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GAM 14 Exhibiting Matters

ISBN 978-3-86859-854-4 https://www.jovis.de/de/buecher/reihen/gam-graz-architecture-magazine/product/gam-14.html

Auszeichnungen und

Auszeichnungen und Preise für die ArchitektInnen der TU Graz Die Mitglieder der Architekturfakultät der TU Graz freuen sich über zahlreiche Auszeichnungen und Preise im Jahr 2017: Riegler Riewe mit seinem Büro wurde für das, gemeinsam mit Brandlhuber + Emde, Burlon (Berlin) bearbeitete Projekt „St. Agnes Kunst- und Kulturzentrum/KÖNIG Galerie“ in Berlin gleich mehrfach ausgezeichnet. Zunächst mit dem Architekturpreis- Berlin als wichtigsten Architekturpreis der Stadt Berlin, gefolgt von einer Nominierung für den international renommierten Mies van der Rohe Award 2017 und einer von insgesamt 4 Anerkennungen beim Architekturpreis Beton BDA Berlin. Auch Hans Gangoly mit seinem Büro Gangoly & Kristiner Architekten ist heuer wieder prämiert worden, unter anderem mit einer Anerkennung beim Architekturpreis des Landes Steiermark sowie mit einer Nominierung zum Mies van der Rohe Award 2017. Beide Nominierungen erhielten Gangoly & Kristiner Architekten für die denkmalgerechte Sanierung des Chemiegebäudes der TU Graz. Uli Tischler vom Institut für Gebäudelehre wurde mit dem Projekt „Fortress Backyard – Festivalzentrum Steirischer Herbst“ für den Landesarchitekturpreis des Landes Steiermark nominiert. Aglaée Degros – die Leiterin des Instituts für Städtebau – hat mit ihrem Büro Artgineering gemeinsam mit Urban Platform den Preis der belgischen Städtebaukammer Règles d’or de l’urbanisme in der Kategorie Öffentlicher Raum für die Gestaltung des städtischen Platzes „Parvis Saint Antoine“ im Brüsseler Quartier Forest erhalten. Radostina Radulova-Stahmer, Assistentin am Institut für Städtebau war mit ihrem Beitrag „Unfolding the Fan“ beim Europan 14 – Die produktive Stadt erfolgreich und erzielte den ersten Preis für den Standort Graz. Mit der Talentförderprämie 2016 des Landes Oberösterreich für die Kategorie Architektur wurde Nicole Kirchberger, ebenfalls Assistentin am Institut für Städtebau ausgezeichnet. Der Preis unterstützt ihre weitere Arbeit sowie ihre Dissertation „Spatial Justice within Strategic Metropolitan Planning. An analysis of ideas, actor constellations and planning action“. Das Institut für Tragwerksentwurf unter der Leitung von Dekan Stefan Peters wurde für den Staatspreis Design nominiert und konnte sich unter die fünf Finalisten einreihen. Auch zahlreiche Studierende der Architekturfakultät wurden für ihre herausragenden Leistungen prämiert: Mit seiner ausgezeichneten Masterarbeit „I-710/I-105 #more than infrastructure“ gewann Alexander Gebetsroither den Hunter Douglas Award von der Archiprix Foundation. Die Masterarbeit „Von der Norm zur Form“ von Stefan Dygruber erhielt besondere Aufmerksamkeit von der Bundessektion Architekten und wurde mit dem Forschungspreis der Bundeskammer für ZiviltechnikerInnen 2016 ausgezeichnet. Martina Spies erhielt den Johanna Dohnal Förderpreis 2017 für Ihre Dissertation „Plätze und Identitäten. Eine architektonisch-soziologische Aufnahme von fünf ausgewählten Plätzen innerhalb der informellen Siedlung Dharavi, Mumbai“. Die Dissertation wurde von Peter Schreibmayer betreut und 2017 abgeschlossen. Alina Kratzer konnte sich über den mit EUR 1.000,– dotierten Gender- und Diversitätspreis der TU Graz für Ihre Masterarbeit: „Ein Badehaus für Frauen“ freuen. Also auch dieses Jahr wieder: Viele Beste und am besten gemeinsam! Wir gratulieren! ■ Armin Stocker/Irmgard Humenberger Distinctions and Prizes for the Architects of Graz University of Technology Members of the Faculty of Architecture at Graz University of Technology are pleased about the various distinctions and prizes received in the year 2017: Riegler Riewe with his firm was distinguished multiple times, together with collaborators Brandlhuber + Emde, Burlon (Berlin), for the project “St. Agnes Kunst- und Kulturzentrum/KÖNIG Galerie” in Berlin. First they received the Architecture Prize Berlin, which is the city of Berlin’s most important architectural award, followed by a nomination for the internationally renowned Mies van der Rohe Award 2017, and also one of four recognitions from the Concrete Architecture Awards (Federation of German Architects [BDA]). This year, Hans Gangoly with his firm Gangoly & Kristiner Architekten was also distinguished, including recognition from the Styrian Architecture Award and a nomination for the Mies van der Rohe Award 2017. Both nominations were given to Gangoly & Kristiner Architekten for the restoration of the chemistry building at Graz University of Technology in line with accepted conservation practice. Uli Tischler from the Institute of Design and Building Typology was nominated for the State Architecture Award of Styria with the project “Fortress Backyard – Festivalzentrum Steirischer Herbst.” Aglaée Degros, head of the Institute of Urbanism, and her firm Artgineering together with Urban Platform received the prize of the Belgian urban-development chamber Règles d’or de l’urbanisme in the category public space for the design of the urban plaza “Parvis Saint St. Agnes Kunst- und Kulturzentrum von | by Riegler Riewe © Michael Reisch Antoine” in the Quartier Forest in Brussels. Radostina Radulova-Stahmer, associate in the Institute of Urbanism, enjoyed success with her contribution “Unfolding the Fan” at Europan 14 – Die produktive Stadt, receiving first prize for the site of Graz. Nicole Kirchberger, also associate in the Institute of Urbanism, was honored with the Talent Incentive Bonus 2016 of the State of Upper Austria in the category of architecture. The prize supports her continued work and also her dissertation “Spatial Justice within Strategic Metropolitan Planning: An Analysis of Ideas, Actor Constellations and Planning Action.” The Institute of Structural Design lead by Dean Stefan Peters was nominated for the State Design Award and finished among the five finalists. Numerous students from the Faculty of Architecture were distinguished for their outstanding achievements as well: with his outstanding master’s thesis “I-710/I-105 #more than infrastructure,” Alexander Gebetsroither won the Hunter Douglas Award from the Archiprix Foundation. The master’s thesis “Von der Norm zur Form” (From Norm to Form) by Stefan Dygruber received a special mention from the Bundessektion Architekten and was awarded the Research Prize of the Federal Chamber of Civil Engineers 2016. 276

Martina Spies received the Johanna Dohnal Award 2017 for her dissertation “Plätze und Identitäten: Eine architektonisch-soziologische Aufnahme von fünf ausgewählten Plätzen innerhalb der informellen Siedlung Dharavi, Mumbai” (Places and Identities: An Architectural and Sociological Survey of Five Selected Places within the Informal Settlement Dharavi, Mumbai). The dissertation was supervised by Peter Schreibmayer and completed in 2017. Alina Kratzer was pleased to receive the Gender and Diversity Award from Graz University of Technology, endowed with 1,000 euros, for her master’s thesis “Ein Badehaus für Frauen” (A Bathhouse for Women). So this year once again: Many best, and the best together! Congratulations! ■ Armin Stocker/Irmgard Humenberger Exhibitions Ausstellungen des Instituts für Zeitgenössische Kunst Während des Studienjahrs 2017 realisierte das Institut für Zeitgenössische Kunst (IZK) eine Serie von Ausstellungen, die einerseits die Arbeit von InstitutsmitarbeiterInnen und andererseits Studierendenarbeiten zeigen und aus den Lehrveranstaltungen des Instituts entstanden sind. „‚Sans Souci‘: Four Faces of Omarska“ – Lernumgebung und Forschungslabor Milica Tomi ć stellte im Rahmen des Steirischen Herbst 2016 in der Ausstellung „Body Luggage“ – kuratiert von Zasha Colah im Kunsthaus Graz (September 2016 bis Januar 2017) – verschiedene Unterlagen und Objekte aus unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Ebenen aus, die sich auf das Gebiet der Bergbauanlage Omarska im nördlichen Bosnien und Herzegowina beziehen. „Four Faces of Omarska“ verfolgt die Bedeutung dieses Ortes als sozialistischer Bergbaustandort, als Konzentrationslager, als kapitalistisches Unternehmen und als Filmset für den im Zweiten Weltkrieg spielenden, serbischen Historienblockbusterfilm „Der Heilige Georg tötet den Drachen“. In diesem Kontext schuf Tomi ć innerhalb der Ausstellung ein Forschungslabor, in dem das Projektstudio des IZK zu einem Raum der Erforschung neuartiger Formen von Konzentrationslagern wurde, die in den Kriegen der 1990er entstanden. Durch die Verwendung des Elements eines runden Tisches (ein Ergebnis des Workshops „From the Roundabout to the Round Table“ gehalten von Eyal Weizman am IZK im Sommersemester 2016, der mit dem Konzept öffentlicher Wahrheit verbunden war) werden konzeptuelle Gedanken und produzierte Gegenstände an einem Ort versammelt, um eine Teilnahme und Reflexion durch die Kommunikation mit Ausstellungsbesuchern zu ermöglichen. Auf diese Art arbeiteten die Studierenden mit Objekten und dem präsentierten Wissen, um neue Formen urbaner und sozialer Beziehungen zu untersuchen, die im (Post-) Bosnien und Herzegowina-Konflikt entstanden sind. Dies etablierte ein transitorisches Labor, das Ausstellen als Forschungsmethode erkundete, indem der Raum durch Vorträge und Interventionen kontinuierlich neu bespielt und aktiviert wurde, so dass sich den Besuchern des Kunsthauses komplexe thematische Verbindungen offenbarten. Das Labor reflektierte die derzeitigen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenhänge, die durch einen globalen Ausnahmezustand in Zeiten ständiger Konflikte gekennzeichnet sind, welche die Menschen in eine Bedrohungslage permanenten 277