DER HUND 08/20

forumzeitschriften

Das DER HUND Magazin in der Ausgabe Juli 2020 mit dem Rasseportrait "Flat Coated Retriever". Außerdem: Im Test > Hund + Fahrrad, Wunderwerk Bewegungsapparat > verstehen, schützen, fördern, So hilft Hanf Ihrem Hund, Deal des Monats: Chillax 50% Rabatt

DAS

ORIGINAL

08/2020 3,30 €

ISSN 0323-4924

SO HILFT

HANF

IHREM HUND

Portrait

Flat

Coated

Retriever

Im Test

Hund +

Fahrrad

3 x anders

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MONATS

50 % Rabatt

WUNDERWERK

BEWEGUNGSAPPARAT

verstehen, schützen, fördern

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lecker: DeiN besseres bArF.

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produziert und verschickt

Wir von Fleischeslust stehen mit unseren hochwertigen Produkten für eine natürliche und artgerechte Ernährung von Hunden und Katzen.

Doch es geht um mehr: Unsere Zukunft muss auf das Wohl aller Tiere ausgerichtet sein. Wir müssen ressourcenschonender und umweltfreundlicher

agieren. Mit unserem neuen Barfsortiment haben wir begonnen, unsere Herstellungsprozesse, unseren Rohwareneinkauf

und unsere Verpackungs- und Transportkonzepte neu zu definieren.

Das Ergebnis ist ein vielfältiges, ökologisches Frischesortiment aus über 40 verschiedenen stückigen und gewolften Barfprodukten.

Sämtliche Produkte werden zu 100% klimaneutral hergestellt, in recyclefähige

Materialien verpackt und CO 2

-frei an Sie verschickt. Von Mitarbeitern zu

fairen Löhnen und Bedingungen, für die wir mit dem „fair-packed“-Siegel

ausgezeichnet wurden.

Überzeugen Sie sich jetzt von unserem neuen, besseren BARF!

So muss Hundenahrung.


Foto: Oliver Finker

Liebe Hundefreunde,

Susanne C. Steiger mit

Podengo Portugues-Mix Paula.

vor Ihnen liegt ein ganzes Heft voller Freude. Schon im Rasseportrait begeistert

unsere Autorin Julia Elling uns alle für die temperamentvollen und lernfreudigen

Flat Coated Retriever (S. 14), die voller Enthusiasmus und Liebe ihren Haltern echte

Glücksmomente verschaffen können. Zwar sind Retriever oft die Apportierhunde

schlechthin – es kann aber auch vorkommen, dass sie ihre Freude daran verlieren.

Wie es glückt, den Spaß am Dummytraining zurückzugewinnen, schildert unsere

Trainingsreportage ab Seite 28. Schön zu sehen, das Halterin und Hund den Weg

dahin gemeinsam gemeistert haben!

Ist ein schwieriger Hund erst einmal im Tierheim gelandet, schwindet oft die

Hoffnung auf ein glückliches Leben. Dass es auch anders geht und die Vermittlung

schwerer Jungs und Mädels mit viel Engagement und Liebe möglich ist, zeigt das

Projekt Start ins – neue – Leben (S. 50). Wenn das von Lena Schwarz geführte Interview

neben Aufmerksamkeit auch für Spenden sorgt, ist Freude auf allen Seiten sicher.

Apropos sicher: Wer mit Hund und Fahrrad (S.38) unterwegs sein will, hat verschiedene

Möglichkeiten, dies zu tun. Wir haben drei Varianten auf ihre Hundetauglichkeit

getestet und natürlich auf den Spaßfaktor geachtet.

Glück ist im Spiel, wenn die Suche nach einer Betreuung für die eigenen Hunde mehr

als neue Erfahrungen bringt. Die Frage „Wer geht mit meinen Hunden Gassi, wenn ich

nicht da bin?!“ (S. 44), hat unsere Autorin Manuela Lieflaender jedenfalls unerwartet

naheliegend lösen können.

„Ist der Hund gesund, freut sich der Mensch“. Mit viel Wissen und guten Tipps zur

Gesunderhaltung des Wunderwerks Bewegungsapparat (S. 62) können wir viel dafür

tun, dass der Spruch stimmt. Einen weiteren Baustein kann auch die Natur liefern,

wenn Hanf für Hunde (S. 58) eine therapeutische Wirkung hat.

Das Leben ist so viel bunter, wenn wir uns freuen. Darum:

Freuen Sie sich öfter!

Ihre

Susanne C. Steiger

www.derhund.de


Inhalt

der Hund

08/20

3 Editorial

6 Unsere Experten

8 Foto des Monats

10 Aktuell

12 Empfehlungen

der Redaktion

14

38

62

derHund ONLINE

58

Der Flat Coated Retriever – Wie kaum ein anderer

verbindet er Enthusiasmus, Noblesse und

hemmungs lose Clownerie. Lassen Sie sich im

Rasseportrait begeistern!

RASSEPORTRAIT

14

ERZIEHUNG &

TRAINING

24

Das große Handbuch

des Hundetrainings,

Teil 5: F wie

Frustrationstoleranz

3 www.derhund.de

3 www.facebook.com/derhund.de

3 www.instagram.com/derhund_official

3 www.derhund.de/newsletter

3 www.club.derhund.de

3 www.diehundeschulen.de

3 www.tier-akademie.de

3 www.facebook.com/stadthunde.com

SERIE

Begriffe und Konzepte aus der Welt des Hundetrainings

und Hundeverhaltens erklärt

Neues aus dem derHund Club –

Webinar Körpersprache

Alles Pawsitive:

3 Tipps für ein

gesundes Immunsystem

28

33

34

37

38

Der Retriever, der nicht retrieven wollte:

So macht Dummytraining Spaß

Leser fragen, Verhaltensexperten antworten

Mein Hund leckt mein Gesicht:

Warum und was tue ich dagegen?

Wie halte ich meinen Hund davon ab,

Gefundenes zu fressen?

Meine Hündin geht im Dunkeln nicht raus.

Wie helfe ich ihr?

Hund am Fahrrad:

Wagen, Laufvorrichtung

und Lastenrad im Test

4 Der Hund 08/2020


Inhalt

MENSCH & HUND

42

Abgefahrene Mensch-

Hund-Geschichte(n)

Hilfe! Wer geht mit meinem Hund Gassi?

Betreuungsangebote näher betrachtet

44

48

Petfluencer persönlich –

drei Fragen an Swenja von @herzenshuendinnen

TIERSCHUTZ

Projekt Start ins – neue – Leben:

Hilfe für schwer vermittelbare Hunde

50

GESUNDHEIT &

ERNÄHRUNG

Demenz: Symptome erkennen, rechtzeitig helfen

Leser fragen, Tierärzte antworten

Was macht „cerebellar hypoplasia“ mit

einem Hund?

Können Unverträglichkeiten

einfach verschwinden?

54

58

62

68

So hilft Hanf

Wunderwerk Bewegungsapparat:

Den Körper verstehen und gesund erhalten

SERVICE

71 Vermittlung: Tierheim

Viernheim

72 derHund Club

Deal des Monats

74 Schaufenster

76 Kleinanzeigen

79 Vorschau und

Impressum

80 Zunge raus!

Ihre Hundefotos

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Unsere Kompetenz

José Arce, Therapeut und Hundebuchautor,

gibt weltweit Seminare und

Workshops zur Mensch-Hund-Beziehung.

In seinem Rehabilitationszentrum auf

Mallorca erhalten Problemhunde eine

letzte Chance.

3 www.jose-arce.com

Dr. med. vet Sarah Balmer hat 2013 an

der LMU München approbiert. Nach

einem einjährigen Internship an der

chirurgischen Kleintierklinik München

arbeitet sie seit 2014 an der Tierklinik

Oberhaching, wo sie die Ausbildung

zum Fachtierarzt für Kleintierchirurgie

absolvierte. Seit 2019 ist sie dort als

Oberärztin der chirurgischen und

orthopädischen Abteilung tätig.

3 www.tierklinik-oberhaching.de

Dr. Gregor Berg ist Tierarzt mit einer Praxis

für Ernährungsberatung. Um Hunde

und Katzen mit bedarfsgerechtem Futter

versorgen zu können, hat er die Dr. Berg

Tiernahrung GmbH gegründet.

3 www.gregorberg.com

3 www.dr-berg-tiernahrung.com

Foto: Lena Schwarz

Professor Dr. Dr. h. c. Martin S. Fischer ist

Lehrstuhlinhaber für Spezielle Zoologie

und Evolutionsbiologie der Friedrich-

Schiller-Universität Jena. Er leitet das

Institut für Zoologie und Evolutionsforschung

und das Phyletische Museum.

Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist

das Bewegungssystem der Säugetiere,

insbesondere des Hundes. 2018 wurde

ihm die Ehrendoktorwürde des Fachbereiches

Veterinärwissenschaft der Justus­

Liebig-Universität in Gießen verliehen.

Seit 2020 ist er zudem Vorsitzender

der Gesellschaft zur Förderung Kynologischer

Forschung.

3 www.speziellezoologie.uni-jena.de

Foto: Thore Brockhoff/202.de

Simone Hahn ist Hundeerzieherin und

Verhaltensberaterin (IHK/BHV) und leitet

nach §11 Abs. I Nr.8 (f) TSchG ihre Hundeschule

in Ulm. Sie führt ihre Hunde

erfolgreich auf Dummy- und Jagdprüfungen.

Seit 20 Jahren züchten Sie und ihr

Mann Labradors im Deutschen Retriever

Club e. V. – sie unterstützt den Verein

ehrenamtlich als Zuchtwartin. Simone

organisiert Jagdprüfungen, Workingtests

sowie Mock-Trials und ist Leistungsrichterin

für Dummy. Wichtig ist ihr im

Training besonders die Berücksichtigung

der Mensch-Hund-Teams und ein

individuelles Konzept.

3 www.train-your-dog.jimdofree.com

Als „Kiki & Lisa“ veröffentlichen Kirsten

Mahne und Lisa Gunzenheimer Deutschlands

bekanntesten Hunde-Podcast und

bieten in ihrer Online-Hundeschule

Pawsitive Life Coaching® Webinare,

eBooks und Online-Kurse an.

3 www.pawsitive-life.de

6 Der Hund 08/2020


Unsere Kompetenz

Foto: www.photogenika.de

Dr. med. vet. Julia Llewellyn studierte an

der LMU in München. Seit 2010 gehört sie

zum internistischen Team der Tierklinik

Ismaning. Nach der Ausbildung zur

Fachtierärztin für Innere Medizin der

Kleintiere arbeitet sie an der Klinik als

Oberärztin im Bereich Innere Medizin,

Endokrinologie.

3 www.tierklinik-ismaning.de

Foto: Tina Feldhoff

Holger Schüler ist ausgebildeter

Hundetrainer, -erziehungsberater

und Rettungshundeführer. Er bildet

Hundetrainer aus und verfasst Bücher zu

Erziehung und Haltung. Großen Wert legt

er auf Alltagstraining.

3 www.aufsechspfoten.de

Kristina Ziemer-Falke ist Hundetrainerin

und Mitglied im Prüfungsausschuss der

Tierärztekammer Niedersachsen für die

Hundetrainerzertifizierung. Mit ihrem

Mann Jörg Ziemer etablierte sie das

Schulungszentrum für Hundetrainer in

Deutschland und Österreich.

3 www.ziemer-falke.de

EXPERTEN IN DIESER

AUSGABE

Unsere Artikel bündeln das Wissen und die

Erfahrung von Tierärzten, Trainern und

weiteren Experten sowie Hundefreunden.

Außerdem bereichern das Heft:

Svenja Alstede, Michaela Dengler, Jochen H. Eberhardt,

Julia Elling, Katrin Jäger, Manuela Lieflaender, Frauke Loup,

Dr. Jennifer Nehls, Perdita Lübbe-Scheuermann, Helge Sobik,

Barbara Wardeck-Mohr

Mitglieder von derHund Club können ihre Fragen direkt in die

Runde unserer rund 100 Experten werfen und eine persönliche

Antwort erhalten! Profitieren Sie von einer Club­ Mitgliedschaft

(3 www.club.derhund.de) und erfahren Sie, wie viele wertvolle

Vorteile Sie davon haben – es lohnt sich!

www.derhund.de 7


31. JULI 2020

DER TAG DER

MISCHLINGSHUNDE

Pino aus der italienischen Region Kalabrien

wohnt jetzt in Augsburg. Sein illustrer

Ahnenmix ist so bunt, dass er einen ersten

Gentest zur Bestimmung der Vorfahren in die

Knie zwang – Ergebnis: Mischling. Der zweite Versuch lieferte aussagekräftigere Infos.

Zu Pinos Ahnen zählen: Chihuahua, Schweizer Laufhund, Jack Russell Terrier,

Podengo Portugues Pequeno, Epagneul bleu de Picardie und Zwergpudel.



Aktuell

NEWS RUND

UM DEN HUND

HUNDE SOLLEN LERNEN,

COVID-19 ANZUZEIGEN

In England, Finnland und in den USA laufen Projekte,

die zeigen sollen, ob Hunde COVID-19-Erkrankungen

erschnüffeln und anzeigen können. Wäre dies möglich,

könnten die Vierbeiner zum Beispiel infizierte Reisende

an Flughäfen entdecken und so dazu beitragen, die

Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Für das

Projekt arbeiten in England die wohltätige Organisation

Medical Detection Dogs, die London School of Hygiene &

Tropical Medicine (LSHTM) und die Durham University

zusammen. „Diese Studie baut auf der wissenschaftlich

nachgewiesenen Fähigkeit von Hunden auf, als großartige

Biosensoren zu fungieren, die Gerüche im

Zusammenhang mit der menschlichen Gesundheit

sowie Drogen, Sprengstoffe und Nahrungsmittel aufspüren

können“, ist auf der LSHTM-Website zu lesen. Die

ausgewählten Hunde Norman, Jasper und Asher sind

Working Cocker Spaniels, Star ist eine Labrador-Hündin,

Storm ein Labrador-Golden-Retriever-Mix und Digby

ein Labradoodle. In den USA, am Working Dog Center

der veterinärmedizinischen Fakultät der University of

Pennsylvania, sollen acht Labrador Retriever lernen,

COVID-19 zu entdecken. „Wir nehmen die Proben positiv

getesteter Patienten, lassen die Hunde daran schnüffeln

und belohnen sie dafür“, erklärt Ausbilderin Cynthia

M. Otto. „So lassen wir sie wissen, dass da etwas Gutes

drin ist.“ Dann riechen die Hunde an den Proben negativ

getesteter Menschen, erhalten aber keine Belohnung. Sie

sollen so lernen, zwischen den Proben zu unterscheiden.

Ob es tatsächlich Unterschiede zu erschnüffeln gibt,

stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Die ersten

Beobachtungen aus Finnland zeigen, dass Hunde

Urinproben gesunder und erkrankter Patienten unterscheiden

können. Nun müssen die Forscher mehr

Proben sammeln und weitere Tests mit den Hunden

durchführen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Quellen: LSHTM, AKC

+ + + + + +

TIERISCHE TAGE IM JULI

Der Kalender ist proppevoll mit kuriosen Feier-,

Gedenk- und Aktionstagen. So wurde etwa der 27. Mai

zum Welttag des Purzelbaums auserkoren und den

7. Oktober feiern manche als „Glücklich-trotz-Glatze-

Tag“. Es gibt aber auch einige Aktionstage, mit denen

wir als Tierfreunde etwas mehr anfangen können. Im

Juli sind es gleich drei: Der 1. Juli gilt als internationaler

Tag gegen Tiertransporte. Der 11. Juli ist der Tag des

Haustierfotos und der 31. Juli schließt den Monat als Tag

des Mischlingshundes ab.

Interzoo ändert

Veranstaltungsrhythmus

Die Interzoo in Nürnberg öffnet künftig in ungeraden Jahren

ihre Tore. Eigentlich hätte die weltgrößte Fachmesse der

Heimtierbranche diesen Mai mit 2.000 Ausstellern stattfinden

sollen. Coronabedingt war das jedoch unmöglich. Der Veranstalter,

die Wirtschaftsgemeinschaft Zoologischer Fachbetriebe (WZF),

hat die Messe daher auf 2021 verschoben. Hersteller, Großhändler

und Dienstleister präsentieren dann von Dienstag, 1. Juni, bis

Freitag, 4. Juni, ihre Produkte und Innovationen und kommen

danach im Jahr 2023 wieder zusammen.

3 www.interzoo.com

Schlangenbisse für Hunde

gefährlicher als für Katzen

Hunde haben eine halb so hohe Wahrscheinlichkeit wie Katzen,

den Biss einer giftigen Schlange zu überleben. Um den Grund

herauszufinden, haben Forscher an der australischen University

of Queensland die Effekte des Gifts der östlichen Braunschlange

sowie 10 weiterer Gifte auf die Blutgerinnungsfaktoren bei

Hunden und Katzen verglichen. „Alle Gifte wirkten auf Hundeplasma

schneller als auf das von Katzen oder Menschen“, sagt

die Doktorandin Christina Zdenek. Das deute darauf hin, dass

bei Hunden die Phase, in der die Blutgerinnung versagt und

das Tier verblutet, wahrscheinlich früher einsetze und sie

an fälliger für diese Art von Schlangengiften mache. Hündische

Verhaltensweisen erhöhen wohl zudem die Wahrscheinlichkeit,

dass Hunde an einem Giftschlangenbiss sterben: Während

Katzen oft ihre Pfoten nutzen, stöbern Hunde eher mit Maul und

Nase – stark durchbluteten Körperteilen. Zudem seien Hunde

üblicherweise aktiver als Katzen, das gebissene Tier sollte aber

möglichst ruhig bleiben, um die Ausbreitung des Gifts im Körper

zu verlangsamen.

Nach 2018 hätte die Interzoo wieder dieses Jahr stattfinden sollen.

Coronabedingt wurde sie auf den 1. bis 4. Juni 2021 verschoben.

Quelle: The University of Queensland Australia

Foto: Lena Schwarz

Foto: Ken/stock.adobe

10 Der Hund 08/2020


Aktuell

Gamer spendet

Preisgeld an Tierschutz

Foto: Tierheim Berlin (2)

Der Influencer und YouTuber Max Knabe (HandOfBlood) hat 62.500 US-Dollar – mehr

als 39.000 Euro nach Abzug von Steuern – an das Tierheim Berlin gespendet. Knabes

Team hatte 2019 bei der Weltmeisterschaft des Videospiels Fortnite in den USA 250.000

US-Dollar gewonnen. Mit der Spende stellte Knabe, der seinen Hund Falco aus dem

Tierheim Berlin adoptiert hat, den Tierschützern seinen Anteil des Preisgeldes zur

Verfügung. Als Dankeschön wurde für ihn eine „Ehrenpfote“ verlegt. „Eine Ehrenpfote ist

sozusagen die Tierheim-Version des Hollywood Walk of Fame. Damit bedanken wir uns

bei Großspendern“, erklärt Annette Rost, die Pressesprecherin des Tierschutzvereins für

Berlin und Umgebung.

3 www.tierschutz-berlin.de

MEIN LEIBGERICHT:

Serviervorschlag

FEINE PASTETEN MIT AUSGEWÄHLTEN ZUTATEN

ERHÄLTLICH IM FACHHANDEL


Empfehlungen der Redaktion

FÜR DEN

HERZENSHUND

Damit sieht jeder, wie lieb wir unseren Vierbeiner haben. Stabiles,

funktionales Biothane kombiniert das Halsband von True Dogz

mit dem goldigen Aufdruck HERZENSHUND. Es entsteht in

Handarbeit in einer kleinen Manufaktur im Ruhrgebiet. Dank

des unempfindlichen Biothane-Materials ist auch das größte

Matschloch egal – das Halsband wird immer wieder sauber. Farben

für Biothane und Karabiner sind frei wählbar. Die Aufschrift ist in

Gold oder Silber möglich. Die Größe wird individuell an jeden Hund

angepasst. Bei Redaktionshund Hamlet blitzte die goldene Schrift

beim Laufen immer mal durchs lange Fell – ein echter Eye-Catcher.

3 www.truedogz.de

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3 www.club.derhund.de

DOGGY? YO!

Knallige Farben und wilde Muster, das ist der YoDoggy-Style. Dank

Schnellverschlusskarabiner sind Geschirr und Leine fix verbunden.

Die Leinenschlaufe ist toll gepolstert und liegt richtig gut in der

Hand. 100 Style-Punkte gibt’s von uns für das Set im Pacman

Design. Das Geschirr hat zudem einen Sicherheits-Klickverschluss,

der sich auf keinen Fall selber öffnen kann. Beim Modell Lightning

mit schwarzen Blitzen überzeugt der im Geschirr eingebaute

Stoßdämpfer. Auch gut: Das Geschirr lässt sich so wohl vorne als

auch hinten verstellen – so passt es garantiert. Testhündin Peach

ist happy – und wir auch!

3 www.yodoggywear.de

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3 www.club.derhund.de

Geheimabwehr gegen Zecken

Was Fledermäusen hilft, sich zu orientieren, kann für andere Tierchen abschreckend wirken:

Ultraschall. Zumindest haben Zecken anscheinend keine Lust, sich auf Hunde körper fallen

zu lassen, die geheime Schallwellen aussenden. Chemikalienfrei und ausschließlich mit

diesen arbeiten die in verschiedenen Größen erhältlichen Tickless-Ultraschallkapseln,

sobald sie per USB-Kabel aufgeladen, am Halsband befestigt und aktiviert sind. Goldig und

klein stört der Sender Redaktionshündin Paula nicht beim Streifen durchs Gebüsch. Und

in der mehr als dreiwöchigen Testphase hat sie keine ungebetenen Gäste mitgebracht

aus einem zeckenbelasteten Gelände. Die Kontrollleuchte kann als blinkendes Nachtlicht

angeschaltet werden, die Sichtbarkeit ist allerdings fell- und laufstilabhängig.

3 www.tickless.com

12 Der Hund 08/2020


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Rasseportrait

VOM

GUNDOG

ZUM

FUNDOG

Warum nur mit Leistung glänzen, wenn man

dabei auch blendend aussehen kann?

Wie kaum ein anderer verbindet dieser Hund

überbordenden Enthusiasmus mit

natürlicher Noblesse und hemmungslose Clownerie

mit kultiviertem Chic. Er überschüttet

alle Menschen mit seiner Liebe, brennt fürs Apportieren

und lässt garantiert keinen Tümpel aus –

der Hund stellt vor: Der Flat Coated Retriever!

Text: Julia Elling

14


Foto: Katharina Willerscheidt/Trio Bildarchiv


Rasseportrait

Foto: Johanna Thurner

oben:

Eleganz schön und gut, aber albern geht

auch mal, wie Rüde Laban aus Schweden

formvollendet demonstriert. Seinen Namen

bekam er von der Geschichte „Lilla spöket

Laban“, einer Kindergeschichte über

das freundliche kleine Gespenst Laban.

rechts:

Federvieh, Dummy und für den Nachwuchs

auch mal das Spielzeug: Die meisten

Flat Coated Retriever lieben das Apportieren.

unten:

Geldspürhund Larry findet Scheine, deren Verstecke

ihre demenzkranken Besitzer vergessen haben.

Foto: Katharina Willerscheidt/Trio Bildarchiv Foto: Julia Svensson, @ lillaflattenlaban

16 Der Hund 08/2020


Rasseportrait

Der Duft des Geldes – Larry

ist ihm verfallen. Doch Larry

ist kein gieriger Ganove,

sondern ein Flat Coated

Retriever. Und er liebt den

Geruch von Geldscheinen, weil er beim

Auffinden derselben von Ausbilderin und

Frauchen Johanna Thurner frenetisch

gefeiert wird. Der charmante dreijährige

Rüde aus Salzburg ist ehrenamtlicher

Geldspürhund und vor allem bei Demenzkranken

im Einsatz: Sie bewahren Bargeld

oft erfindungsreich auf – und erinnern

sich nicht mehr an das Versteck.

Auf das Kommando „Money-Money-

Go!“ schnüffelt Larry Wohnungen und

Zimmer in Pflegeeinrichtungen strukturiert

ab und entdeckt Scheine zwischen

Büchern oder in Kommoden. Sogar

in einem Salzfässchen wurde er schon

fündig. Bei seinem Job kommen ihm viele

rassetypische Eigenschaften zugute – wie

die feine Nase und der unbedingte Wille,

das Objekt der Begierde zu finden.

Jagdhund mit Stil

Gentleman's Gundog wurde der Flat Coated

Retriever in seiner Heimat Großbritannien

genannt. Ein Gundog ist ein Apportierhund,

der bei der Flintenjagd nach

dem Schuss arbeitet. Seine Aufgabe erfüllt

ein „Flattie“ nicht nur freude strahlend –

sondern auch gutaussehend. Das ist kein

Zufall: Er war von Beginn an ein Dual-

Purpose-Hund und wurde auf jagdliche

Fähigkeiten sowie Aussehen selektiert.

Das sollte dem Auge des britischen

Adels schmeicheln. Die Entenjagd war im

19. Jahrhundert ein beliebtes Hobby der

vornehmen Gesellschaft. Unglücklicherweise

hatte das im Flug erlegte Federgetier

die Angewohnheit, in muffige Sumpfgewässer

zu plumpsen. Jemand musste

das spätere Abendessen bergen – und das

möglichst stilvoll und so sanft, dass es noch

einen halbwegs appetitlichen Anblick bot.

Optisches Upgrade

Als Stammvater der Retriever-Rassen gilt

der heute ausgestorbene St. John's Dog.

Dieser schwarze Wasserhund mit weißen

Abzeichen wurde in Neufundland bei der

Fischerei eingesetzt. Seeleute brachten

einige Exemplare mit auf die britischen

Inseln. In den stämmigen, kurzhaarigen

Arbeitshund kreuzte man Setter, Collieähnliche

Hunde und Wasserspaniels ein,

sodass er den eleganten Look des Flat

Coated Retrievers erhielt.

Um 1850 begann die gezielte Zucht

der schicken Apportierhunde, zu deren

Haltern auch Queen Victoria und King

George V zählten. Anfang des 20. Jahr­


Rasseportrait

Foto: Kerstin Benz/Trio Bildarchiv

Ohne Wasser kein Flattie-Leben!

18 Der Hund 08/2020


Rasseportrait

hunderts erlebte die Rasse zwar eine

Blütezeit – als die FCI sie 1954 anerkannte,

hatten der Labrador und Golden Retriever

sie aber schon weitgehend verdrängt. Seit

vierzig Jahren wird der schöne Brite auch

in Deutschland gezüchtet. Er bleibt aber

ein vergleichsweise seltener Anblick: Auf

jeden Flattie-Welpen, der 2018 beim VDH

das Licht der Welt erblickte, kamen mehr

als vier Golden Retriever.

Schussfest und sensibel

Obwohl Rassekenner vom fröhlichbeschwingten

Stil eines arbeitenden Flat

Coated Retriever schwärmen, spielt er

im Jagdwesen kaum noch eine Rolle. Als

Spezialist für den behutsamen Apport

von Wildvögeln kommt er zwar gelegentlich

auch zum Stöbern oder bei der

Nachsuche auf erlegtes Schwarzwild zum

Einsatz. Um sich mit lebenden Keilern,

Füchsen oder Dachsen anzulegen, ist er

aber nicht der Richtige.

Heute ist der Flattie in erster Linie ein

idealer Partner für Menschen, die einen

aktiven und leichtführigen Vierbeiner

suchen. Um die typischen Rasseeigenschaften

zu erhalten, spielt die jagdliche

Veranlagung aber weiterhin eine Rolle.

Für die Zuchtzulassung beim Deutschen

Retrieverclub (DRC) werden Apportierfähigkeiten,

Gehorsam und die Arbeit im

Wasser geprüft. Besonders auf die Schussfestigkeit

wird Wert gelegt: Der Flattie

zeichnet sich neben Sanftmut und Feingefühl

eben auch durch starke Nerven aus.

Diese Merkmale können ihn zu einem

exzellenten Familienhund machen und

sind für den Job von Larry, dem Geldspürhund,

ebenfalls wichtig. Er bewegt

sich schließlich durch Räume mit persönlichen,

oft antiken Gegenständen, die seinen

Einsatz ohne größere Blessuren überstehen

sollen. Auch die Senioren sollte er

nicht vor lauter Enthusiasmus von den

Füßen kegeln. Gleichzeitig ist – neben einer

sorgfältigen Ausbildung – auch ein gesundes

Selbstbewusstsein hilfreich, um mit

den Besonderheiten im Umfeld demenzkranker

Menschen souverän umzugehen.

Ganz schön agil

Der Flat Coated Retriever ist ein ausgesprochen

schöner Hund: Sein edler Kopf mit

wenig Stop und das glänzende, möglichst

glatte Langhaar sind charakteristisch. Er

ist sportlich gebaut; Rüden haben eine

Schulterhöhe von 59 bis 61,5 Zentimetern,

Hündinnen von 56,5 bis 59 Zentimetern.

Das Gewicht sollte bei Rüden 27 bis 36, bei

Hündinnen 25 bis 32 Kilogramm betragen.

Obwohl es vereinzelt blonde Vertreter

gibt, erkennt der Rassestandard nur

eine schwarze und eine leberbraune Farbvariante

an.

Bemerkenswert: Beim Flattie kommen

Hüftdysplasie und Beschwerden des

Bewegungsapparates nur höchst selten

vor. Hunde dieser Rasse behalten ihre welpenhafte

Art und ihr spritziges Temperament

bis ins hohe Alter. Doch es gibt einen

Wermutstropfen: Zwar werden manche

Tiere durchaus 13 Jahre oder älter, die

durchschnittliche Lebenserwartung liegt

Glatt und lockig

Flat Coated Retriever bedeutet übersetzt

so viel wie glatthaariger Retriever.

Im Unterschied dazu hat der Curly Coated

Retriever gekräuseltes Haar – ähnlich

wie der Pudel, der zu seinen Vorfahren

gehört. Der „Curly“ ist jedoch keine

lockige Variante des Flat Coated Retrievers.

Tatsächlich ist er die älteste und

mit bis zu 69 Zentimetern Schulterhöhe

auch die größte aller Retriever-

Rassen. Im Wesen unterscheidet er sich

von seinem glatthaarigen Verwandten

ebenfalls: Er ist Fremden gegenüber

zurückhaltend und hat einen ausgeprägten

Wach- und Schutztrieb.


Rasseportrait

Foto: M. Wegner/Tierfotoagentur

Arbeitseifer, Talent und Eleganz vereinen die „Dual-Purpose-Hunde“ mühelos.

aber bei nur 10 Jahren. Obwohl er insgesamt

eine robuste Gesundheit hat, treten

häufig Krebserkrankungen auf.

Britischer Querkopf

Spricht ein englischer Hundefreund über

den Flattie, umspielt oft ein subtiles Lächeln

seine Lippen – denn Vertreter dieser Rasse

besitzen einen speziellen Sinn für Humor.

Das wohlgeformte Köpfchen steckt voller

Einfallsreichtum und noch mehr Unfug.

Sein besonderes Unterhaltungstalent hat

das Magazin GunDogs zur Spekulation verleitet,

die Vorfahren des Flat Coated Retrievers

müssten hündische Cousins von Stan

Laurel und Oliver Hardy sein.

Fachlich lässt sich diese Annahme

natürlich nicht halten: Schließlich wäre

für den Briten das US-amerikanische Slapstick-Duo

kaum eine adäquate Referenz

– passender wäre Charlie Chaplin. Wäh­

DIE RASSE IN KÜRZE

Ursprung:

Der Flat Coated Retriever geht auf St. John's Wasserhunde aus Neufundland zurück, die vermutlich mit Settern,

Wasserspaniels und britischen Hütehunden gekreuzt wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts waren sie als

elegante Jagdhunde begehrt.

Ursprungsland:

Großbritannien

Wesen:

sehr temperamentvoll, menschenbezogen, freundlich, sanft, sensibel, intelligent, arbeitsfreudig, mit viel „will to

please“, aufgeschlossen, verschmust, verspielt bis ins hohe Alter, bindet sich extrem eng an seine Bezugsperson

Verwendung:

Der Flattie ist ein Apportierhund, der für die Jagd auf Wasservögel und Niederwild gezüchtet wurde. Heute ist

er in erster Linie ein Familienhund, wird aber auch als Therapie-, Rettungs- und Suchhund verwendet.

Besonderheiten:

Der Flat Coated Retriever hat eine ausgeprägte Wasseraffinität und verfügt häufig über Jagdtrieb.

Eine rassegerechte Auslastung mit Nasen- und Apportierarbeit ist für sein Wohlbefinden wichtig.

20 Der Hund 08/2020


VEREINSINFO

Deutscher Retriever Club e. V. (DRC)

Tel: 05665/27 74

3 www.drc.de

Endlich wieder Meer –

aber nicht ohne seine

Treaties ® Bits

rend der jedoch hinter der Kamera zur Schwermut neigte, ist

der Flattie ein überzeugter Optimist und ein Quell überschäumender

Lebensfreude. Seine Kreativität kann interessante

Blüten treiben – etwa, wenn er beim Agility die Slalomstangen

zur Abwechslung apportiert oder über den Tunnel läuft

anstatt hindurch.

Auch Larrys Frauchen Johanna Thurner kennt diese Neigung

zu originellen Ideen. Sie ist Trainerin beim Österreichischen

Retrieverclub (ÖRC) und weiß: Um die Begeisterung des Vierbeiners

zu erhalten, ist es wichtig, dass er seine Vorschläge einbringen

kann. Hat Larry eine eigene Vermutung, wo sich Bares

befinden könnte, darf er dieser durchaus nachgehen – nachdem

er das ihm zugewiesene Suchfeld gründlich abgearbeitet

hat. Und gar nicht so selten trifft der Rüde ins Schwarze.

Vom Flintenhund zum Herzensbrecher

Dass Larry die Herzen der Senioren mühelos erobert, liegt auch

an seiner ebenso ehrlichen wie exzessiven Leidenschaft für

Menschen. Flatties binden sich nicht nur außergewöhnlich

eng an ihre Bezugsperson, sie überschütten auch alle anderen

Zweibeiner mit ihrer schwanzwedelnden Zuneigung und

genießen jede Streicheleinheit. Ihre Aufgeschlossenheit und

euphorische Kontaktfreude machen sie zu auffallend liebenswürdigen

Begleitern.

Doch der Flattie gibt nicht nur viel – er fordert auch eine

Menge. Seine unerschöpfliche Energie unterschätzen viele. Der

Britische Kennel Club empfiehlt pro Tag mehr als zwei Stunden

Auslastung. Neben langen Spaziergängen gehören auch

regelmäßiges Schwimmen und spielerisches Apportieren oder

Nasenarbeit zu einem glücklichen Flattie-Leben. Ebenso wichtig

sind aber Auszeiten. Larry zum Beispiel legt bei seiner Suche

alle 15 Minuten eine Pause ein.

Im Unterschied zu anderen Retrievern nutzt der Flattie

seine Stimme eifrig – die Collie-Vorfahren lassen grüßen. Frustrationstoleranz

zu lernen, sollte schon früh auf dem Ausbildungsplan

stehen. Mit Kreativität, Einfühlungsvermögen und

Verständnis für seine rassespezifischen Eigenheiten wird aus

dem Gundog ein waschechter Fundog. So wie Larry: Der Profi-

Schnüffler hat in den letzten Jahren nicht nur einige Tausend

Euro wieder beschafft, jeder Besuch ist auch ein ausgesprochen

vergnügtes Ereignis. =

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Was für ein verrücktes Jahr:

Wir machen doch noch Urlaub

an der See. Ihm zuliebe am

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Rasseportrait

… mehr zum

Flat Coated

Retriever

Züchter, Halter,

Hundetrainer,

Zuchtrichter

RASSEKENNER

BERICHTEN

Jule

Hündin, 4 Jahre

w

Halterin: Michaela Dengler,

88662 Überlingen

Mumpitz (Amazing

Flat Beauties I am

Mr. Mumpitz)

Rüde, 2 Jahre

Halter: Helge Sobik,

23689 Pansdorf

v

Breezy Cracker

von Morito

Hündin, 4 Jahre

Halterin: Katrin Jäger,

40699 Erkrath

w

Warum haben Sie sich für

Sie sind liebenswerte Clowns.

Mumpitz ist mein inzwischen

Ich entschied mich vor 18 Jah-

diese Rasse entschieden?

Haben immer gute Laune, und

dritter Flat. Ich liebe die Zuge-

ren für diese Rasse, weil mich

Sind Sie Züchter?

sind offen für alles Neue.

wandtheit dieser Rasse, ihre

ihre Eleganz und Schönheit

neugierige Intelligenz. Flats

beim Arbeiten fasziniert hat.

haben fast immer gute Laune

Sie sind arbeitswillige Partner,

– und sogar einen richtig

die ab einem Alter von ca. 2

guten „Hundshumor“.

Jahren wunderbar mit dem

Menschen harmonieren.

Welche Wesensmerkmale

Sie sind sehr temperament-

Die superschnelle Auf-

Sie lassen sich oft witzige

sind aus Ihrer Sicht typisch

voll. Ein Flat gleicht in seiner

fassungsgabe kombiniert

Sachen einfallen. Sie haben

für diese Rasse?

Jugend eher einem Wildpferd.

mit dem Talent, sich selber

absolut ihren eigenen Kopf,

Er ist immer freundlich zu

Problemlösungen einfallen zu

man muss geduldig sein kön-

allen anderen Lebewesen,

lassen und umzusetzen. Sie

nen. Sie sind eben die Clowns

sei es Mensch oder Tier.

sind sehr clever, dabei sensi-

unter den Retrievern. Sie soll-

bel, friedlich und tolerant.

ten liebevoll aber konsequent

ausgebildet werden.

Welche kleinen Schwächen

Der Flat ist sehr agil. Er

Mumpitz macht gurgelige

Sie verfolgen oft ihren eigenen

oder Eigenheiten stellen

braucht viel Bewegung bzw.

Knurr- und Brummgeräu-

Plan, was dazu führt, dass man

Sie fest?

Beschäftigung. Bekommt er

sche, wenn er sich freut. Das

einen längeren Atem als der

das nicht, beschäftigt er sich

klingt wie die Sprache von

Flat haben sollte. Sie können

selbständig. Geduld ist auch

Chewbacca aus Star Wars

sich Dinge über mehrere

nicht unbedingt seine Stärke.

– und irritiert Hunde ande-

Monate merken, damit rech-

rer Rassen manchmal, weil

net man nicht unbedingt.

sie das selbst in Kombi mit

Schwanzwedeln nicht klar

einordnen können.

Welche besonderen Ansprüche

Der Flat möchte gerne art-

Flats brauchen Aufmerksam-

Der Flat ist ein treuer, liebevol-

stellen diese Hunde an Haltung

gerecht beschäftigt werden.

keit und Ansprache, gemein-

ler Hund. Er sollte kopfmäßig

und Pflege?

Er liebt z. B. Dummytraining,

same Spiele, dazu Kopfarbeit,

ausgelastet werden, z. B.

oder auch die Sucharbeit, z. B.

sei es bei der Dummy-Suche

mit Dummyarbeit. Regel-

in einer Rettungshundestaffel.

oder an Schlechtwettertagen

mäßiges Trimmen ist nötig.

Bei der Pflege macht er nicht

drinnen mit Hunde-Intelli-

Ich würde keine andere Rasse

viel Arbeit.

genzspielzeugen aus Holz.

haben wollen.

22 Der Hund 08/2020


Foto: privat

Foto: Debra Bardowicks

Perdita Lübbe-Scheuermann beschreibt die Rasse aus Sicht einer Hundetrainerin.

Ein Flat Coated Retriever ist in der Regel ein Hund mit viel Temperament und viel Power. Er

ist daher vor allem für aktive Menschen geeignet. Diese Rasse ist meist eifrig dabei, wenn

es darum geht, Neues zu lernen. Es handelt sich um einen Hundetyp, der recht führig ist

und gefallen möchte. Das bedeutet allerdings nicht, dass er „selbsterziehend“ ist. Da der

Flat Coated Retriever relativ leicht zu begeistern ist, gibt es beim Training einerseits meist

schnell Fortschritte. Andererseits braucht es Geduld, denn diese Rasse gehört zu den

Spätentwicklern und ist erst mit circa drei Jahren erwachsen.

Viele Flat Coated Retriever sind recht sensibel und benötigen einen ruhigen, souveränen

Umgang. Starker Druck ist fehl am Platz, zumal das Nervenkostüm nicht immer besonders

stabil ist. Es handelt sich um einen ausgesprochen menschenbezogenen Hund, der Aktivitäten

mit seinen Menschen liebt. Seien es Wanderungen, Jogging-Runden oder Rad-Touren,

der Flat Coated Retriever ist ein wunderbarer Begleiter. Vor allem ist jedoch Kopfarbeit

das, was er braucht, um zufrieden und ausgeglichen zu sein. Aufgrund seiner Veranlagung

liegt Dummy-Training nahe, aber auch Mantrailing oder Gegenstandssuche eignen sich

zur Auslastung. Ein besonderes Highlight ist für einen Flat meist Wasser. Er liebt es, zu

schwimmen und aus dem Wasser zu apportieren.

Manch ein Rasse-Exemplar ist jagdlich recht interessiert. Daher nehmen Flat Coated

Retriever Besitzer vielfach das Training in unserer Hundeschule in Anspruch.

3 www.hundeakademie.de

Jochen H. Eberhardt kommentiert aus Sicht eines Zuchtrichters.

Wenn man sich anschaut, wie sich die Zucht der Flat Coated Retriever laut Welpenstatistik

des VDH von 2004 bis 2018 entwickelt hat, kommt man ins Staunen: Wurden 2004 insgesamt

184 Flats eingetragen, waren es 2018 schon 510, also mehr als das Zweieinhalbfache.

Natürlich macht der Retriever-typische „will to please“, also mit Lessing ausgedrückt „die

Neigung‚ sich angenehm zu machen“, diese Rassegruppe beliebt. Zudem erleichtert der

Arbeitswille, den auch die Flat Coated Retriever mitbringen, ihre Erziehung und Haltung.

Die Steigerung der Eintragungszahlen bedeutet auch höhere Meldezahlen im Ausstellungsring.

So werden bei vielen Hunden derselben Rasse gemeinsame Schwächen und Stärken für

die Zuchtrichter deutlicher erkennbar. Da ist zum einen die erhebliche Schwankungsbreite

in der Schulterhöhe zu nennen, andererseits fällt seit Jahren auf, dass sich bei vielen Flat

Coated Retrievern die Vorderhand (meist nur auf einer Seite) nicht immer stabil bewegt.

Diese Gliedmaße ist beim Hund „bauartbedingt“ anfällig für die geringsten Abweichungen

von den idealen Maßverhältnissen und züchterisch nur langfristig zu verbessern. Aber

für eine jagdliche Arbeitsrasse ist eben eine optimale Bewegung mit möglichst geringem

Energieaufwand die Voraussetzung für lange, ermüdungsfreie Arbeitstage im Feld.

Die Rasse ist jedoch insgesamt ausgewogen und mit ihrem anliegenden Haarkleid

attraktiv. Also sind „Flats“ in ihrer FCI-Gruppe auch gleichwertige Mitbewerber um die

Plätze auf dem Siegertreppchen.

www.derhund.de


Erziehung & Training

Von Veronika Rothe sind

zahlreiche Trainingsvideos

und aktuell zwei Webinare im

derHund Club zu finden. Sie ist

Redakteurin bei der Hund und

zertifizierte Hundetrainerin.

Seit 2014 arbeitet sie mit

Hunden und ihren Haltern.

3 www.vronishundeschule.de

3 www.club.derhund.de

Training mit Vroni

DAS GROSSE

HANDBUCH DES

HUNDETRAININGS

Foto: Thore Brockhoff/202.de

Teil 5:

F wie Frustrationstoleranz

24 Der Hund 08/2020


Erziehung & Training

Fakultatives Lernen

In der Verhaltensbiologie wird zwischen obligatorischem

und fakultativem Lernen unterschieden. Obligatorisches

Lernen (= verpflichtendes Lernen) betrifft alle Verhaltensweisen,

die für die Überlebenssicherung unbedingt notwendig

sind. Dazu gehören zum Beispiel Jagd-, Fortpflanzungs- und

Kommunikationsverhalten. Die angeborenen Verhaltensmuster

werden durch Lernprozesse verfeinert und auf die

aktuellen Umstände und den eigenen Lebensraum angepasst.

Obligatorisches Lernen findet beim Hund vom Welpenalter

an vor allem im Spiel mit Artgenossen statt.

Fakultatives Lernen (= freiwilliges Lernen) ist nicht unbedingt

überlebensnotwendig. Es basiert auf individuellem

So starten Sie ins Fährtentraining

Schritt 1 – Anzeigen lernen: Nehmen Sie eine Tupperbox

(oder Ähnliches), bohren Sie einige Löcher in den Deckel

und füllen Sie die Box mit schmackhaften Leckerlis. Der

Hund soll den Geruch wahrnehmen und lernen, dass

Sie ihm die Tupperbox öffnen, sobald er das erwünschte

Anzeigeverhalten zeigt (zum Beispiel „Sitz“).

Schritt 2 – Fährte legen: Zeigt Ihr Hund die Tupperdose

zuverlässig an, können Sie auf eine Wiese mit etwas

höherem Bewuchs (im hohen Gras ist die Fährte

besser sichtbar) gehen. Ihr Hund soll dabei zusehen,

wie Sie die Fährte legen. Gehen Sie dazu eine gerade

Strecke von etwa drei bis fünf Metern durch die Wiese.

Setzen Sie einen Fuß genau vor den anderen, damit

eine durchgehende Linie entsteht und legen Sie in

jeden Ihrer Schritte ein Leckerli. Ans Ende der Fährte

stellen Sie die gefüllte Tupperdose. Um den Hund nicht

zu verwirren, springen Sie für den Rückweg aus der

Fährtenlinie. Den Anfang der Fährte können Sie mit

einem getrampelten Viereck markieren.

Schritt 3 – Hund ansetzen: Gehen Sie mit Ihrem Hund an

den Startpunkt der Fährte, bauen Sie mit ihm ein Ritual

auf – etwa indem Sie ihm ein spezielles Fährtengeschirr

anziehen und eine Schleppleine nutzen – und geben Sie

ihm Ihr Signal zum Suchen. Der Hund sollte die Leckerlis

aufsammeln und die Box am Ende der Fährte anzeigen.

Zur Belohnung darf er den Inhalt der Tupperbox

fressen. Weitere Strecken, das Einbauen von Winkeln

und Verleitungen sowie längeres Warten zwischen dem

Legen der Fährte und Start des Ausarbeitens machen

die Fährtenarbeit immer spannender. Die Leckerlis in

den Schritten werden nach und nach abgebaut.

Neugierdeverhalten und verbessert die Anpassung an die

Umwelt. Ein Großteil der Verhaltensweisen, die wir unseren

Hunden antrainieren (Sitz, Platz, Fuß), beruhen auf fakultativem

Lernen.

Fährtentraining

Haben wir einen echten Nasenhund, kann Fährtentraining

eine tolle Auslastung sein. In einer kontrollierten Situation

lernt der Hund, bestimmten Bodenspuren zu folgen und

Gegenstände auf dieser Spur anzuzeigen, zum Beispiel durch

Vorsitzen, Bellen oder Apportieren.

Fehlassoziation

Man spricht hier auch von Fehlverknüpfung oder Aberglaube

des Hundes. Dabei ist im Training oder Alltag etwas schiefgelaufen:

Der Hund hat Reiz und Reaktion falsch verknüpft –

oder zumindest anders als von uns erhofft. Im Alltag entsteht

Fehlassoziation: Beispiel

Wir gehen mit unserem Hund spazieren. Genau in

dem Moment, als ein Mann mit Rollkoffer um die Ecke

kommt, gibt es einen lauten Knall eines Jets, der die

Schallmauer durchbrochen hat. Der Hund erschrickt,

verknüpft den Knall mit dem Auftauchen des Mannes

mit Rollkoffer und zeigt von diesem Moment an

Unsicherheit und Angst vor Rollkoffern.

eine Fehlverknüpfung oft durch unglückliche Zufälle:

Zu Fehlassoziationen gehören auch Reizkombinationen und

Überschattungen.

Flatterband

Das rot-weiße Plastikband wird gerne im Welpentraining zur

Sozialisierung eingesetzt. Indem der Welpe durch die im Wind

flatternden Bänder hindurchläuft, lernt er, vor ihnen keine

Angst zu haben, baut Selbstbewusstsein auf und trainiert die

Umweltsicherheit. Das Flatterband kann im Training aber

noch zu sehr viel mehr verwendet werden.

Raumbegrenzung mit Flatterband

Möchte ich nicht, dass der Hund in einen bestimmten Raum

geht oder einen Bereich im Garten betritt (z. B. ein Beet)

grenze ich den Bereich zunächst deutlich mithilfe eines

Flatter bandes ab. Der Hund soll lernen, dass er dieses nicht

überwinden darf. Akzeptiert der Hund die räumliche Grenze,

kann das Flatterband wieder entfernt werden. 3

www.derhund.de 25


Erziehung & Training

Orientierungstraining mit Flatterband

Ich laufe mit meinem Hund an der Leine. Uns trennt ein etwa

fünf Meter langes, gespanntes Flatterband. Entlang des Bandes

laufe ich mit meinem Hund immer wieder auf und ab. Ich auf

der einen, mein Hund auf der anderen Seite. Ich gehe entschlossen

meinen Weg, nehme den Hund wortlos mit, achte

aber darauf, dass er das Flatterband nicht übertritt. Der Effekt:

Die Sichtgrenze macht den Halter für den Hund plötzlich sehr

spannend, der Halter demonstriert seine Führungsqualitäten.

Flooding

Flooding bedeutet Reizüberflutung und ist eine extreme

Form der Angsttherapie. Der Hund wird dabei dem stressbringenden

Reiz so lange ausgesetzt, bis der Körper lernt, die

Angst zu „überleben“. Hat der Hund also zum Beispiel Angst

vor einer bestimmten Situation, muss er sie so lange „ertragen“,

bis die Stresszeichen des Körpers nachlassen und er

sich beruhigt. Die Methode ist sehr umstritten, da der Hund

in einen extremen Stresszustand kommen und sogar Todesangst

haben kann. Wird ein Flooding zu Früh abgebrochen,

kann es die Angst zudem verstärken.

Foto: Thore Brockhoff/202.de

Freies Formen

Ziel des Freien Formens ist es, dass der Hund ohne Hilfe des

Halters herausfindet, was dieser von ihm möchte. Der Halter gibt

dabei keinerlei akustische, verbale oder körpersprachliche Hilfen.

Alles, was er macht, ist den Hund genau im richtigen Moment zu

loben – nämlich genau dann, wenn das Verhalten des Hundes

in die richtige Richtung geht. Jeder Teilschritt auf dem Weg zum

Ziel wird gelobt und somit verstärkt. Freies Formen wird meist in

Verbindung mit einem Clicker verwendet. Ein „Click“-Geräusch

markiert dabei genau den Moment, in dem der Hund eine gute

Idee hatte. Das richtige Timing ist hier unabdingbar. Auf jeden

Klick folgt dann ein Keks. Hat der Hund das Konzept des Freien

Formens verstanden, lernt er schnell, uns Verschiedenes anzubieten,

sobald wir den Clicker in die Hand nehmen.

Freies Formen: Beispiel

Ziel: Ich möchte, dass mein Hund mir die Pfote gibt.

Hebt er zufällig kurz eine Pfote, wird das sofort gelobt.

Klappt das auch beim zweiten Mal, wird er merken,

dass ihm das Verhalten einen Keks beschert und wird

die Pfote erneut heben – diesmal vielleicht sogar etwas

länger. Dann bauen wir unsere Hand mit ein und

arbeiten uns nach und nach zum Ziel „Pfote geben“ vor.

Beherrscht der Hund das Verhalten sicher, führen wir

ein Wortsignal dazu ein.

Frustrationstoleranz

Im Alltag mit dem Menschen muss der Hund lernen, Reize

auszuhalten und sich zurückzunehmen. Je nach Charakter

und Rasse ist das eine echte Herausforderung. Am besten vermittelt

man dafür dem Hund das Konzept: Nimm dich zurück

und du hast einen Vorteil. Eine schöne Übung dazu ist das

Nimm-Nein Spiel.

Das Nimm-Nein Spiel

Ich nehme einen Keks in die Hand und mache sie zur

Faust. Die Faust präsentiere ich meinem Hund. Der wird

mit Schnauze und Pfote versuchen, an den Keks zu kommen.

Ihre Faust öffnet sich aber erst, wenn der Hund

zurückweicht und abwartet. So lernt er, dass er mit Ruhe

und Geduld zum Erfolg kommt. Das Webinar zu dieser

und anderen Übungen ist für der Hund Club Mitgieder

kostenlos unter 3 www.club.derhund.de zu sehen.

Frühförderung

In der sozial sensiblen Phase (ca. 4. bis 20. Lebenswoche)

lernen unsere Hunde sehr intensiv. Folgende soziale Fähigkeiten

werden in dieser Zeit entscheidend beeinflusst: Bindungsfähigkeit,

Geselligkeitsbedürfnis, Gruppeneingliederung und

Aggressionsverhalten. Deshalb ist es sehr wichtig, dem Hund

in dieser Zeit Sozialspiele mit Wurfgeschwistern, älteren

26 Der Hund 08/2020


Erziehung & Training

Hunden und Menschen zu ermöglichen. Er sollte außerdem

möglichst viele Umweltreize erkunden dürfen und die Beziehung

zum Menschen sollte eine angenehme und positive

Erfahrung für ihn sein.

Die 4 F’s

Grundsätzlich gibt es vier mögliche Reaktionen, die der Hund

in stressigen Situationen zeigen kann. In der Hunde erziehung

nennt man sie die 4 F’s. Welche Stressstrategie gezeigt wird,

hängt von genetischen Grundlagen und gemachten Lernerfahrungen

der Hundes ab.

Flight (Flucht): Gibt es die Möglichkeit zu fliehen, ist das eine

gesunde Stressreaktion. Flucht schützt vor unnötigen Verletzungen

und verhindert eine Konfrontation.

Fight (Angriff): Oft ein Abwehrangriff (defensiv) aus Unsicherheit,

wenn keine Flucht möglich ist oder ein durch Lernerfahrungen

ritualisiertes Verhalten. Auch ein offensiver Angriff

aus vollster Eigenüberzeugung ist möglich.

Flirt (Übersprungshandlungen): Ein gedanklicher Konflikt

führt meist zu Übersprungsverhalten. Wird der Hund zum

Beispiel aus einer spannenden Tätigkeit abgerufen, weiß

nicht, wie er reagieren soll (weitermachen oder zurückkommen),

und setzt sich dann erst einmal hin und kratzt sich, ist

das eine typische Übersprungshandlung. Flirt kann auch eine

Spielaufforderung zur Deeskalation sein.

Freeze (Erstarren): Das Erstarren kann man oft in Hundebegegnungen

beobachten. Der Hund wird steif wie eine Statue.

Vor Angst erstarrte Hunde machen sich klein und sind

in sich zusammengezogen. Achtung: Steif werden kann auch

einen Angriff ankündigen.

Funktionsketten

Eine genetisch fixierte, instinktive, automatisch erfolgende

Abfolge von Handlungen, ausgelöst durch einen Schlüsselreiz.

Im Gegensatz zu Handlungsketten oder Verhaltensketten

sind Funktionsketten erblich bedingt. Außerdem sind

Funktionsketten selbstbelohnend. Typische Beispiele sind

Jagd- und Sexualverhalten.

Funktionskette Jagdverhalten

Wahrnehmen der Beute > Hetzen der Beute > Packen

der Beute > Töten der Beute > Fressen der Beute

Funktionskreise

Die Bezeichnung kommt aus der Ethologie (Verhaltensforschung).

In Funktionskreisen sammelt man Verhaltensweisen,

die derselben Funktion dienen. Die unterschiedlichen

Funktionen sind zum Beispiel Fortpflanzung, Nahrungserwerb

oder Körperpflege. Die Kategorien sind nicht fest und

werden vom Forscher selbst vorgenommen.

Funktionskreis Komfortverhalten nach

Dr. Dorit Feddersen-Petersen

Bequemlichkeit: Ruhe, Schlafen, Wälzen, Strecken,

Gähnen, auf den Rücken rollen, schmatzen

Autogrooming: Schütteln, Reiben, Fell/Körper lecken

Allgrooming: Fell oder Körper des anderen lecken

Futterbetteln

Eine Verhaltensweise der aktiven Unterwerfung. In etwa ab

der dritten Lebenswoche beginnen Welpen, an der Mutter

hochzuspringen und ihre Mundwinkel zu lecken. Die Mutter

würgt daraufhin Nahrung hervor. Sind die Welpen älter, kann

es auch sein, dass die Mutterhündin sie wegbeißt. Erwachsene

Hunde nutzen das Futterbetteln oft zur Begrüßung ihrer

Halter oder zur Beschwichtigung von Artgenossen. =

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Erziehung & Training

DER RETRIEVER,

DER NICHT

RETRIEVEN WOLLTE

28 Der Hund 08/2020


Die Aufgabe, für die

Retriever ursprünglich

gezüchtet wurden, ist

das Retrieven – das

Bringen oder Apportieren.

Während es bei der

Jagd um geschossene

Kaninchen, Enten oder

Fasane geht, erfreuen

sich die Hunde auch

an der rein sportlichen

Variante dieser Arbeit

mit Wild-Attrappen, den

sogenannten Dummys.

Die meisten zumindest,

denn Labrador Miley

schien nach einem

vielversprechenden

Start die Lust aufs

Dummytraining plötzlich

verloren zu haben. Helfen

konnte die erfahrene

Dummy-Trainerin

Simone Hahn. Lesen Sie

hier, wie es mit Miley

und dem Dummytraining

doch geklappt hat, und

was bei dieser Sportart

wirklich wichtig ist.

Text: Veronika Rothe &

Fotos: Susanne C. Steiger

Trainerin Simone erklärt die nächste Übung. Die Hundehalter müssen gut über den

Ablauf informiert werden, damit sie dem Hund klar vermitteln können, was von

ihm verlangt wird und – falls nötig – im richtigen Moment eine Hilfe mittels Wort-, Handoder

Pfeifsignal zu geben. Das hilft, damit der Hund schnell zum Erfolg kommt.

Andrea ist kein Greenhorn

in Sachen Dummytraining.

Bereits mit ihrem ersten

Hund sammelte sie viele

Erfahrungen darin. Miley,

ihren zweiten Hund, holte sie sich genau

dafür. Von Anfang an trainierten die beiden

fleißig miteinander und Miley machte

ihre Sache gut, bis Andrea beschloss, dass

es Zeit war für das erste Dummytraining

in der Gruppe. Schließlich wird auch in

Prüfungen oft die Zusammenarbeit mit

anderen Mensch-Hund-Teams gefordert.

Miley sollte daher lernen, mit der zusätzlichen

Ablenkung klarzukommen.

Doch damit fingen die Probleme an:

In der Gruppe lief die Hündin zunehmend

ungern zum Dummy, war langsam,

wirkte desinteressiert und machte Fehler.

Miley zeigte im Training mit den anderen

Hunden keine auffälligen Stresszeichen.

Weder gähnte sie, noch waren Unruhe,

Kratzen, Schütteln oder Hecheln zu beobachten.

Im Gegenteil, Miley wirkte entspannt

und legte sich sogar hin. „Sie hat

nicht genug Trieb“; „Sie ist total un motiviert“;

„Sie ist nicht der richtige Hund für

die Dummyarbeit“. Das und mehr musste

sich Andrea anhören. Ihre Enttäuschung

war groß – hatte sie Miley doch extra

aus einer guten Arbeitslinie geholt, um

mit ihr auch auf Prüfungen und Working

Tests zu starten.

Der gemeinsame Jagderfolg

auf Dummys macht glücklich

Doch Andrea gab nicht auf und landete

schließlich bei Simone Hahn. Die Hundetrainerin

und Verhaltensberaterin züchtet

selbst Labrador Retriever, feierte mit

ihren Hunden in der Dummyarbeit schon

viele Erfolge, organisiert Prüfungen und

Tests für den Deutschen Retriever Club

e. V. und ist Richterin für Leistungsprüfungen

mit Dummys. Auch in ihrer Hundeschule

Train-your-Dog hat sich Simone auf

die Arbeit mit dem Dummy spezialisiert.

„Dummytraining ist eine tolle Auslastung

für jagdlich motivierte Hunde. Der

Hund darf seine natürlichen Anlagen kontrolliert

ausleben und das gemeinsame

Beutemachen macht Hund und Halter

gleichermaßen glücklich“, erklärt sie.

Dabei kommt es immer darauf an, welche

individuellen Ziele man mit seinem Vierbeiner

hat. Der Dummy eignet sich sehr gut

www.derhund.de 29


Erziehung & Training

für Apportier- und Suchspiele im Alltag,

wer mag, kann aber auch in unterschiedlichen

Leistungsklassen bei anspruchsvollen

Dummy prüfungen, Working Tests und

Mock Trails im In- und Ausland antreten.

Die Begeisterung greift meist schnell um

sich, wie Simones Erfahrung gezeigt hat:

„Meistens nutzen die Leute den Dummy

anfangs nur als Beschäftigung beim Gassi,

merken dann aber, wie viel Spaß der Hund

und auch sie selbst daran haben und

steigen dann tiefer in die Sportart ein.“

Man muss das große

Ganze erkennen

Andrea und Miley arbeiteten von Anfang

an ernsthaft und hochmotiviert. Was

steckte hinter den plötzlichen Veränderungen

im Gruppentraining? Trainerin

Simone begab sich auf Ursachen forschung.

„Es ist wichtig, beim Training zu beachten,

welchen Typ Hund ich vor mir habe“,

erklärt sie. „Das erfahre ich zum einen

durch eine genaue Beobachtung, aber auch

durch eine Abfrage des Halters. Ich muss

herausfinden, wie sich der Hund im Alltag

verhält, wie er lebt und wie er reagiert,

wenn ihm andere Hunde oder Menschen

nahe kommen. Das ist alles sehr wichtig,

um das große Ganze zu erkennen.“

Es stellte sich heraus, dass Miley eher

unsicher ist und Konfliktsituationen

generell lieber aus dem Weg geht. „Miley

hat die neue Trainingssituation in der

Gruppe auf ihre Weise eigentlich ganz

gut gelöst“, meint Simone. „Sie ist kein

Hund, der hektisch wird und nach vorne

agiert, sondern eher auf ‚inneren‘ Rückzug

eingestellt ist. Ihre Lösungsstrategie

ist: Still und ruhig werden, einfrieren und

zumachen.“ Dabei zeige sie nur sehr subtile

Körpersignale, wie den Kopf leicht

von Andrea abzuwenden, Blickkontakt

zu vermeiden, einen leicht weggedrehten

Rücken und eine hängende Rute.

Auf den ersten Blick sieht es also aus,

als wäre Miley gelangweilt und desinteressiert,

aber eigentlich steckt dahinter

großes Unbehagen. So war ein gemeinsames

Lernen für Andrea und Miley im

Gruppen training nicht möglich.

Selbstkontrolle ist Teil

des Dummytrainings

Dummytraining ist mit viel Spaß verbunden,

fordert vom Hund aber auch ein

gesundes Maß an Kontrolle – die sogenannte

Standruhe (Steadiness). Er muss

lernen, viele Dummies fallen zu sehen,

dabei sitzen zu bleiben und sich teilweise

sogar davon abwenden zu lassen. Das fällt

jedem Hund unterschiedlich schwer. Beim

Gruppentraining wird diese Anforderung

noch erhöht: Der Hund muss zusehen, wie

andere Hunde zum Apportieren geschickt

werden, und dabei selbst ruhig und entspannt

neben dem Halter sitzen bleiben.

Für Labrador Miley kaum auszuhalten:

„Miley hat im Gruppentraining regelrecht

dicht gemacht. Das lange Zuschauen fällt

ihr schwer, sie denkt sich ‚Ich bin ja eh nicht

dran‘ und schaltet ab“, lautet die Analyse

der erfahrenen Dummy­ Trainerin. „Für die

Hündin ist das Nicht-holen-dürfen sehr

frustrierend.“ Da es von außen betrachtet

Grundlagen des Dummytrainings

so aussieht, als wäre der Hund brav – Miley

sitzt dabei ja immer ruhig neben Andrea

und stört den Ablauf nicht –, blieb das

Problem lange unerkannt.

Schnell belohnen,

Stresszeichen erkennen

„Der Hund muss im Dummytraining in

einer guten Arbeitsstimmung gehalten

werden“, erklärt Simone ihren Trainingsplan

für Miley. „Das lange Warten ist das

Hauptproblem, dabei gehen die Motivation

und der Spaß flöten.“ Damit das nicht

passiert, trainiert sie aktuell maximal in

einer Zweiergruppe. Zudem lernt Halterin

Andrea, die feinen Stresszeichen von Miley

schon im Ansatz zu erkennen und ihre

Hündin aus der Warteposition herauszunehmen,

bevor sie Frust erlebt. Die Lösung

ist, etwas Schönes mit ihr zu machen.

„Eine rechtzeitige Belohnung ist wichtig“,

ergänzt Simone. „Das kann ganz abwechslungsreich

gestaltet werden: Miley freund­

Dummytraining basiert auf einigen Bereichen der Jagd. Um die Jagdhunde in der

jagdfreien Zeit auf einem guten Leistungsstand zu halten, und um junge Hunde

ohne Einsatz von Wild ausbilden zu können, wurde mit Attrappen gearbeitet. Die

sogenannten Dummys sind mit Kunststoffgranulat gefüllte Stoffsäckchen, die auch

schwimmen können. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und Größen. Der Hund

spürt sie unter anderem anhand der Bodenverletzung auf, die der Dummy beim Fall

auf die Erde hinterlässt. Mit der Zeit wurde aus dem Mittel zur Jagdausbildung eine

eigenständige Beschäftigungsmöglichkeit und Sportart.

Grundlage des Dummytrainings ist das Apportieren. Die drei großen Teilbereiche

sind: Markierung, Freiverlorensuche und das Einweisen. Bei einer Markierung wird

der Dummy nach einem Geräusch (klassischerweise mit Schuss oder einem anderen

akustischen Reiz) geworfen. Der Hund arbeitet hier in erster Linie auf Sicht. Er soll

sich die Falllinie des Dummys merken, auf die Freigabe des Halters hin zügig zur

Fallstelle laufen, den Dummy finden, aufnehmen und zurückbringen. Bei der

Freiverlorensuche nutzt der Hund seine gute Nase, denn er hat nicht dabei zugesehen,

wie in einem Gebiet mehrere Dummys ausgelegt wurden. Er soll die Fläche absuchen

und einen Dummy nach dem anderen finden und zurückbringen. Dabei einen bereits

aufgenommenen Dummy gegen einen anderen auszutauschen, ist nicht erlaubt. Das

Einweisen ist die hohe Kunst des Dummytrainings. Dabei dirigiert der Halter mithilfe

von Handzeichen und Pfiffen den Hund genau zu der Stelle, an welcher der Dummy

liegt. Der Hund lernt, dass er Erfolg hat, wenn er den Anweisungen des Halters folgt.

Das schweißt zusammen.

30 Der Hund 08/2020


Spaß muss sein! Wenn gute Stimmung herrscht,

geht das Training Hund und Halter leicht von der Hand.


Ein wichtiges Element beim Dummytraining: Die Abgabe sollte immer in die Hand erfolgen.

lich ansprechen, Blickkontakt aufnehmen, oder Frust bekommen, deshalb muss der

aufmunternd mit Miley weggehen, ein Trainingsaufbau so gestaltet sein, dass

besonderes Leckerli, ein Bällchen oder sie er schnell Erfolg hat“, erläutert Simone.

darf ein bisschen am Boden schnüffeln.“ Eine gute Stimmung bei Hund und Halter

Darüber hinaus ist es wichtig, den sei maßgeblich. „Der Hundehalter muss

richtigen Trainingspartner auszuwählen. genau wissen, was gemacht werden soll

Dieser muss locker, ruhig und entspannt und worauf geachtet werden muss – er

sein. Ein Trainingspartner, der zum Beispiel

mit lauter Stimme arbeitet, wäre für ner. Ebenso muss der Hund verstehen,

braucht genaue Anweisungen vom Trai­

Miley nicht ideal. „Der Hund darf aktuell was wir von ihm wollen, sonst entsteht

im Dummytraining auf keinen Fall Stress für diesen Typ Hund sehr schnell ein Konflikt“,

weiß die Trainerin. Klappt das nicht,

entsteht eine Abwärtsspirale: „Auch für

uns Hundehalter ist es kein gutes Gefühl,

wenn der Hund in der Gruppe nicht mithalten

kann und er vielleicht das Training

aufhält. So wird Dummytraining, was ja in

erster Linie Spaß machen soll, auch für den

Zweibeiner sehr frustrierend. Einen Typ

Hund wie Miley frustriert das zusätzlich

noch mehr und hat so immer weniger Lust

auf das gemeinsame Training.“

Für wen eignet sich Dummytraining?

Apportierfreudige Hunde sind hier richtig. Es muss nicht immer ein Retriever sein,

auch viele andere Rassen und Mischlinge haben großen Spaß am Dummytraining.

Besonders für Hunde mit Veranlagung und Tendenz zum Jagen kann diese Sportart

eine tolle und artgerechte Auslastung sein und gleichzeitig dabei helfen, sie besser

kontrollieren zu können. Der Hundehalter sollte gerne viel Zeit in der Natur verbringen

und gewillt sein, seinen Hund mit Geduld auszubilden. Auf Wild und Wiesen muss

er dabei natürlich Rücksicht nehmen. Das Tolle: Suchen, Finden und Apportieren

kommen aus dem Funktionskreis des Jagdverhaltens und stellen eine in sich selbst

belohnende Handlung dar. Für die meisten Hunde ist das Apportieren und Tragen

der „Beute“ das Größte – der Keks zum Schluss ist nur noch das Sahnehäubchen.

Interesse? Dann schnuppern Sie mal in unseren Online-Kurs „Dummytraining – von

Anfang an richtig“. Dort erfahren Sie Schritt für Schritt anhand anschaulicher Videos,

wie Sie richtig in die Dummyarbeit einsteigen. Auch für Fortgeschrittene Dummy-

Jäger finden sich viele Übungs- und Trainingsanregungen. Den Kurs finden Sie auf

3 www.tier-akademie.de

Apportieren macht jetzt

viel Freude

Nach ein paar Einzelstunden mit dem

neuen Trainingskonzept macht Miley

beim Dummytraining wieder sehr gut

mit, bleibt aufmerksam und hält Blickkontakt.

Sie ist konzentriert und geht mit

Power los, wenn sie die Dummies holen

darf. Auch der Alltag hat sich verbessert:

Miley ist nun viel aufmerksamer. Andrea

hat wieder Spaß am gemeinsamen Dummytraining,

denn auch Hündin Miley ist

wieder mit viel Freude und Spaß dabei –

das Wichtigste für Andrea.

Einstiegstipps für Neulinge

Allen Dummy-Neulingen rät Simone, von

Anfang an einen erfahrenen Trainer miteinzubeziehen.

Dieser kann den Hund

am besten einschätzen: „Habe ich einen

Typ Hund, der sehr viele Übungen zur

Impulskontrolle braucht, oder muss ich

ihm zu Beginn sehr schnell den Beuteerfolg

in Form eines Dummys garantieren?

Braucht er viel Action, Bewegungsreize,

Gerüche, Spielzeug und Futter, oder reicht

schon die Präsenz des am Boden liegenden

Dummys?“

Wenn es mit dem Dummy nicht gleich

klappt, heißt es auch mal kreativ werden,

um dem Hund begreifbar zu machen,

was wir von ihm wollen und ihn zum

Apportieren zu bringen. „Ich frage dann,

ob der Hund vielleicht zu Hause ein Spielzeug

gerne trägt oder gerne bringt und

beginne erst einmal damit. Oft findet sich

im Alltag der richtige Ansatz, um dem

Hund zu zeigen, wie viel Spaß Dummytraining

macht.“ =

32 Der Hund 08/2020


der Hund Club

Neu im der Hund Club

MENSCH VERSTEH’

HUND!

Auch beim Profi läuft nicht immer alles nach Plan, das verrät uns Hundeerziehungsberater Holger Schüler im zweiten Teil seiner

Webinarreihe mit der Hund und Platinum. Bis er mit seinem Rüden Dakota zusammenwuchs und die beiden sich ohne Worte verstanden,

vergingen mehrere Jahre. „Verstehen und Kommunikation ist ein ständiger Lernprozess“, sagt der erfahrene Hunde erziehungsberater.

„Auch heute gibt es noch Momente, da denke ich mir bei Dakotas Verhalten: Huch, das ist neu!“ Wie Sie Ihren Hund besser ver stehen

und ihm klar vermitteln können, was sie von ihm möchten, erklärt Holger Schüler in seinen beiden Webinaren im der Hund Club.

Die Aufzeichnungen sind für alle Clubmitglieder im der Hund Club frei verfügbar und jederzeit abrufbar.

„Sitz!

Da Hunde in erster Linie körpersprachlich und

nicht verbal kommunizieren, ist auch eine klare

Körpersprache des Menschen unabdingbar.

„Guck mal da!“

Gemeinsames Entdecken macht Freude und gemeinsame

Erfolgserlebnisse schweißen zusammen.

Alle Webinar-Aufzeichnungen in voller

Länge auf 3 www.club.derhund.de.

Die Live-Teilnahme ist für alle, dank

Unterstützung von Sponsoren, gratis.

Informationen über Termine, Themen

und Gratis-Anmeldung finden Sie auf

3 www.tier-akademie.de

Dieses Webinar wurde unterstützt von

„Bleib!“

Durch Holgers eindeutiges Handzeichen signalisiert

er dem Hund, in seiner Position zu verharren.

„Schau!“

Ist mein Hund bereit mit mir zu kommunizieren?

Der Blickkontakt bedeutet Aufmerksamkeit und

Kooperaionsbereitschaft.

www.derhund.de 33


Erziehung & Training

Kristina Ziemer-Falke

José Arce

Holger Schüler

Unsere Expertinnen und Experten beantworten Ihre Fragen,

hier zu Themen rund um Verhalten und Training von Hunden.

Schreiben Sie uns: Redaktion der Hund, Mandichostraße 18, 86504 Merching, redaktion@derhund.de

Mein Hund will ständig mein Gesicht ablecken.

Was kann ich tun?

Mein 7 Jahre alter Hund will mich ständig im Gesicht ablecken. Es ist ja total süß, aber irgendwie auch nervig und auch eklig. Vor allem, wenn

er davor gerade an seinem Po geschleckt hat, stört es mich. Er hat das schon immer gemocht, aber in letzter Zeit nimmt es etwas überhand.

Darf ich es ihm verbieten, obwohl er das ja eigentlich nur gut meint? Ich traue mich nicht, etwas dagegen zu sagen, es stört mich aber schon.

Was kann ich tun?

Häufig möchten Hunde mit dem Ablecken

kreis, ohne ihn dabei anzuschauen, anzu­

von Gesicht, Händen oder anderen Körper­

sprechen oder gar anzufassen. Nach einer

teilen tatsächlich Zuneigung zeigen und

Weile, wenn Ihr Hund sich etwas ent­

diese ausdrücken. Es können aber auch

spannt hat, begeben Sie sich wieder in

andere Ursachen diesem Verhalten

seinen Wirkungskreis und kommunizie­

zugrunde liegen. Daher ist es nicht immer

ren mit ihm. Loben Sie gerne das ruhige,

optimal, umgehend mit einem Abbruch/

nicht leckende Verhalten Ihres Hundes.

Verbot an diesem Verhalten zu arbeiten.

Sobald er wieder anfangen sollte, stehen

Vielmehr sollte erst einmal herausgefun­

sie umgehend auf und das Spiel beginnt

den werden, warum der eigene Hund die­

von vorne. Es erfordert ein bisschen Durch­

ses Verhalten zeigt. Einige der möglichen

haltevermögen, aber meistens lässt sich

Gründe können folgende sein.

damit das unangenehme Verhalten gut in

Aufmerksamkeitsforderndes Verhalten:

den Griff bekommen.

Foto: andrewaustinpaul/stock.adobe

Bei dieser Motivation möchte Ihr Hund

Ihre Aufmerksamkeit bekommen und

es ist meist egal, ob Ihre Reaktion positiv

oder negativ ist. Ihr Hund hatte Erfolg mit

seinem Verhalten. Hier hilft im Normalfall

die aktive Pause sehr gut. Sie verlassen,

sobald Ihr Hund das unerwünschte

Verhalten zeigt, sofort seinen Wirkungs­

Buhlen um Aufmerksamkeit,

verlockend riechende Gesichtspflege,

Trennungsstress: Es gibt viele mögliche

Gründe dafür, dass ein Hund gern das

Gesicht seiner Menschen abschleckt.

Pflegeprodukte: Manche Hunde finden

den Geruch von Seife, Creme, Parfüm &

Co. unwiderstehlich und lecken daher sehr

gerne das Gesicht oder andere Körperteile

ab. Hier hilft als einfachste Lösung häufig

der Wechsel auf ein anderes Pflegeprodukt,

um den Geruch zu verändern. Zudem kann

das positive Verstärken von alternativem

34 Der Hund 08/2020


Jetzt neu

vom Spezialisten

für Hundebücher

Verhalten vielversprechend sein. Mögliche

Trennungsangst: Bei einigen Hunden kann

solch ein Verhalten auch auf Trennungsangst

hindeuten. Diese zeigt sich in erster

Linie dadurch, dass Ihr Hund sehr schlecht

alleine bleiben kann. Einige Verhaltensweisen

könnte Ihr Hund jedoch noch während

Ihrer Anwesenheit zeigen. Weiß er sicher,

dass Sie gleich gehen werden, indem er

das Signal bekommen hat, so könnte er mit

dem Lecken in diesem situativen Kontext

beginnen. Ein Signal wäre zum Beispiel,

dass Sie sich die Jacke anziehen, in der Sie

immer das Haus verlassen, wenn Sie ohne

ihn gehen. In diesem Fall könnte auch das

Lecken ein Stresssymptom sein, mit dem

der Hund auf die bevorstehende Trennung

reagiert. Hier hilft es nur, an der Trennungsangst

direkt zu arbeiten und das am besten

mithilfe eines Trainers, der auch auf Verhaltensproblematiken

spezialisiert ist.

Wie Sie lesen, kann es eine ganze Reihe

von möglichen Ursachen haben, warum Ihr

Hund das unerwünschte Verhalten zeigt.

Versuchen Sie also zunächst, die Motivation

Ihres Hundes zu ergründen und seien Sie in

Ihrer Reaktion auf das Lecken auf jeden Fall

konsequent. Denn wenn Ihr Hund mit seinem

Verhalten mal zum Erfolg kommt und

mal nicht, wird er sein Verhalten auch nicht

ändern können, da er unter anderem auf

der Basis von Erfolg und Misserfolg lernt.

Kristina Ziemer-Falke

3 www.ziemer-falke.de

Wenn mein Hund auf Spaziergängen

etwas Fressbares findet, rennt er damit

weg und hört nicht mehr.

Was kann ich tun?

Mein Labrador Finn wird bald 6 Jahre alt. Er ist der liebste Hund, den ich kenne, und folgt

eigentlich sehr gut. Wir gehen ohne Leine spazieren, der Rückruf funktioniert auch sehr

gut. Aber wenn Finn im Feld etwas findet, zum Beispiel einen Knochen (totes Tier) oder eine

Zuckerrübe, funktioniert der Rückruf gar nicht, Finn wird taub! Wenn wir zu ihm gehen, rennt

er mit der Beute weg und kommt erst wieder, wenn er sie gefressen hat. Das ist das einzige an

meinem Hund, das mich sehr nervt. Was kann ich tun?

Als verantwortungsvoller Hundehalter

möchten Sie wissen, was in

dem Futter, den Zusatzstoffen und

Medikamenten steckt, die Ihr Hund

bekommt, wie Sie ihn vor schädlichen

Umwelteinflüssen schützen, kleinere

Wehwehchen mit natürlichen Mitteln

behandeln und wie Sie insgesamt mit

einer gesunden und naturnahen Haltung

zu einem langen Leben beitragen

können.

Denn: Im Organismus des Hundes

hängt wie in der gesamten Natur alles

zusammen!

ISBN: 978-3-95464-217-5

durchgehend farbig, 328 Seiten

29,95 €

Finn ist schon fast sechs Jahre alt und ich

möchte Ihnen hier gleich im Voraus sagen,

bitte ärgern Sie sich nicht! Wenn Finn so

etwas macht, trägt er keine Schuld ...

Ich persönlich finde es auch nicht so

schlimm, wenn ein Hund ab und zu selber

entscheiden darf und seinen Spaß hat.

Aber selbstverständlich in Maßen und

unter unserer Kontrolle. Denn letztendlich

tragen wir die Verantwortung für unseren

Hund in dieser Menschenwelt und müssen

besonders auf ihn achten, wenn wir

unterwegs sind und er ohne Leine läuft.

Dann liegt es an uns, dafür zu sorgen, dass

unser Hund nicht etwas Gefährliches,

beziehungsweise vielleicht sogar Giftiges,

zu sich nimmt oder sich selber oder andere

gefährdet. Finn fühlt sich in dieser Situation

auf sich alleine gestellt und nimmt Sie nicht

mehr wahr. Sie sollten also bitte nicht an

dem Rückruf arbeiten, sondern daran,

Ihrem Hund das Gefühl von Sicherheit

und Ihrer Verantwortung beim Spazierengehen

zurückzugeben.

Mit Liebe Freiheit geben, bedeutet auch

die Freiheit zu strukturieren und nicht einfach

loszulassen. Es ist eigentlich so simpel,

doch viele Hundehalter haben damit ein

Problem. Unseren Kindern geben wir doch

auch Freiheit, aber nicht unkontrolliert.

Im Laufe der Zeit und dadurch, dass Finn

sich immer so gut verhalten hat, haben Sie

40 Jahre Kynos Verlag

Zu diesem Anlass gibt es das

ganze Jahr ein komplettes Buch

gratis zum Herunterladen.

Überraschung garantiert!

Einfach auf unseren Shop auf

den Menüpunkt »Aktuelle Infos«

gehen, runterladen und losschmökern.

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www.kynos-verlag.de


Erziehung & Training

Foto: Alexandr/stock.adobe

Finn unbemerkt viel zu viel Freiheit und

nicht die richtigen Zeichen und Regeln

beim Spaziergang gegeben. Das zeigt er,

wenn er Ihnen nicht seine „Beute“ geben

möchte. Das ist ein Zeichen dafür, dass

Finn dann schon längst die Verantwortung

für sich übernommen hat.

Wenn ein Hund sich so verhält, dem Menschen

seine „Beute“ verweigert und nicht

hört, „schreit“ er nach Struktur und Regeln.

Die Lösung und der Schlüssel für Sie und

Finn ist, die Balance im Spaziergang wieder

zu finden und die Freiheit zu strukturieren,

bevor Finn sich unabhängig macht – und

das, ohne sich selbst schlecht zu fühlen und

ohne Finn total zu begrenzen.

Ab jetzt strukturieren Sie bitte den täglichen

Spaziergang. Den geführten Teil

machen Sie täglich an der Leine. Wenn

sie dann zum Beispiel im Park oder in die

Natur gehen und Finn frei laufen lassen

wollen, achten Sie darauf, ab wie viel

Abstand zu Ihnen Finn beginnt, sich unabhängig

von Ihnen zu machen. Damit meine

ich, wie viele Meter Finn sich von Ihnen

wegbewegen darf, ohne dass Sie die Kontrolle

über ihn verlieren. Wenn Sie diesen

Abstand kennen, dann erlauben Sie Finn

nun nicht mehr, sich weiter von Ihnen zu

entfernen. Dadurch, dass Sie ansonsten

eine gute Beziehung ohne weitere Probleme

mit Finn haben, bin ich sicher, dass

diese Änderungen für Sie und Finn die

Lösung sind: Den Spaziergang mit Finn

zu strukturieren, ihm mit Struktur Liebe

geben und ihm so zu zeigen, dass Sie ihm

Sicherheit geben. Viel Erfolg.

José Arce

3 www.jose-arce.com

Wie kann ich meiner Hündin helfen,

die im Dunkeln nicht gern raus geht?

Meine Hündin geht gerne mit mir spazieren, aber wenn es draußen dunkel ist, geht sie nur ungern oder auch gar nicht raus.

Wie kann ich sie da unterstützen?

Etwas Ähnliches habe ich mit meinem

ersten Berner Sennenhund erlebt. Es kommt

immer wieder vor, dass die Hunde als Welpen

ein Problem damit haben, im Dunkeln

nach draußen zu gehen. Wird da nichts

unternommen, kann es passieren, dass sie

das ins Leben als erwachsener Hund mitnehmen.

In einer solchen Situation können

Sie Bachblüten als Unter stützung ausprobieren.

Es gibt Blüten, die bei Ängstlichkeit

helfen. Dazu ist es wichtig, mit einer guten

Tierheilpraktikerin individuell und gezielt

über Ihre Hündin zu sprechen. Gehen Sie

also bitte nicht in die Apotheke und kaufen

irgendein Mittel, sondern lassen Sie sich

von einer Fachfrau oder einem Fachmann

für die Angst bei Dunkelheit etwas zusammenstellen.

Ich habe selbst die Erfahrung

gemacht, dass sich die Probleme bei meinem

Hund nach zwei bis drei Wochen

gebessert haben, als er die Blüten bekam.

Trainingstechnisch können Sie

auch beginnen, mit Ihrem Hund zur

Dämmerungszeit spazieren zu gehen und

ihn an die wachsende Dunkelheit zu

gewöhnen. Drehen Sie also eine Runde,

während es noch nicht vollständig dunkel

ist. Die Umgebung dafür sollte schön ruhig

sein, damit Ihr Hund nicht womöglich von

etwas anderem erschreckt wird. Es gibt

allerdings keinen Trainingsplan, den Sie

zu 100 Prozent umsetzen müssen und der

zu 100 Prozent erfolgreich sein wird. Hören

Sie auf Ihr Bauchgefühl!

Holger Schüler

3 www.aufsechspfoten.de

Im derHund Club finden Sie zahlreiche

Videos zu Erziehungs- und Trainingsfragen.

Mitglieder können ihre Fragen

direkt in die Runde unserer rund 100 Experten

werfen und erhalten eine persönliche

Antwort. Profitieren Sie von einer Club-

Mitgliedschaft (3 www.club.derhund.de)

– es lohnt sich!

36 Der Hund 08/2020


Erziehung & Training

Alles pawsitive

A l l e s P A W s i t i v e

3 Tipps für ein gesundes Immunsystem beim Hund

Täglich kommen unsere Vierbeiner mit Viren und Bakterien in Kontakt.

Manche bekommen davon Durchfall, Husten oder sogar Schnupfen –

andere merken davon nichts. Die körpereigene Abwehr hat die Keime bereits

registriert, bekämpft sie und schützt den Hund. Mit den folgenden Tipps können

Sie das Immunsystem Ihres Hundes auf natürliche Weise stärken.

Foto & Text: derHund Club-Expertinnen Kiki und Lisa, Pawsitive Life Coaching

Verschiedene Faktoren schwächen

die körpereigene Abwehr des

Hundes. Beeinträchtigt wird der

Körper durch Nährstoffmangel, Stress,

zu wenig Erholung, Angst, Unsicherheit,

Medikamente, Operationen und diverse

Allergien. Auch das Alter spielt eine entscheidende

Rolle.

1. Ruhezeiten und

Entspannung etablieren

Akuter Stress, zum Beispiel durch zu viel

oder zu wenig Auslastung, Hitze oder

Kälte, Umstellung des Futters, eine instabile

Bindung oder unklare Strukturen

im Mensch-Hund-Team schwächen das

Immunsystem. Stresshormone werden

aktiviert, die Folge: erhöhter Herzschlag,

Bluthochdruck und ein beschleunigter

Zellstoffwechsel. Wir können unseren

Hund nicht vor allen Stressoren und äußeren

Umwelteinflüssen schützen, aber wir

können ihn bestmöglich unterstützen.

Dafür sollten Sie zu bestimmten Zeiten

Erholungsmomente einzuführen.

Mögliche Erholungspausen:

„ Morgens nach dem Aufstehen eine

gemeinsame 5-Minuten-Meditation

„ Nach dem Spaziergang eine

kurze Fellpflege

„ Einen Tag als trainingsfreien Tag einführen,

an dem nur entspannt wird

Diese ritualisierten Verhaltensweisen vermitteln

Ihrem Hund Sicherheit und sorgen

so für weniger Stress. In dieser Zeit kann

sich der Organismus erholen, regenerieren

und der Hund kann das Gelernte und die

Reize des Tages im Schlaf verarbeiten.

2. Ausgewogene Ernährung

Der Hundeorganismus ist auf eine gesunde

und ausgewogene Ernährung an gewiesen.

Wird der Körper durch ausreichend

Vitamine und Mineralstoffe versorgt, ist

er weniger gestresst und der Hund wird

leistungs- und aufnahme fähiger. Vitamine

wie zum Beispiel A, B, D und E können mithilfe

von Ergänzungen über die Nahrung

zugeführt werden. Lassen Sie sich hier von

einem Ernährungsexperten beraten, denn

Spurenelemente und fettlösliche Vitamine

können auch überdosiert werden. Eine

Alternative kann eine immun stärkende

Kur mit Hagebutten darstellen.

3. Darmgesundheit fördern

Der Darm ist das zweite Gehirn. Mit ihm

steht und fällt unsere Gesundheit sowie

die unseres Hundes. 90 Prozent aller Antikörper

werden im Darm gebildet, daher ist

es wichtig, die guten Bakterien im Darm

zu unterstützen. In etwa 70 Prozent der

körpereigenen Immunzellen befinden sich

in der Darmschleimhaut. Medikamente,

Anti biotika oder auch Wurmkuren beeinträchtigen

und schädigen

die Darmgesundheit

auf Dauer.

Nach einer Operation

oder einer langen

Krankheit sollte

der Darm mithilfe

von Pro- und Präbiotika

wieder aufgebaut

und für ein

gesundes Milieu

gesorgt werden.

Jeder Hund hat individuelle Bedürfnisse.

Schaffen Sie einen gesunden Ausgleich zwischen

Stress und Entspannung und gönnen

Sie Ihrem Mensch-Hund-Team täglich fünf

Minuten gemeinsame Erholung. =

Immunstärkende Kur mit

Hagebuttenpulver

Hagebuttenpulver ist reich

an Vitaminen, unterstützt bei

Verstopfung, Arthrose und

Gelenkschmerzen.

Tägliche Dosierung,

unters Futter mischen:

„ Hunde < 5 kg: 1 TL

„ Hunde bis 15 kg: 1 EL

„ Hunde bis 30 kg: 1-2 EL

„ Hunde > 30 kg: 2-4 EL

www.derhund.de 37


Mensch & Hund

Ja mir san

mitm Radl da!

Ob sportlicher Überflieger, nervöses Pubertier, ambitionierter Jäger oder

gemütlicher Senior – ein Fahrrad können wir entsprechend ausgewählt

mit allen nutzen. Darüber hinaus bieten Rad-Ausflüge

eine tolle Möglichkeit, gemeinsam die Welt zu entdecken.

Der Markt bietet zahlreiche Gadgets – drei davon haben wir für Sie getestet.

Text & Fotos: Veronika Rothe

38 Der Hund 08/2020


Mensch & Hund

Der Wohnwagen für Hunde

Ein Hundeanhänger ist für den Vierbeiner

wie ein mobiles Zuhause – quasi

eine Hunde box auf Rädern. Gut verstaut

können wir den Hund darin überall mitnehmen,

auch lange Strecken sind problemlos

möglich. Praktisch: Am Ausflugziel

angekommen, hat der Hund gleich seinen

eigenen Rückzugsort und Schlafplatz

dabei. Fühlt er sich zum Beispiel im lauten

Trubel des Biergartens unwohl, kann er

sich in den Anhänger zurückziehen. Bleibt

man über Nacht, ist der Schlafplatz automatisch

mit dabei. Auch beim Zelten mit

Hund ist das Teil ein praktischer Begleiter,

was nicht zuletzt an der hohen Funktionalität

unseres getesteten Modells liegt: dem

Croozer Dog Jokke. Wir hatten die mittlere

von drei Größen im Test (für Hunde

bis 45 Kilogramm), die für unsere Cocker

Spaniels Barney und Hamlet zusammen

perfekt ausreichte.

montiert wird, ist der Dog Jokke schnell

ans Fahrrad geklipst und wieder abgemacht.

Eine Notschlaufe sowie ein Schloss

stellen sicher, dass der Anhänger nicht verloren

geht. Durch einen Klapphebel lässt

sich die Bremse zum Abstellen betätigen.

Die Reifen können einfach per Druckknopf

entfernt werden und eine Seitentasche

bietet Platz für Leine, Leckerlis & Co. Auch

gut: Der Dog Jokke lässt sich vorne, oben

und hinten komplett öffnen – das ist vor

allem für die Eingewöhnung der vierbeinigen

geklappt lässt er sich leicht im Auto

verstauen. Es gibt zudem eine Reihe an

Zubehör wie das Buggy-Set, einen Regenschutz

und ein passendes Hundekissen.

Bevor es zum ersten Ausflug geht, sollten

Sie den Anhänger wie eine Hundebox

ein paar Tage in die Wohnung stellen und

den Hund mehrmals darin füttern. Auch

einige kurze Eingewöhnungsfahrten sind

von Vorteil. Barney und Hamlet fanden

den Anhänger richtig gemütlich, auch weil

sie jederzeit an allen Seiten herausschauen

Insassen sehr nützlich. Zusammen­

konnten. 3

+ einfache Handhabung und raffiniertes Design

+ große Reifen sorgen für smoothes Fahrerlebnis

+ gut als Hundebox nutzbar

+ ideal für lange Strecken, die der Hund zu Fuß nicht schafft

+ bei jeder Witterung nutzbar

+ Buggy-Funktion für alte oder kranke Hunde

- viel Muskelkraft nötig, E-Bike von Vorteil

- vom Fahrrad aus keine Sicht auf den Hund

- Rangieren muss geübt werden

Croozer Dog Jokke, 799 €

3 www.croozer.com

Durch eine kleine Steck-Vorrichtung, die

an der Reifenaufhängung des Hinterrades

Einen ausführlichen Test mit Video zum Croozer Dog Jokke finden Sie online auf

3 www.derhund.de/fahrradanhaenger-test-video

www.derhund.de 39


Mensch & Hund

Hier ist Power gefragt

Für sehr sportliche und lauffreudige Vierbeiner

wie Windhunde kann eine Laufvorrichtung

fürs Fahrrad infrage kommen.

Durch die Montierung an der Stange unter

dem Fahrradsattel ist das Sturzrisiko – im

Vergleich zur Leine in der Hand – um ein

Vielfaches minimiert und richtig angeschnallt

ist es dem Hund kaum möglich,

aus Versehen zwischen die Räder zu geraten.

Durch die Fixierung am Fahrrad läuft

der Hund in einem gleichbleibenden,

regelmäßigen Tempo mit: Das ist auch

eine gute Voraussetzung zum Aufbau

von Muskulatur und Kondition. Da keine

abrupten Start- und Stoppbewegungen

stattfinden, werden die Gelenke nicht

unnötig belastet.

Getestet haben wir den DogRunner

von Kleinmetall. Dank der gut verständlichen

Anleitung war alles schnell und

stabil montiert. Die große U-Vorrichtung

mit der Feder lässt sich mithilfe eines

Steckers problemlos abnehmen, so muss

bei Ausflügen ohne Hund nicht gleich

die ganze Armatur abgeschraubt werden.

Obwohl Redaktionshund Hamlet ordentlich

Zug auf die Feder brachte, blieb beim

TÜV-geprüften DogRunner alles an Ort

und Stelle und wir hatten auch fahrend

keinerlei Probleme mit Stabilität oder

Gleichgewicht. Da der Hund sicher am

Fahrrad fixiert ist, sind auch Strecken in

Straßennähe gut machbar. Es hat unserem

sonst so wuseligen Cocker Spaniel Für das Mitlaufen am Fahrrad

viel Spaß gemacht, richtig rennen zu dürfen.

Eine kurze Eingewöhnung war nötig, plett ausgewachsen, schrittweise

muss der Hund grundsätzlich kom­

er begriff aber sehr schnell, wie und wo er daran gewöhnt und aufgewärmt

an der Vorrichtung am besten läuft. Auch sein. Versichern Sie sich, dass Ihr

Tempo- und Richtungswechsel konnten Hund einen gesunden Bewegungsapparat

hat und steigern Sie erst

wir zusammen gut meistern.

Ein Tipp: Die Verbindung von Hund und nach und nach Geschwindigkeit

Vorrichtung sollte nicht zu lang eingestellt und Streckenlänge. Bei Temperaturen

über 20 Grad sollte der Hund

sein. Hat der Vierbeiner viel Spielraum,

steigt die Gefahr, dass er zu nah an die nicht am Fahrrad mitlaufen.

Reifen gerät.

+ Bewegungsmöglichkeit für Hunde, die nicht ohne Leine laufen können

+ stabil, sicher und praktisch

+ fördert Fitness und Bindung von Hund und Halter

+ erschwinglicher Preis

- je nach Fahrrad und Schuhgröße kann es sein, dass man die Vorrichtung beim

Treten der Pedale leicht streift

- nicht an warmen Tagen nutzen – Gefahr der Überhitzung

DogRunner Kleinmetall, 49,95 €

3 www.kleinmetall.de

Mitglieder im derHund Club sparen 10 % bei Kleinmetall: www.club.derhund.de

40 Der Hund 08/2020


Mensch & Hund

They see me rollin’

Der Favorit von Redaktionshund Barney

war eindeutig das ausgeliehene Test-

Lasten fahrrad. Gemütlich sitzend von der

Pole Position aus alles begutachten – das

ist genau sein Ding! Auch für den Fahrer ist

das mit einem Elektro-Antrieb verstärkte

Modell Loaders von Riese & Müller angenehm

zu fahren, wenn auch zu Beginn

etwas wacklig. Der E-Antrieb und die Lenkung

sind ungewohnt, Wendekreis und

Proportionen des Lastenfahrrads muss

man erst einschätzen lernen. Für Barney

war hingegen keine Eingewöhnung notwendig,

er fühlte sich in der großzügigen

Kiste sofort wohl.

Die Kiste des Lastenrads lässt sich individuell

konfigurieren. Sie ist auch mit

niedrigeren Seitenwänden, Abdeckung

oder Kinder sitz erhältlich. Außerdem ist

das Modell mit unterschiedlichen Motorstärken

und Schaltungen verfügbar, je

nachdem wie schnell es sein soll und wie

viel Gewicht damit transportiert werden

muss. Bis zu 120 Kilogramm Ladung

packt der Loader (100 Kilogramm vorne in

der Kiste, 20 Kilogramm hinten auf dem

Gepäckträger). Der Bosch Elektroantrieb

muss regelmäßig geladen werden.

Barney machte zwar keine Anstalten,

aus der Ladekiste zu springen, es ist aber

möglich und dann auch sehr gefährlich.

Der Hund sollte daher unbedingt mit

Geschirr und Leine gesichert werden. =

+ sehr angenehmes Fahrgefühl für Hund und Halter

+ man hat den Hund immer im Blick

+ E-Antrieb lässt Hundegewicht vergessen

+ lange Strecken sind kein Problem

+ bei jeder Witterung nutzbar (mit Regendeck)

- hoher Preis

- braucht viel Platz zum Abstellen

Riese & Müller Loader, 6.000 bis 8.000 € ( je nach Ausstattung)

3 www.r-m.de

www.derhund.de 41


Mensch & Hund

ABGEFAHRENE

GESCHICHTE(N)

Über die Jahrtausende hat die Verbindung von Mensch und Hund viele

unterschiedliche Gestalten angenommen. Staunen Sie mit uns über diese

herzzerreißenden, überraschenden und absurden Details.

Text: Lena Schwarz

Foto: Tom Aleto (Ilhuicamina)/Wikimedia Commons

Hunde haben in der Folklore und Mythologie der Völker Mesoamerikas wichtige

Rollen eingenommen. So glaubten manche Menschen, dass Hunde die Toten in

die Unterwelt führen. Für die tatsächlichen Hunde ging es oft weniger spirituell

zu: Sie waren Bewacher, Begleiter, dienten als Opfergaben und manchmal auch

als Nahrungsmittel. Als Überbleibsel existieren noch heute Keramik-Skulpturen

von kleinen, pummeligen Hunden, die als Grabbeigaben dienten. Sie werden

„Colima-Hunde“ genannt, da sie am häufigsten in Gräbern gefunden werden, die

sich im heutigen mexikanischen Bundesstaat Colima befinden.

Der heute ausgestorbene „Turnspit

Dog“ oder „Kitchen Dog“

wurde bis ins 19. Jahrhundert

hinein dafür gezüchtet, über eine

Tretmühle einen Bratenspieß zu

drehen, damit das Fleisch gleichmäßig

durchgarte. Dabei durfte

dieser kleine Hundetyp natürlich

keine Angst vor dem nahen Feuer

haben und sich auch keine Bissen

genehmigen. In einem walisischen

Museum ist Whiskey, der

letzte verbliebene Bratenspießdrehhund,

als ausgestopftes Ausstellungsstück

zu sehen.

Im viktorianischen London verdienten

manche Menschen Geld

damit, Hundekot von den Straßen

zu kratzen. Gerbereien nutzten

das gesammelte „Pure“ in der

Lederproduktion. Für einen Eimer

bekamen die sogenannten „Pure

Finders“ acht bis zehn Pennies.

In Kriegen waren Hunde schon mit den unterschiedlichsten Aufgaben unterwegs.

Die wohl schlimmste: Als Panzerabwehrhunde oder Hundeminen sollten

sie Sprengstoff unter die Panzer des Feindes transportieren, um diese außer

Gefecht zu setzen. So, wie sich das unter anderem die sowjetischen Streitkräfte

im zweiten Weltkrieg gedacht hatten, klappte es aber nicht. Die Hunde bekamen

im Gefecht Angst, kamen nicht in die Nähe der Panzer oder wurden erschossen.

Einige rannten zu denen zurück, die sie losgeschickt hatten, wo die Spreng ladung

explodierte und Hund wie Mensch umbrachte.

42 Der Hund 08/2020


Mensch & Hund

Am alten chinesischen Kaiserhof trugen die Angehörigen

der Herrscherfamilie als Schutzmaßnahme kleine

Pekingesen in ihren weiten Ärmeln. Diese wehrhaften

„Ärmel-Hunde“ kamen zum Vorschein, wenn ihre Träger

sich bedroht fühlten. Die Hunde bekamen als Welpen

Reiswein, der ihr Wachstum hemmen sollte.

In den 1930ern und bis zum Ende des zweiten Weltkriegs

sollen an der „Tiersprechschule Asra“ im thüringischen

Leutenberg Hunde trainiert worden sein. Hunden

ebenso wie Pferden wurde damals nachgesagt, dass sie

lesen und sich mithilfe von Klopfbewegungen der Füße

mitteilen könnten. Laut dem schwedischen Wissenschaftler

und Autor Jan Bondeson soll Hitler führenden

SS-Leuten empfohlen haben, „sich die Tiersprechschule

anzuschauen und herauszufinden, ob man die Kommunikationstechniken

für den Krieg nutzen könnte.“

Die Treue von Hunden war schon vor tausenden Jahren

bekannt. In der Odyssee erzählt Homer von Argos, dem

Hund des Odysseus. Als dieser nach zwanzig Jahren

Krieg und Irrfahrten verkleidet in den heimischen Palast

zurückkehrt, um zu prüfen, wer ihm die Treue gehalten

hat, begegnet ihm als einer der ersten sein Hund: alt,

missachtet und auf einem Misthaufen liegend. Argos

Lebensspanne wurde durch den Willen, seinen Herrn

Das alte Ägypten verbinden viele mit einer großen

Katzenliebe. Aber Hunde waren ebenfalls sehr beliebt

– als Jagdhelfer und Haustiere. Die Vierbeiner bekamen

sogar Menschennamen. Das Wort für Hund, „iu“, war

eine lautmalerische Umschreibung des Bellgeräuschs.

wiederzusehen, übernatürlich verlängert und nachdem

er Odysseus erkennt, stirbt der Hund. Odysseus und

Argos dienten sogar als Motiv einer Münze: Sie sind auf

einem kleinen römischen Silberdenar aus dem Jahr 82

vor Christus zu sehen.

Zecken machten Hunden schon vor tausenden Jahren

zu schaffen. Aristoteles erwähnte die Krabbler in seinem

zoologischen Werk „Historia animalium“, das im

Jahr 335 vor Christus entstand, als „Hundezerstörer“

(kunorhaistès). Weniger richtig lag er allerdings mit der

Wilhelm der Eroberer ordnete

Aussage, dass Zecken spontan aus Gras entstehen.

an, dass allen Hunden, die in

und an seinen Wäldern lebten

und nicht ihm gehörten, Krallen

entfernt werden. Diese Verstümmelung

Hunde sind auch Teil der Filmgeschichte. Drei berühmte Charaktere wurden bisher

sollte sicherstel­

len, dass die Hunde zu langsam

für die Jagd waren, aber ihren

Menschen noch als Wachhunde

dienen konnten.

mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Kalifornien ausgezeichnet: Collie

Lassie, die in den Filmen von mehreren Rüden gespielt wurde, und die Schäferhunde

Rin Tin Tin und Strongheart. Letzterer war wohl der erste Hunde-Filmstar,

hieß vor seiner Zeit im Rampenlicht Etzel von Oeringen und war ursprünglich in

Deutschland als Polizeihund ausgebildet worden.

Foto: shockfactor.de/stock.adobe

Straßenhündin Laika wurde 1957 an Bord von Sputnik 2 in den Weltraum geschossen. Die extrem strapaziöse Reise überlebte die

Hündin nur kurz: Wenige Stunden nach dem Start starb sie an Stress und der Überhitzung des Flugkörpers. Es war nie geplant,

dass Laika lebend zur Erde zurückkehrt, denn der Satellit war nicht dafür ausgestattet, den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre

zu überstehen.

www.derhund.de 43


Mensch & Hund

Hilfe!

Wer geht jetzt

mit meinem

Hund Gassi?!

Hundetagesstätte, Gassigehservice oder der Nachbar von nebenan –

die richtige Betreuungsform zu finden, wenn der Hund fremdbetreut werden muss,

ist gar nicht so leicht. Unsere Autorin Manuela Lieflaender schildert,

welche Erfahrungen sie machte und wie sie ihre Lösung fand.

44 Der Hund 08/2020


Kleinspitz Samy und Aussie-Hündin Hailey waren noch nie von anderen

Personen betreut worden. Auch für sie bedeutete das neue Lernerfahrungen.

Foto: Manuela Lieflaender

Nach zwanzig Jahren Selbstständigkeit

in das Angestelltendasein

zu wechseln

heißt: Wohin jetzt mit den

Hunden? Für den Arbeitgeber

ist die Mitnahme der Fellnasen keine

Option. Ich brauche also auf jeden Fall

eine Betreuung. Meine Anforderungen

sind hoch, denn sowohl Kleinspitz Samy

als auch Australian Shepherd­ Hündin

Hailey kennen es nicht, von fremden

Menschen betreut zu werden. Bis auf eine

Ausnahme, als ich überlegte, einmal in

die USA zu fliegen.

Die Hunde sollten derweil Urlaub in

einer Hundepension machen, die auch

schnell gefunden war. Zwei andere Hunde

liefen bereits auf dem gepflegten Gelände.

Während Hailey und Samy den Platz

erkundeten, wurden diese in einen anderen

Bereich gebracht. Die Nacht sollten

die Tiere in großen Einzel-Boxen in einem

großen Schuppen verbringen. Natürlich

könne man auch seine eigene Box mitbringen.

Auf meinen skeptischen Blick hin

erwiderte der Betreiber, das sei kein Problem

für sie, schließlich würden sie nachts

schlafen. Ich dachte nur: Ja, aber normalerweise

nicht ohne Familienanschluss.

Für jeweils eine Stunde an zwei darauffolgenden

Samstagen probierte ich trotzdem,

wie die Hunde überhaupt auf meine

Abwesenheit und die fremde Umgebung

reagieren. Beim ersten Mal erfüllte der

Kleinspitz meine Erwartungen, in dem er

sich lautstark darüber beschwerte, dass

ich das Gelände verließ. Er ist halt ein Ein­

Personen-Hund. Mir zerriss es das Herz.

Hailey machte ihre Sache dafür zunächst

gut, sie blieb entspannt.

Am zweiten Test-Samstag änderte

sich das dramatisch: Der Pensionsbetreiber

erklärte, die Hündin habe mit eingeklemmter

Rute und zitternd in der Ecke

gestanden und der Rüde habe permanent

gebellt. Damit war das Thema erledigt

und die USA-Reise gestrichen. Und jetzt

die gleiche Aktion noch mal und wieder

nach einem Betreuungsangebot Ausschau

halten? Puh …

Nicht jeder wird gleich

gern betreut

Zunächst recherchiere ich im Internet

Hundetagesstätten. Dabei stoße ich auf

Canidos mit Sitz in Dortmund und Gelsenkirchen.

Neben der Hundetagesstätte wird

www.derhund.de 45


Foto: Manuela Lieflaender

Beim eigenen Menschen zu sein, ist immer am Schönsten. Aber es ist sinnvoll und

praktisch, wenn die Vierbeiner auch mit anderen Betreuungspersonen zurechtkommen.

machen lassen“, sagt der Hundetrainer.

„Der Umstand, dass ein Mensch Vollzeit

arbeiten muss, bedeutet ja erst mal nicht,

dass das ein Problem für den Hund ist.

Viel wichtiger ist doch, was in der Zeit passiert,

in der der Mensch zu Hause ist und

die Möglichkeit hat, sich mit dem Tier zu

beschäftigen. Meine Empfehlung lautet

daher, früher aufzustehen, weniger Zeit

in den sozialen Netzwerken zu verbringen

und die damit gewonnene freie Zeit

dafür zu nutzen, dass der Hund genügend

Ansprache und Auslastung hat.“ Für die

Zeit, die der Vierbeiner alleine ist, kann

laut Mronzinski auch ein Zwinger eine

Lösung sein. Moment, Zwingerhaltung?

Ja, genau. „Der Hund hat die Möglichkeit,

seine Umwelt wahrzunehmen, frische Luft

zu atmen und kann sich lösen, wenn ihm

danach ist. Er kann sich den ganzen Tag

mit einem frischen Pansen beschäftigen,

ohne, dass ich danach den Wohnzimmerteppich

entsorgen muss.“

auch eine Pension, Verhaltenspsychologie

und Hundeschule angeboten. Für mich

ist die Qualifikation ein wichtiges Kriterium

und damit meine ich nicht einfach

nur den Sachkundenachweis. Mir geht es

darum, dass der Hundebetreuer sowohl

viel Erfahrung in der Einschätzung von

Hundeverhalten mitbringt, als auch über

kynologisches Wissen verfügt und dieses

richtig einzusetzen weiß.

In den meisten Fällen werde ich nicht

sehen können, wie mit meinen Hunden

umgegangen wird. Auf der Canidos-Website

findet sich hingegen eine Live-Webcam,

die zumindest einen Teil des Geländes

zeigt, auf dem sich die Hunde bewegen.

Als ich Geschäftsführer Ralph Brandt

von meinen Erfahrungen mit der Hundepension

berichte, erklärt er: „Das läuft bei

uns ganz anders. Als erstes geben wir den

Probehunden die Zeit, die sie brauchen.

Das kann individuell sehr unterschiedlich

sein.“ Und weiter: „Der eine kommt rein,

findet alles super und spielt gleich los.

Andere halten sich erst zurück und beobachten

alles von der Seite. Wenn sich die

erste Aufregung gelegt hat, versuchen wir,

die Hunde zum Mitmachen zu animieren.

Man kann aber nichts erzwingen. Manche

brauchen einfach mehr Zeit als andere.

Auch mehrere Eingewöhnungstage sind

nicht selten. Allerdings ist die Großgruppenhaltung,

so wie wir es betreiben,

auch nicht etwas für jeden Hund. Einige

Probehunde lehnen wir auch ab, weil sie

Stress verbreiten, übermäßig bellen oder

nur raus wollen.“

Tagesstätten für Hunde

gibt’s nicht überall

Hundetagesstätten boomen in deutschen

Großstädten. Kein Wunder, gibt es doch

mehr als 10 Millionen Hunde in Deutschland.

Nach der Katze ist der Canis lupus

familiaris damit das zweitbeliebteste

Haustier der Deutschen. Das Wie und ob

sich die Tiere wohlfühlen, wird in vielen

Internetforen aufopfernd diskutiert.

Darunter auch die Frage, ob man überhaupt

Vollzeit arbeiten und gleichzeitig

Hundehalter sein kann. Hundeexperte

Normen Mrozinski kann das nicht nachvollziehen

und macht mir Mut: „Zunächst

einmal sollte man sich nicht verrückt

Hundesitter statt Zwinger

Klar, ein großer Zwinger mit Hütte und

großem Auslauf kann im ländlichen

Raum, wo es ohnehin nicht viele Betreuungsangebote

für Hunde gibt, eine Option

sein – zumindest für denjenigen, der die

Möglichkeit hat, sich eine solche Anlage

aufs Grundstück zu bauen. Die habe ich

leider nicht, also zurück ins Internet. Das

Portal „Leinentausch“ wirbt mit Hundebetreuung

in Privathaushalten. Das soll ganz

easy funktionieren. Man meldet sich an,

erstellt ein Profil und gibt darin wichtige

Infos zu seinem Hund. Im nächsten

Schritt kann ich mir anschauen, welche

Hunde sitter in meiner Region ihre Dienste

anbieten und meinen Wunsch-Hundesitter

eine Kontaktanfrage stellen. Wenn

dieser sich die Betreuung meiner Hunde

zutraut, können wir uns treffen und

gegenseitig beschnuppern. Passt es, läuft

die Bezahlung über Leinentausch. Wenn

ich will, kann ich auch noch zwischen

zwei Rundum-Sorglos-Paketen wählen,

durch die meine Hunde dann haftpflichtversichert

sind und sogar der Tierarzt mit

abgedeckt wird.

46 Der Hund 08/2020


Grundsätzlich finde ich die Idee, einen

Dogwalker zu engagieren, gut, auch

wenn sich aus meiner Region bei Leinentausch

niemand registriert hat. Aber

diese Option kommt wahrscheinlich nur

für total unkomplizierte Hunde infrage

und nicht für solche, die alles fressen,

was sie nicht sollen (Hailey) und andere

Hunde hassen (Samy), oder? Ich hole mir

Tipps vom Profi und frage bei Vivien

Buckendahl nach. Sie ist selbst seit vielen

Jahren Dogwalkerin im Raum Hamburg

und bildet in diesem Bereich aus. „Offenheit

ist das A und O“, erklärt sie, „drücke

dem Betreuer gegenüber deine Bedenken

aus, dabei ist es egal, ob es sich um

das Fressen von Unrat oder um anderes

mutmaßlich unerwünschtes Verhalten

Erziehungsmethoden vertritt. „Hier gibt

es kein richtig oder falsch, wichtig ist,

dass es sich für dich stimmig anfühlt

und die Betreuungsform für deinen

Hund passt. Achte darauf, was deinem

Hund gut tut.“

Fremdbetreuung will

gelernt sein

Eines wird mir nach all diesen Recherchen,

Tests und Gesprächen klar: Den

richtigen Betreuer zu finden, braucht Zeit.

Und es gibt keine Garantie, dass es diesen

überhaupt gibt. Denn es ist gar nicht mal

so selten, dass sich Hunde nicht fremdbetreuen

lassen. Vor allem dann nicht,

wenn sie es im Prinzip nie gelernt haben.

Das ist ein Punkt, den ich beim nächsten

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Die richtige Betreuung

zu finden, erfordert Zeit

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Menschen mit Hund und online

sehr gefragte Expertin, erklärt,

wie die Arbeit mit Markersignalen

funktioniert und wie man sie im

Alltag mit Hunden anwendet

wie Aggression gegenüber Artgenossen,

Jagdverhalten oder einfach um einen

noch ungestümen Junghund handelt.

Gemeinsam könnt ihr schauen, ob es

eine Lösung gibt. In einer Betreuung können

durchaus auch ein bis zwei Hunde

mitlaufen, die etwas mehr Aufmerksamkeit

beanspruchen, ohne dass die Betreuungsperson

die restliche Gruppe aus den

Augen verliert. Ob sie das leisten kann

und möchte, muss aber jede Betreuerin

oder Dogwalkerin für sich entscheiden

und sollte dir dann eine ehrliche

Rückmeldung geben.“ Beim ersten Kennenlerntermin

sei es außerdem ratsam,

im Gespräch zu schauen, ob man die

gleiche Philosophie und die gleichen

Hund auf jeden Fall anders machen

werde. Aber jetzt geht es erst mal darum,

eine gute Übergangslösung zu finden.

Ein Nachbar ist denkbar, vielleicht ein

Gassigeh-Kumpel oder man macht sich

die Mühe und erstellt eine große Whats­

App-Gruppe mit allen Hundebesitzern

im Viertel. So kommen ganz beiläufig

auch noch viele neue Kontakte zustande.

Während ich darüber sinniere, klingelt es

an der Tür. Beide Hunde springen begeistert

auf. Meine Mutter kommt zu Besuch.

Als ich ihr von meiner Idee, eine Whats­

App-Gruppe zu gründen, erzähle, ist sie

begeistert und bekommt selbst Lust auf

neue Kontakte. Die Hundebetreuung ist

erst mal gesichert, gottseidank. =

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tierschutzgerecht

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PETFLUENCER

PERS NLICH

3 Fragen an Svenja von @herzenshuendinnen

Fotos: @herzenshuendinnen (2)


Mensch & Hund

Kaum ein Hundepaar in den sozialen Medien ist harmonischer

als das der beiden Mädels von Svenja. der Hund verrät sie

exklusiv, wie die beiden Australian Sheperd-Mischlinge

den Weg zu ihr fanden und warum alles so gut funktioniert.

Redaktion: Veronika Rothe

1. Was bedeutet es für dich, Petfluencer zu sein?

Ich muss immer schmunzeln, wenn ich den Begriff „Petfluencer“

höre. Dennoch ist mir bewusst, dass ich mit der Reichweite unseres

Instagram-Accounts auch eine gewisse Verantwortung habe.

Die Follower vertrauen auf meine persönliche Meinung, kaufen

Produkte auf meine Empfehlung hin oder wenden meine Tipps

in der Hundeerziehung an. Dass Blue und Sky inzwischen so viele

Follower haben, ist für mich immer noch vollkommen surreal. Als

ich unseren Account (damals noch allein für Blue) aus Freude an

der Fotografie und am Schreiben im Dezember 2017 eröffnet habe,

hätte ich nie damit gerechnet, dass irgendwann einmal so viele

Menschen unser gemeinsames Leben verfolgen. Ein Geheimnis

gibt es nicht. Ich habe von Beginn an einfach ganz ehrlich und

offen das gezeigt, was mir gerade so in den Kopf kam.

Das Wichtigste: Spaß an Instagram haben, authentisch sein

(nicht umsonst gibt es bei uns auch etliche lustige Schnappschüsse

zu sehen) und regelmäßiger Austausch mit der Community.

2. Wie kamst du zu zwei Beagle-Aussie Mischlingen?

Mein Freund und ich wollten irgendwann einen gemeinsamen

Hund haben. Wir haben uns damals im Internet und in Büchern

über Hunderassen informiert und uns für einen Australian

Shepherd entschieden. Als dann in unserer Familie kleine

Mischlings welpen aus Australian Shepherd und Beagle geboren

wurden, war es um uns geschehen. Eigentlich wollten wir zu dem

Zeitpunkt noch gar keinen Hund und eigentlich wollten wir die

Welpen ja auch „nur mal anschauen“. Aber wir haben uns direkt in

ein kleines Mädchen verliebt, das sich schon beim ersten Besuch

bei uns tief in den Arm kuschelte und direkt einschlummerte. Nach

einigem Hin und Her haben wir uns dafür entschieden, die kleine

Maus bei uns aufzunehmen. Und es war die richtige Entscheidung.

Mit Blue haben wir eine Hündin, die daheim unfassbar ruhig und

entspannt ist und den Großteil der Zeit schläft, sich aber auch

riesig freut, wenn sie draußen mal richtig Gas geben kann.

Als dann wieder Mischlingswelpen geboren wurden, woll ten

wir eigentlich wieder „nur mal gucken“. Ähnlich wie bei Blue

damals haben wir uns ziemlich schnell in ein kleines Welpenmädchen

verliebt, das uns nicht mehr losgelassen hat. Die Kleine

war vom ersten Tag an Blue sehr ähnlich. Nachdem Blue dann

die kleinen Welpen einige Wochen später kennengelernt hat und

zwischen ihr und dem besagten Welpenmädchen direkt eine ganz

besondere Bindung entstand, konnten wir gar nicht mehr nein

sagen. Blue und Sky lieben sich über alles, kuscheln, spielen und

genießen die Zeit zusammen. Ein größeres Geschenk hätte es für

uns alle nicht geben können!

3. Was rätst du Welpenbesitzern?

Neuen Welpenbesitzern gebe ich mit auf den Weg, sich nicht

allzu viel Stress zu machen und die Zeit mit dem Welpen auf

sich zukommen zu lassen. Eines kann ich aus unserer Erfahrung

heraus versprechen: Es wird ganz bestimmt Situationen geben,

in denen etwas nicht so läuft wie geplant – denn kein Welpe ist

wie der andere! Aber auch für ungeahnte Probleme gibt es immer

eine Lösung, die dann eben in der Situation genau die richtige ist

und sich in den seltensten Fällen durchplanen oder vorhersagen

lässt. Gerade am Anfang sind außerdem Ruhe und Geduld ganz

besonders wichtig. Es gibt wenig, was die Bindung zu dem

kleinen Welpen mehr stärkt, als viel zu kuscheln (sofern der Welpe

möchte) und gemeinsam neue Situationen drinnen und draußen

zu erkunden. Und ansonsten: Genießt die Zeit mit eurer kleinen

Fellnase! Denn auch diese Zeit ist, wie so oft im Leben, leider viel

zu schnell schon wieder vorbei ... =

Name:

Wohnort:

Beruf:

Svenja Alstede

Borken (NRW)

Beamtin im öffentlichen Dienst

Hunde: Aussie-Beagle-Mixe Blue (3) und Sky (1)

Follower: > 44.000

3 @herzenshuendinnen

3 www.herzenshuendinnen.de

www.derhund.de 49


Tierschutz

Foto: Vanessa Klisa, pfotegrafiert.de

Frauke Loup mit zwei ihrer drei Hunde,

Sparky (links, ehemaliger SinL-Hund) und Fly.

Hilfe für schwere

Jungs und Mädels

Vehementes Verteidigen von Ressourcen, ausgeprägtes Beutefangverhalten,

Beißvorfälle – landen schwierige Hunde im Tierheim, ist das für viele erst

einmal die Endstation. Häufig fehlen die Zeit und Möglichkeiten, intensiv mit

den Vierbeinern zu arbeiten und sie auf ein neues Zuhause vorzubereiten.

Genau solchen „unvermittelbaren“ Hunden helfen Projekt-Leiterin

Perdita Lübbe-Scheuermann und ihr Team mit „Start ins – neue – Leben“ (SinL).

Wir haben mit Hundetrainerin Frauke Loup über

das Projekt und seine Herausforderungen gesprochen.

Das Interview führte Lena Schwarz

Wie viele SinL-Hunde betreut ihr momentan im Tierheim

Viernheim und wie viele Menschen arbeiten im Projekt mit?

Im Projekt arbeiten acht Personen mit – Tierheimmitarbeiter, die

im Umgang mit schwierigen Hunden ausgesprochen gut geschult

sind und außerdem Trainer der Hunde-Akademie Perdita Lübbe

(3 www.hundeakademie.de). Im Tierheim Viernheim kümmern

wir uns zurzeit um circa 20 sogenannte SinL-Hunde. Auf

Pflegestellen befinden sich sechs SinL-Hunde. Zu den SinL-Hunden

im Tierheim gehört zum Beispiel der Herdenschutzhund Kambe. Er

war ursprünglich für ein paar Tage bei einer Frau, die ihn von einer

50 Der Hund 08/2020


Tierschutz

Tierschutzorganisation aus dem Ausland übernommen hatte.

Kambe lief keine Treppen, das war einer der Gründe, weshalb

er weg musste. Im Tierheim stellte sich heraus, dass er sehr

wachsam ist und Territorialverhalten an den Tag legt. Außerdem

reagiert er aus dem Selbstschutz heraus, und zwar, wenn fremde

Menschen ihn anfassen wollen. Labrador Melgarve kommt aus

einer Familie. Er verteidigt Futter und das wurde mit einem

Kleinkind in der Wohnung zu gefährlich. Malinois Byongo kommt

aus einem anderen Tierheim, wo ihm kein Maulkorb aufgesetzt

werden konnte. Dieser ist allerdings notwendig, denn Byongo

geht bei Begegnungen mit fremden Menschen nach vorne und es

kann beim Anfassen und bei Untersuchungen passieren, dass er

beißt. Er verteidigt außerdem Ressourcen. Mischlingshündin Mbiri

hat in ihrem früheren Zuhause einen Welpen totgebissen und

Euthanasie stand zur Debatte. Sie wurde dann aber im Tierheim

abgegeben. Rüde Dzedze kommt aus einem anderen Tierheim.

Er war dort gelandet, weil er zu schwierig wurde und wäre fast

eingeschläfert worden, weil er eine Mitarbeiterin beim Geschirr-

Anziehen gebissen hatte.

Was passiert, wenn die Hunde zu euch kommen?

Jeder Hund wird zu Beginn gründlich tierärztlich untersucht. Es

wird ein großes Blutbild gemacht und die Hunde werden geröntgt.

Ganz gleich, ob der Hund aus einem anderen Tierheim stammt

oder ob es sich um einen Fund- oder Abgabehund handelt: Es ist

notwendig, den jeweiligen Hund gut und schnell einschätzen zu

können, um zu wissen, welche Charaktereigenschaften er hat.

Beobachtungsgabe ist gefragt, um Tendenzen des Hundes zu

sehen. Das Erkennen von Hunden ist für uns das A und O. Daher

führen wir Verhaltenstest durch, um für uns Informationen zu

erhalten, um einen Info-Text für die Website erstellen und um

Interessenten ausführlich beraten zu können.

Euch ist es wichtig, den Hunden die Chance geben, zu wachsen –

was beinhaltet das für euch?

Leider ist es gang und gäbe, dass schwierige Hunde abgestempelt

werden und teilweise sogar abgeschottet leben. Es passiert

nicht selten, dass Hunde, die „Spezialeffekte“ aufweisen, auf

ihre Verhaltensproblematik reduziert werden. Dabei wird

meist übersehen, was in ihnen steckt. Wir heißen die Hunde

willkommen. Wir mögen sie, wir bauen Vertrauen auf, wir geben

Nähe, wir schenken Respekt, wir fordern umgekehrt Respekt – im

Sinne von Achtung –, wir lassen nicht zu, dass sie uns „benutzen“,

also zum Beispiel bedrängen. Wir geben Sicherheit, Schutz

und Halt. Und wir ermöglichen den Hunden kopfmäßige und

körperliche Auslastung – sei es Gegenstandssuche, Schwimmen,

Mantrailing oder auch am Fahrrad laufen.

Welche Anforderungen an das Team sind damit verbunden?

Wir integrieren die Neulinge von Anbeginn in die alltäglichen

Abläufe. Sie erhalten Sozialkontakte zu Menschen und Hunden.

Unser Team arbeitet dabei eng zusammen, denn der Umgang mit

den schweren Fällen ist nicht ungefährlich. In der Anfangszeit

sind wir beispielsweise mindestens zu zweit, wenn wir mit einem

schwierigen Kandidaten zu tun haben. Man darf nicht nachlässig

werden, was Sicherheitsvorkehrungen anbelangt.

Einige der schwierigen Hunde kommen direkt mit Maulkorb.

Sie behalten ihn die ersten Tage auf und wir trainieren, einen

zweiten Maulkorb darüber zu ziehen, denn ohne dieses wichtige

Hilfsmittel können die Hunde nicht gehändelt werden. Wir gehen

Hündin Chava traut sich mit Tierheim-Mitarbeiterin

Alisa Bender aufs Trampolin im großen Auslauf.

Foto: Elmar Biel

www.derhund.de 51


Tierschutz

mit den Hunden raus, sie erhalten Strukturen und Orientierung

und wir bauen Vertrauen auf. Wenn das Gefühl ein gutes ist, wird

der Maulkorb situativ abgezogen, aber er wird beim Herausholen

des Hundes wieder aufgesetzt, denn es hat niemand etwas davon,

wenn ein Mensch verletzt wird.

es eine besondere Herausforderung, sich dort hinaufzutrauen

und den wackeligen Untergrund zu betreten. Es ist eine von

vielen Situationen, die die Hunde zu Beginn mit dem Menschen

gemeinsam bewältigen und aus denen heraus sie Vertrauen zu

ihren Bezugspersonen aufbauen.

Ihr vergesellschaftet die SinL-Hunde und bringt sie tagsüber

teilweise in einer größeren Gruppe zusammen. Wie geht ihr vor

und warum ist das so wichtig?

Wir schauen bei einem Neuankömmling zunächst nach einem

WG-Partner, mit dem er zusammenwohnen kann. Wir möchten,

wenn es möglich ist, keinen Hund allein halten. Die Kontakte zu

Artgenossen sind deshalb so wichtig, weil es sich bei Hunden

um höchst soziale Lebewesen handelt. Gerade die schwierigen

Hunde warten oft lange auf ein passendes Zuhause. Diese Zeit

sollen sie lieber zu zweit als allein verbringen. Sie setzen sich mit

ihrem Gegenüber auseinander, sie toben miteinander, zoffen sich

auch mal, liegen manchmal beieinander. All das ist wichtig für

die Hunde und Tausend Mal besser als isoliert zu sein. Außerdem

schauen wir uns an, wie sich die Hunde in unserer großen Gruppe

verhalten. Das dient zum einen der Auslastung, zum anderen

können wir noch mehr Informationen über den jeweiligen Hund

sammeln. Einige Hunde sind täglich in der großen Gruppe dabei,

für manche sind eher Zweier-Konstellationen sinnvoll. Einzelne

nehmen wir ausschließlich unter Aufsicht mit in die Gruppe.

In eurem Auslauf steht ein großes Trampolin. Wozu?

Die Ausläufe sollen Abwechslung bieten – das ermöglicht

zum Beispiel dieses Trampolin. Die Hunde nutzen es gern als

Aussichtsplattform oder zum Herumtoben. Für Neuzugänge ist

Die SinL-Hunde tragen neuerdings fast alle Namen aus der

Bantusprache Shangaan. Weshalb?

Seit Jahren reisen Perdita Lübbe-Scheuermann und ihr Mann

regelmäßig nach (Süd-)Afrika. Daraus entstand ihr erstes

Tierschutzprojekt „Rettet das Nashorn“. Sie entwickelten darüber

hinaus eine Leidenschaft für den Kontinent, die Menschen und die

Kultur. Shangaan wird in Teilen Südafrikas gesprochen, daher lag

es nahe, bei der Namensgebung in diese Richtung zu schauen. Ein

Malinois heißt zum Beispiel Majengelane (Maschingalaan). Das

bedeutet „security“ und das ist er wahrlich. Mbiri bedeutet „zweite

Chance“ und Kambe „Neuanfang“. Unsere Hunde heißen nicht

nur – sie leben ihre Namen und das ist uns wichtig.

Ihr habt schon mehr als 50 Hunde aus eurem Projekt vermittelt, an

Menschen mit Hundeerfahrung. Was bedeutet dieses Wort für euch?

Hundeerfahrung haben bedeutet für uns vor allem, gut die

Körpersprache und das Ausdrucksverhalten von Hunden

erkennen und einordnen zu können. Letztendlich ist jedoch nicht

das theoretische Wissen, sondern die praktische Umsetzung

das Entscheidende. Es kommen Menschen infrage, die nicht nur

reden, sondern die vor allem durch ihre Handlungen zeigen,

dass sie einen schwierigen Hund führen können bzw. sich dabei

von uns unterstützen lassen. Jemand, „der schon immer Hunde

hatte“, kann geeignet sein, muss aber nicht. Wer dem Hund erst

Foto: Elmar Biel (2)

Im Auslauf kann das Team die Hunde gut beobachten und die Vierbeiner,

die Menschen weniger aufgeschlossen gegenüberstehen, sehen,

dass andere Hunde neugierig auf sie zugehen und sich streicheln lassen.

52 Der Hund 08/2020


Tierschutz

Die SinL-Hunde sind im Tierheim Viernheim untergebracht.

Foto: Silke Giesing

Mit jedem Hund im Projekt wird je nach seinen „Spezialeffekten“

trainiert. Hier üben die langjährige Tierheim-Mitarbeiterin

Nicole Tomera und Bundesfreiwilligendienstleistender

Niklas mit Malinois Byongo eine Begrüßungssituation.

einmal zeigen will, wo der Hammer hängt, passt ganz sicher

nicht, genauso wenig, wie Menschen, die den Hund „erst einmal

über Wochen ankommen“ und ihn selber entscheiden lassen

möchten, was er möchte oder nicht. Das wäre kontraproduktiv.

Es braucht ein ruhiges, souveränes Auftreten, ein gutes Standing

und es gehört die Kunst dazu, Dinge nicht persönlich zu nehmen.

Außerdem ist ein sehr verantwortungsvolles Handeln vonnöten.

In ganz Deutschland gibt es viele weitere schwierige

Tierheimhunde, die kaum eine Chance auf Vermittlung haben. Alle

könnt ihr nicht aufnehmen. Was ratet ihr Hilfesuchenden?

Wenn sich Hundehalter melden, die einen problematischen

Hund haben, dann empfehlen wir, dass sie sich professionelle

Unterstützung suchen und mit dem Hund arbeiten. Im besten

Fall kann der Hund in seinem Zuhause bleiben. Die Hundeschule,

die aufgesucht wird, sollte im Umgang mit solch schwierigen

Kandidaten erfahren sein. Es darf nicht herumprobiert werden,

sondern es braucht ausgesprochen kompetente Unterstützung.

Wir weisen darauf hin, dass bei uns Intensivtrainings

durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die Hundehalter mit

ihrem Hund über mehrere Tage kommen können und jeden Tag

zwei Trainingseinheiten stattfinden.

Auch Tierheime können sich von uns beraten lassen und

Trainingsstunden in Anspruch nehmen. Für Tierheimmitarbeiter

gibt es außerdem die Möglichkeit, sich fortzubilden und zu lernen,

zum Beispiel, wie man Einschätzungen durchführt, wie man mit

schwierigen Hunden umgeht und was bei Vergesellschaftungen

zu beachten ist. Wir bieten in Viernheim zum Beispiel immer

wieder entsprechende Seminare bzw. auch Schulterblicke an, bei

denen man uns beim Training begleiten kann.

Die intensive Arbeit mit den Hunden erfordert viel Zeit,

Feingefühl und ist sicher auch sehr kostenintensiv. Können euch

Hundefreunde unterstützen?

Die Betreuung der Hunde und das Training sind mit einigen

Kosten verbunden. Wir benötigen daher vor allem finanzielle

Unterstützung. Mehr denn je sind wir auf Spenden angewiesen,

um das Projekt am Laufen zu halten. Wir danken jedem, der hilft:

Animal Rescue – Tierrettung ohne Grenzen e. V.

„Start ins – neue – Leben“

Sparkasse Heidelberg

IBAN: DE59 6725 0020 0009 2924 20

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www.derhund.de 53


Wenn das

Foto: methaphum/stock.adobe

Denken

schwächelt


Gesundheit & Ernährung

Längst ist erwiesen: Hunde können an seniler Demenz erkranken,

dem sogenannten „Hunde-Alzheimer“. Sie ist vergleichbar mit der

häufigsten Demenzerkrankung beim Menschen. Was dahinter steckt und

wie wir unseren Lieblingen helfen können, erklärt Barbara Wardeck-Mohr.

Nach der Entdeckung

der Alzheimererkrankung

beim Menschen

dauerte es nochmals

fast 100 Jahre, bis

die Veterinärmedizin

die Demenzerkrankung

auch bei Hunden erforschte und vor

etwa 20 Jahren zu behandeln begann. Sie

wird auch als Kognitives Dysfunktions-

Syndrom (CDS) bezeichnet. Statistisch

erkrankt etwa jeder vierte Hund zwischen

dem siebten und neunten Lebensjahr an

Demenz, wobei Hunde größerer Rassen

früher betroffen sind als mittelgroße

und kleine. Leider wird nach wie vor die

Erkrankung bei Hunden häufig erst in

einem fortgeschrittenen Stadium zu spät

oder gar nicht erkannt und bleibt in zahlreichen

Fällen unbehandelt.

krankhafte Leitsymptome der Demenzerkrankung

vom normalen Alterungsprozess

eines Hundes abzugrenzen.

Auch andere Erkrankungen können vergleichbare

Symptome hervorrufen, wie

etwa Beeinträchtigungen des Seh- oder

Hörvermögens. Klarheit kann nur eine

regelmäßige, genaue Diagnostik liefern.

Tierarzt Dr. med. vet. Volker Finkenauer

aus Armsheim in Rheinhessen erklärt:

„CDS ist kein Massenphänomen, die

Häufigkeit liegt aus meiner Sicht unter

fünf Prozent. In den mir bekannten Fällen

sind die betroffenen Hunde, unabhängig

vom Geschlecht, alle über zehn Jahren

alt, meist noch älter. Da das Gehirn –

wie jedes andere Organ – auch altert,

können Demenzsymptome mit körperlichen

Symptomen verwechselt werden

und umgekehrt.“

Betroffene Hunde können desorientiert,

abwesend oder unruhig sein, erklärt

der Veterinär und listet gängige Anzeichen

auf: „Gewohnte Wege oder Orte, wie

der Schlafplatz, werden nicht gefunden

oder der Hund steht längere Zeit mitten

im Raum, zum Beispiel orientierungslos

mit dem Kopf zur Wand. Ebenso können

Kontrollverlust beim Harn- bzw. Kotabsatz

vorkommen.“ Solche Situationen sind für

Hunde, die zuvor stubenrein waren, häufig

nicht leicht zu ertragen. „Die geistigen

Ausfälle wie Desorientierung und Nicht-

Erkennen sind nach meinem Dafürhalten

bei Demenz eindeutig, die motorischen

Ausfälle und Kontrollverluste können hingegen

auch körperlichen Ursprungs sein“,

sagt Dr. Finkenauer. „Da CDS eine Alterserkrankung

ist, kommen gleichzeitig auch

Veränderungen im Gehirn

Hauptmerkmale bei der Alzheimererkrankung

sind die sogenannten Alzheimer

Plaques. Das sind stark veränderte

Proteine, die sich an der Außenseite von

Nervenzellen ansammeln. Diese Ablagerungen

verhindern die reibungslose Informationsübertragung

im Gehirn, weshalb

es zu Übersetzungsfehlern kommt. Das

Gehirn ordnet Wahrnehmungen falsch

zu, Informationen werden bei ihrer Übertragung

im wahrsten Sinne des Wortes

versetzt. Das bedeutet: CDS führt zu dauerhaften

krankhaften Veränderungen im

Gehirn des Hundes.

Wird mein Hund nur älter

oder doch dement?

Die Schwierigkeit besteht vor allem darin,

Das kann auf Demenz hinweisen

„ Desorientiert-Sein, desorientiertes Herumwandern (Hauptleitsymptom)

„ Verändertes Interaktionsverhalten gegenüber bekannten Menschen und Tieren

„ Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus, wie vermehrtes Schlafbedürfnis

tagsüber, nachts unruhiger und kurzer Schlaf

„ Änderungen bei Aktivitäten, Vorlieben und im Gesamtverhalten

„ Verlernen von bekannten Zusammenhängen, wie an der falschen Türseite warten,

Fehleinschätzungen von Abständen und Größenverhältnissen

„ Ins-Leere-starren, sich im Garten oder Haus nicht mehr zurechtfinden

„ Den eigenen Besitzer nicht mehr erkennen

„ Reduziertes Interesse an Zuwendung

„ Geringes Interesse an Spielzeug, der Umwelt, an Kontaktaufnahme

„ Stimmungsschwankungen mit erhöhter Reizbarkeit

„ Unsauberkeit, Verlernen der Stubenreinheit, reduziertes Anzeigen, dass Urin oder

Kot abgesetzt werden müssen

„ Stereotypes Auf-und-ab-Laufen mit wenig zielgerichteten Aktivitäten

www.derhund.de 55


Gesundheit & Ernährung

Für den betroffenen Hund ist es

überaus wichtig, dass er schnellstmöglich

einen veränderten Tagesablauf mit

häufigen angepassten Reizsetzungen

und Abwechslung bekommt.

andere geriatrische Erkrankungen vor, wie

Gelenk-, Herz- und Nierenleiden.“ Nach

der Erfahrung des Tierarztes akzeptieren

viele Halter nachlassendes körperliches

Leistungsvermögen allerdings eher als die

Veränderungen, zu denen CDS führt.

Eine frühzeitige Diagnose

ist wichtig

Fehleinschätzungen solcher Beeinträchtigungen

führen manchmal dazu, dass

Hundehalter die Krankheit völlig verkennen

oder sogar meinen, ihr Hund sei

einfach „nur stur“, wenn er nicht mehr

wie gewohnt reagiert. Oft wird auch zu

lange mit einer Untersuchung gewartet,

wenn ein Verdacht besteht. Wer nach

dem Motto: „Das hat Zeit bis zur nächsten

Impfung!“ handelt, verpasst die Chance,

das Problem frühzeitig feststellen und

eine Behandlung einleiten zu lassen. Das

ist aber für die möglichst lange Erhaltung

der Lebensqualität des Hundes von entscheidender

Bedeutung.

Hinzu kommt, dass eine Demenzerkrankung

bei Hunden nicht einfach nebenbei

ohne konkrete Hinweise des Halters

festzustellen ist. Genaue Angaben zur

Symptomentwicklung über einen längeren

Zeitraum sind nötig. Ein gutes Instrument

ist ein mehrwöchiges Beobachtungstagebuch

mit zuverlässigen Angaben, das

Sie mit den Tierärzten besprechen können.

Die Auswertung ermöglicht eine bessere

Abgrenzung CDS-bedingter Beschwerden

zum normalen Älterwerden. Wenn

Beobachtungstagebuch für Hundehalter

ein Verdacht auf Demenz besteht, ist eine

monatliche Vorstellung beim Tierarzt zur

genauen Abklärung hilfreich.

„ Welches veränderte Verhalten zeigt Ihr Hund und seit wann?

Helfen, wenn der Hund

dement wird

Bei einer Alzheimer-Erkrankung dürfen

Hunden ausschließlich vom Tierarzt verordnete

Medikamente bekommen. Doch

„ Datum und Ausprägung der Veränderungen, z. B. leicht, mittel, stark

„ Häufigkeit: Zunahme, Abnahme

„ Besteht bereits ein sichtbarer Leidensdruck für den Hund?

„ Wann und in welchem Kontext zeigt der Hund die

genannten Verhaltensveränderungen?

„ Kommen weitere neue Veränderungen bzw. Symptome hinzu, wenn ja, welche?

„ Treten diese zunehmend häufiger und intensiver auf?

„ Hat ein Tierarzt andere medizinische Ursachen ausgeschlossen?

„ Wann wurde Ihr Hund zuletzt gründlich untersucht, z. B. Labor, Thorax?

„ Gibt es veränderte Lebensumstände für den Hund, z. B. Stress in der Familie?

56 Der Hund 08/2020


Exklusiv bei

DAS FUTTERHAUS

auch Zusatzpräparate wie Coenzym Q 10, L-Acetyl-Carnithin

oder Vitamin E werden empfohlen. „Es gibt keine hundertprozentige

Therapie. Ich versuche, analog zur Therapie beim

Menschen, dem Organismus mit geriatrischen oder durchblutungsfördernden

Stoffen – Gingko, Ginseng, Propentophyllin

– zu helfen. Als gezielte Prävention sind altersgerechte Ernährung

und Bewegung sicher sehr sinnvoll wie auch geistige

Anregungen“, erklärt Tierarzt Dr. Finkenauer.

Für den betroffenen Hund ist es überaus wichtig, dass er

schnellstmöglich einen veränderten Tagesablauf mit häufigen

angepassten Reizsetzungen und Abwechslung bekommt.

Dazu gehören kleinere Futtergaben über den Tag verteilt, kürzere,

aber häufigere Spaziergänge, vermehrte Ansprache und

Zuwendung, außerdem Fellpflege und vor allem auch Kopfarbeit.

All das wirkt sich günstig auf den Krankheitsverlauf aus,

wenngleich eine Heilung leider nicht möglich ist.

Mit viel Einfühlungsvermögen sollten Hundehalter ihrem

Dauerpatienten ein stabiles Umfeld mit Sicherheit und

Vertrauen schaffen. Studien beweisen, dass die Mehrzahl der

an Demenz erkrankten Hunde bei einer entsprechend guten

Versorgung keinesfalls eine verkürzte Lebenserwartung haben.

Je eher Sie also auf Vorzeichen reagieren, umso besser können

Sie Ihren Hund begleiten – und das Wissen auch an andere

Hundehalter weitergeben. =

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jede Lebenslage

• Von Experten entwickelt

• Für individuelle

Bedürfnisse

• Abgestimmt auf die

Hundegröße

Anzeichen des Alterungsprozesses

bei Hunden

„ Nachlassende Aktivitäten

„ Geringere Bewegung/ Bewegungsdrang

„ Geringere körperliche Belastbarkeit

„ Veränderungen bei Appetit und Körpergewicht

„ Verschleißerscheinungen an Gelenken,

Muskeln, Organen

„ Nachlassende Durchblutung von Organen,

auch Herz und Gehirn

„ Verlust der Stubenreinheit (Schließmuskel-Problem)

„ Verhaltensauffälligkeiten in

mannigfaltiger Ausprägung

„ Störungen des Verdauungsapparats

„ Linsentrübung

„ Graue Schnauze

„ Maulgeruch und Zahnerkrankungen

„ Bluthochruck und Übergewicht

„ Schilddrüsenerkrankung

„ Diabetes, Tumorerkrankung

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Gesundheit & Ernährung

SO HILFT HANF

Hinter der Abkürzung CBD, die immer häufiger bei Ergänzungsprodukten

für Hunde auftaucht, steckt eine Form des Cannabis. Dieses kommt in Hanf

vor und darf seit 2016 als therapeutische Unterstützung beim

Menschen eingesetzt werden. Wir erklären, was dahinter steckt.

Text: Susanne C. Steiger

Hanf ist seit Jahrhunderten

als Heilpflanze in Gebrauch.

Die Hanfpflanze enthält

rund 80 Wirkstoffe, viele

davon werden für Arzneimittel

genutzt. Marihuana und Haschisch,

die ebenfalls aus Hanf gewonnen werden,

beinflussen die Psyche. „Die Besonderheit

ist, dass die cannabinoiden Wirkstoffe

sich sowohl beim Mensch als auch bei

Tieren im Nervensystem an bestimmte

Rezeptoren andocken“, wie Dr. med. vet.

Julia-Rebecca Llewellyn von der Tier klinik

Ismaning erklärt. „Dieses sogenannte

endogene Cannabinoid-System ist ein

Teil des Nervensystems und existiert bei

allen Säugetieren. Die Rezeptoren sind

zum einen im Gehirn und zum anderen

in bestimmten Zellen des Immunsystems

sowie in den Knochenauf- und -abbauenden

Zellen zu finden. An diese Rezeptoren

bindet sich das CBD.

Das etwas andere Hanf-Öl

CBD ist die Kurzform von Cannabidiol,

einem der nützlichen Inhaltsstoffe der

Hanfpflanze. Im Unterschied zu THC enthält

es keine betäubenden oder berauschenden

Wirkstoffe. Dafür aber bewirkt es

beim Einsatz als unterstützende Therapie

positive Effekte bei einer Reihe von Erkrankungen.

Seit 2018 ist CBD-Öl der Tierärztin

als Ergänzungsmittel bekannt, das

bei Patienten positive Wirkungen zeigen

kann. Bisher gibt es vor allem in den USA

Studien, die den medizinischen Effekt des

Cannabidiols beim Menschen untersuchen.

Die Zulassung als Medikament ist dort auf

bestimmte Einsatz gebiete beschränkt und

nur bei ent sprechender Indikation erlaubt.

Doch dort, wie auch hier seit gut zwei Jahren,

wird CBD-Öl häufiger zur Anwendung

bei Hunden empfohlen. Dabei betont

Dr. Llewellyn: „Die Wirkstoffe eines CBD-

Öls finden wir nicht im handels üblichen

Hanföl. Das therapeutische Cannabis wird

speziell gewonnen und der Extrakt dann

mit anderen Ölen gemischt, um einen

medizinische Dosierung zu ermöglichen.“

Erste US­ amerikanische Studien belegen

den positiven Effekt bei der ergänzenden

Behandlung von Epilepsie bei Hunden.

„Was fehlt, ist eine eindeutige EU-weite

rechtliche Regelung und damit auch eine

Zulassung als medizinisches Produkt“, sagt

die Tierärztin. Das hindert Julia-Rebecca

Llewellyn nicht, die beobachteten positiven

Wirkungen bei verschiedensten Erkrankungen

zu berücksichtigen. So kommt

es vor, dass sie CBD-haltige Präparate bei

www.derhund.de 59


Gesundheit & Ernährung

Patienten anspricht, deren Hundehalter

gerne unterstützend unbedenkliche Mittel

geben wollen.

Hilfreich von Angst bis Tumor

Die Liste der Beschwerden, bei denen die

Hanfextrakte eingesetzt werden können,

ist recht umfangreich. Die Tierärztin zählt

unter anderem auf:

• Epilepsie

• Übelkeit

• Appetitlosigkeit

• Angstzustände

• Entzündungen

• Hauterkrankungen

• geschwächtes Immunsystem

• Schmerzen z. B. bei HD

oder Osteo-Artitis

• Arthrose

• IBD (chronische Darmentzündung)

• Krampfanfälle

• in der palliativen Tumortherapie

• in der Begleitung von Chemotherapie

Der große Vorteil bei CBD sei, dass es wenig

Nebenwirkungen habe. „Zwar klagen

Menschen vereinzelt über Kopfschmerzen

und Schwindel, dies ist bei Hunden aber

schwer zu erkennen.“ Eine Umstellung

kann es für den Darm sein, wenn Hunde

Öle nicht so gewöhnt sind. „Dann kann es

schon einmal zu Durchfall kommen. Aber

in der Regel ist die Menge ja so gering, dass

sich schnell eine Gewöhnungseffekt einstellt.“

Neben der direkten Gabe über das

Futter wirkt CBD-Öl auch über die Haut.

Gerade bei Hauterkrankungen könne das

Auftragen Hilfe bringen, erklärt sie weiter.

Natürlich ist die Anwendung immer nur

eine Empfehlung, denn Hundehalter müssen

dies von sich aus wollen. CBD ersetzt

in dem Sinne keine klassischen Medikamente,

das betont Dr. Llewellyn. So wird ein

Hund nie komplett schmerzfrei sein, wenn

CBD zur Linderung bei Hüft­ Dysplasie eingesetzt

wird. Dennoch schätzt sie die positiven

Effekte: „Bei Epilepsie beispielsweise

hat sich deutlich gezeigt, dass sowohl die

Anfallshäufigkeiten durch die Gabe von

CBD zurückgehen als auch der Bedarf an

Krampfanfalls-blockenden

Medikamenten,

sogenannten Antikonvulsiva, gesenkt

werden kann.“ Dies belegt eine Anfang

2019 veröffentlichte Studie der Cornell-

Universität, New York. Damit verbessere

CBD grundsätzlich die Lebenssituation für

an Epilepsie leidende Hunde.

Angepasste Dosierung

Wichtig sei allerdings, auf die Darreichungsform

der CBD-Präparate zu

achten. Man könne nicht einfach für

Menschen zugelassene CBD-Öle verwenden.

„Im Humanbereich zugelassene CBD-

Öle enthalten oft Xylit, um die Bitterstoffe

geschmacklich zu übertönen. Xylit ist aber

für Hunde giftig“, rät die Tierärztin von der

Gabe ab. „Anders ist es beispielsweise mit

speziellen Ölen für Tiere, hier gibt es welche

für Katzen zum Beispiel, die mit Vanille

angereichert sind. Das ist unproblematisch.

Grundsätzlich kommt es auf den Anteil der

CBD-Extrakte an, mit denen ein neutrales

Träger-Öl angereichert wird.“ Die Dosierung

variiert ebenfalls, einen Einheitswert

kann man kaum festlegen.

„Das Cannabinoid CBD und viele andere

werden bei einem Vollspektrum-Extrakt

unter Verwendung der gesamten Hanfpflanze

extrahiert. Da vom CBD-Extrakt

nur eine ganz kleine Menge im Milligrammbereich

gebraucht wird, wird der

Extrakt auf einen Träger aufgebracht,

welcher die Handhabung einfacher macht.

Im Falle eines CBD-Öls ist das ein beliebiges

Öl. Die meisten handelsüblichen

CBD-Öle für Tiere verwenden ein pflanzliches

Trägeröl“, erläutert Virginia Fox,

derHund Club-Expertin und CBD-Fachfrau

von Chillax, die Aufbereitung des Hanfs

für therapeutische Zwecke. Oft wird der

CBD-Anteil in Prozent angegeben – für die

Verabreichung ist jedoch die Angabe im

Milligramm je Kilogramm Körpergewicht

entscheidend: „Die Dosierung für Tiere

wird anhand des Körpergewichts berechnet.

Eine normale Tagesdosis sehen wir bei

2 mg pro 5 kg Körpergewicht, eine mittlere

Dosis: 3 mg/5 kg Körpergewicht und eine

hohe Dosis bei 4 mg/5 kg Körpergewicht“,

rechnet Virginia Fox vor. Während viele

Hersteller CBD-Öle anbieten, gibt es auch

Illustration: please buy my work I/stock.adobe

CBD-Rezeptoren im Hundekörper

CBD-Rezeptoren unterscheiden sich in

CB1 = hauptsächlich im Gehirn und zentralen

Nervensystem und solche von Typ CB2 =

in Organen und im Immunsystem angesiedelte.

Die Grafik verdeutlicht dies beispielhaft.

60 Der Hund 08/2020


Gesundheit & Ernährung

solche, die den Extrakt in Leckerlies einbacken:

„So ist die Handhabung für die

Besitzer noch einfacher und für die Hunde

komplett stressfrei“, berichtet Virginia Fox.

Keine Wundermittel

aber hilfreich

Aus ihrer Erfahrung heraus weiß

Dr. Llewellyn, dass CBD nicht immer

und bei jedem Hund dieselbe Wirkung

hat. „Es kommt auch auf die Rasse, entsprechend

typisches Verhalten oder die

grundsätz liche Veranlagung an“ erklärt

sie die Unterschiede. „Mit entscheidend

ist auch, ob die Halter selber eine Wirkung

beziehungsweise Einfluss auf die Wirkung

haben. Bei der Anwendung gegen Angstzustände

beispielsweise – hier geht es ja

häufig mehr um die Psyche als um gesundheitliche

Beeinträchtigungen. Doch die

positive Wirkung, die sich bei Schmerzlinderung

oder auch in der begleitenden

Therapie bei Tumoren bezeichnet, ist für

mich Grund genug, Hundehaltern bei

Nachfrage die Möglichkeit aufzu zeigen.“

Hinzu komme, dass in den vergangenen

Jahren immer mehr Hundehalter nachfragen,

ob sie nicht etwas Unterstützendes

zu klassischen Therapien geben könnten,

um die Wirkung zu verbessern. Die Bereitschaft,

pflanzenheilkundliche Präparate

einzusetzen, sei deutlich größer geworden.

„Und eine Überdosierung von CBD

ist eher unwahrscheinlich, denn wenn

die Rezeptoren, an denen die Canabidiole

andocken können, alle besetzt sind, ist

das Maximum erreicht und der Rest wird

nicht gespeichert oder verwertet.“ Dennoch

ist ihr Rat, immer abzuwägen, ob

und wann CBD eingesetzt werden soll. Es

spricht nichts dagegen, CBD als Unterstützung

einzusetzen. Sie rät allerdings davon

ab, Bewährtes einfach komplett durch

CBD zu ersetzen, das Risiko sei einfach zu

groß. Es spricht aber nichts dagegen, die

gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, und

beispielsweise wie bei Epilepsie auch altbekannte

und erfolgreiche Mittel mit CBD

zu er gänzen und dadurch die klassische

Medikation zu reduzieren. =

Cannabinoide

(aus Hanfpflanzen)

„ C B D: Cannabidiol –

nicht berauschend

„ THC: Tetrahydrocannabinol –

berauschend

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Wunderwerk

Bewegungsapparat

Die Körper unserer Hunde sind auf Bewegung ausgelegt und

Wunderwerke des Energiesparens. Was Sie unbedingt über den

Bewegungsapparat Ihres Hundes wissen sollten, was ihm guttut und warum

Sie auf das Werfen von Bällen besser verzichten, erfahren Sie hier.

Text: Lena Schwarz


Gesundheit & Ernährung

Foto: Conny Hagen/stock.adobe

Neben dem Fahrrad entlangzutraben kostet den Hund nicht nur kaum Energie, sondern gibt

den Köpfen in den Gelenken auch nicht die Möglichkeit, gleichmäßig versorgt zu werden.

Sprünge, bei denen der Hund auf der Hinterhand

landet, sollten besser vermieden werden.

Foto: ksuksa/stock.adobe

Was schätzen Sie: Wie

viel Energie verbraucht

ein aktiver

Hund, der mehrere

Stunden pro Tag im

Freilauf unterwegs ist, für die Fortbewegung?

Zwanzig Prozent – fünfzig Prozent?

Noch mehr oder weniger?

Tatsächlich wendet ein aktiver Vierbeiner

gerade einmal fünf bis zehn Prozent

seiner Energie täglich für die Bewegung

auf. Dieser Wert lässt erahnen, wie

gut der Körper des Hundes auf Bewegung

ausgelegt ist. Der Großteil der Energie,

rund 70 Prozent, gehen für den Wärmehaushalt

drauf: Der Körper muss konstant

auf rund 38,5 Grad Celsius gehalten

werden – das kostet.

Auf Bewegung ausgelegt

„Hunde sind Schlaftiere und Lauftiere.

Dazwischen ist nicht viel“, sagt der Bewegungsforscher

und Zoologe Professor

Martin S. Fischer von der Universität Jena.

Er hat untersucht, wie die Bewegungsapparate

unserer Hunde funktionieren

und weiß, welche Bedürfnisse wir erfüllen

sollten, damit unsere Lieblinge sich lange

frei und gesund bewegen können.

Egal ob Chihuahua oder Irischer Wolfshund,

die grundsätzlichen Bewegungsabläufe

sowie der Aufbau von Knochen,

Muskeln, Bändern, Sehnen und Gelenken

sind bei allen Hunden gleich. Bei gesunden

Vierbeinern lasten rund 60 Prozent

des Körpergewichts auf der Vorderhand

und 40 Prozent auf der Hinterhand.

Aufgabenverteilung:

Hinterhand

Den Schub für die Fortbewegung liefern

vor allem die hinteren Gliedmaßen.

Damit dabei möglichst wenig Energie

verloren geht, sind Gelenke nötig. „Die

Kraft soll von den Zehen über die Füße,

Unterschenkel, Oberschenkel und das

Becken in die Wirbelsäule geleitet werden.

Das, was in die Wirbelsäule als Kraft

gelangt, führt den Hund nach vorne“,

erklärt Professor Fischer.

Eine wichtige Rolle bei der energiesparenden

Fortbewegung spielen Sehnen. Sie

sind dehnbar, können wie ein Gummiband

Energie aufnehmen und umwandeln. So

wird durch das Körpergewicht etwa die

Achillessehne gedehnt, wenn der Hund

auftritt. Anschließend schnellt sie zurück:

Bewegung schafft Bewegung. Hunde ziehen

bei jedem Schritt einen Nutzen aus

der Schwerkraft. „Das ganze System ist so

ausgelegt, dass der Hund möglichst wenig

aktive Energie verbraucht und möglichst

viel passiv macht“, sagt der Experte.

Aufgabenverteilung:

Vorderhand

Der Bewegungsapparat im vorderen

Teil des Körpers ist darauf ausgelegt, mit

Sprüngen umzugehen: Die Vorderhand ist

nicht mit dem Rumpf verbunden – Hunde

haben also kein Schlüsselbein. Stattdessen

halten Muskelschlingen das Schulterblatt

an seiner Position. Das können Sie

an Ihrem Hund nachfühlen, während er

auf der Seite liegt: Bewegen Sie sein Bein

und legen Sie Ihre andere Hand auf sein

Schulter blatt: Sie werden merken, dass dieses

auf dem Brustkorb frei beweglich ist.

Mit Sprüngen, die ihn auf der Vorderhand

landen lassen, kann der Bewegungsapparat

eines Hundes also gut umgehen.

64 Der Hund 08/2020


Gesundheit & Ernährung

Anders sieht es aus, wenn er sich senkrecht

in die Höhe schraubt, etwa um ein

Frisbee zu fangen. Die Gelenke hinten sind

weniger flexibel und kommen mit der

Kraft, die bei der Landung auf sie wirkt,

viel schlechter zurecht.

Die Sache mit dem Ball

Hundefreunden, die ein Frisbee nicht

kontrolliert auf einer Strecke von dreißig

oder vierzig Metern fliegen lassen können,

rät der Professor davon ab, es als Spielzeug

für ihre Lieblinge zu nutzen. Ähnliches gilt

für das Bälle-Werfen: „Bei kurzen Würfen

– viele liegen im Bereich von 15 Metern –

startet der Hund, glaubt, dass sein Mensch

weit werfen kann, rennt zu schnell an und

muss dann extrem abbremsen“, gibt der

Experte zu bedenken. Das sei, als würde

man einen Menschen bitten, für drei

oder vier Meter so schnell wie möglich zu

rennen und dann ebenso schnell wieder

zu stoppen – eine extreme Belastung für

den Körper.

Vor häufigem starken Beschleunigen

und Bremsen warnt Professor Fischer

daher. Seiner Airedale-Hündin Irma zuliebe

wirft er ab und an zwar dennoch einen Ball

– schließlich macht ihr das wie vielen Artgenossen

Spaß – aber der Ball ist nur drei

oder vier Mal im Monat auf Spaziergängen

dabei. Sehr viel wichtiger für eine hohe

Lebensqualität, aber auch den Bewegungsapparat,

ist etwas ganz anderes.

Ein Muss: vielfältige Bewegung

Anstatt den Vierbeiner mit einem Ball auszupowern,

soll man laut dem Experten seinem

Hund vielmehr möglichst vielfältige,

freie Bewegung ermöglichen: „Im Freilauf

kann der Vierbeiner sein Tempo selbst

bestimmen, beschleunigen, abbremsen

und Kurven laufen.“ Gerade letzteres sorge

dafür, dass alle wichtigen Bereiche der

Gelenkknorpel versorgt werden. Würde

ein Hund nur geradeaus traben, wird zum

Beispiel von der Halbkugel, als die Sie sich

den Oberschenkelkopf vorstellen können,

immer nur ein sichelförmiger Teil genutzt.

Legt sich der Hund jedoch wie ein Motorrad

in Kurven, kommt dank der Seitwärtsbewegungen

die ganze Halbkugeloberfläche

in Kontakt mit der Gelenkpfanne.

Das Bewegungs-Motto lautet also: viel

und möglichst vielfältig. Ist das nicht

gewährleistet, funktionieren bestimmte

Vorgänge im Körper nicht: „Sowohl die

Knorpelgesundheit als auch eine gute

Muskulatur setzen Belastung voraus“,

erklärt der Professor. Er sieht daher auch

zu langes Schonen kritisch. Die Gelenkschmiere

versorgt den Gelenkknorpel nur

unter Belastung. Auf Bewegung reagiert

der Knochen mit Knochenbildung und

Die Muskelmasse macht bei einem

normal trainierten Hund rund

50 Prozent des Körpergewichts aus.

Im Hundekörper gibt es rund

200 Gelenke. Zählt man nur die

großen Gelenke wie Schulter und

Ellenbogen, sind es insgesamt 12.

Hunde sind Meister darin,

Schmerzen zu verbergen.

Die Anzeichen, dass ihnen etwas

wehtut, können sehr subtil sein:

Bei manchen Hunden führt Schmerz

nur zu leicht vergrößerten Pupillen.

Kastraten haben häufiger Probleme

mit dem Bewegungsapparat. Das liegt

daran, dass sich die Kastration auf

das Testosteron im Körper auswirkt.

Dieses Hormon wirkt muskelaufbauend,

verstärkt die Robustheit

von Knochen und Knorpeln und

strafft das Bindegewebe. Die Testosteron-Produktion

lässt auch bei

weniger Bewegung nach.

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Freilauf mit Tempowechseln und Kurven wirkt sich

positiv auf den Bewegungsapparat aus.

genau diese Knochenbildnerzellen produzieren

auch das wichtige Hormon Osteocalcin.

Dieses stimuliert darüber hinaus

die Produktion von Insulin und hilft dabei,

das Fetthormon Adiponektin freizusetzen.

Bewegt sich der Hund zu wenig, wird

der Knochen aufbau weniger stimuliert,

damit weniger Osteocalcin produziert

und das Risiko für Übergewicht sowie

eine Diabetes-Erkrankung steigt. Da sich

ein zu dicker Hund noch weniger bewegt,

entsteht schnell ein Teufelskreis.

Gesund groß werden

Neben angemessener Bewegung ist die

Ernährung eine Grundsäule des ge sunden

Körpers. Das fängt im Welpenalter an:

„Welpen sollten unbedingt ein auf sie abgestimmtes

Futter mit der richti gen Nährstoff-Zusammensetzung

bekommen“, sagt

Dr. Sarah Balmer, Oberärztin und Chirurgin

an der Tierklinik Ober haching in Bayern.

„Mängel ebenso wie Überversorgungen

können sich schnell negativ auf Knochen

und Gelenke auswirken und zu lebenslangen

Beschwerden führen.“

Gerade für Selberkocher oder Barfer sei

es wichtig, individuelle Rationsberechnungen

durchführen zu lassen. Dr. Balmer

empfiehlt zudem allen Welpenhaltern,

anhand einer Wachstumskurve das zum

Alter passende Gewicht zu überprüfen.

Und betont: „Je größer der Hund einmal

wird, desto stärker muss man darauf achten,

dass er während des Wachstums keine

Spitzenbelastungen mitmachen muss.“

Fallstrick Genetik

Auch wenn die Halter alles richtig machen,

kann es passieren, dass die Genetik dazwischenfunkt.

So geschah es bei einem Patienten

von Dr. Balmer: „Der Golden Retriever

ist gerade einmal zehn Monate alt und

hat die schlimmsten Hüften. Die Besitzer

hatten schon einmal einen Hund mit Hüftproblemen

und achteten explizit darauf,

dass die Eltern und Großeltern des neuen

Hundes HD- und ED-frei sind. Leider können

die entsprechenden Gene aber mehrere

Generationen überspringen.“

Zu den Patienten der Tierklinik Oberhaching

mit Hüft- und Ellbogenproblemen

gehören besonders häufig Golden

und Labrador Retriever, Schäferhunde

sowie Rottweiler und American Bulldogs.

Die beiden Retriever-Varianten und

Rottweiler werden zudem häufig mit

Kreuzbandrissen vorgestellt.

Helfen bei Arthrose

Für Beschwerden am Bewegungsapparat

sorgen besonders häufig Arthrosen – und

zwar bei Hunden jeden Alters. Die möglichen

Ursachen dieser degenerativen

Gelenkserkrankung sind vielfältig: Chronische

Überbelastung, zu wenig Belastung,

Fehlstellungen, Unfälle, Operationen

oder fortschreitendes Alter können

zu Arthrose führen.

Nutzt sich der Knorpel ab, wird der

Spalt im betroffenen Gelenk kleiner und

Knochen reibt auf Knochen. Das verursacht

Schmerzen. Die Standardpräparate,

die Hunde dann bekommen, sind nicht

steroidale Antiphlogistika (Entzündungshemmer,

NSAIDs). Diese können allerdings

Nebenwirkungen haben: „Meistens

sind das Magen-Darm-Probleme mit

Erbrechen und Durchfall“, sagt Dr. Balmer.

Da die Medikamente über kurz oder lang

auf die Leber und Nieren gehen können,

empfiehlt sie bei Dauerschmerzpatienten,

alle sechs Monate das Blut untersuchen zu

lassen. Deutlich weniger Nebenwirkun­

66 Der Hund 08/2020


Gesundheit & Ernährung

Bei der Muskulatur gilt: Was nicht

zum Einsatz kommt, wird abgebaut.

Die energiesparendste Bewegungsart

für Hunde ist ein gleichmäßiger,

mittelschneller Trab.

Foto: otsphoto/stock.adobe

gen habe der relativ neu auf dem Markt

erhältliche Wirkstoff Grapiprant.

Arthrose-Management

Erfolgreich setzen die Tierärztin und ihre

Kollegen bei vielen Hunden zur Unter ­

stützung der Knorpelfunktion und

Schmerz linderung auch Präparate aus dem

Bereich der biologischen Arzneimittel ein.

Diese enthalten Extrakte von Heilpflanzen.

In der Tierklinik Oberhaching wird zudem

ein Grünlippmuschelextrakt zur Unterstützung

des Knorpels empfohlen. Auf dem

Markt gibt es darüber hinaus Präparate mit

Hyaluronsäure, bioaktiven Kollagenpeptiden,

Teufelskralle, Glykosaminoglykanen

und mehr. Möchten Sie Ihrem Hund solche

Mittel geben, ist eine vorherige Absprache

mit dem Tierarzt anzuraten.

Zum mehrsäuligen Arthrosemanagement

kann sich außerdem Physiotherapie

gesellen. Auf dem Unterwasserlaufband

und beim ruhigen Schwimmen bekommt

der Körper die so wichtige sanfte Bewegung.

„Zudem sollte man auf jeden Fall

darauf achten, dass der Hund sein Idealgewicht

hält. Jedes Kilo zu viel lastet auch

auf den Gelenken“, betont Dr. Balmer. Wie

Bewegung macht Spaß und ist in jedem Alter wichtig.

Das Spielen mit dem Ball sollte allerdings zu den Ausnahmen gehören.

weit und lange Sie mit Ihrem Hund noch

draußen unterwegs sein können, wenn

er Arthrose hat, ist individuell unterschiedlich.

Die Tierärztin rät, genau zu

beobachten: „Der Hund gibt Ihnen das

vor. Wenn er nach einem zweistündigen

Spaziergang nicht mehr laufen möchte,

sich zuhause hinlegt, gar nicht mehr richtig

hochkommt und massiv humpelt, war

es zu viel.“ Dann gilt es, sich selbst, die

eigenen Erwartungen und eventuell die

Behandlung anzupassen. Denn nur wenn

der Vierbeiner sich möglichst schmerzfrei

bewegt, kann er das Leben genießen.

Und nur ein lebensfroher Hund ist ein

guter Hund. =

Das Hundebein als umgekehrtes Pendel

Sie können sich das Bein eines Hundes als ein umgekehrtes Pendel vorstellen,

also wie ein Metronom fürs Klavier. Das Bein schwingt sozusagen von unten

nach oben. Dieses Pendeln ist energietechnisch häufig ein Nullsummenspiel:

Es wird genauso viel Kraft hineingesteckt, wie wieder herauskommt.

Daher verbraucht ein Hund zum Beispiel so gut wie keine Energie, wenn er

einfach an der Leine neben dem Fahrrad entlangtrabt.

Das Wurfverhalten bei uns Menschen

ist in hohem Maße Veranlagung.

Nachgewiesenermaßen werfen die

meisten Frauen aus allen Teilen der

Welt Bälle kürzer als Männer.

Auch Hunde können Muskelkater

bekommen. Wird beim Schwimmen

die Muskulatur an Rücken und

Rute gerade in kaltem Wasser

stark beansprucht, kann es zu

einer schmerzhaften Wasserrute

(Hammelschwanz) kommen. Dann

heißt es Schonen und eventuell

Schmerzen lindern.

Die Gelenkschmiere (Synovia) eines

gesunden Hundes ist eine gelblichklare,

fädenziehende Flüssigkeit.

Das Ultrafiltrat des Bluts enthält

zu 94 Prozent Wasser. Zudem sind

Nährstoffe wie Fetttröpfchen, Proteine

und Glukose sowie Hyaluronsäure

und Abwehrzellen darin zu finden.

www.derhund.de 67


Gesundheit & Ernährung

Dr. med. vet. Jennifer Nehls

Dr. med. vet. Gregor Berg

Unsere Expertinnen und Experten beantworten Ihre Fragen,

hier zu Themen rund um Gesundheit und Ernährung von Hunden.

Schreiben Sie uns: Redaktion der Hund, Mandichostraße 18, 86504 Merching, redaktion@derhund.de

Was macht „cerebellar hypoplasia“ mit einem Hund?

Neulich habe ich im Internet ein Video eines Hundes gesehen, der

hüpfte und sich bewegte, als würde er tänzeln. Darunter stand auf

Englisch, dass er „cerebellar hypoplasia“ hat und ihm das keine

Schmerzen bereite. Was für eine Krankheit ist das und kann jeder

Hund sie bekommen?

Bei der zerebellaren Hypoplasie handelt es sich um eine nicht

therapierbare Erkrankung des zentralen Nervensystems, der eine

angeborene Unterentwicklung des Kleinhirns zugrunde liegt. Das

Kleinhirn liegt über dem Hirnstamm und ist zum Beispiel für

die Feinmotorik der Bewegungen und die Erhaltung des Gleichgewichts

zuständig.

Wenngleich eine derartige Erkrankung an sich keine Schmerzen

erzeugt, kommt es zu erheblichen Einschränkungen und

neuro logischen Auffälligkeiten. Die Hunde verhalten sich normal,

können aber auch leicht apathisch sein, sodass sie teilnahmslos

wirken. Besonders auffällig ist das Gangbild betroffener Hunde,

die einen leicht breibeinigen Stand haben, schwanken und durch

eine erhöhte Muskelspannung spastisch sind. In ihren Bewegungen

schießen sie über das eigentlich erforderliche Bewegungsausmaß

weit hinaus (Hypermetrie). Entfernungen werden dabei

falsch eingeschätzt, sodass einzelne Schritte viel zu raumgreifend

sind. Das Bremsvermögen der Hunde kann fehlen, sodass

sie nicht selten gegen Hindernisse wie Zäune, Wände oder Türen

laufen. Hinzu kommt oft ein krankhaftes Zittern bei Bewegungen

des Kopfes, weil die Reizverarbeitung im Kleinhirn verlangsamt

oder nur unvollständig ausgebildet ist. Zielgerichtete, flüssige

Bewegungsläufe des Kopfes sind daher kaum möglich.

Das Kleinhirn (Cerebellum), hier in Violett sichtbar, ist zum Beispiel

an der Gleichgewichtssteuerung beteiligt und koordiniert

motorische Funktionen wie Stehen und Laufen.

Das Video auf Facebook finden Sie hier: https://bit.ly/36DoTJS

Grafik: decade3d/stock.adobe

68 Der Hund 08/2020


Exklusiv bei

DAS FUTTERHAUS

Obwohl die Hunde normal sehen, fehlt ihr Drohreflex. Dabei

handelt es sich nicht um einen klassischen Reflex, sondern um

ein erlerntes Verhalten – eine Schutzreaktion des Auges, das

mit einem Blinzeln reagieren sollte, wenn sich ihm ein Objekt

mit schneller Geschwindigkeit nähert.

Die zerebellare Hypoplasie ist eine angeborene Erkrankung,

deren Symptome deutlich werden, sobald die Welpen gehen

können. Der Vorbericht des Besitzers und die beschriebenen

neurologischen Auffälligkeiten ermöglichen dem Tierarzt

eine Verdachtsdiagnose. Diese kann er mithilfe bildgebender

Verfahren wie einer Kernspin- oder Computertomografie

bestätigen. Dabei lässt sich das verkleinerte Kleinhirn

optisch darstellen.

Die Erkrankung ist nicht therapierbar, sodass die Prophylaxe

umso wichtiger ist. Wenngleich die Ursache bisher nicht

abschließend geklärt ist, vermutet man eine Infektion der

trächtigen Hündin mit dem caninen Herpesvirus, das auch für

das sogenannte Welpensterben verantwortlich ist. Das Virus

kann die Plazenta überwinden und die Welpen infizieren. Um

diese zu schützen, ist es wichtig, den Impfstatuts einer trächtigen

Hündin zu prüfen und aufzufrischen. Die aktualisierte

Leitlinie zur Impfung von Kleintieren der Ständigen Impfkommission

des Friedrich-Loeffler-Instituts empfiehlt bei Zuchthündinnen

eine Impfung während der Läufigkeit oder sieben

bis zehn Tage nach dem angenommenen Decktermin. Die Auffrischungsimpfung

ist ein bis zwei Wochen vor dem zu erwartenden

Geburtstermin empfehlenswert.

Dr. Jennifer Nehls

Können Unverträglichkeiten

einfach verschwinden?

Mein Hund hatte früher immer Probleme, wenn Reis im Futter

war. Verstopfung und späterer Durchfall waren meist die Folge.

Vor einigen Monaten hat er aus Versehen eine Dose mit Reis

bekommen und es hat ihm nichts ausgemacht. Ich habe es

danach noch ein paar Mal versucht und ihm Reis gefüttert –

ohne Probleme. Kann es sein, dass die Unverträglichkeit einfach

verschwunden ist, oder sollte ich weiterhin vorsichtig sein?

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Eine Unverträglichkeit gegen Futterbestandteile bedeutet

erst einmal ganz schlicht: Da wird etwas nicht vertragen. Die

Gründe dafür können aber ganz unterschiedlich sein. Klassisch

spricht man dann von einer Unverträglichkeit, wenn ein

bestimmter Stoff nicht richtig verdaut werden kann, also etwa

im Organismus die nötigen Enzyme oder Transportproteine

nicht oder nicht in ausreichender Menge vorhanden sind.

Das kann dauerhaft der Fall sein, so vertragen Katzen oft

keine Laktose (Milchzucker), weil ihnen das Enzym zu dessen

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ES WIRD EMPFOHLEN, VOR DER VERWENDUNG DEN RAT EINES TIERARZTES EINZUHOLEN.


Gesundheit & Ernährung

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Verdauungsprobleme können auch zeitweise bestehen, wenn zum Beispiel eine Erkrankung die Produktion von Verdauungsenzymen beeinträchtigt.

Spaltung (Laktase) fehlt bzw. zu wenig davon vorhanden ist. Solch

eine Unverträglichkeit wird sich nicht plötzlich bessern. Aber auch

diese Tiere vertragen geringe Mengen Milch meist problemlos.

Neben der Art des Stoffes kommt es also auch auf die Menge an,

die in den Körper gelangt. Unverträglichkeiten sind demnach auch

häufig abhängig von der Dosis.

Im Körper können zudem zeitweise auch Krankheiten bestehen,

welche die Verdauungsleistung (vorrübergehend) beeinträchtigen.

Eine Entzündung der Leber oder der Bauchspeicheldrüse etwa

hemmt dort unter Umständen die Produktion der Verdauungsenzyme.

In diesen Phasen können Verdauungsprobleme auftreten.

Nachdem die Krankheit auskuriert ist, verschwinden häufig auch

die Folgeprobleme, weil die Organe wieder störungsfrei arbeiten.

Verdauungsbeschwerden können manchmal auch durch das

Immunsystem vermittelt werden, also Symptome einer Futtermittelallergie

sein – neben dem Hauptsymptom Juckreiz. Hier

ist es oft eine bestimmte Eiweißquelle, die eine Reaktion des

Immunsystems auslöst und dann Symptome verursacht. Bei

Unver träglichkeiten und Allergien kann es vorkommen, dass

nicht nur das eigentliche Allergen zu Beschwerden führt, sondern

das eine spezielle Zubereitungsart problematisch ist. So vertragen

manche Hunde rohes Rindfleisch sehr gut, gekochtes aber nicht –

und umgekehrt.

Was genau dazu geführt hat, dass Ihr Hund keine Probleme

mehr hat, ist schwer zu beurteilen, da sehr viele Faktoren ineinandergreifen

können. Möglicherweise haben sich Menge, Art des

Garens oder der Reis an sich geändert. Hat er vielleicht früher

Trockenfutter mit Reis bekommen und bekommt jetzt Nassfutter?

Das kann bereits einen Unterschied machen. Vielleicht enthielten

die vorherigen Futtersorten neben dem Reis einen anderen

Rohstoff, welcher der eigentliche Auslöser der Unverträglichkeit

war? War neben dem Reis noch Erbsenprotein vorhanden?

Wenn Ihr Hund nun keine Probleme mehr zeigt, wenn er Reis

frisst, dann ist es völlig in Ordnung, ihm Reis zu geben. Irgendetwas

hat sich allem Anschein nach geändert, entweder bei Ihrem

Hund oder beim Reis. Sicherlich können die Beschwerden auch

wiederkommen, vielleicht sind die Symptome auch nicht gänzlich

verschwunden, sondern nur reduziert, sodass Sie diese derzeit

nicht bemerken. Im Hinterkopf behalten würde ich das Thema

daher schon.

Bitte berücksichtigen Sie, dass die Antworten

Dr. Gregor Berg

unserer Experten auf diesen Seiten den Besuch eines

Tierarztes im akuten Fall nicht ersetzen können.

Mitglieder von derHund Club können ihre Fragen zu Gesundheit

und Ernährung direkt in die Runde unserer Experten werfen

und eine persönliche Antwort erhalten! Profitieren Sie von einer

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70 Der Hund 08/2020


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Im Tierheim Viernheim warten diese sieben Hunde und

weitere Vierbeiner auf die passenden Herrchen und Frauchen.

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Enkua (*2017) ist keine

Drauf gängerin. Sie wartet

ab und beobachtet. Hat die

sensible Hündin Vertrauen

aufgebaut, öffnet sie sich, ist

fröhlich und lässt sich von

ihren Bezugspersonen gern

streicheln. Enkua sucht ein

ruhiges Zuhause.

7 Der unkastrierte

Holländischer-Schäferhund-

Mix Lutando (*2016) ist

gelehrig und führig.

Vertraut er jemandem,

ist er anlehnungsbedürftig.

Mit seinen Bezugspersonen

geht er durchs Feuer.

Gegenüber Fremden ist er

oft wachsam, abwartend

und angespannt. Er reagiert

auf Bewegungsreize.

3 Mischling Ubuntu (*2015)

braucht Zeit, bis er Vertrauen

aufbaut. Er ist ernst, kann aber

mit Bezugspersonen albern

sein. Er hat Schwierigkeiten,

allein zu bleiben. Ubuntu ist

wachsam und fühlt sich

oft in der Zuständigkeit.

Er sucht gelassene Menschen,

die ihn souverän führen.

3 Herdenschutzhund-Mix

Xiluva (*2018) ist Menschen

gegenüber aufgeschlossen

und freundlich. Sie mag

Nähe und Schmuseeinheiten.

Xiluva ist gelassen, neugierig,

erkundungsfreudig und mit

Hunden relativ verträglich.

Sie benötigt noch Erziehung

und Physiotherapie.

1 Labrador Melgarve (*2016) ist

aufmerksam und extrovertiert.

Er ist begeisterungsfähig und gehorsam,

aber Außenreize lenken ihn schnell ab.

Er zeigt beim Mantrailing vollen Einsatz.

Melgarve verteidigt Futter und wird nur

an erfahrene Menschen vermittelt.

1 Mischling Tula (*2010) wirkt zunächst

leise und für manch einen eher unscheinbar.

Sie ist allerdings eine richtige Persönlichkeit.

Man merkt ihre Lebenserfahrung

in vertrauten Situationen. So ist Tula im

Umgang mit Hunden sehr souverän und

Menschen gegenüber offen.

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Tierheim Viernheim

Alte Mannheimer Straße 4

68519 Viernheim

Tel.: 0 62 04/21 05

3 www.tierheim-viernheim.de

1 Husky-HSH-Mix Xiendlo (*2016) ist

pfiffig, fröhlich und begeisterungsfähig.

Sie hat den Schalk im Nacken und Flausen

im Kopf. Sie ist sehr hartnäckig, wenn sie

etwas möchte und jagdlich passioniert.

Bei Hunden erkennt sie Schwachstellen

und wird dann teilweise übergriffig.

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74 Der Hund 08/2020


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3 www.facebook.com/derhund.de

3 www.instagram.com/

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Züchterpräsentation VDH • FCI

Pudel

Der Deutsche Spitz

wird von uns und unseren Mitgliedern seit über

110 Jahren betreut, gezüchtet, erhalten und gefördert.

Verein für Deutsche Spitze e.V., gegr.1899, im VDH (FCI)

Welpenvermittlung: Gabr.Gamalski,Tel.+Fax 03933/80 33 61

Infomaterial: Peter Machetanz, Angerstraße 5,

86179 Augsburg,Tel.+Fax 0821/812943 www.deutsche-spitze.de

Wolfsspitz - Großspitz - Mittelspitz - Kleinspitz - Zwergspitz - Japan Spitz - Volpino

Der Deutsche Spitz

wird von uns und unseren Mitgliedern seit über

110 Jahren betreut, gezüchtet, erhalten und gefördert.

Verein für Deutsche Spitze e.V., gegr.1899, im VDH (FCI)

Welpenvermittlung: Claudia Holtmann, Tel. 05422/2149

Infomaterial: Peter Machetanz, Angerstraße 5,

86179 Augsburg,Tel.+Fax 0821/812943 www.deutsche-spitze.de

Wolfsspitz - Großspitz - Mittelspitz - Kleinspitz - Zwergspitz - Japan Spitz - Volpino

Zwinger„vomEichschlößchen“,

Zwerg,silberu.apricot,

GabrielaJahn,Paarmannstr.63,

15732Schulzendorf,

LandBrandenburg,

NäheBerlin,Tel.0337/6242317

Rottweiler

Zwinger„vonderPulvermühle“,

ADRK,W.u.E.Schäfer,Friedrich-

Fröbel-Str.3,63457Hanau,

Tel.0151/51859413

www.rottweiler-pulvermuehle.de

E-Mail:ws.schaefer@gmx.de

Tibet Terrier

Zwinger„Dendrobates“,

KTR,(Welpen,Deckrüden),

UlrichPratje,BernstadterWeg15,

12489Berlin,

Tel./Fax:030/6702445,

www.tibet-terrier.biz

Foto: Lena Schwarz

Hunde-Museumsausstellung verlängert

Das Bayerische Nationalmuseum in München hat seine Sonderausstellung

„Treue Freunde. Hunde und Menschen“ bis zum 13. September 2020

verlängert. Ursprünglich war als finaler Tag der 19. April geplant gewesen.

Mit mehr als 220 Ausstellungsstücken – internationale Leihgaben sowie

kaum bekannte eigene Kunstwerke – beleuchtet das Museum das Mensch-

Hund-Ver hältnis über die Jahrtausende.

Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und

donnerstags von 10 bis 20 Uhr. Ein Ticket für Erwachsene kostet 12 Euro

(ermäßigt: 8 Euro). Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

Alle Besucher müssen eine Maske tragen, die Mund und Nase bedeckt.

3 www.bayerisches-nationalmuseum.de

Redakteurin Lena Schwarz besuchte die Ausstellung schon vor der Eröffnung.

Videos finden Sie auf 3 www.derhund.de/hunde-im-museum-ausstellung

78 Der Hund 08/2020


DIE AUSGABE

09/2020 VON

ERSCHEINT AM

05.08.2020

Erhältlich im Zeitschriftenund

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IMPRESSUM

Herausgeber & Verlag

FORUM Zeitschriften und Spezialmedien GmbH

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Geschäftsführerin: Rosina Jennissen

Abo- und Bestellservice

Tel. 08233 / 381-333, Fax: 08233 / 381-212

E-Mail: service@forum-zeitschriften.de

Objektleitung und Chefredaktion der Hund

Susanne C. Steiger, Tel. 08233 / 381-603

Redaktion

Veronika Rothe, Tel. 08233 / 381-608

Lena Schwarz, Tel. 08233 / 381-512

Mailadresse Redaktion

redaktion@derhund.de

Mitarbeiter dieser Ausgabe

José Arce, Dr. Gregor Berg, Lisa Gunzenheimer,

Jochen H. Eberhardt, Julia Elling, Alexander Engel,

Manuela Lieflaender, Kirsten Mahne, Dr. Jennifer Nehls,

Perdita Lübbe-Scheuermann, Holger Schüler,

Barbara Wardeck-Mohr, Kristina Ziemer-Falke

Rasseportrait: Malinois

Athletisch, ausdauernd, fordernd und zugleich sehr aufmerksam, gelehrig und tapfer –

alles das ist der Malinois. Das Rasseportrait unsere nächste Ausgabe widmet sich diesen

belgischen Schäferhunden, die von ihren Haltern viel Einfühlungsvermögen, Konsequenz

und Engagement fordern und oft in Rettungshundestaffeln und im Polizeidienst aktiv sind.

Training: Leine los? Leine dran und los!

Leinenführigkeit ist unseren Vierbeinern nicht in die Wiege gelegt, sondern will erlernt

sein. Je eher die Hunde spielerisch und positiv bestärkt das Thema Leine als etwas

Selbstverständliches kennenlernen, umso leichter fällt es ihnen. Wie das gelingen kann,

erklären die der Hund Experten Schritt für Schritt in der kommenden Ausgabe.

Barfen – ein Leben lang

Einmal Barfen, immer Barfen, das sagen viele, wenn sie ihre Hunde an die Ernährungsvariante

gewöhnt haben. Dabei ist Barfen jedoch nicht gleich Barfen: Verschiedene

Fleischsorten, Ergänzungsmittel, Öle – alles hat seine eigene Berechtigung in den

verschiedenen Lebensphasen. Unsere Ernährungsexperten geben Auskunft, wie von

Welpe bis Senior die optimalen Zusammenstellungen aussehen können und worauf wir

auch bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen achten können.

Eine ganze Hundewiese

nur für mich!

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Sylvia Gök

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Der Hund erscheint monatlich.

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Anspruch auf Nachlieferung oder Rückzahlung

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© Copyright der Hund 2020 by

FORUM Zeitschriften und Spezialmedien GmbH

Alle Rechte vorbehalten

ISSN: 0323-4924

Gibt es nicht? Doch gibt es! Vielen Städtern und

auch Hundehaltern mit nicht ganz einfachen

Hunden fehlt häufig ein Gelände, auf dem die

Vierbeiner unbeschwert und sicher ihren Freilauf

genießen können. Unsere Reportage zeigt einen

solchen Hundeplatz, den Halter ganz alleine mit

ihren Hunden nutzen dürfen.

Änderungen vorbehalten

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Foto: Eudyptula/stock.adobe


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Zunge raus – is‘ Sommer!

So witzig sieht es aus, wenn unsere geliebten Vierbeiner ihre

langen Waschlappen raushängen lassen …

Hier kommen eure lustigsten Zungen-Fotos.

1 Englischer Cocker Spaniel

Wolke (7 Monate)

Von Luisa Acker und Tobias Kamischke

aus Stuttgart (BaWü)

@cockerwolke

1 Galgo-Mischling Scout (8)

Von Elke Vogelsang

aus Hildesheim (NI)

@wieselblitz

1 Australian Shepherd Mira (4)

Von Wiebke Janssen

aus Jever (NI)

@sleepherds

80 Der Hund 08/2020


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1 Border Collies Merle (5) und Brian (4)

Von Kathrin Gabriel aus Waldsee (RLP)

1 Rauhaardackel Archie (1)

Von Sophie Daals aus Hamburg

@archie_king_in_the_north

1 Französische Bulldogge Balu (1)

Von Simone Schmalz

aus Marbach am Neckar (BaWü)

1 Labrador-Sennen-Setter-Mix Momo (2)

Von Nicole Silge

aus Ostbevern (NRW)

1 Australian Shepherd Hailey (8)

Von Stefanie Schuss

aus Albershausen (BaWü)

1 Bobtail Alice (5 Monate)

Von Nicole Franke

aus Weilburg (HE)

www.derhund.de 81


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1 Labrador Weasley (2)

Von Alena Boppert aus Clausthal-

Zellerfeld (NI) @wezythechocolatenose

1 Australien Shepherds Haily (2)

und Hazel (11 Wochen)

Von Lisa-Marie Hauser aus Uelzen (NI)

1 Labrador Cooper (2)

Von Jil Tschauder

aus Cremlingen (NI)

1 Siberian Husky Obelix (15)

Von Annika Nitsch

aus Gehlsbach (Me-Vo)

1 Englische Bulldogge Käthe (12)

Von Nina aus Solingen (NRW)

@lieblingsviech

1 English Pointer Vienna (6)

Von Nicole Pairan

aus Korbach (HE)

1 Französische Bulldoggen Fayne (4) und Dala (10)

Von Christina Menges aus Wörrstadt (RLP)

@frenchiefayne

82 Der Hund 08/2020


... das muss drin sein!

Fotos: Daniila di Sein, boltenkoff/Adobe Stock

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D-59069 Hamm

Telefon: +49 (0) 23 85 / 9 20 20-0

Telefax: +49 (0) 23 85 / 28 77

E-Mail: info@canina.de

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Immer dienstags von 10-17 Uhr

und freitags von 10-13 Uhr

Telefon: 023 85 / 9 20 20-0


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