Oldenburg erleben! 2020 Kompakt

kommunikationundwirtschaft

Willkommen Zuhause.

Gut für Neubürger.

Foto: fotobeam.de / stock.adobe.com


Grußwort des OB.

Jürgen Krogmann.

Foto: Udo Kruse / stock.adobe.com

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Grußwort

Oldenburg legt bei der Einwohnerzahl weiter zu – auf jetzt 170 000. Dennoch behält

die Stadt ihren Charakter als lebenswerte Großstadt. Dieses Urteil geben jedenfalls viele

der Menschen ab, die neu nach Oldenburg kommen und viele Oldenburgerinnen und

Oldenburger sehen es genauso.

Wer sich über die Stadt umfassend informieren möchten, muss sie natürlich selbst

erkunden und kennenlernen. Auf dem Weg dorthin ist das Buch „Oldenburg erleben

eine hervorragende Basis.

Hier finden Sie viele nützliche Fakten und Informationen, darüber hinaus aber auch

Geschichten und Gespräche sowie eine große Zahl an sehr gelungenen Fotografien.

Oldenburg erleben“ ist einerseits Ratgeber und Nachschlagewerk, andererseits aber

auch hochwertiges Stadtporträt – interessant für Neuankömmlinge ebenso wie für

Alteingesessene.

Mein herzlicher Dank geht an den Verlag Kommunikation & Wirtschaft, der hier eine gute

Balance zwischen Information und Unterhaltung gefunden hat. Ich danke aber auch

allen, die mit Bildern und Worten zur Qualität dieser Publikation beigetragen haben.

Oldenburg bietet viel: Theater und Kino, Sport angebote, hervorragende Bildungseinrichtungen

und natürlich viele attraktive Jobs in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.

Als Ausgangspunkt, zur Orientierung ist „Oldenburg

erleben“ ein ideales Format. Ich wünsche viel Vergnügen

dabei, unsere Stadt ganz genau – oder noch

besser – kennenzulernen.

Jürgen Krogmann

Oberbürgermeister

Foto: Hauke-Christian Dittrich

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Inhaltsverzeichnis.

Oldenburg Compact im Überblick.


Grußwort des Oberbürgermeisters ..............................3

Was ist Oldenburg? .............................................6

Am besten die Stadt per Rad erleben. ............................................7

Kohltourhauptstadt ..............................................................7

Kommunikativ ...................................................................7

Wirtschaftlich fit für die Zukunft ..................................................7

Bauboom ........................................................................8

Gut für Shoppingfans ............................................................8

Erfindergeist und Wissenschaft ...................................................8

Verkehrsknotenpunkt ............................................................8

Fachkräfte für die Wirtschaft und familienfreundliche Unternehmen ..............9

Gute Gesundheit .................................................................9

Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement. ......................................9

Abgefahren. ...................................................10

Den Oldenburgern liegt vor allem eins am Herzen: ihr Fahrrad. ..................11

Kohltourhauptstadt Oldenburg. ................................12

Grünkohl-Akademie Oldenburg.. ................................................13

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Oldenburg erleben.............................................14

Oldenburg hören ...............................................................15

Oldenburg riechen. ............................................................ 16

Oldenburg sehen .............................................................. 16

Oldenburg fühlen .............................................................. 18

Oldenburg schmecken ......................................................... 18


Foto: Verena Brandt (OTM)

(Neu)Bürger-Services. ..........................................20

Das Welcome Center ........................................................... 21

Die Bürgerbüros. ...............................................................22

Das ServiceCenter .............................................................. 24

Bildungsstandort Oldenburg. ..................................26

Carl von Ossietzky Universität .................................................. 27

Jade Hochschule ............................................................... 28

Duale Studienkonzepte ........................................................ 28

Auf gute Gesundheit. ..........................................30

Kindertagesbetreuung. ........................................34

Stadtsportbund Oldenburg. ...................................38

Theater Theater. ...............................................42

Oldenburgischen Staatstheater. ................................................ 43

theater wrede+ ................................................................44

theater hof/19 ..................................................................46

Theater k .......................................................................48

Theater Laboratorium .......................................................... 49

Oldenburger Museen. .........................................50

Wo finde ich was?. .............................................54

Wichtige Adressen .........................................................55 - 57

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Was ist Oldenburg?

Mobilität | Kommunikation | Demographie.


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Oldenburg in Oldenburg – die Bezeichnung stammt noch

aus großherzoglichen Zeiten – ist heute als moderne,

dynamische und doch traditionsbewusste Großstadt im

Grünen mit mehr als 178 167 Einwohnerinnen und Einwohner

(mit Nebenwohnsitz, Quelle: Fachdienst für Geoinformation

und Statistik) bekannt. Die Stadt bietet ideale

Bedingungen zum Leben und Arbeiten. Mehr als 10 Millionen

Tagesgäste pro Jahr untermauern zudem ihre touristische

Attraktivität.

Foto: chelovek/ 123RF


Am besten die Stadt per Rad erleben

Manche sagen spaßeshalber, jedes Kind komme in Oldenburg mit einem Fahrrad auf

die Welt. Naja, ganz so ist es wohl nicht, aber fast jeder Oldenburger besitzt und

benutzt mindestens ein Fahrrad, wenn nicht sogar zwei oder drei.

Kohltourhauptstadt Oldenburg

Der Grünkohl gehört zur Stadt Oldenburg wie der Karneval nach Köln. Doch der Kult

um den Kohl entstand keineswegs zufällig: Oldenburg ist auch deshalb Kohltourhauptstadt,

weil hier das gesunde Wintergemüse in hoher Qualität gedeiht. Mehr

Infos und den Schnell-Test für das Grünkohl-Diplom (natürlich summa kohl laude)

finden Sie in der Biblikohltek auf www.kohltourhauptstadt.de.

Kommunikativ

Obwohl Großstadt mit allen dazugehörigen Annehmlichkeiten, trifft man oft alte

Bekannte in der Fußgängerzone oder im Besuchergewühl der vielen Veranstaltungen.

Und wer, weil neu zugezogen, noch keine alten Bekannten hat, der kommt trotzdem

leicht ins Gespräch. Die meisten Menschen in dieser Stadt klönen ganz gern mal eine

Runde.

Wirtschaftlich fit für die Zukunft

Wirtschaftlich stark ist Oldenburg im Dienstleistungssektor. Banken, Versicherungen,

Softwareunternehmen, ein bedeutender Energieversorger, Anbieter der Telekommunikationsbranche

sowie Europas größter Fotofinisher haben hier neben vielen

anderen wichtigen Unternehmen ihre Standorte. Auch Informatik, Energie und

Gesundheitstechnologien sind Wirtschaftszweige mit hohem Stellenwert.

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Bauboom

Wohin man schaut, überall wird gebaut. Das ist auch gut so, denn die wachsende Stadt

und die geänderten Wohnbedürfnisse der Menschen erfordern neuen Wohnraum. Dabei

soll nicht nur Wohnraum für höhere Ansprüche entstehen, sondern vor allem auch

bezahlbare und kleinere Wohnungen sowie Angebote für junge Familien mit Kindern.

Gut für Shoppingfans

Bekannt und beliebt als die Einkaufsstadt ist Oldenburg im ganzen Nordwesten

Deutschlands und in den benachbarten Niederlanden. Ob in der Altstadt oder in

Shoppingcentern: Oldenburgs Geschäfte erfüllen Einkaufswünsche und bieten

hervorragenden Service.

Erfindergeist und Wissenschaft

Spitzenforschung gibt es an den Oldenburger Hochschulen zum Beispiel in der Hörforschung.

Bekannt und anerkannt sind Oldenburger Wissenschaftler darüber hinaus

in den Bereichen Pädagogik, neue Energien, Informatik, Rohrleitungsbau und Meeresforschung.

Das Technologie- und Gründerzentrum (TGO) und eine umfangreiche

Förderung von Unternehmensgründungen beflügeln die Entwicklung marktreifer

Technologien.

Verkehrsknotenpunkt

Zwei Autobahnen kreuzen sich, ergänzt durch einen Stadtautobahnring, der Abfahrten

im Minutentakt und kurze Wege ins Zentrum und die Stadtteile ermöglicht.

Der Hauptbahnhof mit dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und einer stark

frequentierten Fernbushaltestelle gewährleistet die Feinverteilung im öffentlichen

Nahverkehr ebenso wie eine Anbindung mit Bus und Bahn an das Fernverkehrsnetz.

Per Schiff ist die Stadt über die Hunte und den Küstenkanal erreichbar. Am Flughafen

Bremen mit Flugzielen im In- und Ausland ist man in gut 30 Autominuten.

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Fachkräfte für die Wirtschaft und

familienfreundliche Unternehmen

Oldenburg positioniert sich für die Zukunft. Dazu gehört eine Fachkräfte-Initiative der

Stadt. Mit ihr soll der Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften für die hiesige Wirtschaft

gesichert werden. Eine erfolgreiche Wirtschaft braucht zudem familienfreundliche

Betriebe, um dem demographischen Wandel mit einer zunehmend alternden

Gesellschaft erfolgreich zu begegnen. Zur Förderung der Familienfreundlichkeit in

Betrieben hat die Stadt Oldenburg eigens eine Initiative ins Leben gerufen und bis

2021/22 werden zahlreiche neue Kita- und Krippengruppen entstehen, um der wachsenden

Kinderzahl in der Stadt gerecht zu werden.

Gute Gesundheit

Oldenburg ist der Medizinstandort in Nordwestdeutschland. Hier gibt es drei Akutkrankenhäuser,

die eine sehr gute Kooperation pflegen, ein großes Reha-Zentrum,

mehrere Fachkliniken und den binationalen Medizinstudiengang „European Medical

School“, eine Kooperation der Universität Oldenburg mit der Rijksuniversiteit

Groningen (Niederlande) – ein neuer Weg der Medizinerausbildung, der in

Europa einzigartig ist.

Bürgerbeteiligung

und Bürgerengagement

Oldenburgs Bürger sind interessiert an der Entwicklung ihrer Stadt und engagieren

sich für das Wohl der Allgemeinheit: Ob das die ehrenamtliche Arbeit in Vereinen und

Verbänden ist, der Einsatz für Geflüchtete aus dem Nahen Osten und Nordafrika oder

das Engagement im Rahmen von Bürgerbeteiligungen zur Stadtentwicklung; die Zahl

der Menschen, die sich aktiv für ihre Stadt einsetzen, ist beträchtlich. Das spricht für

den Gemeinsinn der Oldenburgerinnen und Oldenburger!

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Jürgen Krogmann.

Interview mit dem Oberbürgermeister.


Foto: Hauke-Christian Dittrich

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Oldenburg wächst und steigert

Lebensqualität

Seit Jürgen Krogmann (SPD) 2014 zum Oberbürgermeister gewählt wurde, ist Oldenburg

stark gewachsen: um mehr als 8000 Einwohner auf aktuell mehr als 170 000 Einwohner.

Oldenburg hat für die Gestaltung der wachsenden Großstadt enorme Summen investiert

– vor allem in Bildung und Betreuung: In den vergangenen fünf Jahren sind

mehr als 130 Mio. Euro in den Ausbau von Schulen und Kitas geflossen. Auch der

Wohnungsbau hat beeindruckende Zahlen vorzuweisen, pro Jahr werden in Oldenburg

etwa 1000 Wohneinheiten fertiggestellt, seit 2014 waren es über 6000. Damit

belegt die Stadt bundesweit einen Spitzenplatz.

Herr Krogmann, welche Schwerpunkte haben Sie bislang setzen können?

Als ich ins Amt gewählt wurde, waren die Themen Wohnungsbau, Betreuung, Stärkung

der Stadtteile und eine stabile Wirtschaftsstruktur mein vordringlichstes Anliegen.

In allen Bereichen sind wir in den vergangenen Jahren gut vorangekommen.

Wir haben das Ganztagsangebot an Schulen deutlich verbessert. Zugleich haben wir

Hunderte neue Kita-Plätze geschaffen. Damit wurde die Vereinbarkeit von Familie

und Beruf, aber auch die Bildungsgerechtigkeit deutlich verbessert.

Auch der Wohnungsbau ist stark angestiegen. Rund 6000 Wohnungen sind gebaut

worden, der Anteil bezahlbarer Wohnungen liegt inzwischen bei knapp 20 Prozent,

Tendenz steigend. Mit der Fertigstellung des Baugebiets am Bahndamm und dem

Fliegerhorst werden noch etwa 1500 weitere Wohneinheiten folgen. Damit konnte

der Druck auf dem Wohnungsmarkt schon jetzt spürbar verringert werden.

Sie hatten dafür aber auch gute Rahmen daten. So ist allein die Gewerbesteuer

deutlich gestiegen, zuletzt auf eine Rekordsumme von etwa 130 Mio. Euro im Jahr.

Da lässt es sich doch auch relativ einfach gute Politik machen, oder?

Wir hatten gute Einnahmen, sind jedoch verantwortlich damit umgegangen und

haben keine neuen Schulden mehr gemacht. Die gute Kassenlage hat es aber schon

leichter gemacht, das dynamische Wachstum in allen Bereichen zu gestalten. Doch

die Wirtschaft läuft ja nicht von alleine so gut. Wir haben dafür gesorgt, dass die Ol-

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denburger Wirtschaft gute Rahmenbedingungen hat. Dazu gehört zum Beispiel die

konsequente Stärkung der Gründerszene durch das Techniker- und Gründerzentrum

Oldenburg (TGO). Es gibt in Oldenburg eine Vielzahl erfolgreicher Start-ups, die sich

zu kleinen oder gar mittleren Unternehmen entwickeln konnten.

Aber auch die Netzwerke, die in Oldenburg einfach gut funktionieren, tragen zum

Erfolg bei. Hier verweise ich auf das jüngst entstandene Netzwerk der Oldenburger

IT-Unternehmen. Diese positive Entwicklung zeigt sich ebenso bei den Einnahmen

aus der Gewerbesteuer. Von 2015 zu 2018 sind diese von 87,7 auf 131 Mio. Euro gestiegen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs ist in diesem Zeitraum von

rund 78 000 auf über 84 000 geklettert. Das ist in meine Augen mehr als erfreulich:

Ich denke, es geht uns in Oldenburg wirklich gut.

Zudem haben wir neue Gewerbeflächen ausgewiesen. So hat die Stadt beispielsweise

im Umfeld der Universität und in Kliniknähe attraktive Angebote für Wirtschaft und

Wissenschaft geschaffen.

Der Zuzug von Flüchtlingen hat in den Jahren 2015/2016 alle Kommunen

sehr überraschend getroffen. Nach Oldenburg sind etwa 5000 Menschen

gekommen, war das die schwerste Phase ihrer Amtszeit?

Das war sicherlich die größte Herausforderung, aber zugleich auch eine beglückende

Erfahrung, weil unsere Stadt sich als ein Team dieser Herausforderung angenommen

hat. Die Akteure in Politik und Verwaltung sowie zahllose Bürgerinnen und Bürger mit

ihren vielen ehrenamtlichen Initi ativen haben das gemeinsam geschafft. Es wurde

nicht gemeckert, sondern angepackt. Das hat mir sehr gefallen und erfüllt mich

heute noch mit großer Dankbarkeit und Stolz.

Wir haben es geschafft, die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen. Und wir

haben bewusst darauf verzichtet, etwa auch Turnhallen zur Unterbringung zu nutzen.

Das war mir persönlich ganz wichtig, um den Zusammenhalt in der Oldenburger

Gesellschaft nicht zu sehr zu strapazieren. Das Leben sollte ja wie gewohnt

weitergehen, keiner sollte auf Sport verzichten müssen.

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Im Herbst haben in Oldenburg etwa 10 000 Menschen für einen besseren Klimaschutz

demonstriert? Hat Sie das beeindruckt und was unternimmt die Stadt in

diesem wichtigen Bereich?

Die Erlebnisse haben mich sehr beeindruckt, vor dem Bahnhof zu stehen, zwischen

Tausenden von Menschen. Ich habe mit vielen Bürgerinnen und Bürger gesprochen,

die meisten haben sehr verständnisvoll regiert und wissen, dass Oldenburg schon

viel unternimmt im Umwelt- und Klimaschutz. Aber viele wünschen sich eben auch,

dass wir noch eine Schippe drauflegen. Das wollen wir tun. Die jungen Aktivist*innen

von Fridays for Future haben wir zu konstruktiven Arbeitsgesprächen ins Rathaus eingeladen.

Wir wollen gemeinsam mit der Politik und den Experten aus der Verwaltung

schauen, ob wir noch mehr und effektiver für den Klimaschutz arbeiten können.

Ich kann deshalb nur einige Beispiele nennen: Die Stadt bietet eine umfangreiche

Beratung an, um Altbauten energetisch gut zu sanieren: Wir haben mit den RUZ

eine sehr gute Anlaufstelle für Schulen. Seit 2012 beziehen wir für alle städtischen

Gebäude Ökostrom. Allein das spart etwa 8000 Tonnen CO2 im Jahr. Ein Beispiel: Ab

dem 15. Dezember wird der Takt der Busverbindungen in unsere Umlandgemeinden

halbstündig und damit verdoppelt. Das kostet uns gut eine halbe Million Euro im

Jahr. Das Geld ist aber gut investiert, weil viele der rund 40 000 Berufspendler jetzt die

Möglichkeit zum Umstieg vom Auto auf den ÖPNV erhalten.

Oldenburg ist eine Radfahrerstadt und wurde 2016 mit dem Titel „fahrradfreund liche

Kommune“ ausgezeichnet. Dennoch werden die

Radwege häufig kritisiert. Können Sie das nachvollziehen?

Auch die vielen Radfahrerinnen und Radfahrer in Oldenburg tragen enorm zur Vermeidung

von CO2 bei, das finde ich sehr vorbildlich. Im Verkehrsmix sind das mehr

als 40 Prozent unserer Verkehrsteilnehmer – ein für eine Großstadt gigantisch hoher

Wert. Wenn so viel Rad gefahren wird, ist es logisch, dass die Qualität und Quantität

unserer Radwege tägliches Stadtgespräch ist.

Ich bin ja selbst oft mit dem Rad unterwegs und kenne natürlich auch weniger gut

ausgebaute Radwege. Fakt ist, dass wir unsere Radwege seit Jahren kontinuierlich

verbessern. Wir haben beispielsweise am Haarenufer eine neue Fahrradstraße eingerichtet,

die sehr gut genutzt wird. Allein im Haushalt 2020 stehen mehr als drei

Mio. Euro für das Rad- und Fußwegeprogramm zur Verfügung, also etwa 23 Euro pro

Einwohner. Das ist deutlich mehr als noch 2014.

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Auf diesem Weg wollen und werden wir weitermachen. Durch die vielen Pedellecs

und E-Bikes hat sich die Reichweite der Rad fahrenden Berufs-pendler sehr erhöht.

Mit besseren Radschnellverbindungen ins Umland wollen wir es noch attraktiver

machen, mit dem Rad in die Stadt zu kommen.

Sie haben den Ausbau des Fliegerhorstes zum wichtigsten städtebaulichen Projekt

ihrer Amtszeit erklärt. Warum hat dieses Gebiet eine herausragende Bedeutung?

Wann gibt es schon die Chance, einen neuen Stadtteil zu entwickeln? Das ist städtebaulich

eine fast schon einmalige Gelegenheit und vor dem Hintergrund des Einwohnerzuwachses

eine enorm reizvolle Aufgabe. Wir haben dort von Beginn an viel Wert

auf die Bürgerbeteiligungen gelegt und neue Formate der Mitgestaltung ausprobiert.

Jetzt beginnt die Bebauung und wir vermarkten die Grundstücke. Ziel ist es, etwa

1000 Wohnungen zu schaffen mit der modernen Infrastruktur von Kitas und Schulen.

Der Fliegerhorst ist ein gutes Beispiel wie es gelingen kann, Geschichte und Zukunft

einer Stadt miteinander zu verbinden.

Sie haben sich sehr für den Bau des neuen

Stadtmuseums eingesetzt.

Welche Akzente erwarten Sie?

Ein Stadtmuseum muss ein Ort sein, an dem

wir uns über unsere Vergangenheit, unsere

Gegenwart und unsere Zukunft austauschen

können. Das alte Stadtmuseum konnte

diese Aufgabe baulich und konzeptionell

schon lange nichtmehr aus füllen. Ich bin

überzeugt, das nimmt auch die Mehrheit

der Oldenburgerinnen und Oldenburger so

wahr. Das nun entstehende Museumskonzept

soll den Ort Museum neu denken. Im

Kern des Projektes steht eine neue Dauerausstellung

über unsere Stadtgeschichte.

Darauf freue ich mich schon sehr.

Foto: Hauke-Christian Dittrich

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In Oldenburg soll ein neues Sport- und Gesundheitsbad am Flötenteich

gebaut werden. Dazu haben Sie den Impuls mit der sogenannten

„Bäderstrategie“ gegeben. Warum legen Sie Wert auf diese Erweiterung

des Sportangebots?

Wir haben uns dem Thema sehr analytisch genähert und gefragt, was braucht

Oldenburg an Wasserflächen für Schulsport, die Schwimm vereine und seine Bürger.

Ergebnis war, das wir sehr gut ein weiteres Bad im Stadtnorden brauchen können, um

diesen Bedarf zu decken. Nun müssen wir natürlich dafür sorgen, dass diese Bäder

auch genutzt werden. Ich werde mich dafür stark machen, dass wir es jedem Kind

ermöglichen, schwimmen zu lernen. Dafür planen wir eine Kampagne – das habe

ich mir für die nächste Zeit vorgenommen.

Als Slogan Ihrer Kampagne 2014 hatten Sie sich für ein „Neues Miteinander“ stark gemacht.

Wo sehen Sie diese umgesetzt und wo gibt es im Verwaltungs- und Politikalltag

auch Grenzen?

Wir haben zahlreiche Formate des Austausches eingeführt oder wiederbelebt. Etwa

in Richtung Politik das regelmäßige Gespräch mit den Fraktionsspitzen. Das jährliche

Treffen mit den Bürgervereinen zähle ich ebenfalls dazu. Auch mit unserem unmittelbaren

Nachbarn – den Gemeinden und Landkreisen – haben wir einen sehr engen

Kontakt aufgebaut.

Wahr ist aber auch: Eine Position mit Verantwortung lässt sich ohne Konflikte nicht

ausüben, schließlich wird hart um Inhalte gerungen. Selbst im guten Miteinander gibt

es Grenzen der Diskussion und es müssen Entscheidungen getroffen werden. Dabei

muss es aber immer um das Beste für die Stadt gehen, das ist mir ganz wichtig.

Herr Krogmann, Sie sind bis 2021 gewählt.

Wie sieht es mit einer weiteren Amtszeit aus?

Ich bin auf keinen Fall amtsmüde und stehe gerne für eine weitere Amtszeit zur

Verfügung. Natürlich entscheide ich das nicht alleine, meine Partei, die SPD, muss

mich ja dafür nominieren.

• Reinhard Schenke, Stadt Oldenburg

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„Kleine Großstadt“ Oldenburg.


Das einzigartig schöne Oldenburg erleben!

Quelle: Hallerstede, Foto: Arash Farahani (Chapeau)

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Oldenburg ist attraktiv! Wir Einheimischen bezeichnen unsere Heimatstadt

liebevoll als „kleine Großstadt“. Doch was macht Oldenburg – und dabei speziell die

Innenstadt – so reizvoll? Was ist der Grund dafür, dass hier noch immer die Menschen,

sowohl „Oldenbürger“ als auch Besucher, voller Freude durch die Straßen unserer

gemütlichen Fußgängerzone schlendern?

Eine neue Perspektive auf die Innenstadt bekamen wir, als wir in diesem Frühjahr

mit der Geschäftsstelle des City-Management Oldenburg e. V. umgezogen sind.

Nachdem das CMO jahrelang in der Staulinie ansässig war und der Blick aus dem

Fenster eher dem Rand der Fußgängerzone galt, ist das Büro seit März 2019 in der

Haarenstraße ansässig. Hier, mitten im Herzen der City, erleben wir den täglichen

Trubel in den Straßen hautnah mit!

Unabhängig von den zahlreichen Veranstaltungen, die jedes Jahr in Oldenburg

stattfinden, erhält die Innenstadt ihren Charme durch die vielen inhabergeführten

Geschäfte. Hier wird Familientradition großgeschrieben, und mit viel Herzblut sowie

hoher Beratungsqualität werden hochwertige und abwechslungsreiche Alternativen

zum Onlinehandel und den Handelsketten geboten. Wir nehmen Sie mit auf eine

Reise durch die Innenstadt und zeigen Ihnen dabei eine kleine Auswahl der

schönsten und motiviertesten inhabergeführten Unternehmen.

Wir beginnen unsere Führung bei unseren Haarenstraßen-Nachbarn Leder Holert: Im

Jahr 1992 übernahm Andrea Holert von ihren Eltern das schon seit 1872 bestehende

Geschäft. Sie und auch ihre Schwester Helga Holert kennen noch die Zeit, in der es

keine Fußgängerzone gab und Pferdefuhrwerke und Autos durch die Straßen der

Innenstadt fuhren. Den Wandel zur autofreien und damit ersten flächendeckenden

Fußgängerzone Deutschlands betiteln sie als Erfolg. Was Oldenburg für die Schwestern

charakteristisch auszeichnet? „Hier in Oldenburg gibt es nicht nur eine große

Einkaufsstraße wie in anderen Städten, sondern man kann durch viele kleine Gassen

und Straßen schlendern.“

Sie wissen, wie wichtig es ist, aus einem traditionsreichen Familienunternehmen ein

erfolgreiches Geschäft im heutigen Zeitalter der digitalen Medien zu machen. Noch

immer besteht das Geschäft in der Haarenstraße 51 und wurde in den letzten Jahren

sogar deutlich vergrößert.

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Foto: City Management Oldenburg

Von der Haarenstraße aus geht es weiter: Nur wenige Schritte entfernt liegt die

Burgstraße. Hier sind neben weiteren inhabergeführten Lokalen und Geschäften

auch Sascha Mühlenbeck und Pascal Oetjegerdes mit ihrem Heimathaven ansässig.

Ihr Standort hat sich seit der Eröffnung ihres Conceptstores im Jahr 2015 von einer

C-Lage zu einer deutlich belebteren B-Lage entwickelt. Feinkost, hochwertiger Kaffee,

Craft Beer und diverse Gin-Sorten kann man hier nicht nur zum Mitnehmen erwerben,

sondern auch im angeschlossenen Café verköstigen.

„Man hat das Gefühl, man ist zu Hause!“ – schöner könnte man seinen Arbeitsplatz

doch kaum beschreiben! Die engagierten Unternehmer haben erkannt, dass Oldenburg

ein enormes Potenzial hat; gleichzeitig ist das Publikum anspruchsvoll. Die

beiden geben alles für mehr Erlebnis und bieten neben Bier- und Gin-Verköstigungen

auch Catering-Dienstleistungen an. Das Team vom Heimathaven schafft eine familiäre

Wohlfühlatmosphäre, die sich durch die ganze Straße zieht.

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Foto: City Management Oldenburg

Aus der Burgstraße geht es durch den Nikolaigang in die verwunschen wirkende

Bergstraße, eine der kleinsten und gemütlichsten Straßen der Fußgängerzone, die

sich ebenfalls durch das starke Engagement der Inhaber der Geschäfte etabliert hat.

In der Hausnummer 5 hat Ralph Steffmann seinen Laden seit 2014. Zuvor führte er

sein charmantes Geschäft rund um Dekorationsartikel, Spielwaren und Schmuck

außerhalb von Oldenburg, doch bald zog es ihn zurück in die Innenstadt, in der

er seinerzeit fast zwei Jahrzehnte lang in der elterlichen Gastwirtschaft arbeitete.

Oldenburg ist unheimlich attraktiv“, schwärmt der Inhaber. Kein Wunder, dass er sich

nicht lange vom Charme der kleinen Großstadt trennen konnte! Im Nikolaiviertel und

besonders in der Bergstraße herrscht ein unglaublich sanftes und liebevolles Flair.

Laden Nr. 5 verbreitet nur wenige Schritte abseits des City-Trubels eine Aura, als wäre

man in einem fernen Urlaubsort.

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Foto: City Management Oldenburg

Weiter geht die Reise durch die Innenstadt: Den sachten Anstieg der Bergstraße

meistern wir mit Leichtigkeit; oben angekommen, stehen wir an der Ecke zur Langen

Straße. Hier führen Eva und Stefan Dieker das Brillengeschäft Die Diekers mit hochwertigen

Designerbrillen in stylischem Ambiente. Stefan Dieker eröffnete in 2018

zusätzlich schräg gegenüber in der Bergstraße 1 ein zweites Geschäft rund um das

Accessoire Brille: DiKA Eyewear. Hier bekommt der stylische Brillenträger von heute

nicht nur ein nachhaltiges Verkaufskonzept und stilgerecht coole Beratung präsentiert,

man kann auch einfach nur auf einen leckeren Kaffee vorbeikommen! Ganz

im ökologischen Sinne Oldenburgs gibt es hier Rabatt auf die Brille, wenn man das

Geschäft mit dem Fahrrad besucht.

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Über den Markt, vorbei am Rathaus und der Lambertikirche, geht es zum Schloss.

Gegenüber, am Schlossplatz 23, hat Anfang 2019 die Reiselounge Oldenburg eröffnet.

Die junge Geschäftsführerin Anna Wieting hat schon Erfahrungen in größeren

Städten Deutschlands gesammelt und kehrte nun in ihre Heimat zurück. Auch sie

sieht das große Potenzial der Stadt und möchte das Zeitalter digitaler Medien mit

der Lokalität und der Beratung durch erfahrenes Fachpersonal verbinden. Mit einem

kreativen Konzept, der Unterstützung aus der ganzen Familie und gemütlich-entspannter

Einrichtung will sie auch jungen Reiselustigen die Vorzüge eines Reisebüros

wieder näherbringen. Gleichzeitig lobt Wieting die Gemütlichkeit der Huntestadt: „Ich

schätze die überschaubare Größe und den Charme Oldenburgs sehr und liebe es, mit

dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können!“

Noch in Urlaubsstimmung schwelgend, führt der Weg über den Schlossplatz zurück

zum Markt und dann entlang der Achternstraße. An der Ecke zur Staustraße steht

die imposante und wunder schöne Hirsch Apotheke. Inhaber Wilfried Fiek führt die

Apotheke seit 1993 und ist sich sicher, dass sein Geschäft eine der letzten Apotheken

Oldenburgs ist, in der Teile der Einrichtung noch aus den 1920er-Jahren stammen.

Die Hirsch Apotheke wurde 1637 gegründet und gehört zu Oldenburg wie Pinkel zu

Grünkohl! Aus uralten Traditionen hat Fiek heute eine moderne Apotheke gemacht,

die auch Kosmetikbehandlungen durchführt und dennoch niemals ihren Charme

des 16. Jahrhunderts verliert. Dem auch im Pharmabereich immer größer werdenden

Onlinehandel die Stirn bieten zu müssen, ist nicht leicht, doch der Inhaber setzt auf

kompetente Fachberatung und Tradition. Sein Herzblut fließt in seine tägliche Arbeit

stets mit ein: „Oldenburg ist schon immer eine liebenswerte Stadt gewesen!“ Er weiß,

was die Stadt so besonders macht und sie von anderen abhebt: „Die kleinteilige

Bebauung und die Höhenbegrenzungen der Häuser machen das Einkaufen und

das Leben in dieser Stadt einfach schön. Hier muss ich nicht zwischen 40-stöckigen

Häuserzeilen umherwandern und mich fragen, ob denn auch irgendwann einmal die

Sonne scheint.“ Ganz klar ein Pluspunkt für das einzigartig schöne Oldenburg!

Die Geschäftsleute, die in diesem Text zu Wort gekommen sind, lieben „ihre“ kleine

Großstadt, pflegen Traditionen und verbinden sie geschickt mit modernen Konzepten

und Ideen. Diese Freude geben sie und auch die zahlreichen anderen motivierten

Inhaber, Händler und Gastronomen an die Besucher und Bürger Oldenburgs weiter!

• Laura Meißner

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(Neu)Bürger-Services.

www.oldenburg.de | Bürgerservice | Anliegen A–Z.

Foto: Verena Brandt (OTM)

Kontakt:

Stadt Oldenburg, Bürger- und Ordnungsamt,

Welcome Center, Pferdemarkt 14,

Zimmer A 007

Emma Siebert, Tel. 0441 235-2991

welcome@stadt-oldenburg.de

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Das Welcome Center

Als weiteren Bestandteil im Rahmen der Fachkräfte-Initiative hat die Stadt Oldenburg

am 1. September 2017 am Standort Pferdemarkt 14 ein Welcome Center eröffnet. Das

Welcome Center soll Neubürgerinnen und Neubürgern, die Oldenburg als Lebens-,

Studien- oder Arbeitsort auswählen, als erste zentrale Anlaufstelle dienen. Damit

geht die Stadt einmal mehr einen Schritt voran, um Wirtschaftsunternehmen und

Institutionen in der Region bei der Deckung des Fachkräftebedarfes zu unterstützen

und so deren Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

„Das Welcome Center ist eine wichtige Ergänzung bereits bestehender Angebote und

ein weiterer Baustein einer dienstleistungsorientierten Verwaltung“, sagt Oberbürgermeister

Jürgen Krogmann. Das Welcome Center kann dabei wertvolle Impulse setzen:

„Neubürger sollen eine umfassende Betreuung bekommen, sich schnell zurechtfinden

und bestenfalls natürlich dauerhaft in Oldenburg bleiben“, so Krogmann weiter.

Das Welcome Center arbeitet eng zusammen mit der Service-Stelle für Oldenburger

Arbeitgeber im Amt für Wirtschaftsförderung, welche im Rahmen der Fachkräfte-

Initiative Unternehmerinnen und Unternehmer berät und unterstützt. Daneben

wurde seit dem 1. September 2018 das Angebot im Welcome Center um den

Hochschulservice für internationale Studierende erweitert und damit auch für die

Universität ein zentraler Ansprechpartner geschaffen.

In der täglichen Arbeit bündelt das Welcome Center die Angebote der stadtweiten

Fachstellen und erfüllt eine Lotsenfunktion. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten

und unterstützen in- und ausländische Neubürgerinnen und Neubürger in den

Bereichen „Ankommen“, „Leben“ sowie „Arbeiten, Lernen und Studieren in Oldenburg

passgenau. Mit einer gezielten Vorbereitung auf weitere Termine, Vermittlung von Ansprechpartnern

und Hilfestellung z. B. bei der Antragsstellung, wird ein umfangreiches

Servicepaket geboten, um den Start im neuen Heimatort möglichst reibungslos zu

gestalten. Damit steht das Welcome Center für einen weiteren Baustein im Sinne der

gelebten Willkommenskultur der Stadt Oldenburg.

Allgemeine Anfragen an die Stadt Oldenburg bitte an das ServiceCenter:

Telefon 0441 235-4444 oder die Behördennummer 115

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Die Bürgerbüros der Stadt Oldenburg

Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oldenburg erledigen im Bürgerbüro Mitte, Pferdemarkt

14, und im Bürgerbüro Nord, Stiller Weg 10, zahlreiche behördliche Vorgänge

an einem Platz.

Möglichst viele Leistungen aus einer Hand anzubieten, ist eine der Zielsetzungen

der beiden Bürgerbüros. Kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, freundliche

Beratung und kurze Wartezeiten, so weit wie möglich, werden Sie hier antreffen.

In den Bürgerbüros können Sie alle Meldeangelegenheiten, das Beantragen von

Ausweispapieren und Führungszeugnissen, die Aufnahme der Änderung der

Kirchenzugehörigkeit und des Familienstandes im Melderegister, Kopiebeglaubigungen

sowie An-, Ab- und Ummeldungen von Kraftfahrzeugen erledigen.

Weitere Dienste sind die Entgegennahme von Anträgen für alle städtischen Dienststellen,

Bestätigungen für Rundfunk- und Fernsehgebührenbefreiungen sowie der

Verkauf von Frauentaxigutscheinen, Müllsäcken, Sperrmüllkarten und Entsorgungsmarken

für Mülltonnen. Zum Bürgerbüro Mitte gehört außerdem noch das Fundbüro,

zum Bürgerbüro Nord die Führerscheinstelle. Ergänzende Informationen zum

Leistungsangebot erhalten Sie auch im Internet unter:

www.oldenburg.de/Bürgerservice/Anliegen A–Z.

Bürgerbüro Mitte

Pferdemarkt 14

26122 Oldenburg

buergerbuero-mitte@stadt-oldenburg.de

Öffnungszeiten (Änderungen vorbehalten):

Mo. - Di.: 8:00 bis 15:30 Uhr

Mi. - Fr.:

8:00 bis 12:00 Uhr

Do.:

8:00 bis 18:00 Uhr

Bürgerbüro Nord

Stiller Weg 10

26121 Oldenburg

buergerbuero-nord@stadt-oldenburg.de

Öffnungszeiten (Änderungen vorbehalten):

Mo. - Mi.: 8:00 bis 15:30 Uhr

Do.:

8:00 bis 18:00 Uhr

Fr.:

8:00 bis 12:00 Uhr

Telefonisch erreichen Sie die Bürgerbüros über das ServiceCenter (0441 235-4444)

und/oder die Behördenrufnummer (115).

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Foto: Stadt Oldenburg

Zeit sparen, online Termin vereinbaren!

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, haben Sie die Möglichkeit für alle Bereiche der

Bürgerbüros, auch der Führerscheinstelle, einen Termin vorab zu vereinbaren.

www.oldenburg.de/terminvereinbarung

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Das ServiceCenter

Freundliche, kompetente und umfassende Auskunft - das wünscht sich jeder, der eine

Behörde anruft.

Unter 0441 235-4444 oder einfach über die Behördennummer 115 erreichen Anruferinnen

und Anrufer montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr im ServiceCenter der

Stadt Oldenburg einen Ansprechpartner für alle Behördenanliegen.

Egal, ob es um einen neuen Ausweis oder die Ummeldung eines Fahrzeugs geht, ob

um eine Gewerbeanmeldung oder einen Hochzeitstermin - im ServiceCenter helfen

besonders geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kompetent weiter. Kann eine

Anfrage nicht sofort beantwortet werden, ruft die Stadtverwaltung bis zum Ende des

nächsten Werktags zurück. Und ist doch ein persönliches Gespräch notwendig oder

gewünscht, ist das ServiceCenter bei der Kontaktaufnahme zur Sachbearbeiterin oder

zum Sachbearbeiter gerne behilflich.

Während der Öffnungszeiten freuen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im

Bürgerbüro Mitte am Pferdemarkt sowie im Bürgerbüro Nord am Stillen Weg, ebenso

wie in vielen anderen Ämtern und Einrichtungen der Stadt, selbstverständlich auch

darüber, Ihnen persönlich weiterzuhelfen. Für die Bürgerbüros kann über das Service-

Center auch direkt ein verbindlicher Termin vereinbart werden.

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Foto: Bojan / stock.adobe.com

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Foto: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Bildungsstandort Oldenburg

CvO | Jade Hochschule | Duales Studium

Info

www.ba-oldenburg.de

www.bfe.de

www.ibs-ol.de

www.jade-hs.de

www.polizei-studium.de

www.uni-oldenburg.de

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Die Stadt Oldenburg ist mit der Carl von Ossietzky Universität, der Jade Hochschule,

weiteren Fachhochschulen und mehr als 70 allgemeinbildenden Schulen, Berufs-,

Fach- und Privatschulen das Bildungszentrum der Region. Besondere Strahlkraft besitzt

die „European Medical School Oldenburg-Groningen“: Das deutsch-niederländische

Kooperationsprojekt der Universitäten Oldenburg und Groningen ist einzigartig

in Europa und steht für neue Wege in der Medizinerausbildung.

Carl von Ossietzky Universität

Die Universität Oldenburg wurde 1973 gegründet und gehört damit zu den jungen

Hochschulen Deutschlands. Ihr Ziel ist es, Antworten zu finden auf die großen Fragen

der Gesellschaft im 21. Jahrhundert – mit interdisziplinärer Spitzenforschung und

Lehre. Namensgeber ist der Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky (1889–1938),

der zu den profiliertesten Publizisten der Weimarer Republik zählte.

Mit 222 Professuren und rund 16 000 Studierenden ist die Universität Oldenburg eine

sich dynamisch entwickelnde Profiluniversität. Dabei bietet sie ein breites Spektrum

an Studienmöglichkeiten aus den Sozial-, Wirtschafts-, Erziehungs- und Bildungswissenschaften,

den Kultur- und Sprachwissenschaften, der Informatik und Mathematik,

den Naturwissenschaften sowie der Medizin. Formate forschungsorientierten Lehrens

und Lernens prägen die Studiengänge der Universität.

Die Wege auf dem Campus sind kurz: Neben attraktiven Fächern schätzen Studierende

vor allem die sehr gute Betreuung und die überschaubare Größe der Universität,

die mit ihren zwei Standorten Campus-Charakter hat.

Die Universität arbeitet eng mit mehr als 200 Hochschulen weltweit zusammen.

Außerdem ist sie mit außeruniversitären Institutionen in Forschung, Bildung, Kultur

und Wirtschaft verbunden. Als junge Hochschule sieht die Universität Oldenburg ihre

Stärke in zukunftsweisenden Forschungsthemen sowie in der Förderung von Interdisziplinarität

und Internationalität. Mit ihrer Namensgebung nach Carl von Ossietzky

unterstreicht sie, dass Wissenschaft gegenüber der Gesellschaft Verantwortung trägt

und sich dem öffentlichen Diskurs stellen muss.

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Jade Hochschule

Die Jade Hochschule ist unter anderem aus der ehemaligen Oldenburger Baumeisterschule

hervorgegangen. Heute ist sie eine moderne, regional orientierte Hochschule

mit attraktiven Studienorten in Wilhelmshaven (Wirtschaft, Ingenieurwissenschaften,

Management, Information, Technologie), Oldenburg (Architektur, Bauwesen, Geoinformation,

Gesundheitstechnologie) und Elsfleth (Seefahrt, Logistik). Zurzeit studieren

hier rund 7200 junge Menschen, 2050 davon in Oldenburg.

Die Jade Hochschule steht für ein innovatives Fächerangebot und neue Wege in der

Lehre. Die Hochschule legt Wert auf eine praxisnahe Ausbildung und langfristige Kooperationen

mit der regionalen Wirtschaft. Sie versteht sich als eine forschende, familien-

und umweltfreundliche Hochschule. Ihre zukunftsträchtigen Forschungsfelder

sieht sie in den Bereichen Gesundheit und Technik, Energie und Umwelt, Mobilität

und Logistik sowie Information und Kommunikation.

Duales Studienkonzept

IBS Oldenburg

Die IBS IT & Business School Oldenburg ist seit 2004 im Umfeld des Informatikinstituts

OFFIS an der „Alten Fleiwa“ im Oldenburger IT-Quartier an-gesiedelt. Das Kernangebot

besteht in den dualen Bachelor-Studienprogrammen Betriebswirtschaft und

Wirtschaftsinformatik. Die beiden Studiengänge sind auf die besonderen Bedürfnisse

der über 50 Partnerunternehmen abgestimmt und bereiten die Studierenden durch

enge Verzahnung der zwei Lernorte Unternehmen und IBS optimal auf das Arbeitsleben

vor.

Die Studierenden erhalten während des Bachelorstudiums eine monatliche Vergütung;

die Partnerunternehmen tragen darüber hinaus auch die Studiengebühren.

Nach der Hälfte der Zeit können die Studierenden zudem eine IHK-Prüfung ablegen.

Auch hier schneiden die IBS-Prüflinge regelmäßig mit sehr guten Ergebnissen ab.

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Geprüfte Qualität: Die IBS Oldenburg ist der einzige Anbieter dualer Studiengänge

in Niedersachsen, dessen Bachelor-Studienprogramme in allen Verfahren ohne

Auflagen (re-)akkreditiert wurden. Nicht nur in der Akkreditierung hat die IBS Oldenburg

„exzellente“ Ergebnisse erreicht, auch laut CHE-Ranking 2018/19 sind die dualen

Studiengänge in der Spitzengruppe angesiedelt. Das CHE-Ranking basiert auf der

anonymen Befragung der Studierenden im gesamten Bundesgebiet.

Um sich von der Qualität ein eigenes Bild machen zu können, sind Schüler zu einem

Schnupperstudium eingeladen.

Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE)

Das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) mit Sitz

im niedersäch sischen Oldenburg ist der größte Weiterbilder der elektro- und informationstechnischen

Handwerke in Deutschland. Es wurde 1947 mit dem Ziel gegründet,

eine hochkarätige, zentrale Branchenbildungsstätte für das gesamte Bundesgebiet zu

schaffen. Seitdem wurden hier mehr als 26000 Meister ausgebildet.

Polizeiakademie Niedersachsen, Standort Oldenburg

Der größte Teil des niedersächsischen Polizeinachwuchses wird in Oldenburg ausgebildet.

Die Männer und Frauen werden hier im Rahmen eines dualen Bachelorstudiengangs

zu Polizei beamtinnen und -beamten ausgebildet. Das interdisziplinäre

Vollzeitstudium dauert drei Jahre. Studienfächer sind Kriminal-, Organisations-,

Rechts- und Sozialwissenschaften sowie Einsatz- und Verkehrslehre. Der theoretische

Unterricht ist immer eng mit praktischem Polizeitraining in Einsatzsituationen, mit

professioneller Kommunikation, Sport und Schießen verknüpft.

Volkshochschule Oldenburg e. V.

Die Volkshochschule Oldenburg e. V. ist die größte Weiterbildungseinrichtung in der

Stadt Oldenburg. Als Zentrum mit einem umfassenden Bildungsprogramm gehört

auch die Vorbereitung auf Bildungsabschlüsse wie zum Beispiel Haupt- und Realschulabschluss

sowie die Vorbereitung auf ein Studium ohne Abitur (Zulassungsprüfung

zum Hochschulzugang: die „Z-Prüfung“) zu ihrem Programm. Diese Angebote

finden als Tages- und als Abendlehrgänge statt. Information und Beratung: Anita

Rühe (ruehe@vhs-ol.de)

• Anja Gieselmann

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Auf gute Gesundheit.

Gesundheitsversorgung der Stadt Oldenburg.

Foto: Lukas Lehmann

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Drei klinische Einrichtungen bilden den Kern der Gesundheitsversorgung in und um

Oldenburg: das Klinikum Oldenburg, das Evangelische Krankenhaus und das Pius-

Hospital. Mit mehr als 1600 Betten bieten sie alle Fachabteilungen an. Das Rehabilitationszentrum

Oldenburg komplettiert das Angebot. So ist nach einem Krankenhausaufenthalt

eine wohnortnahe Reha möglich.

Bundesweit beispielgebend ist die Zusammenarbeit der Oldenburger Krankenhäuser.

Sie ermöglicht die bestmögliche Behandlung zum Wohle der Patienten, obwohl der

finanzielle Druck auf die Kliniken in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat.

Die Rehabilitation wird durch das Rehabilitationszentrum Oldenburg mit den Schwerpunkten

Kardiologie, Geriatrie, Neurologie und Orthopädie gewährleistet. Auch das

Institut für Krankenhaushygiene wurde von allen drei Einrichtungen eingerichtet.

Zudem sind das Evangelische Krankenhaus und das Klinikum mit dem Psychiatrieverbund

Oldenburger Land – der Karl-Jaspers-Klinik – als Träger verbunden. Als Medizinischer

Campus beteiligen sich die Oldenburger Krankenhäuser am europaweit

einzigartigen, grenzüberschreitenden Medizinstudiengang der Universität Oldenburg

mit der Universität in Groningen. Sie haben dabei nicht nur maßgeblichen Anteil an

der Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte, sondern bieten in der Region damit auch

universitäre Spitzenmedizin an.

Klinikum Oldenburg

Über 150 000 Patienten kommen jedes Jahr ins Klinikum Oldenburg zu Sprechstunden,

ambulanten Behandlungen, zu teilstationären oder stationären Eingriffen.

Mit 832 Planbetten ist es das größte Akutkrankenhaus in der Weser-Ems-Region.

In 20 Kliniken, davon 11 Universitätskliniken (Stand August 2018) und fünf Instituten

behandelt und betreut das Klinikum Patienten aller Altersstufen – von Frühgeborenen

im Perinatalzentrum bis zu sehr alten Menschen in der Geriatrie.

Viele Fachkliniken haben sich zu Zentren zusam mengeschlossen, um die bestmögliche

Behandlung der Patienten sicherzustellen – zum Beispiel gibt es das Nordwestdeutsche

Tumorzentrum, in dem alle Kliniken zusammenarbeiten, die onkologische

Erkrankungen im Klinikum behandeln.

Zudem gibt es unter anderem ein Herz-Kreislaufzentrum, ein Perinatalzentrum Level 1,

ein Notfallzentrum, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin und die einzige Knochenmarktransplantationsstation

der Region. Zur Förderung des Genesungsprozesses

werden im Gesundheitshaus Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen angeboten.

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Evangelisches Krankenhaus Oldenburg

Über 1400 Mitarbeiter, fast 400 Betten und etwa 55 000 Patienten im Jahr – das EV

verfügt über herausragende Angebote wie das Neurozentrum mit Neurologie und

Neurochirurgie, die Klinik für Neurologische Intensivmedizin und Frührehabilitation

mit Beatmungsschwerpunkt, die zertifizierte überregionale „Stroke-Unit“ oder die

Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde mit der Spezialisierung zur Cochlea-Implantat-Versorgung.

Im Medizinischen Versorgungszentrum (MEVO) arbeiten

Fachärzte der Neurochirurgie, Neurologie, Phoniatrie und Pädaudiologie sowie der

Plastischen Chirurgie. Seit 2012 ist das EV mit mehreren Universitätskliniken Teil des

Medizinischen Campus der Universität Oldenburg, 2016 wurde es als Überregionales

Traumazentrum anerkannt. Im Februar 2019 ist die Zentrale Notaufnahme aus dem

Altbau in den Neubau an der Auguststraße umgezogen. Die neue ZNA wird nach der

kompletten Fertigstellung etwa viermal so groß wie die alte sein.

Pius-Hospital Oldenburg

Wer ins Pius-Hospital kommt, weiß „hier bin ich gut aufgehoben“. Menschliche

Wärme, Fachkompetenz und modernste Technik prägen das Schwerpunkrankenhaus

mit 420 Betten in zehn Kliniken und sechs Universitätskliniken. Mit einem breiten

Leistungsspektrum in den Bereichen Tumortherapie, Gynäkologie, Lungenheilkunde,

Thorax- und Gefäßchirurgie, Augenheilkunde und der Endoprothetik werden im Pius-

Hospital rund 55000 Patientinnen und Patienten pro Jahr behandelt.

Interdisziplinäre medizinische Kompetenzzentren, wie zum Beispiel das EndoProthetikZentrum

der Maximalversorgung, das Gefäßzentrum oder die zertifizierten

Krebszentren, bieten eine optimale Verknüpfung von Früherkennung, Diagnostik,

Behandlung und Nachsorge.

Reha-Zentrum Oldenburg

Für die vier Kliniken des Reha-Zentrums Oldenburg gilt als Ziel, den Patienten eine

größtmögliche Teilhabe am Beruf und am alltäglichen Leben zurück zugeben und

umfassende Kenntnisse für eine gesunde Lebensweise zu erlangen. Die Besonderheit

des Reha-Zentrums Oldenburg ist vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit

innerhalb der Kliniken im Reha-Zentrum. Darüber hinaus besteht ein leistungsstarker

Präventions- und Nachsorgebereich. Reha-Nachsorge, Rehasport, Heilmittelverordnungen

bieten die Möglichkeit der weiteren, längerfristigen Therapie.

• Anja Gieselmann

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Info

Klinikum Oldenburg

Rahel-Straus-Straße 10

26133 Oldenburg

Tel. 0441 403-0

www.klinikum-oldenburg.de

Evangelisches Krankenhaus Oldenburg

Steinweg 13–17

26122 Oldenburg

Tel. 0441 236-0

www.evangelischeskrankenhaus.de

Pius-Hospital Oldenburg

Georgstraße 12

26121 Oldenburg

Tel. 0441 229-0

www.pius-hospital.de

Rehabilitationszentrum Oldenburg

Klinik für Kardiologie, Geriatrie, Neurologie

und Orthopädie/Traumatologie

Brandenburger Straße 31

26133 Oldenburg

Tel. 0441 405-0

www.reha-ol.de

Karl-Jaspers-Klinik

Psychiatrieverbund Oldenburger Land

Hermann-Ehlers-Straße 7

26160 Bad Zwischenahn

Tel. 0441 9615-0

www.karl-jaspers-klinik.de

Pius-Hospital Oldenburg Evangelisches Krankenhaus Klinikum

Foto: Pius-Hospital Foto: Architektengruppe Schweitzer/cube-viz Foto: Klinikum Oldenburg

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Ganztagsbetreuung.

Familienfreundlich | Beratung | Inklusion.


Info

Amt für Schule und Bildung

Amtsleitung Matthias Welp

Tel. 0441 235-2535

www.oldenburg.de/startseite/

wissenschaft-bildung/schule

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Foto: gpointstudio – stock.adobe.com


Ende 2019 gibt es in der Stadt Oldenburg 13 Grundschulen mit Ganztagsbetreuung.

Weitere Grundschulen nehmen jährlich den Ganztagsbetrieb auf. Damit gehört

Oldenburg zu den besonders familienfreundlichen Kommunen im Nordwesten.

Hinzu kommt das große Engagement für das Thema Inklusion.

Im Gegensatz zu den Prognosen vor 25 Jahren, die von deutlich sinkenden Schülerzahlen

ausgingen, drücken heute mehr Kinder die Schulbank. „Wir haben 5396 Mädchen

und Jungen in den vier Grundschuljahrgängen sowie im Schulkindergarten mit

steigender Tendenz in den nächsten Jahren“, weiß Matthias Welp, Leiter des Amtes für

Schule und Bildung. Deshalb wird voraussichtlich eine weitere Grundschule auf dem

Fliegerhorst benötigt, wo neuer Wohnraum für bis zu 3000 Menschen entsteht.

Weiterhin müssen einzelne Grundschulen aufgrund von Baugebieten in ihrer Zügigkeit

erweitert werden.

Rund 30 Millionen Euro investierte die Stadt bisher, um Grundschulen für den Ganztagsbetrieb

und für die inklusive Beschulung auszustatten. Zusätzlich kostet die

Betreuung außerhalb des Unterrichts aktuell jährlich 3,5 Millionen Euro.

Nach aktuellen Planungen sollen die übrigen 15 Grundschulen bis zum Schuljahr

2030/2031 umgebaut werden, „sofern die Entwicklung an den Schulen dies erforderlich

macht und der Rat der Stadt das notwendige Geld in die kommenden städtischen

Haushalte einstellt“, schränkt Schulamtsleiter Matthias Welp ein.

Die Nachfrage der Eltern nach Ganztagsplätzen in Grundschulen ist hoch. Da ist es

positiv zu bewerten, dass ab dem kommenden Schuljahr für mehr als die Hälfte der

Grundschüler bereits Ganztagsplätze angeboten werden. In den übrigen Grundschulen

will die Stadt den „betreuten Mittagstisch“ ausbauen, um die Wartezeit bis zum

Schulumbau zu überbrücken. „Einige Schulen haben uns signalisiert, dass der

betreute Mittagstisch voraussichtlich sogar ausreicht, während andere ihn lediglich

als Überbrückung ansehen“, sagt Welp. In Schulen mit betreutem Mittagstisch

werden die Kinder montags bis freitags bis ca. 14.30 Uhr verlässlich in der Schule

betreut und erhalten ein Mittagessen.

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In den Ganztageseinrichtungen entscheidet der jeweilige Schulvorstand (Schulleitung,

Eltern, Lehrkräfte, Schulträger), ob die Schule offen oder teilgebunden sein soll.

In offenen Ganztagsschulen finden die außerunterrichtlichen Angebote grundsätzlich

am Nachmittag nach der letzten Schulstunde statt und enden nach ca. zweieinhalb

Stunden. Die Teilnahme am Nachmittagsangebot ist freiwillig. Wenn Eltern ihre

Kinder dafür anmelden, ist die Teilnahme für diese Kinder verpflichtend. In teilgebundenen

Grundschulen sind alle Schüler an mindestens zwei Wochentagen zum ganztägigen

Schulbesuch verpflichtet. An diesen Tagen wechseln Unterricht und außerunterrichtliche

Angebote ab. Die Teilnahme an den außerunterrichtlichen Angeboten

der Ganztagsschule ist in jedem Fall beitragsfrei für die Eltern. Um eine Betreuung

nach 15:30 Uhr und während der Schulferien bei Bedarf zu sichern, können Eltern ein

ergänzendes, kostenpflichtiges Angebot buchen.

Schulbezirke, Förderunterricht und Förderschulen

Im gesamten Stadtgebiet gelten für die Grund schulen Schulbezirke. Wer feststellen

möchte, wo das eigene Kind eingeschult wird, kann sich daran orientieren, dass es in

der Regel die nächstgele gene Grundschule ist.

Foto: pressmaster – stock.adobe.com

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Eltern von Kindern mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf haben

zumeist die Wahl zwischen inklusiver Beschulung in einer Regelgrundschule oder

einer Förderschule. Aktuell werden die beiden Möglichkeiten jeweils von ungefähr

der Hälfte der Eltern genutzt. So gehen derzeit etwa 250 Kinder aus allen Förderbereichen

auf Regelgrundschulen. Die Tendenz ist ansteigend. Trotz dieser Umverteilung

„werden die Förderschulen weiterhin nachgefragt“, betont Matthias Welp. „Von Eltern,

deren Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf eine Regelschule

besuchen, habe ich viele positive Rückmeldungen bekommen“, hebt Welp hervor.

Allerdings sei von diesen Eltern auch sehr oft der Wunsch nach mehr Förderschullehrkräften

in den Regelschulen geäußert worden.

An den eingerichteten Ganztagsgrundschulen gibt es einen hohen Anteil an Kindern

mit Migrationshintergrund. „Die Sprachbildung für diese Kinder finanziert das Land

Niedersachsen“, erklärt der Schulamtsleiter.

Außerdem habe das Land Schulsozialarbeiterstellen geschaffen, und zwar insbesondere

an Schulen mit vielen Kindern von Migranten.

• Anja Gieselmann

Foto: Gennadiy Poznyakov – stock.adobe.com

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Erlebnis Turnfest 2020.

Das größte Breitensportereignis Norddeutschlands.

Info

www.erlebnisturnfest.de

Foto: Turnfest-Botschafter Andreas Toba

Quelle: Volker Minkus – Minkusimages

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Es wird groß, es wird bunt, es wird vielseitig und voller Abenteuer und Erlebnisse.

Das Erlebnis Turnfest vom 20. bis 24. Mai 2020 in Oldenburg wird das größte

Breitensportereignis Norddeutschlands im Jahr 2020 sein. 200 000 Besucher und

12 000 Teilnehmer werden erwartet.

Das Turnfest bringt über Himmelfahrt Turn-, Bewegungs-, Kultur- und Feierfans unter

dem Motto „Der Moment, den Du liebst!“ zusammen. Rund 12 000 Teilnehmer aus

ganz Norddeutschland und über 200 000 Besucher werden erwartet. Das abwechslungsreiche

Programm aus Turnen, Show und Party hält für alle Altersgruppen fünf

ereignisreiche Tage bereit. „Mitmachangebote, spannende Veranstaltungen, ein

faszinierendes Bühnenprogramm gehören ebenso dazu wie Möglichkeiten, ganz viel

auszuprobieren und neue Erfahrungen zu sammeln“, erklärt Michael Bauer, Pressesprecher

des Niedersächsischen Turner-Bundes mit Sitz in Hannover. Warum gerade

in Oldenburg? „Die Stadt ist eine der absoluten „Turn-Hauptstädte“ Niedersachsens

und bestens geeignet für ein grandioses Erlebnis Turnfest. Hier gibt’s tolle Vereine

und ein hervorragendes Umfeld für den Sport“, betont Bauer.

Veranstaltungs-Highlights für jeden Geschmack

Was wäre das Erlebnis Turnfest ohne die Shows, Konzerte und Partys? Hier werden die

Momente, die das Publikum und die Sportler lieben, sozusagen am Fließband produziert.

Veranstaltungs-Highlights wie die Turnfest-Gala, das „Rendezvous der Besten“,

Landesfinale oder der Showwettkampf erfreuen sich großer Beliebtheit. Da lohnt es

sich, frühzeitig Tickets unter www.erlebnisturnfest.de/tickets zu buchen.

Bühnenprogramm auf dem Schlossplatz

An jedem Turnfest-Tag präsentiert NDR 1 ein kostenloses Open-Air-Bühnenprogramm

auf der Niedersachsen Bühne auf dem Schlossplatz. Hier findet am 20. Mai auch die

Mega-Eröffnungsshow statt. Tagsüber gibt es Mitmach-Programme, bei denen alle

Besucher aktiv werden können. Außerdem geben niedersächsische Vereine Einblicke

in ihre Arbeit und in die Vielfalt des Turnens mit und ohne Showcharakter. In den

Abendstunden sorgen hochkarätige Bands, Künstler und DJs für Livemusik und Partystimmung.

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Hotspots Marschweg-Stadion und Schlossgarten

Das Marschweg-Stadion ist ein absoluter Hotspot beim Erlebnis Turnfest.

Neben Wettkämpfen und der abschließenden Stadiongala selbst finden zahlreiche

Angebote auf dem großen Nebenplatz statt. Hier wird eine große Zahl an Mitmachaktionen

insbesondere für Kinder und Jugendliche geboten. Auch im Schlossgarten

soll täglich bei Spiel- und Spaßangeboten „die Post abgehen“, wie der Turner-Bund

schon im Vorfeld verrät. Wer zwischendurch ein wenig Entspannung braucht, kann

diese auf der Schlossgarten-Wiese finden.

Turnfest-Song: der Moment

Für das Erlebnis Turnfest wurde eigens ein Song komponiert, der bereits jetzt Lust

auf das große Fest macht. Gesungen wird der Song mit Potenzial zum Ohrwurm

von Leon Braje, einem Sänger aus Hannover, bekannt aus „The Voice of Germany“.

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Der 22-Jährige fasziniert durch seine unverwechselbare, warme Stimme. Er zieht sein

Publikum mit dem Lied vom ersten Augenblick in den Bann und transportiert das

Turnfest-Motto „Der Moment, den Du liebst“ auf gefühlvolle Weise. Der Turnfest-Song

ist auf allen bekannten Streaming-Portalen wie Spotify, iTunes, Amazon Music und

Google Play zu finden.

Turnfest-Botschafter Andreas Toba und Ruth Sophia Spelmeyer

Mit Turn-Star Andreas Toba und Leichtathletik-Ass Ruth Sophia Spelmeyer konnten

zwei hochkarätige Turnfest-Botschafter gewonnen werden. Für Andreas Toba sind

„Turnfeste etwas ganz Besonderes. Diese Vielfalt an Sportarten und die einzigartige

Stimmung sind immer wieder unbeschreiblich.“

• Anja Gieselmann

Foto: Niedersächsischer Turner-Bund

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Filmfest Oldenburg.

Ein Hauch von Hollywood.



Fotos: Filmfest Oldenburg

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Filmemacher und Stars treffen sich alljährlich im September zum Internationalen

Filmfest Oldenburg.

Internationales Flair und einen Hauch von Hollywood bringt das Internationale

Filmfest Oldenburg jedes Jahr im September in die Huntestadt. Filmstars wie Nicolas

Cage, Moritz Bleibtreu, Katja Flint, Peter Lohmeyer oder Veronica Ferres, um nur

einige Namen zu nennen, spazierten schon anlässlich des Filmfests in Oldenburg

über den roten Teppich, winkten ihren jubelnden Fans zu und ließen sich von einer

für Oldenburger Verhältnisse beachtlich großen Schar an Fotografen ablichten.

27. Internationales Filmfest Oldenburg

Vom 16. bis 20. September 2020 findet das nächste, das 27. Internationale Filmfest

Oldenburg statt. Während dieser fünf Tage zeigt das Filmfest-Team unter der Leitung

von Torsten Neumann 50 Spielfilme und 20 Kurzfilme aus der Sparte „Independent“.

Das sind Filme, die laut Wikipedia „mit kleinem Budget künstlerisch ambitionierte

Ideen umsetzen, unabhängig davon, aus welchem Land sie kommen“.

Torsten Neumann hat damit einen deutschen Markt für Filmemacher geschaffen,

die mit kleinen Budgets ihre kreativen, oft visionären Ideen umsetzen. Nicht zuletzt

aufgrund dieser Spezialisierung gilt das Filmfest Oldenburg in Fachkreisen auch

als das „deutsche Sundance“. Dies ist eine große Auszeichnung der Fach presse,

denn das von Robert Redford wesentlich geförderte Sundance Film Festival ist die

wichtigste Plattform für amerikanische und internationale Produktionen, die unabhängig

von Hollywood entstanden sind und auch weiterhin entstehen.

Oldenburg ist damit zu einem inspirierenden Treffpunkt für Filmemacher, Publikum

und Journalisten geworden. Gleichzeitig hat sich das Filmfest Oldenburg stetig

weiterentwickelt und dennoch seine intime Atmosphäre und seine Grundsätze bewahrt.

So ist das Filmfest Oldenburg das einzige seiner Art weltweit, das jedes Jahr,

als Teil seines regulären Programms, Filmvorführungen in einem Hochsicherheitsgefängnis

präsentiert, an denen Häftlinge, Filmemacher und das reguläre Publikum

gemeinsam teilnehmen. Das Festival möchte durch die übergeordnete Sprache

Film eine Brücke zwischen dieser Innen- und Außenwelt schaffen und darauf aufmerksam

machen, dass straffällig gewordene Menschen nach verbüßter Haftstrafe

wieder Teil der Gesellschaft sind.

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Große Namen in Oldenburg

Neben der Förderung junger Talente und der Entdeckung von noch weitgehend

unbekannten Künstlern feierten beim Filmfest Oldenburg viele hoch geschätzte

Filmemacher wie Darren Aronofsky, Brian De Palma, Steven Soderbergh, Michael

Polish, Johnnie To, Monte Hellman, Larry Clark und Takeshi Kitano ihre Deutschlandpremiere.

Zu den Ehrengästen gehörten Jim McBride, Philippe de Broca, Andrzej Żuławski,

Ken Russell, Jerry Schatzberg, James Toback, Radley Metzger, Ted Kotcheff, Phedon

Papamichael, Mania Akbari, Philippe Mora, George Armitage, Christophe Honoré

und Edward R. Pressman, die persönlich in Retrospektiven ihr Schaffen präsentierten.

Auch Seymour Cassel, Asia Argento, Ben Gazzara, Luke & Andrew Wilson, Stacy

Keach, Peter Lohmeyer, Michael Wadleigh, Scott McGehee & David Siegel, Roger

Fritz, Deborah Kara Unger, Matthew Modine, Mira Sorvino, Veronica Ferres, Bobcat

Goldthwait, Joanna Cassidy, Amanda Plummer, Lou Diamond Philips, Moritz Bleibtreu

und Nicolas Cage waren bereits als Ehrengäste in Oldenburg.

Das Lost Angels-Team der JVA

Foto: Filmfest Oldenburg

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Während des Filmfests werden jährlich der „German Independence Award – Publikumspreis“

und als Jurypreis der „German Independence Award – Bester Kurzfilm“

vergeben. Der beste Erstlings-Film erhält den Preis „Best First Film“. Die Auszeichnung

„Originality, Daring und Audacity“ erhält alljährlich eine Produktion, die sich

durch cineastische Kühnheit auszeichnet.

Stern auf dem Walk of Fame

Seit 2007 erhalten große Filmstars, die am Filmfest Oldenburg teilnehmen, einen

Stern auf dem OLB Walk of Fame. Dieses Ereignis ist in jedem Jahr eine beliebte

Gelegenheit für Hobbyfoto grafen, Aufnahmen großer Stars zu machen. Die besten

Fotos können übrigens an einem Fotowettbewerb teilnehmen.

Gefördert wird das Filmfest Oldenburg von nordmedia und der Stadt Oldenburg.

Hauptsponsor ist die Oldenburgische Landesbank (OLB). Premiumsponsoren sind

die EWE AG und das Oldenburger Unternehmen Flyerheaven.

• Anja Gieselmann

Die Gewinner der Kategorien „Best Film & Best First Film“

Foto: Filmfest Oldenburg

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Welcome to Pauldingburg!

Interview mit Rickey Paulding.

Foto: EWE Baskets Oldenburg / Ulf Duda

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Rickey Paulding. Profi-Basketballer bei den EWE Baskets Oldenburg. Der gebürtige

US-Amerikaner spielt seine 13. Saison im Trikot der Oldenburger. Eine Seltenheit im

Profisport. Was macht Oldenburg für ihn aus und welche Rolle spielt die Stadt in

seinem Leben?

Was waren die ersten deutschen Wörter, die du gelernt hast, als du nach Oldenburg

gewechselt bist?

Ich glaube, dass erste deutsche Wort war „Moin“. Dann natürlich „Danke schön“,

„Bitte schön“ und so weiter.

Wie waren deine ersten Eindrücke? Ist dir irgendetwas direkt positiv oder negativ

an der Stadt aufgefallen?

Mir hat es von Anfang an sehr gut in Oldenburg gefallen. Vor allem war es ein

großer Unterschied zu meiner letzten Station in Frankreich (Gravelines, etwa 11 500

Einwohner). Als ich in Oldenburg ankam, war das Wetter sehr gut und sonnig. Da

hatte ich noch keine Ahnung vom häufigen Regen hier (lacht). Aber ehrlich, mir hat

die Stadt sehr gut gefallen und ich hatte ein gutes Gefühl, dass es auch meiner Frau

Kara gefallen wird. Sie kam sechs oder sieben Wochen später mit unserem gerade

geborenen Sohn nach.

Gibt es aus deiner Anfangszeit in Oldenburg irgendeine lustige oder absurde

Geschichte, die dir bis heute im Kopf geblieben ist? Woran musstest du dich gewöhnen?

Die Fahrräder! Definitiv die Fahrräder! Die fahren hier ja überall. Oh, und der Straßenverkehr.

Das läuft in den USA anders. Wenn du dort mit deinem Auto an eine

Kreuzung ohne Ampel oder Verkehrszeichen kommst, fährt immer derjenige weiter,

der als Erster an der Kreuzung angekommen ist. Hier habt ihr rechts vor links. Also

bin ich in meinen ersten drei Wochen in Olden burg immer durchgefahren, wenn

ich zuerst da war. Warum ich angehupt wurde, habe ich zuerst nicht verstanden, bis

ich schließlich aufgeklärt wurde. Ich habe in meiner Anfangszeit drei Wochen das

Gesetz gebrochen (schmunzelt).

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Sportlich lief es von Beginn an sehr gut für dich in Oldenburg. Bereits im zweiten

Jahr hast du die Meisterschaft für Oldenburg gewonnen. Die Stadt stand mehrere

Tage lang Kopf. Wie hast du die Emotionen von außen wahrgenommen?

Das war wirklich verrückt. Wir haben die Meisterschaft ja auch auf höchst dramatische

Weise gewonnen. Da waren Fans überall. Wir waren die Nacht sehr lange

unterwegs und haben mit den Fans gefeiert bis in den nächsten Tag. So etwas

habe ich noch nie erlebt. Da spürte ich das erste Mal, wie sehr Oldenburg Basketball

liebt und ich weiterhin hier spielen möchte.

Würdest du sagen, Oldenburg ist eine basketballverrückte Stadt?

Auf jeden Fall. Das merkt man von Jahr zu Jahr mehr. Es gibt natürlich immer noch

Menschen, die nichts über uns wissen oder die es einfach nicht interessiert. Aber

ich denke, jeder, der die Möglichkeit hat zu einem unserer Spiele zu kommen, sollte

diese nutzen. Die EWE Baskets sind ein Highlight in Oldenburg.

Nach diesem sportlichen Highlight wirst du bestimmt viele Angebote von anderen

Clubs erhalten haben. Warum hast du dich entschieden, weiterhin in Oldenburg zu

bleiben?

Zum einen haben wir den Großteil der Meistermannschaft behalten und ich wollte

einfach mit diesen Jungs weiterspielen. Aber auch für die Familie. Wenn man

Kinder hat, fängt man an, über gewisse Dinge anders zu denken. Für mich ist es am

wichtigsten, dass meine Familie bei mir ist. Ich hatte Angebote mit mehr Geld, das

ist richtig. Aber keines der Angebote konnte mir das bieten, was Oldenburg mir bis

dahin geboten hat: nämlich ein sportlich gutes und erfolgreiches Umfeld und eine

Stadt, in der sich meine Familie sehr wohl fühlt. Deshalb hatte ich mich dazu entschieden,

hierzubleiben.

Du hast drei Kinder. Zwei sind in Oldenburg geboren und dein erster Sohn kam mit

wenigen Wochen hierher. Alle gehen hier zur Schule, sprechen perfekt Deutsch

und haben in gewisser Weise ihre Wurzeln hier. Ist Oldenburg für dich eine gute

Stadt, um eine Familie zu gründen?

Auf jeden Fall. Für mich ist es sehr wichtig, dass meine Familie in Sicherheit ist. Und

das sind wir in Oldenburg. Ich kann mich mit meinen Kindern hier frei bewegen,

ohne Angst haben zu müssen. Das ist ein großer Unterschied zu meiner Kindheit

(geboren in Detroit). Hier fahren unsere Kinder mit dem Fahrrad zur Schule oder

50


Fotos: EWE Baskets Oldenburg / Ulf Duda

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sind tagsüber mit Freunden unterwegs. Solange wir wissen, wo sie sind und wann

sie wiederkommen, sind wir beruhigt.

Die Fans und der Verein huldigen dir und sprechen nicht mehr von Oldenburg, sondern

von Pauldingburg. Was ist das für ein Gefühl, wenn die Stadt quasi umbenannt

wird?

Es ist merkwürdig, denn ich denke nicht so über mich. Aber es ist schon cool,

gerade für meine Kinder oder wenn ich mal meine Karriere beende und daran

zurückdenken kann. Auch für meine Familie und Freunde in den USA ist es etwas

Besonderes, wenn sie diese Dinge online sehen. So kann wirklich jeder verstehen,

warum wir so lange hier in Oldenburg sind.

In der Sommerpause verbringst du die Zeit mit der Familie in Kansas City in den

USA. Gibt es etwas, das du an Oldenburg vermisst?

Ja, besonders dort, wo wir jetzt in den USA leben, vermisse ich es, einfach zu einem

Geschäft laufen zu können oder mit meinem Fahrrad ein paar Runden zu fahren.

Das deutsche Frühstück vermissen wir auch. In den USA ist das Frühstück meist

Foto: EWE Baskets Oldenburg / Ulf Duda

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sehr schwer und mächtig. Darauf haben wir

nicht jeden Tag Lust. Aber ja, solche kleinen

Dinge vermissen wir schon. Viel mehr aber noch

nicht, denn bisher wussten wir jeden Sommer,

dass wir zurück nach Oldenburg kommen werden

(lacht).

Hast du einen oder mehrere Lieblingsorte in

Oldenburg? Was unternimmt Familie Paulding

in der Stadt, wenn sie frei hat?

Wenn ich frei habe und das Wetter gut ist, versuchen

wir so viel wie möglich unsere Freizeit

draußen zu verbringen. Entweder wir gehen

in die Stadt oder in einen der vielen Parks in

Oldenburg. Wir gehen wirklich gerne spazieren.

Foto: EWE Baskets Oldenburg / Ulf Duda

Was schätzt du besonders am Leben in Oldenburg?

Was sind Gründe für Lebensqualität hier?

Das ist sehr einfach zu beantworten. Die Menschen in Oldenburg erkennen mich

auf der Straße, aber es ist nicht verrückt. Ich kann immer noch hingehen, wo ich

will, sei es in die Stadt, zum Einkaufen oder sonst wo – der Umgang hier ist sehr

respektvoll. Auch wenn ich nach einem Foto oder Autogramm gefragt werde. Ich

kann hier einfach ich selbst sein, und es ist alles etwas langsamer und entspannter

als in den Metropolen der Welt. Das macht definitiv Lebensqualität für mich aus.

Niemand kann sich vorstellen, den Namen Paulding auf einem anderen Trikot zu

sehen. Aber was ist nach dem Karriereende? Geht es zurück in die USA oder bleibst

du Oldenburg noch länger erhalten?

Der Plan ist, zurück in die USA zu gehen. Aber wir wollen und können unsere lange

Beziehung mit Oldenburg natürlich nicht komplett kappen. Wir und unsere Kinder

haben Freunde hier, also werden wir mit Sicherheit öfters zu Besuch kommen. Jetzt

sind wir aber ja noch hier und nicht fertig in Oldenburg. Und auch wenn der Plan

eine Rückkehr in die USA vorsieht, wer weiß, was die Zukunft so mit sich bringt?

• Adrian Schuster

53


Wo finde ich was?

Die Aufgaben der Stadtverwaltung.

54

Foto: rzbawb – stock.adobe.com


Wo finde ich was?

Die Nummer am Ende einer Zeile verweist

auf die Übersichtkarte auf Seite 57.

Abfallbehandlungsanlage ............28

Abfallbeseitigungsgebühren ...........2

Abfallwirtschaftsbetrieb ..............27

AIDS-Beratung .........................4

Agenda 21 .............................4

Anwohnerparkrechte ..................4

Artothek ...............................3

Ausbildungsförderung (BAföG) .........2

Ausländerangelegenheiten ............2

Ausweise und Pässe .................2/5

Bäderbetrieb .........................23

Bauberatung ...........................4

Beglaubigungen .......................2

Begrüßungsgeld .......................2

Behindertenberatung ..................4

Betreuungsstelle .......................7

Bürgerbegehren .......................2

Bürgerservice .......................2/5

Campingplatz ........................29

Denkmalschutz ........................4

Edith-Ruß-Haus ...................... 15

Eheschließungen .......................2

Ehrensache (Freiwilligenagentur) .......3

Elternberatung ....................... 18

Elterngeld ..............................6

Fahrerlaubnisse und Fahrerkarten ......5

Feuerwehr (Wache I + II) ..........13/31

Freibad Flötenteich ...................29

Führerscheine, auch international ......5

Führungszeugnisse .................2/5

Fundsachen ............................2

Geburtsbeurkundungen ...............2

Gesundheitsamt .......................4

Gewerbeangelegenheiten .............2

Gewerbesteuer ........................2

Gleichstellungsbüro ....................7

Grundsicherung ....................2/22

Grundsteuer ...........................2

Grundstücke ...........................4

Grünflächen ............................4

Hochbau ...............................4

Horst-Janssen-Museum .............. 12

Hundesteuer ...........................2

inForum ................................3

Infektionsschutz/Hygiene ..............4

Internationale Beziehungen ............1

Jobcenter (ALG 2) ....................20

Jugendärztlicher Dienst ................4

Jugendkulturzentrum Cadillac ....... 17

Jugend- und Familienhilfe .............6

Jugend- und Gemeinwesenarbeit ... 16

Jugendzahnärztlicher Dienst ...........4

Kfz-Zulassung .......................2/5

Kinderreisepass .....................2/5

Kinderbibliothek am PFL ...............3

Kindertagespflege .....................6

Kindertagesstättenangelegenheiten ...6

Kirchenaustritte ........................2

Krebsberatung .........................4

Kulturangelegenheiten .............. 15

Kulturzentrum PFL .....................3

Kulturzentrum Rennplatz ............32

Kundenzentrum Bau ...................4

Lebensmittelüberwachung ..........26

Liegenschaften ........................4

Marktangelegenheiten .................2

55


Meldeangelegenheiten

(An, Um- und Abmeldung) ..........2/5

Musikschule ............................8

Oberbürgermeister ....................1

OLantis Huntebad ....................23

Oldenburg-Pass ........................2

Ordnungsbehördliche

Angelegenheiten ......................2

Personalausweise/Pässe .............2/5

Personalverwaltung .................. 10

Pflegestützpunkt .................... 14

Präventionsrat (PRO-Büro) ..............7

Psychologische Beratungsstelle ...... 18

Rettungsdienst (-abrechnung) ....... 13

Schiedspersonen .......................7

Schule und Bildung ....................6

Seniorenservicebüro ................. 14

Sozialhilfe ..............................2

Sportangelegenheiten .................3

Staatsangehörigkeitsangelegenheiten

.......................2

Stadtarchiv ........................... 21

Stadtbibliothek .........................3

Stadtkasse ..............................4

Stadtmuseum ........................ 12

Stadtsanierung – Sanierungsstelle .....4

Standesamt ............................2

Steuern und Gebühren .................2

Team Wendehafen

(Jugendberufshilfe) ...................33

Tierschutz ............................26

TGO .................................. 19

Tourist-Info ........................... 24

Umwelt und Naturschutz ..............4

Vergabestelle ...........................4

Verschenkmarkt ........................9

Veterinärwesen ......................26

Wahlen .................................2

Wertstoffannahmestellen . . . . . . . . . 28/30

Weser-Ems Halle .....................22

Wirtschaftsförderung ..................4

Wohnberechtigungsschein ............2

Wohngeld ..............................2

Zentraler Außendienst ................11

Zwischenarchiv ...................... 18

Zuwanderung und Integration .......33

Die Auflistung ist nicht abschließend!

Änderungen vorbehalten.

Weitere Aufgaben der Stadtverwaltung

finden Sie online unter

www.oldenburg.de/buergerservice

Sie erreichen alle Dienststellen unter

einer einheitlichen Postanschrift:

Stadt Oldenburg (Oldb)

26105 Oldenburg

Telefon: 0441 235-4444

Behördennummer: 115

Telefax: 0441 235-3444

servicecenter@stadt-oldenburg.de

www.oldenburg.de

56


Marktplatz

Friedrich-

August-

Platz

Marschweg

13

Ib o -Ko ch-Str.

10 Oldenburg-Bürgerfelde

Schulweg

Sachsenstraße

Scheideweg

Scheideweg

Stiftsweg

5

Stiller Weg

Nadorster Straße

Oldenburg-Nadorst

Ammergaustraße

Nordtangente

Ammergaustraße

Hochheider Weg

Rauhehorst

Ellernbrok

Vahlenhorst

A293

Babenend

Nedderend

Alexanderstraße

Frankenstraße

Widukindstraße

Ehnernstraße

Friesenstraße

Hochheider Weg

straße

Johann-

Justus-Weg

Artillerieweg

19

Unter den Linden

Huntemannstraße

Schützenweg

Ammerländer Heerstr.

12

Infanterieweg

Oldenburg-Haarentor

Tannenkamps traße

A28

Hauptstraße

13

Prinzessinweg

Dietrichsweg

11

Gerberhof

Oldenburg-Eversten

Autobahndreieck

Oldenburg-West

Jägerstraße

Industriestraße

4

Lasiusstraße

Rummelweg

Wienstraße

Alte Fleiwa

Haareneschstraße

Tirpitzstraße

Friedhofsweg

Eversten

Zeughausstraße

Unter den

Falklandstraße

Ofener Straße

Haarenufer

Hauptstraße

Ziegelhofstraße

Leo-Trepp-

Straße.

Ratsherr-

Schulze-Str.

Tappenbeckstr.

Wardenburgstraße

Marienstr.

Hindenburgstraße

Eichen

Auguststraße

Melkbrink

Blumenstraße

Elsässer Str.

Meinardusstraße

WürzburgerStraße

Katharinenstr.

Lindenallee

Bahnhofsplatz

Herbartstraße

HochhauserStraße

Cäcilienplatz

23

Von-Finckh-Str.

Brüderstraße

15

3

Julius-

Mosen-

Platz

Ritterstr.

Peterstraße

Wallstr.

Roonstraße

Gartenstraße

16

Humboldtstraße

Georgstraße

Heiligengeistwall

Moltkestraße

Haarenstr.

Theaterwall

Alexanderstraße

11

91er-Straße

Gaststr.

12

Lange Str.

Lambertistraße

Rebenstraße

Pferdemarkt

Am

24

Stadtmuseum

Achternstr.

2

6

8

1

10

Markt

Staulinie

Schloßplatz

Schloßwall

Elisabethstraße

Staugraben

Staustr.

Osterstraße

Am Schloßgarten

Richard-

Wagner-

Platz

Ackerstraße

Nadorster Straße

Gottorpstraße

Milchstraße

18

Moslestraße

Poststraße

Para de wall

Huntestraße

Am

straße

Rosen-

Lindenstraße

Huntestraße

Festungsgraben

Bogenstraße

Bürgereschstraße

Neue Donnerschweer

Damm

Straß e

Bahnhofstraße

20

21

Karlstraße

Pri nzessinweg

Stau

9

7

14

17

Kanalstraße

Uferstraße

Güterstraße

Amalienstraße

Hermannstraße

Bürgerstraße

22

Straßburger Straß e

Junkerstraße

Nordstraße

Bürgerstraße

Alter Stadthafen

Graf-Spee-Straße

Donnerschweer Straße

Stau

Messestraße

Maastrichter Straße

Dragonerstraße

Anne-Frank-Platz

Stedinger Straße

Europaplatz

Mühlenstr.

Raiffeisenstraße

Schul-

Kranbergstraße

Große Karte

1 - Markt 1

2 - Pferdemarkt 12, 14

3 - Peterstraße 1,3

4 - Industriestraße

5 - Stiller Weg 10

6 - Bergstraße 25

7 - Stau 73

8 - Baumgartenstraße 12

9 - Taastruper Straße 4

10 - Markt 20/21

11 - Wallstraße 14

12 - Am Stadtmuseum 4 - 8

13 - Ibo-Koch-Straße 6

14 - Straßburger Straße 8

15 - Katharinenstraße 23

16 - Von-Finckh-Straße 1

17 - Huntestraße 4

18 - Donnerschweer Straße 43

19 - Marie-Curie-Straße 1

20 - Stau 70 (Agentur für Arbeit)

21 - Damm 41 (Eingang rechte Hausseite)

22 - Europaplatz 12

23 - Am Schloßgarten 15

24 - Lange Straße 3

Kleine Karte

26 - Rohdenweg 65

27 - Wehdestraße 70

28 - Barkenweg 3/6

29 - Mühlenhofsweg 80

30 - Felix-Wankel-Straße 7

(Langenweg)

31 - Schützenhofstr. 14 - 16

32 - Kurlandallee 4

33 - Bloherfelder Straße 39

Ammerländer Heerstr.

33

Eichenstr.

Bürgerfelde

A293

Autobahndreieck

Oldenburg-West

OL-Haarentor

Eversten

OL-Eversten

Ed ewechter

Landstr.

Nordmoslesfehner

A28

Straße

Str.

Hundsmü hler

Ofener Straße

Hauptstr.

OL-Nadorst

Ol-Bürgerfelde

Gar t enstr.

OL-Marschweg

Westfalendamm

Alexanderstraße

OL-Kreyenbrück

Cloppenburger Straße

Damm

31

Nadorster Straße

Stau

Kreyenbrück

OL-Nadorst

29 30

32

Stedinger Straße

Nordtangente

Donnerschwee

Donnerschweer Str.

OL-Donnerschwee

27

Oldenburg (Oldb)

Drielake

H oller Landstraße

OL-Ohmstede

A29

OL-Hafen

Osternburg

A28

OL-Osternburg

Autobahnkreuz

Oldenburg-Ost

Tweelbäke

Bremer Heerstraße

26

28

57


Impressum

Oldenburg erleben! 2019/2020 Kompakt

Herausgeber:

Redaktion und Herstellung:

Tim Rost, Adrian Schuster

Baumschulenweg 28

26127 Oldenburg

Telefon 0441 9353-0

kuw.de

Mitglied im Verband Deutscher Auskunfts-

und Verzeichnismedien (VDAV).

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Nachdruck, auch auszugsweise, jede Art

der Vervielfältigung oder das gewerbsmäßige

Abschreiben von Anschriften

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die Benutzung von Ausschnitten zur

Werbung von Anzeigen sind verboten

und werden als Verstoß gegen das UWG

(Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb)

und als Verletzung des Urheberrechts

strafrechtlich verfolgt.

In Zusammenarbeit mit der Stadt

Oldenburg. Nach amtlichen Unterlagen

und verlagseigenen Erhebungen

bearbeitet.

Hiervon abweichende Nutzungserlaubnisse

bedürfen der vorherigen

schriftlichen Einwilligung des

Herausgebers.

Redaktionelle Beiträge:

Anja Gieselmann,

Laura Meißner,

Reinhard Schenke (Stadt Oldenburg),

Adrian Schuster

Layoutentwicklung:

Tim Rost

Printed in Germany 2019

Druck:

NoWe Druck oHG

Emsoldstraße 15

26180 Rastede

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