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Richtlinien für die Feldbesichtigung - Arbeitsgemeinschaft der ...

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34 4. Öl- und

34 4. Öl- und Faserpflanzen, sonstige Futterpflanzen a) Im Sinne der Verordnung sind Arten von Öl- und Faserpflanzen: Raps (F) Lein (S) Rübsen (F) Mohn (außer für Zierzwecke) (F) Weißer Senf (F) Hanf (außer für Zierzwecke) (F) Schwarzer Senf (F) Sareptasenf (F) Arten von sonstigen Futterpflanzen: Ölrettich (F) Kohlrübe (F) Phacelie (F) Futterkohl (F) (S) = Selbstbefruchter (F) = Fremdbefruchter Die Sojabohne ist den Leguminosen zugeordnet, weil sie botanisch zu den Leguminosen gehört und in der Bestandesführung den groß- und mittelkörnigen Leguminosen gleicht. b) Mindestflächengröße bei der Anmeldung lt. Verordnung: 0,50 ha (gleichzeitig Mindestgröße für Teilstücke). c) Feldbesichtigung Winterraps und Winterrübsen werden mindestens zweimal besichtigt. Die erste Besichtigung erfolgt im Herbst des Aussaatjahres, die zweite Besichtigung vor Blühbeginn. Die übrigen Arten werden mindestens einmal vor der Ernte besichtigt. d) Anforderungen an den Feldbestand Siehe Übersicht 10. Allgemeines Die Termine, bis zu denen Anträge auf Feldbesichtigung zurückgezogen werden können, und die hierfür geltenden Gebührenregelungen geben die jeweiligen Anerkennungsstellen bekannt. Wenn die Anforderungen an den Feldbestand nicht erfüllt sind, muss der Bestand als „ohne Erfolg feldbesichtigt“ eingestuft werden. Der Feldbesichtiger hat daraufhin zu entscheiden, ob er eine „Behandlung des Saatgutes nach § 8 (2)“ befürwortet. Die Entscheidung über das Ergebnis der Feldbesichtigung ist nur für die beantragte Kategorie zu treffen. Anträge auf Abstufung des Feldbestandes in eine niedrigere Kategorie sind nur bei der Anerkennungsstelle zu stellen und werden nur von ihr entschieden.

Übersicht 10: Öl- und Faserpflanzen, sonstige Futterpflanzen (außer Hybridraps) Anforderungen an den Feldbestand Anforderungen für die Anwen- dung von § 8 (2) Nr. V/B* Z* V/B* Z* Der Feldbestand darf im Durchschnitt der Auszählungen auf 150 m² Fläche (entsprechend ca. 83 m Länge x 1,80 m Breite) höchstens aufweisen: 1 • Fremdbesatz Pflanzen, die nicht hinreichend sortenecht sind oder einer anderen Sorte derselben Art angehören (sog. „abweichende Typen“) oder einer anderen, zur Fremdbefruchtung befähigten Art angehören oder deren Samen sich vom Saatgut des Vermehrungsbestandes schwer unterscheiden lassen 1) (siehe Übersicht 11 und Erläuterungen) 5 15 nein nein 2 Pflanzen anderer Arten, deren Samen sich aus dem Saatgut nur schwer herausreinigen lassen bei Öl- und Faserpflanzen 10 25 20 50 bei sonstigen Futterpflanzen (siehe Übersicht 11 und Erläuterungen) 10 30 20 60 3 bei Lein: Ackerwinde, Gänsefuß, Knötericharten und Melde je 10 je 10 je 50 je 50 4 bei Lein: Leindotter, Leinlolch je 1 je 2 nein nein 5 bei Lein und sonstigen Futterpflanzen: Seide im Feldbestand 0 0 nein nein • Gesundheitszustand 6 bei Lein: Brennfleckenkrankheit 10 10 nein nein 7 bei Lein: Welkekrankheit 10 10 nein nein 8 • Mindestentfernungen Folgende Mindestentfernungen in Metern sind einzuhalten: bei Fremdbefruchtern zu Feldbeständen anderer Sorten derselben Art oder derselben Sorte mit starker Unausgeglichenheit oder anderer Arten, deren Pollen zu Fremdbefruchtung führen können − bei Raps 200 100 nein nein 9 − bei monözischem Hanf 5.000 1.000 nein nein 10 − bei den übrigen fremdbefruchtenden Arten 400 200 nein nein 11 außerdem zu allen Nachbarbeständen von Mähdruschfrüchten Trennstreifen nein nein 12 Soweit eine ausreichende Abschirmung gegen Fremdbefruchtung vorhanden ist, kann die Anerkennungsstelle die Unterschreitung der Mindestentfernung genehmigen Verordnungstext: 1) Pflanzen, die nicht hinreichend sortenecht sind, einer anderen Sorte derselben Art oder einer anderen Art, deren Pollen zu Fremdbefruchtung führen können oder deren Samen sich von dem Saatgut bei der Beschaffenheitsprüfung nur schwer unterscheiden lassen, zugehören *V = Vorstufensaatgut, *B = Basissaatgut, *Z = Zertifiziertes Saatgut 35

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