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28. Februar 2022

- Zwei Jahre Corona in Graz - Reform: Die KAGes stellt sich neu auf - Interview mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer zum 70er - Neos fordern aus für Städtepartnerschaft mit St. Petersburg - Wegen Corona und Ukraine: Grazer Faschingstreiben auf Sparflamme

- Zwei Jahre Corona in Graz
- Reform: Die KAGes stellt sich neu auf
- Interview mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer zum 70er
- Neos fordern aus für Städtepartnerschaft mit St. Petersburg
- Wegen Corona und Ukraine: Grazer Faschingstreiben auf Sparflamme

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28. FEBRUAR 2022, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG


In der Früh

wird es frostig,

im Laufe des

Tages sonnig.

Die Temperaturen

in Graz liegen morgen Dienstag

zwischen -6 und 7 Grad.

Rückblick

Heute vor genau zwei Jahren bestätigte

sich der erste Corona-Fall in Graz. Bilanz

und Blick auf die aktuelle Lage. 2

Ausblick

Angesichts des Kriegs in der Ukraine wird

das Ende einer Städtepartnerschaft gefordert.

Und der Fasching ist gebremst. 5

Landeshauptmann im persönlichen Geburtstagsinterview

Schützenhöfer

erwägt noch eine

weitere Amtszeit

LUEF (2), LAND STEIERMARK

Gespräch. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer in diesem Jahr an seinen Nachfolger übergeben

möchte. Im Interview anlässlich seines 70. Geburtstags (29. Februar) liebäugelt er jetzt aber doch noch mit einem weiteren Wahlantritt. SEITE 4


2 graz

www.grazer.at 28. FEBRUAR 2022

Europa muss sich auf Hitze und

Dürren gefasst machen.

GETTY

Klimabericht:

Düstere Aussicht

■ Heute wurde der zweite Teil

des sechsten Weltklimaberichts

veröffentlicht. Uni Graz-Ökonomin

Birgit Bednar-Friedl koordinierte

Beiträge des Kapitels zu

Europa als leitende Autorin. Ihr

drastischer Befund: „Nach dem

aktuellen Kenntnisstand der

Wissenschaft sind Hitze, Dürren,

Wasserknappheit und Überflutungen

die zentralen Klima-

Risiken, denen wir uns in den

kommenden Jahrzehnten stellen

müssen.“ Neben der Anpassung

sei Klimaschutz essentiell.

Am 28. Februar 2020 bestätigte Bogner-Strauß

die erste Infektion.

Seither gab es vier Lockdowns und

strenge Schutz-Maßnahmen.

Gerti Pall wurde im Dezember 2020

als erste Grazerin geimpft. LAND STMK (2), KK

Zwei Jahre Corona

COVID-19. Am 28. Februar 2020 wurde der erste Corona-Fall in Graz bestätigt.

Zwei Jahre später hat uns das Virus noch immer fest im Griff. Die Zahlen sind

aktuell anhaltend hoch, trotzdem gibt‘s ab Samstag weitreichende Öffnungen.

Die BanHate-App zeigt, dass es weiter

viel Hass im Netz gibt. BANHATE

Hass im Netz auf

Rekordniveau

■ Der Online-Hassreport der Initiatoren

der „BanHate“-App zeigt,

dass Hass im Netz ein großes

Thema bleibt. 2817 Meldungen

gingen im 2021 auf der App ein,

zwar weniger als 2020 (3215), aber

immer noch um 66 Prozent mehr

als vor der Pandemie. Verschwörungstheorien,

Wiederbetätigung

und die Corna-Maßnahmen waren

die häufigste Basis des Hasses..

„Vor allem bei den als sogenannten

Fake News bekannten

Verschwörungstheorien fehlt es

leider an der rechtlichen Handhabe“,

so die Grazer Antidiskriminierungsexpertin

Daniela Grabovac.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Am 25. Februar 2020 wurden

die ersten Virusinfektionen

in Österreich – in

Innsbruck – registriert. Nur drei

Tage später gab es den ersten

Fall in der Steiermark, in Graz.

Und weitere zwei Wochen später,

verkündete Landeshauptmann

Hermann Schützenhöfer die

Verschiebung der geplanten Gemeinderatswahlen

in der Steiermark.

Am Tag zuvor, am 11.

März, hatte die Weltgesundheitsorganisation

WHO die Epidemie

zur Pandemie erklärt. Der erste

steirische Todesfall wurde am 15.

März bestätigt. Am 16. März begann

der erste Lockdown in Österreich,

der bis 1. Mai dauerte.

Die Infektionszahlen waren damals

im Vergleich zu heute sehr

gering. Am 16. März gab es 44

bestätigte Corona-Fälle in Graz –

insgesamt. Aktuell stehen wir bei

4.893 Infektionen innerhalb von

sieben Tagen, rund 700 sind es

momentan an einem einzigen Tag.

Etwa 6.000 Personen sind gerade

aktiv infiziert. Die Sieben-Tage-

Inzidenz liegt bei 1.680,7 – die Corona-Ampel

steht nach wie vor auf

Rot. Inzwischen sind 414 Grazer

im Zusammenhang mit dem Coronavirus

verstorben, steiermarkweit

sind es 2.623 Verstorbene.

Erste Impfung

Am 27. Dezember 2020 wurde die

damals 88-jährige Grazer Kammerschauspielerin

Gerti Pall als

erste Steirerin gegen das Coronavirus

geimpft. Seither haben es

ihr 222.480 Grazer nachgemacht

und sich impfen lassen. 207.067

haben aktuell ein gültiges Impfzertifikat.

Das sind 74,7 Prozent

der Bevölkerung über fünf Jahre.

Am morgigen Dienstag, 1.

März, beginnt in Graz auch die

Verimpfung des neuen Vakzins

von „Novavax“.

Lockerungen

Trotz der hohen Infektionszahlen

gibt es momentan glücklicherweise

nicht sehr viele Hospitalisierungen.

In der Steiermark

befinden sich 25 Personen in

Behandlung auf einer Intensivstation.

95 Betten wären noch

verfügbar. „Zwei Jahre Pandemie

sind eine sehr intensive Zeit, die

sich in unsere Erinnerung wohl

fest eingeschrieben hat. Eine

Gesellschaft leidet, wenn Sie die

Grundlagen, die Zelle aller sozialen

Beziehungen, die Begegnung,

nicht in der Form leben kann,

wie es eben notwendig ist. Wir

haben gelernt damit umzugehen

und wir müssen auch lernen und

anerkennen, dass dieses Virus

nicht einfach verschwinden wird.

Daher müssen wir einerseits weiterhin

das Virus bekämpfen – am

besten mit der Impfung – und andererseits

uns auch um den Wert

von Beziehungen bewusst sein,

gerade jetzt“, so Gesundheitslandesrätin

Juliane Bogner-Strauß.

Deshalb gibt es ab kommendem

Samstag, 5. März, weitreichende

Lockerungen – es fallen

fast alle noch bestehenden Maßnahmen.

So darf auch die Nachtgastronomie

wieder öffnen. Es

gibt keine Sperrstunde mehr.

Auch Veranstaltungen sind nicht

mehr reglementiert. Der Grüne

Pass wird nicht mehr gebraucht.

Nur dort, wo vulnerable Gruppen

geschützt werden müssen,

bleiben Schutzmaßnahmen

aufrecht. Es bleibt eine Maskenpflicht

im Lebensmittelhandel, in

Banken oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Auch in Krankenhäusern

sowie Pflegeanstalten

gibt es weiterhin Maßnahmen.


28. FEBRUAR 2022 www.grazer.at

Reform der Spitalsgesellschaft

graz 3

Die KAGes stellt sich neu auf

ZUKUNFTSORIENTIERT. Mit einem umfangreichen Maßnahmenbüdel hat die KAGes einen weitreichenden

Prozess der Unternehmensoptimierung gestartet. Erste Ergebnisse wurden präsentiert.

LANDSTEIERMARK/BINDER

LR Juliane Bogner-Strauß, Aufsichtsratsvorsitzender Günter Dörflinger,

Finanzvorstand Ernst Fartek und Vorstandsvorsitzender Gerhard Stark (v.l.)

Von Christoph Zefferer

christoph.zefferer@grazer.at

Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft

hat mit der Projektgruppe

„KAGes Reshape 2030“ einen

umfassenden Prozess zur Unternehmensoptimierung

gestartet.

Erste Ergebnisse wurden heute

von Gesundheitslandesrätin

Juliane Bogner-Strauß, Soziallandesrätin

Doris Kampus,

Personallandesrat Christopher

Drexler, Aufsichtsratsvorsitzendem

Günter Dörflinger,

Vorstandsvorsitzendem Gerhard

Stark und Finanzvorstand

Ernst Fartek präsentiert. „Das

Ziel aller Maßnahmen ist nicht

reine Systemoptimierung oder

Management, sondern alle Maßnahmen

zielen letztendlich auf

Hilfe für den Menschen, der diese

benötigt“, so Bogner-Strauß.

Erste Maßnahmen

Gerhard Stark präsentierte eine

Liste der Maßnahmen, die zur

Umsetzung gebracht werden

sollen. Neben der Reduktion von

Ärzte- und Pflegepersonal finden

sich auch Themen wie die

Ausrollung des „Lean Hospital

Gedankens“, welcher die Patientenorientierung,

Prozessoptimierung

und Verschwendungsvermeidung

in den Fokus stellt.

Nachhaltigkeitsziele und eine

regionale Auswahl beim Lebensmitteleinkauf

stehen ebenso auf

der Agenda. Eine erste konkrete

Maßnahme ist eine zukunftsorientierte

Anpassung der Organisationsstrukturen

im Bereich der

KAGes.

LASS

DIR

HELFEN

Was haben Knochenbrüche, chronische

Kreuz schmerzen und psychische Erkrankungen

gemeinsam? Sie können uns alle treffen und

betreffen viele. Aber sie können vermieden

und geheilt werden. Informationen und

Unterstützungsangebote zu psychischen

Erkrankungen finden Sie auf

graz.at/seelischegesundheit

achtzigzehn | Foto: Kat Derler


4 graz

www.grazer.at 28. FEBRUAR 2022

„Den Eltern immer dankbar“

IM INTERVIEW. Unser am 29. Februar geborene Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer feiert

seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass erzählt er von seiner Kindheit, Gegenwart und Zukunft.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Herzlichen Glückwunsch

zum Geburtstag! Was

viele nicht wissen: Heute

sind Sie quasi der erste Steirer,

aufgewachsen sind Sie aber in

Niederösterreich. Wie haben Sie

Ihre Kindheit in Erinnerung?

Hermann Schützenhöfer:

Streng genommen bin ich im

niederösterreichischen Edlitz

geboren und aufgewachsen,

aber im Jahr 1966 sind wir wieder

in die Steiermark gezogen.

Meine Eltern waren echte Steirer.

Der Vater aus Pinggau, die

Mutter aus St. Margarethen bei

Lebring. In Edlitz führte mein

Vater die Landwirtschaft der örtlichen

Pfarre. Wenn ich an meine

Kindheit denke, denke ich an

meine herzensgute Mutter und

den Vater, der immer mein Vorbild

bleiben wird. Zeit meines

Lebens werde ich meinen Eltern

dankbar sein.

Wollten Sie als Kind schon Politiker

werden?

Schützenhöfer: Nein, aber bereits

relativ früh hat man mir ein

gewisses Talent zum Schreiben

und Reden nachgesagt. Deshalb

habe ich in jungen Jahren – damals

wollte ich mir mein erstes

Auto kaufen – als Reporter gearbeitet.

Aber ich bin froh, dass ihr

heute den Journalismus macht

und ich in die Politik gegangen

bin. Das erste Auto war dann übrigens

ein VW Baujahr 1957.

Was hat sich am meisten verändert

seit sie in der Politik sind?

Schützenhöfer: In der Politik

selbst hat sich in den letzten Jahren,

insbesondere auch während

der Corona-Pandemie, der Ton

untereinander – der Umgang

miteinander – geändert. Allzu

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer wird 70 Jahre alt und überlegt, noch einmal zur Wahl anzutreten.

oft kommt es zu sprachlichen

Grenzüberschreitungen. Niemand

ist im Besitz der Wahrheit,

es geht um das Ringen der besten

Ideen und

nicht um den

Wettbewerb der

wechselseitigen

verbalen

Untergriffe. Es

braucht einen

sachorientierteren

Diskurs.

Welche ist denn

ihre liebste, und

welche ihre traurigste Erinnerung?

In der Politik

hat sich in den

letzten Jahren

der Umgang miteinander

geändert. Allzu oft kommt

es zu sprachlichen Grenzüberschreitungen.“

Schützenhöfer: Da gibt es

unzählige wunderbare Erinnerungen!

Ich bin gerne im Land

unterwegs. Die schönsten Momente

dabei

sind sicherlich

die Gespräche

mit den Steirerinnen

und

Steirern. Als ich

das Amt des

Landeshauptmannes

im Jahr

2015 übernommen

habe, hat

sich mit der

Amokfahrt in Graz leider auch

sehr schnell einer der traurigsten

LUEF

Momente ereignet. Diese Erinnerung

sitzt mir bis heute in den

Knochen.

Wann möchten Sie sich entschieden,

ob Sie noch einmal für das

Amt des Landeshauptmanns

kandidieren?

Schützenhöfer: Alter ist etwas

sehr Relatives, vor allem in der

Politik. Wenn ich noch einmal

zur Landtagswahl antrete und

die volle Legislaturperiode beende,

dann bin ich noch immer

jünger als der Bundespräsident

heute. Ich werde zu gegebener

Zeit eine reife Entscheidung

treffen.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 |

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80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | Victoria Purkarthofer (0664 / 80 666 6528 ) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT:

176.193 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2021). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


28. FEBRUAR 2022 www.grazer.at

graz 5

Seit 2001 sind Graz und St. Petersburg (rechts die sogenannte Auferstehungskirche)

in einer Städtepartnerschaft, die Grazer Neos fordern den Bruch. STADT GRAZ/FISCHER, GETTY (2)

St. Petersburg

Neos fordern Aus für

Städtepartnerschaft

SANKTION. Anlässlich des Angriffs Russlands auf

die Ukraine soll Graz mit St. Petersburg brechen.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Der militärische Angriff

Russlands auf die Ukraine

versetzte die Welt vergangene

Woche in Schock. Millionen

Menschen zeigten seither weltweit

ihre Solidarität, auch in Graz

wurde am Wochenende demonstriert,

Samstagabend versammelten

mehrere Jugendorganisationen

hunderte Menschen zu einem

Lichtermeer am Hauptplatz.

Die Grazer Stadtregierung

beschloss 50.000 Euro

an Soforthilfe für die

Ukraine, doch auch

darüber hinaus beschäftigt

der Konflikt

die Stadtpolitik. Denn

nun stellen die Neos

die Städtepartnerschaft

zwischen Graz und St. Petersburg

in Frage, die 2001 von Gouverneur

Vladimir Yakovlev und Bürgermeister

Alfred Stingl besiegelt

wurde.

„Mit dem Angriff auf ein friedliches

Land Europas, greift der russische

Diktator Putin auch unsere

europäischen Werte an. Das ist

unverzeihlich. Deshalb kann es

auch keine Partnerschaft, egal in

Philipp Pointner

welchem Bereich, mit dem Putin-

Russland geben”, so der Grazer

Neos-Chef Philipp Pointner. Daher

will man die Diskussion in den

Grazer Gemeinderat bringen.

Noch unklar

In der Stadtregierung, so heißt

es aus dem Büro von Bürgermeisterin

Elke Kahr, habe man

bisher noch nicht über diese

Möglichkeit diskutiert, es werde

aber wohl noch zum Thema zwischen

den Koalitionspartnern

werden. Allerdings

sei ein solcher Fall

bisher ja noch nie

vorgekommen, eine

Städtepartnerschaft

sei auch keine Unterstützung

für eine

politische Richtung.

Die Kooperation

verschiedener Künstler-Organisationen

seit 2001 gilt als Beleg

für den fruchtbaren und regen

Austausch. Ein Argument das

Pointner, selbst als Dirigent weltweit

tätig, verstehen kann, aber:

„Derzeit bleibt uns nur das Mittel

von Sanktionen. Und die müssen

sehr scharf sein, auch wenn sie

für uns selbst schmerzhaft sind”,

erklärt Pointner.

Der Faschingsumzug fällt am morgigen Faschingdienstag wie viele andere

Partys ins Wasser. Corona und die Ukraine-Situation sind der Grund. LUEF

Grazer Faschingstreiben

nur auf Sparflamme

SCHADE. Ukraine-Krieg und Corona machen vielen

Faschingspartys einen Strich durch die Rechnung.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Vor zwei Jahren hat es die

letzte große Faschingsparty

in Graz gegeben – ganz kurz

danach kam Corona. Und während

viele gehofft haben, dass sich

das Thema Pandemie inzwischen

erledigt haben dürfte, gibt es nach

wie vor wenig Grund zum Lachen.

„Wir hoffen auf 2023“, heißt es

vom Grazer Faschingsclub rund

um „Scherzherzog“ Walter Kriwetz.

Der große Faschingsumzug

durch die Herrengasse kann auch

heuer nicht stattfinden, ebenso

wie die Antenne-Disko am Glockenspielplatz.

Ukraine bremst Laune

Die anstatt des Umzugs geplante

„Comedy Night“ der Kleinen Zeitung

am heutigen Rosenmontag

fällt aufgrund der Situation in der

Ukraine ebenfalls ins Wasser. Im

ganzen Land werden Faschingsfeierlichkeiten

aufgrund des Kriegs

mitten in Europa abgesagt. Der

ORF verzichtet beispielsweise auf

den Villacher Fasching und die

Faschings-Millionenshow. „Ein

unbeschwertes Feiern ist in diesen

Tagen undenkbar. Wir sind in Ge-

danken bei den Menschen in der

Ukraine“, sagt Andreas Zakostelsky,

Obmann des Vereins der Steirer

in Wien und Organisator des Steirerballs,

der morgen sein Programm

mit einer Fiakerfahrt präsentieren

wollte. „Angesichts der Situation

in unseren Nachbarländern sehen

wir keinen Grund dieser Tage zu

Feiern“, heißt es auch vom Café

Mitte, das seine Faschingsparty

ebenfalls abgesagt hat.

Ein bisschen Fasching

Andere Lokale haben sich dagegen

für Feierlichkeiten entschieden.

Im Merano und in der

Schrillen Grille im Univiertel

wird Party gemacht. In der Katzte

Katze gibt‘s ebenfalls einen DJ.

Im La Mur herrscht Mardi Gras.

Auch den Jüngsten wird zumindest

ein bisschen geboten.

Am Tummeplatz laden die Kinderfreunde

zum Faschingstheater.

Im Shopping Nord gibt‘s eine

Kinderdisco und Zaubershow.

Im Citypark verteilt Clownin

Poplina Ballontiere. In Seiersberg

gibt‘s Schminke und Glitzertattoos.

Im Murpark ist Weltrekord-

Jongleur Albert Tröbinger unterwegs.

Im Center West eröffnet

das Kinderland neu.


6 graz

www.grazer.at 28. FEBRUAR 2022

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ christoph.zefferer@grazer.at

Schwere Unfallserie

mit Fahrerflucht

Ein schwerer Unfall ereignete sich

in der Grazer Mandellstraße. BF GRAZ

lich beschädigte. Der 25-Jährige

flüchtete zunächst, stellte sich

aber am Sonntag der Polizei.

3 Raubhandlungen

am Wochenende

■ Samstag Nachmittag wurde ein

12-Jähriger in einem Grazer Einkaufszentrum

von einer Personengruppe

nach Geld gefragt. Da

er der Aufforderung nicht nachkam,

wurde er umzingelt und

mit Schlägen bedroht. Die Täter

nahmen ihm seine Geldbörse ab

und erbeuteten einen geringen

Geldbetrag. Das Raubopfer blieb

unverletzt. Nach den Tätern wird

■ In der Nacht auf Sonntag

kam es in der Mandellstraße zu

mehreren teils folgenschweren

Unfällen. Ein 25-Jähriger Grazer

stieß gegen 00:15 Uhr mit seinem

PKW gegen ein abgestelltes

Auto, das dadurch schwer

beschädigt wurde. Danach

krachte er gegen ein entgegenkommendes

Auto, dessen Lenkerin

dabei so schwer verletzt

wurde, dass sie im LKH Graz

notoperiert werden musste, es

besteht Lebensgefahr. Schlussendlich

prallte der PKW des

Unfalllenkers gegen ein weiteres

Auto, das gegen einen Fahrradabstellplatz

geschleudert

wurde und zahlreiche Fahrräder

sowie ein Motorrad erhebgefahndet.

Zeugen des Vorfalls

werden gebeten, sich mit zweckdienlichen

Hinweisen unter der

Telefonnummer 059133/65/3333

an die Polizei zu wenden. In

der Elisabtehstraße ereigneten

sich kurz nach Mitternacht zwei

ähnliche Vorfälle. Zwei vorerst

unbekannte Täter drohten bei

der ersten Tathandlung einem

20-Jährigen Schläge an und

raubten dem Opfer einen geringen

Bargeldbetrag. Der 20-Jährige

blieb unverletzt, die Täter

flüchteten. Sie traten kurz darauf

erneut in der Elisabethstraße in

Erscheinung. Die mutmaßlichen

Täter forderten von drei Grazern

Zigaretten und Bargeld. Um ihren

Forderungen Nachdruck

zu verleihen, wurden sie handgreiflich.

Eine Frau wurde dabei

unbestimmten Grades verletzt,

die beiden weitern Opfer blieben

trotz Schlägen unverletzt. Sie erstatteten

umgehend Anzeige bei

der Polizei, die die beiden mutmaßlichen

Täter festnehmen

konnte. Bei diesen handelte es

sich um zwei Männer aus Graz

im Alter von 18 Jahren.

Brand in Grazer

Innenstadtlokal

■ Aus bisher unbekannter Ursache

kam es am Samstag zu einem

Kellerbrand in der Kaiserfeldgasse.

Gegen 21 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr

Graz zum „Le Burger“,

aus dessen Kellergeschoss

starker Rauch austrat, beordert.

Sämtliche im Lokal befindliche

Personen hatten zu diesem Zeitpunkt

die verrauchten Räumlichkeiten

bereits unverletzt verlassen.

Die Brandstelle wurde in

einem Lagerraum des Lokals vorgefunden.

Gegen 21:30 Uhr konnte

„Brand aus“ gegeben werden.

Beim Brand im „Le Burger“ am Eisernen

Tor wurde niemand verletzt. KK


28. FEBRUAR 2022 www.grazer.at

graz 7

Temmel startet Eissaison

■ Mit nur fünf Grad, dafür Sonnenschein,

eröffnete Eiskönig

Charly Temmel heute wieder seine

Eissaison. Traditionellerweise

präsentiert er bei dieser Gelegenheit

auch sein Plakat dazu – jedes

Jahr von einem anderen Künstler

gestaltet. Heuer hat er dafür sogar

einen österreichweit bekannten

Star gewinnen können. Womit keiner

gerechnet hat: Man kennt ihn

nicht als Star der Kunstwelt, sondern

einer ganz anderen Branche.

Denn Sängerin Jazz Gitti hat das

Charly Temmel

macht

gemeinsame

Sache mit

der Jazz

Gitti, sie hat

das Plakat

zur Eissaison

2022 gemalt.

KK

Plakat gestaltet. „Das letzte Mal

hab ich gemalt, als ich noch in der

Schule war – das ist jetzt locker 62

Jahre her, dass ich zuvor das letzte

Mal einen Pinsel in der Hand hatte“,

gesteht sie. Bei Charly Temmel

gibt‘s heuer einige neue Sorten zu

probieren. Brauner Bär (Karamelleis

durchzogen mit Schokolade),

Salzburger Nockerl (Biskuit durchzogen

mit Himbeersauce), Apollo

13 (Waldbeermischung), Germknödel

und Nutella hat der Eiskönig

heuer neu im Programm.

Bobby sucht

ein Zuhause

Bobby hat ein ausgesprochen

freundliches Wesen und

liebt Menschen. Daher ist es wenig

verwunderlich, dass er sich

sehr über die Aufmerksamkeit

von Bezugspersonen, aber auch

von Fremden freut. Bobby ist

neugierig und folgsam, kann die

Grundkommandos und führt

sie brav aus. Der verschmuste

Hund lebte früher auf einem

Grazer

Pfoten

Bobby ist verschmust

und

liebt Kuscheleinheiten.

KK

Hof und kam ins Tierheim, weil

sein Besitzer verstarb.

- 6 Jahre

- Mischling

- mag größere Kinder aber

keine Hunde

Kontakt: Arche Noah

www. aktivertierschutz.at

Tel. 0676/84 24 17 437

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Kaufkraft sinkt

Parkplätze streichen und sich

wundern warum die Kaufkraft

sinkt. Fußgänger kaufen halt

nicht so viel ein, wenn sie noch

öffentlich fahren müssen. Aber

das merkt man halt erst, wenn

alle Parkplätze weg sind.

Stefan Mutschlechner

* * *

Gute Idee

Gute Idee. Hoffentlich mit ein

paar Bäumen und etwas Grün.

Christoph Haindl

* * *

Todesstoß

So stirbt die Innenstadt endgültig.

Antoinette Melichar

Na endlich

Na endlich, aber bitte mit

Fahrradraser-Schikanen! Und

sonst werden vor allem die

Schickimickis, die mit ihrem

SUV zum Frankowitsch Champagnerschlürfen

und Brötchenjausnen

fahren, traurig sein.

Karl-Heinz Leiss

* * *

Schöner

Das kann nur schöner werden.

René Leiter

* * *

Neuwahlen

Es fällt mir aktuell schwer an

etwas Gefallen zu finden, was

„unsere“ Kommunisten planen,

vorschlagen oder umsetzen.

Eigentlich sollte es sofort Neuwahlen

geben!

Ralf Edler-Stiegler

* * *

Weg mit den Autos

Solche Fragen sollten sich einfach

nicht mehr stellen. Weg mit

den Autos!

Macello Basstrojani

* * *

Diskriminierung

Ich sitze im Rollstuhl

und habe dort einen

notwendigen Behindertenparkplatz,

wenn ich in

die Stadt muss. Jetzt werde ich

vertrieben. Danke Stadt Graz

für die Diskriminierung.

Thomas Hansa

* * *

Sitzbankerl

Ja genau, die Geschäfte laufen ja

so gut in Graz, alle Shops platzen

vor Kunden. Die brauchen

dann ein Bankerl zum Sitzen.

Karin Maria Höller

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Fuzo statt

Parkplätze

am Bischofsplatz

Die Grazer Stadtregierung

kommt der autofreien Innenstadt

schon in den nächsten

Wochen einen großen Schritt

näher. Der Bischofplatz wird

zur Fußgängerzone umfunktioniert.

Das Pilotprojekt „Autofreier

Bischofplatz“ soll im

nächsten Jahr in die Gesamtgestaltung

rund um den Tummelplatz

miteinfließen. Unsere

Leser diskutierten...

REAKTIONEN & KOMMENTARE


anzeige graz 23

827. FEBRUAR 2022 www.grazer.at

www.grazer.at 28. FEBRUAR 2022

Traumhafte Aussicht, wunderschöne Sonnenterrassen und beste Pistenverhältnisse laden zum perfekten Schiurlaub auf der Turracher Höhe

Schi-Frühling auf der Turracher Höhe

Schneesicherheit, urige Hütten mit einladenden Sonnenterrassen und das exklusive Serviceangebot

der Pistenbutler machen den Schifrühlingsurlaub auf der Turracher Höhe zu etwas Besonderem.

Schifahren bei besten Pistenverhältnissen

bis nach

Ostern – die Turracher

Höhe macht es möglich. Das

Schigebiet erstreckt sich von

knapp 1800 bis auf 2205 Meter

und liegt mitten in den Nockbergen

an der Grenze zwischen

Kärnten und der Steiermark.

Pistenbutler-Service

Der persönliche Service des

Pistenbutlers ist das Markenzeichen

der Turracher Höhe. Mit

seinem Butler-Mobil ist der Pistenbutler

geschwind überall zur

Stelle und hat für verschnupfte,

angehende Schihelden Taschentücher,

Traubenzucker und

verwöhnt die Eltern an seiner

Service-Bar mit einem Glas Prosecco,

die Jüngeren mit Süßigkeiten

und Himbeerwasser und

ab März ruft er dann laut „Gelati,

Gelati“, wenn das Bergbauernhof-Eis

vom Nockberge-Biobauer

Hans-Peter Huber verteilt

wird. Kostenlos, versteht sich.

Sonnencreme gibt’s obendrein

dazu. Grenzgenial eben.

Early Morning Skiing

Wer während seines Aufenthaltes

in einem der 20 Butlerbetriebe

nächtigt, darf sich über ein exklusives

Butler-Programm freuen.

Ein echtes Programm-Highlight

im Schifrühling ist das „Early

Morning Skiing“, jeweils dienstags

und donnerstags ab 7.30

Uhr. Für nur 35 Euro hat man die

frisch präparierten Pisten für 1,5

Stunden für sich alleine und darf

sich anschließend mit dem Pistenbutler

bei einem gemütlichen

Frühstück in der urigen AlmZeit-

Hütte auf knapp 2000 Meter

stärken. So genial schwingt man

eben nur auf der Turracher Höhe

in und durch den Tag.

Pistenbutler bringen, was das Herz begehrt – auch Eis.

TURRACHER HÖHE, ROSSMANN, ATTISANI


28. FEBRUAR 2022 www.grazer.at

graz 9

Gerald

und die

Tafelrunde

Gerald Fleischhacker

kommt mit

seiner Tafelrunde

nach Graz. KK

LUSTIG. Im TV hat sich der Grazer Gerald Fleischhacker mit seiner „Tafelrunde“ schon eine Fangemeinde

erspielt. Das gibt es die Humorrevue auch live mit „der Tafelrunde aus dem Orpheum Graz“. Start 7. März.

Angesichts der katastrophalen

Ereignisse in der

Ukraine und einer Welt,

die immer gefährlicher wird,

kann einem das Lachen schon

im Hals stecken bleiben. Allerdings:

Lachen befreit und lässt

News und Bilder für einige Zeit

verschwinden. Positive Vibes

und Gags am laufenden Band

verspricht Gerald Fleischhackers

„Tafelrunde“, die am 7.

März erstmals im Grazer Orphe-

um Station macht. In der Satire-

Sendung auf ORF III, die Gerald

Fleischhacker moderiert, treten

einmal im Monat die besten Kabarettisten

des Landes auf, um

gemeinsam zu unterhalten und

um kurze aber mit Höhepunkten

gespickteEinzelauftritte abzuliefern.

Die ersten Live-Gehversuche

der „Tafelrunde“ im ORF-Funkhaus

oder auf Viktor Gernots

„Praterbühne“ in Wien liefen

hervorragend. In Graz werden

verschiedene Top-Kabarettisten

vorerst einmal drei (Tafel)-Runden

drehen.

Am 7. März besteht die Tafelrunde

aus Gernot Kulis, Caroline

Athanasiadis, dem Kärntner

Petutschnig Hons und der Tirolerin

Nina Hartmann. Fleischhacker

moderiert.

Am 4. April sind Florian

Scheuba, die Comedy Hirten,

Nadja Maleh und Aida Loos die

Ritter der Tafelrunde.

Für die dritte Tafelrunde, die

für 9. Mai im Orpheum terminisiert

wurde, stehen die Gäste

noch nicht fest.

Gestartet wurde die TV-Serie

„Die Tafelrunde“ schon im Oktober

2018. Damals waren neben

Gerald Fleischhacker Florian

Scheuba, Gregor Seberg, Guido

Tartarotti und Aida Loos die

Mitglieder der ersten Premieren-

Tafelrunde.

Ekaterina Degot: „Wir alle hoffen,

Putins Regime zu Fall zu bringen“

■ „Der steirische herbst verurteilt

den von Putin und seinen Gefolgsleuten

angezettelten Krieg

Ekaterina Degot tritt dem Regime

Putins entschlossen entgegen. KANIZAJ

gegen die Ukraine aufs Schärfste.

Angetrieben von Imperialismus,

Gier und Rassismus, haben sie

eine schreckliche Tragödie über

die Ukraine, über ganz Europa und

über Russland selbst gebracht“,

heißt es in einem Statement der

russischen Kunsthistorikerin und

derzeitigen Intendantin des steirischen

herbst Ekaterina Degot.

„Wir fordern die Europäer auf,

die Ukraine zu unterstützen, die

russische Opposition zu unterstützen,

die Türen für geflüchtete

Menschen zu öffnen und dem

verbrecherischen Regime Putins

entschlossen entgegenzutreten.“

Szenenbild aus „Wellen, wir“, dem

neuen Mezzanin-Theaterstück. KK

Theater zur

Lage der Frau

■ Zwei Jahre nach Erhalt des

Grazer Frauenpreises und passend

zum Weltfreuentag lädt das

Grazer Mezzanin Theater am 8.

und 9. März zu einem Doppel.

Gezeigt wird das Stück „Rede

zur Lage der Frau“ und das neue

Stück „Wellen, Wir“. Die „Rede“

ist Teil der preisgekrönten Triologie

zur Lage der Frau und

„Wellen, Wir“ ist eine Tanzperformance,

eingebettet in eine

virtuelle Umgebung, die sich mit

der analogen Weitergabe von

individuellen wie kollektiven Erinnerungen

aus weiblicher Perspektive

beschäftigt.


10 graz

www.grazer.at 28. FEBRUAR 2022

Rasmus

Højlund

Sportler

des

Wochenendes

Was diese Woche

im Sport passiert

■ Mittwoch: Die Graz 99ers starten mit einem Auswärtsspiel in

Znaim (19.45)in das Pre-Play-off. Dabei werden in einer Best-ofthree-Serie

die letzten beiden Teilnehmer am Viertelfinale der ICE

Hockey League ermittelt.

Alles hat ein Ende – so auch das Grazer Sportjahr! Am

3. März 2021 wurde das Schwerpunktjahr beim Photopoint auf dem

Schloßberg offiziell eröffnet und die Bewegungsinitiative „Let’s Go!

Graz“ gestartet. Genau ein Jahr später, am Mittwoch, 2. März, ziehen

Sportstadtrat Kurt Hohensinner und Programmkoordinator Markus

Pichler im Rahmen einer Pressekonferenz nun den Schlussstrich

unter ein höchst erfolgreiches Sportjahr, das unzählige Menschen in

dieser Stadt bewegt und begeistert hat.

Mehr Tore als Spiele: Rasmus Højlund (2.v.l.) ist nicht zu stoppen.

Sturm-Neuzugang Rasmus Højlund ist in

der Bundesliga weiterhin nicht zu stoppen

und hat bislang in jedem Spiel für

seinen neuen Verein getroffen.

Als er bei seiner Ankunft in

Graz gleich selbstbewusst

Parallelen zwischen sich und

dem Ex-Salzburger und nunmehrigen

Dortmund-Stürmer

Erling Haaland zog, klang das

sehr verwegen. Den Worten hat

Rasmus Højlund aber durchaus

Taten folgen lassen. Gleich

in seinem ersten Spiel für die

Grazer in Tirol traf er zweimal,

daraufhin scorte er gegen Rapid

und nun hat er im Steirer-

Derby gegen Hartberg in der

90. Minute per Elfmeter den

3:0-Endstand besorgt. Vier Treffer

in drei Spielen – erinnert also

schon ein bisschen an Haaland,

der es in den ersten drei Spielen

für Salzburg 2019 ebenfalls auf

vier Tore brachte. Mit seinen 19

Schifahrerin Conny Hütter

In der ersten Abfahrt von

Crans Montana am vergangenen

Samstag raste die 29-Jährige

als Dritte zum dritten Mal

in Serie auf’s Weltcup-Podest.

Nur einen Tag später hatte

die so oft von Verletzungen

gebeutelte Hütter aber wieder

Pech, verlor kurz vor dem

GEPA

Jahren ist klar: Sturm wird nicht

Højlunds Endstation bleiben.

„Wenn er im Frühjahr 15 Tore

macht, soll er im Sommer wieder

weiterziehen“, hatte auch

Routinier Jakob Jantscher gemeint.

Sturm will seinen Rohdiamanten

auch behutsam

weiterentwickeln. Als nach dem

Doppelpack im ersten Match

der Rummel um Højlund riesig

war, hieß es auf Interview-

Anfragen gleich: „Rasmus steht

diese Woche nicht für Interviews

zur Verfügung.“ Noch

nicht erreicht hat Højlund die

Bilanz von Haaland, bei dessen

Einstieg in die deutsche Bundesliga.

Dort traf er in den ersten

drei Spielen für Dortmund

nämlich gleich sieben Mal…

Weiters positiv aufgefallen sind:

Zielsprung die Kontrolle und

stürzte.

LUV Damen

Die Fußballerinnen haben sich

mit einem 2:0 über Wernberg

ein Ticket für das Cup-Achtelfinale

im ÖFB-Cup gesichert

und empfangen am Samstag

um 17 Uhr die Wiener Austria.

■ Freitag: Die Graz 99ers starten mit einem Auswärtsspiel in Znaim

(19.45 Uhr) in das Pre-Play-off. Dabei werden in einer Best-of-three-

Serie die letzten beiden Teilnehmer am Viertelfinale der ICE Hockey

League ermittelt.

■ Samstag: Steirer-Derby in der Handball Meisterliga: Die HSG

Graz trifft um 19 Uhr auswärts bei der HSG Bärnbach/Köflach an.

Das Heimspiel Ende Oktober 2021 ging mit 32:25 an die Grazer unter

Trainer Rene Kramer. In der Damen-Basketball-Superliga empfängt

UBI Graz um 19 Uhr die Basket Flames aus Wien, die UBSC-DBBC-

Damen treten um 17 Uhr bei DBB LZ in Wels an.

■ Sonntag: In der Fussball-Bundesliga steigt die 22. und letzte Runde

des Grunddurchgangs. Sturm muss um 17 Uhr in Ried antreten,

das noch um den Einzug in die Meistergruppe kämpft. Falls nötig

müssen auch die Eishockey-Cracks der 99ers noch mal ran – diesmal

wieder auswärts bei Znaim um 17.30 Uhr. Im Raiffeisen-Sportpark

empfangen die Herren des UVC Graz in der Austrian Volley League

um 16 Uhr Amstetten.

Freitag,

19.45 Uhr:

Znaim vs.

Graz 99ers

Die 99ers kämpfen gegen Znaim um den Einzug in das Viertelfinale.

GEPA


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www.grazer.at 28. FEBRUAR 2022

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Dienstwege mit dem „Dienstbike“

Die Bauer’s E-Bike GmbH bietet mit dem

„Dienstbike” ein Top-Angebot für Betriebe.

BAUER‘S E-BIKE GMBH

Umwelt- und klimafreundlich,

bequem, schnell und

leistbar? Der Grazer E-

Bike Pionier Gerhard Bauer bietet

mit seiner „Dienstbike“-Initiative

die perfekte Möglichkeit

für Unternehmen, einen Beitrag

zum Klimaschutz zu leisten, auf

zukunftsfähige Mobilität zu setzen

und nicht zuletzt, den eigenen

Mitarbeitern eine Freude zu

machen. Konkret soll die Aktion

es möglich machen, Dienstwege

zu einem kostengünstigen

Tarif auf eigens auf das jeweilige

Unternehmen gebrandeten

E-Bikes zurücklegen zu können.

Die perfekte und praktische

Fortbewegungsart – gerade

im Stadtgebiet können die Räder

mitunter Firmenwägen gut

ersetzen – und immer mehr

Betriebe nutzen den großen E-

Bike-Boom. Das Angebot der

eigens produzierten „Dienstbikes“

richtet sich dabei auch

an kleine Unternehmen – die

Räder werden gefördert, sind

als Werbeaufwand abschreibbar

und kommen mit einem

Service-Gutschein bei „Bauer’s

E-Bike“. In Summe kosten die

leasingfähigen Räder Unternehmen

somit nur etwas mehr als

einen Euro pro Tag. „Wir wollen

möglichst viele Betriebe in Graz

und Graz-Umgebung mit unseren

Dienstbikes ausstatten“,

so Bauer über das Ziel seiner

großen Wirtschaftsinitiative.

Mit dem Dienstbike lassen sich Wege in der Stadt schnell zurücklegen.

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www.grazer.at 28. FEBRUAR 2022

Ausblick

Was am Dienstag in Graz wichtig ist

■ Am Straflandesgerichtet startet morgen Dienstag ein großer Prozess,

bei dem es um die sogenannte CEO-Fraud-Betrugsmasche geht.

Ein 63-Jähriger steht in Verdacht Firmen in ganz Europa um insgesamt

rund 70 Millionen Euro abgezockt zu haben. Es geht um Geldwäsche,

schweren Betrug, Urkundenfälschung, Scheinfirmen und Co.

■ Ab morgen gibt es in Graz - wie auch in den restlichen steirischen

Impfstraßen - die Möglichkeit, sich den Novavax-Impfstoff im Rahmen

des freien Impfens verabreichen zu lassen. Dieser wird in einem

Zwei- Dosen-Schema verabreicht, der Abstand zwischen erster und

zweiter Dosis soll drei Wochen betragen. Auch die Öffnungszeiten

der Impfstraßen ändern sich morgen: diese sind von Montag bis Donnerstag

sowie am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Freitag von 12 bis

20 Uhr geöffnet.

■ In der Nacht von morgen, 1. März, auf übermorgen, 2. März, wird

der Gleinalmtunnel von 20.30 Uhr bis 5 Uhr früh gesperrt. Am Mittwoch

beginnen dann die Bauarbeiten an einem knapp zehn Kilometer

langen Teilstück der A9 Pyhrnautobahn zwischen Übelbach und

Deutschfeistritz inklusive Schartnerkogeltunnel, der auch ein umfangreiches

Sicherheitsupdate erhält.

■ Ab morgen kann man sich bis 31. März für ein Medizinstudium in

Graz anmelden. Die Aufnahmeprüfung findet am 8. Juli statt.

■ Aufgrund des Faschingdienstags hat das Mobilitäts- und Vertriebscenter

in der Jakoministraße nur von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Faschingspartys

finden statt – allerdings weniger als sonst (siehe Seite 5).

Ab morgen Dienstag gibt es in der Steiermark einen Corona-Impfstoff

mehr. Es wird nämlich mit der Verabreichung von Novavax begonnen. KK

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