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Legionellose - Landeshauptstadt Kiel

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letzte Änderung: Februar 2011 / 3<br />

Symptome<br />

Die Krankheitszeichen sind die einer schweren Lungenentzündung mit teilweise hohem Fieber, Husten,<br />

Atembeschwerden und allgemeiner Mattigkeit.<br />

Diagnose<br />

Eine erste Verdachtsdiagnose ergibt sich aus den vorhandenen Symptomen. Eine endgültige Sicherheit<br />

lässt sich aber erst durch den Nachweis des Erregers erhalten. Dazu wird ein Antigennachweis im<br />

Urin vorgenommen oder ein mikroskopischer Nachweis aus Proben bzw. der Anzucht des Erregers<br />

aus den Atmungsorganen durchgeführt.<br />

Therapie<br />

Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.<br />

Bei rechtzeitiger richtiger Diagnose kann diese Lungenerkrankung gut behandelt werden, so dass ein tödlicher<br />

Ausgang mittlerweile relativ selten ist.<br />

Prophylaxe<br />

Gefährdet sind größere Wasserinstallationen in z.B. auf Kreuzfahrtschiffen oder anderen Bordinstallationen,<br />

Hotels, Schwimmbädern, Fitness-centern etc.<br />

Im privathäuslichen Bereich spielen Legionellen praktisch keine Rolle.<br />

Der Erreger beginnt bei Temperaturen über 60°C allm ählich, bei über 70°C sehr schnell abzusterben. Dah er<br />

sollten Warmwasserversorgungssysteme in regelmäßigen Abständen auf Temperaturen über 60°C erhitzt werden<br />

können.<br />

Auch Stagnation von Wasser im Leitungssystem führt zu erhöhten Keimzahlen.<br />

Daher sind Warmwasserinstallationen und Klimaanlagen entsprechend den Regeln der Technik regelmäßig zu<br />

warten. Duschen und Wasserhähne müssen – nicht nur wegen möglichen Legionellenbefalls, sondern auch zur<br />

Vermeidung anderer Keime – regelmäßig genutzt , d.h. durchspült werden, Perlatoren und Duschköpfe sind zu<br />

entkalken.<br />

Eine besondere Bedeutung kommt reiseassoziierten Erkrankungen zu, da nicht selten Infektionen während einer<br />

Reise und den damit verbundenen Aufenthalten in Hotels und anderen Unterkünften erworben werden.<br />

Daher ist es wichtig, an die eventuell schon zurückliegende Reise im Erkrankungsfall zu denken und diese beim<br />

Arzt anzugeben.<br />

Rechtliches<br />

Nach dem Infektionsschutzgesetz vom 1.1.2001 ist der Erregernachweis meldepflichtig. Die Gesundheitsbehörden<br />

erhalten so die Möglichkeit, nach der Infektionsquelle zu fahnden und entsprechende Maßnahmen zur Sanierung<br />

zu treffen.<br />

Bei weiteren Fragen stehen wir gerne unter untenstehenden Daten zur Verfügung!<br />

� � Mehr Informationen?<br />

Sachbearbeitung: � 0431 / 901- Ärztinnen: � 0431 / 901-<br />

Frau Straehler-Pohl 21 36 sibylle.straehler-pohl@kiel.de Frau Hering 42 22 Annika.Hering@kiel.de<br />

Herr Tobin 42 05 gerald.tobin@kiel.de Frau Dr. Wencke 21 20 Angela.Wencke@kiel.de<br />

Frau Wiertellok-Renzing 21 30 Ute.Wiertellok-Renzing@kiel.de<br />

<strong>Landeshauptstadt</strong> <strong>Kiel</strong> Amt für Gesundheit Fleethörn 18-24 24103 <strong>Kiel</strong>

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