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recycling aktiv 05/22

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien recycling aktiv berichtet praxisnah über aktuelle Programme und Entwicklungen aus dem Maschinen- und Anlagenbereich - von Metallen, Kunststoffen, Papier, Baustoffen über andere Recycling-Bereiche.

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Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 5/20<strong>22</strong><br />

ON TOUR<br />

Gipo & Apex:<br />

Rotes Kraftpaket<br />

MESSE<br />

bauma 20<strong>22</strong>:<br />

Blick nach vorne<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin & Cat:<br />

Neuer Radlader


DAS NÄCHSTE LEVEL.<br />

NEUESTE BATTERY PACK TECHNOLOGIE<br />

BESUCHEN SIE UNS<br />

BAUMA STAND FN.717<br />

24. - 30. OKTOBER 20<strong>22</strong> · MÜNCHEN<br />

© 20<strong>22</strong> Terex Corporation. Fuchs ist eine Handelsmarke<br />

der Terex Corporation oder ihrer Tochtergesellschaften.


Leitartikel<br />

Kunststoff<strong>recycling</strong>? Bei<br />

Weitem nicht. Das sind die<br />

Folien im Input von Biogut<br />

Foto: Doppstadt<br />

Helmut Strauß,<br />

Chefredaktion<br />

helmut.strauss@<br />

stein-verlaggmbh.de<br />

Auf den Blickpunkt<br />

kommt es an<br />

N<br />

icht immer sind Fachleute oder Experten<br />

der gleichen Meinung, was<br />

ja nicht schlimm ist, ganz im Gegenteil:<br />

Wie überall im täglichen Leben gibt es<br />

unterschiedliche Sichtweisen zu einem<br />

Thema, und so fallen – vielleicht ungeachtet<br />

wissenschaftlich erhobener Zahlen<br />

– auch die Expertisen oder Einschätzungen<br />

ganz unterschiedlich dazu aus.<br />

So auch im Falle der Störstoffe im Inputmaterial<br />

von Bio- oder Grüngut, wobei<br />

sich die Störstoffthematik auf fast die<br />

gesamte Recyclingbranche übertragen<br />

ließe: Am besten wäre es, es gäbe sie gar<br />

nicht, umso einfacher könnten wir aus<br />

einem „sauberen“ Recyclinginput ein<br />

qualitativ hochwertiges Recyclingprodukt<br />

herstellen. Das ist leider allerdings<br />

fast kaum der Fall!<br />

In dieser Ausgabe unserer <strong>recycling</strong><br />

<strong>aktiv</strong> beschäftigen wir uns in der Rubrik<br />

„Biomasse, Kompost, Holz“ intensiver<br />

mit dem äußerst aktuellen Thema Störstoffe<br />

und damit, welche Aufbereitungslösungen<br />

es konkret dazu gibt. Der Titel<br />

lautet bewusst „Blickpunkt“, denn Störstoff<br />

ist nicht gleich Störstoff und Biogut<br />

nicht gleich Biogut. Was bei einem funktioniert,<br />

muss nicht immer funktionieren,<br />

kann aber bei der Lösung des Problems<br />

schon immens weiterhelfen.<br />

Bei all dem vergessen wir natürlich<br />

nicht die kommende bauma 20<strong>22</strong>: Auch<br />

wenn es auf den ersten Blick vielleicht<br />

eher um Bau- und Baustoffthemen geht,<br />

so kommt auch das Recycling nicht zu<br />

kurz. Also ist die bauma aus diesem Blickwinkel<br />

betrachtet sicherlich einen Besuch<br />

wert, selbst wenn es nur darum ginge,<br />

sich wieder einmal persönlich zu treffen<br />

– und unterschiedliche Blickwinkel auszutauschen!<br />

In diesem Sinne, testen Sie einmal<br />

Ihre Blickwinkel, und vor allem:<br />

Bleiben Sie gesund!<br />

Ihr<br />

Helmut Strauß<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 3


INHALT Ausgabe 5/20<strong>22</strong><br />

3 LEITARTIKEL<br />

6 BRANCHEN-INFOS:<br />

MÄRKTE • MENSCHEN • NEWS • VERANSTALTUNGEN<br />

18 MATERIALUMSCHLAG & TRANSPORT<br />

18 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> Titelstory<br />

Zeppelin-Cat: Fur die täglichen Aufgaben gerüstet<br />

28 SCHROTT & METALL<br />

30 VERFAHRENSTECHNIKEN: SORTIEREN<br />

32 VERFAHRENSTECHNIKEN: PRESSEN<br />

34 KUNSTSTOFFE<br />

38 SPECIAL: BAUMA 20<strong>22</strong><br />

64 RECYCLING AKTIV: BLICKPUNKT<br />

BIOMASSE, KOMPOST, HOLZ<br />

74 ABBRUCH & BAUSTOFF-RECYCLING<br />

74 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> ON TOUR<br />

Gipo & Apex Fördertechnik: Rotes Kraftpaket<br />

90 VERSCHLEISS, EDV, ZUBEHÖR<br />

18<br />

MESSE<br />

Auf der bauma lässt sich viel<br />

entdecken – wir schauen uns<br />

besonders zum Thema<br />

Recycling um.<br />

94 RECHT & POLITIK<br />

Aus den Verbänden<br />

96 ZU GUTER LETZT<br />

96 EINKAUFSFÜHRER: IHRE SPEZIALISTEN<br />

98 Inserentenverzeichnis<br />

97 Veranstaltungen, Impressum<br />

38<br />

Fotos: Hersteller<br />

4 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Inhalt<br />

TITELSTORY:<br />

Der neue Cat 966 GC: Macht auch<br />

beim Fahren eine gute Figur.<br />

ON TOUR<br />

Wir waren wieder einmal vor<br />

Ort – eine Giporec R 131 FDR<br />

GIGA E zeigt, was sie kann.<br />

74<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 5


MÄRKTE<br />

VDMA Baumaschinen und Baustoffanlagen<br />

Kaum Chancen für eine seriöse Prognose<br />

Noch im Februar ließ der Auftragseingang in der Baumaschinenindustrie<br />

die Hersteller mit Produktionsstandort<br />

Deutschland mit der Hoffnung auf das Jahr 20<strong>22</strong> blicken,<br />

dass bei einer verbesserten Situation auf der Zulieferseite ein<br />

einstelliges Umsatzwachstum von 7 Prozent erreicht werden<br />

könnte.<br />

Diese Erwartung ist hinfällig, die Branche sieht sich in<br />

einem aktuellen Krisenumfeld aus Krieg, Inflation, Energieknappheit,<br />

einsetzender Zinswende, Schwäche des Euro,<br />

andauernden negativen Auswirkungen der Pandemie, insbesondere<br />

in China, und riesigen Disruptionen in der internationalen<br />

Logistik nicht in der Lage, eine seriöse Prognose<br />

zu treffen. Die Situation ist paradox. Der hohe Auftragsbestand<br />

in der Baumaschinen- wie in der Baustoffanlagenindustrie<br />

täuscht über die Situation hinweg. Trotz dieser guten<br />

Lage sind einige Unternehmen in der Kurzarbeit, weil Material<br />

und Vorprodukte fehlen. Ob sie die Aufträge in den<br />

kommenden Monaten abarbeiten können, ist völlig unklar.<br />

Zusätzliche Nachfrageimpulse sind bislang kaum in Sicht.<br />

Daher sind flexible Rahmenbedingungen zwingend erforderlich,<br />

um durch dieses unsichere Fahrwasser manövrieren<br />

zu können.<br />

Mittelfristig bleiben die Aussichten nach wie vor positiv,<br />

weil die meisten Abnehmerbranchen auch in Zukunft wachsen<br />

werden. Allerdings wird es einen bremsenden Effekt<br />

geben durch die in vielen Ländern infolge der Pandemie und<br />

des Ukraine-Kriegs gestiegene Verschuldung der öffentlichen<br />

Haushalte.<br />

www.vdma.org/baumaschinen-baustoffanlagen<br />

Deutscher Abbruchverband<br />

Aufbruch in eine neue Ära<br />

Vom 8. bis 9. September 20<strong>22</strong> veranstaltete<br />

der Deutsche Abbruchverband<br />

(DA) in Aachen seinen diesjährigen<br />

Jahreskongress. Die reguläre 4-jährige<br />

Amtsperiode des Vorstands ging dieses<br />

Jahr zu Ende und es wurde ein neuer Vorstand<br />

gewählt. Nach insgesamt 12 Jahren<br />

endete auch die Tätigkeit von Johann<br />

Ettengruber im Vorstand und gleichzeitig<br />

als Vorstandsvorsitzender. Mit seiner<br />

Amtszeit geht auch eine Ära für den<br />

Deutschen Abbruchverband zu Ende.<br />

Ettengruber wurde feierlich mit stehenden<br />

Ovationen zum Ehrenbeirat des DA<br />

ernannt. Ein weiteres Vorstandsmitglied,<br />

Michael Pfeiffer, erklärte aus privaten<br />

Gründen ebenfalls seinen Rückzug aus<br />

dem Vorstand.<br />

Den neuen Vorstand bilden die erstmalig<br />

aufgestellten und gewählten Vorstandsmitglieder<br />

Philipp Bunde von der<br />

sat. Industrie-Abbruch GmbH und Mathias<br />

Heermann von der Heermann Abbruch<br />

GmbH sowie die wiedergewählten<br />

Vorstandsmitglieder Thomas Lück,<br />

Johannes Schlenter und Kai Wist. In einer<br />

kurzfristig anberaumten ersten Sitzung<br />

des Vorstandes wurde Dipl.-Ing. Johannes<br />

Schlenter zum neuen Vorstandsvorsitzenden<br />

gewählt.<br />

Am Abend verkündete der neue Vorstandsvorsitzende<br />

Johannes Schlenter<br />

unter großem Applaus eine weitere Ehrung<br />

für Johann Ettengruber. Nach Vorstandsbeschluss<br />

wird der größte Saal im<br />

neuen DA-Fortbildungszentrum als „Johann<br />

Ettengruber Saal‘“ benannt. So<br />

werde dem starken Einsatz von Ettengruber<br />

für die Belange der Aus- und Weiterbildung<br />

und dem Wunsch des Vorstandes<br />

nach einer lang anhaltenden und<br />

nach außen wirksamen Ehrung am besten<br />

entsprochen.<br />

www.deutscher-abbruchverband.de<br />

Neuer Vorstandsvorsitzender im DA:<br />

Dipl.-Ing. Johannes Schlenter.<br />

Foto: Deutscher Abbruchverband<br />

6 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


MENSCHEN<br />

Swecon<br />

Neuer Schwung für den Neumaschinenhandel<br />

Christian Paffen (41) ist<br />

seit Juli Bereichsleiter für<br />

den Neumaschinen handel:<br />

„Die neuen Aufgaben mit<br />

spannenden Herausforderungen<br />

und<br />

ambitionierten Zielen nehme<br />

ich gern an.“<br />

Foto: Swecon Baumaschinen GmbH<br />

Christian Paffen, bisheriger Verkaufsleiter Direktvertrieb bei<br />

der Swecon Baumaschinen GmbH, hat Anfang Juli 20<strong>22</strong><br />

die Bereichsleitung für den Neumaschinenhandel übernommen.<br />

Zeitgleich wurde er zum Mitglied der Geschäftsleitung<br />

des Unternehmens ernannt. Die Bereichsleitung Neumaschinenhandel<br />

wurde bei Swecon seit 2014 durch den Geschäftsführer<br />

in Personalunion wahrgenommen. In dieser Zeit hat der<br />

Importeur und Handelspartner für Baumaschinen der Marke<br />

Volvo Construction Equipment seine regionale Struktur der<br />

Vertriebsregionen neu aufgestellt, den Absatz und Umsatz mit<br />

Neumaschinen weiterentwickelt und die Marktposition ausgebaut.<br />

Im gleichen Zuge hat sich die internationale Zusammenarbeit<br />

innerhalb der Swecon-Gruppe spürbar intensiviert und<br />

der Partner Volvo CE hat seine Produkt- und Technologiestrategie<br />

neu ausgerichtet.<br />

Christian Paffen freut sich auf seine neuen Aufgaben: „Die<br />

größten Veränderungen, die wir vorantreiben müssen, sind aus<br />

meiner Sicht die Themen Elektromobilität und Digitalisierung.<br />

Diese Transformation, die auch Volvo mehr und mehr lebt,<br />

müssen wir als Vertriebsorganisation gemeinsam mit unseren<br />

Kunden begleiten. Ein wachsendes Portfolio von Elektromaschinen,<br />

digitale Vertriebswege oder die Vermarktung unserer Kundenplattform<br />

mySwecon sind nur einige wichtige Beispiele.“<br />

www.swecon.de<br />

Zeppelin<br />

Personelle Veränderungen in Baden-Württemberg<br />

Vertriebsdirektor Jürgen Blattmann,<br />

verantwortlich für den Wirtschaftsraum<br />

in Baden-Württemberg mit den<br />

Niederlassungen Freiburg, Böblingen<br />

und Ulm, tritt am 1. November den geplanten<br />

Vorruhestand an. Seine Aufgaben<br />

hat Mario Meier, bislang Niederlassungsleiter<br />

Böblingen, seit August als<br />

Leiter Vertriebs- und Servicezentrum<br />

Baden-Württemberg/Schwaben übernommen.<br />

Die Leitung der Niederlassung<br />

Freiburg wird Jürgen Blattmann dann ab<br />

Oktober an seinen Nachfolger, Marc Kallies,<br />

regionaler Verkaufsleiter Gebrauchtmaschinen<br />

im Vertriebs- und Servicezentrum<br />

Baden-Württemberg, übergeben.<br />

„Den personellen Wechsel nehmen wir<br />

zum Anlass, Jürgen Blattmann für sein<br />

langjähriges, erfolgreiches Engagement<br />

für unser Unternehmen als Mitglied der<br />

Geschäftsleitung und Prokurist zu danken.<br />

Wir wünschen ihm alles erdenklich<br />

Gute und viel Gesundheit für die vor ihm<br />

liegenden Jahre sowie seinen Nachfolgern<br />

Mario Meier und Marc Kallies in den<br />

neuen verantwortungsvollen Funktionen<br />

viel Erfolg“, so Fred Cordes, Vorsitzender<br />

der Geschäftsführung bei Zeppelin Baumaschinen.<br />

www.zeppelin-cat.de<br />

Mario Meier (links) ist neuer Zeppelin-<br />

Vertriebsdirektor im Wirtschaftsraum<br />

Baden-Württemberg/Schwaben.<br />

Jürgen Blattmann (oben), Zeppelin-<br />

Vertriebsdirektor im Wirtschaftsraum<br />

Baden-Württemberg/Schwaben, geht in<br />

den Ruhestand. Fotos: Zeppelin/Sabine Gassner<br />

8 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


24. - 30.10.20<strong>22</strong><br />

Halle / Stand B2.249 & zwischen<br />

den Hallen B2/B3 als Partner von SBM<br />

Neuheit: der raupenmobile Prallbrecher REMAX 600<br />

Rotordurchmesser: 1400 mm<br />

Antriebsleistung: 250 kW<br />

Abmessungen: 5,50 x 1,80 m (L x B)<br />

1-3 Deck-Nachsiebeinheit<br />

Erfahren Sie mehr auf der bauma, wir freuen uns auf Sie!<br />

Kurz Gruppe<br />

Ölgrabenstraße 9<br />

71292 Friolzheim<br />

Telefon: +49 7044 400999-0<br />

E-Mail: info@kurzgruppe.com<br />

www.kurzgruppe.com


NEWS<br />

Zahlen, bitte!<br />

Sylvie Felgueiras<br />

Freie Redakteurin<br />

sylvie.felgueiras@<br />

stein-verlaggmbh.de<br />

Energiewende verändert Deutschland<br />

Im Jahr 2021 wurden 19,7 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs<br />

aus erneuerbaren Energien gedeckt.<br />

Insgesamt wurde im Jahr eine Energiemenge von 467 Milliarden Kilowattstunden aus<br />

erneuerbaren Energieträgern gewonnen. Von dieser Energiemenge entfielen etwa 50 % auf die<br />

Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen, 43 % auf den erneuerbaren Wärmesektor<br />

und 7 % auf biogene Kraftstoffe im Verkehrsbereich.<br />

Erneuerbare Energien: Strom, Wärme und Verkehr 2021<br />

(in Mio. Tonnen)<br />

Strom<br />

Wärme<br />

Verkehr<br />

41,1 %<br />

50<br />

40<br />

30<br />

Strom<br />

1990 1995 2000 20<strong>05</strong><br />

2010 2015 2021<br />

16,5 %<br />

6,8 %<br />

20<br />

10<br />

0<br />

Wärme<br />

Verkehr<br />

Endenergieverbrauch im Verkehrssektor,<br />

2021 (Anteile in Prozent %)<br />

Stromverbrauch Verkehr<br />

12,9 %<br />

Biomethan<br />

2,5 %<br />

Bioethanol<br />

21,3 %<br />

Pflanzenöle<br />

0,<strong>05</strong> %<br />

Gesamt:<br />

39,4 Mrd.<br />

kWh<br />

Biodiesel<br />

63,3 %<br />

Der Verkehrssektor ist der<br />

Bereich mit dem geringsten<br />

energetischen Anteil.<br />

Einschließlich des Stromverbrauchs aus<br />

erneuerbaren Energien im Schienen- und<br />

Straßenverkehr belief sich der Anteil im<br />

Jahr 2021 auf 6,8 Prozent.<br />

Die gesetzlich festgelegte<br />

Treibhausgas-Minderungsquote<br />

bestimmt den Einsatz von Biokraftstoffen<br />

im Verkehr – diese wurde im Jahr 2020<br />

von 4 auf 6 % angehoben<br />

Im Jahr 2021 wurden im Verkehr 39,4 Mrd. kWh Energie aus erneuerbaren<br />

Quellen eingesetzt. Dies entspricht einem Rückgang von fast 11 %, nachdem<br />

im Vorjahr noch ein Wachstum von über <strong>22</strong> % registriert werden konnte.<br />

Quelle: Umweltbundesamt (UBA) auf Basis AGEE-Stat, 02-20<strong>22</strong><br />

10 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


NEWS<br />

Coperion & Herbold Meckesheim<br />

Gemeinsame Lösungen für das Kunststoff<strong>recycling</strong><br />

Herbold Meckesheim gehört ab sofort<br />

zur Coperion-Gruppe: Die angekündigte<br />

Übernahme des Maschinenbauunternehmens<br />

ist formell abgeschlossen.<br />

Herbold Meckesheim wird zusammen<br />

mit den Lösungen von Coperion in die<br />

neue Business Unit Recycling integriert,<br />

die Komplettlösungen für das Kunststoff<strong>recycling</strong><br />

anbieten wird.<br />

Herbold Meckesheim wird weiterhin<br />

am bestehenden Standort als eigenständige<br />

Rechtsperson agieren und den<br />

Namen behalten.<br />

Die Business Unit Recycling plant komplette,<br />

innovative Gesamtlösungen anzubieten,<br />

die die komplementären und<br />

aufeinander abgestimmten Technologien<br />

von Coperion und Herbold Meckesheim<br />

vereinen. Von der mechanischen<br />

Aufarbeitung – dem Zerkleinern, Waschen,<br />

Trennen, Trocknen und Agglomerieren<br />

von Kunststoffen – bis zur Handhabung<br />

von Schüttgut, der Dosierung<br />

und Extrusion sowie der Compoundierung<br />

und Granulierung bildet der Geschäftsbereich<br />

die komplette Prozessund<br />

somit Wertschöpfungskette ab.<br />

Das kombinierte weltweite Service-<br />

Netzwerk gestattet Installationen und<br />

Inbetriebnahmen sowie einen schnellen<br />

Service vor Ort. Außerdem stehen hochmoderne<br />

Testzentren für die Produktentwicklung<br />

sowie für Kundenversuche zur<br />

Verfügung. Bevor Interessenten eine Investition<br />

tätigen, können sie in den Technika<br />

jeden Prozessschritt einem eingehenden<br />

Test unterziehen.<br />

Ob PET oder Polyolefine, ob Film oder<br />

Rigid Plastic: Die neue Einheit wird nicht<br />

nur komplette Anlagen und Systeme von<br />

der mechanischen Aufarbeitung bis zu<br />

lösungsmittelbasiertem und chemischem<br />

Recycling anbieten. Einen wichtigen<br />

Mehrwert für die Kunden sollen<br />

Komplettlösungen für hoch automatisierte,<br />

modulare Recyclinglinien bieten,<br />

nebst Ingenieurleistungen und Service<br />

über die gesamte Betriebszeit hinweg.<br />

www.coperion.com<br />

www.herbold.com<br />

Jetzt ein Unternehmen: Werner Herbold,<br />

CEO, Herbold Meckesheim GmbH (links),<br />

und Markus Parzer, Coperion, Polymer<br />

Division President. Foto: Coperion GmbH<br />

ALLES<br />

ÜBERDACHT<br />

• Robust<br />

• Preiswert<br />

• Ohne Fundament<br />

Tel. : 0173 6203 130<br />

www.shelterall.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 11


IFAT-RÜCKBLICK<br />

Staffelstab-Übergabe auf dem VDMA-Stand zum Kunststoff<strong>recycling</strong> (von links nach rechts):<br />

Michael Ludden (Vorsitzender VDMA Abfall- und Recyclingtechnik und geschäftsführender<br />

Gesellschafter der LM Group), Nadine Despineux (Geschäftsführerin KraussMaffei Technologies)<br />

und Thorsten Kühmann (Geschäftsführer VDMA Kunststoff- und Gummimaschinen). Foto: VDMA<br />

IFAT<br />

Mit 2.984 Ausstellern aus 59<br />

Ländern und rund 119.000 Besuchern<br />

aus 155 Ländern dürfte<br />

die IFAT Munich wohl fast<br />

alle Erwartungen erfüllt haben.<br />

Für die Messe München haben<br />

allein diese Zahlen „die Messe<br />

als wichtigste Plattform für<br />

Umwelttechnologien bestätigt“.<br />

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit<br />

soll unser kleiner<br />

Rückblick zeigen, dass für viele<br />

Aussteller neben der Präsentation<br />

ihrer Produkte vor allem der<br />

persönliche Kontakt mit ihren<br />

Kunden mit im Mittelpunkt gestanden<br />

hat.<br />

einen Großteil des Freigeländes der<br />

Messe München, insgesamt 260.000<br />

Quadratmeter. 2.984 Aussteller reisten<br />

aus 59 Ländern und Regionen (2018:<br />

3.3<strong>05</strong>/58) und rund 119.000 Besucher<br />

aus 155 Ländern und Regionen (2018:<br />

142.472/162) an. Die Hälfte der Aussteller<br />

und Besucher kam aus dem Ausland.<br />

Im Vergleich zur Vorveranstaltung fehlte<br />

vor allem die starke Beteiligung aus<br />

China und Russland. Eine Start-up-Area<br />

versammelte 49 Start-ups aus 16 Nationen.<br />

15 internationale Gemeinschaftsstände<br />

aus Europa sowie Japan, Kanada,<br />

Südkorea und den USA stellten aus.<br />

Kreislaufwirtschaft im Fokus<br />

Ob Kunststoffe, Biomasse, Schrott oder<br />

Wasser – geschlossene Kreisläufe und<br />

IFAT-RÜCKBLICK<br />

12 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 4/20<strong>22</strong> <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 4/20<strong>22</strong> 13<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> ON TOUR<br />

GBH<br />

Wenn über Kreislaufwirtschaft,<br />

Nachhaltigkeit und CO 2 -<br />

Einsparung gesprochen wird,<br />

darf Asphalt<strong>recycling</strong> keinesfalls<br />

fehlen: Stimmt die Prozesskette<br />

vom Ausbauasphalt bis hin zur<br />

Asphaltmischanlage, dann ist<br />

Asphalt<strong>recycling</strong> kaum zu<br />

schlagen. Die bayerische GBH<br />

zeigt mit ihrer mobilen<br />

Aufbereitungstechnologie, dass<br />

und wie es funktioniert.<br />

geht es mit großer Sicherheit um Recycling,<br />

Kreislaufwirtschaft und CO -Einspa-<br />

2<br />

rung. „Kaum ein Baustoffprodukt eignet<br />

sich so gut zur Wiederverwertung wie<br />

Asphalt oder genauer gesagt Ausbauasphalt“,<br />

so erklärt es uns Rico Willkommen,<br />

staatlich geprüfter Umwelttechniker<br />

und Bereichsleiter für Maschinen-<br />

und Anlagentechnik bei der GBH. GBH<br />

ist das Kürzel der in Hofolding südlich<br />

von München ansässigen Gesellschaft für<br />

Baustoff-Aufbereitung und Handel mbH,<br />

die sich schwerpunktmäßig mit der Aufbereitung<br />

von Baustoffen aller Art und<br />

der umweltgerechten Verwertung von<br />

belasteten mineralischen Reststoffen beschäftigt.<br />

Zum Thema Asphalt<strong>recycling</strong><br />

haben wir uns im Asphaltmischwerk<br />

München-Allach der Bayerischen Asphaltmischwerke<br />

GmbH & Co. KG, kurz<br />

100-prozentige<br />

bam, verabredet. Die GBH ist eine<br />

damit die Kreislaufwirtschaft standen sicherlich<br />

im Fokus des Interesses. Bundesumweltministerin<br />

Steffi Lemke erklärte<br />

bei der Eröffnung: „Eine funktionierende<br />

Kreislaufwirtschaft spart Primärressourcen,<br />

reduziert Abhängigkeiten und trägt<br />

maßgeblich zum Klima- und Artenschutz<br />

bei. Ich will mit meiner Politik dazu beitragen,<br />

die Kreislaufwirtschaft in allen<br />

Phasen ihres Zyklus zu stärken und den<br />

Umweltschutz zu einem interessanten<br />

Geschäftsmodell zu machen.“<br />

Allein vier Sonderflächen widmeten<br />

sich der Kreislaufwirtschaft, beispielsweise<br />

bei Kunststoffen und Baustoffen. Bleiben<br />

wir kurz beim Kunststoff<strong>recycling</strong>:<br />

Die VDMA-Fachverbände Abfall- und<br />

Recyclingtechnik und Kunststoff- und<br />

Gummimaschinen präsentierten mit der<br />

Installation „Die Maschine“ die Lösungswege<br />

des Maschinenbaus zum Sortieren,<br />

Recycling und zum Wiedereinsatz von<br />

Kunststoffen. Zur IFAT wurden die Prozessschritte<br />

vom Öffnen der Gebinde bis<br />

Tochter der bam, und in<br />

seiner Funktion als Bereichsleiter Maschinen-<br />

und Anlagentechnik ist Rico Willkommen<br />

für den Einsatz der mobilen<br />

Brecher- und Siebtechnik zuständig.<br />

Dann geht es nämlich um die Aufbereitung<br />

des Ausbauasphaltes, der bei den<br />

Mischwerken wieder in der Produktion<br />

von Asphaltmischgut eingesetzt wird.<br />

Mehr als 30 Jahre Erfahrung – und<br />

das macht sich bezahlt<br />

Die GBH wurde 1989 in Nürnberg gegründet,<br />

bereits 1990 wurden für die<br />

bam rund 700.000 Tonnen Ausbauasphalt<br />

aufbereitet. Der Umzug in die<br />

Hauptverwaltung Hofolding erfolgte<br />

1997, inzwischen beschäftigte sich das<br />

Unternehmen auch mit der Aufbereitung<br />

von Gleisschotter und teerhaltigem Straßenaufbruch.<br />

Seit dem Verbot von Teer<br />

als Bindemittel 1984 bietet die GBH eine<br />

Kiesel<br />

Fuchs-Allrounder bei der Westerwälder Holzpellets GmbH<br />

werden zu CO -neutralen Holzpellets<br />

2<br />

verarbeitet. Bereits im Jahr 2001 wurde<br />

die Firma Westerwälder Holzpellets<br />

GmbH gegründet und die erste großtechnische<br />

Holzpelletproduktion in<br />

Deutschland in Betrieb genommen. Dort<br />

werden aktuell bis zu 50.000 Tonnen<br />

Pellets pro Jahr produziert. Durch das<br />

Errichten des Sägewerkes, genannt SEO-<br />

Anlage („Stofflich-energetischeoptimierungsanlage“)<br />

in den Jahren 2015 bis<br />

2017 werden nicht sägefähige Rundhölzer<br />

teilweise zur Herstellung von Verpackungsholz<br />

verwertet. Nach dem Einschnitt<br />

wird das Holz über die Sortieranlage<br />

geführt. Scanner und geschulte<br />

Mitarbeiter sorgen dabei stets für die<br />

effiziente Auslastung der hochmodernen<br />

Sägelinie. Das Holz kann flexibel in Standardabmessungen<br />

oder nach individuellem<br />

Kundenwunsch auf Maß gesägt<br />

werden. Trotz des hohen Automatisierungsgrads<br />

arbeiten mehrere Mitarbeiter<br />

an der hochkomplexen Linie, steuern die<br />

Produktion und die Qualitätskontrolle.<br />

hochmoderne<br />

Am Ende der Fertigungslinie leisten zwei<br />

Der kleine Heckradius von 2,6 Metern, gepaart mit<br />

dem geringen Oberwagen-Schwenkdurchmesser<br />

ermöglicht optimale Arbeitsverhältnisse auch bei<br />

geringer Gassenbreite. Foto: Kiesel GmbH<br />

zur Extrusion gezeigt. Zur K-Messe wird<br />

dieser Prozessstrang aufgegriffen und die<br />

Weiterverarbeitung des Granulats dargestellt.<br />

Dazu gab es eine symbolische<br />

Staffelstab-Übergabe, gut gelungen und<br />

von einem bemerkenswerten Satz umrahmt:<br />

„Kunststoff ist nicht per se das<br />

Problem, sondern der Umgang damit!“<br />

Dass die geschickte Nutzung von Ressourcen<br />

auch beim Materialumschlag<br />

keinesfalls vernachlässigt wird, braucht<br />

an dieser Stelle nicht betont zu werden.<br />

Elektrifizierung und noch sparsamere<br />

energetische Nutzung sind nur zwei<br />

Stichworte, die viele neue Entwicklungen<br />

kennzeichnen. Kiesel bewies auf seinem<br />

Stand, wie mit kundenspezifischen Anbaugeräten<br />

ein „normaler“ Bagger plötzlich<br />

zu einem „Individuum“ wird, das<br />

genau auf „seine“ Kunden und deren<br />

Anforderungen zugeschnitten ist. Knowhow<br />

und Erfahrung zeigen Lösungswege<br />

auf, die nicht nur dem Kunden zugutekommen,<br />

sondern ebenso energiesparend<br />

und damit zukunftsweisend sind.<br />

Warum wegwerfen oder verschrotten?<br />

Auch dazu wurden Lösungswege angeboten.<br />

Das polnische Unternehmen<br />

Impex kauft gebrauchte Müllbehälter<br />

und Müllfahrzeuge auf, nach dem Motto:<br />

„Recycling ist gut, aber Produkten ein<br />

zweites Leben zu geben – besser“.<br />

Stichwort Lösungen und Lösungswege:<br />

Dies kommt immer häufiger vor, um<br />

den Kunden in fast allen Branchen eine<br />

umfassende Beratung anzubieten, damit<br />

ihre Aufgabenstellungen besser zu verstehen<br />

und „ganzheitlich“ einen Lösungsweg<br />

anzubieten. Dies wurde gerade<br />

bei verschiedenen Verfahrenstechniken<br />

sehr deutlich.<br />

Europress Umwelttechnik:<br />

Flexibler Alleskönner mit<br />

Kreuzbindung<br />

Die Europress Umwelttechnik GmbH<br />

zieht eine positive Bilanz aus ihrer Messeteilnahme<br />

an der IFAT 20<strong>22</strong> in München.<br />

„Wir danken allen Gästen, die uns<br />

an unserem Stand besucht haben. Die<br />

Messe war nicht nur eine wunderbare<br />

Gelegenheit, unsere Maschinen und Serviceleistungen<br />

vorzustellen und Neuheiten<br />

zu präsentieren, sondern vor allem<br />

das persönliche Gespräch und der Wissensaustausch<br />

ist immer wieder eine<br />

Sorgfältige und getrennte Annahme<br />

der verschiedenen Ausbauasphalte<br />

sind wichtige Grundlagen der<br />

hochwertigen Aufbereitung.<br />

komplette Verwertungs- und Entsorgungslinie<br />

für teerhaltigen Straßenaufbruch<br />

an, „eine schon ganz spezielle<br />

Nische, in der wir sehr viel Erfahrung<br />

vorweisen können, wie auch natürlich bei<br />

der Aufbereitung von Ausbauasphalt,<br />

und das seit mehr als 30 Jahren“, wie Rico<br />

Willkommen stolz betont.<br />

Im Jahr 2018 wurde Dipl.-Ing. (FH)<br />

Thomas Zorn zum Geschäftsführer bestellt<br />

und er hat sich inzwischen unserem<br />

Rundgang über das sehr saubere und<br />

geordnete Gelände in München-Allach<br />

angeschlossen. Aufbereitet wird der Ausbauasphalt<br />

mit einem schon etwas älteren,<br />

aber immer noch technisch einwandfreien<br />

und scheckheftgepflegten<br />

O&K-Brecher sowie einer modernen<br />

Powerscreen-Siebanlage mit einer Gesamtsiebfläche<br />

von knapp 20 m 2 . Beschickt<br />

werden beide Anlagen von einem<br />

980M-Caterpillar-Radlader. „Und genau<br />

diese Aufbereitung ist ein immens wichtiger<br />

Aspekt in der gesamten Prozesskette,<br />

damit der Ausbauasphalt als hochwertiges<br />

Asphaltgranulat wieder in das neue<br />

Mischgut entsprechend miteinfließen<br />

Roboter wertvolle Dienste<br />

bei der Verpackung und Palettierung der<br />

Endprodukte. So werden durch das Zusammenspiel<br />

Mensch & Technik höchste<br />

Anforderungen an Qualität und Effizienz<br />

erfüllt.<br />

Durch die Vielzahl der Verwendungsmöglichkeiten<br />

ist die neue Fuchs MHL434<br />

zum Allrounder im Hause Westerwälder<br />

Holzpellets GmbH geworden: Sie wird im<br />

Zweischichtbetrieb an 5 Tagen in der<br />

Woche eingesetzt. Neben verschiedenen<br />

Einsatzaufgaben wie Boxen leeren, poltern<br />

und Sägewerk beschicken, unterstützt<br />

sie auch bei der Entladung der<br />

Lkws und bei der Beschickung der Sortieranlage.<br />

„Die hervorragende Rundumsicht<br />

der MHL434 durch den hinten angelenkten<br />

Ausleger erhöht die Arbeitssicherheit<br />

auf dem Rundholzplatz gravierend.<br />

Die Leistung der Maschine ist beeindruckend“,<br />

so Betriebsleiter Joachim<br />

Kessler.<br />

Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in<br />

HS-Schoch & ZFE<br />

Tiefeninduktion: Nachhaltige und bessere Qualität<br />

it dem seit Ende 2021 bei der ZFE<br />

GmbH in Achern, einem Unternehmen<br />

der HS-Schoch-Gruppe, eingeführten<br />

Tiefeninduktionsgerät VauQuadrat V4<br />

lassen sich zwei wesentliche Ziele der Induktionstechnologie<br />

umsetzen: Große<br />

Entstehungswirktiefe und zugleich kleine<br />

Gefahrenbereiche. Ein Einsatzbeispiel ist<br />

das thermische Richten von Schweißverzug.<br />

Dass ein Werkstück nach dem<br />

Schweißen nicht mehr gerade ist, sondern<br />

sich durch entstehende Schrumpfungen<br />

verzieht, ist bekannt. Zwar lässt sich dies<br />

mit der Presse oder dem Richtautomat<br />

kalt wieder richten, aber es bringt nicht<br />

den gewünschten Erfolg: Hohe Eigenspannungen<br />

im Bauteil können tatsächlich<br />

dazu führen, dass der Verzug „wiederkommt“.<br />

Mithilfe des „Flammrichtens“<br />

wird das Werkstück mit dem Autogenbrenner<br />

an einer Stelle zum Glühen<br />

gebracht und die nötige thermische Ausdehnung<br />

verhindert. Dadurch verformt<br />

tung.<br />

sich das Bauteil in die gewünschte Rich-<br />

Auf ihrem Messestand präsentierte Europress Umwelttechnik eine EP 120 V5 H3,<br />

den „Alleskönner mit Kreuzabbindung“. Foto: Europress Umwelttechnik GmbH<br />

Bereicherung und hat uns große Freude<br />

bereitet!“<br />

Auf ihrem Messestand präsentierte Europress<br />

Umwelttechnik eine EP 120 V5<br />

H3, den „Alleskönner mit Kreuzabbindung“,<br />

wie das Unternehmen seine Maschine<br />

selbst nennt, die mit einer Presskraft<br />

von 120 Tonnen und einem Ballenformat<br />

von 750 x 1.000 mm verschiedene<br />

Ausstattungsmerkmale aufweist. Die<br />

Einfüllöffnung umfasst 1.000 x 2.000<br />

mm in der Standardausführung oder<br />

1.500 x 2.000 mm mit Vorpressklappen.<br />

Die Kreuzabbindung erfolgt 5-fach vertikal<br />

und 3-fach horizontal, weitere Merkmale<br />

sind der Antrieb 2 x 55 kW, ein 15<br />

kW starkes Zusatzhydraulikaggregat,<br />

Kolben-, Boden- und Seitenschieber zum<br />

Verschließen der Nadelschlitze, der Kompaktentstauber<br />

sowie der Dichtsatz für<br />

staubfreien Betrieb. Auf den Freiflächen<br />

Die Lagerung des Fertigproduktes<br />

erfolgt in einer überdachten Halle.<br />

Materialumschlag & Transport<br />

dieser Maschinenklasse ist der originale<br />

Fuchs Timber Boom. Durch die Anordnung<br />

des Auslegers hinter der Drehmitte<br />

bietet die MHL434 beste Sichtverhältnisse,<br />

wodurch sich die Arbeitssicherheit auf<br />

dem Rundholzplatz erhöht. Dieses Konzept<br />

ermöglicht zudem eine größere Polterhöhe<br />

und somit eine bessere Ausnutzung<br />

der vorhandenen Holzlagerfläche.<br />

Die reichhaltige Serienausstattung, die<br />

u. a. das Holzschutzgitter, die Fahrerkabine<br />

mit 4 m Sichthöhe, 8 LED-Arbeitsscheinwerfer,<br />

die Hubzylinderdämpfung,<br />

eine kabellose Reifendrucküberwachung,<br />

Batterie- Fremdstartpole, eine erweiterte<br />

Leerlaufautomatik und die Umkehrlüfter<br />

für die separat angeordneten Motor- und<br />

Hydraulikölkühler beinhaltet, wurde speziell<br />

für die Anforderungen im Holzumschlag<br />

zusammengestellt. „Die großen<br />

Front-, Heck- und Seitenscheiben sowie<br />

die klasse Sicht nach rechts, dank des<br />

hinten angelenkten Auslegers, ermöglichen<br />

mir, alle Prozesse um mich herum<br />

bestens im Blick zu haben. Zudem mag<br />

ich die kraftvolle, aber dennoch feinfühlige<br />

Arbeit mit der MHL434. Trotz des<br />

großen Arbeitspensums habe ich bei<br />

über 70 Prozent meiner täglichen Aufgaben<br />

den ECO-Mode bei unserer MHL434<br />

<strong>aktiv</strong>iert. Dadurch spare ich bis zu 30<br />

Prozent Kraftstoff“, fasst Sebastian Klein,<br />

Fahrer bei Westerwälder Holzpellets<br />

GmbH, zusammen.<br />

www.kiesel.net<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 4/20<strong>22</strong> 21<br />

Kiesel präsentierte<br />

kundenspezifische Lösungen,<br />

auch im Bereich der elektrischen<br />

Antriebe. Foto: Kiesel<br />

waren eine mobile 60-Tonnen-Presse mit<br />

Hakenaufnahme und Drahtabbindung<br />

für flexible Aufstellorte sowie eine trailermobile<br />

90-Tonnen-Presse mit Garnabbindung<br />

für den autarken Betrieb ausgestellt.<br />

Beide Maschinen eignen sich standardmäßig<br />

für die Verpressung fast aller<br />

gängigen Materialien.<br />

Lindner: Die mobile Schredder-<br />

Generation Urraco 4000<br />

Die neue mobile Schredder-Serie Urraco<br />

4000 mit ihrer Wellenlänge von 2.000<br />

mm positioniert sich zwischen den beiden<br />

seit Jahren etablierten Schreddern<br />

Urraco 75 und Urraco 95. Neben den<br />

vielseitigen Mobilitätsausführungen –<br />

Grundrahmen, Kettenfahrwerk oder Sattelauflieger<br />

– zählen der auf Wunsch<br />

verfügbare energieeffiziente E-Antrieb<br />

Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Brech- und Siebanlage sind genau<br />

auf die notwendigen Qualitäten des<br />

Asphaltgranulates eingestellt.<br />

Saubere Endkörnungen,<br />

die überzeugen.<br />

52 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 4/20<strong>22</strong> <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 4/20<strong>22</strong> 53<br />

Materialumschlag & Transport<br />

Volvo<br />

Neue Möglichkeiten beim Holzumschlag<br />

olvo CE hat seinen Radlader L180H<br />

High-Lift komplett überarbeitet und<br />

präsentiert ihn nun unter der neuen Markenbezeichnung<br />

L200H High-Lift. Zu<br />

den wichtigsten Verbesserungen gehört<br />

die Möglichkeit, bis zu 13 Prozent größere<br />

Greifer zu verwenden, wofür die um<br />

27 Prozent höhere Hubkapazität sorgt.<br />

In Verbindung mit einer stärkeren Basiseinheit<br />

bedeutet dies, dass der L200H<br />

High-Lift mehr Kubikmeter Holz pro<br />

Stunde umschlagen kann, was wiederum<br />

die Produktivität steigert und die Betriebskosten<br />

senkt. Die neue Ladeeinheit<br />

verfügt über ein verstärktes Hubarmsystem,<br />

einen Querträger und eine neue<br />

Rotatoreinheit. Mit der zusätzlichen<br />

Power erhöht sich die maximale Hubkapazität<br />

von 8,8 Tonnen beim L180H<br />

High-Lift beim neuen Modell auf 11,2<br />

Tonnen. Die Greifergrößen sind ebenfalls<br />

gewachsen, der größte von 3,8 m² beim<br />

Vorgängermodell auf 4,3 m² beim L200H<br />

High-Lift. Die Greifer sind in verschiedenen<br />

Größen und Formen erhältlich, um<br />

den Anforderungen jedes Einsatzes gerecht<br />

zu werden. Um die Stabilität des<br />

Radladers zu gewährleisten, sind serienmäßig<br />

größere Niederquerschnittsreifen<br />

Mit<br />

des Typs 875/65 R29 L4 montiert.<br />

24 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 4/20<strong>22</strong><br />

Die Nachteile: Die Autogenflamme<br />

macht Krach, blendet und die Verbrennung<br />

erzeugt einen unerfreulichen Abgasmix<br />

einschließlich Feinstaub. Außerdem<br />

bringt die Flamme die Wärme nur an der<br />

Oberfläche ein und die nötige Wirktiefe<br />

muss durch hohe Oberflächentemperaturen<br />

und lange Einwirkzeiten erreicht werden.<br />

Dabei wird sehr viel Energie gebraucht<br />

– und die ganze Wärme muss<br />

auch erst wieder aus dem Bauteil heraus<br />

abkühlen, bevor man weiß, ob der Richtvorgang<br />

erfolgreich war.<br />

Als Alternative bietet sich die Tiefeninduktion<br />

an. Der Vorteil im Vergleich zum<br />

Flammrichten ist das punktuelle Erhitzen.<br />

So können bei Anbaugeräten auch empfindliche<br />

Teile, welche durch die Flamme<br />

vorher beschädigt wurden, im eingebauten<br />

Zustand verbleiben und müssen nicht<br />

abgebaut werden. Auch Stoßbelastungen<br />

und dadurch entstehende Rissbildungen,<br />

gerade bei Löffeln, durch unzureichende<br />

Vorwärmung werden vermieden. Die<br />

der Möglichkeit, Stämme bis zu<br />

6,50 Meter hoch zu stapeln – 60 Prozent<br />

höher als ein herkömmlicher Radlader –<br />

nutzt der Volvo-High-Lift die Lagerkapazität<br />

des Holzplatzes optimal aus. Der<br />

Greifer kann Baumstämme bis 6,00 m<br />

um 360 Grad drehen und mit der integrierten<br />

Kippfunktion kann er jeden<br />

Stamm auf dem Stapel leicht erreichen.<br />

Auf einem Lagerplatz, auf dem die Bremsen<br />

stark beansprucht werden, muss die<br />

Bremsleistung erstklassig sein. Um einen<br />

Temperaturanstieg zu verhindern, verfügt<br />

der L200H High-Lift über ein externes<br />

Achsölkühlsystem, das die Temperatur<br />

der Achsen senkt, was wiederum<br />

deren Lebensdauer und die der Bremsen<br />

erhöht. Darüber hinaus verfügt er über<br />

einen Ölfilter, der das Achsöl länger sauber<br />

hält und das Ölwechselintervall auf<br />

4.000 Stunden oder 18 Monate verlängert.<br />

Bewährte Technologien wie OptiShift,<br />

das die Reverse-By-Braking-Funktion<br />

(RBB) und den Drehmomentwandler<br />

mit Wandlerüberbrückung beinhaltet,<br />

unterstützen die Kraftstoffeffizienz zusätzlich.<br />

Der L200H High-Lift ist die erste High-<br />

Lift-Variante, die mit dem Assistenzsystem<br />

Load Assist kompatibel ist. Die App<br />

Biomasse, Kompost, Holz<br />

Kunden profitieren somit nicht nur von<br />

besserer Qualität, sondern auch von einer<br />

schnelleren Abwicklung der Reparatur<br />

ihres Anbaugerätes. Ein weiterer Vorteil ist<br />

zudem, dass Bauteile weiterhin genutzt<br />

werden können, die vorher nicht mehr<br />

verwendet werden konnten.<br />

Neben der Zeitersparnis ist auch der auf<br />

ein Zehntel zusammengeschrumpfte<br />

Energiebedarf festzuhalten. Dies betrifft<br />

die CO 2 -Ersparnis, den Energiekostenvorteil,<br />

die Arbeitszeitersparnis, die leichtere<br />

Erlernbarkeit des Verfahrens im Vergleich<br />

zum Flammrichten oder die Qualitätsverbesserung<br />

durch geringere Oberflächentemperatur.<br />

www.hs-schoch.de<br />

Nicht nur auf Holzlagerplätzen im<br />

Einsatz: der neue Volvo L200H High-Lift.<br />

Foto: Volvo<br />

„On-Board Weighing“ bietet Echtzeiteinblicke<br />

in die Nutzlast des Greifers, um<br />

Über- und Unterladung, Neuverwiegung<br />

und Wartezeiten zu vermeiden. Die App<br />

„Operator Coaching Advanced“ liefert<br />

dem Fahrer Informationen und Anleitungen<br />

in Echtzeit und hilft ihm dabei, so zu<br />

arbeiten, dass optimale Produktivität und<br />

Kraftstoffeffizienz erreicht werden und<br />

der Verschleiß der Maschine verringert<br />

wird. Zum Angebot von Load Assist gehört<br />

auch das Reifendrucküberwachungssystem,<br />

mit dem sich Druck und<br />

Temperatur von luft- und wassergefüllten<br />

Reifen bequem von der Kabine aus<br />

überprüfen lassen. Wie sein Vorgängermodell<br />

ist auch der L200H High-Lift<br />

leicht zu bedienen. Seine Volvo-Kabine<br />

lässt sich entweder um 30 oder um 70<br />

Grad neigen. In Kombination mit einer<br />

elektronisch betätigten Motorhaube ist<br />

der Zugang für Arbeiten an der Maschine<br />

sehr einfach. Schnellwechselanschlüsse<br />

machen den Wechsel von Hydraulik-,<br />

Getriebe-, Motor- und Vorderachsöl<br />

schnell und einfach und helfen, Verschüttungen<br />

und Verunreinigungen zu vermeiden.<br />

www.volvoce.de<br />

Das Tiefeninduktionsgerät<br />

VauQuadrat V4<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 4/20<strong>22</strong> 51<br />

der ZFE GmbH.<br />

Foto: HS­Schoch<br />

NEWS<br />

Auf allen Kanälen gut unterwegs<br />

Von der Online-Offensive des Stein-Verlages profitieren auch<br />

die digitalen Zeitschriftenausgaben. Gerade die Nutzerfreundlichkeit<br />

ist dabei ein äußerst wichtiger Punkt. Deutlich<br />

häufiger als ursprünglich erwartet, werden die aktuellen Ausgaben<br />

angeklickt oder das Archiv nach interessierenden Themen<br />

durchforstet. Dafür ein herzliches Dankeschön an unsere Online-<br />

Leser!<br />

Während über die klassischen Print-Ausgaben jedoch nur<br />

schwierig zu ermitteln ist, welche Beiträge besonders intensiven<br />

Zuspruch finden, ist das im Online-Fall über Aufrufzahlen und<br />

Verweildauer eine recht einfache Geschichte. In unserer regelmäßigen<br />

Ranking-Tabelle finden Sie die fünf jeweils meistgeklickten<br />

– und gemäß Verweildauer auch tatsächlich gelesenen<br />

– Beiträge. Ganz crossmedial gibt es zusätzlich zur Information<br />

auch noch den passenden QR-Code zum Beitrag. Viel Spaß beim<br />

Lesen – und damit auch beim Bewerten!<br />

Top 5 Online<br />

Die Top-5-Beiträge in der Gunst unserer Online-Leser in der <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 4/20<strong>22</strong> (Stand: 29.09.20<strong>22</strong>)<br />

1 KIESEL<br />

Fuchs-Allrounder bei der Westerwälder Holzpellets GmbH<br />

der Verarbeitung von Holz gibt es<br />

Bkeinen Abfall: Rinde und Holzabfallstücke<br />

werden für die Produktion von<br />

Strom und Wärme genutzt. Sägespäne<br />

2<br />

HS-SCHOCH & ZFE<br />

Tiefeninduktion: Nachhaltige und bessere Qualität<br />

M<br />

3 IFAT-RÜCKBLICK<br />

Kreislaufwirtschaft: Klima- und Ressourcenschutz<br />

Kreislaufwirtschaft:<br />

Klima- und Ressourcenschutz<br />

ielleicht zunächst die wichtigsten<br />

VKennzahlen zur Messe, wie sie die<br />

Messegesellschaft veröffentlicht hat: Die<br />

IFAT Munich belegte alle 18 Hallen und<br />

4 GBH<br />

Asphalt<strong>recycling</strong> – Kreislaufwirtschaft par excellence<br />

Asphalt<strong>recycling</strong> –<br />

Kreislaufwirtschaft par<br />

excellence<br />

as nächste Mal, wenn wir wieder im<br />

DStau aufgrund von Straßenarbeiten<br />

stehen, sollten wir uns vielleicht weniger<br />

ärgern: Wird Asphalt abgefräst, dann<br />

5 VOLVO<br />

Neue Möglichkeiten beim Holzumschlag<br />

V<br />

12 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


SHREDDER<br />

FAMILY<br />

Lindemann ZM<br />

Vor- und Post-Shredder<br />

Lindemann ZZ<br />

Haupt-Shredder<br />

Lindemann ZB<br />

Spänebrecher<br />

Lindemann EtaRip<br />

Vor-Shredder<br />

Im Jahr 1967 lieferte Lindemann den ersten Shredder für eine Anlage in England aus. Heute sind mehr als 700 Shredder<br />

weltweit im Einsatz. Lindemann’s Shredder-Expertise ist legendär. Sie garantiert ein einzigartiges Maschinen- sowie<br />

Systemkonzept in top Qualität. Individuell auf die Bedürfnisse jedes Kunden angepasst. Nach technisch neuestem Standard<br />

entwickelt. Energie effizient, langlebig und gleichzeitig wenig wartungsintensiv.<br />

Genau das, was Sie suchen? Dann rufen Sie uns gerne an: 0211 21<strong>05</strong> 0<br />

oder schreiben Sie uns an: info@lindemann-metal<strong>recycling</strong>.com<br />

Besuchen Sie uns:<br />

BDSV-Jahrestagung<br />

<strong>05</strong>. – 07. Oktober 20<strong>22</strong><br />

Darmstadt<br />

BIR World Recycling Convention<br />

17. – 18. Oktober 20<strong>22</strong><br />

Dubai<br />

Vakbeurs Recycling<br />

15. – 17. November 20<strong>22</strong><br />

Gorinchem | Niederlande


NEWS<br />

Doppstadt<br />

Fortsetzung der Wachstumsstrategie mit starkem Partner<br />

Die Marke Doppstadt, die unter dem<br />

Dach der LIG eine der wesentlichen<br />

Beteiligungen von Ferdinand<br />

Doppstadt ist, sieht sich in ihrer Wachstumsstrategie,<br />

gerade in der jetzigen<br />

Situation, bestätigt: Rohstoffmangel<br />

und Energieknappheit, Klimawandel<br />

sowie steigende Preise bieten Potenziale,<br />

die die Beschleunigung des organischen<br />

Wachstums und die Teilnahme<br />

an der Konsolidierung des Marktes<br />

ermöglichen.<br />

Daher geht Doppstadt eine gleichberechtigte<br />

Partnerschaft mit dem finanzstarken,<br />

privaten Investor Custos<br />

Vermögensverwaltungs GmbH ein. Die<br />

Partnerschaft erlaubt es, genau diese<br />

Wachstumsstrategie schneller und konsequent<br />

umzusetzen und somit die<br />

Marke Doppstadt langfristig zu stärken.<br />

Beide Partner sind zu 50 Prozent<br />

am Unternehmen beteiligt.<br />

„Mit dem ausgewählten Partner fiel<br />

meine Entscheidung nicht auf das wirtschaftlich<br />

attr<strong>aktiv</strong>ste Angebot, sondern<br />

auf den Partner mit den größten<br />

unternehmerischen Überschneidungen“,<br />

so Ferdinand Doppstadt. Zudem<br />

sei die Custos Vermögensverwaltungs<br />

GmbH ein familiär geführtes Unternehmen,<br />

das sich mit einer langfristigen,<br />

eher konservativ ausgerichteten<br />

Wachstumsstrategie, wie Doppstadt<br />

sie verfolgt, identifiziert.<br />

Hinter der Unternehmensgruppe mit<br />

Sitz in Graz steht das Ehepaar Leitner.<br />

Dr. Wolfgang Leitner hat jahrzehntelange<br />

Erfahrung in der strategischen<br />

Unternehmensführung und -entwicklung.<br />

Der promovierte Chemiker und<br />

Manager zählt zu den erfolgreichsten<br />

Unternehmern Österreichs. Mit der<br />

von ihm und seiner Frau Dr. Cattina<br />

Leitner geführten Custos Vermögensverwaltungs<br />

GmbH wird die Doppstadt-Gruppe<br />

ihr strategisches Wachstum<br />

in den nächsten Jahren vorantreiben.<br />

www.doppstadt.de<br />

Fortum Deutschland SE<br />

Fortum startet Batterie<strong>recycling</strong> in Deutschland<br />

Fortum, ein führendes europäisches<br />

Energieunternehmen mit finnischen<br />

Wurzeln und Vorreiter bei Recyclingtechnologie<br />

für Batterien, hat in Deutschland<br />

die Fortum Batterie Recycling GmbH gegründet,<br />

um, so das Unternehmen, „ein<br />

sicheres und nachhaltiges Recycling von<br />

Elektrofahrzeug-Batterien in Mitteleuropa<br />

aufzubauen“.<br />

Der Markteintritt ist ein zentraler<br />

Schritt in Fortums Bestreben, Europas<br />

führender Recycler von Batterien und<br />

Batteriematerialien für Elektrofahrzeuge<br />

zu werden. Mit dem in Deutschland neu<br />

gegründeten Unternehmen begegnet<br />

Fortum der steigenden Nachfrage der<br />

europäischen Automobil- und Batterieindustrie<br />

nach Batterierohstoffen. Das neue<br />

Zentrum, das Lithium-Ionen-Batterien<br />

nach dem Ende ihres Lebenszyklus sowie<br />

Abfälle aus der Batterieherstellung recyclen<br />

soll, wird voraussichtlich zum Ende<br />

des Jahres 20<strong>22</strong> seinen Betrieb im Industriecluster<br />

in Kirchardt, Baden-Württemberg,<br />

aufnehmen. Die gewonnene<br />

schwarze Masse der Batterien wird in der<br />

hydrometallurgischen Recyclinganlage<br />

von Fortum im finnischen Harjavalta aufbereitet,<br />

von wo aus sie wieder in die<br />

europäische Wertschöpfungskette für<br />

Batterien eingespeist werden kann. Mit<br />

dem in Deutschland ansässigen Batterie<strong>recycling</strong>betrieb<br />

will Fortum dazu beitragen,<br />

die Rohstofflücke zu schließen, mit<br />

der die Automobilindustrie konfrontiert<br />

ist, und die durch die bevorstehende EUweite<br />

Batterieverordnung noch mehr in<br />

den Fokus rückt. So sollen durch die CO 2<br />

-<br />

arme Komplettlösung zum Batterie<strong>recycling</strong><br />

über 80 Prozent der Batterie recycelt<br />

und 95 Prozent der wertvollen Metalle,<br />

die in der schwarzen Masse der<br />

Batterie enthalten sind, wieder in den<br />

Kreislauf zurückgeführt werden.<br />

Fortums hydrometallurgisches Batterie<strong>recycling</strong>verfahren<br />

hat IPCEI-Zuschüsse<br />

(Important Project of Common European<br />

Interest) von Business Finland in<br />

Verbindung mit dem europäischen Batterie-Innovationsprojekt<br />

der EU-Kommission<br />

erhalten, was die strategische Bedeutung<br />

der von Fortum durchgeführten<br />

Entwicklungsarbeit beim Recycling von<br />

EV-Batterien unterstreicht. Die im Bau<br />

befindliche Recyclinganlage in Harjavalta<br />

ist eine bedeutende Investition in nachhaltige<br />

Lösungen für die Zukunft. Die<br />

neue hydrometallurgische Anlage zum<br />

Recycling von Batteriematerial wird 2023<br />

in Betrieb gehen und eine erhebliche<br />

Steigerung der Verarbeitungs- und Recyclingkapazität<br />

von Fortum ermöglichen.<br />

Derzeit wird die Anlage von Fortum als<br />

Pilotanlage im industriellen Maßstab betrieben.<br />

www.fortum.com<br />

14 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


KOMPETENZ. MASCHINEN. LÖSUNGEN.<br />

NASS- & MODULARAUFBEREITUNG UMWELTTECHNIK MOBILE AUFBEREITUNGSTECHNIK<br />

Besuchen Sie<br />

uns auf der<br />

bauma 20<strong>22</strong><br />

24. – 30. Okt. 20<strong>22</strong><br />

FN 1024/1<br />

DAFÜR STEHEN WIR:<br />

Das KÖLSCH Team steht seit über drei Jahrzehnten für beste Marken,<br />

wirtschaftliche Lösungen, fairen Service und optimale Beratung<br />

in Sachen Aufbereitung und Recycling.<br />

Für uns ist die Arbeit kein Job, sondern eine Leidenschaft.<br />

Wer uns kennt, weiß das.<br />

Wer uns kennenlernen möchte: Anruf genügt, wir kommen vorbei!<br />

JÜRGEN KÖLSCH GMBH | WILDSPITZSTR. 2<br />

87751 HEIMERTINGEN | TEL.: 08335 9895-0 | INFO@KOELSCH.COM | WWW.KOELSCH.COM


NEWS<br />

Mineral Minds<br />

Straßenbau als Schlüsselfaktor für die Kreislaufwirtschaft<br />

Im Rahmen der neuen Mantel-Verordnung<br />

und des EU Green Deals verpflichten<br />

sich Unternehmen des Bausektors<br />

dazu, bis 2<strong>05</strong>0 möglichst CO 2<br />

-neutral zu<br />

wirtschaften – dabei spielt gerade der<br />

Straßenbau eine große Rolle: „Im Straßenbau<br />

gibt es enorme Potenziale für die<br />

Bildung mineralischer Kreisläufe, besonders<br />

durch die differenzierten Bauverfahren<br />

kann eine Fülle an recycelten Materialien<br />

verwendet werden”, so Moritz<br />

Obexer, Gründer und Geschäftsführer<br />

des unabhängigen Netzwerkes der Mineral<br />

Minds Deutschland GmbH. „Da die<br />

Anforderungen an die Materialien allerdings<br />

immer strikter werden und sich<br />

momentan im Umbruch befinden, wird<br />

es für viele Unternehmen des Bausektors<br />

schwierig, sich zurechtzufinden – weshalb<br />

die Nutzung von recyceltem Material<br />

stagniert”, so Obexer weiter. „Nur<br />

mit einer ganzheitlichen Lösung, bei der<br />

alle Marktteilnehmer gleichwertig beteiligt<br />

sind, kann ein Umbruch geschaffen<br />

werden. So kann über das Mineral-<br />

Minds-Netzwerk nicht nur die Verwertung<br />

von Materialien mit einem Klick<br />

gesichert, sondern auch zertifiziertes,<br />

recyceltes Material akquiriert werden.”<br />

Durch KI-basiertes Matching können<br />

Unternehmen aus den Bereichen Entsorgung,<br />

Versorgung und Bau verknüpft<br />

werden, um den idealen Weg für Stoffströme<br />

zu ermitteln. Darüber hinaus lassen<br />

sich über das Mineral-Minds-Netzwerk<br />

Angebote anfragen und Analysen<br />

direkt beauftragen.<br />

www.mineral-minds.de<br />

Geschäftsführer Moritz Obexer:<br />

Das Mineral-Minds-Netzwerk zählt<br />

über 2.000 monatliche Nutzer und<br />

kann digital über 30.000 Materialannahme-<br />

und -abgabepunkte<br />

erreichen.<br />

Foto: Mineral Minds Deutschland GmbH<br />

Schlüter für Baumaschinen<br />

Neue Auszubildende knacken die 100er-Marke bei eigenen Azubis<br />

Anfang August haben 29 neue Auszubildende<br />

bei Schlüter für Baumaschinen<br />

ihre Ausbildung zum Land- und<br />

Baumaschinenmechatroniker/-in oder<br />

als Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement<br />

gestartet.<br />

Die unternehmensinterne Ausbildung<br />

hat bei Schlüter für Baumaschinen schon<br />

immer eine wichtige Rolle gespielt. Bereits<br />

seit 1989 gilt innerhalb des westfälischen<br />

Familienunternehmens das<br />

Motto „Wir wachsen mit der Jugend“.<br />

Während der Ausbildungszeit arbeiten<br />

die technischen Azubis mit komplexen,<br />

technischen Baumaschinen, während die<br />

kaufmännischen Azubis einen Einblick in<br />

alle kaufmännischen Unternehmensbereiche<br />

erhalten. Über Lehrgänge erhalten<br />

die Nachwuchskräfte die Möglichkeit,<br />

sich zusätzlich weiterzubilden. Mit Stolz<br />

kann Schlüter für Baumaschinen sagen,<br />

dass sich das Konzept auszahlt und regelmäßig<br />

Schlüter-Azubis von den zuständigen<br />

Handwerkskammern sowie<br />

Industrie- und Handelskammern für ihre<br />

Leistungen ausgezeichnet werden.<br />

In diesem Jahr ist man bei Schlüter für<br />

Baumaschinen besonders erfreut darüber,<br />

erstmals in der Unternehmensgeschichte<br />

über 100 junge Menschen – in<br />

verschiedenen Lehrjahren und über nahezu<br />

alle Niederlassungen verteilt –<br />

gleichzeitig ausbilden zu können. Dies<br />

entspricht einer Ausbildungsquote von<br />

unfassbaren 11 Prozent. Dazu Geschäftsführer<br />

Thomas Schlüter: „Wir freuen uns<br />

riesig über diesen Meilenstein in unserer<br />

Ausbildung, denn wir brauchen die Jugend<br />

in unseren Reihen! So wirken wir<br />

dem Fachkräftemangel in der Branche<br />

entgegen und können unseren Kunden<br />

auch zukünftig den bestmöglichen Service<br />

bieten.“<br />

www.schlueter-baumaschinen.de<br />

„Herzlich willkommen bei Schlüter“ hieß es Anfang August für<br />

insgesamt 29 neue Auszubildende bei Schlüter für Bau maschinen in Erwitte.<br />

Foto: Schlüter Baumaschinen GmbH<br />

Unseren<br />

Veranstaltungskalender<br />

finden Sie auf Seite 99<br />

16 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


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Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 5/20<strong>22</strong><br />

Materialumschlag & Transport<br />

ON TOUR<br />

Gipo & Apex:<br />

Rotes Kraftpaket<br />

MESSE<br />

bauma 20<strong>22</strong>:<br />

Blick nach vorne<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin & Cat:<br />

Neuer Radlader<br />

TITELSTORY<br />

Das Jobprofil für Aufgaben in<br />

der Recycling- und<br />

Entsorgungsbranche lautet:<br />

Wertstoffe sortenrein, sicher<br />

und schnell sortieren. Wenn<br />

es um die ersten und<br />

gröberen Sortierarbeiten<br />

geht, bietet sich der Cat-<br />

M314-MH-Umschlagbagger<br />

an. Dank seines<br />

Gelenkauslegers, seiner<br />

kompakten Ausmaße und<br />

seiner hochfahrbaren Kabine<br />

kann er auch in beengten<br />

Verhältnissen auf<br />

Wertstoffhöfen seine Arbeit<br />

verrichten. Beim Sortieren<br />

profitiert er von einer<br />

feinfühligen und schnellen<br />

Hydraulik, was sich auf seine<br />

Effizienz positiv auswirkt. Mit<br />

18 bis 19 Tonnen<br />

Einsatzgewicht rundet er das<br />

Programm von Caterpillar<br />

und Zeppelin für den<br />

Materialumschlag nach<br />

unten ab.<br />

In unserer Titelstory<br />

präsentieren wir den neuen<br />

Radlader Cat 966 GC: Er<br />

bietet zuverlässige Leistung,<br />

einfache Bedienung und<br />

niedrige Vorhalte- und<br />

Betriebskosten.<br />

(Titelfoto: Zeppelin-Cat)<br />

Zeppelin-Cat:<br />

Für die<br />

täglichen<br />

Aufgaben<br />

gerüstet<br />

Die Cat-Maschinen mit dem<br />

Zusatz GC (general construction)<br />

basieren auf bewährter Technik<br />

und zeichnen sich durch eine<br />

praxisgerechte Ausrüstung aus –<br />

so auch der neue Radlader<br />

Cat 966 GC.<br />

Mit Automatiklüfter, Load-<br />

Sensing-Hydraulik und einfacher,<br />

intuitiver Bedienung<br />

hält er den Kraftstoffverbrauch<br />

und die Betriebskosten niedrig.<br />

Die vielseitige und robuste Maschine eignet<br />

sich für leichte und mittlere klassische<br />

Lade- und Transportaufgaben und wird<br />

den Aufgaben der Bau- und Gewinnungsindustrie<br />

wie auch den Anforderungen<br />

von Vermietungsunternehmen und kommunalen<br />

Betrieben gerecht. Der Motor<br />

Cat C9.3B erfüllt die Emissionsnormen<br />

gemäß Stufe V (EU) mit einer Bruttoleistung<br />

von 239 kW (325 PS). Das Abgasreinigungsmodul<br />

einschließlich SCR-Katalysator<br />

und Dieselpartikelfilter (DPF)<br />

arbeitet im Hintergrund und erfordert<br />

keine Arbeitspausen für die Selbstreini-<br />

18 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Materialumschlag & Transport<br />

Der neue Cat 966<br />

GC mit 239 kW<br />

Motorleistung und<br />

rund <strong>22</strong> Tonnen<br />

Einsatzgewicht.<br />

gung. Die Leerlaufdrehzahlanpassung,<br />

die automatische Motorleerlaufabschaltung,<br />

der Lüfter mit variabler Drehzahl<br />

und die Load-Sensing-Hydraulik sorgen<br />

dafür, dass diese Maschine nur wenig<br />

Kraftstoff verbraucht und kaum Lärm produziert.<br />

Ein optionaler Lüfter mit automatischer<br />

Drehrichtungsumkehr unterstützt<br />

bei der Reinigung der Kühler in Umgebungen<br />

mit starker Schmutzbelastung.<br />

Der neue Lader beinhaltet ein elektronisch<br />

geregeltes, automatisches Planeten-Lastschaltgetriebe<br />

mit 4 Vorwärts-/<br />

Rückwärtsgängen, Kickdown-Schalter<br />

und Schaltschutz für Effizienz, Langlebigkeit<br />

und weiche Gangwechsel. Die optionale<br />

hydraulische Schwingungsdämpfung<br />

des Laders ermöglicht hervorragendes<br />

Materialhaltevermögen und gestei-<br />

gerte Effizienz auch bei mehr Tempo auf<br />

unebenem Terrain. Optionale Selbstsperrdifferenziale<br />

steigern die Traktion<br />

bei schlechten Bodenverhältnissen. Sein<br />

Einsatzgewicht liegt bei <strong>22</strong> Tonnen, die<br />

Auskipphöhe bei rund 4,2 m, gemessen<br />

am Schaufelbolzen.<br />

Umfangreiche Arbeitsausrüstung<br />

Die in der Praxis bewährte Z-Kinematik<br />

des Hubgestänges mit gegossenem<br />

Querträger und Kipphebel bietet hohe<br />

Grab- und Ausbrechkräfte (164 kN), insbesondere<br />

wenn der neue Lader mit speziell<br />

abgestimmten Cat-Schaufeln der<br />

Performance-Serie ausgerüstet ist. Das<br />

Load-Sensing-Hydrauliksystem regelt<br />

Durchfluss und Druck durchgängig und<br />

präzise, entsprechend den jeweiligen<br />

Anforderungen im Einsatz. Dadurch<br />

werden sowohl die Pumpenlast als auch<br />

der gesamte Kraftstoffverbrauch reduziert.<br />

Der 966 GC kann ebenso mit den<br />

Cat-Fusion-Schnellwechslern und seinen<br />

Steuerungen ausgerüstet werden. Kombiniert<br />

mit der optionalen Drei-Kreis-<br />

Zusatzhydraulik kann der Schnellwechsler<br />

mit verschiedensten Cat-Anbaugeräten<br />

verwendet werden.<br />

Ein optionales Cat-Payload-Set ermöglicht<br />

das Wiegen der Schaufelnutzlast für<br />

präzise Lastziele während des Beladens<br />

– mit bewährter Genauigkeit, flexibler<br />

und einfacher Montage und einfacher<br />

Kalibrierung, wobei das System allerdings<br />

nicht eichfähig ist. Der Wiegevorgang<br />

erfolgt unterbrechungsfrei und in<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 19


TITELSTORY: Materialumschlag & Transport<br />

Der neue Cat 966 GC:<br />

Macht auch beim<br />

Fahren eine gute Figur.<br />

Fotos: Caterpillar/Zeppelin<br />

Die Cat-Maschinen mit dem Zusatz<br />

GC basieren auf bewährter Technik<br />

und zeichnen sich durch eine<br />

praxisgerechte Ausrüstung aus – so<br />

auch der neue Radlader Cat 966 GC.<br />

Zeppelin<br />

Baumaschinen<br />

GmbH<br />

Graf-Zeppelin-Platz 1<br />

D-85748 Garching bei München<br />

Tel.: +49 (0) 89 32 00 00<br />

Fax: +49 (0) 89 32 00 0418<br />

zeppelin-cat@zeppelin.com<br />

www.zeppelin-cat.de<br />

kurzer Zeit, dadurch gibt es keine Unterbrechungen.<br />

Er ermöglicht dem Bediener<br />

das Laden mit genauen Spezifikationen<br />

sowie das Beladen mehrerer Lkws. Somit<br />

kann mehr Material in kürzerer Zeit umgesetzt<br />

werden.<br />

Arbeitsumgebung und<br />

Servicefreundlichkeit<br />

Der neue Lader Cat 966 GC ist im Cockpit<br />

mit sechs analogen Anzeigen, Farbkontrollleuchten<br />

und einem LCD-Bildschirm<br />

ausgestattet und somit einfach ohne<br />

große Eingewöhnung zu bedienen. Die<br />

vorgesteuerte Hydraulik erlaubt leichtgängige<br />

und feinfühlige Bedienelemente<br />

beim Laden und Fahren. Für sicheren Zustieg<br />

sind die Leitern mit integrierten<br />

Handgriffen an beiden Seiten der Maschine<br />

geneigt angebracht. Eine große, verzerrungsfreie,<br />

flache Windschutzscheibe<br />

bis zum Kabinenboden, die standardmäßige<br />

Rückfahrkamera und die Außenspiegel<br />

mit integrierten Totwinkelspiegeln<br />

bieten sichere Rundumsicht. Das standardmäßige<br />

Heiz- und Klimaanlagensystem<br />

mit 10 Lüftungsdüsen dient dazu,<br />

dass sich der Bediener unter allen Klimabedingungen<br />

wohlfühlt.<br />

Zugang vom Boden aus zu den Wartungspunkten<br />

reduziert die Wartungszeit<br />

und verbessert die Sicherheit. Die großen<br />

aufklappbaren Seitenteile der Motorhaube<br />

und ein kippbares Heckschutzgitter<br />

bieten uneingeschränkten Zugang zu<br />

den täglichen Wartungspunkten, Kraftstoff-<br />

und DEF-Füllständen, Schmierstellen,<br />

Filtern und Probenzapfventilen von<br />

Flüssigkeiten. Zur weiteren Reduzierung<br />

der Wartung ist ein optionales Cat-<br />

Schmiersystem mit Schmierautomatik<br />

verfügbar.<br />

Serienmäßig<br />

mit Cat-Flottenmanagement<br />

Das Cat-Flottenmanagement, inzwischen<br />

Standard bei fast jeder Cat-Maschine und<br />

von den Anwendern vieltausendfach genutzt,<br />

liefert Informationen wie Standort,<br />

Betriebsstunden, Kraftstoffverbrauch,<br />

Leerlaufzeiten, Wartungswarnungen, Diagnosecodes<br />

und Maschinenzustand online<br />

über Web- und mobile Anwendungen<br />

und ermöglicht den Anwendern die<br />

Optimierung ihrer Betriebsabläufe.<br />

20 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Materialumschlag & Transport<br />

Die 19-Tonnen-Atlas<br />

-Umschlagmaschine 180 MH ist<br />

sowohl für kraftvolles wie auch<br />

für präzises Zupacken gemacht.<br />

Foto: Atlas GmbH<br />

Atlas<br />

Schneller und<br />

zuverlässiger<br />

Schrottsortierer<br />

Es sieht sehr elegant aus, wenn der<br />

Zweischalengreifer der Atlas 180 MH<br />

eine Felge vom Reifen befreit, danach ein<br />

kleines Kupferteil aus einem riesigen<br />

Schrottberg fischt, in einen speziellen<br />

Behälter sortiert und dann einige Kubikmeter<br />

Schrott auf die Lagerposition<br />

schiebt. Die Hydraulik des Atlas-19-Tonners<br />

macht solch eine präzise Arbeit<br />

möglich. „Wir haben uns für die 180 MH<br />

entschieden, weil wir eine sehr genau<br />

arbeitende Maschine für die Sortierung<br />

beim Schrottumschlag brauchen“, so<br />

Matthias Hartmann, Geschäftsführer der<br />

Trillhof Handelsgesellschaft mbH aus<br />

Kassel. Die 180 MH ist mit einem 95<br />

kW/130 PS starken Motor und mit der<br />

Atlas-AWE-5-Hydraulik ausgerüstet. Mit<br />

dem Monoblockausleger hat sie eine<br />

Reichweite von bis zu 10,25 Meter. Es<br />

gibt auch eine Variante mit 11,20 Meter<br />

Reichweite. Bei der Trillhof GmbH muss<br />

die 180 MH gewaltige Schrottberge bewegen,<br />

zugleich müssen kleinste Teile in<br />

die dazu passende Wiederverwertungsbox<br />

abgeladen werden. Mit der eigenen<br />

Hydraulik, der soliden Konstruktion,<br />

Drehmotor und Zwei-Schalen-Sortiergreifer<br />

sind diese Anforderungen gut zu<br />

erfüllen. Gerade bei Schrott ist die genaue<br />

Sortierung nach den verschiedenen<br />

Metallarten, die getrennt gesammelt<br />

werden, wichtig. Für die bessere Übersicht<br />

lässt sich die Kabine bis auf 5,52<br />

Meter Dachhöhe – dies entspricht 5,01<br />

Meter Augenhöhe – hydraulisch hochfahren.<br />

Der Arbeitsplatz ist unter anderem<br />

mit Klimaanlage, Komfortsitz sowie<br />

Kameras zur Seiten- und Rückraumüberwachung<br />

ausgestattet. Das Gelände der<br />

Trillhof GmbH umfasst 30.000 m². Die<br />

180 MH muss also schnell und flexibel zu<br />

verschiedenen Einsatzstellen unterwegs<br />

sein. Und das erledigt die Atlas-Maschine<br />

in der Tat zügig und mit 97 dB(A) Fahrgeräusch<br />

auch sehr leise.<br />

Betreut wird die Trillhof Handelsgesellschaft<br />

mbH vom Atals-Händler Nordhessen.<br />

Er ist Teil der MSG-Maschinen-<br />

Service-Gruppe, zu der auch Atlas-Engel<br />

und das Mietunternehmen BauCharter<br />

gehören. Die Zentrale ist in Borken nahe<br />

Kassel; zudem gibt es vier weitere Stützpunkte.<br />

65 Mitarbeiter und 14 Servicefahrzeuge<br />

stehen für die Kunden in<br />

Nord- und Mittelhessen sowie Sachsen-<br />

Anhalt bereit.<br />

Die Atlas 180 MH ist eine robuste Arbeitsmaschine.<br />

Sie kann bei 9 Meter Auslage<br />

noch 2,2 Tonnen heben und bewegen.<br />

Und das standfest durch 4-fache<br />

Abstützpratzen. Die Konstruktion mit<br />

ihren genau aufeinander abgestimmten<br />

Elementen und Materialstärken ist für die<br />

starken mechanischen Belastungen im<br />

Schrottumschlag eine gute wirtschaftliche<br />

Basis. Der Verschleiß bleibt gering.<br />

Die drei Arbeitsmodi der Hydraulik –<br />

Fine, Eco und Power – limitieren den<br />

Kraftstoffverbrauch auf ein niedriges und<br />

dadurch sehr wirtschaftliches Niveau.<br />

www.atlasgmbh.com


Materialumschlag & Transport<br />

Fabio Hoch, Alexander Höss und<br />

Dr. Nino Hoch (v. l. n. r.) freuen<br />

sich über ihre Zusammenarbeit im<br />

Mietgeschäft. Foto: Digando GmbH<br />

Digando<br />

Digitaler Marktplatz<br />

mit zwei neuen<br />

Mietpartnern<br />

Digando konnte zwei neue, deutschlandweit<br />

tätige Vermieter für seinen<br />

Marktplatz zur Online-Miete von Baumaschinen<br />

gewinnen: die Hoch Baumaschinen<br />

GmbH und die Kohrmann Baumaschinen<br />

GmbH. Die Hoch Baumaschinen<br />

GmbH zählt zu einem der führenden<br />

Baumaschinenvermieter in Süddeutschland.<br />

Das 1995 gegründete Unternehmen<br />

beschäftigt aktuell mehr als 100<br />

Mitarbeitende an insgesamt drei Standorten<br />

in Baden-Württemberg. Mit der<br />

Kohrmann Baumaschinen GmbH stehen<br />

den Mietkunden weitere vierzehn Standorte<br />

mit einem umfangreichen Mietpark<br />

zur Verfügung. Kohrmann Baumaschinen<br />

ist auf die Vermietung, den Handel<br />

sowie die Reparatur von Baumaschinen<br />

spezialisiert. Seit über 70 Jahren begleitet<br />

Kohrmann Baumaschinen in den Bundesländern<br />

Baden-Württemberg, Sachsen<br />

und Sachsen-Anhalt die Bauwirtschaft<br />

in allen Belangen rund um Baumaschinen.<br />

„Damit sind zwei weitere führende<br />

Vermiet- und Baulogistikdienstleister auf<br />

unserem digitalen B2B-Online-Marktplatz<br />

präsent“, freut sich Digando-Geschäftsführer<br />

Alexander Höss. Für Dipl.-<br />

Vw. Dr. Nino Hoch und Fabio Hoch, M.<br />

Sc., Geschäftsführer und Prokurist der<br />

Hoch Baumaschinen GmbH und Kohrmann<br />

Baumschinen GmbH, eine Winwin-Situation:<br />

„Digando profitiert von<br />

unserem umfangreichen Sortiment an<br />

Hoch- und Tiefbaumaschinen und wir<br />

bekommen einen attr<strong>aktiv</strong>en Zugang zu<br />

neuen Kunden.“<br />

Mieter bekommen bei Digando.com<br />

neben technischen Details, Zubehör und<br />

Konfigurationsmöglichkeiten auch die<br />

Verfügbarkeit in Echtzeit angezeigt. So<br />

kann mit wenigen Klicks eine Buchung<br />

durchgeführt werden, unabhängig von<br />

Zeit und Ort. Bei Mietbeginn kann die<br />

Maschine an einer der über 100 Mietstationen<br />

abgeholt oder wahlweise zugestellt<br />

werden.<br />

Mittlerweile stehen bei Digando über<br />

10.000 Bagger, Anbaugeräte, Lader, Verdichter,<br />

Anhänger, Siebanlagen und<br />

Container an einer Vielzahl von Mietstationen<br />

in Österreich und Deutschland<br />

bereit. Als nächsten Expansionsschritt<br />

will Digando das Angebot auf ganz<br />

Deutschland ausweiten.<br />

www.digando.com<br />

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Robustes Trommelsieb mit hoher Durchsatzleistung<br />

und idealer Wartungszugänglichkeit.<br />

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Materialumschlag & Transport<br />

Hiab<br />

Weltweit erster Abrollkipper<br />

aus fossilfreiem Stahl<br />

Hiab, ein Unternehmen der Cargotec-Gruppe, hat mit dem<br />

Multilift-Ultima-Abrollkipper den weltweit ersten Abrollkipper<br />

aus fossilfreiem Stahl vorgestellt. Für seine Herstellung<br />

wurde der erste fossilfreie Stahl von SSAB verwendet, der in<br />

seinen Eigenschaften herkömmlichem Stahl aus konventioneller<br />

Produktion entspricht. SSAB will fossilfreien Stahl ab dem<br />

Jahr 2026 im Markt anbieten. Hiab kann dann bei der Fertigung<br />

seiner Geräte auf Materialien mit weniger Kohlenstoffemissionen<br />

zurückzugreifen. Cargotec und SSAB haben eine strategische<br />

Partnerschaft zur Einführung von fossilfreiem Stahl in die<br />

Branche vereinbart. Bei der Testproduktion für Hiab nutzte<br />

SSAB die Hybrid-Technologie zur Fertigung von Stahl mit Wasserstoff<br />

statt Kohle. So gelang es, einen großen Teil der CO 2<br />

-<br />

Emissionen bei der Stahlherstellung zu vermeiden.<br />

Die Stahlproduktion erzeugt 7 Prozent der weltweiten CO 2<br />

-<br />

Emissionen. Bei Hiab entfällt der größte Teil des CO 2<br />

-Fußabdrucks<br />

bei der Herstellung von Geräten für den Ladungsumschlag<br />

auf den verwendeten Stahl. Bei der Produktion von Stahl<br />

auf Eisenerz-Basis entstehen im weltweiten Durchschnitt 2<br />

Tonnen CO 2<br />

-Emissionen pro Tonne fertigem Stahl, während<br />

sie bei der Herstellung fossilfreien Stahls mit fossilfreiem Strom<br />

Hiab hat mit dem Multilift-Ultima-Abrollkipper den<br />

weltweit ersten Abrollkipper aus fossilfreiem Stahl<br />

vorgestellt. Foto: Hiab<br />

auf nahezu null sinken. Fossilfreier Stahl hat die gleichen Eigenschaften<br />

wie herkömmlicher Stahl. Die Klimabelastung bei der<br />

Herstellung ist jedoch wesentlich geringer, was die CO 2<br />

-Emissionen<br />

in der Wertschöpfungskette von Hiab erheblich reduzieren<br />

könnte. Hiab will daher seine CO 2<br />

-Emissionen um mindestens<br />

50 Prozent senken und bis 2030 klimaneutral arbeiten.<br />

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Materialumschlag & Transport<br />

Arbeiten im Alt-Holz:<br />

Unterstützt vom<br />

Hitachi-Radlader<br />

ZW180-6 bedient der<br />

Fuchs-<br />

Umschlagbagger<br />

MHL331F mit seinem<br />

Sortiergreifer den<br />

Holzhäcksler. Foto:<br />

wyynot, Dietmar Puttins<br />

Kiesel<br />

Eichfähige Waage garantiert exakte Beladung<br />

Auf dem Betriebshof der Becker Umweltdienste<br />

im sächsischen Langenau/Brand-Erbisdorf<br />

werden jährlich<br />

100.000 Tonnen gewerbliches Material<br />

umgeschlagen. An diesem Tag erwartet<br />

Betriebsleiter Sylvio Meier den Umschlagexperten<br />

Heiko Dietze von Kiesel-<br />

Ost in Dresden. Zuletzt im Oktober 2019<br />

hatte er dem Betrieb, der zur Jakob Becker-Gruppe<br />

(Mehlingen) gehört, einen<br />

Fuchs-Umschlagbagger MHL331F mit<br />

Sortiergreifer und einen MHL320F mit<br />

Mehrzweckstiel und Polypgreifer liefern<br />

lassen. Im Moment arbeitet der 331er auf<br />

dem Holzplatz – in Teamwork mit einem<br />

Hitachi-Radlader ZW180-6 in einer Recycling-Spezialausführung.<br />

Die drei Neuen<br />

ergänzen den Fuhrpark. „Die Fuchs-Bagger“,<br />

berichtet Sylvio Meier, „werden zur<br />

Aufbereitung und Verladung von Altholz,<br />

bei der Ersatzbrennstoff-Herstellung und<br />

an einer Baumischsortieranlage eingesetzt;<br />

die Radlader zumeist im Schüttgut-<br />

Transport – etwa im Dualen System oder<br />

für den Umschlag von Glas.“<br />

Wie bei den „Füchsen“ entschied sich<br />

der Einkauf von Becker Umweltdienste<br />

(Chemnitz) beim ZW180-6 für das Kiesel-<br />

Leasing: Laufzeit 48 Monate und 2.000<br />

Betriebsstunden im Jahr – mit Servicevertrag<br />

Plus, den Kiesel an fünf Tagen die<br />

Woche das ganze Jahr über bundesweit<br />

garantiert. Doch die Neuzugänge bewähren<br />

sich tadellos. „Der Fuchs<br />

MHL331F hat 1.200 und der MHL320F<br />

bisher 543 Betriebsstunden absolviert“,<br />

weiß Anlagenleiter Steffen Henker. „Der<br />

Hitachi-Radlader kommt bereits auf 540<br />

Betriebsstunden.“<br />

Zur Sonderausstattung des verbrauchsarmen<br />

ZW180-6 mit High-End-Felsbereifung<br />

zählt eine dynamisch wiegende<br />

eichfähige Waage, die das Ladegewicht<br />

der Schaufel anzeigt. Beim Erreichen des<br />

programmierten Gesamtvolumens fordert<br />

das Gerät zum Stopp der Beladung<br />

auf. Vorteile: Der Lkw wird punktgenau<br />

beladen und die Eichfähigkeit der Waage<br />

erlaubt eine korrekte Rechnungslegung.<br />

Der Radlader hat eine 4-m 3 -Hochkipp-<br />

Schaufel mit Niederhalter, wofür die Maschine<br />

zusätzlich mit einem vierten Steuerkreis<br />

ausgerüstet wurde. Zudem sind<br />

in der Kabine Multifunktion-Joysticks<br />

verbaut, mit denen alle Ladespiele sanft<br />

und gleitend ausgeführt werden. Die<br />

Fuchs-Bagger und der Hitachi-Radlader<br />

erfüllen alle Vorgaben zu Gesundheitsund<br />

Arbeitsschutz. Ein besonderes Extra<br />

ist die Schutzbelüftung. Anlagenleiter<br />

Steffen Henker: „In den Kabinen wird<br />

zum Schutz gegen Staub ein leichter<br />

Überdruck erzeugt und es gibt Filtersysteme,<br />

die das Eindringen gesundheitsschädlicher<br />

Partikel verhindern.“ Wie<br />

finden die Kollegen das Handling der<br />

neuen Maschinen? „Sie sind sehr zufrieden“,<br />

weiß Henker. Das Heck des Hitachi-Radladers<br />

ist zudem flacher gebaut<br />

als bei Modellen anderer Hersteller, was<br />

wiederum der Rundumsicht zugute<br />

kommt.<br />

Bei den Fuchs-Maschinen profitiert Becker<br />

vom jahrzehntelangen Know-how<br />

des Herstellers. Und was zeichnet den<br />

MHL331F und MHL320F bei Becker aus?<br />

Henker überlegt nicht lange: „Die Maschinen<br />

haben einen Stielausleger und<br />

im Hubgerüst zwei Hubzylinder, die<br />

nicht starr durch Bolzen, sondern durch<br />

Schwenklager gelagert sind. Letztere<br />

nehmen die Verbindungssteifigkeit des<br />

Bagger-Armes auf und leiten diese über<br />

den Ober- und Unterwagen in den<br />

Boden ab. Die Pendelachse befindet sich<br />

hinten, die Starrachse vorn. Vorteil:<br />

Wenn man mit dem Fuchs Material greift<br />

und verfährt, sorgt ein stabiles Lastdreieck<br />

für absolute Standfestigkeit.“ Die<br />

integrierten Deutz-Motoren laufen ruhig,<br />

sind wartungsfreundlich und niedrig im<br />

Verbrauch. Das räumlich getrennte Kühlsystem<br />

ist ein ganz klares Alleinstellungsmerkmal<br />

der Marke Fuchs – hierbei kann<br />

es zu keiner thermischen Doppelbelastung<br />

der getrennt voneinander verbauten<br />

Komponenten geben.<br />

www.kiesel.net<br />

24 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Materialumschlag & Transport<br />

Renault Trucks<br />

Neue und zukunftsweisende „Used Parts Factory “<br />

Renault Trucks kümmert sich mit mehreren<br />

Ansätzen um die Verlängerung<br />

der Lebensdauer der bisher vermarkteten<br />

Fahrzeuge. So gibt es zum Beispiel in der<br />

Used Trucks Factory in Bourg-en-Bresse<br />

nach strengen industriellen Verfahren<br />

umgebaute und gebrauchte Lkws, Upgrades<br />

ganzer Technologiebausteine auf<br />

den neuesten Stand sowie Sonderserien<br />

von Gebrauchtfahrzeugen. Um diesen<br />

Ansatz weiter fortzuführen, hat der Hersteller<br />

die Used Parts Factory ins Leben<br />

gerufen. Hierbei handelt es sich um eine<br />

Industrieanlage, in der das Recycling von<br />

Lkw und die Wiederverwertung der Teile<br />

und Rohstoffe, aus denen sie bestehen,<br />

stattfinden. Dieser Initiative ging eine im<br />

Jahre 2020 gemeinsam mit dem Spezialisten<br />

Indra Automobile Recycling und<br />

der französischen Umwelt- und Energiebehörde<br />

ADEME durchgeführte Vorstudie<br />

voraus.<br />

Im Herzen seines Industriestandorts<br />

Lyon-Vénissieux soll dazu ein komplett<br />

neues Werk entstehen. In unmittelbarer<br />

Nähe des Logistikzentrums sollen in der<br />

rund 3.000 m 2 großen Anlage gebrauchte<br />

Renault Trucks mit einem hohen Kilometerstand<br />

verarbeitet werden, deren<br />

Teile ein hohes Recyclingpotenzial aufweisen.<br />

Grundsätzlich sind die Komponenten<br />

von Renault Trucks für eine Lebensdauer<br />

von mehr als 1,5 Millionen<br />

Kilometer konzipiert. Die Fahrzeuge<br />

kommen in die Used Parts Factory und<br />

werden dort zerlegt. Die Mitarbeiter entnehmen<br />

die zuvor identifizierten Bauteile<br />

zur Wiederverwendung, wie zum Beispiel<br />

Motor, Getriebe, Kabine, Tanks,<br />

Stoßstangen, Spoiler usw. Nachdem die<br />

zur Wiederverwendung bestimmten<br />

Teile ausgebaut sind, werden die anderen<br />

Komponenten recycelt. So werden<br />

zum Beispiel die Längsträger zugeschnitten<br />

und anschließend zur nahe gelegenen<br />

Gießerei gebracht. Die zur Wiederverwendung<br />

bestimmten Komponenten<br />

werden im nächsten Schritt überprüft,<br />

gereinigt und zum Zwecke der Rückverfolgbarkeit<br />

gekennzeichnet. Diese Teile<br />

kommen dann in das nahe gelegene<br />

Renault Trucks-Ersatzteillager und werden<br />

dort, genauso wie die neuen Originalteile,<br />

gelagert. Wiederverwendete<br />

Teile werden – wie auch neue Ersatzteile<br />

– unter dem Label „Used Parts by Renault<br />

Trucks“ vermarktet und den Händlern<br />

über das herstellereigene E-Commerce-Portal<br />

für Ersatzteile zur Verfügung<br />

gestellt. Diese recycelten Teile<br />

haben eine Herstellergarantie und sind<br />

durchschnittlich 50 bis 60 Prozent billiger<br />

als Neuteile.<br />

www.renault-trucks.de<br />

In der neuen<br />

Ressourcenfabrik Used Parts<br />

Factory in Vénissieux bei<br />

Lyon werden künftig<br />

Renault-Lkw zerlegt, um<br />

deren Teile wieder zu<br />

verwenden. Foto: Renault Trucks<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 25


Materialumschlag & Transport<br />

Volvo<br />

EC380E Hybrid vergrößert das Angebot an Hybridmaschinen<br />

Mit dem EC380E Hybrid leistet Volvo CE einen Beitrag für einen nachhaltigeren<br />

Betrieb und einen kleineren ökologischen Fußabdruck. Foto: Volvo<br />

Mit dem EC380E Hybrid stellt Volvo<br />

Construction Equipment (Volvo<br />

CE) sein bisher größtes Modell vor, das<br />

sein ständig wachsendes Angebot an<br />

Hybrid-Modellen um bis zu 17 Prozent<br />

effizienter in der Nutzung von Kraftstoff<br />

macht. Mit derselben Leistung wie seine<br />

Pendants aus dem Nicht-Hybrid-Bereich<br />

bietet der EC380E Hybrid in der 38-Tonnen-Klasse<br />

mit 308 PS den zusätzlichen<br />

Vorteil, die umweltschonendere Wahl zu<br />

sein – dank Reduktion der CO 2<br />

-Emissionen<br />

von bis zu 15 Prozent. Ausgestattet<br />

mit der Volvo-eigenen Hydraulik-Hybridtechnologie<br />

ist dieser Bagger die perfekte<br />

Wahl für Kunden, die Kraftstoff sparen,<br />

die Emissionen senken und die Rentabilität<br />

ihres Betriebs steigern wollen.<br />

Die Vorstellung des EC300E Hybrid<br />

2019 war, so der Hersteller, nur ein „Vorgeschmack“<br />

auf das, was die Hybridtechnologie<br />

von Volvo CE leisten kann. Seit<br />

seiner Markteinführung hat er sich als<br />

zuverlässiger Partner bewährt, wurde<br />

kürzlich mit einem völlig neuen Antriebsstrang<br />

aufgewertet und um zwei neue<br />

Hybridmodelle erweitert – den EC250E<br />

Hybrid der 25-Tonnen-Klasse und den<br />

EC350E Hybrid der 35-Tonnen-Klasse.<br />

Alle Maschinen der Hybrid-Baureihe nutzen<br />

die Volvo-Hydraulik-Hybrid-Technologie,<br />

die „kostenlose“ Energie aus der<br />

Absenkbewegung des Baggerauslegers<br />

gewinnt. Mit den kräftigen und regelmäßig<br />

erfolgenden Absenkbewegungen des<br />

Auslegers wird ein Hydrospeicher mit<br />

Druck beaufschlagt, der mit dieser Energie<br />

bei Bedarf wiederum den Hydraulik-<br />

Hilfsmotor zur Unterstützung des Motorsystems<br />

antreibt. Bei den Hybridmodellen<br />

gibt es keine Kompromisse in Bezug<br />

auf die Leistungsfähigkeit, denn diese<br />

Bagger bieten das gleiche Maß an Steuerbarkeit<br />

und Leistung wie Maschinen<br />

ohne Hybridantrieb.<br />

Der größte Unterschied zwischen dem<br />

Hybridkonzept von Volvo CE und dem<br />

seiner Konkurrenten besteht darin, dass<br />

es die Auf- und Abwärtsbewegung des<br />

Auslegers nutzt, um Energie zurückzugewinnen.<br />

Andere Systeme nutzen in der<br />

Regel die Schwenkbewegung und gewinnen<br />

auf diese Weise Energie zurück.<br />

Bei Volvo CE sind die Kunden in der Lage,<br />

die Energie eines typischen Beladezyklus<br />

zu gewinnen. Dadurch ist das System in<br />

der Lage, den Arbeitsablauf zu optimieren.<br />

Die kostengünstige und zuverlässige<br />

Hybridlösung lässt sich zudem einfach<br />

warten und besteht nur aus einer Handvoll<br />

zusätzlicher Komponenten.<br />

www.volvoce.de<br />

26 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Materialumschlag & Transport<br />

Bis zu viermal mehr Altpapier kann<br />

mit einem Pressbehälter-Lkw<br />

gesammelt werden.<br />

Foto: Zöller-Kipper GmbH<br />

Zöller-Kipper<br />

Höhere Sammelleistung durch Pressbehälteraufbau<br />

Die Stadtreinigung Hamburg führt seit<br />

2021 die Papiersammlung auch bei<br />

Depot- und Unterflurcontainern im Eigenbetrieb<br />

durch. Das Sammelkonzept<br />

wurde mit der Leerung im Eigenbetrieb<br />

umgestellt, und zwar von Lkw mit Kranund<br />

Abrollkipperaufbauten und offenen<br />

Containern ohne Verdichtung auf jetzt<br />

Lkw mit Kran- und Pressbehälteraufbau.<br />

Bei den Sammelfahrzeugen handelt es<br />

sich um Hecklader des Typs Medium von<br />

Zöller-Kipper. Der Mainzer Hersteller<br />

baute am Heck einen oben geöffneten<br />

Trichter an, in den die Papier-Sammelcontainer<br />

entleert werden. Eine Klappe<br />

am Heck zum Einwurf von verirrtem<br />

Sammelgut fehlt auch nicht. Während<br />

der Fahrt ist der Ladekran oben über dem<br />

Sammelbehälter abgelegt. Dies erlaubt<br />

einen schnelleren und auch sicheren<br />

Kranbetrieb gegenüber dem Zusammenlegen<br />

des Kranes quer zur Fahrtrichtung.<br />

Der Behälteraufbau wurde in seiner Höhe<br />

angepasst, um die maximal zulässige<br />

Fahrzeughöhe von 4 Metern einzuhalten.<br />

Das Pressschild im Fahrzeug verdichtet<br />

das Sammelgut und ermöglicht so<br />

eine maximale Ausnutzung der Nutzlast.<br />

Untersuchungen der Stadtreinigung<br />

Hamburg ergaben, dass mit diesem Konzept<br />

gegenüber der Sammlung mit offenen<br />

Wechselcontainer-Lkw bis zu viermal<br />

mehr Sammelgut während einer Tour<br />

aufgenommen werden kann. Zudem<br />

bleibt das Sammelgut witterungsgeschützt<br />

im Pressbehälter. Beim Konzept<br />

mit Wechselcontainern ist meistens auch<br />

eine Container-Abdeckung vorhanden,<br />

um während der Fahrt Verluste an Sammelgut<br />

durch den Fahrtwind zu verhindern.<br />

In der Handhabung ist eine Containerabdeckung<br />

allerdings umständlicher<br />

und es fehlt die Verdichtung von<br />

Papier und Kartonagen.<br />

Die Stadtreinigung Hamburg setzt<br />

auch Unterflurbehälter im öffentlichen<br />

und privaten Raum zur Aufnahme von<br />

Rest- und Biomüll, Altpapier und Wertstoffen<br />

ein. Die neuen Sammelfahrzeuge<br />

können diese Fraktionen ebenfalls aufnehmen<br />

und abfahren. Natürlich werden<br />

die Fahrzeuge meist sortenrein in festen<br />

Touren gefahren. Bevor wieder Papier<br />

geleert wird, wird der Sammelbehälterinnenraum<br />

gereinigt. Aus Sicherheitsgründen<br />

sind zwei Mitarbeitende auf<br />

einem Fahrzeug im Einsatz, um unter<br />

anderem eine Einweisung des Fahrzeuges<br />

an der Sammelstelle vorzunehmen<br />

bzw. während der Leerung die Arbeitsstelle<br />

abzusichern.<br />

www.zoeller-kipper.de<br />

für 4 m³ Lader<br />

BAUSTOFF-RECYCLINGSIEB SBR 4<br />

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flexibel<br />

wartungsfrei<br />

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für 1 m³ Lader<br />

BAUSTOFF-RECYCLINGSIEB SBR 3<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 27


Schrott & Metall<br />

Für Aufgabemengen bis<br />

zu 1.000 l wurde der<br />

Ein-Wellen-Zerkleinerer<br />

vom Typ M600/1-600<br />

modifiziert und mit einer<br />

3-Schnecken-Zuführung<br />

ausgestattet.<br />

Direkt unter den Schnecken werden Feinspäneanteile<br />

automatisch ausgesiebt, was das Schneidwerk zusätzlich<br />

entlastet. Fotos: Erdwich Zerkleinerungs-Systeme GmbH<br />

Erdwich<br />

Gleichmäßige Zerkleinerung von Metallspänen<br />

Metalle lassen sich verhältnismäßig einfach<br />

recyceln und zugleich ist die Neuproduktion<br />

sehr energieintensiv“, weiß<br />

Harald Erdwich, Geschäftsführer der<br />

Erdwich Zerkleinerungs-Systeme<br />

GmbH. „Deshalb hat die Branche in<br />

puncto Kreislaufwirtschaft bereits heute<br />

die Nase vorn.“<br />

Vor der Aufbereitung müssen die Produktionsreste<br />

allerdings zerkleinert<br />

werden. Hierbei bietet es sich an, die bei<br />

Dreh-, Fräs- und Schleifarbeiten entstehenden<br />

Späne inhouse zu zerkleinern. Da<br />

das Material dann in einer komprimierten<br />

Form vorliegt, profitieren vor allem<br />

kleine und mittlere Unternehmen von<br />

der enormen Platzersparnis im Vergleich<br />

zur Lagerung der voluminösen Spänegewölle.<br />

Zudem lassen sich für zerkleinerte<br />

Metallreste bessere Rohstoffpreise erzielen<br />

und der Transport gestaltet sich dank<br />

der höheren Schüttdichte deutlich kosteneffizienter.<br />

Nicht zuletzt können von<br />

dem zerkleinerten Material die verwendeten<br />

Kühl- und Schmierstoffe zurückgewonnen<br />

werden, sodass sich auch bei der<br />

Anschaffung der Verbrauchsmittel eine<br />

Kostenersparnis bemerkbar macht.<br />

Um das Spänebrechen nahtlos in den<br />

Metallbearbeitungsprozess zu integrieren,<br />

entwickelt Erdwich zentrale sowie<br />

dezentrale Systeme. „Installiert man an<br />

jeder Dreh- und Fräsmaschine einen separaten<br />

Zerkleinerer, können die anfallenden<br />

Späne sofort auf bis zu ein Zehntel<br />

des ursprünglichen Volumens reduziert<br />

werden“, erklärt Erdwich. „Dies erhöht<br />

die Prozesssicherheit, da die Auffangbehälter<br />

gar nicht erst Gefahr laufen,<br />

überzuquellen und Verstopfungen im<br />

Förderer auszulösen.“ Hierfür bieten sich<br />

in der Regel die kompakten Ein-Wellen-<br />

Zerkleinerer an, die je nach Art und<br />

Größe der Späne einen Durchsatz von<br />

bis zu 2.000 kg/h erreichen. Bei größeren<br />

Mengen, wie sie etwa bei einem zentralen<br />

Spänemanagement anfallen, oder bei<br />

Spänen mit größerem Durchmesser ist<br />

oftmals ein durchsatzstärkerer Zwei-Wellen-Zerkleinerer<br />

die Anlage der Wahl.<br />

Aufgrund eines kompromisslosen Materialeinzugs<br />

sowie engster Schnittspalte<br />

kommt es zwischen den gegenläufigen<br />

Messern nicht zu Klemmeffekten. Dank<br />

ihrer größeren Schneidkraft eignen sich<br />

die Systeme auch für anspruchsvollere<br />

Spangeometrien.<br />

Neues System mit 3-Schnecken-<br />

Zuführung für größere<br />

Aufgabemengen<br />

Speziell für besonders große Aufgabemengen<br />

sowie voluminöse und verworrene<br />

Späneknäuel hat Erdwich nun seinen<br />

Ein-Wellen-Zerkleinerer vom Typ<br />

M600/1-600 modifiziert und mit einer<br />

3-Schnecken-Zuführung ausgestattet.<br />

„Der Standard-Ein-Wellen-Zerkleinerer<br />

kann nur etwa 300 bis 400 l auf einmal<br />

verarbeiten“, berichtet Erdwich. „Die<br />

neue Anlage kommt dagegen auch mit<br />

bis zu 1.000 l problemlos zurecht.“ Ermöglicht<br />

wird dies durch die 3-Schnecken-Maschine,<br />

die dem Schneidwerk<br />

vorgeschaltet ist und das Material gleichmäßig<br />

zuführt. Die über einen Frequenzregler<br />

gesteuerten Schnecken entwirren<br />

große Späneknäuel automatisch, sodass<br />

der Ein-Wellen-Zerkleinerer sie störungsfrei<br />

verarbeiten kann. Direkt darunter<br />

werden Feinspäneanteile automatisch<br />

ausgesiebt, was das Schneidwerk zusätzlich<br />

entlastet. Die Anlage ist sowohl mit<br />

einem hydraulischen Eindrücker ausgestattet,<br />

der den Einzug der Späne am<br />

Schneidwerk erleichtert, als auch mit<br />

einer pneumatischen Störstoffklappe, die<br />

Störstoffe über eine Vibrorinne in einen<br />

gesonderten Behälter ausleitet. „Wie alle<br />

unsere Zerkleinerer ist auch das neue<br />

System mit 3-Schnecken-Zuführung in<br />

eine Rückpump- bzw. Aufbereitungsanlage<br />

integrierbar oder als Stand-alone-<br />

Lösung mit eigenem Auffangbehälter<br />

einsatzfähig“, so Erdwich abschließend.<br />

www.erdwich.com<br />

28 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


The Game Changer<br />

Spielt in einer anderen Liga<br />

Neues Level erreicht! Von Grund auf neu konzipiert und in enger Zusammen arbeit<br />

mit unseren Kunden entwickelt, entstand mit dem GMM 50-5 ein Mehrschalen -<br />

greifer, der mit Blick auf Belastbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer<br />

seinesgleichen sucht.<br />

www.liebherr.com/gmm-50-5<br />

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Anbauwerkzeuge<br />

München, 24. – 30. Oktober<br />

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Verfahrenstechniken: Sortieren<br />

Sesotec<br />

Neue Anlage zur<br />

Sortierung von<br />

Flaschenglas<br />

Inhaber Mátyás Máthé (links) und Geschäftsführer Ferenc Aszódi (rechts) zeigen<br />

sich sehr zufrieden mit der Leistung der Spektrum-Glassortiersysteme.<br />

Foto: Sesotec GmbH<br />

Bis 2016 verarbeitete die RE-GLASS mit<br />

Hauptsitz in Orosháza und weiteren<br />

Standorten in Budapest und Mezóörs<br />

sieben- bis achttausend Tonnen Flachglas<br />

pro Jahr. Die Produktion von Flaschenglas<br />

war verschwindend gering.<br />

2016 wurde Mátyás Máthé neuer Eigentümer<br />

von RE-GLASS. Er wird von Ferenc<br />

Aszódi als Geschäftsführer unterstützt.<br />

Der ausschlaggebende Grund für den<br />

Kauf von RE-GLASS war, dass Ungarn<br />

beim Sammeln und Recyceln von Glasabfällen<br />

hinter dem EU-weiten Durchschnitt<br />

und den Standards zurückblieb.<br />

Bis 2023 soll jedoch entsprechend den<br />

EU-Vorgaben ein Pfandsystem für Verpackungsglas<br />

eingeführt werden, was Mátyás<br />

Máthé und Ferenc Aszódi veranlasste,<br />

sich mit entsprechenden Aufbereitungssystemen<br />

für das gesammelte Glas<br />

zu beschäftigen.<br />

2018 fiel die Entscheidung, die KR S<br />

GmbH, eine Sesotec-Tochtergesellschaft,<br />

mit dem Bau einer entsprechenden Anlage<br />

zu beauftragen. Diese neue Anlage<br />

zur Sortierung und Aufbereitung von<br />

Flaschenglas in Ungarn kann acht bis zu<br />

zehn Tonnen pro Stunde verarbeiten.<br />

Fremdstoffe im Glasmaterial waren dabei<br />

die größte Herausforderung: Verunreinigungen<br />

wie Keramik, Steine, Porzellan<br />

(KSP), Metalle, Papier und Kunststoffe<br />

machen bis zu 15 bis 20 Prozent des Gesamtgewichts<br />

aller gesammelten Glasabfälle<br />

aus. In der Aufbereitungslinie sind<br />

dazu vier Spektrum-Trennsysteme integriert.<br />

Sie trennen Fremdstoffe wie magnetische<br />

und nicht magnetische Metalle,<br />

KSP, undurchsichtige Kunststoffe und<br />

Spezialgläser ab und sortieren die gemischten<br />

Glasabfälle nach Farben. Das<br />

Ergebnis sind fremdstofffreie und farbreine<br />

Glasströme.<br />

Die Anlage wurde im Oktober 2019 in<br />

Betrieb genommen. Weniger als ein Jahr<br />

später, im Jahr 2020, wurde eine zusätzliche<br />

600 Quadratmeter große Halle gebaut,<br />

in der die neuen Anlagen untergebracht<br />

sind. Um die Halle herum befindet<br />

sich eine rund 3.500 Quadratmeter<br />

große befestigte Fläche mit einer 800<br />

Quadratmeter großen überdachten und<br />

600 Quadratmeter großen offenen Lagerfläche.<br />

Im September 2020 wurde die<br />

Sesotec-Software VISUDESK installiert.<br />

Damit können die vier Spektrum-Sortierer<br />

aus der Ferne überwacht, Feineinstellungen<br />

vorgenommen und Fehlermeldungen<br />

verfolgt werden. „Die Farbsortiertechnologie<br />

hat uns geholfen, die<br />

Menge an Weißglas, die wir für den<br />

heimischen Markt produzieren, zu erhöhen“,<br />

so Mátyás Máthé. „Gleichzeitig<br />

enthalten unsere Mischglasexporte jetzt<br />

einen geringeren Anteil an Weißglas.“<br />

Ferenc Aszódi abschließend: „Auch die<br />

Verarbeitungsqualität und -menge ist<br />

gestiegen. Unsere neueste Technologielinie<br />

sortiert alle Fremdstoffe aus. Vier optische<br />

Sortierer stellen sicher, dass auch<br />

Keramik und Drahtglas aus den Glasabfällen<br />

herausgenommen werden. Zusätzlich<br />

sortieren wir die von uns oder unseren<br />

Partnern gesammelten gemischten<br />

Glasabfälle nach Farben. Und wir sind in<br />

der Lage, die Farbsortierung entsprechend<br />

den Anforderungen unserer Kunden<br />

mit einer Genauigkeit von ein bis<br />

zwei Prozent einzustellen.“<br />

www.sesotec.com<br />

HKM Schlittenanhänger<br />

überzeugen durch Nutzlast und Stabilität<br />

Stand FN 825/2<br />

T 03447 85350 | info@hkm-fahrzeugbau.de<br />

30 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Verfahrenstechniken: Sortieren<br />

Europress<br />

Würzburger Recycling GmbH kann durchstarten<br />

Das Unternehmen Europress Umwelttechnik<br />

GmbH hat die Herausforderung<br />

der Würzburger Recycling GmbH,<br />

eine neue Gewerbemüll-Sortieranlage<br />

auf relativ kleinem Raum in eine bestehende<br />

Halle zu integrieren, erfolgreich<br />

angenommen.<br />

Die Erarbeitung des Lösungsvorschlages,<br />

die Projektierung sowie die anschließende<br />

Durchführung als Generalunternehmer<br />

durch das Team der Europress<br />

Umwelttechnik GmbH führten zum gewünschten<br />

Kundenziel. Die Gewerbemüll-Sortieranlage<br />

hat ihren Dienst aufgenommen<br />

und überzeugt durch störungsfreien<br />

Betrieb und das Erreichen der<br />

gewünschten Sortierergebnisse unterschiedlicher<br />

Mengenströme. Die Kapazitätsleistung<br />

des durchschnittlichen<br />

Schüttgewichts beträgt 230 kg/m³ bei<br />

einer Durchsatzleistung von 11 t/h und<br />

10 Sortierfraktionen.<br />

Die neue Gewerbemüll-Sortieranlage für die Würzburger Recycling GmbH.<br />

Foto: Europress Umwelttechnik GmbH<br />

Die Europress Umwelttechnik GmbH<br />

entwickelt sich seit 2015 erfolgreich<br />

unter dem Dach der Neuenhauser Unternehmensgruppe<br />

konstant weiter. Ergänzt<br />

durch das Produktprogramm der<br />

Neuenhauser Umwelttechnik tritt das<br />

Unternehmen seither als Komplettanbieter<br />

in der Umweltbranche auf und kann<br />

Kunden in den Bereichen Zerkleinerungs-<br />

und Siebtechnik über Transportund<br />

Dosiertechnik bis hin zu leistungsstarken<br />

Pressmaschinen innovative Gesamtlösungen<br />

anbieten.<br />

www.europress-umwelttechnik.de<br />

www.wue-rg.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 31


Verfahrenstechniken: Pressen<br />

Entwässerungsprozess<br />

bei PET-<br />

Flaschen mit einer<br />

Puehler-E-Serie.<br />

Foto: Weima<br />

Weima<br />

Pressen zum Entleeren und Verdichten von Produktionsausschuss<br />

Es gibt zahlreiche Gründe für Fertigungsausschuss,<br />

wie zum Beispiel<br />

Über- bzw. Unterfüllung beim Starten<br />

oder Stoppen der Produktion, beschädigte<br />

Verpackungen oder fehlerhafte<br />

Etikettierung, Spülchargen durch Rezepturwechsel,<br />

Retouren und Rückläufe. Eins<br />

haben alle gemeinsam: Sie belegen wertvolle<br />

Lagerfläche und müssen entsorgt<br />

werden – am besten schnell und kostengünstig.<br />

Mit der kompakten Puehler-E.200-<br />

Entwässerungspresse lässt sich Ausschuss<br />

ganz einfach direkt an der Produktionslinie<br />

verpressen. Die Platzierung neben<br />

dem Förderband verringert den internen<br />

Abfallverkehr und vereinfacht die Intralogistik.<br />

Zudem bleibt der Arbeitsplatz<br />

sauber – keine klebrigen Böden durch<br />

undichte Metallbehälter mehr, die viel zu<br />

häufig umhergefahren werden müssen,<br />

weil sie überfüllt sind. Durch die Verpressung<br />

lässt sich das Reststoffvolumen um<br />

bis zu 90 Prozent reduzieren. Verpackung<br />

und Inhalt sind sauber voneinander<br />

getrennt und lassen sich optimal<br />

recyceln bzw. fachgerecht entsorgen.<br />

Alternativ ist die Puehler E.200 auch flexibel<br />

außerhalb der Produktionshallen<br />

aufstellbar und wird so zum zentralen<br />

Anlaufpunkt für die Entsorgung. Ein optional<br />

erhältlicher großer Aufgabetrichter<br />

macht sogar die Beschickung per Gabelstapler<br />

möglich. Pro Stunde verpresst<br />

und entwässert die Maschine etwa zwei<br />

Kubikmeter Reststoff.<br />

Für diejenigen, die noch größere Volumina<br />

zentral verarbeiten möchten, gibt<br />

es die Puehler-G.200-Recycling-Presse.<br />

Wie bei allen Puehler-Maschinen nutzt<br />

auch diese für die Verdichtung und Entleerung<br />

von Verpackungen aller Art einen<br />

hydraulischen Zylinder. Dieser ist im Gegensatz<br />

zu klassischen Schneckenverdichtern<br />

nahezu verschleißresistent, mechanisch<br />

schlicht und robust konstruiert,<br />

und überzeugt durch hohe Materialdurchsätze.<br />

Mit der G.200 lassen sich<br />

etwa fünf bis sechs Kubikmeter Abfall<br />

verpressen. Mit der G.300 sogar zehn bis<br />

zwölf. Zu guter Letzt präsentiert Weima<br />

auch noch eine Lösung für die Behandlung<br />

von Etikettenresten, die in der Regel<br />

bei der Flaschenreinigung anfallen. Dazu<br />

gehören klassische Rumpfetiketten,<br />

Brust etiketten, Verschlusskapseln aus<br />

Metall oder PVC, Streifen- sowie Rückenetiketten<br />

aus Papier, PE-Folie oder Aluminiumfolie.<br />

Aus ihnen macht die Puehler<br />

A.300 handliche Presslinge mit einem<br />

Durchmesser von 300 mm. Alle Puehler<br />

Maschinen der A-, E- und G-Serien sind<br />

aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Die<br />

hydraulische Etikettenpresse A.300 überzeugt<br />

durch ihren kompakten Aufbau<br />

und ist ideal in eine bestehende Fertigungslinie<br />

integrierbar. Ausgepresste<br />

Lauge kann sicher abtransportiert und<br />

recycelt werden. Die Restfeuchte von<br />

Etiketten ist durch die Entwässerung nur<br />

noch minimal. Das spart teure Entsorgungskosten.<br />

Weima kann auf eine langjährige Erfahrung<br />

zurückblicken: Seit über vier<br />

Jahrzehnten fertigt das Unternehmen<br />

robuste Zerkleinerungs- und Verdichtungsmaschinen<br />

für die Entsorgung und<br />

Aufbereitung von Abfällen aller Art. Dazu<br />

gehören Ein-Wellen-Zerkleinerer, Vier-<br />

Wellen-Zerkleinerer, Schneidmühlen,<br />

Brikettierpressen, Verpackungs- und Entwässerungspressen.<br />

Die beliebten blutorangefarbenen<br />

Maschinen werden erfolgreich<br />

für Anwendungen in der Holz-,<br />

Kunststoff-, Papier-, Metall- und EBS-Industrie<br />

eingesetzt.<br />

www.weima.com<br />

32 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


+ News +++ News +++ News +++ News +++ News +++ News +++ News +++ News +++ News +++ News ++<br />

Aktuell<br />

und<br />

Informativ<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> News – Technik aktuell<br />

Aktuelle Nachrichten aus der Recycling-Industrie, neue<br />

Maschinen und Aufbereitungstechniken – und wichtige<br />

Informationen zu Messen und Veranstaltungen - das sind die<br />

Themen-Schwerpunkte im monatlich erscheinenden und<br />

selbstverständlich kostenlosen <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> Newsticker.<br />

Auf der entsprechenden Landing-Page, der <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong><br />

News-Seite, werden weitere wichtige und aktuelle<br />

Nachrichten gelistet.<br />

Seien Sie dabei und melden Sie sich an – dann sind Sie immer<br />

bestens informiert!<br />

Ihre redaktionelle Präsentation können Sie zudem durch eine<br />

Anzeigen-Insertion werbewirksam unterstützen. Frau Grimm-<br />

Fasching steht Ihnen hierzu gerne beratend zur Verfügung.<br />

Kontaktdaten<br />

Susanne Grimm-Fasching,<br />

Tel.: +49 8364 9860-79<br />

susanne.grimm@stein-verlaggmbh.de<br />

Jetzt anmelden unter:<br />

anmeldung.ra.stein-verlag.de<br />

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH<br />

Josef-Herrmann-Straße 1–3 | D-76473 Iffezheim | Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 606-0<br />

info@stein-verlagGmbH.de | www.stein-verlagGmbH.de


Kunststoffe<br />

Covestro<br />

Innovative Technologie macht flexible Verpackungen recycelbar<br />

Flexible Verpackungen aus mehreren<br />

Folienschichten ermöglichen eine hygienische<br />

und sichere Aufbewahrung<br />

vieler Lebensmittel. Allerdings haben die<br />

vielseitig einsetzbaren Verpackungen ein<br />

großes Problem, nämlich die nachhaltige<br />

Entsorgung: Die geklebten Folien in dem<br />

Materialmix lassen sich nach Gebrauch<br />

nur schwer wieder voneinander trennen<br />

– und deshalb sind derartige flexible Verpackungen<br />

leider nur bedingt recycelbar.<br />

Covestro hat das Problem erkannt –<br />

und für Recyclingunternehmen und Verpackungshersteller<br />

ein Verfahren entwickelt,<br />

mit dem sich dieser Nachteil beheben<br />

lässt: Bei mehrschichtigen Folienverpackungen,<br />

die mit Polyurethan-(PU-<br />

Klebstoff laminiert sind, lassen sich die<br />

jeweiligen Materialien dank der neuen<br />

Technologie wieder voneinander trennen.<br />

Bei dem Verfahren schwächt ein<br />

spezielles Trennmittel gezielt die Klebfestigkeit<br />

des PU-Klebstoffs. ​Da das Trennmittel<br />

ausschließlich aus natürlichen Inhaltsstoffen<br />

und Wasser besteht, ist es<br />

zudem sehr nachhaltig. Für Verpackungshersteller<br />

und Recycler bietet das Verfahren<br />

einen großen Vorteil: „Unser Knowhow<br />

hilft ihnen dabei, den Restwert ihrer<br />

Verpackungen besser zu nutzen und<br />

macht somit mehr Materialien der Kreislaufwirtschaft<br />

zugänglich“, sagt Thomas<br />

Fait. Der New Business Development<br />

Manager im Bereich Adhesives bei<br />

Covestro hat die Technologie im Labormaßstab<br />

federführend entwickelt. „Mit<br />

Projekten wie diesem tragen wir dazu<br />

bei, unsere Unternehmensvision zu erreichen:<br />

die Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen.<br />

Dafür arbeiten wir mit Partnern<br />

aus verschiedensten Bereichen und Industrien<br />

zusammen und suchen stets<br />

nach Möglichkeiten, wie unsere Produkte<br />

und Technologien auch anderen Unternehmen<br />

dabei helfen können, zirkulär<br />

zu werden.“<br />

www.covestro.com<br />

Eine innovative Technologie von<br />

Covestro ermöglicht es, die Klebfestigkeit<br />

von PU-Klebstoffen zu schwächen und<br />

laminierte Folien in mehrschichtigen<br />

Verpackungen nach Gebrauch<br />

voneinander zu trennen. Foto: Covestro<br />

GORE ® Cover System<br />

x höchste Ökoeffizienz<br />

x Betriebliche Einhausung gemäß TA Luft<br />

x Sichere Behandlung organischer Abfälle<br />

x Erweiterung Ihrer Kapazität<br />

... wir sind Marktführer in der Abfallbehandlung<br />

mit semipermeabler<br />

Membran<br />

Am Alten Römerpfad 2<br />

76534 Baden-Baden<br />

+49 7<strong>22</strong>3 800 15<strong>05</strong><br />

www.utvag.de


Kunststoffe<br />

Hellweg<br />

Smarte Kunststoff-<br />

Zerkleinerung<br />

Hellweg Maschinenbau präsentiert auf<br />

der K 20<strong>22</strong> verschiedene Neuheiten.<br />

Dazu zählt auch die Smart-Control-Steuerung,<br />

die für das gesamte Schneidmühlenprogramm<br />

des Herstellers verfügbar<br />

ist. Diese hat Hellweg um ein Hardwaremodul<br />

erweitert, das den Stromverbrauch<br />

des jeweiligen Gerätes langfristig<br />

speichert und zur Auswertung bereitstellt.<br />

Zusammen mit der Möglichkeit,<br />

Stromspitzen anzuzeigen, ergibt dies<br />

eine wertvolle Basis für die Optimierung<br />

des Energieeinsatzes. Die Software selbst<br />

bietet jetzt die Möglichkeit, die Mühlendrehzahl<br />

in Einser-Schritten zu regulieren.<br />

Damit kann der Anwender noch<br />

flexibler seine Anlage punktgenau optimieren.<br />

Ein neues Sicherheitselement ist<br />

die Ergänzung der Steuerung um das<br />

Paket Secure+. Sobald es drohende Überlastungen<br />

der Mühle anhand der Motorströme<br />

und Drehmomente erkennt,<br />

wirkt es diesen entgegen, sodass sich<br />

Rotorblockagen weitestgehend vermeiden<br />

lassen.<br />

Alle Zentralmühlen ab der Serie 260<br />

aufwärts, die zur Vermahlung von Angüssen,<br />

Platten, Formteilen, Angussbutzen<br />

und Hohlkörpern eingesetzt werden,<br />

stattet Hellweg jetzt optional mit einer<br />

Die jetzt verfügbare Verbrauchsmessung per Smart Control gibt eine wertvolle<br />

Basis für die Optimierung des Energieeinsatzes. Grafik: Hellweg Maschinenbau<br />

neuen Zentralschmiereinheit aus. Über<br />

eine Bluetooth-Schnittstelle übermittelt<br />

diese dem Bediener alle dafür relevanten<br />

Daten wie die Batteriespannung, die<br />

Temperatur, die geförderte Schmiermenge<br />

sowie das Intervall des letzten<br />

Pumphubes sowie Betriebszeit und Anzahl<br />

der Pumphübe. Mit dem integrierten<br />

Meldesystem lassen sich Unregelmäßigkeiten<br />

frühzeitig erkennen. Im Sinne<br />

der Nachhaltigkeit bietet Hellweg zudem<br />

die Möglichkeit an, leere Kartuschen im<br />

Austauschservice wieder aufzufüllen.<br />

Die neue Randbeschnittanlage<br />

R 200/20 Servo, eine Gemeinschaftsentwicklung<br />

mit Breyer-Extrusion, ergänzt<br />

das Programm der auch als „Guillotinen“<br />

oder „Hacker“ bezeichneten Systeme.<br />

Beim Besäumen von Folienbahnen übernimmt<br />

sie die Vorzerkleinerung von<br />

einem oder zwei Randstreifen, die dann<br />

zur weiteren Bearbeitung einer Schneidmühle<br />

zugeführt werden. Die Ausstattung<br />

mit einem Servo-Getriebemotor<br />

ermöglicht jetzt die freie Vorgabe von<br />

Schneid-Zykluszeiten. Dazu kann der Bediener<br />

die Schnittfrequenz für den Besäumungsprozess<br />

per Touch-Display wählen<br />

und darüber die Länge der jeweiligen<br />

Randstreifenabschnitte bei konstanter<br />

Schnittgeschwindigkeit vorgeben.<br />

www.hellweg-maschinenbau.de<br />

Die wichtigsten Optimierungen<br />

zum Vorgängermodell:<br />

Die NEUE mobile Kompaktklasse<br />

IMPAKTOR 250 evo II<br />

Verbesserte Transporteigenschaften<br />

Leistungsstärkere Zerkleinerungswellen<br />

Neues innovatives Brechleistensystem<br />

Überarbeitete Schnellwechselkassette<br />

Höhenverstellbarer Überbandmagnet<br />

Vereinfachte Wartung und Instandhaltung<br />

Bestes Preis-Leistungsverhältnis seiner Klasse !<br />

www.arjes.de


Kunststoffe<br />

Shredding – Washing – Sorting: Auf der K 20<strong>22</strong><br />

präsentiert Lindner effiziente und innovative<br />

Komplettlösungen für das Kunststoff<strong>recycling</strong>.<br />

Grafik: Lindner Recyclingtech<br />

Lindner<br />

Effiziente Komplettlösungen für das Kunststoff<strong>recycling</strong><br />

Die Kreislaufwirtschaft sowie die wachsende Bedeutung des<br />

Kunststoff<strong>recycling</strong>s bilden die Leitthemen der K 20<strong>22</strong>. Die<br />

Herausforderungen der Industrie sind jedoch nach wie vor vielseitig<br />

und komplex. Der Anspruch an die Rezyklat-Qualität<br />

steigt, ebenso wie jener nach höheren Durchsätzen bei möglichst<br />

geringem Energieeinsatz und Wartungsaufwand. Ein<br />

wesentlicher Schlüssel zum Recycling-Erfolg liegt in der perfekten<br />

Abstimmung der vorgelagerten Prozesse Shredding – Washing<br />

– Sorting.<br />

Das Zerkleinern des Altkunststoffes steht ganz zu Beginn des<br />

Kunststoff<strong>recycling</strong>-Prozesses. Auf der K 20<strong>22</strong> präsentiert Lindner<br />

erstmals die weiterentwickelte Jupiter-BW-Serie. Der Fokus<br />

dieser Produktinnovation liegt auf der optimalen Aufbereitung<br />

von Kunststofffolien für den nachgelagerten NIR-Sortierprozess.<br />

Dazu zählen neben einem konstanten Volumenstrom und einer<br />

gleichmäßigen Stückigkeit vor allem eine für die NIR-Sortierung<br />

optimierte Korngröße. „Mit einer Körnung von DIN A4 bis A3<br />

konnten wir bei unseren Kunden eine verbesserte Leistung der<br />

NIR-Systeme erzielen“, so Stefan Scheiflinger-Ehrenwerth,<br />

Leitung Produktmanagement bei Lindner: „Jeder Zerkleinerungsprozess<br />

generiert neben dem ideal stückigen Korn einen<br />

gewissen Feingutanteil. Mit dem neuen, schonenden Jupiter-<br />

BW-Set-up haben wir es geschafft, die Feingutgenerierung um<br />

50 Prozent zu reduzieren, was auch Hersteller von NIR-Sortiergeräten<br />

bestätigen.“<br />

Neben dem Zerkleinern und Sortieren gilt der Waschprozess<br />

als wesentliches Qualitätskriterium für die hochwertige Regranulat-Herstellung.<br />

Nicht ganz einfach, da zunehmend Kunststoffe<br />

aus Abfallströmen gewonnen werden und auf diese Weise<br />

stark verschmutzte Inputmaterialien ihren Weg in das Kunststoff<strong>recycling</strong><br />

finden. Dazu Harald Hoffmann, Managing Director<br />

der LindnerWashtech, des auf Kunststoff<strong>recycling</strong> spezialisierten<br />

Tochterunternehmens von Lindner: „Wir haben unsere<br />

patentierte Vorwäsche vom Typ Rafter an die neuen Anforderungen<br />

angepasst. Durch den Einsatz eines größeren Rotors<br />

können die Verweilzeiten erhöht werden, was sich natürlich<br />

positiv auf den Reinigungsgrad auswirkt. Zusätzlich konnten<br />

wir die Durchsatzleistung nachhaltig steigern, 3 t/h bei Folien<br />

bzw. 5 t/h bei Hartkunststoffen.“ Dazu gibt es mit dem Trockner<br />

EcoDry eine weitere Produktneuheit in der thermischen<br />

Trocknung: „Durch den cleveren Einsatz von Wärmetauschern<br />

und einer nachhaltigen Isolation der materialfördernden Komponenten<br />

werden Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent<br />

erreicht. Durch den hohen Trocknungsgrad sind die Flakes<br />

zudem besser auf den nachfolgenden Prozess vorbereitet.“ Als<br />

besonderes Highlight und Novum der Live-Vorführungen werden<br />

erstmals Hartkunststoffe, welche die Lindner Recyclinganlage<br />

durchlaufen, direkt – ohne vorherige Extrusion – im Spritzguss<br />

verarbeitet. So werden saubere und sortenreine Flakes<br />

erstmals direkt zu einem neuen Produkt geformt.<br />

BIG<br />

STRONG<br />

MOBILE!<br />

#AMRMOBIL<br />

www.lindner.com<br />

36 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


CREUSABRO 4800 //<br />

CREUSABRO 8000 //<br />

CREUSABRO DUAL<br />

Vecoplan<br />

Sinnvolle Erweiterung des<br />

Produktportfolios<br />

Auf der K 20<strong>22</strong> präsentiert Vecoplan<br />

unter anderem den robusten und anspruchsvollen<br />

VAZ 1700. Anwender können<br />

den Schredder für eine sehr große Bandbreite<br />

an ganz verschiedenen Materialien<br />

einsetzen. Dazu hat das Entwickler-Team<br />

die Baureihe modular aufgebaut – das ist<br />

auch das Besondere am neuen Industriedesign.<br />

Vecoplan hat vielfältige Möglichkeiten,<br />

die Maschine zu konfigurieren und sie<br />

an die jeweilige Aufgabe anzupassen. Dies<br />

entscheidet über Performance und Qualität<br />

des Zerkleinerungsprozesses. Die Durchsatzleistung<br />

reicht von 2.000 bis 25.000<br />

Kilogramm in der Stunde. Wie leistungsstark<br />

diese, aber auch andere Baureihen ganz unterschiedliche<br />

Kunststoffe zerkleinern und<br />

damit ressourcenschonend wiederaufbereiten,<br />

können die Besucher jeweils live zweimal<br />

täglich erleben.<br />

Besonderes Highlight von Vecoplan zur<br />

diesjährigen K-Messe wird aber der Launch<br />

eines weiteren Prozessschrittes in der Aufbereitung<br />

von Kunststoffen sein. Mehr dazu<br />

erfahren die Besucher auf beiden Messeständen<br />

und über Liveschaltungen ins neue<br />

Technologiezentrum am Firmenstandort.<br />

www.vecoplan.com<br />

Verschleißfeste Stähle mit Bestleistung.<br />

Bereit für …<br />

größeren<br />

Widerstand!<br />

höhere<br />

Temperaturen!<br />

Eigenschaften<br />

stärkere<br />

Belastungen!<br />

besondere<br />

Leistung!<br />

• Eine Oberflächenaufhärtung von bis zu +70 HB<br />

(TRIP-Effekt, transformation induced plasticity: umwandlungsbewirkte<br />

Plastizität) im Einsatz<br />

• Feinverteilung von harten mikrolegierten Carbiden<br />

• Hohe mechanische Festigkeit, zäh und rissbeständig<br />

• Eine von der Dicke unabhängige gleichmäßige Durchhärtung<br />

• Geringe Eigenspannung<br />

• Hohe Warmfestigkeit, geeignet für dauerhaften Einsatz bis 450 °C<br />

Vorteile<br />

• Bis zu 50 –100 % längere Standzeiten im Vergleich zu<br />

klassischen verschleißfesten Stählen<br />

• Potential von erheblicher Gewichtseinsparung<br />

• Erhöhung der Nutzlast über reduzierte Einsatzdicken<br />

• Einfachere Verarbeitung als weicheres Material im Lieferzustand<br />

ohne Einschränkung der Verschleißbeständigkeit<br />

• Hervorragende Ebenheit auch nach dem Verarbeiten durch<br />

geringe Eigenspannung<br />

• Gleiche Eigenschaften über das ganze Blech und die Dicke<br />

• Sehr gute Umformbarkeit und Schweißbarkeit<br />

• Reduzierte Wärmeeinflusszone an Brennschnittkanten<br />

und Schweißnähten<br />

Auf der K 20<strong>22</strong> präsentiert Vecoplan den<br />

robusten und anspruchsvollen VAZ 1700.<br />

Foto: Vecoplan AG<br />

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.<br />

Telefon: +49 2065 / 677-0<br />

E-Mail: creusabro@unionstahl.com<br />

www.unionstahl.com


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

bauma 20<strong>22</strong><br />

Leitmesse mit umfangreichem<br />

Angebot und Rahmenprogramm<br />

Neben den Ausstellern und<br />

ihren Exponaten bietet die<br />

bauma, die vom 24. bis 30.<br />

Oktober auf dem Messegelände<br />

in München stattfindet,<br />

auch in diesem Jahr ein<br />

umfangreiches Rahmenprogramm<br />

mit vielgestaltigen,<br />

teils neuen Formaten an.<br />

Dazu zählt auch die Innovationshalle<br />

bauma LAB0, wo sich auch das<br />

bauma FORUM mit Vorträgen, Präsentationen<br />

und Podiumsdiskussionen präsentiert.<br />

Vom 24. bis 28. Oktober widmet<br />

sich das Forenprogramm jeden Tag<br />

einem anderen der fünf Leitthemen der<br />

bauma. Diese reichen von „Bauweisen<br />

und Materialien von morgen“ über<br />

„Bergbau – nachhaltig, effizient und zuverlässig“<br />

bis zu „Der Weg zur Null-Emission“.<br />

In unmittelbarer Nähe zum Forum<br />

befindet sich der Science Hub. In diesem<br />

Bereich informieren zehn Hochschulen<br />

und wissenschaftliche Institute über den<br />

neuesten Stand ihrer Forschung. Auch<br />

hier dienen die fünf Leitthemen als Strukturgeber.<br />

Ein weiteres Segment der Innovationshalle<br />

im Internationalen Congress<br />

Center München (ICM) ist die neu<br />

ins Leben gerufene Start-up Area, in der<br />

sich zukunftsträchtige Nachwuchsunternehmen<br />

der Fachöffentlichkeit vorstellen<br />

können. Um eine einheitliche, herstellerübergreifende<br />

und maschinenunabhängige<br />

Kommunikation rund um den Bauprozess<br />

zu entwickeln, gründeten der<br />

VDMA und der Hauptverband der deutschen<br />

Bauindustrie auf der bauma 2019<br />

die Arbeitsgemeinschaft „Machines in<br />

38 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


TAXI<br />

TAXI<br />

TAXI<br />

TAXI<br />

TAXI<br />

SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Feldkirchen-West<br />

www.bauma.de . Stand/As of: 11/2021<br />

München-Riem<br />

O l o f - P a l m e - S t r a ß e<br />

München<br />

West<br />

U2<br />

Messestadt West<br />

Parkhaus West /<br />

Parking Garage<br />

West<br />

Nordwest<br />

Northwest<br />

ICM<br />

P a u l -<br />

B0<br />

EWE<br />

21<br />

H e n r i<br />

C1<br />

B1<br />

A1<br />

1 2<br />

3<br />

Freigelände<br />

Nord/West<br />

Outdoor Exhibition Area<br />

north/west<br />

-<br />

S p a a k -<br />

20<br />

S t r a ß e<br />

A94<br />

C2 C3 C4 C5 C6<br />

B2 B3 B4 B5 B6<br />

M<br />

A 2 A3 A4 A5 A6<br />

W i l l y - B r a n d t - A l l e e<br />

19<br />

4 5<br />

18a<br />

Nord<br />

North<br />

17<br />

17a<br />

16a<br />

16<br />

6 7<br />

FN<br />

15a<br />

bauma Boulevard<br />

15<br />

Conference Center<br />

Nord<br />

EOE<br />

8<br />

14<br />

14a<br />

FM<br />

Ost<br />

East<br />

U2<br />

Messestadt Ost<br />

A m M e s s e<br />

13a<br />

13<br />

P+R<br />

Parkhaus /<br />

Park & Ride<br />

Parking<br />

Garage<br />

f r e i g e l ä n d e<br />

A99/ Passau<br />

12b<br />

12<br />

FS<br />

9<br />

12a<br />

Freigelände Süd<br />

Outdoor Exhibition Area south<br />

Freigelände Nord/Ost<br />

Outdoor Exhibition Area north/east<br />

11b<br />

11<br />

10<br />

11a<br />

D e -<br />

OCTOBER 24–30, 20<strong>22</strong>, MUNICH<br />

G a<br />

s p<br />

e r<br />

i -<br />

B o<br />

g e<br />

n<br />

Eingang<br />

Entrance<br />

Flughafen-Bus /<br />

Airport Shuttle<br />

Taxi<br />

Tore /<br />

Gates<br />

Messeleitung<br />

Exhibition Management<br />

Expressway<br />

A1,<br />

EWE<br />

bauma Geländeplan D/E<br />

Stand / As of: 2 /2019<br />

A2<br />

A3, A4<br />

A2,<br />

A5, A6<br />

EOE<br />

Baugeräte und Werkzeuge<br />

Construction equipment and tools<br />

bauma Digital /<br />

Sensorik und Diagnose<br />

bauma Digital /<br />

Sensor technology and diagnostics<br />

Antriebstechnik und Hydraulik (A3);<br />

Motoren und Hydraulik (A4)<br />

Transmission engineering and hydraulics (A3);<br />

Motors and hydraulics (A4)<br />

Zubehör, Ersatz- und Verschleißteile<br />

Accessories, spare and wear parts<br />

ICM<br />

C2<br />

C3<br />

C3<br />

THINK BIG! Beruf und Karriere<br />

THINK BIG! Work & Careers<br />

Betonstahlbearbeitung<br />

Reinforcing steel processing<br />

Tunnelbau<br />

Tunnel construction<br />

B1 , C1<br />

FS<br />

B5, B6<br />

C4–C6<br />

FN+FM<br />

B3<br />

FN<br />

B2<br />

FN + FS<br />

Herstellung zement-, kalk- und gipsgebundener<br />

Bauelemente; Betonaufbereitung<br />

Production of cement, lime and gypsum-bound<br />

building materials; concrete production<br />

Baumaschinen und Anbaugeräte<br />

Construction machinery and attachments<br />

Schalungen und Gerüste<br />

Formworks and scaffolds<br />

Aufbereitungstechnik und Rohstoffhandling<br />

Mineral processing and handling of raw materials<br />

B4<br />

FN<br />

C4<br />

FS<br />

FS<br />

FN<br />

Bau- und Nutzfahrzeuge<br />

Trucks and construction vehicles<br />

Hebezeuge<br />

Lifting appliances<br />

Straßenbau<br />

Road construction<br />

Drilling<br />

B0<br />

Innovationshalle LAB0: bauma Forum, Science Hub, Start-Ups, MIC 4.0 und VR Experience<br />

Innovationshalle LAB0: bauma Forum, Science Hub, Start-Ups, MIC 4.0 and VR Experience<br />

Allein der Geländeplan zeugt schon,<br />

was die bauma auch in diesem Jahr<br />

alles zu bieten hat – die Fotos<br />

sprechen für sich selbst!<br />

Grafik und Fotos: Messe München GmbH<br />

Construction 4.0“ (MiC 4.0). Eines der<br />

bisherigen Ergebnisse ist der MiC-4.0-<br />

Bus. Hierbei handelt es sich um eine offene,<br />

herstellerunabhängige Datenschnittstelle<br />

zwischen Baumaschine und<br />

Anbaugerät. Am MiC-4.0-Stand in der<br />

Innovationshalle LAB0 wird ein Demonstrator<br />

der neuen Schnittstelle in Aktion<br />

zu sehen sein.<br />

THINK BIG! – eine Initiative des VDMA<br />

und der Messe München – richtet sich<br />

vor allem an Schülerinnen und Schüler.<br />

Firmen präsentieren im ICM „Technik<br />

zum Anfassen“ mit einer großen Werkstatt-Show,<br />

Mitmach-Aktionen und Spielen<br />

wichtige Informationen rund um die<br />

berufliche Zukunft in der Branche.<br />

www.bauma.de<br />

Öffnungszeiten<br />

Montag, 24. Oktober 20<strong>22</strong> bis<br />

Freitag, 28. Oktober 20<strong>22</strong><br />

Samstag, 29. Oktober 20<strong>22</strong><br />

Sonntag, 30. Oktober 20<strong>22</strong><br />

09:30 – 18:30 Uhr<br />

08:30 – 18:30 Uhr<br />

09:30 – 16:30 Uhr<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 39


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Bobcat<br />

Neue leistungsstarke Lader der R-Serie: S86 und T86<br />

bauma: Freigelände FN,<br />

Stand 817<br />

Der Bobcat S86 und der T86 sind die leistungsstärksten Kompaktlader, die<br />

Bobcat bisher je gebaut hat. Foto: Bobcat<br />

Auf dem bauma-Stand werden die<br />

neuesten Bobcat-Rad- und Raupenlader,<br />

Minibagger, darunter vier spannende<br />

Neuzugänge im 5- bis 8-Tonnen-<br />

Segment, die neuesten Teleskopen der<br />

R-Serie, leichte Verdichtungmaschinen<br />

und eine Reihe neuer Anbaugeräte zu<br />

sehen sein. Hinzu kommen Maschinenpremieren<br />

und Innovationen aus den<br />

Bereichen Elektrifizierung, Digitalisierung<br />

und Autonomie, darunter unter anderem<br />

die neuen Lader S86 und T86 der R-Serie.<br />

Der neue Kompaktlader S86 und der<br />

Kompakt-Raupenlader T86, beide aus<br />

der R-Serie, ersetzen die bisherigen Lader<br />

der 700er- und 800er-Reihe und vervollständigen<br />

die aktuelle Laderpalette.<br />

Dank der höheren nutzbaren Motor- und<br />

Hydraulikleistung sind der Bobcat S86<br />

und der T86 die leistungsstärksten Kompaktlader,<br />

die das Unternehmen je gebaut<br />

hat. Beide Maschinen sind mit<br />

einem bewährten Stage-V-konformen<br />

3,4-l-Bobcat-Motor ausgestattet, der<br />

1<strong>05</strong> PS (78 kW) bei 2.600 U/min leistet.<br />

Einer der aufregendsten neuen Aspekte<br />

des S86 und des T86 ist, dass beide<br />

Maschinen erstmals über drei verschiedene<br />

Zusatzhydraulikoptionen verfügen.<br />

Es gibt eine Standard-Durchflusskonfiguration<br />

von 87 l/min für die Verwendung<br />

von Anbaugeräten mit geringem hydraulischem<br />

Durchfluss wie zum Beispiel eine<br />

4-in1-Schaufel. Darüber hinaus bietet<br />

Bobcat zwei zusätzliche hydraulische<br />

Leistungsfunktionen mithilfe der neuen<br />

EDC-Pumpe (Electronic Displacement<br />

Control): eine Hochleistungs-Funktion<br />

mit 138 l/min und eine neue, in der Branche<br />

einzigartige Super-Flow-Funktion,<br />

die den Zusatzhydraulikdurchfluss auf<br />

159 l/min erhöht. Die Super-Flow-Funktion<br />

steigert die Produktivität bei vergleichbaren<br />

Anbaugeräten in der Regel<br />

um 15 bis 20 Prozent und verfügt über<br />

einen neuen 5-Kupplungs-Anschlussblock,<br />

durch den die Verwendung größerer<br />

Dreiviertel-Zoll-Schnellkupplungen<br />

und Dreiviertel-Zoll-Anbaugeräteschläuche<br />

ermöglicht wird. Diese Änderung<br />

trägt zur Steigerung der Effizienz und<br />

Leistung der Zusatzhydraulik bei.<br />

www.bobcat.com<br />

40 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


aume: Halle B2,<br />

Stand 449<br />

Mit dem Rotorschleuderbrecher<br />

von BHS-Sonthofen können<br />

Mineralstoffe zerkleinert und<br />

veredelt werden. Foto: BHS-<br />

Sonthofen GmbH<br />

BHS-Sonthofen<br />

Effiziente Brecher für Steine<br />

und Sandherstellung<br />

BHS-Sonthofen präsentiert sein umfangreiches<br />

Portfolio im Bereich der Misch- und Zerkleinerungstechnik<br />

auf der diesjährigen bauma in München.<br />

Neben dem Doppelwellen-Chargenmischer<br />

und einem Ein-Wellen-Durchlaufmischer werden<br />

eine Rotorprallmühle und ein Rotorschleuderbrecher<br />

vorgestellt.<br />

„Auf der bauma sind die Maschinen eindeutig<br />

der Blickfang. Deshalb stellen wir unsere Maschinen<br />

mit geöffnetem Deckel aus, damit die Besucher<br />

auch einen Blick in das Innenleben der Mischer und<br />

Brecher werfen können“, so Bahar Yerlikaya, Marketing<br />

Managerin im Bereich Baustoffmaschinen<br />

bei BHS-Sonthofen, und betont: „Wir freuen uns,<br />

nach fast zwei Jahren Unterbrechung wieder für<br />

unsere Kunden und Partner vor Ort in München<br />

präsent zu sein. Schließlich kann die digitale Technik<br />

den persönlichen Kontakt nicht ersetzen.“<br />

Im Bereich der Zerkleinerungstechnik erwartet<br />

die Besucher am BHS-Stand eine Rotorprallmühle<br />

vom Typ RPM 1513 in ihrer neuesten Ausführung.<br />

Der Hochleistungs-Zerkleinerer mit vertikaler Welle<br />

eignet sich optimal für die Produktion von Qualitätssand.<br />

Darüber hinaus zeigt BHS einen Rotorschleuderbrecher<br />

vom Typ RSMX 1<strong>22</strong>2, der zur<br />

Zerkleinerung und Veredelung mineralischer Materialien<br />

eingesetzt wird.<br />

RSS-SERIES<br />

ENORME SCHNEIDLEISTUNG<br />

UND SCHNELLE ZYKLUSZEITEN<br />

GARANTIEREN EINE<br />

Leistung<br />

Verbesserter hydraulischer<br />

Aufbau, kein Leistungsverlust<br />

Material<br />

Produziert aus<br />

Hochleistungsstahl<br />

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Komfort<br />

Einzigartige Hauptbolzenlagerung<br />

und Kieferausrichtung,<br />

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Modern<br />

Produktivste Schere mit<br />

dem geringsten Kraftstoffverbrauch<br />

auf dem Markt<br />

www.bhs-sonthofen.de<br />

Neugierig auf unser gesamtes Sortiment?<br />

Entdecken Sie unsere Produkte auf www.rotar.com


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

CDE<br />

Fortschrittliche Aufbereitung von Baurestmassen und Aushubmaterial<br />

bauma: Halle B3,<br />

Stand 528<br />

CDE wird auf der diesjährigen<br />

bauma einige<br />

seiner Projekte für die Kreislaufwirtschaft<br />

und die Zero-<br />

Waste-Strategie präsentieren. Dabei<br />

geht es insbesondere um das Potenzial<br />

von Baurestmassen und Aushubmaterial<br />

(CD&E) als zukünftige Lösung für die<br />

Herausforderungen der Branche. Insbesondere<br />

soll die Industrie dabei unterstützt<br />

werden, aus CD&E-Abfällen zertifizierte,<br />

spezifikationsgerechte Sand- und<br />

Zuschlagstoffprodukte zu gewinnen.<br />

Anfang dieses Jahres wurde ein Paket<br />

europäischer Green-Deal-Vorschläge<br />

vorgelegt, die darauf abzielen, nachhaltige<br />

Produkte als Norm im EU-Binnenmarkt<br />

zu etablieren. Die überarbeitete<br />

Bauprodukteverordnung (CPR) unterstreicht<br />

den Wert des Baugewerbes für<br />

die EU als wichtiger Arbeitgeber und<br />

Wirtschaftsfaktor. Sie unterstreicht jedoch<br />

auch die negativen Auswirkungen<br />

des Sektors auf die Umwelt, da dieser<br />

rund 30 Prozent des jährlichen Abfallaufkommens<br />

in der EU erzeugt und einen<br />

erheblichen Beitrag zum CO 2<br />

-Ausstoß<br />

und den Emissionen der EU leistet. Materialknappheit<br />

und steigende Kosten<br />

sind nicht nur Symptome der Pandemie,<br />

sondern haben sich durch sie noch verschärft,<br />

erklärt Christoph Baier, Vertriebsleiter<br />

CDE für die DACH-Region:<br />

„Jeden Tag bauen wir weiter unsere sich<br />

schnell erschöpfenden natürlichen Ressourcen<br />

ab, um die schnelle Urbanisierung<br />

und unseren modernen, technologischen<br />

Lebensstil zu unterstützen. Ein<br />

wesentlicher Bestandteil davon ist Sand,<br />

die nach Wasser am zweithäufigsten verbrauchte<br />

natürliche Ressource und das<br />

am meisten verbrauchte Festmaterial<br />

der Erde.“ Durch den Einsatz innovativer<br />

Nassaufbereitungstechnologien, mit<br />

denen Material gereinigt, Leichtstoffe<br />

ausgeschieden und Endprodukte klassiert<br />

werden, kann dieser Materialstrom<br />

wiederverwendet werden, um gewaschene,<br />

normgerechte Produkte zu gewinnen,<br />

die frei von Verunreinigungen<br />

sind und sich für den Einsatz in hochwertigen<br />

Bauprojekten eignen. Bis heute<br />

haben die weltweiten Anlagen von CDE<br />

schon mehr als 100 Millionen Tonnen<br />

Abfall in wertvolle Rohstoffe umgewandelt,<br />

anstatt diese einfach nur zu deponieren.<br />

In Norwegen spielt Velde Pukk AS eine<br />

wichtige Rolle bei der Deckung des Materialbedarfs<br />

in Stavanger. Mit hochwertigen<br />

recycelten Zuschlagstoffen und<br />

einer eigenen Betonmischanlage liefert<br />

das Unternehmen der Bauindustrie einen<br />

CE-zertifizierten Beton aus 100 Prozent<br />

recycelten Materialien. DA Mattsson, mit<br />

Sitz in der Nähe von Stockholm in<br />

Schweden, sorgt durch seine Nassaufbereitungsanlage<br />

dafür, dass fast 100 Prozent<br />

der eingehenden CD&E-Abfälle<br />

nicht mehr auf Deponien abgelagert<br />

werden müssen. Das Unternehmen stellt<br />

daraus hochwertige Sande und Zuschlagstoffe<br />

her, die der Norm EN 12620<br />

entsprechen, und liefert diese Betonmaterialien<br />

an den Stockholmer Bausektor.<br />

Das Unternehmen gehört zu den fortschrittlichsten<br />

Abfallverwertungsanlagen,<br />

die von CDE in der DACH-Region<br />

konzipiert und gebaut wurden. Dazu<br />

gehört auch die in der Schweiz ansässige<br />

WALO AG, deren CDE-Anlage mit einer<br />

Kapazität von 200 Tonnen pro Stunde<br />

eine Reihe von sehr unterschiedlichen<br />

Velde Pukk AS liefert mit<br />

hochwertigen recycelten<br />

Zuschlagstoffen und einer<br />

eigenen Betonmischanlage der<br />

Bauindustrie einen CEzertifizierten<br />

Beton aus 100<br />

Prozent recycelten Materialien.<br />

Foto: CDE<br />

Materialien verarbeitet, darunter Aushubmaterial<br />

und Gleisschotter. Im Hinblick<br />

auf die Nachhaltigkeit verfügt die<br />

Anlage über ein geschlossenes Wasserkreislaufsystem<br />

und eine auf dem Hallendach<br />

montierte Fotovoltaikanlage für die<br />

Stromversorgung der Anlage. In Frankreich,<br />

im Großraum Paris, werden mit der<br />

135 t/h leistenden Waschanlage Sodextra<br />

eine Reihe von qualitativ hochwertiger<br />

Betonsande und Zuschlagstoffe erzeugt,<br />

die als Öko-Sand und Öko-Kies<br />

bezeichnet werden.<br />

www.cdegroup.com/de/bauma<br />

42 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Doosan<br />

Neue Technologie-<br />

Systeme und neue<br />

Kompakt-Radlader<br />

Der Doosan-Stand ist rund um ein spezielles<br />

Innovationszentrum aufgebaut,<br />

das unter dem Motto „Powered by<br />

Innovation“ die neuesten Entwicklungen<br />

der Technologiesysteme Concept-X,<br />

Xitecloud und DoosanCONNECT vorstellt.<br />

Dazu kommen weitere Produkte,<br />

wie die erste transparente Schaufel der<br />

Welt und der neue DX<strong>22</strong>5LC-7X, der<br />

erste „Smart“-Kettenbagger von Doosan.<br />

Vorgestellt wird auch der erste emissionsfreie<br />

Minibagger, der DX20Z-E,<br />

dessen Markteinführung für 2023 geplant<br />

ist.<br />

Die App DoosanCONNECT, die für<br />

Mobilgeräte mit Android- und Apple-<br />

Betriebssystem erhältlich ist, bietet den<br />

Kunden jetzt ein neues Komplettverwaltungssystem<br />

für alle Doosan-Baumaschinen.<br />

Mit dem neuesten Upgrade werden<br />

bauma: Freigelände FM, Stand 711/1<br />

Doosan präsentiert<br />

auf der bauma<br />

erstmals seine neuen<br />

Kompakt-Radlader-<br />

Modelle wie den<br />

DL80-7. Foto: Doosan<br />

zusätzliche Dienste eingeführt und die<br />

Funktionalität erweitert. Dadurch kann<br />

diese App jetzt alle Prozesse – von Betrieb<br />

und Wartung bis hin zum Einkauf von<br />

Teilen – mit einer einzigen Plattform verwalten.<br />

Zum ersten Mal wird das in der Branche<br />

einmalige Doosan-Sicherheitssystem<br />

„transparente Schaufel“ auf der bauma<br />

ausgestellt. Bei der transparenten Schaufel<br />

handelt es sich um das erste Sicherheitssystem<br />

seiner Art, das eine Lösung<br />

zur Verhinderung von Unfallgefahren<br />

aufgrund des toten Winkels vor der<br />

Schaufel von Radladern bietet.<br />

Darüber hinaus stellte Doosan auf der<br />

bauma erstmalig seine neuen Kompakt-<br />

Radlader-Modelle DL60-7, DL65-7, DL80-<br />

7, DL85-7 und DL80TL-7 mit Betriebsgewichten<br />

von 3.500 bis 5.000 kg vor.<br />

www.eu.doosanequipment.com


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

EAG<br />

Flexible, robuste und kostenbewusste Siebtechnik<br />

Die Kostensteigerung ist überall gegenwärtig,<br />

und das nicht nur in der<br />

Entsorgung, der Logistik, der Materialaufbereitung<br />

oder einfach im „normalen“<br />

Tagesgeschäft. Gestiegene Deponie-<br />

und steigende Treibstoffkosten wecken<br />

zunehmend das Interesse an „einfachen“<br />

und damit kostengünstigen<br />

Aufbereitungslösungen. Um Baustoffe<br />

möglichst wenig zu transportieren und<br />

auf die Deponie fahren zu müssen, befassen<br />

sich immer mehr Unternehmungen<br />

mit dem Thema Siebtechnik.<br />

Die EAG Einfach Aufbereiten GmbH<br />

aus Dresden hat in den letzten 10 Jahren<br />

genau dazu die passende Lösung entwickelt.<br />

Die Baustoff-Recyclingsiebe SBR 3<br />

und SBR 4 werden sowohl von Unternehmen<br />

eingesetzt, deren Kerngeschäft das<br />

Baustoff-Recycling ist, wie auch von Kunden,<br />

die die Aufbereitung üblicherweise<br />

ausgliedern. Asphaltmischwerke lagern<br />

zum Beispiel die Asphaltfräsgut-Aufbereitung<br />

häufig aus. Mit dem Baustoff-Recyclingsieb<br />

SBR 4 ändert sich das nicht, der<br />

Prozess wird jedoch ergänzt. Durch die<br />

flexible und sensorgesteuerte Absiebung<br />

bleibt für den Brechdienstleister weniger<br />

Tonnage übrig. In Folge entstehen weniger<br />

Brechkosten, zudem werden die<br />

terminliche Abhängigkeit sowie der<br />

Platzbedarf für Fräsgutlagerung verringert.<br />

Baustoff-Recycler setzen die Siebanlagen<br />

der EAG häufig ein, um ihre großen<br />

und hochtechnisierten Brech- und Siebanlagen<br />

zu schonen. Häufig heißt es:<br />

„Alles, was auf den Hof kommt, geht erst<br />

mal über die SBR 4!“. Damit kann das<br />

Das Baustoff-Recyclingsieb SBR 3 im<br />

vielseitigen Einsatz eines Containerdienstes.<br />

Foto: EAG Einfach Aufbereiten GmbH<br />

Unterkorn oftmals als Verfüllmaterial<br />

genutzt werden. Das Überkorn ist „sauber“,<br />

eine verbesserte Qualität des RC-<br />

Materials und eine höhere Brechleistung<br />

können erzielt werden.<br />

Insbesondere das kleinere Baustoff-<br />

Recyclingsieb SBR 3 wird häufig von<br />

Recycling-Neulingen eingesetzt. Die SBR<br />

3 wurde mit Blick auf Transportmaße,<br />

Gewicht und Leistungsfähigkeit auf die<br />

Belange des Straßen- und Tiefbaus ausgelegt.<br />

Dort spielt die Logistik eine große<br />

Rolle. Wenn eine Aushub-Aufbereitung<br />

und der Wiedereinbau vor Ort möglich<br />

sind, entfallen schnell einige Lkw-Transporte<br />

und somit eine Menge Verkehr und<br />

Kosten. Die enormen Beschleunigungswerte<br />

des Kreisschwingers und die Beschickung<br />

von Radladern mit 0,75 bis 1,5<br />

m³ ermöglichen Stundenleistungen von<br />

60 bis 100 Tonnen, und das bei geringeren<br />

Maschinenkosten im Vergleich zum<br />

Einsatz eines Mobilbaggers mit Schaufelseparator.<br />

Ebenso wird die SBR 3 aufgrund<br />

des geringen Platzbedarfs und des<br />

breiten Einsatzspektrums immer häufiger<br />

von Containerdiensten eingesetzt. Der<br />

Tausch des fast 5 m² großen Siebdecks<br />

ist in weniger als 30 Minuten erledigt.<br />

Aufgrund des Stangensizers und der robusten<br />

Bauart kann grober Bauschutt<br />

oder Aushub aufgegeben werden, ebenso<br />

kann jedoch schwerer Mutterboden<br />

gesiebt werden.<br />

www.einfach-aufbereiten.de<br />

bauma: Freigelände FS,<br />

Stand 1013<br />

Ihr Partner für mobile Sieb- und Brechanlagen<br />

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SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Gipo<br />

Bewährte & innovative<br />

Anlagenkonzepte<br />

bauma: Freigelände FN,<br />

Stand 921/9<br />

Auf der bauma wird neben der bewährten GIPO P 090 GIGA und GIPO P 100<br />

GIGA die brandneue GIPO P 131 GIGA präsentiert. Foto: Gipo AG<br />

Die Emil Gisler & Gipo AG zeigen auf<br />

der diesjährigen bauma innovative<br />

Anlagen und Komponenten der sehr vielseitigen<br />

Produktpalette. Vor Ort wird<br />

neben der bewährten GIPO P 090 GIGA<br />

und GIPO P 100 GIGA die brandneue<br />

GIPO P 131 GIGA mit Eisenaustrag in<br />

Längsrichtung und dem elektrischem Antriebskonzept<br />

GIPOGREEN präsentiert.<br />

Der raupenmobile Prallbrecher P 090<br />

GIGA überzeugt durch seine kompakte<br />

Bauweise, das niedrige Transportgewicht<br />

und die 2-Deck-Vorabsiebung. Die Anlage<br />

ist mit der Prallmühle P 90, dem bewährten<br />

Brecheraustrag mit Austragsrinne,<br />

einer leistungsfähigen Nachsiebmaschine<br />

1.300 x 3.000 mm und integrierter<br />

Überkornrückführung ausgestattet.<br />

Die P 100 GIGA besitzt den innovativen<br />

Brecher-Direktantrieb, der sich durch<br />

niedrigsten Treibstoffverbrauch und<br />

hohe Wirtschaftlichkeit auszeichnet. Weitere<br />

besondere Merkmale sind der vielfach<br />

bewährte und leistungsfähige Prallbrecher<br />

vom Typ P 100 und die große<br />

Siebmaschine 1.500 x 4.500 mm, optional<br />

auch mit 2-Deck-Siebmaschine<br />

1.500 x 5.000 mm erhältlich. Mit vielen<br />

kundenspezifischen technischen Highlights<br />

überzeugt die Anlage als Gesamtpaket.<br />

Die P 131 GIGA ist mit der seit<br />

Jahren erfolgreichen Antriebstechnologie<br />

GIPOGREEN ausgestattet. Das elektrische<br />

Antriebskonzept mit der externen Stromversorgung<br />

ermöglicht einen CO 2<br />

-freien<br />

Betrieb und verbindet Klimaschutz mit<br />

Wirtschaftlichkeit. Die wesentlichen<br />

technischen Merkmale der Anlage sind<br />

der sehr robuste und leistungsfähige<br />

Prallbrecher P 131, der Eisenaustrag mit<br />

Permanentmagnet in Längsrichtung, die<br />

gro?e 2-Deck-Siebmaschine 1.500 x<br />

5.500 mm und das bewährte Windsichtersystem<br />

im Überkornkreislauf und im<br />

Unterdeck. Mit der integrierten Windsichtung<br />

werden Leichtstoffe wie Holz,<br />

Kunststoff und andere leichte Fremdmaterialien<br />

mittels einer speziellen Luftdüse<br />

effizient aus dem Materialstrom ausgeblasen<br />

und so ein reineres und qualitativ<br />

hochwertigeres Endprodukt erzeugt.<br />

Durch ihre clevere Bauweise erhält man<br />

bei der GIPOGREEN-Technologie so eine<br />

kompakte, elektrisch angetriebene mobile<br />

Brecheranlage. Hoher Wirkungsgrad,<br />

geringe Wartung sowie verringerte<br />

Lärmemissionen sind nur einige der Vorteile,<br />

die die GIPOGREEN-Technologie<br />

mit sich bringt.<br />

www.gipo.ch<br />

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Für unsere XR-Zerkleinerungsmaschine ist keine Herausforderung zu groß, egal ob Industrieund<br />

Gewerbemüll, Altholz, Metall oder schwierig zu zerkleinernde Materialien.<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 45


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

HKM: A18 steht für Absetzmuldenlogistik. Foto: HKM<br />

HKM<br />

Effiziente Transportlösungen nicht nur für Mulden<br />

Auf der bauma 20<strong>22</strong> zeigt HKM seine<br />

BehälterTransportAnhänger BTA, die<br />

in der Entsorgungs- und Recyclinglogistik<br />

Verwendung finden. Durch den modularen<br />

Aufbau der Baureihen und Ausstattungen<br />

ergeben sich vielseitige Anwendungen.<br />

HKM setzt seit vielen Jahrzehnten<br />

auf ein bewährtes und durchdachtes<br />

Baukastenprinzip. Das ermöglicht dem<br />

Kunden, sich seine BTA ganz individuell<br />

auf seine Bedürfnisse und Einsätze zusammenzustellen.<br />

Im Portfolio sind auch<br />

Lösungen wie die pneumatische Ladungssicherung<br />

für Absetzmuldenanhänger<br />

mitenthalten. Mit dieser praktischen<br />

und sicheren Verzurrmöglichkeit<br />

für Absetzmulden nach DIN 30720 wird<br />

ein optimales Bedienkonzept realisiert.<br />

Der Ladevorgang ist wie folgt: die vordere<br />

Absetzmulde wird stirnseitig über eine<br />

pneumatisch absenkbare Zugdeichsel<br />

hinweg aufgenommen, an den Anschlägen<br />

in Längs- und Querrichtung fixiert<br />

und mittels der pneumatischen Spannung<br />

sicher und dauerhaft verspannt.<br />

Dies wird durch das DEKRA-Ladungssicherungszertifikat<br />

bestätigt. Für die heckseitige<br />

Aufnahme erfolgt dies durch Umsetzen<br />

des Lkw an das Anhängerheck und<br />

bauma: Freigelände FN,<br />

Stand 825/2<br />

im gleichen Umsetzungsablauf. Ist eine<br />

schwere Absetzmulde aufzunehmen, so<br />

kann diese in die mittige Behälterstellung<br />

gesetzt und verspannt werden. Durch<br />

diese überaus flexiblen Ladungsmöglichkeiten<br />

kann bei jedem Ladegewicht eine<br />

optimale Straßenlage im Ladeschwerpunkt<br />

gewährleistet werden. Je nach<br />

Anforderung gibt es für die Absetzmulden<br />

verschiedene Anhängerradstände<br />

sowie Einzel- und Zwillingsbereifungsvarianten.<br />

Mit dem G18 wird die neueste Version<br />

der Außenrollerbaureihe vorgestellt.<br />

Dazu ist ein umfangreiches update der<br />

Konstruktion erfolgt. Dabei hat HKM die<br />

gesamte Rahmenkonstruktion im Fahrwerk<br />

komplett neu konzipiert, ohne auf<br />

die bewährten Elemente in der pneumatischen<br />

Ladungssicherung zu verzichten.<br />

So ist der Außenträger sowohl in seinem<br />

Design, aber auch durch den Einsatz<br />

hochfester Stähle erheblich gewichtsoptimiert<br />

worden. Die Abrollcontainer nach<br />

DIN 307<strong>22</strong> werden heckseitig durch ein<br />

flach abgesenktes und konisch zulaufendes<br />

Heck aufgenommen. In der Folge<br />

kann der Außenroller besser auf den<br />

Längsträgern gleiten und hat in der seitlichen<br />

flachen Außenkante eine stabile<br />

Fixierung. Bei der Ladungssicherung<br />

setzt HKM auch bei dem Außenroller<br />

G18 auf die 4-fach versetzten pneumatischen<br />

Verriegelungen für Abrollbehälter<br />

nach DIN 307<strong>22</strong> mit je 2 Haken von<br />

110 mm Breite für den 4-fachen Kreuzgriffverschluss.<br />

Die versetzte Klemmung<br />

der Haken, im Gegensatz zu der üblichen<br />

Wettbewerbslösung der direkt gegenüberliegenden<br />

parallelen Klemmung,<br />

ergibt einen erheblich stärkeren und größeren<br />

Fixierungsbereich der Abrollbehälter.<br />

www.hkm-fahrzeugbau.de<br />

46 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Goldhofer<br />

Spannende Weiterentwicklungen<br />

bauma: Freigelände FN,<br />

Stand 823<br />

Ein starker Partner für Bau- und Schwertransportunternehmen:<br />

Goldhofer auf der bauma. Foto: Goldhofer<br />

Highlight des breiten Portfolio-Querschnitts von Goldhofer<br />

ist die Weltpremiere eines völlig neu entwickelten Fahrzeugkonzeptes:<br />

die »FT SERIES«. Aufgrund ihrer Flexibilität im<br />

Einsatz meistert sie eine Vielzahl verschiedener Transportherausforderungen<br />

bei gleichzeitig einfacher Handhabung. Weitere<br />

Details werden traditionsgemäß erst zum Messestart vorgestellt.<br />

Parallel präsentiert Goldhofer den jüngsten Zuwachs<br />

seiner »STAR«-Familie, nämlich den auf der IAA Transportation<br />

vorgestellten »TRAILSTAR«. Dieser drei- bis fünfachsige luftgefederte<br />

Anhänger bietet durch neue Bauweise und vielfältige<br />

Ausstattungsoptionen eine optimale Ausnutzung der Ladefläche<br />

und des Beladungsschwerpunkts sowie exzellente Manövrierfähigkeit.<br />

Bei Schwertransporten entscheiden oft nur wenige<br />

Zentimeter in der Ladehöhe über die optimale Routenführung.<br />

Umwege erspart der Niederquerschnittsreifen »Cargo-<br />

Plus«. Denn die zusammen mit HBI Tires & Wheels entwickelte<br />

innovative Bereifung sorgt für die entscheidenden Zentimeter<br />

bei gleicher Achslast. Von den Vorteilen der »CargoPlus«-Innovation<br />

können sich die Besucher gleich an mehreren Fahrzeugen<br />

der Produktpalette überzeugen.<br />

Unter dem Motto „Eine Partnerschaft rund um den Transport“<br />

informiert das Unternehmen ebenso über seine wachsenden<br />

Dienstleistungs- und Serviceangebote. Diese reichen<br />

über das Goldhofer-Akademieangebot mit Werkstatt- und Fahrerschulungen<br />

bis hin zu Software-Tools aller Art für jede logistische<br />

Herausforderung, etwa zur Unterstützung beim Konfigurieren<br />

verschiedener Fahrzeugkombinationen oder zur Berechnung<br />

individueller Beladungssituationen.<br />

www.goldhofer.com<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 47


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Kleemann<br />

bauma: Freigelände FS,<br />

Stand 1110<br />

Neuer Mobirex MR 130(i) PRO mit vollelektrischem Antriebskonzept<br />

Der mobile<br />

Prall brecher<br />

Mobirex MR<br />

130(i) PRO wird<br />

als Primär- und<br />

Sekundärbrecher im<br />

Naturstein und Recycling<br />

eingesetzt und ist das neue<br />

Familienmitglied der Kleemann PRO-<br />

Line. Foto: Wirtgen Group<br />

Mit dem mobilen Prallbrecher Mobirex<br />

MR 130(i) PRO präsentiert<br />

Kleemann ein neues Familienmitglied der<br />

PRO-Line. Die Anlage kann als Primärund<br />

Sekundärbrecher eingesetzt werden<br />

und deckt ein sehr breites Einsatzspektrum<br />

ab: von weichem bis mittelhartem<br />

Naturstein bis hin zu verschiedensten<br />

Recyclinganwendungen wie beispielsweise<br />

die Aufbereitung von Beton, Bauschutt<br />

und Asphalt. Mit einer Stundenleistung<br />

von bis zu 600 t/h erfüllt die<br />

Anlage dabei Anforderungen im hohen<br />

Leistungsbereich. Dabei überzeugt die<br />

Brecheinheit mit schwerem Rotor und<br />

kraftvollem elektrischem 250-kW-Antrieb,<br />

was zusammen mit der effizienten<br />

Vorabsiebung für eine hohe und stabile<br />

Durchsatzleistung sorgt. Dank des Continuous<br />

Feed Systems CFS ist eine kontinuierliche<br />

Brecherauslastung gegeben.<br />

Mit dem vollelektrischen Antriebskonzept<br />

E-DRIVE mit der Möglichkeit der<br />

externen Stromeinspeisung kann die<br />

MR 130(i) PRO von Kleemann lokal emissionsfrei<br />

betrieben werden und sorgt<br />

damit für einen geringen Energieverbrauch<br />

pro Tonne Endprodukt. Ein weiterer<br />

Vorteil des elektrischen Antriebs:<br />

Hydrauliköl wird nur für Stell- und Rüstfunktionen<br />

benötigt, sodass das Risiko für<br />

die Umwelt minimiert und Wartungskosten<br />

reduziert werden. Wird die Anlage<br />

über das Dieselaggregat betrieben, reduziert<br />

der leistungs- und lastabhängige<br />

Lüfter neben den Geräuschemissionen<br />

auch den Kraftstoffverbrauch. Die optionale<br />

Aggregat-Umhausung sorgt für eine<br />

weitere signifikante Lärmreduzierung.<br />

Dank Wasserbedüsungen an relevanten<br />

Stellen wie dem Brechereinlauf, den Austragsbändern<br />

und der Nachsiebeinheit<br />

sowie diversen Bandabdeckungen kann<br />

das Staubaufkommen stark reduziert<br />

werden.<br />

Von einem Prallbrecher wird eine sehr<br />

gute Produktqualität erwartet. Dafür<br />

sorgt bei dem neuen Prallbrecher nicht<br />

nur die bewährte robuste Brecheinheit<br />

mit ihren zwei Prallschwingen und vielseitigen<br />

Schlagleisten-Optionen, sondern<br />

auch das 8,4 m 2 große optionale<br />

Doppeldecker-Nachsieb im Oberdeck.<br />

Damit ist es ohne den Einsatz einer zusätzlichen<br />

Siebanlage mit nur einer Maschine<br />

möglich, zwei klassifizierte Endkörnungen<br />

herzustellen. Durch den Einsatz<br />

von optionalen Windsichtern kann<br />

die Endproduktqualität sogar noch weiter<br />

optimiert werden, indem das Material<br />

von Verunreinigungen durch Leichtstoffe<br />

(z. B. Holz und Kunststoff) gereinigt<br />

wird. Der Luftstrom kann dabei je<br />

nach Material geregelt werden.<br />

Brechanlagen werden in ihrer Funktion<br />

immer anspruchsvoller. Mit dem intuitiven<br />

gesamtheitlichen Bedienkonzept<br />

Spective bekommt der Bediener unterschiedliche<br />

Tools an die Hand, die ihm<br />

den Arbeitsalltag erleichtern. Das 12''<br />

große Touchpanel besticht durch einfache<br />

Benutzerführung und Visualisierung.<br />

Mit der großen Spective-Funkfernsteuerung<br />

werden die Anlagen vom Tieflader<br />

verfahren und der Rüstvorgang kann<br />

komfortabel und in sicherem Abstand zur<br />

Maschine erfolgen. Mit der kleinen Spective-Funkfernsteuerung<br />

lassen sich alle<br />

relevanten Funktionen des Automatikbetriebs<br />

bequem im Bagger bedienen.<br />

Die digitale Lösung Spective Connect<br />

vereinfacht die Baustellendigitalisierung<br />

der Mobirex MR 130(i) PRO. Alle wichtigen<br />

Anlagendaten werden aufs Smartphone<br />

übertragen und das Reporting<br />

vereinfacht.<br />

www.wirtgen-group.com<br />

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48 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Kölsch & Christophel<br />

Mobil aufbereiten – interessanter denn je<br />

Franzoi TAZ280: Robust und<br />

bis ins Detail mit<br />

hochwertigen Komponenten<br />

ausgestattet. Foto: Kölsch<br />

bauma: Freigelände FN,<br />

Stand 1024/1<br />

Die von den beiden Handelsunternehmen<br />

Kölsch und Christophel vertriebenen,<br />

überwiegend mobilen Aufbereitungslösungen<br />

sind interessanter denn<br />

je. Schließlich verwandeln sie nicht nur<br />

Naturstein in hochwertige Baustoffe, sie<br />

ermöglichen auch die Erzeugung von<br />

Wertstoffen und Zuschlagsmaterial auf<br />

der Basis von Bauschutt und Abraum; vor<br />

Ort, also direkt an der Baustelle. Effizientes<br />

Abbruch-Recycling mit mobilen Maschinen<br />

vor Ort spart wertvolle Arbeitszeit<br />

und teuren Kraftstoff. Kölsch und<br />

Christophel zeigen dazu auf der bauma<br />

insgesamt 12 Maschinenexponate.<br />

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit<br />

zwischen den beiden Unternehmen<br />

ist mehr als eine reine Zweckgemeinschaft,<br />

und dies schon seit über 30 Jahren.<br />

Kölsch residiert in Heimertingen, im<br />

Allgäu und betreut den süddeutschen<br />

Raum. Christophel kommt aus Lübeck<br />

und betreut den Norden Deutschlands.<br />

Beide bieten ihren Kunden ein nahezu<br />

identisches Maschinenprogramm, hinzu<br />

kommen Beratung, Service, Ersatzteilversorgung,<br />

diverse Miet-, Kauf- und Leasingoptionen<br />

und ein vitaler Gebrauchtmaschinenmarkt.<br />

Geführt werden ausschließlich<br />

Premium-Marken. Im Mittelpunkt<br />

stehen unter anderem Powerscreen,<br />

Portafill und Telestack als irische<br />

Hersteller, Rubble Master aus Österreich,<br />

Franzoi aus Italien und CityEquip als<br />

deutscher Hersteller. Über die Aufbereitung<br />

mineralischer Baustoffe hinaus hat<br />

man sich mit der polnischen Marke Pronar<br />

bereits vor Jahren ein zweites Standbein<br />

geschaffen. Pronar ist Hersteller von<br />

Maschinen für die Zerkleinerung und<br />

Aufwertung von Grüngut, die Erzeugung<br />

von Humus wie auch die Zerkleinerung<br />

von Holz und Hausmüll.<br />

Einige der auf der bauma vertretenen<br />

Maschinen hier in Kurzform:<br />

Der CityTrak 7TX-Hybrid verdaut Aufgabengrößen<br />

von bis zu 700 x 500 mm,<br />

ist für einen Backenbrecher zurückhaltende<br />

18,5 t leicht und mit einem 88 kVA<br />

starken, leisen CAT-Antriebsaggregat der<br />

Stufe 3A ausgestattet. Der Verbrauch<br />

liegt in der Regel bei unter 10 l Diesel pro<br />

Stunde. Wer es lieber elektrisch mag,<br />

kann den CityTrak 7TX-Hybrid auch ans<br />

Stromnetz anschließen. Dank Ultraschallsensor<br />

ist er für den mannlosen Betrieb<br />

gerüstet. Die neue Portafill MR5X wartet<br />

mit einem Hybridantrieb auf und ist mit<br />

einer um 38 Prozent größeren Siebfläche<br />

von 3 mal 1,2 m ausgestattet. Das bewährt<br />

sich vor allem bei einer angestrebten<br />

zügigen Feinabsiebung. Der Produktaustrag<br />

erfolgt über ein 2-3-Wege-Split-<br />

System, das bereits in der Standardversion<br />

verbaut ist. Das 55 kW starke Deutz-<br />

Dieselaggregat der Stufe V ist für die<br />

komfortable Wartung seitlich zugänglich.<br />

Der Verbrauch liegt bei erfreulich<br />

geringen 6 l Diesel pro Stunde. Die Powerscreen<br />

Chieftain 1700X 2-Deck klassiert<br />

in der 28-t-Klasse pro Stunde bis zu<br />

500 t. Die Fraktionen werden über bis zu<br />

drei hydraulisch klappbare Austragsbänder<br />

ausgegeben. Serienmäßige Energiequelle<br />

ist ein niedertourig laufender,<br />

sparsamer 102 kW starker Cat-Dieselmotor,<br />

zertifiziert nach Stufe V. Im Programm<br />

der Powerscreen-Backenbrecher<br />

ist der Premiertrak 330 das Einsteiger-<br />

Modell. Der „Kleine“ bringt bereits 35 t<br />

auf die Waage und kommt mit einem<br />

5 m 3 fassenden Aufgabetrichter und<br />

einem automatischen Beschickungssystem.<br />

Der Brecherantrieb erfolgt hydrostatisch,<br />

was für eine stufenlos einstellbare<br />

Geschwindigkeit und die spontane<br />

Umkehr der Laufrichtung sorgt. Vor<br />

allem in unebenem Gelände ist das Pronar-Trommelsieb<br />

MPB 20.55gh in seinem<br />

Element. Das 4,7 m lange Raupenlaufwerk<br />

garantiert Standfestigkeit, verfügt<br />

über eine Hubkinematik und ermöglicht<br />

so ein präzises Ausrichten der Anlage.<br />

Der Aufgabetrichter fasst 6 m 3 und<br />

beschickt eine Siebtrommel mit einer<br />

Gesamtfläche von 30 m², einer Länge<br />

von 5,5 m und einem Innendurchmesser<br />

von 2 m. Der langsam laufende Ein-Wellen-Zerkleinerer<br />

Pronar MRW 1.300g hat<br />

eine Zerkleinerungskammer mit einem<br />

Fassungsvermögen von 5 m 3 und kann<br />

unter anderem auf Müll, Holz und weitere<br />

Aufgaben eingestellt werden. Der<br />

Rubble-Master-Prallbrecher RM120X mit<br />

Sieb-Rückführeinheit MS125GO! nimmt<br />

einen Maximaldurchsatz von bis zu 350<br />

t/h für sich in Anspruch, optimales Aufgabematerial<br />

vorausgesetzt. Das Nachsieb<br />

MS125GO! ist schnell zu montieren<br />

und zu demontieren, eine weitere Option<br />

ist das <strong>aktiv</strong>e 2-Deck-Vorsieb.<br />

Der vollhydraulische Zwei-Wellen-Brecher<br />

TAZ280 von Franzoi ist ebenso kompakt<br />

wie unverwüstlich. Der Aufgabetrichter<br />

ist kippbar, was die Beschickung<br />

mittels Radlader erleichtert. Vom 2,5 m 3<br />

fassenden Trichter aus wird das Material<br />

den zwei Zerkleinerungswellen mit einer<br />

Länge von 1.500 mm und einem Durchmesser<br />

von 700 mm zugeführt.<br />

www.koelsch.com<br />

www.christophel.com<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 49


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Die kabelgebundene<br />

Elektroumschlagmaschine LH 26 M<br />

Industry E ist mit einem<br />

batteriebetriebenem Mobility-Kit für<br />

einen temporären, netzunabhängigen<br />

Betrieb ausgestattet. Foto: Liebeherr<br />

bauma: Freigelände FN,<br />

Stand 809, 810, 812, 813<br />

Liebherr<br />

Vielseitig und umweltbewusst: LH 26 M Industry E mit Mobility-Kit<br />

Die Liebherr-Umschlagmaschine LH<br />

26 M Industry E eignet sich neben<br />

dem Schrottumschlag auch besonders<br />

für den Recyclingeinsatz. Beispielhafte<br />

Anwendungsgebiete sind das Umschlagen,<br />

Entladen oder Sortieren von Altpapier,<br />

Altholz und Abfallstoffen. Der enthaltene,<br />

reversierbare Lüfter erhöht die<br />

produktive Arbeitszeit, indem durch die<br />

Umkehrung der Lüfterdrehrichtung der<br />

Kühler und das Schutzgitter freigeblasen<br />

werden können. Die separate Position<br />

des Klimakondensators maximiert den<br />

Luftstrom in der Kühler- und Lüftereinheit<br />

und garantiert somit auch unter extremer<br />

Staubbelastung hohe Zuverlässigkeit.<br />

Das Herzstück der Maschine ist der<br />

90-kW-Elektromotor. Dieser ermöglicht<br />

kraftvolle, dynamische Arbeitsbewegungen<br />

bei gleichzeitig niedrigen Wartungskosten<br />

sowie geringen Geräuschemissionen.<br />

Darüber hinaus umfasst das Antriebskonzept<br />

einen zusätzlichen Elektromotor<br />

für Nebenverbraucher, der eine<br />

bewusste Energieverteilung sowie maximale<br />

Energieeffizienz gewährleistet. Die<br />

fortschrittliche Frequenzumrichtertechnik<br />

ermöglicht die individuelle Anpassung<br />

der Motor-Drehzahl an den jeweiligen<br />

Einsatz der Maschine. Neben der<br />

einfachen Anpassung an alle gängigen<br />

Energieversorgungsnetzwerke weltweit<br />

zeichnet sich der Frequenzumrichter<br />

auch durch eine erhebliche Kostenreduzierung<br />

im Betrieb aus. Dies liegt an der<br />

Vermeidung von Einschaltstromspitzen<br />

dank sanften Anlaufs beim Starten sowie<br />

der damit verbundenen Schonung von<br />

hydraulischen Antriebskomponenten.<br />

Für einen temporären, netzunabhängigen<br />

Betrieb ist die Umschlagmaschine<br />

mit einem batteriebetriebenen Mobility-<br />

Kit ausgestattet. Es ist optimal zugänglich<br />

auf dem Oberwagen der Maschine angebracht<br />

und versorgt diese bei Abkopplung<br />

vom Stromnetz mit elektrischer<br />

Energie. Das Mobility Kit ermöglicht<br />

netzunabhängiges, emissionsfreies Verfahren<br />

von bis zu 30 Minuten. Anstelle<br />

des Verfahrens kann die Energie auch für<br />

kurzfristiges, geschwindigkeitsreduziertes<br />

Arbeiten verwendet werden.<br />

Zur Konfiguration der bauma-Maschine<br />

zählen ein gerader, 6,60 m langer<br />

Ausleger und ein 4,50 m langer Stiel mit<br />

Kippkinematik. Ebenfalls zur Ausrüstung<br />

gehört der Liebherr-Sortiergreifer SG 25<br />

mit einem Fassungsvermögen von 0,75<br />

m³ und 1.000 mm breiter, gelochter<br />

Zange. Weiterer Bestandteil der Maschinenkonfiguration<br />

ist die hydraulisch stufenlos<br />

höhenverstellbare Fahrerkabine.<br />

Die Kabelzuführung ist über ein Kabel-<br />

Wickelsystem gegeben, welches ein sicheres<br />

Verfahren der Maschine innerhalb<br />

eines Arbeitsradius von 40 Metern, auf<br />

Anfrage auch mehr, ermöglicht.<br />

www.liebherr.com<br />

50 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Kramer<br />

Digitalisierung und Elektrifizierung<br />

Auch bei Radladern ist<br />

Kramer gut aufgestellt.<br />

Foto: Kramer-Werke GmbH<br />

Unter dem Motto „Meet the<br />

Future“ präsentiert sich Kramer<br />

auf der bauma 20<strong>22</strong> zusammen<br />

mit der Schwestermarke<br />

Wacker Neuson. Das Motto spiegelt<br />

die Schwerpunkte des Messeauftritts<br />

wider: Der persönliche<br />

Austausch mit den Besuchern<br />

steht ganz klar im Fokus. „Meet<br />

the Future“ unterstreicht aber<br />

auch, dass Zukunftsthemen wie<br />

Elektrifizierung und Digitalisierung<br />

eine große Rolle auf dem<br />

Stand spielen werden.<br />

Die Teleskoplader-Serie von<br />

Kramer von 3 bis 5,5 Tonnen<br />

Nutzlast erhält ein Facelift, das<br />

auf der bauma zum ersten Mal<br />

vorgestellt wird. Die Sicht auf den<br />

Arbeitsbereich ist ein entscheidendes<br />

Element beim Teleskoplader.<br />

Kombiniert mit dem Fokus<br />

auf Sicherheit kann Kramer mit<br />

einem neuen Motorhaubendesign<br />

punkten, das bei den Maschinen<br />

3007, 3507, 3610, 4007<br />

und 4507 Anwendung findet.<br />

Das Ergebnis ist eine bestmögliche<br />

Sicht nach rechts. Zudem<br />

wurden Features wie Differenzialsperre,<br />

Laststabilisator und Überlastregelung<br />

einem Update unterzogen,<br />

das die Entfaltung des<br />

vollen Potenzials der Maschine<br />

erlaubt und somit die Arbeit beispielsweise<br />

für Einsätze im Recycling<br />

oder Kieswerken noch effizienter<br />

macht.<br />

Ebenfalls präsentiert werden<br />

Neuheiten im Zero-emission-<br />

Portfolio. Als erster Hersteller<br />

stellte Kramer den ersten allradgelenkten<br />

elektrischen Radlader<br />

auf der bauma 2016 vor. In diesem<br />

Jahr zeigt Kramer den künftigen<br />

Nachfolger des heutigen<br />

Erfolgsmodells 5<strong>05</strong>5e. Neben<br />

einem elektrischen Radlader wird<br />

Kramer auch erstmals einen eTeleskoplader<br />

vorstellen.<br />

www.kramer.de<br />

bauma: Freigelände FN,<br />

Stand 915


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Meiller Kipper präsentiert<br />

viele Neuheiten und<br />

Produktverbesserungen aus<br />

allen Kipper-Segmenten<br />

sowie ein umfangreiches<br />

Paket an Dienstleistungen.<br />

Grafik: Meiller<br />

Meiller<br />

Traditions- und Innovationsprodukte<br />

Auf der diesjährigen bauma präsentiert Meiller Kipper viele<br />

Neuheiten und Produktverbesserungen aus allen Kipper-<br />

Segmenten sowie ein umfangreiches Paket an Dienstleistungen.<br />

Schon frühzeitig hat sich Meiller mit den alternativen Antrieben<br />

der OEM beschäftigt und Lösungen für Elektrokipper entwickelt.<br />

Heute können seine Produkte auf fast alle derzeit existierenden<br />

E-Lkw europäischer Hersteller aufgebaut werden. Dabei<br />

spielt es keine Rolle, ob die BEV-Fahrzeuge bereits mit einem<br />

für die Hydraulik des Aufbaus notwendigen mechanischen Nebenabtrieb<br />

(PTO) oder einem elektrischen Nebenabtrieb (E-<br />

PTO) bestückt sind. Mit elektrischem Antrieb ergibt sich ein<br />

deutlicher Vorteil für die Kunden. Damit lässt sich die Hydraulik<br />

bedarfsgerecht betreiben. Das bedeutet, die Hydraulikpumpe<br />

läuft nur und entwickelt den nötigen Druck im System, wenn<br />

der Aufbau arbeitet und sich bewegt. Mit dieser Methode kann<br />

der Energieverbrauch verringert werden. Für großes Interesse<br />

dürften der überarbeitete Absetzkipper AK12-NT für 14 Tonnen<br />

Nennlast sorgen. Das Gerät kommt künftig nicht mehr verschweißt,<br />

sondern mittels eines modularen Schraubsystems<br />

zum Kunden. Das schraubenbasierte Komplettieren des Aufbaus<br />

ermöglicht einen wesentlich schnelleren Ersatzteilaustausch<br />

von defekten oder verschlissenen Komponenten. Zusätzlich<br />

lässt sich dadurch der Kippaufbau auf Wunsch noch im<br />

Nachgang flexibel anpassen, sofern am Absetzkipper Bauteile<br />

verändert oder ergänzt werden sollen.<br />

Für eine noch längere Haltbarkeit des Absetzkippers wechselt<br />

der Aufbauhersteller zur KTL-Grundierung der Stahlbauteile.<br />

Mit dem Verfahren der kathodischen Tauchlackierung ergibt<br />

sich ein exzellenter Korrosionsschutz. Die neue Grundierung<br />

bringt dank ihrer Härte mehr Unempfindlichkeit gegen Kratzer<br />

und Steinschläge. Dank der neuen Verfahrenstechnik bei Absetz-<br />

und Abrollkippern erweitert Meiller mit dem Anspruch<br />

„Designed for Future“ ab sofort die Garantie für alle tragenden<br />

Teile bei Containerwechselsystemen auf fünf Jahre. Dazu zählen<br />

unter anderem Grundrahmen, Schwingen, Ausleger aller Art,<br />

Ladebrücken und Stützfüße. Im Freigelände präsentiert der<br />

Hersteller auf eigenem Stand sowie bei Partnerunternehmen<br />

seine Dreiseitenkipper, Hinterkipper, Abrollkipper, Absetzkipper<br />

sowie Kippsattel- und Behältertransportanhänger. Vor Ort sind<br />

ein Kippsattelanhänger MHPS44/3N mit neuem Unterfahrschutz,<br />

ein Hinterkipper P436 für 18 Kubikmeter Ladevolumen,<br />

zwei Dreiseitenkipper D212 und D421 sowie ein Abrollkipper<br />

RS21 neuester Machart mit Behältertransportanhänger zu<br />

sehen. Ferner rückt Meiller den neuen Absetzkipper vom Typ<br />

AK12-NT ins Rampenlicht, der sich wie andere R-Geräte auch<br />

komfortabel und aus sicherer Distanz mit der Meiller-Funkfernsteuerung<br />

i.s.a.r.-control 3 steuern lässt.<br />

www.meiller.com<br />

bauma: Freigelände,<br />

Stand 824/9<br />

52 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Moerschen<br />

Starker gemeinsamer Auftritt<br />

In diesem Jahr legen die Moerschen Mobile<br />

Aufbereitung sowie der Stationäre<br />

Anlagenbau bei ihrem gemeinsamen<br />

Auftritt einen der Schwerpunkte auf die<br />

Unternehmensgruppe als Hersteller eigener<br />

Produktgruppen und Anlagen. Aus<br />

seiner reichhaltigen Markenwelt bringt<br />

die Mobile Aufbereitung verschiedene<br />

Siebanlagen von Terex EcoTec mit nach<br />

München. Die Brechtechnik wird durch<br />

die Premiummarke SBM repräsentiert.<br />

Ein echtes Highlight ist die Weltpremiere<br />

einer raupenmobilen Ausführung des<br />

patentierten Schwimm-Sinkabscheiders<br />

WASH-BEAR. Aus dem Portfolio der eigenen<br />

Produkte wird zudem auch eine<br />

Zweikammerdosieranlage aus dem semistationären<br />

Anlagenbau der Moerschen<br />

GmbH für den Einsatz in Sandgruben<br />

und Kieswerken präsentiert.<br />

Natürlich ist eine<br />

Messe immer auch ein<br />

Marktplatz neuester<br />

Informationen. Und<br />

auch hier hat die Moerschen-Unternehmensgruppe<br />

einiges zu bieten: Für die<br />

Marke Terex EvoQuip betreut der Händler<br />

aus Willich ab sofort auch Baden-<br />

Württemberg und weite Teile Bayerns.<br />

Für eine Vertriebsoptimierung erfolgt<br />

jetzt zusätzlich eine zielgerichtete Vergrößerung<br />

des Vertriebsteams mit einer<br />

eigenen Niederlassung in Burladingen<br />

auf der Schwäbischen Alb. Am Erfolgskurs<br />

der Moerschen-Unternehmensgruppe<br />

seit der letzten bauma haben<br />

auch gezielte Expansionen beigetragen.<br />

bauma: Freigelände FN,<br />

Stand 1017/9<br />

Ein echtes Highlight ist die<br />

Weltpremiere einer<br />

raupenmobilen Ausführung des<br />

patentierten Schwimm-<br />

Sinkabscheiders WASH-BEAR.<br />

Foto: Moerschen<br />

Mit der Übernahme der H. Aug. Schmidt<br />

Transportanlagen GmbH aus dem sächsischen<br />

Wurzen hat der Kiesanlagenbau<br />

der Gruppe einen traditionsreichen Hersteller<br />

von Fördertechnik als festen Bestandteil<br />

in die Unternehmensgruppe<br />

integriert.<br />

Auf der bauma 20<strong>22</strong> werden die Anlagenspezialisten<br />

der Moerschen-Unternehmensgruppe<br />

auf einem ausgedehnten<br />

Gemeinschaftsstand auftreten. „Wir<br />

demonstrieren damit die exzellente Vernetzung<br />

mit unseren Partnerunternehmen<br />

und sehen uns als natürliches Bindeglied<br />

zwischen Herstellern und Anwendern“,<br />

freut sich Sven Brookshaw,<br />

Geschäftsführer der Moerschen Mobile<br />

Aufbereitung, auf die Kontakte auf der<br />

Messe.<br />

www.moerschengmbh.de<br />

EXPERTEN-Beratung » R-Beton<br />

Rezyklierte Gesteinskörnung 2/16 Typ I und Typ II<br />

Rohstoff für die Herstellung von R(essourcenschonendem)<br />

(essourcenschonendem)-Beton<br />

» Sie haben Fragen zu rezyklierten Gesteinskörnungen und/oder R-Beton?<br />

» Sie stehen vor einer Entscheidung bezüglich der Herstellung von RC-Gesteinskörnung Typ I oder II (aus mineralischen Abfällen)?<br />

» Sie planen R-Beton in Ihrem Werk zu produzieren oder künftig R-Beton in Bauprojekten einzusetzen?<br />

Dann sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie eingehend zu den Themen: Herstellung, Zulassungen und Genehmigungen<br />

sowie den entsprechenden Normen. Wir zeigen Ihnen die ökologischen und ökonomischen Vorteile auf<br />

und bieten darüber hinaus praxiserprobte Ansätze/Konzepte zur Platzierung<br />

und Vermarktung der Produkte.<br />

k3@feess.de<br />

K3 | Kompetenzzentrum Kreislaufwirtschaft Kirchheim/T.<br />

Nürtinger Str. 124 • 73230 Kirchheim/T. • 07021 9859-79 • k3.feess.de


››<br />

SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Seit jeher bekannt für<br />

Innovationen im Bereich<br />

mobiler Wiegetechnik, stellt<br />

Pfreundt auf der bauma<br />

seine neusten<br />

zukunftsweisenden<br />

Technologien vor.<br />

Foto: Pfreundt GmbH<br />

Pfreundt<br />

bauma: Halle A6,<br />

Standnummer 249<br />

Neue Produkte und noch mehr Service<br />

Pfreundt stellt auf der bauma seine neusten Technologien in<br />

der Wiegetechnik vor. Der Messestand steht unter dem<br />

Motto „mehr Produkte, mehr Service, mehr digital“. Neben<br />

einem breiten Querschnitt aus dem umfangreichen Produktportfolio<br />

mobiler Wiegelösungen gibt es auch einige Neuheiten.<br />

Dazu zählt die brandneue hydraulische WK60-Baggerwaage.<br />

Damit kann die Materialverwiegung direkt im Arbeitsprozess<br />

erfolgen, was eine schnelle und zielgenaue Beladung der<br />

SCHÜTTGUTBOXEN AUS STAHL<br />

• Höchste Stabilität<br />

• 2,0m-8,0m Höhe und mehr<br />

• Keine Abplatzungen<br />

• Brandschutz bis EI 240<br />

• Schnelle, einfache Montage<br />

• Flexibel & mobil<br />

SCHÜTTGUTHALLEN<br />

• Schüttgutboxen & Schüttguthallen<br />

• Brandschutzwände<br />

• Lärmschutzwände<br />

• LÜRA-Classic & LÜRA-Combi:<br />

Wirtschaftliche Lösung für<br />

viele Anwendungen<br />

Lkw ermöglicht. Das mobile Wiegesystem überzeugt mit präzisen<br />

Messergebnissen auch unter harten Bedingungen in unebenem<br />

Gelände und mit einer intuitiven Bedienung über das<br />

7-Zoll-Touch-Display. Die Baggerwaage kann jederzeit in alle<br />

Herstellertypen nachgerüstet werden. Auch die digitale Verwaltung,<br />

Analyse und Weiterbearbeitung der erfassten Wiegedaten<br />

ist durch eine Anbindung an das Pfreundt-Web-Portal einfach<br />

möglich.<br />

Das neue Web-Portal Feature Load & Go ermöglicht eine<br />

komplett papierlose Auftragsabwicklung. So wird das Arbeiten<br />

im Bauverkehr effizient und die Werkssicherheit erhöht. Denn<br />

Lkw-Fahrer können ihren Beladungsstatus live über ihr Smartphone<br />

verfolgen und mit digitaler Unterschrift bestätigen, das<br />

Aussteigen entfällt. Auch bei Auslieferung des Materials erfolgt<br />

die Unterschrift des Lieferscheins digital. Das erfasste Gewicht<br />

der Ladung und die Unterschriften werden in das Pfreundt-Web<br />

-Portal übertragen und stehen dort in Echtzeit zur Weiterverarbeitung<br />

zur Verfügung. Mit seinem weltweiten, in Deutschland<br />

sogar flächendeckenden Servicenetz sorgt das Unternehmen<br />

zudem für einen reibungslosen und unterbrechungsfreien<br />

Betrieb seiner Wiegesysteme. Für eine noch schnellere Reaktionszeit<br />

auf Kundenanfragen wird der bestehende Service um<br />

ein digitales Serviceangebot erweitert. Der Pfreundt-Service 2.0<br />

beinhaltet u. a. den Remote-Zugriff auf Waagen und einen<br />

digitalen Update-Service.<br />

www.pfreundt.de<br />

››<br />

Pultdach<br />

Bogendach<br />

Schiebedach<br />

RMS GmbH · Am Schornacker 121a · 46485 Wesel · Tel 0281.20 60 500<br />

www.rms-luera.de<br />

54 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Das bestimmende Thema für alle<br />

anstehenden Produkteinführungen ist,<br />

wie der Name Rototilt Control bereits<br />

vermuten lässt, die Kontrolle des<br />

Bedieners über das System. Foto: Rototilt<br />

Rototilt<br />

Neues Konzept für eine noch bessere Kontrolle<br />

Die Neuentwicklung Rototilt Control<br />

verspricht neben besseren Fahreigenschaften<br />

auch eine erhöhte Energieeffizienz<br />

und eine neue Technik in der<br />

Kabine. Das Konzept, das unter anderem<br />

eine neue Schwenkrotatorreihe, ein<br />

neues Steuersystem und eine App für<br />

Fernsupport umfasst, wird zum ersten<br />

Mal auf der bauma präsentiert. Das übergreifende<br />

Thema für alle anstehenden<br />

Produkteinführungen ist, wie der Name<br />

Rototilt Control bereits vermuten lässt,<br />

die Kontrolle des Bedieners über das System.<br />

Für das Schwenkrotatorsortiment<br />

von Rototilt bedeutet die RC-Serie mehr<br />

Präzision bei der Nutzung der Schwenkrotatorfunktionen.<br />

Das Display des RC-Systems hat ein<br />

neues, in Zusammenarbeit mit Produktdesignexperten<br />

ausgearbeitetes Design<br />

und wurde bereits von Rototilt und<br />

bauma: Freigelände FN,<br />

Stand 914/9<br />

Endbenutzern in der Praxis erprobt. Der<br />

neue Touchscreen ermöglicht die Bedienung<br />

des Schnellwechslersicherheitssystems<br />

SecureLock direkt über das Display<br />

auf zweifachen Knopfdruck. Zusammen<br />

mit anderen Produkten veröffentlicht Rototilt<br />

außerdem eine neue mobile App,<br />

die den Fernsupport von Schwenkrotatoren<br />

der RC-Serie durch Servicedienstleister<br />

und Händler ermöglicht. Dieses<br />

Upgrade der Schwenkrotatoren kommt<br />

Besitzern von Baggern zwischen 10 und<br />

43 Tonnen zugute. Ganz neu ist, dass<br />

nun bei der Wahl eines Schwenkrotators<br />

ohne vollhydraulisches Schnellwechslersystem<br />

QuickChange auch ein Nachrüsten<br />

möglich ist – sollte die Situation dies<br />

später einmal erfordern. Neben der einfachen<br />

Bedienung und Kontrolle bietet<br />

die Einführung des neuen Konzepts auch<br />

eine Steigerung der Energie- und Kraftstoffeffizienz.<br />

Dies ist auf die druckausgleichende<br />

Hydraulik der Schwenkrotatoren<br />

zurückzuführen. Die neue Hydraulik<br />

eröffnet schon in der Grundausführung<br />

die Möglichkeit, verschiedene Arten<br />

von hydraulischen Anbaugeräten zu<br />

nutzen. Die Kraft wird genau dort eingesetzt,<br />

wo sie am meisten benötigt wird.<br />

Dies verbessert auch das Zusammenspiel<br />

mit hydraulischen Anbaugeräten. Auch<br />

alle Bediener und Baggerbesitzer mit Produkten<br />

für den Standard Open-S können<br />

sich auf die neue RC-Serie freuen. Seit der<br />

Einführung von Open-S durch Rototilt<br />

und Steelwrist im Jahr 2020 ist die Anzahl<br />

der teilnehmenden Hersteller stetig angestiegen<br />

– auch Volvo hat sich inzwischen<br />

angeschlossen.<br />

www.rototilt.com


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

SBM Mineral Processing<br />

Wichtiger Schritt hin zum autonomen Brecher<br />

Bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt,<br />

präsentiert SBM Mineral Processing<br />

in München den neuen raupenmobilen<br />

Prallbrecher REMAX 600. Mit<br />

einer Aufgabeleistung von 600 t/h,<br />

einem 1400er-Prallbrecher für Aufgabegrößen<br />

bis 900 mm und einem ausstattungsabhängigen<br />

Gesamtgewicht von<br />

max. 75 Tonnen liefert die Anlage bis zu<br />

fünf Fraktionen in einem Durchgang.<br />

Eine dreifache Windsichtung und – als<br />

Novum bei hochmobilen Raupenbrechern<br />

– der sehr effiziente Überbandmagnet<br />

mit optionalem Längsaustrag gewährleisten<br />

auch im Recycling eine hohe<br />

Reinheit der Endprodukte. Die umfangreiche<br />

Ausrüstung des Brechers im markanten<br />

Stealth-Design kommt nicht von<br />

ungefähr: Der neue REMAX 600 ist Technologieträger<br />

für die weltweit erste vollautonome<br />

Produktionsüberwachung<br />

und -steuerung, die SBM derzeit in enger<br />

Zusammenarbeit mit Forschern der<br />

Montan-Universität Leoben entwickelt.<br />

Auf Basis modernster Sensorik und Videotechnologie,<br />

leistungsfähiger Kommunikations-<br />

und IT-Netzwerke sowie maschinentechnischer<br />

Innovationen wie der<br />

automatischen Brechspaltverstellung<br />

hält erstmals „Künstliche Intelligenz“ Einzug<br />

in die mobile Aufbereitung. Der „autonome<br />

Brecher“ soll Betreiber und Maschinisten<br />

bei allen Entscheidungen unterstützen<br />

und im Betrieb<br />

dauerhaft entlasten, jederzeit<br />

ein Optimum an Produktqualität<br />

gewährleisten<br />

bauma: Halle B2,<br />

Stand 249<br />

und dabei auch maßgeblich zur Energieeinsparung<br />

im Brechbetrieb beitragen.<br />

In groß angelegten Testreihen mit dem<br />

REMAX 600 werden alle System-Komponenten<br />

im kommenden Jahr unter Praxisbedingungen<br />

optimiert. Mit dem Abschluss<br />

der Arbeiten und der Marktreife<br />

der auch auf andere Leistungsklassen<br />

übertragbaren Technologie rechnet man<br />

etwa 2024.<br />

Auch ohne „KI inside“ sind die Leistungsdaten<br />

des neuen Flaggschiffs der<br />

SBM-REMAX-Baureihe beeindruckend:<br />

Tatsächlich eröffnet er mit den 600 t/h<br />

seines weiterentwickelten Prallbrechers<br />

13/14/4 mit 1.380 x 1.000 mm-Einlauf<br />

(B x H), den transportfreundlichen Abmessungen<br />

(max. 21,8 x 3,48 x 3,80 m<br />

(L x B x H) und Gesamtgewichten von<br />

nur 60 bis 75 Tonnen ein komplett neues<br />

Leistungssegment in der mobilen Primärund<br />

Sekundärzerkleinerung. Ein entscheidendes<br />

Argument für den REMAX<br />

600 ist der verbrauchsoptimierte dieselelektrische<br />

Hybrid-Antrieb mit optionalem<br />

Netzbetrieb: Eine kompakte Einheit<br />

aus 15-Liter-Cummins-Turbodiesel (EU-<br />

V) und 553-kVa-Generator übernimmt<br />

die Versorgung aller elektrischen Antriebe<br />

– vom 250 kW starken E-Motor des<br />

Brechers über die komplette Förder- und<br />

Siebtechnik bis hin zu den beiden elektrisch<br />

angetriebenen Hydraulikeinheiten<br />

von Fahrwerk und Arbeitshydraulik.<br />

Durch diese Auslegung<br />

bleiben auch im<br />

vollelektrischen Netzbetrieb<br />

alle Anlagenfunktionen verfügbar,<br />

was Vor-Ort-Emissionen (Abgase, Lärm)<br />

gegenüber anderen Hybrid-Konzepten<br />

mit kurzzeitigen Diesel-Interventionen<br />

erheblich reduziert. Auch im dieselgestützten<br />

Betrieb überzeugt der drehmomentstarke<br />

Antrieb mit dauerhaft niedrigen<br />

Drehzahlen, was neben einer geringen<br />

Umfeldbelastung vor allem zu einem<br />

günstigen Verbrauch selbst unter hoher<br />

Auslastung aller Nebenaggregate führt.<br />

Mit dem neuen 600-t/h-Prallbrecher<br />

bietet SBM Mineral Processing als einziger<br />

Hersteller technologieübergreifend<br />

insgesamt zwölf Plug-in-Hybride bei raupenmobilen<br />

Backen- und Prallbrechern<br />

von knapp 25 bis rund 150 Tonnen Betriebsgewicht.<br />

Alle JAWMAX ® - und RE-<br />

MAX-Baureihen wurden konsequent<br />

hinsichtlich Transportmaßen und -gewichten<br />

optimiert. Mit Einführung seiner<br />

neuen Mobilbaureihen vor etwa drei<br />

Jahren stellte SBM auch seine Produktion<br />

am österreichischen Standort Liezen neu<br />

auf. Vor allem aufgrund einer stärkeren<br />

Standardisierung und modularen Ausrichtung<br />

konnten die Montage-Kapazitäten<br />

deutlich gesteigert werden und<br />

liegen jetzt für die raupen- und semimobilen<br />

SBM-Baureihen bei rund 200 Anlagen<br />

pro Jahr. Rund 30 zusätzliche Vertriebs-<br />

und Servicepartner konnte SBM<br />

Mineral Processing zudem in den vergangenen<br />

Jahren alleine in Europa gewinnen.<br />

www.sbm-mp.at<br />

Der neue SBM-<br />

Prallbrecher REMAX<br />

600 ist eine wichtige<br />

Etappe auf dem<br />

Weg zum<br />

„autonomen<br />

Brechen”. Foto: SBM<br />

56 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


ENTWICKELT FÜR<br />

ZERO WASTE<br />

Seit 30 Jahren werden wir von unserer Vision einer Welt ohne Abfall angetrieben.<br />

Dieses unermüdliche Bestreben, Abfälle in wertvolle Ressourcen umzuwandeln,<br />

hat uns zum führenden Anbieter von Nassaufbereitungslösungen gemacht.<br />

Unser Know-how ist unübertroffen - wir haben Millionen von Tonnen Abfall<br />

von der Deponie abgezogen und daraus hochwertige, spezifikationsgerechte<br />

Materialien für den Wiederverkauf hergestellt. Unsere Lösungen sind wegweisend -<br />

sie stellen Menschen und Umwelt in den Vordergrund und erschließen neue<br />

Märkte für Ihr Unternehmen. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir<br />

die fortschrittlichsten Abfall<strong>recycling</strong>lösungen der Welt.<br />

Wir verwandeln Abfall in Wert für Ihr Unternehmen.<br />

Weitere Informationen unter cdegroup.com<br />

24-30 Oktober 20<strong>22</strong><br />

Buchen Sie einen Termin und<br />

besuchen Sie uns am Stand<br />

528 in der Halle B2.<br />

Scan mich


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Neben der Beschickung der<br />

Schrottpresse übernimmt der<br />

825 Electro Battery auch Sortier- und<br />

Stapelarbeiten und arbeitet dabei<br />

ganz flexibel im Akkubetrieb.<br />

Foto: Sennebogen<br />

Sennebogen<br />

Neuer praxistauglicher Recyclingbagger<br />

825 Electro Battery mit Akkutechnik<br />

Den niederbayerischen Hersteller von<br />

Materialumschlagmaschinen Sennebogen<br />

und das Unternehmen für Metall<strong>recycling</strong><br />

und -handel Cronimet mit<br />

Stammsitz in Karlsruhe verbindet bereits<br />

seit 2014 eine inzwischen stark gewachsene<br />

Partnerschaft. Als es darum ging,<br />

die Vision eines klimaneutralen Recyclingprozesses<br />

in die Tat umzusetzen,<br />

stand die Zusammenarbeit der beiden<br />

Unternehmen schnell fest. Als Innovationsprojekt<br />

der Firma Sennebogen unter<br />

der Mitwirkung von Cronimet als Partner<br />

im Bereich des Schrott<strong>recycling</strong>s wurde<br />

eine mobile 30-Tonnen-Elektro-Umschlagmaschine<br />

mit Akkutechnik entwickelt,<br />

die ein Maximum an CO 2<br />

-Einsparung<br />

garantiert. Sowohl im Akkubetrieb<br />

als auch mit kabelgeführter Stromzufuhr<br />

arbeitet der moderne Akkubagger 825<br />

Electro Battery räumlich und zeitlich uneingeschränkt:<br />

Ein ganz wichtiger Aspekt,<br />

um sich in der zumeist im Schichtbetrieb<br />

organisierten Recyclingbranche<br />

als wirklich praxistauglich zu erweisen.<br />

Sennebogen, der als Marktführer im Bereich<br />

der Elektromaschinen bekannt<br />

dafür ist, individuell auf die Bedürfnisse<br />

des Kunden abgestimmte Lösungen zu<br />

bieten, entwickelte eine komplett<br />

klimaneutral arbeitende, akkugestützte<br />

Elektro-Umschlagmaschine, die perfekt<br />

auf die Anforderungen im anspruchsvollen<br />

Metall<strong>recycling</strong> ausgerichtet ist. Der<br />

Key Account Cronimet steuerte bei der<br />

Produktentstehung nicht nur bedeutsames<br />

Praxis-Know-how mit ein, die beispielsweise<br />

in Form von intelligenten<br />

Add-ons rund um die Akkutechnik umgesetzt<br />

wurden, sondern wirkte auch<br />

noch im Prototypenstatus der Maschine<br />

<strong>aktiv</strong> mit.<br />

Der 825 Electro Battery überzeugt wie<br />

die batteriegestützte Variante des bereits<br />

in den Markt eingeführten 817 Electro<br />

Battery durch das intelligente Duale<br />

Power Management, das sowohl das<br />

autarke Arbeiten im Akkubetrieb als auch<br />

kabelgebunden am Netz erlaubt. Je nach<br />

Leistungsanforderung ermöglicht das im<br />

Heck verbaute 378 kW Lithium-Ionen-<br />

Batteriepack Arbeitsdauern von bis zu<br />

acht Stunden ohne Nachladen. Ist die<br />

Maschine zum Laden über den Ladepunkt<br />

am Unterwagen ans Stromnetz<br />

angeschlossen, kann stationär gearbeitet<br />

werden. Der Clou: beim Ladevorgang<br />

überschüssig eingespeiste Leistung lädt<br />

gleichzeitig die Akkus wieder auf. Außerdem<br />

kann die Maschine dank des<br />

bauma: Freigelände FM,<br />

Stand 712<br />

Onboard-Chargers und des verwendeten<br />

63A CEE-Steckersystems an konventionelle<br />

Kraftsteckdosen angeschlossen werden.<br />

Zusätzliche Investitionen in Ladesäulen<br />

entfallen. Ebenso bietet er mehr<br />

Komfort für die Mitarbeitenden, da er<br />

leiser, vibrationsärmer und komplett<br />

emissionsfrei betrieben wird. Der geringere<br />

Serviceaufwand und damit auch die<br />

reduzierten Betriebskosten, die mit der<br />

Elektromaschine einhergehen, ist ein<br />

weiterer Pluspunkt des Akkubaggers. Aktuell<br />

setzt Cronimet die Maschine bei der<br />

Beschickung der Schrottpresse, der Materialvorbereitung<br />

für die Presse sowie für<br />

Sortierarbeiten im Wareneingang ein.<br />

Der Akkubagger wird mit 100 Prozent<br />

zertifiziertem Ökostrom betrieben und<br />

spart im Zweischichtbetrieb bis zu 125<br />

Tonnen CO 2<br />

-Emissionen pro Jahr im Vergleich<br />

zur bisherigen Lösung – und das<br />

bei gleicher Bewegungsfreiheit. „Mit diesem<br />

Innovationsprojekt gehen wir einen<br />

entscheidenden Schritt auf dem Weg zur<br />

Klimaneutralität“, so Marijo Zeljko, Geschäftsführer<br />

der Cronimet Ferroleg.<br />

GmbH.<br />

www.sennebogen.com<br />

58 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Special<br />

23. bis 26. August<br />

Homberg/Nieder-Ofleiden, Deutschland<br />

Tel. + 49 7<strong>22</strong>9 606-29, info@geoplangmbh.de<br />

www.steinexpo.de


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Mitmach-Workshop auf der<br />

bauma: Wie wird eine Pumpe<br />

richtig gewartet?<br />

Standbesucher lernen es bei<br />

Tsurumi. Foto: Tsurumi<br />

Tsurumi<br />

Workshop für<br />

noch mehr<br />

Pumpensicherheit<br />

Das gab es so noch nie: Erstmals<br />

kommt Tsurumi mit einer Werkbank<br />

zur Messe, an der Besucher ihr Können<br />

beweisen können. Es gilt, eine Pumpe zu<br />

warten, insbesondere in den sensiblen<br />

Bereichen Hydraulik und Elektrik. Wer<br />

das noch nicht beherrscht, lernt es vor<br />

Ort – eine sinnvolle Aktion, denn Pumpenausfälle<br />

können nicht nur teuer, sondern<br />

auch in Unfällen enden.<br />

Unfallschutz ist auch Thema der Produktneuvorstellung,<br />

die sich die Düsseldorfer<br />

als weiteres Bonbon für die Messe<br />

aufgehoben haben: Erstmals zeigen sie<br />

mit der KRDX ein Modell<br />

ihrer neuen Baureihe von<br />

Sicherheitspumpen, die<br />

nach IECEx und ATEX zugelassen<br />

sind. Die dreiphasigen Tauchpumpen<br />

sind für schweres Schlammwasser<br />

vorgesehen und verfügen über Motorleistungen<br />

von 3,7 bis 7,5 kW. Sie sind<br />

mit einem Rührwerk und Abgang bis 100<br />

mm ausgestattet, um Gestein bis 33 mm<br />

Größe durchschleusen zu können. Als<br />

Förderleistung gibt Tsurumi 2.200 l/min<br />

an. Sicherheit, Teil drei: Zur lückenlosen<br />

Überwachung von Pumpen und anderen<br />

Maschinen selbst fremder Marken stellt<br />

Tsurumi sein Connect-System vor. Eine<br />

kleine Box am Gerät erlaubt Betreibern,<br />

den Standort zu ermitteln, Leistungsdaten<br />

auszulesen sowie Alarm- und Ausfallszenarien<br />

festzulegen. Ziel ist, die Sicherheit<br />

und Wirtschaftlichkeit am Bau<br />

bauma: Halle A6,<br />

Stand 338<br />

auf ein ganz neues Niveau<br />

zu heben. Erste Systeme laufen<br />

bereits im Markt.<br />

Darüber hinaus informiert<br />

der Hersteller über viele weitere Pumpenmodelle,<br />

darunter auch Neuheiten wie<br />

den gründlichen Flachsauger LSC2.75S.<br />

Teils führt man diese sogar im nassen<br />

Live-Betrieb vor, wofür Tsurumi eigens<br />

ein komplettes Becken mit Verrohrung<br />

aufbaut. „Arbeitstiere“ wie die Pumpenreihen<br />

KTZ und KRS sind ebenfalls am<br />

Stand, da sie – nicht ohne Grund – das<br />

Rückgrat der Wasserhaltung vieler Bauprojekte<br />

rund um den Globus bilden.<br />

www.tsurumi.eu<br />

Vom Entsorgen zum Veredeln<br />

JENZ Biomasseaufbereiter<br />

www.jenz.de


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Der Drehschemelbautyp AT-P 400 mit Abrolleraufnahme ist als leistungsfähiger 4-Achser mit<br />

einer durchgehenden Radmulde in der Mitte konzipiert. Foto: Zandt cargo<br />

Zandt cargo<br />

AnhängerTieflader AT für vielfältige Einsätze<br />

Das Produktsegment Tieflader bildet<br />

den Schwerpunkt von Zandt cargo<br />

auf der bauma. Der Drehschemelbautyp<br />

AT-P 400 ist als leistungsfähiger 4-Achser<br />

mit einer durchgehenden Radmulde in<br />

der Mitte konzipiert. Die Radmulde ist<br />

eine abgesenkte Ebene im Tiefbett für<br />

Radlader, Mobilbagger und Traktoren<br />

mit großem Raddurchmesser. Die Einund<br />

Ausfahrbereiche sind flach ausgebildet<br />

und punkten so insbesondere bei den<br />

Zwei-Wege-Geräten. Die Fahrer können<br />

in den Radmulden die Vorgaben der maximalen<br />

Außenhöhe einhalten und gesetzeskonform<br />

den Transportauftrag<br />

ausführen. Wird eine durchgängig ebene<br />

Plattform für kleinere Baumaschinen,<br />

Schalung oder auch Container benötigt,<br />

werden die integrierten Abdeckungen<br />

der Radmulden herausgezogen. Im Außenrahmen<br />

ist zudem ein Zurrpaket für<br />

vielfältige Ketten und Zurrmittel in Serie<br />

bedarfsgerecht vorgerüstet. Sehr vorteilhaft<br />

für den Transport von Mobil- und<br />

Kettenbaggern ist die lange und tiefe<br />

Baggerstielmulde, da darin der Auslegerarm<br />

und die Baggerschaufel vertieft<br />

transportiert werden können.<br />

Ein weiteres Highlight ist der AT-P 300<br />

BTA. Durch die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten<br />

zur Baumaschinenund<br />

Baustellenlogistik wird für die Kunden<br />

ein besonders flexibles Anhängerkonzept<br />

bereitgestellt. Pluspunkte sind<br />

die niedrige und gerade Ladehöhe ab<br />

820 mm für die Baumaschinentransporte<br />

und die Aufnahmemöglichkeit von<br />

Abrollbehältern nach DIN 307<strong>22</strong> und<br />

von Absetzmulden nach DIN 30720.<br />

Dazu gibt es eine pneumatisch absenkbare<br />

Zugdeichsel, die das stirnseitige<br />

Auf- und Absetzen der Mulden ermöglicht.<br />

Direkt steckbare ISO-Adapter für<br />

den Containertransport ergänzen diese<br />

Ausstattung. Überaus praktisch sind die<br />

herauszieh- und umklappbaren Zurrpunkte,<br />

die in jedem Winkel auf der Plattform<br />

eine optimale Krafteinleitung zur<br />

Ladungssicherung ermöglichen. Bei den<br />

Messe-Exponaten sind vielfältige Zusatzausstattungen<br />

zu sehen. Dabei sind im<br />

Einsatz die Rampen wichtig. Hier werden<br />

verschiedene Kombinationen in der Rampenlänge<br />

und Rampenbreite zu sehen<br />

sein. Praktisch für den Fahrer ist eine Hydraulikzylindervariante,<br />

durch welche die<br />

seitlichen Rampenhaltegestelle entfallen<br />

und so die Ladezeiten verkürzt werden.<br />

Weiterhin werden zwei Konzepte von<br />

TandemAnhängerTieflader TAT gezeigt:<br />

bauma:Freigelände FN,<br />

Stand 825/2<br />

eine Bordwand- und eine Kipperausführung.<br />

Der TAT-B 140 ist prädestiniert als<br />

Erweiterung zu einem Lkw mit Kranaufbau.<br />

So können formschlüssige Ladungen<br />

in Längs- und Queranschläge mit<br />

den Rungen gesichert, ISO-Container in<br />

Standard- und Überbreite, aber auch<br />

Ballastgewichte, Schalung und über die<br />

klappbaren flachen Rampen auch Baumaschinen<br />

umgesetzt werden. Der<br />

TAT-K 180 punktet mit seiner optimierten<br />

Hardox-Bordwand und Hardox-Boden<br />

bei dem Kippereinsatz. Durch die<br />

maximierte Innenbreite sind ISO-Containertransporte<br />

bei geschlossenen Längsbordwänden<br />

möglich. Leistungsstarke<br />

versenkbare Zurrösen für einen ebenen<br />

Kipperboden stehen zur Ladungssicherung<br />

zur Verfügung. Für den Transport<br />

von Baumaschinen sind Aluanlegerampen<br />

für Rad- und Kettenfahrzeuge ohne<br />

Rand möglich, die in einem Fach unterhalb<br />

der Kippbrücke verstaut werden.<br />

www.zandt-cargo.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 61


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Wie auf der bauma 2019<br />

erwartet Zeppelin in<br />

Halle B6 zahlreiche<br />

Besucher, die sich über<br />

den neuesten Stand der<br />

Technik bei Caterpillar<br />

informieren wollen. Foto:<br />

Caterpillar/Zeppelin<br />

bauma: Halle B6, Stand 106;<br />

Freigelände FM, Stand 709/1<br />

Zeppelin<br />

Neue Impulse für Arbeitsprozesse und Maschinentechnik<br />

Über 50 Exponate in allen Größenklassen<br />

spiegeln die Fortschritte für Baumaschinen-Einsätze<br />

im Erd-, Tief- und<br />

Straßenbau, Galabau, Abbruch und Recycling<br />

sowie in der Gewinnung von<br />

Rohstoffen wider, die Zeppelin Baumaschinen<br />

zusammen mit Caterpillar für die<br />

bauma 20<strong>22</strong> zusammengestellt hat. Das<br />

Segment Umschlag bedienen die Cat-<br />

Modelle MH3024 und MH3040, auf den<br />

Tief- und Straßenbau ausgerichtet sind<br />

Mobilbagger vom M314 bis M319 oder<br />

der kompakte Zeppelin-Mobilbagger<br />

ZM110. Hinzu kommt eine Reihe von<br />

passenden Anbaugeräten, gemäß einem<br />

Trend, die sich immer mehr durchsetzt:<br />

Baumaschinen sind Trägergeräte und<br />

durch ihr Werkzeug multiplizieren sie die<br />

Funktionalitäten, um vielseitig und flexibel<br />

eingesetzt zu werden. Auf dem Technologie-Areal<br />

zeigt Zeppelin die neuesten<br />

Entwicklungen im Bereich Assistenzsysteme.<br />

Was das Flottenmanagement<br />

betrifft, geht es um eine immer engere<br />

Vernetzung von Telematikdaten, um<br />

etwa die Online-Bestellung von Ersatzteilen<br />

über das Kundenportal abzuwickeln.<br />

Oder wenn die darüber erfassten Daten<br />

wie die GPS-Position, Start-/Stoppzeiten,<br />

Betriebsstunden, Kraftstoffverbräuche<br />

und Fehler-Codes eine Ferndiagnose genauso<br />

wie die Fehlererkennung von Baumaschinen<br />

erlauben – und das vorausschauend,<br />

bevor die Störungen überhaupt<br />

auftreten. Die nächste Stufe der<br />

Entwicklung ist das neue, von Zeppelin<br />

entwickelte Dashbord Como, mit dem<br />

ein Unternehmer seinen Maschinenpark<br />

überwachen kann. Es soll ihm eine effiziente<br />

sowie schnelle Wartungsplanung<br />

ermöglichen, indem Instandhaltungsmaßnahmen<br />

planbar und Abnutzungsreserven<br />

von Verschleißteilen besser genutzt<br />

werden können. Neue Trends können<br />

auch auf alter Technik begründet<br />

werden: Das zeigt Zeppelin seit vielen<br />

Jahren mit dem Programm Cat Certified<br />

Used, wenn Gebrauchtmaschinen von<br />

Fachleuten geprüft mit Garantie ein weiteres<br />

Maschinenleben beginnen. Das gilt<br />

auch für das Instandsetzungsprogramm<br />

Certified Rebuild, wenn ältere Baumaschinen<br />

für eine weitere Einsatzdauer<br />

überholt werden – diesmal wird ein Radlader<br />

982M gezeigt. Wenn man so will,<br />

ist auch das eine Form von Recycling.<br />

Werden Baumaschinen oder einzelne<br />

Komponenten professionell instand gesetzt,<br />

dann werden dabei im Vergleich<br />

zu einer Neuanschaffung weniger Rohstoffe<br />

und Energie verbraucht, weniger<br />

Emissionen erzeugt und – ein überaus<br />

angenehmer Begleiteffekt – auch der<br />

Geldbeutel geschont. Doch muss es<br />

nicht ein komplettes Gerät sein, das wieder<br />

auf Vordermann gebracht wird, sondern<br />

auch einzelne gebrauchte Komponenten<br />

müssen nicht zwangsläufig zum<br />

alten Eisen gehören – generalüberholte<br />

Baugruppen und Schlüsselkomponenten<br />

wie Motoren, Getriebe, Drehmomentwandler,<br />

Achsen, Hydraulikpumpen,<br />

-motoren und -zylinder sind genauso<br />

darauf ausgerichtet, aufbereitet und als<br />

Reman-Austauschteil wieder voll funktionstüchtig<br />

eingebaut werden zu können.<br />

Hoch im Kurs stehen auch alternative<br />

Antriebe. Die Anforderungen nach sauberen,<br />

leiseren und effizienteren Baumaschinen<br />

steigen. Eine Lösung kann hier<br />

der Einsatz von Elektroantrieben sein –<br />

das gilt nicht nur für kleine Maschinen<br />

im unteren Leistungsbereich, die mit<br />

elektrischen Antrieben gefordert werden,<br />

sondern eben auch für Baumaschinen,<br />

die im Dauerbetrieb Material bewegen<br />

müssen. Eine Strategie, die Caterpillar<br />

schon länger verfolgt, wird ebenfalls auf<br />

der bauma deutlich: Es werden verschiedene<br />

alternative Antriebskonzepte parallel<br />

angeboten, wie etwa dieselelektrische<br />

Baumaschinen wie der Cat-Radladers<br />

988K XE oder verschiedene Cat-Radlader<br />

mit leistungsverzweigtem, stufenlosem<br />

Getriebe. Sie alle haben ein Ziel: Effizient<br />

die vorgegebenen Aufgaben auf Baustellen<br />

oder in der Verladung von Baustoffen<br />

zu verrichten und dabei Emissionen<br />

sowie Kraftstoff zu sparen.<br />

www.zeppelin-cat.de<br />

62 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


SPECIAL: bauma 20<strong>22</strong><br />

Zeppelin Rental<br />

Fokus auf Miete und Baulogistik<br />

bauma: Halle B6,<br />

Stand 106<br />

Zum ersten Mal wird sich Zeppelin Rental auf der bauma<br />

20<strong>22</strong> in der Halle B6 gemeinsam mit der Schwestergesellschaft<br />

Zeppelin Baumaschinen präsentieren.<br />

Foto: Andreas Gebert<br />

Auf der bauma präsentiert Zeppelin Rental sein umfangreiches<br />

Leistungsspektrum in den Bereichen Maschinen- und<br />

Gerätevermietung, temporäre Infrastruktur und Baulogistik.<br />

Zeppelin Rental zeigt am Messestand unter anderem neue,<br />

innovative und abgasarme Technik zur Miete aus dem nachhaltigen<br />

ecoRent-Programm. Ausgestellt werden beispielsweise<br />

der elektrisch betriebene eSprinter, ein emissionsfreies LED-<br />

Flutlichtmastsystem sowie eine Ketten-Scherenbühne mit Hybridantrieb.<br />

Dazu kommen der Jahreszeit entsprechend ein<br />

Cat-Radlader mit Schneeräumschild und Salzstreuer und ein<br />

310-kVA-Aggregat für die Stromerzeugung, das die Abgasstufe<br />

EU V erfüllt – ebenfalls von Hersteller Caterpillar. „Ein Highlight<br />

erwartet die Besucherinnen und Besucher außerdem mit<br />

unserem sogenannten Rentagon. Als Erlebniswelt konzipiert,<br />

gibt es einen eindrucksvollen Einblick in unser Portfolio und<br />

richtet den Fokus zudem auf nachhaltige und digitale Lösungen<br />

für den effizienten Baustellenbetrieb“, so Peter Schrader, Geschäftsführer<br />

von Zeppelin Rental.<br />

Neben den Neuzugängen in der Vermietung informiert Zeppelin<br />

Rental auch über innovative Lösungen in der Verkehrstelematik,<br />

wie beispielsweise eine Wiegeeinrichtung, die Möglichkeiten<br />

für Kunden im Bereich der digitalen Beschaffung<br />

(E-Procurement), die smarte Miet-App Rental+ und vieles andere<br />

mehr.<br />

www.zeppelin-rental.de<br />

BE A WASTE<br />

TRANSFORMER<br />

Christian Hort<br />

Betriebsleiter<br />

Umweltdienste Bohn GmbH<br />

Deutschland<br />

#WASTETRANSFORMER<br />

DAS KÖNNEN NUR LINDNER KUNDEN SAGEN:<br />

VOM ABFALLENTSORGER<br />

ZUM WERTSTOFFGEWINNER<br />

MIT DEN INTELLIGENTEN LINDNER SYSTEMLÖSUNGEN.


ecycling <strong>aktiv</strong> BLICKPUNKT<br />

Neuenhauser sieht vor allem individuelle Lösungswege, um eine<br />

möglichst hohe Störstoff-Entfrachtung zu gewährleisten.<br />

Störstoffe:<br />

Das ewige Thema –<br />

oder doch nicht?<br />

Willibald hat künftig für<br />

die Drei-Fraktionen-<br />

Siebanlage Flexstar 3000<br />

als Ergänzung zur<br />

Beseitigung von leichten<br />

Störstoffen das Tukwind-<br />

System im Programm.<br />

Fotos: Hersteller<br />

64 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong><br />

Die Zemmler-Doppeltrommel-Technologie ermöglicht eine<br />

Aussiebung in drei anstatt zwei Fraktionen in nur einem<br />

Arbeitsgang. Ergänzt wird das Ganze durch austauschbare<br />

Drahtsiebe zur Störstoffentfrachtung.


Biomasse, Kompost, Holz<br />

Für die Nachreinigung des<br />

Kompostes bietet die IFE<br />

Aufbereitungstechnik mit<br />

dem neuen Aeroselector<br />

eine stationäre Lösung an<br />

Die Störstoffentfrachtung bei der<br />

Aufbereitung von Bio- oder Grüngut ist<br />

inzwischen so alt wie die Kompostierung<br />

selbst. Über die Jahre wurden, speziell in<br />

diesem Bereich, die Verfahren um ein<br />

Vielfaches verfeinert und auf aktuelle<br />

Situationen und Gesetzgebungen<br />

angepasst. Reichte es früher noch aus,<br />

Störstoffe per Hand grob auszulesen oder<br />

im Nachgang mit einer Trommelsiebanlage<br />

abzuscheiden, ist dies heutzutage nur noch<br />

das absolute Minimum. Allein durch den<br />

Einzug optischer Sortiergeräte in der<br />

Kompostierung wurden die Möglichkeiten<br />

der Störstoffdetektion und -entfrachtung<br />

auf ein neues Level gehoben. Und<br />

dennoch, der beste Störstoff ist der,<br />

der nicht im Prozess landet! Somit<br />

bleibt die beste Technik der Erzeuger selbst,<br />

der erst gar nicht das Biogut mit Störstoffen<br />

verunreinigt.<br />

Und, Störstoffe sind nicht immer<br />

Kunststoffe, auch Glas, Metalle oder Steine<br />

werden unter diesem weiten Oberbegriff<br />

zusammengefasst. So unterschiedlich<br />

die Störstoffe auch sind, ihre<br />

Abtrennung erfordert gerade auch<br />

deswegen eine ganz spezielle<br />

Herangehensweise, wie unser<br />

Blickpunkt-Thema anschaulich<br />

verdeutlicht. Danke allen, die sich so<br />

spontan und engagiert an unserem<br />

Schwerpunkthema beteiligt haben!<br />

Jenz bietet schon<br />

bei der Zerkleinerung<br />

verschiedene<br />

Möglichkeiten,<br />

Störstoffe effektiv<br />

auszusondern.<br />

Dazu gehört ein<br />

Fremdkörpererkennungs -<br />

system oder ein extra<br />

breites Austragsband.


ecycling <strong>aktiv</strong> BLICKPUNKT<br />

Das neue mobilmodulare<br />

Aufbereitungskonzept<br />

MMAK der<br />

Doppstadt Umwelttechnik<br />

GmbH lässt sich<br />

individuell an<br />

die Kundenanforderungen<br />

anpassen.<br />

Foto: Doppstadt<br />

Doppstadt<br />

Mobil-modulare<br />

Fremdstoffentfrachtung<br />

von Bioabfällen<br />

Die Einhaltung des neuen Kontrollwertes<br />

für Fremdstoffanteile im<br />

Biogut-Input ist mit dem neuen mobilmodularen<br />

Aufbereitungskonzept<br />

MMAK, das von der Doppstadt Umwelttechnik<br />

GmbH bereits bei zwei<br />

Referenzanlagen erfolgreich am Markt<br />

eingesetzt wird, problemlos möglich.<br />

Durch die smarte Kombination der mobilen<br />

Maschinen, die zudem für verschiedene<br />

Einsatzzwecke geeignet<br />

sind, können nahezu 100 Prozent der<br />

Fremdstoffe vom Bioabfall getrennt<br />

werden, was gleichzeitig die Menge an<br />

verwertbarem Bioabfall erhöht. Dies<br />

führt neben einem rechtskonformen<br />

Anlagenbetrieb auch zu großen Einsparungen<br />

in den Entsorgungskosten der<br />

Siebreste und so zu einem schnellen<br />

Return on Investment.<br />

Das Anlagenlayout zur Fremdstoffentfrachtung<br />

lässt sich individuell an<br />

die Kundenanforderungen anpassen<br />

und ist wie folgt aufgebaut: Nach der<br />

Aufgabe des Biogutes in den Methor<br />

öffnet dieser behutsam die im Biogut<br />

enthaltenen Säcke, schließt strauchige<br />

Materialverbunde auf, vergleichmäßigt<br />

den Materialstrom, zerkleinert große<br />

Störstoffe, trennt die Fe-Metalle ab und<br />

fördert das Material gleichmäßig auf<br />

den ersten Spiralwellenseparator SWS<br />

400. Dieser trennt alle Störstoffe größer<br />

250 mm als Überlauf ab. Der Überlauf<br />

wird auf ein mobiles Band gefördert<br />

und aufgehaldet. Über dem SWS 400<br />

ist ein Windsichter montiert, der die<br />

enthaltenen Folien und 2-D-Störstoffe<br />

absaugt und in einen abgenetzten Abrollcontainer<br />

fördert. Der Unterlauf<br />

wird auf ein mobiles Band mit Steinfallenfunktion<br />

gefördert. Durch dieses<br />

Band werden Steine und schwere Rollteile<br />

abgetrennt und durch ein Querband<br />

ausgetragen. Der Materialstrom<br />

wird nun auf den zweiten SWS 400<br />

gefördert. Dieser wiederum trennt den<br />

Materialstrom weiter auf, sodass der<br />

zweite Windsichter die restlichen Folien<br />

und 2D-Störstoffe absaugen und in<br />

einen abgenetzten Abrollcontainer fördern<br />

kann. Die Mittel- und Feinfraktion<br />

sind danach nahezu störstofffrei. Die<br />

Mittelfraktion wird auf ein mobiles<br />

Band gefördert und aufgehaldet. Die<br />

Feinfraktion wird per Austragsband aus<br />

dem SWS 400 gefördert und ebenfalls<br />

aufgehaldet. Die nahezu störstofffreie<br />

Mittel- und Feinfraktion des zweiten<br />

SWS 400 kann anschließend in die<br />

erste biogene Behandlungsstufe, wie<br />

zum Beispiel Kompostierung oder Vergärung,<br />

eingebracht werden.<br />

Die Vorteile dieser Aufbereitungstechnik<br />

liegen aus Sicht des Herstellers<br />

in der überschaubaren Investitionshöhe<br />

(< 1 Mio. Euro), dem geringen Investitionsrisiko,<br />

der hohen Flexibilität<br />

bez. Menge und Qualität des Inputs<br />

und dem ebenfalls geringen Platz- und<br />

Personalbedarf beim Betrieb der Anlage<br />

(max. 30 x 30 m). Da ausschließlich<br />

mobile Technik eingesetzt wird, gibt es<br />

auch Vorteile beim Genehmigungsverfahren,<br />

nicht zu vergessen die höhere<br />

Rechtssicherheit hinsichtlich bestehender<br />

Verordnungen. In weniger als zwei<br />

Monaten kann das Anlagenkonzept<br />

auch in der Praxis sehr schnell umgesetzt<br />

werden.<br />

www.doppstadt.de<br />

Eggersmann<br />

Feinaufbereitung<br />

ohne Störstoffe<br />

D<br />

ie zunehmenden Plastikanteile vor<br />

allem im angelieferten Biogut stellen<br />

die Betreiber von Kompostierungsund<br />

Vergärungsanlagen vermehrt vor<br />

Probleme, vor allem mit Blick auf die<br />

steigenden Anforderungen der Kompostanwender<br />

im Zusammenhang mit<br />

der Diskussion um Mikrokunststoffe im<br />

Boden. Die Feinaufbereitungsanlagen<br />

von Eggersmann setzen genau hier an.<br />

Mit der Star-Select-Grobsiebtechnik<br />

werden im ersten Schritt größere Leichtstoffe<br />

und sonstige Übergrößen mechanisch<br />

ausgeschleust. Der Siebschnitt<br />

kann schnell und unkompliziert durch<br />

Veränderung der Siebwellen-Drehzahl<br />

angepasst werden. Falls erforderlich,<br />

können Leichtstoffe schon hier mithilfe<br />

der Eggersmann Airfix-Windsichtungstechnologie<br />

aus dem Siebüberlauf abgetrennt<br />

werden.<br />

Die Absiebung des Feinkompostes erfolgt<br />

mithilfe der Star-Select-Feinsiebtechnik.<br />

Um die verunreinigte Mittelfraktion<br />

optimal auf die folgende Fremdkörperausschleusung<br />

vorzubereiten,<br />

arbeiten die einzelnen Siebwellen mit<br />

dem neuen, zum Patent angemeldeten<br />

Eggersmann-Split-Speed-Verfahren.<br />

Hierbei werden die Drehzahlen der Siebwellen<br />

variabel und unabhängig voneinander<br />

eingestellt, um die unerwünschten<br />

Leichtstoffe schon während des<br />

Siebvorgangs optimal auf dem Materialteppich<br />

zu positionieren, sodass sie<br />

zuverlässig mit dem Airfix-Windsichter<br />

abgesaugt werden können. Anschließend<br />

wird diese störstoffreduzierte Mittelfraktion<br />

dem Kompostiervorgang<br />

rückgeführt. Die Feinfraktion (Körnung<br />

< 15 mm) wird dünnschichtig dem<br />

Mehrstufen-Windsichter-CO 2<br />

MPOST-<br />

Cleaner zugefördert. Innerhalb des<br />

CO 2<br />

MPOST-Cleaners wird der verunreinigte<br />

Kompost während der Materialaufgabe<br />

variabel unterblasen, um unerwünschte<br />

Schwerstoffe auszuschleusen.<br />

Sowohl das unterschiedliche Flug- und<br />

Sinkverhalten aufgrund von cw-Wert<br />

und Dichte als auch der ballistische Effekt<br />

beim Aufprall auf das Bogenband<br />

sorgen für eine effektive Trennung<br />

schwerer Teile aus dem Materialstrom.<br />

66 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Biomasse, Kompost, Holz<br />

Sie fallen nach unten. Das leichte und<br />

mittelschwere Material wird über das<br />

Bogenband der Trennkammer zugeführt.<br />

Die flug- und förderfähigen Leichtstoffe<br />

werden deutlich über das Bogenband<br />

hinweg abgelenkt. Im weiteren<br />

Verlauf passieren die Leichtstoffe zwei<br />

weitere Trennstellen, an denen das leichte<br />

Material wie Folien und Fasern jeweils<br />

durch Luftzug an- bzw. abgesogen wird.<br />

Das nach der zweiten Trennstelle noch<br />

verbliebene Material wird in einen Fallschacht<br />

geleitet. Die schwereren, körnigen<br />

Materialbestandteile fallen nach<br />

unten und bilden die nahezu störstofffreie<br />

Kompost-Feinfraktion. Das verbliebene<br />

leichte Material wird mittels eines<br />

von unten geleiteten Luftstroms nach<br />

oben abgesogen.<br />

Das abgesogene Material aller drei<br />

Leichtstofftrennstellen wird einem<br />

Leichtfraktionsabscheider zugefördert.<br />

Folien oder Blätter werden hier separiert.<br />

Die vorgereinigte, mit Feinkompost<br />

durchsetzte Luft, wird in einen Schlauchfilter<br />

geleitet und abgefiltert. Ein Teil der<br />

Innerhalb des CO 2<br />

MPOST-Cleaners wird der<br />

verunreinigte Kompost während der<br />

Materialaufgabe variabel unterblasen, um<br />

unerwünschte Schwerstoffe auszuschleusen.<br />

Foto: Eggersmann<br />

gereinigten Luft wird anschließend mittels<br />

eines Ventilators sowie der Blasdüse<br />

wieder in den Prozess eingeleitet und der<br />

Rest an die Umgebung abgegeben. Der<br />

abgetrennte Feinkompost wird dem gereinigten<br />

Kompost über Steigschnecken<br />

zugefügt. Die Eggersmann-Abluftbehandlung<br />

gewährleistet niedrigste Reststaubgehalte<br />

< 5 mg/m³, welche problemlos<br />

wieder in das Umfeld zurückgeführt<br />

oder bei Bedarf dem Rotteprozess<br />

zugeführt werden können.<br />

www.eggersmann-<strong>recycling</strong>technology.com<br />

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ecycling <strong>aktiv</strong> BLICKPUNKT<br />

Die kundenspezifisch-gefertigte Produktionsanlage bei der Brantner<br />

Österreich GmbH erzielt, so auch aus Sicht des Betreibers, hervorragende<br />

Ergebnisse. Foto: IFE Aufbereitungstechnik GmbH<br />

IFE<br />

Aeroselector: Stationäre Kompostaufbereitung mit System<br />

Die zunehmenden Störstoffe im Biogut<br />

stellen die Recycler vor viele Herausforderungen<br />

und fordern nach<br />

neuen Lösungen in der Kompostierung.<br />

Um qualitativ hochwertigen Kompost zu<br />

gewinnen, bedarf es einer Technik, die<br />

Rohkompost möglichst effizient von<br />

Störstoffen befreit. Störstoffe bereits am<br />

Beginn der Kompostierung herauszuholen,<br />

ist aus technischer Sicht nahezu unmöglich.<br />

Somit ist die Nachreinigung des<br />

Kompostes nach dem Kompostiervorgang<br />

unerlässlich. Dafür bietet die IFE<br />

Aufbereitungstechnik mit dem Aeroselector<br />

eine passende Lösung an. Mit der<br />

Kombination aus Windsichtung, ballistischer<br />

Separation, Magnetscheidung und<br />

Siebung, verpackt in einer stationären<br />

Anlage kann aus dem Rohkompost nicht<br />

nur verkaufsfertiger Kompost gewonnen<br />

werden. In nur einem Arbeitsdurchgang<br />

lassen sich alle wichtigen Fraktionen wie<br />

Kunststoff-Folien, Steine, Strukturmaterial,<br />

Wurzelwerk und Metalle effizient aus<br />

dem Siebrest zurückgewinnen. Das steigert<br />

nicht nur den Kompost-Ertrag, sondern<br />

führt zu einer Kostenreduktion.<br />

Über einen Bunker werden die Steigbänder<br />

der Anlage beschickt. Die als<br />

Mag nettrommel ausgeführte Kopfrolle<br />

des ersten Steigbandes ermöglicht eine<br />

frühzeitige Magnetscheidung. Zugleich<br />

erfolgt bei der Übergabe vom ersten auf<br />

das zweite Steigband die Abscheidung<br />

einer groben Steinfraktion mittels ballistischer<br />

Separation. Der IFE Variomat<br />

kümmert sich danach um die Absiebung<br />

des Fertigkompostes. Das nachfolgende<br />

Beschleunigungsband bringt den Materialfluss<br />

nicht nur auf die perfekte Geschwindigkeit,<br />

sondern sorgt auch für die<br />

optimale Verteilung des Materials. Im<br />

Übergabebereich vom Beschleunigungsauf<br />

das Transportband wird von unten<br />

Luft zugeführt. Diese löst Folien aus dem<br />

Materialfluss und befördert sie in einen<br />

Folien-Container. Gleichzeitig fällt kleines,<br />

kugeliges Material, wie zum Beispiel<br />

Steine, vom Beschleunigungsband ab<br />

und prallt an der vorderen Umlenktrommel<br />

des Transportbandes ab. Das Transportband<br />

fördert das verbleibende Material<br />

zum Sternsieb, wo längliches, stückiges<br />

Material (Zweige u. Ä.) von den<br />

übergroßen verbleibenden Stücken (zum<br />

Beispiel Äste) abgetrennt wird.<br />

Die erste gelieferte Aufbereitungslinie<br />

– mit dem Aeroselector als Herzstück –<br />

wurde im Mai dieses Jahres im Erdenwerk<br />

der Brantner Österreich GmbH installiert.<br />

Der Aufbereitungsprozess wurde spezifisch<br />

an die Kundenanforderungen angepasst.<br />

Die Ergebnisse stimmen sowohl<br />

den Kunden als auch den Lieferanten<br />

äußerst zufrieden. Zeitgleich zog die<br />

zuvor eingesetzte Pilotanlage weiter zur<br />

AKG in Ammerndorf in der Nähe von<br />

Nürnberg. Dort können deutsche Kompostanlagenbetreiber<br />

die Aufbereitungslinie<br />

nicht nur besichtigen, sondern sie<br />

mit eigenem Material ebenfalls testen.<br />

www.ife-kompostaufbereitung.com<br />

68 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Biomasse, Kompost, Holz<br />

Jenz<br />

Saubere Aufbereitung: Vom Entsorgen zum Veredeln<br />

Für eine hochwertige Verwertung von<br />

Bioabfällen und Grüngut ist ein möglichst<br />

geringer Anteil an Fremdstoffen<br />

entscheidend. Viel zu oft finden sich jedoch<br />

Metalle, Steine, Kunststofftüten<br />

und andere Störstoffe im angelieferten<br />

Material, die den Aufbereitungsprozess<br />

beeinträchtigen. Die Folgen können sowohl<br />

aufwendige mehrstufige Siebungen<br />

sein als auch ein Zurückbleiben von<br />

Fremdstoffen im Endmaterial. Insbesondere<br />

Plastik gelangt auf diesem Weg<br />

schnell wieder in die Umwelt. Das Ziel<br />

heißt also: sortenreines Endmaterial.<br />

Nicht zuletzt, weil sich darüber auch die<br />

Wirtschaftlichkeit der Unternehmen aus<br />

der Entsorgungs- und Recyclingbranche<br />

definiert.<br />

Schnelllaufende Zerkleinerer, wie Jenz<br />

sie produziert, übernehmen im Prozess<br />

der Grüngutaufbereitung die Aufgabe<br />

der Zerkleinerung. „Unsere Maschinen<br />

sind so konzipiert, dass sie erstens effizient<br />

und zweitens zielgerichtet arbeiten.<br />

Gemeint ist damit, dass sie das Material<br />

optimal für die weitere Verarbeitung aufbereiten.<br />

Dazu gehört selbstverständlich<br />

auch die Beseitigung möglicher Störstoffe“,<br />

erklärt Jenz-Produktmanager Dominik<br />

Meden. Mittels Fremdkörpererkennungssystem<br />

können von vornherein<br />

massive Störstoffe, wie Steine oder<br />

größere Eisenteile, vom Endmaterial wie<br />

auch von der Maschine ferngehalten<br />

werden. Beim sogenannten IPS („Impact<br />

Protection System“) wird mithilfe von<br />

Sensoren ein solcher Einschlag detektiert<br />

und die Maschine reagiert im Bruchteil<br />

einer Sekunde: Das „Fremdkörperprogramm“<br />

verhindert zwar nicht den ersten<br />

Einschlag, reduziert aber die Konsequenzen<br />

für die Maschine sowie für das<br />

Endmaterial erheblich. Zur sicheren Aussortierung<br />

von ferromagnetischen Teilen,<br />

wie zum Beispiel Schrauben oder<br />

Nägel, können die zwei größten Jenz-<br />

Schredder mit einer Magnetrolle am Förderbandende<br />

sowie einem kraftvollen<br />

Neodym-Überbandmagnet ausgestattet<br />

werden. Insbesondere der Überbandmagnet<br />

in Kombination mit dem extra breiten<br />

Austragsband von 1,50 m sorgt für<br />

eine größtmögliche Reinigungsleistung.<br />

„Per Fernbedienung kann der Überbandmagnet<br />

parallel zum Austragsband hydraulisch<br />

stufenlos verstellt werden. So<br />

kann eine flexible und schnelle Anpassung<br />

an das Material erfolgen“, erläutert<br />

der Produktmanager und fügt hinzu:<br />

„Bedingt durch die vergrößerte Breite<br />

sowie das Förderbandprofil ist die Materialschichtdicke<br />

geringer und die Magnete<br />

können das Material optimal reinigen.<br />

Das Ergebnis: eisenfreies Endmaterial.“<br />

Zur Abtrennung von feinen Störstoffen<br />

bietet der BA 926 D, das Multitalent<br />

von Jenz, die Möglichkeit einer<br />

Drehzahlreduzierung. „Mit dem Twin<br />

Gear-System ist der Bediener in der Lage,<br />

die Drehzahl von ungefähr 1.000 U/min<br />

auf ca. 400 U/min zu reduzieren. Etwaige<br />

Kunststoffe im Eingangsmaterial werden<br />

so weniger zerschlagen und können in<br />

nachfolgenden Arbeitsschritten besser<br />

abgetrennt werden“, so Dominik Meden<br />

abschließend.<br />

www.jenz.de<br />

Mit dem BA 1016 gibt es eine neue<br />

Dimension im Jenz-Schredderprogramm.<br />

Gerade hier ist die Reinigungsleistung<br />

von großer Bedeutung. Foto: Jenz GmbH<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 69


ecycling <strong>aktiv</strong> BLICKPUNKT<br />

Neuenhauser<br />

Umwelttechnik<br />

Individuelle Lösungen<br />

für die Bio- und<br />

Grüngutaufbereitung<br />

Die Neuenhauser Umwelttechnik steht<br />

für die Idee einer effizienten und bedienerfreundlichen<br />

Aufbereitung, die<br />

den individuellen Bedürfnissen der Anwender<br />

gerecht wird. Neben vielen Varianten,<br />

mit denen man heutzutage Störstoffe<br />

aus Biogut und Grünschnitt entfernen<br />

kann, liegt es aber immer noch an<br />

der einzelnen „Anfallstelle“ selbst, welche<br />

Art der Entfrachtung sie wählt. Aufgrund<br />

der extremen Inhomogenität des<br />

Inputmaterials gibt es keine Patentlösung<br />

für die Entfrachtung von Störstoffen.<br />

Schon bei der Aufgabe des Materials<br />

in einen entsprechenden Dosierbunker<br />

werden kundenindividuelle Lösungen<br />

angeboten. Einerseits kann die Größe des<br />

Bunkers wie auch dessen Förderantrieb<br />

individuell bestimmt werden. Andererseits<br />

und ebenso entscheidend ist die im<br />

Bunker verbaute Dosier- und Lösewalze.<br />

Diese ist in ihrer Art und Form so ausgebildet,<br />

dass sie Materialkonglomerate<br />

und verschlossene Beutel schonend öffnet<br />

und vereinzelt. Im weiteren Verlauf<br />

steht eine schonende Zerkleinerung im<br />

Fokus, welche die im Inputmaterial enthaltenen<br />

Störstoffe nur grob öffnet bzw.<br />

zerkleinert. Hier werden, je nach Stoffstrom,<br />

eine stationäre Schraubenmühle<br />

oder ein langsam laufender Ein-Wellen-<br />

Zerkleinerer eingesetzt. Die stationäre<br />

Schraubenmühle zeichnet sich seit vielen<br />

Jahren durch ihre Robustheit und vor<br />

allem ihre Energieeffizienz aus. Das größte<br />

Modell kann rund 40 Tonnen pro<br />

Stunde im Biogut verarbeiten, und das<br />

bei lediglich 90 kW Stromaufnahme. Das<br />

Wirkprinzip beruht auf drei Walzen, die<br />

das Material schonend aufbereiten. Im<br />

Aufgabebereich zerreißen zwei gegenläufig<br />

arbeitende Schrauben das Inputmaterial.<br />

Die darunterliegende dritte<br />

Walze ist mit einem Gefache ausgestattet<br />

und reißt das Material auf die gewünschte<br />

Größe. Somit ist gewährleistet, dass<br />

im Input enthaltene Störstoffe, wie verschlossene<br />

Beutel o. Ä., schonend geöffnet<br />

und nur grob zerrissen werden. Dies<br />

spielt besonders in der weiteren Verarbeitung<br />

bzw. bei der Störstoffentfrach<br />

Seit der IFAT bietet Neuenhauser erstmals eine mobile<br />

3-Faktionen-Kombi-Siebanlage auf Basis der<br />

Spannwellentechnologie an, die zusammen mit<br />

Spaleck entwickelt wurde. Foto: Neuenhauser Umwelttechnik<br />

tung eine wichtige Rolle. Alternativ zur<br />

Schraubenmühle kann auch ein langsam<br />

laufenden Ein-Wellen-Zerkleinerer vom<br />

Typ Zerberus genutzt werden. Soll die<br />

Aufbereitung mobil stattfinden, kommt<br />

der langsamlaufende Ein-Wellen-Zerkleinerer<br />

Targo zum Einsatz. Als Maschine<br />

mit einem 2,50 und 3,00 m langen<br />

Schneidwerk kann der Targo Grün- und<br />

Biogut schonend auf- und für die weitere<br />

Verarbeitung vorbereiten. Mit schraubbaren<br />

Schneidwerkzeugen wird das Inputmaterial<br />

auf 0 bis 150 mm oder gröber<br />

zerkleinert. Dabei werden, wie auch<br />

bei der Schraubenmühle, die enthaltenen<br />

Säcke und Beutel schonend geöffnet<br />

und der Inhalt entleert. In der weiteren<br />

Verarbeitungskette des Materials kommt<br />

seit über 20 Jahren die Sternsiebtechnologie<br />

zum Einsatz. Durch das sehr <strong>aktiv</strong>e<br />

Siebverfahren schwimmen Störstoffe wie<br />

Folien und Leichtverpackungen auf. Das<br />

bedeutet, dass sie sich durch die Impulse<br />

der Siebfinger jedes einzelnen Sterns auf<br />

die Oberseite des Materialteppichs bewegen<br />

und dort ablegen. Diese können<br />

dann mittels aufgesetztem Windsichter<br />

effektiv abgesaugt werden und gelangen<br />

via Schlauch- oder Rohrsystem in einen<br />

bereitgestellten Container zur weiteren<br />

Verwertung.<br />

Sollten dann nach der Rotte die Störstoffgehalte<br />

immer noch zu hoch sein,<br />

kann diese Fraktion mit der Spannwellentechnologie<br />

weiter aufbereitet werden.<br />

Hier kommen sowohl Anlagen mit<br />

zwei und drei Fraktionen zum Einsatz.<br />

Die Zwei-Fraktionen-Anlage ist eine<br />

hauseigene Entwicklung, die sich besonders<br />

bei der Feinaufbereitung etabliert<br />

hat. Seit der IFAT bietet Neuenhauser<br />

erstmals eine mobile Drei-Faktionen-<br />

Kombi-Siebanlage an. Diese wurde zusammen<br />

mit dem Partner Spaleck entwickelt.<br />

Spaleck, als ausgewiesener Spezialist<br />

im Bereich stationärer Spannwellensiebe,<br />

liefert seine 3-D-Kombi-Siebkasette,<br />

die Neuenhauser auf eine straßenmo-<br />

70 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Biomasse, Kompost, Holz<br />

bile Anlage aufsetzt. Neben dem<br />

klassischen Dieselmotor ist die Anlage<br />

auch mit einem hybriden oder<br />

rein elektrischen Antrieb zu erhalten.<br />

Damit spricht man bewusst<br />

zukunftsorientierte Kunden an,<br />

ohne auf die klassischen Antriebsarten<br />

zu verzichten. Es gibt also eine<br />

große Auswahl an erprobter und<br />

funktionierender Technik. Wichtig<br />

ist ebenso die flexible Nutzungsmöglichkeit<br />

der Einzelaggregate<br />

vor Ort: Die Siebmatten bei der<br />

Spannwelle können in unter 60 Minuten<br />

gewechselt werden. Dies gilt<br />

auch für den Austausch der Sternsiebeinheit<br />

wie für die Werkzeuge<br />

am Zerkleinerer. Unterm Strich<br />

führt dies zu einer drastischen Reduzierung<br />

der Stillstandszeiten und<br />

erhöht somit die Produktionszeit<br />

deutlich.<br />

www.neuenhauser-ut.de<br />

Teubel Umwelttechnik<br />

TUKWIND-Anbau-Windsichter:<br />

Effektive Abtrennung von Plastik<br />

Die in Gmunden in Österreich ansässige<br />

Teubel Umwelttechnik bietet für<br />

eine bereits vorhandene Siebtechnik zusätzliche<br />

Systemlösungen an, um Störstoffe<br />

in der Aufbereitung von Kompost,<br />

Biomasse und ähnlichen Materialien effizient<br />

abzutrennen. Die Zielsetzung ist<br />

dabei klar formuliert: Das ökologische<br />

Potenzial einer hochwertigen Verwertung<br />

von Bioabfällen ist enorm. Kompost<br />

dient als Ersatz von Kunstdünger und<br />

torfhaltige Erden, schützt dadurch Ressourcen<br />

und Klima und trägt als Nährstoff-<br />

und Humuslieferant zur Bodenverbesserung<br />

bei. Leider zeigen Erfahrungsberichte<br />

bei der Aufbereitung von Kompost,<br />

dass der Anteil an Störstoffen, vor<br />

allem Plastikteilen, noch immer große<br />

Probleme bereitet.<br />

In der Praxis wird bei der Kompost-<br />

Absiebung die Feinfraktion in der Regel<br />

nicht abgesaugt, da augenscheinlich<br />

kaum Plastikteile sichtbar sind. In einer<br />

Kompostierungsanlage wurde ein Test<br />

durchgeführt, bei dem an einer Trommel-Siebmaschine<br />

mit Trommel-Lochung<br />

20 mm eine Tukwind-Absaugung<br />

am Feinkorn-Austragsband montiert<br />

wurde. Die abgesaugten Plastikteile wurden<br />

in einen speziellen Big-Bag-Netzauffang-Sack<br />

geblasen. Das Ergebnis: Der<br />

Die Tukwind-Windsichter können auch<br />

mit einem Handsaugschlauch<br />

ausgestattet werden, um nach dem<br />

Absieben die Flächen im Bereich der<br />

Siebmaschine sauber zu halten.<br />

Foto: Teubel Umwelttechnik<br />

Sack mit einem Füllvolumen von 0,80 m³<br />

war nach nur einer Stunde zu 80 Prozent<br />

mit kleinen Plastikteilchen gefüllt. Ein<br />

weiteres Thema betrifft die Plastikteile-<br />

Verfrachtung durch Wind. Vor allem<br />

dort, wo sich die Arbeitsflächen im Freien<br />

befinden, werden Plastikteile über den<br />

Platz verteilt. Die Tukwind-Windsichter<br />

können zusätzlich mit einem Adapter<br />

und einem 10 Meter langen Handsaugschlauch<br />

ausgestattet werden, um ganz<br />

einfach nach dem Absieben die Flächen<br />

im Bereich der Siebmaschine sauber halten<br />

zu können. Die abgesaugten Plastikteile<br />

gelangen somit ebenfalls in den<br />

Container. Dabei ist ein dichter Anschluss<br />

mit dem richtigen Netz sehr wichtig,<br />

damit während des Betriebes keine Plastikanteile<br />

aus dem Container wieder herausgeblasen<br />

werden können.<br />

Die Tukwind-Anbau-Windsichter werden<br />

in Österreich von der Scheuch Components<br />

GmbH produziert. Dabei handelt<br />

es sich um sehr effektive, elektrisch<br />

angetriebene Sauggebläse-Systeme in<br />

der Version „Basic“ oder „Pro“, die in<br />

verschiedenen Leistungsklassen angeboten<br />

werden.<br />

www.teubel-kurz.com<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 71


ecycling <strong>aktiv</strong> BLICKPUNKT<br />

Willibald<br />

Gezielte Störstoffentfernung<br />

mit FLEXSTAR<br />

und TUKWIND<br />

Die J. Willibald GmbH bietet künftig für<br />

ihre Drei-Fraktionen-Siebanlage Flexstar<br />

3000 als Ergänzung zur Beseitigung<br />

von leichten Störstoffen das Tukwind-<br />

System des österreichischen Willibald-<br />

Händlers Teubel Umwelttechnik mit an.<br />

Kompost und Biomasse sauber aufzubereiten<br />

und möglichst alle Störstoffe<br />

davon zu separieren, ist auch bei der J.<br />

Willibald GmbH neben Durchsatzleistung,<br />

Wirtschaftlichkeit und Maschinenhandling<br />

zentrales Thema. Ein Lösungsbaustein<br />

hierfür sind die als Zusatzausstattung<br />

zu den Willibald-Schreddern<br />

und Siebmaschinen erhältlichen Metallabscheidungssysteme,<br />

die mittels leistungsstarken<br />

Permanent-Magnetrollen<br />

mit Auffangbox metallische Stoffe aus<br />

dem organischen Material herausziehen.<br />

Beim mobilen Drei-Fraktionen-Hochleistungssieb<br />

Flexstar 3000 wird bei der Aufbereitung<br />

von Komposterde meistens die<br />

verlangte Qualität durch Absiebung erreicht.<br />

Werden jedoch höhere Störstoff-<br />

Grenzwerte gefordert, ist die von Teubel<br />

Umwelttechnik vertriebene Windsichter-<br />

Anlage Tukwind die ideale Ergänzung,<br />

die das Endmaterial von allen leichten<br />

Störstoffen wie Plastikpartikeln befreit.<br />

Beim Tukwind-System handelt es sich um<br />

sehr effektive, elektrisch angetriebene<br />

Saug- und Druckluft-Gebläse-Stationen<br />

mit entsprechendem Zubehör. Die abgesaugten<br />

Störstoffe werden in einen<br />

geeigneten Container geblasen.<br />

Die WILLIBALD Siebanlage FLEXSTAR<br />

mit Windsichter-System TUKWIND<br />

von TEUBEL Umwelttechnik zur<br />

effizienten Störstoffreduktion.<br />

Foto: J. Willibald GmbH<br />

Das Sternsieb Flexstar wiederum besticht<br />

durch ein einzigartiges Siebkonzept,<br />

mit dem der Nutzer je nach Bedarf<br />

innerhalb weniger Bedienfunktionen<br />

zwischen Zwei- und Drei-Fraktionen-<br />

Betrieb wechseln kann. Dabei wird die<br />

gleichbleibend hohe Siebqualität durch<br />

die Geschwindigkeit der Sternwellen<br />

maßgeblich beeinflusst. Dies wird durch<br />

eine Drehzahlüberwachung der Dosierung<br />

und der Siebdecke gewährleistet.<br />

Zusätzlich lässt sich die Qualität des Endprodukts<br />

durch verschiedene auswechselbare<br />

und selbstreinigende Fingerleisten<br />

verändern. Und wo es für herkömmliche<br />

Siebtechnik schwierig wird, zeigt<br />

die mobile Siebmaschine Flexstar ihre<br />

wahre Stärke. Feuchte und klebrige Siebmaterialien,<br />

die gerne zu schnellen Verklebungen<br />

der Siebdecks neigen, werden<br />

effizient und kostengünstig abgesiebt. In<br />

Kombination mit dem Tukwind erzeugt<br />

der Flexstar eine überzeugende Materialqualität.<br />

Das Willibald-Recycling-Maschinenprogramm<br />

wird zudem durch den stationären<br />

Elektro-Schredder „UZ 80“ zur<br />

Biogas-Substrat-Zerkleinerung, das mobile<br />

Einsteiger-Schredder-Modell „MS<br />

3000 – Minishark“, den mobilen Hochleistungs-Schredder<br />

„EP 5500 Shark 5“<br />

mit fünf Rotorvarianten je nach Anforderungen<br />

ans Endmaterial sowie den traktorbetriebenen<br />

Kompost-Mietenumsetzer<br />

„TBU 3P“ und den noch größeren<br />

„TBU XL“, welcher noch höhere Mieten<br />

umsetzen kann, abgerundet.<br />

www.willibald-gmbh.de<br />

www.teubel-kurz.com<br />

Die Zemmler-Doppeltrommel-<br />

Technologie ermöglicht eine<br />

Aussiebung in drei anstatt<br />

zwei Fraktionen in nur einem<br />

Arbeitsgang.<br />

Foto: Zemmler Siebanlagen GmbH<br />

Zemmler<br />

Doppel-Trommel-<br />

Siebanlage schont<br />

wichtige Ressourcen<br />

Mit der patentierten Doppeltrommel<br />

der Zemmler-Siebanlagen<br />

lässt sich Biomasse hervorragend<br />

sieben. Die Doppeltrommel-<br />

Technologie ermöglicht eine Aussiebung<br />

in drei anstatt zwei Fraktionen<br />

in nur einem Arbeitsgang. Durch die<br />

Verwendung von austauschbaren<br />

Drahtsieben mit Maschenweiten<br />

zwischen 2 und 80 mm, die um die<br />

robuste Stahlkonstruktion der Doppeltrommel<br />

gespannt werden, lassen<br />

sich die gewünschten Maschenweiten<br />

schnell auf das zu trennende<br />

Ausgangsmaterial anpassen. So kann<br />

eine effiziente Abtrennung von Störstoffen,<br />

wie beispielsweise Plastik<br />

oder Metall, erfolgen. Typische Anwendungsbeispiele<br />

sind Grünschnitt,<br />

Grüngut, Kompost sowie die<br />

Aufbereitung für Biogasanlagen und<br />

Heizkraftwerke. Ein Siebdurchgang<br />

ergibt drei Fraktionen. Für die Fein-<br />

72 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Biomasse, Kompost, Holz<br />

fraktion sind Maschenweiten<br />

von 2 bis 80 mm, für die Mittelfraktion<br />

von 2 bis 80 mm<br />

oder Standard 75/80 x 170<br />

mm wählbar und für die<br />

Grobfraktion ist die Maschenweite<br />

abhängig von der Maschengröße<br />

der Mittelfraktion<br />

oder standardmäßig größer<br />

als 170 mm.<br />

Die Zemmler-Doppeltrommel-Siebanlangen<br />

unterstützen<br />

u. a. bei der Verwendung<br />

von Grüngut als Brennstofffraktion<br />

in Heizwerken. So<br />

wurde bspw. bei den Südharzwerken<br />

im Landkreis<br />

Nordhausen bislang das gesammelte<br />

Grüngut vollständig<br />

einer Kompostierung<br />

unterzogen. Nun wird ein<br />

Teil des Grünguts so aufbereitet,<br />

dass es als Brennstofffraktion<br />

in Heizwerken verwendet<br />

werden kann. Die<br />

Multi-Screen-Siebanlagen<br />

kommen in zahlreichen Bereichen,<br />

wie im Holz- und<br />

Bauschutt-Recycling, in der<br />

Mineralien-, Boden- und Biomasse-Aufbereitung,<br />

beim<br />

Gewerbeabfall- und Sondermaterialien-Recycling,<br />

zum<br />

Einsatz. Zemmler baut mobile<br />

und stationäre Doppeltrommel-Siebanlagen<br />

mit<br />

einem Gewicht von 1,8 bis<br />

hin zu 24 Tonnen und bedient<br />

damit sowohl kleine<br />

GaLaBau-Unternehmen als<br />

auch große Recycling- und<br />

Tiefbau-Firmen. Zemmler<br />

sieht seine nachhaltige Unternehmensaufgabe<br />

in der<br />

Herstellung von Siebanlagen<br />

für das Recycling verschiedenster<br />

Wertstoffe. Durch die<br />

Doppeltrommel-Siebanlagen<br />

werden natürliche Ressourcen<br />

geschont und ein höherer<br />

Anteil an werthaltigen<br />

Stoffen gewonnen. Dies trägt<br />

unter anderem zur Senkung<br />

der CO 2<br />

-Emissionen bei. Alle<br />

Maschinen-Modelle werden<br />

mit Elektromotor angeboten.<br />

www.zemmler.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 73


ecycling <strong>aktiv</strong> ON TOUR<br />

Gipo & Apex Fördertechnik:<br />

Rotes<br />

Kraftpaket<br />

Seit Juli setzt die im<br />

oberbayerischen Altenstadt<br />

beheimatete Lang &<br />

Haberstock GmbH eine<br />

Giporec R 131 FDR GIGA E zur<br />

Aufbereitung verschiedener<br />

Rohstoffe ein. Die ganz in Rot<br />

gehaltene Giporec ist bereits<br />

die vierte rein elektrisch<br />

betriebene mobile Brech- und<br />

Siebanlage von Gipo in<br />

Deutschland.<br />

Das AmmerLechLand – unter<br />

diesem Begriff wollen die<br />

drei oberbayerischen Kommunen<br />

Schongau, Peiting<br />

und Altenstadt als Mittelzentrum<br />

die ländlich geprägte Region für<br />

ihre Bewohner noch attr<strong>aktiv</strong>er gestalten.<br />

Grün ist die bestimmende Farbe<br />

einer Region, die immer noch stark landwirtschaftlich<br />

geprägt ist. Der Blick auf<br />

die nahen Alpen weckt zudem Urlaubsgefühle.<br />

Wem es auffällt, der bemerkt<br />

auch die weiß-grauen Sande und Kiese,<br />

die diese Landschaft in vielerlei Hinsicht<br />

mit prägen.<br />

Das ist auch der erste Eindruck, als wir<br />

uns dem Kieswerk der Lang & Haberstock<br />

GmbH in Altenstadt nähern. Unterhalb<br />

der Franz-Josef-Strauß-Kaserne fallen<br />

die weiß-grauen Aufbereitungsanlagen<br />

sofort ins Auge – und ganz klar,<br />

zentral im Werksgelände platziert, die<br />

neue Giporec R 131 FDR GIGA E. Fast ein<br />

Blickfang, ganz in Rot, und seit Juli im<br />

Betrieb, wie uns Marco Haberstock erklärt.<br />

Als Kfz-Meister ist er für die Werkstatt<br />

und den Maschineneinkauf zuständig<br />

und verkörpert zugleich die vierte<br />

Generation des Familienunternehmens,<br />

das 1959 von Josef Lang und Hans Haberstock<br />

gegründet wurde. Ein familiengeführtes<br />

Traditionsunternehmen also,<br />

und das gleich in mehrfacher Hinsicht.<br />

Schon der Vorgänger war<br />

elektrisch<br />

Der Standort außerhalb vom Stadtzentrum<br />

in Altenstadt macht einen sehr geschäftigen<br />

Eindruck, und das ist aus Sicht<br />

von Marco Haberstock natürlich voll in<br />

Ordnung: „Neben der Kiesaufbereitung,<br />

in der die Sande und Kiese aus unserer<br />

Kiesgrube in Denklingen verarbeitet wer-<br />

74 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Das Rot passt perfekt – die neue<br />

Giporec R 131 FDR GIGA E zeigt,<br />

was sie kann.<br />

Der elektrische Antrieb ist einer<br />

der Hauptmerkmale der<br />

Giporec R 131 FDR GIGA E.<br />

Die Windsichter bilden einen wichtigen<br />

Teil der sauberen Aufbereitung.<br />

den, gibt es an diesem Standort noch<br />

unsere Transportbetonanlage sowie eine<br />

Asphaltmischanlage. Abgebaut wird hier<br />

schon lange nicht mehr, das ehemalige<br />

Abbaugelände wird mit Bodenmaterial<br />

der Z0-Klasse verfüllt.“ Geschäftiges Treiben<br />

also, und damit auch sehr unterschiedliche<br />

Materialien, die für ihre weitere<br />

Verarbeitung meist zunächst vorgebrochen<br />

werden müssen. Neben den<br />

Kiesgeröllen und Kies-Konglomeraten<br />

gehören dazu Betonabbruch, Straßenaufbruch<br />

und Asphaltschollen, die alle an<br />

die Aufbereitung ganz unterschiedliche<br />

Anforderungen stellen. „Bisher hatte das<br />

seit 1994 ein Ratzinger-Brecher geleistet,<br />

der allerdings in die Jahre gekommen<br />

war. Der Brecher wurde aufgrund der<br />

Genehmigungsauflagen elektrisch betrieben,<br />

was für uns schon fast eine gewisse<br />

Tradition bedeutete. Wir hängen<br />

eh an unseren alten Maschinen, die wir<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 75


ON TOUR: Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Der Permanentmagnet in<br />

Längsrichtung ist eines der<br />

entscheidenden Kennzeichen<br />

der Gipo-Maschinen.<br />

immer wieder gerne auf den neuesten<br />

Stand bringen, sodass wir im Falle des<br />

Brechers schon genau wussten, was eine<br />

neue Anlage leisten sollte“, so Marco<br />

GIPO AG<br />

Kohlplatzstraße 15<br />

CH-6462 Seedorf<br />

Tel.: +41 874 81 10<br />

Fax: +41 874 81 01<br />

info@gipo.ch<br />

www.gipo.ch<br />

APEX Fördertechnik<br />

GmbH<br />

An Fürthenrode 55<br />

52511 Geilenkirchen<br />

Tel.: +49 (0) 24 51 – 409 775 10<br />

Fax: +49 (0) 24 51 – 409 775 60<br />

mail@apex-foerdertechnik.de<br />

www.apex-foerdertechnik.de<br />

Haberstock zu den Ansprüchen an eine<br />

neue Anlage.<br />

Es gibt keinen anderen, der so<br />

baut, wie wir es brauchen!<br />

Die Ausgangsbedingungen waren also<br />

klar, und schnell war mit Gipo genau das<br />

Unternehmen gefunden, das eine auf<br />

diese Anforderungen hin zugeschnittene<br />

Anlage auch anbieten konnte. Hergestellt<br />

wurde der Kontakt über die inzwischen<br />

zur Warner-Gruppe gehörende<br />

Apex Fördertechnik. Verkaufsleiter Stephan<br />

Barion besprach mit Lang & Haberstock<br />

Ende 2020 die ersten Entwürfe zur<br />

neuen Anlage, 2021 wurden verschiedene<br />

Brecher gemeinsam im Praxiseinsatz<br />

besucht, sodass die neue Giporec R 131<br />

FDR GIGA E schließlich Mitte 2021 in<br />

ihrer endgültigen Konfiguration bestellt<br />

werden konnte. Gipo-Außendienstmitarbeiter<br />

Marco Cammarata und Stephan<br />

Barion erläutern die Besonderheiten:<br />

„Klar, der elektrische Antrieb war Grundvoraussetzung.<br />

Da die Anlage zentral im<br />

Werksgelände steht und fast nur stationär<br />

genutzt wird, konnten wir die Stege<br />

breiter auslegen und damit die Zugänglichkeit<br />

noch weiter verbessern. Sie wird<br />

zudem nicht mit dem Bagger, sondern<br />

aufgrund der relativ weiten Wege mit<br />

Radladern beschickt, sodass wir den Auf-<br />

gabebunker entsprechend verlängert<br />

haben. Um gerade bei Bauschutt bzw.<br />

Aufbruch die leichten Bestandteile wie<br />

Holz oder Kunststoffe noch effektiver abzutrennen,<br />

sind zwei Windsichter installiert,<br />

einer im Überkornkreislauf, der<br />

zweite im Unterdeck als Doppelwindsichter<br />

mit zwei Gebläsen.“<br />

Leise und doch äußerst effektiv<br />

Vielleicht ist es gerade der leise Lauf, der<br />

die R 131 FDR GIGA E umso kraftvoller<br />

erscheinen lässt. Die Vorteile der Anlage<br />

werden damit keinesfalls geschmälert,<br />

gerade das Gegenteil ist der Fall.<br />

Wesentliche Ausstattungsmerkmale<br />

des Brechers sind neben den erwähnten<br />

Windsichtern die bewährte und leistungsstarke<br />

Gipo-Prallmühle P 131 mit<br />

einem Prallmühlen-Einlauf von 1.270 auf<br />

920 mm und einem Rotordurchmesser<br />

von 1.200 mm sowie der Brecheraustrag<br />

mit der erprobten Vibrations-Austragsrinne.<br />

Das breite Brecheraustragsband<br />

von 1.400 mm verhindert lästige Materialstauungen<br />

unter dem Rotor und an<br />

den Übergabestellen. Über einen Permanentmagneten,<br />

der in Längsrichtung<br />

über dem Förderband des Brecheraustrags<br />

in die Siebmaschine eingebaut ist,<br />

wird Eisen äußerst effektiv ausgetragen.<br />

Mit der Zwei-Deck-Vorabsiebung wird<br />

76 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Die Materialaufgabe kann<br />

von beiden Seiten erfolgen.<br />

Das rote Kraftpaket hat bereits in kurzer Zeit überzeugt<br />

(von links nach rechts): Marco Cammarata, Stephan Barion<br />

und Marco Haberstock.<br />

Marco Haberstock kennt<br />

seine Anlage genau.<br />

Fotos: Gipo AG;<br />

Thomas Einberger, argum<br />

durch das Ausscheiden von verschleißintensivem<br />

Feinmaterial die Qualität des<br />

Endproduktes wesentlich verbessert. Das<br />

gebrochene Material wird von der<br />

2-Deck-Nach-Siebmaschine mit einer<br />

Siebfläche von 1.500 auf 5.500 mm abgesiebt.<br />

Das Überkorn kann wahlweise<br />

seitlich ausgetragen oder zurückgeführt<br />

werden. Das Förderband zur Überkornrückführung<br />

ist als Haldenband auf einer<br />

stabilen Drehkonsole um 180 Grad hydraulisch<br />

schwenkbar und kann damit<br />

auch zur Haldenaufschüttung genutzt<br />

werden.<br />

Das einfache An- und Abkuppeln der<br />

Siebeinheit an die Brechanlage erfolgt<br />

mithilfe eines Hydraulikzylinders ohne<br />

fremdes Hebegerät. Dank der guten Zugänglichkeit<br />

ist ein einfaches und schnelles<br />

Wechseln der Siebbeläge möglich.<br />

Das bewährte Gipo-Materialflusskonzept<br />

vermeidet bekanntlich eine Verengung<br />

des Materialstroms, die Systembreiten<br />

der Förderelemente „öffnen“ sich dazu<br />

in der Materialflussrichtung.<br />

Beim Direktantrieb des Prallbrechers<br />

handelt es sich um einen Elektromotor<br />

mit 200 kW mit Frequenzumformer für<br />

die stufenlose Drehzahlverstellung. Der<br />

Elektroantrieb für die Nebenantriebe mit<br />

Sanftanlauf erzielt eine Leistung von 200<br />

kW. Die Aufgabeleistung wird mit 400<br />

Tonnen/Stunde angegeben, das Einsatzgewicht<br />

mit Siebanlage beträgt rund 85<br />

Tonnen.<br />

Ein kleiner „Kunstgriff“, der aus Sicht<br />

des Betreibers allerdings nicht unwesentlich<br />

ist, besteht im elektrischen Antrieb<br />

der Hydraulikpumpen: Damit können<br />

Hydraulikschläuche bei einem möglichen<br />

Leck weiterhin problemlos gewechselt<br />

werden, ohne in die Elektrik eingreifen<br />

zu müssen.<br />

Die beste Maschine in Oberbayern!<br />

Erklärtes Ziel von Gipo, so Marco Cammarata<br />

und Stephan Barion übereinstimmend:<br />

„Die Gipo-Anlagen sollen mindestens<br />

20 Jahre ihren Dienst tun, dann<br />

haben sie sich wirklich bezahlt gemacht!“<br />

Ein hoher Anspruch, aber durchaus legitim,<br />

wie viele Beispiele im Tagesgeschäft<br />

beweisen. Dass im Falle von Lang & Haberstock<br />

die Apex Fördertechnik und<br />

Gipo gemeinsam unterwegs sind, kommt<br />

ebenfalls dem Kunden zugute – „der<br />

steht einfach im Mittelpunkt, egal, wen<br />

er zunächst anspricht. Das geht bei uns<br />

Hand in Hand!“<br />

Marco Haberstock kann dies nur bestätigen:<br />

„Bisher hat alles tadellos funktioniert,<br />

die Anlage entspricht genau<br />

unseren Erwartungen, und ich möchte<br />

sagen: Das ist die beste Maschine in<br />

Oberbayern!“ <br />

(hst)<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 77


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Die Nachfolgeversion IMPAKTOR 250 evo II<br />

wurden in vielen Bereichen weiter<br />

optimiert. Ab Oktober steht sie zur<br />

Verfügung. Foto: Arjes<br />

Arjes<br />

Impaktor bekommt ein Nachfolgemodell: IMPAKTOR 250 evo II<br />

Knapp 1.500 Einheiten des mobilen<br />

Zwei-Wellen-Zerkleinerers IMPAK-<br />

TOR 250 hat Arjes im Laufe der letzten<br />

Jahre bereits ausgeliefert und sich mit<br />

diesem Erfolgsmodell einen echten<br />

Namen in der weltweiten Recyclingbranche<br />

gemacht. Was anfangs als stark unterschätztes<br />

Nischenprodukt vom Wettbewerb<br />

wahrgenommen wurde, ist für<br />

zahlreiche Anwender zu einem echten<br />

Problemlöser geworden. Eine Erkenntnis,<br />

die inzwischen auch die Mitbewerber<br />

erkannt haben, und mit entsprechenden<br />

Vergleichsmodellen sich im Markt bewegen.<br />

„Unser Ziel ist es, die Modellreihe<br />

IMPAKTOR trotz des steigenden Wettbewerbsdrucks<br />

marktfähig und zukunftssicher<br />

zu halten“, so Norbert Hammel,<br />

Gründer und Innovationstreiber von<br />

ARJES. „Aus diesem Grund hat sich das<br />

Produkt IMPAKTOR 250 bereits 2018<br />

zum Nachfolgemodell IMPAKTOR 250<br />

evo weiterentwickelt und erhält nun, vier<br />

Jahre später, einen weiteren bedeutenden<br />

Evolutionssprung.“ Ab 1. Oktober<br />

20<strong>22</strong> soll es von ARJES ausschließlich die<br />

Nachfolgeversion IMPAKTOR 250 evo II<br />

geben.<br />

Zu den wichtigsten Innovationen zählt<br />

auch die Transporthöhe: In der Nachfolgeversion<br />

beträgt die Transporthöhe nur<br />

noch ca. 255 cm und ist dadurch ca.<br />

20 cm tiefer als beim Vorgängermodell.<br />

Eine Verladung im Seecontainer kann<br />

somit ohne Demontage der Trichterwand<br />

erfolgen und die maximale Ladehöhe<br />

für Lkws wird in der Regel nicht<br />

überschritten. Der fest verschraubte und<br />

verlängerte Grundrahmen liegt bei der<br />

Verladung großflächig auf und sorgt<br />

damit für mehr Transportsicherheit.<br />

Auch die Schnellwechselkassette für die<br />

Zerkleinerungswellen wurde optimiert:<br />

Dadurch wird beim Brechvorgang kein<br />

Druck mehr auf die Befestigungsbolzen<br />

ausgeübt, da die vollständige Belastung<br />

nun auf den Brechtisch sowie die gesamte<br />

Maschine abgeleitet wird. In Kombination<br />

mit den optimierten Betonwellen,<br />

die deutlich aggressiver arbeiten als bisher,<br />

ergibt sich ein noch leistungsfähigeres<br />

Gesamtpaket. Die ebenfalls neuen<br />

Wellenformplatten zeichnen sich dadurch<br />

aus, dass sie als einzelne Teile unter<br />

den Wellen angeordnet sind und als Gegenschneiden<br />

fungieren. Durch Einsetzen<br />

bzw. Herausziehen kann die Spaltbreite<br />

verändert und damit die Endkorngröße<br />

eingestellt werden. Bei einer verschlissenen<br />

Schneidkante kann die Platte<br />

mehrfach gedreht werden, bis alle vier<br />

Kanten vollständig abgenutzt sind. Die<br />

getrennt montierten Trichterrahmen<br />

und -wände können sowohl rechts als<br />

auch links in der Zerkleinerungseinheit<br />

platziert werden. Mit dem höhenverstellbaren<br />

Permanentmagneten lässt sich der<br />

Abstand über eine Kettenaufhängung<br />

jetzt einstellen und damit die Trennung<br />

von Eisenmaterial selbst definieren. Eine<br />

zusätzliche Gummiabdeckung schützt<br />

vor dem Herausschleudern von Eisenteilen<br />

und gibt dank der Scharnierleiste<br />

auch den Blick in den Motorraum für<br />

eventuelle Reinigungsarbeiten frei. Ein<br />

weiterer Bonus ist der kompakte Abwurfbehälter<br />

für Eisenteile, der an den vorgesehenen<br />

Haltepunkten einfach befestigt<br />

werden kann.<br />

Die neue halbrunde Kühlerhaube über<br />

dem Austragsband besteht aus einem<br />

durchgehenden Lochgitter, wodurch<br />

mehr Ansaugvolumen gegeben ist. Ein<br />

weiterer Vorteil liegt in der Klappfunktion<br />

der Haube, was eine optimale Zugänglichkeit<br />

des Motors für Service, Wartung<br />

und Reinigung gewährleistet. Generell ist<br />

die neue Nachfolgeversion IMPAKTOR<br />

250 evo II so konzipiert, dass alle Verschleißteile<br />

leicht ersetzt, aufgearbeitet<br />

oder mehrfach eingesetzt werden können,<br />

was zu erheblichen Kosteneinsparungen<br />

sowohl in der Herstellung wie<br />

auch Instandhaltung führt.<br />

www.arjes.de<br />

78 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Beton2Go<br />

Schüttgutautomat<br />

komplettiert Produktfamilie<br />

Beton2Go hat seinen neu entwickelten Schüttgutautomaten<br />

präsentiert. Über den Schüttgutautomaten<br />

verkaufen Betriebe verschiedene<br />

Schüttgüter ab einer Menge von 0,25 Tonnen sortenrein.<br />

Die Bezahlung der Materialien erfolgt kontaktlos<br />

über das dazugehörige Selbstbedienungsterminal<br />

von Beton2Go. Dank dieses SB-Terminals<br />

muss für den Verkaufsprozess kein Personal abgestellt<br />

werden und die Schüttgüter sind 24/7 verfügbar.<br />

Der Verkauf über das Terminal ergänzt das<br />

Tagesgeschäft, ohne neuen Aufwand zu generieren.<br />

Die Anlagen entlasten in Kombination mit dem<br />

Selbstbedienungsterminal insbesondere personell<br />

stark eingebundene Betriebe. Während Bestellungen<br />

kontaktlos abgeholt werden, hat das Fachpersonal<br />

Zeit, dem Tagesgeschäft weiter nachzugehen.<br />

Kombinieren Betriebe die Betontankstelle mit<br />

dem SB-Terminal und dem Schüttgutautomaten,<br />

beziehen deren Kunden neben Beton auch andere<br />

Baustoffe flexibel und unabhängig. Die Anbindung<br />

eines Webshops für den Verkauf weiterer Produkte,<br />

wie Rand- oder Pflastersteine, ist ebenfalls möglich.<br />

Ihr Experte<br />

für Recycling<br />

Abbruch- und<br />

Sortiergreifer<br />

Polypgreifer<br />

Container<br />

Collect 1000-G<br />

Magnet<br />

www.beton2go.com<br />

Schrottschere<br />

Kombinieren Betriebe die Betontankstelle mit<br />

dem SB-Terminal und dem<br />

Schüttgutautomaten, können Kunden neben<br />

Beton auch andere Baustoffe flexibel und<br />

unabhängig beziehen. Foto: Beton2Go<br />

Hochkippschaufel<br />

Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer, Änderungen<br />

und Druckfehler vorbehalten. Ein Angebot der<br />

HS-Schoch® Gruppe. Es gelten unsere aktuellen<br />

AGBs, online unter www.hs-schoch.de/agb.<br />

#hsschoch<br />

hs-schoch.de


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Blick in die Zukunft: Der geplante Neubau des<br />

Esslinger Landratsamtes, der möglichst<br />

kreislauffähig errichtet wird. Foto: BFK architekten<br />

Feeß<br />

Rückbau und kreislaufgerechter Neubau<br />

Mit seinem einstimmigen Beschluss<br />

zum Rückbau des 1978 bezogenen<br />

Landratsamtes und einem kreislaufgerechten<br />

Neubau bis 2026 hat der<br />

Esslinger Kreistag wahrscheinlich<br />

bundesweit Maßstäbe gesetzt.<br />

Anfang Mai begann die Demontage<br />

des Altbaus. Insgesamt investiert der<br />

Landkreis 130 Millionen Euro. Den Zuschlag<br />

als Generalunternehmen bekam<br />

die Ed. Züblin AG in Stuttgart. Der Bauschuttrecycler<br />

Feeß aus Kirchheim/Teck<br />

demontiert mit 30 Mitarbeitern das<br />

sechsstöckige Gebäude, seit September<br />

wird der Rohbau mit 31.500 Tonnen<br />

Beton und 455 Tonnen Ziegeln abgebrochen.<br />

Das Gros der mineralischen Baustoffe<br />

– täglich bis zu 1.800 Tonnen –<br />

wird dann direkt auf der Baustelle und<br />

auf den Feeß-eigenen Wertstoffhöfen in<br />

Kirchheim und im Neckarhafen gebrochen,<br />

gesiebt und als Zuschlagstoff für<br />

ressourcenschonenden R-Beton wiederaufbereitet<br />

und zu den nächsten Betonwerken<br />

gebracht.<br />

Das Glas von Fenstern und Innenwänden,<br />

Aluminium von Fenstern und Fassaden,<br />

Kunststoff, Bewehrungsstahl, Kupferkabel<br />

sowie ausgebautes Holz gehen<br />

je im Umkreis von maximal 15 Kilometern<br />

an weiterverarbeitende Betriebe, die<br />

die Materialien weiter recyceln. Mineralwolle,<br />

Dachpappe aus Bitumengemisch<br />

sowie Gipsdielen und -kartons werden<br />

bis zu 200 Kilometer weit zu Fachbetrieben<br />

transportiert, die ihrerseits möglichst<br />

viel Material aufbereiten und weiterverwerten.<br />

Schließlich werden 921 Tonnen<br />

Baumischabfälle deponiert. Somit werden<br />

mehr als 90 Prozent des Rückbaumaterials<br />

wiederverwertet.<br />

Die Mitarbeiter der Verwaltung haben<br />

teils bereits im März Interimsbüros an<br />

mehreren Standorten bezogen, in denen<br />

sie bis Anfang 2026 bleiben. Der Neubau<br />

mit 33.000 Quadratmeter Netto-Raumfläche<br />

wird im Wesentlichen aus R-Beton<br />

gegossen. Weitere Komponenten sind<br />

Alu-Elementfassaden und Flachglas. Die<br />

C2C-zertifizierten Büro-Systemtrennwände<br />

bestehen aus Alu und Glas und<br />

machen jedes Geschoss komplett frei<br />

gestaltbar. So können über die Jahrzehnte<br />

Bereiche immer wieder umgewidmet,<br />

erweitert und angepasst werden.<br />

Weitere Baugruppen sind Gipskartonwände<br />

und -decken, Heiz-Kühl-Deckensegel,<br />

Faserplatten- und Metalldecken,<br />

Estriche und Nass-Hohlraumböden, Natursteinbeläge<br />

aus Norwegen, der<br />

Schweiz und der EU sowie FSC-/PEFCzertifizierte<br />

Holzbeläge. Im Süden grenzt<br />

das KfW-Effizienzhaus im Standard 40 an<br />

den Neckar. Der Fluss wird eine Wärmepumpe<br />

speisen, in die Fassade wird eine<br />

PV-Anlage mit 75 kWp Leistung integriert<br />

und auf dem Dach eine zweite Anlage<br />

mit 375 kWp installiert, die den Neubau<br />

und E-Ladestationen für Pkw und Pedelecs<br />

mit Eigenstrom versorgen. Fernwärme<br />

für Warmwasser in der Küche und<br />

den Duschen sowie Lüftungsgeräte mit<br />

integrierter Kälte runden die Haustechnik<br />

ab. Geplant haben den Neubau die Stuttgarter<br />

BFK Architekten, die jüngst auch<br />

die Erweiterung des Göppinger Landratsamtes<br />

gestaltet hatten.<br />

Federführend hat Ulrich Schweig, Experte<br />

für Nachhaltiges Bauen bei Züblin,<br />

das Konzept erstellt: „Alle Projekte zum<br />

kreislaufgerechten Bauen haben bei uns<br />

derzeit noch Pilotcharakter.“ 2008 hat<br />

Züblin diese Abteilung gegründet, die<br />

eng mit der Deutschen Gesellschaft für<br />

Nachhaltiges Bauen (DGNB) zusammenarbeitet.<br />

Noch sei es mühsam, Partner<br />

mit C2C-zertifizierten Produkten für Fassaden,<br />

Innenwände oder Ausbaumaterialien<br />

zu finden und zu beauftragen. Mit<br />

80 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Feeß hat Schweig für die Demontage des<br />

Altbaus eine Materialstrombilanz erstellt.<br />

Für den Neubau ist ein Material-Kataster<br />

geplant, das dokumentiert, von welchem<br />

Material wo wie viel verbaut ist. Der Neubau,<br />

so Landrat Heinz Eininger, sei auch<br />

notwendig geworden, weil seine Behörde<br />

binnen zehn Jahren um 430 auf aktuell<br />

2.300 Stellen gewachsen ist. Gründe<br />

sind immer neue Aufgaben, die der Gesetzgeber<br />

verlangt. Der Neubau, ergab<br />

eine Studie von Drees & Sommer, ist<br />

über einen Lebenszyklus von 50 Jahren<br />

ein Prozent günstiger als das zu klein gewordene<br />

Bestandsgebäude mit seinen<br />

massiven baulichen, technischen und<br />

funktionalen Mängeln zu sanieren.<br />

Der Bauschuttrecycler<br />

Feeß demontiert das<br />

sechsstöckige Gebäude,<br />

seit September wird der<br />

Rohbau mit 31.500<br />

Tonnen Beton und 455<br />

Tonnen Ziegeln<br />

abgebrochen. Foto: Feeß<br />

Wissenschaft begleitet Esslinger<br />

Bauprojekt<br />

Gleich zwei Hochschulen forschen auf<br />

Initiative von Bauschuttrecycler Feeß an<br />

dem Esslinger Leuchtturmprojekt: Am<br />

Lehrstuhl von Prof. Florian Schäfer für<br />

Bauprojektmanagement in Biberach erheben<br />

sieben Master-Studierende in Kooperation,<br />

wie man Abbruchmengen<br />

möglichst präzise im Vorfeld anhand von<br />

Plänen und einer Visitation erhebt. Und<br />

an der RWTH Aachen untersucht eine<br />

Doktorandin die Gesamt-Ökobilanz eines<br />

solches Recyclingprozesses. Da hinein<br />

fließen auch die Diesel-Verbräuche von<br />

Baggern, Lkw und Brechern entlang der<br />

gesamten Wertschöpfungskette.<br />

www.feess.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 81


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Als wendiger<br />

2- oder 3-Achser ist<br />

der Mudcleaner-<br />

Truck schnell bereit<br />

für den Einsatz auf<br />

der Baustelle.<br />

Foto: Max Wild<br />

Max Wild<br />

Mudcleaner: Ideales Recycling bei Horizontalbohrungen<br />

Mit dem von der Max Wild GmbH aus<br />

Berkheim entwickelten Mudcleaner<br />

lassen sich Bohrschlämme aus dem HDD-<br />

Verfahren („Horizontal Directional Drilling“)<br />

professionell aufbereiten. „Mudcleaner<br />

ist eine Inhouse-Innovation und<br />

unsere Antwort auf die Forderung nach<br />

mehr Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit<br />

auf der Baustelle. Das Horizontalbohrverfahren<br />

ist als grabenloses Verfahren<br />

zwar sehr elegant und schonend,<br />

was bestehende Infrastruktur betrifft,<br />

aber sein Wasserverbrauch ist sehr hoch.<br />

Auch die Entsorgung des anfallenden<br />

Bohrschlamms auf speziellen Recyclingplätzen<br />

ist inzwischen gesetzlich strengstens<br />

geregelt. Genau hier setzt unser<br />

Mudcleaner-Truck an und reduziert die<br />

Menge an zu entsorgendem Bohrschlamm“,<br />

erklärt Max Wild, einer der<br />

Geschäftsführer der Max Wild GmbH.<br />

Den Mudcleaner gibt es als mobiles<br />

und stationäres System. Der Mudcleaner-<br />

Truck ist ein wendiger 2- bzw. 3-Achser<br />

und ist als Gesamtzugkonzept von Lkw<br />

und Bohranlage konzipiert. Mit dem<br />

Mudcleaner-Truck kann die Baustelle von<br />

nur zwei Personen abgewickelt werden.<br />

Zusätzliche Transporte und damit auch<br />

zusätzliches CO 2<br />

entfallen. Die Recyclinganlage<br />

in der Ladefläche des Lkws leistet<br />

die gesamte Aufbereitung des Bohrschlamms.<br />

Dank des Recycling-Prozesses<br />

vor Ort kann das Prozesswasser für die<br />

Horizontalbohrung mehrfach verwendet<br />

werden, was den Wasserverbrauch drastisch<br />

reduziert, nämlich um 90 Prozent.<br />

„Um einen Liter Boden auszuheben,<br />

brauchen wir fünf bis zehn Liter Wasser.<br />

Bei einer Bohrung kommen da schnell<br />

ein paar Hundert Kubikmeter Wasser zusammen.<br />

Umso wichtiger und umweltfreundlicher<br />

ist es, dass wir dieses Wasser<br />

direkt für den Bohrprozess wiederverwerten<br />

können“, verdeutlicht Josef Schad,<br />

Oberbauleiter Horizontalbohrtechnik<br />

und Pressbohren bei der Max Wild<br />

GmbH.<br />

Dank des Mudcleaner-Trucks reduziert<br />

sich aber nicht nur der Wasserverbrauch,<br />

sondern auch die Menge des zu entsorgenden<br />

Bohrschlamms. Und zwar ebenfalls<br />

um rund 90 Prozent. Zum Beispiel:<br />

Bei einer ein Kilometer langen Bohrtrasse<br />

mit einem Rohrdurchmesser von 250<br />

mm und einer maximalen Bohrungslänge<br />

von 200 Metern fallen bis zu 863 m 3<br />

Bohrschlamm und somit Abfall an. Mit<br />

dem Mudcleaner-Truck lässt sich dieser<br />

Abfall auf gerade einmal rund 89 m 3 reduzieren.<br />

Das schont nicht nur die Umwelt,<br />

sondern auch den Geldbeutel: Statt<br />

rund 100.000 Euro fallen so in diesem<br />

Beispiel nur 10.800 Euro an Entsorgungskosten<br />

an – knapp ein Zehntel der ursprünglichen<br />

Kosten.<br />

Der Recycling-Prozess im Mudcleaner-<br />

Truck läuft vollautomatisch und wird detailliert<br />

auf einem Display dargestellt. Die<br />

Verantwortlichen auf der Baustelle können<br />

den Recyclingprozess von ihrer Bohranlage<br />

aus steuern. Der Mudcleaner-<br />

Truck ist für kleinere bis mittlere Projekte<br />

mit einem Durchsatz bis zu 180 Kubikmeter<br />

am Tag die ideale Recycling-Lösung.<br />

Das Gegenstück zum Mudcleaner-<br />

Truck ist die Mudcleaner-Station, die auf<br />

Recyclingplätzen und Deponien zum<br />

Einsatz kommt. Wie der Mudcleaner-<br />

Truck arbeitet auch sie in einem ersten<br />

Schritt unbelastete Bohrschlämme so<br />

auf, dass sie dem Bohrprozess auf der<br />

Baustelle wieder zugeführt werden können.<br />

In einem zweiten Schritt macht die<br />

Mudcleaner-Station da weiter, wo der<br />

Mudcleaner-Truck aufhört: Sie kann<br />

Bohrschlämme vollständig recyceln –<br />

auch belastete Bohrschlämme, die dem<br />

Bohrprozess nicht mehr zugeführt werden<br />

können. Aus dem recycelten Bohrklein<br />

bzw. den Cuttings entstehen Flüssigboden<br />

und Betonblocksteine. Das<br />

recycelte, klare Wasser nutzt Max Wild<br />

unter anderem für seine Bodenwaschanlage,<br />

eine nassmechanische Aufbereitungsanlage,<br />

auf dem Recyclingplatz Eichenberg,<br />

ebenfalls in Berkheim – ein<br />

perfekter Kreislauf.<br />

www.maxwild.com/produkte/<br />

mudcleaner/<br />

82 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

MB Crusher<br />

Erfolgreicher Praxiseinsatz<br />

Ein bekanntes Berliner Bauunternehmen, das zurzeit seinen<br />

Hauptsitz von Berlin auf das Gelände einer ehemaligen<br />

Betriebsbrache nördlich der Stadt verlagert, brauchte<br />

für die Befestigung des unsanierten Geländes solides<br />

Baumaterial. Da dort eine große Menge gemischter Bauschutt<br />

lagerte, sollte dieser als Tragschicht für den neuen<br />

Lagerplatz der Firma genutzt werden. Zusätzlich zu dem<br />

Bauschutt wurden mit dem notwendigen Erdaushub auch<br />

noch erhebliche Mengen an Granit-Pflastersteinen entdeckt,<br />

für die es zunächst keine alternative Verwendung<br />

gab. Daher sollte auch dieses Material als Tragschicht für<br />

die neue Anlage zum Einsatz kommen. Durch die fachkundige<br />

Beratung des Gebietsverkaufsleiters Oliver Boldt<br />

des für Berlin und Brandenburg zuständigen MB-Vertragspartners<br />

BAV Abbruchtechnik konnte schnell eine passende<br />

Lösung gefunden werden. Der angebotene BF70.2<br />

passte mit seinem Leistungsgewicht von 25 Tonnen gebrochenen<br />

Material in der Körnung 0–40 mm pro Stunde<br />

bei einem Eigengewicht von nur 2.500 kg ideal an den<br />

auf der Baustelle verwendeten Hydraulikbagger der<br />

20-Tonnen-Klasse. Problemlos und effizient verarbeitete<br />

der MB-Brecherlöffel sogar die extrem harten „Katzenköppe”,<br />

wie das ausgehobene Kopfsteinpflaster in Berlin liebevoll<br />

auch genannt wird. Nach nur 2 Wochen Miete<br />

konnte für ein ca. 2.000 m² großes Areal ausreichend<br />

Grundmaterial für eine solide Tragschicht in perfekter Körnung<br />

bereitgestellt werden.<br />

Als Folge der professionellen Betreuung durch Oliver<br />

Boldt wurde bereits ein weiteres Projekt angestoßen: In<br />

Kürze wird ein mobiler Trommelsieblöffel MB-S18 vor Ort<br />

getestet. Dann können ebenso der Erdaushub und das<br />

Fräsgut dem örtlichen Wiedereinbau zugeführt werden.<br />

Betriebsleiter/Geschäftsführer<br />

Entsorgungszentrum (m/w/d)<br />

Die A&S Bodenwäsche GmbH ist ein Unternehmen der A&S<br />

Betondemontage Gruppe mit Hauptsitz in Lehrte bei Hannover.<br />

Seit über 40 Jahren konzentrieren sich unsere Aktivitäten auf<br />

die Dienstleistungsfelder Abbruch, Erd- und Tiefbau, Schadstoffsanierung,<br />

Kernbohr-, Schneid- und Sägearbeiten,<br />

Recycling und Transporte. Unser bisheriges Tätigkeitsfeld<br />

erweitern wir mit einem neu zu errichtenden Entsorgungszentrum<br />

in Lehrte.<br />

Die ausführliche Stellenbeschreibung finden<br />

Sie auf unserer Karriereseite unter<br />

www.betondemontage.de/karriere oder<br />

über den nebenstehenden QR-Code.<br />

A&S Betondemontage GmbH<br />

Benzstraße 2 | 31275 Lehrte<br />

Tel.: +49 5132 87270<br />

SaphyGATE G<br />

www.mbcrusher.com<br />

Der BF70.2 passt bei einem<br />

Eigengewicht von 2.500 kg<br />

ideal an einen Hydraulikbagger<br />

der 20-Tonnen-<br />

Klasse. Foto: MB Crusher<br />

Neuer portalmonitor zur<br />

radiologischen<br />

Kontrolle von fahrzeugen und<br />

ladungen<br />

• Präzise und schnelle Detektion<br />

• Alarmklassifizierungs-Funktion<br />

• Atomatische Hintergrundkompensation<br />

und Anpassung der<br />

Alarmschwellen<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 83


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Gemeinsam im Familienbetrieb der GET Erdarbeiten &<br />

Tiefbau GmbH (v. l. n. r.): Jura Gros, Heiko Gros und<br />

Sabrina Gros vor dem Lokotrack ST2.3 von Metso Outotec.<br />

Die Siebanlage klassiert im Hintergrund drei verschiedene<br />

Fraktionen Bodenaushub in einem Arbeitsgang.<br />

Foto: Metso Outotec & Fischer-Jung<br />

Metso Outotec & Fischer-Jung<br />

Beweglicher und flexibler – und das auf engem Raum<br />

Seit 21 Jahren bedient die im rheinland-pfälzischen<br />

Diez ansässige GET<br />

Erdarbeiten & Tiefbau GmbH unter der<br />

Geschäftsführung von Heiko Gros ihre<br />

Kunden in den Bereichen Abbruch-, Entwässerungs-<br />

und Erdarbeiten. In den<br />

letzten Jahren hat sich die branchenspezifische<br />

Wettbewerbs-Situation in der<br />

Region deutlich verändert, erklärt Heiko<br />

Gros: „Da die Baubranche weiterhin<br />

einen klaren Aufwärtstrend verzeichnet,<br />

schießen unsere Mitbewerber im Tiefbaubereich<br />

sprichwörtlich wie Pilze aus<br />

dem Boden. Als etabliertes Traditionsunternehmen<br />

widmen wir uns allerdings<br />

umfangreicheren Projekten.” Jura Gros<br />

ergänzt: „Trotzdem wollen wir uns auch<br />

bei Aufträgen aus dem privaten Sektor,<br />

zum Beispiel bei Abbrüchen von Einfamilienhäusern,<br />

am Markt behaupten.<br />

Einen klaren Vorteil hat bei Abriss und<br />

anschließendem Neubau natürlich ein<br />

Tiefbauunternehmen, das sowohl Abbruch,<br />

Sanierung als auch den Aushub<br />

der Baugrube aus einer Hand anbietet<br />

– und zwar idealerweise so, dass für die<br />

Gesamtleistung nicht noch extra Maschinen<br />

angemietet werden müssen.“<br />

Für Heiko Gros stand deshalb der Entschluss<br />

fest, beim mobilen Bauschutt<strong>recycling</strong><br />

auf eigenen Beinen zu stehen.<br />

Über eine Empfehlung trat man diesbezüglich<br />

mit Fischer-Jung Aufbereitungstechnik<br />

in Kontakt. Das Krefelder Unternehmen<br />

ist als zentraler Deutschland-<br />

Partner von Metso Outotec auf den<br />

Vertrieb von Brech- und Siebanlagen<br />

spezialisiert. In Betracht kam eine Anlage,<br />

die den betrieblichen Bedürfnissen<br />

von GET am nächsten kam: der mobile<br />

Backenbrecher Nordtrack J90 von Metso<br />

Outotec. „Der Brecher sollte uns flexibel<br />

bei der allgemeinen Aufarbeitung von<br />

Schüttgütern wie Bauschutt, Erdaushub<br />

und Sand unterstützen, dabei so kompakt<br />

dimensioniert sein, dass er auf<br />

räumlich beengten Privatgrundstücken<br />

eingesetzt und unkompliziert von einer<br />

Baustelle zur anderen verfahren werden<br />

kann“, erläutert Sabrina Gros, die mit der<br />

Projektorganisation betraut ist. „Der<br />

Nordtrack J90 ist gerade deshalb für uns<br />

so interessant, weil wir ihn aufgrund seiner<br />

überschaubaren Größe und des vergleichsweise<br />

geringen Gewichts auf<br />

einem unserer normalen Vier-Achs-Tieflader<br />

transportieren können. Außerdem<br />

lässt er sich durch sein Raupenfahrwerk<br />

auch auf engen Baustellen sehr gut manövrieren.“<br />

Unmittelbar nach der Vorauswahl<br />

stand eine Testanlage für die<br />

ersten Einsätze von Fischer-Jung Aufbereitungstechnik<br />

zur Verfügung. Ausgestattet<br />

mit einer Wasserbedüsung zur<br />

Staubunterdrückung, einem zusätzlichen<br />

Seitenaustragsband sowie einem<br />

Magnetabscheider zur Ausleitung von<br />

Störstoffen aus dem Brechprozess konnte<br />

der J90 unter Realbedingungen seine<br />

Leistung unter Beweis stellen. Um die<br />

Lücke der Klassierung von Böden und<br />

Recyclingmaterialen zu schließen, fiel<br />

während eines Roadshow-Events in Ettringen<br />

kurz darauf die Entscheidung für<br />

eine mobile Siebanlage – einem Lokotrack<br />

vom Typ ST2.3 von Metso Outotec.<br />

Zusammen mit dem J90 soll sie in Zukunft<br />

eine unabhängige Materialaufbereitung<br />

und damit den Geschäftsbereich<br />

absichern.<br />

Bereits zwei Monate nach der Anschaffung<br />

beider Maschinen resümiert Heiko<br />

Gros: „Wir sind mit der Gesamtleistung<br />

des Nordtrack J90 sehr zufrieden. Seine<br />

Eigenschaften erlauben uns auch bei<br />

einer spontanen Auftragsannahme das<br />

Maß an Flexibilität, das wir uns von Anfang<br />

an vorgestellt hatten. Die mobile<br />

Siebmaschine Lokotrack ST2.3 hat sich<br />

ebenfalls bewährt und soll vorläufig an<br />

einem festen Standort zum Absieben<br />

verschiedener Schüttgüter zum Einsatz<br />

kommen. Beide Anlagen harmonieren<br />

sehr gut miteinander.“<br />

www.mogroup.com<br />

www.fischerjung.de<br />

84 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

MBI<br />

Schwieriger<br />

Brückenabbruch in<br />

Rekordzeit<br />

Die Plannerer GmbH – Das Abbruchunternehmen<br />

– hat im Frühjahr in<br />

Forchheim einen neuen Rekord aufgestellt:<br />

In nur 18 Stunden wurden eine<br />

Stahlbrücke sowie deren Mittelpfeiler<br />

und Widerlager abgebrochen. Während<br />

die Brücke mit einem 1.600 Tonnen<br />

schweren Überbau-Spezialverfahren aus<br />

ihrer Position entfernt wurde, mussten<br />

zwei MBI-Kombischeren CC65R sowie<br />

eine Abbruchzange CR20R dazu den<br />

Weg freimachen und Teile der Widerlager<br />

erschütterungsarm abbrechen.<br />

Nach dem Ausschieben des Überbaus<br />

mussten die Betonbauteile der Brücke<br />

herkömmlich zurückgebaut werden.<br />

Während das südliche Widerlager und<br />

der Mittelpfeiler vorgemeißelt und anschließend<br />

zügig mit einer CR80R abgebrochen<br />

werden konnten, wurde das<br />

massivere nördliche Widerlager durch<br />

eine Sprengung gelockert und konnte<br />

dann von der CR80R in kürzester Zeit<br />

abgebrochen werden. Die größte Zange<br />

im Plannerer-Fuhrpark mit einem Gewicht<br />

von 8.250 kg wurde von einer<br />

6.650 kg schweren CC65R unterstützt.<br />

Die Öffnungsweite der CR80R beträgt<br />

1.800 mm bei einer Kraft von 771 Tonnen<br />

an der Schneide. Die Kombizange<br />

CC65R entwickelt eine Kraft an der<br />

Schneide bis zu 423 Tonnent und glänzt<br />

mit einer Öffnungsweite von 1.525 mm.<br />

„Das nördliche Widerlager war extrem<br />

Schwieriger und dennoch<br />

erfolgreicher Brückenabbruch<br />

mit MBI-Geräten.<br />

Foto: MBI Deutschland<br />

massiv gebaut, auf uns wartete bis zu<br />

2,5 m dicker Stahlbeton. Um diese Massen<br />

abbrechen zu können, brauchten wir<br />

die CR80R unbedingt“, führt Benno<br />

Plannerer aus. Er fährt fort: „Die Zange<br />

bewährt sich immer wieder bei unseren<br />

großen Abbruchprojekten als Schlüsselgerät<br />

beim Rückbau von Stahlbeton.“ In<br />

der darauffolgenden Woche wurde der<br />

Überbau mit einer Schrottschere vom<br />

Typ MBI SH700R zerlegt.<br />

www.mbi-deutschland.de<br />

Eggersmann CO 2<br />

MPOST CLEANER –<br />

Systemlösung für höchste Kompostqualitäten.<br />

Eggersmann GmbH | Rothenschlatt 18 | 26203 Wardenburg<br />

Fon: +49 4407 9133-700 | sales@f-e.de | www.f-e.de


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Moerschen<br />

Innovative Technik<br />

für ein innovatives<br />

Familienunternehmen<br />

Sehr geehrte Leserschaft,<br />

unsere Fachzeitschrift „<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“<br />

ist für Sie als Leser KOSTENFREI.<br />

Nutzen Sie daher die Möglichkeit, „<strong>recycling</strong><br />

<strong>aktiv</strong>“ auch Ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern<br />

zur Verfügung zu stellen.<br />

Eine kurze E-Mail an <strong>recycling</strong>-<strong>aktiv</strong>@<br />

stein-verlagGmbH.de genügt.<br />

Bitte teilen Sie uns nur kurz<br />

die Bezugsadresse<br />

und die Stückzahl mit.<br />

„<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“ wird<br />

Ihnen dann ab der<br />

kommenden Ausgabe<br />

kostenfrei zugesandt.<br />

Ihre Redaktion<br />

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 4/20<strong>22</strong><br />

ON TOUR<br />

GBH: Gewusst wie<br />

MESSE<br />

IFAT-Rückblick:<br />

Kreislaufwirtschaft<br />

ON TOUR<br />

MBI: Schneiden<br />

statt brennen<br />

Die Terex EvoQuip Colt 1000 muss bei<br />

der GRE-Gräwe in Hagen angelieferten<br />

Schutt aller Art verarbeiten und hat sich<br />

schnell als Rückgrat in der Aufbereitung<br />

erwiesen. Foto: Moerschen<br />

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 5/20<strong>22</strong><br />

ON TOUR<br />

Gipo & Apex:<br />

Rotes Kraftpaket<br />

MESSE<br />

bauma 20<strong>22</strong>:<br />

Blick nach vorne<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin & Cat:<br />

Neuer Radlader<br />

Mit einem großen Maschinen- und<br />

Fuhrpark von derzeit mehr als 120<br />

Einheiten versteht sich die im westfälischen<br />

Hagen ansässige Unternehmensgruppe<br />

Gräwe als umfassender Rundumanbieter<br />

in allen Bereichen von<br />

Transport- und Serviceleistungen für<br />

Schüttgüter, Baustoffe, Erdbau sowie<br />

Dienstleistungen im Abfallmanagement.<br />

Auf einem Gelände von<br />

26.000 m 2 verfügt das Tochterunternehmen<br />

Gräwe Recycling + Entsorgung<br />

GmbH (GRE) für ihre Recycling- und<br />

Entsorgungssparte über eine Flotte von Brech- und Bodensiebanlagen.<br />

Die Maschinen decken ein weites Spektrum ab: Angelieferter<br />

Bauschutt wird zerkleinert und zu RC-Schotter weiterverarbeitet.<br />

Der überschüssige Nullanteil wird abgesiebt und als RC-<br />

Brechsand weitervermarktet. Produziert werden RC-Baustoffe<br />

wie Brechsand 0/2 mm bis zu Schotter 0/56 mm oder Siebboden.<br />

Als Kundenservice holt Gräwe anfallende Abfälle direkt<br />

von Kundenbaustellen ab und stellt die fachgerechte Entsorgung<br />

oder Aufbereitung der Stoffe sicher.<br />

Wie in allen Bereichen setzt das moderne Familienunternehmen<br />

auf zuverlässige, leistungsstarke Anlagentechnik – und<br />

davon benötigt der Hagener Spezialist nicht wenig. Zur Flotte<br />

gehört bereits seit 2018 eine Schwerlastsiebanlage, die Terex<br />

Finlay 863, für die Bodenaufbereitung. Weil das Geschäftsmodell<br />

und die Fachkompetenz stimmten, blühte der Geschäftszweig<br />

richtig auf. Damit stiegen dann auch schnell die Ansprüche<br />

an die Aufbereitungsmöglichkeiten im Gleichschritt mit<br />

dem Erfordernis nach immer mehr Durchsatzleistung. Hier<br />

bewährte sich die langjährige Partnerschaft zwischen Gräwe<br />

und Moerschen. Die Aufbereitung von Bauschutt zu einem<br />

RC-konformen 0-45 mm entwickelte sich bei GRE schnell zu<br />

einem weiteren Einsatzgebiet. Daher wurden immer wieder<br />

Brecher angemietet, die eine geforderte Durchsatzleistung von<br />

250 t/h erfüllen mussten. Im Februar 2020 wurde der SBM-<br />

Premiumprallbrecher Remax 300 gekauft und hat sich seither<br />

bestens bewährt. Natürlich wird weiterhin auf das bewährte<br />

System zurückgegriffen, regelmäßig Sieb- und Brechanlagen<br />

aus dem Hause Moerschen dazuzumieten. Eine Terex EvoQuip<br />

Colt 1000 hat zwischenzeitlich die Flotte erweitert. Damit sind<br />

weitere Möglichkeiten verbunden, denn die äußerst flexible<br />

Colt-1000-Vorsiebanlage verarbeitet schwierigste Materialien,<br />

sowohl in Schwerlast-Vorsiebanwendungen wie auch beim<br />

Präzisionssieben. Im Laufe dieses Jahres gesellte sich eine Evo-<br />

Quip Colt 1600 Triple Shaft hinzu. Mit ihrem Dreifachwellen-<br />

Siebkasten wurde sie als vielseitige Schwerlast-Siebanlage für<br />

den Einsatz in primären und sekundären Siebanwendungen<br />

entwickelt. Genau dafür wird sie auf dem Recyclinghof von<br />

GRE in Hagen auch eingesetzt. Ein weiterer Kaufanreiz lag hier<br />

auch in den Einsatzmöglichkeiten der Anlage. Die EvoQuip Colt<br />

1600 ist mit der optionalen Dual-Power-Antriebstechnik erhältlich,<br />

die einen flexiblen Wechsel zwischen dem Betrieb durch<br />

eine externe Stromquelle und der Nutzung des integrierten<br />

Standardmotors ermöglicht.<br />

www.moerschenmobil.de<br />

86 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


+++<br />

-News-Channel +++<br />

Fachinformationen mit Reichweite<br />

+ Erhalten Sie wöchentlich für die Branche wichtige Ad-hoc-<br />

Meldungen und Nachrichten!<br />

Der „STV-News-Channel“ informiert Sie im Stile eines Nachrichten-<br />

kanals kurz und knapp, schnell und kompetent über Aktuelles aus<br />

der mineralischen Baustoff-, Asphalt- und Recycling-Industrie.<br />

+ Außerdem werden Sie mit unseren etablierten Fachzeitschriften<br />

GP GesteinsPerspektiven, <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> und asphalt – wie gewohnt –<br />

kompetent und umfassend informiert. Diese sind auch in unserem<br />

Zeitschriften-Web-Kiosk als E-Paper verfügbar.<br />

QR-Code<br />

abscannen<br />

und für den<br />

STV-News-<br />

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Stein-Verlag Baden-Baden GmbH<br />

Josef-Herrmann-Straße 1–3 | D-76473 Iffezheim | Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 606-0<br />

info@stein-verlagGmbH.de | www.stein-verlagGmbH.de


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

So soll das Vinzenz-Areal<br />

mit seinen 6 Gebäuden<br />

spätestens Anfang 2024<br />

einmal aussehen.<br />

(Foto: arabzadeh.schneider.wirth<br />

freie architekten partnerschaft mbb)<br />

Rinninger-Beton<br />

Hochwertiger Recyclingbeton<br />

Seit Ende 2021 entsteht auf dem Gelände<br />

eines ehemaligen Seniorenzentrums<br />

in Wangen im Allgäu das „Vinzenz-Areal“<br />

– ein soziales Wohnquartier<br />

mit sechs neuen Gebäuden. Beim<br />

Abbruch des aus Ende der 60er-Jahre<br />

stammenden vierstöckigen Gebäudes<br />

verfolgen die Verantwortlichen einen<br />

neuen Ansatz: statt die Betonabfälle nur<br />

minderwertig weiter zu verarbeiten,<br />

werden diese hochwertig vor Ort für<br />

den Wohnbau aufbereitet.<br />

Eine Vorreiterrolle beim Umgang mit<br />

den Ressourcen nimmt das Bauunternehmen<br />

Georg Reisch GmbH & Co. KG<br />

aus Bad Saulgau zusammen mit dem<br />

Betonwerk Hans Rinninger u. Sohn<br />

GmbH u. Co. KG aus Kißlegg ein. Während<br />

die Firma Reisch eine Prozesskette<br />

entwickelt hat, die aus dem Abbruchmaterial<br />

eine „RC-Körnung“ erstellt, wird im<br />

Betonwerk bei Rinninger ein hochwertiger<br />

Recyclingbeton produziert. Im neuen<br />

Sprachgebrauch spricht man auch von<br />

R-(„ressourcenschonender“)Beton. Sebastian<br />

Geiger, Verantwortlicher für den<br />

Bereich F & E im Hause Reisch, erläutert<br />

das Projekt: „Im Großraum Stuttgart ist<br />

R-Beton gang und gäbe, aber in unserer<br />

an Kiesvorkommen reichen Region wird<br />

dieser bislang nur wenig verwendet. Wir<br />

haben dennoch dieses Projekt angestoßen,<br />

weil wir unseren Beitrag leisten wollen,<br />

um langfristig Primärrohstoffe und<br />

Deponieraum einzusparen. Im Vorfeld<br />

waren zahlreiche Laborversuche erforderlich,<br />

um aus dem Abbruchmaterial<br />

eine geeignete Gesteinskörnung zu generieren,<br />

die den Rohstoff Kies im Beton<br />

gleichwertig ersetzt“, so Geiger. Auf der<br />

Baustelle in Wangen fallen ca. 15.000<br />

Tonnen Betonbruch an, den es zu verarbeiten<br />

gilt. Am Bagger, der die Abbrucharbeiten<br />

durchführt, sind ein Sortiergreifer<br />

und ein Pulverisierer angebracht.<br />

Diese trennen das Material erst sortenrein<br />

und verarbeiten es dann zu Betonabbruch,<br />

der zunächst als Abfall eingestuft<br />

wird. Ebenso werden Proben<br />

genommen und auf chemische Parameter<br />

untersucht, die für die anschließende<br />

Lagerfläche und die spätere Zertifizierung<br />

relevant sind. Als Ort für die Lagerung<br />

wurde eine Brache unweit der Baustelle<br />

gewählt, um CO 2<br />

-Emissionen zu<br />

sparen, die durch den Lkw-Transport<br />

entstehen. Zur Erzeugung einer sogenannten<br />

„RC-Körnung“ kommt auf der<br />

Baustelle ein mobiler Prallbrecher vom<br />

Typ Kleemann Mobirex EVO zum Einsatz.<br />

„Diese Anlage zerkleinert den Betonabbruch<br />

in Körner mit einer Größe<br />

zwischen null und <strong>22</strong> Millimeter, die<br />

anschließend noch einmal abgesiebt<br />

und nach Kornfraktionen sortiert werden“,<br />

erklärt Geiger. „Nach diesem<br />

Schritt kann das Material zu einem Produkt<br />

zertifiziert werden und verliert dadurch<br />

wieder seinen Abfallstatus.“<br />

Betonwerk Rinninger produziert<br />

hochwertigen Recyclingbeton<br />

Die größere Korngruppe (4 bis <strong>22</strong> Millimeter)<br />

wird danach im nahe gelegenen<br />

Transportbetonwerk Rinninger zu RC-<br />

Beton verarbeitet. Hierzu Geschäftsführer<br />

Marcus Winterfeld: „Weil die Kleinfraktionen<br />

aus dem gesiebten Abbruchmaterial<br />

nicht im Beton verwendet werden<br />

dürfen, wird die RC-Körnung, die wir<br />

mit unseren Fahrzeugen auf der Baustelle<br />

abholen, mit Natursand gemischt.<br />

Hinzu kommen Wasser, Zement und<br />

einige Zusatzmittel. Dank unserer langjährigen<br />

Erfahrung in der Produktion von<br />

Betonbauteilen und unserer Kompetenz<br />

in der Betonentwicklung sind wir in der<br />

88 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Lage, eine auf die jeweilige RC-Körnung<br />

exakt zugeschnittene Rezeptur zu entwickeln.<br />

So entsteht ein für diese Maßnahme<br />

100 Prozent geeigneter Recyclingbeton,<br />

der dann beim Neubau auf dem<br />

Vinzenz-Areal verarbeitet wird. Um eine<br />

gleichwertige Betonqualität zu fertigen,<br />

mussten wir unsere Anlagen entsprechend<br />

anpassen. Um zusätzlich CO 2<br />

einzusparen,<br />

setzen wir zudem auf klinkerreduzierte<br />

Zementsorten. Noch ist dieses<br />

Verfahren teurer als die herkömmliche<br />

Betonproduktion. Dennoch sind wir hier<br />

gerne mit dabei, denn wir sehen es als<br />

unsere Pflicht an, Ressourcen zu schonen“,<br />

so Winterfeld. Die kleineren Korngruppen<br />

sollen ebenfalls wieder genutzt<br />

werden. Infrage kommt der Einsatz als<br />

Rohrbettungsmaterial für Grundleitungen<br />

oder zur Entwicklung von R-Estrich.<br />

Geplant ist es ebenso, das Material für<br />

Deckenschüttungen zu verwenden. Was<br />

sich dabei genau für welchen Zweck eignet,<br />

will das Bauunternehmen im Laufe<br />

des Verfahrens herausfinden, hier fehlt es<br />

noch an der nötigen Erfahrung. Insofern<br />

handelt es sich hier auch um ein Pilotprojekt.<br />

Es wird zudem von der Fakultät BI<br />

der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft<br />

und Gestaltung (HTWG) begleitet.<br />

„Egal, was dabei herauskommt“, sagt<br />

Sebastian Geiger, „das Material wird auf<br />

jeden Fall so hochwertig wie möglich<br />

wiederverwendet.“<br />

Fest steht dagegen schon jetzt der ökologische<br />

Nutzen. 15.000 Tonnen Betonbruch<br />

werden fast vollständig wiederverwertet.<br />

„Damit spart man rund 650<br />

Kippsattelzüge Material, das nicht aus<br />

einem natürlichen Vorkommen entnommen<br />

werden muss“, schätzt Marcus Winterfeld.<br />

Die Firma Reisch sieht das Projekt<br />

unter wirtschaftlichen Aspekten allerdings<br />

noch kritisch: „Das Ganze rechnet<br />

sich noch nicht“, so Geiger. „Der RC-<br />

Beton steht in der Qualität dem herkömmlichen<br />

Beton zwar in nichts nach,<br />

die Kosten für das Herstellen von Recyclingbeton<br />

sind aber derzeit noch zu<br />

hoch.“<br />

www.rinninger.de<br />

Die Qualität stimmt: Der<br />

Recyclingbeton aus dem Betonwerk<br />

Rinninger steht einem<br />

herkömmlichen Beton in nichts nach.<br />

(Foto: Hans Rinninger u. Sohn GmbH u. Co. KG)<br />

LEISTUNG, KRAFT UND LEIDENSCHAFT.<br />

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Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

Praxis EDV<br />

Virtuelle Messe erleichtert die<br />

Orientierung in der Digitalisierung<br />

Was in anderen Branchen bereits Standard ist, kommt jetzt<br />

auch in großen Schritten in der Roh- und Baustoffindustrie<br />

an: die Digitalisierung aller Geschäftsbereiche. Damit hier<br />

nichts schiefgeht, sind gute Informationen äußerst wichtig. Das<br />

hat auch die Praxis EDV-Betriebswirtschaft- und Software Entwicklung<br />

AG aus dem thüringischen Pferdingsleben erkannt.<br />

„Virtuelle Messe“ heißt das Stichwort, das potenziellen Interessenten<br />

die Möglichkeit bietet, vom eigenen Schreibtisch aus<br />

zu erkunden, wie das alles eigentlich funktioniert und welchen<br />

+++<br />

Nutzen es bringen kann. Wie auf einer realen Messe wird der<br />

Besucher einen virtuellen Rundgang durchführen und dabei<br />

Geschäftsprozesse, aber auch Veränderungen in der Organisation<br />

erleben können. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dies<br />

auch in 3-D möglich sein. Sieben Tage in der Woche haben<br />

Interessenten + Erhalten Sie wöchentlich rund um die für Uhr die Branche die Möglichkeit, inter<strong>aktiv</strong> in<br />

wichtige Ad-hoc-Meldungen und Nachrichten!<br />

Der „STV-News-Channel“ informiert Sie im<br />

Stile eines Nachrichtenkanals kurz und knapp,<br />

schnell und kompetent über Aktuelles aus<br />

der mineralischen Baustoff-, Asphalt- und<br />

Recycling-Industrie.<br />

Virtuelle Messe: Sieben Tage in der Woche kann inter<strong>aktiv</strong> in<br />

einer Plattform erkundet werden, was eine hochmoderne<br />

Branchensoftwarelösung zu bieten hat. Grafik: Praxis EDV<br />

einer Plattform zu erkunden, was eine hochmoderne Branchensoftwarelösung<br />

zu bieten hat. Ein wichtiger Nebeneffekt<br />

ist natürlich auch der „ökologische Fußabdruck“: Weniger Papier<br />

und keine langen Geschäftsreisen führen zu weniger CO 2<br />

-<br />

Emissionen.<br />

Neben allgemeinen Themen wird es monatlich wechselnde<br />

Spezialthemen geben, die ausführlich wichtige Schwerpunkte<br />

behandeln. Im Mittelpunkt steht dabei die WDV2024 TEAM<br />

– die neueste Entwicklung einer ERP-Branchensoftware, die alle<br />

Kernbereiche rund um die Produktion umfasst. Dabei werden<br />

sämtliche Arbeitsabläufe mit einbezogen. Interessant ist dies<br />

insbesondere für klassische Natursteinunternehmen, Sand- und<br />

Kiesgruben, Asphalt- und Transportbetonwerke sowie Baustoff<strong>recycling</strong><br />

und Stoffstrommanagement. Die Nutzung der<br />

virtuellen Messe ist sehr übersichtlich. Alle Geschäftsbereiche<br />

werden schrittweise angesprochen und können verfolgt werden.<br />

Dabei untergliedert sich die Messe in einzelne Unternehmensbereiche,<br />

die von der Ausschreibung bis zur Zahlung<br />

reichen. Selbstverständlich kann der Besucher auch in das Zusammenspiel<br />

von IoT-(Internet of things)Komponenten eintauchen<br />

– zum Beispiel bei der Disposition in den Bereichen Container<br />

oder Schüttgut. Eines der Projekte rund um diese virtuelle<br />

Messe ist die Darstellung, wie die Betriebsdatenerfassung<br />

und die Auswertung in die Ablaufprozesse der WDV2024 TEAM<br />

integriert sind. Dieser sehr wichtige Bereich schließt natürlich<br />

auch die Ersatzteilversorgung und Reparatur von Maschinen<br />

und Bändern eigener Werke mit einer Zuordnung auf die jeweiligen<br />

Kostenstellen ein. Damit lassen sich problemlos Excel-<br />

Charts oder Laufzettel ersetzen, die vielerorts noch manuell von<br />

Betriebsleitern ausgefüllt werden müssen.<br />

Ziel ist es, dem zukünftigen Nutzer über diesen effektiven<br />

und interessanten Weg die für die jeweiligen Branchenbereiche<br />

-News-Channel<br />

speziell zugeschnittene WDV2024 TEAM näherzubringen. Die<br />

Leistungsfähigkeit dieser hochkomplexen Software ist so immens,<br />

dass sich viel bisher vor sich hin schlummerndes und<br />

+++<br />

nicht genutztes Potenzial im Unternehmen erschließen und<br />

einbinden lässt.<br />

Fachinformationen mit Reichweite<br />

+ Außerdem werden Sie mit unseren<br />

etablierten Fachzeitschriften<br />

GP GesteinsPerspektiven, <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong><br />

und<br />

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asphalt – wie gewohnt – kompetent<br />

und umfassend informiert.<br />

Diese sind auch in unserem Zeitschriften-<br />

Web-Kiosk als E-Paper verfügbar.<br />

www.praxis-edv.de<br />

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+ Erhalten Sie wöchentlich für die Branche<br />

wichtige Ad-hoc-Meldungen und Nachrichten!<br />

Der „STV-News-Channel“ informiert Sie im Stein-Verlag Baden-Baden GmbH<br />

Stile Josef-Herrmann-Straße eines Nachrichtenkanals 1–3 kurz | D-76473 und knapp, Iffezheim | Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 606-0<br />

info@stein-verlagGmbH.de | www.stein-verlagGmbH.de<br />

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Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

Bei Hilken hat die<br />

Serienproduktion<br />

von Mulden<br />

komplett aus<br />

Hardox 500 Tuf<br />

begonnen. Foto: SSAB<br />

SSAB<br />

Premiere für Hardox 500 Tuf im serienmäßigen Muldenbau<br />

Friedhelm Hilken führt sein Fahrzeugbau-Unternehmen<br />

für Anhänger bereits<br />

in der dritten Generation. „Bei Kipper-Mulden<br />

haben wir Marktanalysen<br />

durchgeführt. Die Tendenz geht ganz<br />

klar zu mehr Qualität und Verschleißfestigkeit“,<br />

erläutert Friedhelm Hilken und<br />

ergänzt: „Bei der Verschleißfestigkeit im<br />

Muldenbau geht es in der Landwirtschaft<br />

von der Härte HB 400 in Richtung HB<br />

450, was bei Baukippern heute schon<br />

Standard ist. Wir wollten das toppen. Mit<br />

Hardox 500 Tuf fanden wir einen neuen<br />

abriebfesten Stahl, der sich genauso gutmütig<br />

verarbeiten lässt wie Materialien<br />

mit HB 450. Außerdem bietet Hardox<br />

500 Tuf eine um bis zu 40 Prozent erhöhte<br />

Verschleißfestigkeit im Einsatz. Die<br />

ersten Kipper-Mulden, komplett aus Hardox<br />

500 Tuf haben wir jetzt ausgeliefert.“<br />

Weitere Vorteile sind eine garantierte<br />

Schlagzähigkeit bzw. die typische Charpy-Kerbschlagarbeit,<br />

die fast so hoch ist<br />

wie beim Hardox 450. Dies führt zu einer<br />

sehr guten Rissbeständigkeit. In der<br />

Landwirtschaft hat sich das Nutzungsverhalten<br />

von saisonalem Ernteeinsatz hin<br />

zu ganzjähriger Auslastung von Kippanhängern<br />

verändert. Dies ist in der Bauindustrie<br />

bereits Standard. Beide Branchen<br />

fordern hochstabile Fahrzeuge. Denn im<br />

innerbetrieblichen Verkehr werden<br />

schnell mal etliche Tonnen mehr über die<br />

zulässige Nutzlast geladen als bei Fahrten<br />

im öffentlichen Verkehr. Das Chassis und<br />

die Achsen sind bei Hilken entsprechend<br />

reichlich dimensioniert. Getreide, Kartoffeln,<br />

Rüben, Hackschnitzel oder Gärreste<br />

in der Landwirtschaft sind ähnlich abrasiv<br />

wie Sand, Kies, Bodenaushub, Abbruch<br />

oder Schotter im Bau. Bei gleicher oder<br />

sogar längerer Lebensdauer kann eine<br />

gezielte Verringerung der Materialstärken<br />

vorgenommen werden: das Gewicht<br />

einer Mulde kann um bis zu 10 Prozent<br />

sinken. Das alles sind für das mit Stammsitz<br />

im niedersächsischen Vorwerk ansässige<br />

Unternehmen gute Gründe, die<br />

Serienproduktion von Mulden komplett<br />

auf Hardox 500 Tuf umzustellen. Damit<br />

ist Hilken der erste deutsche Hersteller<br />

von Kippern im Bereich Agrar und Bau,<br />

der Hardox 500 Tuf in Serie verwendet.<br />

Die neue Muldenserie will man nicht<br />

nur für die Baubranche, sondern auch in<br />

der Landwirtschaft vermarkten. Der<br />

deutschlandweite Vertrieb dazu erfolgt<br />

durch den qualifizierten Fachhandel bzw.<br />

direkt, wenn besondere Kundenwünsche<br />

zu realisieren sind. Rund 50 erfahrene<br />

Mitarbeiter produzieren unter der Leitung<br />

von Friedhelm Hilken in einem neu<br />

errichteten Werk in Polen, unweit der<br />

deutschen Grenze. Alle Gewerke, wie<br />

Schneiden, Kanten, Schweißen, Sandstrahlen,<br />

Lackieren bis hin zur Montage<br />

werden inhouse ausgeführt. „Das sichert<br />

uns neben der Flexibilität, um beispielsweise<br />

Neuerungen schnell umzusetzen,<br />

auch eine hohe Zuverlässigkeit, wenn es<br />

darum geht, Liefertermine zu planen und<br />

dem Kunden bekannt zu geben. Mit Zulieferern<br />

von Stahlkomponenten bestünde<br />

eine externe Abhängigkeit“, erklärt<br />

Friedhelm Hilken. Weltweit testen bereits<br />

viele andere Hersteller von Baukippern<br />

Hardox 500 Tuf. Von SSAB heißt es dazu<br />

aus dem Unternehmen: „Die Umstellung<br />

auf das neue Material kann, wie bei Hilken,<br />

zeitnah erfolgen, um beste Performance<br />

zu ermöglichen.“<br />

www.ssab.com<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 91


Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

Unicontrol<br />

Benutzerfreundliche<br />

Maschinensteuerung<br />

Das bewährte und anwenderfreundliche Android-System<br />

sowie der tragbare, kabellose Bildschirm vereinfachen<br />

die Arbeit deutlich. Foto: Unicontrol<br />

Die geringe Einarbeitungszeit, ein attr<strong>aktiv</strong>es<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

und eine einfache, individuell anpassbare<br />

Benutzeroberfläche machen die vom<br />

dänischen Unternehmen Unicontrol entwickelte<br />

„Unicontrol3-D“ zu einem der<br />

benutzerfreundlichen 3-D-Maschinensteuerungssystemen<br />

– und das zu einem<br />

durchaus interessanten Preis aus Sicht<br />

des Unternehmens: „Heute sehen sich<br />

Unternehmen einer strengeren Kostenkontrolle<br />

und einem zunehmenden<br />

Druck in der Lieferkette gegenüber und<br />

wollen mehr aus ihrer Technologie herausholen“,<br />

so Ehsan Ekhlas, Mitbegründer<br />

und CCO. Die gestiegene Nachfrage<br />

nach professioneller Steuerungstechnik<br />

veranlasst deutsche Betreiber und Bauunternehmen<br />

gleichermaßen, nach einfach<br />

zu bedienenden Maschinensteuerungssystemen<br />

zu suchen, die auf ihre<br />

Bedürfnisse zugeschnitten sind. Betroffen<br />

ist die Branche hierzulande insbesondere<br />

von Lieferketten-Problemen, steigenden<br />

Arbeitskosten und einem Mangel an benutzerfreundlichen<br />

Technologiesystemen<br />

zur Effizienzoptimierung. „Die Bereitstellung<br />

eines kosteneffizienten, leicht<br />

zu handhabenden 3-D-Maschinensteuerungssystems<br />

wird einen Teil dieses<br />

Drucks abmildern«, so Ehsan Ekhlas.<br />

Die eigene Cloud-Lösung hilft zudem<br />

dabei, Zeit zu sparen und eine papierlose<br />

Baustelle zu ermöglichen. Mit nur wenigen<br />

Klicks lassen sich Projektdaten vom<br />

Büro-Desktop auf das Tablet vor Ort<br />

hochladen. Unicontrol Cloud spart<br />

zudem Zeit, indem Projekte schnell und<br />

einfach erstellt, Konstruktionsdaten<br />

hochgeladen und Maschinen einem individuellen<br />

Projekt zugewiesen werden<br />

können. Zudem erhält der Anwender<br />

eine Übersicht über laufende Projekte<br />

und hat die Möglichkeit, notwendige<br />

Daten zwischen verschiedenen Maschinen<br />

zu teilen und zu verwalten. Für das<br />

Qualitätsmanagement lassen sich überdies<br />

Protokolle als Dokumente herunterladen,<br />

um die benötigten Qualitätsanforderungen<br />

zu gewährleisten.<br />

www.unicontrol.io<br />

92 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Digitale Angebote Ihres Stein-Verlags<br />

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}Alle aktuellen Titel unserer Fachzeitschriften<br />

sind online und kostenlos<br />

über unseren Web-Kiosk abrufbar.<br />

Nutzen Sie die Gelegenheit und sprechen<br />

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}Sie haben einen redaktionellen<br />

Beitrag in einer unserer drei Fachzeitschriften<br />

und möchten noch<br />

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Sie sind interessiert? Wenden Sie sich bitte an Susanne Grimm-Fasching,<br />

Tel.: +49 8364 9860-79 | susanne.grimm@stein-verlaggmbh.de<br />

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RECHT UND POLITIK<br />

§<br />

AUS DEN<br />

VERBÄNDEN<br />

MAN<br />

TRIFFT<br />

SICH<br />

VDBUM<br />

Großseminar mit<br />

starker Podiumsdiskussion<br />

Mehr als 1.000 Führungskräfte haben<br />

Mitte Juli am Jubiläumsseminar des<br />

Verbandes der Baubranche, Umweltund<br />

Maschinentechnik e.V. in Willingen<br />

teilgenommen. Zur Podiumsdiskussion<br />

begrüßte Moderatorin Alexandra von<br />

Lingen Peter Guttenberger, Geschäftsführer<br />

Max Bögl Transport und Geräte<br />

sowie Präsident des VDBUM, Peter Gerstmann,<br />

Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

der Zeppelin GmbH, Thomas Echterhoff,<br />

geschäftsführender Gesellschafter<br />

der Bauunternehmung Gebr. Echterhoff<br />

sowie Präsident des Bauindustrieverbandes<br />

Niedersachsen, Prof. Dr.-Ing.<br />

Alfred Ulrich, Kölner Labor für Baumaschinen,<br />

TH Köln, Christian-Hans Bültemeier,<br />

Vorstand Hansa-Flex, und Roland<br />

Caillé, MTA-Leiter, Gottfried Stehnke<br />

Bauunternehmung sowie VDBUM-Vorstandsmitglied.<br />

Erstmals erhielten auch<br />

die Zuhörer und Zuhörerinnen die Möglichkeit,<br />

über ein Tool des VDBUM-Partners<br />

DAY4Solutions inter<strong>aktiv</strong> mitzuwirken.<br />

Über ihr Smartphone konnten sie<br />

auf Fragen von Frau von Lingen Stichworte<br />

beisteuern, die direkt in die Podiumsdiskussion<br />

eingingen. „Wir haben<br />

gut gefüllte Auftragsbücher, teils blockieren<br />

uns aber viel zu lange Genehmigungsvorgänge.<br />

Ist die Genehmigung<br />

da, sollen wir gleich morgen beginnen.<br />

Hinzu kommt in einigen Bereichen die<br />

Lieferkettenproblematik, die zu Verzögerungen<br />

führt“, sagte Peter Guttenberger.<br />

„Corona hat uns gezeigt, dass die Verwaltung<br />

am Boden ist“, so formulierte es<br />

Thomas Echterhoff. Als Positivbeispiel<br />

nannte er das Ahrtal. Dort sei die Infrastruktur<br />

nach der Hochwasserkatastrophe<br />

pragmatisch wiederhergestellt worden.<br />

Peter Gerstmann berichtete, dass<br />

der russische Angriffskrieg eine Zäsur für<br />

das Unternehmen bedeutet, da ein wesentliches<br />

Geschäftsfeld mit rund 2.000<br />

Mitarbeitern in Russland und der Ukraine<br />

wegbreche. Gerstmann und Christian-<br />

Hans Bültemeier berichteten, dass ihre<br />

Unternehmen die Lagerkapazitäten ausgebaut<br />

haben und damit nicht nur auf<br />

Rendite, sondern auch auf Verfügbarkeit<br />

setzen. Einigkeit bestand darin, dass jene<br />

Firmen, die den Markt bislang gut behandelt<br />

haben, nun bessere Karten hätten.<br />

Mittelständler seien in der Lage, mit<br />

langjährigen Kunden Lösungen zu erarbeiten.<br />

Hohe Energiekosten könne die<br />

Branche durch Energieeffizienz abfedern.<br />

„Wir können 50 Prozent der Dieselkraftstoffe<br />

durch die Nutzung akkubetriebener<br />

Technik einsparen“, erläuterte Prof.<br />

Ulrich das Potenzial der Elektrifizierung.<br />

Als wesentlichen Hebel beim Vorankommen<br />

der Digitalisierung mahnte Peter<br />

Guttenberger „mehr Standardisierung“<br />

an. Thomas Echterhoff bezeichnete das<br />

baubegleitende Planen als großes Branchenproblem.<br />

Beim Thema Fachkräftemangel wies<br />

Peter Gerstmann darauf hin, dass es sich<br />

hier nicht etwa um eine Akademikerproblematik<br />

handele: „Wir brauchen vor<br />

allem Facharbeiter, der Akademikeranteil<br />

liegt bei 8 Prozent.“ Thomas Echterhoff<br />

rief in diesem Zusammenhang zu mehr<br />

Wertschätzung für nichtakademische Berufe<br />

auf. Alexandra von Lingen berichtete,<br />

dass Corona es leider verhindert<br />

hatte, eine Frau aufs Podium zu bekommen,<br />

unterbrach die Podiumsdiskussion<br />

und interviewte im Publikum<br />

94 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


RECHT UND POLITIK<br />

Zur Podiumsdiskussion begrüßte<br />

Moderatorin Alexandra von<br />

Lingen Peter Guttenberger, Peter<br />

Gerstmann, Thomas Echterhoff,<br />

Prof. Dr.-Ing. Alfred Ulrich,<br />

Christian-Hans Bültemeier und<br />

Roland Caillé (Foto links).<br />

20 Studierende und<br />

Meisterschüler haben im Rahmen<br />

des Patenschaftprogramms<br />

Gelegenheit bekommen, die<br />

Branche kennenzulernen und<br />

wichtige Kontakte zu knüpfen.<br />

Fotos: VDBUM<br />

Karin Hammerl-Ranftl, Gesamtbetriebsratsvorsitzende<br />

der Firmengruppe Max<br />

Bögl. Sie erklärte, dass bei Max Bögl immerhin<br />

15 Prozent Frauen beschäftigt<br />

sind, hauptsächlich allerdings im Bereich<br />

Verwaltung. Baumaschinenführerinnen<br />

müssten auch heute noch beweisen, was<br />

sie draufhaben. Der gute Wille in den<br />

Unternehmen sei vorhanden, warf Roland<br />

Caillé ein: „Wir haben aber noch<br />

immer keine Bewerbungen von Frauen<br />

erhalten, obwohl wir körperlich schonende<br />

Tätigkeiten ausgeschrieben haben. In<br />

einem zweiten Publikumsinterview<br />

sprach Alexandra von Lingen mit Franziska<br />

Büscher, Teilnehmerin des Patenschaftsprogramms.<br />

Die junge Frau hat<br />

nach dem Abitur eine Ausbildung zur<br />

Baugeräteführerin absolviert. Prof. Ulrich<br />

bat sie direkt um ein Gespräch, um sie<br />

für ein Studium zu begeistern. Im Rahmen<br />

des Patenschaftsprogramms haben<br />

der VDBUM und Partnerunternehmen<br />

sowie Ausbildungszentren 20 Studierenden<br />

und Meisterschülern die Gelegenheit<br />

zur Seminarteilnahme geboten. Bei der<br />

Einführung zu Beginn des Seminars stellten<br />

die Unternehmensvertreter sich den<br />

jungen Männern und Frauen vor und<br />

fragten nach ihren Erwartungen. Größtenteils<br />

bezog sich das Interesse auf den<br />

Besuch spannender Vorträge und das<br />

Knüpfen von Kontakten. Der Fall der<br />

zuvor erwähnten Franziska Büscher zeigt,<br />

wie gut das klappt.<br />

Das 51. VDBUM-Großseminar findet<br />

vom 24. bis 27. Januar 2023 in Willingen<br />

statt.<br />

www.vdbum.de<br />

BDE, BDSV, bvse und VDM<br />

Energiebeihilfen überlebenswichtig<br />

Die deutsche Recyclingwirtschaft fordert die Wiederaufnahme ihrer Branche<br />

in die Liste der beihilfefähigen Wirtschaftszweige. Das geht aus einer gemeinsamen<br />

Erklärung von BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-,<br />

Wasser- und Kreislaufwirtschaft, BDSV Bundesvereinigung Deutscher Stahl<strong>recycling</strong>-<br />

und Entsorgungsunternehmen, bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe<br />

und Entsorgung und VDM Verband Deutscher Metallhändler und Recycler<br />

hervor, die im September veröffentlicht wurde. So müsse der NACE CODE<br />

38.32 Recycling „Rückgewinnung sortierter Werkstoffe“ wieder umgehend<br />

Eingang in die Liste im Abschnitt 4.11 der beihilfefähigen Wirtschaftszweige<br />

auch im Energiedämpfungsprogramm finden. „Die aus den aktuellen politischen<br />

Ereignissen erwachsene Energiekrise führt unserem Wirtschaftszweig<br />

drastisch vor Augen, dass die Recyclingwirtschaft im aktuell laufenden „Energiedämpfungsprogramm“<br />

der Bundesregierung nicht berücksichtigt wurde<br />

und dementsprechend keinerlei Beihilfen erhält. Das muss sich schleunigst<br />

ändern“, erklärten die Verbände.<br />

Dabei bezogen sie sich auf eine Entscheidung aus dem vergangenen Jahr,<br />

wonach die Recyclingwirtschaft im Rahmen einer Aktualisierung der „Leitlinien<br />

für staatliche Klima-, Umweltschutz- und Energiebeihilfen 20<strong>22</strong>“ aus der<br />

Liste der beihilfefähigen Wirtschaftszweige gestrichen wurde Die Folge: Betroffene<br />

Unternehmen sind im Gegensatz zur vorherigen Regelung nicht mehr<br />

antragsberechtigt. Daran hatten die Branchenvertreter bereits im Dezember<br />

letzten Jahres Kritik geübt. Nach Ansicht der Branchenvertreter sei die Streichung<br />

vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Bedeutung der Kreislaufwirtschaft<br />

ein politisch völlig inakzeptables Signal für die Recyclingwirtschaft<br />

gewesen. „Es sind schließlich die Unternehmen der Entsorgungs- und Recyclingbranche,<br />

die durch Sammlung, Sortierung und Aufbereitung dafür Sorge<br />

tragen, dass der verarbeitenden Industrie genügend energieschonende Recyclingrohstoffe<br />

zur Verfügung stehen“, führten die Verbände aus. Diese Rohstoffe<br />

würden im Wesentlichen nicht händisch sortiert und aufbereitet, sondern<br />

bedürfen zum Teil energieintensiver Anlagen wie Granulatoren, Scheren,<br />

Schredder, Compounder usw.<br />

Zudem betonten sie, dass die Erhöhung des Recyclingrohstoffeinsatzes in<br />

der verarbeitenden Industrie nur durch den vorgelagerten Aufbereitungsprozess<br />

der Recyclingwirtschaft möglich werde. „In diesem Bereich leistet unsere<br />

Branche einen essenziellen Beitrag, indem sie sammelt, sortiert und aufbereitet,<br />

und zwar unabhängig vom Stoffstrom.“ Folgerichtig setzen sich die vier Organisationen<br />

nun gemeinsam für die umgehende Wiederaufnahme des entsprechenden<br />

NACE-Codes in die Liste der beihilfefähigen Wirtschaftszweige<br />

ein und fordern zudem die Bundesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass<br />

eine entsprechende Fördermöglichkeit der Recyclingwirtschaft sichergestellt<br />

werde. „Der billige Verweis auf eine falsche Entscheidung in Brüssel darf nicht<br />

dazu führen, dass unsere Unternehmen in existenzielle Schwierigkeiten geraten“,<br />

so die Verbände abschließend.<br />

www.bdsv.org<br />

www.bvse.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 4/20<strong>22</strong> 95


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• Biomasse, Holz, Kompost<br />

• Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

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E-Mail an <strong>recycling</strong>-<strong>aktiv</strong>@steinverlagGmbH.de<br />

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kostenfrei zugesandt.<br />

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96 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Rohstoffe ein. Die ganz in Rot<br />

gehaltene Giporec ist bereits<br />

die vierte rein elektrisch<br />

betriebene mobile Brech- und<br />

as AmmerLechLand – unter<br />

diesem Begri f wo len die<br />

drei oberbayerischen Kommunen<br />

Schongau, Peiting<br />

und Altenstadt als Mi telzentrum<br />

die ländlich geprägte Region für<br />

ihre Bewohner noch a tr<strong>aktiv</strong>er gestalten.<br />

Grün ist die bestimmende Farbe<br />

einer Region, die immer noch stark landwirtschaftlich<br />

geprägt ist. Der Blick auf<br />

die nahen Alpen weckt zudem Urlaubsgefühle.<br />

Wem es au fä lt, der bemerkt<br />

neue Giporec R 131 FDR GIGA E. Fast ein<br />

Blickfang, ganz in Rot, und seit Juli im<br />

Betrieb, wie uns Marco Haberstock erklärt.<br />

Als Kfz-Meister ist er für die Werksta<br />

t und den Maschineneinkauf zuständig<br />

und verkörpert zugleich die vierte<br />

Generation des Familienunternehmens,<br />

das 1959 von Josef Lang und Hans Haberstock<br />

gegründet wurde. Ein familiengeführtes<br />

Traditionsunternehmen also,<br />

und das gleich in mehrfacher Hinsicht.<br />

Abbruch/Baust.-Recyc.<br />

KW-Generator produziert Synchron Generatoren<br />

im Leistungsbereich von 7-500kVA.<br />

Unsere Generatoren sind für harten Einsatz,<br />

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sowie eine geregelte Abmagnetisierung.<br />

Ebenso verfügen wir über Schutzmaßnahmen<br />

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CLEANsweep V-Concept ®<br />

Der Kehrbesen mit Kehrgut-Sammelfunktion<br />

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überzeugen durch Kehrkraft, Kehrmenge<br />

und Kehreffizienz.<br />

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sorgt für Kehrgut-Sammelfunktion und<br />

bessere Kehrergebnisse!<br />

Bis zu 3-fache Kehrmenge gegenüber<br />

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Materialumschlag<br />

HWH Machines GmbH<br />

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HWH – seit über 10 Jahren Ihr Spezialist für<br />

Umschlag- und Recycling-Technik<br />

Unser Schwerpunkt: An- und Verkauf von gebrauchten<br />

Umschlag- und Recyclingmaschinen<br />

• weltweit<br />

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HWH Machines GmbH<br />

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und kundenspezifische Blechformate<br />

und Rohrabmessungen aus unserem Produktprogramm.<br />

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Im Bereich des Baumaschinenzubehörs steht<br />

Ihnen mit der HS-Schoch Gruppe ein unschlagbarer<br />

Partner zur Seite. Wir entwickeln,<br />

produzieren und regenerieren Anbaugeräte wie<br />

Löffel, Schaufeln und Greifer für den Recycling-<br />

Bereich:<br />

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73466 Lauchheim | 07363 9609-6<br />

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06869 Coswig | 034923 700-0<br />

bz-coswig@hs-schoch.de<br />

Verschleißschutz<br />

CRACO GmbH<br />

www.craco.de<br />

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CRACO – Ihr Spezialist für Verschleißteile<br />

Die Firma CRACO aus Atzelgift ist ein<br />

führender Anbieter von Verschleißschutzlösungen.<br />

Das Familienunternehmen wächst schon<br />

seit seiner Gründung vor 80 Jahren stetig und<br />

erweitert dabei ständig seine Möglichkeiten.<br />

Durch modernste Maschinen ist CRACO in der<br />

Lage effizient und wirtschaftlich ein enormes<br />

Produktspektrum zu fertigen. CRACO entwickelt<br />

Ihre Lösung. Den Fokus setzt man auf<br />

die Kostenreduzierung für den Kunden durch<br />

Optimierung der Verschleiß-Situation vor Ort.<br />

Hierfür steht ein flächendeckendes Netz an Außendienstlern<br />

zur Verfügung. Von der Entwicklung<br />

speziell angepasster Materialien über kundenindividuelle<br />

Konstruktionen mit modernster<br />

3-D-Software bis hin zur Auslieferung:<br />

CRACO entwickelt Ihre Lösung.<br />

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Ihres Berichtes aus einer<br />

Ausgabe „<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“?<br />

Gerne senden wir Ihnen ein Angebot zu!<br />

ON TOUR: Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Der Permanentmagnet in<br />

Längsrichtung ist eines der<br />

entscheidenden Kennzeichen<br />

der Gipo-Maschinen.<br />

immer wieder gerne auf den neuesten<br />

Stand bringen, soda s wir im Fa le des<br />

Brechers schon genau wu sten, was eine<br />

neue Anlage leisten so lte“, so Marco<br />

GIPO AG<br />

Kohlplatzstraße 15<br />

CH-6462 Seedorf<br />

Tel.: +41 874 81 10<br />

Fax: +41 874 81 01<br />

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APEX Fördertechnik<br />

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52511 Geilenkirchen<br />

Tel.: +49 (0) 24 51 409 775 10<br />

Fax: +49 (0) 24 51 – 409 775 60<br />

mail@apex-foerdertechnik.de<br />

www.apex-foerdertechnik.de<br />

Haberstock zu den Ansprüchen an eine<br />

neue Anlage.<br />

Es gibt keinen anderen, der so<br />

baut, wie wir es brauchen!<br />

gabebunker entsprechend verlängert<br />

haben. Um gerade bei Bauschu t bzw.<br />

Aufbruch die leichten Bestandteile wie<br />

Holz oder Kunststo fe noch e fektiver abzutrennen,<br />

sind zwei Windsichter installiert,<br />

einer im Überkornkreislauf, der<br />

zweite im Unterdeck als Doppelwindsichter<br />

mit zwei Gebläsen.“<br />

Leise und doch äußerst effektiv<br />

Vie leicht ist es gerade der leise Lauf, der<br />

die R 131 FDR GIGA E umso kraftvo ler<br />

erscheinen lä st. Die Vorteile der Anlage<br />

werden damit keinesfa ls geschmälert,<br />

gerade das Gegenteil ist der Fa l.<br />

Wesentliche Aussta tungsmerkmale<br />

des Brecher sind neben den erwähnten<br />

Windsichtern die bewährte und leistung<br />

starke Gipo-Pra lmühle P 131 mit<br />

einem Pra lmühlen-Einlauf von 1.270 auf<br />

920 mm und einem Rotordurchme ser<br />

von 1.200 mm sowie der Brecheraustrag<br />

mit der erprobten Vibrations-Austragsrinne.<br />

Das breite Brecheraustragsband<br />

von 1.400 mm verhindert lästige Materialstauungen<br />

unter dem Rotor und an<br />

den Übergabeste len. Über einen Permanentmagneten,<br />

der in Längsrichtung<br />

über dem Förderband des Brecheraustrags<br />

in die Siebmaschine eingebaut ist,<br />

wird Eisen äußerst e fektiv ausgetragen.<br />

Mit der Zwei-Deck-Vorabsiebung wird<br />

Die Materialaufgabe kann<br />

von beiden Seiten erfolgen.<br />

Die Ausgangsbedingungen waren also<br />

klar, und schne l war mit Gipo genau das<br />

Unternehmen gefunden, das eine auf<br />

diese Anforderungen hin zugeschni tene<br />

Anlage auch anbieten konnte. Hergeste<br />

lt wurde der Kontakt über die inzwischen<br />

zur Warner-Gruppe gehörende<br />

Apex Fördertechnik. Verkaufsleiter Stephan<br />

Barion besprach mit Lang & Haberstock<br />

Ende 2020 die ersten Entwürfe zur<br />

neuen Anlage, 2021 wurden verschiedene<br />

Brecher gemeinsam im Praxiseinsatz<br />

besucht, soda s die neue Giporec R 131<br />

FDR GIGA E schließlich Mi te 2021 in<br />

ihrer endgültigen Konfiguration beste lt<br />

werden konnte. Gipo-Außendienstmitarbeiter<br />

Marco Cammarata und Stephan<br />

Barion erläutern die Besonderheiten:<br />

„Klar, der elektrische Antrieb war Grundvorau<br />

setzung. Da die Anlage zentral im<br />

Werksgelände steht und fast nur stationär<br />

genutzt wird, konnten wir die Stege<br />

breiter auslegen und damit die Zugänglichkeit<br />

noch weiter verbe sern. Sie wird<br />

zudem nicht mit dem Bagger, sondern<br />

aufgrund der relativ weiten Wege mit<br />

Radladern beschickt, soda s wir den Aufdurch<br />

das Au scheiden von verschleißintensivem<br />

Feinmaterial die Qualität des<br />

Endproduktes wesentlich verbe sert. Das<br />

gebrochene Material wird von der<br />

2-Deck-Nach-Siebmaschine mit einer<br />

Siebfläche von 1.500 auf 5.500 mm abgesiebt.<br />

Das Überkorn kann wahlweise<br />

seitlich ausgetragen oder zurückgeführt<br />

werden. Das Förderband zur Überkornrückführung<br />

ist als Haldenband auf einer<br />

stabilen Drehkonsole um 180 Grad hydraulisch<br />

schwenkbar und kann damit<br />

auch zur Haldenaufschü tung genutzt<br />

werden.<br />

Das einfache An- und Abkuppeln der<br />

Siebeinheit an die Brechanlage erfolgt<br />

mithilfe eines Hydraulikzylinders ohne<br />

fremdes Hebegerät. Dank der guten Zugänglichkeit<br />

ist ein einfaches und schnelles<br />

Wechseln der Siebbeläge möglich.<br />

Das bewährte Gipo-Materialflu skonzept<br />

vermeidet bekanntlich eine Verengung<br />

des Materialstroms, die Systembreiten<br />

der Förderelemente „ö fnen“ sich dazu<br />

in der Materialflu srichtung.<br />

Beim Direktantrieb des Pra lbrechers<br />

handelt es sich um einen Elektromotor<br />

mit 200 kW mit Frequenzumformer für<br />

die stufenlose Drehzahlverste lung. Der<br />

Elektroantrieb für die Nebenantriebe mit<br />

Sanftanlauf erzielt eine Leistung von 200<br />

kW. Die Aufgabeleistung wird mit 400<br />

Tonnen/Stunde angegeben, das Einsatz-<br />

Marco Haberstock kennt<br />

seine Anlage genau.<br />

Fotos: Gipo AG;<br />

Thomas Einberger, argum<br />

Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Das rote Kraftpaket hat bereits in kurzer Zeit überzeugt<br />

(von links nach rechts): Marco Cammarata, Stephan Barion<br />

und Marco Haberstock.<br />

gewicht mit Siebanlage beträgt rund 85<br />

Tonnen.<br />

Ein kleiner „Kunstgri f“, der aus Sicht<br />

des Betreibers a lerdings nicht unwesentlich<br />

ist, besteht im elektrischen Antrieb<br />

der Hydraulikpumpen: Damit können<br />

Hydraulikschläuche bei einem möglichen<br />

Leck weiterhin problemlos gewechselt<br />

werden, ohne in die Elektrik eingreifen<br />

zu mü sen.<br />

Die beste Maschine in Oberbayern!<br />

Erklärtes Ziel von Gipo, so Marco Cammarata<br />

und Stephan Barion übereinstimmend:<br />

„Die Gipo-Anlagen so len mindestens<br />

20 Jahre ihren Dienst tun, dann<br />

haben sie sich wirklich bezahlt gemacht!“<br />

Ein hoher Anspruch, aber durchaus legitim,<br />

wie viele Beispiele im Tagesgeschäft<br />

beweisen. Da s im Fa le von Lang & Haberstock<br />

die Apex Fördertechnik und<br />

Gipo gemeinsam unterwegs sind, kommt<br />

ebenfa ls dem Kunden zugute – „der<br />

steht einfach im Mi telpunkt, egal, wen<br />

er zunächst anspricht. Das geht bei uns<br />

Hand in Hand!“<br />

Marco Haberstoc kann dies nur bestätigen:<br />

„Bisher hat a les tade los funktioniert,<br />

die Anlage entspricht genau<br />

unseren Erwartungen, und ich möchte<br />

sagen: Das ist die beste Maschine in<br />

Oberbayern!“ (hst)<br />

76 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 77<br />

Seit Juli setzt die im<br />

oberbayerischen Altenstadt<br />

beheimatete Lang &<br />

Haberstock GmbH eine<br />

Giporec R 131 FDR GIGA E zur<br />

Aufbereitung verschiedener<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> ON TOUR<br />

Gipo & Apex Fördertechnik:<br />

Rotes<br />

Kraftpaket<br />

D<br />

Das Rot pa st perfekt – die neue<br />

Giporec R 131 FDR GIGA E zeigt,<br />

wa sie kann.<br />

den, gibt es an diesem Standort noch<br />

unsere Transportbetonanlage sowie eine<br />

Asphaltmischanlage. Abgebaut wird hier<br />

Die Windsichter bilden einen wichtigen<br />

Teil der sauberen Aufbereitung.<br />

Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Der elektrische Antrieb ist einer<br />

der Hauptmerkmale der<br />

Giporec R 131 FDR GIGA E.<br />

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Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 606-0<br />

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Siebanlage von Gipo in<br />

Deutschland.<br />

auch die weiß-grauen Sande und Kiese,<br />

die diese Landschaft in vielerlei Hinsicht<br />

mit prägen.<br />

Das ist auch der erste Eindruck, als wir<br />

uns dem Kieswerk der Lang & Haberstock<br />

GmbH in Altenstadt nähern. Unterhalb<br />

der Franz-Josef-Strauß-Kaserne fallen<br />

die weiß-grauen Aufbereitungsanlagen<br />

sofort ins Auge – und ganz klar,<br />

zentral im Werksgelände platziert, die<br />

Schon der Vorgänger war<br />

elektrisch<br />

Der Standort außerhalb vom Stadtzentrum<br />

in Altenstadt macht einen sehr geschäftigen<br />

Eindruck, und das ist aus Sicht<br />

von Marco Haberstock natürlich vo l in<br />

Ordnung: „Neben der Kiesaufbereitung,<br />

in der die Sande und Kiese aus unserer<br />

Kiesgrube in Denklingen verarbeitet wer-<br />

schon lange nicht mehr, das ehemalige<br />

Abbaugelände wird mit Bodenmaterial<br />

der Z0-Kla se verfü lt.“ Geschäftiges Treiben<br />

also, und damit auch sehr unterschiedliche<br />

Materialien, die für ihre weitere<br />

Verarbeitung meist zunächst vorgebrochen<br />

werden müssen. Neben den<br />

Kiesgerö len und Kies-Konglomeraten<br />

gehören dazu Betonabbruch, Straßenaufbruch<br />

und Asphaltscho len, die a le an<br />

die Aufbereitun ganz unterschiedliche<br />

Anforderungen ste len. „Bisher ha te das<br />

seit 1994 ein Ratzinger-Brecher geleistet,<br />

der a lerdings in die Jahre gekommen<br />

war. Der Brecher wurde aufgrund der<br />

Genehmigungsauflagen elektrisch betrieben,<br />

was für un schon fast eine gewi<br />

se Tradition bedeutete. Wir hängen<br />

eh an unseren alten Maschinen, die wir<br />

74 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 75<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 97


Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 2/20<strong>22</strong><br />

TITELSTORY<br />

Sennebogen:<br />

Nächste Generation<br />

Teleskoplader<br />

VDMA<br />

Action auf der IFAT<br />

Brandschutz<br />

Versicherungsschutz?<br />

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 3/2019 Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 4/20<strong>22</strong><br />

ON TOUR<br />

GBH: Gewusst wie<br />

IFAT<br />

Fokus:<br />

Kreislaufwirtschaft<br />

ON TOUR<br />

MBI: Schneiden<br />

statt brennen<br />

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 5/20<strong>22</strong><br />

ON TOUR<br />

Gipo & Apex:<br />

Rotes Kraftpacket<br />

MESSE<br />

bauma 20<strong>22</strong>:<br />

Blick nach vorne<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin & Cat:<br />

Neuer Radlader<br />

Zu guter Letzt<br />

Inserentenverzeichnis <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> Ausgabe 5/20<strong>22</strong><br />

A&S Betondemontage GmbH, 31275 Lehrte S. 83<br />

Abraservice Deutschland GmbH, 40233 Düsseldor S. 92<br />

Arjes GmbH, 36433 Leimbach S. 35<br />

ATM Recyclingsystems GmbH, 8753 Fohnsdorf, ÖSTERREICH S. 40<br />

August Müller GmbH & Co. KG, 78628 Rottweil S. 36<br />

B+W Gesellschaft für Innovative Produkte mbH, 46244 Bottrop S. 81<br />

Baljer & Zembrod GmbH & Co. KG, 88362 Altshausen S. 51<br />

Bertin Instruments, 78180 Montigny-Le Bretonneux, FRANKREICH S. 83<br />

Bertram Förderanlagen und Arbeitsbühnen GmbH, 30179 Hannover S. 26<br />

C. Christophel GmbH, 23556 Lübeck S. 73<br />

CDE Global Ltd, BT80 9DG Cookstown, GROSSBRITANNIEN S. 57<br />

Craco GmbH, 57629 Atzelgift S. 67<br />

Doppstadt Umwelttechnik GmbH, 42555 Velbert S. 47<br />

EAG Einfach Aufbereiten GmbH, 01109 Dresden S. 27<br />

Eggersmann GmbH, 33790 Halle S. 85<br />

Europress Umwelttechnik GmbH, 49762 Lathen S. 73<br />

Frutiger Company AG, 8409 Winterthur, SCHWEIZ S. 30<br />

GIPO AG, 6462 Seedorf, SCHWEIZ S. 17<br />

HAMMEL Recyclingtechnik GmbH, 36433 Bad Salzungen S. 55<br />

Heinrich Feeß GmbH & Co. KG, 73230 Kirchheim unter Teck S. 53<br />

HS-Schoch GmbH & Co. KG, 73466 Lauchheim S. 79<br />

Indeco Ind. Spa, 70132 Bari, ITALIEN S. 7<br />

Jenz GmbH, 32469 Petershagen S. 60<br />

Jürgen Kölsch GmbH, Wildspitzstraße 2 S. 15<br />

Komptech GmbH, 8130 Frohnleiten, ÖSTERREICH S. <strong>22</strong><br />

Kurz Aufbereitungsanlagen GmbH, 71292 Friolzheim S. 9<br />

Leiblein GmbH, 74736 Hardheim S. 26<br />

Liebherr-Hydraulikbagger GmbH, 88457 Kirchdorf/Iller S. 29<br />

Lindemann Germany GmbH, 40235 Düsseldorf S. 13<br />

Lindner – Recyclingtech GmbH, 9800 Spittal/Drau, ÖSTERREICH S. 63<br />

Ludwig Krieger GmbH Draht- & Kunststofferzeugnisse, 76139 Karlsruhe S. 23<br />

Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH, 47877 Willich-Anrath S. 44<br />

MRS Greifer- und Maschinenbau Helmstadt GmbH, 74921 Helmstadt S. 31<br />

Neuenhauser Maschinenbau GmbH, 49828 Neuenhaus S. 21<br />

Reif GmbH, 72535 Heroldstatt S. 48<br />

RICHEL Group, 13810 Eygalieres, FRANKREICH S. 11<br />

RMS GmbH, 46485 Wesel S. 54<br />

Rotar Internetional B.V., 8281 JW Genemuiden, NIEDERLANDE S. 41<br />

Sennebogen Maschinenfabrik GmbH, 94315 Straubing Umschlagsseite 4<br />

Terex Deutschland GmbH, 76669 Bad Schönborn Umschlagseite 2<br />

UnionStahl GmbH, 47<strong>22</strong>9 Duisburg S. 37<br />

Untha shredding technology, 5431 Kuchl, ÖSTERREICH S. 45<br />

UTV AG, 76534 Baden-Baden S. 34<br />

Van der Graaf Antriebstechnik GmbH, 48432 Rheine-Mesum S. 52<br />

Weyhausen, F. AG & Co. KG, 27793 Wildeshausen S. 89<br />

J. Willibald GmbH, 88639 Wald-Sentenhart S. 43<br />

Zandt cargo, 95643 Tirschenreuth S. 30<br />

Zeppelin Baumaschinen GmbH, 85748 Garching <br />

Titelseite<br />

Beilagen<br />

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Die ganze Welt des Recyclings – 6 x im Jahr – kostenlos!<br />

MESSE-SPECIAL:<br />

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„<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“ ist für die Leser kostenfrei,<br />

d. h., die Zeitschrift wird breit gestreut.<br />

Dabei sind nicht nur Entscheider aus Technik<br />

und Wirtschaft die Zielgruppe; auch der<br />

Betriebsleiter und Maschinenführer werden<br />

ausdrücklich angesprochen.<br />

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Schwerpunkte der Fachzeitschrift „<strong>recycling</strong><br />

<strong>aktiv</strong>“ sind Maschinen-Einsatzberichte, -Übersichten<br />

und -Vergleiche für den Umschlag und<br />

die Aufbereitung von<br />

■ Schrott/Metall<br />

■ Kunststoffen<br />

■ Papier/Pappe/<br />

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■ Abbruch/Baustoff-<br />

Recycling<br />

■ Ersatzbrennstoffen<br />

■ Bioabfällen<br />

■ Glas<br />

■ Altreifen<br />

98 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong>


Impressum<br />

Chefredaktion:<br />

Helmut Strauß (hst)<br />

Tel., Fax: +49 6898 87<strong>05</strong>92<br />

helmut.strauss@stein-verlagGmbH.de<br />

Redaktion:<br />

Dipl.-Min. Gabriela Schulz (gsz)<br />

Tel.: +49 171 5369629<br />

gabriela.schulz@stein-verlagGmbH.de<br />

Mitarbeit an dieser Ausgabe:<br />

J.P. Steiner (jps), Sylvie Felgueiras<br />

Korrektorat:<br />

Josef Mayer, mayerjosef2@t-online.de<br />

Layout/Herstellung:<br />

Michel Drexel, Petra Greb-Gaß<br />

Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 606-23<br />

michel.drexel@stein-verlagGmbH.de<br />

Anzeigenverkauf:<br />

Susanne Grimm-Fasching<br />

Tel.: +49 8364 986079<br />

Fax: +49 8364 984732<br />

Mobil: +49 162 9094328<br />

susanne.grimm@stein-verlagGmbH.de<br />

Anzeigenkoordination:<br />

Iris Merkel<br />

Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 606-26<br />

iris.merkel@stein-verlagGmbh.de<br />

Anzeigenpreise:<br />

Preisliste Nr. 14 vom 01.01.20<strong>22</strong><br />

Vertriebskoordination:<br />

Iris Merkel<br />

Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 606-26<br />

iris.merkel@stein-verlagGmbH.de<br />

Herausgeber & Verlagsanschrift:<br />

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH<br />

Josef-Herrmann-Straße 1–3<br />

D-76473 Iffezheim<br />

Tel.: +49 7<strong>22</strong>9 606-0<br />

info@stein-verlagGmbH.de<br />

www.stein-verlagGmbH.de<br />

Geschäftsleitung:<br />

Dr.-Ing. Friedhelm Rese<br />

Druck:<br />

W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG<br />

70329 Stuttgart<br />

Erscheinungsweise:<br />

6 Ausgaben im Jahr 20<strong>22</strong>:<br />

1 (Februar), 2 (April), 3 (Juni),<br />

4 (August), 5 (Oktober), 6 (Dezember)<br />

Mit Namen des Verfassers gekennzeichnete<br />

Beiträge sind nicht unbedingt die Meinung<br />

der Redaktion. Die Redaktion übernimmt<br />

keine Haftung für un ver langt eingesandte<br />

Manuskripte. Sie behält sich die redak -<br />

tionelle Bearbeitung eingesandter Manu -<br />

s kripte und Leserbriefe ausdrücklich vor.<br />

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit<br />

Geneh migung des Verlages.<br />

Alle Rechte © Stein-Verlag Baden-Baden<br />

GmbH, Iffezheim, 20<strong>22</strong> (14. Jahrgang),<br />

ISBN 978-3-941643-00-0<br />

Gender-Hinweis:<br />

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird<br />

auf die gleichzeitige Verwendung der<br />

Sprachformen männlich, weiblich und<br />

divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche<br />

Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen<br />

für alle Geschlechter.<br />

19.-26.10.20<strong>22</strong><br />

24.–30.10.20<strong>22</strong><br />

<strong>22</strong>.–23.11.20<strong>22</strong><br />

29.–30.11.20<strong>22</strong><br />

11.03.2023<br />

18.–20.04.2023<br />

27.–29.04.2023<br />

23.–26.08.2023<br />

ZU GUTER LETZT<br />

Veranstaltungen<br />

K 20<strong>22</strong><br />

Düsseldorf<br />

www.k-online.de<br />

bauma<br />

33. Weltleitmesse für Bau-, Baustoff- und<br />

Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte<br />

München<br />

www.bauma.de<br />

Copper Alloys 20<strong>22</strong><br />

Düsseldorf<br />

www.kupfer.de<br />

14. Bad Hersfelder Biomasseforum 20<strong>22</strong><br />

Bad Hersfeld<br />

www.witzenhausen-institut.de<br />

Fachtagung Abbruch<br />

Berlin<br />

www.fachtagung-abbruch.de<br />

34. Kasseler Abfall- und<br />

Ressourcenforum 2023<br />

Kassel<br />

www.witzenhausen-ins titut.de<br />

RecyclingAKTIV & TiefbauLIVE<br />

Die Demonstrationsmessen:<br />

RecyclingAKTIV – Demonstrationsmesse für<br />

Entsorgung und Recycling<br />

TiefbauLIVE – Demonstrationsmesse für<br />

Straßen- und Tiefbau<br />

Karlsruhe<br />

www.<strong>recycling</strong>-<strong>aktiv</strong>.com<br />

STEINEXPO<br />

11. Internationale Demonstrationsmesse für die<br />

Roh- und Baustoff-Industrie<br />

Homberg/Nieder-Ofleiden<br />

www.steinexpo.de<br />

6/20<strong>22</strong><br />

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Susanne Grimm-Fasching<br />

Tel.: +49 8364 986079<br />

Mobil: +49 162 9094328<br />

susanne.grimm@stein-verlagGmbH.de<br />

Bitte<br />

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Veranstalter!<br />

Anzeigenschluss: <strong>22</strong>.11.20<strong>22</strong><br />

Erscheinungstermin: 16.12.20<strong>22</strong><br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 5/20<strong>22</strong> 99


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SENNEBOGEN<br />

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