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E_1931_Zeitung_Nr.001

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fcr-H AUTOMOBIL-REVUE

fcr-H AUTOMOBIL-REVUE 1931 - gesetzt bat, wo die Verkehrsverhältnfssc Ja ganz andere sind. Immerhin ist wohl anzunehmen, dass bis zur Wiedereinführung des Sammerverkehrs im Mai genügend Erfahrungen gesammelt werden könnten, um sich ein abschliessendes Urteil über die Vor- und Nachteile der beiden Betriebssysteme zu bilden. Es kann wohl angenommen werden, dass es auch im Sommer beim Omnibusdienst bleiben wird. Auf alle Fälle eröffnen sich hier für den Bahnverkehr neue Perspektiven. Diese treten ja zwar nicht erst heute in Erscheinung, konnten sich aber wenigstens in deT Schweiz bis dato kaum auswirken. Sofern die Vergleiche zugunsten des Omnibus ausfallen, so bietet sich damit den Bahnen, und zwar wohl hauptsächlich den Sekundärbahnen eine Gelegenheit, auf schwachfrequentierten, unrentablen Strecken einen gleichen Versuch durchzuführen. Das Experiment wird wenig kosten, da ja der Omnibusbetrieb auf alle Fälle billiger ist, und wenn sich wider Erwarten dessen definitive Einführung nicht als gegeben zeigen würde, so kann ohne weiteres wieder zum Bahnverkehr zurückgegangen werden. Der kombinierte Verkehr vermag vielleicht der einen oder anderen Bahn wieder auf die Beine zu helfen, indem sich der Omnibusbetrieb gleichzeitig als Zubringerdienst für die Hauptlinien auswirkt. Damit würde wohl auch das Verhältnis für die vetkehrswirtschaft/ichen Möglichkeiten des Autos in einigen Bahnkreisen dämmern, die heute immer noch ihr Heil im Rückschritt zum früheren ausschliesslichen Bahnverkehr sehen. Besonders begrüssenswert ist es, dass gerade die S. B. B. sich zu dem Versuch entschlossen haben, zu dein eine kleine Nebenbahn vielleicht den Mut oder die Kraft nicht aufgebracht hätte. Etwas merkwürdig berührt mir das zeitliche Zusammentreffen dieses Versuches mit der gleichzeitigen Klage gegen das gefährliche Automobil, von dem man sich im Falle Payerne—Palezieux doch eine Besserung in den dortigen Verkehrsergebnissen verspricht. Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brost...!, Unser Fernverkehrstrassennetz. Die Oltener Tagung der Hafrabainteressenten war ein Wendepunkt in der Geschichte des schweizerischen Strassenwesens. Hie Qotthard und hie Lötschberg! lauteten die chen, indem man noch die Grimselstrasse Devisen für die Weiterführung der Hamburg- und die Flüela-Ofenpassroute nachträglich Frankfurt - Basel - Mailand-Autosonderstrasse aufnahm. Damit ist nun das Aufstellen von* durch das Schweiz. Mittelland und über unsere Berge. Zwei unvereinbare Anträge stan- deT Fernverkehrsstrassen wird demnächst für den November um 58 Stück zurück- Richtlinien erschwert worden. Die Karte den sich gegenüber und brachten damit die gedruckt und mit einem Bericht den Vor-gegangenstandsmitgliedern zur Prüfung unterbreitet, Erteilen von Verkehrsbewilligungen gegen Die Gründe des Rückganges im Hafraba-Bestrebungen auf ein totes Qeleise. Die Idee einer durchgehenden Auto-Sonderstrasse wurde durch das Ameinanderplatzen weitergeleitet werden kann. Möglicherweise seits will niemand im November die Auto- ob dieselbe an die kantonalen Baudirektionen Ende des Jahres sind naheliegend: Einer- widerstrebender Interessen zernichte gemacht. wird man.die Fernverkehrsstrassen mit be-steuesonderen Namen versehen. zahlen und anderseits lernen nur wenige zu- für drei oder sogar sechs Monate Aus den Trümmern eines schönen Planes 23 Uri Nidwaldon Obwaldeo entstand aber doch neues Wollen: Der Gedanke des beförderlichen Ausbaues van inkens auf winterlichen Strassen. — Gegen- 25 Appsnzell I.-Rh. Appenzell I.-Rh. Appenzell I.-Rh. Die Karte des Fernverkehrsstrassennetzes künftige Fahrer gerne die Kunst des Len- 24 Nidwalden Obwalden Nidwaiden ternationalen Durchgangsstrassen (sie heissen jetzt Fernverkehrsstrassen) tasste Fuss drei Verkehrsbewilligungen weniger ausüber dem Monat November 1929 sind nur und gab Anlass zur Gründung des Schweizerischen Autostrassenvereines. Der geschäftsleitende Attsschnss dieses Vereines behandelte kürzlich in Referat und Diskussion den Plan eines Fernverkehrs-Strassennerzes, zu dem die Terkehrstechnische Kommission die nötigen Vorarbeiten unternommen hatte. Die Karte der Fernverkehrsstrassen lehnt sich einerseits an die neue Karte der Vereinigung der schweizerischen Strassenfachmänner zu den Hauptstrassen erster und zweiter Ordnung an, und dann die entsprechende deutsche Karte der Fernverkehrsstrassen und schliesslich noch an frühere Strassenkarten der Schweiz. Die Fernverkehrsstrassen sind deutlich von den Durchgangsstrassen unterschieden. Sie dienen der Verbindung bedeutender ausländischer Verkehrszentren über die Schweiz oder der Verbindung wichtiger Verkehrszentren der Schweiz mit ausländischen. Massgebende Merkmale für ihre Charakterisierung sind : Gute Anschlüsse an der Grenze, möglichst direkte Verbindung im Innern unseres Landes. Auf der Karte der Fernverkehrsstrassen sind nun die wenigen Fernverkehrsstrassen in schematischer Weise aufgezeichnet, wobei künftige Aenderungen auf einzelnen Strassenstücken (z. B. Umfahrung von Ortschaften) sich leicht berücksichtigen lassen. Die Karte stellt vorläufig nur auf die mehr theoretischen Studien der Fernverkehrswege ab, ohne sich um die Strassenführung im Detail zu kümmern. Das Netz der Fernverkehrsstrassen umfasst nur ein äusserstes Minimum an internationalen Strassen. Sämtliche Alpenstrassen kamen ursprünglich nicht in Betracht, da sie eben nur im Sommer befahren werden können und nicht vorwiegend dem Fernverkehr dienea Die DuTchgangsstrassen, ein Begriff der in die eidgenössische Gesetzgebung übergegangen ist, decken sich nicht mit dem Begriff der Fernverkehrsstrassen, für sie ist die neue Karte der Vereinigung der schweizerischen Strassenfachmänner wegleitend. Die technische Kommission des Schweizerischen Autostrassen-Vereines will nun in erster Linie allgemeine Richtlinien für den Ausbau der Fernverkehrsstrassen aufstellen, worin vor allem die Gliederung der Strasse (Trottoir, Fahrradweg, Fussgängerstreifen), die Breite der Fahrbahn und die Beschaffenheit von Unterbau und Belag festgelegt werden. Das Prinzip der Beschränkung desFernverkehrssrrassennetzes auf wenige Strassen allererster Bedeutung wurde in den Beratungen des Ausschusses wieder durchbro- Unsere Unterhaltungsbeilage „Autler-Feierabend" erscheint ausnahmsweise erst «n Freitag. des schweizerischen Autostrassenvereines und die Karte der Hauptstrassen erster und zweiter Ordnung der Vereinigung schweizerischer Strassenfachmänner ermöglichen eine klare Orientierung über die Ziele im schweizerischen Strassenbau. Wenn sich nun die Behörden diesen Vorschlägen gegenüber nicht taub zeigen, so darf man auf eine erfreuliche Normierung im schweizerischen Strassenbau hoffen, die allen Strassenbenützern zum Vorteil gereichen wird. Wenn in der Schweiz die Behörden und Private nicht in der Lage sind, Kapitalien für Autostrassen flüssig zu machen^ so werden sie zweifelsohne die Kosten für den Ausbau eines vorbildlichen Netzes von Fernverkehrs-und Durchgangsstrassen zu bestreiten in der Lage sein. Piaster für Piaster vermehrte und wieder lächelte er. — «David!» rief Bastable und sprang von seinem Sessel auf, als Cradock zehn Minuten später ins Zimmer trat «Sieh bitte zu, dass beide Türen geschlossen sind, ja? Ich habe kein Vertrauen zu meinem koptischen Schreiber. Nun?» «Nun, da bin ich wieder, John!» «Wann bist du angekommen?» «Gestern, mein Lieber, mit der .Aquatic'!» «Gute Ueberfahrt gehabt?» «Von Neapel ab prächtig.» «Zigarette?» «Danke, ich rauche lieber Pfeife.» Cradock setzte sich auf den Schreibtisch, und einen Augenblick trat Stille ein, während er seine Pfeife stopfte. Als er sie angezündet hatte, sagte er ernsten Tones: «Die Dinge stehen noch ärger, als du und ich vorausgesehen haben, John.» «Das fürchtete ich! Das Departement für Antiquitäten ist in einer schrecklichen Verlegenheit.» «Und mit Recht! Alle möglichen Altertümer verschwinden aus Aegypten und kommen auf den Markt, die das Departement nie erblickt hat. Ich war bei allen grossen Händlern in London, Paris, Berlin und Rom und war verblüfft. Rechts und links werden die Ausgrabungen geplündert. Man zeigte mir Sachen des mittleren Reiches, Tell-el- Amarna-Figuren und Töpferarbeit und früheres Zeug aus Holz von Sakkara und den Pyramiden, ausgewählte Stücke, jedes einzelne ein Wunder. Und alles bei uns gestohlen!» «Das Departement tut sein möglichstes, aber wir haben zu wenig Beamte. Und die Aufpasser, so aufopfernd sie auch sein mögen, sind zu bekannt. Deshalb haben wir dich eingespannt, Dave!»... «Als deine verfluchte Regierung versucht hatte, die ganzen Ausgrabungen unter ihre Kontrolle zu bekommen und nachdem sie den fremden Expeditionen nur unter der Bedingung Konzession erteilte, dass die besten Stücke ihrer Funde in das Museum von Kairo abgeführt würden, war es unvermeidlich, dass der Schleichhandel zunahm. Aber diesmal stehen wir zweifellos vor einer ganz grossen Sache, einer umfassenden, ausgezeichnet funktionierenden Organisation. Und glaube mir, John, die Kerle werden vor nichts zurückschrecken.» «Meinst du, Seaton?» 18,000 neue Verkehrsbewilligungen Stand am 30. November 1930. In den Monaten Januar bis November 1930 wurden total 12 595 Motorfahrzeuge in die Schweiz eingeführt. Nach den Angaben des Eidg. Statistischen Amtes beträgt das Einfuhrkontingent für die fünf Monate, vom Juli bis zum November, 3824 Einheiten, gegenüber 4628 Einheiten in der entsprechenden Periode des Jahres 1929.' Im Monat November selber erreichte die Stückzahl eingeführter Motorfahrzeuge 592, währenddem die Zahl der neu in Verkehr gesetzten Wagen sich auf 573 Einheiten beläuft. Erstmalig in diesem Jahre ist die Zahl der eingeführten Wagen grösser als die Zahl der erteilten Verkehrsbewilligungen. Die gleiche Feststellung ist schon im November 1929 gemacht worden. Man erhält den Eindruck, Einfuhr Personen- n. MotorrJder Total Lastwagen 1929 Einheiten Juli ..^ 1087 339 148« August „ 816 188 1004 September 587 109 696 Oktober 648 112 760 November Dezember 592 J346 150 154 742 800 Total 4376 1052 6428 Juli-November . 3730 898 4628 1930 Januar 855 405 1860 Februar ... 794 434 1228 März , 1123 603 1726 April..... 1262 521 1783 Mai 1081 492 1573 Juni 902 299 1201 Juli 847 258 1105 August .._ 645 184 829 September ...... 544 104 648 Oktober 543 107 650 November.. J500 92 592 Januar-November 9096 3499 12595 Jnli-Norembor . 3079 748 3824 dass im Monat November bei den Antohändlern bereits Rücksicht auf die Nachfrage der ersten Monate des Jahres genommen wird, d.h. dass die Händler wieder ihre stark reduzierten Lager vervollständigen. Das Kontingent der eingeführten amerikanischen Wagen stellt sich für den Monat November auf 55 Prozent, währenddem im November 1929 das Kontingent 67 Prozent betragen hatte. Im Vergleich zum Monat Oktober 1930 ist die Zahl der erteilten Verkehrsbewilligungen gegeben worden. Die Verminderung ist auf Seiten der Motorräder zu buchen, bei denen das Fahren im Winter schwieriger ist als beim Auto. Vergleichen wir die Einfuhrziffern der ersten elf Monate (12 595) mit den Ziffern für erteilte Verkehrsbewilligungen während der gleichen Zeit (17 965), so stösst man auf die erstaunliche Tatsache, dass 5000 Verkehrsbewilligungen mehr erteilt wurden als fremde Wagen in die Schweiz eingeführt worden sind. Zieht man von diesem Ueberschuss die Zahl der schweizerischen Motorfahrzeuge ab, die im Laufe dieses Jahres in den Verkehr gesetzt wurden, so bleibt noch ein bedeutender Rest von Verkehrsbewilli- «Was ist mit ihm?» «Hast du denn nichts davon gehört?» «Mein Gott, ich war doch während der letzten sechs Tage auf See!» «Er hat sich in einer Telephonzelle in Monte Carlo erschossen.» Cradocks Gesicht war wie aus Stein. «Wann war das?» knirschte er. Bastable prüfte den Kalender. «Heute ist der sechsundzwanzigste. Lass mich nachdenken! Morgen wird es eine Woche sein.» Also am 20. Januar, dem Tage der Abfahrt der ,Aquatic\» «Und wo?» «Im Restaurant Florida, spät abends.» «Weisst du bestimmt, dass es Selbstmord war?» Bastable zuckte die Achseln. «Du kennst doch Monte! Die Gesandtschaft in Paris vermittelte uns ein paar Einzelheiten. Seaton speiste an dem Abend» — er blickte zu seinem Freund hinüber und machte eine nachdenkliche Pause — «mit Aronstein!» Cradocks braune Hand packte mit stählernem Griff den Schreibtisch. «Die Zusammenkunft hat also stattgefunden?» «Ich hoffte, du wüsstest darüber Bescheid. Seaton wurde während des Abendessens gungen, die für Wagen aus Lagerbeständen erteilt wurden. Offenbar hat der Motorfahrzeughandel angesichts des erschwerten Importes und angesichts der krisenhaften Zustände seine Lager reduziert und vor allem Fahrzeuge älterer Serien abgestossen. In den Monaten Juli bis November 1929 traten 7355 Motorfahrzeuge in den Verkehr ein. Die entsprechende Ziffer dieses Jahres stellt sich auf 6611. Setzt man diese Zahlen mit den Einfuhrziffern der entsprechenden Perioden in Vergleich, so erkennt man eine starke Beanspruchung der Lagerbestände. Nachstehend veröffentlichen wir noch eine Tabelle, die Aufschluss gibt über die Rangfolge der einzelnen Kantone für die Erteilung der Verkehrsbewilligungen der drei Motorfahrzeuggattungen. Neue Verkehrsbewilligungen Personenwagen Lastwagen Motorräder Total Z*hl 1248 256 1905 fSW 840 192 711 1743 556 134 422 1113 598 167 350 1115 345 94 137 676 334 73 79| 481 3921 916 3004 7841 8587 843 2925 7355 1000 190 500 17*1 740 152 632 1584 750 163 849 1762 1234 152 1204 2590 901 186 1023 8110 741 136 729 1606 1192 213 1151 8556 735 137 598 1470 608 121 441 1070 543 133 266 842 357 96 1201 673 8761 1685 7519 17965 3335 700 2576 «11 Rang Autos Lastwagen Motorräder 1 Zürich Zürich Bern 2 Genf Bern Zürich 3 Bern Waadl Genf 4 Waadt Genf Aargsa 5 Baselstadt Baselstadt Waadt 6 Aarjrau - Aarsau Tessin 7 St. Gallen Tessiu Solothurn 8 Neuenbure NeuenbuTR Thursau 9 Luzern Luzern Luzern. 10 Tessin Wallis Baselstadt 11 SoIothurH St. Gallen Neuenbursr 12 Thunrau Baselland Freiburz 13 Baselland Solothurn Wall« 14 Graubünden ThurKau Baselland 15 Wallis Schaff hausen St. Gallen 16 Freibure Schwyz Schaffhausen 17 Schaffhausen Freiburjr Graubünden 18 Zug Zuz «Sf.lwyz 10 Glarus Glarus Zuj» 20 Appenz.. A.-Rh. Graubünden Appenz. A.-Rh. 21 Sch-wyz Uri , Glarus 22 Obwalden Appens. A.-Rh. Uri Der Autobus In Arosa bewährt sich. Aus Arosa berichtet der «Freie Rätier », dass der dort für den lokalen Verkehr eingerichtete Omnibusdienst eine gute Frequenz aufzuweisen hat Dieser stellt eine regelmässige Verbindung zwischen dem Alexandra-Hotel und dem Kulm dar, eine Strecke, die eine beträchtliche Länge und einige Höhendifferenzen aufweist. Es ist deshalb vielen eine willkommene Verkehrserleichterung, den Omnibus benutzen zu können und der Berichterstatter kann feststellen, dass sich der Dienst bewährt hat und der Autobus eine bequeme, ideale Fahrgelegenheit darstelle, z. weggerufen, um mit jemanden, namens Mayer, zu sprechen, der ihn am selben Tage in seinem Hotel besucht hatte. Das Telephon im Florida-Restaurant scheint ziemlich weit abzuliegen, unter der Treppe am Ende der Halle. Scheinbar befand sich niemand in unmittelbarer Nähe, als Seaton die Zelle betrat. Man hörte einen Schuss, und fand gleich darauf die Leiche des Kunsthändlers. So wenigstens lautet der amtliche Bericht. Es ist klar, dass es einen Menschen gibt, der Licht in das Dunkel bringen könnte, nämlich Mayer, da er vermutlich der letzte war, der mit dem Engländer gesprochen hat. Aber Mayer ist verschwunden!» «Aha, und die Wahrscheinlichkeit, dass er ( sich noch am Leben befindet, dürfte nicht allzu gross sein!» «Wir wissen aber, dass dieser Mayer ei; Privatdetektiv war.» «Was sagt Aronstein?» Bastable lachte trocken. «Er hat das Verhör nicht abgewartet. Er setzte sich schleunigst in den Nachtzug nach Paris, flog voi dort nach London und fuhr mit dem nächsten Dampfer nach Amerika heim. Er scheint es stark mit der Angst bekommer zu haben.» (Fortsetzung folgt.)

NU - 1931 Bahnen betrieb völlig losgelöst und werden nach Wer teilt sich in die Verantwortung ? rein kaufmännischen Gesichtspunkten betrieben. Das Ergebnis des Versuches ist scheint die Sache klar zu liegen: Der Privat- Nach der gerichtlichen Untersuchung günstig, so dass in der Zeitung des Vereins ablöser hat das Signal überhört und die Deutscher Eisenbahnverwaltungen die Anschauung vertreten wird, die Erstellung Barriere nicht geschlossen. neuer Nebenbahnen komme in Deutschland Eine Verschuldung des Führers des Lastautos konnte nicht festgestellt werden. Da- nicht mehr in Betracht. Ein Ersatz von Nebenbahnen durch Autobetriebe sei dagegen zur Vermeidung grösseren Kapitalmit hat aber die Sache für uns noch nicht ihr Bewenden. Wer wollte einem Wärter an aufwandes an sich durchaus erwünscht. Derartige Autobetriebe müssen aber nach den einem derart verantwortungsvollen Posten (auf der Bahnlinie Pratteln-Basel herrscht ein überaus starker Verkehr und auf der für Autobetriebe geltenden Selbstkostenermittlungen und Beförderungspreisen be- Strasse zirkulieren tagtäglich mehr als 800 Automobile) die alleinige Verantwortung für trieben werden, dürfen jedenfalls nicht den Sistierung des Baues neuer Nebenbahnen. In den meisten Staaten hat man in der Zeit ihrer Blüte, d. h. bis zum Beginn des Weltkrieges, in der Erschliessung des Landes durch Nebenbahnen, die man mit Recht als Meliorationsbahnen bezeichnete, Gewaltiges geleistet. Stellen schon die augenblicklichen wirtschaftlichen Sorgen der zukünftigen Entwicklung solcher Bahnen keine günstige Prognose, so kommt dazu die fortschrittliche Entwicklung der übrigen Verkehrsmittel, insbesondere des Autos. In Deutschland ist die wirtschaftliche Möglichkeit und Zweckmässigkeit des Baues neuer Nebenbahnen untersucht, sodann der Einfluss des Autowettbewerbs auf neue Nebenbahnen geprüft, schliesslich die Möglichkeit der Herstellung von Autolinien an Stelle geplanter Nebenbahnen einer kritischen Würdigung unterzogen worden. Man kam dabei zur Ueberzeugung, dass bei der Prüfung des volkswirtschaftlichen Bedürfnisses ein strenger Masstab anzulegen sei, der in der Mehrzahl der Fälle zu einer Verneinung der Notwendigkeit des Eisenbahnbaues führen wird. Dazu kommt die mangelnde Rentabilität der Nebenbahnen überhaupt. Die bestehenden Nebenbahnen der Deutschen Reichsbahn müssen schon heute zu einem erheblichen Masse von den Hauptbahnen alimentiert werden; sie sind in ihrer Gesamtheit ein Verlustbetrieb. Die durch Eisenbahnen noch nicht aufgeschlossenen Gegenden sind heute meist durch Personenautolinien mit festem Fahrplan dem Verkehr zugänglich gemacht, sei es durch Auto-Gesellschaften oder durch die Postverwaltung. Dass die Postverwaltung die Einrichtung und Beibehaltung derartiger Linien vielfach von einer Zuschussleistung der beteiligten Gemeinden abhängig macht, ist übrigens ein Beweis für die Wandelbarkeit der Anschauungen über volkswirtschaftliche Pflichten des Staates. Die natürlichen Annehmlichkeiten des Personanomni'busses, an die sich das Publikum jahrelang gewöhnt hat, verbunden mit den Abkürzungen gegenüber der Nebenbahn, die, namentlich in gebirgigen Gegenden, abgesehen von den längeren Fahrzeiten, auch längere Wege hat, werden der Nebenbahn keinen nennenswerten Personenverkehr zu normalen Tarifen sichern. Aber auch der voraussichtliche Gflteryerkehr, inbegriffen Expressverkehr, Kann für den Bau neuer Nebenbahnen kaum aufmuntern. Weder die Reichsbahn noch das Reich können deshalb, mit Rücksicht auf den heutigen Stand des Autowettbewerbs und besonders mit Rücksicht auf die Zukunftsentwicklung, daran denken, neue Nebenbahnen zu bauen. Wenn die Reichsbahn dies schon vor Jahren erkannt hat, so kommt anch das Reich bei der heutigen Finanzlage und bei dem ernsten Willen zur Sparsamkeit nicht zu anderen Ergebnissen. Die hohen Anlagekosten von Nebenbahnen und die durch die fortschreitende Entwicklung des Autoverkehrs jährlich wachsenden Zuschüsse legen es nahe, als Ersatz neuer Nebenbahnen Autobetriebe einzurichten. Im Bezirk der Reichsbahndirektion Trier ist seit mehreren Jahren der Versuch des Ersatzes von wünschenswerten Nebenbahnen durch Autolinien angestellt worden, und zwar unter Beschränkung auf den Güterverkehr, da die Bedienung des Personenverkehrs nach dem neuen Abkommen zwischen Reichsbahn und Reichspost Sache der Reichspostverwaltung ist, die in den betreffenden Gegenden bereits derartige Linien betreibt. Die Güterverkehrslinien sind von dem Eisenbahn- für die Eisenbahnen geltenden Bestimmungen unterworfen werden. Wi. Die Niveauübergänge bei Pratteln fordern weitere Opfer. Ein ungenügend signalisierter Niveauübergang und eine offene Barriere als Unfall- Faktoren. Die Pratteler Niveauübergänge waren nach den zwei Unfällen vom 9. August letzten Jahres (drei Tote und zwei Verletzte) Gegenstand einer Anfrage Surbeck im Nationälrat (Sitzung vom 3. Oktober). Die bundesrätliche Antwort hat selbst in der Tagespresse nicht ausschliessliche Zufriedenheit ausgelöst, denn die umfassendste Instruktion des Wärterpersonals der S. B. B. und die gewissenhafteste Ausübung des Amtes durch das Bahnpersonal genügen eben noch nicht, um Unfälle auf ein äusserstes Minimum zu reduzieren. Der Unfall vom 29. Dezember. Am Montagabend kurz vor 18 Uhr fuhr ein Lastauto mit Anhänger der Firma Beerli, Fuhrhalterei und Autotransporte in Wil (St. Gallen) gegen den Uebergang in der Hardstrasse, zirka 1 km unterhalb Pratteln. Zur Dunkelheit gesellte sich an jenem Abend noch ein Regenschauer, der die ohnehin schon ungünstige Sicht auf den unbeleuchteten Bahnübergang in der Hard noch verschlimmerte. Das Signallicht jener Barriere ist von den vielen Lichtern des Industriedorfes Pratteln kaum zu unterscheiden. , Als sich der Motorwagen bereits auf dem Niveauübergang befand, brauste der Zug 2443, der Pratteln um 17.49 in Richtung Basel verlässt, heran und riss den Motorwagen mit sich und zertrümmerte ihn zu einem unkenntlichen Wrack. Der Anhänger blieb auf der Muttenzer Seite des Ueberganges stehen, ohne dass er starke Beschädigungen aufwies. Der Fahrer des Lastwagens und sein Begleitmann wurden sofort getötet, während der Führer der Lokomotive erhebliche Verletzungen erlitt. Ein Mast der elektrischen Leitung wurde glatt wegrasiert Trümmer des Lastwagens sah man auf beiden Seiten der Bahnlinie bis zu 150 Meter Entfernung. Die gerichtliche Untersuchung, die sofort einsetzte und am Dienstag ihren weiteren Verlauf nahm, stellte fest, dass der zweiundzwanzigjährige Privatablöser, der zu jener Zeit den Dienst versah, beim Lesen eines Kalenders im kleinern der beiden Häuschen (er suchte dort Schutz vor dem Regen) das Signal überhörte und erst aufstand, als ein Licht eines von Muttenz kommenden Autos sich im Fenster des Wärterhäuschens spiegelte. Er wollte sich vor sein Häuschen begeben und erlebte gerade den Zusammenprall. Der Privatablöser erlitt einen Nervenschock und war nicht mehr in der Lage, für die weitere Untersuchung mit zweckdienlichen Mitteitangen zu dienen. ATJTOMOBIL-REVUE die restlos zuverlässige Bedienung jener Barrieren tragen lassen? Wer weiss, wie der Verkehr auf der Strasse Pratteln-Basel in den letzten Jahren zugenommen hat, muss annehmen, dass an diesem Uebergange bald wieder Opfer auf der Strecke bleiben werden. In Verkehrskreisen sah man diesen Uebergang schon seit Jahren als sehr gefährlich an und ersuchte um eine bessere Signalisierung. Der Niveauübergang, der nun durch eine Unterführung ersetzt werden soll, die bereits im Bau ist, wird nun verschwinden. (Bedauerlicherweise wird aber diese Unterführung ein zu schmales Profil aufweisen, was bereits früher — aber leider zu spät — im basellandschaftlichen Landrate gerügt worden ist.) Wir stellen aber fest, dass der Uebergang durch das Signallicht ungenügend, bzw. unzweckmässig beleuchtet ist und dass keine Signaltafeln auf beiden Seiten des Ueberganges in einwandfreier Weise auf die Gefährlichkeit des Ueberganges hinweisen. Zweifelsohne hätte die Beleuchtung des Ueberganges oder dann eine Warnungstafel (Kataphole) auf den gefährlichen Uebergang aufmerksam gemacht. Ein Blinklicht, durch das Herannahen des Zuges ausgelöst, würde sogar das Herannahen des Zuges signalisiert und den Lastwagenführer von dem Zusammenprall behütet haben. Da nun die radikale Lösung, d. h. die Erstellung einer Unterführung in Sicht steht, hat es keine Bewandtnis, diese Mängel noch in alle Details zu besprechen. Hingegen verweisen wir auf die andern Uebergange an der Linie Pratteln, die noch nicht so signalisiert sind, wie es sich gehört. La. Das Verkehrsungliick vom Niveauiibergang «Krumme Eich» vor Strafgericht Das Strafgericht des Kantons Baselland verurteilte den Barrierenwärter, der am 22. August letzten Jahres beim Niveauübergang «Krumme Eich» bei Pratteln nach der Durchfahrt eines Güterzuges die Barrieren einem Automobil öffnete, das dann von einem von Pratteln nachkommenden Personenzug erfasst und zertrümmert wurde, wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Sächerheitsgefährdung zu einer Gefängnisstrafe von einem- Monat mit bedingtem Strafvollzug, sowie Tragung der Kosten. Der Barrierenwärter, der den Tod zweier Menschen verschuldete, gab an, er hätte das Signal nicht gehört, das Gericht konnte indessen dieser Erklärung keinen vollen Glauben beimessen, da das Signal richtig abgegeben worden war. x. Vepkehi> Die Vollgummibereifung im Kanton Schaffhausen verboten. Seit 1. Januar werden laut einem regierungsrätlichen Beschluss nur noch solche Nutzfahrzeuge zum Verkehr zugelassen, welche mi't Luftbereifung oder einer in der Wirkung .gleichartigen Bereifungsart versehen sind. Für Spezialwagen und landwirtschaftliche Traktoren können Ausnahmen zugelassen werden. Um den zur Zeit mit Vollgummibereifung ausgerüsteten Wagen eine Karenzzeit einzuräumen, wird diesen zum Wechsel der Bereifung eine Frist bis zum 15. November a. c. gewährt z. Die Lastwagenbereifung im Kanton St. Galleri. Die im November 1928 in neuer Auflage erschienene #cantonale Verordnung sah die vollständige Ausschaltung der Vollgummibereifung an Lastwagen bis zum 1. Januar 1931 vor. In angrenzenden Kantonen laufen nun aber die Uebergmigsfristen, welche den Lastwagenbesitzern eingeräumt worden sind, noch bedeutend länger. Die sofortige Durchführung des Totalverbotes in St. Gallen hätte für die ausserkantonalen Lastwagen zur Folge, den Kanton entweder meiden, oder dann Luftbereifung vor der Zeit einführen zu müssen. In Anbetracht dieser Schwierigkeiten und angesichts des kommenden eidg. Verkehrsgesetzes, das auch diese Materie einheitlich regelt, hat sich der Regierungsrat entschlossen, die Frist zu verlängern. Dabei ist kein neuer Termin festgesetzt worden, so dass die Vollgummibereifung auf Zusehen hin weiter im Kanton St. Gallen zugelassen ist SP Grand Prix von Schweden. Der Grand Prix von Schweden, der alljährlich im Spätwinter zum Austrag kommt, wird am 22. Februar 1931 auf der Rundstrecke von Ratnshyttan in Schweden wiederum zur Durchführung gelangen. Die 50 km messende Rundstrecke muss achtmal (400 km) umfahren werden. Das Rennen findet nur statt, wenn sich nicht weniger als 25 Fahrer melden; es werden aber maximal 40 Meldungen entgegengenommen. Als erster Preis wird der «Winterbecher» dem Sieger verabreicht werden, dazu 10,000 Kronen, der Zweite erhält eine wertvolle Plakette und 3000 Kronen, der Dritte eine Plakette und 2000 Kronen. Speziaipreise für Equipen (je drei Fahrer einer gleichen Marke) werden ebenfalls zur Verteilung gelangen. bo. Internationale Sternfahrt nach Monte Carlo. 149 Teilnehmer! Die zehnte internationale Sternfahrt nach Monte-Carlo weist nach dem nun erfolgten Meldeschluss eine Rekordbeteiligung auf. 149 Fahrer werden zwischen dem 16. und 25. Januar auf allen Strassen Europas mit ihren Wagen dem zum Wallfahrtsort der internationalen Fahrer gewordenen Monte-Carlo zustreben. Die Meldeliste ist ausserordentlich international durchsetzt und weist eine ganze Reihe bekannter Fahrer auf. Wir werden in der nächsten Nummer die Teilnehmer, nach den Abfahrtsorten eingeteilt, veröffentlichen. An bekannten Namen unter den Meldungen findet man die Fahrer Stoffel, Robert Senechal, Chiron, den Schweizer William Escher, Blin-d'Orimont und Graf Lurani. Auf Wagen bis zu 1100 cem entfallen 30 Meldungen* die andern 119 auf Wagen über 1100 cem Inhalt. Die Startzeiten verteilen sich vom 16. Januar (Athen) bis zum 21. Januar (Genua). 45 Wagen starten in Stavanger, eine Rekordzahl für diesen schwedischen Ausgangsort. An zweiter Stelle steht der schottische Ort John O'Groats mit 23 Wagen, dann folgen Jassy in Rumänien mit 15 und Athen mit 14 Wagen. Die übrigen Startorte sind : Tallin 9, Riga 1, Stockholm 1, Kowno 1, Königsberg 5, Glasgow 3, Belgrad 1, Helsingfors 1, Lissabon 1, Berlin 2, Budapest 1, Hamburg 1, London 2, Wien 1, Boulogne-sur-Mer 3, Prag 1, Amsterdam 2, Frankfurt a. M. 1, Paris 7, Lyon 1. Mailand 1. Genua 1 bo. z. •liMiimnnni^^