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Ditjes un` Datjes 2020

Kleine Borkumer Geschichten

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Kleine Borkumer Geschichten


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Klaus Kühl-Peters

Begeisterter Hoteldirektor

Kachelot. Da leb ich auf!


Ditjes

un`

Datjes

2020

Kleine Borkumer Geschichten

Zur Abgabe an Gäste und Insulaner

des Nordseeheilbades Borkum

- Schutzgebühr -

Herausgegeben vom Borkumer Werbe-Service

Inh. K.-H. Richter - Franz-Habich-Str. 23 - 26757 Nordseebad Borkum

Tel. 0 49 22 - 910 236

E-Mail: mail@ditjes-un-datjes.de

Klimaneutral gedruckt bei

Rautenberg Druck GmbH - 26789 Leer

Kein Teil dieses Heftes darf ohne Genehmigung in irgendeiner

Form reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme

verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Vorlage für das Titelbild: Andreas Behr


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VORWORT

Ditjes un` Datjes

Liebe Leserin, lieber Leser!

Das 38. Ditjes un´ Datjes liegt vor Ihnen.

In der Gegenwart weiß jeder, welche Zeiten die Welt im Moment

durchmacht. Da das Heft aber auch gesammelt und über

Jahrzehnte aufbewahrt wird, möchten wir nicht unerwähnt lassen,

dass rund um den Globus zur Zeit ein neuartiges Corona-Virus der

Menschheit schwer zu schaffen macht.

Viele Todesfälle, schwere Erkrankungen sind die Folgen.

Die Regierungen in der Welt reagieren mit Einschränkungen

in der Bewegungsfreiheit, auch mit dem Verbot touristischer

Übernachtungen. Der Zugang zur Insel Borkum wurde für Gäste

vorübergehend untersagt.

In dieser Zeit erscheint das neue Ditjes un` Datjes. Nach reiflicher

Überlegung und Diskussion im Redaktions-Team haben wir

uns entschlossen, das Heftchen auch als eine Art „Mutmacher“

erscheinen zu lassen.

In diesem Zusammenhang danken wir den Inserenten ganz

besonders, dass sie die Herausgabe ermöglicht haben.

Aber auch den Autoren und anderen Unterstützern.

In diesen Tagen wünscht man sich häufig: „Bleiben Sie gesund“.

Eigentlich sollte man sich das immer wünschen - Gesundheit ist

das höchste Gut.

Wir wünschen Ihnen trotzdem - wie immer - viel Spaß beim Lesen

des neuen „Ditjes un` Datjes – Kleine Borkumer Geschichten“.

Ihre Familie Richter

und das „Ditjes un` Datjes“-Team !

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Ditjes un` Datjes

40jähriger Borkumer rettet

24 Menschen aus Katastropheneis

Von Gregor Ulsamer

Zwölf bis dreizehn Fuß, also fast vier Meter dick, war das Eis gewesen, das sich

schwer drehte und ihre Schiffe von allen Seiten bedrängte. Mit rund 12 Meter

langen Sägen hatten die Männer versucht, einen Weg durch das Eis in die

Freiheit zu schneiden. Es hatte nichts genutzt. Vierzehn Schiffe gingen verloren,

jedes hatte 40 bis 45 Mann Besatzung.

Die „Anna“, ein gut 30 Meter langer Walfänger vom Typ einer Fleute, war am

10. April aus Amsterdam ausgelaufen. Das Dreimastschiff gehörte dem Reeder

Klaas Heijn aus Zaandam in Holland. Commandeur, also Kapitän des Schiffes,

war Jeldert Janszoon Groot von Borkums nächster bewohnter westlicher Nachbarinsel

Schiermonnikoog.

Schon sieben Tage später waren sie in Höhe des Skageraks gewesen, als ein

Sturm die untere Rah ihres Vormastes zerbrach und sie in der Folge aus einem

Reserveholz eine neue „Fockrah“ fertigten. In der zweiten Maihälfte hatten sie

das Südeis bei Spitzbergen durchquert und waren am 30. Mai an der Nordwestküste

Spitzbergens mit wohl einhundert Schiffen an den Rand des Westeises

gekommen. In diesem wurden sie immer wieder mal eingeschlossen; schon

Mitte Juni zerquetschte die wühlende Treibeismasse ein erstes Schiff. Mit

starken östlichen Winden und mit dem Eis trieben sie dann täglich etwa 30

Kilometer weiter westwärts, bis an die Ostküste Grönlands, und von dort mit

dem polaren Meeresstrom nach Süden. Mitte Juli fingen sie auf 74° Nord auch

noch zwei Wale.

Anfang August waren sie in dem Eis ganze 27 eingeschlossene Schiffe: neun

Hamburger, sieben Holländer, acht Engländer, zwei Schweden und ein Bremer.

Siebzehn dieser Schiffe konnten sich durch Sägen und Schleppen mit den

Ruderbooten befreien und in freies Wasser retten.

Ab dem 18. August wehte Orkan aus Nordost, so dass man an Deck nicht

stehen konnte. Von nun an presste das aufgewühlte Meer das Eis, drehte die

masthohen Eisberge kopfüber und zermahlte von den noch eingesperrten

Walfängern einen nach dem anderen.

4


Ditjes un` Datjes

Zwischen Grönland und Island verlor auch der bislang so erfolgreiche Borkumer

Commandeur Roelof Gerrits Meyer sein Schiff „De Vergulde Walvis“.

Seine Besatzung konnte sich auf ein anderes Schiff retten und mit diesem die

freie See und die Heimat erreichen.

TÄGLICH FRISCH SEIT 1892.

Unsere

Borkumer

Geschichte

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5


Ditjes un` Datjes

Am 7. September hatte es die „Anna“ getroffen. Ein mächtiger Eisbrocken

drückte die Backbordseite des Schiffes ein und brachte es in kurzer Zeit zum

Sinken. Da der Wind sich vorübergehend etwas legte, konnte die Mannschaft

mit knapper Not noch einige Lebensmittel bergen.

Beim Untergang des letzten Schiffes, der „Wisselvalligheid“ aus Edam, am

11. Oktober 1777 an der Ostseite von Statenhuk, der Südspitze Grönlands,

standen 286 hilflose, hungrige und frierende Männer, enggedrängt, mit ein paar

Booten und ein paar Fässern mit Proviant, im Sturm in der treibenden und tobenden

Eiswüste auf einer Eisscholle. Alles war in Bewegung; kaltes Seewasser

schwappte zwischen ihre Beine.

Der Matrose Harm Kröger aus dem Oldenburgischen war Besatzungsmitglied

des Hamburger Walfängers „Wilhelmina“ gewesen. Dieses Schiff war am 29.

September untergegangen. Neben der eigenen Besatzung von 44 Mann waren

zuletzt drei weitere Mannschaften, unter anderem die Besatzung der „Anna“,

als Schiffbrüchige auf der „Wilhelmina“ gewesen. Kröger hatte bis auf die Haut

alles verloren, die Katastrophe aber durchstanden. Im Sommer des folgenden

Jahres 1778 war er in Seehundsfellkleidung der Eskimos nach Amsterdam

zurückgekommen und hatte dort seinen Bericht über das grausame Leiden und

Sterben der Männer und seine Überlebensgeschichte veröffentlicht 1 :

„... So viele kalte, verhungerte, nasse Menschen, in einer so großen Verlegenheit auf

dem Eise, und zwar auf einem Stücke, das durch das Mahlen und Drängen der andern,

je länger, je kleiner wurde; so daß wir kaum mit so vielen Seelen darauf stehen

konnten. Höchst elend war unser Zustand, fürchterlich das Wehklagen, betrübt das

Lamentieren, bitter das Schreien. Seelen ängstende Seufzer wurden himmelwärts,

unter Strömen von Thränen und Gebetern, an unsern einzigen Erlöser, den Gott

des Himmels und der Erde, aufgeopfert, den wir auf das allerfeurigste um Hülfe in

diesem so betrübten Zustande anriefen.

Wer sollte sich einbilden können, dass dieser elende Zustand sich noch verschlimmern

konnte? Es war doch so. Denn wir hatten noch einige Hoffnung auf unsere 11

Schalupen² gesetzt, um damit dem Tode zu entfliehen. Doch, so klein die Hoffnung

war, wurde sie doch vereitelt: denn durch das starke Mahlen und Drehen des Eises

verloren wir in dieser großen Noth acht von unsern Schalupen. Dabei wurde das

1 Harm Heinrich Kröger, Historische wahre Nachricht von dem Elend und Drangsalen des im Jahre 1777 auf

dem Wallfischfang nach Grönland abgefarnen verunglückten Schiffes Wilhelmina, unter dem Kommandeur

Jakob Henrich Broertjes, aus dem Holländischen Tagebuche, Georg Ludewig Förster, Bremen 1779.

2 Schaluppe, Fangboot der Walfänger

6


Ditjes un` Datjes

Eisstück, worauf wir stunden, so gedrücket und erschüttert, dass wir alle Augenblick

unter dem Eise begraben zu werden glaubten; indem uns alle Momenten die

erschrecklichen Eisberge mit einem tödlichen Fall droheten.

Wir machten zwei Zelte von unsern geborgenen Segeln. Zum Glück gab der Himmel,

dass es still Wetter wurde. Wie dieses alles vorfiel, waren wir 10 Meilen gegen Osten

bei Staten Hoek. Den 11ten und 12. October trieben wir mit den Eisstücken, darauf

wir waren, mit starkem Gang und vielem Treiben nach Süden bis auf 60 Grad 50

Minuten Norder Breite, dicht längst dem Lande. Bisweilen war das Eis rings um uns

her dicht geschlossen, und dann bekamen wir wieder eine Oefnung; doch begleitet

mit hohen und schweren Wellen, so daß wir alle Augenblick dachten, das Eis würde

brechen. Mit einem Wort, nichts, als ein elender und betrübter Tod, stund uns vor

Augen; alle Hofnung von Erlösung war vorbei; wir sahen kein Auskommen. Denn

blieb das Eis auch ganz, daß wir nicht weggespület wurden; so mußte Hunger und

Mangel uns doch aufreiben und tödten.

Diese Betrübnis und der geringe Augenschein, der da war, unser Leben zu retten,

verursachte, daß einige von unserm Volk, die vorher auf Straat Davis gefahren hatten,

des Morgens, am 13. October, den Vorschlag thaten, um nachzuforschen, an das

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Ditjes un` Datjes

feste Land zu kommen, wovon sie gute Hofnung zu haben glaubten: einstheils, daß

sie vorgaben, wie ihnen bekannt wäre, daß bei Kaffer Wall Hernhuter³ wohneten,

welches, nach ihrer Meinung, nur 1 ½ Meile von Staaten Hoek wäre; ferner gründeten

sie ihre gute Voraussicht darauf, daß das Eis diesen morgen dicht geschlossen lag,

und sie so viel besser ans Land kommen könnten.

Hierauf beschlossen 230 Mann, diese Unternemung zu thun. Sie waren aber nicht

alle einerlei Meinung, und namen folglich alle nicht einerlei Weg: denn die Kommandeurs

Marten Jansen, Groot und Christians mit noch 40 Mann, namen einen

ganz andern Weg, als die übrige Mannschaft, die es mehr südlich anlegten. Sie

namen zwei von den drei Schalupen mit sich. Wir blieben noch mit 56 Mann und

einer Schalupe bei den Zelten auf dem Eise.

Nachher haben wir vernommen, daß sie nicht alle ans Land gekommen; sondern

verschiedene von ihnen unter den Eisstücken verunglückt seyn, und sie ihre 2 Schalupen

haben verlassen müssen. Doch dieses hinderte nicht, daß Kommandeur Jansen

und seine bei ihm marschierende Mitbrüder 15 Tage eher bei Menschen, den Eingebornen

von Grönland, ankamen, als wir, die auf dem Eise geblieben waren und nach

der Zeit noch bitter haben herumtreiben müssen, ehe uns das Glück zu Theil wurde.

Ich halte es nicht nöthig, zu beschreiben, mit was für betrübten Augen wir unsere

250 unglückliche Mitgenossen von uns sahen abgehen; noch wie uns zu Muthe war,

wenn wir uns, die übriggebliebene 56 Mann, schlechterdings mit einer Schalupe auf

dem Eise sahen. Jedermann wird leicht denken, wie heftig diese Seelen jammerten!

wie betrübt sie einander ihre Noth klagten! Wer weiß, wie viel Thränen vergossen

wurden.

Ich habe gesehen und befunden, daß die höchste Spitze von Elend und Noth den

Menschen unbeweglich mache. Ich kann euch keinen bessern Begriff davon geben,

denn daß wir alle wie leblose Geschöpfe aussahen, die stumm zur Schlachtbank

gefüret wurden.

In solch einem Zustande befanden wir uns. Wir trieben alle weiter mit unsern Zelten

auf dem Eise stark um Staaten Hoek hin. Als wir gerade davor waren, konnten wir

nicht anders denken, als daß die Stunde gekommen wäre, in der Tiefe des Meers

begraben zu werden: denn das Eis gieng auf einmal aus einander; die See lief mit

starkem Drang über die großen Eisstücke hin; und es schien nicht anders, als wir

würden alle weggespület werden. Doch gefiel es dem Herrn noch unserer zu verschonen.

Als wir das Staaten Hoek vorbei waren, lief der Wind nach Südwesten, wodurch

3 Deutsche Missionare

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Ditjes un` Datjes

wir wieder nach dem Lande zutrieben.

Den 16. October sahen wir eine Schalupe auf dem Eise stehen. Wir liefen von einem

Eisstück aufs andere darnach zu, und fanden, es wäre eine verlassene Schalupe von

Kommandeur Kastricum und seiner Mannschaft. Es war noch ein alter Mann von

60 Jahren darin. Er war geboren, wie mir deucht, auf der Insel Rim. Diese alte Seele

hatte in dem größten Kummer und Elend schon 3 Tage in der Schalupe zugebracht

und zurück bleiben müssen, weil er zu kraftlos war, dem andern Volke folgen zu

können. Das finden dieser Schalupe gab uns einigen, aber nicht zu grossen Trost, weil

wir nun ein Fahrzeug mehr hatten, um See damit zu halten. Wir schleppten sie also

übers Eis nach unserm Zelt.

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9


Ditjes un` Datjes

Desselben Tages, wie wir mit der Schalupe beschäftiget waren, kamen noch 2 Mann,

die 3 Tage auf einem Eisstück gestandenn hatten, zu uns. Sie hatten noch einen

alten Mann bei sich gehabt, der aber, weil er nicht mehr hat fortkommen können,

sie gebeten, da er seinen Tod sich zu nähern bemerkte, ihn zu verlassen , und, wenn

es möglich, sich selbst zu retten suchen. Die genaue Erzelung von dem Absterben

dieses alten Mannes, rührte mich, ich bekenne es, sehr hart, weil ich kein bessers Los

zu erwarten hatte, weil wir so forttrieben, und in tausend Gefahren uns befanden.

Doch hatten wir noch einige Hofnung, da wir mit unsern Zelten nach Kaffer Wall zu

trieben, um, wo möglich, daselbst an Land zu kommen.

Eben diese Hofnung war es auch, die uns zum Entschluß brachte, das Eis und Zelt

zu verlassen, und mit den Schalupen eine Unternemung zu wagen. Wir hatten 2

Steuerleute bei uns. Der eine war von Borkum in Vriesland, Namens Jakob Kieviet,

der Steuermann von Jeldert Jans Groot war. Der andere war ein Hamburger Steuermann.

Nun begriff ich, und andere brave Matrosen mit mir, sehr wol, daß, wenn unsere

Unternemung glücken sollte, wir bei jeder Schalupe einen Befehlshaber anstellen

mußten. Und so trugen wir diesen beiden Steuerleuten das Amt auf, welche die

Mannschaft in 2 Haufen, jeden von 26 Mann, vertheilten. Zwei Mann blieben bei

dem Zelt, und wollten sich nicht überreden lassen, mit uns zu gehen.

Mit eifriger Anrufung Gottes, der alles erschaffen hat, giengen wir am 18ten dito in

die Schalupen. Wir arbeiteten mit allem unsern Vermögen, und kamen 2 Meilen von

dem Zelt weg. Wir konnten aber damals nicht weiter kommen. Dieses machte uns

sehr verlegen: und wir besorgten, daß, wenn solche Hinderungen mehr vorfielen, wir

Mangel an Victualien 4 zu bekommen, Gefahr liefen. Es wurde derhalben beschlossen,

um so viel leichter fort zu kommen, 18 Mann aus der Schalupe aufs Eis zu

setzen, und die übrigen 8 Mann sollten mit dem Steuermann wieder nach das Zelt

rudern, um noch Victualien zu holen, mit dem Versprechen, die 18 Zurückgebliebene

wieder abzuholen.

Was die andere Schalupe betrifft, wo der Hamburger Steuermann auf war, dieselbe

war östlicher aufgegangen: und sahen wir, daß er noch immer fortruderte.

Es glückte uns, daß wir zum zweiten mal, ohne Ungemach, an das Eis bei unserm

Zelt ankamen; da wir noch Victualien einschiften. Indem wir aber wieder wegzurudern

im Begriff waren, schloß sich das Eis rund wieder zu, und wir konnten nicht

weiter kommen.

4 Lebensmittel

10


Dieses verursachte, daß die 18 hinterlassene

ein Mißtrauen auf uns setzten, und

glaubten, daß wir sie zu verlassen suchten.

Sie liefen derhalben so geschwind, als möglich,

über das Eis weg, nach das Zelt, und

kamen zu uns, alwo sie die wahre Ursache

entdeckten. Inzwischen war die andere

Schalupe ihren Weg fortgegangen, und uns

bereits aus dem Gesicht gekommen. Des

Abends dieses Tages lief der Wind Süd Ost,

mit einem starken Sturm. Wir gerieten in

Todesangst; weil das Eis eine so schnelle

Fahrt bekam, daß wir alle Augenblicke

glaubten, durch die drängende Eisstücke

und treibende Eisberge verschlungen zu

werden.

Am folgenden Tage, den 19. October, war

es des Morgens so neblicht, daß wir weder

Land noch Wasser sehen konnten. Gegen

den Mittag gab Gott, daß der Himmel sich

wieder aufklärete. Wir konnten von dem

Eise, worauf wir waren, die See wieder

sehen. Wir hatten auch wieder offenes

Wasser, und brachten in Gottes Namen

die Schalupe wieder in die Fahrt seewärts.

Wir stiegen mit dem Steuermann Kieviet,

und 25 Mann in die Schalupe. Einer von

denen, die zuerst mit uns gefaren, blieb

mit den 2 übrigen auf dem Eise bei dem

Zelt. Wir wandten alle Mühe an, diese drei

Kammeraden unsers Schicksals zu überreden,

mit uns zu gehen. Aber umsonst.

Sie meineten, es wäre unmöglich, zurecht

zu kommen. Wir müsten aus Mangel und

Hunger umkommen; weil sie auf dem

Ditjes un` Datjes

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Ditjes un` Datjes

Eise im Zelt, durch Gottes Hülfe, mit den noch vorräthigen Victualien eine Zeitlang

auszukommen glaubten. Übrigens aber, wenn Gott beschlossen hätte, sie zu erhalten,

sie eben so wol auf dem Eise, als sich neuen Gefahren blos zu stellen, gerettet werden

könnten.

Wir liessen sie also zurück, und ruderten, da wir offenes Wasser sahen, frisch weg,

in Hofnung, diese unsere zwote Unternemung würde uns besser glücken, um gegen

Abend ans Land zu kommen. Zu dem Ende fuhren wir gegen Osten. Weil wir aber

mit 26 Mann, wie gesagt, beladen waren; konnten wir durch diese Last so geschwind

nicht fortkommen, als wir mit einer leichteren Schalupe hätten thun können. Auch fieng

das Eis an, sich wieder zu schliessen. Wir musten also gegen Abend die Schalupe

aufs Eis ziehen, und die ganze Nacht in Noth und Kälte unter dem blossen Himmel

zubringen. Desselben Abends sahen wir unsere andere Schalupe östlich von uns:

doch vernamen wir nachher nichts mehr davon.

Am folgenden Tage, den 20sten dito, als wir eine betrübte Nacht zurück gelegt hatten,

musten wir auf dem Eise bleiben, weil dasselbe rund herum geschlossen war, und

nichts ausrichten konnten. Am 21sten bekamen wir, dem Himmel sei gedankt, wieder

etwas Oefnung. Wir brachten die Schalupe zu Wasser, und ruderten OstNordOst

auf, bis gegen Abend, da wir unsern Kurs nach Nord Osten namen. Wir sahen kein

Land; dieses setzte uns in grosser Betrübniß: doch ehe es dunkel wurde, sahen wir

Land von ferne; dafür wir Gott lobeten und dankten, daß er uns bis soweit erhalten:

und baten ferner um seine göttliche Hülfe.

Obgleich wir uns dicht an der Seeküste befanden, und nicht an Land kommen

konnten, oder wir musten mit unserm kleinen schwer beladenen Schiffe, welches

kaum 3 Daumen Freibord hatte, erst in See stechen: das wir fürs erste nicht wagen

durften, um gegen die Nacht uns in ein solches holes 5 Wasser zu begeben. Hier sassen

wir also. Land konnten wir nicht bekommen; weil das Eis rund herum fest lag.

Liegen bleiben konnten wir auch nicht; weil es noch still Wetter war. Wir waren in

tausend Furcht, das Eis würde sich wieder schliessen. Was sollten wir thun? Da war

kein Mittel. Denn blieben wir auf dem Eise; so musten wir alle eines elenden Todes

sterben. In Gottes Namen wagten wir es, befalen unsere Seelen dem barmherzigen

Gott, und ruderten mit unserer kleinen, doch schwer beladenen Schalupe nach Osten,

in die hole See. Wir setzten doppelt Volk an die Riemen, wärend das die andern mit

Messern in der Hand sassen, um das Eis, das mit dem überlaufenden Seewasser

einlief, los zu machen, und über Boort zu werfen. Denn alles Seewasser, welches ins

5 holl = wild

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Ditjes un` Datjes

Schiff kam, ward gleich zu Eis.

Es war sehr kalt und fror stark. Himmel! wie gering war da die Hofnung zur

Erhaltung. Alle Augenblick, alle Minuten, dachten wir, nun gehet die Schalupe das

Unterste zu Oberst. Doch unter eifrigem Gebet und Seufzern zu Gott, ruderten wir

frisch fort, bis 1 Uhr in der Nacht. Da konnten wir durch das Eis nicht weiter kommen.

Doch hatten wir das Schwereste von der See ausgestanden. Es war nichts weiter

über, als die Schalupe wieder aufs Eis zu ziehen, und die Nacht, welche heftig kalt

war, so gut wir konnten, auf dem Eise und dem Schnee zuzubringen. Wir trösteten

uns, den andern Morgen, unter Gottes Beistand, am Lande zu kommen. Aber ach!

die Hofnung verschwand wieder geschwind, wie der Tag anbrach. Wir merkten, wie

das Eis bis am Lande feste lag, vor letzterem jedoch noch ein Raum mit Wasser.

Hier war wieder grosse Noth. Man kann es mit keiner Feder beschreiben, noch

mündlich aussprechen, wie herzlich betrübt wir einander ansahen: und es war

jämmerlich anzusehen, da viele von uns so sehr abgemattet waren, daß sie ihren

Muth hätten sinken lassen, wenn die anderen ihnen nicht Muth eingeredet hätten.

Wir schoben also die Schalupe wieder vom Eise, und ruderten längst demselben hin:

aber was vor Mühe wir auch anwandten; so war alles fruchtlos, und wir ermüdeten

uns vergeblich. Ferner fror es heftig; und es war so grimmig kalt, daß wir uns noch

verwunderten, nicht todt gefroren zu seyn. Es ist wahr, wir namen uns sorgfältig in

acht, daß, wie abgemattet wir uns auch befanden, niemand sich schlafen legen dürfte.

Wir hielten uns, so viel möglich, in Bewegung: und hatten unter einander abgeredet,

daß wenn einer den andern einschlaffen oder stille sitzen sähe, einer dem andern

munter machen, und in Bewegung bringen solte.

Nach der Nacht zwischen den 22sten und 23. October, die wir mit klappernden

Zähnen auf dem Eise zugebracht hatten, zeigte sich uns des Morgens dieses Tages

noch kein Auskommen. Der Wind blieb noch Süd West, bis des Abends, da er nach

Norden gieng, und es Gott gefiel, unsere Gebeter und Thränen in so weit zu erhöhen,

daß das Eis aus einander gieng, und wir an eine Insel kamen, wo es an diesem Tage

erschrecklich kalt war. Wir blieben hier die Nacht über. Als wir des Morgens, den

24sten dito, vernamen, daß alles Eis unter dem Lande weg war, so ruderten wir,

so stark wir konnten, nach einer grossen Klippe, 5 Meilen lang, die ganz mit Eis

bedeckt, weswegen, wie ich meine, sie von den Grönländern Ysblink genennet wird.

Längst unter dieser Klippe ruderten wir bis des Abends; konnten darauf nicht weiter

kommen, weil das Eis uns um Wege lag. Um nun nicht im Schlaf zu fallen, und todt

zu frieren, zogen wir die Schalupe wieder aufs Eis, und wanderten die ganze Nacht

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Ditjes un` Datjes

auf dem Eise hin und her durch den Schnee, da es sehr kalt war. Drei Mann stiegen

des Morgens oben auf das grosse Eisstück, um nach einer Oefnung sich umzusehen.

Aber ach! sie kamen sehr betrübt, müde und matt mit schlechter Zeitung zurück,

nemlich daß wir durch den Sturm aus dem Süd Osten, wie vorgemeldet, 25 Meilen

nach der Strasse hinein getrieben wären. O was für ein betrübter Trost! also, daß

wir alle wiederum nach dem Lande musten aufrudern. Was sollten wir thun? Noth

brach Gesetz, und der Tod, ein König des Schreckens, gab uns, mag ich wol sagen,

Kräfte. Wir giengen den 25. October früh Morgens schon wieder fort, um den

Schaden einzuholen, in Hofnung, es in der folgenden Nacht besser zu haben, als

die wir nun zurück gelegt hatten. Doch es gefiel dem Allmächtigen noch nicht. Wir

musten uns diese Nacht wieder unter dem freien Himmel auf einer Klippe behelfen.

Dabei war es so kalt, daß wir keine Hände und Füße mehr fühlen konnten. Der Tag

kam nicht so geschwind am Himmel, oder wir brachten unsere Schalupe wieder zu

Wasser. Dieses war den 26. October. Wir ruderten, so stark es unsere Kräfte zuliessen,

mit allem Vermögen frisch durch, bis Mittag, als wir etwas von ferne im Wasser

erblickten: es dauerte aber nicht lange, da wir ihn für einen wilden Mann hielten,

der in seinem Schuitjen 6 saß. Himmel! – Himmel! was gab dieses Gesicht vor eine

Freude und Frolocken.

Man hörte nichts anders rufen, als: Gott dank ein Mensch! – EIN MENSCH! O

Herr, nun werden wir zurecht kommen! O Himmel, hilf uns doch! Ach verlaß uns

nun nicht, o Gott! – Ja. diese Begebenheit zu beschreiben, welche die Erscheinung des

wilden Manns in seinem kleinen Schifchen auf unsere Gemüter verursachte, finde ich

mich nicht im Stande auszurichten.

Wie er so nahe herbei kam, daß wir ihm zurufen konnten, frugen wir ihn durch

jemand, der vordem auf Straat Davis gefaren hatte, und einige Worte von der

Landessprache reden konnte, wo der Priester wonete, (so nennen sie die Pastoren,

oder Prediger, die durch Seine Dänische Majestät dahin geschickt seyn), und ob wir

weit davon wären? Er winkte und bedeutete darauf mit seiner Hand, daß wir weiter

nach Norden auf musten; er gab uns folgends ein Zeichen, ihm zu folgen, welches wir

auch thaten: und so brachte er uns ans Land, und nam uns mit in sein Haus. Als wir

nahe hinzu kamen, sahen wir eine Menge Männer und Frauen, alle in Thierfellen

von Seehunden, mit den Haren auswärts, gekleidet, zum Vorschein kommen. Diese

Vorstellung, die uns hätte in Freude setzen sollen, daß wir durch Gottes Güte endlich

bei Menschen wieder gekommen waren, erschrack uns so sehr, daß wir, anstatt nach

6 Kajak

14


Alles unter einem Dach!

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Ditjes un` Datjes

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Ditjes un` Datjes

ihnen hin zu gehen, die Flucht namen, aus Furcht, sie würden uns mishandeln. …“

Die Missionare der Gemeinde NeuHerrnhuth in Grönland (heute Nuuk, Hauptstadt

Grönlands) trugen am 1. November des Jahres 1777 folgendes in ihr „Diarium“,

ihr Tagebuch, ein:

„Gestern hörten wir durch Bruder Jonathan, das ein Europäisch Boot mit sehr vielen

Menschen auf dem Weg hierher sey, welche ihr Schiff verloren hätten. Wir schickten

sogleich etliche Kajake aus, weil es schon Nacht wurde, um diesen in Noth seyenden

zu helfen, dass sie hierher finden. Gleich früh in der 2ten Stunde nach Mitternacht

kam das Boot hier an mit 14 Mann. Zehn Mann hatten sie, weil der Wind zu stark

gewesen, etliche Stunden von hier auf einer Insel gelaßen, welche als die abfuhren

sehr weinten und schrien, diese wurden früh Morgens von ihnen geholt, und kamen

zu Mittag auch hier an. Wir gaben diesen halb verhungerten, und welche fast ganz

erfrorenen, denn viele hatten Hände und Füße ganz erfroren, so gleich warmes zu

eßen und zu trinken. Ach wie dankbar waren sie, wieder Menschen zu sehen. Weil

sie sehr erfroren waren, gingen sie in die Grönländerhäuser schlafen, wo es warm ist.

Und sie sagten, das hätten sie sich nicht vorgestelt, daß die Grönländer solche Leute

wären. Sie haben mit uns gethan, als ob wir ihre Kinder wären. Ihre Erzehlungen

waren gar zu beweglich anzuhören und was sie ausgestanden, ist nicht zu beschreiben,

und fast nicht zu glauben, daß sie hierher haben kommen können:

… Den 12. October resolvirten 235 Man, worunter alle Commandörs waren, aufs

Land zu gehen, wovon sie etliche Meilen waren, wohin auch der größte Theil gekommen,

etliche aber ihr Leben verlieren musten.

Die noch auf dem Eiß geblieben, trieben mit dem Eiß immer West aus, und daß so

stark, daß sie nach des Steuermans Aussage, der einen Compas und Gradstok hatte,

alle 24 Stunden 16 Meilen fuhren. Als der Steuerman sahe, das sie nun Statenhuk

vorbey waren, sagte er: ‚Ich bin öfter in Strad-Davis gewesen und weiß, das es im

Bals-Revir Europäer hat, welche gute Leute sind. Nun ist es Zeit, das wir unsere

Boote brauchen und Land suchen, denn das Eiß hat nun seine Fahrt West aus.‘

Es stiegen daher in jedes Boot 25 Mann. Vier Mann blieben auf dem Eiß und wollten

erwarten, wo sie werden hinkommen.

Wo das andere Boot hingekommen, weiß man bis dato nicht. Diese aber sahen,

nachdem sie 3 Tage gerudert hatten, endlich Land. Des Nachts haben sie allemal

auf ein Stük Eiß zugebracht. Nachdem sie wieder 2 Tage und 1 Nacht in einem

weg gerudert, kamen sie endlich Süd von das Eisblinke an Land und fanden immer

soviel offen Wasser, dass sie durch konnten, haben sich aber immer an den äußersten

16


Ditjes un` Datjes

Inseln bey der freien See gehalten und sind daher zu keinen Menschen gekommen,

haben auch immer unter freiem Himmel die Nächte zubringen müßen ohne Schlaf,

welches ihnen die Kälte nicht zu ließ. Sechs Meilen diesseits von Lichtenfels trafen

sie zu unseren Grönländischen Geschwistern, wo sie das erstemal schlafen konnten.

Sie konnten ihre liebe nicht genug beschreiben. Erstlich hatten sie sich gefürchtet

7 Jakobsstab, Winkelmesser

Odyssee der Schiffbrüchigen im Treibeis von der Ostseite Grönlands nach Neu-

Herrnhuth

17


Ditjes un` Datjes

und fuhren wieder weg, wagten es aber wieder und kehrten zu ihnen und fanden

zu genauer Noth das Haus wieder. Hier haben sie die Grönländer nach Lichtenfels

weisen wollen. Weil sie sie aber nicht verstanden und selbst von keiner Collonie hier

wußten, so nahmen sie ihren Weg hierher. In Kellingeit schliefen sie bey dem Dänen

Cattegetan und von da kamen sie denn endlich durch eine wunderbare Errettung

froh und dankbar hier her. Es ist ein Wunder Gottes. welches noch nie gehört worden,

dass Leute, die in Spizbergen auf den Walfischfang gewesen, ohne Schiff hierher

gekommen. Wir bezeugten unser Mitleid so wohltätig als wir konnten, und gaben

ihnen Kleidungsstüke und was wir konnten. Mit tränenden Augen dankten sie.“

Die Not der Schiffbrüchigen war hier noch nicht zu Ende. Sie mussten im Winter

auf dem Weg weiter nach Norden noch viel erleiden.

Insgesamt hatten rund 450 Männer ihre Schiffe verloren, 300 davon starben

einen grausamen Tod in der Eiswüste durch Entkräftung, Ertrinken, Erfrieren

oder Verhungern.

Die Überlebenden erreichten bis zum Ende des Sommers 1778 ihre Heimat.

Nach Krögers Angaben hatte sich der Steuermann der „Anna“ als Borkumer

ausgegeben und Jakob Kieviet genannt. Kieviet selbst hat wohl kein öffentliches

Aufheben von seinen Erlebnissen gemacht. Es ist nichts Schriftliches von

ihm bekannt. So war seine Identität auf Borkum bis heute unbekannt und seine

Heldentat unbeachtet.

Kieviet war am 9. September 1736 auf der Insel geboren und als Jan Roelefs

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Ditjes un` Datjes

getauft. Seine Eltern lebten schon seit Generationen, unter eigenem Vornamen

und dem des Vaters, auf Borkum. Jans Vater Roelef scheint der erste gewesen

zu sein, der sich den Familiennamen „Kieviet“ – niederländisch für Kiebitz –

zugelegt hatte.

Wie alle Borkumer Jungs seiner Zeit war Jan Seemann geworden. Sein Lebenslauf

lässt vermuten, dass er schon als Zehn- bis Zwölfjähriger als Schiffsjunge,

also „Moses“, auf einem Walfänger angeheuert hatte. Vom Kajütwachter, also

von der Pike auf, hatte er sich dann bis zum Schiffsoffizier hochgedient.

Im Jahre 1767, als 30jähriger, machte Jan Roelefs, nachdem er einige Jahre als

Steuermann gefahren war, seine erste Reise als Befehlshaber des Walfängers

„Juffrau Sara“ des Hamburger Bankiers Roosen in das Seegebiet zwischen

Spitzbergen und Grönland. Er hatte das Commando von seinem Borkumer

Mitbürger Frerik Geelts Kleyn übernommen, der sich mit 51 Jahren aus dem

Walfang zurückzog.

Im Folgejahr 1768 übernahm Jan Roelefs die „Jonge Catarina“ seines Reeders

Roosen von dem Borkumer Geeld Geerts. Dieser hatte das Schiff seit seinem

Bau im Jahr 1748, also 20 Jahre lang, geführt und 1767, mit knapp 60 Jahren,

seine letzte Ausfahrt damit gemacht.

Die „Jonge Catarina“ war seit 1766 in der „Straat Davis“ eingesetzt. Dadurch

wechselte Jan Roelefs das Fanggebiet von Grönlands Ostseite zur Westseite. An

Bord waren im Jahr 1768 einige Borkumer: der Steuermann Jan Hindrik, der

Speckschneider Outman Kivit ( Jans Vetter), der Harpunier Ode Rolefs ( Jans

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Ditjes un` Datjes

jüngerer Bruder) und der Harpunier Ernst Schlevoigt, Odes Schwiegervater, als

Offiziere, sowie der 17jährige Matrose Jan Reynders Aggen.

“Jan Roelofsz. Kyvyt”, wie er im Niederländischen geschrieben wurde, befehligte

die “Jonge Catarina” noch in den drei folgenden Jahren, 1769 bis 1771. Im

Jahr 1770 verstarb Ode Rolefs auf diesem Schiff bei der Rückkehr aus Straat

Davis auf der Elbe.

Was Jan Roelefs in den folgenden Jahren gemacht hat, wissen wir nicht. Im Jahr

1777 erscheint er, nicht ungewöhnlich für einen „Alt“-Commandeur, als Steuermann

der „Anna“, im Hafen von Zaandam. Ungewöhnlich war es auch nicht,

dass die Seeleute, unter Beibehaltung ihrer Initialen, ihre Vornamen wechselten,

wenn sie sich in einem anderen Land verdingten. Jan Roelefs nannte sich

nun „Jakob Kieviet“.

Jan Roelefs Kieviet war ein Borkumer Held, der seine Gruppe durch Wissen,

Umsicht und Entschlusskraft rettete. Er wurde 56 Jahre alt. Der Pastor vermerkte

1792 im Kirchenbuch: „… nach seinem Aussehen der Gesundeste und Stärkste

von allen, ist an einer Brusterkältung innerhalb weniger Tage verstorben.“

Seine noch lebenden Nachkommen bis zur 10. Generation heißen unter

anderem Akkermann, Conrads, Ewald, Flessner, Freier, im Sande, Kaiser, Kaja,

Meems, Michalzik, Rapana, Schneeberg, Weber – und auch Kieviet.

© Gregor Ulsamer

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Ditjes un` Datjes

Die Strandbahn der Borkumer Kleinbahn

Von Gerd Wolff

Wer heute auf der Strandmauer von der Gaststätte Heimliche Liebe zur Kulturinsel

und zum Gezeitenland, weiter vorbei am Hotel Vier Jahreszeiten, der

Nordseeklinik, dem CVJM-Haus und dem Hotel Hohenzollern bis zum Café

Sturmeck wandert, kann sich kaum vorstellen, dass hier auf der Strandmauer

einmal Gleise der Kleinbahn lagen, Bauzüge fuhren und auch Personenzüge,

die Badegäste zum Badestrand unterhalb des Cafés Sturmeck brachten. Vom

Café Sturmeck kann man heute kaum das Wasser sehen, der Flutsaum liegt

weit draußen; dass unmittelbar unterhalb der Strandmauer einmal reger Badebetrieb

herrschte, ist auch kaum vorstellbar. Das war aber so, vor 90 Jahren und

auch noch vor 60 Jahren.

1879 wurde der Neue Leuchtturm gebaut. Die Lastkähne, die das Baumaterial

heranbrachten, ankerten im Hopp und wurden bei Niedrigwasser entladen. Mit

Umkleidezelte und Badestrand vor dem Café Sturmeck. Rechts ein „Badezug“

mit 3 Wagen. Nordbad ca. 1936.

Foto: Sammlung G. Wolff

22


Ditjes un` Datjes

Pferdefuhrwerken wurde das Baumaterial über das Watt zur Baustelle transportiert.

1879 errichtete die Baufirma Habich & Goth vom Hopp zur Baustelle

eine 5,5 km lange Materialbahn, die mit Pferden betrieben wurde. Die Strecke

verlief parallel zum Hopp und folgte dann der heutigen Reedestraße – Deichstraße,

am Bahnhof vorbei bis zur Baustelle des Leuchtturms. Schon früh

entstanden Zweigstrecken durch die Westdünen zu den Buhnen- und Strandmauerbaustellen

und vom Leuchtturm aus weiter zum Bauhof der Wasserbauverwaltung.

1888 entstanden der erste feste Anleger in der Fischerbalje und die Inselbahn

vom Anleger zum Dorfbahnhof. Die Strecke entsprach der heutigen Lage und

stieß an der heutigen Süderstraße auf die Pferdebahn, deren Trasse sie nach

dem Umbau auf Lokomotivbetrieb bis zum Dorfbahnhof und weiter bis zum

Leuchtturm benutzte.

Mit dem Bau der Strandmauer wurde das Zweiggleis zur Strandbahn aus

der Pferdebahnzeit, das ebenfalls auf Lokomotivbetrieb umgebaut worden

war, immer weiter verlängert, am Bauhof vorbei, zu dem ein Anschlussgleis

verlegt wurde, vorbei an der Baustelle des Wasserturms, bis zum heutigen Café

Sturmeck und 1910/15 bis zum Ende der Strandmauer etwa 300 m hinter der

Gaststätte. Dieses Strandbahngleis zweigte am Güterbahnhof „Am Langen

Wasser“ ab, führte hinter dem damaligen Lokschuppen her durch die Westdünen

und stieß bei der Bismarckstraße auf die Strandmauer, der sie im weiteren

Verlauf vorbei an der heutigen Klinik für Dermatologie und dem Hotel Hohenzollern

auf der ganzen Länge bis zum Ende folgte.

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Zum Bau des Elektrischen Leuchtturms wurde 1888 auf der Strandmauer auch

nach Süden ein Gleis vorgestreckt bis zur Baustelle.

Kurz vor dem

Dorfbahnhof

zweigte das Postgleis

ab, das in seiner

Verlängerung

auf das Strandbahngleis

stieß, so

dass westlich der

Lokschuppen- und

Werkstattanlagen

ein Gleisdreieck

entstand; das

Strandbahngleis

konnte also sowohl

vom Bahnhof her als

auch vom Anleger

her direkt befahren werden.

Materialzug auf der oberen Promenade, ca. 1949.

Foto: Sammlung Gerd Wolff

Das Strandbahngleis war Eigentum der Wasserbauverwaltung Emden und wurde

ausschließlich von Bauzügen benutzt, die Material zum Bau der Strandmauer,

der Buhnen und der Strandbefestigung heranbrachten. Der Bauhof hatte

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eigene Güterwagen, auch die Kleinbahn stellte Wagen zur Verfügung, ebenfalls

die Lokomotiven, die die Bauzüge vom Anleger bis zu den Baustellen längs der

Strandmauer beförderten.

1926 wurde das Strandbahngleis zu den Norddünen mit großem Aufwand

durchgearbeitet und teilweise erneuert.

In den 1920er Jahren verlagerte sich der Badebetrieb durch Sandabspülung

vor der Wandelhalle (dem heutigen Nordbad zwischen dem Pavillon und dem

Kaap) allmählich nach Norden; es entstand ein neuer Badestrand vor dem Café

Sturmeck. Um den Badegästen den langen Fußweg zu dem neuen „Nordbad“

zu ersparen, richtete die Kleinbahn 1929 einen Pendelbetrieb auf der Strandbahn

ein. Die Genehmigung für den Personenverkehr auf der Strandbahn

hatte der Regierungspräsident in Aurich am 30. Juni 1929 erteilt „...und zwar

jeweils vom 1. Juni bis 30. September zwischen einer Haltestelle vor dem Hotel

Hohenzollern bis zum Kaffee Sturmeck“.

Vormittags von 9.30 bis 12.30 Uhr und nachmittags von 14.30 bis 17.30 Uhr

verkehrte alle 20 Minuten ein kurzer Zug bestehend aus einer Lokomotive und

einem oder zwei Wagen zwischen

der Haltestellle beim Hotel Hohenzollern

und der Haltestelle am Café

Sturmeck. An beiden Endstellen

waren Umsetzgleise angeordnet, so

dass die Lokomotiven wieder an die

Zugspitze setzen konnten, ferner

kurze Bahnsteige mit einer Sitzbank.

Während der Badezeit sollten möglichst

keine Bauzüge verkehren.

Irgendwie wird man sich arrangiert

Haltestelle Nordbad. Bahnsteig mit Wartebank

und Umsetzgleis.

Foto: Sammlung G. Wolff

haben, denn erst 1938 wurde ein

Benutzungsvertrag zwischen der

Kleinbahn und der Wasserbauverwaltung

abgeschlossen. Das Wasserbauamt

Emden gestattete der Kleinbahn die Benutzung der Strandbahn vom

„Nordbahnhof “ beim Hotel Hohenzollern bis zum Nordende der Strandmauer

gegen eine jährliche Anerkennungsgebühr, außerdem musste die Kleinbahn

das Strandbahngleis drei Jahre lang instandhalten und danach so lange wie sie

26


Ditjes un` Datjes

die Gleise benutzen wollte. Der Bauhof konnte seine Transporte weiterhin

durchführen, die Lokomotiven stellte auch weiterhin die Kleinbahn.

Auch die Marine benutzte das Strandgleis. Im Zuge der Aufrüstung Borkums

zur Seefestung waren in den 1930er Jahren am Rand der Norddünen ein

Scheinwerferstand und Bunkeranlagen entstanden, zu denen Anschlussgleise

führten.

Die Badezüge zum neuen Nordstrand wurden vom Publikum gut angenommen,

in der Saison 1929 nutzten 19.000 Personen die Züge.

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges verkehrten in der Saison die Badezüge

am Vor- und am Nachmittag, lediglich in der Badesaison 1937 fuhren die

Züge nicht, weil im Winter 1936/37 die Strandmauer zwischen den Buhnen 6

und 10 beschädigt und das Gleis unterbrochen war. Zu Saisonbeginn 1938 war

das Gleis wieder durchgängig befahrbar.

Der Einsatz von einer Lok und zwei Wagen war teuer und das Umsetzen der

Lok an den Endstellen lästig und zeitaufwändig, zudem musste die Lok in der

Mittagspause ihre Wasser- und Kohlenvorräte ergänzen. Deshalb bestellte die

Kleinbahn 1938 bei der Waggonfabrik Wismar einen kleinen zweiachsigen

Leichttriebwagen mit zwei Ford-Vorbaumotoren und 42 Sitzplätzen, der den

Strandbahnbetrieb übernehmen sollte. Der Triebwagen wurde erst 1940 geliefert,

da war der Badebetrieb bereits wegen Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

eingestellt; Ende August 1939 war der Strandbahn-Personenzug letztmalig

gefahren.

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Die Marinebahn hatte 1939 ebenfalls bei der Waggonfabrik Wismar solch

einen Leichttriebwagen beschafft, ferner von der Firma Draisinenbau Hamburg

mit zwei kleinen Beiwagen. Diese Fahrzeuge standen nach Kriegsende ungenutzt

herum und wurden 1947 von der Kleinbahn übernommen.

Nach Kriegsende dauerte es nicht lange, bis wieder Kurgäste nach Borkum

kamen; schon im Sommer 1946 fand ein bescheidener Badebetrieb statt. 1947

kamen wieder ca. 35.000 Badegäste nach Borkum. Gleich nach Kriegsende

hatte die Kleinbahn mit der Instandsetzung der Gleisanlagen und Fahrzeuge

begonnen; die Gleise der Strandbahn waren nur geringfügig beschädigt, sodass

die Züge des Bauhofes schon 1946 wieder verkehren konnten. Zu Saisonbeginn

am 12. Juli 1949 wurden auch wieder Personenzüge zum Nordbad angeboten,

nun aber mit den beiden Wismar-Triebwagen. Da das Umsetzgleis beim

Hotel Hohenzollern nicht mehr notwendig war, fuhren die Triebwagen bereits

vor der Wandelhalle ab.

Durch die Verlängerung der Buhnen und auch dem Bau neuer Buhnen in den

1930er Jahren hatte sich ab Ende der 1930er Jahre nördlich der Wandelhalle

1968 auf der oberen Sprandpromenade: Jubiläumszug zum 80-jährigen Jubiläum

der Borkumer Kleinbahn.

Foto: Archiv Heimatverein

28


Ditjes un` Datjes

ein neuer Badestrand gebildet. Vor dem Nordstrand waren große Sandmengen

angespült worden, so dass der Flutsaum sich hier immer weiter von der Strandmauer

entfernte. Nach dem Krieg verschob sich der Badebetrieb wieder mehr

und mehr Richtung Süden zum heutigen Nordbad zwischen dem Kurhaus und

dem Kaap. Der Badebetrieb vor dem Café Sturmeck verlor an Interesse, in der

Saison1953 hatten nur noch ca. 7.000 Badegäste die Strandbahntriebwagen

benutzt. Das Ende der Saison 1953 war auch das Ende der Strandbahn zum

Nordbad. Die Sturmflut vom Januar 1954 hatte große Schäden auch an der

Strandmauer verursacht, die Strandmauer war an mehreren Stellen weggebrochen

und das Gleis zerstört worden. Im Rahmen der Instandsetzung der

Strandmauer wurde auch das Gleis wieder hergestellt, die Badezüge wurden

jedoch nicht mehr angeboten, es war auch kein Bedarf mehr vorhanden.

Das Strandbahngleis wurde jetzt wieder ausschließlich für die Materialzüge

des Bauhofs benutzt. Nach der Wiederherstellung der Strandmauer und der

beschädigten Buhnen wurde das Strandbahngleis vom Ende der Strandmauer

bis zum Bauhof zurückgebaut.

Die verheerende Sturmflut vom Februar 1962 brachte erhebliche Zerstö-

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rungen insbesondere an der Wattstrecke der Kleinbahn, so dass der gesamte

Kleinbahnbetrieb zum Erliegen kam. Nach der Behebung der Schäden und der

Wiederinbetriebnahme der Kleinbahn setzte für die Kleinbahn ein erheblicher

Strukturwandel ein; durch den Einsatz der neuen Autofähren ging der Güterverkehr

auf der Schiene stark zurück. 1964 wurde der Stückgut , Expressgutund

Gepäckverkehr und 1968 der gesamte Güterverkehr aufgegeben und auf

Lkw-Verkehr umgestellt. Damit entfielen auch die Materialzüge des Bauhofes.

1972/73 wurden die Gleise des Güterbahnhofs „Am Langen Wasser“ entfernt.

Das Strandbahngleis war schon einige Jahre vorher abgebaut worden, es hatte

dem Neubau des Wellenbades weichen müssen. Als letzter Rest des Gleisdreiecks

blieb noch einige Zeit das Postgleis liegen, das verschwand schließlich mit

dem Neubau des Lokschuppens und der neuen Werkstatt.

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Steine am Strand

Von Michael Fuchs

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Unbesehen, Borkum hat viel zu bieten. Ist dem noch etwas hinzuzufügen? Ich

denke ja!

Wir haben der Insel in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder für ein

paar Tage unseren Besuch abgestattet und dabei jedesmal in der Jugendherberge

übernachtet. Das hat sich auch nicht geändert, als unsere Kinder bereits

erwachsen waren. Die Jugendherberge wird von den Mitarbeitern des Teams

nicht nur hervorragend geführt; da steckt auch sehr viel Herzblut drin!

Mit den ausgeliehenen Fahrrädern kommt man leicht zum Ostland. Dort ist es

ruhiger. Weit ab vom Badebetrieb kann man viele Kilometer in Richtung Ostspitze

laufen, die breiten fast menschenleeren Strände mit all den wunderbaren

Mustern, die Wind und Wasser im Übergang von Land und Meer zeichnen,

genießen.

Der Strandwanderer schaut unwillkürlich auf die Dinge, die auffällig im hellen

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Sand vor ihm sichtbar werden.

Meist sind es Dinge die das

Meer freigegeben hat, seien

es Zusammenballungen von

Algen oder Stücke aus den heute

unter der Nordsee befindlichen

Torfschichten. Umso erstaunter

wird er sein, wenn im Sand vor

ihm ockerfarbene Steine liegen.

Diese ockerfarbenen Tupfen im

Sand werden bei Niedrigwasser

sichtbar. Sie erreichen die Größe

einer Faust und viele der Stücke

sind von weißen Muschelschalen durchsetzt. Es handelt sich um Konkretionen.

Konkretionen können entstehen, wenn Wasser gelöste Stoffe über einen mehr

oder minder langen Weg durch den Porenraum des Gesteins transportiert. Die

Konkretionen bilden sich dann, wenn durch die Änderungen des chemischen

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Eisenkernkonrektion im Sand bei Niedrigwasser.

Fotos: Michael Fuchs

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Milieus der Stoff ausgefällt wird. Um einen Kristallisationskern herum fängt die

Konkretion zu wachsen an. Solcherart Bildungen sind nicht selten. Sie finden

sich in vielen Ablagerungsgesteinen. Die Borkumer Konkretionen jedoch besitzen

eine Besonderheit. Hier ist der Kristallisationskern Keim und Träger des

Wachstums, somit auch Lieferant des gelösten Stoffes.

Eisen in unterschiedlichster Legierung findet sich in unserer künstlichen Umwelt

nahezu überall. Es wird in vielen Bereichen eingesetzt. Eisenteile gelangen

so, nachdem die Konstruktionen nicht mehr gebraucht werden oder verfallen,

in das natürliche Umfeld. So gelangen immer wieder, auch auf Borkum, z.B. die

Armierungen aus kaputtem Stahlbeton, kleinere Eisenteile von Kuttern oder

die Geschossmantelreste von Munition unterschiedlichsten Kalibers in den

Gezeitenbereich. Geschossmantelreste von Munition scheinen einen nicht unerheblichen

Teil der Eisenkerne zu stellen, schließlich ist der Ausdruck Festung

Borkum zu einem festen Begriff geworden, der für die militärischen Aktivitäten

während des 2. Weltkrieges steht.

Und genau im Gezeitenbereich herrscht das Milieu, welches die Borkumer

Konkretionen wachsen lässt. Nimmt das Meer den Strandstreifen ein, herrschen

reduzierende Bedingungen. Das Meerwasser korrodiert die Eisenteile.

Zieht sich dann das Wasser zurück, kann der Luftsauerstoff wirken. Das gelöste

Eisen oxidiert und der Sand um das Eisenteil wird verbacken, mit ihm alles was

dort zufällig angespült

wurde. So sind beispielsweise

die Schalen

von Herzmuscheln und

Miesmuscheln sowie

Ambulakralplatten

der Herzigel in den

Konkretionen eingebettet.

Die Konkretionen

wachsen schnell.

Sie scheinen bereits in

wenigen Jahren zu entstehen

und bieten dem

Strandwanderer gerade

durch die vielen unter-

Eisenkernkonkretion mit Schalen von Herz-, Tell- und

Miesmuschel.

Fotos: Michael Fuchs

33


Ditjes un` Datjes

schiedlichen darin eingebetteten

Schalenreste einen ästhetischen

Anblick. Vielleicht wird das

eine oder andere hübsche Stück

– gerade mit dem Wissen über

dessen Entstehung, als natürliches

Gebilde mit künstlichem

Kern – eingesammelt und zu

Hause ausgelegt.

Wer Detailliertes über die Entstehung

der Borkumer Eisenkernkonkretionen

erfahren möchte, kann

darüber in dieser Veröffentlichung

nachlesen:

Michael Fuchs (2018): Eisenkernkonkretionen

aus dem Gezeitenbereich

der Nordsee. Naturhistorica

– Berichte der Naturhistorischen

Gesellschaft Hannover, Ausgabe

158/159, S. 179-188.

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Kosmetik sowie Meerwasser-Getränke und Meersalz-Spezialitäten und deckt

alle Bedürfnisse einer ganzheitlichen Anwendung ab.

Einzigartig durch MeeresTIEFwasser

Das naturreine MeeresTIEFwasser aus den Weiten des Nordatlantiks bildet die

Basis nahezu aller BIOMARIS Produkte. Nahezu ohne Einflüsse von Industrie

und Zivilisation wird es aus einer Eismeerströmung vor Grönland gewonnen

und zur weiteren Verwendung auf natürliche Weise gereinigt. MeeresTIEFwasser

ist außergewöhnlich reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, die

für unsere Gesundheit so essenziell sind. Es ähnelt damit stark dem Aufbau

unseres Blutes. Diese Tatsache macht BIOMARIS Produkte in ihrer Hautverträglichkeit

unübertroffen. Sie wirken im Einklang mit der Haut und entsprechen

ihren natürlichen physiologischen Abläufen.

Tradition auf Borkum

1946 wurde auf Borkum der erste BIO-

MARIS Ausschank eröffnet und erstmals

die äußerst gesunde MeeresTIEFwasser-

Trinkkur angeboten, die sich bis heute

großer Beliebtheit erfreut.

Seit 1988 wird der BIOMARIS Shop in

der „Kurhalle am Meer“ von Familie Natrup

betreut. Zusätzlich zu diesem langjährig

etablierten Shop eröffnete Anfang

35


Ditjes un` Datjes

März 2012 ein zweiter Shop im „Gezeitenland“. Beide Standorte verfügen über

ein Kosmetikstudio, in dem sich Kunden von Kopf bis Fuß mit BIOMARIS

Produkten verwöhnen lassen und so Thalasso hautnah erleben können.

BIOMARIS Trinkkur

Das Potenzial der Rohstoffe aus dem

Meer hat BIOMARIS früh erkannt: Firmengründer

Walter Brachmann stellte

1937 auf der Leipziger Messe sein „Helgoländer

Meerwasser-Kurgetränk“ vor

und wurde von der Fachwelt zunächst

dafür belächelt. Doch das Getränk fand

schnell immer größeren Zuspruch und

wurde stets populärer: Nur zwei Jahre

später belieferte Brachmann bereits

viele deutsche Mineralwasser-Firmen.

Kosmetik & Meer

In den 60er Jahren gelang es der BIOMARIS Forschung, die reichhaltigen

Mineralstoffe und Spurenelemente des Meerwassers auf natürliche Weise ungeschmälert

in eine Hautcreme einzuarbeiten. Die außerordentlich gute Verträglichkeit

dieses Produkts wird von Dermatologen bestätigt. Viele Hautkliniken

setzen die BIOMARIS HAUTCREME – obwohl kein Therapeutikum, sondern

Pflege-Produkt – in den wirkstofffreien Intervallen zur Pflege bei verschiedenen

Hauterkrankungen ein.

Mehr als 80 Jahre Innovation

Dank intensiver Entwicklungsarbeit im hauseigenen Forschungslabor entstehen

kontinuierlich Innovationen, die dem aktuellsten Stand der Wissenschaft

entsprechen und in denen die neusten und effektivsten Meereswirkstoffe zum

Einsatz kommen. Eindrucksvolle Beispiele sind die Produkte der Basic Line mit

der auf Algen basierenden Hydro-Formel, die dermatologische System-Pflege

BIOMARIS med sowie das Rich Care Concept – eine tiefenwirksame Feuchtigkeitspflege

mit dem besonders effektiven Cellular Hydration Complex.

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39


Ditjes un` Datjes

Kindheit auf Borkum

- Kindheitserinnerungen von Helga Andresen, Jahrgang 1956 -

50 Jahre und noch mehr

ist die Zeit der Kindheit her.

Wenn der Frühling kam ins Land

hat man uns Kinder gleich verbannt

aus unseren Winterdomizilen.

Jetzt mussten wir woanders spielen.

Im Haus war wenig Platz für Kinder,

drum: „draußen spielen ist gesünder“.

Was wir dann besonders hassten,

hieß es: „Psst – deij Badegasten!“

Unsere Insel bot uns viel

für Abenteuer, Spaß und Spiel.

Wollten finden als Entdecker

den großen Schatz von Störtebeker,

und die Bunker zogen dann

uns Kinder wie Magnete an.

Klettern und ins Innere schauen,

wer wollte sich am meisten trauen?

Auch Lüderitz mit kleinen Bäumen

lud ein zum Klettern und zum Träumen.

In unserer Fantasie entstand

ein Märchen- und ein Zauberland.

Bei Hitze war´s besonders schön

an den Badestrand zu geh´n.

Plantschen, buddeln, Burgen bauen,

einfach in den Himmel schauen,

doch war´s der allergrößte Schrei,

wenn eine hatte Geld dabei.

40


Ditjes un` Datjes

Mussten sie nicht lange bitten

`ne Badekarre anzumieten.

Hier roch´s nach Sonnenöl und Meer,

nach Muscheln und nach Holz und Teer.

Alle Mädchen zogen dann

sich hier den Badeanzug an.

Und das Aller- allerbeste:

Wir fühlten uns wie Badegäste.

Es war einfach unermesslich

und bis heute unvergesslich.

Ein weit´res Glück konnt´ uns bereiten

auf Wegmanns Esel mal zu reiten

zwischen Buhnen hin und her

so zwei bis dreimal ungefähr.

Nahm der Geldschwund seinen Lauf

ließ er uns umsonst mal drauf.

Gingen wir mal nicht zum Strand,

war die Straße Spieleland.

Ein Hinke-Feld, ein kleiner Stein,

hüpfen dann auf einem Bein,

Gummi-Twist, das war gewiss,

bis das Zick-Zack-Gummi riss,

mit dem Ball so manches Spiel,

ja, wir brauchten gar nicht viel.

Fantasie war stets Begleiter

auf unserer Entwicklungsleiter.

Fazit ist: gab´s auch nur wenig,

wir waren nicht Bettelmann – wir waren König !

Borkum 2019

41


Ditjes un` Datjes

Borkum und Juist drohte die totale Zerstörung

Alliierte wollten Emden zum Nachschub-Hafen machen

Im November 1944 entstand im britischen Hauptquartier ein Plan, wie man

Emden als Nachschubhafen nutzen kann. Dazu brauchte man die Kontrolle

über das Emsfahrwasser vor Borkum und zwischen Borkum und Juist.

Geplant war, dass kanadische Truppen auf den Inseln anlanden, die Befestigungsanlagen

und Flugabwehr-Batterien ausschalten und die schwer bewaffneten

Inseln unter Kontrolle bringen. Die Operation wird in allen Details vorbereitet.

Wind- und Wetterbedingungen werden erfasst, ebenso Strömungen

und Tideabläufe. Welche Strände eignen sich am besten? Wie kann man durch

das Watt zur Insel gelangen? Am Ende wird der Operationsplan in einer Karte

festgehalten. Wäre er umgesetzt worden, hätte den Inseln Borkum, Juist und

Norderney die völlige Zerstörung gedroht.

Glücklicherweise kam es nicht mehr dazu. Der schnelle Vormarsch der Alliierten

in Deutschland im Frühjahr 1945 machte den Plan überflüssig.

Quelle: Emder Zeitung

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Ditjes un` Datjes

Die Anweisungen auf diesem Plan sind eindeutig: Juist sollte „durch Bombardement

neutralisiert“ werden. Borkum und Norderney drohte „schwere Bombardierung“

und die Strände für den Angriff von Land und den seewärtigen Angriff waren bereits

festgelegt. Auch, dass das Wattenmeer unpassierbar war, (impassable mud flats),

wurde auf der Karte festgehalten.

„Channel for LCA“ = Landing Craft Assault, ein britisches Landungsfahrzeug im

Zweiten Weltkrieg

Grafik: Public Record Office London/Emder Zeitung

43


Ditjes un` Datjes

Eine unfreiwillige Eisfahrt durchs Watt

Von Volker Apfeld

Werner Bergmann stammt aus Lüneburg. Im 1. Weltkrieg war er als Soldat auf

Borkum stationiert. Ein Soldat von ca. 4.000, die den nordwestlichsten Außenposten

des Deutschen Reiches verteidigen sollten.

Es war im Winter 1916/17. Dichter Nebel lag über dem Meer. Es war Sonntag.

Bergmann und sein Kamerad hatten dienstfrei. Das erste Licht des Tages

dämmerte herauf. Die Soldaten hatten gehört, dass vor Hooge Hörn im Watt

große Muschelbänke liegen sollten. Nun wollten sie sich eine Extramahlzeit

besorgen. Es war Niedrigwasser. Am Strand lag eine zwei Meter hohe Barriere

aus Eisschollen. Sie kletterten über sie hinweg. Bald staunten sie über die großen

Mengen von Miesmuscheln. Schnell waren die Kochgeschirre gefüllt. Nun

sollte der Rückweg durch den Nebel angetreten werden. Doch was war das? Ein

Rauschen, Knacken und Brechen war zu hören. Vor Schreck erstarrt rannten

sie zurück Richtung Strand und sahen die Bescherung: Die einsetzende Flut

hatte die niedrigen Stellen bereits überschwemmt und drückte die Eisschollen

aufs Meer. In Todesangst versuchten sie seitwärts einen Weg zu finden. Doch

kein Rückweg war vorhanden. Der Versuch, durch einen Priel zu kommen,

schlug fehl. Noch standen sie auf einer Sandbank. Doch das Wasser stieg

unaufhaltsam. Es blieb keine andere Möglichkeit, als sich auf eine Eisscholle zu

retten. Da zwischenzeitlich das ganze Watt überschwemmt war, ließ die starke

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Ditjes un` Datjes

Strömung etwas nach. Als eine

große Eisscholle vorbeitrieb,

wagten sie den Sprung. Das

Eis war etwa 10 cm dick. Es

war jetzt 10 Uhr vormittags

und langsam trieb die Scholle

ins Ungewisse. Im Nebel war

bei einer Sicht von 20 – 30 m

keine Orientierung möglich.

Sie riefen um Hilfe. Aber wer Packeis am Nordstrand vor etwa 100 Jahren.

sollte sie in dieser Eiswüste hören? Die Scholle begann zu brechen. Sie standen

bis zu den Knöcheln im Wasser. Endlich sahen sie eine bessere Eisscholle und

sprangen über. Aber die Hoffnung auf Rettung schwand immer mehr. Abwechselnd

riefen sie fortwährend um Hilfe. Manches Mal drückte ihr Gewicht die

Scholle tief unter Wasser. Die Kehlen wurden heiser, sodass die Rufe immer

leiser wurden. Die Kräfte wollten versagen. Nur der Wille zum Leben ließ sie

durchhalten. Die Beine wollten sie nicht mehr tragen. Aber ein Hinlegen wäre

das Ende. Immer wieder mussten sie die Eisschollen wechseln. Die Dämmerung

brach herein und es wurde dunkel. Das Ende schien nahe. Plötzlich

Geräusche wie das Stampfen einer Maschine. Das Geräusch gab ihnen neue

Kraft. Immer lauter wurde es. Sie strengten sich an, die Hilferufe zu verstärken.

Ein Brechen und Klirren von Eisschollen war hörbar. Dann ein Schatten der

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Ditjes un` Datjes

näher kam: Ein kleines Schiff! Sie konnten ja nicht wissen, dass die Dampfpinasse

(größeres Beiboot von Kriegsschiffen) sie schon suchte. Jetzt kam sie schnell

näher und stellte die Maschine ab. Langsam trieb das Boot näher. Und als sie

längsseits des Bootes waren, schnappte sie die Besatzung und zogen sie an

Bord. Mit Tränen in den Augen konnten sie kein Wort hervorbringen. Die Kameraden

von der Marine brachten sie unter Deck wo es warm war und gaben

ihnen heiße Getränke. Ihr Leben hatten sie den Kameraden der Seeflugstation

Borkum-Reede zu verdanken. Dort waren die Hilferufe gehört worden. Als sie

auf Borkum-Reede ankamen, war es stockdunkle Nacht.

Mit den Eisschollen hatten sie einen Weg von 5 – 6 km zurückgelegt.

Zum Zapfenstreich konnten sie sich pünktlich im Quartier melden.

Eine Seereise, die die Männer nie vergessen sollten.

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Ditjes un` Datjes

Philatelie lebt !

- Besonderheiten von der „BORKUMRIFF“

Von Michael Schatte

Wer kennt sie nicht – die alte Lady! Und doch verbindet jeder andere Erinnerungen

an dieses Feuerschiff! Dem einen war sie jahrelang Arbeitsplatz und

dem anderen eine Informationsstelle, oder wie für mich ein Ort, der in der

Philatelie seinen Platz gefunden hat.

Diesem Umstand habe ich es auch zu verdanken, dass ich am 28. Juni 2019 bei

einer Sonderfahrt der BORKUMRIFF dabei sein durfte! Zur Begrüßung des

Salondampfers „Prinz Heinrich“ fuhr die BORKUMRIFF raus auf die See! Ein

denkwürdiger Tag für mich mit vielen Eindrücken – die ich so, bisher nicht

machen konnte. (Foto)

Am 28.06.2019 lief die „Prinz Heinrich“ nach fast 60 Jahren zum ersten Mal

wieder in den Borkumer Hafen ein. im Hintergrund die BORKUMRIFF.

Foto: Andreas Behr

Ein paar Highlights der Fahrt für mich waren mit Sicherheit der Auslaufsherry

im „Versaufloch“, leckeres Essen an Bord, ein Blick in die Funkkabine

mit aktivem Amateurfunk, der Blick auf die alten Maschinen und die riesige

Ankerkette, die Schiffsglocke an Bord und die Begrüßungszeremonie mit dem

47


Ditjes un` Datjes

Typhon, was mir heute noch eine Gänsehaut verschafft. Und natürlich im

Steuerhaus zu stehen und dem Kapitän über die Schulter zu schauen. Mein

Dank gilt hier ganz besonders Herrn Klaus Kühl-Peters, der mir diese Fahrt

ermöglicht hat.

Zudem bekam auch mein philatelistisches Herz ein Geschenk, schließlich gab

es an Bord ein Bordpostamt – mit Sonderstempel zu dieser Fahrt und Sonder-

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48


Ditjes un` Datjes

briefmarke auf Sonderumschlag! (siehe Bild) Hier gingen mehrere hundert

Belege auf die Reise in die ganze Welt. Auch da sieht man wieder, die Philatelie

ist nicht abzu-

schreiben. Darüber

hinaus habe

ich einen Beleg

an meinen 1.

Vorsitzenden der

Poststempelgilde

geschickt, der

sich über diesen

besonderen

Stempel freuen

durfte.

Warum BOR-

KUMRIFF?

Nun, weil ich

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49


Ditjes un` Datjes

seit 2003 regelmäßig jedes

Jahr nach Borkum als Urlaubsgast

komme und mich

das Feuerschiff fasziniert.

Darüber hinaus habe ich

einige Sonderstempel zusammen

getragen, die ich

gern hier zeigen möchte

um so darauf aufmerksam

zu machen, dass es schön

ist, sich auch im Urlaub

mit seinem Hobby zu

beschäftigen. Darüber

hinaus möchte ich aber

auch auf diesem Weg

etwas Werbung für den

Förderverein BORKUM-

RIFF machen.

Die BORKUMRIFF ist

für mich immer einen

Besuch wert und es ist

immer ein besonderer

Moment, wenn ich sie

betrete. Dann schließe ich die Augen und stelle mir vor,

wie es wohl damals für die Leute an Bord gewesen ist, wenn sie bei Sturm,

Wind und Wetter auf hoher See ihren Dienst verrichtet haben. Dazu gibt es ein

schönes Buch von Gregor Ulsamer „Feuerschiff Borkumriff “, welches ich sehr

empfehlen kann.

Und sonst bleibt mir nur zu hoffen, Gesundheit und langes Leben um noch

lange nach Borkum zu reisen. Immer wieder auf der Suche nach neuen philatelistischen

Leckerbissen – die ich mit meinem Hobby der Philatelie verbinden

kann.

50


Havarien, Hoffnungen, Helfer –

Schiffsunglücke in der Emsmündung und vor Borkum

Jens Bald

Von der Römerzeit bis in die Gegenwartschildert

das Buch kompakt und spannend die Geschichte

von Schiffsunglücken in der Emsmündung und des

Seenotrettungswesens auf Borkum.

2. überarbeitete und ergänzte Auflage

148 x 210, 160 S., 90 Abb. z. T. in Farbe

15,– € ISBN 978-3-00-061431-6

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Feuerschiff Borkumriff

Gregor Ulsamer

Die Geschichte des Seezeichen- und Nachrichtenwesens

an der Küste von 1875 bis zu Gegenwart dargestellt an den

Feuerschiffen auf der Position Borkumriff.

148 x 210, 246 S., 220 Abb., davon 30 in Farbe

21,80 € ISBN 978-3-00-056887-9

Borkum – Festung im Meer

Volker Apfeld

Das Buch schildert die fast 100jährige Geschichte des

Marinestandortes Borkum und zeigt wie sehr die Insel

durch das Militär geprägt wurde.

148 x 210, 160 S., 140 Fotos, davon 30 in Farbe

19,80 € ISBN 978-3-00-05871-1

Eisbrecher in Hamburg

Jens Bald

Die Entwicklung der Eisbrecher in Hamburg wird in diesem

Buch ausführlich dargestellt. Zahlreiche Generalpläne

und Spantenrisse ermöglichen den Nachbau dieser

faszinierenden Spezialschiffe.

210 x 265, 96 S., 118 Abb. davon 50 in Farbe

19,90 € ISBN 978-3-86927-424-9

www.oceanum.de


Ditjes un` Datjes

Die Geschichte des Haus Berents

Seit 1900 im Familienbesitz

Am 1.April 1900 erwarb Cornelius Berents das einige Jahre zuvor von Kapitän

Uffen erbaute Haus in der Franz-Habich-Straße 21, damals noch Damenpfad,

und eröffnete eine Drogerie. Cornelius Berents handelte damals mit selbst

angerührten Farben und allerlei Drogen und Chemikalien. Sein Wissen um die

Heilkräfte der Natur und die Kenntnis über die Wirkung bestimmter Chemikalien

stempelten ihn zu einem „Medizinmann“. Er besaß die Lizenz zum

Giftmischen und verabreichte Drogen in Form von Tees, mischte Salben und

Wässerchen und stellte Rezepte gegen allerlei Wehwehchen zusammen. Aus

Himbeersirup, destilliertem Wasser und 90prozentigem Alkohol entstanden

Liköre, die besonders bei den Damen beliebt waren. Schon lange vor dem

1. Weltkrieg beschäftigte sich Cornelius

mit der Fotografie und er war der

erste auf Borkum, der eine Dunkelkammer

zur „gefälligen persönlichen

Benutzung“ bereithielt. Zuerst auf den

Tageslichtpapieren, gefolgt von dem

Gaslichtpapier bis hin zu dem heute

noch bekannten Dunkelkammerpapier.

Seine Ehefrau Helene kümmerte sich

um den Rest des Hauses. Sie beherbergten

Badegäste in Vollpension. Sie

war für ihre Kochkünste berühmt und

hatte zu den Mittags- und Abendmahlzeiten

neben den eigenen Pensionsgästen

auch andere zum Essen im Haus.

Die Arbeit war unmöglich alleine zu

schaffen, die ersten Zimmermädchen

wurden eingestellt.

Im Laufe der Jahre wurden die Aufgaben

in der Drogerie ebenfalls immer

52

Das Haus Berents in der Franz-Habich-

Str. 21 mit der Drogerie, hier schon mit

Inhaber Manfred Freier. Fotos: Privat


umfangreicher, dass auch dort Mitarbeiter

eingestellt wurden. Zumeist weibliches

Personal, was zu dieser Zeit selten, ja fast

undenkbar war. Den Betrieb seiner Drogerie

überließ Cornelius dann den Damen,

er hatte anderes zu tun und verbrachte

seine Zeit in einem Gemüsegarten in der

Kiebitzdelle.

Sein Sohn Jakob Berents, gelernter

Drogist, übernahm noch vor dem 2.

Weltkrieg das Drogeriegeschäft. Er baute

die Abteilung Farben und Tapeten weiter

aus, ebenso die Fotografie. Körperpflegeartikel

hielten Einzug in die Drogerie,

Cremes und Wässerchen wurde nicht

mehr alle selbst angerührt, sondern fertig

Restaurant

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Ditjes un` Datjes

angeliefert. Jakob Berents erkannte, dass das Auto auf dem Vormarsch war und

gliederte die erste Borkumer Tankstelle an den Betrieb an. Das Haus Berents

ging damals noch bis in den heutigen Alten Damenpfad. Dort stand eine

Zapfsäule für Autobenzin. Unter der Erde lag ein 3000 Liter-Tank. Aus dieser

Zapfsäule wurden jahrelang die drei Feuerwehrautos, ein Wagen der Stadt und

die Motorräder der Ärzte betankt.

Nachdem Jakob Berents in den Kriegsdienst einberufen wurde, betrieben die

Frauen der Familie Berents Drogerie und Tankstelle. Jakobs Ehefrau Maria geb.

Kieviet kümmerte sich neben ihren drei Kindern, Edith, Jochen und Ulrike

um die Geschäfte. Gästevermietung

gab es zu dieser Zeit

keine.

Jakob kehrte verwundet aus

dem Krieg zurück und für alle

begann das Ersatz-Zeitalter.

Sonnenöl und Creme wurden

auf dem Gaskocher angerührt,

die Badegäste brachten

ihren eigenen Speck und

Schinken mit und bezahlten

ihre Unterkunft mit Naturalien.

Kurz danach war wieder alles

möglich. Waren konnten

angeliefert werden, Gäste

besuchte wieder die Insel. Es

ging aufwärts.

Im April 1949 stellte Jakob

Berents seinen ersten Drogerielehrling

ein. Er hieß

Manfred Freier und kam aus

Breslau. Nachdem Jakob im

Herbst 1951 vor der Insel

Memmert ertrank, übernahm

Manfred Freier als Pächter die

54

Nostalgische Behältnisse aus Cornelius Berents‘

Adler-Drogerie zieren heute den Teeladen.


Ditjes un` Datjes

Drogerie, die er vierzig Jahre betrieb.

Nach Jakobs Tod stellte die Familie von Vollpension auf Zimmer mit Frühstück

um und die Veranda wurde in einen Süßwarenladen umgewandelt. „Mexico“

nannte ihn der Volksmund, vermutlich, weil Schokolade aus Südamerika

kommt.

Im Jahre 1966 kehrte die älteste Tochter von Maria und Jakob Berents, Edith

Conrads, nach mehrjährigem Aufenthalt auf dem Festland als junge Witwe mit

vier kleinen Kindern, Unetta, Imke, Aiko und Brunke, zur Insel zurück. Die

Familie fand bei Großmutter Maria ein neues Zuhause. Edith und ihre Mutter

Maria betrieben weiter die Zimmervermietung, bis in den 80er Jahren die

einzelnen Gästezimmer in Ferienwohnungen umgewandelt wurden.

1969 wurde die Drogerie modernisiert. Innerhalb von wenigen Tagen waren

die kompletten Umbauarbeiten fertig. Eine neue Vertriebsform, die Selbstbedienung

hielt in Borkum Einzug.

Im Jahr 1992 übernahm Unetta, die älteste Tochter von Edith, in vierter Generation

zusammen mit ihrem Ehemann Tjard Steemann das Ladenlokal der

Tanjas Teeladen

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Ditjes un` Datjes

Drogerie. Aus dem Süßwarenladen wurde ein Bekleidungsgeschäft und aus der

Drogerie ein Teeladen.

Manfred Freier hatte jahrelang ein Eduscho-Depot betrieben, dass für kurze

Zeit von Tjard Steemann übernommen wurde.

Die Drogerie war abgängig. Sie wurde abgerissen und neu gebaut, sodass im

März 1994 das neue Geschäft „Steemann´s süßer Laden“ eröffnet werden

konnte. Weit über hundert verschiedene Teesorten, feinste Schokoladen und

Pralinen, erlesenes Porzellan und touristische Mitbringsel waren jetzt im Angebot,

ebenso wie Sanddornprodukte in jeder erdenklichen Form. Schnäpse,

Weine, Bonbons, Tees, Seifen und Cremes, alles Sanddornprodukte mit seinem

hohen Anteil an Vitamin C.

Kurz darauf erfolgte auch der Umbau des zweiten Geschäftes

2009 sind alle Wohnungen im Haus saniert und renoviert worden und im Jahr

2012 wurde der Teeladen an Tanja Wolthausen verpachtet.

Noch heute zieren nostalgische Behältnisse aus Cornelius Berents Adler-Drogerie

den Teeladen und im Flur des Haus Berents stehen Apothekerschrank

und Sitzbank aus dem Jahr 1900.

Borkumer auf Walfang

Nach den Logbüchern des Commandeurs Roelof Olferts Meeuw

Das Buch von Gregor Ulsamer beschreibt

erstmals authentisch die letzten 30 Jahre des

Walfangs bei Spitzbergen unter Borkumer

Beteiligung aus der Perspektive des Seemannes

Roelof Olferts Meeuw. Dessen Logbücher

sind durch besondere Umstände erhalten

geblieben und für dieses Buch ausgewertet

worden. Als Commandeur seines Walfängers

„Het Eyland Borkum“ geriet Meeuw mit seiner Besatzung im Sommer

1798 vor Nordnorwegen in britische Gefangenschaft. Seine

mit Gänsefederkiel und Tinte geschriebenen „Journale“ sowie

Schriftstücke des Hohen Gerichts der Britischen Marine, ergänzt

durch andere Primärquellen, bilden die Grundlage dieses Buches.

Preis: 29,80 €

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Ditjes un` Datjes

Das ehemalige ‚Mexico‘ ist heute die „Knobelkiste“, ein Spielzeugladen, Inhaberin

Kathrin Tinney.

Unetta Steemann vermietet bis heute im Haus Berents Ferienwohnungen und

hofft darauf, dass bald in der fünften Generation mit Marike, Haye und Tomke

Steemann, sowie die sechste Generation mit Arianna, Salvatore und Leonardo

Rapana die Geschäfte im Haus Berents weitergeführt werden.

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Bademoden, Bademäntel

& Dessous

Telefon: 0 49 22 - 9 32 09 20

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Ditjes un` Datjes

Buchvorstellung

„Havarien, Hoffnungen, Helfer - Schiffsunglücke

in der Emsmündung und vor Borkum“

Die wechselvolle Geschichte der Schifffahrt in der Emsmündung lässt sich

anhand von Schiffsunglücken exemplarisch nachvollziehen. Nachdem die

römische Kriegsflotte während eines Unwetters in der Emsmündung verloren

ging, mussten die Römer den Rhein als Nordostgrenze ihres Reiches akzeptieren.

Bis in die Neuzeit konnten Schiffbrüchige keinerlei Hilfe erwarten. Die verarmte

Inselbevölkerung betete „Gott segne unseren Strand“ (mit Strandgut),

denn dieses war für die Insulaner eine zusätzliche Einnahmequelle um ihre

Armut zu lindern. Das eigene Überleben zu sichern stand an erster Stelle, das

Schicksal der Schiffbrüchigen war nebensächlich. Erst als im 19. Jahrhundert

die humanitäre Frage aufkam, begannen die Insulaner sich für das Schicksal der

Schiffbrüchigen zu interessieren. An den deutschen Küsten entwickelte sich

ein Seenotrettungswesen. Die Strandung des Auswandererschiffes „Alliance“

vor Borkum im Jahr 1860 trug zur Gründung der Deutschen Gesellschaft zur

Rettung Schiffbrüchiger bei. Auf Borkum wurden zwei Ruderrettungsboote

stationiert. Diese wurden erst nach dem Ersten Weltkrieg durch ein Motorrettungsboot

ersetzt.

Für die Rettung der Besatzung des Dampfers „Teeswood“ erhielten die

Borkumer Seenotretter das Bundesverdienstkreuz. Trotz allen technischen

Fortschritts entscheidet das Verhalten des Menschen über Glück oder Unglück

einer Rettungsaktion. Da der Kapitän des Küstenmotorschiffs „Capella“ den

Rat des Vormanns des Seenotrettungskreuzers „Georg Breusing“ missachtete,

sank die „Capella“ vor der Insel.

Auch Seenotretter können selbst zu Schiffbrüchigen werden. So verunglückte

der Seenotrettungskreuzer „Alfried Krupp“ auf der Rückfahrt von einem

Einsatz für einen über Bord gegangenen niederländischen Kollegen. Zwei

Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

Das 2011 erschienene Buch „Havarien, Hoffnungen, Helfer - Schiffsunglücke

in der Emsmündung“ berichtet von den Einsätzen der Seenotretter. Das Buch

fand nicht nur auf der Insel, sondern auch bundesweit viele Leser. Daher hat

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Ditjes un` Datjes

der Hamburger Verlag Rumeln Maritim es vollständig überarbeitet und neu

aufgelegt.

„Havarien-Hoffnungen-Helfer

- Schiffsunglücke in der Emsmündung und vor Borkum“

Jens Bald

Verlag Rumeln Maritim

www.rumeln-maritim.de

Format 20,5 x 15,5 cm

160 Seiten

90 Abbildungen, z.T. in Farbe

15,00 €

ISBN: 978-9-00-061431-6

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Ditjes un` Datjes

Ditjes un` Datjes

- Auch 2020 klimaneutral gedruckt.

Wie bereits in den vergangenen sechs Jahren, wurde auch diese Ausgabe von

Ditjes un` Datjes klimaneutral gedruckt. Das heißt, die durch die Produktion

entstehenden CO 2

-Emmissionen werden durch ein Klimaschutzprojekt ausgeglichen.

Auch in diesem Jahr wird das Projekt „Biomasse, Gangakhed, Indien“

unterstützt.

Eine Zuckerrohrfabrik in Gangakhed erzeugt Strom aus Abfällen der Zuckerproduktion,

wie zum Beispiel Bagasse. Weil das so gut funktioniert, kauft die

Fabrik zusätzliche Biomasse von umliegenden Bauern ein, etwa Kuhmist. So

verdienen die Bauern etwas dazu, und die Fabrik spart auf zwei Wegen CO2-

Emissionen ein. Denn die Biomasse würde zum einen verrotten und jede Menge

Methan in die Atmosphäre entlassen. Und zum anderen braucht sie für die Produktion

keine fossilen Brennstoffe

mehr. Überschüssiger Strom wird

übrigens ins lokale Netz eingespeist

und versorgt weitere Haushalte.

Bei Biomasseprojekten wird Energie

aus erneuerbarer Biomasse erzeugt:

aus Abfällen wie Kokosnussschalen,

Sägespänen, Holzabfällen,

Resten aus der Zuckerrohrverarbeitung,

Bambus oder auch Holz aus

nachhaltigem Anbau. Dafür werden

keine Wälder abgeholzt oder

fossile Brennstoffe verbrannt – es

spart somit CO2-Emissionen ein.

Meist kommt als zusätzliche Treibhausgasminderung

hinzu, dass die

eingesetzte Biomasse nicht unter

freiem Himmel verrottet, also kein

Methan (CH4) entsteht.

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100

Jahre

1920 - 2020

Franz-Habich-Str. 10

26757 Borkum

Tel. 0 49 22 - 47 83

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Ditjes un` Datjes

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• Farb-TV (Kabel), W-LAN

• Benutzung von Waschmaschine und Trockner kostenlos

• zentrale Lage, ca. 200 m zum Strand,

zu den Kureinrichtungen und zum Erlebnisbad

• Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Parkplätze

in unmittelbarer Nähe; Bäckerei-Filiale im Haus!

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Diese Betriebe

finden Sie direkt im Haus:

„Der kleine Müller“

Inh. Bäckerei Peter Müller

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Kleine Borkumer

Eis- Konditorei

Vermietung - Reinigung

Hausmeisterdienste

Familie Richter

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Tel. 0 49 22 / 91 02 38 · info@borkumitte.de · www.borkumitte.de

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unter BorkumWatt-NaturStrom!


Ditjes un` Datjes

HEIMATMUSEUM BORKUM

Öffnungszeiten

Vom 7. Januar bis 31. März 2020

Samstag und Sonntag von 10.00 – 17.00 Uhr

Montags öffentliche Führung um 15.00 Uhr

Vom 1. April bis 1. November 2020

Dienstag bis Sonntag von 10.00 – 17.00 Uhr

Montags öffentliche Führung um 15.00 Uhr

Vom 7. November bis 20. Dezember 2020

Samstag und Sonntag von 10.00 – 17.00 Uhr

Montags öffentliche Führung um 15.00 Uhr

Vom 26. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021

Dienstag bis Sonntag von 10.00 – 17.00 Uhr

Montags öffentliche Führung um 15.00 Uhr

24./25./31.12.2020 und 1. Januar 2021

geschlossen

Eintrittspreise

Erwachsene 4,00 €

Kinder ab 6 Jahre bis 15 Jahre 1,50 €

Eltern oder Großeltern mit

zwei oder mehr Kindern

6-15 Jahre (Familienkarte) 9,00 €

Fotos: T. Lakay, 19-6264 Rautenberg Druck, Leer

Roelof-Gerritz-Meyer-Str. 8 · Telefon 04922 4860

museum@heimatverein-borkum.de

www.heimatverein-borkum.de

Heimatverein der

Insel Borkum e.V.

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Ditjes un` Datjes

Wat is dat?

Ein Quiz für Kleine (und Große) Ditjes un` Datjes-Leser

(Achtung aufgepaßt! Bei manchen Fragen können auch zwei oder drei Antworten

richtig sein).

1. Was ist Brackwasser?

a) altes abgelagertes Süßwasser b) Mineralwasser

c) Mischwasser aus Süß- und Salzwasser

2. Wie bezeichnet man den Zwischenraum zwischen Borkum und Juist?

a) Nordseewattmündung b) Nordseewattkanal c) Osterems

3. Was ist eine Pricke?

a) Birkenbäumchen am Fahrwasser b) Pfahl am Fahrwasserrand

c) Holländischer Lastensegler

Neue Apotheke Borkum

Das Team der Neuen Apotheke Borkum

heißt Sie herzlich willkommen!

Neue Apotheke Borkum

Apothekerin Dr. Julie Behr

Neue Straße 35

26757 Borkum

Telefon: 04922 - 9243436

Fax: 04922 - 9243437

E-Mail: mail@neue-apothekeborkum.de

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Bei uns im Verleih: Rollstühle · Rollatoren

· Infusionsständer · Babywaagen · Inhalatoren (Pari-Boy)

· Babytragen (z.B. Marsupi, Manduca) · Milchpumpen

Unsere

Öffnungszeiten:

Mo - Fr 8.30 - 13 Uhr

und 15 - 18.30 Uhr

Sa 8.30 - 13 Uhr

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Kompetent und freundlich im Herzen der Insel


Ditjes un` Datjes

4. Was passiert auf Borkum bei stürmischem Ostwind?

a) Sturmflut b) ganz normale Flut c) es kommt fast kein Wasser

5. Was passiert auf Borkum bei stürmischem Westwind?

a) Sturmflut b) ganz normale Flut c) es kommt fast kein Wasser

6. Wie tief sitzt der Sandpierwurm im Wattboden?

a) 5 cm b) 25 cm c) 40 cm

7. Was macht der Sandpierwurm?

a) er reinigt den Boden

b) er stellt eine wichtige Nahrung für die Tierwelt dar

c) er ist die „Lunge“ des Wattenmeeres

8. Wie tief sitzen die ausgewachsenen Herzmuscheln im Wattboden?

a) 3cm b) 5 cm c) 7 cm

9. Wie groß wird eine ausgewachsene Herzmuschel?

a) wie eine 1 Euro-Münze b) wie eine 2 Euro-Münze c) ca. 8 cm

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Telefon 04922/92 32 801

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Ditjes un` Datjes

10. Wieviel Wasser filtert eine ausgew. Herzmuschel

durchschnittlich in einer Stunde?

a) 1/8 Liter b) 1/2 Liter c) 1 1/2 Liter

11. Wieviel kleine und kleinste Muscheln

können pro qm im Wattboden leben?

a) ca. 20 - 25 b) ca. 100 - 200 c) 2.000 und mehr

12. Was ernährt sich von Plankton?

a) Seehunde b) Muscheln c) Seesterne

13. Wie schwimmt eine Scholle?

a) hochkant, wie andere Fische b) platt auf dem Boden

c) in halber Höhe zwischen Wasser- und Meeresboden

Auflösung:

1 - c; 2 - c; 3 - a; 4 - c, 5 - a, 6 - b, 7 - a,b,c; 8 - a, 9 - b; 10 - c; 11 - c; 12 - b, 13 - b

Gezeitenland

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Ditjes un` Datjes

Ein Muss für Ostfriesland-Fans:

»Borkumer Brandung« von Ocke Aukes

Die Borkumer Autorin ist erneut in absoluter Hochform:

Mit bissigem Humor, skurrilen Figuren und

sehr viel Charme gibt sie ihren Leser*innen einmal

mehr wunderbare Einblicke in das besondere Leben

auf der westlichsten der ostfriesischen Inseln. Und das

ist in diesem Fall von größter Aufregung geprägt, als

ausgerechnet unter dem Pottwalskelett im Borkumer

Heimatmuseum eine Tote aufgefunden wird, die

offensichtlich dem legendären Schatz von Störtebeker

auf der Spur war. Mit großartigem Sprachwitz und

jeder Menge Situationskomik schildert Ocke Aukes,

wie sich Touristen und Einheimische plötzlich gleichermaßen

dazu berufen fühlen, im Sand nach

den Reichtümern des weltberühmten Piraten

zu buddeln. Die hochgradig amüsanten Verwicklungen

und den verbalen Schlagabtausch

der liebevoll gezeichneten Protagonisten

mit zu verfolgen, ist das reinste Vergnügen.

Locker-leichte Unterhaltung mit vielen überraschenden

Twists – das ist Strandkorblektüre

par excellence! Absolut lesenswert, für alle

Borkum-Fans und solche, die es werden wollen!

OCKE AUKES

BORKUMER BRANDUNG

Insel Krimi

Ocke Aukes

Borkumer Brandung

Insel Krimi

Broschur

224 Seiten

ISBN 978-3-7408-0765-8

Euro 12,00

Auch als E-Book erhältlich

Die Autorin Ocke Aukes lebt seit ihrer Kindheit auf Borkum. Für den Strandsegelverein

nahm sie an Welt- und Europameisterschaften teil, mit der Trachtengruppe

tanzte sie vor Touristen, im Inselverein und Einzelhandelsverband

kämpfte sie für insulare Interessen. Heute ist sie in der Touristikbranche tätig

und hat bereits mehrere Kriminalromane veröffentlicht. Zudem ist sie Mitglied

im Syndikat.

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Ditjes un` Datjes

Ebbe und Flut

Die Gezeiten, auch Tiden genannt, sind eine Erscheinung, die sich auf der

ganzen Erde im regelmäßigen Heben und Senken der Meeresoberflächen

äußert.

Wie entstehen aber nun Ebbe und Flut?

Die Anziehungskraft zwischen Mond und Sonne einerseits und der Erde

andererseits bewirken das Sinken des Wassers bei Ebbe und das Steigen

des Wassers bei Flut. Besonders eindrucksvoll ist dies im Wattenmeer zu

beobachten, wo bei Niedrigwasser etwa alle 12 Stunden und 25 Minuten eine

einzigartige, geschützte Naturlandschaft sichtbar wird: Das Weltnaturerbe

Wattenmeer.

Dass es auf der Erde einen Wechsel der Gezeiten gibt, liegt an der Anziehungskraft

des Mondes. Von dieser Anziehungskraft wird das Wasser der

Meere angehoben. Es entsteht ein so genannter Flutberg.

Aber nicht nur auf der Seite der Erde, die dem Mond zugewandt ist, auch auf

der mondabgewandten Seite gibt es einen Flutberg. Zweimal pro Tag wechseln

sich Ebbe und Flut ab. Das liegt daran, dass sich die Erde innerhalb von

24 Stunden einmal um die eigene Achse dreht. Sie „taucht“ dabei gewissermaßen

zweimal unter einem Flutberg hindurch.

Es kommt aber noch eine dritte Kraft ins Spiel: die Sonne. Der Stand der

drei Himmelskörper zueinander entscheidet darüber, wie stark die Gezei-

Beginnen Sie Ihren Urlaubstag mit einem

ausgiebigen Langschläferfrühstück in unserem

lichtdurchfluteten Wintergarten.

Täglich 7.30 bis 11.30 Uhr

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Bloemfontein

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26757 Nordseeheilbad Borkum

0 49 22 / 923 90-0

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info@hotel-bloemfontein.de

hotel-bloemfontein.de

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Ditjes un` Datjes

ten zu spüren sind. Bilden Sonne, Erde und Mond eine Linie, kommt es zu

den so genannten Springfluten. Das heißt, die Flut läuft höher auf als sonst.

Das ist der Fall, wenn wir Vollmond oder Neumond haben. Stehen die drei

Himmelskörper in einem rechten Winkel zueinander, gibt es die niedrigeren

Nippfluten oder Nipp-Tiden.

Der Tidenhub ist der Unterschied zwischen dem Scheitelpegel (Hochwasser,

HW) und dem untersten Pegelstand (Niedrigwasser, NW). Der mittlere

Tidenhub ist an der Nordsee überall unterschiedlich. Bei Borkum beträgt er

durchschnittlich 1,80 - 2,69m.

Spring-Tide

bei Voll- und Neumond

£

Vollmond

¢

Neumond

•••••••••

Nipp-Tide

Erstes

Viertel ¥

Grafiken: Fotolia

Letztes

Viertel ¤

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Von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet!

Küche von 11:30 bis 14:00 Uhr

und von 18:00 - 21:30 Uhr

Internet: www.borkum-yachthafen.de

Für unsere

Gäste:

W-Lan

kostenlos!

Genießen Sie aus unserem Restaurant den Blick auf die einund

auslaufenden Schiffe, die Insel und das Wattenmeer!

Bushaltestelle der Borkumer Kleinbahn direkt vor unserer Tür -

oder machen Sie eine Wanderung durch die Greune Stee über

den Feuerschiff-Pfad bis zum „Yachthafen“ (7km ab Ortsmitte)

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Kaffee und Kuchen

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~

Täglich

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Mittag- und Abendkarte • Fisch- und Fleischspezialitäten

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Ihres Aufenthaltes

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Elektrofahrzeug kostenlos mit

umweltfreundlich erzeugtem Strom aufladen!


Tidekalender

Hoch- und Niedrigwasserzeiten

für Borkum, Fischerbalje

Ditjes un` Datjes

Breite: 53° 33’ N, Länge: 6° 45’ E

Der Abdruck erfolgt mit Genehmigung

des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)

20359 Hamburg

Bis 25.10.2020 3:00 Uhr: Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ)

danach Mitteleuropäische Zeit (MEZ)

April 2020

Tag HW - Zeit NW - Zeit

Mai 2020

Tag HW - Zeit NW - Zeit

1 Mi ¥ 4:16 16:32 10:15 22:48

2 Do 5:15 17:41 11:15

3 Fr 6:42 19:12 0:08 12:45

4 Sa 8:19 20:42 1:47 14:24

5 So 9:43 21:54 3:21 15:49

6 Mo 10:47 22:51 4:37 16:58

7 Di 11:39 23:41 5:39 17:55

8 Mi £ 12:25 6:30 18:45

9 Do 0:29 13:07 7:14 19:30

10 Fr 1:14 13:48 7:57 20:15

11 Sa 2:00 14:29 8:40 20:58

12 So 2:47 15:08 9:18 21:36

13 Mo 3:31 15:47 9:50 22:12

14 Di 4:16 16:30 10:22 22:51

15 Mi ¤ 5:06 17:23 11:03 23:46

16 Do 6:11 18:33 12:07

17 Fr 7:33 19:56 1:04 13:33

18 Sa 8:59 21:14 2:34 15:02

19 So 10:08 22:12 3:54 16:10

20 Mo 10:53 22:53 4:48 16:56

21 Di 11:27 23:29 5:25 17:36

22 Mi 12:01 6:01 18:17

23 Do ¢ 0:06 12:34 6:38 18:55

24 Fr 0:40 13:03 7:10 19:26

25 Sa 1:08 13:30 7:38 19:54

26 So 1:38 13:58 8:05 20:21

27 Mo 2:12 14:30 8:33 20:50

28 Di 2:49 15:01 9:00 21:22

29 Mi 3:28 15:36 9:30 21:58

30 Do ¥ 4:12 16:21 10:08 22:48

1 Fr 5:11 17:25 11:06 23:59

2 Sa 6:30 18:49 12:28

3 So 7:59 20:14 1:28 13:59

4 Mo 9:20 21:27 2:55 15:22

5 Di 10:23 22:26 4:08 16:30

6 Mi 11:14 23:19 5:09 17:28

7 Do £ 12:01 6:02 18:20

8 Fr 0:09 12:44 6:46 19:06

9 Sa 0:56 13:24 7:28 19:50

10 So 1:43 14:05 8:09 20:35

11 Mo 2:31 14:46 8:50 21:16

12 Di 3:17 15:26 9:25 21:54

13 Mi 4:01 16:08 9:59 22:35

14 Do ¤ 4:49 16:58 10:40 23:25

15 Fr 5:46 18:00 11:35

16 Sa 6:56 19:13 0:30 12:49

17 So 8:12 20:26 1:47 14:09

18 Mo 9:20 21:27 3:00 15:19

19 Di 10:11 22:13 3:56 16:11

20 Mi 10:49 22:53 4:38 16:56

21 Do 11:26 23:33 5:18 17:40

22 Fr ¢ 12:02 5:59 18:21

23 Sa 0:11 12:34 6:36 18:56

24 So 0:45 13:04 7:08 19:29

25 Mo 1:19 13:37 7:40 20:02

26 Di 1:57 14:13 8:12 20:38

27 Mi 2:40 14:51 8:47 21:17

28 Do 3:26 15:31 9:26 22:03

29 Fr 4:16 16:19 10:12 22:55

30 Sa ¥ 5:14 17:18 11:07 23:57

31 So 6:23 18:30 12:16

¢ Neumond ¥ erstes Viertel £ Vollmond ¤ letztes Viertel

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Ditjes un` Datjes

Tidekalender

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Juni 2020

Tag HW - Zeit NW - Zeit

Juli 2020

Tag HW - Zeit NW - Zeit

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1 Mo 7:39 19:47 1:10 13:34

2 Di 8:53 20:59 2:26 14:50

3 Mi 9:55 22:01 3:35 15:58

4 Do 10:47 22:58 4:35 16:58

5 Fr £ 11:35 23:52 5:29 17:54

6 Sa 12:21 6:18 18:44

7 So 0:42 13:04 7:01 19:30

8 Mo 1:29 13:46 7:45 20:16

9 Di 2:17 14:27 8:28 21:00

10 Mi 3:02 15:07 9:05 21:39

11 Do 3:44 15:47 9:39 22:17

12 Fr 4:27 16:32 10:18 23:01

13 Sa ¤ 5:15 17:24 11:04 23:51

14 So 6:11 18:22 12:00

15 Mo 7:12 19:25 0:49 13:06

16 Di 8:15 20:28 1:51 14:14

17 Mi 9:13 21:25 2:50 15:16

18 Do 10:03 22:15 3:43 16:10

19 Fr 10:48 23:01 4:32 17:00

20 Sa 11:30 23:45 5:19 17:46

21 So ¢ 12:07 6:03 18:29

22 Mo 0:26 12:43 6:43 19:10

23 Di 1:06 13:22 7:22 19:52

24 Mi 1:50 14:02 8:02 20:34

25 Do 2:37 14:43 8:42 21:17

26 Fr 3:25 15:27 9:25 22:05

27 Sa 4:16 16:15 10:13 22:57

28 So ¥ 5:10 17:10 11:05 23:50

29 Mo 6:09 18:12 12:02

30 Di 7:13 19:21 0:49 13:07

1 Mi 8:20 20:33 1:55 14:19

2 Do 9:24 21:41 3:02 15:29

3 Fr 10:20 22:42 4:04 16:35

4 Sa 11:12 23:40 5:02 17:35

5 So £ 12:01 5:56 18:29

6 Mo 0:32 12:48 6:45 19:19

7 Di 1:19 13:30 7:31 20:04

8 Mi 2:03 14:09 8:13 20:45

9 Do 2:43 14:46 8:48 21:20

10 Fr 3:20 15:22 9:19 21:55

11 Sa 3:57 16:02 9:53 22:32

12 So 4:38 16:45 10:33 23:10

13 Mo ¤ 5:21 17:29 11:14 23:49

14 Di 6:06 18:20 12:02

15 Mi 7:00 19:21 0:37 13:02

16 Do 8:03 20:29 1:37 14:11

17 Fr 9:08 21:35 2:43 15:20

18 Sa 10:08 22:32 3:46 16:22

19 So 11:00 23:24 4:44 17:19

20 Mo ¢ 11:44 5:36 18:10

21 Di 0:11 12:25 6:24 18:58

22 Mi 0:57 13:07 7:10 19:45

23 Do 1:43 13:50 7:55 20:30

24 Fr 2:29 14:32 8:38 21:14

25 Sa 3:16 15:16 9:20 21:59

26 So 4:03 16:04 10:06 22:47

27 Mo ¥ 4:52 16:55 10:54 23:33

28 Di 5:44 17:50 11:42

29 Mi 6:40 18:55 0:22 12:40

30 Do 7:45 20:10 1:22 13:51

31 Fr 8:55 21:27 2:34 15:10

¢ Neumond ¥ erstes Viertel £ Vollmond ¤ letztes Viertel


August 2020

Tag HW - Zeit NW - Zeit

Tidekalender

Ditjes un` Datjes

September 2020

Tag HW - Zeit NW - Zeit

1 Sa 10:00 22:35 3:44 16:23

2 So 10:56 23:33 4:47 17:26

3 Mo £ 11:46 5:43 18:22

4 Di 0:23 12:33 6:35 19:10

5 Mi 1:07 13:14 7:19 19:51

6 Do 1:44 13:49 7:57 20:26

7 Fr 2:18 14:20 8:28 20:56

8 Sa 2:49 14:53 8:56 21:25

9 So 3:21 15:29 9:27 21:57

10 Mo 3:56 16:05 10:01 22:27

11 Di ¤ 4:30 16:40 10:32 22:54

12 Mi 5:03 17:19 11:04 23:28

13 Do 5:47 18:16 11:53

14 Fr 6:52 19:33 0:26 13:07

15 Sa 8:13 20:56 1:44 14:33

16 So 9:29 22:07 3:05 15:52

17 Mo 10:32 23:06 4:16 16:59

18 Di 11:22 23:56 5:16 17:56

19 Mi ¢ 12:06 6:10 18:46

20 Do 0:43 12:49 6:59 19:34

21 Fr 1:29 13:32 7:45 20:20

22 Sa 2:13 14:16 8:29 21:03

23 So 2:57 14:59 9:10 21:44

24 Mo 3:40 15:45 9:51 22:24

25 Di ¥ 4:24 16:33 10:33 23:03

26 Mi 5:10 17:26 11:17 23:46

27 Do 6:03 18:30 12:12

28 Fr 7:11 19:52 0:47 13:28

29 Sa 8:30 21:18 2:08 14:57

30 So 9:45 22:31 3:31 16:19

31 Mo 10:45 23:26 4:40 17:22

1 Di 11:31 5:33 18:11

2 Mi £ 0:09 12:13 6:20 18:54

3 Do 0:47 12:51 7:01 19:30

4 Fr 1:20 13:24 7:36 20:00

5 Sa 1:48 13:52 8:05 20:26

6 So 2:15 14:21 8:31 20:52

7 Mo 2:43 14:53 8:59 21:19

8 Di 3:14 15:26 9:28 21:44

9 Mi 3:43 15:56 9:53 22:05

10 Do ¤ 4:10 16:30 10:17 22:33

11 Fr 4:48 17:24 11:00 23:29

12 Sa 5:54 18:46 12:16

13 So 7:22 20:20 0:55 13:53

14 Mo 8:51 21:44 2:30 15:26

15 Di 10:03 22:47 3:52 16:40

16 Mi 10:57 23:37 4:57 17:39

17 Do ¢ 11:44 5:52 18:29

18 Fr 0:23 12:27 6:41 19:14

19 Sa 1:07 13:10 7:27 19:58

20 So 1:50 13:55 8:11 20:41

21 Mo 2:31 14:39 8:52 21:19

22 Di 3:12 15:24 9:30 21:54

23 Mi 3:52 16:11 10:08 22:28

24 Do ¥ 4:35 17:03 10:50 23:09

25 Fr 5:29 18:09 11:46

26 Sa 6:39 19:32 0:12 13:05

27 So 8:04 21:03 1:40 14:40

28 Mo 9:25 22:19 3:12 16:07

29 Di 10:27 23:09 4:26 17:08

30 Mi 11:10 23:45 5:15 17:49

Byl‘s Fisshus

Täglich frischer Fisch • Eigene Räucherei

Fisch-Restaurant · Salate • Marinaden

… und vieles fischiges meer! Alles auch außer Haus!

> Familienbetrieb mit Tradition und Kompetenz <

Ostfriesenstr. / Ecke Specksniederstr. (neben LIDL) · Telefon 6 40

¢ Neumond ¥ erstes Viertel £ Vollmond ¤ letztes Viertel

73


Ditjes un` Datjes

Tidekalender

Oktober 2020

Tag HW - Zeit NW - Zeit

November 2020

Tag HW - Zeit NW - Zeit

74

1 Do £ 11:46 5:54 18:24

2 Fr 0:18 12:22 6:33 18:58

3 Sa 0:49 12:54 7:08 19:27

4 So 1:17 13:22 7:38 19:53

5 Mo 1:41 13:49 8:04 20:17

6 Di 2:07 14:20 8:29 20:42

7 Mi 2:36 14:52 8:55 21:05

8 Do 3:04 15:24 9:20 21:28

9 Fr 3:33 16:00 9:47 21:58

10 Sa ¤ 4:12 16:53 10:31 22:53

11 So 5:14 18:13 11:44

12 Mo 6:41 19:49 0:19 13:21

13 Di 8:13 21:16 1:57 14:56

14 Mi 9:29 22:22 3:23 16:12

15 Do 10:27 23:12 4:30 17:11

16 Fr ¢ 11:16 23:57 5:26 18:02

17 Sa 12:03 6:15 18:46

18 So 0:40 12:47 7:01 19:27

19 Mo 1:22 13:32 7:45 20:09

20 Di 2:03 14:19 8:27 20:48

21 Mi 2:44 15:06 9:07 21:22

22 Do 3:24 15:53 9:44 21:56

23 Fr ¥ 4:07 16:44 10:27 22:38

24 Sa 4:59 17:47 11:22 23:40

25 So 5:07 18:06 11:37

26 Mo 6:29 19:32 0:03 13:07

27 Di 7:50 20:46 1:35 14:32

28 Mi 8:54 21:37 2:51 15:33

29 Do 9:38 22:12 3:42 16:11

30 Fr 10:13 22:43 4:20 16:44

31 Sa £ 10:48 23:16 4:58 17:19

1 So 11:23 23:45 5:35 17:51

2 Mo 11:53 6:07 18:19

3 Di 0:11 12:21 6:34 18:44

4 Mi 0:37 12:53 7:01 19:10

5 Do 1:07 13:29 7:28 19:36

6 Fr 1:38 14:06 7:58 20:05

7 Sa 2:12 14:47 8:33 20:42

8 So ¤ 2:54 15:41 9:20 21:36

9 Mo 3:52 16:53 10:27 22:52

10 Di 5:09 18:19 11:51

11 Mi 6:34 19:43 0:22 13:19

12 Do 7:51 20:50 1:46 14:34

13 Fr 8:53 21:42 2:54 15:34

14 Sa 9:47 22:28 3:52 16:27

15 So ¢ 10:39 23:12 4:44 17:13

16 Mo 11:27 23:55 5:31 17:55

17 Di 12:14 6:17 18:37

18 Mi 0:37 13:03 7:03 19:20

19 Do 1:20 13:52 7:47 19:58

20 Fr 2:03 14:39 8:28 20:34

21 Sa 2:45 15:27 9:10 21:15

22 So ¥ 3:34 16:22 10:00 22:08

23 Mo 4:33 17:28 11:02 23:17

24 Di 5:43 18:41 12:17

25 Mi 6:57 19:51 0:37 13:32

26 Do 8:03 20:47 1:53 14:35

27 Fr 8:54 21:28 2:52 15:21

28 Sa 9:36 22:05 3:37 15:59

29 So 10:15 22:41 4:19 16:38

30 Mo £ 10:54 23:14 4:59 17:14

Bis 25.10.2020 3:00 Uhr: Mitteleuropäische Sommerzeit


Dezember 2020

Tag HW - Zeit NW - Zeit

1 Di 11:28 23:44 5:34 17:46

2 Mi 12:01 6:07 18:17

3 Do 0:15 12:37 6:40 18:48

4 Fr 0:49 13:17 7:14 19:20

5 Sa 1:24 13:58 7:49 19:55

6 So 2:01 14:43 8:30 20:38

7 Mo 2:45 15:35 9:19 21:29

8 Di ¤ 3:38 16:37 10:16 22:31

9 Mi 4:43 17:48 11:23 23:45

10 Do 5:57 19:03 12:38

11 Fr 7:12 20:10 1:03 13:50

12 Sa 8:19 21:07 2:14 14:54

13 So 9:21 21:58 3:18 15:51

14 Mo ¢ 10:19 22:47 4:16 16:43

15 Di 11:13 23:34 5:09 17:30

16 Mi 12:03 5:58 18:15

17 Do 0:19 12:53 6:47 19:01

18 Fr 1:03 13:40 7:35 19:43

19 Sa 1:45 14:23 8:16 20:18

20 So 2:26 15:05 8:55 20:54

21 Mo 3:08 15:51 9:36 21:37

22 Di ¥ 3:56 16:42 10:23 22:28

23 Mi 4:51 17:38 11:16 23:29

24 Do 5:52 18:39 12:16

25 Fr 6:57 19:40 0:39 13:20

26 Sa 7:59 20:35 1:47 14:19

27 So 8:55 21:24 2:47 15:11

28 Mo 9:44 22:08 3:39 15:58

29 Di 10:28 22:47 4:25 16:41

30 Mi £ 11:08 23:23 5:07 17:20

31 Do 11:47 23:59 5:47 17:59

Tidekalender

Gaststätte AIKES

¢ Neumond ¥ erstes Viertel £ Vollmond ¤ letztes Viertel

Ditjes un` Datjes

Januar 2021

Tag HW - Zeit NW - Zeit

1 Fr 12:26 6:28 18:37

2 Sa 0:36 13:09 7:08 19:15

3 So 1:14 13:53 7:47 19:53

4 Mo 1:53 14:38 8:29 20:35

5 Di 2:37 15:26 9:16 21:22

6 Mi ¤ 3:26 16:18 10:04 22:13

7 Do 4:20 17:15 10:56 23:12

8 Fr 5:24 18:21 11:58

9 Sa 6:37 19:31 0:22 13:08

10 So 7:52 20:36 1:38 14:17

11 Mo 9:02 21:34 2:51 15:22

12 Di 10:06 22:29 3:57 16:21

13 Mi ¢ 11:04 23:19 4:57 17:15

14 Do 11:56 5:50 18:04

15 Fr 0:05 12:42 6:39 18:49

16 Sa 0:47 13:24 7:23 19:28

17 So 1:26 14:01 8:01 20:01

18 Mo 2:02 14:36 8:35 20:33

19 Di 2:40 15:13 9:09 21:08

20 Mi ¥ 3:20 15:52 9:42 21:45

21 Do 4:01 16:32 10:16 22:25

22 Fr 4:47 17:21 10:58 23:21

23 Sa 5:45 18:23 11:57

24 So 6:57 19:33 0:33 13:09

25 Mo 8:10 20:40 1:50 14:20

26 Di 9:13 21:36 2:59 15:21

27 Mi 10:06 22:22 3:57 16:15

28 Do £ 10:51 23:03 4:48 17:02

29 Fr 11:34 23:43 5:34 17:46

30 Sa 12:17 6:19 18:30

31 So 0:23 13:00 7:04 19:12

Süderstraße/Ecke Deichstraße

Tel. 0 49 22 - 93 26 80

Die traditionelle Borkumer

(Nichtraucher)- Bier-Gaststätte!

Ab 18:00 Uhr geöffnet - Mittwoch Ruhetag

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Es freuen sich auf Ihren Besuch: Johanne Apfeld & Holger Vorberg

75


Ditjes un` Datjes

Tidekalender

Besondere Veranstaltungen

siehe Seite 21

Februar 2021

Tag HW - Zeit NW - Zeit

März 2021

Tag HW - Zeit NW - Zeit

1 Mo 1:02 13:43 7:45 19:52 1 Mo 0:05 12:45 6:52 19:04

2 Di 1:42 14:25 8:26 20:32 2 Di 0:47 13:26 7:36 19:45

3 Mi 2:25 15:09 9:09 21:14 3 Mi 1:28 14:06 8:15 20:24

4 Do ¤ 3:11 15:54 9:49 21:56 4 Do 2:11 14:46 8:53 21:02

5 Fr 4:00 16:43 10:30 22:45 5 Fr 2:55 15:28 9:28 21:40

6 Sa 4:58 17:43 11:22 23:51 6 Sa ¤ 3:43 16:14 10:04 22:25

7 So 6:12 18:57 12:33 7 So 4:41 17:15 10:54 23:31

8 Mo 7:36 20:13 1:14 13:52 8 Mo 5:58 18:34 12:09

9 Di 8:55 21:20 2:38 15:07 9 Di 7:29 19:58 1:01 13:38

10 Mi 10:02 22:17 3:52 16:12 10 Mi 8:54 21:10 2:33 15:00

11 Do ¢ 10:58 23:08 4:54 17:09 11 Do 9:58 22:05 3:50 16:05

12 Fr 11:46 23:52 5:46 17:56 12 Fr 10:47 22:51 4:47 16:57

13 Sa 12:27 6:30 18:36 13 Sa ¢ 11:27 23:32 5:33 17:41

14 So 0:30 13:01 7:07 19:10 14 So 12:03 6:12 18:18

15 Mo 1:03 13:32 7:39 19:41 15 Mo 0:07 12:34 6:43 18:50

16 Di 1:35 14:03 8:09 20:11 16 Di 0:36 13:01 7:12 19:19

17 Mi 2:09 14:35 8:38 20:42 17 Mi 1:06 13:28 7:39 19:48

18 Do 2:44 15:05 9:04 21:09 18 Do 1:37 13:57 8:06 20:16

19 Fr ¥ 3:16 15:33 9:25 21:34 19 Fr 2:10 14:24 8:29 20:39

20 Sa 3:49 16:11 9:52 22:15 20 Sa 2:39 14:49 8:46 20:59

21 So 4:40 17:11 10:43 23:25 21 So ¥ 3:08 15:21 9:07 21:31

22 Mo 5:56 18:33 12:03 22 Mo 3:54 16:18 9:52 22:37

23 Di 7:25 19:57 0:57 13:33 23 Di 5:09 17:43 11:13

24 Mi 8:44 21:06 2:25 14:52 24 Mi 6:45 19:16 0:13 12:52

25 Do 9:46 21:59 3:36 15:55 25 Do 8:15 20:34 1:51 14:21

26 Fr 10:36 22:43 4:33 16:47 26 Fr 9:24 21:31 3:10 15:31

27 Sa £ 11:20 23:24 5:22 17:35 27 Sa 10:16 22:18 4:11 16:26

28 So 12:03 6:07 18:20 28 So £ 12:00 6:02 18:16

29 Mo 0:01 12:42 6:47 19:02

*Ab 28.03. 3 Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit

30 Di 0:44 13:23 7:31 19:47

31 Mi 1:27 14:03 8:15 20:29

¢ Neumond ¥ erstes Viertel £ Vollmond ¤ letztes Viertel

76


Borkum auf zwei

Rädern erleben!

Beim

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