Landkreis Hildesheim

kommunikationundwirtschaft

Deutsche Landkreise

IM PORTRAIT

Landkreis

Hildesheim

„Schön Hier!“


Deutsche Landkreise im Portrait

Landkreis Hildesheim

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung

Redaktion: Pressesprecher Hans-A. Lönneker

Dritte, völlig neue Ausgabe 2015


Das Buch erscheint im Verlagsbereich Regionalmedien – Bücher.

Alle Rechte bei Kommu nikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg (Oldb)

Herausgegeben in Zu sam menarbeit mit dem Landkreis Hildesheim;

Redaktion: Pressesprecher Hans-A. Lönneker;

Bildredaktion: Hans-A. Lönneker, Jens Härtel und Nicol Lynack

Printed in Germany 2015

Das Manuskript ist Eigentum des Verlages. Alle Rechte vorbehalten.

Auswahl und Zusammen stellung urheberrechtlich geschützt. Dem

Buch liegen neben den illustrierten Autorentexten Bilder und PR-

Texte der Firmen, Verwal tungen und Ver bände zu grunde, die mit

ihrer finan ziellen Beteili gung das Ersche inen des Bandes ermöglicht

ha ben. Sie sind im Anhang aufgeführt. Für die Rich tig keit der im

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Druck: Leinebergland-Druck GmbH & Co. KG, Alfeld (Leine)

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Bibliographische Information der Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publi kation in der

Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten

sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

ISBN 978-3-88363-367-1


VORWORT

Der Landkreis Hildesheim – bereit für das dritte Jahrtausend 6

Landrat Reiner Wegner

EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Entwicklungsperspektive Kreisfusion 8

Ingrid Mellin, Leiterin Stabsstelle Kommunalaufsicht/Kreistagsbüro, Landkreis Hildesheim

Eine Reise durch den Landkreis Hildesheim

18 Städte und Gemeinden mit Profil 10

Wolfgang Moegerle, Vorsitzender des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes,

Kreisverband Hildesheim

Hildesheim – attraktives Zentrum des Landkreises 26

Dr. Ingo Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Hildesheim

Hi-Land – Gutes für die Region 28

Dr. Alfred Müller, Vorsitzender, Hi-Land e. V.

Elektrisch unterwegs im Landkreis Hildesheim 30

Britta Reinecke, Olexander Filevych, Carola Gerwig und Helmut Lessing, Arbeitsgruppe

„Integration erneuerbarer Energien“, Universität Hildesheim

Wachstumsregion mit Perspektiven – starker Standort in der

Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg 31

Christina Grella, Persönliche Referentin des Landrates, Landkreis Hildesheim

EIN KREIS MIT WIRTSCHAFTLICHEN POTENZIALEN

Industrie, Handel und Dienstleistungen –

Herausforderungen und Chancen in der Region Hildesheim 38

Marc Diederich, Geschäftsstelle Hildesheim, und Jens Koch, Vizepräsident Industrie- und

Handelskammer Hannover, Hildesheim

Region Hildesheim

ein Wirtschaftsstandort mit besten Voraussetzungen für Unternehmen 68

Kay Fauth und Matthias Ullrich, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim Region (HI-REG) mbH

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft – Verbindungen in alle Richtungen 70

Rainer Poelmann, Raumplaner im Fachdienst Kreisentwicklung und Infrastruktur,

Landkreis Hildesheim

Landkreis Hildesheim – kraftvoll für Naturenergie und Klimaschutz 72

Helfried Basse, Dezernent für Sicherheit, Ordnung und Umwelt, Landkreis Hildesheim

3


Sichere Entsorgung – von einer ungeordneten Müllentsorgung

zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen – dem ZAH 74

Jens Krüger, Verbandsgeschäftsführer, ZAH Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim, Bad Salzdetfurth

Das Handwerk – bedeutende Wirtschaftsmacht 77

Ina-Maria Heidmann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen

Ackern mit Konzept – moderne Landwirtschaft und Verbraucherschutz 80

Hans-Dieter Dammann, Wirtschaftsberatung, Außenstelle Hildesheim/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

150 Jahre Zuckerfabrik Nordstemmen 82

Tanja Schneider-Diehl, Media- & Press Relations Nordzucker Group, Braunschweig

Eisenbahnen in der Region 83

Björn Gryschka, Vorsitzender, Fahrgastverband PRO BAHN Braunschweig-Hildesheim e. V., Bad Salzdetfurth

E I N K R E I S M I T V E R A N T W O R T U N G

Gesund bleiben – Gemeinsam für die Gesundheit der Menschen hier bei uns 84

Dr. Katharina Hüppe, Fachdienstleiterin Gesundheit, Landkreis Hildesheim

Zukunft gestalten: familienfreundlicher Kreis –

soziale Verantwortung im demografischen Wandel 92

Ulrich Wöhler, Sozialdezernent, Landkreis Hildesheim

Katholische Kirche im Landkreis Hildesheim 102

Thomas Scharf-Wrede, Direktor Bistumsarchiv Hildesheim

Evangelische Kirche im Landkreis Hildesheim 103

Christian Castel, Vorsitzender des Kirchenkreisverbandes Hildesheim

Erfolgsfaktor Wissen – passgenaue Bildungsangebote 106

Dr. Margitta Rudolph, Geschäftsführerin der Volkshochschule Hildesheim

Jugend forscht und Schülerfirmen –

zwei Projekte für die Zukunft der Wirtschaftsregion 108

Sarah Umlauf, Standortentwicklung und Projekte, Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Hildesheim Region (HI-REG) mbH

Bildung – Beratung – Begegnung: das Bildungs- und Beratungszentrum 109

Dr. Margitta Rudolph, Geschäftsführerin der Volkshochschule Hildesheim

Theorie und Praxis kombinieren – Universität Hildesheim 110

Isa Lange, Pressesprecherin der Universität Hildesheim

Vernetzt in die Region und international aktiv:

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst 111

Sabine zu Klampen, Pressesprecherin der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft

und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen

4


E I N K R E I S M I T L E B E N S Q U A L I T Ä T

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim:

Eine Begegnungsstätte mit den Weltkulturen 112

Professorin Dr. Regine Schulz, Direktorin, Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim

Attraktive Kulturregion: Das Theater für Niedersachsen in Stadt und Land 114

Jörg Gade, Intendant, Theater für Niedersachsen, Hildesheim

Kulturentwicklung mit Konzept: Das KulturBüro gestaltet den Wandel 116

Hans-Jürgen Driemel, ehemaliger Leiter des KulturBüros, Landkreis Hildesheim

Sehenswerte Architektur und Welterbestätten –

von Schlössern und Kirchen über Herrensitze bis hin zu Gropius 118

Eckhard Speer, Dezernent Bildung und Bau, Landkreis Hildesheim

Die Innerste von der Quelle bis zur Mündung –

Naturerleben und Tourismus als Projekt interkommunaler Kooperation 122

Ulrich Weber, Fachdienst Umwelt und Bevölkerungsschutz, Landkreis Hildesheim

Gesundheit, Vitalität, Wellness – erholen und entschleunigen

im Landkreis Hildesheim 126

Martin Kaune, Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft Bad Salzdetfurth mbH

Freizeitangebote und attraktive Ausflugsziele – nicht nur für Touristen 128

Maike Leibfried, Destinationsmanagement/Touristische Konzeption, Hildesheim Marketing GmbH

Mit dem Rad unterwegs 130

Rainer Poelmann, Raumplaner im Fachdienst Kreisentwicklung und Infrastruktur, Landkreis Hildesheim, und

Franziska Katzenstein, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim Region (HI-REG) mbH

Regionale Küche und Gastlichkeit 131

Heike Reßmeyer, Beraterin Garten, Hof und Dorfgrün LandFrauen, Kreisverbände Alfeld und Hildesheim

Ein „Bullenstall“ wird Kunstgebäude, oder...in Bodenburg steht

die ARCHE für zeitgenössische Kunst 134

Hans-Oiseau Kalkmann, Bildhauer, Fotograf, Aktionskünstler, Bodenburg

Die Denkmalpflege im Landkreis Hildesheim

Archäologie und Baudenkmalpflege 136

Annegret Klauke, Fachdienst Bauordnung und Planung, Landkreis Hildesheim

Komfortabel & barrierefrei wohnen – mehr Lebensqualität für alle 138

Matthias Kaufmann, Geschäftsführer der Kreiswohnbau Hildesheim GmbH

R E G I S T E R

Verzeichnis der PR-Bildbeiträge 140

Bildquellen 142

5


Der Landkreis Hildesheim

bereit für das dritte Jahrtausend

Eine Region mit Perspektive

In den letzten Jahren profitierte Deutschland

von einer hervorragenden wirtschaftlichen

Ent wicklung. Die Zahl der Beschäftigten

stieg, die Wirtschaft brummte. Endlich

konnten die Kommunen daran gehen, die

über Jahre – meist ohne eigenes Verschulden

– angehäuften Defizite zurückzufahren.

Dennoch war für uns alle erkennbar, dass

sich die Einwohnerzahlen in Deutschland –

verstärkt in den ländlichen Räumen – nach

unten bewegen. Der demografische Wandel

machte sich mehr und mehr bemerkbar. Es

galt frühzeitig über Alternativen nachzudenken,

wollte man die kommunalen Strukturen

für die Zukunft absichern. Statt einen Rückbau

dieser Strukturen einzuleiten, habe ich

den Versuch unternommen, diese auf eine

breitere Basis zu stellen. Ausfluss dieser Über -

legung waren die Fusionsverhandlungen mit

dem Landkreis Peine, die dann leider zu -

nächst gescheitert sind.

Plötzlich steht unser Land – und damit

besonders die Kommunen – vor einer ganz

neuen Herausforderung. Zigtausende von

Flüchtlingen strömen ins Land – und der

Zustrom ist wohl nur schwer zu stoppen.

Tausende Flüchtlinge werden über die

Landes notaufnahmeeinrichtungen auf die

Landkreise und dann weiter auf die Gemeinden

verteilt. Unser Ziel ist und bleibt, die

Menschen in Wohnungen unterzubringen

und Massenunterkünfte zu vermeiden.

Die Unterbringung ist schon anspruchsvoll

genug, die eigentliche Arbeit liegt aber

noch vor uns: wir müssen den Versuch

unternehmen, die Menschen so gut wie

möglich in die Gesellschaft zu integrieren.

Das wird die größte Herausforderung der

nächsten Jahre sein. Aber krisenhafte Entwicklungen

können auch neue Chancen

eröffnen. Es geht überwiegend um junge

Menschen, die zu uns kommen. Dies könnte

durchaus der drohenden Überalterung und

dem Fachkräftemangel in vielen Bereichen

entgegenwirken, wenn die Integration ge -

lingt. Auch ein Gesetz über eine gezielte Zu -

wanderung gehört für mich dazu.

Das neue Kreisporträt ist nach den Ausgaben

2005 und 2011 bereits die dritte Ausgabe.

In der Region hat sich so einiges verändert,

was eine Überarbeitung dringend

erforderlich machte. So lebt zwar seit einigen

Jahren Georg Baselitz, einer der bedeutendsten

Maler und Bildhauer Deutschlands,

nicht mehr im Schloss Derneburg,

dafür baut jetzt aber der US-amerikanische

Kunstsammler Andrew J. Hall dort eine

neue bedeutende Sammlung moderner

Kunst auf und wird diese auch öffentlich

zugänglich machen.

Auch auf dem ehemaligen Standort -

übungsplatz Osterberg tut sich was. Die Verträge

zur Überführung des Geländes an die

Paul-Feindt-Stiftung, einer Stiftung, die die

natürlichen Lebensräume in der Region

bewahren soll, sind unterschrieben. Damit

kann ein ehemals stark genutztes Gelände

Flora und Fauna – und letztlich den Menschen

– zurückgegeben werden.

Die Region Hildesheim könnte man

getrost auch als Welterberegion bezeichnen.

Der Gropius-Bau „Fagus-Werk“ in Alfeld

(Leine) als Juwel der Bauhaus-Architektur

und die Welterbestätten St. Michaelis und

Mariendom sind Highlights, die weit über

die Landkreisgrenzen hinaus strahlen.

Neue Impulse für Handel, Gewerbe und

Arbeitsplätze werden auch durch die aktive

Mit arbeit in der Metropolregion Hannover

Braun schweig Göttingen Wolfsburg gesetzt.

6


VORWORT

Unsere Region ist aber auch ein Bildungsstandort

ersten Ranges. Um diese

Qualität abzusichern, investiert der Landkreis

als Schulträger kontinuierlich in seine

Gebäude. Nach dem Ausbau der Ganztagsangebote

in den Schulen stand zuletzt der

Auf- und Ausbau der Gesamtschulen in Bad

Salzdetfurth und Gronau (Leine) sowie der

Oberschulen im Vordergrund. Unser An -

spruch ist, dass dabei der anerkannt hohe

Standard im berufsbildenden und all ge mein -

bildenden Schulwesen erhalten wer den

muss.

Mit drei Hochschulen ist die Region

Hildesheim auch ein exzellenter Standort für

Studierende. Die Stiftung Universität Hildesheim

– eine der ersten im Land –, die Hochschule

für angewandte Wissenschaft und

Kunst (HAWK) und die Norddeutsche Hochschule

für Rechtspflege sind mit mehr als

12 000 Studierenden stark nachgefragt. Die

Hochschulen tragen auch wesentlich dazu

bei, dass das Kulturleben immer neue

Impulse erhält. Von der freien Theaterszene

bis zum Theater für Niedersachsen (TfN)

oder dem Roemer- und Pelizaeusmuseum

sowie dem neuen Dom-Museum, dem

Mera-Luna-Festival bis zum Pflasterzauber

finden Sie alles, was das Herz begehrt.

Auch die Kulturlandschaft der Region

hat viele Gesichter. Historisch wertvolle

Kirchen, Gutshöfe und Schlösser sind architektonische

Zeugen vergangener Zeiten mit

großer Strahlkraft. Für Naturliebhaber bietet

unsere vielseitige, faszinierende und ab -

wechslungsreiche Landschaft viele Erlebnismöglichkeiten.

Über 400 Kilometer Radweg

müsste man zurücklegen, wollte man sich

per Rad auf den Weg durch Wälder, Berge

und Täler und unsere schönen Städte

machen. Der Kurort Bad Salzdetfurth bietet

Erholung für Körper und Seele. Flüsse und

zahlreiche Seen laden zu einer Entde ckungs -

reise ein, bei der jeder feststellen wird, dass

unser Motto „Schön hier!“ nicht übertrieben

ist.

Dieses Buch soll dazu beitragen, dem

Leser unsere Region näher zu bringen. Eine

Region, in der man gern lebt und sich als

Gast wohlfühlen kann.

Hildesheim, im November 2015

Reiner Wegner

Landrat Landkreis Hildesheim

Exzellenter Standort für

Studierende – hier der

Campus HAWK als

Veranstaltungsort eines

geglückten Weltrekordversuchs

des weltgrößten

Cajon-Ensembles

7


Entwicklungsperspektive Kreisfusion

Ingrid Mellin

Die geplante Kreisfusion zwischen den

Land kreisen Hildesheim und Peine zum

1. No vem ber 2016 ist bei Stimmengleichheit

im Kreistag gescheitert – aber die Weichen

für die Zukunft müssen gestellt werden!

Ein kurzer Rückblick: Nachdem der

Kreis tag des Landkreises Hildesheim am

9. Dezember 2013 auf Vorschlag von Landrat

Reiner Wegner mit Mehrheit beschlossen

hatte, Verhandlungen über einen Zu -

sam menschluss mit Nachbarkommunen

aufzunehmen, wurde sehr schnell deutlich,

dass vor allem der Landkreis Peine als möglicher

Fusionspartner in Frage kam bzw.

kommt. Das Projekt „Zusammenschluss der

Kreise Hildesheim – Peine“ stellte der Erste

Kreisrat Olaf Levonen in einem Diskussionspapier

vor, das als Grundlage für das wei -

tere Vorgehen diente.

Daraufhin wurde beim Landkreis Peine

ein Projektmanagement eingerichtet und

kreisübergreifende Facharbeitsgruppen

sowie eine Lenkungsgruppe gebildet, um in

einer ersten Sondierungsphase Vergleichbarkeiten

der Landkreisverwaltungen auszuloten

und grundlegende Interessenlagen

einschätzen zu können.

Zur Aufbereitung der relevanten Rahmen -

daten der Landkreise Hildesheim und Peine

haben die Landkreise gemeinsam ein Gutachten

bei Heinrich Albers – ausgewiesener

Finanzexperte und Beigeordneter a. D. beim

Niedersächsischen Landkreistag – in Auftrag

gegeben, um den zuständigen Gremien

die entscheidungserheblichen Grundlagen

zu liefern.

In einer umfangreichen Analyse sowohl

der Struktur- und Finanzdaten als auch der

Aufgabenerledigung durch die Verwaltungen

beider Landkreise hat der Gutachter

sehr dezidiert und sorgfältig herausgearbeitet,

dass ein Zusammenschluss der Landkreise

Hildesheim und Peine zu spürbaren

und dauerhaften Einsparungen in den Kreishaushaushalten

führen würde und Synergieeffekte

in den einzelnen Aufgabenbereichen

realisiert werden könnten.

In einer ergänzenden Kurzanalyse der

Kostenbelastung ausgewählter Produkte

wurde festgestellt, dass durch eine Fusion

der Landkreise Hildesheim und Peine insbesondere

im Verwaltungsbereich Kosten eingespart

werden könnten, ohne die kommunalen

Leistungen zu reduzieren.

Allerdings hat der Gutachter darauf hingewiesen,

dass nicht die kurzfristige Möglichkeit

von Kosteneinsparungen als Beweggrund

für eine Fusion angeführt werden

sollte, sondern Gebietsveränderungen und

die Neuordnung der Strukturen sich in

erster Linie an langfristigen Entwicklungsperspektiven

und -optionen ausrichten sollte.

Auch in der politischen Diskussion um

einen Zusammenschluss der Landkreise

Hildesheim und Peine hat sich gezeigt, dass

vor allem im Hinblick auf vorhersehbare

Strukturveränderungen neben der zu erwartenden

Kostenreduzierung viele andere Faktoren

zu berücksichtigen sind.

Die Bewertung der einzelnen Gesichtspunkte

ist allerdings sehr unterschiedlich

ausgefallen und hat letztlich im Kreistag des

Landkreises Hildesheim am 20. Juli 2015 zu

einer Ablehnung der zum 1. November

2016 geplanten Kreisfusion geführt.

Trotz dieser negativen Entscheidung ist

eine Kreisfusion für die Zukunft nicht aus -

geschlossen. Der Landkreis Hildesheim ist

zwar nach wie vor recht gut aufgestellt, aber

die zu erwartenden Veränderungen erfordern

eine verantwortungsbewusste Pers -

pektivplanung. Die sich aus der demogra -

fischen Entwicklung ergebenden Probleme

können mit den zu generierenden Einsparpotenzialen

einer Fusion zumindest finan -

ziell etwas aufgefangen werden. Die umfassende

Datenanalyse und der intensive Austausch

innerhalb der Verwaltungen haben

gezeigt, dass die Landkreise Hildesheim

8


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

und Peine gut zueinander passen und der

Zusammenschluss eine zu kunftsfähige Entwicklung

für die Region darstellt.

Ein Landkreis Hildesheim – Peine hätte

mit rund 400 000 Einwohnern natürlich ein

größeres Gewicht in Niedersachsen und

würde auch im Hinblick auf die Nachbarzentren

Hannover – Braunschweig – Göttingen

eine andere Stellung einnehmen.

Im Vordergrund steht eine bürgernahe,

effektive Verwaltung zum Wohl der Allgemeinheit

in Abstimmung mit den Städten

und Gemeinden. Im Falle einer Kreisfusion

wird der Status der Selbstständigkeit aller

kreisangehörigen Kommunen nicht berührt,

die Verwaltungssitze der Kreisverwaltungen

in Hildesheim und Peine und selbst die

Autokennzeichen bleiben bestehen – die

Einwohnerinnen und die Einwohner würden

kaum eine Veränderung wahrnehmen. Das

öffentliche Interesse fokussiert sich auf die

Leistungsfähigkeit eines Landkreises und

auf Einsparpotenziale ohne Absenkung von

Standards. Genau das würde eine Fusion

der Landkreise Hildesheim und Peine bieten.

In jedem Fall gilt, den Blick in die Zukunft zu

richten und die interkommunale Zusammenarbeit

– nicht nur mit dem Landkreis Peine –

als Chance für eine spätere Fusion zu

nutzen!

Da sich im Laufe der Verhandlungen mit

dem Landkreis Peine nicht an einem Punkt

ein Fusionshindernis ergeben hat, das sich

nicht ausräumen lässt, wird weiterhin an

einer Zusammenarbeit gearbeitet. Die Gründung

einer gemeinsamen Klimaschutzagentur

und die Vereinbarung mit der zentralen

Vergabestelle des Landkreises Peine sind

erste Schritte in die richtige Richtung. Es

gilt, den Blick in die Zukunft zu richten und

die interkommunale Zusammenarbeit als

Chance für eine spätere Fusion zu nutzen!

Auch das Land Niedersachsen sieht

Optimierungsbedarf auf der Landkreis -

ebene und denkt über die Einrichtung einer

Enquete-Kommission nach. Deshalb ist der

Landkreis Hildesheim weiterhin gefordert,

sich diesem Thema zu stellen und für

Gespräche mit angrenzenden Landkreisen

und Gemeinden offen zu bleiben.

Die Landräte Reiner

Wegner (Hildesheim,

links) und Franz Einhaus

(Peine, Mitte) erläutern in

der Presse konferenz die

Gründe für das Scheitern

der Kreis fusion.

9


Eine Reise durch den Landkreis Hildesheim

18 Städte und Gemeinden mit Profil

Wolfgang Moegerle

Stadt Elze

Einwohner*: 8824

Fläche: 47,71 km²

Ortsteile: Elze, Esbeck,

Mehle, Sehlde, Sorsum,

Wittenburg, Wülfingen

Stadt Elze:

belebte Haupt straße

Es ist diese Mischung aus Bodenständigkeit

und Innovationsfähigkeit, aus zentraler Lage

und schöner Landschaft, die den Aufenthalt

im Landkreis Hildesheim so angenehm

macht. Ob in der Stadt Hildesheim, dem

Zentrum des Kreises, oder den Städten und

Dörfern des Umlandes: Dieser Landkreis

hat eine hohe Lebensqualität.

Vom Leinebergland im Südwesten bis

zur Hildesheimer Börde im Nordosten –

landschaftlich reizvoll ist jede Region im

Landkreis Hildesheim. Und wer genauer

hinschaut, sieht die Kleinode und Besonder -

heiten, die teilweise aus den letzten Jahrhunderten

erwachsen sind, sich zum Teil

aber auch erst in den letzten Jahrzehnten

ergeben haben. Beim Blick auf die Kommunen

im Landkreis zeigt sich viel Einmaliges,

aber auch die Gemeinsamkeiten der Region

treten zutage. Vor allem lebt die Region von

der Arbeit tausender Ehrenamtlicher, die mit

ihrem Engagement die Städte, Samtgemeinden

und Gemeinden erst zu etwas ganz

Besonderem machen.

Auf einer Reise durch den Landkreis

kann man die Region und ihre Menschen

kennenlernen. Beginnend in Elze führt die

Route nach Norden, dann im Uhrzeigersinn

nach Osten, Süden, Westen, um schließlich

im „Herzen“ des Kreisgebietes anzukommen.

Der Landkreis besteht neben der

Stadt Hildesheim zurzeit aus fünf Städten,

acht Einheitsgemeinden und fünf Samt -

gemeinden. Genießen Sie eine Reise durch

den Landkreis Hildesheim, eine Reise durch

18 Städte und Gemeinden mit Profil.

Stadt Elze

Die Rundreise beginnt in Elze. Schließlich

ist die Stadt an der Leine eng mit dem

Gründungsmythos Hildesheims verbunden

– wenigstens, wenn man der Legende Glauben

schenkt. Erstmals im Jahr 800 n. Chr.

urkundlich erwähnt, soll Karl der Große

diese Stelle als Bistumssitz ausgewählt

haben. Aber dann entschied sich Ludwig

der Fromme nach einem Jagdausflug, bei

dem sich eine Reliquie auf wundersame

Weise nicht mehr von einem Ast nehmen

ließ, für den Standort der heutigen Stadt

Hildesheim, um dort das Bistum zu gründen.

Elze liegt an einer strategisch wichtigen

Stelle: Die Nord-Süd-Route der Händler und

Fuhrleute kreuzte sich mit dem Weg von Ost

10


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

nach West. Dennoch dauerte es bis ins Jahr

1614, bis Elze die Stadtrechte verliehen

bekam. Sehenswürdigkeiten sind die Peter

und Paul-Kirche (erbaut 1744–49), das Heimatmuseum

und die alten Gutshäuser.

Ein Relikt frühen kulturellen Lebens ist

die 1497 erbaute Klosterkirche in Wittenburg.

In den letzten Jahren wurde das imposante

Gebäude durch Restaurierung „wieder -

belebt“. Konzerte und andere Veranstaltungen

sind insbesondere beim „Wittenburger

Sommer“ einen Besuch wert.

Während die Ortsteile vorwiegend landwirtschaftlich

geprägt sind, finden sich in

der Stadt Gewerbe- und Industrieunter -

nehmen. Als Amtsgerichts- und Schulstand -

ort wirkt Elze über die Gemeindegrenzen

hinaus.

Für die Entwicklung der Stadt Elze war

in den letzten zwei Jahrzehnten die Verkehrssituation

entscheidend. Die Umgehungsstraße

der Bundesstraße 3 entlastete

die Innenstadt vom Durchgangsverkehr und

ermöglichte die Erschließung umfangreicher

Gewerbegebiete im Südwesten der Stadt.

Zudem liegt Elze auch an der Bundesstraße

1. Im Jahr 2010 wurde die wichtige Ost-

West-Strecke, die seit Generationen Westfahlen

und den Osten Deutschlands ver -

bindet, verbessert, denn diese Straßenverbindung

wurde um den Ort Mehle herum

gelegt. Der historische Ortskern ist so be -

sonders vom Schwerlastverkehr entlastet.

Zusammen mit dem Knotenpunkt der

Bahnstrecken zwischen Hannover und Kassel

sowie Hameln und Hildesheim resultiert

daraus eine exponierte Verkehrsanbindung.

Es lohnt sich auf jeden Fall in Elze auszusteigen

und bei einem Spaziergang am Flüss -

chen Saale die Stadt zu erkunden.

Gemeinde Nordstemmen

Die Saale fließt bei Elze in die Leine und

etwas flussabwärts schließt sich die Ge -

meinde Nordstemmen an. Hier besitzt jede

Ortschaft ihren Reiz und ihre Besonder -

heiten. Das früher eher landwirtschaftlich

geprägte Nordstemmen, hat sich immer

mehr zu einer Wohnortgemeinde gewandelt.

Eine Vielzahl an Möglichkeiten in den

Bereichen Handel und Gewerbe, Sport, Freizeit

oder Erholung bietet sich den Einwohnerinnen

und Einwohnern sowie den

Gästen. Die zentrale Ortschaft Nordstemmen

verfügt über einen Bahnhaltepunkt

und der Ortsteil Barnten über einen S-Bahn-

Haltepunkt. Von der Kinderkrippe bis zur

Oberschule können Kinder in Nordstemmen

verlässlich untergebracht und beschult werden.

Vernetzt über die Arbeitsgruppe „Bildungsvielfalt

Nordstemmen“ arbeiten die

Bildungseinrichtungen eng zusammen.

Eingebettet in das Leinetal befindet sich

Schloss Marienburg – das Welfenschloss –

unmittelbar vor dem westlichen Ortseingang

von Nordstemmen, gehörig zur Region Hannover.

Die Welfenkönige wussten, warum sie

ihr Schloss an diesem malerischen Ort

ober halb der Leine mit Aussicht nach

Süden ins Bergland errichtet haben.

Vom beheizten Freizeitbad bietet sich ein

wunderschöner Blick auf die Marienburg.

Das Freibad wird über eine Biogasanlage

mit Wärme versorgt. Dies ermöglicht konstante

Wassertemperaturen von 24 und mehr

Gemeinde Nordstemmen:

Freibad mit Blick auf die

Marienburg

Gemeinde

Nordstemmen

Einwohner*: 12 005

Fläche: 60,17 km²

Ortsteile: Adensen,

Barnten, Burgstemmen,

Groß Escherde, Haller -

burg, Heyersum, Klein

Escherde, Mahlerten,

Nordstemmen, Rössing

11


Gemeinde Giesen

Gemeinde Giesen:

der Kaliberg

Gemeinde Giesen

Einwohner*: 9670

Fläche: 33,91 km²

Ortsteile: Ahrbergen,

Emmerke, Giesen, Groß

Förste, Hasede

Grad Celsius. Von Anfang Mai bis Mitte September

ist es geöffnet und wird von mehr

als 100 000 Badefreudigen Jahr für Jahr

besucht.

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die

Gemeinde ist die Zuckerfabrik, die an diesem

Standort im Jahr 2015 ihr 150-jähriges

Bestehen feierte. Die Nordzucker AG hat

das Werk in Nordstemmen zu einem hoch -

modernen Produktionsbetrieb entwickelt.

Dorfgemeinschaften und Neubaugebiete

schließen sich in Nordstemmen nicht aus,

wie es zum Beispiel in den Ortschaften Rössing,

Barnten oder Heyersum zu erleben ist.

Im letztgenannten Ort steht auch die schöne,

alte Kirche aus der Zeit um 1350 und die

historische Saline von 1698 erinnert an die

einstige Bedeutung des Salzes. Die Saline

selbst ist seit 1876 nicht mehr in Betrieb.

Das alte Dorf Rössing ist noch von der

Landwirtschaft geprägt und ein Spaziergang

durch das geschlossene Ortsbild

lohnt sich. Und auch in Barnten sind Mo -

derne und Geschichte vorzufinden. Zum

Beispiel hat Caspar Borchholten im Jahr

1592 am Torbogen seines Landgutes eine

sehenswerte Wappentafel angebracht, die

heute noch zu bewundern ist.

Der Blick über die schöne Landschaft

zwischen der Sarstedter Erhebung „Kipp -

hut“ und dem Giesener Wald verweilt unwillkürlich

an einem weißen, hohen Berg. Es

handelt sich um die Abraumhalde des

früheren Kaliwerks „Siegfried“, das seit

Beginn des 20. Jahrhunderts große Bedeutung

für die Gemeinde hatte. Die Produktion

wurde im Jahr 1987 eingestellt und „Siegfried“

erhielt den Status eines Reservebergwerks.

Trotzdem blieb in der Gemeinde der

Bezug zur Tradition des Bergbaus erhalten.

Aktuell gibt es Bestrebungen, die Produk -

tion zeitnah wieder aufzunehmen. Die Nachfrage

nach dem Rohstoff Kali ist weltweit

ungebrochen hoch und im Giesener Untergrund

sollen noch große Vorräte schlummern.

Früher waren die Bauerndörfer durch die

Haupterwerbszweige Ackerbau und Viehzucht

geprägt. Die Entstehung der Kali-

Indus trie und anderer Gewerbezweige hat

die Struktur der ursprünglich landwirtschaftlich

bestimmten Dörfer nach 1900 grund -

legend gewandelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg

stieg die Bevölkerungszahl erheblich

an. Ab 1952 wurden in Ahrbergen, Emmerke

und Groß Giesen wegen der steigenden

Kinderzahl neue Schulgebäude errichtet. In

allen Ortschaften sind neue Wohngebiete

er schlossen worden. In Emmerke und Hasede

erfolgte die Ansiedlung verschiedener

industrieller und gewerblicher Betriebe, in

denen zahlreiche Einwohner neue Arbeitsplätze

gefunden haben. Das ehemalige Ka -

ser nengelände in Ahrbergen wurde ebenfalls

zu einem Gewerbezentrum umgebaut.

Sportliches Aushängeschild sind die

Volleyballer des TSV Giesen. Sie baggern,

pritschen und schmettern seit vielen Jahren

erfolgreich in der 2. Bundesliga und haben

dem Ort zu Bekanntheit verholfen.

Die Gemeinde Giesen, die auch mit ihrer

verkehrsgünstigen Lage punktet, ist nach

wie vor stark landwirtschaftlich strukturiert.

12


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Neben der schon genannten Kali-Industrie

haben aber auch die traditionsreichen

Mühlenwerke an der Innerste die Region

geprägt.

Stadt Sarstedt

Von Hildesheim kommend fließt die

Innerste zwischen Giesen und Hasede an

Groß Förste und Ahrbergen vorbei nach

Sarstedt, bevor sie bei Ruthe in die Leine

mündet. Auf halber Strecke zwischen den

Zentren Hannover und Hildesheim gelegen,

ist die Stadt Sarstedt mit ihren Ortsteilen für

viele in den Großstädten arbeitende Menschen

ein idealer Wohnort. Auch als Indus -

trie- und Gewerbestandort ist Sarstedt

gefragt. Eine hohe Quote von gewerblichen

und industriellen Arbeitsplätzen charakte -

risiert den Ort an der Innerste. Schon seit

dem Mittelalter wird das Flusswasser durch

Mühlen genutzt, mittlerweile zur Strom -

erzeugung.

Die Entwicklung Sarstedts kann für das

vergangene Jahrhundert als rasant bezeichnet

werden. Während vor 1945 Stadt und

Ortsteile noch ländlich strukturiert waren,

folgte mit den Flüchtlingen und Vertriebenen

eine Verdoppelung der Bevölkerung.

Der Abbau von Kies in der Leineaue bei

Giften ließ eine großflächige Seenlandschaft

entstehen, die sich längst zu einem der

beliebtesten Naherholungsgebiete des Kreises

entwickelt hat. Surfen oder Boot fahren

sind dort in natürlicher Umgebung möglich.

Die beiden Flüsse Innerste und die Leine

spielen bei der geschichtlichen Betrachtung

der Gegend um Sarstedt eine besondere

Rolle. Im Bereich Schliekum, Ruthe und Heisede

gab es Furten, also Möglichkeiten den

Leinefluss zu überqueren. Seit der Bronzezeit

wurden diese Verbindungswege ge -

nutzt. Heute ist Ruthe ein Standort der Wissenschaft.

Die Institute für Wasserbau und

Obstbau sowie die Tierärztliche Hochschule

Hannover unterhalten in Sarstedts kleinstem

Ortsteil Lehr- und Forschungsstätten.

Zentral und verkehrsgünstig gelegen

zwischen den Ballungsräumen Hannover

und Hildesheim ist Sarstedt ein beliebter

Wohnort. In den vergangenen knapp 20

Jahren ist auf dem Sonnenkamp ein eigener

Stadtteil entstanden – die „Wohnstadt im

Grünen“ verändert ihr Gesicht. Beliebt ist

Sarstedt auch durch die gute Infrastruktur,

wobei das „Innerstebad“ ein wichtiger

Aspekt für die Familienfreundlichkeit der

Stadt ist.

Sarstedt ließ schon vor 50 Jahren aufhorchen:

1965 dröhnte aus einer Sarstedter

Eckkneipe laute Musik. Den treibenden

Rhythmus produzierten die „Scorpions“,

eine junge Beatband. Es gab Beschwerden

wegen der Lautstärke und so mussten sie

ihre Anlage in einer nahen Kiesgrube aufbauen.

15 Jahre später waren die Sarstedter

eine der bekanntesten Rockbands der Welt

– und sie sind es heute noch.

Gemeinde Algermissen

Algermissen ist weltbekannt – zumindest

bei denen, die sich mit den Biografien der

Stars befassen. Hier wuchs nämlich Holly -

woodstar Diane Kruger, ursprünglich Diane

Stadt Sarstedt:

das Rathaus

Stadt Sarstedt

Einwohner*: 18 626

Fläche: 42,94 km²

Ortsteile: Giften,

Gödringen, Heisede,

Hotteln, Ruthe,

Schliekum, Sarstedt

Gemeinde Algermissen

Einwohner*: 7778

Fläche: 35,62 km²

Ortsteile: Algermissen,

Bledeln, Groß Lobke,

Lühnde, Ummeln,

Wätzum

13


Heitkrüger, auf. Und auch andere Persönlichkeiten

aus Film und Fernsehen oder

Sport kommen aus dieser nördlichsten

Ecke des Landkreises Hildesheims: der

Schauspieler Bruno Eyron zum Beispiel

oder der Fußballtrainer Mirko Slomka.

Die Gemeinde Algermissen ist eine

kinder-, jugend- und familienfreundliche

Gemeinde. Hier ist man stolz darauf, dass

die Betreuungssituation für Kinder zwischen

null und 14 Jahren schon jetzt teilweise

deutlich über den gesetzlichen Standards

liegt.

Die Arbeitslosigkeit liegt deutlich unter

dem Landes- und Bundesdurchschnitt und

die Kaufkraft der Einwohner der Gemeinde

liegt deutlich über dem Landes- bzw.

Bundes durchschnitt. In Algermissen ist die

Welt noch in Ordnung.

Eine konsequente Politik des Gemeinderates

und der Verzicht auf die Neuaufnahme

von Krediten in den letzten Jahrzehnten hat

dazu geführt, dass die Gemeinde Algermissen

als einzige Kommune im Landkreis seit

2014 schuldenfrei ist.

Die Landwirtschaft ist ein starker Faktor

für die Gemeinde. Die fruchtbare Hildesheimer

Börde bietet guten Ertrag und die weite

Landschaft lädt mit vielen Wander- und Radwegeverbindungen

Erholungsuchende in

die freie Natur ein.

Die rund 90 Vereine und Verbände sind

ein Garant dafür, dass in dieser Gemeinde

auch das Leben in Kultur und Freizeit nicht

zu kurz kommt. Ältere Baudenkmäler

wie die St.-Mauritius-Kapelle, die Matthäus -

kirche, die St.-Martin-Stiftskirche in Lühnde

oder der Domküsterhof erfreuen eine Vielzahl

von Besuchern aus nah und fern. Auch

die profitieren vom sehr gut ausgebau -

ten öffentlichen Personennahverkehr: Von

Alger missen aus gibt es eine direkte S-

Bahn-Verbindung nach Hildesheim und

Hannover.

Gemeinde Algermissen:

die Wätzumer Tonkuhle

Gemeinde Harsum

Einwohner*: 11 466

Fläche: 49,96 km²

Ortsteile: Adlum, Asel,

Borsum, Harsum,

Hönnersum, Hüddes -

sum, Klein Förste,

Machtsum, Rautenberg

Gemeinde Schellerten

Einwohner*: 7994

Fläche: 80,03 km²

Ortsteile: Ahstedt,

Bettmar, DingeIbe,

Dinklar, Farmsen,

Garmissen-Garbolzum,

Kemme, Oedelum,

Ottbergen, Schellerten,

Wendhausen, Wöhle

14

Gemeinde Harsum

Blickt man von Algermissen nach

Süden, fällt dem Betrachter in der Ferne

bald ein Kirchturm auf. „Harsumer Dom“

nennt der Volksmund die St.-Cäcilia-Pfarr -

kirche. Das imposante, „historische“ Gebäude

wurde erst vor 125 Jahren errichtet und

ist für ihren prächtigen Innenraumschmuck

bekannt. Die Verbindung zur Domstadt ist

traditionell sehr eng: Harsum gehörte ab

1445 zum Domkapitel, das sogar die

Gerichtsbarkeit im Dorf ausübte. Den zu -

ständigen Domherren nannte man „Regent

von Harsum“.

In allen Dörfern der Gemeinde verbindet

sich ländliche Idylle mit schmucken und vielseitig

gestalteten Neubaugebieten. Die Ortschaft

Borsum tauchte 799 zum ersten Mal

schriftlich in der Geschichte auf, das Kloster

Fulda nahm die Siedlung in ihr Verzeichnis

auf.

Könnte die 1000-jährige Grafeneiche in

Asel von der geschichtlichen Entwicklung

berichten, hätte sie viel zu erzählen: Zum

Bei spiel von der dortigen Paltrockmühle

oder der Bockwindmühle in Machtsum. Diese

ist einmal im Jahr ein Anlaufpunkt für

alle, die sich für historische Bauwerke

begeis tern. Zum Mühlentag ist die denkmalgeschützte,

voll betriebsfähige Windmühle

eine Attraktion.


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

In Rautenberg war das Rittergeschlecht

der „Herren to Rutenberghe“ ansässig. Sie

errichteten sich sogar ein Schloss, das aber

1350 durch ein Feuer zerstört wurde. In der

heutigen Zeit ist ihr Grund und Boden im

Besitz der Bauerngemeinde Rautenberg.

Die „Schwarzerde Böden“ der Region sind

wegen des hohen Ertrages, der auf ihnen

erzielt werden kann, sogar als Naturdenkmal

ausgewiesen.

Gemeinde Schellerten

Die Hildesheimer Börde gilt in Deutschland

ganz allgemein als Synonym für eine

hervorragende Bodenqualität, wie sie in dieser

Form nur an ganz wenigen Stellen zu finden

ist. Der Ertrag, der in der Gemeinde

Schellerten erzielt werden kann, wird als

Referenzwert herangezogen, die sogenannte

Bodenzahl. Der theoretische Reinertrag auf

dem Boden der Hildesheimer Börde wurde

mit dem Spitzenwert 100 festgesetzt.

Die weite Landschaft mit ihrer einpräg -

samen Schönheit lässt sich am besten mit

dem Fahrrad erkunden. Sehenswert sind

besonders der Kapellenberg in Ottbergen

mit der Wallfahrtskapelle sowie das dortige

Franziskanerkloster. Jedes Jahr besuchen,

insbesondere am Sonntag nach dem 14.

September, tausende Wallfahrer die Kapelle

anlässlich der Diözesanwallfahrt im Bistum

Hildesheim.

Die „1000-jährige Eiche“ in Ahstedt ist

ein Naturdenkmal. Die Erinnerungskapelle

„Schlacht bei Dinklar“ und die Sammlungen

der Heimatstuben in Dinklar, Garmissen-

Garbolzum und Wendhausen sind lohnenswerte

Ziele. Die Fresken der evangelischen

Kirche in Schellerten und der Barockaltar

der katholischen Kirche in Wöhle verdienen

eine ebensolche Beachtung.

Drei Grundschulstandorte in der Ge -

meinde sowie die Richard-von-Weizsäcker-

Schule, eine Oberschule, gewährleisten eine

flächendeckende Unterrichtsversorgung.

In allen Ortschaften finden sich Kinderspielplätze.

Außerdem bestehen ein beheiztes

Freibad in Garmissen-Garbolzum, ein

Seniorenheim und -wohnungen sowie fünf

Kindertagesstätten als feste Einrichtungen.

Sport-, Turn- und Gymnastikhallen, die auch

kulturell und zur Pflege der Dorfgemeinschaft

genutzt werden, sind ebenfalls vorhanden.

Das Leben im „Windschatten“ Hildesheims

ist auch wegen des regen Vereins -

lebens, in das insbesondere die Kinder inte-

Gemeinde Harsum: die

Paltrockmühle im Winter

Gemeinde Schellerten:

Start der Badesaison im

Freibad Garmissen

15


Gemeinde Söhlde:

die Kehrwiederkirche

Steinbrück

Gemeinde Söhlde

Einwohner*: 7812

Fläche: 57,10 km²

Ortsteile: Bettrum, Feld -

bergen, Groß Himstedt,

Hoheneggelsen, Klein

Himstedt, Mölme,

Nettlingen, Söhlde,

Steinbrück

Gemeinde Holle

Einwohner*: 7088

Fläche: 61,15 km²

Ortsteile: Derneburg,

Grasdorf, Hackenstedt,

Heersum, Hennecken -

rode, Holle, Luttrum,

Sillium, Söder, Sottrum

16

griert werden, sehr reizvoll: Zum Beispiel

gibt es elf Freiwillige Feuerwehren, sechs

Jugendfeuerwehren und zwei Kinderfeuerwehren.

Ein Beispiel für die Aktivität der Gemeinde

ist auch die seit 1997 bestehende Städtepartnerschaft

mit dem Amt Niemegk in

Brandenburg.

Gemeinde Söhlde

Folgt man nun der Bundesstraße 1, der

alten Handelsroute Richtung Osten ist bald

die Gemeinde Söhlde erreicht. An diesem

traditionellen Verkehrsweg, der zu einem

der bedeutendsten Deutschlands gehört,

und dessen Nummerierung dies auch unterstreicht,

liegt unter anderem das attraktive

Gewerbegebiet in Hoheneggelsen.

Noch etwas weiter östlich wurde die

Straße bei Steinbrück mit einer Burganlage

geschützt.

1383 ließ sie Bischof Gerhard von

Hildes heim errichten. Auch die Kehrwiederkapelle

in der unmittelbaren Nähe ist eine

Sehenswürdigkeit der Gemeinde. Der Ort be -

saß zeitweise sogar Markt- und Stadtrechte.

Einen Besuch wert sind auch die restaurierte

St.-Matthias-Kirche in Hoheneggelsen,

eine der wohl schönsten Bauernkirchen in

Niedersachsen, sowie das alte Schloss in

Nettlingen. Im Jahr 1717 hat Zar Peter der

Große hier Station gemacht.

Die Söhlder Patentmühle von 1810 am

Ortsrand Richtung Groß Himstedt wurde im

Jahr 1988 restauriert, dient heute als Hochzeitszimmer

und bietet zudem Ausstellungsräume.

Sie ist die letzte von einst 14 Windmühlen,

die sich um das Jahr 1900 in Söhlde

im Dienst der Menschen gedreht haben.

Eine Besonderheit der Wirtschaftsregion

Hildesheim stellt der Kreideabbau bei Söhlde

dar. Seit 1817 wurde in den Steinbrüchen

ein Rohstoff zu Tage gefördert, der

anfangs zu Schreibkreide und Düngemittel

verarbeitet wurde. Die Kreide wird heutzu -

tage als Zusatzstoff in der chemischen

Indus trie und bei der Papierherstellung verwendet.

Dieser weiße Söhlder Bodenschatz

wird in die ganze Welt exportiert.

Die Gemeinde Söhlde bietet gerade

Familien mit Kindern ein großes Angebot an

Bildung und Betreuung. In den drei großen

Ortschaften Hoheneggelsen, Nettlingen und

Söhlde kümmern sich Kinderkrippen, Kindergärten

und Grundschulen um den Nachwuchs.

In Hoheneggelsen und Söhlde gibt

es seit 2008 Horte, in denen Kinder bis zur

Vollendung des 14. Lebensjahres nach -

mittags betreut werden. In der Ortschaft

Söhlde befindet sich zudem die als offene

Ganztagsschule geführte Oberschule.

Gemeinde Holle

Für ihre Burgen und Schlösser ist die

Gemeinde Holle bekannt. Dazu gehört zum

Beispiel die Burg Wohldenberg mit ihrem

alten Burgfried. Von seiner Aussichtsplattform

kann man einen großen Teil des Kreisgebietes

überblicken. Im Schloss Derneburg

lebte und arbeitete der weltberühmte Maler

Georg Baselitz. 2006 wurde das Schloss an

einen Kunstsammler verkauft, der dort ein

Museum für Moderne Kunst einrichten will.

Und im Schloss Söder, einem Schmuckstück

barocker Baukunst, wurde 1955 der


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Kinofilm „Du mein stilles Tal“ mit Curd

Jürgens und Bernhard Wicki gedreht.

Das Schaffen des Architekten Georg

Friedrich Laves (1788–1864) wird mit einem

nach ihm benannten Kulturpfad gewürdigt.

Laves gilt als prägender Baumeister Hannovers.

Zu seiner Zeit plante er dort fast alle

öffentlichen Gebäude. In Derneburg findet

sich der umfangreichste Bestand seiner

ländlichen Bauten wie zum Beispiel ein griechischer

Tempel oder ein Mausoleum in

Pyramidenform.

Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten

zählen noch das Heimatmuseum in Holle

oder der Schlosspark in Henneckenrode. Für

Kinder bietet sich der Besuch des Familienparks

Sottrum an. In dieser Erlebniswelt sorgen

zum Beispiel Dinosaurier und Riesenameisen

für bleibende Eindrücke. Zudem

macht ein flächendeckendes Netz an Kindergärten

und Schulen die Gemeinde Holle

besonders für junge Familien interessant.

Mit seinem Kulturprogramm wirkt das

„Glashaus“ am Schloss in Derneburg weit

über die Gemeindegrenze hinaus. Und das

„Forum für Kunst und Kultur“ veranstaltet

jedes Jahr die Heersumer Sommerfestspiele.

Zu zehn professionellen Schauspielern

gesellen sich oft über 100 Laiendarsteller

der Region, um gemeinsam ein fantasie -

volles Theaterspektakel auf die Beine zu

stellen und unter großer Publikumsresonanz

aufzuführen. Im Jahr 2015 gab es als

Kooperation mit dem Theater für Niedersachsen

umjubelte Aufführungen zum

Stadtjubiläum in Hildesheim.

Neben Kreativität wird auch Sport großgeschrieben:

Der Verein TuS Holle-Grasdorf

ist im Judo niedersachsenweit „einsame

Spitze“ und kann sich auch bundesweit mit

Großstädten messen.

Die Stadt Bockenem profitiert von ihrer

guten Erreichbarkeit. Ein Vorteil, der übrigens

für den gesamten Ambergau gilt. So

heißt das grüne Talbecken, das von bewaldeten

Höhenzügen begrenzt wird. In der

Mitte liegt die Stadt Bockenem, die das

Stadtrecht bereits im Jahr 1300 verliehen

bekam und noch heute Mitglied im Städtebund

„Die Hanse“ und im „Sächsischen

Hansebund“ ist.

Die gut entwickelte Infrastruktur hat in

den vergangenen hundert Jahren zur An -

siedlung zahlreicher Industrie- und Gewerbe -

betriebe geführt. Der Ursprung der Industrie

Gemeinde Holle:

Familienpark Sottrum

Stadt Bockenem:

St. Pankratius-Kirche

Stadt Bockenem

17


Stadt Bockenem

Einwohner*: 9731

Fläche: 109,50 km²

Ortsteile: Bockenem,

Bönnien, Bornum,

Bültum, Groß Ilde, Hary,

Jerze, Klein Ilde, Königs -

dahlum, Mahlum, Nette,

Ortshausen, Schle -

wecke, Störy, Upstedt,

Volkersheim, Werder,

Wohlenhausen

Samtgemeinde

Lamspringe –

ab 1. November 2016:

Gemeinde Lamspringe

Einwohner*: 5702

Fläche: 70,46 km²

Ortsteile: Harbarnsen

(mit den Ortsteilen

Harbarnsen und lrmen -

seul), Flecken Lam -

springe mit Glas hütte,

Neuhof (mit den Orts -

teilen Neuhof, Wöllers -

heim und Ammen -

hausen), Sehlem (mit

den Ortsteilen Sehlem

und Evensen), Wolters -

hausen (mit den

Ortsteilen Wolters -

hausen, Hornsen,

Graste und Netze)

Samtgemeinde

Lamspringe: der

renovierte Ratskeller

mit Blick auf die

Hauptstraße

18

des Ambergaus ist in Bornum zu finden.

Dort wurde im 18. Jahrhundert ein Hochofen

in Betrieb genommen. Eisenerz aus

dem Ortshäuser Holz, aus dem Harz und

dem Hils wurde dort verhüttet.

Weltweit bekannt wurde Bockenem als

Sitz der Turmuhrenfabrik Weule. Das Turmuhrenmuseum

am Buchholzmarkt, das sich

auf die Ausstellung von Uhren der Firma

Weule spezialisiert hat, ist schon von außen

zu erkennen: Ein durch die Einwohnerschaft

ermöglichtes Glockenspiel ziert den mäch -

tigen Giebel. In diesem „Museum der Zeit“

sind 60 gangfähige Uhrwerke zu bestaunen,

nicht nur aus der hundertjährigen Geschichte

der Turmuhren- und Glockenfabrik Weule.

Einen Besuch wert sind die St.-Pankra -

tius-Kirche im Bockenemer Zentrum und

das nahe liegende, sogenannte Tillyhaus aus

dem Jahr 1523. Der Straßenzug „Winkel“,

der vom verheerenden Stadtbrand 1847, der

90 Prozent der Gebäude Bockenems zerstörte,

verschont blieb, ist wegen seiner

Fachwerkhäuser sehenswert.

In Upstedt kann eine 1000-jährige Linde

bestaunt werden. Und in der Nähe von

Königsdahlum, dem ehemaligen Standort

einer Kaiserpfalz zur Zeit der Ludolfinger,

beeindruckt der Dillsgraben, Niedersachsens

größter Erdfall.

Große Lebendigkeit herrscht in der

Bockenemer Innenstadt, insbesondere zu

den Stadtmärkten im Frühjahr, zu Martini

und vor Weihnachten. Dann sind die Stra -

ßen mit Einheimischen und Auswärtigen

bevölkert. Aber auch zwischen diesen regionalen

Ereignissen ist das Engagement der

Ambergauer groß: In über 80 Vereinen, Verbänden

und Organisationen sind sie aktiv.

Samtgemeinde Lamspringe – neu Gemeinde

Ein hohes Engagement zeichnet auch

die Menschen der Region Lamspringe aus.

Der „Lamspringer September“ bringt seit

1988 jedes Jahr kulturelle Höhepunkte hervor.

Über einen Monat stehen Musik, Theater,

bildende Kunst und Literatur im Mittelpunkt.

Das Klostergebäude und der angrenzende

Park liefern dabei ein einmaliges

Ambiente für ein immer wieder neues Unterhaltungsprogramm.

Neuigkeiten gibt es auch aus dem

Bereich der Verwaltung: Aus der Samtgemeinde

wird Ende 2016 die Gemeinde Lamspringe

– dann sind die Mitgliedsgemeinden

der Ortschaften neu vereint. Dabei ist

der Flecken sehr alt, wie ein Blick in die

Chroniken verrät: Das Kloster wurde bereits

847 durch den Grafen Ricdag gegründet.

Die Ursprünge der Siedlung liegen wahrscheinlich

auf der Hohen Schanze, einem

Bergrücken, auf dem noch ältere Siedlungsspuren

bei Ausgrabungen nachgewiesen

wurden.

Das Kloster, wie es heute mit dem weithin

sichtbaren großen Dach der im posanten

barocken Klosterkirche zu bewundern ist,

wurde zwischen 1670 und 1691 errichtet. Es

zählt zu den beeindruckendsten Bauwerken

der Region.

Die Entwicklung touristischer Konzepte

ist ein erklärtes Entwicklungsziel für die

Gemeinde und die gesamte Region. Schon

heute sind Kloster, Klosterpark sowie Klo s -

terkirche und die historischen Fachwerkbauten

der Hauptstraße ein wichtiger Anziehungspunkt

für Touristen.


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Das Ortsbild Lamspringes lebt von den

restaurierten Fachwerkbauten, aber auch

die umliegenden Ortschaften geizen nicht

mit ihrem Charme. Bäuerliche Betriebe sind

in den kleinen Dörfern aktiv und bewirtschaften

auf vielfältige Weise eine intakte

Natur. Traditionsreiche Handwerks- und

Gewerbebetriebe prägen das gewerbliche

Leben der Gemeinde. Die „Lammetal-Werkstätten“,

als Einrichtung der Lebenshilfe und

Unternehmen mit sozialem Auftrag, geben

rund 400 Menschen mit Behinderungen

einen Arbeitsplatz – ganz nach ihren persönlichen

Fähigkeiten und Interessen.

Die Infrastruktur ist intakt und Lam -

springe bietet sich als Wohn-, Arbeits- und

Freizeitstandort an. Ein herrlich am Waldrand

gelegenes beheiztes Freibad mit Riesenrutsche

und weitere Sportstätten sind für

die Einwohner der Gemeinde und für Gäste

nutzbar. Ein Rufbussystem sorgt neben dem

ÖPNV für mehr Mobilität in der Erholungs -

region.

Zu Fuß, mit dem Rad oder auf Inline-

Skates lassen sich von Lamspringe aus

ganz besondere Wanderwege erkunden.

Der Kunst-Skulpturenweg auf einem ehemaligen

Bahndamm zwischen Lamspringe und

Bad Gandersheim zum Beispiel. Er ist ein

Teil des Radweges zur Kunst, der auf 57

Kilometern zwischen Sarstedt und Bad

Gandersheim auf Land und Leute aufmerksam

macht.

Samtgemeinde Freden (Leine) – neu Gemeinde

Auch Freden entwickelt sich wie Lamspringe

von der Samtgemeinde zur Einheitsgemeinde.

Damit sollen Strukturen vereinfacht

und Kosten gespart werden, denn die

waldreiche, schöne Hügellandschaft hat

eine geringe Bevölkerungsdichte. Auf einem

der Bergrücken thront die Winzenburg, aber

sie ist nur noch eine Ruine. Einst war sie

eine der wichtigsten Festungen des Hildesheimer

Bischofs und diente zur Sicherung

der südlichen Grenzen. Nach dem Friedensschluss

der Hildesheimer Stiftsfehde 1523

verlor sie an strategischer Bedeutung und

verfiel. Mit dem Baumaterial wurde in dem

Dorf am Fuß des Burgberges ein Vorwerk

erweitert und zu einem Verwaltungssitz ausgebaut.

Bis zur Gründung des ehemaligen

Landkreises Alfeld (Leine) verwaltete das

Amt Winzenburg einen großen Teil des

Leine berglandes aus diesem kleinen Dorf

heraus.

Überhaupt hält die Region viele Entdeckungen

bereit. Am Fuß der Winzenburg

liegt die Apenteichquelle. Es ist sehr wahrscheinlich,

dass dieser noch heute mystisch

anmutende Ort in alten Zeiten eine Kult -

stätte war. An den Selterklippen auf der

anderen Seite des Leinetals wurden Spuren

nacheiszeitlicher Rentierjäger gefunden.

Das Leinebergland um Freden lässt sich auf

vielen gut ausgeschilderten Wanderwegen

erkunden.

Zahlreiche Institutionen und Vereine bieten

Möglichkeiten zur geselligen Freizeit -

gestaltung. Wichtige soziale Einrichtungen

wie Kindergärten und Seniorenheime, ein

Freibad oder Turnhallen komplettieren die

Versorgung der Menschen im Süden des

Landkreises. Der Bahnhof an der Strecke

Hannover-Kassel sorgt für die regelmäßige

Anbindung dieser malerischen Region an

die Metropolen.

Samtgemeinde Freden:

das Freibad

Samtgemeinde Freden

(Leine)

Einwohner*: 4794

Fläche: 53,49 km²

Ortsteile: Everode,

Freden (Leine) (mit dem

Ortsteil Meimerhausen),

Landwehr (mit den

Ortsteilen Eyershausen,

Ohlenrode und Wette -

born), Winzenburg

19


Stadt Alfeld (Leine):

das Besucherzentrum

des UNESCO-Weltkultur -

erbes Fagus-Werk

Stadt Alfeld (Leine)

Einwohner*: 18 913

Fläche: 72,87 km²

Ortsteile: Alfeld (Leine),

Brunkensen, Dehnsen,

Eimsen, Föhrste, Ger -

zen, Hörsum, Imsen,

Langenholzen, Limmer,

Lütgenholzen, Rölling -

hausen, Sack, Warzen,

Wettensen, Wispenstein

20

In der „Alt-Freden-Sammlung“ fällt der

Blick zurück auf die Zeit der Industrialisierung.

Die Ortschaften Klein- und Groß-

Freden waren mit Bergbau, Glasindustrie

und Sandgruben ein wichtiger Erwerbs -

stand ort. In den letzten Jahren hat sich Freden

zu einem wichtigen Energie-Produzenten

gemausert: Solarenergie, Wasserkraft

und Windenergie werden hier produziert

und genutzt.

Kulturell ist Freden eine der „Hochburgen“

Niedersachsens. Die „Internationalen

Fredener Musiktage“ laden jedes Jahr Ende

Juli, Anfang August zum Genuss klassischer

Musik, Kleinkunst und Ausstellungen in die

Zehntscheune ein. In dem 1739 errichteten,

urigen Bau wird gern „gegen den Main -

stream“ geschwommen, was zu einer hohen,

deutschlandweiten Anerkennung dieses Festi

vals geführt hat.

Stadt Alfeld (Leine)

Das Leinetal abwärts schließt sich mit

der Stadt Alfeld (Leine) ein bedeutender

Wirtschaftsstandort an. Alfeld war bis 1977

selbstständige Kreisstadt und verfügt über

eine Außenstelle der Hildesheimer Kreisverwaltung.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte

sich an der damals neu gebauten

Eisenbahnstrecke ein Industriestandort mit

den Schwerpunkten Maschinenbau, Schuhleistenproduktion

sowie Papierherstellung

und -verarbeitung.

Um den anhaltenden Expansionsdrang

zu befriedigen und Neuansiedlungen zu

ermöglichen, hält die Stadt Gewerbe und

Industrieflächen bereit. Die Berufsbildende

Schule und sämtliche weiterführenden

Schulen tragen dafür Sorge, dass immer gut

ausgebildeter Nachwuchs zur Verfügung

steht. Die Fachkräfte können nicht nur ein

breit gefächertes Einkaufsangebot nutzen,

sondern auch durch die Fußgängerzone mit

den vielen historischen Fachwerkhäusern

bummeln. 70 000 Personen gehören zum

Einzugsgebiet dieses Wirtschaftsstandortes.

Die ehemalige Lateinschule, heute ist

dort das Stadtmuseum untergebracht, zählt

mit ihren geschnitzten Bildplatten zu den

schönsten Fachwerkbauten in Niedersachsen.

Auch der Marktplatz mit dem Rathaus

im Stil der Weserrenaissance ist sehr sehens -

wert, ebenso wie die gotische St.-Nicolai-

Kirche mit ihren Doppeltürmen.

In Alfeld (Leine) steht zudem ein Gebäude,

das den Ursprung moderner Architektur

markiert: das Fagus-Werk. 1911 wurde es

nach den Plänen von Walter Gropius errichtet,

dem späteren Gründer der weltberühmten

Kunst- und Architekturschule „Bauhaus“.

2011 wurde das Fagus-Werk zur

Weltkulturerbestätte der UNESCO erklärt.

Der Zusammenhalt und die Offenheit

der Alfelder Bevölkerung zeigen sich durch

vielfältige bürgerschaftliche Projekte. So

wird beispielsweise der Marktplatz einmal

zur Wüstenoase mit Wasserlauf, Sand -

dünen, Beduinenzelten und vielen Veranstaltungen.

Und in einem anderen Jahr wird

der Platz zur Bergwelt, die mit glitzerndem

Teich und entsprechender Optik zum Verweilen

einlädt.

Mit dem „7 Berge Bad“ hat Alfeld eine

besondere Attraktion: Durch ein verfahr bares

Cabrio-Dach vereint es die besten Eigenschaften

von Hallen- und Freibad. Sauna, ein


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Zehn-Meter-Sprungturm, Lehr- und Sportbecken

sowie der Freizeitbereich und die 60-

Meter-Rutsche begeistern die Besucher. Das

Krankenhaus, die Möglichkeit, alle Schulformen

zu besuchen und sehr gut ausgebaute

Einrichtungen für die Betreuung von Kindern

komplettieren die Infrastruktur Alfelds.

In der Innenstadt sind der Fillerturm oder

das Tiermuseum einen Besuch wert.

Sehenswert ist auch der Blaue Stein vor

dem Rathaus. Dieses Kulturdenkmal ist eng

mit der Sage vom Räuber Lippold verbunden.

Über diesen Bösewicht wird erzählt,

dass er die Tochter des Bürgermeisters

raubte und in eine Höhle verschleppte. Der

Schauplatz der Sage lässt sich im roman -

tischen Glenetal im Ortsteil Brunkensen

erkunden, dort liegt die Lippoldshöhle, ein

Naturdenkmal.

Samtgemeinde Duingen – zukünftig Gemeinde

Leinebergland

Von der Lippoldshöhle ist die Samt -

gemeinde Duingen nicht weit. Der Westen

des Landkreises besticht durch landschaft -

liche Schönheit und wird deshalb gern als

Naherholungsgebiet genutzt.

Der Reichtum an verschiedenen Bodenschätzen

ist charakteristisch für die Region

zwischen den Höhenzügen Ith, Hils und

Duinger Berg: Quarzsand, Kalkstein, Gips

und Kohle wurden und werden zum Teil im

Tagebau gefördert. Bekannt geworden ist

Duingen aber durch die reichen Tonvorkommen

– alles zusammen eine in Mitteleuropa

einzigartige Vielfalt.

Bereits im Mittelalter wurden Krüge,

Schalen, Becher, Teller und Töpfe hergestellt.

Die Blütezeit der Töpferei lag zwischen

1750 und 1800. Bis nach Riga oder

England haben Duinger Händler ihre Keramiken

transportiert. Die Region zwischen

Thüste und Hohenbüchen wird heute wieder

„Pottland“ genannt.

Im Ortsteil Coppengrave läuft dazu ein

weltweit einmaliges archäologisches Langzeitexperiment.

Das Ziel: möglichst authen -

tisches, spätmittelalterliches Steinzeug in

einem rekonstruierten Ofen zu brennen.

Schöne Hofstellen mit gepflegten Grundstücken

prägen das Bild der Dörfer. Oftmals

trifft man dort auf unerwartete Besonder -

heiten: Kunstausstellungen in Scheunen,

Cafés in alten Fachwerkhäusern oder einen

Hightech-Betrieb auf einem idyllischen Bauernhof,

der weltweit begehrte Mountain -

bikes herstellt.

Die Duinger Seen mit ihrer vielseitigen

Natur und den Freizeitmöglichkeiten sind

die kostbarsten Stücke aus der „Schatz -

truhe Duinger Land“. Ein Besuch im Töpfermuseum,

eine Wanderung auf zahlreichen

Themenwanderwegen, die als Premium -

wege zertifiziert wurden, zeigt die Vielfalt

des Pottlandes. Höhenzüge (480 m über NN),

Täler, Seen und die Fernblicke, zeigen die

ab wechslungsreiche Natur der Region.

Kulturelle Veranstaltungen werden zu -

nehmend initiiert, nachdem die Menschen

sich wieder mit dem Pottland identifizieren.

Über die örtliche Geschichte, die ursprüng -

liche Identität, in die Zukunft, das ist das

erklärte Ziel der Duinger.

Dabei wandelt sich auch ihre Struktur:

Die Samtgemeinden Duingen und Gronau

schließen sich zur Samtgemeinde Leine -

Samtgemeinde

Duingen – zukünftig

Gemeinde Leineberg -

land

Einwohner*: 4989

Fläche: 59,62 km²

Gemeinden- und

Ortsteile: Coppen -

grave, Flecken Duingen

(mit den Ortsteilen

Capellenhagen, Duingen

und Fölziehausen),

Hoyershausen (mit

den Ortsteilen Hoyers -

hausen, Lübbrechtsen

und Rott), Marienhagen,

Weenzen

Samtgemeinde Duingen:

Familientag an der Alten

Köthe

21


Samtgemeinde

Gronau (Leine) –

zukünftig Gemeinde

Leinebergland

Einwohner*: 13 373

Fläche: 110,08 km²

Gemeinden- und

Ortssteile: Banteln,

Betheln (mit den Orts -

teilen Betheln, Edding -

hausen und Haus

Escherde), Brüggen,

Despetal (mit den Orts -

teilen Barfelde, Eitzum

und Nienstedt), Eime

(mit den Ortsteilen

Eime, Deilmissen,

Deinsen, Dunsen und

Heinsen), Gronau

(Leine) (mit den

Ortsteilen Gronau und

Dötzum), Rheden (mit

den Ortsteilen Rheden,

Heinum und Wallen -

stedt)

Samtgemeinde Gronau:

Kanufahrt auf der Leine

berg land zusammen. Ende 2016 wird dieser

Schritt die beiden Einheiten verbinden. Die

Orte Duingen und Eime bilden dann

„Flecken“ neben der Stadt Gronau.

Samtgemeinde Gronau (Leine) – zukünftig

Gemeinde Leinebergland

Auf einer Insel zwischen zwei Armen der

Leine wurde die Stadt Gronau im Mittelalter

planmäßig angelegt. Um die Kirche im Zentrum

gruppieren sich Stadthöfe und Bürgerhäuser.

Gronau gehörte zum Handelszusammenschluss

der Hanse, und noch immer

nimmt die Stadt regelmäßig an den Hansetreffen

der Neuzeit teil.

Eine Sehenswürdigkeit ist der „von

Engelbrechtensche Hof“ im Gronauer Zentrum,

der 1590 errichtet wurde und damit

das älteste noch erhaltene Bauwerk der

Stadt ist. Seit 1982 befindet sich dort das

Museum. Das Stadtarchiv ist im restaurierten

Bürgermeisterhaus untergebracht. Auch

die Pfarrkirche St. Matthäi mit ihrer Furtwängler-Orgel

ist eine Besichtigung wert.

Das Gotteshaus wurde nach Plänen von

Georg Friedrich Laves Mitte des 19. Jahrhunderts

umgestaltet.

Mit den „Gronauer Lichtspielen“ funkelt

ein besonderer Stern in der Stadt. In einem

nostalgischen Kino zeigt der „KulturKreis“

neben einem ausgesuchten aktuellen Programm

auch cineastische Klassiker. Ein vielseitiges

Sport- und Freizeitangebot mit

Museen, Theater und Freibad macht die

gesamte Region zu einem beliebten Ausflugsziel

und zu einem attraktiven Wohnort.

Dazu gehört auch, dass Gronau ein Krankenhaus

und ein neues Pflege- und Seniorenheim

sowie ein umfassendes Angebot

an Schulen inklusive eines gymnasialen

Zweiges anbietet.

Ein Besuch des Schlosshofes in Brüggen

wird besonders erlebnisreich, wenn dort

historische und kunsthandwerkliche Märkte

oder Konzerte stattfinden. Das 1693 errichtete

Barockschloss ist eines der bedeutendsten

in Niedersachsen. Viele Jahre davor residierte

Kaiser Otto der Große auf dem Brüggener

Königshof. Auch in den benachbarten

Ortschaften Banteln und Rheden sind

Schlösser und Herrenhäuser zu bewundern.

Während für Banteln noch das mit viel Eigen -

initiative realisierte Naturbad erwähnenswert

ist, sind es in Rheden die sanften Hügel

eines 18-Loch-Golfplatzes.

In Gronau bietet es sich an, einen Blick

auf die Leine zu werfen. Denn auf einer Industriebrache

am Stadtkern wurde ein Lachszentrum

aufgebaut. Von hier aus wird die Leine

wieder zu einem Lebensraum für Lachse,

die in diesem Gewässer vor rund 100 Jahren

ausgestorben sind. Der Rückweg vom Atlantik

bis ins obere Leinetal ist wieder möglich,

weil die Wasserqualität deutlich verbessert

wurde und Staustufen durchgängig gemacht

wurden. Eine Besonderheit sind auch die

Leineauen, ein Naturschutzgebiet mit seltenen

Tier- und Pflanzenarten.

Samtgemeinde Sibbesse – zukünftig Gemeinde

Sibbesse

Durch das Despetal geht es jetzt Richtung

Zentrum des Landkreises Hildesheim.

Die Samtgemeinde Sibbesse und ihre fünf

22


Samtgemeinde Sibbesse:

die Kirche in Westfeld

EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Mitgliedsgemeinden Adenstedt, Almstedt,

Eberholzen, Sibbesse und Westfeld liegen

in der Mitte des Wirtschaftsraumes zwischen

den Städten Hildesheim und Alfeld,

beziehungsweise zwischen Gronau und

Bad Salzdetfurth. Auch sie werden sich von

einer Samtgemeinde zu einer Einheits -

gemeinde umwandeln.

Die Anziehungskraft der ländlichen Samt -

gemeinde Sibbesse mit dörflicher Idylle als

gleichzeitig moderne, attraktive Wohnort -

gemeinde steigt, wobei dem verkehrsgüns -

tig gelegenen Kernort als Mittelpunkt eine

besondere Bedeutung zukommt.

Mehrere Kindertagesstätten, ein Jugendzentrum,

eine Grundschule, eine Schwimmhalle

mit Sauna, Sporthallen und -plätze

sowie eine Senioreneinrichtung sind in der

Samtgemeinde Sibbesse vorhanden. Ein

gut ausgebautes Radwegesystem sowie die

Naherholungsgebiete Hildesheimer Wald

und Sieben Berge laden zu Spaziergängen

und Wanderungen ein.

Auch in kultureller Hinsicht hat die Samtgemeinde

Sibbesse viel zu bieten. Das KulturForum

Sibbesse e. V., die Kulturvereinigung

Wrisbergholzen e. V. und die Kulturherberge

Wernershöhe e. V. bereichern mit

ihren Veranstaltungen den Alltag der Einwohnerinnen

und Einwohner, aber auch

zahlreicher Gäste aus der Umgebung. In der

Kulturherberge wird außerdem ein Com -

putermuseum mit Seltenheiten und Kuriositäten

des Erfinders Konrad Zuse und

legendären Computerspielen betrieben.

Der historisch interessanteste Ort der

Samtgemeinde Sibbesse ist Wrisberg holzen.

Von Freiherr Rudolf Johann von Wrisberg

wurde dort neben der St. Martin geweihten

Kirche ab 1740 ein Barockschloss mit gro -

ßem Wirtschaftshof und Landschaftspark

errichtet. Das Schloss besitzt eine „Fliesenstube“,

deren Wände mit 680 Spruchfliesen

in italienischer, lateinischer und französischer

Sprache dekoriert sind. Diese wurden in

einer 1735 gegründeten und hundert Jahre

später aufgegebenen Fayencen-Manufaktur

gefertigt. In viel Handarbeit stellten dort

Künstler und Handwerker hochwertige Keramiken

und Gebrauchs geschirr in großer

Stück zahl her. Der Verein zur Erhaltung von

Baudenkmalen in Wrisbergholzen e. V. kümmert

sich um das historisch wertvolle Ensemble

und hat zudem ermöglicht, dass in der

Manufaktur wieder getöpfert wird und somit

Tradition und Wissen bewahrt werden.

Stadt Bad Salzdetfurth

Die Stadt Bad Salzdetfurth übt eine

Anziehungskraft auf die umliegenden Dörfer

aus. In der Fachwerkstadt herrscht ein reges

Geschäfts- und Gewerbeleben. Der einzige

Fortsetzung Seite 24 unten

Samtgemeinde

Sibbesse – zukünftig

Gemeinde Sibbesse

Einwohner*: 5988

Fläche: 71,88 km²

Mitgliedsgemeindenund

Ortsteile:

Adenstedt (mit den

Ortsteilen Adenstedt,

Grafelde und Sellen -

stedt), Almstedt (mit

den Ortsteilen Almstedt

und Segeste), Eber -

holzen, Sibbesse (mit

den Ortsteilen Sibbesse,

Hönze, Möllensen und

Petze) sowie Westfeld

(mit den Ortsteilen

Westfeld und Wrisberg -

holzen)

Stadt Bad Salzdetfurth:

LichtART – das andere

Lichterfest

23


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1972

Mitglieder: 860

Golf-Club Bad Salzdetfurth-Hildesheim e. V.

Der Golf-Club Bad Salzdetfurth-Hildesheim e. V.

liegt 15 Kilometer südlich der Domstadt an der

B 243 in Richtung Seesen. Er ist auch über den

Autobahnanschluss Hildesheimer Börde gut er -

reich bar. Die landschaftlich reizvolle Umgebung

des Kurortes Bad Salzdetfurth bestimmt die Golfanlage.

Die ersten acht Bahnen eröffnen Ausblicke

auf das Innerstetal, und bei schönem

Wetter grüßt die Andreaskirche, das Wahrzeichen

Hildesheims, herüber. Die Bahnen 9 bis 18 werden

durch den prachtvollen Eichen- und Buchen -

wald geprägt.

Die malerische Einbettung des Golf platzes in

die letzten Ausläufer der deutschen Mittelgebirge

bestimmt auch den Reiz für die Golfer. Nahezu

alle Bahnen haben Anstieg oder Gefälle, zum Teil

auch Schräglagen. Auf sieben Bahnen erhöhen

Quergräben und Biotope die Spannung.

Leistungsspektrum:

– landschaftlich

reizvolle Lage

mit Eichen- und

Buchenwald

– 9- und 18-

Loch-Bahnen

– Golfschule

– Clubhaus mit

Gastronomie

Golf-Club

Bad Salzdetfurth-

Hildesheim e. V.

Bad Salzdetfurth

www.golfclubhildesheim.de

Stadt Bad Salzdetfurth

Einwohner*: 13 287

Fläche: 67,11 km²

Ortsteile: Bad Salz -

detfurth, Bodenburg,

Breinum, Detfurth,

Groß Düngen, Heinde,

Hockeln, Klein Düngen,

Lechstedt, Listringen,

Östrum, Wehrstedt,

Wesseln

24

Kurort im Landkreis ist nicht nur Moor- und

Soleheilbad, sondern auch ein Standort für

Spitzentechnologie. Durch die Lammetalbahn

ist Bad Salzdetfurth gut mit der Stadt

Hildesheim verbunden.

In die von sanften Hügeln, grünen Wiesen

und üppigen Laub- und Nadelwäldern

gekennzeichnete Landschaft fügt sich das

staatlich anerkannte Moor- und Soleheilbad

Bad Salzdetfurth idyllisch ein. Neben der

Pflege der Tradition zeichnet sich Bad Salzdetfurth

aber gerade auch durch innovative

Ideen und Entwicklungen aus.

So hat sich die Stadt in den letzten Jahren

zur Mountainbike-Hochburg des Nordens

entwickelt. Der Bike- und Outdoorpark

Bad Salzdetfurth ist ein Mekka für Mountainbiker.

Auf rund 50 000 Quadratmetern

herrscht Fahrspaß pur. Das Gelände wird

auch für überregionale Wettbewerbe und

andere Veranstaltungen genutzt. Aber auch

Crossläufer, Spaziergänger und Nordic Walker

sind gern gesehene Gäste.

Die geologischen Besonderheiten des

Hildesheimer Waldes haben über mehrere

Jahrhunderte den Abbau von Kalisalz ermöglicht.

Mehr dazu verrät das Salz- und Kalibergbaumuseum.

Die erste urkundliche Er -

wähnung Bad Salzdetfurths stammt aus dem

Jahr 1194. Schon damals wurde das Salz

gesiedet, also durch Erhitzen der Sole ge -

wonnen. Die geförderte Salzsole wird bereits

seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu Heil -

zwecken genutzt – das erste Solebadehaus

entstand 1857. Zusätzlich zur Sole wenden

die Therapeuten auch natürliches Moor zur

Gesundheitsförderung an. Die Wirkstoffe des

in Luttrum bei Holle abgebauten Moores sind

wissenschaftlich nachgewiesen.

Zwei seltene Gradierwerke im Kurpark

laden zum entspannten Spaziergang ein.

Über 250 Jahre sind die Holzkonstruktionen

alt, die anfangs zur Salzgewinnung dienten.

Solewasser wird über Reisigbündel geleitet

und sorgt so für wohltuende „Meeresluft“

mitten im Bergland.


Wichtige Einrichtungen sind die Kur -

betriebsgesellschaft mit dem Sole-, Hallenund

Freibad und dem Therapiezentrum der

Naturheilkunde.

Im Ortsteil Detfurth befinden sich zwei

Kliniken: die HELIOS Klinik (Fachkrankenhaus

für Altersmedizin und Akutgeriatrie

und Fachklinik für geriatrische, kardiologische

und orthopädische Rehabilitation)

sowie die Salze Klinik, die sich mit ihren

Fachabteilungen Orthopädie und Psychosomatik

als rehabilitations- und präventions -

medizinisches Zentrum versteht. Erstklassige

Hotels und Gaststätten sowie das ganze

Spektrum an schulischer Versorgung und

Kindertagesstätten vervollständigen die Infra -

struktur.

EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Gemeinde Diekholzen

Mitten im Herzen des Landkreises

Hildes heim umgeben von großen Waldflächen

liegt die Gemeinde Diekholzen. Das

stadtnahe Wohnen in ländlichem Ambiente

wird von den Bewohnern sehr geschätzt.

Auch hier war Bergbau ansässig.

An die Bergbauhistorie erinnert nach der

endgültigen Schließung des Kalischachtes

Hildesia Ende der 1990er Jahre und dessen

Verfüllung noch eine Lore und ein Förderrad

– aufgestellt an der Durchgangsstraße.

Die Gemeinde Diekholzen hat in heutiger

Zeit einen hohen Wert als wichtiges Nah -

erholungsgebiet, auch für Hildesheim.

Sie bietet attraktive Wohnlagen. Das gilt

zum Beispiel für Barienrode und Diekholzen,

während Söhre und Egenstedt außerdem

bis heute durch landwirtschaftliche

Entwicklung geprägt sind. Insgesamt steht

die Gemeinde mit ihrer landschaftlichen

Schönheit und waldreichen Umgebung

vielen Luftkurorten in nichts nach.

Eine besondere Einrichtung ist die Heimstatt

Röderhof in Egenstedt. Hier finden

geis tig und körperlich behinderte Menschen

in reizvoller Landschaft und ruhiger Umgebung

ein liebevolles Zuhause.

Ein Einkaufsmarkt mit kleinem Café,

Bankfilialen, eine Apotheke, Ärzte und Fachgeschäfte

sichern die Versorgung für den

täglichen Lebensbedarf. Diekholzen hat

eine sehr gute Anbindung an das Busliniennetz

der Stadt Hildesheim.

Lohnenswert ist es, den 323 Meter hohen

Tosmarberg zu erwandern und den herrlichen

„Tosmarblick“ auf die Landschaft zu

genießen. Streuobstwiesen laden zum Ge -

nießen ein. Der Mühlenberg über Barienrode

bietet aus Naturschutzsicht eine Rarität für

den Hildesheimer Raum: Das Naturschutzgebiet

„Schwarze Heide” ist durch seine Besenheidebestände

auf dem Kamm eines Höhenrückens

einmalig für die Re gion. Das gut

ausgebaute Rad- und Wanderwegenetz lädt

zu abwechslungsreichen Ausflügen ein. Der

Jakobusweg und der Rennsteig führen

durch die Gemeinde. Mehrere Ausflugsgaststätten

in den Ortschaften bieten dem Ausflügler

und auch Übernachtungsgästen eine

ansprechende Auswahl.

In Diekholzen schließt sich der Kreis

einer Reise durch das Umland von Hildesheim.

Es gäbe noch so viel mehr zu berichten,

aber mit etwas Neugier kann sich jeder

selbst ein Bild von Land und Leuten

machen. Überhaupt: Die Menschen mit

ihrem Bürger- und Gemeinschaftssinn, der

überall groß geschrieben wird, kennenzu -

lernen, ist ein lohnenswertes Ziel.

*Bevölkerungsstand gemäß Zensus vom 31.12.2014

Gemeinde Diekholzen:

Bergbausiedlung mit

Geschichte

Gemeinde Diekholzen

Einwohner*: 6535

Fläche: 30,21 km²

Ortsteile: Diekholzen,

Barienrode, Egenstedt,

Söhre

25


Hildesheim

attraktives Zentrum des Landkreises

Dr. Ingo Meyer

Stadt Hildesheim:

Tag der Niedersachsen

Stadt Hildesheim

Einwohner: 101 417

(mit Hauptwohnsitz laut städtischem

Melde register, Stand:

31.12.2014)

Fläche: 92,17 km 2

Ortsteile:

Achtum-Uppen, Baven -

stedt, Drispenstedt,

Einum, Himmelsthür,

Itzum-Marienburg,

Marienburger Höhe/

Galgenberg, Moritz -

berg/Bockfeld, Neuhof/

Hildesheimer Wald/

Marienrode, Nordstadt,

Ochtersum, Oststadt/

Stadtfeld, Sorsum,

Stadtmitte/Neustadt

Hildesheim bildet mit rund 100 000 Einwohnern,

den zahlreichen Sehenswürdigkeiten

sowie seinem hochwertigen Kultur-, Bildungs-,

Sport- und vielfältigem Arbeitsplatzangebot

das attraktive Zentrum des Landkreises. Da -

her ist die Stadt mit Tradition und Ge schichte

nicht nur im Jubiläumsjahr 2015 ein Besuchermagnet

auch für internationale Gäste.

Auf deren Agenda ganz oben stehen die

einzigartigen UNESCO-Welterbekirchen, von

denen Hildesheim gleich über zwei verfügt:

den Mariendom mit seinen Kunstschätzen

vor allem aus der Zeit Bischof Bernwards

und dem berühmten „Tausendjährigen

Rosenstock“ sowie St. Michaelis als einzigem

großen Bau der ottonischen Epoche

(1010 bis 1033) mit seiner berühmten

gemalten Holzdecke aus dem 12. Jahrhundert.

Der Dom konnte nach mehrjähriger

Sanierung im August 2014 unter großer

öffentlicher Anteilnahme feierlich wiedereröffnet

werden. Mit St. Michaelis verbindet

ihn das sogenannte „Welterbeband“, das

kürzlich mit dem renommierten Deutschen

Lichtdesign-Preis ausgezeichnet wurde.

Doch nicht nur an Mariendom und

St. Michaelis lässt sich der Ruf Hildesheims

als die „Stadt der Kirchen“ festmachen:

Auch Gotteshäuser wie St. Andreas und die

Basilika St. Godehard sind etwas ganz

Besonderes und lohnen den Besuch. Einen

einzigartigen Weitblick – bei guter Witterung

bis zum Brocken – bietet der Aufstieg auf

St. Andreas, dessen Turm mit 114,5 Metern

der höchste Kirchturm Niedersachsens ist.

Auf keinen Fall verpassen sollten Be -

sucherinnen und Besucher den Hildesheimer

Marktplatz mit dem gelegentlich als „schöns -

tes Fachwerkhaus der Welt“ bezeichneten

Knochen hauer amtshaus und das malerische

Fachwerkviertel rund um den Brühl.

Von dort ist es nicht weit zu grünen Oasen

wie den Wallanlagen, dem Ernst-Ehrlicher-

Park oder dem Magdalenengarten. Auch in

dieser Hinsicht hat die Stadt ganz viel zu

bieten wie zum Beispiel zahlreiche einzig -

artige Naturschutzgebiete (NSG). So ist im

NSG „Lange Dreisch und Osterberg“ unter

anderem der sehr seltene Urzeitkrebs Triops

cancriformis beheimatet.

Attraktiv ist Hildesheim aber auch für

Studierende, Wissenschaftler und Kultur -

interessierte: Die Stiftung Universität Hildesheim,

die Hochschule für angewandte

Wissen schaft und Kunst (HAWK), das

Theater für Niedersachsen (TfN) sowie das

Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM)

unter anderem mit einer der weltweit zehn

bedeutendsten altägyptischen Sammlungen

sind Einrichtungen von überregionaler An -

zie hungskraft und Aushängeschilder unserer

Stadt.

Wen es zum Einkaufen in die „Kreisstadt

im Zentrum“ zieht, findet ebenfalls ein qua -

litativ hochwertiges Angebot vor. Ein Bummel

durch inhabergeführte Fachgeschäfte,

namhafte Filialisten, attraktive Kaufhäuser,

trendige Mode-Boutiquen, überdachte

Einkaufscenter oder exklusive Shopping-

Geheimtipps lässt keine Wünsche offen.

Sie sehen: Hildesheim ist eine lebensund

liebenswerte Stadt, die ganz viel zu bieten

hat. Entdecken auch Sie unsere wunderschöne,

einzigartige Stadt – Sie sind herzlich

willkommen!

26


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Fortlaufende, insbe -

sondere energetische

Sanie rungen der Liegen -

schaf ten und Wohnun gen

des BWV prägen das

Hildes heimer Stadtbild

und tragen zum Wohn -

kom fort bei.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1909

Mitarbeiter: etwa 50

Einrichtungen:

– Vermietung von

Wohnungen,

Garagen und

Gewerbe immo bilien

– Eigentumsverwaltung

– Bauen, Instand set zu n g,

Instand haltung und

Moder nisierung

– Projektentwicklung

– Service-Wohnen

–Bürgertreff

– Gästewohnungen

– Spareinrichtung

Beamten-Wohnungs-

Verein zu Hildesheim eG

Hildesheim

www.bwv-hi.de

BWV Beamten-Wohnungs-Verein

zu Hildesheim eG

Die größte Wohnungsgenossenschaft Hildesheims

bietet Ihnen ein Zuhause in sicheren,

attraktiven Nachbarschaften mit modernen, zeitgemäßen

Wohnstandards sowie einer Vielzahl

von wohnbegleitenden Serviceleistungen, die Ihr

Leben erleichtern und das Wohnen bis ins hohe

Alter ermöglichen.

Als Mitglied genießen Sie ein lebenslanges

Wohnrecht bei stabilen, bezahlbaren Mietpreisen.

Circa 50 Mitarbeiter in der Verwaltung und auf

dem Regiebetrieb kümmern sich um Ihre Anliegen

– schnell, kompetent und zuverlässig. Mehr als

100 Jahre Erfahrung in der Verwaltung und Be -

wirt schaftung des eigenen Wohnungsbestandes

von rund 3300 Wohnungen sprechen für sich.

Fortlaufende, insbesondere energetische

Sanierungen der Liegenschaften und der Wohnungen

prägen das Hildesheimer Stadtbild und

tragen zum Wohnkomfort bei.

Zusätzlich bieten der BWV interessante und

rentable Geldanlagemöglichkeiten, dieses aber

ohne Risiko. Von einfachen Sparbüchern über

Festzins- und VWL-Sparen – die Genossenschaft

hat für jeden das passende Angebot.

Der sozialen Verantwortung ist sich der BWV

bewusst – soziales Engagement gewinnt täglich

an Bedeutung und fördert das Wohnklima sowie

das gemeinschaftliche Zusammenleben. Neben

der Sozialberatung für Mieter fördert die

Wohnungsgenossenschaft daher aktiv das

bürgerschaftliche Engagement in verschiedenen

Hildesheimer Wohnquartieren.

27


Hi-Land – Gutes für die Region

Dr. Alfred Müller

5000 Kilometer legt unser Frühstück zurü c k,

bis es auf unseren Tisch kommt. Die Ent -

fernung steigt und steigt. Mit erheblichen

Schäden für das Klima, für die fossile Energie,

für die Luft, die Natur, die Landschaft,

die Gebäude und vor allem für unsere

Arbeitsplätze, unser Einkommen und unsere

Gesundheit.

2004 trafen sich zehn Hildesheimer und

überlegten sich, wie sie die aufgezeigten

Schäden begrenzen und unsere Gesellschaft

umweltfreundlich, sozialverantwortlich,

tiergerecht, gesundheits- und einkommensfördernd

gestalten können. Dabei

kamen sie auf die Idee der Hildesheimer

Regionalprodukte und gründeten den ge -

meinnützigen Verein Hi-Land.

Regionalprodukte haben eine Ökobilanz,

so das Ergebnis der Technischen Universität

München, die weitaus besser ist als die von

globalen und industriell hergestellten Produkten.

Die Belastungen der Umwelt bei

Lebensmitteltransporten – durch schädliche

Abgase, durch Verbrauch an Fläche, durch

die Erzeugung von Lärm, usw. – lassen sich

durch Regionalprodukte im Durchschnitt

auf ein gutes Drittel reduzieren.

Regionale Produkte schonen über die

kurzen Wege nicht nur die Umwelt. Sie fördern

zugleich die Gesundheit. Der Mensch

ist, was er isst: Gesund oder krank, das

hängt sicher nicht allein vom Essen ab. Dennoch:

Was und wie viel wir zu uns nehmen,

beeinflusst unsere Gesundheit maßgeblich.

Regionale Nahrungsmittel enthalten so gut

wie keine gesundheitsschädlichen chemischen

Zusatzstoffe. Sie sind naturbelassen,

nährstoffreicher, schmecken saftig und ge -

langen frisch auf den Tisch. Die Hersteller

aus der Region achten auf die Qualität ihrer

Produkte und wer möchte, kann sich beim

Erzeuger und beim Verarbeiter davon überzeugen.

Hi-Land-Nahrungsmittel kommen aus

dem Landkreis Hildesheim und der Nachbarregion.

Sie werden hier verarbeitet und

vermarktet. Die Hi-Land-Tiere leben artgerecht

und werden, soweit wie möglich, mit

regionalen Futtermitteln gefüttert. Gesundheitsschädigende

Gen-Futtermittel, hormonelle

Wachstumsbeschleuniger und antibiotische

Leistungsförderer sind nicht erlaubt.

Hi-Land sorgt sich um seltene Tierarten

und versucht alte Nutztierrassen vor dem

Aussterben zu bewahren. Die gesamte Hi-

Land-Nahrungskette ist übersichtlich und

nachvollziehbar. Hi-Land bietet Betriebs -

erkundungen an und informiert die Bevölkerung

über die Herkunft ihrer Speisen und

über die örtliche Nahrungsmittelerzeugung.

In Kooperation mit dem Schulbiologiezentrum,

der EVI (Energieversorgung Hildesheim)

und der Sparkasse Hildesheim zeigt

Hi-Land über Koch- und Kräuterkurse den

Teilnehmern den hohen Stellenwert regio -

naler Nahrungsmittel und der gesunden

Ernährung.

Hi-Land beliefert mittlerweile viele

Lebensmittelmärkte in der Stadt und im

Landkreis Hildesheim. Die Produktvielfalt ist

reichlich. Das Sortiment umfasst Kartoffeln,

Eier, Backwaren, Käse, Öle, Säfte, Kräutersalze,

Senf, Gemüse, Eis, Austernpilze,

Obst, Honig, Konfitüre, Gesundheitskissen,

Stauden, Strohpellets, Fleisch- und Wurstspezialitäten.

Selbst heimische Gastronomiebetriebe

sind von der Idee regionaler

Produkte überzeugt und finden mit ihrer

regionalen Küche bei ihren Gästen eine

große Zustimmung.

Über den Kauf von Hi-Land-Produkten

erhält die Bevölkerung nicht nur hochwer -

tige und umweltschonende Nahrungsmittel.

Regionalprodukte sichern auch die Arbeitsplätze

und die Einkommen der Region. Hi-

Land strebt im Verbund mit regionalen

Handwerksbetrieben die Erweiterung des

Angebots auf gewerbliche Produkte und

28


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Dienstleistungen an. Denn was regional ist,

soll auch regional dargestellt und ausgezeichnet

werden.

Ziel von Hi-Land ist ferner eine 100-prozentige

Umstellung auf regionale erneuer -

bare Energie.

Ein besonderes Anliegen ist die Förderung

der Hildesheimer Streuobstwiesen.

Hierzu gehören die gezielte Pflege und

nachhaltige Nutzung der vorhandenen und

neu angelegten Streuobstwiesen, der Aufbau

von Schulpatenschaften für nahe gelegene

Streuobstbestände, die Bestimmung

alter Apfelsorten und deren Erhalt sowie die

Herstellung und Vermarktung von Hildes -

heimer Streuobstwiesenapfelsaft.

Um die Nachhaltigkeit des Hildesheimer

Landkreises zu stärken, fördert Hi-Land in

Zusammenarbeit mit dem Hildesheimer

Fahrradclub (ADFC) den Öko-Regional-

Tourismus. Wer die Besonderheiten der

Hildesheimer Regionalprodukte kennen -

lernen möchte, ist eingeladen per Rad die

Hi-Land-Betriebe kennenzulernen.

Hi-Land-Produkte stärken nicht nur die

heimischen, sondern ebenfalls die Einkommen

in den Entwicklungsländern. Regionale

Produkte senken den Export billiger

Produkte und schützen dadurch die Kleinproduzenten

in den ärmeren Ländern vor

der Existenzvernichtung. Hi-Land nennt sich

regional und fair, weil der Verein gleichzeitig

den fairen Handel unterstützt, um auch auf

diesem Wege lokal die globalen Hungerund

Armutsprobleme zu lösen.

Hi-Land-Produkte sind heute sehr gefragt.

Mehrere Studien besagen, dass über dreißig

Prozent der Hildesheimer Bevölkerung regionale

Produkte kaufen möchten.

Seit der Gründung 2004 ist der Verein

von zehn auf 60 Mitglieder angewachsen.

Viele Ehrenamtliche unterstützen Hi-Land in

den Bereichen Einkommens-, Umwelt-,

Natur-, Tier- und Gesundheitsschutz. Wer

Zeit und Interesse hat, ist eingeladen, bei

Hi-Land mitzumachen und einen wichtigen

Beitrag zur eigenen und gesellschaftlichen

Nachhaltigkeit zu leisten.

Hi-Land-Produkte –

präsentiert auf dem

Tag der Niedersachsen

29


Elektrisch unterwegs im

Landkreis Hildesheim

Olexander Filevych / Carola Gerwig / Britta Reinecke

eMobilität auch im

Landkreis – die Pferde -

stärken werden elektrisch.

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020

eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands

Straßen zu bringen und auch im

Landkreis Hildesheim gibt es zahlreiche

Bemühungen, das Thema Elektromobilität

bekannter und für die Bevölkerung erlebbar

zu machen. So findet in Hildesheim seit

2013 beispielsweise einmal jährlich der Tag

der Elektromobilität „Hi-Move“ statt, der den

aktuellen Entwicklungsstand sowie die Vielfalt

elektrischer Mobilität in der Region darstellt.

Auch die Ladeinfrastruktur im Landkreis

wurde in den vergangenen Jahren

erweitert und weist inzwischen mehrere

öffentlich zugängliche Ladesäulen auf: in

Hildesheim, Sarstedt, Elze und Alfeld. Be -

sitzer von Elektroautos profitieren in Hildesheim

darüber hinaus von dem Privileg, ihr

Fahrzeug auf allen öffentlichen Parkplätzen

abstellen zu dürfen. Der dazu benötigte

Parkausweis ist für eine einmalige Ver -

waltungsgebühr von 27 Euro bei der Stadt

erhältlich.

Im Landkreis Hildesheim sind gemäß

des Kraftfahrt-Bundesamts KBA derzeit

71 Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb zu -

gelassen sowie 267 Fahrzeuge mit Benzin/

Elektro- bzw. Diesel/Elektro-Hybridantrieb.

Hinzu kommen 17 reine Elektrofahrzeuge

aus dem überregionalen Projekt der Metropolregion

„e-up! Flotte: Elektrofahrzeuge im

kommunalen Einsatz“. Diese Autos werden

von den Kommunen sowie von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Hildesheim

Region mbH, der Kreiswohnbau Hildesheim

GmbH und dem Überlandwerk Leinetal

geleast und für Dienstfahrten genutzt. So

werden die E-Fahrzeuge für ein breites

Publikum sichtbar gemacht und zudem

Daten über das Nutzungsverhalten der

Fahrer gesammelt, um die Wirtschaftlichkeit

und die Einsatzmöglichkeiten auszuloten.

Ein nachhaltiges Modell zur Nutzung von

Elektroautos in Unternehmen wird derzeit im

Rahmen des Verbundvorhabens „eAutarke

Zukunft“ an der Universität Hildesheim er -

probt und weiterentwickelt. Unter der Leitung

von Herrn Professor Lessing werden im

„Tandem-Modell“ fünf E-Fahrzeuge sowohl

dienstlich als auch privat genutzt. Während

der Arbeitszeit stehen den Mitarbeitern die

Elektrofahrzeuge für Dienstgeschäfte zur

Verfügung, nach Dienstschluss kann ein

bestimmter Mitarbeiter, ein sogenannter

Tandem-Partner, das Fahrzeug privat

nutzen. Zurzeit sind fünf Autos im Einsatz,

die insgesamt bereits mehr als 93 000 Kilometer

zurückgelegt haben, auch Strecken

von über 80 Kilometern stellen kein Problem

dar.

Die gewonnenen Daten belegen schon

heute, dass Pendlerströme mit dem Tandem-

Modell problemlos organisiert werden können.

Die Begeisterung der Mitarbeiter für die

„neue“ Technik ist groß. Aufgeladen wird

an einem Solarcarport mit regenerativer

Energie. Vier ergänzende Elektrofahrräder

wurden bereits bestellt.

Mit einem kontinuierlichen Ausbau der

Ladeinfrastruktur, Projekten und öffent -

lichen Veranstaltungen rund um das Thema

Elektromobilität ist der Landkreis Hildesheim

konsequent auf dem Weg zu einer

nachhaltigeren Mobilität.

30


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Wachstumsregion mit Perspektiven –

starker Standort in der Metropolregion

Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg

Christina Grella

Mehr als 50 Kommunen, 16 Hochschulen,

rund 50 Unternehmen, Wirtschaftsförderungen

und Verbände sowie das Land Niedersachsen

haben seit dem Jahr 2009 mit der

Gründung der Metropolregion Hannover

Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH

die Grundlage geschaffen für eine innovative

Vernetzung unterschiedlichster Akteure

mit dem gemeinsamen Ziel, die Attraktivität

und Zukunftsfähigkeit des Standortes nachhaltig

zu sichern.

Die Verknüpfung wirtschaftlicher, wissenschaftlicher

und kultureller Potenziale

über tradierte Grenzen hinweg bringt eine

neue Dynamik in Städte und Umland und

vereint dynamisches Wachstum mit hoher

Lebensqualität. Regionale Bindung und

weltoffenes Handeln sind dabei kein Widerspruch.

Besonders deutlich wird dies inzwischen

traditionell auf der Expo Real, Europas

bedeutendster Messe für Immobilien

und Investitionen. Seit 2010 präsentiert sich

die Metropolregion dort mit ihren Regionspartnern,

zu denen auch Hildesheim zählt,

eindrucksvoll auf einer Standfläche von 540

Quadratmetern. Internationalität und Technologieorientierung

wird zudem nicht nur

auf internationalen Leitmessen, wie auf der

CeBIT und der Hannover Messe Industrie,

sondern auch in der lebendigen Kunst- und

Kulturszene deutlich. Die Hochschulen und

Forschungseinrichtungen bieten exzellente

Voraussetzungen für Innovationsprozesse in

Zukunftsfeldern und etablierten Branchen.

International positionierte Unternehmen der

Verkehrstechnologie und Mobilitätswirtschaft

fördern die Wettbewerbsfähigkeit der

Region.

Fortsetzung Seite 33

Im Schaufenster Elektromobilität ist die Region

Hildesheim an den folgenden Projekten unmittelbar

beteiligt:

– eAutarke Zukunft: Lösungen in Smart Grid-Struk -

turen – Empirische Evaluation und Optimierung

von Elektromobilität in unterschiedlichen Lebensund

Arbeitsbereichen

– Standardisierte bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur –

eine Region wird vernetzt

– Mobilitätsplattform Metropolregion

– Arbeitsplatzmonitoring Elektromobilität

– ZieLE – Zielgruppenorientierte Lehr- und

Lerninfrastruktur für die Elektromobilität

– Kommunen für Elektromobilität: Qualitative

Untersuchung der Einstellung und des

Einstellungswandels von kommunalen

Entscheidungsträgern bezüglich Elektromobilität.

Dieses Projekt besteht aus den Bestandteilen:

– Flotte electric: Förderung des Einsatzes von über

150 Elektro-Pkw in Kommunen und kommunalen

Betrieben mit wissenschaftlicher Auswertung

– Amt electric: Beratung der Mitgliedskommunen

bei der Entwicklung und Umsetzung von lokalen

Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität;

Entwicklung, Umsetzung und Auswertung eines

Strategie- und Maßnahmenplans zur Förderung

der Elektromobilität für das Gebiet der Metropol -

region

– Studie zur Einstellung von Verantwortlichen in der

Kommunalpolitik und der Kommunalverwaltung

zur Elektromobilität

– Wissenschaftlich begleiteter Wettbewerb zu

lokalen Micro-Lösungen zur Nutzung der Elektro -

mobilität mit Akteuren der Zivilgesellschaft

31


Auf einen Blick

Gründungsjahr:

in Emmerke 1993

Mitarbeiter:

ZF TRW weltweit:

mehr als 68 000,

in Emmerke rund 100

Einrichtungen/

Leistungsspektrum:

– Kunststoff-Spritzgussverfahren

– vollautomatische

Montagelinien

– Werkzeug -

instand setzung

und -reparatur

TRW Automotive Electronics & Components

ZF TRW ist ein Entwicklungs- und Herstellungsunternehmen

aktiver und passiver Sicherheits -

systeme und beliefert alle großen Fahrzeughersteller

weltweit, mit einer festen Position auf dem

Weltmarkt und Einrichtungen in mehr als 20 Ländern.

Das Unternehmen unterhält 22 technische

Zentren und 13 Teststrecken in maßgeblichen

Märkten in aller Welt.

TRW in Emmerke ist Teil der ZF TRW

Engineered Fasteners & Components Gruppe

mit Hauptsitz in Enkenbach (Deutschland). Sie ist

ein führender Entwickler und Anbieter von Innenraumkomponenten

und Befestigungselementen.

Am Standort Emmerke werden Befestigungssysteme

und Modulhalter aus Kunststoff

gefertigt. Im Werk befinden sich 43 Spritzgussmaschinen,

davon sind 30 hydraulisch und

13 vollelektrisch (Schließkraft von 40 bis 350

Tonnen). Davon sind neun hydraulische und drei

vollelektrische Anlagen aus dem Mehrkompo

nen ten bereich. Mit diesen Anlagen werden

hauptsächlich Leitungs- und Verkleidungsbefestigungen

sowie Verschlussdeckel hergestellt. Eine

weitere wichtige Produktgruppe sind größere

Spritzteile wie Bremsleitungskanäle, Modulhalter

und Montageteile. Bei den Montageteilen kommen

voll automatische Anlagen zum Einsatz.

Eines der technischen Highlights in der Produktion

ist die Herstellung und Zusammen -

setzung von mehrteiligen Türverkleidungsbe -

fes tigungen. Diese werden auf insgesamt neun

voll automatischen Montageanlagen zusammengesetzt.

Das Werk Emmerke agiert ausschließlich im

Automobilsektor und beliefert mit seinem Teilespektrum

Kunden wie VW, Audi, Porsche und

Daimler.

2015 wurde TRW Automotive durch den

globalen Zulieferer der Automobilbranche ZF

Friedrichshafen AG übernommen. ZF TRW ist

nun eine Division der Muttergesellschaft, mit

ihrem Hauptstandort in Livonia/Michigan (USA).

Produktpalette:

Befestigungssysteme:

– Kabelbefestigungen

– Leitungsbefestigungen

– Verkleidungsbefestigungen

– Verschlussdeckel

Modulhalter

Standorte:

– Firmenhauptsitz in

Livonia/Michigan

(USA)

– ausgewogene weltweite

Präsenz: circa

190 Niederlassungen

in 27 Ländern

(inkl. 13 Teststrecken

und 22 Technologiezentren)

TRW Automotive

Electronics &

Components GmbH

www.trw.de

32


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Als eines von vier Schaufenstern für

Elektromobilität in Deutschland werden in

der Metropolregion von 2013 bis 2016 in

Demonstrations- und Pilotvorhaben die

innovativsten Elemente der Elektromobilität

an der Schnittstelle von Energiesystem,

Fahrzeug und Verkehrssystem demonstriert.

Hochschulen, Unternehmen und Kommunen

erhalten im Rahmen dieser Initiative

Bundes- und Landesmittel in Höhe von rund

50 Mio. Euro. In den rund 30 Projekten

engagieren sich mehr als 200 Partner aus

Wirtschaft, Wissenschaft, Land und Kommunen.

In unterschiedlichen Konstellationen

arbeiten sie an einem ambitionierten

Programm zur Erprobung der Tauglichkeit

von Lösungen innerhalb der gesamten

Bandbreite der Elektromobilität. Sie widmen

sich dem Einsatz von Elektrofahrzeugen in

Flotten und Leihsystemen, dem Aufbau von

Ladeinfrastruktur sowie der Etablierung von

Informations- und Kommunikationsplatt -

formen zur Steuerung und Unterstützung

des Einsatzes von Elektrofahrzeugen und

intermodaler Verkehrssysteme. Die Metropol -

region will in der Bevölkerung ein Bewusstsein

für die Möglichkeiten der Elektromobilität

schaffen und die innovativsten Elemente

der Elektromobilität auf der Gebietskulisse

einer Metropolregion bündeln.

Dazu passt das Modellvorhaben der

Stadt-Land-Kooperation zum Umstieg auf

100 Prozent erneuerbare Energien: Als erste

Metropolregion in Deutschland verfolgt die

Metropolregion Hannover Braunschweig

Göttingen Wolfsburg das Ziel, die Energieversorgung

für Strom, Wärme und Mobilität

vollständig aus erneuerbaren Energiequellen

zu decken (siehe Infospalte).

In der Metropolregion Hannover Braunschweig

Göttingen Wolfsburg leben rund

vier Millionen Menschen zwischen Nienburg

(Weser) im Norden, der hessischen Landes-

Fortsetzung Seite 34 unten

Der Landkreis Hildesheim als Teil der Metropolregion

Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg

33


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2006

Mitarbeiter: 8

Leistungsspektrum:

– Messebau Solution

– Event Solution

– Objekt Solution

Einzelsegmente:

– Design

– Technische Planung

– Fertigung

– Montage/Demontage

– Logistik

– Einlagerung

BW-Messebau

Planung & Realisierung

Harsum

www.bw-messebau.de

BW-Messebau – mit der

Intention gegründet,

anders zu sein als der

„klassische“ Messebau:

Wir wollen Partner sein,

verrückte Ideen umsetzen,

über die man weltweit

spricht, Allein stel -

lungsmerkmale für die

Kunden ausarbeiten und

gleichzeitig ein verläss -

licher Partner sein, der

die Termine und Kosten

fest im Blick hat.

BW-Messebau Planung & Realisierung –

Wenn Messebau zur Einzigartigkeit wird ...

...dann sind Sie bei unserem „spirit of exhibi -

tions“ und Unternehmensgedanken angekommen:

Wir stehen für die einzigartige Verwirk -

lichung von Ideen und Konzepten unserer Kunden,

weltweit. Unser Team aus international

erfahrenen Solution-Spezialisten steht für Vertrauen,

persönliches Engagement, langjährige

Branchenerfahrung und perfekten Teamgedanken.

Wir können auf zahlreiche sowie weltweit

erfolgreich durchgeführte Shows und Präsenta -

tionen zurückblicken, stellen eine verlässliche

Größe in unserem Zielsegment dar und werden

regelmäßig weltweit gebucht. Werden auch Sie

ein Teil unseres „spirit of exhibitions!“

grenze und dem Harz auf einer Fläche von

19 000 Quadratkilometern, die einem Drittel

der Fläche Niedersachsens entspricht. Die

Metropolregion umfasst 20 Landkreise und

kreisfreie Städte mit zusammen 431

Gemeinden und insgesamt 3,9 Millionen

Einwohnern. Sie ist ein Wirtschaftsraum mit

einer Wertschöpfung von 90 Mrd. Euro und

im europäischen Rahmen ein wichtiges

Gebiet für die wirtschaftliche, gesellschaft -

liche und kulturelle Entwicklung. Eine

Mischung aus großen, mittleren und kleinen

Städte, urbanen und ländlichen Räumen

charakterisiert diese Region und es sind die

wirtschaftliche Stärke, die exzellente Wissenschaftslandschaft

und die Lage an

bedeutenden europäischen Verkehrsachsen,

die diese Region zur Metropolregion

von europäischer Bedeutung machen.

Die Region Hildesheim ist derzeit in die folgenden

Projekte auf Ebene der Metropolregion eingebunden:

– Energie-Stadt-Land-Kooperation „MetropolregionE“

zum Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energie;

Energiemagistralen; Energieeffizienz; Windenergie;

Solarenergie; Bioenergie; Wasserkraft; Geothermie;

Regionales Klimafolgenmanagement;

– Expo Real: gemeinsamer Messeauftritt auf der

europäischen Leitmesse für Immobilienwirtschaft

und Standortmarketing in München

– Gesundheitswirtschaft eHealth

– Internationalisierung/Antenne Métropole

– KulturRegion / KinderkulturSommer

– Mobilitätswirtschaft

– Offene Hochschule

– Radverkehrsstrategie

– Regionale Produkte in der Metropolregion

– Schaufenster Elektromobilität

34


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1940

Mitarbeiter: über 3000

Leistungsspektrum:

Fahrerinformationssysteme

– Navigation

– Infotainment

– Smartphone-

Integration

– Software-Services und

Smartphone-Apps

– Eco.Logic Coasting

Anzeigelösungen

– Head-up-Displays

– frei programmierbare

Kombiinstrumente

– DualView-Displays

Lösungen für

Nutzfahrzeuge

– Coach Entertainment

– Truck Entertainment

– Truck-Telematik

Robert Bosch

Car Multimedia GmbH

Hildesheim

www.bosch.de

Neue Technologien

für mehr Sicherheit

und Fahrkomfort

Robert Bosch Car Multimedia GmbH

Bosch Car Multimedia entwickelt intelligente

Lösungen zur Fahrzeugintegration von Enter -

tainment-, Navigations-, Telematik- und Fahrer -

assistenzfunktionen im Erstausrüstungsgeschäft.

Dabei stehen die spezifischen Bedürfnisse und

Anforderungen des Fahrers jederzeit im Zentrum

aller Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten,

um auf dieser Grundlage neue Technologien für

mehr Sicherheit und Fahrkomfort bereitzustellen

und gleichzeitig den Energieverbrauch zu senken.

Information, Kommunikation und Entertainment

bilden einen wichtigen Teil der Entwick -

lungen im Automobilbereich. Die von Bosch

entwickelten Lösungen reduzieren die Ablenkung

des Fahrers durch den Einsatz von nutzer -

orientierten HMI-Konzepten.

Eine der Kernkompetenzen des Geschäftsbereichs

Car Multimedia liegt in der Entwicklung

von Connectivity Control Units (CCU) für Per -

sonenwagen, Motorräder und Nutzfahrzeuge.

CCUs verbinden das Fahrzeug mit dem Internet

und bieten leistungsfähige Sicherheitsfunktionen

wie eCall zum Absetzen eines Notrufs bei einem

Unfall oder bCall bei Auftreten einer Panne.

In naher Zukunft werden Fahrzeuge auch mit

der Cloud verbunden sein. Über den Connected

Horizon – eine von Car Multimedia entwickelte

Lösung – werden die Daten aller verbundenen

Fahrzeuge gesammelt und verdichtet, um so

Navigationsfunktionen mit Echtzeitverkehrs- und

Wetterdaten anzureichern und zur Verbrauchs -

reduzierung vorausschauend in die Antriebssteuerung

einzugreifen.

35


JOTA Dipl.-Ing. Jürgen Opitz

Tiefbau und Außenanlagen GmbH

JOTA ist ein mittelständisches Unternehmen und

seit annähernd 30 Jahren im regionalen Bereich

von Hildesheim und Hannover tätig. Wir arbeiten

für öffentliche und private Auftraggeber. Für die

Stadt Hildesheim sind wir bereits seit 1986 tätig.

Seit dem Jahr 1992 bearbeiten wir in Rahmen -

Gussasphalt- und

Asphaltierungsarbeiten

mit Fertigereinbau werden

für die zuständigen

Straßenmeistereien zwischen

Göttingen und

Bremen ausgeführt.

verträgen für die Stadt Hannover Baustellen im

Bereich Unterhaltung und Leitungsgräben und

seit 1995 auch für die Stadtwerke Hannover

(enercity).

Schwerpunkte unseres Unternehmens sind

die Gewerke Straßen- und Tiefbau, Pflaster- und

Asphaltierungsarbeiten, Asphaltfräsungen sowie

Guss asphalt.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1986

Mitarbeiter: etwa 70

Leistungsspektrum:

– Tiefbau

– Straßenbau

– Hofbefestigungen

– Pflasterarbeiten

– Asphaltierungen

– Gussasphalt

– Kanalbau

– Beton- und Asphalt -

fräsungen

– Kellertrockenlegung

– Abdichtungen

Fuhrpark und Maschinen:

– 22 Transporter < 3,5 t

– 10 LKW < 7,5 t

– 12 LKW > 18 t

– 2 LKW > 7,5 t

(Gussasphalttransport)

– 2 Anhänger > 7,5 t

– 1 Thermo LKW 26 t

– 1 Thermo Anh. 18 t

– 2 Thermocontainer 15 t

– 2 Straßenfertiger:

Vögele 1600 und

Vögele 800

– 8 Walzen 1–6 t

– 1 Witgen Fräse W50 DC

– 2 Mobilbagger 16 t

– 2 Mobilbagger 14 t

– 1 Mobilbagger 12 t

– 1 Kettenbagger 8 t

– 2 Mobilbagger 6 t

– 5 Minibagger < 2,5 t

– 17 Radlader < 6 t

– 1 Radlader 14 t

– 1 Radlader 18 t

– 3 Asphaltdumper

JOTA

Dipl.-Ing. Jürgen Opitz

Tiefbau und

Außenanlagen GmbH

Hildesheim u. Hannover

www.jota-strassenbau.de

36


EIN KREIS MIT ZUKUNFT

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1969

Mitarbeiter: ca. 300

FUBA Automotive Electronics GmbH

FUBA ist einer der führenden, globalen Zulieferer

für Antennensysteme und Tuner im Fahrzeug.

Das große Produktportfolio reicht von einfachen

Antennen bis hin zu komplexen Em pfangs -

systemen wie zum Beispiel Car2Car-Kommu -

ni kation. Ferner werden TV-Empfänger und

Empfangs systeme für den DAB-Empfang in Bad

Salzdetfurth angeboten.

Einblick in die Produktionsfläche

Der Firmensitz in

Bad Salzdetfurth

Die FUBA Automotive Electronics GmbH

blickt auf eine über 45-jährige Entwicklungs- und

Produktionsgeschichte zurück.

Unter den marktführenden, namhaften Automobilherstellern

hat das Unternehmen Ansehen

als qualitativ hochwertiger und zuverlässiger

Lieferant erlangt und über Jahrzehnte gefestigt.

Am Standort sind insgesamt circa 300 Mit -

ar beiter in der Entwicklung und Produktion be -

schäftigt.

Die FUBA Automotive Electronics GmbH verfügt

zudem über ein weltweit einzigartiges Mess -

feld, das sogenannte Radom, welches direkt

an die Entwicklungs- und Produktionsstätte

in Bad Salz detfurth angegliedert ist. Diese

3-D-Satellitenmesstechnik macht es möglich, alle

Szenarien für den Antennenmarkt in der Auto -

mobilbranche nachzustellen.

Leistungsspektrum:

Integrierte Kommuni ka -

tions antennensysteme

für AM/FM/DAB/TV/

Telefon- und WLAN-

Antennen

Kommunikationsantennen:

– Shark-Fin-Dachantennen

– 4G-Telefon

– GPS

–WLAN

Integrierte AM/FM/TV/

DAB-Antennen für:

– Scheiben

– Spoiler

– Kofferraumdeckel

– Stoßfänger

Neue Kommuni ka tions -

antennensysteme und

Empfangsgeräte:

– 5G-Antennen

– Internet im Fahrzeug

– Car2Car-Antennen

Empfangssysteme:

– GPS-Antennenreceiver

– Word TV-Tuner

– DAB-Tuner

– AM/FM-Tuner

– 4G/5G-Kommuni -

ka tions module

–WLAN

– Car2Car

– Telefon-Booster

– WLAN-Repeater

FUBA Automotive

Electronics GmbH

Bad Salzdetfurth

www.fuba-automotive.com

37


Industrie, Handel und Dienstleistungen –

Herausforderungen und Chancen in der

Region Hildesheim

Marc Diederich / Jens Koch

Geopolitische Krisen, Demografie, Schuldenkrise,

Niedrigzinsniveau, Digitalisierung

und Globalisierung sind momentan die

Schlagworte, die das Gesellschafts- und

Wirtschaftsleben dominieren. Die Aus wir -

kun gen dieser Megatrends werden auch die

regionale Wirtschaftslandschaft nachhaltig

beeinflussen und verändern.

Zunächst aber zum Status quo: Die Wirtschaftslandschaft

der Region Hildesheim

zeichnet sich insgesamt durch einen gesunden

Branchenmix aus. Traditionsgemäß ist

das verarbeitende Gewerbe stark von der

Automobilzuliefererbranche in den Bereichen

Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau,

Metallerzeugung und -verarbeitung, Her -

stellung von Gummi- und Kunststoff waren

sowie Elektrotechnik und von der Papier -

industrie geprägt. Die regionale Handelslandschaft

ist durch ein breites Einzelhandels -

angebot und durch einige bedeutende Groß -

handelsbetriebe gekennzeichnet. Zu den am

stärksten wachsenden Wirtschaftszweigen in

der Region zählen außerdem die Dienstleis -

tungsbranchen im Be reich des Gesundheitsund

Sozialwesens. Auch die Größenstruktur

der Unternehmen ist breit gestreut. Neben

einigen namhaften Global Playern zeichnet

sich die Region insbesondere durch zahl -

reiche moderne klein- und mittelständische

Betriebe aus, die in den letzten Jahren kontinuierlich

gewachsen sind und sich durch

eine besondere Innovationskraft und Flexibilität

hervortun konnten.

Insgesamt gesehen steht die Hildes -

heimer Wirtschaft auf einer relativ soliden

Basis und knüpft stabile konjunkturelle

Erwartungen an die nähere Zukunft. Dennoch

ist wirtschaftliches Handeln auch

immer von dynamischen Märkten und Veränderungen

geprägt, die unsere Unter -

nehmen aus Industrie, Handel und Dienst -

leistungen vor allgemeine und auch ganz

eigene Herausforderungen stellen, ebenso

aber auch neue Chancen und Märkte bieten.

Dazu ein paar Gedankenspiele.

Demografie: Die natürliche demogra -

fische Entwicklung in unserer Region lässt

erwarten, dass die Bevölkerung altert und

die Bevölkerungszahl abnehmen wird.

Wesentliche Auswirkungen für die regionale

Wirtschaft ergeben sich u. a. im Bereich der

Kundenstruktur. Denn: In einer alternden

und schrumpfenden Bevölkerung wird nicht

nur der Kundenstamm schmelzen, sondern

sich auch die Bedürfnisse und Ansprüche

der Kunden ändern. So werden beispielsweise

Dienstleistungen und Produkte der

Gesundheits- und Sozialbranchen vermehrt

an Bedeutung gewinnen und demografie -

bedingt stark wachsen.

Dagegen werden sich durch die sinkenden

Bevölkerungszahlen in einigen Branchen

vermutlich Nachfrage- und Frequenzrückgänge

auf den nationalen Märkten ab -

zeichnen. Zur Kompensation des Geschäfts

werden die Unternehmen ihre Kundenorientierung

verstärken, auf Internationalisierung

setzen und ihre Produkt- und Dienstleis -

tungs palette demografiefest gestalten. Zu -

künftig wird vermutlich weniger die Quantität

als vielmehr die Qualität von Produkten

eine (noch) zentralere Rolle einnehmen.

Eine weitere wesentliche Facette der demografischen

Entwicklung zeichnet sich in der

Bindung und Rekrutierung von Mitarbeitern

38


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Der Landkreis Hildesheim ist gut vernetzt

und profitiert von einer hervorragenden Lage.

39


ab. Der Fachkräftemangel ist auf dem Vormarsch

und in Teilen der regionalen Wirtschaft

bereits spürbare Realität. Im Kampf

um Talente und Mitarbeiter wird sich der

Wettbewerb weiterhin verschärfen. Nach

einer Umfrage der FachkräfteRegionHildesheim

spüren bereits 59 Prozent der Hildesheimer

Unternehmen die Auswirkungen des

Fachkräftemangels, der als ein großes

Risiko für die eigene wirtschaftliche Unternehmensentwicklung

eingeschätzt wird –

Tendenz steigend. Betriebe und die Region

sind also angehalten, ihre Bemühungen zur

Sicherung des regionalen Fachkräftebedarfs

zu intensivieren und sich im „war for talents“

als attraktiver Arbeits- und Lebensraum zu

positionieren.

Digitalisierung: Die Digitalisierung der

Wirtschaft verändert zunehmend alle Wirtschaftsbereiche.

Im Bereich der Industrie

wird mit der Digitalisierung unter dem Schlag -

wort „Industrie 4.0“ bereits eine weitere

indus trielle Revolution verbunden, die den

Einsatz von Elektronik und IT zur weiteren

Automatisierung der Produktion bezeichnet.

Auch große Teile der Dienstleistungs bran c h e,

zum Beispiel Versicherungen und Banken,

setzen zunehmend auf Digitalisierungsprozesse.

Für den Einzelhandel verändert sich

das Konsumverhalten nachhaltig und führt

unter anderem zu Umsatzverlagerungen vom

stationären Handel zum On linehandel. Diese

Entwicklung wird in den kommenden Jahren

auch sichtbare Veränderungen in der Handelsstruktur

der Innenstädte mit sich bringen.

Insgesamt gesehen wird die Digitali -

sierung aber als ein entscheidender Wachstumsfaktor

wahrgenommen und bietet enorme

Entwicklungschancen für die Wirtschaft

vor Ort. Durch die IT-Studiengänge der Universität

Hildesheim bieten sich in diesem

Wachstumsfeld be sondere Chancen zur Verzahnung

von Wissenschaft und Wirtschaft –

Theorie und Praxis in sämtlichen Branchen.

Unternehmertum – Gründungen und

Nach folgen: Die Gründungsneigung ist in

den letzten Jahren generell gesunken und

momentan auf einem relativ niedrigen Niveau

– verzeichnet aber in Hildesheim noch eine

leicht positive Gewerbebilanz. Parallel zum

Rückgang der Gründungs zahlen hat sich

allerdings erfreulicherweise die überwiegende

Motivation zur Selbstständigkeit geändert:

Das Verhältnis der sogenannten Chancengründer

(also diejenigen, die einen sicheren

Arbeitsplatz aufgeben, um eine Erfolg versprechende

Idee nach haltig umzusetzen) ist

im Vergleich zu den Frustgründern (also diejenigen,

die sich nur mangels Alternative

selbstständig machen) deutlich zugunsten

der Chancengründer gestiegen. Langfristig

bietet die Perspektive von innovativen und

gut vorbereiteten Gründungen hervorragende,

nachhaltige Wachstumsperspektiven für

die regionale Wirtschaft. Insgesamt gilt es

allerdings, auch die Gründungsintensität wieder

zu erhöhen und den Unternehmens -

bestand zu sichern. Die Sicherung des Unternehmensbestands

ist auch vor dem Hintergrund

der Unternehmensnachfolge wichtig.

In Hildesheim stehen pro Jahr 80 Unternehmen

mit rund 1200 Beschäftigten zur Nachfolge

an. Auch in diesem Feld ergeben sich

somit echte Chancen für Gründer, die sich

vorstellen können, auf bereits bestehende

Strukturen aufzusatteln und auf diesem Weg

durchzustarten.

Für die Hildesheimer Wirtschaft gilt es

die Herausforderungen anzugehen, indem

die aus ihnen resultierenden Risiken minimiert

und Chancen effizient genutzt werden.

Neben weitsichtigen und vorausschauenden

Unternehmenslenkern braucht die

regionale Wirtschaft auch ein notwendiges

Maß an Flexibilität (und weniger an Büro -

kratie und Regulatorik). Wichtig sind Rahmenbedingungen,

die verlässlich und kalkulierbar

sind, damit Unternehmen selbst ge -

stalten und nachhaltig wirtschaften können.

Denn schließlich erfordern betriebliche

Inves titionen nicht nur das damit verbun -

dene unternehmerische Risiko, sondern

auch Planungssicherheit, Glaubwürdigkeit,

Vertrauen in die Beständigkeit der Rahmenbedingungen

und damit Berechenbarkeit

für das unternehmerische Handeln.

40


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1911

Mitarbeiter: 500

Das lebende Denkmal –

UNESCO-Welterbe Fagus-Werk in Alfeld

Das Fagus-Werk wurde 1911 erbaut und 2011

zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Das Werk

gilt weltweit als Ursprungsbau der Moderne.

Mit der Errichtung des Fagus-Werks gelang

es dem Firmengründer Carl Benscheidt und

dem Architekten Walter Gropius, einem mittelständischen

Betrieb ein völlig ungewohntes, vom

Traditionellen abweichendes Erscheinungsbild

zu geben. Markenzeichen für das Neue Bauen

ist die Konstruktion der Fassade aus Glas und

Stahl sowie die stützenlosen, vollständig verglas -

ten Ecken, die dem Gebäude eine schwerelose

Eleganz verleihen und das Bedürfnis nach Licht,

Luft und Klarheit berücksichtigen. Der Fabrik -

name leitet sich aus dem lateinischen Wort

„fagus sylvatica“ für Buche ab. Buchenholz

stellte früher den wichtigsten Werkstoff für die

Herstellung von Schuhleisten dar. 100 Jahre

später erfüllt das zeitlose und denkmalgeschützte

Fabrikgebäude weiterhin seinen ursprüng lichen

Zweck und gilt inzwischen weltweit als Erfolgs -

geschichte beispielhafter Industriekultur des

20. Jahrhunderts. In dem lebenden Denkmal

wird seit Firmengründung bis heute durch -

gehend produziert. Neben der Fertigung von

Fagus-Schuhleisten, werden heute im Fagus-

Werk GreCon Mess- und Brandschutzsysteme

sowie Weinig Grecon Keilzinkenanlagen entwickelt

und hergestellt.

Erlebnisreiche Führungsangebote bieten

interessierten Besuchern Einblicke hinter die

beeindruckende Kulisse des lebenden Denkmals,

in die laufende Produktion. Im Zentrum

der Produktionsstätte befinden sich die Fagus-

Gropius-Ausstellung, das UNESCO-Besuch er -

zentrum und die Fagus-Galerie, die täglich für

Besucher geöffnet sind. Das Fagus-Gropius-Café

im ehemaligen Maschinenhaus lädt zum Ver -

weilen ein. Konzerte, Lesungen und Sonderausstellungen

bieten ein besonderes Kulturerlebnis

im Ambiente der Fabrik.

Produktionsprogramm:

– Fagus: Schuhleisten

für die Schuhindustrie

– GreCon: Elektro -

nische Messsysteme

u. a. für die Holzwerk -

stoffindustrie und

Funkenlöschanlagen

für den vorbeugenden

Brandschutz

– Weinig Grecon: Keil -

zinkenanlagen für die

Massivholzverarbeitung

Weitere Informationen

zum Unternehmen:

www.fagus-grecon.de

Entdeckungsangebote

für Besucher:

– Multimediales und

interaktives UNESCO-

Besucherzentrum

– Fagus-Gropius-

Ausstellung

– Fagus-Galerie

– Fagus-Gropius-Café

– Werksführungen

– Video-Guide-

Führungen

UNESCO-Welterbe

Fagus-Werk, Alfeld

www.fagus-werk.com

41


Das Sparkassen-Finanz -

zentrum am Marktplatz

mit der historischen

Fassade von Wedekind -

haus, Lüntzelhaus und

Rolandstift

Sparkasse Hildesheim

Gut für die Region. Gut für Sie.

Als einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder

in der Region sowie als engagierter Wirtschaftsförderer

setzt die Sparkasse wertvolle Impulse

für den Standort Hildesheim. Auch ist sie für

viele ortsansässige Betriebe ein wichtiger Auftraggeber.

Bei der Sparkasse angelegtes Geld

arbeitet nicht zuletzt hier vor Ort. Seit über

180 Jahren ist die Sparkasse Hildesheim in der

Re gion verwurzelt. Jeder zweite Einwohner hat

seine Hauptbankverbindung bei der Sparkasse

Hildesheim! Mit über 200 000 Kunden ist die

Sparkasse die regionale Nr. 1.

Als regionales Kreditinstitut bietet sie solide

Finanzierungen, ausgewogene Vorsorgelösungen

sowie bestän dige Spar- und Geldanlage -

konzepte. Die Grundlage dafür bietet das Sparkassen-Finanzkonzept

– ein Beratungskonzept,

das in allen Kundensegmenten eingesetzt wird.

Die dadurch erreichte sehr gute Beratungs -

qualität wurde von unabhängiger Stelle im Focus

Money City Contest bestätigt. Bereits zum fünften

Mal in Folge ist die Sparkasse Hildesheim

aus dem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen.

Die erzielten Erträge der Sparkasse unterstützen

die Region, in der sie verwurzelt ist. Die

Sparkasse Hildesheim versorgt die örtliche Wirtschaft

mit Krediten und sichert so Arbeitsplätze.

Das stärkt die Kaufkraft und sichert nachhaltiges

Wachstum.

Die Sparkasse Hildesheim unterstützt zusammen

mit ihren Stiftungen nahezu alle Bereiche

des öffentlichen Lebens. Mit ihrem gesellschaft -

lichen Engagement von jährlich über einer Mio.

Euro für die Region Hildesheim fördert sie jährlich

über 700 Projekte – initiiert von Menschen

aus der Region für die Region als Dividende für

alle Bürgerinnen und Bürger in der Stadt und

den Gemeinden des Landkreises.

42


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1831

Mitarbeiter: 1085

Kompetenzzentren:

für Vermögens -

management in

Hildesheim

– Alfeld (Leine)

– Bad Salzdetfurth

–Bockenem

– Gronau (Leine)

– Sarstedt

für Immobilien in

Hildesheim

– Alfeld (Leine)

– Sarstedt

oben: Als regionales Kreditinstitut bietet die Sparkasse

solide Finanzierungen, ausgewogene Vorsorge lösun gen

sowie beständige Spar- und Geldanlagekonzepte.

unten: Jedes Jahr bewegt die Sparkasse Hildesheim

zusammen mit dem MTV Hildesheim die Massen

beim traditionellen Wedekindlauf.

für Firmen- und

Gewerbekunden in

Hildesheim

– Alfeld (Leine)

Bilanzsumme:

3,9 Mrd. Euro

Geschäftsstellen:

57, davon 18 SB-

Geschäftsstellen

Sparkasse Hildesheim

www.sparkassehildesheim.de

43


Albert Fischer GmbH

Das Unternehmen geht zurück auf das Jahr

1990, als Inhaber Albert Fischer sein gleich -

namiges Bauunternehmen in den zu Büros

umfunktionierten Kellerräumen seines Wohn -

hauses gründete. Durch qualitativ hochwertige

Arbeit, zuverlässige Auftragsabwicklungen und

große Flexibilität wuchs das Unternehmen in den

folgenden Jahren beständig. Somit konnte nur

fünf Jahre nach der Unternehmensgründung die

neue Firmenzentrale in Elze bezogen werden.

Heute sind auf dem mehr als 20 000 Quadratmeter

großen Gelände Verwaltung, Technik,

Bauleitung, Bauhof und Werkstatt ansässig und

das Unternehmen beschäftigt zusammen mit der

Tochterfirma mehr als 250 Mitarbeiter. Die Baustellen

erstrecken sich über das gesamte Bundesgebiet.

Ein großer Fuhrpark, Baumaschinen

und mehr als 28 Bagger, davon 12 zugelassene

Zweiwegebagger, unterstützen die Mannschaft

bei der täglichen Arbeit.

Zu Beginn wurden fast ausschließlich Auf -

träge für die Deutsche Bundesbahn abgewickelt.

Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen sein

Portfolio um die Geschäftsfelder Hochbau, Tiefbau

und Eisenbahnbau erweitert bzw. neu ausgebaut.

Modernste Technik ist in der haus -

eigenen Architekturabteilung selbstverständlich.

Seit über 25 Jahren sind

wir sehr erfolgreich für

die Deutsche Bahn AG

im Gleisbau und Bahn -

steigbau tätig, wie hier

am Bahnhof in Elze.

Wir erstellen moderne

Produktionshallen,

Lagerhallen, Logistik -

hallen und Verkauf s -

hallen schlüsselfertig

nach Ihren Wünschen.

Damit wird für den Kunden Entwurf und Planung

inklusive einer 3-D-Visualisierung seines Hausbaus

erlebbar. Das Tochterunternehmen Albert

Fischer Hausbau GmbH und der Bereich Albert

Fischer Gewerbebau bieten dem privaten wie

gewerblichen Bauherren kompetente und zu -

verlässige Qualität bei Einfamilienhäusern und

im Hallenbau.

44


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1990

Mitarbeiter: etwa 250

Leistungsspektrum:

– Hausbau

– Hallen- und

Industriebau

– Gleisbau

– Bahnsteigbau

– Stadtbahnbau

– Wasserbau

– Brückenbau

– Erdarbeiten

– Ingenieurbau

– Straßenbau

– Kanalbau

Das eigene Zuhause ist der Lebensraum, den wir mit

den Menschen teilen, die wir lieben.

Im September 2011 wurde neben dem Stamm sitz

der Firma ein Neubau für die Albert Fischer Haus bau

GmbH bezogen, der nach den neuesten energe tischen

Gesichtspunkten gebaut wurde.

Albert Fischer GmbH

Elze

www.albert-fischer.de

45


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1987

Mitarbeiter: 32

Leinebergland-Druck GmbH & Co. KG

Wir drucken und kopieren fast alles. Von der

Visitenkarte bis zum Geschäftsbericht, vom be -

druckten T-Shirt bis zur Messewand bieten wir

Full-Service für Ihre perfekte Performance.

Als vollstufiges Druckereiunternehmen erledigen

wir die komplette Druckabwicklung aus einer

Hand (individuelle Beratung, Produktion, Versand)

und legen hierbei, neben der Qualität

unserer Produkte, großen Wert auf unseren Service.

Dazu zählen wir umfassende Beratung,

Engagement, Flexibilität und Termintreue.

Unser Hauptgeschäftszweig ist die Produk -

tion hochwertiger Drucksachen wie Bücher,

Image-Broschüren, Werbeflyer oder Zeitschriften,

auf Wunsch mit werbewirksamen Veredelungs -

effekten. Auch Ihre Geschäftsausstattung wie

Briefbögen, Visitenkarten, Kuverts, Mappen oder

Blocks erhalten Sie bei uns professionell gestaltet

und schnell gedruckt.

Im Digitaldruck produzieren wir Kleinstauf -

lagen oder personalisierte Mailings in hoher

Qualität. Ein Copyshop für Privatkunden vor Ort

rundet das Angebot ab.

Die Abteilung Werbetechnik fertigt individuell

bedruckte oder beflockte Shirts, Jacken und Trikots.

Wir drucken Ihre Banner, Schilder, Rollups,

POS- und Messe-Ausstattung und beschriften Ihr

Fahrzeug – Alles aus einer Hand.

Leistungsspektrum:

– Geschäftsausstattung:

Briefbögen, Visiten -

karten, Formulare,

Durchschreibsätze

– Mappen: Einschlag -

mappen/Angebotsmappen,

Ringordner

– Werbedrucksachen:

Flyer, Folder, Loseblatt -

sammlungen, Plakate,

Poster, Kataloge,

Mailings, Serienbriefe,

Prospekte, Schreib -

blocks, Schreibtischunter

lagen, Karten,

Kalender, Aufkleber

– Broschüren: Klebe -

bindung, Rücken -

drahtheftung, Wire-O-

Bindung, Schweizer

Broschur, Ringösen,

Produktbroschüren,

Imagebroschüren,

Geschäftsberichte

– Bücher (Hard cover

und Paperback),

Landkarten

– Verpackungen:

Blisterkarten, Etiketten,

Faltschachteln,

Stülpdeckelkartons,

– Displays: Decken -

hänger, Leichtplakate

– Werbetechnik: Banner,

T-Shirts/Hoodies,

Kfz-Beschriftungen,

Rollups, Messewände

Leinebergland-Druck

GmbH & Co. KG

Alfeld (Leine)

www.leinebergland.de

46


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Der Firmensitz

in Hildesheim

Gebäudereinigung:

Erfahrung und Kompetenz

seit über 80 Jahren

Heinrich Schröter GmbH

Seit über 80 Jahren schenken Kunden dem

Unternehmen Heinrich Schröter ihr Vertrauen.

Wer einen Spezialisten für Gebäudedienst -

leis tungen sucht, der ist hier genau richtig: Denn

die Heinrich Schröter GmbH ist eines der er -

fahrensten und kompetentesten Unternehmen

für Gebäudedienstleistungen in der Region.

Das Leistungsportfolio umfasst verschie -

dens te Dienstleistungen von der Gebäude -

reinigung über die Grünflächenpflege, Fußwegreinigung

bis hin zum Winterdienst, Wach- und

Sicher heitsdienst sowie Privatservice.

Das familiengeführte Unternehmen – in der

dritten Generation – erkennt die Herausforde -

rungen des Marktes, nimmt sie an und weiß sie

zum Vorteil seiner Kunden umzusetzen.

Von den zuständigen Landesinnungen wurde

das Unternehmen zudem durch das patent -

geschützte Qualitätszeichen „Qualitätsverbund

Gebäudedienste“ zertifiziert. Ziel ist es, eine

nachweisbare, gleichwertige Qualität durch -

zuführen und langfristig zu halten.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1934

Mitarbeiter: 450

Leistungsspektrum:

– GebäudeReinigung

– GrünflächenPflege

– FußwegReinigung

– WinterDienst

– Wach- und

SicherheitsDienst

– PrivatService

Heinrich Schröter

GmbH, Hildesheim

www.heinrichschroeter.de

47


Wir erzielen für unsere Kunden besondere optische

Effekte und werten auf diese Weise Ästhetik, Aus -

sehen sowie Wertigkeit der Produkte auf.

Galvanik-Horstmann GmbH

Wir sind ein moderner Dienstleister mit einer

mehr als 75-jährigen Erfahrung auf dem Gebiet

der Galvanotechnik, und auf die Beschichtung

und Veredelung von Metalloberflächen spezia -

lisiert. Mit unserem Know-how unterstützen wir

Kunden aus Europa und Asien innovativ, kom -

petent und effizient.

Auch wenn die Oberflächenbeschichtung

Ihres Produktes das letzte Detail ist, an das Sie

denken müssen, sollte die Qualität nicht das

Letzte sein. Denn als Schutz vor Korrosion, als

Versiegelung von Metalloberflächen, als Widerstand

gegen aggressive Stoffe und Verschleiß

und nicht zuletzt als optisch dekorative Veredelung

trägt die Oberflächenbeschichtung zur

Wertschöpfung eines Produktes bei. Eine große

Auswahl an Beschichtungsver fahren gibt Ihnen

die Sicherheit, dass die Technologie eingesetzt

wird, die das Anforderungsprofil verlangt – und

zwar in höchster Qualität.

48


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1937

Mitarbeiter: über 20

Die Logistik hat für uns im Bereich der Oberflächenveredelung

als ausgelagerte Fertigungsstelle

einen besonderen Stellenwert. Mit der

Optimierung durch intelligente Integration von

Transport, Verpackung und Handling haben wir

zur Qualitätssteigerung und Kostenreduzierung

beigetragen – zum Vorteil unserer Kunden.

Zudem erlaubt unser unabhängiger Fuhrpark,

die Abholung und Anlieferung der Ware auf

Wunsch für unsere Kunden zu übernehmen.

Wir galvanisieren Metall -

teile für Kunden aus der

Elektro- und Elektro -

technikbranche sowie

der Automobilindustrie

in Europa und Asien.

Um bei den Anforderungen an unsere Produktpalette

den höchsten Qualitätsanforderungen

entsprechen zu können, unterliegt der

gesamte Fertigungsprozess strengen und systematischen

Qualitätsprüfungen. Und selbstverständlich

ist auch der Umweltschutz ein wesent -

licher Maßstab für unser Handeln. Aus diesem

Grund haben wir ihn allen anderen Unternehmenszielen

gleichgestellt.

Leistungsspektrum:

– Verkupfern, Ver -

nickeln, Verzinnen

und Verzinken von

Gestell- und Trommel -

ware

– Vergolden von

Trommel-, Gestellware

und gedruckten

Schaltungen

– Versilbern von

Trommel-, Gestellware

und gedruckten

Schaltungen

– Vernickeln, Verzinnen

und Versilbern von

Aluminium und Alu -

miniumlegierungen

– Reinigen und Ent -

fetten in organischem

Lösemittel (wasserfrei)

– Passivieren von

Aluminium, Zink -

druck guss und

Magnesium

– Passivieren von Edel -

stahl konventionell

und nach dem Ver -

fahren US-Passivieren

Galvanik-Horstmann

GmbH, Hildesheim

www.galvanikhorstmann.de

49


Auf einen Blick

Gründungsjahr:

2011

Mitarbeiter:

weltweit 700 Mitarbeiter

an 7 Standorten

Leistungsspektrum:

– Sende- und Empfangs -

systeme für Fahr zeuge

– automobile Antennen -

systeme für Rundfunk

und Mobilfunk aller

globalen Standards

– Satellitensignal -

verarbeitung für

Ortungssysteme und

digitale Radiodienste

Radom-Messfeld in Hildesheim

KATHREIN Automotive am Standort Hildesheim

KATHREIN Automotive GmbH & Co. KG

Kathrein blickt auf eine lange Historie im Automobilbereich

zurück. Bereits seit über 60 Jahren

beschäftigt sich die Firma mit Antennenlösungen

für Fahrzeuge und gehört dabei zu den Pio -

nieren.

Vor fünf Jahren wurde diese Erfahrung mit

dem Kauf der Blaupunkt Antenna Systems

Group und Olimpus Automotive erweitert und

unter der Dachmarke KATHREIN Automotive zu

einem wichtigen Geschäftsfeld der Kathrein-

Gruppe.

In den vergangenen Jahren ist der Ge -

schäfts bereich stark gewachsen, nicht zuletzt

aufgrund des Vertrauens der Kunden wie Audi,

BMW, Volvo oder der Volkswagen Gruppe. Für

die gute Zusammenarbeit ist KATHREIN Automotive

2013 mit dem „Daimler Supplier Award“

ausgezeichnet worden. Den „GM Supplier Qua -

lity Excellence Award“ erhielt der Standort Bra -

silien im vergangenen Jahr, gleich zwei Mal

konnte China mit dem renommierten Preis ausgezeichnet

werden.

Standorte:

Deutschland:

– Rosenheim

Hildesheim

International:

– Portugal, Vila Real

– China, Suzhou

– USA, Rochester Hills

– Brasilien, Jacutinga

– Mexiko, Tlaxcala

KATHREIN Automotive

GmbH & Co. KG

Hildesheim

www.kathreinautomotive.com

50


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1947

als Familien unter nehmen,

2011 Übernahme durch

das chinesische Unter -

nehmen CITIC Dicastal

Co., Ltd., einer hundertprozentigen

Tochter der

CITIC Group

Mitarbeiter: 3400 (2014)

Die KSM Castings Group –

weltweiter Partner der Automobilindustrie

Die KSM Castings Group ist die erste Adresse

für automobilen Leichtbau in den Bereichen

Fahrwerk, Getriebe, Motor und Lenkung. In diesem

Segment gehört das Unternehmen zu den

größten Zulieferern für die internationale Automobilindustrie.

Zu den Kunden zählen alle be -

deutenden Automobilhersteller und -zulieferer

wie der Volkswagen Konzern, Daimler, BMW, ZF,

Benteler und Bosch. Als Spezialist für Guss -

komponenten aus Aluminium und Magnesium

strebt KSM die globale Spitzenposition in Technologie

und Qualität an.

KSM betreibt acht Werke in Deutschland,

Tschechien, USA und China mit insgesamt 3400

Mitarbeitern. Das Unternehmen erzielte im Ge -

schäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 473 Mio.

Euro. Langfristiges Wachstum und die Er schlie -

ßung neuer Märkte gehören zu den wesent -

lichen Zielen des Unternehmens. So investiert

KSM jedes Jahr etwa zehn Prozent des Um -

satzes in den Ausbau der Standorte. Allein

13 Mio. Euro steckte das Unternehmen in den

Bau einer neuen Werkshalle am Hauptsitz in

Hildesheim. Ausgestattet mit modernster Fertigungstechnik

werden hier 9-Gang-Automatik -

getriebegehäuse aus Magnesium für Daimler

pro duziert.

KSM investiert jedoch nicht nur in die Infrastruktur

und in neue Technologien. Im Vordergrund

stehen insbesondere die Mitarbeiter. So

gehören eine fundierte Berufsausbildung, die

kontinuierliche Weiterbildung, das Recruiting

neuer, auch internationaler Fachkräfte, ein partnerschaftliches

Miteinander sowie eine lang -

fristige Mitarbeiterbindung grundlegend zum

Unternehmensverständnis. Das Ergebnis sind

hochmotivierte Teams, erstklassige Produkte

und eine hohe Kunden zufriedenheit – wichtige

Attribute für zukünftige Aufträge und die Sicherung

von Arbeitsplätzen am Standort Hildesheim

und weltweit.

Leistungsspektrum:

Entwicklung und Ferti -

gung von Gussproduk -

ten aus Leichtmetall für

die Automobilindustrie

–Druckguss

– Kokillenguss

– Counter Pressure

Casting (CPC)

– Multi Tilt Casting

(MTC ® )

– Controlled Vacuum

Casting (CVC ® )

– Niederdruck-

Sandguss (LPS)

– Mechanische

Bearbeitung

Umsatz:

473 Mio. Euro (2014)

Standorte:

4 in Deutschland

1 in Tschechien

1 in den USA

2 in China

KSM Castings

Group GmbH

Hildesheim

www.ksmcastings.com

51


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2004

Mitarbeiter: 56

Portfolio:

– Edelstahlblechverarbeitung

– Apparatebau

– Steckerfertige

Systemkomponenten

aus Edelstahl

– Tank- und

Behälterbau

Technische Verfahren:

– Lasern

– Walzen

– Kanten

– Schweißen

– Elektrische-, und

mechanische

Endmontage

Edelstahl NORD GmbH

Die Edelstahlverarbeitung ist seit jeher das Kerngeschäft

der Edelstahl NORD. Als Lohnfertiger

von qualitativ hochwertigen Edelstahlprodukten

haben wir uns einen Namen gemacht. Hierbei ist

es für uns unerheblich, ob ein Einzelstück oder

eine Serie angefragt wird.

Durch unsere optimierten internen Abläufe

ist es uns möglich Anfragen über die mit

modernster CAD/CAM-Software ausgestatteten

Konstruktionen bis hin zur teilautomatisierten

Fertigung zügig zu bearbeiten.

Flache Hierarchien und hochqualifiziertes Personal

gewährleisten eine Bearbeitung aller Auf -

träge zur vollsten Zufriedenheit unserer Kunden.

Als zusätzliches Standbein und um das weitere

Wachstum der Firma zu festigen, wurde eine

Serie von Eigenprodukten entwickelt.

Ein auf Plasma basierendes System zur Luft -

reinigung wurde durch die Kombination verschiedener

Filterstufen so entwickelt, dass es

effektiv Keime, Bakterien, Schimmelpilze, Pollen

und Gerüche aus der Luft entfernt.

Die Besonderheit an unserem Verfahren ist,

dass entgegen einer herkömmlichen Filtereinheit

die Schadstoffe nicht aufgefangen und ge -

sammelt, sondern durch das Plasma verbrannt

werden.

Plasma Luftreinigung/

Produktlinien:

– Raumluft –

EndlessAirclean

– Zuluft – AsepticAir

Edelstahl NORD GmbH

Hildesheim

www.edelstahlnord.de

52


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2007

Mitarbeiter: 300

Komponenten:

Schaltung

Gummi-Metall- und

Kunststoff-Formteile zur

Schallentkoppelung,

Klapperschutz und

Tüllen etc.

Elektronische

Steuergeräte

biegeschlaffe und formstabile

Dichtungen,

Metall- und Kunststoff -

deckel sowie Gehäuse

mit integrierter Dichtung

etc.

Dachsysteme

beflockte und 2-Kom -

ponenten-Gleiter, Formund

Stanzteile zur Schall -

entkopplung, beschich -

tete, eckenvulkanisierte

Dichtprofile etc.

Luftfederung

Kunststoff-Abrollkolben,

Luftfederdeckel,

Kompressorlagerung

Türmodule

Dichtprofile, Dämpfungs -

elemente, Faltenbälge,

2-Härten-Klemmprofile

für Scheibenhalterung,

beschichtete Schaum-

Stanzteile etc.

Standorte:

Osterode am Harz,

Hildesheim, Gryfino

(Polen), La Porte (USA)

Jäger Automobil-

Technik GmbH

Hildesheim

www.jaeger-autotech.de

Jäger Automobil-Technik GmbH

Modullieferant mit Entwicklungskompetenz

In der Jäger-Automobil-Technik GmbH sind seit

2007 die Automotive-Aktivitäten der Jäger-

Gruppe gebündelt. Als Entwicklungspartner und

Modullieferant im Bereich Gummi, Kunststoff

und Metall gestalten wir gemeinsam mit den

First- und Second-Tier-Lieferanten aktuelle und

zukünftige Entwicklungen im Bereich „Mobilität“.

Technisch und wirtschaftlich optimale sowie

individuelle Lösungen – namhafte Hersteller in

der ganzen Welt wissen dies zu schätzen. Die

langjährige Erfahrung und höchstes Verantwortungsbewusstsein

sind dabei die Basis allen

Handelns. Dies geschieht in partnerschaftlicher,

vertrauensvoller und verbindlicher Zusammen -

arbeit mit unseren Kunden und Lieferanten.

Die 1100 Mitarbeiter der Jäger-Gruppe arbeiten

in Europa, USA und Asien in acht Fertigungsstätten.

Seit dem Gründungsjahr 1942 betreiben

heute Menschen mit mehr als 25 Nationalitäten

unser Geschäft kompetent und engagiert. Wir

schätzen die Leistung jedes Einzelnen, kurzfristiges

Denken gegenüber den Menschen ist uns

fremd.

Fachliches Wissen sowie wirtschaftliche und

soziale Kompetenz sind die Grundlagen für eigenverantwortliches

Handeln. Deshalb fördern und

unterstützen wir gezielt den Einzelnen mit seinen

individuellen Talenten und Fähigkeiten.

Bei aller Internationalität steht jedoch der

regionale Bezug absolut im Vordergrund, Jäger ist

als berechenbarer Arbeitgeber an den Standorten

bekannt. So fördern wir u. a. den Wettbewerb

„Jugend forscht“ in Hildesheim und setzen uns

insgesamt für regionale Projekte ein – für die

Menschen der Region und für unsere Mitarbeiter.

Endloslackieranlage für Gummiprofile

53


Die Blume Elektronik

Distribution GmbH bietet:

innovative Produkte für

die Neuentwicklung

und Optimierung in allen

Bereichen der Elektronik.

Blume Elektronik Distribution GmbH

„Partnership in excellence“ ist für uns nicht nur

ein Begriff, wir leben ihn auch. Wir wollen ein

echter Partner sein, der seine Kunden und seine

Anwendungen kennt, versteht und ebenso kompetent

wie partnerschaftlich begleitet. Als mittelständiges,

inhabergeführtes Unternehmen sind

wir seit über 30 Jahren mit unseren leistungs -

fähigen Produkten und umfassenden Beratungsund

Serviceleistungen am Markt tätig.

In 2012 haben wir unser Lager auf 1000

Quadratmeter ausgebaut. Flexibel können wir

auf Kundenwünsche eingehen, so sind andere

Formen der Lagerhaltung und auch Traceability

kein Problem für uns. Gerne erstellen wir auch

eigene, kundenspezifische Label mit Barcode.

1992 wurde die Firma Blume Elektronik

Distribution GmbH für die Versorgung industrieller

Kunden mit passiven elektronischen Bauelementen

gegründet. Schwerpunkt ist neben der Feinverteilung

die Beratung. Unsere Lieferanten

haben wir nach Qualitätsgesichtspunkten ausgewählt.

Sie sind alle nach ISO 9001:2008 und

weitgehend auch QS 9000/TS 16949 zertifiziert.

Das war auch für uns ein Ansporn zur eigenen

Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008.

Die Ziele sind schnell beschrieben: Mittler

zwischen dem Kunden und den Herstellern zu

sein, Informationen über das Produkt, die Verfügbarkeit

und den Preis zu übermitteln, Muste r -

wesen aus Serienproduktion mit Dokumentation

kostenlos zur Unterstützung und Stärkung Ihrer

Geschäftsführer Ellen und

Wilhelm Haßenpflug

54


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Entwicklung anzubieten, ständige Weiterentwicklung

der Zusammenarbeit, auch im Bereich der

Logistik und mit innovativen Produkten für die

Neuentwicklung und Optimierung in allen Be -

reichen der Elektronik wollen wir zum Erfolg

unserer Kunden durch erstklassige Beratung

und Service beitragen.

Eine Leistung, die absolut im Vordergund

steht, ist die individuelle Beratung. Durch motivierte

Produktspezialisten beraten wir Sie persönlich,

auch vor Ort! Wir legen Wert auf partner-

In unserem firmeninternen Messlabor

testen wir unsere Komponenten selbst.

schaftliche Kundenbeziehungen und auf eine

ganzheitliche Beratung bzw. Beratung mit Knowhow

und System. Damit Sie genau das bekommen,

was Sie tatsächlich benötigen und nicht

nur das, was irgendjemand gerade auf Lager

hat. In jedem Detail steckt unsere Erfahrung,

unser Qualitätsanspruch, die Kompetenz unserer

Mitarbeiter, unseres ganzen Teams. An diesem

Anspruch dürfen Sie uns messen!

Kurz gesagt: Die technische Kompetenz und

die hohen Qualitätsansprüche beginnen im eigenen

Haus und setzen sich bei den Lieferanten

und den zertifizierten Bauteilen fort. Unser

Anspruch ist es, Lösungen für Sie im Detail zu

erarbeiten und umzusetzen. Dies bedeutet auch

logistische Anforderungen wie zum Beispiel Justin-time,

Kanban (Produktionsprozesssteuerung)

oder Konsignationslager zu erfüllen und gleichzeitig

auch technologischen und wirtschaftlichen

Anforderungen gerecht zu werden. Testen Sie

uns – fordern Sie uns heraus!

Die kontinuierliche Weiterbildung der Beschäftigten

ist bei Blume ein zentrales Element für die persönliche

und fachliche Entwicklung.

Gründungsjahr:

– 1982 Gründung der

Karl Blume Industrie -

vertretung,

– 1992 Gründung der

Blume Elektronik

– 2003 Übernahme

durch Ellen und

Wilhelm Haßenpflug

und Umzug ins

Tec Center Bad

Salzdetfurth

Mitarbeiter: 16

(Stand: 2015)

Produktspektrum:

– passive elektronische

Bauelemente

– optoelektronische

Bauelemente (LED’s)

– Elektromechanik

(Schalter, Taster, RJ45-

Steckverbinder, Kabel)

– Produktionsmaterialien

Leistungsspektrum:

– Alternativen suchen

– Qualitätsüberprüfung

durch firmeninternes

Messlabor

– individuelle und

lösungsorientierte

Beratung

– schnell Muster zur

Hand mit den

Mustersets

– innovative Produkte

– menschlicher und

sympathischer Service

Zertifizierung:

DIN EN ISO 9001:2008

Blume Elektronik

Distribution GmbH

Bad Salzdetfuth

www.blume-elektronik.de

www.blume-schalter.de

55


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1998

Mitarbeiter: 12

Leistungsspektrum:

– Siegelblister

– Schiebeblister

– Klappblister

– Trays und Displays

– HF-Verpackungen

– Lohnverpackungen

– Münzverpackungen

– Specials

In fast jedem Bau- oder

Supermarkt zu finden

MIROTEC e. K.

Lamspringe

www.mirotec-roth.de

MIROTEC e. K. Blister-Verpackungen

Stets motiviert, haben wir Spaß an dem was wir

tun. Deswegen sind wir auch so flexibel und

reaktionsstark, wenn es um Ihre Blister geht.

Unser Team ergänzt sich perfekt, so produzieren

wir schnell und kostengünstig. Ansässig in Lamspringe

produzieren wir deutschlandweit und

darüber hinaus. Das Herzstück unserer Blisterproduktionsflotte

ist eine Tiefzieh-Maschine mit

einer Geschwindigkeit von bis zu 45 Takten pro

Minute und einer Software für optimale Reproduktion.

Eine Hochfrequenz-Maschine erlaubt es

zudem, qualitativ hochwertig verschweißte Blister

herzustellen. Diese haben den Vorteil, dass sie

einen hohen Grad des Schutzes vor Staub,

Beschädigungen und Diebstahl bieten.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2010

Mitarbeiter: 1

Leistungsspektrum:

– skandinavische

Grill- Kotas

von 6,9 bis 25 m²

– Sauna-Kotas

– Bade-Tonnen

– Sauna-Fässer

– Grill-Pavillions

Finnen-Kate e. K.

Die Finnen-Kate hat sich darauf spezialisiert,

skandinavische Freizeitkultur in Deutschland und

anliegenden Ländern zu vertreiben. Highlight ist

unsere 9,2 Quadratmeter große Grill-Kota deluxe.

Genießen Sie dieses unglaubliche Erlebnis,

bei minus 10 Grad Celsius den Grill anzuheizen

und gemütlich Steaks und Bratwurst in der

warmen Kota zu genießen. Lassen Sie sich verzaubern,

von dem Charme einer Kota.

Finnen-Kate e. K.

Lamspringe

www.finnenkate.de

56


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

oben: Qualitätssicherung

bringt Sicherheit in einem

Markt, der von Billig -

anbietern überschwemmt

wird. Mit den internen

Messaufbauten kann

HWH alle Parameter wie

Lumen, Leistungsbedarf,

Einschaltverhalten und

Flickern exakt testen.

unten: Teststationen der

HWH GmbH, wo bis zu

1000 LED Leuchtmittel

gleichzeitig getestet

werden können. In den

Test stationen wird der

Lebens dauertest und

der Schalt zyk lentest

durchgeführt.

HWH Elektronische Bauteile GmbH

Die HWH Elektronische Bauteile GmbH hat sich

auf LED Leuchten und LED Leuchtmittel spezia -

lisiert. In der Region Hildesheim hat sich das

Unternehmen aus Bad Salzdetfurth durch besondere

Fachkompetenz einen Namen gemacht.

LED Leuchtmittel sind beim heutigen Stand

der Technik für private Haushalte aber auch für

Industrieunternehmen eine interessante Option.

Das Einsparungspotenzial bei Licht an Energie

und damit auch an CO 2 ist enorm und wird von

seriösen Quellen auf bis zu 90 Prozent ge -

schätzt.

Die Zeit scheint also reif, LED so bald wie

möglich zum Einsatz zu bringen. Die fallenden

Preise sind ebenfalls ein Grund, sich jetzt mit

dem Thema zu beschäftigen.

Der HWH GmbH liegt die Qualität sehr am

Herzen, um Kunden die optimale Lösung für die

Stromeinsparung liefern zu können.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1982

Mitarbeiter: 10

Leistungsspektrum:

– Vertrieb von LED

Leuchten und LED

Leuchtmitteln unter

der Marke BLULAXA ®

– Qualitätssicherung im

eigenen Lichtlabor

– individuelle Licht -

planung und -beratung

(z. B. Lichtberechnung,

Mus terservice, Amorti -

sationsberechnung

etc.)

HWH Elektronische

Bauteile GmbH

Bad Salzdetfurth

www.hwh-electronic.com

www.99leds.de

57


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1889

Mitarbeiter: mehr als

14 000 weltweit, in

Salzdetfurth 123

Leistungsspektrum:

Förderung und Ver -

edelung mineralischer

Rohstoffe wie Kali- und

Magnesiumprodukte

sowie Salz

Umsatz: 3,8 Mrd. Euro

in 2014

K+S Aktiengesellschaft

Werk Salzdetfurth

www.k-plus-s.com

K+S Aktiengesellschaft

K+S ist ein internationales Rohstoffunternehmen,

das seit 125 Jahren mineralische Rohstoffe fördert

und veredelt. Die daraus hergestellten Produkte

kommen in der Agrarwirtschaft, Ernährung

und Straßensicherheit weltweit zum Einsatz und

sind wichtige Komponenten für eine Vielzahl

indus trieller Prozesse.

Die Nährstoffe Kali und Salz begleiten den

Megatrend der Zukunft: Eine stetig wachsende

Weltbevölkerung wird immer wohlhabender und

strebt nach einem moderneren Lebensstandard,

der einen zunehmenden Verbrauch an minera -

lischen Rohstoffen bedingt. Die deshalb stei -

gende Nachfrage bedienen wir aus Produktionsstätten

in Europa, Nord- und Südamerika sowie

einem weltweiten Vertriebsnetz. K+S ist der

größte Salzproduzent der Welt und gehört zur

Spitzengruppe der internationalen Kalianbieter.

Durch Akquisitionen im Düngemittel- und im

Salzgeschäft hat sich K+S im vergangenen Jahrzehnt

tiefgreifend verändert. Neue Märkte, Produkte

und strategische Optionen wurden hinzugewonnen.

Gleichzeitig haben andere Firmen -

58

kulturen und Denkweisen das Unternehmen

bereichert. Eines allerdings zieht sich wie ein roter

Faden durch die erfolgreiche Unternehmens -

geschichte: Die inzwischen 125-jährige Wertschöpfungstiefe

ist enorm. Auch zukünftig soll der

Rohstoff- und rohstoffnahe Bereich die Wachstumsbasis

sein. Dies hat K+S als seine Vision

formuliert: Quelle für Wachstum und Leben durch

Nährstoffe und Mineralien.

Werk Salzdetfurth


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Hochmoderne Roboter-

Schweißanlage zur

Herstellung von Wasch -

kammermodulen im

Werk Sarstedt

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1948

Hauptsitz: Vlotho

Mitarbeiter:

weltweit: 1400

Werk Sarstedt: 125

Leistungsspektrum:

Komplettausstattung von

Wäschereien

– Waschtechnik

– Flachwäsche

– Formteile

– Systemübergreifende

Technologie

– weltweiter Service

Herbert Kannegiesser

GmbH, Sarstedt

www.kannegiesser.de

Endmontage einer

9-Kammer-Takt wasch -

anlage im Werk Sarstedt

Herbert Kannegiesser GmbH

Mit über 60-jähriger Erfahrung und umfang -

reichem Know-how in der Branche der indus -

tri ellen Wäschereitechnik ist die Kannegiesser

GmbH ein kompetenter Partner für individuelle

Anforderungen. Sie ist spezialisiert auf die Be -

reiche Waschtechnik, Flachwäsche und Formteile.

Zu den Produkten für Wäschereitechnik

gehören gewerbliche Waschmaschinen, Trockner,

Waschschleudermaschinen, Mangeln, Fini -

sher sowie weitere Wäschereimaschinen.

Der Bereich Waschtechnik umfasst die Be -

arbeitung sämtlicher Schmutzwäsche von deren

Ankunft in der Wäscherei bis zur Weitergabe an

die Mangeln oder Finisher.

Der Bereich Flach wäsche umfasst die Be -

arbeitung von diversen Flach wäscheartikeln, wie

beispielsweise Bett wäsche, Tischwäsche und

Frotteewäsche aus dem Hotel- und Kranken -

hausbereich – vom Wasch- und Trockenprozess

auf Mangelstraßen bis zur Weiter verar beitung

auf Trockenwäsche faltmaschinen.

Der Bereich Formteile umfasst die Bearbeitung

des gesamten Sortiments an Be kleidung,

welche nach dem Waschvorgang bestimmte Prozesse

durchläuft, wie Finishen, Pressen, Sor -

tieren und automatisches Falten.

Im Bereich Systemübergreifende Techno -

logie bietet Kannegiesser ergänzende Produkte

zu den einzelnen Maschinen und Lösungen für

eine Wäscherei an.

Neben der hochwertigen Technik ist der

weltweite Kundenservice überaus bedeutsam,

um eine hohe technische Verfügbarkeit zu

gewährleisten sowie eine langfristige Wirtschaftlichkeit

der Kannegiesser-Maschinen zu sichern.

59


Nachtwäsche von

Ringella zeichnet sich

durch hohen Trage -

komfort und Pass -

genauig keit aus. Unsere

Kollek tionen bedienen

verschiedene Ziel -

gruppen.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1924

Mitarbeiter: ca. 50

Ringella Bekleidungswerk GmbH

Ringella ist der Nachtwäschespezialist seit über

90 Jahren. Die Ware hat die Zertifizierung nach

Ökotex 100. Ein herausragendes Preis-Leistungs-

Verhältnis sowie hoher Tragekomfort und Pass -

formsicherheit zeichnen alle Produkte aus. Verschiedene

Kollektionen bedienen verschiedene

Ansprüche und Zielgruppen:

„Ringella Women“ ist durch ihre Vielseitigkeit

für die jüngere und modisch-interessierte Kundin

sowie die Dame in den „best ages“ geeignet.

Modelle mit einer besonderen Schnittführung,

die bequem sind und eine gute Figur machen,

werden als „Comfort Size“ bis Größe 54 ange -

boten. „Ringella Bloomy“ besticht durch einen

bunten Mix an Materialien, Farben und Dessins.

Das traditionsreiche

Familienunternehmen

Ringella wird bereits in

dritter Generation ge -

führt. Im Stammhaus

Hildesheim werden die

Kollektionen designt

und entwickelt. Die

Pro duktion findet im

EU-Raum statt.

Romantisch und verspielt ist die „Ringella Lin -

gerie“. „Cherie Line“ präsentiert sich als reine

Freizeit-Kollektion mit großer Materialvielfalt,

hohem Tragekomfort und vielseitiger Aussage.

„La plus belle“ ist feine Nachtwäsche von

Romantik bis Extravaganz zu erschwinglichen

Preisen. „Ringella Men“ bietet Nachtwäsche und

Bademäntel in vielen sportiven Dessins. „Slim fit“

kennzeichnet Artikel mit jungen Dessins und

schmaleren Schnitten. „Ringella Kids“ trägt dem

Familiengedanken Rechnung und versorgt die

Kleinen (Größen 92 bis 176) mit Nachtwäsche

und Bademänteln.

Einen Onlineshop und viele Informationen

finden Sie unter: www.ringella.com. Viel Spaß

beim Stöbern wünscht Ringella!

Warenspektrum:

Nachtwäsche und

Homewear für die

ganze Familie

Marken/Linien:

Ringella Women,

Ringella Men, Ringella

Kids, Ringella Lingerie,

Ringella B.l.o.o.my,

Cherie Line, La plus

belle

Größen:

Damen: 36–54

Herren: 46–60

Fabrikverkauf:

Bett & Bad, Hildesheim

Öffnungszeiten: Di–Fr

12:00–17:00 Uhr;

Bett & Bad,

Celle-Westercelle

Öffnungszeiten: Mo–Fr

10:00–18:00 Uhr,

Sa 10:00–14:00 Uhr

Ringella

Bekleidungswerk GmbH

Hildesheim

www.ringella.com

60


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1977

Mitarbeiter: 70

Produktionsfläche:

3000 m 2

Lagerfläche:

7000 m 2

Produktbereiche:

Fußball

Tore in unterschiedlichs -

ten Ausführungen, Tor -

netze, Spielerkabinen,

Spielertunnel, Spielfeld -

markierungen, Ballfangzäune,

Trainingssysteme

und vieles mehr

weitere Ballsportarten

Handball, Volleyball,

Basketball, Hockey,

Rugby, American

Football, Tennis, Bad -

minton und vieles mehr

Leichtathlektik

Laufen, Hürdenlauf,

Hindernislauf, Diskus -

wurf, Hammerwurf,

Kugelstoßen, Speerwurf,

Weit- und Dreisprung,

Hochsprung und vieles

mehr

Sportgeräte 2000

GmbH, Hildesheim

www.helo-sports.com

Sportgeräte 2000 GmbH: helo-sports

ist heute Europas größter Hersteller

von Alu-Sport geräten

Begonnen hat die einmalige Erfolgsgeschichte

1977 in einem alten Kinosaal in Bad Salzdetfurth.

Dort gründete Helmuth Löhr mit zwei Mitarbeitern

unter dem Namen helo das Unternehmen, entwickelte

und fertigte die ersten Tore aus Alumi -

nium für den deutschen Markt. Den Anstoß für die

Produktion von Aluminiumtoren gab der legen -

däre Pfostenbruch des Holztores beim Spiel Mönchengladbach

gegen Bremen. Danach wurden

Fußballtore aus Holz oder Stahl allmählich durch

Aluminium ersetzt. Die Vorzüge dieses Werk -

stoffes sind einfach überzeugend: außer ordentlich

robust, ausgesprochen langlebig, korro sionsfrei

und dabei auch noch optisch ansprechend.

Dank zunehmender Nachfrage auf dem

Sportgerätemarkt wuchs der Betrieb stetig weiter,

sodass die Kapazitäten erweitert werden

mussten. 1995 siedelte Löhr ins Gewerbegebiet

Nord in Hildesheim um – Geschäftsführerin des

Unternehmens ist mittlerweile seine Ehefrau

Bettina Leester-Löhr. Das Unternehmen helo-

Tor-Kompetenz

aus Hildesheim

sports fertigt eine Vielzahl von Sportgeräten aus

Aluminium für den gesamten Weltmarkt. Aus -

geliefert werden die über 750 verschiedenen

Sportartikel für Ballsport und Leichtathletik –

darunter ca. 10 000 Tore jährlich – an den Großund

Einzelhandel.

61


Freitag Prototypen Peter Freitag e. K.

Freitag Prototypen ist ein namhaftes Unternehmen

für die Segmente Prototypen und Erstellung

von Vor- und Serienwerkzeugen im Bereich Gie -

ße reimodelle und der Blechumformung/Schnittund

Pinchwerkzeuge. Das eigene NE-Sandguss-

Technikum rundet die Prozesskette ab.

Seit Februar 2014 präsentiert sich Freitag

Prototypen stolz in den neuen Geschäftsräumen

auf knapp 2000 Quadratmetern Fertigungsfläche

am aktuellen Standort.

Fundiertes Know-how der Mitarbeiter, hervorragende

Qualität der Produkte und hohe Flexi -

bilität gehören zu unserer Philosophie. Permanente

Weiterentwicklung aller Beschäftigten im

Betrieb schafft die fachlichen Voraussetzungen,

um diesen Anspruch zu erfüllen. Auch wird die

Ausbildung in den Berufen der/s Kauffrau/mann

für Büromanagement und der Technische

Modellbauer, Fachrichtung Gießereimodellbau,

aktiv gelebt.

Regelmäßige Investitionen in die Betriebsausstattung

halten den Betrieb technisch auf

dem neuesten Stand. So zählen CNC 3- bzw.

5-Achsen-Fräsen seit Jahren zum Standard und

ermöglichen hochgenaues Fräsen im μ-Bereich.

Das breite Tätigkeitsfeld und das Know-how in

der Konstruktion, im Reverse Engineering, der

CNC-Bearbeitung und dem Sand- und Feinguss

zeichnen Freitag Prototypen aus.

„Innovation fängt dort an, wo es aufhört, Spaß

zu machen“ ist unser Motto und die besondere

Herausforderung, der wir uns jeden Tag stellen –

und weshalb wir mit viel Engagement, Know-how

und Motivation, und vielleicht auch gerade deswegen,

mit ganz viel Spaß in den eigenstän digen

Teams lösungsorientiert handeln.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1999

Mitarbeiter: 25

Leistungsspektrum:

– Konstruktion/

Entwicklung

– Erstmuster aus dem

Vollen gefräst

– Gießereimodelle

– Gussteile ab Losgröße 1

– Inhouse NE-Sandguss-

Technikum

– Werkzeuge für die

Blechumformung

und Isolation

– Konturbeschnitt

mittels Laser

– Druckmuster u. v. m.

Freitag Prototypen

Peter Freitag e. K.

Hildesheim

www.freitag-prototypen.de

62


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1983

Mitarbeiter:

– 95 am Produktions -

standort Emmerke

– 18 im Logistikzentrum

Lehrte

Leistungsspektrum:

Herstellung von

Vliestapeten,

Papier-/Prägetapeten,

Profilstrukturtapeten,

Flachvinyltapeten

Wallcover

Tapetenproduktionsgesellschaft

mbH

Giesen, OT Emmerke

www.ps-international.de

Wallcover Tapetenproduktionsgesellschaft mbH

Wir gehören zu den bedeutenden Unternehmen

der Tapetenindustrie und produzieren mit über

220 Mitarbeitern an zwei Standorten in Niedersachsen

und Nordrhein-Westfalen. Als inter -

na tional agierendes Unternehmen fühlen wir

uns unseren weltweiten Kunden, unseren Mit -

arbeitern und unserer Tradition verpflichtet.

Die Firma Wallcover, als Tochter der Firma

P+S international, produziert am Standort

Emmerke jährlich etwa elf Millionen Rollen hochwertiger

Tapete.

Im Jahr 2010 wurde in Lehrte ein modernes

Logistikzentrum mit einer Fläche von 16 000

Quadratmetern er öffnet. Seitdem wird die

an beiden Produktionsstandorten produzierte

Ware in Lehrte kommissioniert und an unsere

Kunden weltweit ver sendet.

Am Standort in Emmerke werden auf drei

modernen Rotationssiebdruckanlagen im Drei-

Schicht -System Profilstrukturtapeten und Flachvinyltapeten

auf Vlies- und Papierdruckträgern

gefertigt. Im Jahr 2012 wurde die Produktion um

eine weitere Drucklinie erweitert. Diese gehört zu

den modernsten in Europa. Im Zuge dieser

Erweiterung wurde auch eine hochmoderne,

dem neuesten Stand der Technik entsprechende,

thermische Nachverbrennungsanlage installiert.

Mit diesen Investitionen in Höhe von rund elf Millionen

Euro wurden neue Arbeitsplätze geschaffen

und der Standort Emmerke nachhaltig ge -

sichert. Dadurch sind wir in der Lage, auch in

Zukunft moderne und innovative Tapeten auf

dem Markt zu positionieren.

Hochmoderne 9-Farben-Rotationssiebdruckanlage

63


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1989

Mitarbeiter: 30

Leistungsspektrum:

– Dichtungseinlagen

für alle Arten von

Schraubverschlüssen

– Dichtungseinlagen

für 5-Gallonen-

Wasserbehälter

– Induktionssiegeleinlagen

(ein- und mehrteilig)

– Dichtungseinlagen

und Ringe aus

Polyäthylen-Schaum

TOP-SEALS GmbH

Gronau

www.top-seals.de

TOP-SEALS GmbH

Top-Seals bietet professionelle Dichtungsein -

lagen für die individuellen Anforderungen der

Kunden. Für Anfragen und Informationen zu

unseren Produkten stehen wir Ihnen jederzeit zur

Verfügung. Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit

Ihnen Lösungskonzepte für Ihre speziellen Anforderungen.

TOP-SEALS ist nicht

nur in der Lage, hervorragende

Produkte zu

liefern, sondern zudem

die weltweiten Kunden

fachmännisch zu be -

raten und individuelle

Lösungen zu entwickeln.

Aufgrund unserer weit gefächerten Produktpalette

können wir gemäß Ihren Anforderungen

Werkstoffe auswählen, die physiologisch unbedenklich

sind und den neuesten lebensmittelrechtlichen

Vorschriften entsprechen. Die lang jäh -

rige Erfahrung unserer Mitarbeiter sichert Ihnen

eine sehr hohe Qualität unserer Produkte zu.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1952

Mitarbeiter: 18

Leistungsspektrum:

Auto- und Spezial -

glühlampen; mehr als

5000 verschiedene

Produkte von Miniaturund

Röhrenglühlampen

über Multi LED, Glimmund

Haushaltslampen

bis zu medizinischen

Lampen, Navigations -

lampen, Halogen -

lampen, Projektions-,

Studio- und Theater -

lampen

Spahn Glühlampen -

fabrik GmbH & Co. KG

Bad Salzdetfurth

www.spahn.de

Spahn Glühlampenfabrik GmbH & Co. KG

Nicht allein für Autohersteller ist der Name

Spahn längst eine bekannte Glühlampenmarke.

Auch Fahrzeugteile-Hersteller, Elektrogroßhandel

und Leuchtenhersteller setzen auf die Marke, die

für Qualität, Know-how und einen flexiblen Ser -

vice bürgt. Daher kann sich der Nischenanbieter

auf einen großen Keis von Stammkunden

Der Spezialist in der

Nische – für das Inund

Ausland

stützen – nicht nur in Deutschland: Die Exportquote

liegt bei 20 Prozent. Der Spezialist für Autound

Spezialglühlampen verfügt insgesamt über

ein Portfolio von 5000 verschiedenen Produkten

(siehe Infospalte). Neben der Produktion im

eigenen Haus werden auch Produktionen bei

den großen Herstellern in Lizenz durchgeführt.

64


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1983

Mitarbeiter: 20

Leistungsspektrum:

– Sektionaltore

– Rolltore

– Garagen

– Hofschiebetore

– Brandschutzschiebetore

und -türen

–Schranken

– Schnelllauftore

– Verladestellen

– Tor-Ersatzteile

– Reparatur und

Service

indupart GmbH

Diekholzen

www.induparttortechnik.de

indupart GmbH – Tortechnik vom Fachmann

„Unmögliches wird sofort erledigt, Herausfor -

derungen sind uns ein Bedürfnis“, das ist das

Credo der indupart GmbH. indupart – ein führendes

Unternehmen in der Torbranche, das sich

stets der Aufgabe stellt, seine Kunden schnell,

zuverlässig und für ihren persönlichen Bedarf

individuell zu beraten. Ihr Erfolg basiert auf einer

kundenorientierten Organisationsform, verbunden

mit einem großen technischen Potenzial und

einem innovativen Herstellungsprogramm sowie

Servicedienst.

Die Firma indupart ist bundesweit tätig und

hat ihren Firmensitz in Diekholzen bei Hildesheim.

Alle Produkte der indupart Group zeichnen

sich durch einen hohen Qualitätsstandard

aus. In Zusammenarbeit mit dem Kunden werden

technisch und wirtschaftlich optimale Lösungen

für individuelle Aufgabenstellungen entwickelt.

Der Service und die persönliche Beratung sind

der Schlüssel zum Erfolg.

Lassen auch Sie sich überzeugen!

indupart: ein großes Leistungsportfolio rund um das

Tor und um fassender Service

65


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1927

Mitarbeiter: mehr als

3500 insgesamt,

7 in Hildesheim

Leistungsspektrum:

– Entsorgungslösungen

für Industrie, Ge werbe,

Handel, Kommunen

und private Haushalte

– Verwertung von Kunst -

stoff, Schrott und Me -

tall, Elektronik schrott,

Holz, organi schen Ab -

fällen/Kompost, Glas,

Papier; Akten-/Datenträgervernichtung

Tönsmeier Entsorgung

Niedersachsen GmbH

& Co. KG, Hildesheim

www.toensmeier.de

Tönsmeier Entsorgung Niedersachsen

GmbH & Co. KG

In den letzten 20 Jahren wurden im Kompostwerk

Hildesheim über 700 000 Tonnen biologisch ab -

baubare Abfälle zu circa 300 000 Tonnen gütegesicherten

Komposten weiterverarbeitet. Damit leis -

tet das Kompostwerk Hildesheim einen wichtigen

Beitrag zur Schließung der natürlichen Stoffkreisläufe.

Durch die Rückführung der organischen

Dünger werden wertvolle Humus-, Kalk- und Nährstoffquellen

gesichert, um damit die Fruchtbarkeit

der Böden in der Region zu erhalten. Über 3500

Mitarbeiter betreuen mit rund 1100 Fahrzeugen

kommunale Auftraggeber, duale Systemträger

und Kunden aus Industrie und Gewerbe.

Tönsmeier leistet mit über 30 Aufbereitungs-,

Sortier- und Recyclinganlagen einen wichtigen

Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1990

Die Kunden von

Bernward Blank profi -

tieren vom umfassenden

Know-how des Inge -

nieur büros und der über

25-jährigen Berufs -

erfahrung.

Ingenieurbüro Blank

Das Ingenieurbüro Blank in Hildesheim verfügt

über ein breites ingenieur- und bautech nisches

Portfolio in den Segmenten Wohnungsbau,

Geschäftshäuser, Altenheime, Kranken häuser,

Industriebauten, Schulen und Sport stätten. Mit

seinen leistungsstarken Mitarbeitern und der

dazugehörenden Büroausstattung wie professionellen

Arbeitsplätzen, CAD-Software, EDV -

Berechnungs- und Simulations-Programmen,

Mess- und Dokumentationsgeräten werden die

einzelnen Gewerke energetisch optimal auf -

einander abgestimmt, sodass für den Bauherrn

eine gezielt abgestimmte Anlagentechnik zum

Tragen kommt, die neuesten energetischen

Anforderungen entspricht.

Tönsmeier ist ein zuverlässiger

Partner in der

Kreislaufwirtschaft und

bietet Konzepte für ein

nachhaltiges Ressour cen-

Management.

Leistungsspektrum:

Zum Leistungsumfang

des Ingenieurbüros

Blank zählt die gesamte

– technische Beratung,

– technische Planung,

– technische Bau -

abwicklung und

– Begutachtung für

die Gewerke

– Hei zung,

– Klima,

– Elektro und

– Sanitär.

Ingenieurbüro Blank

Hildesheim

www.ingenieurbueroblank-hildesheim.de

66


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Indunorm Fertigungstechnik GmbH

Im Jahr 2001 wurde die Indunorm Fertigungstechnik

als Tochterunternehmen der Indunorm

Bewegungstechnik gegründet. Aus den damaligen

drei Mitarbeitern ist ein starkes Team von

mittlerweile 20 Angestellten und 3 Auszubildenden

geworden, was auf die Bearbeitung von kundenspezifischen

Maschinenbauteilen aus Aluminium,

Stahl, Messing und Kunststoff spezialisiert ist.

Gefertigt wird mit 3- und 5-Achs-Bearbeitun g s -

zentren und auf Drehmaschinen. Das größte Be -

ar beitungszentrum hat einen Verfahrweg von

3000 x 800 Millimeter. Somit können auch

größere Werkstücke zerspant werden. Zusätzlich

bietet der Spezialist die Veredelung bzw. Ver -

gütung (brünieren, vernickeln, eloxieren, härten

etc.) an.

2011 wurde die KS Technik erworben und

mit in das Unternehmen integriert. Die KS-

Technik entwickelt und produziert Kunststoffteile

sowie die dazugehörigen Werkzeuge und Formen

– überwiegend für den industriellen Einsatz.

Gründungsjahr: 2001

Mitarbeiter: 20 und

3 Auszubildende

Leistungsspektrum:

CNC-Bearbeitung,

Werkstücke aus:

– Aluminium

–Stahl

– Messing

– Kunststoff

– Edelstahl

auf 3- und 5-Achs-

Bearbeitungszentren

und auf Drehmaschinen,

Schwerpunkt: Losgrößen

von 1 bis 1000 Stück

Maschinenpark:

– DMU 80T

auto matisiert mit

Indumatik Ultralight ®

– Hedelius RS 60 K

– Hermle C20U

auto matisiert mit

Indumatik Light ® 30

– Hermle C20U

auto matisiert mit

Indumatik Light ® 60

– Hedelius BC80

– DMC 635 V mit 4.

Achse, automatisiert

mit Indumatik ® 50

– Hedelius CB 50

– Enshu JE805

auto matisiert mit

Indumatik ® 150

– Schleifmaschine

FS840ZCB

– Säge Forte

– Drehmaschine

Gildemeister NEF 320

Indunorm

Fertigungstechnik

GmbH, Bockenem

www.indunormfertigungstechnik.de

67


Region Hildesheim – ein

Wirtschaftsstandort mit besten

Voraussetzungen für Unternehmen

Kay Fauth / Matthias Ullrich

Die Region Hildesheim ist ein bedeutender

Wirtschaftsstandort, in dem Weltmarktführer,

innovative mittelständische Betriebe, aber

auch dynamische junge Unternehmen ihren

Sitz haben. Mit zirka 274 000 Einwohnern,

gut 10 000 Unternehmen und über 85 000

sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist

die Region Hildesheim einer der größten

Landkreise in Niedersachsen. Hier sind

ideale Rahmenbedingungen geboten, die in

der Kooperation von regionalen Banken,

Kommunen und wirtschaftsorientierten Einrichtungen

begründet sind. Dies trägt maßgeblich

zu einem gründungs- und unter -

nehmerfreundlichen Klima bei und schafft

optimale Voraussetzungen für eine gesunde

Wirtschaftsstruktur. Untermauert wird diese

Stellung durch den jüngsten Regionencheck

der Creditreform, der dem Wirtschafts -

standort eine nur geringe und abnehmende

Insolvenzanfälligkeit attestiert.

Bedeutenden Einfluss auf die positive

Entwicklung hat ein attraktiver Mix an Stand -

ortfaktoren. Für die Bestandsentwicklung

und die überregionale Nachfrage existiert

ein qualitativ differenziertes Angebot an

attraktiven Gewerbeflächen und -immobilien.

Die günstige Verkehrsanbindung der Re g i o n

ist gewährleistet durch die Autobahnen 7

und 2 sowie durch ein gut ausgebautes

Netz an Bundesstraßen (1, 3, 6, 243), dem

ICE-Haltepunkt Hildesheim, einem Verkehrslandeplatz

sowie dem Binnenhafen Hildesheim.

Der Wirtschaftsraum Hildesheim verfügt

darüber hinaus über eine sehr gute

ÖPNV-Anbindung. Dies ermöglicht die Er -

schließung weiträumiger Arbeitsplatzpotenziale

und Pendlerbeziehungen zwischen

einzelnen Standorten. Auch die Breitbandqualität

konnte in den letzten Jahren weiter

deutlich verbessert werden.

Ein hohes Maß an Wohn-, Freizeit- und

Bildungsmöglichkeiten mit drei Hochschulen

und einem differenzierten Schulangebot

rundet schließlich das Bild der Region als

attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum ab.

Mit dem Dom und St. Michaelis in Hildesheim

sowie dem Fagus-Werk in Alfeld sind

in der Region gleich zwei von insgesamt vier

UNESCO-Welterbestätten in Niedersachsen

versammelt. Diese bemerkenswerte Kon -

zen tration von architekturgeschichtlichen

Schät zen mit nationaler Strahlkraft macht

die Region Hildesheim auch zu einer lohnens -

werten touristischen Destination.

Partner für die Wirtschaft

Die Weiterentwicklung dieses für Unternehmen

und Menschen gleichermaßen

attraktiven Standortumfeldes zum Wohle

der gesamten Region ist die Aufgabe der

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim

Region (HI-REG) mbH. Dafür müssen

optimale Voraussetzungen für Unternehmen

geschaffen werden. Im Zusammenspiel mit

den regionalen Akteuren, wie Banken, Kommunen

und wirtschaftsorientierten Einrichtungen,

wird das Ziel verfolgt, den Wirtschaftsstandort

Region Hildesheim bestmöglich

weiterzuentwickeln und zu stärken,

um im zunehmenden Wettbewerb der

Regionen nachhaltig und erfolgreich zu

be stehen. Ob es um Gründungsvorhaben,

Standortverlagerungen, Betriebserweiterungen

oder Krisenfälle geht: Gerade die Ko -

operationskultur und das Zusammenspiel

tragen mit ihren individuellen Strategien und

Problemlösungen zum wirtschaftsfreund -

lichen Klima bei. Dies zeigt sich auch in der

Unterstützung von Unternehmen bei inves -

tiven Maßnahmen. Die Region Hildesheim

weist seit Jahren eine niedersachsenweit

sehr hohe Anzahl an Förderfällen auf.

68


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Gründer- und unternehmerfreundlich –

Ausgezeichnet!

Dieses partnerschaftliche Miteinander

aller wichtigen regionalen Akteure spiegelt

sich auch in der Gemeinschaftsinitiative

„Mittelstand: Fit für die Zukunft!“ wider, die

mit dem Gründerlotsen eine Anlaufstelle für

alle Gründungsinteressierten hat. Dass dieses

Vorgehen nicht nur richtig und effektiv,

sondern auch vorbildlich ist, zeigt die Auszeichnung

der Region als Gründerfreundlichste

Deutschlands im Rahmen des Global

Entrepreneurship Monitor (GEM). Darüber

hinaus wurde dieses Netzwerk zweimal

besonders gewürdigt: zum einen im Rahmen

des European Enterprise Award, zum

anderen durch das Bundesministerium für

Wirtschaft und Technologie.

Aufgaben für die Zukunft der Region

In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung

der Wirtschaft und des demogra -

fischen Wandels wird es für Unternehmen

immer wichtiger, die eigene Wettbewerbsfähigkeit

durch qualifizierte Fachkräfte und

erfolgreiche Geschäftsmodelle sicherzustellen.

Die Verbesserung der Breitbandqualität

für Unternehmen ist ein wichtiger Standortfaktor,

denn der Transfer großer Daten -

mengen ist essentiell für ihre Arbeitsfähigkeit.

Um den Wirtschaftsstandort, aber auch den

Lebensraum zukunftssicher zu gestalten, ist

eine weiterhin verstärkte Ertüchtigung der

Breitbandstruktur von zentraler Bedeutung.

Diesen Handlungsbedarf hat die HI-REG

frühzeitig erkannt und entwickelt gemeinsam

mit den Städten, Gemeinden und dem

Landkreis im Zusammenspiel mit regionalen

Unternehmen und Telekommunikationsanbietern

Strategien und Maßnahmen, um

eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Die Zukunftsfähigkeit von Regionen und

die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen

Wirtschaft hängen außerdem entscheidend

davon ab, ob es mittelfristig gelingt, die ört -

lichen Fachkräftebedarfe zu decken. Neue

Fachkräfte, die für den regionalen Arbeitsmarkt

gewonnen werden können und sich

dafür entscheiden, zu bleiben, sind wichtig

für die gesamte Region. Die Attraktivität von

Wohn- und Arbeitsumfeld ist entscheidend,

wenn es darum geht, auch von außen, neue

Fachkräfte zu gewinnen und dauerhaft zu

halten.

Die Region braucht junge Menschen,

die hier leben und arbeiten wollen und auch

unter den bereits bestehenden Fachkräften

müssen Weiterbildungen und Anpassungsqualifizierungen

erleichtert und vorangetrieben

werden. Zur Erhöhung des Erwerbs -

personenpotenzials gehört zudem die Mo -

bilisierung von bislang arbeitsmarktfernen

Zielgruppen und die effektive Nutzung

ihrer Potenziale. Die Gemeinschaftsinitiative

Fach kräfteRegionHildesheim, bestehend aus

Arbeits agentur, Kammern, Jobcenter und

HI-REG, hat es sich deshalb zur Aufgabe

gemacht, die regionale Wirtschaft bei diesen

Herausforderungen zu unterstützen.

Spitzenposition in der

Metropolregion: Beim

jüngsten Regionencheck

der Creditreform 2014

weist die Region Hildes -

heim mit 1,69 Prozent

eine nur geringe Insol venz -

anfälligkeit und damit

beste Entwicklungs -

chancen für Unter -

nehmen auf.

69


Zu Lande, zu Wasser und in der Luft –

Verbindungen in alle Richtungen

Rainer Poelmann

Ein Stichkanal verbindet

den Mittellandkanal mit

dem Hafen Hildesheim.

Der Landkreis Hildesheim besitzt eine hervorragende

Anbindung an alle Verkehrs -

träger und ist damit als Wirtschafts- und Verkehrsstandort

sehr attraktiv.

Die A 7 verläuft auf ihrem Weg von der

dänischen bis zur österreichischen Grenze

mit fünf Anschlussstellen – einschließlich

der Raststätte Hildesheimer Börde – durch

den Landkreis – eine weitere ist am Ge -

werbegebiet Hildesheim Nord geplant. Das

Autobahndreieck Salzgitter, an dem die

A 39 beginnt, liegt ebenfalls im Kreisgebiet.

In Nord-Süd-Richtung sind weiterhin die

B 3 von Göttingen durch das Leinetal nach

Hannover sowie die B 6 von Hannover Richtung

Harz wichtige Adern für den Landkreis.

Als bedeutende Ost-West-Achse führt die

B 1 von Aachen nach Berlin oder – etwas

kleinräumiger betrachtet – von Hameln nach

Braunschweig quer durch den Landkreis.

Im Schienenverkehr wird der Landkreis

Hildesheim seit Ende der 1980er-Jahre von

der Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover –

Würzburg durchquert. Durch einen Abzweig

ist Hildesheim ans ICE-Netz angeschlossen,

hier halten die Züge aus Süddeutschland

über Frankfurt nach Berlin im Stundentakt.

Bis zur Inbetriebnahme der Neubau -

70


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Spedition mit Tradition

und Erfahrung: Was mit

einem Lkw begann, ist

heute ein moderner

Speditionsdienstleister –

für seine Kunden unterwegs

in Deutsch land und

Europa.

Günter Bayer Spedition GmbH

Wir bedienen mit unserem und dem Fuhrpark

unserer Partnerunternehmen sämtliche Rela -

tionen des Bundesgebietes und unserer europä -

ischen Nachbarn.

Wir sind ein Unternehmen, das mittlerweile

in der dritten Generation geführt wird. Neben

Tradition spielt auch Zu kunftsfähigkeit eine

große Rolle. Dazu gehört eine technisch mo -

derne und junge Fahrzeugflotte mit regelmäßiger

Pflege und Wartung sowie die Zertifizierung im

Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001.

Besonderen Wert legen wir darauf, dass das

gesamte Personal über die gesetzlichen Standards

hinaus geschult und weiterqualifiziert wird.

Die Firmentreue und Zufriedenheit unserer Mit ar -

beiter – auch im Büro – wirkt sich unmittelbar

auf die Zufriedenheit unserer Kunden aus.

Gründungsjahr: 1962

Mitarbeiter: 17

Leistungsspektrum:

Speditionsdienstleis -

tungen in Deutschland

und Europa

Fuhrpark:

– Sattelzüge mit und

ohne Coilmulde,

Edscha-Verdeck,

25 Tonnen Nutzlast

– Abroll-Containerzüge,

Container von

15 bis 36 m 3

Volu men pro Stück,

20 bis 22 Tonnen

Nutzlast

Günter Bayer Spedition

GmbH, Hildesheim

www.spedition-bayer.de

strecke verlief der gesamte Nord-Süd-

Verkehr über die Strecke Hannover – Elze –

Göttingen durchs Leinetal, die heute Be -

standteil eines europäischen Güterverkehrskorridors

ist und daneben stündlich von den

Metronom-Zügen Göttingen – Hannover –

Uelzen befahren wird. Zusätzlich fahren

auch einige IC mit Halt in Alfeld und Elze

durchs Leinetal.

Die erste Strecke im Landkreis war

jedoch diejenige von Hildesheim über

Lehrte nach Hannover, über die heute

neben Güterzügen die S 3 verkehrt. Weiterhin

spielt die Strecke von Hildesheim über

Derneburg in den Harz und weiter Richtung

Halle/Saale eine wichtige überregionale

Rolle, während die Lammetalbahn nach

Bodenburg insbesondere für den Südkreis

bedeutsam ist. Auch hier findet noch Güterverkehr

statt.

Über den Zweigkanal ist Hildesheim mit

dem Mittellandkanal verbunden und an

das Wasserstraßennetz angeschlossen. Der

Hafen Hildesheim verfügt über einen Gleis -

anschluss – aufgrund der Nähe zur geplanten

Autobahnanschlussstelle erscheinen die

Planungen eines Güterverkehrszentrums

dort durchaus realistisch. In Algermissen

existiert ein weiterer Umschlagplatz am

Kanal.

Schließlich kann man im Norden Hildesheims

sogar in die Luft gehen: Der Verkehrslandeplatz

wird hauptsächlich von

Kleinflugzeugen, Seglern, Trag- und Hubschraubern

benutzt und dient vornehmlich

dem Messe- und Geschäftsreiseverkehr.

71


Landkreis Hildesheim

kraftvoll für Naturenergie und Klimaschutz

Helfried Basse

Klimaschutzagentur-

Hildesheim-Peine

Klimaschutz hört nicht

an der Kreisgrenze auf.

Das haben die Land -

kreise Hildesheim und

Peine erkannt und im

Juli 2015 die gemein -

same Klimaschutz -

agentur Hildesheim-

Peine gGmbH gegründet.

Die Agentur soll

allen Menschen in der

Region als Anlaufstelle

für Fragen rund um den

Klimaschutz und zur

Nachhaltigkeit dienen.

Auch dieses ist eine

Kraftanstrengung zur

Erreichung der Ziel -

vorgabe: Klimaneutrale

Energieversorgung im

Jahr 2050. Mehr Infor -

mationen unter: www.

landkreishildesheimklimaschutz.de

Zwischen Harz und Leine-Weserbergland,

direkt vor der Landeshauptstadt Hannover,

liegt am Tor zur Norddeutschen Tiefebene

der Landkreis Hildesheim. Die

unterschied lichen Naturräume wie die Ausläufer

des Harzes, das Innerstetal und das

Leine-Weserbergland, aber auch die Weiten

der fruchtbaren Hildesheimer Börde,

machen den Charme der Region aus.

Selbst groß flächige Eingriffe in die Natur zur

Gewinnung von Bodenschätzen wurden

bereits frühzeitig in das reizvolle Landschaftsbild

ortstypisch eingefügt. Traditionelle

Wald- und intensive Landwirtschaft

prägen zusätzlich das Landschaftsgebiet

mit dem hohen Wohn- und Erlebniswert.

Dieses alles gilt es zu erhalten.

Bereits in den 90er-Jahren des vorigen

Jahrhunderts wurde die Notwendigkeit von

Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und

erneuerbaren Energien erkannt. Mit dem aus

der lokalen Agenda 21 erwachsenen Klimaschutzgedanken,

legten regionale Akteursgruppen

gemeinsam mit der Kreispolitik die

Grundlagen des heutigen Ziels: klimaneutrale

Energieversorgung bis 2050! Im Dezember

2012 nahm der Kreistag das Klimaschutzkonzept

für den Landkreis Hildesheim,

seine Städte, Gemeinden und Samtgemeinden

entgegen. Mit Landrat Reiner Wegner

und mir, dem zuständigen Umweltdezernenten,

an der Spitze, hat die Umsetzung des

Aktionsprogramms Fahrt aufgenommen.

Neben der seit Jahrhunderten an Glene,

Innerste oder Leine genutzten Wasserkraft,

die aktuell rund 19,3 MWh/a zum Energiemix

beiträgt, stehen heute nachwachsende

Rohstoffe als Energieträger im Focus. Insgesamt

25 Biogasanlagen verstromen im Land -

kreis Hildesheim Mais, Leguminosen und

landwirtschaftliche Abfälle und liefern zu -

dem Wärme. Der Einsatz von Scheitholz als

Heizmaterial ist mittlerweile durch Holzhackschnitzel

für moderne Heizungen ersetzt

worden. Ein noch zu hebendes Potenzial

von gut 500 Gigawattstunden pro Jahr stellen

Getreide- und Rapsstroh dar. Mit der

Pro duktion von Strohpellets bietet sich ein

weiteres Standbein für die Landwirtschaft

und eine preiswerte, regionale, langfristig

sichere, vor Allem nachhaltig klimaschonende

Heizenergiequelle an.

Moderne Fotovoltaikanlagen arbeiten auch

in unserer Region effektiv und liefern gut 17,5

Megawattstunden elektrische Energie pro

Jahr. Die ähnlich aussehenden Solarthermiepanel

pro duzieren aktuell rund 12 Megawattstunden

pro Jahr Wärmeleistung. Bei beiden

Ener gieformen ist durch Flächenausbau und

tech nische Verbesserung das Zehnfache an

Leistung möglich. Wichtigstes Element in der

Energieerzeu gung ist der Wind. Die fast 80 be -

stehenden Windkrafteinzelanlagen steuern mit

momentan circa 126 802 Megawattstunden

pro Jahr den Löwenanteil an Strom zum „Natur -

energie kraftwerk Region Hildesheim“ bei.

72


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Überlandwerk Leinetal (ÜWL):

Strom.Gas.Wasser. – Fair.Transparent.Regional.

Mit der Elektrifizierung des Leinetals haben wir

1903 als Städtisches Elektrizitätswerk Gronau

begonnen. Bereits im Gründungsjahr versorgten

wir mit einem 40 PS Deutz Motor die ersten

63 Abnehmer.

Heute – mehr als 111 Jahre später – beliefern

wir mit hohem technischem und kaufmän -

nischem Sachverstand circa 46 000 Kunden

zuverlässig mit Strom, Erdgas und Trinkwasser.

Dafür investieren wir in unserem Versorgungs -

gebiet jedes Jahr durchschnittlich circa 3,5 Mio.

Euro und vergeben damit regelmäßig Aufträge in

nennenswerter Größe an die heimische Wirtschaft.

Als regional erfolgreiches Energie- und

Wasserversorgungsunternehmen im Landkreis

Hildesheim sorgt ÜWL für sichere Arbeitsplätze

von derzeit circa 110 Mitarbeitern.

Gesellschaftliche Verantwortung ist für uns

eine Verpflichtung. Deshalb bildet das ÜWL über

den eigenen aktuellen Bedarf hinaus aus und

gibt jungen Menschen eine Chance für den

Berufseinstieg in die Energiebranche.

2015 ist für ÜWL ein ganz besonderes Jahr.

Mit dem Einzug in unseren Neubau am alten

Standort „Am Eltwerk“ haben wir einen tradi -

tionsreichen Teil der ÜWL-Geschichte beendet

und gleichzeitig ein neues Zukunftskapitel auf -

geschlagen. Auf Basis moderner, aktueller Bauund

Energiestandards setzen wir ein sichtbares

Zeichen der Stabilität, Kontinuität und Innovation

unseres Unternehmens in der Region. Somit ist

der Neubau eine Investition in die Zukunft des

Überlandwerk Leinetal, mit der wir die bisher

beengten Platzverhältnisse beseitigen, unsere

Prozessabläufe optimieren und unseren Kunden

angemessen begegnen können.

Entscheidender Vorteil für Kunden eines

Regionalunternehmens wie der des Überlandwerk

Leinetal ist die Schnelligkeit und Zuver -

lässigkeit, Kundenwünsche wirtschaftlich zu er -

füllen und Störungen zu beseitigen. Außerdem

profitieren unsere Kunden nach wie vor von traditionell

kompetenten Ansprechpartnern vor Ort,

anstatt sich mit anonymen Call-Centern in der

Ferne auseinanderzusetzen.

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

1903 als Städtisches

Elektrizitätswerk in

Gronau (Leine)

Mitarbeiter: 110

sowie 13 Auszubildende

Kunden: 46 000

Leistungsspektrum:

Dienstleistungen

rund um das Thema

Ver sor gung

–Strom

– Wasser

–Gas

Umsatz/Jahr:

48 Mio. Euro

Überlandwerk Leinetal

GmbH, Gronau

www.uewl.de

73


Sichere Entsorgung – von einer ungeordneten

Müllentsorgung zu einem modernen

Dienstleistungsunternehmen – dem ZAH

Jens Krüger

74

Vor über 100 Jahren war man noch weit von

einer geordneten und sauberen Müllabfuhr

entfernt. Jede Stadt und Gemeinde regelte

ihre Müllentsorgung auf eigene Weise. Müll

wurde zu der Zeit in Tonkuhlen oder Senken

frei entsorgt. Dieses willkürliche Ab -

laden führte zur Verschandelung des Landschaftsbildes.

Auch musste durch das Einbringen

an verschiedenen Stellen mit einer

Verunreinigung des Grundwassers gerechnet

werden.

Dieses ist in Stadt und Landkreis schon

frühzeitig erkannt worden, sodass bereits

im Jahr 1918 die Stadt Hildesheim die

Müll abfuhr, noch mit offenen Ackerwagen,

übernommen hat. Anfang der 1930er-Jahre

wurde die Müllentsorgung mit ersten motorisierten

Fahrzeugen durchgeführt.

Im Landkreis Hildesheim wurde 1954

der Müllabfuhrzweckverband (MZV) ge -

gründet, da erkannt wurde, dass eine neuzeitliche

Müllabfuhr viel zu teuer ist, um sie

wirtschaftlich durch kleine Landgemeinden

allein betreiben zu lassen. Der Zusammenschluss

der Gemeinden im Müll abfuhr -

zweck verband wurde in einer vom Kreistag

des Landkreises Hildesheim-Marienburg

erlassen Verbandssatzung geregelt. Träger

des Zweckverbandes waren die der Müll -

abfuhr angeschlossenen Gemeinden. Von

zunächst nur sechs Gründergemeinden,

nämlich Barnten, Diekholzen, Groß Giesen,

Himmelsthür, Holle und Söhlde getragen,

stieg die Zahl der an die Müllabfuhr angeschlossenen

Mitgliedsgemeinden rasch auf

139. Insgesamt 146 000 Einwohner wurden

durch den MZV bedient.

Die Abfuhr erstreckte sich zunächst auf

sieben Mülltouren. Davon wurden drei

Touren von der im Mittelpunkt gelegenen

Verbandsunterkunft Groß Düngen und vier

Touren von den Außenstellen angefahren.

Knapp 53 000 Mülleimer, in Größen von 35

und 50 Litern, gab es zu entleeren.

1954 wurden hierzu zwei Unimog-Sattelschlepper

mit je einem Müll- und einem

Fäkalienauflieger erworben. Der Sattel -

schlep per gestatte es, mit demselben Zugfahrzeug

an drei Wochentagen Müll- und an

drei Tagen zusätzlich die Fäkalienabfuhr zu

betreiben.

Auch in der Stadt Hildesheim schritt die

Technik voran und 1967 wurde ein eigener

Betriebshof am Römerring für die städtische

Müllabfuhr eingerichtet. Des Weiteren wurden

immer mehr zentrale geordnete Depo -

nien eingerichtet um die wilden Müllkippen

an Dorf- und Stadträndern einzudämmen.

Bis Ende der 1970er-Jahre betrieben Stadt

und Landkreis eigene Müllkippen bzw.

Deponien. Nach Verfüllung und Schließung

der letzten stadteigenen Deponie in der

Scharlake in Drispenstedt Ende der 1970er-

Jahre, verzichtete die Stadt auf die Einrichtung

einer neuen Deponie. Stattdessen

wurde mit dem Landkreis Hildesheim, der

1979 den Müllabfuhrzweckverband (MZV)

übernahm und der das „Amt für Abfall be -

seitigung“ einrichtete, eine Einigung erzielt,

auf die kreiseigenen Deponien Barnten,

Doershelf und Lechstedt zu fahren.

1982 wurde nach einem aufwendigen

Untersuchungs- und Standortfindungsverfahren

die Zentraldeponie Heinde an der

Fortsetzung Seite 76


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1994

Mitarbeiter: 165

Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim

Im Jahr 1892 wird erstmals die neu eingeführte

Müllabfuhr in der Hildesheimer Zeitung erwähnt.

Rund 100 Jahre später – 1994 – gründen Stadt

und Landkreis Hildesheim den ZAH mit dem Ziel

der gemeinsamen Abfallentsorgung.

Seitdem nimmt der Zweckverband Abfall -

wirtschaft Hildesheim (ZAH) für die Verbands -

mitglieder – Stadt und Landkreis Hildesheim

die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Ent sor -

gungs trägers wahr.

Nah am Kunden: Bera tungs büro im Zentrum Hildesheims

Das Gebiet des Zweckverbandes Abfallwirtschaft

Hildesheim ist eine wachstumsorientierte

Wirtschaftsregion. Es umfasst auf mehr als

1200 Quadratkilometern die beiden eigenstän -

digen Gebietskörperschaften Stadt Hildesheim

und Landkreis Hildesheim mit 6 Städten und

13 Gemeinden bzw. Samtgemeinden mit 84 500

Haushalten und 274 194 Einwohnern.

Leistungsspektrum:

– Bereitstellung und

Entleerung von Restund

Bioabfallbehältern

– Öffentlichkeitsarbeit

und Abfallwirtschafts -

beratung

– Umschlagen des

Abfalls und Transport

zur Verbrennungs -

anlage

– Betrieb der Zentral -

deponie Heinde

– Durchführung der

Sperrmüllabfuhr

– separate Sammlung

von Kühl-, Wasch- und

allen Elektrogeräten

– Einsammeln der

gelben Säcke im

ZAH-Gebiet

– Sammlung von

Altpapier

– Betrieb der Wert -

stoffhöfe in Hildes -

heim, Sarstedt, Alfeld,

Elze und Lamspringe

– Fäkalienabfuhr und

Kanalreinigung

– Containergestellung

– Schadstoffsammlung

Zweckverband

Abfallwirtschaft

Hildesheim (ZAH)

www.zah-hildesheim.de

Fotovoltaikanlage

und Windräder auf

der Deponie Heinde

75


Die Zentraldeponie

Heinde

76

L 492, nahe der Autobahnabfahrt Hildes -

heimer Börde, errichtet. Diese Deponie war

bundesweit eine der ersten, die innerhalb

kürzester Zeit zusätzlich zu der reinen naturnahen

Basisdichtung (da Ton im Untergrund

vorzufinden war) eine Kunststoff -

folienabdichtung bautechnisch vorsah. Das

anfallende Sickerwasser wurde in verlegte

Leitungen zu einer bereits vorhandenen

Teichkläranlage geleitet und dort gereinigt.

Im Laufe der Zeit wurden die technischen

Maßnahmen zur Basisdichtung der Deponie

Heinde immer weiter verbessert. In Spitzenzeiten

wurden dort pro Jahr bis zu 250 000

Tonnen Müll abgelagert.

Aufgrund der bereits in der Vergangenheit

betriebenen Zusammenarbeit zwischen

der Stadt und dem Landkreis Hildesheim

hinsichtlich der Müllentsorgung war es nur

logisch, dass am 1. Januar 1994 der Zweckverband

Abfallwirtschaft Hildesheim (ZAH)

mit dem Ziel der gemeinsamen Abfallentsorgung

gegründet wurde.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich

der ZAH zu einem modernen Dienstleis tungs -

unternehmen in der Abfallentsorgung mit

Sitz in Groß Düngen.

Auf der Zentraldeponie Heinde werden

die Hausmüllabfälle in einer 2005 errichteten

Umschlaghalle umgeschlagen und zur

thermischen Verwertung, zurzeit zur Verbrennungsanlage

nach Helmstedt mit fünf

Sattelzugmaschinen verbracht. Baustellenabfälle

und Althölzer werden ebenfalls angenommen,

umgeschlagen und einer Verwertung

zugeführt. Schadstoffe aus Haus -

haltungen können in der bestehenden

Schad stoffsammelhalle kostenfrei angeliefert

werden.

Für mineralische Abfälle steht weiterhin

noch das Deponiefeld Hoersten-West zur

unbefristeten Ablagerung zur Verfügung.

Eine moderne Sickerwasserkläranlage

reinigt seit 1994 problemlos und verlässlich

das anfallende Sickerwasser von den verschiedenen

Deponiefeldern.

Dem Zweckverband Abfallwirtschaft

Hildesheim (ZAH) ist Kundenzufriedenheit

und Bürgernähe ein wichtiges Ziel der täg -

lichen Arbeit.


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Das Handwerk – bedeutende Wirtschaftsmacht

Ina-Maria Heidmann

Eine rote Fahne mit der Inschrift „Das Handwerk“

und einer zum Buchstaben „D“ stilisierten

Faust, bei der der Daumen optimis -

tisch nach oben zeigt. Es ist nicht zuletzt

die bundesweite Imagekampagne des

Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

(ZDH), die dank des unverwechselbaren

Logos dazu beigetragen hat, dass das Hand -

werk wieder verstärkt wahrgenommen wird

und sich der Welt selbstbewusst in seiner

gesellschaftlichen Tragweite präsentiert.

Es ist gut, dass sich die Wirtschaftsmacht

„Handwerk“ auf die eigenen Wurzeln

besinnt und um die Erweiterung „Von

Nebenan“ die ökonomischen Größen -

verhältnisse des gesamten Handwerks auf

einen Punkt bringt. So präsentiert sich das

Handwerk in seinem Selbstverständnis als

ein Wirtschaftsbereich, der sehr nah bei den

Menschen und vor allem in seiner Region

tief verwurzelt ist. Hier kennt der Betriebs -

inhaber nicht nur alle seine Mitarbeiter

namentlich, sondern auch einen Großteil

seiner Kundschaft persönlich. Die Kunden

wiederum sind es, die schon viele Jahre auf

ihren Handwerksmeister vor Ort bauen.

Die rund 2700 Betriebe des Landkreises

Hildesheim sind eine entscheidende Säule

der regionalen Wirtschaft. Zu einem überwiegenden

Teil sind sie auf den lokalen

Absatzmärkten aktiv und doch gibt es in einzelnen

Sparten – insbesondere in den Inves -

titions- und Zuliefererhandwerken – Spezia -

listen, die sich mit ihrer Produktpalette in

Deutschland und der ganzen Welt etabliert

haben. In genau diesem Spannungsfeld

zeigt sich ein weiteres Charakteristikum des

Handwerks: Es ist wie kaum ein anderer

Wirtschaftsbereich gleichzeitig der Tradition

wie der Innovation verpflichtet. Die Mitgliedsbetriebe

der Handwerkskammer Hildesheim-

Südniedersachsen und ihre Mitarbeiter stehen

für Werte, die seit mehr als einem Jahrhundert

das Gerüst für eine starke Gemeinschaft

bilden. Sie bewahren tradiertes

Wissen, fördern den Zusammenhalt und

Austausch der einzelnen Gewerke, sie stärken

die Bildung in der Region und sie leben

einen hohen Anspruch, als Vorbild in Bezug

auf Ausbildungs- und Förderungsleistungen.

Das Image des Handwerks hat sich

gewandelt. Innovation und Handwerk ist ein

Begriffspaar, das zu einer unveräußerlichen

Einheit geworden ist. So sind inzwischen die

Bau- und Ausbaugewerke der Ansprechpartner

Nummer Eins in Fragen der ökolo -

gischen Nachhaltigkeit mit Blick auf klimaneutrale

Gebäude oder Fotovoltaikanlagen,

aber auch Experten wichtiger Trends wie

der barrierefreien Modernisierung.

Ein besonderer Fokus der handwerks -

politischen Arbeit liegt auf dem Erhalt der

Meis terpflicht. Meisterbetriebe überzeugen

durch handwerkliche Kompetenz, Verantwortung

für ihre Mitarbeiter und durch Ausbildungsengagement.

Sie stellen als Stütze

des Mittelstandes das Gegengewicht zu der

oft von Großunternehmen gelebten Praxis

der „Human Resources“ dar. Kleine und

mittlere Handwerksunternehmen erhalten

seit Generationen Arbeitsplätze in der Re -

gion und tragen somit zur wirtschaftlichen

Stabilität bei.

Das Handwerk im Landkreis Hildesheim

sieht sich großen Herausforderungen

gegenüber. Der Fachkräftemangel im Zuge

des demografischen Wandels ist nur eine

davon. Das Südniedersächsische Handwerk

hält dagegen. In eigens von der Handwerkskammer

konzipierten Plakat-Kampagnen,

der großen Meisterfeier, diversen Werbe -

mitteln und der Gründung eines eigenen

Fortsetzung Seite 78 unten

77


Egal ob Planungs- und

Ingenieurleistungen für

Häuser, Hallen, Garagen,

Car ports, Dächer,

An- oder Umbauten –

teambau Eigenheime

GmbH ist Ihr qualifizierter

Ansprechpartner.

teambau Eigenheime GmbH Itzum

Ingenieur- und Sachverständigenbüro

Wir sind dafür verantwortlich, planerische Vorstellungen

und technische Details professionell

zu kombinieren. Wir zeigen Ihnen, was möglich

und erlaubt ist, beachten Vorschriften und Richtlinien

und stellen Ihnen gerne vor, wie Ihr Projekt

verwirklicht werden kann. Zahlen, Berechnungen,

Vergleiche, Annahmen, Empfehlungen, Hochrechnungen,

zeichnerische Darstellungen, Überprüfungen

– das ist unsere Welt, das haben wir

jahrelang angewendet, verfeinert und zu unserer

täglichen Arbeit gemacht. Besonderen Wert

legen wir auf eine persönliche und vor allem

umfassende Beratung sowie Betreuung von

A bis Z. Kompetenz, auf die Sie vertrauen können!

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1997

Mitarbeiter: 3

Leistungsspektrum:

– Planung

–Statik

– Wärmeschutz

– Energieausweis

– Brandschutz

– Gutachten

– Bauleitung

– Energieberatung

– Bauwerksprüfungen

– Hausbau

– Renovierung/

Modernisierung

– Bausatzhäuser

teambau Eigenheime

GmbH Itzum, Ingenieurund

Sach ver stän digen -

büro, Hildesheim

www.teambau-itzum.de

Meister Netzwerkes, versucht sie mit Nachdruck

auf die gesellschaftliche Bedeutung

des Handwerks und die Verwirklichung verschiedener

Karrieremodelle aufmerksam zu

machen.

Die Welt ist im Wandel und das Handwerk

geht mit, ist häufig Vorreiter. Damit das

Handwerk auch in Zukunft eine tragende

wirtschaftliche Säule des Landkreises Hildes -

heim bleibt, schlagen immer mehr Betriebe

neue Wege bei der Nachwuchswerbung

ein. Sie geben benachteiligten Jugend lichen

oder solchen, die beim Heranwachsen den

Anschluss an die reguläre Schullaufbahn

verloren haben, ebenso ein beruf liches

Zuhause wie sogenannten Studienaussteigern.

Aber damit nicht genug: Das Handwerk

hat unter anderem aus seiner langen

Tradition der Gesellenwanderung heraus,

Interkulturalität und Migration schon immer

als Bereicherung verstanden. Das Handwerk

in der Region wird weiterhin den wertvollen

Import von technischem und fachlichem

Know-how verfolgen und ausbildungswilligen

Menschen aus allen Teilen

der Welt ein Zuhause in der „Familie Handwerk“

geben.

78


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Thiemt GmbH – Bauunternehmen + Zimmerei –

gewissenhaft, zuverlässig und hochwertig

Mit unserem gut 60-köpfigen Team werden

Klein- und Großprojekte realisiert. Dabei können

Sie sich auf eine hohe Qualität in der Planung

und der handwerklichen Ausführung verlassen.

Ein gutes Miteinander zum Kunden ist dabei

genauso gelebte Thiemt-Philosophie wie die professionelle

Durchführung des Bauvorhabens. Als

einziges Unternehmen im Großraum Hildesheim

können wir folgende Leistungen aus einer Hand

anbieten: Hoch- und Tiefbau, Erd-, Maurer- und

Zimmerarbeiten. Geht nicht – gibt es bei uns

nicht. Die Projekte werden mit höchster Motivation

realisiert.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1949

Mitarbeiter: rund 60

Leistungsspektrum:

– Neubau

– Umbau

– Sanierungen

– Zimmerarbeiten

– Energieberatung

Professionelle Holzbeund

-verarbeitung auf

neuesten Maschinen

für

private,

öffentliche und

gewerbliche

Kunden

THIEMT GmbH

Bauunternehmen +

Zimmerei

Bad Salzdetfurth

www.thiemt-bau.de

79


Ackern mit Konzept –

moderne Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Hans-Dieter Dammann

Der Landkreis Hildesheim, an der Grenze

zwischen Norddeutscher Tiefebene und Mittelgebirge

gelegen, ist seit jeher eine landwirtschaftlich

geprägte Region. Seine Böden

gehören zu den fruchtbarsten, die es in

Deutschland gibt. Die Schwarzerden Hildesheims

werden in allen bodenkundlichen

Standardwerken zusammen mit denen in

Breslau-Halle-Erfurt und der Magdeburger

Börde genannt. Gemeint sind die Böden

des Borsumer Kaspels, die sich durch eine

fruchtbare Bodenschicht von 0,80 bis 1

Meter auszeichnen.

Allerdings muss man den Hildesheimer

Raum von der Gestehungsgeschichte und

der Ertragssicherheit der Böden in 2 Teile

gliedern. Den nördlichen Teil mit den sehr

fruchtbaren Schwarz- und Braunerden und

den größeren südlichen Teil, der aus Verwitterungsböden

des Grundgebirges besteht,

in die kleinere und größere Flächen des

Dilu viums eingesprenkelt sind, wie zum

Beispiel das Gronauer Becken, die Senke

zwischen Thüster/Duinger Berg und Külf,

zwischen Hildesheimer Wald und Sieben

Berge/Sackwald und der Ambergau.

Aufgrund des guten natürlichen Stand -

ortes hat sich schon frühzeitig ein intensiver

Ackerbau mit den anspruchsvollen Kulturen

Zuckerrüben und Weizen entwickelt. Die

Viehwirtschaft, vor allem im südlichen Be -

reich angesiedelt, hat trotz guter Leistungen

etwas im Schatten des Ackerbaus gestanden

und verliert ständig an Bedeutung. Die

Landwirtschaft war in den letzten fünf Jahrzehnten

starken Veränderungen unterworfen

und dadurch bedingt hat sich in den

Dörfern und auf den Höfen das Leben dras -

tisch verändert.

Landwirtschaft im Landkreis Hildesheim in Zahlen

Die Gesamtfläche des Landkreises beträgt 120 578

Hektar, davon sind 29 400 Hektar also 24 Prozent

Wald. Nach Abzug von Gebäude-, Hof- und Straßen -

flächen verbleiben 68 769 Hektar (57 Prozent) landwirtschaftliche

Nutzfläche (LF) von denen 64 000

Hektar als Ackerland und 4700 Hektar als Grünland

genutzt werden.

Gab es 1950 noch 4300 landwirtschaftliche Betriebe

im Landkreis, so hat sich die Anzahl heute auf circa

900 Betriebe reduziert, davon circa 60 Prozent im

Haupterwerb. Zurzeit geben jährlich etwa 20 Betriebe

die Landwirtschaft auf. Neben der Milcherzeugung in

weniger als 50 Betrieben ist die Veredelung mit noch

circa 20 Sauenhaltern und 75 Schweinemästern

sowie die Schafhaltung auf 77 Betrieben und die

Mutterkuhhaltung auf 60 Betrieben zu nennen. Der

Viehbesatz beträgt 0,14 Großvieheinheiten je Hektar

(GVE/ha – zum Vergleich: Landkreis Vechta 2,96

GVE/ha). Ein Problem mit Nährstoffüberschüssen

gibt es daher nicht.

Die dominierende Ackerfrucht ist mit 34 709 Hektar

der Winterweizen, gefolgt von der Zuckerrübe mit

12 566 Hektar. Der in der Rindviehfütterung aber

auch in den 25 Biogasanlagen des Landkreises verwertete

Silomais taucht in der Anbaustatistik nur mit

5483 Hektar auf und nimmt damit nur 7,97 Prozent

der Anbaufläche ein. Das ist nur 1 Prozent mehr als

der Rapsanbau des Grünlandanteils und von einer

„Vermaisung“ der Flächen kann im Landkreis Hildes -

heim keine Rede sein.

Die Entwicklung zu immer größeren

Betriebseinheiten kann man bedauern,

Alter nativen gibt es aufgrund der agrarpoli -

tischen Vorgaben seitens der EU aber nicht.

Um den Betrieb als Einkommensquelle für

die Familie zu erhalten, werden die Betriebe

weiterhin versuchen die Kosten zu senken

80


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

und den Ertrag zu steigern. Daher wird die

Nutzung der Flächen überwiegend weiter

mit hoher Intensität erfolgen.

Zum Ziel der Existenzsicherung strebt

ein Großteil der Betriebe ein Wachstum

über die Fläche an. Die geschieht fast ausschließlich

über die Zupacht. Der Pacht -

anteil der Betriebe liegt inzwischen weit

über 50 Prozent. Die Kaufpreise sind so

hoch und ständig im Steigen begriffen, dass

ein Zukauf aus Betriebsgewinnen kaum

möglich ist. Allerdings steigen auch die

Pachtpreise und damit nimmt die Rentabilität

der Zupacht ab.

Aus Wirtschaftlichkeitsgründen bilden

sich betriebliche Kooperationen wie zum

Beispiel Maschinengemeinschaften, Betriebs -

zweiggemeinschaften oder sogar Vollfusionen

in einer Betriebs-GbR oder anderen

Rechtsformen. Die Wachstumsschwelle

liegt bundesweit bei etwa 100 Hektar, ab

dieser Flächenausstattung nehmen die

Betriebe tendenziell eher zu. Im Landkreis

Hildesheim sind circa 25 Prozent der Betriebe

in diese Größenklasse vorgestoßen, im

Mittel werden 72 Hektar bewirtschaftet

(1950: 16 Hektar). Kleinere Betriebe dagegen

geben auf oder bewirtschaften den

Betrieb im Nebenerwerb. Während 1960

ein deutscher Landwirt etwa 17 Personen

mit Nahrungsmitteln versorgte sind es heute

133 Menschen.

Die Entwicklung der Betriebe unter den

zu erwartenden Rahmenbedingungen wird

stärker als in der Vergangenheit durch die

unternehmerischen Fähigkeiten des Be -

triebsleiters bestimmt. Daher wird zukünftig

nicht nur die Ausstattung des Betriebes mit

dem Produktionsfaktor Boden, sondern in

zunehmendem Maße das unternehme -

rische Gespür, solides, ständig zu erweiterndes

Fachwissen und soziale Kompetenz

den erfolgreichen Betriebsleiter in mittel -

fristiger Zukunft auszeichnen.

Die Böden im Landkreis

Hildesheim gehören zu

den fruchtbarsten, die

es in Deutschland gibt.

81


150 Jahre Zuckerfabrik Nordstemmen

Tanja Schneider-Diehl

Das Werk Nordstemmen

82

Das Werk Nordstemmen der Nordzucker

AG ist heute die einzige noch produzierende

Zuckerfabrik im Landkreis Hildesheim und

weist eine lange, 150 Jahre alte Geschichte

auf.

Um 1862 – einer beginnenden Boomzeit

für die Zuckerindustrie – fanden sich immer

mehr Bauern mit Interesse am Rübenanbau

und am Betrieb einer eigenen Zuckerfabrik.

Das Startkapital von 100 000 Talern sollte

über die Zeichnung von 200 Aktien zu je

500 Talern zusammenkommen. Die Aktio -

näre verpflichteten sich, die Fabrik mit

Rüben zu beliefern. 1864 war es dann

soweit: In zwei Versammlungen beschlossen

31 Aktionäre, das Unternehmen bei 142

gezeichneten Aktien zu gründen. Über den

Winter gelang es, Interessenten für die rest -

lichen Aktien zu finden. Am 26. März 1865

nahm nun die aus 46 Aktionären bestehende

Gesellschafterversammlung die Statuten

an und wählte aus ihrer Mitte Vorstand und

Aufsichtsrat. Das war die Geburtsstunde

des Werks Nordstemmen.

Da es sich ausschließlich im Besitz von

bäuerlichen Aktionären befand, war die

Fabrik damit eine echte „Bauernfabrik“.

Nordstemmen ist der zweitälteste Standort

der Nordzucker AG, der sich in seiner wechselvollen

Geschichte eindrucksvoll entwickelt

hat. Wurden in der ersten Kam -

pagne von November bis März 1866 rund

7500 Tonnen Rüben verarbeitet und rund

630 Tonnen Rohzucker gewonnen, so verarbeitet

das Werk heute im Schnitt 16 500

Tonnen Rüben am Tag und erzeugt rund

350 000 Tonnen Zucker.

Seit Mitte der 1980er-Jahre wurde das

Werk systematisch ausgebaut mit einem

Schwerpunkt 2001, als das neue Sieb- und

Versandgebäude in Betrieb genommen

wurde. In direkter Nachbarschaft auf dem

Gelände der Zuckerfabrik wurde zeitgleich

das neue Flüssigzuckerwerk erstellt, welches

neben flüssigem und invertiertem

Zucker für die Getränkeindustrie auch

Sondersorten wie Fondant, Fruktose, Biorohrrohzucker

und Bienenfutter herstellt.

2003 kam das Werk Nordstemmen zur

Nordzucker AG und ergänzt als zweiter

Sortenstandort die Leistungspalette der Produkte

für den Haushaltsbereich. Hier werden

neben Raffinade und Puderzucker

auch Grundsorte, Sandzucker und einige

andere Sonderspezifikationen für die Ver -

arbeitung produziert. In der Zuckerfabrik

Nordstemmen sind zurzeit mehr als 170 Mitarbeiter

beschäftigt. Zahlreiche Auszubildende

im Beruf Industriemechaniker/-in

und Energieanlagenelektroniker/-in erarbeiten

sich hier ihre beruflichen Fähigkeiten für

die Zukunft.


WIRTSCHAFTLICHE POTENZIALE

Eisenbahnen

in der Region

Björn Gryschka

Das Bahnbild im Landkreis Hildesheim hat

sich in den vergangenen zehn Jahren komplett

gewandelt. Bis dahin gab es neben

den ICE-Zügen nach Frankfurt und Berlin im

Schienennahverkehr nur alte Waggons aus

den 1960er-Jahren. Die Zugläufe beruhten

mehr auf historischen Zufällen als auf echten

Verkehrsbedürfnissen. Im Jahr 2015 ist

Stundentakt mit modernen Fahrzeugen auf

allen Linien Standard und bietet den Bür -

gerinnen und Bürgern ein sehr gutes Angebot

für den Verkehr zu Arbeit, Einkauf oder

Freizeit.

Begonnen hat die Entwicklung im Jahr

2003 mit der Umstellung des Bahn- und

Busverkehrs im Lammetal zwischen Hildesheim

und Bodenburg. Im Jahr 2000 hatte

PRO BAHN das 100-jährige Jubiläum der

Strecke genutzt, um mit der Niedersachsenpremiere

der neuartigen Niederflurtrieb -

wagen auf die Chancen dieser Verbindung

aufmerksam zu machen. Das Land Niedersachsen

entschloss sich in der Folge, unterstützt

von Kommunen, Landkreis und

Regio nalverkehr Hildesheim (RVHI), im

Lammetal ein Pilotprojekt für einen modernen

ÖPNV in der Fläche einzurichten. Trotz

Umstieg in Bodenburg verkürzten sich die

Fahrzeiten aus Bockenem und Lamspringe

nach Hildesheim gegenüber dem bisher

durchgehenden Bus. Für einheitliche Fahrkarten

sorgt der „Kombitarif“, der gleichzeitig

die einzige Anerkennung der DB-Bahncards

in den RVHI-Bussen bedeutet. Die

Erwartungen an steigende Fahr gastzahlen

haben sich seither voll bestätigt, in mehreren

Schritten wurde das Angebot verbessert,

gerade am Wochenende.

Im Jahr 2005 übernahm die metronom

Eisenbahngesellschaft im Leinetal mit fabrik -

neuen Doppelstockwagen den Verkehr zwischen

Göttingen und Hannover. Die Fahrzeuge

bieten großzügige Platzverhältnisse

zum Beispiel auch für die Fahrradmitnahme.

Steigende Fahrgastzahlen führten seither

zur Verlängerung der Züge sowie zu einem

lückenlosen Stundentakt zwischen 5 und

23 Uhr.

Seit 2007 ist Hildesheim mit gleich zwei

S-Bahnlinien in Richtung Hannover angeschlossen.

Mit dem Einsatz der hoch motorisierten

S-Bahnfahrzeuge konnten die Fahrzeiten

bei gleicher Haltanzahl um 5 be -

ziehungsweise 7 Minuten verkürzt werden.

Die S 4 über Sarstedt ergänzt damit die seit

2015 verkehrenden modernen erixx-Züge zu

einem vollwertigen Halbstundentakt. Auf der

Verbindung nach Braunschweig werden ab

2016 die ersten Elektrotriebwagen des

ENNO mit WLAN für alle Fahrgäste ein -

gesetzt – eine Deutschlandpremiere.

Die Bahnhofsinfrastruktur des Land -

kreises belegt einen Spitzenplatz. Von den

19 Bahnhöfen sind 17 komplett barrierefrei

zugänglich. Der neue Hildesheimer Hauptbahnhof

mit dem gerade eingeweihten ZOB

ist ein gelungenes Beispiel für kurze Wege

beim Umsteigen. Neben dem Hauptbahnhof

hat sich der Ostbahnhof zu einem zweiten

Verknüpfungspunkt entwickelt und bindet

Fachhochschule und Universität direkt

an.

Pilotprojekt des Landes:

Die Lammetalbahn (hier

bei Detfurth) hat eine

Wandlung vom Still -

legungskandidaten zum

Vorzeigeprojekt erfahren.

83


Gesund bleiben – Gemeinsam für die

Gesundheit der Menschen hier bei uns

Dr. Katharina Hüppe

Im Landkreis Hildesheim verfolgen weit mehr

als eintausend in Arztpraxen, Krankenhäu -

ser n und im Öffentlichen Gesundheitsdienst

tätige Ärztinnen und Ärzte gemeinsam ein

Ziel: Sektorübergreifend engagieren sie sich

für die Gesundheit der Menschen. Der

Öffentliche Gesundheitsdienst stellt neben

der ambulanten und der stationären die

wesentliche dritte Säule der medizinischen

Versorgung dar. Er erfüllt primär eher be -

völkerungsmedizinische und nicht individualmedizinische

Aufgaben. Prophylaxe und

Prävention gilt dabei das Hauptaugenmerk.

Schutzimpfungen gehören zu den

sichersten und wirksamsten Vorsorgemaßnahmen

der Medizin. Laut den Vereinten

Nationen sind Schutzimpfungen ein wich -

tiger Grund für den Rückgang der Säuglingssterblichkeit,

die Zunahme der Leben s -

erwartung und den Rückgang vieler übertragbarer

Krankheiten. Deren Einsatz gegen

hoch ansteckende, leicht übertragbare, po -

ten ziell lebensbedrohlich verlaufende, aber

durch eine Impfung vermeidbare Krank -

heiten schützt nicht nur das geimpfte Indi -

viduum selbst.

Eine genügend hohe Durchimpfungsrate

in der Bevölkerung schützt auch die

Gemeinschaft vor dem Entstehen von Epidemien

und ermöglicht den endgültigen

Sieg über lebensbedrohliche Krankheiten.

Wenn in der Bevölkerung nur wenige für

einen Krankheitserreger empfängliche Personen

vorhanden sind leben auch die -

jenigen, die nicht geimpft werden können,

im Schutz der geimpften Mehrheit.

Ein Masernausbruch in Berlin in den

ersten Monaten des Jahres 2015 mit mehr

als 1000 Erkrankten und einem tödlichen

Verlauf macht eindrucksvoll die Wichtigkeit

deutlich, den Impfschutz in der Bevölkerung

zu verbessern. Jede durchgeführte Schutzimpfung

trägt dazu bei, einer Erkrankung

vorzubeugen und Leben zu schützen.

Durchimpfungsraten bei Schülerinnen

und Schülern im Landkreis Hildesheim

gegen Masern von nur etwas mehr als 60

Prozent im Jahr 2001 waren Anlass eines

Kooperationsprojektes des Fachdienstes

Gesundheit mit in Praxen niedergelassenen

Ärztinnen und Ärzten: Den Jugendlichen

der 7. Jahrgangsstufe wurde in den Jahren

2001 bis 2010 alljährlich nach den Sommerferien

eine Impfberatung in der Schule

angeboten. Eine Ärztin des Kinder- und

Jugendgesundheitsdienstes informierte die

Schülerinnen und Schüler zum Thema

„Schutz impfungen“. Nach anschließender

Durchsicht vorgelegter Impfpässe wurde für

jede Schülerin und jeden Schüler eine

gemäß den aktuellen Empfehlungen der

Ständigen Impfkommission (STIKO) indi -

viduelle Impfempfehlung ausgestellt. In et -

lichen Schulen erfolgte direkt im Anschluss

vor Ort in der Schule eine Komplettierung

des Impfschutzes der Schülerinnen und

Schüler durch niedergelassene Ärztinnen

und Ärzte.

Der Einsatz aller hat sich gelohnt. Im

Landkreis Hildesheim waren im Jahr 2014

bis zu 94,5 Prozent der Kinder bei der Schul -

eingangsuntersuchung vollständig gegen

Masern geimpft. Damit nähert sich in dieser

Jahrgangsstufe die Durchimpfungsrate derjenigen,

die notwendig ist, um einen Masern -

ausbruch wie den in Berlin in Zukunft verhindern

zu können. Ergänzend müssen

Lücken bei Schutzimpfungen in der Bevölkerung

geschlossen werden. Dies kann nur

durch Entschlossenheit, weitere Bemühun-

84


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

gen und Engagement für Schutzimpfungen

sowohl durch die Politik, alle Akteure im

Gesundheitswesen als auch jeden Einzelnen

erreicht werden.

Eine große Herausforderung für die

behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie

eine mögliche Gefahr für Patientinnen und

Patienten stellen Infektionen durch Erreger

dar, die gegenüber einer Vielzahl von Antibiotika

resistent geworden sind. Die Be -

hand lungsmöglichkeiten können so weit

ein geschränkt sein, dass häufig nur noch

teure Reserveantibiotika oder auch gar keine

Antibiotika mehr wirksam sind. Die Häufigkeit

solcher multiresistenten Erreger hat in

den vergangenen Jahren stetig zugenommen.

Die Eindämmung multiresistenter Er -

reger (MRE) ist aus ethischen, medizinischen

und ökonomischen Gründen zwingend

erforderlich.

Der beste Patientenschutz vor einer

Infektion, die im Zusammenhang mit einem

Aufenthalt oder einer medizinischen Versorgung

in einer Institution des Gesundheitswesens

erworben wurde, ist ein gutes,

präventives Risikomanagement, bei dem

das ärztliche und nichtärztliche Personal

eine hohe Verantwortung trägt. Dazu ein

Beispiel: Um durch eine umfassende Ko -

operation und ein koordiniertes Zusammenwirken

aller Akteure im stationären und am -

bulanten Gesundheitswesen im Landkreis

Hildesheim eine Reduktion von Methicillinresistentem

Staphylococcus aureus (MRSA)

und weiterer MRE zu erreichen, wurde am

23. Oktober 2013 das „MRSA Plus Netzwerk

Landkreis Hildesheim“ gegründet. Formulierte

Ziele sind: Durch Kooperation und

Koordination die Ausbreitung von MRSA

einzudämmen, Infektionen in Kliniken und

Fortsetzung Seite 86 unten

Gründungsmitglieder

MRSA Plus Netzwerk

Landkreis Hildesheim:

(v. li.) Reiner Wegner,

Landrat Landkreis

Hildesheim; Dr. Berthold

Volger, AMEOS Klinikum

Alfeld; Dr. Christian

Tettenborn, AMEOS

Klinikum Hildesheim;

Dr. Holger Duwald,

Johanniter Krankenhaus

Gronau; Dr. Werner

Claßen, Ärztekammer

Niedersachsen;

Dr. M. Katharina Hüppe,

Fachdienst Gesundheit

Landkreis Hildesheim;

Prof. Dr. Axel Richter,

Klinikum Hildesheim;

Dr. Jessika Weldner,

Klinik Hildesheimer Land;

Dr. Helmut Anderten,

Kassenärztliche Ver -

einigung Niedersachsen

und Hausärzteverband

Niedersachsen; Wolfram

Benner, Apotheker -

verband Niedersachsen;

Dr. Heinz Riechers, Salze

Klinik Bad Salzdetfurth

Auf dem Bild fehlen:

Dr. Michael Hamm,

Lungenklinik Diekholzen;

Dr. Matthias Krönig,

Praxisnetzwerk HilMed;

Prof. Dr. Georg von

Knobelsdorff, St. Bernward

Krankenhaus

85


In der Gemeinschafts -

wäscherei Himmelsthür

fallen täglich bis zu

50 000 Kilogramm

Wäsche an.

gwh Gemeinschaftswäscherei Himmelsthür gGmbH

Die gwh ist gemeinnützig und ist als Integrations -

unternehmen mit einem Anteil von mehr als 40

Prozent Mitarbeitern mit Beeinträchtigung an -

erkannt. Sie bietet innovative textile Dienstleistungen

im Segment der Gesundheitswäsche an. An -

ge fangen von individuellen, differenzierten und

dezentralen Mietwäschevollversorgungssystemen

bis hin zu persönlicher Bewohnerwäsche. Arbeits -

täglich werden 50 000 Kilogramm Wäsc he und

Reinigung für Krankenhäuser und Altenwohn- und

Pflegeheime sowie Behinderten wohn ein rich tun -

gen im Zweischichtbetrieb aus ganz Nord deutsch -

land mit Hilfe modernster Technik bearbeitet.

Neben den Kunden stehen die Mit arbeiter/-innen

im Mittelpunkt des Handelns, da Aufgabe und Ziel

der Gesellschaft die Eingliederung von Menschen

mit Behinderungen in das Arbeits leben ist.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1977

Mitarbeiter: 400

Leistungsspektrum:

textile Dienstleistungen

für Krankenhäuser,

Altenwohn- und Pflege -

heime sowie Behinderten -

wohneinrichtungen wie

z. B. Mietwäschevollver -

sorgung, Bewohnerund

Patientenwäsche,

Berufsbekleidung etc.

sowie Kunden- und

Dienstleistungssystem -

beratung und beglei -

tende Betreuung

gwh Gemeinschafts -

wäscherei Himmelsthür

gGmbH, Hildesheim

www.gwh-hildesheim.de

Arzt praxen zu vermindern, für eine gezielte,

aber insgesamt restriktivere Antibiotika-

Therapie zu werben und die Öffentlichkeit

sachlich zu informieren.

Zur Feststellung der Punktprävalenz

(relative Häufigkeit von Krankheitsfällen zu

einem bestimmten Zeitpunkt) von MRSA in

den Kliniken im Landkreis erfolgte eine Querschnittsuntersuchung.

Beabsichtigt war,

Herausforderungen und Schwächen im

Hygienemanagement der Einrichtungen zu

erkennen. Notwendige Maßnahmen ein -

schließlich der Schulung des Personals sollten

etabliert oder verstärkt werden, um die

Patientenversorgung bei bekanntem MRSA-

Trägerstatus zu verbessern und die Weiterverbreitung

des Erregers möglichst schnell

zu unterbinden.

Grundlage für die Tätigkeit des Öffent -

lichen Gesundheitsdienstes im Rahmen des

Netzwerks ist die Kenntnis der Situation in

den einzelnen Einrichtungen. Die Beteiligung,

der Austausch und die Zusammen -

arbeit der ambulant und der stationär tätigen

Ärztinnen und Ärzte, von Vertreterinnen

und Vertretern verschiedener lokaler Ein rich -

tungen des Gesundheitswesens im „MRSA

Plus Netzwerk Landkreis Hildesheim“,

er möglichen einrichtungs- und sektorübergreifend

regional abgestimmtes Handeln

und präventive Standards in der Versorgung

von Patientinnen und Patienten, die durch

multiresistente Erreger besiedelt oder infiziert

sind.

86


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1852

Mitarbeiter: 1375,

180 Ausbildungsplätze

Patienten pro Jahr:

26 000 stationär

60 000 ambulant

Leistungsspektrum:

Das St. Bernward Kran -

ken haus (BK) ist aka de -

misches Lehr krankenhaus

der Georg-August-

Univer sität in Göttingen.

Es befindet sich als

gemeinnützige Gesell -

schaft in Trägerschaft

des Elisabeth Vinzenz

Verbundes, der bundesweit

katholische

Krankenhäuser und

andere Einrichtungen

im Gesundheits- und

Sozialwesen betreibt.

– 10-Betten-

Palliativstation

– pädiatrische

Tagesklinik

– ambulante Chemotherapieplätze

– 58 Dialyseplätze im

Medizinischen

Versorgungszentrum

in Hildesheim und

Alfeld

– ambulantes

OP-Zentrum

– 17 Kliniken und vier

medizinische

Fachabteilungen

(Institute)

– erste zertifizierte

Zentrale Notauf -

nahme Deutschlands

St. Bernward Kranken -

haus, Hildesheim

www.bernward-khs.de

St. Bernward Krankenhaus

Das St. Bernward Krankenhaus ist ein mit mo -

derner Medizintechnik ausgestattetes Schwer -

punktkrankenhaus mit christlicher Tradition. Ge -

treu dem Motto „...für Leib und Seele!“ finden

die Patienten hier eine höchst qualifizierte medizinische

und pflegerische Betreuung.

Um eine umfassende Patientenversorgung

gewährleisten zu können, arbeitet das BK eng

mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten,

den Partnerkrankenhäusern in Alfeld und Gronau

sowie den Krankenkassen zusammen. Jährlich

verzeichnet das BK gut 26 000 vollstationäre

Krankenhausfälle, davon sind rund 10 000 Fälle

stationäre OPs. Mehr als 60 000 Patienten werden

pro Jahr ambulant behandelt, rund 4500 dieser

Patienten werden ambulant operiert. Außerdem

betreibt das BK ein Medizinisches Versorgungszentrum

(MVZ) mit vier Arztpraxen der

Fachrichtungen Nephrologie/Dialyse, Hämato -

logie/Onkologie mit ambulanter Chemotherapie,

Lungen- und Bronchialheilkunde sowie Kinderund

Jugendmedizin.

Die Gesundheit und die Zufriedenheit der

Patienten sind das Ziel. Die Kliniken des BK veranstalten

regelmäßig Informa tionsabende für

Patienten. Darüber hinaus bietet das Krankenhaus

neben der grundlegenden und der spe zi -

ellen medizinischen Versorgung mittels mo -

derns ter Diagnose- und Behandlungsmethoden

verschiedene Serviceleistungen an: Im Ge -

sundheitsinformationszentrum können sich Pa -

tienten über Kursangebote rund um die Themen

Gesundheitsfitness und Schwangerschaft sowie

über die Kliniken, über Krankheitsbilder und

über Selbsthilfegruppen informieren. Ein Seel -

sorgeteam bemüht sich um das emotionale

Wohl von Patienten und Angehörigen. Weitere

unterstützende Angebote sind ein Sozialdienst,

ein psychoonkologischer Dienst und die Patienten -

fürsprecher.

Auf dem Gelände des BK stehen mit dem

F.Ä.Z. (Fachärztliches Zentrum), dem Vinzen tinum

und dem Ärztehaus am Hinteren Brühl drei

Fachärztezentren mit insgesamt 15 Praxen und

Praxisgemeinschaften verschiedener Fachrichtungen.

Als weitere externe Partner sind eine Apo -

thekenfiliale, ein Sanitätshaus und eine Physio -

therapiepraxis direkt im Krankenhaus zu finden.

87


Das HELIOS Klinikum

Hildesheim

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

1894/95, Eröffnung des

Klinikneubaus 2011

Mitarbeiter: über 1000

Leistungsspektrum:

Krankenhaus der

Schwerpunktversorgung,

akademisches

Lehrkrankenhaus der

Medizinischen Hoch -

schule Hannover,

566 Betten, 17 Fach -

abteilungen und

Institute

HELIOS Klinikum

Hildesheim

www.helios-kliniken.de/

Hildesheim

88

Die HELIOS Kliniken – gemeinsam besser

Die HELIOS Kliniken in und um Hildesheim

stehen im engen fachlichen Austausch miteinander.

Gemeinsam bündeln das HELIOS Klinikum

Hildesheim, die HELIOS Lungenklinik Diekholzen

und die HELIOS Klinik Bad Salzdetfurth ihr

Wissen für die Gesundheit ihrer Patienten. Die

gute Zusammenarbeit der drei Kliniken verbessert

entscheidend das medizinische Angebot

und die Behandlung der Patienten in der Region

Hildesheim.

Die Sicherheit der Patienten steht in den

HELIOS Kliniken im Mittelpunkt. Dafür gibt es am

HELIOS Klinikum Hildesheim ein eigenes Simula -

tionszentrum. In diesem Zentrum finden regelmäßig

Trainings für Pflegekräfte, Ärztinnen und

Ärzte, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter sowie

Studierende aller HELIOS-Kliniken aus ganz

Deutschland statt. Die Kursteilnehmerinnen und

-teilnehmer proben neben den lebensrettenden

Sofortmaßnahmen vor allem die Teamaspekte

wie Kommunikation, Koordination und Ressourcen -

management. Dafür gibt es drei feste Simula -

tionsbereiche: Operations- und Kreißsaal, Intensiv -

station sowie Notaufnahme mit Schockraum.

Das HELIOS Klinikum Hildesheim ist ein

Haus der Schwerpunktversorgung und mit 566

Betten das größte Haus im HELIOS-Verbund in

der Region Hildesheim. Ein Leistungsschwerpunkt

des HELIOS Klinikum Hildesheim ist die

Versorgung von Krebspatienten. Im Onkolo -

gischen Zentrum werden Krebspatienten mit

einem ganzheitlichen Behandlungskonzept in

allen Phasen ihrer Erkrankung betreut. Dafür

finden regelmäßige Tumorkonferenzen mit allen

beteiligten Fachbereichen statt. In diesen Kon -

ferenzen besprechen die Spezialisten die ge -

samte Diagnostik und Behandlung onkologischer

Patienten. So erhalten alle Patienten des

HELIOS Klinikum Hildesheim eine auf ihre

Erkrankung abgestimmte, spezielle Behandlung

sowie eine besondere psychische und soziale

Begleitung. Es besteht eine enge Verzahnung

zwischen ambulanter und stationärer Versorgung.

Durch die intensive Kooperation mit den

niedergelassenen Ärzten und die langjährigen

Erfahrungen der spezialisierten Experten des

Brust-, Darm-, Pankreas- und Hauttumorzentrums

erhalten die Krebspatienten im Onkologischen

Zentrum die bestmögliche Behandlung.

Dafür arbeiten alle beteiligten Experten im Onkologischen

Netzwerk Hand in Hand.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Pflege von

Früh- und Neugeborenen. Jedes Jahr werden

am HELIOS Klinikum Hildesheim rund 1200

Babys geboren. Hier können Frühgeborene auf

der Früh- und Neugeborenenintensivstation be -

reits ab der 23. Schwangerschaftswoche betreut

werden. Um die verantwortungsvolle Pflege zu

gewährleisten, kümmern sich spezialisierte Pflege -

kräfte mit der Fachweiterbildung für Intensiv- und

Anästhesiepflege mit dem Schwerpunkt Pädiatrie

um die sogenannten „Frühchen“.

Mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

und dem Kinderzentrum steht den werdenden

Eltern rund um die Uhr ein Team aus

Frauen- und Kinderärzten, Kinderkranken -

pflegern, Hebammen und Physiotherapeuten zur

Verfügung.

Ein besonderer Vorteil ist: Die beiden Kliniken

trennt nur eine Tür, so sind immer alle

Fachärzte in kürzester Zeit vor Ort. Ein weiterer

Vorteil der räumlichen Nähe der beiden Kliniken

ist, dass die Frühgeborenen von der Geburt an

bis zu ihrer Entlassung auf einer Station bleiben.

So werden sie von denselben Ärzten und Pflegekräften

betreut.


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Die Lungenklinik Diekholzen ist eine Fach -

klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin

mit überregionaler Bedeutung. Alle Patienten

mit Erkrankungen der Atemwege und der

Lungen sowie der angrenzenden Organe, des

Rippenfells, des Brustfells und der rechten Herzkammer

werden hier nach dem neuesten Stand

der medizinischen Wissenschaft versorgt. Patienten

mit Lungenkrebs werden von den Lungen -

experten in Hildesheim und Diekholzen gemeinsam

behandelt. Diese enge Zusammenarbeit in

der ambulanten und stationären Versorgung

gewährleistet eine bestmögliche Betreuung der

Patienten, von der Vorsorge über die Behandlung

bis zur Nachsorge. So erhalten sie eine

ganz auf sie abgestimmte Therapie. Geschäftsführer

ist Sascha Kucera, der in gleicher Position

am HELIOS Klinikum Hildesheim tätig ist.

Die HELIOS Klinik Bad Salzdetfurth ist ein

Fachkrankenhaus für Altersmedizin und eine

Fachklinik für geriatrische, kardiologische und

orthopädische Rehabilitation mit langjähriger

Erfahrung und Geschichte.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1983

Mitarbeiter: 170

Leistungsspektrum:

Fachkrankenhaus für

Altersmedizin und

Fachklinik für geria -

trische, kardiologische

und orthopädische

Rehabilitation

Die HELIOS Lungen klinik Diekholzen

Dabei stehen nicht nur die körperlichen, sondern

vor allem die seelischen und sozialen

Belange im Vordergrund. Die HELIOS Klinik Bad

Salzdetfurth inmitten der attraktiven grünen

Umgebung animiert die Patienten auch zu Therapien

im Freien und fördert mit kreativtherapeutischen

Angeboten die geistige Fitness. Um Menschen

mit demenziellen Einschränkungen optimal

zu versorgen, kümmern sich spe zielle Pflegekräfte

als Demenzbeauftragte um die Patienten. Hier

arbeiten Ärzte, Therapeuten und speziell ausgebildete

Pflegefachkräfte für die Gesundheit ihrer

Patienten fachübergreifend zusammen.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1947

Mitarbeiter: ca. 140

Leistungsspektrum:

Klinik für Pneumologie

– Pneumologie

– Onkologie

– Schlafmedizin

– Allergologie

– Tuberkulose

– 66 Betten

– Cafeteria

– Seelsorge

– Physiotherapie

– 35 000 m 2 Parkanlage

HELIOS Lungenklinik

Diekholzen

www.helios-kliniken.de/

Diekholzen

HELIOS Klinik

Bad Salzdetfurth

www.helios-kliniken.de/

Bad-Salzdetfurth

Die HELIOS Klinik

Bad Salzdetfurth

89


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2003

Mitarbeiter: 40

Bewohner: 60

Leistungsspektrum:

– 54 Einzelzimmer

– 3 Doppelzimmer

– 14 betreute

Wohnungen

– 10 eingestreute Plätze

Kurzzeitpflege

– Gemeinschaftsräume

Johanniter-Stift Elze

Leinetal gGmbH

www.johanniter.de

Johanniter-Stift Elze Leinetal gGmbH

Das Johanniter-Stift Elze ist modern und hell eingerichtet.

Es verfügt über 54 Einzelzimmer und

drei Doppelzimmer. Im zweiten Obergeschoss

befinden sich 14 betreute Wohnungen. Mit dem

Café und der Sonnenterrasse, dem Festraum,

vier Wohnküchen mit integrierten Aufenthalts -

räumen und einigen Sitzecken in der gesamten

Im Johanniter-Stift Elze

finden Sie ein neues

Zuhause, in dem

Menschlichkeit und ein

selbstbestimmtes Leben

sehr wichtig sind.

Einrichtung stehen Räumlichkeiten für Kontakte

und Begegnungen zur Verfügung. Das Stift liegt

am Orts anfang der Kleinstadt Elze. Ein Fuß -

weg von etwa fünf Minuten führt zum nächsten

Einkaufszentrum – zum Ortskern sind es circa

zehn Minuten. Die schöne Kleinstadtatmosphäre,

eingebettet im Leinebergland, lädt zu Spaziergängen

ein.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2012

Mitarbeiter: 45

Die Bewohner stehen

im Mittelpunkt allen

Handelns.

Johanniter-Stift Gronau

Im Johanniter-Stift Gronau kann jeder die für sich

passende Wohnform und den entsprechenden

individuellen Service auswählen (s. Infospalte).

Es lädt durch seine moderne und wohnliche

Architektur ein. Hell und freundlich gestaltete

Räume bilden den idealen Rahmen für den

Aufenthalt. Vielfältige Gemeinschaftsräume wie

Cafe teria, Club- und Aufenthaltsräume laden zu

individuellen oder gemeinschaftlichen Aktivitäten

ein. Die Hauswirtschaft nimmt auf Wunsch die

täglichen Mühen ab und verwöhnt die Bewohner

mit allen Mahlzeiten, wäscht ihre Wäsche und

reinigt ihren Wohnraum. Wählen Sie nach Ihren

Bedürfnissen zwischen geschützter Privatsphäre

und geselligem Beisammensein.

Leistungsspektrum:

– 81 Einzelzimmer

und 1 Doppel- bzw.

Familienzimmer

– 12 Wohnungen im

Betreuten Wohnen

– Pflegewohnbereiche

für Ihren persönlichen

pflegerischen Bedarf

– Wohngemeinschaft

für dementiell

erkrankte Menschen

–eingestreute

Kurzzeitpflege

– Veranstaltungen

Johanniter-Stift Gronau

www.johanniter.de

90


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1908

Mitarbeiter: 250

Betten: 117

Johanniter-Krankenhaus Gronau GmbH

Das Gronauer Krankenhaus blickt auf eine lange

Tradition zurück: Die Einweihung des Krankenhauses

erfolgte am 29. Oktober 1908 durch den

Herrenmeister des Johanniterordens, Seine

Königliche Hoheit (SKH) Prinz Eitel von Preußen.

Große An- und Ausbauten erfolgten in den

nächs ten Jahrzehnten. Der letzte große Um- und

Anbau wurde 2005 vom Land Niedersachsen

mit 9 Mio. Euro gefördert.

Heute ist das Johanniter-Krankenhaus Gronau

mit 117 Betten im Krankenhausplan des Landes

Niedersachsen verzeichnet. Jährlich werden fast

5000 Patienten stationär und ca. 4500 Fälle

ambulant behandelt. Das Haus verfügt über

folgende Abteilungen: Innere Medizin (Schwerpunkte

Kardiologie und Gastroenterologie),

Geriatrie, Unfallchirurgie und chirurgische Ortho -

pädie, Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie

Anästhesie und operative Intensivmedizin. Da -

r über hinaus gibt es die Belegabteilungen HNO

und Chirurgie. Das Johanniter-Krankenhaus ist

vom Landkreis Hildesheim mit der Unterhaltung

des Notarztstandortes Gronau beauftragt. Es be -

tei ligt sich mit ca. 1500 Ein sät zen im Jahr am

Rettungsdienst des Landkreises.

Die Pflege findet auf drei Stationen und der

Intensiv station mit angeschlossener Intermediate

Care-Einheit für überwachungsbedürftige Patienten

statt. Besondere Prägung findet die Pflege

im Johanniter-Krankenhaus Gronau durch die

ca. 50 im Hause tätigen Mitglieder der Johanniter-

Schwesternschaft. 1959 wurde die Kranken -

pflegeschule gegründet. Seit 1974 findet die

theoretische Ausbildung in Kooperation mit dem

Evangelischen Krankenhaus Holzminden statt.

Heute können 30 Ausbildungsplätze in der Ge -

sund heits- und Krankenpflege angeboten werden.

Die Verbundenheit der Bevölkerung ist prägend

für den besonderen Geist des Hauses seit

seiner Gründungsphase. Heute zeigt sich dies im

großen Zuspruch für den Förderverein, der 1997

gegründet wurde und dem seither mehr als 2100

Mitglieder beitraten, die das Krankenhaus stets

finanziell und ideell unterstützten.

Abteilungen:

– Innere Medizin

– Geriatrie

– Unfallchirurgie und

chirurgische Orthopädie

– Allgemein- und

Viszeralchirurgie

– Anästhesie und ope -

rative Intensiv medizin

Belegabteilungen:

HNO und Chirurgie

Johanniter-Krankenhaus

Gronau GmbH, Gronau

www.johanniter-gronau.de

91


Zukunft gestalten: familienfreundlicher Kreis –

soziale Verantwortung im demografischen Wandel

Ulrich Wöhler

Im Landkreis Hildes heim

ist man auf den demografischen

Wandel mit

vielen Angeboten vor -

bereitet.

92

Die Bevölkerung des Landkreises Hildesheim

schrumpft seit langem. Dieser Prozess

wird auch weiterhin anhalten. Die negative

Entwicklung wird deutlich, wenn die Bevölkerungsdaten

im Zeitverlauf betrachtet werden.

Erkennbar ist, dass die jährliche Anzahl

der Neugeborenen stark abgenommen hat

und die Anzahl der Sterbefälle deutlich über -

wiegt. Zudem zeigt sich, dass die Schere

zwischen Neugeborenen und Sterbefällen

immer weiter auseinanderklafft. Die nega tive

Bevölkerungsentwicklung wird nur in den

Jahren abgemildert, in denen mehr Menschen

in den Landkreis zuziehen (2013: 10 112) als

fortziehen (2013: 9615).

Zudem zeigen die Daten nach Lebens -

altersgruppen: Im Landkreis Hildesheim

leben immer mehr ältere sowie alte und

immer weniger junge Menschen. Durch

diesen demografischen Wandel sind alle

Kommunen in vielfältiger Weise gefordert –

vor allem um den Mobilitäts- und Teilhabe -

einschränkungen der zunehmend alten, be -

einträchtigten, behinderten und pflege be -

dürf tigen Menschen entgegenzuwirken. So

geht es darum, die Wohnraumangebote senioren-

und behindertengerecht zu entwickeln,

die medizinische Versorgung flächenweit zu

sichern, ebenso den Zugang zu allen weiteren

Versorgungsangeboten, die Freizeit-,

Beschäftigungs- und Bildungsmöglichkeiten

den sich verändernden Be dürfnissen anzupassen,

bedarfsgerechte Beratungsangebote

vorzuhalten, gemeindenah Unterstützungsund

Assistenzleistungen anzubieten – und

vieles mehr. Die hierauf ausgerichteten Maßnahmen

und Angebote des Landkreises

Hildesheim und der kreiszugehörigen Kommunen

sind bereits heute vielfältig – und

werden weiter ausgebaut.

Obwohl die Anzahl der Kinder und

Jugendlichen stark gesunken ist, wächst

der Bedarf an staatlichen Kinder-, Jugendund

Familienhilfen. Das gilt ganz besonders

für die Kinderbetreuung, zu der im Landkreis

mittlerweile (Stand: August 2014) mehr

als 12 000 Plätze vorgehalten werden, dies

in Krippen (1627), Kindergärten (7134),

Horten (2708) und durch Kindertagespflege

(608).

Gleichwohl hat die Anzahl von Kindern

aus Familien zugenommen, die dauerhaft

oder langfristig auf staatliche Sozialleistungen

angewiesen sind. Entsprechend hoch

ist der Bedarf an Erziehungshilfen, Jugendgerichtshilfen,

Beratungen zum Sorgerecht,

zum Umgangsrecht, zur Partnerschaft, Tren-


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Tagung zur Inobhutnahme

nung oder Scheidung sowie zu allgemeinen

Fragen der Erziehung. Auch der Bedarf an

Leistungen der Eingliederungshilfe (SGB

VIII, SGB XII) ist stark gewachsen. Der Landkreis

achtet darauf, dass die Leistungsangebote

quantitativ und qualitativ fortentwickelt

werden – und somit die Bedarfe gut ge -

deckt werden.

Im Landkreis werden zudem vielfältige

Maßnahmen (siehe Abbildung) in den Bereichen

Frühe Hilfen und Prävention geplant

sowie zielgerichtet umgesetzt. Hierzu wurde

ein Netzwerk gebildet, in dem die Handlungsakteure

der verschiedenen Fachdisziplinen

und Institutionen zusammenarbeiten.

Die Maßnahme PIAF ® steht für Präven -

tion in aller Frühe. Für Kinder im Alter von

vier Jahren wird eine differenzierte Unter -

suchung zur Früherkennung in ihren Kindertageseinrichtungen

angeboten. Hierbei er -

Fortsetzung Seite 94 unten

93


Der gemeinnützige Verein Christophorusstift e. V.

. . . ist Träger des Christophorusstifts im Bockfeld,

des Hauses Christophorus an der Schützenwiese

und beteiligt an den Angeboten des

Hauses Sankt Georg in Hildesheim-Itzum. Der

Verein leitet das Zentrum als ein Werk der

Dia konie mit dem Anspruch, seine Aufgaben im

Sinne des christlichen Glaubens und der Nächs -

tenliebe zu erfüllen.

Die treibende Kraft bei der Gründung des Vereins

und dem Bau des Christophorusstiftes in den

1970er-Jahren war Pastor Heinz Bauer. Durch die

große Hilfs- und Spendenbereitschaft war es möglich,

das Christophorusstift zu errichten und 1977

zu eröffnen. Der Verein bietet moderne Wohn-,

Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten, die an den

individuellen Wünschen und Notwendigkeiten der

Menschen orientiert sind.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1972

Mitarbeiter: ca. 200

Leistungsspektrum:

– Wohnstift

(87 Wohnplätze)

– Stadtteilcafé

– betreutes Wohnen

– ambulante Pflege

– betreute Wohn -

gemeinschaften

– Menübringdienst

– teilstationäre Pflege

(Tagespflege)

– stationäre Pflege/

Kurzzeitpflege

(62 Pflegeplätze mit

Kurzzeitpflege)

Christophorusstift e. V.

Hildesheim

www.christophorushildesheim.de

folgt eine intensive Zusammenarbeit von

öffentlicher Gesundheitshilfe, Kinder- und

Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen, Eltern,

Kinderärzten und weiteren. Wo Bedarfe festgestellt

werden, setzt unmittelbar eine koordinierte

und nachhaltige frühe Förderung

ein. Nach erfolgreicher Erprobung in einzelnen

Kommunen erfolgt seit 2011 ein landkreisweiter

Ausbau.

Die kooperative Maßnahme LeFiS –

Lernförderung in Schulen hat zum Ziel, so

früh wie möglich zu erkennen, welche

Kinder besondere Schwierigkeiten beim

Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen haben.

Da raufhin setzt eine gezielte Förderung in

der Schule ein, in die Therapeuten und

weitere Fachkräfte eingebunden werden. Die

Kinder- und Jugendhilfe beteiligt sich an der

Finanzierung, da so der Fallzahl- und

Kosten steigerung von Legasthenie, Dyskalkulie

und seelischen Behinderungen (§ 35a

SGB VIII) entgegengewirkt wird.

Alle Maßnahmen zielen darauf, den

Landkreis altersgerecht, gesundheitsförderlich

und lebensfreundlich zu gestalten und

für alle Bürgerinnen und Bürger gute Entwicklungs-

und Teilhabemöglichkeiten zu

sichern.

94


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Auf einen Blick

AWO Kreisverband Hildesheim-Alfeld (Leine) e. V.:

Gemeinsam Krisen meistern – Lösungen finden

Auszug aus der Verbandsgeschichte: 1920 wurde

die Arbeiterwohlfahrt in Hildesheim gegründet.

Die erste Vorsitzende wurde Frau Elise Bartels.

Eine der Mitbegründerinnen war Frau Marie

Wagenknecht. 1922 löste Frau Wagenknecht

Elise Bartels, sie wurde Mitglied des Reichs -

tages, als Vorsitzende ab. Die Arbeiterwohlfahrt

gab in der damaligen schlechten Zeit nach dem

Ersten Weltkrieg Hungernden warme Mahlzeiten,

wurde in der Jugend- und sozialen Gerichtshilfe,

der Armenbetreuung sowie der Sozialhilfe tätig

und bot Kindererholungen an. Ein Zeugnis für

die Notwendigkeit von Ferienwanderungen war

die Teilnahme von oftmals mehr als 1000 Kindern.

1933 besetzte die SA das Büro der Arbeiter -

wohlfahrt in der damaligen Wilhelmstraße, heute

Jan-Pallach-Straße, und beschlagnahmte Akten

und Inventar...mehr auf www.awo-hi.de.

Die AWO berät Sie in vielen Bereichen des

Lebens, ganz nach dem Motto: „Gemeinsam

Krisen meistern – Lösungen finden.“ Wer in Not

gerät, kann sich auf die Hilfe der AWO verlassen.

Aufmerksam zuhören und Ihre Fragen beantworten.

Gemeinsam mit Ihnen Möglichkeiten und

Lösungen erarbeiten.

Der AWO Kreisverband Hildesheim-Alfeld

(Leine) e. V. bietet kompetente und freundliche

Ansprechpartner in vielen Bereichen (siehe Infospalte).

Das Ehrenamt: Ortsvereine mit vielen verschiedenen

Angeboten, Begegnungsstätten und

insgesamt 3200 Mitgliedern bestehen in: Adenstedt,

Alfeld, Algermissen, Bad Salzdetfurth,

Banteln, Bar felde, Betheln, Bockenem, Brüggen,

Diekholzen, Duingen, Eime, Eitzum, Elze, Freden,

Gronau, Groß Düngen, Harsum, Hörsum, Holle,

Lamspringe, Mehle, Nienstedt, Nordstemmen,

Rössing-Barnten, Ruthe-Heisede, Sarstedt,

Schellerten, Sibbesse, Söhlde-Nettlingen, Warzen,

Hildes heim-Himmelsthür, Hildesheim-Itzum-

Marien burger Höhe und Hildesheim-Sorsum

Gründungsjahr: 1920

Mitarbeiter: ca. 60

Ansprechpartner

in den Bereichen:

– Schuldner-/Insolvenzberatung

– Pfändungsschutzkonto

– Psychosoziale

Krebsnachsorge

– Schwangeren- und

Schwangerschaftskonfliktberatung

– Sexualprävention

an Schulen

– Kontaktstelle für

Suchtkranke und

Suchtgefährdete

– Suchtselbsthilfe -

gruppen für Betroffene

und Angehörige

– Beratung für Migranten

und EU-Bürger

– Jugendmigrationsdienst

auch für

Flüchtlinge

– Rückkehrberatung

– Mutter-Kind-

Kurberatung

Angebote und Projekte:

– Cáfe Global

– Musikzentrum

– Bühne Frei

„kids on stage“,

Kindermusikprojekt

– MUT-Projekt

– Horte in Hohen -

eggelsen und Holle

– Kooperation mit vielen

anderen Einrichtungen

und Verbänden

–u.v.m.

AWO Kreisverband

Hildesheim-Alfeld

(Leine) e. V.

Hildesheim

www.awo-hi.de

95


Manuell, konventionell oder CNC-Bearbeitung bis

5 Achsen...Mitarbeiter der Metallwerkstatt bei vor -

bereitenden Tätigkeiten für die Produktion.

Lammetal-Werkstätten Lamspringe GmbH –

ein Unternehmen mit sozialem Auftrag

Die Lammetal-Werkstätten Lamspringe GmbH

feiert im Jahr 2016 ihr 45-jähriges Bestehen. Aus

einer Elterninitiative heraus entwickelte sich

„Lammetal“ im Laufe der Zeit zu einem der größten

Arbeitgeber im Südkreis Hildesheim.

Die ursprünglich mit einfachsten finanziellen

und räumlichen Mitteln auf mehrere Standorte

aufgeteilte Einrichtung ist heute ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag, welches eine breite

Produkt- und Dienstleistungspalette mit konsequenter

Kundenorientierung, erstklassiger Qualität,

kreativen Lösungen und Termintreue an -

bietet. Neben klassischen Montage- und Verpackungstätigkeiten

gehören eine Aktenvernichtung

nach BDSG, Garten- und Landschaftsbau,

Holzwerkstatt und eine mit CNC-Technik aus -

gestattete Metallwerkstatt zum Portfolio. Die Kunden

und Partner der Lammetal-Werkstätten kommen

aus Deutschland und dem europäischen

96


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1971

Mitarbeiter:

450 Menschen mit

Behinderung/

240 Angestellte

Ausland. Es handelt sich hierbei um namhafte

Unternehmen wie Automobilzulieferer, Blech -

warenindustrie, Internetunternehmen, Elektronikunternehmen,

Metall-, Kunststoff-, Gummi-,

holzverarbeitendes Gewerbe, Krankenhäuser,

Dienstleister und Privatpersonen.

Parallel dazu wurden an verschiedensten

Standorten Wohnstätten, Wohngruppen und

Wohntrainingsbereiche errichtet, um Menschen

mit Behinderung ein Zuhause zu geben. Alle

Ob Metall, Gummi, Holz, Papier, Kunststoff oder . . .

Mitarbeiter des Montage- und Verpackungsbereiches

beim Montieren und Verpacken von Bauteilen für die

Automobilindustrie.

Wohneinrichtungen sind individuell angelegt und

können ein unterschiedliches Klientel an Bewohnern

aufnehmen.

Leistungsspektrum:

– Aktenvernichtung

nach BDSG

– Garten- und

Landschaftsbau

– Holzspielzeuge,

Dekoartikel,

Kleinmöbel

– Kabelkonfektion

– Metallbearbeitung

manuell, konventionell

und CNC bis

5 Achsen

– Montage- und Ver -

packungstätigkeiten

– Qualifizierung und

berufliche Fortbildung

für Menschen mit

Behinderung in

anerkannten

Ausbildungsberufen

– Ambulant unter -

stützendes Wohnen

– Wohngruppen

– Wohnstätten

Von der Bohle bis zum

fertigen Produkt...

Mitarbeiter der Holz werk -

statt beim Schleifen von

Holztabletts.

Lammetal-Werkstätten

Lamspringe GmbH

www.lammetal.net

97


Heimstatt Röderhof – Wohn- und Förder -

angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen

Die Heimstatt Röderhof, gelegen in der Ge -

meinde Diekholzen (Ortschaft Egenstedt, Ortsteil

Röderhof) in landschaftlich reizvoller Lage

zwischen Hildesheim und Bad Salzdetfurth, ist

einer der größten Arbeitgeber in der Gemeinde

und Umgebung.

Die Heimstatt Röderhof ist eine Einrichtung

der Eingliederungshilfe und bietet auf ihrem circa

55 000 Quadratmeter großen Areal sowie den

dezentralen Wohnangeboten 225 geistig und

überwiegend schwer mehrfach beeinträchtigten

Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein

„Zuhause“. In familienähnlicher Atmosphäre be -

stehen Wohnangebote in kleinen Wohneinheiten

in Häusern mit jeweils zwei Wohngruppen.

Dezentrale Wohnangebote bieten wir in

unserer Außenstelle „Haus Gertrudenberg“ in

Bad Salzdetfurth für 24 erwachsene Bewohner

sowie in unserer geplanten Wohntrainings -

gruppe für Jugendliche und junge Erwachsene

in Hildesheim ab Sommer 2016 mit 20 Plätzen.

Darüber hinaus gehören zur Einrichtung die

St.-Franziskus-Schule, eine staatlich anerkannte

Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige

Entwicklung“, die Tagesförderstätte für die Be -

treuung und Förderung unserer erwachsenen

Bewohner sowie weitere Verwaltungs- und Versorgungsgebäude.

98

„Schulprojekt Luft“

Schulchor

„Herzens-Klänge“

Lebenslanges Lernen, als Einheit von Bildung,

Erziehung und ganzheitlicher Förderung,

ist für uns selbstverständlich und soll jedem einzelnen

Bewohner, innerhalb eines überschau -

baren, geschützten Lebensraumes und in einer

Atmosphäre des Angenommenseins, soziale

Werte und Haltungen vermitteln sowie intensive

heilpädagogische Förderung im sozialen sowie

lebenspraktischen Bereich ermöglichen. Betreut

werden unsere Bewohner von Heilerziehungspflegern,

Sozialpädagogen, Erziehern und unterstützenden

Kräften; in der Förderschule von

speziell ausgebildeten Förderschullehrern sowie

pädagogisch ausgebildeten Fachkräften.

Die Vorteile in unserer Einrichtung kommen

– wie wir glauben – voll zum Tragen, weil auf

eine enge, pädagogisch und therapeutisch sinnvolle

Verzahnung von Wohnen und Schule

geachtet wird und wir unseren Schülerinnen und

Schülern einen harmonisch gegliederten Tagesund

Wochenablauf ermöglichen können.

Ein besonderes Gewicht wird dem Schul -

leben zugemessen, welches sich u. a. in Projekten,

Theateraufführungen der Kinder, Klassenfahrten,

gemeinsamer Vorbereitung kirchlicher

Feste und von den Schülerinnen und Schülern

gestalteten Feiern widerspiegelt.

In der Tagesförderstätte bieten wir ein tagesstrukturierendes

Angebot für erwachsene Be -

wohner, eine vom „Wohnen“ räumlich getrennte

Maßnahme im Sinne einer „externen Lern-,

Erfahrungs- und Erlebniswelt“, deren Ziel es ist,


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

dem Menschen mit Beeinträchtigung die für ihn

erreichbare Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

zu ermöglichen. In den Bereichen Schule

sowie Tagesförderstätte bieten wir die Möglichkeit,

externe Schüler zu beschulen bzw. externe

erwachsene Bewohner im Tagesförderbereich zu

betreuen.

Bei unserem Angebot des Heilpädago -

gischen Voltigierens geht es weniger um den

sportlichen Aspekt, als vielmehr um die Förderung

der Wahrnehmung, des Lernens, des Befindens

und der Motorik über das Medium Pferd,

denn die Heilwirkung des Reitens ist schon seit

dem Altertum bekannt. Die individuelle und

psycho-soziale Entwicklung von Kindern, Jugend -

Blick auf die Heimstatt Röderhof

lichen und Erwachsenen mit geistiger Beeinträchtigung

wird positiv beeinflusst und gefördert.

Im Juni 2008 wurde die Reittherapie von

der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) und

vom Deutschen Kuratorium für therapeutisches

Reiten anerkannt.

Alle Bemühungen um unsere Bewohnerinnen

und Bewohner sind darauf ausgerichtet, sie

nicht von ihrer Beeinträchtigung her zu sehen,

sondern ihnen vielmehr in Achtung und Wertschätzung

zu begegnen und durch Bildung, Er -

ziehung und Betreuung zu weitgehender Selbstständigkeit

in sozialer Integration zu verhelfen.

Auf dem großen Gelände der Einrichtung

befinden sich ein attraktiver Spielplatz mit verschiedenen

Spielgeräten, einem Rollstuhlkarussell,

eine große Spielwiese, ein Mehrzwecksportplatz,

ein mit einem Rollstuhl unterfahrbarer

Erlebnisbrunnen sowie ein festes Wegenetz

ohne öffentlichen Autoverkehr. Das Umland lädt

zu Spaziergängen mit Rollstühlen, Wanderungen

oder Kutschfahrten ein. Für Ausflüge, Stadt -

fahrten und Einkaufsfahrten mit den Bewohnern

steht ein Fuhrpark von Kleinbussen und Autos

zur Verfügung.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist

natürlich die Freizeitgestaltung. Hier bieten sich

für unsere Bewohner viele Möglichkeiten, an -

gefangen von der Gemeinschaft innerhalb der

Gruppen, gruppenübergreifende Freizeitgestaltung

und Spielen auf dem Freigelände bis hin zu

kulturellen und sportlichen Aktivitäten außerhalb

der Einrichtung sowie die Ausrichtung jahreszeitlicher

Feste.

Hier gibt es beispielsweise unser Theater -

projekt „Theater am Kiosk“, wo die Bewohner

schon bei verschiedenen Auftritten in der Region

Hildesheim und Hannover ihr Können darge boten

haben, eine Fußballgruppe, die regelmäßig

gemeinsam trainiert und spielt oder den dreimal

wöchentlich stattfindenden Lauftreff, bei dem die

meisten der Teilnehmer Strecken von bis zu fünf

Kilometern zurücklegen und bei verschiedenen

Laufveranstaltungen (Wedekindlauf, Wohlden -

berg lauf usw.) jedes Jahr erfolgreich vertreten

sind. Den „krönenden Abschluss“ hierzu bildet

dann am letzten Samstag im September der seit

2009 stattfindende „Röderhof-Benefiz-Lauf“.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1971

Mitarbeiter: rund 370

Leistungsspektrum:

– Wohn- und Förder -

angebote für

Menschen mit

Beeinträchtigungen

– 12 Häuser: 4 Häuser

mit 8 Wohngruppen

für Kinder und

Jugendliche und

8 Häuser mit

14 Wohngruppen

für Erwachsene

– dezentrale

Wohnangebote

– St.-Franziskus-Schule

– Tagesförderstätte

– Projekte im Rahmen

der Inklusion

– Reittherapie

Röderhof e. V.

– Heilig Geist Kirche

– 3 x wöchentlich

Lauftreff

– Benefizlauf

Förderung:

– Erlernen eines

konfliktfreieren und

belastungsfähigeren

Sozialverhaltens

– Training der Grobund

Feinmotorik

– Schulung der

Wahrnehmung

– Spracherwerb und

Sprachaufbau

– Einübung des

sicheren Verhaltens

im Straßenverkehr

u. v. m.

Heimstatt Röderhof

Diekholzen

www.heimstattroederhof.de

99


Historische Schönheit

und zeitgemäßer Kom -

fort: im Buddes Hof sind

beide Aspekte perfekt

vereint.

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

2005: Buddes Hof

2008: Sonnenkamp

2010: Das Lebenswerk

2010: ambulanter

Pflegedienst

Mitarbeiter: 120

Einrichtungen:

– Senioren- und Pflege -

zentrum Buddes Hof

GmbH in Söhlde

– Senioren- und Pflege -

zentrum Sonnenkamp

in Sarstedt

– ambulanter Pflege -

dienst in Hildesheim

Das Lebenswerk

GmbH, Sarstedt

www.daslebenswerk.de

Das Lebenswerk GmbH

Ein schönes Zuhause für ältere Menschen zu

schaffen, das allen Ansprüchen genügt und

mehr ein Hotel mit fachlicher und medizinischer

Betreuung ist, als ein normales Seniorenheim –

mit diesem Anspruch hat sich Frau Susanne

Palermo mit dem Senioren- und Pflegezentrum

Buddes Hof einen persönlichen Traum erfüllt.

Heute betreibt sie gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern unter dem Dach

von Das Lebenswerk GmbH nicht nur die Einrichtung

Buddes Hof in Söhlde, sondern auch

das Senioren- und Pflegezentrum Sonnenkamp

in Sarstedt sowie einen ambulanten Pflegedienst

mit Sitz in Hildesheim.

Menschen sind die Seele des Unternehmens.

Das gilt für die Senioreneinrichtungen in

zweierlei Hinsicht: einmal für die Gäste und zum

anderen für die beiden Teams von Buddes und

Sonnenkamp. Das geschulte Personal aus Krankenschwestern,

ausgebildeten Altenpflegern und

die Verwaltung haben ausreichend Zeit für alle

Anfragen und Bedürfnisse. Mit jedem Gast

führen wir ein ausführliches Aufnahmegespräch:

darin besprechen wir die persönlichen Wünsche

und den gesamten gewünschten Tagesablauf.

Hier lassen sich auch viele Ängste und Sorgen

nehmen, die natürlich bei dem Schritt in einen

neuen Lebensabschnitt auftauchen.

Genießen Sie Ihren Aufenthalt, wir kümmern

uns um alles, was Sie brauchen. Neben Ihrer

Ernährung und der kompletten Pflege sorgen wir

auch für alle weiteren Belange.

100


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Auf einen Blick

Ortsvereine: 44

(Stand 11/2015)

Mitglieder: 5300

Mitarbeiter:

hauptamtlich: 270

ehrenamtlich: 500

Leistungsspektrum:

– Senioren: ambulante

Pflege, Beratung zur

Pflegeversicherung,

Hausnotruf, Hauswirtschaftliche

Dienst leis -

tungen, Pflegeheime,

Seniorenbüro Alfeld,

Tagespflege etc.

– Gesundheit: entlas -

tende Hilfen für Pfle -

gende, Gesundheitsförderung

– Kinder, Jugend und

Familie: Bundes frei -

willigen dienst/FSJ,

Erste Hilfe für Kinder,

Jugendrotkreuz (JRK),

Kindertagesstätte

Elze, Mutter-/Vater-

Kind-Kuren, Schul -

sanitäts dienst, Spielund

Kontakt gruppe

– Engagement: u. a.

Altkleider sammlung,

Hilfe für Rumänien,

Blutspende,

Seniorenbüro

– Kurse:

– Erste Hilfe

Lehrgänge

– Wassergymnastik

–Yoga

–u.v.m.

DRK-Kreisverband

Alfeld

www.drk-alfeld.de

DRK--Kreisverband Alfeld e. V.

Der DRK-Kreisverband Alfeld e. V. hat viele

Gesichter: Rund 270 hauptamtliche Mitarbeiter

setzen sich für die besonderen Werte des DRK

in der ambulanten und stationären Pflege, in der

Tagespflege, der Kindertagesstätte oder im

Haus notruf und den hauswirtschaftlichen Dienst -

leistungen ein.

Das Ehrenamt stellt eine zentrale Säule der Rotkreuzarbeit

dar. Hunderte Freiwillige engagieren

sich in den mehr als 40 Ortsvereinen, den Bereitschaften,

im Jugendrotkreuz und im Seniorenbüro.

Sie sichern humanitäre Aufgaben wie

Sanitätsdienste, Erste-Hilfe-Lehrgänge, Katastrophenschutz,

Altkleidersammlung, Blutspende

sowie zahlreiche soziale und gesundheits -

fördernde Angebote. Die Ortsvereine bieten darüber

hinaus für ihre 5300 Mitglieder vielfältige

Bewegungs- und Beschäftigungsprogramme.

Das Rote-Kreuz hilft Menschen in Not. Blutspenden

und Altkleidersammlungen werden regelmäßig

organisiert. Mit Hilfe von Spenden werden

außerdem sowohl regionale als auch internationale

Projekte finanziell unterstützt. Der DRK-

Kreisverband Alfeld e. V. hat zudem als Wohl-

DRK-Kreisverband Alfeld: immer nah am Menschen

fahrtsverband einen hohen Stellenwert in der

Region und bietet vielfältige Dienstleistungen für

hilfebedürftige Senioren. Zu den Einrichtungen

zählen unter anderem die Alten- und Pflege -

heime in Banteln und Gronau, die Tagespflege in

Gronau sowie die Sozialstationen Alfeld, Sibbesse-Lamspringe-Freden,

Gronau-Duingen und Elze-

Nordstemmen.

Sitz des DRK-Kreisverbandes Alfeld

101


Katholische Kirche im

Landkreis Hildesheim

Thomas Scharf-Wrede

UNESCO-Weltkulturerbe:

der Mariendom in Hildes -

heim

Die Anfänge des Christentums im Landkreis

Hildesheim reichen bis ins frühe 9. Jahrhundert

zurück und sind durch archäologische

wie schriftliche Quellen hinreichend überliefert.

Schon früh nahm das Bistum eine gute

Entwicklung und erreichte unter den heilig

gesprochenen Bischöfen Bernward (993–

1022) und Godehard (1022–1038) eine

besondere Blütezeit. In den nachfolgenden

Jahrhunderten wurde das Bistum jedoch

zunehmend in regionale Auseinandersetzungen,

vor allem mit den benachbarten

welfischen Herzogtümern hineingezogen,

die in der Schlacht bei Dinklar 1367 einen

Kulminationspunkt erreichten. In der Zeit

der Reformation und der Katholischen

Reform fand man im Bistum Hildesheim

relativ rasch zu einem „geordneten Nebeneinander“,

das durch den Westfälischen

Friedensschluss von 1648 manifestiert

wurde: tiefgreifende, den anderen verletzende,

konfessionelle Auseinandersetzungen

hat es im Hildesheimischen im 17. und 18.

Jahrhundert nicht gegeben.

In Folge der politischen Veränderungen

zu Beginn des 19. Jahrhunderts erfuhr das

Bistum Hildesheim 1824/34 erhebliche Veränderungen:

das bis dahin kleine, primär

den heutigen Landkreis Hildesheim um -

fassende, Bistum wurde bis an die Nordsee

bzw. bis nach Hannoversch Münden und

bis zur Weser bzw. bis in den Harz und an

die Elbe erweitert und nahm in den folgenden

Jahrzehnten eine insgesamt gute Entwicklung

– auch der Kulturkampf bildete

keinen nachhaltigen Einschnitt.

Erhebliche Beeinträchtigungen erfuhr

das Bistum Hildesheim dann allerdings in

der Zeit der nationalsozialistischen Gewalt -

herrschaft, gleich wie auch in diesen Jahren

die überwiegende Mehrheit der Diözesanen

ihrer Kirche treu blieben; den Predigten von

Bischof Joseph Godehard Machens bei der

Kreuzwallfahrt in Ottbergen kam erhebliche

Bedeutung zu.

Dass der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges

total zerstörte Dom und die am

22. März 1945 ebenfalls zerstörte St. Michaelis-Kirche

– wie viele andere kirchliche Ge -

bäude in Stadt und Landkreis auch – in den

nachfolgenden Jahren wieder aufgebaut

werden konnten und Dom und St. Michaelis

heute zum Welterbe der UNESCO gehören:

es zeigt den unbändigen Einsatz der Menschen

vor Ort für ihre Kirche bzw. ihre Kirchen.

Parallel zum „äußeren Wiederaufbau“

gelang gerade in den 1950/60er Jahren

auch eine deutliche „innere Belebung“ der

nach dem Zweiten Weltkrieg durch den

Zuzug zahlreicher Flüchtlinge und Vertriebenen

nicht selten deutlich vergrößerten Kirchengemeinden,

indem sie sich den immer

wieder neuen Anfragen und Herausforderungen

stellten und diese mutig angingen.

Kirche: Gerade auch im Landkreis

Hildesheim gab es in ihr niemals Stillstand –

wie sie auch in Zukunft sicherlich stets in

Bewegung bleiben wird.

102


Evangelische Kirche im

Landkreis Hildesheim

Die Holzdecke des

UNESCO-Weltkultur -

erbes St. Michaelis

in Hildesheim

Christian Castel

Die christliche Geschichte im Landkreis Hildesheim

reicht bis ins 8. Jahrhundert

zurück. Die erste Kirche östlich der Weser

wurde um das Jahr 800 durch Karl den

Großen in Elze gegründet. Die reichen

Böden der Region machten es möglich,

dass nahezu jede kleine Siedlung in der

Folge eine eigene Kirche errichten konnte,

ein Umstand, der unter den heutigen Be -

dingungen Glück und Last zugleich ist.

Der Landkreis Hildesheim hat die größte

„Kirchendichte“ in ganz Niedersachsen vorzuweisen.

1542 schloss sich die Hildesheimer Bürgerschaft

der lutherischen Reformation an.

Mit der ersten Predigt von Johannes Bugenhagen

am 1. September in der Bürgerkirche

St. Andreas in Hildesheim fasste das evangelische

Bekenntnis Fuß. Damit begann

eine lange Streitgeschichte zwischen den

Konfessionen. Katholiken und Protestanten

verteilten sich in der Folge auf die (überwiegend

protestantische) Stadt und das katho -

lische Hochstift Hildesheim. In den Dörfern

des Landkreises führte die Reformation zu

einer konfessionellen Aufspaltung der Orte,

während es in der Stadt Hildesheim durch

den westfälischen Frieden von 1648 zu

einer „geordneten konfessionellen Parallelstruktur“

kam. Seither allerdings ist Hildesheim,

entgegen der landläufigen Ansicht,

eine überwiegend evangelische Stadt.

Der Zweite Weltkrieg mit dem verheerenden

Bombenangriff vom 22. März 1945 vernichtete

die meisten Kirchengebäude in der

Stadt. Die Flüchtlingsströme aus den Ost -

gebieten zu Kriegsende führten zu einer

völlig neuen konfessionellen Zusammen -

setzung der Wohnbevölkerung in Stadt und

Landkreis.

Nach dem Krieg gab es auf dem Gebiet

des Landkreises sieben evangelische

Kirchenkreise, aus denen im Laufe der Jahre

durch Zusammenlegung die Kirchenkreise

Hildesheim-Sarstedt und Hildesheimer Land

– Alfeld gebildet wurden. Aufgrund der Vielzahl

seiner Gemeinden wird der Kirchenkreis

Hildesheimer Land – Alfeld durch zwei

Superintendenturen (Alfeld und Elze) ge -

leitet – ein Leitungsmodell, das hier erstmals

in der Landeskirche erprobt wird.

Die Kirchenkreise arbeiten im Kirchenkreisverband

Hildesheim zusammen und

tragen die gemeinsame Verwaltung und das

Diakonische Werk im Landkreis. Die evange -

lische Kirche im Landkreis umfasst derzeit

etwa 110 Gemeinden und ca. 140 000 Mitglieder.

Ihr besonderer Schatz sind die zahlreichen

Kirchengebäude, darunter mit dem

UNESCO-Welterbe St. Michaelis eine der

berühmtesten Kirchen der Welt. Eine kunsthistorische

Besonderheit stellen außer -

dem die zahlreichen Taufengel in den Dorfkirchen

dar.

Dem Erbe weiß sich die evangelische

Kirche verpflichtet. Zugleich ist es ihre Aufgabe,

den Glauben an den dreieinigen Gott

unter den veränderten gesellschaftlichen

Bedingungen im Sinne des Leitsatzes

„Ecclesia semper reformanda“ (die Kirche

ist immer zu reformieren) stets wieder neu

zur Sprache zu bringen.

103


St. Michaeliskirche in Hildesheim

Peter und Paul-Kirche

in Elze

Dienstgebäude des

Kirchenamtes Hildes heim

inklusive Tagungsanbau

104

Kirchenkreisverband Hildesheim

Der Kirchenkreisverband Hildesheim ist am

1. November 2010 gegründet worden und um -

fasst die Kirchenkreise Hildesheimer Land-Alfeld

und Hildesheim-Sarstedt. Der Verband ist weit -

gehend flächenmäßig deckungsgleich mit dem

Landkreis Hildesheim. Lediglich im west lichen

und nördlichen Randbereich reicht er in die Nachbarlandkreise

hinein. Für die pfarramt liche Ver -

sorgung der 110 Kirchengemeinden stehen derzeit

62 Pfarrerinnen und Pfarrer zur Verfügung.

Durch die überwiegend kleingliedrige länd -

liche Struktur sind 211 Sakralgebäude und 220

Pfarr- und Gemeindehäuser vorhanden. Diese

Struktur verändert sich derzeit jedoch spürbar,

da viele der kleineren Gemeinden über Zusammenschlüsse

und die Bildung von Ge mein de -

verbänden oder Arbeitsgemeinschaften in den

Regionen miteinander im Gespräch sind. In weiten

Bereichen sind Kirchengemeinden traditionell

Träger der Friedhöfe, so werden 104 Friedhöfe

betrieben.

Ein besonderes Schwergewicht des diakonischen

Engagements liegt in der Trägerschaft von

50 Kindertagesstätten mit rund 3300 Plätzen

und einer Diakoniestation, die rund 465 Patienten

betreut. In der ambulanten Pflege gewinnt

die Demenzbetreuung durch Gruppenangebote

und spezielle Angebote für pflegende Angehö -

rige immer mehr an Bedeutung. Zwei Bahnhofs -

missionen, ein Hospizverein und ein gemein -

sames Diakonisches Werk mit Sozialberatung in

Hildesheim, Alfeld, Bockenem, Elze und Sarstedt

runden das Engagement ab. Hier werden

Schuldner-, Insolvenzberatung, Schwangerenund

Schwangerschaftskonfliktberatung, Ehe-,


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2010

Mitarbeiter: 1700

Gemeindemitglieder:

140 000

Kirchengemeinden: 110

Sakralgebäude: 211

Pfarr- und Gemeinde -

häuser: 220

Friedhöfe: 104

Teile des Teams der

Diakonie station Hildes -

heimer Land gGmbH

(Dienstsitz in Bockenem) Innenansicht Kolum -

barium Hoheneggelsen

Familien- und Lebensberatung sowie eine Kurenberatung

und -vermittlung angeboten.

Letztlich sind etwa 1700 Mitarbeitende in

hauptamtlichen und nebenamtlichen Beschäf tigungsverhältnissen

bei der evangelischen Kirche

oder ihren Einrichtungen tätig.

Die Verwaltung erfolgt durch das Kirchenamt

in Hildesheim mit derzeit etwa 70 Mitarbeitenden.

Innenansicht der

St. Nicolai-Kirche in Alfeld

Angebote:

verschiedenster Art

– für Kinder

– für Jugendliche

– für Erwachsene

– für Senioren

und in den Bereichen

– Musik und Kultur sowie

– Diakonisches Werk

mit Beratungs- und

Unterstützungs -

angeboten

Kirchenamt Hildesheim

des Ev.-luth. Kirchen -

kreisverbandes

Hildesheim

www.hildesheimkirche.de

105


Erfolgsfaktor Wissen –

passgenaue Bildungsangebote

Dr. Margitta Rudolph

Die niedersächsische Bevölkerung wird voraussichtlich

um 6,4 Prozent auf 7,44 Millionen

Einwohner zurückgehen. Höchste Einwohnerverluste

dürften in Südniedersachsen

(Alfeld, Gronau, Elze, Lamspringe, Holzminden

sowie dem LK Goslar und der Stadt

Salzgitter etc.) zu verzeichnen sein 1 . Die

Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter

ist rückläufig. Die Altersgruppe der Erwerbs -

tätigen sinkt, der Anteil der 20- bis unter 65-

jährigen nimmt ab 2 .

Eine entscheidende Kom ponente des

erfolgreichen Umgangs mit dem demogra -

fischen Wandel wird für die Kommune

Hildesheim die Frage sein, wie es ihr ge -

lingt, Bildungs- und Wissens gemein schaften

sowie (Ausbildungs-)Betriebe so zu unterstützen,

dass sie mit erhöhter Professionalität

Wirtschaftsfelder er schlie ßen und damit

Beschäftigungsstrukturen aufbauen können.

Dazu bedarf es eines kommunalen

Bildungs monitorings und Bildungsmanagements.

Mit der Einrichtung einer kommu -

nalen Bildungslandschaft und einer gelingenden

Bildungssteuerung am Bildungsund

Beratungszentrum Volkshochschule

Hildesheim gGmbH, sprich systematisch

und beständig erhobenen Daten aus den

verschiedenen thematischen Bereichen des

lebenslangen Lernens, werden passgenaue

Bildungs angebote, die in Form, Inhalt und

Bildungsabschluss auf die Klientel zugeschnitten

sind, angeboten. Unterschiedliche

Akteure der Weiterbildungsbranche stellen

gebündeltes Wissen zur Entscheidungsfindung

zur Verfügung. Allgemeine Informationen

sind geprägt von großen Mengen

unstruk turierter Daten aus heterogenen

Quellen, die die Informationsbedürfnisse

nicht befrie digen können. Was ist für welche

Weiterbildungsinteressierten wichtig?

Die zielorientierte Beratung ist die

Grundlage für die Entwicklung individueller

Lösungen. Eine schlüssige Konzeption setzt

die genaue Kenntnis der Bildungsinteressierten

voraus. Erfahrene Mitarbeiter stellen

die Anforderungen der Zielgruppe im Rahmen

einer Ist-Analyse zusammen, die

anschließend in ein Soll-Konzept einfließen.

Die Region Hildesheim ist ein Bildungs -

stand ort mit vielen potenten Akteuren, der

beste Voraussetzungen bietet, den Herausforderungen

gewachsen zu sein.

Kontinuierliche und innovative Weiter -

bildungsangebote ausgerichtet an Qualitätsstandards,

bieten maßgeschneiderte Lösungen

an und können Segmente von beruf -

licher Bildung, Sprachen, Gesundheit, Kultur

und Gesellschaft, Kita und Schule bishin

zu Bereichen wie Integration, Inklusion und

Migration im Landkreis Hildesheim be -

dienen.

1 Bertelsmann Stiftung (o.J.). Deutschland im demo -

graphischen Wandel 2030. Laenderbericht_Niedersachsen.pdf

(letzter Zugriff 04.06.2015)

2 Vgl. Statistische Monatshefte Niedersachsen

1/2011 und 7/2013

106


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Die Fachschule für Holz -

technik & Gestaltung

bietet nicht nur Kom pe -

tenzen in den Bereichen

Holztechnik, Holzgestal -

tung, Betriebsführung

und EDV, sondern fördert

auch die Persönlichkeits -

entwicklung junger Men -

schen und stärkt ihre

Verantwortung für sich

selbst und die Gesell -

schaft.

Auf einen Blick

Fachschule Holztechnik & Gestaltung

Die Fachschule Holztechnik & Gestaltung Hildesheim

ist eine Schule mit persönlichem Charakter,

an der – im Gegensatz zu anderen Technikerschulen

– ausschließlich Fachschüler ausgebildet

werden. Die Schule kann auf eine langjäh -

rige, lebhafte Tradition zurückblicken, in der sich

das Schulbild häufig gewandelt und den gesellschaftlichen

und wirtschaftlichen Anforderungen

angepasst hat. Sie wird geführt in den Fachrichtungen

Holztechnik und Holzgestaltung mit dem

Schwerpunkt „Objektdesign“. Die Integration der

Fachrichtungen „Technik“ und „Gestaltung“

unter einem Dach entspricht der Ausbildung

nach der Intention der Werkkunstschulen.

Gründungsjahr:

1909 Eröffnung der

„Technischen Fachschule

für Tischler“

Schülerzahl: 160

Leistungsspektrum:

Fachschule für

Holztechnik und

Holzgestaltung

– Ausbildung zum

Holztechniker

– Ausbildung zum

Holzgestalter

– Vorbereitungskurs

zur Meisterprüfung

– Qualifikation zum

Refa-Sachbearbeiter

Fachschule

Holztechnik & Gestaltung

Hildesheim

www.holztechnikhildesheim.de

Faszination

Werkstoff Holz

107


Jugend forscht und Schülerfirmen –

zwei Projekte für die Zukunft der

Wirtschaftsregion

Sarah Umlauf

Spannend: Projekte wie

„Jugend forscht“ und

„JUNIOR“ fordern

Schüler heraus, sich

auch außerhalb der

Schule zu be weisen.

Bereits heute gestaltet sich die Suche nach

gut ausgebildeten Mitarbeitern oder engagierten

Auszubildenden schwierig. Zwei

Instrumente für die Aufgabe, frühzeitig den

Nachwuchs für regionale Unternehmen zu

begeistern, sind die beiden Projekte

„Jugend forscht“ und JUNIOR Schüler -

firmen, die von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Hildesheim Region (HI-REG)

mbH unterstützt werden.

Seit Henri Nannen „Jugend forscht“

1965 aus der Taufe hob, haben sich mehr

als 235 000 Nachwuchswissenschaftler an

den Wettbewerben „Jugend forscht“ und

„Schüler experimentieren“ beteiligt und nicht

selten ist dies der Anfang einer erfolg -

reichen Karriere in Wissenschaft und Technik.

Dabei geht es nicht nur um die Förderung

der innovativen Jungforscher-Köpfe,

sondern auch um ihre Bindung an die Re -

gion und deren Unternehmen.

Seit 1997 gibt es den Regionalwett -

bewerb Hildesheim, der mittlerweile von

drei Patenunternehmen und neun Unterstützern

aus der Region gefördert wird. Positive

Erfahrungen in Verbindung mit „Jugend

forscht“ und die Kenntnis der Möglichkeiten,

die die regionalen Unternehmen bieten,

können bei der Wahl des späteren Arbeitsund

Lebensortes entscheidend sein.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet

auch das JUNIOR-Projekt, das 1994 vom

Institut der deutschen Wirtschaft ins Leben

gerufen wurde. Bei dem Projekt gründen

Schüler für ein Jahr ein Unternehmen, das

sie real führen. Sie müssen ihre Geschäfts -

idee in die Tat umsetzen und ihre Produkte

oder Dienstleistungen am Markt anbieten.

Wie im wirklichen Unternehmerleben, sind

die Aufgaben vom Vorstand über das Marketing

bis hin zur Buchführung klar verteilt.

Während des Projektes werden neben wichtigen

Impulsen für die spätere Berufswahl

auch Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit,

Eigenverantwortung und Selbstständigkeit

erworben. Deshalb unterstützt

die HI-REG JUNIOR und hat seit dem Schuljahr

2005/2006 über 60 Schülerunternehmen

und fast 1000 Schüler aus der Region

begleitet.

Junge Forschertalente und potenzielle

Jungunternehmer – sie frühzeitig zu fördern

und zu unterstützen, Anreize für sie zu

schaffen und ihnen eine attraktive berufliche

Perspektive in der Region zu vermitteln, ist

eine Aufgabe, die viel Engagement erfordert.

Im Zusammenspiel von Vertretern aus

Wirtschaft, Institutionen und Bildungseinrichtungen

kann dies zum Wohle der Wirtschaftsregion

gelingen. Nähere Informa -

tionen zum Regional wettbewerb Hildesheim

unter www.jufo-hildesheim.de. Weiteres zu

den JUNIOR Schüler firmen finden Sie unter:

www.juniorprojekt.de.

108


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Mehr als 35 000 Bürgerinnen und Bürger

besuchen jährlich das Bildungs- und Beratungszentrum

Volkshochschule Hildesheim

gGmbH. Es bietet ca. 2500 Veranstaltungen

mit bis zu 80 000 Unterrichtsstunden und ist

damit die größte Weiterbildungseinrichtung

des Landkreises Hildesheim.

Eingebunden ist ein weit verzweigtes

Netz von regionalen Partnern, Schulen,

Verbänden und Bündnissen. So können

unterschiedlichste Zielgruppen mit bedarfs -

orientierten Lernformaten mit innovativen

Bildungsangeboten angesprochen werden.

Lebenslanges Lernen stellt Anforderungen,

für die das Bildungs- und Beratungszentrum

ein umfangreiches, öffentlich verantwortetes

Bildungsangebot zur Verfügung

stellt – von der frühkindlichen Bildung und

Entwicklung, der Schulausbildung, der

beruflichen Ausbildung über die Berufstätigkeit

bis ins hohe Alter.

Es trägt dazu bei, die Bildungs- und

Weiterbildungschancen im Erwachsenen -

alter in der Region Hildesheim bürgernah zu

sichern und versteht sich als Begegnungsort

für alle Generationen und Kulturen,

unterstützt die Integration von Menschen in

allen Bereichen (Inklusion) und ist verläss -

licher Partner in einer gelingenden Arbeit

mit unseren zugewanderten Mitbürgerinnen

und Mitbürgern (Deutsch als Fremdsprache,

interkulturelle Angebote, Willkommens -

kultur).

In seinem Sprachenzentrum bietet

die VHS 20 Fremdsprachen an, die Riedel-

Akademie erreicht die wachsende Ziel -

gruppe der Seniorinnen und Senioren mit

passgenauen Angeboten und die junge

VHS bietet Impulse für Kinder, Jugendliche

und Familien.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den

bildungsbenachteiligten Bürgerinnen und

Bürgern, für die ein breites Angebot der

Grundbildung vorgehalten wird (Alphabetisierung,

Grundbildung, Nachholen von Schul -

abschlüssen der Sekundarstufe I und II, Vorbereitung

auf Zulassungsprüfungen zum

Hochschulstudium ohne Abitur).

Bildung – Beratung – Begegnung:

das Bildungs- und Beratungszentrum

Dr. Margitta Rudolph

Für ihre innovative Bildungsarbeit wurde

die Volkshochschule mehrfach ausge -

zeichnet.

Mit den verschiedenen Hauptstand orten

im Landkreis (Hildesheim, Alfeld, Sarstedt)

und weiteren dezentralen Stellen ist die VHS

mit ihrem umfangreichen und öffentlich

verantworteten Bildungsangebot „nah am

Bürger“.

Die zunehmende Informationsfülle im

Bildungsbereich führt dazu, dass die Volkshochschule

sich mehr und mehr auch

als eine Beratungseinrichtung versteht, die

übergreifende, aber auch lokale Bildungs -

daten sammelt, beobachtet, analysiert und

in ihre Beratungstätigkeit implementiert. So

kann sie regionale Entwicklungen erkennen,

Ver änderungsmöglichkeiten identifizieren und

die regionale Strukturentwicklung unter -

stützen.

Das Bildungs- und Beratungszentrum

investiert in eine zeitgemäße und ange -

nehme Lernumgebung und ist so – mithilfe

des kommunalen Engagements – ein kontinuierlicher

und verlässlicher Partner.

Sprachkurse – für alle

Generationen und

Kulturen – sind wesent -

licher Bestandteil des

Angebotes.

109


Theorie und Praxis kombinieren –

Universität Hildesheim

Isa Lange

Die Universität

Hildesheim

Die Universität Hildesheim hat Schwerpunkte

in den Erziehungs- und Sozialwissen -

schaften, Kulturwissenschaften, Sprachund

Infor mationswissenschaften sowie in

Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft

und Informa tik.

Die Universität bildet mit rund 2600 Personen

rund ein Drittel der Grund-, Hauptund

Realschullehrer in Niedersachsen aus.

Lehramtsstudierende sind im ersten Stu -

dienjahr freitags im Klassenzimmer und

beobachten den Unterricht – das ist bundes -

weit besonders. Dann folgen weitere Praxis -

phasen, die vor- und nachbereitet werden.

Im Projekt „Männer und Grundschullehramt“

möchte die Hochschule – als erste in

Nieder sachsen – mehr Männer für den

Lehrer beruf interessieren.

Zusammen leben und lernen – am Zen -

t rum für Bildungsintegration befassen sich

Wissenschaftler mit Vielfalt in Migrations -

gesellschaften. Professuren für Interkulturelle

Kommunikation, Deutsch als Zweit sprache,

Diversity Education und Migra tionspolitik

wurden eingerichtet und Fächer wie Sport

und Musik in die Arbeit einbe zogen. Universitätspräsident

Professor Dr. Wolfgang-

Uwe Friedrich weist auf das Leitbild hin, dort

heißt es: „Unser Land ist seit Jahrzehnten

auch durch Immigration ge prägt. Wir wollen

konsequent dazu beitragen, die Bildungs -

chancen von Menschen aus Einwanderungsfamilien

weiterzuentwickeln, um ihre

Integration zu fördern. Gleichzeitig erkennen

wir ihre vielfältigen Erfahrungen an.“

Insgesamt zählt die Universität etwa

7100 Studierende. 1100 davon studieren auf

dem Kulturcampus Domäne Marienburg.

Der Studiengang „Kulturwissenschaften

und ästhetische Praxis“ ist der älteste Stu -

diengang in Deutschland, der seit 1978 für

kulturwissenschaftliche, künstlerische und

kulturvermittelnde Berufe qualifiziert. Ab -

solventen sind in Theaterhäusern und Ver -

lagen, in Schulen, in Fernsehanstalten, in

der Kulturverwaltung und Kulturellen

Bildung tätig.

IT-Studierende lernen in Hildesheim zum

Beispiel, Informationssysteme zu entwickeln

und große Informationsmengen in Unternehmen

zu managen. Im Bereich „Angewandte

Informatik“ können sie sich auf

Programmierung, Datenbanken, Softwaretechnik

und Künstliche Intelligenz spezia -

lisieren.

Im Medientextlabor der Universität lernen

Studierende, Filme zu untertiteln und

Medien zu übersetzen. Sie bereiten Internetseiten

barrierefrei auf. Die Universität Hildesheim

kooperiert mit mehr als 250 Hochschulen

in 52 Ländern und wurde von der

EU für ihre Erasmus-Erfolgsgeschichte

im Studierendenaustausch ausgezeichnet.

Durch eine ICE-Anbindung sind Großstädte

wie Berlin schnell zu erreichen.

Die Stiftung Universität Hildesheim

ist eine der ersten Stiftungsuniversitäten

Deutsch lands. Mehr Informationen gibt es

unter www.uni-hildesheim.de.

110


EIN KREIS MIT VERANTWORTUNG

Vernetzt in die Region und international aktiv: HAWK

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Sabine zu Klampen

Die HAWK ist vielfältig, lebendig und

menschlich. In 21 Bachelor- und 14 Master-

Studiengängen sind rund 5700 Studierende

eingeschrieben. Um sie kümmern sich etwa

170 Professorinnen und Professoren an

sechs Fakultäten in Hildesheim, Holzminden

und Göttingen (siehe Infospalte).

Die Praxisprojekte zeigen die Kreativität

der HAWK – zwei Beispiele: Das Akku -

schrauberrennen ist in ganz Deutschland

bekannt und es ist kein Witz, sondern ein

Praxisprojekt, bei dem die Studierenden Produktdesign,

Eventmanagement, Werbung

und Teamarbeit lernen. Oder StreetPong: Die

Idee, ein Video-Spiel im Ampeltaster zu in -

stallieren, um die Wartezeit bei Rot zu überbrücken,

kam 2012 aus der HAWK in Hildesheim.

Sie ist einzigartig und ging medial um

die ganze Welt. 2014 ist ein Proto typ reif.

HAWK und Stadt Hildesheim klären die

rechtlichen Grundlagen für einen Testbetrieb.

Das Fachgebiet Verkehrswesen der HAWK-

Fakultät Bauen und Erhalten installiert eine

engmaschige Verkehrsbeobachtung. 2015

liegt die Sicherheitseinschätzung vor: Street-

Pong birgt keine gravierenden Gefahren und

die Stadt Oberhausen entscheidet sich,

eben falls die innovativen Ampeltaster namens

ActiWait zu installieren.

Besonderes Merkmal der HAWK ist eben

diese Vernetzung in die Regionen. So fand

zum Beispiel im September 2015 mit Unterstützung

des Hornemann Instituts der HAWK

in Hildesheim das dritte „Forum Kunst des

Mittelalters“ statt. Dabei handelt es sich um

einen großen Kongress zur Kunstgeschichte

des frühen und hohen Mittelalters, der auch

archäologische, denkmalpflegerische und restauratorische

Themen bearbeitet. Rund 400

Gäste aus dem In- und Ausland nahmen teil.

HAWK-Campus

Die Verankerung der HAWK in die Region

zeigt sich auch durch den „Hildesheimer

Lions-Preis“, der vom Lions Club eigens für

die Fakultät Bauen und Erhalten ausgelobt

wird. Der mit insgesamt 3000 Euro dotierte

Hildesheimer Lions-Preis“ wird seit 2007

vergeben. Jedes Jahr werden je 500 Euro für

eine herausragende wissenschaftliche Leis -

tung und für ein besonders uneigennütziges

Engagement bei der Restaurierung eines

Objektes oder einer Objektgruppe ausgelobt.

2014 hat die HAWK den neuen Campus

Weinberg auf dem früheren Klinikgelände

bezogen und kann sich mit ihrem Studien -

betrieb im Wesentlichen auf die in direkter

Nachbarschaft liegenden Bereiche Hohnsen,

Goschentor, Campus Weinberg an der

Renata straße und den Brühl konzentrieren.

Die Fakultäten der

HAWK

– Fakultät Bauen und

Erhalten (Hildesheim)

– Fakultät Gestaltung

(Hildesheim)

– Fakultät Soziale Arbeit

und Gesundheit

(Hildesheim)

– Fakultät Ressourcen -

management

(Göttingen)

– Fakultät Natur wissen -

schaften und Technik

(Göttingen)

– Fakultät Management,

Soziale Arbeit, Bauen

(Holzminden)

111


Das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim:

Eine Begegnungsstätte mit den Weltkulturen

Professorin Dr. Regine Schulz

Ein Anliegen der Gründerväter des Roemerund

Pelizaeus-Museums (RPM), Hermann

Roemer (1816–94) und Wilhelm Pelizaeus

(1851–1930), war es, das Wissen von der

Entstehung und Beschaffenheit der Welt, von

alten, geheimnisumwobenen Kulturen und

von fernen Völkern zu präsentieren und zu

vermitteln. Im Jahr 1845 gründete Roemer

das nach ihm benannte Museum und wollte

Kunstschätze aus aller Welt mit einer naturkundlichen

und einer stadtgeschicht lichen

Sammlung vereinen: eine Welt in Vitrinen.

Um ein „Ägyptisches Zimmer“ im Museum

einzurichten, wandte sich Roemer an

den Hildesheimer Kaufmann Wilhelm Peli -

zaeus, der seit einigen Jahren in Ägypten

lebte. Seine durch Schenkungen und An -

käufe, aber vor allem durch offizielle Fundteilungen

bei den Grabungen auf dem Giza-

Plateau entstandene Sammlung bot Peli -

zaeus im Jahr 1907 der Stadt Hildesheim

als Schenkung an. Am 29. Juli 1911 wurde

im umgebauten Waisenhaus neben dem

Roemer-Museum das „Pelizaeus-Museum“

eröffnet. Neben Boston, Wien und Kairo

besitzt das RPM heute eine der weltweit herausragenden

Sammlungen aus der Pyramidenzeit.

Durch die Kolonialpolitik des Kaiser -

reiches konnte sich Roemers Idee eines

„Weltenmuseums“ weiterentwickeln, als

Hildesheimer Bürger in weit entfernte Regionen

der Welt gelangten. Ernst Ohlmer, Seezolldirektor

in China, überließ dem Museum

eine einzigartige Sammlung chinesischen

Porzellans und der spätere Direktor

Rudolph Hauthal erwarb präkolumbische

Kunstschätze aus dem Andenraum. Beide

Sammlungen zählen bis heute zu den

bedeutendsten ihrer Art in Europa.

1949 wurden beide Museen zum Roemer-

Pelizaeus-Museum und 1974 letztendlich

zum Roemer- und Pelizaeus-Museum ver -

einigt. Heute präsentiert darüber hinaus das

Stadtmuseum im rekonstruierten Knochenhauer-Amtshaus

die Geschichte Hildesheims

und der Region von der Ur- und Frühgeschichte

bis in das 20. Jahrhundert.

Als Ort der Begegnung, der Bildung und

der Wissenschaft möchte das Roemer-

Pelizaeus-Museum mit seinen Sammlungen,

(Sonder-) Ausstellungen und Forschungsprojekten

die kulturelle Dynamik und den

natürlichen Wandel in der Welt erfahrbar

machen: „Heute ist festzuhalten, dass ein

Museum, wie zum Beispiel das RPM, noch

immer einer der letzten Orte ist, wo unsere

flüch tige Zeit angehalten werden kann und

wir die notwendige Muße finden, um uns in

eine Welt zu vertiefen, die nicht nur Fakten,

sondern überzeitliche kulturelle Werte vermittelt.

Oder anders ausgedrückt, Museen

bieten das direkte Erlebnis, und das ist

unbezahlbar.“ (M. Kozok: Vom Kloster zum

Museum. Studien zur Baugeschichte des

Roemer-Pelizaeus-Museums in Hildesheim,

Hildesheim 2008, S. 204)

112


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Auch Hem-iunu, ein Prinz und Wesir unter König

Cheops aus der altägyptischen 4. Dynastie, ist im

Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim anzutreffen.

113


Attraktive Kulturregion: Das Theater

für Niedersachsen in Stadt und Land

Jörg Gade

2007 wurde aus dem Zusammenschluss

des Stadttheaters Hildesheim mit der Landesbühne

Hannover das TfN Theater für

Niedersachsen. Als eines der Flaggschiffe

der vielfältigen Kulturlandschaft in Stadt und

Landkreis Hildesheim präsentieren die

Künstlerinnen und Künstler des Theaters in

über 300 Hildesheimer Veranstaltungen pro

Saison Opern, Operetten, Musicals, Konzerte,

Schauspiele und Kinder- und Jugendtheater.

Darüber hinaus zeigt das Theater seine Inszenierungen

in über 60 Gastspielorten

in Niedersachsen und den angrenzenden

Bun desländern und ist so zu einem „Botschafter

für Hildesheim“ geworden.

Das Hildesheimer Musiktheater ist das

einzige reisende Musiktheater Niedersachsens.

Es versteht sich – auch in Abgrenzung

zu den Staatsopern in Hannover und Braunschweig

– als „Volksoper“ und präsentiert

seine Werke in der Regel in deutscher

Sprache. Mindestens einmal pro Spielzeit

werden Ausgrabungen, Neuentdeckungen

oder Raritäten des Opernrepertoires ge -

boten, wie zum Beispiel Brittens „Das Ge -

heimnis von Bly“ oder Poulenc „Gespräche

der Karmeliterinnen“.

Mit seiner viel beachteten, bundesweit

einzigartigen MusicalCompany pflegt das

TfN das moderne unterhaltende Musik -

theater und erreicht auch mit unbekannten

Werken neue Publikumsschichten (zum Beispiel

„Die Frau des Bäckers“, „Children of

Eden“, „Der 25. Pattenser Buchstabierwettbewerb“.

Mit Klassikern ebenso wie mit

Werken der zeitgenössischen Dramatik

erzählt das Schauspiel Geschichten, die

Herz und Hirn bewegen. Im Bereich des

Kinder- und Jugendtheaters setzt das TfN

die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Freien

Theatern fort. In jeder Saison entstehen drei

bis vier Neuinszenierungen für alle Altersgruppen

von 2 bis 14 Jahren.

Eine bundesweite Spitzenposition nimmt

das Hildesheimer Theater bei der Zahl und

der Vielfalt der Angebote zum aktiven Mitmachen

ein. Während vergleichbare Theater

heute über einen Jugendclub verfügen,

werden am TfN 17 Theatergruppen und

Jugendclubs angeboten. Das Angebot

reicht von der Spielgruppe für Kinder von

6 bis 8 Jahren bis zum Theater Alt und

Jung, bei dem die älteste Teilnehmerin

76 Jahre alt ist. Hinzu kommt die vielfältige

Chorarbeit mit Symphonischem Chor und

Kinder- und Jugendchor. Auch beim Beitrag

des TfN zum 1200-jährigen Stadtjubiläum

steht die aktive Teilhabe im Mittelpunkt:

Rund 200 Theaterbegeisterte aus Hildesheim

und Umgebung spielen beim großen

Spektakel „Im Namen der Rose“ mit.

Im Landkreis ist das TfN regelmäßig in

Alfeld zu Gast und zeigt seine Kinderstücke

in Lamspringe. Eine besonders enge Verbindung

besteht zur Landkreisgemeinde

Gronau: 1952 war Gronau eines der Gründungsmitglieder

der Landesbühne Hannover

und ist, mit seinem begeisterungsfähigen

Publikum bis heute ein regelmäßiger und

gerne besuchter Gastspielort des TfN.

114


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Das Theater für Niedersachsen ist eines der Flagg -

schiffe der vielfältigen Kulturlandschaft in Stadt und

Landkreis Hildesheim.

115


Kulturentwicklung mit Konzept:

Das KulturBüro gestaltet den Wandel

Hans-Jürgen Driemel

Das KulturBüro des Landkreises entstand

im Jahr 1998 im Laufe der Verwaltungs -

reform – als der Fachdienst Kultur aus der

einstigen Kulturabteilung des Schulamtes

hervorging: die neue Bezeichnung Kultur-

Büro als Ausdruck einer neuen öffentlichrechtlich

verantworteten Kulturförderphilo -

sophie, für deren Wirkungsentfaltung die

Verteilung von – ohnehin nur noch in geringem

Maße verfügbaren – finanziellen Förder -

mitteln weniger von Bedeutung ist, als vielmehr

eine kompetente auf Nachhaltigkeit

angelegte beratende Unterstützung kultu -

reller Akteure im Sinne von Consulting.

Gemeint war ein Wandel von Leistungs -

verwaltung hin zu Initiativverwaltung – in Ziel -

setzungen und Verfahren vergleichbar mit

klassischer Wirtschaftsförderung.

Angestoßen wurden diese hier nur kurz

skizzierten Veränderungen durch den Einstieg

in die Umsetzung eines veränderungsoffenen

Kulturentwicklungsprozesses (KEP),

auf den Weg gebracht durch politische

Beschlüsse in den Jahren 1995/2000 –

Beschlüsse, die Aufbrüche markieren zu

(im Wortsinne) Entdeckungsreisen in kultur -

politisches Neuland.

„Mit diesem Unterfangen wurde erstmals

die Möglichkeit geschaffen, die kulturelle

Vielfalt im Kreisgebiet in ihrer Gesamtheit zu

betrachten und als Entscheidungsgrundlage

für zukünftige Förderkonzepte zu nutzen.

Zum ersten Mal gelang es auch, einen

intensiven Dialog zwischen Kulturverwaltung,

Mitgliedern des Kreistages und den

zahlreichen regionalen Kulturakteuren zu

initiieren [...] diese Arbeit [...] bildete eine

Grundlage für langfristige Prozesse und

neue, mittlerweile sehr erfolgreich realisierte

Projekte, mit denen der Landkreis sich als

lebendige und innovative Kulturregion präsentiert.“

(Birgit Schulz-Jäckle)

Beim Prozess der Kulturentwicklung

(KEP) für die Region Hildesheim handelt es

sich – dies lässt sich nach über 20 Jahren

seiner Wirkungsentfaltung feststellen – um

ein Musterbeispiel für erfolgreiche Entwicklungsarbeit

kommunaler Initiativverwaltung.

Das Ziel ist, einen Beitrag zu leisten – zum

einen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit

von Lebenswelt im ländlichen Raum und

zum anderen zur Identifikation der Bevölkerung

mit dem Gemeinwesen und der demokratischen

Gesellschaftsordnung, auf die es

gegründet ist. Der KEP will somit auch verstanden

sein als ein Prozess der Repoliti -

sierung mit dem Ziel der Freisetzung zivil -

gesellschaftlichen Gestaltungswillens.

Der Erfolg des KulturBüros soweit wäre

undenkbar ohne die flankierende Unterstützung

durch den Kulturbeirat, das NetzWerk

Kultur & Heimat Hildesheimer Land und, nicht

zuletzt – als quasi technisches Rückgrat – das

Kulturinformationssystem www.kulturium.de.

Sie sind allesamt „Kinder“ des KEP-Pro -

zesses – und, last but not least: die organi -

sa torische Verortung als Stabsstelle bei der

Verwaltungsführung.

116


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Aus dem Projekt

Rosen & Rüben:

„Hurra, der König ist da“

Demonstration der

Heiseder beim Besuch

der Kommission „Unser

Dorf hat Zukunft“

117


Sehenswerte Architektur und Welterbestätten –

von Schlössern und Kirchen über Herrensitze

bis hin zu Gropius

Eckhard Speer

Kloster Wittenburg

118

Der Landkreis Hildesheim wartet mit einem

breiten Spektrum an kulturell bedeutenden

Bauwerken auf, welche sich zu entdecken

lohnen. Neben den „weltbekannten“ Welt -

erbestätten findet sich weniger Bekanntes,

teilweise versteckt Liegendes oder bereits

Vergessenes – dabei jedoch nicht weniger

Interessantes.

Die ältesten sichtbaren Zeitzeugen un serer

Geschichte im Landkreis sind die Burgen,

Burgruinen und Kirchen, von denen hier

einige Erwähnung finden sollen. Als Wan -

derer kann man unter anderem die Burg

Winzenburg im südlichen Sackwald aus der

Mitte des 9. Jahrhunderts als beeindruckende

Ruine betrachten. Die ehemalige Klosterkirche

Wittenburg im Calenberger Land ist

der einzige Gebäudeteil, der von der Burg

Wittenburg erhalten geblieben ist und ist

ebenso wie die Burgruine Wohldenberg bei

Sillium ein wunderbares Ausflugsziel. Für

Mittelalterfans wird die Burg Steinbrück aus

dem 14. Jahrhundert in Zukunft an Bedeutung

gewinnen. Hier möchte der Eigen -

tümer die Ritterzeit erlebbar machen. Aus

einer ehemaligen Klosteranlage ist Mitte

des 19. Jahrhunderts das Schloss Derneburg

mit Landschaftspark und weiteren Bau -

werken entstanden. Für Kunstinteressierte

wird das Schloss nach der Sanierung in

geführten Gruppen zugänglich sein.

Als weitere, teilweise zugängliche Klos -

teranlagen seien die barocke Kirche mit

Park und Abteigebäude des Klosters Lamspringe

sowie das Kloster Marienrode

erwähnt – hier finden auch regelmäßig Veranstaltungen

statt.

Die Kirchen des Landkreises sind ebenfalls

eine Besichtigung wert. Neben den

Welterbekirchen Mariendom und St. Michael

als Zeugnisse der ottonisch-romanischen

Bau- und Bildkunst sowie St. Andreas und

St. Godehard, alle im Stadtgebiet Hildesheim,

sind auch die Türen unserer kleineren

Kirchen geöffnet. In Harsum ist die katho -

lische Pfarrkirche St. Cäcilia, eine neuromanische

Basilika von 1886 durch ihr Ausmaß,

ihre stilistische Geschlossenheit und die

original erhaltene Innenausstattung bedeutend.

Diese im Nordkreis stehende Kirche

findet ihr fast zeitgleich errichtetes Pendant

in Winzenburg. Eine ebenfalls neuroma -

nische Kirche mit ihrer historischen Ausstattung.

Immer einen Besuch wert sind natürlich

die gotischen Stadtkirchen in Alfeld,

Bockenem und Gronau.


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Von der Bedeutung der Kirche im Landkreis

zeugen auch die bischöflichen Bauten

wie die spätmittelalterliche Wasserburg,

Domäne Marienburg mit Schulmuseum und

Hofcafé, Burg Steuerwald sowie die Zehntscheune

in Freden aus dem Jahr 1739,

heute Veranstaltungsgebäude, betrieben

von einem Verein.

Neben den kirchlichen gibt es auch die

profanen Bauten. Dies sind unter anderem

die vielen Landsitze unserer hiesigen Adelsfamilien.

Es handelt sich hierbei um

Schlösser und Hofanlagen verschiedener

Epochen, Größen und Bauformen. Einige

von ihnen sind für die Öffentlichkeit, zumindest

in Teilen, zugänglich. Hierzu zählt unter

anderem das Kunstgebäude „Bullenstall“

auf dem Gelände des Schlosses Bodenburg,

einer Wasserburg. Eine Nachnutzung

erfuhr auch das Gut Walshausen. Dieses

Imposant und zeitlos:

UNESCO-Weltkulturerbe

St. Michaelis bei Nacht

119


Schloss Derneburg

120

Gut zeigt ebenso wie das Schloss Derneburg

mit den Parkbauten die Handschrift

des hannoverschen Hofarchitekten Georg

L. F. Laves. Die ehemalige Fayence-Manu -

faktur in Wrisbergholzen von 1736 ist, wie

seit kurzem auch die Orangerie von 1840

des Schlosses Wrisbergholzen, im Rahmen

von Führungen zu besichtigen. Ein Verein

engagiert sich hier für beide Objekte.

Sehenswert sind auch die Schlösser Rössing,

Henneckenrode sowie Brüggen und

Söder, die sich im Privatbesitz befinden.

Der Landkreis Hildesheim ist bekannterweise

ländlich geprägt. Entsprechend sind

viele Fachwerkhäuser, auch ganze Bauernhöfe,

von solch historischer Bedeutung,

dass diese unter Denkmalschutz stehen. Es

mögen über 2000 sein. Unter diesen ist der

Brunottesche Hof in Wallenstedt, erbaut

1594. Er gilt als eines der ältesten fast vollständig

erhaltenden Fachwerkbauernhäuser

in Südniedersachsen und ist nach einer aufwendigen

Restaurierung der Öffentlichkeit

zugänglich. Auch hier ist ein Verein der treibende

Part.

Bad Salzdetfurth steht mit seinem Gradierwerk

und den Werkanlagen des Salzund

Kalibergbaues beispielhaft für die frühe

Industriegeschichte des Landkreises.

Eine Nachnutzung erfahren die ebenfalls


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

nicht mehr wirtschaftlich genutzten verbliebenen

Windmühlen, u. a. in Asel, Machtsum,

Marienrode und Söhlde mit den letzten

Bauten der Kreidewerke, sowie die

Wassermühlen in Nettlingen und Sarstedt.

Mit dem Hinweis auf unsere hiesigen

„Industriebauten“ kommen wir architektonisch

gesehen über die Backsteingotik zur

Moderne. Damit sind wir bei den berühmten

Architekten wie Conrad Wilhelm Hase und

Walter Gropius. Große Namen für den Landkreis.

Conrad W. Hase ist Mitte des 19. Jahrhunderts

künstlerisch, neben dem Schloss

Marienburg bei Nordstemmen, auch für die

Planung des Keilbahnhofs Nordstemmen

verantwortlich. Hase, und später seine

Schüler, brachten damit die sogenannte

Hannoversche Architekturschule in den

Landkreis. Gute 50 Jahre später schafft der

junge Architekt Walter Gropius in Alfeld

einen seiner ersten Bauten. Ein Industriebau,

welcher stilprägend werden sollte für

den Internationalen Stil mit seiner kubischen

Form und den Glas-Vorhang-Fassaden –

seit 2011 Weltkulturerbe.

Wie Sie lesen, hat der Landkreis vieles

an Geschichte von Bauten und deren

Erbauern aller Epochen zu bieten. Von der

Frühgeschichte bis zur Gegenwart! Vom

Fachwerkbau bis zur Moderne.

UNESCO-Weltkulturerbe

Nummer drei im Land -

kreis Hildesheim: das

Fagus-Werk

121


Die Innerste von der Quelle bis zur Mündung –

Naturerleben und Tourismus als Projekt interkommunaler

Kooperation

Ulrich Weber

Die Bedeutung des Fremdenverkehrs wird

in Niedersachsen absehbar weiter zunehmen.

Es wird häufiger und auch kurzfristiger

verreist und es wird Wert gelegt auf die Qualität

der Reiseerfahrungen. Dass guter Ser -

vice und Bequemlichkeit in der Kombination

mit Erlebnis und Erkenntnisgewinn im

wahrsten Sinne des Wortes naheliegend

sein können, hat Niedersachsen auch

abseits der traditionellen Urlaubsgebiete

bereits gezeigt, so zum Beispiel mit Fernradwanderwegen

oder erfolgreichem Städtetourismus.

Um in Zeiten des demografischen

Wandels neue Perspektiven aufzuzeigen,

steht auch die Verbesserung touris -

tischer Infrastrukturen regelmäßig auf der

Agenda regionaler Entwicklungskonzepte

im ländlichen Raum.

An der Innerste entwickelte sich eine

erste Idee zu einem interkommunalen Radweg

entlang der Innerste – zunächst aus

einer Perspektive des Naturschutzes und

der Umwelterfahrung. Im Zuge der Sicherung

eines europäischen Schutzgebietes

entlang des Flusses, erörterten die beteiligten

Naturschutzbehörden und -verbände

auch Aspekte von Besucherlenkung und

Besucherinformation. Damit soll vorrangig

die Akzeptanz der Schutzausweisung und

der damit verbundenen, einschränkenden

Bestimmungen verbessert werden.

Etwa zur gleichen Zeit führte das Netzwerk

Kultur & Heimat Hildesheimer Land e. V.

das sozio-kulturelle Projekt „Dorfsichten“ in

einem der Innerste-Dörfer durch. Dieses

Projekt hatte die Zielstellung, im gleichberechtigten

und moderierten Dialog der Dorf -

gemeinschaft neue Zukunftsperspek tiven

zu erarbeiten. Die dokumentierten Erfah run -

gen dieses Projektes lieferten eine Blau -

pause für das aufziehende Vorhaben

„Innerste-Radweg“.

Gespräche mit den Verwaltungen der an

der Innerste anliegenden elf Gemeinden

und Städte sowie der drei Landkreise zeigten,

dass die Idee zur Einrichtung eines

Innerste-Radweges ausreichend tragfähig

war, um alle dahinter zu versammeln. Im

Jahr 2007 konstituierte sich ein Arbeitskreis

aus Vertretern der kommunalen Verwaltungen

und aus dem Ehrenamt. In mehreren

intensiven Sitzungen wurde das Projekt sehr

phantasievoll aber auch mit dem notwen -

digen Praxisbezug ausgeleuchtet. Wichtige

Fragestellungen betrafen die Routenführung

und die Ausbaustandards, die Finanzierung

und die Zuständigkeiten. Es wurden wesentliche

Aspekte von Tourismus in Bezug auf

die Region aufgezeigt und es wurde die

Erkenntnis verdaut, dass die Einrichtung

eines Innerste-Radweges einer gut abgestimmten

und vernetzten Planung bedarf.

An dieser Stelle hätte man angesichts

der großen Herausforderungen auch noch

aussteigen können. Es hat aber niemand

daran gedacht. Aus pragmatischen Gründen

wurde die Umsetzungsphase dann

in zwei untereinander kommunizierenden

Arbeits kreisen angegangen. Die sehr prak -

tischen Aufgaben, wie die beabsichtigte

Trassenführung, die Wegestandards, die

Ausbaustrecken und die Wegemarkierung

wurden im Arbeitskreis der Kommunen mit

der maßgeblichen Unterstützung des All -

122


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

„Die Innerste“, eine schön-schaurige Geschichte

über das Innerstetal; hier bei Hockeln.

123


Die Marodebrüder –

eine Szene aus

dem Freilicht theater

„Die Innerste“

124

gemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC

angegangen. Im Ergebnis entstanden hier

ein umfängliches Kartenwerk, ein Schilderkataster

sowie ein Maßnahmenverzeichnis

mit einer realistischen Kostenschätzung. Ein

parallel tagender Arbeitskreis der sogenannten

„Ortsältesten“ setzte sich aus ehrenamtlichen

Vertretern aus den Ortschaften des

Innerstetales und Mitarbeitern aus den

Verwaltungen zusammen.

Dieses Gremium erforschte den Markenkern

des Innerste-Radweges. Um zu klären,

welche Erlebnis-werte das Innerstetal für

Touristen haben könnte, wurde dieser

Arbeitskreis selbst reisend und tagte an

wechselnden Orten der Region. Freigelegt

wurden tief reichende Erkenntnisse über

Bewohner und Ortschaften, ihre Eigenarten

und Traditionen, die landschaftlichen

Besonderheiten, die Bauwerke und die

Natur – kurzum ein solcher Schatz an landschaftsbezogenen

Erkenntnissen, dass

„Reichtum“ diesen nur unzulänglich zu

beschreiben vermag.

Ein großer Verdienst dieses Arbeits -

kreises besteht darin, dass aufgrund seines

Wirkens im Innerstetal inzwischen nachbarschaftliche

Beziehungen zwischen den Ortschaften

gepflegt werden. Schöpfend aus

dem Schatzkästlein der Region initiierte das

Netzwerk Kultur & Heimat Hildesheimer

Land e. V. unter der Flagge „Innerste-Blau“

ab 2010 in mehreren Ortschaften unvergessene

Veranstaltungen wie zum Beispiel die

szenischen Aufführungen der Innerste-Novelle

des Wilhelm Raabe an den wahrschein -

lichen Original-Schauplätzen.

Unter dem Motto „der König kommt“,

wurden Picknicks veranstaltet oder Sängerund

Sommerfeste gefeiert – sehr zum Wohlwollen

aller Beteiligten und natürlich seiner

Majestät.


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Auch jetzt noch hätten alle Beteiligten

angesichts der großen Herausforderungen

noch aussteigen können, zumal das Projekt

„Innerste-Radweg“ wegen Finanzierungs -

fragen und hohem Verwaltungsaufwand

tatsächlich ins Stocken geriet. Es war

schließlich der Landkreis Hildesheim, der

sich „den Hut aufsetzte“ und eine Verwaltungsvereinbarung

aller 14 beteiligten Kommunen

herbeiführte. Im Jahr 2013 konnte

der Radweg von der Quelle der Innerste bei

Buntenbock (Harz) bis zu deren Mündung

bei Ruthe ausgeschildert werden. Daneben

wurde eine Studie zum touristischen Potenzial

des Vorhabens erstellt. Beides war

Gegenstand der ZILE-Förderung (Zuwendungen

zur integrierten ländlichen Entwicklung)

des Amtes für Regionale Entwicklung.

Im nächsten Schritt wurden in 2015 mit

regionalem Sponsoring und Fördermitteln

der BINGO-Umweltstiftung sowie dem

EU-kofinanzierten Förderprogramm „Natur

er leben“ 21 Rastplätze mit Informations -

einrichtungen für Radler eingerichtet.

Nun ist der Innerste-Radweg in der Welt.

Natürlich ist nicht alles so perfekt, wie es

sich die vielen Akteure das einmal vorgestellt

haben. Aber am Projekt wird weiter

gearbeitet und Verbesserungen werden

angestrebt. Mancherorts sollen noch

Abschnitte des Innerste-Radweges in landschaftlich

schönere Bereiche verlegt werden,

an manchen Teilstrecken besteht

genauso wie bei Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten

noch Handlungsbedarf.

Im nächsten Schritt wird jedoch zunächst

eine gemeinsame professionelle Vermarktung

umzusetzen sein. Der Innerste-Radweg

wird sich bedarfsgerecht weiter entwickeln

und bleibt so auch zukünftig für Über -

raschungen gut. Auch das gehört zu einer

lebendigen Kultur dieser Region.

„Doris alias die Innerste“,

eine Szene aus dem

Freilichttheater

125


Gesundheit, Vitalität, Wellness – erholen und

entschleunigen im Landkreis Hildesheim

Martin Kaune

Solebad in

Nachtstimmung

Im Zeichen von Gesundheit, Vitalität und

Wellness werden in Bad Salzdetfurth seit

1857 die heilkräftige Sole und seit 1952 das

aus den Luttrumer Moorwiesen gewonnene

Heilmoor genutzt. Die Verknüpfung von Tradition

mit der modernen Lebensart macht

das TherapieZentrum zu einer Oase, um

abzuschalten, Kraft zu tanken und zu entschleunigen.

Wandeln Sie durch den Kurpark,

machen Sie halt bei den mächtigen, 260

Jahre alten Gradierwerken und genießen

Sie die salzhaltige Luft. Durch das Einatmen

der an Aerosolen und Salzionen ange -

reicherten Luft werden die Atemwege

befeuchtet. Die Salzkristalle besitzen eine

Sekret lösende Wirkung, die die Atemwege

reinigt und die Schleimhäute abschwellen

lässt.

Tauchen Sie in das wohltemperierte

Nass unseres Sole-Frei- und Hallenbades

ein und spüren Sie die positive Wirkung, die

die Sole auf Körper und Psyche ausübt.

Schwimmen im Solebad ist ein gutes Herz-

Kreislauf-Training. 750 Quadratmeter Wasser -

fläche erwarten Sie. Bei einer Wassertiefe

von 1,35 Meter können sich Nichtschwimmer

angstfrei im Wasser bewegen. Durch

den erhöhten Auftrieb des 3-prozentigen

Natur-Solewassers werden Sie – fast wie am

Toten Meer – vom Wasser getragen.

Entspannen Sie in unseren 5-Sterne-

Saunen mit den fünf unterschiedlichen

Saunen, von der finnischen Sauna über die

Kelo-Erd- und -Sechsecksauna bis hin zum

Sanarium und dem römischen Dampfbad.

Hier findet sicherlich jeder „Sauna-Typ“ sein

Wohlfühlambiente.

Die Heilkräfte – Sole und Moor – bilden

unsere traditionelle Grundlage. Solebäder

und -bewegungsbäder werden bei rheumatischen

Erkrankungen, Wirbelsäulen- und

Bandscheibenschäden, nach Gelenkope -

rationen und bei Hauterkrankungen angewendet

und kombiniert mit physikalischen

Therapien wie der klassischen Massage,

Bindegewebsmassage, Lymphdrainage und

Krankengymnastik, um Genesung und Linde -

rung zu erreichen.

Die heilende Wirkung des Moores wird

genutzt bei Erkrankungen wie Arthritis, Arthrose,

Wirbelsäulenerkrankungen, Muskel -

126


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

beschwerden, bei rheumatischen Erkrankungen

und gynäkologischen Problemen

oder als Balneotherapie bei unerfülltem

Kinderwunsch. Moor wirkt positiv auf das

Immunsystem. Durch die Poren der Haut

dringen die natürlichen Heilstoffe in den

Körper und entfalten dort ihre heilsame

Wirkung.

Seit der Antike wird Moor zur Erhaltung

von Schönheit geschätzt. Erleben Sie diese

sanfte Hautpflege im TherapieZentrum.

Runden Sie Ihren Wellness-Tag durch eine

Aromaöl-, Hot-Stone- oder ayurvedische

Massage ab, oder genießen Sie ein Cleo -

patrabad, damit Sie Kraft tanken können für

die Anforderungen des Alltags.

Garten- und Wellness -

fest im Kurpark von

Bad Salzdetfurth

127


Freizeitangebote und attraktive

Ausflugsziele – nicht nur für

Touristen

Maike Leibfried

Citybeach in Hildesheim

Einzigartiges Weltkulturerbe, ägyptische

Exponate von Weltruhm, historische Fachwerkhäuser,

eine bunte kulturelle Szene,

attraktive Einkaufsmöglichkeiten und eine

landschaftlich abwechslungsreiche Umgebung.

Hildesheim und die Region haben

viel zu bieten.

Bereits 1985 wurden zwei Hildesheimer

Denkmäler samt ihrer Kunstschätze von der

UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen:

St. Michaelis, eine der schönsten

frühromanischen Kirchen in Deutschland,

bewahrt zusammen mit dem Mariendom

und dem Domschatz ein einzigartiges

En semble mittelalterlicher Ausstattungskunst.

Weithin bekannt ist auch der sagen -

um wobene 1000-jährige Rosenstock an der

Apsis des Doms. Im Jahr 2011 kam ein weiteres

UNESCO-Welterbe aus der Region

hin zu: das Fagus-Werk in Alfeld, das u. a. für

die Herstellung von Schuhleisten bekannt

ist.

Von Weltkultur zeugt auch das renommierte

Roemer- und Pelizaeus-Museum mit

seinen vielfältigen Dauer- und Sonderausstellungen.

Es beherbergt eine der weltweit

bedeutendsten Sammlungen altägyptischer

Kulturdenkmäler aus dem Zeitalter der

großen Pyramiden. Kulturell zählt auch das

Theater für Niedersachsen mit seinem

abwechslungsreichen Spielplan zu einer

festen Größe in Hildesheim.

Streifzüge durch die Hildesheimer

Geschichte bietet das Stadtmuseum im

Knochenhauer-Amtshaus am historischen

Marktplatz – ein imposanter Platz, der nach

der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg auf

Initiative der Bürger rekonstruiert und wiederaufgebaut

wurde. Im historischen Fachwerkviertel

am Rande der Innenstadt er -

lauben auch heute noch die verbliebenen

Straßenzüge zwischen Brühl und Keßlerstraße

Einblicke in die Vergangenheit.

Vom Marktplatz aus führt die Rosenroute

(in das Straßenpflaster eingesetzte Rosenpflastersteine)

entlang der zentrumsnahen

Sehenswürdigkeiten bis ins Fachwerkviertel

auf die begrünten Stadtwälle. Zu jeder

Jahreszeit trifft man hier Spaziergänger oder

Freizeitsportler. Ruhesuchende zieht es in

den rund fünf Hektar großen Ernst-Ehrlicher-

Park.

Auch über die Grenzen Hildesheims hinaus

bleibt das Angebot vielfältig. Auf einer

Gesamtlänge von über 460 Kilometern kommen

Radfahrer auf den Fern- und Themenradwegen

auf ihre Kosten. Im Süden der

Region Hildesheim laden die Wanderwege

zu ausgedehnten Wanderungen ein. Die

Flussläufe von Leine und Innerste, das

Leine bergland und die Ausläufer des Harzes

laden zu Ausflügen ein. Hier lassen sich

zahlreiche Schlösser, Klöster, Burgen und

kleine Fachwerkstädte entdecken.

128


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Fachwerkviertel

im Hinteren Brühl

in Hildesheim

129


Die Qual der Wahl – ein

Paradies für Radfahrer

130

Mit dem Rad unterwegs

Franziska Katzenstein / Rainer Poelmann

Radfahren als umweltfreundliche Aktivität

erfreut sich bei Alt und Jung großer Beliebtheit.

Kulturinteressierte, Ruhesuchende,

Sportler oder Familien mit Kindern – so

unterschiedlich die Ansprüche, so abwechslungsreich

sind die Radrouten im Landkreis.

Auf den 460 ausgeschilderten Kilometern,

findet jeder auf den Rund-, Fern- oder Themenradwegen

eine geeignete Strecke.

Dabei stehen Kunst, Kultur oder Natur im

Mittelpunkt.

Zum einen gibt es den Leine-Heide-Radweg,

der über 410 Kilometer vom Eichsfeld

bis nach Hamburg führt. Der etwa 55 Kilometer

lange Abschnitt durch den Landkreis

Hildesheim bietet herrliche Ausblicke ins

Leinetal, malerische Fachwerkstädte und

zahlreiche Sehenswürdigkeiten entlang der

Strecke, wie zum Beispiel das UNESCO-

Welterbe Fagus-Werk in Alfeld. Einige

Abschnitte des Weges wurden kürzlich ausgebaut,

um ein noch angenehmeres Fahren

zu ermöglichen. Schutzhütten und Rast -

plätze ergänzen das Angebot.

Durch die Flusstäler von Gande, Lamme

und Innerste bis nach Sarstedt verläuft hingegen

der 54 Kilometer lange Radweg zur

Kunst. Er gliedert sich in fünf unterschied -

liche Themen-Abschnitte. Besonders hervorzuheben

ist der „Skulpturenweg“ zwischen

Bad Gandersheim und Lamspringe.

Hier verläuft der Weg auf einem ehemaligen

Bahndamm und wird von einer Vielzahl von

modernen Kunstwerken gesäumt. Weitere

Attraktionen sind das Kloster Lamspringe,

der Kurpark Bad Salzdetfurth und die Stadt

Hildesheim.

Beide Wege sind Bestandteil der im

Sommer 2015 eröffneten Kulturroute, die

die kulturellen Leuchttürme rund um Hannover

auf etwa 800 Kilometern in 15 Tages -

etappen miteinander verbindet.

Die unterschiedlichsten Naturlandschaften

stehen dagegen beim Innerste-Radweg

im Vordergrund. Die 105 Kilometer verlaufen

von der Quelle im Oberharz bis zur Mündung

in die Leine. Radfahrer erleben dabei

einen landschaftlichen Querschnitt vom

Mittelgebirge über das Gebirgsvorland bis

zu ebenen Flusslandschaften. Der Weg

verbindet die Welterbestätten Oberharzer

Wasserwirtschaft, Goslar und den Dom

und St. Michaelis in Hildesheim. Info-Tafeln

geben Auskunft über die Besonderheiten

der jeweiligen Naturräume.

Neu ist der Ambergau-Radweg, der

von Seesen über Bockenem entlang der

Nette nach Holle führt. Mit einer Länge von

32 Kilometern bietet er sich damit für einen

gemütlichen Tagesausflug an, bei dem Radler

zum Beispiel das Turmuhrenmuseum

Bockenem, den Familienpark Sottrum oder

den Laves-Kulturpfad erkunden können.

Als besonderes Qualitätsmerkmal der

genannten Strecken sind die Start- und Zielpunkte

in der Regel sehr gut mit der Bahn

erreichbar, sodass einem entspannten Ausflug

nichts im Wege steht.


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Regionale Küche und Gastlichkeit

Heike Reßmeyer

Mit dem Landkreis Hildesheim verbinden

die meisten Menschen intensiven Ackerbau

mit Rüben und Getreide, nur wenige vermuten

hier die Erzeugung vielfältiger regionaler

Produkte. In den letzten Jahren haben Landwirte

die Vermarktung ihrer Feldfrüchte

direkt an die Verbraucher als Nische für sich

gefunden und bauen dieses Segment weiter

aus. So gibt es neben den klassischen Produkten

wie Fleisch und Wurstwaren auch

Anbieter von Geflügel und Wild aus dem

Hildesheimer Wald. Die guten Böden liefern

zudem schmackhaftes Obst und Gemüse.

In der typischen Kulturlandschaft um Hildesheim

finden sich noch reichhaltige Obst -

wiesen am Dorfrand oder in den Ortschaften.

In einigen Mostereien wird der Saft des

eigenen Obstes gepresst und zurückgegeben,

regionaler Genuss aus dem eigenen

Garten garantiert. Kartoffeln aus Börde -

boden haben einfach mehr Geschmack –

fragen sie mal die Erzeuger oder überzeugen

sie sich selbst davon.

Der Nachfrage nach Produkten aus ökologischem

Anbau sind Landwirte eines

gan zen Dorfes gefolgt und haben ihre Be -

triebe umgestellt und bieten Gemüse und

Erdbeeren in verschiedenen Geschäften

und auf Märkten im Landkreis an. Seit 1996

können Hildesheimer Bürger auf dem

wöchentlich stattfindenden Bauernmarkt in

Himmelsthür Produkte aus der Region kau-

Fortsetzung Seite 133

Produkte aus dem

Landkreis Hildesheim

131


Auf einen Blick

Leistungsspektrum:

– Doppel- und Einzel -

zimmer, u. a. mit Box -

springbetten, Flachbildfernseher

mit

Satellitenempfang,

kostenlosem WLAN,

Dusche und WC

– Familienfeiern mit

Menü oder Buffet

– regionale und

saisonale Küche

Landhaus Heidekrug

Das Landhaus Heidekrug – idyllisch gelegen zwischen

Hildesheim-Ochtersum und Diekholzen –

ist der ideale Platz für verschiedenste Familien -

feiern und Kurzurlaube.

Die neu gestalteten grosszügigen Zimmer im

Haupthaus verfügen über moderne Boxspringbetten,

Dusche und WC, Flachbildfernseher mit

Satellitenempfang sowie kostenloses WLAN.

Nach einem Spaziergang um das Kloster Marienrode

oder entlang der Söhrer Heide, kann man

im Sommer, wie schon vor 100 Jahren, im

Garten sitzen und die lauen Abende genießen.

Die Küche des Hauses offeriert regionale und

saisonale Gerichte. Für Familienfeiern – mit

Menü oder Buffet – werden Sie gerne beraten.

Landhaus Heidekrug

GmbH, Hildesheim

www.heidekrug.eu

Auf einen Blick

Leistungsspektrum:

– Biergarten

– Saal bis 80 Personen

– Restaurant

– regionale Küche

– Beratung für

Feierlichkeiten

Gasthof

„Zur grünen Aue“

Gronau

www.zurgruenenaue.de

Gasthof „Zur grünen Aue“

Dinner for one oder Gesellschaft im Saal? Der

Gasthof „Zur grünen Aue“ hat für jeden etwas zu

bieten – vor allem schmackhafte und erlesene

regionale Küche sowie Wildgerichte –, in histo ri -

schem und gepflegtem Ambiente. Gerne werden

die Gäste beraten, auch wenn es um Feierlichkeiten

für bis zu 80 Personen geht. Bei schönem

Wetter lädt der Biergarten zum Entspannen im

Freien ein – zum Genießen in der „grünen Aue“.

132


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

fen. Der Bauernmarktverein unterscheidet

sich von anderen Wochenmärkten dadurch,

dass die Satzung sehr genau festlegt, dass

nur regionale und saisonale Produkte verkauft

werden. So findet der Kunde hier

neben Fleisch, Gemüse und Obst, Back -

waren und Fisch sowie auch Blumen aus

der näheren Umgebung.

Hofläden in den Dörfern bereichern das

Umfeld der Stadt Hildesheim, hier sind

neben dem klassischen Angebot auch so

manche Besonderheit aus Kräutern wie

Kräutersalz, Kräuter-Pesto-Varianten oder

Gemüsebrotaufstriche zu finden. Natürlich

sind die köstlichen „Marmeladen“ aus den

Früchten des Gartens nicht zu vergessen.

Der Garten hat aber mehr zu bieten als nur

Obst, auch Rosen aus heimischen Gärten

und deren Verwendung zu Rosenzucker,

Sirup, Gelee, Fruchtaufstrich und Rosenlikör

sind ein Geheimtipp. Und die Ideen gehen

nicht aus – in Zukunft lassen sich wohl auch

Trüffel aus dem Leinebergland kaufen.

Um dem Kunden ein möglichst breites

Angebot anbieten zu können und um in

vielen Bereichen des Landkreises vertreten

zu sein hat sich die Hi-Land Vereinigung ge -

gründet. Alle beteiligten Betriebe (rund 30)

verpflichten sich durch nachhaltige Wirtschaftsweisen

ihre Produkte zu erzeugen.

Sollte mal die Lust zum Kochen fehlen,

bieten Hof-Cafés und Dorf-Gaststätten die

Möglichkeit zur Einkehr. Bei selbstgebackenem

Kuchen mit Früchten des Gartens,

sahnigem Bauernhofeis, einem saftigen

Schnitzel oder knackigem Salat kann dem

ländlichen Flair der Hildesheimer Dörfer,

egal ob in der Börde oder den Sieben

Bergen, kaum jemand widerstehen. Und

wer hier verweilen möchte kann hier übernachten.

Durch die Nähe zur Messe in Hannover

findet sich so manches Zimmer.

Erkunden und genießen sie den Landkreis

mit seinem ganzen Facettenreichtum

und überzeugen sie sich, dass der Kreis

Hildesheim mehr hat als nur Rüben und

Weizen – nämlich auch Obst und Gemüse,

Wald und Berge mit reichlich Wild.

Geschmackvolle,

regionale Küche

133


Ein „Bullenstall“ wird Kunstgebäude,

oder... in Bodenburg steht die

ARCHE für zeitgenössische Kunst

Hans-Oiseau Kalkmann

Die ARCHE im Schnee –

ein Ausstellungshaus

verwandelt sich . . .

Es war „der Griff nach den Sternen“, als der

gerade erst gegründete Kunstverein Bad

Salzdetfurth in Bodenburg auf dem Schlossgelände

der Familie von Cramm ein ehe -

maliges Wirtschaftsgebäude mit einem un -

gewöhnlichen Dach fand und beschloss, in

dieses Baudenkmal neues Leben einziehen

zu lassen. In sechsjähriger Arbeit rettete er

es vor dem Verfall und erhielt dafür 1999

den Niedersächsischen Denkmalpreis.

Die letzte Nutzung dieses Hauses mit

seinem schiefergedeckten Sattelschwingdach

diente der Rinderzucht. Das war ein

guter Anlass, den Stier, der ja bereits in

Lascaux, in Ägypten oder auf Kreta die

Künstler zu herausragenden Darstellungen

reizte, in den Mittelpunkt der Eröffnungs -

ausstellung zu stellen – der ersten in einem

Zyklus von internationalen Gruppenaus -

stellungen, die den Tierarten (gefolgt von

Insekten, Vögeln, Reptilien und Fischen) ge -

widmet waren.

Das Thema der EXPO 2000 „Mensch –

Natur – Technik“ bot einen hervorragenden

Anlass, den Zyklus durch eine Ausstellung

zu ergänzen, gab doch die Architektur des

Gebäudes hierzu einen hervorragenden

Anlass, der mit der Tierthematik zu verbinden

war: Die Dachkonstruktion erweckt von

innen den Eindruck eines umgestülpten

Schiffsrumpfes. Da die Tiere von Noah und

seinen Helfern vor dem Ertrinken gerettet

wurden, lag es nahe, das Ausstellungshaus

in eine „ARCHE“ zu verwandeln. Statt der

Tierpaare wurden je zehn Künstlerinnen

und Künstler eingeladen mit Partnerinnen

oder Partnern auf die Arche zu kommen.

Die Zusagen von Eduardo Chillida, Alfred

Hrdlicka, Ulrike Rosenbach, Katharina Fritsc h,

Horst Antes, Dorothee von Windheim,

Richard Long, Timm Ulrichs, Christiane

Möbus u. a. zeigen, dass das Kunstgebäude

zu einem anerkannten und wichtigen Ort

zeitgenössischer Kunst geworden war.

Den Tierausstellungen folgte ein Zyklus,

der den Menschen in den Focus nahm und

Werke zu seinen fünf Sinnesorganen Mund,

Hand, Ohr, Nase, Auge zeigte, gefolgt von

einer Ausstellung über Heilpflanzen mit dem

Titel HORTUS MEDICUS. Alle Ausstellungen

wurden von informativen Katalogen begleitet.

Der beeindruckende Raum unter dem

Sattelschwingdach eignet sich aber nicht

nur für Ausstellungszwecke, sondern bietet

ein ungewöhnliches Ambiente für andere

kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte im

Rahmen der Niedersächsischen Musiktage

von Albert Mangelsdorff u. a.

So entstand im Süden der Kurstadt

ein neuer Raum für kulturelles Leben.

Gepaart mit dem schönen Schlosspark, der

Kirchplatzgestaltung vor St. Johanni, der

ab wechslungsreichen Landschaft des

Fleni thigaues und am www.radweg-zurkunst.de

liegend, strahlt er weit über den

Ort hinaus.

134


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Die Ausstellung Holz

im Obergeschoss

Das Obergeschoss

des Bullenstalls

135


Die Denkmalpflege im Landkreis Hildesheim

Archäologie und Baudenkmalpflege

Annegret Klauke

Die Archäologie verrät uns viel über unsere

hiesige, rund 700 000 Jahre alte Vergangenheit.

Davon zeugen mehrere tausend Funde

und Befunde in Stadt und Landkreis Hildesheim.

Obertägig, kaum jedoch für den Laien

ohne Erklärung sichtbar, sind Grabhügel,

Landwehren, Wall- und Burganlagen verschiedenster

Epochen in Resten erhalten.

Unter der Erde sind weiterhin eine Vielzahl

an Fundstellen von Siedlungs-, Produktions-

und Bestattungsplätzen verborgen.

Neben den Funden wie Münzen, Fibeln und

Scherben erkennen die Archäologen diese

Stätten auch an Bodenverfärbungen.

Ziel der archäologischen Denkmalpflege

ist der Schutz und die Bewahrung dieser

Fundstellen, denn sie sind unwiederbring -

liche Zeugen unserer Geschichte. Nicht

immer gelingt dies. Deshalb werden vor den

Baumaßnahmen, bei denen das Erdreich

aufgegraben wird, diese Funde und Be -

funde wissenschaftlich untersucht, um vor

deren endgültiger Zerstörung alle Informationen

und Funde zu dokumentieren und zu

sichern.

Denn nur durch diese archäologischen

Untersuchungen ist es uns möglich, mehr

über die Römer in Elze, den Hellweg oder

die Geschichte des Hildesheimer Doms zu

erfahren.

Im Alltag bewusster sind uns die ortsbildprägenden

Baudenkmäler in Stadt und

Landkreis Hildesheim.

Die weltweit bekanntesten Denkmäler

sind unsere Welterbestätten: das Fagus-

Werk in Alfeld; St. Michael und der Dom in

der Stadt Hildesheim. Nicht weniger be -

kannt ist auch der Hildesheimer Marktplatz

mit dem Brunnen, dem Knochenhaueramtshaus

und dem Tempelhaus – ebenfalls ein

Touristenmagnet.

Die Hildesheimer leben nicht nur von

ihren Denkmälern und damit den Touristen

– vielmehr leben sie auch in und mit ihren

Denkmälern. In den Städten Alfeld und

Hildesheim und im Landkreis Hildesheim

betrifft dies den Großteil der circa 5500

Baudenkmäler.

Neben den regionaltypischen Fachwerkbauten

aus fünf Jahrhunderten (eines der

ältesten ist der Brunottesche Hof in Wallenstedt,

erbaut 1594) sind auch Backsteinbauten

aus zwei Jahrhunderten (z. B. Villa Windhorst,

Stadt Hildesheim, erbaut 1882–86)

aus unserer Region nicht wegzudenken.

Egal, ob dies Schlösser, Stadthäuser oder

Bauernhöfe oder deren Reste sind. Histo -

rische „Reihenhäuser“ zählen, ebenso wie

Siedlungsbauten des 19. und 20. Jahrhunderts

dazu. Jedes Gebäude ist ein Unikat.

Zur fachkompetenten Beratung stehen

ihnen neben den Handwerkern und Planern

hier die Mitarbeiter/-innen der Unteren Denk -

malschutzbehörde von Stadt und Land kreis

Hildesheim und der Stadt Alfeld zur Ver -

fügung. Die fachliche Beratung erfolgt

neben Feststellung des Baustils, und damit

Hinweisen zur Formensprache des Bauwerks,

über die zu verwendenden histo -

rischen und neuen Baumaterialien bis hin

zu finanziellen Hilfestellungen.

136


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Das Museum – das älteste Gebäude der Stadt

Gronau (Leine) – entstand auf dem Gelände

des ehemaligen Engelbrecht’schen Hof.

137


Komfortabel &

barrierefrei wohnen –

mehr Lebensqualität

für alle

Matthias Kaufmann

Wohnqualität „zum bezahlbaren Preis“, das

ist die Aufgabe, der sich die Kreiswohnbau

Hildesheim GmbH jeden Tag aufs Neue stellt

– und das im gesamten Landkreis Hildesheim.

Es ist der soziale Blick, der dem kommunalen

Wohnungsunternehmen von An -

fang an half, zeitgerecht auf die Bedürfnisse

des Wohnmarktes zu reagieren. Egal ob

Eigenheime oder Mehrfamilienhäuser – die

Kreis wohnbau reagierte von Anfang an

immer vorausschauend und war und ist

damit für ihre Gesellschafter, den Landkreis

und seine Kommunen, ein wichtiger Partner

bei der städtebaulichen Entwicklung und

beim Versorgungsauftrag. Seit der Gründung

des Unternehmens 1949 wurden weit über

10 000 Wohneinheiten errichtet. Das entspricht

bei durchschnittlich drei Personen

pro Haushalt der Einwohnerzahl einer Mittelstadt.

Neubau geht mit hochwertiger Modernisierung

Hand in Hand, denn die Förderung

der Bestandsentwicklung hat höchste Priorität:

Etwa 50 Cent von jedem Euro Miete

werden wieder investiert. Zum Beispiel in effizientere

Wärmedämmverbundsysteme, Heizanlagen

mit moderner Brennwerttechnik

oder kontrollierten Lüftungen für ein besseres

Raumklima. Dabei hat die Kreiswohnbau

beim Klimaschutz Maßstäbe gesetzt: Durch

den Einsatz alternativer Energien liegt der

Energieverbrauch pro Wohnung mittlerweile

über 25 Prozent unter dem niedersachsenweiten

Durchschnitt. So betreibt die Kreiswohnbau

in Sarstedt zwei Biomasseheizwerke

(Holzpelletwerke), mit denen das

Unternehmen fast jeden zehnten Sarstedter

Haushalt (etwa 500) mit alterna tiver Energie

versorgt. Dieser Beitrag zum Umweltschutz –

die beiden Heizwerke reduzieren den CO2-

Ausstoß um rund 1000 Tonnen im Jahr –

zahlt sich aus, und zwar sowohl für die Mieter

als auch für die Schonung der natürlichen

Ressourcen.

Neben der energetischen Optimierung

werden Balkone angebaut, Bäder und

Küchen erneuert, Grundrisse den Wünschen

der Kunden angepasst und Schwellen aus

den Wohnungen entfernt. Die Kreiswohnbau

sieht das Wohnen als Ganzes. Dabei ist aber

genauso wichtig, auch die Barrieren vor der

Wohnungstür zu beseitigen, d. h. auf dem

Weg von der Straße bis zur Wohnung. Mittlerweile

verfügt das kommunale Wohnungs -

unternehmen über knapp 600 barrierefrei zu

erreichende Wohnungen und möchte diesen

Bestand auf mindestens 800 ausbauen.

Eine weitere Reaktion auf den demogra -

fischen Wandel und die sich stets verändernden

Marktverhältnisse ist der Kreiswohnbau

mit der Produktlinie ARGENTUM geglückt:

Intelligente Steuerung von Haus- und Wohntechnik

geht mit Umweltschutz und Energieeffizienz

sowie mit Barrierefreiheit und unterschiedlich

großem Wohnraumbedarf Hand in

Hand. Ein ansprechendes Wohnkonzept und

moderne Architektur sowie ein sehr gutes

soziales Angebot und ein einladendes Um -

feld runden diese Wohnanlagen ab. Für die

ARGENTUM-Bauten wird auch jedes Mal

die Auszeichnung des Qualitätssiegels für

sicheres Wohnen vom Niedersächsischen

Sozialministerium angestrebt, welches dem

Pilotprojekt in Sarstedt, ARGENTUM Am

Ried, auch jüngst verliehen wurde. Mehr

Infor mationen gibt es unter www.argentumkreiswohnbau.de.

Die Integration von Nachbarschaftstreffs

hat sich ebenfalls etabliert. Diese werden mit

Erfolg in Sarstedt, Bad Salzdetfurth und Gronau

jeweils unter der professionellen Leitung

sozialer Pflegedienste betrieben.

Die Kreiswohnbau trägt im besonderen

Maße gesellschaftliche Verantwortung und

bringt dies mit dem 2011 selbst erarbeiteten

Leitbild klar zum Ausdruck, in dem es in den

Bereichen Miteinander, Wirtschaftlichkeit

und Umwelt- und Klimaschutz eine Vorbildfunktion

übernimmt.

138


EIN KREIS MIT LEBENSQUALITÄT

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1949

Mitarbeiter: 43

Bestand:

– ca. 4200 eigene

Mietwohnungen

– ca. 30 Gewerbe -

einheiten

– 2 Biomasseheizwerke

– 3 Rettungswachen

– 3 Schulen

– ca. 1100 Garagen

und Einstellplätze

– ca. 400 fremdver -

waltete Wohnungen

Bilanzsumme:

ca. 138 Mio. Euro

Umsatz:

ca. 25 Mio. Euro

Investitionen:

ca. 7,4 Mio. Euro

(Quelle: Geschäftsbericht 2014)

Leistungsspektrum:

vermieten, verkaufen,

bauen, verwalten

vor Ort:

Hauptstelle Hildesheim,

Kundencenter Alfeld,

Kundencenter Sarstedt

Standorte des

Wohnungsbestandes:

Alfeld, Bad Salzdetfurth,

Bockenem, Gronau,

Hildesheim, Sarstedt

und weitere im Landkreis

Kreiswohnbau

Hildesheim GmbH

www.kreiswohnbau-hi.de

Kreiswohnbau Hildesheim

mehr als „nur“ ein Vermieter

Die Kreiswohnbau Hildesheim GmbH ist das

größte Wohnungsunternehmen in der Region

Hildesheim. Die kommunale Gesellschaft bietet

neben der Wohnungsvermietung, die das

gesamte Bestandsmanagement beinhaltet, auch

die WEG- und Fremdverwaltung. Insgesamt be -

treut sie somit rund 4700 Wohn- und Gewerbe -

einheiten – von der Rettungswache bis zur

Schule – sowie rund 1100 Garagen und Einstell -

plätze.

Als kompetenter Dienstleister rund um die

Immobilie beschäftigt sich das 1949 gegründete

Unternehmen zudem mit der Projektentwicklung

und dem Verkauf von bebauten und unbebauten

Grundstücken.

Mit Rat und Tat stehen Ihnen über 40 engagierte

und qualifizierte Mitarbeiter in der Hildesheimer

Hauptstelle sowie in den Kundencentern

in Sarstedt und Alfeld zur Seite.

Das Wohnungsunternehmen bietet Ihnen

attraktives, sicheres, bezahlbares und energie -

effizientes Wohnen. Dabei legt es ein besonderes

Augenmerk auf Nachhaltigkeit.

Innovative Antwort auf den demografischen Wandel:

ARGENTUM Kaiserhof in Bad Salzdetfurth. Das historisch

geprägte und denkmalgeschützte ehemalige Hotel

Kaiserhof wurde kernsaniert und mit einem modernen

Neubau ergänzt. Eine gelungene Symbiose aus Alt und

Neu. Entstanden sind 19 barrierefreie und komfortable

Wohnungen inkl. Nachbarschaftstreff und Tagespflege.

Wir sind für Sie da! Das Team der Kreiswohnbau steht

seinen Kunden, Gesellschaftern und Geschäfts partnern

mit Rat und Tat zur Seite.

139


Verzeichnis der PR-Bildbeiträge

Die nachstehenden Firmen, Verwaltungen und Verbände haben mit ihren Public-Relations-Bei trägen

das Zustandekommen dieses Buches in dankenswerter Weise gefördert.

AWO Kreisverband Hildesheim-Alfeld

(Leine) e. V., Hildesheim .....................95

www.awo-hi.de / info@awo-hi.de

Bayer Spedition GmbH, Günter, Hildesheim .......71

www.spedition-bayer.de

info@spedition-bayer.de

Beamten-Wohnungs-Verein zu Hildesheim eG

(BWV), Hildesheim .........................27

www.bwv-hi.de / info@bwv-hi.de

Blume Elektronik Distributions GmbH,

Bad Salzdetfurth .......................54, 55

www.blume-elektronik.de / www.blume-schalter.de

info@blume-elektronik.de

Fagus-GreCon Greten GmbH & Co. KG, Alfeld .....41

www.grecon.de / sales@grecon.de

Finnen-Kate e. K., Lamspringe ..................56

www.finnenkate.de / info@finnenkate.de

Fischer GmbH, Albert, Elze .................44, 45

www.albert-fischer.de / info@albert-fischer.de

Freitag Prototypen Peter Freitag e. K., Hildesheim ....62

www.freitag-prototypen.de

Freitag-prototypen@t-online.de

FUBA Automotive Electronics GmbH,

Bad Salzdetfurth ...........................37

www.fuba-automotive.com

contact@fuba-automotive.com

Bosch Car Multimedia GmbH, Robert,

Hildesheim ...............................35

www.bosch.de / callbosch@de.bosch.com

BW-Messebau Planung & Realisierung,

Harsum ..................................34

www.bw-messebau.de / info@bw-messebau.de

Christophorusstift e. V., Hildesheim ..............94

www.christophorus-hildesheim.de

mail@christophorus-hildesheim.de

Das Lebenswerk GmbH, Sarstedt ..............100

www.daslebenswerk.de / info@daslebenswerk.de

DRK-Kreisverband Alfeld .....................101

www.drk-alfeld.de / info@drk-alfeld.de

Edelstahl NORD GmbH, Hildesheim .............52

www.edelstahlnord.de / info@edelstahlnord.de

Fachschule Holztechnik & Gestaltung,

Hildesheim ..............................107

www.holztechnik-hildesheim.de

info@holztechnik-hildesheim.de

Galvanik-Horstmann GmbH, Hildesheim ......48, 49

www.galvanik-horstmann.de

info@galvanik-horstmann.de

Gasthof „Zur Grünen Aue“, Gronau ............132

www.zurgruenenaue.de / zurgruenenaue@t-online.de

Gemeinschaftswäscherei Himmelsthür

gGmbH ..................................86

www.gwh-hildesheim.de / info@gwh-hildesheim.de

Golf-Club Bad Salzdetfurth-Hildesheim e. V.,

Bad Salzdetfurth ...........................24

www.golfclub-hildesheim.de

info@golfclub-hildesheim.de

Heimstatt Röderhof, Diekholzen .............98, 99

www.heimstatt-roederhof.de

mail@heimstatt-roederhof.de

HELIOS Klinik Bad Salzdetfurth .............88, 89

www.helios-kliniken.de/klinik/bad-salzdetfurth

info.bad-salzdetfurth@helios-kliniken.de

HELIOS Klinikum Hildesheim ...............88, 89

www.helios-kliniken.de/hildesheim

gf.hildesheim@helios-kliniken.de

140


REGISTER

HELIOS Lungenklinik Diekholzen ............88, 89

www.helios-kliniken.de/klinik/diekholzen

info.diekholzen@helios-kliniken.de

HWH Elektronische Bauteile GmbH .............57

www.hwh-electronic.com / www.99leds.de

info@hwh-electronic.com

Indunorm Fertigungstechnik GmbH,

Bockenem ................................67

www.indunorm-fertigungstechnik.de

info@indunorm-fertigungstechnik.de

indupart GmbH, Diekholzen ...................65

www.indupart-tortechnik.de

service@indupart-tortechnik.de

Ingenieurbüro Blank, Hildesheim ...............66

www.ingenieurbuero-blank-hildesheim.de

info@ib-blank.de

Jäger Automobil-Technik GmbH, Hildesheim ......53

www.jaeger-autotech.de

info@jaeger-autotech.de

Johanniter-Krankenhaus Gronau GmbH,

Gronau ..................................91

www.johanniter-gronau.de

info@johanniter-gronau.de

Johanniter-Stift Gronau .......................90

www.johanniter.de

info.gronau@jose-johanniter.de

Johanniter-Stift Leinetal GmbH, Elze .............90

www.johanniter.de / info.elze@jose-johanniter.de

JOTA Dipl.-Ing. Jürgen Opitz Tiefbau und

Außenanlagen GmbH, Hildesheim ............36

www.jota-strassenbau.de / info@jota-strassenbau.de

Kannegiesser GmbH, Herbert, Sarstedt ..........59

www.kannegiesser.de / info@kannegiesser.de

KATHREIN Automotive GmbH & Co. KG,

Hildesheim ...............................50

www.kathreinautomotive.com

info@kathreinautomotive.com

Kirchenamt Hildesheim des Ev.-luth.

Kirchenverbands Hildesheim ............104, 105

www.hildesheim-kirche.de

Kreiswohnbau Hildesheim GmbH, Hildesheim ....139

www.kreiswohnbau-hi.de

info@kreiswohnbau-hi.de

K+S Aktiengesellschaft, Bad Salzdetfurth .........58

www.k-plus-s.com / dispo-bsd@k-plus-s.com

KSM Castings Group GmbH, Hildesheim .........51

www.ksmcastings.com / info@ksmcastings.com

Lammetal-Werkstätten Lamspringe GmbH,

Lamspringe ............................96, 97

www.lammetal.net / info@lammetal.net

Landhaus Heidekrug GmbH, Hildesheim ........132

www.heidekrug.eu / info@heidekrug.eu

Leinebergland-Druck GmbH & Co. KG, Alfeld .....46

www.leinebergland.de / info@leinebergland.de

MIROTEC e. K., Lamspringe ...................56

www.mirotec-roth.de / info@mirotec-roth.de

Ringella Bekleidungswerk GmbH, Hildesheim .....60

www.ringella.com / info@ringella.com

Schröter GmbH, Heinrich, Hildesheim ...........47

www.heinrich-schroeter.de

mail@heinrich.schroeter.de

Spahn Glühlampenfabrik GmbH & Co. KG,

Bad Salzdetfurth ..........................64

www.spahn.de / info@spahn.de

Sparkasse Hildesheim .....................42, 43

www.sparkasse-hildesheim.de

info@sparkasse-hildesheim.de

Sportgeräte 2000 GmbH, Hildesheim ............61

www.helo-sports.com / info@sportgeraete2000.de

St. Bernward Krankenhaus, Hildesheim...........87

www.bernward-khs.de / info@bernward-khs.de

141


teambau Eigenheime GmbH Itzum, Hildesheim ....78

www.teambau-itzum.de / info@teambau-itzum.de

Thiemt GmbH Bauunternehmen + Zimmerei,

Bad Salzdetfurth ...........................79

www.thiemt-bau.de / info@thiemt-bau.de

Tönsmeier Entsorgung Niedersachsen

GmbH & Co. KG, Hildesheim .................66

www.toensmeier.de / info@toensmeier.de

TOP-SEALS GmbH, Gronau ...................64

www.top-seals.de / info@top-seals.de

Überlandwerk Leinetal GmbH, Gronau ...........73

www.uewl.de / info@uewl.de

Wallcover Tapetenproduktionsgesellschaft

mbH, Giesen ..............................63

www.ps-international.de

info@ps-international.de

ZF TRW Automotive Electronics & Components

GmbH, Giesen ............................32

www.trw.de / efc.emmerke@zf.com

Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim (ZAH),

Bad Salzdetfurth ...........................75

www.zah-hildesheim.de

info@zah-hildesheim.de

Bildquellen

Bodo Nussdorfer, Bielefeld: S. 27, 32, 34, 35, 37, 42, 43 o., 46–49, 52, 53, 56, 58, 59, 60 u., 61 u., 62–66, 71, 73,

75, 78, 79, 87–89, 95–97, 100, 104, 105, 107, 132 u.

Archiv (Werkaufnahmen): S. 24, 36, 43 u., 44, 45, 50, 61 o., 67, 86, 90, 91, 94, 98, 99, 101, 132 o.

Jens Anders, Hannover: S. 60 o.; Archiv/Landkreis Hildesheim: S. 15 o., 135 o.; Axel Born, Hannover: S. 139 o.;

Marco Bühl, Göttingen: S. 54, 55, 57; ExCuisine/fotolia.com: S. 133; Foto Perner: S. 17 u; Fotostudio Jordens,

Hildesheim: S. 25; Gemeinde Algermissen: S. 14; Gemeinde Giesen: S. 12; Gemeinde Holle: Einband vorne:

4. v. o., S. 17 o., 120; Gemeinde Nordstemmen: S. 11; Gemeinde Sibbesse: S. 23 o.; Fa. Geoplan, Marbach: S. 76;

Fa. Gleitz, Söhlde/Hoheneggelsen: S. 16; Chris Gossmann, Hildesheim: S. 70, 143; Jens Härtel/Pressestelle

Landkreis Hildesheim: S. 3 Mitte, 30; Hanuschke Fotografie, Hildesheim: S. 51; Andreas Hartmann, Hildesheim:

S. 115, 124, 125; Michael Hartmann, Bad Salzdetfurth/OT Wehrstedt: S. 126; Clemens Heidrich, Hildesheim:

S. 117 o.; Uwe Helbig, Lamspringe: S. 3 u., 83; HI-REG, Hildesheim: S. 108; HI-REG (Daten: Creditreform), Hildesheim:

S. 69; Hildesheim Marketing GmbH: S. 26, 103, 110, 128, 129; Hans-Oiseau Kalkmann, Bodenburg: S. 134,

135 u.; Gottfried Klaiber, Hildesheim: S. 118; Stefan Könneke, Hildesheim: S. 5, 123; Koordinierungsstelle Frühe

Hilfen/Landkreis Hildesheim: S. 93 u.; Stefan Lindinger, Schellerten: S. 15 u.; Hans-A. Lönneker/Pressestelle

Landkreis Hildesheim: Einband vorne: 2. v. o., re. o., Einband hinten: 2. v. o., 3. v. o., re. u., S. 6, 9, 29, 85, 93 o.,

111, 121; Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg: S. 33; Nordzucker AG, Braunschweig:

S. 82; Leif Obornik, Hildesheim: S. 102; Pressestelle Volkshochschule: S. 109; P. Reinsch/Stadt Elze: S. 10; Heike

Reßmeyer, Hildesheim: S. 131; Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim/Sh. Shalchi: S. 113; Gina Sanders/

fotolia.com: S. 4, 92; Gerhard Schütte, Algermissen: S. 117 u.; Wolfgang Schulz, Duingen: Einband hinten: o.,

S. 21; Stadt Bad Salzdetfurth: S. 127; Stadt Hildesheim/Vermessung und Geodaten: S. 39; Stadt Sarstedt: S. 13;

Heiko Stumpe, Alfeld (Leine): Einband vorne: o., 3. v. o., re. u., S. 3 o., S. 7, 19, 20, 22, 23 u., 81, 119, 130, 137;

Claus Uhlendorf: S. 139 u.; UNESCO-Welterbe Fagus-Werk: S. 41; Jürgen Zimmat, Lamspringe: S. 18.

142


Goldener Oktober –

St. Andreas in Sottrum

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