27.07.2022 Aufrufe

element+BAU 3/2022

element + BAU - Die Fachzeitschrift für Objektbau behandelt den Gesamtbereich des Objektbaus. Der Bau von öffentlichen Gebäuden, wie Schulen, Kindergärten und Verwaltungsgebäuden hat ebenso seinen Platz wie der großflächige Wohnungsbau und der Industriebau.

element + BAU - Die Fachzeitschrift für Objektbau behandelt den Gesamtbereich des Objektbaus. Der Bau von öffentlichen Gebäuden, wie Schulen, Kindergärten und Verwaltungsgebäuden hat ebenso seinen Platz wie der großflächige Wohnungsbau und der Industriebau.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

3

59. Jahrgang

2022

ISSN 0934-5914

B2836

Die Fachzeitschrift für Objektbau

Interimsgebäude für

Erstklässler in Lauenburg:

Farbenfrohe Lernwelt auf Zeit

SPECIAL: SCHULEN / KITAS

Energieeffizienz; Tageslichtsysteme; Dämmung; Lichttechnik; Sanierung;

Innenausbau; Lüftung; Sicherheitstechnik; Keramik; Sanitär; Gebäudetechnik


lit modular casing

ess steel,

n request

Differenzdruck-Begrenzungsventil

Differential pressure limiting valve

Spalttopfausführungen:

E metallisch / nicht-metallisch

E einschalig / doppelschalig

Containment shell executions:

E metallic / non-metallic

E single / double shell

WANGEN_PuK_Titelseite_216x182.indd 1 24.01.2022 15:23:40

WANGEN_PuK_Titelseite_216x182.indd 1 24.01.2022 15:24:33

GREEN EFFICIENT TECHNOLOGIES

isch Verlags GmbH

traße 25

uremberg, Germany

+ 49 (0) 911 2018-0

49 (0) 911 2018-100

puk@harnisch.com

www.harnisch.com

GREEN EFFICIENT TECHNOLOGIES

GREEN EFFICIENT TECHNOLOGIES

2022/23

Die unabhängige Medienplattform

für Energieversorgung, Effizienzsteigerung

und alternative Energieträger und Speicher

Y A MATTER OF ADJUSTMENT

AutoAdjust

UMPE

PROZESSTECHNIK & KOMPONENTEN

Energy Oil Gas Hydrogen

T AutoAdjust easily set the stator clamping of a progressive cavity pump to the optimal operating

Automotive PROZESSTECHNIK Shipbuilding Heavy Industry

emotely from a control room or locally via SEEPEX Pump Monitor or the app. Life cycle costs are

& KOMPONENTEN

0

Chemistry Pharmaceutics Biotechnology

at the push of a button.

Food and Beverage Industry

conveying capacity and productivity: • Reduced downtime Wasser through Abwasser predictive

Umwelttechnik

ys operating at the optimal level

maintenance Energie via cloud Öl connection

Gas Wasserstoff

Fahrzeugbau Schiffbau Schwerindustrie

ETY. diate adaptation to changing process • Extended lifespan due to adjustment

Chemie Pharma Biotechnik

itions increases overall efficiency

of the stator clamping

ITY.

SEEPEX GmbH

Lebensmittel- und Getränkeindustrie

y integrated into process infrastructure

T +49 2041 996-0

N.

www.seepex.com

SCREW PUMP

2022

PROCESS TECHNOLOGY & COMPONENTS

2022

Water Wastewater Environmental Technology

The hygienic solution

WANGEN VarioTwin NG

Hygienisch fördern

Independent magazine for Pumps, Compressors and Process Components

WANGEN VarioTwin NG

Unabhängiges Fachmagazin für Pumpen, Kompressoren und prozesstechnische Komponenten

PROCESS TECHNOLOGY & COMPONENTS 2022

2022

ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

GLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

H ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

GLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

H ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

NGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

ISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

NGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

ISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

LISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

GLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH ENGLISH

TSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

H DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

UTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

EUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

CH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

SCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

TSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH DEUTSCH

2022

EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY EFFICIENCY

EFFICIENCY EFFICIENCY

Independent magazine for Green Efficient Technologies

Nachhaltige Möglichkeiten in der

Prozesstechnologie

Kreislaufwirtschaft im industriellen

Produktionsprozess

Themenbereiche H 2

, Synthetische

Kraftstoffe, Wasser, Solar & Photovoltaik,

Windkraft, Bioenergie, Geothermie,

Batterietechnologie, Systemintegration

und weitere Alternativmöglichkeiten

Dr. Harnisch Verlags GmbH · Eschenstraße 25 · 90441 Nürnberg · Tel.: +49 (0) 911 - 2018 0 · info@harnisch.com · www.harnisch.com


editorial

Armin König

Chefredakteur

Liebe Leser,

seit dem 24. Februar herrscht bereits Krieg in der Ukraine, als russische Truppen völkerrechtswidrig in das Land einmarschierten.

Seit diesem Zeitpunkt ist wohl nichts mehr, wie zuvor. Machte man sich Anfang des Jahres noch Hoffnung,

dass mit dem Winter auch die Corona-Pandemie bald der Vergangenheit angehören würde und sich die zunehmende

Inflation in den Griff zu bringen wäre, so sind wir jetzt ein halbes Jahr später eines Besseren belehrt worden:

Das Schlagwort "Energiekrise" beherrscht die Schlagzeilen der Gazetten und die Köpfe der Bevölkerung. Es macht sich

Angst breit: Angst vor persönlichem Wohlstandsverlust, Angst vor einer Rezession, Angst im Winter nicht mehr genug

Gas zum Heizen zu haben. Die Hoffnung, nach der Corona-Pandemie wieder in die "gute, alte Zeit" zurückkehren zu

können, hat sich zerschlagen (wobei man sich natürlich trefflich streiten kann, ob angesichts steigender Infektionszahlen

wirklich von einer Zeit "nach der Corona-Pandemie" gesprochen werden kann). Stattdessen: Energiekrise, Inflation,

nach wie vor gestörte Lieferketten und eine allgemeine Zukunftsangst.

Und selbst unsere Bauindustrie, die jahrelang unbeeindruckt aller Irrungen und Wirrungen ein solides Wirtschaftwachstum

zeigte, verliert langsam an konjunktureller Dynamik. Vor allem der Motor der letzten Jahre, der Wohnungsbau,

verliert deutlich an Fahrt: Steigende Zinsen, schwierig zu kalkulierende Baustoffpreise und auch Unsicherheiten

aller Baubeteiligten, von der Industrie, über den Verarbeiter bis hin zum Bauherrn selbst, lassen die Marktteilnehmer

vorsichtiger und abwartender reagieren. Und auf der Nachfrageseite: Hier ist der dringende Bedarf nach bezahlbaren

Wohnraum, nicht zuletzt bedingt durch Faktoren wie Zuwanderung und steigende Verbraucherpreise, größer denn je.

Hier wäre zunehmend die Politik gefordert. Und dabei meine ich nicht ausschließlich monitäre Zuschüsse des Staates.

Vielmehr kommt es mir auf klar kommunizierte Rahmenbedingungen an. Die Ampel muss endlich klar bekennen, was

sie die nächsten Jahre baupolitisch vorhat und mit welchen Instrumenten, sie diese Ziele zu erreichen gedenkt. Als Ziel

den Bau von 400.000 Wohnungen jährlich zu propagandieren, ohne das "Wie" zu beantworten, ist eindeutig zu wenig.

Zudem benötigen alle Baubeteiligten Planungssicherheit. Hier müssen etliche, schwierige Fragen dringend geklärt

werden: Welche Heizsysteme haben Zukunft? Wie sehen für die nächsten Jahre die Fördertöpfe für die Bauherren aus?

Wie kann ein sozial verträglicher Wohnungsbau für die nächsten Jahre angeschoben werden? Drohen für Investoren

Enteignungen, wie ja bereits in Berlin diskutiert wurde? Welche umweltpolitische und steuerliche Maßgaben sind

seitens des Fiskus für die nächsten Jahre geplant? Nur durch die ehrliche Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen

wäre es möglich Unsicherheiten abzubauen und eine weiterhin, positive baukonjunkturelle Entwicklung zu gewährleisten.

Selbst, wenn man sich vom einen oder anderen Vorhaben aufgrund fiskaler Zwänge verabschieden müsste, wäre

dies weniger Gift für die Bauindustrie, als ein Klima der Unsicherheit. Hier ist nicht zuletzt das Bauministerium unter

Frau Geywitz gefordert, die dringenden Probleme anzupacken und zukünftige Weichenstellungen klar zu definieren.

Viel interessante Informationen beim Lesen dieser element + BAU wünscht Ihnen

Ihr

element + BAU • 3/2022

3


inhalt

TITELTHEMA

Interimsgebäude für Erstklässler in Lauenburg

Farbenfrohe Lernwelt auf Zeit

6

SPECIAL: SCHULEN / KITAS

Kita Hagenstraße in Dinslaken

Lichtdurchflutete Gruppenräume

Neubau der Schulhäuser Türli und Arni, Schweiz

Neues Lernen bei grandioser Aussicht

und bester Lüftung

Dilldorfschule in Essen

Innen und außen dicht

Neue Berliner Kindertagesstätte

Farben weisen kleinen „Drachenreitern“ den Weg

Schulneubau in Filderstadt von

Behnisch Architekten

Organisch, fließend, bunt

Kindertagesstätte in Rehau

Glasarchitektur verbindet das

Draußen mit Drinnen

Maßgeschneiderte Lösungen sichern

Kitas, Schulen und Universitäten

Kinder und Schüler in geschützter Umgebung

Erweiterung einer Kita in Geretsried

Es rappelt in der „Blechkiste“

Kössein-Kinderhaus in Marktreditz/Oberfranken

Sicherheit der Kleinsten

Kinderstube Valley

Die Kindersicherung für den Fußboden

Viernheim: Kindertagesstätte Lorscher Straße

Modulare Kita: Gerne auch ein zweites Mal!

Produkte zu Schulen/Kitas

OBJEKTE

Universitätsbibliothek Greifswald

Klimaschutz par excellence

UK Hydrographic Office, Taunton

Zukunftssicher belichten und belüften

IM FOKUS

nora systems

Neuer Look für die Noppe: Design-Klassiker

norament 926 mit überarbeiteter Farbpalette

10

13

16

19

22

24

27

30

32

34

36

39

40

43

46

Farben stiften Identität und Orientierung: Kita

"Drachenreiter" in Berlin.

Seite 19

Sicherheit für kleine Kinderhände: Fingerschutztüren

im Objekt Kössein-Kinderhaus in

Marktredwitz.

Seite 32

Licht und Luft für Officebau: Oberlichtsysteme

im Bür des UK Hydrographic Office in Taunton.

Seite 43

4 element + BAU • 3/2022


inhalt

RUBRIKEN

Produkte

Branche aktuell

Vorschau/Impressum

48

50

51

Für Sie notiert ...

Der ZVEH und die Messe Frankfurt haben ihren Vertrag

für die Light + Building verlängert. Gemeinsam

will man die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik

nach der Pandemie-bedingten Pause

weiterentwickeln und die digitale Komponente

ausbauen. Damit ist, vier Monate vor dem Start der

Light + Building Autumn Edition, auch der rechtliche

Rahmen abgesteckt. Nun blicken beide Partner

voller Vorfreude auf den Herbst 2022.

Titelgeschichte ab Seite 6

In der Weingartenschule in Lauenburg fehlt

es schon lange an Platz. Mit dem Bau einer

dauerhaften Schulerweiterung kann jedoch

erst 2023 begonnen werden. Um schon jetzt

mehr Raum zum Lernen und Lehren zu schaffen,

entschied sich die Stadt für eine Containerlösung

von FAGSI als Schule auf Zeit. Diese

entstand auf einer von der Stadt in einem

Wohngebiet bereitgestellten Fläche in gerade

einmal fünf Wochen Bauzeit vor Ort.

FAGSI Vertriebs- und Vermietungs-GmbH

Nordstraße 1

51597 Morsbach

Tel.: 02294/9098-700

info@fagsi.com

www.fagsi.com

Die Light + Building 2022 präsentiert sich nach vierjähriger

Pause als „Autumn Edition“ erstmals nicht

im Frühjahr, sondern ausnahmsweise im Herbst.

Die E-Branche schaut gespannt auf den Neustart

des wichtigsten fachlichen Events der E-Familie:

Die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik ist

zurück und wird vom 2. bis 6. Oktober wieder Besucher

aus dem In- und Ausland auf das Frankfurter

Messegelände locken.

Nachdem 2018, zwei Jahre vor Ausbruch der Pandemie,

ein beeindruckender Besucher- und Ausstellerrekord

verzeichnet werden konnte, stehen die

Zeichen auch für die 11. Weltleitmesse gut: Trotz

Andauern der Corona-Pandemie wird schon jetzt

mit 1.300 Ausstellern aus 46 Ländern gerechnet.

Die bislang im Jahr 2022 auf dem Gelände veranstalteten

Messen übertrafen in puncto Besucherandrang

bereits alle Erwartungen. Der Nachholbedarf

scheint groß.

Im Vorlauf zur Messe hatten der Zentralverband der

Deutschen Elektro- und Informationstechnischen

Handwerke (ZVEH) und die Messe Frankfurt GmbH

als Veranstalter ihren seit dem Jahr 2000 existierenden

Kooperationsvertrag erneuert. Gemeinsam

setzen sie damit nach zwei schwierigen Jahren für

die Messebranche ein klares Zeichen und stellen

mit der Verlängerung des Vertragsverhältnisses

gleichzeitig die Weichen für eine weitere erfolgreiche

Zusammenarbeit.

www.messefrankfurt.com

element + BAU • 3/2022

5


titelthema

Interimsgebäude für Erstklässler in Lauenburg

Farbenfrohe Lernwelt auf Zeit

Juliane Brendebach

In der Weingartenschule in Lauenburg fehlt es schon lange an Platz. Mit dem Bau einer dauerhaften

Schulerweiterung kann jedoch erst 2023 begonnen werden. Um schon jetzt mehr

Raum zum Lernen und Lehren zu schaffen, entschied sich die Stadt für eine Containerlösung

von FAGSI als Schule auf Zeit. Diese entstand auf einer von der Stadt in einem Wohngebiet

bereitgestellten Fläche in gerade einmal fünf Wochen Bauzeit vor Ort.

Dass das Provisorium nicht wie ein

solches wirkt, war Bauamtsleiter

Reinhard Nieberg und Schulleiterin

Victoria Scholz sehr wichtig.

Deshalb präsentiert sich das Gebäude

schon von außen sehr einladend in

fröhlichem Türkis. Helle und großzügig

gestaltete Klassenräume, farbenfrohe,

kindgerechte Möblierung und modernste

Medienausstattung verstärken diesen

Eindruck und sorgen für Komfort und

Wohlfühlatmosphäre für die Erstklässler

und Lehrkräfte.

Ende Oktober schwebten die „fliegenden

Klassenzimmer“ an der Fischerkoppel in

Lauenburg nur wenige Gehminuten vom

Hauptgebäude der Weingartenschule

entfernt ein. Eine logistische Meisterleistung,

denn die von der Stadt vorbereitete

Stellfläche für das Gebäude befindet

sich in einer Baulücke innerhalb eines

Wohngebiets – und noch dazu in einer

Sackgassenstraße gelegen. Die Straße

ist außerdem ein stark frequentierter

Schulweg, da sich an ihrem Ende ein für

Fußgänger und Radfahrer zugänglicher

Stichweg befindet, der direkt zur Weingartenschule

führt.

Wegen der engen Wohnbebauung waren

die vorhandenen Stellflächen für den

Kran und die LKWs stark eingeschränkt

und nicht dauerhaft nutzbar. Eine komplette

Straßensperrung während der

Anlieferung der Container war wegen der

Einbahnstraßensituation erst recht nicht

möglich.

In einem solchen Bauumfeld spielt die

Containerbauweise eine ihrer größten

Stärken aus: die enorm kurze Bauzeit.

Zum einen dauerte die Anlieferung und

Montage der 40 Raumeinheiten gerade

einmal acht Arbeitstage. Und auch

danach war die Beeinträchtigung der

Anwohner durch Baustellen- und Lieferverkehr

auf ein Minimum – und gerade

In der Weingartenschule in Lauenburg fehlt es schon lange an Platz. Mit dem Bau einer dauerhaften Schulerweiterung kann jedoch erst 2023

begonnen werden. Um schon jetzt mehr Raum zum Lernen und Lehren zu schaffen, entschied sich die Stadt für eine zweigeschossige, 712 qm

große Containerlösung als Schule auf Zeit.

6 element + BAU • 3/2022


titelthema

einmal auf einen Zeitraum von vier weiteren

Wochen – begrenzt.

Individuell gestaltbare

„Villa Kunterbunt“

Da das Interimsgebäude länger als

zwei Jahre am Standort an der Fischerkoppel

im Betrieb sein wird, legten die

Verantwortlichen großen Wert auf eine

qualitativ hochwertige und optisch

ansprechende Ausführung. Hierfür bot

die Fagsi Baureihe ProENERGY exakt die

richtigen Voraussetzungen. Sie wurde

speziell für Standzeiten über zwei Jahren

und gehobene Ansprüche konzipiert.

Hervorragende energetische Eigenschaften

und die Verwendung hochwertiger,

wohngesunder Materialien sorgen für ein

angenehmes Lern- und Arbeitsklima.

Wegen des standardisierten Rasters ging

die Gebäudeplanung und -realisierung

effizient und schnell von statten. Dennoch

konnten beim Erweiterungsbau der

Weingartenschule auch individuelle Kundenwünsche

realisiert werden – wie zum

Beispiel die Fassadengestaltung in einem

fröhlichen und leuchtenden Türkis.

Die zweigeschossige, insgesamt 712 qm

große Schule wird von der Stirnseite des

Gebäudes her erschlossen. Rechts und

links des Flurs sind im Erdgeschoss drei

Klassenzimmer, das Lehrerzimmer, ein

Gruppenraum, der raumhoch geflieste

Sanitärbereich für die Lehrkräfte inklusive

Behinderten-WC und ein Technikbereich

angeordnet. Über das Treppenhaus im

Eingangsbereich gelangt man ins erste

Obergeschoss, wo sich drei weitere

Klassenzimmer, zwei Gruppenräume

und die ebenfalls raumhoch gefliesten

Sanitärbereiche für die Kinder befinden.

An der gegenüberliegenden Stirnseite

wurde ein außenliegendes Treppenhaus

als zweiter Rettungsweg angebracht – ein

Teil des von Fagsi erstellten Brandschutzkonzeptes.

Ein außenliegendes Treppenhaus an einer der Stirnseiten dient als zweiter Rettungsweg – ein

Teil des von FAGSI erstellten Brandschutzkonzeptes.

Die fröhliche Farbgestaltung des Gebäudes

setzt sich im Innern fort. Unterschiedliche

Bodenfarben kennzeichnen

die verschiedenen Raumnutzungen.

Während die Flure einen hellblauen Belag

erhielten, erstrahlen die Klassenräume in

Apfelgrün. Für die Aufenthaltsbereiche

der Lehrkräfte wurde ein sanftes Beige

gewählt und für die Sanitärbereiche ein

unempfindliches Hellgrau.

„Alle Klassenlehrer richten ihren Raum

individuell ein“, sagt Schulleiterin Victoria

Scholz. Die Anordnung der Möbel kann

von Raum zu Raum unterschiedlich

gestaltet werden – ob in Gruppen zusammengestellt,

in U-Form oder in der klassischen

Frontalvariante. Die hellblauen, mit

Beim Erweiterungsbau der Weingartenschule konnten auch individuelle Kundenwünsche

realisiert werden – wie zum Beispiel die Fassadengestaltung in einem fröhlichen und

leuchtenden Türkis.

element + BAU • 3/2022

7


titelthema

Unterschiedliche Bodenfarben kennzeichnen

die verschiedenen Raumnutzungen. Während

die Flure einen hellblauen Belag erhielten,

erstrahlen die Klassenräume in Apfelgrün.

Rechts und links des Flurs sind insgesamt 6 Klassenzimmer, Lehrerzimmer, drei Gruppenräume

sowie Sanitärbereiche für Lehrer und Kinder angeordnet.

Bildnachweis (alle Bilder): ALHO Unternehmensgruppe

Auch was die mediale Schulausstattung betrifft, lassen sich in einem Interimsgebäude das gewünschte Setting umsetzen. So sind auch in der

Weingartenschule Whiteboards statt der klassischer Tafeln Standard.

8 element + BAU • 3/2022


titelthema

mend ein Thema und problemlos möglich.

So wird die gesamte Beleuchtung im

Erweiterungsbau der Weingartenschule

mit Bewegungsmeldern geregelt. Diese

berührungslose Steuerung spart nicht nur

Energie, sondern ist auch unter Hygienegesichtspunkten

besonders sinnvoll.

Mediale Ausstattung

Auch was die mediale Schulausstattung

betrifft, ist Fagsi ein kompetenter Planungs-

und Ausstattungspartner, der jedes

gewünschte Setting umsetzen kann.

So sind auch im Interimsgebäude der

Weingartenschule Whiteboards statt der

klassischer Tafeln Standard. „Wir können

ohne zusätzliches Gerät Unterlagen direkt

vom iPad auf das Board übertragen“,

schwärmt Schulleiterin Scholz. „Ist doch

klar, dass wir für das neue Schulgebäude

in modernste Technik investieren. Die

Ausstattung ist ja später auch im umgebauten

Hauptgebäude nutzbar“, ergänzt

Bauamtsleiter Reinhard Nieberg.

Die Anordnung der Möbel kann von Raum zu Raum unterschiedlich gestaltet werden. Alle

Schränke und Regale sind auf Rollen gelagert und können somit jederzeit umgestellt werden.

Nachhaltig

weitergedacht

Die Sanierung und Erweiterung am Hauptgebäude

der Weingartenschule soll noch

knapp vier Jahre dauern. Die aktuellen

Erstklässler werden daher wohl ihre gesamte

Grundschulzeit im Interimsgebäude

an der Fischerkoppel verbringen. Doch

was geschieht dann mit dem Gebäude?

Hier zeigt sich, dass Containergebäude

im Sinne der Circular Economy eine

besonders nachhaltige Gebäudelösungen

darstellen. Während man ein konventionelles

Gebäude aufwändig umbauen

oder gar abreißen müsste, kann man ein

Containergebäude dank nichttragender

Wände flexibel im Innern umgestalten

und an den neuen Bedarf anpassen. Oder

man zerlegt das Gebäude wieder in seine

einzelnen Raumeinheiten, transportiert

sie zu einem neuen Standort und fügt sie

erneut zusammen.

Alle Sanitärbereich sind raumhoch gefliest. Im Erdgeschoss befindet sich neben dem Lehrerauch

ein barrierefrei gestaltetes Behinderte-WC.

dem Bodenbelag der Flure korrespondierenden

Holzstühle sind höhenverstellbar

und somit auf die individuellen Körpergrößen

der Kinder anpassbar. Alle Schränke

und Regale sind auf Rollen gelagert und

können somit jederzeit flexibel umgestellt

werden. „Wenn die Kinder ihren Raum

betreten, sollen sie einen Zaubermoment

erleben“, wünscht sich Victoria Scholz.

Nicht nur schön,

sondern auch

ganz schön smart

Die Automatisierung durch smarte Gebäudetechnik

ist auch bei der Realisierung

von temporären Gebäudelösungen zuneh-

Der Aspekt, das Interimsgebäude der

Weingartenschule später individuell umoder

anders einsetzen zu können, war den

Verantwortlichen der Stadt Lauenburg

von Anfang an besonders wichtig – und

mit der Containerlösung von Fagsi ist dies

auch relativ simpel realisierbar. Bauamtsleiter

Nieberg hat sich schon so seine

Gedanken gemacht, wie das temporäre

Gebäude der Weingartenschule als

nächste genutzt werden könnte: „Vielleicht

wird das ein Verwaltungsgebäude

auf Zeit. Schließlich wollen wir ja auch

das Schloss, das seit den 1920er Jahren

als Dienstgebäude der Stadtverwaltung

genutzt wird, sanieren.“

element + BAU • 3/2022

9


special

schulen / kitas

Kita Hagenstraße in Dinslaken

Lichtdurchflutete Gruppenräume

In der Kindertagesstätte an der Hagenstraße in Dinslaken werden auf über 1.200 m² Nutzfläche

mit einem angrenzenden, etwa 2.700 m² großen Außengelände fünf Gruppen mit insgesamt

ca. 80 Kindern betreut. Ein modernes Foyer mit Elterncafé bildet den Eingangsbereich

des 2021 fertiggestellten Gebäudes. Über einen großen Spielflur erreicht man die lichtdurchfluteten

Gruppenräume. Auch eine Mensa mit einem überdachten Außenbereich ist Teil des

Neubaus. Zur Straße hin erstrecken sich ein Mehrzweckraum sowie die Verwaltungs- und

Personalräume.

Die neu errichtete Kindertagesstätte Hagenstraße in Dinslaken: Um das Tageslicht bestmöglich nutzen zu können, wurden die Räume der Kindertagesstätte

unter anderem mit großzügigen Fenstern inklusive Ober- und Unterlichtern sowie verglasten Seitenteilen ausgestattet.

Bildnachweis (alle Bilder): Christian Weinrich Fotografie

Die Kita Hagenstraße in Dinslaken

mit ihren offen gestalteten Räumlichkeiten

wurde von der ProZent

GmbH geplant und von Metallbau Funke

mit Fenster-, Tür- und Fassadensystemen

von heroal ausgestattet. Die aufeinander

abgestimmten Systeme zeichnen sich

nicht nur durch eine einfache und schnelle

Verarbeitung aus, sondern erfüllen

zugleich alle aktuellen Anforderungen an

Sicherheit, Langlebigkeit und Design.

Durch die dezente Farbgestaltung in

Weiß, Schwarz und Grau fügen sich

die Fenster-, Tür- und Fassadensysteme

perfekt in das Gebäude ein und unterstreichen

den gleichermaßen modernen und

zeitlosen Charakter der Kita.

Hohe Anforderungen

an Sicherheit und

Brandschutz erfüllt

Kindertageseinrichtungen müssen besonderen

baulichen und brandschutztechnischen

Erfordernissen entsprechen, die in

den landesspezifischen Bauordnungen

geregelt sind. Dies betrifft unter anderem

Flucht- und Rettungswege, Rauchwarnmelder

und die Entrauchung im Brandfall.

In der Kita Hagenstraße wurden neben

dem Türsystem heroal D 72 das Brandschutztürsystem

heroal D 82 FP und das

Rauchschutztürsystem heroal D 65 C

SP eingesetzt. Optisch passen sich die

Rauch- und Brandschutztüren nahtlos an

die anderen Systeme des Herstellers an,

so dass Türen mit und ohne Brandschutzanforderungen

ideal kombiniert werden

können. Gleichzeitig werden alle Brandund

Rauchschutzanforderungen, die an

die Türsysteme der Kindertagesstätte

gestellt wurden, normgerecht erfüllt. Die

Profile des Brandschutztürsystems können

wahlweise mit oder ohne Dämmstreifen

sowie -platten bestellt werden, um die

Brandschutztüren jederzeit flexibel an die

unterschiedlichen Objektanforderungen

anzupassen.

Das bewährte Objekttürsystem heroal

D 72 bietet für den stark frequentierten

Eingangsbereich eine dauerhaft funktions-

10 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

block

sichere Lösung und kann zudem in das

eingesetzte Fassadensystem integriert

werden. „Mit heroal Türsystemen lassen

sich alle gängigen Öffnungsarten inkl.

Automatiktüranlagen, Fingerschutztüren

sowie einbruchhemmende Türen – auch

mit Fluchttürfunktion – realisieren. In

der Kita Hagenstraße lag der Fokus auf

Türen für Flucht- und Rettungswege, die

eine sichere Evakuierung der Kinder im

Notfall ermöglichen. Damit die Kinder das

Gebäude nicht unbemerkt in Richtung

der Straße verlassen können, installierten

wir zudem lokale Fluchtwächter an

Außentüren und Fluchtwegfenstern sowie

eine Fluchttürsteuerung. Gleichzeitig wird

durch eine Zutrittskontrolle geregelt, wer

das Gebäude betreten darf“, erklärt Sebastian

Habrock Inhaber der Firma Metallbau

Funke aus Wadersloh.

Prozesssichere

Verarbeitung

bei hoher Flexibilität

Um das Tageslicht bestmöglich nutzen

zu können und eine gesunde Spiel- und

Lernumgebung mit freiem Blick auf das

Außengelände zu ermöglichen, wurden

die Räume der Kindertagesstätte offen gestaltet

und unter anderem mit Aluminium-

Fenstern inklusive Ober- und Unterlichtern

sowie Festverglasung ausgestattet. Bei

der Planung des Gebäudes setzten die

Architekten der ProZent GmbH zudem auf

organische Rundungen, die u. a. mittels

einer segmentierten Fassade realisiert

wurden. Durch die Fassadenintegration

des Fenstersystems W 72 sowie der Türsince

1883

Complete Ceramic Solution

We create

ceramic tiles

since 1883

rako.eu

betonico

Das Fenstersystem und das Türsystem wurden als Einsatzelemente in das Fassadensystem

integriert und sorgen so für ein homogenes, stimmiges Erscheinungsbild.

porfido


special

schulen / kitas

Profilsysteme eine Doppelgehrungssäge

und ein Profilbearbeitungszentrum bzw.

einzelne Stanzwerkzeuge. Mit einer Klinksäge

werden die Profile in der Produktion

ausgenommen und anschließend zu Baugruppen

zusammengesetzt“, so Habrock.

Hohe

Verarbeitungseffizienz

Um das Tageslicht bestmöglich nutzen zu können, wurden die Räume der Kindertagesstätte

unter anderem mit Fenstern inklusive Ober- und Unterlichtern sowie verglasten Seitenteilen

ausgestattet.

Heroal bietet seinen Fachpartnern ein

breites Angebot an Werkzeugen und

Maschinen bis hin zu kompletten Werkstattkonzepten.

Viele der Werkzeuge und

Maschinen wurden eigens entwickelt, um

die Verarbeitung der Systeme noch effizienter,

einfacher und sicherer zu machen

und um bestmöglichen Service für heroal

Fachpartner zu bieten – unabhängig von

Betriebsgröße, Werkstattausstattung

oder Mitarbeiterqualifizierung. So können

beispielsweise Sparren- und Pfostenprofile

mit einer Universal-Stanze besonders

schnell und rationell bearbeitet werden.

Dank insgesamt dreizehn verschiedener

Funktionen kann nahezu die gesamte

Profilbearbeitung mit nur einem Werkzeug

und einer Person erfolgen. Statt die

Dichtungen auf der Baustelle einzuziehen,

ermöglicht eine Dichtungseinrollmaschine

zudem die komplette Vorfertigung in

der Werkstatt. Weitere Stanzwerkzeuge

vereinfachen die Verarbeitung von

Fenster- und Türsystemen. So können

beispielsweise alle Varianten des Türsystems

heroal D 72 mit nur einer Stanze

bearbeitet werden.

Sollte ein Werkzeug defekt sein oder eine

Wartung anstehen, hilft der Service vor

Ort und stellt bei Bedarf kostenlos ein

Leihwerkzeug bereit, um Produktionsausfälle

zu vermeiden.

Bautafel

Objekt:

Kindertagesstätte

Dinslaken, Deutschland

Mit dem eingesetzten Türsystem können auch Fluchttüren nach EN 179/1125 mit CE-Nachweis

realisiert werden. Die Flucht- und Rettungswege zur Straße wurden zusätzlich mit lokalen

Fluchtwächtern ausgestattet, damit die Kinder nicht unbemerkt das Gebäude verlassen können.

systeme D 65 C und D 72 in die Pfosten-

Riegel-Konstruktion des Fassadensystems

heroal C 50 konnten verschiedene

Systeme im Innen- sowie Außenbereich

kombiniert werden.

Der ausführende Metallbaubetrieb

profitierte von der hohen Flexibilität, der

durchdachten Konstruktion und der einfachen

Verarbeitung der Systeme. „Wir

nutzen für die Bearbeitung der heroal

Architekten:

ProZent GmbH

Verarbeiter:

Metallbau Funke

Inh. Sebastian Habrock

Fertigstellung:

2021

12 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

Neubau der Schulhäuser Türli und Arni in Sachseln, Schweiz

Neues Lernen bei grandioser Aussicht

und bester Lüftung

Der kleine Ort Sachseln in der Schweiz liegt direkt am schönen Sarnersee knapp 30 Minuten

von Luzern entfernt. In der beschaulichen Gemeinde mit circa 5.200 Einwohnern gehen die

Schülerinnen und Schüler mit größter Begeisterung in die neue Grundschule mit angeschlossenem

Kindergarten. Rund 17,5 Millionen Franken investierte man in den Neubau des Schulhauses

Türli und Arni und setzte dabei vor allem auf ein intelligentes, nachhaltiges Lüftungssystem

durch Betonkernaktivierung.

1958 wurde das alte Schulhaus

Türli in Sachseln gebaut – damals

galten andere Baustandards und

Ansprüche an Schulgebäude wie heute.

Nicht nur hygienische Vorgaben in den

Hauswirtschaftsbereichen stellten inzwischen

ein Problem dar, auch fehlende

Gruppenräume für Zusatz- oder Musikunterricht

und die nicht behindertengerechte

Bauweise. Insgesamt war das

Gebäude sanierungsbedürftig und die

Anpassung an heutige Anforderungen

wäre mit großem Aufwand verbunden

gewesen, zumal das alte Gebäude asbesthaltig

war. Die Gemeinde entschied

sich daher nach einer Volksabstimmung

gegen eine Sanierung und für einen

Neubau. Beim anschließenden Architekturwettbewerb

gewann der Entwurf

„Türli und Arni“ von Durrer Architekten

aus Luzern. Dieser sah zwei verschiedene

Gebäude vor – ein Schul- und ein

Kindergartenhaus, die in unterschiedlichen

Etappen gebaut werden sollten,

wodurch keine Provisorien benötigt wurden.

Bedeutet: Der Neubau des Schulhauses

Türli und Arni fand bei laufendem

Schulbetrieb statt. Eine besondere

Herausforderung, insbesondere für die

Sicherheitsvorkehrungen bei der Zu- und

Abfahrt der Baufahrzeuge.

Das Türli-Gebäude ist vierstöckig mit

einem niedrigen Walmdach und fügt sich

daher ideal in das bestehende Ortsbild

ein. Außen wirkt es kompakt, innen sorgt

ein großer Lichtschacht im Dach für

natürliches Licht und die überwiegend

in hellem Holz gehaltene Ausstattung für

einen offenen, freundlichen Empfang. 12

Klassenräume, vier Gruppenräume, Musikzimmer

und Singsaal, Lehrerzimmer,

Logopädiezimmer und Räume für Werken

und Basteln sowie Nebenräume für Lager

oder Gebäudetechnik finden Platz im

neuen Schulhaus. Vor allem die Klassenräume

in den beiden oberen Stockwerken

mit ihren großzügigen Panoramafenstern

samt umlaufender Fensterbank sind

ein echtes Highlight für die Schüler: Sie

bieten eine grandiose Aussicht auf den

Sarnersee oder die Kirche und den Dorfplatz

und lassen die Klassenzimmer hell

und freundlich wirken.

element + BAU • 3/2022

13


special

schulen / kitas

und Massivbauweise erstellt, was eine

flexible Raumnutzung ermöglicht.

Innovative

Bauteilaktivierung

überzeugt

die Architekten

Bei der Planung legten die Architekten

großen Wert auf eine nachhaltige Energieversorgung

in den beiden Gebäuden. Die

neuesten gesetzlichen Energievorgaben

wurden unter anderem durch die kompakte

Bauform und die Wärmedämmung

erfüllt. Zusätzlich sorgen eine Dreifachverglasung

der Fenster und textile Markisen

für einen Wärmeschutz im Sommer. Der

Solarstrom aus der PV-Anlage versorgt

neben den Schulgebäuden noch die Turnhalle

und das Gemeindehaus.

Das Schulhaus Türli in Sachseln in der Schweiz wurde 2020 fertiggestellt. Außen wirkt das

Gebäude kompakt, innen sorgt ein großer Lichtschacht im Dach für natürliches Licht und das

luftige Treppenhaus für einen offenen, freundlichen Empfang.

Bildnachweis (alle Bilder): © Martin Wittwer/ freitreppe.com

Das langgestreckte, zweigeschossige

Arni-Gebäude beherbergt fünf Kindergartenräume

sowie zwei Schulküchen

und wurde in einer zweiten Etappe nach

Fertigstellung des Türli gebaut. Auf den

Firstdächern ist eine Photovoltaikanlage

Richtung Süden platziert. Beide Gebäude

wurden in einer Mischung aus Skelett-

Bei solchen Klassenzimmern möchte man auch wieder zur Schule gehen: Große Panoramafenster

bieten eine grandiose Aussicht auf den Sarnersee und das Dorfzentrum.

Darüber hinaus entschied sich der Architekt

Reto Durrer für ein Lüftungssystem

auf Basis einer Betonkerntemperierung.

Hierfür wurden während der Bauphase

Kühlrohre aus wärmeleitendem Aluminium

in die Betondecken auf jeder Ebene

verlegt. Man kann sich diese dann wie

eine Kühldecke vorstellen, mit zusätzlichem

großen Energiespeichervolumen.

Dies ermöglicht, die gespeicherte Wärme

zu einem späteren, energetisch sinnvolleren

Zeitpunkt abzugeben, beispielsweise

in der Nacht oder den frühen Morgenstunden.

Über den Tag hinweg führt

die Wärmekapazität des Bauteils nur zu

einem geringen Anstieg der Raumtemperatur.

Die Energie im Raum dient dann der

Nacherwärmung der Zuluft. Beim Projekt

Türli und Arni kam das BTA-Lüftungssystem

Concretcool von Kiefer Klimatechnik

zum Einsatz. Das TGA-Planungsbüro

Berchtold aus Sarnen hatte bereits positive

Erfahrungen mit diesem System und

es daher speziell für dieses Projekt bei den

Stuttgarter Lüftungsexperten angefragt.

Concretcool nutzt die freie Kühlung und

vereint die Bauteilaktivierung mit der Lüftungsfunktion.

Das System bewährt sich

bereits seit über 20 Jahren und ist ideal

für Schulneubauten wie diesem. Denn für

ein konzentriertes Arbeiten und Lernen

und auch um eine mögliche virenbelastete

Aerosolkonzentration zu vermeiden,

benötigen Schulräume stets frische Luft.

Durch den kontinuierlichen Austausch

der Raumluft wird ein Anstieg des CO 2

-

Gehalts in der Raumluft verhindert.

Die Bauteilaktivierung mit Luft statt

Wasser verwendet frische Außenluft als

Energieträger. Diese steht an bis zu 70

Prozent des Jahres mit Temperaturen

unterhalb von 12 °C kühl und kostenlos

zur Verfügung. So werden die Räume mit

Frischluft versorgt und gleichzeitig die

Raumluftfeuchte im Sommer reduziert.

14 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

Während des Betriebs der Anlage im Winter

produzieren die Schüler mehr Wärme

als durch die gut gedämmte Gebäudehülle

entweicht. Dass daher nicht viel geheizt

werden muss, war für die Architekten

ein entscheidendes Argument für das

System.

Einfache Funktion –

unauffälliges Design –

hohe Energieeinsparungen

Die kühle Außenluft, mit einem optimalen

Zuluftvolumenstrom für das System von

12 m 3 / hm 2 , durchströmt die Kühlrohre

innerhalb der Betondecke und erwärmt

sich dabei auf annähernd Deckentemperatur.

Rippen in den Aluminiumrohren

vervierfachen die innere Oberfläche

nahezu. Dadurch wird ein Wärmeübertragungsgrad

von 90 Prozent erreicht.

Die benötigte Wärme wird der Decke

entzogen und führt zu einer zeitgleichen

Kühlung des Bauteils. Deckendralldurchlässe

vom Typ GLS 230 führen anschließend

die Zuluft in die Räume. Dadurch

wird der hygienische Frischluftbedarf

gedeckt und ein behagliches Raumklima

geschaffen. Ganz ohne Nacherhitzer oder

Primärenergie erreicht das System eine

Austrittstemperatur von rund 21 °C. Der

Prozess erfolgt selbstregulierend und fast

schwankungsfrei mit hoher Stabilität der

Temperatur aufgrund der großen Speicherkapazität

der Betondecken.

Zusätzliche Lüftungsrohre benötigt das

System nicht: Die Luftleitungen sind

im Raum nicht zu sehen, lediglich die

Luftdurchlässe sind in den Betondecken

unauffällig integriert. Dadurch können

Zusätzliche Lüftungsrohre benötigt das System

nicht: Die Luftleitungen sind im Raum nicht zu

sehen, lediglich die Luftdurchlässe sind in den

Betondecken unauffällig integriert, wie hier in

einem der Gruppenarbeitsräume.

auch ästhetische Ansprüche der Architekten

erfüllt werden: Da die Anschlusskästen

auch in wasserdichter Ausführung in

die Decke einbetoniert werden können,

sind beispielsweise durchgehend glatte

Betondecken möglich.

Kunst am Bau

An der Fassade wurden 66 Portraits von Kindergarten-

und Schulkindern mit einem speziellen

Verfahren in verschiedenen Graustufen auf die

Betonfassade gedruckt.

Im Sommer 2020 konnte das Schulhaus

Türli und im Sommer 2021 auch das

Arni feierlich eröffnet werden – ein Jahr

früher als geplant und sogar mit etwas

niedrigeren Gesamtkosten wie ursprünglich

vorgesehen. Von der Fassade blicken

66 Portraits hinunter auf den Schulhof.

Der Sarner Künstler Christian Kathriner

hat freiwillig ausgeloste Kinder aus dem

Kindergarten und der Schule zuerst

fotografiert und anschließend mit einem

speziellen Verfahren diese Portraits

in verschiedenen Graustufen auf die

Betonfassade gedruckt. So bleiben sie als

Zeitzeugen für die Zukunft verewigt. An

die Zukunft wurde auch bei der Planung

gedacht: Denn sollte später eine Erweiterung

nötig sein, kann an das Türli-Schulhaus

angebaut oder der Arni-Kindergarten

aufgestockt werden.

Bautafel

Objekt:

Schulhaus Türli, Sachseln, Schweiz

Bauherr:

Einwohnergemeinde Sachseln, Schweiz

Fachplaner TGA:

Ingenieurbüro P. Berchtold, Sarnen, Schweiz

Architekt:

Durrer Architekten, Luzern, Schweiz

An die Anschlusskästen in der Betondecke wurden die Deckendrall-Luftdurchlässe

GLS 230 angebracht. Die Zuluftführung

erfolgt hierbei über Drallschaufeln.

Bildnachweis: Kiefer Klimatechnik, Stuttgart

Bauarbeiten:

2018 - 2021

Produkte:

CONCRETCOOL System in Kombination mit Deckendralldurchlass

GLS 230 von Kiefer Klimatechnik, Stuttgart


special

schulen / kitas

Dilldorfschule in Essen

Innen und außen dicht

Mehrere Jahre stand sie leer – jetzt ist die traditionsreiche Dilldorfschule im Essener Stadtteil

Kupferdreh nach einer umfassenden Gebäudesanierung und einer kompletten Neugestaltung

des Außengeländes wieder in Betrieb. Zur erfolgreichen „Revitalisierung“ leisteten innovative

Bautenschutzsysteme einen wesentlichen Beitrag.

Die Dilldorfschule im Süden von

Essen blickt auf eine lange Historie

zurück. 1933 wurde das Gebäude

als Grundschule eingeweiht, die bauliche

Fertigstellung erfolgte 1935. Drei Jahre

nach Ende des zweiten Weltkriegs –

1948 – wurde der Schulbetrieb wieder

aufgenommen. Zunächst war in dem

Gebäude eine katholische Grundschule

ansässig, ab 1968 dann eine städtische

Gemeinschaftsgrundschule. 2010

musste die Schule aufgrund sinkender

Anmeldezahlen geschlossen werden.

Nachdem das Gebäude dann einige Jahre

als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde,

stand es seit 2018 komplett leer.

Umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen

Auf der Suche nach Erweiterungsmöglichkeiten

verschiedener Grundschulstandorte

entschloss sich die Stadt Essen 2018 zur

Reaktivierung des in klassischer Ziegelbzw.

Mauerwerksbauweise errichteten

Gebäudes und beauftragte das ortansäs-

sige Architekturbüro Schröder/Partner

Architekten GmbH mit der Planung und

Bauausführung. Die Aufgabe: Im ersten

Bauabschnitt sollte der Bestandsbau modernisiert

und für die Anforderungen einer

zweizügigen Gemeinschaftsgrundschule

mit ca. 100 Kindern sowie eine offene

Ganztagsbetreuung mit Mensa ausgerichtet

werden. Dabei galt es auch, entsprechende

Räume für die Schulverwaltung

und weitere schulische Aktivitäten zu

berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund

planten die Architekten umfangreiche

Sanierungsmaßnahmen – unter anderem

auch in den Bereichen Barrierefreiheit

und Brandschutz. Zum Beispiel sollte ein

neues außenliegendes Treppenhaus mit

integriertem Aufzug als zweiter Rettungsweg

errichtet werden und damit für mehr

Sicherheit im Brandfall sorgen. Zudem

waren aufgrund von starken Feuchtigkeitsschäden

umfangreiche Abdichtungsarbeiten

am Gebäudesockel sowie in den

Kellerbereichen der Schule erforderlich.

Fachgerechte

Ausführung der

Sockelabdichtung

Die Dilldorfschule in Essen erstrahlt nach der Sanierung wieder in neuem Glanz und bietet den

Schülerinnen und Schülern ein zeitgemäßes, modernes Schulambiente.

Für die Sanierung der Sockelfußpunkte

des Gebäudes mussten die gesamten Außenwände

frei gelegt werden. Hierzu war

zunächst eine statische Untersuchung

der Tragfähigkeit des Bodens notwendig,

denn der Erdaushub musste bis 3,50

Meter Tiefe erfolgen. Die Abdichtungsarbeiten

führten die Experten von Holz- und

Bautenschutz J. Puvogel durch. Geschäftsführer

Jürgen Puvogel und sein Sohn

Johannes Puvogel erläutern: „Da das

Gebäude auf gemauerten Ziegelstreifen-

Fundamenten errichtet wurde, konnten

nicht alle Bereiche in einem Arbeitsgang

freigelegt werden. So sind wir abschnittsweise

vorgegangen.“ Zunächst reinigten

die Spezialisten die Wandflächen. Nach

Abtragen der losen Putzstellen wurden

die Ausbruchstellen mit dem salzspeichernden

Ausgleichs- und Porengrundputz

Remmers SP Levell geschlossen.

Nach ausreichender Trocknung spritzten

16 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

Für die Sanierung der Sockelfußpunkte der Dilldorfschule in Essen mussten die gesamten

Außenwände – hier eine Teilfreilegung – zunächst bis auf 3,50 Meter Tiefe frei gelegt werden.

Bildnachweis: Remmers

Nach ausreichender Trocknung spritzten die

Verarbeiter Multi-Baudicht 2K in zwei Lagen

mit Gewebeeinlage auf.

Bildnachweis: © Holz- und Bautenschutz J.

Puvogel

die Verarbeiter die universell einsetzbare

polymere Dickbeschichtung MB 2K in

zwei Lagen mit Gewebeeinlage auf. Die

Bauwerksabdichtung besteht aus Polymerbindemitteln,

Zement, Spezial-Füllstoffen

sowie Additiven und vereint eine

hohe Rissüberbrückung mit einer sehr

hohen Druckfestigkeit und Belastbarkeit.

Nach der Trocknung wurde der erforderliche

DS Systemschutz angebracht und

mit einem Schienensystem fixiert. Danach

wurde die Baugrube lagenweise verfüllt

und verdichtet. Im Anschluss wurden die

nächsten Abschnitte ebenso ausgeführt.

Professionelle

Abdichtung der

Kellerböden und Wände

Auch die Kellerräume der Schule wiesen

umfangreiche Feuchtigkeitsschäden auf.

So wurden sämtliche aufgehende Ziegelwände

zunächst durch Herstellen von

Horizontal- Bohrungen und Einbringen

der lösemittelfreien Silancreme Kiesol C

gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

geschützt. Im nächsten Schritt wurden

die Fußpunkte im gesamten Ziegelmauerwerk

– hier ist der Putz bauseits entfernt

worden – saniert. Dazu erfolgte das Auskratzen,

Strahlen und Reinigen aller losen

Fugen. Zudem egalisierten die Verarbeiter

von J. Puvogel Ausbruchstellen sowie

tiefer liegende Fugen mit mineralischem

DIE ZUKUNFT IST

FLEXIBEL

HOCHWERTIGE RAUMSYSTEME,

DIE SICH IHREM BEDARF ANPASSEN.

Unsere Systemgebäude aus standardisierten Raummodulen sind

innerhalb kürzester Zeit verfügbar und lassen sich Ihrem individuellen

Bedarf einfach und schnell anpassen.

www.fagsi.com

RAUMLÖSUNGEN VON FAGSI:

FLEXIBEL, SCHNELL VERFÜGBAR UND

PLANUNGSSICHER.

| Kurzfristig realisierbare Containeranlagen

mit flexibler Raumaufteilung

| Bis zu 70% kürzere Bauzeit als Betongebäude

| Fixtermine mit Festpreisgarantie

für sichere Planung

| Bedarfsgerechte Grundrissplanung

| Wirtschaftliche und nachhaltige

Bauweise zum Kauf oder zur Miete

| Planung und Realisierung aus einer Hand

element + BAU • 3/2022

17


special

schulen / kitas

System der Hinterfeuchtungsschutz mit

der mineralischen Dichtschlämme WP

Sulfatex aufgebracht und „frisch in frisch“

die Dichtungskehle aus WP DS Levell

ausgeführt. Diese Feuchteschutzmaßnahme

unterbindet kapillaren Feuchtigkeitstransport

in das Sanierputzsystem und

wurde 50 Zentimeter hoch ausgebildet.

Auf den Wandflächen kam das WTA

geprüfte Sanierputzsystem bestehend

aus Vorspritzmörtel SP Prep und dem

Sanierputz SP Top White zum Einsatz. In

einem weiteren Arbeitsschritt wurde die

Bodenplatte kugelgestrahlt, gefräst, gereinigt

und gewässert. Nach der Trocknung

wurde die Bodenplatte als nachträgliche

Innenabdichtung mit dem Kiesol-System

beschichtet.

Standorterweiterung

im zweiten

Bauabschnitt geplant

Zur Sanierung des Kellerbodens wurde die mineralische Dichtschlämme WP Sulfatex aufgebracht.

Wenn der erste Bauabschnitt erfolgreich

abgeschlossen ist, können sich die

Schüler in Essen-Kupferdreh über ein

rundum saniertes Gebäude freuen – nicht

zuletzt dank der eingesetzten innovativen

Bautenschutzsysteme. Doch die Arbeiten

an der Schule gehen weiter: In einem

zweiten Schritt soll ein Erweiterungsneubau

auf einem benachbarten Bolzplatz

entstehen, der durch eine Brücke mit dem

Bestandsgebäude verbunden sein wird.

Insgesamt können dann zukünftig rund

200 Kinder die Schule besuchen.

Bauherr:

Stadt Essen

Bautafel

Planer:

Schröder + Partner

Architekten GmbH, Essen

Verarbeiter:

Holz- und Bautenschutz J.

Puvogel, Ennigerloh

Produktspezifische

Beratung:

Remmers Fachvertretung

(Papenbrock OHG)

Anbringen von DS Systemschutz an der Außenwand.

Bildnachweis (diese Seite): Remmers

Dichtungsspachtel. Dabei wurde zur

Untergrundverfestigung und als Grundierung

Kiesol 1:1 mit Wasser verdünnt und

zur Egalisierung der Grundputz SP Levell

eingesetzt. Zusätzlich wurde im Kiesol-

Eingesetzte Remmers

Produkte:

MB 2K

Kiesol

Kiesol C

WP Sulfatex

WP DS Levell

SP Levell,

SP Prep

SP Top White

DS Protect

18 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

Typisch für die KiTa „Drachenreiter“ in Berlin: Starke Farben und asymmetrische Sechsecke.

Bildnachweis (alle Bilder): RAKO / Huthmacher

Neue Berliner Kindertagesstätte

Farben weisen kleinen „Drachenreitern“ den Weg

Grün... Gelb... Blau... Wer ein richtiger „Drachenreiter“ ist, der lässt sich von Farben leiten. So

jedenfalls in der neuen, gleichnamigen Kindertagesstätte am „Alex“ in Berlin. Hier machen

starke, klare Töne die Orientierung leicht. Grün und Gelb sind den älteren Kindern vorbehalten,

Blau steht für den „Nestbereich“ der Ein- bis etwa Zweieinhalbjährigen. Ein leicht verständliches

Farbkonzept für die KiTa-Kinder, die nicht wie üblich in Gruppen unterteilt sind, sondern

ihren Platz je nach Neigung, Interesse und Entwicklungsstand selber finden dürfen. Ein Farbkonzept,

das sich vom Eingangsbereich über die Flure und Gemeinschafträume bis hin zu den

Sanitärräumen mit ihren passend unifarbenen „Color One“-Fliesen zieht.

In der ersten Etage eines elfstöckigen

Neubaus entstand die neue KiTa

für Berlin-Mitte, Wadzeckstraße 3,

nahe dem Alexanderplatz. Rund 1.000

Quadratmetern Fläche stehen für bis zu

100 Kinder und etwa 20 Pädagogen

bereit. Die Drachenreiter gemeinnützige

GmbH als anerkannter Träger der freien

Kinder- und Jugendhilfe in Berlin eröffnete

damit im April 2016 ihre zweite

Einrichtung dieser Art: Einen Ort, der sich

sowohl vom pädagogischen als auch

von architektonischen Konzept her offen

zeigt für die individuellen Bedürfnisse

von Kindern im Alter zwischen einem

und sechs Jahren, für Kinder mit und

ohne Behinderungen beziehungsweise

Beeinträchtigungen, aus verschiedenen

Nationen und aus unterschiedlichen

Lebenssituationen.

Hoher Stellenwert

von "Farbe"

Die Planer der „arge Knowspace Thinkbuild“,

Jason Danziger und Prof. Erhard

An-He Kinzelbach, hatten dafür ideale

Rahmenbedingungen geschaffen. Auf

den ersten Blick erkennbar: Der Stellenwert

der Farben. Speziell in den Sanitär-

element + BAU • 3/2022

19


special

schulen / kitas

Auch hier das Sechseck: Der Außenbereich der KiTa mit seiner riesigen„Sandkiste“ im Innenhof

des neuen elfstöckigen Wohnhauses.

Individuell und multifunktional: Die Einrichtung

für kleine „Drachenreiter“.

bereichen lassen sie sich intensiv erleben.

Es entstanden jeweils ein gelbes, ein

grünes und ein blaues Bad mit unifarbenen,

20 x 40 cm großen Wandfliesen aus

dem „Color One“-Objektprogramm von

Rako. „Wichtig war uns dabei die große

Farbauswahl des Herstellers“, so Jason

Danziger, „und die Zuverlässigkeit in der

Farbgebung.“ Dadurch sei für ihn eine

hohe Flexibilität entstanden: „Es wurde

bei der Planung sehr vieles möglich und

anhand der Muster wusste ich immer

genau, wie das Resultat aussieht.“

Sowohl Wände als Fußböden in Bädern

und Küche der neuen Berliner Kindertagesstätte

sind mit Fliesen aus dem „Rako

Object“-Programm gestaltet: Rund 150

Quadratmeter Wandfliesen in den Rako-

Farbstellungen „Dark Yellow“, „Green“

und „Blue“ erhielten die drei Bäder. Für

die Fußböden wurden hier die 10 x10 cm

große Ausführung der Serie Color Two

in Weiß (Rutschhemmung R10) sowie

passende Hohlkehlsockel verlegt. In der

Küche kam die anthrazitfarbene Ausführung

der Serie „Taurus Industrial“ (20 x

20 cm, R12 V4) zum Einsatz.

Ideengeber Bauhaus

Wasser erspüren... Für die KiTa Drachenreiter wurde eigens eine „Wasserkaskade“ entwickelt.

Verschiedene Ideen aus dem Bauhaus

begleiteten darüber hinaus die Planungsarbeit

des Architekturbüros Knowspace

Thinkbuild. So entschied man sich für eine

20 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

Passend zum Farbkonzept der KiTa: 20x40 cm große, glasierte Wandfliesen aus dem „Color

One“-Programm von Rako.

Passend zu den 20x40 cm große Wandfliesen:

die 10x10 cm großen Bodenfliesen der Serie

„Color Two“ von Rako.

„aufgefaltete“ Raumzeichnung: Der mittigen

Raumfläche stehen die „aufgeklappten“

Wände zur Seite. Auf diese Weise

entsteht ein sehr viel besserer Eindruck

vom Zusammenspiel und von der Wirkung

der Farben. Und auch der Bauhaus-Leitsatz

„Vom Großen ins Kleine“ stand Pate

bei diesem Projekt. Von der Gestaltung

der Räume bis zur Gestaltung der Möbel

– fast alles wurde selbst entworfen. Und:

Fast alles ist multifunktional. „Die von uns

entwickelten Stühle lassen sich beispielsweise

durch einfaches Drehen auf drei

verschiedene Sitzhöhen einstellen“, erklärt

Prof. Kinzelbach: „Und die trapezförmigen

Tische sind flexibel zu Kreisen, Reihen

oder Quadraten arrangierbar.“ Breite Fensternischen,

die zum Reinkrabbeln einladen

und Sitzbänke, in denen sich allerhand

verstauen lässt gehören ebenfalls zur

individuellen „Drachenreiter“-Einrichtung.

Ganz genauso wie übrigens die Kneipp-

Becken oder auch der eigens angefertigte

„Brunnentisch“ im Badbereich, die nicht

nur für eine Menge Spaß, sondern auch

für ein bewusstes Erleben des Elements

Wasser sorgen sollen.

„Durchblick“

dank offenem

Raumkonzept

Ganz besonders wichtig war den Planern

das offene Raumkonzept der Einrichtung.

Auffällig sind deshalb die sechseckigen

Fenster zwischen Räumen und Gängen.

Sie wirken wie groß dimensionierte

„Gucklöcher“ und ermöglichen die visuelle

Kommunikation und den Ausblick durch

zwei Raumschichten. Das asymmetrische

Sechseck als wiederkehrendes Symbol

lässt sich übrigens an vielen Stellen der

KiTa entdecken: Als farbige Dekoration

der Fensterflächen ebenso wie in Form

des großen Sandspielplatzes im Außenbereich.

Die KiTa „Drachenreiter“...

nimmt mit rund 1.000 Quadratmetern

Fläche die gesamte erste Etage des

elfstöckigen Neubau-Projekts an der

Wadzeckstraße 3 in Berlin, nahe dem

Alex, ein. Fertigstellung war im April

2016. Nach und nach werden hier

künfitg bis zu 100 Kinder im Alter von

einem bis sechs Jahren entsprechend

dem integrativen Konzept der „Drachenreiter

gGmbH“ aufgenommen. Im

Parterre des Gebäudes sind verschiedene

Geschäfte untergebracht.

Die Etagen zwei bis elf stehen als

Studentenwohnungen zur Verfügung.

Zuständig für die Planung des Innenund

Außenbereichs der Kinder-Tagesstätte

„Drachenreiter“ war die „arge

Knowspace Thinkbuild“ in Berlin.

Die Frage nach dem wohin ist in der neuen

Berliner KiTa schnell beantwortet: Einfach

der Farbe nach!

element + BAU • 3/2022

21


special

schulen / kitas

Schulneubau in Filderstadt von Behnisch Architekten

Organisch, fließend, bunt

Die Stadt Filderstadt wollte im Stadtteil Bernhausen das Areal zweier benachbarter Schulen

neu ordnen, architektonisch aufwerten und zugleich weiterentwickeln, auch um den Schulkomplex

für einen Ganztagesbetrieb vorzubereiten. Das Konzept sah vor, die bestehende

Gotthard-Müller Schule durch den Neubau einer Grund- und Gemeinschaftsschule zuerst zu

ersetzen und anschließend rückzubauen. Außerdem sollten Erweiterungsflächen für die angrenzende

Fleinsbachschule realisiert werden.

Das Leitmotiv der architektonischen

Gestaltung von Behnisch Architekten:

ein lebendiger Schulcampus

in einer angenehmen Umgebung für

Lehrende und Lernende. Die Integration

kooperativer und sozialer Lernstile wird

durch verschiedene Lernumgebungen erreicht,

die durch offen gestaltete Kommunikationsräume

sowie individuell konfigurierte

Klassenzimmer und Gruppenräume

geprägt sind.

Über das zentrale Foyer mit Funktionsräumen

und einer gemeinschaftlich genutzten

Mensa lassen sich alle weiteren Bereiche

in den darüber liegenden Ebenen

erreichen. In den oberen Geschossen

verzweigt sich das Gebäude architektonisch

und funktional. Das über alle vier

Etagen reichende und lichtdurchflutete

Atrium bildet dabei das vertikale Zentrum.

Von hier aus können sich die Schüler

gut orientieren und finden fast intuitiv zu

ihren Klassenräumen. Zudem gibt es auf

jeder Etage einen kleinen Vorplatz – mit

Nischen und Sitzgelegenheiten zum

Verweilen oder Entspannen. Im dritten

Obergeschoss befindet sich u.a. eine

großzügige Terrasse, für die Bernhauser

Schüler das Highlight schlechthin: hier

kann der Unterricht – zumindest in den

warmen Monaten – jederzeit im Außenraum

stattfinden.

Entstanden ist ein differenziert gestaffelter

Gebäudekörper, der optisch durch

ausgewogene Leichtigkeit besticht und

sich mit seiner fließenden, organischen

Gestalt formvollendet inmitten einer

relativ heterogenen Umgebung präsentiert.

Die harmonisch verlaufenden und

in der Höhe gestaffelten horizontalen

Linien sowie die umlaufende Terrassierung

nehmen dem Bau jegliche Wucht.

Innerhalb der Fassade dienen gelochte

farbige Metallplatten als Verkleidung, die

außerdem die geschwungene Form des

Baukörpers nachzeichnen.

Offene Lernlandschaft

Eine Holz-Aluminium-Konstruktion als Fassade

mit opaken Holzelementen spiegelt

die Idee einer offenen Lernlandschaft.

Stahlgeländer mit Netzstrukturen und

detaillierte Einbauten aus Holzwerkstoffen

sorgen für einen Kontrast zu den Linoleum-

und Teppichböden in den Fluren und

Klassenräumen. Als gemeinschaftsfördernde

Landschaftselemente dienen ineinander

übergehende Freiräume, Schulhöfe

mit Bepflanzungen und einem Spielplatz

sowie die „Agora“, ein abgesenkter Tiefhof

mit einladenden Sitzstufen, der auch als

Freilichttheater genutzt werden kann.

Neben der durchdachten Gestaltung der

räumlichen Strukturen haben Behnisch

Architekten die Schule vor allem als sinnlich

wahrnehmbares Gebäude geplant.

Um den einzelnen Lernbereichen eine

unverwechselbare Eigenständigkeit zu

22 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

verleihen, setzten sie auf eine individuelle

Farbgebung der Wandflächen, wobei die

Farben nicht nur die jeweiligen Klassenstufen

markieren, sondern intensive

Orange-, Gelb-, Grün- und Erdtöne auch

für eine lebendig-anregende Stimmung

sorgen.

Design und

Funktionalität mit Outdoor-Kunststoffbelägen

Auf dem oberhalb der Agora angelegten

Spielplatz kam zudem der Fallschutzboden

PolyPlay FS zum Einsatz.

Der stoßdämpfende Belag bietet eine

saubere und sichere Lösung für verschiedene

Anwendungsgebiete, meist sind

es Spielplätze und Freizeitparks. Der

schüttbeschichtete, wasserdurchlässige

Belag ist pflegeleicht und schützt dank

seiner dämpfenden Wirkung vor Verletzungen.

Witterungs- und Verrottungsbeständigkeit

führen zudem zu hoher

Lebensdauer und geringen Wartungskosten.

In Bernhausen ist die die Oberfläche

in drei Farben und unterschiedlichen

Dicken zwischen 42 und 122 mm ausgeführt

– abgestimmt auf die jeweilige

Fallhöhe der Spielgeräte.

Die Fertigstellung der Gotthard-Müller

Schule erfolgte 2020, im September

wurde das Gebäude bezogen.

Für die Beschichtung der umlaufenden

Terrassierung wurde Polytan hinzugezogen.

Zum Einsatz kam hier der einlagige,

langlebige Belag PolyPlay SE, der für

Spielfelder und Anlagen im Schulsport,

Ballsport und für Freizeitaktivitäten

entwickelt wurde. Er besitzt eine glatte

Oberfläche, dank seiner Wasserdurchlässigkeit

trocknet er schnell ab und ist

trotzdem jederzeit rutschsicher. Weitere

Vorteile sind der hohe Verschleißschutz

und ein geringer Pflegeaufwand – sowie

natürlich seine Farbigkeit, die sich in das

Gestaltungskonzept von Behnisch Architekten

einpasst. Verlegt wurde er in den

Farben Lichtgrau und Perlweiß sowie in

drei Gelbnuancen.

Auf dem Spielplatz kam ein Fallschutzboden zum Einsatz. Der stoßdämpfende Belag ist dabei

besonders pflegeleicht und schützt dank seiner dämpfenden Wirkung vor Verletzungen – beispielsweise

bei Stürzen.

Bildnachweis (alle Bilder): David Matthiessen Fotografie

element + BAU • 3/2022

23


special

schulen / kitas

Bildnachweis (alle Bilder): Lamilux

Kindertagesstätte in Rehau

Glasarchitektur verbindet das Draußen mit Drinnen

Ein großer Baum thront inmitten der lichtdurchfluteten Eingangshalle einer Kindertagesstätte

in Rehau. Er ist das Herz der LamiKita. Die Kindertagesstätte LamiKita in Rehau ist eine der besonderen

Art. Das pädagogische Konzept und die Architektur der Kita fördern gleichermaßen

Gesundheit, Achtsamkeit und Naturnähe. Große Glasflächen und Oberlichter holen die Natur

von draußen zu den Kleinen nach drinnen, wodurch Sie in alle Himmelsrichtungen mit Ihrer

Umwelt verbunden sind.

Zwei Jahre Planung, 1,5 Jahre Bauzeit

und 74 fröhliche Kindergesichter:

Die LamiKita in Rehau wurde im

September 2020 erstmals von ihren Kids

erobert. Seitdem ist die Kita ein Ort für

Entdeckungen, Erlebnisse und Erfahrungen

für Krippen- und Kindergartenkinder.

Große, durch Glasflächen miteinander

verbundene, Räume, runde Flachdach

Fenster sowie ein Glasdach geben den

Kleinen die Möglichkeiten die Natur zu beobachten,

den Sonnenverlauf zu verfolgen

oder den Wolken beim Ziehen zuzusehen.

Das Besondere der LamiKita: Das Fundament

aller architektonischen Planungen

war die besondere Pädagogik der Kindertagesstätte.

Ein besonderes

Kita-Konzept

Auf vier Säulen steht das einmalig pädagogische

Konzept der LamiKita: Achtsamkeit,

Kooperation, Ernährung und Digitalisierung.

Die sozialen und emotionalen

Kompetenzen der Kleinen, aber auch

deren natürliche Neugierde, Entdeckungsdrang,

den Drang Dinge zu verstehen und

deren Wunsch nach Erleben der eigenen

Kräfte, der eigenen Möglichkeiten, der

eigenen Kreativität – all das wird in der

LamiKita bestmöglich gefördert.

Im Fokus steht, dass die Kinder lernen

achtsam mit sich selbst, ihrem Gegenüber

und der Natur umzugehen, um auch im

späteren Leben Herausforderungen einfacher

meistern zu können.

24 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

Das Draußen und

Drinnen verbinden

Auf die besondere Philosophie ausgelegt

ist auch das komplette Areal der Lami-

Kita. Im lichtdurchfluteten, großzügigen

Neubau wird ein offenes Konzept gelebt.

Fast alle Räume sind durch Glaselemente

und Sichtachsen miteinander verbunden

und ermöglichen so den Austausch über

Räume hinweg und verleihen der Kita

eine besondere Atmosphäre von Weite,

Transparenz, Offenheit und Naturverbundenheit.

Durch Fenster auf Sichthöhen

der Kinder haben sie immer einen Blick

ins Freie, auch im Liegen können sie die

Wetterlage durch runde Flachdach Fenster

beobachten. So können die Kleinen

aus jeder nur möglichen Perspektive nach

draußen blicken und die bunten Farben

der Natur entdecken.

Diese besondere Verbindung von Drinnen

und Draußen spiegelt sich auch bei der

Zubereitung des Essens wider. Täglich

unterstützen die Kindergartenkinder

das Kitaeigene Küchenpersonal in der

Frischküche bei den Essensvorbereitungen.

Diese bauen sie teilweise auch

selbst im eigenen Gemüse-, Obst- und

Kräutergarten an. Dieser grenzt direkt

an das Entdeckerparadies mit riesigem

Sandkasten, einem Wasserspielbereich

und vielem mehr.

Tageslichtsysteme unterstützen

die Philosophie

Das wohl größte Alleinstellungsmerkmal

der LamiKita: Zuerst stand die Pädagogik

der Kita fest, danach wurde die Architektur

des Gebäudes auf das besondere

Konzept abgestimmt. Glas, Licht und

Tageslicht sind in der LamiKita bewusst

gesetzte Elemente. Denn angelehnt an

die Reggio-Pädagogik wird der Raum zum

dritten Pädagogen und erzieht die Kinder

mit.

Insgesamt 8 runde, eineinhalb Meter

große Lamilux Flachdach Fenster F100

und ein Lamilux PR60 Glasdach mit

zusätzlichen Verschattungselementen

schaffen in dem Gebäude eine angenehme

Tageslichtatmosphäre. Für die

LamiKita wurden sogar extra geneigte

runde Flachdach Fenster entwickelt. Joachim

Hessemer, der technische Leiter von

Lamilux Tageslichtsysteme erinnert sich:

„Die Herausforderung lag darin, einen

runden Sockel, also den faserverstärkten

Aufsatzkranz, dreidimensional so zu modellieren,

dass man keine ellipsenähnliche

Fläche erzeugt, sondern der Aufsatzkranz

auch oben kreisrund bleibt, wenn man

ihn am oberen Ende schräg abschneidet.“

Der große Vorteil daran ist jetzt: Durch

5° Neigung erzeugt das runde Flachdach

Fenster einen gewissen Selbstreinigungseffekt

und ist problemlos für den Dachdecker

zu montieren.

Das Spiel mit

dem Tageslicht

Die runden Flachdach Fenster integrieren

sich optisch perfekt in das Konzept,

welches in allen Räumen runde Elemente

aufgreift, wie beispielsweise im Ruheraum,

der von oben durch die runden

Flachdach Fenster mit Tageslicht durch-

Ihre Newsletter-Anmeldung unter:

www.harnisch.com

Digital

as

usual.

Der Newsletter des

Dr. Harnisch Verlags

Immer wissen, was es Neues

gibt? Ergänzend zu unseren

Print-Magazinen halten wir Sie

mit unserem Newsletter auf

dem Laufenden, völlig kostenlos.

Erhalten Sie aktuelle Informationen

und exklusive Inhalte aus

verschiedenen Branchen. Die

Anmeldung zum Newsletter unter:

www.harnisch.com

Das Spiel von Tageslicht und Schatten, das dank der die extra entwickelten, runden Flachdachfenster

für die Kleinen erlebbar ist, ist Teil des pädagogischen Konzepts der LamiKita.

element + BAU • 3/2022

25


special

schulen / kitas

Große Glasflächen holen die Natur von draußen zu den Kleinen nach drinnen, wodurch Sie in alle Himmelsrichtungen mit Ihrer Umwelt verbunden

sind.

flutet wird, aber auch jederzeit durch Verschattungselemente

abgedunkelt werden

kann. Denn Kinder erkunden die Räume

mit allen Sinnen, auch die Helligkeit oder

die Wärme der Sonne spielen dabei eine

Rolle.

Schatten heißt nicht sofort Dunkelheit,

viel mehr sind die Elemente Licht und

Schatten großartige Spielkameraden für

Kinder. „Wie sieht es aus, wenn Licht auf

ein bestimmtes Material trifft? Wie entstehen

Reflexionen? Wieso ist mein Schatten

jetzt klein und warum ist er jetzt groß?

Warum lässt sich Licht und Schatten nicht

anfassen? All diese Fragen erwecken den

Forschergeist der Kinder und helfen den

Kleinen die Natur und ihre physikalischen

Gesetze besser zu verstehen. Deshalb

spielt Tageslicht eine zentrale Rolle in der

Kindererziehung“, erklärt Kitaleiter Manuel

Wohlrab.

Idee der LamiKita

Eine Kita, in der die Kinder zu glücklichen, selbstbewussten Menschen mit

einem starken Herz heranwachsen, das war jeher ein Herzenswunsch von Dr.

Dorothee Strunz. Mit der Errichtung einer Betriebskita, die gleichzeitig allen

Kindern der Region offensteht, hat sich die Initiatorin einen Kindheitstraum

erfüllt.

Das pädagogische Konzept und die Architektur

der Kita fördern gleichermaßen Gesundheit,

Achtsamkeit und Naturnähe.

Finanziell getragen wird das Projekt von der Strunz.Stiftung, die 2009 von

der Lamilux-Eigentümerfamilie ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel: die Region

und ihre Menschen nachhaltig zu unterstützen und zu fördern. Das Familienunternehmen

ist somit das erste Unternehmen Hochfrankens, das in dieser

Weise in die Bildung und Erziehung von Vorschulkindern investiert.

www.lamikita.de

26 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

Maßgeschneiderte Lösungen sichern Kitas, Schulen und Universitäten

Kinder und Schüler in geschützter Umgebung

In Kindertagesstätten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen kommt der Außenhautsicherung

eine besondere Bedeutung zu. Türen leisten hier täglich einen Spagat, denn der erwünschten

Bewegungsfreiheit junger Menschen steht der Schutz vor dem Zutritt Unbefugter

gegenüber. Auch in einem Ernstfall, wenn eine Paniksituation eintritt, muss die technische

Ausstattung der Tür der Situation jederzeit gewachsen sein. Welche Lösungen hier der Markt

bietet, wollen wir im Folgenden am Beispiel des Herstellers Winkhaus einmal beleuchten.

Für öffentliche Einrichtungen gilt:

Jeder muss im Notfall das Gebäude

zügig verlassen können. Winkhaus

hat für solche Aufgaben die Anti-Panik-

Verriegelung panicLock AP4 entwickelt.

Das System sichert sowohl ein- als auch

zweiflügelige Außentüren für Flucht- und

Rettungswege.

Eine hohe Flexibilität zeichnet die Technologie

aus: So kann beispielsweise für einflügelige

Türen gemäß EN 179 dieselbe

Verriegelungsvariante verwendet werden,

wie für Türen, die den Anforderungen der

EN 1125 entsprechen. Ebenso flexibel

zeigt sich panicLock AP4 im Zusammenspiel

mit Profilzylindern. Denn es können

Zylinder sowohl mit als auch ohne Freilauffunktion

eingebaut werden.

Viele Kombinationsmöglichkeiten

Das Programm von panicLock AP4

hält für alle relevanten Variationen von

Notausgangs- und Fluchttüren (B*, D**,

E***) passende Lösungen bereit. Gleichermaßen

groß sind auch die Kombinationsmöglichkeiten

mit Zubehörteilen

wie Griffen und Stangen vieler namhafter

Hersteller.

Anti-Panik-Verriegelungen sichern ein- und zweiflügelige Außentüren für Flucht- und Rettungswege.

Sie arbeiten zuverlässig – egal, was sich vor oder hinter der Tür ereignet.

Bildnachweis (alle Bilder): Winkhaus

Mit der Umschaltfunktion B mit geteilter

Nuss und einem Drücker sowohl auf der

Innen- und als auch auf der Außenseite

sorgt panicLock AP4 dafür, dass der

Fluchtweg jederzeit offen ist und umgekehrt

von außen kein Unberechtigter

Zutritt hat.

In dieser Ausstattung bietet sich eine

solche Tür besonders für Schulen an.

Schließberechtigte wie Lehrer oder

Hausmeister können morgens über den

Schließzylinder den Außendrücker der

Tür aktivieren und abends wieder ausschalten.

So ist in den Nachtstunden der

Zugang von außen verwehrt. Von innen

lässt sich die Tür rund um die Uhr als

Fluchtweg öffnen.

Variante eigens

für Kindergärten

Speziell für Kindertagesstätten entwickelte

Winkhaus mit der Notausgangs-Verriegelung

panicLock AP179 AV3OR KG eine

Variante für unterschiedlich hoch sitzende

Türgriffe. Sie sperrt in den Nachtstunden

der Zugang von außen und öffnet die Tür

als Fluchtweg von innen rund um die Uhr.

Die Technik arbeitet auf der Innenseite

mit zwei Griffen in unterschiedlichen

Höhen. Beide Griffe lassen sich jeweils mit

nur einer Handbewegung und geringem

Kraftaufwand betätigen. Erwachsene

bedienen die Tür wie gewohnt – aber in

einer komfortablen Griffhöhe von 1,55 m.

Für Kinder ist der niedriger angebrachte

Griff leicht erreichbar. Er löst jedoch einen

Alarm aus, wenn er bedient wird, um

beispielsweise zu verhindern, dass Kinder

unbeaufsichtigt auf die Straße laufen.

Zu diesem Zweck ergänzt ein Einhand-

Türwächter (GfS oder Deni) den unten sitzenden

Griff. Das Element wird unterhalb

der Türklinke angebracht und verschiebt

sich, sobald diese betätigt wird. In dem

Moment ertönt ein Alarm oder je - nach

Türwächter-Modell – erfolgt auch eine

Meldung ans Haus-Netzwerk.

element + BAU • 3/2022

27


special

schulen / kitas

In Bildungseinrichtungen wie Schulen geht die Sicherheit vor. Eine elektronische blueSmart

Schließanlage schützt vor unerlaubtem Zutritt und ist vielen Herausforderungen im Leben von

Kindern und jungen Leuten gewachsen.

In zwei unterschiedlichen Höhen sitzen die

Griffe der Kindergarten-Lösung für Notausgangs-Türen

panicLock AP179 AV3OR KG,

damit im Notfall jeder ohne fremde Hilfe das

Gebäude verlassen kann.

Individuelle Konzepte

realisierbar

panicLock AP179 AV3OR KG bietet

unterschiedliche Anwendungsvarianten

– darunter auch spezielle Lösungen für

die Hol- und Bringzeiten. Die Kombination

mit der motorischen Sicherheits-Tür-

Verriegelung Winkhaus blueMatic EAV

ist ebenfalls möglich. So ausgestattete

Türen können – zum Beispiel nach einem

Klingelzeichen der Besucher – von innen

per Knopfdruck geöffnet werden.

Zutritt intelligent

unter Kontrolle

Für solche Anwendungen bietet Winkhaus

die elektronische Zutrittsorganisation

blueSmart. Mit einem umfangreichen

Komponenten-Programm lassen sich

maßgeschneiderte Lösungen konzipieren,

die speziell auch auf die Anforderungen

von Bildungseinrichtungen und Kitas

zugeschnitten sind.

Virtuelle

Vernetzung

blueSmart arbeitet optional mit einem

so genannten virtuellen Netzwerk. Im

Gegensatz zu konventionellen Online-

Zutrittskontrollsystemen können daher

aufwendige Verkabelungen, eine Vielzahl

von Umsetzern oder störanfällige Funkstrecken

entfallen. Die Anlage ist schnell

und unkompliziert installiert, denn bei

Nutzung des virtuellen Netzwerks sind

lediglich die Aufbuchleser online angebunden.

Ihre Aufgabe ist es, Befehle aus

der Verwaltungssoftware im virtuellen

Netzwerk zu verteilen.

Passiver Schlüssel

Die Informationen zwischen den elektronischen

Komponenten überträgt das

System schnell und kabellos. Überträger

ist der blueSmart Schlüssel. Er ist batterie-

Das Sicherheitskonzept einer Bildungseinrichtung

muss auch die Schließanlage im

Blick haben. Immer öfter regeln elektronische

Systeme, wer wann das Gebäude

und bestimmte Räume betreten kann.

Das spart Kosten bei Schlüsselverlusten,

Umstrukturierungen in der Organisation

oder Erweiterungen von Gebäuden. Denn

elektronische Zutrittskontrolle schenkt

Flexibilität und punktet mit geringeren

Betriebskosten.

Die elektronische Zutrittsorganisation blueSmart hat sich im Alltag öffentlicher Einrichtungen

bewährt. Das passive, schlüsselbetätigte System verteilt Befehle und Informationen mittels

virtuellen Netzwerks.

28 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

los, beständig gegen Sterillium, wasserdicht

(IP68) und trägt einen RFID-Chip im

Inneren. Sympathisch ist den Nutzern die

gewohnte Handhabung: Der berechtigte

Schlüssel wird in den Zylinder eingeführt

und gedreht – schon zieht die Falle

zurück. Da kein Knauf berührt werden

muss, unterstützt diese Lösung auch die

Hygiene im Alltag.

Notfall freie Wege nach draußen gemäß

DIN EN 179 und DIN EN 1125.

Schutz im Amokfall bietet der elektronische

blueSmart Zylinder BS 04 S10 MK.

Dieser ermöglicht es Jedem im Raum,

die Tür auf der Innenseite mittels Knauf

zu verschließen. Zur Öffnung der Tür von

außen wird ein berechtigter Schlüssel

benötigt, um zu vermeiden, dass sich

ein Amokläufer frei im Gebäude bewegen

kann. Eine spezielle Kupplung sorgt

übrigens dafür, dass mit der Technik keine

Streiche gespielt werden können.

Schlüsselverluste

leicht zu

verschmerzen

Geht einmal ein Schlüssel verloren, ist

kein Schließanlagenaustausch erforderlich.

Denn die individuellen Zutrittsberechtigungen

werden an einem zentralen

PC in der Einrichtung mit Unterstützung

der Software blueControl verwaltet und

mit wenigen Mausklicks geändert. Das

Sperren eines vermissten Schlüssels wird

im virtuellen Netzwerk ebenso schnell

wirksam wie beispielsweise Änderungen

von Zutrittsberechtigungen.

Türzylinder ohne

Angriffsfläche

Panikfunktion

*Die Panikfunktion B mit beidseitigem Drücker ist für Gebäude mit Publikumsverkehr

konzipiert: Der Drücker innen besitzt eine klassische Panikfunktion,

der Drücker außen kann nach Bedarf mechanisch aus- oder eingekuppelt

werden. Die Kupplung der beiden Drücker erfolgt über eine geteilte Nuss.

**Die Panikfunktion D ist eher für reine Fluchttüren vorgesehen, die sonst

nicht genutzt werden: Mit einer klassischen Panikbetätigung von innen wird

nicht nur die Tür geöffnet, sondern auch der äußere Drücker eingekuppelt –

zum Beispiel um ein Zurückflüchten oder den Zugang durch die Feuerwehr

zu ermöglichen.

***Die Panikfunktion E ist für Türen, zu denen nur ein definierter Personenkreis

Zugang hat, konzipiert (Firmengebäude). Außen ist ein Blindschild oder

ein Knopf montiert, die Öffnung ist nur mit dem Schlüssel möglich. Von innen

bietet sie die klassische Panikfunktion über den Drücker.

blueSmart Elektronikzylinder kommen

ohne Knäufe aus und sind daher in den

meisten Fällen flächenbündig. Das mindert

die Quetschgefahr von Kinderfingern

am Türrahmen und die Verletzungsgefahr

zum Beispiel beim Sport in der Halle.

Auch für versehentliche oder bewusste

Beschädigungen bieten knauflose

Türzylinder wenig Angriffsfläche. Da die

elektronischen Zylinder die gleichen

Abmessungen haben wie mechanische

Profilzylinder, müssen für die Umrüstung

keine Türen umgebaut werden.

Wirkungsvolle

Hilfe

im Notfall

Um Objekte vor Einbruch zu schützen,

entwickelte Winkhaus elektronische

Profilzylinder, die in die VdS Klasse BZ+

eingestuft sind. Sie dienen der Außenhautabsicherung

und sind für sicherheitskritische

Bereiche im Gebäudeinneren

geeignet. Darüber hinaus bietet das

blueSmart Programm zur Minimierung

der Gefahren in Panik-Situationen die

Anti-Panik-Zylinderfamilie BS XX/18.

Diese sind speziell für den Einsatz in

Anti-Panik-Mehrfachverriegelungen nach

neuer Bauart konzipiert. Hierzu zählen

zum Beispiel die aktuellen Winkhaus

Verriegelungen panicLock AP4 ebenso

wie andere im Markt verfügbare Systeme.

Dieses Zusammenspiel gewährleistet im

WIR SIND ESCO.

Wir bieten alles, was Sie für den Bau von Fenstern und Türen brauchen:

Beratung, auf die Sie sich verlassen können. Produkte, die Sie rund um

die Uhr bestellen. Services, die Ihre Arbeit effizienter machen.

RUND UM DIE UHR GUT

BERATEN UND ZEITNAH

GELIEFERT! ESCO.DE

element + BAU • 3/2022

29


special

schulen / kitas

Erweiterung einer Kita in Geretsried

Es rappelt in der „Blechkiste“

Seit 2012 steigt die Zahl der Kinder zwischen drei Jahren und dem Schuleintritt, die eine

Tageseinrichtung besuchen, nach Auskunft des Statistischen Bundesamts stetig an. Diesem

Trend sieht sich auch die Stadt Geretsried – rund 45 Kilometer südlich von München gelegen

– gegenüber. Um eine größere Zahl an Betreuungsplätzen anbieten zu können, entschied man

sich unter anderem für die Erweiterung der Kita „Blechkiste“ um eine zusätzliche Kindergartengruppe.

Dies bedeutete gleichzeitig, dass die bestehenden Räumlichkeiten, in denen ohnehin

der Mietvertrag auslief, nicht mehr ausreichten. Eine Ausschreibung für die Errichtung eines

neuen Containerbaus war die Folge.

wurde der Neubau der Kita „Blechkiste“

zudem auch bereits für die Betreuung von

Kindern unter drei Jahren ausgelegt.

Individuelle

Gestaltung möglich

Ein Bild von den Leistungen des Container-

und Modulbauers konnten sich

die Verantwortlichen vorab rund 15

Kilometer südlich von Geretsried, in Bad

Heilbrunn, machen. „Dort haben wir eine

ähnliche Anlage realisiert“, so Alexandra

Altmeyer. „Prinzipiell sind uns in der

Gestaltung eines Container- oder Modulbaus

aber kaum Grenzen gesetzt. Es sind

unterschiedlichste Fassaden, Boden- und

Wandbeläge, Farben, technische Ausstattungen

und Einrichtungen möglich. Kaum

ein Kundenwunsch bleibt unerfüllt.“

Eine nicht zu unterschätzende Rolle in

der kindlichen Entwicklung nimmt eine

bedarfsgerechte und ansprechende Spielund

Lernumgebung ein.

Die Kita „Blechkiste“ in Geretsried

Bildnachweis (alle Bilder): Christian Rudnik / action press

Für die Kindertageseinrichtung

„Blechkiste“ im oberbayerischen

Geretsried, das zur Metropolregion

München gehört, realisierte das Unternehmen

Zeppelin Rental eine hochwertige,

moderne und funktionale Anlage aus

Raumsystemen. Drei Gruppen werden

nun in dem vom Caritas Zentrum Bad

Tölz/Wolfratshausen als Trägerverein

betriebenen Kindergarten betreut.

Den Auftrag erhielt Zeppelin Rental.

Das Unternehmen realisiert Projekte im

Bereich Modul- und Containerbau sowohl

zur Miete als auch zum Kauf. Obwohl die

neue Anlage aus Raumsystemen der Kita

„Blechkiste“ als Provisorium gedacht ist,

entschied sich die Stadt Geretsried für

einen Erwerb. „Denn neben der zügigen

Aufstellung ist ein weiterer Vorteil dieser

Bauweise, dass eine Containeranlage

problemlos wieder abgebaut und an

einem anderen Ort und zu einem anderen

Zweck wieder aufgebaut beziehungsweise

umfunktioniert werden kann“, so

Alexandra Altmeyer, die für das Projekt

zuständige Vertriebsrepräsentantin von

Zeppelin Rental. Aus diesem Grund

Die eingeschossige Kita „Blechkiste“ hat

eine Größe von 516 Quadratmetern und

besteht aus 31 einzelnen Raumsystemen.

Gelegen ist sie auf einer stadteigenen

Fläche mit Zugängen zum benachbarten

Sport- sowie dem Verkehrsübungsplatz.

Allen drei Kindergartengruppen steht je

ein Gruppenraum mit 45 Quadratmetern

zur Verfügung. Dazu kommen ein

Mehrzweckraum, zwei Nebenräume, ein

Büro, Lager, ein Garderobenbereich, ein

Aufenthaltsraum für das Personal, eine

Aufwärmküche sowie Sanitäranlagen für

Gäste, Mitarbeiter*innen und Kinder.

Zeppelin Rental bereitete die Aufstellfläche

vor und stellte den Unterbau für

die Containeranlage her. Im Anschluss

konnten per Autokran die im Werk entsprechend

ihres Einsatzzwecks konfigurierten

Raumsysteme montiert werden.

30 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

musste aber nicht nur die Wegeführung

gestaltet werden, auch die Sanitäreinrichtungen

der Kita „Blechkiste“ sind für

alle Altersstufen zwischen null und sechs

Jahren geeignet.

Moderne

Gebäudetechnik

Einer der Gruppenräume: hell, modern und kindgerecht. Sowohl die Kleinen als auch die Eltern

und Erzieher fühlen sich in den neu geschaffenenen Räumlichkeiten ausgesprochen wohl.

„Dabei haben uns die enge Zuwegung

und der hohe Baumbestand vor Herausforderungen

gestellt, die unser Team

vor Ort jedoch perfekt gemeistert hat“,

erzählt Vertriebsrepräsentantin Alexandra

Altmeyer. Auch um die Anbringung des

Wetterschutzdaches und der Regenwasserabführung

sowie die Gestellung

der notwendigen Baustelleneinrichtung

– darunter ein erforderliches Gerüst –

kümmerte sich das Unternehmen, das in

der Regel vor Ort tätige Firmen einbindet,

um möglichst schnelle und reibungslose

Abläufe garantieren zu können.

Nach der Montage begann der Innenausbau

der Anlage. Dazu gehörten

beispielsweise die EDV-Verkabelung, die

Elektroinstallation und die Fluchtwegebeschilderung.

Letzterem vorangegangen

war auch die Erstellung eines kindergartengerechten

Sicherheitskonzepts, da die

Vorgaben für von Kindern genutzte Gebäude

besonders hoch sind. Kindgerecht

Beheizt wird die Kita über eine Luft-

Wärme-Pumpe mit Flachheizkörpern. Die

Beleuchtung erfolgt durch effiziente LED-

Leuchten, die über Schalter und Präsenzmelder

geregelt werden. Akustikdecken

sorgen für eine angenehme Raumakustik.

Die Containeranlage wurde mit Raffstoren

als außenliegende Verschattung ausgestattet.

Ihre Vorteile in der Nutzung: Durch

das bedarfsgerechte Stellen der Lamellen

werden Sonneneinstrahlung, Wärmeentwicklung

und Einblicke individuell beeinflusst.

Die Raffstore können elektrisch zentral

oder dezentral gesteuert werden und

verfügen zusätzlich über einen Sonnenund

Windwächter für eine automatische

Regelung. Für den Containerbau lieferte

Zeppelin Rental außerdem Wärme- und

Schallschutznachweise sowie Nachweise

für die Statik. Die Anlage erfüllt sämtliche

aktuell gültige Bauvorschriften.

„Der Name ‚Blechkiste‘ ist bei uns sehr positiv

besetzt,“ meldete Kindergartenleiterin

Angelika Greimel-Dursun zurück. „Unsere

Kinder, Eltern und das pädagogische Personal

fühlen sich in ihren neuen Räumlichkeiten

außerordentlich wohl. Wir freuen

uns über das Raumangebot und gestalten

und beleben dies mit den Kindern.“

Abgehängte Decken sorgen für eine gute Raumakustik

Die Sanitäreinrichtungen sind für Kinder unter

und über drei Jahren ausgelegt.

element + BAU • 3/2022

31


special

schulen / kitas

Kössein-Kinderhaus in Marktreditz/Oberfranken

Sicherheit der Kleinsten

Natur und Historie prägen das Benker-Areal mitten in Marktredwitz in Oberfranken. Hier gründete

Johann Benker 1810 seine Buntweberei, mit der sich die Stadt zu einem wirtschaftlichen

und sozialen Zentrum entwickelte. Nun entsteht neben den denkmalgeschützten Gebäuden

der Textilfabrik und im Umfeld des Auenparks und des Naturfreibades ein neues Quartier. Eine

Betreuungseinrichtung für Kinder gehört seit März 2022 zum Auftakt. Das anspruchsvolle

architektonische Konzept mit Räumen in leuchtenden Farben prägen individuelle Türenlösungen.

Zudem leisten diese mit einem patentierten Fingerschutz einen hohen Beitrag für die

Sicherheit der Kleinsten.

Das Architekturbüro Hilgarth aus

Marktredwitz entwickelte einen

länglichen, kubischen Baukörper

mit durchgehendem Sockelgeschoss, der

entlang des Baches Kössein im Blickpunkt

steht. Die niedrige und kleinteilige

Formensprache ist ein harmonischer

Übergang zur historisch gewachsenen

Struktur des Stadtteils Dörflas und ordnet

sich in die Dimensionen der Umgebung

passend ein. Durch den nach Nord-West

ausgerichteten partiell hohen Glasanteil

wirkt das Gebäude hell und freundlich.

Der Innenraum verschmilzt mit dem

Außenraum und es entsteht eine wirkungsvolle

Weite. Den Garten haben die

Gestalter samt Bach und kleiner Brücke

eingebunden – eine Naturlandschaft für

vielfältige Entdeckungen der Kinder unter

freiem Himmel.

Das Gebäude konzipierten die Architekten

mit besonderen Anforderungen an

eine zeitgemäße und qualitätsvolle Architektur,

hohen Wertigkeit in Material und

Detaillierung, einer wirtschaftlichen und

schnellen Bauweise mit hohem Vorfertigungsgrad

sowie der Wahl ökologisch

sinnvoller Materialien. So entstand ein

durchgängig in Holzbauweise konstruiertes

Gebäude, das rund 175 Kindern Platz

bietet und sich konsequent an seinen

Nutzern orientiert.

In die Küffner Fingerschutztüren integriert der

Hersteller nachgebende Knautschzonen auf der

Band- und der Schlosskante. Zudem vermeidet

die abgerundete Geometrie der Zarge im Zusammenspiel

mit dem Bandsystem gefährliche

Scherstellungen.

Zukunftsweisendes

Konzept mit kindersicheren

Übergängen

Die Türen folgen dem zukunftsweisenden

und kinderfreundlichen Konzept mit sicheren

Übergängen. Das Zwei-Häuser-Modell

besteht aus Krippe sowie Kita und Hort

mit zwei indirekt verbundenen Eingangsbereichen

und gemeinsam genutzten

Mehrzweckräumen.

Küffner lieferte ein- und zweiflügelige Türen,

zum Teil raumhoch mit Oberblenden

und kombiniert mit umlaufenden Festverglasungen

aus Holzrahmenprofilen.

Die Türblätter mit HPL-Oberflächen und

passenden 2 mm-ABS-Kanten nehmen

das Farbkonzept, das die Orientierung

erleichtert auf. Der Krippenbereich wurde

in Rot gestaltet, der Kindergarten in Gelb

und der Hort für die Schulkinder in Grün.

Um die funktionalen Anforderungen

gemäß der gültigen Kindertagesstättenverordnung

zur Vermeidung von Verletzungen

umzusetzen, entschieden sich

die Planer für spezielle Fingerschutztüren

von Küffner. In diese hat der Hersteller

nachgebende Knautschzonen auf der

Band- und der Schlosskante integriert.

32 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

Passend zur individuellen Raumgestaltung

mit Schrankwänden und Festverglasung

kamen in dem neuen Kinderhaus die

Fingerschutztüren mit unterschiedlichen

Zargenformen zum Einsatz – sowohl

Umfassungs- als auch Profilzargen in

Kombination mit Massivholzzargen sowie

Holz-Glaswänden. Einzelne Türen hat

der Hersteller zusätzlich mit integrierten

Türschließern und Freilauffunktion ausgestattet,

die im Falle von Rauch und Feuer

automatisch dicht schließen. Zudem wurden

Türen mit Schallschutzfunktion zur

Abgrenzung lärmintensiver Räume von

Ruheräumen eingebaut, die mit Werten

von R w,P

42 dB punkten.

Passend zur individuellen Raumgestaltung kamen für das Kössein-Kinderhaus ein- und zweiflügelige

Türen, zum Teil raumhoch mit Oberblenden, zum Einsatz.

Fingerschutztüren

unterstützen nachhaltige

Architektur

Die Küffner-Anwendungslösungen bieten

nicht nur den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen

Fingerklemmschutz. Sie

passen mit ihren Eigenschaften, ihrer

Qualität und den verwendeten Materialien

auch perfekt in das architektonische

Gesamtkonzept des Kinderhauses am

Kössein. Langlebigkeit und wartungsfreie

Funktion der Türelemente wurden durch

Dauerfunktionsprüfungen mit 500.000

Öffnungszyklen nachgewiesen. Zudem

setzt Küffner für sämtliche Aluminiumprodukte

und auch Fingerschutzzargen zu 80

Prozent auf Sekundärmaterial respektive

zu 100 Prozent auf Primäraluminium,

dessen Herstellung auf regenerativen

Energien basiert. Das reduziert den CO 2

-

Fußabdruck auf weniger als 25 Prozent

im Vergleich zum globalen Durchschnitt.

Auch so leistet der Türen- und Zargenhersteller

seinen Beitrag für zukünftige

Generationen.

Die Türblätter mit HPL-Oberflächen und passenden 2 mm-ABS-Kanten nehmen das die Orientierung

erleichternde Farbkonzept auf: Der Kindergarten wurde in Gelb gestaltet, der Krippenbereich

in Rot, der Hort in Grün.

Bildnachweis (alle Bilder): Küffner

Die abgerundete Geometrie der Fingerschutzzarge

vermeidet im Zusammenspiel

mit dem Bandsystem gefährliche

Scherstellungen beim Öffnen und Schließen

der Tür, was besonders Kinderfinger

vor Verletzungen schützt.

Individuelle Türlösungen

mit Schutz – patentiert

und zertifiziert

„Wir haben bewusst die integrierte

Lösung von Küffner eingesetzt, weil

Fingerklemmrollos mit ihrem Aufbau

nicht nur unattraktiv aussehen, sondern

auch wartungsintensiv und kurzlebig

sind“, begründet Bauleiter Alexander

Meindl vom Architekturbüro Hilgarth die

Entscheidung. Küffner hat eine patentierte

und wirksame Fingerschutzlösung

entwickelt, die komplett auf zusätzliche

Spaltabdeckungen oder Schutzprofile

an Türelementen verzichtet. Der TÜV

Rheinland DIN CERTCO zertifizierte das

Türsystem für Kindertagesstätten „barrierefrei“.

Es bewährt sich seit nunmehr

zehn Jahren in über 1.000 Kindergärten

und -krippen.

Bautafel

Bauherr:

Stadt Marktredwitz

Planung und Bauleitung:

Architekturbüro Hilgarth,

Marktredwitz

Landschaftsarchitektur:

Stadt – Land – Fanck, Tirschenreuth

Fertigstellung:

März 2022

Türen:

Küffner Aluzargen GmbH & Co. OHG,

Rheinstetten

element + BAU • 3/2022

33


special

schulen / kitas

Kinderstube Valley

Die Kindersicherung für den Fußboden

Noch immer sind gehandicapte oder ältere Menschen die erste Assoziation, wenn es um

barrierefreies Bauen geht. Doch ebenso viele Verletzungsrisiken lauern für kleine Kinder, die

oftmals koordinativ und auch in ihrer Aufmerksamkeitsspanne Stolperfallen nicht gewachsen

sind.

Barrierefreie Übergänge in Kindergärten und Kitas schonen nicht zuletzt die Ressourcen des Personals.

Bildnachweis (alle Bilder): Martin Raffeiner der Architekturfotograf.at 2018

die Tür geht nicht auf.“ Den

Satz kennen alle, die in Hinblick

„Papa,

auf die Verriegelung der Hecktüren

beim heimischen Pkw auf Nummer

sicher gehen und dann natürlich zunächst

Unverständnis ernten, wenn der jüngste

Spross der Familie vergeblich am Öffner

reißt, sobald das Fahrzeug am Vorplatz

zur heimischen Garage zum Stehen

gekommen ist. Nun, lieber so als einmal

zu oft am Türgriff gespielt, etwa bei voller

Fahrt auf Landstraße oder Autobahn. Die

Zielgruppe, ohne dass diese groß gefragt

würde, ist im Fall von Maria Trömer

identisch. Seit 2008 leitet die Erzieherin

bereits die Kinderstube Valley, die sich

mit viel Hingabe zur Beaufsichtigung ihrer

Jüngsten an Eltern von Kindern zwischen

einem und drei Jahren wendet: „Wir sind

eine reine Kinderkrippe“, berichtet die

Hauptverantwortliche der Einrichtung, in

der es aktuell 30 Jungen und Mädchen in

zwei Gruppen gibt.

Natürlich ist darauf geachtet, dass ausreichend

Bewegungsradius vorhanden ist,

jede Gruppe hat drei Räume zur Verfügung,

dazu kommen sanitäre Einrichtungen,

Küche, weitere Funktionsräume. In

den Innenräumen ist der Bodenbelag

durchgängig, dagegen musste eine

sichere, zweckmäßige Lösung her, als der

ortsansässige Architekt Emmeran Limmer

2016 den Auftrag erhielt, an den

bestehenden Altbau im Landkreis Miesbach

ein etwa doppelt so großes, neues

Gebäude anzuschließen. Die Durchgänge

zu den Terrassen fanden von Beginn

an, nicht zuletzt als potenzielle Unfallschwerpunkte,

genauso Beachtung wie

der Eingangsbereich – freilich bei allem

Streben nach niveaugleichen, sicheren

34 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

und komfortablen, Schwellenlösungen

für alle Nutzer, Kinder wie betreuendes

Fachpersonal, mit den entsprechenden

Anforderungen an die Funktionalität im

Hinterkopf: „Wir wollten Nullschwellen

haben und suchten gezielt nach einer

Konstruktion, die eben ausreichend Sicherheit

bietet, damit kein Niederschlagswasser

von außen eindringt. Die Lösung

von Alumat ist dank des Magnetstreifens

dicht und beinhaltet bei geschlossener

Tür einen Wasserablauf“, sagt Limmer auf

Nachfrage.

Insgesamt sind acht Verbindungen zum

Außenraum mit der Magnet-Nullschwelle

ausgestattet. Nach entsprechender

Internetrecherche sah der Planer die

regelmäßig ausgezeichnete Nullschwellenlösung,

die zuletzt gleich fünfmal

bei diversen Kategorien rund um das

Thema Universal Design einen Award

der höchsten Stufe Gold zugesprochen

bekam, zunächst im ersten Bauabschnitt

rund um den Eingangsbereich vor – und

adaptierte die Ausschreibung im zweiten

Step nach den ausschließlich positiven

Erfahrungen schließlich für sämtliche acht

Durchgänge.

Für Kinder stellt das Spielen ohne Barrieren schlicht ein Stück Freiheit dar, wenn der Außenraum

im Sommer ohne gefährliche Stolperschwellen zugänglich ist.

Rätselhafte

Zugluft nur

bei einer Schwelle

Dabei überzeugte die Dichtigkeit des

Systems. Weil die in einem Fall nicht

vorhanden zu sein schien, stand in einem

anderen Objekt der Generalübernehmer

Kleusberg, der Fenster- und Türenhersteller

OEWI die Nullschwellenlösung

aus dem Allgäu gerade erst wieder für

mehrere Kitas in Schwerin und Potsdam

empfohlen hat, vor einem Rätsel, wie sich

der damalige Projektleiter und heutige

Vertriebler Dirk Materlik noch lebhaft erinnert:

„Ich bin von der Magnet-Nullschwelle

begeistert und wirklich überzeugt,

dass es kaum etwas Vergleichbares gibt,

gerade wenn man in Richtung Passivhaus

plant. Aber in einem Kindergarten, in dem

wir mehrere Schwellen verbaut hatten,

zog es an einer Stelle massiv.“

Dass Kinder nicht immer schauen, wo sie hintreten, ist ebenso hinlänglich bekannt wie Laufund

Fangspiele, die sich in entsprechenden Betreuungseinrichtungen nicht verhindern lassen.

Auf Stolperfallen zu verzichten, trägt signifikant zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten

im Gebäude bei.

Nach langem Hin und Her wollte der

Fachmann, dem das Ganze keine Ruhe

ließ, der Sache auf den Grund gehen und

betrachtete sich schließlich das Innenleben

der Magnet-Nullschwelle. Indes,

dass etwas nicht stimmte, war selbst mit

halbem Auge erkennbar: „Tatsächlich

hatte hier der Handwerker, der offenbar

der Verlegeanleitung des Herstellers nicht

traute – man glaubt es eigentlich kaum –

mühsam die komplette Dichtung aus der

Konstruktion entfernt.“ „Gerade als wir in

dem Zuge alle Details der Konstruktion

kennenlernten, haben wir aber auch festgestellt,

wie toll die Magnet-Nullschwelle

aufgebaut ist“, so Materlik.

Materliks Empfehlung für die Magnet-

Nullschwelle verhalf dem Produkt auch

bei der OEWI ALU GmbH zum Durchbruch,

wie sich Carmen Dümichen

erinnert. „Wir liefern für die Stahlmodule

von Kleusberg speziell für Schulen und

Kindergärten Türen – das sind bei uns

aber keine Balkon-, sondern neben

Hauseingangs- eben auch richtige Ausgangstüren

in Aluminiumbauweise. Ich

muss wirklich sagen, dass unsere Kunden

von der Magnet-Nullschwelle regelrecht

begeistert sind“, sagt die Prokuristin, die

beim Fenster- und Türenhersteller mit der

Kalkulation und der Auftragsvorbereitung

befasst ist. Es ziehe, bei richtigem Einbau,

eben gerade nicht in den Raum, was

neben dem offenkundigen Sicherheitsfeature

der entschärften Stolperfalle ein ganz

wichtiges Komfortkriterium sei.

Anspruch

zeigt

Planungsqualität

Übrigens, darauf weist am anderen Ende

Deutschlands Kinderstube-Leiterin Maria

Trömer hin, freut sich über die smarte

Lösung des Familienunternehmens in

Kaufbeuren nicht zuletzt das Personal:

„Das ist natürlich auch für uns eine

Riesen erleichterung, wenn wir nicht

jedesmal die Kinderwägen über eine

Schwelle heben müssen.“ Von den vielen

Kindertränen, die es bei Stürzen über das

gefährliche Hindernis zu trocknen geben

würde, einmal ganz zu schweigen.

element + BAU • 3/2022

35


special

schulen / kitas

Viernheim: Kindertagesstätte Lorscher Straße

Modulare Kita: Gerne auch ein zweites Mal!

Iris Darstein-Ebner

Mit einer Entscheidung für die Modulbauweise hat die Stadt Viernheim schon einmal gute

Erfahrungen gemacht: 2019 entstand mit der Kita „Entdeckerland“ ein Gebäude, das mit Qualität,

Funktionalität und Individualität überzeugt. Aufgrund dieser guten Erfahrungen griff man

auch bei der neuen Kindertagesstätte an der Lorscher Straße in Viernheim auf die Modulbauweise

zurück. Die Stadt errichtete hier für den Träger, die Arbeiterwohlfahrt, AWO Viernheim,

die neue Kita, die im November 2020 fertiggestellt wurde. Auch diesmal war für die Bauherrin

die Schnelligkeit eines der wichtigsten Argumente „pro Modulbau“. Denn: Die Kinder wollte

man nicht warten lassen! Den Klimaschutz aber ebenso wenig, und darum punktet auch dieser

Neubau – wie schon der davor – mit Nachhaltigkeit und besten Energiewerten.

Die neue Kita an der Lorscher Straße in Viernheim: Klimafreundlichkeit und Effektivität sind Attribute, die das neue Gebäude auszeichnen. Die

große Photovoltaikanlage auf dem Gründach ist dabei nur ein Element innerhalb eines ganzheitlichen Gebäudekonzepts.

Bildnachweis (alle Bilder): ALHO Unternehmensgruppe

Die hessische Stadt Viernheim mit

ihren rund 34.000 Einwohnern

liegt mitten in der sich stetig

weiterentwickelnden Metropolregion

Rhein-Neckar. Das gute Arbeitsplatzangebot

und die sehr gute kommunale

Infrastruktur haben in den letzten Jahren

zu wachsenden Bevölkerungszahlen geführt.

Auch die Erschließung eines neuen

Baugebiets innerhalb der Gemeinde wird

den Zuzug von jungen Familien weiterhin

befördern. Bis zum Jahr 2025 prognostiziert

der kommunale sogenannte

„Kindertagesstätten-Bedarfsplan“ zudem

gleichbleibend hohe Geburtenzahlen, was

die Stadt zum Handeln zwingt: Um der

Unterversorgung mit Krippen- und Kitaplätzen

entgegen zu wirken, werden Kita-

Neubauten projektiert. Einer der jüngsten

Meilensteine auf dem Weg zum Abbau

des Betreuungsdefizits ist die fünfgruppi-

36 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

Mit seiner hochwertigen Fassade aus grünen und gelben HPL-Platten (High Pressure Laminate) ist das neue Gebäude der Hingucker auf dem

Viernheimer Sportgelände.

ge Kita für den Träger AWO. Sie entstand

auf dem waldnahen Gelände der Sportanlage

des TSV Amicitia in der Lorscher

Straße. Das Baugrundstück gehört der katholischen

Kirche und wurde in Erbpacht

an die Stadt Viernheim vergeben.

Im November 2020 konnten die 112

Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren

ihr neues Haus beziehen. Das für die

Kita frisch zusammengestellte Team mit

insgesamt 16 Erzieherinnen und Erziehern

freut sich über das kindgerechte

und freundliche Ambiente. Hier sollen

Wertschätzung und Respekt als wichtige

Prinzipien bei der zielgerichteten Arbeit

am Kind umgesetzt werden. Aufgrund

der Nachbarschaft zum Sportverein wird

Bewegung einer der konzeptionellen

Schwerpunkte der Kita sein, ebenso wie

die Sprachförderung von Kindern mit

Migrationshintergrund.

Nur eine begrenzte

Zahl von Modulbauanbietern

kam für die

Bauaufgabe in Frage

Qualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

waren bei der Bauaufgabe

besonders gefragt. „Für die Realisierung

in Modulbauweise kam daher nur ein

begrenzter Kreis von Anbietern in Frage“,

sagt Yvonne Meyer-Blankenburg, die im

Bauverwaltungs- und Liegenschaftsamt

der Stadt Viernheim das Projekt verantwortlich

leitete. „Das Bauvorhaben wurde

als beschränkte Ausschreibung mit vorgeschaltetem

öffentlichen Teilnahmewettbewerb

ausgeschrieben, bei dem sich interessierte

Anbieter bewerben konnten“,

so die Architektin weiter. „Daraus wurden

geeignete Kandidaten mit Zusendung des

Leistungsprogramms zur Abgabe eines

Angebots aufgefordert. Alho hat schließlich

den Zuschlag erhalten.“

Das Raumprogramm wurde im Vorfeld

von einer Gruppe aus Erziehern, Sozialarbeitern

und Mitarbeitern des Jugendamtes

erarbeitet mit der Zielsetzung, optimale

Verhältnisse für die Kinder und Erzieher

zu schaffen. „Dies hat das Konzept für

die Kita dahingehend beeinflusst, dass

viel Raum für Bewegung in der Verkehrsfläche

entstehen und auch die Gruppenräume

ausreichend groß sein sollten,

um kurzzeitig eine größere Anzahl von

Kindern aufnehmen zu können“, erläutert

Yvonne Meyer-Blankenburg die Vorgaben,

die durch Alho bei der Entwurfsplanung

dann umgesetzt wurden.

Große Bewegungsflächen

als zentrale

Entwurfsaufgabe

„Der großzügig angelegte Flurbereich

lässt einen regen Austausch der Kinder

zwischen den Gruppen sowie zahlreiche

soziale Interaktionen zu“, erklärt Yvonne

Meyer-Blankenburg. Hierfür wurden die

fünf etwa 50 qm großen Gruppenräume

mit den dazugehörenden Nebenräumen

und Sanitäranlagen sehr kreativ auf einem

freien, eingeschossigen Grundriss platziert

– jeweils zu Einheiten zusammengefasst

und um das zentral liegende Eingangsfoyer

und die quer dazu verlaufenden geräumigen

Flurbereiche herum angeordnet.

Gleichzeitig ist die Kita funktional so

ausgelegt, dass für die Erzieherinnen und

Erzieher sowie die Mitarbeitenden in der

Küche die Wege möglichst kurz bleiben

– auch dies eine Folge des konsequenten

Grundrissaufbaus um eine gemeinsame

Mitte, die auch die Küche mit Bistro, den

Hauswirtschaftsraum und das Büro der

Kita-Leitung umfasst.

Zum Raumprogramm gehört – neben den

Personalräumen und einem Eltern-Treff

– auch ein geräumiger Mehrzweckraum

mit separater Geräteaufbewahrung. In

dem fast 70 qm großen, offen gestalteten

Bereich können die Kinder spielen, toben

und turnen. Auch für Feste und andere

Veranstaltungen bietet er den perfekten

Rahmen.

Mehrzweckraum und Gruppeneinheiten

haben direkten Zugang zum Garten,

bodentiefe Fenstertüren und Lichtkuppeln

im Flachdach bringen viel Tageslicht ins

Haus.

Der große Garten erweitert das Spiel- und

Lernangebot nach draußen in die Natur.

Mit seiner hochwertigen Fassade aus

grünen und gelben HPL-Platten (High

Pressure Laminate) ist das neue Gebäude

der Hingucker auf dem Viernheimer

Sportgelände.

Nachhaltig,

emissionsfrei

und effizient

Bedenkt man, wie viele Stunden am Tag

Erzieher und Kinder die Räume der Kita

nutzen, sind Wohngesundheit und gute

Raumluft besonders wichtig. Beim Innenausbau

legten die Planungsverantwortlichen

darum großen Wert auf natürliche,

emissionsfreie und haptisch angenehme

Materialien, die schön sind, dem Kindergartenalltag

aber dennoch standhalten.

Es wurden unter anderem hochwertige

Holzinnentüren in Markenqualität und das

hygienische, leicht zu reinigende Naturmaterial

Linoleum für die Böden verbaut.

Außerdem wurde darauf geachtet, dass

der Neubau hohen Energieeffizienzstandards

entspricht und die Kindertagesstätte

mit geringem Strom- und Wärmeverbrauch

arbeitet. Auch in diesem

Punkt hatte die Stadt mit der ersten Alho

element + BAU • 3/2022

37


special

schulen / kitas

optimierte Fensterflächen in Verbindung

mit einem außenliegenden Sonnenschutz

und einer passiven Nachtauskühlung

herzustellen.

Nachhaltiges

Gebäude

„Die Vorteile der Modulbauweise lagen

bei uns in erster Linie in der schnellen

Rea lisierung des Vorhabens und dass

durch die Vorfertigung der Module eine

große Maßhaltigkeit und Qualität garantiert

werden kann. Massivbauweise war

bei diesem Bauprojekt darum zu keiner

Zeit angedacht“, fasst Yvonne Meyer-Blankenburg

zusammen. „Was die Entscheidung

für den Modulbau aber noch zusätzlich

und ganz entscheidend unterstützt

hat, war die Nachhaltigkeit des Gebäudes.

Ein Großteil der verwendeten Materialien

sollte recyclingfähig oder wiederverwendbar

sein“, so die Architektin weiter.

Beim Innenausbau waren natürliche, emissionsfreie und haptisch angenehme Materialien

wichtig, die dem Kindergartenalltag standhalten.

Modulbau-Kita in Viernheim schon gute

Ergebnisse erzielt – daran wollte man

gerne anknüpfen.

Energetisch kommen beim Modulbau

zunächst die positiven Eigenschaften der

eingesetzten Leichtbaukonstruktionen

zum Tragen, die bei schlanken Bauteilquerschnitten

hoch wärmedämmende

Konstruktionen ermöglichen. Auf dem

Gründach der Kita wurde zudem eine

Photovoltaikanlage installiert, die jährlich

rund 70.000 kWh regenerativen Strom

erzeugen soll. Diese Energie reicht aus,

um bilanziell den gesamten Strom- und

Wärmebedarf der Kita zu decken.

Ein Pellet-Brennwertkessel versorgt die

Fußbodenheizung nahezu klimaneutral

mit Wärme. Außerhalb der Heizperiode

wird keine Energie für eine aktive Klimatisierung

eingesetzt. Eine smart gesteuerte

Lüftungsanlage misst die Innentemperaturen

im Haus und regelt die Nachtauskühlung

im Sommer automatisch. Ziel ist es,

ein gutes sommerliches Raumklima durch

Auf den Baustoff Stahl, der eine Wiederverwertungsquote

von 99 % aufweist,

und der ressourcenoptimierten Produktion

der Module bei Alho trifft das in

hohem Maße zu. Auch die Möglichkeit

zur flexiblen Umnutzung sowie zum

einfachen Rückbau der Modulgebäude

mit einer Recyclingquote von über 90 %

wirkt sich positiv auf den ökologischen

Fußabdruck aus. Und es gibt noch etwas,

das die Planungsverantwortlichen überzeugen

konnte und was Yvonne Meyer-

Blankenburg nicht vergisst zu erwähnen:

„Die DGNB Mehrfachzertifizierung in Gold,

die Alho im Bereich der Nachhaltigkeit

vorzuweisen hat, spricht ebenfalls ganz

klar für das Unternehmen.“

Im großen Bewegungsraum kann bei schlechtem Wetter getobt und

geturnt werden. Er dient aber auch für Feste und Veranstaltungen.

Zu den Gruppeneinheiten gehören auch Ruheräume für die Kleinen.

38 element + BAU • 3/2022


schulen / kitas

special

esco

systeQ Kindergartenlösungen – für das gute Gefühl von Sicherheit

SysteQ-S Kindergartenlösung mit GfS E-bar

abgesichert.

Die Neugier von Kindern kennt keine

Grenzen. Deshalb werden an die

Schließtechnik in Kindergärten und

Krippen hohe Anforderungen gestellt: Die

Kinder dürfen nicht unbemerkt nach draußen

gelangen, gleichzeitig muss im Gefahrenfall

der Fluchtweg nach draußen ohne

Hilfe von Erwachsenen möglich sein. Es

muss auch sichergestellt sein, dass Unberechtigten

der Zugang versperrt bleibt

und Eltern gleichzeitig das Gebäude während

der Bring- und Abholzeiten betreten

und verlassen können. Auf die Sicherheit

der Türen müssen Erzieherinnen und

Erzieher jederzeit vertrauen können, denn

sie haben eine große Verantwortung im

Rahmen der Aufsichtspflicht.

Hohe Sicherheit bietet ein Fluchttür-Sicherungssystem

mit den esco Kindergartenlösungen

systeQ-S als Einfachverriegelung

und systeQ-M als Mehrfachverriegelung,

die die hohen Anforderungen an die

Schließtechnik in diesen sensiblen Bereichen

durch eine Doppel-Drücker-Lösung

spielend meistern.

Das Kindergartenschloss systeQ-S verfügt

über zwei Schlosskästen, die mit einer

Kopplungsstange verbunden sind, Dadurch

wirken beide Drücker unabhängig

voneinander auf das Schloss. Erwachsene

können den oberen Drücker jederzeit bedienen.

Der untere Drücker ist mit einem

Türwächter gesichert. Damit können die

Kinder die Tür im Notfall selbst öffnen.

Gleichzeitig stellt ein Alarmton sicher,

dass kein Kind das Gebäude unbemerkt

verlässt.

Das systeQ-M Kindergartenschloss verfügt

über zwei Schlosskästen, die über eine

Treibstange miteinander verbunden sind.

Die beiden Schlösser sind in ihrer Grundfunktion

identisch. Sie sichern verlässlich

durch ihre automatische Verriegelung.

Wird die Tür geschlossen, fahren die

Verriegelungselemente selbsttätig aus.

Die Anforderungen nach DIN EN 179

und EN 1125 werden jederzeit erfüllt.

Zur Erhöhung von Bedienkomfort und

Einbruchschutz ist systeQ-M optional mit

einer motorischen Entriegelung verfügbar.

Die Anbindung einer Zutrittskontrolle ist

ebenfalls möglich. Über eine Zeitschaltuhr

kann der Zugang zu den Bring- und

Abholzeiten sehr komfortabel gesteuert

werden.

Diese speziell an die Bedürfnisse von

Kindergärten abgestimmten Sets werden

individuell mit allen erforderlichen Systemkomponenten

zusammengestellt.

esco Metallbausysteme GmbH

www.esco-online.de

ecophon

Lärm und schlechte Akustik an deutschen Schulen

Schullärm ist weit verbreitet und

schadet dem Lernen sowie der Gesundheit

deutscher Schüler:innen,

wie ein Bericht von Ecophon feststellt.

28,8% der Schüler in Deutschland sind

mit Lärm und damit Störungen in den

meisten oder sogar jeder Unterrichtsstunde

konfrontiert. 41,5 % der Schüler besuchen

Schulen, die den Unterricht nicht

fördern, sondern eher beeinträchtigen.

Deutschlands Schulen sind von Lärm

geplagt. Der neue Ecophon-Bericht "A

Sound Recovery for Schools" zeigt das

Ausmaß des Problems auf. Aufbauend auf

der jüngsten PISA-Studie der OECD zeigt

der Bericht, wie Schüler das Problem

von Lärm an unseren deutschen Schulen

wahrnehmen:

•28,8% der deutschen Schüler:innen sagen,

dass es in den meisten oder in jeder

Schulstunde Lärm bzw. Störungen gibt

•29,2% der deutschen Schüler:innen

sagen, dass es lange dauert, bis Ruhe im

Klassenraum herrscht, sodass gearbeitet

werden kann.

•41,5% der deutschen Schüler besuchen

Schulen, in denen der Unterricht durch

eine schlechte Gebäudeausstattung (einschließlich

Akustik) beeinträchtigt wird.

Dies sind besorgniserregende Ergebnisse.

Kinder reagieren empfindlicher auf Lärm

als Erwachsene. Je jünger diese sind,

desto verletzlicher sind sie. Kinder können

dieses Problem auch nicht alleine lösen.

Es ist eine gemeinsame Verantwortung

für Erwachsene, gesunde Innenräume

zu schaffen, die das Lernen fördern, sagt

Holger Brokmann, Konzeptentwickler bei

Ecophon.

Neue Ergebnisse aus Ecophons Schulumfragen

in drei europäischen Ländern

zeigen die immensen Auswirkungen, die

Lärm auf die Lernfähigkeiten, die Gesundheit

und sogar den Appetit der Schüler hat.

•Lernen: Lärm verhindert, dass

Schüler:innen die Stimme ihres Lehrers

richtig hören, sagen mehr als die Hälfte

der Schüler in den untersuchten Ländern.

•Gesundheit: Lärm bereitet den Schülern

mindestens einmal pro Woche Kopfschmerzen,

sagen zwischen einem Drittel

und der Hälfte der Schüler:innen in den

untersuchten Ländern.

•Appetit: Lärm führt dazu, dass die

Schüler:innen in Ganztagesschulen das

Mittagessen mindestens einmal pro

Woche verkürzen, sagen etwa 3 von 10

Schülern in den untersuchten Ländern.

Fast genauso viele Schüler lassen das Mittagessen

aufgrund von Lärm aus.

Mehr: www.ecophon.com/de/articles/

knowledge/a-sound-recovery-mitigating-noise-in-post-pandemic-education/

element + BAU • 3/2022

39


objekte

Universitätsbibliothek Greifswald

Klimaschutz par excellence

In der Zentralen Universitätsbibliothek der Universität Greifswald erzielt eine moderne LED-Beleuchtung

effizientes Licht und eine angenehme Leseatmosphäre. Die veraltete Beleuchtung

wurde im Rahmen des Förderprogrammes „Nationale Klimaschutzinitiative“ erneuert. Dank

energiesparender LED-Technik konnte der Stromverbrauch in den Regalbereichen um 57

Prozent gesenkt werden. Bei täglichen Öffnungszeiten von 8 bis 24 Uhr spart die Hochschule

dadurch etwa 100.000 Euro jährlich allein an Stromkosten.

Mit einer CO 2

-Einsparung von 60

Prozent für das komplette Projekt

trägt die Unibibliothek zu den

Klimazielen der Stadt Greifswald bei. Diese

will ihren Energiebedarf bis zum Jahr

2050 halbieren und den CO 2

-Ausstoß

gegenüber 2005 um 80 Prozent senken.

Sie gehört damit zu einer Gruppe von

insgesamt 22 Kommunen, die vom Bund

den Zuschlag für einen „Masterplan

100 % Klimaschutz“ erhalten hat. Mit

den Masterplan-Kommunen werden

Leuchttürme des nationalen Klimaschutzes

geschaffen, an denen sich andere

Kommunen orientieren können.

„Die alte Beleuchtungsanlage in der

2001 fertiggestellten Unibibliothek war

sehr störanfällig und der Aufwand für die

Wartung enorm“, sagt Christian Tambach,

Referatsleiter Technik der Uni Greifswald.

„Die Haustechniker waren früher täglich

eine halbe bis eine Stunde beschäftigt,

um defekte Leuchtmittel auszutauschen.“

LED-Leuchten boten sich daher schon

allein durch die lange Lebensdauer der

LEDs von rund 50.000 Stunden an.

Die Universität verwirklicht bereits seit

mehreren Jahren das Prinzip des nachhaltigen

Bauens. Denn Stadtverwaltung

und Universität sind Partner des Greifswalder

Klimaschutzbündnisses 2010.

Bei allen Neubauten ist beispielsweise

LED-Beleuchtung und – wo immer dies

möglich ist – Geothermie und Geokälte

vorgesehen. Bei der Planung der neuen

Beleuchtungsanlage ging es jedoch nicht

nur um Energieeffizienz, sondern auch

um hohen Sehkomfort in allen Bereichen

der Bibliothek.

Kriterien für die neue

Bibliotheksbeleuchtung

Wichtigstes Auswahlkriterium war die

Lumen/Watt-Ausbeute der Leuchten,

um die Beleuchtungsstärke zu steigern

und gleichzeitig die Energiekosten und

die CO 2

-Werte zu senken. Wichtig war

den Verantwortlichen darüber hinaus

die richtige Lichtfarbe der LED-Leuchten.

„Um die ideale Farbe des Lichts zu finden,

haben wir vor der Ausschreibung Tests

durchgeführt, erklärt Dr. Peter Rief, Leiter

des Dezernats Planung und Technik der

Universität Greifswald.

Hohe Effizienz, Produktanpassung sowie

Montagefreundlichkeit und der Preis

gaben schließlich den Ausschlag, dass

die Unibibliothek zum größten Teil mit

Leuchten von Regiolux ausgestattet

wurde. Die Elektroplaner von BLS Energieplan,

Greifswald, stellten die Licht- und

Effizienzberechnung zur Verfügung und

die Firma Elektro-Anlagenbau GmbH

Neustrelitz (EAN) wurde mit dem Elektro-

Gewerk beauftragt. Es fand eine große

Bemusterung mit allen Projektpartnern

statt, zu der auch die Mitarbeiterinnen der

40

element + BAU • 3/2022


objekte

Die alte Beleuchtungsanlage in der 2001 fertiggestellten Zentralen Universitätsbibliothek in Greifswald war sehr störanfällig und der Aufwand

für die Wartung enorm. Durch die Sanierung und Umstellung auf effiziente LED-Beleuchtung konnte der Stromverbrauch in den Regalbereichen

um 57 Prozent gesenkt und der Wartungsaufwand minimiert werden.

Bibliothek hinzugezogen und um ihre Meinung

gebeten wurden. Die Fachleute von

Regiolux präsentierten die verschiedenen

Beleuchtungslösungen und ihre Funktion,

beantworteten Fragen und klärten Details.

Man entschied sich für die Lichtfarbe

4.000 Kelvin in Neutralweiß (840) – ein

für Bibliotheken optimales Arbeitslicht. Es

wirkt aktivierend und die Konzentration

fördernd bei den Nutzern und überzeugte

sowohl die Verantwortlichen als auch die

Mitarbeiter.

Damit der Umbau schnell und lautlos

erfolgen konnte, wurden die Maße der

neuen Leuchten an die der Vorgänger-

Leuchten angepasst und ein ähnliches

Befestigungszubehör verwendet. Da keine

Maler- und Deckenarbeiten vorgesehen

waren, konnten die Leuchten so einfach

demontiert und an gleicher Stelle 1:1

ausgetauscht werden.

LED-Leuchten für alle

Anwendungen und

Gestaltungswünsche

Die für die unterschiedlichen Raumanforderungen

ausgewählten Leuchten

Mit hohen Lichtströmen und einer Lichtausbeute von 154 lm/W erzielen die neuen LED-

Lichtbänder eine perfekte Ausleuchtung bis in die untersten Regalreihen.

Bildnachweis (alle Bilder): Jan-Eric Winkelmann, Rostock, für Regiolux

überzeugen durch ihre Effizienz und

Zweckmäßigkeit. Ein Großteil der neuen

Lichttechnik besteht aus LED-Lichtbändern

zwischen den Regalen. Die Regalbeleuchtung,

die zuvor hauptsächlich

aus 1,2 m langen Langfeldrasterleuchten

element + BAU • 3/2022

41


objekte

mit Leuchtstoffröhren bestand, konnte

mit dem hocheffizienten SDT-Schnellmontagesystem

auf den neuesten Stand

der LED-Technik umgerüstet werden.

Projektbezogen wurde sowohl die Länge

als auch die Farbe der Leuchten so angepasst,

dass sie exakt mit den Abmessungen

der Regale und deren Optik übereinstimmen.

Auch für die Befestigung an

C-Schienen fand Regiolux eine passende

Lösung.

Die Lichtbänder mit Individual.Lens.Optic

erzeugen hohe Lichtströme von 4.000 lm

und eine Lichtausbeute von bis zu 154

lm/W. Sie sind als Anbauleuchten mit

direkter Lichtverteilung, tief-breitstrahlend,

an den vorhandenen C-Schienen in

3,50 m Höhe montiert. Die Regale

werden durch die Lichtbänder bis in die

unterste Reihe perfekt ausgeleuchtet, sodass

auch die Schrift auf den Buchrücken

noch deutlich lesbar ist. Das Archiv in der

obersten Etage ist ebenfalls mit SDT-Lichtbändern

hell beleuchtet, in diesem Fall in

Form von Pendelleuchten.

Aufzugsbeleuchtung:

Lichtband über

alle Etagen

Zur Beleuchtung des gläsernen Aufzugs

wurde ein Lichtband integriert, das sich

als durchgehende Linie über alle Etagen

der Bibliothek erstreckt. Die Leuchte

„clip-on“ mit opaler Linse von Lichtwerk,

dem Tochterunternehmen von Regiolux,

mit nur 44 mm Bauhöhe ließ sich auf

engstem Raum in den Aufzug integrieren

und befestigen.

Für eine zeitgemäße Beleuchtung in den

Büros wurden puristische stail-Pendelleuchten

ausgewählt. Die direkt/indirekt

strahlende Leuchte ist mit einer Lichtausbeute

von 126 lm/W ausgestattet

– geeignet für den Einsatz an Bildschirmarbeitsplätzen

nach aktueller Norm DIN

EN 12464-1. In den Büro-Nebenräumen

sorgen doma-Downlights für eine effiziente

Lösung, denn sie sparen bis zu 65

Prozent an Energie im Vergleich zu konventionellen

Downlights – ohne Abstriche

am Lichtkomfort. Auf Wegen, WCs und in

Nebenräumen erzielen Einbau-Downlights

loda eine harmonische Grundbeleuchtung.

Auch die Flurbeleuchtung ist mit der

Leuchte WBLR mit integriertem HF-Sensor

als Bewegungsmelder energiesparend

gelöst. Für die Technikräume im Keller

eignete sich die PU-Feuchtraumleuchte

von Regiolux mit hoher Schutzart IP65,

kompakten Abmessungen und ihrer Montage-

und Wartungsfreundlichkeit.

Die Elektroinstallateure der Elektro-

Anlagenbau GmbH Neustrelitz (EAN)

Die Beleuchtung des gläsernen Aufzugs ist über ein integriertes Lichtband elegant gelöst. Die

schmale, durchgehende Lichtlinie verbindet alle Etagen der Bibliothek.

rüsteten in der Unibibliothek mehr als

4.000 Leuchten bei laufendem Betrieb

auf moderne LED-Technik um. Eine

Herausforderung, die leises Arbeiten und

eine besondere Sorgfalt erforderte und

die zur Zufriedenheit aller Beteiligten

Bautafel

Bauherr:

Universität Greifswald, Greifswald

Elektro Planungsbüro:

BLS Energieplan GmbH, Greifswald

Öffentlicher Träger:

BBL MVP Niederlassung Greifswald

Elektro-Installation:

Elektro-Anlagenbau GmbH Neustrelitz (EAN), Neustrelitz

Leuchten:

Regiolux, Königsberg

Lichtwerk, Königsberg

umgesetzt wurde. Entscheidend verbessert

werden konnten die Energiebilanz

und auch die Lichtqualität. Die Zentrale

Unibibliothek hat außerdem ein modernes,

zukunftsorientiertes Erscheinungsbild

erhalten.

42

element + BAU • 3/2022


objekte

UK Hydrographic Office, Taunton

Zukunftssicher belichten und belüften

Als Teil eines innovativen Belichtungs- und Belüftungskonzepts für den Neubau des UK Hydrographic

Office im englischen Taunton installierten BAM Construction und AHR Architects

200 Modular Skylights auf dem Dach des Atriums. Die vorgefertigten Elemente in Modulbauweise

reduzierten den Montageaufwand erheblich. Durch natürliches Tageslicht und effektive

Belüftung schaffen sie in Verbindung mit der eleganten Optik der schmalen Profile ein ebenso

angenehmes wie produktives Arbeitsklima.

Das Atrium bildet den Mittelpunkt des Gebäudes und ist das Verbindungsglied zwischen den konvex und konkav geformten Flügeln, in denen

die Büros untergebracht sind.

In Taunton ist Tageslicht eine wertvolle

Ressource. Der Ort im Südwesten

Englands zählt zwar nicht so wenige

Sonnenstunden wie der Norden der Insel,

verzeichnet aber das ganze Jahr über ergiebige

Niederschläge. Zwei Aspekte, die

BAM Construction und AHR Architects

beim Neubau für das UK Hydrographic

Office berücksichtigen mussten. Dabei

handelt es sich um eine dem britischen

Verteidigungsministerium unterstellte

Behörde für Nautik, Seefahrt und Hydrographie.

Das Projekt umfasste nicht nur den Bau

von 11.000 Quadratmetern Bürofläche,

sondern auch ein großzügig bemessenes

Atrium als kommunikativen Treffpunkt für

die Mitarbeiter. Umgeben von gekrümmten

Holzverblendungen, die sinnbildlich

die Strömungen und Wellen des Meeres

aufgreifen, können die Mitarbeiter dort

zusammenarbeiten, sich austauschen

oder auch einfach nur entspannen. Als

wichtige Kriterien für die Aufenthaltsqualität

bekamen die Belüftung und Belichtung

deshalb eine hohe Priorität bei der

Gestaltung: Das Tageslicht soll die Motivation

der Mitarbeiter positiv beeinflussen

und das im doppelten Wortsinn bessere

Arbeitsklima letztlich auch die Produktivität

steigern.

„Von Anfang an war klar, dass das

Einbringen von natürlichem Licht eine

der wichtigsten Designvorgaben war,

und so mussten wir uns überlegen, wie

wir dieses Licht effektiv über das zentrale

Atrium in das Gebäude leiten können“,

erklärt Dermot Parkinson, Projektmanager

bei BAM Construction. Die Lösung

dafür fanden sie im Velux Commercial

Portfolio. „In Abstimmung mit AHR

Architects entschieden wir uns für das

Velux Modular Skylights System, da es

am besten in der Lage war, natürliches

Tageslicht zu liefern und gleichzeitig die

für das Gebäudemanagementsystem

erforderliche natürliche Belüftung zu

element + BAU • 3/2022

43


objekte

Skylights entweichen kann. Die Architekten

wählten für das Dach bewusst eine

höhere Anzahl von Modulen, die sich

öffnen lassen. Ihr Kalkül: Sollten die Temperaturen

im Zuge des Klimawandels

weiter steigen, lässt sich die Belüftungskapazität

auf diesem Wege problemlos

erhöhen. Da sich die zu öffnenden und

feststehenden Tageslicht-Module optisch

nicht unterscheiden, ist trotzdem ein

harmonisches Erscheinungsbild des

Atriumdachs gewährleistet.

Modularität und

Vorfertigung

beschleunigen

die Installation

Insgesamt stellt der Neubau des UK Hydrographic Office 11.000 Quadratmeter Bürofläche

bereit, die links und rechts vom zentral angeordneten Atrium liegen.

gewährleisten.“ Darüber hinaus muss

es – Stichwort Niederschlag – Undichtigkeiten

ausschließen können. „Letztlich ist

der wichtigste Aspekt von Produkten wie

diesen, ihre Fähigkeit, das Regenwetter

unter allen Umständen draußen zu halten,

besonders in stark exponierten Bereichen.

Velux konnte diese Eigenschaften

anhand von Tests und Dokumentationen

für ihre Oberlichter belegen und uns die

nötige Sicherheit zu geben, dass sie das

Wetter abhalten würden“, unterstreicht

Parkinson.

Tageslicht, Belüftung

und Lärm regulieren

Um die gewünschte helle und einladende

Atomsphäre zu erzeugen, ordneten

BAM Construction und die Architekten

200 Modular Skylights symmetrisch auf

dem Dach des Atriums an. Im Inneren

werden sie von Holzlamellen ergänzt, die

eine Art Kassettendecke bilden. Die Lamellen

verhindern zum einen Blendeffekte

durch zu viel direkte Sonneneinstrahlung

in die an das Atrium angrenzenden

Büroräume, zum anderen sorgen sie für

ein über den ganzen Tag hinweg gleichmäßiges

Belichtungsniveau. Weil die

Lamellen und die im Atrium verbauten

Holzelemente zudem den Schall absorbieren,

reduziert die Konstruktion auch

das Geräuschniveau. So gelang es den

Architekten, mit dem zentral zwischen

zwei Büroflügeln angeordneten Atrium

einen belebten Hauptraum zwischen den

Büros zu schaffen, ohne dass sich von

dort aus Lärm verbreitet. Die Belüftung

integrierten AHR Architects ebenfalls

intelligent in das Konzept. In das Atrium

strömt frische Luft durch die Seiten der

Gebäudeflügel in das Gebäude. Die verbrauchte

Luft steigt nach oben Richtung

Dach, wo sie durch einige geöffnete

Schon vor der Fertigstellung des

Behörden-Neubaus konnten die Modular

Skylights ihre spezifischen Vorteile

ausspielen. Durch den modularen Aufbau

und die Anlieferung in bereits vorgefertigtem

Zustand ließen sich die 200 Module

in der Ausführung als 19 Atrium-Lichtbänder

vom englischen Velux Spezialisten

Daylight Solutions innerhalb von nur fünf

Tagen montieren. „Es ist ein sehr einfaches

modulares System, das sich selbsterklärend

Stück für Stück effizient und

unkompliziert zusammensetzen lässt, was

bei der Installation wirklich hilft", bilanziert

Scott Russell, Direktor von Daylight

Solutions. Auch bei anderen Elementen

das Atriumdachs wurde auf Vorfertigung

gesetzt. „Die Betonträger, auf denen die

Modular Skylights sitzen, sind alle vor Ort

hergestellt worden, zusammen mit den

hölzernen Lamellen, den Stahlkonstruktionen

und der Holzverkleidung, die daran

gehängt wurden“, beschreibt Adam Spall,

Regional Director von AHR Architects. So

konnte das gesamte Atriumdach innerhalb

von nur sechs Wochen fertiggestellt

werden: Das zeigt, wie sich mit dem

Einsatz innovativer, moderner Baumethoden

wie Vorfertigung von Bauelementen

und Modulbauweise bei der Realisierung

neuer Gebäude erhebliche Zeitersparnisse

realisieren lassen; dabei müssen keine

Abstriche bei Entwurf und Optik in Kauf

genommen werden – das macht der neue

Hauptsitz des UK Hydrographic Office

mehr als deutlich.

Elegantes

Design

Velux Modular Skylights wurden für den

Einsatz in öffentlichen und gewerblichen

Gebäuden wie Schulen, Krankenhäuser

oder Einkaufszentren gemeinsam von

Velux und dem renommierten britischen

Architekturbüro Foster + Partners

entwickelt. Entstanden ist dabei eine

Tageslichtlösung, die dezentes und

44

element + BAU • 3/2022


objekte

Aus Besucher- und Mitarbeiterperspektive

erscheinen die 200 auf dem Atrium verbauten

Modular Skylights quasi als durchgehendes

Glasdach. Die von den festverglasten optisch

nicht zu unterscheidenden öffenbaren Module

sind wesentlicher Bestandteil des Lüftungskonzepts.

Das Atriumdach überspannt drei Ebenen. Holzlamellen unterhalb der Modular Skylights verhindern

direkte Sonneneinstrahlung und damit Blendeffekte in die angrenzenden Büroflächen und

stabilisieren das Belichtungsniveau über den Tag hinweg.

Bildnachweis (alle Bilder): Velux / AHR Architects

elegantes Design mit den Vorzügen

vorgefertigter und einfach zu montierender

Module verbindet. Mit Lichtband,

Stufen-Lichtband, Sattel-Lichtband,

Atrium-Lichtband und Sheddach-Lichtband

werden standardisierte Lösungen

für unterschiedliche Anforderungen in

Bezug auf Größe, Anwendungssituation

und Funktionalität geboten. Die einzelnen

Module sind öffenbar und feststehend

in einer Breite von 67,5 bis 100

Zentimeter und einer Höhe von 60 bis

300 Zentimetern verfügbar und lassen

sich zu beliebig langen Licht- oder Sattel-

Lichtbändern addieren. Zudem können

Licht- oder Sattel-Lichtbänder zu einer

großflächigen Atrium-Dachverglasung

kombiniert werden. Das Wandmontage-

Lichtband ermöglicht den Anschluss an

eine aufgehende Wand.

Die Module werden einbaufertig angeliefert

und können vor Ort mit Hilfe

eines innovativen Montagesystems ohne

Anpassung oder Bearbeitung schnell und

unkompliziert montiert werden. Das spart

nicht nur Platz auf der Baustelle, sondern

auch Arbeits- und Kran-Zeit. Darüber

hinaus gewährleistet die Vorfertigung im

Werk eine ausgesprochen hohe Präzision

und Produktqualität. Auch in Punkto Däm-

mung erfüllen die Module Anforderungen

an Energieeffizienz auf hohem Niveau:

Die Profile von Fensterflügel und -rahmen

bestehen aus einem Verbundmaterial aus

pultrudierten Glasfasern und Polyurethan,

dessen geringe Wärmeleitfähigkeit dem

innovativen System sehr gute Dämmeigenschaften

verleiht. Mit 2-Scheiben-Verglasung

erreicht die Einheit aus Glas und

Rahmen bereits einen U W

-Wert von 1,4

Bauherr:

Architekt:

Hauptauftragnehmer:

Montage:

Bautafel

Baujahr: 2019

W/(m 2 K), der sich je nach Scheibenvariante

auf bis zu 0,86 W/(m 2 K) verbessern

lässt. Zugleich sorgt das Verbundmaterial

für hohe Festigkeit und Tragfähigkeit und

ermöglicht ein schlankes, leichtes Design.

Die schmalen Profile sorgen in Verbindung

mit dem verborgenen Kettenantrieb

und den filigranen Führungsdrähten der

innenliegenden Sonnenschutz-Rollos für

ein elegantes Erscheinungsbild.

UK Hydrographic Office

AHR Architects

BAM Construction

Bruttogrundfläche: 11.000 m²

Daylight Solutions Limited

element + BAU • 3/2022

45


im fokus

PR-Anzeige

Ein Architekturklassiker im Einsatz: Links norament 926 im Treppenhaus der Bibliothek der Ruhr an der Universität Bochum (Bildnachweis:

© Andreas Braun), rechts der gleiche Belag in unterschiedlicher Farbgebung am Frankfurter Aiport (Bildnachweis: © nora systems).

nora systems

Neuer Look für die Noppe: Design-Klassiker

norament 926 mit überarbeiteter Farbpalette

Er ist Kult und hat Fans auf der ganzen Welt: Der Kautschuk-Belag mit der runden Noppe. Seit

seiner Markteinführung 1967 hat sich der Noppenboden „Made in Germany“ als feste Größe

im Architekturbetrieb etabliert – zahlreiche bedeutende Bauwerke unterschiedlichster Funktion

und Größe sind mit den hochdruckgepressten Kautschukfliesen ausgestattet worden. Aber

auch beliebte Design-Klassiker gehen bei nora mit der Zeit. Daher wurde das Sortiment nun

überarbeitet und erscheint mit neuer, puristischer Farbpalette.

Das Spektrum umfasst 20 Standardfarben,

von den beliebten neutralen

Beige- und Grautönen bis hin

zu harmonischen Akzentfarben. Durch die

farbgleichen norament 926 Formtreppen

– von den 20 Farben sind zehn auch als

Formtreppe erhältlich – können Treppenareale

stimmig in die Gestaltung integriert

werden.

Unverwüstlich und

universell einsetzbar

Kein anderes Design steht so sehr für

Kautschuk-Bodenbeläge wie „die Noppe“.

„Der Belag hat zahlreiche international

renommierte Architekten inspiriert und

ist auch nach mehr als 50 Jahren immer

noch gefragt für seine Langlebigkeit und

den prägnanten, zeitlosen Look“, betont

Bettina Haffelder, Vice President nora

DACH. Seinen Durchbruch schaffte der

Noppenbelag mit einem Prestigeprojekt:

80.000 Quadratmeter der Kautschukfliesen

in Schwarz wurden Ende der 1960er

Jahre im Terminal 1 des Frankfurter

Flughafens verlegt.

1975 wurde für den britischen Stararchitekten

Sir Norman Foster ein Limettengrün

als Sonderfarbe gefertigt, das beim

Willis Bürogebäude in Ipswich „die Natur

ins Haus holen“ sollte. Kurz darauf nutzte

das Londoner Büro James Stirling, Michael

Wilford & Associates den Farbton auch

für die Staatsgalerie Stuttgart – noch

immer sind die grünen Kult-Böden dort

Aushängeschild und Markenzeichen.

Bis heute wurde der Noppenbelag weltweit

auf mehr als 30 Millionen Quadratmetern

verlegt. „Die neue Farbpalette

behält die gefragtesten Töne bei – in der

Beliebtheitsskala ganz oben stehen seit

jeher Steingrau und Anthrazit – und ergänzt

sie mit modernen Pastelltönen, die

sich harmonisch in jedes Raumkonzept

einfügen und nicht kurzlebigen Modeströmungen

unterworfen sind“, so Haffelder

weiter. norament 926 überzeugt aber

46 element + BAU • 3/2022


PR-Anzeige

im fokus

Auch beim Neubau der taz in Berlin kam norament 926 in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz (Bildnachweis: © Stephan Falk).

nicht nur durch seine ikonische Optik,

sondern auch durch seine Langlebigkeit

bei erstklassiger Funktionalität: Dank

seiner hohen Trittschalldämmung von 12

dB, der Rutschfestigkeit und den ausgezeichneten

Brandschutzeigenschaften

wird der vier Millimeter dicke Belag mit

der runden Pastille überall dort eingesetzt,

wo beim Boden ein Höchstmaß an Belastbarkeit

und Robustheit gefragt ist.

„Die Noppe“ liegt in Eingangshallen,

Bibliotheken und Museen ebenso wie in

Industrieanlagen, Bürogebäuden, Flughäfen

oder Forschungsstationen. Auch viele

Fahrstühle und Treppenhäuser sind damit

ausgestattet.

Auch eine runde Sache:

CO 2

-neutral

über den

gesamten

Produktlebenszyklus

Wie alle nora Standard-Bodenbeläge trägt

auch norament 926 den „Blauen Engel“

und ist über den gesamten Produktlebenszyklus

hinweg CO 2

-neutral. nora systems

arbeitet kontinuierlich daran, CO 2

-Emissionen

zu vermeiden bzw. zu reduzieren und

so den eigenen CO 2

-Fußabdruck weiter zu

verringern. Die bisher noch unvermeidbaren

Emissionen gleicht das Unternehmen

freiwillig aus.

Die neue Farbpalette des Designklassikers.

Bildnachweis: © nora systems

element + BAU • 3/2022

47


produkte

Wiśniowski

PRIMO 82: vielseitiges Kunststoff-Fenster der Premium-Klasse

Das Kunststoff-Fenster Primo 82 bietet einen zertifizierten Einbruchsschutz von RC2. Außerdem erzielt es einen U w

-Wert von bis zu 0,76 W/

(m²K) und damit Passivhaus-Niveau.

Das Kunststoff-Fenstersystem

Primo 82

(Einbautiefe 82 mm)

von Wiśniowski erfüllt mit seinen

Leistungseigenschaften

und Gestaltungsmöglichkeiten

alle Anforderungen moderner,

zukunftssicherer Fenstertechnologie:

Basis dafür sind

7-Kammer-PVC-Profile der

Klasse A mit drei umlaufenden

Dichtungsebenen, mit

Argon gefüllte 2-Kammer-

Verglasungspakete sowie eine

breite Palette an Oberflächendekoren

mit rund 100 Farben.

PVC-Fenster von Wiśniowski,

wie auch das PRIMO 82,

wurden mit dem Zertifikat IFT

Quality Silver QM320 des ift

Rosenheim ausgezeichnet.

Damit ist das polnische Unternehmen

einer von aktuell

nur acht Herstellern in Europa,

welche die hohen Anforderungen

dieser ift-Zertifizierung

erfüllen, die weit über übliche

Baunormen hinausgehen.

Die 3 mm starken Außenwände

der Profile sorgen zusammen

mit integrierten Stahlverstärkungen

für ausgezeichnete

Statik – auch bei großen

Fensterformaten: Primo 82

bietet um 20 Prozent stabilere

Fenstereckverbindungen im

Vergleich zu herkömmlichen

Profilklassen. Das verhindert

Rissbildungen oder ein

Aufbrechen der Fensterecken.

Auch beim Thema Sicherheit

punkte die PVC-Fensterkonstruktion:

Zur Standardausstattung

gehören unter anderem

„Maco MultiMatic"-Beschläge

mit Sicherheits-Rollzapfen.

Und dank der starken

Konstruktionswände können

einbruchsichere Schließbleche

oder Scharnierelemente fest

verschraubt werden – ein

wichtiger Vorteil für die Umsetzung

einbruchhemmender

Fenster der Widerstandsklassen

RC1N und RC2. Das

PRIMO 82 verfügt daher

folgerichtig auch über einen

hohen Einbruchschutz bis

Widerstandsklasse RC2. Zum

Basis-Sicherheitspaket gehört

außerdem eine Durchzugsperre,

die den gekippten Flügel

auch bei Zugluft sicher in

seiner festen Position hält.

Ein extrudiertes Dichtungssystem

mit drei umlaufenden

Dichtungsebenen gewährleistet

beim Primo 82 beste

Wärme- und Schalldämmung

sowie Winddichtheit und

Schlagregenschutz. Damit

erreicht das Fenstersystem

einen U w

-Wert von bis zu 0,76

W/(m²K) und damit Passivhaus-Niveau.

Bei der Verglasung setzt

Wiśniowski auf Qualität

aus eigener Produktion mit

modernsten Fertigungstechnologien.

Das 48 mm starke

2-Kammer-Verglasungspaket

– optional auch mit warmer

Kante – erreicht mit einem

U g

-Wert von 0,5 W/(m²K)

nahezu die doppelte Isolierleistung

eines herkömmlichen

Standard-Doppelverglasungspakets.

Die tiefere Einbettung

der Pakete in den Rahmen

verbessert die Isolierung

und verringert so auch die

Möglichkeit des Auftretens

von „Tau" am unteren Teil der

Verglasung. Zudem verfügt

das Unternehmen über einen

der modernsten Scanner zur

automatischen Erkennung von

Glasfehlern.

Für eine harmonische Fensteroptik

werden die Eckverbindungen

der Flügel und

Rahmen standardmäßig mit

der V-Perfect-Technologie

gefertigt. Die dabei entstehenden

Schweißnähte sind so fein,

dass sie für das menschliche

Auge praktisch unsichtbar sind.

Mit einer Auswahl von rund

100 verschiedenen Farben

und Holzdekoren für die Oberflächengestaltung,

inklusive

Veka Spectral-Sonderfarben,

16 seidenmatt glänzende

Home Inclusive-Farben sowie

einer optionalen Aluminium-

Vorsatzschale eröffnet bietet

das Fenstersystemin eine

Vielzahl von Designoptionen.

Auch attraktive Lösungen

durch Folierung in Echtholzanmutung

sind möglich.

Wiśniowski bietet für das PVC-

Fenstersystem Primo 82 ein

umfangreiches Zubehörprogramm:

Zur Wahl stehen

z. B. 14 Aluminium-Fenstergriffe

in 6 Farben, Sicherheitskomponenten

wie elektronische

Verschlussüberwachungen,

Öffnungsbegrenzer,

Flügelbremsen oder Safety-Pin,

ein Schutz gegen ein mögliches

Herausfallen des Flügels

aus dem Rahmen infolge

falscher Handhabung. Und für

ein gesundes Raumklima können

optional feuchtegeführte,

druck- oder hygrostatisch

gesteuerte Zuluftelemente

eingesetzt werden.

Wiśniowski Sp. z o.o. S.K.A.

www.wisniowski.de

48 element + BAU • 3/2022


produkte

Rockwool

Neu im Handel: Feuchte- und Brandschutz in einem Arbeitsgang

Außenbauteile aus

Holz wie Balken und

Sparren, die mit einer

Wärmedämmung im Inneren

des Gebäudes energetisch

ertüchtigt werden, müssen

vor Feuchtigkeit geschützt

werden. Luftdichtsysteme

sind dafür das Mittel der Wahl

und seit Jahren technisch

vorgeschrieben. Der Steinwollehersteller

Rockwool

ergänzt sein Angebot von

Luftdichtsystemen nun um die

schwerentflammbare Variante

„RockTect Firewall System“.

Dieses reduziert Brandrisiken,

bietet den bekannt guten

Feuchteschutz und ist ebenso

leicht zu verarbeiten wie herkömmliche

Systeme.

Umfangreiche Brandversuche

des Systems in der

Kombination mit gängigen

Rockwool Dämmstoffen aus

nichtbrennbarer Steinwolle

haben einen deutlichen Zugewinn

an Sicherheit durch den

Einsatz der „RockTect Firewall

System“-Produkte belegt.

Geprüft wurden typische Anwendungen

nichtbrennbarer

A1-Dämmstoffe aus Steinwolle

mit dem „RockTect Firewall

System“: „Klemmrock 035“

für die Dämmung zwischen

den Sparren, „Fillrock RG Plus“

und „Flexirock“ für Holzbauwände

sowie „Varirock“ und

„Tegarock“ für die oberste

Geschossdecke.

Bei Verwendung dieser

nichtbrennbaren Dämmstoffe

der Brandschutzklasse A1

erreicht das Luftdichtsystem

die Brandschutzklasse B-s1,

d0. Es gilt also als schwerentflammbar,

was bedeutet, dass

im Brandfall z. B. eine nur

geringe Rauchentwicklung zu

verzeichnen ist. Auch gibt es

kein brennendes Abtropfen

von Folien oder Dichtbändern.

Schon in der Bauphase mindern

diese Kombinationen aus

Dämmung und Dampfbremse

die Folgen eines Brandes.

Später eingebaute Innenbekleidungen

der gedämmten

Wände und Decken müssen

nicht zwangsläufig aus

nichtbrennbaren Materialien

bestehen. Die Holzkonstruktionen

verfügen in jedem Fall

durch das „RockTect Firewall

System“ und einen Steinwolle-

Dämmstoff in der empfohlenen

Dicke über einen ausgezeichneten

Brand-, Feuchteund

Wärmeschutz.

Mit dem „RockTect Firewall

System“ geprüften Dämmstoffe

wurden mit dem „Blauen

Engel“ ausgezeichnet. Emissionsarm

nach Emicode sind

auch die lösemittelfreien Klebeund

Dichtstoffe des Luftdichtsystems

„RockTect Firewall“.

Deutsche Rockwool

GmbH & Co. KG

www.rockwool.de

Schell

Automatisches Spülen aller wesentlichen Entnahmestellen

Das Wassermanagement-System

SWS

von Schell ist jetzt

noch ganzheitlicher angelegt.

Durch zahlreiche Neuerungen

bietet das SWS jetzt sämtliche

Elemente, die für ein

hygienesicheres, effizientes

Trinkwassermanagement in

öffentlichen, halböffentlichen

und gewerblichen Gebäuden

wichtig sind.

Durch die Vernetzung von

Schell Sanitärarmaturen per

Funk, Kabel oder sogar in der

Funk-Kabel-Kombination, ist

SWS flexibel einsetzbar. Es

eignet sich somit für Neubauten,

aber auch für Bestandsimmobilien.

Kostenintensive,

hygienebedingte Sanierungen

lassen sich durch den Einsatz

des SWS in vielen Fällen

vermeiden.

Für sein Wassermanagement-

System stellt Schell eine umfassende

Auswahl elektronischer

Armaturen zur Verfügung.

Das intelligente Wassermanagement-System

SWS

vernetzt pro Server bis zu 64

Teilnehmer an Waschtischen,

Duschen, WCs, Urinalen,

Küchenspülen und Ausgussbecken.

Neu dazugekommen

sind die Küchenarmatur

Grandis E und das Spülkasten-

Modul Montus Flow. Somit

können nun alle wesentlichen

Entnahmestellen über das

Wassermanagement-System

SWS vernetzt werden. Dadurch

ergeben sich bewährte

Vorteile bei Steuerung und

Überwachung der Armaturenparameter.

Bei ganzheitlicher

Verwendung von Schell Armaturen

und Wassermanagement-System

SWS können

nun alle relevanten Entnahmestellen

automatisiert gespült

werden. So bleibt keine Chance

für Stagnation und damit

für kritische Konzentrationen

gefährlicher Bakterien, wie

zum Beispiel Legionellen.

Das SWS steuert nach Programmierung

eigenständig

Stagnationsspülungen, ermöglicht

thermische Desinfektionen

und dokumentiert den

hohen hygienischen Stand der

Trinkwasser-Installation – dank

Temperatursensoren auch

samt der wichtigen Einflussgröße

Wassertemperatur.

Es liefert Betreibern darüber

hinaus wichtige Informationen

zu weiteren Betriebsparametern

wie beispielsweise Nutzungsfrequenzen

und -dauer,

Sensor-Reichweite, Wasserlaufzeit

und -nachlaufzeit oder

Störmeldungen. Optimierungen

dienen der Sicherheit, der

Steigerung des Nutzungskomforts

und bieten die Möglichkeit,

ein Maximum an Wasser

und Energie einzusparen.

Weitere Vorteile innerhalb des

Wassermanagement-Systems

SWS bringen integrierbare

Leckageschutz-Armaturen, die

die Wasserzufuhr absperren.

SCHELL GmbH & Co. KG

www.schell.eu

element + BAU • 3/2022

49


anche aktuell

Tonality

Stabile Preise für Keramikelemente

Der Fassadenspezialist

Tonality nimmt für

seine Keramikelemente

bis zum Ende des Jahres

2022 keine Preisanpassungen

vor und kann den Baustoff

zuverlässig liefern. Damit

ermöglicht das Westerwälder

Unternehmen Architekten,

Planern und Generalunternehmern

ein hohes Maß an

Planungssicherheit.

Materialmangel, eine hohe

Nachfrage und stockende

Lieferketten sorgen bei vielen

Baustoffen aktuell weiter für

einen anhaltenden Preisanstieg,

der eine zuverlässige

Projektkalkulation zunehmend

erschwert. Dieser Entwicklung

kann die Tonality GmbH aus

dem Westerwald entgegenwirken

und die Preise für ihre

Keramikelemente für den Rest

des Jahres 2022 stabil halten.

Dafür verantwortlich sind im

Wesentlichen zwei Faktoren:

Zum einen pflegt das

Unternehmen seit langem

verlässliche und beständige

Partnerschaften. In diesem

Zusammenhang haben die

Verantwortlichen bereits

frühzeitig langfristige Energielieferantenpreise

verhandelt,

die es nun ermöglichen, dass

bis Ende des Jahres keine

Preisanpassungen nötig werden

– sofern kein Gasembargo

eintritt. Zum anderen bestehen

die keramischen Elemente

aus hochwertigen regionalen

Tonen. Diese werden im Westerwald

gewonnen und sind

dort ad hoc auch in großen

Mengen verfügbar. Damit ist

Tonality weitgehend unabhängig

von globalen preissteigernden

Faktoren wie fehlenden

Rohstoffen und stockenden

Lieferketten. Standard-Produktlösungen

wie beispielsweise

der Design-Estrichziegel

oder die keramische Bodenplatte

liegen dabei in Weroth

auf Lager und können sofort

geliefert werden. In der Regel

werden die Elemente jedoch

individuell unter anderem

hinsichtlich Größe, Oberfläche

und Farbe gefertigt. „Aufträge,

die jetzt bei uns eingehen,

werden umgehend kalkuliert

und sofort bedient. Planer und

Architekten können also im

wahrsten Sinne des Wortes

nicht nur mit, sondern vor

allem auch auf Tonality bauen.

Viele unserer Wettbewerber

geben aktuell nur tagesaktuelle

Preise an oder verzichten

ganz auf Preisauskünfte.

Wir hingegen sind in einem

schwierigen Marktumfeld weiterhin

ein zuverlässiger Partner“,

erklärt Thomas Bader,

Geschäftsführer der Unternehmensgruppe

Leipfinger-Bader,

zu der Tonality gehört.

Tonality GmbH

www.tonality.de

Etex + Ursa

Übernahme Ursa

Die Übernahme von

Ursa markiert einen

wichtigen Meilenstein

für Etex, da es sich eine

fünfte Technologie in der

Etex-Wachstumsstrategie

sichert. Durch die Ergänzung

der Dämmstoff-Kompetenz

von Ursa erweitert Etex seine

Fähigkeit, Produkte und Lösungen

für die aktuellen und zukünftigen

Herausforderungen

auszubauen. Die im Januar

angekündigte Transaktion

wurde vorbehaltlich der üblichen

Abschlusskonditionen

erfolgreich abgeschlossen.

Ursa ist einer der führenden

Hersteller von Glasmineralwolle

und extrudiertem Polystyrol

(XPS) in Europa mit 13

Produktionsstätten in über 20

Ländern. Jochen Friedrichs,

CEO von Ursa und neuer Head

of Insulation Division bei Etex:

„Die Marke Ursa bietet

ein umfassendes Sortiment

an Dämmstofflösungen für

die Gebäudehülle sowie für

Decken und Trennwände.

Ursa teilt viele der Werte von

Etex, darunter zählen Nachhaltigkeit,

das Geschäftsmodell,

ein starkes Management und

engagiertes Team. Sowohl

Etex als auch Ursa setzen

sich mit ihren Produkten und

Lösungen dafür ein, einige der

wichtigsten Herausforderungen

unserer Zeit, wie die globale

Erwärmung und Ressourcenknappheit,

anzugehen.“

Etex, ein globales Industrieunternehmen

mit 115-jähriger

Geschichte, hat sein Ziel klar

formuliert, ein globaler Akteur

für Leichtbauweise und nachhaltige

Gebäudelösungen zu

werden. Mit der Übernahme

von Ursa ist Dämmung

nun die fünfte Technologie

im strategischen Produkt-

Portfolio.

Mit der Erweiterung um URSA

in sein Portfolio vertritt Etex

nun mehr als 13.500 Mitarbeiter

und 140 Standorte in

45 Ländern auf der ganzen

Welt. Im Jahr 2021 verzeichnete

Etex einen Umsatz von

3,0 Mrd. EUR, während Ursa

einen Umsatz von ca. 500

Mio. EUR erzielte.

Nachhaltigkeit ist der nächste

wichtige, strategische

Schwerpunkt für Etex. Hier

hat Ursa schon heute eine

führende Rolle mit einem sehr

nachhaltigen Produktportfolio

und der konsequenten

Ausrichtung des Unternehmens

auf Environment, Social

und Governance (ESG) sowie

die strategische Ausrichtung

auf Circular Economy usw.

Erstaunliche 75 % der europäischen

Gebäude sind nicht

energieeffizient.

Dämmstoffe sind eine Schlüsseltechnologie

für signifikante

Energieeinsparungen und

spielen eine entscheidende

Rolle zur Reduzierung der CO 2

-

Emissionen.

Etex NV

www.etexgroup.com

50 element + BAU • 3/2022


vorschau

Die Fachzeitschrift für Objektbau

ISSN 0934-5914

Verlag:

Dr. Harnisch Verlagsgesellschaft mbH

Eschenstraße 25

90441 Nürnberg

Tel.: +49 (0)911 2018-0

Fax: +49 (0)911 2018-100

E-Mail: e+b@harnisch.com

internet: http://www.harnisch.com

Geschäftsleitung:

Dr. Claus-Jörg Harnisch

Benno Keller

Bildnachweis: © Markus Steur/FREYLER

Technische Leitung:

Armin König

Redaktionsteam:

Armin König (verantw.)

Mediaberatung:

Verlagsvertretung Petra Diews

Tel.: 089/8641955

Abonnement:

Marta Bletek-Gonzalez

Erscheinungsweise:

6 x jährlich: Ausgaben im Februar, April,

Juli, September, Oktober, Dezember

Angeschlossen der

Informationsgemeinschaft zur

Feststellung der Verbreitung

von Werbeträgern e.V. –

Sicherung der Auflagenwahrheit

Ausgabe 4/2022:

Bildnachweis: ZimmerMeisterHausGruppe

Special "Hallenbau / Wirtschaftsbau"

Ausgabe 4/22 beschäftigt sich mit dem

Thema "Hallenbau / Wirtschaftsbau",

einem sehr spannenden Thema im modernen

Objektbau. Gerade die Corona-Pandemie

hat hier die letzten Jahre, ehemals

eherne Prinzipien gründlich durcheinandergewirbelt.

"New Work" ist das neue

Schlagwort. Viele Büroflächen, die bisher

von den Unternehmen für die Mitarbeiter

zur Verfügung gestellt werden mussten,

stehen zur Disposition. Aber auch der produzierende

Gewerbebau muss sich neuen

Anforderungen stellen. Flexibel einsetzbare

Gebäude sind hier gefragt.

Weitere Themen dieser Ausgabe werden

sein: Sonnenschutzsysteme; Fenster; Türen;

Tore; Sicherheitstechnik; Einbruchsschutz;

Balkone; Fassaden; Brandschutz;

Akustik; Holzbau; Barrierefreies Bauen;

Klima-/Heiztechnik.

element + BAU 4/2022 erscheint am

26. September 2022

Bezugspreis:

Jahresabonnement:

EUR 48,- + EUR 12,- Versandkosten

zzgl. MwSt.

Auslandsbezugspreis:

EUR 48,- + EUR 18,- Versandkosten

Druck:

Schleunungdruck GmbH

Eltertstr. 27

97821 Marktheidenfeld

Derzeit gültige Anzeigenpreisliste:

Nr. 54, ab 01.01.2022

© Copyright 2022

element + BAU • 3/2022

51


Are you looking for the latest topics from the wood industry?

Then you are in the right place!

Click here now to register free of charge Newsletter

and subscribe to our digital editions as ePaper

Your newsletter registration at: www.harnisch.com

BE A

NER!

ISSN 1438-1672 · Vol. 38 · No. 3/20 · August

USER REPORT MACHINING TECHNOLOGY SURFACES SCIENCE

WIN woodworking INTERNATIONAL

Get ready for LIGNA.21 – place your ad in time.

Advertising contact: win@harnisch.com

Annual subscription rate: € 77,- incl p+h

The magazine will be published in a larger format: 229 mm x 305 mm.

We report on all aspects of woodworking from board materials, wood

treatment to machines, tools and technical know-how, from timber engineering

supplies to the latest developments in technologies and markets.

Special features will be presented on design, surfaces, laminating

and furniture.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!