Grimm 2013 - Hessischer Rundfunk

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Grimm 2013 - Hessischer Rundfunk

hr2-kultur

Ihr Kulturradio für Hessen!

www.hr2-kultur.de

Januar /

Februar 2013

Hörfest Wiesbaden

Grimm 2013

Programmtipps

Lesung –

Die Wagner-Biografie

Oper – Live aus der MET

New York


Inhalt

Editorial / Liebe Kulturfreunde,

das fängt ja gut an! Kaum ist die letzte Silvesterrakete verglüht, da

zünden wir schon das nächste Feuerwerk. Das liegt natürlich vor allem

an Richard Wagner, dessen 200. Geburtstag am 22. Mai ansteht. Damit Sie

ohne Verzögerungen den Einstieg in das Jubiläumsjahr schaffen, können Sie

bei uns schon ab dem 21. Januar die mitreißende Wagner-Biografie von

Martin Gregor-Dellin hören, gelesen von einem fantastischen Ulrich Noethen.

Bereits drei Tage vorher starten wir unsere Live-Übertragungen aus der New

Yorker MET: Joyce DiDonato gibt die tragische Königin in Donizettis »Maria

Stuarda« – und das ist nur die erste von insgesamt fünf MET-Übertragungen,

die uns bis in den März – und zu Wagners »Parsifal« – führen werden. Aber so

weit sind wir noch gar nicht; davor liegt ja noch das hr2-Hörfest in Wiesbaden.

Auch da wird es diesmal um Wagner gehen, aber nicht nur das; denn das

hr2-Hörfest bietet seit mehr als einem Jahrzehnt Hörspaß für jedermann und

jeden Geschmack. Viel Vergnügen!

Für das Jahr 2013 wünschen wir Ihnen Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Ihr

Alf Mentzer

hr2-Literaturredakteur

4 Grimm 2013 / Kultur- und Freizeitführer »Überall Grimm« / Märchenhaft

gute Lesungen

6 Kulturleben / hr2-Hörfest Wiesbaden 2013 / hr2-Hörgala / Kinder-Hörgala /

Hörbuchtipp / Veranstaltungs- und Konzerttipps

16 Musik / Das Musikereignis / Oper – Live aus der MET New York / Konzerttipps

22 Hörbuch & Literatur, Hör spiel & Feature / Hörspiel / Feature / ARD Radio

Tatort / Lesung – Domino / Lesung / The Artist’s Corner / das ARD radiofeature

26 Bildung / Funkkolleg 2012/2013 / hr2-kultur Bildungstag / Kinder-Funkkolleg

/ Mikado am Morgen – Wissenswert

32 Gesprächskultur / Kulturszene Hessen / Doppel-Kopf

Editorial & Inhalt / 3


Grimm 2013

Landesausstellung

EXPEDITION GRIMM

27.04. bis 08.09.

in Kassel

www.grimm2013.de

Dabei

sein

Kultur- und Freizeitführer

»Überall Grimm« S. 4

Märchenhaft gute Lesungen S. 5

»Die Märchen haben uns bei aller Welt bekannt

gemacht«, schrieb Wilhelm Grimm 1815. Er und

sein Bruder Jacob Grimm sind wahrscheinlich die

berühmtesten Hessen der Welt. Ihre »Kinder- und

Hausmärchen« veröffentlichten sie zu Weihnachten

1812. Die Sammlung gilt heute neben der Lutherbibel

als das Buch deutscher Kulturgeschichte, das die

größte internationale Verbreitung fand. Der Lebens-

weg der Brüder Grimm ist eng mit Hessen verbunden:

in Hanau wurden sie geboren, in Steinau an der Straße

wuchsen sie auf, zum Studium gingen sie nach Marburg

und in Kassel verbrachten sie einen Großteil ihrer Schaf-

fenszeit. Im Jubiläumsjahr »Grimm 2013« werden die

Märchensammler und Sprachforscher mit vielfältigen

Aktivitäten gefeiert.

Kultur- und Freizeitführer »Überall Grimm«

Die Brüder Grimm sind echte Hessen! Ihre »Kinder- und

Hausmärchen«, die vor 200 Jahren erstmals erschienen

sind, machten sie weltbekannt. Den Spuren der Brüder folgt

der neue Kultur- und Freizeitführer »Überall Grimm«. Von

Hanau über Steinau und Marburg bis nach Kassel – neben den

Lebensstationen der Brüder im »Literaturland Hessen«

werden auch die Männer und Frauen vorgestellt, die

den Grimms einst die Märchen erzählten.

Mehr Informationen:

www.literaturland.

hr-online.de

Der Reiseführer wird von hr2-kultur und dem ADAC Hessen-Thüringen mit

Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst

herausgegeben und ist kostenlos bei den Geschäftsstellen des ADAC

Hessen-Thüringen erhältlich. Telefonisch kann er beim Hörerservice

des Hessischen Rundfunks unter Telefon 069 15 55 100 bestellt werden.

Märchenhaft gute Lesungen

Am 20. Dezember 1812 erschienen die ersten Exemplare der »Kinder- und

Hausmärchen«, die Jacob und Wilhelm Grimm gesammelt hatten.

Aus Anlass des Jubiläums haben die Verlage diverse Hörbücher mit den

Lesungen der Märchen herausgebracht. Und was ist schöner, als sich

Märchen vortragen zu lassen. Beim Jumbo Verlag und beim Hörverlag lesen

verschiedene Sprecher die Texte, darunter so bekannte und gute Interpreten

wie Christian Brückner, Anna und Katharina Thalbach oder Hannelore Hoger.

Die Deutsche Grammophon hat Senta Berger und Hannelore Elsner gebeten,

ihre Lieblingsmärchen der Brüder Grimm zu lesen. »Spieglein, Spieglein an

der Wand, wer ist der beste Vorleser in diesem Land?« Eine Antwort auf diese

Frage fällt schwer, denn wer diese Hörbücher hört, wird bald mehrere

Lieblingsinterpreten haben.

Senta Berger: Meine Lieblingsmärchen der Brüder Grimm

2 CDs, 155 Min., Deutsche Grammophon / 10,99 €

Hannelore Elsner: Meine Lieblingsmärchen der Brüder Grimm

2 CDs, 150 Min., Deutsche Grammophon / 10,99 €

Brüder Grimm: Die schönsten Märchen

Sprecher: Juliane Köhler, Miroslav Nemec, Anna Thalbach, Jochen Striebeck,

Eva Gosciejewicz, Stefan Wilkening, Matthias Habich, Felix von Manteuffel

4 CDs, 289 Min., Der Hörverlag / 14,99 €

Brüder Grimm: Die schönsten Kinder- und Hausmärchen

Sprecher: Christian Brückner, Ulrike Hübschmann, Katharina Thalbach,

Rolf Nagel, Julia Nachtmann, Hannelore Hoger u. a.

4 CDs, 274 Min., Jumbo / 19,99 €

4 / Grimm 2013 Grimm 2013 / 5


Kulturleben

Dabei

sein

hr2-Hörfest Wiesbaden 2013 S. 6

hr2-Hörgala S. 8

Kinder-Hörgala S. 9

Hörbuchtipp –

hr2-Hörbuchbestenlisten S. 10

Lunchkonzerte S. 11

Literatur im Kreuzverhör S. 12

Veranstaltungshinweise S. 12

Music Discovery Project 2013 S. 14

Literaturland – Handschriften der Romantik S. 15

Veranstaltungs- und Konzerttipps S. 15

hr2-Hörfest Wiesbaden 2013

30.01. bis 03.02. / Wiesbaden / weitere Informationen

www.hr2-kultur.de

Das hr2-Hörfest in Wiesbaden ist unser jährliches

Angebot für Sie, dem alltäglichen Hörstress ein Schnipp-

chen zu schlagen. Hörfest in Wiesbaden, das heißt

Hörgenuss, Hörfaszination und Hörvergnügen: Genießen

Sie die großen Stimmen von Barbara Auer und Ulrich

Noethen, die für Sie aus Worten Welten hervorzaubern

werden. Lassen Sie sich in der Villa Clementine mit verblüf-

fenden Klangexperimenten durch das Labyrinth des Hörens

führen. Freuen Sie sich auf die hr2-Hörgala im Hessischen

Staatstheater, auf einen Abend voller Situationskomik, Sprach-

witz und Verbalakrobatik – ein Hörvergnügen, wie es vergnüg-

licher nicht sein könnte. Und seien Sie dabei, wenn der

Hörbuchpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden verliehen wird – im Rahmen

der Kinder-Hörgala mit Wiesbadener Schülern, dem Hörbuchsprecher Oliver

Rohrbeck und den Hip-Hop-Tänzern der »NRJ Crew«. Kurzum – Lassen Sie

sich fünf Tage lang akustisch verwöhnen, überraschen und unterhalten –

beim 12. hr2-Hörfest in Wiesbaden. Wir wünschen Ihnen spannende und

vielfältige Hörerlebnisse.

Eine Auswahl:

Labyrinth des Hörens

31.01. / Donnerstag / 19 Uhr / Literaturhaus Villa Clementine / Wilhelmstraße/

Ecke Frankfurter Straße / Eintritt: 10 €

Lassen Sie sich faszinieren von den Klangexperimenten in der Villa Clementi-

ne, wo die Musiktherapeutin Annette Cramer musikalische Möglichkeiten der

Tinnitusbehandlung vorstellt und die Rhythmikerin Anke Böttcher zum

»Groove für alle« einladen wird.

Sendetermin: 14.04. / Sonntag / 12.05 Uhr / Kulturszene

Hörbuchpremiere

Richard Wagner. Sein Leben. Sein Werk. Sein Jahrhundert.

Mit Ulrich Noethen und Heinz Sommer

02.02. / Freitag / 15 Uhr / Hessisches Staatstheater / Foyer /

Christian-Zais-Straße / Eintritt: 8 € / 7 € ermäßigt

Als Richard Wagner vor 200 Jahren geboren wurde, neigte sich gerade

die Herrschaft Napoleons ihrem Ende zu. 1980 hat Martin Gregor-Dellin

eine große Biographie des Komponisten, Schriftstellers und Revolu-

tionärs vorgelegt, die bis heute unübertroffen ist. In der Audio-

bearbeitung von Heinz Sommer für hr2-kultur und

Hörbuch Hamburg liest der Schauspieler Ulrich

Noethen diese Erzählung eines turbulenten

Lebens. Das Hörbuch wird auf dem hr2-Hörfest

erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ab dem 21.01. in der

Lesung in hr2-kultur

zu hören –

mehr dazu auf Seite 24.

6 / Kulturleben Kulturleben / 7


Dabei

sein

8 / Kulturleben

hr2-Hörgala / Große Kleinkunstrevue

02.02. / Samstag / 19.30 Uhr / Hessisches Staatstheater / Großes Haus /

Christian-Zais-Straße / Wiesbaden / Karten: 8,50 – 27 € /

Telefon 0611 132325

Warum in die Ferne schweifen, wenn der Wahnsinn liegt so nah? Wahnsinnig

wird es auch in diesem Jahr wieder bei der hr2-Hörgala im großen Haus des

Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden – wahnsinnig komisch: Mit dem

preisgekrönten Kabarett-Duo »Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie«,

das mit Sprachwitz und Situationskomik die hohe Kunst des Missverstehens

auf ein neues Niveau hebt; mit Hort Evers, dem Alltagsphilosophen unter den

deutschen Kabarettisten, dessen liebenswürdig verzweifelter Blick auf das

Hier und Jetzt die Normalität ein ums andere Mal in den Wahnsinn treibt; mit

Mehr Informationen:

www.hr2-kultur.de

dem Wortakrobaten Marcus Jeroch, der sich mit sprachspielerischem

Übermut von einer Pointe zur nächsten katapultiert; und nicht zuletzt

mit Maybebop, einer der besten A-capella-Gruppen der Republik, die

von den Lieblingsneurosen der Deutschen bis zur modernen

Mülltrennung alles besingen, was bei drei nicht auf den Gummibäu-

men ist. Durch den Abend führt hr2-Moderator Alf Mentzer.

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet.

Sendetermine: 10.02. und 17.02. / sonntags /

12.05 Uhr / Kulturszene

Dabei

sein

Kinder-Hörgala / Preisverleihung Kinder- und

Jugendhörbuch des Jahres 2012

03.02. / Sonntag / 15 Uhr / Hessisches Staatstheater / Kleines Haus /

Christian-Zais-Straße / Wiesbaden / ab 8 Jahren / Karten: 5 € Kinder, 9 €

Erwachsene / Telefon 0611 132325

Die Kinder-Hörgala für die ganze Familie ist der krönende Abschluss des Hör-

festes in Wiesbaden. Hier wird das Kinderhörbuch des Jahres prämiert, das

die Jury der hr2-Hörbuchbestenliste ausgewählt hat. Ausgezeichnet wird

»Das Schicksal ist ein mieser Verräter« von John Green, gelesen von Anna

Maria Mühe (Hörbuch Hamburg/Silberfisch). Die Landeshauptstadt Wies-

baden dotiert diesen »Hörbuch-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden«

mit 10.000 Euro.

Die Preisverleihung ist in ein abwechslungsreiches Rahmen-

programm eingebettet: Sprach-Multitalent Oliver Rohrbeck,

seit 30 Jahren bekannt als die Stimme von Justus Jonas aus

»Die drei ???«, wird zusammen mit dem Geräuschemacher

Jörg Klinkenberg die Lieblingstexte der hr2-Domino Lausch-

insel-Hörer zum Leben erwecken. Außerdem bringt die

achtköpfige »NRJ Crew« mit ihren preisgekrönten Breakdance-

Darbietungen und einer akrobatischen Hip-Hop Tanzshow die

Bühnenbretter zum Wackeln und Schüler der Wiesbadener

Dilthey-Schule präsentieren ihre klanglich-kreative Umsetzung

des ausgezeichneten Hörbuchs. Wortakrobatische und musika-

lische Akzente setzt der Kleinkunstpreisträger Erwin Grosche.

Moderiert wird die Kinder-Hörgala von Petra Boberg.

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet.

Sendetermin: 24.02. / Sonntag / 12.05 Uhr / Kulturszene Hessen

Kulturleben / 9


Hörbuchtipp / hr2-Hörbuchbestenlisten

Jeden Monat wählen 20 Juroren unter den Hörbuchneuerscheinungen

diejenigen aus, die sie für besonders

hörenswert halten. Am Ende des Jahres wird aus diesen

Hörbüchern das Hörbuch des Jahres gewählt.

www.hr2-kultur.de

10 / Kulturleben

Hörbuch des Jahres 2012

James Joyce: Ulysses

Sprecher: Dietmar Bär, Manfred Zapatka,

Corinna Harfouch, Jürgen Holtz,

Werner Wölbern u. a.

Der Hörverlag / SWR2, DLF

23 CDs, 84,99 €

»Hörbuch des Jahres 2012« wird das Hörspiel

»Ulysses« nach dem gleichnamigen Roman

von James Joyce. Joyce’ Großwerk schildert

Leopold Blooms Erlebnisse in Dublin am

16. Juni 1904. Klaus Buhlert (Bearbeitung,

Regie und Komposition) und der Drama-

turg Manfred Hess haben daraus nach

Meinung der Jury der hr2-Hörbuch-

bestenliste »eines der besten Hörspiele

gemacht, die je produziert wurden«.

Auch Dank des grandiosen Sprecher-

ensembles sei dies eine »audiophone

Meisterleistung«.

Dabei

sein

Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres 2012

John Green: Das Schicksal

ist ein mieser Verräter

Sprecher: Anna Maria Mühe

ab 14 Jahren, Hörbuch Hamburg, 5 CDs

19,99 €

Beschrieben wird die anrührende Liebes-

geschichte zwischen den Teenagern Hazel

und Gus. Obwohl beide todkrank sind, ist der

Roman bei aller Emotionalität nie senti-

mental. Die Jury der hr2-Hörbuchbesten-

liste schreibt: »Die Trauer wird durch die

Komik der Dialoge und den Wortwitz

gemildert. Die Stimme von Anna Maria

Mühe passt kongenial zur Icherzählerin

des Romans. Ein sehr berührendes

Hörbuch, tragisch, komisch, intelligent

und emotional.«

Lunchkonzerte / Das junge Lunchkonzert

27.01. / Sonntag / 11 Uhr / hr-Sendesaal / Hessischer Rundfunk / Frankfurt

Das junge Lunchkonzert will ab dieser Saison dem besonders talentierten

Nachwuchs ein Forum und ein Sprungbrett bieten. Den Anfang macht die

junge Pianistin Gina Alice Redlinger, 1994 in Wiesbaden geboren. Seit ihrem

4. Lebensjahr spielt sie Klavier und ist seit 2009 Klavierstudentin in der

Klavierklasse des berühmten Frankfurter und New Yorker Klavierpapstes

Lev Natochenny. Aus dessen Schule so bekannte Pianisten wie

Martin Stadtfeld und Evgenia Rubinova kommen.

»Junge Virtuosen« / Gina Alice Redlinger, Klavier

Karten 069 155 2000

oder

www.hr-ticketcenter.de

Musik von Schumann, Debussy, Chopin und Liszt

Buffet: »Virtuoses aus der Küche«

Kulturleben / 11


Dabei

sein

Literatur im Kreuzverhör /

mit Peter Härtling und Gästen

09.02. / Samstag / 20 Uhr / Bücherhaus Jansen / Marktstr. /

Rüsselsheim / Kostenlose Eintrittskarten: Tel. 06142 61844

12 / Kulturleben

Die literarische Schnitzeljagd kommt im Februar aus

Rüsselsheim. Eine Veranstaltung und Sendung zum

Mitmachen und Mitraten.

Gäste: u. a. Ulrich Karthaus, Irene Ruttmann,

Uwe Wittstock sowie Peter Heusch als Sprecher.

Veranstaltungshinweis

»More than Klezmer«

Konzert zum Holocaust-Gedenktag

27.01. / Sonntag / 20 Uhr / Karlskirche / Kassel

Der 27. Januar ist in Deutschland der Gedenktag

für die Opfer des Holocaust. Durch das men-

schenverachtende System des nationalsozia-

listischen Regimes wurden nicht nur Juden

verfolgt, misshandelt und mussten ihr Leben

lassen. Alljährlich findet in Kassel aus

diesem Anlass ein Konzert statt. Dieses Mal

wird mit Helmut Eisel einer der kreativsten

und vielseitigsten Klarinettisten und

Klezmermusiker Europas in der Kasseler

Karlskirche spielen. Sein Programm

»More than Klezmer« entfaltet ein

schillerndes Klang spektrum zwischen

Klezmer, Jazz und Klassik.

Veranstaltungshinweis

Stadtjubiläum in Kassel

18.02. / Montag

Am 18. Februar 913 unterzeichnete König Konrad I. zwei

Urkunden, die als erster schriftlicher Beleg für die Existenz

der Stadt Kassel gelten. In 2013 feiert die Stadt nun ihre

inzwischen 1100-jährige Geschichte. Mit einem Festakt am

18. Februar um 18.30 Uhr im Kongress Palais Kassel

beginnen die Feierlichkeiten dieses Jubiläums, zu dessen

Glanzpunkten im weiteren Verlauf u.a. der Hessentag im

Juni und eine Festwoche im September zählen werden.

Beim Festakt am 18. Februar wird erstmals der mit

enormem technischem Aufwand erstellte, sechs -

mi nütige Film zu sehen sein, den zwei Kasseler, die

Künstlerin Maja Oschmann und der Oscar-Preisträger

Thomas Stellmach, anhand der Musik zu Louis

Spohrs Oper »Der Alchymist« als eine fantasievolle

Reise durch assoziative Bilderwelten erstellt haben.

Außerdem beteiligen sich die 23 Stadtteile

Kassels am Stadtjubiläum mit kreativen Ideen.

Den Anfang macht Harleshausen. Alle Bürge-

rinnen und Bürger sind zu einer Wette aufge-

rufen: Elfhundert Menschen in historischen

Kostümen aus 1100 Jahren Kasseler Ge-

schichte sollen sich am 18. Februar ab

15.30 Uhr zu einem großen Bürgerfest in

Harleshausen einfinden. Wenn das gelingt,

dann ist die Wette gewonnen, und es gibt

bestimmt eine Überraschung für

alle Teilnehmer!

Weitere Informationen unter

www.kassel-1100.de

Kulturleben / 13


Dabei

sein

Music Discovery Project 2013 / »Gesellschaftstanz«

Lexi & K-Paul mit Special Guests

22. und 23.02. / Freitag und Samstag / 20 Uhr / Jahrhunderthalle / Frankfurt

14 / Kulturleben

Tanzmusik der ganz besonderen Art: Mit elektronischen Beats und orche-

stralem Drive sorgt das »Music Discovery Project« wieder für ein musika-

lisches Ausnahmeerlebnis. Zur Verstärkung sind Lexy & K-Paul, zwei Größen

der Berliner Clubszene, geladen. Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester

verschmelzen sie Pop und Klassik und kreieren einen neuen Sound.

Vom höfisch-glanzvollen Menuett bis zu den elementaren Tanz-Rhythmen

aus Strawinskys Skandal-Ballett »Le sacre du printemps« reicht das

klassische Spektrum, von Berlioz’ leichtfüßigem Walzer-Bild der

»Symphonie fantastique« bis zu Ravels unerbitt-

lich-suggestivem »Boléro«. Lexy & K-Paul

reagieren auf die klassischen Vorlagen mit

dem für sie typischen musikalischen

Humor und steuern eigene groovende

und elektrisierende Dance-Klassiker

bei. »Gesellschaftstanz« – so ist das

siebte Music Discovery Project des

hr-Sinfonieorchesters überschrieben,

bei dem wieder unterschiedlichste

musikalische Welten aufeinander-

treffen. José Luís Gómez dirigiert

das ungewöhnliche Konzert-

ereignis, das von YOU FM – der

Jugendwelle des Hessischen Rund-

funks – präsentiert wird.

www.hr-sinfonieorchester.de

Karten:

14 € ermäßigt / 24 €

hr-Ticketcenter

069 155 2000

Dabei

sein

Literaturland / Handschriften der Romantik,

neu gelesen von … Peter Härtling

27.02. / Mittwoch / 19.30 Uhr / Literaturhaus Villa Clementine / Frankfurter

Straße / Wiesbaden / Karten: 8 € / ermäßigt 7 € / Telefon 0611 3415837,

literaturhaus-kartenreservierung@freenet.de oder an der Abendkasse

Wer mit dem Schriftsteller Peter Härtling in die Vergangenheit reist, dem

werden Augen, Ohren und Herz geöffnet: Seine Autobiographien großer

Dichter und Komponisten sind ebenso kenntnisreiche wie liebevolle Porträts.

Für einen exklusiven Veranstaltungsabend hat Peter Härtling sich nun einer

Epoche zugewandt, die ihm besonders am Herzen liegt: der Romantik. In

Wiesbaden stellt er eine Handschrift von Clemens Brentano vor, einem der

berühmtesten deutschen »Romantiker«. Die Ballade von der »Lore Lay«

stammt aus Brentanos Feder, gemeinsam mit Achim von Arnim gilt er als

Begründer der Rheinromantik. Die Veranstaltung in

Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift wird

vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen des

Projekts »Impuls Romantik« gefördert.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Reihe

»Handschriften der Romantik« folgen ab März mit

Thea Dorn, Michael Lentz und Eva Demski.

Veranstaltungs- und Konzerttipps

18. / 19.01. Frankfurter Positionen 2013 / Ensemble Modern remixed! /

20 Uhr / Frankfurt LAB / Frankfurt / Karten 069 405895 20

10.02. Blechschaden / Fastnacht mit Blechschaden – von Bach bis YMCA /

17 Uhr / Großer Saal / Alte Oper / Frankfurt / Karten 069 1552000

15.02. – 12.05. Yoko Ono. Half-A-Wind Show. Eine Retrospektive / Ausstellung /

Schirn Kunsthalle Frankfurt / Frankfurt / www.schirn.de

www.literaturland.

hr-online.de

Kulturleben / 15


Musik

Das Musikereignis S. 16

Oper – Live aus der MET New York S. 18

Das Musikereignis – Kaisers Klänge S. 19

Das Musikereignis /

Kammerkonzert aus Erbach

06.01. / Sonntag / 20.05 Uhr

Das Musikereignis S. 20

Konzerttipps S. 21

Der Elfenkönig aus Shakespeares »Sommernachts-

traum« hat dem Oberon Trio seinen Namen gegeben.

Die berühmte Figur dieses Schauspiels steht für den

Zauber der Fantasie, für die Lust am Spiel und an der

Verwandlung. Die Wandlungsfähigkeit ist ein ganz

entscheidendes Merkmal des in Berlin ansässigen Oberon

Trios. Seine Programme sind höchst vielseitig und kontrast-

reich. Im Deutschen Elfenbeinmuseum in Erbach im

Odenwald begeisterten die drei Musiker bei einem Gastkon-

zert von hr2-kultur mit Meisterwerken von ganz gegensätz-

lichem Charakter, mit Klaviertrios von Carl Philipp Emanuel

Bach, Wolfgang Rihm, Beethoven und Schumann.

Das Musikereignis / »Folklore

in klassischer Musik«

14.01., 21.01., 28.01., 04.02., 11.02., 18.02. und 25.02. /

montags / 20.05 Uhr

Mit ihrer aktuellen Euroradio-Reihe lenkt die EBU, der

Zusammenschluss der Rundfunkanstalten in Europa, in

Konzerten aus Monte Carlo, Dublin, Riga, Madrid, Bukarest

und Brünn den Blick auf den Einfluss der Folklore in der

klassischen Musik. Im Zuge einer sich erst allmählich entwickelnden

nationalen Identität begannen die europäischen Komponisten im 19. Jahrhun-

dert, sich der jeweiligen Volksmusik ihrer Heimat zu entsinnen. Auch wenn

sie diese nicht wörtlich zitierten, so benutzten sie vielfach die heimische

Folklore als Inspirationsquelle und schrieben auf diese Weise Musik von

besonderer Eindringlichkeit.

Das Musikereignis / Fazil Say und

das hr-Sinfonieorchester

18.01. / Freitag / 20.05 Uhr (Wdh.: 29.01. / Dienstag / 20.05 Uhr)

Mit seinem Konzert in der Alten Oper Frankfurt öffnet der

türkische Aus nahme-Pianist Fazil Say, der in dieser

Spielzeit »Artist in Residence« beim hr-Sinfonie-

orchester ist, den musikalischen Raum in Richtung

Jazz: In der legendären »Rhapsody in Blue« von

George Gershwin und dem raffinierten Klavierkon-

zert G-Dur von Maurice Ravel hielten zur Zeit ihrer

Entstehung ungewohnte, vom amerikanischen

Jazz-Idiom inspirierte Klänge Einzug in die klas-

sische Musik. Der Pianist wird begleitet vom

hr-Sinfonieorchester unter der Leitung des

temperamentvollen mexikanischen Dirigenten

Carlos Miguel Prieto.

16 / Musik Musik / 17

Live


Live

Oper / Live aus der MET in New York / samstags / 19 Uhr

19.01., 02.02., 16.02., 23.02., 02.03.

Große Namen geben sich auch in dieser Saison wieder ein Stelldichein im

weltweit führenden Opernhaus am Lincoln Center in New York. In Donizettis

»Maria Stuarda« triumphiert eine der aufregendsten Stimmen unserer Zeit,

die Mezzossopranistin Joyce DiDonato, in der virtuosen Partie der Königin von

Schottland, deren tragisches Schicksal bereits Schiller einen packenden Stoff

für sein berühmtes Trauerspiel gab.

Rossinis in Paris uraufgeführte Oper »Le Comte Ory« ist ein erotischer Spaß,

bei dem der Titelheld versucht, sich mit Mitteln der Verkleidung an das schöne

Geschlecht heran zu machen. Der Komponist gibt auch in dieser Oper nach

einem Schauspiel von Eugène Scribe den Sängern reichlich Gelegenheit zu

brillieren.

Regisseur Michael Mayer verlegt in der neuen Produktion des »Rigoletto« die

Handlung ins Las Vegas der 60er-Jahre. Mit Diana Damrau verkörpert darin

eine Sängerin die Partie der Gilda, die zu den Besten ihres Faches zählt.

Misstrauen und Rachsucht führen in dieser Oper Verdis dazu, dass Gildas

Vater, der Hofnarr Rigoletto, unwissend seine Tochter umbringen lässt.

Die junge georgische Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili wird derzeit an der

MET als Idealbesetzung für die Titelpartie in Bizets »Carmen« gefeiert. Im

Zentrum dieser mitreißenden Oper steht mit Carmen eine leichtfertige Frau,

die ihr verführerisches Spiel mit dem Tode bezahlen muss. Der Faszination

der einprägsamen Melodien von Bizet, wie z. B. der berühmten »Habanera«,

kann man sich einfach nicht entziehen.

In Wagners letztem Bühnenwerk »Parsifal« beeindruckt Jonas Kaufmann in

der Titelpartie unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti mit großer

stimmlicher und darstellerischer Wandlungsfähigkeit. »Durch Mitleid wissend«,

diese Erkenntnis öffnet dem ahnungslosen Jüngling Parsifal die Augen und

befähigt ihn, die Gralsritter, in deren Welt er eindrang, am Ende zu erlösen.

19.01. Donizetti »Maria Stuarda«

02.02. Rossini »Le Comte Ory«

16.02. Verdi »Rigoletto«

23.02. Bizet »Carmen«

02.03. Wagner »Parsifal«

Das Musikereignis / Kaisers Klänge / mittwochs / 20.05 Uhr

23.01. / »Mit Röhren und Trommeln – Vom Alltag eines Schlagwerkers«

Kein Musiker im Sinfonieorchester (aber auch in der Rockband) verfügt über

ein solch umfangreiches Instrumentarium wie der Schlagzeuger. Seit Mozart

und Beethoven unter dem Einfluss der osmanischen Militärmusik große

Trommel, Becken und Triangel im Orchester eingeführt haben, hat sich das

Instrumentarium ständig erweitert bis hin zu Vibraphon, Windmaschine und

Röhrenglocken. Aber auch Autohupen, Sirenen und Schreibmaschinen

werden, wenn es darauf ankommt, der Obhut des Schlagwerkers anvertraut.

Andreas Hepp, Schlagzeuger im hr-Sinfonieorchester, gibt im Gespräch mit

Niels Kaiser einen klingenden Einblick in die Welt der Trommeln und Röhren.

13.02. / »Mein armer Sinn – Vom Wahnsinn in der Musik«

Was auch immer der Grund für den Abschied aus der Realität ist, seien es der

Wahnsinn aus Liebe (Ophelia), die Verherrlichung des Irrealen (Don Quixote)

oder das Verzweifeln an der Wirklichkeit (Lucia di Lammermoor) – stets

bewegt sich der Wahnsinnige in traumartigen Welten, die in ihrer Scheinhaf-

tigkeit wohl nirgendwo besser nachgestaltet werden können als in der

gleichfalls unwirklichen Musik. Der musikalischen Darstellung des Wahnsinns

spürt Niels Kaiser nach. Von den Klängen der Glasharfe bis zu den irren

Gesängen aus Stravinskys »Rake’s Progress«, vom »Fool On The Hill« bis zu

den Liedern des Anstaltsinsassen Adolf Wölfli. Genau die richtige Sendung für

den ersten Tag nach Karneval, an dem auch die Narren wieder in der Realität

angekommen sind.

Weitere Termine der Sendung:

02.01. A la manière de Ravel – Klaviertöne und Orchesterfarben

09.01. Hanns Eisler: To The Movies

16.01. Schostakowitsch vs. Stalin – Ein Zweikampf

30.01. Der Fuehrer’s Face – Spottmusik auf einen großen Diktator

06.02. Neu aufgelegt – Mozart und seine Nachfolger

20.02. Von Woyzeck bis Lenz – Büchnerstoffe in der Musik

27.02. Beruf: Stimme – Zum 30. Todestag von Cathy Berberian

18 / Musik Musik / 19


Das Musikereignis / Rheingau Musik Festival:

Liederabend

09.02. / Samstag / 20.05 Uhr

Ein angenehmer Aufenthaltsort an einem der im vergange-

nen Jahr nicht gerade zahlreichen lauen Sommer abende war

Schloss Johannisberg, von wo man einen fabelhaften Blick

über die Weinberge dies- und jenseits des Rheins hat. Am

5. Juli waren auf dem Rheingau Musik Festival der ausgezeich-

nete Bariton Christian Gerhaher und sein kongenialer Begleiter,

der Pianist Gerold Huber, zu Gast. Im ausgesucht schönen Programm

mit Liedern von Beethoven, Schönberg, Haydn und Berg ging es um die

»Ferne Geliebte«, um unerfüllte Sehnsucht und Liebesschmerz.

Das Musikereignis / Weilburger Schlosskonzert

mit dem David Orlowsky Trio

24.02. / Sonntag / 20.05 Uhr

Der junge Klarinettist David Orlowsky hat Maßstäbe gesetzt mit seinem

progressiven Musikstil, der in faszinierender Weise klassische Kammermusik

und Weltmusik miteinander verbindet. Sein Klarinettenspiel ist von unver-

wechselbarem Farbenreichtum, unwirklich und doch

berührend. Nicht von ungefähr erhielt er mit

seinem Trio im Jahr 2008 den ECHO Klassik-

Preis in der Kategorie »Klassik ohne Grenzen«.

Mit einem der jüdischen Klezmermusik

verpflichteten Programm begeisterte das

David Orlowsky Trio am 6. Juli des vergange-

nen Jahres das Publikum in der Weilburger

Schlosskirche. hr2-kultur war dabei.

Konzerttipps

01.01. hr-Sinfonieorchester / Neujahrskonzert / 15.30 Uhr / Kurhaus /

Wiesbaden / Karten 0611 525091

13.01. 1822-Neujahrskonzert / Junge Deutsche Philharmonie / 18 Uhr /

Großer Saal / Alte Oper / Frankfurt / Karten 069 1340 400

19.01. hr2-Gastkonzert mit Preisträgern des Deutschen Musikwett -

be werbes / Duo Gerassimez (Cello und Klavier) / 19.30 Uhr /

Hohhaus-Palais / Lauterbach / Karten 06641 2402

hr-Sinfonieorchester / Kit Amstrong, Klavier ·

Santtu-Matias Rouvali, Dirigent

24.01. 20 Uhr / Schlosstheater / Fulda / Karten 069 1552000

25.01. Debüt / 20 Uhr / hr-Sendesaal / Hessischer Rundfunk / Frankfurt /

Karten 069 1552000

08.02. hr-Sinfonieorchester / Rudolf Buchbinder, Klavier · Paavo Järvi,

Dirigent / 20 Uhr / Großer Saal / Alte Oper / Frankfurt /

Karten 069 1552000

15.02. hr-Sinfonieorchester / Forum Neue Musik / Lawrence Power, Viola ·

Susanna Mälkki, Dirigentin / 20 Uhr / hr-Sendesaal / Hessischer

Rundfunk / Frankfurt / Karten 069 1552000

16.02. hr2-Gastkonzert / »Alla Polacca« / Piotr Plawner, Violine · Piotr

Salajczyk, Klavier / 19.30 Uhr / Stadthalle / Korbach /

Karten 069 1552000

24.02. hr-Sinfonieorchester / Kammerkonzert / Sebastian Wittiber, Flöte ·

Martin Lücker, Orgel / 18 Uhr / hr-Sendesaal / Hessischer Rundfunk /

Frankfurt / Karten 069 1552000

28.02. / 01.03. hr-Sinfonieorchester / Artist in Residence / Fazil Say, Klavier ·

Gianandrea Noseda, Dirigent / 20 Uhr / Großer Saal / Alte Oper /

Frankfurt / Karten 069 1552000

20 / Musik Musik / 21


Hörbuch & Literatur

Hörspiel & Feature

Hörspiel S. 22

Feature S. 23

ARD Radio Tatort S. 23

Lesung – Domino S. 24

Lesung S. 24

The Artist's Corner S. 25

das ARD radiofeature S. 25

Lesung S. 25

Hörspiel / Nur für Liebende /

Nach Gedichten von Dschelal ed-Din Rumi /

von Ronald Steckel

02.01. / Mittwoch / 21.30 Uhr

Der persische Dichter Dschelal ed-Din Rumi (1207–1273)

gilt als eine der größten poetischen Stimmen des Orients

und wird in allen Arabisch sprechenden Ländern mit

ähnlicher Bewunderung verehrt wie Dante oder Homer im

Abendland. Ein Derwisch-Orden gründet sich auf seine

Lehren und ist unter dem Namen »Mevlana«

(unser Meister) bis heute in allen arabischen

Kulturen lebendig geblieben. Als Grundlage

seines Hörstücks hat Ronald Steckel etwa

40 Texte von Rumi ausgewählt, die in dem

1994 veröffentlichten Band »Offenes

Geheimnis« erschienen sind, übertragen

von Coleman Barks und Peter Kobbe.

Entstanden ist eine Textpartitur von Anru-

fungen, Unterhaltungen und Dialogen über die

Liebe – das offene Geheimnis.

Feature / Unterwegs in der Geschichte Deutschlands /

Folge 5 bis 8

13.01., 20.01., 10.02., 17.02. / sonntags / 18.05 Uhr

In vier weiteren Folgen setzen wir die aufwändig gestaltete Feature-Reihe

über die deutsche Geschichte fort. Diese Sendungen umspannen das 16. bis

zum Beginn des 19. Jahrhunderts – die Zeit von Reformation und Bauernkrie-

gen über den 30-jährigen Krieg bis zu Absolutismus und

Aufklärung. Ruth Fühner, Hans Sarkowicz und Joachim

Meißner, die Autoren dieser Folgen, lassen namhafte

Wissenschaftler wie den Hamburger Sozial- und

Reformationshistoriker Hans-Jürgen Goertz, Georg

Schmidt, Professor für Geschichte der frühen Neuzeit

aus Jena und die Münsteraner Historikerin Barbara

Stolberg-Rilinger ausführlich zu Wort kommen.

Regisseur Leonhard Koppelmann schuf daraus ein

spannendes Hörpanorama.

ARD Radio Tatort / Kontermann / von Dirk Schmidt

16.01. / Mittwoch / 21.30 Uhr

Der zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilte Gewaltver brecher Kontermann

sollte eigentlich nur in eine andere Justizvollzugsanstalt verlegt werden, als es

ausgerechnet in Hamm zu einem folgenschweren Fehler kommt.

Was wie ein ganz normaler Tag begann, wird für die Task Force Hamm von

einer auf die andere Sekunde zum Albtraum. Kontermann überwältigt seine

Bewacher und nimmt die Beamten Scholz & Co. als Geiseln. Während die

Öffentlichkeit noch über Kontermanns Motive spekuliert und ein Sonderein-

satzkommando des LKA in Stellung geht, beginnt Kontermann ein gnaden-

loses Spiel um Leben und Tod.

Ausführlichere

Informationen zu

unseren Hörspiel-

Angeboten auf

www.hr2-kultur.de

Das Hörbuch zum Feature:

Unterwegs in der

Geschichte Deutschlands

Sprecher: Frank Arnold,

Lena Stolze u.v.a.

12 CDS, 15 Std., 49,99 €

Der Hörverlag / hr2-kultur

22 / Literatur & Hörspiel Literatur & Hörspiel / 23


Live bei der Hörbuchpremiere

dabei sein –

mehr dazu auf Seite 7.

Lesung / Domino / Wär ich Pirat / von Karin Koch /

Gelesen von Helge Heynold

19.01. / Samstag / 14.05 Uhr

Piraten fluchen dröhnend laut, essen rote Feuerbohnen mit Zwiebeln und

pupsen so laut wie ein Donnerschlag. Wenn Leander eines Tages über die

Weltmeere segelt, dann wird er bestimmt auch mal so wild sein. Derzeit ist

sein Leben allerdings weniger aufregend, vormittags Schule und jeden

Nachmittag ein anderes Programm, das seine Eltern für ihn wichtig finden:

Logopädie, Musikwerkstatt, Psychomotorik und Englisch. Nur das Bogen-

schießen am Donnerstag macht ihm Spaß. Als Leander eines Tages alles zu

viel wird, läuft er einfach den Fluss entlang, denn der führt zum Meer.

Lesung / Richard Wagner: Sein Leben, sein Werk, sein

Jahrhundert / In 25 Folgen / Gelesen von Ulrich Noethen

21.01. bis 22.02. / montags bis freitags / 9.30 Uhr in Libretto und 15.05 Uhr

(Wdh.) in Fidelio

Am Anfang stand das Wort, das gedruckte Wort: Martin Gregor-Dellins

monumentale und bis heute unerreichte Biographie Richard Wagners.

hr-Hörfunkdirektor Heinz Sommer hatte die Idee, das Buch zum 200. Ge-

burtstag des Komponisten für hr2-kultur einlesen zu lassen. Einen kleinen

Haken gab es allerdings. Das Buch umfasst 930 Seiten und ist damit zu

umfangreich für eine Radiolesung. Heinz Sommer, promovierter Musikwis-

senschaftler, übernahm es selbst, den Text um die musikologischen Betrach-

tungen zu kürzen und das turbulente Leben zwischen den Barrikaden der

48er Revolution und den Gemächern des Bayernkönigs Ludwig herauszuprä-

parieren. Wer sprechen sollte, stand von Anfang an fest: der bekannte

Schauspieler und grandiose Vorleser Ulrich Noethen. Allerdings: Ulrich

Noethen bereitete sich gerade auf die Verfilmung des Kinderbuchklassikers

Pettersson und Findus vor und hatte nur noch wenig Zeit. Mit Pettersson-

Rauschebart und bestens vorbereitet nahmen er, Regisseur Burkhard

Schmid und Toningenieur Thomas Rombach das 530-Seiten-Manu-

skript in nur acht sehr intensiven Tagen auf. Der Schnitt und das

Mastering nahmen noch einmal die gleiche Zeit in Anspruch. Die

Lesung beginnt, wie geplant, am 21. Januar 2013. Parallel dazu

erscheint die Hörbuchfassung mit 15 CDs bei Hörbuch Hamburg.

The Artist’s Corner / SoundCard

San Francisco / von Michael Hoeldke

02.02. / Samstag / 23.05 Uhr

San Francisco lebt von einem großen Beben zum

nächsten. Diese Gefahr hält die Bewohner in

Furcht, bringt sie aber nicht zum Schweigen, denn

ängstlich sind sie nicht. Alle paar Dutzend Jahre wird

die Stadt kräftig durchgeschüttelt, trotzdem behält sie

ihren Klang: Straßenmusiker, Golden Gate Bridge, Cable Car.

Und ständig wird dieser Klang erneuert: Morton Subotnick, Red Hot Chili

Peppers, Kronos Quartett. In San Francisco hat der Hunger nach neuen

Sounds Tradition. Man hört hier gerne zu. Hören Sie in »SoundCard San

Francisco«, was diese Stadt hört.

das ARD radiofeature / Bei Risiken und Nebenwirkungen:

Tod / von Dieter Bauer

24.02. / Sonntag / 18.05 Uhr

Pharmakonzerne entwickeln immer neue Medikamente. Damit sie helfen und

nicht schaden, müssen diese Mittel nach jahrelanger Forschungs-

arbeit auch am Menschen erprobt werden. Weil diese Prüfungen

in westlichen Industrie ländern sehr teuer sind und strengste

Regeln gelten, weichen Firmen gern in weniger industriali-

sierte Länder aus. Eine Praxis, die für die Testpersonen

katastrophale Folgen haben kann, wie Dieter Bauer zeigt,

der die Opfer dieser Medikamententests besucht hat.

Lesung / montags bis freitags /

9.30 Uhr in Libretto und 15.05 Uhr (Wdh.) in Fidelio

08. – 18.01. Zum 700. Geburtsjahr von Boccaccio /

Giovanni Boccaccio: Decamerone / In

10 Folgen / Gelesen von Gert Westphal

25.02. – 08.03. Virginia Woolf: Skizze der

Vergangenheit / In 10 Folgen /

Gelesen von Sophie Rois

24 / Literatur & Hörspiel Literatur & Hörspiel / 25


Bildung

Funkkolleg 2012/2013 S. 26

Bildungstag S. 28

Lesung / Domino /

Kinder-Funkkolleg S. 29

Mikado am Morgen / Wissenswert S. 30

Mikado am Morgen / Wissenswert /

Überblick S. 31

Funkkolleg 2012/2013 / Wirklichkeit 2.0 –

Medienkultur im digitalen Zeitalter

samstags / 11.30 Uhr

19.01. Digitale Lernvorteile:

iPads und Lernplattformen im Unterricht

Apps, Whiteboards, Mobiles Lernen, Tablet-Klassen,

Wikis – heißt so das Lernszenario von morgen und welche

Vorteile bringt das für ein selbstständiges und individuelles

Lernen? Wie wird die »digitale Schule« aussehen? Visionen

von der Bildung der Zukunft.

26.01. Silver Surfer – Generationskonflikte im Internet

Leben im Netz ist längst kein Privileg mehr einer technikaffi-

nen Jugend. Im Gegenteil, gerade die Generation 50+ verzeich-

net hinsichtlich der Internetnutzung derzeit die größten

Zuwächse. Allerdings gehen die verschiedenen Generationen

unterschiedlich mit den neuen digitalen Möglichkeiten um. Wie

stehen die Generationen im Netz zueinander. Wie gehen »digital

Eingeborene« und »digitale Einwanderer« miteinander um – das

untersucht diese Folge.

02.02. Macht der Mobs? Organisationspotenziale des Internets

Die digitale Vernetzung ermöglicht ein Organisationspotenzial von bislang

ungekannter Dynamik: Innerhalb kürzester Zeit schließen sich bis dato einander

vollkommen unbekannte Individuen zu temporären Einheiten zusammen, die

ihre Wirksamkeit auch jenseits der Netzwelt eindrucksvoll entfalten. Politik und

Wirtschaft, die sich bemühen, die Mobilisierungsmöglichkeiten des Netzes für

sich zu nutzen, finden sich plötzlich als Opfer eines digitalen Mobs wieder.

Von Trollen, Shitstorms und anderen digitalen Unberechenbarkeiten berichtet

diese Folge.

09.02. Dark Web – Digitaler Underground und Verbrechen im Internet

Das Internet, wie Otto-Normaluser es kennt und nutzt, umfasst nur einen

Bruchteil der über das Netz verfügbaren Informationen. Das »Dark Web« ist,

Experten zufolge, fast 550 Mal größer als das so genannte world wide web, das

uns von Google und ähnlichen Suchmaschinen erschlossen wird. Freenet-Soft-

ware sichert hier vollkommene Anonymität, und so tummeln sich auf der

dunklen Seite Kriminelle und Freaks aller Art, aber auch politische Aktivisten

oder geheimdienstliche Akteure. Diese Folge unternimmt eine Reise in den

digitalen Untergrund.

16.02. Narzissmus und digitale Wunschbilder –

Persönlichkeitsbildung im Netz

Die Entwicklung der eigenen Online-Persönlichkeit ist heutzutage von einer

regelrechten Überproduktion des Selbst geprägt. Die Eigeninszenierung steht

im Mittelpunkt und ist technisch und sozial in das Internet integriert. Die

Videoplattform Youtube gilt dabei als digitaler Knotenpunkt der nutzergene-

rierten Inszenierung. Vor allem aber in sozialen Netzwerken wird überwiegend

dargestellt und inszeniert. Es geht auch immer mehr darum, Aufmerksamkeit

Nähere Informationen zu

den Sendungen und zum

Fortbildungsangebot bei

www.funkkolleg.de

für sich zu schaffen. Wer kein Echo im Netz erzeugt, der wird auch nicht

gehört. Deshalb dürfte wohl klar sein: Der Drang zur Selbstdarstel-

lung und die Auseinandersetzung mit der eigenen virtuellen

Persönlichkeit wird in Zukunft noch größer werden.

26 / Bildung Bildung / 27


hr2-kultur Bildungstag /

»Fragen und Zuhören – Zeit

für eine neue Kultur«

23.02. / Samstag / 9.05 bis 18.30 Uhr

Auf die Zwischentöne kommt es an –

egal ob es um eine Auseinanderset-

zung in der Familie, eine Untersuchung

beim Arzt oder eine Abstimmung in der

Klimapolitik geht. Genau zuhören und dann

die richtigen Fragen stellen – nur so lassen

sich in schwierigen Situationen gute Entscheidungen tref fen. Wer es gelernt

hat, dem Zuhören mehr Wert einzuräumen als dem Reden, erfährt mehr,

lernt mehr, versteht mehr. Und wer zuhört, lernt Fragen zu stellen.

Einen ganzen Tag lang möchten wir Ihnen in hr2-kultur Lust aufs Fragen und

Zuhören machen, Anregungen geben für eine neue Gesprächskultur in der

Schule und in der Politik, in der Medizin, im Wissenschaftsbetrieb, im Arbeits-

alltag. Es erwarten Sie Interviews, Reportagen, Lesungen

und musikalische Frage- und Antwortspiele. Wir

berichten von Frage-Forschern und aufschluss-

reichen »Ver hörern«, sprechen mit Psycho-

therapeuten und anderen Zuhörspezialisten,

laden die hr2-Hörerinnen und Hörer zum

Fragen und Erzählen ein.

Mehr Infos, Audios und

Videos zu den Themen:

www.kinderfunkkolleg-

trialog.de

Lesung / Domino / Kinder-Funkkolleg /

Trialog der Kulturen – Was glaubst du denn?

samstags / 14.05 Uhr

19.01. Was ist der wichtigste religiöse Tag der Woche?

Für Juden ist der Sabbat der wichtigste Wochentag.

Der Ruhetag dauert vom Sonnenuntergang am

Freitag bis zum Eintritt der Dunkelheit am Sams-

tag. Es ist der Tag, an dem keine Arbeit verrichtet

werden soll. Der Sabbat wird in der Familie und in

der Synagoge nach bestimmten Ritualen gefeiert.

Muslime kommen am Freitag, am frühen

Nachmittag zum Freitagsgebet in der

Moschee zusammen und Christen haben

den Sonntag als Ruhetag über nommen, an

dem sie zum Gottesdienst gehen.

02.02. Was verbindet die Religionen?

Gebete, Gesänge, Gebräuche, Feste, Feiern

und Vorschriften – nicht nur das kommt bei allen

Religionen vor: Es sind Glaubensgemeinschaften, die Orientierung geben, die

Menschen in ethischen Fragen leiten und Lebenssinn, Trost und Vertrauen

vermitteln. Die Aufforderung zum Frieden ist ein zentraler Bestandteil

aller drei monotheistischen Religionen.

Ein multimediales Projekt von hr2-kultur, dem Arbeitskreis

Rundfunk und Schule und der Herbert-Quandt-Stiftung.

28 / Bildung Bildung / 29


Mikado am Morgen / Wissenswert / Auf zum Kern

14. bis 18.01. / Montag bis Freitag / 8.40 Uhr

Elektronen, die den Atomkern umschwirren wie die Planeten die Sonne:

Dieses populäre Modell prägt noch weithin die Vorstellung vom Aufbau eines

Atoms. Geschaffen wurde es vor 100 Jahren von dem legendären Physiker

Niels Bohr. Mit seinem Atommodell revolutionierte er die damalige Physik.

Die Reihe spannt einen Bogen von der Physik am Beginn des 20. Jahrhunderts

über die biologischen Kernfragen der Genetik bis hin zu einer politischen

Bestandsaufnahme der »Energiewende«, der aktuellen Kernfrage zur Zukunft

des Energiemixes in Deutschland.

14.01. Niels Bohr lässt die Elektronen kreisen

15.01. Otto Hahn spaltet die Atome

16.01. Watson und Crick suchen nach Wendeltreppen

17.01. Vom Genetiker zum Gentechniker

18.01. Die Kernfrage der Gegenwart

Mikado am Morgen / Wissenswert /

Aufmerksamkeitsprobleme

30. und 31.01. / Mittwoch und Donnerstag / 8.40 Uhr

Etwa ein Kind pro Klasse leidet an Hyperaktivität (ADHS) – mit all ihren

negativen Folgen, nicht nur für die Noten. Behandelt werden die Kinder meist

mit umstrittenen Medikamenten. Neurofeedback könnte eine Alternative sein.

Die Methode wird schon seit Jahren erprobt, doch lange gab es nur Einzelfall-

berichte und schlechte Studien. Jetzt zeigt eine Untersuchung von Niels

Birbaumer und seinen Kollegen: Über die Hälfte der behandelten Kinder

überwindet die Störung mit Neurofeedback dauerhaft. Für die Kinder ist

Neurofeedback ein Computerspiel – sie manövrieren beispielsweise einen

Ball über den Bildschirm. Sie steuern ihn aber nicht mit einem Joystick,

sondern mit ihren Gehirnwellen. So lernen sie, bestimmte Gehirnwellen-

Rhythmen zu vermeiden und andere zu erzeugen. Beta-Rhythmen zum

Beispiel, die Aufmerksamkeit verraten.

30.01. Kinder: Wie Neurofeedback hilft

31.01. Erwachsene: Diagnose ADHS?

Mikado am Morgen / Wissenswert / Crashkurs Film

04. bis 08.02. / Montag bis Freitag / 8.40 Uhr

Filme entführen uns, Filme verzaubern, Filme zeigen uns Räume und Leben,

die es gar nicht gibt – außer im Film. Dabei spielt die gute Story eine Rolle,

aber auch, ob der Film mit visuellen Effekten oder Schauspielern punkten

kann. Drehbuchautoren, Kameraleute, Sounddesigner, Cutter, Regisseure und

Produzenten arbeiten in der Traumfabrik Hand in Hand. Die Macher hinter den

Kulissen erklären in der fünfteiligen Wissenswert-Reihe ihr Handwerk und

erzählen aus ihrer Perspektive, worauf es beim Film ankommt. Eine kleine

Schule des Sehens und Filmverstehens.

04.02. Der richtige Dreh – die Rolle der Produzenten

05.02. Alles im Blick – Kamera und Bildgestaltung

06.02. Cut! Schnitt und Montage

07.02. Auf der Tonspur – Sounddesign

08.02. Die perfekte Illusion – visuelle Effekte

Wissenswert / montags bis freitags, 8.40 Uhr in Mikado

02. – 04.01. Harald Lesch beleuchtet die dunkle

Seite des Kosmos: Dunkle Energie /

Schwarze Löcher / Astronomie

ohne Licht

07. – 10.01. Der moderne Rousseau: Selbstbekenntnisse

/ Das Ich im Mittelpunkt / Zurück

zur Natur / Erziehungsprobleme

11.01. Literarische Zimmer-Reisen

21.01. 200 Jahre »Stolz und Vorurteil«:

Liebeserklärung an einen Roman

22. – 24.01. Psychologische Schlüsselbegriffe:

Mut / Gier / Loslassen

25.01. Wie Diktaturen Leben prägen: Max

Mannheimer, Auschwitz-Überlebender

28.01. Stadt der Minderheiten: Kosice,

Kulturhauptstadt 2013

29.01. Schicksale klären in Bad Arolsen – die

Arbeit des Internationalen Suchdienstes

01.02. Wie Wikipedia unser Sozialverhalten

sichtbar macht

11.02. Die Leiden der Sylvia Plath. Ein Porträt

zu ihrem 50. Todestag

12.02. Vergangen und gegenwärtig – was ist

ein literarischer Klassiker?

13.02. Chemie im Auto

14.02. Raketendonner im Dschungel:

Europas Raumfahrtbahnhof Kourou

15.02. Die Energie-Wender:

Speicher-Macher

18.02. »And the oscar goes to ...« –

85 Jahre Oscar-Verleihung

19.02. Arabische Regiseurinnen

20. – 22.02. Die Kunst des Fragens und des

Zuhörens

25.02. – 01.03. Beatles forever: Die musikalischen

Quellen der Beatles / Beatlemania

rund um den Globus / Die Lyrik der

Beatles / Die Beatles und das

schwarze Amerika / Die Langzeitwirkung

der Beatles

30 / Bildung Bildung / 31


Gesprächskultur

Kulturszene Hessen S. 32

Doppel-Kopf S. 33

Kulturszene Hessen S. 34

Doppel-Kopf / Überblick S. 34

Kulturszene Hessen / Lilo Lausch –

Zuhören verbindet

27.01. / Sonntag / 12.05 Uhr

»Lilo Lausch« ist eine kleine Elefantendame mit großen

roten Ohren. Eine Handpuppe, die beim Projekt »Lilo

Lausch – Zuhören verbindet« eine wichtige Rolle spielt.

20 Kindertagesstätten aus Wiesbaden nehmen am Projekt

der Stiftung Zuhören und der Vodafone Stiftung Deutsch-

land teil. Erzieherinnen und Erzieher werden mit Lilo

Lausch die Zuhör- und Sprachkompetenzen sowie die

interkulturelle Kompetenz von Kindern und Eltern mit

mehreren Sprachen stärken helfen. Die Auftaktveranstaltung

bot eigens erfundene Geschichten zu »Lilo Lausch«, vorgetra-

gen von Martin Baltscheit (Hörbuchpreis der Stadt Wiesbaden

2012) und der neunjährigen Schülerin Rebecca Tillmanns.

Kinderliedermacher Fredrik Vahle komponierte ein eigenes

»Lilo Lausch-Lied«.

Aufzeichnung der Auftaktveranstaltung vom 05.11.2012.

Weitere Informationen:

www.lilolausch.de

Doppel-Kopf / 12.05 Uhr und 23.05 Uhr (Wdh.) /

03.01. und 21.01. / Donnerstag und Montag

Zwei freimütige Frankfurter Stimmen kommen im Januar in den Doppel-

Kopf-Sendungen zu Wort: Er liebt die Paradoxa und hasst die Kompromisse,

Wilhelm Genazino, detailversessener Spaziergänger durch Kleinbürgertum

und Großstadtkulisse. Spätestens seit dem Büchnerpreis 2004 ist klar, dass

er einer der wichtigsten deutschen Autoren ist. Von seiner frühen Angestell-

ten-Trilogie bis zu den jüngsten Stadtgänger-Reflexionen spiegeln alle seine

Texte die Wahrnehmung der Gegenwart auf ungewöhnlich präzise Weise. So

anmutig abgeklärt, so entschieden unentschieden, so ernsthaft heiter dem

Unfassbaren auf der Spur wie er ist kaum ein anderer deutscher Schriftstel-

ler. Wilhelm Genazinos beiläufige Beobachtungen wie seine subtilen Reflexi-

onen kommen auf leisen Sohlen ironisch gebrochen daher. Dabei geht der

Autor auch aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten nicht aus dem Weg.

Am 22. Januar 2013 feiert der »große, stille Chronist der Bundesrepublik«

seinen 70. Geburtstag und gibt im Gespräch mit Sylvia Schwab Auskunft über

seinen Lebensweg und sein Werk.

Jutta Ditfurth war Mitbegründerin der Grünen und vier Jahre lang deren

Bundesvorsitzende. Sie hatte nicht zuletzt Anteil daran, dass sich die Partei

während dieser Zeit in »Fundis« und »Realos« spaltete. 1991 trat Ditfurth aus

der Partei aus. Nach eigenen Angaben war sie ihr zu »rechtslastig« geworden.

Inzwischen bezeichnet sie Die Grünen als »FDP mit Fahrrad«. Vor zehn Jahren

hat die Soziologin und Publizistin dann ihre eigene Partei gegründet: Die

»Ökologische Linke«. Immerhin hat sie es damit zu einem Sitz in der Frankfur-

ter Stadtverordneten-Versammlung gebracht. Hier versucht Jutta Ditfurth, ihr

Verständnis von Ökologie mit linker Politik zu verbinden. Auf den ersten Blick

scheint die 61-jährige hoffnungslos an einer längst überkommen Ideologie der

68-iger festzuhalten. Manche ihrer Äußerungen wirken wie aus einer anderen

Welt. Möglicherweise wird die hochgewachsene Frau genau deswegen häufig

zu Vorträgen und Diskussionen eingeladen. Gerne wird sie hier mit der Rolle

der »Krawallschachtel« besetzt, welche die meist von Männern dominierten

Runden aufmischen soll. Im »Doppel-Kopf« erzählt die »Kapitalismus-Abschaf-

ferin« aus ihrer Vita und wie sie zu der geworden ist, die sie ist.

03.01. Jutta Ditfurth, »Kapitalismus-Abschafferin« /

Gastgeberin: Karin Röder

21.01. Wilhelm Genazino, »Gelassener« /

Gastgeberin: Sylvia Schwab

32 / Gesprächskultur Gesprächskultur / 33


Doppel-Kopf / montags bis freitags / 12.05 Uhr (Wdh. 23.05 Uhr)

Eine Auswahl:

Kulturszene Hessen / »Das zierlichste und reinste Städtchen

von der Welt« – Begegnungen in Offenbach

03.02. / Sonntag / 12.05 Uhr

Für die Schriftstellerin Bettine von Arnim war Offenbach das »zierlichste und

reinste Städtchen von der Welt«. Immer wieder tauchen in ihrem Werk

Erinnerungen an glückliche Jahre in Offenbach auf. Als Jugendliche lebte sie

hier für einige Jahre bei ihrer Großmutter Sophie von La Roche – der ersten

deutschen Bestseller-Autorin und Herausgeberin einer Frauenzeitschrift. Im

Gespräch mit hr2-Moderatorin Ruth Fühner führt Jürgen Eichenauer, der

Leiter des Offenbacher Hauses der Stadtgeschichte, durch das Offenbach um

1800. In die Rollen Bettine von Arnims und Sophie von La Roches schlüpfen die

Schauspielerinnen Sandra Bayrhammer und Leslie Malton.

Eine Aufzeichnung vom 27. September 2012 in der Stadtbibliothek Offenbach.

07.01. Ursula Krechel, »Spurenleserin«

Gastgeberin: Barbara M. Henke

11.01. Sabine Friedrich,

»Widerstands-Forscherin«

Gastgeber: Jochanan Shelliem

14.01. Inge Seiffge-Krenke, »Väter-Forscherin«

Gastgeberin: Regina Oehler

17.01. Harald Körner, »Betäubungsmittel-

Kriminaler«

Gastgeberin: Ruth Fühner

18.01. Uwe Dick, »Sauwald-Dichter«

Gastgeber: Ulrich Sonnenschein

22.01. Alain Lance, »Deutsch-Französischer

Vermittler«

Gastgeber: Ruthard Stäblein

24.01. Rüdiger ›Purple‹ Schulz, »Verliebter Junge«

Gastgeber: Dirk Leukroth

34 / Gesprächskultur

29.01. Sky Du Mont, »Familienchaot«

Gastgeberin: Karin Röder

01.02. Gunter Hofmann, »ZEIT-Zeuge«

Gastgeber: Conrad Lay

05.02. Peter Schmidt, »Autist«

Gastgeberin: Ulrike Schneiberg

12.02. Charlotte Knobloch, »Unermüdliche«

Gastgeber: Jochanan Shelliem

15.02. Helmut Kuhn, »Schach-Boxer«

Gastgeber: Alf Haubitz

18.02. Johannes Leitz, »Winzer-König«

Gastgeber: Martin Maria Schwarz

21.02. Ulf Erdmann Ziegler, »Sprach-Typograph«

Gastgeber: Thomas Plaul

26.02. Karin Schuhmacher, »Berührende«

Gastgeberin: Doris Weber

28.02. Jella Benner-Heinacher, »Quotenfrau«

Gastgeberin: Karen Fuhrmann

Bildnachweis:

Kundra@shutterstock.com (Titel, 3, 6), hr/Andi Frommknecht (3), www.istockphoto.de 4, 6, 10, 12, 17, 18,

20, 25, 28, 29, 35); Kulturamt Stadt Kassel (4, 5); Regionalmanagement Nordhessen GmbH (4); wikipedia.de

(7, 22, 24); hr/Ben Knabe (7, 24); Maybebop, M.J. © Heike Gallmeier, H.E. © Hans Georg Gaul, Das Geld

liegt auf der Fensterbank, Marie © W. Eymess (8); NRJ Crew © Stephan Dinges, Oliver Rohrbeck © Kuzu

(9); Der Hörverlag (10); Hörbuch Hamburg (11); Klaus Weddig (11); Stadt Kassel (13); Agentur (14); Frank

Dora (16); Marco Borggreve (17); Felix Broede (20); manun/photocase.com (26); Fabian Rink (32)

Redaktion: hr-Kommunikation, Judith Mehrmann

Grafik: hr-Grafik und Design, Cornelia Birk

Vorschau Die März-/April-Ausgabe erscheint Mitte Februar

Hörspiel / »Tod in Venedig« / nach Thomas Mann /

31.03., Ostersonntag und 01.04., Ostermontag

Oper / Mascagni »Cavalleria rusticana« und Leoncavallo

»Der Bajazzo« / Darmstadt / Liveübertragung / 28.03.

Mikado / Wissenswert / Harald Lesch führt durch die Welt

der Physik, 4-tlg. Reihe / 11. bis 14.03.


Die Programmtipps von hr2-kultur!

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www.hr2-kultur.de / E-Mail: hr2@hr.de

Hörerservice: 069 15 55 100

Empfang:

Kabel Informationen über Kabelfrequenzen in Hessen

bei Unitymedia / Tel. 01805 663100

(14 ct / min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreise anbieterabhängig)

Satellit Europaweiter Empfang über DVB-S (Astra 1M)

UKW Südhessen 95,3 / 97,4 · Rhein-Main 96,7

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Hessischer Rundfunk

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Herausgeber: hr2-kultur / Dezember 2012

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