Jones Marktplatz 10a T 05572 394288, F 05572 949127 www.jones ...

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Jones Marktplatz 10a T 05572 394288, F 05572 949127 www.jones ...

Stolze Erfolge

Pioniere des Wirtschaftsstandorts Dornbirn.

Vom Szenelokal bis zur Autowerkstatt, vom Zahnarzt

bis zum Möbelhändler, von Loft-Wohnungen

bis zum Fotostudio, in die verlassenen Fabriken

der einstigen Textilstadt Dornbirn sind längst

die Dienstleister eingezogen. Als Wirtschaftsstadt

mit Lebensqualität wirbt Dornbirn um die Ansiedlung

neuer Betriebe. Daneben gibt es aber auch Pionierunternehmen

in verschiedenen Branchen der

Industrie, wie etwa Zumtobel, Mohrenbräu und

David Fussenegger, die sich an diesem Hochlohnstandort

seit Generationen behaupten können.


Trotz seiner Entwicklung vom regionalen Familienbetrieb

zum globalen Konzern schlägt das Herz

des Leuchtenherstellers Zumtobel in Dornbirn.

Den Grundstein legte der Maschinenbau-Ingenieur

Walter Zumtobel 1950 mit der Idee, für die damals

neuen Leuchtstoffröhren Vorschaltgeräte zu

produzieren. Bald danach entschied er sich, auch

die passenden Leuchten dazu selbst herzustellen.

Sein Denken war vor allem auf technische Perfektion

ausgerichtet. So gelang es ihm, der Konkurrenz

immer einen Schritt voraus zu sein. Heute

wird Dornbirns größter Arbeitgeber von externen

Managern geführt, und nach dem Gang an die Wiener

Börse hält die Familie nur noch eine Minderheit

der Aktien, Dornbirn ist Sitz der Firmenzentrale

geblieben. Das Unternehmen beschäftigt weltweit

7500 Mitarbeiter.

Nach wie vor ist die Innovationskraft wesentlich

für den Erfolg. Mit Leuchten und Lichtkomponenten

konnte die Zumtobel-Gruppe zuletzt einen

Umsatz von 1,234 Milliarden Euro erzielen. Der

Anspruch an die gestalterische Qualität ist heute

genauso hoch wie jener an die technische. Ausdruck

dafür ist die Zusammenarbeit mit bekannten

Designern und Architekten wie Zaha Hadid,

James Irvine, Hani Rashid und Ettore Sottsass.

Mitten im Produktionswerk in der Schweizerstraße

befindet sich das Lichtforum. Das Schau-

Leuchten bringen Licht in Form

ZUMTOBEL-GRUPPE

fenster für die Zumtobel-Produkte betritt man

über eine skulpturale Treppe. Durch die gezielte

Steuerung des Tageslichteinfalls über die Decke

entsteht die Illusion eines fließenden Raumes. In

verschiedenen Themenkuben werden die vielfältigen

Lichtanwendungen vorgestellt.

Zukunftschancen ergeben sich für Zumtobel

einerseits durch die Debatte um die CO2-Reduktion,

die einen effizienteren Einsatz von Energie

verlangt, und andererseits durch die zunehmende

Bedeutung von Licht beim Planen und Bauen.

Vor allem die LED-Technologie verspricht neue Dimensionen,

beispielsweise bei der medizinischen

Lichttherapie oder bei Bildschirmarbeitsplätzen.

Mit LED ist es möglich, durch Farbspiele Stimmungen

zu inszenieren und das Wohlbefinden zu steigern.

Außerdem wird im Vergleich zu konventionellen

Lichtquellen Energie gespart.

Wichtige Strategien für das Wachstum von

Zumtobel in über fünf Jahrzehnten waren die frühe

Exportorientierung und gezielte Firmenübernahmen.

Wie stark die internationale Strahlkraft

des in der alemannischen Provinz beheimateten

Unternehmens ist, beweisen zahlreiche bedeutende

Projekte in aller Welt wie das Olympiastadion

in Berlin, das Interbank Headquarter in Lima,

das BMW Werk in Leipzig, der Hearst Tower in New

York und der Flughafen in Peking.

Zum Wohl in Dornbirn

MOHRENBRÄU

Die Geschichte der ältesten Brauerei Vorarlbergs

geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. 1784 wird die

Mohrenbrauerei erstmals urkundlich erwähnt. Ihr

Gründer war nicht etwa ein aus einem fernen Kontinent

stammender Handelsreisender, sondern

der Bregenzerwälder Josef Mohr, der im Zentrum

von Dornbirn eine Gaststätte mit Brauerei eröffnete

und als Logo sein Familienwappen verwendete.

Seit 1834 ist die Mohrenbrauerei im Eigentum der

Familie Huber, die das Unternehmen in sechster

Generation betreibt.

300 Eimer Bier wurden einst jährlich produziert,

heute sind es 160.000 Hektoliter. Für diese

Entwicklung waren immer wieder technische Errungenschaften

notwendig, wie die Kühlmaschine

1887, mit der in Vorarlberg erstmals künstliches Eis

erzeugt wurde. Damit wurde das Bier lagerfähig

und konnte auf Vorrat produziert werden.

Die jüngste Investition knüpft an die Ursprünge

der Brauerei an. Als Hommage an das alte Gasthaus

„Zum Mohren“ wurde auf dem historischen

Gär- und Lagerkeller ein modernes Kommunikations-

und Dienstleistungsgebäude errichtet, um

die Marktposition der Dornbirner Brauerei gegenüber

den mächtigen globalen Wettbewerbern zu

stärken. Angeboten werden Führungen durch die

Produktion, Verkostungen in einer historischen

Brauereistube im Kellergewölbe und besondere

Bierprodukte. Im „Mohren Lädele“ findet sich „Bieriges“

wie Marillenmarmelade mit Bockbier, Nudeln

mit Braumalz und Schokolade mit Gerste.

Derzeit wird der weitaus größte Teil des Bieres

für die Region produziert. Erste Exportmärkte sind

Italien und neuerdings Schweden. Das größte internationale

Aufsehen erregte die Mohrenbrauerei

bislang mit einer Internetversion des Vorarlberger

Nationalsports: 38.000 User aus allen Kontinenten

sind beim Online-Jassen “Gschtocha – Bock“ registriert.

Wer weiß, auf welchen Märkten der Mohr aus

Dornbirn in Zukunft noch trumpfen kann.


Wie ein Unternehmen in einer krisengeschüttelten

Branche über Jahrhunderte erfolgreich bestehen

kann, zeigt David Fussenegger. Mit trendigen Decken

und Wohnaccessoires aus Baumwolle konnte

sich die Dornbirner Traditionsfirma als Nischenanbieter

für Heimtextilien auf dem Weltmarkt etablieren.

Während andere in Billiglohnländer auslagern,

rattern hier noch die Webstühle. Das

Unternehmen ist in sechster Generation im Familienbesitz

und wird heute von Klaus Ladstätter geführt,

dem Urururenkel des Firmengründers.

1832 stieg der Dornbirner Landwirt David Fussenegger

als Fergger ins Textilgeschäft ein, indem

er mit dem Pferdegespann Garne und Spulen zu

den Heimarbeiterinnen transportierte, die auf den

Bauernhöfen Weißware für Unterwäsche webten.

Drei Jahrzehnte später startete er die mechanische

Produktion, am Höhepunkt bedienten 200 Mitarbeiter

100 Webstühle.

Die Zeiten der Massenproduktion für die Region

sind längst vorbei, heute setzt David Fussenegger

auf Kleinserien. 35 Mitarbeiter verarbeiten

jährlich 700 Tonnen Garn zu Flanell- und Velourprodukten,

die zum Großteil exportiert werden.

Wichtige Märkte sind Deutschland, USA, Australien,

Ungarn, Slowenien und die Schweiz. Konkurrenzfähig

ist David Fussenegger mit dem außergewöhnlichen

Design, das die Handschrift der Gattin

Klein aber Design

DAVID FUSSENEGGER TEXTIL

des Firmenchefs trägt. Sonja Ladstätter, die aus einer

kroatischen Künstlerfamilie stammt, verantwortet

jährlich zwei saisonale Kollektionen und

außerdem eine Basics- und eine Kinderlinie. Mit

Design-Computern und einer elektronischen Musterweberei

können die Produkte schnell und flexibel

den Erfordernissen des Marktes angepasst werden.

Der neueste Verkaufshit sind Decken aus einer

Viskose-Bambusfaser, die antibakteriell und geruchsneutralisierend

wirken soll.

Was sich alles in die wunderbaren Stoffe von

David Fussenegger hüllen lässt, wird im Flag-Ship

Store auf dem Fabriksgelände im Dornbirner Stadtteil

Wallenmahd präsentiert: Kissenüberzüge, Kimonos,

Kinderschlafsäcke, Taschen für Handy und

Laptop und natürlich Decken in allen Größen und

Qualitäten.


Stolz

auf

die Stadt



„Dornbirn hat für mich etwas von einer Metropole. Hier sind die Menschen immer

offen für neue Trends und verbinden dies mit der heimischen Tradition und mit einer

Prise Humor. Es ist deshalb sehr angenehm, hier zu arbeiten. Die Nähe zur Natur,

das reichhaltige kulturelle Angebot, die ausgezeichnete Gastronomie und der

Mix zwischen moderner und alter Architektur sind für mich sehr inspirierend.“

≥ Seite 49

„Als Koch und Gastronom bin ich in Dornbirn vor allem darauf stolz, dass die Gastronomie

hier im Allgemeinen ein sehr hohes Niveau hat und die einzelnen Betriebe

trotz der Konkurrenz sehr gut miteinander auskommen. Als begeisterter Sportler

schätze ich die abwechslungsreiche Landschaft in der nahen Umgebung der Stadt,

die ich zu jeder Jahreszeit nutze, sei es im Sommer zum Laufen oder im Winter zum

Tourengehen.“ ≥ Seite 28


„Der gute Mix aus Dörflichem und Städtischem macht Dornbirn für uns so lebenswert. Besonders hier im Oberdorf spürt

„Was mir an meiner Heimat-Stadt gefällt, ist das tolle Einkaufsangebot, die gemütliche und qualitativ hochstehende

man den Zusammenhalt zwischen den Menschen noch sehr stark. Hier lebt man nicht abgehoben, sondern es gibt ein

Gastronomie und ganz besonders die noch halbwegs naturbelassene Umgebung der Stadt. Das Dornbirner Ried ist für

Miteinander. Das zeigen auch die Bürgermeister, die in den letzten Jahrzehnten immer nahe bei den Menschen waren. An

unseren Lebensraum in Mitteleuropa ein einmaliges Kleinod, das wesentlich mehr Schutz verdienen würde. Hier gibt

vielen Orten sind auch die landwirtschaftlichen Wurzeln der Stadt noch sichtbar und man sollte viel mehr Wert auf den

es noch einige seltene Vogelarten wie z. B. den Großen Brachvogel, der in der Schweiz schon ausgestorben ist. Wenn aber

Erhalt der noch vorhandenen Streuobstwiesen und der alten Häuser legen!“

nicht ein Umdenken zur Bewahrung dieses Naturschatzes führt, wird in zwanzig Jahren nichts mehr übrig sein, worauf


wir stolz sein könnten.“ ≥ Seite 68


„Was mich an Dornbirn am meisten beeindruckt, sind die

Menschen. Hier findet man einfach einen anderen Menschenschlag

als in anderen Städten. Die Dornbirner strahlen

Offenheit und eine positive Grundeinstellung zum Leben

aus. Diese positive Energie durchfließt die Stadt und

jene Plätze, die mich in Dornbirn faszinieren, wie etwa

die Cafés und das italienische Flair am Marktplatz.

≥ Seite 38




„Mir als Musiker gefällt vor allem die Vielfalt an Musik-

Events, die hier stattfinden – besonders Veranstaltungen

wie „Hörbar Oberdorf“. Worauf man in Dornbirn wirklich

stolz sein kann, ist das Jazzseminar, das aufgrund

seiner hervorragenden und international anerkannten

Lehrer wie Peter Madsen, Herbert Walser oder Rolf Aberer

eine ausgezeichnete Ausbildungsstätte im Stilbereich des

Jazz ist.“ ≥ Seite 84


Wahrzeichen

Nicht allein das Rote Haus prägt Dornbirn. Ein Wahrzeichen ist

etwas, das wirklich und wahrhaftig ein Zeichen setzt. Das jedem

geläufig ist, das jeder mit einem bestimmten Ort in Verbindung

bringt. Den Eiffelturm mit Paris, den Big Ben mit London, das

Empire State Building mit New York. Na, und was denn mit

Dornbirn? Das Rote Haus? Den Karren? Die Rappenlochschlucht?

Die Errungenschaften markanter zeitgenössischer Architektur

mit dem Restaurantschiff am Martinsparkhotel oder das

Panoramahaus neben dem Konsumtempel Messepark?

Es ist offensichtlich: Während Weltmetropolen

sich mit einem Wahrzeichen begnügen müssen,

hat Dornbirn deren mehrere. Das ist doch ’was,

worauf Dornbirn stolz sein kann. Schließlich ist

es auch nicht einfach eine Stadt, sondern das aus

mehreren dorfartigen Teilen erst vor 107 Jahren zusammengewachsene

urbanste Gebilde Vorarlbergs.

Da sind mehrere Wahrzeichen doch gerechtfertigt!

Also eins nach dem anderen!

Das Rote Haus ist das einzige Gasthaus Vorarlbergs

mit einer eigenen Autobahn-Kulturtafel.

Aber was wäre das Rote Haus ohne seinen Marktplatz?

Da weitet sich das ochsenblutverzierte Barockhaus

aus dem 17. Jahrhundert zum spannenden

Architekturensemble und Platz-Wahrzeichen. Niemandem

würde es einfallen, den Marktplatz wegen

des Roten Hauses Roten Platz zu nennen. Kein

Vergleich auch zur Piazza San Marco – mangels Arkaden,

oder zur Place de la Concorde - mangels ei-

nes Obelisken. Was soll’s? Wir stellen uns, in 437 m

Seehöhe, auf das Dornbirner Wappen am Platzmittelpunkt,

drehen eine langsame Pirouette und sehen

Architektur aus vier Jahrhunderten mit all den

Stilelementen, die dem Dornbirner vertraut sind

und den Besucher ob ihrer Vielfalt staunen lassen:

barock, klassizistisch, Heimatstil, Jugendstil,

Gestriges und Heutiges.

Dorrenbürens Birnbaum Ach ja, das

Dornbirner Wappen! Patriotisches Rot-weiß-rot

trägt den Birnbaum. Anshalm von Dorrenbüren,

der letzte Edle des historischen politischen Gebildes,

führte im 14. Jahrhundert den Baum im Wappen,

und seither glaubte man allseits, die Birne sei

so typisch für Dornbirn, dass sie sich über Stadtammänner

und Kaiser bis in die Republik hielt.

Und als vor 19 Jahren der motorisierte Verkehr endgültig

auf die Stadtstraße verbannt und die Fuß-


gängerzone eröffnet wurde, fand auch das Stadtwappen

dort seinen Platz. Weitsichtig planten die

Stadtväter damals einen gepflasterten, baumlosen

Platz, zuerst von vielen als kühl und unpersönlich

geschmäht, heute aber längst als praktisch-multifunktional

geschätzt.

Multikulti-Platz Denn hier kann einfach

alles stattfinden. Märkte: zweimal pro Woche

der größte Bauernmarkt Vorarlbergs, Erntedank-,

Frauen-, Bastel- und Fetzenmarkt und natürlich als

gesellschaftlicher Höhepunkt der Martinimarkt

Anfang November. Da kommen jeder Dornbirner

und jede Dornbirnerin und jede Menge Gäste von

auswärts. Und der Herr Bürgermeister verkündet

in schwarzem Rock und melonenbehutet, mit der

Gans im Arm und einem Schmunzeln im Gesicht,

wie weiland der Stadtammann von der Treppe des

Roten Hauses Stadt-Wichtiges, zum Beispiel, dass

der Martinimarkt eröffnet und der Musik für ihre

Weisen zu danken sei. Am Marktplatz werden Silvester,

Kleinkunst und anderes gefeiert, es wird geboxt,

geturnt, gerockt, gejazzt, gesurft und anderweitig

musiziert. 2007 traf sich die Turnwelt bei

der Weltgymnaestrada abends zum Umtrunk und

zur Labung nach anstrengendem Bewegungs-Tag.

Am Marktplatz trifft sich’s aber auch ganz einfach:

In mittlerweile gut zwei Hand voll gastlichen

Gewölben, in Kaffeehäusern und Bäckereien, Restaurants

und Bars, bei Italienern und Vorarlbergern.

Drinnen und draußen. Der Marktplatz ist

Dornbirns Lifestyle-Center.

Behäbig wacht die Stadtpfarrkirche mit Campanile,

Fries, Portikus und riesiger Halle über dem

Treiben, nicht nur sonntags. Schauen Sie doch mal

rein und wundern Sie sich über Dekorationen im

Nazarenerstil und die größte Orgel Vorarlbergs.

Rappenloch Mit dem roten Stadtbus Nr. 5

geht’s ins Gütle. Zur Rappenlochschlucht, einer

der imposantesten Schluchten der Alpen. Mit vorgelagertem,

41 m hohem und 108 Jahre altem Mammutbaum,

Traditionsgasthaus Gütle und jungen

Museen in alten Spinnerei-Gemäuern, der größten

Rolls-Royce-Sammlung der Welt und einem

ganzjährig geöffneten Krippenmuseum. Rappenlochschlucht

– da steigen die Felsen senkrecht auf

beiden Seiten auf, da rauscht das Wasser der Dornbirner

Ache, versorgte die einstige Spinnerei mit

Energie und liefert diese heute noch im zweitältesten

Vorarlberger Kraftwerk Ebensand. Gelernte

Dornbirner und fitte Gäste freilich geben sich nicht

mit der Rappenlochschlucht zufrieden, sie zieht

es weiter in die etwas weniger spektakuläre, dafür

aber anspruchsvoller zu bewandernde Alplochschlucht,

nach Ebnit und über Staufenfuß und Karren

zurück nach Dornbirn. – Im Rappenloch hauste

übrigens einst ein wilder Drache, der anlässlich der

Weltgymnaestrada zum freundlichen, blauen Maskottchen

aus Plüsch mutierte und in einem Kinderbuch

so einiges zu erzählen hat.

Karren Der Karren ist mehr als ein Berg. Er ist

Fitnessgerät, Aussichtsterrasse, Gourmettempel,

Vorzeigeobjekt moderner Architektur und Seilbahnberg,

damit jeder auch auf bequeme Weise die

wahren Zeichen der Vorarlberger Landschaft aufnehmen

kann. Denn da liegt sie – die Landschaft:

Mit dem Rheintal, grün und städtisch, dörflich,

fluss-, eisenbahn- und straßendurchfurcht. Ein

Mosaik aus winzigen eckigen Dächern formt die

Dornbirner Vogelschau. Gegenüber die Schweizer

Hügel und Berge mit freier Sicht in die Kantone St.

Gallen, Appenzell, Glarus, Graubünden. Rechts der

drittgrößte Binnensee Mitteleuropas in seiner ganzen

Länge: der Bodensee, Lake Constance, Lacus

Brigantinus, wie immer er genannt sein will, mit

seinen drei Anrainerländern. Noch weiter rechts,

nordnordwestlich: Deutschland. Ganz links Liechtenstein,

fürstlich am Fuß der Drei Schwestern.

Bei diesem grandiosen Panorama muss der Karren

Wahrzeichen sein.

Neue Wahrzeichen-Generation

Panorama – vor wenigen Jahren erst ist es zum Zeichen

gewachsen, das Panoramahaus. Selbstbewusst

in der Ebene steht es, verbindet die Stadt mit

dem Messegelände und Messepark, ist optischer

Orientierungspunkt für Dornbirn-Neulinge (weil

sich die Einheimischen trotz anfänglicher partieller

Proteste längst dran gewöhnt haben) und beherbergt

das Hotel „4 Points Sheraton“, ein Dach-Aussichtsrestaurant

und den Fitnesstempel „Home of

Balance“. Neun Etagen hoch, oval, glänzend, ein

Lichtgeglitzer nachts, ein graublauer Spiegel tags.

Und dennoch, vom Karren aus gesehen, ein ovales

Legosteinchen an der Grenze zwischen Stadtgrau

und Riedgrün.

Dornbirn nähert sich der 50.000-Einwohner-

Grenze. Ob mit der Bevölkerung auch die Zahl der

Wahrzeichen wächst? Wer weiß, vielleicht fahren

wir mit dem roten Stadtbus in ein paar Jahren

zu weiteren Wahrzeichen: zum Haus der Messe,

zum Campus, zum Heimwerker-Riesenmarkt? Da

wird’s noch einiges geben, worauf Dornbirn stolz

sein kann.


SETZEN SIE ALLES AUF EINE KARTE:

MIT DER 18-EURO-AUSFLUGSCARD DORNBIRN

Dornbirns Ausflugsziele sind nicht nur erstrebenswert, sondern

auch preiswert erreichbar. Dank der Kombi-Ausflugscard Dornbirn.

Damit können Sie in 4 Tagen zum einmaligen Eintritt Museumsbesuche

und Karrenseilbahnfahrt sowie ermäßigte Tarife im

Waldbad Enz und im Spielboden einzeln oder kombiniert genießen,

inklusive Stadtbus natürlich.

Sie starten zum Beispiel morgens im Stadtmuseum oder

genießen den Nachmittag in der phantastischen inatura und im

kunstraum ... oder Sie nehmen den Stadtbus zur Karrenseilbahn,

erleben eine herrliche Aussicht vom Panoramarestaurant und

wandern zum Staufensee und durch die imposante Rappenlochschlucht

... Oder ganz gemütlich per Seilbahn wieder ins Tal

und per Bus ins Gütle zum einzigartigen Rolls-Royce-Museum

und ins Krippenmuseum... Ob Sie das mit einem erfrischenden

Besuch im Waldbad Enz kombinieren, mit einer Besichtigung im

Druckwerk und einem Kulturschub im Spielboden vollenden,

ist natürlich ganz Ihnen überlassen.


Sie machen Ihr Programm, wir bieten live die spannenden

Ausflugsziele – in 4 Tagen, für nur 18 Euro! Die Ausflugscard

ist in den Dornbirner Hotels, den genannten Partnerbetrieben

und bei Dornbirn Tourismus erhältlich.






Mit der Karrenseilbahn

dem Alltag entfliehen!

Herrliche Wanderrouten,

traumhafter Blick über das Rheintal –

auch zum Abendtarif, wenn tief unten

das Lichtermeer glitzert.

Der Karren ist der beliebteste Treffpunkt der Region. Zum einen

haben hier die schönsten Wanderwege ihren Ausgangspunkt,

zum anderen lebt es sich im Panoramarestaurant auf 976 Meter

besonders leicht. Ob Sie nun elegant essen gehen oder vor

dem Zu-Bett-Gehen einfach über das Rheintal schauen möchten:

In fünf Minuten transportiert Sie die Seilbahn hoch über die

Dächer der Stadt, und beschert Ihnen einen wunderbaren

Ausblick: das gesamte Dreiländereck bei Tag, das Lichtermeer

bei Nacht.

Dornbirner Seilbahn Gesellschaft m.b.H.

Gütlestraße 6, A 6850 Dornbirn, Tel.: +43 5572 22140, Fax: +43 5572 22140-4, E-Mail: karren@dornbirn.at, www.karren.at


”The Best Car in the World”

ORIGINALABBILDUNG: TOP GEAR RUN VON LONDON NACH EDINBURGH 1911

Im Jahr 1911 entschloss sich Rolls-Royce, die außergewöhnliche Qualität seiner Automobile

unter Beweis zu stellen. Als Plattform für diese Herausforderung wählte man den

Top Gear Run von London nach Edinburgh und zurück, der nach den Regeln des R.A.C.,

des Königlichen Automobilclubs, gefahren wurde.

Mit dem von Rolls-Royce ausgewählten Silver Ghost, Chassis Nr. 1701, und Testfahrer

Ernest Hives am Steuer gelang es bravourös, Klasse zu beweisen. Auf der Fahrt von

London nach Edinburgh und zurück durfte ausschließlich der höchste Gang des elegant

und neu designten Fahrzeuges eingelegt sein. Anschließend wurde die Standfestigkeit

bei einer Fahrt mit 78,26 m.p.h., umgerechnet 125 Kilometer pro Stunde, auf der

Brookland Rennstrecke bewiesen. Technische Überlegenheit und Eleganz führten dazu,

dass die Marke Rolls-Royce mit aller Deutlichkeit sich als ”The Best Car in the World”

bewiesen hat.

ÖFFNUNGSZEITEN

Ganzjährig durchgehend geöffnet

01.04. bis 31.10. von 10 bis 18 Uhr

01.11. bis 31.03. von 10 bis 17 Uhr

24.–26.12. und 01.01. geschlossen

Montag Ruhetag, feiertags geöffnet

Gütle elf a – A 6850 Dornbirn I Tel: + 43.5572.52652 I www.rolls-royce-museum.at

INATURA IN BEWEGUNG

Themenschwerpunkt Bewegung Der Schwerpunkt

zum Thema Bewegung, mit ganz neuen Einblicken in die Wunderwelt

der Natur: Erfinderische Arten, sich ohne Beine fortzubewegen,

oder mit 2 bis 200 Beinen zurechtzukommen, bis hin zu

artistischen Meisterleistungen, wie etwa Salto schlagenden

Ameisen oder Geckos, die an der Decke laufen. Herausragende

Bewegungsarten findet man auch bei afrikanischen Nektarvögeln,

die wie die Kolibris den Schwirrflug beherrschen oder bei

den Eichhörnchen, die in der Evolution das Fliegen „erfunden“

haben. Es gibt sogar perfekte Tänzer im Tierreich, wie etwa den

um die Gunst der Damenwelt balzenden Birkhahn, die Haubentaucher,

die Kraniche, den Tanz der Bienen oder den Tanz der

Atlasschmetterlinge, der größten Schmetterlinge der Welt. Nicht

nur die Tiere bewegen sich dabei, sondern auch alle Besucher sind

eingeladen, sich auf einem Laufband, auf der größten Balancierstange

der Welt oder einer großen Hüpfburg für Kinder an der

Bewegung zu beteiligen.

Die inatura Erlebnis Naturschau Dornbirn Die inatura

ist weit mehr als nur ein modernes Erlebnismuseum. Sie ist

auch ein zoologischer Garten. 54 lebende Tierarten (Frettchen,

Schlangen, Spinnen, Schmetterlinge, Hornissen, handzahme

Koikarpfen und viele mehr) und 38 lebende Pflanzenarten

(darunter heimische Orchideen!) haben in großzügigen Terrarien

und Aquarien einen neuen Lebensraum gefunden. Sie sind die

Stars der stündlichen Live-Vorführungen, die von kompetenten

Fachleuten für alle Besucher angeboten werden. Dann können die

Karpfen gefüttert und gestreichelt werden oder man begleitet

die Frettchen auf ihrem Spaziergang durch den Stadtgarten.

Nach einem Rundgang durch den Park und der Besichtigung der

begehbaren Vogelvoliere können die Besucher in 10 Kinos (vier

davon 3D, ein 360 Grad Kino) die Naturschönheiten Vorarlbergs

entdecken. Das internationale Team der Ausstellungsdesigner

hat es geschafft, den Besuch in der inatura zu einem einzigartigen

Erlebnis zu machen. Für ein begehbares Bühnenbild der

vier Lebensräume Gebirge, Wald, Wasser und Stadt wurden

50 Tonnen Stahl, Glas und Lehm verbaut. In den Lebensräumen

können 100 Großpräparate - vom Wisent über den weißen Hai

bis zum Nashorn - gestreichelt werden.


Die inatura ist der größte und modernste Naturerlebnispark im

Bodenseeraum. Mitten im 25.000 m 2 großen Stadtgarten gelegen,

bietet ein Besuch der 3000 m 2 großen Schauräume immer neue,

spannende Erlebnisse zu wechselnden Themenschwerpunkten.


Auch bei der Informationsvermittlung beschreitet

die inatura völlig neue Wege Ein abgestuftes Konzept sorgt

dafür, dass jeder die Informationen vorfindet, die er zum Verständnis

der Ausstellung benötigt. Von der Gobo-Projektion über die 40

Informationssäulen mit Texten zur freien Entnahme bis hin zu

den Besuchercomputern mit der wissenschaftlichen Datenbank

der inatura ist dieses Angebot in Europa einzigartig. 50 interaktive

Spiele (Kletterwand, Dachsbau, Strömungskanal, Videomikroskop

und viele mehr) sorgen dafür, dass sich auch die jüngsten

Besucher nicht langweilen. Ein gläsernes Büro in der Eingangshalle

sorgt dafür, dass man auch hinter die Kulissen des Betriebes

schauen kann. Für die inatura sind jedes Jahr viele Forscher mit

Kartierungsarbeiten im Gelände beschäftigt, ihre Ergebnisse

werden sozusagen „druckfrisch“ den Besuchern präsentiert.

Auch die Tier- und Naturschutzberatung ist eine wichtige und

spannende Aufgabe. Im Frühling werden Jungvögel aufgezogen,

im Sommer Hornissennester vor der Vernichtung bewahrt. Und

im Herbst beginnt dann die „Igelsaison“, wo Jungtiere gefüttert,

gepflegt und auf den Winterschlaf vorbereitet werden müssen.

Historisches Die Gründung der Vorarlberger Naturschau

geht auf die Initiative des Fabrikanten und Sammlers

Siegfried Fussenegger (1894-1966) zurück. Bereits 1927 stellte er

im alten Rathaus in Dornbirn seine geologische und einen Teil

seiner botanischen Sammlung aus. 1939 zog die „Schau der

Naturgeschichte Vorarlbergs“ in die Stierhalle am Viehmarktplatz

um. Erst zwanzig Jahre später wurde die „Vorarlberger

Naturschau“ in der Marktstraße eröffnet. Was damals als modern

und richtungsweisend galt, entsprach schließlich nicht mehr den

Erwartungen der Besucher. 2003 wurde die neue „inatura“ im seit

1984 stillgelegten Rüsch-Werke-Areal eröffnet.


Naturpark

Eine Wanderung durch den Naturpark Dornbirn von den Spuren

der Eiszeit in die Kulturlandschaften des 21. Jahrhunderts.

Eis und Wasser haben die Landschaft von Dornbirn geformt.

Eis hat das Rheintal eingetieft, Eis hat Seen aufgestaut. Wasser

schnitt sich durchs Gebirge, Wasser brachte Schutt und füllte

die Seen, füllte auch das Rheintal mit Sand und Schlamm. Wo

Wasser und Eis angreifen konnten, wurde vom Untergrund

bestimmt. Im ständigen Wechselspiel der Elemente sind in

Dornbirn Landschaften entstanden, die es jede für sich wert sind,

erforscht und erlebt zu werden. Mit den beiden Natura 2000-

Gebieten „Fohramoos“ auf dem Bödele und „Gleggen-Köbern /

Birken-Schwarzes Zeug“, den Mäandern der Dornbirner Ach,

besitzt Dornbirn Anteil an zwei Naturrefugien von europaweiter

Bedeutung. Sie wurden schon früh zu Naturschutzgebieten

erklärt. Rappenloch und Alploch stehen als Naturdenkmale unter

Schutz, und auch die Gesteinsfalten an der Ebniter Ach sind

als „Einzelschöpfungen der Natur“ in das Naturdenkmalbuch

eingetragen.

Fohramoos - das Hochmoor der Schmetterlinge Beginnen wir unsere Wanderung durch den „Naturpark

Dornbirn“ an der Stadtgrenze. Mit Schwarzenberg teilt sich Dornbirn das Hochmoor Fohramoos. Hier, nahe dem Bödele,

suchte der Rheingletscher zu Beginn der letzten Eiszeit seinen Weg in den Bregenzerwald. Von den lokalen Eismassen wurde

er abgedrängt. An dieser Stelle, oberhalb von Dornbirn, haben sich die beiden Gletscher getroffen, und zum Höhepunkt der

Eiszeit, vor 24.000 Jahren, waren Bödele und Fohramoos unter dem Eispanzer verborgen. Nur drei Jahrtausende später begann

das Eis zu schmelzen. Die Gletscher zogen sich langsam zurück. Zwischen Rhein- und Bregenzerwaldgletscher öffnete sich

eine Lücke, das spätere Fohramoos. Wasser wurde am Eis gestaut. Durch den verdichteten Untergrund konnte es nicht versickern.

Dann verlandete der Eisrandsee und wurde von Pflanzen erobert. Lebende Hochmoore, Moorwälder, Übergangs- und

Schwingrasenmoore und Pfeifengraswiesen kartiert heute der Biologe – ein Ensemble von europaweiter Bedeutung. Schmetterlinge

gehören zu seinen auffälligsten Bewohnern. Der Schmetterlingsexperte Peter Huemer hat sie erforscht. Mit geheimnisvoll

anmutenden Leuchttürmen hat er die Nachtfalter angelockt – nicht weniger als 474 Arten! Neun Arten konnte er hier

erstmals für Vorarlberg nachweisen, darunter ausgesprochene Hochmoorspezialisten wie Moorzünsler und Grasminierfalter.

Doch andere, noch vor 40 Jahren im Fohramoos beobachtete Falter fehlen: Langsame Änderungen im Moor zeichnen sich ab.


Rappenloch und Alploch: Wasserkraft für die Industrie Der sumpfige Boden des Fohramoos stand nie

in Gefahr, vom Menschen genutzt zu werden. Ganz anders die Schluchten der Ebniter Ach. Im Gütle beginnt der Weg in das Rappenloch.

Von einer genieteten Rohrleitung wird er zunächst begleitet. Denn nicht die Schönheit der Schlucht, nein, wirtschaftliche Interessen

bewogen zum Bau des Weges. Die Kraft des Wassers sollte genutzt werden. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Talkessel zwischen

den Schluchten zum See gestaut. Mit Wasserdruck wurden im Gütle Textilmaschinen betrieben. Die Stromerzeugung kam später. Stolz

zeigten die Fabrikanten ihr Werk: Ein vierzig Meter hoher Springbrunnen gab öffentlich Zeugnis von der Zähmung der Natur. Am anderen

Ende des Staufensees, am Eingang zum Alploch, summen die Turbinen des ältesten Kraftwerks des Landes. Der Widerstreit von

Wasser und Fels machte die frühe Industrialisierung Dornbirns erst möglich. Versteinerte Muscheln beweisen: Einst war der harte

Kalkstein der schlammige Grund eines flachen Meeres. Im Alploch, dort wo der Steg an der Felswand klebt, kann das geübte Auge die

Fossilien entdecken. Später ist der Untergrund abgesunken, und weiche Mergel überdeckten den Kalk. Zementiert, verfaltet und gehoben

wurden sie später. Erst in jüngster Vergangenheit schnitt das Wasser sich ein. Der Kalk leistete Widerstand - er bildet die engen

Schluchten. Der Mergel wurde ausgeräumt, und der Talkessel des Staufensees entstand. Auch die Gesteinsfalten kann man entdecken:

Im Rappenloch am gegenüber liegenden Ufer, kurz bevor die Schlucht richtig eng wird, steigt die Faltenachse steil an. Eindrücklicher

sind die Falten der Schaufelschlucht. Spitz und eng sind sie im Bachbett, sanft gewellt steigen die Schichten den Berghang hinauf.

Dornbirner Ach: die gezähmte Natur Rauschend und ungestüm ist das Wasser in den Schluchten, im Stadtgebiet

von Dornbirn wurde es gezähmt, wurde die Ach zum Kanal. Öde und leblos erscheint uns das Flussbett, und doch wird es von zahlreichen

Tieren bewohnt. Bach- und Gebirgsstelzen brüten in seiner Nähe. Im Garten der inatura finden sie Nistmaterial und Nahrung.

Auch Stieglitz, Grünling und Kohlmeise sind hier gern gesehene Gäste. Natur aus zweiter Hand – der scheinbar so ungepflegte Museumsgarten

wird nicht nur von Vögeln bevölkert: Ihrer tiefschwarzen Behaarung verdanken die Trauerbienen ihren Namen. Als „Kuckucksbienen“

dringen sie in die Niströhren von Pelzbienen, um dort ihre Eier abzulegen. Die Brutpflege besorgt dann die Pelzbiene.

Nistplätze werden in trockenem, offenem Sandboden, am liebsten aber in Abbruchwänden angelegt. Im Garten der inatura konnte der

Wildbienenexperte Timo Kopf die Gemeine Trauerbiene Melecta albifrons (die „weißstirnige“) entdecken – einer der ersten Nachweise

in Vorarlberg! Folgen wir dem Flussbett der Dornbirner Ach, so tritt die Verbauung wieder zurück. Von einem Auwald wird die Ach begleitet,

bevor sie am Ende ihres Schwemmfächers die offene Riedlandschaft erreicht. Hier ändert der Fluss seinen Charakter. Der bisher

geradlinige Lauf wird von Mäanderschlingen abgelöst. Als einziger Fluss des Landes hat sich die Dornbirner Ach diese Eigenheit

bewahrt. Natürlich schützen auch hier Dämme vor Überschwemmungen. Und doch ist eine natürliche Dynamik möglich, wechseln

steile Prallhänge mit den Schotterfluren der Gleithänge. Die steilen Abbrüche sind durchlöchert, in den kleinen Röhren leben Wildbienen

und Wespen, in tieferen Nisthöhlen baut der Eisvogel sein Nest.


Dornbirner Ried: Refugium für die Natur Die angrenzenden

Riedflächen hingegen bevorzugen Bodenbrüter. In offenen und gut

überschaubaren Streuwiesen baut der Große Brachvogel sein Nest. Solche Gebiete

sind im Rheintal selten geworden. Die Riedflächen von Dornbirn gehören

zu seinen letzten Rückzugsrevieren. Doch der Bruterfolg ist gering und

reicht für die Erhaltung des Bestandes kaum aus. Sehr unterschiedlich sind

die Lebensräume von Dornbirn. Jeder hat seinen eigenen Reiz, seine eigenen

Bewohner. Freuen wir uns über die Vielfalt, und sorgen wir dafür, dass auch

unser Kinder stolz sein dürfen auf den „Naturpark Dornbirn“!


Taxi




Sightseeing-Tour für Filmfreaks

Kultregisseur Jim Jarmusch erzählt in seinem Episodenfilm

„Night on Earth“ fünf Geschichten an fünf Orten der Welt. Alle

in derselben Nacht, alle zur selben Zeit – und alle drehen sich um

Taxifahrer und ihre kuriosen Erlebnisse. Winona Rider fährt Gena

Rowlands durch Los Angeles, Armin-Müller-Stahl chauffiert Rosie

Perez in New York, Beatrice Dalle ist ein blinder Fahrgast in Paris,

Star-Komiker Roberto Benigni düst mit Sonnenbrille und einem

diskret verstorbenen Priester auf dem Rücksitz durchs nächtliche

Rom, und in Helsinki diskutieren vier betrunkene Finnen im Taxi

ihre persönlichen Tragödien. Keiner kennt eine Stadt besser als

die, die rund um die Uhr mit Gästen aller Couleur auf den Straßen

unterwegs sind – die Taxler sind immer live vor Ort. Die „Taxi-

Driver“ wissen Bescheid, wer wann, mit wem und wohin unterwegs

ist, sie kennen die Vorlieben ihrer Stammgäste, sie erleben täglich

ein buntes Kaleidoskop an menschlichen Verhaltensweisen. Noch

spannender wird es nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die

Nachtschwärmer, Szene-Adabeis und andere kuriose Gestalten

unterwegs sind. Armin Malojer bat einige Dornbirner „Cab Driver“,

ihm die besten Plätze ihrer Stadt zu zeigen. Die Orte, an die sie Jim

Jarmusch führen würden, wenn es darum ginge, eine Film-Location

in Dornbirn zu finden.

Großstadtflair für Tagträumer Ich steige bei Tamara ein. Sie fährt eines von neun Leitner-Taxis, wie sie mir

gleich erklärt. Die junge Dornbirnerin ist noch nicht lange als „Mrs.Cab-Driver“ unterwegs, dafür hat sie gleich mit dem Nachtdienst

begonnen. So ist es auch ein ziemlicher Zufall, dass ich sie bei einer Aushilfsschicht am Tag erwische. „Ich habe erst vor

einem halben Jahr mit dem Job angefangen“, erzählt sie lächelnd, „und seitdem bin ich fünf Tage die Woche nach Sonnenuntergang

auf Achse.“ Ob sie da keine Angst hat? „Nein, ich finde es in der Nacht ganz nett. Das Schlimmste war bisher, dass mir

mal einer ins Lenkrad gegriffen hat und danach abgehauen ist“, bekennt Tamara, „und das passierte noch dazu gleich an meinem

ersten Arbeitstag. Aber seitdem war nie mehr was – manchmal ist es fast ein wenig langweilig. Mir passt der Job gut, ich

bin gerne unterwegs und habe viel mit Leuten zu tun.“ Ihr spezielles Ziel für mich als Filmfreak ist noch nicht viel älter als ihre

Taxi-Karriere: Das Dachterrassencafe des mondänen Panoramahauses an der Messekreuzung. Und sie hat recht: Die Kamera in

meinem Kopf zoomt von der Großaufnahme der freundlichen Kellnerin, die mir einen Capuccino bringt, in die Totale. Die Aussicht

auf die Berggipfel ringsum sowie den Bodensee dazwischen ist grandios. Dieser Schauplatz wäre vielleicht geeignet für

die Schlüsselszene von „Schlaflos in Seattle“ in den Alpen. – Doch der Kameraschwenk gerät zu einem hypnotisierenden Sog à

la Hitchcock und ich muss aufpassen, dass ich nicht wie James Stewart in „Vertigo“ an Höhenangst zu leiden beginne.


Chromjuwelen für Große Jungs Mein „Taxi-Guide“ heißt dieses Mal Gerri. Er kutschiert seit 2005 Fahrgäste

durch Dornbirn und hat schon eine eigene Firma. Zusammen mit seiner Frau Carmen hat er zwei PKW und zwei Kleinbusse im

Einsatz: „Von der einfachen Taxifahrt über Krankentransporte bis zu Flughafentransfers, wir haben alles im Programm“, erklärt

Gerri seine Leidenschaft, „wir haben auch das erste Rollstuhltaxi in der Stadt angeboten.“ Sein „klassischer Männertipp“

in der Stadt ist das Rolls Royce-Museum im Gütle. Die längere Fahrt entlang der von bewaldeten Berghängen flankierten Dornbirner

Ach, vorbei an der Talstation der Karrenseilbahn, lässt mich gleich an eine wilde Auto-Verfolgungsjagd denken – in dieser

Landschaft könnten beeindruckende Bilder entstehen, besonders wenn man die edlen Karossen des Museums dafür verwenden

dürfte. Und wenn wir mehr Zeit hätten, erklärt mir mein Experte, wären natürlich die Rappenlochschlucht weiter Tal

einwärts oder das kleine Bergdorf Ebnit noch zwei Dornbirner Kleinode, die als filmische Kulisse atemberaubende Perspektiven

eröffnen würden – zum Beispiel für die beiden Ausreißerinnen „Thelma und Louise“. Bei der Rückfahrt erzählt Gerri, der ebenfalls

meist in der Nacht unterwegs ist, noch ein paar Anekdoten von nicht einmal mehr „gehtüchtigen“ Gästen, die einem „Taxler“

das Leben gelegentlich schwer machen. Gerri ist dennoch mit Leib und Seele Taxifahrer: „Vor allem der Nachtbetrieb bringt

viel Abwechslung. Ein guter Taxler braucht neben seinen Fahrkünsten auch einen gesunden Humor und eine Prise Menschlichkeit.

Mir macht es einfach Spaß, in Dornbirn unterwegs zu sein …“

Technik und Natur unter einem Dach Doris, meine Chauffeuse, stammt aus einer „Taxi-Dynastie“:

Die Firma Johann Greber Reisen ist der älteste Betrieb dieser Branche in Vorarlberg, wie sie mir erzählt,

ein Familienunternehmen mit viel Tradition. Ihr Urgroßvater Jakob hat schon 1924 mit der offiziellen Eintragung

ins Register den Grundstein für das Bus- und Taxiunternehmen gelegt. 1990 haben Doris und Adolf Greber die

Führung übernommen, derzeit haben sie fünf Taxis und drei Reisebusse in Betrieb. Doris fährt mich zu einer

besonderen Attraktion mitten in der Stadt: Die „inatura“. Auf einem ehemaligen Werksgelände hat man einen

großen Stadtgarten samt darin liegendem Naturkundemuseum errichtet, eventuell eine ideale Kulisse für ein europäisches

Remake des Streifens „Leoparden küsst man nicht“. Auch Doris hat, und das nicht nur wegen ihrer Familientradition,

das Taxifahren im Blut. Sie erzählt von dem Stammkunden, der einmal sein Handy samt Kreditkarte

im Taxi liegen ließ. Als sie ihn am nächsten Tag zu Hause anrief, meinte der gute Mann nur, er habe wirklich

keine Zeit, beides abzuholen. Man möge ihm doch bitte alles vorbeibringen – und bei der Gelegenheit bekam Doris

auch gleich noch den Pin-Code der Karte mit der Bitte, doch 300 Euro von der Bank mitzubringen. Ein Zeichen für

das Vertrauen, das die Dornbirner „ihren“ langjährigen Chauffeuren entgegenbringen …

Auszeit für Romantische Vezir lässt

mich im Taxi „Laura“ Platz nehmen. Der Bosnier

wohnt zwar in Götzis, ist aber seit über zehn Jahren

hauptberuflich in Dornbirn unterwegs – und kennt

sich entsprechend gut aus. So hat auch er ein wunderschönes

Plätzchen für mich parat: den Zanzenberg.

Nach kurzer Fahrt ins „Oberdorf“ führt ein schmales

Gässchen, das recht versteckt hinter einem großen

Haus abzweigt, steil in die Höhe. Es endet auf einem

kleinen Plateau mit herrlichem Blick über Dornbirn.

Die ideale Location für die Verfilmung einer Liebesszene:

Die erste, zaghafte Annäherung, im Hintergrund

die großen Kastanienbäume, ein leidenschaftlicher

Kuss auf der Bank und der Kameraschwenk in

die Weite des Tals und in die Dornbirner Bergwelt –

kitschiger geht es nicht!

Ich erfahre von Vezir beim kurzen Rundgang, dass

der Name Laura von seiner 6-jährigen Enkelin kommt.

„Ich habe mich vor drei Jahren selbstständig gemacht,

will aber mit 60 in Pension. Und wegen der restlichen

drei Jährchen, die ich noch unterwegs bin, wollte ich

meinen Namen nicht mehr verwenden“, erklärt der

altgediente Chauffeur, „danach wird meine Tochter

das Geschäft mit den beiden Autos weiterführen. Den

Namen Laura werden wir aber behalten.“


Zarte Pflanze

Mit der Kunst ist es wie mit der Natur. Unkraut gedeiht überall; das

Schöne und Gute braucht ein spezielles Umfeld, nämlich den richtigen

Boden und ein günstiges Klima. Diese Voraussetzungen kann

man mit viel Aufwand künstlich schaffen oder aber sie sind einfach

da. Dornbirn scheint ein von Haus aus gutes Klima für die Entwicklung

kultureller, künstlerischer Initiativen zu sein; was hier so einfach

entsteht, muss anderswo mit viel größerem Subventionsaufwand

hochgezogen werden.


Der günstige Boden – um bei unserem Beispiel zu

bleiben – sind die vielfältigen historischen „Werkstätten“,

die sich als Stätten der Auf- oder Vorführung

wunderbar eignen und die für diese besonderen

Eigenschaften bei den Kunstschaffenden weit

über die Grenzen Vorarlbergs hinaus bekannt sind,

sodass diese gerne hierher kommen, um hier Kunst

zu machen oder zu zeigen.

Das spezielle Klima wiederum, welches das Entstehen

von Kunst und Kultur in Dornbirn fördert,

wird vor allem durch die beteiligten Personen bestimmt.

Das sind Veranstalter und Künstler einerseits,

die gerade bei der vorhandenen Infrastruktur

gerne aktiv werden; die zweite Komponente ist das

Dornbirner Publikum, welches in der Regel dem

Präsentierten aufgeschlossen gegenübersteht, vom

Angebot auch gerne Gebrauch macht und welches

weiß, dass Kunstgenuss nicht abgehobene Förmlichkeit,

sondern „ars vivendi“ ist. Dies wissen

auch die in Dornbirn aufgrund seiner wirtschaftlichen

Stärke besonders aktiven Förderer, Gönner

und Sponsoren und natürlich die Stadt Dornbirn

selbst; alle diese „Umweltbedingungen“ tragen

dazu bei, dass das scheue Pflänzlein Kunst in Dornbirn

eben gerade besonders gut die ihm eigene

Kraft, zu wachsen, entfalten kann.

Im Bereiche der zeitgenössischen, „modernen“

Kunst sind in Dornbirn vor allem drei ganz spezielle

Situationen auszumachen, auf welche manch andere,

größere Kommune wohl neidvoll blickt:


Kunstraum Dornbirn In einer großen alten Montagehalle einer schon lange nicht mehr

existierenden Metallgießerei in der Nachbarschaft der „inatura“ zeigt der „Kunstraum Dornbirn“ zeitgenössische

Kunst, wobei insbesondere Installationen und Videoarbeiten angeboten werden. Gerade

dafür eignet sich die im Wesentlichen im Urzustand belassene Halle besonders gut. Der außergewöhnliche

Ausstellungsraum hat zur Folge, dass bisher praktisch alle Künstler für die Halle ein ganz spezielles

und erst im Zuge des Ausstellungsaufbaus konkretisiertes Projekt ausgearbeitet haben, also ein

Unikat für die Kunstraum-Halle, welches jeweils nur für die Dauer der Ausstellung Bestand hatte. Diese

Flüchtigkeit gibt den Werken einen ganz besonderen Anreiz. Danach zeugt nur noch der zu jeder

Ausstellung erscheinende Katalog von den vergangenen, kühnen Einmaligkeiten.

Bei der Auswahl der Künstler – die nur Aufwandersatz, aber kein Entgelt erhalten – wird vom Kunstraum-Team

Wert darauf gelegt, Kontakt zu jüngeren, international tätigen Künstlern zu erlangen, die

nach den Möglichkeiten der Voraussicht am Beginn einer Karriere stehen. So verweist der Kunstraum

mit Stolz darauf, dass etliche gezeigte Künstler schon bald danach bei internationalen Ausstellungen

(z.B. Dokumenta in Kassel) erfolgreich waren. Daneben werden aber auch Kunstschaffende eingeladen,

aktiv zu werden, die den Durchbruch schon hinter sich haben; gerade im Jahre 2008 wird mit Mark

Dion, Simon Starling und dem bekannten Schweizer Künstler Roman Signer Feinstes geboten.

Dass die Ausstellungseröffnungen, die im Sommer bei Schönwetter in der traumhaften Kulisse des

Stadtgartens stattfinden, mehr Fest als Feierlichkeit sind, hat sich auch schon herum gesprochen; gerade

Solches macht dann wieder das eingangs erwähnte Klima aus, in dem Dornbirns Kunst gedeiht.


art bodensee Die jüngste kulturelle Errungenschaft Dornbirns ist die Kunstmesse „art bodensee“, die von

der Stadt Dornbirn und der Dornbirner Messegesellschaft initiiert, im Jahre 2001 erstmals ihre Pforten öffnete.

Nach dem Modell der weltbekannten „art basel“ bietet sie eine Übersicht über das Kunst-Angebot Mitteleuropas

mit Schwerpunkt auf den Anrainerstaaten des Bodensees. Rund 50 ausgewählte Galeristen aus diesem Gebiet präsentierten

zuletzt über 300 Kunstschaffende aus dem weiteren Bereich der bildenden Kunst, wobei das Angebot alte

und neue Werke von großen und kleinen Sternen am Kunsthimmel umfasst, also denkbar breit gestreut ist. Die stetig

zunehmenden Besucherzahlen – zuletzt rund 8.000 in vier Tagen – bestätigen den Sinn der Sache. Dabei geht es

aus der Sicht der Veranstalter nicht nur um die kommerziellen Aspekte; die Messe kann auch als Leistungsschau gesehen

werden und ist somit – ähnlich wie der Besuch eines guten Museums – eine kulturelle Bereicherung für jeden

Besucher. Die angebotenen Führungen verbessern den Zugang zur Kunst und dienen so der Vermittlung.

Wie dies für eine Dornbirner Messe selbstverständlich ist, bietet auch die „art bodensee“ ein gastronomisches Begleitprogramm.

Da sie jeweils im Hochsommer stattfindet, ist das Konsumieren von Erfrischungen besonders wichtig.

Durst ist bekanntlich einer der größten Feinde der Kunst, Abstinenz ihr Widerpart.

Spielboden Dornbirn Während sich

Kunstraum Dornbirn und „art bodensee“ ausschließlich

der bildenden Kunst – wenn auch

im weiteren Sinne – widmen, ist der Spielboden

auf allen anderen Gebieten zeitgenössischen

Kunstschaffens aktiv. Auch der Spielboden

ist in industriehistorisch bedeutsamen

Gemäuern einer früheren, großen Textilfirma

untergebracht, die allerdings – anders als

bei der Kunstraum-Halle – in technischer Hinsicht

auf den neuesten Stand gebracht wurden,

um den Erfordernissen qualitativ hoch stehender

Produktionen ebenso genüge zu tun,

wie dem Bedürfnis des Zuschauers, der in angenehmer,

entspannter Situation das Angebot

genießen will. Dabei bewegen sich die Aktivitäten

des Spielboden Dornbirn vor allem in

den Bereichen Musik, Film, Tanz/Performance,

Theater und Literatur. Es werden international

anerkannte Stars ebenso präsentiert wie in „Nischen“

tätige Kunstschaffende; alle lieben sie

den Spielboden Dornbirn mit seinem arenaartigen

Veranstaltungssaal und seiner „Kantine“,

wo vor und nach den Veranstaltungen ein

durchgängig motiviertes Publikum isst und/

oder trinkt.

Besonders stolz ist man im Spielboden darauf,

dass man in den Bereichen Jazz und Tanz

ein „hotspot“ mit Weltgeltung ist. Keine Größe

des internationalen Jazz, die nicht schon am

Spielboden aufgetreten wäre!

Der Spielboden Dornbirn ist nun schon über

25 Jahre als Kulturveranstalter aktiv und hat

in dieser Zeit immer wieder Kontroversielles

oder Provokantes ins Programm genommen;

dass die Stadt Dornbirn nach wie vor und sehr

wahrscheinlich auch weiterhin durch ihre Subventionen

die Tätigkeit des Spielboden Dornbirn

ermöglicht, zeigt, wie wesentlich der Blick

für das Wesentliche ist; damit sind wir wieder

beim Boden und beim Klima.


art bodensee Die jüngste kulturelle Errungenschaft Dornbirns ist die Kunstmesse „art bodensee“, die von

der Stadt Dornbirn und der Dornbirner Messegesellschaft initiiert, im Jahre 2001 erstmals ihre Pforten öffnete.

Nach dem Modell der weltbekannten „art basel“ bietet sie eine Übersicht über das Kunst-Angebot Mitteleuropas

mit Schwerpunkt auf den Anrainerstaaten des Bodensees. Rund 50 ausgewählte Galeristen aus diesem Gebiet präsentierten

zuletzt über 300 Kunstschaffende aus dem weiteren Bereich der bildenden Kunst, wobei das Angebot alte

und neue Werke von großen und kleinen Sternen am Kunsthimmel umfasst, also denkbar breit gestreut ist. Die stetig

zunehmenden Besucherzahlen – zuletzt rund 8.000 in vier Tagen – bestätigen den Sinn der Sache. Dabei geht es

aus der Sicht der Veranstalter nicht nur um die kommerziellen Aspekte; die Messe kann auch als Leistungsschau gesehen

werden und ist somit – ähnlich wie der Besuch eines guten Museums – eine kulturelle Bereicherung für jeden

Besucher. Die angebotenen Führungen verbessern den Zugang zur Kunst und dienen so der Vermittlung.

Wie dies für eine Dornbirner Messe selbstverständlich ist, bietet auch die „art bodensee“ ein gastronomisches Begleitprogramm.

Da sie jeweils im Hochsommer stattfindet, ist das Konsumieren von Erfrischungen besonders wichtig.

Durst ist bekanntlich einer der größten Feinde der Kunst, Abstinenz ihr Widerpart.

Spielboden Dornbirn Während sich

Kunstraum Dornbirn und „art bodensee“ ausschließlich

der bildenden Kunst – wenn auch

im weiteren Sinne – widmen, ist der Spielboden

auf allen anderen Gebieten zeitgenössischen

Kunstschaffens aktiv. Auch der Spielboden

ist in industriehistorisch bedeutsamen

Gemäuern einer früheren, großen Textilfirma

untergebracht, die allerdings – anders als

bei der Kunstraum-Halle – in technischer Hinsicht

auf den neuesten Stand gebracht wurden,

um den Erfordernissen qualitativ hoch stehender

Produktionen ebenso genüge zu tun,

wie dem Bedürfnis des Zuschauers, der in angenehmer,

entspannter Situation das Angebot

genießen will. Dabei bewegen sich die Aktivitäten

des Spielboden Dornbirn vor allem in

den Bereichen Musik, Film, Tanz/Performance,

Theater und Literatur. Es werden international

anerkannte Stars ebenso präsentiert wie in „Nischen“

tätige Kunstschaffende; alle lieben sie

den Spielboden Dornbirn mit seinem arenaartigen

Veranstaltungssaal und seiner „Kantine“,

wo vor und nach den Veranstaltungen ein

durchgängig motiviertes Publikum isst und/

oder trinkt.

Besonders stolz ist man im Spielboden darauf,

dass man in den Bereichen Jazz und Tanz

ein „hotspot“ mit Weltgeltung ist. Keine Größe

des internationalen Jazz, die nicht schon am

Spielboden aufgetreten wäre!

Der Spielboden Dornbirn ist nun schon über

25 Jahre als Kulturveranstalter aktiv und hat

in dieser Zeit immer wieder Kontroversielles

oder Provokantes ins Programm genommen;

dass die Stadt Dornbirn nach wie vor und sehr

wahrscheinlich auch weiterhin durch ihre Subventionen

die Tätigkeit des Spielboden Dornbirn

ermöglicht, zeigt, wie wesentlich der Blick

für das Wesentliche ist; damit sind wir wieder

beim Boden und beim Klima.

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