile

Original & OEM

Gründungsjahr 2013

Onergys GmbH

Nordwall 39

47608 Geldern

Telefon: +49 2831 12158-0

Fax: +49 2831 12158-99

E-Mail: info@onergys.de

Internet: www.onergys.de

www.ONERGYS.de – Ihr Fachhandel für originale

BHKW-Ersatzteile und Zubehör. Unser

täglich wachsendes, preisgünstiges Angebot

an BHKW-Ersatzteilen und Zubehör für Ihr

Blockheizkraftwerk erstreckt sich von A wie

Anlasser bis Z wie Zündkerze.

Neben einer umfangreichen Lagerhaltung für

ORIGINALTEILE bietet ONERGYS weiter OEM-

Ersatzteile und eine hochwertige Eigenmarke

an. ONERGYS bietet Ihnen neben fachkundiger

Beratung durch langjährige BHKW-Experten ein

umfassendes Angebot an Zündkerzen (Denso,

Beru, FederalMogul, Bosch, Jenbacher, MWM,

2G, Champion, Deutz) und Filtern (UPF, Luft-,

Öl-, Gasfilter), das Ihnen bei höchster OE-

Qualität ein enormes Sparpotential bietet. Als

offizieller Vertriebspartner gehören MANN-

FILTER ebenfalls zu unserer Produktpalette

auf www.onergys.de. Als registrierter Kunde

oder Key-Account (Wiederverkäufer) erhalten

Sie im Mitgliederbereich günstige Bestpreise!

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Märkte und Niederlassungen

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Biogasanlagen

Gülle

Heiztechnik

Entpackung

Rührwerktechnik

Gründungsjahr1907

Fritz Paulmichl GmbH

Kisslegger Str. 13

88299 Leutkirch

Kontakt: Eugen Schmidinger

Telefon: + 49 7563 912 479-0

Fax: + 49 7563 8012

E-Mail: info@paulmichl-gmbh.de

Internet: www.paulmichl-gmbh.de

Biogasanlage Yanquetruz, San Luis Province, Argentinien

Die Firma Fritz Paulmichl GmbH bietet seit

vielen Jahren hochwertige Komponenten für

Biogasanlagen. Ob Neuausrüstung, Anlagenerweiterung

beziehungsweise -optimierungen,

seit vielen Jahren wird die zuverlässige

Technik geschätzt. Deshalb zählen neben Anlagenbetreibern

auch Anlagenhersteller und

Forschungseinrichtungen zu unseren Kunden.

Langlebigkeit und komfortable Bedienung

sind weitere Merkmale unserer Komponenten.

Unsere Großflügelrührwerke Mammut,

Multimix und MaMix werden wegen ihrer

Rührleistung mit großer Zufriedenheit speziell

beim Repowering, großen Behältern und

wechselnden Füllständen weltweit eingesetzt.

Die individuelle Einbaumöglichkeit garantiert

eine zuverlässige Homogenisierung in allen

Behältervarianten. Zum Lieferprogramm gehören

u.a. Pump- und Separationstechnik für

die verschiedensten Einsatzvarianten.

Die visuelle Kontrolle ist Grundvoraussetzung

für einen sicheren Anlagenbetrieb. Exakt für

diesen Einsatz wurden die PAULMICHL-Panoramaschaugläser

entwickelt.

57


Anlagenkomponenten

Märkte und Niederlassungen

SUMA entwickelt und produziert seit 1957

Rührwerke für eine Vielzahl von Anwendungen

und Branchen. Unsere Stabrührwerke und

Tauchmotorrührwerke für Biogas sind speziell

für den Einsatz im Fermenter, Nachgärer,

Endlager sowie in Vorgruben konzipiert. Dank

unserer Produkte können wir die optimale Temperatur-

und Nährstoffverteilung sicherstellen.

Bis heute hat SUMA über 94.000 Rührwerke

produziert und weltweit installiert. Unser Leistungsanspruch,

unser Fachwissen und unsere

Rühren muss

effektiv, effizient

und nachhaltig

sein.

Erfahrung in Verbindung mit unserer hausinternen

Fertigungs- und Produktionsstätte

machen es uns möglich, den Marktanforderungen,

Industriestandards und technischen

Normen gerecht zu werden. Grundlage für all

unser Handeln ist dabei stets das konsequente

Streben nach höchster Qualität.

Unser Ziel ist es, die Bedürfnisse unserer Kunden

konsequent zu erfüllen und deshalb können

wir zufrieden behaupten:

ANDERE RÜHREN – WIR LÖSEN.

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Rührwerktechnik

Biogasanlagen

Klärschlamm

Gülle

Gründungsjahr 1957

Mitarbeiter 92

SUMA Rührtechnik GmbH

Martinszeller Str. 21

87477 Sulzberg

Kontakt: Ralf Thiemann

Telefon: +49 8376 92131-0

Fax: +49 8376 92131-19

E-Mail: info@suma.de

Internet: www.suma.de

Märkte und Niederlassungen

UNTHA Deutschland bietet Ihnen die bestmögliche

Zerkleinerungslösung aus einer Hand –

individuell und maßgeschneidert an Ihre Bedürfnisse

angepasst.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung sind

wir in der Lage, unseren Kunden neben der

Zerkleinerungstechnik und Peripheriegeräte

auch den kompletten Anlagenbau anzubieten.

Erfahrene UNTHA Ingenieure zeigen sich für

Ihr Projekt von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme

verantwortlich und sorgen für eine

einwandfreie Funktion der Anlage.

Zerkleinerungs- und Entpackungstechnik

Um für Sie die passende Zerkleinerungslösung

zu finden, steht im UNTHA Headquarter

im österreichischen Kuchl ein hochmodernes

Technikum zur Verfügung. Dort werden Versuche

mit kundenspezifischem Material durchgeführt.

Anhand der Ergebnisse und mit unseren

Erfahrungswerten bieten wir Ihnen die

wirtschaftlich beste Zerkleinerungslösung an.

Neben dem Verkauf von Zerkleinerungslösungen

profitieren Sie von unserem erfahrenen

Servicepersonal und umfangreichen Serviceleistungen.

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Zerkleinerung

Trennschnecke

Förderbänder

Entpackung

Metallabscheidung

Gründungsjahr 1970

Mitarbeiter ca. 200

UNTHA Deutschland GmbH

Am Hammersteig 5a

97753 Karlstadt

Kontakt: Alex Hofmann

Telefon: +49 09353 906869-0

Fax: +49 09353 906869-35

E-Mail: info@untha.de

Internet: www.untha.de

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Service

Märkte und Niederlassungen

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Biogasanlagen

Gasmessung

Automatisierung

Entschwefelung

Biomethanaufbereitung

Gründungsjahr 2000

Mitarbeiter 40

Awite Bioenergie GmbH

Grünseiboldsdorfer Weg 5

85416 Langenbach

Kontakt: Dr.-Ing. Martin Grepmeier

Telefon: +49 8761 721 62-0

Fax: +49 8761 721 62-11

E-Mail: info@awite.de

Internet: www.awite.com

Konfiguration eines Gasanalysesystems

Qualität stand von Anfang an im Fokus von

Awite. Seit 2000 fertigen wir Gasanalysesysteme

und erstellen Prozessautomatisierungen

nach individuellen Anforderungen in höchster

Qualität. Inzwischen sind mehr als 2700 unserer

Gasanalysesysteme und mehr als 130

Automatisierungssysteme weltweit installiert.

In Zukunft bieten wir unsere bewährte Awite-

Qualität auch als Entwicklungsdienstleistung

in den Bereichen Smart Home, Elektromobilität

und anderen Bereichen der erneuerbaren

Energien an.

Awite mit seinen Tochterunternehmen und

weltweiten Partnerfirmen ist Ihr kompetenter

Partner für Vertrieb und Service unserer Produkte.

Unser weltweites Netzwerk ermöglicht

es, dass wir passende Lösungen in vielen Ländern

und Kontinenten anbieten.

Die Anforderungen Ihrer Prozesse bilden den

Mittelpunkt. Durch unser Engagement und

permanente Weiterentwicklung können wir

maßgeschneiderte und hochqualitative Gasanalyse-

und Automatisierungssysteme bis hin

zur Laboranlage anbieten.

Märkte und Niederlassungen

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Energievermarktung

Bilanzkreismanagement

Portfoliomanagement

Gründungsjahr 2004

Mitarbeiter 35

bmp greengas GmbH

Ganghoferstraße 68a

80339 München

Kontakt: Johannes Klaus

Telefon: +49 8930 90587-0

Fax: +49 89 30 90587-888

E-Mail: info@bmp-greengas.de

Internet: www.bmp-greengas.de

bmp greengas – gemeinsam handeln für eine

grüne Zukunft!

bmp greengas ist einer der Marktführer für die

Vermarktung von Biomethan und der Experte

für Grüne Gase. Seit über 10 Jahren ist das

Unternehmen Partner für den zuverlässigen

Transport, die reibungslose Bilanzierung und

die ausfallsichere Lieferung von Grünen Gasen.

bmp greengas kauft, bündelt und vertreibt

Biomethan verschiedenster Erzeuger und unterschiedlicher

Qualitäten. Dadurch hat das

Unternehmen ein diversifiziertes Biomethan-

Portfolio etabliert und unterstützt seine Kunden

bei der Umstellung auf regenerative Gase

für den Einsatz in der Kraft-Wärme-Kopplung,

der thermischen oder stofflichen Nutzung oder

im Bereich der Mobilität – ausfallsicher und in

jeder Gas-Qualität.

bmp greengas ist Mitglied im Biogasregister

der dena und führt für seine Kunden den Registernachweis

der Grüngasmengen und -Qualitäten

bei der Einspeisung in das Erdgasnetz.

Als Tochterunternehmen der Erdgas Südwest

GmbH ist es ein Unternehmen der EnBW.

59


Organisationen

Fachverband Biogas e.V.

(FvB)

Der FvB vereint deutschlandweit Betreiber, Hersteller und

Planer von Biogasanlagen, Vertreter aus Wissenschaft und

Forschung sowie an der Branche Interessierte. Seit seiner

Gründung hat sich der Verband zu Europas stärkster Organisation

im Bereich Biogas- und Gärproduktherstellung entwickelt.

Neben der Hauptgeschäftsstelle in Freising gibt es

ein Hauptstadtbüro in Berlin sowie Regionalvertretungen im

gesamten Bundesgebiet.

Der FvB setzt sich durch seine intensive politische Interessenvertretung

auf EU-, Bundes- und Länderebene für die

verstärkte Nutzung der Biogastechnologie ein. Darüber hinaus

fördert er den Erfahrungs- und Informationsaustausch

im Biogas- und Gärproduktbereich, z. B. durch die Sammlung,

Auswertung und Vermittlung von wissenschaftlichen

Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen auf Tagungen,

bei Ausstellungen und anderen Veranstaltungen, wie beispielsweise

der jährlichen Biogas Convention.

Durch die Beteiligung an EU-Projekten sowie die Mitgliedschaft

im Europäischen Biogasverband (EBA) initiiert und

fördert der FvB aktiv den internationalen Erfahrungsaustausch.

Der FvB wird vertreten durch ein von der Mitgliederversammlung

gewähltes siebenköpfiges Präsidium. Die

bundesweit mehr als 4.700 Mitglieder sind in 27 Regionalgruppen

organisiert. So wird eine effektive Vernetzung von

kompetenten Ansprechpartnern sowohl regional als auch

überregional und international gewährleistet.

GüteGemeinschaft Gärprodukte e.V.

(GGG)

Die GGG entwickelt seit 2003 bundesweit einheitliche

Standards für Gärprodukte aus biogenen Reststoffen und

nachwachsenden Rohstoffen, um deren Qualität sicherzustellen

und deren Vermarktungsfähigkeit zu verbessern. Die

GGG ist Mitglied bei der Bundesgütegemeinschaft Kompost

e.V. (BGK), die auch die Gütesicherung durchführt. In

Deutschland nutzen derzeit 120 Biogasanlagen als Mitglied

der GGG deren unabhängige Gütesicherung und das kompetente

Beratungsnetzwerk. Folgende Vorteile ergeben sich

aus einer Mitgliedschaft:

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Gütesicherung der erzeugten Gärprodukte

Erhalt der Prüfzeugnisse mit düngemittelrechtlicher

Kennzeichnung

Fachliche Unterstützung durch Qualitätsbetreuer und

Ansprechpartner in der GüteGemeinschaft Gärprodukte

e.V. und der Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V.

Austausch über aktuelle Themen und neueste

Entwicklungen durch regelmäßige Fachseminare

Internetpräsenz mit Fachinformationen und Vorträgen

für Mitglieder zum Download

Exklusiver Zugang zur Abfallvergärungskarte, um mit

potenziellen Substratlieferanten in Kontakt zu treten

Mit einer Mitgliedschaft bei der GGG profitieren die Mitglieder

nicht nur von einem breiten Erfahrungsaustausch

mit anderen Biogasanlagenbetreibern, sie können zudem

anhand der Prüfzeugnisse und des Gütesiegels dem Abnehmer

oder der zuständigen Behörde die hohe Qualität der

erzeugten Gärprodukte nachweisen.

Gründungsjahr 1992 | Anzahl der Mitarbeiter 41

Gründungsjahr: 2003 | Anzahl der Mitarbeiter 3

Fachverband Biogas e.V.

Angerbrunnenstraße 12

85356 Freising

Telefon +49 8161 9846-60

Fax +49 8161 9846-70

E-mail info@biogas.org

Internet www.biogas.org

GüteGemeinschaft Gärprodukte e.V.

Angerbrunnenstr. 12

85356 Freising

Telefon +49 8161 9846-67

Fax +49 8161 9846-70

E-Mail info@gaerprodukte.de

Internet www.gaerprodukte.de

60


International Solid Waste Association

(ISWA)

Die International Solid Waste Association (ISWA) ist eine

unabhängige und gemeinnützige Organisation, die im öffentlichen

Interesse agiert und als einzige weltweite Organisation

die nachhaltige, umfassende und professionelle

Abfallbewirtschaftung sowie den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft

fördert.

Die ISWA steht Einzelpersonen und Organisationen aus der

Wissenschaft, aus öffentlichen Einrichtungen sowie öffentlichen

und privaten Unternehmen offen, die im Bereich der

Abfallwirtschaft tätig sind oder sich für Abfallwirtschaft interessieren.

ISWA ist der einzige Abfallverband, der es seinen

Mitgliedern ermöglicht, sich mit Fachleuten, Unternehmen

und institutionellen Vertretern weltweit zu vernetzen.

Die ISWA hat es sich zur Aufgabe gemacht, global eine

nachhaltige und professionelle Abfallwirtschaft zu fördern

und weiterzuentwickeln. Diese Ziele werden erreicht

durch:

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Förderung der Ressourceneffizienz und des Übergangs

zu einer Kreislaufwirtschaft durch nachhaltige

Produktion und nachhaltigen Verbrauch

Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern

Förderung der Abfallbewirtschaftung durch Aus- und

Weiterbildung

Förderung geeigneter und am besten verfügbarer

Technologien und Praktiken

Förderung von Professionalität durch das Qualifikationsprogramm

der Organisation

Gründungsjahr 1970 | Anzahl der Mitarbeiter 11

Biogas Competence Network e.V. (BCN)

Das BCN hat seine Wurzeln in dem 2005 etablierten „Verbundprojekt:

Grundlagen der Biogasgewinnung aus pflanzlicher Biomasse“. Vom Bundesministerium

für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, wurden

von 10 Forschungseinrichtungen in 4 Arbeitsgruppen insgesamt 14

Teilprojekte wissenschaftlich bearbeitet. Diesem ursprünglichen „Biogas

Crops Network“ folgten ebenfalls mit BMBF-Förderung insgesamt 8

weitere Forschungsverbünde – mit einer Erweiterung nicht nur der Zahl

der Verbündeten, sondern vor allem auch der Themen und Aufgabenstellungen.

Neben der pflanzlichen Biomasse rückten weitere Rohstoffe

sowie auch Bioabfälle in den Fokus der Forschung. Das BCN veröffentlichte

zahlreiche Studien zum Thema Biogas, brachte Bachelor-, Masterund

Doktorarbeiten hervor und zeichnete für eine Reihe von Patenten,

Verfahrensentwicklungen und grundlegend neuen Erkenntnissen verantwortlich.

Als die Förderung der Biogasforschung durch das BMBF Mitte

der 2010er Jahre zunächst zurückgefahren und dann beendet wurde,

gründeten mehrere Forschungseinrichtungen das „Biogas Competence

Network“ als gemeinnützigen Verein – unter dem vertrauten Label des

BCN und mit der Aufgabe, weiterhin die Biogasforschung zu fördern, zu

koordinieren und ihr zur praktischen Anwendung zu verhelfen.

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Wir fördern Wissenschaft und Forschung zur energetischen und

stofflichen Verwertung von Biomasse. Unser Schwerpunkt ist die

Erzeugung, Aufarbeitung und Nutzung von Biogas.

In unserem bundesweit einmaligen Netzwerk arbeiten inzwischen

17 Wissenschaftseinrichtungen und innovative Unternehmen eng

zusammen.

Mit unseren Netzwerkpartnern initiieren und koordinieren wir

gemeinsame Forschungsvorhaben. Wir unterstützen den wissenschaftlichen

Nachwuchs durch Preise und Stipendien.

Durch unsere wissenschaftlichen Veranstaltungen und Publikationen

sorgen wir für eine schnellere Veröffentlichung der

Forschungsergeb nisse unserer Mitglieder.

Gründungsjahr 2005 | Anzahl der Angestellten 1

ISWA – International Solid Waste Association

Auerspergstrasse 15

TOP 41

1080 Wien · Österreich

Telefon +43 1253 6001

E-mail iswa@iswa.org

Internet www.iswa.org

Biogas Competence Network e.V. (BCN)

c/o IASP

Philippstr. 13, Haus 16

10115 Berlin

Telefon +49 30 2093 9061

Fax +49 30 2093 9065

E-mail bcn-ev@gcsc.uni-frankfurt.de

Internet www.biogas-network.de

61


Impressum

Herausgeber Fachverband Biogas e. V. (FvB)

Dr. Claudius da Costa Gomez (V.i.S.d.P.),

Angerbrunnenstraße 12 · 85356 Freising · Germany

Telefon +49 (0) 81 61 - 98 46 60

Fax +49 (0) 81 61 - 98 46 70

info@biogas.org, www.biogas.org

Redaktion

Autoren

Layout

Fachverband Biogas e.V. (FvB)

FvB: David Wilken, Stefan Rauh, Giannina Bontempo,

Frank Hofmann, Mathias Hartel, Marion Wiesheu und

Florian Strippel

ISWA: Marco Ricci-Jürgensen

BGK: Karin Luyten-Naujoks, Andreas Kirsch

bigbenreklamebureau

www.bb-rb.de

Bildnachweis Martina Bräsel, Solveig Schmid_ www.abfallbild.de,

Thöni Industriebetriebe GmbH, Marie-Luise Schaller,

Marco Ricci-Jürgensen, BioConstruct GmbH,

EnviTec Biogas AG, gabco Kompostierung GmbH,

www.fotolia.com, Fachverband Biogas e.V.,

Druck

Auflage

Druckmedienzentrum Gotha

3.000 Stück

Status November 2019

ISSN (Print) 2570-4540

ISSN (Online) 2626-3467

www.biogas-aus-bioabfall.de

Fahrzeugbetankung

mit Biomethan

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Symbolerklärung:

Organische Fraktion aus Restabfall

Getrennt gesammelte Bioabfälle

(Bio- und Grüngut)

Kommunaler Klärschlamm

Industrielle & gewerbliche Abfälle

Tierische Nebenprodukte (TNP)

Pflanzliche Nebenprodukte

Energiepflanzen

Zerkleinerungs- &

Entpackungstechnologien

Flüssige Fremdstoffabscheidung

Trockene Fremdstoffabscheidung

Kontinuierliche Nassvergärung

Kontinuierliche Trockenvergärung

Diskontinuierliche Trockenvergärung

Hygienisierung

Betriebshilfsmittel

Pumpen

Rührwerktechnik

Labor- & Messdienstleistungen

BHKW-Komponenten

Energiehandel & -vermarktung

Treibstoff

Wärme / Kälte

Biomethan

Strom

Gärprodukt

Die dargestellten Symbole werden in der Broschüre

durchgängig verwendet und dienen zur

Einteilung der angebotenen Verfahren, Techniken

und Dienstleistungen im Firmenverzeichnis.

63


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