Digital | Das Digitalisierungszentrum

suedwest.presse

MÄRZ 2020

1

Digital

IN KOOPERATION MIT DEM WIRTSCHAFTSMAGAZIN

Das Digitalisierungszentrum

Hier bekommen die Unternehmen der Region fundierte Antworten auf die vielen

Fragen, die der Digitalisierungsprozess aufwirft.

NEUE BERUFE

Die Digitalisierung sorgt für

neue Berufsbilder: von der

Forschung bis zum Handwerk.

Seite 08

IDEENGEBER

Alles rund um die

„Initiative Ulm

digital“.

Seite 16

IT-SICHERHEIT

Daten sind wichtig, aber auch

empfindlich – wie man sie am

besten schützt.

Seite 24


2

RESSORT

Und wie gut ist Ihre Website?

Sie möchten wissen, ob Ihre Website noch auf dem aktuellen Stand der Technik ist, ob sie

gut für Google und für die Nutzung mit dem Smartphone oder Tablet optimiert ist?

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P Inhalt und Struktur

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INHALT 3

Inhalt

Editorial

Digitalisierungszentrum

Digital

denken

lernen

Hier werden Fragen rund

um die Digitalisierung

beantwortet.

Seite 04

Neue Berufsbilder

entstehen

Mit der Digitalisierung

ändert sich

auch die

Berufswelt.

Seite 08

Förderung der

Digitalisierung

Seite 12

Die Digitalisierung

wirft Fragen auf

Kein Zweifel, die Digitalisierung

ist nicht aufzuhalten und auch

nicht mehr wegzudenken. Überall

hört und liest man Begriffe

wie „Industrie 4.0“, „digitale

Plattformen“ oder „Big Data“.

Viele Mittelständler beschäftigen

sich mit diesen Themen und

damit, wie sie sie konkret betreffen.

In der Praxis stellen sich vor

allem Fragen wie: Wie kann ich

im Internet besser gefunden

werden? Wie gewinne ich online

neue Kunden? Was muss ich für

die IT-Sicherheit und den Datenschutz

tun? Welche Finanzierungsmöglichkeiten

gibt es für

Innovationen und Digitalisierung?

Onlineshops, effizientere Produktionsverfahren

und neue Geschäftsmodelle

sind nur einige

Beispiele für die wirtschaftlichen

Chancen, die die Digitalisierung

eröffnet. Doch die Digitalisierung

geht weit darüber

hinaus.

10 Einfach mal ein

bisschen Stau

machen!

Wie man mit einem

Bollerwagen voller

Smartphones ganz

einfach mal einen

Verkehrsstau

erzeugen kann, zeigt

ein Experiment in

Berlin.

16 Was macht eigentlich

die „Initiative

Ulm digital“ ?

Das Netzwerk für die Region

will digitale Talente und

Ideen fördern. Eine Säule

dabei ist das Verschwörhaus,

aber auch Vorträge

und Entwicklungsprozesse

stehen auf der Agenda, vor

allem, um die Standortattraktivität

zu steigern.

24 Hinter Schloss

und Riegel:

IT-Sicherheit

Immer mehr Unternehmen

erleben Cyberspace-

Attacken. Dabei kann es

jeden treffen - aber wie

schützt man sich am

besten vor den Angriffen?

Auf den nächsten Seiten möchten

wir Ihnen Antworten liefern,

Unternehmen vorstellen, die

schon Lösungen für neue digitale

Prozesse haben und Informationen

an die Hand geben,

wo man sich Hilfe und Rat

in Sachen Digitalisierung holen

kann. Denn die Digitalisierung

birgt viele neue Chancen, aber

sie verunsichert auch viele.

Eine aufschlussreiche Lektüre

wünsche ich,

Ihr

Impressum

Tobias Lehmann,

Teamleitung

Sonderpublikationen

Verlag & Herausgeber

Neue Pressegesellschaft

mbH & Co. KG

Frauenstr. 77, 89073 Ulm

Projektleitung

Tobias Lehmann

Anzeigen (verantwortlich)

Stefan Schaumburg

Redaktion

Stefanie Müller (verantwortlich),

Martin Dambacher,

Jürgen Hoffmann, Thomas

Löffler, Anne Meßmer/ SVH

GmbH & Co. KG

Fotos

Shutterstock, SWP-Archiv

Gestaltung

Alen Pahic,

mediaservice ulm

Datenschutz

Den Datenschutzbeauftragten

erreichen Sie unter:

datenschutz@swp.de

Druck

DHO - Druckzentrum

Hohenlohe Ostalb

GmbH & Co. KG

Ludwig-Erhard-Straße 109

74564 Crailsheim


Digital

denken lernen

So sieht das Miniaturmodell eines Showcase Industrie 4.0 aus.

Fotos: Martin Dambacher

Zentrum Das Digitalisierungszentrum Ulm/Alb-Donau/Biberach liefert den rund 53.000

Unternehmen in der Region Antworten auf Fragen rund um die Digitalisierung und begleitet

sie als Sparringspartner durch die digitale Transformation. Von Martin Dambacher

Artifical Intelligence,

Cloud Computing,

Design Thinking,

Disruption, Internet

of Things oder

Machine Learning – wer sich

mit dem Thema Digitalisierung

auseinandersetzen möchte, wird

in Artikeln oder Gesprächen automatisch

mit vielen Begrifflichkeiten

konfrontiert, die manchmal

eher verwirrend als informativ

sind. Doch was steckt hinter

den sogenannten Buzzwords,

welche sind für mich richtig

oder wichtig und wie wende ich

die zugrunde liegenden Technologien

im Bedarfsfall nutzbringend

ein?

Genau hier hilft das im Mai

2019 ins Leben gerufene Digitalisierungszentrum

Ulm/Alb-Donau/Biberach

weiter, das als

Zur Person

Der Kopf des Teams

Alexander Nikolaus leitet

das Digitalisierungszentrum

Ulm/Alb-Donau/Biberach

von Beginn an und

ist an allen digitalen Facetten

interessiert. Davor bekleidete

der 32-jährige

Master of Business Administration

verschiedene Positionen

in der freien Wirtschaft.

Digital Hub“ vor allem die regionale

Wirtschaft dabei unterstützen

möchte, sich intensiv

mit der digitalen Transformation

auseinanderzusetzen. „Neben

technischer Infrastruktur

und Know-how zur Erprobung

und Entwicklung neuer digitaler

Lösungen, Produkte und Geschäftsmodelle

für Unternehmen

aller Branchen stellen wir

unter anderem auch Experimentierräume

und Co-Working-

Spaces zur Verfügung“, erklärt

Alexander Nikolaus, Leiter des

Digitalisierungszentrums Ulm/

Alb-Donau/Biberach, der Fokus

liege aber primär auf informativen

Vorträgen und interaktiven

Workshops sowie unternehmensspezifischen

Digitalchecks

und Beratungen zu den Themen

E-Commerce, Building Information

Modeling (BIM), Internet

of Things (IoT) sowie Virtual,

Augmented und Mixed Reality

(VR, AR, MR). „Durch unsere

zentrale Lotsen- und Bündelungsfunktion

hinsichtlich der

heute schon existierenden Angebote

verschiedener Akteure

erleichtern wir so vor allem den

kleineren und mittleren Unternehmen

der Region den Zugang

zu den neuen Technologien und

Denkweisen“, fährt Nikolaus

fort, und dies eben auch im ländlichen

Raum.

Digitalisierung in die Fläche

bringen

Denn neben dem Hauptsitz im

Ulmer Weinhof ist das Digitalisierungszentrum

auch mit

Räumlichkeiten im Business

Park Ehingen und im Riedlinger


DIGITALISIERUNGSZENTRUM 5

Zur Person

Die gute Seele Katja

Feicht kümmert sich als

kaufmännische Angestellte

um alles Organisatorische

im Digitalisierungszentrum

und schaut dort nach dem

Rechten. Auch die Vorbereitung

der zahlreichen Veranstaltungen

zählt zum Aufgabengebiet

der 42-jährigen

Assistenz.

Volle Pinnwand nach einem kreativen Workshop.

Zur Person

Shopping-Spezialist Mit

dem 24-jährigen Patrick

Söll (B.A. BWL-Handel)

steht dem Digitalisierungszentrum

ein ausgewiesener

Experte in Sachen E-Commerce

zur Verfügung, der

sein Wissen als Fachberater

in Vorträgen oder Einzelgesprächen

gerne weitergibt.

Wegscheiderhaus vertreten, um

die Wege für Händler, Industrieunternehmen,

Handwerksbetriebe

und Dienstleister mit Fragen

zur Digitalisierung möglichst

kurz zu halten. Dazu gibt

es eine Kooperation mit der

Hochschule Biberach. An allen

Standorten werden regelmäßig

Sprechtage angeboten, an denen

sich Unternehmer in einem einstündigen

Erstgespräch kostenlos

informieren und beraten lassen

können – in Riedlingen finden

zudem viermal im Jahr Unternehmertreffen

statt, um in

lockerer Runde über die aktuellen

Herausforderungen bei der

Digitalisierung zu diskutieren.

„Meist ergeben sich aus den Terminen

dann auch Themen und

Impulse für weitere Vorträge

und Veranstaltungen“, verrät

Alexander Nikolaus, aktuell

würden sich die Teilnehmer

aber vor allem für Social Media

und E-Commerce interessieren.

„Die Anfragen und Problemstellungen

sind hierbei sehr vielfältig,

da der Wissensstand sehr

unterschiedlich ist“, ergänzt

Fachberater Patrick Söll. Oft

drehe es sich jedoch um die Verbesserung

der eigenen Website

mit einfachen Mitteln, die Erhöhung

der digitalen Sichtbarkeit

im Netz oder die Erschließung

neuer Käufergruppen und Kanäle.

„Unser Ziel ist es dabei, die

Menschen dazu zu befähigen,

selbst agieren und handeln zu

können“, so Söll weiter, angefangen

beim Erstellen eines Redaktionsplanes

für Facebook und

Co über das Texten von Posts

bis hin zur Bedienung einfacher

Homepagebaukästen.

Digitalisierung erleben

In Ulm steht Interessierten in

der Experimentierwerkstatt mit

einem Miniaturmodell zudem

ein „Industrie 4.0 Showcase“ in

Form eines voll automatisierten

Prozesses von der Online-Bestellung

bis zur individualisierten

Fertigung nach Kundenwunsch

zur Verfügung, der sogar

Komponenten wie eine Mixed

Reality Brille beinhaltet, um

Informationen zu Bestellung,

Kunde und Versand anzeigen zu

können. Auch ein 3D-Drucker

für Rapid Prototyping sowie einige

Arbeitstische sollen noch

integriert werden, um dem Namen

„Werkstatt“ wirklich gerecht

zu werden. Dazu kann

auch die Welt der Virtual und

Augmented Reality-Technologien

live entdeckt werden – das

nötige Wissen liefert künftig ein

Info

Das Digitalisierungszentrum

Ulm/Alb-Donau/Biberach

mit Standorten in Ulm,

Ehingen und Riedlingen ist eines

von zehn regionalen Digital

Hubs in Baden-Württemberg,

die als Kristallisationspunkte

die digitale Innovation in kleinen

und mittleren Unternehmen

vorantreiben sollen. Träger

ist der Verein Digitalisierungsregion

Ulm/Alb-Donau/

Biberach e.V., dessen Mitglieder

die IHK Ulm, der Alb-Donau-Kreis,

der Landkreis Biberach,

der Stadtkreis Ulm sowie

die Städte Biberach, Ehingen

eigener Fachberater für dieses

Gebiet. „Wie bei all unseren

Dienstleistungen können wir

auch hier völlig neutral und unabhängig

beraten, da wir den

Unternehmern am Ende des Tages

ja nichts verkaufen wollen“,

sagt Alexander Nikolaus abschließend.

Wichtig sei nur,

dass sie die digitale Transformation

angehen und die ersten

Schritte wagen.

Kontakt

Digitalisierungszentrum Ulm/

Alb-Donau/Biberach

Weinhof 7 – 10

89073 Ulm

Telefon: 0731 / 7255 7520

E-Mail: info@dz-uab.de

und Riedlingen sind. Diese

stellen die Finanzierung für

insgesamt fünf Jahre sicher,

dazu fließen Fördermittel von

fast einer Million Euro vom Ministerium

für Wirtschaft, Arbeit

und Wohnungsbau Baden-

Württemberg. Vorstandsvorsitzender

des Vereins ist der

Ulmer Oberbürgermeister

Gunter Czisch, geschäftsführender

Vorstand ist Jonas

Pürckhauer, Mitglied der Geschäftsleitung

der IHK Ulm. Informationen,

Veranstaltungen,

Angebote unter www.digitalisierungszentrum-uab.de


6

UNTERNEHMENSPORTRÄT

Anzeige

Der Software-Spezialist Transporeon bietet Ausbildungsplätze in einer echten Zukunftsbranche.

Foto: Transporeon

Eine IT-Ausbildung macht

startklar für die steile Karriere

Wer seinen Schulabschluss in der Tasche hat, sich für IT interessiert und noch den richtigen

Job für einen vielversprechenden Berufseinstieg sucht, wird bei Transporeon fündig.

Transporeon, eines der weltweit führenden

Cloud-Unternehmen mit Sitz

in Ulm, hat ab September 2020 noch

Ausbildungsplätze frei. Erst im Sommer

2019 hat der Software-Spezialist

neun seiner Auszubildenden nach

dem Abschluss übernommen. Sie haben

gute Chancen, im Unternehmen

rasch voranzukommen. Das zeigt der

Werdegang von Sebastian Schlegel,

(36), der nur vier Jahre nach seiner

Ausbildung zum Anwendungsentwickler

bereits Team Leader Software

Development ist.

Computerspiele programmiert

Sebastian Schlegel kam als Quereinsteiger

ins Unternehmen. „Ich habe

erst Soziologie studiert und das Studium

mit einem Bachelor abgeschlossen,

aber aus Interesse nebenher

Computerspiele programmiert. Für

die Ausbildung bei Transporeon habe

ich mich mit 29 Jahren beworben –

mit Erfolg“, berichtet Sebastian. Im

September 2013 begann seine Ausbildung

zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung

bei Transporeon.

Nach einer verkürzten Ausbildung

von zwei Jahren wurde er als

Software-Programmierer übernommen.

Transporeon ist ein weltweit tätiges

IT-Unternehmen, das eine der führenden

Online-Plattformen für

Transportlogistik betreibt. Das ehemalige

Start-up ist auf Wachstumskurs.

Die Mitarbeiterzahl ist in den

letzten Jahren schnell gestiegen.

Verschiedene Technologien

Das eröffnet gute Aufstiegschancen.

Sebastian wurde erstmals 2017 befördert.

Im Sommer 2019 ging es auf der

Karriereleiter dann eine weitere Stufe

nach oben: Der 36-Jährige wurde

Team Leader Software Development.

Er arbeitet gerne bei Transporeon.

„Wir sind ein modernes Unternehmen

mit junger Belegschaft. Der Umgang

ist freundschaftlich und das ,Du‘

ganz normal“, erzählt Sebastian. Er

empfand die Ausbildung bei Transporeon

als vielseitig und sehr abwechslungsreich,

da viele verschiedene

Technologien zum Einsatz kommen.

„Auszubildende werden von

Anfang an in große Projekte einbezogen,

was tiefe Einblicke in den späteren

Beruf vermittelt. Das ermöglicht

es, rasch Kenntnisse auf- und

auszubauen sowie zusätzliche Fähigkeiten

zu entwickeln“, ergänzt Sebastian.

In der Unternehmenszentrale in

Zur Person

Sebastian Schlegel

(36), Team Leader

Software Development

bei Transporeon

Ulm und am Standort Kempten werden

jedes Jahr mehrere Azubi-Stellen

neu besetzt. Sebastian ist mit der

Wahl seines Arbeitgebers rundum

zufrieden. „Wir haben flexible Arbeitszeiten

und können vom Homeoffice

aus arbeiten“, sagt Sebastian. Getränke

und Obst gibt es gratis, Sportangebote

und einen Tischkicker für

die Frühstücks- und Mittagspause

ebenso. Auch der Besuch des Fitnessstudios

wird bezuschusst. „Zudem

werden der persönliche Austausch

und der Zusammenhalt gefördert. Regelmäßig

finden Game Nights statt.

Ich freue mich immer besonders auf

den jährlichen Programmier-Event,

unseren ,Hackathon‘, am Standort

Ulm.“

Info Sichere Dir ab September 2020 eine

der offenen Ausbildungsstellen bei

Transporeon! Auch Studieren ist mit

Transporeon möglich. Zum Wintersemester

2020/21 bietet das Unternehmen

erstmals ein Duales Studium für Wirtschaftsinformatik

nach dem Ulmer Modell

an. Bewerbungen sind online unter

www.transporeon.com/de/karriere möglich.

Um die angebotenen Ausbildungsstellen

zu finden, einfach bei „Art der

Stelle“ die Option „Trainee“ auswählen.


RESSORT 7

The winner takes it all

Unsere cloud-basierten Supply Chain Plaormen bilden eines der global größten Netzwerke von

Herstellern und Spediteuren – und machen diese so effizient und produkv wie nie zuvor.

In Deutschland, Europa und der Welt.

Das schaffen Mitarbeiter, die mit ihrem Wissen, ihren Fähigkeiten und ihrem Engagement Transporeon

jeden Tag weiter nach vorne bringen. Gemeinsam. Mit Leidenscha. Mit der Lust Neues zu entdecken

und Iniave zu ergreifen. Das kannst Du auch! Egal, ob Du frisch in den Beruf einsteigst oder bereits

Erfahrung mitbringst.

• Ausbildung Fachinformaker für Systemintegraon (m/w/d)

• Ausbildung zum IT-Systemkaufmann (m/w/d)

• Ausbildung zum Fachinformaker für Anwendungsentwicklung (m/w/d)

• Ausbildung Kaufleute für Markengkommunikaon Schwerpunkt Neue Medien (m/w/d)

• Duales Studium -Wirtschasinformak nach dem Ulmer Modell

Sende uns Deine Bewerbung - werde Teil von Transporeon und lass uns gemeinsam die Zukun gestalten.

jobs.transporeon.com

Einführungswoche Flexible Arbeitszeit Freie Getränke und Obst Entwicklung und Karriere Gesundheitsmanagement

Betriebliche Altersvorsorge Empfehlungen Ferienbetreuung Gewinnspiele Firmenevents

Transporeon GmbH - Magirus-Deutz-Straße 16 - 89077 Ulm


8

BERUFSBILDER

Die digitale Zukunft

hat längst begonnen

Berufsbilder Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist längst kein Thema der Zukunft mehr.

Ob im Bereich der Lehre und Forschung, dem Handwerk oder sogar im Sport: Überall

entstehen durch die Digitalisierung neue Berufe. Von Anne Meßmer

Und, was machst du so

beruflich? Diese Frage

ist einfach zu beantworten,

wenn

man Bürokaufmann,

Tierärztin, Lehrer oder Taxifahrerin

ist. Unter diesen Berufen

kann sich jeder etwas vorstellen

und man muss diese nicht mit

vielen Worten, möglichst ohne

für Laien fremde Fachbegriffe,

erklären. Doch wie sieht das aus,

wenn man sich als Legal Counsel

mit IT-Recht beschäftigt,

SEA-Manager ist, als Data Scientist

arbeitet oder Art Director

im Bereich Print und Digital ist?

Dann wird es schon ein bisschen

komplizierter.

Was will ich mal machen?

Irgendwas mit Internet!

All diese Berufe – ja, das sind

wirklich Berufe und keine willkürliche

Aneinanderreihung

von Begriffen – gehören zu den

neuen Berufsfeldern, die sich in

den letzten Jahren durch die

zunehmende Digitalisierung

entwickelt haben. Wichtig ist:

Internet ist nicht gleich Internet.

Nicht jeder, der im digitalen

Bereich arbeitet, kann automatisch

einen PC auseinandernehmen

und wieder zusammenbauen

oder kennt die neueste

Anti-Viren-Programme. In einem

Krankenhaus arbeiten neben

Ärzten und Pflegepersonal

ja auch Köche, Reinigungspersonal,

Hausmeister oder Buchhalter.

Ein wichtiger Punkt in

der digitalen Welt ist der Bereich

der Sicherheit.

• IT-Security-Manager: In der

Hand des IT-Security-Managers

liegt jede Menge Verantwortung.

Denn er kümmert

sich darum, dass IT-Systeme

von Unternehmen vor Angriffen

so gut wie möglich geschützt

sind. Schließlich soll

kein Hacker Zugriff auf sensible

Daten haben. Er durchkämmt

das System nach Sicherheitslücken,

schließt diese

und entwickelt Strategien,

wie auch in Zukunft kein Angriff

auf das System möglich

sein wird. In Zeiten wachsender

Cyberkriminalität ein

wichtiger Beruf. Betreibt ein

Unternehmen eine Website,

vielleicht sogar mit Onlineshop,

muss es sich mit vielen

rechtlichen Fragen auseinandersetzen.

Gut, wenn man sich

auf den Legal Counsel IT-

Recht verlassen kann.

• Legal Counsel IT-Recht: Als

Jurist mit den Schwerpunkten

IT- und Datenschutzrecht beschäftigt

man sich zum Beispiel

mit Fragen zur Speicherung

von Kundendaten und deren

Auswertung, aber natürlich

auch mit Urheberrecht

und der Datenschutzgrundverordnung.

Aber es gibt auch Berührungspunkte

mit dem Arbeitsrecht

oder Softwareverträgen.

So eine Website soll ja

aber nicht nur aus juristischer

Sicht immer up to date sein,

sondern auch optisch ansprechend.

Auch dafür gibt es natürlich

Fachleute.

• Art Director Digital und

Print: Eine Website verändert

sich ständig. Sei es nun, weil

neue Angebote dazukommen,

wegfallen, die Seite auch auf

dem Smartphone bequem zu

bedienen sein soll oder weil

der Newsletter ein neues Gesicht

braucht. Gemeinsam mit

einem Team aus Grafikdesignern

und Mediengestaltern

setzt der Art Director genau

dies um. Ein Beruf mit viel Abwechslung.

ILLUSTRATION: JESUS SANZ/SHUTTERSTOCK.COM


BERUFSBILDER

9

• Customer-Experience-Designer:

Jeder kennt wohl die

kleinen Umfrage-Pop-ups, die

uns beim Besuch einer Website

ins Gesicht springen oder

die E-Mails, die Kunden nach

Kauf eines Produkts

erreichen.

Dabei geht es meist um Fragen

zur Kundenzufriedenheit hinsichtlich

Produkt, Dienstleistung,

Service oder Websitenutzung.

Die Ergebnisse landen

auf dem Tisch des Customer-Experience-Designers.

Er

kümmert sich darum, dass die

Kundenwünsche umgesetzt

werden und der Kunde gerne

wieder auf die Website zurückkehrt.

Social Media ist nur

was für lustige Sprüche und

Urlaubsfotos? Diese Zeiten

sind lange vorbei. Facebook,

Twitter, Instagram und Co.

sind heutzutage für Unternehmen

unerlässlich

• Content/Social Media

Re dak teur: Die sozialen

Netzwerke sind für Unternehmen

der direkte Draht

zum Kunden. Quasi die

Kundenhotline des 21.

Jahrhunderts. Zusammen

mit dem Content/Social

Media Manager kümmert sich

das Redaktionsteam darum,

dass auf den Seiten der sozialen

Netzwerke immer etwas los ist

– zum Beispiel Produktvorstellungen

oder Kooperationen mit

anderen Unternehmen, Bloggern

oder Influencern. Wichtig

ist auch, zeitnah Kundenanfragen

zu beantworten und natürlich

auch das Beschwerdemanagement.

Tatsache ist: Ohne

Google läuft im heutigen Internet

nichts mehr. Wer oben

mitspielen will, muss dafür

sorgen, dass seine Website

über Google gefunden wird

und am besten unter den Top-

Ten landet.

• SEO-Manager: Die Abkürzung

steht für „Search Engine

Optimization“. Übersetzt:

Such maschinenoptimierung.

Ein SEO-Manager kümmert

sich darum, dass der

Google-Suchalgorithmus an

der Website des Unternehmens

hängen bleibt und diese

weit oben in den Suchergebnissen

zu dem vom

Google-User verwendeten

Suchbegriff platziert. Mithilfe

von Analyse-Tools untersucht

er die Website auf Suchmaschinenfreundlichkeit,

optimiert

Texte und Strukturen

oder kümmert sich um

Keywords. Und da Google seinen

Algorithmus ständig ändert,

gibt es hier immer etwas

zu tun.

• SEA-Manager: Auch der Job

des SEA-Managers hat direkt

mit Google zu tun. SEA steht

für „Search Engine Advertising“,

also Suchmaschinenwerbung.

Jeder kennt es: Ganz

oben in der Liste der

Google-Suchergebnisse tauchen

Anzeigen auf. Um diese

kümmert sich der SEA-Manager.

Er erstellt und optimiert

sie, um dafür zu sorgen,

dass möglichst viele Menschen

sie anklicken. Aber er

kümmert sich auch um Werbung

in ande ren Bereichen

und darum, das sie ausgewertet

wird. Dazu kommt meistens

auch noch die Planung

von Suchmaschinenwerbekampagnen.


10

NEWS

Was geht ab?

Trends, Daten, Fakten rund um die

Digitalisierung.

Studie: Wie geht der Einzelhandel

mit der Digitalisierung um?

www.wirtschaft.alb-donau-kreis.de

Breitband

– voll im Ausbau

... für 50 MBit/s oder mehr !

Im Idealfall:

Glasfaser bis in den Betrieb !

Dazu:

Top Bildungsangebote,

gute Infrastruktur und

günstige Flächen,

hoher Wohnwert und

viele Freizeitangebote !

Beste Lagen nahe Ulm

– rund um Dietenheim, Ehingen,

Munderkingen, Laichingen und Langenau

Alles im Alb-Donau-Kreis

Gute Chancen – gute Zukunft

Wir sind für Sie da !

Wirtschaftsförderung im Alb-Donau-Kreis

Schillerstraße 30, 89077 Ulm; Telefon: 0731 185 1300

E-Mail: wirtschaft@alb-donau-kreis.de

Foto: klaus thenmayer/fotolia.com

Zusammen mit dem Deutschen

Industrie- und Handelskammertag

(DIHK) befragt „ibi research“

an der Universität Regensburg

deutschlandweit Einzelhändler

zur Nutzung ihrer

Offline- und Online-Vertriebswege

und dem

Einsatz neuer

Technologien.

Ziel der Untersuchung

ist es,

ein Bild des aktuellen

Bedarfs

des Handels

vor Ort in Bezug

auf Digitalisierungsfragen

zu erstellen.

Welche Gründe

sprechen für oder gegen

den Aufbau eines Online-Shops?

Wie digital sind

innerbetriebliche Abläufe? Und

wie schätzen Händler ihre Arbeit

in der Zukunft ein? Im Rahmen

des Forschungsprojekts

werden Handelsunternehmen

verschiedener Vertriebstypen

Illustration: Garf i eldbigberm/Shutterstock.com

(Online-Händler, stationäre

Händler, Multikanal-Händler)

zu aktuellen Themen der Branche

befragt. Durch die

Ergebnisse der Studie sollen

Unterstützungsbedarfe und

Virtueller

Stau

Hemmnisse identifiziert werden,

mit denen sich der Einzelhandel

aktuell konfrontiert

sieht. Zusätzlich wird die Entwicklung

seit der Vorgängerstudie

im Jahr 2017 betrachtet. Zu

der Zeit gab beispielsweise

nur ein Fünftel der

rund 2.000 befragten

Händler an,

bereits digitale

Systeme im

Backoffice einzusetzen.

Über

die Hälfte der

Teilnehmer verkaufte

damals

rein stationär, wobei

mehr als ein Drittel

davon bereits Online-Aktivitäten

für die kommenden

Jahre plante. Schon

2017 sahen vier von zehn Händlern

ihr Geschäftsmodell durch

die Marktmacht globaler Marktplätze

wie Amazon und eBay gefährdet.

Auch in der Handelsstudie

2020 wird der Einfluss

von Marktplätzen auf den lokalen

Einzelhandel thematisiert.

Bis zum 31. März 2020 können

Händler an der Befragung teilnehmen:

www.ibi.de/handelsstudie2020

ILLUSTRATION:

ZDENEK SASEK/SHUTTERSTOCK.CM

Im Februar gab es in

Berlin plötzlich einen

Stau, einen virtuellen allerdings.

Er fand nur in der Datenanalytik

von Google Maps statt. Verursacht

hatte ihn der Berliner

Künstler Simon Weckert. Einen

Bollerwagen mit 99 Smartphones

zog er über die Straße, und

- schwups - gab’s bei Google

Maps Stau. Wo ein Smartphone

ist, da ist auch ein Autofahrer,

so die Logik hinter dem kleinen

Experiment zur Verbindung von

Straßenfakten und Datenfiktion.

Das Experiment hat große Aufmerksamkeit

erregt - 3,2 Millionen

Mal wurde das Video inzwischen

angeklickt - und hat auch

Kritiker auf den Plan gerufen. Es

könne nämlich nur funktionieren,

wenn tatsächlich gar kein

Auto auf der Straße sei, beeilte

sich ein Experte zu erklären.

Wahrscheinlich wollte Weckert

aber auf etwas ganz anderes hinweisen:

Virtualität und Wirklichkeit

unterscheiden sich, das

zeigt der imaginäre Stau. Heißt

im übertragenen Sinne: Es könnte

sein, dass Daten uns manchmal

Hindernisse signalisieren,

die es im wahren Leben gar

nicht gibt.

Quelle: ADA


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UNTERNEHMENSPORTRÄT

RESSORT 11

Erfolgreich in die Cloud

Für Unternehmen bietet der Umstieg von einer physischen Serverumgebung in die Cloud viele

Vorteile. Doch wie bringt man ein Unternehmen erfolgreich in die Cloud?

Martin Mayr, Geschäftsführer

der Systemhaus Ulm GmbH.

Ein wichtiger Teil der Digitalisierung

von Unternehmen ist der

Wechsel zu einem Cloudanbieter,

denn Vorteile wie Hochverfügbarkeit

und Kostenkontrolle

klingen verlockend. Ist die Entscheidung

für einen Cloudanbieter

im Unternehmen erst einmal

getroffen, sei der Umzug der Server

in die Cloud schnell durchgeführt

und alle digitalen Prozesse

werden danach effizienter, so

die verbreitete Meinung. „Doch

so einfach ist es nicht“, weiß

Martin Mayr, Geschäftsführer

der Systemhaus Ulm GmbH, die

mit langjähriger Expertise Unternehmen

in die Cloud begleitet.

„Kleine Unternehmen können

durchaus in kurzer Zeit in

die Cloud gebracht werden. Mittelständische

und größere Unternehmen

benötigen jedoch

eine sorgfältig geplante Migrationsstrategie,

die eine entsprechend

lange Vorbereitungszeit

und Unterstützung durch erfahrene

Experten erfordert.“ Die

Umstellung von Arbeitsprozessen

in eine Cloudumgebung

bringt für die Anwender Veränderungen

mit sich. Es kann zur

Herausforderung werden, die

Mitarbeiter dazu zu bringen, ihre

Gewohnheiten zu ändern und sie

mit der neuen Arbeitsumgebung

vertraut zu machen. Zu den

wichtigsten Planungsmaßnahmen

gehört somit die Vorbereitung

eines Kommunikationskonzepts

mit Informationsveranstaltungen

und Schulungen für die

Mitarbeiter.

Unternehmensleitung und

Commitment

Nicht alles ist in der Cloud einfacher

oder bequemer, manche

Prozesse werden sogar wesentlich

komplexer als zuvor. Die Geschäftsleitung

muss daher bedingungslos

hinter einem solchen

Projekt stehen, damit es reibungslos

umgesetzt werden

kann und nicht auf nachgeordneten

Ebenen untergeht. Das

Management ist daher bereits

bei der Planung gefordert und

sollte auch über das notwendige

Wissen über technische Abhängigkeiten

und deren Konsequenzen

verfügen. Diese Faktoren

sind bereits bei der Entscheidung

zum Umstieg in die Cloud

zu bedenken, denn sie sind der

Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung

eines Cloud-Projektes.

Info Systemhaus Ulm GmbH, Max-

Planck-Straße 24, 89250 Senden.

Niederlassung Ulm: Beim Alten Fritz

2, 89075 Ulm, Telefon: 0731/93 40

64 40, info@systemhaus-ulm.de,

www.systemhaus-ulm.de

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in die Cloud.

Systemhaus Ulm GmbH

Max-Planck-Straße 24

89250 Senden

Systemhaus Ulm GmbH

Niederlassung Ulm

Beim Alten Fritz 2

89075 Ulm

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F 0731 93 40 64 50

info@systemhaus-ulm.de

www.systemhaus-ulm.de

Wir sind Tier-1

Partner von:


12

Die Digitalisierung ist heute aus

kaum einem Lebensbereich

mehr wegzudenken.

Foto: Phonlamai Photo/

shutterstock.com


FÖRDERUNG 13

Den Wandel als

Chance nutzen

Förderungen Die Digitalisierung verändert unser Leben und Arbeiten, unseren Konsum und

die Art, wie wir kommunizieren. Sie schafft neue Arbeitsfelder und kurbelt die Wirtschaft

an, weshalb das Land viele Maßnahmen fördert. Von Martin Dambacher

Die digitale Transformation

ist in vollem

Gange und heute

schon aus vielen Bereichen

der Wirtschaft

und Gesellschaft nicht

mehr wegzudenken. Was vor

wenigen Jahren noch kaum

denkbar war, ist mittlerweile oft

Alltag. Im Gegensatz zu Online-Shopping

oder Smart-Home-Lösungen

im Privatleben

sind digitale Strukturen und

Prozesse in der Arbeitswelt

meist nicht ganz so einfach und

schnell implementierbar, da diese

komplexer und kostenintensiver

sind. Viele Unternehmen

stellt die digitale Revolution

deshalb vor große Herausforderungen.

Deshalb fragte sich die

baden-württembergische Landesregierung

vor einiger Zeit,

wie dieser Wandel zum Wohle

der Wirtschaft und des Landes

gestaltet werden könnte, um Arbeitsplätze

zu erhalten und zu

schaffen sowie den Menschen

die entsprechenden Fähigkeiten

für das digitale Zeitalter vermitteln

zu können. Das formulierte

Ziel: Die Stärken des Landes

stärken, damit aus Baden-Württemberg

eine digitale Leitregion

wird und der deutsche Südwesten

als internationaler Premiumstandort

für die digitale

Wirtschaft gilt. Um dies zu

schaffen, wurde auf Bestreben

von Wirtschaftsministerin Dr.

Nicole Hoffmeister-Kraut im

Mai 2017 die „Initiative Wirtschaft

4.0 Baden-Württemberg“

gestartet, die rund 40 Partnerorganisationen

aus Wirtschaft

und Wissenschaft sowie Kammern,

Verbänden und Gewerkschaften

umfasst. Der Begriff

„Wirtschaft 4.0“ meint dabei die

Digitalisierung und Vernetzung

explizit aller Branchen im Land

– angefangen bei der Industrie

über das Handwerk, den Handel

und Dienstleistungen bis hin

zu Kultur-, Kreativ-, Informations-

und Kommunikationswissenschaften.

Mittelstand als Motor

Um seine Stellung als starker

Wirtschaftsfaktor und größter

Arbeitgeber im Land auch in Zukunft

zu sichern, muss insbesondere

der Mittelstand noch stärker

und konsequenter beim Einstieg

in das Thema Wirtschaft

4.0 unterstützt werden. Neben

den vom Land geförderten regionalen

Digitalisierungszentren,

die den Unternehmen als erste

Anlaufstelle bei Fragen zur Digitalisierung

dienen sollen, gibt

es deshalb zahlreiche Subventionen

wie beispielsweise die im

Juli 2018 aufgelegte Digitalisierungsprämie.

Diese belohnt

konkrete Projekte zur Einfüh-

Förderungen auf einen Blick

Um Licht ins Dunkel der unzähligen

Möglichkeiten im Bereich

der Digitalisierung zu

bringen, bietet das Land

Baden-Württemberg

Informationsplattformen an:

»»

www.digital-bw.de

»»

www.wirtschaftdigital-bw.de

»»

www.startupbw.de

2.300

Anträge für die Digitalisierungsprämie

wurden

bereits gestellt. Mit der

Prämie sollen konkrete Projekte

gefördert werden, die

digitale Lösungen einführen

und zur Verbesserung der

IT-Sicherheit.

Ausführliche Details zu den

einzelnen Förderprogrammen

und -maßnahmen sind unter

www.wirtschaft-digital-bw.de/service/angebote/foerderprogramme/

zu finden – ebenfalls sind hier

auch Subventionen des

Bundes und der EU

aufgeführt.

rung digitaler Lösungen sowie

zur Verbesserung der IT-Sicherheit

mit Kostenvolumen bis zu

100.000 Euro in Unternehmen

bis 100 Mitarbeiter mit einem

Tilgungszuschuss zwischen

5.000 und 10.000 Euro. „Die große

Nachfrage zeigt, dass wir mit

der Digitalisierungsprämie den

Bedarf der Unternehmen im

Land getroffen haben“, erklärt

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut

stolz. „Besonders

freut es mich, dass die Unternehmen

so rasch in die Umsetzung

gehen und die bereitgestellten

finanziellen Mittel damit

schnell vor Ort ihre Wirkung

entfalten“, so die

Ministerin weiter. Insgesamt

seien so bereits Investitionen

von über 70 Millionen Euro angestoßen

worden. Von den Maßnahmen

bisher am stärksten

profitiert haben das Handwerk

und der Dienstleistungssektor

(je rund 17 Prozent), gefolgt vom

Handel (rund 14 Prozent) und

dem verarbeitenden Gewerbe

(rund 13 Prozent). Aber auch im

Gastgewerbe findet das Förderprogramm

mit rund 6 Prozent

der Anträge guten Anklang.

Aber nicht nur der Mittelstand

kommt in den Genuss finanzieller

Förderungen. Mit dem neuen

Innovationsgutschein „Hightech

Digtial“ werden pilotartige

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

etablierter Unternehmen

im Bereich digitaler Geschäftsmodelle

sowie Anwendungsprojekte

in den Bereichen

Industrie 4.0, vernetzte Systeme

und Prozesse, Internet der Dinge

(IoT), Smart Services, hochflexible

Automatisierung, Big

Data, Simulationsmodelle oder

Virtual und Augmented Reality

unterstützt. Der Zuschuss beträgt

dabei bis zu 20.000 Euro

auf die Inanspruchnahme externer

Dienstleistungen. Innovative

Hightech-Start-ups werden

mit einer Frühphasenförderung

von bis zu 20.000 Euro bedacht,

wenn sie in einem der vier Zukunftsfelder

Informations- und

Kommunikationstechnologie,

nachhaltige Mobilität, Gesundheitswirtschaft

oder Ressourceneffizienz

tätig sind.


14

RESSORT

In der digitalen Welt von heute haben sich die Erwartungen

und Ansprüche an Software grundlegend

verändert. Im Fokus stehen dabei die intuitive Bedienbarkeit

von Komplettlösungen sowie ihre permanente

Verfügbarkeit. Schnelligkeit und Funktionalität sind

keine Kür für digitale Anwender, sie sind die Pflicht.

Anhand dieser Kriterien entscheidet der digitale Anwender,

ob die Software genutzt wird oder nicht.

Dabei ist es unerheblich, ob dies in seinem privaten

oder professionellen Umfeld stattfindet – die Erwartungshaltung

ist stets gleichbleibend. Betrachtet man

diese gesellschaftliche Veränderung im Umgang mit

Technologie, stellt sich die Frage, welche Auswirkung

sie auf die HR-Software Industrie hat. Die P&I Personal

& Informatik AG hat sich dieser Thematik angenommen

und die folgenden Punkte als wesentliche

Nutzungskriterien von HR-Software herausgefiltert:

Die Revolution des

HR-Softwaremarktes

Service als Teil des Produkts

Der digitale Kunde strebt heute nach einer Komplettlösung, die das gesamte Leistungsspektrum eines

Unternehmens abdeckt. Neben den Produkten als solche umfasst dies insbesondere auch digitale Service-

und Dienstleistungen, die zunehmend in den Fokus rücken und häufig ausschlaggebend zur

verbesserten Kundenbindung beitragen.

Verbesserte Wertschöpfungskette durch Automation

Standardisierte, automatisierte Prozesse steigern nicht nur die generelle Produktqualität um ein Vielfaches,

sie führen auch zu einer Reduzierung von Kosten, Risiken und Aufwänden. Für die Nutzer

sind vor diesem Hintergrund vor allem Transparenz und Effizienz bei der Fehlerbehebung von besonderer

Relevanz. Sie führen zu einer frühzeitigen Identifizierung und Behebung betriebsbehindernden

oder sogar betriebsverhindernden Mängeln und somit zu einer weiteren Qualitätssteigerung.

Vollständig digitalisierte Lösungen

Die Vernetzung einzelner Software-Module ist heutzutage bereits Standard. Interne Kommunikationsinstrumente

garantieren einen reibungslosen Ablauf innerhalb eines Systems und machen den

umständlichen und oftmals fehleranfälligen Einsatz von Fremdsoftware hinfällig. Die Nutzung einer

Software ist somit inzwischen ein angenehmes und reibungsloses Erlebnis.

Öffnung des HR-Management

Lag bei der Betrachtung von HR der Fokus vormals ausschließlich auf

den Experten, verschwimmt nun zunehmend diese Grenze: Führungskräfte

und Mitarbeiter sind inkludiert und werden aktiv in die HR-

Vorgänge miteinbezogen. Ihre unterschiedlichen Ansprüche an ein

Produkt sollten bei dessen Entwicklung ebenso im Mittelpunkt stehen

wie die der Experten.


Anzeige

Mit P&I LogaAll-in setzt die P&I AG als erstes Unternehmen

im HR-Sektor all diese wesentlichen Nutzerwünsche

um und revolutioniert durch eine völlig

neue Produktphilosophie den HR-Softwaremarkt. Das

Alleinstellungsmerkmal der HR-Plattform ist, dass

durch sie in Echtzeit alle ablauffähigen Inhalte zur

Verfügung gestellt werden. Dies hat zur Folge, dass

die Implementierungsdauer reduziert wird. Zugleich

werden Effizienz sowie Geschwindigkeit der Roll-outs

umfangreicher HR-Prozesse, Apps sowie der Dashboard-Steuerung

signifikant erhöht. Die ganzheitliche

HR-Plattform umfasst sowohl die aktuelle als auch die

künftige Produktpalette der P&I AG, wodurch sämtliche

P&I-Anwendungen inklusive mobiler Apps zur

Verfügung stehen. Gesonderte Lizenzkäufe entfallen

vollständig und die Kompatibilität der einzelnen Bestandteile

ist von Beginn an gewährleistet. Bei P&I

LogaAll-in steht das vollvernetzte Ganze im Zentrum.

Die Fokussierung auf einzelne Produkte weicht dabei

RESSORT 15

der holistischen Betrachtung eines vollumfänglichen

Service, der stets die Anforderungen des Anwenders

in den Mittelpunkt rückt. Der regionale Partner

SOFT-CONSULT Häge GmbH hat die ganzheitliche

HR-Plattform seit Oktober letzten Jahres für und bei

Kunden im Einsatz und zeigt sich überaus begeistert:

„P&I LogaAll-in ist die logische

und konsequente Weiterentwicklung

eines modernen

zukunftsfähigen Personal-Management-Systems.

Mit der Entscheidung

für P&I LogaAll-in

hat SOFT-CONSULT die ganzheitliche

bedarfsgerechte Lösung

für die aktuellen und kommenden

Herausforderungen der

HR unserer Kunden.“

Marin Capek

durch P&I LogaAll-in

Minimierung des Risikos

Senkung der Kosten

Verringerung der Komplexität

Reduzierung des Aufwands

Erhöhung der Reichweite

Steigerung der Akzeptanz

SaaS

HRaaS

IaaS

PaaS

HW

pi-ag.com/kontakt


16

INITIATIVE

Ein Netzwerk für

die Region

Netzwerk Digitale Talente und Ideen zu fördern, um die hohe Standortattraktivität der

Region und ihrer schlagkräftigen Unternehmerschaft weiter zu steigern. Dieses Ziel verfolgt

die „Initiative Ulm Digital“, die Mitte 2016 ins Leben gerufen wurde. Von Martin Dambacher

Der digitale Wandel

macht auch vor Ulm

nicht halt, weshalb

die Erarbeitung einer

digitalen Agenda für

alle Unternehmen und Organisationen

von elementarer Bedeutung

ist. Gerade als Wissenschaftsstadt

sollte Ulm auf die

rasante Entwicklung nicht nur

reagieren, sondern diese aktiv

mitgestalten – nur so lassen sich

die Potenziale und Chancen der

Digitalisierung nutzen, um

Wohlstand, Lebensqualität und

Wirtschaftskraft der Region zu

sichern und zu steigern.

Nachhaltige

Lösungskonzepte

Dies erfordert jedoch ein Zusammenwirken

aller Akteure

aus Wirtschaft, Wissenschaft,

Bürgerschaft, Verwaltung und

Politik sowie ein Innovationsklima,

das kreative Köpfe anzieht

und hervorbringt. Ebenso

braucht es Orte, an denen Lösungskonzepte

für eine nachhaltige

Gestaltung der digitalen

Stadt und für Unternehmen von

morgen entwickelt werden können.

Genau hier setzt die „Initiative

Ulm Digital“ an, die von

verschiedenen städtischen Unternehmerpersönlichkeiten

am

28. Juni 2016 gegründet wurde.

„Wir sehen unsere Arbeit darin,

die Stadt bei diesem Entwicklungs-

und Veränderungsprozess

und ihren vielfältigen Aktivitäten

zu fördern und zu unterstützen“,

erklärt der Vorsitzende

Heribert Fritz. Darüber

hinaus beabsichtige die Unternehmerinitiative

in diesem Bereich

auch eigene Impulse zu

Aktiv im Verschwörhaus: Bloggerin und Programmiererin Sabine Wieluch.

setzen sowie innovative Projekte

zu initiieren und durchzuführen.

Alle Aktivitäten sollen

dabei in einem Netzwerk von

Unternehmen, Bildungseinrichtungen,

Institutionen, Organisationen

sowie Interessierten aus

der Bürgerschaft stattfinden, die

sich bereits aktiv mit dem Thema

Digitalisierung auseinandersetzen

und deren Herz für die

Region Ulm schlägt. Als eines

Ziele und Zwecke der Initiative Ulm

Digital

Die initiative.ulm.digital

e.V. ist ein Netzwerk aus Unternehmern,

Bildungseinrichtungen,

Institutionen, Organisationen

und Bürgern, das

durch die individuellen Expertisen

den digitalen Wandel aktiv

mitgestalten und den dazu

notwendigen öffentlichen Diskurs

unterstützen möchte. Der

Zweck des Vereins ist dabei die

Förderung der Wissenschaft

und Forschung sowie der Bildung

und des bürgerschaftlichen

Engagements. Hierzu

trägt die Initiative unter anderem

mit der Beschaffung von

finanziellen Mitteln bei. Mehr

Informationen unter www.

ulm-digital.com

Foto: Volkmar Könneke

der ersten Projekte wurde so

zum Beispiel mit dem „Verschwörhaus“

im ehemaligen Gebäude

der Sparkasse am Weinhof

ein Ort für Zusammenarbeit,

Vernetzung und Innovationsförderung

geschaffen. 2020 soll mit

dem LoRaPark ein Experimentierfeld

und öffentlicher

Showroom für das Internet der

Dinge folgen, um die Sensorik

und Technik dahinter erfahrund

erlebbar machen zu können.

Die Veranstaltungsreihe

„10x10 digital.konkret“ wird in

diesem Jahr fortgesetzt, bei der

jeweils zehn Unternehmer und

Entscheider aus Ulm und Umgebung

Beispiele präsentieren.

Der erste Termin ist am 21.4. in

der Sparkasse Ulm, die zweite

Veranstaltung am 16.6.


Anzeige

UNTERNEHMENSPORTRÄT

17

In die digitale Zukunft

Als neue Übertragungstechnologie bieten die modernen Lichtwellenleiter enormes Potenzial bis

weit in den Gigabit-Bereich. Die SWU TeleNet macht diese schnelle Datenübertragung möglich.

Bereits heute sind ultraschnelle

Datenübertragungsraten über

1.000 Mbit/s möglich. Darüber

hinaus sind sie für noch höhere

Datenanforderungen von über 1

Gbit/s bestens ausgerüstet. Von

den Highspeed-Anbindungen

profitieren Anwohner, Immobilieneigentümer

und -verwalter

gleichermaßen, denn sie bieten

Gewinn an Komfort und Wertsteigerung.

Kostenfreier Highspeed-

Anschluss

Neben exzellenter Bild- und

Tonqualität bei Voice-over-IP,

TV-Übertragungen und Filmen

(Streaming) via Internet sind sie

auch für weitere datenintensive

Anwendungen die beste Wahl,

wie etwa für Online-Gaming,

Cloud Computing, 3D-TV, Videokonferenzen,

Online-Backups

usw. Bereits 2019 hat die SWU

SWU-Geschäftsführer Klaus Eder.

TeleNet das Tor zur digitalen Zukunft

im Ulmer Industriegebiet

Donautal aufgestoßen. Jetzt wird

die Ulmer Innenstadt etappenweise

mit einem leistungsstarken

Highspeed-Glasfasernetz

ausgestattet. Während die Ver-

Foto: Hörger

legearbeiten im Bereich „Auf

dem Kreuz“ gerade begonnen

haben, laufen schon die Vorbereitungen

für die beiden nächsten

Stadtviertel Ost- und Neustadt.

Bis 2024 soll der flächendeckende

Ausbau in der Innenstadt

Ulm beendet sein, danach

werden die Arbeiten in weiteren

Stadtteilen bedarfsgerecht fortgesetzt.

Für diejenigen, die sich

bis zum jeweiligen Stichtag ihres

Ausbaugebiets eine Highspeed-Anbindung

vorab sichern,

hat die SWU TeleNet eine besondere

Überraschung parat: Sie erhalten

den megaschnellen Glasfaser-Anschluss

kostenlos. „Anwohner,

Immobilieneigner und

-verwalter sind damit auf der sicheren

Seite. Sie profitieren von

der leistungsfähigsten digitalen

Infrastruktur und haben mit der

SWU TeleNet einen kompetenten

und verantwortlichen Partner

direkt vor Ort“, so SWU-Geschäftsführer

Klaus Eder.

Info SWU TeleNet, ServiceCenter

Neue Mitte, Neue Straße 79,

89073 Ulm.

SWU TeleNet:

Glasfaser für Sie!


18 UNTERNEHMENSPORTRÄT Anzeige

Ronja Kemmer im

Digi tali sierungszentrum

FOTO: DIGITALISIERUNGSZENTRUM ULM I ALB-DONAU I BIBERACH E. V.

Bei ihrem Besuch im Digi talisierungs

zentrum traf sich die

CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja

Kemmer mit Dr. Thomas Kienle

(CDU-Stadtrat in Ulm und Fraktionsvorsitzender),

Dr. med. Hans-Walter

Roth (CDU-Stadtrat in Ulm),

Max-Martin W. Deinhard (Hauptgeschäftsführer

IHK Ulm und Vorstandsvorsitzender

Digitalisierungsregion

Ulm/Alb-Donau/Biberach e.V.),

Ronja Kemmer (CDU-Bundestagsabgeordnete),

Jonas Pürckhauer (Mitglied

der Geschäftsleitung IHK Ulm

und geschäftsführender Vorstand Digitalisierungsregion

Ulm /Alb-Donau

/Biberach e.V.), Alexander Nikolaus

(Leiter Digitalisierungszentrum Ulm/

Alb-Donau/Biberach).

Digitalisierung

meistern

Wo werden Digitalisierungsfragen in der Region beantwortet? Beim Digitalisierungszentrum

mit der Zentrale in Ulm und verschiedenen Anlaufstellen in der Region, nämlich in Biberach,

Ehingen und Riedlingen. Ein Interview mit Max-Martin W. Deinhard.

Wie kam es zum Digitalisierungszentrum?

Max-Martin W. Deinhard: Es war unser

Ziel, für die Unternehmen in der

Region eine Anlaufstelle, für Digitalisierungsfragen

und -leistungen zu

schaffen. Und zwar in Ulm und in der

Fläche. Die Einbindung des Landkreises

Biberach war uns dabei ein wichtiges

Anliegen. Mit dem unter der Federführung

der IHK Ulm erstellten

Konzept waren wir bei der landesweiten

Ausschreibung überaus erfolgreich.

Zu der notwendigen Finanzierung

steuert die IHK Ulm 750.000

Euro bei. Das Geld ist sinnvoll angelegt.

Welche Unternehmen sind

angesprochen?

Prinzipiell alle, wobei der Fokus auf

Zur Person

Max-Martin W.

Deinhard ist Hauptgeschäftsführer

der

IHK Ulm und Vorstandsvorsitzender

der Digitalisierungsregion

Ulm /Alb-Donau

/ Biberach e.V.

FOTO: MARTINA DACH

den kleinen und mittleren Betrieben

liegt, da diese am meisten von dem

Angebot profitieren können. Die größeren

Unternehmen tun sich meist

leichter, eigenes Know-how und technische

Infrastrukturen im Bereich

der Digitalisierung aufzubauen.

Wo sind die größten Herausforderungen

für die Unternehmen?

Das Thema Digitalisierung ist sehr

vielfältig und dynamisch. Da läuft

man schnell Gefahr, sich in dieser Angebotsvielfalt

zu verirren und Geld

zu verbrennen. Die entscheidenden

Fragen sind: Ist es aus ökonomischer

Sicht wirklich sinnvoll, in eine neue

Technologie zu investieren? Wo liegt

der Mehrwert? Dabei ist es auch

wichtig, die eigenen Prozesse anzuschauen

und herauszufinden, was

überhaupt umsetzbar ist.

Wie unterstützt das Digitalisierungszentrum

dabei?

Das Digitalisierungszentrum steht

bei genau solchen Fragen mit Fachexperten

beratend zur Seite. Mit Veranstaltungen,

Sprechtagen und Workshops

wird weitere Aufklärung betrieben.

Zudem besteht im Digitalisierungszentrum

auch die

Möglichkeit, neue Technologien

wertneutral kennenzulernen.

Welche Angebote wecken das

größte Interesse?

Neben Firmenbesuchen, bei denen

die Situation und die Herausforderungen

der Unternehmen individuell

und vor Ort besprochen werden,

sind es vor allem auch unsere Sprech-


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 19

tage mit fachspezifischen Kurzberatungen

sowie verschiedene

Fachveranstaltungen, die gut angenommen

werden. Es freut uns

dabei sehr, dass die Nachfrage

kontinuierlich steigt. Mit der Einrichtung

verschiedener Experimentierräume

wird das Angebot

in den nächsten Wochen noch

einmal deutlich erweitert. Wichtig

ist aber festzuhalten, dass es

oft gar nicht die hochkomplexen

Fragestellungen, sondern einfache

Sofort-Tipps für den Alltag

sind, die nachgefragt werden.

Wie sieht das Engagement der IHK

Ulm beim Thema Digitalisierung aus?

Die Digitalisierung voranzutreiben

gehört zu den strategischen

Zielen der IHK Ulm. Digitale

Transformationsprozesse in

Wirtschaft und Verwaltung setzen

wir konsequent um und nutzen

digitale Prozesse. Mit unserem

IHK-Technologietransfermanager

Gernot Schnaubelt bieten

wir Hilfe bei der Suche nach

Partnern aus Wirtschaft und

Wissenschaft. Darüber hinaus

berät Schnaubelt auch zu möglichen

Förderprogrammen. Fachkräfte

– um ein weiteres Thema

herauszugreifen – bilden wir fort,

um sie auch beim Thema Digitalisierung

voranzubringen. Zudem

engagieren wir uns stark

beim Digitalisierungszentrum.

Ich habe zum 30. Januar 2020

auch den Vorstandsvorsitz im

Trägerverein des Digitalisierungszentrums

(Digitalisierungsregion

Ulm/Alb-Donau/Biberach

e. V.) übernommen.

Wie engagieren Sie sich beim Thema

„Künstliche Intelligenz (KI)“?

Das Digitalisierungszentrum

Ulm/Alb-Donau/Biberach hat

gemeinsam mit der bwcon

GmbH erfolgreich an einem Förderaufruf

des Landes Baden-

Württemberg zur Einrichtung regionaler

KI-Labs teilgenommen.

Wir werden nun über 15 Monate

lang mit 100.000 Euro gefördert.

Das regionale KI-Lab bietet den

direkten Einstieg ins Thema. Das

ist ein wichtiger Schritt für die

Region und bietet regionalen Unternehmen

die Chance, zu überlegen,

wie sie KI nachhaltig für

sich und die Region einsetzen

können. Unser gemeinsamer

Ansatz sieht dabei niedrigschwellige

und modulare Angebote

in Form von Vernetzungsangeboten,

Erstberatungen und

Workshops vor. Wir stellen auch

Hardware und Cloud Computing

zur Erprobung von KI-Lösungen

zur Verfügung. Auf diese Weise

soll eine breite Zielgruppe angesprochen

und zugleich ein

KI-Entwicklungspfad für kleine

und mittlere Unternehmen geboten

werden.

Kontakt

Alexander Nikolaus

Leiter des Digitalisierungszentrums

Tel. 0731 / 72557525

s.nikolaus@dz-uab.de

IHK Ulm,

Gernot Schnaubelt,

Tel. 0731 / 173-179,

schnaubelt@ulm.ihk.de

Wie Kinder Digitalisierung

kennenlernen

Faszination Naturwissenschaften und Technik: Kinderfragen beantworten, Informatik und

Computer entdecken.

Weiß der Computer alles? Wie

kommen Dinge und Menschen

ins Smartphone? Bestimmt der

Computer oder ich? Mit dem

IHK-Angebot „Faszination Naturwissenschaften

und Technik“

Der stern för mige

Mini-Com puter

ist an sprechend

und kind gerecht

gestaltet.“

Julia Beckert, Abteilungsleiterin

der Grundschule St. Hildegard, Ulm

knüpft die IHK an das digitale Interesse

der kleinen Weltentdecker

in Kita und Grundschule an.

Workshop „Informatik entdecken

– mit und ohne Computer: In diesem

Workshop erfahren pädagogische

Fach- und Lehrkräfte, wie

sie gemeinsam mit Kindern auf

Entdeckungsreise in die Welt der

Informatik gehen können. Es geht

nicht darum, den Kindern den

Gebrauch des Computers, Tablets

oder Smartphones beizubringen,

sondern darum, als päda-

Mit Calliope, dem Mini-Computer, lernen Kinder in der Grundschule,

die digitale Welt zu verstehen und mitzugestalten.

Foto: IHK

gogische Fachkraft professionell

mit dem Thema „infor matische

Bildung im Elementarbereich“

umzugehen. Die Fähig keiten, zu

sortieren, zu strukturieren, zu

analysieren und Lösungen für

Probleme zu finden, sind die

Grundlage dazu. Diese können

auch ohne Computer trainiert

werden. Mit Calliope, dem Mini-Computer,

lernen Kinder in

der Grundschule, die digitale

Welt zu verstehen und mitzugestalten.

Spielerisch! Dass die Programmierung

kinderleicht ist, erleben

die Lehrerinnen und Lehrer

bei der IHK-Vorbereitungsfortbildung.

Das Projektkonzept

Zur Person

Dr. Anika Hamberger bietet

Workshops für pädagogische

Fachkräfte an Kitas und

Schul en an und hilft dabei,

die Faszination für Naturwissenschaften

und Technik und

Digitalisierung zu fördern.

beinhaltet, dass Unternehmen

der IHK-Region Ulm Grundschulen

in ihrer Nähe einen Calliope

mini Klassensatz für die Anwendung

im Unterricht zur Verfügung

stellen. Dadurch sollen

möglichst viele Kinder die Chance

bekommen, sich für Informatik

zu begeistern und Programmieren

zu lernen, um für die Anforderungen

der zukünftigen Arbeitswelt

bereit zu sein.

Info

IHK Ulm,

Dr. Anika Hamberger,

Tel. 0731 / 173-107,

hamberger@ulm.ihk.de

FOTO: MARTINA DACH


20 UNTERNEHMENSPORTRÄT Anzeige

Die Digitalisierung meistern: Die IHK Ulm unterstützt dabei, dass die Transformation gelingt.

Foto: Armin Buhl, photodesign-buhl.de

Unsere Region digital

voranbringen

Die Digitalisierung wälzt die Welt um. Alle reden über Digitalisierung. Die Industrie-und

Handelskammer packt die Digitalisierung an.

Was brauchen wir alle, um auch in

Zukunft Spitzen- und Wohlfühlregion

zu sein? Ein funktionierendes Handynetz?

Einen modernen Arbeitsplatz?

Einen hohen Standard bei neuen

Technologien? In der Region müssen

die Rahmenbedingungen für die

Digitalisierung bereitstehen!

Vorschläge und Forderungen an

die Politik

Die Industrie- und Handelskammer

engagiert sich zusammen mit den Unternehmen

der Region, ehrenamtlich

Tätigen, ihrem Team sowie Partnerinnen

und Partnern dafür, dass die digitale

Transformation gelingt und es

der Region nachhaltig gut geht.

Wie macht die IHK das? Unter anderem

mit Forderungen und Vorschlägen

an die Politik und Verwaltung,

mit individuellen Serviceangeboten,

Veranstaltungen, Bildungs- und Beratungsangeboten

und mit einem Digital

Hub, dem Digitalisierungszentrum

Ulm/Alb-Donau/Biberach.

Alles, um eines unserer der zentralen

Ziele für Unternehmen und Menschen

zu erreichen: die Region mit

Digitalisierung voranzubringen. Dass

die IHK mit den Ausbildungs-, Vernetzungs-

und Weiterbildungsangeboten

richtig liegt, zeigt die große

Nachfrage.

Zur Person

Gernot Schnaubelt

ist Technologietransfermanager

für Digitalisierung

bei der IHK Ulm.

FOTO: MARTINA DACH

Dafür setzt sich die IHK ein:

• Für den flächendeckenden Ausbau

digitaler Infrastrukturen

• Für bessere Vermittlung digitaler

Kompetenzen

• Für die Verbesserung rechtlicher

Rahmenbedingungen

• Für sicheren elektronischen

Geschäftsverkehr

• Für ein Innovationsklima

Info IHK Ulm,

Gernot Schnaubelt,

Tel. 0731 / 173-179,

schnaubelt@ulm.ihk.de


Anzeige UNTERNEHMENSPORTRÄT 21

Duale Ausbildung anstatt

Studium

Wer mit seinem Studiengang nicht den Volltreffer gelandet hat, sollte nicht verzagen. Es

bleiben viele Möglichkeiten für die nächsten Schritte. Die IHK hilft dabei.

Das Informatik-Studium ist nicht

das Richtige? Nach einer aktuellen

Studie des Deutschen Zentrums

für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

verlassen 28

% der Studierenden aus Bachelorstudiengängen

die Universität

oder Hochschule ohne Abschluss.

Ein Cut ist kein Weltuntergang

sondern kann die Chance

sein für eine Karriere mit Lehre

zum/zur Fachinformatiker/in.

Individuelle Beratungsgespräche

für Interessenten

Die Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/in

ist derzeit eine der

beliebtesten in Deutschland.

Gute und passende Auszubildende

zu finden ist für viele Unternehmen

eine Herausforderung.

Zielgruppe für die Ausbildung

sind Studienabbrecher/innen aus

dem MINT-Bereich, Abiturientinnen

und Abiturienten mit Programmiererfahrung

und Absolventinnen

und Absolventen des

BLITZ spricht Studienabbrecher, Abiturienten und „2 BKI‘ler“ an.

Foto: archerix@AdobeStock.com

zweijährigen Berufskollegs für

Informations- und Kommunikationstechnik.

Neben individuellen

Beratungsgesprächen, Informationsveranstaltungen

und der

Hilfe beim direkten Berufseinstieg

hat die IHK Ulm ein Angebot

entwickelt, um die duale Ausbildung

für Studienabbrecher/innen

attraktiv zu gestalten: das

Angebot „BLITZ: IT-Ausbildung

auf der Überholspur“. Die IHK

Ulm bietet in Kooperation mit regionalen

Unternehmen ein attraktives

Angebot.

Hier sind die Inhalte für den

Ausbildungsberuf „Fachinformatiker/in“

im Überblick:

• duale Ausbildung in nur zwei

Jahren

• verdichteter Unterrichtsstoff

und zusätzliche Inhalte

• Schulpartner:

Robert-Bosch-Schule

Zur Person

Simone Görtz ist Ansprechpartnerin

bei der IHK Ulm für

das Projekt „Neue Ziele im Blick:

Studienabbruch – Chance auf

Veränderung“. Studienzweifler

und -abbrecher können sich

von ihr zu neuen beruflichen

Perspektiven beraten lassen.

• Plus: Spezialisierung in C# (Fachinformatiker/-in

Fachrichtung

Anwendungsentwicklung)

• Plus: Spezialisierung in Netzwerktechnik

der Cisco Networking

Academy (Fachinformatiker/-in

Fachrichtung Systemintegration)

Info IHK Ulm, Simone Görtz,

Tel. 0731 / 173-133, goertz@ulm.ihk.de

Digital durchstarten

Die IHK Ulm

entwickelte und

erprobte im Förderprojekt

Digitalisierung

und berufliche

Förderprojekt

Ausbildung“ in

den letzten zwei Förderprojekt Duale Ausbildung im digitalen Wandel

Jahren digitale

Schritte zur Umsetzung

Duale Ausbildung im digitalen Wandel

Lernsettings in Schritte zur Umsetzung

Zusammenarbeit

mit dem

Neues Mindset

Neues Mindset

der Ausbildung

Forschungsinstitut Betriebliche

der Ausbildung

Bildung (f-bb) Nürnberg, den

Unternehmen, die zum Mechatroniker/-in

ausbilden und den

der

Fortbildung

Ausbildenden

Berufsschulen in Biberach Fortbildung und

der Ausbildenden

Ehingen. Ein weiteres Ziel des

Projektes war Konzeptionierung

und Durchführung der medienpädagogischen

des Ausbildungspersonals.

Mit der Broschüre „Duale Ausbildung

im digitalen Wandel.

Schritte zur Umsetzung“ schließt

die IHK Ulm das vom Ministeri-

Kontext

in Unternehmen

und Schulen

Digitale Lernformate

individuell umsetzen

Digitale Lernformate

Qualifizierung individuell umsetzen

um für Wirtschaft, Arbeit und

Wohnungsbau geförderte Projekt

Förderhinweis: Diese Publikation ist im Rahmen des Förderprojektes

Digitalisierung in der beruflichen Ausbildung“ des Ministerium für

ab. Auf Moodleplattform

Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg entstanden.

www.mechatronik-digital.de sind

die digitalen Lernsettings und

Kontext

in Unternehmen

und Schulen

Förderhinweis: Diese Publikation ist im Rahmen des Förderprojektes

Digitalisierung in der beruflichen Ausbildung“ des Ministerium für

Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg entstanden.

Zur Person

Irene Schmitt ist

Ansprechpartnerin für

Digitalisierung in der

Aus- und Weiterbildung

und

leitet das Projekt

„Lernfabrik 4.0“.

Info IHK Ulm,

Irene Schmitt

Tel. 0731 / 173-328

i.schmitt@ulm.ihk.de

ALLE PORTRAITFOTOS: MARTINA DACH

Handreichungen frei nutzbar eingestellt.

Weitere Informationen unter:

www.ulm.ihk24.de Dokumenten Nr.

4384984.

Mit der AzubiCard

Vorteile sichern

Den Studienausweis kennt man.

Weniger die AzubiCard, die viele

Vorteile bietet. Zum Beispiel

günstigere Preise, Informationsvorsprung,

attraktive Angebote

und Glücksgefühle bei dem einen

oder anderen Event. Unbedingt

informieren.

Zur Person

Patrizia Grün ist Leiterin der Abteilung

Ausbildung bei der IHK Ulm. In

der IHK Ulm werden jährlich mehr als

2.400 neue Ausbildungsverträge geschlossen.

Knapp 1.300 Betriebe bilden

120 Ausbildungsberufen aus.

Info IHK Ulm, Patrizia Grün,

Tel. 0731 / 173-107, gruen@ulm.ihk.de


22 UNTERNEHMENSPORTRÄT Anzeige

Mit Weiterbildung ins digitale Zeitalter.

Foto: IHK Ulm

Machen Sie sich fit

für die Digitalisierung

Viele Menschen wehren sich gegen Neues. Andere sind neugierig und passen sich schnell

veränderten Bedingungen an.

„Nur Offenheit und die Motivation,

die eigenen Fähigkeiten auszubauen,

garantieren beruflichen Erfolg,“ sagt

Sirko Nell, Leiter der Abteilung Weiterbildung

bei der IHK Ulm.

Für die Weiterbildung der IHK Ulm

bedeutet Digitalisierung dreierlei:

- Aktualisierung der bestehenden Angebote

durch Inhalte, die sich aus der

fortschreitenden Digitalisierung ergeben

- Konzeption und Erstellung neuer

Seminare und Lehrgänge, die auf den

Transformationsprozess vorbereiten,

um etwaige Risiken für die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter frühzeitig

in Chancen zu verwandeln

- Neue Lernformate

Welche Weiterbildungen?

Eine Übersicht

Eine erste Übersicht aller Weiterbildungsangebote

gibt es auf www.ulm.

Zur Person

Sirko Nell ist Leiter

der Abteilung Weiterbildung

bei der

IHK Ulm. Etwa 5.000

Teilnehmer und Teilnehmerinnen

lassen

sich in über 400

IHK-Lehrveranstaltungen

jährlich

weiterbilden. Zugleich

werden ca. 1.500

hoheitliche Prüfungen

der Höheren Berufsbildung

durchgeführt.

FOTO: MARTINA DACH

ihk24.de. Wer sich speziell für Digitalisierung

interessiert findet dort im

IHK-Weiterbildungsprogramm „Digitalisierung,

IT und EDV“ Informationen.

Interessenten können sich

schon einmal informieren und überlegen,

was genau zum persönlichen

Weiterbildungsbedarf und zu den

Anforderungen passt. Die IHK bietet

vielfältige Beratungen an. Hier ein

erster Eindruck aus der Vielfalt der

Digitalisierungs-Weiterbildungen:

1. Fachkraft 3D-Drucktechnologien

2. Datenschutzbeauftragte/r nach

DSGVO

3. Online-Marketing-Manager (IHK)

und Social Media Manager (IHK)

4. Weiterbildung für Fachkräfte an

Lernfabriken 4.0

Bei der IHK kann man durch das

Nutzen des Weiterbildungsangebots.

Wissen bündeln und ausbauen. Die

IHK hilft dabei. Bei der ESF-Fachkursförderung

können Teilnehmerinnen

und Teilnehmer von IHK-Seminaren

und Zertifikatslehrgängen 30

bis 70 Prozent der Teilnahmekosten

sparen. Nicht nur für den Bereich Digitalisierung.

Das geht ganz einfach

und unbürokratisch. Voraussetzung

ist, dass die Teilnehmenden in Baden-

Württemberg wohnen oder arbeiten

und nicht bei Bund, Land, Stadt, Gemeinde

oder einer Transfergesellschaft

beschäftigt sind. Keine Rolle

spielt, ob die Unternehmen oder die

Teilnehmenden die Fortbildungskosten

tragen.

Info

IHK Ulm,

Sirko Nell,

Tel. 0731 / 173-192,

nell@ulm.ihk.de


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UNTERNEHMENSPORTRÄT

23

Es gibt nur Vorwärts

Arbeitstitel wie hybride Umgebungen, Modern Workplace, Cloud-Umgebungen und Flexibilität

gepaart mit Agilität sind die Begriffe von heute.

Was gestern noch Zukunft war,

ist heute in vielen Firmen angekommen.

Das Hochdruckgebiet

Rezession steht vor der Tür und

viele Unternehmen rüsten sich

bereits heute für den Wettlauf

mit der Zeit.

Wie stellt man sich die

Zukunft vor?

Die produzierenden Unternehmen

machen es mit negativem

Beispiel gerade vor. In Gesprächen

mit Insolvenzverwaltern

erntete man ein Lächeln. Ein Lächeln

angesichts der vollen Kassen

in den nächsten Jahren. Aber

wie reagiert man im Mittelstand

und in den KMU-Unternehmen

darauf? Wie stellt man sich die

Zukunft der IT in Unternehmen

hier vor? Unternehmen wie

Kaufmann Lichtwerbung aus

Neu-Ulm und andere regional

ansässige, aber global agierende

Thomas Hoffmann.

Foto: Celos

Unternehmen reagieren mit Flexibilität.

Auslagerung, Standardisierung

und Flexibilisierung

der IT sind hier angesagt.

Sichere Administration der

Kundennetzwerke

„Wir müssen dynamisch reagieren

können“, sagt Frau Kaufmann

in einem Gespräch mit Celos

Computer, einem Anbieter

aus Ulm, zu den neuen Aufgaben,

die die Unternehmen erwarten.

Angesichts eines Mangels an

IT-Kräften, aber steigenden Aufgaben

und Kosten sei eine sichere

Administration der Unternehmens-IT

unumgänglich, berichtet

Thomas Hoffmann, Geschäftsführer

der Celos

Computer GmbH.

Lösungen gibt es viele, aber in

der Dynamik das Richtige zu tun,

da gibt es schon gewaltige Unterschiede.

Ob Cloud gut oder

schlecht ist, das entscheidet der

Einzelfall. Missionare, welche alles

in die Cloud legen wollen,

übersehen oft das Unternehmen.

Sei es in Bezug auf Sicherheit,

Kosten oder schlichtweg auch

Machbarkeit.

Celos ist ein seit dem Jahr 1991

bestehendes Unternehmen mit

Sitz in Ulm und Niederlassung

in Augsburg. Schwerpunkt des

Unternehmens ist die sichere

Administration der Kundennetzwerke

sowie die gesamtheitliche

Betrachtung aller Unternehmensprozesse.

Celos setzt den

Schwerpunkt auf die Automatisierung

der Unternehmens-IT

und deren Abläufe.

tl

Info Celos Computer GmbH,

Liststraße 1, 89079 Ulm,

info@celos.de, 0731-96884-0

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24

IT-SICHERHEIT

Hinter Schloss und

Riegel: IT-Sicherheit

Vorbeugen Der Chef der Tübinger Buchhandlung Osiander ist ein Opfer der neuen Gefahr

geworden, ein Druckereibesitzer in Saarbrücken ebenfalls. Von Jürgen Hoffmann

Die beiden Mittelständler

haben erlebt,

wie es ist, wenn

man aus den Tiefen

des Cyber-Universums

angegriffen wird. Immer

öfter registrieren Firmen, Institute,

Behörden und Ämter Einbrüche

von Hackern - Maschinenbauer,

Autohändler, Hotels

und sogar die Stuttgarter Messegesellschaft.

Online-Shops

melden Attacken an ihren umsatzstärksten

Tagen, Krankenhäuser

und Hochschulen klagen

über blockierte Kommunikationssysteme

und Lösegeldforderungen.

Jeden kann es treffen.

Wie können sich Unternehmen

schützen? Laut dem Digitalverband

Bitkom sind drei Viertel aller

deutschen Unternehmen

schon mindestens einmal aus

dem Netz angegriffen worden.

Die Schäden, die

der hiesigen Wirtschaft

durch Cyber-Kriminalität

entstehen, belaufen sich

demnach auf mehr als 100 Milliarden

Euro jährlich. „Tatsächlich

dürfte die Summe noch höher

sein, denn viele Betriebe

bemerken Sabotage, Diebstahl

oder Spionage gar nicht oder

zeigen sie aus Angst vor

schlechter Publicity nicht an“,

sagt Dirk Nebermann, IT-Sicherheitsexperte

bei MCS, einem

bundesweit tätigen Systemhaus

für IT-Consulting,

Softwareentwicklung und

Cloud-Lösungen. Allein im

September registrierte das

Bundesamt für Sicherheit in

der Informationstechnik

(BSI) 450.000 Digital-Attacken

– täglich. Und das dürfte

erst der Anfang sein: Laut

BSI sind vor allem breit an-

gelegte Spam-Kampagnen wie

Emotet auf dem Vormarsch. Mit

deren Hilfe können Kriminelle

in Firmennetzwerke eindringen

und sie nach

vielversprechenden

Zielen durchsuchen.

Im Visier sind oft Kundendaten,

Kalkulationen und Patente.

Millionen Varianten

Laut BSI-Chef Arne Schönbohm

stecken hinter solchen

Aktionen oft ausländische

Nachrichtendienste und

die organisierte Kriminalität.

Sie bedrohten die gesamte deutsche

Wirtschaft: „Unsere digitalisierte

Zukunft ist untrennbar

mit der IT-Sicherheit verknüpft.“

Das BSI hat im vergangenen

Jahr 114 Millionen neue

Varianten von Schadprogrammen

registriert. Schönbohm:

„Früher hieß es, ohne Sicherheit

ist keine Freiheit, heute heißt es,

ohne Cyber-Sicherheit wird

es keine erfolgreiche

Digitalisierung geben.“

Die zunehmende

Vernetzung der


IT-SICHERHEIT 25

450Tsd.

Digital-Attacken gab es täglich

allein im vergangenen September

- das registrierte das Bundesamt

für Sicherheit in der Informationstechnik.


Quelle: BSI

Wirtschaft bietet Hackern immer

mehr Einfallstore. Manchmal

reicht eine Mail mit Anhang,

aus dem nach dem Öffnen

ein Trojaner ins Unternehmensnetzwerk

galoppiert. Oft zunächst

unerkannt. Irgendwann

aber geschehen hinter den Bildschirmen

der Firmenrechner

bedrohliche Dinge. Mal werden

E-Mail-Adressen und Passwörter

abgesaugt – und nicht selten

im Netz veröffentlicht. Das beschädigt

die Reputation des Bestohlenen

und kann einen Bußgeldbescheid

auslösen, weil gegen

die Vorgaben der europäischen

Datenschutz grund ver ordnung

verstoßen wurde. Ein anderes

Mal legt eine Schadsoftware die

Buchhaltung und das Warenwirtschaftssystem

lahm. So geschehen

bei der Buchhandelskette

Osiander. IT-Systeme wieder

zum Laufen zu bringen, ist

kein Kinderspiel. Zwei Drittel

aller Firmen benötigen dafür bis

zu drei Tage, fast 20 Prozent sogar

noch länger. Und das kostet.

Druckereibesitzer Klein beziffert

den Schaden durch

die Attacke auf seine Firma

auf rund 70.000 Euro.

Bei einem Maschinenbauer

mit 40

Millionen

Euro Jahresumsatz kostete allein

die Betriebsunterbrechung pro

Woche rund 45.000 Euro, hinzu

kamen Ausgaben für IT-Forensiker

und Datenwiederherstellung.

Laut dem BSI sind vor allem

kleinere und mittelständische

Unternehmen den Hackern

oft fast schutzlos ausgeliefert.

So ist es ein offenes Geheimnis,

dass in Arztpraxen gar keine

oder sehr einfache Passwörter

wie etwa „Praxis“ verwendet

werden. Im produzierenden Gewerbe

sei es vielerorts noch

haarsträubender, insbesondere

bei Anwendungen im Umfeld

von Industrie 4.0 und Internet

of Things. Schönbohm: „Hier

geht oft Machbarkeit vor Sicherheit.“

Er setzt darauf, dass sich

mit fortschreitender Digitalisierung

auch ein größeres Verständnis

für Cyber-Sicherheit

entwickelt. Und tatsächlich

messen ihr mittlerweile 71 Prozent

der Betriebe der gewerblichen

Wirtschaft in Baden-Württemberg

eine „sehr“ oder „äußerst“

wichtige Bedeutung zu,

so der Monitoring-Report Wirtschaft

Digital. „Bisher allerdings

rennen die meisten Firmenchefs

Cyber-Einbrechern immer noch

hinterher“, sagt Thomas Uhlemann,

Sicherheitsspezialist

beim IT-Security-Unternehmen

Eset Deutschland. „Erst nach einem

Vorfall, der ihnen wehtut,

beginnen sie, die lückenhaften

Zäune um ihre IT-Landschaften

konsequenter zu schließen.“

Unbefugte aussperren

Ein Patentrezept gegen Cyber-Attacken

gibt es nicht, aber

einige Ratschläge für einen besseren

Schutz. Antivirensoftware

oder Insellösungen reichen als

Abwehrinstrumente allein nicht

aus. Verschlüsselung dagegen

gilt als ein besonders probates

Mittel, Unbefugten den Zugang

zu Daten und Netzwerken zu

versperren. Die Mehrzahl der

IT-Security-Fachleute rät zu

Krypto-Algorithmen als Verschlüsselungstechnologie.

Uhlemann:

„An einer cleveren Verschlüsselung

beißen sich Cybergangster

und Schnüffelnasen die

Zähne aus. Und verschlüsselte

Daten sind für Gangster wertlos,

weil sie sie nicht zu Geld »

Info

BERUFSBEGLEITEND

WEITERBILDEN

MBA Digital Leadership und IT-

Management

Aktuelle Zertifikatskurse:

Rahmenbedingungen der Digitalen

Transformation

Digitale Wertschöpfungsaktivitäten

Digitales Innovationsmanagement und

Unternehmenswandel

WEB

hs-neu-ulm.de/zfw

FACEBOOK

@hnuzfw

INSTAGRAM

@hnu_zentrumfuerweiterbildung

Angesichts der zunehmenden

Hacker-Angriffe auf Unternehmen

in der Region will

die Landesregierung von Baden-Württemberg

das Thema

Cybersicherheit stärker in den

Fokus rücken. Innenminister

Thomas Strobl und Wirtschaftsministerin

Nicole Hoffmeister-Kraut

riefen Unternehmen

dazu auf, sich mit den

Gefahren auseinanderzusetzen

und sich vor Angriffen zu

schützen. Die Arbeit der verschiedenen

Behörden solle

künftig in einer „Cybersicherheitsagentur“

koordiniert werden,

betonte Strobl. „ Die Digitalisierung

wird nur gelingen,

wenn die Menschen der Technik

vertrauen. Deshalb muss

Sicherheit ganz oben stehen“,

betont der Innenminister. Cyber-Sicherheit

müsse in den

Unternehmen vor allem Chefsache

sein, „um Daten, Systeme

und wertvolles Know-how

zu schützen“.

ILLUSTRATION: AURIELAKI/SHUTTERSTOCK.COM


26

IT-SICHERHEIT

Neben der Sicherheitstechnik spielt auch der Faktor Mensch eine wichtige Rolle bei der Cybercrime-Abwehr.

FOTO: COLOR4260/SHUTTERSTOCK.COM

machen können.“ Dass trotzdem

nicht alle Unternehmen auf diese

Lösung setzen, liege am oft

hohen IT-Aufwand und an Problemen

mit der Benutzbarkeit

dieser Technologie. „Diese Zurückhaltung

ist im Zeitalter von

Vernetzung und Industrie 4.0

fahrlässig“, warnt Uhlemann.

„Internetbasierte Maschinen,

Geräte und Anlagen, Devices

wie Smartphones und Laptops

sind Einfallstore, durch die Hacker

in Systeme eindringen und

sensible Kunden-, Fabrik- und

Produktionsdaten stehlen oder

manipulieren können.“ Setze

man eine hochwertige Verschlüsselungslösung

ein, bekämen

Kriminelle selbst bei einem

erfolgreichen Malware-Angriff

„nichts als Datenschrott“. Geschäftsgeheimnisse,

Kundenund

Mitarbeiterinformationen

Die Kryptostrategie

sollte sich nahtlos

in das IT-Security-

Konzept einfügen.

Thomas Uhlemann

Sicherheitsspezialist

ließen sich weder auslesen noch

weiterverkaufen.

Wichtig ist die Sensibilisierung

der Belegschaft

Der Eset-Consultant empfiehlt

Verschlüsselungslösungen, die

einfach von den Mitarbeitern zu

handhaben sind: „Die Krypto-Strategie

sollte sich nahtlos

in das IT-Security-Konzept einfügen

und die Compliance nicht

unnötig aufblähen.“ Ideal

sei es, wenn die Endpoint-Security,

die

Zwei-Faktor-Authentifizierung

und die Verschlüsselung

ineinandergreifen:

„Dann entsteht

eine ganzheitliche

Sicherheitsstrategie, die

Malware-Angriffe und

Ausspähaktionen verhindert

und vertrauliche Firmendaten

schützt.“ Ein Trend,

der 2020 eines der größten Probleme

darstellen wird: Social

Engineering oder Human Hacking.

Kriminelle nehmen falsche

Identitäten in sozialen

Netzwerken an und erschleichen

sich persönliche Daten

und Geschäftsinformationen.

Nebermann: „Neben der richtigen

Sicherheitstechnik spielt

der Faktor Mensch eine wichtige

Rolle bei der Cybercrime-Abwehr.“

Dazu gehöre die Sensibilisierung

der Belegschaft für

IT-Security Awareness: „Ein

Mitarbeiter, der auf dem Firmenparkplatz

einen USB-Stick

findet, muss wissen, dass er den

nicht in seinen Rechner stecken

darf. Das könnte ein Trick sein,

um auf diese Weise ein Schadprogramm

einzuschleusen“,

warnt der MCS-Experte.


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UNTERNEHMENSPORTRÄT

27

Das Zukunftskarussell setzt sich mit den verschiedenen Facetten der Digitalisierung auseinander.

Foto: Stadt Ulm

Wie Ulm den digitalen

Wandel gestaltet

In der Stadt Ulm können die Bürgerinnen und Bürger die digitale Entwicklung aktiv

mitgestalten.

Sensoren informieren über momentan

verfügbare Parkplätze am Rathaus.

Der Teppich im Wohnzimmer

sendet automatisch einen Notruf aus,

wenn eine Person gestürzt ist und ein

mit Solarpaneelen ausgerüstetes

Hochbeet versorgt sich selbst mit

Sonnenenergie und speichert Regenwasser.

Zukunftsmusik? Mitnichten.

In Ulm gibt es dies alles schon. Es

sind drei Paradebeispiele, die zeigen,

dass die von vielen noch immer

misstrauisch beäugte Digitalisierung

den Alltag erleichtert und nachhaltiger

gestaltet. In Ulm ist der digitale

Wandel in vollem Gang und in der

Rathausverwaltung und der von ihr

ins Leben gerufenen Geschäftsstelle

Digitale Agenda heißt es längst: Gut

so und vor allem weiter so! Dafür stehen

die Projekte Zukunftskommune@bw,

Ulm4CleverCity und Zukunftsstadt

2030, die im vergangenen

Jahr mit insgesamt acht anderen

deutschen Städten in die konkrete

Umsetzungsphase getreten sind. Und

dies mit den hoffnungsfrohesten Voraussetzungen.

Denn Ulm ist die einzige

Kommune in Süddeutschland,

die diese letzte Hürde genommen

hat. Und dies mit Bravour. Unter dem

Motto „Clever. Offen. Für alle. Nachhaltig.“

stehen in Ulm Bereiche wie

Mobilität, Bildung, Verwaltung, Leben

im Quartier sowie Alter/Gesundheit

im Fokus.

Mitmachen, Erleben und

Ausprobieren

Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern

verankert das Team der

städtischen digitalen Agenda nachhaltig

geprägte Ideen für die Stadtentwicklung

fortan im Alltag. Und

dies mit aktiver Bürgerbeteiligung.

Die Resonanz ist groß. So wurde

nicht nur anfangs eine Fülle von Ideen

in Bürgerwerkstätten und mittels

Online-Beteiligungen ausgelotet,

sondern die Bürgerinnen und Bürger

können Ideen fortlaufend einbringen,

Zwischenstände der Projekte diskutieren

und die weitere Ausrichtung

mitbestimmen. Dabei geht die Stadt

Ulm auch neue Wege. So gab die Ausstellung

„ulm.macht.zukunft.“ im m25

nicht nur einen Einblick in die unterschiedlichen

Projekte, sondern lud

direkt zum Mitmachen, Erleben und

Ausprobieren ein - analog und digital.

Quasi Digitalisierung pur und

zum Anfassen. Zusammenhänge zwischen

Digitalisierung und intermodaler

Mobilität wurden erklärt, Be-

LoRaPark

ist ein Netz für das

Internet der Dinge.

Möglich wird das

durch das flächendeckende

Funknetz

LoRaWAN, das mit

hoher Reichweite

und niedrigem Energiebedarf

offen und

frei allen Bürgern und

Bürgerinnen zur Verfügung

steht. Auch

beim Ausbau dieses

Netzes spielte Ulm

eine Vorreiterrolle.

sucherinnen und Besucher konnten

mit Experten diskutieren und beispielsweise

ihre Wünsche für mehr

Fahrradmobilität in Ulm einbringen.

Hilfsmittel aus dem Bereich Ambient

Assisted Living wurden vorgestellt

und jede und jeder, ob jung oder alt,

konnte ausprobieren und - noch

wichtiger - Erfahrungen und Wünsche

mit den Verantwortlichen diskutieren.

Eine runde Sache ist auch

das Zukunftskarussell. Die von der

Agentur Beier + Wellach gemeinsam

mit dem Land Baden-Württemberg

konzipierte interaktive Installation

ist ein wahrer Blickfang. Hier erfährt

der Betrachter auf fast schon wundersame

Weise, welche besonderen

Rollen digitale Lösungen in der Landwirtschaft,

im Verkehr, der Gesundheit,

der Bildung, der Verwaltung und

Wirtschaft einnehmen können.

Ob Fahrradständerortung, Hochwassermessung

an Herd- und Eisenbahnbrücke

oder die Übertragung

des Energieverbrauchs in Echtzeit:

Die Stadt ist voller Daten, die nun

auch für uns alle sinnvoll genutzt

werden sollen. Was Sensoren so alles

können, das kann man schon bald

im sogenannten LoRaPark rund um

den Weinhof erfahren.


28

RESSORT

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neuen Traumpaar der Produktion

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