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MEDMIX-Natürlich gesund: Natürliche Hilfe gegen Infektionen

Diese »MEDMIX Natürlich gesund«-Sonderausgabe informiert umfassend, wie man mit natürlichen Mittel vorbeugen, das Immunsystem stärken kann sowie Viren, Bakterien & andere Krankheitserreger erfolgreich bekämpfen kann.

Diese »MEDMIX Natürlich gesund«-Sonderausgabe informiert umfassend, wie man mit natürlichen Mittel vorbeugen, das Immunsystem stärken kann sowie Viren, Bakterien & andere Krankheitserreger erfolgreich bekämpfen kann.

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<strong>Natürlich</strong>◊<br />

Februar<br />

0224-Akt1, H 6,80<br />

www.medmix.at<strong>gesund</strong><br />

Hustentees<br />

Effektive Teemischungen<br />

Halsschmerzen<br />

Bewährte Hausmittel und<br />

Verhaltensregeln<br />

Ätherische Öle<br />

<strong>gegen</strong> die Beschwerden<br />

bei <strong>Infektionen</strong><br />

Immunsystem<br />

Abwehrkräfte stärken<br />

2024<br />

Erkältung,<br />

Covid 19,<br />

Grippe<br />

Sanfte <strong>Hilfe</strong> für Kinder und Erwachsene<br />

Pflanzliche Mittel<br />

für unser Immunsystem<br />

sowie <strong>gegen</strong> <strong>Infektionen</strong>,<br />

Viren und Bakterien<br />

Ernährung, Nährstoffe<br />

und Mikronährstoffe<br />

In Infektionszeiten natürlich <strong>gesund</strong> bleiben<br />

Heil-/Arzneipflanzen I Erkältungsmittel I Richtig Händewaschen I Hygiene


DER WEG IST GROSS,<br />

DER HIMMEL IST GROSS,<br />

DIE ERDE IST GROSS,<br />

UND AUCH DER MENSCH IST GROSS.<br />

DIES SIND DIE VIER GROSSEN<br />

KRÄFTE DES UNIVERSUMS.<br />

DER MENSCH FOLGT DER ERDE,<br />

DIE ERDE FOLGT DEM HIMMEL,<br />

DER HIMMEL FOLGT DEM WEG,<br />

DER WEG FOLGT<br />

SEINER EIGENEN NATUR<br />

HIMMEL<br />

Bett<br />

Lao Tse, Tao-Te-King, Nr. 25<br />

WALD<br />

Stille<br />

ERDE<br />

Wurzel<br />

WEG<br />

Waldviertler<br />

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Inhalt <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 Akt. 1<br />

| Viren, Bakterien, Immunsystem & Co.<br />

<strong>gesund</strong><br />

Spezial 0124<br />

<strong>Natürlich</strong>◊<br />

www.medmix.at<strong>gesund</strong><br />

Hustentees<br />

Effektive Teemischungen<br />

Halsschmerzen<br />

Bewährte Hausmittel und<br />

Verhaltensregeln<br />

Ätherische Öle<br />

<strong>gegen</strong> die Beschwerden<br />

bei <strong>Infektionen</strong><br />

Immunsystem<br />

Abwehrkräfte stärken<br />

Jänner 2024<br />

E r kält un g ,<br />

Covid 19,<br />

Grippe<br />

Bei Erkältung, Covid 19, Grippe<br />

Pflanzliche Mittel<br />

<strong>gegen</strong> <strong>Infektionen</strong>, Viren<br />

und Bakterien<br />

© Svetlana123 / shutterstock.com<br />

Ernährung, Nährstoffe<br />

und Mikronährstoffe<br />

In Infektionszeiten natürlich <strong>gesund</strong> bleiben<br />

Heil-/Arzneipflanzen I Erkältungsmittel I Richtig Händewaschen I Hygiene<br />

10 Unseren Körper natürlich<br />

stärken. Mit Immunhygiene,<br />

sanften Mitteln und <strong>gesund</strong>em<br />

Lebensstil <strong>Infektionen</strong> vermeiden.<br />

14 <strong>Natürlich</strong>e Mittel, um unsere<br />

Abwehrkräfte zu stärken.<br />

Sanfte pflanzliche Mittel für das<br />

Immunsystem.<br />

18 Polyphenole. Pflanzenstoffe für<br />

Zellen und Immunsystem.<br />

20 Anthocyane. Bioflavonoide –<br />

sekundäre Pflanzenstoffe.<br />

22 Rosenwurz. Rhodiola Rosea<br />

23 Ginseng. Panax Ginseng<br />

24 Taigawurzel. Eleutherococcus s.<br />

25 Tragant. Astragalus membr.<br />

23 Vitalpilze. Wertvolle Helfer im<br />

Kampf <strong>gegen</strong> Viren und Bakterien<br />

6 Panorama<br />

30 Pflanzliche Mittel zur Therapie<br />

bei Covid-19. Zahlreiche pflanzliche<br />

Mittel eignen sich zur Linderung<br />

von Beschwerden bei<br />

Atemwegs infektionen. Einige wirken<br />

gezielt <strong>gegen</strong> die Vermehrung<br />

des Coronavirus Sars-CoV-2.<br />

22 Eibisch. Althaea officinalis<br />

23 Efeu. Hedera Helix<br />

24 Schwarzer Holunder.<br />

Sambucus nigra<br />

22 Süßholz. Glycyrrhiza glabra<br />

23 Spitzwegerich. Commiphora<br />

myrrha<br />

25 Baikal-Helmkraut-Wurzel.<br />

Scutellariae Radix<br />

22 Schwarzkümmel. Nigella sativa<br />

23 Kalmegh. Andrographis<br />

paniculata<br />

22 Einjähriger Beifuß. Artemisia<br />

annua<br />

23 Cannabidiol. CBD-Tropfen, -Öl<br />

und -Salben<br />

© Anuta23 / shutterstock.com<br />

14<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 3


72<br />

© natalia bulatova / shutterstock.com<br />

48<br />

© Olga Miltsova / shutterstock<br />

66<br />

48 Bewährte Heilpflanzen <strong>gegen</strong><br />

Viren, Bakterien & Co. Heilpflanzen<br />

wie Zistrose (Cistus),<br />

Sonnenhut (Echinacea) und Kapland-Pelargonie<br />

(Pelargonium<br />

sidoides) bei <strong>Infektionen</strong> wie<br />

Erkältung, Covid 19 und Grippe.<br />

52 Echter Salbei. Salvia officinalis<br />

54 Löwenzahn. Taraxacum offic.<br />

55 Ysop. Hyssopus officinalis<br />

56 Schafgarbe. Achillea millefolium<br />

58 Kamille. Matricaria recutita<br />

59 Fenchel. Foeniculum vulgare<br />

60 Anis. Pimpinella anisum<br />

61 Lindenblüten. Tilia platyphyllos<br />

62 Königskerze. Verbascum dens.<br />

63 Mädesüß. Filipendula ulmaria<br />

64 Hibiskus. Hibiscus sabdariffa<br />

65 Wacholder. Juniperus communis<br />

66 Ätherische Öle. Bewährte Wirkung<br />

bei <strong>Infektionen</strong>.<br />

68 Thymian. Thymus vulgaris<br />

69 Lebensbaum. Thuja occidentalis<br />

70 Pfefferminze. Mentha x pip.<br />

71 Teebaum. Melaleuca alternifolia<br />

72 Hustentees (Bronchialtees).<br />

Seit jeher beliebt und bewährt –<br />

speziell bei Beschwerden der<br />

Atemwege wie Husten.<br />

74 Isländisch Moos. Taraxacum o.<br />

75 Malve (Käsepappel). Malva sil.<br />

76 Eukalyptus. Euclyptus<br />

78 Wenn Viren und Bakterien<br />

Kinder krank machen. Viele<br />

Heilpflanzen eignen sich sowohl<br />

zur Vorbeugung als auch zur Behandlung<br />

von Atemwegsinfekten<br />

bei Kindern.<br />

80 Fieber bei Kindern. Bei Kindern<br />

muss man das Fieber erst senken,<br />

wenn das Kind dadurch leidet.<br />

82 Hausmittel, Erkältungs mittel.<br />

Es wichtig zu verstehen, welche<br />

bekannten Hausmittel wie Honig,<br />

Zwiebeln und Vitamin C <strong>gegen</strong><br />

Beschwerden wie Schnupfen, Niesen,<br />

verstopfte Nase und Husten<br />

sowie Halsschmerzen tatsächlich<br />

gut wirken können.<br />

4 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


© Juta / shutterstock.com<br />

54<br />

© Artmim / shutterstock.com<br />

82 84<br />

© Africa Studio / shutterstock.com<br />

86 Hals-schmerzen-Hausmittel.<br />

Meist verursachen Viren Halsschmerzen,<br />

<strong>gegen</strong> die zahlreiche<br />

Hausmittel, Heilpflanzen und<br />

Naturstoffe wirksam sind.<br />

94<br />

88 Pflanzliche Mittel als<br />

Antibiotika. <strong>Natürlich</strong>e<br />

Antibiotika wie Bärentraube,<br />

(Bärentraubenblätter), Meer -<br />

rettich und Kapuzinerkresse haben<br />

im unterschied zu herkömmlichen<br />

Antibiotika die Fähigkeit, nicht<br />

nur <strong>gegen</strong> Bakterien, sondern oft<br />

auch <strong>gegen</strong> Viren und Pilze<br />

wirksam zu sein.<br />

92 Ochsengalle-Knoblauch-<br />

Zwiebeln-Wein. Mittelalter -<br />

liches Rezept <strong>gegen</strong> Bakterien<br />

und zahlreiche andere Erreger .<br />

94 Immunsystem mit Mikronährstoffen<br />

stärken. Die wichtigsten<br />

Nährstoffe wie Vitamine<br />

und Spurenelemente für die<br />

Abwehrkräfte.<br />

98 Vitamin D zur Stärkung der<br />

Abwehrkraft und zur Vorbeugung<br />

von Atemwegsinfektionen.<br />

100 Zink. Das Spurenelement<br />

unterstützt das Immunsystem<br />

und hilft den Körper <strong>gegen</strong> viele<br />

Erkrankungen.<br />

© elenabsl / shutterstock.com<br />

IMPRESSUM. MEDIENINHABER: AFCOM – Verlag und Medienproduktionen.<br />

HERAUSGEBER/CHEFREDAKTEUR: Alexander Fauland. PROJEKTLEITER: Sebastian Pitzek.<br />

REDAKTION: Dr. Reinhold Lautner, Mag. Barbara Fauland-Novak, Alfred Felsberger, Dr. med. Darko<br />

Stamenov, Benjamin Pitzek. Redaktionsadresse: Lange Gasse 20-22, 1080 Wien, redaktion@medmix.at.<br />

DIGITALPUBLISHING: Benjamin Pitzek. ART DIREKTION/LAYOUT/ DTP: AFCOM. FOTOS/GRAFIKEN: AFCOM,<br />

Shutterstock. Titelseite © yurakrasil / shutterstock.com. E-MAGAZINE: www.medmix.at – Der Verlag behält sich<br />

das Recht der Verbreitung und Ver vielfäl t igung der in dieser Zeitschrift gedruckten Beiträge vor. Personenbezogene<br />

Begriffe sind unabhängig vom grammatischen Ge schlecht geschlechts neutral zu verstehen.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 5


Panorama<br />

Wildkräuter <strong>gegen</strong> Erkältung<br />

und <strong>Infektionen</strong><br />

Zahlreiche Wildkräuter<br />

stärken unseren Körper<br />

und geben ihm mehr<br />

Energie.<br />

© GaudiLab / shutterstock.com<br />

Viele Naturstoffe in Wildkräutern wie ihre ätherischen<br />

Öle entfalten <strong>gegen</strong> Schnupfen, Husten oder<br />

Atembeschwerden eine sehr gute Wirkung bei Erkältung<br />

und <strong>Infektionen</strong> mit Viren.<br />

Grünen Wildkräuter-Smoothies zubereiten<br />

Wildkräuter haben im Vergleich zu Kulturgemüse einen wesentlich<br />

höheren Nährstoffgehalt und daher auch eine starke<br />

Wirkung. Leckere, <strong>gesund</strong>e Wildkräuter-Smoothies kann<br />

man sehr einfach zubereiten. Man reinigt dazu je nach Geschmack<br />

Obst und Gemüse sowie die Wildkräuter. Dann<br />

kommen die Früchte und das Gemüse in den Mixer, der zur<br />

Hälfte mit Wasser befüllt sein sollte. Je nach Mixer und Inhalt<br />

werden Wildkräuter, das Obst und das Gemüse zuerst<br />

auf kleiner, dann auf höchster Stufe 30–60 Sekunden durchgemixt.<br />

Eingießen und Genießen!<br />

© Teo Tarras /<br />

shutterstock.com<br />

Auch Sex kann das Immunsystem und damit<br />

unsere Abwehrkraft stärken<br />

Regelmäßiger Sex beflügelt<br />

jedenfalls die Stimmung und<br />

stärkt die Abwehrkräfte. Aktuelle<br />

Forschungen haben dazu gezeigt,<br />

dass die effektivste Wirkung für<br />

unser Immunsystem auch von<br />

der richtigen Dosis Sex abhängt,<br />

laut molekular biologischer Analysen<br />

3x pro Woche. Bereits<br />

Martin Luther hat gewusst, dass<br />

regelmäßiger Beischlaf nicht<br />

un<strong>gesund</strong> ist: „In der Woche<br />

zweimal schadet weder ihm noch<br />

ihr“, wusste der Geistliche im<br />

Zusammenhang mit der richtigen<br />

Dosis Sex.<br />

6 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Hochwertige pflanzliche Nahrungsmittel wie Wildkräuter,<br />

Heilpflanzen, Gemüse und Obst liefern wichtige Nährstoffe, die unser<br />

Immunsystem stärken und unsere Abwehrkräfte unterstützen können.<br />

© alexkich / shutterstock.com<br />

Mit <strong>gesund</strong>em<br />

Lebensstil die<br />

Abwehrkräfte<br />

stärken<br />

Neben einer achtsamen Ernährung,<br />

um das<br />

Immunsystem zu stärken,<br />

kommt es auch auf andere<br />

Lebensstilfaktoren an. Dazu<br />

gehören Bewegung, Stress,<br />

Schlafqualität, Ernährungsstatus<br />

( Über- und untergewicht),<br />

Rauchen und Alkoholkonsum.<br />

Sport und Bewegung entfalten<br />

eine <strong>gesund</strong>e Wirkung auf die<br />

Funktionalität des Immun -<br />

systems. Besonders bei jenen<br />

Menschen, die häufig an <strong>Infektionen</strong><br />

leiden, hilft ein<br />

kontinuierliches Training.<br />

Gründlich Händewaschen <strong>gegen</strong> Viren,<br />

Bakterien und andere Krankheitserreger<br />

Händewaschen und Hygiene ist vor<br />

allem auch für die professionelle<br />

Infektionsprävention sehr bedeutend.<br />

Effektive Handhygiene bietet einen sehr guten Schutz <strong>gegen</strong> Erkältungs-<br />

Grippe-, und Coronaviren. Besonders in Krankenhäusern und der Gesundheitsfürsorge<br />

ist Sauberkeit (gründliches Händewaschen für eine effiziente<br />

Keimbekämpfung) von großer Bedeutung und kann Leben retten.<br />

© Teo Tarras / shutterstock.com<br />

BEWÄHRTES HAUSMITTEL<br />

Honig als<br />

Erkältungsmittel<br />

© FotoHelin /<br />

shutterstock.com<br />

Honig ist ein bewährtes<br />

Hausmittel. Mit<br />

Tee und wert vollen<br />

Kräutern oder heißem<br />

Zitronenwasser helfen<br />

Honig-Anwendungen<br />

Kindern und Erwachsenen<br />

<strong>gegen</strong> Husten,<br />

Schnupfen und<br />

Halsschmerzen. Vor<br />

dem Schlafengehen bis<br />

zu 2 Teelöffel (10ml)<br />

Honig konnten z.B. bei<br />

Kindern mit <strong>Infektionen</strong><br />

der oberen Atemwege<br />

im Alter von 2 Jahren<br />

und älter den<br />

Hustenreiz während<br />

der Nacht verringern<br />

sowie den Schlaf<br />

erleichtern.<br />

Gesunder Schlaf<br />

Erholsamer Schlaf ist<br />

für das Immunsystem<br />

und den Kampf <strong>gegen</strong><br />

Viren, Bakterien & Co.<br />

von großer Bedeutung.<br />

Denn bereits kurzer<br />

Schlafentzug kann die<br />

Abwehrkraft der T-Zellen<br />

des Immunsystems<br />

beeinträchtigen.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 7


Rauchen und Alkohol sind schlecht für unser Immunsystem.<br />

Zu viel Alkohol schwächt auf Dauer die Abwehrkräfte, Rauchen<br />

beeinträchtigt vor allem auch Lunge, Atemwege und Schleimhäute.<br />

HAUSMITTEL GEGEN HUSTEN<br />

Selbstgemachter<br />

Hustenzucker<br />

Ansteckungsrisiko durch Viren mit<br />

regelmäßig Lüften, der richtigen<br />

Raum temperatur sowie der Mindest-<br />

Luftfeuchtigkeit verringern<br />

© Malivan_Iuliia / shutterstock.com<br />

Altes Hausmittel <strong>gegen</strong><br />

Husten aus den Alpen<br />

Selbst hergestellte Husten -<br />

zucker ist ein seit 2 Jahrhunderten<br />

ein leider etwas weniger<br />

bekanntes Hausmittel <strong>gegen</strong><br />

Husten. Er kann verschiedene<br />

Heilkräuter enthalten und enthält<br />

keine Farb- und Konservierungsstoffe.<br />

und zwar verglichen mit<br />

fertigen, kaufbaren Hustenbonbons<br />

oder Hustenzuckerln.<br />

Ein altes Basisrezept für<br />

1 kg Hustenzucker beinhaltet:<br />

Malvenblüten – 20 Gramm<br />

Thymian – 20 Gramm<br />

Salbei – 20 Gramm<br />

Eibischwurzel – 20 Gramm<br />

Anissamen – 10 Gramm<br />

Engelwurz – 10 Gramm<br />

Fenchelsamen – 10 Gramm<br />

Ysopkraut – 10 Gramm<br />

880 Gramm Zucker – am besten<br />

Birkenzucker (Xylitol / Xylit)<br />

Zuerst zerkleinert man Malvenblüten, Thymiankraut, Salbeiblätter,<br />

Eibischwurzel, Anissamen, Engelwurz, Fenchelsamen und das<br />

Ysopkraut. Dann vermischt man alle Kräuter und macht gemeinsam<br />

mit dem Zucker eine feine Mischung. Der fertige Hustenzukker<br />

sollte in einem geschlossenen Gefäß aufbewahrt werden.<br />

Man kann dieses leckere Hausmittel <strong>gegen</strong> Husten dann mit einem<br />

Teelöffel ohne Flüssigkeit verzehren. Zudem kann man den<br />

Hustenzucker aber auch auch als Süßungsmittel für Früchtetee<br />

oder auch bei passenden Kräutertee verwenden. Außerdem bereichert<br />

er sehr gut einer schöne heiße Zitronenlimonade.<br />

Um in Gebäuden das An -<br />

steckungsrisiko durch<br />

Viren zu verringern, ist<br />

es wichtig, geeignete Maßnahmen<br />

zu ergreifen. Eine rezente<br />

Studie der yale university hat<br />

gezeigt, dass die Luftfeuchtigkeit<br />

in geschlossenen Räumen<br />

ein entscheidender Faktor für<br />

die Verbreitung von respiratorischen<br />

Viren wie dem Coronavirus<br />

SARS-CoV-2 und Influenzaviren<br />

ist. Idealerweise<br />

sollte die relative Luftfeuchtigkeit<br />

zwischen 40 und 60% liegen<br />

und die Raumtemperatur<br />

sollte nicht mehr als 22°C<br />

betragen.<br />

Relative Luftfeuchtigkeit<br />

von 40 bis 60%<br />

ist ideal Wenn die Luftfeuchtigkeit<br />

zu niedrig ist, können<br />

sich Viren und Bakterien<br />

länger in der Luft halten und<br />

somit das Risiko einer Infektion<br />

erhöhen. Eine relative Luftfeuchtigkeit<br />

von 40 bis 60% ist<br />

optimal für eine wirksame Inaktivierung<br />

von Viren und ein<br />

effektives Immunsystem.<br />

Allerdings kann man in vielen<br />

Gebäuden so ein Niveau an<br />

Luftfeuchtigkeit häufig nicht<br />

erreichen.<br />

Raumtemperatur<br />

nicht über 22° C<br />

Vor allem auch in der kalten<br />

Jahreszeit spielt die Temperatur<br />

eine wichtige Rolle. Während<br />

der Wintermonate ist die<br />

Luft in Innenräumen oft sehr<br />

trocken, da das Heizen die<br />

Luftfeuchtigkeit verringert.<br />

Dies ist ein idealer Nährboden<br />

für Viren und Bakterien, die<br />

saisonale <strong>Infektionen</strong> der<br />

Atemwege können. Aus diesem<br />

Grund ist es wichtig, die<br />

Raum temperatur bei 20-22°C<br />

zu halten, um die Luftfeuchtigkeit<br />

aufrecht zuerhalten.<br />

Maßnahmen<br />

um das Ansteckungsrisiko in<br />

öffentlichen Gebäuden zu<br />

minimieren, können zusätz -<br />

liche Maßnahmen wie regelmäßiges<br />

Lüften oder eine gut<br />

geplante Lüftungsanlage ergriffen<br />

werden.<br />

Damit bleibt die Luft in<br />

geschlos senen Räumen frisch<br />

und man verringert damit das<br />

Risiko einer Ansteckung durch<br />

Viren. Die Raumtemperatur<br />

von 20 bis maximal 22 Grad<br />

Celsius trägt dazu bei, dass die<br />

Luft weniger trocken ist.<br />

© Lightspring / shutterstock.com<br />

8 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Wertvolle Nährstoffe in der Ernährung wie Knoblauch, Zwiebeln,<br />

Ingwer und Kurkuma können sehr gute Wirkungen <strong>gegen</strong><br />

Erkältung, Covid 19 und Grippe entfalten.<br />

Unterstützen den Darm,<br />

reduzieren Entzündungen,<br />

helfen <strong>gegen</strong> Viren & Co<br />

Probiotika für das<br />

Immunsystem<br />

Probiotika sind gut für das<br />

Immunsystem und unterstützen<br />

unsere Abwehrkräfte,<br />

vor allem indem sie die<br />

Darm<strong>gesund</strong>heit verbessern.<br />

Denn eine <strong>gesund</strong>e Darmflora ist<br />

wichtig für starke Abwehrkräfte.<br />

Dementsprechend sind Probiotika<br />

gut für das Immunsystem, da<br />

sie das Gleichgewicht zwischen<br />

„guten“ und „schlechten“<br />

Bakterien im Darm aufrechterhalten.<br />

Das hilft dem Körper<br />

<strong>gegen</strong> Entzündungen und<br />

verbessert die Aufnahme von<br />

Nähr stoffen sowie die Entgiftung<br />

des Organismus.<br />

Die stärkende Wirkung von Probiotika<br />

auf Darm und Immun -<br />

system fördert außerdem die<br />

Produktion von Antikörper für<br />

die Immunabwehr. Diese Antikörper<br />

helfen, <strong>Infektionen</strong> und<br />

Krankheiten erfolgreich zu bekämpfen.<br />

Beispiesweise konnte<br />

eine Meta-Analyse konnte unlängst<br />

dazu zeigen, dass Probiotika<br />

die Dauer und Schwere von akuten<br />

respiratorischen <strong>Infektionen</strong><br />

bei Kindern reduzieren können.<br />

Probiotika auch <strong>gegen</strong><br />

Entzündungen<br />

Probiotika wirken Entzündungen<br />

ent<strong>gegen</strong>, indem sie die Produktion<br />

von entzündungsfördernden<br />

Stoffen im Körper reduzieren. Das<br />

ist wichtig, da eine übermäßige<br />

Entzündungsreaktion das Immun -<br />

system schwächen kann.<br />

Stress schwächt die<br />

Abwehrkräfte<br />

Stress gehört zu den<br />

bedeutenden negativen<br />

Faktoren, die<br />

die Effektivität das<br />

Immunsystem beeinträchtigen.<br />

Positive<br />

Gedanken und erholsame<br />

Entspannung<br />

können hin<strong>gegen</strong> die<br />

Abwehrkräfte stärken<br />

und sogar dabei helfen,<br />

dass Impfstoffe<br />

besser wirken.<br />

Selbstbehandlung bei Covid 19<br />

Die Wirkung pflanzlicher Mittel im Vergleich<br />

mit Paracetamol, Ibuprofen und Codein<br />

Eine rezente Studie verglich die Effektivität der Selbstbehandlung<br />

von erwachsenen Covid 19-Patienten mit frühen und<br />

leichten grippeähnlichen Symptomen und ohne Grunderkrankungen<br />

am Prüfstein. Dazu bewertete man gängige Medikamente sowie<br />

bewährte pflanzliche Mittel. Alle Behand lungen stuften die<br />

Forscher dann mit positiv, vielversprechend, negativ und unbekannt<br />

ein. Dabei war von den Medikamenten nur der Einsatz von<br />

Ibuprofen vielversprechend. Paracetamol und Codein konnten<br />

hin<strong>gegen</strong> nicht überzeugen.<br />

5 pflanzliche Mittel waren positiv,<br />

12 vielversprechend<br />

Bei der Nutzen-Risiko-Bewertung bekamen hin<strong>gegen</strong> 5 pflanzliche<br />

Mittel die Einstufung positiv (Eibisch, Myrrhe, Echtes Süßholz,<br />

Efeu und Schwarzer Holunder).<br />

Zudem bekamen 12 weitere pflanzliche Mittel die Einstufung<br />

vielversprechend. Das waren Knoblauch, Kalmegh, Echinacea<br />

(Sonnenhut), Eukalyptus, Justicia pectoralis, Magnolia officinalis,<br />

Mikania glomerata, Kapland-Pelargonie, Anis, Weide und Ingwer).<br />

Zahlreiche weitere Pflanzen brachten moderate Wirkungen.<br />

© Ground Picture / shutterstock.com<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 9


© PHOTOCREO Michal Bednarek / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/immunsystem-infektionen/<br />

10 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Unseren Körper<br />

natürlich stärken und<br />

<strong>Infektionen</strong> vermeiden<br />

Gegen <strong>Infektionen</strong> ist ein starkes Immunsystem<br />

wichtig. Ein <strong>gesund</strong>er Lebensstil und natürliche<br />

Mittel wie Heilkräuter und Arzneipflanzen helfen<br />

uns, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken.<br />

Jeder Mensch kann durch<br />

wirksame Immunhygiene<br />

und einen <strong>gesund</strong>en<br />

Lebensstil maßgeblich<br />

dazu beitragen, sein<br />

Immunsystem fit zu<br />

machen.<br />

Einen <strong>gesund</strong>en Lebensstil<br />

zu pflegen,<br />

kann dazu beitragen,<br />

unsere Immunabwehr<br />

zu stärken. Zusätzlich zu<br />

diesem Ansatz gibt es auch Mittel<br />

zur Nahrungsergänzung und<br />

wertvolle Pflanzenstoffe, die unsere<br />

Immunabwehr unterstützen<br />

können.<br />

Selbstverantwortung<br />

für die Gesundheit<br />

Es stehen uns verschiedene<br />

Wege zur Verfügung, um die<br />

Abwehrkräfte zu verbessern und<br />

die Widerstandsfähigkeit <strong>gegen</strong>über<br />

Krankheitserregern zu erhöhen.<br />

Dies kann dazu beitragen,<br />

den Bedarf an Antibiotika<br />

bei <strong>Infektionen</strong> durch Bakterien<br />

zu reduzieren.<br />

Immunsystem stärken<br />

<strong>gegen</strong> Bakterien, Viren<br />

und <strong>Infektionen</strong><br />

Die Stärkung des Immunsystems<br />

<strong>gegen</strong> Bakterien, Viren und <strong>Infektionen</strong><br />

ist von großer Bedeutung.<br />

unser Immunsystem setzt<br />

sich aus verschiedenen Arten<br />

von immunkompetenten Zellen<br />

zusammen, darunter vor allem<br />

weiße Blutkörperchen wie<br />

Helfer- und Killerzellen. Diese<br />

Abwehrkräfte sind unsere täg -<br />

lichen Verbündeten im Kampf<br />

<strong>gegen</strong> Krankheitserreger, wodurch<br />

ein gut funktionierendes<br />

Immun system uns vor <strong>Infektionen</strong><br />

und Krankheiten schützt.<br />

Zusätzlich kann ein starkes<br />

Immunsystem das Risiko von<br />

Krebserkrankungen reduzieren.<br />

Hohe Körpertemperatur<br />

<strong>gegen</strong> <strong>Infektionen</strong><br />

Fieber spielt ebenfalls eine wichtige<br />

Rolle im Kampf <strong>gegen</strong> <strong>Infektionen</strong>.<br />

Es sollte jedoch nicht<br />

übermäßig hoch sein, insbesondere<br />

bei chronisch kranken<br />

Menschen. Bei <strong>gesund</strong>en Personen<br />

ist es hin<strong>gegen</strong> ratsam, bei<br />

»gewöhnlichen« <strong>Infektionen</strong> auf<br />

eine frühzeitige Fiebersenkung<br />

zu verzichten. Die Annahme, dass<br />

Fieber gesenkt werden sollte, um<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 11


Ausreichend und<br />

<strong>gesund</strong>er Schlaf<br />

Mit den richtigen Maßnahmen<br />

die Abwehrkräfte stärken<br />

Genug Wasser und<br />

Kräutertees mit<br />

Heilpflanzen ohne<br />

Zucker trinken<br />

Meditation und<br />

Entspannung für<br />

Geist und Seele<br />

Hygiene in der<br />

Küche: Obst und<br />

Gemüse gut<br />

waschen<br />

Gesunde Ernährung<br />

mit viel Obst und<br />

Gemüse<br />

Alkohol und<br />

Zigaretten rauchen<br />

vermeiden<br />

© Liliya Mukhitova / shutterstock.com<br />

das Immunsystem zu stärken, ist<br />

grundsätzlich falsch. Fieber<br />

unterstützt unser Immunsystem.<br />

Menschen, die bei <strong>Infektionen</strong><br />

kein oder nur geringes Fieber<br />

entwickeln, können ihre Körpertemperatur<br />

durch Maßnahmen<br />

wie ein heißes Bad, Sauna oder<br />

Dampfbad erhöhen und so ins<br />

Schwitzen kommen.<br />

Lebensstil optimieren<br />

Eine regelmäßige Routine im<br />

Tagesablauf, einschließlich<br />

Mahlzeiten und Schlafgewohnheiten,<br />

kann dazu beitragen, den<br />

körpereigenen Biorhythmus zu<br />

unterstützen.<br />

Jeder Einzelne kann durch eine<br />

wirksame Immunhygiene und<br />

<strong>gesund</strong>en Lebensstil sehr dazu<br />

beitragen, sein Immunsystem zu<br />

stärken. Dies kann durch Folgendes<br />

erreicht werden:<br />

● ausgewogene Ernährung<br />

mit wichtigen Nährstoffen, reich<br />

an Vitaminen und Spurenelementen<br />

(insbesondere Zink),<br />

am besten mit einem nahrhaften<br />

Frühstück und einer warmen<br />

Mahlzeit pro Tag,<br />

12 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Händewaschen und<br />

Händehygiene mit<br />

Desinfizieren<br />

Mangel von<br />

Vitaminen und<br />

Spurenelementen<br />

vermeiden<br />

Ruhig und gelassen<br />

bleiben sowie Stress<br />

vermeiden<br />

Wie man sein Immunsystem<br />

unterstützen kann<br />

Mit ausreichend<br />

Sport und Bewegung<br />

den Körper in<br />

Schwung halten<br />

Menschen, die häufig unter <strong>Infektionen</strong><br />

leiden, sollten ihren<br />

Lebensstil jedenfalls sorgfältig<br />

überdenken. Eine ehrliche Analyse<br />

kann konkrete Hinweise<br />

darauf geben, warum das<br />

Immunsystem geschwächt ist.<br />

Zusätzlich zu den bereits genannten<br />

Lebensstil-Faktoren<br />

können Entschlackungs- oder<br />

Fastenkuren im Frühjahr und<br />

Sommer sinnvoll sein. Es ist<br />

wichtig zu be achten, dass oft das<br />

schwache Immunsystem die ursache<br />

dafür ist, dass der Körper<br />

erkrankt, und nicht unbedingt<br />

besonders "böse Keime".<br />

Vorbeugung und<br />

Behandlung<br />

Zur Vorbeugung können verschiedene<br />

Naturstoffe (Heilkräuter,<br />

Arzneipflanzen) und<br />

Nahrungsergänzungsmittel<br />

eingenommen werden, um die<br />

Abwehrkräfte zu unterstützen.<br />

Menschen mit chronischen<br />

Krankheiten oder häufigen <strong>Infektionen</strong><br />

sollten jedoch unbedingt<br />

einen Arzt konsultieren,<br />

der umfassende Kenntnisse über<br />

das Immunsystem hat. Ein Arzt<br />

ist auch der richtige Ansprechpartner<br />

bei schwereren Symptomen,<br />

die über eine gewöhnliche<br />

grippale Infektion hinausgehen,<br />

wie beispielsweise Influenza,<br />

COVID-19, Angina, Bronchitis<br />

oder Lungenentzündung.<br />

● regelmäßige Bewegung im<br />

Freien an der frischen Luft,<br />

● Stressabbau durch regel -<br />

mäßige Entspannung und<br />

Erholung,<br />

● ausreichend Schlaf, vorzugsweise<br />

vor Mitternacht, um<br />

<strong>gegen</strong> Stress anzugehen und<br />

generell die Abwehrkräfte zu<br />

stärken.<br />

● Das Immunsystem wird<br />

übrigens bei älteren Menschen<br />

durch Trauer sehr geschwächt.<br />

Junge Menschen<br />

sind da resistenter.<br />

Sparsamen Einsatz von<br />

Antibiotika<br />

Durch die Stärkung des Immunsystems<br />

können die meisten<br />

Menschen ihren Körper deutlich<br />

widerstandsfähiger machen. In<br />

diesem Sinne ist der Einsatz von<br />

Antibiotika nur in Ausnahmefällen<br />

erforderlich (beispielsweise bei<br />

extrem hohem Fieber, eitrigen<br />

Erkrankungen oder der Gefahr<br />

einer Sepsis). Dies ist nicht nur für<br />

Einzelne von großer Bedeutung,<br />

sondern trägt auch weltweit zur<br />

Bekämpfung von Antibiotika -<br />

resistenzen bei.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 13


<strong>Natürlich</strong>e Mittel, um<br />

unsere Abwehrkräfte<br />

zu stärken<br />

© PHOTOCREO Michal Bednarek / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/immunsystem-staerken-mit-natuerlichen-mit-<br />

14 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Sanfte pflanzliche Mittel helfen uns, das<br />

Immunsystem zu stärken und damit auch Viren,<br />

Bakterien, Pilze und Co. wirksam zu bekämpfen.<br />

<strong>Natürlich</strong>e Ressourcen<br />

sind in<br />

der Lage, unsere<br />

Immunabwehr zu<br />

stärken und somit effektiv <strong>gegen</strong><br />

Viren, Bakterien, Pilze und<br />

ähnliche Krankheitserreger<br />

vorzugehen.<br />

Die Gefahr von Viren und<br />

Bakterien lauert nicht nur in der<br />

kalten Jahreszeit, sondern auch<br />

das ganze Jahr über auf Oberflächen<br />

wie Tastaturen, Türklinken,<br />

Telefonen, öffentlichen Toiletten<br />

und Treppengeländern. Niedrige<br />

Temperaturen begünstigen insbesondere<br />

die Vermehrung von<br />

Erkältungsviren. Eine geschwächte<br />

Immunabwehr kann den Körper<br />

anfälliger für diese Krankheits -<br />

erreger machen, aber es gibt<br />

Schritte, die da<strong>gegen</strong> unternommen<br />

werden können.<br />

Grippale Infekte und Erkältungen<br />

sind häufige Gesundheitsprobleme,<br />

die Erwachsene im<br />

Durchschnitt etwa dreimal im<br />

Jahr betreffen.<br />

Diese Erkrankungen gehen oft<br />

mit Halsschmerzen, Mund- und<br />

Rachenproblemen, Schnupfen<br />

und Husten einher.<br />

um diesen Beschwerden vorzubeugen,<br />

ist es ratsam, das Immunsystem<br />

das ganze Jahr über<br />

durch einen <strong>gesund</strong>en Lebensstil,<br />

natürliche Mittel und geeignete<br />

Nährstoffe zu stärken. Dies<br />

gilt insbesondere auch für den<br />

Schutz vor Grippe- und Coronaviren<br />

wie SARS-CoV-2.<br />

Immunsystem stärken<br />

und <strong>Infektionen</strong><br />

verhindern<br />

unser Immunsystem besteht aus<br />

verschiedenen Arten immunkompetenter<br />

Zellen qiw weiße<br />

Blutkörperchen, Helfer- und Killerzellen.<br />

Die schützen uns täglich<br />

vor Krankheitserregern und<br />

senken das Risiko von <strong>Infektionen</strong><br />

und sogar vor Krebs. Zudem<br />

spielt Fieber eine wichtige Rolle,<br />

sollte aber nicht zu hoch ansteigen,<br />

insbesondere bei chronisch<br />

Kranken. Zusätzlich können verschiedene<br />

natürliche Stoffe dazu<br />

beitragen, das Immunsystem zu<br />

stärken und unsere Abwehrkräfte<br />

zu mobilisieren.<br />

Sanfte Mittel für unser<br />

Immunsystem<br />

Zahlreiche pflanzliche Heilmittel<br />

tragen seit jeher dazu bei, unsere<br />

Abwehrkräfte zu stärken. Zudem<br />

unterstützen körperliche Aktivitäten<br />

und Sport die Immun -<br />

abwehr, vorzugsweise an der<br />

frischen Luft und bei Tageslicht.<br />

Gesunder Schlaf, ein stressfreier<br />

Alltag und eine ausgewogene<br />

Ernährung mit reichlich<br />

Obst und Gemüse liefern<br />

wichtige Nährstoffe wie Vitamine<br />

und Vitalstoffe, insbesondere<br />

Vitamin C.<br />

Abwehrkräfte stärken<br />

mit <strong>gesund</strong>er Ernährung<br />

unser Immunsystem kann durch<br />

eine <strong>gesund</strong>e Ernährung und natürliche<br />

Nährstoffe mit reichlich<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 15


Vitaminen und Vitalstoffen gestärkt<br />

werden, damit der Organismus<br />

besser <strong>gegen</strong> Viren, Bakterien,<br />

Pilze und andere Krankheitserreger<br />

gewappnet ist.<br />

Eine tägliche Aufnahme von fünf<br />

Portionen Obst und Gemüse<br />

wird als effektive Methode zur<br />

Vorbeugung angesehen. Vitamin<br />

C, das in Paprika, Broccoli und<br />

Zitrusfrüchten wie Orangen, Zitronen<br />

und Grapefruit enthalten<br />

ist, spielt eine wichtige Rolle für<br />

das Immunsystem. Getreideprodukte<br />

wie Brot, Nudeln, Kartoffeln<br />

und Reis bilden die Grundlage<br />

der Ernährung und liefern<br />

Energie, Eiweiß und Ballaststoffe<br />

für die Verdauung.<br />

Kurkuma (Curcumin)<br />

Kurkuma (indischer Safran) bietet<br />

mit und seinem Hauptbestandteil<br />

Curcumin einerseits entzündungshemmende<br />

Eigenschaften.<br />

Andererseits kann Curcumin das<br />

Immunsystem stärken. Zudem<br />

konnte die Forschung antibakterielle,<br />

antivirale, anti mykotische<br />

und antiparasitäre Wirkungen<br />

nachweisen. Curcumin wird in<br />

der indischen Medizin schon lange<br />

verwendet und hat sich als<br />

wirksam <strong>gegen</strong> verschiedene<br />

Krankheitserreger erwiesen. Es<br />

kann die Wirkung anderer antimikrobieller<br />

Wirkstoffe verstärken<br />

und hat eine breite Palette<br />

von antiviralen Aktivitäten <strong>gegen</strong><br />

verschiedene Viren.<br />

Ingwer<br />

Ingwer, bekannt als Zingiber officinale,<br />

ist nicht nur ein Gewürz,<br />

sondern auch eine Heilpflanze.<br />

Es wird zur Behandlung von<br />

Magen-Darm-Beschwerden,<br />

Übelkeit, Verdauungsproblemen<br />

und Entzündungen eingesetzt.<br />

Ingwer enthält bioaktive Verbindungen<br />

wie Gingerol, ätherische<br />

Öle und Harze, die verschiedene<br />

<strong>gesund</strong>heitliche Vorteile bieten.<br />

Es kann die Durchblutung fördern,<br />

den Cholesterinspiegel senken<br />

und eben auch unsere Abwehrkräfte<br />

stärken.<br />

Knoblauch<br />

Knoblauch, botanisch als Allium<br />

sativum bekannt, kann effektiv<br />

<strong>gegen</strong> Erkältungen und verschiedene<br />

Viren, einschließlich Coronaviren,<br />

helfen. Seine Schwefelverbindungen<br />

wie Allicin und<br />

Alliin haben immunstärkende<br />

Eigenschaften. Knoblauch kann<br />

als frische, rohe Knoblauchzehen<br />

in die Ernährung aufgenommen<br />

werden, um das Immunsystem<br />

zu unterstützen.<br />

Zwiebel<br />

Die Zwiebel, wissenschaftlich als<br />

Allium cepa bekannt, ist ein bewährtes<br />

Hausmittel <strong>gegen</strong> Erkältungssymptome.<br />

Sie kann frisch,<br />

getrocknet oder als Saft verwendet<br />

werden und hat positive Auswirkungen<br />

auf Husten, Halsschmerzen,<br />

Ohrenschmerzen<br />

und Insektenstiche. Zwiebeln<br />

enthalten Polyphenole wie Quercetin,<br />

die antioxidative Eigenschaften<br />

haben und dazu beitragen<br />

können, das Immunsystem<br />

zu stärken.<br />

Zitronen & Co<br />

Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen,<br />

Kiwis und Grapefruits<br />

sind reich an Vitaminen und tragen<br />

zur ausgewogenen Nährstoffversorgung<br />

bei. Besonders<br />

schätzt man die Zitrone wegen<br />

ihres hohen Vitamin C-Gehalts<br />

als wirksames Mittel <strong>gegen</strong> <strong>Infektionen</strong><br />

wie Erkältung, Grippe<br />

und sogar Covid-19. Die Zitrone<br />

ist auch vielseitig in der Küche<br />

einsetzbar, sowohl als Saft als<br />

auch als abgeriebene Schale. Die<br />

Schale enthält ätherische Öle<br />

und wird in der Küche sowie<br />

beim Backen verwendet. Die Zitrone<br />

enthält auch Bioflavonoide,<br />

die als Radikalfänger wirken.<br />

Hibiskus<br />

Hibiskustee, hergestellt aus Hibiscus<br />

sabdariffa, hilft bei der<br />

Bekämpfung von Bakterien und<br />

Entzündungen. Hibiskus ist<br />

reich an Vitamin C und bietet<br />

vielfältige <strong>gesund</strong>heitliche Vorteile.<br />

Es kann bei Erkältungen,<br />

Bluthochdruck, Cholesterinproblemen<br />

und der Stärkung des<br />

Immunsystems helfen. Hibiskusblüten<br />

sind in vielen Teilen der<br />

Welt beliebt und werden für ihre<br />

harntreibenden, choleretischen,<br />

analgetischen, antitussiven, immunmodulatorischen<br />

und antimikrobiellen<br />

Effekte geschätzt.<br />

Granatapfel<br />

Granatapfel-Polyphenole wirken<br />

antioxidativ und schützen die<br />

Körperzellen. Granatapfel ist reich<br />

an verschiedenen Nährstoffen wie<br />

Vitamine, Kalzium, Kalium, Eisen<br />

und wichtigen Fettsäuren. Die<br />

<strong>gesund</strong>e Frucht kann auch das<br />

Immunsystems unterstützen.<br />

Probiotika für das<br />

Immunsystem<br />

Probiotika können die Darm<strong>gesund</strong>heit<br />

und das Immunsystem<br />

unterstützen, indem sie die<br />

Darmflora ausgleichen. Denn die<br />

Bakterien im Darm sind sehr<br />

wichtig für das Immunsystem<br />

und der Abwehr von Erregern.<br />

Gesundheitlich<br />

wertvolle Kräuter<br />

Kräuter wie Basilikum, Salbei,<br />

Pfefferminze, Thymian und Oregano<br />

sowie weniger bekannte<br />

Kräuter wie Astragalus und<br />

Schwarzer Hollunder entfalten<br />

ebenfalls antivirale Wirkung.<br />

Diese Heilkräuter kan man leicht<br />

in die Ernährung integrieren.<br />

16 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


© Timolina / shutterstock.com<br />

Eine <strong>gesund</strong>e Ernährung,<br />

die reich an Obst, Gemüse,<br />

Salaten, Kräutern und<br />

Gewürzen ist, liefert<br />

wichtige Nährstoffe wie<br />

Vitamine und Vitalstoffe.<br />

Eine ausgewogene<br />

Ernährung mit hochwertigen<br />

Lebensmitteln– insbesondere<br />

pflanzlichen Lebensmitteln<br />

wie Wild- und Heilkräuter,<br />

Gemüse und Obst, kann<br />

wichtige Nährstoffe liefern<br />

und das Immunsystem<br />

unterstützen.<br />

Ein hoher Anteil an frischen<br />

Lebensmitteln und einem<br />

moderaten Anteil an qualitativ<br />

hochwertigen tierischen<br />

Produkten gilt oft als die<br />

beste Wahl für eine sehr gute<br />

<strong>gesund</strong>e Ernährung.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 17


Polyphenole<br />

Die sekundären Pflanzenstoffe<br />

halten jung, schlank und <strong>gesund</strong><br />

Für Zellen und Immunsystem: Polyphenole wie<br />

Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die<br />

uns dabei unterstützen, <strong>gesund</strong>, jung und<br />

schlank zu bleiben.<br />

© nerudol / shutterstock.com<br />

https://medmix.at/polyphenole-bioaktive-substanzen/<br />

18 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe<br />

wie Flavonoide, Farbstoffe, Geschmacksstoffe<br />

und Tanine. Die bioaktiven Substanzen<br />

sind sehr wichtig für uns. Denn<br />

Polyphenole sind halten jung und schlank sowie <strong>gesund</strong>,<br />

wirken <strong>gegen</strong> Krebs, schützen unsere Zellen und stärken<br />

unser Immunsystem, was gerade jetzt in der Corona-Pandemie<br />

so wichtig ist.<br />

Während Polyphenole den pflanzlichen Organismen als<br />

UV-Lichtschutz und als chemische Verteidigung <strong>gegen</strong><br />

Mikroorganismen und Pflanzenfresser dienen und durch<br />

ihre Färbung Insekten anlocken, nutzen die Menschen<br />

ihre Eigenschaften zur Verbesserung der Gesundheit.<br />

Im Grunde genommen sind Polyphenole jedenfalls Bestandteil<br />

unserer täglichen Nahrung sowie auch Bestandteil<br />

traditioneller Arzneipflanzen. Sie können den<br />

menschlichen Stoffwechsel und somit auch Symptome<br />

sowie Ursachen vieler Erkrankungen positiv beeinflussen.<br />

Viele sekundäre Pflanzenstoffe sind<br />

Polyphenole: Flavonoide, Phenolsäuren,<br />

Isoflavonoide und Cumarine<br />

In der Gruppe der Polyphenole sind viele sekundäre<br />

Pflanzenstoffe zusammengefasst. Hauptvertreter der<br />

Polyphenole sind die Flavonoide, das sind Pflanzenpigmente,<br />

die Kirsche, Marillen oder Weintrauben ihre Farben<br />

verleihen. Weiters gehören Phenolsäuren<br />

(Gerbsäuren), die beispielsweise für den herben Geschmack<br />

von Kaffee zuständig sind, dazu und auch Isoflavonoide.<br />

Letztere gehören wegen ihrer hormonellen<br />

Eigenschaften ebenso zu den Phytoöstrogenen. Und<br />

dann wären da noch Cumarine, die man in Waldmeister,<br />

Datteln, Zimt oder Vanillestangen findet und die wunderbar<br />

für uns duften.<br />

Vielzahl von <strong>gesund</strong>en Wirkungen<br />

der Polyphenole<br />

Ernährungs- und Anti-Aging-Spezialisten betonen, dass<br />

Polyphenole nach neuesten Forschungserkenntnissen<br />

eine Vielzahl von <strong>gesund</strong>heitsfördernden Wirkungen.<br />

Denn sie stimulieren das Immunsystem, wirken entzündungshemmend,<br />

antiviral sowie antimikrobiell.<br />

Außerdem verbessern Polyphenole den Blutfluss und<br />

haben positiven Einfluss auf den Fettstoffwechsel sowie<br />

auf die Verdauung.<br />

Weiter haben Untersuchungen ergeben, dass die Polyphenole<br />

als Antioxidantien nicht nur antientzündlich und<br />

gefäßschützend, sondern auch nervenschützend wirken.<br />

Dementsprechend sollen sie auch das Demenzrisiko verringern<br />

können.<br />

Obst und Gemüse aus naturnahem<br />

Freilandanbau<br />

Wichtig ist es, dass man Obst und Gemüse aus naturnahem<br />

Freilandanbau wählt. Denn Gemüse im Glas- oder<br />

Treibhaus ohne Sonne und ohne natürliche Feinde hat<br />

keinen Stress und keine natürlichen Fressfeinde. Jedoch<br />

erst durch den Stress entwickeln sich besonders viele<br />

Polyphenole. Außerdem sind im äußeren Teil oder in der<br />

Schale mehr Polyphenole enthalten als im Inneren,<br />

beim Erhitzen oder Einfrieren sind sie nicht so empfindlich<br />

wie Vitamine.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 19


Anthocyane<br />

Bioflavonoide – sekundäre Pflanzenstoffe<br />

Wenn man regelmässig Anthocyane verzehrt, bringen diese Substanzen<br />

unserem Körper viele positive Wirkungen. Als starke Antioxidantien<br />

unterstützen Anthocyane den Körper, das Gesamt cholesterin zu senken.<br />

Zudem sollen sie <strong>gegen</strong> Viren und Bakterien, entzündungshemmend<br />

und neuroprotektiv sowie sogar <strong>gegen</strong> Krebs wirken.<br />

20 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


Anthocyane in der Nahrung<br />

– Beeren, wie die Acaibeeren, Aronia beeren,<br />

Brombeeren, Heidelbeeren, Maulbeeren,<br />

Himbeeren und schwarze Johannisbeeren,<br />

– Trauben, Rotwein, Kirschen, Blutorangen,<br />

Auberginen, Zwiebeln, Rotkohl<br />

© Fortyforks / shutterstock.com<br />

Anthocyane sind<br />

wichtige sekundäre<br />

Pflanzenstoffe,<br />

die in den meisten<br />

Pflanzen vorkommen, besonders<br />

in rot, violett und blau gefärbten<br />

Obst- und Gemüsesorten. Sie<br />

bieten antioxidative sowie therapeutische<br />

Wirkungen <strong>gegen</strong><br />

Krankheiten, die durch Oxidation<br />

beeinflusst werden. Damit tragen<br />

sie dazu bei, das Risiko für<br />

Krankheiten wie Herzleiden,<br />

rheumatische Arthritis und<br />

Krebs durch den Kampf <strong>gegen</strong><br />

reaktive Sauerstoffradikale zu<br />

senken. Neben Vitaminen und<br />

anderen Flavonoiden ist ihre<br />

antioxidative Funktion entscheidend<br />

für die <strong>gesund</strong>heitsfördernde<br />

Wirkung einer obst- und gemüsereichen<br />

Ernährung.<br />

Anthocyane mit<br />

antioxidativem Potenzial<br />

Anthocyane und ihr antioxida -<br />

tives Potenzial zeigen eine vielfältige<br />

physiologische Wirkung<br />

und greifen überall dort ein, wo<br />

es zu Zerstörungen durch die erwähnten<br />

Oxidationsprozesse<br />

kommt. Obwohl Anthocyane<br />

durch ihre Farbgebung auffallen<br />

und in vielen Pflanzen vorkommen,<br />

sind sie empfindlich und<br />

können bei Verarbeitung und<br />

Lagerung abgebaut werden. Ihr<br />

hoher Gehalt in bestimmten<br />

Beeren, wie Holunderbeeren,<br />

und ihre Nutzung in Lebensmittelverarbeitung<br />

(trotz der Notwendigkeit<br />

von Verdickungsmitteln<br />

und Emulgatoren zur Stabilisierung)<br />

unterstreicht ihre Bedeutung.<br />

Vorsicht ist bei rohen<br />

Schwarzen Holunderbeeren geboten<br />

wegen potenzieller Toxizität,<br />

die durch Erhitzen neutralisiert<br />

werden kann.<br />

Anthocyane – effektive<br />

Radikalfänger<br />

Hohe Mengen an Anthocyanen<br />

werden vor allem durch den<br />

Konsum von Rotwein (24–35<br />

mg/100 ml), Beeren und Steinobst<br />

aufgenommen. Doch auch<br />

in vielen Gemüsen sind Anthocyane<br />

zu finden: in Auberginen,<br />

Rotkraut, Kohlrüben und roten<br />

Zwiebeln.<br />

Als Radikalfänger schützen<br />

Anthocyane die Zellen und verlangsamen<br />

die Blutgerinnung.<br />

Dies erklärt teilweise, warum der<br />

mäßige Konsum von Rotwein,<br />

reich an Anthocyanen, in<br />

Frankreich mit niedrigeren<br />

Raten kardiovaskulärer Erkrankungen<br />

verbunden wird.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 21


Rosenwurz<br />

Rhodiola Rosea<br />

© Anuta23 / shutterstock.com<br />

Rosenwurz stärkt<br />

unsere Abwehrkräfte<br />

und hilft uns <strong>gegen</strong><br />

<strong>Infektionen</strong> mit Viren<br />

und Bakterien.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/rhodiola-mit-hohem-<strong>gesund</strong>heitsfoerdernden-potenzial<br />

Rhodiola Rosea ist eine<br />

widerstandsfähige Pflanze,<br />

die in extremen Klimazonen,<br />

insbesondere in Sibirien,<br />

vorkommt. Seit Jahrhunderten<br />

nutzen die Menschen in<br />

dieser Region die Vorteile<br />

von Rosenwurz, um sich den<br />

Herausforderungen des kalten<br />

Klimas und der Dunkelheit<br />

zu stellen.<br />

Rosenwurz, auch als<br />

Rhodiola Rosea<br />

bekannt, hat positive<br />

Auswirkungen<br />

auf das Immunsystem und<br />

hilft gleichzeitig bei der Bewältigung<br />

von Stress. Die immunmodulierenden<br />

Eigenschaften von<br />

Rhodiola Rosea tragen zur Stärkung<br />

der Abwehrkräfte bei, was<br />

den Körper <strong>gegen</strong> Viren und<br />

Bakterien sehr unterstützt.<br />

Die Pflanze, die zur Familie der<br />

Dickblattgewächse (Crassulaceae)<br />

gehört, erreicht eine Größe<br />

von 5 bis 35 Zentimetern.<br />

Rosenwurz bietet viele<br />

<strong>gesund</strong>e Vorteile<br />

Rosenwurz unterstützt das Immunsystem,<br />

fördert die körper -<br />

liche Ausdauer und kann die<br />

Arbeitsleistung steigern. Zudem<br />

schützt Rhodiola Rosea Sportler<br />

vor <strong>Infektionen</strong>, die durch intensive<br />

körperliche Betätigung verursacht<br />

werden können. Es wird<br />

auch angenommen, dass die<br />

Pflanzenstoffe der Rosenwurz<br />

bei Höhenkrankheit, Müdigkeit,<br />

Magen-Darm-Beschwerden, nervösen<br />

Störungen und Stress<br />

wirksam sind. Es gibt sogar Hinweise<br />

auf positive Auswirkungen<br />

auf die Aufmerksamkeit und<br />

mentale Leistungsfähigkeit.<br />

Für Geist und Körper<br />

Die Wirkung von Rosenwurz erstreckt<br />

sich auf die geistige und<br />

körperliche Gesundheit. Als sogenanntes<br />

Adaptogen hilft es<br />

dem Körper, sich an Stresssituationen<br />

anzupassen und kann sich<br />

positiv auf stressbedingte Gesundheitsprobleme<br />

auswirken.<br />

Naturstoffe der<br />

Rhodiola Rosea<br />

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von<br />

Rhodiola Rosea sind Rosavin<br />

und Salidrosid im Verhältnis 3:1.<br />

Diese Verbindung hemmt die<br />

Enzyme Monoaminooxidase A<br />

und B (MAO-A und MAO-B), die<br />

für den Abbau von Neurotransmittern<br />

wie Serotonin und Dopamin<br />

verantwortlich sind. Dies<br />

führt zu erhöhten Konzentrationen<br />

dieser Neurotransmitter im<br />

Gehirn und kann die Stimmung,<br />

das Selbstbewusstsein und die<br />

Motivation verbessern.<br />

Darüber hinaus reguliert Rhodiola<br />

Rosea die Ausschüttung<br />

von Stresshormonen wie Cortisol<br />

und Adrenalin und lindert so<br />

verschiedene Stresssymptome<br />

wie Nervosität, Lustlosigkeit,<br />

Reizbarkeit und Angstzustände.<br />

Es fördert auch den Energiestoffwechsel<br />

der Zellen und erhöht<br />

die Leistungsfähigkeit.<br />

Es gibt viele Studien, die die vielseitigen<br />

Vorteile von Rhodiola<br />

Rosea belegen, darunter die<br />

Verbesserung der emotionalen<br />

Stabilität bei leichter bis mittelschwerer<br />

Depression, die Linderung<br />

von Schlafstörungen und<br />

nicht erklärbaren körperlichen<br />

Beschwerden. Es gibt keine<br />

schweren Nebenwirkungen bei<br />

der Anwendung von Rosenwurz.<br />

22 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


© tarapong srichaiyos / shutterstock.com<br />

Ginseng<br />

Panax Ginseng<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/unterstuetzende-wirkung-von-ginseng<br />

Als Adaptogen,<br />

das sich den<br />

individuellen<br />

Bedürfnissen<br />

anpassen kann,<br />

wird Ginseng seit<br />

Jahrtausenden als<br />

effektives<br />

Heilmittel und<br />

traditionelles<br />

Stärkungsmittel<br />

geschätzt.<br />

Ginseng ist ein natürliches Stärkungsmittel, das<br />

das Immunsystem fördert, die Abwehrkräfte<br />

stärkt und die Leistungsfähigkeit steigert.<br />

Der Ginseng, insbesondere<br />

Panax<br />

Ginseng, ist ein<br />

natürliches Stärkungsmittel,<br />

dass das Immun -<br />

system fördert, die Abwehrkräfte<br />

stärkt und die geistige und körperliche<br />

Leistungsfähigkeit steigert,<br />

unterstützt die Bewältigung<br />

von Stress und bietet Schutz vor<br />

verschiedenen äußeren Einflüssen.<br />

Als Adaptogen, das sich den<br />

individuellen Bedürfnissen anpassen<br />

kann, wird Ginseng seit<br />

Jahrtausenden als effektives<br />

Heilmittel und Stärkungsmittel<br />

geschätzt. Es ist ein vielseitiges<br />

und bewährtes Naturheilmittel<br />

mit einer langen Tradition.<br />

Vielfältige Wirkungen<br />

Ginseng mobilisiert die körper -<br />

eigenen Reserven und stärkt des<br />

Immunsystems, unterstützt die<br />

Leistungssteigerung und die<br />

Fähigkeit, mit psychischem<br />

Druck umzugehen. Es hilft auch<br />

<strong>gegen</strong> Erschöpfung und Müdigkeit.<br />

Ginseng hilft, den Körper<br />

auf stressbedingte Herausforderungen<br />

vorzubereiten und<br />

negative Auswirkungen auf die<br />

Gesundheit abzumildern.<br />

Diese adaptogenen Eigenschaften<br />

machen Ginseng zu einem<br />

wirksamen Schutz <strong>gegen</strong> physikalische,<br />

chemische und biologische<br />

Einflüsse wie Kälte, Hitze,<br />

Strahlung, umweltgifte, Arzneimittel<br />

und Krankheitserreger wie<br />

Viren, Bakterien und Pilze.<br />

Ginsenoside der<br />

Ginsengwurzel<br />

Eine hochwertige Ginsengwurzel<br />

enthält mindestens sechs bis 8%<br />

Ginsenoside, die als Hauptinhaltsstoffe<br />

gelten. Ginseng kann<br />

normal dosiert ohne Nebenwirkungen<br />

verwendet werden und<br />

eignet sich daher für die Langzeitanwendung.<br />

Der Anbau von<br />

Ginseng erfordert große Sorgfalt<br />

und Geduld, da der Boden nach<br />

der Ernte für viele Jahre keine<br />

weiteren Samen unterstützen<br />

kann, aufgrund des Nährstoffverlusts<br />

durch die Pflanze.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 23


Taigawurzel<br />

Eleutherococcus senticosus<br />

Die Taigawurzel (Sibirischer Ginseng)<br />

bringt mit seiner natürlichen, pflanzlichen<br />

Wirkung das Immunsystem richtig<br />

in Schwung.<br />

Weitere Informationen<br />

und umfassende Literatur<br />

zum Thema:<br />

https://medmix.at/<br />

eleutherococcus/<br />

© Lunov Mykola / shutterstock.com<br />

Eleutherococcus senticosus,<br />

auch bekannt<br />

als Sibirischer<br />

Ginseng oder Taigawurzel,<br />

ist eine Pflanze aus der<br />

Familie der Efeugewächse und<br />

stammt ursprünglich aus Nordostasien.<br />

Heutzutage findet man<br />

sie nicht nur dort, sondern auch<br />

auf der Insel Sachalin, in Nordchina,<br />

Korea, Japan und sogar in<br />

Finnland.<br />

Diese Heilpflanze hat die<br />

Fähigkeit, das Immunsystem zu<br />

stärken und wird oft als<br />

Adaptogen bezeichnet, da sie<br />

dem Körper hilft, besser mit<br />

Stress umzugehen. Bereits seit<br />

dem dritten Jahrhundert vor<br />

Christus wird sie in der chinesischen<br />

Medizin verwendet,<br />

insbesondere zur Stärkung der<br />

Lebensenergie »Qi«.<br />

In den letzten Jahrzehnten hat<br />

sie auch in der westlichen Medizin<br />

an Popularität gewonnen und<br />

wird in Europa als »Traditional<br />

Herbal Medicinal Product«<br />

eingestuft.<br />

In Studien wurde eine signifikante<br />

Zunahme wichtiger Immun -<br />

zellen wie T-Lymphozyten und<br />

Killerzellen bei der Einnahme<br />

von Taigawurzelextrakten beobachtet.<br />

Dies führte zur verbesserten<br />

körpereigenen Abwehr <strong>gegen</strong><br />

Fremdkörper, was bei außergewöhnlichen<br />

Belastungen sehr<br />

von Vorteil sein kann. Die Taigawurzel<br />

hat auch eine leistungssteigernde<br />

Wirkung und verbessert<br />

die Konzentrationsfähigkeit<br />

bei Erschöpfung.<br />

Anwendungen<br />

Dies Naturstoffe der Taigawurzel<br />

sollen also das Immunsystem<br />

aktivieren, die Abwehrkräfte<br />

stärken und positive Effekte <strong>gegen</strong><br />

Viren sowie eine Senkung<br />

des Blutzuckers bewirken.<br />

Zudem wird die Taigawurzel oft<br />

im Alter oder während der<br />

Rekonvaleszenz verwendet und<br />

kann bei Müdigkeit und Schwäche<br />

helfen. Es gibt jedoch Vorsichtsmaßnahmen,<br />

insbesondere bei<br />

Bluthochdruck, da Nebenwirkungen<br />

wie Kopfschmerzen,<br />

Schlafstörungen, Müdigkeit,<br />

Nervosität, schneller Puls und<br />

Magen-Darm-Beschwerden auftreten<br />

können.<br />

Inhaltsstoffe und<br />

Darreichungen<br />

Die Hauptinhaltsstoffe der Taigawurzel<br />

umfassen Eleutheroside,<br />

Saponine, Lignane, Glykoside,<br />

monomere Phenylpropane,<br />

Cumarine, Sterole und immunstimulierende<br />

Polysaccharide.<br />

Die Taigawurzel kann in Form<br />

von Extrakten oder Tonika eingenommen<br />

werden, wobei eine<br />

kontinuierliche Anwendung<br />

empfohlen wird.<br />

Es ist wichtig, Taigawurzel nicht<br />

länger als zwei Monate und in<br />

einer Dosierung von 2 bis 3<br />

Gramm pro Tag einzunehmen.<br />

24 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Tragant<br />

Astragalus membranaceus<br />

Wundermittel der TCM<br />

für das Immunsystem:<br />

Mongolischer Tragant,<br />

Tragantwurzel, kann uns<br />

im Kampf <strong>gegen</strong> Viren<br />

und Bakterien sehr<br />

effektiv unterstützen.<br />

© Romix Image / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema: https://medmix.at/<br />

wirkung-von-astragalus-membranaceus-mongolischer-tragant-als-wundermittel-der-tcm/<br />

Astragalus membranaceus,<br />

auch bekannt<br />

als Mongolischer<br />

Tragant oder<br />

Tragantwurzel, ist ein weiteres<br />

pflanzliches Heilmittel für das<br />

Immunsystem. Es wird häufig in<br />

der traditionellen chinesischen<br />

Medizin verwendet und hat vielfältige<br />

Anwendungen, einschließlich<br />

der Behandlung von<br />

entzündlichen Erkrankungen<br />

und Krebs. Die Inhaltsstoffe, insbesondere<br />

Saponine und Flavonoide,<br />

stärken das Immun -<br />

system und helfen bei der<br />

Vorbeugung von Erkältungen<br />

und Grippeerkrankungen.<br />

Im Grunde genommen gilt der<br />

Tragant als immunmodulierend.<br />

Das heißt, dass seine Inhalts -<br />

stoffe einerseits ein schwaches<br />

Immunsystem anregen können.<br />

Andererseits dämpfen sie die<br />

schädliche Wirkung möglicher<br />

überschießende<br />

Immun reaktionen der Abwehrkräfte<br />

(wie beim Zytokinsturm).<br />

Tragant und<br />

Tragantwurzel stärken<br />

unseren Organismus<br />

Astragalus membranaceus ist ein<br />

wichtiges Heilkraut, das häufig<br />

in vielen pflanzlichen Formulierungen<br />

in der Praxis der traditionellen<br />

chinesischen Medizin<br />

(TCM) verwendet wird, um eine<br />

Vielzahl von Krankheiten und<br />

Körperstörungen zu behandeln.<br />

unter seinen vielfältigen klinischen<br />

Anwendungen wurde in<br />

den letzten Jahren die potenzielle<br />

Verwendung dieses Krauts und<br />

seiner chemischen Bestandteile<br />

bei der Behandlung von entzündlichen<br />

Erkrankungen und<br />

Krebs aktiv untersucht.<br />

Astragalosid IV<br />

Astragalosid IV, ein sekundärer<br />

Pflanzenstoff, der in Astragalus<br />

membranaceus vorkommt, hat<br />

positive Auswirkungen auf Herz,<br />

Kreislauf, Lunge, Nieren, Gehirn,<br />

Nerven und Leber. Dieser Naturstoff<br />

trägt sehr viel zur Gesundheit<br />

dieser Organe bei.<br />

Tragant kann aufgrund seiner<br />

antioxidativen und entzündungshemmenden<br />

Eigenschaften auch<br />

bei der Bekämpfung von Diabetes<br />

und Krebs nützlich sein. Zudem<br />

wird es zur Verbesserung der<br />

Chemosensitivität von Chemotherapeutika<br />

eingesetzt.<br />

Mongolischer Tragant<br />

bei Allergien<br />

In den letzten Jahren wurde<br />

Astragalus membranaceus auch<br />

bei Menschen mit Allergien<br />

angewendet.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 25


Vitalpilze für das<br />

Immunsystem<br />

Wertvolle Helfer im Kampf <strong>gegen</strong> Viren und Bakterien<br />

Medizinische Heilpilze (Vitalpilze)<br />

werden in asiatischen<br />

Ländern seit Tausenden von<br />

Jahren aufgrund ihrer positiven<br />

Auswirkungen auf das Immunsystem<br />

und allgemein auf<br />

Gesundheit und Wohlbefinden<br />

sehr geschätzt.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/<br />

26 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Unser Immunsystem<br />

spielt eine entscheidende<br />

Rolle<br />

bei der Abwehr<br />

von Viren und Bakterien. um eine<br />

effektive Immunabwehr sicherzustellen,<br />

ist eine ausreichende<br />

Versorgung mit verschiedenen<br />

wertvollen Nährstoffen von<br />

großer Bedeutung. In diesem<br />

Zusammenhang können medizinische<br />

Heilpilze und Vitalpilze<br />

einen wertvollen Beitrag zur<br />

Stärkung des Immunsystems im<br />

Kampf <strong>gegen</strong> Viren und Bakterien<br />

leisten.<br />

Vitalpilze: vielseitg,<br />

lecker und <strong>gesund</strong><br />

Pilze sind seit langem als köstliche<br />

Zutaten in der Küche bekannt,<br />

sowohl aus kulinarischer<br />

als auch aus ernährungsphysiologischer<br />

Sicht.<br />

In jüngster Zeit gewinnen jedoch<br />

insbesondere Vitalpilze oder medizinische<br />

Heilpilze an Bedeutung,<br />

da sie eine Vielzahl wichtiger <strong>gesund</strong>heitlicher<br />

Vorteile bieten.<br />

In asiatischen Ländern werden<br />

Heilpilze seit Jahrhunderten zur<br />

Behandlung von <strong>Infektionen</strong> eingesetzt<br />

und zunehmend auch zur<br />

Bewältigung von Lungenerkrankungen<br />

und Krebs.<br />

Alt bewährt<br />

Das Wissen über die positiven<br />

Eigenschaften von Vitalpilzen<br />

reicht bis in prähistorische Zeiten<br />

zurück und wurde von der Antike<br />

bis in mittelalterliche Klöster<br />

weitergegeben. Insbesondere in<br />

asiatischen Kulturen werden<br />

Vitalpilze genauso geschätzt wie<br />

Heilkräuter und Gewürze, und<br />

dieses Wissen findet nun auch in<br />

der westlichen Welt immer mehr<br />

Anerkennung.<br />

Die Natur bietet uns mit Vital -<br />

pilzen eine reichhaltige pflanzliche<br />

Quelle für Eiweiß, die zudem<br />

alle essenziellen Aminosäuren<br />

und viele andere wichtige<br />

Nährstoffe enthält.<br />

Wichtige Heilpilze<br />

Zu den bedeutenden Vertretern<br />

medizinischer Heilpilze gehören<br />

Agaricus, Chaga, Coprinus,<br />

Cordyceps, Hericium, Maitake,<br />

Reishi und Shiitake. Zahlreiche<br />

Studien bestätigen die positiven<br />

Wirkungen von Heilpilzen, darunter<br />

ihre antimikrobielle Wirkung<br />

<strong>gegen</strong> Bakterien, Viren und<br />

andere Krankheitserreger. Zusätzlich<br />

dazu haben sie entzündungshemmende<br />

und immunmodulatorische<br />

Eigenschaften.<br />

Vielseitige Wirkungen<br />

Es ist seit langem bekannt, dass<br />

Vitalpilze eine breite Palette biologischer<br />

und pharmakologisch<br />

aktiver Moleküle enthalten, die<br />

sogar eine starke Wirkung <strong>gegen</strong><br />

Krebs entfalten können.<br />

Heilpilze sind auch bekannt für<br />

ihre Wirkung <strong>gegen</strong> Diabetes, zytotoxische<br />

Wirkung, Schutz der<br />

Leber, zur Krebsbekämpfung, für<br />

ihre antioxidative und antiallergische<br />

Wirkungen, Senkung von<br />

erhöhten Blutfettwerten und<br />

präbiotische Effekte.<br />

Shiitake-Pilz –<br />

Lentinula edodes<br />

Shiitake-Pilze ( Lentinula edodes)<br />

können auf natürliche Weise das<br />

Immunsystem stärken und somit<br />

die Menschen bei der Bekämpfung<br />

von Viren und insbesondere<br />

SARS-CoV-2-Coronaviren unterstützen.<br />

Es ist jedoch Vorsicht<br />

geboten, da Shiitake-Pilze durch<br />

die Zubereitung weich und<br />

schleimig werden können, was bei<br />

versehentlichem Verschlucken<br />

zu Problemen führen kann, einschließlich<br />

Darmverschluss aufgrund<br />

ihres hohen Gehalts an<br />

unlöslichen Ballaststoffen.<br />

Ein standardisierter Extrakt namens<br />

AHCC (Active Hexose Correlated<br />

Compound) aus Shiitake-<br />

Pilzen, auch als Shii-Take oder<br />

Lentinus edodes bezeichnet, auf<br />

Basis von Alpha-Glucan soll als<br />

Immunstimulans dienen, um das<br />

Immunsystem auf natürliche<br />

Weise zu stärken. Es wird vermutet,<br />

dass Shiitake-Pilze auch<br />

bei der Bekämpfung von COVID-<br />

19 und dem SARS-Cov-2-Coronavirus<br />

nützlich sein könnten,<br />

basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen.<br />

AHCC hat<br />

bereits positive Auswirkungen<br />

auf verschiedene Viren gezeigt,<br />

darunter das West-Nil-Virus,<br />

Influenzaviren, Vogelgrippeviren,<br />

das Hepatitis-C-Virus, Papilloma -<br />

viren und Herpesviren. Es wurde<br />

auch <strong>gegen</strong> das Hepatitis B-Virus<br />

und HIV untersucht, um festzustellen,<br />

ob es das Immunsystem<br />

und die Abwehrkräfte stärken<br />

kann.<br />

Die Wirkung von Shiitake-Pilzen<br />

wurde in einer Studie aus dem<br />

Jahr 2018 genauer untersucht,<br />

wobei die Substanz Lentinan aus<br />

dem Shiitake-Pilz <strong>gegen</strong> das infektiöse<br />

hämatopoetische Nekrosevirus<br />

(IHNV) getestet wurde.<br />

Die Ergebnisse zeigten eine herausragende<br />

antivirale Aktivität<br />

<strong>gegen</strong> IHNV, wobei die wichtigsten<br />

Mechanismen die direkte<br />

Inaktivierung des Virus und die<br />

Hemmung seiner Vermehrung<br />

waren. Shiitake-Pilze haben auch<br />

eine signifikante Wirkung <strong>gegen</strong><br />

entzündungsfördernde Zytokine,<br />

was bei der Bekämpfung von<br />

Viren hilfreich sein kann.<br />

Obwohl die Wirksamkeit von<br />

AHCC aus Shiitake-Pilzen speziell<br />

<strong>gegen</strong> COVID-19 noch nicht<br />

bewertet wurde, könnten sie aufgrund<br />

ihrer positiven Auswirkungen<br />

auf verschiedene Virusinfektionen<br />

zur Vorbeugung von<br />

Krankheiten durch humanpatho-<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 27


gene Coronaviren, einschließlich<br />

COVID-19, eingesetzt werden.<br />

Reishi, Pilz der<br />

Unsterblichkeit<br />

Reishi-Heilpilze, auch als Ganoderma<br />

lucidum bekannt, könnten<br />

nicht nur das Immunsystem<br />

stimulieren, sondern auch eine<br />

Wirkung <strong>gegen</strong> Krebs entfalten.<br />

Diese Heilpilze sind Gegenstand<br />

intensiver Forschung, da vermutet<br />

wird, dass sie das Immun system<br />

stärken und bei der Krebsbekämpfung<br />

helfen können.<br />

Reishi-Heilpilze, auch als »Pilze<br />

der unsterblichkeit« bekannt,<br />

gehören zur Familie der Lackporlingsverwandten<br />

und werden<br />

seit Jahrtausenden in Asien eingesetzt.<br />

Sie sind auch in Europa<br />

als Glänzender Lackporling bekannt.<br />

Anwendungen<br />

In der traditionellen chinesischen<br />

Medizin werden Reishi-<br />

Heilpilze zur Stärkung des Immunsystems,<br />

zur Behandlung<br />

von Bluthochdruck, bei Erschöpfung,<br />

zur Förderung der Wundheilung<br />

und als unterstützende<br />

Therapie bei Krebserkrankungen<br />

eingesetzt. Studien deuten darauf<br />

hin, dass sie den Verlauf von<br />

Krebsbehandlungen positiv beeinflussen<br />

können, indem sie<br />

den VEGF-Faktor verringern,<br />

der für das Tumorwachstum entscheidend<br />

ist.<br />

Reishi-Heilpilze werden auch bei<br />

einer Vielzahl von anderen Gesundheitsproblemen<br />

eingesetzt.<br />

Dazu gehören Aids, Allergien,<br />

Asthma, Arthritis, Akne, grippale<br />

Infekte, Magen-Darm-Beschwerden<br />

und Hautkrankheiten.<br />

Inhaltsstoffe<br />

In Reishi sind Polysaccharide<br />

enthalten, die antitumorale und<br />

immunstimulierende Aktivitäten<br />

zeigen. Sie enthalten auch Triterpene<br />

mit adaptogenen, blutdruck -<br />

senkenden und antiallergischen<br />

Eigenschaften. Oleinsäure und<br />

Cyclooctasulfur, die in Reishi<br />

enthalten sind, hemmen die<br />

Freisetzung von Histamin und<br />

können Entzündungen und allergische<br />

Reaktionen vorbeugen.<br />

Es ist jedoch zu beachten, dass<br />

Reishi-Heilpilze bei einigen<br />

Menschen allergische Reaktionen<br />

auf den Fruchtkörper und<br />

die Sporen auslösen können.<br />

Maitake Pilze – Grifola<br />

frondosa<br />

Die Maitake Pilze (Grifola frondosa)<br />

sind ein Beispiel für einen essbaren<br />

Pilz, den man auch in der<br />

Kräutermedizin verwendet. Im<br />

Vergleich zum Shiitake-Pilz hat<br />

Maitake einen höheren Nährwert.<br />

Die für die Wirkung wichtigste<br />

biologisch aktive Komponente<br />

von Maitake Pilze ist das<br />

β-Glucan. Dieses ist schließlich<br />

auch für sein großes Potenzial<br />

<strong>gegen</strong> Krebs interessant. Dementsprechend<br />

war der Naturstoff<br />

in China zur Behandlung von<br />

Krebs zugelassen.<br />

Antivirale Wirkung<br />

Eine ältere Studie nahm auch die<br />

Wirkung eines neuartigen antiviralen<br />

Proteinextraktes (GFAHP)<br />

aus Maitake Pilze unter die Lupe.<br />

Der Proteinextrakt zeigte eine<br />

große Fähigkeit, die In-vitro-Replikation<br />

von Viren (HSV-1) zu<br />

hemmen. Zudem fanden Forscher<br />

heraus, dass die topische<br />

Verabreichung des GFAHP-Proteinextrakts<br />

auf die Hornhaut<br />

von Mäusen eine signifikante<br />

Abnahme der Produktion dieser<br />

Viren brachte. Weiter boten die<br />

Maitake Pilze eine hemmende<br />

Wirkung auf das Hepatitis-B-Virus<br />

(HBV). In einer weiteren Studie<br />

wurden die Wirkungen von<br />

Maitake Pilze an HIV-infizierten<br />

Patienten analysiert. Dabei berichteten<br />

85 % der Patienten<br />

über eine Steigerung des Wohlbefindens<br />

in Bezug auf Symptome<br />

und auch Folgeerkrankungen,<br />

die mit HIV in Verbindung<br />

gebracht werden.<br />

Der Chaga-Pilz –<br />

Inonotus obliquus<br />

Inonotus obliquus, auch bekannt<br />

als Chaga-Pilz, stellt aufgrund<br />

seiner vielfältigen <strong>gesund</strong>heitlichen<br />

Vorteile einen vielversprechenden<br />

Kandidaten in der Forschung<br />

und Behandlung verschiedener<br />

Erkrankungen und<br />

<strong>Infektionen</strong> mit Viren dar. Dazu<br />

gehören auch Covid-19-<strong>Infektionen</strong><br />

mit SARS-CoV-2.<br />

Der Chaga-Pilz, der in Asien,<br />

Europa und Nordamerika<br />

wächst, wird in der traditionellen<br />

Medizin auch häufig zur Linderung<br />

von Erkrankungen der<br />

Atemwege und zur Verringerung<br />

von Nasopharynx-Entzündungen<br />

eingesetzt. Chaga besitzt übrigens<br />

ein starkes Enzym- und Abwehrsystem,<br />

das auf seiner parasitären<br />

Lebensweise basiert.<br />

Die Erforschung von Inonotus<br />

obliquus und seinen Extrakten<br />

bietet ein breites Spektrum an<br />

möglichen therapeutischen<br />

Anwendungen, von der Bekämpfung<br />

viraler <strong>Infektionen</strong> bis hin<br />

zur Linderung chronischer<br />

Entzündungen.<br />

Wirkungen<br />

Die antiviralen, antioxidativen,<br />

hepatoprotektiven und entzündungshemmenden<br />

Eigenschaften<br />

von Inonotus obliquus werden<br />

geschätzt, und seine Anwendung<br />

in Form von Wasserextrakten<br />

unterstreicht das Interesse<br />

an bioaktiven Verbindungen mit<br />

zytostatischer und zytotoxischer<br />

Wirkung. Studien zu Katzen mit<br />

28 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


verschiedenen Viren und zu<br />

Mäusen mit dem pandemischen<br />

Influenzavirus haben die Hemmung<br />

sowohl von RNA- als auch<br />

von DNA-Viren gezeigt und die<br />

Effektivität von Chaga-Pilz-Extrakten<br />

in der unterdrückung<br />

der Virusinfektiosität nahegelegt.<br />

Besonders bemerkenswert ist die<br />

antivirale Wirkung von Inonotus<br />

obliquus <strong>gegen</strong> das Herpes-simplex-Virus<br />

(HSV), wo wässrige<br />

Extrakte die virusinduzierte<br />

Membranfusion hemmten und<br />

so die frühen Stadien der HSV-<br />

Virusinfektion bekämpften.<br />

Dieser Mechanismus bietet eine<br />

alternative Behandlungsmethode<br />

<strong>gegen</strong> HSV, die sich von der<br />

Wirkung herkömmlicher<br />

Nukleosidanaloga-Antiherpetika<br />

unterscheidet und somit eine<br />

Option zur Überwindung der<br />

zunehmenden Resistenz <strong>gegen</strong><br />

diese Medikamente darstellen<br />

könnte.<br />

Chaga bei Covid-19<br />

Darüber hinaus wird die entzündungshemmende<br />

Wirkung des<br />

Chaga-Pilzes, insbesondere durch<br />

die Hemmung von JAK-STAT-<br />

Signalwegen, die bei der Freisetzung<br />

entzündungsfördernder<br />

Zytokine eine Rolle spielen, in<br />

den Kontext von COVID-19 gestellt.<br />

Die Fähigkeit von Inonotus<br />

obliquus-Poly sacchariden (IOP),<br />

Entzündungs reaktionen zu lindern<br />

und die Expression entzündungsverantwortlicher<br />

Signal -<br />

wege zu unterdrücken, könnte<br />

bei der Behandlung von COVID-<br />

19 und anderen entzündlichen<br />

Erkrankungen von Nutzen sein.<br />

Cordyceps<br />

Cordyceps stellt insbesondere wegen<br />

des enthaltenen Cordycepins,<br />

einen wertvollen Heilpilz in der<br />

traditionellen chinesischen Medizin<br />

dar. Cordycepin bietet ein<br />

breites Spektrum an <strong>gesund</strong>heitsfördernden<br />

Wirkungen. Die<br />

Strukturähnlichkeit mit Adenosin<br />

macht Cordycepin zu einem<br />

wichtigen Molekül mit weitreichenden<br />

pharmakologischen<br />

Effekten und Mechanismen.<br />

Die vielfältigen potenziellen Nutzen<br />

von Cordycepin umfassen<br />

unter anderem antimykotische<br />

und entzündungshemmende<br />

Eigenschaften. Diese sollen<br />

Schutz <strong>gegen</strong> Pilzinfektionen bieten<br />

und Entzündungsreaktionen<br />

im Körper reduzieren.<br />

Wichtig <strong>gegen</strong> <strong>Infektionen</strong> sind<br />

auch die immunmodulatorischen<br />

und antioxidativen Effekte von<br />

Cordyceps. Diese stärken das<br />

Immunsystem und bekämpft<br />

oxidative Schäden durch freie<br />

Radikale. Mit seinen antiviralen<br />

Wirkungen schützt der Heilpilz<br />

vor verschiedenen <strong>Infektionen</strong>.<br />

Diese Effekte machen Cordyceps<br />

zu einem potenziellen Kandidaten<br />

für die Behandlung und Prävention<br />

von Atemwegserkrankungen<br />

sowie für die Reguliereung<br />

des Immunsystems.<br />

Cordycepin verbessert auch die<br />

Schleimbeseitigung und die<br />

Oberflächenfeuchtigkeit der<br />

Atemwege, was insbesondere bei<br />

Atemwegserkrankungen von<br />

Vorteil ist.<br />

© wasanajai / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/vitalpilze-kraft-aus-der-natur/<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 29


Das Coronavirus<br />

SARS-Cov-2 mit der<br />

Heilkraft natürlicher<br />

Mittel bekämpfen.<br />

Pflanzliche Mittel<br />

zur Therapie<br />

bei Covid-19<br />

Seit Anfang 2020 stellt<br />

das Coronavirus Sars-<br />

CoV-2 weltweit eine<br />

große Herausforderung<br />

dar, denn Covid-19 überlastet die<br />

Kapazitäten vieler nationaler<br />

Gesundheitssysteme. um auch<br />

finanziell schwächer gestellten<br />

Ländern zu helfen, haben Forscher<br />

und die Welt<strong>gesund</strong>heitsorganisation<br />

WHO intensive<br />

untersuchungen zu alternativen,<br />

kostengünstigen natürlichen Behandlungsmethoden<br />

durchgeführt,<br />

die schließlich durchaus<br />

erfolgreich waren.<br />

Denn verschiedene pflanzliche<br />

Präparate zeigten in Studien<br />

positive Effekte bei der Behandlung<br />

und Prävention von Covid-<br />

19. Diese natürlichen Substanzen<br />

und Mischungen können<br />

Symptome mildern und die<br />

Heilungschancen verbessern.<br />

Wirksame Naturstoffe<br />

<strong>gegen</strong> Coronaviren<br />

In zahlreichen Studien wurden<br />

pflanzliche Mittel, Nährstoffe<br />

und Mikronährstoffe auf ihre<br />

Wirksamkeit <strong>gegen</strong> Covid-19 untersucht.<br />

Die Ergebnisse bestätigen,<br />

dass diese Stoffe verschiedene<br />

Behandlungen effektiv unterstützen<br />

und das Wohlbefinden<br />

der Patienten fördern können,<br />

ohne ernsthafte Nebenwirkungen<br />

zu verursachen.<br />

<strong>Natürlich</strong>e pflanzliche<br />

Therapie bei Covid-19<br />

Neben den offiziellen Empfehlungen<br />

wie Selbstisolierung und<br />

ausreichende Flüssigkeitszufuhr,<br />

haben viele Covid-Betroffene in<br />

den letzten Jahren pflanzliche<br />

Mittel <strong>gegen</strong> ihre Beschwerden<br />

genutzt. Forschungen zur Nut-<br />

30 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Die Forschung hat gezeigt, dass eine<br />

Vielzahl pflanzlicher Präparate erfolgreich<br />

zur Linderung von Atemwegs infektionen eingesetzt werden<br />

kann, die auch das allgemeine Wohlbefinden verbessern.<br />

Einige dieser Mittel wirken zudem gezielt <strong>gegen</strong> die<br />

Vermehrung des Coronavirus Sars-CoV-2.<br />

zen-Risiko-Bewertung verschiedener<br />

pflanzlicher Mittel, insbesondere<br />

solcher, die traditionell<br />

bei Atemwegserkrankungen verwendet<br />

werden, zeigten jedenfalls,<br />

dass zahlreiche solcher Mittel<br />

auch zur Selbstbehandlung<br />

von Covid-19 geeignet sind.<br />

Traditionelle chinesische<br />

Medizin bei Covid-19<br />

Zahlreiche Studien belegen die<br />

Wirksamkeit der Traditionellen<br />

chinesische Medizin (TCM) sowie<br />

bestimmter TCM-Pflanzenmittel<br />

<strong>gegen</strong> Covid-19. Dazu gehören<br />

Einjähriger Beifuß,<br />

Duftnessel, und viele andere, die<br />

antivirale Eigenschaften <strong>gegen</strong><br />

das Coronavirus aufweisen.<br />

Vergleich pflanzlicher<br />

Mittel mit herkömmlichen<br />

Medikamenten<br />

Eine Studie verglich beispielsweise<br />

die Selbstbehandlung mit<br />

pflanzlichen Mitteln <strong>gegen</strong>über<br />

herkömmlichen Medikamenten<br />

wie Paracetamol und Ibuprofen.<br />

Dabei wurden pflanzliche Mittel<br />

wie Eibisch, Myrrhe, Echtes<br />

Süßholz, Efeu und Schwarzer<br />

Holunder sehr positiv bewertet.<br />

Ibuprofen wurde ebenfalls vielversprechend<br />

eingestuft, hin<strong>gegen</strong><br />

schnitten Paracetamol und<br />

Codein schlechter ab.<br />

Ernährung und Lebensmittel<br />

als Unterstützung<br />

bei Covid-19<br />

Eine Metaanalyse zeigte zudem<br />

die positive Wirkung bestimmter<br />

Nährstoffe und funktioneller<br />

Lebensmittel <strong>gegen</strong> Covid-19.<br />

Prominente Beispiele sind wie<br />

bereits erwähnt Knoblauch,<br />

Zwiebeln, Ingwer und Kurkuma.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 31


Eibisch Althaea officinalis<br />

Weitere Informationen und<br />

umfassende Literatur zum<br />

Thema:<br />

https://medmix.at/eibischlindert-laestigen-husten/<br />

Eibisch hilft uns vor allem mit seiner reizmildernden Wirkung<br />

<strong>gegen</strong> Husten und Heiserkeit. Auch bei Erkältung, Grippe und Covid<br />

19 entfalten seine Naturstoffe weine sehr gute Wirkung.<br />

Eibisch wird zur Linderung<br />

von Husten,<br />

Heiserkeit und<br />

Magenschleimhaut -<br />

Reizungen eingesetzt. Es enthält<br />

Schleimstoffe, die reizmildernd<br />

wirken und trockenen, quälenden<br />

Husten lindern können.<br />

Eibischblätter und Eibischwurzel<br />

werden in verschiedenen Darreichungsformen<br />

wie Bonbons, Tee,<br />

Saft, Sirup und ätherischem Öl<br />

verwendet. Beachten sollte man<br />

mögliche Wechselwirkungen mit<br />

anderen Medikamenten.<br />

Eibisch hat eine lange Geschichte<br />

in der traditionellen Medizin<br />

und wurde von griechischen und<br />

römischen Ärzten zur Behandlung<br />

verschiedener Beschwerden<br />

eingesetzt. Die Heilpflanze wird<br />

auch bei Magen-Darm-Beschwerden<br />

und sogar bei Hautproblemen<br />

und Insektenstichen<br />

angewendet.<br />

Wesentliche Punkte bei<br />

der Zubereitung von<br />

Eibischtee<br />

Für einen Tee sollte man die<br />

Eibischblätter (ent<strong>gegen</strong> früherer<br />

Ratschläge) mit heißem Wasser<br />

übergießen.<br />

Die grob zerkleinerten Eibischwurzeln<br />

sollte man hin<strong>gegen</strong> für<br />

die innerliche Anwendung mit<br />

kaltem Wasser in Form eines<br />

Kaltwasserauszuges zubereiten.<br />

Denn wenn man Eibischwurzeln<br />

in heißem Wasser kocht, ver -<br />

kleistert die enthaltene Stärke<br />

und verhindert das Herauslösen<br />

der gewünschten Schleimstoffe.<br />

Für den Kaltwasserauszug wird<br />

kaltes Wasser im Verhältnis eine<br />

Tasse und 3 Teelöffel<br />

Eibischwurzel etwa für 8 bis 10<br />

Stunden angesetzt. Danach seiht<br />

man den kalten Tee durch ein<br />

Sieb ab und trinkt mehrere Tassen<br />

davon täglich.<br />

Gegen Entzündungen im Mund<br />

und im Rachen kann man den<br />

Tee auch sehr gut gurgeln und<br />

dann ausspucken. Man kann den<br />

Eibischtee aber durchaus auch<br />

schlucken.<br />

32 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Efeu<br />

Hedera Helix<br />

Die Anwendung<br />

von Efeu-Präparaten<br />

bewirkt, den Schleim<br />

in den Bronchien zu verdünnen, den<br />

Auswurf des Schleims aus den Atemwegen<br />

erleichtern und Krämpfe in den Bronchien lösen.<br />

© emberiza / shutterstock.com<br />

Der Gemeine Efeu<br />

(Hedera Helix)<br />

bietet vielfache<br />

<strong>gesund</strong>heitliche<br />

Vorteile bei der Behandlung von<br />

Husten. Efeublätter-Präparate<br />

haben nachweislich positive Auswirkungen,<br />

wie die Verdünnung<br />

von Bronchienschleim, die Erleichterung<br />

des Auswurfs von<br />

Schleim aus den Atemwegen und<br />

Die Heilpflanze Efeu hat sich<br />

seit Jahrhunderten bei<br />

Atemwegsinfektionen bewährt.<br />

Vor allem die Naturstoffe der<br />

Efeublätter entfalten<br />

mehrfache <strong>gesund</strong>e Wirkungen<br />

<strong>gegen</strong> Husten. Damit helfen<br />

auch bei der Behandlung von<br />

Husten bei Erkältung, grippalen<br />

Infekten, Grippe sowie bei<br />

Covid 19 sinnvoll sein.<br />

Weitere Informationen und umfassende<br />

Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/<br />

efeublaetter-zur-hustenbehandlung-bewaehrt/<br />

die Linderung von Bronchialkrämpfen.<br />

Diese bewährte Methode<br />

zur Hustenbehandlung bei<br />

Erkältungen, grippalen Infekten<br />

und Grippe könnte auch bei Covid-19<br />

hilfreich sein.<br />

© Meszi.Mate / shutterstock.com<br />

Efeu ist weltweit verbreitet,<br />

die kletternde Pflanze mit<br />

Haftwurzeln wächst an Bäumen<br />

oder Mauern und hat<br />

immergrüne Blätter, die weiß<br />

geadert sind. Die Efeuranken<br />

bilden lange, schmale Stängel<br />

und sind in feuchten Wäldern<br />

weit verbreitet.<br />

Anwendungen und<br />

Wirkung<br />

Insbesondere bei Atemwegsinfektionen,<br />

insbesondere zur Linderung<br />

von Husten, hat sich<br />

Efeu bewährt. Die natürlichen<br />

Inhaltsstoffe von Efeublättern<br />

sind dementsprechend effektiv<br />

<strong>gegen</strong> Husten, insbesondere bei<br />

krampfartigem Husten.<br />

Die Hauptwirkstoffe von Efeublättern<br />

wirken auf die Lungen<br />

und helfen, Schleim zu lösen, die<br />

Atemwege zu klären und Bronchialkrämpfe<br />

zu lindern. Sie erhöhen<br />

die Bildung von Surfactant<br />

in den Lungenzellen, was<br />

die Schleimviskosität reduziert<br />

und die Muskulatur der Bronchien<br />

entspannt. Dies führt zu einer<br />

Weitstellung der Bronchien<br />

und erleichtert das Abhusten des<br />

Schleims.<br />

Darreichungen<br />

Die verschiedenen Formen von<br />

Efeu verwendet man vor allem,<br />

um Husten zu behandeln. Es gibt<br />

Hustensaft, Lutschpastillen,<br />

Hustentropfen, Hustenzäpfchen<br />

und Brausetabletten sowie Efeu-<br />

Tee. Man muss jedoch beachten,<br />

dass Efeu als giftig angesehen<br />

wird und allergische Reaktionen<br />

auslösen kann. Daher sollte die<br />

Anwendung von Efeu-Präparaten<br />

sorgfältig erfolgen.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 33


Schwarzer Holunder<br />

Sambucus nigra<br />

© Monika_1 / shutterstock.com<br />

Zu erwähnen sind auch noch die wertvollen Polyphenole<br />

in den Früchten des schwarzen Holunders. In einer<br />

aktuellen Studie zeigten sie Zellen und Gewebe<br />

schützende Effekte, die die durch den oxidativen<br />

Stress bei diabetischer Stoffwechsellage<br />

entstandenen Gefäßschäden reduzieren konnten.<br />

Weitere Informationen und umfassende<br />

Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/istschwarzer-holunder-<strong>gesund</strong>/<br />

Schwarzer Holunder ist<br />

nicht nur eine <strong>gesund</strong>e<br />

Nahrungspflanze, sondern<br />

auch eine vielseitige<br />

Heilpflanze. In der Lebensmittelindustrie<br />

findet man<br />

Schwarzen Holunder in verschiedenen<br />

Produkten wie Säften,<br />

Marmelade, Sekt und Wein. Die<br />

Beeren des Schwarzen<br />

Holunders sind aufgrund ihrer<br />

intensiven Farbe auch eine<br />

wertvolle Quelle für natürliche<br />

Farbstoffe.<br />

Sambucus nigra<br />

Botanisch auch als Sambucus<br />

nigra bezeichnet gehört der<br />

Schwarze Holunder zur Familie<br />

der Geißblattgewächse und ist in<br />

Europa weit verbreitet. Er kann<br />

als Strauch oder kleiner Baum<br />

wachsen und ist vor allem in<br />

Mitteleuropa häufig anzutreffen.<br />

Bei Erkältung und<br />

<strong>Infektionen</strong><br />

Schwarzer Holunder wird traditionell<br />

für seine heilenden Eigenschaften<br />

geschätzt, insbesondere<br />

wegen seiner entzündungshemmenden,<br />

antiviralen und immunmodulierenden<br />

Eigenschaften.<br />

Diese machen ihn zu einer<br />

nützlichen Option zur Behandlung<br />

von verschiedenen Atemwegsinfektionen,<br />

einschließlich<br />

Erkältungen, Grippe und möglicherweise<br />

Covid-19.<br />

Für das Immunsystem<br />

Die Beeren des Schwarzen Holunders<br />

sind reich an Antioxidantien,<br />

die das Immunsystem<br />

stärken und die Infektionsanfälligkeit<br />

reduzieren können. Man<br />

kann Schwarzen Holunder sehr<br />

gut in Form von Nahrungsergänzungsmitteln<br />

oder Tee konsumieren,<br />

um von seinen <strong>gesund</strong>en<br />

Vorteilen zu profitieren.<br />

Weitere Anwendungen<br />

Zusätzlich zur Stärkung des<br />

Immunsystems und der Bekämpfung<br />

von <strong>Infektionen</strong> wurde<br />

Schwarzer Holunder auch für<br />

seine positive Wirkung auf<br />

Zellen und Gewebe sowie bei<br />

Diabetes untersucht.<br />

Schwarzer Holunder ist also<br />

nicht nur lecker in verschiedenen<br />

Lebensmitteln, sondern kann in<br />

vielerlei Hinsicht auch dazu beitragen,<br />

unsere Gesundheit zu<br />

schützen und zu verbessern.<br />

34 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Süßholz<br />

Glycyrrhiza glabra<br />

Für die gute Wirkung der Süßholzwurzel ist<br />

hauptsächlich der Inhaltsstoff Glycyrrhetinsäure<br />

(Glycyrrhizin) verantwortlich. Süßholz soll vor<br />

allem auch bei Erkältungen, Erkrankungen der<br />

Atemwege sowie bei Covid 19 helfen.<br />

© Carmen Hauser / shutterstock.com<br />

Die Süßholzpflanze<br />

(Glycyrrhiza glabra)<br />

wird seit langem<br />

für ihre heilenden<br />

Eigenschaften geschätzt.<br />

Ihre Wurzeln, Extrakte und Lakritze<br />

nutzt man zur Linderung<br />

von Beschwerden in den oberen<br />

Atemwegen, bei Entzündungen<br />

der Magenschleimhaut und bei<br />

Erkältungen, Atemwegsproblemen<br />

sowie Verdauungsbeschwerden.<br />

Die Süßholzwurzel<br />

kann bei Erkältungen die Produktion<br />

von dünnflüssigem Sekret<br />

in der Bronchialschleimhaut<br />

fördern und hat entzündungshemmende<br />

Wirkung. Die Süßholzwurzel<br />

wurde übrigens traditionell<br />

verwendet, um den Durst<br />

zu stillen – insbesondere von<br />

den Skythen in Wüstengebieten.<br />

Die Glycyrrhetinsäure, die in der<br />

Süßholzwurzel vorkommt, findet<br />

in der modernen Medizin auch<br />

Anwendung bei Melanomen, Ekzemen<br />

und Hautgeschwüren. Sie<br />

hat potenzielle photoprotektive<br />

Effekte und kann bei der Behandlung<br />

von Hauterkrankungen<br />

nützlich sein.<br />

Süßholz bei Covid-19<br />

In aktuellen Studien zur Behandlung<br />

von Covid-19 zeigte sich,<br />

dass die Naturstoffe der Süßholzwurzel<br />

positive Wirkungen (antivirale,<br />

entzündungshemmende,<br />

krebsbekämpfende und anti -<br />

oxidative Eigenschaften) bei der<br />

Behandlung von Coronavirus-<strong>Infektionen</strong><br />

entfalten.<br />

Es ist jedoch wichtig zu beachten,<br />

dass die Anwendung von Süßholzwurzel<br />

und Lakritze in Absprache<br />

mit einem Arzt erfolgen<br />

sollte, da übermäßiger Verzehr<br />

Nebenwirkungen wie Bluthochdruck<br />

und negative Auswirkungen<br />

auf den Blutzuckerspiegel<br />

haben kann, insbesondere bei<br />

Menschen mit Diabetes oder<br />

Nierenproblemen und während<br />

der Schwangerschaft. Es kann<br />

auch Wechselwirkungen mit anderen<br />

Medikamenten geben.<br />

Süßholzwurzel hat als Heilpflanze<br />

auch eine lange Geschichte in verschiedenen<br />

Kulturen, einschließlich<br />

der Römer, Griechen,<br />

Chinesen und Araber<br />

Lakritze<br />

Lakritze, ein Extrakt aus der<br />

Süßholzwurzel, wurde im 18.<br />

Jahrhundert populär, als der<br />

englische Apotheker George<br />

Dunhill Zuckersirup zu ihrem<br />

Saft hinzufügte. Lakritze ist<br />

seitdem eine beliebte Süßigkeit<br />

und wird auch zur Schleimlösung<br />

in Atemwegspräparaten verwendet.<br />

Übermäßiger Konsum von<br />

Lakritze kann jedoch auch gefährlich<br />

sein.<br />

© Photology1971 / shutterstock.com<br />

Süßholzwurzel ist auch eine <strong>gesund</strong>e Süßigkeit.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/suessholzwurzel-und-lakritze/<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 35


Spitzwegerich<br />

Commiphora myrrha<br />

Spitzwegerich<br />

(Plantago<br />

lanceolata) gilt als<br />

der König des<br />

Weges.<br />

Den alten Kelten soll<br />

er Orientierung ins<br />

Reich der Toten<br />

gegeben haben.<br />

Spitzwegerich gilt als sehr wirksames<br />

pflanzliches Mittel <strong>gegen</strong> Husten.<br />

Hilfreich ist Spitzwegerich-Tee bei<br />

Problemen mit den Atemwegen wie<br />

bei Grippe und Covid 19.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur<br />

zum Thema: https://medmix.at/spitzwegerichals-hausmittel-<strong>gegen</strong>-husten/<br />

Spitzwegerich ist vor allem<br />

als Hausmittel <strong>gegen</strong><br />

Husten sehr beliebt.<br />

Eigentlich soll ja der<br />

Husten ein schützender Reflex<br />

sein, der die Atemwege reinigen<br />

hilft. Wobei sensible Nervenfasern<br />

diesen Reflex auslösen. und<br />

zwar, auch wenn sie keinen<br />

Fremdkörper entfernen müssen.<br />

Das ist beispielsweise bei trockenem<br />

Husten der Fall. In vielen<br />

Fällen ist jedenfalls die reizmildernde<br />

Wirkung der pflanzlichen<br />

Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs<br />

wohltuend.<br />

Verschiedene europäische Arzneimittelkommissionen<br />

haben<br />

übrigens die Anwendung von<br />

Spitzwegerich wegen ihrer starken<br />

Wirkung offiziell zur Linderung<br />

von Schleimhautreizungen<br />

im Mund und Rachenraum und<br />

dem damit verbundenen trockenen<br />

Husten anerkannt.<br />

© Hetizia / shutterstock.com<br />

Äußerlich kann das Spitzwegerich-<br />

Kraut allerdings auch bei Entzündungen<br />

der Haut verwendet<br />

werden. In der Volksmedizin gilt<br />

Spitzwegerich in diesem Sinne<br />

seit langem als ein gutes Mittel<br />

zur ersten Wundversorgung und<br />

bei Insektenstichen.<br />

Spitzwegerich – seit<br />

der Antike als<br />

Hausmittel beliebt<br />

Bereits seit der Antike bis weit in<br />

die Neuzeit hinein wurde Spitzwegerich<br />

zur Stillung von Blutungen<br />

bei Wunden, in den Luftwegen,<br />

im Darm und <strong>gegen</strong> sehr<br />

starke Menstruations blutungen<br />

eingesetzt. Auch andere Verletzungen<br />

wie Brandwunden,<br />

Insektenstiche und Tierbisse sowie<br />

Knochenbrüche wurden oft<br />

als Anwendungsgebiete genannt.<br />

Wegerich-Arten spielten früher<br />

aber auch bei der Behandlung<br />

Spitzwegerich-Tee<br />

frisch zubereiten<br />

Spitzwegerich-Tee sollte man<br />

frisch zubereiten. Den Tee sollte<br />

man bei Husten erwärmt (und nicht<br />

heiß) und schluckweise trinken.<br />

Denn so entfaltet die bewährte<br />

Heilpflanze Spitzwegerich die<br />

stärkste Wirkung <strong>gegen</strong> Husten.<br />

Tee-Mischung<br />

Gegen Husten bewährt ist beispielsweise<br />

die Mischung mit 50<br />

Teilen Blätter des Spitzwegerichs<br />

und 50 Teilen Thymian. Dazu vermischt<br />

man die einzelnen Bestandteile<br />

in geschnittenem<br />

Zustand und gibt die Mischung geschützt<br />

vor Feuchtigkeit und Licht<br />

in ein gut schließendes Gefäß.<br />

Für eine Tasse des Hustentees<br />

verwendet man 1 Esslöffel Tee -<br />

mischung und 150 ml (eben eine<br />

Teetasse) Wasser mit Zimmer -<br />

temperatur. Nach dem Übergießen<br />

lässt man die Tasse Tee 10 Minuten<br />

lang bedeckt stehen.<br />

Anschließend seiht man den<br />

Hustentee durch ein Teesieb ab.<br />

von Asthma eine große Rolle. Zudem<br />

hat man sie bei Geschwülsten<br />

und Geschwüren – insbesondere<br />

in der Mundhöhle – verwendet.<br />

Weitere Anwendungsgebiete waren<br />

Zahn- und Ohrenschmerzen<br />

sowie brennende Augen.<br />

Shakespeare erwähnt „plantain“<br />

(Plantago) als Mittel <strong>gegen</strong> Hautverletzungen.<br />

36 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Baikal-Helmkraut-Wurzel<br />

Scutellariae Radix<br />

Baikal-Helmkraut-Wurzel<br />

(Baikal-Helmkraut –<br />

Scutellaria baicalensis)<br />

bietet auch bei Covid 19<br />

eine gute Wirkung.<br />

© Mariola Anna S / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema: https://medmix.at/<br />

baikal-helmkraut-wurzel-scutellariae-radix-zeigt-gute-wirkung-bei-covid-19/<br />

Die Baikal-Helmkraut-Wurzel,<br />

auch bekannt als<br />

Baikal-Helmkraut<br />

oder Scutellaria baicalensis,<br />

zeigt vielversprechende Wirkungen,<br />

insbesondere im Zusammenhang<br />

mit Covid-19. Ursprünglich<br />

aus Ostasien, hauptsächlich<br />

China und Sibirien<br />

stammend, ist dieses mehrjährige<br />

krautige Gewächs bekannt für<br />

seine <strong>gesund</strong>heitsfördernden Eigenschaften.<br />

Die Wurzel wird im<br />

Herbst oder Frühjahr geerntet.<br />

Inhaltsstoffe und ihre<br />

Wirkung<br />

Die Baikal-Helmkraut-Wurzel<br />

enthält eine Vielzahl von Flavonoiden,<br />

darunter Baicalein, Baicalin,<br />

Wogonin und Wogonosid, die für<br />

ihre antivirale Wirkung bekannt<br />

sind. Diese Inhaltsstoffe waren<br />

auch <strong>gegen</strong> Viren wie H1N1, das<br />

Dengue-Virus, HSV-1 und HBV<br />

wirksam.<br />

Pflanzliche Mittel mit<br />

Baikal-Helmkraut in der<br />

TCM<br />

In der TCM sind das Baikal-<br />

Helmkraut und seine Wurzel<br />

schon lange als wirksame Heilmittel<br />

bekannt. Sie sollen das<br />

Immunsystem unterstützen und<br />

positiv auf die Immunantwort<br />

des Körpers wirken.<br />

Wirkmechanismus und<br />

Anwendungen<br />

Die Baikal-Helmkraut-Wurzel<br />

wirkt antibakteriell, antiviral und<br />

entzündungshemmend, was sie<br />

zu einem vielversprechenden<br />

Mittel <strong>gegen</strong> <strong>Infektionen</strong>, einschließlich<br />

Covid-19, macht. Sie<br />

wird oft in TCM-Kräutermischungen<br />

bei fiebrigen Erkältungen,<br />

Grippe und anderen <strong>Infektionen</strong><br />

eingesetzt.<br />

Die Baikal-Helmkraut-Wurzel<br />

wird in diesem Sinne seit Jahrhunderten<br />

in China zur Behandlung<br />

verschiedener Krankheiten,<br />

einschließlich Lungen- und<br />

Leberbeschwerden, eingesetzt.<br />

Sie ist in verschiedenen Arzneibüchern<br />

wie dem Chinesischen,<br />

Britischen und Europäischen<br />

verzeichnet.<br />

Forschungsergebnisse haben<br />

auch gezeigt, dass der Rohextrakt<br />

der Wurzel die Vermehrung<br />

von SARS-CoV-2 effektiv hemmen<br />

kann.<br />

Wirkung der Baikal-<br />

Helmkraut-Wurzel bei<br />

Covid-19<br />

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie<br />

haben Studien die antiviralen<br />

Eigenschaften verschiedener<br />

Naturstoffe <strong>gegen</strong> das Virus<br />

gezeigt. Zu diesen natürlichen<br />

Mitteln gehört auch das Baikal-<br />

Helmkraut, das in der traditionellen<br />

chinesischen Medizin<br />

(TCM) als Teil vieler empfohlener<br />

Kräutermischungen zur Behandlung<br />

von Covid-19 verwendet<br />

wird.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 37


Schwarzkümmel<br />

Nigella sativa (N. sativa)<br />

Schwarzkümmel-Darreichungen und Schwarzkümmelöl<br />

entfalten vielseitige Wirkungen <strong>gegen</strong> Viren und Bakterien.<br />

Ihre Naturstoffe stimulieren das Immunsystem und können<br />

uns sogar im Kampf <strong>gegen</strong> Coronaviren und Covid 19 helfen.<br />

© Dionisvera / shutterstock.com<br />

Viele aktive Inhaltsstoffe im<br />

Schwarzkümmel wurden in<br />

den letzten Jahrzehnten<br />

isoliert. Dazu gehören<br />

Thymoquinon (Thymochinon),<br />

Thymohydroquinon,<br />

Dithymoquinone, Thymol,<br />

Carvacrol, Nigellimine-N-oxid,<br />

Nigellicin, Nigellidin und<br />

Alpha- Hederin.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/schwarzkuemmel-schwarzkuemmeloel<br />

38 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


Schwarzkümmel – Nigella<br />

sativa (N. sativa) – wird<br />

seit Jahrtausenden erfolgreich<br />

in verschiedenen<br />

Regionen heilkundlich eingesetzt.<br />

Einerseits spielt<br />

Schwarzkümmel zwar als Nahrungsmittel<br />

eine wichtige Rolle.<br />

Andererseits ist Schwarzkümmel<br />

und vor allem auch das Schwarzkümmelöl<br />

mit zahlreichen Wirkungen<br />

ein natürliches Heilmittel<br />

bei vielen Krankheiten. Und zwar<br />

in der Ethnomedizin der graecoarabischen<br />

Medizin Unani,<br />

Ayurveda und der Traditionellen<br />

Chinesischen Medizin sowie anderen<br />

Arabischen Heilkünsten.<br />

Schwarzkümmelöl bei<br />

Covid 19<br />

Die Einnahme von Schwarz -<br />

kümmelöl konnte auch bei einer<br />

Covid-19-Erkrankung als zusätzliche<br />

Behandlung sehr positive<br />

heilende Wirkungen entfalten.<br />

Verantwortlich dafür soll das<br />

enthaltene Thymoquinon sein.<br />

Auch aktuelle In-silico-Stu dien<br />

zeigen, dass die Inhaltsstoffe von<br />

Schwarzkümmel beziehungsweise<br />

Schwarzkümmelöl potenzielle<br />

Wirkungen <strong>gegen</strong> SARS-Cov-2<br />

und Covid-19 bieten können.<br />

Thymoquinon in<br />

Schwarzkümmel<br />

Die Wirkung von Thymoquinon<br />

mit seinem breiten antiviralen<br />

Spektrum ähnelt den synthe -<br />

tischen Malaria-Wirkstoffen<br />

Hydroxychloroquin und<br />

Chloroquin (die aber starke<br />

Nebenwirkungen verursachen<br />

können).<br />

Zahlreichen Wirkungen von Schwarzkümmel und von<br />

Schwarzkümmelöl<br />

● Immunstimulierend. Schwarzkümmel oder Schwarzkümmelöl stärken unser Immunsystem.<br />

Ihre Inhaltsstoffe stimulieren unsere Abwehrzellen im Kampf <strong>gegen</strong> Krankheitserreger.<br />

Nach Untersuchungen des Sloan Kettering Krebsforschungsinstituts von Hilton Head Island,<br />

South Carolina/USA, hat das ägyptische Schwarzkümmelöl signifikant positive Wirkungen auf<br />

das menschliche Immunsystem, kann Knochenmarkszellen stimulieren, die Produktion der<br />

Immunzellen steigern und die Interferonproduktion erhöhen.<br />

● Entzündungshemmend, schmerzlindernd. Schwarzkümmelöl hilft mit seiner entzündungshemmenden<br />

Wirkung äußerlich angewandt dabei, beispielsweise Arthrose-Schmerzen<br />

zu lindern. In einer rezenten Studie war die Anwendung sogar effektiver als Diclifenac-Gel.<br />

● Antioxidativ. Die Inhaltsstoffe von Schwarzkümmel oder Schwarzkümmelöl schützen den Körper,<br />

alle Organe, vor freien Radikalen und oxidativem Stress. Diese Eigenschaft zieht zahlreiche<br />

andere protektive Wirkungen nach sich.<br />

● Antimikrobiell, antibakteriell, antiviral und antiparasitär. Die Wirkung von Schwarzkümmel<br />

<strong>gegen</strong> Bakterien ist abhängig von der Konzentration von Thymochinon. Dies kann<br />

auch äußerlich (topisch) genutzt werden.<br />

● Antiasthmatisch. Schwarzkümmel bringt zusätzlich zur Asthma-Behandlung bei der Asthmakontrolle<br />

positive Wirkung.<br />

● Blutzucker und Blutdruck senkend. Schwarzkümmel kann die Stoffwechsellage bei Diabetes<br />

verbessern. Er kann auch den Blutdruck und die Herzfrequenz senken.<br />

● Gefäßschützend. Verantwortlich dafür soll laut jüngsten Daten vor allem das Thymochinon<br />

sein, das die endotheliale Dysfunktion, vor allem auch bei Diabetes, verbessern kann.<br />

● Antikanzerogen, Antiproliferativ. Schwarzkümmel fördert die Abwehraktivität der Killerzellen<br />

<strong>gegen</strong> Krebszellen. Dafür soll das Thymoquinon entscheidend sein. Es hemmte in<br />

einer Studie auch das Wachstum und die Streuung (Metastasierung) von Tumorzellen.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 39


Kalmegh<br />

Andrographis paniculata<br />

Die exotische Heilpflanze Kalmegh leistet bei zahlreichen<br />

Krankheiten gute Dienste. Wobei Andrographis paniculata<br />

auch <strong>gegen</strong> Viren und Bakterien positive Wirkungen entfaltet.<br />

Kalmegh – Andrographis<br />

paniculata,<br />

auch als König der<br />

bitteren Pflanzen<br />

bekannt – kommt vor allem traditionell<br />

in der Ethnomedizin<br />

wie Ayurveda zum Einsatz. Die<br />

Inhaltsstoffe der Andrographis<br />

paniculata dienen einerseits zum<br />

Schutz der Leber. Zudem sollen<br />

seine Naturstoffe eine gute Wirkung<br />

<strong>gegen</strong> Viren und Bakterien<br />

entfalten. Zudem kann die Heilpflanze<br />

auch das mensch liche<br />

Immunsystem bei <strong>Infektionen</strong><br />

der Atemwege sowie bei Covid<br />

19, Grippe und Erkältung sehr<br />

wirkungsvoll unterstützen.<br />

Seit Jahrhunderten verwenden<br />

die Menschen auf den Kontinenten<br />

Asien, Amerika und Afrika<br />

pflanzliche Mittel mit Kalmegh.<br />

Andrographis paniculata kommt<br />

bei zahlreichen Krankheiten,<br />

denn die Heilpflanze bietet<br />

zahlreiche <strong>gesund</strong>heitliche<br />

Wirkungen. Mittlerweile steigt<br />

auch in unseren Breiten das<br />

Interesse an seinen wertvollen<br />

Pflanzenstoffen.<br />

Kalmegh: König der<br />

bitteren Pflanzen<br />

Andrographis paniculata, der<br />

König der bitteren Pflanzen, ist<br />

eine in Indien und Sri Lanka vorkommende<br />

einjährige Pflanze.<br />

Sie wird sowohl in der ayurvedischen<br />

Heilkunde, als auch in der<br />

Traditionellen Chinesischen Medizin<br />

eingesetzt. Dementsprechend<br />

findet sich Kalmegh in<br />

zahlreichen fernöstlichen Rezepturen<br />

wieder.<br />

Kalmegh – aus der Familie<br />

Acanthaceae – gehört dabei zu<br />

den beliebtesten traditionell<br />

fernöstlichen Heilpflanzen zur<br />

Behandlung zahlreicher Krankheiten<br />

wie Fieber, Bronchitis,<br />

Grippe (Influenza), Ruhr, Borreliose,<br />

Dyspepsie, Lepra, Haut -<br />

erkrankungen und Malaria sowie<br />

auch Krebs, Diabetes, Bluthochdruck,<br />

Geschwüre, Blähungen<br />

und Koliken.<br />

Jüngste Studien beschäftigten<br />

sich auch mit der Wirkung von<br />

Kalmegh <strong>gegen</strong> das Coronavirus<br />

SARS Cov-2 und Covid 19. Hier<br />

gab es vielversprechende Studien<br />

vor allem bei der postinfektiösen<br />

Behandlung.<br />

Die wertvollen Naturstoffe<br />

der Andrographis<br />

paniculata<br />

Andrographis paniculata besitzt<br />

mehrere photochemische Inhaltsstoffe<br />

mit einzigartigen und<br />

interessanten biologischen Eigenschaften.<br />

Vor einigen Jahren<br />

machten Forscher dazu eine umfassende<br />

Metaanalyse bezüglich<br />

der medizinischen Nutzung von<br />

Kalmegh.Im Blickpunkt standen<br />

die pharmakologischen Aktivitäten,<br />

das Toxizitätsprofil sowie<br />

die therapeutische Nutzung der<br />

Naturstoffe. Forscher konnten<br />

Diterpene, Flavonoide, Xanthone<br />

und verschiedene andere Verbindungen<br />

aus der Pflanze isolieren<br />

und auf verschiedene Wirkungen<br />

untersuchen. Dabei zeigten sich<br />

gute antimikrobielle, antivirale,<br />

entzündungshemmende und antiinfektiöse<br />

Effekte <strong>gegen</strong> Viren,<br />

Bakterien und andere Krank -<br />

heits erreger. In einer aktuellen<br />

Studie zeigten sich beispielsweise<br />

antimikrobielle Effekte <strong>gegen</strong><br />

das Bakterium Pseudomonas<br />

aeruginosa. Weiter entdeckte die<br />

Forschung Wirkungen <strong>gegen</strong><br />

Entzündungen (antientzündlich),<br />

<strong>gegen</strong> freie Radikale (anti -<br />

oxidativ), zur Stärkung des<br />

Immunsystems (immunstimulierend)<br />

sowie <strong>gegen</strong> Diabetes<br />

(antidiabetisch).<br />

Traditionelle chinesische und indische<br />

Ärzte sowie Heilpraktiker<br />

setzen Andrographis paniculata<br />

gerne <strong>gegen</strong> Bauchschmerzen<br />

und Entzündungen ein. Zudem<br />

helfen Kalmegh-Zubereitungen<br />

auch bei Schlangenbissen und<br />

giftigen Stacheln von Insekten.<br />

Schließlich setzt man die Heilpflanze<br />

auch bei Dyspepsie,<br />

Appetitverlust, Durchfall, unregelmäßiger<br />

Stuhlgang, Malaria,<br />

Grippe sowie auch bei Krebs ein.<br />

40 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


Wichtige positive Effekte von Kalmegh konnte die<br />

Forschung bei grippalen Effekten mit Fieber,<br />

Husten, Kopfschmerzen und Halsschmerzen<br />

sowie bei <strong>Infektionen</strong> der Atemwege und<br />

bakteriellen Durchfällen zeigen.<br />

© Kickkapoojp / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/andrographis-paniculata-erobert-den-westen/<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 41


Einjähriger Beifuß<br />

Artemisia annua<br />

Einjähriger Beifuß<br />

unterstützt uns<br />

<strong>gegen</strong> verschiedene<br />

<strong>Infektionen</strong> wie auch<br />

<strong>gegen</strong> Covid 19.<br />

Weitere Informationen und<br />

umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/einjaehrigerbeifuss-<strong>gegen</strong>-malaria-und-krebs/<br />

© Marinallia / shutterstock.com<br />

Einjähriger Beifuß,<br />

auch Artemisia annua<br />

genannt, ist eine<br />

alte Heilpflanze<br />

mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten.<br />

Die Pflanze enthält<br />

Artemisinin, einen sekundären<br />

Pflanzenstoff, der nicht nur<br />

bei Malaria und Krebs, sondern<br />

auch bei <strong>Infektionen</strong> und in der<br />

Covid-19-Pandemie hilfreich sein<br />

kann.<br />

Große Tradition als<br />

vielfältige Heilpflanze<br />

in der TCM<br />

Artemisia annua wird hauptsächlich<br />

in China, Vietnam und<br />

ostafrikanischen Ländern angebaut<br />

und seine getrockneten<br />

Blätter und Blüten werden extrahiert.<br />

In unseren Breitengraden<br />

ist der Einjährige Beifuß nur<br />

sporadisch anzutreffen.<br />

In der traditionellen chinesischen<br />

Medizin hat Artemisia annua<br />

eine lange Geschichte und wird<br />

zur Behandlung von <strong>Infektionen</strong>,<br />

Verdauungsproblemen und<br />

Fieber eingesetzt.<br />

Die Pflanze bietet entzündungshemmende,<br />

antibakterielle und<br />

antimikrobielle Eigenschaften,<br />

was sie für verschiedene Anwendungen<br />

interessant macht.<br />

In den 1970er Jahren wurde<br />

Artemisinin entdeckt, ein Wirkstoff<br />

im Einjährigen Beifuß, der<br />

heute weltweit als Anti-Malaria-<br />

Mittel verwendet wird. Es gibt<br />

auch laufende Studien zur Anwendung<br />

von Einjährigen Beifuß-Extrakten<br />

im Kampf <strong>gegen</strong><br />

Krebs und Covid-19.<br />

Beifuß <strong>gegen</strong> Viren und<br />

Bakterien<br />

Verschiedene Studien haben gezeigt,<br />

dass Einjähriger Beifuß-<br />

Extrakte antivirale Eigenschaften<br />

<strong>gegen</strong> Viren wie SARS-CoV und<br />

SARS-CoV-2, die Covid-19 ver -<br />

ursachen, aufweisen. Die genaue<br />

Zusammensetzung der Wirkstoffe,<br />

die diese antivirale Wirkung hervorrufen,<br />

ist noch nicht vollständig<br />

geklärt. Die Inhaltsstoffe von<br />

Artemisia annua zeigen jedoch<br />

vielversprechende Hemmwirkungen<br />

<strong>gegen</strong> Coronaviren und<br />

Covid-19.<br />

Zusätzlich dazu hat man nano -<br />

faserige Wundauflagen mit Einjährigem<br />

Beifuß entwickelt, die<br />

antibakterielle Wirkungen <strong>gegen</strong><br />

Staphylococcus aureus-Bakterien<br />

zeigen.<br />

42 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


CBD Tropfen, CBD-Öl<br />

Cannabidiol im Kampf <strong>gegen</strong><br />

<strong>Infektionen</strong> wie Covid-19.<br />

Die nicht berauschende<br />

Cannabis-Komponente<br />

Cannabidiol<br />

(CBD) hat potenzielle Auswirkungen<br />

auf die Behandlung von<br />

<strong>Infektionen</strong> wie Covid-19. CBD<br />

kann das Wachstum von Viren<br />

und Bakterien verlangsamen,<br />

Schmerzen lindern und einen erholsamen<br />

Schlaf fördern. Darüber<br />

hinaus kann es das Immunsystem<br />

stärken und Entzündungen<br />

im Körper reduzieren.<br />

Antivirale Wirkung von<br />

CBD <strong>gegen</strong> Viren<br />

Es gibt mehrere Studien, die darauf<br />

hinweisen, dass Cannabinoide,<br />

einschließlich CBD, entzündungshemmende<br />

Eigenschaften<br />

haben und eine antivirale Wirkung<br />

<strong>gegen</strong> Viren entfalten können.<br />

Eine kanadische Studie hat<br />

kürzlich gezeigt, dass Cannabinoid-<br />

Inhaltsstoffe die Vermehrung von<br />

Viren hemmen und das Immunsystem<br />

stärken können, was bei<br />

der Behandlung von Covid-19<br />

von Nutzen ist. Es wird auch angenommen,<br />

dass CBD Entzündungsreaktionen<br />

reduzieren<br />

kann, die bei schwerem Covid-<br />

19-Verlauf auftreten können.<br />

CBD für die<br />

Abwehrkräfte<br />

Darüber hinaus gibt es Hinweise<br />

darauf, dass CBD das Immun -<br />

system verbessern kann und<br />

möglicherweise antivirale Eigenschaften<br />

besitzt. Studien haben<br />

gezeigt, dass CBD die Vermehrung<br />

von Viren wie dem Herpes-<br />

Simplex-Virus (HSV-1) und dem<br />

Hepatitis-C-Virus (HCV) in Zellkulturen<br />

hemmen kann. Andere<br />

Forschungsergebnisse deuten<br />

darauf hin, dass auch andere<br />

Cannabinoide wie Tetrahydro -<br />

cannabinol (THC) antivirale<br />

Eigenschaften haben können.<br />

Fazit<br />

Zusammenfassend kann Cannabidiol<br />

eine vielversprechende<br />

Option bei der Unterstützung<br />

des Immunsystems sein und<br />

möglicherweise bei der Behandlung<br />

von <strong>Infektionen</strong> wie Covid-<br />

19 helfen. Es ist jedoch wichtig<br />

zu beachten, dass weitere Forschung<br />

erforderlich ist, um die<br />

Wirksamkeit und Sicherheit von<br />

CBD und anderen Cannabinoiden<br />

bei solchen Anwendungen besser<br />

zu verstehen. CBD kann auch als<br />

Ergänzung zu herkömmlichen<br />

Erkältungsmitteln in Betracht<br />

gezogen werden, da es das<br />

Wachstum von Viren und<br />

Bakterien verlangsamen und den<br />

allgemeinen Gesundheitszustand<br />

verbessern kann.<br />

© Tinnakorn jorruang / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema: https://medmix.at/<br />

corona-pandemie-cannabis-sativa-extrakte-mit-hohem-cbd-gehalt-covid-19/<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 43


Von CBD Öl bis Salben<br />

Hanfprodukte und<br />

ihre Anwendung<br />

<strong>gegen</strong> Schmerzen<br />

<strong>MEDMIX</strong> Advertorial<br />

Viele Menschen haben<br />

positive Erfahrungen<br />

mit der Anwendung<br />

von CBD bei verschiedenen Arten<br />

von Schmerzen gemacht –<br />

sei es Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden,<br />

Gelenkschmerzen<br />

oder chronische<br />

Schmerzen. Auch die Anwendung-smöglichkeiten<br />

von CBD<br />

Hanfprodukten sind so vielfältig<br />

und individuell wie jeder Mensch<br />

selbst.<br />

CBD <strong>gegen</strong> Schmerzen<br />

– Hilft es wirklich?<br />

Die Wissenschaft hinter CBD<br />

und Schmerzlinderung ist<br />

komplex. Manche trauen dem<br />

»Hype« um den legalen Hanf-<br />

Wirkstoff Cannabidiol (CBD)<br />

nicht. Doch tatsächlich gibt es<br />

Erklärungen zu der potenziellen<br />

Wirkungsweise. CBD Öl interagiert<br />

mit unserem Endocannabinoid<br />

System (ECS), das eine<br />

entscheidende Rolle bei der<br />

Regulierung einer Vielzahl von<br />

Körperfunktionen spielt, einschließlich<br />

Schmerzwahrnehmung.<br />

Das ECS besteht aus einer<br />

Reihe von Rezeptoren, die über<br />

den ganzen Körper verteilt sind<br />

und unter anderem an der<br />

Regulierung von Schmerz und<br />

Entzündung beteiligt sind.<br />

CBD interagiert insbesondere<br />

mit den beiden Haupttypen von<br />

Cannabinoid-Rezeptoren, CB1<br />

und CB2. Während CB1-Rezeptoren<br />

hauptsächlich im Gehirn<br />

und im zentralen Nervensystem<br />

vorkommen und bei der<br />

Schmerz Regulierung eine Rolle<br />

spielen, sind CB2-Rezeptoren<br />

überwiegend in Zellen des Immunsystems<br />

zu finden und mit<br />

entzündlichen Reaktionen verbunden.<br />

Obwohl CBD keine hohe<br />

Bindungsaffinität zu diesen<br />

Rezeptoren aufweist, beeinflusst<br />

es deren Aktivität indirekt, unter<br />

anderem durch Hemmung des<br />

Abbaus von Anandamid, einem<br />

körpereigenen Cannabinoid, das<br />

Schmerzen reguliert. Darüber<br />

hinaus hat CBD auch entzündungshemmende<br />

Wirkungen,<br />

die dazu beitragen können,<br />

Schmerzen zu lindern.<br />

Das sagt die Forschung<br />

zu dem Thema<br />

Trotz der vielen Anekdoten und<br />

positiven Erfahrungsberichte ist<br />

die wissenschaftliche Forschung<br />

zum Thema CBD und Schmerzlinderung<br />

noch nicht abschließend<br />

geklärt. Einige Studien weisen<br />

darauf hin, dass CBD-Tropfen<br />

bei der Linderung von chronischen<br />

Schmerzen, insbesondere<br />

bei Neuropathie und Krebserkrankungen,<br />

wirksam sein können.<br />

Weitere untersuchungen<br />

deuten darauf hin, dass CBD<br />

Hanföl eine entzündungshemmende<br />

Wirkung haben und dadurch<br />

Schmerzen, die durch Entzündungen<br />

verursacht werden,<br />

lindern kann.<br />

So kannst du CBD Produkte<br />

bei Schmerzen<br />

anwenden<br />

Weil Hanfprodukte wie CBD Öl<br />

oder CBD Balsam Naturprodukte<br />

sind, kann die Wirkung von Person<br />

zu Person anders ausfallen.<br />

Immerhin ist ja auch jeder<br />

Mensch anders und auch die<br />

Schmerzen, die man empfindet,<br />

sind einzigartig. Daher ist es<br />

44 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


wichtig, dass man Cannabidiol<br />

so anwenden kann, wie es einem<br />

am besten passt. Zum Glück gibt<br />

es verschiedene CBD Hanfprodukte,<br />

die bei unterschiedlichen<br />

Schmerzen Anwendung finden<br />

können.<br />

CBD Öl kann bei PMS<br />

und Perioden schmerzen<br />

helfen<br />

Leider können viele Frauen davon<br />

jeden Monat erneut ein Lied<br />

singen: Krämpfe während der<br />

Periode oder das prämenstruelle<br />

Syndrom (PMS) mit Stimmungsschwankungen,<br />

Äng-sten, unwohlsein.<br />

Weil viele Frauen nicht<br />

unbedingt jeden Monat Schmerzmitteln<br />

nehmen oder diese reduz-ieren<br />

wollen, haben sie CBD<br />

Hanföl für sich entdeckt. Die Anwendung<br />

ist denkbar einfach:<br />

Man tropft sich das CBD Öl einfach<br />

unter die Zunge. Das Öl eignet<br />

sich sowohl zur dauerhaften<br />

Einnahme als auch zur Verwendung<br />

nach Bedarf.<br />

Es macht besonders Sinn, ein<br />

CBD Öl zu wählen, welches noch<br />

weitere Zusatzstoffe hat, die bei<br />

Perioden-schmerzen gut tun. Ein<br />

Mangel an Zink oder Magnesium<br />

bspw. gilt als Auslöser für Zyklusstörungen<br />

und Krämpfe. Bei<br />

Periodenkrämpfen kann man also<br />

zusätzlich Magnesium und<br />

Zink einnehmen.<br />

Tipp: Ein weiteres Naturmittel,<br />

welches bei Menstruationsproblemen<br />

empfohlen wird, ist übrigens<br />

Ingwer.<br />

Hilft da, wo es weh tut<br />

– CBD Balsam bei<br />

Verspannung<br />

CBD Tropfen zählen zur innerlichen<br />

Einnahme und sind damit<br />

der »Klassiker«. Die Vorteile von<br />

CBD Öl liegen auf der Hand: einfach<br />

zu dosieren und einfach zu<br />

verwenden. Aber auch die äußerliche<br />

Anwendung von CBD Produkten<br />

gewinnt immer mehr an<br />

Beliebtheit und auch hier ist der<br />

Pluspunkt offensichtlich: CBD<br />

Balsam hilft da, wo es weh tut.<br />

Wenn du nach einem Bürotag<br />

einen verspannten Nacken hast,<br />

kann du den CBD Balsam<br />

auftragen.<br />

Auch gibt es Erfahrungsberichte<br />

von Menschen, die aufgrund von<br />

Rheuma oder Arthritis unter Gelenkschmerzen<br />

leiden und CBD<br />

Cremes oder CBD Balsam verwenden.<br />

Bei Produkten der CBD<br />

Hanfkosmetik sollte lediglich<br />

darauf geachtet werden, dass alle<br />

Inhaltsstoffe natürlichen ursprungs<br />

sind. In Cannabidiol<br />

steckt die heilende Kraft der<br />

Hanfpflanze und diese Power der<br />

Natur willst du ausnutzen. Da<br />

haben chemische Zusatzstoffe in<br />

einer Cannabis-Creme nichts zu<br />

suchen!<br />

Schmerzlinderung<br />

den ganzen Tag mit<br />

CBD Pflastern<br />

Noch bequemer geht es mit CBD<br />

Pflastern. Sie sind eine bequeme<br />

und effektive Möglichkeit, die<br />

potenziellen Vorteile von Cannabidiol<br />

zu nutzen. Diese Pflaster<br />

sind mit dem Hanf-Extrakt versetzt<br />

und werden direkt auf die<br />

Haut aufgetragen, und zwar an<br />

Stellen, die Schmerzen verursachen.<br />

Das Besondere an CBD<br />

Pflaster ist, dass stetig über einen<br />

längeren Zeitraum der Wirkstoff<br />

freigesetzt wird, was zu einer<br />

dauerhaften Linderung führen<br />

kann. Man kann CBD Pflaster<br />

bis zu 12 Stunden tragen, also<br />

bei Bedarf den ganzen Tag<br />

oder die ganze Nacht.<br />

Sie sind besonders nützlich für<br />

Menschen, die an chronischen<br />

Schmerzen oder Entzündungen<br />

leiden und eine kontinuierliche<br />

Abgabe von CBD wünschen. Darüber<br />

hinaus ermöglichen sie eine<br />

gezielte Anwendung, da das CBD<br />

direkt an die betroffene Stelle abgegeben<br />

wird. CBD Pflaster sind<br />

außerdem diskret und leicht zu<br />

verwenden. Zudem vermeiden<br />

sie den Verdauungstrakt, was zu<br />

einer höheren Bioverfügbarkeit<br />

des CBD führt.<br />

Quellen:<br />

Mechoulam, R., & Parker, L. A. (2013). The<br />

endocannabinoid system and the brain. Annual<br />

review of psychology, 64, 21-47.<br />

De Gregorio, D., McLaughlin, R. J., Posa,<br />

L., Ochoa-Sanchez, R., Enns, J., Lopez-Canul,<br />

M., ... & Gobbi, G. (2019). Cannabidiol<br />

modulates serotonergic transmission and<br />

reverses both allodynia and anxi-ety-like<br />

behavior in a model of neuropathic pain.<br />

Pain, 160(1), 136.<br />

Hammell, D.C., et al. (2016). Transdermal<br />

cannabidiol reduces in-flammation and<br />

pain-related behaviours in a rat model of<br />

arthritis. European Journal of Pain.<br />

Stockings, E., et al. (2018). Cannabis and<br />

cannabinoids for the treatment of people<br />

with chronic non-cancer pain conditions: a<br />

systematic review and meta-analysis of<br />

controlled and observa-tional studies. Pain.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 45


WAVE FREEZEDRYERS – in Europa entwickelt, in Österreich gebaut<br />

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Bewährte Heilpflanzen<br />

<strong>gegen</strong> Viren, Bakterien & Co.<br />

Heilpflanzen sind<br />

seit jeher unsere<br />

Verbündeten im<br />

Kampf <strong>gegen</strong><br />

Viren, Bakterien und <strong>Infektionen</strong><br />

wie Covid-19 und Grippe. Sie<br />

bieten wirksame Lösungen <strong>gegen</strong><br />

eine Vielzahl von Symptomen<br />

wie Husten, Schnupfen sowie<br />

Hals- und Rachenbeschwerden.<br />

Zusätzlich dazu stärken pflanzliche<br />

Mittel unser Immunsystem<br />

und tragen somit zur Vorbeugung<br />

von <strong>Infektionen</strong> bei.<br />

Einige pflanzliche Mittel entfalten<br />

starke Wirkungen <strong>gegen</strong> Bakterien<br />

(antibakteriell) und Viren<br />

(antiviral). Sie können beispielsweise<br />

die Vermehrung von Viren<br />

und Bakterien hemmen oder diese<br />

sogar eliminieren, wodurch<br />

man ihre Naturstoffe effektiv <strong>gegen</strong><br />

virale <strong>Infektionen</strong> einsetzen<br />

kann. Zudem stärken sie die<br />

Abwehrkräfte unseres Körpers<br />

und damits wiederum das<br />

Immunsystem im Kampf <strong>gegen</strong><br />

verschiedene <strong>Infektionen</strong>.<br />

Starke Wirkung von<br />

pflanzlichen Mitteln:<br />

Zistrose, Echinacea und<br />

Kapland-Pelargonie im<br />

Fokus<br />

In den letzten Jahren wurden<br />

intensiv Forschungen betrieben,<br />

um nützliche pflanzliche Verbindungen<br />

zur Bekämpfung von <strong>Infektionen</strong><br />

durch Coronaviren zu<br />

finden. Dabei haben sich verschiedene<br />

Pflanzen als vielversprechend<br />

erwiesen, darunter<br />

verschiedene Arten der Zistrose<br />

48 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/wildkraeuter-in-der-erkaeltungszeit/<br />

© Jp.van.Vuuren / shutterstock.com<br />

Seit jeher unterstützen uns Heilpflanzen im Kampf <strong>gegen</strong><br />

Viren und Bakterien und <strong>gegen</strong> <strong>Infektionen</strong> wie Covid 19<br />

und Grippe. Sie bieten <strong>gegen</strong> verschiedene Symptome wie<br />

Husten, Schnupfen und Hals- und Rachenbeschwerden eine<br />

gute Wirkung. Zudem helfen pflanzliche Mittel dabei,<br />

unsere Abwehrkräfte zu stärken und unterstützen damit<br />

auch die Vorbeugung.<br />

(Cistus), der Purpur-Sonnenhut<br />

(Echinacea) und die Kapland-Pelargonie<br />

(Pelargonium<br />

sidoides). Diese Pflanzen enthalten<br />

Naturstoffe, die vielversprechende<br />

antivirale und antibakterielle<br />

Wirkungen <strong>gegen</strong> verschiedene<br />

Krankheitserreger bieten.<br />

Die Forschung konzentriert sich<br />

einerseits auf pflanzliche Mittel<br />

mit potenziell vorbeugender<br />

Wirkung, die das Immunsystem<br />

stärken. Andererseits werden<br />

pflanzliche Mittel untersucht, die<br />

das Eindringen und/oder die<br />

Vermehrung von Viren hemmen<br />

können. Bei den Studien stehen<br />

besonders die Inhaltsstoffe von<br />

Cistus incanus, Pelargonium<br />

sidoides und Echinacea im Fokus.<br />

Diese vielversprechenden pflanzlichen<br />

Mittel bieten nicht nur<br />

eine Alternative zur herkömmlichen<br />

Medizin, sondern können<br />

auch dazu beitragen, die Behandlung<br />

und Prävention von<br />

<strong>Infektionen</strong> auf natürliche Weise<br />

zu unterstützen. Dennoch ist es<br />

wichtig, vor der Anwendung<br />

pflanzlicher Mittel bei schweren<br />

<strong>Infektionen</strong> oder Erkrankungen<br />

immer Rücksprache mit einem<br />

Arzt zu halten.<br />

um wirksam <strong>gegen</strong> Erkältungen<br />

und <strong>Infektionen</strong> vorzugehen,<br />

können verschiedene Heilkräuter<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 49


Die Naturstoffe der Zistrose –<br />

allen voran von Cistus incanus<br />

– helfen als sehr effektive<br />

Antioxidantien <strong>gegen</strong> zahl -<br />

reiche Krankheitserreger wie<br />

Viren, Bakterien und Pilze.<br />

Die antivirale Wirkung der<br />

Cistus-Arten helfen breit wirksam<br />

auch <strong>gegen</strong> Covid 19.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/cistrose-fuer-die-atemwege/<br />

© Doctor Kornilov / shutterstock.com<br />

und Wildkräuter eingesetzt werden,<br />

die nicht näher erläutert<br />

werden. Diese umfassen unter<br />

anderem Thymian, Spitzwegerich,<br />

Königskerze, Anis, Eukalyptus,<br />

Kamille und Salbei. In der Regel<br />

bestehen typische Tees für Erkältungen,<br />

Husten und Bronchien<br />

aus drei bis vier dieser Bestandteile,<br />

wobei sieben oder mehr<br />

Zutaten in der Regel vermieden<br />

werden. Die Zusammensetzung<br />

von Hustentees ähnelt oft der<br />

von Bronchialtees. Erkältungstees<br />

können zusätzlich schweißtreibende<br />

Kräuter wie Lindenund<br />

Holunderblüten enthalten.<br />

Sowohl Salbei als auch Thymian<br />

besitzen antiseptische<br />

Eigenschaften.<br />

Zistrose (Cistus)<br />

Die Zistrose, auch als Rose von<br />

Scharon bekannt, ist eine wirksame<br />

Heilpflanze für die Atemwege,<br />

die <strong>gegen</strong> Viren und Bakterien<br />

hilft. Tee und Extrakte aus verschiedenen<br />

Zistrose-Arten sind<br />

beliebte Zubereitungen. Ihre<br />

natürlichen Inhaltsstoffe zeigen<br />

eine ausgeprägte antivirale und<br />

antibakterielle Wirkung, wodurch<br />

sie effektiv <strong>gegen</strong> verschiedene<br />

Krankheitserreger, einschließlich<br />

Viren und Bakterien,<br />

wirken. Darüber hinaus sind die<br />

Polyphenole der Zistrose starke<br />

Antioxidantien, die freie Radikale<br />

im Körper bekämpfen.<br />

Die antiviralen Eigenschaften<br />

der Zistrose, insbesondere von<br />

Cistus incanus, könnten laut<br />

Computeranalysen auch das Eindringen<br />

von Coronaviren, einschließlich<br />

SARS-CoV-2, in die<br />

Körperzellen erschweren und somit<br />

das Risiko von Resistenzen<br />

verringern.<br />

Die Zistrose ist auch wirksam zur<br />

Vorbeugung von grippalen Virus -<br />

infektionen und zeigt antimikrobielle<br />

Wirkungen <strong>gegen</strong> Pilz -<br />

infektionen. Darüber hinaus weisen<br />

Zistrose-Extrakte eine breite<br />

antivirale Wirkung <strong>gegen</strong> Ebolaund<br />

Marburg-Viren auf.<br />

Echinacea<br />

(Purpur-Sonnenhut)<br />

Echinacea purpurea, auch bekannt<br />

als Purpur-Sonnenhut,<br />

stärkt das Immunsystem und<br />

bietet präventive Maßnahmen<br />

<strong>gegen</strong> Viren, Entzündungen und<br />

Erkältungen. Zahlreiche Studien<br />

haben die präventive Wirkung<br />

von Echinacea purpurea bestätigt,<br />

einschließlich der Vorbeugung<br />

von Erkältungen und der Stärkung<br />

des Immunsystems. Es gibt<br />

auch Hinweise darauf, dass<br />

Echinacea die Dauer und Schwere<br />

akuter Atemwegsinfektionen,<br />

einschließlich Covid-19, reduzieren<br />

kann.<br />

Echinacea hilft, das Immunsystem<br />

zu aktivieren und Abwehrkräfte<br />

zu stärken. Es kann die Dauer<br />

von Virusinfekten verkürzen und<br />

das Eindringen von Viren in Zellen<br />

verhindern. Jüngsten Studien<br />

bestätigen die positive Wirkung<br />

von Echinacea purpurea <strong>gegen</strong><br />

Erkältungen und die Stärkung<br />

des Immunsystems.<br />

50 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Echinacea purpurea hilft bei der Vorbeugung<br />

vor einer Erkältung sowie bei der Stärkung<br />

des Immunsystems. Zudem entfaltet Roter<br />

Sonnenhut positive Wirkungen bei<br />

<strong>Infektionen</strong> mit Viren wie Covid 19<br />

oder Bakterien.<br />

© Michael Oerter / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/pelargonium-pflanzliche-immunstimulan-<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/echinacea-purpurea-roter-sonnenhut-echinacea-roter-sonnenhut-virale-infekte/<br />

Kapland-Pelargonie<br />

(Pelargonium sidoides)<br />

Die Kapland-Pelargonie, in<br />

Südafrika heimisch, stärkt das<br />

Immunsystem und bekämpft<br />

effektiv Viren und Bakterien. Sie<br />

löst den Schleim in den Atem -<br />

wegen und verhindert, dass<br />

Bakterien an den Schleimhäuten<br />

haften. Dies verbessert die<br />

Beweglichkeit der Flimmerzellen<br />

in der Nase und fördert die<br />

Freisetzung von Interferonen<br />

und Phagozyten, was das<br />

Immunsystem unterstützt.<br />

Die Wurzel der Kapland-Pelargonie<br />

enthält Polyphenole,<br />

Proteine, Purine, Mineralstoffe<br />

und Zucker, die das Immunsystem<br />

stärken und antivirale Wirkungen<br />

entfalten. Die Pflanze hilft auch,<br />

das Virus am Eindringen in die<br />

Zellen zu hindern. Die Forschung<br />

hat gezeigt, dass die Kapland-<br />

Pelargonie bei akuter Bronchitis,<br />

Sinusitis und Erkältungen effektiv<br />

ist. In Bezug auf Covid-19<br />

sind jedoch weitere klinische<br />

Studien erforderlich, um die<br />

Wirksamkeit zu bestätigen.<br />

Die Naturstoffe der Kapland- Pelargonie<br />

unterstützen das Immunsystem <strong>gegen</strong> Viren<br />

und Bakterien. Verantwortlich dafür sind die<br />

Immunsystem fördernden, antibakteriellen,<br />

antiviralen sowie schleimlösenden Wirkungen.<br />

© Michael Oerter / shutterstock.com<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 51


Als Heilpflanze verwendet die Volksmedizin<br />

den Salbei vor allem als Salbeitee sehr<br />

gerne. Man schätzt seine positiven<br />

Wirkungen bei Erkältungen, Gicht,<br />

Entzündungen, Schwitzen, Schwindel,<br />

Lähmung und Durchfall.<br />

Echter Salbei<br />

Salvia officinalis<br />

© natalia bulatova / shutterstock.com<br />

Als Heilpflanze verwendet<br />

die Volksmedizin<br />

den Salbei vor<br />

allem als Salbeitee<br />

sehr gerne. Man schätzt seine<br />

positiven Wirkungen bei<br />

Erkältungen, Gicht,<br />

Entzündungen, Schwitzen,<br />

Schwindel, Lähmung und<br />

Durchfall.<br />

Seit Jahrtausenden schätzen die<br />

Menschen den Echten Salbei als<br />

Heilpflanze bei Erkältungen, bei<br />

Entzündungen in Mund und<br />

Rachen, bei Erkrankungen der<br />

Harnorgane, bei Kopfschmerzen,<br />

bei Angina und Kehlkopf -<br />

entzündungen, <strong>gegen</strong> Schweiß<br />

und Nachtschweiß sowie<br />

Koliken. Er hilft als stopfendes<br />

Mittel, als Gallenmittel, als Fiebermittel,<br />

als Zahnreinigungsmittel<br />

und Gurgelmittel.<br />

Der Salbei gehört zu den ältesten<br />

Heilpflanzen. Er war ursprünglich<br />

im Mittelmeerraum heimisch.<br />

Schon allein der Name<br />

Salvia weist auf das lateinische<br />

Wort salvare für H eilen hin, wobei<br />

vermutlich Plinius der Ältere<br />

der Pflanze ihren Namen gegeben<br />

hat. Er schrieb die Pflanze<br />

sei geeignet „Harn zu treiben,<br />

den Blutfluss einzudämmen, die<br />

Wehen zu fördern, Husten und<br />

Heiserkeit zu lindern sowie Juckreiz<br />

zu stillen und Geschwüre zu<br />

reinigen.“<br />

Im Mittelalter brachten Mönche<br />

in unsere Breiten, wo der Salbei<br />

auch hervorragend gedeiht.<br />

Salvia officinalis<br />

botanisch gesehen<br />

Der Echte Salbei, Salvia officinalis,<br />

gehört der Familie der Lippenblütler<br />

(Lamiaceae) an. Man<br />

nennt ihn auch Gartensalbei,<br />

52 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Weitere Informationen<br />

und umfassende Literatur<br />

zum Thema:<br />

https://medmix.at/salbei-salvia-officinalis/<br />

TIPP:<br />

Salbeiwein<br />

Um einen <strong>gesund</strong>en Salbeiwein<br />

selbst herzustellen,<br />

nimmt man zuerst eine<br />

Handvoll Salbei blätter und<br />

übergießt sie mit einer Flache<br />

süßem Wein. Dann<br />

lässt man diese Mischung<br />

zehn Tage lang reifen.<br />

Schließlich filtert man den<br />

Salbeiwein ab. Wenn man<br />

ihn Gläschen weise trinkt,<br />

soll dieser Salbeiwein in<br />

Grippezeiten die Immun -<br />

abwehr stärken und<br />

desinfizierend wirken.<br />

Küchensalbei oder Heilsalbei.<br />

Salbei wächst als Halbstrauch<br />

und erreicht eine Wuchshöhe von<br />

bis zu 80 Zentimeter. Alle Pflanzenteile<br />

besitzen einen aromatischen<br />

Geruch. Die Blüten erscheinen<br />

von Mai bis Juni und<br />

haben die typische Form der Lippenblütengewächse.<br />

Der Salbei<br />

entwickelt Klausenfrüchte.<br />

Salbei und seine Wirkung<br />

in der Heilkunde<br />

In der Volksmedizin wurde Salbei<br />

als Fiebermittel, Zahnreinigungs -<br />

mittel und Gurgelmittel, bei<br />

Angina und Kehlkopfentzündungen<br />

und Erkrankungen der<br />

Harnorgane, als stopfendes Mittel,<br />

als Gallen mittel, bei Kopfschmerzen,<br />

Nachtschweiß und<br />

Koliken angewendet. Traditionell<br />

schätzt man die antivirale, entzündungshemmende<br />

sowie die<br />

adstringierende Wirkung des<br />

Echten Salbei.<br />

unlängst haben Forscher ver -<br />

schie dene pharmakologische<br />

Wirkungen der Salvia officinalis,<br />

wie man die Heilpflanze lateinisch<br />

bezeichnet, analysiert. Die<br />

neuest e Literatur dokumentierte<br />

positive Wirkungen <strong>gegen</strong> Krebs<br />

sowie entzündungs hemmende,<br />

antioxidative, anti mikrobielle,<br />

antivirale, hypoglykämische,<br />

hypolipidämische und sogar<br />

gedächtnisverstärkende Wirkungen.<br />

Zu den Effekten <strong>gegen</strong> den<br />

kognitiven Abbau gibt es übrigens<br />

zahlreiche untersuchungen in<br />

den letzten Jahren.<br />

Diverse Anwendungen,<br />

am häufigsten als Salbeitee<br />

unter dem Strich sind bei<br />

Entzündungen des Mund- und<br />

Rachenraums wässrige oder<br />

alkoholische Auszüge, aber auch<br />

Salbeitee zum Gurgeln beliebt.<br />

Bewährt hat sich Salbeitee auch<br />

mit seiner schweißhemmenden<br />

und verdauungsfördernden Wirkung.<br />

Beispielhaft ist auch die Linderung<br />

von Magen- und Darmschmerzen<br />

nach einer Antibio -<br />

tika-Therapie.<br />

Auch bei Nieren- und Leberleiden<br />

kann Salbeitee gut wirken.<br />

Das regelmäßige Kauen der Salbeiblätter<br />

und Spülen mit Salbeitee<br />

stärkt weiter die Zähne gestärkt<br />

desinfiziert das Zahnfleisch.<br />

Dadurch kommt es auch<br />

zur Verringerung von Zahnfleischbluten<br />

und zur Reduktion<br />

von Zahnfleischschwund. Mittels<br />

Wasserdampfdestillation aus den<br />

Blüten und Blättern des Salbeis<br />

wird das ätherische Salbei-Öl gewonnen,<br />

welches desinfizierend<br />

wirkt und deshalb bei pharmazeutischen<br />

Zubereitungen zum<br />

Einsatz kommt.<br />

Salbei für Frauen<br />

Schließlich zeigen im Zusammenhang<br />

mit der Frauen<strong>gesund</strong>heit<br />

mehrere positive Wirkungen<br />

von Salvia officinalis. Salbei ist<br />

beispielsweise ein wirksames<br />

alternatives Mittel zur Verringerung<br />

der Schwere psychischer<br />

und physischer Symptome bei einem<br />

prämenstruellen Syndrom<br />

(PMS).<br />

Salbei-Kräuter entfalten auch<br />

östrogene Wirkungen. Salbei-Zubereitungen<br />

könnten damit auch<br />

als hormoneller Ersatz für Frauen<br />

in den Wechseljahren verwendet<br />

werden. Auch den Einsatz als<br />

Verhütungsmittel sollte man<br />

weiter untersuchen.<br />

Frisch gebackene Mütter sollten<br />

Salbei übrigens in der Stillzeit<br />

nicht verwenden. Denn manche<br />

Inhaltsstoffe können eine Hemmung<br />

der Sekretion der Milchdrüsen<br />

bewirken.<br />

Salbei in der Küche<br />

In der Küche setzt man Salbei<br />

gerne als Gewürz für Schweineund<br />

Lammfleisch ein. Man kann<br />

auch Marinaden, Suppen, Gemüse<br />

und Fisch damit würzen. In Fett<br />

frittierte Salbeiblätter sind übrigens<br />

eine delikate Dekoration für<br />

viele Speisen.<br />

Die Früchte der mexikanischen<br />

Salbeiart (Salvia hispanica) – die<br />

Chia-Samen – sind derzeit in aller<br />

Munde. Denn sie enthalten<br />

besonders hohe Anteile an<br />

Omega-3-Fettsäuren, Proteinen,<br />

Vitaminen, Antioxidantien sowie<br />

Mineralstoffen.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 53


Löwenzahn<br />

Taraxacum officinale<br />

Der altbewährte Löwenzahn hilft <strong>gegen</strong> Viren und Bakterien und<br />

kann Entzündungen hemmen. Löwenzahnkraut unterstützt<br />

damit den Körper auch <strong>gegen</strong> Erkältung und grippale Infekte.<br />

© Lukas Beno / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/loewenzahn-eine-heilpflanze-mit-potenzial-<strong>gegen</strong>-krebs/<br />

Löwenzahn botanisch<br />

bekannt als Taraxacum<br />

officinale, hat anti -<br />

virale und antibakterielle<br />

Eigenschaften sowie die<br />

Fähigkeit, Entzündungen zu<br />

reduzieren. Dies macht ihn zu<br />

einem nützlichen Unterstützer<br />

des Körpers bei Erkältungen und<br />

grippalen Infekten.<br />

Heilpflanze Löwenzahn<br />

In der Naturheilkunde ist der<br />

Löwenzahn als Heilpflanze jedenfalls<br />

seit langem bekannt und<br />

wird seit Jahrtausenden zur<br />

Behandlung verschiedener<br />

Krankheiten eingesetzt. Unter -<br />

suchungen haben gezeigt, dass<br />

Löwenzahn bei der Bekämpfung<br />

von Viren und Bakterien wirksam<br />

sein kann. Es wird auch empfohlen,<br />

Löwenzahnpräparate zur<br />

Stärkung des Immunsystems<br />

und der körpereigenen Abwehrkräfte<br />

zu verwenden. Darüber<br />

hinaus bietet der Löwenzahn<br />

entzündungshemmende und<br />

schmerzlindernde Wirkungen,<br />

die besonders bei Erkältungskrankheiten<br />

und Symptomen wie<br />

Husten, starkem Nasenschleim<br />

und verstopften Nasennebenhöhlen<br />

hilfreich sein können.<br />

Verschiedene positive<br />

Wirkungen<br />

In jüngster Zeit hat man die<br />

antidepressiven, antioxidativen,<br />

entzündungshemmenden und<br />

antimikrobiellen Eigenschaften<br />

von Löwenzahnextrakten intensiv<br />

erforscht. Es gibt sogar vielversprechende<br />

Ergebnisse zum<br />

Potenzial von Löwenzahn bei der<br />

Bekämpfung von Krebs.<br />

Löwenzahn in der Küche<br />

In der Frühlingszeit kann man<br />

verschiedenen Teile des Löwenzahns<br />

(Blätter, Blüten, Blütenknospen<br />

und Wurzeln) kulinarisch<br />

in der Küche verwenden. Löwenzahnblätter<br />

können in Salaten,<br />

Pestos und Saucen verwendet<br />

werden, während die Wurzeln<br />

als Gemüse zubereitet werden<br />

können. Die Knospen eignen<br />

sich als Ersatz für Kapern und<br />

gedünstete Kohlsprossen.<br />

54 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


Ysop<br />

Hyssopus officinalis<br />

Die altbewährte<br />

Heilpflanze Ysop hilft bei<br />

Entzündungen von Rachen<br />

und Hals und wirkt als<br />

Stimmungsaufheller.<br />

© Sarah Biesinger / shutterstock.com<br />

Ysop wurde bereits<br />

in der Antike als<br />

Heilpflanze verwendet<br />

und findet auch in der<br />

Bibel Erwähnung:<br />

»Reinige mich mit Ysop, und ich<br />

werde sauber sein.«<br />

Es wurde auch in Ägypten zur<br />

Reinigung und religiösen<br />

Zeremonien verwendet.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/heilpflanze-ysop-wirkung-stimmungsaufheller/<br />

Die altbewährte<br />

Heilpflanze Ysop<br />

wird zur Linderung<br />

von Rachenund<br />

Halsschmerzen sowie als<br />

Stimmungsaufheller eingesetzt.<br />

Die getrockneten, blühenden<br />

Pflanzenteile werden als Heildroge<br />

verwendet und enthalten<br />

wichtige Komponenten wie Pinocamphon,<br />

Isopinocamphon,<br />

Limonen, Pinien, Flavonoide,<br />

Lamiaceen-Gerbstoffe, Rosmarinsäure,<br />

Marrubiin, Bitterstoffe<br />

und Terpene.<br />

Wirkung von Ysop<br />

Ysop-Zubereitungen werden in<br />

der Volksmedizin zum Gurgeln<br />

bei Heiserkeit und Entzündungen<br />

im Rachen und Hals verwendet.<br />

Sie eignen sich auch für Waschungen<br />

und können bei übermäßigem<br />

Schwitzen nützlich sein.<br />

Ysopöl wirkt auch als Stimmungsaufheller<br />

bei Depressionen und<br />

Verstimmungen. Es kann die<br />

Gedanken klären, neuen Mut<br />

schenken, die Nerven stärken<br />

und aufmuntern. Ysop fördert<br />

die Verdauung, beschleunigt die<br />

Wundheilung und kann bei Pilzinfektionen<br />

wirksam sein.<br />

Hinweis: Schwangere Frauen,<br />

Menschen mit Epilepsie und<br />

Kleinkinder sollten Ysop aufgrund<br />

des enthaltenen Camphers, der<br />

krampfauslösend wirken kann,<br />

nicht verwenden.<br />

Ysop-Honig bei Husten<br />

Ysop-Honig ist ein bewährtes<br />

Hustenmittel. Um ihn herzustellen,<br />

kocht man frischen Ysop mit<br />

Blüten und Blättern oder getrocknetes<br />

Kraut in Wasser und<br />

verdampft einen Teil des Wassers.<br />

Der Extrakt wird gefiltert und<br />

abgekühlt, dann mit gleicher<br />

Menge Bienenhonig vermischt.<br />

Dieser Ysop-Honig kann dreimal<br />

täglich bei Husten eingenommen<br />

werden und kann auch zum Süßen<br />

von Tee verwendet werden.<br />

Ysop kulinarisch<br />

verwenden<br />

Junge Blätter werden in Salaten<br />

und Gemüse verwendet, jedoch<br />

sparsam, da Ysop eine starke<br />

Würzkraft hat. In der Küche sollte<br />

Ysop immer frisch verwendet<br />

werden, da es getrocknet an Aroma<br />

verliert. Es wird oft als Gewürz<br />

für Wildfleisch und Fischgerichte<br />

verwendet und harmoniert gut<br />

mit Knoblauch und Frühlingszwiebeln.<br />

Es kann auch zur<br />

Herstellung von Kräuterbutter<br />

verwendet werden und ist Bestandteil<br />

von Chartreuse-Likör<br />

und Parfümzubereitungen.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 55


Gemeine<br />

Schafgarbe<br />

Achillea millefolium<br />

Die Gemeine Schafgarbe ist als<br />

eine sanfte und beruhigende<br />

Heilpflanze bekannt, die man<br />

gerne als Erste-<strong>Hilfe</strong>-Mittel bei<br />

beginnenden Erkältungen oder<br />

Atemwegsinfektionen einsetzt.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/gemeine-schafgarbe-arzneipflanze/<br />

Die Gemeine<br />

Schafgarbe,<br />

wissenschaftlich<br />

als Achillea millefolium<br />

bekannt, wird seit Jahrtausenden<br />

als vielseitige Heilpflanze<br />

geschätzt. Bereits seit<br />

den 1950er Jahren beschäftigen<br />

sich Forscher intensiv mit dieser<br />

Pflanze, wobei zahlreiche Studien<br />

ihre Wirksamkeit bestätigen<br />

konnten. Sie wird als sanfte Heilpflanze<br />

angesehen, die sowohl<br />

auf den Körper als auch auf den<br />

Geist beruhigend wirkt. Darüber<br />

hinaus werden ihr blutdruck -<br />

senkende, kardiovaskuläre und<br />

bronchienerweiternde Eigenschaften<br />

zugeschrieben, was ihre<br />

Anwendung bei Herz-Kreislaufund<br />

Atemwegserkrankungen wie<br />

Bluthochdruck und Asthma<br />

rechtfertigt.<br />

Botanische Merkmale<br />

und Verbreitung<br />

Die Gemeine Schafgarbe gehört<br />

zur Familie der Korbblütler und<br />

ist eine mehrjährige krautige<br />

Pflanze mit einer Wuchshöhe<br />

von bis zu einem Meter. Sie blüht<br />

von Juni bis Oktober, und die<br />

oberen Teile der Pflanze, die im<br />

Juni und Juli geerntet werden,<br />

werden für medizinische Zwecke<br />

verwendet. Die Schafgarbe ist<br />

weit verbreitet und findet sich<br />

auf Wiesen, Weiden, Acker -<br />

rändern und Waldrändern. Sie<br />

kommt fast überall auf der Welt<br />

vor, einschließlich der Alpen bis<br />

in die subalpine Zone.<br />

Inhaltsstoffe und<br />

Anwendungen<br />

Die Gemeine Schafgarbe enthält<br />

hauptsächlich ätherische Öle,<br />

Bitterstoffe, Gerbstoffe und Sali-<br />

56 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


Griechischen Mythologie: Die Gemeine Schafgarbe trägt auch den<br />

lateinischen Namen Achillea, der von dem griechischen Helden<br />

Achilles stammt. Der Legende nach behandelte Achilles seine<br />

Wunden mit Schafgarbe, was der Pflanze ihren Namen gab.<br />

cylate bzw. Salicylsäure. Sie hat<br />

eine Vielzahl von Heilwirkungen,<br />

darunter schleimlösend, antibakteriell,<br />

krampflösend, schmerzlindernd,<br />

wundheilend, verdauungsfördernd,<br />

harntreibend und<br />

menstruationsregulierend. Sie<br />

wird oft in Teemischungen<br />

verwendet und ist mit Kamille<br />

vergleichbar. Sie kann bei einer<br />

Vielzahl von Beschwerden wie<br />

Magenschwäche, Leberbeschwerden,<br />

Durchfall, Bauchschmerzen,<br />

Blasenschwäche, Menstruationsstörungen<br />

und Krampfadern eingesetzt<br />

werden.<br />

Äußere Anwendung<br />

und Inhalation<br />

Äußerlich verwendet man die<br />

Schafgarbe als Zusatz für Bäder<br />

bei Frostbeulen, Gicht, Rheuma,<br />

unreiner Haut, Hämorrhoiden,<br />

Ausfluss, Krampfadern und<br />

Blasenschwäche.<br />

Bei Nasenbluten hilft Schafgarbentee<br />

in getränkten Wattebällchen,<br />

bei Nasennebenhöhlenentzündung<br />

kann die Inhalation ihrer<br />

Dämpfe hilfreich sein. Eine<br />

Schafgarbenkraut-Salbe ist eine<br />

sehr effektive Heilsalbe (auch bei<br />

Hämorrhoiden sinnvoll).<br />

Herstellung einer<br />

Schafgarben-Tinktur<br />

Für verschiedene Leiden kann<br />

auch eine Schafgarben-Tinktur<br />

wirksam sein, die zu Hause hergestellt<br />

werden kann. Dazu wird<br />

das Schafgarbenkraut im Verhältnis<br />

1:5 in reinem Kornbrand<br />

angesetzt und für 10 bis 14 Tage<br />

an einem warmen Ort gelagert.<br />

Die Mischung sollte täglich geschüttelt<br />

und dann abgeseiht<br />

werden. Die Tinktur sollte kühl<br />

und dunkel gelagert und täglich<br />

in einer Dosierung von 10 bis 15<br />

Tropfen eingenommen werden.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 57


Echte Kamille<br />

Matricaria recutita<br />

Vor alllem beim Inhalieren<br />

entfaltet die Echte Kamille<br />

Vor<br />

seine<br />

allem<br />

beliebte<br />

beim<br />

Wirkung.<br />

Inhalieren<br />

entfaltet die Echte Kamille<br />

seine beliebte Wirkung.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/mit-kamille-durch-die-kalte-jahreszeit/<br />

Die Kamille ist eine<br />

sehr beliebte<br />

Heilpflanze. Vor<br />

allem ihr wohltuendes<br />

Inhalieren bei Erkältung<br />

ist sehr beliebt. Die Kamille war<br />

schon in der Zeit der Antike gut<br />

bekannt. Deswegen setzten die<br />

alten Ägypter, Griechen sowie<br />

auch die Römer bereits auf ihre<br />

Wirkung <strong>gegen</strong> die verschiedensten<br />

Beschwerden wie auch <strong>gegen</strong> Erkältung<br />

ein. Es gibt zwei Arten,<br />

die kommen bei ähnlichen<br />

<strong>gesund</strong>heitlichen Problemen zur<br />

Anwendung kommen. und zwar<br />

die Echte Kamille (Matricaria<br />

recutita) sowie die in Mitteleuropa<br />

seltenere Römische Kamille<br />

(Chamaemelum nobile).<br />

Bewährte Wirkungen<br />

der Kamille<br />

In Studien zeigte sich, dass die<br />

Echte Kamille entzündungshemmend,<br />

schmerzstillend und<br />

krampflösend wirkt. Zudem hilft<br />

die Heilpflanze bei der Wundheilung.<br />

Die Wirkung der Kamille<br />

hilft auch bei Muskelkrämpfen<br />

die Beschwerden zu lindern. In<br />

anderen untersuchungen entfaltete<br />

die Kamille eine abtötende<br />

Wirkung <strong>gegen</strong> Bakterien, Pilze<br />

sowie Viren.<br />

Kamille bei Erkältung<br />

Wie eingangs erwähnt besticht<br />

die Kamille mit antientzündliche,<br />

entzündungshemmende,<br />

krampflösende sowie auch<br />

schmerzstillende Wirkungen, die<br />

auch <strong>gegen</strong> Erkältung und ihre<br />

Symptome nützlich sind.<br />

Schließlich schützt die Kamille<br />

auch die Schleimhäute.<br />

Außerdem lindert das Inhalieren<br />

der Kamille bei leichten Reizungen<br />

der oberen Luftwege die Beschwerden.<br />

Das gilt auch bei<br />

Echte Kamille bietet viele<br />

positive Wirkungen bei<br />

zahlreichen Beschwerden.<br />

● Erkältungen nebst Halsschmerzen<br />

● Äußere Anwendung von Kamillentee<br />

bei leichten Entzündungen der<br />

Mund- und Rachenschleimhaut wie<br />

Zahnfleischentzündungen<br />

● Gurgel- und Spüllösung<br />

● Mundwasser für Krebspatienten bei<br />

Strahlen- und Chemotherapie<br />

● Sitzbäder mit Kamille-Extrakten bei<br />

Erkrankungen im Anal- und<br />

Genitalbereich<br />

● Angst und Schlaflosigkeit<br />

● Psoriasis, Akne und Ekzeme<br />

● Kleinere Verbrennungen<br />

● Entzündliche Darmerkrankungen<br />

(Colitis ulcerosa)<br />

● Magengeschwüre und Durchfall mit<br />

krampfartigen Bauchschmerzen<br />

● Kinderkrankheiten wie Windpocken,<br />

● Windeldermatitis, und Koliken<br />

● Abszesse<br />

Schnupfen und Husten. Die Inhalation<br />

mit Kamille gehört zu<br />

den beliebtesten Hausmitteln bei<br />

einer Erkältung. Wobei sich die<br />

wohltuende Wirkung der Kamille<br />

bei Erkältung sofort einsetzt.<br />

Zudem kann man die Inhalation<br />

sehr einfach durchführen. Dazu<br />

gießt man einfach heißes Wasser<br />

in eine Waschschüssel, gibt<br />

Kamille dazu, dann nimmt man<br />

ein Handtuch über den Kopf und<br />

genießt schließlich die angenehme<br />

Behandlung.<br />

© kazmulka / shutterstock.com<br />

58 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Fenchel<br />

Effektives pflanzliches Mittel für<br />

Erwachsene, Kinder und Baby<br />

© Luis Echeverri Urrea / shutterstock.com<br />

Wie Anis, Kümmel und Liebstöckel<br />

ist Fenchel der Familie<br />

der Dolden blütler<br />

zugehörig. Fenchel eignet<br />

sich sehr gut für Kinder,<br />

oder auch dem Baby, um<br />

Beschwerden wie Blähungen<br />

zu lindern. Häufig<br />

verwendet man Fencheltee<br />

und Fenchelhonig.<br />

https://medmix.at/fenchel-kinder-geeignet/<br />

Fenchel soll bei Erkältung<br />

Beschwerden<br />

wie Husten,<br />

Schnupfen, Halsschmerzen<br />

und Heiserkeit lindern<br />

und den Schleim lösen.<br />

Gegen Husten<br />

Gegen Husten bei Kindern, aber<br />

auch Erwachsenen, sind die bewährten<br />

Naturheilmittel Fenchel<br />

(Foeniculum vulgare), Fencheltee<br />

und Fenchelhonig (mit<br />

bitterem Fenchelöl versetzter<br />

Honig) beliebt.<br />

Das in den Fenchelsamen enthaltene<br />

ätherische Öl steigert die<br />

Bewegung der Flimmerhärchen<br />

in der Lunge und in den Atemwegen.<br />

Das hilft schließlich dabei,<br />

dass der Körper den Schleim<br />

leichter abhusten kann. In Anwendungen<br />

wie Hustentropfen<br />

oder Hustensalben kommen<br />

beispielsweise Fenchelöl oder<br />

Anethol vor. Fenchon sowie<br />

Anethol und Estragol sind die<br />

wichtigsten Komponenten des<br />

ätherischen Öls. Der Fenchel<br />

macht den Schleim dünnflüssig<br />

und wirkt krampflösend.<br />

Fenchel als uralte<br />

Heilpflanze und<br />

Nahrungsmittel<br />

Schon in den frühen Hochkulturen<br />

Ägyptens oder Chinas<br />

schätzte man den Fenchel als Gemüse<br />

und Heilpflanze. In Mitteleuropa<br />

beschrieb erstmals der<br />

bekannte Benediktiner-Abt des<br />

Klosters Reichenau, Walahfrid<br />

Strabo – Dichter und Botaniker<br />

(Mitte des 9. Jahrhunderts n.<br />

Chr.) – die Heilwirkungen von<br />

Fenchel. Strabo empfahl den<br />

Verzehr gemeinsam mit Wein<br />

oder Ziegenmilch, um die Blähungen<br />

zu lösen, eine träge Verdauung<br />

zu verbessern und bei<br />

Husten positiv zu wirken.<br />

Fenchel, Fencheltee und Fenchelhonig<br />

eignen sich zudem sehr gut<br />

für Kinder oder auch dem Baby<br />

Fenchel gehört deshalb zu den<br />

weltweit bekanntesten Arzneipflanzen<br />

für Babys und Kindern.<br />

Der Fenchel honig wird bei<br />

Erkältung und bei Magen-Darm-<br />

Beschwerden eingesetzt.<br />

um bitteres Fenchelöl – wie für<br />

Fenchelhonig – zu gewinnen,<br />

sollten Fenchelpflanzen hohe<br />

Ölgehalte enthalten und große<br />

Fenchelsamen haben.<br />

Zur Erzeugung von Fencheltee<br />

werden hin<strong>gegen</strong> kleine Früchte<br />

mit niedrigerem Ölgehalt<br />

bevorzugt.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 59


Anis<br />

Pimpinella anisum<br />

Die Gewürz- und Heilpflanze<br />

Anis, Pimpinella anisum,<br />

bietet zahlreiche <strong>gesund</strong>e<br />

Wirkungen – auch <strong>gegen</strong><br />

Viren und andere<br />

Krankheitserreger.<br />

In der Lebensmittelindustrie<br />

wird Anis als Geschmacks- und<br />

Aromamittel für Fischprodukte,<br />

Eis und Süßigkeiten verwendet.<br />

© Svetlana Klaise / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum<br />

Thema: https://medmix.at/pimpinella-anisum-anis/<br />

Die Nutzung von<br />

Pimpinella anisum,<br />

besser bekannt<br />

als Anis, in<br />

der Behandlung von Krankheiten<br />

hat eine lange Tradition und ist<br />

weit verbreitet. Zahlreiche wissenschaftliche<br />

Studien beschäftigen<br />

sich mit der Zusammensetzung<br />

und den pharmakologischen<br />

Wirkungen dieser eine der<br />

ältesten Heilpflanzen.<br />

Anis, ein Mitglied der Familie<br />

der Doldenblütler/umbelliferae,<br />

ist nicht nur eine aromatische<br />

Gewürzpflanze, sondern auch eine<br />

Heilpflanze. Seit Jahrtausenden<br />

werden die Früchte in der<br />

traditionellen Ethnomedizin aufgrund<br />

ihrer verdauungsfördernden,<br />

aromatischen, desinfizierenden<br />

und milchtreibenden Eigenschaften<br />

verwendet. Es handelt<br />

sich um ein einjähriges,<br />

grasartiges Kraut, das eine Höhe<br />

von 30 bis 50 cm erreicht, mit<br />

weißen Blüten und kleinen grüngelben<br />

Samen. Anis wächst<br />

hauptsächlich in der östlichen<br />

Mittelmeer-Region, West-Asien,<br />

dem Nahen Osten, Mexiko,<br />

Ägypten und Spanien, und wird<br />

vor allem wegen seiner Früchte,<br />

die im August und September<br />

geerntet werden, angebaut.<br />

Anisfrüchte bieten viele<br />

Wirkungen<br />

● antibakteriell, antimikrobiell,<br />

antivirale, antioxidativ, insektizid<br />

und antimykotisch<br />

● analgetische und entzündungshemmende<br />

Wirkungen<br />

● krampflösende Wirkung bei<br />

Muskelkrämpfen<br />

● Anis kann sich auf das Magen-<br />

Darm-System auswirken, zum<br />

Beispiel bei Magengeschwüren,<br />

Übelkeit und Verstopfung sowie<br />

Blähungen und Völlegefühl.<br />

● <strong>gegen</strong> Morphinabhängigkeit<br />

● bei Hitzewallungen in den<br />

Wechseljahren<br />

● Wirkung bei Menstruations -<br />

beschwerden<br />

● regt die Milchproduktion bei<br />

schwangeren Frauen an.<br />

● hypoglykämische und lipidsenkende<br />

Effekte.<br />

● In einigen traditionellen Texten<br />

wird Anis sogar als Mittel<br />

<strong>gegen</strong> Melancholie und Alpträume<br />

sowie zur Behandlung<br />

von Epilepsie und Krampfanfällen<br />

erwähnt.<br />

Inhaltsstoffe<br />

Die wichtigsten Verbindungen<br />

im ätherischen Öl der Anissamen<br />

sind trans-Anethol, Estragol, γ-<br />

hymachalen, para-Anisaldehyd<br />

und Methylcavicol.<br />

unter dem Strich bietet Anis ein<br />

breites Spektrum an pharmakologischen<br />

Wirkungen.<br />

60 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Lindenblüten<br />

Tilia platyphyllos – Lindenblüten der Sommerlinde<br />

© Sergey / shutterstock.com<br />

Seit jeher nutzen die Menschen Lindenblüten, Lindenblütentee ist<br />

eines der bekanntesten Hausmittel bei Erkältung & Co.<br />

LLindenblüten, gewonnen<br />

von der Sommerlinde<br />

(Tilia platyphyllos),<br />

werden seit jeher<br />

als Heilpflanze verwendet und<br />

sind besonders bekannt für ihren<br />

Einsatz als Hausmittel bei Erkältung.<br />

Der Duft der Lindenblüte<br />

ist leicht aromatisch, und ihr Geschmack<br />

ist mild süß und schleimig.<br />

Lindenblüten haben eine<br />

lange Tradition in der Volksheilkunde<br />

und werden oft als Tee zubereitet<br />

.<br />

Die Linde ist ein Symbol für<br />

Frieden, Treue und Gerechtigkeit<br />

und wurde früher oft unter ihrem<br />

Baum gefeiert.<br />

Wertvolle Inhaltsstoffe<br />

Die Naturstoffe der Lindenblüten<br />

haben schweißtreibende Eigenschaften,<br />

die bei Erkältungen und<br />

Infekten helfen können. Sie können<br />

auch den Auswurf bei Husten<br />

fördern und den Hustenreiz lindern.<br />

Darüber hinaus haben sie<br />

beruhigende Eigenschaften und<br />

können bei Stress und unruhe<br />

nützlich sein.<br />

Lindenblüten sind reich an<br />

natürlichen Verbindungen wie<br />

ätherischen Ölen, Schleimstoffen,<br />

Pflanzensäuren, Polyphenolen,<br />

Flavonoidglykosiden und mehr.<br />

Diese Inhaltsstoffe verleihen den<br />

Lindenblüten ihre vielfältigen<br />

<strong>gesund</strong>heitlichen Vorteile, einschließlich<br />

ihrer schweißtreibenden,<br />

krampflösenden, entzündungshemmenden<br />

und schmerzlindernden<br />

Wirkungen.<br />

Die Zubereitung von<br />

Lindenblütentee ist<br />

einfach<br />

Gießen Sie 2g Lindenblüten<br />

mit kochendem Wasser auf,<br />

lassen Sie sie 5–10 Minuten<br />

ziehen und seihen Sie den<br />

Tee ab. Lindenblütentee<br />

kann bei fieberhaften<br />

Erkrankungen, Erkältungen,<br />

Grippe, rheumatischen<br />

Beschwerden, Nieren -<br />

entzündungen und anderen<br />

Entzündungen helfen. Er ist<br />

auch in verschiedenen Teemischungen<br />

für Husten und<br />

Erkältungen erhältlich.<br />

© Shulevskyy Volodymyr / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/lindenblueten-heilpflanze/<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 61


Die Königskerze<br />

– wertvolle Heilpflanze bei Erkältung<br />

Die Königskerze unterstützt unseren Körper mit ihrer Wirkung bei<br />

Erkältung. Ihre Schleimstoffe überziehen als Schutz die Atemwege<br />

und die gereizten Schleimhäute.<br />

© Juver / shutterstock.com<br />

Die Königskerze mit ihrem<br />

herrlichen Aussehen ist<br />

schon lange als Heilpflanze<br />

bekannt. Bereits<br />

vor knapp 2000 Jahren im<br />

alten Griechenland bezeichnete<br />

Discurides die<br />

Königskerze als Flamme<br />

<strong>gegen</strong> den Husten<br />

(Phlogmos).<br />

Hildegard von Bingen<br />

schwärmte ebenfalls von<br />

der Wirkung der<br />

Königskerze.<br />

Im Winter schützt der<br />

Königskerzentee vor<br />

Ansteckung. Zudem treibt<br />

er den Schweiß aus den<br />

Poren, fördert so das<br />

Schwitzen und aktiviert<br />

die Reinigung über die<br />

Lymphe.<br />

Weitere Informationen<br />

und umfassende Literatur<br />

zum Thema:<br />

https://medmix.at/<br />

koenigskerze-erkaeltung/<br />

Die Blüten der<br />

Heilpflanze<br />

Königskerze<br />

(Verbascum<br />

densiflorum) leuchten uns häufig<br />

in hellem Gelb von den Rändern<br />

der Straßen und Autobahnen<br />

ent<strong>gegen</strong>. Wer sie im Garten oder<br />

beim Spaziergang auf dem Feld<br />

findet, kann ebenfalls gut die gelben<br />

Blüten sammeln. Daraus<br />

kocht man dann einen Königskerzentee,<br />

den schon wenige Blüten<br />

leuchtend gelb färben lassen.<br />

So bringt der Königskerzentee<br />

das Leuchten der Sonne auf den<br />

Frühstückstisch. Zudem hilft die<br />

Königskerze mit ihrer Wirkung<br />

ganz nebenbei bei roten Augen<br />

und schützt die gereizten<br />

Schleimhäute. Königskerzentee<br />

ist jedenfalls einer der besten<br />

heißen Getränke bei Erkältung.<br />

Königskerze bei<br />

Erkältung als Balsam<br />

für Atemwege und<br />

Schleimhäute<br />

Die Königskerze enthält viele<br />

Flavonoide und Saponine. Dadurch<br />

sind die Anwendungen<br />

Balsam für alle Schleimhäute im<br />

Körper. Die enthaltenen<br />

Schleimstoffe überziehen die<br />

gereizten Körperschleimhäute<br />

mit einer schützenden Schicht.<br />

Damit helfen sie bei Heiserkeit,<br />

Reizhusten sowie bei allen<br />

Erkrankungen der Bronchien.<br />

Außerdem nutzen sie bei Allergien<br />

und allergischem Asthma.<br />

Im Grunde genommen ist es die<br />

einzigartige Wirkstoffkombination<br />

der, die sowohl reizmildernd als<br />

auch Auswurf fördernd wirkt.<br />

Das vorhandene Aucubin verleiht<br />

der Königskerze zusätzlich keimhemmende<br />

Wirkung. Sogar Bakterien<br />

wie Streptokokken können<br />

im Wachstum gehindert werden.<br />

Dank der Schleimstoffe hilft das<br />

Heilkraut, unsere Atemwege vor<br />

dem Austrocknen zu schützen.<br />

Die Schleimstoffe legen sich wie<br />

ein schützender Film über die<br />

Schleimhäute und erschweren so<br />

den Krankheitserregern ihre<br />

Arbeit. Dem quälenden Schmerz<br />

bei Halsweh und wundem Hals<br />

wird so schnell ein Ende gemacht.<br />

Statt in Wasser kann man die<br />

Blüten auch in Milch ausziehen.<br />

Dann kocht man sie kurz auf und<br />

lässt sie ziehen. Dies hilft bei Erkrankungen<br />

der Lungen sowie<br />

<strong>gegen</strong> leichten Durchfall bei<br />

Kindern und alten Menschen.<br />

Die Königskerze ist jedenfalls eine<br />

sehr milde und gut verträgliche<br />

Heilpflanze. Denn sie hat eine<br />

sanfte Wirkungsweise und einen<br />

guten Geschmack. Deswegen<br />

eignet sie sich auch besonders für<br />

Behandlungen von Kindern.<br />

62 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Mädesüß<br />

Filipendula ulmaria<br />

Das echte Mädesüß ist<br />

eine sanfte Heilpflanze<br />

ohne Nebenwirkungen,<br />

aus der man ursprüng -<br />

liche die Salicylsäure<br />

gewonnen hat.<br />

Aus der Salicylsäure hat<br />

man dann das fieber -<br />

senkende und schmerzlindernde<br />

berühmte<br />

Aspirin entwickelt.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/echte-maedesuess-wiesenkoenigin-heilpflanze/<br />

© Madeleine Steinbach / shutterstock.com<br />

Das echte Mädesüß,<br />

auch bekannt als<br />

Filipendula<br />

ulmaria, ist eine<br />

Heilpflanze, die zur Gewinnung<br />

von Salicylsäure diente – dem<br />

ursprung von Aspirin. Die in<br />

Europa beheimatete Pflanze<br />

wächst vorrangig auf nassen<br />

Wiesen und an Gewässerrändern.<br />

Mädesüß erreicht eine Höhe von<br />

über einem Meter und blüht von<br />

Juni bis August mit cremeweißen<br />

Blüten. Die Wiesenpflanze bietet<br />

eine gute Verträglichkeit und<br />

Wirksamkeit <strong>gegen</strong> Erkältungen<br />

und Kopfschmerzen. Sowohl<br />

Blüten als auch Blätter finden in<br />

der Therapie Anwendung, die<br />

Homöopathie nutzt zudem die<br />

Wurzelteile.<br />

Interessanterweise leitet sich der<br />

Name Mädesüß von seiner Verwendung<br />

zur Verbesserung von<br />

Met, einem alten Honigwein, ab.<br />

In England findet es noch immer<br />

Anwendung zur Aromatisierung<br />

von Bier und Wein. Historisch<br />

betrachtet, galt Mädesüß als eine<br />

der heiligsten Pflanzen der Kelten.<br />

Wertvolle Naturstoffe<br />

Mädesüß zeichnet sich durch Inhaltsstoffe<br />

aus, die entzündungshemmend<br />

und schweißtreibend<br />

wirken. Weniger bekannt ist,<br />

dass die Substanz Salicylsäure<br />

aus der Pflanze isoliert wurde,<br />

aus der das Aspirin entstand.<br />

Mädesüß hilft bei Erkältungen<br />

und unterstützt die Körperreinigung<br />

ohne Nebenwirkungen.<br />

TIPP: Mädesüßtee –<br />

Mädesüßblüten mit<br />

Linden- und<br />

Holunderblüten<br />

Ein Tee aus Mädesüß, gemischt<br />

mit Linden- und Holunder -<br />

blüten, erweitert das Wirkungsspektrum<br />

und verbessert den<br />

Geschmack.<br />

Dazu mischt man drei Teile<br />

Holunderblüten, drei Teile<br />

Lindenblüten und zwei Teile<br />

Mädesüßblüten. Danach<br />

übergießt zwei Teelöffel davon<br />

mit 150ml kochendem Wasser,<br />

lässt etwa 10 Minuten ziehen,<br />

seiht ab und trinkt mehrmals<br />

täglich eine Tasse.<br />

Menschen mit einer Salicylatunverträglichkeit<br />

sollten den Tee<br />

jedoch meiden.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 63


© sudarat chanthubha / shutterstock.com<br />

Hibiskus<br />

Hibiscus sabdariffa<br />

Der Hibiskus ist in Asien bekannt<br />

als »sanfte Blüte« und hat eine<br />

reiche symbolische Bedeutung.<br />

In China steht Hibiskus für<br />

Ruhm und Reichtum, in Hawaii ist er die Staatsblume.<br />

Die Hibiskusblüten werden zur Her -<br />

stellung von Tee genutzt und sind für ihren<br />

säuerlichen Geschmack und ihre tiefrote Farbe<br />

bekannt. Dieser Tee ist nicht nur beliebt in<br />

Ägypten, dem Sudan und Mexiko, sondern auch<br />

in der vegetarischen Küche Südasiens.<br />

Hibiskus ist reich an<br />

Vitamin C, hilft <strong>gegen</strong><br />

Erkältung, unterstützt<br />

das Immunsystem<br />

und hilft <strong>gegen</strong><br />

<strong>Infektionen</strong> und<br />

Erkältung. Seine<br />

Naturstoffe entfalten<br />

zudem eine Wirkung<br />

<strong>gegen</strong> Bakterien.<br />

Gesundheitliche Vorteile<br />

Hibiskus hat sich als wirksames Heilkraut<br />

erwiesen. Er reguliert den Blutdruck, senkt den<br />

Cholesterinspiegel und stärkt das Immunsystem.<br />

Außerdem hilft er bei der Bekämpfung von<br />

Bakterien und Entzündungen.<br />

In der Volksmedizin wird Hibiskus bei Erkältungen,<br />

Kreislaufbeschwerden und Ekzemen empfohlen.<br />

Schwangere Frauen sollten ihn jedoch<br />

vorsichtig genießen, da er den Östrogenspiegel<br />

erhöhen kann.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/wirkung-von-hibiskustee/<br />

64 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Wacholder<br />

Juniperus communis<br />

© Vladimir Pankov / shutterstock.com<br />

Der Wacholder wirkt<br />

auf den Organismus<br />

reinigend, schützt vor<br />

<strong>Infektionen</strong> mit Viren und<br />

Bakterien, hilft <strong>gegen</strong><br />

Erkältungen und Grippe.<br />

Wacholder hatte früher als<br />

Zauberbaum große Bedeutung,<br />

seine Zweige mit den<br />

stechenden Nadeln konnten<br />

Kobolde, Druiden, Hexen,<br />

sogar den Teufel und alle<br />

bösen Dämonen in die Flucht<br />

schlagen.<br />

Weitere Informationen und umfassende<br />

Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/wacholder/<br />

Wacholder (Juniperus<br />

communis)<br />

wird bereits seit<br />

der Antike in der<br />

Kräutermedizin verwendet. Traditionell<br />

wird die wichtige Heilpflanze<br />

mit ihren zahlreichen<br />

<strong>gesund</strong>heitlichen Vorteilen zur<br />

Behandlung von Erkältungen,<br />

Grippe, Verdauungsbeschwerden<br />

Aufstoßen, Völlegefühl, Sodbrennen<br />

und Durchfall sowie bei<br />

Rheuma und Gicht eingesetzt.<br />

Die heilenden Eigenschaften des<br />

Wacholders entfalten sich durch<br />

seine entzündungshemmenden,<br />

adstringierenden und antiseptischen<br />

Wirkungen auf Haut und Schleim -<br />

haut, sowie durch seine schleimlösenden,<br />

fiebersenkenden und<br />

schweißtreibenden Effekte.<br />

Wacholder in der<br />

Naturheilkunde<br />

Seit der Antike wird Wacholder<br />

zur Linderung von Schwellungen<br />

und Erkältungen eingesetzt. Die<br />

Räume wurden früher mit<br />

Wacholder geräuchert, um das<br />

Risiko einer Ansteckung zu<br />

verringern. Die Naturstoffe des<br />

Wacholders sollen den Husten<br />

lindern und Geschwüre behandeln.<br />

Besonders bei Erkältungen<br />

und Grippe helfen die schleim -<br />

lösenden, fiebersenkenden und<br />

schweißtreibenden Wirkungen.<br />

Wacholderbeeren sind als harntreibendes<br />

Mittel umstritten,<br />

denn eine Überdosierung kann zu<br />

Nierenschäden führen.<br />

Bereits im alten Rom wurden die<br />

Blätter des Wacholders <strong>gegen</strong><br />

Schlangenbisse verwendet.<br />

Plinius berichtete auch über die<br />

positiven Effekte der Samen bei<br />

Verdauungsproblemen, Magenschmerzen,<br />

Atemwegsproblemen<br />

und Seitenstichen. Wacholder in<br />

Wein eingenommen, stärkt den<br />

Körper, fördert die Verdauung<br />

und den Harnfluss, und wirkt als<br />

Schutz- und Gegenmittel bei<br />

Vergiftungen.<br />

Wacholder in der Küche<br />

Wacholderbeeren sind nach wie<br />

vor beliebte Gewürze für Fisch-,<br />

Fleisch- und Wildgerichte sowie<br />

Marinaden und Sauerkraut.<br />

Gemahlene Wacholderbeeren<br />

werden in verschiedenen Gewürzmischungen<br />

verwendet.<br />

Getränke und Sirup aus Wacholder<br />

werden ebenfalls zur unterstützung<br />

der Verdauung in der<br />

Küche verwendet.<br />

Große Mengen von Wacholderbeeren<br />

werden für die Herstellung<br />

von Wacholderschnaps,<br />

Steinhäger, Gin und Genever verwendet.<br />

Wacholderschnaps ist<br />

ein Branntwein aus den vergo -<br />

renen, wässrigen Auszügen der<br />

zuckerhaltigen Wacholderbeeren.<br />

Bei billigerem Wacholderschnaps<br />

wird dem Alkohol Wacholderöl<br />

zugesetzt.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 65


Ätherische Öle<br />

Beliebte, bewährte Wirkung: Ätherische Öle bei<br />

Ätherische Öle haben<br />

anregende und beruhigende<br />

Wirkung.<br />

Deswegen kann bei<br />

Husten eine Inhalation damit sowie<br />

das Anwenden als Einreibemittel<br />

gut helfen.<br />

unter dem Strich wirken ätherische<br />

Öle vor allem anregend und<br />

beruhigend. Zudem heben sie<br />

unsere Stimmung an und wirken<br />

auch harmonisierend. Denn sie<br />

verhelfen zu mehr Wohlbefinden<br />

– und zwar für Körper und Geist<br />

sowie der Seele. Schließlich helfen<br />

ätherische Öle auch bei der<br />

Linderung der verschiedensten<br />

Beschwerden auf eine besonders<br />

sanfte, natürliche Weise.<br />

Ätherische Öle bei<br />

Husten anwenden und<br />

inhalieren<br />

Für Ätherische Öle ist der Husten<br />

ein wichtiges Einsatzgebiet zum<br />

Anwenden und Inhalieren. Wobei<br />

aktuelle untersuchungen zeigen,<br />

dass pflanzliche ätherische Öle<br />

sogar bei der Behandlung von<br />

Asthma mit Husten wirksam ist.<br />

Dementsprechend sind sie bei<br />

Asthma eine sinnvolle Ergänzung<br />

der Therapie.<br />

Anregende und<br />

beruhigende Wirkung!<br />

Ätherische Öle reizen unsere<br />

Temperaturrezeptoren. Es<br />

kommt dadurch zu einem wohltuenden<br />

Gefühl, weil die Nasen -<br />

atmung leichter wird.<br />

Allerdings kommt es zu keiner<br />

messbaren Verbesserung der<br />

Strömungsverhältnisse.<br />

Neben der Einnahme von Pflanzenauszügen<br />

verschiedenster Art<br />

kann man bei Husten ätherische<br />

Ölen inhlaieren sowie als<br />

Einreibemittel anwenden.<br />

Vorsicht vor einer<br />

falschen Anwendung<br />

Wichtig ist eine kompetente Beratung,<br />

wenn man ätherische<br />

Ölen bei Husten inhalieren will.<br />

Denn bei der falschen Anwendung<br />

kann es wirklich zu einer<br />

<strong>gesund</strong>heitlichen Gefährdung –<br />

vor allem von Kindern –<br />

kommen.<br />

Die klassische Methode:<br />

heißen Wasserdampf<br />

mit einigen Tropfen<br />

ätherischem Öl und<br />

einem Tuch über den<br />

Kopf inhalieren!<br />

Die altbekannte klassische<br />

Methode ist es, eine Schüssel mit<br />

heißem Wasser anzufüllen,<br />

einige Tropfen ätherisches Öl<br />

beizugeben und über den Kopf<br />

ein Tuch zu stülpen.<br />

Doch das kann einerseits zu<br />

einer unnötigen Reizung der<br />

Augen führen und andererseits<br />

eben zu einer Gefährdung der zu<br />

behandelnden Person durch<br />

Verbrühung.<br />

Gefahrloser hin<strong>gegen</strong> ist die<br />

Verwendung von standfesten<br />

Dampfinhalatoren.<br />

Gefahr Kratschmer-Reflex<br />

(Kratschmer-Holmgren-Refle<br />

Wer ätherische Öle bei Husten und Er -<br />

kältung inhalieren will, sollte auch beim<br />

Anwenden immer bedenken, dass der<br />

Kratschmer-Reflex auftreten kann. und<br />

zwar gilt das bei Kleinkindern und<br />

Säuglingen. Der Kratschmer-Reflex kann<br />

nämlich bei Anwendung von menthol -<br />

haltigen Zubereitungen im Gesicht und<br />

speziell in der Nase entstehen.<br />

Der auch als Kratschmer-Holmgren- Refl<br />

bezeichnete Zustand ist ein über den<br />

Trigeminus ausgelöster reflektorischer<br />

Atemstillstand mit Herzstillstand. und d<br />

geschieht durch die Einwirkung stark reizender<br />

Stoffe – wie beispielsweise Äther,<br />

Chloroform und Essigsäure – auf die<br />

Nasenschleimhaut.<br />

Daher gibt es für Kleinkinder mentholfrei<br />

Einreibemittel. Die Anwendung dieser<br />

Salben kann die Nachtruhe der Patienten<br />

deutlich verbessern!<br />

66 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Wichtige Lieferanten für<br />

ätherische Öle bei Husten<br />

– Anis- und Fenchelfrüchte,<br />

– Eukalyptusblätter,<br />

– Fichten-/Föhrennadeldestillat,<br />

– Minzöl,<br />

– Eisenkraut,<br />

– Quendel- oder Thymiankraut.<br />

x)<br />

ex<br />

as<br />

e<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/aetherische-oele-bei-husten-anwenden/<br />

© Olga Miltsova / shutterstock<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 67


Thymian<br />

Thymus vulgaris<br />

Die leckere Gewürzpflanze<br />

Thymian hilft uns auch als<br />

Heilpflanze bei Erkältungen,<br />

Husten und Bronchitis.<br />

Grundsätzlich werden<br />

dem Thymus vulgaris<br />

schleim- und krampf -<br />

lösende Wirkungen zugesprochen.<br />

Zudem soll die<br />

Heilpflanze den Auswurf<br />

fördern. Schließlich<br />

bekämpft es effektiv<br />

Krankheitserreger wie<br />

Bakterien, Viren und<br />

Pilzen und kann auch<br />

Entzündungen hemmen.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/arzneipflanze-thymian-bei-erkaeltungen/<br />

© Anuta23 / shutterstock.com<br />

Seit der Antike schätzen<br />

die Menschen Thymian<br />

als wertvolle Heilpflanze.<br />

So beschrieb im ersten<br />

Jahrhundert der römische<br />

Gelehrte Plinius (der Ältere) die<br />

positiven Wirkungen des Thymus<br />

vulgaris. Im 12. Jahrhundert<br />

beschrieb Hildegard von<br />

Bingen zahlreiche Einsatzgebiete<br />

der Heilpflanze Thymian.<br />

Thymian bei Erkältung<br />

Der Thymian zählt zu den<br />

wertvollsten Heilpflanzen bei<br />

Erkältungen, Husten und<br />

Bronchitis. Denn es gibt kaum<br />

einen Bereich bei Erkältungen,<br />

wo die Arzneipflanze nicht helfen<br />

könnte. Die größte Stärke liegt in<br />

den heilsamen Wirkungen seiner<br />

Naturstoffe in Bezug auf die<br />

Lunge und den Bronchien.<br />

Die ätherischen Öle mit dem<br />

Wirkstoff Thymol zeigen auch<br />

starke antimikrobiellen Eigenschaften,<br />

eine der häufigsten<br />

Anwendungen sind Thymianöl-<br />

Inhalationen bei Erkältung,<br />

Schnupfen und vor allem <strong>gegen</strong><br />

Husten und Bronchitis. Dazu gibt<br />

man etwa 3 Tropfen Thymianöl in<br />

2 Liter Wasser. Die Anwendung<br />

von Thymian befeuchtet auch die<br />

gereizten Nasennebenhöhlen.<br />

Zudem wirkt sie auch <strong>gegen</strong><br />

Viren sowie Erschöpfung.<br />

Bei Covid 19 & Grippe<br />

Thymol sowie ätherisches<br />

Thymianöl werden in der traditionellen<br />

Medizin seit langem als<br />

schleimlösende, entzündungshemmende,<br />

antivirale,<br />

antibakte rielle und antiseptische<br />

Mittel verwendet.<br />

Die enthaltenen Verbindungen<br />

von Polyphenolen könnte vor<br />

allem auch für die Behandlung<br />

Covid 19 relevant sein, wie eine<br />

rezente Studie zeigen konnte.<br />

unter dem Strich entfalten die<br />

Naturstoffe hauptsächlich bei der<br />

Behandlung der oberen Atem wege<br />

gute Effekte. Es bestehen aber<br />

auch Wirkungen <strong>gegen</strong> Krankheitserreger<br />

in den Schleimhäuten,<br />

<strong>gegen</strong> Pilz erreger und<br />

Leishmaniellen sowie anderen<br />

Viren. Selbst <strong>gegen</strong> Krebszellen<br />

soll Thymianöl und Thymol positive<br />

Wirkungen entfalten.<br />

Thymian <strong>gegen</strong> Husten<br />

und Bronchitis<br />

Der Thymian ist einer der<br />

häufigsten pflanzlichen<br />

Hustenlöser. Viele pflanzliche<br />

Wirkstoffkombinationen mit<br />

Thymian helfen <strong>gegen</strong> Husten<br />

und Bronchitis.<br />

Auch bei Magen- und Darm -<br />

beschwerden kann Thymian bei<br />

der Linderung von verschiedenen<br />

Beschwerden helfen.<br />

68 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Lebensbaum<br />

Thuja occidentalis<br />

Lebensbaum-Zubereitungen, vor allem die<br />

ätherischen Öle, sollen das Immunsystem<br />

stärken und <strong>gegen</strong> Viren wirken.<br />

© Pedal to the Stock / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen<br />

und umfassende Literatur<br />

zum Thema:<br />

https://medmix.at/thujaoccidentalis-abendlaendische-lebensbaum-immuns<br />

ystem/<br />

Der Lebensbaum,<br />

wissenschaftlich<br />

bekannt als Thuja<br />

occidentalis oder<br />

auch als Abendländischer<br />

Lebensbaum, bietet eine Vielzahl<br />

positiver Effekte auf die Gesundheit<br />

durch seine natürlichen<br />

Bestandteile. Diese unterstützen<br />

das Immunsystem und unsere<br />

Abwehrkräfte und wirken <strong>gegen</strong><br />

Viren und andere Krankheitserreger.<br />

Verantwortlich sind dafür<br />

sind die immunstimulierenden,<br />

fieber senkenden, entzündungshemmenden<br />

sowie antiviralen,<br />

antibakteriellen und antimykotischen<br />

Eigenschaften.<br />

Das Ätherische Öl kommt auch<br />

bei Pilzinfektionen, Krebs und<br />

Darmwürmern zum Einsatz.<br />

Indianische Heiler verwendeten<br />

die Rinde des Lebensbaums zur<br />

Herstellung von Sud und Tee.<br />

Im Blickpunkt der<br />

Forschung<br />

Der Abendländische Lebensbaum<br />

stammt aus Nordamerika<br />

und wird auch in Europa und<br />

Brasilien als Zierpflanze kultiviert.<br />

Die Naturstoffe der Thuja<br />

occidentalis stehen seit Jahrzehnten<br />

im Fokus der Forschung<br />

aufgrund ihrer reichen Zusammensetzung<br />

an ätherischen Ölen,<br />

Cumarinen, Flavonoiden, Gerbstoffen<br />

und Proanthocyanidinen.<br />

Anwendungen mit<br />

Thuja occidentalis<br />

Anwendungen mit Thuja<br />

occidentalis unterstützen das<br />

Immunsystem und die Abwehrkräfte<br />

des Körpers <strong>gegen</strong> verschiedene<br />

Krankheitserreger.<br />

Darüber hinaus zeigen sie eine<br />

gute antioxidative Wirkung. Die<br />

Wirkungen der Thuja occidentalis<br />

finden aber auch zahlreiche<br />

weitere Anwendungen in der<br />

Volksmedizin: zum Beispiel als<br />

Antidiabetikum zur Regulierung<br />

von Blutfettwerten sowie <strong>gegen</strong><br />

Arteriosklerose.<br />

Im Magen-Darm-Trakt wirken<br />

die Inhaltsstoffe gastroprotektiv<br />

und unterstützen die Leberfunktion<br />

und haben sich deswegen<br />

zur Behandlung von Lebererkrankungen<br />

und Verdauungsproblemen<br />

bewährt.<br />

Weitere Anwendungsbereiche<br />

sind Bronchialkatarrh, Psoriasis,<br />

Harninkontinenz, Amenorrhoe,<br />

Blasenentzündung, Gebärmutter -<br />

krebs, Kopfschmerzen und<br />

Rheuma sowie zur Behandlung<br />

von Hautproblemen wie Warzen,<br />

Papillomen und Kondylomen.<br />

Sie sind auch bei der Wundbehandlung<br />

hilfreich.<br />

Die natürlichen Thuje-Inhaltsstoffe<br />

finden auch Verwendung in<br />

der Homöopathie <strong>gegen</strong> psycho -<br />

tische Symptome, Schlangenbisse,<br />

Pocken und Impfschäden.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 69


Pfefferminze<br />

Mentha x piperita L., Lamiaceae<br />

Bei Erkältung, Magen-Darm-Beschwerden und<br />

Kopfschmerzen hat sich die Pfefferminze<br />

(Pfefferminzöl) seit jeher bewährt.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum<br />

Thema: https://medmix.at/die-pfefferminze/<br />

© Tatevosian Yana / shutterstock.com<br />

Die Pfefferminze<br />

und das Pfefferminzöl<br />

ist in<br />

Europa und<br />

Nordamerika weit verbreitet.<br />

Diese Heilpflanze bietet lindernde<br />

Wirkungen bei verschiedenen<br />

<strong>gesund</strong>heitlichen Problemen.<br />

Seit langem haben sich ihre<br />

Naturstoffe als wirksam bei<br />

Erkältung, Magen-Darm-Beschwerden<br />

und Kopfschmerzen<br />

bewährt.<br />

Pfefferminze bei<br />

Erkältung<br />

Die Verwendung von Pfefferminze<br />

als Tee kann die Schleimhäute<br />

reizen und schleimlösende Effekte<br />

bei Husten und Reizungen<br />

hervorrufen. Inhalationen mit<br />

Pfefferminzöl können in der<br />

Lunge therapeutische Kon -<br />

zentrationen erreichen und<br />

Bronchospasmen reduzieren.<br />

Pfefferminzöl ist bekannt für<br />

seine desinfizierenden, anti -<br />

mikrobiellen, antiviralen und<br />

antimykotischen Eigenschaften.<br />

Es kann äußerlich auch zur<br />

Schmerzlinderung bei Nervenund<br />

Gliederschmerzen sowie<br />

Weichteilrheumatismus verwendet<br />

werden.<br />

Inhaltsstoffe und<br />

weitere Anwendungen<br />

Pfefferminzkraut enthält ätherisches<br />

Öl mit Hauptbestandteilen<br />

wie Menthol, Gerbstoffen und<br />

Flavonoiden. Es hat krampf -<br />

lösende und blähungstreibende<br />

Wirkungen, erhöht die Gallen -<br />

sekretion und wirkt anästhesierend<br />

auf die Magenschleimhaut,<br />

wodurch Übelkeit und Erbrechen<br />

gelindert werden können.<br />

Pfefferminztee kann auch bei<br />

krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden<br />

hilfreich sein.<br />

Außerdem kann es den unteren<br />

Ösophagussphinkter entspannen.<br />

Die Bestandteile von ätherischem<br />

Pfefferminzöl fördern die<br />

Sekretion von Magensäure und<br />

die Motilität von Magen und<br />

Darm. Bereits im Altertum wurde<br />

die Pfefferminze mit ihrer<br />

vielfältigen Wirkung als Heilpflanze<br />

eingesetzt.<br />

70 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Australischer Teebaum<br />

Melaleuca alternifolia<br />

Der Australische Teebaum ist eine altbewährte Heilpflanze mit vielfältigen<br />

positiven Wirkungen, insbesondere durch das enthaltene Teebaumöl.<br />

Die Aborigines<br />

kannten bereits<br />

die heilenden<br />

Eigenschaften<br />

des Australischen Teebaums und<br />

seines Teebaumöls. Sie verwendeten<br />

die Pflanze zur Wund -<br />

heilung und brauten Tee aus den<br />

Blättern.<br />

Erst <strong>gegen</strong> Ende des 18. Jahrhunderts<br />

wurde die Heilwirkung<br />

in Australien erkannt, und von<br />

dort fand der Australische Teebaum<br />

seinen Weg nach Europa.<br />

Australischer Teebaum:<br />

Inhaltsstoffe, Wirkung<br />

Teebaumöl wird aus den Blättern<br />

und Zweigen des Australischen<br />

Teebaums durch Wasserdampfdestillation<br />

gewonnen. Es handelt<br />

sich um eine klare bis leicht<br />

gelbliche Flüssigkeit mit einem<br />

frischen, würzigen Duft. Das<br />

ätherische Teebaumöl besteht<br />

aus etwa 100 verschiedenen<br />

komplexen Alkoholen und ätherischen<br />

Ölen, wobei Terpinen-4-<br />

ol mit 40 % den Hauptwirkstoff<br />

ausmacht. Diese alkoholische<br />

Verbindung findet sich auch in<br />

geringeren Mengen in Lavendelund<br />

Eukalyptusöl.<br />

Das Teebaumöl zeigt eine breite<br />

antimikrobielle Wirkung <strong>gegen</strong><br />

verschiedene Bakterien, Hefen<br />

und Pilze, einschließlich resisten -<br />

ten Keimen.<br />

Es kann bei Infektionskrankheiten<br />

und Hautproblemen wie Ekzemen,<br />

Warzen, Pickeln, Akne und<br />

Psoriasis verwendet werden. Es<br />

hat sich auch bei der Behandlung<br />

von Kontaktdermatitis bei Kindern<br />

als wirksam erwiesen.<br />

Teebaumöl:<br />

Entzündungshemmend<br />

und wundheilend<br />

Die Inhalation von Teebaum -<br />

öl kann bei Beschwerden durch<br />

eine Erkältung wie Schnupfen<br />

und Heiserkeit lindernd wirken.<br />

Ein Dampfbad mit einigen<br />

Tropfen Teebaumöl ist ein<br />

bewährtes Hausmittel bei<br />

Erkältungen.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/australischer-teebaum-teebaumoel/<br />

© ronstik / shutterstock.com<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 71


Hustentees (Bronchialtees)<br />

– seit jeher beliebt und bewährt<br />

© Artmim / shutterstock.com<br />

Hustentees, auch bekannt als Bronchialtees, haben<br />

in der Volksmedizin eine lange Geschichte und<br />

werden erfolgreich eingesetzt. Es gibt effektive<br />

Teemischungen, die speziell auf Beschwerden der<br />

Atemwege wie Husten abgestimmt sind.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/hustentees-bronchialtees/<br />

72 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


© Halil ibrahim mescioglu / shutterstock.com<br />

Hustentees und<br />

Bronchialtees<br />

werden hauptsächlich<br />

zur Linderung<br />

von Husten und anderen<br />

Symptomen einer Bronchitis verwendet.<br />

Diese Teemischungen<br />

können je nach den aktuellen Bedürfnissen<br />

bei Erkältungskrankheiten<br />

unterschiedlich wirksam<br />

sein. Zum Beispiel kann anfänglicher<br />

Reizhusten schnell zu einem<br />

verschleimten Husten führen, was<br />

oft auf eine Bronchienentzündung<br />

hinweist. Daher ist es wichtig,<br />

Teemischungen entsprechend<br />

den aktuellen Symptomen auszuwählen.<br />

Wenn die Symptome jedoch bereits<br />

seit etwa drei Wochen andauern,<br />

ist es ratsam, einen Arzt<br />

aufzusuchen.<br />

Hustentees zur<br />

Vorbeugung<br />

Hustentees und Bronchialtees<br />

können auch präventiv eingesetzt<br />

werden, insbesondere in<br />

der kalten Jahreszeit. Wenn sie<br />

richtig zubereitet werden,<br />

schmecken die meisten Tees gut<br />

und wärmen den Körper von<br />

innen.<br />

Hustentees bei trockenem<br />

Reizhusten<br />

Bei trockenem Reizhusten enthalten<br />

Heilpflanzen wie Eibisch,<br />

Isländisches Moos, Malve, Spitzwegerich<br />

und Königskerze<br />

pflanzliche Schleimstoffe, die<br />

sich im Wasser auflösen. Diese<br />

gelösten Substanzen legen sich<br />

schützend um die entzündeten<br />

Schleimhäute im hinteren Rachenraum<br />

und verhindern lokale Reizungen,<br />

was dazu beitragen kann,<br />

den Reizhusten zu unterdrücken.<br />

Hustentees mit schleimlösenden<br />

Heilpflanzen wie Thymian und<br />

Süßholzwurzel haben sich ebenfalls<br />

bewährt.<br />

Schonende Zubereitung<br />

mit kaltem Wasser<br />

Die Zubereitung von Hustentees<br />

und Bronchialtees mit<br />

schleimhaltigen Heilpflanzen<br />

sollte schonend mit kaltem<br />

Wasser erfolgen. Dies ermöglicht<br />

eine verzögerte Freisetzung<br />

bestimmter Pflanzenstoffe, die<br />

das mikrobielle Wachstum hemmen<br />

können. Dies trägt nicht nur<br />

zur besseren Geschmacksqualität<br />

des Tees bei, sondern ermöglicht<br />

auch eine längere Haltbarkeit.<br />

Die Teemischung sollte gut verschlossen<br />

und vor Feuchtigkeit<br />

und Licht geschützt aufbewahrt<br />

werden. Zur Zubereitung gießt<br />

man etwa einen Esslöffel der<br />

Heilpflanzenmischung mit etwa<br />

150 ml Wasser mit Zimmer -<br />

temperatur oder einer Teetasse<br />

Wasser auf. Nach 1 bis 2 Stunden<br />

Einwirkzeit sollte der Tee durch<br />

ein Teesieb abgesiebt werden.<br />

Frisch trinken<br />

Hustentees und Bronchialtees<br />

sollte man am besten frisch trinken.<br />

Wenn Sie jedoch Vorräte<br />

benötigen, können Sie den Tee in<br />

einer gut verschlossenen Thermos -<br />

kanne aufbewahren und bei Bedarf<br />

leicht erwärmen, ohne ihn<br />

zu heiß werden zu lassen.<br />

Manche Tees enthalten Heilpflanzen<br />

wie Anis, Fenchel,<br />

Thymian und Quendel, die mit<br />

ihren ätherischen Ölen die<br />

Sekretion von Bronchialsekret<br />

fördern und die Bewegung der<br />

Bronchienzilien erhöhen. Dies<br />

hilft, festsitzendes Sekret zu verflüssigen,<br />

was den Betroffenen<br />

das Abhusten erleichtert. Bei<br />

Krampf- und Reizhusten, insbesondere<br />

bei Asthma, sollten<br />

krampflösende Tees konsumiert<br />

werden, um Austrocknung zu<br />

verhindern. Experten empfehlen<br />

daher, solche Husten- und Bronchialtees<br />

regelmäßig zu trinken.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 73


Isländisch Moos<br />

Taraxacum officinale<br />

© Lunov Mykola©shutterstock<br />

Isländisch Moos wird vor allem zur Linderung von Husten und<br />

Reizungen im Mund und Rachenraum verwendet. Es enthält<br />

Schleimstoffe, die eine schützende Schicht über die Schleimhäute<br />

legen und Reizungen lindern können.<br />

© Fun Stocker / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur<br />

zum Thema: https://medmix.at/islaendischmoos-wirkung-halsschmerzen-husten/<br />

Unter der Bezeichnung Muscus<br />

islandicus catharticus hat man das Isländisch<br />

Moos im Jahre 1672 im<br />

Arzneimittelverzeichnis Kopenhagener<br />

Taxe als Heilpflanze verzeichnet.<br />

Isländisch Moos ist botanisch gesehen<br />

kein Moos, sondern eine Flechte<br />

Das Isländisch<br />

Moos setzt man<br />

in der Volksmedizin<br />

seit vielen<br />

Jahrhunderten <strong>gegen</strong> eine Reihe<br />

von Erkrankungen ein. So haben<br />

sich Zubereitungen mit Isländisches<br />

Moos bei Halsschmerzen,<br />

Heiserkeit, Husten (Reizhusten)<br />

sowie anderen entzündlichen Erkrankungen<br />

der Schleimhäute<br />

bewährt.<br />

Isländisch Moos bei<br />

Infekt und Erkältungen<br />

Isländisch Moos enthält viele<br />

Verbindungen – wie Poly -<br />

saccharide, bitter schmeckende<br />

Flechtensäuren und andere<br />

sekun däre Pflanzenstoffe. Im<br />

Grunde genommen setzt man die<br />

Heilpflanze bei Husten, Halsschmerzen<br />

und Heiserkeit als<br />

Folge von <strong>Infektionen</strong> wie Erkältungen<br />

ein.<br />

Hierzu schätzt man Isländisch<br />

Moos wegen seiner reizlindernden<br />

Wirkung vor allem auch als<br />

Mittel bei trockenem Reizhusten.<br />

Wobei seine Schleimstoffe eine<br />

rein physikalische Wirkung entfalten.<br />

Es bildet sich dadurch ein<br />

Schutzfilm auf der Schleimhaut,<br />

der Reizungen ent<strong>gegen</strong>wirken<br />

soll. Über eine immunstimu -<br />

lierende Wirkung auf das<br />

Immunsystem ist allerdings<br />

wenig bekannt.<br />

Wirkung<br />

Die Schleimstoffe von Isländisch<br />

Moos legen sich wie ein Balsam<br />

auf die Schleimhäute im Mund,<br />

Rachen und Hals. Das soll die<br />

Schleimhaut vor Krankheitserregern<br />

schützen. Wobei die Naturstoffe<br />

der Heilpflanze bilden eine<br />

doppelte, schützende Schicht.<br />

Der Film verhindert als Balsam<br />

weitere Reizungen im Mund und<br />

Rachenraum. Außerdem lindern<br />

die Schleimstoffe mit ihrer physikalischen<br />

Wirkung auch Husten<br />

und die Schleimhäute können<br />

sich besser erholen.<br />

Verträglichkeit<br />

Bewährte Anwendungen sind<br />

Tee, Hustensäfte sowie Pastillen.<br />

Hauptsächlich sind wässrige<br />

Extrakte (weniger alkoholische)<br />

in Husten säften und Pastillen<br />

verarbeitet. Bekannte Nebenwirkungen<br />

können Juckreiz, Übelkeit,<br />

Bauchschmerzen, Sodbrennen<br />

sowie Reizungen im Mund<br />

und Rachen sein. Es kann auch<br />

zu Wechselwirkungen mit anderen<br />

Medikamenten kommen.<br />

74 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Malve (Käsepappel)<br />

Malva silvestra<br />

Die Malve, auch als Käsepappel bekannt,<br />

wird bei Erkältungen, leichten<br />

Schleimhautentzündungen im Mund und<br />

Rachen sowie Magen-Darm-Beschwerden<br />

wie Sodbrennen verwendet.<br />

Die Malve wird in verschiedenen<br />

Zubereitungen wie Tee, Pastillen und<br />

Badezusätzen verwendet.<br />

Die Malve, Käsepappel, setzt man sehr gerne als<br />

Käsepappeltee ein. Ein Teeaufguss wirkt<br />

reizmildernd bei leichten Entzün dungen der<br />

Schleimhaut im Mund- und Rachenraum und hilft<br />

mit seinen Schleim- und Gerbstoffen bei der Bekämpfung von<br />

Erkrankungen der Atmungsorgane.<br />

Daher ist Käsepappeltee bei Erkältungskrankheiten sehr beliebt.<br />

Schließlich gilt das auch für Erkrankungen der Atmungsorgane<br />

wie Bronchitis und Keuchhusten.<br />

Die entzündungshemmende Wirkung der Käsepappel hilft<br />

übrigens auch <strong>gegen</strong> Halsschmerzen sowie Mund-, Rachen- und<br />

Zahnfleisch entzündungen. Nützlich sind auch Gurgellösungen<br />

oder Mundwässer.<br />

Inhaltsstoffe<br />

Die aktiven Komponenten kommen in den Blättern, den Blüten<br />

sowie den Wurzeln der Pflanze vor. Dazu belegen mehrere Studien<br />

den Schleimgehalt aus Glucose, Galactose, Galacturonsäure und<br />

Glucuronsäure. Denn die Schleimstoffe legen sich wie ein<br />

schützender Film über die Schleimhäute. und sorgen damit für<br />

eine beruhigende Wirkung. Die Forscher fanden obendrein<br />

Flavonoide, Phenolsäuren sowie Gerbstoffe in der Käsepappel.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/kaesepappel-schleimhautreizungen/<br />

In jüngsten Studien waren<br />

Käsepappel-Extrakte sogar<br />

wirksam <strong>gegen</strong> Bakterien.<br />

Daher möchte man nun auch<br />

Mundwässer mit Malve herzustellen.<br />

Diese sollen dann<br />

den parodontalen Biofilm<br />

günstig beeinflussen.<br />

© mypelz / shutterstock.com<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 75


Eukalyptus<br />

für die Atemwege<br />

Die Naturstoffe des Eukalyptus (Euclyptus)<br />

und das ätherische Eukalyptusöl befreien<br />

die Atemwege und wirken positiv bei<br />

Erkältung und Husten.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/eukalyptus-wirkung-atemwege-erkaeltung/<br />

Die Eukalyptus-Blätter enthalten große Mengen an ätheri<br />

Eukalyptusöl. Das kann für Säugetiere und Menschen in derart g<br />

Mengen giftig wirken. Hin<strong>gegen</strong> ist es für die putzigen Koalabä<br />

tägliche Nahrung. Bei der Nahrungswahl sind Koalas übrigen<br />

wählerisch, von allen 600 Eukalyptus-Arten in Australien akzep<br />

sie nur wenige<br />

76 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


schem<br />

roßen<br />

en die<br />

s sehr<br />

tieren<br />

Arten.<br />

Die Wirkung von Eukalyptus<br />

befreit die Atemwege und<br />

hilft bei Erkältung. So hilft<br />

Eukalyptus beziehungsweise<br />

Eukalyptusöl <strong>gegen</strong> verschleimten Husten<br />

und <strong>gegen</strong> eine verstopfte Nase. Daher<br />

haben sich die Naturstoffe des Eukalyptus<br />

bei Erkältung und anderen banalen Erkrankungen<br />

der Atemwege sehr bewährt.<br />

Denn sie helfen beim Abhusten, wirken<br />

krampflösend und helfen im Kampf <strong>gegen</strong><br />

Bakterien. Neueste Studien für Eucalyptus<br />

globulus zeigen sogar vielversprechende<br />

Wirkungen für COVID-19-Patienten. Zudem<br />

ist Eukalyptusöl wohltuend für die<br />

Haut und die Schleimhäute.<br />

Eukalyptus wirkt <strong>gegen</strong> Keime,<br />

entspannt und befreit die<br />

Atemwege!<br />

unter dem Strich enthält Eucalyptus sehr<br />

viel ätherisches Eucalyptusöl, dessen<br />

Dämpfe eine entspannende Wirkung auf<br />

die Muskulatur der Bronchien auslösen.<br />

Gleichzeitig verringern sie die Oberflächenspannung<br />

der Lungenbläschen. Der Gasaustausch<br />

wird dadurch gefördert. Bei Erkältungen<br />

und Husten wird so das Atmen<br />

erleichtert. Flimmerhärchen in den Atemwegen<br />

sind verantwortlich, Sekrete wie<br />

festsitzenden Schleim aus den Bronchien<br />

und Nasenwegen abzutransportieren.<br />

Eukalyptusöl reizt Nervenfasern und verbessert<br />

so die Aktivität dieser Flimmerhärchen,<br />

das Abhusten wird erleichtert. Auch<br />

Kälterezeptoren werden gereizt, durch die<br />

entstan dene Kälte entsteht das Gefühl der<br />

freien Nase. Ferner haben ätherische Öle<br />

keimtötende Wirkung, auf Viren und Bakterien.<br />

Wenn man das Öl in einer Aromalampe<br />

verwendet, so kann man damit auch<br />

die Luft desinfizieren.<br />

Eukalyptus: reichlich ätherisches<br />

Öl in den Blättern<br />

Die Blätter enthalten große Mengen an<br />

ätherischem Eukalyptusöl. Über 600 Eukalyptus<br />

Arten bilden den Großteil des Baumbestandes<br />

Australiens, viele sind Holzlieferanten,<br />

andere Zierbäume.<br />

Wenn man die Blätter als Droge verwendet,<br />

so stammen die meisten von älteren Bäumen<br />

der Art Eucalyptus globulus. Zur Gewinnung<br />

von ätherischem Eukalyptusöl dienen<br />

hauptsächlich die Arten Eucalyptus<br />

fruticetorum, smithii sowie viridis.<br />

Eukalyptusöl einreiben<br />

Einreibungen mit Eukalyptusöl reizen die<br />

Haut und fördern die Durchblutung. Dadurch<br />

lässt sich die Heilung von Entzündungen<br />

beschleunigen. Das ätherische Öl<br />

lindert auch Schmerzen bei Verspannungen<br />

und Rheuma-Beschwerden.<br />

Wann Vorsicht geboten ist<br />

Weil Eukalyptus-Produkte die Atemwege<br />

reizen, sind sie für Menschen mit Asthma<br />

oder chronischen Erkrankungen der Atemwege<br />

nicht geeignet. Auch bei Leber- oder<br />

Gallenproblemen sowie Entzündungen im<br />

Magen sollte man Eukalyptusöl nicht einsetzen.<br />

Auch Schwangere und Kinder sollten<br />

auf Eukalyptusöl verzichten. Zudem<br />

kann bei Herz- und Kreislaufbeschwerden,<br />

Fieber sowie Krampfadern schon die anregende<br />

Wirkung eines Badezusatzes mit<br />

Eukalyptusöl Komplikationen verursachen.<br />

Ätherische Öle darf man übrigens nie unverdünnt<br />

auftragen oder einnehmen!<br />

Der Eukalyptus-Baum – ein<br />

echter Überlebenskünstler<br />

Der Eukalyptus-Baum ist ein echter Überlebenskünstler.<br />

Seine Wurzelstöcke und<br />

Samen überleben Feuer und treiben<br />

danach wieder schneller aus als andere<br />

Pflanzenarten. Buschfeuer verschaffen den<br />

Eukalyptus-Bäumen also Vorteile im<br />

Neustart und vernichten Parasiten. Wobei<br />

die Hitze des Feuers die Samenschalen zum<br />

Platzen bringt, was zur Vermehrung der<br />

Bäume beiträgt. Durch die hoch brenn -<br />

baren Ölen in den Blättern werden<br />

Waldbrände wahrscheinlich gefördert.<br />

Eukalypten sind relativ schnellwüchsige,<br />

immergrüne Bäume und Sträucher. Junge<br />

Blätter unterscheiden sich deutlich von<br />

Blättern an älteren Bäumen.<br />

Die doldigen Blütenstände enthalten viele<br />

Blüten, die Bestäubung durch Insekten<br />

oder Vögel erfolgt. Schließlich sind die<br />

Kapselfrüchte holzig und sehen zapfen artig<br />

aus.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 77


Wenn Viren und Bakterien<br />

Kinder krank machen<br />

Es gibt viele bewährte Heilpflanzen,<br />

die sich sowohl zur Vorbeugung als auch<br />

zur Behandlung von Atemwegsinfekten<br />

bei Kindern eignen.<br />

Ein grippaler Infekt tritt vor allem<br />

bei Kindern sehr oft auf – mit sechs<br />

bis zehn Erkältungen pro Jahr.<br />

Zahlreiche pflanzliche Mittel,<br />

Hausmittel sowie Tee trinken helfen<br />

<strong>gegen</strong> die Beschwerden.<br />

Sinnvoll sind auch vorbeugende<br />

Maßnahmen wie Händewaschen.<br />

AAtemwegsinfekte,<br />

insbesondere grippale<br />

Infekte, treten<br />

bei Kindern häufig<br />

auf, mit durchschnittlich sechs<br />

bis zehn Erkältungen pro Jahr.<br />

Es gibt zahlreiche pflanzliche<br />

Heilmittel, Hausmittel und Tees,<br />

die bei den Symptomen helfen<br />

können. Präventive Maßnahmen<br />

wie regelmäßiges Händewaschen<br />

sind ebenfalls sinnvoll.<br />

Besonders in der kalten Jahreszeit<br />

und bei großen Temperaturschwankungen<br />

haben Kinder ein<br />

erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte.<br />

Eine häufige Erkrankung<br />

ist Bronchitis, eine<br />

Entzündung der Bronchien in<br />

der Lunge. Bei Kindern wird die<br />

akute Bronchitis in der Regel<br />

durch Viren verursacht, kann<br />

aber auch durch Bakterien oder<br />

umweltfaktoren wie Staub, Allergene<br />

oder Tabakrauch ausgelöst<br />

werden. Pflanzliche Heilmittel<br />

eignen sich oft gut zur Vorbeugung<br />

und sanften Behandlung<br />

solcher Infekte, da sie die<br />

Anfälligkeit und Schwere der<br />

Erkrankung reduzieren können.<br />

Dies kann den Bedarf an Antibiotika<br />

für Kindern verringern<br />

und ist daher sehr zu empfehlen.<br />

Heilpflanzen für Kindern<br />

bei Atemwegsinfekten<br />

Über die Jahrhunderte hinweg<br />

haben sich verschiedene Pflanzen<br />

als wirksam bei der Behandlung<br />

von Atemwegsinfekten erwiesen.<br />

Dazu gehören Pflanzen wie Efeu,<br />

der entzündungshemmende und<br />

krampflösende Eigenschaften<br />

hat und die Schleimproduktion<br />

verringern kann.<br />

Präparate mit Thymian können<br />

ebenfalls wirksam sein, da Thymian<br />

antivirale, antibakterielle,<br />

entzündungshemmende und<br />

bronchospasmolytische Eigenschaften<br />

besitzt, die bei Atemwegsinfektionen<br />

helfen können.<br />

Es gibt jedoch viele andere<br />

pflanzliche Heilmittel mit ähnlichen<br />

Effekten. Verschiedene<br />

Pflanzen können dazu beitragen,<br />

78 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


© Pixel-Shot / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/atemwegsinfektionen-pflanzenkraft/<br />

die Symptome von Atemwegs -<br />

infektionen bei Kindern auf<br />

natürliche und sanfte Weise zu<br />

lindern. Die Wirkung pflanzlicher<br />

Heilmittel basiert oft auf einer<br />

Kombination verschiedener<br />

Naturstoffe wie Polyphenole,<br />

Flavonoide und Anthocyane, die<br />

in den Pflanzen enthalten sind.<br />

Diese Kombinationen können<br />

dazu beitragen, die Beschwerden<br />

schnell zu verbessern.<br />

Einige Beispiele für Heilpflanzen,<br />

die bei Atemwegsinfekten hilf reich<br />

sein können, sind Holunder,<br />

Eibisch, Malve, Linden blüten,<br />

Enzian, Primel, Sauerampfer,<br />

Lavendel und Eisenhut. Diese<br />

Pflanzen können Symptome wie<br />

Husten bei Atemwegsinfektionen<br />

lindern.<br />

Bei trockenem Husten können<br />

Pflanzen wie Thymian, Eibischwurzel,<br />

Spitzwegerich, Malvenblätter<br />

und Malvenblüten sowie<br />

verschiedene Kombinationen<br />

von Heilpflanzen hilfreich sein.<br />

Die unterschiedlichen Wirkungen<br />

dieser Pflanzen können<br />

durch die Kombination mehrerer<br />

Pflanzen verstärkt werden und<br />

den betroffenen Kindern und<br />

Erwachsenen schnelle Erleichterung<br />

verschaffen.<br />

Einige der erwünschten Wirkungen<br />

umfassen die Verflüssigung<br />

von Schleim, Schleimlösung,<br />

Förderung des Auswurfs von<br />

Schleim und Schutz der<br />

Schleimhäute.<br />

Effektiv vorbeugen<br />

Pflanzliche Heilmittel können<br />

nicht nur zur Behandlung, sondern<br />

auch zur Vorbeugung von<br />

Krankheiten eingesetzt werden.<br />

Einige pflanzliche Arzneimittel<br />

wie Spitzwegerich und Purpur-<br />

Sonnenhut (Echinacea) können<br />

das Immunsystem stimulieren<br />

und präventive Wirkungen haben.<br />

Andere pflanzliche Heilmittel<br />

fördern die Funktion der<br />

Flimmerepithelzellen in den<br />

Atem wegen und können so die<br />

Sekretabfuhr unterstützen und<br />

<strong>Infektionen</strong> vorbeugen.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 79


Fieber bei Kindern<br />

– muss man erst senken, wenn das<br />

Kind dadurch leidet.<br />

© Ground Picture©shutterstock<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/fieber-bei-kindern-muss-nicht-immer-gesenkt-werden/<br />

80 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


Wenn die Temperatur<br />

stark ansteigt,<br />

kann das<br />

helfen, Krankheitserreger<br />

zu bekämpfen. Es ist<br />

jedoch nicht notwendig, das<br />

Fieber bei Kindern zu senken,<br />

solange das Kind keine offensichtlichen<br />

Beschwerden hat. Es<br />

ist ein häufiger Irrtum anzunehmen,<br />

dass Fieber sofort gesenkt<br />

werden muss. Insbesondere bei<br />

Kindern tritt Fieber oft auf, aber<br />

es ist selten ein gefährliches<br />

Symptom. Fieber ist im Grunde<br />

genommen keine Krankheit,<br />

sondern eine natürliche Reaktion<br />

des Körpers auf eindringende<br />

Krankheitserreger, um sie zu<br />

bekämpfen und den Körper zu<br />

heilen. Solange das Fieber bei<br />

Kindern keine spürbaren Beschwerden<br />

verursacht, ist es<br />

nicht erforderlich, die Temperatur<br />

um jeden Preis zu senken.<br />

Wie gefährlich und wie<br />

sinnvoll Fieber ist<br />

In den letzten Jahrzehnten haben<br />

medizinische Fachkräfte zunehmend<br />

die heilende Wirkung<br />

von Fieber bei Kindern bei der<br />

Bekämpfung von Bakterien und<br />

Viren erkannt. Fieber aktiviert<br />

die körpereigenen Abwehrkräfte,<br />

insbesondere <strong>gegen</strong> Virusinfektionen.<br />

Eine korrekte Messung<br />

der Temperatur ist wichtig und<br />

sollte mindestens fünf Minuten<br />

rektal oder zehn Minuten unter<br />

der Achsel oder im Mund dauern.<br />

Fieber bei Kindern muss<br />

man nicht senken, solange<br />

der Allgemein -<br />

zustand gut ist<br />

Es ist nicht erforderlich, Maßnahmen<br />

<strong>gegen</strong> Fieber bei Kindern<br />

zu ergreifen, solange das<br />

Kind sich wohlfühlt und einen<br />

guten Allgemeinzustand hat.<br />

Wenn jedoch das Fieber über<br />

38,5 Grad ansteigt und das Kind<br />

offensichtlich leidet, sollten sofort<br />

Maßnahmen ergriffen werden,<br />

um das Fieber zu senken.<br />

Thermometer-Anzeigen<br />

nicht entscheidend<br />

Fieber bei Kindern ist nicht die<br />

eigentliche Krankheit, sondern<br />

ein Symptom einer zugrunde liegenden<br />

Infektion oder Entzündung.<br />

Es ist wichtig, die ursache<br />

des Fiebers zu identifizieren.<br />

Mehrere Studien haben gezeigt,<br />

dass Fieber eine wichtige Immunreaktion<br />

des Körpers ist und<br />

das Wachstum von Viren und<br />

Bakterien hemmt.<br />

Hohes Fieber bei jüngeren<br />

Kindern problemloser<br />

Kleine Kinder vertragen oft höhere<br />

Temperaturen besser als<br />

Jugendliche oder Erwachsene.<br />

Dennoch sollten besondere<br />

Warnzeichen beachtet werden,<br />

wie zum Beispiel wenn das Kind<br />

leidet, unruhig ist oder bestimmte<br />

Symptome zeigt.<br />

Medikamente<br />

Zäpfchen sind eine geeignete<br />

Arzneiform für kleine Kinder. Sie<br />

enthalten meist Paracetamol und<br />

sollten entsprechend dosiert<br />

werden. Alternativ kann Ibuprofen<br />

verwendet werden, das auch<br />

Schmerzen lindert. Acetylsalicylsäure<br />

sollte man bei Kindern unter<br />

zwölf Jahren nicht einsetzen.<br />

Hausmittel <strong>gegen</strong><br />

Fieber bei Kindern<br />

Kinder mit Fieber benötigen viel<br />

Flüssigkeit, und Abkühlungsmaßnahmen<br />

sollten erst dann<br />

durchgeführt werden, wenn das<br />

Kind sich warm anfühlt. Klassische<br />

Hausmittel wie Wadenwikkel<br />

oder ein Abkühlungsbad können<br />

angewendet werden, wenn<br />

das Kind sie akzeptiert.<br />

Fieber bei Kindern:<br />

besondere Warnzeichen<br />

Es gibt bestimmte Warnzeichen,<br />

die auf eine ernsthafte Erkrankung<br />

hinweisen können, wie<br />

langanhaltendes Fieber, Flüssigkeitsmangel,<br />

anhaltendes Erbrechen<br />

oder schwere Bauchschmerzen.<br />

Dann ist es wichtig,<br />

frühzeitig ärztliche <strong>Hilfe</strong> in Anspruch<br />

zu nehmen.<br />

Fazit<br />

Krankheiten mit Fieber gehören<br />

zu den häufigsten Gründen für<br />

Krankenhausaufenthalte von<br />

Kindern. Man muss zwischen<br />

harmlosem und potenziell gefährlichem<br />

Fieber unterscheiden<br />

und angemessen handeln. Ärzte<br />

und Eltern sollten für die richtige<br />

Behandlung zusammenarbeiten<br />

und sicherstellen, dass das Kind<br />

ausreichend Flüssigkeit erhält.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 81


© Africa Studio / shutterstock.com<br />

© Africa Studio / shutterstock.com<br />

Bevor man auf beliebte Erkältungsmittel<br />

zurückgreift, ist es wichtig zu verstehen, welche<br />

bekannten Hausmittel wie Honig, Zwiebeln und<br />

Vitamin C tatsächlich gut wirken können.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/hausmittel-erkaeltungsmittel-die-<strong>gegen</strong>-husten-und-schnupfen-helfen/<br />

82 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Hausmittel und<br />

Erkältungsmittel<br />

Welche Mittel bei Husten und<br />

Schnupfen helfen<br />

Erkältungen werden<br />

hauptsächlich durch<br />

Viren verursacht.<br />

Die damit verbundenen<br />

Symptome wie Schnupfen,<br />

Niesen, verstopfte Nase und<br />

Husten sowie Halsschmerzen<br />

können äußerst lästig sein und<br />

die Lebensqualität beeinträchtigen.<br />

Es ist oft schwierig, diese<br />

Krankheitskeime selbst zu bekämpfen,<br />

da Erkältungsviren<br />

Verwandlungskünstler sind, und<br />

bei jedem dritten Infekt andere<br />

Krankheitserreger beteiligt sein<br />

können. Dennoch gibt es bewährte<br />

Hausmittel und Erkältungsmittel,<br />

die <strong>gegen</strong> diese Beschwerden erfolgreich<br />

helfen.<br />

Pflanzliche Mittel<br />

Pflanzliche Mittel wie Knoblauch<br />

und Zwiebeln haben sich als<br />

wirksam <strong>gegen</strong> Husten und<br />

Schnupfen erwiesen. Sie können<br />

dazu beitragen, die Beschwerden<br />

zu lindern und die Krankheitskeime<br />

in Schach zu halten.<br />

Honig<br />

Honig ist ein bewährtes Hausmittel<br />

<strong>gegen</strong> Husten und<br />

Schnupfen. Er kann beispielsweise<br />

mit Kräutertee oder heißem<br />

Zitronenwasser kombiniert<br />

werden. Studien haben gezeigt,<br />

dass Honig den Hustenreiz während<br />

der Nacht reduzieren und<br />

den Schlaf erleichtern kann. Die<br />

Wirksamkeit von Honig bei der<br />

Linderung von Husten steht oft<br />

auf einer Stufe mit bekannten<br />

Hustenmitteln. Es ist jedoch<br />

wichtig, kleinen Kindern unter<br />

einem Jahr keinen Honig zu<br />

geben, da dies das Risiko von<br />

Säuglingsbotulismus birgt, einer<br />

seltenen, schweren<br />

Lebensmittelvergiftung.<br />

Vitamin C<br />

Die Wirksamkeit von Vitamin C<br />

als Erkältungsmittel <strong>gegen</strong> Husten<br />

und Schnupfen ist nicht eindeutig<br />

belegt. Es gibt einige Studien, die<br />

darauf hinweisen, dass Vitamin C<br />

die Dauer einer Erkältung verkürzen<br />

könnte, während andere<br />

Studien wenig bis keinen Nutzen<br />

zeigen. Vitamin C kann jedoch<br />

besonders wichtig sein, wenn ein<br />

Mangel besteht, insbesondere in<br />

kalten Klimazonen, da es das<br />

Immunsystem stärken kann.<br />

Eine ausgewogene Ernährung ist<br />

jedoch die beste Quelle für<br />

Vitamin C, und hohe Dosen<br />

können Magen-Darm-Probleme<br />

verursachen.<br />

Zink<br />

Zink ist ein bewährtes Hausmittel<br />

<strong>gegen</strong> Husten und Schnupfen.<br />

Eine Analyse von Forschungs -<br />

ergebnissen ergab, dass Zinkpräparate<br />

in den ersten Tagen einer<br />

Erkältung die Krankheitsdauer<br />

verkürzen können. Die Qualität<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT1 | <strong>MEDMIX</strong> 83


von Zinkpräparaten kann jedoch<br />

variieren, da sie oft keiner<br />

strengen Regulierung unterliegen.<br />

Eine langfristige Einnahme von<br />

Zink über etwa fünf Monate<br />

kann dazu beitragen, Erkältungen<br />

vorzubeugen. Dennoch sollten<br />

Menschen, die bereits eine<br />

ausgewogene Ernährung haben,<br />

keine zusätzlichen Zinkpräparate<br />

einnehmen, da zu viel Zink toxisch<br />

sein kann.<br />

Heiße Flüssigkeiten<br />

Heiße Flüssigkeiten sind ein bewährtes<br />

Hausmittel <strong>gegen</strong> Husten<br />

und Schnupfen. Sie können den<br />

Schleim in den Atemwegen und<br />

Nebenhöhlen lösen, was das Abfließen<br />

erleichtert. Forschungen<br />

haben gezeigt, dass heiße Getränke<br />

die Symptome von Erkältungen,<br />

einschließlich Husten,<br />

Niesen, Halsschmerzen, Frösteln<br />

und Müdigkeit, lindern können.<br />

Im Gegensatz dazu können so<br />

manche Getränke bei Raumtemperatur<br />

diese Symptome weniger<br />

effektiv lindern.<br />

Salzwasser<br />

Spülungen mit Salzwasser können<br />

verstopfte Nasen öffnen und<br />

die Nebenhöhlen ausspülen. Es<br />

ist wichtig, dabei destilliertes,<br />

steriles oder abgekochtes Wasser<br />

zu verwenden, um <strong>Infektionen</strong><br />

zu vermeiden. Verwendete utensilien<br />

sollten man nach jedem<br />

Gebrauch gründlich reinigen und<br />

an der Luft trocknen.<br />

Klassiker Hühnersuppe<br />

bei Erkältung und<br />

<strong>Infektionen</strong><br />

Überall auf der Welt gilt eine gute<br />

Hühnersuppe als traditionelles<br />

Heilmittel bei Erkältungen und<br />

<strong>Infektionen</strong> wie Grippe und Covid-19.<br />

Besonders wirksam ist sie<br />

Weltweit genießen die Menschen heiße wohltuende<br />

Suppen aus diversen Gewürzen, Kräutern und Gemüseund<br />

Obstsorten bei Erkältung und <strong>Infektionen</strong> der<br />

Atemwege zur Unterstützung der Behandlung.<br />

scharf gewürzt und mit frischem<br />

Gemüse angereichert. Die Zubereitung<br />

von Hühnersuppe zu<br />

Hause wird besonders geschätzt,<br />

da viele Menschen damit ihre<br />

Beschwerden lindern konnten.<br />

Forscher haben zudem entdeckt,<br />

dass Hühnersuppe nennenswerte<br />

Mengen des Aminosäure-Bausteins<br />

Cystein enthält, der entzündete<br />

Schleimhäute abschwellen<br />

lassen kann. Zudem wirkt sie<br />

hemmend auf die Bewegung von<br />

weißen Blutkörperchen, was den<br />

Heilungsprozess unterstützt.<br />

Neben physischen Vorteilen<br />

bietet die sorgfältige Zubereitung<br />

von Hühnersuppe<br />

auch psychosozialen Halt.<br />

Ebenfalls beliebt sind andere<br />

heiße Suppen sowie spezielle Getränke<br />

wie der kolumbianische<br />

Orangentrunk mit Butter, Honig<br />

und Eukalyptus für eine freie<br />

Nase. Weltweit nutzen Menschen<br />

die Kraft heißer Suppen, angereichert<br />

mit einer Vielfalt an Gewürzen,<br />

Kräutern sowie Gemüseund<br />

Obstsorten, zur Linderung<br />

von Symptomen bei Erkältungen<br />

und Atemwegsinfektionen.<br />

© margouillat photo / shutterstock.com<br />

Scharfe Gewürze,<br />

Knoblauch und Zwiebeln<br />

in der Nahrung<br />

Das Hinzufügen von scharfen<br />

Gewürzen und Zwiebeln kann<br />

beispielsweise die Wirkung einer<br />

Hühnersuppe <strong>gegen</strong> Erkältungen<br />

und <strong>Infektionen</strong> verstärken.<br />

Wobei Experten allgemein oftmals<br />

eine intensivere Nutzung<br />

von Gewürzen empfehlen.<br />

Traditionelle Heilmittel aus verschiedenen<br />

Kulturen, wie von<br />

Kurkuma in Indien, Chili in<br />

Mexiko oder gegrillten Frühlingszwiebeln<br />

in Japan, unterstreichen<br />

die Bedeutung von Gewürzen<br />

und spezifischen Inhaltsstoffen<br />

wie Senfölen und ätherischen<br />

Ölen für die Gesundheit.<br />

84 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


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Hausmittel bei Halsschme<br />

In den meisten Fällen verursachen Viren Halsschmerzen. Zahlreiche<br />

Hausmittel, pflanzliche Arzneimittel und Naturstoffe können dazu<br />

beitragen, die Genesung zu beschleunigen.<br />

Hausmittel wie Bonbons<br />

und Hals -<br />

pastillen können<br />

die Schleimhäute<br />

befeuchten und die Produktion<br />

von Abwehrstoffen anregen.<br />

Kräuterzusätze wie Salbei, Eukalyptus<br />

und Latschenkiefer wirken<br />

leicht desinfizierend, während<br />

salzhaltige Lutschtabletten die<br />

Rachenschleimhaut be feuchten<br />

und abschwellen lassen. Isländisches<br />

Moos bildet einen schützenden<br />

Film auf der Schleimhaut,<br />

um Halsschmerzen zu lindern.<br />

Halsschmerzen durch<br />

Viren<br />

Halsschmerzen sind häufig, nicht<br />

nur in der kalten Jahreszeit. Obwohl<br />

sie in der Regel harmlos<br />

sind und schnell abklingen, können<br />

sie auch ein Anzeichen für<br />

beginnende Erkältungen oder<br />

sogar Covid-19 sein.<br />

Meistens sind verursachen Viren<br />

Halsschmerzen, insbesondere<br />

bei Erkältung oder grippalen Infekten.<br />

Die Viren gelangen über<br />

Tröpfcheninfektion in die oberen<br />

Atemwege und führen zu geschwollenen<br />

Nasenschleimhäuten<br />

und vermehrter Produktion<br />

von Nasensekret. Das Sekret<br />

kann in den Rachen gelangen<br />

und die Viren können sich ausbreiten.<br />

Geschädigte Schleimhäute<br />

und ein geschwächtes Immunsystem<br />

begünstigen diesen<br />

Prozess, und es können verschiedene<br />

Krankheitserreger und<br />

Schadstoffe in den Mund- und<br />

Rachenraum gelangen.<br />

Pflanzliche und<br />

hausgemachte Mittel<br />

Es gibt eine breite Palette von<br />

pflanzlichen und hausgemachten<br />

Mitteln, die bei Halsschmerzen<br />

wirksam sein können.<br />

Das Trinken von Tees mit Heilpflanzen<br />

<strong>gegen</strong> aufkommende<br />

Halsschmerzen wird empfohlen,<br />

ebenso wie die Aufnahme von<br />

Vitaminen und Mineralstoffen<br />

zur unterstützung des Körpers.<br />

Inhalationen können ebenfalls<br />

hilfreich sein, ebenso wie bestimmte<br />

Verhaltensmaßnahmen<br />

zur Vermeidung von Halsschmerzen.<br />

Warme Halswickel, wie Zwiebelwickel,<br />

können ebenfalls hilfreich<br />

sein.<br />

Viel Flüssigkeit<br />

Es ist wichtig, ausreichend Flüssigkeit<br />

aufzunehmen, um die<br />

Schleimhäute im Rachen feucht<br />

zu halten, damit das Immun -<br />

system <strong>gegen</strong> die Viren wirksam<br />

sein kann.<br />

Das Trinken warmer Getränke,<br />

wie heißer Zitrone oder spezieller<br />

Tees für Hals und Rachen, kann<br />

die Halsschmerzen lindern. Warme<br />

Flüssigkeiten fördern auch die<br />

Durchblutung der Schleimhäute<br />

und aktivieren die lokale Abwehr.<br />

Gurgeln mit Salzwasser oder<br />

pflanzlichen Aufgüssen kann die<br />

Schleimhäute befeuchten und<br />

beruhigen. Gurgeln ermöglicht<br />

es, desinfizierende und schmerzlindernde<br />

Wirkstoffe effektiv auf<br />

die entzündeten Schleimhäute<br />

aufzutragen. Es gibt verschiedene<br />

natürliche Zubereitungen, die<br />

sich zum Gurgeln eignen, darunter<br />

lauwarmer Salbeitee, verdünnte<br />

Lösungen mit Salbei,<br />

Thymian und andere ätherische<br />

Öle sowie Kamillentinktur.<br />

Den Hals schonen<br />

Überheizte Räume mit trockener<br />

Luft können die Schleimhäute<br />

beeinträchtigen, daher ist die<br />

Verwendung eines Luftbefeuchters<br />

mit Hygrometer zur Kontrolle<br />

der Luftfeuchtigkeit ratsam.<br />

Auch Aufenthalte an der<br />

frischen Luft sind empfehlenswert,<br />

allerdings sollte der Hals<br />

vor Kälte geschützt werden.<br />

um die Stimme zu schonen, sollte<br />

man mit normaler Lautstärke<br />

sprechen und weder schreien<br />

noch flüstern, da beides die<br />

Stimmbänder belasten kann.<br />

Heisere Personen sollten sich<br />

nicht räuspern, da dies die<br />

Stimmbänder stark beansprucht.<br />

Propolis <strong>gegen</strong><br />

Halsschmerzen<br />

Ein bewährtes Hausmittel<br />

<strong>gegen</strong> Halsschmerzen ist<br />

Bienen-Propolis, insbesondere<br />

die euroasiatische<br />

Pappel-Propolis.<br />

Die natürliche Substanz<br />

hat sich im<br />

Vergleich zu Flurbiprofen<br />

als wirksam<br />

erwiesen<br />

und hilft <strong>gegen</strong><br />

Belateriren<br />

und<br />

Viren.<br />

86 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


zen<br />

In 9 von 10 Fällen verursachen Viren Halsschmerzen.<br />

In diesem Fall können vor allem auch wichtige<br />

Verhaltensregeln sowie Hausmittel helfen, dass man<br />

schnell wieder <strong>gesund</strong> wird.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/verhaltensregeln-halsschmerzen/<br />

© Juta / shutterstock.com<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 87


Pflanzliche Mittel<br />

als natürliche<br />

Antibiotika<br />

Viele Pflanzen beinhalten<br />

natürliche Verbindungen<br />

mit antimikrobiellen<br />

Eigenschaften, die nicht<br />

nur ihnen selbst, sondern<br />

auch Menschen helfen<br />

können, sich vor schädlichen<br />

Mikroorganismen zu<br />

schützen. Im unterschied<br />

zu herkömmlichen<br />

Antibiotika haben diese<br />

natürlichen Antibiotika<br />

die Fähigkeit, nicht nur<br />

<strong>gegen</strong> Bakterien, sondern<br />

oft auch <strong>gegen</strong> Viren und<br />

Pilze wirksam zu sein.<br />

88 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


<strong>Natürlich</strong>e Antibiotika<br />

sind<br />

pflanzliche Substanzen,<br />

die<br />

antibakteriell wirken und oft als<br />

Alternative zu synthetischen<br />

Antibiotika genutzt werden.<br />

Einige dieser pflanzlichen<br />

Antibiotika werden aus verschiedenen<br />

Kräutern, Früchten<br />

und Gewürzen gewonnen und<br />

haben eine lange Tradition in<br />

der Anwendung in der traditionellen<br />

Medizin.<br />

Wirkungen und<br />

Nebenwirkungen<br />

Man sollte beachten, dass natürliche<br />

Antibiotika nicht die<br />

gleiche Stärke wie synthetische<br />

Antibiotika aufweisen und möglicherweise<br />

nicht bei schweren<br />

oder langwierigen <strong>Infektionen</strong><br />

wirksam sind. Allerdings können<br />

pflanzliche Antibiotika<br />

Wechselwirkungen mit anderen<br />

Medikamenten haben. Daher ist<br />

eine sorgfältige Dosierung und<br />

Anwendung von großer Bedeutung,<br />

um unerwünschte Effekte<br />

zu verhindern.<br />

Gängige natürliche Antibiotika<br />

mit antimikrobieller Wirkung<br />

Knoblauch und Zwiebeln. Diese enthalten Allicin, welches<br />

antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften aufweist.<br />

Oregano. Oregano besitzt ätherische Öle wie Carvacrol, die antibakterielle<br />

und antivirale Wirkungen haben und oft zur Behandlung<br />

von Atemwegsinfektionen verwendet werden.<br />

Ingwer. Dieses Gewürz hat sowohl antibakterielle als auch entzündungshemmende<br />

Eigenschaften.<br />

Kurkuma. Kurkuma enthält Curcumin, das antibakterielle<br />

Eigenschaften besitzt und oft zur Bekämpfung von Entzündungen<br />

und <strong>Infektionen</strong> eingesetzt wird.<br />

Gelbwurz. Gelbwurz verfügt über antibakterielle und antivirale<br />

Eigenschaften.<br />

Pfefferminze. Dieses Kraut hat antibakterielle Eigenschaften und<br />

kann auch als Schmerzlinderungsmittel verwendet werden.<br />

Honig. Honig besitzt ebenfalls antibakterielle Eigenschaften und<br />

kann zur Heilung von Wunden verwendet werden.<br />

© Eskymaks / shutterstock.com<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 89


Bärentraube,<br />

Bärentraubenblätter<br />

Die Bärentraube und ihre Blätter,<br />

auch bekannt als Arctostaphylos<br />

uva-ursi, wurden früher<br />

vor der Entdeckung von Penicillin<br />

als natürliche Antibiotika zur<br />

Behandlung von Blasen-, Nierenund<br />

Harnwegsinfektionen eingesetzt.<br />

Die pharmazeutische Wirksamkeit<br />

dieser immergrünen<br />

Pflanze war hauptsächlich in<br />

nordischen Regionen bekannt,<br />

aber heute wird sie weltweit angebaut,<br />

obwohl sie in Mitteleuropa<br />

gefährdet ist. Die Bärentraubenblätter<br />

gelten als natürliche<br />

<strong>Hilfe</strong>, insbesondere für Blasenund<br />

Nieren<strong>gesund</strong>heit.<br />

Bärentraubenblätter enthalten<br />

hauptsächlich Arbutin als<br />

Hauptinhaltsstoff, der im alka -<br />

lischen Harn zu Hydrochinon<br />

umgewandelt wird und desinfizierende<br />

Wirkungen bei Blasen -<br />

entzündungen haben kann.<br />

Weitere Inhaltsstoffe sind harntreibende<br />

Flavonoide, ätherisches<br />

Öl, Gerbstoffe und anti -<br />

mikrobiell wirkende Iridoid -<br />

glykoside. Die Erntezeit für<br />

Bärentraubenblätter mit hohem<br />

Arbutingehalt ist im Spätsommer<br />

und Herbst.<br />

Arbutin, das sich im Körper in<br />

Hydrochinon verwandelt, hat eine<br />

antibakterielle Wirkung, insbesondere<br />

in der Blase, wo es Bakterien<br />

abtöten kann. Bärentraubenblätter<br />

wurden traditionell<br />

zur Behandlung von Blasen-,<br />

Nieren- und Harnwegsinfektionen<br />

eingesetzt.<br />

Es ist wichtig zu beachten, dass<br />

Bärentraubenblätter nicht langfristig<br />

verwendet werden sollten,<br />

da übermäßiger Gebrauch zu<br />

Leberschäden führen kann.<br />

Schwangere, Stillende und<br />

Kinder sollten auf die Anwendung<br />

von Bärentraubenblättern<br />

verzichten. Bärentraubenblätter<br />

können <strong>gegen</strong> eine Vielzahl von<br />

Keimen, einschließlich E. coli,<br />

Enterobacter und Staphylo -<br />

coccus-Spezies, verwendet<br />

werden.<br />

Bis zur Entdeckung des<br />

Penicilins haben die Menschen<br />

Bärentraubenblätter als<br />

natürliches Antibiotikum vor<br />

allem bei <strong>Infektionen</strong> der<br />

Blase, der Nieren sowie der<br />

Harnwege eingesetzt. Denn<br />

die Bärentraubenblätter-<br />

Zubereitungen wirken<br />

antibakteriell <strong>gegen</strong><br />

Bakterien und Pilze.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/baerentraubenblaetter-blase-niere/<br />

© Sigur / shutterstock.com<br />

90 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Pflanzliche Senföle<br />

Pflanzliche Senföle, die in Meerrettich<br />

und Kapuzinerkresse vorkommen,<br />

haben ähnliche Wirkungen<br />

wie natürliche Antibiotika<br />

<strong>gegen</strong> Bakterien. Diese Senföle,<br />

auch als Senfölglykoside bezeichnet,<br />

sind in verschiedenen Pflanzen<br />

vorhanden, insbesondere in<br />

Kreuzblütlern wie Meerrettich,<br />

Wasabi, Brunnenkresse und<br />

Kapuzinerkresse.<br />

Senfölglykoside wirken anti -<br />

bakteriell <strong>gegen</strong> Bakterien und<br />

können auch Viren und Pilze<br />

bekämpfen. Sie werden als<br />

Glucosinolate bezeichnet und<br />

können scharf bis sehr scharf<br />

schmecken.<br />

Diese Verbindungen, insbesondere<br />

in Meerrettich und Kapuzinerkresse,<br />

zeigen vielversprechende<br />

antimikrobielle und antivirale<br />

Eigenschaften. Ihre Anwendung<br />

als natürliche Antibiotika und<br />

ihre potenzielle antikarzinogene<br />

Wirkung werden intensiv erforscht.<br />

Senfölglykoside werden<br />

in verschiedenen Arzneimitteln<br />

und Nahrungsergänzungsmitteln<br />

zur Behandlung von Harnwegsund<br />

Atemwegsinfektionen<br />

verwendet.<br />

Die Wirkung der Senfölglykoside<br />

erfolgt als Prodrugs, die im Körper<br />

in wirksame Isothiocyanate<br />

umgewandelt werden. Diese<br />

Isothiocyanate gelangen in die<br />

Atem- und Harnwege, wo sie ihre<br />

antibakterielle Wirkung entfalten.<br />

Es ist wichtig zu beachten,<br />

dass Senfölglykoside nicht mit<br />

der Darmflora in Kontakt<br />

kommen, da sie im oberen<br />

Magen-Darmtrakt ins Blut aufgenommen<br />

werden.<br />

Meerrettich<br />

Meerrettich ist auch reich an ungesättigten<br />

Fettsäuren und wird<br />

in der indischen und bengalischen<br />

Küche häufig verwendet.<br />

Senfölglykoside sind in<br />

zahlreichen Pflanzen vorhanden.<br />

Besonders häufig<br />

sind Senföl-Verbindungen<br />

in den Kreuzblütlern zu<br />

finden. Zu denen geören<br />

Meerrettich, Wasabi (japanischer<br />

Meerrettich)<br />

Brunnenkresse und Kapuzinerkresse.<br />

Unter dem<br />

Strich schmecken Senföl-<br />

Verbindungen jedenfalls<br />

immer recht scharf (bis<br />

sehr scharf).<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/senfoele-kapuzinerkresse-stoffwechsel/<br />

Die Eu und die uSA erlauben<br />

den Verkauf von Meerrettichöl<br />

nur, wenn der Erucasäuregehalt<br />

unter 5% liegt, da hohe Mengen<br />

an Erucasäure zu Herzverfettung<br />

führen können.<br />

Kapuzinerkresse<br />

Die Kapuzinerkresse, mit ihren<br />

natürlichen Antibiotika-Wirkungen,<br />

ist reich an Vitaminen,<br />

Mineralstoffen und Spuren -<br />

elementen. Sie fördert die Verdauung,<br />

regt die Durchblutung<br />

an und hat antimikrobielle Eigenschaften.<br />

Die Senfölglykoside<br />

in der Kapuzinerkresse können<br />

Bakterien, Viren und Pilze<br />

hemmen. Kapuzinerkresse kann<br />

sowohl innerlich als auch<br />

äußerlich zur Behandlung von<br />

Atemwegs- und Harnwegsinfektionen<br />

eingesetzt werden.<br />

Kombination<br />

Die Kombination Meerrettich<br />

und Kapuzinerkresse entfaltet<br />

bei Sinusitis, Bronchitis und<br />

Harnwegs infektionen eine vergleichbare<br />

Wirkung <strong>gegen</strong>über<br />

Standard-Antibiotika, jedoch mit<br />

weniger Nebenwirkungen.<br />

© Magdanatka / shutterstock.com<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 91


Literatur: Harrison F, Roberts AE, Gabrilska R, Rumbaugh KP, Lee C, Diggle SP. A 1,000-Year-Old Antimicrobial<br />

Remedy with Antistaphylococcal Activity. mBio. 2015 Aug 11;6(4):e01129. doi: 10.1128/mBio.01129-15. PMID:<br />

26265721; PMCID: PMC4542191.<br />

Ochsengalle-Knoblauch-<br />

Zwiebeln-Wein<br />

Mittelalterliches Rezept <strong>gegen</strong><br />

Bakterien und andere Erreger<br />

Ein mittelalterliches Ochsengalle-Knoblauch-Zwiebeln-<br />

Wein-Rezept wirkt bei Methicillin-resistenten Staphylococcus<br />

aureus-<strong>Infektionen</strong> (MRSA).<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/balds-leechbook-ochsengalle-knoblauch-zwiebel-und-wein-wirksam-wie-antibiotika/<br />

92 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


Pflanzliche Verbindungen<br />

und andere<br />

natürliche Substanzen<br />

können in der<br />

richtigen Rezeptur Bakterien abtöten<br />

oder abschwächen, die <strong>gegen</strong><br />

aktuelle Antibiotika resistent<br />

sind. Die Ärzte und Heiler im<br />

Mittelalter verwendeten eine Reihe<br />

dieser natürlichen Substanzen,<br />

um mikrobielle Krankheiten<br />

zu behandeln. In der Gegenwart<br />

haben Wissenschaftler viel über<br />

die wahrscheinliche Wirksamkeit<br />

dieser Behandlungen diskutiert.<br />

Ein interdisziplinäres Team, bestehend<br />

aus Wissenschaftlern<br />

und Geisteswissenschaften, identifizierte<br />

und rekonstruierte beispielsweise<br />

ein potenzielles Rezept<br />

<strong>gegen</strong> Staphylococcus aureus-<strong>Infektionen</strong><br />

aus einem angelsächsischen<br />

Buch aus dem<br />

neunten und zehnten Jahrhundert<br />

– Ochsengalle, Knoblauch,<br />

Zwiebeln und Wein.<br />

Antibiotisch wirksame<br />

Rezept aus Ochsen -<br />

galle, Knoblauch,<br />

Zwiebeln und Wein im<br />

Bald's Leechbook<br />

Die Rezeptur Ochsengalle, Knoblauch,<br />

Zwiebel und Wein Bald's<br />

Leechbook tötete wiederholt etablierte<br />

Staphylococcus aureus-<br />

Biofilme in einem In-vitro- Modell<br />

einer Weichteilinfektion und<br />

wirkte auch <strong>gegen</strong> MRSA-<strong>Infektionen</strong><br />

(Methicillin-resistenten<br />

Staphylococcus aureus) in einem<br />

Mausmodell zu chronischen<br />

Wunden. Einerseits erhielt das<br />

Mittel mehrere Inhaltsstoffe, von<br />

denen von allen bekannt ist, dass<br />

sie eine gewisse bakterizide Wirkung<br />

haben. Andererseits erforderte<br />

die Erstellung eines Rezepts<br />

mit voller Wirksamkeit die<br />

kombinierte Wirkung mehrerer<br />

Inhaltsstoffe in Ochsengalle,<br />

Knoblauch, Zwiebeln und Wein.<br />

Die moderne Forschung zeigt<br />

das Potenzial alter Texte als<br />

Quelle für neue antimikrobielle,<br />

bakterizide Wirkstoffe.<br />

Dr. Christina Lee, eine angelsächsische<br />

Expertin der School<br />

of English, hat mithilfe von Mikrobiologen<br />

des Zentrums für<br />

Biomolekulare Wissenschaften<br />

der universität Nottingham einen<br />

Trank aus dem 10. Jahrhundert<br />

für Augeninfektionen aus Bald's<br />

Leechbook hergestellt. Der alte<br />

angelsächsische Band, der in<br />

Leder gebunden in der British<br />

Library zu finden ist, enthält das<br />

Rezept, das wie ein bakterizide<br />

Mittel wirkt.<br />

Die Salbe <strong>gegen</strong> einen Knoten im<br />

Auge ist jedenfalls für den modernen<br />

Mikrobiologen besonders<br />

interessant. Es zielt darauf ab, einen<br />

durch bakterielle <strong>Infektionen</strong><br />

verursachten Zustand zu behandeln<br />

und enthält Inhaltsstoffe<br />

mit dem Potenzial für antimikrobielle<br />

Aktivität. Das Rezept weist<br />

den Leser an, Knoblauch und eine<br />

zweite Allium-Art zu zerkleinern.<br />

Die zweite Art sind vermutlich<br />

Zwiebeln oder Lauchzwiebeln,<br />

die Übersetzung ins<br />

moderne Englisch ist aber nicht<br />

eindeutig. Diese Mischung sollte<br />

man mit Wein und Ochsengalle<br />

(Rindergalle, Oxgall) kombi -<br />

nieren. Weiter sollte man die<br />

Mischung 9 Tage lang in einem<br />

Messing- oder Bronzegefäß<br />

ruhen lassen.<br />

Balds Augensalbe<br />

Das Rezept in Bald's Leechbook<br />

empfahl gleiche Mengen Knoblauch<br />

und Zwiebeln sowie gleiche<br />

Mengen Wein und Ochsengalle.<br />

Es war für die Forscher<br />

aber nicht klar, ob die Mengenpaare<br />

einander gleich sind oder<br />

ob es sich um Zutaten handelt –<br />

gemessen nach Gewicht oder<br />

Volumen. Deswegen hat man<br />

sich beim Nachbau entschlossen,<br />

alle Rezeptzutaten zu gleichen<br />

Mengen zu kombinieren.<br />

Für die vollständigen Augen -<br />

salben-Rezepte wurden 25 ml geschälte,<br />

fein gehackte Knoblauch -<br />

knollen entweder mit 25 ml geschälten,<br />

fein gehackten gelben<br />

Zwiebeln oder 25 ml fein gehacktem<br />

Lauch (Blätter) gemischt.<br />

Diese Zutaten wurden 2 Minuten<br />

lang mit einem Mörser und<br />

einem Stößel zerkleinert. Das<br />

Rezept verlangt, dass man die<br />

Mischung gut schlägt und<br />

zubereitet.<br />

Knoblauch und Zwiebeln haben<br />

die Wissenschaftler frisch von<br />

einem Gemüsehändler gekauft.<br />

Die 25 Milliliter Wein wurden<br />

zum zerkleinerten Gemüse gegeben.<br />

Dazu verwendete man einen<br />

organischen weißen englischen<br />

Wein von einem Weinberg –<br />

produziert 7 Meilen entfernt von<br />

dem Dorf Panborough in Somerset<br />

gelegen. und zwar deswegen,<br />

weil Aufzeichnungen dokumentieren,<br />

dass das angelsächsische<br />

Kloster St. Marys Abbey in<br />

Glastonbury Landrechte zu<br />

einem Weinberg bei Panborough<br />

hatte.<br />

Die Forscher fügten dann 25 ml in<br />

Wasser gelöste Ochsengalle hinzu.<br />

Die Mischung aus Knoblauch und<br />

Zwiebeln, Wein und Ochsengalle<br />

wurde schließlich in eine sterile<br />

250-ml-Flasche gegeben, der<br />

Deckel wurde geschlossen und<br />

die Flasche in Folie eingewickelt.<br />

Denn das ursprüngliche Gefäß<br />

war vermutlich nicht transparent<br />

und die Forscher nicht wussten,<br />

ob irgendwelche Zutaten lichtempfindlich<br />

waren. Die Mischung<br />

wurde dann 9 Tage lang<br />

bei 4 ° C gekühlt.<br />

Das Rezept besagt, dass die<br />

Mischung abgesiebt und „gut<br />

gereinigt“ wird – vor Gebrauch<br />

oder weiterer Lagerung.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 93


Immunsystem stärken<br />

Die wichtigsten Nährstoffe für die Abwehrkräf<br />

Vitamine für das<br />

Immunsystem<br />

© elenabsl / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/abwehrkraefte-staerken-wichtigsten-naehrstoffe-immunsystem<br />

94 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1


te<br />

Uunsere Abwehrkräfte<br />

zu unterstützen,<br />

indem<br />

wir das Immun -<br />

system mit essenziellen Nährstoffen<br />

stärken, ist in Zeiten von<br />

Grippe, Covid-19 und Erkältungen<br />

von großer Bedeutung. Eine<br />

ausgewogene Ernährung ist<br />

dabei sehr wichtig. Denn sie<br />

trägt dazu bei, die Abwehrkräfte<br />

zu optimieren. In der aktuellen<br />

Situation spielt jedenfalls die<br />

Vorbeugung von <strong>Infektionen</strong> eine<br />

zentrale Rolle.<br />

Ein <strong>gesund</strong>er Lebensstil und die<br />

Aufnahme natürlicher Nähr -<br />

stoffe, sowie gegebenenfalls die<br />

Ergänzung von Mikronähr -<br />

stoffen wie Vitaminen und<br />

Spurenelementen, können dazu<br />

beitragen, das Immun system zu<br />

unterstützen.<br />

Optimale Versorgung<br />

mit Nährstoffen sichern<br />

Es gibt verschiedene Nährstoffe,<br />

die wichtig sind, um das Immunsystem<br />

zu stärken und uns<br />

widerstandsfähiger <strong>gegen</strong> <strong>Infektionen</strong><br />

zu machen.<br />

Durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln<br />

kann<br />

das Immunsystem gestärkt werden,<br />

indem spezifische Nährstoffe<br />

zugeführt werden. Dieser Ansatz<br />

ist vor allem aus der Intensivmedizin<br />

bekannt, gewinnt<br />

aber auch in der Prävention von<br />

Krankheiten zunehmend an Bedeutung.<br />

Die Forschung hat immer wieder<br />

gezeigt, dass der persönliche<br />

Ernährungsstatus eine entscheidende<br />

Rolle spielt und die<br />

optimale Versorgung mit Nährstoffen<br />

in Zeiten von Virusinfektionen<br />

das Immunsystem unterstützen<br />

kann.<br />

Neben bekannten Lebensmitteln<br />

tragen auch regionale Spezialitäten<br />

wie Kren, Käferbohnen und<br />

Kürbiskernöl zur Stärkung des<br />

Immunsystems bei.<br />

Die Rolle der Ernährung<br />

für Immunzellen und<br />

Stoffwechsel<br />

Die Ernährung hat einen erheblichen<br />

Einfluss auf die Funktion<br />

unserer Immunzellen und den<br />

Stoffwechsel. Veränderungen im<br />

Ernährungsstatus können<br />

beispielsweise Hormone und die<br />

Funktionsweise des Immun -<br />

systems beeinflussen.<br />

Es ist bemerkenswert, dass trotz<br />

eines Überangebots an Nahrungsmitteln<br />

viele Menschen in<br />

unseren Breiten übergewichtig<br />

oder adipös sind und dennoch an<br />

einem Mangel an Mikronährstoffen<br />

leiden, was oft als »verborgener<br />

Hunger« bezeichnet wird.<br />

Insbesondere die Körperfettmasse<br />

ist immunologisch wichtig.<br />

Wichtige<br />

Mikronährstoffe<br />

Mikronährstoffe sind von entscheidender<br />

Bedeutung für die<br />

Stärkung des Immunsystems.<br />

Dazu gehören β-Carotin, Vitamin<br />

D, Vitamin E, Vitamin B2,<br />

Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin<br />

C, Zink, Selen, Eisen und<br />

Folsäure. Leider erreichen viele<br />

Menschen nicht die empfohlenen<br />

Mengen dieser Nährstoffe.<br />

Im Folgenden sind einige dieser<br />

Nährstoffe und ihre natürlichen<br />

Quellen aufgeführt, die dazu<br />

beitragen können, das Immun -<br />

system zu unterstützen.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 95


© LumenSt / shutterstock.com<br />

© LumenSt / shutterstock.com<br />

… soll das<br />

Immun system<br />

stärken, für<br />

schönere Haut<br />

sorgen und die<br />

Sehkraft verbessern.<br />

Das Augenvitamin<br />

Vitamin A (Retinol)<br />

hat eine große<br />

Bedeutung für den<br />

ganzen Körper,<br />

besonders für Haut,<br />

Schleimhäute, Haare,<br />

Fruchtbarkeit und<br />

Immunsystem.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum<br />

Thema: https://medmix.at/corona-pandemie-welcherolle-der-vitamin-a-bei-covid-19-spielt/<br />

Bedeutung im Kampf <strong>gegen</strong> Viren, vor allem<br />

auch in der Corona-Pandemie: Welche Rolle<br />

der Vitamin B-Komplex bei COVID-19 spielt.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/corona-vitamin-b-komplex-covid-19/<br />

Vitamin A<br />

Das Vitamin A spielt eine wichtige<br />

Rolle bei der Regeneration von<br />

Haut und Schleimhaut, was die<br />

natürliche Barriere <strong>gegen</strong> Viren<br />

stärkt. <strong>Natürlich</strong>e Quellen für<br />

Vitamin A sind unter anderem<br />

Schweine- und Rinderleber,<br />

Karotten, Süßkartoffeln, Spinat<br />

und rote Paprika.<br />

B-Vitamine<br />

Die Vitamin-B-Gruppe spielt eine<br />

entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel<br />

und beim Zell -<br />

aufbau. Sie sorgen dafür, dass<br />

Immunzellen gut versorgt und<br />

regeneriert werden. Lebens -<br />

mittel reich an B-Vitaminen sind<br />

Rindsleber, Muscheln, Thunfisch,<br />

Makrelen, Hering, Regenbogenforellen,<br />

Nori Meeresalgen, Eier,<br />

Milch und Käse für Vitamin B12<br />

sowie Spinat, Rindsleber,<br />

Bohnen, Kohlsprossen, Kichererbsen,<br />

Quinoa, Erdbeeren,<br />

Sonnenblumenkerne und Eigelb<br />

für Folsäure.<br />

Vitamin C<br />

Als wichtiges wasserlösliches<br />

Antioxidans spielt Vitamin C<br />

eine Schlüsselrolle im Redox-<br />

Zell-Signaling, einem wichtigen<br />

Regulationsmechanismus des<br />

Immunsystems. Lebensmittel, die<br />

reich an Vitamin C sind, umfassen<br />

Paprika, schwarze Ribisel, Grünkohl,<br />

Brokkoli, Kiwi, Orangen,<br />

Sanddorn und Kren.<br />

Vitamin D<br />

Vitamin D beeinflusst physiologische<br />

Funktionen, die zur Stärkung<br />

des Immunsystems beitragen.<br />

Selbst in sonnenreichen<br />

Ländern kommt ein Vitamin-D-<br />

Mangel häufig vor, weshalb eine<br />

vitaminreiche Ernährung immer<br />

wichtiger wird.<br />

Gute Quellen für Vitamin D sind<br />

Makrelen, Lachsforellen, Regen-<br />

96 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


ogenforellen, Aale, Heringe,<br />

Lachs und Pilze. Eine wichtige<br />

Rolle spielt auch die Aufnahme<br />

von Sonnenlicht, da unsere Haut<br />

in der Lage ist, Vitamin D selbst<br />

zu produzieren.<br />

Vitamin E<br />

Vitamin E ist ein fettlösliches<br />

Antioxidans, das als Zellschutz<br />

bei Immunreaktionen dient. Es<br />

beeinflusst die Funktionalität<br />

von Proteinen, Fettsäuren und<br />

die Produktion von Antikörpern.<br />

Gute Quellen für Vitamin E sind<br />

Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl,<br />

Rapsöl, Olivenöl, steirisches<br />

Kürbiskernöl, Haselnüsse,<br />

Mandeln, Grünkohl und<br />

Kichererbsen.<br />

Eisen und Selen<br />

Eisen spielt eine wichtige Rolle<br />

bei der Ausprägung der Immunantwort<br />

und ein Mangel kann die<br />

Anzahl der T-Lymphozyten<br />

beeinflussen.<br />

Gute Eisenquellen sind Schweine -<br />

leber, Rumpsteak, Sesam Samen/<br />

Öl, Kürbiskerne, Amaranth,<br />

Bohnen, Linsen, Leinsamen,<br />

Hafer und Spinat.<br />

Selen schützt die Immunzellen<br />

vor oxidativem Stress und ist in<br />

Eidottern, Vollkornweizen -<br />

getreide, Sesam Samen/Öl,<br />

Erdnüssen und verschiedenen<br />

Fischarten zu finden.<br />

Fazit<br />

Dies sind einige der wichtigen<br />

Nährstoffe, die das Immun -<br />

system unterstützen können,<br />

indem sie die Abwehrkräfte<br />

stärken und helfen, <strong>Infektionen</strong><br />

zu verhindern. Es ist ratsam,<br />

eine ausgewogene Ernährung zu<br />

pflegen und sicherzustellen, dass<br />

man ausreichend von diesen<br />

Nährstoffen aufnimmt, um die<br />

Gesundheit und das Immun -<br />

system zu fördern.<br />

© Tatjana Baibakova / shutterstock.com<br />

Regelmäßig Vitamin C<br />

einnehmen kann die Dauer der<br />

Symptome bei Erkältungen<br />

oder bei einem Infekt der<br />

Atemwege verkürzer.<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur<br />

zum Thema:<br />

https://medmix.at/vitamin-c-einnahme-erkaeltungen/<br />

Vitamin E hilft<br />

mit seiner<br />

antioxidativen<br />

Wirkung <strong>gegen</strong><br />

<strong>Infektionen</strong> und<br />

Entzündung.<br />

© Tatjana Baibakova / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und<br />

umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/schutz-fuerden-koerper-durch-vitamin-e/<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 97


Vitamin D zur<br />

Stärkung der<br />

Abwehr<br />

Menschen mit Vitamin-D-Mangel<br />

leiden unter einem geschwächten<br />

Immunsystem und haben daher eine<br />

geringere Abwehrkraft <strong>gegen</strong> Viren,<br />

Bakterien und andere Erreger.<br />

Vitamin D, insbesondere<br />

das Sonnenvitamin<br />

D3 oder Cholecalciferol,<br />

stärkt<br />

das Immunsystem und unterstützt<br />

die Abwehr von Krankheiten<br />

wie Autoimmunerkrankungen,<br />

Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz,<br />

Krebs und <strong>Infektionen</strong><br />

wie Covid-19. Eine ausreichende<br />

Versorgung mit diesem Mikronährstoff<br />

hilft sowohl bei der<br />

Vorbeugung als auch bei der Behandlung<br />

verschiedener Krankheiten<br />

und ist insbesondere während<br />

der Corona-Pandemie von<br />

Bedeutung.<br />

Stärkung des<br />

Immunsystems mit<br />

Vitamin D<br />

Vitamin D stärkt das Immun -<br />

system und hilft <strong>gegen</strong> verschiedene<br />

Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen,<br />

Diabetes mellitus,<br />

Herzinsuffizienz und Krebserkrankungen.<br />

Es unterstützt<br />

auch speziell bei entzündlichen<br />

Atemwegserkrankungen den<br />

Körper. Ein Mangel an Vitamin<br />

D schwächt das Immunsystem<br />

und erhöht die Anfälligkeit für<br />

<strong>Infektionen</strong>.<br />

Vitamin D zur<br />

Vorbeugung von<br />

Atemwegsinfektionen<br />

Atemwegsinfektionen sind eine<br />

häufige Todesursache und werden<br />

oft durch Viren verursacht,<br />

insbesondere in Zeiten mit weniger<br />

Sonnenstrahlung.<br />

Ein Vitamin-D-Mangel trägt zu<br />

einem geschwächten Immunsystem<br />

bei und erhöht das Risiko<br />

von Atemwegsinfektionen wie<br />

Grippe und Erkältungen.<br />

Studien zeigen, dass Vitamin D3<br />

das Risiko von Influenza verringern<br />

kann, indem es das Immunsystem<br />

stärkt und entzündliche<br />

Prozesse bekämpft.<br />

Vitamin D und Covid-19<br />

Ein Zusammenhang zwischen<br />

Vitamin-D-Mangel und Atemwegserkrankungen<br />

wurde vielfach<br />

nachgewiesen. Ein Mangel<br />

an Vitamin D verschlechtert den<br />

Krankheitsverlauf bei Atemwegserkrankungen<br />

und erhöht das<br />

Risiko für akute virale Atemwegsinfektionen<br />

sowie Lungenentzündungen.<br />

Daher wurden<br />

bereits zu Beginn der Covid-19-<br />

Pandemie Überlegungen angestellt,<br />

ob Vitamin D eine positive<br />

98 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Menschen mit höherem Risiko für einen Vitamin-D-Mangel, sollten<br />

gerade im Sinne von <strong>Infektionen</strong> der Atemwege und Covid 19 die<br />

zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in Betracht ziehen.<br />

© Evan Lorne / shutterstock.com<br />

Weitere Informationen und umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/pro-und-contra-vitamin-d-zum-schutz-<strong>gegen</strong>-covid-19-krebs-etc/<br />

Wirkung auf den Verlauf von Covid-19<br />

haben könnte. Eine Supplementierung<br />

mit Calcifediol,<br />

einer Vorstufe von Vitamin D,<br />

hat sich als wirksam erwiesen,<br />

um schwere Krankheitsverläufe<br />

zu reduzieren und die Sterblichkeit<br />

zu senken.<br />

Vitamin-D-Mangel und<br />

Covid-19<br />

Ein Vitamin-D-Mangel erhöht<br />

das Risiko für einen schweren<br />

Verlauf von Covid-19 und eine<br />

höhere Sterblichkeit. Studien zeigen,<br />

dass Länder mit niedrigen<br />

Vitamin-D-Spiegeln höhere Covid-19-Todesraten<br />

aufweisen.<br />

Experten empfehlen daher eine<br />

Supplementierung mit Vitamin<br />

D, insbesondere für ältere Menschen<br />

und Risikogruppen.<br />

Vorbeugung mit<br />

Vitamin D<br />

Viele Gesundheitsbehörden raten<br />

dazu, Vitamin-D-Präparate<br />

einzunehmen, insbesondere<br />

während der Wintermonate und<br />

bei Grippe- und Covid-19-Wellen.<br />

Denn eine ausreichende Versorgung<br />

mit Vitamin D kann dazu<br />

beitragen, das Immunsystem<br />

zu stärken und das Risiko von<br />

Atemwegsinfektionen zu verringern.<br />

Experten empfehlen eine<br />

tägliche Dosierung von 4000 I.E.<br />

Vitamin D3, um empfohlene<br />

Blutwerte zu erreichen und die<br />

Gesundheit zu schützen. Einige<br />

Orthomolekular-Experten empfehlen<br />

auch höhere Dosierungen.<br />

<strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMUNSYSTEM, AKT. 1 | <strong>MEDMIX</strong> 99


Spurenelement<br />

Zink<br />

Eine ausreichende Versorgung mit Zink unterstützt<br />

das Immunsystem, stärkt die Abwehrkräfte und<br />

hilft den Körper <strong>gegen</strong> viele Erkrankungen.<br />

Zink in der Nahrung<br />

Allgemein gilt rotes Fleisch als eine gute Quelle für Zink.<br />

Einschließlich Rind, Lamm und Schwein. Sehr gute und<br />

kalorienarme Quellen für Zink sind Schalentiere, vor allem<br />

Austern. Aber auch Krabben sowie kleinere Schalentiere<br />

wie Garnelen und Muscheln. Auch Hülsenfrüchte wie<br />

Kichererbsen, Linsen und Bohnen sowie einige Samen wie<br />

Hanf-, Kürbis- und Sesamsamen enthalten erhebliche<br />

Mengen an Zink.<br />

© Tatjana Baibakova / shutterstock.com<br />

Detailliertere Werte<br />

Wichtige Nahrungsquellen für Zink sind Austern (etwa 38<br />

mg pro 100 Gramm), Weizenkeime, Kalb und Leber (etwa<br />

12 mg pro 100 Gramm). Weiter Sesammehl, Kürbiskerne,<br />

Hefe und Hanfsamen (etwa 10 mg pro 100 Gramm),<br />

Sesamsamen sowie Shiitakepilze (etwa 8 mg pro 100<br />

Gramm) Rinderfleisch (5 bis etwa 8 mg pro 100 Gramm).<br />

Zudem Sellerie, Weizenkleie und Kakaopulver (etwa 7 mg<br />

pro 100 Gramm).<br />

Weitere Informationen und<br />

umfassende Literatur zum Thema:<br />

https://medmix.at/zink-staerktdas-immunsystem/<br />

100 <strong>MEDMIX</strong> | <strong>Natürlich</strong> <strong>gesund</strong>. | 0224 |VIREN, BAKTERIEN, IMMuNSySTEM, AKT. 1


Das lebensnotwendige<br />

Spurenelement<br />

Zink stärkt<br />

das Immun -<br />

system essenziell. Außerdem beeinflusst<br />

ein Mangel an Zink<br />

mehrere Aspekte der angeborenen<br />

und erworbenen Immunität.<br />

unter dem Strich hat auch eine<br />

zusätzliche Gabe von Zink gutes<br />

Potenzial, die Abwehrkräfte des<br />

Immunsystems zu unterstützen.<br />

Dementsprechend ist das Spurenelement<br />

unentbehrlich für eine<br />

gute Immunabwehr <strong>gegen</strong><br />

verschiedene Krankheitserreger<br />

wie Viren und Bakterien.<br />

Da der Körper Zink nicht selbst<br />

herstellen kann, muss es in aus -<br />

reichender Menge mit der Nahrung<br />

zugeführt werden. Abhängig<br />

von der Ernährung sollten<br />

Männer zwischen 11 mg und 16<br />

mg Zink pro Tag aufnehmen. Bei<br />

Frauen liegen die Werte zwischen<br />

7 mg und 10 mg.<br />

Zink für eine optimale<br />

Abwehr bei Erkältung,<br />

Grippe und Covid 19<br />

Aufgrund seiner immunmodulatorischen<br />

und antiviralen Wirkungen<br />

hat Zink das Potenzial,<br />

auch die Behandlung bei COVID-<br />

19-Patienten zu unterstützen.<br />

Bereits ein leichter Mangel an<br />

Zink erhöht die Anfälligkeit für<br />

Krankheiten.<br />

In Zeiten von Erkältung, Grippe<br />

und Covid-19 sollte man auf eine<br />

ausreichende Versorgung mit<br />

Zink achten.<br />

Das gilt einerseits insbesondere<br />

auch im höheren Alter. Aber<br />

auch für Kinder ist Zink sehr<br />

wichtig. Denn das ist wichtig für<br />

ihre <strong>gesund</strong>e Entwicklung.<br />

Außerdem lassen sich damit<br />

Störungen bei Wachstum und<br />

Entwicklung vermeiden.<br />

Für eine ausreichende Versorgung<br />

mit Zink kann man auch<br />

verschiedene Präparate für eine<br />

zusätzliche Gabe einsetzen.<br />

Wobei viele Präparate frei von<br />

Gluten und Lactose sind. Weiter<br />

auch für Diabetiker, Vegetarier<br />

und Veganer geeignet.<br />

Zinkmangel begünstigt<br />

diverse Krankheiten<br />

und Symptome<br />

Bereits bei leichteren Formen<br />

eines Zinkmangels konnte eine<br />

negative Wirkung auf die Immunität<br />

und das Immunsystem beobachtet<br />

werden.<br />

Ein schwerer Zinkmangel kann<br />

zu außerdem einer Verzögerung<br />

des Wachstumsverzögerung und<br />

zu Beschwerden der Haut (Läsionen)<br />

führen. Zudem kann es die<br />

Wundheilung beeinträchtigten.<br />

Weiter können Hypogonadismus,<br />

Anämie, Durchfall sowie<br />

Anorexie ernsthafte Folgen von<br />

Zinkmangel sein. Schließlich gehören<br />

auch geistige Behinderung<br />

sowie eine beeinträchtigte Sehfunktion<br />

zu den Beschwerden,<br />

die ein Mangel an Zink verursachen<br />

kann.<br />

Übrigens haben auch Schwangere<br />

und Stillende sowie Sportler einen<br />

erhöhten Zinkbedarf. Weiter<br />

können auch einige Krankheiten<br />

wie Diabetes mellitus, Morbus<br />

Crohn und Zöliakie sowie Neurodermitis<br />

können zu Zinkmangel<br />

führen. Das gilt auch für hohen<br />

Konsum von Alkohol.<br />

Zinkmangel bei Senioren<br />

besonders bedenklich<br />

Im höheren Lebensalter leiden<br />

Menschen häufiger an Zinkmangel.<br />

Hierzu zeigen wissenschaftliche<br />

Studien, dass bei Senioren eine<br />

zusätzliche Einnahme von Zink<br />

die Häufigkeit von <strong>Infektionen</strong><br />

senken kann. Schließlich unterstützt<br />

Zink auch den Körper,<br />

chronische Entzündungsreaktionen<br />

bei älteren Menschen effizient<br />

herunter zu regulieren.<br />

In diesem Sinne bestehen interessante<br />

Parallelen in den immunologischen<br />

Veränderungen<br />

während des Alterns und von<br />

Zinkmangel. Dazu zählen eine<br />

Verringerung der Aktivität des<br />

Thymus und der Thymushormone.<br />

Auch kann es zu einer Beeinträchtigung<br />

des Gleichgewichts<br />

der T-Helferzellen kommen, was<br />

wiederum das Immunsystem aus<br />

der Balance bringt.<br />

Bekanntermaßen haben die T-<br />

Helferzellen die Aufgabe, im<br />

Körper die jeweiligen Erreger<br />

wie Viren und Bakterien zu erkennen.<br />

Dementsprechend müssen<br />

sie dafür sorgen, dass das<br />

Immunsystem seine Abwehrkräfte<br />

(T-Zellen) erfolgreich<br />

<strong>gegen</strong> die schädlichen Eindringlinge<br />

einsetzt. Außerdem kann<br />

Zinkmangel schuld an verminderten<br />

Reaktionen auf Impfungen<br />

sein sowie die Funktionen<br />

der angeborenen Immunzellen<br />

beeinträchtigen.<br />

Viele Studien bestätigen eine<br />

Abnahme des Zinkspiegels mit<br />

zunehmendem Alter. Die meisten<br />

dieser Studien klassifizieren zwar<br />

bei der Mehrheit der älteren<br />

Menschen keinen Zinkmangel.<br />

Aber selbst ein geringfügiger<br />

Zinkmangel kann die Immunfunktion<br />

beeinträchtigen.<br />

Außerdem kann eine einseitige<br />

Ernährung mit Fast Food und<br />

Soft Drinks zu Zinkmangel führen.<br />

Auch bei Schlankheitskuren<br />

sowie bei einer vegetarischen<br />

oder veganen Ernährung ist auf<br />

ausreichende Zinkwerte zu achten.<br />

Obst und Gemüse sind<br />

schlechte Zinkquellen.<br />

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