Ausgabe31_2019

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6. Jahrgang Ausgabe 31 | Juli 2019 | kostenlos

für CLOPPENBURG & umzu

Stadtgeschichten

Liebe auf den ersten Swing

Blaudrucken

Geschichten aus der Stadt & umzu

Cheers

und noch viel mehr



Inhaltsverzeichnis

reportage

Blickpunkt 3

100 Jahre Kalkhoff 4

21. Rosche-Korn-Erlebnis-Tour 6

Königs Apotheke 8

Fridays for Future 14

Eine Geschichte, die nicht… 16

Lesezeit – Buchbesprechung 17

Liebe auf den ersten Swing 20

Interview mit Ingo Malinowski – Quadro 24

Zusammenleben, zusammen sein 28

Ghana – Und sonst so? 34

Lesezeit – Buchbesprechungen 37

Autoseiten 38

Gegen Unwetterschäden waren früher Kräuter… 42

Blaudruck im Kattrepel 43

Lieblingsplätze mit Rosen 47

350 Jahre Gnadenkapelle 52

Das gehörte sich nicht 53

Senioren on Kultour 54

Polen – Europa – Polen – …Südoldenburg 56

Urlaubstrend 2019 59

Tennis Blau-Weiß Galgenmoor 60

Eine kreative Garten-Oase mitten in Cloppenburg 64

Lesezeit – Buchbesprechung 67

Rezepte 68

Cheers 70

Heinz Kramer-Hinte 72

Gute Butter 75

Sternenkinder 76

Pauken und nebenher jobben 78

Sommerziele 80

Wohnraum mit Geschichte 82

Boxspringbetten 83

Veranstaltungskalender 86

Hunde im Auto – Vorsicht bei Hitze 88

Impressum 90

Sigrid Lünnemann

Liebe Leserinnen & Leser,

da sind wir wieder! Nach einer kurzen (Vorsommer-) pause,

in der wir jedoch viel unterwegs waren, viel recherchiert und

jede Menge Neues und Interessantes mitgebracht haben.

Bei ausgiebigen Blicken über den Tellerrand oder auf so viel

Stadtgeschichte von Cloppenburg und umzu wie selten zuvor.

Dazwischen und mittendrin lebt das vorliegende Stadtmagazin

in gewohnter Weise von Portraits, Reportagen und von

Beiträgen, die entweder von Lesern selbst verfasst oder auf

deren Thematiken wir von ihnen aufmerksam gemacht wurden.

Da kommt man auch schon mal auf die Spur merkwürdiger

Begebenheiten, sieht Zauberhaftes hinterm Gartenzaun

oder lernt Institutionen und Menschen kennen, die inspirieren

und bewundernswert sind.

Sie lernen sie in dieser Ausgabe kennen und weil wir wissen,

dass es ihrer noch viele mehr gibt, freuen wir uns jetzt

schon darauf, auch sie mit Ihnen bekannt zu machen und natürlich

zu gucken, was alle anderen weiterhin so treiben. Wie

die Kids und Jugendlichen vom Cloppenburger „Fridays for

Future“, die sich auch während der Ferien aktiv an Veranstaltungen

andernorts beteiligen und von denen wir fest davon

ausgehen, dass sie ihre Schulstreiks im neuen Schuljahr fortsetzen

werden. Zu dem Thema haben wir schon Einiges gesagt

und stehen zu unserer vollen Unterstützung, wann immer

sie vonseiten dieser „Future-people“ gefragt ist.

Apropos „bekannt machen“ – wir werden oft gefragt, wer

„die vom Stadtmagazin“ eigentlich sind. Das haben wir am

Anfang unserer Magazinzeiten immer fotografisch dargestellt,

aber damit war dann Schluss, warum, wissen wir nicht

mehr. Doch wie auch immer: Ab dieser Ausgabe zeigen wir

uns wieder. Manchmal so, manchmal so, nie ganz ernst gemeint,

aber immer erkennbar.

In diesem Sinne greifen wir eine Zeile aus diesem Magazin

auf, wandeln sie ein wenig um und swingen: „We do it our

way!“

Ihr Team des Stadtmagazins

Ulla Schmitz

Jürgen Heins Daniela Wilke Karin Niemöller

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Editorial

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Bild 1: 1954 – Heinrich und Elisabeth Kalkhoff machen Rast auf der Fahrt zur Messe in Paris

Bild 2: 1956 – Frühstückspause der Belegschaft am Kessener Weg

reportage

Bild 3: 1950 – Phosphatisierung

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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reportage

21. Rosche-Korn-Erlebnis-

Tour startet in Cloppenburg!

“World-Class Distillery” beliebtes Gruppen-Reiseziel

Warum denn in die Ferne schweifen,

wenn doch das Gute liegt so nah? Wer

gerne hochprozentige Spezialitäten

probiert und mehr über deren Herstellung

„vom Feld bis in die Flasche“ erfahren

möchte, sollte dafür zuerst nach

Haselünne zur Rosche-Korn-Academie

fahren und dann erst nach Schottland

oder Irland.

Am 26. Juli bietet sich zudem eine weitere

herausragende Gelegenheit, die

Korn-Academie „on-tour“ kennen zu

lernen. Haselünnes älteste Kornbrennerei

Jos. Rosche lädt an diesem Tag

zum 21. Mal zu einer Fahrrad-Tour für

mehr als 500 Teilnehmer durch die Region

ein. Dabei stehen das Gemeinschaftserlebnis

und der Genuss von

landschaftlichen und landeskulturellen

Reizen im Vordergrund. Die Tour

beginnt für alle, die es sich einrichten

können, erstmals bereits um 11 Uhr

mit einem „Schnupperkurs“ im Museumsdorf

in Cloppenburg. Dort zeigen

viele Ehrenamtliche, wie alte Bräuche

und Handwerke modern in Szene

gesetzt werden. Der Aufenthalt dort

macht Appetit auf ein Wiederkommen.

Um 13 Uhr erfolgt der Startschuss

zur 1. Etappe über 14 km quer durch

die Fahrradstadt Cloppenburg nördlich

der „Vlämischen Straße“ nach

Lastrup. Ab 13:45 Uhr öffnen dort

verschiedene Unternehmen für die Rosche-Korn-Tour-Teilnehmer

ihre Tore:

die Sportschule Lastrup präsentiert

ihre vielfältigen Angebote für Gruppen;

das Gestüt Böckmann, die Fahrzeugwerke

Böckmann und die internationalen

Pferde-Spedition Guido Klatte

laden zur Führung ein. Am „Kalieber

Stützpunkt“ informieren Fleischermeisterin

Sarah Dhem und ihr Team

über Premium-Fleischerzeugung und

beste Grill-Varianten.

über Duderstadt und Löningen erreichen

die Radler nach 19 km den Ortskern

von Evenkamp. Dort wird im Bereich

von Kirche und Sportgelände die

traditionelle Vesper mit Schinken- und

Käsebroten gehalten. Die Vesper bietet

ausgezeichnete Gelegenheit, andere

Tour-Teilnehmer aus dem Umkreis

von 60 Kilometern kennen zu lernen;

dies ist für viele Teilnehmer ein weiterer

wichtiger Aspekt bei der Rosche

Korn-Tour. Gegenseitige Rücksichtnahme,

auch gegenüber unbeteiligten

Verkehrsteilnehmern, zeichnet die

bisherigen 20 Korn-Erlebnis-Touren

seit 1999 aus. Nach der 3. Etappe mit

ebenfalls 19 Kilometern über den Hasetal-Radweg

lockt ab 19 Uhr der ge-

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6 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | reportage


reportage

mütliche Abschluss mit Essen, Musik

und Tanz im Hof der Edelkorn-Brennerei

im Herzen von Haselünne.

„Wir brennen für Sie!“

In der ältesten Stadt des Emslandes

betreibt die Familie Jos. Rosche bereits

seit 1792 eine Kornbrennerei von ganz

besonderem Rang. Neben bester Qualität

der Produkte erklärt die Fokussierung

auf Nachhaltigkeit und Authentizität

den Erfolg des Unternehmens,

auf das in den letzten Jahren immer

mehr Spirituosen-Genießer aufmerksam

werden.

Der neueste Höhepunkt der 227-jährigen

Brennerei-Geschichte fand im

März 2019 in Bassano del Grappa, der

Hauptstadt der italienischen National-Spirituose

statt: beim World-Spirits

Award wurde die Edelkorn-Brennerei

zum dritten Mal in Folge als

„World-Class Distillery“ ausgezeichnet.

Im Juni folgte dann in Hannover

die Auszeichnung „Kulinarischer

Botschafter Niedersachsens 2019“ für

den im Whiskey-Fass gereiften Korn

„Joe´s Best“ durch Ministerpräsident

Stephan Weil. “Unsere Produkte sind

für viele Menschen inzwischen ein geschmackvolles

Aushängeschild für die

ganze Region“, freut sich Josef Rosche

mit Ehefrau Susanne und allen Mitwirkenden.

„Ob beim offiziellen Empfang

am Tag der Deutschen Einheit in Vancouver

in Canada, in der Villa Massimo,

dem deutschen Kulturzentrum in Rom

oder im Rahmen einer Wirtschaftsdelegationsreise

bis hinter Moskau -

überall waren Genießer begeistert von

der Milde, dem Geschmack und dem

Abgang unseres puren Korns oder unserer

Fruchtigen und Kräuter-Liköre.

Das motiviert uns sehr!“

Seit einigen Jahren wird der Edelkorn

auch in Holzfässern internationaler

Herkunft gereift, die vorher zur Lagerung

von Whiskey, Sherry, Port- oder

anderen Weinen genutzt wurden. Der

Korn gewinnt so den Duft und den Geschmack

der weiten Welt hinzu; ausschlaggebend

für die Qualität bleibt

aber die 36-stündige Fein-Destillation

auf der eigenen kupfernen Brennanlage

in Haselünne.

Mehr Infos unter www.rosche.de.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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reportage

Ein Haus mit Tradition und Geschichte –

220 Jahre Königs Apotheke

Apotheken sind wichtige Teile unseres Gesundheitswesens.

So ist es für uns heute selbstverständlich, bei Krankheit

oder Verletzung einen Arzt aufzusuchen und sich die

notwendige Medizin aus der Apotheke zu holen – inklusive

umfassender und qualifizierter Beratung. Noch vor einigen

Generationen sah das ganz anders aus. Die medizinische

Versorgung war schlecht, die Menschen legten ihr Schicksal

oft in die Hand Gottes oder sie holten sich Hilfe bei nicht

ausgebildeten „Heilern“, die ihnen Linderung versprachen.

Dies änderte sich als immer mehr ausgebildete Ärzte und

Apotheker sich auch auf dem Land niederließen und ein

Netzwerk medizinischer und pharmazeutischer Versorgung

aufbauten.

Die erste Cloppenburger Apotheke, die Königs Apotheke,

wurde bereits vor 220 Jahren, am 23. April 1799, von Joseph

König gegründet und wird heute von seiner Urururenkelin,

der Apothekerin Dorothee Peus, in einem der schönsten

historischen Gebäude der Cloppenburger Innenstadt weitergeführt.

Joseph König aber gründete nicht nur die erste

Apotheke in Cloppenburg, sondern setzte sich als Arzt engagiert

für die gesundheitliche Versorgung der ländlichen

Bevölkerung und die Verbesserung der hygienischen Zustände

in dem kleinen Ackerbürgerstädtchen Amt Cloppenburg

ein. Aber der Weg dahin war nicht einfach und ein Blick

in die Gründungsgeschichte der Apotheke gibt auch einen

Einblick in die damaligen – heute unvorstellbaren - medizinischen

und hygienischen Verhältnisse.

Die Verbundenheit zur Medizin und zur Pharmazie zieht

sich wie ein roter Faden durch den beeindruckenden

Stammbaum der Familie König/Peus. Im Jahr 1720 siedelte

der Großvater Wundarzt und „Chirurgus“ Bernardus Köninck

(verstorben 1753) von Emden nach Cloppenburg über. Dessen

Sohn Everardus König (verstorben 1805) trat in seine

Fußstapfen und wurde ebenfalls Arzt. So blieb es nicht aus,

dass auch dessen Sohn Joseph König nun bereits in der dritten

Generation den Arztberuf wählte. 1778 begann er seine

medizinische Ausbildung beim „Chirurgo“ Tameling im

ostfriesischen Leer. Seine Ausbildung führte ihn weiter nach

Emden, Münster und Köln. Im Februar 1787 legte er vor dem

„Collegium medicum“ in Münster seine Prüfung ab, nach der

ihm bescheinigt wurde, dass „nachdem wir den Joseph König

aus Cloppenburg über die acht Kapitel aus der Wundarzneikunst:

als Entzündung, Rose, Wunden, Geschwüre, Verrenkungen,

Beinbrüche, Aderlassen und Zähneausziehen,

auch über das dahin gehörige Anatomische geprüft und

untersucht, haben wie gefunden, dass er … die Fähigkeit

habe, die Kur eben besagter Theile und die dabei nötigen

Operationen auszuüben. Wir erteilen ihm, Wundarzten Joseph

König, daher die Erlaubnis, in vorbenannten Stücken

die Wundarzneikunst frei und ungehindert auszuüben“.

Einige Wochen später wurde König in den Lehren „von

den Brüchen, Herniothomie, Trepanation und Amputation“

geprüft. Nach der Prüfung über den theoretischen und

praktischen Teil der Geburtshilfe wurde ihm außerdem die

Erlaubnis erteilt „die Geburtshilfe auf Ansuchen der Gebährenden,

frei und ungehindert auszuüben“. Besonders die

Geburtshilfe lag Joseph König später sehr am Herzen und

er engagierte sich intensiv für eine fachliche Qualifikation

der Geburtshelferinnen in Cloppenburg. Zehn Jahre später,

8 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte


Stadtgeschichte

Bild: Foto Erhard

Der Gründer der Königs Apotheke Joseph König mit seinen

fünf Söhnen Erhard, Georg, Joseph, Hermann und Carl

Das Apotheker-Ehepaar Elisabeth Höing und Albert Peus führten die

Apotheke gemeinsam, die heute von ihrer Tochter Dorothee Peus geleitet

wird

nachdem König ausreichend Erfahrung als Arzt gesammelt

hatte, legte er in Münster erneut eine Prüfung ab und wurde

vom „Hochstifts-Münsterschen Medizinal-Rath“ zum „medicinae

licentiaten“ ernannt. Zusätzlich erhielt er am 23. April

1799 das offizielle Privileg, eine Apotheke zu errichten und

mietete dazu Räumlichkeiten in der Osterstraße an. Da er

aber nach dem Edikt von Salerno aus dem Jahre 1241 als Arzt

keine Apotheke führen durfte, musste er für die Leitung des

Hauses einen Provisor einstellen. Dafür holte er sich Johann

Georg Riga als Provisor aus dem weit entfernten Amsterdam

nach Cloppenburg und heiratete, noch im selben Jahr, dessen

Tochter Catharina Johanna Riga, mit der er sechs Kinder

bekam. Bei der Geburt des jüngsten Kindes verstarb seine

Frau im November 1808. Auch das Kind starb kurze Zeit später.

Bei der Ausübung seines Berufs als Wundarzt und Geburtshelfer

erlebte Joseph König immer wieder erschütternde

Schicksale. So berichtete er davon, dass eine Frau nach

tagelangen Wehen ein totes Kind zur Welt gebracht hatte.

Als er das Kind sehen wollte, weigerte sich die Hebamme zunächst.

Der Arzt musste mit Entsetzen feststellen, „daß dem

Kind der linke Arm im Schultergelenk abgerissen war“. Bei einer

weiteren Hausgeburt erklärte die anwesende Hebamme

ebenfalls, dass das Kind tot geboren worden sei. König befahl,

das Kind trotzdem zu wärmen und sanft zu reiben, während

er die Mutter versorgen würde. Anschließend merkte

er, dass sich die Hebamme geweigert hatte, ein totes Kind

zu reiben. König begann, obwohl er keinen Pulsschlag mehr

feststellen konnte, mit künstlicher Beatmung und belebte

zum größten Erstaunen aller Anwesenden das Kind wieder.

Diese und andere Vorfälle meldete er nach Münster und

erhielt den Auftrag geeignete Frauen zu Hebammen auszubilden.

Er wandte sich an die Pfarrer des Amtes Cloppenburg,

ihm geeignete Frauen zu schicken und schilderte ihnen eindringlich

„… welches Unheil manchmahl durch hiesige

schlechte und gänzlich unwissende Hebamme angerichtet

wird, wie manches Kind von ihnen unwissend gemordet,

verstümmelt und ohne Taufe in der andern Welt geschikket

wird noch ehe es diese erblikket! Wie manche Mutter, an den

Folgen dieser üblen Behandlung zu Grabe befördert, oder

doch auf Zeitlebens ungesund gemacht wird. Wie oft dieses

oder jenes geschieht brauche ich nicht zu sagen, denn

es geht fast keine Woche hin wo nicht ein oder anderer Fall

dieser Art vorkömmt: einige öffentlich, andere heimlich.“

Auf die Nachfrage des Pfarrers meldeten sich einige Frauen,

die König in den folgenden Monaten ausbildete und

denen er medizinisches Grundwissen vermittelte. Zum Abschluss

ging er mit ihnen zu Fuß nach Münster, wo sie erfolgreich

ihre Prüfungen ablegten und dann als Hebammen in

ihren Kirchspielen arbeiteten. Aber nicht nur in der Geburtshilfe

lag einiges Im Argen, auch ansonsten kam es immer

wieder zu schweren Epidemien von „Ruhr, Blattern und Pocken“.

König kritisierte, dass viele Menschen nicht den Ärzten,

sondern eher den Versprechungen von „Kurpfuschern

und Quaksalbern“ vertrauen würden. So beschwerte er sich

unter anderem über „ein altes Weib wohnhaft zu Addrup

Kirchspiels Essen“, die schon seit Jahren die „berühmteste

Pfuscherin“ in der Region sei. Ihr Ruhm ginge so weit, dass

sie so sogar Schwindsüchtige im für damalige Verhältnisse

weit entfernten Bösel behandeln würde, klagte König.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

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Die Königs Apotheke war und ist ein repräsentatives Gebäude im Herzen der Innenstadt. Auf dem Bild (entstanden um 1900) grüßen

Josephine Peus, geb. König, und ihre Söhne Georg und Frank vom Balkon

Einen weiteren Grund für zahlreiche Erkrankungen sah

König in den schlechten hygienischen Verhältnissen in der

Stadt, die sowohl auf die feuchte, morastige Lage als auch

das Verhalten der Bewohner zurückführte: „Die Lage unserer

Stadt ist niedrig, umher viel Morast, ein kleiner Fluß die

Söste fließt hier nebenher, das Wasser inselben ist ser morastig

die Häuser niedrig – vor jedem Hause eine ungeheure

Mistlache, in dieser letztere ist entweder Schlamm oder

faules Wasser oder Mist“. König forderte immer wieder „Abtritte“

in jedem Haus, die Anlage einer Kanalisation und vor

allem die Abschaffung der Misthaufen vor den Häusern. Da

aber in jedem Haus – im damaligen Ackerbürgerstädtchen

Cloppenburg – Vieh gehalten wurde und der Mist traditionell

vor dem Haus gelagert wurde, traf er mit seinen Vorschlägen

auf taube Ohren.

Joseph König starb im Jahr 1822. Der älteste Sohn Erhard

führte die Apotheke bis zu seinem Tod 1855 weiter. Dann

übernahm der Enkel des Firmengründers, der wie sein Großvater

Josef hieß, die Geschäfte und baute gemeinsam mit

seiner Frau Johanna Franziska Ostendorf im Jahr 1880 auf

der Ecke Mühlenstraße/Bahnhofstraße das repräsentative,

zweigeschossige Massivhaus, in dem noch heute die Königs

Apotheke angesiedelt ist. Apotheker Josef König verstarb

1889. Deren Sohn Josef war ebenfalls Apotheker und war in

Cloppenburg als der „elektrische Josef“ bekannt. Vielseitig

interessiert sorgte er für die erste elektrische Straßenbeleuchtung

in der Stadt. Als er im Jahr 1898 kinderlos verstarb,

übernahm Josefine König mit ihrem Mann, dem Apotheker

Albert Peus die Apotheke. Sie war die Tochter von

Carl König, dem jüngsten Sohn des Firmengründers, der in

Sendenhorst ebenfalls als Apotheker lebte.

Interessant ist auch, dass auch die übrigen Söhne des

Apotheken-Gründers Joseph König und Catharina Riga in

die Fußstapfen ihres Vaters getreten waren. So war Georg

König Sanitätsrat in Köln, Josef war Apotheker in Burgsteinfurt

und Hermann wiederum Apotheker in Löningen. Dort

gründete Hermann König die noch heute existierende „Alte

Königs Apotheke“. Fritz Peus, der Sohn von Josefine König

und Albert Peus, führte die Königs Apotheke in Cloppenburg

von 1916 bis zu seinem Tod 1937. Seine Witwe wiederum

verpachtete die Apotheke bis 1951 und vermachte sie

dann ihrem Neffen, der nach seinem Großvater Albert Peus

benannt war. Er heiratete die Apothekerin Elisabeth Höing

und sie führten die Apotheke gemeinsam erfolgreich weiter.

Seit 1991 leitet ihre Tochter Dorothee Peus als Apothekerin

das Haus.

Dorothee Peus, die zusätzlich ein Masterstudium der

Kulturwissenschaft und der Komplementären Medizin abschloss,

hat das klassische Angebot der Königs Apotheke

erweitert. Das traditionsreiche Haus bietet neben einem

umfangreichen Angebot an homöopathischen Arzneimitten,

ein breites Sortiment an Schüßler Salzen, Primavera-Duftölen,

Naturkosmetik von Dr. Hauschka sowie die

hochwertigen Spinnrad-Produkte, bei denen ausdrücklich

Wert auf eine nachhaltige und umweltschonende Herstellung

gelegt wird. Desweiteren finden die Kund*innen hier

eine große Auswahl an Teemischungen, Heilsteinen und

fast 40 verschiedene Bachblüten-Essenzen. Frau Peus und

ihre Mitarbeiterinnen geben gerne fachkundigen Rat – ergänzend

zu den ärztlichen Verordnungen oder auch auf der

naturheilkundlichen, ganzheitlichen Ebene. Nach Terminabsprache

ist auch eine persönliche Beratung zur Antlitzanalyse

nach Dr. Schüßler, zu Bachblütenessenzen oder zur Homöopathie/Naturheilkunde

möglich.

Sigrid Lünnemann

Quelle: Dr. Heinrich Ottenjann, Aus Cloppenburgs vergangenen

Tagen, Selbstverlag 1928 (aus dem Privatarchiv von Dorothee

Peus)

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte


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Fitnesskurse im Soestebad

Gesund geht vor! Schwimmen, fit werden

und unter professioneller Anleitung

in einer Gruppe Sport treiben:

das Kursprogramm des Soestebades bietet

viele unterschiedliche Möglichkeiten, um im

Wasser an seine Grenzen zu kommen. Hierzu

können Sie unter folgenden Kursarten,

wie Aquapower, Aquacycling oder Wassergymnastik,

wählen. Ganz neu im Programm:

Aquafit nach der Geburt (Rückbildung) und

R ü c k e n fi t .

Auch für die Kleinen haben wir Kurse im

Angebot. Hier ist unser Motto Schwimmen

lernen – spielend leicht!

Unsere Kurse für die Kleinen und Kleinsten

schaffen immer wieder ein abwechslungsreiches

Programm, damit diese voll auf ihre

Kosten kommen. Von Babyschwimmen bis

zum Schwimmschule bieten wir ein umfangreiches

Programm.

Auch für Erwachsene bieten wir Schwimmkurse

an. Zum einen den Erwachsenenschwimmkurs

für Einsteiger (Nichtschwimmer)

und zum anderen Stilschwimmen, zur

Verbesserung der Schwimm- und Atemtechnik.

Genießen Sie sportliche Fitness im Wasser,

freuen Sie sich mit Ihren Kindern über die

ersten Schwimmzüge ohne Schwimmflügelchen

oder verbringen Sie eine schöne Zeit

mit Ihrem Baby beim Planschen - das Kursangebot

des Soestebades hält für jeden das

Richtige bereit.

Das neue Kursprogramm startet nach den

Sommerferien und ab sofort ist eine Anmeldung

über unsere Website möglich.

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reportage

Yoga-Ausbildung bei Vitalis Yogaund

Physiopraxis öffnet neue Wege

Yoga hilft vom Alltagstress zu entspannen, die eigene innere Ruhe zu finden und neue

Energiereserven aufzubauen. Auch zur Unterstützung von Heilungsprozessen hat sich

Yoga bewährt. In den hellen und in sanften Farben ausgestatteten Praxisräumen von

„Vitalis Yoga- und Physiopraxis“, Elstener Straße 6 in Addrup-Essen, wird Bewegung als

Wohltat für Körper und Geist erfahrbar.

Marion Wernsing, Physiotherapeutin,

Heilpraktikerin für

Physiotherapie und Yogalehrerin,

leitet die Praxis und wird dabei

von Luzia Beckmann, Physiotherapeutin

und Heilpraktikerin für Physiotherapie

sowie der Yoga Lehrerin Gilda

Goharian unterstützt. Die Praxis bietet

in idyllischer Lage ein umfangreiches

Behandlungsspektrum, das sowohl

Physiotherapie, manuelle Therapie,

osteopathische Techniken, Faszientechnik

sowie Spiraldynamik als auch

Yoga in Gruppen- und Einzelunterricht,

Pilates, Massagen, Rückenschule,

Schmerztherapie und zahlreiche

weitere Anwendungen umfasst. Die

Therapeutinnen behandeln dabei

nicht nur akute Krankheitsbilder, sondern

leisten gesundheitliche Vorsorge

durch moderne Entspannungs- und

Therapiemethoden.

Die renommierte Praxis bietet nun

die Möglichkeit zu einer ganz besonderes

Hatha Flow Yoga-Ausbildung

für Menschen die ihr „Yogawissen“

vertiefen und noch intensiver in die

Yoga-Praxis eintauchen möchten.

Hatha Flow Yoga verkörpert einen

modernen fließenden und undogmatischen

Yoga-Stil, der mit Leichtigkeit

an unterschiedliche Levels und Geschwindigkeiten

angepasst werden

kann. Die Asana-Praxis ist durch verschiedene

Stile inspiriert und orientiert

sich an der 3-D-Aufrichtung aus

der Spiraldynamik. Sie enthält alle Aspekte

eines modernen, zeitgemäßen

und ganzheitlichen Yogatrainings. Die

Basis dafür ist ein Verständnis für funktionelle

Anatomie und Biomechanik.

Die Grundlage für die Yogaphilosophie

wurzelt in den Yoga-Sutras von

Patanjali, den Upanishaden, sowie der

Bhagvagitha.

Die 200- stündige Basisausbildung

findet ab dem 30. November in acht

Modulen in Form von Wochenend-Seminaren

statt. Die Teilnehmer*innen

sollten über grundlegende Yoga-Erfahrung

(mindestens ein halbes Jahr)

verfügen. Die Prüfung wird nach einer

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umfangreichen Schulung und intensiver

persönlicher Betreuung durch die

Referentinnen im Juni 2020 durchgeführt.

Neben Marion Wernsing, Luzia

Beckmann und Gilda Goharian wird

als Gastreferentin Christiane Wolff, mit

ihrem Medical -Yoga-Programm, sowie

das „Yogimobil“ mit einem Mantren-Abend

dabei sein.

Das Ausbildungskonzept lehnt sich

an das Ausbildungskonzept des BDY

(Bund deutscher Yogaschulen) an.

Das Curriculum gliedert sich in die

Themen: Yogapraxis-Yogatechnik /

Methodik-Didaktik / Anatomie-Philosophie

/ Yogaphilosophie-Ethik.

Die Teilnehmer erwartet eine professionelle,

praxisorientierte Ausbildung,

in der sie lernen, ihr Wissen

anderen sicher und professionell zu

vermitteln. Besonderen Wert wird dabei

auf ein fundiertes anatomisches

Grundwissen, als Basis für die Fähigkeit

zu unterrichten, gelegt. Auch die

Bereitschaft, aktiv am Lernprozess teilzunehmen

und gestellte Aufgaben zu

erledigen, wie beispielsweise Lektüren

lesen oder Lehrproben vorzubereiten

wird selbstverständlich vorausgesetzt.

Im Gegenzug stehen Marion Wernsing

und ihr Team den Teilnehmer*innen

für eine individuelle Betreuung und

Unterstützung auch außerhalb der

Ausbildungszeiten gerne zur Seite.

Am Ende des Trainings werden die

Teilnehmer*innen in der Lage sein,

Vinyasa Flow Klassen und deren Spielarten,

eigenständig zu entwerfen und

zu unterrichten. Darüber hinaus qualifizieren

sie sich dazu, Hatha Yoga Klassen

selbstständig zu leiten. „Diese Yogalehrer

Ausbildung wird dein Leben

sicher bereichern – egal ob es dein Ziel

ist, selbst zu unterrichten oder „nur“

deine eigene Praxis zu vertiefen. Das

ist unser Versprechen an dich“, so Marion

Wernsing. Ergänzt wird das Kursangebot

von vielen netten Gesprächen,

Kontakt mit Gleichgesinnten, einem

ayurvedischen Lunch an den Seminartagen

sowie einem außergewöhnlichen

und sicher unvergesslichen Mantra-Konzert.

Wer sich unverbindlich über dieses

Angebot informieren und die Praxis

„Vitalis Yoga- und Physiopraxis“ von

Marion Wernsing näher kennenlernen

möchte, ist herzlich am 9. August 2019

von 17 bis 19 Uhr zu einem Info-Workshop

eingeladen.

Das Modul 1 findet vom 30. November

bis 2. Dezember 2019 statt:

Freitag von 16.00 – 20.30 Uhr

Samstag von 9.00 – 12.30

sowie 14.00 – 18.30 Uhr

Sonntag von 9.00 – 12.30

sowie 14.00 – 16.00 Uhr

Sigrid Lünnemann

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reportage

Fridays for Future –

auch in Cloppenburg, weiterhin!

Am 24. Mai 2019, kurz vor der Europawahl, war es wieder

soweit: Hanna Haminh und Emilie Bayer hatten die zweite

Fridays for Future Demonstration in Cloppenburg organisiert.

Bei gutem Wetter waren viele Ortsgruppen vertreten,

unter anderem Leute aus Vechta, Essen, dem Emsland, Cappeln

und Molbergen, doch es hätte auch stürmen und die

englisch-sprichwörtlichen „Cats and Dogs“ regnen können,

die hier Anwesenden wäre auch dann zum 2. Cloppenburger

Friday for Future gekommen. Schließlich ging es darum

den Fokus auf die Ernsthaftigkeit der Parteien zu lenken, was

deren glaubhaftes Engagement für die Klimapolitik angeht

und ihre Konsequenzen daraus. Darüber hinaus aber wollten

wir die Leute wachrütteln, ihnen, wie schon beim ersten Fridays

for Future Streik deutlich machen, dass unser derzeitiges

Verhalten unseren Planeten zugrunde richtet. Sehr bald

schon und unwiederbringlich, denn es gibt nun mal keine

andere Erde, auf der wir leben könnten.

Das war natürlich auch die Intention des 1. Fridays for Future

am 25.März 2019 in Cloppenburg gewesen. Darüber

wurde ja auch im Stadtmagazin und in anderen Publikationen

berichtet. Schon diese Demonstration war ein voller Erfolg.

Taleb Ali, Lukas Oltmann und Justin Backhaus liefen mit

etwa 400 weiteren Schüler*innen durch Cloppenburg und

protestierten zum ersten Mal vor Ort gegen die heutige Klimapolitik

und gegen das herrschende umweltvernichtende

Verhalten der Menschen. Der 2. Fridays for Future Streik in

Cloppenburg war nicht so zahlreich besucht, doch waren wir

noch immer genügend junge Leute, um auf unsere Sorgen

aufmerksam zu machen. In einer Demonstration, bei der die

Aufklärung im Vordergrund stand, und genau dies haben

wir erreicht. In Gesprächen miteinander oder mit Antworten

und Anregungen, die wir auf Fragen, auch aus der Bevölkerung,

geben konnten. Wohlgemerkt, das hätte natürlich

viel mehr sein können, doch wissen wir ja, dass alles Anfang

immer schwer ist. Schließlich ist nichts so schwierig wie die

eigene Komfortzone zu verlassen und Gewohnheiten umzukrempeln.

Anmerkung der Redaktion: Wäre das einfach, hätten wir Gewohnheiten

wie das Verpacken mit Plastik beispielsweise schon

längst aufgegeben. Schon damals, vor sicher 40 Jahren, als

Wissenschaftler laut und deutlich sagten, dass Plastik nicht abbaubar

ist. Und sie hatten hinzugefügt, damals schon, dass eine

PET-Flasche (herkömmliches Plastik) erst in 450 Jahren zerfallen

ist, dass eine Einkaufstüte mindestens 20 Jahre lang im Meer

schwimmen muss, um zu zerbröseln. Wobei diese Teile in den

Mägen der Meerestiere landen und von dort – wenn sie und die

Wasservögel nicht daran verrecken – in unsere Nahrungskette.

Diese Konsequenzen hätten wir uns ausmalen müssen, hätten

wir unsere Intelligenz einfach mal darauf fokussiert, anstatt

bräsig und arrogant einfach weiterzumachen, nicht zuletzt

auch an der Produktion von CO2-Ausstößen, die den verbliebenen

Rest eines noch erkennbaren Klimas ein für alle Mal zerstören

werden. Es sind unsere Kinder und Enkelkinder, die an den

Folgen zu leiden haben. Nicht hier ein bisschen und da vielleicht

ein wenig Ausschlag, der wieder weg geht – nein, die Folgen der

Verseuchung unserer Umwelt wird sie zerstören. Wenn wir nicht

endlich tun, was eine Wende (noch) herbeiführen würde.

Dass man uns immer und immer wieder auf diese Pflicht aufmerksam

macht, ist auch den Fridays for Future Kindern und Jugendlichen

in Cloppenburg zu verdanken. Die Verantwortung

übernommen haben und sich an diesem 2. Friday for Future in

Cloppenburg zusammen fanden, um zu reden, zu diskutieren,

sich auszutauschen, fundierte Pläne für weitere Aktionen zu

machen, kurz: Sich darauf zu verständigen, dass man einer Meinung

ist, diese weiterhin vertreten wird und das kein bisschen

leise.

Ich fasse das einfach mal so zusammen, denn als es am 24.

Mai wieder hieß “Schule schwänzen” wie viele sagen würden,

hielten und halten wir in Zukunft mit einem klaren“-

NEIN!” dagegen. Wir schwänzen nämlich nicht, wir haben es

nur satt, dass WIR in Eurem Dreck leben müssen und nur WIR

uns dagegenstemmen! WIR müssen das reparieren was IHR

kaputt gemacht habt. WIR versuchen unsere Erde zu retten,

während IHR diese und die Bedürfnisse unseres einzigen

Planeten einfach ignoriert und uns dann anmeckert, dass wir

lieber in die Schule gehen sollen. Das ist absurd, denn der

Spruch „Was nützt uns Mathe, wenn wir in 30 Jahren an CO2

verrecken!” ist keine Polemik, sondern die bittere, vernichtende

Wahrheit. Das machte auch Ina Tolliges, die weithin

bekannte, sehr engagierte Umweltschützerin bei ihrer Rede

anlässlich des 2. Fridays for Future in Cloppenburg klar.

Während der Demo fuhr ein Cabrio mit einem älteren Typen

am Steuer neben mir her und schrie mich lauthals an:

“Warum macht ihr sowas nicht sonntags?” Also wirklich... es

weiß doch jeder, dass man sonntags keine Aufmerksamkeit

bekommt, egal was man macht. Was also ist so schwer daran

zu verstehen, dass wir freitags auf die Straße gehen, dass wir

aus der Reihe der Konventionen tanzen MÜSSEN, um gehört

zu werden. Im Übrigen wissen alle, die sich mit uns und anderen

Aktivisten unterhalten haben, dass wir die wenigen

Schulstunden, die wir freitags verpassen, an anderer Stelle

nachholen beziehungsweise mit den Lehrer*innen abgesprochen

haben. Wir sind schließlich nicht blöde.

Auch darum hat unser Fridays for Future-Engagement

Zukunft – im direkten Sinne sind wir gerade dabei diese Zukunft

zu reparieren. Helft uns doch einfach dabei, denn das

tut besser, als sich ständig schämen zu müssen.

Justin Backhaus und Ulla Schmitz/Redaktion

14 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Voller UV-Schutz den ganzen Tag.

Ganz ohne Sonnenbrille.

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So ein Sonnentag ist einfach herrlich. Natürlich denken wir da meistens an die Sonnencreme

– und vielleicht noch an eine Sonnenbrille. Doch was vielen nicht bewusst ist: UV-Strahlung

ist immer vorhanden, jeden Tag – auch bei bewölktem Himmel oder im Winter. Nur, wie

kann man seine Augen jeden Tag vor den schädlichen Strahlen schützen? Eine zuverlässige

Möglichkeit ist die Neuheit von ZEISS: UVProtect.

UV-Strahlen umgeben uns jeden Tag. Einerseits sind sie

wichtig für das Leben auf unserer Erde, andererseits stellen

sie ein Risiko dar – und können sowohl die Haut als auch die

Augen und die empfindliche Augenpartie kurz- und langfristig

schädigen. Zuverlässiger UV-Schutz für Ihre Augen ist

also unerlässlich – nicht nur an Sonnentagen, sondern jeden

Tag. Denn bei bedecktem Himmel beispielsweise kann die

UV-Belastung in Bodennähe noch 70 – 75 % betragen.

Doch wie soll dieser Schutz aussehen? Jeden Tag von Januar

bis Dezember eine Sonnenbrille tragen, das geht nicht. Und

ständig zwischen Alltagsbrille und Sonnenbrille hin- und

herzuwechseln ist auch nicht praktisch.

Herkömmliche Brillengläser bieten meist nur teilweisen UV-

Schutz. Deshalb hat ZEISS nach intensiver Forschung die

neuen UVProtect Brillengläser entwickelt und geht damit

über die Anforderungen anerkannter Industriestandards hinaus:

Ab sofort ist der UV-Schutz bis zu 400 Nanometer in

klaren Kunststoff-Brillengläsern von ZEISS integriert. Das

heißt: Die klaren Alltagsbrillengläser schützen vor UV-Strahlen

so zuverlässig wie eine hochwertige Sonnenbrille – und

das jeden Tag.

Schützt Ihre aktuelle Alltagsbrille bereits vor UV? Bei Optik

Bergner können Sie das jetzt ganz einfach herausfinden

– mit dem kostenlosen UV-Test. Dabei wird schnell und unkompliziert

überprüft, ob Ihre klaren Brillengläser die gefährlichen

Strahlen bereits blocken.

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mehr über ZEISS Brillengläser mit UVProtect Technologie.

e. K.

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15


Dies ist eine Geschichte, die eigentlich

nicht erzählt werden darf...

...die jedoch erzählt werden muss, denn sie ist, wie das wahre Leben sich nun mal

darstellt, mit Taten, Namen und Gründen dafür verbunden.

Sie handelt von neunjährigen Schulkindern in einer Gemeinde

im Umzu von Cloppenburg und sie erzählt von

Verantwortung, von Verständnis füreinander, von Hilfsbereitschaft

und Loyalität, einer beeindruckend guten Idee

und einer tollen Aktion.

Die damit anfing, dass eine der Klassenkameradinnen von

irgendwelchen Schwachmaten an der Schule aufgrund ihres

zu kleinen und alten Fahrrads gemobbt wurde. Doch, das

stimmt, wie auch die Tatsache, dass die Situation ständig eskalierte,

obwohl ihre Freunde und Klassenkameraden sie immer

wieder in Schutz nahmen, da die Eltern des Mädchens

einfach nicht genug Geld haben, um selbst ein passendes

Fahrrad anschaffen zu können.

Das verstanden die Kids und hatten die Idee, von jedem

der Schüler*innen des Klassenverbands fünf Euro einzusammeln,

um ein gebrauchtes Fahrrad in der richtigen Größe für

die Klassenkameradin kaufen zu können.

So, werden Sie denken, das ist doch großartig! Aber warum

soll das nicht berichtet werden? Das haben wir natürlich

auch gefragt und wurden mit der Antwort in eine Welt

gestoßen, die gerade vor dem Hintergrund der Geschichte

unwirklich erscheint, in Wahrheit jedoch dümmlich ist, nein,

schlimmer noch, unsagbar blöde.

Es geht, um es zu betonen, um fünf Euro, nicht um zehn

oder zwanzig, um FÜNF Euro. Um eine Summe, die Kinder

nicht einfach in der Tasche haben, sondern die in jedem Fall

bei den Eltern erfragt werden muss. Alleine aufgrund der

Tatsache, dass deren Zustimmung zu einer solchen Spende

vorausgesetzt sein muss und von einer Gruppe der Eltern

auch selbstverständlich gegeben wurde, mitsamt des „kleinen

Scheins“ zur Übergabe an eine verantwortliche erwachsene

Person.

Doch ja, Sie haben richtig gelesen, denn es fanden sich

tatsächlich nur eine einige Eltern zu der guten Minigabe be-

16

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Lesezeit

reit. Andere beriefen sich darauf, selbst „nicht genug Geld

zu haben“ oder kamen mit der Frage um die Ecke warum

„man die denn auch noch unterstützen soll“. Mit „die“

waren die weniger Betuchten in unserer Gesellschaft gemeint,

vielleicht „Ausländer“/Flüchtlinge“ sind und auch

darum für einige der hier erwähnten Eltern als unliebsame

Randfiguren gesehen werden.

Für ihre Kinder nicht, so beschämt sie von den Reaktionen

ihrer Eltern waren, zumal diese jener Gattung angehören,

die ihre Befindlichkeiten auf Facebook, Twitter

und Instagram austauschen und damit ihre vermeintliche

Wichtigkeit in der Gestaltung sozialer Umfelder demonstrieren

wollen. Führen aber vor lauter selbstverliebtem Aktionismus

in den so genannten „sozialen Medien“ deren

möglicherweise sozialen Aspekte ad absurdum. Wie in

diesem Fall, wo die oben benannten Ansichten auch auf

diesen Plattformen zutage traten, unter den schamlosen

Posts ihrer Autos, ihrer Markenklamotten und Luxusurlaube,

Klarnamen inklusive.

Verstehen Sie uns bitte nicht falsch, denn jeder kann so

viel Geld haben, es genießen oder damit prassen, wie er

oder sie will – doch wir handeln hier eine Spende von fünf

Euro ab, erfragt vom eigenen Kind, das die Weigerung der

eigenen Eltern im Klassenverband weitergeben, auszuhalten

hatte.

Doch musste keins von ihnen darunter leiden, denn

schnell war klar, dass dann eben die anderen Eltern einen

weiteren Fünfer dazu legen würden, Großeltern ließen

sich nicht zweimal bitten, Onkeln und Tanten auch nicht;

Taschengelder kamen dazu und zum Schluss ein Rabatt

des Fahrradhändlers. Da war das Projekt bereits ein Erfolg,

der davon gekrönt wurde, dass die Klassenkameradin mit

dem „neuen“ Fahrrad überrascht wurde. Tränen der Freude

bei allen, bei ihr und ihren Klassenkamerad*innen, inklusive.

Das war natürlich oberpeinlich für jene, die sich ausgeschlossen

hatten und darum darf diese Geschichte

eigentlich nicht erzählt werden. Denn: sich auf FB & Co

auszutoben ist das Eine, genau diesen Spiegel dann vorgehalten

zu bekommen – nein, das geht gar nicht! Datenschutz,

Privatsphäre, schnell wieder anonym werden und,

wie in diesem Fall, dann doch unbedingt zu der Gruppe

gehören wollen, die ihr Vorhaben entgegen der Einwände

und Weigerungen der Motzer durchgesetzt hat.

So ist unsere kleine Welt im Umzu von Cloppenburg

leider auch, doch was kümmert es die Eiche, wenn ein

Schwein sich an ihr schubbert – wie eins der beteiligten

Kinder sinngemäß zum Ausdruck brachte...

Danke, Ihr Kids, Ihr seid großartig und bleibt bitte so

verantwortungs- und selbstbewusst, egal, was um Euch

herum passiert. Die so genannten sozialen Medien eingeschlossen!

usch

So schöne Lügen

Der Plot ist so alt wie Menschheit, beziehungsweise ist

er schon so lange aktuell, seid Frauen andere Frauen neben

sich haben. Seit Eva also. Wobei… wer war eigentlich

das nächste weibliche Wesen, das zu Adam, Kain und

Abel stieß und damit auch Evas Gefährtin wurde? Das fällt

mir gerade nicht ein, ist aber auch egal, denn wer und wie

liebreizend, schön und zauberhaft sie auch gewesen sein

mag – Eva wird ihre eigene Meinung zu dem Gesamtpaket

gehabt haben. Oder gibt es das doch: Echte Freundinnen?

Immer ehrlich zueinander, nie auch nur ein bisschen

neidisch, beschützend, aufopfernd und so weiter…

Wenn Sie diese Frage bejahen, könnten Sie so glücklich

sein wie Louise und Lavinia. Beide leben in New York,

Louise als gescheiterte Schriftstellerin in Brooklyn, Lavinia

hingegen auf der glamourösen Upper South Side. Mit

zahllosen Bekanntschaften, natürlich auch in den sozialen

Netzwerken, Mittelpunkt aufwändiger Partys, anerkanntes

und unverzichtbares Mitglied der High Society.

Aus diesen Perspektiven heraus lernen die beiden Frauen

sich kennen und werden Freundinnen. Mit allem Drum

und Dran, mit Lavinias Kleidern zu Louises Verfügung, mit

ihren Schönheitsrezepten, ihren Autos und ihrer Wohnung.

Wo Louise einzieht und sich der Umgebung immer

mehr hingibt. Bis zur kompletten Aufgabe ihres eigentlichen

Daseins und der darin bestandenen Werte. Und das

obwohl sie sich dem neuen Lebensstil weder jetzt leisten

kann noch in Zukunft die Aussicht darauf haben wird.

Also beginnt sie ihre Freundin zu hintergehen, bestiehlt

und belügt sie, führt sie in die Irre und nutzt die daraus

entstehenden Verwirrungen zu ihrem Vorteil – Louise

wird zu einer immer bedrohlicheren Gefahr für Lavinia. Bis

zum fatalen Ende…

usch

Tara Isabella Burton

So schöne Lügen

ISBN 978-3-8321-8370-7

Verlag DuMont

22,00 Euro

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Lesezeit

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zwei Jahre konstant halten kann. Durch eine genaue

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eingekauft hat, besteht noch ein begrenztes Kontingent für

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Kunden stets im Blick und wechseln erst dann den jeweiligen

Lieferanten, wenn es wirklich zu Ihrem Vorteil ist. Andere

Mitbewerber müssen den Kunden jährlich wechseln, um eine

neue Provisionen zu generieren und handeln daher oftmals

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unserer Dienstleistungen ermöglicht uns, die Wechselprozesse

aus der Perspektive des Kunden zu betrachten und

objektiv zu urteilen.

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19


reportage

Fotos: Archiv Jens Sörensen

„I did it my way!”

– Liebe auf den ersten Swing

Da ist diese Stimme, die einen unwillkürlich in ihren

Bann zieht. Die tief ist, doch voller Timbre, die sanft

ist und von unfassbarer Intensität, die streichelt und

dennoch dominiert. Die einzigartig ist und unverwechselbar:

The Voice.

Doch es ist nicht (Francis Albert) Frank Sinatra, der da singt,

mitten im Jahr 2019, seit Ol´Blue Eyes schon vor 21 Jahren

seine berühmten blauen Augen für immer geschlossen hat.

Vielmehr gehört diese Stimme Jens Sörensen aus Oldenburg

und obwohl jeder weiß, dass Frankyboy nicht kopiert werden

kann, muss man sich hier und jetzt nur zurücklehnen,

die Augen schließen und im Rhythmus des Swing das „New

York – New York“ der Vorneunzehnhundertfünfundneunziger

erobern: „Come fly with me“. Oh Baby!

Die abendlich strahlende Skyline von New York City ist

denn auch Bühnenbild für die Auftritte von Jens Sörensen.

Im Format der jeweiligen Veranstaltung angepasst und abhängig

davon, ob er mit der Big Band Bremen im großen

Rahmen einer Gala beispielsweise auftritt oder kleiner, wie

vor kurzem sogar bei einer Hochzeit. Da waren Gäste im Alter

von 15 bis 85 Jahre anwesend, was jedoch typisch ist für die

Fangemeinde Sinatras, da dessen Musik ein Lebensgefühl

vermittelt: Unbeschwertheit, Selbstbewusstsein, Freiheit –

mit Swing durch alle Generationen hindurch.

Im Laufe seiner 60-jährigen Karriere gelang es Frank Sinatra,

seinen unverwechselbaren Stil zu bewahren und trotz

gegenläufiger Trends die Faszination seiner Musik zu erhalten.

Die prägend ist bis heute, denn Michael Jackson, Elvis

Presley, Diana Ross, John Lennon oder Mick Jagger und Bono

von U2 hätten ihre „ewige Präsenz“ in der Music Hall of Fame

nicht ohne die Anlehnungen an den Sinatra-Style erlangen

können. Der beständig blieb, durch alle Tiefen und über alle

Höhen seines bemerkenswerten Lebens hinweg. Das war

streckenweise umso schwieriger, als dass die Tiefen sehr,

sehr tief waren und die Höhen umso schwindelerregender,

doch „The Voice“ blieb sich treu und war sich zudem nicht zu

schade, mit den vorgenannten und Musikern der auch heute

noch dominierenden Szene aufzutreten. Wobei „die anderen“

bei diesen Gelegenheiten die Songs des swingenden

Altmeisters sangen… Und haben Sie sich nicht auch schon

einmal gefragt, wodurch Ed Sheeran die Kunst seines unverwechselbaren

Sounds beherrscht? Hören Sie noch mal hin

und wechseln dann zum Beispiel zu Sinatras „I get a kick out

of you“ oder „One für my Baby“ und Ihre Frage ist beantwortet.

20 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Es ist diese beständige Vielfalt, die Frank Sinatras Musik zum Ereignis

des letzten Jahrhunderts und vieler folgender Jahre kürte, verbunden mit

der Person des Entertainers. Von dem es, auch als Schauspieler, unendlich

viele Geschichten zu erzählen gibt. Von Sinatra und seinen vier Ehefrauen,

von seinen zahlreichen Affären und seiner großen Liebe zu der wunderbaren

Ava Gardner, die spektakulär zerbrach; von seiner Alkoholsucht

und wie er sie überwand, von seiner gesellschaftspolitischen Position als

kompromissloser Gegner von Rassismus (er war der beste Freund von

Sammy Davis jr) und von seiner Freundschaft zu Kollegen, deren er Schulden

er beispielsweise still und heimlich ausglich oder von seiner Nähe zur

Mafia – Frank Sinatra war schon zu Lebzeiten eine Legende und sie lässt

Jens Sörensen in seiner „Sinatra Show“ wieder auferstehen.

Ja, ich will!

die neue HOCHZEITS-MODE

von SCHWARTE für den

Bräutigam und seine Gäste!

Doch, das muss so gesagt werden, denn Sörensen singt Sinatra und erzählt

das Leben des großen Entertainers. Mit der gleichen sonoren Stimme,

einem ähnlichen Lächeln, das verführerisch wirken kann und mit einer

Haltung, die wunderbar „old school“ ist, höflich und zuvorkommend.

Jens Sörensen stellt Frank Sinatra in eben jener Kulisse dar, die Ol´Blue

Eyes selbst vor seinem Publikum bewusst personifizierte. Im Smoking, das

weiße Band am Hut, die schwarze Fliege, die Lackschuhe, das Glas Whisky

– das auch zu jener Zeit noch Requisite war, als Sinatra sich nur noch stark

gemäßigt mit dem Alkohol beschäftigte. Doch „The Show must go on“,

schon immer auf den großen Bühnen, wie auch im wahren Leben.

Aus einer dieser Situationen heraus krempelte auch Jens Sörensen sein

Leben um. Das sich eben noch im „gesicherten Alltag“ eines völlig normalen

Berufes abgespielt hatte, mit den Veränderungen in jener Branche

aber den damals knapp Mittvierzigjährigen an den Rand seiner Existenz

brachte. Wäre da nicht die ohnehin vorhandene Affinität zur Musik gewesen,

die Sörensen seit Jahren schon in einer Band als Gitarrist und Sänger

auslebte. Derart mit Bühne und Publikum vertraut, hörte er denn auch auf

die Hinweise bezüglich seiner außergewöhnlichen Stimme, die „so klingt

wie die von Frank Sinatra“! Die tief ist, doch voller Timbre, die sanft ist und

doch von unfassbarer Intensität, die streichelt und dennoch dominiert.

Genau: die einzigartig ist und unverwechselbar wie The Voice.

Wir wissen nicht, wem aus dem Publikum des damaligen Sörensen man

danken muss, denn dass der weiterhin nur als Bandmitglied in seiner Freizeit

in Oldenburg und umzu unterwegs gewesen wäre – man mag es sich

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | reportage

21


reportage

Foto: Archiv Atlas GmbH

100 ATLAS GmbH – die Gala

nicht ausmalen! Doch hat Jens Sörensen ja zugehört, hat

sich sämtliche Biografien und Aufzeichnungen über Sinatra

angeschafft, jedes einzelne Wort daraus gelesen und schon

währenddessen begonnen, seine „Sinatra Story“ zu konzipieren.

Die schon perfekt war, als Sörensen damit vor gut 15

Jahren zum ersten Mal auf die Bühne ging. Die sich jedoch

seither ständig verändert hat. Nicht vom Konzept her, das

die Show in vier Teilen präsentiert, mit Pausen dazwischen

für den nächsten Gang des Dinners vielleicht oder für Reden

oder oder…

Ansprüche dieser Art werden im Vorgespräch erörtert und

von Sörensen in den Ablauf seiner Darbietung integriert.

Einmal auf der Bühne checkt er das Publikum ab, sieht wie

schnell es sich auf „den Swing“ einlässt, ob es den Gästen

angenehm ist, wenn er ihnen zwischen den Tischen näherkommt

oder wo er noch intensiver „den Sinatra“ geben

kann. Aufgrund solcher Erfahrungen schliffen etwaige Kanten

der Show sich ab, während andere Details dazu kamen,

jedoch nie auf Kosten der „Sinatra Story“.

Die „purely Sinatra“ ist, getragen jedoch und dargestellt

von einem Mann, dessen Qualitäten als Entertainer denen

seines Vorbildes sehr nahestehen. Vermutlich jedoch ohne

das wilde Leben á la Frank Sinatra auch in sein Dasein integriert

zu haben. Doch dieser Mann ist ein Abbild des großen

Frank Sinatra oder benennen wir ihn richtigerweise als

„Symbol für Sinatra“? Egal, da jeder diese Frage sich selbst

beantworten wird. Oft erst im Nachhinein, denn die Begegnung

mit „Sörensen The Voice“ prägt sich ein und bestätigt

sich im Nachhall immer wieder und mit gleicher Intensität.

Frank Sinatra ist Kult und Jens Sörensen bestätigt diesen

Status in jeder Sekunde seiner Darbietung der „Sinatra Story“.

Indem und wie er seine Zuhörer charmant und aufmerksam,

respektvoll und doch mitreißend auf eine Zeitreise durch

das Leben und die Musik des großartigsten Entertainers des

letzten Jahrhunderts mitnimmt. Da ist jede Station, jeder

Song eine Hommage an „Frankieboy“ und gleichzeitig an

sein eigenes Publikum. Das aus den Geschichten, die Sörensen

erzählt, viel von Frank Sinatra erfährt. Dazu seine Songs

hört und darin nichts von der Intensität „of the Voice“ missen

wird. Das sich von der unaufdringlichen und deshalb so beeindruckenden

Präsenz Jens Sörensens bedingungslos entführen

lässt in eine Welt, die zeitlich vergangen sein mag, die

jedoch in jedem von uns einen Traum nährt. Nämlich den,

der in Zufriedenheit endet: „I did it may way“!

Ulla Schmitz

Jens Sörensen

Weimarer Straße 18a 26133 Oldenburg

Tel. 0441 486 02 22 Mobil: 0172 468 48 48

www.jens-soerensen.de E-Mail: sinatrastory@aol.com

Tipp: Es gibt die “Sinatra Story” von Jens Sörensen auch

in einer (vor-)weihnachtlichen Fassung als „Santa Claus is

coming to Town“ – ideal als Entertainment für die Weihnachtsfeier

Ihres Unternehmens!

22 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

Rückkopplungen gehören

der Vergangenheit an!

Oticon durchbricht Mauer des Unmöglichen

Mit seinem neuen Modell Oticon

Opn S präsentiert der dänische Hörsystemhersteller

Oticon eine echte

Weltneuheit: Erstmalig ist es den Entwicklern

gelungen, Rückkopplungen

im Hörsystem dank einem ganz neuartigen

Verfahren zu verhindern! Der

integrierte OpenSound Optimizer

analysiert den Eingangsschall 56.000-

mal in der Sekunde. Durch diese unglaubliche

Geschwindigkeit erkennt

und verhindert er Rückkopplungen,

bevor sie entstehen.

Das neue Premium-Hörsystem

überzeugt darüber hinaus mit vielen

weiteren Vorteilen, wie leichterem Verstehen

von Sprache, einem verbesserten

Hörkomfort und bis zu 30 Prozent

mehr Sprachdetails. Wie das möglich

ist? „Aufgrund der Kombination des

OpenSound Optimizers und einer Weiterentwicklung

des OpenSound Navigators

lässt das Oticon Opn S eine

noch individuellere Personalisierung

der 360°-Klanglandschaft zu“, weiß

Hörakustikermeister Daniel Reher

in Cloppenburg. „Im Vergleich zum

vorherigen Modell Oticon Opn kann

Oticon Opn S mit zusätzlich 15 Prozent

mehr Sprachverstehen überzeugen,

die Merkfähigkeit um zehn Prozent

erhöhen und das alles bei zehn Prozent

weniger Höranstrengung.“ Diese

nachgewiesenen Verbesserungen

schließen eine weitere Lücke zu Normalhörenden:

Studien belegen, dass

Oticon Opn S Menschen mit Hörminderung

erstmals ermöglicht, in akustisch

schwierigen Situationen, wie z. B.

in einem Restaurant, wie gleichaltrige

Normalhörende zu verstehen.

„Unsere Kunden werden immer jünger,

denn Hörminderungen sind längst

nicht mehr bloß ein Problem von Menschen

über 60. Diese neue Generation

setzt andere Prioritäten. Sicherlich ist

auch hier die Leistungsfähigkeit des

Hörsystems entscheidend, aber eben

auch Design und beispielsweise Konnektivität

mit dem Smartphone“, berichtet

Reher. „Diese Bedürfnisse hat

Oticon frühzeitig erkannt und umgesetzt.“

Oticon Opn S lässt sich per 2,4

GHz Bluetooth® Low Energy ganz einfach

kabellos mit vielen externen Geräten

verbinden, etwa mit iPhone®, iPad®

und iPod touch®. Sind die Oticon Opn

S Hörsysteme mit dem ConnectClip

verbunden, werden freihändige Telefonate

mit Android-Smartphones und

vieles mehr, wie beispielsweise Musik

streamen, möglich. Reher: „Das alles

sind Funktionen, die den Alltag erleichtern

und ich kann aus Erfahrung sagen,

dass viele Kunden diese Möglichkeiten

gerne und aktiv nutzen.“

Praktisch ist auch die Akku-Lösung

von Oticon – so ist Oticon Opn S

(Ex-Hörer Mini-R) in allen drei Preissegmenten

mit wiederaufladbaren

Lithium-Ionen-Akkus erhältlich. Nach

30 Minuten Ladezeit in der Ladeschale

lassen sich sechs Stunden Laufzeit

genießen. Vollständig geladen sind

sie innerhalb von nur drei Stunden.

„Der wöchentliche Austausch von

herkömmlichen Batterien fällt somit

weg – das ist gerade für Menschen mit

Erkrankungen, die die Bewegungsfreiheit

der Finger beeinträchtigen,

eine hilfreiche Lösung. Für alle anderen

stellt es aber natürlich auch eine

willkommene Erleichterung dar”, erläutert

Reher. „Die Kombination aus

360°-Klangwahrnehmung, umfangreicher

2,4 GHz-Konnektivität und Stateof-the-Art

Akku-Technologie macht

das Oticon Opn S einzigartig. Ich bin

mir sicher, dass der große Erfolg des

Vorgängermodells Oticon Opn vom

neuen Hörsystem noch übertroffen

werden wird.” Oticon Opn wurde mittlerweile

über zwei Millionen Mal verkauft.

Informieren Sie sich über Oticon Opn

S direkt beim Hörakustiker Daniel

Reher, Bahnhofstraßs 4, 49661 Cloppenburg

oder auf :www.oticon.de.

Über Oticon

Oticon designt und entwickelt seit

115 Jahren Hörsysteme für Erwachsene

und Kinder, deren Gehör geschädigt

ist. Als einziger Hörsystemhersteller

der Welt verfügt Oticon in

Eriksholm bei Kopenhagen, Dänemark,

über ein eigenes Forschungszentrum.

Im Dialog mit Nutzern,

Wissenschaftlern, Entwicklern und

Hörakustikern werden die Oticon

Hörsysteme kontinuierlich weiterentwickelt,

um passende Lösungen

für ihre Kunden zu finden. Nach der

Unternehmensphilosophie „People

First“ setzen die Mitarbeiter alles daran,

das Hörerlebnis der Nutzer zu verbessern.

Oticon ist einer der größten

Hörgerätehersteller der Welt.

49661 Cloppenburg • Bahnhofstr. 4

Tel. 04471 3788 • www.brillen-reher.de

Kostenloses Probetragen möglich!

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23


interVieW

Ingo Malinowski von

QUADRO im Gespräch

STADTMAGAZIN: Herr Malinowski, anders als üblich möchte

ich mich schon jetzt für dieses Interview bedanken. Ich

weiß aus den vorhergehenden Begegnungen, dass uns ein

spannendes und eindrucksvolles Gespräch bevorsteht, denn

es geht auch jetzt wieder um QUADRO, die „andere Werbeagentur“.

Dazu konnten wir in den vorhergehenden Ausgaben

bereits feststellen, dass Sie, Ihre Geschäftspartnerin

Cordula Richter und das Team von QUADRO das Thema Werbung

anders angehen, als üblich. QUADRO macht „einzigartig“

heißt es im Slogan, das würde bedeuten, dass Sie die Individualität

Ihrer Kunden in den Vordergrund stellen.

MALinOWSKi: genau und damit beginnt meine Arbeit an

dem jeweiligen Marketingprojekt. Mit der begegnung. Mit

Zuhören und sich umschauen. Das findet bei dem Kunden

statt. in seiner Umgebung und unbedingt auf Augenhöhe.

geprägt von gegenseitigem Vertrauen. Dann können wir

offen zueinander sein und lernen voneinander.

STADTMAGAZIN: Lernen voneinander? Was interessiert Sie

denn an dem Gegenüber, jenseits der business relation?

MALinOWSKi: Alles, denn dieses Alles ist der Mensch.

nichts ist spannender als solche begegnungen, nichts beeindruckt

mich mehr als fremde Erfahrungen kennen zu

lernen. ich muss sie nicht verstehen, muss nicht auf Anhieb

wissen, warum mein gegenüber so und nicht anders

reagiert hat. Denn die Tatsache, DASS dieser Mensch sich

so verhalten hat, offenbart mir zumindest schon mal einen

Teil seines Charakters und das bezogen auf seine Umwelt

ergibt ein bild. Und dieses bild ist ein puzzlestück zu dem

meiner eigenen Weltanschauung, die davon lebt, dass ich

es wert bin, ins Vertrauen gezogen zu werden.

STADTMAGAZIN: Sie partizipieren also aneinander?

MALinOWSKi: Absolut und zwar getragen von diesem Vertrauen,

dem meiner Meinung nach, wichtigsten Kriterium

im menschlichen Zusammenleben. Aus diesem grund steht

der begriff „Vertrauen“ an der Spitze der Werte des QUADrO-Leitbildes.

Zitat: „Wir vertrauen unseren Kollegen und

Kunden. Unsere nachhaltige Arbeit bringt allen beteiligten

sicht- und spürbaren nutzen und Mehrwert.“ Vertrauen ist

getragen von Akzeptanz. Das spürt mein gegenüber und

nimmt mich anders wahr. nicht allein als den Typen, den er

angeheuert hat, um Werbung für sein produkt zu machen.

nein, vielmehr werden seine Empfindungen davon geprägt

sein, dass der Malinowski anders ist. Anders an die Sache

rangeht und vor allen Dingen keinen Dünkel hat. Stattdessen

will er alles erfahren, ist neugierig und interessiert sich

für alles um was es bei dem projekt geht. Somit bin ich in

der Lage, die richtigen fragen zu stellen, jedoch ohne, dem

gegenüber zu nahe zu kommen.

STADTMAGAZIN: Was bedeutet das?

MALinOWSKi: ganz einfach respekt. ich respektiere jeden

Menschen wie er ist. Kriminelle und blödköpfe natürlich

ausgeschlossen. noch einmal: ich lerne von jedem, denn

nur so kann ich mich weiterentwickeln.

STADTMAGAZIN: Das also ist Ihr Anspruch? Ihre persönliche

Weiterentwicklung?

MALinOWSKi: Unbedingt, alles andere wäre Stillstand

und damit Schwachsinn. Verschwendung von kostbaren

ressourcen, auch in der Arbeit für den Kunden.

STADTMAGAZIN: Was meinen Sie damit?

MALinOWSKi: Entwicklung beginnt mit der kognitiven Erfassung

von Möglichkeiten. Schafft dadurch den blick auf

neue horizonte und den Willen diese zu erreichen...

STADTMAGAZIN: Warum? Insbesondere wenn es einem

gut geht?

MALinOWSKi: Sie meinen, wenn der Lebensstil gesichert

ist, wenn man mehrmals im Jahr in Urlaub fahren kann,

wenn man keinen Stress hat und aus den Kindern auch

was wird...

STADTMAGAZIN: Genau, das wäre doch perfekt.

MALinOWSKi: Das mögen manche als perfekt bezeichnen,

für mich gehören herausforderungen zum Leben. Ecken

und Kanten, damit ich mich immer wieder neu hinterfragen

muss. Das zusammen mit den Einflüssen von draußen,

die ich eben geschildert habe, das zusammen ergibt Entwicklung

und daraus wiederum erwächst fortschritt. Zunächst

bei mir selbst, doch da fortschritt positiv ist und

positive Lebenseinstellungen sich automatisch auf das soziale

Umfeld projizieren, wird echter fortschritt daraus.

STADTMAGAZIN: Mit diesen Ansichten konterkarieren Sie

eine weit verbreitete Haltung, nämlich die des „Alten weißen

Mannes“. Es ist ein neuer Begriff, doch was dahintersteckt,

ist vermutlich so alt wie die Menschheit. Denn Männer wie

Trump, Salvini, Erdogan, Gauland oder wie sie alle heißen

und manchmal auch von Frauen verkörpert sind – Personen

mit altvorderen, verquasten Ansichten, die in einer fortschrittlichen

Moderne das Tor zur Hölle sehen, solche Typen

gab es schon immer. Nun allerdings kann man sie benennen,

denn mithilfe der Social Media-Kanäle sind sie heutzutage in

der Lage, ihren populistischen Schwachsinn bis in die hintersten

Winkel der Gesellschaft zu verbreiten…

Foto: rainbow picture

24

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | interview


MALinOWSKi (guckt ratlos und ist empört): …oh ja, ich

kenne diese Kerle und die im rock natürlich auch. Doch,

Entschuldigung, wie kommen Sie ausgerechnet bei diesem

Thema auf mich?

STADTMAGAZIN (lacht): Weil Sie das komplette Gegenteil

des alten weißen Mannes sind. Ingo Malinowski steht für

Wandel, für Fortschritt und mehr noch: Er baut ihn auf. Erfährt

dabei Selbstvertrauen und Anerkennung – Faktoren,

die seine Denke extrem unabhängig machen und die ihn

prädestinieren, auch als Coach tätig zu sein. Doch bevor wir

uns in einer der nächsten Ausgaben diesem Betätigungsfeld

zuwenden, an dieser Stelle ein weiterer Blick auf die „etwas

andere“ Werbeagentur QUADRO in Langförden bei Vechta.

Wo, wie wir dem erweiterten Slogan entnehmen, „Vertrauensbilder“

geschaffen werden.

MALinOWSKi: genau, denn jede Marketingmaßnahme

dient der Vertrauensbildung. Unter dieser headline bündelt

sich unser Leitbild und damit das Verständnis für unsere

Mission:

Wir sind wunschorientiert

Wir fragen nach, wollen unsere Kollegen

und Kunden verstehen, denken weiter.

Mit aller Kraft finden wir eine Lösung.

Die Begeisterung ist unser Ziel.

Wir sind verlässlich

Wir erinnern uns an Gesagtes und halten unser Wort.

Kunden und Kollegen können sich auf uns verlassen.

Wir sind integer

Wir arbeiten ohne Schnörkel und ohne Ausreden.

Wir denken und arbeiten im Sinne unserer Kunden.

Wir sind ehrlich

Wir sagen unsere Meinung, wenn wir gefragt werden.

Fehler gestehen wir ein.

Unsere Kollegen und Kunden verlassen sich auf uns.

Wir sind menschlich

Wir hören zu, sind wertschätzend und respektieren,

dass jeder Mensch anders ist.

Wir bemühen uns um respektvolle Toleranz.

MALinOWSKi: Damit ist unsere Einstellung zu unserer Arbeit

umschrieben. Denn jeder Mensch sieht die Welt so,

wie sie sich ihm darstellt. Daraus generiert sich sein und

damit auch die Weiterentwicklung seines sozialen Umfeldes.

STADTMAGAZIN: Mit der Aussicht darauf, sich neue Möglichkeiten

im Umgang mit dem Dasein auf allen individuell-maßgeblichen

Gebieten zu schaffen?

MALinOWSKi: Klar! Toleranz und neugier sind die Zauberworte,

denn ein Leitbild wächst mit der Entwicklung der

Menschen, die es beachten, die danach leben. Daneben ist

individualität der Schlüssel zur Wiedererkennung und den

nutzen wir!

STADTMAGAZIN: Ihre Beschreibung hört sich nach Einheit

an, obwohl Sie zahlreiche verschiedene Dienste im Rahmen

von Marketing und PR anbieten beziehungsweise verwirklichen.

Woher kommt dieses Ebene, dieses Verständnis, offensichtlich

auch innerhalb von QUADRO.

MALinOWSKi: Lassen Sie mich dazu eine kleine geschichte

erzählen: bei einer fahrradtour auf dem ruhrTalradweg

vor ein paar Wochen kehrten meine frau und ich in eine

gaststätte ein, die sich auf den ersten blick nicht von anderen

guten restaurants unterschied. Doch kaum, dass wir

platz genommen hatten, waren wir von dem lockeren, höflichen

und ungemein zuvorkommenden Service fasziniert.

Da merkte man jeder und jedem den Spaß an der Arbeit

an. nicht aufgesetzt, sondern ehrlich. Das verblüffte uns

so sehr, dass ich den restaurantinhaber fragte, wie er diese

ungewöhnlich gute Atmosphäre schaffen und erhalten

kann. „ich bin für meine Leute da“, war seine Antwort und

so einfach und kurz sie ist, so umfassend ist sie der Ausdruck

für all das, was ich hier schon beschrieben habe: respekt

voreinander, Vertrauen zueinander und für einander

einstehen.

STADTMAGAZIN: Darin haben Sie QUADRO wiedererkennt?

MALinOWSKi: Ja! Die Antwort ist ganz einfach ja, und darauf

bin ich stolz. Wobei der tägliche Sinn und Unsinn des

üblichen Arbeitslebens natürlich auch uns nicht verschont.

Schlechte Launen, private Sorgen, Krach im Team, der Job

ist doof, das ganze Leben sowieso und klar, ist der Chef an

allem schuld. in solchen Situationen fliegen auch hier die

fetzen. gerne sofort, denn die Tür zu meinem büro ist immer

offen! Zudem haben wir alle vier bis sechs Wochen unsere

so genannte „offene runde“. Da ist unbegrenzt platz

für alles, was gesagt werden muss, von allen Seiten!

STADTMAGAZIN: Wenn wir zurückgehen zu Ihrer Einlassung,

dass Sie selbst an jeder Begegnung mit einem Gegenüber

partizipieren – ist es so, dass Ihre Wahrnehmungen

deutlich mehr Facetten bekommen haben?

MALinOWSKi: natürlich, ich bin viel offener geworden.

bereit auch um Ecken zu denken und mutiger, damit auch

auf Kunden zuzugehen. So haben wir vor einiger Zeit den

sehr langwierigen und komplizierten Arbeitsprozess eines

Kunden auf eine einfache handhabe umgestellt. Umstellen

können, denn zunächst war dem Kunden nicht klar, wo

es bei dem eingefahrenen System hakte. Es funktionierte

doch!

STADTMAGAZIN: Fand der Kunde Ihre Einmischung nicht

aufdringlich?

MALinOWSKi: nein gar nicht, denn wir sind mit der intention

in das projekt eingestiegen, so viele Stunden darin zu

investieren wie die Umsetzung der neuen Komplexität benötigen

würde. Ohne, diese Zeit nun bis ins Detail aufrechnen

zu wollen. Wir wollten einfach, dass das neue Konzept

funktioniert.

STADTMAGAZIN: Und?

MALinOWSKi: Es ist perfekt – bis es modifiziert werden

muss… Malinowski sieht die Fragezeichen in meinem Gesicht

und ergänzt: „perfektion ist immer nur temporär, da

sie von Entwicklungen lebt und der nächste Schritt zur

perfektion vielleicht schon getan ist. Man muss ihn eben

nur als solchen erkennen!“

ULLA SCHMITZ

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | interview

25


reportage

Foto: Vera Wirth

Seit vielen Jahren ein Team: Renate Erdmann und Hiltrud Witte

20 Jahre Heilpraktikerin Hiltrud Witte

Seit 20 Jahren führt Heilpraktikerin und Dipl. AC. Singapore Hiltrud Witte ihre Praxis in

der Bahnhofstraße 36 in Cloppenburg und feierte vor einigen Wochen bei einem Tag

der offenen Tür gemeinsam mit Patienten, Freunden und vielen interessierten Besucher*innen

dieses runde Jubiläum.

Seit Jahrzehnten ist die gebürtige

Böselerin von der traditionellen chinesischen

Medizin (TCM) fasziniert.

Für sie ist die Arbeit als Heilpraktikerin

mehr als nur ein Beruf, sondern

eine Berufung, die sie noch heute mit

Begeisterung und großer Sensibilität

ausübt.

Nach dem Abitur in Cloppenburg

und mehreren Berufsjahren im medizinisch-therapeutischen

Bereich begann

sie 1993 in Hamburg ihre Ausbildung

zur staatlich anerkannten Heilpraktikerin,

die sie zwei Jahre später erfolgreich

abschloss. Im Jahr 1996 ging sie nach

Singapur und studierte dort drei Jahre

die traditionelle chinesische Medizin

(TCM). Gleichzeitig hospitierte sie in

verschiedenen chinesischen Arztpraxen

für Akupunktur und sammelte

dort wichtige praktische Berufserfahrung.

Es folgten weitere Studienreisen

in die chinesische Stadt Beijing,

an die Universität in Shanghai und an

die Chengdu University of TCM. Am 6.

Juni 1999 eröffnete Hiltrud Witte ihre

eigene Praxis in Cloppenburg, die sich

in den vergangenen 20 Jahren einen

hervorragenden Ruf erarbeitete.

Seit 14 Jahren wird sie dabei von

der gelernten Krankenschwester Renate

Erdmann unterstützt, die sich auf

die Gebiete der Bioresonanz und der

Tierheilpraktik spezialisiert hat. Hiltrud

Witte legt ihre Schwerpunkte vor allem

auf die traditionelle chinesische Medizin,

Bioresonanz und Schlafplatzuntersuchungen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin

(TCM) ist eine Heilkunst, die sich vor

über 3000 Jahren in China herausbildete

und über die Jahrhunderte hinweg

weiterentwickelte, dazu gehören die

Akupunktur, Kräuterkunde und Ernährungslehre,

sowie die Schröpfmassage.

In der TCM werden Körper, Seele und

Umwelt nicht getrennt voneinander

betrachtet, sondern als individuelle

26 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige


reportage

Eingehende

Frequenzmuster

BICOM Gerät

An den Patienten

Weitergeleitete

Frequenzmuster

Eingangselektrode

Modulationsmatte

Ziel der Bioresonanz-Therapie ist es, krankmachende Einflüsse zu vermindern und die

Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken

Einheit erfasst. Verschiedene therapeutische

Verfahren, wie zum Beispiel die

Akupunktur, haben zum Ziel, den freien

Fluss der Lebensenergie (Qi) wiederherzustellen.

Die Bioresonanz arbeitet hingegen

mit den körpereigenen Schwingungen.

Bei der Bioresonanz werden die

körpereigenen Schwingungen durch

ein Gerät aufgenommen, geordnet

und harmonisiert an den Körper zurückgegeben.

Ursachen einer Störung

sind vielfältig und reichen von Narbengewebe

über falsche Ernährung und

Stress bis hin zu Allergien.

Bei der strahlenbiologischen Schlafund

Arbeitsplatzuntersuchung werden

negative Erdstrahlen, Funkeinstrahlungen

und Elektrosmog vermessen und

Lösungen erarbeitet. Dabei werden

negative Erdstrahlen, wie z.B. Wasseradern

aber auch Funkeinstrahlungen

und Elektrosmog, die Krankheiten

verursachen können, vermessen und

mögliche Lösungen vorgeschlagen.

Dieser Bereich gewinnt aufgrund der

zunehmenden Verwendung von Elektrogeräten

und vor allem Smartphones,

Tablets im Arbeits- und Schlafbereich

immer mehr an Bedeutung.

Zur Diagnostik verfügt Hiltrud Witte

über einen hochmodernen Delta-Scan.

Dies ist ein computergestütztes, bildgebendes

Verfahren zur detaillierten

Diagnose sowie der ganzheitlichen Beurteilung

des körperlichen und energetischen

Gesundheitszustandes ihrer

Patienten. Der Delta-Scan zeigt Störungen

und Disharmonien frühzeitig an

und ist als Medizinprodukt anerkannt

und zertifiziert. So können Störungen

und Disharmonien sehr früh erkannt

und rechtzeitig therapeutische Maßnahmen

ergriffen werden.

Seit vergangenem Jahr arbeitet die

erfahrene Heilpraktikerin auch als Orthomolekulartherapeutin

und Vitalstoffberaterin.

Falsche und nährstoffarme

Ernährung in Kombination mit

Bewegungsmangel sind in der modernen

Gesellschaft die Hauptursachen

für viele chronische und oft lebensbedrohliche

Erkrankungen. Als ausgebildete

Orthomolekulartherapeutin und

Vitalstoffberaterin analysiert Hiltrud

Witte anhand von Laborwerten den

Traditionelle chinesische Medizin

Bioresonanz

Schmerztherapie

Kinderwunschbehandlung

Allergien / Neurodermitis

Schlafplatzuntersuchungen

und vieles mehr ...

Der Delta Scan ermöglicht eine detaillierte

Diagnose sowie die ganzheitliche

Beurteilung des körperlichen und energetischen

Gesundheitszustandes des Patienten

vorhandenen Nährstoffmangel und erarbeitet

Konzepte für eine individuell

angepasste Mikronährstoffversorgung

ihrer Patienten – für mehr Energie, Ausdauer

und Gesundheit.

Termine nach Vereinbarung

Telefon 0 44 71 / 93 19 09, Bahnhofstr. 36 · 49661 Cloppenburg

www.heilpraktikerin-in-cloppenburg.de

SIGRID LüNNEMANN

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27


reportage

Zusammenleben, zusammen sein –

im Sonnenhof in Deindrup sind diese Ideale Alltag

Man hört es oft und sagt es auch selbst: „Hab Sonne

im Herzen…“, soll heißen, dass alles andere weniger

schwer zu ertragen ist, wenn man das Leben mit

seinen helleren Seiten betrachtet. Dieser Ratschlag scheint

den 23 Bewohnern des Sonnenhofes in Deindrup und den

41 Beschäftigten in den dortigen Werkstätten geradezu als

Lebenselixier zu dienen, denn ihre Fröhlichkeit beeindruckt

auf den ersten Blick. Zwar ist es keineswegs so, dass jede und

jeder hier wie ein Smiley durch den Tag hüpft, denn auch

hier gibt´s Anwandlungen von schlechter Laune, Meinungsverschiedenheiten

oder „überhaupt keinen Bock heute“ –

doch das Grundgefühl des Sonnenhofes ist sonnig, und das

ist kein bisschen kitschig gemeint.

Dafür umso bewundernder, denn die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft

Sonnenhof e.V. wurde im Dezember 1999 von

Eltern mit seelenpflegebedürftigen Kindern gegründet und

ist heute ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen

Fähigkeiten, Begabungen und Hilfe-Bedürfnissen auf der

Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes zusammenleben

und arbeiten. Von Beginn an unterstützt von

großzügigen Förder*innen und Freund*innen des ehrgeizigen

Projektes, wurde ein altes Gehöft in Deindrup, Landkreis

Vechta, soweit um- und ausgebaut, dass schon 2002 die

ersten Menschen ihre Arbeit auf dem Sonnenhof beginnen

konnten. Getreu dem Leitbild aufgrund anthroposophischer

Prämissen und in einen christlich-religiösen Rahmen eingebunden,

inklusive biologisch-dynamischer Grundsätze für

die Landwirtschaft auf dem Gelände des Sonnenhofes.

Dass dies in guter Nachbarschaft mit der Dorfgemeinschaft

Deindrup/Spreda geschehen sollte, stand für alle fest,

und dass sich selbst die Politik dem Charme des Sonnenhofes

nicht entziehen konnte, ist ebenso von Wert wie die

Tatsache, dass die Anzahl der interessierten Menschen aus

Langförden, Visbek oder Vechta nicht weniger wird. Im Gegenteil:

Sie wird immer größer und beweist damit nicht zuletzt,

dass die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof

e.V. etabliert und weithin anerkannt ist. Was mit Sicherheit

an den überzeugenden Begegnungen liegt, die einerseits

28 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


1 - 3

4

5

6 7 8

1 - 3. Die Schafe kommen auf eine neue Weidefläche. Der Border Collie Lucky im Einsatz auf der Schafweide 4. André Wilkens arbeitet

gerne in der Textil- und Holzwerkstatt 5. Dänni Zielke verräumt das Holz der Brennholzproduktion in der Landwirtschaft 6. Sarah

Artmann beim Schleifen in der Holzwerkstatt 7. Sarah Müller beim Anzeichnen eines Werkstückes 8. Silke Matlage säubert die Wassertränken

der Hühner in der Landwirtschaft

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

29


reportage

Betriebsausflug in den Tierpark Thüle – Sonnenhöfler auf Tour

das Miteinander der Bewohner und Beschäftigten prägen,

sich aber ebenso intensiv in der Außendarstellung zeigen.

Da ist die Fürsorge um die menschliche Entwicklung aller

Sonnenhofbewohner und denen, die in einer der Werkstätten

oder in der Landwirtschaft arbeiten. Wichtig dabei ist,

dass jedes Individuum seine Authentizität ausleben kann,

mit dem dafür notwendigen Freiraum, in einem Rahmen

von optimaler Entwicklung und Gestaltung.

So bauen die Bewohner des Sonnenhofes sich in der Gemeinschaft

ihre eigene Heimat auf, während die Beschäftigten

ihren Platz genau dort finden und etablieren, wo ihre

Fähigkeiten sie hinleiten, wo diese von dem ausgebildeten

Fachpersonal erkannt und ausgebildet werden. Sinnvolle

Produkte sind die Ergebnisse einerseits, das Selbstbewusstsein

und die natürliche Lebensfreude der Sonnenhofbewohner

und den dort Beschäftigten bilden die andere Seite

dieser Medaille. Die an dieser Stelle symbolisch gemeint ist,

die den Initiatoren und Betreibern der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft

Sonnenhof e.V. jedoch gerne verleihen werden

könnte, denn ihre Arbeit und ihr Engagement ist ebenso

wertvoll wie unersetzlich.

Das stellt sich seit Beginn 2000 in beeindruckender Weise

dar, mit der zunächst ganze Berge von Anträgen gestellt

und ihre Genehmigungen abgewartet werden mussten,

während gleichzeitig der Aufbau des Zentrums mit dem

Lärchenhaus vorangetrieben und sich anschließend dem

Umbau des denkmalgeschützten Bauernhauses gewidmet

werden konnte. Seit 2002 haben Menschen mit Behinderungen,

ihre Eltern und Familien hier eine neue Lebensaufgabe

gefunden – beim gemeinsamen Arbeiten, Bauen und Entwickeln.

Ein Jahr später gehörte auch die Landwirtschaft dazu

und schon waren von den Bewohnern und den Beschäftigten

des Sonnenhofes – von denen einige aus Deindrup

kommen – die ersten Verbindungen zur Bodenständigkeit,

zum Anfang allen Bestehens geknüpft: Über die Arbeit an

der Erde und mit ihr, zum Wohl der ganzen Gemeinschaft,

denn von dem, was erwirtschaftet wird, ernähren sich auch

die Sonnenhöfler. Auch, denn ihre Erzeugnisse werden zudem

im hofeigenen SoLa Bioladen in Vechta verkauft und

sind aufgrund ihrer herausragenden Qualität von der Kundschaft

äußerst begehrt.

Diese Arbeiten und natürlich auch die in der Holz- und in

der Textilwerkstatt, in der Küche und im Berufsbildungsbereich

sind Dreh- und Angelpunkte des Verständnisses mitund

füreinander. Umgeben von dem Ambiente des einladenden

Fachwerkhofes und von der Landschaft zwischen

Moor und Geest leben die Menschen hier in familienähnlichen

Strukturen ihren Alltag in zwei Wohngruppen und den

dazu gehörigen Appartements. Sie teilen ihre Freuden, ihre

Erfolge und ihre Sorgen, arbeiten miteinander und bege-

30 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Julia Viedts kardiert (kämmt) mit Christl Wolf-Schott die

Wolle, bevor sie weiterverarbeitet wird

Gefärbte Wolle

hen die Feste wie sie fallen. Wie außerhalb des Sonnenhofes

auch. So und im Rahmen bestimmter Sozialtherapien entwickelt

sich das Leben aller im Sonnenhof in Deindrup. Man

lernt voneinander, auch zu verstehen, hilft und begleitet

sich und ist füreinander da. Alle nach ihren Möglichkeiten,

doch fest in der Gemeinschaft verwurzelt.

Dabei helfen diverse Patenschaftsprojekte die Nachhaltigkeit

der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof e.V. zu

manifestieren. „Social farming“ ist der Begriff dafür aus der

Fachliteratur, wenn Menschen mit Handicap naturschützende

Landwirtschaft betreiben – im Sonnenhof bezieht sich

dieser Begriff jedoch noch weit darüber hinaus: Auf das gesamte

Werken und Leben im Miteinander der Sonnenhöfler,

gestützt und gefördert von der Tatkraft anthroposophischer

Lehren und ihren Vorbildfunktionen. So kann man miteinander

weiterwachsen, als Mitglieder unserer Gesellschaft,

glücklich und mit dem Leben auf Du und Du, mit mal mehr,

mal weniger Sonne im Herzen. Wie das eben so ist.

Ulla Schmitz

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

31


Anzeige

Das Team von Ulrich Knoll ist der kompetente Ansprechpartner bei Fragen rund um Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsbau

Ulrich Knoll – Experte für modernes,

ressourcenschonendes Heizen

Im Mai 1996 machte sich der Zentralheizungs-

und Lüftungsbaumeister

Ulrich Knoll in seiner heimischen Garage

mit einem eigenen Sanitär- und

Heizungs-Fachbetrieb in Höltinghausen

selbstständig. Aus dem kleinen

Ein-Mann-Betrieb entwickelte sich

schnell ein florierendes Unternehmen

und schon im Jahr 2001 wurde am heutigen

Standort, Brinkmannstraße 12a

in Höltinghausen, eine große Betriebshalle

errichtet. Im Jahr 2008 erweiterte

der Heizungsfachmann noch einmal

seine Angebotspalette im Bereich Umwelttechnologien

und entwickelte sich

zum gefragten Experten rund um die

Themen Holzpellet-Heizung, Kaminöfen

und Solarenergie.

Im modernen Ofen-Studio mit seiner

geräumigen Ausstellungshalle haben

die Kunden die Möglichkeit, sich in aller

Ruhe über die verschiedenen Modelle

zu informieren. Die qualifizierten Fachmitarbeiter

beraten gerne und ausführlich.

Von den vorgestellten Öfen

befinden sich immer vier verschiedene

Modelle „unter Feuer“, so dass die Kunden

beim Blick in die knisternden Flammen

direkt vor Ort einen realistischen

Eindruck von der optischen Wirkung

und der angenehmen Wärmeabstrahlung

erhalten.

In den vergangenen Jahren hat sich

Ulrich Knoll zusätzlich auf Heizsysteme

aus nachwachsenden Rohstoffen

und modernen Pelletheizungen spezialisiert

und richtete in seinem Betrieb

einen eigenen Ausstellungsbereich für

diese ressourcenschonende Heizungstechnologie

ein, die wohlige Wärme

aus nachwachsenden Rohstoffen in jedes

Zuhause bringen.

Aus kleinen Anfängen in der heimischen

Garage entwickelte sich ein florierendes

und breit aufgestelltes Unternehmen

Heute beschäftigt Ulrich Knoll 10

qualifizierte Mitarbeiter. „Auf mein

Team kann ich mich hundertprozentig

verlassen. Sie sind stets zur Stelle und

springen im Notfall auch am Wochenende

ein. Ohne sie wäre die Entwicklung

des Betriebes in den vergangenen

gut zwanzig Jahren nicht möglich

gewesen“, bedankt sich Ulrich Knoll

bei seinem Team. Großen Wert legt der

52-Jährige auf regelmäßige Schulungen

und Weiterbildungen seiner Mitarbeiter,

die zum Teil schon seit vielen

Jahren in seinem Unternehmen tätig

sind. Zurzeit bildet der Betrieb Pride

Farai Madondo aus, der vor knapp zwei

Jahren mit seiner Familie aus Simbabwe

nach Deutschland kam und sich

hier im Landkreis Cloppenburg sehr

wohl fühlt und im Team der Firma Knoll

bestens integriert ist.

Die beiden Söhne von Ulrich und Marion

Knoll treten beruflich bereits in die

Fußstapfen ihres Vaters. Florian Knoll

absolviert derzeit eine Ausbildung

zum staatlich geprüften Techniker für

Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik

und sein Bruder Moritz Knoll lässt sich

in einem Fachbetrieb zum Elektroniker

für Energie- und Gebäudetechnik ausbilden.

Mit Kompetenz und Erfahrung hat

sich die Firma in den vergangenen 23

Jahren zu einem renommierten, breit

aufgestellten Fachbetrieb in den Berei-

32

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige


chen Heizung, Sanitär und Solarenergie

entwickelt und ist ausgewiesener

Fachmann für moderne Gasheizungen

mit Gas-Brennwerttechnik sowie für

hochmoderne und effiziente Brennstoffzellen-Technologie.

Ressourcenschutz und effektive Heizungssystem

sind heute bei Neubauten

und Altbausanierungen gefragter

denn je. Mit modernen und hocheffizienten

Gas-Brennwert- und Brennstoffzellengeräten

können Hausbesitzer

ihr eigener Stromproduzent werden.

Der Ärger über steigende Strom- und

Energiekosten gehört damit der Vergangenheit

an. Ulrich Knoll bietet

maßgeschneiderte Lösungen zur

komfortablen Wärmeerzeugung, die

den unterschiedlichsten Bedürfnissen

seiner Kunden gerecht werden. Ob

Neubau oder Altbausanierung, hier

findet jeder Kunde das passende Heizungssystem.

Ulrich Knoll vertraut der Traditions-Marke

Buderus, die mit ihrer

innovativen Brennstoffzellentechnologie

BlueGEN für behagliche Wärme

und Energie in Wohn- und Gewerbegebäude

sorgen. Durch die modulare

Systemlösung lässt sich mit der Brennstoffzelle

jedes beliebige Warmwasserbedarfskonzept

im privaten sowie

im gewerblichen Bereich unterstützen,

hebt der Fachmann die Vielseitigkeit

der Brennstoffzellentechnologie

hervor. Ein weiterer großer Vorteil:

Dank der Buderus Systemtechnik sind

die Nachrüstung der Brennstoffzelle

und die Einbindung in eine bestehende

Heizungsanlage flexibel und problemlos

möglich.

Die BlueGEN wird im Buderus System

mit vorhandenen Geräten zu einer

effizienten Systemlösung kombiniert

und ist mit jedem Buderus Wärmeerzeuger

kompatibel, um ein Wohn-

oder Gewerbegebäude ganzjährig

mit Strom und Wärme zu versorgen.

Neben dem Strom erzeugt die Brennstoffzelle

auch kontinuierlich Wärme

mit bis zu 0,6 kW thermischer Leistung.

Diese kann sowohl zur Warmwasserbereitung

über einen bivalenten Trinkwasserspeicher

genutzt werden als

auch zur Heizungsunterstützung über

einen Pufferspeicher. Ganz einfach ist

die Einspeisung der Abwärme aus der

Brennstoffzelle in einen bivalenten

Trinkwasserspeicher.

Direkt vor Ort installiert und mit

dem Gasanschluss verbunden, wandelt

BlueGEN die Energie aus Erdgas

durch eine elektrochemische Reaktion

in Strom und Wärme um. Dadurch

bringt sie unabhängig vom Wärmebedarf

konstant – 24 Stunden am Tag, 7

Tage die Woche – 1,5 kW elektrische

Leistung und erzeugt über 13.000 kWh

Strom pro Jahr. Somit wird der höchste

elektrische Wirkungsgrad von bis zu

60 % erreicht.

Die BlueGEN arbeitet durchgängig

geräuscharm sowie vibrationsfrei

und ist daher optimal für den Einsatz

in Wohn- oder Büroräumen geeignet.

Ideal sind Einsatzbereiche, in denen

der Stromverbrauch möglichst 24

Stunden gleichbleibend ist. Damit

kann die BlueGEN eine interessante

Option für Wohngebäude mit erhöhtem

Strombedarf durch Schwimmbad,

Sauna oder E-Mobilität sein. Aber

auch beim Kleingewerbe mit konstant

höherem Stromverbrauch durch z. B.

EDV, Kühlung, Lüftung, Heizung, Küchengeräte,

Beleuchtung etc. amortisiert

sich die BlueGEN schon nach

kurzer Zeit.

Attraktive Förderungen. Hausbesitzer

oder Anlagenbetreiber können

eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten

und Zuschüssen in Anspruch nehmen.

BlueGEN –Innovative Brennstoffzellentechnologie

von Buderus

Bei der Installation einer Buderus Systemlösung

mit der Brennstoffzelle

BlueGEN können insgesamt Fördergelder

von bis zu 16.050 € zusammenkommen.

Im Programm „Energieeffizient

Bauen und Sanieren – Zuschuss

Brennstoffzelle“ (Programmnummer

433) kann bei der KfW für die Blue-

GEN ein Betrag von 12.450 € beantragt

werden. Zusätzlich kann die Stromförderung

aus dem KWKGesetz über die

BAFA in Anspruch genommen werden.

Entweder wird eine pauschalierte Zahlung

in Höhe von 3.600 € für den KWK-

Strom ausgezahlt oder es gibt für jede

in das öffentliche Netz eingespeiste

Kilowattstunde Strom 8 Cent und für

selbst erzeugten und verbrauchten

Strom 4 Cent pro Kilowattstunde.

Vertrauen Sie dem Rat des Fachmanns:

Ulrich Knoll und seine Mitarbeiter

beraten Sie gerne individuell

und umfassend!

SIGRID LüNNEMANN

Ulrich Knoll

Brinkmannstr. 12a · 49685 Höltinghausen · Tel. 0 44 73 - 94 70 59

Fax 0 44 73 - 94 70 79

u.knoll@t-online.de · www.ulrich-knoll.de

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33


Weit über den Tellerrand Hinaus – Serie

Vincent, mit Ballon und mit (v.l.) Joseph, Lea, Sarah und seiner Mutter in Dzodze

Und sonst so?

von Lea Weigel

Als Leser*in des Stadtmagazins wissen

Sie schon einiges über mein Leben

als Freiwillige in Ghana. Seit August

des letzten Jahres lebe ich in Nsuta, einem

Dorf im Osten Ghanas und habe

in der vergangenen Ausgabe über

den Schwerpunkt meiner Arbeit in der

Nsuta D/A Junior High School berichtet.

Doch das Projekt mit dem offiziellen

Titel „Career Guidance and Educational

Counselling“ umfasst noch weit

mehr. Mit Blick auf die hohe Schulabbrecherquote

und viele Kinder, die

nach ihrer grundlegenden Schulbildung

nicht ausreichend Lesen und

Schreiben können, wurde 2010 das

Projekt ins Leben gerufen. Mit dem

Ziel, in den ländlichen Region Schülern

und Eltern den Stellenwert von

Bildung auch im Alltag zu vermitteln

und die Jugendliche auf eine mögliche

Zukunft außerhalb der oftmals ärmlichen

Landwirtschaft vorzubereiten.

Verabschiede ich mich mittags an

der Schule in Nsuta, fahren wir zweimal

in der Woche ins benachbarte Attakrom,

um in der Junior High School

(JHS) des Dorfes die nachmittägliche

Bücherei-Stunde zu unterstützen. Lesen

ist absolute Kernkompetenz und

auch wenn es in der JHS als erlernt

erwartet wird, fällt es nicht jedem

Schüler leicht. Schließlich ist Englisch

nicht Muttersprache und immer wieder

fallen aufgrund großer Klassen,

schwieriger Lernbedingungen und

mangelnder Unterstützung zuhause,

Schülerinnen und Schüler durch jenes

System, mit denen wir versuchen, das

Lesenlernen nachzuholen.

Während einer von uns Freiwilligen

den Schülern für schwierige Wortbedeutungen

oder deren Aussprache

zur Seite steht, arbeiten die anderen

drei mit je zwei bis drei Schülern, um

deren Schwierigkeiten beim Lesen

auszumerzen. Es kann mühsam sein,

immer wieder die Klänge der einzelnen

Buchstaben zu wiederholen, doch

sobald die ersten Worte und Sätze gelesen

werden, ist der Fortschritt und

die Dankbarkeit der Schüler weit mehr

als eine Entschädigung.

Seit diesem Schulhalbjahr haben

wir eine zudem Lesestunde in Ketsi, einem

weiteren Nachbardorf, gestartet.

Ebenfalls zweimal in der Woche bringen

wir dort Schülern aus der sechsten

Klasse der Grundschule und den ersten

beiden Jahrgängen der JHS das Lesen

bei. Während einige Schüler selbstständig

Storybooks lesen, arbeiten

wir in vier Kleingruppen mit je sechs

bis acht Schülern. Mit bunten Plakaten

und Buchstaben-Kärtchen bringen wir

ihnen spielerisch die Klänge der Buchstaben

bei und steigern uns von Zwei-

34

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Weit über den Tellerrand hinaus – Serie


Vincent, als er noch kleiner war

Kojo mit seinen Krücken

und Drei-Buchstaben-Wörtern bis hin

zu einfachen Sätzen und Geschichten.

Neben dem Unterrichten in den

Schulen wird das Projekt um zwei weitere

Komponenten ergänzt. Zum einen

wurde im letzten Jahr eine große

Farm angelegt. Hat man den wunderschönen

und gleichzeitig anstrengenden

Weg durch den Wald bis auf den

Berg hinter sich gebracht, entdeckt

man dort auf einer Fläche von vier

Acre Mais, Kakao, Kochbananen, Orangen

und Maniok. Die Farm soll langfristig

einen finanziellen Gewinn für das

Projekt abwerfen, um, neben Spendengeldern

aus Deutschland, eigene

Mittel für das Projekt zur Verfügung zu

haben. Gleichzeitig gibt sie Schülern

die Möglichkeit, sich ein eigenes Taschengeld

zu verdienen. Insbesondere

jene, die keine akademische Laufbahn

einschlagen werden, können dort einiges

über die Landwirtschaft lernen. Im

ländlichen Ghana wird Landwirtschaft

hauptberuflich in Form der Subsistenzwirtschaft

betrieben. Ich kenne

nur wenige, die keine, noch so kleine

Farm zur Selbstversorgung oder als

Nebeneinkunft besitzen.

Zum anderen bietet das Projekt Hilfe

für Schülerinnen und Schüler mit

finanziellen, familiären oder gesundheitlichen

Problemen. Dabei richtet

sich die Hilfe speziell nach den Bedürfnissen

der Kinder, sodass sowohl einmalige

als auch langjährige Unterstützung

möglich ist. Sie wird von Joseph,

unserem Mentor und Sozialarbeiter,

koordiniert.

Beim wöchentlichen Meeting überlegen

wir gemeinsam, wer wie unterstützt

werden kann. Daraus ergeben

sich dann immer wieder bewegende

Begegnungen: Da ist der 12-jährige

Godsway, der in Attakrom die Form 1

der JHS besucht. Seit Kindesalter sind

seine beiden Füße nach innen verdreht

und nachdem seine Großmutter

ihn so lange wie möglich auf dem Rücken

getragen hat, läuft er nun unter

Schmerzen auf der Fußoberseite. Da

der Vater in seinem Leben keine Rolle

spielt, nur wenig Kontakt zur Mutter

besteht und er bei seiner Großmutter

und Tante lebt, war ihnen bisher

aus finanziellen Gründen keine Hilfe

möglich. Doch sind wir dann in Begleitung

seiner Großmutter mit ihm nach

Nsawam in eine orthopädische Klinik

gefahren. Das Orthopaedic Trainig

Centre Nsawam ist eine non-profit-Organisation,

mit einer orthopädischen

Klinik, Werkstatt, einem Therapiezentrum

und einer mobilen Einheit, die

durchs Land reist, um bedürftige Kinder

mit ärztlicher Behandlung, nötigen

Prothesen und passender Therapie zu

versorgen. Der Besuch war mehr als

erfolgreich., denn im November steht

nunmehr eine Operation in Aussicht.

Sie wird Godsway im wortwörtlichen

Sinne wieder auf die Beine helfen.

Da ist der 15-jährigen Kojo, den man

meist mit einem breiten Grinsen im

Gesicht auf der Bank vor seinem Haus

trifft. Wegen seiner körperlichen und

geistigen Behinderungen besucht er

keine Schule. Allerdings kann er durch

die Verlängerung seiner Krücken und

dank neuer orthopädischer Schuhe

aus Deutschland nun zumindest etwas

aufrechter und leichter durchs Leben

laufen.

Da ist der blinde Theodore, dem

der Besuch einer Blindenschule in der

nächsten großen Stadt ermöglicht

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Weit über den Tellerrand hinaus – Serie

35


Godsway, vor der Schule mit (v.l.) Eva, Joseph, Leonie und der Großmutter

in Nsawam

Godsway alleine vor der Schule

wurde und der uns nun stolz seine ersten

hervorragend bestandenen Klausuren

in Braille-Schrift zeigt.

Da ist die fröhliche Nana Yaa, die

an einer Spastik in der Hand leidet,

die ihr das Schreiben erschwert, und

einer Sprachstörung, sodass sie langsam

und undeutlich spricht. Nach dem

Besuch der Grundschule schickten

ihre Eltern sie nicht mehr zur Schule,

doch der Schulleiter hat den Kontakt

zu Nana Yaa´s Familie hergestellt. Und

so stellte sich nach einem Besuch in einer

Behindertenschule heraus, dass sie

dafür viel zu schlau ist! Sie sprüht vor

Motivation zu lernen und vor Begeisterung,

wieder zur Schule gehen zu

dürfen. Ausgerüstet mit einer schicken

neuen Schuluniform, übernommenen

Schulgebühren, einem Laptop, dicken

Stiften und einem Knetluftballon voller

Sand zum Trainieren der Handmuskulatur

wurde sie herzlich in die Schulgemeinschaft

der JHS in Attakrom

aufgenommen. Dort bemüht sie sich

mit der Hand zu schreiben und erlernt

das Tippen am Laptop von dem Informatik-Lehrer,

der sie immer wieder für

ihren Ehrgeiz und ihr schnelles Auffassungsvermögen

lobt.

Besonders froh sind wir zu sehen,

wie selbstverständlich das Kollegium

Nana Yaa im Unterricht integriert und

wie schnell viele der anderen Schüler

zu ihren Freunden geworden sind.

Nun ist sie nicht nur viel glücklicher als

zuvor, sondern hat auch eine vielversprechende

Zukunftsperspektive!

Nana Yaa mit ihrem Laptop

Da ist Sebastian, Anfang 20, der im

Rollstuhl sitzt und eine Schule im Süden

der Volta Region besucht. Schon

in wenigen Monaten wird er seinen

Abschluss ablegen und anschließend

als Elektriker arbeiten.

Da ist der sechsjährige Vincent, der

uns auf seinem Weg zum Kindergarten

mit seinen verformten Armen und

Beinen aufgefallen ist. Also haben wir

gemeinsam seine Familie besucht, die

abseits des Dorfes in der Nähe ihrer

Farm ohne Strom und fließendes Wasser

lebt. Dass ihnen eine medizinische

Behandlung des Sohns aus finanziellen

Gründen nicht möglich ist, war

fraglos. Doch konnten wir die mobile

Einheit des Orthopaedic Training Centre

aus Nsawam hier antreffen – glücklicherweise

– denn die Röntgenbilder

sorgten für Klarheit. In beiden Armen

sind Elle und Speiche überkreuzt und

überstehende Knochen verhindern

das Durchstrecken des Ellenbogengelenks.

Laut des Arztes aber können

Vincents Arme erst nach Abschluss des

Wachstums im Alter von 18/19 Jahren

behandelt werden. Seinem verformten

Bein hingegen, das ihm zurzeit

noch einen schmerzhaften Schulweg

bereitet, hat sich ein Team niederländischer

und ghanaischer Ärzte in Dzodze

angenommen. Mehr als 25 Kinder

wurden von ihnen operiert, nicht zuletzt

auch dank großzügiger Spenden

des Bistums Münster.

Für Vincent bedeutet dies, dass er

nach vier Wochen in der Klinik und einem

sechs- bis achtwöchigen Aufenthalt

im Therapiezentrum in Nsawam

mit „neuen“ Beinen unbeschwerter

durchs Leben laufen kann. Schöner

kann der „Lohn“ für unsere Arbeit

nicht sein!

36

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Weit über den Tellerrand hinaus – Serie


Lesezeit

Alte weiße Männer

Sophie Passmann

Alte weiße Männer

ISBN978-3-462-05246-6

Verlag Kiepenheuer

& Witsch

12,00 Euro

Sophie Passmann, die Autorin

dieses wunderbaren Buches

ist Feministin. Sie ist jung, sie

ist stolz, frei, laut und selbstbewusst.

Sie ist die Prototypin

dieser neuen Generation unbestechlicher

Feministinnen,

unbestechlich auch in dem

Sinne, dass man ihnen noch so

viel erzählen kann – sie bilden

sich ihre eigene Meinung und

setzen sie konsequent um. In

ihrem, aber auch im Alltag ihrer

Umgebung. Sie wollen Kinder

kriegen oder Vorstandschefinnen

werden, nicht selten am

liebsten beides. Dass sie auch

diesen Nenner umsetzen – wir

sollten uns nicht wundern,

denn Klischeebilder sind die

längste Zeit der verstaubte Inhalt dunkeleichenholzfurnierter

Bilderrahmen gewesen.

Das kann denen, die sich in diesen Sujets sauwohl gefühlt

haben, gar nicht recht sein. Haben sie doch jahrzehntelang,

ach was sage ich, jahrhundertelang alles dafür getan, dass

Frauchen lieb am Herde blieb und das Haus schick sauber

hielt, die Kinder gebar und groß zog. Die ersten Zugeständnisse

an die Freiheit der „wildgewordenen Weiber“ waren

die Erlaubnisse zur Berufstätigkeit, als Sekretärinnen, Sachbearbeiterinnen

und Lehrerinnen. Erst später durfte auch

studiert werden und heute, heute wollen diese Ladies sogar

in den obersten Managementetagen das sagen haben. Und

sie haben es! Da können die eben beschriebenen Hüter alter

„Werte“, die alten weißen Männer, noch so schäumen und

verzweifelt und mit allen Mitteln versuchen, ihre, wie sie

denken, angestammten Pfründe zu verteidigen. Hey Guys, es

hört doch schon bald keine (r) mehr hin!

Diese Entwicklung ist Frauen wie Sophie Passmann zu verdanken,

denn sie gibt sich nicht damit zufrieden, dass „Feindbild

alte weiße Männer“ festzustellen. Vielmehr hinterfragt

sie es bei denen, die das Klischee erklären, es konterkarieren

oder bestätigen können. Und geht darüber hinaus, indem

sie auch Männer ins Interview nimmt, von denen wir auf den

ersten Blick niemals gedacht hätten, dass sie in das Muster

passen könnten. Doch kaum, dass Sophie Passmann sich mit

ihnen unterhält, haben sie sich schon selbst enttarnt und das

ist so witzig, so klug, so aufschlussreich, dass man das Muster

der Interviews und der daraus entstandenen Texte nicht nur

nie mehr vergisst, sondern sich dabei ertappt es selbst umzusetzen.

Und das tut so gut!

DANKE Sophie Passmann, dass Du mit Sascha Lobo, Marcel

Reif, Rainer Langhans, Christoph Amend, Micky Beisenherz,

Kai Diekmann, Robert Habeck, Carl Jakob Haupt, Kevin Kühnert,

Ulf Poschardt, Tim Raue, Papa Passmann, Jörg Thadeusz,

Werner Patzeld, Peter Tauber und Claus von Wagner im Gespräch

warst über alte weiße Männer!

usch

Das Mädchen mit dem Poesiealbum

Bart van Es

Das Mädchen mit

dem Poesiealbum

ISBN 978-3-

8321-9856-5

DuMont Buchverlag

22,00 Euro

Wir kennen die Geschichte des

jüdischen Mädchens Anne Frank,

die sich vor den Nazis während

der Besetzung der Niederlande

zwei Jahre lang verstecken kann,

bevor sie 1945 entdeckt wird

und im KZ Bergen-Belsen stirbt.

Anne Frank war von ihrer holländischen

Gastfamilie verborgen

worden, doch war es so auch

dem jüdischen Mädchen Lien

ergangen. Sie wurde von den

Großeltern des Schriftstellers

Bart van Es 1942 vor den Nazis

versteckt, und lange blieb diese

wunderbare Tat ein Geheimnis.

Lien war acht Jahre alt, als ihre Eltern sie aus Den Haag zu

der ihnen bekannten Familie van Es in Dordrecht schickten.

Weg von den herannahenden Nazis, mit einem Brief ihrer Eltern

und einem Poesiealbum ausgestattet. Schnell gewann

das achtjährige Mädchen ihre Pflegeeltern lieb und darum

war der Schock umso größer, als sie nach einigen Wochen

erneut fliehen musste. In ein noch sichereres Versteck, wo es

ihr jedoch nicht gut erging. 1945 kehrte sie als einzige Überlebende

ihrer Familie zu den van Es zurück und wurde von

ihnen adoptiert.

Das alles und was sich darüber hinaus aus dieser neuen

Familienkonstellation entwickelte, war Bart van Es so lange

nicht bewusst, bis er die heute in Amsterdam lebende Lien

de Jong kennenlernte und sie dem „Halbbruder“ ihre Lebensgeschichte

erzählt. Lebendig und eindringlich, so, dass

sich zu Bart van Es Erstaunen eigene Lebensfragen daraus

einfangen und beantworten lassen. Dass daraus dieses Buch

entstand, ist umso dankensweiser, da diese deutsch-holländische

Familiensaga nicht nur Hintergrund ist für die Historie

der Nazizeit, sondern sich auch auf heutige Verhältnisse eingehend

projizieren lässt.

usch

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37


Autoseiten

Tempolimits in Europa einhalten

Für junge Fahrer gelten in vielen Ländern Sonderregelungen

Wer seine Urlaubskasse nicht

unnötig mit Bußgeldern belasten

will, sollte sich an die

Tempolimits in Europa halten – denn

im Ausland drohen oft hohe Strafen.

Autofahrer sollten sich daher laut

ADAC vor der Reise über die jeweiligen

Geschwindigkeitsbeschränkungen,

vor allem in Durchreiseländern, informieren.

Aktuell ändert zum Beispiel

Frankreich zum 1. Juli 2018 das Tempolimit

auf Landstraßen: Hier dürfen

Pkw nur noch 80 km/h statt bislang 90

km/h fahren.

Besonders für junge Fahrer gelten

in vielen Ländern Europas Sonderregelungen.

In Frankreich zum Beispiel

dürfen Fahranfänger in den ersten

drei Jahren nach Führerscheinerwerb

auf Schnellstraßen nur 100 km/h statt

110 km/h und auf Autobahnen nur 110

km/h fahren statt 130 km/h.

Schweden regelt das Tempolimit

nicht einheitlich. Daher ist hier der

ständige Blick auf die ausgeschilderten

Geschwindigkeitsbegrenzungen

besonders wichtig.

Tief in die Tasche greifen müssen

Autofahrer in Norwegen, wenn sie die

Geschwindigkeit etwa um 20 km/h

überschreiten. Hier drohen Bußgelder

ab 375 Euro. Teuer wird die Überschreitung

auch in Italien (ab 170 Euro), in

der Schweiz (ab 155 Euro) und in Großbritannien

(ab 115 Euro). (ADAC)

Spezielle Fragen zu allen Besonderheiten

für junge Fahrer

im Urlaub beantworten die

ADAC Reiseexperten im Zuge

der Kampagne „Don´t travel with

mom“ über die WhatsApp-Line

0171 555 0 555.

38

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Hohe Geldbußen für Autofahrer im Ausland

Urlauber sollten die Verkehrsvorschriften

gut kennen

Urlauber werden kräftig zur Kasse gebeten, wenn sie sich

nicht an die Verkehrsregeln des jeweiligen Landes halten. In

einigen Fällen drohen sogar Haftstrafen.

Die höchsten Bußgelder verlangen Norwegen, Schweden,

die Niederlande, die Schweiz und Italien. Wer etwa das

Tempolimit um 20 km/h überschreitet, muss in Norwegen

mindestens 375 Euro bezahlen, in Schweden 250 Euro und

in Italien 170 Euro.

Besonders streng wird das Fahren unter Alkoholeinfluss

geahndet, vor allem in Italien: Bei 1,5 Promille im Blut kann

die Polizei das Fahrzeug enteignen, sofern Fahrer und Halter

identisch sind. In Dänemark besteht eine ähnliche Regelung

ab 2,0 Promille. In Schweden droht bei 1,0 Promille und in

Spanien ab 1,2 Promille sogar eine Freiheitsstrafe.

Wer ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, zahlt in Italien

160 Euro Bußgeld, in Dänemark 200 und in den Niederlanden

230 Euro.

Ab einem Betrag von 70 Euro werden unbezahlte Strafen

aus dem EU-Ausland hierzulande vollstreckt. Ausnahme ist

Österreich: Hier beginnt die Grenze bereits bei 25 Euro

Wer Bußgelder sofort bezahlt, erhält erhebliche Rabatte.

Das gilt vor allem für Spanien, Italien und Frankreich. (ADAC)

www.autohaus-hannoever.de

Telefon: 04473 92820

Cappelner Str. 1• 49685 Emstek

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39 1


Fotos: Jasmin Carla Arbes

Raum für Farben zum Wohlfühlen

Den richtigen Ton zu finden, ist eine Kunst – in der Raumgestaltung bietet hier

Feng-Shui eine Fülle an wertvollen Inspirationen

Ob laut und ausdrucksstark, ob gelassen und entspannt:

Farben stimulieren nicht nur unsere Sinne,

sondern auch unsere Psyche. Und sie verändern die

Wirkung von Räumen elementar. Das können Sie sich zunutze

machen, um sich besser ihrem Alltag zu widmen, Ruhe zu

finden – und sich rundum wohlzufühlen.

Unser Leben wird immer hektischer, und damit wächst der

Wunsch nach Rückzug und Entspannung. Das „neue Wohnen“

sucht, diesem Bedürfnis durch die Raumgestaltung

Rechnung zu tragen. Für mich als Raumgestalterin spielen

Farben dabei eine zentrale Rolle, die viel Empathie, Intuition

und auch Fingerspitzengefühl erfordert. Bevor ich

einen Raum neu gestalte, lasse ich ihn stets einige Zeit auf

mich wirken, um mich einzufühlen. Ich muss genau wissen,

um was für einen Raum es sich handelt. Wie fühlt er sich an?

Wie soll er genutzt werden? Wer belebt ihn? Aber auch die

Lichtverhältnisse sind entscheidend. Schließlich vermittelt

erst das Licht den Sinneseindruck von Farbe. Das heißt auch:

Farbe verändert sich je nach Lichtquelle, Sonnenstand und

Wetter. Ja, sie führt sogar ein ausgeprägtes Eigenleben, bei

dem auch Untergründe, Materialien und Oberflächen eine

wichtige Rolle spielen. Vor allem die Lage des Raums ist für

den Einsatz der Farbe essenziell. Deshalb bestimme ich mit

einem speziellen Kompass, dem chinesischen Lo Pan, die exakte

Himmelsausrichtung. Habe ich alle wichtigen Informationen

und Messdaten gesammelt, werte ich diese aus und

starte mit dem Konzept. Mit dem Ziel: Mensch, Raum und

Umgebung ganzheitlich miteinzubeziehen – mittels moderner

Raumgestaltung, neuester Wohntrends und der Grundsätze

des Feng-Shui.

In der chinesischen Harmonie- und Raumlehre sind die

fünf Elemente grundlegend, die sich bestimmten Farben

und auch Materialien zuordnen lassen: So steht Feuer zum

Beispiel für Rot, Erde für Braun, Metall für Weiß, Wasser für

Schwarz, Holz für Grün usw. Anhand der gesammelten Daten

prüfe ich, welche Elemente der Raum benötigt, um ihn

mit den entsprechenden Farben möglichst harmonisch zu

gestalten. Dann stimme ich die Farben auf den Raum ab

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Bei der Auswahl der Farben lässt Michaela Höne sich von der

fernöstlichen Harmonielehre inspirieren

und sehe, wo und wie sie sich am besten integrieren lassen

– ob etwa an Decke, Wand oder Boden, ob als Farbakzent,

Streichfarbe, Tapete, Bild, Möbel, Teppich oder Vorhang. Dabei

ist eines für mich als Raumgestalterin unabdingbar: Ich

führe mir über den gesamten Gestaltungsprozess immer

wieder die Bewohner vor Augen – und wie sie den Raum

nutzen möchten. Damit die Farben sie im Alltag unterstützen,

ob beim Schlafen, Entspannen, Arbeiten oder Hobby.

Letztlich ist die Farbgestaltung eine sehr individuelle Angelegenheit:

Sie muss ganzheitlich passen. Denn schon Winston

Churchill wusste: „Erst prägen wir die Räume – danach

prägen die Räume uns.“ Da ist was dran.

Michaela Höne kümmert sich um die ganzheitliche

Planung, Betreuung und Abwicklung von

Bauprojekten. Sie ist staatlich geprüfte Bautechnikerin

(Schwerpunkt Hochbau) mit jahrelanger

Erfahrung in der Planungsabteilung

verschiedener Bauunternehmen und Architekturbüros.

2016 absolvierte sie eine Weiterbildung

zur Feng-Shui-Beraterin.

FACEBOOK & INSTAGRAM

www.facebook.com/Architektur.fengshui.michaela.hoene/

www.instagram.com/architektur_fengshui/

www.michaelahoene.de

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Erinnerungen

Gegen Unwetterschäden waren

früher Kräuter gewachsen

Früher, es ist schon ein paar Jahre

her, verging kein Sommer in dem unsere

Großmutter ihre Enkel nicht mit

in die Wiesen und Weiden sowie entlang

der Wald- und Wegränder mitnahm,

damit wir Kräuter, Gräser und

Blumen sammeln konnten. Unter ihrer

Anleitung, denn es war wichtig, dass

die richtigen Pflanzen in die Sträuße

kamen. Die wurden an Ort und Stelle

gebunden, so, wie sie es vorgab – von

ganz bestimmten Kräutern und Blumen

mehr als von anderen. Gräser hingegen

durften so durcheinander sein

wie wir das wollten.

Spezielle Heilkräuter wurden zu Extrasträußen

gebunden und mussten

getrennt von den anderen nach Hause

getragen werden. So erfuhren wir Kinder

wie ganz nebenbei, welches Kraut

zu was Nutze ist. Ich erinnere mich an

den einen Nachmittag, als wir eine

Menge frischen Bärlapp fanden. Kaum

hatte Omi uns erklärt, dass genau diese

Pflanze perfekt für die Wundheilung

sei, da schnitt mein großer Bruder sich

mit dem Taschenmesser in die Hand.

Weil, wie er uns zu seiner Ehrenrettung

mit schmerzverzerrtem Gesicht

weismachen wollte, weil er testen wollte,

ob Bärlapp wirklich Wunden heilt.

Unsere Großmutter war angesichts

dieses komischen Zufalls zunächst

verblüfft, dann konnte sie mit dem

Lachen nicht aufhören und schließlich

legte sie meinem Bruder ein Blatt

Bärlapp über die Wunde. Klebte den

Wickel mit Spucke zu, nahm unseren

tapferen Helden in den Arm und sagte

ihm wie lieb sie ihn doch habe, auch

wenn er manchmal ein bisschen anders

sei...

Natürlich war die Wunde fast schon

abgeheilt, als wir nach Hause kamen

(na, nicht ganz). Auf jeden Fall aber

an dem Tag, als wir Kinder mit unseren

gemischten Sträußen in der Kirche

zur Kräuterweihe standen. Jedes

mit mindestens drei Bündeln, und die

Heilkräuter trug unsere Großmutter

in einem Korb. Ich weiß noch wie gut

die Kirche roch und auch dass ich Sorge

hatte, dass Weihrauch geschwenkt

werden würde, denn dann wäre ja der

ganze Blumen- und Wiesenduft dahin

gewesen.

Doch der damalige Pastor war selbst

ein Feld-, Wald- und Wiesenmensch

und so teilte er unsere Begeisterung

für diese besondere Andacht. Zum

Segnen der Kräuter ging er von Bank

zu Bank und sprühte tüchtig Weihwasser

über die Bündel – und über uns, das

blieb natürlich nicht aus. Allerdings fiel

mir auf, dass er unsere Sträuße öfter als

die anderen segnete, und als ich Omi

danach fragte, antwortete sie, dass der

Pastor wisse wofür wir diese Sträuße

benutzen würden.

Dabei sprach sie nicht von den Heilkräutern,

sondern von den gemischten

Büscheln, die im Anschluss an die

Andacht zu Hause gleich auf dem Speicher

an einer Leine aufgehängt wurden.

Zum Trocknen, mit den Blüten

nach unten. So weit ein wenig merkwürdig

vielleicht, für uns aber noch

nichts Besonderes. Dazu wurde es erst,

wenn im folgenden Jahr ein Gewitter

aufkam.

Dann nämlich hatte meine Großmutter

schon einen der getrockneten

Sträuße vom Speicher geholt, bevor

das Unwetter anfing zu toben. Sie

hatte den alten Herd in der Diele angeheizt

und kaum, dass der erste Blitz

und Donner sich ereignet hatten, landete

der Strauß auf den brennenden

Holzscheiten. Dort blieb er liegen,

bis sein Duft völlig vergangen war.

Währenddessen murmelte unsere

Großmutter Gedichte, Gebete, Psalmen,

Fürbitten, Sinnsprüche oder Verwünschungen

– ich weiß es nicht. Sie

hat es uns auch nie gesagt.

Unser Großvater hingegen musste

die ganze Zeit über darauf acht geben,

dass keins der gerade anwesenden Familienmitglieder

oder keiner der Gäste

etwas trank oder aß. Schlafen gehen

oder weiterschlafen durfte man, aber

essen und trinken – Herr des Himmels,

nein! Denn das tat man nicht, so lange

die Kräuter nicht verbrannt waren.

Weil es hieß: „Den Schläfer lass schlafen,

den Fresser schlag tot.“ Punkt!

Danach war wieder alles gut und so

erstaunt es Sie sicher nicht, dass in das

Haus meiner Großeltern nie ein Blitz

eingeschlagen hat und auch sonst nie

ein Unwetter oder ein Unglück dort

stattfand.

Bis auf den Tag, als mein Großvater

beim Schnapsbrennen etwas nicht

ganz richtig gemacht hatte und die

Anlage so effektvoll explodierte, dass

die Kellerfenster heraussprangen, Teile

der Brennanlange hinterher geflogen

kamen, auch sonst alles Mögliche über

den Hof sauste und Omi über zwei

Stockwerke hinunter in den Keller rief,

dass „du alter Depp“ heute bloß nicht

mehr nach oben kommen solle.

Bloß nicht! Hätte Großvater es trotzdem

gewagt, wäre wohl ein Gewitter

mit allen Haupt- und Nebenwirkungen

über ihn gekommen. Doch das gab

es ja bei meinen Großeltern nicht. Da

sorgten die Kräutersträuße für.

usch

42

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Erinnerungen


reportage

Blaudruck im Kattrepel

Die Blaudruckerei in Jever stellt ein Stück alter Handwerksgeschichte dar

Beim Bummel durch die Altstadt von Jever

gehen viele Besucher zunächst an dem

unscheinbaren Holztor am Kattrepel 3, gegenüber

der Blaufärbergasse, vorbei. Doch

dann nehmen sie die Besonderheit des alten

Speicherhauses wahr, bleiben stehen und kehren um.

Die nächste Überraschung bietet sich dann auch gleich

beim Betreten des kleinen und urigen Verkaufsraums – wobei

man sich beim ersten Eindruck nicht sicher sein kann, ob

es sich um ein Geschäft oder ein Museum handelt. Georg

Stark aber, Hausherr und einer der letzten Blaufärber Europas,

heißt die Besucher willkommen: „Kommen Sie ruhig herein,

Sie können sich gerne umschauen!“ Und es lohnt sich

auf diese Entdeckungsreise zu gehen! Denn hier findet man

nicht nur schöne Stoffe, Kissen und Decken in intensiven

Blautönen mit filigranen weißen Mustern vor, sondern lernt

darüber hinaus ein Stück beeindruckender Handwerksgeschichte

kennen. Indem man, auf Wunsch, von Georg Stark

und seinem Mitarbeiter Arno Krüger faszinierende Einblick

in eine alte, lange fast vergessene und heute wieder lebendige

Handwerkskunst erhält, das Blaudrucken.

UNESCO Liste des Immateriellen

Kulturerbes der Menschheit

Vor mehr als 30 Jahren hat Georg Stark das alte Handwerk

des Blaudruckens für sich entdeckt und zu seinem Beruf

gemacht. Mit viel Enthusiasmus setzte er den alten Speicher

am Kattrepel 3 in Jever aus dem Jahr 1822 wieder in

Stand und gründete dort eine der letzten Blaudruckereien

Deutschlands. Doch damit aber nicht genug, denn Georg

Stark setzt sich engagiert für den Erhalt dieser traditionellen

Handwerkskunst ein und knüpft dazu europaweite Kontakte.

Auch dies hat Tradition, denn seit Jahrhunderten ist der

Blaudruck ein europaweit verknüpftes Handwerk. Nicht zufällig

beantragten Deutschland, Österreich, Tschechien, die

Slowakei und Ungarn gemeinsam, den Blaudruck als Immaterielles

Kulturerbe der Menschheit anzuerkennen.

Im vergangenen November 2018 war es endlich soweit

und die UNESCO nahm den Blaudruck in die Liste der Immateriellen

Kulturgüter auf. Anfang Juni diesen Jahres reiste

Georg Stark mit weiteren Blaudruckern aus ganz Europa

nach Berlin und nahm an der feierlichen Verleihung teil. „Die

Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes ist eine wichtige

Säule zur Bewahrung und Vermittlung der kulturellen Vielfalt

weltweit“, betonte Irmgard Maria Fellner, Beauftragte

für Auswärtige Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, anlässlich

der Urkundenübergabe und hob hervor, wie wichtig das Bewahren

und Fortführen des seit Generationen überlieferten

Wissens und Könnens als „Kulturelle Ressource“ sei. „Seine

Zukunft liegt in den Händen der Werkstätten, die diese

Technik über Jahrhunderte bewahrt haben, und in denen

der jungen Kreativen, die sie neu entdecken“, betonte Prof.

Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission,

und verband mit der Auszeichnung die Hoffnung,

dass das Blaudrucker-Handwerk erhalten bleibt und zu neuer

Blüte findet.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

43


reportage

Arno Krüger erläutert den Besuchern die alte Handwerkskunst

der Blaudruckerei

Zurück im beschaulichen Jever bringen Georg Stark und

Arno Krüger den Gästen weiterhin die Besonderheiten des

traditionsreichen Handwerks näher. „Die Blaudruckerei ist

kein Museum. Wir sind ein aktiver Handwerksbetrieb, der

nach traditioneller Technik produziert und seine Produkte

verkauft“, betont Stark, bevor er den Besucher teilhaben lässt

an einer faszinierenden Kultur- und Handwerksgeschichte.

So erfährt man, dass der Ursprung des Blaudrucks in Indien

liegt. Dort färbte man schon seit Jahrhunderten mit Indigo,

das aus der Indigopflanze gewonnen wurde. In Europa

stand den Färbern damals zum Blaufärben lediglich das heimische

Färberwaid zur Verfügung, das in seiner Qualität bei

weitem nicht an das Indigo heranreichte. Färberwaid enthält

nämlich nur wenig Farbstoff und wäscht sich im Gegensatz

zum Indigo schnell wieder aus dem Stoff heraus. Mit den

Handelsschiffen der Ostindienkompagnie wurden die wertvollen

blauen Stoffe mit den reichverzierten exotischen Mustern

auch nach Europa gebracht und fanden aufgrund ihrer

Farbbrillanz, ihrer Langlebigkeit und ihrer erlesenen Dekore

reißenden Absatz. Der intensiv-blaue Stoff mit den fantasievollen

und reichverzierten weißen Dekoren faszinierte die

Menschen. Der Handel mit den begehrten blauen Stoffen

aus Indien florierte, bis es Mitte des 17. Jahrhundert den ersten

Europäern gelang, das Geheimnis der Indigo-Färberei zu

lüften.

Danach verbreiteten sich die Blaufärbereien in einem

rasanten Tempo. In ganz Europa entstanden Zentren der

Blaudruckerei und auch neue Handwerkskünste wie die des

hoch spezialisierten und angesehenen Formenstechers oder

„blockmaker“ entwickelten sich. Der Formenstecher stellte

mit großer handwerklicher Präzision die Druckstöcke oder

Modeln für den Blaudrucker her. Modeln oder Druckstöcke

Die Modeln wurden handgeschnitzt aus Birnbaumholz. Aus unzähligen

Metallstiften entstanden die filigranen Muster, die die

Besucher noch heute begeistern

sind kleine handwerkliche Kunstwerke, die mit einfachen

technischen Hilfsmitteln aber einer unglaublichen Detailgenauigkeit

hergestellt wurden. Die kostbaren Modeln wurden

von Generation zu Generation vererbt und bildeten den

Grundstock jeder Blaufärberei. Georg Stark arbeitet noch

heute mit Modeln, die schon vor über 200 Jahren in den Händen

eines Blaudruckers lagen.

Sie wurden aus einer dünnen Schicht Birnbaumholz geschnitzt,

das zuvor 20 bis 30 Jahre trocken gelagert worden

war. Verstärkt wurden diese Modeln mit weniger wertvollem

Holz, so dass sie sich nicht mehr verziehen konnten. Zur

Herstellung von sehr feinen Dekoren und Punkten wurden

in die Druckstöcke zusätzlich, handgezogene Metallstifte

eingearbeitet. Auf den detailreichen Modeln wurden bis zu

5000 Messingstifte in einer Stärke von 0,4 Millimetern verarbeitet.

Jeder Stift wurde in ein zuvor hineingebohrtes Loch,

einzeln per Hand – ohne moderne Lupe oder elektrischem

Licht eingesetzt – was natürlich eine echte Herausforderung

darstellte! Georg Stark besitzt über 800 Modeln und viele

von ihnen haben ihre ganz eigene Geschichte. Die ältesten

sind circa 250 Jahre alt, während die jüngsten Druckstöcke

vor gut 100 Jahre angefertigt worden sind. Sie stammen aus

der Bauhaus-Ära und faszinieren noch heute mit ihrer modernen,

grafischen Gestaltung.

Wenn die Handwerksgesellen früher auf Wanderschaft

gingen, führte diese Tradition sie zu Handwerksbetrieben

in ganz Europa. Hier lernten sie neue Techniken kennen

und nahmen eigene Kenntnisse mit in die Fremde. Auch

die Formstecher begaben sich auf die Walz und daher ist es

nicht verwunderlich, dass viele beliebte Muster über Generationen

verwendet werden und in ganz Europa und darüber

hinaus zu finden sind.

44 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

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Blaudruck vereint Indien,

Ägypten und Jever

Eine kleine Sensation entdeckte Georg Stark vor einigen

Jahren, die zeigt, wie intensiv der Handel und die

Verbreitung von Handwerkskunst bereits vor mehr als

tausend Jahren war. Denn besonders beliebt bei den

Kunden in Jever ist ein eher dezentes, geometrisches

Sternen-Muster, das für viele ein typisch norddeutsches

Muster darstellt. Wie falsch diese Einschätzung ist, kann

Georg Stark anhand archäologischer Grabungsfunde in

Ägypten beweisen: Bei Ausgrabung in Quseir Al-Quadim

in Ägypten fanden Forscher der Universität von Chicago

im Jahr 1990 zahlreiche Stoffreste auch des Blaudrucks,

die im trockenen heißen Wüstensand gut konserviert

worden waren. Georg Stark nahm Kontakt zu Gillian Vogelsang-Eastwood

auf, die als Leiterin des Textile Research

Center in Leiden/Niederlande und Spezialistin für

antike Textilien an den Ausgrabungen beteiligt war. Bei

der Durchsicht der Fundstücke entdeckte Stark eben dieses

„typisch norddeutsche“ Muster, das er auch in seiner

Werkstatt in Jever verwendet. Dieses Muster war bereits

vor gut 1.500 Jahren von Indien nach Ägypten gelangt

und hatte später auch in Europa große Verbreitung gefunden.

So legt ein kleines Stück Stoff Zeugnis ab für die

vielfältigen und weitreichenden Handelsbeziehungen in

einer Zeit, als die Handelsschiffe noch unter Segeln die

Weltmeere befuhren.

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

45


reportage

Die alten, handgefertigten Modeln sind der

wertvollste Schatz der Blaudruckerei

In dem alten Speicher aus dem Jahr 1822 hat die Blaufärberei

ihr Zuhause gefunden

Modeln und Papp bringen

Muster auf den Stoff

Der Blaudruck ist ein Reservedruck. Dabei werden die

Modeln mit einer Paste, dem Papp, bestrichen. Der Papp besteht

aus einer Mischung auf der Basis von Gummi arabicum.

Anschließend setzt der Blaudrucker die Druckstöcke auf den

ausgebreiteten Leinen-, Baumwoll- oder Seidenstoff. Dort

wo der Papp den Stoff versiegelt hat, wird er später nicht

eingefärbt und bleibt später als weißes Muster erkennbar.

Die hohe Kunst des Blaudruckers ist es, die Modeln immer

wieder exakt an der richtigen Stelle anzusetzen, so dass ein

fortlaufendes Muster entsteht. Als Orientierung helfen die

sogenannten Rapport-Stifte, die später auch als weiße Punkte

an Rand des Dekors erkennbar sind. Für Kenner sind sie

das Zeichen für echte Handwerkskunst.

Das blaue Wunder erleben –

Der Blaudruck

Nach dem Bedrucken muss der Stoff je nach Witterung

und Luftfeuchtigkeit einige Tage oder auch mal wochenlang

trocknen. Ein Blaudrucker braucht also nicht nur eine ruhige

Hand und die Liebe zum Detail, sondern auch viel Geduld.

Nun kommt der eigentliche Färbeprozess, den auch der

Blaudrucker mit Spannung erwartet, denn erst jetzt zeigt

sich, ob ihm beim Bedrucken des Stoffes kein Fehler unterlaufen

ist. Dafür wird der Stoff in den eisernen Kron-Reifen

gehängt und langsam in die vorbereitete Küpe mit einer Indigo-Lösung

herabgesenkt. Diese Lösung besteht bei Georg

Stark nach einer Rezeptur aus dem Jahre 1760. Die Küpe in

der Werkstatt von Georg Strak wirkt auf den ersten Blick gar

Indigo – die festen harten Brocken waren und sind ein wertvolles

natürliches Färbemittel

nicht so beeindruckend, doch ist sie wurde gut drei Meter

tief in den Boden eingelassen, so dass auch große Stoffe dort

hängend gefärbt werden können. Nur so lassen sich Fehlfarben,

die durch Knicke im Stoff entstehen, verhindern. Beim

Herausziehen erlebt der Betrachter dann sein sprichwörtlich

„blaues Wunder“.

Die blaue Farbe entsteht nämlich erst im Laufe eines Oxidationsprozess

nach dem Verlassen des Färbebottichs. So

ist der Stoff zunächst grün und wechselt dann rasch zu blau.

Der Farbton des Stoffes ist schon mit der ersten Färbung

festgelegt, aber die Intensität der Blautöne kann durch wiederholtes

Eintauchen intensiviert werden. Bis zu zehn Mal

wird der Färbevorgang wiederholt, bis die gewünschte Intensität

der Farbe erreicht wurde. Anschließend wird durch

ein spezielles Verfahren der aufgetragene Papp wieder vom

Stoff entfernt. Das geschieht in einem Bottich mit verdünnter

Schwefelsäure. Also zieht der Blaudrucker seine Gummistiefel

an, steigt mit in den Bottich und knetet den Stoff mit

seinen Stiefeln kräftig durch. Dadurch löst sich Papp vom

Stoff, so dass endlich nach vielen Arbeitsstunden das strahlend

weiße Muster auf dem blauen Grund in seiner ganzen

Brillanz und Strahlkraft sichtbar ist.

Nun ist der Moment der Wahrheit, denn erst jetzt kann der

Blaudrucker sehen, ob der Druck einwandfrei gelungen ist.

Ist das mal nicht der Fall, ist die Arbeit von Tagen, manchmal

Wochen wertlos. Wenn das Blaudrucken jedoch perfekt war,

haben die Kunden an den bezaubernden Ergebnissen lange

Freude, denn die Farbe ist absolut licht- und kochfest – ein

Stoff für Generationen!

Sigrid Lünnemann

46 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

Fotos: djd/www.rosen-tantau.com

Lieblingsplätze mit Rosen

Pflegetipps für eine lang anhaltende Blütenpracht

Mit einer Wuchshöhe von eineinhalb bis

zwei Metern, eignen sich Strauchrosen

als blütenreicher Sichtschutz.

In jedem Garten gibt es Lieblingsplätze.

Hier zieht man sich gerne zurück,

ob alleine oder gemeinsam mit

Freunden oder der Familie. Doch egal,

ob gemütliche Sitzecke oder gesellige

Terrasse - mit üppig blühenden Rosen

lassen sich sogar triste Gartenecken in

einen Lieblingsplatz verwandeln.

Rosenhecken als

Sichtschutz

Um einen Lieblingsplatz mit Rosen

zu gestalten, sollte man auf die passenden

Sorten achten. Fast alle Sorten

bis auf Kletterrosen lassen sich als

Hecke pflanzen. Während Zwergrosen

eher niedrige Hecken bilden, können

Strauchrosen auch als Begrenzung

oder als Sichtschutz dienen – darunter

fallen etwa die bis zu zwei Meter hoch

wachsenden Starlet- oder die noch

einen Meter größeren Pracht- und

Hagebuttenrosen. Mit Spalieren oder

Rosenbögen tragen aber auch Kletterrosen

zu einem lauschigen Plätzchen

im Garten bei. Man sollte sich auf eine

oder wenige gleichartige Sorten zu

beschränken, um eine möglichst harmonische

Wirkung zu erzielen.

Mit üppig blühenden Rosen lassen sich

sogar eher triste Gartenecken in einen

Lieblingsplatz verwandeln.

Sommerschnitt für üppige

Blütenpracht

Der Sommerschnitt sorgt bei öfter

blühenden Gartenrosen für eine üppige

und farbenfrohe Rosenpracht.

Denn das regelmäßige Ausschneiden

verwelkter Blüten regt die Rose an,

neue Blütenknospen zu treiben und

nicht zu früh Hagebutten zu bilden.

Das Entfernen verwelkter Blüten ist

aber auch eine Pflegemaßnahme, die

die Pflanze vor der Verbreitung von

Pilzerkrankungen schützt. Edelrosen

sollten einen Fingerbreit unterhalb der

alten Blüte über dem nächsten reifen

Fünferblatt geschnitten werden.

Für die in Dolden blühenden Beet,-

Strauch- und Kletterrosen empfiehlt

die Expertin, verblühte Einzelblüten

zu entfernen, bevor die ganze Dolde

abgeblüht ist und sie wie bei den Edelrosen

heruntergeschnitten wird. Nach

dem ersten starken Blütenflor, wird

es Zeit für eine Düngung. Die letzte

Düngergabe erfolge im Juli, damit die

Rosenpflanze Kraft für die Knospenbildung

und ausreichend Zeit zur Ausreifung

und Verholzung der Triebe hat,

um den Winter gut zu überstehen.

(djd)

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

47


reportage

MBW Versicherungsmakler Markus Warnke –

Ihr unabhängiger Apothekenspezialist

Apothekerinnen und Apotheker sind ein fester

und wichtiger Bestandteil unseres Gesundheitswesens,

und die Kunden vertrauen ihrer Kompetenz

und Erfahrung.

Eine eigene Apotheke einzurichten und zu etablieren

verlangt aber viel Engagement, Leidenschaft für den Beruf

sowie erhebliche Investitionen in Laborausstattung, Sicherheit

und Ausstattung. Aus diesen Gründen benötigt Ihre

Apotheke auch einen ganz besonderen, individuellen Versicherungsschutz,

damit Sie im Schadensfall auf der sicheren

Seite sind. Hier sollten Sie sich auf einen Spezialisten verlassen,

der sich im Bedarfsfall für Sie stark macht. Aber wie

finden Sie den perfekten Versicherungsschutz?

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48 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

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493


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Das Team von rawe hörzentrum (v.l.): Hörakustikerin Daniela Lorenz, kaufmännische Angestellte

Rita Behrenswerth, Hörakustikmeisterin Susanne Lang, Inhaber und Hörgeräte-Akustikermeister

Leo Wessels, Seniorchefin Annemarie Rawe und Hörakustikerin Theresia Venekamp

Gutes Hören und Verstehen seit 1955

Der Verlust an Hörqualität beginnt schleichend und die

ersten Anzeichen werden oft nicht ernst genommen.

Dabei ist gutes Hören wichtig für die Aufrechterhaltung

von zwischenmenschlichen Beziehungen, für die Teilhabe

am gesellschaftlichen Leben und für das eigene Wohlbefinden

– in jedem Alter.

Schwerhörigkeit ist dabei keine Frage des Alters, sondern

kann jeden treffen. Wichtig ist, dass es für jede Hörschwäche

die passende Technologie gibt. Hier berät der Fachmann

umfassend und individuell!

Um seinen Kund*innen noch mehr Service und Komfort

bieten zu können, hat sich Leo Wessels, der seit 2015 das

Familienunternehmen leitet, zu einer erheblichen Erweiterung

der Praxisräume entschieden. Durch den hellen und

modernen Anbau wurde ausreichend Platz für zwei neue,

modern ausgestattete Anpassräume sowie eine zusätzliche

Werkstatt geschaffen und der behindertengerechte Zugang

wurde erweitert. So findet jeder Kunde auch mit Rollator

oder Rollstuhl bequem den Weg in das Fachgeschäft.

Das Familienunternehmen rawe hörzentrum, Resthauser

Str. 5 in Cloppenburg, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten

einen hervorragenden Ruf erarbeitet und verhilft

Betroffenen durch den Einsatz modernster Technologien in

Diagnose und Anpassung zu einem individuell angepassten,

optimalen Hörsystem.

Im hellen und freundlichen Ambiente des rawe Hörzentrums

fühlen sich die Kunden wohl

Die neuen, modern ausgestatteten Anpassräume bieten den

Mitarbeiterinnen und Kunden ein angenehmes und freundliches

Ambiente

Hier haben auch die beiden Auszubildenden zum Hörakustiker

ihre neuen Arbeitsplätze gefunden, denn Leo

Wessels legt großen Wert darauf, qualifizierte Fachkräfte

auszubilden und ihnen optimale Arbeits- und Ausbildungsbedingungen

zu schaffen.

Kostenlose Parkplätze stehen direkt am Haus zur Verfügung.

50

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Im hell, freundlich und modern eingerichteten rawe hörzentrum

fühlen sich die Kund*innen wohl. Mit viel Einfühlungsvermögen,

Erfahrung und Fachwissen findet das qualifizierte

und stets freundliche Team gemeinsam mit ihren

Kunden das Hörsystem, das auf die individuellen Hörprobleme

und Bedürfnisse optimal abgestimmt ist.

In den beiden Werkstatt-Räumen werden die notwendigen Arbeiten

schnell und fachmännisch durchgeführt

Beratung, Service und Kundenzufriedenheit stehen an erster Stelle

„Das richtige Hörgerät ist das, welches dem Kunden am

besten passt und ihm den größten Nutzen bringt. Der Preis

oder die Marke sind nicht entscheidend, denn jedes Hörproblem

ist so individuell wie der Kunde. Gemeinsam finden wir

die richtige Lösung – denn unser Ziel ist es, dass der Kunde

zufrieden ist“, macht Inhaber Leo Wessels die Philosophie seines

Unternehmens deutlich.

Im Juni feierte sie gemeinsam mit der Familie und den

Mitarbeiterinnen ihren 90. Geburtstag. Auch der stellvertretende

Bürgermeister Lothar Bothe ließ es sich nicht nehmen,

im Namen der Stadt Cloppenburg die besten Glückwünsche

zu überbringen. „Ich bin noch jeden Tag hier in der Firma,

erledige meine Aufgaben und freue mich auf den Kontakt

mit unseren Mitarbeiterinnen und Kund*innen. Solange ich

noch kann, werde ich weiterarbeiten. Das hält mich geistig

fit und aktiv“, erklärt die Seniorchefin und führt ihren Besucher

durch den Erweiterungs-Neubau.

Qualifizierte Mitarbeiterinnen beraten individuell und kompetent

Neben der individuellen Hörakustik, der Päd-Akustik, der

Tinitus-Beratung sowie dem Wartungs- und Reparaturservice

mit eigener Werkstatt hat Leo Wessels sein Ohr stets am

Puls der Zeit, um seinen Kunden immer die optimale und

technisch modernste Versorgung zu bieten.

Gegründet wurde das Traditionsunternehmen 1955 von

Hans und Annemarie Rawe. Seit dem Tod ihrer Tochter, der

Hörgeräte-Akustikerin Susanne Rawe-Wessels, im Jahr 2015

wird das Unternehmen von ihrem Schwiegersohn und Hörgeräte-Akustiker-Meister

Leo Wessels geführt, stetig modernisiert

und um zahlreiche Kompetenzbereiche erweitert. Seit

Jahrzehnten unterstützt Seniorchefin Annemarie Rawe, die

noch immer die Seele des Unternehmens ist, als gelernte

Bankkauffrau den Betrieb in der Buchhaltung. Annemarie

Rawe kennt viele Kunden persönlich und nimmt sich gerne

die Zeit für ein nettes Gespräch.

Mit einer Urkunde und einem Präsent gratulierte der Stellvertretende

Bürgermeister Ludger Bothe der Seniorchefin Annemarie

Rawe zu ihrem 90. Geburtstag

Ergänzt wird der Familienbetrieb durch die Hörakustikerinnen

Theresia Venekamp, Daniela Lorenz und Susanne

Lang, den Auszubildenden Nora Haberland und Clara

Immeyerhoff sowie im kaufmännischen Bereich durch Rita

Behrenswerth.

Im kommenden Jahr feiert das rawe hörzentrum sein

65-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und

einem gemeinsamen Fest für alle Kunden, Mitarbeiter und

Freunde des Hauses. Die ersten Planungen laufen bereits!

Das genaue Datum steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig

bekannt gegeben.

Sigrid Lünnemann

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51


reportage

Foto: Heuer

Mitglieder kirchlicher Gremien aus Bethen, Kellerhöhe und Varrelbusch planen mit Pfarrer Dr. Dirk Költgen (4.v.l.) das 350-jährige Jubiläum

der Gnadenkapelle. Unterstützung bekommen sie dabei von Friederike Asbree (2.v.r.) vom Bischöflich Münsterschen Offizialat.

350 Jahre Gnadenkapelle

Bethen begeht ein großes Jubiläum

Am 15. September feiert der Marien-Wallfahrtsort

Bethen das 350-jährige Jubiläum seiner Gnadenkapelle

neben der Basilika. Weihbischof Wilfried Theising

und der päpstliche Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola

Eterovic, zelebrieren um 10.30 Uhr den Festgottesdienst vor

der Kapelle. Im Anschluss gibt es neben ausreichender Verpflegung

und wechselnder Musik Angebote für Kinder und

Familien. Den Schlusspunkt des Tages setzt um 17.00 Uhr

ein Konzert des Leipziger „Ensemble 1684“. Bethens Pfarrer,

Monsignore Dr. Dirk Költgen, und Weihbischof Wilfried

Theising hoffen auf eine rege Teilnahme der Bevölkerung.

Eingeladen werden neben vielen Vertretern des Öffentlichen

Lebens kirchliche Verbände, Vereine, Gemeinden und

Einrichtungen des Oldenburger Landes.

Die Geschichte der Gnadenkapelle beginnt quasi als Ersatz

und zwar für eine im 30-jährigen Krieg zerstörte Kapelle.

Die wurde neu erbaut und 1669 vom münsteraner

Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen feierlich eingeweiht.

So trägt auch der von ihm gestiftete Barockaltar sein

Wappen. Während der beiden Weltkriege suchten hier viele

Mütter und Frauen Schutz und Zuflucht und beteten für ihre

in den Kriegen dienenden Väter, Männer, Brüder und Söhne.

Eine besondere Beziehung zu Bethen zeigte der ehemalige

Bischof von Münster, Clemens August Kardinal von Galen,

indem er sich 1934 bei einer Glaubenskundgebung hier mit

über 25.000 Männern vor dem Marien-Gnadenbild eingefunden

hatte.

Schon in der Woche vor dem 15. September beginnt ein

umfangreiches Programm, das dem Jubiläum der nördlichsten

Marienwallfahrtsstätte Deutschlands und ihrer Bedeutung

als wichtigste Wallfahrtsstätte im Oldenburger Land

gerecht wird. Den Auftakt bildet am Sonntag, den 8.9. um

10.30 Uhr ein Hochamt mit Weihbischof Wilfried Theising

zur Mariägeburt-Prozession. Um 17.00 Uhr treten der Emsteker

Gospelchor und der Chor „Amazing“ zu einem Benefizkonzert

für die Orgel auf. Am Montag, den 9.9., findet

um 15.00 Uhr eine Messe mit Krankensalbung, um 17.00 Uhr

ein Segnungsgottesdienst für in der Pflege Tätige statt. Am

Dienstag, den 10.9., feiert Bischof Dr. Felix Genn um 10.00

Uhr ein Pilgerhochamt in der Basilika. Um 18.00 Uhr findet

eine meditative Lichterandacht statt und am Mittwoch ziehen

die Gläubigen nach der Messe um 19.00 Uhr mit einer

Lichterprozession zur Gnadenkapelle. Als besonderen Gast

konnte Költgen hierzu den gebürtigen Bether Stefan Lunte,

52 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Generalsekretär von Justitia & Pax Europa, gewinnen. Er wird

an diesem Abend ein Glaubenszeugnis ablegen. Am Freitag

dann bietet das Haus Maria Rast um 19.00 Uhr ein geistliches

Candle-light-Dinner für Ehepaare, am Samstag ist den ganzen

Tag Beichttag und am Sonntag wird der festliche Abschluss

begangen werden.

Für Musik auf dem Festplatz vor der Basilika sorgen nach

dem Festgottesdienst unter anderem der Spielmannzug Kellerhöhe,

die Vechtaer Jazzband Dreiklang, das Blasorchester

Füchtel und Christian Hoge mit Faith & Chorus aus Visbek.

Wenn das Wetter mitspielt, rechne er mit bis zu 2.000 Besuchern,

sagt Monsignore Költgen und freut sich schon jetzt

auf diesen Tag - der eigentlich sogar noch vor der Festwoche

beginnt. Am Donnerstag, dem 5.9. nämlich, webb die

Bether Bevölkerung um 17.00 Uhr an der Basilika und der

Gnadenkapelle Kränze aufhängen werden. Hierzu sind nicht

nur alle Bethener herzlich eingeladen.

Ludger Heuer / Ulla Schmitz

Löffel, Messer und Gabel

Noch um 1900 aßen die einfachen Leute entweder mit

den Fingern oder hatten einen „Lepel“, einen Löffel

zur Hand. Den nahm man zu Einladungen auch mit,

was einem die Bezeichnung „Lepelgast“ eintrug. Der Lepel

war im Allgemeinen ein Zinnlöffel, später erst wurde das Besteck

aus Leichtmetall gefertigt. Lediglich in den Bürgerhäusern

und an den Tafeln der Herrschaftshäuser wurden komplette

Bestecke aufgedeckt, aus Silber versteht sich, oft mit

kostbaren Perlmutt- oder Elfenbeingriffen eingefasst. Jene

Esskultur hatte dort bereits eine lange Tradition, so weiß

man, dass Mitte des 17. Jahrhunderts im Auricher Schloss

ganze Sortimente silberner Löffel, Gabeln und Messer zum

Hausstand gehörten.

Das gehört(e) sich nicht

Zum Essen wurde nur das Gebet gesprochen, ansonsten

hatten alle am Tisch zu schweigen. Es sei denn, der Bauer

oder der Großknecht richtete das Wort in die Runde, so dass

der Angesprochene antworten musste. Hatten die Männer

dann geredet, durften Bäuerin und Großmagd etwas bemerken,

doch nur, wenn es wichtig und nicht aufzuschieben

war. Den Kindern war jegliche Unterhaltung strikt verboten.

In den Gulfhöfen und bei den Armen benötigte man solche

Feinheiten nicht, denn hier waren die Kochmöglichkeiten

auf einen Eisentopf über dem offenen Feuer beschränkt.

Darin kochten alle Zutaten zusammen, zum Essen wurde

der Topf vom „Haalhaak“ genommen und auf den Tisch gestellt.

Jetzt oblag es dem Bauern oder dem Großknecht, das

Fleisch daraus zu zerteilen – wenn es welches gab – und an

die anderen am Tisch zu verteilen. Und auch das Brot wurde

auf diese Weise verteilt, so dass niemand auf die Idee kam,

sich zu oft zu bedienen.

Erst nachdem es möglich war, Bestecke maschinell anzufertigen,

wurden sie für jedermann erschwinglich. Was aber

noch lange nicht bedeutete, dass jeder sich so viel zum Essen

nehmen konnte, wie er wollte.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

53


Senioren on kuLtour

Senioren on KulTour

in einem unbekannten Thüringen

Es war Anfang Mai, als sich die kunst- und kulturinteressierten

Cloppenburger Senior*innen in ein für sie unbekanntes

Thüringen aufmachten – zunächst nach

Nordhausen. Bei uns dürfte diese sechstgrößte Stadt Thüringens

mit ihren 43.000 Einwohnern durch die dort ansässige

Schnapsfabrik bekannt sein. Doch war es darüber hinaus

noch interessanter, etwas über die ehemalige Kaiserpfalz

und Königinnenstadt zu erfahren. Einschließlich des Nordhäuser

Doms, wo ein Splitter des Kreuzes Jesu als Reliquie

verwahrt wird. Der Dom um 1450 errichtet worden und er

sowie der Erfurter Dom tragen die offizielle Bezeichnung

„Dom im Bistum“.

Nachdem wir in Sondershausen, einer ehemaligen Residenzstadt

nahe Nordhausen, unser Quartier bezogen hatten,

unternahmen wir am nächsten Tag mit unserer Gästeführerin

einen Ausflug ins Kyffhäusergebirge, eines der kleinsten

Mittelgebirge Europas und bekannt auch durch die Barbarossahöhle,

die 1865 auf der Suche nach Kupferschiefer, zufällig

entdeckt wurde. Typisch für die 25.000 Quadratmeter

große Höhle sind die an der Decke über dem Wasser hängenden

Gipslappen. Sie wirken wie Tapeten und durch sie

schimmern die unterirdischen Seen grün. Weiter ging es bei

schönem Sonnenschein zum Kyffhäuser Denkmal, errichtet

gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu Ehren Kaiser Wilhelm

I. Dort oben befindet sich auch der tiefste Burgbrunnen der

Welt mit 176 Metern Tiefe.

Etwas früher wie gewohnt machten wir uns am nächsten

Tag auf den Weg. Er führte uns als erstes nach Querfurt, mit

der über 1000 Jahre alten, sehr gut erhaltenen Burg. Mehr als

50 Dokumentationen und Filme, unter anderem „Die Päpstin“,

„Der Medicus“ oder „Die zertanzten Schuhe“ wurden teilweise

dort gedreht. Einfach, weil die Bausubstanz der Querfurter

Burg so gut erhalten ist, dass man sich die Fertigung

aufwändiger Kulissen ersparen konnte.

Von hier aus ging es weiter in das Rosarium Sangerhausen,

einen Park von 13 Hektar, mit etwa 80.000 Rosensträuchern

und 8.600 Rosenarten. Was bedeutete, dass wir uns in der

größten Rosensammlung der Welt befanden. Das war wunderschön

und die Tatsache, dass diese bezaubernde Kollektion

über das Kriegsende 1945 hinaus bewahrt wurde und

wird bis zum heutigen Tage weiter ausgebaut wird, machte

das Erlebnis noch eindrücklicher.

Und schon befanden wir uns im nächsten Highlight: Im

Panorama Museum in Bad Frankenhausen. Dieses Panoramabild,

das von dem Leipziger Maler und Kunstprofessor

Werner Tübke in einem eigens dafür errichteten Gebäude

gemalt wurde, entstand zum Gedenken an den deutschen

Barbarossahö hle

Bauernkrieg in den Jahren 1976 bis ´87 und ist mit einer Fläche

von 1.722 Quadratmetern eines der größten Tafelbilder

der Welt.

Am vierten Tag unserer Reise war eine Tour durch die Altstadt

von Sondershausen angesagt. Fürsten, Musiker und Kalibergbau

prägen diese ehemalige Residenzstadt noch heute.

Mit einer Führung ging es durch die schönsten Säle und Räume

des Schlosses und am Nachmittag gab es ein Treffen mit

Baumkronen. Jawohl, mit Baumkronen! Ein Ranger begleitete

uns über den Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich.

Hier, auf dem höchsten und zweitlängsten Baumkronenpfad

Deutschlands in der Nähe der Kurstadt Bad Langensalza fühlten

sogar wir Senioren uns sehr wohl und sicher. Zumal die

Ausblicke in die Tiefe von ungeahnter Intensität waren.

Das Wetter spielte an fast allen Tagen mit und so schien

auch am Abreisetag wieder die Sonne. Umso angenehmer

war es, dass wir vor dem endgültigen Abschiednehmen noch

einen Halt in Niederdorla machen konnten. Hier nämlich

befindet sich der geografische Mittelpunkt Deutschlands

an einem Mittelpunktstein und einer 1991 gepflanzten Kaiserlinde.

Die Führung durch das angrenzende germanische

Freilichtmuseum „Opfermoor“, einer vorgeschichtlichen Kultstätte,

passte wunderbar zu diesen Impressionen.

Zurück in Cloppenburg erinnern wir uns sehr gerne und

verbunden mit ausschließlich guten Erinnerungen an diese

interessante und spannende Reise. Wie auch die anderen

Touren zuvor war diese einmal mehr perfekt organisiert von

der Gruppe „Senioren-Kulturfahrten“ unter der Leitung von

Elfriede Lange.

54 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Senioren on KulTour


reportage

Auf dem Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich

Burg Querfurt

Geographischer Mittelpunkt Deutschlands

Germanisches Freilichtmuseum „Opfermoor“

Altar im Nordhäuser Dom

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Senioren on KulTour

55


reportage

Polen – Europa – Polen –

Oldenburg und Südoldenburg

Wenn am 21. September 2019 in Oldenburg das

Spätsommerfest der Deutsch-Polnischen Gesellschaft

Oldenburg (DPG Oldenburg) stattfindet,

werden sich die Türen des Veranstaltungsortes der Jugendfreizeitstätte

Osternburg zu einem Treffen öffnen, das weit

mehr als ein paar gesellige Stunden verspricht. Vielmehr

schafft auch das diesjährige Spätsommerfest einen Rahmen

zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Austausch kultureller

Aspekte, zum Amüsieren – zum Netzwerken eben, in seiner

besten Form: Direkt und persönlich. Nur so ist Nähe möglich

und damit die Freiheit miteinander zu wachsen – dieser

kluge Satz wurde kürzlich im Europaparlament verbreitet,

von Donald Tusk, dem ehemaligen Ministerpräsidenten Polens

und seit 2014 Präsident des Europäischen Rates in Brüssel.

Doch wir schweifen ab, wenngleich es die Politik war, die

uns unser östliches Nachbarland für lange Zeit und gründlich

entfremdet hatte.

Erinnern wir uns, dass bis zum November 1989 nicht nur

die Mauer Deutschland trennte, sondern der so genannte

„Eiserne Vorhang“ auch alle Länder im Osten Europas von

denen im Westen. So auch Polen. Bereits 1981 aber, acht Jahre

vor dem Mauerfall und der damit verbundenen Öffnung

des „Eisernen Vorhangs“ regte sich gegen die sowjetisch

dominierte, kommunistisch geprägte Politik des polnischen

Regimes in der polnischen Bevölkerung massiver Protest.

Mit Lech Walesa, dem charismatischen Vorsitzenden der

Gewerkschaft „Solidarnosc“, an der Spitze der immer größer

werdenden Protestbewegung, die auch ein Signal Richtung

Westen darstellte. Polen würde sich die Freiheit zurück erkämpfen

und sie sich nicht mehr nehmen lassen. Dafür bekam

Walesa den Friedensnobelpreis verliehen, den er im Namen

des ganzen Volkes der Polen annahm und ihnen allen

widmete.

Im Jahr 1983 gründete sich unter dem Vorsitz von Dr. Ekkehard

Seeber und den Stellvertretern Hans Zessin und Dr.

Rüdiger Meyenberg die Deutsch-Polnische Gesellschaft Oldenburg

e.V. „zur Verständigung zwischen den Völkern der

VP* und der BRD** und zur Pflege und Vertiefung zwischenmenschlicher

Beziehungen“. Zehn Jahre später war mit Marta

Kasparek die erste Frau im Vorstand, zusammen mit Jürgen

Weichardt und Thomas Hundhausen. Zu jener Zeit war die

DPG Oldenburg bereits fester Bestandteil der angestrebten

Völkerverständigung, die zunächst über Hilfstransporte in

Angriff genommen wurde. So verzeichnete die Deutsch-Polnische

Gesellschaft Oldenburg e.V. in den ersten zehn Jahren

ihres Bestehens 20 Hilfstransporte nach Polen und dort in

die Städte Lublin, Breslau und Krakau beispielsweise. Ausgestattet

mit materieller Hilfe, insbesondere für die dortigen

Krankenhäuser und Kindergärten, mit medizinischen Geräten

und Medikamenten, aber auch mit aberhunderten und

tausenden Hilfspaketen für die Verteilung an Privatpersonen,

an Familien, auch weit draußen auf dem Land.

Dabei fanden natürlicherweise Begegnungen statt und

in ihnen auch das Erkennen der kulturellen Unterschiede,

aber auch ihrer Gemeinsamkeiten. Immerhin ist die abendländische

Kultur unsere gemeinsame Basis. Diese Erlebnisse

müssen ebenso spannend wie prägend gewesen sind, denn

bereits 1988 fanden zum ersten Mal die „Tage Polnischer Kultur

in Oldenburg“ statt, ein Fest, das von der DPG Oldenburg

organisiert war und an zahlreichen Stellen Oldenburgs gefeiert

wurde. Mit Malern, Karikaturisten und Zeichnern, Puppentheaterspielern

und Pantomimen, Jazz-, Folklore- und

klassischen Musikern, mit Filmvorführungen und wissenschaftlichen

Symposien, kurz, mit einem breiten Spektrum

polnisch kultureller Präsenz.

November 2012, Besuch im Theater Laboratorium Oldenburg

Das eine solche Energie davon ausging, das hatten viele

Oldenburger so nicht erwartet, denn obschon die Werke von

Frédéric Chopin oder Karol Szymanowski oder Krzysztof Penderecki

zur klassischen Konzertwelt der Huntestadt dazugehören

und auch die hiesige Jazz-, Kino- und Theaterszene

von polnischen Beiträgen lebt, waren die bunten und sehr

lebendigen, typisch-polnischen Darbietungen eine echte

Überraschung. Unvergessen auch die großen Chöre und folkloristischen

Tanzvorstellungen, die Sänger*innen und Tänzer*innen

in bezaubernden Trachten gekleidet, von denen

auch die Cloppenburger Kulturszene schon häufig belebt

worden ist. Im Sinne des Wortes, denn leise oder unscheinbar

sind diese Aufführungen nie!

Es gab derlei Begegnungen in den folgenden 36 Jahren

bis heute noch zahlreiche. In Oldenburg und an anderen

ausgewählten Orten unter der Ägide der DPG Oldenburg e.V.

und selbstverständlich auch in Polen. Schließlich wollte man

auch dort am Leben „der Anderen“ teilnehmen. Kulturell,

gesellschaftspolitisch, auf wissenschaftlicher und ökonomischer

Ebene. Sich austauschen, voneinander erfahren, was

hier als wichtig erachtet wird. Daran partizipieren, wie auch

die deutschen Besucher in Polen; sich mit den Sichtweisen

von beiden Seiten entwickeln und so zu dem zusammenwachsen,

was wir sind: Europäer!

56 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage



reportage

Wir könnten an dieser Stelle mit etlichen, bedeutsamen

und aktuellen Zahlen, bezugnehmend auf die steigende

wirtschaftliche und finanzielle Potenz Polens im Vergleich

mit westlichen EU-Staaten aufwarten. So sieht die neue Prognose

namhafter Volkswirte in 2019 für Polen eine Zunahme

des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 4,6 Prozent voraus.

Mehr auch als für die anderen osteuropäischen Staaten.

Allein diese Erhebung zeigt, dass das große starke Europa

ohne die Wirtschaftskraft Polen deutlich ärmer wäre. Das

gilt ebenso für die Film- und Literaturwelten oder – nicht zu

übersehen – für die des Sports. Wo Namen wie Robert Lewandowski,

Kamil Stoch, Agnieszka Radwanska oder Robert

Kubica sich leicht dem Fußballgeschehen oder der Weltklasse

der Skispringer und dem Tennis, sowie dem Formel-eins-Zirkus

zuordnen lassen, von nahezu jedermann.

Oktober 2014, Warschauer Knabenchor Konzert in Oldenburg

Polen ist schon lange kein Entwicklungsland im klassischen

Sinne mehr. Polen ist Europa und doch verbindet die

Mehrheit von „uns im Westen“ keine wirklichen Bilder damit.

Wer weiß um die jugendlich-bunten, lebendigen Städte, um

die Vielfalt ihrer Unterhaltungswerte – einmal abgesehen

von den wissenschaftlichen Inputs aus den Universitäten

und Think-tanks? Wer weiß um die Präsenzkraft großer internationaler

Unternehmen, die nicht auf „billige Arbeitskräfte“

setzen, sondern auf den Ideenreichtum und den Mut der polnischen

Bevölkerung? Die ihre Kapazitäten kennt und sie mit

bemerkenswertem Elan ebenso wie mit einer ungewöhnlich

großen Portion Pragmatismus umsetzt. Egal wo auf der Welt,

denn Polen scheuen sich nicht ihr „Polonia“ zu verlassen, um

andernorts sesshaft zu werden. Gleichwohl nehmen sie ihre

Heimat mit, in allen kulturellen Ausprägungen und ohne

Scheu, sie mit ihrer Umgebung zu leben.

Das zeigt sich anlässlich der zahlreichen Tätigkeiten und

Veranstaltungen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Oldenburg

e.V. Die sich anfänglich, im ersten Jahrzehnt, auf die

tätige Hilfe für Polen konzentrierte. In den darauffolgenden

Jahren setzte man sich erfolgreich dafür ein, die polnische

Kultur der hiesigen vorzustellen und sie in den letzten, mehr

als zehn Jahren, mit der vor Ort zusammenzubringen. Dieser

Status quo ist in seiner Entwicklung nicht zuletzt den Angeboten

für Sprachkurse in beiden Sprachen zu verdanken. Wobei

festzustellen ist, dass Polen viel besser Deutsch lernen,

als umgekehrt – doch das nur am Rande, wenngleich sehr

bemerkenswert.

Juni 2019, Internationales Sommerfest der Uni Oldenburg

Darüber hinaus finden regelmäßig Familientreffen statt,

polnische Schauspieler und Musiker erhalten in Oldenburg

ein Engagement und umgekehrt in einer der polnischen

Städte. Schüleraustausche sind längst selbstverständlich

geworden, Kinderbuchautoren „arbeiten“ mit Kindern aller

Nationen auf der alljährlichen „Kibum“ im Oldenburger PFL

und so weiter, kurz: Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Oldenburg

e.V. hat es geschafft, dass tradierte Weltbilder sich

in beiden Regionen auflösen. Zugunsten der Wirklichkeit, die

eindeutig europäisch ist, auch wenn politische Ranküne das

Bild hier und da trüben. Nicht jedoch in Oldenburg, wo Privatpersonen

jeden Alters, aller Religionen, aller Rassen und

jenseits politischer Überzeugungen gleichermaßen an den

Engagements der dortigen Deutsch-Polnischen Gesellschaft

und ihren gesellschaftspolitischen Erfolgen partizipieren

– wie auch zahlreiche Unternehmen unter ökonomischen

Aspekten. Im täglichen Geschehen und im Umgang miteinander,

was als besondere Ausprägung beim Spätsommerfest

am 21. September 2019 in der Jugendfreizeitstätte in Oldenburg

Osternburg zu erfahren sein wird.

Mit besten Aussichten auf ein spannendes Zukunftskonzept,

das, wie die derzeitige Vorstandsvorsitzende Agnieszka

Adamczak-Waschow sagt, am liebsten mit vielen neuen Interessenten

und Vereinsmitgliedern geteilt werden soll. Denn

nur aufgrund von persönlicher Nähe ist Entwicklung möglich

– beim Kennenlernen, beim Netzwerken mit zahllosen Vorteilen

für jeden.

Also wird das, zwischen Oldenburg und Polen so gut geklappt

hat, doch wohl auch mit Südoldenburg möglich sein.

Einfach hingehen, das Teilnehmen und daran partizipieren

ergibt sich von ganz alleine!

Ulla Schmitz

Die Mitgliedschaft in der DPG Oldenburg e.V.

ist zudem der Beitritt zu einem modernen,

großen Netzwerk, das auch von namhaften

Unternehmen, hier und in Polen intensiv genutzt wird.

DPG Oldenburg e.V.

Donnerschweer Straße 92, 26123 Oldenburg

Tel. +49 441 35 06 48 75, www.dpg-oldenburg.de

E-Mail: kontakt@dpg-oldenburg.de

Facebook: Deutsch-Polnische Gesellschaft Oldenburg e.V.

58 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

Foto: djd/LichtBlick SE/Adobe Stock/Helmut Vogler

Die Nordsee mit ihrem Gezeitenwechsel

und dem Wattenmeer hat einen ganz eigenen

Reiz

Bei der Frage nach den beliebtesten deutschen Ferienregionen hat die Ostseeküste

die Nase vorn: Hier Impressionen von der größten Ostseeinsel Rügen

Urlaubstrend 2019: Zu Hause ist es doch am schönsten

Viele Deutsche verbringen den Urlaub zu Hause oder machen Ferien im eigenen Land

Lange Zeit war Urlaub für die Deutschen gleichbedeutend

mit einer mehrwöchigen Reise in den sonnigen Süden. Bevorzugtes

Ziel war die italienische Adriaküste rund um Rimini,

gerne als Teutonengrill bezeichnet. Heute ersparen sich

immer mehr Bundesbürger den Stress einer langen Anreise

- sie erholen sich zu Hause oder verbringen ihre Ferien im eigenen

Land. Wer zu Hause bleibt, machte früher Urlaub auf

Balkonien, heute heißt der Trend „Staycation" - eine Verbindung

aus „stay" für bleiben und "vacation" für Ferien.

Die Ostsee ist das beliebteste deutsche

Urlaubsziel

Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitut

YouGov im Auftrag des Ökostromanbieters

LichtBlick bestätigt diesen Trend: Demnach werden etwa 20

Prozent der Deutschen ihren Urlaub zu Hause verbringen,

32 Prozent der Befragten zieht es ins europäische Ausland

und 19 Prozent werden im eigenen Land Urlaub machen.

Lediglich neun Prozent planen eine Fernreise und nur zwei

Prozent der Befragten wollten ihren Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff

verbringen.

Bei der Frage nach den beliebtesten deutschen Ferienregionen

hat die Ostseeküste die Nase vorn: Für 23 Prozent

derjenigen, die im Heimatland Urlaub machen wollen, ist die

Küste von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein

das Ziel.

Vor allem der Westen und Norden bleibt

im eigenen Land

Interessantes Ergebnis der Umfrage: Die Urlaubsgewohnheiten

der Befragten sind in den einzelnen Bundesländern

sehr unterschiedlich: 37 Prozent der Bayern und Baden-Württemberger

treibt es ins europäische Ausland. Nur

jeden vierten Urlauber aus dem Süden, der in Deutschland

bleibt, zieht es an die Nord- oder Ostsee. Dagegen verbringt

jeder dritte Deutschlandurlauber aus Nordrhein-Westfalen

seine Sommerferien an der Nordseeküste. Die norddeutschen

Bundesländer sind ihrer Heimat treu: Von denjenigen

Befragten, die in Deutschland Urlaub machen, bleiben 45

Prozent an Nord- und Ostsee. Ganz pragmatisch verhalten

sich die Einwohner des nördlichsten Bundeslandes Schleswig-Holstein:

37 Prozent von ihnen verbringen den Sommer

zu Hause. (djd)

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

59


reportage

Ein sportliches Stück Stadtgeschichte

40 Jahre Tennis Blau-Weiß Galgenmoor

Tennis ist längst nicht mehr der elitäre

Sport, der er früher einmal war,

sondern ein beliebter Breitensport,

der bis ins hohe Alter gespielt werden

kann. Seinen Boom erlebte der

„weiße Sport“ vor allem in den 1980er

Jahren als Steffi Graf und Boris Becker

die Weltranglisten stürmten. Damals

übersprang die Mitgliederzahl in den

Vereinen die Millionengrenze und verdoppelte

sich in nur zehn Jahren auf

über zwei Millionen. In den folgenden

Jahrzehnten ließ der Boom zwar nach,

aber immer noch gehört Tennis zu den

beliebtesten Sportarten und der Deutsche

Tennis Bund (DTB) ist mit rund 1,4

Millionen Mitgliedern der größte Tennisverband

der Welt.

Bereits Ende der 1970er mehrten

sich im Sportverein Blau-Weiß Galgenmoor

die Stimmen, die sich eine eigene

Tennisabteilung wünschten. Zu der

Zeit entstand das neue Wohngebiet

Pastorenbusch/Galgenmoor und das

bedeutete, dass viele junge Familien

in diesen Stadtteil zogen und nach

Freizeitangeboten sowie sportlicher

Betätigung suchten. Tennis lag voll im

Trend und so stellte eine Gruppe tennisinteressierter

Cloppenburger dem

Vorstand des Blau-Weiß Galgenmoor

ein erstes Konzept zur Gründung einer

eigenen Tennisabteilung vor. Der

Vorschlag fand die Unterstützung des

Vorstands und so fand am 28. März

1979 ein erstes Treffen in der Gaststätte

„Am Galgenmoor“ statt. An diesem

Abend richtete der Vereinsvorstand

einen kommissarischen Abteilungsvorstand

„Tennis“ ein. Damit konnten

die Initiatoren aktiv werden und die

konkreten Planungen vorantreiben.

Jetzt war Ideenreichtum und großes

Engagement gefragt, denn es musste

nicht nur ein geeignetes Gelände gefunden,

sondern auch die Finanzierung

auf sichere Füße gestellt werden.

Außerdem standen die Planungen

für die Gestaltung der Anlage auf der

Agenda. Auch die notwendige Unterstützung

des gesamten Vereins musste

durch persönliche Gespräche und

viel Überzeugungsarbeit gewonnen

werden. Aufgrund des großen Engagements

vieler Sportbegeisterter

erhielt der Verein schließlich die Zusage

für eine finanzielle Unterstützung

von Seiten des Gesamtvereins, der

Stadt Cloppenburg sowie des Kreisund

des Landessportbundes.

Nach langwierigen und intensiven

Verhandlungen wurde ein geeignetes

Grundstück 8.000 Quadratmeter

großes Areal an der Huntestraße gefunden.

Jetzt hieß es nur noch, eine

eigene Tennisabteilung im Verein ins

60 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

Leben zu rufen. Der kommissarische

Abteilungsvorstand wurde in der

Gründungsversammlung vom 17. August

1979 als ordentlicher Abteilungsvorstand

bestätigt. Der Verein zählte

bei seiner Gründung 37 Mitglieder.

Zum 1. Vorsitzenden wurde Günter

Janßen gewählt. Der weitere Vorstand

setzte sich aus Adolf Mählmeyer (Geschäftsführer),

Eckhard Appelhagen

(Kassenwart), Lothas Werner (Sportwart),

Helmut Miebach (Pressewart)

und Werner Grote als Koordinator der

Vereinsabteilungen zusammen. Der

Vorstand hatte große Ziele, die er

kurzfristig realisieren wollte, denn die

Fertigstellung der ersten Tennisplätze

war bereits für das zum Frühjahr

1980 avisiert. Dies konnte nur mit der

tatkräftigen Unterstützung durch die

Mitglieder gelingen. Zu dieser Zeit

waren bereits 172 Mitglieder der neuen

Tennisabteilung beigetreten und

durch erhebliche Eigenleistungen

konnte das ehrgeizige Ziel erreicht

werden. Im Oktober 1979 wurde mit

dem Bau der ersten fünf Tennisplätze

begonnen und auch ein kleiner Clubraum

in Fachwerkbauweise mit Sanitäranlage

wurde errichtet. Pünktlich

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Beschnitt oben

Modul

Beschnitt unten

reportage

zur Eröffnungsfeier am 17. Mai 1980

flogen auf der noch recht spartanisch

eingerichteten Anlage die ersten Tennisbälle

über das Netz.

Die ersten Trainer des Vereins waren

Manfred Dumstorff und Johannes

Schute. Eine kleine Anekdote am

Rande: Da dem Verein noch eine Halle

fehlte, wurde mit dem Betreiber der

Tennishalle in Emstekerfeld damals

ausgehandelt, dass die Spieler aus

Galgenmoor an 13 Samstagen für jeweils

zehn Stunden drei Plätze nutzen

konnten. Der Tennisboom war auch in

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Cloppenburg nicht mehr aufzuhalten

und so wuchs die Zahl der Mitglieder

in der Tennisabteilung des Blaus-Weiß

Galgenmoor in den Jahren 1980/81

auf 325 – 120 von ihnen waren jugendliche

Nachwuchsspieler. Der sportliche

Ehrgeiz war auch damals bereits groß:

Mit zwei Herren- und Damenmannschaften

nahm der Verein bereits an

verschiedenen Turnieren teil.

Diese starke Entwicklung der Tennisabteilung

wurde von den anderen

Abteilungen des Vereins durchaus

argwöhnisch beobachtet. Eine Satzungsänderung

ermöglichte der neuen

Tennisabteilung schließlich eine

größere finanzielle Selbstständigkeit.

Aufgrund des starken Zuwachses an

Mitgliedern wurde schon bald ein

Ausbau der Anlage notwendig. Im

Verein entbrannte eine Diskussion,

denn einige zogen den Bau eines gemeinsamen

Clubhauses für alle Abteilungen

vor. Die Tennisabteilung

bevorzugte jedoch ein eigenes Clubhaus

für ihre nun fast 350 Mitglieder.

Nach einigem Hin und Her wurde im

Mai 1984 mit viel Eigenleistung die

Erweiterung des ursprünglich kleinen

Clubhauses eingeweiht. Drei Jahre

später kam ein neuer Sanitärtrakt als

separates Gebäude dazu und im Clubhaus

wurde eine Heizungs- und Warmwasseranlage

installiert. 1988 konnte

dann schließlich mit dem Umbau des

Clubhauses begonnen werden. Der

Clubraum wurde mit einer Theke ausgestattet

und die Küche modernisiert.

Auch auf dem Tennisplatz tat sich einiges:

Der mittlerweile sechste Platz

wurde hergerichtet.

Im Jahr 1989 dann feierte die Tennisabteilung

mit zahlreichen Gästen ihr

10-jähriges Bestehen, bei der mittlerweile

stolzen Mitgliederzahl von 400.

Zum Vergleich: der Gesamtverein hatte

zu der Zeit circa 1.000 Mitglieder. In

Anwesenheit des damaligen Bürgermeisters

Bernd Thonemann und des

Stadtdirektors Albert Focken äußerte

der 2. Vorsitzenden Theo Lukassen in

seiner Festansprache zum Erstaunen

vieler Zuhörer den Wunsch nach einer

eigenen Tennishalle. Auch Peter

Brozio, stellvertretender Vorsitzender

des Gesamtvereins unterstützte diese

Forderung nachdrücklich. Im Jahr

1991 fanden die ersten Gespräche

des Bauausschusses unter der Leitung

der Vorstandsmitglieder Peter Brozio,

Theo Lukassen, Alfons Tapken, Karl-

Heinz Blum und Hans Tangemann mit

Architekten statt. Zuvor war bereits

ein geeignetes Gelände neben der

bestehenden Anlage langfristig gepachtet

worden. Dann ging alles ganz

schnell. Bereits zur Wintersaison 1992

konnte dank der enormen Unterstützung

vieler Vereinsmitglieder die Fertigstellung

der Tennishalle gebührend

gefeiert werden.

In der Chronik des Vereins heißt es

dazu: „Enorme Anstrengungen waren

notwendig, um das Gelände für die

zukünftige Tennishalle herzurichten.

Ein derartig großes Bauprojekt hatte

es im Galgenmoorgebiet noch nicht

gegeben… An den Sonntagen nutzten

viele Bürger des anliegenden Galgenmoor-Gebiets

einen Ausflug, um

die Baumaßnahmen zu begutachten.“

1994 starteten die Planungen für den

Bau des neuen Clubhauses mit direkter

Anbindung an die Tennishalle. Die

Bauarbeiten begannen dann mit viel

Eigenleistungen drei Jahre später und

das Richtfest wurde am Nikolaustag, 6.

Dezember 1997 gefeiert. Anfang 1998

konnte das Clubhauses in Betrieb genommen

werden, umgeben von einer

neugestalteten Gartenanlage und der

Zuwegung zum hinteren Gelände.

2004 konnte der Verein dann bereits

sein 25. Jubiläum feiern. Für dieses

Ereignis wurde die Tennishalle in eine

schmucke Festhalle verwandelt, in der

bis in die Morgenstunden ausgiebig

gefeiert wurde. Im Jahr 2019 feiert

der Verein ein weiteres rundes Jubi-

62 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

1 7/12/2019 10:44:17 AM


reportage

läum: 40 Jahre Tennisabteilung Blau-

Weiß Galgenmoor! Das Jubiläum ist

auch ein guter Grund zum Rückblick

auf eine bewegte Vereinsgeschichte,

die neben der Begeisterung für den

Tennissport auch vom Enthusiasmus

der Aktiven geprägt wurde. Die Vorstände

und Mitglieder haben in den

vergangenen 40 Jahren eine Menge

erreicht. Beim Aufbau und dem Erhalt

der Tennisanlage konnte und kann der

Verein stets auf die tatkräftige Unterstützung

durch die Mitglieder und die

Sponsoren vertrauen. Und im sportlichen

Bereich ist der Name Blau-Weiß

Galgenmoor aus den Tennisranglisten

der Region nicht mehr wegzudenken.

Ein besonderes Highlight fand im

Mai 2000 auf Initiative des Vorstandes

und einer Idee des damaligen langjährigen

Trainers Vlada Kolaric statt. Sie

organisierten eine U18 Freundschaftsbegegnung

zwischen einer Landesauswahl

Niedersachsens und Jugoslawiens.

In der jugoslawischen Auswahl

standen die jugendlichen Supertalente

Novak Djokovic und Janko Tipsarevic.

Bei strahlendem Sonnenschein

gab es hochklassiges Tennis, das die

Zuschauer begeisterte. Ein weiterer

Höhepunkt – außerhalb der ebenfalls

erfolgreichen Tennisligen – war der Kabel

Hashagen Pokal, der im November

2001 und im Februar 2004 in der Tennishalle

von Blau-Weiß Galgenmoor

ausgespielt wurde. Teilnehmer waren

unter anderem der damalige englische

Daviscupnachwuchsspieler Barry Scollo,

Junioren-Weltranglisten-Spieler

Bastian Groenefeld sowie aus der Region

der spätere Niedersachsenmeister

Michael Pille aus Löningen und Ingo

Antons vom gastgebenden Verein. Die

Spieler zeigten großartige sportliche

Leistungen und begeisterten die vielen

Zuschauer, die aus dem gesamten

Kreisgebiet und darüber hinaus angereist

waren.

Aktuell verfügt die Tennisabteilung

über eine schöne gepflegte Anlage

mit sechs Asche-Tennisplätzen und

einer großen Drei-Feld-Tennishalle.

Die Tennisplätze stehen nicht nur den

aktuell 190 Mitgliedern zur Verfügung,

sondern können auch von Nicht-Mitgliedern

gebucht werden. Drei Trainer,

Detlef Okrent aus Bremen für den Bereich

Leistungssport, Yousif Al-Robaye

und Hussein Oraibi, die beide für den

Bereich Breitensport zuständig sind,

trainieren die Mitglieder des Vereins.

Der aktuelle Vorstand besteht aus

Heinz Bahlmann, der kommissarisch

den Vorsitz übernommen hat, Kassenwartin

Annette Rolfmeyer, Sportwart

Ralf-Günter Wölbern, Schriftführerin

Janina Albers, Jugendwart Josef

Framme und dem Jüngstenwart Yousif

Al-Rubaye.

Der Verein legt großen Wert auf die

Förderung des Kinder- und Jugendsports.

Die jüngsten Aktiven lernen

schon mit 5 Jahren spielerisch und mit

Spaß an der Bewegung den Tennissport

kennen und schlagen den gelben

Ball mit Begeisterung übers Netz.

Damit auch die Kleinsten gute Trainingsbedingungen

vorfinden, verfügt

der Verein über eine in der Region einmalige

Kleinfeld- und Midcourt-Tennisanlage.

Zusätzlich bestehen enge

Kooperationen mit Schulen und Kindergärten

aus der Region, so dass Kinder

auch außerhalb des Vereins den

Tennissport kennenlernen können.

Der Tennisverein Blau-Weiß Galgenmoor

ist zudem Mitglied im „Talentino

Club“, der es sich zum Ziel gesetzt hat,

Kinder für den Tennissport im Verein

zu begeistern. Das durchdachte Trainingskonzept,

das perfekt auf das jeweilige

Alter und die Spielstärke der

Kinder abgestimmt ist, garantiert den

jungen Sportlern Spaß und erste persönliche

Erfolge von Anfang an. Mehr

als 1.000 Vereine in ganz Deutschland

sind Mitglieder im „Talentino Club“, um

auf diese Weise ihre Nachwuchsarbeit

intensivieren und langfristig fördern

zu können.

Wer Interesse am Tennissport hat,

kann gerne einen Termin für ein kostenloses

Schnuppertraining dort vereinbaren.

Jubiläum

Zum großen Jubiläum „40 Jahre Tennis

Blau-Weiß Galgenmoor“ feiert

der Verein am 31. August 2019 ein

großes Fest. Ab 14 Uhr wird es zunächst

sportlich: Es findet ein Glücks-

Mix-Turnier und eine Kinder-Tennis-Olympiade

statt.

Ab 17 Uhr wird dann gemeinsam mit

Freibier und Leckereien vom Grill gefeiert.

Alle Mitglieder und Ehemalige,

alle Freunde und Bekannte sowie

die Nachbarvereine sind herzlich eingeladen

mitzufeiern.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

63


reportage

Lilli und Rainer Blum nehmen sich viel Zeit, um mit ihren Gästen im

Garten auf Entdeckungsreise zu gehen

Eine kreative Garten-Oase mitten in Cloppenburg

Ein gelber Frosch mit einem riesigen Maul begrüßt die

Gäste von Lilli und Rainer Blum an der Haustür und wartet

auf Post. Die witzige Holzfigur dient dem Cloppenburger

Ehepaar als Briefkasten und die Postboten haben nach anfänglichem

Zögern den ungewöhnlichen Briefkasten akzeptiert

und „füttern“ ihn nun jeden Tag.

Ein Briefkasten aus dem Baumarkt wäre für die beiden viel

zu langweilig. Warum etwas kaufen, wenn man mit Fantasie

und handwerklichem Geschick Kreatives selbst schaffen

kann? Mit viel Liebe zum Detail und einer großen Portion

Humor hat das Ehepaar hier seinen ganz persönlichen

Gartentraum realisiert. „Wir basteln gemeinsam an unserer

Welt“, erklären die beiden, die auch im Haus von der Decke

über die Bilder an den Wänden bis zu den Fußleisten ihre

Kreativität ausleben.

Mit großer Herzlichkeit und einem verschmitzten Lächeln

führen die leidenschaftlichen Gärtner regelmäßig Besucher

durch ihr kleines Reich. Seit mehr als dreißig Jahren gestaltet

das Ehepaar seinen Garten, der mitten in einer Cloppenburger

Siedung liegt und mit seinen circa 700 Quadratmetern

eigentlich eine recht überschaubare Größe hat. Das ändert

sich aber beim Betreten dieses Stückchen Erde, das zum Entdecken

und Staunen einlädt. Staunen darüber, wie so viel

Garten hier herein passt, und staunen über so viel Fantasie

und ungewöhnliche Gestaltungsideen. Beim Rundgang

und dem Erkunden der zahlreichen Wege, der großen und

kleinen Terrassen und Sitzecken hat man das Gefühl, durch

einen ganzen Park zu schlendern. „Wir haben neun verschiedene

Terrassen und wandern mit der Sonne durch unseren

Garten. Frühstück, Mittagessen oder Abendessen – wir entscheiden

uns ganz spontan, ob wir es lieber in der Sonne

am Teich oder im Schatten beim Bambusgarten genießen

wollen“, freut sich Lilli Blum.

In ihrem Garten muss man auf Entdeckungstour gehen

und dabei die Augen offenhalten, denn auf jeden weiteren

Blick sieht der Besucher wieder etwas Neues. Gäste wandern

hier oft zwei Stunden lang herum und finden ständig

witzige Details, die sie zuvor nicht wahrgenommen haben.

„In vielen Gärten sitzt man auf der Terrasse, blickt über die

Rasenfläche und hat schon alles gesehen. Bei uns geht das

nicht. Das wäre uns auch zu langweilig“, so Rainer Blum, der

jeden Tag mit seinem alten verschlissenen Strohhut im Garten

oder in der Werkstatt beschäftigt ist.

Für Erstaunen sorgt der Bambusgarten neben dem

Haus. Hier haben verschiedene Bambussorten einen Platz

gefunden und wachsen mit einem unglaublichen Tempo

dem Licht entgegen. Der Riesenbambus ragt hier stolze

acht Meter in die Höhe und bildet einen natürlichen

Sichtschutz zum Nachbargrundstück. Allerdings muss die

Pflanze regelmäßig an ihrer Ausbreitung gehindert werden,

denn sonst wäre eines Tages das ganze Grundstück

überwuchert.

64 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Zahlreiche Tiere,

wie der beeindruckende

Uhu oder

riesige Insekten,

bevölkern den Garten

von Lilli und Rainer Blum

Gut getarnt versteckt sich ein

Chamäleon im Bambuswäldchen

In der kleinen offenen Werkstatt setzt Rainer Blum seine Ideen um

Ein grimmig blickender Uhu, der sein Gefieder aufplustert,

ein Chamäleon, das sich im Bambuswald versteckt und zahlreiche

hölzerne Fantasiegestalten bevölkern den Garten.

Riesige Insekten aus Holz sitzen zwischen den Pflanzen oder

„krabbeln“ an der Wand empor. Besonders beeindruckend

ist die hölzerne Libelle mit ihren transparenten Flügeln, die

Rainer Blum angefertigt hat – auf Maß natürlich. Auch haben

viele Frösche, nicht nur im Gartenteich, hier eine neue

Heimat gefunden. In den unterschiedlichsten Größen und

Varianten hocken sie im Garten, verstecken sich im Bambus

oder klettern dank ihrer langen und mit Scharnieren ausgestatteten

Beine auf Tische und Bänke. All diese Tier sind

in der kleinen Werkstatt von Rainer Blum entstanden. Hier

entwirft, leimt und sägt der Tüftler gerne. Aus ausgedienten

Hölzern, die er zusammenleimt, entstehen so Tiere oder Fantasiegestalten.

Rainer Blum liebt es aus Holz die verrücktesten Figuren

und Gegenstände zu basteln. Dabei zeigen all seine Objekte,

dass hier ein Profi-Gestalter am Werk war. Der ehemals

selbständige Grafikdesigner hatte die Kreativität schon zu

seinem Beruf gemacht hatte. Die Fantasie-Objekte sind gut

geplant, präzise ausgeführt und erfüllen neben aller Ästhetik

oft auch einen ganz praktischen Zweck. So rankt sich in

einer Ecke des Gartens ein Tisch von einem Stein empor und

auf den Ranken aus Eisen liegt eine Tischplatte in Form von

Weintrauben. Auch große Holzäpfel fügen sich harmonisch

zu einem Tisch zusammen. Ein besonderes Stück ist der

„Cloppenburger Stuhl“. Aus einer einzigen großen Douglasien-Bohle

entstand die Rückenlehne mit den Konturen der

etwas anderen Stadtmusikanten. „Hier sind Schwein, Pute,

Gans und Hahn versammelt und wenn man sich dazusetzt,

ist der Esel auch dabei“, scherzt Rainer Blum und macht es

sich dort gemütlich.

Mit viel Kreativität baut Rainer Blum Tische, Stühle und sogar

die Pflanzschalen für seine Bonsais selbst

65


Bonsais sind die große Leidenschaft von Rainer Blum

Ein Bambusgarten mitten in Cloppenburg!

Bonsais sind eine weitere große Leidenschaft von Rainer

Blum. 30 Exemplare dieser Miniaturbäume stehen in seinem

Garten, wachsen in der Mitte eines Tisches oder hängen an

der Wand. Die ältesten Exemplare pflegt und hegt er schon

seit über dreißig Jahren und finden im Garten ausgewählte

Plätze, wo sie perfekt zur Geltung kommen. Die Bonsaigefäße

sind aus Holz und selbstverständlich handgemacht.

Für seine Bonsais hat Blum ein eigenes Buch angelegt. Dort

findet der Betrachter die detaillierte Zeichnung eines jeden

Miniaturbaums sowie die Angaben über Fundort, Alter und

andere Besonderheiten.

Der Garten von Lilli und Rainer Blum ist bei aller Wildheit

gut durchdacht und jede Ecke wird perfekt genutzt. Immergrüne

Pflanzen, überrankt von einer üppig blühenden Rambler-Rose

bilden ein grünes Blätterdach und bieten trotzdem

den niedrig wachsenden Pflanzen genügend Licht und

Raum zum Wachsen. Dicht wachsende Bodendecker sorgen

dafür, dass der Boden vor zu großer Verdunstung geschützt

ist, bieten Lebensraum für zahlreiche Insekten und machen

den Garten pflegeleicht. So bleibt mehr Zeit, um sich um die

verschiedenen Gemüsepflanzen zu kümmern, die nicht im

separaten Gemüsebeet in Reih und Glied stehen, sondern

ganz selbstverständlich in die Gartengestaltung miteinbezogen

werden. So wachsen zwischen Blumen und Ziersträuchern

die Kartoffeln mitten im Garten in einem – selbstverständlich

selbstgebauten – runden Hochbeet.

Für seine Gemüsepflanzen hat Rainer Blum auch eigene

kleine Bilderbücher gestaltet, in denen Möhren oder Radieschen

zu sehen sind. „Die Bücher zeigen wir jeden Morgen

unseren kleinen Pflänzchen, damit sie auch wissen, was sie

werden sollen“, erklärt Blum mit einem Schmunzeln und

steckt das Büchlein wieder ins Gemüsebeet.

Wer in diesem Garten auch einmal auf Entdeckungsreise

gehen möchte, kann mit Lilli und Rainer Blum, Landwehr

32, 49661 Cloppenburg, einen Termin vereinbaren Tel.:

04471/884766

Jeden Tag wartet der Frosch auf seine „Post-Mahlzeit“

Sigrid Lünnemann

66

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Lesezeit

Schiele | Leopold Museum, Wien

Calle | Musée de la Chasse et de la Nature,

Paris

Stefan Draschan fotografiert „Zufälle im Museum“

Die Nationalgalerie in Berlin, das Centre Pompidou in Paris

oder die Albertina in Wien – dies sind die „Jagdgründe“ in

denen der Fotograf und Kunstliebhaber Stefan Draschan auf

die Pirsch geht. Immer auf der Suche nach dem perfekten

Match – dem Moment, in dem Kunst und Besucher in der

einen oder anderen Weise in Beziehung zueinander treten.

Der gebürtige Wiener beobachtet stundenlang, tagelang

Menschen im Museum. Dabei ist die Kamera immer griffbereit.

Und dann ist er da, der perfekte Moment! Eine junge

Museumsbesucherin im blauen Regenmantel betrachtet

die Kunstwerke in der Neuen Pinakothek in München und

Stefan Draschan drückt auf den Auslöser. Mit sicherem Gespür

für das perfekt Bild hat er den Moment festgehalten, in

dem die Besucherin in ihrem intensiv blauen Regenmantel

vor dem Porträt der jungen Königstochter Danae von Jan

Gossaert stehen bleibt, deren offenes, leuchtend blaues Gewand

das Bild dominiert.

Diese fotografischen „Zufälle im Museum“, die mit einer

kräftigen Prise Humor und vor allem einem sicheren Gespür

für Farben und Formen einen neuen Blick auf Alte Meister

und Moderne Kunst gewähren, erscheinen nun in einem

Bildband beim Hatje Cantz Verlag. Zuvor hatte Stefan Draschan

seine Schnappschüsse unter 'People Matching Artworks'

(Personen, die zu Kunstwerken passen) auf Instagram

veröffentlicht und bereits in eigenen Ausstellungen präsentiert

– und damit für Furore gesorgt. Der Fotograf ist Gast in

den Museen ebenso wie die Menschen, die er fotografisch

gemeinsam mit berühmten Kunstwerken in Szene setzt. Der

erklärte Kunstliebhaber hat im Laufe der Zeit einen ganz eigenen

Blick auf die Kunst entwickelt und entdeckt die Harmonie

und auch den Kontrast, den manche Besucher zu den

Bildern setzten, die sie gerade intensiv betrachten oder auch

nur im Vorbeigehen einen flüchtigen Blick zu werfen.

Manche Besucher verschwinden förmlich in den Kunstwerken.

Aufgrund der Farbe ihrer Bluse oder ihrer Frisur

passen sie so harmonisch in die Farbwelt oder die stilistische

Ausdrucksform der Künstler, dass man kaum glauben kann,

dass dies Zufall ist.

So versinkt die Besucherin des Centre Pompidou in Paris

mit ihrem knallgelben Pullover, den roten Haaren und der

Pop-Art-Tasche förmlich in dem großformatigen Kandinsky,

den sie mit einigen Verrenkungen versucht, auf das Display

ihres Smartphones zu bannen. Auf dem nächsten Bild

scheint eine Besucherin mit ihren offenen blonden Haaren

und der blassblauen Mütze förmlich aus dem idyllischen

Familienbild „Nachmittag der Kinder in Wargemont“ von

Auguste Renoir (Alte Nationalgalerie, Berlin) herausgesprungen

zu sein, so harmonisch passt sie sich den Farben des impressionistischen

Meisterwerkes an. Im Pergamonmuseum

verschwindet die nächste Besucherin mit ihrer gemusterten

Bluse vor einem farblich und grafisch passenden Wandteppich

und nur beim genauen Hinsehen erkennt der Betrachter,

wo das Kunstwerk anfängt und die Bluse der Besucherin

aufhört.

Andere Besucher hingegen setzten scharfe Kontraste:

Wie der junge Mann mit dem flammenden T-Shirt-Aufdruck

„Destroy“, der vor dem apokalyptisch anmutenden Werk

von Caspar David Friedrich „Abtei im Eichwald“ mit seinen

kahl und düster aufragenden Baumsilhouetten steht. Einen

ganz eigenen Reiz hat auch das Foto des tätowierten, fast

kahl geschorenen Besuchers der Gemäldegalerie Berlin, der

dort vor einem goldgerahmtes Madonnenbildnis verharrt.

All diese Zufälle hat Stefan Draschan mit seiner Kamera

festgehalten und lädt so dazu sein, in seinen Fotografien

auf Entdeckungsreise zu gehen und dabei auch Lust auf

den nächsten Museumsbesuch zu machen. Wenn man dabei

nicht alleine nur auf die ausgestellten Kunstwerke achtet,

sondern mal einen Schritt zurücktritt, die Menschen im

Raum im Kontext zur Kunst betrachtet und vielleicht sogar

„People matching Artworks“ entdeckt.

Stefan Draschan (Fotografie) Wolfgang Ullrich (Texte): Zufälle

im Museum, Hatje Cantz Verlag, ISBN: 978-3-7757-

4557-4, EUR 16,00

sil

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Lesezeit

67


Rezepte

Rezepte vom Frischehof Döpke

Herzhafter Tomatenkuchen

Zutaten für den Teig:

3 Eier

100 g weiche Butter

30 g Zucker

5 g Tomatengewürz

50 g Tomatenmark

100 ml Milch

1 Päckchen Backpulver

250 – 300 g Mehl

Zutaten für den Teig:

3 große Tomaten

100 g Zwiebelwürfel

100 g Speckwürfel

3 EL gehackte Basilikumblätter

50 g geriebener Käse

Öl

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Zubereitung:

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten.

Speck und Zwiebelwürfel in etwas Öl in der Pfanne anschwitzen und anschließend

abkühlen lassen.

Zwei Tomaten entkernen und in kleine Würfel schneiden.

Eier, Butter, Zucker, Tomatengewürz, Tomatenmark und die Milch in eine

Schüssel geben und gut verquirlen. Anschließend Mehl und Backpulver dazugeben

und zu einem Teig verarbeiten.

Basilikum, Zwiebel-, Speck- und Tomatenwürfel darunter heben, in die

Springform füllen und glatt streichen. Die letzte Tomate in Scheiben schneiden,

auf dem Teig auslegen und mit dem Käse bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen30 Min. bei 175° C backen.

68

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Rezepte


reportage

Longdrink als Dessert

Zutaten:

für 4 Gläser

400 ml Mango-Apfelsaft

4 cl Kokos-Sirup

400 ml Erdbeerpüree (leicht gesüßt)

Crash-Eis

Zubereitung:

Den Saft mit dem Sirup mischen. Die Gläser etwas über die Hälfte mit

Eis füllen und den Saft darauf verteilen. Das Erdbeerpüree langsam,

aus einem Litermaß, oben auf den Saft geben.

TIPP: Eiskalt genießen!

Einfach Lecker!

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Rezepte

69


reportage

CHEERS

von der Entdeckung eines kulinarischen Lebensgefühls

Unsere Familie ist eine unverbrüchliche

Einheit, und unverwechselbar

sind wir auch. Ganz bestimmt, wenn

es darum geht gemeinsam zu essen.

Was natürlich sein muss, wenn man

zusammen ist. Daran würde auch nie

jemand rütteln wollen, trotz der diversen

Ansichten eines guten Essens. Die

sich von Wildfleisch und Steaks, gerne

dry aged, über vegetarisch und vegan

bis zu Sushi darstellen. Das war, bis es

sich in allerlei Mahlzeiten manifestiert

hatte, nicht immer einfach, zumal Weltanschauungen

und Gesinnungen

ebenso heftig und ausführlich diskutiert

wurden wie die Rezepturen der

einzelnen Gerichte. Eines aber kam dabei

nie infrage und das ist unsere Affinität

zu Wein. Doch, man kann da ruhig

von einem leidenschaftlichen Verhältnis

sprechen. Natürlich variieren auch

hier unsere Geschmäcker, doch diese

Vielfalt wurde noch nie angezweifelt.

Darum profilierten wir uns für

„Cheers“ in der ersten Reihe und so

stand auch gleich fest, dass es nicht

unbedingt Brot braucht, um „Cheers,

Hannah & Paula´s Weinaufstrich“ genießen

zu können. Getreu dem alten

Sprichwort (ein wenig abgewandelt):

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,

es kann auch Wein vom Löffel sein!“

Nein, ich bin nicht betrunken, doch

nachhaltig fasziniert von „Cheers“,

denn seit jenem Familientreffen gehört

bei uns zur festen Ingredienz eines guten

Essens. Egal, aus welchen Zutaten

es besteht, denn die verschiedenen

„Cheers“-Sorten verfeinern nicht nur

jede Käsesorte oder lassen sich nicht

alleine für den Genuss von frischem

Baguette dippen, nein, sie sind ebenso

exquisite Geschmäcker zu Steaks

und Wildfleisch. Oder, wie mein Mann

sagt: „Dieser Merlot-Aufstrich, ich sage

euch, der hebt den Geschmack des

Rehbratens geradezu. Wie auch dieses

dry aged T-Bone Steak – du meine

Güte, ist das hervorragend mit Pinot

Grigio dazu!“ Entweder auf dem Teller

neben dem fertig gegarten (gegrillten)

Stück Fleisch oder darübergestrichen,

je nach Lust mal dünn oder üppig. Ich

hab´s mir angeschaut und seine verzückte

Mine dazu.

Ebensolche Euphorien kamen auch

aus dem Block der Vegetarier/Veganer

und seitdem unsere jüngste Tochter

„Cheers“ zu ihren diversen Lieblingsfischgerichten

probiert hat, gibt es

derzeit keinen adäquateren „Touch of

culinary seduction“ auch für sie. So

hat jede(r) aus unserer Familie – unsere

Freunde mittlerweile eingeschlossen

– die kulinarische Verführung von

„Cheers“ bereits genossen und für sich

eingeordnet. Nicht zuletzt auch die

Sushi-Fraktion, zu der ich aus voller

Überzeugung gehöre.

Ich verstehe, dass Sie jetzt den Kopf

schütteln und … Doch nein, es geht

mir prächtig, denn wie es beispielsweise

diese hinreißend geschmackvollen

Sushi mit karamellisierter Kruste gibt,

so übertrifft der Geschmack eines „einfachen“

Sushi, leicht in „Cheers“ gedippt,

den vorgenannten Genuss fraglos.

Weil gute Sushi handgemacht und

frisch sind und damit geschmacklich

einzigartig. Diese Variationen als Basis

für das besondere, einzigartige Sujet

von „Cheers“ – und das Ergebnis ist ein

großes Kompliment an die besondere

Klasse des eigenen Geschmacks. Ganz

gleich auf welcher kulinarischen Ebene

er sich verwirklicht – „Cheers“ der

handgerührte Weinaufstrich aus entweder

Pinot Grigio, Chardonnay, Merlot,

Cabernet Sauvignon oder einem

Rosé ist Ausdruck eines kulinarischen

Lebensgefühls, das unwiderlegbar ein

Zugewinn ist für einzigartigen, feinschmeckenden

Genuss.

usch

P.S. „Cheers“ eignet sich auch perfekt

zum Kochen – für Bratensaucen oder in

Pasta oder in Gemüse oder… und wer

den Weinaufstrich mit dem passenden

Wein im Glas dazu genießt, ist sicher

auch kein Kostverächter.

70 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Wein anders genießen

Bei Egon Pollmann kommt der Wein nicht nur ins Glas

Egon Pollmann

lebt für den Wein

und ist auch darum

immer auf

der Suche nach

Besonderheiten

rund um den edlen

Tropfen. Nun

hat der Inhaber des

gleichnamigen Weinkontors eine ganz

besondere Weinspezialität entdeckt:

Den Wein fürs Brot. „Das ist doch nichts

Neues, Wein zum Brot!“ Doch halt,

denn dieser Wein wird nicht zum Brot

kredenzt, sondern als Aufstrich auf das

Brot serviert: „Cheers“! So heißt der

Weinaufstrich, der, hergestellt mit viel

Liebe in Berlin in der kleinen Manufaktur

„Hannah & Paula‘s“, sich einen

Platz direkt in den

Herzen anspruchsvoller

Genießer

erobert hat. Ein

Aufstrich aus Wein

in den Herzen anspruchsvoller

Genießer?

Oh ja!

Diese Weine in einer solchen Form

kennenzulernen, mag am Anfang ungewöhnlich

sein – wird dann jedoch

sehr schnell zur Leidenschaft, denn in

ihr das perfekte Spiel zwischen Süße

und Säure zu erfahren, ist bestimmend

für diesen nachhaltig hervorragenden

Genuss. Der so ganz anderes ist als alles

andere aus Wein, was man bisher kannte.

Genau deshalb hat Egon Pollmann

sich auf „Cheers“ eingelassen, denn

als erstklassiger Weinkenner sind für

Egon Pollmann einzig der Geschmack

und die Qualität einer Weinneuheit

bestimmend für deren Aufnahme ins

Sortiment seines Weinkontors. Wo

man nicht einfach Wein kaufen geht,

sondern sich ausgiebig mit der Wunderwelt

der guten Tropfen vertraut

machen kann. Zeit für Unterhaltung,

Beratung und das Verkosten aller Sorten

von Wein sind hier der Maßstab

aller Begegnungen und wer denkt, er

wisse schon alles rund um die Weine,

der kann sich bei jedem neuen Besuch

gerne und ausgiebig eines Weiteren

belehren lassen.

Individuelle

hochzeitspapeterie

dekoration

floraldesigns

Hannah und Paula, die beiden

Schöpferinnen von „Cheers“, kennen

sich aus der gemeinsamen Schulzeit

in Bayreuth. Danach studierte die Eine,

während die andere eine Ausbildung

zur Köchin absolvierte. Gemeinsam

ging es im Anschluss nach Barcelona,

später weiter nach Berlin, und immer

im Gepäck die Idee für Wein in einer

besonderen Form. Daraus wurde

„Cheers“, in fünf Geschmacksrichtungen

beziehungsweise Weinsorten:

Pinot Grigio, Chardonnay, Merlot, Ca-

bernet Sauvignon und Rosé.

Mit der „Leichtigkeit des Seins“

beispielsweise, dem Blanc de Blanc,

Blanc de Noir, Rosé oder dem Rouge

des deutsch-französischen Weinmacher-Duos

Axel Wulfken und Vincent

Pugibet. „Diese Weine überzeugen

nicht nur geschmacklich, sondern

kommen auch Weinliebhabern entgegen,

die Weine mit weniger Alkohol

und wenig Säure bevorzugen!“ Wir

wünschen einen schönen Sommer –

„Cheers!“

usch

Weinkontor Pollmann | Hundsmühler Straße 167

26131 Oldenburg |Tel.: 0441 955 92-0

E-Mail: info@weinkontor-pollmann.de

www.weinkontor-pollmann.de

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | reportage

71

04441 8579214

daniewilke@web.de


Heinz Kramer-Hinte

Vor 100 Jahren in Hinte geboren, vor zehn Jahren in Cloppenburg verstorben –

der Kunstmaler Heinz Kramer-Hinte ist unvergessen

Als der Kunstmaler Heinz Kramer-Hinte

am 22. Juli 2009 im

stolzen Alter von 90 Jahren verstarb,

hinterließ er eine Lücke im hiesigen

Kunstgeschehen, die bis heute

nicht geschlossen ist. Denn immerhin

gilt Kramer-Hinte noch immer als einer

der bedeutendsten Vertreter der

realistischen Landschaftsmalerei im

norddeutschen Raum.

Er wurde am 16. September 1919 in

Hinte bei Emden als Sohn des Malermeisters

Lammert Kramer und dessen

Frau Antje geboren. Schon mit neun

Jahren zeichnete der Junge das Motiv

„Hund mit Fasan“ mit Kohle so detailgetreu,

als wolle er Dürers „Betende

Hände“ übertreffen. Doch sein Traum,

nach der Malerlehre beim Vater und

der Meisterprüfung 1940/41 Kunst zu

studieren, wurde durch den Zweiten

Weltkrieg zerstört. Durch einen Beinschuss

schwer verwundet, wäre er

1943 fast ertrunken – hätte ein Kamerad

ihn nicht aus dem Fluss geborgen.

Der anschließende Lazarettaufenthalt

bestimmte für Kramer-Hinte das Ende

des Dienstes an der Kriegsfront. Stattdessen

wurde er nach Cloppenburg

versetzt, um russische und polnische

Kriegsgefangene zur Feldarbeit auf

den Höfen einzuteilen. Dieses Engagement

wurde nach dem Zusammenbruch

des Dritten Reiches von einer

Arbeit als Schildermaler für die alliierten

Truppen abgelöst, die auch nicht

so recht nach dem Gusto des Künstlers

gewesen sein konnte.

Dennoch gab der zielstrebige Ostfriese

seine Passion nicht auf, sondern

passte seine Kunst dem Zeitgeschehen

der Nachkriegsjahre an und wurde

vor dem Hintergrund allseits grassierender

Existenznot ein Kunstmaler,

der mit seinen Werken Tauschhandel

betrieb. Mit Bildern, die er auf Pappe

und Hartfaserresten gemalt hatte, radelte

er hinaus in die Dörfer und kam

mit Wurst oder einem Stück Fleisch zurück.

Das sicherte seine Existenz und

langsam etablierte Heinz Kramer sich

auch gesellschaftlich in Cloppenburg.

72

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte


reportage

Korbmacher Heinrich Moorbrink,

Bischofsbrück

Freunde fand der Mann aus Hinte, den

seine Weggefährten als gradlinig und

offen schilderten, in der Marinekameradschaft

Cloppenburg.

Seine „Traumfrau“, so Kramer in einem

Interview, lernte er 1947 in der

Buchhaltung der Wurstfabrik Pieper

kennen. Die Heirat mit Hedwig Tholen,

der jüngsten Tochter einer katholischen

Familie mit neun Kindern, war

in jener Zeit, als der Dechant noch von

der Kanzel herab gemischt-konfessionelle

Ehen aufs Schärfste verurteilte,

nahezu ein Skandal. Dennoch war

ihre Ehe ein vorbildliches Miteinander,

wenngleich sie von beiden Partnern

Mut und Beharrlichkeit abverlangte.

Möglicherweise warb der Kunstmaler

deshalb so stark um eine Anerkennung

in Kirchenkreisen, wer weiß…

Kramers aber standen 57 Jahre lang

zueinander, bis Hedwig im März 2004

starb.

Am 14. April 1951 hatte das Paar seinen

Farbenladen und eine Malerwerkstatt

an der Osterstraße eröffnet. Der

Chef des Hauses war ein „exzellenter

Handwerker“, wie der ehemalige Lehrling

Jürgen Luttmer das sagte, bevor

er 1977 das Geschäft übernahm. So

verwundert es nicht, dass Kramer als

Handwerksmeister den Lebensunterhalt

der Familie durch tapezieren oder

Dengeln der Sense (Ostermanns Jan), Bischofsbrück

das Verlegen von Linoleumböden bestritt.

Sein wirkliches Können hingegen

offenbarte sich, wenn er Rahmen

vergoldete und Bilder restaurierte,

und – wenn er malte. Über 1.000 Ölgemälde

und mehr als 200 Zeichnungen

hinterließ Heinz Kramer, der seinen

Heimatort Hinte als Zusatznamen dem

„Kramer“ angefügt hatte.

Sein in frühester Jugend entwickelter

Stil veränderte sich zeitlebens

nicht. Mit seiner volkstümlichen, und

realistischen Malkunst schafft Kramer-Hinte

eine persönliche Beziehung

zwischen Betrachter und Gemälde.

Und obgleich Kritiker und andere

Künstler ihn kritisierten, da er sich vom

Expressionismus nicht beeinflussen

ließ, konnten seine Werke sich umso

besser etablieren. Hatte er doch ein

gutes Auge für das Alte, fast Vergessene.

Erinnern wir uns alleine der damaligen

Techniken und Arbeitsweisen in

der Landwirtschaft – das Mähen des

Getreides mit der Sense beispielsweise,

das Binden der Garben, das Pflügen

des Ackers mit Pferd und Pflug – und

finden diese Sujets in zahlreichen

Bildern des Heimatmalers Heinz Kramer-Hinte

wieder.

Dr. Hans-Ulrich Molzahn, Vorsitzender

des ostfriesischen Kunstvereins,

äußerte sich zu den Werken des

Malers: „Der realistische Maler Heinz

Kramer-Hinte verklärt mit seinen Gemälden

keineswegs eine längst vergangene

Zeit, sondern überliefert die

Zeit der Elterngeneration in unserem

Raum, die gekennzeichnet ist, und das

zeigen seine Bilder, durch Ruhe, Behaglichkeit

und Beschaulichkeit einerseits,

aber auch durch Nöte, Sorgen,

Enge und Genügsamkeit andererseits.

Das verdeutlichen seine Bilder in einer

Weise, wie es sich viele der Heutigen

wohl kaum noch vorstellen können.

Von daher haben seine konturenscharfen,

zeichnerisch genauen und farblich

die Stimmung dieser Landschaft und

ihrer Menschen treffenden künstlerischen

Darstellungen zusätzlich dokumentarischen

und historischen Wert.“

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

73


Stadtgeschichte

Als Kramer-Hinte 1982 seinen ersten

Bildband „Cloppenburg – Bilder erzählen

Geschichte einer Stadt“ herausgab,

schrieb die Verlegerin Ursula Basse-Soltau

aus Norden: „Welche Stadt

hat das Glück, einen hervorragenden

Maler zu ihren Bürgern zu zählen zu

dürfen, der sich nicht nur aus Überzeugung

zu seiner Stadt bekennt, sondern

eben auch über 40 Jahre mit der

akkuraten Genauigkeit eines Realisten

liebevoll diese Stadt mit seinem Pinsel

beschreibt.“

Kramer-Hinte suchte seine Motive

mit großer Sorgfalt in der Natur aus.

Ihre facettenreiche Schönheit, die

Helligkeit des Sonnenlichts und das

prächtige Farbenspiel der blühenden

Blumen und der Blätter wurden von

ihm derart akribisch eingefangen,

dass man ihnen auf der Leinwand naturgetreu

begegnet. Über ihren künstlerischen

Wert hinaus sind diese Bilder

Zeitzeugen, da sie die Lebens- und

Arbeitswelt unserer Vorfahren naturgetreu

festgehalten haben, als historische

Zeugnisse selbst für die nächsten

Generationen.

Wie auch die Landschaften Ostfrieslands

mit Krummhörn und Hinte, das

Küstenland mit den kleinen Häfen und

Fischkuttern, die Nordsee als bestimmender

Faktor und die Menschen,

die damit verbunden sind. Wie Kramer-Hinte,

mit seiner „ersten Heimat“.

Jedoch erreichte er auch in und um

Cloppenburg herum die Herzen der

Bevölkerung. Deutlich wird diese Affinität

anhand des großen Interesses,

das seinen Bildbänden wie „Cloppenburg,

Bilder aus vergangenen Tagen“

und „Landschaften der engeren und

weiteren Region um Cloppenburg“,

so wie den zahlreichen Ausstellungen

entgegengebracht wird.

In ihnen wird ein Anliegen des Malers

deutlich, das über die Kunst hinaus

geht: Der Nutzen unserer Landschaften

als lebendiger Ausdruck unserer

Natur. Die wir brauchen, um gesund

leben zu können. In diesem Kontext

liegt es nahe, die Werke des Cloppenburger

Künstlers Heinz Kramer-Hinte

als Aufgabe und Mahnung zu sehen.

Als Verpflichtung den (noch) halbwegs

gesunden Lebensraum negativen Einflüssen

nicht weiterhin preiszugeben.

Selbstporträt – Kramer-Hinte bei der Arbeit

Als Heinz Kramer-Hinte seine Bilder

malte, war jener Lebensraum noch

unbeschadet, die pure Natur. Dass sie

innerhalb dieser kurzen Zeitspanne

seither in weiten Teilen derart missbraucht

und negativ verändert wurde,

ist trauriger Fakt. Nun gilt es, sie erneut

aufzubauen und dafür zu sorgen, dass

unsere Wälder und Felder, die Wiesen

und das Wasser, die Erde und die Luft,

die gesamte Umwelt den nachfolgenden

Generationen wenigstens noch

halbwegs intakt übergeben werden

können.

Das wäre ganz im Sinne von Heinz

Kramer-Hinte, dessen künstlerisches

Erbe inzwischen aufgeteilt wurde. Die

Gemeinde Hinte übernahm alle maritimen

und die Stadt Cloppenburg alle

Motive aus dem Oldenburger Münsterland.

Zunächst als Dauerleihgabe

und ab diesem Jahr als Schenkung

von Monika Kramer, der Tochter Kramer-Hintes.

Ein Museum für den herausragenden

Künstler, dessen Bilder

zu Hunderten in Rathäusern, Gaststätten

und Wohnzimmern zwischen

der Küste und Cloppenburg hängen,

wird es hingegen in Südoldenburg

leider nicht geben. Stattdessen hat die

Stadt Cloppenburg einen von Buchenhecken

umsäumten Weg hinter dem

einstigen Wohnhaus Kramer-Hintes

mit seinem Namen benannt.

Man nannte den Künstler übrigens

auch den „Papstmaler von Cloppenburg“,

da dereinst der evangelische

Ostfriese aus dem erzkatholischen

Cloppenburg am Rande einer Generalaudienz

auf dem Petersplatz in Rom

auf den Papst gewartet hatte. Weil er

Papst Johannes Paul II. das Foto eines

Gemäldes zeigen wollte, das er von

dem katholischen Kirchenoberhaupt

gemalt hatte. „Das ist das schönste

Bild, das je von mir gemalt wurde“,

wurde der Heilige Vater daraufhin

zitiert und mit leuchtenden Augen

erinnerte Kramer-Hinte sich auf ewig

an diese zehn Minuten, die er mit dem

Papst Seite an Seite und im Gespräch

verbracht hatte. Diese Begegnung

war sicher ein Highlight im Leben des

Künstlers aus Cloppenburg, denn „ob

ich einen Papst male oder einen Fischer,

das macht für mich keinen Unterschied“

wie er gesagt haben soll.

Wichtig war Heinz Kramer-Hinte

die Natürlichkeit seiner Motive und

kaum ein anderer Maler dieser Zeit

und schon gar nicht aus unserer Region

hat die Lebendigkeit der Natur – in

Mensch, Landschaft und Tier – so wiedergegeben

wie der Heimatmaler aus

Cloppenburg.

Dirk FaSS/Ulla Schmitz

74

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte


Wissenswertes

Gute Butter

Gesalzene Butter ist ein Produkt unserer Region – jawohl, verehrte

britische Nachbarn, denn es begab sich in alten Zeiten, dass die stolzen

Friesen mal von den Dänen oder vom russischen Zarenhaus, dann von

den Sachsen, aber auch von Engländern unterjocht waren. Doch egal,

wer gerade das Zepter über norddeutsche Marschländer, Buchten und

Inseln schwang, in einem waren alle Befehlshaber gleich: In der Forderung

steuerlicher Abgaben und Lehen. Da konnten die so Geknechteten

ohnehin schon arm wie die bildlichen Kirchenmäuse sein.

Doch macht Not bekanntlich erfinderisch,

das gilt allgemein, bei den hiesigen

Vorfahren aber setzt ungerechte

Behandlung bis heute noch einen

weiteren Charakterzug frei: den der

Dickköpfigkeit, gepaart mit einer

gehörigen Portion biestigen Verhaltens.

Der konnte sich zwischen der Mitte

des 17. und dem Ende des 19. Jahrhunderts mal wieder ausgiebig

entfalten, war man entlang der Nordseeküste bis zu uns doch zu exorbitanten

Abgaben aus der Milchproduktion gezwungen. Zwar florierte

die Milchwirtschaft im Rahmen der bescheidenen Verhältnisse, doch

eben nur in diesem Maß. Aber: „Watt mutt dat mutt“, die Strafen bei

Nichtentrichtung der Frohn trafen immer die gesamte Dorfgemeinschaft,

also wollte man die Steuereintreiber der Fürsten nicht kommen

sehen.

Auch nicht auf dem Land, wo man das Salär in Form von Butter entrichten

musste. Nun war es zu damaligen Zeiten eben noch sehr zeitaufwändig,

Waren an die Handelsstraßen zu bringen. War die Butter

fertig stellte man sie im Topf auf ein Gestell in der Gegend des nächsten

Pafdes. Es konnte jedoch dauern, bis sie da abgeholt und dann vor

hier nach Bremerhaven und von dort nach England gebracht worden

war. Demnach musste man was gegen die Verderblichkeit tun und da

lag Salzen nah. Doch, was um Himmels Willen wurde dadurch aus der

guten Butter. Ein wenig salzen schmeckt ja, doch…

Das war die Gelegenheit, den ungeliebten Herren eins auszuwischen.

Mit der Entschuldigung, dass die Butter anders nicht haltbar sei,

salzten die Bauern ihre „Export“-Butter für die britannischen Insulaner

so gehörig ein, dass von ihnen selbst keiner mehr davon gegessen hätte.

Die Engländer hingegen, deren kulinarische Geschmäcker seit jeher

ein wenig robust sind, gewöhnten sich auch noch an diese Variante

schlechten Geschmacks. So vehement, dass man „salted butter“ in

Großbritannien seither als englisches Originalrezept reklamiert. Worauf

wir uns natürlich eins grinsen…

Mehlbutter

Um die aufwändige und auch nicht immer funktionierende Prozedur

zur Zubereitung einer Mehlschwitze zu vereinfachen – man denke an

die Krux von geklumptem Mehl – vermischt man Butter mit Mehl. Ideal

ist frische, gesalzene Butter, darin lässt sich das durchgesiebte Mehl gut

mit einer Gabel verkneten. In Fettpapier einschlagen, im Kühlschrank

aufbewahren und bei Bedarf portionsweise aufbrauchen. Beim Würzen

der Sauce daran denken, dass die Butter schon gesalzen war!

usch

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Wissenswertes

75


Sternenkinder

Eine bleibende Erinnerung zum

Betrachten des geliebten Sternenkindes

Die ehrenamtlichen Fotografen von DEIN STERNENKIND

fotografieren oder filmen stillgeborene Kinder, "Sternenkinder" genannt

Für werdende Eltern beginnt mit dem positiven

Schwangerschaftstest eine aufregende Zeit.

Auf Ultraschallbildern sind sie der Entwicklung ihres

Kindes ganz nah. So und mit den immer stärkeren Lebenszeichen

des kleinen Nachwuchses entsteht schon lange vor

der Geburt eine tiefe Bindung zwischen ihnen. Je näher der

Termin rückt, desto ungeduldiger wird die Ankunft des kleinen

Menschen voller Hoffnung erwartet.

Leider aber wird diese Zuversicht dann zerstört, wenn Babys

vor, während oder kurz nach der Geburt versterben und

damit alle Träume und Hoffnungen dahin sind. Auf einmal,

vielleicht ohne Vorwarnung, aber in jedem Fall unfassbar. Zurück

bleiben eine bleierne Leere und grenzenloser Schock.

Das Unwahrscheinliche ist eingetreten, das eigene Kind lebt

nicht (mehr), ist tot. Diese schreckliche Wahrheit verfestigt

sich nur langsam im Bewusstsein, während sich die Ereignisse

überstürzen. Die Zeit für das Abschiednehmen von dem

schon so geliebten kleinen Wesen rückt viel zu schnell in den

Fokus, denn leider bleibt für diese kostbaren Momente nur

sehr wenig Zeit.

Man nennt sie „Sternenkinder“, diese kleinen Neugeborenen,

denen es nicht vergönnt war, in dieser Welt zu leben.

Früher, es ist noch gar nicht so lange her, da wurden die

tot geborenen Kinder schnell und meist anonym bestattet

– wenn es denn überhaupt dazu kam. Diese schrecklichen,

unmenschlichen Sitten gehören, dem Himmel sei Dank, den

alten Zeiten an, denn heute weiß man die Erinnerung an das

kleine Sternenkind zu kultivieren. Mit liebevoll gestalteten

Trauerzeremonien und Bestattungen. Rücksichtsvoll und

voller Liebe dem „kleinen Stern“ und den Eltern sowie allen

DEIN STERNENKIND

wurde Anfang 2013 von Kai Gebel ins

Leben gerufen und bietet Erinnerungsfotos

für Eltern, die entweder ein bereits totes

Baby auf die Welt bringen mussten oder

denen der Tod des Neugeborenen

unausweichlich bevorsteht.

Die ehrenamtlichen Fotografen von

DEIN STERNENKIND schenken ihre Dienste

den Eltern, indem sie eine reale Erinnerung

in Form der Bilder oder eines Videos schaffen.

Ob und wann man diese Erinnerung

wahrnehmen will, das entscheiden jedoch

die Eltern ganz alleine.

Weitere Informationen unter

www.dein-sternenkind.eu oder

www.dein-sternenkind.org

76 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Sternenkinder


Sternenkinder

Angehörigen gegenüber. Das schafft eine unverbrüchliche

Einheit, die, angereichert von Abbildern des Sternenkindes,

für den Rest des Lebens Bestand hat.

Natürlich wird man selbst kaum in der Lage sein, angesichts

der alles bestimmenden Qual die Kamera hervorzuholen

oder das Handy zu zücken, doch ist ein solches Foto oder Video

in vielerlei Hinsicht wertvoll, da der Tod des Kindes das

gesamte soziale Umfeld betrifft. Denn auch Angehörigen

und Freunden fällt es schwer, Worte zu finden, von „richtigen

Worten“ ganz zu schweigen. Alle sind unsicher, ahnen, dass

sie als nicht direkt Betroffene nicht um die Grauen des unendlichen

Schmerzes wissen können und haben somit Angst

etwas Falsches zu sagen.

Und dennoch gibt es etwas, das hilft, die Barriere von

Ohnmacht und Hilflosigkeit zu durchbrechen: Ein Bild

oder ein Video des Sternenkindes – realisiert von den Fotograf*innen

von DEIN STERNENKIND, denn damit wird die

Existenz des verlorenen Kindes gegenwärtig. Eltern nehmen

sich damit als solche wahr so kurz der existierende

Moment auch gewesen sein mag. So können sie miteinander

und auch mit den Angehörigen über ihr verstorbenes

Kind sprechen und so das Erlebte besser verarbeiten.

Für diese Art von Bildern aber gibt es keine zweite Chance.

Darum ist ihre Möglichkeit so wertvoll, denn am Ende

des Kampfes spenden die Bilder des Sternenkindes Trost.

Indem man gemeinsam zurückblickt auf die schwere Zeit,

die sich brutal die Seele eingebrannt hat und unvergesslich

bleibt als Erinnerung an das dahingeschiedene Sternenkind.

Sternenkinder bleiben für immer in den Herzen der Eltern.

Ein Foto oder ein Video von ihnen hält die bleibende Erinnerung

in Gedanken lebendig. Die wunderbaren Menschen von

DEIN STERNENKIND machen dies möglich.

usch

Eine kleine, zarte Knospe,

am Beginn eines blühenden Lebens,

verwelkt,

vergangen,

ohne jemals wirklich

gewesen zu sein.

Und doch

warst du,

bist du

und wirst immer sein.

In meinem Herzen,

in meinen Gedanken,

bist du auf ewig

mein.

Dreh mich manchmal im Kreis,

suche nach dem Warum?

Und find ich auch keine Antwort,

etwas bleibt mir:

Hoffnung...

(Carolin Semmelroth)

geschrieben in liebevoller Erinnerung und Trauer

um den Verlust unseres Krümelchens Luca und

auch für die erste Gedenkfeier am neuen

Gemeinschaftsgrab in Bad Salzungen.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Sternenkinder

77


reportage

Foto: djd/Geld und Haushalt

Die Zeitung austragen oder im Lager aushelfen: Das sind typische Beschäftigungen, mit denen Schüler nebenher ihr privates Budget

aufbessern können.

Pauken und nebenher jobben

Das sollten Schüler beim ersten selbstverdienten Geld beachten

Handyvertrag, Klamotten, Kinotickets oder der Clubbesuch

am Wochenende: Dafür kann schon in jungen Jahren

einiges an Geld draufgehen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig

das vorausschauende Wirtschaften mit dem vorhandenen

Budget zu trainieren – und nach Möglichkeit auch mal

einige Euro dazuzuverdienen. Eine zusätzliche Finanzspritze

können viele Schüler in Form des BAföG in Anspruch nehmen:

Ab Herbst 2019 sollen die Fördersätze nach Plänen der

Gesetzgeber deutlich steigen.

BAföG gibt es auch für Schüler

Wer eine allgemeinbildende Schule besucht, kann unter

bestimmten Voraussetzungen ab der zehnten Klasse finanzielle

Förderungen beantragen. Geregelt ist das im Bundesausbildungsförderungsgesetz

(kurz BAföG), das derzeit

politisch auf dem Prüfstand steht. Angesichts der gestiegenen

Lebenshaltungskosten soll der Förderhöchstbetrag von

derzeit 590 Euro pro Monat deutlich steigen, die Umsetzung

ist für den Herbst geplant. Wer von dieser Förderung nicht

profitiert, kann über einen Schülerjob etwas Geld dazuverdienen.

Nebenjobs für Schüler sind sehr beliebt, allerdings

sind dabei einige Voraussetzungen zu beachten. Darüber

und über weitere zahlreiche Tipps in Sachen Geld informiert

der „Budgetkompass für Jugendliche", der kostenfrei unter

www.geld-und-haushalt.de oder Telefon 030-20455818 erhältlich

ist.

Handy-Vertrag, Kleidung und Freizeit - dafür geht während der

Schulzeit bereits viel Geld drauf. Zahlreiche Jugendliche versuchen

daher, nebenbei etwas dazuzuverdienen.

Rechtliche Fragen rund um Schülerjobs

Der 60-seitige Ratgeber klärt unter anderem rechtliche

und finanzielle Fragen, die Schüler rund um das Thema

Nebenjobs beachten sollten. So gelten nach dem Jugend-

78 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

arbeitsschutzgesetz alle unter 15 Jahren als Kinder.

Ab dem 15. Geburtstag und bis zum Erreichen des 18.

Geburtstags gilt man vor dem Gesetz als Jugendlicher.

Theoretisch dürfen Kinder unter 15 Jahren gar nicht

arbeiten, doch es gibt Ausnahmen. Ab dem 13. Geburtstag

können Schüler bereits erste Jobs annehmen,

vorausgesetzt, die Eltern stimmen zu und es werden

strenge zeitliche Grenzen eingehalten. Wer über 15

und nicht mehr vollzeitschulpflichtig ist, darf hingegen

bis zu acht Stunden täglich an fünf Tagen die Woche

arbeiten, allerdings nur zwischen 6 und 20 Uhr. In der

Gastronomie ist das Arbeiten ab 16 Jahren auch bis 22

Uhr erlaubt, ebenso gibt es Ausnahmeregelungen für

Bäckereien, den Schichtbetrieb und die Landwirtschaft.

(djd)

Durchblick in Sachen Finanzen: Der kostenfreie

„Budgetkompass für Jugendliche“

gibt dazu viele nützliche Tipps.

MIT

TEILEMARKT

CLOPPENBURG

24./25. Aug. 2019

Münsterlandhalle / Marktplatz

SAMSTAG 9 - 17 UHR ∙ SONNTAG 11 - 17 UHR

PKW, LKW, TRAKTOREN, LANDMASCHINEN, ZWEIRÄDER, UNIMOGS, FAHRZEUGE BIS

BAUJAHR ´94 // FAHRER UND BEIFAHRER HABEN „EINFAHRT FREI“! // MIT TEILEMARKT

Veranstalter

13.

Oldtimer

treffen

CLOPPENBURGtreffen

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Veilchenstraße 16

49696 Molbergen

Tel. (0 44 75) 9 27 66 -0

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | reportage

79


Schoppen genießen

reportage

Karlstadt ist nicht nur wegen seiner schönen Ortssilhouee

und des mediterranen Flairs so sehenswert.

Die sane Hügellandscha des Fränkischen Weinlandes

lässt sich auf vielen abwechslungsreichen Touren erwandern

– der Aussichtspunkt „terroir f“ beispielsweise

befindet sich in der Steillage des Steener Steins

130 Meter über dem Maintal. Infos: www.karlstadt.de

Foto: djd-mk/Stadt Karlstadt/J. Müller

Foto: djd-mk/Stadt Ellwangen/Roland Hülle

Hintergrundgrafik: Gey

Foto: djd-mk/www.naturaakv.com

Well en, Wind und

Wagemut

Radfahren, Kiten, Stand-up-Paddling

oder ein ausgedehnter Strandspaziergang:

An der Ostseeküste in Schleswig-

Holstein und in Dänemark können Akvurlauber

Freiheit, Leichgkeit und pure

Lebensfreude genießen. Outdoorfans

können auf www.naturaakv.com ihre

Ausflüge in die Natur planen.

80

Für Kulturfans

Ein Muss für Literaturinteressierte:

ein Besuch von

Schiller-Naonalmuseum und

Literaturmuseum der Moderne

auf der Schillerhöhe in Marbach.

Die Ferienlandscha gilt als eine

der schönsten Weinanbaugebiete

Würembergs, beeindruckt mit

einer abwechslungsreichen Landscha,

romanschen Weindörfern und

historischen Baudenkmälern:

www.marbach-bowartal.de

Familienurlaub Sylter Strandfeeling

Foto: djd-mk/Kurverwaltung List auf Sylt

Foto: djd-mk/Tourismusgemeinscha Marbach-Bowartal/C. Jacobs

S

Stadtn, Wnn o Srndta:

v Nr i Sü is .

Mit ihrer mehr als

1.250-jährigen Geschichte

hält Ellwangen an der

Jagst viele Bauschätze

und kulturelle Highlights

bereit – und das

umliegende Ellwanger

Seenland ist ein wahres

Paradies für Wasserraen

und Sonnenanbeter. Die

gemütlichen Lokale in

der Innenstadt sind auf

Familien eingestellt und

verwöhnen Gäste mit

schwäbischer Herzlichkeit:

www.ellwangen.de.

Am Lister Weststrand herrscht meist eine frische Brise,

selbst an heißen Sommertagen. Beeindruckend sind die

Brandungswellen, die zu den größten an der deutschen

Nordseeküste gehören. Geheimpps, Termine und Ausflugsvorschläge

enthält das neue „Urlaubsmagazin 2019“,

das es unter www.list.de zum kostenlosen Download gibt.


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Das Berater-Team der

BARMER: v. l. Elvira

Döring, Anna Lübbe,

Tatjana Werner und

Brigitte Varelmann

und auch Christin Ubben

gehört dazu

BARMER – mit exklusiven Angeboten nah am Kunden

Seit nunmehr zwei Jahren betreut

und berät die BARMER ihre Kund*innen

in den lichtdurchfluteten Räumen

an der Bahnhofstr. 3 in Cloppenburg,

auf rund 300 Quadratmetern. „Unser

neues Geschäftsraumkonzept mit

modernen Beratungsinseln und innovativen

Arbeitsplätzen ist voll und

ganz aufgegangen. Kunden und Besucher

zeigen sich sehr zufrieden“,

freut sich Elvira Döring, Leiterin der

Kundenberatung. Das Team der BAR-

MER-Cloppenburg kümmert sich um

die Anliegen von rund 20.000 Kunden.

80 Prozent der Versicherten haben

eine klare Vorstellung von dem, was

eine optimale Betreuung in den Geschäftsstellen

ausmacht. Gefragt sind

mehr Berater, um die Wartezeit vor

Ort zu verkürzen und ein angenehm

freundliches Umfeld für intensive und

komplexere Beratungsgespräche.

nichts auf der Welt gäbe ich diese tolle

Mannschaft her. Jeder Einzelne lebt

unsere gemeinsame Mission. Unser

Team setzt sich für das Wichtigste ein:

die Gesundheit. Wir sind da, wir hören

zu, wir helfen und denken weiter. Unseren

Kunden stehen wir verlässlich

zur Seite.“

prO JAhr 300 EUrO –

CASh-bACK-AngEbOT für

AZUbiS UnD STUDEnTEn

Für alle Studenten und Auszubildende

hält die BARMER pünktlich zum

bevorstehenden Berufsstart ein exklusives

Angebot bereit. Gesundheitsbewusste

junge Leute können vom

exklusiven Cash-Back-Tarif profitieren

und jährlich eine Prämie bis zu 300

Euro erhalten. Daneben hat die BAR-

MER ihr Leistungsspektrum deutlich

ausgeweitet. „Unsere familienfreundlichen

Zusatzleistungen sind spitze

und Reiseschutzimpfungen werden

von uns nun vollständig erstattet“,

sagt Elvira Döring und spielt damit auf

die jetzige, aber selbstverständlich

auch auf kommende Urlaubszeiten an.

Wer das Team der BARMER kennenlernen

möchte, ist herzlich eingeladen,

sich ein persönliches Bild zu machen

– ob nun Kunde oder (noch) nicht.

KUnDEnfrEUnDLiChE

ÖffnUngSZEiTEn –

TÄgLiCh biS 18:30 Uhr

Um diesen Ansprüchen gerecht zu

werden, hat die BARMER kontinuierlich

in den Kundenservice investiert

und nicht nur die Anzahl der Berater

erhöht, sondern auch die Öffnungszeit

deutlich ausgeweitet. Täglich ist

das kompetente Team von 9:00 bis

18:30 Uhr (freitags 16:00 Uhr) persönlich

für die Kunden da. Dass das Berater-Team

sich mit viel Engagement

und stets beherzt den Versicherten

widmet, bestätigt Geschäftsführer

Achim Goldenstein mit Stolz: „Für

Ich pflege – auch mich

Ein Ausgleich zum Pflegealltag

Wer eine nahestehende Person pflegt, meistert jeden Tag neue Herausforderungen.

Wir bieten Ihnen zur Unterstützung 4 Tage lang Austausch,

Workshops, Informationen und Entspannung für Ihren Umgang mit den

pflegerischen Anforderungen.*

Wo?

Bad Sassendorf,

Nordrhein­Westfalen

Rangsdorf bei Berlin,

Brandenburg

Anmeldung

Telefon 0800 333004 99­2991**

E­Mail pause@barmer.de

Mehr Infos unter

www.barmer.de/s050126

* Eine Teilnahme ist unabhängig von der Kassenzugehörigkeit möglich.

** Anrufe aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz sind für Sie kostenfrei.

– Pflegekasse –

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81


reportage

Fotos: djd/Bauherren-Schutzbund

Wohnraum mit Geschichte

Denkmalgeschützter Altbau: reizvoll mit Restrisiko

Wohnen und Leben in historischer

Bausubstanz hat einen eigenen Reiz.

Wer sie behutsam und liebevoll an

seine Bedürfnisse anpasst, bekommt

ein unverwechselbares Unikat mit besonderer

Ausstrahlung. Alte Häuser

können Geschichten erzählen. Wer

sich unvorbereitet auf den Kauf und

die Modernisierung einer historischen

Immobilie einlässt, die unter Denkmalschutz

steht, kann allerdings auch Unangenehmes

erleben. Denn neben den

üblichen Problemen älterer Gebäude

muss er sich mit besonderen Auflagen

auseinandersetzen.

Keine Modernisierung

ohne Zustimmung der

Behörde

Baudenkmäler wurden nicht als solche

errichtet, sondern in der Regel erst

in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

unter Denkmalschutz gestellt.

Im Laufe ihrer Geschichte kann es daher

zu Umbauten und tief greifenden

Nutzungsänderungen gekommen

sein. Bei Modernisierungsmaßnahmen

kann man daher auf unerwartete

Überraschungen unter der Oberfläche

In historischen Häusern müssen Modernisierungsmaßnahmen

mit den richtigen

Materialien und viel Fingerspitzengefühl

durchgeführt werden.

stoßen. In jedem Fall müssen bauliche

Veränderungen mit der Denkmalschutzbehörde

abgestimmt sein, da

sie bei Maßnahmen ohne vorherige

Zustimmung einen Rückbau verlangen

kann. Für die Planung sollte ein versierter

Sachverständiger hinzugezogen

werden, zum Beispiel ein unabhängiger

Bauherrenberater des Verbraucherschutzvereins

Bauherren-Schutzbund

e.V. (BSB). Infos und ein Ratgeberblatt

zum Wohnen im Denkmal gibt es unter

www.bsb-ev.de. Laut BSB-Geschäftsführer

Florian Becker sollte man den

Fachmann schon vor einem Kauf einschalten,

um die finanziellen Risiken

des Kaufs und der Modernisierung realistisch

einzuschätzen.

Höhere Kosten teilweise

durch Förderungen und

Steuervorteile kompensierbar

Weil man bei Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten

im Baudenkmal

oft auf traditionelle Baustoffe zurückgreifen

muss, sind die Kosten in der

Regel höher als bei einem normalen

Altbau. Auch ist nicht alles realisierbar,

was sich der Hausbesitzer wünscht.

Dämmungen etwa sind oft nur eingeschränkt

und lediglich von innen

möglich, um die historische Fassade

zu erhalten. Den hohen Kosten stehen

auf der anderen Seite aber Fördermöglichkeiten,

beispielsweise über die KfW,

und steuerliche Vorteile gegenüber,

welche die Finanzierung erleichtern.

(djd)

82 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Hochwertige Boxspringbetten – ganz

individuell nach Ihren Wünschen

Wer komfortabel und erholsam schlafen möchte, sollte sich für ein

hochwertiges Boxspringbett entscheiden. Der Unterbau besteht

aus zwei Tonnentaschenfederkern-Boxen und die Obermatratze

aus einem Mehr-Zonen-Tonnentaschenfederkern. Der darauf liegende Topper

aus atmungsaktivem Kaltschaum oder Latexmaterial, sorgt für ein deutlich

angenehmeres Liegegefühl. Zudem sorgt die gute Durchlüftung für ein

angenehmes und kühles Schlafgefühl. Ein leichtes Oberbett aus „echten

Gänsedaunen“ oder Baumwolle kann das Schlafklima noch zusätzlich verbessern.

Boxspringbetten lassen sich durch die Auswahl von Kopfteil, Unterbau,

Matratze, Topper, Füßen und Bezugsstoffen Ihren individuellen Wünschen

anpassen. Welches Boxspringbett am besten für Sie geeignet wäre,

erfahren Sie im Rahmen einer ausführlichen und kompetenten Fachberatung

bei Betten Schlömer in Lastrup. Wichtig ist vor allem, dass die Schultern

bei „Seitenschläfern“ unbedingt entlastet werden, um eine korrekte Lagerung

der Wirbelsäule zu ermöglichen. Das Fachgeschäft wurde in diesem

Jahr vom „ Rückenzentrum Schlafen“ mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet.

Familie Schlömer nimmt sich für eine Beratung außergewöhnlich viel Zeit,

achtet auf körperliche Faktoren, gesundheitliche Probleme (Schulter,-Rücken,-

und Nackenschmerzen) und freut sich auf Ihren Besuch!

BOXSPRINGBETTEN

quadratisch, trendy und bequem

Ein Boxspringbett ist eine Kiste, die zum Aufbau des Untergestells aus einem

Massivholzrahmen besteht, in dem Bonellfedern (Federkern oder Taschenfederkern)

angeordnet sind, in unterschiedlichen Lagen, Größen und

Stärken. Darüber wird die Matratze platziert. Nicht irgendeine, versteht sich,

zumal Amerikaner die Auflage lieber dick und weich mögen, Skandinavier lieber

hart und aufgerüstet mit einer „Topper“, einer weiteren dünnen Matratze

obenauf, und die Bevölkerung in BeNeLux gerne auf dick/mittel ruht.

Boxspringbetten sind kein Produkt der Neuzeit, denn schon gegen Ende

des 19. Jahrhunderts suchten Hotelbesitzer in den USA eine bessere Methode

der Unterbringung ihrer Gäste, anstatt dass sie weiterhin auf Matratzen

direkt auf dem Boden übernachten mussten. Wie wir am liebsten liegen? Sie

haben die Wahl und können sich beim Probeliegen an eine weitere Historie

erinnern, denn die TITANIC war komplett mit Boxspringbetten ausgestattet.

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83


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Bettwanzen als ungeliebtes „Urlaubssouvenir“

Ein weiteres großes Problem, das jeden Sommer vermehrt

auftritt, ist der Befall mit Bettwanzen. Diese kleinen, blutsaugenden

Schädlinge werden häufig aus dem Urlaub eingeschleppt.

Im heimischen Schlafzimmer finden sie ideale

Lebensbedingungen und vermehren sich explosionsartig.

Auch andere kleine tierische Mitbringsel aus dem Urlaub,

vom Trödelmarkt oder dem Supermarkt werden schnell zur

Belastung. So finden immer häufiger Küchenschaben, Ameisen,

Motten, Fliegen, Bettwanzen und Milben den Weg in die

eigenen vier Wände, vermehren sich und werden zu einer

echten Plage, die die Lebensqualität der Menschen stark beeinträchtigt.

Eichenprozessspinner

werden immer

mehr zur Plage

Schädlingsbekämpfung schnell, sicher und diskret

Jürgen Plümper, Inhaber der Plümper Schädlingsbekämpfungsservice

GmbH&Co.KG aus Lindern rückt als ausgebildeter

und IHK-geprüfter Schädlingsbekämpfer allen Schädlingen

in Haus, Garten und Hof gezielt und fachmännisch zu

Leibe.

Der Experte verfügt über langjährige Berufserfahrung und

weiß, dass das Auftreten von Schädlingen oder Schadnagern,

wie Ratten oder Mäusen, für die betroffenen Menschen sehr

belastend sein kann. Schädlingsbefall gilt jedoch noch immer

als Tabu und niemand spricht gerne darüber. Dabei sind

Schädlinge und Schadnager seit Jahren massiv auf dem Vormarsch.

Milde Winter und sonnige, trockene Frühjahrs- und

Sommermonate bieten vielen Schädlingen in Haus, Garten

und Landwirtschaft ideale Überwinterungs- und Fortpflanzungsmöglichkeiten.

Die Folge: In diesem Jahr droht eine

Plage von Mäusen, Ratten und vielen anderen Schädlingen.

Eichenprozessionsspinner werden zur Plage

Das massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinner

hat es bereits in die Schlagzeilen der regionalen und überörtlichen

Nachrichten geschafft. Sogar Autobahnen mussten

wegen der massenhaft auftretenden Raupe bereits gesperrt

werden. Sobald die Raupen des eigentlich harmlosen Nachtfalters

in großen Mengen Eichenbäume befallen und ihre

giftigen Härchen ausbilden, kann es für den Menschen gefährlich

werden. Die feinen und vom Wind weitergetragenen

Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können stark

juckende Hautekzeme auslösen. Auf der unbedeckten Haut

an Armen, Gesicht oder Nacken entwickeln sich nach einem

Kontakt mit den Brennhärchen innerhalb kurzer Zeit starke

Rötungen und juckende Pusteln. Da reicht ein Spaziergang

in der Nähe eines befallenen Baumes schon aus! Auch für

Augen und Atemwege können die Brennhärchen gefährlich

werden, da das Gift der Raupe zu Rötungen der Bindehaut

und Schwellungen führen kann.

Aber auch wenn Wespen in großer Zahl auftreten und zu

einer Plage werden, ist der fachkundige Rat des Experten

wichtig. Niemals sollte ein Nest eigenmächtig entfernt werden,

da dies ohne geeignete Schutzkleidung gefährlich sein

kann und auch Tierschutzgesetze verletzt werden können.

Der Schädlingsbekämpfungsexperte ist hier der richtige

Ansprechpartner. In entsprechender Schutzkleidung und

mit Atemschutz ausgestattet, bekämpfen Jürgen Plümper

und sein Team die Raupeninvasion schnell und zuverlässig.

Hier hilft nur ein Anruf beim Schädlingsbekämpfer, der

ohne den Einsatz von Giften, sondern mit einer effektiven

Thermo-Behandlung die lästigen Biester vernichtet. „Viele

84

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige


reportage

Kunden versuchen, den Schädling zunächst selbst zu bekämpfen.

Aber selbst die größte Hygiene und die besten

Hausmittelchen haben keine Wirkung“ betont Jürgen Plümper

und macht deutlich, dass ein Schädlingsbefall zumeist

nichts mit Unsauberkeit oder Vermüllung zu tun hat. Selbst

im saubersten und gepflegtesten Haushalt können Schädlinge

auftreten.

Sein Rat: Koffer und Taschen nach einem Urlaub oder einem

Hotelaufenthalt direkt vor der Waschmaschine ausleeren,

Wäsche waschen und den Koffer gründlich reinigen.

Dann haben die lästigen Schädlinge keine Chance sich einzunisten.

Effektive Rattenbekämpfung mit dem Original

Rattenhotel®

Auf landwirtschaftlichen Höfen, in der Nahrungsmittelindustrie

oder auch auf Dachböden kommt es auch immer

wieder zu einem Befall mit Schadnagern, die eine hohe Vermehrungsrate

und als Krankheits- und Seuchenüberträger

ein immenses gesundheitsgefährdendes Potential für Menschen

und Tiere aufweisen. Viele Menschen verspüren einen

großen Ekel gegenüber Ratten und Mäusen und sind bei einem

Befall oft auch psychisch stark belastet. Hier helfen die

Schädlingsbekämpfer aus Lindern schnell und diskret, denn

sie setzen verstärkt das Original Rattenhotel® zur effektiven

Schadnager-Bekämpfung ein. Die Firma Plümper arbeitet

eng mit dem Erfinder Georg Bünker aus Freren zusammen

und vertreibt als einzige Schädlingsbekämpfer in der Region

dieses rechtlich geschützte Markenprodukt.

Schädlingsfrei vom Keller bis zum Dach

Die Schädlingsbekämpfung erstreckt sich auf Wunsch des

Kunden und je nach Befall vom Keller bis zum Dachboden,

von der Ameise über den Schadnager bis hin zum Holzkäfer,

der erhebliche Schäden und damit Kosten am Dachstuhl von

privaten und gewerblichen Gebäuden verursachen kann.

Gerade hier sind Prophylaxe und regelmäßige Kontrollen

wichtig, damit ein eventueller Befall rechtzeitig eingedämmt

werden kann.

Das Unternehmen übernimmt auch die Vergrämung von

Mardern oder Tauben sowie die Entrümpelung, Reinigung

und Desinfektion von zugemüllten Messie-Wohnungen und

entfernt auch dort selbstverständlich sämtliche Schädlinge.

Regelmäßige Kontrolle am Dachstuhl ist sinnvoll, da Schäden

durch Schadnager oder Holzkäfer frühzeitig bekämpft werden

können

Kunden vertrauen auf Knowhow, Service und

Diskretion

Zu den Kunden zählen neben Gastronomiebetrieben und

sozialen Einrichtungen auch Industriebetriebe, Hotels, Behörden

sowie Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie,

dem Einzelhandel oder der Landwirtschaft. Selbstverständlich

betreut der Schädlingsbekämpfer auch Kunden in Privathaushalten

und beseitigt dort das aufgetretene Schädlingsproblem

mit modernster Ausstattung und bei absoluter

Diskretion.

Für seine Kunden aus dem gewerblichen und landwirtschaftlichen

Bereich bietet der Experte ein Komplettangebot

aus einer Hand von der Bedarfsanalyse der Bekämpfung

bis hin zum Serviceprotokoll, dem Hygienestatus und auf

Wunsch auch Service und Monitoring. Dafür sind seine Firmenfahrzeugen

mit einem mobilen, digitalvernetzten Büro

ausgestattet.

Die Fahrzeuge der Firma Plümper tragen keinerlei Werbeaufkleber

und sind auch nicht auf der Homepage des

Unternehmens zu sehen. Außerdem tragen die Mitarbeiter

neutrale Arbeitskleidung und sind bei ihrer Tätigkeit diskret,

freundlich und zuverlässig.

Sigrid Lünnemann

Plümper

Schädlings

Bekämpfungs

Service GmbH & Co. KG

Holthöher Str. 10

49699 Lindern

Telefon: 05957 967447

Mobil: 0151 64313825

Fax: 05957 967056

Email: info@pl-sbs.de

24h Service

365 Tage im Jahr

Nähere Informationen

auf der Homepage:

www.pl-sbs.de

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85


VeranStaLtungen

Lesezeit für Lesezwerge

Für Mütter und Väter mit

Kleinkindern ab 1 Jahr

Beginn 16:00 Uhr*

Henri, das Hündchen

31. Juli 2019

01./02. August 2019

Vorlesezeit

für Kinder ab 4 Jahren

Beginn 16:00 Uhr*

Leo Lausemaus will nicht

in den Kindergarten

09. August 2019

Bilderbuchkino

für Kindergartenkinder

Beginn 16:00 Uhr*

Mission Schulstart

14. August 2019

Aktionsnachmittag für

Grundschulkinder

Beginn 15:00 Uhr

Bloxels*

Erstelle dein eigenes

Jump’n Run - Videospiel

24. Juli 2019

Klimahelden*

Wir hören spannende Geschichten

von mutigen Kindern und gestalten

eine Stoff -Bücher-Tasche

30. Juli 2019

Bienen!*

Warum sind Bienen so wichtig für

uns und wie können wir ihnen

helfen? Wir basteln ein Bienenhotel

und eine Bienentränke!

07. August 2019

*Wir bitten um telefonische Anmeldung

Tel: 04471 7014990

Juli

28. Juli 2019

Der grüne Kern der Stadt.

Führung durch den Stadtpark mit

seinen Kunstwerken und

Informationen zur Geschichte der

Burg Cloppenburg und des

Amtsgerichtes

11:00 Uhr

Stadtpark, Eingang Hagenstraße

August

01. August 2019

Wildbienenbündnis –

Jeder kann etwas tun!

13:30–18:00 Uhr

Museumsdorf

02. August 2019

Milchschaf- und Texelauktion

08:00 Uhr

Münsterlandhalle

Konzert des Palestrina-Kreises

mit Chor und Orchester

Leitung: Wolfgang Kläsener

19:30 Uhr

St. Augustinus Kirche

04. August 2019

Spinnkurs mit Meike Timmer

Anmeldung: 0441 60771

13:00 Uhr

Museumsdorf

Die Disco Sonnenstein

Eine Baustellenführung mit

Victoria Biesterfeld

14:30 Uhr

Museumsdorf

05. August 2019

Montagswanderung

für Jedermann

09:00 Uhr

Vor der KÖB, Löninger Straße

06. August 2019

Was wächst denn da?

Spaziergang

durch die Natur, bei dem es nicht

nur um die Namen der Pflanzen,

sondern auch um ihre Herkunft,

Verwendung, Sagen und

Legenden geht

14:00 Uhr

Wanderparkplatz

Thülsfelder Talsperre Nord

07. August 2019

Solare Heizung und Warmwasserbereitung

– Energieberatung mit

Dipl.-Phys. Klaus Nottebaum

10:15–17:45 Uhr

Haus des Handwerks

10. August 2019

Repair-Café Cloppenburg

«Selbsthilfewerkstatt»

14:00–17:00

Schwedenheim

Hobbymarkt

Großer Floh- und Trödelmarkt

08:00–14:00 Uhr

Münsterlandhalle

1. Cloppenburger Weinfest

Musik, kulinarische

Köstlichkeiten

und "Stille Auktion"

18:00 Uhr

Museumsdorf, Innenhof Wehlburg

11. August 2019

Die Stapelfelder Gärten

Sonntags-Matinee im

Garten mit Antonius Bösterling

11:00–12:30 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

1. Cloppenburger KinderKunst

Ausstellung mit Konzert "Die

Blindfische" im Kultursommer

Cloppenburg – Ergebnisse des

Kunstworkshops Malerei, Fotografie

und plastisches Gestalten

14:00–18:00 Uhr

Rote Schule

Kinder entdecken Cloppenburg –

Familienführung von Krapendorf

nach Cloppenburg. Die Kinder

können sich als Detektive

betätigen

14:30 Uhr

"Buntes i" am Marktplatz

12. August 2019

Bürgersprechstunde der Polizeiinspektion

Cloppenburg / Vechta

mit Johannes Kalvelage, Wadim

Sartison und Andreas Schlegel

(auch auf Russisch)

Nächster Termin, 26. August 2019

16:00–18:30 Uhr

Polizeiinspektion

Cloppenburg / Vechta

13. August 2019

Wenn ich wieder klein bin! Figurentheater

mit Pael Möller-Lück,

Theater Laboratoruim, Oldenburg

17:00 Uhr und 20:00 Uhr

Museumsdorf

86

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen


17. August 2019

Poetische Abendwanderung

durch das Hochmoor Molberger

Dose mit Geschichte und

Gedichten über das Moor

18:30 Uhr

Wanderparkplatz Moorlehrpfad

(an der Straße zwischen Molbergen

und Peheim, km 10,8)

Falkenfelder Straße

20. August 2019

Café Alzheimer. Vortrag zum

Thema Lachyoga mit der

Referentin Petra Langhorst

15:00 Uhr

Haus der Senioren

21. August 2019

Zuhause zu heiß? Wie geht

sommerlicher Wärmeschutz?

Energieberatung mit

Dipl.- Phys. Klaus Nottebaum

10:15–17:45 Uhr

Haus des Handwerks

Komponisten und ihre

Philosophen. Denker auf der

Grenze zwischen Philosophie,

Wissenschaft, Kunst und Musik

mit Pfarrer Dr. Marc Röbel

19:30–21:45 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

24. August 2019

13. Oldtimertreffen Cloppenburg

mit Teilemarkt

09:00–17:00 Uhr

25. August 2019

11:00–17:00 Uhr

Münsterlandhalle

Handgemacht! Handwerker- und

Töpfermarkt mit Töpfern und

Keramikern, historische Handwerkstechniken,

Familien- und

Kinderprogramm. Mitmachen

und Ausprobieren erwünscht

Zwei Tage 24. und 25. August 2019

11:00 Uhr

Museumsdorf

Kultursommer Cloppenburg:

Workshop mit der Lutz

Krajenski Big Band

10:00–16:00 Uhr

Kulturbahnhof

Lutz Krajenski Big Band

meets Juliano Rossi

21:00 Uhr

Kulturbahnhof

Bürgerschützenfest

Königsempfang im Festzelt und

Kinderadlerschießen im Stadtpark,

anschließend Adlerschießen

der Erwachsenen, Proklamation

Kinderkönig und Festball

11:00 Uhr

25. August 2019

14:45 Uhr

Festplatz / Festzelt im Stadtpark

26. August 2019

Flechten mit Weiden –

Dekoration für Haus und

Garten Kurs für Anfänger

und Fortgeschrittene

mit Günter Ballmann

Anmeldung: 05468 1052

10:00–17:00 Uhr

Museumsdorf

29. August 2019

Radtour zur Heideblüte um die

Thülsfelder Talsperre mit

Brotzeit in freier Natur

Bitte ausreichend Getränke

für Fahrt und Rast mitnehmen

13:00 Uhr

"Buntes i" am Marktplatz

Jugendparlament – Sitzung

im historischen Ratssaal

18:00 Uhr

Rathaus

30. August 2019

Filmnacht im Museumsdorf –

Die brillante Miss Neila

(F/B 2017, Regie: Yvan Attal)

und Kurzfilme

21:00 Uhr

Quatmannshof im Museumsdorf

Job-Messe

Oldenburger Münsterland

Job- und Ausstellungsbörse

und am 31. August

09:00–17:00 Uhr

Münsterlandhalle

31. August 2019

Sommerfest der

Kreismusikschule –

Ein Nachmittag zum Mitmachen,

Ausprobieren,

Informieren und mit vielen

Konzerten

14:00 Uhr

Kreismusikschule, Bült 6

Handwerk Erleben

Bäckerei ab 10:00 Uhr

28. Juli 2019

04./11./18.August 2019

Töpferei ab 13:00 Uhr

28. Juli 2019

04. /11./18.August 2019

Eine Mühle ab 10:00 Uhr

04. August 2019

Spinnstube ab 12:00 Uhr

04. August 2019

Schmiede ab 12:00 Uhr

04. August 2019

Mitmach-Angebot für Kinder

Beginn immer ab 14:00 Uhr

Spiele wie früher auf

dem Dorfbrink

28. Juli 2019

Brotbacken im

Backhaus Wehlburg

04./11./18. August 2019

Zinngießen in der

museumspädagogischen

Werkstatt beim Quatmannshof

04. August 2019

Spiele in der Ausstellung

4 Wände, Treff punkt

Museumskasse

18. August 2019

Puppenbühne

Heyderhoff mann

Kaspers lustige Abenteuer

11. August 2019

Wir übernehmen keine Verantwortung für die

Korrektheit der angegebenen Termine. Diese

stammen aus folgenden Quellen: www.cloppenburg.de

• www.museumsdorf.de • Rote Schule •

www.buecherei-cloppenburg.de

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen

87


reportage

Bildnachweis: TASSO e.V.

Die Hitze bringt den Tod

Tödliche Hitzefalle: Jedes Jahr sterben Hunde im Sommer im aufgeheizten Auto

In dieser Woche klettern die Temperaturen im Bundesgebiet

auf weit über 30 Grad. Die Tierschutzorganisation

TASSO e.V., die Europas größtes Haustierregister betreibt,

fürchtet, dass Nachlässigkeit, Unwissenheit und Unverständnis

in den kommenden Tagen wieder für tierische Todesfälle

sorgen werden und warnt daher erneut eindringlich davor,

Hunde bei diesen Temperaturen im Auto zu lassen. Zu groß

ist das Risiko eines gefährlichen Hitzschlages. Damit einem

Vierbeiner im Ernstfall sofort geholfen werden kann, gibt

TASSO Tipps für die medizinische Versorgung.

Das Wichtigste ist, den Hund aus der heißen Situation herauszuholen

und zu kühlen. „Am besten wird er in den Schatten

gebracht und dort entsprechend versorgt“, sagt die für

TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Anschließend sollte

der Hund mit kühlem, jedoch nicht mit eiskaltem Wasser,

nass gemacht werden. „Es darf ruhig eine größere Menge

Wasser verwendet werden, denn das Ziel ist, den Hund wirklich

bis auf die Haut zu durchnässen“, erklärt Dr. Anette Fach.

Darüber hinaus ist eine gewisse Ventilation wichtig. Die Helfer

sollten das Tier deshalb nicht in einem nassen Handtuch

einwickeln, sondern ihm zum Beispiel Luft zu fächern. Dem

Hund sollte anschließend ein Moment Zeit gelassen werden,

damit er sich ein wenig erholen kann. Auch Wasser darf dem

Tier angeboten werden. Es sollte allerdings nicht zum Trinken

gezwungen werden.

Wenn die Notfallversorgung abgeschlossen ist, sollte es

im nächsten Schritt sofort zum Tierarzt gehen, damit dieser

die medizinische Versorgung übernehmen kann. Auch

wenn der Hund wieder fit scheint, kann das täuschen und

sein Zustand später doch noch kritisch werden. Geöffnete

Autofenster während der Fahrt bringen zusätzliche Ventilation

und damit Kühlung. Eine erneute Hitzebelastung muss

unbedingt vermieden werden.

Zum Hintergrund:

Schon ab 20 Grad Außentemperatur können geschlossene

Autos zur Hitzefalle für Hunde werden. Es ist noch nicht einmal

Sonnenschein notwendig, um das Innere des Wagens in

kurzer Zeit auf für Hunde unerträgliche Temperaturen aufzuheizen.

Da sie nicht so schwitzen wie wir Menschen, bleibt

ihnen nur das Hecheln zur Abkühlung. Dabei verbrauchen

sie jedoch sehr viel Wasser. Es droht ein Hitzschlag. Dabei

steigt die Körpertemperatur des Tieres über 41 Grad und

lebenswichtige Organe können nicht mehr ausreichend versorgt

werden. TASSO rät daher davon ab, Hunde bei warmen

Temperaturen im Auto zu lassen. Auch wenn es nur fünf Minuten

werden sollen: Dauert die geplante Erledigung unerwartet

länger, kann das nicht nur schlimme Qualen, sondern

auch den Tod des Tieres bedeuten. Zudem stellt es einen

Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, einem Tier Schmerzen,

Leiden und Schäden zuzufügen.

Dass die Warnung noch immer notwendig ist, zeigen mehr

als ein Dutzend bislang in diesem Jahr öffentlich gewordene

Fälle, in denen Hunde im Auto zurückgelassen wurden und

massiv unter dieser Situation leiden mussten. In mindestens

einem Fall ist ein Hund dabei sogar ums Leben gekommen.

Weitere Tipps für den Ernstfall hat TASSO hier zusammengefasst:

www.tasso.net/hund-im-backofen

88 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


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SOMMERZEIT

IST REISEZEIT

Tiere im Sommer

Es ist Sommer, es ist heiß und trocken, doch während wir uns auf alle

mögliche Art und Weise Kühlung verschaffen können, müssen wir die Tiere

in unserem Umfeld sprichwörtlich „in Schutz nehmen“ – heißt, dass wir ihre

Umgebung so gestalten, dass sie sich nicht nur wohlfühlen, sondern auch

gesund durch die „schönste Zeit des Jahres“ kommen.

Da sind die Fische in den Gartenteichen, deren Wassertemperaturen

schnell zu hoch sind, um den notwendigen Sauerstoffgehalt noch zu enthalten.

Dies ist für Goldfisch, Koi & Co nur bedingt auszuhalten, also sollte

man für eine ausreichende Beschattung des Gewässers sorgen und auch die

Belüftungspumpen schon frühzeitig einschalten. Außerdem sollte weniger

gefüttert werden, das steigert das Ruhebedürfnis der Fische und senkt somit

die Stresslevel.

Wir führen ein großes

Sortiment an Transportboxen,

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und Reisezubehör

Gleiches gilt für Verwandten in den Aquarien, wo die Kühlaggregate und

Ventilatoren frühzeitig in Aktion und die Deckelklappen geöffnet sein sollten.

Gut ist es auch, die Beleuchtungsdauer zu reduzieren und auch hier

weniger zu füttern.

Blicken wir von hier auf die Volieren und Käfige der Ziervögel, die ab sofort

nicht mehr in der prallen Sonne stehen dürfen. Außerdem mögen unsere

gefiederten Freunde es richtig gerne, ab und zu mit lauwarmem Wasser

besprüht zu werden und dass ihnen ständig ausreichend frisches Trinkwasser

zur Verfügung stehen sollte, ist auch klar.

Immer reichlich frisches Trinkwasser, vielleicht auch ein bisschen weniger

Futter und einen schattigen Rückzugsort – das ist, was unsere Hunde gut

durch den Sommer bringt. Perfekt wird die Vorsorge mit einer Kühlmatte.

Den erholenden Effekt sieht man Bello und seinen Artgenossen sofort an.

für nagetiere, Ziervögel

und reptilien bieten wir

unsere Tierpension an und

für Aquarien und gartenteiche

offerieren wir einen

rundum-Urlaubs-Service.

DAMIT TIERE UND MENSCHEN

SICH IN RUHE ERHOLEN KÖNNEN.

Wir freuen uns auf

ihren besuch !

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IMPRESSUM

Herausgeber:

SEC GmbH – Hasan Mutlu, Geschäftsführer

Mühlenstraße 10, 49661 Cloppenburg

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu

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Archiv Klaus Deux, Archiv Derby Cycle Werke, Lea Weigel,

Elfriede Lange, Ulla Schmitz, Archiv Königs Apotheke/Peus, Vera

Wirth, Regumed, Deltascan, Hatje Cantz Verlag, Archiv Dirk Faß, Archiv

Tennisverein Galgenmoor/Josef Framme, Archiv Plümper, Archiv

Wernsing/Agentur ansichtssache, Archiv DPG Oldenburg, Archiv

Ludger Heuer, Archiv Sonnenhof, Archiv Atlas GmbH, Archiv

Jens Sörensen, Archiv Jos. Rosche, dein-sternenkind.eu, Rote Schule

Cloppenburg, Agnes Möller Rolfes, Bauherren-Schutzbund e.V.

Fotos Pixabay: Josch13:light-bulb, steven:calculator, congerdesign:

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Hans:Lavender, JillWellington:womans leg

Quellennachweis Kramer-Hinte: Biographien und Bilder aus 575

Jahren Cloppenburger Stadtgeschichte, S. 342, Hubert Kreke über

Heinz-Kramer Hinte, 2010/Bi us to Hus, Heimatbeilage der Münsterländischen

Tageszeitung, 20. November 1999, Heinz Strickmann/

Kirche und Leben, 25. Juni 2004, Der Papstmaler von Cloppenburg/

Münsterländische Tageszeitung, 11. Juli 2009, Ein Volksmaler ist gestorben/Landschaften

der engeren und weiteren Region um Cloppenburg,

Kramer-Hinte, Dirk Faß, 2001

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