21. März 2021

DerGrazer

- Die größte Sonnenterrasse der Stadt eröffnet im Mai
- Ideen für die Annenpassage
- 6800 Grazer Wohnungen stehen leer
- Minoriten suchen Säulenpaten
- Exklusives Interview mit Hartberg-Coach Markus Schopp

21. MÄRZ 2021, AUSGABE 12

Im Umbau

Pater Petru Farcaş bittet um Spenden für die

Sanierung der Minoriten. Jetzt wurde das Projekt

„Säulenpaten“ ins Leben gerufen. 12/13

Im Aufbau

Hartberg-Trainer Markus Schopp im

ausführlichen Interview über Erfolg,

Entwicklung und Motivation. 44/45

Stadtbootshaus wird im Mai eröffnet

Die größte

Sonnenterrasse der Stadt

Im Plan. Schon Ende Mai soll der neue Wassersportstützpunkt für Kajak- und Kanufahrer in Betrieb gehen. Ein ganz besonderes Highlight wird

die 300 Quadratmeter große und öffentlich zugängliche Dachterrasse werden, die direkt vom Marburger Kai aus begehbar sein wird. SEITEN 4/5

KUESS ARCHITEKTUR ZT, SCHERIAU, GEPA


2 die seite zwei

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Angstkultur

in der

Kulturszene

K

unst kann ja alle

möglichen Funktionen

erfüllen. Die vielleicht

bedeutendste ist, dass sie seit

Jahrtausenden Lebenswelten

widerspiegelt und diese in

aller Öffentlichkeit akzentuiert.

Im Notfall auch furchtund

respektlos. Wenn eine

Gesellschaft in Angst und

Schrecken lebt, dann findet

man das auch immer in

zeitgenössischen Büchern,

Liedern oder Bildern wieder.

Oft kritisch, manchmal

tröstend, aber immer mit der

solidarischen Botschaft: „Euer

Leben ist uns bekannt, eure

Probleme sind uns nicht egal.

Wir machen das zum Thema,

für euch und für uns alle.“ Was

passiert, wenn es keine

(besuchbare) Kunst geben

darf? Und was passiert, wenn

die Künstler plötzlich selbst

Angst haben? Und wer

beschäftigt sich denn damit

und wer macht das öffentlich?

Diesen Fragen muss man sich

jetzt nach einjähriger Kunstpause

dringend stellen. Denn

die Angst geht um in der

Kultur. Der Psychologische

Beratungsdienst für die

Mitarbeiter der Grazer Oper

etwa hat jetzt bei 90 Prozent

der Klienten konstatiert, Angst

vor der Zukunft zu haben.

Man kann also nicht erwarten,

dass sich in nächster Zeit viele

Künstler finden werden, die

unsere Lebenswelt furcht- und

respektlos öffentlich zerlegen

und wieder zusammenbauen.

Das müssen wir derzeit selber

tun.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

Gefrühstückt

wird am liebsten

erst abends

– dafür aber

mit Pancakes,

French Toast,

Cornflakes und

Co. Deborah

Posadas singt

leidenschaftlich

gerne, aktuell

auch bei Starmania.

KK

... Deborah Posadas

Die Starmania-Kandidatin spricht über ihre Lieblingsmahlzeit des

Tages, ihre Hochzeitssänger-Karriere und Urlaubspläne nach Corona.

Sänger schlafen nach einer Konzertnacht

meistens schon etwas länger. Wie sieht das

bei Ihnen aus?

(lacht) Ich bin definitiv ein Langschläfer. Hin und

wieder am Wochenende bis 10 Uhr schlafen zu

können, ist einfach richtig herrlich.

Gibt’s dann ein festliches Frühstück?

Eigentlich bin ich ja gar nicht so die Frühstückerin.

Am Wochenende brunche ich sehr gerne,

wenn ich Zeit dafür habe. Aber ehrlich gesagt

gibt’s bei mir öfters Frühstück zum Abendessen.

Frühstück ist einfach die beste Mahlzeit des Tages.

Hin und wieder mach ich mir dann einfach

Pancakes, French Toast, Cornflakes oder eine

klassische Eierspeise oder Jause eben abends.

Wie sieht der restliche Sonntag üblicherweise

aus? Musiziert dann die ganze Familie

gemeinsam?

(lacht) Ich bin tatsächlich die Einzige, die ein

Instrument spielt. Sonntag ist bei mir immer anders,

gerade wegen Corona kann man ja auch

nicht viel machen. Sonntag ist bei uns eher der

Tag des Fernsehens. Es wird nicht gearbeitet,

man kommt runter, chillt, geht vielleicht spazieren,

kocht gemeinsam sein Lieblingsessen und

schaut dann Netflix. Auf den Tag freut man sich

immer schon die ganze Woche.

Wie haben Sie die Pandemie erlebt? Gerade

Hochzeiten, auf denen Sie normalerweise

singen, blieben eher auf der Strecke.

Es ist nach wie vor eine schwierige Zeit. Gerade

ist auch schon die zweite Hochzeitssaison am

Wackeln, weil keiner weiß, wie es weitergeht.

Viele Paare, die letztes Jahr auf heuer verschoben

haben, müssen jetzt teils wieder umplanen. Es ist

eine traurige Situation, und mir tun alle voll leid.

Natürlich würde auch ich gerne wieder für Liebespaar

singen, aber da müssen wir durch.

Würden Sie sagen, die Corona-Situation

hat es leichter gemacht, aktuell bei Starmania

teilzunehmen?

Gute Frage! Wahrscheinlich schon, weil es gerade

kaum Chancen gibt, auf der Bühne zu singen.

Sollte ich weit kommen, wären mir auch Hochzeiten

dazwischengekommen. Sozusagen ist es

Glück im Unglück. Aber dadurch, dass es immer

ein Kindheitstraum von mir war, hätte ich wahrscheinlich

so oder so mitgemacht.

Starmania-Star oder Hochzeitssängerin?

(lacht) Oh nein. Ich kann mich nicht entscheiden,

aber sagen wir so: im Sommer Hochzeiten

und sonst Starmania.

Worauf freuen Sie sich nach Corona?

Auf die Restaurants und das Reisen. Die erste

Reise soll wohin gehen, wo es schön warm ist.

Am liebsten natürlich Mexiko, aber ich glaube,

das wird es nicht spielen. Ansonsten hätte ich

Lust auf Spanien.


VALENTINA GARTNER

Deborah Posadas wurde am 7. November 1997 in

Graz geboren. Durch ihre mexikanischen Wurzeln

liegt ihr der Rhythmus seit der Kindheit im Blut. Nach

der Matura ging sie nach England und Linz, bis es sie

wieder nach Graz zog. Seit ca. einem Jahr singt sie als

Hochzeitssängerin. Sie arbeitete auch als Verkäuferin

für den „Grazer“. Aktuell ist Deborah Kandidatin bei

Starmania. Wieder zu sehen am 9. April.


4

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www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

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redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Kein Mensch will mehr

einen Lockdown.“

Landeshauptmann Hermann

Schützenhöfer geht nicht von neuerlichen

Handelsschließungen aus. SCHERIAU

Graz: Stadtbootshaus

Stadt Graz, Land Steiermark & Familie

Strobl freuen sich. STADT GRAZ/FISCHER

Denkmal für

Helmut Strobl

■ Mit dem mehrteiligen

Denkmal „Strobl“ ist Iris

Andraschek von der sechsköpfigen

Jury einstimmig als

Gewinnerin des geladenen

Wettbewerbs „Ein Denkmal

für Helmut Strobl am Kunsthaus

Graz“ hervorgegangen.

Das Projekt besteht aus einer

Licht- und Soundarbeit im

Foyer des Kunsthauses Graz

und einer jährlichen Plakataktion

anlässlich des Menschenrechtstags.

Start ist der 10. Dezember

2021.

Mario Kunasek liest die aktuelle

Kriminalitätsstatistik kritisch.FOTO FISCHER

FPÖ warnt vor

Kriminalität

■ Die FPÖ um Landesparteiobmann

Mario Kunasek forderte

am Freitag, die neue Kriminalitätsstatistik

kritisch zu bewerten.

Zwar sei coronabedingt insgesamt

ein Rückgang zu sehen, Cyber-

und Wirtschaftskriminalität

seien aber gestiegen. „Es ist zu befürchten,

dass als Folgewirkung

der Corona-Krise durch zunehmende

Verteilungskonflikte und

eine verschärfte soziale Situation

die Kriminalität wieder deutlich

steigen wird“, so Kunasek. Er fordert

eine Stärkung der personellen

Ressourcen der Polizei.

Noch ist es eine große Baustelle, Ende Mai aber soll das Stadtbootshaus fertig sein und die Grazer erfreuen.

derGrazer

Was ist Ihre liebste Wassersportart?

„Ich tauche

gerne, aber ich

möchte mich

darin noch

verbessern.

Am liebsten im

Schwimmbad.“

Abdulnafi Rida,

19, Schüler

„Am liebsten

gehe ich

schwimmen,

aber ich liege

auch gerne am

Pool oder nutze

die Rutsche.“

Veronika Gödl, 22,

Studentin

„Ich war 15 Jahre

lang Windsurfer

und habe

dafür sogar

meine eigenen

Surfbretter

gebaut.“

Christoph Katschner,

56, Unternehmer

Blitzumfrage

„Ich bin leidenschaftliche

Schwimmerin.

Leider ist das

Union-Bad seit

zwölf Monaten

geschlossen.“

Sonja Savic, 33,

Lehrerin

?

KK

ALLE FOTOS: DER GRAZER

„Meine liebste

Wassersportart

ist Kanufahren.

Mir gefällt

daran die Natur

und die Entspannung.“

André Schabler,

37, Lehrer


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

graz 5


TOP

APA, GETTY

Nachtzug von Graz nach Split

Der Weg in den Süden wird für Grazer

ab 18. Juni leichter. Die ÖBB planen

einen Nachtzug nach Split in Kroatien.

Internetkriminalität steigt

Die Kriminalstatistik 2020 zeigt:

Online-Verbrechen nehmen zu. Im

vergangenen Jahr um 36,1 Prozent.

FLOP


Wassersport-Hotspot

Kurz gefragt …

GLEICHENFEIER. Der Bau des Stadtbootshauses

liegt voll im Plan. Ende Mai startet der Betrieb. Graz

hat dann einen Wassersportstützpunkt in der Stadt.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Die Baustelle ist von Weitem

zu sehen. Das Stadtbootshaus,

das hier entsteht, gilt

für das Sportamt als Vorzeigeprojekt.

Wenn es fertig ist, hat Graz

einen feinen Wassersportstützpunkt

für Kajak- und Kanufahrer.

Betrieben wird das Bootshaus

vom Sportamt in Zusammenarbeit

mit den Kajak- und Kanuvereinen.

Ein ganz besonderes Highlight

wird die 300 Quadratmeter

große und öffentlich zugängliche

Dachterrasse werden. Sportamtsleiter

Thomas Rajakovics: „Das

wird die größte Sonnenterrasse

der Stadt, und dort ist auch tatsächlich

bis zum schön anzuschauenden

Sonnenuntergang

den ganzen Tag Sonne. Die Terrasse

soll den Grazern zum Ausruhen

und Chillen zur Verfügung

stehen, und vielleicht stellen wir

auch Liegestühle zur Verfügung.

Bei den Kajak- und Kanuvereinen

kann jeder Mitglied werden und

dann sein Boot im Bootshaus einstellen.“

Finanziell unterstützt wird das

Bootshausprojekt auch von Landeshauptmann

Hermann Schützehhöfer,

und zwar mit 480.000

Euro. Schützenhöfer: „Der Spaziergang

entlang der Mur ist für

mich nicht nur Bewegung, sondern

auch Zeit zum Nachdenken.

Mit der Sonnenterrasse am

Stadtbootshaus kommt jetzt noch

ein großartiger Bereich zum Entspannen

mitten im Grazer Zentrum

dazu!“

Das Stadtbootshaus ist auch

ein ökologisches Vorzeigemodell.

Es gab strenge Auflagen, da sich

bei der Bewilligung die Altstadtsachverständigen-Kommission

(ASVK), der Naturschutz und der

Fischereiverband eingebracht

haben. Schon im letzten Sommer

wurde das Areal nach Würfelnattern

und Fledermäusen großräu-

mig abgesucht, das Haus selbst ist

so konstruiert, dass Insekten und

Reptilien auch nach Fertigstellung

entlang der Böschung wandern

können, und auch für die

Fische gibt’s Grund zur Freude. In

die Mur wurde eine sogenannte

Buhne eingebaut, die als Rückzugsort

und zum Laichen dient.

„Aufgrund des ökologisch sensiblen

Vorgehens bei der Baustelle

sind leider auch die Kosten angestiegen.

Statt den 2019 beschlossenen

Kosten von 1,45 Millionen

Euro kostet das Projekt 1,9 Millionen“,

sagt der Sportamtsleiter.

Beim Stadtbalkon nach der Radetzkybrücke

kommt ein ordentlicher

Kiosk und eine passende

Stadtmöblierung, zurzeit stehen

dort ja nur ein provisorischer

Container und Holzmöbel. Dort

wird der Ausgangspunkt für Rafting-

und Tubing-Touren sein.

Auch der Bereich Grünanger

wird ein Erlebnis. Die Stadt sucht

einen Betreiber mit einem umfassenden

Konzept für Wassersport

und Gastro. Somit ist die Neugestaltung

der Mur zwischen neuem

Kraftwerk und Stadtzentrum

in der Zielgeraden!

... Thomas Rajakovics

1

Warum ist das Bootshaus

für Graz so wichtig?

Rajakovics: Die Mur ist

mit den neuen Projekten, die

durch die Staustufe möglich

waren, für alle erlebbar und

damit auch sportlich befahrbar

geworden.

2

Wird es mitten in der

Stadt Wettkämpfe geben?

Rajakovics: Wird es geben.

Heuer im Rahmen der Austrian

Finals von 3. bis 6. Juni

werden alle österreichischen

Kajak-, Kanu- und Rudermeisterschaften

in der Mur

stattfinden.

3

Fischschützer sehen u. a.

den Huchen bedroht?

Rajakovics: Wir sind

auf alle Vorschläge des

Naturschutzes eingegangen

und haben viel Geld dafür

ausgegeben.


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K O M M E N T A R

von

Vojo

Radkovic

✏ vojo.radkovic@grazer.at

Die Mur will

von Grazern

erlebt werden

V

iele Jahre war die Mur

für die Grazer nicht

wirklich interessant. Zu

einer Zeit, wo die Fabriken an

der Mur das Wort Umweltschutz

noch nicht kannten

und ihren Dreck in den Fluss

leiteten, war die Mur wohl

eines der schmutzigsten

Gewässer in Österreich.

Langsam besserte sich das,

und heute hat die Mur fast

Trinkwasserqualität. Formal ist

die Mur kein Badefluss, aber

viele Grazer baden in der Mur,

auch zuletzt etliche Eis-Schwimmer,

die das kalte Wasser

schätzten. Im Laufe der Zeit

wurden Kraftwerke gebaut und

die Mur wurde immer mehr für

die Grazer spürbar. Im Süden

von Graz ab der Augartenbucht

bis zu den Murauen nützen viele

Menschen die Chance, den Fluss

zu erleben, hautnah, direkt am

Wasser. Die Mur ist längst als

Wassersport-Eldorado entdeckt,

es wird gechillt, gegrillt oder

auch gebadet. Was nicht wirklich

schadet. Wenn das Stadtbootshaus

fertig ist, kann man von

Anlegemöglichkeiten im Norden

Raftingtouren starten oder sich

auf einem Reifen zum Bootshaus

treiben lassen. Viele hätten

lieber, dass man die Mur gar

nicht anrührte, alles so belassen

hätte, wie es war. Aber viele

wollen ihren Fluss spüren,

erleben, erforschen. Die

Neugestaltung bietet viele

Vorteile und die Grazer möchten

diese nutzen. Es ist ihr Fluss

– und was andere Städte an

Flüssen können, kann Graz auch.

Sportstätte, Club oder Streetfood-Halle:

Politik-Ideen für

die Annenpassage

KREATIV. Die KPÖ will die Annenpassage als Sportstätte nutzen, auch die

anderen Grazer Parteien haben Ideen. Es braucht aber klare Konzepte.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Die Frage, was mit der Annenpassage

passieren soll,

bleibt aktuell: Erst Mitte

Jänner wurde seitens der Eigentümer,

der List Gruppe, die vorläufige

Schließung bekannt. Neubelebungs-Konzepte

liegen auf Eis.

Nun will KPÖ-Gemeinderat

Horst Alic mit einem Gemeinderatsantrag

einen neuen Versuch

starten. Alic: „Man könnte aus den

leerstehenden Geschäften im Zuge

des Sportjahres wetterunabhängige

Sportmöglichkeiten schaffen.“

Die Idee stammt ursprünglich von

einem Jugendlichen aus der Gegend,

Alic ist überzeugt: „Die Stadt

sollte prüfen, ob eine Anmietung

und Nutzung als Sportstätte – mit

Kleinfußballfeldern, Tischtennis

oder einer Kletterhalle – möglich

wäre. Ein solches Herzeigeprojekt

würde das Bahnhofsviertel aufwerten

und der Jugend viel bringen.“

Der Vorstoß des KPÖ-Gemeinderats

ist nicht die erste kreative

Idee für eine Belebung der Annenpassage

seitens der Stadtpolitk. Erst

im Frühjahr brachte die JVP eine

Nutzung als Club ins Spiel: „Es wäre

eine super Sache für die Jugendlichen

aus der Gegend und es gäbe

auch kein Problem mit der Lärmbelästigung“,

so Obmann Martin

Brandstätter. Auch die Stadtpartei

sei interessiert an der Idee, die Annenpassage

mit Leben zu füllen.

Mit der Nutzung als Club können

sich auch die Grazer NEOS

anfreunden: „Es gibt im Grazer

Westen wenig Ausgehmöglichkeiten

für das studentische Klientel“,

so der Grazer Fraktionsleiter Lukas

Hosemann. Ihm schwebt aber

noch etwas vor: „Graz sollte anderen

Städten nachziehen und hier

eine Streetfood-Halle etablieren.“

Bei der Grazer SPÖ wünscht man

sich ein Gesamtkonzept für eine

Neubelebung der Annenstraße, die

mit Fußgängerzone und Schanigärten

zur „Erlebnisstraße“ werden

soll, wie Klubobmann Michael Ehmann

erzählt: „Die Annenpassage

braucht es da als Publikumsmagnet

– das könnte zum Beispiel eine Art

Markthalle, angelehnt an den Wie-

Was wird

aus der

Annenpassage?

Die KPÖ

um Gemeinderat

Horst

Alic hätte

gerne eine

Sportstätte,

aber auch

andere

Parteien

haben

Ideen. KK

ner Naschmarkt, sein.“

Grünen-Klubobmann Karl

Dreisiebner bringt die Idee einer

Wirtschaftsförderung ein, durch

die Start-ups die Möglichkeit zu

Pop-up-Stores bekämen. Auf der

anderen Seite sieht er eine Chance

für die heimische Kulturszene:

„Wieso nicht Proberäume zur

Verfügung stellen oder die leerstehenden

Lokale über künstlerische

Arbeiten bespielen? Eine Art

Leistungsschau regionaler Kunst

und Kultur.“ Man sei aber auch für

andere Konzepte offen: „Wir befinden

uns jedenfalls in einem Wettbewerb

der Möglichkeiten.“

Einen solchen stellt sich auch die

FPÖ vor: „Unser Vorschlag wäre,

einen Ideenwettbewerb unter Einbindung

der Bürger und Anrainer

auszurufen“, so der Grazer Klubobmann

Armin Sippel. Daraus könne

man in Verhandlungen mit den

Eigentümern gehen. Von diesen

heißt es, man sei für gute Vorschläge

jederzeit offen. Bisher habe aber

noch niemand ein klares Konzept

und einen Plan vorgelegt.

Vielleicht kommt es ja jetzt dazu.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich |

ASSIS TENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner

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8 graz

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

5300 Antikörpertests für

Bediens tete im Haus Graz.

Antikörpertests

für Bedienstete

GETTY

■ Zahlreiche Studien haben

bereits gezeigt, dass viele Menschen,

ohne es zu wissen, eine

Corona-Infektion hinter sich

gebracht und damit bereits Antikörper

gebildet haben. Die

Grazer Stadtregierung hat daher

beschlossen, für Bedienstete kostenlose

Antikörpertests zur Verfügung

zu stellen. Innerhalb des

Magistrats und der Holding wurde

daher abgefragt, ob Bedarf unter

den Mitarbeitern besteht, einen

freiwilligen Antikörpertest in

Anspruch zu nehmen. In weiterer

Folge wurden 5300 Tests bestellt.

Mit einer kleinen Spende kann

Menschen geholfen werden. GETTY

Hilfsprojekt der

Eggenberger

■ Viele geraten in diesen Zeiten,

aber auch darüber hinaus in

existenzielle Not und brauchen

Hilfe. Mit einer Spende auf das

Hilfskonto des Vereins Eggenberger

Vielfalt kann jeder dazu

beitragen, dass Menschen aus

der Region Eggenberg geholfen

werden kann. Mit den eingegangenen

Spenden will man z. B.

Gutscheine an Bedürftige verteilen

oder ausstehende Rechnungen

bezahlen, je nach Situation

und den finanziellen Möglichkeiten.

Bankverbindung: BKS;

Empfänger: Eggenberger Vielfalt/Hilfsaktion;

IBAN: AT51

1700 0001 8300 0063

Rund 6800

Wohnungen in

Graz unbewohnt

Nikolaus Lallitsch (kl. Bild), Geschäftsführer Raiffeisen Immobilien Steiermark, klärt auf, wie es auf dem Grazer

Wohnungsmarkt aktuell aussieht. Zirka 6800 Wohnungen sind derzeit nicht besetzt.

GETTY; WWW.CHRISTASTROBL.COM

LEERSTAND. Steigende Miet- und Kaufpreise, aber auch eine beachtliche Leerstandsquote

und eine enorme Neubautätigkeit prägen den Grazer Immobilienmarkt.

Immobilienexperte Nikolaus Lallitsch zu Fakten & Entwicklungen.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Einerseits wird das Grazer

Stadtbild durch Kräne und

Baustellen geprägt. In der

Smart City, auf den Reininghausgründen,

in Straßgang und bei

weiteren Großprojekten besonders

im Westen der Stadt entsteht neuer

Wohnraum für tausende Bewohner.

Viele Bürger beklagen den dadurch

verloren gegangenen Grünraum

und sehen das als weiteren

Verlust von Lebensqualität an. Sie

halten diesem Bauboom entgegen,

dass es ohnehin schon beachtlichen

Leerstand gebe. Erst kürzlich

hat die Grazer SPÖ Alarm geschlagen

und Maßnahmen verlangt.

In einer interaktiven Karte heißt

es dabei, dass 38.615 Wohnungen

freistehen – hierbei handelt es sich

allerdings um jede freie Fläche,

also auch Geschäftsflächen und

mietbare Garagen etc. Wie sind die

Fakten wirklich? Wir haben Nikolaus

Lallitsch, Immobilien-Chef

der Raiffeisen-Landesbank Steiermark,

um die Fakten gebeten.

„Im Verhältnis zur Anzahl der

Haushalte ist der Leerstand in

Graz derzeit mit 3 bis 5 Prozent

zwar markant, aber noch in keiner

Weise besorgniserregend“, meint

Lallitsch. Schaut man sich diverse

Suchportale, an findet man in Graz

derzeit etwa 4000 Mietwohnungen

und rund 1800 Eigentumswohnungen

– wobei nicht alle inseriert

sind. Derzeit seien vorübergehend

mehr Mietwohnungen frei, weil

einige Studenten in Zeiten von Distance

Learning gar nicht erst nach

Graz gekommen sind, sondern

gleich von zuhause aus studieren.

Ein weiterer Grund für Wohnungsleerstand

sei aber auch, dass manche

Eigentümer ihre Wohnungen

„für später einmal“, als Alterswohnsitz

oder für die Kinder und Enkerln,

reserviert halten. Oft gebe es

– unbegründete – Sorgen, dass befristete

Mietverhältnisse wegen des

Mietrechtsgesetzes nicht beendet

werden könnten.

Angebotsüberhang

Faktoren, die zu einer verstärkten

Wohnungsnachfrage führen, sind

die hohen Scheidungsraten oder

das frühere Ausziehen von zuhause.

Auch die rege Neubautätigkeit

führt zu einem Angebotsüberhang.

Die jährliche Neubauleistung in

der Stadt beträgt etwa zwölf Woh­

nungen auf 1000 Bewohner. „Graz

hat aber auch einen beachtlichen

Zuzug. Wir sind eine Hauptstadt

der Lebensqualität und wir haben

rund 60.000 Studierende bei uns.

Auch wenn sich die Nachfrage ein

wenig abschwächen könnte, wird

es weiterhin einen hohen Wohnungsbedarf

geben“, so der Grazer.

Eine große Auswahl an Miet- und

Eigentumswohnungen bewirke

immerhin, dass die Preise leistbar

bleiben, so der Experte.

Nach seiner Einschätzung ist

eine maßvolle Verdichtung der

Stadt von innen nach außen der

richtige Weg in der Stadtentwicklung.

„Graz soll keine Schwimmreifen-Stadt

werden, wo innen nichts

ist, und außen rundherum schoppt

es sich.“ Viele Immobilien-Interessierte

flüchten schon vor den hohen

Preisen in das Umland. Dabei

wird der Suchradius weiter. „Der

große Wohntrend heißt Urbanisierung.

Wir bemerken aber auch

eine Gegenbewegung – raus aus

dem Hamsterrad, hin zur Beschaulichkeit

des Landlebens. Das Reine

und Ruhige ist wieder gefragt. Seit

Corona ist diese Entwicklung noch

stärker: Die Menschen wollen wieder

im Glücksdorf leben!“


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

graz 9

„der Grazer“ als Tageszeitung

AKTUELL. Seit über einem Monat gibt es den

„Grazer“ nun als digitale Tageszeitung. Alle wichtigen

Infos aus Graz täglich aktuell in unserer App.

Seit Anfang Februar gibt es

den „Grazer“ mittlerweile

täglich. In unserer „der Grazer

App“ erscheint jeden Abend

zwischen 17 und 19 Uhr unsere

neue Ausgabe, mit den aktuellsten

News aus Graz und Umgebung.

Auch in der vergangenen

Woche versorgten wir unsere Leser

mit spannenden und brandaktuellen

Informationen.

Neben dem alltäglichen Blaulichtreport,

der die wichtigsten

Polizei- und Feuerwehrmeldungen

der Stadt und des Bezirks

Graz-Umgebung zusammenfasst,

sahen wir uns beispielsweise

die Kriminalitätsstatistik des

Vorjahres genau an und berichteten

aus dem Gericht zu einem

Fall von Kinderpornografie.

Auch sonst war wieder einiges

los in der steirischen Landes-

hauptstadt: Die Grünen präsentierten

die Idee, Supermärkte

und ihre Parkplätze auch mehrfach

nutzen zu können, das Nationalteam

um Trainer Franco

Foda sorgte für Aufregung, weil

es auch ohne viele deutsche

Legionäre zur WM-Quali nach

Schottland reist. Daneben besuchten

wir in unserer Bauernmarkt-Reihe

den Lendplatz,

stellten Tiere vor, die ein neues

Zuhause suchen, und blickten

täglich auf Neues von der vielseitigen

Grazer Kunst- und Kulturszene,

Videos inklusive.

Auto zu gewinnen

Bereits tausende Grazer haben

die App heruntergeladen. Wir

freuen uns aber über jeden neuen

Leser. Außerdem kann man

über die App ein Auto gewinnen.


10 graz

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Bibliotheksleiterin Roswitha Schipfer und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner

freuen sich über den Ausbau der Bibliothek Lauzilgasse. STADT GRAZ/FISCHER

Massiver Ausbau der

Bibliothek Lauzilgasse

NEU. Die Bibliothek Lauzilgasse wird größenmäßig

mehr als verdoppelt; neue Angebote werden geschaffen.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Nach der Erweiterung

der Bibliothek am Schillerplatz

im vergangenen

Jahr folgt jetzt der nächste

Streich: Die Bibliothek Lauzilgasse

vergrößert sich. „Die Anforderungen

und Visionen für öffentliche

Bibliotheken verändern

sich laufend. Eines bleibt dabei

immer konstant: Bibliotheken

stehen wie kaum eine andere

Einrichtung für niederschwellige

Bildung für alle“, so Bildungsstadtrat

Kurt Hohensinner, „die

Grazer Stadtbibliothek punktet

seit Jahren mit innovativen Ansätzen

und neuen Services. Das

Freiwerden eines benachbarten

Geschäftslokals hat uns nun die

Möglichkeit gegeben, die Bibliothek

in der Lauzilgasse auch

flächenmäßig zu erweitern. Das

freut mich, denn hier entsteht ein

Treffpunkt für Jung und Alt.“

Die Stadtbibliothek Lauzilgasse

wird dafür um rund 580

Quadratmeter auf 941 Quadratmeter

bis zum Sommer mehr als

verdoppelt! Die Filiale gewinnt

dadurch an Aufenthaltsqualität,

Attraktivität und Gemütlichkeit.

Der Bereich für die Kinder wird

in die neuen Bibliotheksflächen

verschoben, erweitert und

räumlich teilweise getrennt, um

Veranstaltungen besser abwickeln

zu können. So kommen

ruhesuchende Kunden auch

während der Kinderveranstaltungen

auf ihre Kosten. Der

Bücherbus, der von der Bevölkerung

gut angenommen wird,

kann nun auf einem Parkplatz

direkt neben der Bibliothek in

der Lauzilgasse stehen.

Derzeit stehen 35.000 Medien

zur Auswahl, sodass wirklich

jeder Bücherwurm auf seine

Kosten kommt. Im vergrößerten

Bereich für Schulen, Kindergärten

und Horte können Pädagogen

ungestört schmökern

und Themenpakete mit bis zu

40 Büchern für den Unterricht

ausborgen. So können Lehrer

in Ruhe ein passendes Angebot

für ihre Schüler zusammenstellen.

Außerdem steht neben dem

Parkplatz des Bücherbusses nun

auch ein Kundenparkplatz zur

Verfügung. Der barrierefreie Zugang

erleichtert den Transport

der schweren Bücherpakete und

den Zugang für bewegungseingeschränkte

Menschen.

In die Neugestaltung des Tummelplatzes soll auch die älteste Schule der

Steiermark, das Akademische Gymnasium, einbezogen werden.

KK

Architekten-Wettbewerb

für Tummelplatz neu

BEWERB. Der Tummelplatz in Graz wird nach

dem Architektenwettbewerb völlig neu gestaltet.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Die Ergebnisse der Online-

Bürgerbefragung zur

Neugestaltung des Grazer

Tummelplatzes und der anschließenden

Bereiche werden

am Donnerstag dem Gemeinderat

vorgelegt. Im Gemeinderat

wird auch die Ausschreibung

eines Architektenwettbewerbes

beschlossen. In den Bewerb sollen

die Ergebnisse der Bürgerbefragung

einfließen, heißt es aus

dem Amt des Bürgermeisters.

Die Architekten müssen bei ihren

Tummelplatz-Projekten auch die

Randbereiche Bürgergasse, Einspinnergasse,

Hans-Sachs-Gasse

und das Akademische Gymnasium

einbeziehen.

Aus den Online-Befragungen

ist unter anderem weiters hervorgegangen,

dass man sich für

den Platz eine indirekte Beleuchtung

wünsche, mehr Sitzflächen

vorhanden sein sollen und es

wesentlich mehr Grün als derzeit

geben müsste. Mehr als 35

Prozent der Umfrageteilnehmer

sprechen sich für Sitzgelegenheiten

in Verbindung mit bzw.

unter schattenspendenden Bäu-

men aus. Darüber hinaus geben

20 Prozent an, sie würden sich

vor dem Akademischen Gymnasium

zusätzliche Sitzgelegenheiten

wünschen. Vorrangig besteht

dieser Wunsch, da es sich hier

um den sonnigsten Bereich des

Platzes handelt. Für den Architektenwettbewerb

wird die Stadt

Graz 150.00 Euro zur Verfügung

stellen.

Ob es in diesem Sommer auf

dem Platz wieder einen Sprühanlagen-Test

geben wird, ist

noch nicht geklärt. Einer Online-

Befragung zufolge haben nur

35,18 Prozent der Befragten einen

kühlenden Effekt verspürt,

62,5 Prozent nahmen keinen

Kühleffekt wahr. Von den Befragten,

die einen kühlenden Effekt

verspürt haben, empfanden allerdings

90 Prozent diesen als angenehm.

Mehr als 50 Prozent der

Befragten meinten, dass es keine

Wiederholung des Besprühungs-

Tests geben soll. 43,47 Prozent

sind für eine Wiederholung. Auf

die Frage, welcher Stadtbezirk

besprüht werden sollte, gab es

340 Rückmeldungen: 91 Stimmen

für den Bezirk Innere Stadt,

41 Stimmen für Jakomini und 40

Stimmen für Lend.


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Die Minoriten suchen

Die Bauarbeiten für das neue

Parkhaus haben begonnen.

Neues Parkhaus

im Technopark

■ Am vergangenen Donnerstag

wurde der Spatenstich für

das neue Parkhaus im Technopark

Raaba gesetzt. 21.000

Tonnen Stahl und Beton werden

bei dem Projekt verbaut.

Zudem wird es bei dem fertigen

Bau auch eine sportliche

Komponente geben: Auf das

Dach des Parkhauses sollen

ein Fußballplatz und ein Tennisplatz

kommen. Auch an die

Umwelt denkt man: Die Fassade

wird komplett mit Kletterpflanzen

begrünt.

KK

Pater Petru Farcaş und Kuratoriumsvorständin Gertraud Hopferwieser SCHERIAU

RENOVIERUNG. Um

die Kosten für die

Sanierung des Minoritensaals

zu decken,

gibt es nun eine neue

„Säulenpatenschaft“.

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

Die kunstvollen Fresken

im Minoritensaal haben

bereits zu bröckeln begonnen.

Der Zahn der Zeit hat

den Kunstwerken übel zugesetzt.

Auch der Kreuzgang in der Pfarrkirche

Mariahilf hat schon bessere

Tage gesehen, der Putz bröselt

bereits von einigen Säulen. Eine

Renovierung war daher dringend

notwendig. Die Kosten für die

Sanierung schätzt man derzeit

auf sechs Millionen Euro. Viel

Geld für ein kleines Kloster.

Spatenstich in Lieboch

Feinstes Gebäck gibt es beim

Bio-Bäcker Waldherr. STEPHY ZINZ-EWERS

Bäcker versüßt

die Fastenzeit

■ Der Vollkorn-Bio-Bäcker

Waldherr versüßt den Grazern

die Fastenzeit mit herrlichem

Gebäck. Es gibt saftige

Vollkorn-Bio-Dinkel-Pinzen,

zarte Mürbteig-Lämmer, flaumige

Brioche-Häschen und

Dinkel-Osterkipferl. Wie alle

Brot- und Gebäcksorten von

Waldherr werden auch die österlichen

Köstlichkeiten nach

traditionellen Rezepturen zubereitet.

Das österreichische

Bio-Getreide wird dafür täglich

frisch in der hauseigenen

Mühle gemahlen.

NEU. In Lieboch baut

die Landwirtschaftskammer

eine neue Bezirkskammer,

die auch

für die Grazer Bauern

als Anlaufstelle dienen

soll.

■ Netto 4,5 Millionen Euro, so

informiert die Landwirtschaftskammer

Steiermark, lässt man

sich den Standort der neuen

Bezirkskammer Weststeiermark

in Lieboch kosten. Neben dem

Dieselkino wurde vergangenen

Donnerstag in Beisein von

Am Donnerstag wurde der feierliche Spatenstich für das Großprojekt der

neuen Bezirkskammer Weststeiermark in Lieboch getätigt. LK-STMK/ALEXANDER DANNER

Landeshauptmann Hermann

Schützenhöfer und Agrarlandesrat

Johann Seitinger der offizielle

Spatenstich gesetzt. Das

Projekt ist Teil der geplanten Aufgaben-

und Strukturreform.

Die neue Bezirkskammer soll

nun eine Service- und Dienstleistungsstelle

für rund 10.000 Bauern

aus Graz, Graz-Umgebung

sowie den Bezirken Voitsberg

und Deutschlandsberg sein. Wie

Kammer-Präsident Franz Titschenbacher

berichtete, werden

hier 41 Menschen Arbeit finden.

Besonders geachtet wurde

laut Kammerdirektor Werner

Brugner auf regionale Wertschöpfung:

„Bisher konnten alle

Aufträge an steirische Firmen

vergeben werden.“ Auch auf die

Nachhaltigkeit wird gesetzt: Beheizt

soll das Gebäude durch

eine Pelletsheizung werden, daneben

werden die Voraussetzungen

für eine Photovoltaik-Anlage

zur Eigenstrom-Produktion geschaffen.

Ihren Betrieb aufnehmen soll

die Bezirkskammer schon Ende

April 2022.


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

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Säulenpaten

Die Hälfte der Kosten übernimmt

das Land Steiermark und

die Stadt Graz. Doch es fehlt immer

noch ein beachtlicher Teil,

um die Kosten für die bereits

laufenden Arbeiten zu decken.

Eine Spendenaktion soll helfen,

die nötigen finanziellen Mittel

zur Rettung des wunderschönen

barocken Saals zu sammeln. Der

Saal soll nach der Renovierung

ein modernes Veranstaltungszentrum

werden.

Säulenpate werden

Als Teil der

laufenden

Spendenaktion

gibt es

nun die Möglichkeit,

eine

Säulenpatenschaft

für eine

der 40 Säulen

im Kreuzgang

abzuschließen.

Für 2020

Euro sollen Spender nach der

Sanierung eine Plakette mit ihrem

Namen an einer der Säulen

erhalten. „In der heutigen Zeit

verschwindet so viel. Alle, die an

christlicher Kultur interessiert

sind, sollten zusammenrücken

und das Projekt unterstützen“,

sagt Gertraud Hopferwieser

vom „Kuratorium Freunde von

Mariahilf“. Wenn sich für jede

der insgesamt 40 Säulen ein Pate

findet, kommen immerhin rund

80.000 Euro zusammen. Für das

Ende der Sanierungsarbeiten ist

der Herbst

2021 angepeilt.

40 Säulen

gibt es im

Kreuzgang

der

Pfarrkirche

Mariahilf.

SCHERIAU


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Gratkorn

Hart bei Graz

Die Kinder schnipseln und gestalten an der Volksschule Gratkorn. Die Papierbäume

müssen dann überlappend auf einem Band aufgefädelt werden. KK

Volksschüler greifen

nach dem Weltrekord

TOLL. An der VS Gratkorn will man die längste Papierbaum-Kette

bilden. Über 5000 sind es schon.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Die schwerste Zitrone, das

größte Hemd, das längste

Brot der Welt – eine Liste

skurriler Weltrekorde ließe sich

noch lange fortschreiben. Die

Volksschule Gratkorn startet gemeinsam

mit der Initiative „Papier

macht Schule“ aktuell einen eigenen

Versuch – die längste Papierbaum-Kette

der Welt. Schön: Man

ist, wie es scheint, erfolgreich!

Die Idee kam Lehrer Patrick

Treml in der Corona-Zeit: „Damals

waren wegen der Pandemie

schon alle Schulveranstaltungen

abgesagt, eines Tages zeigte mir ein

Schüler dann in der Bibliothek einen

Weltrekord im Guinnessbuch

der Rekorde.“ Treml recherchierte

und stieß auf eben jenen Rekord

der längsten Kette aus Papierbäumen:

„Die Papierproduktion hat

in Gratkorn ja lange Tradition und

ich wollte die Kinder wieder für

eine Sache begeistern“, erzählt er.

Nun werden seit Monaten Papierbäume

geschnipselt, als Ziel

wurden 5000 Bäume ausgegeben:

„Die haben wir mit Anfang März

geknackt“, erzählt Treml. Ganz sicher

sei man aber erst, wenn sie

dann aufgefädelt seien und von

einer offiziellen Kommission begutachtet

wurden. Geplant ist eine

Präsentation am 17. Mai.

Bis 31. März gibt es noch die

Chance, beim Ausbau des Weltrekords

zu helfen. Die Bäume

trudeln aus aller Welt ein. Treml:

„Wir haben vor kurzem sogar eine

Zusage aus Melbourne erhalten.“

Wer hilft, tut auch dem Klima etwas

Gutes. Pro 50 Papierbäume

wird in Gratkorn ein „echter“ gesetzt

– so soll noch heuer ein eigener

„Weltrekord-Wald“ gepflanzt

werden.

Kinder spielen im Zentrum in Hart bei Graz. Letztes Jahr wurde ein Abschnitt

versuchsweise gesperrt, ab Mitte April gibt es eine Dauerlösung. HART BEI GRAZ

Verkehrsberuhigung

im Zentrum ab April

SICHER. Um Anrainer und Kinder zu schützen,

wird Durchfahrt im Harter Zentrum beschränkt.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Ab 12. April ist es, nach über

einem Jahr Wartezeit, so

weit: Das Zentrum in Hart

bei Graz wird verkehrsberuhigt.

Konkret werden mehrere Verkehrsmarkierungen

und auch

Poller angebracht, um den Verkehr

am Johann-Kamper-Ring

in geordnete Bahnen zu lenken.

Auf der Höhe des Wirtschaftshofs

wird auch ein Teil des Rings zur

Einbahn, die Durchfahrt in West-

Ost-Richtung wird vollkommen

unterbunden (siehe Plan unten).

Der Schritt sei aufgrund der großen

Verkehrsbelastung und der

häufigen Geschwindigkeitsübertretungen

im Zentrum einfach nötig

gewesen, erklärt Bürgermeister

Jakob Frey. Immerhin gebe

es hier über 200 Wohnungen mit

sehr vielen Kindern: „Das ist na-

türlich extrem gefährlich“, so Frey

Deshalb wird ein Einbahnsystem

eingeführt, auch um die

Lärmbelastung für die Einwohner

zu reduzieren. „Es wird auch die

Durchfahrt beschränkt, um die

Kinder zu schützen.“ Immer wieder

würden Autos mit bis zu 70

km/h über den Ring fahren: „Viele

Schul- und Kindergartenkinder

sind da schon in gefährliche Situationen

geraten.“ Schon Ende 2019

entstand das Konzept, nun kam

von der BH endlich die Freigabe.

Wie ein verkehrsberuhigtes

Zentrum aussehen könnte, hat

man schon im Vorjahr im Zuge

der europäischen Mobilitätswoche

ausprobiert. Der Abschnitt

südwestlich des Gemeindeamts

wurde abgesperrt, auf dem so frei

gewordenen Platz durften Kinder

spielen und sich künstlerisch betätigen.

Die Rückmeldungen der

Anrainer bestätigten den Bedarf.

Die geschickten

Papierbäume

sind oft echte

Kunstwerke –

und kommen

aus aller

Welt.

KK

So sieht die

Verkehrsberuhigung,

die ab Mitte

April gebaut

werden soll,

im Detail aus.

GEMEINDE HART BEI GRAZ


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

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16 graz

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Umzugsfirmen: AK rät

Centerleiterin Heike Heinisser ist

sichtlich zufrieden.

JÖRGLER

Shopping Nord

zieht erste Bilanz

■ Auch in Zeiten des eingeschränkten

Einkaufens, der

Teil-Lockdowns und Komplettschließungen

im Handel zeigt

sich das Shopping Nord in Graz

durchaus zufrieden und gleichsam

positiv überrascht über die

Bilanz des letzten Jahres. Besonders

zur Weihnachtszeit waren

es viele Geschäftskunden –

der Anstieg bei Gutscheinen lag

bei 70 Prozent. „Das macht uns

natürlich – in diesen nicht einfachen

Zeiten – auch ein wenig

stolz und zufrieden“, so Centerleiterin

Heike Heinisser.

Nur von sechs der zehn von der AK getesteten steirischen Siedelfirmen gab es ein schriftliches Angebot.

GETTY

Rote Karte für Rassismus

STARK. Zum heutigen Internationalen Tag gegen Rassismus setzen das

Land Steiermark und der SK Sturm ein Zeichen für Zusammenhalt.

Kurz, blond und undone: So trägt

man die Haare heuer.

MAYER

Intercoiffeur

Mayer: Trends

■ Endlich Frühjahr! Den Hair-

Winterblues haben wir hinter

uns gelassen und pimpen unser

Haar nun mit neuer Farbe,

Schnitt und Form. Perfektion

war gestern – der neueste Trend

in puncto Hairstyling ist Lässigkeit

mit Stil! Das Frühjahr 2021

punktet mit stufigen Choppy

Cuts, überlangen Ponys oder

geraden Bobs. „Bei den Farben

ist Blond in allen Nuancen und

Varianten ein Riesenthema.

Alles darf heuer ein bisschen

undone und natürlich wirken“,

so Intercoiffeur-Mayer-Chef

Andreas Mayer.

Die Steiermark tritt nachhaltig

und umfassend

gegen Rassismus auf.“

Das unterstreichen die Landesräte

Doris Kampus und Christopher

Drexler gemeinsam mit

dem Präsidenten des SK Sturm,

Christian Jauk, anlässlich des

heutigen Internationalen Tages

gegen Rassismus. Unterstützt

wird die Initiative von Sturm-

Spieler Gregory Wüthrich und

der Poetry Slammerin Precious

Nnebedum. Für Projekte und

Aktionen explizit gegen Rassismus

stehen 65.000 Euro zur Verfügung.

„Wir schauen immer wieder

entsetzt in die Vereinigten Staaten.

Aber seien wir ehrlich – niemand

sollte mit dem Finger auf

die USA zeigen. Rassismus und

Diskriminierung gibt es auch

bei uns, manchmal versteckt,

Doris Kampus, Gregory Wüthrich, Precious Nnebedum, Christopher Drexler, Christian

Jauk und Thomas Tebbich (Sturm, v. l.) kämpfen gegen Rassismus. DRECHLSER

manchmal ganz offen“, erklärt

Soziallandesrätin Doris Kampus.

Sportlandesrat Christopher

Drexler betont die Bedeutung

von Sport und Bewegung wie

auch von Kultur als wichtigen gemeinschaftsstiftenden

Elementen

gegen Rassismus: „Die Steiermark

ist ein Land der Vielfalt.

Ausgrenzung, Benachteiligung

und Rassismus dürfen in unserer

Gesellschaft keinen Platz haben.“


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

graz 17

zur Vorsicht

IM TEST. Eine neue

Studie der AK zeigt: Die

Unterschiede in Qualität

und Preis sind bei

steirischen Umzugsfirmen

enorm groß.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Die Arbeiterkammer nahm

in einem umfassenden

Test Umzugsfirmen genauer

unter die Lupe. Dabei

stellte sich heraus, das die Preisbandbreite

in diesem Bereich

enorm groß ist. Für dieselbe vergleichbare

Übersiedlungsaktion

werden von den Unternehmen

zwischen 300 Euro netto bis 1064

Euro brutto verrechnet.

Auch die Bandbreite der Qualität

des Angebotes ist sehr groß.

Gute Angebote, die die wesentlichen

Verbraucherinformatio-

nen wie eine klare Leistungsbeschreibung

und Preisangaben

enthalten, gab es von Adam-

Umzug, Citytransport Kunasek,

Extra Transport GmbH oder OK-

Umzug und Siedelmax. Das Angebot

von Aria Express Transport

bestand lediglich aus einer dreizeiligen

Nachricht.

Umso wichtiger ist es, als Konsument

genau zu planen. „Ein

seriöses Umzugsunternehmen

informiert vorab über alle anfallenden

Kosten und bietet nach einem

kostenlosen Besichtigungstermin

ein schriftliches Angebot

mit Leistungsbeschreibung und

Kostenangaben“, erklärt die Leiterin

der Marktforschungsabteilung

der AK Susanne Bauer. Zudem

sollte man alle Zusatzkosten hinterfragen

und abklären. Lockangebote

hingegen sollte man meiden.

„Unternehmen werben oft

mit völlig unrealistischen Preisen

wie zum Beispiel ,Zwei Mann +

Lkw um 25 Euro pro Stunde‘, da

sollte man sehr vorsichtig sein.“


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www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Viele kennen den Platz im Leechwald.

Wagner (F.) will den Ausbau.KK

Leechwald: Platz

zum Kicken neu

■ Generationen von Grazern

kennen den etwas versteckt im

Leechwald beim Hilmteich liegenden

Sportplatz. Eigentlich

eine Freifläche, auf der man

herrlich mit Freunden Fußballspielen

konnte. Jetzt gibt es

zwar schon Tore, aber die sind

auch schon wieder am Zerfallen.

Daher stellt der Grazer FP-

Gemeinderat Günter Wagner

am Donnerstag im Gemeinderat

den Antrag, die Stadtgemeinde

möge die Sportfläche Leechwald

sanieren und ausbauen.

Wagner: „Es ist dringend an der

Zeit, vor allem im Sportjahr 2021,

eine Sanierung und Erweiterung

(z. B. Basketballkorb etc.) vorzunehmen,

um eine attraktive

Sportfläche anzubieten.“ Gerade

im Grazer Sportjahr wollen wir

hier ein Zeichen setzen und den

Sport in den Vordergrund stellen.

Wir haben in Graz ein breites

Angebot an Sportstätten und

Sportflächen, welche sich aber

teilweise in einem schlechten

Zustand befinden. Der Zeitpunkt

könnte nicht besser sein, auch

bestehende Anlagen zu sanieren

und auszubauen, heißt es in dem

Antrag des Gemeinderates.

Der steirische

Zentralraum

wird noch stärker

Die Landesrätinnen Barbara Eibinger-Miedl (l.) und Ursula Lackner wollen für mehr Zuversicht sorgen.

PLAN. Mit der Entwicklungsstrategie 2020+ hat der Steirische Zentralraum

ein Programm erarbeitet, das die urbanen und ländlichen Qualitäten stärkt.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Die Stärkung der steirischen

Regionen ist uns

ein großes Anliegen und

in der aktuellen schwierigen

wirtschaftlichen Lage besonders

wichtig, denn regionale Projekte

schaffen Zukunftsperspektiven

und Zuversicht vor Ort“, erklären

die für die Regionalentwicklung

zuständigen Landesrätinnen

Barbara Eibinger-Miedl und

Ursula Lackner, die am Arbeitsprogramm

des Steirischen

Zentralraums festhalten. „Die

Entwicklungsstrategie Steirischer

Zentralraum 2020+ baut

mit ambitionierten Projekten die

urbanen sowie ländlichen Qualitäten

weiter aus. Damit leisten sie

einen wesentlichen Beitrag für

eine starke Region im Herzen der

Steiermark.“

Die Region Steirischer Zentralraum

hat mit der Entwicklungsstrategie

2020+ ein Arbeitsprogramm

erarbeitet, das sich auf

vier konkrete Leitthemen be-

zieht. Diese beinhalten Projekte

für einen hochwertigen Lebensraum,

im Mobilitätssektor, für regionale

Bildungsmöglichkeiten

sowie im Bereich Umweltschutz

und Nachhaltigkeit. So soll beispielsweise

die Lebensqualität

des Standorts durch die Schaffung

von Naherholungsgebieten

und Bewegungsangeboten gesteigert

werden. Solche Projekte

werden unter anderem auf der

Packerhöhe, am Schöckl oder in

Thal bei Graz umgesetzt.

Digitalisierung

Die Digitalisierung, die durch

die Corona-Krise noch deutlich

beschleunigt wurde, bietet große

Chancen für die Entwicklung

ländlicher Regionen. „Friends

of Hügel- und Schöcklland“ ist

dabei ein wesentliches Projekt

im Arbeitsprogramm des Steirischen

Zentralraums, um die

regionale Wirtschaft durch digitale

Anwendungen zu stärken.

Dabei soll ein internetbasiertes,

regionales Kundenbindungssystem

geschaffen werden. Eine ge-

LAND STMK/SAMEC

meinsame Kundenkarte erhöht

und sichert durch Rabatte und

Aktionen dabei die Attraktivität,

Reichweite und Nutzung der

heimischen Betriebe. Grundlage

ist das Multi-Marketing-Projekt

„Friends of Lipizzanerheimat“,

das für die Region Hügel- und

Schöcklland adaptiert wird. Zentral

bei diesem Vorhaben ist, dass

der Breitbandausbau vorangetrieben

wird.

Im Rahmen einer Breitbandinitiative

der Region Steirischer

Zentralraum sollen Kommunen

bei der technischen Detail- und

Bauplanung sowie Mitverlegung

der Glasfaser unterstützt

werden. Aktuell arbeitet die

Steirische Breitband- und Digitalinfrastrukturgesellschaft

(sbidi) beispielsweise an der

Detailplanung für den Breitbandausbau

in St. Marein bei

Graz, der Mitte des Jahres umgesetzt

wird. Die optimale Versorgung

mit ultraschnellem Internet

ist ein zentraler Beitrag,

um die Region fit für die Zukunft

zu machen.


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Dank dem österreichweiten Projekt „digitale Schule“ werden Kindern im

kommenden Schuljahr Laptops und Tablets zur Verfügung gestellt. GETTY

9700 Grazer Schüler

bekommen Laptops

NEU. Bis 2024 soll digitales Lernen normal sein.

Schüler werden mit Laptops & Tablets ausgestattet.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Die Digitalisierung ist heute

nicht mehr wegzudenken.

Gerade in den

Schulen ist das Thema unerlässlich.

Durch die coronabedingten

Herausforderungen der letzten

Monate erlebte die Auseinandersetzung

mit digitalen Medien

in den steirischen Schulen

einen enormen Schub.

„Egal ob Home-Schooling oder

Homeoffice – bereits im vergangenen

Schuljahr war digitales

Know-how stark gefragt und hat

einmal mehr aufgezeigt, wie wichtig

Digitalisierung ist und wie viel

Einfluss sie auf unser tägliches Leben

hat. Egal, ob wir privat kommunizieren,

arbeiten oder lernen,

Covid-19 hat einige Problemfelder

aufgezeigt, und diese Chance

nützen wir, um die Digitalisierung

direkt an die Schulen zu holen“,

so Martina Kaufmann, ÖVP-

Abgeordnete im Nationalrat. In

der Steiermark wird nun der erste

Schritt des mit 250 Millionen Euro

budgetierten „8-Punkte-Plans für

die Digitalisierung“ des Bundesministeriums

für Bildung, Wissenschaft

und Forschung zielstrebig

umgesetzt. Eine zentrale Aktion

dieses Planes sieht vor, die Schüler

beim Projekt „Digitale Schule“ mit

mobilen Endgeräten auszustatten.

9700 Grazer

„Das digitale Endgerät ist wichtig.

Jeder Schüler soll künftig einen

Laptop oder ein Tablet bekommen.

Ab dem Jahr 2021 wird jedem

Kind in der 5. Schulstufe ein

digitales Endgerät zur Verfügung

gestellt. Alleine in Graz betrifft

das rund 9700 Schüler“, so Kaufmann.

Es freue sie, dass es im

ersten Ausgabejahr auch für die

Schüler der 6. Stufe ein Endgerät

gibt. Mit einem sozial gestaffelten

Finanzierungsanteil ist auch

eine Verwendung in der Freizeit

und in den Ferien möglich.

Die Lehrer in den steirischen

Bildungsregionen werden dahingehend

auch intensiv durch

die Bildungsdirektion und die

Pädagogischen Hochschulen

begleitet, und unterschiedliche

Fortbildungsmaßnahmen werden

gesetzt. „Das ist ein wichtiger

Schritt in die Zukunft der Schule

und bereitet die Schülerinnen

und Schüler optimal auf die digitale

Zukunft vor“, so Kaufmann

abschließend.

In den letzten Wochen gab es wieder vermehrt Fälle von Giftköder-Funden

– auch einen Todesfall. Bitte seid beim Spazieren vorsichtig! GETTY

Tod durch Giftköder:

„Ein Stich ins Herz“

TRAGISCH. Eine Betroffene spricht über den

Verlust. Stadt Graz schnürt Maßnahmenpaket.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Schon wieder gab es in Graz

einen Giftköder-Tod. Hunde

und deren Besitzer gehen dabei

durch die Hölle. „ Es ist wie ein

Stich ins Herz, nur noch schlimmer.

Man muss seinem Ein und

Alles dabei zusehen, wie es dagegen

ankämpft und den Kampf

qualvoll verliert. So hilflos zu sein

und nichts tun zu können, bringt

einen selbst innerlich um“, erzählt

eine anonyme Leserin, die ihren

Vierbeiner dadurch verloren hat

(Name der Redaktion bekannt).

Immer wieder kommen Meldungen

von Giftköder-Funden in

Graz, die Hotspots sind Lustbühel,

Rosenhain und ORF-Park.

„Diese furchtbare Tierquälerei

erschüttert mich zutiefst. Wir sollten

alle gemeinsam dafür sorgen,

dass es gar nicht erst zu derartigen

Vorfällen kommt, indem wir

die Augen stets offenhalten und

bei bestehendem Verdacht sofort

eingreifen und die nächste Polizeidienststelle

informieren“, so

Tierschutzlandesrat Anton Lang.

Köder erkennt man oft daran, dass

rohes Fleisch, welches schnell erschnüffelt

wird, herumliegt. Die

Täter versehen Wurst und Co.

mit scharfen Gegenständen wie

Scherben oder Klingen. Auch Rattengift

wird häufig verwendet.

Maßnahmen der Stadt

Tierschutzstadtrat Mario Eustacchio

hat drei Punkte gegen die

Giftköderthematik aufgestellt:

➣ Innerhalb der Ordnungswache

kommt eine eigene „Tierschutzstreife“

zum Einsatz. Bei

Giftköderfunden oder bei vermuteten

Fällen von Tierquälerei

wird diese zur verstärkten Bestreifung

eingesetzt werden.

➣ Es werden eigene Informationsbroschüren

zur Vergiftungsthematik

erstellt. Darin werden

Hundebesitzer über die Gefahren

von Giftködern aufgeklärt, Erste-

Hilfe-Maßnahmen und die wichtigsten

Telefonnummern sind

enthalten. Die Flyer sind noch in

der inhaltlichen Endabstimmung

– im Laufe der nächsten Woche

sollten sie fertig sein.

➣ In Zukunft werden Anrainer

über Giftköderfunde (oder Fälle

von Tierquälerei) direkt und postalisch

durch die Stadt informiert.

„Halten wir gemeinsam die Augen

offen und geben Tierquälerei

keine Chance“, so Eustacchio.


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S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Wandern und Busplan

Nachdem der Wandertourismus

in der Steiermark coronabedingt

stark zugenommen

und dies zu Problemen geführt

hat, wäre es endlich an der Zeit,

den öffentlichen Verkehr darauf

abzustimmen. Leider sind

in der Verkehrsplanung bislang

keine Wanderexperten oder

alpine Vereine eingebunden.

So konnte es zum Beispiel geschehen,

dass der Regiobuskurs

(Postbuskurs) von Graz über

Radegund zum Angerkreuz an

Sonn- und Feiertagen gestrichen

wurde, obwohl von hier

aus die längste Klamm Österreichs,

die Große Raabklamm,

durchwandert werden kann,

was der Grazer Alpenverein in

den Vorjahren an Ostermontagen

auch praktiziert hat. In

den meisten Wanderführern

wird zu Recht die schlechte

Busanbindung dieser Klamm

bemängelt. Eine Weiterführung

des Linienverkehrs bis Arzberg

würde aus diesem Defizit sogar

ein sehr attraktives Modell für

den Umstieg auf Öffis machen,

das Modellcharakter haben

und auch bisherige passionierte

Pkw-Fahrer überzeugen

könnte.

Viktor Pölzl, Graz

* * *

Alles zugeparkt!

In St. Peter (wahrscheinlich

auch in ganz Graz) sind alle

kleineren Straßen total zugeparkt

von Pendlern und

Dauerparkern (außer G-

Nummern). Es gibt zwischendurch

ein paar „grüne Zonen

oder wenige grüne Stellplätze“

– meist frei oder mit Grazer

Kennzeichen versehene Autos.

Schwierig wird es, wenn eine

Firma Arbeiten zu verrichten

hat. Viele Bewohner können

ihre eigenen Parkplätze sehr

schwer, oft gar nicht anfahren.

Will man etwas dagegen unternehmen,

hört man von Polizei

und Bezirksamt: Da darf man

eh nicht parken, weil die Straße

zu schmal ist. Ich wäre für

generelle Ausweitung der kostenpflichtigen

Parkplätze bis

an die Stadtgrenze. Inzwischen

wäre es sehr hilfreich, Verbotstafeln

aufzustellen. „Straßen

sind zum Fahren da und nicht

zum Parken!“

Gerda Menninger, Graz

* * *

Wenig für Familien!

Zum Bericht „Augarten wird

Familienpark“: Der Augarten

war ein Familienpark mit wenig

Veränderungsbedarf und

wurde für sehr viel Geld vom

Familienpark weg entwickelt.

Zur Aufzählung im Artikel:

Der Kinderspielbereich wird

ausgedehnt? Nein, er hat ein

großes Areal (Holzburg am Hügel,

Hängebrücke etc.) verloren.

Wesentlich: Damit ging vor allem

der einzige Schlittenhügel

in der inneren Stadt verloren.

Die geplante Kompensation ist

wahrscheinlich keine Vergrößerung

im Vergleich zum Zustand

vor dem Umbau.

Die Fußballwiese bleibt bestehen?

Danke. Wenigstens das.

Schachtische, Beachvolleyball

und Boulebahnen haben ihre

Benutzer, sind aber keine Einrichtung

für Familien.

Danke für den Wasserspielplatz.

Das haben die Kinder

wirklich gerne, bewährt und

bekannt aus dem Volksgarten.

Die Verlegung der Radwege

wird spannend. Immerhin fahren

die Radfahrer nicht mehr

an der Mur, sondern müssen irgendwo

queren, wo die Kinder

sind.

Die Augartenbucht und der

ganze Umbau haben wie viel

gekostet? Für die Familien gibt

es einen umgebauten Spielplatz

ohne Schlittenhügel, dafür

mit Wasser im Sommer.

Hätten wir das ohne diesen

Verlust nicht viel billiger haben

können? Ich bin oft einfach

nur mehr sprachlos, was ihr

da bereitwillig nachplappert.

Natürlich wird der Park weiter

genützt, gerade für Jugendliche

und Erwachsene hat sich nicht

viel verbessert oder verschlechtert.

Aber der „Familienpark“?

Ein schöner Titel, nicht mehr.

Ein echter Nagl.

Christoph Schlegel, Graz

Dino Hodzic, Theresa Gasser, Paula Ruble, Mirsi Hodzic, Charly Temmel,

Angelina Jöller (v. l.) und vorne mit Daumen hoch Gery Richter

MiaGemo goes Schreiner

KK

■ Das traditionelle Schmuck-und-

Uhren-Haus der Familie Schreiner

in der Herrengasse 23 bekommt

nach der erfolgreichen Geschäftsübernahme

einen neuen Anzug

verpasst. Die Schmuckdesig ner

der Familie Hodzic mit ihrem erfolgreichen

Label „MiaGemo“, das

individuelle Schmuck-Bänder &

Accessoires für Männer und Frauen

entwickelt, zieht mit frischem

Schwung und einer tollen Eröffnungsaktion

mit bis zu 70 Prozent

Rabatt in die traditionelle Einkaufsstraße

ein. Zur Neueröffnung

fanden sich Freunde und Familie

ein. Darunter auch der Hausbesitzer

Charly Temmel, der dem

jungen Team viel Erfolg wünschte

und alle Beteiligten auf ein Eis in

sein Eisgeschäft gegenüber einlud.

Für kommende Woche haben sich

auch Promis wie Teamspieler Hannes

Wolf, Jörg Siebenhandl, Leo

Aberer und Dieter Ferschinger

angesagt. In der neuen Geschäftskonstruktion

treffen sich Tradition

und Moderne.


szene

graz

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Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Was zum Teufel ist mit dem Sixpack

passiert? Was ist hier los? Das ist

deprimierend.“

Arnie geht auf Instagram hart mit sich ins Gericht. Der ehemalige

Mr. Universum ist mit seinem Spiegel-Anblick unzufrieden. GEPA

Gesucht!

Models für

AUFRUF. Das Suchen nach feschen Jungbauern und

-bäuerinnen geht wieder los. Für den Jungbauernkalender

2020 kann man sich ab sofort anmelden.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

An solchen Projekten scheiden

sich die Geister. Die

einen sind begeistert und

interessiert, die anderen halten

das Ganze für vollig unnötig

und finden es lächerlich.

Dennoch, die Vorbereitungen

für den

Jungbauernkalender

2022 laufen

hinter den Kulissen

bereits auf vollen

Touren.

Gesucht werden

Männer und Frauen,

die schon 18 waren und

einen engen Bezug zur

Land- und Forstwirtschaft haben.

Das heißt, alle Damen und Herren,

die einen Bauernhof bewirtschaften,

in Pacht oder in Eigentum

haben, auf einem Bauernhof

aufgewachsen sind oder einen

sonstigen intensiven Bezug zur

Land- und Forstwirtschaft haben

und in Österreich oder Bayern

wohnhaft sind, sind eingeladen,

sich als Kalendermodels zu

bewerben. Ziel des Kalenders ist

es, die Landwirtschaft jung, modern

und mit Charme zu präsentieren,

so Franz Tonner, der das

ganze Projekt seit 2001 leitet.

Vom Bodensee bis zum Neusiedlersee

kommen Anfragen

zum kommenden Kalender.

Normalerweise gab

es Castings bei Bällen

wie dem Bauernbundball,

die

aber coronabedingt

abgesagt

wurden.

Daher kann

man sich jetzt online

unter casting @

jung bauernkalender.

at oder per Post anmelden.

Auch über die Home-

Franz Tonner

page www. jungbauernkalender.

at kann man sich bewerben.

Der Kalender wurde 2001 von

Jakob Taibinger und Franz Tonner

ins Leben gerufen und von

der Österreichischen Jungbauernschaft

umgesetzt. Aus der

Absicht, ein künstlerisches Kalendarium

mit allen wichtigen

agrarischen Terminen mit attraktiven

Jungbäuerinnen zu hinter-

Andreas Gabalier (Mitte) entwarf für seine dritte Trachtenkollektion

erstmals auch für die Kleinen.

OTTO

Dritte Trachtenkollektion

■ Auch wenn er momentan keine Stadien mit

seinen in Tracht gehüllten Fans füllen kann,

entwarf der Volks-Rock-’n’-Roller Andreas

Gaba lier jetzt seine bereits dritte Trachten-

Kollektion für das Versandhaus OTTO. Neben

Dirndln für die Madeln, Lederhosen für

die Buam und diversen Accessoires kommen

diesmal auch die Kleinsten nicht zu kurz. So

kann man die Zeit zumindest modisch bis

zum nächsten Aufstei rern oder einem Gabalier-Konzert

gut überbrücken. Dirndl gibt’s

übrigens ab 167,99 Euro, eine kurze Lederhose

um 223,99 Euro. Kinder-Outfits sind natürlich

günstiger.

Spaziergang zum

Thema Frauen

■ Im Zuge des Stadtspaziergangs

zeigten die Jungen Linken einige

Errungenschaften durch Frauen

auf: Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs

1918 wurde das allgemeine

Wahlrecht für Frauen in Österreich

eingeführt, 1975 gelang die rechtliche

Gleichstellung zwischen Frauen

und Männern mit der Familienrechtsreform

und 1990 bekam

Österreich mit Johanna Dohnal

die erste Frauenministerin.


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

szene graz 27

GEPA (2)

Leo Aberer

Der Grazer Musiker wird am Samstag,

dem 27. März, 43 Jahre alt. Wir

gratulieren herzlich zum Geburtstag!

GEBURTSTAGSKINDER

DER WOCHE

Happy Birthday!

Valentino Lazaro

Der Nationalspieler und Deutschland-

Legionär feiert am Mittwoch, dem 24.

März, seinen 25er. Gratulation!

Jungbauernkalender 2022

legen, um die Land- und Forstwirtschaft

reizvoll darzustellen,

wurde letztlich eine großartige

Imagewerbung für den gesamten

agrarischen Sektor. Mit einer Auflage

von 2000 Stück war der erste

Kalender innerhalb weniger Tage

ausverkauft, und dies war der

Start der Erfolgsgeschichte des

Jungbauernkalenders. Auf die

Kritik der Damenwelt, nur etwas

für die Herren gemacht zu haben,

wurde prompt reagiert und

ab 2002 der Jungbauernkalender

als Girls- und Men-Edition herausgegeben.

So begann alles: Kalender 2001

KK

Diese Kalendermodels wurden noch in Live-Castings für die Girls- and Mens-Edition ausgesucht. KK (3)

Die Jungen Linken zeigten Errungenschaften

von Frauen auf.

KK


28

eco

graz

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Fabian Kleindienst

28 fabian.kleindienst@grazer.at

Nachhaltigkeits-Expertin:

Der Krise zum Trotz gibt es viele

Lehrbetriebe, die junge, tatkräftige

Menschen suchen.“

AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe lädt am 23. März

zu einer virtuellen Jobbörse für den Raum Graz ein. AMS/FRANKL

„Auch ein Grazer Unternehmen

WICHTIG. Die Grazer Expertin

Ana Moreno berät

Unternehmen, wie sie

nachhaltiges Wirtschaften

umsetzen, kontrollieren

und nutzen können.

Die Grazer Unternehmensberaterin Ana Moreno informiert in Lehrgängen über Vorteile und Möglichkeiten, die auch kleine regionale

Unternehmen in der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen haben. PRO SUSTAINABILITY

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Mit Corona und der Klimaerwärmung

bestimmen

zwei zentrale Krisen das

weltweite Interesse. Dabei liegen

Werkzeuge für eine bessere und zukunftsfähige

Welt auf dem Tisch. Allem

voran die 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele

der UN, kurz SDGs.

In der Steiermark unterstützt die

Grazer Expertin Ana Moreno von

W I R T S C H A F T

EcoNews

fabian.kleindienst@grazer.at

Günstige Software

■ Möchten Unternehmen langfristig

konkurrenzfähig bleiben,

ist der Einsatz aktueller Software-

Lösungen nahezu unabdingbar.

Gleichzeitig ist die Anschaffung

neuer Software mit erheblichen

Investitionskosten verbunden.

Die Softwarebuddies GmbH,

die erst kürzlich Photoshop-

Lizenzen an die MS Spielberg

gespendet hat, bietet Unternehmen

die Möglichkeit, aktuelle

gebrauchte Softwareversionen

für ihren jeweiligen Bedarf zu erwerben

und damit einen erheblichen

Anteil der ursprünglichen

Anschaffungskosten einzusparen

– ohne dabei auf Funktionen

der Software verzichten zu

müssen. Auch beim Umstieg in

die Microsoft Cloud nimmt Softwarebuddies

ihren Softwarealtbestand

in Zahlung.

Armin Breinls Gin konnte Cocktail-Mixer

Albert Trummer überzeugen. LUEF

Der beste Gin

■ Der steirische 2B Hemp

Gin wurde in London zum

besten Gin Österreichs in der

Kategorie Contemporary gewählt.

Armin Breinl ist Frauenarzt

und bekannt aus der

ATV-Serie „Teenager werden

Mütter“. Daneben produziert

er die 2B-Funktionsgetränke,

die regenerierend wirken sollen.

Gemeinsam mit Wolfgang

Thomann (AEIJST GIN) wurde

der neue preisgekrönte Gin geschaffen.

Uella für Frauen

■ Da Frauen in der Wirtschaft

immer noch vielfach benachteiligt

werden und mit verkrusteten

Strukturen und größeren Herausforderungen

als viele Männer

zu kämpfen haben, hat sich in

Graz die Non-Profit-Organisation

Uella gegründet. Damit sollen

Gründerinnen in ihrem Kampf

unterstützt werden, erfolgreich

und gleichberechtigt mit ihren

männlichen Kollegen zu sein.

Ziel ist, Frauen bei der Entwicklung

notwendiger emotionaler

Skills und Leadership zu helfen.

Eine Grazer Organisation will Frauen

in der Wirtschaft unterstützen. GETTY

So in etwa könnte das baldige neue

Lokal im LENDHAFEN aussehen.

WG3

Stadt sucht Pächter

■ Die Räumlichkeiten neben

dem 2020 eröffneten LEND-

HAFEN am Mariahilfer Platz

werden derzeit renoviert. Nun

sucht die Stadt um Wirtschaftsreferent

Bürgermeister Siegfried

Nagl einen Pächter für das

dortige Lokal. Ein innovatives

Gastro-Konzept soll dort künftig

einen Hotspot für Grazer

Wirtschaftstreibende schaffen.

Interessierte Betreiber können

ihre Konzepte bis zum 23. April

einreichen.


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

graz eco 29


TEURER

GETTY (2)

Fahrrad +7,4 %

Im Frühjahr steigt die Lust auf eine Radtour.

Allerdings ist auch der Preis von

Rädern seit letztem Jahr angestiegen.

Schuhe –1,7 %

Wer auf der Suche nach den richtigen

Frühlingsschuhen ist, hat Glück: Schuhe

wurden im Jahresvergleich billiger.

BILLIGER


trägt globale Verantwortung“

Pro Sustainability Unternehmen in

der Umsetzung ebendieser Ziele.

Workshops

Moreno führt gemeinsam mit der

„Wirtschaftsinitiative nachhaltige

Steiermark“ des Landes regelmäßig

Schulungen durch, zuletzt im

Herbst mit Konzernen wie Magna

Steyr oder Ringana. Aktuell läuft

noch bis 12. April die Anmeldung

für die nächste Workshop-Reihe.

„Dabei gehe ich mit den Pionierunternehmen

der Frage nach, wie

man die Ziele – beispielsweise Ziel

1, keine Armut – als Grazer Unternehmen

beeinflussen kann“, erklärt

Moreno. „Ein Automobilhersteller

kann zum Beispiel viel beitragen,

durch Auseinandersetzung mit Materialien,

die aus anderen Ländern

kommen, aber auch bei der Mobilität

der eigenen Mitarbeiter.“

Magna beispielsweise veröffentlicht

jedes Jahr einen Bericht

über die eigene Nachhaltigkeits-

Performance. „Die SDGS bieten die

Möglichkeit, mit Aktivitäten auf betrieblicher

Ebene einen Beitrag zu

den globalen Herausforderungen

für eine nachhaltige Entwicklung zu

leisten. Wir werden als Unternehmen

in den nächsten Jahren einen

verstärkten Fokus darauf legen,“

betont Christoph Schuster, der die

Seminarreihe im Herbst für Magna

besucht hat. Das Achten auf verantwortungsvolle

Produktionsmuster,

menschenwürdige

Arbeitsbedingungen

und CO2-Reduktionen stehen

unter anderem im Mittelpunkt.

Potenzial nutzen

Den Grazer Wirtschaftsstandort

sieht Moreno für eine nachhaltige

Entwicklung gut aufgestellt:

„Es gibt wahnsinnig viel Innovation

auf technologischer Ebene

hier bei Graz, gerade bei jungen

Leuten gibt es extrem viel Bewusstsein

für nachhaltige Produktentwicklung.“

Als Beispiele nennt sie den

verpackungsfreien Laden „Dekagramm“,

aber auch Firmen wie

Komptech in Frohnleiten oder

Plattformen wie den „Greentech-

Cluster“. Heute habe alles eine

globale Dimension – weshalb auch

kleinere und mittlere Unternehmen

bei der Zielerreichung wichtig seien:

„Wenn ich mich als Unternehmen

international positioniere, meine

Prozesse analysiere und effizienter

gestalte und mehr auf erneuerbare

Energie setze, habe ich natürlich

Vorteile gegenüber Unternehmen,

die das verschlafen haben“, betont

Moreno. Sie empfiehlt regionalen

Betrieben: „Seht euch euren Einkauf,

die ganze Beschaffung, die

Lieferanten an und setzt euch damit

auseinander. Unternehmen tragen

auch hier in Graz Verantwortung.“

Die Zentrale des 2004 gegründeten Unternehmens befindet sich in Peggau.KK

International in Peggau

■ Peggau ist führend in der Luftfahrt.

Klingt komisch, ist aber so.

Zumindest wenn man sich das

von Walter Starzacher geleitete

Unternehmen AMES ansieht, das

kürzlich den Österreichischen

Exportpreis für das Jahr 2020 gewonnen

hat. Das global tätige Unternehmen

mit 44 Mitarbeitern

und Zweigstellen in Irland und

Neuseeland macht vor allem Flugzeug-Kabinenumbauten

für Fluglinien

und Leasing-Gesellschaften

– mittlerweile wurden schon über

400 Fluglinien betreut. „Wir machen

den Großteil unseres Umsatzes

durch den Export, für unsere

Bauteile bedienen wir uns aber

fast ausschließlich regionaler Produzenten“,

erzählt Starzacher. Die

Corona-Pandemie hat das Unternehmen

natürlich stark gespürt,

man hat aber noch viel vor: „In unserem

Bereich gehören wir schon

zum Spitzenfeld, diese Position

wollen wir international festigen.“


30 eco

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Vorzeigebeispiel in Straßengel:

Im Raum Graz:

Die Volkshochschule geht bald ins Frühjahrsprogramm,

die TU bietet IT-Sommerkurse.

Parkresidenz-Straßengel-Geschäftsführer Gerhard Bange, Pflegedienstleiterin

Martina Glawogger und Mitarbeiterin Apollonia Schauer (v. l.) PARKRESIDENZ STRASSENGEL

Projekt bringt 200 Jobs

für Langzeitarbeitslose

POSITIV. Viele Menschen, wie Apollonia Schauer,

fanden einen Job als Assistenz im Pflegebereich.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

50.000 Menschen sind steiermarkweit

arbeitslos. Gerade

für Personen über 50 und

jene, die schon vor der Krise auf

der Suche nach einem Job waren,

verschärfte sich die Situation am

Arbeitsmarkt im vergangenen

Jahr noch. Menschen wie Apollonia

Schauer, die nun durch ein

neues Beschäftigungsprojekt von

AMS und Land Steiermark wieder

eine Stelle gefunden hat.

Im Dezember startete das

Projekt, um vor allem die oben

genannte Zielgruppe als Assistenzpersonal

für steirische Pflege-

und Sozialeinrichtungen

einzusetzen. Insgesamt wurden

5,5 Millionen Euro veranschlagt,

nun zeigt sich eine erste Bilanz:

Im noch bis Mai anberaumten

Projekt wurden schon jetzt zwei

Drittel der geplanten 300 Stellen

besetzt; die im Pflegebereich

dringend zur Entlastung benötigten

Assistenzkräfte sollen danach

im Idealfall übernommen

werden. „Dieses innovative Beschäftigungsprojekt

kommt im

besonderen Langzeitarbeitslosen

und älteren Arbeitslosen zugu-

te, also Personengruppen, die es

auch außerhalb von Krisenzeiten

schwerer haben, wieder am Arbeitsmarkt

Fuß zu fassen“, betont

AMS-Chef Karl-Heinz Snobe die

Wichtigkeit des Projekts.

Wieder Fuß fassen

Schauer ist eines der Vorzeigebeispiele.

„Ich erfahre in der

Arbeit viel positives Feedback

für mein Dasein und Tun! Das

motiviert mich und macht mich

glücklich“, erzählt sie. Der Verein

Gegko vermittelte sie an die

Parkresidenz Straßengel, wo man

das Projekt lobt: „In die Arbeitswelt

wiedereinzusteigen bereitet

vielen arbeitslosen Personen

große Sorgen. Wir finden es daher

sinnvoll und toll, dass man

diese Menschen auf dem Weg in

die Arbeitswelt begleitet“, so Geschäftsführer

Gerhard Bange.

Schließlich profitieren nicht nur

die Arbeitnehmer, wie Pflegedienstleiterin

Martina Glawogger

betont: „Da Frau Schauer

sich bereits wunderbar integriert

hat, wird sie als vollständige Mitarbeiterin

gesehen. Wir können

uns durchaus vorstellen, dass aus

dem Beschäftigungsprojekt eine

Fixanstellung wird.“

Das Angebot an Fortund

Weiterbildungen

ist im Raum Graz auch

in Krisenzeiten reichhaltig

vorhanden. Nicht umsonst

liegt die Steiermark bei der

Forschungs- und Entwicklungsquote

europaweit an der

Spitze, die Möglichkeiten sind

vielfältig, teils gibt es auch Förderangebote.

Ob im Frühjahr

oder erst im Sommer: Es gibt

Neuerungen und Wissenswertes

– und Bildungsoptionen für

Groß und Klein.

VHS startet ins Frühjahr

Die Volkshochschule Steiermark

startet langsam in das

Frühjahrssemester. Ab morgen,

dem 22. März, können

Kursteilnehmer wieder den

bewährten AK-Bildungsscheck

in Höhe von 60 Euro bei ihrer

Kursbuchung einlösen.

Aber Achtung: Beim Bildungsscheck

gibt es Neuerungen.

Er wird diesmal nicht mit der

Post ausgeschickt. Vielmehr

startet man jetzt digital durch,

das Ganze funktioniert ganz

einfach: Wer auf der Website

der VHS unter www.vhsstmk.

at einen Kurs buchen möchte,

fordert vorab den Bildungsscheck-Code

telefonisch oder

per Mail in seiner VHS-Zweigstelle

an oder erledigt die Anmeldung

gleich telefonisch.

Die neuen Online- und, sofern

schon möglich, auch die Präsenzkurse

starten dann ab 12.

April.

IT-Sommerkurse der TU

Robotern das Laufen beibrin-


21. MÄRZ 2021 ANZEIGE eco

31

Bildungsangebote starten durch

gen, Videos bearbeiten und

Austoben im Pop-up-Makerspace.

Das klingt nicht nur

innovativ und spannend gleichermaßen,

es ist auch im

Bildungsangebot der Technischen

Universität Graz enthalten.

Die TU bietet spannende

Sommerkurse für Kinder und

Jugendliche ab 10 Jahren an,

in denen sie in die faszinierende

Welt der Technik und Naturwissenschaft

eintauchen können.

Ob mit einem 3D-Drucker

drucken, eine eigene Spiele-

App programmieren oder einen

Computer von innen ansehen

– bei den Sommerkursen

wird gemeinsam mit anderen

geforscht, gebaut und gebastelt.

Kurse für Kinder und Jugendliche

finden im Juli, August und

September statt, für Neulinge

und Fortgeschrittene gleichermaßen.

Weitere Infos unter www.

tugraz.at/go/sommerkurse

Auch Jugendliche haben Fortbildungsmöglichkeiten. Beispielsweise bei der VHS oder den IT-Sommerkursen der TU.

GETTY


32

viva

graz

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Valentina Gartner

32 valentina.gartner@grazer.at

Die Gefahr eines Zeckenbisses

wird viel zu oft unterschätzt!“

Warnt Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer.

2020 mussten so viele nach einem Zeckenbiss ins

Krankenhaus wie seit 30 Jahren nicht mehr. FISCHER

Angst im Dunkeln:

ANGST. Der Mord an einer Britin wühlt viele Menschen

nicht nur in Großbritannien auf. Frauen wollen endlich mit

ihren Ängsten gehört werden – und fordern ein Umdenken.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Wenn ich abends alleine

unterwegs bin, stecke

ich oft meine Schlüssel

zwischen die Finger, wie eine

Art Schlagring. Ich überlege mir

oft Fluchtwege und neue Routen,

damit ich im Falle flüchten

könnte. Ich habe Kopfhörer im

Ohr, allerdings ohne Musik, um

zu hören, was um mich herum

geschieht. Ich schicke meiner

Schwester meinen Live-Standort

und/oder telefoniere mit ihr“, so

offenbaren sich gerade unzählige

Frauen via Social Media. Vorkehrungen,

die wohl jede Frau, die

alleine im Dunkeln unterwegs

ist, kennt.

Der aktuelle Fall der jungen

Britin Sarah Everard, die auf ihrem

Heimweg getötet wurde und

deren Leiche in einem Waldstück

gefunden wurde, sorgt für Trauer

und Wut im Netz und auf aller

Welt. In England ging man auf

die Straße, in Österreich melden

sich unzählige Menschen via

Instagram zu dem Thema. Auch

Grazer Blogger zeigen sich zu-

„Jeder Mensch ist einzigartig!“

HERZIG. Am heutigen Welt-Downsyndrom-Tag spricht die Präsidentin der Lebenshilfe Graz über das

Leben mit ihrem Sohn, der Trisomie 21 hat. Zudem gibt es ein Buch, in dem man mehr über sie erfährt.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Anlässlich des heutigen Welt-

Downsyndrom-Tags erzählt

Ursula Vennemann, Präsidentin

der Lebenshilfe Graz und

Umgebung, vom Leben mit ihrem

Sohn Wolfgang und ihrem Buch

„Wir haben nur eine Welt, in der

wir leben – Vorreiterin für Inklusion:

Ursula Vennemann im Gespräch

mit Claudia Gigler“.

Schätzungen zufolge leben in

Österreich zirka 9000 Menschen

mit Downsyndrom, das sind in

etwa 0,1 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Weltweit wird etwa

jedes 700. bis 800. Kind mit Trisomie

21 geboren. Die zufällige

Abweichung von der klassischen

Chromosomenzusammensetzung

ist keine Krankheit, führt

aber zu einer langsameren kör-

perlichen Entwicklung und einer

intellektuellen Behinderung

bzw. Lernbehinderung.

„Jeder Mensch mit Downsyndrom

hat eine eigene Persönlichkeit,

so wie andere Menschen

auch“ – das festzustellen,

ist Vennemann wichtig, denn

Schubladen-Denken hat hier

nichts zu suchen. Ihr Sohn Wolfgang,

geboren im August 1980,

sei voller Gefühlsreichtum, Sensibilität

und vom Wunsch erfüllt,

niemanden zu verletzen. Die

Wochenenden zuhause sind ihm

ebenso wichtig wie das Leben in

seiner teilzeitbetreuten Wohngemeinschaft

im Grazer Messequartier.

Mehr über Ursula Vennemann,

ihre Familie und ihr Engagement

erfährt man in ihrem

Buch. Es ist um 9 Euro erhältlich

unter: office@lebenshilfen-sd.at.

Ursula Vennemann und Sohn Wolfgang verbindet viel. In ihrem Buch „Wir

haben nur eine Welt, in der wir leben“ erfährt man mehr über ihre Familie. KK


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

graz viva 33


IN

GETTY (3)

Abends telefonieren

Hat man abends Angst, sollte man,

ohne zu zögern, eine Bezugsperson

anrufen. Reden kann ablenken.

Abends einsperren

Hat man Angst, sollte man darüber

reden. Sich nur mehr einzusperren,

hat auch keinen Sinn.

OUT


Frauen fordern Umdenken

tiefst betroffen und klären ihre

Community auf, fordern die Gesellschaft

zum Umdenken auf.

„Ich ging mit einer Freundin

abends laufen, dann bemerkten

wir, dass ein Auto langsam und

mehrfach an uns vorbeifuhr. Ein

ganz schlimmes Gefühl, wie der

Mann im Auto uns ansah. Wir

flüsterten und malten uns schon

neue Wege aus, an die er mit

dem Auto nicht kommen hätte

können“, so eine Grazerin auf Instagram.

Auch Kerstin Kögler,

besser bekannt als kerstinloves,

und Madeleine Darya Alizadeh

alias dariadaria griffen das Thema,

dass Frauen immer Angst

im Dunkeln haben, auf. Und sie

bekommen Zuspruch: Für Damen

ist die Angst mittlerweile

normal. Man lebt damit und

nimmt es hin. „Ich wünschte,

mehr Männer würden verstehen,

dass wir nachts nicht alleine mit

Kopfhörern laufen können. Dass

jedes Mal, wenn wir in einen

Uber steigen, der Gedanke mitschwingt,

das könnte es gewesen

sein. Dass, wann immer wir an

Gruppen von Männern vorbeigehen,

unser Herz ein bisschen

schneller schlägt. Dass wir jedes

Mal, wenn wir bei sexueller Belästigung

auf der Straße zurückschreien,

ein weiteres Mal unsere

Sicherheit aufs Spiel setzen“,

die britische Influencerin Lucy

Mountain löste mit diesen Worten

ein Feuerwerk aus. Dieser

Text wurde millionenfach geteilt,

und weltweit werden dazu Meinungen

geteilt.

Laut EU-Grund rech teagentur

(FRA) ist der An teil der Frauen,

die in Ös ter reich kör per li che

Ge walt er lei den, sogar einer der

höchs ten in der ge sam ten EU.

2020 gab es 24 Femizide. Im laufen

den Jahr sind es be reits vier.

2018 wur den ins ge samt gar 41

Frau en er mor det. Diese Blut taten

wer den meist von Part nern,

ehe ma li gen Part nern oder Fa mili

en mit glie dern ge setzt.

Tipps für den Heimweg

„Schreib mir, wenn du zuhause

bist“ – dieser Satz ist in den

meisten Köpfen förmlich eingeschweißt.

Sich auf dem Nachhauseweg

mit jemandem via

Telefon zu unterhalten, ist auch

ein sinnvoller Tipp. Dabei hält

man seinen Gesprächspartner

am besten auf dem Laufenden,

wo man sich aktuell befindet.

Die Stadt Graz hat 2018 das sogenannte

Heimwegtelefon ins

Leben gerufen. Aufgrund von

Corona und der nächtlichen

Ausgangssperren ist es derzeit

leider nicht in Betrieb; sobald es

die Lage wieder zulässt, wird es

auf Nachfrage schnellstmöglich

wieder aktiviert.

Ein Taschenalarmgerät, welches

nach der Aktivierung einen

sehr lauten Signalton abgibt,

kann im Ernstfall auch helfen –

genauso wie das Besitzen eines

Pfeffersprays.

Prinzipiell gilt auch, sich an

belebten und hellen Straßen aufzuhalten.

Je mehr Action in der

Umgebung, desto mehr Leute

können einem in einer brenzligen

Situation helfen.

G E S U N D H E I T

SprechStunde

valentina.gartner@grazer.at

Krankmeldung

weiter per Telefon

■ Die Österreichische Gesundheitskasse

verlängert

nochmals die telefonische

Krankmeldung bis 31. Mai. Ursprünglich

war die im Zuge der

Corona-Pandemie eingeführte

Möglichkeit der kontaktlosen

Arbeitsunfähigkeitsmeldung

bis Ende März befristet. Angesichts

des weiter hohen Infektionsgeschehens

verlängert

die ÖGK diese Option bis Ende

Mai, um sowohl Versicherte

als auch Vertragsärzte bestmöglich

zu schützen. Dazu

zählt neben der telefonischen

Krankmeldung auch die kontaktlose

Medikamentenverordnung

sowie die Möglichkeit

für telemedizinische Behandlungen.

PHOENIX/MAYER-SCHMIT

In Gösting eröffnete ein Arznei-

Logistikzentrum seine Pforten.

Logistikzentrum

eröffnete in Graz

■ Der Arzneiwarengroßhandel

PHOENIX hat mit 15. März ein

neues Logistikzentrum für den

Süden Österreichs erhalten. Das

hochmoderne Logistikzentrum

in Graz konnte trotz Corona-Pandemie

fristgerecht fertiggestellt

werden und bietet rund 30 Mitarbeitern

einen Arbeitsplatz. Das

1800 Quadratmeter große Gebäude

wurde in energieeffizienter

Bauweise auf einem Grundstück

in Gösting errichtet. Von hier aus

werden ab März täglich mehr als

1000 Wannen kommissioniert

und an Apotheken in der Steiermark,

Burgenland und Kärnten

bis zu viermal am Tag beliefert.

Rekord-Hoch bei

FSME-Fällen

■ Viele Menschen zieht es ins

Freie. Spaziergänge, Wanderungen

oder das Verweilen in der

Frühlingssonne in Parks birgt

aber auch Gefahren in sich: Dort

lauern die Zecken. „Die Gefahr

eines Zeckenbisses wird viel zu

oft unterschätzt“, warnt Gesundheitsstadtrat

Robert Krotzer.

Das hat auch zu einem Negativrekord

geführt: 2020 mussten in

Österreich 215 Fälle von FSME

in Krankenhäusern behandelt

werden. In der Impfstelle des

Gesundheitsamtes kann man

sich impfen lassen.

Die Zecken-Saison hat gestartet.GETTY

Steiermark setzt weiter auf den

AstraZeneca-Impfstoff.

GETTY

AstraZeneca

weiter impfen

■ Das Gremium für das Monitoring

der Sicherheit der Medikamente

in der Europäischen Arzneimittelbehörde

(EMA) tagte in einer

außerordentlichen Sitzung, nachdem

mehrere EU-Staaten zuletzt die

Immunisierungen mit dem Astra-

Zeneca-Vakzin nach vereinzelten

Fällen von Thrombosen und Embolien

bei Geimpften vorübergehend

ausgesetzt hatten. Das Komitee der

EMA unterstrich nochmals ausdrücklich

seine Empfehlung zum

weiteren Einsatz. Auch die Steiermark

setzt auf die Expertise und

impft weiter mit dem Impfstoff.


34 viva

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Was tun bei

Bewegung und Sport, aber auch Dehnübungen helfen bei der Vorsorge. GETTY

AUA. Gelenkschmerzen

sind eine wahre

Volkskrankheit, über

80 Prozent der über

65-Jährigen sind von

der Krankheit betroffen.

Von Nina Wiesmüller

nina.wiesmueller@grazer.at

Gelenkerkrankungen sind

eine der am häufigsten

auftretenden Krankheiten.

Fast jeder Zweite ab 45 Jahren

wird davon geplagt, bei Menschen

über 65 sind sogar über 80

Prozent davon betroffen. Die Ursachen

für diese Krankheit sind

sehr vielfältig und machen vor

niemandem Halt. Das Gute daran

ist jedoch, dass man vorbeugend

viele Maßnahmen treffen

kann, um einen schlimmen Verlauf

und im Idealfall die Krankheit

im Ganzen zu verhindern.

Alterserscheinung

Gelenkerkrankungen treten vor

allem dann auf, wenn Gelenke

im fortschreitenden Alter sich

über das altersentsprechende

Maß verändern. Die Krankheit,

die am häufigsten auftritt, ist

die Arthrose. Diese ruft im fortgeschrittenen

Stadium nicht

nur starke Schmerzen hervor,

sondern führt im schlimmsten

Fall auch zu einer stark eingeschränkten

Beweglichkeit. Die

Ursache dahinter ist fast immer

die Abnutzung des Gelenkknorpels.

Jedoch können nicht nur

das fortschreitende Alter, sondern

auch andere Faktoren, wie

beispielsweise Überlastung,

Fehlstellungen, Infektionen oder

Verletzungen, die Verursacher

sein. Ganz egal, was die Ursache

ist, eines haben die Probleme

gemeinsam: Sie sind fast

immer mit Schmerzen verbunden.

Immerhin sorgen gesunde

Gelenkknorpel dafür, dass eine

reibunglose Bewegung funktioniert.

Indem sie als eine Art

Stoßdämpfer fungieren, sorgen

sie dafür, dass sich die Knochen

nicht berühren. Fehlen diese

Stoßdämpfer, kommt es zu den

schmerzhaften

Erkrankungen.

Am häufigsten davon betroffen

sind die Hüfte und die Knie.

Aktiv und gesund

Die beste Möglichkeit, um gegen

die schmerzhaften Erkrankungen

vorzugehen, ist, Vorsorgemaßnahmen

zu treffen. Dazu

zählt unter anderem regelmäßige

Bewegung und Sport. Aber

Vorsicht, nicht jede Sportart ist

gelenkschonend und somit automatisch

gut für den Körper.


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at viva

35

schmerzenden Gelenken?

So ist gerade beim Laufen Vorsicht

geboten. Gut geeignet sind

beispielsweise Schwimmen oder

Radfahren, da diese Sportarten

die Gelenke kaum beanspruchen.

Generell sollte auf einen

gesunden, aktiven Lebensstil geachtet

werden.

Vor allem Übergewicht wirkt sich

negativ auf die Gelenke auf, hier

zählt oft jedes Kilo. Man kann

Bewegung teils leicht in seinen

Alltag integrieren. Anstatt

stundenlang am Schreibtisch

zu sitzen, kann man beispielsweise

einige Arbeiten im Stehen

erledigen. Auch sollte man zwischendurch

einige Dehnübungen

durchführen.

Einlagen als Ausweg

Ist die Krankheit zu weit fortgeschritten,

kann man sich auch

beim Orthopäden seines Vertrauens

behandeln lassen und

im Zuge dessen individuell angefertigte

Einlagen kaufen.

Gerade mit fortschreitendem Alter kann es häufig zu schmerzhaften Gelenkerkrankungen wie Arthrose kommen. GETTY


38 graz

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Highlander: Hybrid-Riese

Überzeugender Auftritt: Toyota

Highlander

ES KANN NUR EINEN

GEBEN. Was für den

Kämpfer im Film gilt,

trifft auch auf den neuen

Toyota zu. Es kann nur

einen Highlander geben.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Es kann nur einen geben,

der Titel des ersten Highlander-Films

trifft auch

auf den neuen Toyota zu. Der

Highlander ist wie der Filmheld

eine Ausnahmeerscheinung.

Er ist riesig, wuchtig, kraftstrotzend,

und dennoch ist der neue

Toyota ein „Riese Sympatico“. In

den USA ist der Toyota Highlander

längst ein Star. Jetzt kommt

das SUV-Flaggschiff der Japaner

nach Europa.

Der Highlander ist fast fünf

Meter lang, hat Platz für sieben

Passagiere und kann große Ladungen

mit sich führen, wenn

die Sitze umgeklappt werden.

Der Kofferraum hat ein Volumen

von 658 bis 1909 Liter. Gut,

wer in der dritten Reihe sitzt,

sollte schon kleiner und dünner

sein. Ich machte ein Testfahrt

mit einem Hybridmodell aus

dem Autohaus Gady. Nach dem

Druck auf den Startknopf rollt der

mächtige Highlander fast lautlos

aus dem Autohausareal in Liebenau

hinaus. Eine angenehme

Testfahrt folgte. Das Innere des

Wagens ist ebenso sympathisch

wie das äußere Erscheinungsbild.

Der Highlander mit dem grünen

Hybridherz hat 284 PS unter der

Haube. Das bringt das zwei Tonnen

schwere SUV in 8,3 Sekunden

von 0 auf 100 km/h. Die 284 PS

Systemleistung erschließen sich

aus einem 190 PS starken Benzinmotor

und Elektromotoren mit 54

und 182 PS. Die starken Batterien

machen den Highlander zum

Elektro-Allradler. Der Highlander

hat ein breites Angebot an Assistenzsystemen:

u. a. Fußgängererkennung,

Radfahrererkennung,

Abbiegeassistent, Assistenten fürs

Parken und Rangieren. Es gibt

ein tolles Display, das gestochen

scharfe Bilder liefert, egal ob es

sich um 360-Grad-Rundumkamera

handelt oder wenn man beobachtet,

wie das Zusammenspiel

von Benzin- und Elektromotor

funktioniert.

Fazit: Der Highlander ist ein

Sieger. Imposante Erscheinung,

sparsamer Verbrauch, viel Komfort,

viel Platz, ein rundum gelungenes

Auto. Nur mit dem

Parken ist es nicht so einfach, da

punkten einfach die Kleineren.

Das Cockpit ist sehr aufgeräumt, das Display zeigt, wie das Verhältnis

Elektro-/Benzinmotor verläuft. Man findet sich auch schnell zurecht. SCHERIAU (3)


Toyota Highlander

■ Motoren: 4 Zylinder,

Hubraum 2847 ccm, Leistung

Benziner 190 PS (140 kW), 2

Elektromotoren: 182 PS (134

kW) und 54 PS (40 kW)

■ Systemleistung: 248 PS (182

kW), Beschleunigung 0–100

km/h in 8,3 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit

180 km/h

■ Verbrauch: kombiniert 7,1

Liter/100 km, C02-Emissionen

149 g/km, Tankinhalt 65 Liter

■ Abmessungen: Länge 4,96

Meter, Breite 1,93 Meter, Höhe

1,75 Meter, Gewicht 2130 Kilo

■ Preis: ab 57.990 Euro

■ Autohaus: Toyota Gady,

Liebenauer Hauptstraße 64,

Graz, Tel. 0 316/47 13 33,

www.gady.st


40 motor

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Graz Linien

testen E-Bus

NEUE VARIANTE. Die Graz Linien testen kommende

Woche das Modell „MAN Lion’s City 12 E“.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Wer suchet, der findet – vielleicht

den richtigen E-Bus.

Also machen die Graz Linien

wieder einen Test mit einem

neuen Busmodell. Von Dienstag bis

Freitag wird auf den Buslinien 34,

62 und 64 ein neuer Bus der Firma

MAN fahren, es geht um das Modell

„MAN Lion’s City 12 E“. Die Mitfahrt

mit dem Bus auf den genannten Linien

ist kostenlos.

Mit den neu entwickelten Batterien

erfährt der MAN Lion’s City E einen

großen Schub bei der Leistung.

So sind 200 Kilometer zuverlässige

Reichweite – und unter günstigen

Einsatzbedingungen bis zu 270 km

– möglich. Aufgeladen durch Overnight-Charging

oder CCS-Ladestecker,

garantieren die langlebigen

Batterien eine einfache Eingliederung

in bestehende Betriebsabläufe.

Die Graz Linien testen seit einiger

Zeit immer wieder E-Busse, da es

für einen klimaneutralen Verkehr

der Ablöse der Diesel-Busse bedarf.

Außerdem sieht die Vorgabe „Clean

Vehicle Directive“ eine Mindestquote

bei der Anschaffung emissionsfreier

Busse vor. Die Holding testet

pro Jahr drei bis vier Busse, die von

den Herstellern kostenlos zur Verfügung

gestellt werden. So fuhr z. B.

ein E-Bus aus Spanien auf Grazer

Straßen. Der schwarz-graue Gelenkbus

im spacigen Design sorgte für

Aufsehen.

Ab Dienstag auf Grazer Straßen: E-Bus MAN Lion’s City 12 E

HOLDING/HINTERLEITNER


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at motor

41

Porsche: Bis 2030 klimaneutral

REKORD. Porsche hat trotz der Corona-Krise 2020 einen Rekordumsatz erzielt. Der Wert stieg auf

28,7 Milliarden Euro. Der Konzern setzt sich ambitionierte Ziele und will 2030 klimaneutral sein.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Der Sportwagenhersteller

hat für 2020 ein nachhaltiges

Wirtschaftswachstum

erzielt. Der Wert stieg auf 28,7

Milliarden Euro und übertraf den

Vorjahreswert um mehr als 100

Millionen Euro. Das operative Ergebnis

beträgt 4,2 Milliarden Euro.

Im Vorjahr lag es bei 4,4 Milliarden

Euro vor und bei 3,9 Milliarden

Euro nach Sondereinflüssen. Die

operative Umsatzrendite lag 2020

bei 14,6 Prozent – und damit trotz

der angespannten Wirtschaftslage

im strategischen Zielkorridor. Damit

wurden die starken Zahlen aus

dem Jahr 2019 trotz vorübergehend

ruhender Produktion nur knapp

verfehlt. Insgesamt hat Porsche

weltweit mehr als 272.000 Fahrzeuge

an Kunden ausgeliefert. Das

sind lediglich drei Prozent weniger

als im bislang stärksten Jahr 2019.

Das Ergebnis vor Steuern liegt mit

4,4 Milliarden Euro über dem des

Jahres 2019.

„Das Geschäftsjahr 2020 war

für Porsche erfolgreich – trotz herausfordernder

Umstände“, betont

der Vorstandsvorsitzende Oliver

Blume. Deshalb hat Porsche sein

ambitioniertes „Ergebnisprogramm

2025“ nochmals nachgeschärft.

„Unser neues Ziel lautet:

Bis 2025 wollen wir unser Ergebnis

kumulativ um zehn Milliarden

Euro unterstützen und danach um

drei Milliarden Euro pro Jahr“, sagt

Lutz Meschke. „Das Wichtigste an

unserem Ergebnisprogramm ist:

Es ist kein reines Sparprogramm,

sondern auch ein Innovationsprogramm.“

In einem schwierigen

Marktumfeld hält Porsche die Zahl

der Mitarbeiter konstant bei gut

36.000. „Kein Angestellter muss

sich Sorgen machen. Wir haben

ein Standortsicherungsprogramm

abgeschlossen, das die Arbeitsplätze

der Stammbelegschaft bis 2030

garantiert.“

Angesichts des fortschreitenden

Klimawandels hat sich die Porsche

AG ein weiteres ambitioniertes

Ziel gesetzt: „Nachhaltigkeit ist

ein wichtiger Teil unserer Strategie

2030 – ganzheitlich: wirtschaftlich,

ökologisch und sozial“, sagt Oliver

Blume. „Wir haben ein umfangreiches

Dekarbonisierungsprogramm

gestartet mit einem festen Ziel vor

Augen: Bis 2030 soll Porsche über

die gesamte Wertschöpfungskette

hinweg bilanziell CO2-neutral sein.

Das erreichen wir mit dem konsequenten

Vermeiden und Reduzieren

von CO2-Emissionen.“

Der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG Oliver Blume (links) und sein

Stellvertreter Lutz Meschke sind zufrieden mit dem Krisenjahr 2020.

KK


42 wohnen

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Ordnung gibt Menschen Sicherheit

AUFGERÄUMT. Ein geordnetes

Umfeld kann

die Psyche entlasten.

Expertin Sabine Ziegerhofer

gibt Tipps.

Von Nina Wiesmüller

nina.wiesmueller@grazer.at

Ordnung in den

eigenen vier

Wänden kann

auch die Psyche

entlasten.


GETTY

Seit über einem Jahr hat die

Corona-Pandemie die Welt

fest in ihrem Griff und die

Bevölkerung wird unter anderem

dazu aufgerufen, zuhause

zu bleiben. Während dieser Zeit

begannen viele Menschen, sich

ausgiebiger mit ihren eigenen

vier Wänden zu beschäftigen. Das

ist nur naheliegend, immerhin

spielt sich dort nun der Großteil

des täglichen Lebens ab, und wer

möchte schon in einem Zuhause

sein, in dem man sich nicht

so richtig wohlfühlt? Aus diesem

Grund empfiehlt es sich, die Situation

so gut es geht zu nutzen

und endlich einmal Ordnung in

das angestaute Chaos zu bringen.

Dies hat den zusätzlichen Pluspunkt,

dass ein geordnetes Umfeld

das Gefühl von Sicherheit

vermittelt, etwas, was gerade in

unsicheren Zeiten wie diesen oft

sehnlichst gewünscht wird.

Kleine Schritte

Wo fängt man aber an, wenn der

Berg an Unordnung schier erdrückend

wirkt? Laut Sabine Ziegerhofer,

Ordnungsberaterin, ist

es vor allem wichtig, in kleinen

Schritten zu arbeiten. „Oft haben

sich die Dinge über Jahre hinweg

angestaut, da kann man nicht von

heute auf morgen ein Wunder erwarten.

Besser in kleinen Schritten

arbeiten, aber dafür dann

auch dranbleiben“, so Ziegerhofer.

Wichtig ist es außerdem, nicht direkt

mit den schwierigsten Dingen,

wie beispielsweise Erinnerungsstücken

anzufangen. „Sachen, zu

denen ein emotionaler Bezug besteht,

sollten erst ganz zum Schluss

gemacht werden, stattdessen

lieber mit emotionslosen Gegenständen

anfangen, um das Gefühl

der Überforderung zu vermeiden“,

erklärt die Expertin. Auch wenn es

manchmal verlockend scheint, die

aussortierten Gegenstände gleich

in den Müll zu werfen, sollte man

auf jeden Fall überlegen, ob man

Nach dem Aussortieren ist wieder Platz für Neues, wie etwa Dekoration.

sie nicht vielleicht verschenken

oder spenden kann. Dies macht

den Prozess des Loslassens auch

leichter, da man sich dadurch vorstellen

kann, wie jemand anders

Freude an liebgewonnenen Dingen

hat.

Platz für Neues

Ein weiterer Pluspunkt am Aussortieren

ist neben einem aufgeräum-

Rätsel-Lösung vom 14. 3. 2021

L I E O E R

A N N A K I R C H E L P

V A T E R S D O R F I E

M A S E R N E L E F A N T

N E R O A R T E L K E

T N A R N E N T E R

S T O A H I F L E N S

W A L T E N D O R F E R B

L I E B I I N K A

D E V I A N Z E R L A C

R E I N E R D R E I C H

J A A U T E

L U V G R A Z

P E T R A U K Lösung:

W E B A N S L LANDES-

O N E M I E T E ARCHIV

Lösung:

R O M A N Z E LANDESARCHIV

Sudoku-Lösung

vom 21. 3. 2021

9 1 4 8 6 3 2 7 5

3 6 5 7 1 2 8 4 9

2 8 7 9 4 5 1 6 3

4 2 3 6 7 1 5 9 8

1 9 6 5 8 4 3 2 7

7 5 8 2 3 9 6 1 4

8 3 9 1 2 7 4 5 6

6 7 1 4 5 8 9 3 2

5 4 2 3 9 6 7 8 1

GETTY

ten Zuhause natürlich auch, dass

nun wieder Platz für Neues ist.

Dies kann eine neue Pflanze, ein

neuer Kaffeebecher oder auch Dekoration

sein. Gerade jetzt bietet

es sich an, endlich den Frühlingsputz

anzugehen und danach seine

vier Wände beispielsweise bereits

mit Frühlings- oder Osterdeko zu

schmücken und so endgültig mit

dem Alten abzuschließen.


44

sport

graz

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

Fabian Kleindienst

44 fabian.kleindienst@grazer.at

Das war nichts für schwache

Nerven, leider mit dem bitteren

Ende für uns.“

UVC-Manager Frederick Laure nach der Hinspiel-Niederlage

im Halbfinale der Herren gegen Union Waldviertel GEPA

UBSC ohne Top-Scorer:

Schopp: Ein

Paul Isbetcherian (hier gegen die Vienna Timberwolves im Herbst)

zeigte letztes Wochenende gegen Traiskirchen eine gute Leistung.

„Das ist die Chance für

unsere Österreicher!“

STARK. Nach überzeugendem letzten Spiel geht

es für die Grazer Basketballer heute gegen Wien.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

In der Defensive müssen wir

konsequent spielen, das hat

in den letzten Spielen schon

viel besser funktioniert,“ erzählt

UBSC-Manager Michael

Fuchs vor der heutigen Heimpartie

gegen die Vienna D.C.

Timberwolves. Das Ziel sei,

möglichst wenig Punkte zuzulassen

– denn in der Offensive

sieht es grundsätzlich gut aus:

„Wir spielen heuer superattraktiven

Basketball und sind die

Mannschaft, die pro Spiel die

meisten Punkte macht.“ Umso

wichtiger, dass man sich vergangene

Woche gegen Traiskirchen

auch ohne Top-Scorer

Stanley Whittaker beweisen

konnte. Zur Verfügung stehen

wird dieser erst wieder in den

Playoffs, wie Fuchs informiert:

„Bei einer solchen Muskelverletzung

ist einfach das Risiko

zu groß. Jetzt haben unsere

GEPA

Österreicher die Chance, müssen

aber auch zeigen, dass sie

auf diesem Niveau performen

können.“ Beim Sieg vergangene

Woche hat das geklappt: „Wenn

sie immer so spielen, haben wir

keine Sorgen“, lacht Fuchs, der

insbesondere die Leistung von

Paul Isbetcherian lobt.

Playoffs nähern sich

Nach dem heutigen Spiel

(17.30 Uhr, zu sehen auf

basketballaustria. at/live) geht

es schon mit Riesenschritten

Richtung Playoffs. Ziel ist davor

immer noch Platz sieben in

der Qualifikationsrunde: „Das

wird natürlich schwierig“, weiß

Fuchs. Ein Sieg heute muss dafür

jedenfalls her. Schlussendlich

sei es aber nicht so wichtig:

„Kapfenberg und Gmunden

sind beides sehr starke Gegner.“

Gegen beide habe man in dieser

Saison schon gute Leistungen

gezeigt, betont Fuchs: „Die

Chancen sind absolut da.“

Ein Weg, ein Ziel: Markus Schopp ist in Hartberg noch lange nicht fertig. GEPA (2)

PROZESS. Hartberg-

Trainer Markus Schopp

sieht eine bis jetzt

überragende Saison

und stellt den Prozess

in den Vordergrund.

Von Gerhard Goldbrich

redaktion@grazer.at

Heute um 17 Uhr wartet

auf den Trainer des TSV

Hartberg das wichtigste

Spiel des Jahres. Sollte man

meinen. Dem mittlerweile nicht

mehr ganz so blonden Grazer

greift das aber viel zu kurz. „Ich

habe da einen komplett anderen

Zugang. Heute gegen St. Pölten

wartet die letzte von 22 spannenden

Runden auf uns. Wir haben

ein großes Saisonziel mit auf die

Reise bekommen, nämlich nicht

abzusteigen. Wir wollen Punkte

dafür sammeln, sollten wir mit

einem Sieg heute auf 31 Zähler

kommen, ist das überragend.

Sind wir trotzdem nicht bei den

oberen sechs dabei, ist es so.“

Entwicklung

Immer wieder kommen im Gespräch

mit dem einstigen Champions-League-Helden

des großen

Bruders aus Graz, dem SK

Sturm, die Worte Entwicklung

und Prozesse vor. Und sieht man

sich diese genauer an, erkennt

man schnell, welche Erfolgsgeschichte

sich dahinter verbirgt,

welche großartige Arbeit bei

den Oststeirern vom gesamten

Verein geleistet wird. Und das

nicht nur seit dem Aufstieg vor

knapp drei Jahren. „Im Jahr eins

waren wir der Underdog, wurden

durch die Bank als Fixabsteiger

gehandelt. Hatten mit

vielen Verletzungen zu kämpfen

und spielten trotzdem einen

super Herbst. Dann noch Abgänge

im Winter, vor allem die

Rückholaktion von Ivan Ljubic


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

sport graz 45

HERO➜

GEPA (2)

Jakob Jantscher

Der Sturm-Top-Scorer wurde

erstmals seit der EM 2016 wieder ins

Nationalteam einberufen.

Corona-Verschiebungen

Steiermarkweit werden geplante

Events abgesagt, der Grazer Ironman

70.3 wurde auf August verschoben.

ZERO


Spiel wie jedes andere!

zu Sturm tat uns sehr weh. Aber

wir ließen uns nicht beirren,

sind unseren Weg gegangen. In

der zweiten Saison, die für Aufsteiger

immer die schwierigste

ist, stellte sich das Gegenteil ein.

Toller Herbst, auch das nötige

Quäntchen Glück kam uns zu

Hilfe, wenn ich nur an die Partie

bei der Admira mit Rep im

Tor denke. Qualifikation für die

Meisterrunde und als Belohnung

für den gesamten Verein

die Europacup-Teilnahme“, lässt

Schopp im Schnelldurchlauf die

Vergangenheit Revue passieren.

Normalität

Viel zu schnell steigert sich dann

im Fußball die Erwartungshaltung

von Fans, Medien und

auch im engsten Umfeld eines

Vereines. Wie am letzten Wochenende:

Als der TSV zum vor

Selbstvertrauen strotzenden Tabellenzweiten

Rapid ins Hütteldorfer

Allianzstadion reiste und

aufgrund einer sehr positiven

Auswärtsbilanz gegen den Rekordmeister

Punkte beinahe als

Normalität eingefordert wurden.

„Ein Unentschieden gegen Surm

oder Rapid wird jetzt ganz anders

wahrgenommen als vor zwei Jahren“,

erklärt Schopp. „Wir aber

ordnen das schon richtig ein. Wir

haben mit Wattens noch immer

das mit Abstand kleinste Budget

der Liga, hatten im Herbst durch

die Ausfälle von Nimaga, Lema

oder Rakowitz Probleme, dazu

waren einige noch nicht in der

notwendigen Form. Rausgekommen

ist dennoch ein sehr guter

Grunddurchgang mit 28 Punkten

auf der Habenseite.“

Was ist aber nun das Geheimnis

der Hartberger? „Ganz klar

die ständige Weiterentwicklung,

da steht uns mit Obmann Erich

Korherr eine große Stütze zur

Seite. Er hinterfragt vieles, aber

ermöglicht auch vieles. Im Kader,

beim Trainerteam. Und denkt

auch ständig über neue Möglichkeiten

nach, wie etwa in Bezug

auf die Infrastruktur oder Kooperationen.“

Wohin wird also die

Reise heuer noch gehen? „Wir

können nur unsere eigene Leistung

beeinflussen, müssen in jedem

Spiel zu hundert Prozent

bereit sein.“

Motivation

„Unsere Motivation ist es, da

zu sein, wenn einer der Großen

auslässt. Ob durch Europacupbelastungen,

Rotationen oder

Formschwächen. Wir sind absolut

konkurrenzfähig, können jeden

ärgern, können jeden besiegen.

Aber da muss oft sehr

viel zusammenpassen. Vorigen

Sommer haben mir viele geraten,

nicht zu bleiben, meinten,

ich kann in Hartberg nur mehr

verlieren, der Zenit ist erreicht.

Ich sehe das entschieden anders,

sehe enormes Potenzial im ganzen

Verein.“ Der ja zurzeit ganz

eifrig prüft, was denn infrastrukturell

und in der Entwicklung

junger Spieler noch möglich ist.

„Es bewegt sich im Inneren viel,

alleine über den Tellerrand zu

blicken und in unserer Region

das größere Gemeinsame entwickeln

zu wollen, ist ein nächster

Schritt. Eine Fusion mit Lafnitz,

zweier Vereine, die hervorragend

arbeiten, könnte Synergien bringen,

die unweigerlich Größeres

entstehen lassen. Erich Korherr

unterstützt dabei großartig und

treibt auch die Stadionthematik

voran. Ein wichtiger Faktor,

wenn endlich wieder Fans kommen

dürfen, aber auch im Bereich

der Trainingsmöglichkeiten.“

Es klingt, als ob die Reise

des Markus Schopp mit seinem

TSV Hartberg noch länger nicht

zu Ende ist. Trotz allem wartet

heute ein Spiel wie jedes andere

gegen St. Pölten. Und sollte

das Quäntchen Glück im Gepäck

sein, schreibt Schopp ein weiteres

Kapitel im Hartberger Fußballmärchen.

Eine Vision, ein Plan: neues Stadion, Fusion mit Lafnitz. TSV hat Großes vor.


46 grazer sonntag

www.grazer.at 21. MÄRZ 2021

SO ISST GRAZ

Das „Tortenatelier“ kredenzt ...

... Apfel-Crumble

Daniela Summer serviert Süßes. KK (2)

Mancher ärgert sich nach

dem Essen über am Boden

zurückbleibende Krümel. Wir

beugen vor und servieren die

Krümel direkt am Tisch! Als

Apfel-Crumbles aus dem

Hause „Tortenatelier“

(Citypark).

C r u m -

bles, englisch

für

Krümel,

sind ein US-

Dessert, das

eigentlich nichts

anderes ist als das, was wir auf

den Streuselkuchen geben. In

der Obersteiermark gibt es ein

Pendant: den „Grieban“ (Geriebener).

Vorteil: Bei solch einer

Köstlichkeit bleiben sicher keine

Krümel übrig.

Zutaten für 4 Personen: für den

Apfel: 4 große Äpfel, 1 Prise Zimt,

1 EL Zucker, Saft einer halben

Zitrone; für die Streusel: 90 g

Zucker, 90 g kalte Butter, 150 g

Mehl

Zubereitung: Äpfel schälen, entkernen

und in circa 1 cm große

Stücke schneiden. Würfel mit

Zimt, Zucker und Zitronensaft vermengen,

in feuerfeste Förmchen

verteilen (z. B. Soufflé-Formen).

Für die Streusel Zucker und Mehl

vermengen. Kalte Butter (in Würfel

geschnitten) hinzufügen, rasch

zu einem bröseligen Teig verkneten.

Großzügig auf den Äpfeln

verteilen. Bei 180 °C Umluft ca. 20

Minuten goldbraun backen. Crumble

noch warm genießen, lässt sich

auch hervorragend mit Vanilleeis

oder frischen Beeren kombinieren.

GRAZWORTRÄTSEL

Wohngebiet

in Andritz

("Untere

...")

spanisch

für

"Servus!"

steirische

Kultur- und

Naturregion

Netzball

im Tennis

flüssiges

Fett

Dirigent

aus Graz

1846-1914

(3 Wörter)

männliche

Katze

Dame

von Welt

ATSE, GAK

& Co.

Abk. für

"Exabyte"

Stadt südl.

von Graz

Zeichen

für Chlor

Währung

in

Albanien

alter Name

der

Merkur-

Arena

Gedenkstätte

am

Göstinger

Ruinenberg

2

4

österr.

Arbeitsmarktservice

luftgetrockneter

Ziegel

Landvorsprung

ins Meer

am Ziel

lüsterner

Waldgeist

1

Hauch,

Fluidum

modern,

modisch

Keimzelle

Teil von

schott.

Namen

10

entgrätetes

Fischstück

gesucht,

selten

ägyptischer

Sonnengott

Abk. für

"deutsch"

Teil von

Flussnamen

strahlendes

Metall

Karteikartenreiter

8

Null beim

Roulette

Pendant

zur NASA

Ansiedlungen

eingravierte

Verzierung

7

Abk. für

"Olympischer

Rekord"

Knabe

an dem

deutsche

Vorsilbe

schmale

Spalte

Nebenfluss

des Arno

Montage,

Installation

Maus,

Biber,

Bilch

& Co.

engl. für

"Schlange"

5

Abk. für

"Teilkasko"

im Toten

Distrikthauptstadt

Gebirge entspringender

in Malawi

steir. Fluss

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

9

frühere

deutsche

Automarke

Internationales

Olymp.

Komitee

Zeichen für

Gallium

Fortsetzungsreihe

religiöse

Gruppe

Grazer Hospiz

(...dorf)

Kartenspiel

Zeichen

für Titan

griech.

Göttin

des

Unheils

der erste

Sohn

Noahs

"Viele

Hunde

sind des

... Tod."

11

12

Abk. für

"Oberinspektor"

Holzsplitter

abschleifen

Pflanzenwelt

Hauptstadt

Tirols

englisch

für

"Meer"

Unruhestifter

Grazer

Haus für

Musik

3

Abk. fürs

Grazer

"Theater

im Keller"

Lösung der Vorwoche: Landesarchiv Rätsellösungen: S. 42

Aktuelles Lösungswort:

9 4 2

7 1 8

2 7 3

4 2 5 8

1 9 5

5 3 9 6

9

SUDOKU

8 2

4 2 6 8

1122

Und so geht’s!

Jede Ziffer darf in

jeder Reihe in jedem

Quadrat nur

einmal vorkommen.

Bleistift

spitzen, los geht’s.

Viel Spaß!

G E W I N N S P I E L

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Wie lautet die Lösung?

E-Mail mit Betreff „Rätsel“,

Lösung und Telefonnummer an:

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn nicht

übertragbar. Einsendeschluss: 24. 3. 2021. Gewinner

werden telefonisch verständigt und sind

mit der Veröffentlichung einverstanden.

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6


21. MÄRZ 2021 www.grazer.at

grazer sonntag 47

„GRAZER“-TIPPS ZUM BESTELLEN

Wirtshaus Zu den 3 Goldenen

Kugeln

Wer Lust auf österreichische

Küche bekommt, kann sich etwas

via „Zu den 3 Goldenen Kugeln“

gönnen. In allen drei Filialen ist

sowohl Abho lung möglich als

auch Zustellung via Mjam oder

Lieferando.

Heinrichstraße 18, 8010 Graz,

täglich von 11 bis 19 Uhr.

Bahnhofgürtel 89, 8020 Graz,

täglich 11 bis 19 Uhr.

Murpark, Ostbahnstraße 3, 8010

Graz, Mo–Fr 11 bis 15 Uhr,

Sa 11 bis 19 Uhr.

Humuhumu Poke Bar

Poke Bowls bekommt man auch

während des Lockdowns wie

gewohnt zum Abholen oder

via Lieferdienst. Bestell- und

Abholzeiten: Montag bis Samstag

von 11.30 bis 20 Uhr, Vorbestellung

für Selbstabholung möglich

unter humuhumu.at/shop.

Zu stellung via Velofood, Lieferando

und Mjam.

Osteria dei Sensi

Die Osteria dei Sensi am Ragnitzbach

26 ist nach Renovierungsarbeiten

wieder zurück und

bietet köstliche Speisen zum

Abholen an. Neben

itali enischen

Lecker bissen

wie Fisch,

Pizza und

Pasta

kann man auch Gewürze, Öle,

Pasten, Salami und mehr kaufen.

Die aktuelle Speisekarte findet

man auf der Facebook-Seite.

Montag Ruhetag, Dienstag bis

Sonntag Abholung von 12 bis 19

Uhr möglich. Bestellt werden kann

unter

Tel. 0 664/76 53 614

Martin Auer

Frisches Brot vom Bäcker kann

man sich zwar selbst vor Ort

besorgen, Martin Auer bietet

mittlerweile aber zusätzlich seine

Leckereien via Velofood an. Man

kann von Montag bis Freitag von

11 bis 17 Uhr, Samstag von 11 bis

16.30 Uhr und Sonntag von 11 bis

12.30 Uhr aus der Stammfiliale am

Dietrichsteinplatz 13 bestellen.

Wilding – Fett Essen

Wer etwas Deftiges will, sollte

sich einmal etwas von der wohl

bekanntesten Würstelbude in

Graz „Wilding – Fett Essen“ liefern

lassen. Nicht nur, dass es der

Hotspot für Leute nach dem Fortgehen

ist, der Besitzer sieht dem

Rapper Sido zum Verwechseln

ähnlich. Burger, Mozzarellasticks

und Co. kann man sich

einfach via Lieferando oder

Mjam zu sich nach Hause

liefern lassenn.

Kornati

Take-away

Die Tapas

und Hauptspeisen

von

Kornati gibt

es während

des Lockdowns

weiterhin

zum

Abholen.

Donnerstags

und

freitags

von 16 bis 20 Uhr und am Samstag

und am Sonntag von 12 bis 18

Uhr zu holen in der Franckstraße

44, 8010 Graz. Nur nach Vorbestellung

unter: kornatigraz@gmail.

com.

Gasthaus di Gallo

Ab jetzt gibt es wieder Selbstabholung!

Die Speisen werden

frisch, aus regionalen Produkten

und nur auf Vorbestellung zubereitet.

Von Mittwoch bis Freitag

von 11 bis 17 Uhr und Samstag und

Sonntag von 11 bis 15 Uhr zum

Abholen in der Plüddemanngasse

41. Die Angebote an Speisen findet

man auf Instagram, Facebook, per

Mail auf Anfrage oder vor Ort im

Speisenkartenkasten. Bestellung

unter 0 316/47 16 77 oder dirk.

jubke@gmail.com. Die aktuelle

Speisekarte findet man unter www.

restaurant-meyer.at. Bestellungen

LIEFER- UND ABHOLDIENSTE

Ein saftiges Schnitzel samt Kartoffeln oder Pommes kann man

sich täglich bei den 3 Goldenen Kugeln bestellen. GETTY (2)

werden unter Tel. 0 3135/52410

entgegengenommen.

Die Eisperle

Warme Tage verlangen nach

köstlichem Eis. Die Eisperle serviert

pures veganes Eis, großteils

biologisch und freilich regional,

verfeinert mit hochwertigen

ätherischen Ölen. In Graz hat die

Eisperle sich auf der Beliebtheits-

Rangliste bis ganz nach oben

durchgeboxt. Seit kurzem kann

man sich die Eissorten in einer

Box mit Mjam auch nach Hause

liefern lassen. Bestellen kann man

von Montag bis Sonntag jeweils

von 12 bis 17.30 Uhr. Sowohl in

der Kaiserfeldgasse 22 als auch in

der Färbergasse 3 kann man bei

einem Spaziergang täglich von

12 bis 18 Uhr auch vor Ort ein Eis

mitnehmen.

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