Gut gemacht N°07 2012 Essay - Kaufmännische Verband Zürich

kvz.ch

Gut gemacht N°07 2012 Essay - Kaufmännische Verband Zürich

ESCHE WYSS

N°07 2012

Essay

Freifächer &

Stützkurse

Thema

Leckerbissen

Gut gemacht

Julian Riegel

KVZ – Lehrlingsverbindung


HAST DU MÜHE, MITZUHALTEN?

Die JBS Junior Business School (ein Freifach der KV Zürich Business

School) möchte die Ressourcen an unserer Schule optimal nutzen.

Lernende, welche in einem Fach stark sind und sich auch befähigt

fühlen, ihr Wissen weiterzugeben, können sich als Tutoren gratis

anmelden.

Lernende, welche in einem Fach Unterstützung brauchen, können

als Tutanden aus unserem Angebot von Tutoren gratis die passende

Person auswählen und mit ihr Kontakt aufnehmen.

Qualitätssicherung: Alle Tutoren sind von ihren Fachlehrenden

empfohlen worden.

Du findest unser Nachhilfeangebot unter www.jbschool.ch

Wir können helfen!


iNH

LT

Vorwort ................................ 1

Pinwand ................................ 2

THEma | 3 & 4

LECKErbiSSEN

(Ent)spannende Reinigung ... 5

Aber mit Essen spielt

man doch nicht ..................... 6

Rezepte ................................. 7 & 8

Tipps zum Lehrbeginn .......... 9

Achtung Lernende ................ 10

ESSaY | 11 & 12

frEifäCHEr uNd

STüTZKurSE

Tagebuch der Italienisch-

Abschlussreise 2012 ........... 13 & 14

Mit dem InterRail

ans Urlaubsziel .................... 17–19

South Beach Miami ............. 20

Schoolstyle ........................... 21

Kolumne ............................... 22

GuT GEmaCHT | 23 & 24

juLiaN riEGEL

Like / Unlike ......................... 25 & 26

Interview mit

Daniele Paldino ................... 27–29

Überlegter Brief

& Impressum ........................ 30

Umfrage ............................... 32

Redaktion ............................. 33


VO

Sommerferien – und ich kam mir vor wie in einem

Geisterhaus...so ist das, wenn ihr alle in der Schule fehlt.

Die einen waren etwas weiter weg als andere, aber

bestimmt hattet ihr alle gelungene Ferien. Nun heisst es

wieder «ran an die Arbeit».

Ihr habt euch alle wieder in der Schule und im

Lehrbetrieb eingefunden. Doch für über 1‘200 Schülerinnen

und Schüler hat ein neuer Lebensabschnitt

begonnen: 1. Lehrjahr, d.h. Betrieb, Vorgesetzte,

Mitarbeiter/innen, Mitstiften, Schulkollegen, PC,

Arbeitsplatz, Lehrende etc. kennenlernen. Ich weiss,

es ist ein grosser und wichtiger Schritt. Ich wünsche

euch im Namen vom KV Zürich einen super Start in die

Arbeitswelt!

Mich solltest du bereits kennen! Als du mit vielen

anderen Mitschüler/innen für deine Einschreibung in

der Aula sasst, war ich auch vor Ort und habe mich kurz

vorgestellt.

Du bist nun Clubmitglied beim KV Zürich? Dann

vergiss nicht, dass du von allen Dienstleistungen

und Angeboten im Rabattbooklet profitierst. Die

Informationen dazu findest du auch unter

www.kvz.ch/jugend.

WOrT Von Carole fässler

Hallo zusammen!

maCHT miT bEi uNSErEr faCEbOOK Gruppe!

www.facebook.com/escherwyss

Als kleiner Insider-Tipp J: Nimm deine Ausbildung

ernst! Geh regelmässig zur Schule und zur Arbeit und

sei aufmerksam, dann hast du bereits die halbe Miete

geschafft für das Qualifikationsverfahren und deine

Zukunft!

Für euch alle ist es zusätzlich ein besonderes Jahr an der

Schule: Die KV Zürich Business School feiert dieses Jahr

ihr 125-jähriges Jubiläum. Der Spass ist leider schon

vorbei. Ich hoffe ihr habt eure Jubi-Woche genossen und

viel Spass gehabt!

Ich wünsche euch allen – egal ob im 1., 2. oder 3.

Lehrjahr – einen guten Start und vor allem gutes

Gelingen bei allem, was ihr anpackt.

Und nun viel Spass beim Durchblättern und Lesen

deiner Schülerzeitschrift «Escherwyss»!

Tschüss

Carole

deine meinung ist uns wichtig!

Gerne wollen wir deine inputs,

Verbesserungsvorschläge oder

mögliche Themen wissen, die dich

interessieren, natürlich darf es auch

ein Kompliment sein!

Schreibe an escherwyss@kvz.ch!

Wir freuen uns auf deine feedbacks!


fufu OdEr fOufOu

Fufu ist eine Masse aus Griess, Mais, Maniok

oder Yam. Wobei die Wahl der Getreidearten für

den Fufu je nach Vorliebe und von Land zu Land

variieren kann. Die Masse wird mit kochendem

Wasser zubereitet und mit einem grossen Mörser

zerstampft, damit keine Klumpen entstehen.

Gespeist wird Fufu als Beilage zu einer würzigen

Sauce. Natürlich ohne Besteck!

Von Jennifer Obi

pOfpOf

(friTTiErTE

TEiGbäLLCHEN)

Es gibt in Westafrika eine süsse Köstlichkeit, die sich

Pofpof nennt. Pofpof ist dort ein allseits beliebter

Snack aus Mehl, Backhefe, Zucker, Salz und Wasser.

Die Zutaten werden zu einer dickflüssigen Masse

verrührt. Diese sollte etwas aufgehen. Danach

wird löffelweise die Masse in heissem Öl gebraten.

Abkühlen lassen und en Guete!

Von Jennifer Obi

app dES mONaTS

aKiNaTOr

Du wolltest schon immer

mal wissen, an wen dein

Gegenüber denkt?

Ein Zaubertrick fürs Handy, der immer wieder verblüfft.

Du denkst an eine Person und Akinator versucht, mit

möglichst wenigen Fragen herauszufinden, wen du

im Kopf hast. Dieses App hat eine erstaunlich hohe

Trefferquote, macht auf jeden Fall Spass und sorgt

immer wieder für Verblüffung.

Von Andrea Schärli

KV faCES

Phillip, 18

PINW Nd

EiN TibETiSCHEr GENuSS

SCHa-paLE

Gebrannte Mandeln, Magenbrot, Würste, Pommes,

Frühlingsrollen – jeder kennt die typischen

Gerichte, die man an öffentlichen Veranstaltungen

bekommt. Viele Leckereien und Spezialitäten

werden angeboten, unter anderem auch Scha-pale.

Dieses tibetanische Gericht schmeckt am besten

mit Hackfleisch. Ich habe es diesen Frühling rein

zufällig probiert und war begeistert. Das nächste

Mal deshalb für dich: Nimm Scha-pale, du wirst es

nicht bereuen!

Von Any Reichart

Von David Erd

Ich liebe: Fitness, Kollegen, Ausgang

Ich hasse: Eingebildete und arrogante

Menschen, Humorlosigkeit

Lebensmotto: No risk, no fun ;)

2


LECKErbiSSEN

Von Olga fischer


der Weg zum Herzen eines mannes geht durch

seinen magen. Zumindest heisst es so. und was

ist mit uns frauen? Gewiss verwöhnen wir alle

gerne unseren magen. doch womit? jeder hat

andere Vorlieben, jedes Land hat ihre eigene

Esskultur. Welches Essen schmeckt uns denn nun

am besten?

Manche mögen diese Frage sofort beantworten,

andere werden hierbei zögerlich, genau wie ich.

Ehrlich gesagt esse ich einfach das, was ich mag

und was ich will. Ich habe auch kein Lieblingsessen,

wie viele anderen. Ich mag wohl die texanische und

asiatische Küche am meisten, doch bevorzuge ich

dem auch manchmal russische, italienische oder

Schweizer Gerichte. Was die Esskultur anbelangt,

so fische ich mein Essen gerne mit Stäbchen aus

der Schüssel. Und dennoch finde ich es äusserst

elegant, wenn man eine Fischgabel von einer Salatgabel

unterscheiden kann.

Die meisten heutigen Esskulturen und Gerichte

sind vollkommen anders, als sie es vor ein paar

hundert Jahren waren. Gabeln wurden bereits von

den Römern genutzt, doch meist nur zum Servieren.

Gegessen wurde überwiegend mit den Händen. Im

frühen Mittelalter gelangte die dreizinkige Gabel zu

den christlichen Normannen*, wo sie als «Werkzeug

des Teufel» befunden und nicht verwendet

wurden. Italienische Adelige im 14. Jahrhundert

waren wohl die ersten, die Gabeln zum Verzehr

von Lebensmitteln zu nutzen wussten. Nach

und nach taten es die anderen Adelshäuser den

Italienern nach, bis ungefähr im 17. Jahrhundert

die uns heute bekannten vierzinkigen Gabeln in

Frankreich eingeführt wurden. Dennoch gab es in

der Zeitspanne der Einführung meist christliche

Gegner der Gabel, welche der Meinung waren,

dass die ihnen von Gott gegebenen Hände zum

Essen ausreichen würden und dass die Nutzung

von Gabeln «weibisch» war. In katholischen Kirchen

waren diese sogar lange Zeit untersagt.

Im Gegensatz zur Gabel wurden Messer und Löffel

bereits in der Steinzeit genutzt, wobei das Messer

erst im letzten Jahrhundert v. Chr. von den Römern

langsam als Essbesteck anerkannt wurde. Die allerersten

Messer waren zuerst kleine Pfeilspitze oder

Dolche. Metallmesser entstanden in der Bronzezeit

und erst in der Eisenzeit wurden sie aus Stahl angefertigt.

Der Löffel gilt als «Nachbildung der schöpfenden

Hand». Er wurde schon seit seinem Bestehen

als Esswerkzeug verwendet. Die ersten Löffel waren

aus Holz oder Knochen geschnitzt, Metall- und

Stahllöffel kamen in der Bronze- und Eisenzeit dazu.

Im asiatischen Raum waren und sind immer noch

Keramik- und Porzellanlöffel weit verbreitet.

THE A

Auch das Essen ist gewandert. Mexiko entstand

durch die Besiedelung der Spanier. Sie suchten nach

Schätzen und eroberten weite Teile Süd- und Mittelamerikas,

Texas war auch betroffen. Der Staat löste

sich 1841 von Mexiko und wurde zu einer eigenen

Republik. Nur wenige Jahre später wurde der Staat

jedoch auf eigenen Wunsch Teil der USA, woraufhin

der Mexiko-Krieg ausbrach. Die ursprüngliche

mexikanische Esskultur in Texas blieb im US-Staat

bestehen und so entstanden Burritos und Chili con

Carne, die fälschlicherweise als mexikanisches Essen

beschuldigt werden.

Nudeln stammen nicht aus Italien. Nein, das ist gelogen!

Oder doch nicht? Es gibt viele Auffassungen

darüber. Eine davon ist, dass Nudeln bereits vor ca.

4000 Jahren in China verzehrt wurden. Sie sollen

von Marco Polo nach Europa gebracht worden sein.

Vielleicht stimmt das, schliesslich gibt es zahlreiche

asiatische Nudelgerichte, wie Ramen aus Japan

oder Bami Goreng aus Indonesien.

Da wir gerade von China reden, möchte ich einen

Verweis auf Japan machen. Was hat das denn für

einen Zusammenhang? Der Inselstaat Japan war

lange Zeit im Besitz von China. In der Kofun-Periode,

ca. 300 bis 710 n. Chr., übernahmen die Japaner

chinesische Schriftzeichen, in der nachfolgenden

Nara-Periode wurde der Buddhismus in Japan

stark gefördert. Im Allgemeinen wurde China von

den Japanern kopiert. So kam erstmals um 800 n.

Chr. grüner Tee nach Japan und die heutzutage

berühmte japanische Teezeremonie wurde damals

übernommen. Um diese Zeit gelangte auch das

Essstäbchen nach Japan. Die erste Verwendung der

Stäbchen fand übrigens bereits um ca. 1500 v. Chr.

in China statt.

Es ist wohl ziemlich schwierig, alle Gerichte zu

probieren. Und trotzdem finde ich es vorteilhaft,

dieser verrückten Idee eine Chance zu geben.

Einen kleinen Teil einer Kultur zu erkundigen. Sich

zu verwöhnen und sich kennenzulernen. Und sein

Lieblingsessen zu finden. Wer weiss, vielleicht

schmeckt dir Coq-au-vin doch besser als die geliebte

Pizza? ◆

* Das Wort Normanne bezeichnet

zwei regional verschiedene

Gemeinschaften: Zum einen

handelt es sich um Nordgermanen,

zum anderen wurden damit

romanisierte Normannen bezeichnet,

die sich ab dem 9. Jahrhundert von

der Normandie ausbreiteten.

4


THE A

THE A

(ENT)SpaNNENdE TaGE

Samstagabend und es wird wieder einmal heftig

gefeiert. Ein Gläschen nach dem andern wird

lachend hinuntergespült, darauf folgen ein oder

zwei Zigaretten und nach dem kurzen aufenthalt

an der frischen Luft wird auch gleich wieder

weiter getanzt.

Der nächste Tag beginnt mit einem mühsamen

Aufwachen und der heisse Kaffee, der räuchernd aus

der Kaffeemaschine tropft, wird dankbar getrunken.

Langsam verstreichen die letzten Stunden des

Wochenendes und die neue Arbeitswoche steht

bereits vor der Tür.

Viele Menschen verbringen ihre freien Tage mit

feiern, langen Nächten und wenig Schlaf. Jedoch sind

sich nur wenige bewusst, dass dies zwischendurch

einen Ausgleich verlangt. Ob jung oder alt, jeder trägt

viele Giftstoffe mit und um sich herum, und selbst

wenn diese nicht wirklich zu sehen oder zu spüren

sind, haben sie grosse Auswirkungen auf unseren

Körper.

Um unserem Körper nach solchen häufigen Nächten

ab und zu mal etwas Gutes zu tun (vielleicht könnte

auch einfach die Anzahl solcher Nächte reduziert

werden) gibt es sogenannte Reinigungskuren.

Okay, die meisten denken sich nun wahrscheinlich

seltsame und nichtspassige Prozeduren aus, aber

dem ist nicht so. Reinigungskuren oder anders

ausgedrückt «fasten» dient dem Körper dazu, ihn

von den erwähnten Giftstoffen zu befreien. Die Kur

sorgt für die Entlastung der Leber, der Nieren und

den Verdauungsorganen, bedeutet Erfrischung

für die Haut und das Bindegewebe und stärkt das

Immunsystem. Müdigkeit und Allergien können der

Vergangenheit angehören oder zumindest schwächer

auftreten als bisher. Kompliziert und aufwändig?

Keineswegs. Hinter solch einer Kur verstecken

sich höchstens neue Erfahrungen und eine Menge

erholsamer Stunden. Was es dazu braucht, ist wenig:

Zeit, Motivation, Geduld und eventuell ein paar neue

Vorräte in der Küche.

Von Sandra albrecht


Beim Fasten wird eine bestimmte Anzahl Tage für

verschiedene Phasen festgelegt: der Abbau von

Nahrungsmitteln, die Reinigung selbst und der

Aufbau der nicht mehr gegessenen Lebensmittel.

Minimum der Ab- und Aufbauzeit sind fünf Tage.

Maximum der Reinigungstage zwei Wochen. In der

Abbauphase werden bestimmte Lebensmittel nicht

mehr gegessen, es wird kein Alkohol konsumiert

und nicht geraucht. Sind die Tage der Abbauphase

verstrichen, beginnen die Reinigungstage. In jenen

Tagen stehen hauptsächlich Gemüse und Früchte

auf dem Tagesmenü. Klingt bitter? Im Gegenteil. In

dieser Zeit herrschen Entspannung und viel Schlaf.

Plötzlich kommt einem alles langsamer und nicht

mehr so gestresst vor. Die Tage werden in ihrer

ganzen Länge genossen, und ehe die veränderte

Essensweise zur Gewohnheit wird, folgt auch schon

die Aufbauphase.

In der Aufbauphase werden die Nahrungsmittel,

welche in den ersten Tagen nach und nach

weggelassen wurden, wieder schrittweise in

den Menüplan einbezogen. Diese Phase ist sehr

entscheidend und wichtig, da festgestellt werden

kann, wie auf verschiedene Esswaren reagiert wird.

Ob sie vom Körper vertragen werden oder eher nicht.

Nach der Aufbauzeit darf wieder normal gegessen

werden und vielleicht half die Kur zu einer

Feststellung, die zu einem besseren Befinden führte.

Zum Beispiel standen Müdigkeit oder schlechter

Schlaf an der Tagesordnung, Unverträglichkeiten

oder sogar Allergien machten einem unwissend

das Leben schwer. Solches und mehr kann mit

der Reinigungskur herausgefunden werden, ganz

abgesehen davon, wieviel mehr nach dem Fasten auf

den eigenen Körper geachtet wird.

In jedem Fall lohnt sich eine Reinigungskur. Dabei

wird nichts verloren, ausser die ungesunden,

festgesetzten Giftstoffe in unserem Körper, die wir

ohnehin loswerden möchten. Und noch ein dringend

zu erwähnender Faktor ist, dass die Kur nach freiem

Empfinden bloss 1 bis 2 Mal pro Jahr durchzuführen

ist. Mit entschlacktem und entsäuertem Körper

können die Herausforderungen, welche im Alltag auf

einen warten, wieder von Neuem angepackt werden.

Für Interessierte gibt es auf www.sarahmeili.ch >

Aktuelles > Polarity mehr Infos sowie ein Angebot,

die Polarity Reinigungskur ein erstes Mal zu erleben.

HAHAH HA

abEr miT ESSEN SpiELT

maN dOCH NiCHT...

Von Veronic Kindler

Neulich, als ich mal wieder eine Sardinendose

öffnete, sah ich mit Entsetzen, dass die

Meeresverschmutzung immer mehr zunimmt:

Die ganze Dose voller Öl! Und alle Fische tot!

_______

Ein Missionar tauft einen

Schwarzen: «Du heisst jetzt

nicht mehr Bikila, sondern

David, und du musst ab jetzt

jeden Freitag fasten. Das

heisst, du darfst kein Fleisch,

sondern nur Fisch essen.»

Am Freitag darauf sieht der

Missionar David, wie er vor

seiner Hütte sitzt und fröhlich

ein Stück Hammelfleisch isst.

Als der Missionar den Schwarzen darauf

anspricht, antwortet dieser: «Ich habe den

Hammel ins Wasser getaucht und ihm gesagt: «Du

heisst jetzt nicht mehr Hammel, sondern Fisch.»

_______

«Georg, wie schmeckt das Essen?» fragt die Frau

bei Tisch.

«Warum? Suchst du schon wieder Streit?»

_______

«Herr Ober, hier auf der Karte steht Kaviar. Was ist

denn das?»

«Das sind Fischeier, mein Herr!»

«Gut, dann hauen Sie mir zwei in die Pfanne!»

6


ESS Y

EiNE SiNfONiE im muNd

meine absolute Nummer 1 meiner Lieblingsessen wurde

vom Thron gestürzt! – mit der pasta alla Nonna. Eine

mischung aus Teigwaren, die wie muscheln aussehen,

Tomatensauce und einer herzhaften füllung aus ricotta,

Schinken und Spinat – keine angst, auch Spinat-nicht-

Liebhaber liebten dieses Gericht.

Wie auch immer, ich empfehle es euch, dieses

wunderbare Rezept auszuprobieren. Das Rezept

wurde von einer italienischen Grossmutter

zusammengestellt und ich (!) hatte die Ehre, mit ihr

das Rezept kochen zu dürfen. Dabei schrieb ich mir

alles auf und mit ihrer Zustimmung kann ich es nun

für euch zugänglich machen. Viel Spass und Freude

beim Ausprobieren!

Von any reichart

rEZEpT

für 5 Personen mit grossem Hunger

Vorbereitungszeit: 40 Min., Kochdauer: 3½ Std.

Zutaten

1 EL Tomatenpüree

300 g rindfleisch (geschnetzelt)

40 g butter

1 ganze Zwiebel

2 dosen geschälte Tomaten

600 g rahmspinat

1 Ei

2 ricotta von Galbani

1 packung Kochschinken

1 packung poulet (z.b. aus der migros)

160 g parmesan

Strauss rosmarin (falls vorhanden)

Tomatensauce vorbereiten

20 g Butter und 2 EL Öl in die Pfanne geben und

bei mittlerer Hitze erhitzen. 1 gehackte Zwiebel

dazugeben und goldgelb anschwitzen. 300 g

geschnetzeltes Rindfleisch darin braten, bis nichts

mehr rot ist. 2 Dosen geschälte Tomaten, 1 EL

Tomatenpüree hinzugeben und 1½ Büchsen (die

leeren Tomatendosen) mit Wasser füllen und

ebenfalls beigeben. Mit Salz, Pfeffer und Basilikum

abschmecken und bei mittlerer Stufe 3 Stunden

kochen lassen.

En Guete!

poulet braten

Bisschen Butter und Öl in die Pfanne geben und

auf mittlerer Stufe erhitzen. Eine Packung Poulet

dazugeben und braten, bis nichts mehr rosa ist.

Einen kleinen Strauss Rosmarin dazugeben und

ein wenig zusammen kochen lassen. Dann kalt

stellen.

Teigwaren und füllung vorbereiten

Für die Füllung 600 g Rahmspinat aufwärmen, bis

er crèmig ist, dann kalt stellen.

Cirka 36 Stück der Muschelteigwaren in

kochendem Wasser 3 Min. kochen (dürfen nicht

ganz durch sein). Dann in eine Schüssel mit kaltem

Wasser legen und beiseite stellen.

Dem Rahmspinat 1 Ei und 2 x Ricotta Galbani

hinzugeben. Eine Packung Kochschinken in

Würfel schneiden und dann mit einer Maschine

ganz fein hacken und der Füllung beigeben. Das

vorbereitete Poulet auch ganz fein hacken, der

Füllung ebenfalls beigeben. 80 g Parmesan und

1 Msp. Zimt zugeben und alles ganz locker mit

einem Stab vermischen.

Endspurt

Ein wenig von der Sauce in die Backform geben,

damit der Boden bedeckt ist. Danach die Teigwaren

mit der Füllung füllen (Spritzform aus der

Weihnachtsbäckerei ist hierbei hilfreich). Die

gefüllten Teigwaren in der Backform verteilen.

Die restliche Tomatensauce vorsichtig zwischen

den Teigwaren verteilen und das Ganze mit 80 g

Parmesan überstreuen.

ab in den backofen damit!

Bei 220° auf der mittleren Schiene 30 Min. backen.

Bereits nach 20 Min. kontrollieren!

7


ESS Y

EmpaNada SpaNiSCHEr fLEiSCHKuCHEN

Zubereitung

Zwiebel und Petersilie fein hacken. Danach im Öl andünsten. Das Geschnetzelte darin anbraten.

Curcuma/Safran und Mehl beifügen, gut mischen und anschliessend mit Weisswein ablöschen. Später die

Hühnerbouillon sowie die in feine Streifen geschnittene Peperoni, die Erbsen und Pilze (je nach Geschmack kann

das Gemüse auch weggelassen werden) hinzugeben. Alles auf niedriger Stufe köcheln lassen, bis es fast keine

Flüssigkeit mehr hat. Mit Salz, Pfeffer und allenfalls anderen Gewürzen abschmecken.

Den ersten Kuchenteig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ausbreiten und das abgekühlte Fleisch

darauf verteilen. Rundum einen Rand von ca. 2 cm stehen lassen. Den zweiten Kuchenteig darauflegen.

Anschliessende die Ränder zusammendrücken und einrollen. Alles wird dann mit Eigelb bestrichen. Mit einer

Gabel einige Löcher in den Teig einstechen, damit beim Backen der Dampf entweichen kann

In der Mitte des auf 200° (Umluft 190°) vorgeheizten Ofens ca. 30 Minuten backen, bis der Teig gold-gelb ist.

Vor dem Schneiden etwas abkühlen lassen.

Von Veronic Kindler

rEZEpT

für 5–8 Personen

Zutaten

1 mittlere Zwiebel

1 bund petersilie

1 EL ÖL

700–1000 g poulet- oder Schweinsgeschnetzeltes

1 TL Curcuma (oder 1 briefchen Safran)

1 EL mehl

1–2 dl Weisswein

0,5–1 dl Hühnerbouillon

1 Eigelb

2 rechteckige Kuchenteige (fertig gekauft)

1 rote peperoni

1 kleine büchse Erbsen

1 kleine büchse pilze

Salz

pfeffer

Guten Appetit!

8


ZWIScHENH LT

TippS Zum LEHrbEGiNN

Nun ist es wieder soweit: ein neues Lehrjahr

hat angefangen. für die meisten ist das nichts

Spezielles, aber für über 10‘000 Lernende in der

ganzen Schweiz ist es der anfang eines neuen

Lebensabschnittes.

Von Thierry Haldemann

Die Umstellung vom Schüler zum KV-Lernenden

ist für Manche ziemlich tricky. Ich selbst hatte die

ersten Wochen Dauerkopfschmerzen gebucht. Eine

Flut von Informationen, neuen Gesichtern und

anderen Regeln kommen da auf einen zu. Auch

wenn es vielleicht zu Beginn nicht so scheint, man

gewöhnt sich daran. Die grösste Herausforderung

war für mich, mir die vielen neuen Namen merken

zu können. Um mir diese einzuprägen, habe ich etwa

zwei Monate gebraucht. Damit das etwas schneller

geht, empfehle ich euch, eher mit den Gesichtern

und weniger mit den Namen zu arbeiten. Falls einer

eurer neuen Lehrpersonen euren Namen nicht gleich

weiss, wundert euch nicht. Die Lehrpersonen haben

zum Teil über 200 Lernende, welche sie unterrichten.

Auch in der Berufsfachschule kann man nicht

tun und lassen, was man will. Die sogenannten

«Einträge» aus der Sekundarschule gibt es zwar nicht

mehr, dafür aber weisse, gelbe oder rote Zettel. So

seltsam es auch klingen mag, die haben es in sich.

Vermeiden solltet ihr sie alle, aber insbesondere die

zwei letzteren. Beim gelben Zettel wird immerhin

euer Lehrbetrieb informiert und beim roten müsst ihr

dann auch noch ziemlich tief in die Tasche greifen. Es

lohnt sich daher nicht, mit Lehrpersonen zu streiten

oder sich Schuleigentum langfristig auszuborgen.

Neu werdet ihr auch nicht mehr sehr viele Prüfungen

haben. Viele Lehrpersonen beschränken sich pro

Semester auf drei oder vier Prüfungen, schlechte

Noten können so allerdings auch nicht auf die leichte

Schulter genommen werden. Bei sechs oder mehr

Prüfungen wie früher pro Fach hatte man genug

Gelegenheit, die eine oder andere schlechte Note zu

korrigieren. Ich spreche da aus Erfahrung, da meine

Französisch-Note so ziemlich einer Achterbahn glich.

Mein Tipp daher, fragt eure Lehrperson unbedingt,

wieviele Prüfungen sie in freudiger Erwartung für

euch vorbereitet hat. Der grösste Unterschied zur

Sekundarschule ist jedoch, dass man weder in der

Schule, noch im Lehrbetrieb als Teenager behandelt

wird, sondern als junger Erwachsener. Plötzlich ein

«Sie» und nicht mehr ein «Du» zu sein kommt einem

zu Beginn ziemlich seltsam vor.

Mit dem «Sie» kommen auch gewisse Erwartungen,

was euer Auftreten betrifft. Das beinhaltet nicht nur

eventuell einen etwas angemesseneren Kleidungstil,

sondern auch bestimmte Umgangsformen. Ein

Klassiker sind beispielsweise Kopfhörer im Ohr

während der Arbeit. In den meisten Fällen ein

ziemliches «No go», denn damit wird signalisiert,

dass man nicht gestört werden will oder dass das

Umfeld stört. Viele Lehrbetriebe haben bereits

dazu Regeln erstellt. Falls diese euch nicht direkt

mitgeteilt werden, empfiehlt es sich unbedingt

danach zu fragen. Sollte es keine geben, bietet

der Kaufmännische Verband gute Merkblätter

und Infoschriften zum Thema Umgangsformen im

Lehrbetrieb. Ich empfehle allgemein, einmal einen

Blick darauf zu werfen, wir treten schliesslich alle

höchst ungern in die vielen Fettnäpfchen, die das

Leben so auf Lager hat.

Meine wichtigsten Tipps für euch nach meinen

drei Lehrjahren: Lasst euch nicht unterkriegen!

Schämt euch nicht, falls ihr mal einen Fehler macht,

schliesslich gehört das zum Lernen dazu. Freut euch,

wenn ihr eine gute Leistung vollbringt, aber versucht

bescheiden zu bleiben. Setzt

euch realistische Ziele, das

hilft, am Ball zu bleiben,

selbst wenn die Motivation

mal im Keller sein sollte.

Stellt Fragen – wer viel fragt,

ist nicht dumm, sondern

bemüht. Vor allem vergesst

nicht, Spass zu haben,

der Ernst des Lebens

hat nämlich in der

Lehre auch noch

nicht ganz

angefangen. ◆

9


aCHTuNG LErNENdE:

CLub-miTGLiEd WErdEN

uNd prOfiTiErEN!

Während deiner Lehrzeit kannst du Clubmitglied sein

zu folgenden bescheidenen Beiträgen (pro Schuljahr):

è 1. Lehrjahr, 20er-Club, Jahresbeitrag CHF 20.–

è 2. Lehrjahr, 40er-Club, Jahresbeitrag CHF 40.–

è 3. Lehrjahr, 60er-Club, Jahresbeitrag CHF 60.–

Als Club-Mitglied profitierst du von vielen Rabatten

und Dienstleistungen – in Clubs, bei Fahrschulen,

beim Coiffeur und vieles mehr. Ebenfalls unterstützt

dich der KV Zürich mit der kostenlosen Rechtsberatung,

die dich z.B. bei Problemen im Geschäft

berät.

è die ganze übersicht der Vergünstigungen

findest du im Rabattbooklet oder unter

www.kvz.ch/jugend.

Wir sind immer daran, neue Angebote und

Dienstleistungen für dich zu organisieren. Folgende

Angebote sind neu:

Boa Lingua:

Du erhältst 5% Rabatt auf das

gesamte Kursangebot.

Müller Optik:

10% auf Brillen, Sonnenbrillen

und Kontaktlinsen.

Lensvision.ch:

Kontaktlinsen und

Sonnenbrillen günstig online

bestellen! 10% Rabatt

OZ-Bowling:

15% Rabatt bei der

Bahnabrechnung.

Paintball-Arena:

10% Rabatt auf den Eintritten

an allen drei Standorten.

ja, ich bin Lernende/r und will

Club-mitglied werden!

Vorname:

Name:

Strasse, Nr.:

Plz, Ort:

Geb.-Datum:

E-Mail:

Lehrjahr:

Datum:

Unterschrift:

ZWIScHENH LT

Ausfüllen und senden an KV Zürich, Jugendstelle, Postfach

2928, 8021 Zürich, oder faxen an 044 221 09 13, oder mailen

an: jugend@kvz.ch

8


Freifächer

und Stützkurse

der KV Zürich

Business School


ESS Y

paCKENd.

iNfOrmaTiV.

bEWEGENd.

jeder kennt sie: innovativ, lehrreich, interessant,

Engagement fördernd, powerful – die freifächer

der KV Zürich business School. doch leider

werden diese immer weniger genützt, und dies

seit dem jahr 2003. bis vor neun jahren ging man

drei jahre lang eineinhalb Tage pro Woche in die

Schule und konnte am Nachmittag des zweiten

Tages ein freifach bzw. einen Stützkurs besuchen.

doch wie sieht es heute aus? Welche freifächer

bzw. Stützkurse werden angeboten? Was wird

geändert?

Von Erika allenspach

Gemäss BIVO (Bildungsverordnung) muss sich

nun einiges bei den Freifächern bzw. Stützkursen

der KV Zürich Business School ändern. Doch zuvor

möchte ich euch aufzeigen, welche Freifächer bzw.

Stützkurse es überhaupt gibt:

è Sprachen

• Englisch (First Certificate oder Advanced Vorbereitungskurs

nach dem QV im 5./6. Semester,

nur E-Profil)

• Französisch (Konversation, Kurzkurse zur Vorbereitung

auf DELF B1 & B2 & E-Profil) für B-Profil:

A1–B1 Niveau

• Spanisch (A1–B1 Niveau für B- und E-Profil)

• Italienisch (A1–B1 Niveau für B- und E-Profil)

è Allgemeine Kurse

• Sport (Streetdance & Hip Hop, Kraft und Spiel,

Volleyball)

• Psychologie (Grundkurs)

• JBS (Junior Business School; www.jbschool.ch )

è Stützkurse

• Tutoring von Lernenden aus oberen Semestern

(www.jbschool.ch/Nachhilfe) für das

1--3. Semester im E-Profil

• Stützkurse in verschiedenen Fächern für das

B-Profil ab 2. Semester

Was kann ich lernen und wie viel kostet es?

Alle diese Freifächer werden von innovativen,

professionellen und freundlichen Lehrpersonen der

KV Zürich Business School geführt. Zum Beispiel

erlernt man beim Streetdance & Hip Hop die

Grundlagen des Tanzes, heisse Choreographien und

vieles mehr für nur CHF 50.– pro Semester, die dem

Lehrbetrieb belastet werden. Hat man im 1. bzw. 2.

Semester Probleme mit einem spezifischen Fach, so

kann man beim JBS einen Tutor auswählen, welcher

dir bei deinem Problemen hilft, und dies für ca. CHF

25.– für 45 Minuten. Wie du siehst, bekommst du

bei den Freifächern der KV Zürich Business School

für wenig Geld ein grosses Spektrum an diversen

Kursen, und du kannst dementsprechend nach den

Kursen das Wissen und Know-how anwenden.

Was wird sich ändern?

Neuerdings muss eine Mindestteilnehmerzahl von 15

bis 20 Lernenden (unterschiedlich nach Kurs) erreicht

werden, damit ein Freifach stattfindet. Zudem wird

Englisch im E-Profil nicht mehr sechs Semester

lang geführt, sondern nur noch vier. Das bewährte

Fördersystem wird beibehalten: Falls jemand

bereits bei der Anmeldung zum Pflichtunterricht

ein Englisch-Diplom vorweisen kann oder sehr gute

Kenntnisse hat, wird nach einem bestandenen Test

in eine Spezialklasse eingeteilt (FIRST oder CAE).

Fazit

Ich kann euch nur empfehlen, Freifächer zu nehmen.

Ich selber habe die beiden Freifächer Streetdance &

Hip Hop sowie Psychologie gewählt und bereue es

kein bisschen. Man verliert wirklich gar nichts – im

Gegenteil, man gewinnt zweifach: Erstens das

Wissen und zweitens spart man richtig Geld. Man

ist mit Schulkameraden zusammen und lernt

gemeinsam auf ein Thema hin, und dies nicht mit

Langeweile und Augen verdrehen, sondern mit

Interesse, Neugier und einer Spur Ehrgeiz.

è Weitere Infos findest du auf der Homepage

der KV Zürich Business School:

www.kvz-grundbildung.ch

12


TaGEbuCH

dEr iTaLiENiSCH-abSCHLuSSrEiSE 2012

Vom 8. bis 12 juni 2012 reisten 18 Lernende

des 2. Semesters m-profil im rahmen des

Ergänzungsfaches italienisch für vier Tage

nach Nizza. Ein kurzes Tagebuch berichtet von

vier vergnüglichen Tagen im Süden unseres

Nachbarlandes.

Lernende der Klasse Ef.106

Um 20 Uhr versammelten wir uns alle vor dem

Check-in 1 am Flughafen Zürich. Unsere Vorfreude

war riesig. Wir konnten es kaum erwarten, in das

Flugzeug zu steigen und die Schweiz hinter uns zu

lassen.

In Nizza angekommen, begrüsste uns die

erfrischende milde Brise des Südens. Nach einem

kurzen Rundgang durch den Flughafen erwartete

uns das Reiseteam, welches uns der Küste entlang

nach Diano Marina brachte. Während dieser Fahrt

erzählte uns der Reiseleiter einiges über Nizza,

Monaco und die Küste Italiens. Angekommen im

Hotel Ulivo, gingen wir alle zügig auf unsere Zimmer,

um für Samstag erholt zu sein.

Am nächsten Morgen stärkten wir uns mit einem

italienischen Frühstück und machten uns auf den

Weg nach San Remo. Dort fand ein grosser Markt

statt, den wir frei in selbst gewählten Gruppen

besichtigen konnten. Wir hatten die Möglichkeit,

den Rest des Tages frei zu gestalten und trafen uns

anschliessend zum Abendessen im Hotel. Um den

Abend ausklingen zu lassen, gingen wir als ganze

Klasse an den Strand.

IN SAN REMO

ZWIScHENH LT

Am Sonntag teilten wir uns in zwei Gruppen auf.

Die eine Gruppe verbrachte einen gemütlichen

Tag am Strand. Die andere ging auf einen

nervenkitzelnden Segeltrip aufs offene Meer. Nach

einem atemberaubenden Tag trafen wir uns wieder

zum Abendessen im Hotel. Das Essen war wie

jeden Abend sehr vielfältig. Es reichte von Pasta mit

verschiedenen Saucen über Fisch mit Kartoffeln bis

zu Fleisch.

Am Montag machten wir mit dem Zug einen

Ausflug nach Monaco. Wir sahen uns dort die

Sehenswürdigkeiten an, zum Beispiel die Kathedrale,

das Aquarium und anderes. Die Volljährigen von

uns durften das Casino auch von innen betrachten.

Erschöpft begaben wir uns zurück Richtung Diano

Marina. Den letzten Abend genossen wir stilgerecht

am Strand.

Am nächsten Tag starteten wir mit einem nahrhaften

Frühstück in den letzten Tag. Nach einer

kurzfristigen Entscheidung fuhren wir nach Cannes.

Dort haben wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt.

Die einen gingen in die Stadt, die anderen gingen

etwas essen, und ein paar genossen die letzten

Sonnenstrahlen am Sandstrand. Bevor wir uns für

die Abreise an den Flughafen begaben, machten wir

noch einen kurzen Halt in Antibes.

BUCHT DIANO MARINO

13


PALAST IN MONACO

MONACO CASINO

AUF DEM SEGELBOOT

MONACO MIT REISEDFÜHRER

BUCHT IN ANTIBES

PALAIS DES FESTIVAL IN CANNES

14


Debütantenpaare gesucht

Habt Ihr Lust, den KAISER BALL, den

grössten Debütantenball der Schweiz, vor

über 1'500 Ballgästen zu eröffnen?

Voraussetzung für Eure grandiose Balleröffnung

! Junge Damen / Herren zwischen 15 - 25 Jahren

! Proben an 8 Sonntagen zwischen Ende September und

Dezember 2012 in Zürich

! Tanz-Vorkenntnisse sind von Vorteil, jedoch nicht zwingend

! Entsprechende Ballbekleidung

Die Einstudierung und der Ball sind für Debütierende kostenlos.

8. Dezember 2012 | Kongresshaus Zürich

Einladung zum KAISER BALL

HIGHLIGHTS

80 Debütantenpaare | Frank Tender Band |

Sinfonieorchester Nota Bene | DJ Janosch |

Konrad Kater Kapelle | Tanz-Tasters |

The Miriam Dee Band | Ball-Restaurant |

Tombola | Mitternachtstanzshow |

Ball-Casino | Estée Lauder Makeup-Lounge

u.v.m.

Ballkarten, Informationen und Debütantenanmeldungen

www.kaiserball.ch

Sponsoren Esteé Lauder | Bank Sparhafen | Creation Baumann | Blumen Oertig |

Liluca | The Body Shop | Gottlieber | Kaiser Tanzschule |

Migros Kulturprozent | Radio Zürisee | Hotel Ascot




















Laserbowling und

entspannende Lounge

Ein Volksheld? Oder ein brutaler Verbrecher? In seiner

Heimat liefert Ned Kelly Stoff für zahlreiche Erzählungen,

Filme und Folk-Songs. Auch der heutige Besitzer der

Ned Kelly Lounge, der 18 Jahre in Australien lebte,

spürte dem Mythos des 1880 zum Tode verurteilten

nach: Seiner neuen Lokalität in Dielsdorf hat er denn

dann auch den Namen Ned Kelly Lounge gegeben.

Doch ausser dem Namen nimmt die Lounge keinen

Bezug auf die Geschichte. Im Gegenteil: Mit ihrem

farbigen Interieur und dem gedämpftem Licht wirkt sie

futuristisch. Bis vor kurzem konnte man von der Galerie

des OZ-Bowling auf die Laserbowlingbahnen blicken und

sich von den neonfarbigen Lichtern bezaubern lassen.

Nun trennen die Wände Bowling und Galerie voneinander.

Der Gemütlichkeit hat dies jedoch keinen Abbruch

getan. Ganz im Gegenteil: Die Bar überrascht mit seinen

hausgemachten Cocktails jeden Cocktailliebhaber.

Andere Gäste genehmigen sich ein australisches Bier und

einen leckeren Hamburger. Die gemütliche Lounge bietet

neben Dart und Billard auch immer Unterhaltung mit

speziellen Partys. Die DJ’s heizen den Abend mit diversen

Sounds ein, wobei man gleich mal die Zeit vergisst und

eine schönen Abend mit Freunden erlebt.

Am Freitag und Samstag Abend gibt es im OZ-Bowling

das bekannte Laserbowling.

Also: Mit Freunden zuerst eine lockere Partie Bowling

im Laserlicht spielen und anschliessend in die Ned Kelly

Lounge und den Abend in gemütlicher Atmosphäre

ausklingen lassen.

• • •

Ned Kelly Lounge Events:

Oktober bis Dezember

Jeden 2. und 4. Samstag im Monat Party Serie «On Fire»

Jeden 4. Samstag im Monat «Ned Oldies Party»

OZ-Bowling / Ned Kelly Lounge

Ruchwiesenstrasse 5

8157 Dielsdorf

043 810 30 44

www.oz-bowling.ch

www.nedkelly-lounge.ch













Gegen Vorweisung deines KVZ-Mitgliederausweises

erhälst du 15% Rabatt bei der Bahnabrechnung.

Gültig auf Standard-Bowlingpreise.

Nicht kumulierbar. Max. 6 Spieler/Bahn.

Nur ein KVZ-Ausweis pro Bowlingbahn notwendig.







HOPE TO SEE YOU!


EISETIPP

miT dEm iNTErraiL

aNS urLaubSZiEL

Erstens reiseziel bestimmen, zweitens eine

komfortable unterkunft suchen und drittens Koffer

packen und auf zum bahnhof. Zum bahnhof?

Von jennifer Obi

Ja, bei der SBB gibt es Interrail-Pässe zu kaufen. Das

Ticket hat einen Reisekalender sowie eine Sparte für

den Reisebericht. Die Reiseangaben day, month, departure,

from & to müssen vor Reisebeginn ausgefüllt

werden. Die Route bestimmt der/die Reisende selbst.

Ein grosser Vorteil hat das Reisen mit dem Zug auch:

Es werden keine Gebühren für das Gepäck verrechnet.

Zudem reist man mit dem Zug umweltfreundlicher

als mit dem Auto oder dem Flugzeug.

Die nachfolgenden Städte habe ich innerhalb von

13 Tagen in den Sommerferien besichtigt. Ein tolles

Erlebnis, das mir stets in Erinnerung bleiben wird.

Grüss Gott Wien

und seine Stars wie Falco, Wolfgang Amadeus

Mozart und Ludwig van Beethoven

Obwohl Österreich ein Nachbarland der Schweiz ist,

war die Strecke Zürich HB – Wien Westbahnhof die

längste Zugfahrt, die ich während der ganzen Reise

hatte. Es waren bestimmt acht Stunden. Nun, die

Stadt ist recht schön. Die Strassen sind sauber,

Strassen- und U-Bahnen modern und pünktlich.

Wien hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten anzubieten.

Ich sah mir lediglich die Schlösser Schönbrunn und

Belvedere an. Das Riesenrad – das Wahrzeichen der

Stadt – habe ich nur zufällig am Morgen, aus einem

Tanzclub kommend, entdeckt. Zu Mittag ass ich, wie

es sich gehört, ein Wienerschnitzel mit Pommes und

Mayonnaise. Übrigens: das grösste und beste

Schnitzel, das ich jemals gegessen habe.

Dann kann man auch wunderbar an der Mariahilferstrasse

shoppen gehen – was ich mir nicht entgehen

liess. Wer gerne in den Ausgang geht, dem empfehle

ich das «Fluck». Die Tanzfläche ist relativ klein, aber

der Club streckt sich über einen tunnelartigen langen

Gang hinaus, so dass man den Club wiederum als

gross empfindet. Ein weiterer Ort, der sich für einen

ausgelassen Ausgehabend entpuppen kann, ist der

«Flick». Er befindet sich direkt an der Donau und ist

mit der U-Bahn gut zu erreichen.

mein fazit: Stadt/Land/Fluss: ***

Shopping & Food: *****

Nightlife: ****

Würde ich weiterempfehlen: ****

Ahoj Prag

oder die goldene Stadt

Hauptstadt der Tschechischen Republik ist Prag.

Das Land grenzt an Deutschland, Polen, die Slowakei

und Österreich. Wer Prag bereist, kann sich kaum

satt sehen. Sehr beliebt ist die Karlsbrücke über der

17


Moldau. Allein auf der Brücke, die nur für Fussgänger

zugänglich ist, gibt es reichlich zu sehen. Eine weitere

Attraktion ist die Prager Burg. Ich erinnere mich,

wie anstrengend es war, den Hügel hinaufzusteigen.

Aber die Aussicht über die Stadt, die man von der

Burg aus hat, ist alle Anstrengung wert. Ein weiterer

Grund, den Weg zur Burg zu machen ist, dass sich

um das Areal der Burg weitere Sehenswürdigkeiten

befinden, wie zum Beispiel der Veitsdom. Den Internetrecherchen

nach erfahre ich, dass die Burg heute

als Residenz des Tschechischen Präsidenten dient.

Ein Nationalgericht, das mir extrem gut geschmeckt

hat, war das «Switchkova». Man könnte es mit dem

Züri-Geschnetzelten vergleichen. Statt Rösti bekommt

man Knödel zum Fleisch serviert und Preiselbeeren.

Einfach nur lecker!

Die Metros in Prag finde ich ganz toll, weil sie ganz

einfach zu nutzen sind. Es gibt nur drei U-Bahnlinien

A, B und C, deren Fahrtrichtung in den Farben Grün,

Gelb und Rot gekennzeichnet sind. Die Fahrscheine

können an den Billettautomaten bezogen werden,

müssen aber vor dem Einsteigen in die U-Bahn entwertet

werden.

Partyfreudige Leute kommen in Prag nicht zu kurz.

Das Prager Nachtleben hat für jeden das Richtige.

Im Hostel wurde mir «Karlovy Lázně» empfohlen, die

grösste Discothek Mitteleuropas, die sich gleich bei

der Karlsbrücke befindet.

mein fazit: Stadt/Land/Fluss: ****

Shopping & Food: ****

Nightlife: *****

Würde ich weiterempfehlen: ****

dobrý deň Bratislava!

In Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, leben

rund eine halbe Million Menschen. Die Slowakei ist

ein EU-Staat und hat seit drei Jahren den Euro als

offizielle Währung. Von Bratislava aus erreicht man

in nur einer Stunde Zugfahrt Wien. Auch Prag ist mit

etwa 4,5 Stunden Fahrt ganz in der Nähe. Das Land

Grenz aber auch an Ungarn und die Ukraine.

Es gibt historisch gesehen bestimmt viel über das

Land zu berichten. Mal stand es unter der Österreichisch-Ungarischen

Monarchie, dann war es vom

Kommunismus geprägt. Da ich nach einer Übernachtung

meine Reise fortsetzte, kann ich nicht viel über

die Stadt sagen. Es fiel mir aber auf, dass die Preise

für Produkte wie Lebensmittel und Konsumgüter

sehr viel tiefer lagen als in Wien und Prag.

Unter der Woche ist in Bratislava nicht viel los. Wer

einen vollen Club besuchen möchte, ist am Wochenende

besser bedient, weil dann die Österreicher

hinzu kommen. Ich kann leider nicht behaupten, dass

mich die Stadt sehr begeistert hätte. In den Strassen

von Bratislava sah ich viele Obdachlose und Bettler.

Einer fragte mich nach 10 Euro, die ich ihm kopfschüttelnd

verweigerte.

mein fazit: Stadt/Land/Fluss: **

Shopping & Food: ***

Nightlife: **

Würde ich weiterempfehlen: **

Szia & Szervusz Budapest!

Eigentlich gibt es nichts, was diese Stadt nicht zu

bieten hat. Ich kann nur allen, die Budapest bereisen,

empfehlen, eines der wunderbaren Bäder zu besuchen.

Schliesslich ist Budapest dafür bekannt.

Etwas verwirrend sind die Banknoten in Ungarn. Der

höchste Wert einer Banknote beträgt 10'000.– Forint,

was aber nur CHF 45.– sind. Für ein ordentliches

Mittagessen gibt man also gut und schnell mal 1‘000

Forint aus.

Zahlreiche Denkmäler und Bauten bezeugen die

Wichtigkeit des Landes in der Geschichte. Der Burgpalast

weckt das Interesse vieler Menschen und ist

auch von weitem gut erkennbar. Nachts steht der

Burgpalast in magischem Licht beleuchtet. Ein sehr

schöner Anblick. Die Kettenbrücke (Széchenyi Lán-

18


miT dEm iNTErraiL aNS urLaubSZiEL

chíd) über der Donau und die Freiheitsstatue auf dem

Gellertberg zu Ehren der Soldaten, die das Land im

Zweiten Weltkrieg befreiten, sind wichtige Bauten

der Stadt. Budapest in eine Vereinigung der beiden

Städte Buda und Pest im Jahr 1873.

Etwas seltsam kommt es einem vor, dass man sich in

Budapest bzw. Ungarn zum Abschied «Hallo» sagt.

mein fazit: Stadt/Land/Fluss: *****

Shopping & Food: ****

Nightlife: *****

Würde ich weiterempfehlen: *****

Kakosi Split?

Die Hafenstadt Kroatiens

Um von Budapest nach Split zu kommen, hatte ich

einen halben Tag zu reisen. Der Zug erreichte nach

etwa 6,5 Stunden Zagreb, von wo aus ich den Reisebus

nach Split nahm. Ich lasse mir sagen, dass die

Züge in Kroatien sehr lange bräuchten. Für etwa

200 Kuna (= 30 CHF) war ich schnell entschlossen,

den Bus zu nehmen. In Split verbrachte ich sechs

Tage. Genug Zeit, mich in die Wärme des Landes,

die Schönheit des Meeres und die Herzlichkeit der

Menschen zu verlieben. Die Zugfahrten sind vorbei –

mein Urlaubsziel erreicht.

Zu Essen und zum Sehen gab es in Split genug. Die

Einwohner gehen täglich zum Marktplatz, um sich

mit Früchten und Gemüse oder Fisch und Fleisch

einzudecken. Da nicht nur Lebensmittel angeboten

werden, lohnt es sich auch so, durch die Marktgassen

zu schlendern und den lebhaften Rummel zu bestaunen.

Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist der

Diokletianspalast. Der Palast wurde einst für den

römischen Kaiser Diokletian um 305 n. Chr. als Alterswohnsitz

erbaut. Das Gebiet um den Diokletianpalast

bildet die Innenstadt von Split. Heute findet man um

den Komplex des Palastes zahlreiche Boutiquen und

Wohnhäuser. Vor 33 Jahren wurde der Palast von der

UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Von Split aus gelangt man auf dem Meeresweg zu

den umliegenden Inseln wie Brač, Hvar und Vis. Eine

Fähre geht mehrmals in der Woche bis nach Ancona

(Italien).

Plantschende und Wasserratten können in Split ins

Adriatische Meer, das alle Blautöne kennt, hineinspringen.

Man wird aber vergebens nach Sandstränden

suchen.

Wer ausgehen möchte, kann sich im Tropic Club vergnügen.

Der Club befindet sich direkt am Strand, so

dass man die Musik auch beim Schwimmen oder von

einer Sitzbank aus geniessen kann, ohne eigentlich

in den Club hineinzugehen. Auch der Hemingway

Club befindet sich direkt am Meer und gehört zu

den exklusivsten Diskotheken in Split. Während den

Sommermonaten sind internationale Künstler hinter

den Turntables, die für das Aufheitzen der Partygäste

verantwortlich sind.

mein fazit: Stadt/Land/Fluss: *****

Shopping & Food: ****

Nightlife: ****

Würde ich weiterempfehlen: ****

Gute Reise!

19


EISETIPP

SOuTH bEaCH miami

faSHiON, arT aNd rEaLLY GOOd fOOd

Ob am weltweit bekannten Ocean drive oder

eine Shoppingtour im aventura mall – in miami ist

für alle etwas dabei.

Von any reichart

In nur acht Stunden ab London ist man in dieser

lebhaften Stadt und für 24 Dollar kommt man mit

dem Taxi vom frisch renovierten Flughafen nach

South Beach. Ich empfehle wärmstens das Loews

Hotel, in welchem ich diesen Sommer die Ferien

verbringen durfte. Es kostet ein wenig mehr, aber

in keinem Hotel auf dieser Welt habe ich so einen

Service erlebt!

Auch ohne Auto ist man am South Beach willkommen.

Ich fuhr für nur zwei Dollar die ganze

Küste entlang – die SBB sollte sich hier ein Beispiel

nehmen. Taxis gibt es an jeder Strassenecke und

man kann ganz günstige Ausflüge buchen (inkl.

Transport) bei den «Half Price Tour Ticket». Für

kulturbegeisterte gibt es das Bass Museum of Art

und das Miami City Ballet, und falls man einen

ganzen Tag lang einkaufen möchte, dann gibt es den

Aventura und den Sawgrass Mall samt Kino. Okay,

ein ganzer Tag würde wahrscheinlich nicht reichen,

um sich in den unzähligen Läden nach Lust und

Laune was zu kaufen. Ganz wichtig: in Amerika sind

die gezeigten Preise exklusiv Steuern.

Eine Reise in die nah gelegenen Everglades zu den

Alligatoren und ins Miami Seaquarium ist sehr

zu empfehlen. Dort kann man sogar mit Delfinen

schwimmen! Auch Parasailing, wobei man mit einem

Fallschirm über dem Meer schwebt und sich von

einem Boot ziehen lässt, ist für 160 Dollar erhältlich.

Ein unvergessliches Erlebnis für zwei Personen!

In Amerika ist der Konsum von Alkohol erst ab 21

möglich, aber es gibt trotzdem ein paar Clubs in

Miami, die einen Eintritt in die Disco bereits ab 18

Jahren billigen.

Ihr seht, man kann sehr viel erleben. Ich verbrachte

drei ganze Wochen dort und in keiner einzigen

Sekunde wurde es mir langweilig. Und wenn ihr

wissen möchtet, wie es am Ocean Drive wirklich

abgeht, dann solltet ihr den neuen Step Up

Revolution Film sehen, denn er spielt in Miami!!!

Be happy!

20


Redaktion: Jennifer Obi

SCHOOLSTY

Huong (19)

Carolina (18)

➝ Hose: Big

➝ Schuhe: Mexx

➝ Shirt: Köln

➝ Schuhe: Convers

➝ Hose: Bershka (Nizza)

➝ Bluse: Vietnam

➝ Halskette: Thomas Sabo

➝ Tasche: Longchamp

➝ Jeansjacke: H&M

E

Nicolas (17)

➝ T-Shirt: Zara

➝ Hose: top shop (London)

➝ Schuhe: pump it up

➝ Gürtel: Levis

manuela (18)

➝ Shorts: yes or no

➝ Schuhe: BIG

➝ Tanktop: H&M


ato (19)

➝ T-Shirt: H&M

➝ Schuhe: Dosenbach

➝ Kette: Geschenk von Daddy

➝ Hose: Zara

➝ Armbänder: Geschenke von

diversen Leuten

Thomy (17)

➝ Beanie: Neff

➝ Strickjacke: H&M

➝ Tanktop: H&M

➝ Armband: Thomas Sabo

➝ Schuhe: Converse

➝ Tasche: Longchamp

➝ Handy: iPhone & BlackBerry

KOLumNE

VON

VErONiC KiNdLEr

aLL iNCLuSiVE!

«All Inclusive» zeigte mir in diesen Ferien, dass

die englische Sprache vielen noch nicht richtig

vertraut ist. Merkwürdigerweise interpretierten viele

Feriengäste das praktische «Alles inklusive» – was

dafür steht, dass für das Essen sowie die Getränke

jeweils nichts mehr bezahlt werden muss – mit

«nimm so viel du kannst». Es waren jedoch nicht die

spanische Paella, die frittierten Calemari oder die

kanarischen Kartoffeln, welche eine Warteschlange

vor dem Buffet verursachten. Nein! – Verkochte

Spaghetti mit Wasser-Tomatensauce, pappige

Pommes und kalte Pizza, deren Belag nicht einmal

die Hälfte des Stückes bedeckte, türmten sich auf

den Tellern. Wieso im Ausland essen, was man

zu Hause – zu viel besserer Qualität – auch haben

kann?! Doch jedem das Seine. Ich für meinen Teil

musste dafür bei der Paella nicht anstehen. Doch die

Menschheit in Frage stellen liessen mich die noch

immer fast vollen Teller, welche stehen blieben.

Während diese abgeräumt wurden, holten sich die

«Hamsterer» einfach die nächste Ladung. Lassen wir

unsere Manieren und unser Umweltbewusstsein am

Flughafen zurück oder sind das die Sonne und die

Hitze, welche uns benebeln? Also, liebe All Inclusive-

Gäste: Esst, so viel ihr könnt, und gerne dürft ihr

euch auf den unansehnlichen, giftgrünen Kuchen

stürzen und euch um das zähe Schnitzel streiten,

doch bitte denkt daran, dass eine Prise Grün und

ein kleines bisschen Umweltbewusstsein auch im

Urlaub nicht schadet. So kann ich mich in meinem

nächsten AI-Urlaub etwas mehr über mein bereits

geschnittenes und entkerntes Wassermelonenstück

freuen und mit etwas besserem Gewissen den mir

aus wilder Probier-Freude geschöpften Tintenfisch

stehen lassen. ◆

22


GUT GE AcHT

23


juLiaN riEGEL

21, rEdaKTOr bEi TiLLaTE.COm

julian und ich sind uns schon oft über den Weg

gelaufen. dieses mal sollten wir uns aber bewusst

treffen. anders als sonst bin ich nicht aufgeregt,

schliesslich geht es nur um ein interview. ich

erreiche das Lokal und sehe julian draussen mit

einem Glas bier sitzen. Nachdem wir uns herzlich

grüssen, bestelle auch ich etwas zum Trinken und

wir kommen gleich ins Gespräch.

Von jennifer Obi

Julian ist halb Deutscher, halb Schweizer. Etwa

die erste Hälfte seines Lebens verbrachte er in

Hamburg und Düsseldorf. Er spricht auch deshalb

Hochdeutsch. Julian interessiert sich für das

Nachtleben und begann recht früh auszugehen. Weil

seine Interessen auch der Musik gewidmet sind,

lernt er dabei viele DJs kennen. Stolz zählt er mir

Namen vieler bekannter DJs auf, von denen er die

Privatnummern hat. Er hatte mit dem einen oder

anderen DJ ein Interview geführt und kennt einige

Schweizer Promis persönlich. Ganz entspannt sagt er

mir, dass es kein Wochenende gäbe, an dem er nicht

auf einer Party sei.

Auch wenn J.R. viel im Ausgang anzutreffen ist,

absolvierte er pflichtbewusst eine Kaufmännische

Lehre und schloss diese erfolgreich vor zwei Jahren

ab. Seine Ausbildung machte er bei Tamedia, die

Schule besuchte er an der KV Zürich Business

School. Obwohl Julian bereits im Arbeitsumfeld von

Journalisten und Redaktoren umgeben war, hatte er

nie davon geträumt, selbst einer zu werden. Doch wie

es der Zufall wollte, begann J.R. über social medias

zu bloggen, wobei er sich zu bestimmten Themen

äusserte oder sich gar darüber lustig machte. ies

waren sozusagen seine ersten Schreiberfahrungen.

Nach abgeschlossener Lehre war Julian Praktikant

bei MTV Schweiz. Vor etwa einem Jahr wurde er

schliesslich von David Cappellini entdeckt, einem

angesehenen Jung-Journalisten von «20minuten»

Julians Arbeitsort ist nach wie vor an derselben

Adresse wie damals in der Ausbildung, heute aber

gehört er dem Redaktionsteams des Tillates an.

Tillate ist ein bekanntes Online-Fotoportal, das an

«20minuten» angehängt ist und sowohl Berichte

als auch Fotos von Stars und Sternchen sowie

Party-People aus dem Nightlife im In- und Ausland

publiziert.

Ziemlich zu Beginn unseres Interviews frage

ich Julian, was man denn als Redaktor verdient.

Er antwortet mir: «Als Journalist wirst du nie

reich.» Etwas enttäuscht über seine Antwort muss

ich trotzdem lachen. Wir sprechen auch über die

Fähigkeiten nebst dem Talent des Schreibens,

die sein Beruf als Redaktor fordern. Kreativität,

Offenheit und auch Wortgewandtheit sind

wichtige Eigenschaften eines jeden Redaktors. Die

Schreibenden müssen oftmals unter Zeitdruck gute

Arbeit abliefern. J.R. spricht auch an, dass man sich

als guter Journalist nicht profilieren sollte. Für Julians

Arbeit ist es wichtig, dass er stets Kontakte knüpft,

nachts ausgeht und sonntags in der Früh seinen

Bericht schreibt und rechtzeitig abschickt.

Auf die Frage, wie man Redaktor beziehungsweise

Journalist werden kann, nennt mir J.R verschiedene

Möglichkeiten, wie man in den Beruf einsteigen

kann. Laut Julian kann man in den Journalismus mit

einem Praktikum bei einer Zeitung oder Zeitschrift

einsteigen. Eine andere Variante: Man absolviert

eine Schule wie zum Beispiel das Medienausbildungszentrum

in Luzern (MAZ). Der Schulbesuch

ist aber mit einer Aufnahmeprüfung verbunden

und setzt eine abgeschlossene Berufslehre mit

Berufsmatura oder ähnlichem voraus. Eine weitere

Möglichkeit sind Volontariate. Auch Ringier AG bietet

eine hauseigene Schule für angehende Journalisten

an.

Ob Julian Riegel weiterhin bei Tillate Redaktor bleibt,

steht wohl in den Sternen des Nachtlebens. ◆

GuT GEmaCHT:

julian riegel über die Streetparade 2012:

http://ch.tillate.com/de/mobile/story/streetparade-resume

iNfOS Zum bErufSfELd:

http://journalist.tagblattmedien.ch/index.php?ressort=berufsbild


LiKE

restaurant Tomate

Von Erika Allenspach

LiKE

frozen joghurt

LIKE / UN IKE

Im Restaurant Tomate bekommst du grosse Portionen hausgemachter Köstlichkeiten für wenig Geld. Lass dich

von den extra grossen Pizzas, Feinschmecker-Zürcher-Geschnetzeltes oder einem Coupe Denmark verführen – und

dies alles in einer einfachen, ungehemmten, kollegialen Atmosphäre. Check it out: www.restaurant-tomate.ch

LiKE

Kurvig ist besser

Redaktion: Jennifer Obi

Es besteht kein Zweifel daran, dass mehr Gewicht auf

den Rippen weniger schädlich ist als das Rauchen.

Daher finde ich die Botschaft dieses Plakates klasse.

Doch wieviele Menschen werden dem Slogan folgen,

wenn eine Mehrheit der Mode- und Werbebranche uns

etwas anderes weis machen will? Oder ist der Trend

des Dünnseins vorbei? Dann noch eine Frage: Sind diese

Räder auch fahrtüchtig?

Hast du Lust auf ein Eis,

dir jedoch als guten Vorsatz

geschworen, dich gesünder zu

ernähren? Dann versuche doch das

leckere Frozen Yogurt! Frozen Yoghurt ist ähnlich dem

normalen Glacé, wird aber aus Joghurt und Milch

(meist Magermilch) hergestellt und ist eine gesündere

Alternative zum normalen Eis. Zusammenstellen

kannst du dein Frozen Yoghurt nach Lust und Laune.

Finden kann man diese Köstlichkeit in jedem Yomoo-

Laden.

LiKE

bio Glückstee

Hast du bald eine «lebenswichtige» Prüfung und dein

ganzer Körper zittert vor Nervosität wie Espenlaub?

Du weisst genau, dass du alles bis aufs Detail gelernt

hast, jedoch hast du Angst vor einem Blackout? Dann

versuche doch den Bio Glückstee von der Migros. Der

Bio Glückstee ist ein Aufguss aus Kräutern, wie z. B.

Apfelminze, Rosenblüten, Zitronenverbene, etc. Er ist

ebenfalls auch als ein süsses Geschenk für Freunde

geeignet, welche sich vor Nervosität

beinahe in die, entschuldige für den

Ausdruck, Hosen machen. Finden

kannst du diesen «Ice Tea» in jedem

Migros-Laden.

25


LiKE

jugendparlament dietikon

Bist du politisch interessiert und möchtest

deine Meinung einbringen? Hast du bereits

in der Vergangenheit folgenden Satz gesagt:

«Oh nein, die Politiker wieder…»? Möchtest

du dich politisch engagieren? Dann komm

doch zum Jugendparlament Dietikon – Die

Stimme der Jugend! Das Jugendparlament

wurde 2001 ins Leben gerufen und

dessen Mission ist es, den Jugendlichen

die Möglichkeit zu geben, sich zur Politik

und Gesellschaft zu äussern, Projekte zu

unterstützen bzw. realisieren, etc. Falls

du Interesse hast, besuche doch das

Jugendparlament Dietikon auf Facebook

(Jupa Dietikon) oder schreibe eine E-Mail

an: jugendparlament@dietikon.ch (cc://

erika_1994@hotmail.de). Wir freuen uns auf

dich!

uNLiKE

drosophilidae –fruchtfliege

Die Sonne scheint, der Himmel ist klar, die Früchte, welche in

einer Schale auf dem Küchentisch liegen, ziehen dich an, aber

warte: Was ist das für ein kleines, schwarzes Viech auf der

Frucht? Man nennt dieses kleine Tierchen «Fruchtfliege» (lat.

Drosophila). Besonders zur Sommer- bzw. Herbstzeit sitzen die

Fruchtfliegen auf den Äpfeln, Birnen, Orangen etc. herum und

verderben diese vollkommen.

uNLiKE

Streitereien

Liebe Leute, hört auf, immer wütend zu sein und eure wertvolle

Zeit mit Ärger bzw. Streitereien zu vergeuden! Seid lieber glücklich

und schätzt alles, was ihr im Leben bekommen habt: Familie,

Freunde, Freund/Freundin, etc. Und denkt daran: Das Leben ist

zu kurz, um es einfach wegzuwerfen.

Macht einfach das Beste daraus.

LiKE

die geheimnisvolle frau vom Kiosk

Es ist grosse Pause und der Magen knurrt. Kurzerhand zuckt man das

Portemonnaie und schlendert zum Lichthof, urn sich am Kiosk etwas

zu kaufen. Begrüsst wird man meistens von einer freundlichen, etwas

älteren, kurzhaarigen Frau. Die meisten haben bereits über einen von

ihren Sprüchen gelacht – doch wer ist diese geheimnisvolle Frau vom

Kiosk? Wir haben mit ihr gesprochen und stellen sie euch nun kurz vor:

Sie heisst Jadranka Lovrilc und kam vor 36 Jahren in die Schweiz. Die

ehemalige Chemie- und Biologielehrerin ist bereits seit 27 Jahren für

den SV tätig und seit zweieinhalb Jahren in der KV Zürich Business

School. Jeden Tag zu lachen, stets freundlich zu sein und immer einen

guten Spruch auf den Lippen zu haben, gehört einfach zu ihr und so

zauberte sie schon vielen schlechtgelaunten Schülern zumindest für

einen kurzen Augenblick ein Lächeln ins Gesicht. Auf die Frage, was Von Veronic Kindler und Erika Allenspach

ihr Lieblingsessen sei, antwortete sie mit einem Grinsen im Gesicht:

Speck mit Zwiebein.

Wir möchten Jadranka Lovrilc herzlich für ihre stets ansteckend gute Laune danken!

LIKE / UN

26


THE A

iNTErViEW miT daNiELE paLdiNO

jeder mensch wird in Sachen Essen etwas zu

erzählen wissen, denn es ist Teil eines jeden

Lebens. ich habe jemanden getroffen, in dessen

Leben das Essen eine ganz andere bedeutung hat.

Mehrmals in der Nacht aufstehen und Reis essen?

800g Fleisch pro Tag? Für uns undenkbar. Doch

genau dies und noch einiges mehr steht auf dem Getready-to-win-Plan

eines Bodybuilders. Der ehemalige

Schweizermeister und aktuelle Vizeschweizermeister

im Bodybuilding gibt uns in diesem Interview einen

kleinen Einblick ins Bodybuilding, sein Training,

seine Ernährung und vielem mehr. Genauer gesagt

ist es der charmante Daniele Paldino, der alle

meine Fragen beantwortet hat. Er ist 39 Jahre alt,

Italiener, gelernter Automechaniker, heute tätig als

Logistiker mit erfolgreich absolvierter Masseur- und

Fitnessschule, zurzeit glücklich vergeben und wiegt

76 kg bei einer Grösse von 166 cm.

Von Veronic Kindler

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Wie bist du aufs bodybuilding gekommen?

Das Ganze hat sich alles so ergeben. Lange spielte

ich Fussball, doch dies wurde mir zu langweilig und

ich suchte etwas Neues. Vor ungefähr 19 Jahren

eröffnete ein Freund von mir das Fitnesscenter

Riva in Walenstadt und so begann ich dort

regelmässig zu trainieren. Ein Freund meines

Trainingpartners, welcher lange an nationalen und

sogar internationalen Bodybuilding-Wettkämpfen

teilgenommen hat, wollte mich mal begutachten.

Und so kam es, dass er begann, mich zu trainieren,

auf Wettkämpfe vorzubereiten und mich unter

anderem auch mental zu unterstützten.

du bist bisher bei Wettkämpfen sehr erfolgreich

gewesen. Was hast du alles schon gewonnen?

Im Jahre 2006 nahm ich an meinem allerersten

Wettkampf in der Kategorie 60–70 kg teil. Ich erhielt

nicht nur den Internationalen Frühjahresmeister-

Titel, sondern wurde auch Gesamtsieger von allen

Klassen und erhielt den Pokal für das beste Posing.

2007 wurde ich dann in der Kategorie 70–80 kg

Internationaler Herbstmeister und eine Woche

später Schweizermeister. Zuletzt nahm ich im Jahre

2011 an meinen letzten zwei Wettkämpfen teil. Ich

wurde Vizeschweizermeister und belegte auch den

zweiten Platz bei der Internationalen Süddeutschen

Meisterschaft.

du bist nebenbei berufstätig. ist dies nicht alles

etwas viel?

Ich arbeite zurzeit zu 100% als Logistiker. Zusätzlich

arbeite ich als diplomierter Fitnesstrainer dort, wo

alles begann, im Fitnesscenter Riva, jeweils 1 Mal pro

Woche am Abend als Aushilfe. Mit dem zusätzlichen

Training und dem vielen Kochen während der Zeit

vor einem Wettkampf bleibt so nur wenig Freizeit.

Vor allem der Stress kurz vor einem Wettkampf setzt

auch psychisch sehr zu.

Wie stehen familie, freundin, freunde und

arbeitgeber zu deinem «Hobby»?

Meine Eltern, vor allem meine Mutter, finden das gar

nicht gut *lacht*. Als Italienerin ist eine gesunde

und reichhaltige Ernährung für meine Mutter sehr

wichtig. Doch genauso wie meine Freunde stehen

sie hinter mir. Meine Freundin kannte das alles nicht,

und so war es für sie sehr schwierig, da die Phasen

vor den Wettkämpfen nur schon in Bezug auf meine

Ernährung auch für sie viel Stress bedeutet hatten.

Von allen wurde ich jedoch stets unterstützt und

auch mein Chef im Geschäft schüttelte mir nach

einem erfolgreichen Wettkampf jeweils die Hand.

Was benötigt man, um bodybuilder zu werden?

Man muss es leben! Aber natürlich gibt es auch

grundlegende Dinge wie Zeit, Disziplin, Wille,

Muskelqualität, Symmetrie, Definition, Ausstrahlung…

Wie sieht dein Training aus?

Zurzeit versuche ich, immer nach der Arbeit

drei Mal pro Woche zu trainieren. Das Training

erfolgt grundsätzlich mit Freihanteln, aber auch

an Geräten, und dauert ungefähr 80 Minuten. Vor

einem Wettkampf trainiere ich jedoch 4–5 Mal pro

Woche. Ich trainiere mit dem sogenannten Split-

Training. Das heisst: Am Montag trainiere ich zwei

Muskelgruppen, am Dienstag dann zwei andere.

Mittwochs ist jeweils Pause und am Donnerstag

und Freitag trainiere ich jeweils zwei weitere

Muskelgruppen. Samstag und Sonntag sind dann

wieder freie Tage.

die Ernährung spielt fast eine genauso wichtige

rolle wie das Training. Wie sieht deine Ernährung

aus?

Normalerweise esse ich 5–6 Mahlzeiten am Tag und

achte darauf, dass der Proteingehalt sehr hoch und

der Fettgehalt sehr tief ist. Vor einem Wettkampf gibt

es jedoch eine Diätphase, welche insgesamt drei

Monate dauert. In dieser Zeit habe ich einen fixen

Ernährungsplan, welcher genau definiert, wieviel

Gramm von was ich essen darf. Dies bedeutet für

mich grundsätzlich täglich das Gleiche: Fisch, Fleisch

(800 gr pro Tag), Reis, Kartoffeln, Gemüse, Salat und

nur Wasser. Zucker, Brot, Milch, Teigwaren etc. ist

alles tabu. Die letzte Woche vor dem Wettkampf ist

dann die Entladephase. Von Montag bis Mittwoch

muss ich meinen Körper komplett von Kohlehydraten

entleeren. Das bedeutet, nichts Kohlehydrathaltiges

zu mir zu nehmen und soviele Wiederholungen im

Training zu machen, bis der Kohlehydratspeicher

komplett leer ist. Danach folgt die Ladephase. Der

leere Speicher wird wieder gefüllt. Während diesen

drei Tagen muss ich täglich 1 Kilo Reis essen, damit

die Muskeln schön prall und gefüllt aussehen. Dies

bringt unweigerlich mit sich, dass ich in der Nacht

mehrmals aufstehen muss, um zu essen. In dieser

Zeit träumte ich manchmal sogar von Süssem.

Ab Freitagmittag (Wettkämpfe finden jeweils am

Samstagabend statt) trinke ich dann nichts mehr.

Durch den Flüssigkeitsentzug trocknet alles aus, die

Haut wird dünner und man sieht alles besser. Für

mich ist die Ernährung der härtere und schwierigere

Teil beim Bodybuilding. Das alles ist natürlich auch

nicht unbedingt gesund, und dementsprechend

sieht mein Gesicht am Wettkampfstag auch krank

und eingefallen aus. Mein Bruder, welcher online

die Fotos von einem Wettkampf durchsah und mich

suchte, erkannte mich beim ersten Mal gar nicht.

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iNTErViEW miT daNiELE paLdiNO

Wie sehen bodybuilding-Wettkämpfe denn genau

aus?

Die Aufteilung in den Wettkämpfen erfolgt nach

Gewicht, da der Unterschied zwischen einer

Person unter 80 kg und einer Person über 100 kg

zu massiv wäre, um den Kampf objektiv beurteilen

zu können. Am Morgen des Wettkampftages wird

jeder Teilnehmer gewogen, danach gibt es eine

Vorauswahl. Sieben Jurymitglieder bewerten die

Symmetrierunde, die Pflichtpose und die sogenannte

Kür. Die Kür ist eine Choreografie, die jeder –

inklusive der Musik – selbst zusammenstellen bzw.

aussuchen kann. Wer in die engere Auswahl kommt,

muss am Abend nochmal alles durchmachen, bis

schlussendlich der Sieger gewählt wird. Am Ende

wird jeweils auch noch ein Gesamtsieger über alle

Kategorien gekürt.

Weshalb sind alle bodybuilder so braun während

eines Wettkampfes?

Die Bräune dient dazu, dass der Muskel besser

zum Vorschein kommt. Bereits am Donnerstag kam

Dave, mein Trainer vorbei und bepinselte mich mit

der Grundierfarbe. Kopf, Hände und Füsse werden

jedoch frei gelassen, damit man sich in einem

langärmligen Pulli und langen Hosen noch in der

Gesellschaft blicken lassen konnte. Am Freitag folgte

dann die zweite Schicht und am Wettkampfstag

kamen dann noch die Deckfarbe sowie das Öl dazu.

Was sind deine Ziele für die Zukunft? Wie geht es

weiter mit dem bodybuilding?

Das Bodybuilding, genauer gesagt die Teilnahme

an solchen Wettkämpfen ist für mich im Moment

mal vorbei. Die Diäten sowie auch der Stress und

der Druck setzten mir zum Teil nicht nur körperlich,

sondern auch psychisch zu. Die dreimonatigen

Phasen vor den Wettkämpfen waren auch für meine

Freundin sehr hart und belastend. Zudem habe ich

bald eine 4 auf dem Rücken und langsam ist es an

der Zeit, an Familie und Kinder zu denken. Daher

lege ich dies bestimmt für den Moment mal zur Seite.

Mein Ziel ist es jedoch, weiterhin 3 Mal pro Woche

zu trainieren und etwas auf meine Ernährung zu

achten, wenn auch nicht mehr ganz so extrem. Mein

grösster Wunsch ist es, mein eigenes Fitnesscenter

zu eröffnen. Wer weiss, vielleicht geht dieser Traum

auch bald in Erfüllung.

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Liebe Mama. lieber Papa

übErLEGTEr briEf

Seit ich von zu Hause fort und im College bin, war ich,

was das Briefe schreiben angeht, sehr säumig. Es tut mir

leid, dass ich so unachtsam war und nicht schon früher

geschrieben habe. Ich will Euch nun auf den neusten Stand

bringen, aber bevor Ihr anfangt zu lesen, nehmt Euch bitte

einen Stuhl. Ihr lest nicht weiter, bevor Ihr Euch gesetzt

habt! Okay?

Also, es geht mir inzwischen wieder einigermassen.

Der Schädelbruch und die Gehirnerschütterung, die ich mir

zugezogen hatte, als ich aus dem Fenster des Wohnheims

gesprungen bin, nachdem dort kurz nach meiner Ankunft

ein Feuer ausgebrochen war, sind ziemlich ausgeheilt. Ich

war nur zwei Wochen im Krankenhaus und kann schon fast

wieder normal sehen und habe nur noch einmal am Tag

diese wahnsinnigen Kopfschmerzen.

Glücklicherweise hat der Tankwart einer Tankstelle das

Feuer im Wohnheim und meinen Sprung aus dem Fenster

gesehen und die Feuerwehr sowie Krankenwagen gerufen.

Er hat mich auch im Krankenhaus besucht – und da das

Wohnheim abgebrannt war und ich nicht wusste, wo ich

unterkommen sollte, hat er mir netterweise angeboten,

bei ihm zu wohnen. Eigentlich ist es nur ein Zimmer im

1. Stock, aber es ist doch recht gemütlich.

Er ist ein sehr netter Junge und wir lieben uns sehr und

haben vor, zu heiraten. Wir wissen noch nicht genau wann,

aber es soll schnell gehen, damit man nicht sieht, dass ich

schwanger bin. Ja, Mama und Papa, ich bin schwanger. Ich

weiss, wie sehr Ihr Euch freut, bald Grosseltern zu sein –

und ich weiss, Ihr werdet das Baby gern haben und ihm die

gleiche Liebe, Zuneigung und Fürsorge zukommen lassen,

die Ihr mir als Kind gegeben habt.

Jetzt, da ich Euch das Neuste mitgeteilt habe, möchte ich

Euch sagen, dass es im Wohnheim nicht gebrannt hat,

ich keine Gehirnerschütterung oder Schädelbruch hatte,

ich nicht im Krankenhaus war, nicht schwanger bin, nicht

verlobt bin, mich nicht angesteckt habe und auch keinen

Freund habe. Allerdings bekomme ich eine Sechs in

Geschichte und eine Fünf in Chemie, und ich möchte, dass

Ihr diese Noten in der richtigen Relation seht!

Eure Tochter Sarah

imprESSum

ESCHE WYSS

Das Magazin der

Lehrlingsverbindung des

Kaufmännischen Verbandes Zürich

HErauSGEbEr

Wir danken

dem Kaufmännischen Verband

Zürich für die Finanzierung

rEdaKTiON

Kaufmännischer Verband Zürich

Pelikanstrasse 18, Postfach 2928,

8021 Zürich

Tel. 044 211 33 22

Fax. 044 221 09 13

email: escherwyss@kvz.ch

CHEfrEdaKTOriN

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CrEaTiVE dirECTOr

Christian Heusser

GESamTKONZEpT

David Torcasso, Redaktion und

Vanessa Obrecht, Grafik

arT dirECTOr

Selina Roth

rEdaKTiON

Mariel Alaba, Erika Allenspach,

Leo Ericsson, Thierry Haldemann,

Veronic Kindler, Victoria Lassner,

Aleksandra Nikolic, Jennifer Obi,

Silvia Peterli, Any Reichart,

Sarah Rinderknecht

druCK

Hürzeler AG Regensdorf

ErSCHEiNT

Viermal jährlich

GEHT GraTiS aN:

alle KV-Schüler/innen

30


SCHULE

FÜR

FÖRDERKURSE

Heinrichstrasse 239 • 8005 Zürich

Tel. 044 272 75 00 • www.sfk.ch

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während der KV-Lehre

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Der praxisorientierte Aufbaukurs für KV-Ler-

nende der Branchen D&A sowie Bank

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Fächern

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Die Repetition sämtlicher QV-relevanter

Themen von Januar - Mai

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nale Sprachdiplome


WaS WürdEST du aNZiEHEN, WENN

du mOrGEN STErbEN uNd diCH

NiCHT mEHr umZiEHEN KÖNNTEST?

Sofie (bm2)

❛❛ Schöne Unterwäsche,

ein wunderschönes

Glitzerkleid und mein

Lieblingsaccessoire:

Einhornpony. ❜❜

marta (3. Lehrjahr)

❛❛ Strapsen, Korsett, High

Heels (mind. 15 cm! Laufen

muss ich ja nicht mehr...).

Und alles wäre in schwarzrotglitzerig

gehalten und

überall wären süsse

Rüschchen. ❜❜

Suriwan und Shanice (Wirtschaftslehrer)

❛❛ Wir würden uns wie für den Ausgang stylen und unser

Geld auch gleich bei einem Coiffeurbesuch ausgeben! ❜❜

UMF AGE

Herr Schmid (Wirtschaftslehrer)

❛❛ Badehosen! Ich würde meinen letzten

Tag geniessen, sonnen und baden. Und

mir natürlich schönes Wetter wünschen. ❜❜

frau Weber (Geschichtslehrerin)

❛❛ Meinen dunkelblauen, weiss gepunkteten

Lieblingsrock im 50's Stil. ❜❜

Von Aleksandra Nikolic

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H LLöcHEN

Wir, diE rEdaKTiON

Erika allensbach

➝ respektvoll

ehrlich

fantasievoll

mariel alaba

➝ gutherzig

nachdenklich

unberechenbar

Leo Ericsson

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witzig

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Victoria Lassner

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jennifer Obi

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Silvia peterli

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lebhaft

aleksandra Nikolic

➝ glitzerhaft

neugierig

ich blogge

Mehr auf meinem Blog:

frauglitzeric.wordpress.com

Veronic Kindler

➝ neugierig

zuverlässig

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Liridona abdurahmani

➝ ironisch und sarkastisch

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➝ lebenslustig

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