Genussatelier II 2021

InternationalPublications

Unsere neue Zeitschrift, das Genussatelier soll Bühne für die High-End-Marke im LEH, Shop und Gastronomie sein.

LEH | shop | Gastronomie

Sehr

schmackhafte

Spiegelkarpfen

gibt es in der

Schmalsteder

Mühle

EIN FNG MAGAZIN

16 Seiten Genussmomente

2

2021

Feine Marken für Ihr Regal


IST UNSER HANDWERK

Im Fokus von Menger-Krug steht die Herstellung von exzellenten Sekten aus hochwertigen deutschen Weinen

in traditioneller Flaschengärung. Somit ist jede Flasche Menger-Krug durch etliche Handgriffe und viel Leidenschaft ge

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Was ist Genuss? Manchmal lässt sich das ganz simpel erklären. Genuss sind zuweilen

Erinnerungen. Man schließt die Augen und lässt sich zurückversetzen in vergangene

Zeiten. An den ersten Weihnachtstag früh morgens nach dem Aufstehen zum Beispiel.

An Frühstück war in der Hektik des Familienbetriebs kaum zu denken. Eine Scheibe

Brot mit Marmelade vielleicht, mehr nicht. Jetzt nur nicht stören! Schon zogen aus

der Küche die ersten wunderbaren Duftwolken durchs Haus. Die Weihnachtsgans

garte im Herd. Allein der Gedanke an die nach oben ragenden Keulen in ihrem appetitlich

angebrutzelten Braun ließ uns das Wasser im Munde zerlaufen. Wenig später

waberten auch die köstlichen Aromaschwaden des Rotkohls durch die Räume. Und irgendwann

gegen eins, die Kartoffeln brodelten noch im Topf, zerlegte Vater auf einem

breiten Tablett die Gans und Mutter richtete sie dekorativ auf einer großen Platte an.

Eine andere Erinnerung, die Genuss pur versprach, waren die Backnachmittage in

der Vorweihnachtszeit. Ich als Kind durfte aus dem wunderbar duftenden dünnen,

braunen Teig mit Metallformen die Plätzchen ausstechen, Weihnachtsbäume, Sterne,

Monde, Weihnachtsmänner, Herzen. Die legten wir aufs Backblech und ab ging es

in den mit Gas befeuerten Backofen. Appetitlich strömte die würzige Luft durch die

Küche, und als die Plätzchen später abgekühlt waren, durfte ich sie mit Zuckerguss

bestreichen, dem weißen mit Zitronenaroma, dem rosafarbenen mit Himbeergeschmack,

und abschließend kamen bunte Streusel auf das Gebäck. Wenn die Kekse

abgetrocknet waren, legten wir sie in eine große Blechdose, die dann hoch oben,

unerreichbar für die Kinder, auf einen Schrank gestellt wurde. Manchmal, wenn ich

allein zu Hause war, konnte ich nicht widerstehen, kletterte auf einen Hocker und

hob die Dose gen Fußboden, ganz vorsichtig, damit bloß kein Malheur passierte.

Dann klappte ich den Deckel auf. Welch verführerische Noten von Teig, Zucker und

mir damals noch unbekannten Inhaltsstoffen umgarnten meine Nase! Ich konnte

nicht anders und stibitzte mir ein, zwei Plätzchen. Was für ein Geschmack, was für

eine Steigerung der Freude auf Weihnachten! Und welch ein Genuss, der jeder noch

so kostbaren Delikatesse standhielt.

Das war eine schöne, tiefe Rückbesinnung in die Vergangenheit. Auch später, in den

ersten Jahren des Berufslebens, spürte man zu Weihnachten schon auf der Reise nach

Hause eine gewisse Aufregung. Endlich sind wir mal wieder alle beisammen, beim

Festbraten, den vertrauten Plätzchen und nun auch schon mal bei einem edlen Tröpfchen

Champagner und Wein. In zahlreichen Familien spielen sich an den Festtagen

gewiss ähnliche Szenarien ab, noch heute, und das ist wirklich eine große Freude!

In diesen Wochen jedoch sieht es anders aus. Beim Einkauf der Utensilien fürs festliche

Gebäck müssen sich selbst Kinder Masken über Mund und Nase stülpen, Abstand

muss in den Geschäften gewahrt werden, sich bloß keiner Infektionsgefahr

in der um sich greifenden Pandemie aussetzen. Und warum? Weil sich immer noch

Millionen von Unbelehrbaren in grenzenlosem Egoismus dem Piks verweigern und die

Gesellschaft komplett in größte Bedrängnis bringen.

Ich wünsche Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest bei genussvollen Stunden und einen

besinnlichen Start ins neue Jahr. Trotz allem!

EDITORIAL

Genussatelier

3


IInHaltI

Ausgabe 2

Winter 21/22

03

Editorial

12

Nachhaltigkeit

Schmalsteder Mühle

06

Talk mit Karl-Heinz Dautzenberg

14

Portrait Käse- & Feinkost Langer

18

08

Dicke Food

DR. JAGLAS

Kräuter-Elixiere

18

Impressum

GENUSSATELIER//02

4


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Zum Magazin

1


Italk mitI

Karl-Heinz Dautzenberg:

»Der Verbraucher möchte sich

Der Preis spielt dann nicht

Emma Laden meiner Tante – dann Ausbildung

zum Groß- und Außenhandelskaufmann.

In Tätigkeiten bei Brülle & Schmeltzer, Edeka

und Rewe habe ich fast alle Positionen im

Handel durchlaufen. Azubi, Verkäufer, Substitut,

Marktleiter, Bezirksleiter, Verkaufsleiter

und Geschäftsführer.

die es maximalen Sinn macht, zusammen zu

arbeiten. Nicht jedes Produkt passt zu jedem

Händler und zu jeder Kundenstruktur.

fng: Wenn Sie zum Beispiel beim Aufbau

einer Feinkostabteilung oder eines Geschäfts

beratend tätig sind, begleiten Sie dann die

Firma über einen längeren Zeitraum?

Menschen zu treffen, ihnen etwas von

meinem Fachwissen anzubieten – dies

macht mir viel Freude“

Zur Person:

Karl-Heinz Dautzenberg zählt seit

Jahren zu den einflussreichen Entscheidern

im Lebensmitteleinzelhandel.

Unter anderem berät er junge

Unternehmen beim Aufbau ihrer

Feinkostbereiche mit Produkten aus

aller Welt. Zudem ist er gefragter

Referent zu strategischen Themen

der Lebensmittelwirtschaft.

fng: Wenn es um edle Kreationen im Gourmetbereich

des Lebensmittelhandels geht, ist

Ihre Expertise sehr gefragt. Was ist die Basis

Ihrer Tätigkeit?

Karl-Heinz Dautzenberg: Ich verbringe

praktisch bereits mein ganzes Leben im Lebensmittelhandel.

Zunächst – als Kind – im Tante

Die zwölf Jahre Karstadt Feinkost haben dann

mein Wissen über Lebensmittel – speziell Feinkost-Sortimente

– gravierend erweitert.

fng: Wie spüren Sie Produkte auf, von denen

Sie glauben, dass sie auch ihre Käufer finden?

Karl-Heinz Dautzenberg: In erster Linie

kommen die Produkte – oft über Start-ups –

zu mir. Wenn diese Artikel in die Zeit passen,

macht es Sinn, sie möglichst vielen Menschen

zugänglich zu machen.

Aktuelle Trends sind dabei natürlich Bio, Vegetarisch,

Vegan, Nachhaltig und Regional.

Aber auch Genuss spielt eine immer wichtigere

Rolle. Der Verbraucher möchte sich etwas

gönnen – er möchte sich verwöhnen – er

möchte genießen. Der Preis spielt dann nicht

mehr die wichtigste Rolle.

fng: Wie wichtig ist die Kontaktpflege auf

Ihrem Betätigungsfeld?

Menschen zu mögen, Beziehungen zu pflegen,

ist natürlich eminent wichtig und schön.

Karl-Heinz Dautzenberg: Menschen zu

mögen, Menschen zu kennen, Beziehungen

zu pflegen, ist natürlich eminent wichtig, und

schön.

Es gelingt mir so, auf kurzen, unkomplizierten

Wegen Produzenten und Händler

zusammen zu bringen. Idealerweise die, für

Karl-Heinz Dautzenberg: Eine solche

Tätigkeit macht nur Sinn, wenn ich ein

Projekt auf dem gesamten Weg begleiten

kann. Von der Grundidee zum Konzept. Vom

Plan zur Ausführung. Von der Ausführung

zum Erfolg. Und dann notwendige Korrekturen

einleiten, in enger Abstimmung mit

dem Unternehmer und den handelnden

Personen.

fng: Wie hilfreich ist für Sie als kompetenter

Berater Ihre Führungsposition bei der Branchen-Leitmesse

„Symposium Feines Essen +

Trinken“?

Karl-Heinz Dautzenberg: Hier kann

ich natürlich das Angenehme des Messeauftritts

mit den angenehmen Kontakten zu

führenden Persönlichkeiten und Kennern der

Branche kombinieren. Menschen zu treffen,

Ihnen etwas von meinem Fachwissen anzubieten

– dies macht mir viel Freude. Hier

kann ich Start-Ups helfen, die ersten Schritte

zum Händler und zum Handel zu gehen und

Feedbacks von den Entscheidern der Unternehmen

zu bekommen.

fng: Kommen wir nochmal zur Auswahl der

edlen Produkte, die in den Genussbereichen

der Geschäfte offeriert werden. Darunter sind

ja auch viele völlig ausgefallene Kreationen

aus aller Welt. Wie werden Sie auf derlei Spezialitäten

aufmerksam?

Karl-Heinz Dautzenberg: Ich gehe

mit offenen Augen durch die Welt. Besuche

natürlich spannende Messen, gehe in fast

jeden neuen Supermarkt und dies nicht nur

in Deutschland, sondern auch in Urlauben

im Ausland.

GENUSSATELIER//02

6


IKarl-heinz DautzenbergI

etwas gönnen, sich verwöhnen.

mehr die wichtigste Rolle.«

Auch das Lesen von Fachpresse schadet hier

nicht. Spannend ist auch, wenn Köche in den

ja immer noch populären Kochsendungen

Produkte benutzen. Oft entsteht hier Bedarf,

den der Handel vorher noch gar nicht kannte.

fng: Da wir beim Thema Genuss sind: Wo

liegen auf diesem Sektor Ihre persönlichen

Präferenzen?

Karl-Heinz Dautzenberg: Es gibt

eigentlich nichts Spezielles, nur gut muss

es sein. Lieber weniger Fleisch, aber gut erzeugtes.

Lieber weniger Wein, aber einen

anständigen.

Wenn ich in München bin, gehört ein Leberkäse-Brötchen

zu meinem Genuss, in Berlin

die Curry Wurst von Konopke oder vom

Ku’damm 195.

D

Essen

ie Zahl der Kochshows auf

den zahlreichen TV-Kanälen in

Deutschland ist mittlerweile

inflationär. Die Fernsehköche

überbieten sich geradezu, ihrem Publikum

raffiniert komponierte Gerichte mit den

dazu passenden Getränken und auf den Tellern

elegant gestaltet zu zelebrieren. Ob die

Zuschauer derlei Kreationen zu Hause nachkochen,

steht natürlich auf einem anderen

Blatt. Oft sind die Rezepturen ziemlich kompliziert,

erfordern viel Zeit für den Einkauf

und für die Zubereitung am eigenen Herd.

Zudem – dies ist ja allgemein bekannt – haben

immer weniger Konsumenten die Muße,

in der heimischen Küche für ein tolles Essen

stundenlang zu hantieren. Der Alltagsstress

lässt grüßen!

Das haben so viele Hersteller längst erkannt

und bieten im Handel die schmackhaftesten

Kreationen an, die zu Hause relativ fix zubereitet

sind. Convenience auf hohem Niveau

war nie so stark gefragt wie heute. „Der Verbraucher

möchte sich etwas gönnen, sich verwöhnen,

möchte genießen“, sagt der Experte

für feines Essen, Karl-Heinz Dautzenberg.

„Und er ist bereit, dafür auch etwas mehr

Geld auszugeben.“ Aber Dautzenberg, der

seit Jahrzehnten in der Lebensmittelbranche

unterwegs ist, weiß selbstverständlich auch,

ist ein Bedürfnis, Genießen ist eine Kunst

dass Genuss beim Essen und Trinken eine individuelle

Sache ist. Für ihn zum Beispiel ist

eben auch die Currywurst in Berlin ein echter

Gaumenschmaus, wenn er ab und an mal in

der Hauptstadt zu tun hat.

„Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine

Kunst“, hat mal ein französischer Schriftsteller

formuliert. Tatsächlich fällt es manchen

Menschen schwer zu genießen. Wenn jemand

einen in pappigem Brötchen versteckten Burger

im Stehen verschlingt und dann weiter

eilt, ist das Genuss? Genuss beim Essen wird

oft missverstanden als Schlemmen und Völlerei.

Dabei sollte eigentlich jedem klar sein,

dass Genuss eine positive Sinnesempfindung

umschreibt. Sie betrifft alle Bereiche unseres

Lebens, ist aber auch sehr eng mit Kulinarik

verbunden. Das Essen hat da großes Potenzial,

weil es alle fünf Sinne anspricht: Sehen,

Riechen, Schmecken, Fühlen und auch Hören.

Man denke nur an den Plopp, wenn der

Korken die Sektflasche freigibt. Da kommt

Freude auf!

Die Empfindungen, die zu genussvoller Wahrnehmung

führen, unterscheiden sich von

Mensch zu Mensch. Und mit Übermaß hat

Genuss absolut gar nichts zu tun. Schon das

Aufreißen einer Kaffeepackung, wenn ganz

plötzlich das köstliche Aroma herausbricht,

ein fng magazin

7

das Aufschneiden eines Apfels, der einen

wunderbaren Duft verströmt, können großen

Genuss bedeuten.

Aber kommen wir noch mal zurück auf die

vielen Koch-Shows im Fernsehen. Noch nie

haben sich große Teile der Gesellschaft so

sehr mit Essen beschäftigt wie heute. Doch

immer weniger Menschen stellen ihre Gerichte

zu Hause aus frischen Zutaten her und

genießen sie in Gemeinschaft mit Familie

und Freunden. Dabei sollte uns eigentlich

klar sein, dass Gesundheit, Kultur und Genuss

in einer selbst zubereiteten und gelungenen

Mahlzeit stets zusammenfinden. Was sagte

schon der große Dichter Johann Wolfgang

von Goethe? „Kein Genuss ist vorübergehend,

denn der Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend!“

KONTAKT

Karl-Heinz Dautzenberg

Mühlenstraße 27a

25462 Rellingen

Tel.: +49 (0) 170/338 5675

karl-heinz.dautzenberg@t-online.de

www.dautzenbergconsulting.de


IGenussmomenteI

Food Makes Fun lautet der Leitspruch des Unternehmens

also nicht umsonst – und man

spürt den Spaß auch beim Firmengründer.

„Wir möchten unseren Kunden, deren Mitarbeitern

und dem Konsumenten die Freude

an hochwertigen Lebensmitteln vermitteln“,

sagt Wolfgang G. Dicke. Er sagt das nicht nur

so, er meint es auch so. Ihm ist sind zum Beispiel

die Qualifikationen seiner Mitarbeiter

wichtig. Zum Expertenteam gehören unter

anderem Metzgermeister, Ökotrophologen

und Lebensmittelchemiker.

Auf der Spur

der raffiniertesten

Spezialitäten

Dicke Food

Edle Delikatessen für die Theke,

das ist das Metier von DICKE

FOOD aus Wuppertal. Geschäftsführer

Wolfgang G. Dicke ist stolz

auf seine breite Produktpalette, er freut sich

über jede raffinierte Neuheit, die er dem Handel

anbieten kann. „Wir brauchen Produkte,

die eine hohe Qualität haben. Produkte mit

einer hohen Ehrlichkeit in der Herstellung,

Produkte, die etwas Besonderes sind“, sagt

er. „Wir brauchen Produkte für die Theke, die

nicht zu teuer sind, aber die eben dieses gewisse

Etwas haben.“

Immer mit Leidenschaft dabei

DICKE FOOD wurde im Jahr 1997 von Wolfgang

G. Dicke gegründet, der schon seit

1989 unternehmerisch im Lebensmittelbereich

tätig war. Er war und ist bis heute

getrieben von der Idee, dem Lebensmittelhandel

bei der Suche nach neuen Produkten

unter die Arme zu greifen, ihm zu zeigen, was

es da draußen alles Schönes, Edles, Außergewöhnliches

gibt. Wolfgang G. Dicke versteht

sich selbst als leidenschaftlicher Food-Scout

– und vor allem als Mittler zwischen (kleinen)

Herstellern und dem (großen) Handel. Dicke

Durchgängiger

Premium-Anspruch – und

jetzt noch mehr Bio

Pro Woche werden von DICKE FOOD rund 50

Tonnen Lebensmittel in die Frische-Servicetheken

bekannter Lebensmittelhändler geliefert.

Das Sortiment, dass er dem LEH bieten

kann, besteht aus rund 1.500 Delikatessen

von etwa 80 kleinen und mittelständischen

Betrieben, die vor allem hochwertige Fleischund

Wurstwaren, Milchprodukte sowie Traiteur-Artikel

fertigen. Dabei achtet man auf

besonders hochwertige Lebensmittel mit

Gütezeichen wie dem „Label Rouge“ oder

der Appellation d’Origine Protegée. „Gerade

haben wir übrigens im Bio-Bereich sehr stark

aufgerüstet“, erzählt uns Wolfgang G. Dicke.

„Vor allem bei Wurst und Käse gibt es da eine

enorm große Nachfrage des Handels, da sind

wir jetzt sehr gut unterwegs, um diese riesige

Nachfrage auch bedienen zu können.

Das sind vor allem Premium-Bioprodukte, darunter

25 französische Biokäse-Spezialitäten

und 25 Spezialitäten aus dem Wurstbereich

aus Italien. Der Handel will mehr Bio, wir liefern

es.“

Standbein Prepacking

wird ausgebaut

Wenn das Herz auch für die Bedientheken

schlägt, Wolfgang G. Dicke weiß genau,

dass der Prepacking-Bereich groß ist, immer

stärker wächst und sein Unternehmen auch

mehr Sortimente in diesem Bereich anbieten

muss. Das bringt aber gerade in diesen

GENUSSATELIER//02

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Idicke foodI

Zeiten besondere Herausforderungen mit

sich. „Wir müssen in dem Bereich für weniger

Umweltbelastung sorgen, müssen mit

extrem reduziertem Verpackungsmaterial

arbeiten. Papier statt Plastik, Plastik generell

vermeiden, wo es geht. Da müssen wir aber

auch Lieferanten finden, die das riesige Investment

auch tätigen können und wollen,

um auf umweltschonendere Verpackungen

umzustellen.“ Im Bereich Salami „Lable Rouge“

hat er seit einigen Wochen Produkte im

Angebot, die mit extrem reduziertem Plastikanteil

in der Verpackung auskommen. „Das

ist ein echtes Premiumprodukt im Prepackingbereich.

Wir suchen da immer Betriebe,

die so etwas machen können. Das ist ein großer

Aufwand.“ Ganz kleine Erzeuger können

sich das Investment oft nicht leisten. „Aber

zukünftig werden sich da auch die ganz kleinen

Anbieter umstellen. Der Kostenaufwand

ist da sicher erstmal hoch, aber es ist eben

gerade wichtig, da zu investieren.“

Auf kleine,

aber feine Hersteller setzen

Wolfgang G. Dicke hat ein Herz für kleine,

aber feine Hersteller. So nimmt er zum Beispiel

gerne immer wieder die Produkte kleiner

Käsereien ins Sortiment auf, sei es aus

Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien

oder der Schweiz, die er oft über Jahre protegiert.

Dort traut er sich auch was, bringt ganz

neue Produkte an den Start. Und versucht,

auch bei den Herstellern etwas zu verändern.

Ein Beispiel aus dem Traiteurbereich:

Für die leckeren Quiches aus

Frankreich überzeugte Wolfgang

G. Dicke seinen Lieferanten nur

noch Eier aus Nicht-Käfighaltung

zu verwenden. „Naturfreundlich

ist uns wichtig, da

machen wir schon Druck.“

Eier aus Käfighaltung seien

in Frankreich normal, aber in

Deutschland achtet man da

schon mehr aufs Tierwohl.

Für viele Traiteurprodukte

sind die Aluschalen von

einst passé – da wird nun

mit Papier- und Holzschalen

gearbeitet. „Das ist gar nicht

so einfach, das umzustellen“,

sagt Wolfgang G. Dicke. Wenn

die Holzschalen zu günstig sind,

kleben sie am Produkt. „Da muss

man viel probieren. Es ist oft ein langer

Weg. Aber ich sage den Herstellern

ein fng magazin

9


Idicke foodI

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Idicke foodI

immer: Investiert das Geld, wir verkaufen das

auch, wir können dafür dann auch mehr Geld

verlangen. Es geht darum, die Qualitäten der

Produkte oben zu halten – eben auch in den

Umweltaspekten.“

Kleinbäuerliche

Strukturen stärken

DICKE FOOD versteht sich auch als Bewahrer

von Landschaften, die eben nicht landwirtschaftlich

durchindustrialisiert sind.

„Nehmen wir da unseren Molkereibereich

in Frank reich mit den kleineren Milchbetrieben,

die mit ihren speziellen Milchqualitäten

für die Spezialitäten sorgen, die wir suchen.

Sei es nun ein Époisses, Chaource AOP oder

ein Comté AOP. Dadurch, dass wir diese Produkte

forcieren und ihnen ihren Preis geben,

tun wir auch etwas für die Regionen dort. Wir

fördern die bäuerliche Landwirtschaft, eben

keine Großindustrie. Wir bemühen uns, diese

Strukturen zu stützen. Und die Milch

muss dann auch in Produkte, wo sie eben

mit ihrer besonderen Qualität den Unterschied

macht.“

Besonderheiten in

der Theke mehr

herausarbeiten

DICKE FOOD ist und

bleibt auch ein klarer

Bedienungstheken-

Partner. „Wir haben heute zum Glück mehr

Spezialitäten in der Bedienungstheke. Die

Personalleistung ist hoch, die Theken werden

kleiner, da müssen eben Produkte rein,

die wirklich ein Alleinstellungsmerkmal

haben“, sagt Wolfgang G. Dicke. Aber diese

guten Qualitäten gibt es eben auch nicht in

rauen Mengen. „Die Warenbeschaffung ist

nicht nur in Corona-Zeiten nicht einfacher geworden.

Die Warenverfügbarkeit ist immer ein

großes Thema, nicht allein wegen der Logistik

etwa, sondern wegen der Produktion. Gerade

bei Produkten mit geschütztem Ursprung wird

der Qualität bei der Herstellung immer der

Vorrang gegeben. Infolgedessen ändern sich

die Produktionsmengen der g.U.-Milchviehbetriebe

von Jahr zu Jahr kaum.“ Zudem müssen

hohe Qualitätsstandards eingehalten werden.

„Deutsche Standards zum Beispiel in Sachen

Milch können da deutlich höher sein als in

Frankreich. Das könne man nicht ins Endlose

skalieren. „Wir müssen da alle besser planen

und damit leben, dass nicht immer alles ständig

und durchgängig verfügbar ist.“

Weihnachten: Alle wollen alles –

und zwar sofort

Weihnachten wollen alle, alles haben. Das

ist überall so und in diesem Jahr wird uns

in vielen Bereichen bewusstwerden, dass

das nicht immer geht. Das ist auch im Spezialitätengeschäft

nicht anders. „Man wird

sich generell in Zukunft zwischen Handel

und Lieferanten besser absprechen messen.

Aber die Bedienungstheke sei sicher auch

ein Instrument, wie man den Kunden da die

Zusammenhänge deutlich machen kann, so

Wolfgang G. Dicke. „Die Theke ist ja ohnehin

eine Anlaufstelle für Begehrlichkeiten

und Beratung, da kann man auch mal erklären,

welcher Aufwand dahintersteckt, um

diese hohen Qualitäten bei Spezialitäten

zu bewahren. Es sind eben Produkte aus der

Natur heraus – und die sind nicht unendlich

verfügbar.“

Frankreich als

Steckenpferd

Frankreich ist ein Steckenpferd von DI-

CKE FOOD. Egal ob Käse, Quiches, Schinken,

Salami, Pasteten oder Gänseleber-

Spezialitäten. „Fast 80 Prozent von dem,

was wir derzeit machen, kommt aus dem

französischen Raum“, sagt der Geschäftsführer.

„Wir sind für diese Firmen strategischer

Partner, weil wir für sie den Markt

in Deutschland fit machen.“ Kein Wunder,

dass Wolfgang G. Dicke 2017 für sein unermüdliches

Engagement den französischen

Verdienstorden für Landwirtschaft (Ordre

de Mérite Agricole) erhielt. „Darauf bin ich

sehr stolz und wir fühlen uns in unserer leidenschaftlichen

Arbeit bestätigt.“ Die will

er immer weiter ausbauen, auf der Jagd

nach dem Besonderen.

KONTAKT

DICKE FOOD

Vorm Eichholz 2

42119 Wuppertal

Tel.: +49 (0) 202 28156-0

Fax: +49 (0) 202 2815622

info@foodmakesfun.com

ein fng magazin

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Alleine geht es nicht, das ist das

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ohne unsere Mitarbeiter.

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so viel

bewirken, wie wir alle zusammen.

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12


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ein fng magazin

13


INachhaltigkeitI

Die Karpfen aus dem

Mühlenteich sind ein

Schmalsteder Mühle

Der Pfeil am Schild an der Weggabelung

zeigt nach rechts: Schmalsteder Mühle

1km. Eng ist die Straße nun, die sich

kurvenreich eine sanfte Anhöhe hinaufschlängelt.

Das Ziel ist erreicht. Auf der einen Seite der

See, der sich silbern glitzernd im Licht der hellen Wolken

spiegelt, auf der anderen Seite die Einfahrt zum

Hof, der umsäumt ist von den alten Gebäuden. Still

liegt sie da, die Schmalsteder Mühle, ein idyllischer

Ort inmitten fast unberührter Natur.

Britta Plambeck und ihr Vater Georg führen den Hof

nebst Karpfenzucht, sie gemeinsam mit ihrem Partner

Dirk Mordhorst nun schon in sechster Generation. Und

die Karpfenzucht ist es auch, die diesen bäuerlichen

Betrieb, der gar nicht weit von Kiel, der Landeshaupt

von Schleswig-Holstein entfernt liegt, so attraktiv

macht. „Ich bin hier zur Welt gekommen und kann mir

ein Leben ohne unsere Karpfen gar nicht vorstellen“,

erzählt die junge Frau, und Partner Dirk Mordhorst ergänzt:

„Schon als Junge war ich hier als interessierter

Zuschauer bei der alljährlichen Karpfenernte.“

Das Abfischen ist stets ein großes Ereignis in

Schmalstede und findet immer in der ersten Novemberwoche

statt. Manchmal versammeln sich dort um

die 300 Zuschauer, um mitzuerleben, wie die kräftigen

Fische gesammelt und in Bassins verbracht werden,

eine Augenweide natürlich auch für Kinder.

„Unser See ist zwar zwölf Hektar groß, heißt aber

Schmalsteder Mühlenteich“, berichtet Dirk Mordhorst.

„Denn ein Teich hat einen Abfluss, und den brauchen

wir, um unsere Karpfen zu ernten. Den Teich trocken zu

legen, ist bei den Plambecks ein eingespielter Prozess.

Zunächst wird der Zufluss aus dem Bordesholmer See

am so genannten Stintgraben – Stint ist die Bezeichnung

für einen kleinen Fisch – geschlossen. Über einen

Ablauf, der die Bezeichnung Mönch trägt, werden die

Wassermassen dann in den Fluss Eider geleitet, einen

Steinwurf vom Hof entfernt. Ungefähr eine Woche

dauert es, bis der Teich leer ist. Rund 200.000 Kubikmeter

Wasser gehen im wahrsten Sinne des Wortes

den Bach runter. Um keine unnötigen Überschwemmungen

zu verursachen, wird die Abflussmenge mit

Hilfe von Brettern gesteuert. In dem schmalen Abzugsgraben

und mit Hilfe eines Gitters werden die Fische

dann mit Keschern geerntet und in Bassins gebracht,

den sogenannten Hältern, im Keller der alten Mühle.

Und eine Woche nach dem Abfischen beginnt der Verkauf.

Echte Hochsaison ist immer von Dezember bis in

den März hinein.

Schmalsteder Karpfen von den Plambecks sind für ihre

Qualität berühmt, und weil der Hof über das Internet

ziemlich bekannt ist, kommt die Kundschaft gern von

weit her, um sich schöne Karpfen für festliche Tage auszusuchen,

sogar aus großen Städten Norddeutschlands

und bis hin nach Dänemark. Ist ja auch einen längeren

Ausflug wert, der alte Hof mit seinem wunderbaren

Kopfsteinpflaster aus längst vergangenen Zeiten.

Der Verkaufsraum ist oberhalb der Bassins mit einem

rustikalen Holztresen. Ebenso rustikal ist die Waage,

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14


ISchmalsteder mühleI

Die Familie betreibt schon

seit 1878 Fischzucht

Der Hof der Plambecks hat eine lange Tradition.

Schon seit 1878, seit dem Erwerb des Anwesens,

betreibt die Familie Fischzucht, die in

der Region überhaupt tief verwurzelt ist. Einst

waren es Mönche, die im Mittelalter ihr Augustinerkloster

am Bordesholmer See wegen

des Fischreichtums bauten. Die Klosterbrüder

wollten in der Fastenzeit nicht auf fleischliche

Nahrung verzichten und labten sich stattdessen

an deftigen Fischgerichten. Und sie

heimsten sich den Schmalsteder Mühlenteich

für eine eigene Fischzucht ein.

Schmalsteder

e Delikatesse

die auf jeder Seite eine Schale hat. In die

eine kommt der Fisch, auf die andere das Gewicht

aus Eisenguss, zwei Kilo, ein Kilo, 500

Gramm. Wenn die Schalen ausgeglichen auf

dem Träger stehen, wird der Preis genannt.

Ziemlich umständlich nach heutigen Maßstäben.

Aber die Kunden, die bei den Plambecks

ihren Karpfen erwerben, wollen dieses nostalgische

Verfahren nicht missen. Und die neuen

digitalen Systeme wären eher ein Störfaktor

in diesem Ambiente, das bei jedem Blick

durch den Raum an frühere Zeiten erinnert.

Hochkonjunktur ist die

Zeit zum Jahreswechsel

Hochkonjunktur für den Absatz der Karpfen

aus dem Schmalsteder Mühlenteich sind die

Tage um Weihnachten und Sylvester. Manchmal

stehen die Menschen Schlange, um ihren

Karpfen mit nach Hause zu nehmen. Angeboten

wird der Fisch in unterschiedlichen Varianten.

Mal als ganzer Fisch, mal als Filet ohne

die kräftig ausgeprägten Gräten oder in mehreren

Teilen. Das Gewicht der Fische beträgt

zwischen zwei und fünf Kilo, manchmal sogar

sieben, je nach Wunsch des Kunden.

Dass die Karpfen aus dem Schmalsteder

Mühlenteich so beliebt sind, hat einen ganz

besonderen Grund. Das gesamte Gebiet rund

um den See unterliegt der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie,

einem wirkungsvollen Naturschutzprogramm.

Nichts gelangt in den Teich,

was nicht hineingehört. Keinerlei unliebsame

Nährstoffe aus der Landwirtschaft, denn Wiesen

und Äcker werden in diesem Lebensraum

nicht gedüngt. Die Karpfen schwimmen in

klarem Wasser, werden nicht gefüttert und

ernähren sich von dem, was sie auf dem Boden

des Teiches finden, Schnecken, Muscheln,

kleine Krebse, Würmer und Insektenlarven.

„Dadurch, dass unsere Karpfen aufgrund der

ausbleibenden Fütterung viel schwimmen

müssen, um ihre Nahrung zu finden, setzen

sie kein Fett an und haben festes Fleisch“,

erklärt Dirk Mordhorst, „das schätzen unsere

Kunden. Und so kann man unsere Fische als

echte Delikatesse bezeichnen. Zudem ist der

Karpfen der einzige Fisch, der nachhaltig gezüchtet

werden kann.“

Wenn die Verkaufssaison allmählich zu Ende

geht, werden schon die nächsten Fische für

den Mühlenteich angeliefert. Sie kommen aus

der Lewitz in Mecklenburg-Vorpommern. In

dieser Region südlich von Schwerin erstrecken

sich ausgedehnte Karpfenteiche in einem

Naturschutzgebiet. Der Transportweg nach

Schleswig-Holstein ist kurz, und so gelangen

die Jungfische völlig unversehrt und stressfrei

in ihre neue Umgebung. Etwa 30 Zentimeter

groß und ein Kilo schwer sind die Fische,

wenn sie zum ersten Mal im Schmalsteder

Mühlenteich schwimmen.

Und es erscheint seltsam, dass die dort bis

heute Bestand hat. Die Spiegelkarpfen aus

dem See tragen nur wenig Schuppen und

werden nicht ohne Grund gern zum Jahreswechsel

genossen. Legt man sich eine Schuppe

des Fisches ins Portemonnaie, so heißt es,

verspricht das Geldsegen im nächsten Jahr.

Deshalb entscheidet der Aberglaube auch

über die Zubereitung des Karpfens. Denn für

Karpfen blau, also die gekochte Variante, wird

der Karpfen nicht entschuppt. So kann sich

jeder Gast eine Glücksschuppe abschaben.

Britta Plambeck und ihr Partner haben klare

Ziele mit Ihrer Karpfenzucht und ihrem Auftritt

im Internet: Sie möchten das Image des Karpfens

von seinem etwas muffigen Image befreien.

„Mit dem Fisch verbinden viele noch Oma,

Badewanne und Modder“, sagen sie. „Die junge

Generation sollte sich aber selber mal ein Bild

machen vom sehr schmackhaften Spiegelkarpfen

und den vielen interessanten Rezepten.“

Rezept des Kabarettist und Sportreporter

Werner Schneyder:

Die Haut der Karpfenfilets in kurzen Abständen

nicht zu tief einschneiden, wobei die

Gräten so zerkleinert werden, dass sie beim

Essen nicht stören. Das Fleisch in gleich große

Stücke schneiden, kräftig mit Salz sowie Pfeffer

würzen und mit Zitronensaft beträufeln. Fischstücke

nacheinander mit Mehl, verquirlten Eiern

und Semmelbröseln panieren. In heißem

Butterschmalz schwimmend beidseitig hellbraun

ausbacken. Aus dem Fett heben, auf Küchenkrepp

abtropfen lassen und mit Zitronenspalten

sowie Petersilie obendrauf anrichten.

Dazu gibt´s Kartoffelsalat. Guten Appetit!

KONTAKT

Schmalsteder Mühle

Britta Plambeck

Schmalsteder Mühle 1

24241 Schmalstede

Tel.: +49 (0) 4322 3063

Mobil: +49 (0) 0172 6404 189

post@schmalsteder-muehle.de

ein fng magazin

15


Anton Langer:

IportraitI

»Ich bin jeden Tag

fng Genussatelier: Was passiert beim Affinieren?

Anton Langer: Affinieren ist kontrolliertes Reifen. Der Käserohling

kommt in jungem Zustand bei mir an und wird in einem speziellen

Reiferaum verfeinert. Jeder Käse ist ein Unikat und erhält seine individuelle

Affinage. Wichtig bei der Reifung ist eine konstante Tempertur

von etwa 10° C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 85 bis 88 Prozent.

Weil sämtliche Käse gemeinsam in einem Raum reifen, muss das

Klima für alle Sorten passen. Jeder Affineur hat seine eigene Handschrift

und behandelt den Käse nach seiner eigenen Methode und

nach eigenen Rezepturen. Er entscheidet darüber, ob sein Reifekeller

warm oder kalt, nass oder trocken ist und damit, in welcher Klimazone

ein Käse reifen soll. Wichtig ist außerdem die ständige Kontrolle. Ich

bin jeden Tag bei meinem Käse. So kann ich immer sehen, ob ein Käse

gewendet, gebürstet, gewaschen oder eingerieben werden muss – ich

verwende hierfür auch gerne Grappa oder einen selbst gebrannten

Birnen-Quittenschnaps. Manche Käse werden mit Kräutern veredelt.

Ich probiere vieles aus, mal gelingt es sehr gut und ein andermal

nicht. Manchmal schneide ich einen Käse an und denke mir, heute ist

er wirklich gut. Wichtig ist es, den perfekten Zeitpunkt zu erkennen,

an dem man weiß, jetzt ist der Käse genau richtig. Das ist mit jedem

Käse und zu jeder Zeit anders. Den Reifegrad bestimmt letztlich der

Kunde. Eine Reifung ist dann gelungen, wenn der Kunde zufrieden ist.

Das ist die höchste Auszeichnung für einen Affineur. Meine Kunden

entscheiden sich ganz bewusst für einen meiner sehr ausgereiften

Käse. Manche Käsesorten lagern drei bis vier Jahre in meinem Reiferaum,

um das volle Potenzial zu entwickeln. Diese Käse gibt es nur

einmal, ähnlich wie bei einem Whiskey. Das heißt, jeder Käse hat

seine eigene Persönlichkeit.

fng Genussatelier: Welche Käsesorten gibt es in Ihrem Fachgeschäft?

Der Maître Fromager Affineur ist spezialisiert auf hausgereiften Rohmilchkäse.

Jeder Käse hat seine eigene

Persönlichkeit, ähnlich wie ein

guter Whisky.

Zur Person:

Anton Langer versteht die hohe Kunst der

Käseveredelung, denn er hat nicht nur ein

ganz besonderes Gespür, sondern nimmt

sich auch viel Zeit für seine Käse, einige von

ihnen lagern mehrere Jahre in der Reifekammer.

Das Ergebnis sind hausgereifte und

elegante Käsespezialitäten. Seit 1980 ist

der Maître Fromager Affineur spezialisiert

auf die Verfeinerung von weit ausgereiftem

Rohmilchkäse und betreibt einen Käsefachhandel

in Fürth.

Anton Langer: Saisonabhängig biete ich insgesamt 120 bis 150

verschiedene Käsespezialitäten an – vom Frischkäse über Weichkäse,

halbfesten oder festen Schnittkäse bis zum Extrahartkäse und Edelpilzkäse,

aus Schaf-, Ziegen-, Kuh- oder Büffelmilch. Ich verwende

überwiegend Rohmilchkäse, der ja an sich schon eine Spezialität ist.

Die Milch wird so verarbeitet, wie sie vom Tier kommt, also bei Körpertemperatur.

Dadurch bleiben während der Herstellung und Reifung

alle Vitamine, Enzyme und Mineralien erhalten. Für eine gute

Rohmilch ist es wichtig, dass die Tiere nicht überzüchtet sind. Eine

normale Kuh, die ihr Jungtier füttert, hat eine natürliche Milchproduktion

von sechs bis acht Liter am Tag. Diese Milch ist im Geschmack

sehr konzentriert. Eine naturnahe Lebensweise der Tiere, eine natürliche

Schwangerschaft und Milchproduktion sowie die notwendigen

Ruhephasen spiegeln sich auch im Käse wider. Die Rohmilchkäse

verabeite ich zu hausgereiften und verfeinerten Spezialitäten. Jeder

Käse läuft durch meine Hände. Er schmeckt niemals gleich. Meine

Käse sind meine Kinder, die ich begleite, bis sie gegessen werden.

fng Genussatelier: Welcher ist Ihr Lieblingskäse?

Anton Langer: Ich esse gerne Époisses, einen französischen Weichkäse

mit einem ausgewogenen, markanten und fruchtigen Aroma,

der mit Schnaps verfeinert wird. Das war schon der Lieblingskäse

von Napoleon. Außerdem Gruyère d'Alpage, ein Hartkäse aus un-

GENUSSATELIER//02

16


IKäse- und Feinkost LangerI

bei meinem Käse.«

pasteurisierter Kuhmilch von schweizer Gebirgsalpen

mit den Aromen von würzigen

Alpenkräutern, der ausschließlich im Sommer

hergestellt wird. Ebenso schätze ich echten

Camembert aus traditioneller Herstellung

aus der Normandie mit seiner cremigen Textur

und seinem leicht scharfen und nussigen

Geschmack, der an einen Kuhstall erinnert.

Einer meiner Lieblingskäse ist auch Gruyère

L'Etivaz, ein kräftiger Bergkäse von einer

schweizer Alpkäserei mit einer eigenen A.O.C.

Er stammt aus einer kleinen Produktion und

wird von Mai bis Oktober handwerklich nach

einer uralten Tradition im Kupferkessel hergestellt,

an manchen Tagen werden nur zwei

Käse gemacht. Er hat einen ganz eigenen,

etwas fruchtigen und kräftigen Geschmack

und einen besonders zarten Schmelz. Dieser

Käse wird bei mir noch ein Jahr lang weiterveredelt,

so dass er insgesamt 24 bis 36 Monate

gereift ist. In Deutschland gibt es nur

drei Affineure, die diesen Käse anbieten.

fng Genussatelier: Woher kommt der Käse?

Anton Langer: Ich bearbeite Rohmilchkäse

aus allen Käseländern: Frankreich, Italien,

Spanien, der Schweiz, den Niederlanden und

England, dem ältesten Käseland. Seit 1980

arbeite ich mit den selben Lieferanten zusammen,

inzwischen sind sogar schon die Enkelkinder

in der Käserei. Viele von ihnen habe

ich bereits in meinem Urlaub besucht. Neu

im Sortiment ist seit letztem Jahr Džiugas,

ein authentischer Hartkäse aus einer alten

Käserei in Litauen in unterschiedlichen Reifegraden.

Er wird ausschließlich aus Sommermilch

von Freilandkühen hergestellt, die das

ganze Jahr draußen auf der Weide stehen.

fng Genussatelier: Wie wird man Affineur?

Anton Langer: 1980 habe ich von meinem

Schwiegervater einen kleinen Kolonialwarenladen

in Nürnberg übernommen. Schon bald

habe ich den Käse entdeckt. Auf einer Messe

durfte ich Käse aus Spanien und Italien probieren

und war sehr beeinduckt. Ich wollte

unbedingt wissen, wie man guten Käse

macht. Schnell wurde Käse zum Schwerpunkt

in unserem Geschäft. Entscheidend war dabei

der Endverbraucher, denn ich wollte Käse

nicht nur verkaufen, sondern meinen Kunden

den perfekten Käse anbieten, der wie in Frankreich

oder Italien schmeckt. So habe ich das

Handwerk des Affineurs gelernt. In meinem

Urlaub bin ich zu den Lieferanten, zu Bauernkäsereien

und Affineuren nach Frankreich gereist,

um zu erfahren, wie man wirklich guten

Käse herstellt und verfeinert.

fng Genussatelier: Was können die Teilnehmer

bei Ihren Käseseminaren lernen?

Anton Langer: Neben allgemeinen Käseseminaren,

in denen ich einzelne Käsesorten

in verschiedenen Reifestufen vorstelle

sowie dem Klassiker „Käse und Wein" biete

ich auch Seminare zu den jeweiligen Herkunftsländern

an oder von welchem Tier ein

Käse stammt. Außerdem kombinieren wir

Käse mit Wein, Bier oder Schokolade oder

wir verkosten edle gereifte Käse aus meiner

Schatzkammer mit Hochprozentigem, wie besonderen

Rum, Whiskey, Gin oder mit alten

Portweinen. In einem speziellen Seminar können

die Teilnehmer die einzelnen Schritte der

Käseherstellung kennenlernen. Jeder darf

vom Frischkäse bis zum Weichkäse seinen eigenen

Käse machen und dabei erfahren, wie

einfach und trotzdem kompliziert die Herstellung

von Käse ist. Außerdem kochen wir mit

Käse nach exklusiven Rezepten, die ich aus

meinem Urlaub von Lieferanten und Bauern

mitgebracht habe.

Das Wow-Gefühl im

Mund, wenn wir die

Augen schließen.

fng Genussatelier: Was gehört zum perfekten

Käsegenuss?

Anton Langer: Käse ist der Mittelpunkt.

Man sollte ihn für sich allein genießen mit

einem Getränk, das einem persönlich am

besten schmeckt. An speziellen Abenden

empfehle ich, welches Brot, welches Getränk,

welche Früchte oder Konfitüren besonders

gut zu einem bestimmten Käse passen.

Am besten lässt sich Käse mit einem

anderen Produkt aus derselben Region

kombinieren. Zum perfekten Käsegenuss

gehört ein hoch prozentiges Getränk, wie

beispielsweise ein guter Whisky oder Rum.

Er kann Aromen aus einem Käse lösen, die

man sonst nicht schmecken würde. Auch

umgekehrt kann Käse aus hochprozentigen

Spirituosen noch mehr Geschmack herausholen.

Für echte Käseliebhaber bietet Anton Langer bis zu 150 verschiedene

Käsespezialitäten in seinem Fachgeschäft.

Manche Käse lagern drei bis vier Jahre in der Reifekammer.

Genuss kann man lernen. Man sollte Käse

am besten Stück für Stück und das Getränk

schluckweise genießen. Was wir als Umami,

den fünften Geschmackssinn, bezeichnen,

würde ich als Mundgefühl beschreiben: das

Wow-Gefühl, wie sich ein Geschmack im Mund

entwickelt, wenn wir die Augen schließen.

Genau das versuche ich auch den Kunden in

meinen Käseseminaren näherzubringen: Was

ist Käsegenusss? Wichtig finde ich, dass die

Teilnehmer Genuss vestehen, dass sie Käse

nicht nur essen, sondern genießen können.

Insofern sehe ich mich auch als Genusslehrer

und als Botschafter des guten Geschmacks.

KONTAKT

Käse- und Feinkost Langer

Hirschenstr. 22

90762 Fürth

Tel: 0911 7566305

Fax: 0911 7566306

E-Mail: info@kaese1a.de

www.käse1a.de

ein fng magazin

17


IDR. JAGLAS Kräuter-ElixiereI

Von der Klosterapotheke in die Bar

Dr. Jaglas

Nichts Neues oder doch? Man

nehme Kräuter, Wurzeln und Beeren

und kreiere daraus nach traditionellen

Rezepturen Hochprozentiges.

Nicht zum Verkauf in der Apotheke,

sondern für den exquisiten Geschmack, für

Genießer und Kenner die das Besondere suchen.

Apothekerin Christina Jagla hat mit

ihrem Berliner Apothekenlabel DR. JAGLAS

den Kräutern eine neue Bühne gegeben.

Schon als Urgoßvater Max Jagla seinen Kolonialwarenladen

führte, erfreute sich das

Kloster-Elixier großer Beliebtheit und wurde

besonders nach reichhaltigem Essen sehr geschätzt.

Die Klosterrezepturen sind geblieben,

die Kräuter dafür kommen jedoch nicht mehr

wie einst aus dem Klostergarten. Wenn auch

die Artischocken für Christina Jaglas Elixiere

in Deutschland wachsen, den Ginseng bezieht

sie aus Südkorea, die Maca-Pflanze aus

Peru. Und statt in der Apotheke, gibt es die

Magenbitter heute als hochwertige Kräuter-

Spirituosen unter anderem in ausgewählten

Feinkostläden und in der Gastronomie.

KONTAKT

Dr. Jaglas GmbH

Choriner Str. 40

10435 Berlin

Tel. 030 46 99 55 60

info@dr-jaglas.de

www.dr-jaglas.de

Kräuter-Spezialitäten

für Genießer

Basis für die exklusiven Premium-Kräuter-Digestifs

wie Artischocken-, Maca Ginseng- oder

Golfers-Gingseng-Elixier ist eine mittelalterliche

Klosterapothekenrezeptur. Mit dem Dry

Ginseng hat die promovierte Pharmazeutin

eine besonders aromatische Spezialität auf

den Markt gebracht: „Dieser zuckerfreie Ginseng-Gin

gehört mit seinen 50 Volumenprozent

zu den hochprozentigsten Navy Gins am

deutschen Markt. Besonders an ihm sind der

fünffach destillierte Weizenalkohol und die

hohe Kräuterdichte“, so die Unternehmerin

Christina Jagla. „Die Spezialität Herber Hibiskus

- San Aperitivo ist die alkoholfreie Alternative

zum Aperol Spritz. Die herbe Süße der Hibiskus-Blüten

wird durch Rosmarin, Bitterorange,

Holunderbeeren und Vanille abgepuffert“,

so die Apothekerin, „die dezente, rauchige

Whisky-Note im Angang ist das Faszinierende

an ihm.“ Das leuchtende Aperol-Apricot hat

die Komposition nicht nur den Blütenblättern,

sondern weiteren natürlichen Farbstoffen aus

Apfel oder Öldistel zu verdanken. Herber Hibiskus

- San Aperitivo, der inzwischen bis nach

Abu Dhabi und Aserbaidschan verkauft wird,

kann man als Cocktail oder Longdrink genießen

und ist spannender Begleiter zu

Ziegenkäse, Feigen, Nüsse wie auch

Schokolade.

Zertifizierte Reinheit

Ob Artischockenblätter, Tausendgüldenkraut,

Wacholderbeeren, Zitwerwurzeln,

Baldrian oder Lavendel, es

sind alles Kräuter, die man eher

aus der Medizin als aus dem

Lebensmittelbereich kennt.

„Genau das macht sie für den

Gaumen so einzigartig“, konstatiert

die Bitterspezialistin.

Verarbeitet werden sie alle

noch immer in der väterlichen

Apotheke zu Bitterkräutern, die

für ihre hohe Reinheit und den

Gehalt an Inhaltsstoffen wie

ätherische Öle oder Bitterstoffe

nach Deutscher Arzneibuch

Qualität zertifiziert sind. Kein

Wunder also, dass Christina

Jagla diese „Heil“-Kräuter auch

im detailverliebten und mehrfach preisgekrönten

Design (unter anderem German Design

Award Special 2017) verewigt hat.

Kräuter im Trend der Zeit

2016 hat Apothekerin Christina Jagla ihr Unternehmen

gegründet, heute, fünf Jahre später,

sind die hochprozentigen Kräuter-Elixiere

und ausgewählten Drink-Kreationen des Ber-

liner Apothekenlabels Dr. Jaglas längst viel

mehr als bloß ein Geheimtipp. „Mir war klar,

dass die Artischocken-, Ginseng- und Maca-

Elixiere dank wertvoller Bitterstoffe und

vieler ätherischer Öle ein großes Potenzial

als Digestif haben und genau den Nerv der

Zeit treffen.“ Und sie weiß, dass ihre Kunden

nicht nur die besondere Qualität der handverlesenen

Bitterkräuter, Wurzeln und Beeren

schätzen, sondern vor allem die authentische

Geschichte hinter dem Label DR. JAGLAS.

Authentizität, sich selbst und ihren Wurzeln

treu zu bleiben, das ist es mithin auch, was

Christina Jagla so erfolgreich macht. Nach

wie vor arbeitet sie einen Tag in der Woche

in der Apotheke und hält trotz stetig wachsendem

Unternehmen, das mittlerweile

weltweit exportiert, daran fest „strukturiert

und bedacht meinen Weg zu gehen und die

Marke organisch wachsen zu lassen. Genau

diese Vielfältigkeit gibt mir jeden Tag neue

Energie und Motivation und macht einfach

enorm viel Spaß.“

Drinks mit Elixieren

Pur, als Aperitif oder als Long-Drink, die

Kräuter-Elixiere von DR. JAGLAS sind nicht

nur an der Bar, sondern auch zu Hause ein

„kleine Sünde“ wert. Christof Reichert vom

Hotel Adlon Kempinski in Berlin hat unter

anderem mit ihnen exklusive Drinks kreiert.

Diese und mehr Rezepte zum Nachmachen

unter www.dr-jaglas.de.

Impressum

Verlagsleitung:

Dr. Claus-Jörg Harnisch

Benno Keller

Chefredaktion:

Philipp Hirt-Reger

Konzeptionelle Beratung:

Karl-Heinz Dautzenberg

Redaktion:

Bert Pflüger

Marie Schäfers

Gudrun Schillack

Head of Production:

Britta Göpfert

Herstellung:

Schleunungdruck GmbH

97828 Marktheidenfeld

genussatelier@harnisch.com

GENUSSATELIER//02

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30.

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Fachingen Heil- und Mineralbrunnen GmbH · Brunnenstraße GENUSSATELIER//02

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