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1. September 2019

- Ausbau von Bus und Bim: Größte Öffi-Reform seit Jahrzehnten in Graz - Neuwahlen in der Steiermark: Statistik spricht für Landeshauptmann Schützenhöfer - Grazer Innenstadt soll endlich eine Hundewiese bekommen - Sperre nach umgefallenen Bäumen: Eustacchiogründe schon früher wieder nutzbar - Schulstart in der Smart City: Volksschule Leopoldinum - EuroSkills Graz 2020: Volunteers gesucht

- Ausbau von Bus und Bim: Größte Öffi-Reform seit Jahrzehnten in Graz
- Neuwahlen in der Steiermark: Statistik spricht für Landeshauptmann Schützenhöfer
- Grazer Innenstadt soll endlich eine Hundewiese bekommen
- Sperre nach umgefallenen Bäumen: Eustacchiogründe schon früher wieder nutzbar
- Schulstart in der Smart City: Volksschule Leopoldinum
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1. SEPTEMBER 2019, AUSGABE 35

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G E T M O V I N ’


1. SEPTEMBER 2019, AUSGABE 35

Qual der Wahl I

Im Landtag dürften

Neuwahlen vor

der Türe stehen.

In der Steiermark

nichts Neues: Bereits

16 Landtagswahlen

wurden

vorgezogen.

SEITE 6

Ausbau von Bus und Bim

Größte Öffi-Reform

seit Jahrzehnten

Qual der Wahl II

Prominente Grazer

wie Kunsthaus-

Chef Klaus Kastberger

(Bild)

präsentieren zum

„Lies ein Buch“-Tag

ihre Lieblingsbücher.


SEITEN 18/19

ÖV-Offensive. Mit Schulbeginn startet die Holding Graz die umfangreichste Linienreform seit vielen Jahren: Neue

Strecken, dichtere Intervalle und Haltestellenänderungen werden kommen. Alle Details dazu gibt’s auf den SEITEN 4/5


WILDBERGER, KK, LUEF


2 die seite 2

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

So ist halt

der steirische

Brauch

J

etzt gibt es in der

Steiermark also

höchstwahrscheinlich

Neuwahlen. Die Aufregung ist

naturgemäß groß in den

politischen Reihen, dabei sind

vorverlegte Landtagswahlen

sozusagen fast schon so etwas

wie der steirische Brauch. In

den bisherigen 17 Landtagsperioden

der Zweiten Republik

wurden ganze 16 vorzeitig

aufgelöst, die Hälfte davon

politisch motiviert (siehe Seite

6). Die Frage, die diesmal

besonders groß im Raum steht,

ist aber: Warum denn eigentlich?

Landeshauptmann

Hermann Schützenhöfer

macht es sich durch eine

Vorverlegung auf den ersten

Blick nicht gerade einfach. Den

Koalitionspartner SPÖ stößt er

vor den Kopf und vom anderen

möglichen Koalitionspartner

für seine nächste Amtsperiode,

der FPÖ, trennen den Landeshauptmann

inhaltlich immer

wieder Welten – Stichwort Leitspital.

Vielleicht kennt

Schützenhöfer ja auch nur die

Statistik. Die besagt, dass in 15

von 17 Wahlen der regierende

Landeshauptmann schließlich

auch die Wahl gewonnen hat.

Und fast alle davon wurden

vorverlegt. Warum also ein

bewährtes Prozedere ändern?

Nun ja. Was auch immer die

Gründe für die Vorverlegung

der Wahlen sind, den politischen

Mitbewerbern sei

künftig auf jeden Fall ans Herz

gelegt: Erwarte stets das

Unerwartete. Denn so ist halt

der steirische Brauch.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

... Markus Schirmer

Nächste Woche

findet wieder

die „Arsonore“

in Graz statt:

So kurz davor

studiert der

künstlerische

Leiter und Starpianist

Markus

Schirmer sogar

beim Frühstück

die Noten. SCHERIAU

Der Ausnahmepianist erzählt von seiner Leidenschaft fürs Tauchen,

seinem Perfektionismus und seinem Umweltbewusstsein.

Was brauchen Sie in der Früh, damit Sie in

die Tasten hauen können?

Keinen speziellen Muntermacher. Ich bin zwar

ein Abendmensch, aber wenn es sein muss,

funktioniere ich auch morgens. Zum Frühstück

gibt’s einen Kaffee – oder sogar noch lieber einen

Matcha-Tee. Dazu ein Müsli oder ganz altvatrisch

ein Brot mit Honig oder Marmelade vom Bauernmarkt

am Kaiser-Josef-Platz.

Und was macht einen perfekten Sonntag aus?

Energie! Genau wie jeden anderen Tag auch. Die

Wochenenden können sich bei mir komplett

verschieben. Manchmal gibt’s Entspannung unter

der Woche. In meinem Beruf muss man sich

selbst Freiräume nehmen!

Apropos Freiraum: Gab es heuer einen

Sommerurlaub?

Ich war wie immer auf Lanzarote, weil ich da gerne

tauche. Aber ich hab mir auch dort ein Digipiano

ausgeborgt und fleißig geübt.

Was gefällt Ihnen am Tauchen?

Da kann man wirklich abschalten. Es ist eine sehr

stille Beschäftigung: Man ist nur mit sich, aber

man schärft gleichzeitig die Sinne. Ich mag auch

die Schwerelosigkeit, das Schweben – und es gibt

immer etwas Unerwartetes. Man hat ja mit der

Natur zu tun: Manchmal ist es fischlos, manchmal

sieht man gleich zehn Rochen, manchmal ist es

sehr strömungsreich und erfordert viel Know-how,

manchmal ist es wie ein Badewannentauchgang.

Wie sind Sie eigentlich zum Klavierspielen

gekommen?

Wir waren immer ein musikalischer Haushalt,

meine Mutter hat viel gesungen. Und in unserer

Wohnung hat es immer einen Flügel gegeben.

Da hab ich schon früh, vielleicht mit drei Jahren,

darauf herumgetippselt. Mit sechs Jahren haben

meine Eltern dann einen Test mit mir auf der Musikuni

gemacht, und es hat gleich funktioniert.

Was macht mehr Spaß: Auf Festivals

auftreten oder selbst eines gestalten?

Beides, aber ein Festival selbst zu gestalten, wie

ich es bei der Arsonore mache, ist schon eine

Doppelbelastung. Ich bin ja ein Perfektionist und

das nimmt sehr, sehr viel Zeit in Anspruch. Aber

es macht auch sehr viel Spaß. Wir versuchen immer

auch, Raritäten in einem Kontext zu bieten.

Die Besucher sollen sagen können: Heute hab

ich etwas gehört, das hab ich noch nie gehört.

Was macht Sie richtig zornig?

Halbwissen. Wenn Menschen, die wenig Ahnung

von etwas haben, ihre Stimme erheben und anständig

mitreden. Das gibt’s immer öfter, auch in

der Politik. Und der vielzitierte Umgang mit unserer

Welt – obwohl, der macht mich eher traurig.

Viele haben noch immer nicht begriffen, dass es

fast zu spät ist. Ich versuche, sehr bewusst zu leben

und aufzupassen, was ich tue, um das Klima

zu schützen. Aber viele nehmen es wie selbstverständlich

hin, dass es viel zu warm ist oder zu unüblichen

Zeiten völlig kalt. VERENA LEITOLD

Markus Schirmer wurde am 10. Juni 1963 in Graz

geboren. Er ist international erfolgreicher Pianist

sowie Professor an der Kunstuniversität. Seit 2015

ist er Künstlerischer Leiter des Internationalen

Musikfests Schloss Eggenberg „Arsonore“, das

heuer von 3. bis 7. September stattfindet.


graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

6 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Es werden nicht die Spiele mit

den größten Hallen, dafür aber

mit dem größten Herzen.“

WK-Präsident Josef Herk zu den großen

EuroSkills 2020 in Graz.

KK

Busnetz wird enger

LR Anton Lang überreichte den

VCÖ-Mobilitätspreis 2019. FRANKL

Klimafreundliche

Projekte prämiert

■■

Die Stadtgemeinde Weiz ist

mit dem Projekt „City Walk“ der

diesjährige Gewinner des VCÖ-

Mobilitätspreises Steiermark

und wurde in Graz von Landesrat

Anton Lang, VCÖ und ÖBB

ausgezeichnet. Als vorbildliches

Projekt wurden zudem das Mobilitätsmanagement

der Med

Uni Graz, die klimaverträgliche

Güterlogistik des Transportunternehmens

Wenzel Logistics

sowie eine umfassende Radnetzstudie

ausgezeichnet.

Maximilian Mazelle im Gespräch

mit Karl-Theodor zu GuttenbergKK

Guttenberg zu

Gast in Graz

■■

Auf Einladung der Stadt Graz

war Karl-Theodor zu Guttenberg,

Berater der EU-Kommission,

beim Forum Alpbach zu Gast.

Gemeinsam mit Mitarbeitern des

Clubs Alpbach Steiermark diskutierte

er über die Bedeutung von

Informationstechnologien im

Zusammenhang mit Menschenrechtsfragen,

gab Empfehlungen

„was man von China lernen

kann“ und forderte „europäisches

Selbstvertrauen“ ein. Er lobte

auch das Engagement der Stadt

im Bereich der Menschenrechte.

Vor allem bei den Grazer Bus-Linien tut sich viel: Neue Linie 66 kommt, andere werden enger vernetzt.

derGrazer

Was sollten für Sie die perfekten Öffis haben?

„Meine perfekte

Straßenbahn

hätte Kühlschränke,

wo

man Getränke

kaufen kann.“

Markus Kainz, 42,

Hotel- & Gastronomiefachmann

„Ich würde es

irgendwie toll

finden, wenn

es Infrarotkabinen

in alten

Straßenbahnen

geben würde.“

Julia Gottesheim,

32, Marktfrau

„Deos! Eine

allgemeine Deo-

Pflicht und

zusätzlich gratis

Deo in jedem

öffentlichen

Verkehrsmittel.“

Christoph Infang,

27, Koch

Blitzumfrage

„Integrierte

Apps, bei denen

man diverse

Möglichkeiten

hat, sich die Zeit

zu vertreiben.“

Katrin Zimmermann,

31,

Angestellte

HOLDING, KK

?

ALLE FOTOS: DER GRAZER

„Eine Straßenbhahn

oder

einen Bus mit

einer integrierten

Cocktailbar

würde ich sehr

cool finden.“

Alexander Jodel,

46, Marktmann



1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

TOP

KK, MATTERSBERGER

Wahrzeichen ist wieder da

Die Weikhard-Uhr, das heimliche Wahrzeichen

der Stadt, steht seit Freitag

nach 1,5 Monaten Abwesenheit wieder.

graz 57

Schwere Zeit für Gastro

Generalmusikdirektion, Cupa Bar und

Blendend schließen. Laufke ist insolvent,

möchte aber weitermachen.

FLOP


– Bims fahren öfter

Kurz gefragt …

ÖV-OFFENSIVE. Mit

Schulbeginn startet die

Holding Graz die umfangreichste

Linienreform seit

Jahren: neue Strecken,

dichtere Intervalle.

Von Tobit Schweighofer u. Vojo Radkovic

redaktion@grazer.at

Pünktlich zu Schulbeginn

warten die Graz Linien

mit positiven Neuigkeiten

auf. Im Busbetrieb gibt es zahlreiche

Veränderungen und Verbesserungen.

Die wohl markanteste

Neuerung: Die neue Linie

66, intern „Route 66“ genannt,

quert die Stadt von Ost nach

West und verbindet St. Peter mit

Wetzelsdorf.

Die neue Tangentiallinie

verläuft südlich des Stadtzentrums

und verbindet Grottenhof

(Straßganger Straße/Grottenhofstraße)

mit dem St. Peter

Schulzentrum. Unter anderem

werden das Harmsdorfviertel,

die Messe, der Sportpark Hüt-

tenbrennergasse, der Citypark,

der Nahverkehrsknoten Don

Bosco und über die Wetzelsdorfer

Straße das Areal Reininghaus

Mitte neu bzw. besser versorgt.

Die Buslinie 71 (Schulzentrum-

Ostbahnhof) wird durch die

besser getaktete Linie 66 weitgehend

ersetzt, wobei eine direkte

Anbindung an den Ostbahnhof

technisch nicht möglich war.

Auf dieser Linie sollen in den

nächsten Jahren Wasserstoffbusse

fahren.

☞Buslinie 33. Diese führt

vom Jakominiplatz kommend

über Don Bosco nur noch bis

zur Haltestelle Peter Rosegger

Straße. Die Bedienung im wegfallenden

Teil übernehmen die

Linien 62 und 65. Bei der Buslinie

62 wird erstmals auf der

gesamten Linie ein Abend- und

Sonntagsverkehr angeboten.

☞Buslinie 68. Die von der Fa.

Watzke geführte Linie verbindet

Lustbühel mit St. Peter,

wobei die reguläre Endstation

an die Endstation der Straßenbahnlinie

6 verlegt wurde.

☞Buslinie 34: Zwei neue Einschubbusse

an Schultagen zu

Mittag vom Jakominiplatz nach

Thondorf sowie ein neuer Einschubbus

an Schultagen ebenfalls

zu Mittag in die Gegenrichtung.

☞Straßenbahn-Linie 4: Montag

bis Freitag zwei zusätzliche

Abfahrten am Abend Richtung

Andritz.

☞Straßenbahnlinie 20: An

Sonn- und Feiertagen Verstärkerlinie

Laudongasse-Hauptbahnhof-Jakominiplatz

zwischen

13.45 und 18.45 Uhr.

Dazu gibt es eine Reihe von

Neuerungen bei Haltestellen.

„Mit den Neuerungen im

Busangebot – neue Linie 66,

Ausbau der Linien 62, 65 – gelingt

eine wesentliche Angebotsverbesserung

vor allem im

Westen von Graz und bisher

unversorgten Gebieten wie

Harmsdorf. Dafür sind auch

Baumaßnahmen erforderlich;

allein für die Tangentiallinie 66

wurden fünf neue Haltestellen

gebaut“, betont Verkehrsstadträtin

Elke Kahr.

Graz-Linien-Vorständin Barbara

Muhr abschließend: „Zu

den Erweiterungen der Linien

ergänzt das Angebot tim die Öffis

federführend in Europa.“

... Barbara Muhr

1

Graz erlebt die wohl

stärkste Linien-Reform

seit Jahren...

Muhr: ...ja, mit Schulbeginn

starten wir erneut durch.

Die Buslinie 66 verbindet

Osten mit Westen ohne Umsteigen,

das Bim-Netz wird

intensiv ausgebaut.

2

Werden die Graz Linien

mehr Personal einstellen?

Muhr: Wir brauchen

sowohl mehr Fahrzeuge als

auch mehr Personal. Die

Holding Graz wird weiterhin

attraktiver Arbeitgeber sein.

3

Welche neue Linien würden

Sie sich wünschen?

Muhr: Zusätzlich zu allen

neuen Bus- und Straßenbahn-

Erweiterungen wünsche

ich mir als leidenschaftliche

Öffi-Fahrerin eine neue Mini-

U-Bahn.


6 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

K O M M E N T A R

von

Vojo

Radkovic

✏ vojo.radkovic@grazer.at

Get Your

Öffi-Kicks on

Route 66

D

ie neue Buslinie 66 von

St. Peter nach Wetzelsdorf

in Graz ist zwar

ziemlich lang, aber weit

entfernt von der Original- Route

66 mit den einst rund 4000

Kilometern von Chicago nach

Santa Monica in Kalifornien.

Aber da heute dort nur mehr

ein kleiner Teil der Strecke

befahrbar ist, hinkt der

Vergleich nicht mehr so stark.

Unsere Route 66 ist eine

Buslinie, die beim Schulzentrum

in St. Peter startet, durchs

Harmsdorfviertel düst, vorbei

an Messe und Sportpark, um

nach Stopps in Citypark und

Don Bosco in Wetzelsdorf zu

landen. Warum diese neue

Buslinie so wichtig ist? Sie ist

Symbol dafür, dass die Graz

Linien nun eine größere

Offensive zur Verbesserung

und Attraktivierung der

öffentlichen Verkehrslinien auf

Schiene bzw. Straße gebracht

haben. Andere Buslinien

werden besser getaktet, die

Straßenbahnlinie 4 fährt am

Abend öfter nach Andritz und

die Ersterschließung des

Reininghausareals steht am

Programm. Da soll noch mehr

kommen. Busse und Straßenbahnlinien

sollen öfter fahren.

Dafür wird die Stadt Graz

gemeinsam mit der Holding

neue Busse und Straßenbahnen

kaufen und neue Busfahrerinnen

und -fahrer sowie

Straßenbahnlenker einstellen.

Das ist eine Gewaltanstrengung,

aber Klimaschutz, es

wird was getan. Gut so.

Landeshauptmann Hermann

Schützenhöfer (l.) und Vize

Michael Schickhofer dürften

wohl früher als gedacht in

den Wahlkampf-Ring steigen.

STEIERMARK.AT/STREIBL

Neuwahlen: Statistik

spricht für Schützenhöfer

ZAHLENSPIEL. Im Landtag stehen die Zeichen auf Neuwahlen. Es wäre die 17. vorgezogene

Wahl im Vergleich zu einer regulären. Acht davon waren politisch motiviert.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Während die Wahlkampfmotoren

im Bund mittlerweile

auf Hochtouren

laufen, werden sie nun auch

in der Steiermark angeworfen.

Seit der Sondersitzung zum Leitspital

in Liezen und dem Antrag

der Freiheitlichen zur Auflösung

des Landtags sieht es ganz nach

Neuwahlen aus. Eine endgültige

Entscheidung möchte Landeshauptmann

Hermann Schützenhöfer

demnächst treffen, am

Donnerstag kündigte er bereits an,

eine „breite Mehrheit“ für auf den

November vorgezogene Wahlen

finden zu wollen.

Schon die letzte Gesetzgebungsperiode

wurde vorzeitig

beendet: Die „Reformpartner“

Schützenhöfer und Franz Voves

entschieden sich, die Wahl vom

September schon auf Mai 2015

zu verschieben. In den bisherigen

17 Landtagsperioden der Zweiten

Republik wurden 16 vorzeitig

aufgelöst und damit 16 Wahlen

vorverlegt. „Acht davon aufgrund

eines politischen Inter esses und

mehr als ein Monat“, weiß Wahlreferatsleiter

Manfred Kindermann.

„Die anderen acht waren formaler

Natur, weil man versuchte, einen

günstigen Wahltermin zu finden.

Das waren manchmal nur wenige

Tage.“ Die kürzeste Landtagsperiode

dauerte von Oktober 1978 bis

Oktober 1981 – die Wahlen wurden

also ganze zwei Jahre vorverlegt.

Am längsten war Josef Krainer

senior in der Position des Landeshauptmanns:

ganze 23 Jahre.

Der erste gewählte Landeschef

der Steiermark nach dem Zweiten

Weltkrieg war Anton Pirchegger

von der ÖVP. Die Partei stellte bis

zum Jahr 2005 den Landeshauptmann:

Vier Männer und eine Frau

(Waltraud Klasnic) waren das

in den 60 Jahren. Dann kam mit

Franz Voves erstmals ein Sozialdemokrat

an die Landesspitze.

Die Statistik spricht jetzt für

Schützenhöfer. Erstens: Als Wahlsieger

ging aus fast allen Terminen

die Landeshauptmannpartei hervor.

Neben dem Jahr 2005 war das

nur 1953 nicht der Fall. Zweitens:

Alle steirischen Landeshauptleute

führten die Funktion zumindest

zwei Amtsperioden lang aus, bis

auf Pirchegger, der aufgrund massiver

Herzprobleme vorzeitig zurücktreten

musste. Andererseits

besagt die Statistik auch, dass der

Wähler die Regierung bestraft, arbeitet

sie nicht bis zum Ende der

Legislaturperiode: Bei der letzten

Wahl 2015 verloren sowohl ÖVP

als auch SPÖ fast neun Prozent.

Die FPÖ konnte mehr als 16 Prozent

zulegen. Landeshauptmann

Voves trat – wie angekündigt, würde

er weniger als 30 Prozent erreichen

– zurück.

T R E N D B A R O M E T E R

Grazer im Rampenlicht

1. Hermann

Schützenhöfer131

Die Debatte um vorgezogene

Wahlen brachte den

Landeshauptmann besonders

oft in die Medien.

Wer diese Woche wie oft in heimischen Medien vorkam

2. Andreas Gabalier, Volks-Rock‘n‘Roller 85

3. Franco Foda, Teamchef 78

4. Valentino Lazaro, Fußballer 64

5. Nestor El Maestro, Sturmtrainer 46

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard

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1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

graz 7

Turbo-Bauverfahren

SCHNELL. Die neue Verfahrenskoordination durch die Bau- und Anlagenbehörde

vereinfacht den Ablauf für Bauwerber und stärkt den Wirtschaftsstandort.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Verfahrenskoordinatorin Daniela Freitag und Bürgermeister-Stv. Mario

Eustacchio freuen sich über 14 Projektanfragen bei der VK seit Februar. LEITNER

Bei der Grazer Bau- und Anlagenbehörde

ist eine neue

Serviceleistung installiert.

Die Verfahrenskoordination hat

das Ziel, durch gemeinsame Vorbereitung

zwischen Projektwerbern

und städtischen Behörden

eine verkürzte Bearbeitungsdauer

bei größeren Bauprojekten und

die Vermeidung von Leerläufen

zu erreichen. „Die Verfahrenskoordinatorin

unterstützt einerseits

Bauwerber bereits im Vorfeld

und entlastet andererseits die Arbeit

der beteiligten Sachbearbeiter.

Durch diesen Synergieeffekt

kann die Bearbeitungsdauer von

großen Bauprojekten reduziert

werden, was auch Graz langfristig

als Wirtschaftsstandort sichert

und stärkt“, zeigt sich der zuständige

Vizebürgermeister Mario

Eustacchio zufrieden. Die Verfahrenskoordination

dient als erste

Informations- und Anlaufstelle

für Großprojekte ab rund 2.000 m 2

Bruttogeschoßfläche und hohem

öffentlichen Interesse, bei denen

es mehrere rechtliche Anknüpfungspunkte

und Zuständigkeiten

gibt.


8 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

Weinstadt Graz:

Viele in der Innenstadt lebende Tierhalter wünschen sich eine Hundewiese, wo

sie ihre Vierbeiner frei laufen und sich im Gras wälzen lassen können. HOLDING GRAZ

Innenstadt soll endlich

Hundewiese bekommen

WEITER. Im Gemeinderat wird der nächste Versuch

gestartet, eine Hundewiese im 1. Bezirk zu realisieren.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Etwa 15.000 Hunde leben

Schätzungen zufolge in

Graz. Fünfzehn Hundewiesen

gibt es derzeit für die Vierbeiner.

Und obwohl eine weitere für

2020 bei der Smart City geplant

ist, teilen sie sich auf nur elf Bezirke

auf. In der Inneren Stadt gibt es

nach wie vor keine. Das Problem:

Im Stadtpark, wo an sich genügend

Platz wäre, darf aufgrund

des Naturschutzes nicht eingezäunt

werden. Ohne Zaun gilt

aber die Leinenpflicht. Im ersten

Bezirk gibt es also keinen Bereich,

in dem Hundebesitzer ihre Lieblinge

frei laufen lassen dürfen. Bei

einem Verstoß bekommt man es

mit der Ordnungswache, Polizei

und Strafen zu tun.

Einen erneuten Anlauf für eine

innerstädtische Hundewiese

möchte jetzt Gemeinderätin Andrea

Pavlovec-Meixner von den

Grünen starten. Bereits im April

hatte sie Bürgermeister Siegfried

Nagl eine entsprechende Frage

gestellt. „Basierend auf dem Ziel,

in jedem Bezirk zumindest eine

Hundewiese zu errichten, haben

wir im Jänner 235.000 Euro sichergestellt,

um heuer und 2020 drei

Hundewiesen zu installieren“, so

Nagl damals. „Durch das Landessicherheitsgesetz

sind wir an strikte

Vorgaben gebunden, Hundewiesen

müssen eingezäunt sein.

Geeignete Flächen sind schwer zu

finden. Beim Stadtpark handelt es

sich um einen geschützten Landschaftsteil,

wo eine Einzäunung

unzulässig ist. Auf den wenigen

nicht geschützten Flächen werden

Varianten geprüft. Das gesamte

Parkpflegewerk werden wir

wohl erst 2020 schaffen, aber wir

werden weiter für die Innenstadt

nach Flächen suchen.“

Zwei geeignete Flächen glaubt

die Grünen-Mandatarin bereits

gefunden zu haben: „Es gäbe

eine Fläche im Bereich der Landessporthalle,

die nicht unter

Naturschutz steht, das heißt, dort

könnte eingezäunt werden. Und

grundsätzlich wäre es auch über

der Tiefgarage beim Künstlerhaus

möglich, dort gibt es allerdings

einige Anrainer. Meiner Meinung

nach sind Hundewiesen zwar nur

die zweitbeste Lösung, aber zumindest

wäre das eine Verbesserung

der jetzigen Situation.“

ERTRAGREICH. Graz hat mehr Weißwein-Ertragsflächen,

aber in Litern führt der Rotwein.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Die Weinernte steht vor

der Tür, alle sind neugierig,

wie der Wein 2019

wird. Wie die Weinernte ausgefallen

ist, erfährt man erst im

November. Mit Stichtag 31. Juli

2019 wurde aber die aktuelle

Weinbestandserhebung für die

Grazer Winzer abgeschlossen.

Die Ergebnisse sind interessant.

Beim Weinbestand Graz

in Litern wurden für 2019 beim

Weißwein 84.107 Liter registriert

und beim Weinbestand rot

104.315 Liter. Insgesamt gab es

in diesem Jahr bislang 188.422

Liter Wein aus Grazer Weinhängen.

Die Ertragsmenge, so

Barbara Rauscher, Leiterin der

Präsidialabteilung Statistik, ist

naturgemäß von Jahr zu Jahr

schwankend. Gab es im Jahr

2018 insgesamt 214.940 Liter

Wein aus Grazer Beständen, waren

es 2017 159.164. Rauscher:

„Es ist interessant, dass man in

diesem kleinen Grazer Weingebiet

fast doppelt so viel Rotwein

produzierte.“

Interessant ist auch die Aufteilung

der Edelweinflächen. Unter

Edelweinflächen versteht man

Qualitätswein, besonders blumig,

gut und reintönig.

In Graz gibt es Edelweinflächen

beim Weißwein: 5,84 Hektar

ertragsfähigen Weißwein; 2,32

Hektar sind noch nicht ertragsfähig.

Beim Rotwein sind 2,80 Hektar

ertragsfähig und 0,17 Hektar

nicht ertragsfähig.

Bei der Entwicklung der Edelweinflächen

in Graz von 1965

bis 2015 ist bemerkenswert, dass

1965 mit 67,32 Hektar Graz die

bislang größte Edelweinfläche zu

verzeichnen hatte.


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

graz 9

Mehr Rotwein!

Die Bestandserhebung zeigt,

wie viele Liter Wein die Grazer

Winzer in ihren Fassl’n haben.

Nach wie vor wird auch heute

am Kehlberg Wein angebaut.

Das hat Tradition. Vor 60 Jahren

reihte sich an diesem Berghügel

ein Weingarten an den anderen.

Auch am Schloßberg wurde

Weingarten

am Kehlberg

aus dem Jahr

1955. Damals

gab es am

Kehlberg 37

Hektar Weingartenfläche.

KK

schon immer Weinbau betrieben.

Bereits 1140 wurde in Graz Weinbau

urkundlich erwähnt. Heute

wird Wein aus Graz geschätzt. Vor

allem die Sorten Sauvignon Blanc

und Gelber Muskateller erfreuen

die Weinliebhaber, und selbst

Top-Winzer wie Hannes Sabathi

haben den Grazer Wein entdeckt.

Sylvia Loibner (878) und Hannes

Bemm (steirischer herbst) C.WILDBERGER

steirischer herbst

verziert Taxi 878

■■

Es herbstelt auf den Straßen

von Graz: Die Autos der Taxigruppe

878 sind ab sofort mit

dem Schriftzug des steirischen

herbstes unterwegs. „878“-Chefin

Sylvia Loibner war es, wie

sie sagt, ein Anliegen, den steirischen

herbst werblich zu unterstützen.

Sie stellt die Heckflächen

der gesamten Taxi-Flotte

als Werbefläche gratis zur Verfügung.

Der steirische herbst

eröffnet am 19. September unter

dem Titel „Grand Hotel Abyss“.

Detail-Infos: www.steirischerherbst.at


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

graz 11

Tausend Sprachförderplätze

STARK. Die Stadt Graz hat im Sommer die Zahl der Deutschförderplätze

mehr als verdoppelt, um Kindern eine bessere Integration zu ermöglichen.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Neben den zahlreichen

Initiativen während des

Schuljahres investiert

die Stadt Graz auch verstärkt in

Sommerangebote – im heurigen

Jahr wurde das Angebot sogar

massiv verstärkt. Im Vergleich zu

den Vorjahren wurden die Kursplätze

mit Deutschförderschwerpunkt

von 500 auf über tausend

mehr als verdoppelt. Insgesamt

standen heuer rund 1100 Kursplätze

zur Verfügung. Zentraler

Bestandteil dieses Pakets war

das Projekt „Sommerschule“

in Kooperation mit dem Verein

„Deutsch und Mehr“. Dieses stellte

allein rund 800 Kursplätze zur

Verfügung.

„Integration ist eine der zentralen

Zukunftsherausforderungen

Sommerschule-Projektleiterin Birgit Maier und Stadtrat Kurt Hohensinner STADT GRAZ

für unsere Stadt“, sagt Bildungsund

Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner.

„Die Sprache ist dabei

einer der ganz großen Schlüssel

zu gelungener Integration. Nur

wer die gemeinsame Sprache

versteht, kann auch an allen Tätigkeiten

einer Gesellschaft teilnehmen

und an allen Formen des

Miteinanders partizipieren.“

An der FH Campus 02 als ehemaliger

Lehrling durchstarten FH CAMPUS 02

Perspektiven der

Fachhochschulen

■■

Nichts fördert das Image der

Berufsausbildung so sehr wie

der Erfolg. An der Fachhochschule

Campus 02 haben 15

Prozent der Studierenden vorher

eine Lehre absolviert. Um

weitere erfolgreiche Schritte zu

gehen, hat die österreichische

Fachhochschulkonferenz einen

Forderungskatalog erstellt, der

sich an die kommende Bundesregierung

richtet und in dem sie

eine höhere Studienplatzfinanzierung

und den Studienplatz-

Ausbau fordert.


Gaberszik+Ford-Logo 100x46mm.indd 1 06.10.17 10:27

12 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

Sperre nach umgefallenen Bäumen

Eustacchiogründe früher nutzbar

TOLL. Eine Begehung mit Naturschutzbeauftragtem und Stadtförster hat ergeben, dass die gesperrten Eustacchiogründe

schon Ende September wieder freigegeben werden könnten, nicht wie geplant im Dezember.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Sperrgebiet – Betreten verboten!“,

heißt es seit Anfang

August im zu den Eustacchiogründen

gehörenden städtischen

Waldstück in St. Peter. Der Grund

ist, dass auf diesem Areal offensichtlich

der aus Ostasien stammende

Schlauchpilz die Eschen

erfasst hat. Auch Schäden durch

die Trockenheit haben den Bäumen

zugesetzt. Drei von ihnen

sind einfach umgestürzt. Da der

Umsturz weiterer Bäume als auch

Gefahr durch Waldarbeit drohte,

durfte der Wald nicht betreten werden

– eigentlich bis 1. Dezember.

Eine Begehung von Stadtförster

Peter Bedenk, Naturschutzbeauftragtem

Wolfgang

Windisch und Gemeinderätin

Andrea Pavlovec-Meixner gibt

jetzt aber Grund zur Hoffnung.

Rund 20 in der Nähe des Weges

stehende Bäume müssen zwar

entnommen werden, dem Vernehmen

nach soll das Areal nach

erfolgter Genehmigung aber bereits

bis Ende September wieder

geöffnet werden.

Finanzierung sichern

„Für die Eustacchiogründe gibt

es keine finanziell dotierte Pflegevereinbarung.

Das bedeutet,

dass vor Maßnahmen immer erst

um die Finanzierung angesucht

werden muss, was natürlich verzögernd

wirkt“, erklärt Pavlovec-

Meixner. Im nächsten Gemeinderat

(19. September) möchte sie

eine Initiative dazu einbringen.

Ziel ist eine Pflegevereinbarung

und finanzielle Deckung analog

zu der am Schlossberg, um die

Forstarbeiten zu erleichtern.

Noch weist das Sperr-Schild auf den 1. Dezember hin. Voraussichtlich wird der Wald

bei den Eustacchiogründen aber schon im September wieder begehbar sein. KK

Grazer Autokino geht ins Finale

Bevor das „Grazer Drive-in Cinema“

am Dach des Citypark

nächste Woche mit den letzten

vier Filmen einen fulminanten

Abschluss feiert, wurde es diese

Woche noch einmal ganz schön

voll. Am Mittwoch lud Ford Gaberszik

nämlich zur Präsentation

des neuen Ford Rangers. Autohaus-

Chefin Maria Gaberszik begrüßte

da neben unzähligen Kunden auch

Ford-Key-Account-Manager Peter

Sonnenburger, Verkaufsteamleiter

Helmut Berger und Nutzfahrzeug-

Zonenleiter Gerald Brunner. Die

Musiker Johannes Lafer und Franz

Kreimer sorgten für Stimmung.

Die Finalwoche startet mit dem

Kultfilm „Zwei Missionare“ mit

Bud Spencer und Terence Hill

(2. September). Danach folgen

drei absolute Blockbuster: „Yesterday“,

die Feelgood-Komödie

des Sommers und Muss für alle

Beatles-Liebhaber am 5. September,

das unglaubliche animierte

Live-Action-Remake des Disney-

Klassikers „Der König der Löwen“

am 6. September. Als allerletzter

Film für dieses Jahr wird „Aladdin“

von Guy Ritchie gezeigt (7.

September).

VENA

Peter Sonnenburger,

Maria

Gaberszik,

Gerald

Brunner,

Helmut

Berger

(v. l.) SCHERIAU

Grazer Autokino

■■noch bis 7. September

■■Am Dach des Citypark

■■Tickets: 15 Euro pro Auto (max.

4 Personen) oder 8 Euro ohne

Auto im Liegestuhl mit Kopfhörern

■■Tickets gibt’s unter www.

grazer.at, bei der Information

im Citypark oder unter http://

bit.ly/Autokino-im-Citypark


www.grazer.at

präsentiert


14 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

Schulstart mit VS Smart City

LEUCHTTURM-PRO-

JEKT. Zu Recht stolz

ist die Stadt Graz auf

den innovativen neuen

Schulcampus VS Leopoldinum

Smart City.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Erstmals öffnet die neue

Volksschule Leopoldinum

Smart City zum Schulbeginn

ihre Pforten. Die Schule umfasst

zwölf Volksschulklassen, das heißt

vier mehr als die bisherige alte VS

Leopoldinum. Für rund 17 Millionen

Euro wurde auf einer Nutzfläche

von 4300 Quadratmetern ein

neuer, innovativer Schulcampus

errichtet. Der Schulbau wurde

von Architektin Alexa Zahn entworfen,

die sich im europaweiten

Architekturwettbewerb durchgesetzt

hatte, der Bau erfolgte durch

die GBG. Der kompakte viergeschoßige

Baukörper setzt ein städtebauliches

Zeichen. Die innere

Struktur mit der teilweise zweigeschoßigen

Schulhalle schafft

identitätsstiftende Innen- und

Außenräume. Die Klassen sind

für die optimale Belichtung ostseitig

orientiert. Bildungsstadtrat

Kurt Hohensinner: „Allein in der

Gemeinderatsperiode 2017 bis

2022 benötigen wir rund 80 neue

Volksschulklassen. Wir investieren

vermehrt in Raumqualität für

moderne pädagogische Konzepte.

Wir wollen Graz zum modernsten

Bildungsstandort Österreichs machen.“

Zweites Kernprojekt, das im

Sommer realisiert wurde, ist ein

Umstrukturierungspaket für mehrere

Grazer Schulstandorte. Insgesamt

wurden hier 6,3 Millionen

Euro für Umbauten an vier Standorten

aufgewendet.

Ausgangspunkt hier ist der

Schulstandort Ferdinandeum.

Hier herrscht seit Jahrzehnten

Die neue Volksschule Leopoldinum Smart City ist ein Vorzeigestück und das

Leuchtturmprojekt der Grazer Bildungspolitik.

KK

akute Platznot. Zukünftig, so Hohensinner,

wird hier ein Schulstandort

mit Schwerpunktprofil

„Musik und Kultur“ entstehen.

Das bedeutet zukünftig eine

zwölfklassige VS. Dazu werden

vier Expositur-Klassen der VS Afritsch

übersiedelt. Die EDV-NMS

übersiedelt nach St. Leonhard.

Dort entsteht mit Schulbeginn ein

neuer Campus mit Schwerpunkt

IT und Digitalisierung. EDV-NMS

Ferdinandeum und NMS St. Leonhard

werden fusioniert und ab sofort

als Digital NMS Graz geführt.

Die Ellen Key Schule, die bisher

mit sechs Klassen VS und NMS

am Standort St. Leonhard untergebracht

war, findet ein neues Zuhause

am Schulstandort Afritsch.


16 graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Bäche wirklich sicher?

Zur Geschichte über den Hochwasserschutz

für Grazer Bäche: Endlich

eine Positiv-Geschichte – von

hohem Werbewert, aber zumindest

drei grausamen Untiefen. Der

nicht vom Hochwasser betroffene

Grazer sagt dazu: Super, die Stadt

tut was für ihre Bürger. Ja, die Bürger

wiegt man dabei suggestiv in

Sicherheit, nach einem Hochwasserereignis

sagt man ihnen gerne,

sie hätten ja selbst vieles zu ihrem

Schutz tun müssen. Die Mär dieses

dargestellten Fünf-Jahres-Planes

zum Ausbau der Grazer Bäche

(2019 – 2023) ist deckungsgleich

mit jener von vor genau zehn (!)

Jahren: 2009 ließ Bürgermeister

Nagl nach drei schweren Überflutungen

die Finanzierung des Ausbauprogrammes

(SAPRO) vom

Gemeinderat beschließen, das seit

2006 im Schreibtisch ruhte. Inhalt:

Bis 2013 (!) sind die jetzt wieder genannten

Bäche hochwassersicher

– sie sind es aber nicht. Also: Fangen

wir 2019 wieder genau dort

an, wo wir 2013 wegen Untätigkeit

aufgehört haben. Die Frage muss

angesichts dessen erlaubt sein:

Wie halten es Bürgermeister und

Gemeinderäte mit ihren Zusagen

und Beschlüssen?

Erich Cagran, Graz

* * *

Neos: Drei Grazerinnen!

Zum Bericht über die Nationalratskandidaten

und Grazer, die

in diesen einziehen wollen: Im

letzten Grazer wurde auf Seite 12

über Grazer berichtet, die bei der

Nationalratswahl kandidieren.

Es ist sehr bedauerlich, dass Sie

in Ihrem Satz über die NEOS unkorrekt

wiedergeben, dass sich bei

NEOS kein Grazer/keine Grazerin

„auf den Top-Kandidatenplätzen“

befindet. Ich möchte dies korrigieren,

denn auf der steirischen

Landesliste sind die ersten vier Listenplätze

mit Frauen besetzt, wovon

neben der Spitzenkandidatin

Fiona Fiedler die Listendritte Julia

Reichenhauser und Listenvierte

Katrin Jamnig Grazerinnen sind.

Über das steirische Grundmandat

zieht Fiona Fiedler in den Nationalrat

ein.

Anton Tropper, Landesgeschäftsführer

NEOS Stmk.

* * *

Winterwelt schützt Klima

Zum Bericht über die Grazer Winterwelt:

Als Geschäftsführer der

Grazer Winterwelt bin ich von

der Effektivität der in Bezug auf

die angesprochene Förderung gesetzten

Aktivitäten überzeugt! Die

Grazer Winterwelt ist mit ihren

hohen Besucherzahlen sicher eine

geeignete Plattform für die Bewusstseinsbildung

in Sachen Klimaschutz,

denn hier treffen sich

Menschen verschiedenster Altersgruppen

und Lebensstile.

Die verschiedenen Aktivitäten, die

durch die angesprochene Förderung

aus dem Klimafonds umgesetzt

werden konnten, wurden von

den Besuchern der Grazer Winterwelt

sehr gut angenommen.

Die Aktion „Ich tu’s“ vom Klimafonds

setzt unterschiedliche

Schwerpunkte nach Altersgruppen,

von Kindern bis zur Erwachsenenbildung,

was in der Grazer

Winterwelt bestens umgesetzt

werden kann. Aber auch die Maßnahmen,

die wir außerhalb der

angesprochenen Förderung setzen,

dürfen nicht vergessen werden.

Die Grazer Winterwelt setzt sich

intensiv mit den Thema Klimaschutz

und Energieverbrauch auseinander.

Fiona Fiedler So ist die Grazer

Winterwelt die erste steirische

Großveranstaltung, die mit Fernwärme

beheizt wird und gänzlich

auf fossile Brennstoffe verzichtet.

· Jährlich werden große Summen

in energiesparende und somit

klimaschützende Maßnahmen

investiert, wie zum Beispiel die

Anmietung der modernsten und

energieeffizientesten Kühlgeräte

der Welt u.v.a. Auch eine Kooperation

mit Saubermacher, bei der

zum Wiederverwenden statt Wegwerfen

animiert wird, zielt auf

Ressourcenschonung und damit

Klimaschutz ab und wurde im

vorigen Jahr sensationell angenommen.

Einige dieser Maßnahmen decken

sich mit den Best-Practice-Empfehlungen

der Broschüre des Klimafonds

„EnergieFit Innovative Energietechnologien

für Sportstätten“.

Wolfgang Mally,

Grazer Winterwelt

Herausforderung für Polizei:

Jugendliche

SCHLIMM. Aktuell gelten

acht Minderjährige

in Graz als abgängig,

die Polizei kämpft

täglich mit neuen Herausforderungen.

522 als vermisst beziehungsweise

abgängig gemeldete

Personen gab es bis dato in

Graz. Davon sind 449 minderjährig,

also unter 18 Jahre. Alarmierende

Zahlen für die Polizei,

die sich allerdings naturgemäß

stündlich ändern.

„Eine große Herausforderung

für die Polizei sind die beinahe

täglich eingehenden Abgängigkeitsanzeigen

von Jugendlichen

aus diversen Jugendwohlfahrtseinrichtungen.

Diese Jugendlichen

werden aber meist nach

einigen Stunden von der Poli-

zei aufgegriffen und den Erziehungsberechtigten

übergeben

bzw. kommen diese von selbst

in die Betreuungseinrichung zurück“,

erklärt Chefinspektor Fritz

Grundnig.

Gerade Kinder, die aus schweren

Verhältnissen kommen, suchen

manchmal das Weite, kommen

aber oft wieder von selbst

zurück. Einer Anzeige muss die

Polizei jedoch immer nachgehen,

was zur Herausforderung

werden kann. „Traurige ‚Rekordhalterin‘

ist eine jetzt 15-Jährige

– sie war seit Beginn 2017 insgesamt

124 Mal abgängig!“, so

Grundnig.

„Derzeit sind in Graz 14 Personen

(darunter glücklicherweise

keine länger als ein Jahr) als

abgängig gemeldet. Davon sind

acht Personen noch minderjährig

und alle waren bereits öfter

als einmal abgängig gemeldet“,

klärt der Chefinspektor auf.

VALI


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

graz 17

öfter abgängig


Anzeigen in Graz

■■2017: 552 (offen 0) –

davon 416 Minderjährige

■■2018: 704 (offen 2) –

davon 602 Minderjährige

■ ■ 2019: 522 (offen 12) –

davon 449 Minderjährige

Vor allem Jugendliche aus Jugendwohlfahrtseinrichtungen werden beinahe

täglich als abgängig gemeldet, kommen aber oft von selbst zurück. GETTY


szene

graz

20 www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

18

Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Die Lieblingsbücher der VIPs

Die werma wahrscheinlich

nicht alle schaffen!“

Weinbaudirektor Werner Luttenberger freut

sich auf mehr als 400 Weine bei der morgigen Riedenweinpräsentation

in der Alten Universität. FOTOKUCHL

Krimis und Thriller,

LESERATTEN UND BÜCHERWÜRMER. Anlässlich des Lies-ein-Buch-Tages

kommenden Freitag (6. September) haben wir Grazer Prominente gefragt,

welches Buch denn gerade auf ihrem Nachtkästchen liegt. Und einige von

ihnen konnten sich sogar für ein absolutes Lieblingsbuch entscheiden. VENA

Comedian Marion Petric

Ich lese ganz, ganz wenig, wenn, dann muss mich ein

Buch anhupfen. Oft ist das Astrologisches oder Herzensbildung,

Erde und Kunst betreffend. Gerade lese ich

den Energetischen Jahresbegleiter 2019. Mein absolutes

Lieblingsbuch ist „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ von

Eckhart Tolle.

Literaturhauschef Klaus Kastberger

Nicht bei mir am Nachtkastl, aber an Orten, wo ich sie jederzeit

erreiche, liegen bei mir derzeit zwei Bücher: „Die

Tauben von Brünn“ der österreichischen Autorin Bettina

Balaka, ein soeben erschienenes, grandios unterhaltsames

und lehrreiches Buch über einen Lottobetrüger aus dem Biedermeier.

Und Karen Köhlers „Miroloi“, ein Buch über eine

archaisch-patriarchale Welt, in der eine Frau den Ausbruch

probt. Viele Kritiker (und es sind vor allem Männer) fragen

sich derzeit, wie ein derart simpel konstruierter Roman

zum heurigen Herbstspitzentitel des renommierten Hanser-

Verlages werden konnte. Völlig außer Frage hingegen steht

mein All-time-Lieblingsbuch, das ich immer wieder einmal

zur Lektüre zur Hand nehme: „Mein Herz mein Zimmer mein

Name“ (1988) von Friederike Mayröcker.

Militärkommandant Heinz Zöllner

Ich lese wahnsinnig gerne Simon Beckett und die

Reihe um den Forensiker David Hunter – Thriller,

spannend, morbide und sehr dunkel –, zur Entspannung

brauch ich etwas anderes als Fachliteratur. Meine

Lieblingsbücher sind „Das Boot“ von Lothar-Günther

Buchheim und „Papillon“ von Henri Charrière.

Ausnahmepianist Markus Schirmer

Ich würde gerne noch viel mehr

lesen. Momentan sind Elias Canetti

„Die Stimmen von Marrakesch“ und

Eleonore Büning „Sprechen wir über

Beethoven“ dran. Für billige Romane

bin ich gar nicht zu haben, dafür

immer für die Asterix- und „Clever &

Smart“-Comics, die mir noch fehlen.

Das, was ich gerade lese, ist meistens

auch mein Lieblingsbuch. Es ist wie

in der Musik: Das, woran man gerade

arbeitet, ist einem am nächsten und

man hat es zu der Zeit dann auch am

liebsten.

LACH, LUEF, BIGSHOT/JUNGWITH, KANIZAJ, WILDBERGER, ENERGIE STEIERMARK, KK, GETTY (3)


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

szene graz 19 21

LACH, FISCHER

Lisa Weswaldi-Eichler WIE VIELE BÜCHER LESEN SIE? Sabine Schilcher-Asen

Die Junge-Wirtschaft-Graz-Vorsitzende

Die Künstlerin liest zirka sechs Bücher

kommt im Jahr auf 20 bis 25 „private“

25 : 6

im Jahr – alle zwei Monate eins. Zuletzt:

Michael Lehofers „Mit mir Bücher – Fachliteratur nicht mitgerechnet.

sein“.

Comics und Esoterik

Konsul Rudi Roth

Im Sommer habe ich das neueste und spannende Buch von Veit Heinichen

„Borderless“ gelesen. Da ich mit dem Autor befreundet bin, habe ich fast

alle Bücher von ihm gelesen. Dieses ist besonders spannend und derzeit

auch mein Lieblingsbuch, da ich auch alle Schauplätze in Triest persönlich

kenne und er sehr aktuell über Probleme mit dem Menschenhandel

schreibt.

Hypo-Vorstand Bernhard Türk

Trendforscher Matthias Horx gefällt mir besonders,

da mir seine Zukunftsperspektiven sehr

realistisch erscheinen. Gerade lese ich wieder ein

Buch von ihm – und das bereits zum zweiten Mal.

Energie-Steiermark-Vorstand Martin Graf

Gerade lese ich „Zukunft? China!“ von Frank

Sieren. Da geht es um die Seidenstraße und wie

die Supermacht China sie nutzt, aber auch um die

Auswirkungen auf Europa.

Lieblingsbuch hab ich eigentlich gar keines. Es ist

immer stimmungsabhängig, was mir gerade gefällt.

Kulturlandesrat Christopher Drexler

Mein Lieblingsbuch ist „Gespräch in der ‚Kathedrale‘“

von Mario Vargas Llosa. Aktuell lese ich „Ein Beitrag

zur Geschichte der Freude“ von Radka Denemarková.

Sie ist eine tschechische Autorin und Dramatikerin und

war 2017/18 Grazer Stadtschreiberin.


20 szene

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

E V E N T S

In bester

Gesellschaft

Von Verena Leitold

✏ verena.leitold@grazer.at

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Hypo-Vorstand Bernhard Türk,

Uschi Waltl und Gerhard Krispl (v. l.)

Klaus Schweighofer, Manfred Brandner

und Klaus Scheitegel (v. l.)

Doyen Rudi Roth, Neo-Konsul Manfred Brandner, Botschafter

Sami Ukelli und Innenminister Ekrem Mustafa (v. l.)

■ ■ „Du arbeitest seit Jahren, als

wärst du bereits Konsul!“, lobte

EU-Abgeordneter und Präsident

der Österreichisch-Kosovarischen

Freundschaftsgesellschaft Lukas

Mandl die Arbeit von bit-media-

Geschäftsführer Manfred Brandner.

Seit Mai ist er Honorarkonsul

des Kosovo – diesen Donnerstag

eröffnete er feierlich sein Konsulat

im Beisein von Innenminister

Ekrem Mustafa und Botschafter

Sami Ukelli. Und da fanden sich

Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, EU-Abgeordneter

Lukas Mandl und Stadtrat Günter Riegler (v. l.) LACH (4)

I mirëpritur! Willkommen, Konsul!

natürlich einige honorige Gäste

ein. Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl

betonte: „Der Kosovo ist

vor unserer Haustüre. Das sind unsere

Nachbarn!“ Über die nun gestärkten

Beziehungen Österreichs

zum jüngsten Land Euopas (Gründungsjahr

2008) freuten sich auch

Stadtrat Günter Riegler, Doyen

des konsularischen Korps Rudi

Roth, Militärkommandant Heinz

Zöllner, Landespolizeidirektor

Gerald Ortner, Nationalratsabgeordnete

Martina Kaufmann,

GraWe-General Klaus Scheitegel,

Hypo-Vorstand Bernhard Türk,

BKS-Direktor Nikolaus Juhász,

Styria-International-Chef Klaus

Schweighofer, Energie-Steiermark-Vorstand

Martin Graf, Spar-

Ungarn-Chef Erwin Schmuck,

Flughafen-Geschäftsführer Gerhard

Widmann, die Unternehmer

Michael und Sabine Ksela,

die Agenturchefs Uschi Waltl und

Gerhard Krispl.

VENA


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at szene

Feucht-fröhliche Stimmung bei Langer Tafel

■ ■ „Die zehn Tage vor der Langen

Tafel kosten mich zirka ein Jahr

meines Lebens. Man schaut ganz

viele verschiedene Wetter-Apps

an und glaubt der, die das Beste

sagt. Und: Ich fahre jedes Jahr

vorher nach Mariazell“, gibt GenussHauptstadt-Chefin

Waltraud

Hutter zu. Beim 10. Jubiläum hat

das dem Wettergott aber offensichtlich

nicht gereicht. Lange

ließ er die 750 Gäste zittern – der

Start wurde ein paar Mal hinausgeschoben,

der Stimmung beim

Empfang im Landhaushof tat das

aber keinen Abbruch: Kurzerhand

wurden einfach die Schirme

aufgespannt. Just als es mit

dem Wein langsam knapp wurde,

kam auch die Entscheidung. Graz-

Tourismus-Chef Dieter Hardt-

Stremayr verkündete schweren

Herzens: „Wir haben schlechte

Nachrichten.“ Die Lange Tafel am

Hauptplatz musste aufgrund des

Regens abgesagt werden, 300 von

außerhalb kommende Gäste – darunter

sogar eine Reisegruppe aus

21

Japan – konnten in den Stefaniensaal

umgesiedelt werden. Und

das, obwohl Starkoch Johann Lafer

zum ersten Mal als Ehrengast

dabei gewesen wäre – als Helikopter-Pilot

hatte er aber schon

eine böse Vorahnung: „Wenn die

Wolkenschicht so dicht ist, wird

das meistens nichts mehr!“

Den Abend trotzdem genossen

haben auch Landeshauptmann

Hermann Schützenhöfer,

Landesrat Christopher

Drexler, Stadtrat Günter Riegler,

Energie-Steiermark-Vorstand

Martin Graf und Konzernsprecher

Urs Harnik-Lauris, Flughafen-Geschäftsführer

Gerhard

Widmann, Holding-Marketingleiter

Richard Peer, Opernredoute-Macher

Bernd Pürcher

und Schlossbergball-Organisator

Ingo Reinhardt, Chocolatier Josef

Zotter, Tourismusverbandsvorsitzender

Hubert Pferzinger,

Casino-Direktor Andreas Sauseng

und Sportamtsleiter Thomas

Rajakovics.

VENA

Dieter Hardt-Stremayr, Christopher Drexler, Hermann Schützenhöfer,

Waltraud Hutter, Johann Lafer und Günter Riegler (v. l.)

Flughafen-Geschäftsführer Gerhard

Widmann mit seiner Tochter

Energie-Steiermark-Vorstand

Martin Graf und Gattin Petra

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Casino-Direktor Andreas Sauseng (l.)

u. Sportamtsleiter Thomas Rajakovics

Redoute und Schlossbergball: Bernd

Pürcher (l.) und Ingo Reinhardt

Holding-Marketingleiter Richard

Peer mit Mutter Katharina Peer

Chocolatier Josef Zotter mit Gattin

Ulrike

LUEF (6), SCHIFFER

Werner Luttenberger, Oliver Kröpfl, Maria Pein, Stefan Potzinger,

Katrin Dokter, Hans Seitinger, Christian Purrer (v. l.) FOTOKUCHL

Kostprobe der besten Rieden

■ ■ „Wir werden nicht alle schaffen“, befürchtete Weinbaudirektor

Werner Luttenberger. Die Rede war von

den über 400 Weinen von 56 steirischen Winzern, die

am Montag bei der Riedenweinpräsentation in der Alten

Universität verkostet werden können. Wie immer vor so

großen Events kam er jetzt schon mit Landesrat Hans

Seitinger, Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin

Maria Pein und Wein-Steiermark-Obmann Stefan Potzinger

auf eine Kostprobe zusammen. Neu in der Runde:

Weinkönigin Katrin Dokter, die erst vor wenigen Tagen

bei der Leibnitzer Weinwoche offiziell gekrönt wurde,

Steiermärkische-Vorstand Oliver Kröpfl, der die Weinagenden

vom pensionierten Franz Kerber übernimmt,

und Energie-Steiermark-Vorstand Christian Purrer.


22 szene

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

G A S T B E I T R A G

Dorians

Blog

mit

Leo Bauer

Einmal falsch

abgebogen

Ü

ber 900 Sketche, die im

Wiener Kabarett Simpl

seit 1989 aufgeführt

wurden, stammen aus seiner

Feder. Seit zehn Jahren ist Leo

Bauer außerdem für sämtliche

Lacher, die Robert

Palfrader als Kaiser Robert

Heinrich I. abfeuert, als

Regisseur verantwortlich.

Als 18-Jähriger wurde der

Wiener für seine Bundesheerzeit

nach Graz versetzt. Dort

allerdings wurde ihm seine

Denkweise als Theatermacher

zum Verhängnis. „Ich musste

eine Truppe beim Marsch anführen,

prompt bin ich gleich

bei der ersten Kreuzung Nähe

Belgierkaserne falsch abgebogen!“,

lacht der 58-Jährige.

„Links ist im Theater rechts

und umgekehrt, weil man immer

die Sicht des Schauspielers

auf das Publikum berücksichtigen

muss.“ Nur mit viel

Humor und zahllosen „Wiener-Witzen“

konnte Bauer die

Truppe besänftigen, die wegen

ihm einen Zehn-Kilometer-Strafmarsch

in Kauf nehmen

musste.

Video auf

www.grazer.at

Zwei Grazer Feuerwehrmänner singen in der Schlauchwerkstatt

„Die immer lacht“ – Tanzeinlage inklusive.SCREENSHOT

Starkoch hilft dem „Laufke“

■■

Die Nachricht von der Insolvenz des Grazer

Wirtshauses „Laufke“ in der Elisabethstraße kam

unerwartet – auch für die Betreiber Jakob Schönberger,

Herbert König und Markus Neuhold

selbst. „Wir sind überrascht worden! Ja, wir haben

(neben einem Kredit von der Bank) Außenstände,

die in der Höhe überschaubar sind“, geben sie zu,

stellen aber gleichzeitig klar: „Wir werden nicht zusperren!

Wir sind erst am Beginn unseres Weges,

und wir wissen, dass ihr uns auch in Zukunft mit

euren Besuchen unterstützen werdet!“ Jetzt hat

auch Starkoch Tim Raue seine Hilfe zugesagt: Der

Berliner TV-Koch wird voraussichtlich im Februar

als Gastkoch ins „Laufke“ kommen.

Die neuen Weinhoheiten Beatrix Luttenberger, Katrin

Dokter und Lisa Müller (v.l.) bei ihrer offiziellen Krönung.KK

Gesangseinlage der Floriani

■■

Die Wiener Polizisten, die im Polizeiauto „Atemlos“

von Helene Fischer singen, gingen 2014 viral und wurden

inzwischen über vier Millionen Mal auf Youtube geklickt.

Jetzt legte die Grazer Berufsfeuerwehr mit einem

lustigen Video von zwei Floriani, die in der Schlauchwerkstatt

„Die immer lacht“ von Stereoact feat. Kerstin

Ott singen, nach. „Es war eine spontane Idee. Wir

wollten mit einem sympathischen – nicht übertriebenen

– Video auf den Ball der Grazer Feuerwehren

aufmerksam machen“, erklärt Thomas Schmallegger

aus der Branddirektion. „Es ist eine Eigenproduktion,

simpel mit dem Handy aufgenommen.“ Der gemeinsame

Ball der Grazer Feuerwehren findet am 18. Jänner

2020 in der Seifenfabrik statt. „Die immer lacht“ wird

dort dann von Kerstin Ott live auf der Bühne performt.

Die „Laufke-Buam“ Herbert König, Jakob Schönberger und

Markus Neuhold (v.l.) möchten weitermachen. MATTERSBERGER

Gott segne die Weinkönigin

■ ■ „Ich hab mich gefühlt wie der Erzbischof von

Canterbury in der Westminster Abbey“, spielte

Landesrat Johann Seitinger auf die Krönung der

britischen Royals an. Die „Queen“, der er jetzt

die Krone aufsetzte, war aber die neue steirische

Weinkönigin Katrin Dokter. Dafür war es bereits

die achte, die er offiziell bei der Leibnitzer Weinwoche

zur Königin machen durfte. In Amt und

Würden sind neben ihr nun auch die beiden Prinzessinnen

Lisa Müller und Beatrix Luttenberger

(übrigens die Tochter

von Weinbaudirektor Alle Fotos auf

Werner Luttenberger). www.grazer.at

Dorian Steidl (l.) mit Regisseur

und Drehbuchautor Leo Bauer KK

Wöchentlich präsentiert TV-

Moderator und Schauspieler Dorian

Steidl im „Grazer“ prominente Österreicher,

die uns ihre ganz persönlichen

Graz-Geschichten verraten.

Kanzlerkandidat beim „Grazer“

■■

ÖVP-Nationalratsspitzenkandidat Sebastian

Kurz besuchte den „Grazer“ und sprach beim Hintergrundgespräch

über Mobilität, die kommenden

Wahlen und die große Bedeutung regionaler Medien.

„Die Leute haben ein Recht darauf, auf dem

Laufenden zu sein, was sich in ihrer unmittelbaren

Umgebung tut“, meinte er. Natürlich musste bei der

Gelegenheit auch auf den

33. Geburtstag des Kanzlerkandidaten

am selben

Tag angestoßen werden.

Video auf

www.grazer.at

Sebastian Kurz mit „Grazer“-Geschäftsführer Gerhard

Goldbrich und Chefredakteur Tobit Scheighofer (v.l.) GEOPHO


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at szene

23

GMD-Aus: „Tube’s“ hält Stellung

THE END. Corry Gass &

The Wild Dogs spielen

das letzte Konzert in der

Grazer GMD, dem „coolsten

Club weltweit“, Zitat

Candy Dulfer.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Corry Gass ist mit der gesamten

Grazer Musikszene

traurig. „Eigentlich

wollte ich mit meiner Band Wild

Dogs ein Konzert am 19. Oktober

in der GMD spielen. Betreiber

Wolfgang Sucher rief mich

an und meinte, im Oktober ist

es vorbei, nur der 14. September

sei möglich, und so spielen

wir die allerletzte Live-Show in

dem tollen Club.“ Bei dem Final-

Gig, der fernsehtauglich mitgeschnitten

wird, werden neben

der Band Wild Dogs auch Special

Guests kommen, wie Robby Musenbichler,

von Opus kommen

Inez, Ewald Pfleger, Kurt René

Plisier, Günter Grasmuck, dazu

Erich Buchebner sowie Paul

Pfleger. Sänger Herwig Rüdisser

fehlt. Beim Opus-Gig gestern

in Purkersdorf sangen übrigens

Corry Gass und Inez „Live is Life“

und „Flying High“.

Wolfgang Sucher hatte die General

Musik Direktion (GMD) im

April 2001 eröffnet. Viele Stars

spielten in dem beliebten Club.

Sucher: „Candy Dulfer, die etliche

Male hier war, sagte stets,

dass die GMD der coolste Live-

Club weltweit sei. Living Colour,

Maceo Parker oder Simon Phillips,

der Drummer von Toto, waren

hier. Auf die Konzerte in meinem

Club bin ich stolz. Dennoch

haben die vielen Shows und die

Gastronomie meine Nerven zerfetzt.

Den verschiedenen Veranstaltern,

die bei mir Shows durchführten,

bin ich sehr dankbar.

Übrigens ist unter meinen Top-

Corry Gass & The Wild Dogs am

14. September in der GMD KK

3-Konzerten ever Deep Purple

1975 in der Liebenauer Eishalle.

Ich war 16 und habe mühsam die

200 Schilling (zirka 15 Euro) zusammengekratzt.

Vergess ich nie.“

In den Club zieht Hofer ein, der

am Grieskai eine neue Filiale eröffnet

und die GMD-Lokalitäten

für Lagerräume verwenden will.

Bleiben wird der Nachbarclub

„Tube’s“, dort, wo einst das Café

878 eine „Goldgrube“ war. Sucher:

„Es ist ein schöner Club, es

steht ein Klavier dort, und Platz

gibt es für 120 bis 150 Besucher.

Bislang schätzten vor allem Jazzer

das ,Tube’s‘. Was ich nicht wusste,

ist, dass Jazzer auch vor 15 Leuten

spielen. Das rechnet sich nicht.

Für die Führung des Clubs bietet

sich der dortige Barkeeper an.

Mal sehen, mit welchem Konzept

das Tube’s beruhigt in die Zukunft

blicken kann.“

Sound Asylum: Grazer Band ist

bereit für jedes Musik-Abenteuer. KK

Drei coole Grazer

Bands im p.p.c.

■■

Im Dreierpack unterwegs sind

die Grazer Bands Sound Asylum,

Musikcafe Prenner und

banki moon. Am 5. September

spielen die Bands im p.p.c. (Bar)

und tags darauf im Café Carina in

Wien.

☞ Sound Asylum bietet die

Bandbreite von Pop, Rock, Funk

bis zu bluesigen Einschlägen.

☞ banki moon wurzelt im

Brit-Pop und unternimmt gerne

Ausflüge in den Blues.

☞ Musikcafe Prenner ist eine

fünfköpfige Indierock-Band mit

neuer Live-CD „Heimspiel“.


26

eco

graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

24

redaktion@grazer.at

Wir brauchen eine Kultur

des Scheiterns.“

Schokolade-Unternehmer Josef

Zotter betont die Bedeutung von Fehlern

für den wirtschaftlichen Lernprozess. KK

EuroSkills Graz 2020:

Großer Bahnhof für den FLiP2Go-

Bus im Grazer Citypark HEIMO RUSCHITZ

Finanzwissen

im Bildungsbus

■■

Mit dem FLiP2Go, einem für

1,5 Millionen Euro umgebauten

Doppeldeckerbus, starten Sparkassen,

Erste Bank und Erste

Group eine Finanzbildungsinitiative.

Beim ersten Halt am Citypark

betonten Hausherr Waldemar

Zelinka, Sparkassenvorstand

Gerhard Fabisch und Vertriebsdirektor

Peter Strohmaier, wie

wichtig es ist, dass Kinder und Jugendliche

Verständnis für Geldund

Finanzangelegenheiten

bekommen.

Bild mit Weltmeisterin: Josef Herk, Johann Obendrauf, WM-Siegerin Julia

Leitgeb und WB-Generaldirektor Kurt Egger (v. l.).

FOTO

EUROSKILLS-FIEBER.

Kazan war ein Hammer.

Graz soll 2020 die

„EuroSkills der Herzen“

werden. 100.000 Besucher

werden erwartet.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Seit über 50 Jahren nimmt Österreich

an den Skills-Wettkämpfen

teil und ermöglicht

dadurch jungen Fachkräften, sich

im beruflichen Wettkampf mit anderen

zu vergleichen. Österreich

führt die Bestenliste im Nationenbewerb

an. Bei uns hat Handwerk

offenbar tatsächlich goldenen

S E R V I C E

Kurz

und bündig

Genussherbst

Jedes Jahr lockt ein neuer kulinarischer

Genussbotschafter:

Heuer stehen die Trauben im

Mittelpunkt des Genussherbstes

in der Region Bad Radkersburg.

Beim Auftakt zeigte Koch Mansuet

Troicher vom Wirtshaus Troicher

– Genuss Pension Steirerland,

welche neuen Geschmackskreationen

sich aus den süßen Früchtchen

zaubern lassen.

Trauben schmecken nicht nur als

Wein besonders gut.

PIXELMAKER.AT

Roland Mack und Hansi Hinterseer

vor dem neuen Hotel „Krønasår“ KK

Entdeckungsreise

Anlässlich des Auftritts von

Hansi Hinterseer in der TV-

Show „Immer wieder sonntags“,

in welcher er einen Song aus

seinem neuen Album „Ich halte

zu dir“ präsentierte, besuchte

er das neue 4-Sterne-Superior-

Erlebnishotel „Krønasår“ im Europapark

in Rust, Deutschland.

Europapark-Inhaber Roland

Mack führte den Sänger persönlich

durch die neue Hotelanlage

und zeigte ihm die nahe gelegene

neue Wasserwelt Rulantica,

welche im November eröffnet.

Einkauf gewonnen

Wer möchte nicht seinen

Wochenend-Einkauf einfach

zurückgewinnen? So geschehen

am vergangenen Samstag

bei Müller im Citypark. Im

Rahmen des „Shoppingcircus“

konnte man mit seiner Müller-Rechnung

zum Zirkuszelt

kommen, ein Los ziehen und

mit etwas Glück den Einkauf in

Form von Müller-Gutscheinen

zurückgewinnen. Ursula Süsser

gewann ihren 150-Euro-Einkauf

zurück. Der Shoppingcircus

geht weiter – am 7. September

bei Hervis. R

V. l.: Sarah Kien (Müller Citypark)

und Gewinnerin Ursula Süsser

KK

Saubermacher Hans Roth setzt

weiter auf Schistar Michaela Heider.KK

Bestzeit für Umwelt

essourcenschonend, umweltfreundlich

und innovativ:

So will die ÖSV-Schirennläuferin

Michaela Heider an die

Spitze kommen. Saubermacher

unterstützt sie weiterhin auf ihrem

Erfolgsweg. Saubermacher

Hans Roth: „Wir freuen uns,

Michaela Heider als Umweltbotschafterin

auf der Piste zu unterstützen.“

In der vergangenen Saison

erreichte Heider zwei dritte

Plätze im Riesenslalom sowie

im Super G. Seit 2019 steht die

steirische Heeressportlerin im A-

Kader für alle Super-G-Bewerbe.


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

graz eco 25 27


TEURER

GETTY (2)

Milch, Käse und Eier +2 %

Diese Grundnahrungsmittel waren

heuer teurer als im Vorjahr. Zwei

Prozent musste man mehr ausgeben.

Obst –6,2 %

Der sommerlich-leichten Ernährung

kommt’s zugute: Obst und Früchte sind

um 6,2 Prozent günstiger geworden.

BILLIGER


Volunteers gesucht

Boden. So holte sich diesmal bei

den Floristen die Steirerin Julia

Leitgeb den Weltmeistertitel. Zuvor

gab es 750 Trainingsstunden

mit dem Grazer Floristen Johann

Obendrauf. „Wir haben ja folgende

Regel: Der Erste bei den

Staatsmeisterschaften fährt zur

Euro Skills-WM, Platz 2 zu den EuroSkills.

Bei den Floristen wird in

Graz die Kärntnerin Verena Kloiber

Österreich vertreten. Sie wird

von einem Tiroler Floristen trainiert.

Im Herbst 2020 gibt’s auch

wieder die Staatsmeisterschaft,

und da fährt dann die Siegerin

oder der Sieger wiederum zur EuroSkills-WM

2021 nach Shanghai“,

so Obendrauf, der dann wieder als

Coach agieren wird.

Bei den EuroSkills 2020 in Graz

werden rund 600 Teilnehmer aus

acht Berufsgruppen und 30 Mitgliedsländernm

um den Sieg in

den rund 50 Berufen kämpfen.

Dabei werden sie von bis zu 1500

Betreuern begleitet, und Graz

erwartet für die Europameisterschaft

2020 rund 100.000 Besucher.

Viele Helping Hands

Um ein Event dieser Größe reibungslos

über die Bühne zu bringen,

werden viele helfende Hände

benötigt. Die EuroSkills 2020

GmbH, eine 100-prozentige Tochter

der WKO Steiermark, sucht

auch freiwillige Helfer und Volunteers.

Egal ob beim großen Vorbereitungsmeeting

im März 2020,

beim Aufbau des Events, bei der

Akkreditierung der Besucher oder

hinter den Kulissen im EuroSkills-

Office, Helfer werden gebraucht.

Volles Programm

Die Opening Ceremony findet am

Mittwoch, 16. September 2020,

statt. Wettkämpfe, Konferenzen

und Special Events gibt es von

Donnerstag bis Samstag, und am

Sonntag, 20. September 2020, stehen

die große Siegerehrung und

die Closing Ceremony an. Man

kann davon ausgehen, dass Österreich

am Siegespodest stehen

wird.

Die EuroSkills werden in sechs

Berufsgruppen eingeteilt: Hausund

Bautechnik, Fertigungstechnik,

Informations- und Kommunikationstechnik,

Kreative Kunst

und Modetechnologie, Soziale

Dienstleistungen, Transport und

Logistik.

Schuldnerberatungschef Christof

Lösch und LR Doris Kampus LAND STMK

88 Prozent mehr

Frauenkonkurse

■■

Die Privatkonkurse in der Steiermark

nehmen zu. Drastisch ist

der Zuwachs allerdings vor allem

bei den Frauen, wie aus Daten

der Schuldnerberatung hervorgeht.

Dort gibt es nämlich ein

Plus von 88 Prozent! Soziallandesrätin

Doris Kampus möchte

jetzt mit einer Reihe an Maßnahmen

helfen: Zusätzliche 15.000

Euro werden zur Verfügung gestellt,

geldWERKstatt und andere

Präventionsprojekte verstärkt.

Laaange Nacht der Jungen Wirtschaft

■■

2500 Besucher – so viele

Anmeldungen wie heuer

gab es für die Lange Nacht der

Jungen Wirtschaft am Grazer

Schloßberg noch nie. Steiermark-Geschäftsführer

Bernd

Liebminger begrüßte zum

hochkarätigen Netzwerktreffen

auch Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl,

Wirtschaftskammer-Präsident

Josef Herk oder

Junge-Wirtschaft-Graz-Vorsitzende

Lisa Weswaldi-Eichler.

Außerdem durfte man sich über

die Keynote von Bäckereiunternehmer

Martin Auer freuen,

der Einblicke in sein Erfolgsgeheimnis

gab. Vier steirische

Start-ups hatten außerdem die

Möglichkeit, live auf der Bühne

vor der „2 Minuten 2 Millionen“-

Jury zu pitchen: das Sportportal

Venuzle, das leistungssteigernde

Stirnband Aurox, das Navigationsgerät

für sehbehinderte

Sportler WAIBROsports und

das Outdoor-Equipment-Sicherungssystem

Reeloq.

Ein besonderer Abend war

es auch für Landesvorsitzenden

Christoph Kovacic. Mit

31. Dezember geht es sozusagen

in „Pension“, da er dann

nicht mehr antreten darf – er ist

mit 40 Jahren dann schlicht zu

alt für die Junge Wirtschaft. Am

Schloßberg bekam er am Freitag

für seine Verdienste aber

die Goldene Ehrennadel von

Bundesvorsitzender Christiane

Holzinger verliehen. Kovacic’

Nachfolger wird Voitsberg-

Bezirksvorsitzender Hannes

Buchhauser.

VENA

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Unternehmer und Keynote-Speaker Martin Auer

(l.) und JW-Geschäftsführer Bernd Liebminger

Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk und

Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl

Der scheidende Landesvorsitzende Christoph Kovacic

(l.) mit Nachfolger Hannes Buchhauser SCHERIAU (3)


28

viva

graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

Das Leben ist sehenswert!“

Man brauche oftmals zwar keine Brille,

aber Kurt Otter, Experte der Landesinnung

der Augenoptiker, ist sich sicher, dass sie

Valentina Gartner

26 valentina.gartner@grazer.at

oft hilft, das Leben schöner zu sehen. KK

Kurzsichtigkeit bei Kindern:

BRILLENTRÄGER. Schon jeder zweite Jugendliche

ist kurzsichtig! Experten empfehlen, die Naharbeit zu

reduzieren und mehr ans Tageslicht zu gehen.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Mittlerweile ist jeder zweite

junge Mensch von Kurzsichtigkeit

betroffen“, so

Gabriele Machhammer, Landesinnungsmeisterin

der steirischen

Augenoptiker. Studien, die

erschreckend sind. Vor allem aber

bei Kinderaugen

k a n n

man durch simple Maßnahmen

verhindern, dass die Kurzsichtigkeit

(auch Myopie genannt) mit

dem Alter zunimmt.

„Bei Kindern wächst das Auge

sozusagen noch. Zwischen ungefähr

fünf und 19 Jahren sind die

Augen am ehesten beeinflusst.

Deswegen vermutet man hier,

dass man anfälliger für eine spätere

Myopie ist“, erklärt Kurt Otter,

Experte der Landesinnung

der Augenoptiker. Brillen können

im jungen Alter sinnvoll

sein, wenn man kurzsichtig ist,

denn da entwickelt sich das Auge


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

graz viva 29 27


IN

GETTY (3)

Draußen spielen

Mindestens zwei Stunden im Tageslicht

verbessern die Augen eines

Kindes und die sozialen Kontakte.

Drinnen spielen

Immer vor der Konsole oder dem

Computer zu sitzen, ist schlecht für

die Augen und auf Dauer langweilig.

OUT


Bildschirmarbeit reduzieren

noch. Was in früheren Zeiten einmal

ein Einzelfall war, ist heute

normal. Brillenträger sind schon

lange keine Seltenheit mehr.

2 Stunden ohne Handy

Wenn jetzt bald wieder die

Schulglocken klingeln, bedeutet

das für viele Schüler auch wieder

eine vermehrte Arbeitszeit vor

dem Bildschirm. Eltern sollten

dahinter sein, dass Kinder auf

jeden Fall zwei Stunden pro Tag

ohne Handy und Co verbringen.

„Am besten sollen Kinder zwei

Stunden im Freien im Tageslicht

sein. Es reicht ein Spaziergang

nach dem Essen oder eine Pause

am Spielplatz. Wichtig ist, dass

sie mindestens zwei Stunden

ohne jeglichen Bildschirm verbringen“,

erklärt Otter. Man muss

die Handyzeit limitieren.

Gerade die Nahsicht, die man

vor allem hat, wenn man konzentriert

ins Handy schaut, ist

schlecht für die Augen. „Extreme

und nahe Einstrahlung kann

eine Kurzsichtigkeit hervorrufen.

Das Handy sollte man deswegen

weiter weg halten“, meinen die

Experten.

In der heutigen Zeit ist ein vermehrter

Konsum über Bildschirme

normal – es ist auch nichts

Schlechtes. „Kinder sollten lernen,

bewusst mit den Medien zu

arbeiten. Man muss Distanzen

einhalten, damit man nicht zu

viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt.

Ein Gleichgewicht muss

hergestellt sein“, ist sich Otter sicher.

Um einer Myopie vorzubeugen,

ist auch eine gesunde Ernährung

wichtig. Vitamine sind

nicht nur gut für die Gesundheit,

sondern auch für die Sehkraft

des Auges.

Wenn Kinder viel im Freien unterwegs

sind und das Handy nicht

zu nah an ihr Gesicht lassen, ist die

Gefahr von Kurzsichtigkeit schon

um ein Vielfaches reduziert.


28 viva

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

Katharina Persch war auf Familienurlaub in Rovinj

und hat dort die kroatische Sonne eingefangen.

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Sonja Konrad nutzt das italienische Meer nicht nur

zum Schwimmen, sondern auch zum Poledancen.

TOLL. Auch diese Woche

haben uns viele Bilder

aus allen Teilen der Welt

erreicht. Vielen Dank dafür!

Wer mitmachen und eine

TUI-Kreuzfahrt für zwei

Personen gewinnen will,

schickt uns einfach ein tolles

Urlaubsfoto:

redaktion@grazer.at!

Wichtig: Vor-, Nachname

und ein paar Zeilen zum

Urlaubsort dazuschreiben.

Liebe Grüße aus dem Urlaub!

Die berühmten Steinstatuen der Osterinsel, die „Moai“, haben Harald

Krainz zu diesem beeindruckenden Urlaubsfoto inspiriert.

Mathias Glatz hat dieses stimmungsvolle Bild von seiner Erasmus-Freundin

Alice Wu auf Malta gemacht. Vielen Dank für die Einsendung!

Spaß mit den Wellen am Cala Torta auf Mallorca hatten Anna Rainer, Julia

Rainer und Marie Maierhofer, allesamt aus Gratwein-Straßengel.

Dieses originelle Foto hat uns Viktoria Strohmayer von ihrem ersten „elternlosen“

Interrail-Urlaub aus Hastings in Großbritannien geschickt.


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at viva

Grabsteinpflege:

Mehrmals im Jahr reinigen

29

SAUBER. Damit ein Grabstein sauber bleibt, muss man ihn mehrmals reinigen. Hartnäckige Verschmutzungen

müssen schnell entfernt werden. Wir haben Tipps, worauf man dabei achten sollte.

Wie reinigt man einen

Grabstein, ohne ihn zu

beschädigen? Welche

Putzmittel sollte man verwenden,

damit man dem Stein nicht

schadet? All das sind Fragen, die

einem irgendwann unterkommen,

wenn der Grabstein eines

geliebten Menschen mit festsitzendem

Schmutz bedeckt ist.

Wir haben Tipps, wie man den

Stein am besten reinigt.

➣ Mehrmals putzen: Viele reinigen

den Stein nur einmal im Jahr.

Tatsächlich sollte man die Reinigung

des Grabsteins in die generelle

Grabpflege miteinbauen und den

Stein mehrmals pro Jahr putzen.

➣ Keine Haushaltsreiniger

verwenden: Spülmittel, Putzmittel

oder Essigreiniger schaden

dem Naturstein, da sie oft

Chlor oder Säure enthalten. Für

die Reinigung nur leichte, spezielle

Mittel verwenden. Mit einer

Bürste und sanftem Druck kann

man außerdem auch den Großteil

säubern.

➣ Mit Gießkanne abspülen:

Der meiste Dreck geht schon

von selbst mit einer Gießkanne

ab. Anschließend mit einem

Schwamm darüberwischen, und

der Grabstein kann wieder wie

neu erscheinen. Kleiner Tipp:

Mit einer Zahnbürste kommt

man am besten in kleine Zwischenräume

und Vertiefungen.

Ein Grabstein benötigt viel Pflege

und vor allem jeder Stein eine

andere. Kümmert man sich regelmäßig

darum, verhindert man

hartnäckigen Schmutz schon im

Vorhinein. Auch eine Imprägnierung

kann ein großer Vorteil bei

der richtigen Pflege sein.

Ein sauberer Grabstein ist nicht nur für die Hinterbliebenen wichtig. Herkömmliche

Haushaltsputzmittel sollte man auf gar keinen Fall verwenden.GETTY


30 motor

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

Gady: Das Fest kann beginnen

GADY-MARKT. Es wird wieder gefeiert in Lebring. Am 7. und 8. September öffnet der legendäre

Gady-Markt zum 107. Mal seine Tore. Das steirische Volksfest hat längst und verdient Kult-Status.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Lebring, im Süden von Graz,

wird wieder zum Zentrum

der Mobilität. Beim 107.

Gady-Markt können die tausenden

Besucher die neuesten Entwicklungen

bei Autos und Landmaschinen

kennenlernen. Der

Gady-Markt ist aber auch das

steirische Volksfest. Im 53. Jahr

seines Bestehens hat der Gady-

Markt nichts an Faszination verloren.

In unserer digitalisierten

Zeit suchen die Menschen Orte,

wo man persönlich miteinander

ins Gespräch kommen kann.

Tradition bei dem am kommenden

Wochenende abgehaltenen

Gady-Markt ist, dass die Mitarbeiter

der Gady-Familie selbst kräftig

Hand anlegen. So kann es sein,

dass der Finanzchef für die zwei

Markttage in die Rolle des Logistikers

und Gastronomieleiters, der

für ausreichend Nachschub bei

der Verpflegung sorgt, schlüpft. Im

steirischen Weindorf werden die

Damen aus der Buchhaltung die

Gläser der Gäste füllen. „Ohne den

großartigen Einsatz unserer Mitarbeiter

wäre so eine Veranstaltung

nicht machbar. Wir wissen, was

wir an ihnen haben, und bedanken

uns schon im Vorhinein recht

herzlich dafür!“, betonen die beiden

Geschäftsführer Philipp Gady

und Eugen Roth.

Traktor inkl. GPS

Gleich am ersten Tag gibt es das „I

bin dabei“-Traktorentreffen. Mehrere

hundert Teilnehmer werden

mit ihren liebevoll gepflegten Gefährten

erwartet. Teils jahrzehntealte

Traktoren sind neben Hightech-Giganten

mit GPS-Steuerung

zu erleben.

Open-Air-Gottesdienst am

Sonntagvormittag am Marktgelände,

Frühschoppen mit der

Trachtenkapelle Lebring – St.

Margarethen, inklusive Auftritten

der Volkstanzgruppe St. Stefan

ob Stainz und der Langer Schuhplattler,

sind weitere Highlights

des Sonntags, der vor allem dem

Brauchtum geschuldet ist. Im Mittelpunkt

am Samstag und Sonntag

Ingrid und Geschäftsführer Philipp Gady sowie Geschäftsführer Eugen Roth

(r.) freuen sich schon auf tausende Besucher in Lebring.

KK

steht jedoch die große Auto- und

Landmaschinenausstellung mit

einigen Österreich-Premieren der

neuesten Modelle aus dem Haus

der Gady-Family.

Der legendäre Gady-Markt lockt

zweimal im Jahr tausende Menschen

nach Lebring. Vor mehr als

80 Jahren gründete Franz Gady

einen Fahrradhandel in Lebring.

Heute ist die Gady-Family eines

der führenden Autohäuser in Österreich

und beschäftigt rund 300

Mitarbeiter.

A U T O M O T O R

Motor

Geflüster

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Porsche 99X Electric

Porsche hat mit der internationalen

Fahrzeugpremiere des

Porsche 99X Electric einen weiteren

Meilenstein auf dem Weg

zum Werkseinstieg in die „ABB

FIA Formel E“-Meisterschaft

2019/2020 erreicht. An der Enthüllung

des Fahrzeuges war die

digitale Community im Rahmen

des Live-Videospiels „Formula

E Unlocked“ aktiv beteiligt. Im

Hinblick auf das Design wurden

für den Formel-E-Rennwagen

klassische Porsche-Motorsportfarben

gewählt. Der erste offizielle

Auftritt des TAG Heuer

Porsche Formel-E-Teams erfolgt

Mitte Oktober im spanischen Valencia.

Der Porsche 99X Electric

dient zugleich als Entwicklungsträger

für künftige vollelektrische

Serienfahrzeuge.

Neuer Golf: Finale

Ein neuer VW Golf rollt an die

Startlinie, die achte Generation.

„Die achte Generation

wird ein Eyecatcher!“, sagt Chefdesigner

Klaus Bischoff, Leiter

Design Volkswagen. „Gewisse

Details wollen wir noch nicht

verraten. Die eleganten Proportionen

wollen wir trotzdem nicht

verbergen.“ Der 35 Millionen Mal

gebaute VW-Bestseller soll auch

optisch in die neue Ära der elektrifizierten

Antriebe, der digitalisierten

und vernetzten Interieurwelt,

des assistierten Fahrens

und der online-basierten Funktionen

und Dienstleistungen

passen. Die Weltpremiere gibt es

noch im Herbst 2019.

Der Porsche 99X Electric will die Formel E ordentlich aufmischen.

So sieht der getarnte Golf als „Erlkönig“ aus. Seine optische DNA ist erkennbar

und in die Tarnung ist „Golf“ integriert. Genau hinsehen.

KK

KK


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

wohnen 33

Grazer Projekt nominiert

für Bauherren-Preis 2019

HOLZ-HIT. Der Wohnbau

in der Grazer Max-Mell-

Allee könnte Bauherrenpreis

2019 erhalten.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Die Nominierungen für den

Bauherren-Preis 2019 der

Zentralvereinigung der

Architektinnen und Architekten

Österreichs stehen fest. Die Juroren

haben sich für 24 Projekte aus

ingesamt 132 Einreichungen entschieden.

Der Preis würdigt herausragende

Bauten, Freiraumgestaltungen

sowie städtebauliche

Lösungen.

Unter den 24 Nominierten findet

sich auch der Holzbau in der

Grazer Max-Mell-Allee 6 des Architektenteams

rund um Werner

Nussmüller. Der Bauherr war bei

dem Projekt die Wohnbaugruppe

„Ennstal Neue Heimat“.

In 18 Monaten Bauzeit wurde

teils in Holzriegel-, teils in Massivholzbauweise

ein lichtdurchflutetes

zeitgemäßes Wohnheim

für Familien, Einzelpersonen

und Paare geschaffen. Zentrum

des Holzbaues ist ein spektakulärer

Innenhof als Begegnungsstätte.

Das Besondere an dem

Haus, welches im Nobelviertel

Geidorf liegt, ist der Umstand,

dass es sich um einen leistbaren

Das Zentrum des

Hauses in der

Max-Mell-Allee 6

in Graz ist der Innenhof.

Der Bau

wurde jetzt für

den Bauherren-

Preis nominiert.


SIMON ÜBERHOFER

Gemeindebau handelt. Die Mietkosten

kommen auf 7,85 Euro pro

Quadratmeter, inklusive Steuer,

Betriebskosten und eingebauter

Küchenzeile. Es gibt Wohnungen

von 40 bis 90 Quadratmetern.

Weitere steirische Nominierte

sind der Steinbach-Keller-Hof in

Gamlitz und der Raum der Begegnung

in Mitterdorf a. d. Raab.

Die feierliche Preisverleihung

findet am Freitag, 8. November

2019, im Architektur Haus Kärnten

in Klagenfurt statt.


36

sport

graz

www.grazer.at 1. SEPTEMBER 2019

Philipp Braunegger

philipp.braunegger@grazer.at

34

Vielleicht hab ich mir den Ellbogen

ja selbst reingerammt.“

Sturm-Flügelflitzer Philipp Huspek hatte

keine Ahnung, wie er sich im Spiel gegen den

WAC eine Rippenprellung zugezogen hat. GEPA

Die HSG will

Abschied: Neuer Koffer, neue Stadt, alte Kollegen – auf nach Hyderabad! 17PXTR

Kurioser Wechsel:

Stankos neuer Verein

Die Überraschung war

groß, als Ex-Sturmstar

Marko Stankovic Post

aus Indien bekam: Denn im

Kuvert war nicht nur ein neuer

Vertrag für vorerst ein Jahr („Ich

bin topfit, vielleicht verlängere

ich nochmals“), sondern auch

gleich ein neues Vereinslogo

und ein neuer Wohnort am

Briefkopf. Der Hauptsponsor

des FC Pune crashte an der Börse

und so übersiedelt der Klub

ins 564 Kilometer entfernte und

fußballverrückte Hyderabad.

Die Ziele für Marcos FC Hyderabad

um den brasilianischen

Topstar Marcelino und den Ex-

Premier-League-Manager Phil

Brown bleiben die gleichen: Voller

Angriff auf die Top drei.

Vermissen wird Marco in

Indien seinen Sonnenschein

Fabio, wohl nicht seinen brandneuen

Koffer: „Da in Mumbai

gefühlt eine Million schwarze

Koffer auf dem Rollband liegen,

hat mich mein Freund Thomas

Kogler von Art Gunn mit dem

Kunstwerk überrascht!“

AUFTAKT. Zum Start

der Handballsaison

definiert HSG-Manager

Michael Schweighofer

die ehrgeizigen Ziele

seines Teams.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Die Handballsaison hat begonnen

und zum ersten

Mal seit vielen Jahren darf

man sich in Graz schon vom Start

weg berechtigte Hoffnungen auf

eine erfolgreiche Saison eines

heimischen Teams machen. Bei

der HSG, die in der abgelaufenen

Saison als Aufsteiger gleich

das Viertelfinale erreichte, hat

man auch heuer wieder Großes

vor. Und das, obwohl Erfolgstrainer

Ales Pajovic zum Nationalteam

gewechselt ist. „Wir haben

aber auch vollstes Vertrauen in

unseren neuen Trainer Damir

Djukic“, erzählt Klubmanager

Michael Schweighofer. „Natürlich

war das letzte Jahr außergewöhnlich,

aber das kann heuer

genauso gut wieder passieren.“

Das ehrgeizige Ziel der HSG

lautet „Viertelfinale“, und dieses

soll möglichst früh fixiert

werden, damit besser geplant

werden kann. „Wenn wir vor

Weihnachten wissen, dass wir

im Play-off dabei sind, haben wir

einfach mehr Sicherheit“, erklärt

Schweighofer. Und wahrscheinlich

auch mehr Zuschauer im

Rätsel-Lösung des Rätsels der vom letzten 25. Ausgabe 8. 2019

S L Z J K M

S C H A U M B A D I O W A

H N U U R E E D E R

L E D E R M O A R W E G

K O M P L I M E N T R S B

S L I N E K A R A T E

S E A S L O O P T R I

B I G B E N M P H E C

E B E R L M E N S C H

A R E N A E D E N A K T

G B U C H E N B O E E

M E I S S E N

B U L L E R A R Lösung:

S A D I N R I

Z E N O N T

WEIZER

U A B G A S E STRASSE

M O N I E R E N

Sudoku-Lösung

vom 1. 9. 2019

6 2 9 3 1 5 4 7 8

8 5 3 4 7 9 2 6 1

7 1 4 2 8 6 3 5 9

4 8 1 5 3 2 7 9 6

5 6 7 9 4 8 1 3 2

9 3 2 7 6 1 8 4 5

1 7 8 6 5 4 9 2 3

2 4 5 1 9 3 6 8 7

3 9 6 8 2 7 5 1 4

Lösungswort: WEIZER STRASSE


1. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at

sport graz 35 37

HERO➜

KK, GEPA

Gerald Lösch Tennisspieler

Der Judendorf-Straßengeler holte

nach Herztransplantation jetzt Silber

bei den World Transplant Games.

Sebastian Prödl, Fußballer

Harte Zeiten für den Watford-Legionär:

In England nur auf der Tribüne, flog er

jetzt auch aus dem Nationalteam.

ZERO


entspannte Weihnachten

Raiffeisen Sportpark. Die Vorbereitung

ist gut verlaufen, auch

die Neuzugänge Stephan Jandl,

Christian Hallmann und Fabian

Schartel sollten das Team verstärken.

„Und Djukic hat sicher

das Zeug, das Vorjahr zu toppen.

Natürlich braucht es auch Glück

dazu, aber Pajovic hat auch

Glück gebraucht.“

Am 4. September um 19 Uhr

lädt die HSG übrigens im Raiffeisen

Sportpark zur ersten HSG

Holding Business-Night. Als

Highlight der Veranstaltung diskutieren

Jochen Pildner-Steinburg

(99ers), Thomas Tebbich

(Sturm), Christoph Schreiner

(Giants) und Michael Schweighofer

am Podium zum Thema

„Klein gegen Groß: Unterschiede

und Gemeinsamkeiten im Sport“.

Die Mannschaft der HSG Holding Graz steht für eine ähnlich erfolgreiche Saison, wie es die letzte war, bereit.

GEPA


grazer graz sonntag

38 36 www.grazer.at 19. 1. SEPTEMBER 2019

2012

SO ISST GRAZ

Das „Pizzaiolo“ serviert uns

... Pizza della mamma

Pizzaiolo-Chef Raimondo Trombatore

verrät sein Pizzarezept.KRUG (2)

Pizza geht immer! So wie in Italien

schmeckt’s zuhause aber nur selten.

Deshalb verrät Raimondo Trombatore,

der vor etwa einer Woche sein zweites

Pizzaiolo am Karmeliterplatz aufgesperrt

hat, jetzt das perfekte Rezept –

angepasst auf ein ganz normales Backrohr

statt einen Pizzaofen.

Aber wie isst der Italiener eigentlich die

Pizza? „Nicht mit Besteck! Man schneidet

sie in vier Stücke, nicht in acht – die

werden dann zusammengefaltet mit

der Hand gegessen!“ Und noch einen

Irrglauben stellt der gebürtige Sizilianer

klar: Eine originale neapolitanische Pizza

wird nicht in der Luft

gedreht und geworfen,

der

Teig wird in

die gewünschte

Form

gezogen!

VENA

Zutaten für

4 Personen:

1 Liter Wasser, 1,8 Kilogramm Mehl vom

Typ 00, 20 ml Olivenöl extra vergine, 2 g

Hefe in Würfelform, 25 g Salz

Zubereitung:

Wasser in eine Schüssel, Salz dazu,

dann das Mehl und die Hefe. Zehn

Minuten in die Rührmaschine geben,

dann das Olivenöl dazu und noch

einmal zehn Minuten rühren lassen.

Schließlich eine Stunde draußen rasten

lassen, danach 24 Stunden im Kühlschrank.

Teig ausrollen bzw. „ziehen“

und mit den gewünschten Zutaten belegen.

Mit etwas Olivenöl auf ein Backblech

und bei 250 bis 280 Grad zwei

bis drei Minuten backen.

Achtung: Wer Mozzarella auf seiner

Pizza mag, sollte diesen erst bei etwa

der Hälfte der Backzeit drauflegen!

GRAZWORTRÄTSEL

"Fernostexpedition"

auf Burg

Rabenstein

Haus des

Naturkundemuseums

älteste

Periode

des Mesozoikums

"Energie

tanken"

ausgereift,

harmonisch

"tierisches"

Bollwerk

am Grazer

Schloßberg

fruchtbare

Erdschicht

der ewige

Schlaf

2. Grazer

Stadtbezirk

(Sankt ...)

Grazer Naherholungsgebiet

(2 Wörter)

10

9

11

Anzahl der

Heiligen

Könige

futsch,

verloren,

weg

Vorsilbe

für

"hören"

der

größte

Kontinent

Chronik,

Jahrbücher

langweilig

Initialen der

Minnelli

3. Grazer

Stadtbezirk

veraltet für

"Ameise"

ein Beingelenk

Spiel mit

28 Steinen

gewahr

werden,

durchschauen

unbekanntes

Flugobjekt

Länderkennzeichen

für

Rumänien

12

antikes

Gebiet in

Kleinasien

2

Luftreise Poncho,

im eigenen Cape & Co.

Lufraum Initialen

Gefrorenes Ecos †

ein Insektenfresser

"durchwinken"

privater

TV-Sender

Ausruf

des Ekels

Ausruf des

Staunens

Oper von

Verdi

"brünstig

schreien"

beim Hirsch

Sprudelwasser

außerparlamentarische

Opposition

Zahlkellner

6 7

4

3

8

kurz

vorher

Geheimschrift

Eingabetaste

Abk. für

"und so

fort"

Gaudi

frei von,

bar

Abk. für

"Leutnant"

Äquatorialzone

Huhn

vor dem

Schlüpfen

Augendeckel

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

obere Begrenzung

der Mundhöhle

Mutter der

Kriemhild

Initialen

Lilienthals

Staat in

Arabien

schnelles

Musikstück

deutscher

TV-Sender

nicht

seicht

öst. Theaterlegende

2019

(Elfriede)

naiver

Comic-Bär

französisch

für

"eins"

Vorsilbe

für "das

Ohr betreffend"

niederschmetternde

Niederlage

13 12 14 15

Wodan, Donar

& Co.

Betrachtungsweise

5

1

Ansturm

auf etwas

Begehrtes

Lösung der Vorwoche: Weizer Strasse; die Gewinner werden verständigt Rätsellösungen: S. 34

Aktuelles Lösungswort:

SUDOKU

6 3 7

5

7 4 2

4 2 6

6 7 8 2

9 7 1 4

1 7 8 5 9

2 9

6 8 1 41059

Und so geht’s!

Jede Ziffer darf in

jeder Reihe in jedem

Quadrat nur

einmal vorkommen.

Bleistift

spitzen, los geht’s.

Viel Spaß!

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37

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 1. SEPTEMBER

EISPERLE

ERÖFFNUNG

ab 11 Uhr

Die Eisperle

Mmmh! Heute eröffnet die zweite Eisperle! Köstliches Eis und

sogar eine neue Sorte und Begrüßungstörtchen warten. GETTY (2), UMJ

Liebeszeit Messe – Schwangerschaft,

Geburt, Elternsein

Großes Glück kann so klein sein!

Heute findet bei freiem Eintritt

eine Messe rund um das Thema

Schwangerschaft, Geburt und

Elternsein statt. Insgesamt 27 Aussteller

beraten dich dabei. Alles

rund ums Thema und wunderbare

Accessoires zum Schmökern.

Es warten viele tolle Sachen

auf einen. Von 10 bis 16 Uhr im

Aiola im Schloss St. Veit (Andritzer

Reichsstraße 144).

Sonntagsmarkt

Jeden ersten Sonntag im Monat

bieten 15 Damen ihre Waren

bei einem kleinen Flohmarkt in

St. Peter an. Es wird gestöbert,

geschmökert und gefunden. Von

10 bis 16 Uhr am Parkplatz des

Bezirksamtes St. Peter (St.-Peter-

Hauptstraße 85).

FËST

Ein Theaterabend von den

Raabtaldirndln und Ed. Hauswirth!

Immer wieder geht es dabei um

Lebensrealitäten, Lebenswelten

und Unwirtlichkeiten: Landflucht,

sterbende Dörfer, Klischeebilder

von Idylle oder das ideologische

Auseinanderdriften

von Stadt

und

Land

dienen

als Ausgangspunkt für ihre

Arbeiten. Die Idee von Gemeinschaft

und Gerechtigkeit steht im

Vordergrund des Stückes. Um 11

Uhr im Kristallwerk (Viktor-Franz-

Straße 9).

Zauberhafter Brunch

Ein gutes Essen und

unterhaltsame Zauberei

– die richtige

Mischung für einen

erholsamen Sonntag.

Heute findet ein zauberhafter

Brunch im JUFA

Hotel Graz (Idlhofgasse 74)

statt. Von 11 bis 14 Uhr kann

geschlemmt werden, und

dabei darf man sich verzaubern

lassen.

Eröffnung der Eisperle 2

Endlich ist es so weit! Die

zweite Eisperle öffnet heute

ihre Pforten. Für diesen besonderen

Tag haben sie etwas ganz

WOHIN AM SONNTAG

Besonderes vorbereitet: „SMILE“

– ein exklusives Eistörtchen, das

es nur zur Eröffnung gibt – sowie

eine ganz besondere „Eröffnungs-

Sorte“ zur Feier des Tages! Von 11

bis 20 Uhr in Die Eispere (Conradvon-Hötzendorf-Straße

55).

MurKULTur 2019

Auch in diesem Jahr findet

murKULTur 2019 auf der Murinsel

statt. Geboten wird ein buntes

Programm für groß und klein.

Neben Tanz, Theater, Lesungen,

Ausstellungen, Performances,

Workshops, Sportaktivitäten und

viel Musik wartet natürlich auch

ein kulinarisches Angebot auf

euch. Ab 14 Uhr auf der Murinsel

und entlang der Murpromenade.

Konzerte im Stadtparkpavillon

Es finden bereits zum 15. Mal die

zur Tradition gewordenen Konzerte

im Stadtpark (Musikpavillon)

statt. Heute ist das Eröffnungskonzert

mit der Big Band der

Graz Linien. Die musikalische

Leitung liegt in den Händen von

Band-Leader Erwin Reichert, der

gemeinsam mit Dienstnehmern

der Graz Linien und Gästen jeden

Auftritt zum Erlebnis werden lässt.

Die Big Band erfreut auch heuer

wieder alle Jazz-Freunde der

Promenadenkonzerte und animiert

zum Mitswingen! Um 15 Uhr beim

Stadtparkpavillon.

Pinselwerkstatt

Kunterbunt und farbenfroh wird

es jeden ersten Sonntag im Monat

in der Pinselwerkstatt. Einfach

nur Pinsel und Farbe? Nicht mit

uns! Wir möchten kreativ werden

und Malutensilien neu erfinden.

Gemeinsam experimentieren wir

und gestalten unsere eigenen

Kunstwerke. Dabei kann vor

allem der Pinsel als malerisches

Mittel jedes Mal eine neue Gestalt

anneh men (oder neu gedacht

werden). Von 15.30 bis 16.30 Uhr

in der alten Galerie im Schloss

Eggenberg.

Reproduktion – eine Raubkopie

Die bitteren Tränen der Petra von

Kant. Eine Raubkopie. Unzählige

Bereiche sind von der Reproduktion

betroffen. Aber worum geht

es wirklich? Fragen, denen auf den

Grund gegangen wird. Um 20 Uhr

auf dem Dachboden der Villa Reininghaus

(Reininghausstraße 7).

der Grazer Bade-Pass

Noch über vier Wochen gültig!

Erhältlich bei der Infostelle im Citypark, im s‘Fachl, allen Ö-

Ticket-Verkaufsstellen und bei „der Grazer“ am Gadollaplatz 1.

Gültig bis 30. September 2019

4-mal

Therme

um

€ 39,–

www.grazer.at

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