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PINwand 336

Weinmailing Ausgabe April 2022 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

Weinmailing Ausgabe April 2022 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

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P I N W A N D n o 3 3 6

WEINGUT SECKINGER | PFALZ

Unkonventionelle Senkrechtstarter:

„Sie werden immer besser!“ – Falstaff 2022

Erlesene Weine und Feinkost

April 2022


PINWAND no 336 April 2022

DEUTSCHLAND

Weingut Georg Breuer | Rheingau. 4

Theresa Breuer genießt mit ihren unnachahmlichen, unverfälschten Weinen so etwas wie Kultstatus bei

Rieslingfans! „Einige der feinsten, reinsten, elegant geradlinigen, aber komplexen trocken Rieslinge des

gesamten Rheingaus!“ – Stephan Reinhardt (Robert Parker’s Wine Advocate)

Weingut Seckinger | Pfalz . 14

„Senkrechtstarter der deutschen Weinszene!“ – Gault&Millau

Erfrischend „andere“ Weine, eine ganz eigenständige Interpretation ihrer Pfälzer Heimat!

Weingut Seehof | Rheinhessen . 24

Pinard de Picard proudly presents: Unser absoluter Publikumsliebling mit seinem neuem Jahrgang!

„Spannend wie Hitchcock!“ (Florian Fauth) und mit einem unschlagbaren Preis-Genuss-Verhältnis!

Inklusive Subskription der Lagenweine!

ITALIEN

San Jacopo | Toskana. 36

Exzellente Chianti in Bio-Qualität. Herrlich authentische Weine ohne jedes Chichi.

Unser Geheimtipp für die Toskanafraktion.

Ampeleia | Maremma in der Toskana. 40

Frisch eingetroffen: der neue „Unlitro“, ein Geniestreich! Gambero Rosso: „Kompromissloses Qualitätsstreben,

ein persönlicher, innovativer Stil unter bestmöglicher Einbeziehung des Terroirs.“ Damit ist (fast) alles gesagt!

SPANIEN

Iria Otero | Rias Baixas, Ribeiro, Ribeira Sacra . 40

„Um die die Zukunft zu gewinnen, muss man die Vergangenheit kennen!“ Die Rückbesinnung auf

uralte Weinbautradition steht sinnbildlich für das „neue Spanien“. Einer der heißesten Geheimtipps aus

Spaniens quirliger Weinszene!

R. López de Heredia | Rioja. 52

Wichtigster Faktor: Zeit. Weine wie vor 130 Jahren: die Ikone traditionellen Weinbaus in der Rioja,

in Spanien, in der Welt! Legendär!

FRANKREICH

Domaine de Triennes | Provence. 58

Burgund meets Provence: das Beste aus zwei Welten. Betörend südliche Weine mit burgundischem

Esprit und der vielleicht schönste Rosé unseres Portfolios!

Domaine Tariquet | Gascogne. 62

Das bekannte und beliebte Aushängeschild für preis„werte“ und hochklassige Alltagsweine, u

nser Bestseller für französische Weiß- und Roséweine voller Frische und Brillanz. Mit einem Jubiläum:

Die Cuvée „Classic“ feiert ihren 40. (!) Geburtstag!

Château Tour des Gendres | Bergerac. 70

„Die ausgewogensten und ebenmäßigsten Weine des gesamten Bergerac!“ – Revue du Vin de France

Pinard-Urgestein der ersten Stunde und Provokation für so manch ein renommiertes Château aus dem Bordelais!

Domaine Joseph Voillot | Burgund . 78

Eines unserer Lieblingsweingüter! Ursprüngliche, echte Pinot Noirs, Inbegriff des alten Burgunds und

Vorzeigebetrieb in Volnay – mit einem genialen Jahrgang!

Domaine des Aires Hautes | Minervois im Languedoc . 88

Der nächste Coup: Höchste Wertung und „Best Buy“ der Vinum-Redaktion in einer großen

Languedoc-Cru-Verkostung! Der Preis? In der Zehn-Euro-Klasse!

Bouvet-Ladubay | Loire . 92

Brandaktuell: „Bester Crémant des Jahres 2021!“ („Top 100 Weine des Jahres“ – Weinwirtschaft).

Unser Crémant-Klassiker schlechthin, unschlagbar gut! Mit Probierpaketen!

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PINWAND no 336 | April 2022


April 2022

PINWAND no 336

in unserer vorherigen Ausgabe präsentierten wir Ihnen die ersten

Weine des Jahrgangs 2021. Gleich drei deutsche Betriebe

sind es nun in der aktuellen PINwand No. 336. Sie erlauben uns

einen tieferen Einblick in diesen im besten Sinne angenehm

klassischen und kühlen Jahrgang. Zum einen das Weingut Seehof

mit den vielleicht urtypischsten Weinen Rheinhessens:

Florian Fauth erlebte den Jahrgang wie ein von Hitchcock

verfilmtes Drehbuch – spannungsgeladen und mit einer Auflösung,

die man so niemals erwartet hätte, aber sicherlich niemals

vergessen wird. Zum anderen das Weingut Seckinger, in

dem die Uhren anders zu ticken scheinen, u. a. mit den frisch

abgefüllten Lagenrieslingen des Jahrgangs 2020. Zu Recht wird

das Weingut als Senkrechtstarter wahrgenommen. Der Falstaff

hierzu: „Sie werden immer besser!“ Und dann auch Theresa

Breuer, deren Rieslinge zur absoluten Spitze des Rheingaus

zählen. Wenn wir schon bei den großen Klassikern sind:

Aus dem Traditionshaus R. López de Heredia dürfen wir einige

gereifte Raritäten anbieten, die wir zu einem echten „Schatzpinwand

no 336

Liebe Freunde von Pinard de Picard,

kammer“-Paket für Sie geschnürt haben! Außerdem steht aus

dem bildhübschen Jahrgang 2020, der speziell an der Côte de

Beaune brilliert, eine weitere Perle Burgunds an: Joseph Voillot

mit wunderbar ehrlichen Volnays und hochfeinen Pommards.

PS: Einige von Ihnen haben es schon mitverfolgen können: In

den letzten Tagen haben wir an einem Relaunch unseres Onlineauftritts

gearbeitet, um vor allem auch die Nutzerfreundlichkeit

auf mobilen Endgeräten zu verbessern. Schauen Sie

doch mal vorbei!

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre

unserer Pinwand!

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innerhalb Deutschlands!

Frei Haus ab 95,00 €

oder ab 12 Flaschen

(Weine, Spirituosen & Olivenöle)

Für Bestellungen unterhalb der Freihausgrenze erheben

wir eine Versandkostenpauschale von 6,50 €

KONTAKT

Tel.: 06838/97950-0

Email: info@pinard.de

und das Team von Pinard de Picard

3


DEUTSCHLAND RHEINGAU

Georg Breuer

THERESA

BREUER

RÜDESHEIM AM RHEIN

Theresa Breuer: "Sie hat das

Erbe ihres Vaters Bernhard nie

als Ballast verstanden.“ urteilt

Vinum und kürt sie zu einer

der 25 Weinpersönlichkeiten

Deutschlands

4 PINWAND no 336 | April 2022


Georg Breuer

RHEINGAU DEUTSCHLAND

Große trockene Rieslinge aus Rüdesheimer,

Rauenthaler und Lorcher Lagen

„Nirgends sonst im Rheingau liegen Fülle und Finesse so nah beieinander wie hier, das gilt vom

Gutswein bis zum Berg Schlossberg.“ – Eichelmann Weinguide 2022

„Es sind Weine für die Kenner und Liebhaber des Unverfälschten – nicht plakativ, sondern tief.“

– Falstaff Weinguide 2019

„Theresa Breuer produziert weiterhin einige der feinsten, reinsten und elegantesten geradlinigen,

aber komplexen trockenen Rieslinge des gesamten Rheingaus. Ihr legendärer Berg Schlossberg aus

Rüdesheim ist dabei nicht mehr der einzige Super-Grand-Cru im Portfolio.“

– Stephan Reinhardt (Robert Parker’s Wine Advocate)

„Eine sehr gute Kollektion, bei der die gutsinterne Lagenhierarchie uneingeschränkt

zur Geltung kommt.“ – Vinum Weinguide 2022

„Wo immer wir können, tauschen wir flache gegen steile Lagen,“

sagt Theresa Breuer. Wir befinden uns direkt im Ortskern von

Rüdesheim, in einer „Garage“ neben einem alten Gutsgebäude.

Theresa Breuer, Weingutsleiterin des Weinguts Georg Breuer,

zeigt uns stolz ihr Reich auf der Kopie einer Katasterkarte, die

einfach an eine Wand gepinnt ist: Über 150 Parzellen sind hier

eingezeichnet, die zu Lesebeginn – die Karte dient dem Team

als Ernteplan – erst stellenweise markiert sind. In den nächsten

Tagen werden einige der großartigsten Weine Deutschlands

aus den legendären Rüdesheimer und Rauenthaler Lagen eingefahren.

Natürlich aus Rieslingtrauben. Denn das Weingut

Georg Breuer steht wie kaum ein anderes in Deutschland für

exzellente trockene Rieslinge. Theresas Vater, Bernhard Breuer,

zählte zu den Vordenkern des Weinbaus in Deutschland, eine

der prägenden Figuren dessen, was man heute mit Fug und

Recht Weinhochkultur nennen kann. Er formulierte damals An-

WEINGUT GEORG BREUER

5 STERNE

EICHELMANN Weinguide 2022

& FALSTAFF Weinguide 2022

4,5 STERNE

VINUM Weinguide 2022

„FAIR’N GREEN“-MITGLIED

sprüche, etablierte Parameter, die auch heute nichts von ihrer

Gültigkeit eingebüßt haben und die für eine neue Generation

von erfolgreichen Winzern noch immer maßgeblich sind. Tief

in den 1980ern, als in Deutschland viele, wenn nicht sogar die

meisten Winzer noch hauptsächlich um größtmögliche Reife

kämpften, setzte er auf Spitzenqualität, legte den Grundstein

für die heutigen Großen Gewächse und vinifizierte nur kurze

Zeit später einige der besten trockenen Rieslinge. Als überzeugter

Botschafter der Qualität deutscher Weine galt seine Leidenschaft

auch dem Reisen und kulturellen Austausch mit den verschiedenen

Weinnationen.

Heute (und das seit dem Jahrgang 2004) leitet seine Tochter

Theresa mit großem Geschick und Erfolg das Weingut. Betriebsleiter

ist seit vielen Jahren Hermann Schmoranz, Markus

Lundén der Kellermeister. Gemeinsam mit Theresa Breuer prägen

sie den Stil des Hauses, wie es schon bei Bernhard Breuer

der Fall war („Nur wenige deutsche Winzer verstehen

sich so gut auf lagerfähigen, trockenen Riesling wie dieses

Team.“ Vinum Weinguide 2019). Eine nachhaltige Bewirtschaftung

der Weinberge ohne Einsatz von Herbiziden und

Pestiziden (das Weingut ist Mitglied im Verein Fair’n Green)

sowie ein geduldiger und wenig invasiver Ausbau im Keller

im Stück- und Doppelstückfass sind die wichtige Elemente

der DNS des Weinstils.

Bei den Rieslingen dreht sich für Theresa alles um die perfekte

Balance – das Wetteifern um spätmögliche Lesetermine

wäre der Gegenentwurf zu ihren Credo. Die charakteristische

Eigenschaft der Breuer-Weine aus großen Lagen ist

das Reifepotenzial. In der Jugend oft etwas

5


DEUTSCHLAND RHEINGAU

Georg Breuer

verschlossen, fast minimalistisch, entwickeln sie sich auf der

Flasche zu den größten trockenen Rieslingen Deutschlands.

Wir haben es schon oft erlebt, dass auf 10-Jahresproben besonders

die Weine aus dem Rüdesheimer Schlossberg und

Rauenthaler Nonnenberg auf den Spitzenpositionen landeten,

die wir in ihrer Jugend ob ihrer leisen Töne zunächst gar nicht

so spektakulär wahrgenommen hatten. Rieslinge wie aus einer

anderen Zeit! Sie wirken stilistisch wie losgelöst von marktwirtschaftlichen

Zwängen oder Moden, strahlen eine innere Größe

aus, die auf echten Qualitätsmaximen beruht. Und große Weine

brauchen nun mal auch Zeit, um ihr enormes Potenzial auf

höchstem Niveau zu beweisen. Der Gault&Millau beschreibt

den Breuer’schen Stil wie folgt: „So souverän wie ihre Macherin

zeigen sich die Weine: ungeheuer fein und zartgliedrig, doch zugleich

mit Kraft und Substanz für die lange Reife. Sie spielen das

Register der leisen Töne, sind auf die Reife ausgelegt, brauchen

Zeit und Luft. Mit stiller Kraft zeigen sie das Gesicht des Rüdesheimer

Bergs.“

Werte Kunden: Es war uns schon viele Jahre lang ein großes Anliegen,

Ihnen Theresa Breuers Weine näherbringen zu können,

gehören sie doch (naturgemäß!) zu unseren privaten Lieblingsweinen.

Mit ihrer ungekünstelten Art stehen sie wie die Winzerin

selbst für eine echte, lebendige, „atmende“ Weinkultur,

beruhend auf klaren Prinzipien, der Tradition verpflichtet, der

unbekannten Zukunft die Stirn bietend. Oder wie der Falstaff,

der Theresa zur Winzerin des Jahres 2016 kürte, es treffend

beschreibt: „Das begeisternde an Theresa Breuers Art, dieses

Weingut zu führen, ist, wie kongenial sie dem Markenkern nachspürt,

ihn aufnimmt und weiterträgt. Dabei verleiht ihre – wenn

man so sagen kann – reflektierte jugendliche Unbekümmertheit

der Tradition den höchsten Glanz, den diese bekommen kann:

denjenigen einer Erfrischung. So, dass sich das Alte nicht überholt

und dennoch mit einer neuen Epoche in Einklang gerät.“

Für viele (die meisten!) Weinliebhaber rangiert das Weingut

Breuer unter „Weltklasse“, dabei finden sich Theresas bewusst

leisen Weine nur selten auf den Spitzenplätzen aktueller Bewertungslisten.

Befragt man indes Rieslingliebhaber, Sommeliers

und Winzerkollegen nach der Güte der Weine, ist die Meinung

einhellig: absolute Spitzenklasse, ohne Wenn und Aber – echte

Trouvaillen (die Spitzengewächse sind leider vergleichsweise

rar), die sich enormer Wertschätzung erfreuen.

„GB CHARM“ RIESLING

HALBTROCKEN, 2021

„Charm“-ant!

DRG040121 „GB Charm“ Riesling halbtrocken, 2021

DV 11,5% Vol. 16,00 €/l 12,00 €

Theresa Breuers „GB“-Linie bildet die Basis des Weinguts. Bei

diesem Riesling handelt es sich um Trauben aus allen drei Ortschaften,

in denen das Weingut Lagen besitzt: Rüdesheim,

Rauenthal und ab seit dem Jahrgang 2019 auch Lorcher Lagen.

Ausgebaut im Edelstahl, konzentriert sich bei diesem Wein alles

auf das Wesentliche: den erfrischenden und leichtfüßigen Charakter

der Riesling-Traube. Seine natürliche Fruchtsüße stellt

sich bestens gegen die rieslingtypische Säure, ein herrlicher Pas

de deux, der ihm – und dies ist Theresa besonders wichtig – die

nötige Balance aus Frucht, Körper und Säure verleiht. Er duftet

nur subtil nach Aprikosen und Grapefruit, wird von einer Kühle

und Würze begleitet. Am Gaumen bleibt er zart cremig und

schmeckt eher trocken, ohne allerdings kantig daherzukommen,

ganz im Gegenteil, dieser „Charm“ ist fast unwiderstehlich

trinkanimierend. Die tiefgründigen Böden aus Schiefer, Quarzit

und Lehm verleihen ihm dabei bereits mineralische Tiefe, die

man nur selten in dieser Preisklasse findet. Das ist ein in allen

Belangen „fröhlicher“ Riesling, der seinen Name nicht von ungefähr

trägt. Er eignet sich als genialer Aperitif und gibt einen

vorzüglichen Konterpart zu schärferen asiatischen Speisen ab.

Höchst charmanter Einstieg in die Welt der Breuer’schen Weine

aus dem schönen Rheingau!

Zu genießen ist dieser wunderbare Alltagswein ab sofort und bis

mindestens 2025.

6 PINWAND no 336 | April 2022


Georg Breuer

RHEINGAU DEUTSCHLAND

„GB SAUVAGE“ RIESLING

TROCKEN, 2021

Elegant domestizierte Wildheit

– alles andere als spießig!

DRG041421

„GB Sauvage“ Riesling trocken, 2021 DV

11,5% Vol. 16,00 €/l 12,00 €

Alles andere als spießig Mit ihren Ortsweinen spielt Theresa

Breuer die Terroir-Karte und dekliniert die Ortschaften und

Geologie des Rheingau. Bei ihrer „GB“-Linie geht es darum,

den Charakter des Weinguts im Einstiegsbereich präzise abzubilden.

Daher stammt dieser Gutsriesling auch aus allen drei

Ortschaften, in denen das Weingut Georg Breuer Weinlagen

besitzt. Das sind Rüdesheim, Rauenthal und Lorch. Ausgebaut

im Edelstahl und trocken vergoren, zeigt dieser Riesling keinerlei

Spießigkeit, sondern rückt einem mit seiner stahligen aber

doch auch fruchtintensiven Art näher, ohne sich anzubiedern.

Im Bouquet fruchtreduziert, zeigt sich der Riesling nobel und

zurückhaltend. Er wirkt komplex und kühl. Ein Hauch Aprikosen

steigt aus dem Glas, dazu kühle und steinige Noten. Am

Gaumen haben wir hier einen wunderbar klaren und vibrierend

frischen Riesling, dessen feine Anklänge an Aprikosen und

Mirabellen von der guten Grundreife des Jahrgangs 2021

sprechen aber eben auch von den hohen Extrakten und der distinkt

griffigen Säure, die hier bestens integriert für ein langes

Finale und Frucht-Säure-Spiel sorgt. Das ist präzise, kühl und

in seiner wilden Art stets markant. Eben Riesling sauvage!

„GB GRIS“ GRAUBURGUNDER

TROCKEN, 2021

Betörend schlanker Pinot Gris aus dem Rheingau!

DRG040221 „GB Gris“ Grauburgunder trocken, 2021

DV 11,5% Vol. 20,00 €/l 15,00 €

Die Trauben dieses Grauburgunders stammen von Rheingauer

Weinbergen mit flach- bis tiefgründigen und steinigen

Lehmböden. Die Schichten sind hier, wie bei den großen Lagen

aus Rüdesheim und Rauenthal, von Quarzit und Schiefer

durchzogen. Im Weingut Georg Breuer dreht sich alles um

Balance und Feinheit. Daher sieht dieser Alltagswein auch

keinen Ausbau im Holz. Wie schon beim Riesling „Charm“

aus selbiger Linie, dreht sich hierbei alles um das Wesentliche

der Rebsorte, eine Reduktion auf deren Kern. Eine sehr

weiche Säure, eine intensive und klare Frucht bei mittelkräftigem

Körper ergeben eine wunderbare Alternative zu

rassigeren Rieslingen. Er duftet verführerisch nach Golden-

Delicious-Äpfeln, Honigmelonen und weißen Blüten. Am

Gaumen spielt er vollmundig auf, zart cremig und dank seines

niedrigen Alkoholgehalts von lediglich 11,5 Vol-%. weckt

jeder Schluck Lust auf ein weiteres Glas. Ein wunderbarer

Essensbegleiter zum Kalbsschnitzel, Spargelgerichten oder

Pilz- und Pastagerichten.

Zu genießen bei 10–12 °C und bis 2025.

Zu genießen ist dieser rassige Gutswein ab sofort

und bis mindestens 2026.

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DEUTSCHLAND RHEINGAU

Georg Breuer

RIESLING RÜDESHEIM „ESTATE“, 2020

„Ein ziemlich ernsthafter Wein“ schrieb Stuart Pigott über den 2019er.

„Ein ziemlich genialer Wein“ schreiben wir über den Nachfolger von 2020!

DRG040320 Riesling Rüdesheim „Estate“, 2020 DV 11,5% Vol. 22,00 €/l 16,50 €

Das jährliche „Estate-Spiel“ ist seit 2020 noch ein wenig

spannender geworden! Wie jedes Jahr macht der

Vergleich der Breuer’schen Ortsweine richtig Spaß,

denn ihr Ausbau ist identisch, sie reifen nach der Spontangärung

in Edelstahl, dann im großen Holz. Doch

unterscheidet sie das Terroir deutlich, also Mikroklima,

vor allem der Boden sowie dessen Neigung und damit

die Ausrichtung zur Sonne.

Bei der Rüdesheimer Variante nutzt Theresa Breuer

die flacheren Lagen des Weinguts. Die sind von Schiefer,

lehmigen Kiesböden wie auch von Quarzit geprägt,

und genau der ist es, der dem Wein immer sein

markantes rauchiges Markenzeichen verleiht. Das gilt

auch wieder für den 2020er-Jahrgang, bei dem sich der

Rüdesheim Riesling „Estate“ mit dieser sehr rauchigen

Note öffnet, zu der sich dann nach und nach reife Kernund

Steinobstnoten gesellen sowie ein wenig steinige

und kräutrige Würze. Beim Vergleich mit dem „Rauenthal“

zeigt sich dieser Wein von einer möglicherweise

charmanteren, in jedem Fall fruchtigeren Seite.

Das bestätigt sich auch am Gaumen: Der „Rüdesheim“

präsentiert sich ganz archetypisch als Rheingau-

Riesling mit reifer, seidiger Säure und dieser ganz

unnachahmlichen Verbindung aus Schiefer, Quarz und

Frucht, die in einem leichten Petrolton aufgehen, zu

der sich eine ganz feine Fruchtsüße gesellt, die dann

von der Säure aufgefangen wird. Bei aller Trinkfreude,

die der Wein jetzt schon bietet, sollte man sein

exzellentes Reifepotenzial nicht unterschätzen. Stuart

Pigott, der diese Weine für James Suckling bewertet

hat, zückte zuletzt 93 Punkte für den „Rüdesheim“ (ein

Punkt mehr als seinerzeit für den „Rauenthal“). Wie er

sich diesmal entscheiden wird, steht noch in den Sternen,

dass Theresa aber das Vorjahresniveau gehalten,

womöglich sogar übertroffen hat, ist für uns eindeutig.

Grundsätzlich sind ihre „Estates“ State of the Art, und

sicher auch über die Kategorie „Ortswein“ hinaus!

Dieser Riesling ist ab sofort zu genießen, erreicht seinen

Höhepunkt aber sicher erst zwischen 2025 und 2030.

8 PINWAND no 336 | April 2022


Georg Breuer

RHEINGAU DEUTSCHLAND

RIESLING LORCH „ESTATE“, 2020

Wieder Ortswein, wieder großes Kino! Mit dem Lorcher Riesling

ist das grandiose Terroir-Trio mehr als komplett!

DRG041320 Riesling Lorch „Estate“, 2020 DV 12% Vol. 22,00 €/l 16,50 €

Voilà, der zweite Jahrgang des Neuzugang im Estate-Portfolio

und unser jüngstes „Studienobjekt“: der

„Lorch“! Vor rund drei Jahren sorgte Theresa für großes

Aufsehen, als sie sieben Hektar Lorcher Lagen übernahm.

Ein Neuerwerb, der so nicht geplant war, da

längst überfällige Investitionen in den über Jahrzehnte

gewachsenen Keller und das Gutsgebäude anstanden.

Doch jene Lagen kommen nicht von ungefähr, sie stammen

vom Weingut Altenkirch und ihrer Eigentümerin,

Franziska Breuer, der Ehefrau von Bernhard Breuers

Bruder. Dieser gründete damals ein eigenes Weingut,

nachdem klar war, dass die beiden Brüdern unterschiedliche

Vorstellungen von der Zukunft des Weinguts

hatten. Nachdem sich aber herauskristallisierte,

dass sich für das Weingut Altenkirch kein Nachfolger

finden würde, wandte sich Franziska Breuer an Theresa.

Und so wurde eine Generation später wieder zurückgeführt,

was zusammengehört – eine schöne Anekdote

und noch glücklichere Fügung! Doch nicht nur historisch

gibt es hier viel zu erzählen, das Lorcher Terroir hat

auch ansonsten viel zu bieten. Denn Theresa reizte es

enorm, hier eine andere Facette des Rieslings herauszuarbeiten.

Der Boden ist hier, ähnlich wie in Rüdesheim,

von kleinteiliger Struktur – die Cuvée aus den drei

Lagen Krone, Kapellenberg und Schlossberg, stammt

vom Schiefer und Quarzit-Terroir. Die Verteilung des

Gesteins verhält sich hier ähnlich wie im Rüdesheimer

Berg. „Die Lagen in der Nähe zum Wasser haben

mehr Schieferanteil, jene höher gelegenen mehr

Quarzit. Der Boden ist hier sehr steinig. Wir sind hier

eben mehr im Mittelrheintal als im Rheingau.“

92+ Punkte

FALSTAFF

92+ Punkte –

FALSTAFF Weinguide

2022

Das ergibt einen herrlich mineralischen, feingewobenen

Riesling, und doch ist er im Trio der

Ortsweine in diesem Jahr der „substanziellste“.

Das Bouquet ist von Steinobst geprägt, dazu

ein leicht exotisch anmutendes „Parfum“, das

niemals ins Üppige ausschert, eher kühl und

Sekundenbruchteile lang (weih)rauchig wirkt.

Am Gaumen anregend saftig und mit einem

gewissen oomph – wieder aromatisches Steinobst

(Pfirsich, Nektarine) – sowie einer so

präsenten wie präzisen, dabei perfekt integrierten

Säure ausgestattet, die sich auch im (langen)

Nach- hall überaus anregend bemerkbar

macht. Ein herrlich charmanter, aromatisch

dichter, straff strukturierter, dabei leichtfüßiger

Wein, der uns fasziniert zum nächsten Glas

greifen lässt!

Ab sofort ein Genuss, und das bis sicherlich 2030.

Die Kunst spielt bei den Breuers nicht nur

auf den Etiketten des Rüdesheim Berg

Schlossberg eine große Rolle. Auch im Keller

des Weinguts zieht sich diese Linie fort.

9


DEUTSCHLAND RHEINGAU

Georg Breuer

„Mit Beharrlichkeit und

stilistischem Feingefühl

hat Theresa Breuer in

den letzten Jahren einen

Rieslingstil geschaffen,

der Kultcharakter

erlangt hat: mineralisch

und aufs Wesentliche

reduziert, dabei mit innerem

Reichtum – und,

wie man weiß, mit sicherem

Reifevermögen.“

– Falstaff

95 Punkte

SUCKLING

RIESLING „TERRA MONTOSA“, 2020

Unter den „111 deutschen Weinen, die man getrunken haben muss“!

„Sehr anspruchsvoller und super-mineralischer, rassiger Riesling“ – James Suckling

DRG040520 Riesling „Terra Montosa“, 2020 11,5% Vol. 33,33 €/l 25,00 €

„Das große Thema bei Breuers ist lagerfähiger, trockener

Riesling. Und zwar leichter. Ein Höchstmaß an

Komplexität bei einem Minimum an Alkohol. … Die

Rieslinge des Hauses sind schlank, geschliffen, mineralisch,

duften nach Zitrus, hellem Pfirsich und Sommerwiese.

Auch der „Terra Montosa“ – übersetzt: steile

Erde. … Kaufen Sie niemals nur eine Flasche davon.

Sie werden immer eine zweite brauchen. Mindestens.“

So schreibt Carsten Henn, der ehemalige Chefredakteur

des Vinum-Guides und Autor zahlreicher Weinbücher,

über Theresa Breuers „Terra Montosa“. In seiner

kleinen Bibel der „111 deutsche Weine, die man getrunken

haben muss“ darf dieser Wein natürlich nicht

fehlen. Wer weiß, um welchen genialen Ausgangsstoff

es sich hierbei handelt, wundert sich kaum darüber,

dass der Terra Montosa“ seit vielen Jahren einer der

begehrtesten Rheingau-Rieslinge darstellt. Hierbei

handelt es sich nämlich um nichts anderes als eine

abgestufte Cuvée aus den vier großen Lagenweinen.

In Rüdesheim wären das der Berg Roseneck, der Berg

Rottland und Berg Schlossberg, im kühlen Rauenthal

die Monopollage Nonnenberg.

Der aktuelle Terra Montosa“ von 2002 duftet fein nach

Zitronen und Birnen. Eine feine Würze in Form von

frischem Hopfen umgibt den Riesling, verleiht ihm

eine eigene Dimension, die in seiner jugendlichen

Phase von weißen Blüten umspielt wird. Am Gaumen

zeigt sich der Riesling kräftig. Am Gaumen verbindet

sich all das Helle mit einer seidigen Eleganz, die von

der vibrierenden 2020er-Säure begleitet wird, die am

Gaumen dann immer präsenter wird. Und mit dieser

Präsenz wird auch dieser Riesling immer tiefer und

komplexer und bildet eine perfekte Balance. Auch Stuart

Pigott (Suckling-Verkoster für Deutschland), zeigt

sich begeistert vom „Terra Montosa“ und schrieb:

„Sehr anspruchsvoller und super-mineralischer, rassiger

Riesling, der im langen Abgang diamanthell und

sehr filigran ausfällt.“

Kurzum: Genialer Riesling zum kleinen Preis mit enormem

Potenzial. Ein Riesling, der wie Kellers „Von der

Fels“, Tim Fröhlichs „Schiefergestein“‘ oder die Terroirweine

von Rebholz zu den „kleinen Großen Gewächsen“

zählt. Die hier eingehenden Trauben werden das

ganze Jahr über mit dem Ziel gehegt und gepflegt, in

die großen Lagenweine einzugehen und erfahren somit

die gleiche Sorgfalt wie die Spitze der Kollektion.

Zu genießen ab sofort, Potenzial bis 2035.

10 PINWAND no 336 | April 2022


Georg Breuer

RHEINGAU DEUTSCHLAND

PFAFFENWIES RIESLING TROCKEN, 2020

„Der Riesling aus der Lorcher Lage Pfaffenwies dekliniert den bekannten abgeklärten

Stil des Weinguts hin zu einer Pikanz und Kühle, wie sie wohl nur in Lorch zu erzielen

sind.“ – Falstaff Weinguide 2022

„Die Pfaffenwies ist schwer bewirtschaftbar, hat dafür alte Knorzen,

echte Zauberstöcke!“ – Theresa Breuer

DRG041520 Pfaffenwies Riesling trocken, 2020 12% Vol. 78,66 €/l 59,00 €

Als wir Theresa vor wenigen Jahren trafen, war der

Erwerb der Lorcher Lagen brandneu – wir konnten

noch keinen Wein verkosten. Daher erinnern wir

uns gut an Theresas Worte, dass es nun darum ginge

das Terroir zu verstehen, und wenn die Zeit reif

wäre, vielleicht in 5 bis 10 Jahren, würde es auch einen

Lorcher Lagenwein geben. Keiner von uns hätte

wohl gedacht, dass dies gleich im ersten Jahr der Fall

sein würde. Doch 2019 stimmte einfach alles, und

wir möchten nicht unerwähnt lassen, dass vor allem

auch Außenbetriebsleiter Hermann Schmoranz

und Kellermeister Markus Lundén Theresa ermutigten,

alle Pläne über Bord zu werfen und diesen Lagenwein

separat zu füllen – vielen Dank! Denn er stach

bei den Blindproben im Keller wohl derart heraus,

wollte sich in keiner Cuvée verstecken, zeigte so starken

Charakter, dass es fast frevelhaft gewesen wäre,

diesen Wein als Ortswein zu füllen. „Für uns ist die

Pfaffenwies auch die spannendste Lage unserer Lorcher

Weinberge, weil hier die größte Vielfalt in den

einzelnen Parzellen herrscht. Der Lorcher Berg funktioniert

wie der Berg Schlossberg in Rüdesheim, den ja

eben auch ausmacht, die ganze Varianz des Rheingaus

zu verkörpern. Denn normalerweise arbeitet man im

Rheingau stets in einem Korridor, im Schlossberg fassen

wir aber die Dimension des ganzen Bergs in einem

Wein zusammen.“ so Theresa. Beim Pfaffenwies hat

man es Lagen mit einer enormen Nähe zum Rhein bis

hoch unter den Wald zu tun. Eine Dimension mit 250

Metern Höhenunterschied wird hier eingefangen! Das

äußerst sich auch im Boden, denn im unteren Teil der

Pfaffenwies, die keiner Flurbereinigung zum Opfer fiel

– übrigens Rebstöcke, die im Kernstück in den 1960ern

gepflanzt wurden – prägt Schiefer die Lage, in weiter

oben dann Quarzit. „Die Pfaffenwies ist schwer bewirtschaftbar,

hat dafür alte Knorzen, echte Zauberstöcke!“

schwärmt die glückliche Winzerin über ihr

Erstlingswerk.

wirkt „gletschern“ und rund, ja fast poliert in seiner

angenehm unsperrigen Art. Eine feine Frucht, jene von

Zitronen, zieht sich durch diesen druckvollen und auch

salzig-mineralischen Riesling. „Es ist in der Pfaffenwies

morgens kühl, zudem hat man mehr Wasser im Weinberg,

dies ergibt eine knackige Säurestruktur. Lorch

ist immer gelbfruchtiger und saftig, hat aber auch etwas

Salziges, weil die Rebstöcke, die hier älter als im

Rüdesheimer Berg sind, niedrige Erträge liefern. Wir

mussten hier gar nicht viel anders machen, konnten es

aber auch nicht, weil der Weinberg bereits derartig gut

eingestellt und selbstregulierend ist.“ Dieser Wein, liebe

Kunden, ist die Verkörperung eines neuen Terroirs

aus einem der besten Weingüter des Rheingau und –

unserer Meinung nach – eine Sternstunde des Hauses

Georg Breuer.

Zu genießen ab sofort, Höhepunkt wohl ab 2024

bis 2037.

94 Punkte

FALSTAFF

Aus den rund zwei Hektar Besitz hat Theresa einen

grandiosen, ja genialen Riesling gezaubert, der nun

im Nachfolgejahrgang bereitsteht (und gleich sensationelle

94 Punkte im Falstaff einsammelt). Er duftet

zunächst nach Pfirsich, grünem Tee und zeigt sich am

Gaumen enorm verspielt. Er besitzt keine harte Struktur,

die von Maischestandzeiten geprägt ist, sondern

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DEUTSCHLAND RHEINGAU

Georg Breuer

RIESLING SEKT BRUT, 2019

Breuer-Riesling mit Perlen!

DRG041219 Riesling Sekt Brut, 2019 12,5% Vol. 21,33 €/l 16,00 €

Was wäre das Weingut Breuer ohne seinen klassischen

Riesling-Sekt? Kaum eine andere Rebsorte eignet

sich in unseren nördlichen Breitengeraden derart

gut für die Erzeugung eines feinen und frischen

Schaumweins wie der Riesling. Ihre natürliche Säure

sowie ihre mineralische und präzise Aromatik prdäestinieren

diese Sorte zur Basis eines idealen Grundwein.

Dieser Brut-Sekt, der ganz nach traditioneller

Methode (Flaschengärung!) produziert wurde,

stammt ausschließlich aus südlich ausgerichteten

Steillagen aus dem Rüdesheimer Berg Schlossberg

und Rauenthaler Nonnenberg, den beiden Spitzenlagen

des Weinguts! 2019 ist der aktuelle Vertreter,

den Theresa hier bewusst etwas früher dégorgiert

hat. Die hohe Grundreife des Traubenmaterials ergibt

einen schon jetzt herrlich knackigen, weil rezenten

und frischen Sekt, dessen kürzere Hefestandzeit

den Rebsortencharakter vorzüglich bewahrt. Daher

unsere Einschätzung: Schmeckt wie Breuer-Riesling,

eben nur mit Perlen!

Der hellgoldene „Brut“ entwickelt ein feines Schaumkrönchen,

das wunderbar geschmeidig und feinporig

im Glas abschmilzt, um dann den intensiven Duft

dieses Sekts preiszugeben: Noten von weißen Blüten,

auch Quitten, Äpfeln und Aprikosen – Aromen,

die sich so auch in einem Rheingau- Riesling finden.

Am Gaumen, dies überzeugt uns am meisten, ist die

Perlage hauchfein – das Qualitätsmerkmal eines

geduldigen Ausbaus. Man nimmt sofort die intensive

Rieslingaromatik wahr, die sich in diesem Jahrgangssekt

zeigt. Ein Apéritif-Riesling-Sekt? Auch, würden wir

sagen! Denn diesem hier gelingt der gekonnte Spagat

zwischen anregender Frische und doch stoffigem

Körper, intensive Aromatik inklusive, sodass man

gleich zum Essen übergehen könnte. Häufig fällt bei

Weinen wie diesem der Vergleich mit den wesentlich

berühmteren Schäumern französischer Provenienz

– hier weder angebracht noch nötig. Denn so einen

Sekt, gibt es nur in Deutschland! Zumal so besonders

gut gelungen gelungen wie der von Theresa Breuer

aus Rüdesheim. Preis-Genuss-Verhältnis? Fantastisch!

Ab sofort bis 2024+.

12 PINWAND no 336 | April 2022


Georg Breuer

RHEINGAU DEUTSCHLAND

„GEORG BREUER“ SEKT BRUT, 2009

Trocken und komplex – Breuers großer Brut 2009 est arrivé!

DRG040909 „Georg Breuer“ Sekt Brut, 2009 12,5% Vol. 48,00 €/l 36,00 €

Sekte wie dieser waren in den letzten Jahren der Motor,

diesem Segment auch in Deutschland endlich die Anerkennung

(und berechtigten Preise) zu gewähren.

Denn so minimalistisch die Flasche aus dem Rheingau

mit ihrem Porzellanlabel wirkt, die wichtigsten Daten

sind klar zu erkennen: Vintage 2009 und das Dégorgierdatum,

zwölf Jahre nach der Lese. So lange hatten

die vier Rebsorten Zeit, sich perfekt zu vermählen –

und die begehrte feine Kohlensäure eines lange „sur

lie“ gereiften Schaumweins auszubilden.

Jetzt könnte die in der Champagne entlehnte Assemblage

natürlich auch üppige Tropenfrucht ergeben, doch

Theresa Breuer geht nicht nur bei der Dosage den kargen,

den trockenen Weg. Selbst der Riesling, der den

Weltruf des Weinguts Georg Breuer begründet hat,

fungiert hier nur als kleiner Zusatz bei der Flaschengärung.

Wobei auch nicht der Chardonnay, sondern

die nussigen Noten des Weißburgunders den Ton angeben.

Der weiß gepresste Spätburgunder wiederum

liefert „weinige“ und fruchtige Noten, wenn auch der

säuerlich-frischen und keinesfalls kitschigen Natur. Das

Ergebnis ist ein großer Sekt, der ursprünglich ab 1987

nur als festliche Magnum erhältlich war. Mittlerweile

gibt es auch die Impérial von Breuers Brut, der auch

das Terroir der Steillagen klar spürbar macht. Denn bereits

der Duft signalisiert, dass die berühmte Rieslinglage

Berg Schlossberg die Schieferwürze keinesfalls

gepachtet hat – auch Schaumwein kann nach Sesam,

trockenem Rauch und angekokelter Orangenzeste

duften! Dazu kommt die Apfel- und Birnenfrucht der

weißen Rebsorten; die Hefe bleibt als Schwundstufe

elegant im Hintergrund. Der hohe Qualitätsausweis

dieses zwölf Jahre gereiften Schaumweins liegt in der

ebenso druckvollen, wie feinen Perlage, die tiefgreifend

und ganz anders als bei jugendlichen Schäumern

für den taktilen Reiz sorgt. Geröstete (Hasel-)Nüsse

und ein herber Grundcharakter, irgendwo zwischen

Grapefruitschale und Mirabelle, kommen klar auf die

Zunge, vor allem die Struktur und Noblesse dieses Vintage

2009 beeindruckt. Nicht, dass er es nicht könnte,

aber das ist kein Schlückchen zum Apéritif, sondern

vollwertiger Wein, der auch als Speisenbegleiter

reüssiert. Es sollte aber das „gute Porzellan“ und Feines

– etwa Hummerbisque oder gratinierte Austern – sein.

Denn weniger hat der Ausnahme-Sekt „Georg Breuer“

nicht verdient!

Ab sofort bis 2030.

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DEUTSCHLAND PFALZ

Seckinger

„Mit Natur, Rebstock und unseren Böden

verantwortungsvoll und wertschätzend umgehen,

ist die Essenz und die Seele unserer

naturbelassenen Weine.“

JONAS SECKINGER

„Die Weine der Brüder sind in Insiderkreisen hochbegehrt, viele müssen zugeteilt werden.“

– Harald Scholl („Deutschlands neue Riesling-Stars“, Vinum)

„Die Brüder Philipp, Jonas und Lukas Seckinger gehören zu den Senkrechtstartern

in der deutschen Weinszene.“ – Gault&Millau Weinguide 2020

„Ihre Weine sind außerordentlich spannend, teils auch fordernd. Alle sind sie extrem tief im

Schwefel und unfiltriert, brauchen oft lange, um sich zu öffnen. Manche durchlaufen

72 Stunden Maischestandzeit, andere erfahren Ganztraubenpressung.“ – Vinum Weinguide 2021

Deutschlands Weinszene kann sich aktuell kaum beklagen.

An jungem und hochmotiviertem Nachwuchs mangelt es

nicht. Es scheint, als ob der doch für gewöhnlich mühselige

und harte Arbeitsalltag des Winzerdaseins für viele attraktiver

denn je zuvor erscheint. Das Handwerk ist wieder etwas wert!

Dies bezeugen auch die vielen Lehrstellen zur Bäckermeisterausbildung,

die nach langem Beklagen um fehlende Bereitschaft

wieder Zugänge verzeichnen. Was die vielen jungen Geister eint

ist der Wille zum Ursprünglichem, zum wahren Handwerk. Man

möchte etwas von bleibendem Wert schaffen und dazu im besten

Sinne „eigenhändig“ beitragen. Dabei bedient man sich neuester

Erkenntnisse, kann dabei, anders als Generationen zuvor, auf eine

vertiefte Ausbildung, ein spezialisierteres Studium zurückgreifen.

Doch werden hier technische Errungenschaften und vermeintliche

Fortschritte auch stets hinterfragt: „Warum wurde das früher

anders gemacht und was ging uns durch den Verzicht verloren?“

Im kleinen Niederkirchen in der Pfalz, sorgt so ein Betrieb aktuell

für Furore. Die Rede ist vom Weingut Seckinger – kein Traditionsbetrieb,

sondern das jüngste Weingut vor Ort. „Die Brüder Philipp,

Jonas und Lukas Seckinger gehören zu den Senkrechtstartern in

der deutschen Weinszene.“ heißt es im Gault&Millau Weinguide

2020. Und dies, obwohl das Weingut erst 2012 gegründet wurde.

Die Eltern haben ihre Trauben stets an einschlägige Nachbarbetriebe

verkauft, wobei Familie und Verwandtschaft Weinbau

schon seit Generationen betreiben. Es ist Jonas Seckinger, mit

seinen aktuell 28 Jahren und seinen Brüdern Lukas (Lehramtsstudent!)

und Philipp zu verdanken, dass wir heute von Seckinger

als Weingut sprechen.

Im Falstaff heißt es über Jonas Seckinger: „Man kann ihn getrost

zu den Protagonisten einer frühreifen und bestens ausgebildeten

Winzer-Generation zählen, die genau weiß, was sie will: Seine

Weine wirken schon erstaunlich erwachsen und stilsicher. Seinen

ersten Wein erzeugte Seckinger mit 17, anfangs experimentierte

er mit einer alten Holzkelter in der elterlichen Garage. Schon bei

der Wahl der Ausbildungsbetriebe agierte er umsichtig: »Ich wollte

alles sehen – von konventionell bis biodynamisch.« Andreas

Schumann machte ihn im Weingut Odinstal mit den Prinzipien

des biodynamischen Weinbaus vertraut.“

Nicht einmal eine Dekade später, gilt das aktuell 20 Hektar

umfassende, vom Falstaff als Newcomer des Jahres 2019 nominierte

Weingut Seckinger als besonders heiße Adresse, wenn es

um individuelle und ursprünglich erzeugte Weine aus der Pfalz

geht. Und Harald Scholl, stellvertretender Chefredakteur von

Vinum erklärt in seinem Artikel über „Deutschlands neue Riesling-Stars:

„Die Weine der Brüder sind in Insiderkreisen hochbegehrt,

viele müssen zugeteilt werden.“.

PHILOSOPHIE & VINIFIKATION

Die Weine der Seckinger-Brüder fallen auf, polarisieren und

erfahren dabei überwiegend Anerkennung. Aber deswegen von

avantgardistischen Weinen zu sprechen, würde Jonas Seckinger

doch einigermaßen irritieren, genauso, wie das Epitheton des

Naturwein-Winzers, mit dem er, seiner biodynamischen Arbeitsweise

wegen, gerne bedacht wird. Schubladendenken gibt

es hier nicht, umso mehr eine Rückbesinnung aufs Ursprüngliche

und auf echtes Handwerk. Harald Scholl (Vinum) trifft hier

14 PINWAND no 336 | April 2022


Seckinger

PFALZ DEUTSCHLAND

WEINGUT

SECKINGER

NIEDERKIRCHEN

„DIE SECKINGER-

BRÜDER PHILIPP, LUKAS

UND JONAS WERDEN

IMMER BESSER.“

FALSTAFF WEINGUIDE 2022

NOMINIERT ZUM

NEWCOMER DES JAHRES 2019:

JONAS SECKINGER

Falstaff

DREI STERNE

Vinum Weinguide 2022

& Falstaff Weinguide 2022

DREI TRAUBEN

Gault&Millau Weinguide 2020

BIOLOGISCH ZERTIFIZIERT

SEIT 2018

15


DEUTSCHLAND PFALZ

Seckinger

den Nagel auf den Kopf: „Die Traubenmenge wird über den

Boden reguliert, die Begrünung zwischen den Rebzeilen bleibt

lange stehen, es wird nicht entblättert, der Schatten ist wichtig

für die Trauben. Im Keller dann Ganztraubenpressung für zehn

bis zwölf Stunden, spontane Gärung, volle Fässer, leichte Oxidation.

Das ist vom Gedanken ähnlich gemacht wie bei Weinen

aus dem Jura oder Burgund. Oder wie beim Opa. Der hat damals

ähnlich gearbeitet, ohne Analytik, aber mit viel Gefühl für

den Wein.“

„Unser Ziel ist es, alle Weine maximal mit 90 °Oechsle zu ernten,

sodass wir nicht über 12,5 Volumenprozent Alkohol hinausschießen.

Das ist ein wichtiger Ansatz, ebenso wie die sehr bedachte

Verwendung von Schwefel, die etwas von der klassischen Lehrbuchmeinung

weggeht – die ja bekanntlich eher auf Nummer

sicher geht.“ so Jonas Seckinger. Seine Spielwiese sind unbekannte

wie große Lagen der Pfalz und abseits des Chardonnays

primär Riesling, Weißburgunder und Grauburgunder. So besitzt

das Weingut Seckinger in Deidesheim (Petershöhle, Leinhöhle,

Mäushöhle, Herrgottsacker, Kieselberg, Langenmorgen

Paradiesgarten) ebenso legendäre Lagen wie in Ruppertsberg

(Reiterpfad!) und im kalkreichen Königsbach den berühmten

Ölberg.

Spontanvergärung ist der Ausgangspunkt im Keller. Technische

Mittel gibt es nicht, wenn man von den urklassischen Vinifikationsmethoden

absieht. Es ist das lange Voll-Hefe-Lager der Weine,

speziell beim Riesling (die Erträge der Lagenrieslinge liegen

bei 15 bis 30 Hektoliter pro Hektar!) ein Holzfassausbau mit Orientierung

nach dem Elsass oder alten Rieslingen vom kultigen

Pfälzer Weingut Koehler-Ruprecht und lange Maischestandzeit

um die Struktur der Trauben in den Wein zu transportieren. Der

Schwefel wird hier nicht verteufelt, allerdings auf ein absolutes

Minimum zurückgefahren und nur dann eingesetzt, wenn

die Weine danach verlangen. In diesem Punkt unterscheidet

sich das Weingut Seckinger dann auch von extremen Naturwein-Dogmatikern,

die aufgrund ihrer starren „Philosophie“

bewusst Weinfehler in Kauf nehmen. Oberste Prämisse bei den

Seckingers: Echtes Handwerk führt uns zurück zu den Wurzeln.

Werte Kunden, unser letztjähriger Neuzugang interpretiert die

Mittelhaardt auf formidabel eigenständige Weise und überzeugte

uns nach längerer Beobachtung mit urwüchsigen Weinen,

die sich mit ihrer Charakterstärke tief ins Weingedächtnis einbrennen.

Wir präsentieren Ihnen heute die frisch eingetroffenen

2020er Lagen-Rieslinge der nonkoformistischen Kollektion

aus Niederkirchen, rare Lagenrieslinge (16 Monate Fassausbau!)

sowie würzig und animierend Burgunder, bei denen speziell

die Chardonnays für viele bereits zu den besten Exemplaren

Deutschlands zählen. Ein Betrieb, der in Insiderkreisen heiß

diskutiert wird, und von dem wir garantiert noch sehr viel hören

werden!

16 PINWAND no 336 | April 2022


Seckinger

PFALZ DEUTSCHLAND

RIESLING „VOM LÖSS“ TROCKEN, 2021 (BIO)

Das ist der Einstieg in die Riesling-Welt der Seckinger,

und einer der schönsten Gutsrieslinge der Pfalz!

DPF100621 Riesling „vom Löss“ trocken, 2021 DV 11,5% Vol. 11,33 €/l 8,50 €

DE-ÖKO-039

Jonas, Lukas und Philipp Seckinger sind Shooting-

Stars der deutschen Weinszene. Kein anderes Weingut

hat in den letzten Jahren für so viel Furor gesorgt.

Die drei haben zusammen mit drei anderen Weingütern

den Ort Niederkirchen überhaupt erst bekannt

gemacht; denn der lag lange im großen Schatten des

Nachbarortes Deidesheim. Rund um Niederkirchen

sowie in einigen bekannten Top-Lagen liegen die

Pfründe, aus denen die Seckinger schöpfen. Es sind

zertifiziert biologisch erzeugte Trauben, die im Weingut

mit so wenigen Eingriffen wie möglich („hands

off“ lautet die Devise) verarbeitet und mit minimaler

Schwefelung gefüllt werden. Ihr Riesling „vom Löss“

2021 ist das beste Beispiel für ihren Stil, den vor allem

Jonas Seckinger im Keller verantwortet. Der Gutswein

stammt aus Vorlesen aus verschiedenen Lagen

in Deidesheim, Niederkirchen, Ruppertsberg und Königsbach.

Der wesentliche Teil stammt aus dem Niederkirchener

Schlossberg und dem Ruppertsberger

Linsenbusch. Der Ausbau fand nach der obligatorischen

Spontanvergärung zu 80 % im Edelstahl und

zu 20 % im Holzfass statt.

Der Riesling „vom Löss“ hat eine intensive, fast goldgelbe

Farbe, was auf eine etwas verlängerte Maischestandzeit

schließen lässt. Der Wein duftet dabei

aber hell und frisch. Über allem liegt ein Hauch von

frischer Minze und von ein wenig Hefereduktion.

Erst dahinter findet man Meyer-Zitronen und etwas

Aprikose, dazu Brennnesselblätter und Stein. Am

Gaumen ist das ein lebendiger, saftiger und vor allem

zitrischer, aber auch cremiger Wein, der trotz seiner

sehr moderaten 11,5 Vol.-% Alkohol beeindruckend

viel Volumen aufweist. Der Wein wirkt durchgegoren,

druckvoll und mit ganz leichtem Gerbstoff. Dank

des minimalen Schwefelns zeigt er sich jetzt schon

offen und einladend, frisch, kräuterwürzig und leicht

pfeffrig. Auch hier findet man wieder den grünen

Zug von Minze und Blattwerk, aber eben auch viel

saftige Frucht. Insgesamt zeigt sich ein wunderbares

Wechselspiel von Säure, Spannung, Frucht und Würze.

Für uns war und ist das einer der schönsten und

eigenständigsten Gutsrieslinge der Pfalz, und das zu

einem sensationellen Preis!

Ab sofort und bis sicherlich 2026.

GRAUBURGUNDER „VOM KALKSTEIN“, 2021 (BIO)

Ein Pfälzer Grauburgunder mit 11,5 Vol.-% ist ein Unikat – aber was für eins!

DPF100721 Grauburgunder „vom Kalkstein“, 2021 DV 11,5% Vol. 12,00 €/l 9,00 €

DE-ÖKO-039

Wer behauptete, Jonas Seckinger habe den Grauburgunder

mit diesem Wein neu definiert, ginge wohl

ein wenig zu weit – aber die Richtung stimmt schon.

Abgesehen davon gibt es ja nicht nur das eine Erscheinungsbild

dieser Sorte. „Wir wollen mit unserem

Grauburgunder nicht die klassisch deutsche Erwartungshaltung

erfüllen. Für uns ist das mehr als

nur Mode, und daher wollen wir dem Wein seine natürliche

Aromenstruktur erhalten. So macht uns die

Rebsorte am meisten Spaß“, definiert es Jonas dann

auch für sich und seine Brüder. Die Rahmendaten

jedenfalls sprechen schon mal für sich: Gerade einmal

11,5 Vol.-% Alkohol bringt dieser Wein mit, der

spontan vergoren wurde und überwiegend in gebrauchten

Barriques aus erster bis dritter Belegung

auf der Hefe durchgegoren ist. Dabei hat der Wein

eine gewisse Standzeit auf den Trauben erfahren.

Das kann man unschwer im Glas erkennen, wo der

Grauburgunder „vom Kalkstein“ zwischen Kupfer

und Rosé changiert.

Im Duft wirkt der Wein fein, charmant und elegant

mit Noten von reifen Äpfeln, Birnen und reifen Pfirsichen,

Rauchsalz, Mandeln und etwas blondem

Tabak. Am Gaumen entpuppt er sich als feiner und

feingliedriger Wein, der hier noch eleganter wirkt als

schon im Duft. Dass er früh gelesen wurde, nimmt

man nur in der Säurestruktur wahr, die frisch und

sehnig wirkt, während man in der Aromatik mürbe

Noten und Reife erkennt. Das ist pur, aber nicht puristisch,

das ist reif, aber eben nicht breit, sondern

auf den Punkt genau gelesen und sehr präzise und

übrigens weitestgehend mit Verzicht auf Schwefel

ausgebaut. Und für den Preis ist das einfach überaus

famos. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass das

alles aus Bio-Anbau stammt, komplett handwerklich

erzeugt wurde und völlig natürlich bereitet wurde,

ist die Qualität bei diesem Preis phänomenal.

Ab sofort und bis sicherlich 2026.

17


DEUTSCHLAND PFALZ

Seckinger

DE-ÖKO-039

BLANC R „PURE“, 2020 (BIO)

Pure: auf den Punkt gebracht!

DPF101120

Blanc R „Pure“, 2020 Diam-Kork

12% Vol. 17,20 €/l 12,90 €

Die „Pure“-Serie aus dem Hause Seckinger setzt Maßstäbe in

ihrer Preiskategorie. Das Prinzip ist einfach: Easy drinking mit

Anspruch zu kombinieren! Damit der Seckinger-Stil zur Geltung

kommt, verzichten Jonas und seine Brüder bei der Pure-Linie auf

Schwefelung während des Ausbaus sowie eine anschließende

Schönung und Filtration der Weine. Das Ergebnis sind höchst

markante Gewächse, die besonders in der Jugend aufgrund ihres

„messerscharfen“ Charakters und des animierenden Spiels von

Mineralität und Frische überzeugen. Der „R(eserve) Blanc Pure“

vereint dabei Weißburgunder mit einem Hauch Traminer aus

Ruppertsberger Lagen. Spontanvergoren und anschließend in

gebrauchtem Holz ausgebaut, duftet er floral und würzig: Hier

mischen sich Muskatnuss, weiße Blüten, Nashi-Birnen und ein

Hauch Eukalyptus. Am Gaumen zeigt sich der „Pure“ – wie der

Name suggeriert – schnörkellos und minimalistisch. Eine feine

Säure durchzieht den leichtfüßigen und schmackhaften Wein,

der den Mundraum mit einer feinen Cremigkeit und Würze auskleidet.

Ein Hauch gelber Früchte, erneut Eukalyptus und feine

Gerbstoffe leiten diesen stoffigen Wein. Wer diese neue, mittlerweile

hochgeschätzte Facette des erfolgreichen Seckinger-

Stils kennenlernen will – mit diesem Wein bietet sich die perfekte

Gelegenheit!

Ab sofort, gern aus der Karaffe serviert, Höhepunkt wohl ab Herbst

2022 bis 2026.

DE-ÖKO-039

PINOT GRIS R „PURE“, 2020 (BIO)

Charakterstarker Pinot Gris, der über den

Tellerrand hinausschaut

DPF101320 Pinot Gris R „Pure“, 2020 Diam-Kork

12,5% Vol. 19,86 €/l 14,90 €

Jonas Seckinger findet in Deutschland wenige Vorbilder für guten

Grauburgunder. Er schätzt mehr die elsässische Stilistik, welche

bewusst die Kraft und Komplexität der Rebsorte betont. Hierzu

zählt klassischer Weise auch ein geringer Botrytis-Anteil. Die

gesunden Trauben hat Jonas für vier bis fünf Tage auf der Maische

stehen lassen, was auch den zwiebeschalfarben schimmernden

Wein erklärt, der mit der Hefe in überwiegend gebrauchtem

Holz ausgebaut wird. „Wir haben hier zwei unterschiedliche

Reifestadien der Trauben gelesen. Diese beiden gegensätzlichen

Maßnahmen dann zusammengeführt.“ so der Jungwinzer.

Das Ergebnis ist alles andere als eine „fette Schnecke“:

12,5 Volumenprozent Alkohol deuten das schon auf dem Etikett

an. Dieser Pinot Gris zeigt Charakterstärke. Er duftet würzig

und nach frischen Hefeteiglingen, Quitten, Honig und gerösteten

Mandelblättchen. Am Gaumen bleibt er intensiv und stoffig.

Die frühe Lese in Verbindung mit den teilbotrytisierten Trauben

ergibt einen frischen und schlanken Wein, dessen aromatische

Tiefe einzigartig ausfällt. Es sind eben solch unkonventionelle

Anstöße wie dieser, die die Weine aus dem Hause Seckinger

so erfrischend anders erscheinen lassen. „Manchmal muss man

sich verabschieden, und zwar von gängigen Vorstellungen. Auch

davon, wie Weine zu schmecken haben. Früher konnte man in

der Pfalz sagen: Das ist ein typischer Mittelhaardter Riesling,

der da kommt aus der Südpfalz. Das geht nicht mehr, weil

gerade jüngere Winzer völlig eigene Wege gehen, die nichts

mehr mit der geübten Erzählung zu tun haben.“, liest man

gleich zu Beginn des Seckinger-Eintrags im Vinum Weinguide

2022. Der Pinot Gris Pure „R“ steht exemplarisch für eben diese

neuen Wege.

Unbedingt im Ballonglas servieren und gerne eine halbe Stunde

vorab öffnen. Potenzial bis 2028+.

18 PINWAND no 336 | April 2022


Seckinger

PFALZ DEUTSCHLAND

DE-ÖKO-039

PHIPS FIZZ ROSÉ (BIO)

Wir stoßen mit diesem kernigen Festtagssprudel

auf Philipp an!

DPF101420 Phips Fizz Rosé 11% Vol. 21,20 €/l 15,90 €

Dass wir den „Phips Fizz“ präsentieren dürfen, ist uns eine besondere

Freude. Ursprünglich war er nämlich den Hochzeitsgästen

Philipp Seckingers vorbehalten, der am 17. Juni 2021

in den Stand der Ehe gehoben wurde. Auf diese Feierlichkeit

weist auch das Etikett dieses Schaumweins hin. Doch Begehrlichkeiten

werden eben geweckt, wenn man Neues zu Gesicht

bekommt. Es dauerte also nicht lange, bis die ersten Bestellwünsche

ins Weingut eintrudelten. Drum gibt es den „Festtagssprudel“

auch für treue Seckinger-Fans. Es handelt sich hierbei

um eine lediglich 11,5 Volumenprozent leichte Cuvée aus Spätburgunder

und einem Hauch Cabernet Sauvignon und Blaufränkisch.

Der Spätburgunder dominiert, die beiden anderen Rebsorten

sorgen für die intensive Farbe und Kernigkeit. Versektet

haben die Brüder den „Phips Fizz“ im Deidesheimer Sekthaus

Krack, einem Pfälzer Schaumweinpionier. Im Glas zeigt sich

dieser rubinrote Schaumwein mit himbeerigen Noten, Kirschen

und Walderdbeeren. Es handelt sich um einen feinen und ausgewogenen

Schaumwein, der aufgrund seines kurzen Ausbaus

auf der Hefe (neun Monate) eher spritzig und knackig daherkommt

als rund und kraftvoll. Ein rosaroter Gute-Laune-Wein

für kleine wie große Feierlichkeiten. Wir haben von diesem einmaligen

Projekt nur ganz wenige Flaschen erhalten. Für Nachschub

müsste Philipp erneut heiraten. Es ist so ungünstig nicht,

dass noch nicht alle der Seckinger-Brüder verheiratet sind...

Ab sofort – und so lange der Vorrat reicht!

RUPPERTSBERG REITERPFAD

RIESLING TROCKEN, 2020

Rauchig, salzig, kräuterbetont – pures Reiterpfad-Terroir

von den Shooting-Stars der Pfalz!

DPF100120 Ruppertsberg Reiterpfad Riesling trocken, 2020

12% Vol. 37,20 €/l 27,90 €

Der Ruppertsberger Reiterpfad ist eine der klassischen, aber

auch recht unübersichtlichen Lagen der Mittelhaardt. Er umfasst

seit den frühen 1970er-Jahren mehr als 60 Hektar. Das

heißt fast automatisch, dass es in dieser „Ersten Lage“ sowohl

Gewanne gibt, die im Prinzip auch „Große Gewächse“ hervorbringen

können, als auch solche, die sich eher für Gutswein eignen.

Der Riesling des Gewanns Steingrube von Seckinger ist auf

dem Weg vom „Ersten“ zum „Großen Gewächs“. Die Seckingers

bearbeiten die Fläche, die sich im Gegensatz zu den anderen

Lagen noch in Umstellung auf biologischen Landbau befindet.

mit ihrem Cousin Julian. Auch wenn bei dieser zwar warmen,

aber windigen und vor allem nächstens von der Kühle des nahen

Waldes beeinflussten Lage noch Luft nach oben sein mag, begeistert

uns der 2020er-Jahrgang sehr. Für diesen Riesling wurden

Ganztrauben gepresst, was wichtig ist, weil die Frucht vom

Buntsandsteingeröll und Kalk aus dem Reiterpfad nicht zu den

säurestärksten gehört und geschmacklich immer einen deutlichen

Salzgehalt aufweist. Spontanvergärung und ein Hefelager

über anderthalb Jahre hinweg sind bei diesem Wein Standard.

Der intensiv zitronengelbe Riesling duftet nach Salzzitronen

und Feuerstein, nach ein wenig Räucherwerk und Trockenkräutern,

einer leichten Oxidation mit einem Hauch von Florhefe,

aber auch nach Brioche und Mandeln. Am Gaumen bietet sich

in der Säurestruktur ein typischer „Reiterpfad“. Die Säure ist reif,

aber lebendig und sorgt zusammen mit der hellen Frucht für viel

Saftigkeit. Von Beginn an finden sich eine tiefe Salzigkeit sowie

die Cremigkeit vom langen Hefelager – was dazu führt, dass kaum

geschwefelt werden muss. Das hat wiederum zur Folge, dass sich

der Wein sehr offen und einladend präsentiert. Dieser charmante

und dennoch fordernde, mundwässernde Riesling ist ein famoser

Einstieg in das Lagen-Portfolio von Seckinger! Feine Oxidation,

Brioche, Rauch- und Kräuternoten in der Nase – blind würde man

hier nicht unbedingt auf Riesling setzen. Besonders schön finden

wir, dass der Boden sich in seiner ganzen Eigenart zeigt. Am

Gaumen merkt man schnell, dass hier der Kalk eine Rolle spielt:

salzig, keine zu prononcierte Säure und sehr lang!

Ab sofort und sicherlich bis 2030 mit Freude zu trinken.

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DEUTSCHLAND PFALZ

Seckinger

DEIDESHEIM „1 TAL“ RIESLING TROCKEN, 2020 (BIO)

„Unser kühlster Weinberg“ – Jonas Seckinger

DPF100520 Deidesheim „1 Tal“ Riesling trocken, 2020 12,5% Vol. 50,66 €/l 38,00 €

DE-ÖKO-039

Zwischen den Deidesheimer Lagen Maushöhle und

Petershöhle gibt es ein kleines schattiges Seitental,

aus dem der „1 Tal“ Riesling stammt. Der auf rotem

und gelbem Sandstein basierende Weinberg ist der

kühlste im Seckinger-Portfolio. Früher sind die Trauben

dort kaum reif geworden, und im Prinzip wäre das

eine gute Lage für einen Sektgrundwein. Doch Jonas

Seckinger interpretiert die Frucht, die sie dort lesen,

anders, gönnt ihr eine Maischestandzeit von vier Tagen.

Das nimmt dem Riesling einen Teil der Säure und

gibt ihm dafür eine Menge Phenolik. 50 % des Weins

kommen zur Gärung und zum Ausbau in die Amphore,

der Rest ins neutrale Holz. Die Gärung hat bei diesem

wilden, ungebundenen und durchaus störrischen

Wein rund zwölf Monate gedauert, bis er den Zucker

abgebaut hatte. Während dieser Zeit ist ein Wein entstanden,

der zwischen Reduktion und feiner Oxidation,

Wildheit und Eleganz hin und her pendelt und

einen einzigartigen Charakter besitzt. Das ist Riesling

„auf Dope“ mit einer tiefen Kräuterwürzigkeit, einer

leicht zitrischen Frucht und viel Stein, etwas blondem

Tabak und Erde. Faszinierend wird es am Gaumen, wo

sich die typisch feine Oxidation (eindeutig Haus-Stil)

bemerkbar macht und der Riesling mit seiner lebendigen,

druckvollen, aber nicht zu harschen Säure so

richtig Fahrt aufnimmt und von einer feinen Seidigkeit

der Textur getragen wird. Hinzu kommen der grip

und die Phenolik am Gaumen, die aus der verlängerten

Maischestandzeit resultieren. Das hat schon jetzt, in

diesem jungendlichen Stadium, eine beeindruckende

Balance, ja bildet eine Einheit. Es ist schon beeindruckend,

wenn jemand sein Handwerk so gut beherrscht,

dass ein „Natural Wine“ so elegant und brillant gerät!

Ab sofort (unbedingt karaffieren!) und sicher bis 2026.

DEIDESHEIM PETERSHÖHLE RIESLING TROCKEN, 2020 (BIO)

Seckingers großer Riesling aus der „Stolz-, Schweiß- und Tränen-Lage“

DPF100220 Deidesheim Petershöhle Riesling trocken, 2020 12,5% Vol. 52,00 €/l 39,00 €

DE-ÖKO-039

Man sollte meinen, das sämtliche berühmte und

prestigeträchtigen Deidesheimer Lagen schon längst

unter den „altvorderen“ Weingütern seien. Doch die

obere Petershöhle scheint man übersehen zu haben.

Der Weinberg mit seinen rund 45 Jahre alten Reben

wurde vor etwa drei Jahrzehnten offengelassen, also

verlassen. Als Vater Seckinger die Lage am Waldrand

vor einigen Jahren unter die Lupe nahm, war sie

schon längst völlig verwildert, von Gestrüpp und Unkraut

regelrecht überwuchert. Zusammen mit seiner

Familie machte er sich daran, sie zu rekultivieren. Das

zog blutige Finger, sehr viel Schweiß, Tränen der Erschöpfung,

aber auch Stolz nach sich, denn bald zeigte

sich, dass Seckingers mit dem kühlen, von rotem Buntsandstein

geprägten Weinberg, eine von Deidesheim

unbekanntesten aber enorm interessante Lagen in ihr

Portfolio eingefügt hatten. Vermutlich werden es genau

diese Lagen sein, die auch mit den klimatischen

Veränderungen Bestand haben und dann vielleicht zu

den besten des Ortes zählen. Momentan ist es dort so

warm, dass die Trauben ausreifen, aber auch so kühl,

dass Jonas Seckinger den Trauben drei bis vier Tage

Maischegärung gönnt, um die Säure ein wenig veratmen

zu lassen.

In diesem Wein tut sich enorm viel, wenn man ihm

Zeit gibt – eine Karaffe leistet hier wertvolle Dienste!

Der intensiv zitronengelbe Riesling duftet ein wenig

nach Hopfensprossen und vielen getrockneten Kräutern,

nach Rauch und zerstoßenem Stein, nach hellen

zitrischen Noten von Amalfi-Zitronen über Zedrat und

Limetten, nach grünen Birnen, Renekloden und Mirabellen

bis hin zu Hefe und Rosenblättern. Am Gaumen

ist er fest, griffig, sehnig und geradezu kompromisslos

steinig, ein Riesling, der sein Terroir erkennen

lässt und auf Frucht weitgehend verzichtet. Auch hier

findet man Rauch, ein wenig Holz vom gebrauchten

tonneau, das zusammen mit dem langen Hefelager

für eine betörende Cremigkeit sorgt, die sich mit der

Säure und der deutlichen Salzigkeit zu einem echten

Riesling-Unikat verbindet.

Dieser Wein kann jetzt und sicher bis 2040 mit Freude

getrunken werden. Man sollte ihn aktuell auf jeden Fall

karaffieren.

20 PINWAND no 336 | April 2022


Seckinger

PFALZ DEUTSCHLAND

KÖNIGSBACH ÖLBERG RIESLING TROCKEN, 2020 (BIO)

„Ölberg“: sinnlichster und seidigster Lagen-Riesling von Seckinger

DPF100420 Königsbach Ölberg Riesling trocken, 2020 12% Vol. 56,66 €/l 42,50 €

DE-ÖKO-039

Der Königsbacher Ölberg ist die südlichste Lage der

Familie Seckinger und gleichzeitig eine der Lagen, die

schon 1828 in den Königlich Bayerischen Bodenbewertungen

als eine der Top-Lagen der Pfalz geführt wurde.

Die rund 30 Jahre alte Reben stehen, südöstlich exponiert,

auf einem Boden, der von Buntsandstein, Kalksteingeröll

und tertiärem Kalkmergel, der sogenannten

„Terra Fusca“ geprägt ist und einen guten Kontrast zu

den Buntsandstein-Lagen von Deidesheim und Ruppertsberg

darstellt. Der biologisch erzeugte Riesling

wurde als Ganztraube gepresst, um die vergleichsweise

moderate Säure im Wein zu extrapolieren. Danach

wurde der Saft spontan vergoren und im großen Holz

auf der Vollhefe für anderthalb Jahre ausgebaut. Wie

alle Weine wurde auch der „Königsbacher Ölberg“ nur

minimal geschwefelt und unfiltriert gefüllt.

Das Ergebnis ist ein „Bilderbuch-Seckinger“, der aufgrund

seines Terroirs noch ein wenig früher offen und

einladend ist als die anderen Weine des Portfolios. Der

„Ölberg“ wirkt ganz leicht oxidativ und würzig, gleichzeitig

hefig und cremig, zitrisch und mirabellig mit einer

wunderbaren Intensität, die aber nicht unbedingt

direkt auf Riesling schließen lässt. Also kein paradetypischer

Rebsorten-Wein – was ihn allerdings zu einem

typischen Seckinger-Wein macht –, sondern vielmehr

ein Terroir-Wein, der die Herkunft zugunsten der Rebsorte

sprechen lässt. Dieser Eindruck setzt sich auch

am Gaumen fort, wo der „Ölberg“ sinnlich und seidig,

saftig und mit einem angenehmen Druck am Gaumen

reüssiert, kalkig, frisch, salzig und tief wird. Ein Wein

dem man Burgundergläser und viel Luft gönnen sollte!

Ab sofort (unbedingt karaffieren) und bis sicherlich 2032.

Jonas Seckinger möchte Weine machen,

die ihn an die seines Großvaters erinnern.

© Tilo Wiedensohler

21


DEUTSCHLAND PFALZ

Seckinger

DEIDESHEIM KIESELBERG „WURZELECHT“

RIESLING TROCKEN, 2020 (BIO)

Aus den ältesten Reben des Weinguts!

DPF100320 Deidesheim Kieselberg „Wurzelecht“ Riesling trocken, 2020 12% Vol. 62,66 €/l 47,00 €

DE-ÖKO-039

Wenn es um die berührendsten und tiefsinnigsten Rieslinge

der Pfalz geht, dann haben wir weder die Fruchtbomben

noch die Sahneschnitten im Sinn, sondern

Weine wie Seckingers „Kieselberg“ aus wurzelechten,

rund 60 Jahre alten Reben. Dieser Wein verkörpert für

uns die große Riesling-Tradition der Mittelhaardt und

den früher in Deutschland üblichen Ausbau mit spontaner

Vergärung und langem Hefelager auf der Vollhefe

in großen Holzgebinden. Seckingers verbinden all

das mit einer verlängerten Maischestandzeit, die vor

100 Jahren so, wann immer notwendig, auch schon

angewendet wurde, ohne damals als ungewöhnlich zu

gelten, oder wie heute „hipsteresk“ zu erscheinen. Jonas

Seckinger wendet die Maischegärung an, um dem

Riesling ein wenig die Säurespitzen zu nehmen, die die

Trauben in die Kelter bringen, da sie von einem kühlen

Hochplateau stammen, in dem die Reben noch wurzelecht

in den Buntsandstein, das Kieselgeröll und den

Lehm mit Sandauflage gepflanzt wurden. Weshalb das

mit den wurzelechten Reben überhaupt sinnvoll war,

weil sich Rebläuse dort nicht halten.

Diesen Wein sollte man karaffieren und über Tage

hinweg auf sich wirken lassen. Er ist jetzt schon offen,

zugänglich und eindringlich, trägt aber ein Potenzial

für geschätzt zwei Jahrzehnte in sich. Der im Duft so

subtile wie eindringliche Riesling verbindet Noten von

mürbem Steinobst und Hopfen, frischen Mandarinen

samt Schalen, Aprikosen und Hefeteig mit Akazienhonig

und -blüten, Stein und feuchter Walderde. Am

Gaumen offenbart der „Kieselberg“ dann viel Extrakt

und Würze in Verbindung mit einer seidigen Säure,

mit Buttertoast und heller Frucht, cremiger Textur und

einer unglaublichen Länge. Dieser Wein steht gerade

erst am Anfang seiner Entwicklung, doch aufgrund

minimaler Schwefelgaben wirkt er aktuell sehr einladend

und zugewandt. Das könnte sich zwischenzeitlich

ein wenig ändern, wenn er sich verpuppt und

wenn er die primären Aromen zugunsten der tertiären

tauscht. Doch in welcher Phase auch immer man den

Wein im Glas hat: mit Luft und Zeit wird er immer ein

großer Pfälzer Riesling sein!

Dieser Wein kann jetzt und sicher bis 2040 mit

Freude getrunken werden. Man sollte ihn momentan

noch unbedingt karaffieren.

22 PINWAND no 336 | April 2022


Seckinger

PFALZ DEUTSCHLAND

MAIKAMMER KAPELLENBERG CHARDONNAY, 2020

„Vom Potenzial sehe ich den Kapellenberg wie den Schwarzen

Herrgott im Zellertal.“ – Jonas Seckinger

DPF101820 Maikammer Kapellenberg Chardonnay, 2020 12,5% Vol. 53,33 €/l 40,00 €

„Als Weißweinnation spielt Deutschland traditionell in

der Riesling-Champions-League – und daran wird sich

wohl so bald nichts ändern (Und warum sollte es?). Aber

auch in der Weltmeisterschaftsdisziplin Chardonnay

drängen immer mehr deutsche Weingüter ins Finale.

Die Weine, die deutsche Winzerinnen und Winzer aus

dieser weltweiten Benchmark-Sorte keltern, machen

nun schon seit einigen Jahren tatsächlich sehr viel Lust

auf den internationalen Vergleich.“ heißt es im jüngst

erschienenen Gault&Millau-Band „Die besten Weine

Deutschlands“. Der Chardonnay hat in Deutschland

auch im Zuge des Klimawandels in den letzten zehn

Jahren vielleicht die rasanteste Entwicklung durchgemacht.

Wo früher Grau- und Weißburgunder im Fokus

standen, erkennen heute viele Betriebe das enorme

Potenzial des Chardonnays.

Jonas, Lukas und Philipp zählen für uns zu den Pionieren

des „neuen Stils“. Mit dem Maikammer Kapellenberg

haben sie zum Winter 2021 einen neuen Vertreter aus

vielversprechender Lage veröffentlicht. Vier Hektar besitzen

sie hier. Zuvor war hier Kerner gepflanzt, der vor

fünf Jahren gerodet wurde. „Der Chardonnay für den

Kapellenberg stammt aus dem Herzstück. Vom Potenzial

sehe ich den Kapellenberg wie den Schwarzen Herrgott

im Zellertal.“ erklärt uns Jonas bei unserer Fassprobe.

Weil die Brüder mit ihrer Stilistik klare Vorbilder

in Frankreich haben aber im Herzen Pälzer Buben sind,

stammt das Holz daher auch aus dem Pfälzer Wald. Sie

haben die 500 Jahre alten Eichen selbst schlagen dürfen

und mit den befreundeten Winzern wie Scheuermann

und Fußer von der Manufaktur Mattern daraus

Fässer anfertigen lassen.

Das Ergebnis ist ein Chardonnay, den man zwischen

würzigem St. Aubin und leichtfüßigem Jura-Chardonnay

einordnen könnte, aber vor allem ein echter Seckinger

ist! Der goldgelbe Wein duftet zunächst intensiv

nach frischer Hefe, ein Hauch Kokosabrieb, Feuerwerkskörper

und Quitten lassen sich dahinter erahnen.

Es ist kein Wein, der von Anfang bis Ende der Flasche

stets gleich schmeckt. Jetzt im jugendlichen Stadium

nimmt er unterschiedliche Gestalten an, verändert sich

minütlich im Glas. Auch ein Hauch Kamille und gelber

Tee gesellen sich hinzu. Am Gaumen reichen 12,5 Vol.-%

Alkohol aus, um einen satten und geschmeidigen Eindruck

zu hinterlassen. Die niedrige Schwefeldosage

und das feine Säurespiel sorgen für Frische und Lebendigkeit

am Gaumen, die im Nachhall durch einen

Spritzer Zitrussaft nochmals betont wird. Und doch

eignet dem „Kapellenberg“ auch eine intensive, dunkle

und nussige Art, die nur unvollständig durch Aromen

zu beschreiben ist. Erneut ist es ein Chardonnay von Seckinger,

der zu unseren schönsten Entdeckungen des

Jahres zählt. Ein Sensationsfund!

Gönnen Sie diesem Chardonnay große Gläser, eine Temperatur

von 12–14 °C und gerne 6–12 Monate Flaschenreife.

Höhepunkt wohl ab Herbst 2022 bis 2028+.

CHARDONNAY „LINSE“, 2020 (BIO)

40 Jahre alte Reben, 1.200 Flaschen Gesamtproduktion

DPF101920 Chardonnay „Linse“, 2020 12,5% Vol. 53,33 €/l 40,00 €

DE-ÖKO-039

Der Chardonnay „Linse“ ist abseits der grandiosen Lagenrieslinge

unser persönliches Highlight im Weingut

Seckinger. Hier haben wir es mit einem echten highend-Chardonnay

zu tun, wie wir ihn in Deutschland in

dieser Stilistik erst wenige Jahre vorfinden. Die Parzelle

für diesen Wein befindet sich in Ruppertsberg, unterhalb

der Monopollage „Gaisböhl“ des Weinguts Bürklin-Wolf.

Kalk, Mergel und Buntsandstein mischen sich

hier im Boden. Anders als viele Chardonnayanlagen

der Pfalz wurden die Reben hier bereits vor rund 40

Jahren gepflanzt. Dass Jonas und seine Brüder hier stilistisch

ein wenig gen Jura schauen ist kein Geheimnis:

„Ich schätze diese Stilistik, verzichte daher auf neues

Holz bei diesem Chardonnay.“ so Jonas. Was da an

wildem Chardonnay aus dem Glase steigt könnte man

durchaus in Arbois verorten! Es duftet nach frischer

Hefe, Knallplättchen und Kamillenblüten. Die Frucht

ist völlig reduziert, allenfalls ein Hauch von Kaktusfeigen

tauchen auf. Am Gaumen gleitet den eher früh

gelesenen Weißwein eine feinziselierte Säure. Wer

buttrigen Chardonnay, neues Holz und ölige Konsistenz

schätzt, wird mit dem „Ölberg“ herzlich wenig

anfangen können. Oder bald nur noch Weine in diesem

Stil suchen und trinken wollen. Einen Erstkontakt

sollte er jedem halbwegs interessierten Weinliebhaber

wert sein. Horizonterweiterung ist alles!

Bei einem der Fässer zog sich die Gärung bis ins neue Jahr

hin. Daher gibt es diesen Chardonnay voraussichtlich ab

dem Frühjahr 2022.

23


DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

Seehof

WEINGUT

SEEHOF

WESTHOFEN

© Justyna Reiss

Ein hochspannender Jahrgang:

„2021 war wie bei Hitchcock!“

FLORIAN FAUTH

„Seehof zählt zu den »Upper Ten« der rheinhessischen Spitzengüter!“

– Stuart Pigott (James Suckling)

„Ich sage es jedes Jahr: Das ist einer der trockenen Rieslinge mit dem besten

Preis-Genuss-Verhältnis nicht nur in Rheinhessen, sondern in ganz Deutschland!“

– Jancis Robinson

Handelsblatt: „Florians geniale Basis-Weine sind unter

Preis-Genuss-Gesichtspunkten unschlagbar!“

Oder wie es der Gault&Millau formuliert: „veritable Schnäppchen!“

24 PINWAND no 336 | April 2022


Seehof

RHEINHESSEN DEUTSCHLAND

© Leif Carlsson

„DIE WEINE MACHEN

EINFACH SPASS.“

VINUM WEINGUIDE 2022

Werte Kunden, man sagt: „Das Gras wächst nicht

schneller, wenn man daran zieht.“ Ähnlich verhält es

sich im Weinbau, hier sind Geduld und Wachsamkeit

wichtige Tugenden, wenn es darum geht große Weine zu

erzeugen. Wir konnten in Deutschland zuletzt gleich drei Jahrgänge

mit warmen und trockenen Sommern verzeichnen. Das

Trio 2018/2019/2020 brachte ungemein hedonistische Weine

hervor, von dem insbesondere die kühler gelegenen Weinbaunationen

wie Deutschland profitierten – so manch ein Winzer

aus Rheinhessen berichtete von einer idyllischen Lese wie

in Südfrankreich! Doch bringen Hitze und Trockenheit auch

neue Herausforderungen mit sich. Das Motto des Jahrgangs

2021 lautete daher auch nicht von ungefähr „Zurück in die Zukunft“.

Denn gleich im April zeichnete sich ab, dass der Jahrgang

– so wie früher üblich – eher spät reifen würde. Florian Fauth

vermeldete den „kältesten April der letzten 40 Jahre“ im Weingut

Seehof. Auch die Maihälfte erwies sich als „sehr kühl“. Für

Florian ein positives Resultat, denn der späte Austrieb verhinderte

eine Katastrophe: Das Absterben der Knospen durch

Aprilfröste, so wie dies in Vergangenheit in einigen Jahren in

Frankreich der Fall war. Dies hätte einen bedeutsamen Ernteverlust

mit sich gebracht. „Der späte Austrieb hat uns gerettet,

die Knospen waren noch in der Wolle und daher geschützt. Das

kalte Frühjahr war ein Segen!“, so Florian. Und: „Trotzdem –

2021 war ein Biest!“

Es sind solche Augenblicke, die bei uns große Erwartungen erwecken,

wissen wir doch aus Erfahrung, dass es vor allem die

herausforderungsvollen Jahrgänge sind, die uns bei guten Winzern

immer wieder erstaunen und begeistern. Trauben, die wie

von selbst heranreifen und nur noch darauf warten gepflückt

zu werden, sind der geheime Traum eines jeden Winzers. Doch

fehlt ihnen bei aller Harmonie oft genau die gewisse Spannung,

die kleinen Irregularitäten, die einen großen Wein ausmachen.

Wir Menschen fühlen und fiebern bei der Sage des Herakles

– seinen Aufgaben, seiner Himmelfahrt und Aufnahme in den

Olymp – mehr mit als bei konfliktfreien, idyllischen Hirten-Erzählungen.

Für Florian Fauth war’s dann auch ein Jahrgang, bei

dem Alfred Hitchcock hätte Regie führen können. „Man musste

das Jahr zähmen, es war von Ortschaft zu Ortschaft völlig unterschiedlich.“

Mochte das Frühjahr auch sehr kühl ausgefallen

sein – der warme Juni kontrastierte das ziemlicher! „Der Juni

war wie in den Tropen, feuchtwarm. Wir hatten diesmal, anders

als in den Vorjahren, eine gute Wasserversorgung. Aber zur

Wärme gab’s dann auch sehr viel Niederschlag.“ Als echte Herausforderung

bezeichnet Florian den Peronospora-Druck, eine

Pilzkrankheit (auch falscher Mehltau genannt), bei dem zuerst

die Blätter und später auch die Beeren befallen werden. „Zum

Glück hatte Westhofen hier durch die windoffenen Lagen weniger

Probleme als verwinkelte Ortschaften.“ So lässt sich der

Jahrgangsverlauf durch ein permanentes An- und Entspannen

charakterisieren. „Der Juli und August verliefen normal, zeigten

sich etwas kühler. Hätten wir nicht einen derartigen September

gehabt, wäre die Ernte dünn ausgefallen. Was auffällt ist, dass

es immer schwieriger wird allgemeine Aussagen über den Jahrgang

zu fällen, denn die Unterschiede sind wenige Kilometer

weiter enorm. Diese Kleinparzellierung hat sich die letzten zehn

Jahre bereits angedeutet und fortgesetzt.“ so Florian.

Es war der Spätherbst, der das große Finale lieferte. Ende August

stellte sich Florian noch auf Jahrgänge mit hohen Säurewerten

wie 1996 und 2010 ein. „Die Rieslingtrauben waren damals noch

hart.“ Doch Ende September („da waren wir im Vorjahr schon

mit der Ernte fertig!“) begann eine bilderbuchhafte Ernte, die

sich über ganze sechs Wochen zog, so wie dies bis vor wenigen

Jahrzehnten überwiegend der Fall war. „Ein ganz klassischer

Herbst – wie 2016 und 2001. Wir haben nicht jeden Tag gelesen,

mussten uns auch mal gedulden, back to the roots.“ Die Witterung

hielt über mehrere Wochen, ein sonnenglänzender Schutzschild

im Spätherbst. „Es war trocken, die Nächte kühl, sodass

die Trauben nicht zu warm in die Kelter kamen. Die eigentliche

Reifephase setzte eigentlich erst im September ein. Beim

Riesling sind zwar die Mengen kleiner, wir haben für Kirchspiel,

Morstein und Steingrube die Parzellen vorgelesen, ließen sie vier

Wochen hängen und fuhren dann super Traubenmaterial ein.

Der September hat uns gerettet, der Oktober lieferte dann noch

einmal einen wichtigen Reifeschub und die feine Aromatik!“

Wir freuen uns Ihnen diese strahlend schöne Kollektion nun im

Detail vorstellen zu können, die auch unserem Vorstellung von

Finesse und Eleganz geradezu ideal entspricht.

25


DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

Seehof

Der Jahrgang 2021 erweist sich als kristallin, im besten Sinne

klassisch und kühl. Ein Jahrgang, bei dem Geduld und Fingerspitzengefühl

und das Vertrauen in die großen Lagen erforderlich

waren. Alles Faktoren, bei denen wir uns mit Florian Fauth

in besten Händen befinden!

Für alle, die Florian Fauth noch nicht kennen:

Ein sympathischer Winzer, einer der Stillen und Leisen im Lande,

arbeitet seit Jahren mit großer Akribie und echtem handwerklichem

Ethos in Weinberg und Keller. Liebhaber wissen,

dass grandiose Qualitäten im Glas zuvörderst durch drei Dinge

entstehen: große Lagen (Westhofen ist weltweit mittlerweile

genauso bekannt wie Vosne-Romanée im Burgund!), ein kluger

(Winzer-)Kopf und schlichtweg harte Arbeit. Florian, der enorm

begabte Macher dieser traumhaften Preziosen, vinifiziert mit

großem önologischem Sachverstand herrlich authentische, terroirgeprägte

Weine, die man zu den größten Schnäppchen auf

dem Planeten Wein zählen muss! Seine Basis bietet betörende

Frucht, die Spitzengewächse sind herrlich mineralisch, pur

und ungeschminkt – Inkarnation des Kalksteins und mittlerweile

sehr begehrt und gesucht! Kein Wunder: Florian ist zum

einen ein Familienmensch, liebt seine Frau Katja und seine Jungs

Jonathan, Jakob und Valentin, zum anderen aber auch ein absolut

Weinbesessener, der sich innerhalb eines Jahrzehnts von

einer der großen deutschen Winzerhoffnungen zu einem Star

der Szene entwickelt hat.

Obwohl seine Weine nun schon seit Jahren zu den Bestsellern

bei Pinard de Picard gehören, er sich also in einem Programm

mit den absoluten deutschen Top-Winzern herausragend behaupten

kann, ist Florian mit beiden Beinen fest auf dem Boden

geblieben. Erdverbunden (im wahrsten Sinne des Wortes), bescheiden,

ein echter Rheinhesse. Der Erfolg hat ihn überhaupt

nicht verändert. „Star-“ und andere Allüren sind ihm fremd. Er

stemmt eigenhändig die Weingutsarbeit. Tag für Tag schuftet

er im Weinberg und tüftelt im Keller. Ganz im Gegensatz zu so

manch einem seiner Kollegen. Kennen Sie noch den Kultfilm mit

Harrison Ford: „Auf der Flucht“? Bei einigen Winzern könnte

man, aufgrund all ihrer „Verpflichtungen“ außerhalb des Weinbergs,

nämlich genau diesen Eindruck gewinnen … Einer, der

aber ganz bestimmt nicht vor der Scholle flüchtet, ist Florian!

Und so spricht dann eben auch die spektakuläre Qualität seiner

Weine Bände (und für ihn)!

Warum? Was zeichnet den Winzer eigentlich aus? Woher kommt

die bärenstarke Qualität seiner Gewächse? Hat er sein Wissen

bei Praktika rund um den Globus aufgesogen? Nein. Florian ist

den anderen Weg gegangen. Keine Lehr- und Wanderjahre in

anderen Ländern oder Kontinenten, keine Bearbeitung anderer

Trauben auf anderen Böden unter anderen klimatischen Bedingungen.

Sondern Fokussierung und Konzentration auf das, was

in Rheinhessen passiert, sich stets des großen Potenzials seiner

Heimat und seiner Wurzeln bewusst. Und das ist auch gut so!

Denn der Erfolg gibt ihm recht. Und wir bilden uns ein, dass

Florians Weine, und auch die Weine anderer Winzer, die ebenfalls

diesen engen Bezug zu ihrer Region haben, dass diese Identität

in den Weinen schmeckbar ist: Heimat, Ursprung, Seele!

Diese Winzer sind ihrem Terroir tief verbunden, sprichwörtlich

mit ihm aufgewachsen, und das merkt man ihren Weinen auch

an. Kein austauschbares industrielles Massenprodukt, sondern

Resultat einer innigen Liebesbeziehung zwischen dem Winzer

und seiner Heimat!

Florian Fauth: Für viele zählen

seine Weine zu den typischsten

Rheinhessens

© Justyna Reiss

26 PINWAND no 336 | April 2022


Seehof

RHEINHESSEN DEUTSCHLAND

„SEEHOF-LITER“ TROCKEN, 2021 (EDITION PINARD DE PICARD)

Bodenständig: ein Liter pures Seehof-Vergnügen. Der Schoppen-Klassiker!

DRH052021 „Seehof-Liter“ trocken, 2021 (Edition Pinard de Picard) DV 12,5 % Vol. 6,95 €/l 6,95 €

Welch Wein könnte geeigneter sein um die unprätentiöse

und bodenständige Art der Familie Fauth

zu vermitteln als der Seehof-Liter? Dieser Schoppen-

Klassiker ist eine echte Marke im Sortiment des Familienweinguts

aus Westhofen. Dieser Weißwein kann

quasi die ganze Woche über in der Küche stehen. Aber

nicht nur als Kochwein für Sauce sowie Koch und Köchin,

sondern auch als Feierabendschluck oder – Dauergast

bzw. festes Inventar im Kühlschrank – Willkommensgläschen,

wenn spontan Gäste vorbeikommen.

Florian Fauths „Einstiegsdroge“ besteht üblicherweise

zu rund drei Vierteln aus einer wunderbaren Partie des

feinduftigen Müller-Thurgaus und einem Viertel aus

rassigem Riesling von jungen Reben aus der Große-Gewächs-Lage

Aulerde. Der Brot-und-Butter-Wein des

Hauses, wie Florian sagt, muss unbedingt „Schoppentauglich“

sein. Für Rheinhessen und Pfälzer, die ihren

frischen Weißwein aus traditionellen, dickwandigen,

einen halben Liter fassenden Gefäßen buchstäblich

wegbechern, ist das der offizielle Qualitätsbeweis und

ultimative Kaufbefehl. Für alle anderen Weinliebhaber

außerhalb unserer beiden Wein-Ballungszentren bedeutet

dies zusammengefasst: Dieser Wein hat enormen

Trinkfluss und man sollte ihn in großen Schlucken

(und ebenso großen Gläsern) trinken!

Im eher schlanken Jahrgang 2021 zeigt sich der „Liter“

als wunderbar würzig und zitrischer Weißwein.

Er glänzt durch Schnörkellosigkeit und Trinkfluss. Das

Bouquet duftet fruchtig nach Birnen und Zitronen,

ein Hauch Pfirsich (hier kommt der Müller-Thurgau

zur Geltung!) umrandet die unkomplizierte Nase. Am

Gaumen zeigt sich der Weißwein anschmiegsam und

angenehm pur. Dieses Jahr gesellt sich auch eine kleine

Partie Silvaner hinzu. Die verleiht dem Wein eine

angenehme Cremigkeit und Würze. Was Florian als

„frei von Kitsch“ bezeichnet ist genau jener Fokus auf

Würze, Mineralität und zurückhaltende Frucht.

Das ist richtig viel Wein fürs Geld, und vor allem hat

hier nahezu jeder Weintrinker Freude daran. Sogar die

selbsternannten Wein-Snobs. Denn die Qualität ist

richtig, richtig hoch!

Nicht lange einlagern – diesen leichten, beschwingten

Frühlingstanz in diesem Jahr oder im nächsten öffnen

und bei Kühlschranktemperatur wegzischen!

GRÜNER SILVANER, 2021 (EDITION PINARD DE PICARD)

„Hier hat einfach alles gepasst!“ – Florian Fauth

DRH050721 Grüner Silvaner, 2021 (Edition Pinard de Picard) DV 12,5 % Vol. 9,86 €/l 7,40 €

Der Seehof steht nicht nur für Rieslinge, sondern hat

eine besondere Beziehung zu den heimischen Reben

Rheinhessens. Was nicht jeder weiß: Bevor der Riesling

seinen Siegeszug antrat, stand der Silvaner traditionell

hoch im Kurs. Der fränkische Bocksbeutel – egal ob

man ihn nun schätzt oder ihm eher abgeneigt ist – hat

sich beim Silvaner ins Gedächtnis ganzer Generationen

gebrannt. Dabei ist nach wie vor nicht Franken, sondern

Rheinhessen das größte Anbaugebiet für diese

Rebsorte – weltweit! Speziell die Kalklagen sind prädestiniert

für den mineralischen Weißwein, der so gar

nicht anspruchslos ist. Einige Exemplare aus Rheinhessen

erfreuten sich steigender Beliebtheit und erfährt

mittlerweile auch internationale Anerkennung, was

beweist, dass die Rebsorte in diesen Breitengraden das

Zeug zum ganz großen trockenen Wein hat. Wir denken

da (wer nicht?) natürlich auch an Schwippschwager

Klaus Peter Kellers „Feuervogel Réserve“! Florians

Silvaner stammt aus zwei Westhofener Parzellen, eine

mit über 30-jährigen, die andere etwas jünger mit rund

zehn- bis zwölfjährigen Reben. Diese ergänzen sich

ideal und sorgen für eine perfekte Harmonie im Wein.

Florian über den 2021er-Silvaner: „Wir hatten ein perfektes

Reifefenster erwischt. Spannung und Säure

blieben hier erhalten, die Trauben waren reif ohne im

Mostgewicht zu hoch auszufallen. Hier hat einfach

alles gepasst, wie fast immer in diesen beiden Silvaner-Anlagen.“

Das sind Worte, die von einem höchst

zufrieden Winzer zeugen. Wir schließen uns als Silvaner-Fans

an: Unsere Edition vom Grünen Silvaner

liegt hellgolden im Glas, duftet floral (weiße Blüten)

und würzig aus dem Glas. Ein Hauch Muskatnuss und

Birnenspalten steigen aus dem Glas. Das ist fein und

klar, am Gaumen dann pur und durch die angenehme

Cremigkeit auch angenehm substanzreich. Zitrusabrieb,

ein Hauch frischer Hopfen und die bereits

im Bouquet anklingenden Birnenspalten prägen hier

die Aromatik dieses so verzückend erfrischend ausklingenden

Silvaners. Diesen Wein im Glas, schönes

Terrassenwetter als optionales Leckerli obenauf, dazu

und ein paar saftig gegarte Stangen frisch gestochenen

Spargels – und der Glücksmomente ist kein Ende!

Zu genießen ab sofort bis 2024+.

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DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

Seehof

PINOT NOIR ROSÉ, 2021

Wunderbar griffiger Rosé aus Rheinhessen!

DRH051121 Pinot Noir rosé, 2021

DV 12% Vol. 10,93 €/l 8,20 €

„Wie am Stock gewachsen, so gelesen.“ resümiert Florian die

Weinwerdung seines Rosés aus Pinot-Noir-Trauben. Das erklärt

auch schon viel über die Wertschätzung des Winzers gegenüber

seinem Rosé. Denn bei dieser Kategorie Wein greifen Winzer

gerne mal in die önologische Trickkiste um einen optisch ansprechenden

Wein zu keltern, der in der Regel eher Nebenprodukt

darstellt. Bei Seehof zählt der dieser Wein zum festen

Bestandteil des Sortiments. Das bedeutet auch, dass sie die

Trauben das ganze Jahr über für die Vinifkation zum Roséwein

heranziehen, ihn separat pressen und ausbauen.

„Wir hatten für den Rosé wie beim Silvaner ein wirklich gutes

Reifefenster im Jahrgang 2021.“ berichtet uns Florian bei unserer

Jahrgangsprobe.

Das Ergebnis ist ein kupferfarbener Rosé, der intensiv nach Himbeeren,

schwarzen Johannesbeeren und Birnen duftet. Er zeigt

sich am Gaumen weich und seidig, bleibt vom ersten Schluck bis

zum Nachhall stets schlank. Amalfizitronen, Pampelmusen und

Blutorangen tummeln sich hier. Weil der Rosé im Weingut Seehof

bewusst knochentrocken ausgebaut wird, erweist sich dieser

Wein auch als wunderbar zartstrukturierter Wein, der eher

herb als süßfruchtig daherkommt, einfach geschmackvoll und

stilbewusst auftritt. Ein Wein, der sich bewusst von den seelenlosen

Fruchtbowlen aus dem Supermarktregal abhebt.

Diese noble Interpretation eines Rosés möchte sich nicht aufdrängen,

und genau darin liegt seine Größe.

Ein perfekter Wein zum genüsslichen Nippen und Entspannen

nach einem langen Arbeitstag und ein ebenso schöner Begleiter zu

Krustentieren, überhaupt allem, was aus dem Meer kommt.

RIESLING TROCKEN, 2021

(EDITION PINARD DE PICARD)

Gutsriesling aus dem Morstein und Kirchspiel!

DRH050121

Riesling trocken, 2021 (Edition Pinard de Picard)

DV 12,5 % Vol. 10,60 €/l 7,95 €

Dass der Gutsriesling im Weingut Seehof von besonderer Güte

ist überrascht nicht. Kein Wunder, denn hier gehen feine Rieslingträubchen

ausschließlich aus den legendären Lagen Westhofens,

dem Morstein und Kirchspiel ein. Selbstredend handelt

es sich hierbei um die etwas jüngeren Reben. Doch beweisen

die besten Lagen stets auch in herausforderungsvolleren Jahrgängen

ihre Güte. Genau hier spielen sie ihre Trumpfkarte aus.

Der Jahrgang 2021, der mit „back to the roots“ umschrieben werden

kann, erwies sich als klassisches Jahr mit enorm später Reife.

Anders als in den letzten drei Jahren, die warm und trocken waren,

lasen Fauths die Trauben für ihren Gutsriesling im Oktober.

Zu diesem Zeitpunkt war die Lese oftmals in Vergangenheit bereits

abgeschlossen. Eine Lese im Oktober war in Deutschland

noch bis vor nicht viel mehr als einer Dekade gelebte Normalität.

Die Frage ob der Ausnahmezustand die neue Normalität ist,

lassen wir an dieser Stelle unkommentiert …!

Dass wir die Eleganz und kühle, eher aromenreduzierte Stilistik

des 2021er-Jahrgangs schätzen, erwähnten wir bereits mehrfach

an anderer Stelle. Florian Fauth hat die Vorteile des Jahrgangs

bestens eingefangen, ohne die Stilistik zu verbiegen. Dadurch

entstand ein sehr ehrlicher Riesling, der durch spielerische Leichtigkeit

und Feinheit zu überzeugen weiß. Er duftet zitrisch aus

dem Glas, wirkt eher kühl. Wer mollige Steinobstaromatik und

cremigen Körper sucht, der liegt hier falsch. Wer aber Eleganz

und Feinheit zu schätzen weiß, der wird diesen Gutsriesling

lieben. Er besitzt eine angenehme pointierte Säurestruktur, fließt

zielstrebig über den Gaumen. Dabei wirkt er niemals hart, sondern

angenehm ausgewogen. Das liegt auch an der späten Lese

der Trauben, die hier in den letzten September- und Oktoberwochen

im kühlen Herbst nochmals an Aromatik gewinnen

konnten. Lange und kühle Nächte sind einfach genial für komplexen

und vibrierenden Riesling. Es ist klar: Wir haben es hier einfach

auch mit einem Riesling zu tun, dessen Ursprungsmaterial

deutlich „höher boxt “ als deklariert.

Werte Kunden, Sie werden diesen trockenen Riesling lieben. Das

Weingut Seehof ist ein absoluter Vorzeigebetrieb des Anbaugebiets

und spielt in der „Einstiegsklasse“ deutscher Rieslinge

immer ganz vorne mit. Ein leuchtendes Beispiel für die Dynamik,

die in Rheinhessen auszumachen ist!

Ein Hochgenuss ab sofort und bis 2026+.

28 PINWAND no 336 | April 2022


Seehof

RHEINHESSEN DEUTSCHLAND

WEISSBURGUNDER, 2021

(EDITION PINARD DE PICARD)

Herz was willst du mehr? In diesem Preisbereich

fast schon eine Provokation!

DRH051921

Weißburgunder, 2021 (Edition Pinard de Picard)

DV 12,5 % Vol. 10,40 €/l 7,80 €

© Justyna Reiss

GRAUER BURGUNDER, 2021

Zen-artige Balance: Seehofs Grauburgunder

DRH052421 Grauer Burgunder, 2021 DV

12,5 % Vol. 10,60 €/l 7,95 €

Rund ein Drittel der 17,5 Hektar Rebfläche des Weinguts Seehof

sind Rieslinglagen. Für den Rheinhessischen Schnitt ist dies gar

nicht so viel, konzentrieren sich doch viele Betriebe primär auf den

– nicht umsonst – populären Riesling. Allerdings ist Florian Fauth

ein echter Allrounder, und der Graue Burgunder einer seiner beliebtesten

Weine. Im Weingut Seehof wird er auf eine schlanke

Schlegelflasche gezogen – ganz so wie die Rieslinge auch.

Das unterstreicht den Charakter dieses charmanten Weißweins

ideal. Er zeigt sich zenartige ausgewogen und tiefenentspannt,

ohne kitschig daherzukommen. Ein Grauburgunder, der einfach

für gute Stimmung sorgt und unbeschwert über den Gaumen

fließt. Quitten, Birnen, ein Hauch Salzmandeln. Dieser Dreiklang

sorgt für beste Harmonie. Dass am Gaumen eine dezente Cremigkeit

die helle Frucht unterstützt, trägt zum hedonistischen

Gesamtbild dieses Weins bei. „Die Weine machen einfach Spaß.“

heißt es im Vinum Weinguide 2022 über unseren Westhofener

Betrieb. Dies nicht zuletzt auch, weil die Fauths, inzwischen in

fünfter Generation Weinbauern und Winzer, ihrer Kundschaft

stets treu geblieben sind. Die hervorragende Seehof-Basis überzeugt

einfach jedes Jahr. Das hat sich auch in der Redaktion

des Handelsblatts herumgesprochen: „Florian Fauth gehört zu

Deutschlands besten Jungwinzern! Florians geniale Basis-Weine

sind unter Preis-Genuss-Gesichtspunkten unschlagbar!“

Zu genießen ab sofort bis nach 2025.

Dieser höchst fein ziselierte Weißburgunder duftet offen und

einladend nach weißen Früchten. Saftige Birnen, Forellen-Birnen

um genauer zu sein, ein Hauch Pomelo und weiße Blüten

prägen das feine Bouquet, welches durch eine subtile Hopfennote

in eine würzige Richtung gelenkt wird. Am Gaumen zeigt sich

der Wein schön saftig und federleicht. Der griffige Körper, die

geradlinige Aromatik, völlig frei von überschminkender Fruchtsüße

und die durch die Spontanvergärung komplexe Aromatik

überzeugen auf Anhieb. Uns gefällt die hauchfeine trockene

Würzigkeit des Weins, sie gibt ihm Textur. Die Aromen, grüne

Äpfel und Birnen, bleiben puristisch, unterstreichen die Finesse

des eleganten 2021er-Jahrgangs.

Typisch für Florians genialen Gutsweine: Sie stammen aus hochkarätigen

Westhofener Lagen, ergeben einen Typus Wein, der

niemals opulent ausufernd oder vordergründig, sondern delikat

und schlank über den Gaumen fließt. Nur ein Hauch Cremigkeit

verleiht dem Wein etwas breitere Schultern, sodass man

ihn ebenfalls als kongenialen Essensbegleiter einsetzen kann

(Frische Spargel, Forelle-Blau und Dillkartoffeln, Frühlingssalate

mit Mandarinenspalten oder einfach pur auf der Terrasse). Der

Gutswein vom Weißburgunder macht stets eine gute Figur – und

einmal aufgeschraubt – liefert er unkomplizierten Trinkgenuss.

Ein Gutswein, der in seiner Preisklasse zu unseren absoluten

Lieblingen zählt.

Ab sofort und bis 2025+

29


DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

Seehof

SAUVIGNON BLANC, 2021

Neuzugang – und der Beginn einer Erfolgsgeschichte!

DRH052621 Sauvignon Blanc, 2021 DV 12,5 % Vol. 11,93 €/l 8,95 €

Florian Fauth widmet sich bereits seit einiger Zeit dem

Sauvignon Blanc. Doch haben wir bisher nichts davon

gehört, wie auch? Es gab ja keinen Wein zu kaufen.

Vor vier Jahren pflanzte er in Westhofen eine Parzelle,

ein Jahr darauf noch eine weitere im Heimatort seiner

Mutter, acht Kilometer von Westhofen entfernt. Die

ersten Ergebnisse gibt es mittlerweile in Form gefüllter

Flaschen, wenn auch nur eine Kleinstmenge, denn

die Erträge der jungen Reben fallen noch enorm niedrig

aus. Wir präsentieren nun den zweiten Jahrgang,

der sehnsüchtig erwartet wird.

Dieser bietet, eines kühlen Herbstes mit langem Vegetationsverlauf

wegen, einen Typus Sauvignon Blanc,

der ungemein rebsortentypische Rassigkeit und Frische

ausstrahlt. Es duftet hier aus dem Glas nach

Stachelbeeren, weißen Johannisbeeren und einem

Hauch Brennnessel. Die jungen Anlagen liefern laut

Florian noch sehr niedrige Erträge. Dies konzentriert

auch scheinbar die Aromatik am Gaumen. Hier zeigt

sich der Sauvignon Blanc aus Rheinhessen herrlich lebendig.

Konträr zum Bouquet lugt hier auch erstmal

eine exotische Frucht hervor. Im Weingut Seehof werden

alle Weine bewusst trocken vergoren. Auch hier

erweist sich diese Leitlinie als meisterliche Entscheidung.

Der knochentrockene Ausbau bringt den Weißwein

am Gaumen auf Spur, verleiht ihm eine feine

Würzigkeit und Mineralität.

Die Mischung der beiden Parzellen (eine kühle in

Westhofen, eine mit schwererem Tonboden in Hillesheim)

sowie unterschiedliche Klone und eine daraus

resultierende unterschiedliche Reifegeschwindigkeit,

sorgen für die Komplexität dieses feinen Sauvignon

Blancs. Einfach ein wunderschöner Sommerwein, dessen

Bühne schon jetzt ganz klar vorbestimmt ist: die

Terrasse an lauen Grillabenden!

Einfach gut gekühlt zu genießen, ab sofort

bis voraussichtlich Sommer 2024.

AUXERROIS „VON DEN KALKTERRASSEN“, 2021

Die Nähe zu Frankreich ist – nicht nur namentlich – unverkennbar!

DRH050221 Auxerrois „von den Kalkterrassen“, 2021 DV 12,5 % Vol. 12,93 €/l 9,70 €

Dass der Auxerrois seinen Ursprung in Frankreich hat,

deutet bereits ihr exotischer Name an. Diese uralte

Rebsorte, die in der Stilistik ihrer feinrassigen Weine gewisse

Ähnlichkeiten mit Pinot Blanc oder Weißburgunder

besitzt, lässt sich vermutlich von der zwischen dem

nördlichen Burgund und der Champagne liegenden

Grafschaft Auxerre ableiten. Heute findet man sie in

Frankreich vor allem im Elsass vor. Viele Winzer erinnert

die Rebsorte aromatisch an einen leichten und fruchtbetonten

Chardonnay oder eben an Pinot Blanc. Da

Florian Fauth mit seinen Westhofener Kalklagen ähnliches

Terroir wie im Burgund besitzt, lag es nahe diese

vielversprechende Rebsorte in Rheinhessen anzubauen.

Ein Weißwein, den wir Ihnen, werte Kunden, herzlich

anempfehlen möchten, da sich dieser in seiner Eigenständigkeit

nochmals deutlich von den beiden Basis-

Burgundern abhebt und nicht nur namentlich eine französische

Herkunft erkennen lässt.

Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Auxerrois

ziemlich hohe Anforderungen an den Winzer stellt. Die

Beeren sind besonders dünnhäutig und daher auch besonders

anfällig für Fäulnis. Man muss sie also mit viel

Liebe pflegen und ständig nach ihrem Wohlbefinden

schauen. Damit ist der Auxerrois unter den Rebsorten

so etwas wie der Bonsai unter den Zimmerpflanzen.

Wie gut, dass wir uns daher nur ums Genießen dieser

feinen Rebsorte kümmern müssen! Im Jahrgang 2021

zeigt sich dieser Wein, der übrigens aus der Westhofener

Steingrube stammt, ungemein markant.

Er duftet würzig und blumig, dazu nach Sanddorn, Blüten

und Pampelmusen. Was wir an ihm lieben, ist die

Seidigkeit mit der er über den Gaumen gleitet. Er wirkt

stahlig und markant aber auch anschmiegsam, nicht zuletzt

dank der feinen Cremigkeit, die ihn auszeichnet. Die

Frucht reduziert sich hier auf allerlei Agrumen, speziell der

angenehm, nicht zu säuerlich schmeckenden und eher

milden Pomelo-Frucht. So ganz lässt sich der Auxerrois

in keine Schublade stecken. Man muss ihn einfach mal

probiert haben! Man spürt die Kalkböden, das exzellente

Traubenmaterial und den geduldigen Ausbau des höchst

individuellen Weißweins. Je länger man ihn im Mund hat,

desto intensiver tritt die Mineralität in den Vordergrund

und zeigt den Facettenreichtum der Auxerrois-Traube

ganz vortrefflich.

Ein wunderbarer Weißwein, der stilistisch irgendwo

zwischen Chardonnay, Muskateller und Weißburgunder

pendelt, aber doch völlig eigenständig ist. Mineralisch,

steinig, erfrischend. Zweifellos: ein Schatz im

Weingut Seehof.

Ab sofort mit Genuss und bis leicht 2025+.

30 PINWAND no 336 | April 2022


Seehof

RHEINHESSEN DEUTSCHLAND

SEEHOF-REBSORTEN-PAKET 2021

(12 FLASCHEN)

Entdecken Sie die Vielfalt der Seehof’schen Gutsweine

zum unschlagbaren Probierpreis!

DRH059921P

Seehof-Rebsorten-Paket 2021 (12 Flaschen)

statt 96,50 € nur 89,95 €

Dieses Paket ist fast schon ein Klassiker zum Start in den Frühling:

Erleben Sie sechs verschiedene Rebsorten der aktuellen Kollektion,

alle vom rheinhessischen Kalk.

SIE ERHALTEN JE ZWEI FLASCHEN DES JAHRGANGS 2021:

© Justyna Reiss

► Riesling trocken (Edition Pinard de Picard): genialer Gutsriesling,

Preis- Genuss-Verhältnis unübertrefflich!

► Grüner Silvaner (Edition Pinard de Picard): ein kalkig griffiger Silvaner,

perfekt zum Spargel! Rheinhessens Urrebe.

► Pinot Noir rosé: Et voilà – unser beliebtester Rosé aus Deutschland!

► Weißburgunder 2021 (Edition Pinard de Picar): Unser Coup de Cœur!

Absolute Kaufempfehlung!

► Grauer Burgunder: Laissez-faire-Grauburgunder.

► Sauvignon Blanc: NEU bei Seehof, rassig und pikant!

31


DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

Seehof

„SAME SAME BUT DIFFERENT“, 2021

Unverkennbar: der Muskatelleranteil dieser federleichten Cuvée!

„Wie langweilig wäre das Leben, wenn nicht ab und zu ein paar von uns aus der Reihe

flattern würden. Mit seiner Individualität macht jeder Einzelne die Welt ein bisschen

bunter. Die Hauptsache ist doch, dass jeder die gleichen Chancen hat.“

DRH052321 „Same same but different“, 2021 DV 12,5 % Vol. 13,26 €/l 9,95 €

Diese Botschaft von Florian und Katja schmückt das

Rückenetikett dieses in jeder Hinsicht einmaligen

Weins. So, wie Katja und Florian alles Menschenmögliche

für ihren kleinen Sohn Jonathan tun, so möchten

sie auch anderen Betroffenen helfen. Mit dem Verkauf

dieses wunderbaren Weins unterstützen wir, gemeinsam

dank Ihnen, unseren Kunden, jährlich ein Herzensprojekt.

Spendenempfänger war in den letzten

Jahren der Kleinsägmühlerhof der Lebenshilfe e. V.

in Altleiningen. Seit über drei Jahrzehnten leben und

arbeiten hier Menschen mit Behinderung. Egal ob im

Hofladen, in der eigenen Bäckerei oder artgerechten

Viehzucht von Kühen, Schweinen und Hühnern. Alle

packen an, dies sogar getreu biologisch-dynamischer

Wirtschaftsweise.Wir haben gemeinsam mit den

Fauths dort einen wunderbaren Nachmittag verbracht

und uns vom nahezu einmaligen Konzept

überzeugt. So sehr, dass wir auch in diesem Jahr

wieder dem Kleinsägmühlerhof unsere Spende aus

dem Verkauf dieses Weins zugutekommen lassen

möchten.

Mit dem Erwerb des „Same same but different“

erhalten Sie einen genialen Weißwein

für die kommenden warmen Frühjahrs- und

Sommertage, der den Gaumen erfrischt.

Die Cuvée hat im Jahrgang 2021 dank eines

Viertels Muskatelleranteil (den Rest stellen

Weißburgunder, Riesling und Sauvignon

Blanc) ein herrlich verspieltes Bouquet.

Es duftet nach Mirabellen, Lychee

und frisch geschnitten Blüten, darunter

auch Holunder. Welch eine zauberhaft

einladende Nase! Trocken ausgebaut,

zeigt sich die Cuvée rund, von Aroma saftiger

rosa Pampelmusen geprägt.

Fast schwebend, gleitet der Wein federleicht

über die Zunge. Der Weißburgunder

leistet perfekte Textur-Arbeit, und

der Riesling steuert eine wunderbare Saftigkeit

und Trinkanimation mit Zug bei

sowie eine Idee von Terroirausdruck, die

aus dem Same Same ein herrliches Frühlings-Trinkvergnügen

macht. Hier werden

© Justyna Reiss

Assoziationen wach an die fast süchtig machenden

Aromen eines Moscato d’Asti, aber: der „Same same

but different“ ist trocken, richtig trocken, und er perlt

nicht, sondern fließt seidig über den Gaumen und kleidet

ihn mit großer Frische aus, die Säure perfekt eingebunden.

Im mittlerweile siebten Jahr unterstützen wir das

Weingut Seehof anlässlich des Welt-Down-Syndrom-

Tags (21. März) und sind besonders stolz darauf, dass

diese fantastische Weißweincuvée so viele treue Liebhaber

gefunden hat. Ein ganz großes Dankeschön von

Katja, Florian und uns an alle unsere Kunden, die mit

dem Kauf des „Same same but different“ diese Idee

mitgetragen und zu ihrem großen Erfolg beigetragen

haben. Wir möchten es noch einmal betonen: Der

komplette Erlös aus dem Verkauf der Weine fließt zu

100 % in diese Projektarbeit.

32 PINWAND no 336 | April 2022


Seehof

RHEINHESSEN DEUTSCHLAND

MORSTEIN WEISSER BURGUNDER „R“, 2021

Hier wird nichts dem Zufall überlassen!

DRH051821 Morstein Weißer Burgunder „R“, 2021 23,86 €/l 17,90 €

in Subskription, Lieferung September 2022

Dass Florian Fauth neben seinen Rieslingen auch ein

besonderes Händchen für Burgundersorten hat, ist

mittlerweile amtlich. Im Weinguide des Falstaff heißt

es: „Seehof liefert den wahrscheinlich besten Weißburgunder

Rheinhessens“. Bei der Reserve-Version

überlässt Florian nichts dem Zufall, hier sind alle

Schritte auf die bestmögliche Qualität ausgerichtet.

Natürlich kann man ein Buch kartoniert und im Offset-

Druckverfahren produzieren, ein guter Verlag weiß,

wenn Aufwand und Kosten keine Grenzen setzen, allerdings

auch wie ein fadengehefteter Lederband mit

handgesetzter Bleischrift im Schuber umgesetzt werden

kann. Genauso verhält es sich mit Florians Spitzencuvée.

Für die enorme Güte der Reserve-Version

gibt es drei gute Gründe: Zunächst die Herkunft der

Trauben. Morstein, ein Name wie Donnerhall, eine

legendäre, weltberühmte Lage! Für uns zählen einige

ihrer Erzeugnisse zur absoluten Weltspitze. Nur wer

über exzellentes Traubenmaterial verfügt, hat das Ausgangspotenzial

zu einem großen Wein. Dann das Rebalter:

Rund 25 Jahre alte, tiefwurzelnde Rebstöcke, die

speziell in den letzten trockeneren Jahren für weiterhin

saftige und bestens ausgereifte Trauben bürgten.

Neben erstklassiger Herkunft ist es der schonende

und anspruchsvolle Ausbau der Weine im Keller, der

zur Exzellenz des Weißburgunders „R“ beiträgt. Die

Trauben werden im Keller gepflegt wie das Familiensilber.

Florian baut sie zu einem Drittel in Damy- und

Stockingerfässern aus, zwei der besten tonnelleries der

Welt, auf deren hohe Qualität die besten Winzer weltweit

setzen.

Wie ein Rahmen verstärkt der Holzausbau den Wein,

der hier als Gemälde und eigentliches Ereignis präsentiert

wird. Es duftet zart hefig und würzig aus dem

Glas. Zitronen, Gelbe Pflaumen und Quitten tauchen

auf, bevor der Burgunder wieder nussige Aromen andeutet.

Am Gaumen tritt er gewichtig, mit schönem

grip und feiner Cremigkeit auf, legt eine für den Jahrgang

bemerkenswerte Substanz an den Tag. Und dann

ist da die berstende Mineralität eines Morsteins, die

dem „R“ etwas grandios Monolithisches verleiht. So

schmeckt das Terroir „Morstein“! Ist das die beste aller

möglichen Weißburgunder-Welten?

Idealerweise ab Herbst 2023 und bis 2033+.

IN SUBSKRIPTION

WESTHOFENER KIRCHSPIEL RIESLING TROCKEN, 2021

„Kühlere Jahre wie 2021 bringen die Lagen extrem gut heraus.“ – F. Fauth

Seehof liefert eine der preiswertesten Interpretationen auf eindeutigem

Großes-Gewächs-Niveau!

in Subskription, Lieferung September 2022

DRH051621 Westhofen Kirchspiel Riesling trocken, 2021 DV 23,33 €/l 17,50 €

Das Westhofener Kirchspiel ist eine besonders privilegierte

Lage. Nicht nur in Rheinhessen, sondern, im

vinophilen Sinne, bundesweit. Der langgezogene Osthang

öffnet sich in Form eines Amphitheaters zum

Rhein. Als Beschützer gegen kalte Winde fungieren

Hügel. Die Ost- bis Südostexposition sorgt mit viel

Morgensonne für ein ideales Mikroklima in den Hanglagen.

Die Lage Westhofener Kirchspiel wurde das erste

Mal im Jahr 1348 schriftlich erwähnt. In dieser knapp

über 44 Hektar großen Traum Lage auf 120 bis 200

Höhenmetern besitzt das mittlerweile über Deutschlands

Grenzen hinaus bekannte rheinhessische Who’s

who mit Keller und Wittmann Parzellen – und Florian

Fauth mit seinem Weingut Seehof.

Was er den kalkhaltigen Böden abgewinnt, hat eindeutig

den Geschmack, die Struktur und das (Lager-)

Potenzial eines Großen Gewächses. Jetzt kommt ein

„Aber“ – aber was für eins: Denn das Westhofener

Kirchspiel von Seehof gibt es zum märchenhaft niedrigen

Preis. Für die Komplexität und Brillanz seiner Lagenrieslinge

zeichnet Florian vor allem die letzten vier

Wochen Reife am Stock verantwortlich. „Der Oktober

hat uns quasi gerettet.“

Das Resultat: Ein brillantes Kirchspiel! Es duftet fein

und fruchtreduziert. Ein Hauch Melisse, etwas Ananas,

keinerlei Steinobst. Zitrus in allen Facetten! Das

Bouquet ist angenehm zurückhaltend und seidig so

wie man es von der Finesse-Lage kennt. Auch am Gaumen

erweist sich der Riesling als äußerst puristisch, in

seiner Essenz gebündelt. Das ist urtypisch, so wie wir

es bei der Lage auch von anderen Spitzenwinzern gewohnt

sind. Die Mineralität ist hier fein verwoben mit

einer kristallklaren Erscheinung. Und dann sind da die

subtilen und so typischen Kräuternoten welche die

helle Frucht umrahmen, ihr Rassigkeit und Würze verleihen,

wie wir es aus klassischen und kühleren Jahren

lieben. „Das kommt einfach extrem gut heraus dieses

Jahr!“ so Florian.

Ab Freigabe im Herbst 2022, karaffiert und aus einem

großen Glas, bis 2032+

33


DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

Seehof

WESTHOFEN STEINGRUBE RIESLING TROCKEN, 2021

Steingrube: Liegt zwischen Kirchspiel und Morstein und schließt unmittelbar

unterhalb an Kellers Abtserde an!

in Subskription, Lieferung September 2022

DRH050421 Westhofen Steingrube Riesling trocken, 2021 29,33 €/l 22,00 €

Seit einigen Jahren genießen nun schon die legendären

Großen Gewächse Rheinhessens als weltberühmte

Aushängeschilder deutscher Rieslingkultur

unter Weinliebhabern einen quasi legendären Ruf. Die

Nachfrage ist bei weitem größer als die zur Verfügung

stehende Menge. So ist es auch bei diesem Spitzenriesling

vom Weingut Seehof, den Florian Fauth aus

perfekt gereiften Trauben aus einer felsig-kargen,

kalksteinhaltigen Parzelle mit lehmigem Boden der

Steingrube gewonnen hat, die, zwischen Kirchspiel

und Morstein gelegen, unmittelbar unterhalb an Klaus

Peter Kellers „Abtserde“ anschließt. Kurz: Er ist von

solch sensationeller Qualität, dass er viele wesentlich

teurere Große Gewächse mühelos an die Wand spielt!

Schon lange haben wir uns Gedanken gemacht, warum

dieser Spitzenwein derart unter dem Radar fliegt.

Denn die 2001 gepflanzte Parzelle zeigt auch laut Florian

Jahr für Jahr mehr von ihrem enormen Potenzial.

Es fehlt schlichtweg ein VDP-Winzer, der die Lage

singulär bearbeitet und neben Abtserde und Morstein

als Spitzenlage ausbaut, was aber aufgrund der

VDP-Statuten für Große Gewächse nicht möglich ist.

Welch enormer Vorteil für Florian, der hier seit Jahren

einen der besten Rieslinge seiner Kollektion einfährt.

Kennzeichen der Lage ist die intensive Steinigkeit, die

hier das Bouquet prägt. Kein Wunder, bereits etwa

60 Zentimeter unter der Erdoberfläche beginnt der

nackte Fels in dieser extrem steinigen Lage, so dass

es kaum möglich ist, die Pfähle für die Reben gerade

einzuschlagen. Nicht umsonst weist die Flurbezeichnung

auf einen Steinbruch hin, der hier früher gelegen

haben muss.

Im Jahrgang 2021 zeigt sich die Steingrube als intensivster

aller Lagenrieslinge. Zitrusabrieb und Limettenschalen

duften hier. Der spätreifende Jahrgang

verschlankt die ansonsten eher steinfruchtgeprägten

Aromen hin zu allerlei Agrumen. Was die Steingrube

vom Morstein und dem Kirchspiel unterscheidet ist vor

allem, dass sie in allem etwas mehr Substanz besitzt

ohne dabei an Fruchtintensität zuzulegen. Es ist gewiss

der vielschichtigste Lagenriesling aus dem Hause

Seehof. Und doch – kaum ein Weingut kann dies

derartig gut wie Seehof – bleibt auch dieser Riesling

unverkrampft, zeigt sich von seiner hedonistischen

Seite. Es ist der charmanteste im jugendlichen Alter.

Denn die Frucht ist hier am intensivsten ausgeprägt,

der Körper kraftvoller, die Säure auf Anhieb bestens

integriert. Ein Wein, an dem Kenner wie Liebhaber

ihrer Freude finden werden. Ein echter „Diplomat der

Herzen“! Anders als die großen Westhofener Lagen,

die als Osthang situiert sind, sind die Reben der Steingrube

nach Süden ausgerichtet, die allerdings nach

Westen hin windoffen sind. Das bringt einen Wein

hervor, der auch bei hoher Reife noch von enormer

Mineralität geprägt ist. Denn über allem erhebt sich

eine feine Meersalznote, die den Wein perfekt justiert

und hervorragend mit den cremigen Einschlägen und

dem Geschmack reifer Meyer-Zitronen im Abgang des

Weins harmoniert. Seehofs Steingrube ist Riesling auf

der Überholspur, ein Kraftpaket in allerbester Verfassung

und Laune, der sich mittlerweile vom absoluten

Geheimtipp zum Klassiker unseres Sortiments entwickelt

hat und von Ihnen, liebe Kunden, stets mit großer

Vorfreude erwartet wird.

Zu genießen ab Freigabe im Herbst, Höhepunkt bis 2033.

34 PINWAND no 336 | April 2022


Seehof

RHEINHESSEN DEUTSCHLAND

WESTHOFEN MORSTEIN „ALTE REBEN“ RIESLING TROCKEN, 2021

Rauchig, kraftvoll, unnahbar: Morstein-Magie!

DRH051021 Westhofen Morstein „Alte Reben“ Riesling trocken, 2021 37,33 €/l 28,00 €

Der Spitzenwein des Hauses, wie könnte es anders sein, stammt

natürlich aus dem Morstein. Die Rieslingreben in der legendären

Westhofener Lage lieferten perfekte Trauben. Wie schon

im Burgund, gilt auch hier: Die früheren Generationen wussten

eben warum sie welche Spitzen-Lagen klassifizierten.

Das Ergebnis ist ein enorm fruchtreduzierter und terroirbetonter

Weißwein, der eindeutig das Zeug zum veritablen Langstreckenläufern

hat.

Die besten Parzellen dieser rheinhessischen Renommierlage

verleihen ihren Weinen – wegen des sehr hohen Anteils an verwittertem

Kalkstein im Untergrund – eine einzigartige salzigmineralische

Struktur. Die Reben stehen hier auf 180 bis 240

Metern Höhe in einem sanften Hang. Für uns zählen einige Erzeugnisse

aus dieser magischen Lage zur absoluten Weltspitze.

Besonders die Rieslinge zeichnet eine enorme Schubkraft (bei

gleichzeitig innerer Ruhe) und feiner Würzigkeit aus, die so andernorts

nur selten findet.

Es ist ein offenes Geheimnis: Wir lieben den Morstein, der für

uns bei Seehof den mineralischsten Riesling hervorbringt. Er

zeigt sich gegenüber der Steingrube ähnlich komplex, wirkt

aber nochmals schlanker, da fruchtreduzierter. Was die Steingrube

mehr an Schmelz und Frucht besitzt, hat der Morstein

von alten Reben an Rauchigkeit und dunklen Noten. Er gleitet

mineralisch und würzig über die Zunge, wird fast salzig und im

Nachhall zunehmend verspielter und feiner. Allein dieser zieht

sich enorm lang, bleibt so zart. Hier spielt die Lage ihren Trump,

die alten Reben voll aus! Ein Riesling wie aus einem Guss, steinig,

mineralisch, engmaschig und fein. Schon mit dem ersten

Schluck wird klar: Hier dreht sich alles um einen kraftvollen

Riesling, der allerdings Ruhe ausstrahlt. Er ist dunkelwürzig, intensiver

als der kleine Morstein „M“ und von einer Mineralität,

die schlicht als „griffig“ zu bezeichnen ist. Er schraubt sich regelrecht

am Gaumen entlang, wird von der anfänglich saftigen Art

immer präziser und fester, bis das Ende des Gewindes erreicht

ist. Dieser schroffe, vom Kalk geprägte Wein behält seinen grip,

bleibt im Nachhall stets fein. Es ist bei aller monolithischen Ausstrahlung

aber auch immer die Feinheit und Klarheit, die diesen

genialen trockenen Riesling ausmacht. Dabei fällt auf, dass bei

Seehof der Morstein einen ähnlichen Wandel vollzogen hat wie

im Weingut Keller: Er wurde über die Jahre immer reduzierter,

legte an Speckigkeit ab, gewann an Charisma durch den Fokus

auf die mineralischen Eigenschaften dieser einzigartigen Lage.

testete die großen Weine Deutschlands. Da Pinard de Picard

gebeten worden war, als führender Verkäufer großer deutscher

Weine ausgewählte Spitzengewächse zu dieser repräsentativen

Probe einzusenden, hatten wir einen qualitativen Überflieger

und absoluten Geheimtipp aus dem Morstein angestellt. Wieso

Geheimtipp? Aus dem legendären, weltweit berühmten Morstein,

um den sich Weinliebhaber aus aller Welt und die höchst dekorierten

Spitzenrestaurants verzweifelt (und zumeist vergeblich)

bemühen?

Nun, Florian Fauth, unsere Deutschland-Entdeckung 2008, ist

kein Mitglied im VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter)

und darf daher seinen Fabel-Riesling aus dem legendären

Westhofener Morstein nicht als Großes Gewächs vermarkten.

Was dessen Bekanntheitsgrad natürlich einschränkt,

da er auf den wichtigen Großen-Gewächs-Proben

(die ausschließlich

VDP-Betrieben vorbehalten sind) nicht präsentiert

werden kann. Und das, obwohl dieser

Referenzriesling mit seiner unglaublich

feinen Frucht und tiefen Mineralität qualitativ

die allermeisten Großen Gewächse

Deutschlands locker hinter sich lässt!

Daher schickten wir auch, zutiefst überzeugt

von der singulären Klasse dieses

Rieslings, Fauths Paradepferd ins Vinum-

Rennen, neugierig, wie er sich denn im

Umfeld der besten deutschen Weine

schlagen würde. Das Resultat: Klaus

Peter Keller gewann die Verkostung,

im direkten Verfolgerfeld, ihm hautnah

auf den Fersen, unser ebenso

sympathischer wie „hochtalentierter“

(Vinum) Florian Fauth mit

seinem genialen Morstein, der im

Übrigen derart unverschämt preis-

„wert“ daherkam (und noch immer

daherkommt), dass Vinum ihn zum

„Top-Tipp der Verkostung“ kürte!

Zu genießen ab Auslieferung, Höhepunkt

2024 bis nach 2038..

in Subskription, Lieferung September 2022

IN SUBSKRIPTION

Längst ist Seehof kein unbeschriebenes Blatt mehr, wenn es um

großen trockenen Riesling aus Westhofener Lagen geht. Spätestens

nach der legendären Vinum-Probe steht Seehofs Morstein

auf jeder Einkaufsliste eines Rieslingenthusiasten. Gerne

greifen wir die Geschehnisse der inzwischen berühmten Verkostung

für Sie nochmals auf: Rudolf Knoll, ein Urgestein des

deutschen Weinjournalismus und intimer Kenner der Szene,

35


ITALIEN TOSKANA

San Jacopo

TENUTA

SAN JACOPO

CASTIGLIONCELLI

NACH BIO-

ZERTIFIZIERTEN

STANDARDS

& VEGAN!

Authentische Chianti zu höchst sympathischen

Preisen von ganz früher. In Bio-Qualität!

Die Toskana: Bei Vollmond tauchen die Hügel in ein bleiches

Märchenlicht und Dörfer, romantische Gehöfte

und Zypressen zeichnen sich wie Scherenschnitte in

die Nacht. Die Toskana kann man riechen in diesen Nächten:

Den schweren Duft des steinigen Bodens, den erdigen Morgendunst

ihrer Wälder. Im Frühling das betörende Parfum aus

Gärten und Olivenhainen, den wilden Lorbeer und die Süße

der Akazienblüten.

Den berauschenden Geruch des Herbstes, wenn die Traubenernte

begonnen hat. Und schließlich den Wein, die Seele der Toskana.

Es ist die süchtig machende Gesamtheit all der betörenden

Sinneseindrücke, die sanfte, allumfassende Harmonie, die den

einzigartigen Charakter dieser großen Kulturlandschaft prägt.

Kein Wunder, dass die wirklich großen Weine der zauberhaften

Toskana zu unseren persönlichen Lieblingsgewächsen gehören:

Herzblutweine, deren Stilistik jedoch in den letzten drei Jahrzehnten

erheblichen Veränderungen unterworfen war!

Wann haben Sie, werte Kunden, zuletzt einen echten Chianti,

und dazu noch aus zwar nicht zertifiziertem, aber de facto biologischem

Anbau, schon mal unter zehn Euro gesehen. Der einfach

(und ganz ohne Umschweife) „lecker“ ist. Und eben nicht holz-

geschwängert. Dafür in einem authentischen Stil. So, wie früher,

als Chianti nach nichts anderem schmeckten als Sangiovese,

Sonne und Meer.

Hier auf der Tenuta San Jacopo widmet man sich den klassischen

Weinen, bäuerliche Chianti, ohne Holz- und Marmeladenorgien

im Glas. Dank der Empfehlung von Sean O’Callaghan, dem ehemaligen

Betriebsleiter von unserem toskanischen Bestsellergut

Riecine, der sogar seinen mit ihm befreundeten Nachbarn, den

sympathischen Brüdern Vanni, Carlo und Marco Cattaneo von

San Jacopo, schmeckbar einige Zeit mit Rat und Tat zur Seite

stand. Unbedingt zugreifen, der Basis-Chianti hat ein kaum glaubliches

Preis-Genuss-Verhältnis! Auf einem Anwesen aus dem

18. Jahrhundert, inklusive Bauernhof und Agriturismo, betreiben

die drei Brüder Vanni, Carlo und Marco Cattaneo ihr idyllisches

Gesamtprojekt. Und dies seit 2002, als sie die Anlagen verkommen

und die Rebberge rekultivierungsbedürftig vorfanden.

Heute, fast 20 Jahre später, findet sich ein Gesamtkunstwerk vor,

welches die Kulturlandschaft bereichert. Die Zeiten haben sich

geändert und so auch der Chianti Doch hier auf der Tenuta San

Jacopo produziert man ihn noch, den klassischen Wein. Übrigens:

nach bio-zertifizierten Standards und sogar vegan!

36 PINWAND no 336 | April 2022


San Jacopo

TOSKANA ITALIEN

„QUARTO DI LUNA“ CHARDONNAY IGT TOSCANA,

BIANCO 2020 (BIO)

Toskana-Therapie für Unentschlossene: Chardonnay mit bella figura!

ITO050120 „Quarto di Luna“ Chardonnay IGT Toscana, bianco 2020 13% Vol. 18,60 €/l 13,95 €

IT-BIO-004

„Ognuno la intende a modo suo.“ Jeder betrachtet die

Dinge auf seine Weise! Und uns gefällt, welch eigenständige

Interpretation der Rebsorte die Cattaneo-

Brüder hier vorlegen. Weil sie auf ihrer Tenuta San

Jacopo weder Kalifornien noch Burgund nachahmen

wollen – der Wein liegt ein halbes Jahr auf der Feinhefe

und reift acht Monate im Stahltank – duftet dieser

Chardonnay dann auch anders, schmeckt anders,

ist anders! Im Bouquet rezent-luftige Hefenoten und

aromatische Amalfi-Zitronen (samt Zeste), auch gelbe

Kiwi, Kamillenblüten und etwas Eisenkraut. Am

Gaumen präsentiert sich der toskanische Chardonnay

ungemein lebendig, aromatische Tiefe bei gleichzeitig

fein-fruchtiger Disposition, fernab jeder Üppigkeit,

weder exzessiv buttrigen Note noch Vanille(-pudding)

– und eben auch kein neues Holz whatsoever! Der

„Quarto di Luna“ wirkt anregend schlank im Mund,

zeigt sich betörend frisch am Gaumen und hinterlässt

auf der Zunge einen zartherben Eindruck und die

Lust auf den nächsten Schluck. Dazu ist man an getrocknete

Kräuter (Zitronenthymian!), Sternfrucht,

etwas Birne und etwa Galia-Melone erinnert. Wieder

weiße Blüten, ebenso wieder reife gelbe Kiwis und man

ist verzaubert von dieser herben Frische. Besonders

schön auch die feine mineralische Ader (eine gewisse

willkommene, weil im besten Sinne „griffige“ Kalkigkeit,

in der die Frucht eingebettet zu sein scheint),

die dem „Mondviertel“ noch mehr Eleganz und Tiefe

verleiht. Auch im Finale bleibt der Wein herrlich erfrischend

– der animierend zitrische Nachhall tut sein

Übriges, was bleibt ist sommerlich inspirierter italienischer

Weißweintraum. Unbedingt im großen Glas mit

10-12 ºC genießen. Zu Sushi, zu Antipasti, zu gegrillter

Dorade oder einfach solo. Chardonnay aus Italien?

Aber ja, immer!

Zu genießen ab sofort bis mindestens 2024.

„POGGIO AI GRILLI“ DOCG CHIANTI SUPERIORE,

ROSSO 2019 (BIO)

Ursprünglicher und unverfälschter Chianti zum Verlieben!

ITO050219 „Poggio ai Grilli“ DOCG Chianti Superiore, rosso 2019 13,5% Vol. 11,93 €/l 8,95 €

IT-BIO-004

Manchmal braucht es vom Wein nur einen Hauch in

der Nase und einen Schluck, der genussvoll die Kehle

herunterrinnt, um inmitten der grünhügeligen Toskana

zu sitzen. Um mit Blick in die Weinberge den Tag

nach Besuchen der Sehenswürdigkeiten in Florenz

oder Siena ausklingen zu lassen. Langsam senkt sich

dann golden die Sonne und auf der Steinterrasse knistert

sich langsam der Holzkohlegrill in Stimmung. Die

Vorfreude auf eine bistecca alla fiorentina oder eine

saftige panzanella steigt sekündlich. Dass uns im Mund

das Wasser zusammenläuft, hat aber noch einen ganz

anderen Grund: Wir haben den Chianti Superiore

„Poggio ai Grilli“ der Tenuta San Jacopo im Glas. Der

Bio-Rotwein aus der toskanischen Paraderebsorte

Sangiovese ist der Schlüssel zu dieser Reise im Kopf!

Einen richtig ursprünglichen Chianti, von Hand gelesen

und ohne Holz ausgebaut, erzeugt die Cattaneo-

Familie. So, wie man ihn vor Ort im Urlaub trinkt,

davon schwärmt und bei uns (!) zu einem famosen Preis

bekommt. Wie köstlich das nach praller Kirschfrucht

duftet, nach Kräutern, einer würzigen Brise (und ein

paar Salmiakpastillen sind auch dabei). Eine sehr explizite

Aufforderung zum Trinken, denn hier gibt’s saftige

Kirsche, die Frucht dabei exakt dosiert. Die feinen

Tannine sind weich, cremig und harmonisch integriert,

das intensive Fruchtbukett und die typischen floralen

(Rosenblätter), rauchig-mineralischen Noten und die

würzigen Akzente (Muskatnuss und Pfeffer) zeichnen

das Bild eines richtig guten toskanischen Sangiovese

mit einer zarten, perfekt integrierten Säure – herrlich!

Liebe Kunden: Diese Liebeserklärung eines authentischen

Alltagsweins ist Schluck für Schluck Zeugnis der

handwerklichen Herangehensweise dieses Weinguts.

Er ist ein wunderbar typischer Vertreter der schönen,

heiteren Kulturlandschaft der Toskana. Ein Rotwein zum

Zurücklehnen und Abschalten – und ein wunderbarer

Genuss zu einem sehr fairen, kleinen Kurs.

Zu genießen ab sofort bis mindestens 2025.

37


ITALIEN TOSKANA

San Jacopo

„POGGIO AI GRILLI“ DOCG CHIANTI RISERVA,

ROSSO 2018 (BIO)

Mitreißende Rotwein-Qualität aus dem Chianti: Köstlicher und

günstiger kann die Toskana nicht zu sich rufen!

ITO050318 „Poggio ai Grilli“ DOCG Chianti Riserva, rosso 2018 14% Vol. 21,26 €/l 15,95 €

IT-BIO-004

2 Gläser

GAMBERO ROSSO

Costantino Cattaneo leitet

die Geschicke der Tenuta

San Jacopo.

2017 war für die Toskana im Allgemeinen und den Sangiovese

im Speziellen ein schönes Jahr (den Jahrgangsvorgänger

bewertete James Suckling mit 92 Punkten).

Und 2018 gefällt uns – ehrlich gesagt – noch ein ganzes

Stück besser, auch wenn sich das vermutlich etwas

verdächtig wie klassische Weinhändlerprosa liest. Es

gibt durch die Bank keinen Chianti von unseren Winzern,

in den wir uns nicht auf Anhieb verliebt haben.

Denn dieser feine reife und doch frische Jahrgang lässt

die Insignien eines guten Chiantis – Finesse, Trinkfluss

und Leichtigkeit – regelrecht aufblühen . Und so präsentiert

sich San Jacopos Chianti Riserva dann auch

alles andere als reserviert, sondern über die Maßen

einladend. Aus dem Glas steigt ein animierender Duft

roter Früchte, Kirsche, Brombeere und Cassis, frische

Zwetschgen, etwas Verbene und Nelke, dazu Leder

und ein Hauch Tabak. Kaum im Mund, verströmt dieser

Chianti (90 % Sangiovese, 10 % Montepulciano)

eine wunderbar präsente, ja fast fordernde Vitalität

– das allerdings ausgesprochen charmant! Er macht

einfach Lust auf den nächsten Schluck, und noch während

man den Wein am Gaumen hat! Diese kirschigen,

leicht „pflaumendunklen“ Facetten machen die Riserva

zu einem ganz besonders verführerischen Wein und

einer Riserva der Extraklasse. Dabei wirkt das dezent

präsente Tannin fast cremig, da wunderbar geschliffen

und agiert eher im Hintergrund, während die Szenerie

ganz den saftig roten Früchten und einer sehr zarten,

dafür umso belebenderen Säure gehört.

Dieser Rotwein hat Leben in sich, pulsiert kraftvoll,

dabei frisch auf der Zunge, setzt sogar feine

Zitrusnoten frei und sorgt mit seiner schlanken

Ader für ein höchst erfrischendes Mundgefühl

im Abgang. Nur allzu gerne zitieren wir hier

einen unserer Kunden, der diesen Wein seinerzeit

mit uns probierte: „Wo hat sich dieser Kerl

nur versteckt, dass ich als alter Chianti-Fan bis

jetzt noch nichts von ihm gehört hab? Ich bin

hin und weg von diesem Tropfen!“

Vergessen Sie die vielen leidigen Pseudo-riserve,

diese hier ist eine Offenbarung! Diese hat alle

Qualitäten, die man sich wünschen kann und

hält (Paradedisziplin!) auch mit dem König aller

Rinderschmorbraten, dem brasato, locker mit.

Oder gönnen Sie sich diese wunderbar gelungene

Riserva einfach so, weil sie auch ganz solistisch

hinreißend „funktioniert“ und immens

viel Vergnügen bereitet!

Zu genießen ab sofort bis mindestens 2028+.

38 PINWAND no 336 | April 2022


San Jacopo

TOSKANA ITALIEN

„ORMA DEL DIAVOLO“ IGT TOSCANA, ROSSO 2017 (BIO)

Immer wieder teuflisch verführerische Cuvée!

ITO050417 „Orma Del Diavolo“ IGT Toscana, rosso 2017 14,5% Vol. 33,20 €/l 24,90 €

IT-BIO-004

Die Jungs von San Jacopo lieben traditionellen Wein.

Allerdings sind sie keine Dogmatiker: Für alle Freunde

der sogenannten „Supertuscans“ vinifizieren sie seit

Jahren diesen vino splendido, eine betörende Cuvée

aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Sangiovese, die

auch unter unseren Kunden einen großen Liebhaberkreis

gefunden hat, weil die Qualität grandios, der

Preis aber hier so vorbildlich fair ist wie in der guten

alten Zeit vor dem Kampf um Höchstnoten. Und bereits

beim Einschenken wird klar, welch Intention man

seitens der Tenuta hier verfolgt: Man erlaubt sich einfach

mal einen „teuflisch“ hedonistischen rosso quer

über den Rebsortenspiegel hinweg zu liefern. Alleine

schon der betont fruchtig-würzige Duft der Kombination

Sangiovese, Merlot und Cabernet Sauvignon

(50 bzw. 30 und 20 % der Cuvée) lockt mit grenzenlosem

Charme. Es duftet intensiv nach Herzkirschen,

Cranberries und einem leicht balsamisch anmutenden

Hauch Em-eukal (die klassische Wildkirschversion für

Kinder), dann auch nach Noten von Gewürzen (weißer

Pfeffer, etwas Kardamom), hellem Tabak und frischen

Walnüssen (grüne Haut inklusive), mit etwas

mehr Zeit und Luft schwebt die Kirsche gen Marzipan.

Auch das etwas prononciertere Holz (24-monatiger

Ausbau in französischen Barriques aus Allier-Eiche, ein

Fünftel davon neu, vier Fünftel aus Zweit- und Drittbelegung

– „für mehr Eleganz und weniger Aggressivität

des Holzes zugunsten der Frucht“) „vernagelt“

diesen Wein nicht, ganz im Gegenteil, da hervorragend

integriert. Am Gaumen ist das Tannin präsent,

aber ganz klar Teamplayer, verleiht der nicht zu reifen,

angenehm saftigen Frucht den entsprechenden Rahmen.

Das macht enorm viel Freude, wie sich hier die

pflaumigen, kirschigen und gleichzeitig kühlfruchtigen

Aromen vermischen. Im Nachhall gibt es noch einen

Hauch Brombeersaft und die typische Frische des

Jahrgangs 2017, den wir besonders in Nord- und Mittelitalien

schätzen. Eine wunderschön geschmeidige

Cuvée aus biologisch zertifiziertem Traubenmaterial,

ausgebaut im Barrique, bei kleiner Stückzahl von wenigen

tausenden Flaschen. Ganz ehrlich: Manch gehyptes

Renommiergut würde hier auch den „Super-Preis“

eines „Super-Toskaners“ abrufen.

Zu genießen ab sofort bis mindestens 2026+.

92 Punkte

FALSTAFF

2 Gläser

GAMBERO ROSSO

39


DEUTSCHLAND ITALIEN TOSKANA NAHE

Ampeleia

Die „Ampeleias“ sind vollkommen „neue“ Weine der Maremma

(einer Region, die allzu häufig zu fröhlich marmeladiger

Opulenz neigt). Sie verkörpern die andere, die

helle Seite des Mondes! Finesse, Geschmeidigkeit, seidene Tannine

–traumhaft elegant-fruchtige Interpretationen einer so bisher

gänzlich unbekannten Maremma. Ist schon der „Kepos“ von

Elisabetta Foradoris Ampeleia-Portfolio eine Offenbarung, dann

setzt der „Ampeleia“ dem Projekt die Krone auf!

Die Geschichte von Ampeleia ist schnell erzählt: Es ist Elisabettas

Projekt, mit dem sie sich den Kopf „freimacht“, indem sie ein völlig

neues Terroir erforscht. Alles begann im Urlaub, beim Skifahren,

als Elisabetta mit Freunden, die ihre Leidenschaft fürs Ursprüngliche

und die Nähe zur Natur teilen, über einen „perfekten Rotwein

des Südens“ philosophierten. Dazu muss man wissen,

dass Elisabetta in den vergangenen beiden Jahrzehnten eine

gar nicht so kleine „Rebsorten-Revolution“ ausgelöst hatte:

Alle Macht dem Teroldego! Mit ihrem „Granato“ vinifiziert

sie das unangefochtene Flaggschiff des Trentino, sie ist die

Vorreiterin für nachhaltige Bewirtschaftung und Weinproduktion

in der Region – und das alles im Alleingang! Mit

Ampeleia wollte Sie die Maremma nach ihren Vorstellungen

umkrempeln, denn hier war sie sich sicher, den Wein

ihrer Träume produzieren zu können. Um das neue Terroir

entsprechend zu kartographieren, holte sie sich Anfang

der 2000er-Jahre Thomas Widmann und Giovanni Podini

als Partner ins Boot und engagierte ein junges Team unter

der Leitung Marco Taits, der bereits auf ihrem Weingut

in Mezzolombardo tätig war. Das Team pflanzte, neben

autochthonen Rebsorten, Cabernet Franc, Grenache, Sangiovese,

Alicante sowie Mourvèdre und Carignan zwischen

Kastanienbäumen und Streuobstwiesen. Heute steht das

70 Hektar große Weingut an der Spitze der Region und

zeichnet sich durch ungemein geschliffene, ungewöhnlich

frische Rotweine aus, die – selbstredend – bio-zertifiziert

erzeugt werden.

Wir präsentieren Ihnen heute die aktuelle Kollektion, der wir

mit einem weinenden und einem lachenden Auge begegnen.

Denn für den „Kepos“ des Weinguts Ampeleia heißt es nun

tatsächlich Abschied zu nehmen. Daher sein Namenszusatz

„The Last Dance.“ Die Reben finden nun für andere Weine

Verwendung, mit denen Marco Tait Großes vorhat. Ampeleias

Erfolgsgeschichte endet hier also mitnichten, sondern

wird jetzt erst recht fleißig fortgeschrieben!

40 PINWAND no 336 | April 2022


Ampeleia

TOSKANA ITALIEN

Ampeleia: The last Dance? Mitnichten! Hier

wir die Zukunft der Toskana fortgeschrieben!

„Kompromissloses Qualitätsstreben, ein persönlicher,

innovativer Stil unter bestmöglicher Einbeziehung des Terroirs.“ – Gambero Rosso

Elisabetta Foradoris Kultweingut in der Maremma: Urwüchsige Rotweine voller ursprünglicher

Wildheit aus biodynamischem Anbau in einer der schönsten Naturlandschaften Italiens!

„UNLITRO“ IGT COSTA TOSCANA,

ROSSO (1,0L) 2021 (BIO)

Italiens attraktivster Liter in Demeter-Qualität!

IT-BIO-014

ITO010321

„Unlitro“ IGT Toscana, rosso 2021 1L

12,0% Vol. 12,80 €/l 12,80 €

„Unlitro“ – ein Liter pures Weinvergnügen aus der Maremma! Es

ist fast zehn Jahre her, dass sich Elisabetta Foradori und Marco

Tait dazu entschieden, diesen durch und durch bodenständigen

Wein abzufüllen. Ein Wein, der den Jahrgang einfängt und die

Seele des Weinguts widerspiegelt, sich dabei aber von selbst erklärt

– und erschwinglich ist. Mittlerweile stammt der rosso im

Literformat, einst aus den jüngeren Reben, von zertifiziert biologisch

bewirtschafteten Parzellen, wird in Demeter-Qualität

gefüllt – und ist sicherlich einer der schönsten Rotweine seiner

Preisklasse! Marco Tait ist von Anfang an Elisabetta Foradoris erster

Ansprechpartner für das Maremma-Projekt und mittlerweile

federführend, sowohl was die Leitung als auch die Arbeit im Keller

betrifft. Er kennt die 54 Parzellen wie seine Westentasche und

hat im aktuellen Jahrgang 2021 einen hedonistischen und höchst

harmonischen „Unlitro“ gefüllt. Von Literwein zu sprechen trifft

qualitativ wahrlich kaum den Kern, allerdings den Charakter des

Weins. Es ist ein herrlich trinkanimierender Wein, eine in Beton

ausgebaute Cuvée aus mediterranen Rebsorten Alicante (auch als

Grenache oder Cannonau bekannt) sowie Carignano, Mourvèdre

und der wohl bekanntesten Rebsorte der Toskana, Sangiovese.

Ein Hauch Alicante Bouschet rundet den „Unlitro“ ab.

Kellermeister Marco Tait hat gut

lachen – mit einem Ampeleia im

Glas, schaut’s sich eben ganz besonders

optimistisch in die Zukunft!

Dieser Wein zeigt mit dem Duft nach reifen schwarzen Kirschen,

Chinotto-Orangen und Mandeln seine italienische Seele, erzählt

von den Böden, die – zum Teil nur 30 Kilometer vom Meer entfernt

– für eine herrliche Aromatik sorgen. Tatsächlich wirkt der

Wein fast schon „maritim“, seidig-frisch und sehr schlank am

Gaumen, trinkt sich, wie sich nur ein echtes „Grundnahrungsmittel“

trinken lässt: herrlich kühl und (immer wieder) animierend

saftig. Er passt – im Sommer am besten leicht gekühlt (aber bitte

nicht mit Eiswürfeln!) – vorzüglich zu Gegrilltem, zu Antipasti, zu

Salaten und … und im Grunde dauernd und überall!

Ab sofort bis 2026, gerne auch etwas kühler temperiert, sollte es

draußen schon wärmer sein.

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Kennenlern-

NEU „ROSATO DI AMPELEIA“ IGT TOSCANA, ROSATO 2020 (BIO)

Herrlich frisch und ungebunden: Ampeleias „Rosato“

aus Höhenlagen der Toskana.

ITO010520 „Rosato di Ampeleia“ IGT Toscana, rosato 2020 11% Vol. Kennenlern-Offerte: statt 15,95 € nur 14,90 €

IT-BIO-014

Seit dem 2019er-Jahrgang komplettiert der „Rosato

di Ampeleia“ das Portfolio des Weinguts aus

Roccatederighi in den Colline Metallifere (Maremma).

Die Trauben stammen aus dem Weingarten

Vigna della Pieve, ist der mit 250 Metern

Höhe am niedrigsten gelegene des Weinguts und

wird von sandigen Böden, rotem Lehm, Kalk und

runden Kieselsteinen geprägt. Der „Rosato“ von Elisabetta

Foradori und ihrem langjährigen Weinmacher

Marco Tait ist das Ergebnis einer besonderen Machart,

bei der der Saft des Carignan angegoren wird und

bei dem dann die ganzen Trauben des Alicante Nero –

der zweiten Rebsorte dieser Cuvée, die anderswo als

Grenache Noir bekannt ist – einfach auf den gärenden

Most gelegt werden. Im Rahmen einer „macération

carbonique“ vergären die Beeren des Alicante zunächst

interzellulär, bevor sie irgendwann aufplatzen und die

Gärung immer weitertreiben. Nach kurzer Zeit wird

abgepresst und der Saft weitervergoren, um dann für

sechs Monate im Beton-cuve ausgebaut zu werden.

Im Glas leuchtet der Rosé dann mit einer tiefen Farbe

von Orange und Kupfer. So intensiv die Farbe, so fein,

finessenreich und zurückhaltend ist der Duft, der an

Orangenblüten, ein wenig Lavendel, Rosenblätter, gelbe

Pflaumen, Hafer und einen Hauch Wassermelone

erinnert. Am Gaumen ist das ein mundwässernder

Wein mit einer lebendigen Säure, kühler Mineralik und

ein wenig Salzigkeit. Vor allem aber besitzt er trotz der

zurückhaltenden 11 Vol.-% Alkohol Körper und Kraft.

Er bietet ein langes, von feinen Gerbstoffen geprägtes

kühl-fruchtiges und kräutriges Finale – ein überaus

delikater, trinkanimierender Wein!

Ab sofort und bis sicherlich 2025 ganz hervorragend.

„KEPOS“ IGT TOSCANA, ROSSO 2020 (BIO)

Der letzte Jahrgang des Ampeleia „Kepos“ – und ein letzter hinreißender Tanz!

ITO010120 „Kepos“ IGT Toscana, rosso 2020 12,5% Vol. 21,26 €/l 15,95 €

IT-BIO-014

Im Altgriechischen bedeutet „kepos“ Garten. Allerdings

bezieht sich Ampeleias weingewordener Garten nicht

auf eine gewöhnliche Grünfläche, sondern den „kepos“

des Epikur, den dieser im dritten vorchristlichen Jahrhundert

in Athen erwarben und zum Unterrichtsraum

seiner Denkschule machte, die als Alternative zur Akademie

Platons fungierte. Doch dieser Garten war weit

mehr als nur ein Ort des Denkens und Lernens, er war

ein Versammlungsort für alle, unabhängig von sozialer

Stellung oder Geschlecht. Eines der Ziele war es, wahres

Glück durch innere Ruhe zu finden – ein Zustand,

der sich beispielsweise auch durch Tanzen erreichen

ließ. Für den „Kepos“ des Weinguts Ampeleia ist der

2020er-Jahrgang nun nach 14 Jahren „The Last Dance“,

der letzte Tanz. Weshalb? Weil die Reben für diese

Cuvée aus Grenache Noir, der hier „Alicante Nero“ genannt

wird, Carignan und Mourvèdre nun für andere

Weine genutzt werden sollen, vor allem weil seit 2019

der „Rosato di Ampeleia“ aus Carignano und Alicante

Nero das Portfolio bereichert.

So sehr wir den neuen „Rosato“ mögen, die eine oder

andere heimliche Träne werden wir dem „Kepos“ doch

nachweinen. Er ist uns einfach sehr ans Herz gewachsen.

Im Prinzip ist der „Kepos“ ein klassischer Gemischter

Satz, stehen die Rebsorten im Weinberg doch nicht nur

beieinander, sondern werden auch zusammen vergoren

und in Beton-cuves ausgebaut. Der Verzicht auf Holz

sorgt dafür, dass der „Kepos“ schlank und frisch bleibt.

Im Duft ist diese leicht transparente, granatrote Cuvée

ein zutiefst mediterraner Wein, den man seiner Rebsortenstruktur

wegen nicht direkt in der Toskana, viel

eher aber im französischen Süden verorten würde. Der

Alicante Nero ist hier deutlich mit seinen Aromen von

reifen Himbeeren und Erdbeeren und dem Touch von

Süßholz, den der Wein zweifelsohne hat, präsent. Hinzu

kommen Noten von Hagebuttenkompott und Trockenkräutern,

aber natürlich auch kühle steinige Noten.

Wie es für die Weine von Elisabetta Foradori und Marco

Tait typisch ist, sorgen sie für viel Trinkfluss, Saftigkeit

und Frische. All das bietet der „Kepos“ in Verbindung

mit seiner mediterranen Reife und dem damit verbundenen

Charme. Das ist ein Wein, der einen an alte

Kulturlandschaften denken lässt, an Steinhäuser, Weinberge,

Olivenhaine und Zypressenalleen. Wir werden

ihn vermissen. Doch zunächst freuen wir uns noch auf

einen letzten Tanz auf der Zunge!

Ein Wein für die nächsten fünf Jahre bis 2027.

42 PINWAND no 336 | April 2022


„AMPELEIA“ IGT TOSCANA, ROSSO 2018 (BIO)

Feinste Würze, rote Frucht, lebendige Säure – ein Traum-Ampeleia!

ITO010218 „Ampeleia“ IGT Toscana, rosso 2018 12,5% Vol. 39,93 €/l 29,95 €

IT-BIO-014

Der Cabernet Franc ist eine Rebsorte, die vor rund drei

Jahrzehnten in Italien vor allem in der Toskana und speziell

in Bolgheri Verbreitung gefunden hat. Von dort

stammen die heute bekanntesten reinsortigen Exemplare.

Allerding hat man dort auch gerne Alkoholwerte

zwischen 14 und 15 Vol.-%. Das ist weit entfernt von

dem, was man sonst an reinsortigem Cabernet Franc

vor allem von der Loire kennt. Doch Elisabetta Foradori,

die große Winzerin aus dem Mezzolombardo, die

sich vor vielen Jahren auch einem besonderen Ort in

der Toskana zuwandte, hat eine andere Idee von Cabernet

Franc als die Kollegen aus Bolgheri. Sie vinifiziert

zusammen mit Weinmacher Marco Tait absolut fokussierte

und frische Weine. Dafür steht in besonderem

Maße ihr wichtigster Wein, der auch nach dem Weingut

benannt ist: „Ampeleia“. Seit 2015 ist dieser Wein ein

reinsortiger, Demeter-zertifizierter Cabernet Franc, der

nach Meinung von Elisabetta am klarsten das Terroir

des Ortes Roccatederighi und seiner Weinbergen

widerspiegelt, die sich auf 450 bis 600 Metern Höhe

befinden. Das ist ungewöhnlich hoch für die Toskana

– allerdings genau das, wonach Elisabetta gesucht hat,

als sie 2002 zusammen mit zwei Partnern das Projekt

anging. Es ist genau diese Höhe, die den „Ampeleia“

von allen Cabernet Francs aus Bolgheri unterscheidet.

Bolgheri ist gar nicht so weit entfernt, liegt aber fast auf

Meereshöhe. Wenn man den „Ampeleia“ verorten will,

dann liegt er charakterlich irgendwo zwischen Bolgheri

und Bourgeuil, jenem Ort an der Loire, an dem einige

der besten Cabernet Francs entstehen, denn er verbindet

die Kühle und Frische, die man den Loire-Weinen

nachsagt, mit der Wärme der Toskana. Im Falle des

2018ers stammt der verwendete Cabernet Franc aus

sieben unterschiedlichen Parzellen, die alle zur Lage

La Rocca mit ihren Ton- und Kalksteinböden gehören,

die alle vom Eisen der Colline Metallifere geprägt sind,

in denen sich das Weingut befindet. 500 Meter hoch

liegt der Weinberg, auf dem es mindestens 5 °C kühler

ist als an der Küste. Da der Boden oft von Rebzeile

zu Rebzeile deutlich variiert, wird auch in mehreren

Durchgängen gelesen und in vielen kleinen Gebinden

vergoren. Der „Ampeleia“ reift sechs Monate lang in

Beton-cuves und Holzfässern, bevor er zwei Jahre auf

der Flasche reift.

Cranberrys. Das ist ein rotbeeriger, rotfruchtiger Auftakt,

knackig und saftig, der von ein wenig roter und

grüner Paprika, diesem Hauch von Pyrazin, der zum

Cabernet Franc wie zu einem Sauvignon Blanc einfach

dazugehört (wenn er denn nicht zu dominant ausfällt),

begleitet wird. Hier fügt sich das alles wunderbar zusammen,

zumal auch ein paar dunkelwürzige, „toskanische“

Aspekte (Süßholz, Thymian und Rosmarin, Tabak und

Bruchschokolade) hinzukommen. Am Gaumen zeigt er

diese für Elisabetta Foradoris Stil so typische Frische

und Klarheit, Transparenz und Saftigkeit bei für toskanische

Verhältnisse seltenen 12,5 Vol.-% Alkohol.

Die auch am Gaumen vor allem rote Frucht verbindet

sich mit einer Woge aus lebendiger Säure und einem

geschliffenen engmaschigen und seidigen Tannin,

das die Frucht umhüllt und immer weiterträgt. Was

für ein wunderbarer Mix aus französischen, mezzolombardischen

und toskanischen Eindrücken. Und was

für ein herrlicher Trinkfluss!

Jetzt karaffieren oder noch bis 2023 warten.

Potenzial bis 2035 und darüber hinaus.

Der Wein öffnet sich mit einem intensiven Duft von

Sauerkirschen, Roten und Schwarzen Johannisbeeren

sowie Preiselbeeren und ein wenig von Berberitzen und

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SPANIEN GALICIEN

Iria Otero

IRIA OTERO

RIAS BAIXAS, RIBEIRO

& RIBEIRA SACRA

44 PINWAND no 336 | April 2022


Iria Otero

GALICIEN SPANIEN

„Vinos con Memoria“ – Weine mit Gedächtnis!

Rías Baixas, Ribera Sacra, Ribeiro – Spaniens

„grüner Norden“ ist Iria Oteros Erinnerungsort,

der die Vergangenheit präsent sein, das Terroir

manifest werden lässt.

Iria Otero Mazoy steht sinnbildlich für die neue spanische

Winzergeneration: hervorragend ausgebildet, weltoffen, sehr

erfahren und auf der Suche nach der eigenen Identität. Die

„Fundstücke“ ihrer über die Maßen spannenden Suche stellt sie

einer immer wieder staunenden Öffentlichkeit unter dem Motto

„Vinos con Memoria“, zu deutsch „Weine mit Gedächtnis“ oder

„Erinnerung“ vor.

Nach der Schule absolvierte Iria zunächst ein Pharmaziestudium,

im Anschluss daran folgte ein weiteres Studium an der Universität

der Rioja im Bereich Weinbau mit Abschluss im Jahr 2004.

Das Thema Wein sollte sie fortan nicht mehr loslassen, auch

wenn der Berufseinstieg sehr hart war. Viele junge spanische

Akademiker aus Irias Generation kennen diese Situation nur zu

gut: viele Stationen, sehr viele Aufgaben, wenige Konstanten

und selten Perspektiven.

Iria nutzte diese Phase auf ihre Art. Als Önologin arbeitete sie

in der Rioja, Navarra und ihrer Heimat, den Rías Baixas, und erwarb

sich hierbei jede Menge praktisches Know-how. Zudem

blieb es nicht nur bei der Arbeit im Außenbetrieb und Kellerwirtschaft,

auch in den Bereichen Marketing und Vertrieb

arbeitete sie u. a. bei Dominio do Bibei, der wohl bekanntesten

Adresse der denominación de origen Ribeira Sacra.

Das Jahr 2015 wurde dann zu einem wichtigen Meilenstein in der

Vita der jungen Winzerin: Sie erwarb den Doktortitel mit einer

Dissertation über ihre Lieblingsrebsorte Albariño unter dem

Titel „Efecto de las prácticas culturales en la composición y el

aroma de la uva y el vino Albariño“. Im selben Jahr brachte Iria

zudem ihren ersten eigenen Wein, den „Sacabeira“, einen rebsortenreinen

Albariño, gewachsen im besten Teil der Rías Baixas,

im Val do Salnés, auf die Flasche, der sie, quasi aus dem Nichts

ins Rampenlicht einer sofort begeisterten Öffentlichkeit katapultierte.

Ihre Weine werden heute als Geheimtipp und „heiße

Ware“ noch ziemlich unter der Hand in den entsprechenden

Netzwerken der besten Gastronomen und Sommeliers sowie

begeisterter Weinaficionados gehandelt und weiterempfohlen.

Die auch von Winzerkollegen hochgeschätzten Weine sind aufgrund

der extrem überschaubaren Produktion entsprechend

rar und nur bei wirklich involvierten (Pinard de Picard!), sehr umtriebigen

(Pinard de Picard!) Weinhändlern und -Importeuren

zu finden …

Iria betont selbst immer wieder, dass sie mit ihrer Arbeit einen

Schritt in die Vergangenheit gehen, auf möglichst traditionelle

Art und Weise regionstypische Weine machen möchte. Das ist

– vor dem Hintergrund, dass sich das Weinland Spanien ab Mitte

der 1980er nur allzu oft mit seelenlosen technischen Weinen

im internationalen Einheitsbrei verlor – eminent wichtig. Ihr

Hauptaugenmerk gilt dem Weinberg. Hier wird händisch, sehr

aufwändig und um einiges kostspieliger als mit maschineller

Hilfe und ohne Einsatz von Herbiziden gearbeitet – Grundvoraussetzung

und absolut „alternativlos“, will man nur allerbestes

Traubenmaterial ernten.

Auch im (mittlerweile eigenen) Keller, ist der Rückgriff auf die

Tradition das große Movens. Reinzuchthefen, Additive und

Schönungsmittel? Niemals! Hingegen arbeitet Iria sehr gerne

mit langen Ausbauzeiten, „largas crianzas“, ihrer Weine in Beton

und Kastanie. Das erklärt auch, warum wir Weine aus den

45


SPANIEN GALICIEN

Iria Otero

blieb erhalten. Im unteren Bereich gibt es einen kleinen Weinkeller,

darüber wird gewohnt. Privates und Geschäftliches sind

kaum trennbar, daher pflegt Iria zu ihren Partnern und Importeuren

ein freundschaftliches, sehr herzliches Verhältnis.

Jahren 2018, 2019 und 2020 präsentieren. ¡Vísteme despacio,

que tengo prisa! – „Eile mit Weile“ eben.

So facettenreich wie ihr Leben zeigen sich auch Irias Weine aus

drei höchst unterschiedlichen galicischen Appellationen: Rías

Baixas, Ribeiro und Ribeira Sacra. Ab sofort können wir Ihnen die

Weine aus dem Rías Baixas und Ribeiro präsentieren. Die Weine

vom „heiligen Ufer“, der „Ribeira Sacra“, sind ihre jüngsten

Sprösslinge und bedürfen noch der Zuwendung und einiger Zeit

im Keller.

Einen Steinwurf von der Bodega entfernt wachsen die besten

Trauben der Region – was läge näher, als auch hier Topweine

zu vinifizieren? Die D. O. Ribeiro steht traditionell für Cuvées

sowohl bei Rot- wie auch den Weissweinen. Nicht verwunderlich

also, das Iria hier mit gleich acht sehr unterschiedlichen

autochthonen Rebsorten jonglieren muss. Treixadura, Godello,

Loureira, Torrontés und Albariño als weiße und Caiño, Sousón

sowie Mouratón bei den roten Sorten. Mit dem Premierenjahrgang

2018 entstanden hier die „A Seara“-Weine, was auf Gallego

soviel wie „des Abends“ bedeutet. Die Ruhe, die jeden Abend an

diesem Ort einkehrt, spiegelt sich sowohl in Irias Charakter als

auch in ihren Weinen wider – der Name könnte kaum treffender

gewählt sein. Momentan produziert Iria hier etwa 4.000 Flaschen

pro Jahr, eine größere Menge scheint wenig wahrscheinlich.

Der Winzerin geht es nicht um schiere Mengen, sie möchte

vielmehr fast vergessene Rebanlagen am Leben erhalten und

alte Weinbautraditionen in die Gegenwart überführen: vinos

con memoria.

RÍAS BAIXAS, „SACABEIRA“ – DIE ESSENZ DES ALBARIÑO

Val do Salnés, das Herz der Rías Baixas und die ursprüngliche

Heimat des Albariño, ist mit lediglich knapp 1.500 Hektar Rebfläche

noch kleiner als Frankreichs kleinstes Weingebiet, das

Jura. Hier wachsen die Reben in unmittelbarer Nähe zum Atlantik

unter sehr kühlen und feuchten Bedingungen. Iria hat sich

dort der drei alten Parzellen „Souto“, „A Igrexa“ und „Castrelo“

in traditioneller Pergolaerziehung angenommen, um ihr großes

Ziel zu verwirklichen: einen traditionellen und langlebigen Wein

aus 100 % Albariño zu keltern, der Frische und Eleganz vereint!

Die Erträge sind, bedingt durch Irias aufwändige und strenge

Arbeitsweise, ortsuntypisch klein. Im Schnitt sind es etwa 9.000

Kilogramm Trauben (was in etwa 5.000 Flaschen „Sacabeira“.

(Sacabeira ist übrigens das galicische Wort für Salamander, diese

Echse fühlt sich gerade in den ökologisch bewirtschafteten

Parzellen dieser Region „pudelwohl“) entspricht. Und diese Flaschen

haben es in sich!

RIBEIRO, LEBENSMITTELPUNKT,

BODEGA UND BEZAUBERNDE CUVÉES „A SEARA“

Vor zwei Jahren zog Iria von der Hafenstadt Vigo am Atlantik in

die galicische Provinz nach Leiro, einem kleinen Ort mit knapp

1.500 Einwohner und einer langen Weinbautradition. Hier lebt

und arbeitet auch der Kultwinzer der Appellation, Emilio Rojo,

Träger des bekanntesten Schnauzers der spanischen Weinszene.

Iria und ihr Mann haben sich hier eine alte Bodega gekauft und

liebevoll restauriert. Die ursprüngliche Funktion des Hauses

46 PINWAND no 336 | April 2022


Iria Otero

GALICIEN SPANIEN

RIAS BAIXAS

„SAL“ ALBARIÑO DO RÍAS BAIXAS, BLANCO 2020

„SAL“: Einstieg in die Weinwelt von Iria „Dr. Albariño“ Otero!

SBX010620 „SAL“ Albariño DO Rías Baixas, blanco 2020 13% Vol. 19,93 €/l 14,95 €

Wir können uns nur immer wiederholen: Wir lieben

unsere Winzerin Iria Otero und ebenso ihre Weine;

denn ihre Weine, die immer nur in kleinen Auflagen

entstehen, besitzen sowohl den Charme als auch die

Energie der galicischen Winzerin. Ein Beispiel? Der Albariño

„SAL“ ist Irias Einstiegswein, der gerade einmal

in rund 2.500 Flaschen gefüllt wird. Er stammt von den

Granitböden der Ortschaften Ribadumia, Cambados,

Meaño und Méis im Val del Salnés, dem vielleicht besten

Terroir der Rías Baixas – ein hundertprozentiger

„Vio Atlántico“ mit immenser Frische und Salzigkeit,

Mineralität und Finesse. Der Albariño wird aus Trauben

erzeugt, die von Hand gelesen, sortiert, entrappt

und ganz langsam gepresst wurden. Im Gegensatz zu

den oft stromlinienförmigen Weinen der großen Bodegas

wurde der „SAL“ zwar temperaturkontrolliert,

jedoch nicht zu kühl und selbstverständlich spontan

vergoren. Ein Teil des strohgelben Weins, der leicht

grüne Reflexe aufweist, hat eine malolaktische Gärung

durchlaufen. Im Duft erinnert er an Mandeln und reife

Zitronen, Kapstachelbeeren und gelbes Kernobst in

Verbindung mit leicht kräutrigen und jodigen Aspekten.

Am Gaumen wirkt der „SAL“ seidig und elegant

mit einer leicht cremig hefigen Textur und zitrischen

Noten. Auch hier wird wieder ein Hauch von Meer und

Gischt spürbar, was den Weißwein überaus attraktiv

macht und das lange Finale unterstreicht. Jetzt fehlen

zum vollkommenen Glück nur noch Muscheln und andere

Meeresfrüchte...!

Gerne eine bis zwei Stunden vorab karaffieren. Potenzial

bis 2028+.

„SACABEIRA“ DO RÍAS BAIXAS, BLANCO 2018

Einer der charakterstärksten und tiefsten Weißweine aus den Rías Baixas!

SBX010118 „Sacabeira“ DO Rías Baixas, blanco 2018 13% Vol. 32,00 €/l 24,00 €

Unter Freunden und Kollegen wird die Winzerin Iria

Otero gerne als „Dr. Albariño“ geneckt. Aber natürlich

schwingt auch sehr viel Bewunderung mit, denn

Iria hat 2015 tatsächlich über ihre Lieblingsrebsorte

promoviert und im selben Jahr auch ihren ersten Wein

erzeugt. Die Frau ist einfach umwerfend. Sie forscht,

erzeugt Wein, macht das Marketing und den Vertrieb

und kümmert sich auch noch liebevoll um ihre drei

Kinder. Dabei versprüht sie in jedem Moment so viel

Energie und Charme, dass wir seit unserer ersten Begegnung

mit ihr ganz hingerissen sind. Entscheidend

für uns als Weinhändler aber ist natürlich, dass Qualität

und Charakter ins Glas kommen – und da ist die

galicische Winzerin über jeden Zweifel erhaben.

Der „Sacabeira“ ist der vielleicht wichtigste Wein ihres

Portfolio. Er stammt von drei Weinbergen (Souto, A

Igrexa und Castrelo) im Salnés-Tal, dem historisch und

auch qualitativ besten Ort für Albariño in den Rías

Baixas. Die Wurzeln der 30 bis 50 Jahre alten Reben

graben sich hier auf Meereshöhe in den Granitboden

ein. Ihr Spitzen-Rías-Baixas veranschaulicht dabei das

ganze Reifepotenzial der Rebsorte, deren Herkunft ja

lange Zeit mit dem Riesling in Verbindung gebracht

wurde. Das weiß man zwar inzwischen besser, doch

ist man sich heute der großen Klasse dieser komplexen

Sorte aus dem portugiesisch-spanischen Grenzgebiet

mehr als bewusst. Die Trauben von Rebstöcken befreundeter

Winzer liest Iria von Hand in kleine Kisten.

Nach spontaner Gärung im Stahltank bleibt ihr „Sacabeira“

für rund elf Monate auf der Feinhefe, die alle

paar Woche aufgerührt wird. Der Wein sieht kein Holz

und trinkt sich daher schon früh nach Füllung sehr gut,

profitiert aber von einigen Jahren Flaschenreife.

Schon im Duft erahnt man den „vino atlántico“ mit

seinen frischen jodig-salzigen Noten und dem Hauch

von Austernschale in Verbindung mit reifen Zitronen

samt Zesten und Limequats. Dazu kommen Noten von

Reineclauden, grünen Äpfeln, Gestein, einem Hauch

von weißem Spargel und frischen Küchenkräutern.

Am Gaumen verbindet der Albariño kühle Finesse mit

einer an das Burgund erinnernde Eleganz und Geradlinigkeit.

Der „Sacabeira“ wirkt straff und mineralisch

und gleichzeitig fleischig mit viel Substanz, einer hellen

Frucht und einer steinigen Würze. Die besondere,

drängende Mineralität des Granits zeigt sich bei diesem

Wein in voller Schönheit! Leider gibt es Irias Weine

nur in sehr begrenzten Stückzahlen. In diesem Fall

sind es aber immerhin insgesamt rund 5.500 Flaschen.

Jetzt zu genießen, gern aus bauchigen Gläsern. Potenzial

bis ca. 2030.

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SPANIEN GALICIEN

Iria Otero

RIBEIRO

„A SEARA“ DO RIBEIRO,

BLANCO 2020

Unikat! „Ein Wein, wie man ihn früher

gemacht hat“. (Iria Otero)

SRB010120 „A Seara“ DO Ribeiro, blanco 2020

13% Vol. 28,00 €/l 21,00 €

Zu Iria Oteros vielleicht schönsten und duftigsten Weinen gehört

die Cuvée „A Seara“, die aus den für Ribeiro typischen und

autochthonen Rebsorten Treixadura, Godello, Loureiro und Torrontés

erzeugt wird. Es ist ein Wein, der für Iria die alten Zeiten

widerspiegelt, in denen Weine wie dieser aus einem Gemischten

Satz entstanden, so wie man den Rebbestand im Valle del

Avia eben vorfand. Die von Hand gelesenen Trauben wurden

entrappt, sehr langsam gepresst, spontan mit kurzer Standzeit

auf der Maische vergoren und rund sechs Monate lang im Beton

ausgebaut. Das Ergebnis ist ein zart duftender Wein, der

geradezu schwerelos wirkt und den Duft einer Blütenwiese mit

fruchtigen Noten von roten und gelben Äpfeln, Birnen, Ananas

und Zitronen, mit Jod, einer leicht laktischen Note und Hefe

verbindet. Diese Hefe sorgt auch für die elegante Cremigkeit,

die sich am Gaumen zeigt und sich mit einer Textur verbindet,

die typisch ist für den Ausbau im Beton. Es zeigt sich eine wunderbare

Balance zwischen der schon angesprochenen Blütenduftigkeit

und Fruchtigkeit einerseits, sowie einer leicht steinigen

Würze, Salz und einer leichten Phenolik andererseits. Die

Säure wirkt lebendig, reif und seidig, die feine Salzigkeit sorgt

für viel Trinkfluss und atlantische Frische. Das ist wunderbar

und man wünscht sich, es gäbe mehr von diesem Wein als die

Kleinstauflage von knapp 2.100 Flaschen!

Gerne 1–2 Stunden vorab karaffieren. Potenzial bis 2028+.

„A SEARA“ CASTES TINTAS DO

RIBEIRO, TINTO 2019

Ribeiro tinto: State-of-the-Art

SRB010219 „A Seara“ Castes Tintas DO Ribeiro, tinto 2019

12% Vol. 28,00 €/l 21,00 €

Caiño Tinto, Brancellao, Sousón und Mencía stecken in dieser

feinen Rotweincuvée aus dem Ribeiro. Die Vinifikation lässt

sich schnell zusammenfassen: Nach Handlese in kleinen Kisten

fermentiert der Wein im 1.500-Liter-Betontank – was die natürlich

etwas „homöopathisch“ anmutende Gesamtproduktion

von lediglich 1.751 Flaschen erklärt! Iria, eine echte Powerfrau,

Mutter von drei Kindern und Unternehmerin, stammt aus keiner

traditionellen Winzerfamilie. Vor rund 20 Jahren entdeckte

die Pharmazeutin die Weinwelt für sich, studierte Önologie und

verwirklichte ihren Traum vom eigenen Weingut. Mittlerweile

ist sie mit ihrer Familie nach Leiro gezogen, wo sie das Ziel verfolgt,

aus autochthonen Rebsorten authentische Weine zu vinifizieren.

Das Garagenweingut steht für Weine in Kleinstauflage

wie diesem, die komplett in Handarbeit entstehen.

Und dieser Wein schmeckt so anders als das Gros der Weine aus

dem Ribeiro! Ein echter Individualist, der das Klischee vom konzentriert

reifen Rotwein aus amerikanischer Eiche ablegt, geradezu

ad absurdum führt (11,9 Vol.–% Alkohol!). Der „A Seara“

Castes Tintas duftet intensiv nach Maulbeeren, Sauerkirschen

und Myrrhe. Ein feiner, sehr balancierter Rotwein mit kühler

Frucht, feiner Säurestruktur und zartem Tanningerüst, der völlig

ohne Holz auskommt, uns in unserer eher französisch orientierten

Weinwelt an einen Beaujolais Cru aus Morgon erinnert.

Der „A Seara“ ist animierend, leicht und hinreißend delikat und

trinkt sich bei 14–16 °C einfach wunderbar. Für uns ganz klar

State of the Art aus dieser Region.

Jetzt zu genießen und sicher bis 2028 trinken.

48 PINWAND no 336 | April 2022


Iria Otero

GALICIEN SPANIEN

„ALEBUB“ DO RIBEIRO,

BLANCO 2019

„Alebub“ ist der neue „Bubela“: In Sachen

begeisternder Finesse, Lebendigkeit und Balance

bleiben alles beim Alten!

SRB010319 „Alebub“ DO Ribeiro, blanco 2019

12,5% Vol. 46,66 €/l 35,00 €

Manchmal hat man eine passende Idee für die Bezeichnung eines

Weins, und dann stellt sich irgendwann heraus, dass andere

bereits die Markenrechte an diesem Namen besitzen. Deshalb

heißt Iria Otero Mazoys „Bubela“ nun „Alebub“. Der Wiedehopf

bleibt erhalten, nur dass er jetzt rückwärts buchstabiert wird.

Leider ist der „Alebub“ genauso furchtbar rar wie der „Bubela“

bisher. Es gibt genau ein 500-Liter-tonneau, in dem die Cuvée

aus den traditionellen Ribeiro-Sorten Treixadura, Godello und

Loureiro ausgebaut wird. Vorher wurden die Trauben aus dem

Valle de Avia von Hand gelesen, entrappt und kühl vorvergoren

und mit leichter Standzeit im Edelstahlfermenter vergoren. Der

Wein hat eine malolaktische Gärung durchlaufen, und Iria hat

hier und da mal die Hefe aufgerührt, sodass nun ein unglaublich

seidiger und eleganter Wein voller Schmelz entstanden ist. Was

bei diesem komplexen Wein auffällt, ist die auf den Punkt genaue

Reife und Seidigkeit im Duft, die an Birnenkompott, gelbe

Pflaumen und Pfirsiche auf einem Bett von Sahne erinnert. Die

Frucht wird hier begleitet von ein paar Haselnüssen und Walnüssen,

weißen Blüten und Kräutern. Am Gaumen bietet der

„Alebub“ besagte wunderbare Seidigkeit und eine angenehme

Reife der gelben, fleischigen Frucht, gleichzeitig zeigt er Spannung

und Frische. Der Wein ist transparent und klar, leicht herb

und pikant, dezent würzig und salzig bis ins ellenlange Finale.

Der „Alebub“ weist eine wunderbare Balance zwischen Reife

und Finesse auf und besitzt eine große Tiefe. Einziger Wermutstropfen:

gerade einmal 532 Flaschen für die ganze Welt ...

Gerne eine bis zwei Stunden vorab karaffieren und aus Burgunderkelchen

trinken. Potenzial bis 2028+.

„COSCO“, BLANCO 2019

Ribeiro ohne Herkunftsbezeichnung, dafür aber

mit umso mehr wunderbarem Schmelz und

feinster Würze!

SRB010519 „Cosco“, blanco 2019

12,5% Vol. 38,66 €/l 29,00 €

Immer tiefer und eindringlicher werden Iria Oteros Weine aus

dem Ribeiro, ihrer Heimat. Und nach und nach erweitert sie

auch das Programm mit Weinen, wie sie früher in der Gegend

entstanden sind, zwischenzeitlich aber fast vergessen waren

und nun von Winzerinnen wie Iria wiederentdeckt und in aller

Welt nachgefragt werden. Da das so ist, sind wir froh, dass wir

immer eine kleine Charge von ihr bekommen, auch wenn ihre

Weine extrem rar geworden sind. Den „Cosco“ 2019 gibt es in

gerade einmal 761 Flaschen! Es ist eine Cuvée aus Treixadura,

Godello und Loureiro aus dem Valle de Avia, die nach einer verlängerten

Maischestandzeit spontan vergoren und über zwölf

Monate hinweg im Kastanienholzfass ausgebaut wurde.

Dabei handelt es sich um einen Weißwein von ganz eigenem

Format, dem man anmerkt, dass er mit so wenig Intervention

wie möglich, also sehr „natural“ ausgebaut wurde. In der Nase

findet man zunächst einen Hauch flüchtiger Säure. Es ist genau

die Dosis, die einem Lust auf mehr macht und den Appetit

anregt. Danach duftet es zunehmend nach reifem Obst mit

Crème, also zum Beispiel nach Birnen-Sahnecrème, lemon curd,

und Aprikosenkompott, aber auch nach Gewürzen wie Süßholz

und Zimt, dazu nach ein wenig Holz und Vanille. Am Gaumen

bietet der „Cosco“ Schmelz und Cremigkeit und eine weiche,

runde Textur, aber auch eine lebendige Säure und Mineralität.

Es ist ein Wein, in dem man baden möchte, und einer, zu dem

man Gerichte mit cremigen Saucen oder ein Risotto zu sich

nehmen möchte. Der „Cosco“ ist auf jeden Fall ein wunderbarer

Charmeur geworden!

Gerne eine bis zwei Stunden vorab karaffieren. Potenzial bis 2028+.

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SPANIEN GALICIEN

Iria Otero

RIBEIRO

92 Punkte

PARKER

„TEIXUGO“ VINO DE ESPAÑA, TINTO (2018)

„Teixugo“: Kategorie „frischer, tonischer, atlantisch geprägter Lieblingsrotwein“!

SRB010418 „Teixugo“ Vino de España, tinto (2018) 12,5% Vol. 38,66 €/l 29,00 €

Iria Otero Mazoys Portfolio prägen vor allem die Weißweine

aus den Rías Baíxas und Ribeiro. Doch wer diese

Gegend Galiciens einmal neu kennenlernen möchte,

dem seien dringend ihre Rotweine empfohlen, denn

sie sind absolut einzigartige Vertreter eines atlantischen

und frischen, ja tonisch wirkenden Rotweinstils.

Dazu passen natürlich die dortigen roten Rebsorten

wie in diesem Falle Caíño und Sousón. Diese Sorten

aus dem spanisch-portugiesischen Grenzgebiet passen

perfekt zu den von Granit geprägten Böden und

auch zum kühlen, etwas feuchten Klima, dem die Winzerin

mit viel biologischer Weinbergsarbeit begegnet.

Der „Teixugo“, der „Dachs“, ist ein Abbild der Weinbau-Tradition

aus dem Avia-Tal in Ribeiro. Für ihn hat

Iria zwei Weinberge ausgewählt, einen mit Sousón auf

Granit an den Hängen von Gomariz und einen anderen

mit Caíño Tinto von den etwas schwereren Böden

in der Gemeinde San Andrés. Die Sorten wurden

getrennt mit etwa 50 % Ganztrauben und einer leichten

Extraktion spontan vergoren. Danach wurde die

Cuvée fertiggestellt, und der Wein reifte anschließend

zwölf Monate in einem foudre aus

französischer Eiche. Dass das Etikett nicht den Appellationsnamen

trägt, liegt daran, dass der Rotwein über

ein wenig flüchtige Säure verfügt, was die Kontrolleure

der Appellation so nicht akzeptieren wollten. Aber

genau dieser goût macht den Wein um einiges spannender!

Denn er ist nicht prägend, sondern „swingt“

einfach nur in diesem Orchester aus violetten Blüten,

roten und blauen Beeren, Granatapfelkernen, Malz

und Sauerteig zu Beginn mit. Am Gaumen präsentiert

sich der Wein überaus frisch und lebhaft, wozu die zurückhaltenden

12,5 Vol.-% Alkohol beitragen wie auch

die präsente Säure, die dem Wein Spannung verleiht.

Auch hier gibt es viel rote und blaue Beerenfrucht,

saftig und gerade frisch zerstampft, garniert mit ein

wenig Hefe und einer ganz leichten laktischen Note

(Sahnequark!). Hinzu kommt eine sehr feine Hefesüße

in dem sonst trockenen, auf der Zunge tänzelnden,

unglaublich trinkanimierenden Wein. Für diesen roten

„Ribeiro incógnito“ gibt es von Robert Parkers Spanien-Spezialist

Luis Gutiérrez fast ein wenig „schmale“

92 Punkte.

Jetzt trinken oder bis 2024 warten.

50 PINWAND no 336 | April 2022


Iria Otero

GALICIEN SPANIEN

RIBEIRA SACRA

„11 TH HOUSE“ DO RIBEIRA SACRA, BLANCO (2019)

Iria, Carlos und Zachary – zu dritt zum Traumwein!

SRB010719 „11 th house“ DO Ribeira Sacra, blanco (2019) 13% Vol. 36,00 €/l 27,00 €

„11 th house“ heißt dieser Wein unserer Lieblingswinzerin

Iria Otero, den sie zusammen mit zwei weiteren

exzellenten galicischen Prodzenten entsteht, nämlich

den beiden viñadores Carlos Lorenzo von der Adega

do Demo und Zachary „Zac“ Elfman, der ursprünglich

aus Kalifornien stammt und in der Ribeira Sacra

Mission Wines gegründet hat. Die drei erzeugen zusammen

eine Cuvée aus 85 % Godello, 10 % Albariño

sowie Treixadura und Loureiro. Die Trauben werden

von Carlos in seinem Weinberg an den gelben Schieferhängen

des Ribeiro angebaut. Aufgrund der Höhe

und der südwestlichen Ausrichtung der Lage, reifen

die Trauben hier perfekt aus. Sie wurden Ende August

mit einer hervorragenden phenolischen Reife

bei dennoch viel Frische in 18-Kilo-Kisten gelesen,

entrappt und 24 Stunden kühl vorvergoren, bevor sie

in die Presse kamen. Die goldgelbe Farbe zeugt von

einer verlängerten Maischestandzeit. Zunächst lief die

Gärung in Edelstahl-cuves auf der Maische an, dann

wurde gepresst und der gärende Saft mit der Hefe in

ältere französische Barriques umgefüllt, um die Gärung

zu beenden. Nach Abschluss der Primärgärung

ruhte der Wein zehn Monate auf der Vollhefe und

dann noch einmal vier weitere Monate im Edelstahl

auf der Feinhefe.

Das Ergebnis ist ein betörend runder, weicher und

doch frischer und saftiger Wein, der sich mit einem

leichten Akzent von Rauch und Stein öffnet. Dann

folgen gelbe Früchte, die der tiefen Farbe aromatisch

keineswegs nachstehen. Faszinierend dabei ist, wie

sich die Reife der Frucht mit Rauch, Stein und Salz,

mit leicht herben Kräuternoten und süßen Gewürzen

verbindet. Am Gaumen denkt man an Samt und Seide,

an Buttercrème und Süßholz, an ein wenig Holz, und

man ist überrascht, wie nachhaltig und elegant die

reife Säure den Wein erhöht, ihm ein „uplift“ verpasst

und für Struktur und Frische sorgt. Ein Hoch auf das

Joint Venture von Iria, Carlos und Zachary, denn der

„11 th house“ ist ein ganz eigener, faszinierend balancierter,

cremiger und betörend schöner Wein!

Gerne eine bis zwei Stunden vorab karaffieren und aus

bauchigen Gläsern genießen. Potenzial bis 2030+.

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SPANIEN RIOJA

López de Heredia

Während eine Weinrevolution um sie herum wütete, sind auf der Bodega

die Uhren genau so langsam gelaufen wie immer. R. López de Heredia ist

den Traditionen treu geblieben, die die Rioja einst berühmt gemacht haben.

Wichtigster Faktor: Zeit. Das außergewöhnlichste Weingut Spaniens

arbeitet heute wie vor 130 Jahren!

52 PINWAND no 336 | April 2022


López de Heredia

RIOJA SPANIEN

In kaum einer anderen klassischen und berühmten Weinbauregion

der Welt ist die Spannweite zwischen Weingütern

traditioneller und moderner Ausrichtung so groß und

so offensichtlich wie in der Rioja. Mit der Moderne, die in den

1980er-Jahren aufkam, zogen neueste Kellertechnik und französische,

oftmals stark geflämmte Barriques in die Bodegas ein.

Es herrschte Aufbruchsstimmung und viele Weingutsbesitzer

und Investoren bauten Weingüter, die wie moderne Kathedralen

wirken – entworfen von international renommieren Architekten.

Dieser Aufbruch hat der Region zweifelsohne gutgetan,

allerdings auch nur deshalb, weil es gleichzeitig einige wenige

Familien gab, die sich weiterhin als Hüter der traditionellen Lehre

verstanden und diese allen schnelllebigen Moden zum Trotz

in ihren Weinen bis heute ausdrücken. Das berühmteste dieser

Häuser ist zweifelsohne R. López de Heredia Viña Tondonia.

Dort entstehen seit mehr als 125 Jahren Weine, die Jahrgang für

Jahrgang in einem solchen Maße den Verstand und die Seele

berühren, wie wir es nur ganz selten erlebt haben. Daher war

es uns schon lange eine Herzensangelegenheit, diese Weine in

unser Portfolio aufzunehmen.

Der Name R. López de Heredia steht für das vielleicht ungewöhnlichste

Weingut ganz Spaniens. Gegründet wurde es 1877

als erstes Weingut in Haro, der heutigen Weinhauptstadt der Rioja.

Seit dieser Zeit werden die Weine in absolut gleicher Manier

vinifiziert. Zwar hat man das Weingut im Laufe der Zeit erweitert,

sodass man heute über 80 Hektar Weingärten verfügt und

über eine ansehnliche Anzahl an Gebäuden inklusive eines neuen

Kellers, doch der Stil der Weine hat zeitlos die Jahrzehnte

überdauert. Die Weine, deren bekannteste die Viña Tondonia

Reserva rot und weiß sind, galten immer als das Maß aller Dinge,

was klassische Weinstile betrifft. Mittlerweile hat dieser Stil, der

im diametralen Gegensatz zu den holzbetonten und konzentrierten

Weinen der Moderne steht, eine zunehmend und stetig

wachsende Zahl an Anhängern gefunden.

R. López de Heredia vinifiziert Wein im Gegensatz zu den heutigen

marktwirtschaftlichen Tendenzen – und ist damit trotzdem

erfolgreich. Wo sonst findet man heute noch Weine, die zunächst

neun Jahre im Fass und dann weitere zehn oder mehr Jahre

auf der Flasche reifen? Weine, die erst dann verkauft werden,

wenn sie nach Meinung der Familie den richtigen Grad an

Finesse entwickelt haben, um getrunken werden zu dürfen? Bei

der Viña Tondonia Gran Reserva ist das der Fall. Und selbst dem

Einstiegswein der Bodega, der Crianza „Viña Cubillo“, gönnt

man drei Jahre Fassreife und vier weitere Jahre auf Flasche. Dass

diese Weine dann zu einem Preis angeboten werden, den sich

auch Weinliebhaber mit begrenzten monetären Ressourcen

leisten können, ist ein weiteres großes Glück und keineswegs

selbstverständlich. Doch auch hier bleibt die Familie den Prinzipien

treu, die der Gründer der Bodega, Don Rafael López de

Heredia y Landeta, 1877 festgelegt hat. Don Rafael war in vielerlei

Hinsicht Visionär. Er wählte als Erster die Hauptstadt der

Rioja Alta, Haro, als Sitz seines Weinguts – kaum vorzustellen,

tummeln sich in Haro heute doch Dutzende Bodegas. Er

ließ das Weingut so errichten, dass alle Vorgänge gemäß der

Schwerkraft durchgeführt werden konnten. Zudem baute er

neben den großen Fasskellern, die er ins Gestein schlagen ließ,

eine Küferei, sodass die Weine von Beginn an in eigenen Fässern

ausgebaut werden konnten. Dabei stand der Geschmack des

Holzes nie im Vordergrund, sondern immer nur die Gerbstoffpolymerisation

durch Mikrooxigenation. Vergoren wurden und

werden die Weine spontan und ohne ein zusätzliches Mittel –

auch hier hat man nie auf Moden gesetzt, sondern das anfängliche

Rezept bewahrt. Es handelt sich bei diesen Weinen also

um Naturweine im besten und ursprünglichsten Sinne. 12.900

in der eigenen Küferei entstandene Barriques aus Eichen, die in

den amerikanischen Appalachen gefällt wurden, liegen heute in

den Kellern. Nur 10 % davon werden jährlich ersetzt.

Diese Weine, die aus den Weingärten Tondonia (1913 und 1914

angelegt), El Bosque, Viña Cubillas und Viña Zaconia stammen,

sind das beste Beispiel dafür, wie fein und elegant Rioja sein

kann. Diese Weine wird man nicht in eine Blindprobe mit heutigen

Bordeaux stellen, sondern man wird sie vergleichen mit

gereiften Burgundern und Barolos. Die Rioja-Weine wirken

zart, finessenreich und frisch – auch wenn sie bereits Jahrzehnte

gereift sind. Das Faszinierende dabei ist, dass es die Familie

schafft, diesen Stil sowohl auf die Rot- wie auch auf die Weißweine

anzuwenden. Auch die weißen „Viña Tondonia“ Reserva

und „Viña Tondonia“ Gran Reserva, Cuvées aus rund 90 % Viura

und 10 % Malvasia, werden über viele Jahre hinweg in Fass

und Flasche ausgebaut, bis sie ihren einzigartigen Geschmack

herausgebildet haben. Auch hier dominieren Finesse und Frische,

ein von Gerbstoff geprägtes seidiges Mundgefühl, eine

faszinierende Transparenz und eine wunderbar nussige Aromatik.

Diese Rioja-Weine sind in angenehmster Art leise Weine,

die dafür aber umso länger nachwirken. Wenn man den Begriff

Meditationswein auf einen Stil anwenden möchte, dann ist er

bei diesen Weinen gerechtfertigt. Sie bringen die große Tradition

eines der berühmtesten Weinbaugebiete der Welt mit Präzision

und mit einer wunderbaren Entspanntheit in die Flasche.

So kann man das Gefühl bekommen, dass diese Weine gleichsam

ein Bewusstsein für die Region und für ihre Entstehung besitzen,

haben sie doch den einzigartigen Charakter der Bodegas

R. López de Heredia in sich aufgenommen und geben ihn uns

wieder preis. Und das in einer Art und Weise, die man nur als

Weltklasse bezeichnen kann.

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SPANIEN RIOJA

López de Heredia

„VIÑA CUBILLO“ CRIANZA DOCA RIOJA, TINTO 2013

Diese gereifte Crianza bietet eine Qualität, die im Einstiegssegment ihresgleichen sucht!

„Very traditional and real.“ – James Suckling

SRI040113 „Viña Cubillo“ Crianza DOCa Rioja, tinto 2013 13,5% Vol. 19,93 €/l 14,95 €

93 Punkte

SUCKLING

Leider stehen Crianzas oftmals etwas im

Schatten der „großen Geschwister“, den Reservas

und Gran Reservas, dies jedoch völlig

zu Unrecht, wie wir ganz klar konstatieren

müssen, denn der „Viña Cubillo“, offiziell als

Crianza bezeichnet, aber neun Jahre gereift,

ist ein Wein von einer Qualität und Reife, die wir so

und zu diesem Preis so gut wie nie im Glas hatten.

Die Frucht stammt aus dem Weingarten Viña Cubillas,

der wie alle Weinberge des Weinguts nach dem

Namen der jeweiligen Flussschleife des Ebro benannt

ist, an welcher der Weinberg liegt. Erworben wurde

er von Don Rafael, dem Gründer des Weinguts. Der

Weinberg liegt etwa vier Kilometer vom Weingut entfernt

auf über 400 Metern Höhe. Wie alle Weinberge

der Bodega ist er geprägt von Ton und Kalk aus dem

Tertiär, je nach Lage in unterschiedlichen Zusammensetzungen.

Viña Cubillas umfasst 24 Hektar, die in 16

Hektar Tempranillo, vier Hektar Garnacha und je zwei

Hektar Mazuelo und Graciano aufgeteilt sind. Diese

Aufteilung entspricht exakt dem späteren Anteil der

Rebsorten an dieser Cuvée, für welche die Rebsorten

gemeinsam in mehr als hundert Jahre alten Holzfermentern

vergoren wurden. Nach Meinung der Familie

hat der Weinberg speziell mit den Parzellen La Encina

und La Monja das Zeug, als Gran Reserva ausgebaut

zu werden. Doch bislang bleibt diese Qualitätsstufe

dem „Viña Tondonia“ vorbehalten. So beschränkt man

sich beim „Viña Cubillo“, der früher „Vendímia Especial“

hieß, auf die Crianza. Doch was sind schon Qualitätsbezeichnungen?

Das, was Maria José López de

Heredia hier mit ihrer Mannschaft vinifiziert, ist eine

drei Jahre im Holz und sechs Jahre auf der Flasche gereifte

Spitzenqualität, die sich durch den höheren Anteil

von Garnacha deutlich von den anderen Weinen

unterscheidet.

Ja, das ist zweifelsohne Reserva- oder sogar Gran-Reserva-Qualität,

die hier in Flaschen gefüllt wurde. Der

dunkel rubinrote Wein duftet intensiv nach geräucherten

Paprika, nach etwas Sattelleder, Zedernholz

und Bohnenkraut, nach reifen roten Kirschen, Blutorangen

und den feinen Vanille- und Zimt-Nuancen

des verwendeten Holzes. Am Gaumen begeistert der

„Cubillo“ mit seinem seidig weichen Tannin und einer

brillanten, frischen Säure. Auch hier finden sich reife

rote Beeren, etwas geröstete rote Paprika und eine erdig-würzige

Note, die an dunklen Tabak erinnert. Das

ist unerhört saftig und süffig, gleichzeitig hat es Tiefe,

ein noch markant duftendes Holz, und man merkt

dem Wein schließlich die neun Jahre Ausbau an. Da

hat sich alles schon so harmonisch zusammengefügt,

wie es sein soll.

Auf den Punkt gereift, ab sofort ein Genuss, und das sicherlich

noch über 2027 hinaus!

54 PINWAND no 336 | April 2022


López de Heredia

RIOJA SPANIEN

„VIÑA BOSCONIA“ RESERVA DOCA RIOJA, TINTO 2010

Don Rafaels „burgundische“ Nische

„Special wine, showing its age and tradition.“ – James Suckling

SRI040210 „Viña Bosconia“ Reserva DOCa Rioja, tinto 2010 13,5% Vol. 33,20 €/l 24,90 €

Wenn Sie die ganze Bandbreite der Weine von R. López

de Heredia vergleichen, dann fällt auf, dass ein Wein

heraussticht, weil er in eine Burgunderflasche gefüllt

wird. Es ist die Cuvée aus dem Viña Bosconia, jenem

Weinberg, den der Gründer des Weinguts, Don Rafael

López de Heredia y Landeta, El Bosque („der Wald“)

genannt hat. Der Weinberg liegt nur einen knappen

Kilometer vom Weingut entfernt auf einer Anhöhe

von 465 Metern. Wie alle Weinberge des Weinguts

findet man ihn in direkter Nähe des Ebro, sodass das

spezielle Kleinklima am Fluss voll ausgeschöpft wird.

Während die anderen Weinberge des Guts sehr kalkreich

sind und eine recht geringe Lehmauflage haben,

ist es beim „Bosconia“ genau anders herum. Vielleicht

war das der Grund, weshalb Don Rafael Anfang des

20. Jahrhunderts dort Pinot Noir angepflanzt und den

Rioja „Cepa Borgoña“, also einen Rioja mit französischer

Rebsorte erzeugt hat. Heute gibt es diesen Pinot

(leider!) nicht mehr, doch die burgundische Flaschenform

ist geblieben.

Tatsächlich verfügt die „Viña Bosconia“ Reserva heute

sogar über fünf Prozent mehr Tempranillo als die

Viña Tondonia Reserva , also 80 % plus die typischen

15 % Garnacha und die entsprechend kleineren Mengen

Mazuelo und Graciano. Ausgebaut wird der Wein

ähnlich wie „Viña Tondonia“ Reserva. Nach einer

spontanen und langsamen Vergärung in großen Holzfudern,

die teilweise noch aus dem ausgehenden 19.

Jahrhundert stammen, wird der Wein über fünf Jahre

in Fässern aus Eiche gelagert. Seit Jahrzehnten wird

die Eiche für die eigene Küferei in den Appalachen

ausgesucht. Kaum ein anderes Weingut hat einen so

genauen Überblick über den gesamten Entstehungsprozess

seiner Weine wie Tondonia. Nach der fünfjährigen

Ausbauphase in den Fässern, von denen nur 10 %

jährlich ersetzt werden, reift der Wein sieben weitere

Jahre auf der Flasche.

Was Sie beim Viña Bosconia erwartet, ist so etwas wie

„dunkle Seite der Macht“. Durch die unterschiedliche

Bodenstruktur wirkt die Bosconia Reserva wie der

dunklere und geheimnisvollere Doppelgänger, dem

man noch mehr Zeit auf der Flasche gönnen sollte,

denn sein Tannin ist kräftiger als das der „Viña Tondonia“

Reserva. Ja, insgesamt macht dieser Rioja einen

kräftigeren und zugleich dunkelfruchtigeren Eindruck,

was neben dem Terroir auch an der höheren Menge

Tempranillo liegen dürfte. Gleichzeitig ist der Wein in

seiner Reife schon so fortgeschritten, dass Önologin

Mercedes López de Heredia von einer „Reserva im

Stil einer Gran Reserva mit mehr tertiären Noten und

mehr Entwicklung“ spricht.

In der enorm eleganten Nase äußert sich dies mit

einer nicht nur im Duft sehr präsenten Frucht (allerdings

erst nach einer guten Stunde im Glas, davor ist

alles noch wie im Winterschlaf sehr verhalten): leuchtend

rote Kirsche, rote Pflaumen (mit leiser Aachener-Pfümli-Anmutung:

Gewürze!), rote und schwarze

Johannisbeeren bis hin zu getrockneten Blüten und

(wieder einmal) einem Hauch Feige. Besagte Entwicklung

zeigt sich in der deutlichen Aromatik von

Tomatenessenz, Röstnoten, etwas Leder und Zedernholz,

dazu frisches Moos sowie Akzente von Fleisch,

Eisen und Zimt. Am Gaumen sehr dicht, dabei bemerkenswert

frisch, fast kühl, präsentes Tannin und

eine distinkte, das aromatische Geschehen vorzüglich

leitende Säure, die diese Reserva, Jahrgang für Jahrgang

per aspera (nie so anregend wie heute!) ad astra

führt und für jene Frische sorgt, die alle Weine dieses

famosen und einzigartigen Weinguts auszeichnet, die

bei diesem ungemein kraftvollen, dichten Bosconia

besonders willkommen ist. Hier lohnt unbedingt auch

ein Blick auf die legendäre „Viña Tondonia“ Reserva

(früher wurde hier häufig das Bezugspaar Bordeaux–

Burgund herangezogen, wobei uns in diesem

Fall, nicht zuletzt des komplexen Gerbstoffgefüges

wegen, der Vergleich Nebbiolo aus

Alba vs Gattinara passender erscheint): Das

atemberaubend hohe Niveau der Weine, die

aus den weniger bekannten Weinberge „El

Bosque“ stammen, wird hier überdeutlich!

Ab sofort (unbedingt 1–2 Stunden vor Genuss karaffieren)

und sicherlich bis über 2032 hinaus.

95 Punkte

SUCKLING

55


SPANIEN RIOJA

López de Heredia

„VIÑA TONDONIA“ RESERVA DOCA RIOJA, TINTO 2010

2010: Ein absolut exzellenter Jahrgang, was diese Reserva aufs Überzeugendste beweist!

SRI040710 „Viña Tondonia“ Reserva DOCa Rioja, tinto 2010 13% Vol. 46,66 €/l 35,00 €

SRI040710H „Viña Tondonia“ Reserva DOCa Rioja, tinto 2010 (0,375l) 13% Vol. 53,20 €/l 19,95 €

SRI040710M „Viña Tondonia“ Reserva DOCa Rioja, tinto 2010 MAGNUM 46,33 €/l 69,95 €

94 Punkte

TIM ATKIN

Dieser Wein ist nicht nur einer der großen Klassikern

der iberischen Halbinsel, nein, der ganzen

Weinwelt. Er ist der berühmteste Wein

des Weinguts R. López de Heredia, und er ist

einer der wunderbarsten Rotweine, die Sie

überhaupt kaufen können (oder sogar kaufen

müssen). Das sagen wir ganz selbstbewusst,

und wir wissen, dass uns viele Weinliebhaber,

die den Weinen dieses Guts schon lange verfallen

sind, unumwunden zustimmen werden. Es gibt einfach

Weine, und dazu gehört diese Reserva, die so

einzigartig in ihrem Charakter, so spannungsvoll und

so balanciert sind, dass man sie nie mehr vergisst. Für

uns gehört dieser Wein geradezu archetypisch dazu.

Und das Einzigartige ist hier, dass an diesem Wein alles

stimmt. Denn die Familie López de Heredia gönnt

diesem fantastischen Tropfen und uns freudigen Konsumenten

den Luxus, als Reserva aus ihrem besten

Weinberg in Haro 13 Jahre lang in ihren Kellern reifen

zu können, bevor sie trinkfertig in den Verkauf kommt.

Und mehr noch, sie tut das zu einem Preis, den man

eigentlich gar nicht unbedingt mit einem Weltklassewein,

sondern höchstens mit einem guten bis sehr guten

Wein in Verbindung bringen würde.

Liebe Kunden, man muss auch mal Glück haben,

und das hatten wir in diesem Fall. Denn lange haben

wir auf die Gelegenheit gewartet, in die Zuteilung

der Weine von Lopez de Heredia zu kommen

und nun hat es endlich geklappt. Uns bedeutet

es viel, Ihnen einen der wunderbarsten

Weine Spaniens vorstellen zu können.

Wie alle Weine der Bodega entsteht auch die

Viña Tondonia Reserva zunächst einmal mit

viel Aufwand und Handarbeit im 100 Hektar großen

kalkreichen Weinberg gleichen Namens. Die Trauben

(75 % Tempranillo, 15 % Garnacha sowie je 5 % Mazuelo

und Graciano) werden zusammen in den großen

hölzernen Fermentern spontan vergoren, die schon im

Rahmen der Gründung des Weinguts im Jahr 1877 angeschafft

wurden. Nach der Vergärung und der malolaktischen

Gärung fließt der Wein in die Barriques aus eigener

Herstellung, von denen jährlich rund 10 % erneuert

werden. Sechs Jahre reift der Wein in den Fässern, wird

dann (wie früher, wie immer!) mit Eiklar geschönt und

unfiltriert abgefüllt, um viele weitere Jahre in den Kellern

zu lagern.

Was einen nach dreizehn Jahren erwartet, ist ein rubinroter,

leicht durchsichtiger Wein mit zinnoberroten Reflexen,

der sich so komplex wie (nach gut einer halben

Stunde im Glas) bemerkenswert zugänglich darbietet.

Im Glas dann der Duft von dunklen und roten (Beeren-)

Früchten, anfänglich leicht laktische Noten, getrockneten

Blüten, aromatischem Waldboden, getrocknetem

Blattwerk und ätherischen Kräutern, bevor die anfängliche

dunkle, dann immer „errötendere“ Frucht immer

deutlicher wird, sich ein süßer Kern offenbart und sich

mit Süßholz, hellem Leder, Sternanis, Graphit und leicht

zitrischen Noten verbindet. Am Gaumen dann offenbart

sich die ganze Kraft, Biss und Konzentration des

Weins, die 2010 in potenzierter Form in Erscheinung

treten und Dichte von einer so präsenten wie präzisen

(im Nachhall fast zitrischen) Säureader – „racy acidiy“

(Tim Atkin) –, die bis in die letzten Winkel Verästelungen

des Weins „hineinleuchtet“, zugleich kontrastiert

und ergänzt werden. Dazu kommen Kirschfrucht (schon

fast auf Bosconia-Niveau, dort aber deutlich heller),

Tapenade (schwarze Oliven), ein Hauch von frischen

und eingelegten Walnüssen, „schwereloses“ Holz, dafür

umso griffigere Gerbstoffe mit einer hinreißenden

Strahlkraft und immer wieder die Brillanz und Finesse

der Säure, die den „Viña Tondonia“ singen, ja schweben

lässt. Ein phänomenaler Wein, der in den kommenden

Jahren noch deutlich an Größe gewinnen wird. Geboren

wurde er in einer Zeit, als diese Form des Weinmachens

State of the Art und ausgesprochen modern war. Heute

ist sie zu 100 % old-school, und kaum noch ein Weingut

kann oder mag sich diesen Luxus an Zeit und des Innehaltens

leisten. Dass man damit dennoch erfolgreich

sein kann, dass derart zeitlose Meisterwerke als solche

wahrgenommen und geliebt werden, ist für uns alle ein

großes Glück!

Ab sofort bis 2040 – und sicherlich noch lange, lange darüber

hinaus.

56 PINWAND no 336 | April 2022


López de Heredia

RIOJA SPANIEN

RARITÄTENPAKET

„R. LÓPEZ DE HEREDIA“-RARITÄTEN-PAKET (6 FLASCHEN)

Ein Rioja-Universum auf Flaschen!

SRI049901P „R. López de Heredia“-Raritäten-Paket (Paket) 259,90 €

Neben den legendären Rotweinen der Bodegas R. López de

Heredia genießen bei Weinliebhabern natürlich auch die weißen

Crianzas, Reservas und Grand Reservas sowie der Rosado Gran

Reserva, der nicht nur für uns der ohne jeden Zweifel grandioseste

Rosé Spaniens ist, fast schon kultische Verehrung.

Bedauerlicherweise (oder vielleicht auch zum Glück?) werden sie

nur in kleinen bzw. kleinsten Mengen produziert, es ist mittlerweile

fast unmöglich, dies äußerst seltenen Referenzen zu ergattern.

Wir freuen uns daher Ihnen zumindest in diesem Paket

eine ganz besonders schöne Auswahl der kostbaren López-de-

Heredia-Raritäten anzubieten:

1 x „Viña Tondonia“ Gran Reserva DOCa Rioja, rosado 2012:

95 Punkte & Wine of the Year – Tim Atkin

1 x „Viña Gravonia“ Crianza DOCa Rioja, blanco 2013:

95 Punkte & Wine of the Year – Tim Atkin

1 x „Viña Tondonia“ Reserva DOCa Rioja, blanco 2011:

97 Punkte & Wine of the Year – Tim Atkin

3 x „Viña Tondonia“ Reserva DOCa Rioja, tinto 2010:

94 Punkte – Tim Atkin

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FRANKREICH PROVENCE

Triennes

DOMAINE

DE TRIENNES

NANS-LES-PINS

Die Kultdomainen

Romanée-Conti und Dujac

vinifizieren im Herzen der

Provence betörend südliche

Weine mit burgundischem

Esprit!

Wir sind wieder einmal im

Herzen der wildromantischen

Provence: Helle Kalkböden

kontrastieren mit dem azurblauen

Himmel und tiefgrünen

Pinien, die mit den

zahlreichen Wildkräutern die

Flora bestimmen und ihre

faszinierenden Düfte in die

Außenhaut der kerngesunden

Träubchen der hier wachsenden

Edelreben übertragen.

Gänsehautatmosphäre!

Und dieses verzaubernde Terroir

bewog zwei der berühmtesten

Winzerpersönlichkeiten Frankreichs

zu einem gemeinsamen Projekt

auf diesem gesegneten Stückchen Erde:

Jacques Seysses von der Domaine Dujac

in Morey-Saint-Denis, dessen schwebende

Pinot Noirs weltweit als Inkarnation

der sprichwörtlichen burgundischen Eleganz

und Finesse gelten, und Aubert de

Villaine von Romanée-Conti. Die beiden

charismatischen Männer gehören zu den

lebenden Legenden des burgundischen

Weinanbaus und haben es sich zum Ziel

gesetzt, mit der gleichen Qualitätsphilosophie,

die ihre bereits Jahrzehnte währende

Reputation im Burgund begründet

hat, in der lieblichen Landschaft der Provence

große Weine zu erzeugen. Diese

sollen allerding – im Unterschied zu ihren

zum Teil exorbitant teuren burgundischen

Weinmonumenten – für jedermann

erschwinglich sein. Probieren Sie

die frisch eingetroffenen Preziosen aus

den neuen Jahrgängen: ganz viel Wein

für ganz wenig Geld! Der traumhaft

wildromantische französischen Südens

in Kombination mit einer verführerischen

Leichtigkeit, betörenden Duftigkeit und

feinster Präzision – santé!

58 PINWAND no 336 | April 2022


Triennes

PROVENCE FRANKREICH

„ROSÉ“ IGP MÉDITERRANÉE, ROSÉ 2021

Idealtypischer Rosé aus der Provence mit wunderbar mediterraner Ausstrahlung!

FPR020521 „Rosé“ IGP Méditerranée, rosé 2021 DV 12,5% Vol. 13,32 €/l 9,99 €

FPR020521M „Rosé“ IGP M., rosé 2021 MAGNUM Diam-Kork 12,5% Vol. 13,93 €/l 20,90 €

Wenn man die Weine der Domaine de Triennes

trinkt, merkt man sofort, dass da jemand genau weiß,

was er macht. Jemand sind genau genommen drei

Freunde: Die beiden Star-Winzer aus dem Burgund,

Aubert de Villaine (Domaine de la Romanée Conti)

und Jacques Seysses (Domaine Dujac), die 1989 mit

Michel Macaux begannen in der Provence im Süden

Frankreichs Wein zu erzeugen. Dort kann das Trio

auf eine deutlich größere Reben-Vielfalt zurückgreifen

als im Burgund, wo Chardonnay und Pinot Noir

das Maß aller Dinge sind. Zu den wichtigsten roten

Reben zählen Grenache, Syrah und Cinsault, die auch

dem Rosé von Triennes ihren unverkennbaren Stempel

aufdrückt. Die Trauben wurden nachts geerntet,

um ihre Frische zu erhalten. Nach ein paar Stunden

Maischestandzeit wurden sie gepresst, bei niedrigen

Temperaturen vergoren und trocken ausgebaut. In

der Farbe Zwiebelschale und helles Lachsrosa, im

satten, fruchtigen Duft Noten von roten Früchten

wie Kirsche, Erdbeere und Himbeere, dazu kommen

auch Grapefruit, roter Apfel, Pfirsich, weiße Blüten,

frischer Thymian und ein Hauch Vanille. Am Gaumen

saftig, stoffig, mit Substanz und einer stabilen, gut

eingepassten Säure, das kräftige Tanningerüst bildet

das Rückgrat des charaktervollen Rosés, feinfruchtiger

Schmelz sorgt für die nötige Portion Charme.

Neben Johannisbeere zeigen sich auch Himbeere,

Mandel und Kräuter wie Lavendel und Thymian, etwas

Kardamomkapsel. Idealtypischer Rosé aus der

Provence mit mediterraner Ausstrahlung, der auch

am gedeckten Tisch nicht fehlen sollte. Eine leidenschaftliche

Hommage an den Sommer!

Ab sofort und bis sicherlich 2023+.

„LES AURÉLIENS“ IGP MÉDITERRANÉE, BLANC 2020 (BIO)

„Les Auréliens“: DNS des mediterranen Südens in Bio-Qualität!

FPR020120 „Les Auréliens“ IGP Méditerranée, blanc 2020 PK 13% Vol. 15,33 €/l 11,50 €

FR-BIO-01

Es gibt Weine, die einen mit ihrer stimmigen, nonchalanten

Natürlichkeit gleich in Bann ziehen. Der weiße

„Les Auréliens“ der Domaine de Triennes gehört zu dieser

raren Spezies: Die Reben für die Cuvée aus Rolle,

Viognier, Chardonnay, Ugni Blanc und Grenache Blanc

stehen nordöstlich von Marseille auf Lehm- und Kalksteinböden

in südlicher Ausrichtung. Der Ertrag liegt

bei lediglich 30 bis maximal 40 Hektoliter pro Hektar,

Vergärung und Ausbau des Weißweins finden im Edelstahl,

großen Holzfässern und in Barriques statt, wo er

auch sechs bis sieben Monate auf der Feinhefe reift.

Duftet intensiv und anziehend nach reifem Steinobst

wie Aprikose und Pfirsich, Orangenzeste, Birne, Ananas,

Kiwi, Honigmelone und Rosenblättern, begleitet

von Bienenwachs und Lindenblüten. Einnehmend

am Gaumen mit einem trefflichen Gleichgewicht von

Substanz, Würze und Frische, da wird viel geboten –

ohne dass es zu schwer, wuchtig oder zu fett wäre. Die

reife Säure trägt durch die mittlere Struktur mit ausgeprägten,

leicht herben Phenolen, die Gaumenfrucht

(reife Birne, Honigmelone und Pampelmuse) wird von

feiner Holzwürze unterlegt, auch Noten von grüner

Mandel, frischem Lorbeerblatt und Safran scheinen

auf. Feine Mineralität im Hintergrund, am mittleren

Gaumen sehr präsent, cremig und auch intensiv mit viel

Würze im Ausklang. Trägt die DNS des Südens in sich

und weckt vielfältige kulinarische Fantasien, die Provence

ist fruchtbar und das Mittelmeer ist nicht weit

entfernt. Da trifft mediterranes Flair auf burgundische

Handschrift und das in Bio-Qualität!

Ab sofort bis 2024.

59


FRANKREICH PROVENCE

Triennes

VIOGNIER „SAINTE FLEUR“ IGP

MÉDITERRANÉE, BLANC 2020

(BIO)

Viognier – und man ist ganz automatisch

im Urlaubsmodus!

„LES AURÉLIENS“ IGP

MÉDITERRANÉE, ROUGE 2018

(BIO)

Grandios unverstellt und naturbelassen

– ein Original!

FR-BIO-01

FPR020620 Viognier „Sainte Fleur“ IGP M., blanc 2020

13% Vol. 19,93 €/l 14,95 €

FR-BIO-01

FPR020218 „Les Auréliens“ IGP M., rouge 2018

13,5% Vol. 15,33 €/l 11,50 €

Viognier gilt als eine der ungewöhnlichsten weißen Rebsorten

schlechthin, die im Idealfall komplexe und tiefgründe Weine mit

faszinierend reichhaltiger Aromatik ergibt. Ihr ursprüngliches Habitat

ist das Rhônetal, als Condrieu hat sie dort ein beinahe mystisches

Ansehen erlangt. Inzwischen ist Viognier auch in anderen

französischen Anbaugebieten wie dem Languedoc, Roussillon

oder der Provence heimisch geworden und wird in Kalifornien,

Australien, Südamerika und sogar in Deutschland angebaut. Wer

mit Viognier arbeitet, muss sich auf Herausforderungen einstellen:

Sie ist sehr anfällig für Mehltau und liefert oft nur geringen

Ertrag. Sie bildet eine auffällig kräftige Farbe aus, die vom tiefen

Goldgelb ins Bräunliche spielen kann. Erntet man sie zu reif, fällt

der Alkoholanteil hoch aus und die Weine wirken schwerfällig und

hüftsteif. Erntet man sie zu früh, wirken die Weine banal und oberflächlich.

Um auf Nummer sicher zu gehen, wird Viognier häufig

im Verschnitt mit anderen Weißweinen ausgebaut. Wer sich aber

auf die kapriziöse Rebe einlässt, ihr Wesen versteht und im Weinberg

penibel arbeitet, wird mit großartigen Weinen belohnt wie

„Sainte Fleure“, einem reinsortigen Viognier, der in der Domaine de

Triennes im Edelstahl ausgebaut wurde, um seine duftige Frische

zu bewahren. „Sainte Fleure“ eröffnet mit einem aromatischen

und aristokratischen Bukett und Noten von reifer Mango, Ananas,

Aprikose, Geißblatt, Rosenblättern und Lavendel, auch etwas

Zitronengras unterstützt den Duft. Saftig und würzig am Gaumen

mit ausgeglichener Säure, feinen phenolischen Pixeln und einem

bemerkenswerten Zusammenspiel der Elemente: Klar definiert

werden Frische, Substanz, aromatische Komplexität und Mineralität

in einer cremigen Textur trefflich verwoben. Kein alkoholgeplagter

und überladener Wein, Saftigkeit, köstliche Fruchtigkeit

und Finesse setzen Zeichen. Starke Reklame für Viognier aus dem

Süden Frankreichs in Bio-Qualität!

Anders als sein weißes Pendant kommt der rote „Les Aurélians“

anstatt mit fünf nur mit zwei Rebsorten aus: Syrah und

Cabernet Sauvignon prägen die Cuvée. Der Ertrag aus den

Weinbergen mit Lehm- und Kalksteinböden liegt bei rund 40

Hektoliter pro Hektar. Der Wein wurde über zwölf Monate in

gebrauchten Barriques der berühmten Domaine Dujac im Burgund

ausgebaut und dann unfiltriert abgefüllt – Jacques Seysses

von Dujac zählt neben Aubert de Villaine von der Domaine de la

Romanée Conti) zu den Gründern der Domaine de Triennes, die

nördlich vom Massif de La Sainte-Baume beim Dorf Nans-les-

Pins an der alten Route Nationale liegt. Ein feines und nobles

Parfum von Holzwürze zeigt sich auch im üppigen Duftbild mit

getrockneten Kräutern und dunkler Frucht, Cassis, Brombeere,

Pflaume, Maulbeere und Feige. Mit etwas Belüftung noch Noten

von Blutorange, dunklem Tabak, Zedernholz, kaltem Rauch,

dunkler Schokolade und ein wenig Menthol. Am Gaumen saftig

und fleischig mit einer präsenten Säureader, Sauerkirsche und

reife Pflaume dominieren den Gaumen, die mittelkörnigen

Gerbstoffe sind markant und sorgen für Profil: An diesem Wein

ist alles echt und nichts weichgespült und geschönt. Bewahrt

sich trotz seiner Kraft auch eine kühle und elegante Aura, im

Finale mit raffinierter Würzigkeit und etwas Schattenmorelle.

„Les Aurélians“ zeigt den typischen Stil des Hauses: Da geht es

nicht um vordergründigen Schein, sondern um unverstellte und

naturbelassene Wirkung mit Bio-Zertifikat. Bietet viel fürs Geld,

ein veritabler Weinwert!

Ab sofort und mit Genuss zu trinken – und das bis 2026+.

Ab sofort bis sicherlich 2027.

DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN:

Burgund meets Provence!

60 PINWAND no 336 | April 2022


Triennes

PROVENCE FRANKREICH

MERLOT IGP MÉDITERRANÉE,

ROUGE 2019

Echter Südfranzose von Pinot-Noir-Magiern:

Merlot kann auch ganz anders!

„SAINT-AUGUSTE“ IGP MÉDITER-

RANÉE, ROUGE 2018 (BIO)

Wenn sich Provence, Bordeaux und Burgund

treffen – das Triennes-Flaggschiff!

FPR020319 Merlot IGP Méditerranée, rouge 2019

13,5% Vol. 15,33 €/l 11,50 €

FR-BIO-01

FPR020418 „Saint-Auguste“ IGP M., rouge 2018

13,5% Vol. 19,93 €/l 14,95 €

Manchmal ist es gut, wenn Winzer nicht aus ihrer Haut können:

Wenn man den Merlot der Domaine de Triennes aus dem Jahrgang

2019 im Glas hat, kann es leicht passieren, dass die Gedanken beginnen

in die Bourgogne abzuschweifen und man an eine Wein-

Stilistik denkt, die nicht unbedingt mit einem Merlot aus Südfrankreich

verknüpft wird – sondern mit burgundischer Kühle und

Eleganz. Die beiden Masterminds hinter der Domaine de Triennes

sind die weltberühmten Pinot-Noir-Magier Aubert de Villaine und

Jacques Seysses, die im Burgund die Domaine de la Romanée Conti

und die Domaine Dujac führen. Mit ihrem Merlot demonstrieren

die beiden Star-Winzer, dass Pinot Noir ganz tief in ihnen verankert

ist. Die Domaine de Triennes steht in Nans-les-Pins im Département

Var, das Mittelmeer ist nur 30 Kilometer entfernt. Zum Gut

gehören inzwischen 46 Hektar Reben, die auf Lehm- und Kalkböden

wachsen und zertifiziert biologisch bearbeitet werden. Die

Trauben für diesen Merlot stammen aus einer 2,71 Hektar großen

Parzelle, der Ertrag lag bei 35 Hektoliter pro Hektar, der Ausbau

des Weines erfolgte über zwölf Monate in gebrauchten Fässern der

Domaine Dujac, er wurde unfiltriert abgefüllt. Der noble und präzise

Duft lässt einen schnell zum Glas greifen: Aromen von Kirsche,

Sauerkirsche, Cassis und Süßholz, auch feiner Rauch und etwas

Heidelbeer-Panna-Cotta, Lakritze und ein leicht ätherischer Ton.

Am Gaumen frisch und lebendig mit vergnügter Säure, kompakter

Struktur und mit Zug: Das hat überhaupt nichts mit der internationalen

Trinkmarmelade zu tun, die gerne als Merlot verkauft wird.

Die Frucht entfaltet sich saftig und präzise, Noten von Brombeere,

Sauerkirsche, auch Kakao und Tabak, die Gerbstoffe sind griffig

und behutsam extrahiert, gerade im Umgang mit dem Tannin zeigt

sich das große Können der Winzer. Merlot mit Stil und der Strahlkraft

und Eleganz eines Pinot Noirs! Und verschulden muss man

sich schon mal gar nicht für diesen erstaunlichen Südfranzosen mit

burgundischem Timbre.

Bereitet schon jung Vergnügen, sollte man aber noch karaffieren,

sicher bis 2027.

Ist es nicht immer wieder aufs Neue begeisternd, was es bei

Triennes für fantastische Weine in ihrer Preiskategorie gibt? Das

gilt gerade auch für das Flaggschiff der Domaine, den „Saint-Auguste“.

Schließlich kostet der nicht mehr als ein einfacher Cru

Bourgeois aus dem Bordelais, wird allerdings biologisch erzeugt,

und die Frucht von alten Syrah- und Cabernet-Sauvignon-Reben

wurde über 12 Monate hinweg in Fässern der Domaine Dujac ausgebaut.

Das ist schon enorm, zumal die Macher dieses Weines

von den Kultdomänen Dujac und Romanée-Conti kommen.

Der „Saint-Auguste“ ist ein klassischer roter Provenzale. Nirgendwo

sonst in Frankreich ist es üblich, Syrah und Cabernet (und je

nach Jahrgang auch mal etwas Merlot) auf einer Augenhöhe zu

vinifizieren – bis eben auf die Provence. Für den „Saint Auguste“

werden dabei die besten Syrah-, Cabernet- und Merlot-Partien

eines Jahrgangs ausgewählt und verschnitten. Jede Rebsorte wird

gesondert ausgebaut, mit regelmäßiger Remontage beim Cabernet

für optimale Extraktion und vorsichtiger pigeage beim Syrah

für feinste Gerbstoffe. Der fertige Wein wird nur leicht geschönt

und dann unfiltriert auf die Flasche gezogen. „Wir versuchen bei

diesem Wein Struktur, Harmonie und Finesse mit dem verführerischen

Aromenreichtum des Südens, den reifen Früchten und

den exotischen Würznoten wie Muskat und Nelken zu vereinen,“

erklärt Jeremy Seysses. So entsteht hier ein ganz eigenständiger

Typ Wein, der nach Sauerkirschen und Unterholz, nach ein wenig

Teer und trockenem Waldboden, nach abgelagertem Holz und

Schwarzen Johannisbeeren samt Rispen duftet. Im Hintergrund

zeigen sich mit viel Luft zudem Noten von Hagebutte, Schlehe

und Gestein. Am Gaumen ist er klar und trocken, hier wird der

Cabernet offensichtlich, während im Duft Syrah im Vordergrund

stand. Was aber noch viel deutlicher wird, ist das Holz, in dem der

Wein lag. Nicht dass es sich in den Vordergrund drängen würde

(weit gefehlt!), aber es ist tatsächlich und ganz offensichtlich von

bester Qualität und hebt den Wein in eine andere Sphäre. Das

ist so was von gelungen! So viel lebendige Cassis, so herrliche

schwarze und erdige Noten, dazu ein süßer Fruchtkern und eben

dieses Holz, die feine Säure und lebendige Mineralität machen

den „Saint-Auguste“ zu etwas Besonderem.

Ab sofort (dann möglichst karaffieren), Potenzial für 15 Jahre.

61


FRANKREICH SUD-OUEST

Tariquet

DOMAINE

TARIQUET

GASCOGNE

Alle Frühjahre wieder:

Weißwein-„Provokationen“ aus dem wilden

französischen Süden zu „unmöglichen“ Preisen!

Endlich, endlich! Es gibt sie wieder! Die neuen Jahrgänge

der herrlich charmanten (und preislich enorm attraktiven!)

Weiß- und Roséweine von Tariquet, die seit vielen Jahren

fester Bestandteil unseres Sortiments und genauso lange zu

den Kundenlieblingen zählen, sind eingetroffen!

Und wie so oft hat Familie Grassa auch im jüngsten Jahrgang

im jüngsten Jahrgang, dem 2021er, wieder alle Register gezogen,

hat wieder eine traumhafte Kollektion gefüllt, die, wie in

den letzten Jahren immer wieder geschehen, nach ersten Verkostungen

durch die nationale und internationale Weinkritik sicherlich

mit Auszeichnungen überhäuft werden wird. Aber wem

sagen wir das?!

Unsere Bestseller und Rebsortenklassiker unserer Vorzeige-Domaine

warten nun darauf, von Ihnen im hoffentlich entspannteren,

vielleicht sogar schon „normalisierten“, möglichst lichtdurchfluteten

Jahr 2022 getrunken zu werden. Eine Flasche

Tariquet könnte das Leckerli nach einem langen Arbeitstag, die

charmante Eröffnung eines noch relaxteren Wochenendes oder

einfach der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein! Wann,

warum und in welcher Gesellschaft Sie die verführerischen Gascogner

auch genießen – glückselige Stunden sind garantiert!

Château und Domaine du Tariquet liegen im wild-romantischen

französischen Südwesten, zwischen Mittelmeer und Atlantik.

Hier, im Herzen der Gascogne, vinifiziert man herrlich frische,

sinnlich-duftige Weine zu schlicht verblüffend niedrigen Preisen.

In der Nase verwöhnen diese weekday wines durch ein bemerkenswert

komplexes Aromenparfum, begeistern auf der

Zunge und am Gaumen durch vibrierende Frische, aber auch

eine bemerkenswerte Dichte und feine Textur. Eine in dieser

(sehr „sympathischen“) Preisklasse völlig ungewohnte Qualität

und ein gewaltiger Unterschied zu den Aberhunderten und -tausenden

dünnlich-belangloser „Billigweinchen“, unter deren Last

die Regale der Supermärkte fast zusammenbrechen. Und eine

Qualität, die sich in Windeseile herumgesprochen hat, denn

Sie, werte Kunden, haben die wunderbaren Weine von Tariquet

schnell zu einem absoluten Bestseller in diesem budget-freundlichen

Segment werden lassen – zu Recht! Tariquet steht für einen

ungemein frischen, saftigen und trinkanimierenden Weinstil,

herrlich unkompliziert und im besten Sinne lustbetont, was mehr

könnte man zu diesen unschlagbar günstigen Preisen verlangen?

62 PINWAND no 336 | April 2022


Tariquet

SUD-OUEST FRANKREICH

„ROSÉ DE PRESSÉE“ IGP CÔTES

DE GASCOGNE, ROSÉ 2021

Frisch, knackig, saftig und lebendig – sorgt für

Sommergefühle pur!

FSW031021 „Rosé de Pressée“ IGP Côtes de Gascogne, rosé 2021

DV 11% Vol. 7,93 €/l 5,95 €

FSW031021M

„Rosé de Pressée“ , rosé 2021 MAGNUM

DV 11% Vol. 7,93 €/l 11,90 €

Schon die Farbe des „Rosé de Pressée“ lässt einige Rückschlüsse

auf den Charakter dieses Weines zu. Während Tariquets Rosé

aus Marselan-Trauben eher in einem warmen lachsfarbenen Ton

leuchtet, schimmert der „Rosé de Pressée“ mit einem kühlen

blauen Unterton. Und diese Farbe blauer Beeren von Tannat,

Merlot und Syrah erscheint auch im gesamten Wesen dieses

Rosé, der sich vom ersten Moment an als knackig-frischer Wein

präsentiert, bei dem schnell klar wird, dass hier Sorten mit gutem

Gerbstoff schnell gepresst und kühl vergoren wurden. Ein

Rosé also, der im Keller wie ein Weißwein erzeugt wurde und an

frisch gepresste Johannisbeeren, Grapefruits, Granatapfel und

etwas an Brennnesselblätter sowie zerstoßenen Stein erinnert.

Am Gaumen kommen weitere zitrische Aromen und ein Hauch

von Stachelbeere und weißem Pfeffer hinzu, was für zusätzlichen

Pep und Frische sorgt. Auch die Säurestruktur, die Mineralität

und die leichte Salzigkeit sind ganz auf Frische und Saftigkeit

ausgelegt. Das ist Tariquets Sommer-Rosé, der pur oder zu einer

leichten Sommerküche und zu sommerlich asiatischen Gerichten,

etwa vietnamesischen Sommerrollen, hervorragend passt.

Aber Achtung, die erste Flasche ist bei diesem Trinkfluss und

dem moderaten Alkohol-Gehalt von 11 Vol.-% schnell geleert!

Ab sofort bis sicherlich 2023.

MARSELAN IGP CÔTES DE

GASCOGNE, ROSÉ 2021

Warme rote Früchte, eine frische Säure

und subtile Würze – einfach großartig!

FSW031621 Marselan IGP Côtes de Gascogne, rosé 2021

DV 11,5% Vol. 9,86 €/l 7,40 €

FSW031621P 12x Marselan IGP Côtes de Gascogne, rosé 2021

(11+1 Flasche gratis) statt 88,80 € nur 81,40 €

Lange war Marselan ein Geheimtipp, mittlerweile jedoch erfreut

sich die rote Rebsorte des Südens, die Anfang der 1960er

neugezüchtet wurde (eine Kreuzung aus Cabernet Sauvignon

und Grenache Noir), großer Wertschätzung und ist das Fundament

eines unserer beliebtesten Rosé. Das liegt allerdings

nicht nur am Marselan, sondern vor allem daran, dass Tariquet

daraus einen sommerlich frischen, fruchtigen und saftigen

Wein zum typisch zurückhaltenden Tariquet-Preis erzeugt.

Familie Grassa hat viel Erfahrung mit der Rebsorte, die seit

1999 in ihren Weingärten gedeiht und für jugendlichen Überschwang

im Glas sorgt, der schon vom ersten Schluck dieses

Sommer-Rosés an offenbar ist. Der lachsfarbene Wein bietet

Noten von Holunderbeeren und Himbeeren, Walderdbeeren

und Pomelo in Verbindung mit einem Hauch von Johannisbeere

und Süßholz. Am Gaumen findet dann die große Frische-Offensive

statt, begleitet von einer seidigen Textur mit einem

Hauch von Gerbstoff und einer reifen Säure. Die Frucht wirkt

rot, reif und warm mit angenehmer Struktur und einer feinen

Komplexität. Familie Grassa empfiehlt den Marselan-Rosé als

echten Allrounder zu Speisen, passend zu Thunfisch- oder

Ententatar, gefüllten Pimientos oder einer Torte mit frischen

Erdbeeren. Definitiv ist das aber auch ein exzellenter Solist mit

süffigem Charakter zum kleinen Preis.

Ab sofort bis 2023, am besten gut gekühlt.

63


FRANKREICH SUD-OUEST

Tariquet

„CLASSIC 40ÈME MILLÉSIME“,

BLANC 2021

Der vielleicht berühmteste Weißwein

der Gascogne wird 40!

FSW030121 „Classic 40ème millésime“, blanc 2021

DV 10,5% Vol. 7,46 €/l 5,60 €

FSW030121P 12x „Classic 40ème millésime“, blanc 2021

(11+1 Flasche gratis) statt 67,00 € nur 61,60 €

SAUVIGNON BLANC IGP CÔTES

DE GASCOGNE, BLANC 2021

Das milde Klima der Gascogne sorgt

hier für Brillanz, Klarheit und Finesse!

FSW030221 Sauvignon Blanc IGP Côtes de Gascogne, blanc 2021

DV 11,5% Vol. 9,26 €/l 6,95 €

FSW030221P 12x Sauvignon Blanc IGP C. de G., blanc 2021

(11+1 Flasche gratis) statt 83,40 € nur 76,45 €

Als Familie Grassa vor 40 Jahren ihren ersten trockenen Weißwein

erzeugte, konnte sie sich kaum vorstellen, zu welch einem

Erfolg er werden würde. Bis dahin hatten sie aus der Rebsorte

der Region, der Ugni Blanc, ausschließlich Armagnac erzeugt.

Die Geschwister Maïté und Yves Grassa wollten und mussten

seinerzeit allerdings etwas verändern, da das Destillat zunehmend

unpopulärer wurde. Also konzentrierten sie sich auf die

eine Rebsorte, die sie besaßen, und begannen einen Vin de Pays

des Côtes de Gascogne zu erzeugen – ein Meilenstein, dem

viele weitere folgen sollten. Den Grassas war immer wichtig,

dass das Traubenmaterial ausschließlich aus den eigenen Weinbergen

stammte. Im Laufe der Zeit freilich veränderte sich der

Wein. Er wurde zum „Classic“, und neben Ugni Blanc kamen

2011 die ebenfalls typischen Gascogner Rebsorten Gros Manseng

sowie Sauvignon Blanc hinzu. Der wichtigste Teamplayer

allerdings blieb der Ugni Blanc, der mit seiner Finesse, Zartheit,

Eleganz, Leichtigkeit und Frische immer wieder begeistert. Wo

sonst bekommt man einen so knackigen, dynamischen und frischen

Weißwein mit gerade einmal 10,5 Vol.-% Alkohol? Dabei

ist der Wein typisch französisch trocken und fruchtig mit einer

schönen Intensität, die Aromen einer von ganzen Blumenwiese,

von Zitrusfrüchten und gelben Früchten mit leicht exotischen

Noten präsentiert. Am Gaumen präsentiert sich der „Classique“

als unkomplizierter und gleichzeitig hemmungslos trinkfreudiger

Sommerwein, der auch im Winter ein gutes Stück Sommersonne

ins Glas zaubert. Ein Allrounder für Sonnenuntergänge,

Terrasse und Gartenparty und auch für die leichte, mediterran

angehauchte Küche. Wir bevorzugen ihn Ziegenfrischkäse und

Meeresfrüchten.

Ab sofort und bis sicherlich 2024.

Zu den beliebtesten weißen Sorten der letzten Jahre gehört ganz

ohne Zweifel Sauvignon Blanc. Familie Grassa hat in der Gascogne

schon sehr früh auf diese eigenständige und charaktervolle Traube

gesetzt. Sie fließt dort nicht nur in die Cuvée namens „Classic“

ein, sondern sorgt auch seit Jahren für große Begeisterung in diesem

reinsortigen IGP-Wein. Der ist nicht von ungefähr so beliebt,

denn, Hand aufs Herz: Wir kennen keinen anderen Wein, der Jahr

für Jahr so präzise und sortentypisch, so leicht im Alkohol und so

günstig ausfällt wie dieser Sauvignon Blanc von Tariquet. Natürlich

gibt es in Sancerre und Pouilly-Fumé, in der Steiermark und

auch in anderen Gebieten bedeutende und komplexe Vertreter

dieser Rebsorte und geradezu legendäre Weine. Doch zu diesem

Kurs wird man dort bei der beständig hohen Qualität, die Familie

Grassa bietet, nicht fündig.

Das Bouquet erinnert an Maiglöckchen und Kamille, an Stachelbeeren

und Cassis, an Reineclauden und ein wenig an Minze und

Verbene. All das wirkt frisch und trinkanimierend, dabei trotzdem

reif und elegant. Am Gaumen verbindet sich diese grüne

Frucht mit einer saftigen Note von weißfleischigen Früchten

wie grünen Birnen und Äpfeln, etwas Kreidigkeit und weißen

Blüten. Dabei wirkt der Sauvignon Blanc sowohl subtil cremig

als auch lebendig, mineralisch und fein. Die Säure entwickelt

einen angenehmen Zug, ist aber nicht dominant, sondern bindet

sich hervorragend ein. Das ist so gut gelungen, dass der Preis

schon fast eine Provokation darstellt. Wahrscheinlich würde jeder

den einen oder anderen Euro mehr dafür bezahlen. Wie schön

und zuvorkommend von Familie Grassa, dass sie in diesen Belangen

immer sehr zurückhaltend und bodenständig geblieben

ist und uns so einen ganzen Strauß an exzellenten und über die

Maßen preis(ens)werten Sommerweinen bietet!

Ab sofort und bis 2024.

64 PINWAND no 336 | April 2022


Tariquet

SUD-OUEST FRANKREICH

CHENIN – CHARDONNAY IGP

CÔTES DE GASCOGNE, BLANC

2021

In seiner Preisklasse einer der genialsten

Weißweine, die wir kennen!

FSW031121 Chenin – Chardonnay IGP CdG., blanc 2021

DV 10,5% Vol. 9,26 €/l 6,95 €

FSW031121P 12x Chenin – Chardonnay IGP C. de G., blanc 2021

(11 + 1 Flasche gratis) statt 83,40 € nur 76,45 €

Sowohl der ursprünglich von der Loire stammende Chenin

Blanc als auch der burgundische Chardonnay sind in der Gascogne

schon lange „angekommen“, Klima und Böden dort passen

einfach. Bei Familie Grassa spielen diese Sorten eine wichtige

Rolle, denn sie sind echte Terroir-Übersetzer und fördern

eine sublime Mineralik zutage. In dieser Cuvée treffen rund drei

Viertel Chenin Blanc auf ein Viertel Chardonnay. Beide werden

recht kühl vergoren und auf der Feinhefe belassen, die man in

einer cremigen Textur am Gaumen spürt. Im Duft aber gibt es

zunächst einmal viel zu entdecken. Der Chenin – Chardonnay

erinnert an grüne wie gelbe Äpfel und Birnen, an etwas Birnencrème

und reife Mandeln, Küchenkräuter und eine Spur Guave.

Obwohl mit lediglich 10,5 Vol.-% Alkohol ausgestattet, wirkt er

reif und ist schon im Duft einladend und köstlich. Am Gaumen

wird diese Melange der beiden Rebsorten zu einem beglückenden

Erlebnis mit frischer, aber reifer Säure, einer prickelnden

Mineralität und einer weißfleischigen Frucht. Sie verfügt weder

über zu viel noch zu wenig Säure, besitzt einen mittelkräftigen

Körper, ist dabei weder zu zart noch zu kräftig. Der Wein ist

ein echter Allrounder für nahezu jede Küchenlebenslage, die auf

Frische und Leichtigkeit setzt. Vor allem die feine Zitrusnote,

die floralen Aspekte, die ein wenig an Maiglöckchen erinnern,

und die leicht kreidige, vor allem aber cremige Textur wirken

hier Wunder. Wir haben’s in der Vergangenheit schon geschrieben,

werden aber nicht müde, es zu wiederholen: Für 6,95 Euro

erhalten Sie vermutlich nicht nur in Frankreich, sondern auch

sonstwo kaum einen besseren Weißwein. Kein Wunder, dass

Tariquet so erfolgreich ist!

Ab sofort und sicherlich bis 2024 mit Freude zu trinken.

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FRANKREICH SUD-OUEST

Tariquet

„RÉSERVE“ IGP CÔTES DE

GASCOGNE, BLANC 2020

Wie aus einem Guss: Super-subtile Holznoten

treffen auf schmeichelnde Frucht!

FSW031220 „Réserve“, blanc 2020

12,0 % Vol. 11,33 €/l 8,50 €

Die „Réserve“, eine Cuvée aus Gros Manseng (40 %), Chardonnay

(30 %), Sauvignon (20 %) und Sémillon (10 %) des nachhaltig

arbeitenden Traditionsweinguts Tariquet aus der Gascogne

würden Boulevardmedien vermutlich als „Goldmädchen“ oder

„Goldjunge“ feiern, denn es vergeht kaum ein Jahr, in dem dieser

Wein nicht mit einem gehörigen Quantum Edelmetall bei allen

wichtigen Wettbewerben bedacht worden wäre.

Im Duft gibt sich der Wein, für den die vier Rebsorten nach jeweils

sechs Monaten im großen Holz assembliert wurden, die

dann noch einmal zwölf Monate ihrer Vollendung entgegenreifen,

selbstbewusst olympisch: Ein faszinierendes Bouquet

mit zarten Blüten- und Honignoten, dazu Bienenwachs, feinwürzige

Vanille und ein Potpourri an gelben Früchten, alles sehr

fein, geradezu agil. Aber damit nicht genug: Reife Melone und

gelbfleischiger Pfirsich lassen sich wahrnehmen, darüber hinaus

auch wunderbar distinkte Mango-Noten, die wir so nur von bester

Flugware kennen – wie aus einem Guss! Das ist satt und

vollmundig rund am Gaumen. Die Textur der „Réserve“ ist dann

auch entsprechend charmant und saftig-cremig, dabei von einer

erfrischenden Ader durchzogen die auch im Finale noch bemerkenswert

lange und elegant nachhallt. Ein (nicht nur) für diesen

Preis ganz hervorragender Wein mit hohem Genussfaktor!

Ab sofort wunderbar zu trinken mit Potenzial für die nächsten 2–3

Jahre. Zudem ein vielseitiger Speisenbegleiter, der von kräftigen

Fischgerichte bis hin zu hellem Fleisch vom Grill alles mitmacht.

„CÔTÉ“ IGP CÔTES DE

GASCOGNE, BLANC 2021

Herrlicher charmant und absolut faszinierend!

FSW030321 „Coté“ IGP Côtes de Gascogne, blanc 2021

DV 11,0% Vol. 12,66 €/l 9,50 €

Auf diese pfiffige Idee muss man erst einmal kommen: Chardonnay

zusammen mit Sauvignon Blanc auszubauen, also zwei

Rebsorten, die sich – von ihren Charaktereigenschaften her betrachtet

– nicht allzu nahestehen. Urheber dieser ungewöhnlichen

Cuvée ist Familie Grassa, die ihre Domaine Tariquet schon

seit 1912 in Eauze im Südwesten Frankreichs bewirtschaftet. Als

erstes Weingut in der Gascogne pflanzte es in den 1980er-Jahren

diese beiden Rebsorten an und baute sich nach und eine

umfassende Expertise dazu auf. In Okzitanien, der Region der

Baskenmütze, des Rugby-Spiels und der tiefdunklen Rotweine,

ist es gewöhnlich heiß im Sommer und die Weine fallen dementsprechend

schwer und behäbig aus. Aber auch da tanzt

„Côté“ aus der Reihe: Schon die Nase wirkt beschwingt mit der

Frucht-betörenden Aromatik des Sauvignon Blanc, der Noten

von rosa Grapefruit, Orangenzeste, Stachelbeere und Cassis

einbringt, begleitet von reifer Melone und einem Hauch Pfefferminze.

Auch am Gaumen arbeiten die beiden ungleichen

Partner patent zusammen: Der draufgängerische Sauvignon

Blanc zeigt mit Aprikose, Johannisbeere und Grapefruit seinen

aromatischen Charme und eine raffinierte Würze, der zurückhaltendere

Chardonnay sorgt im Hintergrund für Schmelz und

Struktur. Lebendig und mit präsenter, feinsinniger Säure bewegt

sich „Côté“ über den Gaumen, ohne Ballast und nicht zu

gefällig ausgebaut mit schönem Trinkfluss und gerade einmal

11,5 Volumenprozent Alkohol. Ein Spritzer Limettensaft verlängert

den Frischekick dieses Gute-Laune-Weins, der sich auf

angenehme Art unkompliziert präsentiert, aber dabei nie banal

erscheint. Eines beweist dieser Bukett-reiche und feinwürzige

Charmeur mit lebendigem Flair eindrucksvoll: Chardonnay und

Sauvignon Blanc passen mehr als gut zusammen!

Ab sofort mit Genuss und bis 2024+.

66 PINWAND no 336 | April 2022


Tariquet

SUD-OUEST FRANKREICH

„TÊTE DE CUVÉE“

CHARDONNAY IGP CÔTES DE

GASCOGNE, BLANC 2019

Kraftvoll und komplex!

FSW030419 „Tête de Cuvée“ Chardonnay, blanc 2019

12,0 % Vol. 17,20 €/l 12,90 €

„PREMIÈRES GRIVES“ CÔTES

DE GASCOGNE, BLANC 2021

Die „wilde“ Alternative zu Sauternes aus der

Gascogne: absolute Probierempfehlung!

FSW031321 „Premières Grives“, blanc 2021

11,0 % Vol. 13,26 €/l 9,95 €

Der „Tête de Cuvée“ – so wird in Frankreich oft von Winzern das

Herzstück, der feinste Wein des Hauses genannt – ist ein genialer

Chardonnay aus dem Hause Tariquet. Nachdem er über

12 Monate in Barriques von, selbstredend, französischer Provenienz

verbrachte, dürfen wir einen hochkomplexen Weißwein

von der Côtes de Gascogne genießen.

Das Aromenreichtum paart sich hier mit Kraft, Schmelz und

Eleganz. Ganz typisch für im Holz ausgebauten Chardonnay,

duftet dieser Wein sehr fein nach weißem Obst, das von einem

Hauch Vanille umgeben wird. Reife Äpfel, Ananas und Kokos

tummeln sich hier, mit zunehmendem Luftkontakt auch Steinobst

in Form von nicht zu reifen Pfirsichen. Am Gaumen gibt

die cremige und weiche Struktur den Takt vor, um deren kraftvollen

Körper sich die nussig-gelbfruchtige Aromatik legt. Das

hat Finesse und Kraft und einen Nachhall, der ihn zu einem

perfekten Speisebegleiter macht. Ideal gesellen sich hierzu allerlei

helles Fleisch, allen voran Kalb und Geflügel. Der Ausbau

im Holz prädestiniert den Chardonnay für sahnige Saucen und

Pilzgerichte aller Art. Dieser Spitzenwein der Domaine hebt

sich nochmals klar von allen anderen Tariquet-Gewächsen

ab und verfügt über ein Lager- und Reifepotenzial von einem

Jahrzehnt und mehr.

Zu genießen ist der perfekte Speisenbegleiter ab sofort,

Potenzial bis 2030+.

Wenn die ersten Drosseln („Premières Grives“) im Spätherbst,

noch vor dem nahenden Winter die Gascogne erreichen, ist

es auf der Domaine Tariquet Zeit, die reifen, prall-süßen Gros-

Manseng-Trauben zu lesen.

Beim ersten Schnuppern am Glas ist da auf einmal dieser Song

von Van Morrison im Kopf: „She's as sweet as tupelo honey /

she’s an angel of the first degree / she’s as sweet, she’s as sweet

as tupelo honey / just like honey, baby, from the bee.“ – honigsüß

„weht“ es uns entgegen. Es ist dieses Hellgold mit grünlichem

Schimmer und der süßlich verführerische Duft delikat schwerer

Würzigkeit des Honigs vom Ogeche-Tupelobaum, der in

uns diesen Klassiker abspielen ließ und weiterhin lässt und lässt

und lässt … Im Bouquet findet sich ein ganzer Korb tropischer

Früchte mit Anklängen von Litschi, Banane und Melone. Nicht

etwa viskos wie Honig, sondern konzentriert, erfrischend, präsent.

Vor allem ist das aber ein prächtiger, mundfüllender Wein. Am

Gaumen setzt sich die aromatische Expressivität fort, dieser

Kraft ist allerdings eine wunderbare Frische entgegengesetzt.

Ja, natürlich hat der Wein Süße (knapp 60 Gramm Restzucker),

aber die ist perfekt eingebunden und wird von einer weichen

Säure austariert – keine Spur von honigartigem Kitsch.

Das trinkt sich ganz hervorragend als Apéritif, ideal aber auch

zu foie gras mit ausgewogener Fruchtbegleitung. Und zu Blauschimmelkäse

ist das ohnehin ein ganz grandioser Tropfen!

Ab sofort bis 2024.

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FRANKREICH SUD-OUEST

Tariquet

„DERNIÈRES GRIVES“ IGP CÔTES

DE GASCOGNE, BLANC 2018

Flüssiges Gold zum Sinnieren und

zu kulinarischen Köstlichkeiten!

FSW031418 „Dernières Grives“ IGP Côtes de Gascogne, blanc 2018

11,5% Vol. 25,26 €/l 18,95 €

Für den „Dernières Grives“ werden qualitativ exzellente, überreife

Petit-Manseng-Trauben, die auch auf dem Speiseplan der namengebenden

Drosseln („grives“) stehen, Ende Oktober geerntet,

was so nur in ausgewählten Jahrgängen möglich ist und diesen

überaus „schmucken Tropfen“ – im Vergleich zu den anderen

Weinen der Domaine – rar sein lässt.

Das opulent aromatische, fröhlich überbordende Bouquet

punktet mit reifen, saftigen, gelben Früchte, vor allem (großzügig)

Quitte und Mango, mit etwas Luft dann auch animierende

Zitrus- und Vanillenoten (hier macht sich der Ausbau im Holz

angenehm bemerkbar). Dieses flüssige Gold (nebenbei:

2021 Goldmedaillengewinner bei den Wettbewerben

„Mundus Vini“ und „Concours National de Vins“ sowie

Gold und „prix plaisir“ bei bettane+desseauve!) will getrunken

werden, am besten gut gekühlt, und dann macht

sich da eine fast schon sämige Fruchtsüße auf Zunge und

am Gaumen breit: voluminös, unterfüttert von schöner

Würze und ganz großartig von einer herrlich präsenten

und belebenden Säurekomponente aufgefangen.

Jeder Schluck mündet in ein frisches Finale von unterschwelliger

Mineralität – Trinkfluss ist bei diesem

vin moelleux (mit 92 Gramm Restzucker) garantiert!

Zwischendurch genehmigen wir uns, je nach Laune,

ein Stückchen Roquefort oder eine tarte tatin (Apfel,

Birne, Quitte, Aprikose – alles ist erlaubt), schließen

die Augen und verharren einfach im „Genussmodus“!

Ab sofort bis 2031+.

68 PINWAND no 336 | April 2022


Tariquet

SUD-OUEST FRANKREICH

Kennenlern-

DOMAINE TARIQUET KENNEN-

LERNPAKET (12 FLASCHEN) 2021

Gascogne in ganz großartig!

FSW039921P Tariquet-Kennenlernpaket 2021

statt 76,90 € nur 69,95 €

Lernen Sie den aktuellen Jahrgang 2021 von Domaine Tariquet

zum attraktiven Angebotspreis kennen!

Sie erhalten:

4 x „Classic“ IGP Côtes de Gascogne, blanc 2021:

Der große Klassiker von Tariquet, typisch Gascogne!

2 x Sauvignon Blanc IGP Côtes de Gascogne, blanc 2021:

Der beliebteste unter den Rebsortenweinen!

2 x Chenin – Chardonnay IGP Côtes de Gascogne, blanc 2021:

Bereits 2 x „Bester Weißwein Frankreichs!“– Mundus Vini

2 x „Rosé de Pressée“ IGP Côtes de Gascogne, rosé 2021:

La vie en rose – und der Sommer kann kommen!

2 x Marselan IGP Côtes de Gascogne, rosé 2021

Absolut bezaubernder und erfrischender Rosé!

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FRANKREICH SUD-OUEST

Tour des Gendres

CHÂTEAU TOUR

DES GENDRES

BERGERAC

Die Familie de Conti: Papa Luc,

Guillaume (Sohn von Francis)

und Gilles (Sohn von Luc)

Luc de Conti: Visionär & Weißweinguru

„Die ausgewogensten und ebenmäßigsten Weine des gesamten Bergerac, schöne trockene

Weißweine und Rotweine in steilem Aufstieg!“ – La Revue du Vin de France (Guide 2018)

Traumhaft schöne Bio-Weine mit moderatem Alkoholgehalt brillieren als Alternativen zu den

Prestigegewächsen des benachbarten Bordelais!

„Ich bin immer auf der Suche nach der bestmöglichen Balance in meinen Weinen!“ – Luc de Conti

Wo sollen wir bei den Weinen von Tour des Gendres

bzw. dessen genialem Besitzer Luc de Conti anfangen

und wo aufhören? Das Magazin Vinum urteilte

in einer glänzend recherchierten Reportage über die großen

Weine des französischen Südwestens und nach einer umfangreichen

Degustation: „Eine der spannendsten Verkostungen

seit Jahren, ein Weinparadies!“ Und konkret zu unserem ungemein

preiswerten Bestseller ‚La Gloire de mon Père’: „In Pomerol

bezahlt man für so etwas doppelt und dreifach!“

Der Feinschmecker hat über ein Jahrzehnt lang mehrere Gewächse

von Tour des Gendres unter die 100 besten Weine der

Welt gelistet!

Tolle Schlagzeilen und Bewertungen? Ja, aber das schrieben wir

schon vor 10 Jahren! Und heute:

„Le Tour des Gendres ist der kluge Fahnenträger und Avantgardist

für die ganze Region!“, so das dezidierte Urteil im „Guide

des Meilleures Vins de France 2018“. Und dies nach nun bereits

über 25 Jahren Erfahrung in biologischem Weinbau. Luc de

Contis Weinberge sind frei von Herbiziden und Pestiziden, der

Nährstoffeintrag geschieht nur mit Naturdünger. Denn schon

Mitte der neunziger Jahre begann Luc, nach ökologischen Gesichtspunkten

die Arbeit in seinen Weinbergen umzustellen.

Weinberge, die den größten Schatz der Domaine bilden. Denn

es ist schlicht ein Naturgesetz: „Natürlich“ findet sich bei allen

70 PINWAND no 336 | April 2022


Tour des Gendres

SUD-OUEST FRANKREICH

Der verlorene Sohn kehrt zurück: Gilles,

Sohn von Luc de Conti fand über Umwege,

eine Brauereiausbildung,

zurück zum väterlichen Weingut

großen Weinen der Welt die Ursache ihrer famosen Qualitäten

zunächst im herausragenden Terroir. Und die exzellenten, dabei

sehr unterschiedlichen Böden der Domaine Tour des Gendres

in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bordelais sind mit der gleichen

Struktur gesegnet wie in den großen Lagen am Ufer der

Gironde: Lehmige Sandböden vermitteln den Weinen Cremigkeit

und Frucht, karge Kalkböden zeichnen für die elegante, seidene

Textur und die feine Mineralität verantwortlich und von

kieseligen Granit- und Kalkböden kommen eine sehr spezifische

Fruchtausprägung und die tiefe Farbe.

Zudem hat unser Freund Luc de Conti, die Lichtgestalt des

Bergerac und in Frankreich längst als Winzerikone gefeiert, die

Weinbergarbeit in Bergerac geradezu revolutioniert: eine strikte

Mengenbegrenzung, eine sehr späte und extrem selektive Ernte

in mehreren Durchgängen, um nur auf den Punkt gereifte Trauben

zu lesen, Umstellung auf biologisch- dynamischen Anbau,

um eine tiefe Wurzelung der Rebstöcke (die im Übrigen aus uraltem,

allerbestem genetischen Material bestehen) zu erreichen

sowie eine manuelle Bearbeitung der extrem gepflegten Böden.

Wer jemals die aufgelockerte, feinkrümelige Bodenstruktur in

Lucs Weinbergen begutachtete und sie durch bloßen Augenschein

mit dem „Beton“ seiner Nachbarn verglichen hat, der

ahnt, was sich hinter dem Begriff der „lebenden Böden“ verbirgt

und begreift, wie viel harte, körperliche Arbeit hinter dem

Top-Zustand des erstklassigen Terroirs stecken muss. Mittlerweile

besitzen wegen dieser Umstellung Lucs Weine deutlich

mehr Frische, infolge einer perfekten Säurestruktur und deutlich

weniger Alkohol! Die in jahrelanger, mühevoller Handarbeit

entstandenen „lebenden Böden“ voller Mikroorganismen helfen

den Reben, ihre Erträge und die Qualitäten ihrer Beeren selbst

zu regulieren. Dazu gibt ihnen Luc Gelegenheit durch seine intensive

Weinbergarbeit im Einklang mit der Natur – und nicht

gegen sie!

Luc de Conti ist zweifellos einer der lebenden Beweise der in

Frankreich von jedem Weinfreund schon quasi mit der Muttermilch

aufgesogenen These, dass der Begriff Terroir weit mehr

umfasst als „nur“ die Qualität des Bodens, insbesondere nämlich

auch die mikroklimatischen Bedingungen und an allererster

Stelle den Winzer selbst. Seine Arbeit in Weinberg und Keller

sind die wohl alles entscheidenden Faktoren, was die Qualität

eines Weines letztendlich betrifft. Und so kommen wir nochmals

zurück zum Anfang. Das Ergebnis dieser jahrelangen,

schrittweise erfolgten Verbesserungen zeigen Erfolg. Und das

unbestechliche Urteil der Revue du Vin de France lautet:

„Von Tour des Gendres kommen die ausgewogensten und ebenmäßigsten

Weine des gesamten Bergerac, schöne trockene

Weißweine und Rotweine in steilem Aufstieg!“

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FRANKREICH SUD-OUEST

Tour des Gendres

„CUVÉE DES CONTI“ BERGERAC SEC, BLANC 2020 (BIO)

Charakter, Charme und das gewisse Extra!

FSW040320 „Cuvée des Conti“ Bergerac Sec, blanc 2020 13,5% Vol. 13,26 €/l 9,95 €

FR-BIO-16

„Monsieur Terroir“ – Luc Conti ist zweifelsohne der

lebenden Beweis für die jedem Vinophilen geläufige

Formulierung bzw. Formel „Terroir“, die so viel mehr

als die bloße Qualität des Bodens, sondern das Zusammentreffen

von Klima, Boden und Landschaft, das

Zusammenspiel der meteorologischen Phänomene,

der geologischen und topografischen Beschaffenheiten

sowie des Faktors Mensch beinhaltet, die eine erfassbare

sensorische Dimension beschreiben, die das

geschmackliche Profil des Natur- und Kulturprodukts

maßgeblich beeinflusst. Renommierlagen hin und Mikroklimata

her, es ist der Winzer, der sie bearbeiten,

der sie zu lesen verstehen muss, der dann auch im

Keller weiß, was er zu tun oder unterlassen hat. Die

alte Winzerweisheit „Le vigne aime le soleil, mais plus

encore l’ambre de son maître“ (zu deutsch: „Die Rebe

liebt die Sonne, aber noch mehr den Schatten ihres

Herrn“) hat nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Luc

de Contis rund um das Örtchen Ribagnac gelegene

Weinberge könnten ein Lied davon singen! Die Reben

für seine „Cuvée des Conti“ wurden bereits in den

1980er-Jahren auf den Kalksteinböden mit Tonauflage

gepflanzt und haben nun ein entsprechend formidables

Alter erreicht. Für Luc de Conti ist der Boden eines

von vielen Mosaiksteinchen, die seine Weine ausmachen:

„Der Kalkstein sorgt für die elegante mineralische

Note, der Ton für Kraft und Komplexität.“

Die 2020er-Version der sich bemerkenswert elegant,

dabei animierend dicht gewirkt kraftvoll präsentierenden

Cuvée besteht aus 50 % Sémillon, 40 % Sauvignon

Blanc, der Rest ist Muscadelle, eine Rebsorte, die

dem Winzer ganz besonders am Herzen liegt. „Diese

Rebe“, so Luc de Conti, „gehört schon seit mehr als

1000 Jahren in unsere Region – und ich werde diese

Tradition fortsetzen.“ Er achtet im Keller auf eine möglichst

schonende Behandlung der Trauben, nach dem

Entrappen folgt eine 48-stündige Mazeration, die dem

Wein seine typische ausgeprägte Stoffigkeit verleiht.

Fermentiert wird in Stahltanks bei kontrollierten 18 °C.

Der Wein bleibt dann sechs Monate auf der Feinhefe,

die immer wieder aufgerührt wird (bâtonnage).

Die in hellem Goldgelb erstrahlende Cuvée ist

weitaus eindrucksvoller als es das Schiffchen und

die ruhige See auf dem Etikett annehmen lassen:

kraftvoll, ausdrucksstark, auf Ananas, Akazienhonig,

Birne und Quitte treffen kandierte Zitronen

und etwas Cassis. Am Gaumen wiederholt sich

dieses Schauspiel, die Frucht wirkt nun reifer und

raumgreifender, dazu gesellt sich eine gewisse

Kreidigkeit und Salzigkeit, die der opulenten

und druckvollen Frucht Frische verleihen, sie

revitalisieren. Im Finale weiterhin vollmundig,

dabei mit seinen – für einen Wein dieser Herkunft

und Statur perfekt proportionierten

– 13,5 Vol.-% Alkohol sehr ausbalanciert,

zumal sich im Abgang eine feine Herbe

bemerkbar macht (Grapefruitzesten und

fast wie in Tonic Water eingebundenes

Chinin), dazu eine gewisse Würzigkeit,

die an einen Chenin Blanc von der Loire

erinnert. Ganz großartig und in Sachen

Substanz und Intensität über die Maßen

eigenständig!

Ab sofort bis 2026+.

72 PINWAND no 336 | April 2022


Tour des Gendres

SUD-OUEST FRANKREICH

„MOULIN DES DAMES“ BERGERAC SEC, BLANC 2020 (BIO)

Diese alten Reben des Bergerac stehen hier voll im Saft!

FSW040420 „Moulin des Dames“ Bergerac Sec, blanc 2020 14% Vol. 28,00 €/l 21,00 €

FR-BIO-16

Als „geborene Epikureer“ bezeichnet Luc de Conti

seine Familie. Das mag an der italienischen Herkunft

der Winzer liegen, die einen kleinen Anteil mit Weingärten

aus der väterlichen Erbschaft in den 1980er

Jahren übernommen hat. Mittlerweile ist man (auch

da ganz italienisch) eine echte Familienunternehmung

geworden, seit Lucs Cousin Francis ebenfalls zum

neuen Weingut dazustieß, das auf den alten Wurzeln

des Schlosses Bridoire fußt. „Les Gendres“ war ein Teil

des großen Anwesens, das seinerseits auf einer Villa

aus gallo-römischer Zeit errichtet wurde. Der Besitz

des Marquis Foucault de Lardimalie ging im Zuge

der Reblaus-Katastrophe des 19. Jahrhunderts weitgehend

verloren. Heute umfasst er etwa ein Zehntel

der ursprünglichen Fläche. Dieser Teil wird von den de

Contis biologisch bewirtschaftet, auch beim Schwefel

geht man äußerst sparsam um – das Bergerac selbst

soll erkennbar sein in den Weinen. Das gilt bei diesem

Jahrgang 2020 in hohem Maße, denn der „Moulin des

Dames“ stammt von rund 70 Jahre alten Sauvignon-

Blanc-Anlagen. Der tonige Kalkstein gibt ihnen eine

mineralische Grundierung mit. Der Ausbau (im 3000-

Liter-Fass) mit elfmonatigen Feinhefe-Kontakt samt

regelmäßigem Aufrühren sorgt für die cremige Textur.

Das Beste aus beiden Welten, könnte man auch sagen.

Ein Schmeichler! Papaya, Vanille und der satte, röstige

und ebenso angenehm „fette“ Duft von Griebenschmalz

begleiten den 2020er. Das will man definitiv

kennenlernen, zumal die Rebsorte – es handelt sich

um alte Sauvignon-Blanc-Reben – hier untypisch verarbeitet

wurde. Wer grasige Noten erwartet, wird von

satter Tropenfrucht in der Nase überrascht sein. Damit

noch nicht genug der Klischée-Zertrümmerung!

Denn am Gaumen wartet der „Moulin des Dames“ mit

tiefgründender Würze auf, die auch die 14 Vol.-% Alkohol

dieses Weins ziemlich leichtfüßig einherschreiten

lässt. Der Geschmack von Renekloden und unreifen

Aprikosen hatte man so auch nicht am Radar angesichts

des üppigen Duftbilds. All diese Eindrücke verbinden

sich zum grande finale bei diesem intensiven

„Südwester“. In jedem Fall sollte man ihm Luft geben

(großes Glas!). Dann hat der „Moulin des Dames“ seinen

perfekten Auftritt zu allen risotti – besonders mit

Scampi oder Hummer!

Ab sofort bis leicht 2029.

„CONTI-NE PÉRIGOURDINE“ BERGERAC SEC, BLANC 2020 (BIO)

Reinsortiger Muscadelle – sollte man kennen, muss man probieren!

FSW041520 „Conti-Ne Périgourdine“ Bergerac Sec, blanc 2020 14% Vol. 23,33 €/l 17,50 €

FR-BIO-16

Die Rebsorte Muscadelle spielt im Westen Frankreichs

in vielen Gebieten eine Rolle – allerdings sieht

man sie in Bordeaux, Dordogne und Bergerac nahezu

ausschließlich als Cuvée-Partner an. Für Luc de Conti

aber gehört Muscadelle ins Bergerac und darf dort auch

eine Solo-Rolle übernehmen: Schon 2005 gab es den

ersten „Conti-ne Périgourdine“, der die Sorte zu 100 %

nutzte. Es war das Jahr, in dem einige Sorten- und Parzellen-reine

Weine am Weingut ihre Premiere erfuhren.

Dabei ist die Sorte trotz ihres Namens mit keiner

Muskat-Traube verwandt, Ampelographen sehen sie

vielmehr als Teil der Familie des Gouais blanc. Das ergibt

eine genetische Verwandtschaft mit Chardonnay

ebenso wie mit Chenin Blanc oder Colombard. Interessanterweise

kann man beim genauen Verkosten

auch Aspekte dieser Trauben entdecken.

Für den „Conti-ne Périgourdine“ ist aber auch die Herkunft

entscheidend; die kleine, ziemlich genau einen

Hektar umfassende Parzelle namens „Le Jeanneton“

kombiniert die wichtigsten Böden der domaine in einer

Mischung aus kalkhaltigem Ton, Lehm und Mergel. Im

Keller geht es darum, diesen Ausdruck von Herkunft

möglichst unverfälscht zu erhalten. Vergoren im Fuder

mit 30 Hektolitern Volumen, erfolgt hier der Kontakt

mit der Feinhefe für ein Jahr. Mit minimaler Filtrierung

und sparsamen Schwefelgabe entsteht so ein ebenso

würziger wie nachdrücklicher Weißwein.

Gibt es schon das Dessert? Wie eine „Baba au Rhum“

verbindet das Bukett des 2020ers Vanille, Rührteig und

etwas Alkohol – keine Angst, säurige Akzente von Kaktusfeige,

gelber Kiwi und Maracuja sind ebenfalls da. Die

Prägung der lehmigen Böden mit Blick Richtung Agen

kann der 14 Vol.-% kräftige „Conti-Ne Périgourdine“

schließlich nicht verleugnen. Und warum sollte er das

auch? Denn am Gaumen wird es richtig saftig: Säurig

verbrämte Tropenfrucht, etwas passierte Karotten im

ACE-Frucht-Stil, und eine dezent vegetale Ader verbinden

sich zu einem ziemlichen Zug zum Tor. Die frische

Säure gibt dem intensiven Mundgefühl eine Struktur.

Damit ergibt sich auch eine Speisenempfehlung:

Die Cajun-Küche Louisianas wird vielleicht selten serviert,

aber zu ihr (Jambalaya!) passt er ebenso wie zum

jamaikanischen jerk chicken und praktisch allen Curries.

Ab sofort bis 2028.

73


FRANKREICH SUD-OUEST

Tour des Gendres

16 Punkte

REVUE DU VIN

DE FRANCE

„ANTHOLOGIA“ BERGERAC SEC, BLANC 2018 (BIO)

Stilvolle Machtdemonstration – ein gigantischer Sauvignon Blanc des Südwestens!

FSW040718 „Anthologia“ Bergerac Sec, blanc 2018 14,5% Vol. 53,20 €/l 39,90 €

FR-BIO-16

1996 füllte Familie de Conti zum ersten Mal

einen reinsortigen Sauvignon Blanc ab, den sie

„Anthologia“ nannten. Seit dieser Zeit hat sich

der Wein einen Platz unter den kraftvollsten

und komplexesten Sauvignon Blancs Frankreichs

erobert. Die Trauben stammen aus einer

südlich exponierten, etwa einen Hektar großen,

von tonigem Kalkmergel geprägten Parzelle in der Region

von Monbazillac, seit den 1980er-Jahren biologisch

bewirtschaftet wird. Sie wurden reif gelesen, entrappt,

angepresst und über 72 Stunden hinweg kühl vorvergoren.

Die eigentliche Vergärung und der Ausbau fanden

dann in einem Fuder von 27 Hektolitern statt, wo der

Sauvignon Blanc elf Monate auf der Feinhefe reifte, die

immer wieder aufgerührt wurde.

Mit seinem „Anthologia“ schuf Luc de Conti geradezu

ein südliches Monument dieser Rebsorte. Im Auftakt

ist dieser Wein durch und durch ein heller und frischer

Sauvignon Blanc mit Noten von weißen Orangen-, Oleander-

und Pfirsichblüten, reifen Johannis- und Stachelbeeren,

aber auch von Pfirsichen und Orangen. Mit Luft

wird der Wein immer würziger und dichter im Duft.

Frische und getrocknete Orangen- und Grapefruitschalen

kommen hinzu, Süßholz und ein wenig Vanille. Mit

Wärme erinnert er nicht nur im Duft, sondern auch in

seiner Konsistenz ein wenig an Viognier von der Nord-

Rhône, so mächtig, dicht und cremig wirkt der Wein. Es

ist ein Vollblut-Sauvignon des Bergerac, nobel und elegant,

kraftvoll und impulsiv, vielschichtig und ellenlang.

Vom ersten Moment an ist klar, dass dieser Sauvignon

nicht der typische Aperitif-Wein ist, so wie tausend andere

Sauvignons, sondern ein veritabler Essensbegleiter,

zu dem Luc de Conti eine eindeutige Empfehlung

ausspricht: „Die Trauben des Anthologia wachsen auf

Trüffelboden. Es sind die Périgord-Trüffel, die zu diesem

Wein perfekt passen. Wir marinieren Scheiben frischer

Jakobsmuscheln in Trüffelöl und servieren sie mit Meersalz

und gehobelten frischen Périgard-Trüffeln.“ Bei

diesem kulinarischen Gedankenspiel läuft auch uns das

Wasser im Mund zusammen!

Diesen Sauvignon Blanc würden wir im Idealfall zwischen

2023 und 2030 servieren oder vorher karaffieren

und atmen lassen.

„LA GLOIRE DE MON PÈRE“ CÔTES DE BERGERAC,

ROUGE 2018 (BIO)

Bergerac is the new Medoc!

FSW040518 „La Gloire de mon Père“ Côtes de Bergerac, rouge 2018 13,5% Vol. 18,53 €/l 13,90 €

FR-BIO-16

Der Wein, bei dessen Name wir unweigerlich an Marcel

Pagnols Kindheitserinnerungen (und noch mehr deren

Verfilmung durch Yves Robert) denken müssen, ist eine

Cuvée aus 35 % Cabernet Sauvignon, 35 % Malbec und

30 % Merlot. Luc de Conti hat mittlerweile den Cabernet-Sauvignon-Anteil

zugunsten der beiden anderen

Rebsorten reduziert, was dem Wein, dessen Reben in

tonigen Kalkböden mit Südexposition wurzeln, durchaus

entgegenkommt. Die vollständig entrappten Trauben

mazerieren 30 Tage lang, dabei wird der Tresterhut

immer wieder untergetaucht, der Ausbau schließlich

findet in 500-Liter- bzw. Fuderfässern statt (12 Monate),

danach „ruht“ der Wein noch einmal ein halbes Jahr in

cuves, wird dann (nur minimal filtriert und ohne Schönung)

abgefüllt.

Das Ergebnis ist ein ebenso kräftiger wie gut strukturierter

Rotwein von den Côtes de Bergerac, der es allerdings

in Punkto Stilistik und Komplexität mit dem Bordelais

und hier vor allem Medoc und Saint-Émilion aufnehmen

kann. Alleine schon das Bouquet, ein Potpourri

aus Veilchen, Perigord-Trüffeln, Brombeeren, dunkler

Schokolade, zarten Röstnoten, einem Hauch von Graphit

und einer Spur Süßholz, ist so prächtig wie animierend.

Wer intensive, mit präsentem, dicht gewebtem Gerbstoff

ausgestattete Rotweine mag, wird diese Cuvée

lieben. Das ist ein wunderbarer, für das Bergerac typisch

„kerniger“ Rotwein von hoher Komplexität. Am Gaumen

entlädt er förmlich einen ganzen Korb voll dunkler

Waldbeeren, den leicht fruchtsüßen Kick kontrastiert

eine feine, deutlich „hellere“ Säure, die den Wein – in

einem nicht eben kühlen Jahrgang – bemerkenswert

frisch erscheinen lassen. Auch hier offenbaren sich

feine Röstaromen und eine gewisse fruchtige Herbe,

die die dem „La Gloire de mon Père“ eine schöne

Tiefe verleihen und nach einem gut abgehangenen

Stück Fleisch, etwa Barbarie-Entenbrust vom Grill mit

Speck-Rosenkohl, Dauphine-Kartoffeln und Cassis-Jus

oder schlicht gegrillten Steinpilzen und gutem Brot

(von Baguette über Pain Poilâne bis zum Frankenlaib

ist alles denkbar). Kurzum: Ein nach wie vor verblüffend

feiner, geradezu nachhaltiger Tropfen, der von

der Revue du Vin de France mit Fug und Recht auch

schon als „Weltklassegewächs“ eingestuft wurde!

Ab sofort (etwas Luft wirkt Wunder!) und bis 2027+.

74 PINWAND no 336 | April 2022


Tour des Gendres

SUD-OUEST FRANKREICH

„LES ANCIENS FRANCS“ CÔTES DE BERGERAC,

ROUGE 2018 (BIO)

(Alt-)Meisterlich: Ein so duftiger wie kraftvoller und eleganter Cabernet Franc!

FSW041418 „Les Anciens Francs“ Côtes de Bergerac, rouge 2018 14% Vol. 33,20 €/l 24,90 €

FR-BIO-16

Auch wenn die meisten reinsortigen Cabernet Francs

heute an der Loire zu finden sind, so ist diese uralte

Sorte doch ein Kind des Südwestens. Als solche findet

man sie in den meisten Bordeauxweinen, wo sie Sparringspartner

von Cabernet Sauvignon und Merlot ist.

Luc de Conti verfügt über alte Reben, die auf einem

Kalkboden mit einer Schicht von Ton im Oberboden

wurzeln. Wie alle seine Reben werden auch diese seit

den 1980er-Jahren biologisch bewirtschaftet. Für Luc

ist es wichtig, dem Cabernet Franc eine eigene Bühne

zu geben, will die dieser Rebsorte eigene duftige

Leichtigkeit sowie ihre „Erdverbundenheit“ erhalten.

Der Cabernet Franc wird von Hand gelesen, sortiert

und dann vollständig entrappt. Nach dem Einmaischen

und der spontanen Vergärung wird der Tresterhut

zunächst mehrfach täglich untergetaucht. Während

der langen Mazeration von 40 Tagen erfolgt eine

Mikrooxigenation des Mosts unter dem Tresterhut, bei

der reiner Sauerstoff zugeführt wird, was zu einer Verfeinerung

der Gerbstoffe führt. Nach der Mazeration

wird der Wein über zwölf Monate in einem 30-Hektoliter-Fuder

ausgebaut.

Was hier entsteht, ist ein Cabernet Franc, der gleichzeitig

fein und elegant sowie leicht erdig und fruchtig

wirkt – ein wunderbarer Ausdruck dieser Rebsorte,

ganz unverfälscht, lebendig und fein. Während man de

Contis Sauvignons Blancs ganz klar im Süden verorten

kann, verhält es sich bei seinem „Les Anciens Francs“

durchaus anders. Er könnte auch aus einem etwas

wärmeren Loire-Jahrgang stammen und hat nur wenig

mit den vielen extrem dicht gewobenen und im Holzfass

ausgebauten Cabernet Francs zu tun, wie sie seit

einigen Jahren vor allem im Süden der Toskana auf die

Flasche zieht. Luc hat unserer Meinung nach den ganz

eigenen Charakter dieser Sorte aufs Schönste interpretiert.

Der Wein ist angenehm komplex, aber nicht „verkopft“,

bietet viel Frucht von frischen Brombeeren und

Johannisbeeren, von Johannisbeergelee, einem Hauch

von Paprika, Waldboden und feinen Röstnoten. Am

Gaumen zeigt sich der Wein dank der Art des Ausbaus

elegant und rund mit fleischiger Frucht und einer seidigen

Säure. Der Kalkstein und die alten Reben sorgen

für Vitalität und viel Energie in diesem geradezu zeitlos

schön wirkenden Cabernet Franc.

Ab sofort uns bis sicherlich 2028+ mit Genuss zu trinken.

16,5 Punkte

REVUE DU VIN

DE FRANCE

75


FRANKREICH SUD-OUEST

Tour des Gendres

„LES GENDRES“ CÔTES DE

BERGERAC, ROUGE 2019 (BIO)

Seidiger „Südwester“, der vor

Frucht fast birst!

FR-BIO-16

FSW040119 „Les Gendres“ Côtes de Bergerac,

rouge 2019 14% Vol. 33,33 €/l 25,00 €

Man kann Luc de Conti und seine Frau Martine sowie

Cousin Francis als Tüftler bezeichnen. Den persönlichen

Zugang zum Weinmachen, der autodidaktisch

begonnen hat, haben sie nie abgelegt: Jedes Jahr kommen

innovative Verfahren hinzu. Allerdings hält man

es bei „Les Gendres“ nicht mit der Technik, eher dem

Verzicht darauf. Das begann bereits 1999 mit der großen

Untersuchung der Böden um das Schloss Bridoire.

Als Präsident der Appellation Bergerac ließ de Conti

die Böden der Region von den angesehensten Wissenschaftlern

(ENITA Bordeaux, Universtät Limoges,

dem Conseil Interprofessionnel des Vins de la Région

de Bergerac sowie der Chambre d’Agriculture de la

Dordogne) in allen Facetten erforschen. Eine radikale

Reduktion des Ertrags – wir sprechen von fünf bis

sechs Reben pro Stock – und eine früh einsetzende

biologische Wirtschaftsweise waren die Reaktion am

Weingut. Mit dem Jahrgang 2005 folgte dann auch der

erste Lagen-reine Merlot, damals noch „Parcelle Les

Gendres“ genannt. Diesem kalkigen Stück Land, der

Parzelle N°A296, entstammen die Trauben für diesen

Rotwein. Den de Contis ist es bei diesem Wein

daher auch wichtig, dass der Merlot „Herz und Seele

des Terroirs“ widerspiegelt. Der Holzeinsatz soll daher

möglichst „diskret“ erfolgen und die Frucht nur stützen

und idealiter hervorheben. Mission erfüllt!

Denn der verführerische Duft dunkler Beeren ist so

intensiv und lebhaft wie ein frisch gepflückter Korb

Wild-Heidelbeeren. Reif und dunkel ist dieses Duftbild,

der 2019er lässt daneben auch noch Brombeere und

Holunder – ein Indikator für Gerbstoff – aufblitzen.

Dieser Reigen an Beerendüften macht zu Recht neugierig

auf den ersten Schluck. Und das Mundgefühl des

„Les Gendres“ kann man nicht anders als mit „seidig“

bezeichnen. Die feinkörnigen Tannine gehen in einer

Woge von Frucht, diesmal eher aus dem roten Spektrum

(Sauerkirsche), förmlich unter. Herrliche Intensität

zeichnet diesen Merlot aus. Sie kommt aber nicht aus

Kraft oder Alkohol, sondern einer balancierten Frucht-

Lakritz-Mischung, die den roten Bergerac praktisch

prädestiniert, zu allen Lammgerichten eingeschenkt

zu werden. Hartkäse wie Manchego oder Pecorino,

aber auch geschmortes Rind wären weitere Partner

– Monsieur Luc de Conti selbst rät zum Steak. Doch

zurück zum „Les Gendres“: Er ist alles, was sich Rotweintrinker

von einem frucht-betonten Wein für jeden

Tag wünschen.

Ab sofort bis 2030.

76 PINWAND no 336 | April 2022


Tour des Gendres

SUD-OUEST FRANKREICH

77


FRANKREICH BURGUND

Joseph Voillot

DOMAINE

JOSEPH VOILLOT

VOLNAY

2020:

„EIN UNTYPISCHER,

ABER GROSSER

JAHRGANG“

ALLEN MEADOWS

Jean-Pierre Charlots Neffe

Etienne Chaix, der dem

ertragsarmen Jahrgang große,

strahlend schöne Weine

abgerungen hat.

78 PINWAND no 336 | April 2022


Joseph Voillot

BURGUND FRANKREICH

Über die Weine des Jahrgang 2020 bei Voillot:

„Wenn Sie sie nicht lieben, haben Sie sie nicht

probiert.“ – NEAL MARTIN (VINOUS)

Michel Bettane, Ikone der französischen Weinkritik, jubelt euphorisch:

„Seit vielen Jahren macht Jean-Pierre Charlot auf der Domaine Voillot Weine, die zu den feinsten

und balanciertesten des Burgunds zählen!“

2020: „Ein untypischer, aber großer Jahrgang“ – Allen Meadows (Burghound)

„Ich schätze Jean-Pierre sehr – er ist der Inbegriff des burgundischen Winzers mit einem angeborenen

Wissen über die Weinherstellung, das ihn zu einem der angesehensten, wenn nicht gar bekanntesten

Winzer der Region machen. Seine Weine sind ein Lehrstück in Sachen Understatement und lassen das

Terroir für sich sprechen. Einer meiner liebsten Winzer.“ – Neal Martin (Vinous)

„Jean-Pierre Charlot und sein Neffe Etienne Chaix verkörpern das ursprüngliche Burgund wie kaum

ein anderer Betrieb, und ihre Weine lassen es buchstäblich auferstehen. Hier menschelt es bei jedem

Besuch. Eine Reise zu den Wurzeln Burgunds.“ – Markus Budai

Das Burgund nennt wie keine andere Rotweinanbauregion

der Welt eine enorme Vielfalt an Weinen ihr

Eigen, die in höchstem Maße Ausdruck ihrer spezifischen

Lage, ihres einzigartigen Terroirs sind. Aber das Reizvolle

an Burgund sind neben den höchst unterschiedlichen

Lagen mit ihren spezifischen geschmacklichen Charakteristika

auch die jeweiligen Stilistiken der einzelnen Domainen. So ist

in Burgund der Name des Winzers mindestens ebenso wichtig

wie die Weinberglage, denn sein Charakter, sein Wissen, sein

handwerkliches Ethos und seine Intuition prägen den Wein

entscheidend. Mensch und Terroir sind gemeinsam Schlüssel

zum Verständnis des Burgunds und verleihen seinen großen

Weinen eine ureigene Stilistik mit unverkennbarer Handschrift,

die sie so zu authentischen Unikaten macht.

Jean-Pierre Charlot, der unter Kennern mittlerweile legendäre

Schwiegersohn Joseph Voillots, ist einer der ganz Stillen, Bedächtigen,

ungemein Sympathischen in der Region der grandiosen

Rotweine, der voller Elan und sensibler winzerlicher

Kunst die berühmte Traditionsdomaine leitet. Wir freuen uns

auf jeden Besuch bei ihm, denn dieser Charakterkopf verkörpert

das ursprüngliche Burgund wie kein anderer. Es menschelt

hier, man spürt, wie in diesem bäuerlichen Betrieb die Zeit stillstehen

geblieben ist, wie hier das Wissen um die Herstellung

großer Weine von Generation an Generation weitergegeben

wurde, weitestgehend isoliert von externen Einflüssen, die über

die Grenzen der Côte d’Or hinausgehen. Diese Weine entstammen

quasi einem kleinen Paradies, denn die Domaine Voillot hat

das Glück, genau dort angesiedelt zu sein, wo gleich zwei der

dramatischsten Rotweinterroirs des Burgunds beheimatet sind:

Pommard und Volnay. Und die leisen Töne, die auf der Domaine

Voillot gesprochen werden und die Bescheidenheit der verantwortlichen

Personen haben dazu geführt, dass ihre Weine noch

immer fast nur unter Weinkennern bekannt sind und als Geheimtipps

hinter vorgehaltener Hand weiterempfohlen werden,

vor allem aber von den Sommeliers berühmter französischer

Sternerestaurants, von deren Weinkarten die feinen und langlebigen

Kreszenzen von Joseph Voillot nicht wegzudenken sind.

VOLNAY UND POMMARD ALS HEIMAT

Burgundfans wissen: Die Weine aus Volnay werden von Liebhabern

als die Chambolle-Musignys der Côte de Beaune hymnisch

gefeiert – da elegant und von filigraner Delikatesse, doch ebenso

mit einer Tiefe und Struktur gesegnet, die sie jahrzehntelang

am Leben erhält. Große Pinot Noirs aus Volnay evozieren häufig

das Bild einer spitzentanzenden, fast schwebenden Ballerina.

Diese Stilistik hat natürlich viel mehr mit den Böden und den

liebenswerten Menschen zu tun, die sie sorgfältig pflegen, als

mit irgendwelchen Kellermeisterkniffen: Die privilegierte Rebfläche

Volnays liegt zum großen Teil auf Hängen, unter deren

Oberfläche Kalkstein den Lehm überwiegt, so dass die dort

erzeugten edlen Tropfen in erster Linie durch ihre Finesse brillieren.

Und zur qualitativen Spitze Volnays zählen die höchst

traditionellen Gewächse der Domaine Voillot. So urteilte beispielsweise

Remington Norman, einer der größten Burgundkenner

weltweit, bereits vor über einem Jahrzehnt: „Die vorzüglichen

Pinot Noirs von Joseph Voillot gelten zweifellos als

vorbildliche Volnays und Pommards!“

79


FRANKREICH BURGUND

Joseph Voillot

Und die heutigen Qualitäten klopfen unüberhörbar an die Pforte

zur Weltklasse, denn Jean-Pierre Charlot ist einer der klügsten

und begabtesten Köpfe an der gesamten Côtes de Beaune. Über

Jahre hat er sein Wissen an den Neffen Etienne Chaix weitergegeben,

der nun mit dem Jahrgang 2020 offiziell die Weingutsleitung

übernommen hat und in die Fußstapfen Jean-Pierres tritt.

Bevor der barocke Genussmensch Jean-Pierre die Leitung dieser

traditionsreichen Familiendomäne übernahm, war er als Professor

für Önologie tätig. Mit klaren Vorstellungen ging er deshalb

nach seinem Wechsel von der Theorie der universitären Lehre

zur Praxis des Winzerdaseins ans Werk: „Meine Kellerarbeit ist

ganz einfach und traditionell und dient keinem anderen Ziel, als

die grandiose Vielfalt meiner unterschiedlichen Weinberglagen

in fertigen Wein umzusetzen. Der Respekt, ja die Ehrfurcht des

Winzers vor der Natur und seinem Terroir sind unabdingbare

Voraussetzungen, um einen großen Wein in handwerklicher

Tradition zu machen, der nichts mit der modernen Massenvinifizierung

und den daraus resultierenden austauschbaren, zutiefst

langweiligen Produkten zu tun hat. Meine urtraditionelle Arbeit

im Weinberg, insbesondere das Pflügen der Böden und die Ernte

vollreifer Trauben zum exakt richtigen Zeitpunkt ist viel wichtiger

als jede kellertechnische Maßnahme. Ich bin nichts anderes

als der erste Diener meiner Reben.“ Ein Besuch bei diesem

Sympathieträger seiner Region ist in geschmacklicher Hinsicht

stets eine Reise zu den Wurzeln des Burgunds. Ungeschminkt,

einerseits kraftvoll und dann doch voller raffinierter Nuancen,

traumhaft komplex in der Frucht, zutiefst mineralisch und stets

ungemein fein präsentieren sich die Weine, die alle über ein nobles

Tannin verfügen. Ganz großes emotionales Kino! Voillots

Weine besitzen zudem ein legendäres Alterungspotenzial, die

Jahrgänge 1964 und 1978 zählen heute noch zu den großen Klassikern

des Burgunds!

DER JAHRGANG 2020

Der Jahrgang 2020, den wir im Herbst vergangenen Jahres über

eine Woche hinweg im Burgund vom Fass probierten, lässt sich

so schnell in keine Schublade einsortieren. 2020 ist ein Jahrgang,

wie er so hier selten vorzufinden ist. Die Vegetation beschreibt

Etienne Chaix als „bis in den späten Juli perfekt“. Es gab

in seinen Parzellen an der Côte de Beaune keinen Mehltau oder

andere Pilzkrankheiten. „Alles war wie im Bilder. Doch Anfang

August hatten wir dann gute 15 Tage lang sehr hohe Temperaturen.

Die Natur hat viel gelitten, wir haben einiges an Menge

vor der Ernte verloren.“ Etienne und Jean-Pierre entschieden

sich für eine frühe Lese, am 22 August begannen sie die Trauben

einzuholen; „Es war eine der frühesten Lesen der Weingutsgeschichte.“

Nahezu alle Winzer, die wir besuchten, hatten sich

für eine Lese noch vor September entschieden. Für uns ist das

einer der wichtigsten Parameter für die Stilistik der Kollektion.

Denn diese Weine brillieren durch Frische und Saftigkeit, wohingegen

wir einige „klassisch“ (d. h. später) gelesenen Weine

verkostet haben, die sich als matt und mürbe erwiesen. Auch

auf der Domaine J. Voillot fürchtete man sich vor zu hoher Reife

und mächtigen Tanninen. Dass die Pinot Noir derart knackige

Säurewerte besitzen und sich sogar erstaunlich frisch präsentieren,

erklärt sich Etienne durch die hohen Augusttemperaturen:

„Die Reifung der Trauben wurde blockiert, indem die Rebe das

Wachstum einstellte. Es ist eine natürliche Stressfunktion, die

das Überleben der Rebe sicherstellt. Das Ergebnis sind dieses

Jahr Weine, die tief sind, ziemlich kräftig, aber eben nicht zu

reif.“ Eine Einschätzung, die auch Aubert de Villaine (Domaine

de la Romanée-Conti) teilt: „Wir sind davon überzeugt, dass

sich die Reben an wärmere und trockenere Jahre anpassen –

was wir sehr beruhigend finden.“

Als treue Leser wissen Sie es bereits: Jean-Pierre und Etienne

hatten es in den letzten Jahren wirklich nicht leicht. Beide entstammen

keinem Burgunder-Adel, sondern sind Winzer mit Leib

und Seele, ihre Weine rangieren immer noch in völlig humanen

Preisregionen, haben von all dem Trubel um Burgund bislang

nichts mitbekommen. Doch Volnay schaut auf eine leidgeprüfte

Vergangenheit zurück, kaum eine andere Appellation der

„goldenen Küste“ wurde so oft in den letzten Jahren von Hagel

heimgesucht. Die kleinen Erntemengen bereiteten den Domänen

hier so viele Kopfschmerzen, dass einige, wie die etwa Voillot,

eine Hagelversicherung abschlossen, im Weingeschäft eine

extrem kostspielige Angelegenheit.

Auch 2020 brachte verhältnismäßig geringe Erträge mit sich.

Etienne konnte 104 Fässer ausbauen, im Vorjahr waren es 119,

im großzügigen Jahrgang 2018 satte 195 Fässer, im Hageljahr

2016 nur winzige 71! Man möchte meinen, dass so ein Winzer

(auch angesichts derart entmutigender Zahlen) Morgenluft wittert

und nun die Chance ergreift, „Kasse zu machen“. Aber nein,

die Preise sind beruhigend stabil geblieben, was, wie Sie, werte

Kunden wissen, im Burgund bedauerlicherweise eine Seltenheit

geworden ist. Jean-Pierres Neffe Etienne Chaix, hat den Meister

inzwischen abgelöst, ist nun die Gegenwart gewordene Zukunft

des Weinguts und möchte diese Philosophie fortführen. Eine

Tatsache, die uns mehr als erfreut.

Auch Neal Martin (Vinous), ein absoluter Liebhaber der Voillot’schen

Burgunder, war bereits vor Ort und fasst seine Eindrücke

eindrücklich zusammen: „Eine typische Kollektion von gut

gemachten Volnays und Pommards, die ausgewogen, rein und

terroirgeprägt sind. Es handelt sich hierbei mitnichten um auffällige

showstopper, dafür reifen sie wunderbar auf der Flasche.

Wenn Sie sie nicht lieben, haben Sie sie noch nicht probiert.“

80 PINWAND no 336 | April 2022


Joseph Voillot

BURGUND FRANKREICH

© Werner Richner

BOURGOGNE PINOT NOIR „VIEILLES VIGNES“, ROUGE 2020

Der perfekte Einstieg in die Stilistik der Domaine Voillot! Und ein Brückenbauer,

für alle, die sich in die Welt Burgunds eintrinken wollen.

FBU120220 Bourgogne Pinot Noir „Vieilles Vignes“, rouge 2020 Diam 13% Vol. 32,00 €/l 24,00 €

Wir wissen, dass viele vor dem vermeintlichen Minenfeld

Burgund zurückschrecken. Denn um die ganze

Genialität dieser Region zu verstehen ist es natürlich

hilfreich sich mit den Unterschieden der einzelnen

Appellationen vertraut zu machen. Wir finden, dies

ist nicht unbedingt als erster Schritt nötig. Mit einem

ungekünstelten Bourgogne rouge, wie jener aus dem

Hause Joseph Voillot, erlangt man bereits einen schönen

und unkomplizierten Einblick in die Stilistik der

vielgesuchten Pinot Noir von der goldenen Küste.

Hier steht keine Gemeinde im Vordergrund, sondern

nicht außer der Rebsorte Pinot Noir aus der Region

Burgunds. Der Bourgogne von Monsieur Charlot und

seinem nun federführendem Neffe Etienne Chaix

wurde wie alle Weine der Domaine entrappt vergoren

und im alten Holz ausgebaut. Der Verzicht auf

die Rappen, also die grünen Stängel der Trauben, betont

die transparente Frucht, die kaum einer anderen

Rebsorte so feinduftig zu entlocken ist wie dem Pinot

Noir. Im frühgelesenen Jahrgang 2020, die Ernte

startete bereits Ende August, hat Etienne den Wein

bereits im September 2021 auf die Flasche gezogen.

Dies bewahrt in wärmeren Jahrgängen seiner Meinung

nach die Frische der Frucht. Nur in kühlen und

schlankeren Jahrgängen lässt er seine Weine bewusst

länger im Keller reifen.

Jean-Pierre Charlot, der von vielen Winzern ehrfürchtig

als „vrai vigneron“, als wahrer Winzer bezeichnet

wird, weil er sein Handwerk versteht, weil für ihn der

Beruf Berufung ist, er dafür lebt und gemeinsam mit

seinem Neffen echten Winzerethos an den Tag legt

und, enfin et surtout, eben genau weiß, wie ein guter

Bourgogne rouge zu schmecken hat. Daher stammt

auch dieser Wein bereits von alten Reben, von „vieilles

vignes“. Denn nur sie bringen eine derartige Feinheit

in einen Einstiegswein wie diesen. Das Ergebnis ist

ein von äußerst feinen Aromen geprägter Bourgonge.

Er duftet nach Himbeeren und Veilchen, zeigt sich

dicht und saftig am Gaumen. Die Tannine sind reif,

die Frucht intensiv aromatisch aber niemals überreif.

Das ist ein saftiger, bewusst einfach gehaltener

Burgunder, dessen jugendlicher Charme unverkennbar

ist. Ein Rotwein, der äußerst stilvoll als parfümiert

beschrieben werden kann. Es sind die feinen Kopfnoten,

die uns hier zur Verzückung bringen! Komplett

ohne neues Holz ausgebaut – was einem Wein dieser

Klasse auch überhaupt nicht stünde – zeigt sich der

Pinot Noir reichhaltig, dicht aber auch wunderbar

erfrischend.

Kurzum: Ein Einstieg in das „rote Burgund“, ein Wein,

der Trinkfreude mit dem Anspruch verbindet, den der

ehemalige Professor der Önologie und sein Neffe an

alle ihre Weine stellen. Hier aber soll es nicht allzu

intellektuell zugehen, es soll einfach nur der klassische

Burgunder gefeiert werden.

Ein Wein, der jetzt schon viel Trinkspaß bietet, und das

sicher auch noch die nächsten Jahre bis 2026+.

81


FRANKREICH BURGUND

Joseph Voillot

VOLNAY „VIEILLES VIGNES“,

ROUGE 2020

Volnay und „Alte Reben“ – Herz, was willst du mehr?

FBU120320 Volnay „Vieilles Vignes“, rouge 2020

Diam 13% Vol. 53,26 €/l 39,95 €

Es gibt nur 18 Fässer (zum Vergleich: 2017 waren es 45!) von diesem

genialen Volnay Villages. Er stammt aus fünf Parzellen von

insgesamt 1,94 Hektar und zeigt sich wunderbar charmant und

elegant, nicht zuletzt auch dank der aufwändigen Arbeit Etiennes,

der nach der Handlese in den Weinbergen nochmals alle

Trauben über einen Sortiertisch vor der Domaine gehen lässt,

bevor lediglich die feinsten entrappten Trauben in den Keller

eingehen. Wir können bestätigen: Die Essenz glänzt mehr als

jede Dose feinster Imperial-Kaviar!

Volnay, eine Appellation der Côte de Beaune, die für Sinnlichkeit,

Präzision und Feinheit steht, dabei förmlich athletische

Pinot Noirs hervorbringt. Voillot, eine Domaine, welche den

traditionellen Habitus waschechter Burgundwinzer verkörpert

wie mittlerweile wenig andere Betriebe. Für uns eine Traumkombination!

Der Wein liegt dicht dunkellilafarben im Glas,

duftet intensiv nach Himbeeren, Heidelbeeren und Veilchen.

Welch Wucht, die hier frei von neuem Holz zur Geltung kommt!

Dieser Volnay ist intensiv, schon deutlich voluminöser als der einfache

Bourgogne rouge, dabei aber ungemein feinfruchtig. Dicht

drängt sich hier die Frucht, schmiegt sich an die feinpolierten

Tannine an. Uns erinnert dieser Wein an den Jahrgang 2018 und

2015 was die Fruchtintensität angeht, die Säurestruktur ist hier

aber viel, animierender. Etienne, der den Jahrgang als „klassisch“

bezeichnet hat hier einen generösen Villages eingefahren, dem

wir deutlich mehr als eine Dekade Reifepotenzial zutrauen.

Volnay bringt dank der kreidegeprägten Böden stets enorm

feine Rotweine hervor. Hier stimmt alles: die Frucht, die Balance,

die Struktur.

Dieser Volnay zeigt sich schon jetzt offen und einladend, hat aber

Potenzial für weitere 10–15 Jahre.

POMMARD „VIEILLES VIGNES“,

ROUGE 2020

„Ein wunderschöner Pommard Village.“

– Neal Martin (Vinous)

FBU120420 Pommard „Vieilles Vignes“, rouge 2020

Diam 13% Vol. 56,00 €/l 42,00 €

In den letzten Jahren haben wir es immer wieder betont: Wir sind

große Fans der Pommards aus dem Hause Joseph Voillot. Jean-

Pierre Charlot und seinem Neffen gelingt es, die Feinheit der

Region zu betonen ohne die kernige und kraftvolle Struktur der

Weine zu vernachlässigen. Wie schon im Vorjahr haben uns seine

Pommards vom Villages bis zum feinsten Premier Cru wieder in

ihren Bann gezogen. Das lag wohl auch daran, dass diese einen

echten Heimvorteil hatten. Denn wie 2019 benötigte man schon

recht alte Reben um über die trockenen Sommertage des August

zu kommen. Etienne greift auch hier auf rund 40-50jährige Reben

zurück, wie bei quasi allen Anlagen der Domaine. Ein echter Vorteil,

der sich durch die Klimaerwärmung bemerkbar macht!

Der 2020er-Pommard „Vieilles Vignes“, verkörpert Finesse par excellence.

Er wirkt, wie Neal Martin anmerkt, im jetzigen Stadium

nochmals „stimmiger“ und „präziser“ als sein Villages-Pendant

aus Volnay. Allein das Bouquet ist ein Traum: Reife Brombeeren,

Himbeeren und Salmiak steigen aus dem Glas. Dieser Pommard

ist seriös, äußerst komplex für einen Villages und besitzt nochmals

mehr Sitzfleisch als jene Cuvée aus Volnay. Das fügt sich

auch bestens ins Gesamtbild Pommards ein. Die Weine wirken

hier oft etwas dichter, und kraftvoller. Durch den Verzicht auf

Rappen und die in den letzten Jahren allgemeine hohe Grundreife

der Trauben an der Côte de Beaune, gewinnen Voillots

Pommards immer mehr an Finesse. Für uns handelt es sich um

die vielleicht bemerkenswerteste Region der Côte de Beaune

der letzten Jahre. Neben der saftigen und geschmeidigen Frucht

unterlegen auch etwas Nelke und Pfeffer sowie Eisennoten die

Aromatik dieses vorzüglichen Dorfweins.

Dieser Burgunder, der von eisenhaltigen, komplexen Kalksteinriffen

stammt, ist naturgemäß dunkler als ein Volnay. Das ist ein

prächtiger, weil absolut unangestrengter Pommard, der gerade

in der etwas kälteren Jahreszeit unserer Idealvorstellung eines

eleganten Rotweins – klassischer, ja idealer Begleiter jedes Bœuf

bourgignons! – genau entspricht. Und dabei kommt er ganz

ohne neues Holz aus. Der Nachhall bleibt daher von duftiger

roter Frucht geprägt und wird durch eine mineralische Unternote

begleitet, die ihm einen feinen Ausklang beschert. Oder wie

Vinous-Kritiker Neal Martin schreibt: „wunderschön“!

Schon jetzt zugänglich, Höhepunkt ab 2025, dann bis 2035+.

82 PINWAND no 336 | April 2022


Joseph Voillot

BURGUND FRANKREICH

VOLNAY 1ER CRU

„LES FREMIETS“, ROUGE 2020

Ein Volnay, an der Grenze zu Pommard,

von betörender Duftigkeit!

FBU120120 Volnay 1er Cru „Les Fremiets“, rouge 2020

Diam 13,5% Vol. 93,26 €/l 69,95 €

Der Premier Cru „Les Fremiets“ ist ein Herzstück des Lagenportfolios

der Domaine J. Voillot. Die Reben, die an der

Gebietsgrenze zu Pommard stehen, sind im Durchschnitt

70 Jahre alt. Manche haben jedoch bereits ein Alter von über

87 Jahren erreicht. Dort entsteht ein Wein, der die Eleganz

und Finesse eines Volnay mit der Kraft und Dunkelheit eines

Pommard verbindet. Etienne Chaix hat diesen Cru in lediglich

20 % neuen Eichenfässern ausgebaut. Das Ergebnis ist ein

wun-derbar tänzelnder Volnay, dessen „leicht eisenhaltige

Note die rote Beerenfrucht färbt“ (Neal Martin).

Der 1er Cru „Les Fremiets“ deutet schon in der Farbe seinen

rotbeerigen Charakter an. Es leuchtet geradezu aus dem Burgunderglas,

und es duftet nach jeder Menge roter Beeren,

nach Herzkirschen und Erdbeeren. Und dann ist da diese feine

Eisennote, ein Hauch von frischem Blut und Rosenblättern.

Ein Bouquet welches einfach als pinoté beschrieben werden

muss und jeden Pinot-Liebhaber betören wird. Der Ausbau in

teils neuem Holz begleitet den Wein mit einer feinen würzigen

Note ohne in den Vordergrund zu stoßen. Hier zeigt sich

wieder einmal der feingeschulte Sinn burgundischer Winzer

für gekonnten Holzeinsatz, der nicht zuletzt aus dem engen

und vertraulichen Zusammenspiel zwischen Küfer und Winzer

entsteht und der weltweit bewundert wird. Alles scheint am

rechten Fleck. Gerahmt wird der Wein von agilen Tanninen, die

ihre Muskeln zeigen aber die Frucht nicht einengen. Ein bildhübscher

Volnay Premier Cru, der uns bei unserer Verkostung

im Spätherbst 2020 exzellent gemundet hat und uns ein breites

Lächeln ins Gesicht zauberte … auch wenn die Füße vom

kalten Keller eisig waren.

Dieser 1er Cru darf jetzt schon angetrunken werden. Besser wohl

ab 2025 bei einem Potenzial von weiteren 8–10 Jahren.

83


FRANKREICH BURGUND

Joseph Voillot

VOLNAY 1ER CRU „LES CHAMPANS“, ROUGE 2020

Pflanzjahr der ältesten Reben: 1934! „Sehr raffiniert und edel.“ – Neal Martin (Vinous)

FBU120620 Volnay 1er Cru „Les Champans“, rouge 2020 Diam 13,5% Vol. 96,00 €/l 72,00 €

92–94 Punkte

VINOUS

„Die Domaine Joseph Voillot befindet sich im Schatten

der Kirche im Zentrum des Dorfes Volnay und ist

seit vielen Jahren eine feste Institution der sogenannten

»traditionellen« Weinherstellungspraktiken. Jean-

Pierre Charlot ist ein Winzer, dessen Bekanntschaft

ich schon lange vor Beginn des Schreibens gemacht

habe und der von seinen Kollegen als »echter Winzer«

respektiert wird“, schreibt Neal Martin in seinem

Verkostungsbericht über die Domaine. Das trifft den

Charakter Charlots absolut. Er, ein stattlicher Winzer,

mittlerweile im vorgerückten Alter und stets mit

schmutzigen Händen, hat eine klare Vorstellung vom

Winzerdasein, das er vor allem als Handwerk versteht.

Sämtliche Allüren sind ihm fremd, denn das Produkt –

ein Erzeugnis von Herkunft und Heimat Charlots – ist

der Protagonist und dies steht eindeutig im Zentrum

seines Lebens. Dabei weiß Charlot auch, dass sein

wahrer Schatz die unzähligen alten Reben in

besten Lagen von Pommard und Volnay sind.

Direkt an der Landstraße D973 von Meursault

Richtung Pommard östlich von Volnay befindet

sich der Premier Cru „Champans“. Diese

Lage ist flachgründig, steinig, rot gefärbt

von Eisenoxid und geprägt von Oxford-Kalk

und Kreide. Der Cru ist so etwas wie der Archetyp

eines Volnays. Charlot und Neffe Etienne haben dem

2020er-Jahrgang nur 20 % neues Holz mitgegeben,

denn die komplett entrappten Trauben dufteten so

fein und intensiv, dass ein größerer Neuholzanteil dies

nur kaschieren würde. Das Ergebnis ist ein schnörkelloser

Premier Cru, dessen opulentes Bouquet nach

Blaubeeren, Kirschlikör und Veilchen duftet. Es handelt

sich um einen dunklen Pinot Noir der auch nach

Fruchtgelee duftet. Am Gaumen wirkt er noch kraftvoller

und maskuliner als der Premier Cru „Fremiets“,

dabei ausladend und reif. Neal Martins Urteil: „Der

Volnay Les Champans 1er Cru 2020, der in 20 % neuer

Eiche gereift ist, hat ein ausdrucksstarkes und recht

offenes, blumiges Bouquet von roten Kirschen, Unterholz,

zerdrückten Erdbeeren und einem Hauch von

schwarzem Tee. Am Gaumen ist er mittelkräftig mit

geschmeidigen Tanninen, einer feinen Perle von Säure,

harmonisch und ausgewogen mit guter Substanz im

Abgang. Dieser Wein ist sehr raffiniert und edel.“

Kann jetzt schon angetrunken werden. Ideal aber wohl

ab 2025 und mit Potenzial für weitere 10–12 Jahre.

VOLNAY 1ER CRU „LES CAILLERETS“, ROUGE 2020

Les Caillerets: traumhaftes Terroir! Gesamtproduktion: zwei (!) Fässer …

FBU120720 Volnay 1er Cru „Les Caillerets“, rouge 2020 Diam 13,5% Vol. 101,33 €/l 76,00 €

92–94 Punkte

VINOUS

Der Premier Cru „Les Caillerets“ gehört zu den legendären

Lagen im Osten von Volnay, direkt an der D973

zwischen En Champans und Meursault gelegen. Dort

beginnt oder auch endet die Pinot-noir-Vorherrschaft

und wechselt in Meursault über zum Chardonnay. Doch

Les Caillerets erbringt ganz eindeutig einen Bilderbuch-Volnay

mit Finesse und Eleganz, den bei Voillot

eine 1984 gepflanzte Parzelle liefert, die gerade einmal

0,14 Hektar umfasst. Doch diese Parzelle hat es in sich.

Nur zwei pièces konnte Etienne im Jahrgang 2020 ausbauen.

„Er hat eine gute Persistenz und sollte stilvoll

reifen.“ schreibt Neal Martin. Konträr zur üblichen Vinifikation

des Hauses hat Etienne hier rund ein Drittel

an Rappen mitvergoren. Sie strukturieren den engmaschigen

Wein besonders gut. Er wirkt gesetzt,

weniger parfümiert. Als Mensch würde

man ihn gewiss als introvertiert bezeichnen. Es

duftet nach Blaubeeren und Schlehe aus dem

Glas. Ein dunkler und würziger Stil, der beispielsweise

völlig anders ausfällt als die Jahrgangsinterpretation

von Dugat-Py und Comte Liger-

Belair. Am Gaumen zeigt sich der Premier Cru kernig

und dicht. Die Tannine packen zu, strukturieren den

Wein. Und dann ist da dieser grenzenlose Charme, den

alle Weine Voillots auszeichnen. Schwarzkirschen und

pürierte Himbeeren ziehen sich hier entlang, begleitet

von einer prägnanten Säurestruktur, die sich im Jahrgang

2020 als Steckenpferd erweist. Hier ist ein Volnay

entstanden, der zu Beginn geradezu abweisend wirkt.

Doch mit Luft und ein wenig Wärme im Glas öffnet

sich der Premier Cru und wird duftiger. Wir haben

großes Vertrauen in diese Lage, die für uns zu den Favoriten

des Jahrgangs zählt – wenn man Geduld besitzt

… Von dem Premier Cru „Les Caillerets“ gibt es

wie immer nur wenige Flaschen, aber die sind – gemessen

am Preis-Gefüge des Burgund – immer noch

zu einem außergewöhnlich günstigen Preis zu haben.

Der 1er Cru kann jetzt schon angetrunken werden. Ideal

wohl ab 2025 und mit Potenzial für weitere 10–12 Jahre.

84 PINWAND no 336 | April 2022


Joseph Voillot

BURGUND FRANKREICH

POMMARD 1ER CRU „LES PÈZEROLLES“, ROUGE 2020

Jahresproduktion: drei (!) Fässer … „Superb“ – Neal Martin (Vinous)

FBU120920 Pommard 1er Cru „Les Pèzerolles“, rouge 2020 Diam 13,5% Vol. 119,86 €/l 89,90 €

Der Premier-Cru-Weinberg „Les Pèzerolles“ liegt auf der

Nordostseite von Pommard, zugewandt den Lagen von

Beaune. Er zählt neben den Premier-Cru-Lagen „Rugiens“

und „Les Epenots“ zu den besten drei Lagen Pommards.

Allerdings ähneln die Weine in ihrer Stilistik immer

mehr denen von Volnay, obwohl deren Weinberge

auf der anderen Seite des Ortes liegen. „Les Pèzerolles“

stammt vom altfranzösischen „poizerolles“ ab. Der

Name wurde der Lage im 12. Jahrhundert gegeben und

bezeichnet Kichererbsen. Wahrscheinlich wurden diese

direkt neben den Reben ausgesät. Die Domaine Joseph

Voillot besitzt in dieser Lage eine Parzelle von 0,4 Hektar

mit Reben aus dem Jahr 1963. Vergleicht man den

Wein mit „Les Epenots“, so präsentiert sich „Les Pèzerolles“

etwas körperreicher und zum aktuellen Zeitpunkt

auch zugewandter. Es gibt lediglich drei Fässer

im aktuellen Jahrgang. Der Weinberg bekam die letzten

Jahre wenig Wasser ab. Für Etienne kein Qualitäts- dafür

ein schmerzliches Quantitätsproblem. Zum Vergleich:

2009 reiften acht Fässer im Gutsgebäude, ganz

in der Nähe der Gemeindekirche Volnays. Von den drei

pièces stammt ein neues Fass, die anderen beiden sind

bereits mehrfach belegt.

Uns gefällt besonders das duftige Bouquet dieses

Weins, der nach Cassis und Kirschpastillen riecht. Es

wirkt feminin, verspielt und fast zärtlich für einen Premier

Cru aus Pommard. Genau diese verspielte Art begeistert

uns nahezu jahrgangsübergreifend wenn wir im

Keller der Domaine die Weine vom Fass probieren dürfen.

Am Gaumen breitet sich der Pommard souverän

an, die Tannine sind plüschig, die Frucht wirkt fast

süßlich reif (der Wein ist selbstredend knochentrocken

vergoren!) und anschmiegsam. Hier haben wir es mit

einem perfekt balancierten Premier Cru zu tun, dessen

Konzentration und Kraft klar suggerieren, dass wir es

hier mit einer der besten Rotweinlagen der Côte de

Beaune zu tun haben.

Lebhaft ist die Säure, deutlich die salzig mineralische

Komponente, ausgewogen und subtil das eingebundene

Holz, markant ist schließlich die Note von Minze in

der sattreifen Frucht. Neal Martin findet ebenfalls lobende

Worte: „Dieser Wein ist dicht und kraftvoll, im

Abgang sehr gut ausbalanciert und mit einem Hauch

von Würze ausgestattet. Superb.“

Anmutig ist der Wein schon jetzt, seinen Höhepunkt

wird er in etwa 5 Jahren erreichen und diesen dann über

10 Jahre halten.

92–94 Punkte

VINOUS

85


FRANKREICH BURGUND

Joseph Voillot

„LES EPENOTS“:

KLARHEIT

UND PRÄZISION!

92–94

Punkte

vinous

92–94

Punkte

Vinous

86 PINWAND no 336 | April 2022


Joseph Voillot

BURGUND FRANKREICH

POMMARD 1ER CRU „LES RUGIENS“, ROUGE 2020

92–94 Punkte: „Der Gaumen ist mittelkräftig mit einem konzentrierten Auftakt,

einer Mischung aus roten und schwarzen Früchten, feiner Säure und geprägt von

einem beschwingten, sehr stimmigen und pfeffrigem Nachhall.“ – Neal Martin (Vinous)

Aus einer 0,25 Hektar kleinen Parzelle!

FBU120820 Pommard 1er Cru „Les Rugiens“, rouge 2020 Diam 13,5% Vol. 126,66 €/l 95,00 €

Nahe am Ortskern zur Volnay-Seite hin findet man

die Pommard-Lage „Les Rugiens“, in der die Domaine

Joseph Voillot eine gerade einmal 0,25 Hektar große

Parzelle mit alten, in den 1950ern gepflanzten Reben

ihr Eigen nennt. Dieser Top-Cru Pommards, dessen

Jahresproduktion lediglich 3 Fässer umfasst, beweist

erneut welch signifikanten Wandel die Appellation in

den letzten Jahren durch den Klimawandel begünstigt

durchlief. Bis in die 1990er-Jahre gerne als etwas

rustikal beschrieben, bringen heute speziell die Crus

aus Pommard elegante Weine in den für die Appellationen

Gevrey-Chambertin oder Vosne-Romanée

zu warmen Jahrgängen hervor. So schreibt etwa der

Journalist Toby Morrhall in seinem Artikel „Die Auswirkungen

der globalen Erwärmung auf Burgund“ auf

TheWineSociety.com: „Was seit etwa 2015 auffällt, ist,

wie sich Pommard, Aloxe-Corton und die südlichen Crus

von Nuits-Saint-Georges verändert haben. Auf kühlen

Lehmböden gepflanzt, fehlte ihnen oft die volle Reife

der Tannine, die ein wenig trocken und kratzig blieben.

Jetzt sind sie süß und reichhaltig im Geschmack.“ Diesen

Premier Cru hat Etienne in rund 25 % neuen Fässern

ausgebaut und die Trauben dabei entrappt, was den

Fokus auf die rotfruchtige Aromatik lenkt. Es duftet

fein aus dem Glas: Schwarze Beeren, Erdbeeren und

ein Hauch asiatische Gewürze tummeln sich hier. Das

Bouquet ist dicht aber nie massiv, sondern fast schwebend,

scheint wie aus einem Guss und bannt die Nase

im Glas. Am Gaumen zeigt sich der Cru vielschichtig.

Die Tannine sind engmaschig, die Frucht („ein Mix aus

roten und schwarzen Früchten“ – Neal Martin) konzentriert

und im Nachhall immer intensiver werdend.

Der Wein schwebt nahezu über den Gaumen und besitzt

eine wunderbare Textur, die zwischen fleischiger

Frucht und purer Seide pendelt. Dann ist da der

Geschmack von Eisen im Hintergrund, der so typisch

für die Region Pommard ist – eine ergänzende aromatische

Facette. Neben dieser Eigenschaft, die vom

hohen Eisengehalt des Kalkbodens herrührt, sind da

Noten von Unterholz, die diesen 1er Cru (vom range

eines Grand Cru!) prägen. Das ist ein großer Pommard

und eines der Steckenpferde der Domaine.

Dieser 1er Cru wird in rund 4 Jahren seinen Höhepunkt

enrreichen und dieses Niveau gut 10 Jahre halten.

POMMARD 1ER CRU „LES EPENOTS“, ROUGE 2020

„In seiner Jugend wird es schwer sein, diesem Wein zu widerstehen.“

– Neal Martin (Vinous)

FBU121020 Pommard 1er Cru „Les Epenots“, rouge 2020 Diam 13,5% Vol. 126,66 €/l 95,00 €

Der Premier Cru „Les Epenots“ liegt benachbart zu

Les Pèzerolles im nordöstlichen Teil der Gemarkung

Pommard. Doch im Vergleich zu einem „Les Pèzerolles“

zeigt sich ein „Les Epenots“ immer etwas

kräftiger und dunkler, bietet jedoch ebenfalls einen

ungemein duftigen Auftakt, der an Kirschblüten erinnert,

aber auch ein wenig an Donauwellen mit einem

luftigen dunklen Boden mit Kirschen und Crème. Wir

möchten an dieser Stelle Neal Martins Notiz nicht unerwähnt

lassen, die den Wein meisterlich beschreibt:

„Der Pommard Les Epenots 1er Cru 2020, der nicht in

neuem Eichenholz ausgebaut wurde, hat ein reifes,

ausdrucksstarkes Bouquet aus roten Kirschen, pürierten

Erdbeeren und einem Hauch von Weihrauch.

Feine Struktur. Am Gaumen ist er mittelkräftig mit

einem fleischigen, seidigen Auftakt, der fast an

Volnay erinnert. Verblüffende Reinheit mit kandierten

Orangenschalen im süßen und großzügigen Abgang.

In seiner Jugend wird es schwer sein, diesem

Wein zu widerstehen.“

In diese Lobeshymne können wir nur einstimmen.

Der Burgunder ist weder zu fest gewirkt noch zu

dicht oder zu streng. Vielmehr zeigt sich eine angenehme

Konzentration reifer roter Frucht, die auf

neues Holz verzichtet und viel mehr geprägt wird

durch eine Säure, die präzise ist und für Lebendigkeit

sorgt. Auch hier findet sich wieder die dunkle Note

von Pommard, die diesem Wein seinen himmlisch

generösen goût verleiht.

Dieser Pommard wird in 4–5 Jahren auf seinem Höhepunkt

angelangt sein und sich auf diesem Niveau mindestens

weitere 10 Jahre halten.

87


FRANKREICH LANGUEDOC

Aires Hautes

Gilles Chabbert, unser aller „Mann des Jahres“ und „Naturtalent

mit Bestnoten“ (Handelsblatt), führt das Weingut

Domaine des Aires Hautes gemeinsam mit seinem Bruder Éric.

DOMAINE DES

AIRES HAUTES

SIRAN (MINERVOIS)

Aires Hautes, seit zwei Jahrzehnten eine Kult-domaine unseres

Programms, hat jüngst den nächsten großen Coup gelandet:

Brandaktuell schlägt unser absoluter Bestseller, die „Réserve“ aus der Appellation Minervois-La-

Livinière, anlässlich einer großen Languedoc-Cru-Verkostung in der Fachzeitschrift Vinum sämtliche

Mitbewerber mit ihrem unübertroffenen Preis-Genuss-Verhältnis aus dem Feld: höchste

Wertung und mit Abstand preiswertester Wein! Mit seinen knapp zehn (!) Euro kostet er nur ein

Drittel bzw. ein Viertel seiner beiden in dieser Vergleichsprobe schärfsten Konkurrenten!

Urwüchsige, charaktervolle Weine des Languedoc und tolle Qualitäten mit hohen Bewertungen

(„bester Wein des Languedoc“, Vinum) zu extrem fairen Preisen!

La Revue du Vin de France: „Escandil – einer der fünf größten Rotweine des Languedoc“!

In einer Sondernummer der Revue du Vin de France zu den

besten Weinen Frankreichs wurde unser Freund, Winzermagier

Gilles Chabbert, zum „Mann des Jahres“ gekürt!

Liebe Weinfreunde, wir schmecken nie nur den Jahrgang in einem

Wein, sondern immer auch die Menschen, die ihre Reben das Jahr

über liebevoll pflegen und die Trauben zu Wein werden lassen.

Daher gehört in der französischen Bedeutung des Wortes Terroir

immer auch der Winzer als wesentlicher Faktor dazu. Und unter

der Leitung von Gilles Chabbert, dem sympathischen Winzerstar

des Languedoc, der sich trotz großer Erfolge seine Bodenhaftung

bewahrt hat und den wir bei unseren Besuchen stets „dreckig“ im

Weinberg antreffen (hierin Klaus Peter Keller sehr ähnlich), vinifiziert

eine bodenständige Familie jahraus, jahrein köstliche Weine.

88 PINWAND no 336 | April 2022


Aires Hautes

LANGUEDOC FRANKREICH

„TRADITION“ MINERVOIS,

ROUGE 2019

Klassiker „Tradition“: beliebter Allrounder, der

mit Frucht, Würze und schlanker Wärme punktet!

FLA020319 „Tradition“ Minervois, rouge 2019

15% Vol. 9,26 €/l 6,95 €

© Marc Ginot

Gilles ist ein vinologisches Naturtalent. Der bescheidene Handwerker

(„artisan“) besitzt einige der besten Weingärten im Kerngebiet

des Minervois, La Livinière. In aufwändiger handwerklicher

Arbeit erzeugt er dichte, tiefgründige, komplexe Weine mit einer

reichhaltigen Frucht und von einer beeindruckenden Balance und

Brillanz in den Aromen. Monumente der Inkarnation von Terroircharakter,

die wie Fanale der Authentizität und Natürlichkeit aus

einem Meer uniformer Massenerzeugnisse herausragen. Aires Hautes

gehört unzweifelhaft zur Elite der Weingüter des Languedoc!

Die neuen Jahrgänge zeugen infolge subtiler Verbesserungen in der

Weinbergarbeit mehr denn je zuvor von dem Enthusiasmus, mit

dem Gilles und seine Familie ihr Handwerk betreiben und von der

Naturverbundenheit, mit der sie ganz tief im französischen Süden,

in der Einsamkeit ihrer wildromantischen Landschaft, traumhafte

Weine aus biologischem Anbau produzieren, die mit das beste

Preis-Genuss-Verhältnis des gesamten Languedoc besitzen!

Liebe Kunden: Obschon wir keine Punkte trinken, sondern Weine,

freut es uns natürlich für Gilles und seine ganze Familie, dass ihre

ganz frisch abgefüllte „Réserve“ von Robert Parker’s Wine Advocate

mit 91–94 Punkten bedacht wurde. Solch eine Ehrung für einen

Wein unter zehn Euro ist neben der tatsächlich recht sensationellen

Wertung einfach eine schöne Anerkennung für handwerklich

seriöse Arbeit. Und kommt in dieser Konstellation für einen Winzer

in Frankreich vielleicht einmal in zehn Jahren vor. Wenn überhaupt!

Unsere ganz besondere Empfehlung. Santé!

Klar, die Erwartungshaltung an einen roten Alltagswein, den

man jeden Tag trinken mag und sich gönnen kann und will, ist

so etwas wie das Mini-Max-Prinzip: die Kosten sollen möglichst

niedrig sein und die Qualität maximal hoch. Ökonomen werden

das (richtigerweise) als Unsinn abtun. Aber wir sind nicht bei den

Wirtschaftswissenschaften, sondern beim Wein. Ein Genussthema

und so gar kein trockenes. Und da geben wir uns eben

auch mit großartigen Näherungswerten zufrieden. Denn das

obiger „Unsinn“ funktionieren kann, beweisen die „hands-on“-

Winzer-Brüder Éric und Gilles Chabbert seit vielen Jahren. So

können wir die Häkchen in Südfrankreich, im Minervois, zumindest

locker bei schwarzen Früchten, würzigen Garrigue-Anklängen,

warmer Ausgewogenheit und kühlender Frische setzen.

Ach ja, Handlese und wunderbares Kalkterrassen-Terroir bekommt

man noch obenauf. Klingt ja fast nach Fischmarkt bei

Aale-Dieter ...

Das Bouquet des tiefdunklen Weins verheißt viel schwarze

Früchte (unter anderem Heidelbeere, Kirsche); die sind sattsam

vorhanden, aber nicht übererhitzt oder gekocht. Etwas Hagebutte,

ein Hauch Sandelholz, und ein Stückchen Schokolade

stoßen im Hintergrund zu Oliven-Tapenade. Am Gaumen bringt

dieser verführerische Franzose aus Carignan, Cinsault, Grenache,

Syrah neben seiner satt schmeichelnden Furcht zudem seidig

weiche Tannine mit, und eine superbe Frischeader sorgt für

„Unschwere“. Und genau deshalb lässt er sich so unbeschwert

genießen, macht zu deftigem Essen (Braten mit Rotwein und

Kräutern geschmort, Fleisch vom Grill oder kräftigen mediterranen

Gemüseeintöpfen) ebenso eine gute Figur und dürfte, wie

die Augen derer, die noch nicht kennen und zum ersten Mal im

Glas haben, garantiert ziemlich groß werden!

Ab sofort belüftet, gerne bei 15–16 °C. Sehr charmant,

bis etwa 2027.

89


FRANKREICH LANGUEDOC

Aires Hautes

„RÉSERVE“ MINERVOIS-LA-LIVINIÈRE, ROUGE 2018

Feinheit und Eleganz und Garrigue – der Klassiker aus der

Appellation Minervois-La-Livinière!

FLA020518 „Réserve“ Minervois-La-Livinière, rouge 2018 14,5% Vol. 13,26 €/l 9,95 €

Höchste Wertung!

In der AOC Minervois-La-Livinière

können die Weine von Gilles und

Éric Chabbert mit Sicherheit als das

Beste gelten, was es dort zu trinken

gibt. Und im Languedoc ganz allgemein

darf sich die Domaine des Aires

Hautes sicherlich auch zur Elite ihrer

Zunft zählen. Die „Réserve“ ist der Klassiker des Weinguts

und mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft,

wie es eigentlich nicht sein dürfte, zumindest nicht für

einen Wein dieser Preisklasse. 94 Punkte von Robert

Parker’s Wine Advocate – das macht schon skeptisch.

Liest man jedoch kreuz und quer im Netz der Meinungen,

findet man eigentlich nur Zustimmung zum

Befund der professionellen Punkteverteiler. Und das

macht dann doch ein wenig neugierig.

VINUM

Im Glas tiefrot-violett, eröffnet das Bouquet mit dunklen

Beeren und Pflaume, wird dann aber hinter den

schweren Fruchtnoten komplexer und raffinierter mit

pudrigem, leicht süßlichem Lavendel und recht zarten

Anklängen von Leder und Tabak. Am Gaumen ist

die Cuvée aus Syrah, Mourvèdre, Grenache, Carignan

ebenso druckvoll wie elegant. Die Fruchtnoten bleiben

saftig, verschieben sich vielleicht etwas mehr noch in

Richtung herber Pflaume, sehr deutlich dann Lavendel

und Garrigue-Kräuter, die eine exakte Balance schaffen

zur feinen Säure und den würzig-weichen Tanninen.

Lang und trocken im Abgang klingt der „Réserve“ noch

Minuten nach.

Die „Réserve“ von 2018 der Domaine des Aires Hautes

verdient es, im Glas (oder in der Karaffe) atmen zu dürfen.

Seine schöne Tanninstruktur verspricht ein sehr

gutes Entwicklungspotenzial, wobei – er wie gesagt –

schon jetzt ohne Abstriche zu genießen ist. Warum er

nicht viel teurer ist, wissen wir indes auch nicht.

Ab sofort bis sicherlich 2028+.

„CHRYSOPE“ MINERVOIS, ROUGE 2019 (BIO)

Fauna, Flora, Sonne: Gilles Chabberts Hymne auf die Schönheit des Minervois

FLA020819 „Chrysope“ Minervois, rouge 2019 14,5% Vol. 13,26 €/l 9,95 €

Über eine lange FR-BIO-10 Zeit hinweg war es Gilles Chabbert

ein Graus, sich mit all den Anforderungen an die biologische

Landwirtschaft auseinanderzusetzen. Keineswegs

störten ihn die Anforderungen im Weinberg, da

war er schon lange „bio“. Ihn nervte die Bürokratie.

Mittlerweile ist er milder und langmütiger geworden,

stellte sich nach und nach darauf ein, denn es ist ihm

wichtig, dass die Menschen seine ökologische Arbeit

erkennen und sie ihm auch abnehmen. Geradezu sinnbildlich

verkörpert das sein „Chrysope“, eine Cuvée aus

70 % Syrah und 30 % Grenache, die nach der grünen

Florfliege („Chrysope verte“) benannt ist, deren Arbeit

im Weinberg kaum zu unterschätzen ist. So hat er

diesen im mittlerweile dritten Jahr bio-zertifizierten

Wein, der nicht als „Domaine des Aires Hautes“ gelabelt

ist, sondern unter seinem eigenen Namen erscheint,

der Flora und Fauna seiner Weinberge gewidmet

und außerdem der Sonne, die für das Leben darin

verantwortlich ist.

Gelesen wurde von Hand, danach sortiert, und die

beiden Rebsorten wurden getrennt voneinander vinifiziert.

Dabei wurden beide Sorten komplett entrappt

und eingemaischt, dann zunächst über 72 Stunden

hinweg kühl vorvergoren, und nach langsamer Erwärmung

setzte die Gärung spontan ein und verlief über

24 Tage hinweg. Der Ausbau erfolgte dann im neutralen

Zement und Fuder.

Entstanden ist ein tiefdunkler, violett schimmernder

Wein, der nach Veilchen und nach Erde, nach Brombeeren

und nach Zwetschgen, nach leicht feuchtem

Unterholz und dunklem würzigen Tabak duftet. Am

Gaumen zeigt der „Chrysope“ sich nach dieser erdigen

Attacke erstaunlich elegant und sinnlich. Der Wein ist

dabei durch und durch geprägt vom Syrah mit seiner

violetten Frucht, mit seiner Kraft und Fülle, mit der

leicht fleischigen und wiederum an Veilchen erinnernden

Note, die vom Süßholz der Grenache begleitet

wird. Trotz der Dichte und Kraft ist die Cuvée frisch

und sehr saftig mit samtigem Gerbstoff und richtig

viel Biss.

Ab sofort (etwas Luft ist nie falsch!) bis etwa 2027+.

90 PINWAND no 336 | April 2022


Aires Hautes

LANGUEDOC FRANKREICH

„LES CATHERINES“ VIN DE FRANCE, ROUGE 2019 (BIO)

Aires Hautes und „Naturwein“: bio und ohne jegliche Zugabe von Schwefel!

FLA021019 „Les Catherines“ Vin de France, rouge 2019 14,5% Vol. 14,53 €/l 10,90 €

FR-BIO-10

Nachdem sich Gilles Chabbert jahrelang aus bürokratischen

Gründen gegen die Biozertifizierung seiner

Domaine des Aires Hautes gesperrt hatte, ist er

jetzt so richtig eingestiegen. Neben den klassischen

Weinen, von denen einige auch schon das Bio-Siegel

tragen, hat er nach und nach eine neue Linie mit

dem „Chrysope“, dem „Orycte“ und nun auch mit „Les

Catherines“ veröffentlicht, die nur noch seinen Namen

tragen und nicht mehr den der Domaine. Was dabei

entstanden ist, sind Weine, die in ihrer Vinifikation immer

zurückhaltender geworden sind und den Naturwein-Gedanken

verfolgen, was heißt: biologisch in der

Bewirtschaftung und möglichst wenige Eingriffe im

Keller. Dazu gehört bei „Les Catherines“ auch, dass der

Wein weder während der Gärung noch später, also vor

der Füllung, irgendeine Form von Schönung, Filtration

oder Schwefelzugabe erfahren hat.

Schmeckt dieser Wein deshalb fremd oder ungewöhnlich?

Keineswegs. Wir würden sagen, dass sich „Les

Catherines“ einfach noch offener, noch fruchtiger

und noch einladender präsentiert, als es Gilles’ Weine

ohnehin schon tun. In der Farbe purpurrot bis violett,

duftet die Cuvée aus 75 % Syrah und 25 % Grenache

intensiv nach violetten Blüten, nach reifem Holunder,

nach Brombeersaft und ein wenig nach Kirsche. Am

Gaumen ist dies ein süffig seidiger Wein, lebendig und

frisch, mit jeder Menge reifer roter und blauer Frucht,

die wie frisch gepflückt wirkt. Wunderbar!

Schon jetzt offen und dürfte sich bis 2025 (und vermutlich

darüber hinaus) entwickeln.

© Marc Ginot

91


FRANKREICH LANGUEDOC

Aires Hautes

© Marc Ginot

„ORYCTE“ MINERVOIS-LA-LIVINIÈRE, ROUGE 2018 (BIO)

Charmanter Kraftprotz in einem Mantel aus Samt und Seide!

FLA020918 „Orycte“ Minervois-La-Livinière, rouge 2018 14,5% Vol. 17,20 €/l 12,90 €

FR-BIO-10

Der „Orycte“ der Domaine des Aires Hautes ist eine

wunderbar geschmeidige Cuvée aus Syrah und Grenache.

Gilles Chabbert hat diesen Bilderbuch-Bio-Minervois

nach einem Nashornkäfer benannt, der in seinen

vor Flora und eben auch Fauna nur so strotzenden,

enorm lebendigen Weinbergen zu finden ist. Hier

treffen reife Maulbeeren auf allerlei Kräuter der Provence

wie etwa Rosmarin und Thymian, eine saftige

schwarze Kirschfrucht tummelt sich im Glas, Zeugnis

der kalt-warmen Winde, die hier über den auf Ton-und

Kalkstein wachsenden Reben La Livinières, zwischen

Toulouse und Montpellier, fegen und für langsame

Traubenausreifung und Aromenkonzentration sorgen.

Am Gaumen zeigt sich der Wein geschmeidig und im

besten Sinne opulent. Hier treten vor allem schwarze

Kirschen in Erscheinung, auch Oliventapenade, ein

Hauch Salmiak und reife Pflaumen. Ein äußerst intensiver,

körperreicher Rotwein, dessen Grenache-Anteil

für eine geschmeidige Fruchtfülle sorgt, wohingegen

der Syrah für eine schöne Struktur und Würzigkeit

sorgt. Das ist schon ziemlich perfekter Wein, zumal in

dieser Preisklasse! Ein Wein der es zu schätzen weiß,

wenn man ihn etwas kühler trinkt. Bevorzugt zu rotem

Fleisch und rustikaler Küche. Ein wahrer Freudenspender

für die kommenden Wochen des Jahres. Macht

richtig Spaß und trinkt sich wie von selbst weg.

Potenzial für weitere 5–6 Jahre, wird mit Flaschenreife

immer runder und samtener.

92 PINWAND no 336 | April 2022


Aires Hautes

LANGUEDOC FRANKREICH

„THE 2017

LE CLOS DE L’ESCANDIL

APPEARS TO BE

SPECTACULAR.“

JEB DUNNUCK

„CLOS DE L’ESCANDIL“ MINERVOIS- LA-LIVINIÈRE,

ROUGE 2017

Minervois-Meisterwerk – ein schlicht grandioser Wein!

FLA020617 „Clos de l’Escandil“ M.- La-L., rouge 2017 14,5% Vol. 30,00 €/l 22,50 €

Ganz ohne Zweifel ist der „Clos de l’Escandil“ das

Flaggschiff unseres langjährigen Freundes und

Partners Gilles Chabbert und seiner Domaine des

Aires Hautes. Darüber hinaus gehört der Wein

aus der Einzellage zu den besten Weinen, die die

Appellation Minervois-La-Livinière zu bieten hat.

La-Livinière ist eine sogenannte Sub-Appellation

im Minervois, die besonders herausgehoben

wird, weil ihr Terroir noch einmal mehr zu bieten

hat als der Rest des Minervois, weshalb sie 1999

zum Premier Cru des Languedoc erhoben wurde.

Genauer gesagt, liegt der Wert von Minervois-La-

Livinière in der komplexen Mischung aus Kalkstein,

Kieselsteinen, Sand, Ton und Schwemmlandablagerungen,

wobei die Erosion geduldig ihre Arbeit

verrichtet hat. Man findet Aushöhlungen im Kalksteinplateau,

der sogenannten causse, ebenso wie

die etwas tiefer gelegenen Sandsteinhügel und

schließlich die Terrassen, die mit Kieselsteinen

ausgelegt sind. Weinbau wird dort auf 220 bis 400

Metern Höhe betrieben.

Gilles Chabbert erzeugt den 2017er „Clos de

l’Escandil“ aus 80 % Syrah und 20 % Grenache

Noir. Weniger als 25 Hektoliter holt er aus einem

Hektar heraus. Doch genau dieser niedrige Ertrag

sorgt maßgeblich dafür, dass dieser Wein „spektakulär“

wird, wie es Südfrankreich-Spezialist Jeb

Dunnuck in seiner Kritik beschreibt. Hier wurde

selbstverständlich von Hand gelesenen und sortiert,

die Trauben entrappt, eingemaischt und

dann über rund 72 Stunden hinweg kühl vorvergoren,

bevor Gilles die Beeren in den Holzfermentern

ganz langsam auf Temperatur gebracht hat, um

den Wein dann fast einen Monat lang vergären zu

lassen. Danach wurde der Wein im Wesentlichen

in gebrauchten demi-muids ausgebaut.

Und wenn wir es nicht besser wüssten, würden wir

davon ausgehen, dass er mindestens ein Drittel der

Trauben mit schwarzen Oliven verwechselt hat, so

deutlich ist in diesem Jahrgang das für Syrah ja

so typische Aroma von Oliventapenade. Der tiefviolette

Wein bietet aber natürlich noch viel mehr.

Da finden sich schwarze Himbeeren und Cassis,

Brombeeren und Blaubeeren, Veilchen und Lavendel,

Garrigue und etwas Pfeffer, Stein und Erde.

Am Gaumen wirkt der Wein kraftvoll und bestens

strukturiert. Neben den Oliven strotzt er vor reifen

dunklen Früchten, zeigt Noten von Lakritze und

schwarzer Schokolade, ein vollendet seidiges Tannin

und Frische. Gilles Chabbert ist ein großartiger

Winzer, der „Clos de l’Escandil“ 2017 sein jüngstes

Meisterwerk!

Ab sofort und bis mindestens 2028,

wenn nicht länger.

93–95

Punkte

Dunnuck

93


FRANKREICH LOIRE

Bouvet-Ladubay

BOUVET-

LADUBAY

SAUMUR

© Leif Carlsson

Die Seriensieger: Unsere meistverkauften Sekte!

In Schnäppchenpaketen!

Eleganz par excellence: prickelnde Schaumweinträume vom berühmtesten,

sicherlich besten Crémant-Erzeuger von der Loire!

Liebe Kunden: Es wäre ein geradezu unmögliches Verfangen,

die Armada der gesamten Testerfolge hier aufzulisten:

Zahlreiche Publikationen in diversen Gourmet- und

Weinzeitschriften mit Blindverkostungen wirklich großer Champagner,

in denen die Sekte von Bouvet-Ladubay als Piraten

eingeschmuggelt wurden, belegen eindrucksvoll die Gleichwertigkeit,

bisweilen gar die Überlegenheit dieser herausragenden

Sekte selbst gegenüber hochwertigen Champagnerprodukten.

Und so hat kein anderer Schaumweinerzeuger in den letzten

Jahren für solch ein Aufsehen, ja gar ungläubiges Erstaunen auf

internationalen Verkostungen gesorgt wie einer der ältesten

und gleichzeitig der renommierteste Schaumweinhersteller an

der Loire, Bouvet-Ladubay. Dieses 1851 gegründete Traditions-

haus, im reizvollen und romantischen Loiretal bei dem pittoresken

Städtchen Saumur gelegen, verfügt über etwa acht Kilometer

lange und in bis zu zwölf Meter Tiefe gegrabene kühle

Kellergewölbe, in denen unter optimalen Bedingungen nach der

hochwertigen traditionellen Methode (Flaschengärung) Sekte

auf absolut gehobenem Champagnerniveau erzeugt werden.

Nur wesentlich preiswerter!

Die Grundlage für die außergewöhnlichen Qualitäten unseres

Traditionshauses ist die Lese sehr reifer und streng selektierter

Chenin-Blanc- und Chardonnay-Trauben von sehr kreidehaltigen

Böden, die für den individuellen Charakter dieser exzellenten

Prickler verantwortlich zeichnen. Diese klassisch trockenen,

cremigen, mit einer weichen Seidigkeit und großartigen Frische

94 PINWAND no 336 | April 2022


Bouvet-Ladubay

LOIRE FRANKREICH

Der legendäre Ruf von Bouvet-Ladubay wird seit Jahren

untermauert durch grandiose Testsiege: So beurteilt

die Weinwirtschaft diese Premium-Schaumweine:

„Eingereicht wurden nur Spitzenerzeugnisse, die

weltweit bereits einen guten Ruf haben und größtenteils

auch schon mit Preisen ausgezeichnet wurden. Die

Konkurrenz war also sehr groß und sehr gut. 1. Platz

für Bouvet Trésor!“ Und dies 6 Jahre in Folge!

Und Vinum schreibt:

„Der Bouvet Trésor ist eine Unverschämtheit:

Ein Schaumwein dieser Qualität zu einem derart niedrigen

Preis gehört eigentlich verboten...“

Im Weinführer von bettane+desseauve 2018 belegt

Bouvet-Ladubay den 1. Platz unter allen Loire-

Schaumweinen, außerdem jeweils 16/20 Punkten für

Trésor blanc und rosé.

Die Fachzeitschrift Weinwirtschaft wählt unseren

weißen „Excellence“ Crémant de Loire Brut zum

Schaumwein des Jahres 2021!

„BRUT DE LOIRE“

SAUMUR BRUT, BLANC

Unkomplizierter und balancierter

Schaumweingenuss aus einer der besten

Appellationen der Loire.

FLO011500

FLO011500P

„Brut de Loire“ Saumur Brut, blanc

12,5% Vol. 14,53 €/l 10,90 €

12x „Brut de Loire“ Saumur Brut, blanc

(11 + 1 Flasche gratis) statt 130,80 € nur 119,90 €

Wenn es um Loire-Schaumwein geht, macht den Weinmachern

von Bouvet-Ladubay keiner etwas vor. Das 1851 gegründete

Haus, das seit jeher seinen Sitz in Saumur hat, ist der Primus inter

Pares an der Loire. Der „Brut de Loire“ ist ein Non- Vintage-

Schaumwein, der nicht „Crémant“ genannt wird, weil er aus

der Appellation „Saumur Brut“ stammt. Die Erzeugnisse dieser

Schaumweinappellation, deren lehmig-kalkige

Böden (tuffeau) vorzüglich für den Anbau

der Trauben für die Grundweine der hiesigen

Schäumer geeignet sind, haben einen ganz

eigenen Charakter. Der „Brut de Loire“ wir

zu mindestens 90 % aus Chenin Blanc vinifiziert

mit einem kleinen Anteil an Chardonnay.

Darüber hinaus gelten die gleichen Maßstäbe

wie für einen Crémant de Loire, also méthode

traditionelle und ein mindestens neunmonatiges

Hefelager.

2 x GOLDMEDAILLE

CONCOURS DES VINS DU VAL DE LOIRE

& CHAMPAGNE & SPARKLING WINE

WORLD CHAMPIONSHIPS (CSWWC)

ausgestatteten Premium-Schaumweine von der Loire sind wegen

ihrer perfekten Produktionsbedingungen und der Sorgfalt

im Detail im Weinberg wie im Keller einfach konkurrenzlos gut!

Mit ihrer nervigen Dichte, transparenten Reintönigkeit und

fruchtigen Finesse sind sie genau das Richtige zum Schwelgen,

Genießen und Feste feiern!

PS: In vielen französischen Familien ist es Brauch, an Weihnachten

Loire-Sekt zu entkorken – nicht statt, sondern trotz Champagner.

Er prickelt einfach frischer, fröhlicher und gefällt mit

mehr beschwingter Leichtigkeit als viele der manchmal etwas

zu gravitätischen Berühmtheiten aus Reims! In Qualität und

Geschmackserlebnis stehen sie den prickelnden Tropfen mit

den großen Namen aber in nichts nach!

Was dabei entsteht, ist ein herrlich unkomplizierter

Schaumwein, dessen hohes

Niveau aber schnell offensichtlich wird.

Bei Bouvet-Ladubay entstehen einfach

immer sehr feine Schäumer. Und der

„Brut de Loiree“ reiht sich da nahtlos

ein. Er duftet nach Orangen- und

Akazienblüten, nach frischen Äpfeln

und Birnen, nach ein paar Zitronenspritzern

und jungen Haselnüssen.

Am Gaumen ist das ein lebendiger

Schaumwein mit elegantem

Mousseux, einer seidigen Textur

und einem frischen, fruchtigen

und klaren Gesamteindruck. Das

ist ein Wein, der einfach zu jeder

Gelegenheit Spaß macht, besonders

aber auch zu leichten Gerichten

von Flussfisch oder Meresfrüchten.

Schaumweingenuss für

das Hier und Jetzt.

95


FRANKREICH LOIRE

Bouvet-Ladubay

TESTSIEGER & 1. PLATZ!

92 Punkte

WINEDOCTOR

„EXCELLENCE“ CRÉMANT DE LOIRE BRUT, BLANC

Das ist er: Der Wein des Jahres! 1. Platz – „Top 100 Weine des Jahres 2020“

„Der Testsieger in der Kategorie ‚Traditionelle Flaschengärung Frankreich‘ ist

Bouvets Excellence. Der Crémant-Botschafter der Loire!“ (Weinwirtschaft)

Goldmedaillen im Guide Gilbert & Gaillard sowie beim

Concours National des Crémants!

FLO011300 „Excellence“ Crémant de Loire Brut, blanc 12,5% Vol. 15,86 €/l 11,90 €

FLO011300P 12x „Excellence“ C. de L. Brut, blanc (11 + 1 Flasche gratis) statt 142,80 € nur 130,90 €

Seriensieger in vielen Verkostungen ist diese Cuvée

aus Chenin Blanc und Chardonnay. Ein sehr heller

Strohfarbton strahlt im Glas, der etwas mehr Farbtiefe

als der ‚Saphir’ zeigt, mit reichlich feinem

Mousseux. Die Aromen sind anfangs sehr zurückhaltend,

zeigen aber nach kurzer Zeit im Glas reine Noten

von Zitrusfrüchten und gelbem Pfirsich. Es folgt

ein ebenso eleganter Eindruck am Gaumen, der eine

weiche, feinkörnige Kreidemineralität mit üppigen

Kumquatund Mandarinenfrüchten kombiniert,

die sich mit Pfirsichblättern und Bitterorangen

in einen langen, markanten Abgang durchziehen.

Das ist einfach sehr, sehr gut. Das Bukett ist ungewohnt

feinfruchtig und subtil für einen prickelnden

Wein dieser Kategorie. Am Gaumen durchaus rassig,

der Nachhall ist intensiv, sanft cremig und fein unterlegt

mit einer delikaten Mandelnote.–

in seiner so genussfreundlichen

Preisklasse überschäumend

gut! Eine klare Kaufempfehlung

für alle Liebhaber prickelnder Gewächse!

Ab sofort bis 2025+.

© ICOPTAIR/MORGANVIEW

96 PINWAND no 336 | April 2022


Bouvet-Ladubay

LOIRE FRANKREICH

„EXCELLENCE“ CRÉMANT DE LOIRE BRUT, ROSÉ

Oberklasse-Rosé-Crémant zu einem begeisternden Preis!

FLO011400 „Excellence“ Crémant de Loire Brut, rosé 12,5% Vol. 15,86 €/l 11,90 €

FLO011400Z 12x „Excellence“ C. de L. Brut, rosé (11 + 1 Flasche gratis) statt 142,80 € nur 130,90 €

Seit mehr als 150 Jahren steht das Haus Bouvet-Ladubay

an der Spitze der Crémant-Erzeuger an der Loire.

Dabei hat es das heute wieder von der Gründer-Familie

geführte Haus nicht nur zur Meisterschaft bei

den von Chenin Blanc dominierten Schaumweinen

gebracht, sondern auch bei den Rosés aus Cabernet.

Es ist allerdings gar nicht so leicht, aus den tanninstarken

Rebsorten Cabernet Franc und Cabernet

Sauvignon einen beschwingten und fruchtigen Wein

zu erzeugen, wie es der Rosé „Excellence“ zweifelsohne

ist. Doch, wie gesagt, Bouvet-Ladubay hat es zur

Meisterschaft gebracht und liefert hier einen Crémant

ab, dessen Preis- Genuss-Verhältnis immer wieder im

positiven Sinne für Kopfschütteln sorgen dürfte. Wäre

der Crémant 50 % teurer, könnte man sich immer

noch freuen. Für aktuell 11,90 Euro aber ist er absolut

konkurrenzlos, zumindest ist das unsere Meinung.

Denn was Sie hier erwartet, ist ein Rosé in einem intensiven

Lachston, der vom ersten Moment an seinen

Charme versprüht. Getragen von einer feinen Perlage,

duftet der Rosé Excellence nach frischen roten Beeren,

vor allem nach roten Johannisbeeren, aber auch nach

Himbeeren, ergänzt von Berberitzen und einem Hauch

Grapefruit, weißem Tee und einer feinen Süße, die an

Erdbeeren mit Schlagsahne erinnert. Am Gaumen

dann wird diese charmante rote Frucht von einer frischen

und spritzigen Säure getragen. Die Perlage ist

markant und der Crémant frisch, hell und im vergleichsweise

langen Finale voller Energie. Dass Loire-Spezialist

und „Winedoctor“ Chris Kissack dafür 91 Punkte

zückt, wundert uns nicht. Der Preis allerdings schon!

Ab sofort bis 2024+.

„SAPHIR“ SAUMUR BRUT, BLANC 2019

Schafft es spielend, die Lebensgeister zu wecken!

FLO010119 „Saphir“ Saumur Brut, blanc 2019 12,5% Vol. 15,93 €/l 11,95 €

FLO010119P 12x „Saphir“ S. Brut, blanc 2019 (11 + 1 Flasche gratis) statt 143,40 € nur 131,45 €

Es gibt wohl nur eine Region in Frankreich, die der

Champagne mit ihren Schaumweinen von Weltruf

Konkurrenz bieten kann: die Loire mit ihren schwungvollen

Crémants. Unangefochtener Taktgeber in der

dortigen Prickel-Branche ist die schon 1851 gegründete

Weinkellerei Bouvet-Ladubay, deren handwerklich

erzeugten Schaumweine in einem acht Kilometer

langen, in den Tuffstein gehauenen Tunnelsystem in

einem Vorort von Saumur reifen. Bouvet-Ladubay

machte sich auch einen Namen als erster Exporteur

von Saumur Brut, einer längst etablierten Marke. Anders

als die exquisiten Champagner sind Crémants

von der Loire für alle erschwinglich: Sie sind, wenn

man so will, ein Luxus für jeden Tag und zu jedem

Anlass. „Saphir“, eine Cuvée aus hauptsächlich Chenin

Blanc und einem kleinen Anteil Chardonnay, wird

nach traditioneller Methode hergestellt und funkelt

zart goldfarben mit grünlichen Reflexen im Glas. Die

Perlage ist fein und hält lange an, im fruchtigen und

frischen Duft zeigen sich weiße Blüten, Apfelblüten,

Apfel, weißer Pfirsich und Zitrusfrucht wie Pomelo,

begleitet von frischem Hefegebäck, leicht gerösteter

Haselnuss und auch Akazienhonig. Im Mund mit frischer,

präsenter Säure, die den Gaumen in Bewegung

bringt, saftig, animierend und auch mit fruchtigem

Schmelz von gelber Frucht, Mirabelle und Stachelbeere.

Brut, aber nicht am unteren Level von trocken, gut

balanciert und ausgewogen. Feines, elegantes Mousseux,

im Finish mit süßer Frucht, Apfel, Aprikose und

kandierter Zitronenschale. Linear gebaut, mit Zug und

einer besonderen Bestimmung: die Lebensgeister zu

wecken und für gute Laune zu sorgen!

Ab sofort bis 2024 und gerne ein Weißweinglas benutzen.

97


FRANKREICH LOIRE

Bouvet-Ladubay

„150“ MÉTHODE TRADITIONNELLE BRUT, BLANC

„Man sollte viel mehr Crémant trinken!“

FLO010500 „150“ Méthode Traditionnelle Brut, blanc 12,5% Vol. 16,66 €/l 12,50 €

FLO010500P 12x „150“ Méthode T. Brut, blanc (11 + 1 Flasche gratis) statt 150,00 € nur 137,50 €

„Was wäre das Leben ohne sprudelnden Wein?“, diesen

Satz hören wir öfters während unseren Verkostungen

in Saarwellingen. Und es muss ja nicht immer

Schampus sein, oft reicht schon ein feiner Crémant

wie dieser hier, um in den belebenden Genuss der

spritzigen und animierenden Vitalität der Schaumweine

zu kommen.

Traumhaft weich das Perlenspiel, das sich über die

Zunge und den Gaumen hermacht, typisch Chardonnay

im zartfruchtigen Aromenspiel. Reife Birne

im Hintergrund, warmes Brioche ganz vorne. Weich

im Mund, sanft, fast schüchtern tritt die Cuvée „150“

auf, versucht, sich leise zu verhalten und kein Aufsehen

zu erregen. Da ist Fülle auf der Zunge die aber

niemals breit wird, da ist Druck am Gaumen, der sich

aber leicht und elegant anfühlt. Wunderbar weiche

und sanfte Bläschen sorgen für eine traumhaft wohlige

Massage der Geschmacksknospen, es moussiert

sehr fein, es prickelt leise und es fühlt sich ungemein

sexy an. Das ist hoch seriöser Schaumwein, der sich

nirgendwo verstecken muss, der es locker mit sogenannten

„Prestige“- oder „Premium“-Schäumern

aufnimmt. „Man sollte viel mehr Crémant trinken!“,

diesen Satz flüstert uns eine gute Freundin immer

wieder ins Ohr. Ganz unrecht hat sie damit nicht,

soll heißen: Da liegt sie völlig richtig! Zumal eine

richtig gute Schaumweinqualität auch richtig günstig

sein und noch dazu richtig Spaß machen kann.

Crémant und Loire: Die zwei gehören zusammen,

dort weiß man, wie das geht mit den kleinen feinen

Blasen. Diese stimmige Komposition aus unzähligen

Komponenten (nun ja, 150 werden’s schon sein)

lässt viele andere Blanc de Blancs alt oder zumindest

recht mittlemäßig aussehen. Ein Juwel mit herrlich

funkelnden Facetten!

Ab sofort bis 2024+.

„TRÉSOR“ SAUMUR BRUT, BLANC 2017

Viel zu gut, um ihn wegzuschließen: Crémant aus Chenin Blanc

und Chardonnay in Bestform!

FLO010217 „Trésor“ Saumur Brut, blanc 2017 12,5% Vol. 22,53 €/l 16,90€

FLO010217Z 12x „Trésor“ S. Brut, blanc 2017 (11 + 1 Flasche gratis) statt 202,80 € nur 185,90 €

92 Punkte

PARKER

Weiße Früchte (Birne), etwas grüner Apfel, Weißblütiges

und ganz verführerische Brioche-Noten, als ob

eine französische Bäckerei hinter der nächsten Ecke

liegt, verströmt verheißungsvoll das Bouquet. Ebenfalls

riechbar ist als feine reife Note der bestens

eingebundene Holzeinsatz. Der sorgt aber vor

allem am Gaumen für einen veritablem Crémant

von der Loire, dem zweitgrößten Schaumweingebiet

in Frankreich. Und ja, das hat die Qualität,

die das größte Gebiet, die Champagne hervorbringt

– nur zu charmanteren Konditionen, so

dass man sich die Frage des „richtigen“ Anlasses

nicht stellen muss und der Trésor nicht hinter Weinkellertüren

verschlossen bleibt, sondern sich ins Glas

ergießt. Hier hat er eine prägnante, aber feinperlig

zarte Perlage, das macht richtig Spaß! Zu jedem

Zeitpunkt sind – bei allem Volumen und cremigeleganter

Süffigkeit – dank des wunderbar präzisen

Säurekicks Frische und Frucht gewährleistet. Ein

herrlicher langer Nachhall verbleibt im Mund, der

Crémant aber nicht sonderlich lange in der Flasche,

so dass man sich für den nächsten „Trésor“ recht

bald auf den Weg zum Kühlschrank (mit oder ohne

Schließfach) wird aufmachen müssen. Warum dieser

Crémant von Bouvet-Ladubay Seriensieger als bester

französischer Crémant zu sein scheint, dürfte bei

der hohen Qualität bei gleichzeitig hervorragendem

Preis-Genuss-Verhältnis immer wieder aufs Neue beeindruckend,

aber nicht weiter überraschend sein!

Ab sofort und nicht nur zum Anstoßen, sondern auch

als vorzüglicher Speisenbegleiter.

GOLD! – MUNDUS VINI

98 PINWAND no 336 | April 2022


Bouvet-Ladubay

LOIRE FRANKREICH

„TRÉSOR“ SAUMUR BRUT, ROSÉ

„Nimmt es mit jedem gutem Champagner auf.“ – Falstaff

FLO010300 „Trésor“ Saumur Brut, rosé 12,5% Vol. 22,00 €/l 16,50 €

FLO010300Z 12x „Trésor“ S. Brut, rosé (11 + 1 Flasche gratis) statt 198,00 € nur 181,50 €

Die qualitative Ausnahme unter den französischen

Rosé-Schaumweinen und offensichtlich auch bei

unseren Kunden sehr beliebt. Reinsortig hergestellt

aus Cabernet-Franc-Trauben fasziniert dieser rassige

Sekt durch eine zartrosa Tönung, eine beeindruckende

rotfruchtige Nase (Johannisbeeren, Himbeeren

und zarte Erdbeeranklänge) und einen ausgewogenen

Geschmack auf der Zunge mit einer delikaten

Konzentration. Ein einmaliger, verrückter, fast anarchistischer

Tropfen mit dem vollen, weinigen Körper

eines Roten und der Lebendigkeit eines Weißen: die

Quintessenz eines Rosés!

Der Falstaff urteilt: „Mittleres Lachsrosa, Silberreflexe,

zartes Mousseux. Feines, attraktives rotes

Waldbeerkonfit, zart mit Mandarinenzesten unterlegt.

Anklänge von Kirschen. Komplex, stoffig, seidige

Textur, rote Fruchtnuancen, finessenreiche Säurestruktur,

gute Länge, mineralischer Nachhall, lagerfähiger

Stil, vielseitiger Speisenbegleiter. Nimmt es

mit jedem gutem Champagner auf.“

Stimmt zu 100 %!

Ab sofort, gerne auch aus einem größerem

Glas, bis 2024.

91 Punkte

PARKER

99


BOUVET-LADUBAY-PRO-

BOUVET-LADUBAY-PROBIER-

BIER-PAKET (6 FLASCHEN)

PAKET Die (6 ganze FLASCHEN)

Vielschichtigkeit der hervorragenden

Vielschichtigkeit Loire-Schaumweine der hervorragenden in einem

Die ganze

Loire-Schaumweine Paket! in einem Paket!

FLO019900P FLO019900P Bouvet-Ladubay-Probier-Paket (6 Flaschen)

(6 Flaschen) statt 81,60 € nur 76,00 €

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Der ganze Es Facettenreichtum wird Frühling! Meteorologisch der Loire in einem gesehen Paket: ist Sechs er

verschiedene schon Top-Crémants seit dem 1. März aus präsent, dem Hause astronomischer

Bouvet-Ladubay

zum frühlingshaft Sicht fällt beschwingten die Tag-und-Nacht-Gleiche Kennenlernpreis! auf daen 20.

des Monats. Wann immer Sie auf dieses Ereignis

PROBIERPAKET anstoßen MIT möchten: JE EINER Ein FLASCHE: wunderbar erfrischender

► „Excellence“ Schäumer blanc: sollte Bester nicht Crémant fehlen! des Und Jahres was 2021! böte sich

► „Excellence“ mehr an, roséals unser perlendes Probierpaket zu einem

► „Saphir“ geradezu 2019 frühlingshaft beschwingten Sparpreis?

► Cuvée Sechs „150“ verschiedene Crémants aus dem Hause Bouvet-Ladubay

blanc: 92 Parker-Punkte

mit denen sich die wunderbare Leich-

► „Trésor“

► „Trésor“ tigkeit rosé: und 91 Parker-Punkte

der ganze Facettenreichtum dieser hervorragenden

Schaumweine von der Loire entdecken

und genießen lässt!

„EXCELLENCE“ CREMANT DE

LOIRE BRUT, BLANC (12 FL.)

Der Wein des Jahres! 1. Platz

– „Top 100 Weine des Jahres 2021“

„Der Testsieger in der Kategorie »Traditionelle

Flaschengärung Frankreich« ist Bouvets

Excellence. Der Crémant-Botschafter der Loire!“

(Weinwirtschaft)

FLO011300P 12x „Excellence“ C. de L. Brut, blanc

(11 + 1 Flasche gratis) statt 142,80 € nur 130,90 €


PINwand336 Saarwellingen, im April 2022

Liefern Sie mir bitte folgende Weine:

Bestellung per Fax: 06838 / 97950-30, Telefon: 06838 / 97950-0 oder auch per Post:

PINARD de PICARD • Alfred-Nobel-Allee 28 • 66793 Saarwellingen oder www.pinard.de

Menge Artikel-Nr. Wein Einzelpreis

DEUTSCHLAND | Seehof – Rheinhessen

* in Subskription, Lieferung September 2022

DRH052021 „Seehof-Liter“ trocken, 2021

6,95 €

(Edition Pinard de Picard)

DRH050721 Grüner Silvaner, 2021 (Edition Pinard de Picard) 7,40 €

DRH051921 Weißburgunder, 2021

7,80 €

(Edition Pinard de Picard) PdP: Coup de Cœur

DRH050121 Riesling trocken, 2021 (Edition Pinard de Picard) 7,95 €

DRH052421 Grauer Burgunder, 2021 7,95 €

DRH051121 Pinot Noir rosé, 2021 8,20 €

DRH052621 Sauvignon Blanc, 2021 8,95 €

DRH059921P Rebsorten-Paket 2021 (12 Fl.) statt 96,50 € nur 89,95 €

DRH050221 Auxerrois „von den Kalkterrassen“, 2021 9,70 €

DRH052321 „Same same but different“, 2021 9,95 €

DRH051821 Morstein Weißer Burgunder „R“, 2021 * 17,90 €

DRH051621 Westhofen Kirchspiel Riesling trocken, 2021 * 17,50 €

DRH050421 Westhofen Steingrube Riesling trocken, 2021 * 22,00 €

DRH051021 Westhofen Morstein „Alte Reben“ Riesl. tr., 2021 * 28,00 €

DEUTSCHLAND | Seckinger – Pfalz

DPF100621 Riesling „vom Löss“ trocken, 2021 8,50 €

DPF100721 Grauburgunder „vom Kalkstein“, 2021 (BIO) 9,00 €

DPF101120 Blanc R „Pure“, 2020 (BIO) 12,90 €

DPF101320 Pinot Gris R „Pure“, 2020 (BIO) 14,90 €

DPF101420 Phips Fizz Rosé (BIO) 15,90 €

DPF100120 Ruppertsberg Reiterpfad Riesling trocken, 2020 27,90 €

DPF100520 Deidesheim „1 Tal“ Riesling trocken, 2020 (BIO) 38,00 €

DPF100220 Deidesheim Petershöhle Riesling tr., 2020 (BIO) 39,00 €

DPF100420 Königsbach Ölberg Riesling trocken, 2020 (BIO) 42,50 €

DPF100320 Deidesheim Kieselberg „Wurzelecht“ Riesling 47,00 €

trocken, 2020 (BIO)

DPF101820 Maikammer Kapellenberg Chardonnay, 2020 40,00 €

DPF101920 Chardonnay „Linse“, 2020 (BIO) 40,00 €

Menge Artikel-Nr. Wein Einzelpreis

DEUTSCHLAND | Theresa Breuer – Rheingau

DRG040121 „GB Charm“ Riesling halbtrocken, 2021 12,00 €

DRG041421 „GB Sauvage“ Riesling trocken, 2021 12,00 €

DRG040221 „GB Gris“ Grauburgunder trocken, 2021 15,00 €

DRG040320 Riesling Rüdesheim „Estate“, 2020 16,50 €

DRG041320 Riesling Lorch „Estate“, 2020 Parker: 92+ P 16,50 €

DRG040520 Riesling „Terra Montosa“, 2020 Suckling: 95 P 25,00 €

DRG041520 Pfaffenwies Riesling trocken, 2020 Falstaff: 94 P 59,00 €

DRG041219 Riesling Sekt Brut, 2019 16,00 €

DRG040909 „Georg Breuer“ Sekt Brut, 2009 36,00 €

ITALIEN | San Jacopo – Toskana

* BIO

ITO050120 „Quarto di Luna“ Chardonnay IGT Toscana,

bianco 2020

ITO050219 „Poggio ai Grilli“ DOCG Chianti Superiore,

rosso 2019 *

ITO050318 „Poggio ai Grilli“ DOCG Chianti Riserva,

rosso 2018 *

2 Gläser Gambero Rosso

ITO050417 „Orma del Diavolo“ IGT Toscana, rosso 2017 *

2 Gläser Gambero Rosso

ITALIEN | Ampeleia – Maremma

ITO010520 „Rosato di Ampeleia“ IGT Toscana, rosato 2020

Kennenlernofferte: statt 15,95 € nur

13,95 €

8,95 €

15,95 €

24,90 €

alle BIO

14,90 €

ITO010321 „Unlitro“ IGT Toscana, rosso 2021 1L 12,80 €

ITO010120 „Kepos“ IGT Toscana, rosso 2020 15,95 €

ITO010218 „Ampeleia“ IGT Toscana, rosso 2018 29,95 €

FRANKREICH | Aires Hautes – Minervois

* BIO

FLA020319 „Tradition“ Minervois, rouge 2019 6,95 €

FLA020518 „Réserve“ Minervois-La-Livinière, rouge 2018

Vinum: 18,5 P & Best Buy!

9,95 €

FLA020819 „Chrysope“ Minervois, rouge 2019 * 9,95 €

FLA021019 „Les Catherines“ Vin de France, rouge 2019 * 10,90 €

FLA020918 „Orycte“ Minervois-La-Livinière, rouge 2018 * 12,90 €

FLA020617 „Clos de l’Escandil“ Minervois-La-Livinière, 22,50 €

rouge 2017

Dunnuck: 93–95 P


PINwand336

Liefern Sie mir bitte folgende Weine:

Menge Artikel-Nr. Wein Einzelpreis

FRANKREICH | Tariquet – Gascogne

Name / Firma

Kunden-Nr. (falls zur Hand)

Straße, Nr.

PLZ, Ort

FSW039921P Kennenlernpaket 2021 (12 Fl.) statt 76,90 € nur 69,95 €

FSW031021 „Rosé de Pressée“ IGP Côtes de Gascogne, 2021 5,95 €

FSW031021M „Rosé de Pressée“ IGP CdG 2021 MAGNUM 11,90 €

FSW031621 Marselan IGP Côtes de Gascogne, rosé 2021 7,40 €

FSW031621P 12x Marselan IGP Côtes de Gascogne, rosé 2021 81,40 €

(11+1 Flasche gratis) statt 88,80 € nur

FSW030121 „Classic“ IGP Côtes de Gascogne, blanc 2021 5,60 €

FSW030121P 12x „Classic“ IGP Côtes de Gascogne, blanc 2021 61,60 €

(11+1 Flasche gratis) statt 67,20 € nur

FSW030221 Sauvignon Blanc IGP C. de Gascogne, blanc 2021 6,95 €

FSW030221P 12x Sauvignon Blanc IGP CdG, blanc 2021 76,45 €

(11+1 Flasche gratis) statt 83,40 € nur

FSW031121 Chenin – Chardonnay IGP CdG, blanc 2021 6,95 €

FSW031121P 12x Chenin – Chardonnay IGP CdG, blanc 2021 76,45 €

(11 + 1 Flasche gratis) statt 83,40 € nur

FSW030321 „Coté“ IGP Côtes de Gascogne, blanc 2021 9,50 €

FSW031220 „Réserve“ IGT Côtes de Gascogne, blanc 2020 8,50 €

FSW030419 „Tête de Cuvée“ Chardonnay

12,90 €

IGP Côtes de Gascogne, blanc 2019

FSW031321 „Premières Grives“

9,95 €

IGP Côtes de Gascognee, blanc 2021

FSW031418 „Dernières Grives“

18,95 €

IGP Côtes de Gascognee, blanc 2018

FRANKREICH | Triennes – Provence

* BIO

FPR020521 „Rosé“ IGP Méditerranée, rosé 2021 9,99 €

FPR020521M „Rosé“ IGP Méditerranée, rosé 2021 MAGNUM 20,90 €

FPR020120 „Les Auréliens“ IGP Méditerranée, blanc 2020 * 11,50 €

FPR020620 Viognier „Sainte Fleur“ IGP Méd., blanc. 2020 * 14,95 €

FPR020218 „Les Auréliens“ IGP Méditerranée, rouge 2018 * 11,50 €

FPR020319 Merlot IGP Méditerranée, rouge 2019 11,50 €

FPR020418 „Saint-Auguste“ IGP Méditerranée, rouge 2018 * 14,95 €

FRANKREICH | Tour des Gendres – Bergerac

alle BIO

FSW040320 „Cuvée des Conti“ Bergerac Sec, blanc 2020 9,95 €

FSW041520 „Conti-Ne Périgourdine“ Bergerac Sec, bl. 2020 17,50 €

FSW040420 „Moulin des Dames“ Bergerac Sec, blanc 2020 21,00 €

FSW040718 „Anthologia“ Bergerac Sec, blanc 2018 39,90 €

FSW040518 „La Gloire de mon Père“ C. de Bergerac, rouge 2018 13,90 €

FSW041418 „Les Anciens Francs“ Côtes de Bergerac, 24,90 €

rouge 2018 RvF: 16,5 P, PdP: Coup de Cœur

FSW040119 „Les Gendres“ Côtes de Bergerac, rouge 2019 25,00 €

Bestellung per Fax: 06838 / 97950-30, Telefon: 06838 / 97950-0 oder auch per Post:

PINARD de PICARD • Alfred-Nobel-Allee 28 • 66793 Saarwellingen oder www.pinard.de

Menge Artikel-Nr. Wein Einzelpreis

FRANKREICH | Bouvet-Ladubay – Loire

FLO019900P Probier-Paket (6 Flaschen) statt 81,60 € nur 76,00 €

FLO011500 „Brut de Loire“ Saumur Brut, blanc 10,90 €

12x „Brut de Loire“ Saumur Brut, blanc

FLO011500P 119,90 €

(11+1 Flasche gratis) statt 130,80 € nur

FLO011300

FLO011300P

„Excellence“ Cremant de Loire Brut, blanc

Weinwirtschaft: Platz 1 – Crémant des Jahres 2021

12x „Excellence“ Cremant de Loire Brut, blanc

(11+1 Flasche gratis) statt 142,80 € nur

11,90 €

130,90 €

FLO011400 „Excellence“ Crémant de Loire Brut, rosé 11,90 €

FLO011400Z 12x „Excellence“ Crémant de Loire Brut, rosé 130,90 €

(11+1 Flasche gratis) statt 142,80 € nur

FLO010119 „Saphir“ Saumur Brut, blanc 2019 11,95 €

FLO010119P 12x „Saphir“ Saumur Brut, blanc 2019

131,45 €

(11+1 Flasche gratis) statt 143,40 € nur

FLO010500 Cuvée „150“ Méthode Traditionnelle Brut, blanc 12,50 €

FLO010500P 12x Cuvée „150“ Méthode Traditionnelle Brut, blanc 137,50 €

(11+1 Flasche gratis) statt 150,00 € nur

FLO010217 „Trésor“ Saumur Brut, blanc 2017 Parker: 92 P 16,90 €

FLO010217Z 12x „Trésor“ Saumur Brut, blanc 2017

185,90 €

(11+1 Flasche gratis) statt 202,80 € nur

FLO010300 „Trésor“ Saumur Brut, rosé Parker: 91 P 16,50 €

FLO010300Z 12x „Trésor“ Saumur Brut, rosé

(11+1 Flasche gratis) statt 198,00 € nur

181,50 €

FRANKREICH | Voillot – Burgund

FBU120220 Bourgogne Pinot Noir „Vieilles Vignes“, 2020 24,00 €

FBU120320 Volnay „Vieilles Vignes“, rouge 2020 39,95 €

FBU120420 Pommard „Vieilles Vignes“, 2020 PdP: Coup de Cœur 42,00 €

FBU120120 Volnay 1er Cru „Les Fremiets“, rouge 2020 69,95 €

FBU120620 Volnay 1er Cru „Les Champans“, rouge 2020 72,00 €

FBU120720 Volnay 1er Cru „Les Caillerets“, rouge 2020 76,00 €

FBU120920 Pommard 1er Cru „Les Pèzerolles“, rouge 2020 89,90 €

FBU120820 Pommard 1er Cru „Les Rugiens“, rouge 2020 95,00 €

FBU121020 Pommard 1er Cru „Les Epenots“, rouge 2020 95,00 €

SPANIEN | Iria Otero – Rías Baixas, Ribeiro, Ribeira Sacra

SBX010620 „SAL“ Albariño DO Rías Baixas, blanco 2020 14,95 €

SRB010120 „A Seara“ DO Ribeiro, blanco 2020 21,00 €

SBX010118 „Sacabeira“ DO Rías Baixas, blanco 2018 24,00 €

SRB010719 „11th house“ DO Ribeira Sacra, blanco (2019) 27,00 €

SRB010519 „Cosco“, blanco 2019 29,00 €

SRB010319 „Alebub“ DO Ribeiro, blanco 2019 35,00 €

SRB010219 „A Seara“ Castes Tintas DO Ribeiro, tinto 2019 21,00 €

SRB010418 „Teixugo“ Vino de España, tinto (2018) Parker: 92 P 29,00 €

SPANIEN | López de Heredia – Rioja

SRI040113 „Viña Cubillo“ Crianza DOCa Rioja, tinto 2013

Suckling: 93 P

SRI040210 „Viña Bosconia“ Reserva DOCa Rioja, tinto 2010

Suckling: 95 P

SRI040710 „Viña Tondonia“ Reserva DOCa Rioja, tinto 2010

Atkin: 94 P, PdP: Coup de Cœur

14,95 €

24,90 €

35,00 €

SRI040710H „Viña Tondonia“ Reserva 2010 (0,375l) 19,95 €

SRI040710M „Viña Tondonia“ Reserva 2010 MAGNUM 69,95 €

SRI049901P „R. López de Heredia“-Raritäten-Paket 259,90 €

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Widerrufsrecht: Sie haben das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der

Beförderer ist, die letzte Ware einer einheitlichen Bestellung in Besitz genommen haben bzw. hat. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Pinard de Picard GmbH & Co.KG, Alfred-Nobel-Allee 28, 66793 Saarwellingen,

Tel.: 06838/97950-0, Fax:-30, E-Mail: info@pinard.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden. Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen können Sie unter

https://www.pinard-de-picard.de/geschaeftsbedingungen.html einsehen. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie unter https://www.pinard-de-picard.de/kontakt/datenschutz.html. Gerne können Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen

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