m theater a dom

mwkkoeln

m theater a dom

Die Kölner theaterzeitung / märz ‘09

Foto: Laurence Voumard

INTERVIEWT

SchorSch Kamerun über

autorität

QUERGEBLICKT

FranK Schätzing über

theater in Köln

GEMEINT

Karin beier über KritiK

BESUCHT

Der gaStKritiKer DeS monatS

VaSco boeniSch über mutter

courage unD DrauSSen Vor

Der tür

DIE INSZENIERUNG

DES MONATS

SolariS Von coop05


Unser Klassiker ist auch

bei der 9. lit.COLOGNE dabei.

XXXXX_litCologne_6-1.indd 1 13.02.2009 17:13:47 Uhr

3

MäRZ ‘09

eDitorial / inhalt

v.l.n.r.: Manu Lange, Dorothea Marcus, Elli Durach, Ralf Zimmermann. Foto: Wolfgang Weimer

ENDLICH IST ES

SOWEIT

Die erste ausgabe der neuen Kölner theaterzeitung akt

ist da. Seit rund zwei Jahren hat ein Vorbereitungsteam,

bestehend aus der Kölner theaterkonferenz und der

plattform kölner theater, das projekt theaterzeitung durchdacht

und geplant. Dann wurde sie einer unabhängigen

redaktion übergeben, das gestaltungsbüro lange+

Durach hat ein – wie wir finden – wunderschönes und

übersichtliches erscheinungsbild entworfen, und die

agentur mWK zimmermann & hähnel ist für herstellung,

anzeigen und Vertrieb verantwortlich.

nun, seit dem 9. märz 2009, ist das baby also auf der Welt.

akt wird von jetzt an monatlich erscheinen, rund 32 Seiten

haben und ab herbst 2009 hoffentlich auch ins internet

gehen. Die theaterzeitung ist aus dem gefühl heraus

entstanden, dass die Fülle der Kölner Szene in den Kölner

medien bisher nicht angemessen dargestellt wurde. akt

will also: Wind in die Kölner theaterszene bringen. Kulturpolitische

themen beleuchten. eine art Schneise in

den Dschungel der Kölner theater schlagen, denn bei der

stattlichen anzahl von rund 60 theater-, tanz- und performancegruppen

und rund 130 premieren im Jahr verliert

man schnell den überblick. Der begrif „theater“ soll hier

übrigens ausdrücklich erweitert verstanden werden auf

alle Formen der darstellenden Künste, auf tanz – gerade

in Köln ein großes thema – performance, oper und auch

Kabarett sowie Kinder- und Jugendtheater.

und nicht zuletzt ist theater auch so etwas wie das, was

die Kölner Konzeptkünstler hofmann & lindholm tun,

auch wenn sie die bedingungen des theaters in ihrer arbeit

und der gesamten realität zugleich stets hinterfragen,

verschieben und verwirren. und weil dieser ansatz so

aufregend ist, ist dem Künstlerduo hofmann & lindholm,

die zwar in Köln leben, aber hier bisher kaum aufgetreten

sind, das porträt dieser ausgabe gewidmet.

nicht im klassischen Sinn theater macht auch der Sänger

der goldenen zitronen Schorsch Kamerun, der soeben

mit seiner Deutschlandbetrachtung „m.S. adenauer“ am

Schauspielhaus Köln premiere hatte. Wir haben mit ihm

darüber gesprochen, wie ein ehemaliger punker zu autoritäten,

Vaterfiguren – und zu Konrad adenauer steht.

eine Konstruktion wie akt hat es deutschlandweit bisher

noch nicht gegeben: Freie theater schließen sich zu

einer gmbh zusammen, welche die berichterstattung

über sich selbst organisiert. aber dürfen das freie theater

überhaupt – ihre eigenen Kritiker finanzieren? ist dieser

„akt zur Selbsthilfe“, wie die Fachzeitschrift theater heute

schrieb, nicht journalistisch sogar etwas anrüchig? Das

findet etwa Karin beier, intendantin des Kölner Schauspielhauses,

mit der wir ein langes interview über die

unabhängigkeit von theaterkritik geführt haben – denn

etwas Selbstreflexion sollte sein.

auch eitel sind wir ein bisschen, aber das sollte beim

ersten eigenen geburtstag gestattet sein. in der rubrik

„quergeblickt“ haben wir Kölner prominente aus theaterfernen

gebieten gefragt, was sie von der theaterszene

Köln halten – und was sie einer Kölner theaterzeitung

wünschen würden.

Sogar Frank Schätzing, der eigentlich sonst gar keine interviews

gibt, hat rede und antwort gestanden und ist zu

pointierten aussagen über das moderne regietheater und

die architektonische Verfassung der Kölner theaterbauten

gekommen.

akt will meinungsstark sein – genau das ist die größte

herausforderung einer wirklich unabhängigen redaktion.

aber auch ihre meinung ist gefragt: alle Kommentare

und anregungen sind uns herzlich willkommen und

werden zuweilen sogar veröffentlicht – schreiben Sie uns

einfach eine e-mail an theaterzeitung@koeln.de. unter der

gleichen adresse können Sie übrigens auch das richtige

lösungswort einsenden und theaterkarten gewinnen,

sollten Sie unser theater-Kreuzworträtsel knacken. Wir

haben uns mühe gegeben, es nicht zu einfach zu machen.

auf eine anregende, lebendige, diskussionsfreudige zukunft

von akt, der Kölner theaterzeitung!

herzlich ihre

Dorothea marcus

(chefredakteurin)

04 PRäMIERT

Die inSzenierung DeS monatS:

SolariS Von coop05

06 BESUCHT

Der gaStKritiKer DeS monatS VaSco

boeniSch über mutter courage unD

DrauSSen Vor Der tür

07 INTERVIEWT

SchorSch Kamerun über autorität

unD aDenauer

08 GEMEINT

Karin beier über theaterKritiK

10 KRITISIERT

Der KauFmann Von VeneDig im

SeVerinS-burg-theater unD 60 yearS

im SchauSpielhauS Köln

tanz im arKaDaS-theater

höhenhauS baal an Der StuDiobühne

being almoDÓVar im raKetenKlub

Der WilDSchütz an Der oper Köln

ali baba unD Die 40 räuber an Der

KinDeroper

holger eDmaier unD DaS SingenDe

moDeStübchen im atelier-theater

(FaSt) alleS Von Schiller im

horizonttheater

Spamalot im muSical Dome

KarneVal im theater tieFrot

nuni im Freien WerKStatt theater

DachlaWine im theater im hoF

eine proVenzaliSche nacht im

theater am Dom

19 VERMITTELT

DaS tpz bilDet zum theaterpäDagogen

auS

20 QUERGEBLICKT

FranK Schätzing: Köln liebt Seine

theater nicht

WünSche Für DaS Kölner theater

Von bettina FiScher, herrmann

hollmann unD Karl KarSt

22 PORTRäTIERT

lieber Schrebergarten alS

tWintoWerS: Die Kölner Konzept-

unD theaterKünStler hoFmann

unD linDholm

24 NOTIERT

neuigKeiten auS Der theaterSzene

24 VORGESTELLT

autoren Der theaterzeitung

25 VORGESCHAUT

Stephanie thierSchS neueSte arbeit

über Die liebe: blinD queStionS

26 DATIERT

VeranStaltungSKalenDer

32 VERRäTSELT

theater-KreuzWorträtSel,

FreiKarten zu geWinnen


4

MäRZ ‘09

prämiert

DIE

GALAxIEN

IN UNS

coop05 zeigt in Der alten FeuerWache

eine DramatiSierung Von StaniSlaW lemS

Science-Fiction-KlaSSiKer „SolariS“

Festen boden gibt es nicht mehr. Der tiefe atemzug eines

akkordeons trägt einen weiß gekleideten menschen in

eine labyrinthische Welt. Wie von geisterhand bewegen

sich türen, geben räume frei, verschließen sie wieder.

Samt den seltsamen, lemurenhaften geschöpfen, die für

augenblicke sichtbar werden und wieder verschwinden.

Die theatergruppe coop05, in Köln und Klagenfurt ansässig,

trägt das Jahr ihrer gründung im namen, und in ihrer

kurzen geschichte sind ihr schon mehrere preisgekrönte

produktionen gelungen. Jetzt haben die theatermacher

um die Schauspielerin Susanne Kubelka und den regisseur

gerhard roiß im wahrsten Wortsinn nach den Sternen

gegriffen. als „kosmische groteske“ dramatisierten

sie den Science-Fiction-Klassiker „Solaris“. Der polnische

autor Stanislaw lem, ausgebildeter mediziner und sachkundiger

Kritiker des technologischen zeitalters, hat dem

populären genre mit seinem roman von 1961 zu einer

philosophischen Dimension verholfen. Die mainstreamgeschichte

von der expedition ins Weltall erzählt er parabelhaft

als reise ins menschliche innere. im Kosmos ist

nur das zu finden (oder für uns zu erkennen), was wir aus

den erfahrungen, bildern und verdrängten erlebnissen

unserer existenz hineinprojizieren. Die außerirdischen

sind innermenschliche.

Das erzählt lem in einer genialen Konstruktion: Die Forscher

auf einer raumstation, die den planeten Solaris

umkreist, werden heimgesucht von „gästen“, täuschend

echten Simulationen von menschen, mit denen sie eine

ungelöste geschichte verbindet. Für die zentrale Figur,

den psychologen Kelvin, ist das seine Frau harey, die

sich vor Jahren das leben nahm. täuschung und Selbsttäuschung,

Sehnsucht und paranoia bestimmen abwechselnd

die „Wiederbegegnung“ der beiden, die auch nicht

anders enden kann als ihre reale beziehung.

Wer mit technisch begrenzten theatermitteln in Konkur

renz zu den bildern und erwartungen treten will,

mit denen der Film das genre Science Fiction geprägt

hat, muss starke und konsequente ideen haben. auch

„Solaris“ wurde bereits zweimal verfilmt, 1972 von

andrej tarkowsky und 2002 von Steven Soderbergh.

coop05 spielen mit einfachen grundelementen wie beweglichen

türen und bildkräftigen Setzungen wie dem

leitmotivisch eingesetzten akkordeon (bühne: Judith

Kehrle). Dazu kommen großformatige Videoprojektionen,

die vieldeutige assoziationen offen lassen (andré

lehnert). auf einer tanztheater-ebene (choreographie:

paula Scherf) brechen die phantasmagorien, die mehr und

mehr von den menschen besitz ergreifen, in alptraumhaft

wiederholten bewegungssequenzen in das geschehen ein.

unterstützt durch eine suggestive bühnenmusik (deren

urheber im programmheft ungenannt bleibt) gelingt es

dem regisseur gerhard roiß, eine geheimnisvoll-unheimliche,

von unbestimmter Spannung knisternde atmos phäre

zu schaffen. zwar ist der Verlauf der handlung nicht

immer nachzuvollziehen, die Stimmung des romans trifft

es aber ausgezeichnet. Die hauptdarsteller guido renner,

Susanne Kubelka, Waldemar hooge und philipp Sebastian

lassen sich ein auf die emotionalen und intellektuellen

grenzgänge der Figuren. ein ensemble, das sich durch

seine homogene professionalität auffällig abhebt von vielen

produktionen der freien Szene.

So gelingt coop05 der beweis, dass es keinen großen

technischen aufwand braucht, um den zuschauer in eine

fremde Welt zu versetzen. identifikationsstarke Darsteller,

rätselhafte bildzeichen und die bedrohliche präsenz

der schattenhaften gestalten, die von mumienartig bandagierten

und kreidig geschminkten tänzerinnen verkörpert

werden, schaffen eine alptraumhafte Stimmung, in

der innenwelt und außenwelt, Wahrnehmung und halluzination

nicht mehr von einander zu trennen sind. und so

gelingt der kühne griff nach den Sternen, genauer gesagt

dem verwunschenen planeten „Solaris“.

TERMinE iM MäRZ: ALTE FEUERWAchE, 20./21.

WWW.coop05.DE

ULRikE GonDoRF

Foto: Laurence Voumard


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MäRZ ‘09

beSucht

Foto: ©Meyer originals Foto: Anja Reiermann

REWE STATT RAKETENHAGEL

Der gaStKritiKer DeS monatS VaSco boehniSch (SüDDeutSche

zeitung) über brechtS „mutter courage“ am theater Der Keller

unD borchertS „DrauSSen Vor Der tür“ im theater im bauturm

Der Schnee schmilzt weg! Die toten ruhn! nicht. zum winterlichen

Jahresanfang werden in zwei der größten freien

theater von Köln zwei alte helden der antikriegsdramatik

ausgebuddelt. theaterleichen, die bei vielen bühnen

im Keller liegen, geachtet, aber ungespielt, weil ästhetisch

und inhaltlich allzu angestaubt. Das theater der Keller

und das theater im bauturm scharren sie dennoch hervor,

lassen bertolt brechts „mutter courage und ihre Kinder“

mit dem Kolonialwarenwagen durch den Dreißigjährigen

Krieg kurven und Wolfgang borcherts beckmann

im nachweltkriegsdeutschland „Draußen vor der tür“ auf

und ab humpeln.

brecht und borchert – mit dem moralischen zeigefinger

von gestern will man den Fragen von heute den puls fühlen.

Will wissen, so der gemeinsame Flyer „Kriegs-erklärungen“,

wie menschen heute in Kriegsgebieten leben, ob

wir unsere Demokratie exportieren oder am hindukusch

verteidigen müssen.

Keine uninteressanten Fragen. aber wenn aber nach einer

Stunde vierzig die courage im theater der Keller im

seligen Scheinwerferspot die finale Strophe anstimmt

„Das Frühjahr kommt! Wach auf, du christ! / Der Schnee

schmilzt weg! Die toten ruhn! / und was noch nicht gestorben

ist / Das macht sich auf die Socken nun“, dann ist

brecht endgültig dort angekommen, wo er nie hinwollte,

im folkloristischen theatermuseum, und man selbst ist

von aktuellen Kriegen so weit entfernt wie der hindukusch

von Köln-neustadt.

Dabei haben sie vorn links extra einen Fernseher aufgestellt,

auf dem während des einlasses live die „aktuelle

Stunde“ läuft: Wir sehen einen report aus dem Karnevalskostümverleih.

ehe der bildschirm erlischt und die

brecht’sche Kostümparade beginnt. mit eifer wird jede

Szene neu eingekleidet, sechs Darsteller teilen sich 19

rollen, maskiert, wie man sich Feldwebel, Koch, Soldat,

bauer oder pfarrer so vorstellt. Dass dann aber die stumme,

geschundene Kattrin (ela paul) schöner geschminkt

ist als die hure yvette (Sandra pohl), scheint niemand

zu irritieren. So hat die aufführung in ihrem bemühen

um konservativen bühnenrealismus etwas von biederem

Schultheater.

tatsächlich sind die meisten akteure junge absolventen

der privaten Schauspielakademie „Schule des theaters“,

und man hört an diesem abend viele hohle töne. ansteckende

Spiellust oder – wenn man auf brecht machen

wollte – das über-der-rolle-Stehen als zeichen eines intellektuellen

Diskurses fehlen. Die in sich zerrissene, zwiespältige

courage, die so lange zockt und zaudert, bis sie

noch ihr letztes Kind im Krieg verliert, ist bei der jungen

Jana reiss auch keine „hyäne des Schlachtfelds“, sondern

nur ein rohrspatz der guckkastenbühne. engagiert

forsch, aber kaum schattiert. ihre Waren verwahrt sie

statt im plan- im einkaufswagen. Sie hat wohl mehr erfahrungen

mit rewe als mit raketenhagel.

Dabei lässt regisseur hanfried Schüttler immer wieder

Filmschnipsel von rollenden panzern und fliegenden

bomben über den Fernseher flimmern. als reiche eine

oberflächliche aktualitätsattitüde, um brechts schlichtes

Welt(verbesserungs)bild auf die Kriege des 21. Jahrhunderts

zu übertragen. und als wäre ein Schauspieler, der –

völlig unvermittelt – mit einer Videokamera die sterbende

Kattrin filmt, schon ein beitrag zur medienkritik. erschreckender

als die offensichtliche hilflosigkeit der mittel ist

nur noch die beflissene ernsthaftigkeit, mit der einem

dieses blutleere Selbstbestätigungstheater als beitrag zur

politischen Debatte verkauft wird.

im theater im bauturm muss statt des Fernsehers die tageszeitung

als Klammer zum hier und heute herhalten.

Sie lässt am ende den Kriegsheimkehrer beckmann von

den napalmtoten in Vietnam und aktuellen Kriegsopfern

reden. und marvin gaye darf dazu die soulige anklage

„What’s going on“ säuseln, als stünde hier kein deutscher

Wehrmachtssoldat, sondern ein amerikanischer gi draußen

vor der tür. auch hier erschöpft sich die auseinandersetzung

mit aktualität in szenischen alibis.

Denn borcherts Darstellung vom Soldat beckmann,

der nach drei Jahren Sibirien in der vermeintlichen

zivilisation nicht mehr Fuß fassen kann, wirkt reichlich

patinös. nicht nur, weil sie von der restriktiven,

naziverseuchten nachkriegsgesellschaft ausgeht, auch

weil ihren fantastischen allegorien von sprechenden Flüssen,

gott und teufel in menschengestalt und dem vielen

formbewussten, naseweisen Wehleid etwas Verschwiemeltes

anhaftet. zorniges gutmenschentheater anno 1946.

Verblüffenderweise stellt die inszenierung von Stefan

rogge den text deutlich als theater aus, imaginiert requisiten,

improvisiert geräusche, kombiniert privatklamotten

mit zirkusgeraderobe und bricht dadurch die

moralinschwere. Fragt sich: Wozu? Soll der Stilmix die

wirre Welt durch beckmanns augen sein? Der mensch

kommt einem trotzdem nicht recht nahe. ingo heise gibt

zwar den sanften Weltnichtmehrversteher, mehr typ germanistikstudent

als unteroffizier, dessen Wechsel zum

selbstmörderischen Wahnsinn aber bloße behauptung

bleibt. So schwankt heise wie der abend zwischen empathie

und anklage: „Wer will denn heute etwas von der

Wahrheit wissen?“. Wer heute mit solchen Worten Kriegsfragen

diskutieren will, sollte in jedem Fall über ein reflexionsniveau

verfügen, das über reines nacherzählen hinausgeht.

oder, um mit dem Kabarettdirektor zu sprechen:

„Das ist alles schon ganz brav, aber es ist keine Kunst.“

So kann in Köln der Schnee schmelzen, die toten können

doch ruhn. Weder brecht noch borchert werden

neu erweckt. off-theater war doch immer ambitioniert,

impulsgeber. Dem außenstehenden scheint es hier

aber, als überließe man die künstlerischen Wagnisse

dem großen Schauspiel Köln und pflegte lieber seine

muffelige Selbstgenügsamkeit. „glotzt nicht so romantisch!“,

hätte brecht erwidert. Stattdessen hängt im

Foyer des theaters im bauturm ein Schild mit aufschrift

„Freiheit aushalten!“ Wie wäre es mit: Freiheit wagen!?

VASco boEhniSch

TERMinE iM MäRZ: ThEATER DER kELLER, 3./4./12./13./14./15./17./18.

ThEATER iM bAUTURM, 11./12./13./14./15.

7

MäRZ ‘09

interVieWt

Foto: © Meyer originals

akT: DARF ich SiE DUZEn? DAS hänGT nATüRLich

DAVon Ab, WiE SiE Sich ALS AUToRiTäTSpERSon

SEhEn.

Kamerun: unbedingt duzen. ich sieze, wenn ich der

meinung bin, dass es jemand wünscht, möchte selbst aber

nicht gesiezt werden. Das hat wohl auch mit meiner geschichte

zu tun.

akT: WiE iST DiE GESchichTE DES pUnkERS

SchoRSch kAMERUn?

Kamerun: ich komme aus einem sehr bürgerlichen,

strengen und autoritären haushalt. mein Stiefvater hatte

eine autofirma, in der ich selbst KFz-mechaniker gelernt

habe – ich hatte den Druck also zweifach, vom Vater und

vom chef. Deshalb habe ich auf der bühne die Fläche einer

autoritären Familie geschaffen, in die eigene erfahrungen

und erlebnisse des ensembles eingeflossen sind:

Wie springen die miteinander um? Wie ist das, wenn der

alte gebissspuren auf brotscheiben vergleicht, um zu sehen,

wer hat das gerade in den abfluss geschmissen? Da

gibt es ja viele methoden, wie man Kontrolle ausüben

kann. ich selbst versuche mich bis heute an meiner herkunft

abzuackern. Das klingt vielleicht kokett, dass man

diese ganzen Verletzungen mit sich herumträgt, aber

es ist wirklich sehr anstrengend. ich hab das mal in einem

text verarbeitet für „Die goldenen zitronen“. „Dass

ich immer nur weg will von euch, macht mein leben so

schnell“. herumstrampeln und Weitermachen, weil man

Distanz sucht zum elternhaus. als mein Vater vor ein

paar Jahren starb, verstand ich, dass der, mit dem ich am

wenigsten klar kam, auf einmal doch sehr nah am herzen

liegt. Dieser mann hatte keinerlei Freunde, und dann war

ich am grab doch vielleicht der, der am meisten unter seinem

tode litt. Da sieht man mal, wie diese ganze prägung

und psychologie funktioniert.

akT: WAS WAR FüR Dich AUToRiTäT oDER VoRbiLD,

WEnn ES DER EiGEnE VATER nichT WAR?

Kamerun: möglichst keine autoritäten, darum ging es

ja auch bei punk ganz zentral: „no more heroes“ von „the

Stranglers“ war ein wichtiger Song damals. Daran haben

wir versucht uns zu halten. Was natürlich nie ganz aufgeht.

gerade hatte der bassist „Sid Vicious“ von den „Sex

pistols“ seinen 30. todestag und natürlich fand ich ihn

unglaublich cool in meiner Jugend.

akT: GibT ES hEUTE übERhAUpT noch So ETWAS WiE

AUToRiTäT? DAS WiRD Doch übERALL bEkLAGT –

DASS ES kAUM MEhR GREnZEn UnD WERTE GibT.

Kamerun: auf jeden Fall wird autorität wieder viel

mehr akzeptiert als früher – und junge leute begeben

sich freiwillig in hierarchische zusammenhänge. Wenn

man sich diese Shows anguckt: Da wird sich willigst diszipliniert.

tV-Jurymitglied Detlev D. Soost und heidi Klum

gelten als klare respektspersonen und Vorbilder zugleich.

mir scheint, dass man heute ein viel konservativeres Wertebild

annimmt als zu unserer zeit. Das pendel schlägt

zurück. Das ist auch die Fragestellung meines Stückes:

gegen was kann man sich überhaupt noch richten, wo ist

das Feindbild, das früher so hart sichtbar war? ich habe

mich viel mit aktueller neurologie beschäftigt: „Wir sind

so entfremdet, weil wir eben keine grenzen mehr vor uns

haben.“ es gibt kaum etwas, an dem wir uns reiben können.

meine generation konnte aus einem rebellischen

reflex noch „bewegung“ machen, gegenformen finden,

protestkultur entwickeln. punk war vielleicht die letzte

funktionierende Jugendkultur. aber was ist das, wenn

man das heute will? nach was für einem Widerstand können

jüngere leute suchen?

akT: TRETEn DiE FEinDbiLDER in ZEiTEn DER FinAnZkRiSE

nichT WiEDER kLAR hERVoR?

Kamerun: Die ökonomie meinst du? Die Frage ist: Wer

regelt die überhaupt gerade? Die Finanzkrise ist doch

von denen verantwortet, die jetzt als die retter eintreten.

Warum empfinden wir das nicht als ungeheure unverschämtheit

und sehen immer noch keine möglichkeiten,

dagegen vorzugehen? Warum ist nicht jetzt der zeitpunkt,

wo „Volk“ aufsteht und sagt: Weg mit der ganzen Scheiße?

es gibt allerdings kleine anzeichen dafür: in reykjavik,

athen oder piräus, wenn jetzt z.b. bauern in die Stadt gehen

und protestieren. auch in riga passieren solche Dinge.

mal schauen. aber eine direkte Sprache, die ausdrückt,

wo Feindbilder liegen, scheint völlig weg. in der politik,

aber auch in der Kunst.

Die Kunst hat ja, wenn sie kritisch sein wollte, in den letzten

20 Jahren eher unscharf gezeichnet. mitte der 80er-

Jahre konnte man noch „bullenschweine“ oder „Scheißstaat“

sagen, aber das ist heute als Form nicht mehr

interessant. mein ältester Freund Daniel richter, ein jetzt

sehr bekannter maler, ist ja auch ein politischer Künstler,

trotzdem macht er es nicht direkt, sondern eher über verschleierte

Symbole, psycho-babys oder zombie-pferde. es

gibt bei ihm bilder von raF-Verhaftungen oder Schlachten

vor Kaufhäusern, aber immer mystifiziert, weil der

direkte ausdruck spannungslos scheint. aber ich könnte

mir schon vorstellen, dass jetzt der punkt erreicht ist,

wo es mal wieder konkret wird. in unserem Stück lasse

ich einen „altmodisch-autoritären“ Kölschen lehrer-chor

direkt gegen „heutig-vorbildliche“ Fotomodelle antreten.

DASS ICH

WEG WILL,

MACHT MEIN

LEBEN SO

SCHNELL

GERADE EbEn hATTE SchoRSch kAMERUn AM

köLnER SchAUSpiELhAUS MiT „M.S. ADEnAUER“

pREMiERE. DARin bESchäFTiGT Sich DER Ex-

pUnk, REGiSSEUR, höRSpiELMAchER, cLUbbESiTZER

UnD SänGER DER AGiTpRop-bAnD

„DiE GoLDEnEn ZiTRonEn“ MiT DER ADEnAUER-

GEnERATion UnD EiGEnEn AUToRiTäTSbiLDERn

Von DAMALS UnD hEUTE.

akT: AUch konRAD ADEnAUER iST EinE WiDER-

SpRüchLichE FiGUR. EinERSEiTS DAS SyMboL FüR

DiE AUToRiTäTShöRiGE UnD VERDRänGEnDE bUn-

DESREpUbLik DER 50ER-JAhRE, AnDERERSEiTS Ein

MAnn MiT EinEM bEEinDRUckEnDEn UnD inTEGREn

LEbEnSLAUF.

Kamerun: adenauer ist in meinem Stück mehr eine erinnerung

und eine chiffre. Vater versucht darüber seinen

Wiederaufbau zu verteidigen: „Damals lief es doch noch“.

und er verklärt so jemanden wie adenauer. er hat ihn

wahrscheinlich gar nicht richtig verstanden, meint aber,

es sei aus einer phase, wo etwas unbedingt nach vorn

ging. Deshalb heißt das Stück „m.S. adenauer“. So würde

mein Vater das nennen. Für mich stand adenauer für eine

bestimmte Form von bundesrepublik, aber das stimmt ja

nur aus einer späteren Sicht. Vielleicht hätte ich auch da

gestanden in den 50ern, nach der Komplettzerstörung,

eine erste höhle gebaut, die dann aufs messer verteidigt

und erstmal ganz, ganz sauber gemacht.

akT: WAS iST DER UnTERSchiED EinES MEnSchEn,

DER in EinEM AnTiAUToRiTäREn 68ER-hAUShALT

AUFGEWAchSEn iST UnD DiR?

Kamerun: entweder man zerbricht an seinem gegenpart,

oder man kommt gestärkt durch. Solange es nicht in

reale zerstörung ausartet, wird das gehirn durch autoritären

Druck ja wunderbar stimuliert. es macht dich wach

und erfindungsreich. Dann hat man höchstens das problem,

dass man immer weiterkämpfen muss.

akT: WiE könnTE EinE FoRM Von pRoTEST hEUTE

AUSSEhEn, iM ThEATER UnD in DER kUnST?

Kamerun: provozieren kann man nicht mehr, wenn

schon der mainstream so vertrasht ist. es ist sinnlos,

wenn jeder Sender schrillste Formate produziert, wie etwa

das Dschungelcamp. Was die da spielen, sind ja schon

die heftigsten Formen. alles was man auf der bühne vielleicht

mal interessant fand an nacktheit und matsch und

Wildheit, das gibt es heute permanent in den Wohnstuben

und zur besten Sendezeit. ich brauche nichts dergleichen

zu machen, das wäre lächerlich. am besten gefällt mir die

Formel von der ästhetik des Widerspruchs. Deshalb ist

es momentan möglich, an den unpassensten orten vorzukommen,

in der oper zum beispiel.

DoRoThEA MARcUS / hEnRiETTE WESTphAL

TERMinE iM MäRZ: hALLE kALk 10./11./17./18.


8

Foto: Arne kühn

MäRZ ‘09

gemeint

ICH MöCHTE KEINE KRITIKER

fINANZIEREN

ein geSpräch mit Karin beier, intenDantin DeS SchauSpielhauSeS,

über KritiK, Die Freie Szene unD Die neue theaterzeitung

Gerne beraten wir Sie ab sofort - dienstags bis samstags

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9

MäRZ ‘09

gemeint

Die neue Kölner theaterzeitung akt. 1 ist ein experiment,

das es in Deutschland bisher nicht gegeben hat: zum ersten

mal finanzieren freie theater die – gewollt unabhängige

– berichterstattung über sich selbst. eigentlich wollte

sich auch das Schauspielhaus zu einem Drittel an der

Finanzierung beteiligen – ein großzügiges angebot. allerdings

nur unter einer bedingung: dass die zeitung nicht

über premieren des hauses schreibt, da Karin beier keine

Kritiker finanzieren möchte. Darauf hin haben die herausgeber

auf das geld verzichtet. Dorothea marcus hat

Karin beier nach den gründen für die entscheidung

gefragt. ein gespräch über die bedeutung von theaterkritik.

akT: FRAU bEiER, WARUM WoLLEn SiE nichT, DASS

DiE ThEATERZEiTUnG DiE pREMiEREn DES SchAU-

SpiELhAUSES REZEnSiERT?

Karin beier: eigentlich finde ich die idee einer theaterzeitung

sehr schön. ich möchte als intendantin des

Schauspielhauses gerne einen Schulterschluss mit der

freien Szene machen und mich an dem projekt beteiligen.

ich kann die Sehnsucht der freien Szene nach so einer

zeitung absolut verstehen, da sie – im gegensatz zu uns

– ja tatsächlich wenig in der medienlandschaft Kölns vorkommt.

aber mir wäre lieber gewesen, der Kölner Stadtanzeiger

hätte diese idee gehabt.

Denn als mir das Konzept vorgestellt wurde, hatte ich mit

einem punkt probleme: ich möchte nicht die Kritiker unserer

inszenierungen finanzieren. Das finde ich obszön.

man regt sich doch manchmal über gewisse zeitungsmonopole

auf… und dann wird eine zeitung gegründet, bei

der man quasi als auftragsgeber für seine eigenen Kritiker

fungiert. ich finde, das ist falsch. Da kann man mir

zehnmal sagen, dass die zeitung unabhängig ist.

akT: UnD FüR WAS häTTEn SiE DAnn GELD GEGEbEn?

beier: Da wir mehr haben, hatte ich die Vorstellung:

Wir finanzieren ein Drittel der zeitung und sind mit interviews

und Vorankündigungen vertreten. Das müsste

ja auch keine reine Werbung sein, sondern könnte eine

gute inhaltliche auseinandersetzung mit Stoffen, themen

und regisseuren werden. man kann uns befragen, warum

wir welche Spielzeit-Jahresmotti haben, warum ein regisseur

kommt oder ähnliches. Dass die theaterzeitung

nun auf das geld verzichtet, finde ich schade – auch wenn

ich manchmal mit mir hadere, ob ich zu engstirnig war.

aber wenn ich ehrlich bin, finde ich, dass das mit freiem

Journalismus nichts zu tun hat. Das ist ein Schritt in eine

falsche richtung. Fatal fände ich auch, wenn die Kritiken

der zeitung keine Schärfe hätten. Dann würde ich als aufmerksamer

leser sagen: Das ist ein Werbeblatt, das kann

man nicht ernst nehmen.

akT: AbER MAn könnTE DiE ZEiTUnG JA EbEnFALLS

nichT ERnST nEhMEn, WEnn SiE Sich qUASi DAFüR

kAUFEn LiESSE, übER ETWAS nichT ZU bERichTEn,

näMLich übER SchAUSpiELhAUS-pREMiEREn?

beier: Für mich hat meine haltung in gewisser hinsicht

auch mit politik und der Wichtigkeit von freier meinungsäußerung

zu tun. Denn wenn wir etwa wissen würden, die

cDu finanziert die Faz, damit hätten wir doch ein problem?

akT: AbER DAS WAR JA ETWA DER FALL bEi DER

FRAnkFURTER RUnDSchAU, DiE 2006 Von DER SpD

MiTFinAnZiERT WURDE? UnD LETZTLich iST ES JA

AUch iMMER So, DASS ZEiTUnGEn ohnE DiE UnTERnEhMEn,

DiE AnZEiGEn SchALTEn WüRDEn, GAR

nichT übERLEbEnSFähiG WäREn?

beier: ich finde, es ist trotzdem einen unterschied,

wenn theater die menschen finanzieren, die sie kritisieren.

um ernstgenommen zu werden als blatt, muss es

eine bestimmte Schärfe haben. im übrigen habe ich ehrlich

gesagt grundsätzlich ein schwieriges Verhältnis zu

Kritik. Dass meine arbeit kritisiert wird, empfinde ich als

notwendiges übel.

akT: WAS bEDEUTET DAS?

beier: Selbst wenn Freunde meine arbeit kritisieren,

was deren gutes recht ist, kränkt mich das zutiefst. Weil

diese arbeit von mir als mensch nicht abzukoppeln ist. es

ist eine Form des persönlichen ausdrucks, etwas, wofür

ich viel zeit meines lebens verwende, und deshalb fühle

ich mich auch als mensch angegriffen. Deshalb habe ich

irgendwann aufgehört, Kritiken zu lesen – aus reinem

Selbstschutz, weil die mich in Depressionen stürzen. ich

hatte mal eine phase, als ich den Dramaturgen sagte: Sagt

mir, welche Kritiken ich lesen kann. Die waren dann aber

nie gut genug, weil man ja auch eitel ist. (lacht).

ich lese selbstverständlich die Kritiken der anderen arbeiten

im haus. Das gehört zu meinem Job. aber wenn

ich mir vorstelle, ich würde einen Kritiker finanzieren

und er schreibt eine ganz böse Kritik, was ja sein können

muss – dann würde ich mich fragen, warum finanziere ich

diesen menschen? ich bin sehr gespannt, wie die freien

theaterleiter Kölns reagieren werden, wenn sie kritisch

betrachtet werden, und das vielleicht mehrmals hintereinander.

akT: AbER hAbEn DiE kRiTikER nichT ZUM GRoSSEn

ERFoLG DES köLnER SchAUSpiELS bEiGETRAGEn?

beier: natürlich, wenn die Sz über uns schreibt und es

die gesamte theaterwelt mitkriegt, ist das sehr wichtig

für uns. natürlich hat auch das Feuilleton dazu beigetragen,

dass wir ein gutes Standing haben. ich müsste eigentlich

einen Kniefall machen! auch wenn wir schlecht

besprochen werden, ist das immer mit großem respekt

zu dem Versuch geschehen. aber ich könnte mich auch

nicht über positive Kritiken freuen, wenn ich wüsste, dass

ich sie finanzieren würde.

ganz abgesehen davon haben Kritiken mit zuschauerzahlen

meines erachtens wenig zu tun. Wenn wir einen

liederabend machen würden, der würde bestimmt nicht

in der Sz oder Faz kritisiert werden, er wäre aber immer

voll. in Köln funktioniert es ohnehin über mund-zu-mundpropaganda.

es gab viele abende, die sehr schleppend anliefen,

aber nach einigen Wochen zur Kultveranstaltung

wurden.

und manchmal ist es auch einfach so, wenn man eine Kritik

liest, dass man sich fragt: Wie kann es sein, dass das so

schlecht verstanden worden ist? und da gibt es ein grundsätzliches

problem. obwohl ich anerkennen muss, dass es

Journalisten gibt, die sehr gut beschreiben und gucken

können. So gut, wie ich es gar nicht könnte.

akT: VoRhin SpRAchEn SiE Von „SchULTERSchLUSS

MiT DER FREiEn SZEnE“. nEhMEn SiE DiE SZEnE

köLnS ZUR kEnnTniS?

beier: nicht so stark, wie ich gerne würde. zuletzt habe

ich den peter licht-abend an der Studiobühne gesehen.

ich gehe ohnehin viel weniger ins theater, als ich von

meinem beruf her müsste, aber das liegt an meiner tochter.

um halb 5 verlasse ich das theater, da kann es angezündet

sein. ich will meine fünf Stunden mit ihr haben.

ich arbeite wieder ab halb neun, wenn sie schläft, aber ich

möchte sie zu bett bringen. meine theaterbesuche sind

deshalb handverlesen. Das ist für mich absolut indiskutabel,

denn es gäbe jeden tag einen guten grund, ins theater

zu gehen.

akT: MUSS ES ihRER MEinUnG nAch iMMER EinE

SchARFE TREnnUnG Von kRiTikERn UnD ThEATER-

LEUTEn GEbEn?

beier: Wir arbeiten in zwei verschiedenen gebieten, die

mit theater zu tun haben und sich berühren, aber sie haben

trotzdem nichts miteinander zu tun. ich kenne Kritiker

auch gar nicht persönlich und würde nie auf die idee

kommen, einen anzurufen. Da würde sofort ein unangenehmer

gout daran kleben, als würde ich versuchen, einen

Journalisten um den Finger zu wickeln. und ich würde

als Journalist dann erst recht schlecht schreiben!

aber ich finde es okay. es gibt Spielregeln, an die halten

wir uns alle. ich habe auch noch keine reifen aufgeschlitzt

oder Fenster eingeworfen, obwohl ich es gerne getan

hätte, wenn ich verrissen wurde. Wir betrachten uns

aus der Ferne – und mittlerweile mit respekt.

akT: WAS WünSchEn SiE DER FREiEn SZEnE in köLn?

beier: in Köln ist die freie Szene sehr stark geprägt von

institutionen, die es schon seit sehr langer zeit gibt, und

über 20–25 Jahre von den gleichen theaterleitern geführt

werden – und manchmal fehlt mir da ein wenig frischer

Wind. Das würde bei einer Städtischen bühne nie passieren,

nach 10 Jahren muss man gehen. es müssen neue

impulse her. und es haben sich mittlerweile die parameter

verändert, weil die Städtischen bühnen durch mehr

geld die möglichkeit haben, mutiger zu inszenieren. Die

Freie Szene hätte damit probleme, da sie auf zuschauer

angewiesen sind. und es fehlt natürlich auch ein haus in

der Stadt wie etwa Kampnagel. Das war ja damals unser

Konzept mit dem Staatenhaus, das ich super fand.

Wir haben vorgeschlagen, dass für die umbauzeit oper

und Schauspiel zusammen ins Staatenhaus gehen, das

hätte alles unendlich vereinfacht. Die infrastruktur, die

wir eingebaut hätten, hätte man danach an die freie Szene

als großes produktionshaus weitergeben können. Das

wäre eine tolle idee gewesen für die Kultur dieser Stadt.

es hätten sich neue impulse entwickeln können, für theater

und tanz, es wäre ja groß genug. und letztlich wäre es

auch nicht erheblich teurer geworden. aber offenbar hat

die politik mit dem Staatenhaus etwas anderes vor.

Edle Korallen

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10

MäRZ ‘09

KritiSiert

TANZ DIE KOLLEKTIVSCHULD.

VOM SCHWIERIGEN UMGANG MIT ISRAEL

AUf DER BüHNE

ShaKeSpeareS „KauFmann Von VeneDig“ am SeVerinS-burg-theater

unD „60 yearS“ im SchauSpielhauS

DER kAUFMAnn Von VEnEDiG GibT

Sich UnpoLiTiSch UnD iST ES UnTER-

SchWELLiG Doch, WEnn AM

SEVERinS-bURG-ThEATER JEDE

iSRAEL-kRiTik ALS AnTiSEMiTiSch

GEbRAnDMARkT WiRD.

es ist mal wieder das Stück zur Stunde. Während israel

den gaza-Streifen in Schutt und asche legt, wird im

Severins-burg-theater einer der beliebtesten Shakespeareabende

gezeigt, an dem man sich doch so grandios verheben

kann: Denn es wurde wohl kaum jemals so unverblümt

ein unsympathischerer Jude gezeigt als im

„Kaufmann von Venedig“. ein rätselhaftes Drama, dem

oft antisemitismus vorgeworfen wurde – den es aber

gleichzeitig vorführt und kritisiert. Denn Shylock, dem

jüdischen Wucherer, wird von der eitlen gesellschaft um

Kaufmann antonio zwar übel mitgespielt, aber er hat es ja

auch geradezu verdient. oder umgekehrt?

hUMAniTäRES pREkARiAT

regisseur burkhard Schmiester streitet etwas ge stelzt bereits

im programmheft ab, dass es hier um antisemitismus

gehen soll – sondern vielmehr um eine gesellschaft

im „humanitären prekariat“, eitel und hedonistisch.

„belmont“, der landsitz von antonio, ist zu einer bar der

einsamen Seelen geworden, wenn man dem edward-

hopper-bild an der Wand glauben möchte. Schnell wird

die einsamkeit vom aktionismus der venezianischen gesellschaft

übertönt. nadja pfeiffer, mezzosopranistin im

glitzernden abendkleid, schmettert berühmte arien in die

nacht – so wundervoll und mächtig, dass sie fast den Kellerraum

sprengen. zum Video-Feuerwerk über dem rhein

posiert die venezianische gesellschaft in selbstbezogenen

tänzchen und führt uns geplapper vor. Die schöne tochter

des hauses, portia (Jutta Dolle) und ihre Freundin

nerissa (ana niedieck) überziehen es aber: manieriert

und mit aufgerissenen augen, zappelnd und zynisch führen

sie ihre Figuren nur oberflächlich vor, anstatt sie

ernstzunehmen.

1-EURo-Job bEi ShyLock

lotta (Jeanett bobel), Shylocks etwas dralle und opportunistische

Dienerin, drückt zwar sehr lustig und latent

rassistisch auf die Krokodilstränendrüse („ich bin alleinerziehend,

hab einen 1-euro-Job bei Shylock und muss

mir auch noch an den hintern fassen lassen“), um dann

schleunigst die Seiten und Kleider zu wechseln und zu

einer anbiedernden lack-Domina bei antonio zu werden.

Sie deklamiert aber ebenso zu laut und theaterhaft. mit

zuviel energie wird hier die gesellschaft denunziert, ehe

man sie überhaupt kennenlernen konnte – dabei ist der

kleine raum wie gemacht für stille töne. nur bassiano

(Stefan aretz) erfasst mit seiner ray ban-Sonnenbrille gut

das selbstgefällige reiche-leute-Kind, und mit Kaufmann

antonio kehrt endlich ruhe ins hektische ensemble: Der

84-jährige theodor michael, der gerade sein 60-jähriges

bühnenjubiläum feierte, lässt seine erfahrung strahlen,

es ist eine Freude, ihm zuzusehen. interessant zudem, einen

Schwarzen mit der rolle des Judenhassers zu besetzen:

So hebeln sich die Vorurteile selber aus und es zeigt,

wie willkürlich außenseitertum ist.

ShyLock ALS FRiEDMAnn-kopiE

und dann kommt gerd buurmann als Shylock ins Spiel,

deklamiert auf englisch ein Stück des hamlet-monologs

und legt damit die Spur, wohin es gehen soll: nämlich direkt

in den Wahnsinn. er ist so lange drangsaliert worden,

dass er mittlerweile dem bild entspricht, das ihm

übergestülpt wurde: zitternd und verkrümmt, mit ticks

und ausfällen – oder eine hektische michel Friedmann-

Kopie und gleichzeitig ihre ironische brechung: „Woran

denkt ihr, wenn ihr „Jude“ denkt – an einen zugekoksten

Fernsehmoderator?“ Witzige aktualisierungen gibt

es immer wieder: antonios Schiffe fahren für lehman

brothers und sind unterwegs nach island, da weiß man

Foto: Wolfgang Weimer

gleich, was aus seiner ladung wird. und es gibt durchaus

schöne, stille Szenen: Shylocks tochter Jessica (mareike

marx) spielt ihre rolle kühl und trocken, und zwischen

dem Szenepaar portia und bassiano schwingt eine ganze

verquere liebesgeschichte, wenn sie denkt, dass er ihre

hand nehmen will, er aber nur seine Sonnenbrille zurückhaben

will.

bRoDERSchE bRAnDMAniER

nach der pause sitzt Shylock zitternd an der bar, wurde

in den Wahnsinn gemobbt und kann nicht mehr anders,

als sich bösartig, engstirnig und mitleidlos zu rächen

– bis er gänzlich in den untergang getrieben wird. aber

das ist dann schon nicht mehr so schlimm, denn „theater,

theater“ trällert die Sopranistin und lässt die zuschauer

erleichtert in der Kellerbar zurück. ein schlüssiger

und kluger regieansatz, getragen vom alle überragen-

den Schauspieler buurmann. trotzdem fällt die inszenierung

auseinander: zu unterschiedlich die Schauspieler-

niveaus, zu lang der abend, zu sehr posiert, gestellt und

gewollt. und trotz aller Freude am Diskurs: War es wirklich

nötig, die inszenierung mit einem holzschnittartigen

Vortrag des Journalisten axel Feuerherdt zu begleiten,

der in hendrik m.-broder-brandmanier behauptet, dass

israelkritik grundsätzlich antisemitisch sei? egal, wie

viele zivilisten im gaza-Streifen getötet und illegale Siedlungen

im Westjordanland errichtet werden. So gesehen

wird der „Kaufmann von Venedig“ dann doch zu einer

befremdlichen politischen parabel auf israels unverbrüchliches

recht, brutal zurückzuschlagen.

kEinE TERMinE iM MäRZ

DoRoThEA MARcUS

11

MäRZ ‘09

KritiSiert

„60 yEARS“ DER iSRAELiSchEn REGiS-

SEURE GUy WEiZMAn UnD Roni

hAVERS pREMiERE UnTERSUchT AM

SchAUSpiELhAUS DiE nEURoTiSchE

bEZiEhUnG Von DEUTSchLAnD UnD

iSRAEL – UnD ZEiGT VoR ALLEM WiLLEn

ZUR pRoVokATion

angela merkel ist schwarz. im weißem pelz spielt anja

herden die erste deutsche Kanzlerin, die vor der Knesset

sprechen darf. Sie stammelt und stolpert, haucht atemlos,

dass der massenmord an den Juden unbeschreibliches

leid über europa und die Welt gebracht hat. „ich verneige

mich“, schluchzt sie, „die Verantwortung Deutschlands

ist teil der Staatsräson, das heißt, israel: mach, was du

willst.“

in der merkel-Szene ist wohl auf den punkt gebracht, was

das israelische regie- und choreografenpaar guy Weizmann

und roni havers umgetrieben hat: die tiefe, neurotische

und faszinierende Verbindung von israelis und

Deutschen zu beleuchten, die fast zeitgleich ihr 60-jähriges

Staatsjubiläum begehen.

einerseits macht man sich stammelnd und taumelnd lustig

über merkels routiniertes, formelhaftes bekenntnis:

über die devote Demutshaltung, die ewige bestätigung

der kollektiven Schuld, die Deutsche reflexartig abrufbar

haben und meist davor zurückhält, selbst den brutalsten

israelischen angriffskrieg klar zu kritisieren.

DEUTSchE ZWAnGSZERkniRSchUnG

eine parodie der deutschen zwangszerknirschung hätte

sich ein deutscher regisseur wohl nicht ohne weiteres

erlauben dürfen, und wie nah ambivalenz und emotion

in der Schuldfrage liegen, kann man an jeder deutschen

talkshow zum thema ablesen, zuletzt bei plasberg. andererseits

bietet anja herden auch ein mitleiderregendes

und selbstzerquältes bild. und merkels rede wird von

den mitwirkenden deutschen Schauspielern in einem interview

im programmheft ehrfürchtig zitiert und die deutsche

Kollektivschuld einvernehmlich und ernsthaft bestätigt,

weil sie „vorsichtiger, wacher, aufmerksamer macht“.

aber was bedeutet heute für knapp über 30-jährige

menschen noch das Wort „Kollektivschuld“, ist sie nicht

vielmehr ein künstlich in der Schule eingehämmertes

Konstrukt? und doch weiß selbst der israelische choreograf

guy Weizmann mit seinen marokkanischen Wurzeln

und aktuellem Wohnsitz in holland, wie sich Kollektivschuld

anfühlt, wenn er an israels Krieg im gazastreifen

denkt, sagt er im programmheft.

koLLEkTiVSchULD ALS inTEGRATionS-

FAkToR

nur die schwarze anja herden fühlt keine, sagt sie auf der

bühne, weniger sogar als der französische tänzer nicolas.

ist sie also keine echte Deutsche, obwohl in bielefeld

geboren und aufgewachsen? ist das Schuldgefühl gegenüber

israel das einzig zuverlässige deutsche integrationskriterium?

mehr wert als alle Fragen des brD-integrationstests

zusammen?

DER LETZTE

RIESENALK

EIN DIORAMA

VON ANNA VIEBROCK UND MALTE UBENAUF

AM 02. / 11. / 14. UND 22.03.09

WWW.SCHAUSPIELKOELN.DE

Foto: christian brachwitz

Smart rattert der moderator maik Solbach jene Fragen

des tests, die das größte realsatirische und ausländerfeindliche

potenzial haben, herunter – aber mehr als eine

lustige Kabarettnummer ist es nicht. Dabei ist neben dem

holocaust die einwanderung heute vermutlich eines der

größten themen, die Deutschland und israel an entgegengesetzten

polen zusammenschmieden – in Deutschland

eher als Störfaktor thematisiert, in israel als staatliche

notwendigkeit. genau wie bekanntlich der militärdienst.

Die tänzer der scheidenden Kölner tanzkompanie pretty

ugly exerzieren zwischen fahrbaren grauen blöcken zu

cooler musik zackig israelischen militärdrill, robben, rollen,

tasten sich nach Waffen ab – so schön kann armee

wohl nur bei einem israeli sein.

AnLEiTUnG ZUM VöLkERMoRD

Dann gibt Wolfgang maria bauer zu lieblichen celloklängen

eine anleitung zum Völkermord in acht Schritten:

klassifizieren, mit Symbol versehen, entmenschlichen,

organisieren, polarisieren, organisieren, ausrotten („bitte

jetzt keine musik“), und schließlich: verleugnen. Da

kann man heute als Deutscher schon wieder ohne weiteres

drüber lachen, so entfernt scheint es. es ist ein abend

der subjektiven und möglichst schwergewichtigen assoziationsbrocken,

deren perspektive und qualität ständig

wechselt und keinen zusammenhang ergibt – und keine

eindeutige haltung einnimmt. mal wird ein großer celan-text

zitiert, dann ein Kalauer wie „gas geben“ eingestreut,

dann wieder eine banale reisebeschreibung einer

deutschen gruppe darüber, dass orthodoxe Juden am Sabbath

keine Fahrstuhlknöpfe drücken.

»WAS IST DER MENSCH? DER MENSCH IST EIN TIER, DAS SICH DIE FRAgE STELLT, WAS DER MENSCH SEI.«

SchAM MAchT SExy

Der Wille zum politisch unkorrekten ist immerzu erkennbar:

Fünf nackte männer halten abwechselnd israel- und

Deutschlandflaggen aus papier vor ihre geschlechtsteile.

aber soll das heißen, dass letztlich jede nationalität prekäre

behauptung und willkürliche Verkleidung ist, obwohl

der abend doch zu beweisen scheint, dass dies gerade

bei israelis und Deutschen ganz und gar nicht der Fall

ist? oder ist es ein plattes bild dafür, dass wir eben alle in

Wirklichkeit doch nur ähnliche nackte Wesen sind? und

dann prasseln Worte und geschichten aus der bibel, während

Depeche mode brausen oder die drei großartigen

musiker mehmet gül, Verena guido und bernd Keul arabisch

angehauchte jiddische lieder oder Schubert spielen.

am ende werden Worte auf hebebühnen herabgefahren,

die willkürlich kombinierbar scheinen: „ist heimat

ein albtraum von gestern?“ oder „Scham macht sexy“ –

irgendwie vibriert alles vor zusammenhang, aber ergibt

letztlich doch keinen Sinn. Formal ist „60 years“ zwar

bemerkenswert gelungen: beeindruckend, wie die Schauspieler

tanzen und die tänzer sprechen können. Schade

nur, dass die inhalte von wochenlangen Diskussionen auf

der bühne letztlich so seicht und beliebig wirken.

TERMinE iM MäRZ: SchAUSpiELhAUS, 13./23./31.

DoRoThEA MARcUS


12

MäRZ ‘09

KritiSiert

Foto: pretty ugly tanz köln

STRENGE fORMEN UND fEINE HEITERKEIT

am StaDttheater gibt eS balD Keinen tanz mehr, in Der bühne Der

Kulturen WirD er nun VerStärKt geFörDert

Die post stand mal für zielgerichtete beförderung einer

Sache von a nach b. Seit das monopol gefallen ist, weiß

man bei dem Wort post immer nur noch sicher, wo der

ausgangspunkt liegt. ein wenig ist das auch so bei allen

kulturellen und intellektuellen trends, die sich mit dem

präfix post schmücken: Klar ist ihr bezugspunkt in der

Vergangenheit, was sie in der gegenwart sind oder gar

noch werden könnten, das lässt sich oft genug nur erahnen.

postbarockes tanztheater scheint da keine ausnahme zu

sein. Die in Köln lebende amerikanerin Sarah edgar und

die musikerin beate alsdorf nennen so ihren Versuch, die

historischen tänze des französischen barock mit dem bewegungsvokabular

des zeitgenössischen tanzes in einer

choreografie zu vereinen. Drei tänzerinnen mit blonder

barockperücke und dem 18. Jahrhundert nachempfundener

unterkleidung arbeiten sich zunächst ab an den präzisen

Schritten, raumwegen und armgesten, die recht

genau überliefert und gut erforscht sind. begleitet werden

sie von drei musikern und gelegentlich unterbrochen von

einer Sängerin im glänzenden rosa reifrockkleid. nach

einer Weile fallen sie gelegentlich aus der rolle und stolpern

und stürzen aus der Welt der Vergangenheit in die

des zeitgenössischen tanzes. zeit, die strenge Form aufzulösen

und sich auch der perücken zu entledigen. Doch die

neue Form, die Synthese von alt und neu, will sich noch

nicht so recht zeigen. „a profound bagatelle – a most Delicious

postbaroque entertainment“ ist ein experiment

von kundigen expertinnen des barock. Sarah edgar

tanzte nach ihrer ausbildung bei der „new york baroque

Dance company“ – beate alsdorf konzertiert international

als Flötistin mit historischen ensembles. ohne Fördermittel

haben die beiden begonnen, nach einer eigenen

Verbindung von tanz- und musikhistorischer Forschung

und zeitgenössischer choreografie zu suchen. ihr abend

in der bühne der Kulturen war ein kleiner anfang. Vielleicht

kann sich daraus noch eine neue Facette in der Kölner

tanzszene entwickeln.

Dass dieser anfang überhaupt gemacht werden konnte,

ist leiterin lale Konuk zu verdanken, die aus der ehrenfelder

bühne der Kulturen eine tanzadresse machen

möchte. Die raumgröße und der holzboden des hauses

seien ohnehin attraktiv für kleine, freie tanzgruppen, sagt

sie. Jetzt habe man auch die technik nachrüsten können

– nur einen tanzboden kann sie noch nicht stellen. tanz

soll ein neuer Schwerpunkt im programm sein, deshalb

wird es 2009 mehr tanz in der platenstraße geben und regelmäßige

aufführungen. etwa einmal pro monat ist tanz

geplant, an zwei bis drei Spieltagen in der Wochenmitte.

Karen Savage und natalia murariu zeigten am Weltfrauentag

einen am modern Dance orientierten abend, butoh

performer gregor Weber wird im Juni gastieren.

eine besondere beziehung soll zu den verbliebenen mitgliedern

von pretty ugly tanz köln aufgebaut werden.

Den grundstein dafür legt die improvisationsreihe „day

evening night dawn“, die am 10. Februar begann. Viermal

wird pretty ugly bis mai in der bühne der Kulturen

abende zeigen, die in jeweils einer Woche entstanden

sind. bis auf den märzabend werden die abende von den

companymitgliedern selbst kreiert. am 10. und 11. märz

wird eine arbeit von georg reischl zu sehen sein, für die

der ex-Forsythe tänzer und hauschoreograf des rotterdamer

Scapino balletts anreist. Sein „one week stand“ – unter

diesem arbeitsprinzip als obertitel firmiert die reihe

–, also seine kurze affäre mit der bereits geschrumpften

tanzkompanie der Städtischen bühnen, wird als ausnah-

me vom gesetz der Serie ende märz auch in der Schlosserei

der bühnen Köln zu sehen sein. abgesehen von einigen

terminen im april und mai für „60 years“ von guy

Weizman und rony haver ist damit der abschied von der

bühne des Schauspielhauses schon geräuschlos vollzogen.

Die improvisationsreihe in ehrenfeld ist neben ausklang

auch neuanfang: Der tänzer michael maurissen,

der sie kuratiert, plant, mit seinem Kollegen Douglas bateman

in Köln zu bleiben und eine eigene company zu

gründen. Die erste premiere im november am gleichen

ort steht bereits fest, ebenso die erneute zusammenarbeit

mit georg reischl. Die Finanzierung befindet sich allerdings

noch im antragsstadium.

Doch wer die regeln der improvisation so professionell

beherrscht wie das pretty ugly ensemble, lässt sich von so

etwas nicht schrecken. „Day“ war ein gelungener auftakt

für pretty ugly mitglieder auf neuen pfaden. ein musiker

mit vielen instrumenten, ein hängendes mikrofon und

ein paar hutkreationen aus alten zeitungen als requisiten

sowie präzise lichtstimmungen reichten als Voraussetzungen

für eine Stunde kleiner Szenen. Sie waren in

sich stimmig und schafften es, keine idee über gebühr zu

strapazieren. eine spielerische leichtigkeit und eine feine

heiterkeit durchzogen den abend. ohne großes Konzept,

aber keineswegs konzeptionslos machten die sechs

verbliebenen tänzerinnen und tänzer es ihrem publikum

leicht, den rat ihres programmzettels zu befolgen:

„genießen Sie diesen abend, suchen Sie nicht nach der

Story, sie gibt es noch gar nicht.“

TERMinE iM MäRZ: ARkADAS ThEATER 10./11.

SchLoSSEREi, bühnEn koELn 28./29.

chRiSTinA-MARiA pURkERT

13

Fotos: Martin Schnick

MäRZ ‘09

KritiSiert

ENTHEMMTE EGOMANEN

an Der StuDiobühne Köln hatte „höhenhauS

baal“ Von hiltruD KiSSel premiere

hier wird jeder mit handschlag empfangen, und es wummern

schon die bässe. „mach mit, bring das haus zum

brennen und tanz dazu“, rappt die jugendliche band mc

Shark und crew de la Vie aus dem Kölner „problemstadtteil“

höhenhaus, während die zuschauer stehen, wippen

und fast selbst anfangen zu tanzen. auf die rückwand der

Studiobühne ist das Wort „party“ projiziert, eine Dame

im abendkleid verteilt Küsschen, ein smarter gastgeber

weist den zuschauer über zwei treppen zu seinem

platz – während über allem eine weiß gekleidete gestalt

über einer rutsche thront. er sieht aus wie ein barocker

transvestit mit seinem reifrockgestell, gepuderter perücke

und seinem bauchfreien t-Shirt, aber lächerlich wirkt

er trotzdem nicht. Der Schauspieler till brinkmann ist

als „baal“ eine beeindruckende besetzung: bullig und geschmeidig,

bedrohlich und körperhaft – und trotz bauch

irgendwie anziehend.

Die hauptfigur von brechts erstem Drama, 1923 uraufgeführt,

ist ein erstaunlich moderner mensch: gierig nach

Spaß, dauergeil und stets drauf bedacht, aus allem das

beste herauszuholen. Das steht uns doch zu! ein junger

interessanter Künstler kurz vor dem aufstieg, empfangen

von dem, der uns eben noch die hand geschüttelt

hat: herr mech, importeur von tropenhölzern – ein heute

noch zweifelhafteres geschäftsmodell als vor 96 Jahren.

aber Kunstsponsoring macht sich eben besonders gut,

wenn man ansonsten den regenwald abholzen lässt.

AkTUELLE FRAGEn in ALTbAckEnEM

leider spielt der „literarische Diamant“ nicht mit, sondern

furzt seine Werke von der rutsche und legt die hemmungs-

und hilflos kichernde ehefrau flach.

ist ein sozialer mensch in asozialer gesellschaft asozial?

gibt es noch allgemeingültige Werte? Darf ein Künstler

alles – oder ist er ein held des Widerstands, wenn er dem

zweifelhaften Kunst- und Wirtschaftsbetrieb einen moralfreien

Spiegel vorhält? hiltrud Kissel und ihr label „pain

productions“ haben aus brechts altbackenem Frühwerk,

dessen sich selbst der autor ein wenig schämte, überraschend

aktuelle Fragen herausgearbeitet. in ihrer mo-

Dass regisseure erfolgreiche Kinofilme fürs theater adaptieren,

ist inzwischen Standard. aber der transfer funktioniert

nur selten, da die regisseure die eigengesetzlichkeiten

der bühne häufig ignorieren. und weil der zuschauer

eben die starken Kinobilder im Kopf hat, gegen die das

theater nur schwer ankommt. Deshalb ist der regisseur

martin Schnick ein ziemliches Wagnis eingegangen, als

er vier Szenen aus Filmen des spanischen Filmregisseurs

pedro almodóvar für die bühne eingerichtet hat.

almodóvars Filme sind tableaux vivants in grellen Farben,

geprägt von melodramatischen (Frauen-)Figuren am

rande oder jenseits des nervenzusammenbruches, die

die gesichter von charakterdarstellerinnen wie carmen

maura oder penelope cruz tragen. Schnick und sein team

„Die garage“ sind also geradezu tollkühn, diesen kanonischen

bildern ganz simple theater-mittel entgegenzusetzen.

aber nur wer wagt, gewinnt, und martin Schnick

hat sehr geschickt die Kristallisations-Szenen von vier

almodóvar-Filmen ausgewählt und zu kurzen Kammerspielen

verdichtet: manuela schleicht sich bei dem lesbischen

paar huma und nina ein („alles über meine mutter“),

angel will „matador“ werden und ein richtiger mann

sein und bezichtigt sich deshalb des mordes und der Vergewaltigung.

pornodarsteller paul hat seinen Schwanz

nicht unter Kontrolle („KiKa“), und der transvestit

ignacio will seinen früheren lehrer pater manolo erpressen,

um an das geld für eine geschlechtsumwandlung zu

kommen („Schlechte erziehung“).

dernen adaption kommt fast kein Wort des originals vor,

die texte sind aus improvisation entstanden. Das tut dem

abend gut: Kaum ein falscher ton taucht auf, die Schauspieler

wechseln souverän ebenen, rollen und Seiten.

Wenn baal Johanna entjungfert, ist er auf einmal ein produzent

von „Deutschland sucht den Superstar“ und zitiert

in der nächsten Szene aus dem alten testament von der

Sintflut. Sandra Klaas ist die zitternde Johanna und dann

wieder die sich selbst kommentierende Schauspielerin

„Sophie de champs“, die souverän mit dem zuschauer

spielt: „ich möchte ihnen danken, dass Sie ins theater gekommen

sind – bei uns ist ihr geld sicher“.

Von WELTEkEL ZERFRESSEn

Während sie ihr Kostüm wechselt, reflektiert sie über ihr

Dasein als Schauspielerin der freien Szene – und schlüpft

sofort in ihr bühnen-ich zurück, bei dem sie sich von baal

schwängern lässt und zur verzweifelten Schmerzsüchtigen

wird, um dann schließlich als „Domiane“ im Fernsehen

fürsorgliche Schmerzentsorgung zu betreiben. auch

benjamin Wroczinski wechselt vom unsicheren jungen

mann Johann wunderbar zum zynischen anarchisten

eckart. zusammen mit seinem Kumpel baal sind sie zunehmend

von Weltekel zerfressende egomanen, Vertreter

einer „enthemmten egalität“, die an der eigenen verwöhnten

anspruchshaltung kaputtgehen und denen letztlich alles

egal ist. eine geradezu trostlose haltung und ein böse

gezeichneter Spiegel des westlichen menschen, spaßversessen,

haltlos und destruktiv. Schade nur, dass die oft

sehr guten texte manchmal ins Kalauerhafte und Seichte

kippen („ich hab was über Vögel geschrieben – ich wette

aus der eigenen Feder“). Schade auch, dass die rapper

aus höhenhaus zwar großartig sind – aber nicht in die

handlung eingebunden sind und wie in einer nummernrevue

das bühnengeschehen zerteilen. trotzdem: ein vielschichtiger

und hellsichtiger abend, zynisch, provokativ

und gut gespielt.

kEinE TERMinE iM MäRZ

DoRoThEA MARcUS

JENSEITS DES

NERVENZUSAMMENBRUCHS

„being almoDÓVar“ Von „Die garage“

im raKetenKlub Köln

in der ersten Szene aus „alles über meine mutter“ dauert

es ein bisschen, bis sich die Schauspieler von den mächtigen

Vor-bildern emanzipieren, doch dann entsteht eine

ganz eigene intimität, die eine leinwand niemals herstellen

kann. Karin tornatzky macht aus huma eine kettenrauchende,

nervöse actrice, der manuela (Jennifer

preußer) als beherzt spröde assistentin gegenübertritt.

und die beiden treffen im zusammenspiel genau die tragikomische

almodóvar-Stimmung, in der in jedem moment

alles gute und alles Schlimme möglich ist, ohne sie

bloß nachzuahmen. als manuela die geschichte vom tod

ihres Sohnes erzählt, ist es im raketenklub am eigelstein

mucksmäuschenstill. überhaupt wird der charmant heruntergekommene

raum immer wieder kongenial in das

geschehen eingebaut.

Diese intensität entsteht in den Szenen aus „matador“,

„KiKa“ und „Schlechte erziehung“ leider nicht, „being

almodóvar“ leidet unter Spannungsabfall. Das Doppelbödige

und abgründige wird zu oft dem leichteren, aber vordergründigen

Witz und der Karikatur geopfert. Dennoch

gebührt regisseur martin Schnick respekt für die entdeckung,

dass almodóvar-texte wie geschaffen sind für die

theaterbühne.

TERMinE iM MäRZ: RAkETEnkLUb 20./21.

DinA nETZ


14

MäRZ ‘09

KritiSiert

SAHNETORTE UNTER

BLEIGEWICHTEN

Die oper Köln gräbt „Der WilDSchütz“

Von albert lortzing auS

Foto: klaus Lefebvre

Das „F“ liegt am boden, achtlos in die ecke geworfen.

Das große „F“, das für Freude, Frohsinn und Fröhlichkeit

stehen könnte, die im „Wildschütz“ von albert lortzing

ausdrücklich besungen werden. Sie waren einmal Fundament

einer Kunstform, die weiter in die Ferne gerückt

scheint als jedes andere dramatische genre: die deutsche

Spieloper.

mozart schrieb weltbürgerlich-aristokratische Komödien,

rossini versetzte die archetypen der „commedia dell’arte“

in rasende musikmaschinen. beide haben dem Wandel

der zeiten souverän getrotzt und sind Weltrepertoire geblieben.

eine zeitlang standen ihnen die deutschen Spielopern an

beliebtheit nicht nach, hierzulande jedenfalls: biedere,

oft sentimental getönte Stückchen, die den bissigen Witz

durch satten humor, das unheimliche tempo durch gut

gelaunte gemütlichkeit, die leichtfüßige Jagd nach pointen

durch derbere Scherze ersetzt haben. Dabei aber von

fähigen Komponisten mit musikalischen qualitäten ausgestattet

worden sind, die durchaus bestehen können.

Sei es das bedauern, diese Vorzüge so einfach dem Vergessen

anheim fallen zu lassen, sei es die hoffnung darauf,

die eindrucksvolle erfolgsgeschichte der deutschen

Spieloper irgendwie fortzusetzen. oder ist es die unstillbare

neugier, in den scheinbar harmlosen geschichten

ein entlarvendes, gesellschaftskritisches potential aufzu-

spüren? regelmäßig tauchen sie jedenfalls wieder auf den

Spielplänen auf, die „marthas“ und „lustigen Weiber“, vor

allem aber die opern von albert lortzing. Der war nämlich

ein politischer rebell in der bleiernen zeit des Vormärz

und kämpfte auf den barrikaden im revolutionsjahr

1848. Dass er diesen geist aber in seine Spielopern hineinkomponiert

habe, das kann auch nigel lowery beim

jüngsten aktualisierungsversuch mit dem „Wildschütz“

in Köln nicht beweisen.

lowery, der mit mozart und rossini, vor allem aber mit

der barockoper andernorts viel Fortune gehabt hat mit direkten,

heutigen, manchmal auch plakativen inszenierungen,

stellt nachvollziehbare Fragen. um die Vermarktung

von gefühlen geht es in diesem Stück, in dem der ältliche

Schulmeister baculus seine junge braut gegen bares

zu tauschen bereit ist. Kapital ist besser als liebe, davon

singt er ziemlich wörtlich. und die sozialen Verhältnisse,

bei lortzing in einem kleinen Feudalstaat angesiedelt,

sind natürlich autoritär. also erzählt lowery die geschichte

in einer Diktatur, irgendwo in einem Schwellenland, wo

man gerade die macht des geldes entdeckt. am anfang

werden noch rote mao-bibeln geschwenkt, am Schluss

ist in den freudlosen plattenbauen schon ein glitzernder

boulevard käuflicher liebe errichtet. Der herr ist ein

schießwütiger potentat in Kakiuniform, die untertanen

verklemmte Spießer im 50er Jahre-look. Könnte sein, ja.

aber das Konzept überzeugt nur solange, bis man es mit

der musik zusammen aufführt. Dann wird lortzings Spieloper

zerquetscht wie eine Sahnetorte unter bleigewichten.

lowerys regie, ein import der Stuttgarter Staatsoper

aus dem Jahr 2005, ist im Detail und in der personenführung

durchaus stimmig und wirkungsvoll, sein umgang

mit den Dialogen sehr geschickt. und doch sind die dreieinviertel

Stunden dieses opernabends nicht gerade kurzweilig.

auch musikalisch wird nicht soviel geboten, dass sich der

deutliche publikumsschwund in der pause hätte aufhalten

lassen. miljenko turk als graf ist zwar vorzüglich, claudia

rohrbach in der (leider kleinen) partie der fast verkauften

braut ebenfalls ein Vergnügen. aber alle anderen machen

ihre Sache bestenfalls ordentlich, keinesfalls außerordentlich.

und das gilt auch für das gürzenich-orchester unter

der leitung von enrico Dovico. musikalischer esprit,

der lortzings musik über die szenischen irrtümer dieses

abends triumphieren lassen könnte, kommt nicht auf.

TERMinE iM MäRZ: opERnhAUS, 14./21.

TRISTAN UND ISOLDE / RICHARD WAGNER /

PREMIERE 22. MÄRZ 2009 /

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15

Foto: klaus Lefebvre

MäRZ ‘09

KritiSiert

GIER MACHT NICHT GLüCKLICH

an Der KinDeroper Köln hatte „ali baba unD

Die 40 räuber“ premiere

könnEn ERWAchSEnE AhnUnG Von EinER EchTEn kinDERopER hAbEn? WohL kAUM. UM ZU ERFAhREn,

WiE „ALi bAbA UnD DiE 40 RäUbER“ WiRkLich bEi DER ZiELGRUppE AnkoMMT, iST DoRoThEA MARcUS (39)

MiT nELE hAUSMAnn (GERADE noch 8) in DiE opER GEGAnGEn. Ein FAchMänniSchER kinDERbLick AUF Ein

WiEDEREnTDEckTES MäRchEn ZUR FinAnZkRiSE.

DoRoThEA MARcUS: im original-märchen aus 1001

nacht ist ali baba eigentlich ein armer holzfäller. im libretto

der oper von luigi cherubini von 1833 hat er sich in

einen geldgierigen Kaufmann von heute verwandelt, der

seiner tochter nicht erlaubt, den armen Schlucker nadir

(Jeongki cho) zu heiraten. auf der bühne der Kölner Kinderoper

ist sein geschäftsimperium zum wohlsortierten

Supermarkt geworden, in dem gemalte cornflakes-tüten

ordentlich neben Konservendosen stehen. und weil ali

baba (abraham Singer) mit seiner riesenzigarre eben ein

alter raffzahn ist, will er auch seine schöne, blonde tochter

Delia (Susanne niebling) nur an jemanden mit geld

verheiraten. Da kann ihn seine tochter noch so sehr mit

vollgeweinten taschentüchern bewerfen – Steuereintrei-

Vor einiger zeit war es noch so, dass die Kabarett-Kinder

der 68er eher verächtlich in ihre antiautoritäre Kindheit

blickten. holger edmaier ist da anders: Der charmante,

attraktive und in zarten andeutungen schwule 36-jährige

mit Vollbart wünscht sich mit aller Kraft in die 80er-Jahre

zurück. Wehmütig blickt er auf die zeit, als er sich für

1,50 Dm das yps-heft kaufte und mit seinen sechsjährigen

Kumpels über Feld und Wiesen tobte – dem „eldorado für

bekloppte“ eben. zur anschauung liegt es als kleines rasenstückchen

auf der bühne, ton in ton mit edmaiers

grasgrünem t-Shirt. heute wäre so viel abenteuer ohnehin

nicht mehr möglich: Dauerüberwacht von überängstlichen

eltern, kann man sich als Kind höchstens noch an

seinem bioschrot-pausenbrot mit tofubelag verschlucken,

das hat edmaier messerscharf beobachtet.

Doch so ganz scharf und ätzend zünden die Witze in seinem

neuen Kabarettprogramm nicht, vielleicht, weil er

auch noch so ein begnadeter Sänger ist und man sich

nicht auf zwei Dinge gleichermaßen konzentrieren kann.

mit ungeheurer Stimmkraft und sehr lustigen texten singt

edmaier lobeshymnen auf handgemachte t-Shirts, lamy-

Füller und dem Duft nach Schauma und gummibärchen

seiner ersten zarten Flammen, mit denen nach dem ersten

Kuss auch gleich wieder Schluss war. Doch wie wird

man da eigentlich erwachsen, wenn doch im rückblick

ber abul hassan (ralf rhiel) ist einfach eine viel zu gute

partie. Der Vater hat schon ein brautkleid ausgesucht.

Das geht wohl jedem Kinderherz gegen den Strich.

nELE hAUSMAnn: abul hassan war komisch, weil er

noch mit seinem teddybär geschmust hat. und er hat

wohl im büro gearbeitet, weil er ein Jackett anhatte. man

konnte verstehen, dass die tochter den nicht heiraten

wollte. Schließlich war sie ja auch in nadir verliebt. Schön

fand ich, als nadir mit einer riesigen rose in den laden

kam. Die tochter fand ich nicht so hübsch, die war so rosapink

angezogen. meine lieblingsfarbe ist türkis. Die

räuber waren unsympathisch, sie haben immer so fies gelacht

und hatten ganz komische Waffen.

SEHNSUCHT NACH DEM YPS-HEfT

premieren im atelier-theater:

holger eDmaier unD VolK & Knecht

alles so wunderschön war? ist es der erste fremdinduzierte

orgasmus, oder dann, wenn man es schafft, mannhaft

sein plakat von tokio hotel zu zerreißen? inbrünstig bearbeitet

edmaier seine Kindheitstraumata, von Schokoladenwettessen

und glitzernden zahnspangen im mondlicht,

von tina mit der löwenmähne und dem singenden

hundehalsband thomas anders. Vor Stimmkraft und

rhythmus pustet er dabei sein begeistertes publikum fast

weg. aber wahrscheinlich ist man dann richtig erwachsen,

wenn man anfängt, sich wie ein politischer Kabarettist

zu verhalten. Das tut edmeier immer stärker, singt ein

subversives Schlaflied auf die Segnungen der atomkraft

und den öko-Strom, der unter obama jetzt wohl für den

elektrischen Stuhl genommen wird. Doch sein wahres

potential liegt im liedgut der 80er-Jahre. etwa, wenn er

die realsatirischen tiefen deutscher coversongs entdeckt

oder versucht, bushido-Songs nachzupfeifen – mit erstaunlichen

ergebnissen. zwischendurch kichert edmaier

so sympathisch, dass man ihm zum Schluss auch gerne

den ausflug ins Sozialkitschige verzeiht, wenn er pathetisch

die manager, den größenwahn und die gier besingt.

Dass man ohne Stimme als Kabarettist heute kaum noch

bestehen kann, zeigen auch Frau Volk und Frau Knecht.

Weil man von der Kunst nicht leben kann, haben sie resolut

ein modestübchen eröffnet, gewissermaßen für die

DoRoThEA MARcUS: liebevoll bis ins kleinste Detail

ist die ausstattung (bühne und Kostüme: miriam braunstein

und anett lausberg), fantasievoll hat regisseurin

eike ecker die handlung modernisiert: Die räuber sind

lärmende gangster-rapper, die man schon von weitem

hört, das geld schaffen sie in einkaufswagen herbei. Der

höhleneingang ist ein pfauenrad, das sich mit großem räderwerk

öffnet. nadir ist zur rechten zeit am rechten ort,

belauscht das zauberwort „Sesam, tu dich auf“ und kann

mit dem räubergeld endlich seine liebste heiraten.

nELE hAUSMAnn: eigentlich ist man ja auch ein Dieb,

wenn man räubern geld klaut. eigentlich müsste man

es dann den richtigen menschen wieder zurückgeben.

aber es war ja die einzige chance von nadir, zu heiraten,

also kann man es auch irgendwie verstehen. Der Vater

von dem mädchen, ali baba, war nicht so sympathisch.

irgendwie so aufgedreht. er hat sich erst mit nadir angefreundet,

als der auf einmal mit den vielen geldbeuteln

reinkam. Dabei war er ja schon reich. aber er wollte immer

noch reicher sein, das war übertrieben. und er hat

nadir angelogen. er sagte, er verrät es keinem, woher das

geld kommt, und dann ist er selbst zur höhle gegangen

und wollte noch mehr geld haben. es geschah ihm recht,

als er dann nicht mehr aus der höhle rauskam. aber

nachher, als seine tochter entführt wurde und auch in die

höhle kam, hat er sie dann doch beschützt. Die höhle sah

echt gut aus, nur nicht, als ali baba dadrin stand, da sah

sie nicht so echt aus. Da habe ich es nicht geglaubt. ich

glaube, das orchester war auch ein bisschen gestört davon,

dass die höhle genau da war, wo sie gespielt haben.

DoRoThEA MARcUS: in weniger als einer Stunde,

quietschbunt, federleicht gespielt und mit wundervoll

überdeutlichem gesang läuft die handlung ab. auf einmal

sind ali baba und tochter wieder befreit, das orchester

spielt tatortmusik, an der Decke kreist das blaulicht, die

polizei kommt und alles ist gut. cherubinis letztes bühnenwerk

war eigentlich für chor und ballett gedacht. in

Köln wurde „ali baba“ vom orientalischen Kitsch des 19.

Jahrhunderts befreit und auf sieben kinderliebe Solosänger

– zumeist mitglieder des opernstudios – und ein Dutzend

gürzenich-musiker reduziert. eine runde, kurzweilige

aufführung, die allen Klischees entgeht, sich nicht vor

aktualisierung scheut, sie aber auch nicht aufdringlich

betreibt.

nELE hAUSMAnn: ich fand die oper sehr gut. alle haben

sich nur mit liedern verständigt und mit ganz hoher Stimme

gesungen. ich fand die musik sehr schön, nur manchmal

haben die musiker ganz leise gespielt, dann habe ich

fast nichts gehört, weil die räuber immer so gelacht haben.

nicht so toll war, wenn alle durcheinandergesungen

haben, dann wusste ich auf einmal gar nicht mehr, was

passierte.

TERMinE iM MäRZ: kinDERopER in DER yAkULT-hALLE 13./16./19./21.

Ab 6 JAhREn

etwas einfacher gestrickte Dame. mit ihren glitzerpantoffeln,

Sternchentops und lila leggings nimmt man den beiden

die modeavantgarde gerne ab. Doch weil sich leider

kaum eine Kundin blicken lässt, vertreiben sie sich die

zeit mit plaudern und singen – etwa großartig gecoverte

amy Winehouse-Songs samt passender Frisur dazu oder

die antifeministische umdichtung des ärztesongs „Junge“.

nina Knechts atemberaubendem Stimmregister hört

man die fundierte ausbildung an. Sehr komisch ist auch

astrids Volks mannigfaltige reihe an tagebüchern, aus

denen sie gerne zitiert, besonders das Fahrtentagebuch –

schildert sie darin doch fatale begegnungen mit sonnengegerbten

bergheimer paaren bei ihrem größten hobby

rennen fahren auf privatstraßen.

nicht alles klappt beim „Singenden modestübchen“ auf

anhieb, und manchmal ist es auch sehr hart an der geschmacks-

und Kalauergrenze, etwa, wenn es ums hochstecken

von achselhaaren geht. Doch das wird durch ein

heiteres modenschau-Finale mit publikumsbeteiligung

wieder ausgeglichen. ob die finanzielle zukunft von Volk

& Knecht allerdings wirklich in der mode liegt, kann bezweifelt

werden. comedy liegt ihnen zweifellos mehr.

DoRoThEA MARcUS

TERMinE iM MäRZ: VoLk & knEchT 11., hoLGER EDMAiER 13./27.


16

MäRZ ‘09

KritiSiert

Foto: Wolfgang Weimer

SCHILLER

IM SCHNELLDURCHLAUf

„(FaSt) alleS Von Schiller“ Von reinar

ortmann im horizonttheater

eine Kleiderstange zum Kostümwechsel auf der bühne

– viel mehr requisite braucht es nicht, um in knapp

neunzig minuten ein Werk zu spielen, das mehr als zwanzig

Jahre umfasst. Das Jugendstück „(Fast) alles von

Schiller“, inszeniert von christos nicopopulos, serviert

Friedrich Schillers bekannteste Dramen in kleinen häpp-

chen. Der anspruch ist dennoch hoch, denn die in lockerer

chronologischer reihenfolge ausgewählten Szenen

bedienen sich fast ausschließlich der alten Verse. umso

erstaunlicher sind die Spielvariationen, die man im Stück

findet. Der Fechtkampf in „Die Jungfrau von orleans“

wird zum action-thriller und „Kabale und liebe“ wird zu

RITTER-STRIPTEASE UND HIMMLISCHE

HANDGRANATEN

nach neW yorK unD lonDon iSt monty python’S preiSgeKrönteS

muSical „Spamalot“ Seit anFang DeS JahreS in Köln zu Sehen

King arthur hat es nicht leicht. zuerst wäre da die fast

unmögliche Suche nach dem heiligen gral. und dann ist

da noch seine ritterliche tafelrunde, die alles andere als

tapfer scheint. Wie soll aus dem Durcheinander da auch

noch ein musical werden? eric idle, mitgründer der ehemaligen

comedytruppe monty python, hat es geschafft

und ein sehr genre-untypisches musical geschrieben, für

die deutsche bühne hat es alison pollard adaptiert. Frei

nach „Die ritter der Kokosnuss“, dem Kultfilm aller Klassenfahrten

der 70er Jahre, lockt das musical besonders

Dreißig- bis Fünfzigjährige. zugegeben, viele Scherze sind

bekannt und wer kennt nicht den brutal im ohr festsitzenden

Song „always look on the bright side of life“ aus dem

„leben des brian“?

aber „Spamalot“ hat mehr zu bieten. Vor allem weil es

zeigen will, dass man eine bühnenshow und das genre

nicht zu ernst nehmen sollte. gleich am anfang gibt es

schon die erste ‚panne’, jemand versteht „Finnland“ statt

„england“ und zehn Finnen in farbenfrohen Kostümen

hüpfen über die bühne. nachdem sich der irrtum geklärt

hat, hat King arthur (michael Flöth) seinen auftritt, den

man schnell ins herz schließt, denn er ist Drillinstructor,

Sugar Daddy und König in einem. Dazu braucht er kein

pferd, sein lakai petsy (marco a. billep) klappert mit zwei

Kokosnusshälften zum getrappel der eigenen Füße.

mit den rekrutierten rittern geht es nach camelot, dem

las Vegas unter den burgen. Showgirls, ritter-Striptease

und glücksspiel stammen also schon aus dem mittelalter.

und dort weiß man auch genau, was eine gute Show

braucht: „ein lied, das jeder liebt“, möglichst pathetisch

und mit übertriebener Stimmimitation von mariah carey,

auch wenn klar ist, die melodie ist „Stuss“.

Sogar gott erscheint mit riesigen nackten pappmachéfüßen

und reich-ranicki-Stimme und erteilt King arthur

höchstpersönlich den auftrag, den heiligen gral zu finden.

„gott hat seinen Kaffeebecher verschlampt?“, fragt

einer der getreuen und verkennt augenrollend die christlich-abendländischen

bedeutungswucherungen des goldenen

gefäßes. auf der reise warten fluchende Franzosen,

fliegende Kühe, schwule prinzen und himmlische handgranaten

auf die ritter; alles ziemlich sinnbefreit und bestimmt

nicht politisch korrekt. aber das waren monty python

ja noch nie. eigens für die deutsche bühnenfassung

verändert wurde eine Szene während des liedes „ohne

Juden läuft am broadway nichts“. Statt des riesigen glitzernden

Davidsterns an der Decke, wie in new york und

london, gibt es in Köln nur kleine blaue anhänger für

tanzende nonnen. in Deutschland ist man da empfindlich,

auch wenn es doch eigentlich nur um musicalkultur aus

den Staaten geht. und gerade die muss am meisten unter

dem englischen Spott leiden. Dazu gehört auch der selbstironische

auftritt der frustrierten Diva (amber Schoop),

die eine eitle arie singt, in der sie sich beklagt „Warum

hab’ ich so wenig text“. Doch auch hier wird am ende alles

gut und am Schluss geheiratet. King arthur bekommt

die Diva, lametta weht durch den zuschauersaal und

mit viel trara tanzen die Schauspieler einen letzten verrückten

tanz. So geht ein schräger und doch intelligenter

Seitenhieb auf die musicalwelt in ritterlicher Kinderbuchkulisse,

fast „ohne Schnüre und andere sichtbare

hilfsmittel“, zu ende – während Schnüre und hilfsmittel

fröhlich sichtbar von der Decke baumeln.

hEnRiETTE WESTphAL

TERMinE iM MäRZ: MUSicAL DoME, TäGLich Von MiTTWoch

biS SonnTAG

Foto: Jens hauer

einer art Seifenoper à la „Verbotene liebe“, die mit dem

tod von Friedrich und luise endet. „Selbst schuld“ ruft

ein teenager aus den zuschauerreihen und hat eindeutig

recht damit. Schiller wird also an diesem Vormittag auch

vom publikum wieder ganz neu entdeckt. zwischendurch

wird die Szenerie immer wieder durch den lauten ausruf

„Schiller!“ unterbrochen und der Dichter selbst kommt zu

Wort, posiert mit einem goldenen lorbeerkranz und zitiert

sich selbst aus alten briefen und tagebüchern. Die

komischen elemente fehlen in „(Fast) alles von Schiller“

nicht, es soll ja auch ein jugendliches publikum vom alten

meister beeindruckt werden. So tritt beispielsweise

„Wilhelm tells“ Sohn als schwererziehbarer Junge mit

hysterischer Fistelstimme auf und Schillerverse werden

ins Sächsische übersetzt. trotzdem wird es nie lächerlich

und Schiller bekommt den nötigen respekt, der ihm im

Schillerjahr 2009, seinem 250. geburtstag, gebührt. zumal

nicht alles so scherzhaft inszeniert ist. Franz aus „Die

räuber“ ist nahe dran, amalie in einer rosa hängematte

zu vergewaltigen – eine äußerst naturalistische und krasse

Szene.

aus Wallensteins drei teilen wiederum werden, ohne mit

der Wimper zu zucken, ausschließlich Weisheiten zitiert,

die im deutschen bildungsbewusstsein schon fast zu Kalauern

geworden sind („lange rede, kurzer Sinn“ oder:

„ernst ist das leben, heiter ist die Kunst“). Das große

Fazit, das schließlich bleibt: „Wieder sind am ende alle

tot“. Dass Schiller so blutrünstig war, ist einem wohl zum

ersten mal derartig bewusst geworden.

Das Stück lebt besonders vom wandlungsfähigen Spiel

der drei Darsteller björn lukas, ivana langmajer und

thomas bleidiek, die in die verschiedensten rollen und

ebenen schlüpfen – und sich auch mal darüber beklagen,

für ihr Stück nur eine Kurzkritik bekommen zu haben. Dabei

wird luise in „Kabale und liebe“ auch schon einmal

von einem mann mit blüten im haar gespielt oder „Don

Karlos“ hüpft wie ein anhängliches Kind auf den Schoß

seines Vaters König phillip ii. Der intime Kellerraum des

horizonttheaters lässt zu, dass der Kostümwechsel direkt

auf der bühne den zuschauer an der Verwandlung teilhaben

lässt. einzig das „grand Finale“ hätte etwas weniger

pathos vertragen. Das abschlusslied, Schillers „ode an

die Freude“, umgedichtet mit seinem namen, ist ein bisschen

viel der ehre.

hEnRiETTE WESTphAL

TERMinE iM MäRZ: hoRiZonTThEATER, 19./23./26./27./30.

17

MäRZ ‘09

KritiSiert

Foto: Wolfgang Weimer Foto: ©Meyer originals

KRIMI UM LEBEN

UND TOD

„KarneVal“ Von JorDi galceran

hatte im theater tieFrot

premiere

um es gleich zu sagen: „Karneval“ bietet einen spannenden abend, aber auch gute eineinhalb

Stunden lang eine kleine, aber ärgerliche gedankenlosigkeit. ein klobiger computerbildschirm

in der bühnenmitte kann, je nach Sitzplatz (zwei wurden ausprobiert),

wichtige momente verdecken. Kritik und lob also unter der gegebenen beschränkung:

regisseur Wolfram zimmermann zeigt wieder den katalanischen autor Jordi galceran.

Seine inszenierung des manager-Stücks „Die grönholm-methode“ wurde 2007 für den

Kölner theaterpreis nominiert. Der Krimi „Karneval“ von galceran hat wenig mit der

fünften Jahreszeit zu tun – außer, dass er an Karneval spielt und hier die großen begriffe

„echt“ oder „unecht“ verhandelt werden.

eine Kommissarin, zwei polizisten und eine informatikerin versuchen, einen vermissten

Dreijährigen wiederzufinden. Spannung ist garantiert, der text füllt fast jede Sekunde

und hält in atem. es wirkt ganz natürlich, wenn die Darsteller geschäftig mit Stiften

tippen, mit der maus klicken oder in mappen blättern, denn sie ermitteln in einem Fall,

der keinen aufschub duldet. im internet – nicht sichtbar fürs publikum – wird das bild

mit dem entführten Jungen samt einer zeitzünderbombe übertragen. es bleibt eine halbe

Stunde, den Jungen zu finden – und das auch noch in anwesenheit der jungen, verzweifelten

mutter.

mit galcerans Stück bringt das Kölner ensemble „Kassenschlager“ eine hardcore-boulevardeske

auf die bühne des tiefrot-theaters, doch es ist nicht durchgehend leichte

Kost – die Vorstellung des grauens kann zwischenzeitlich sehr nahe gehen. text und

inszenierung halten dabei einen guten rhythmus: sehr temporeich mit ruhigen momenten.

hauptsächlich die junge mutter muss die balance halten: puck-preisträgerin Sandra

Kouba spielt eine zitternde Fassungslosigkeit (leider oft hinter dem computer), was

zunächst haltlos und wackelig wirkt, bis sie dann die Kurve kriegt und sich in die rolle

wirft und es vor offenheit fast weh tut. man bräuchte ein wenig zeit, um mitzukommen.

So ist das anfangs zu viel hysterie. Schnell vermittelt dieses mutige Spiel aber auch eine

geradezu rührende inbrunst, ein seltsam geschicktes gleichgewicht, das die hysterie

ernst nimmt und gleichzeitig bricht; schließlich bestürzt es tatsächlich sehr.

Die restlichen rollen sind klar definiert: Kerstin Fischer spielt die sachlich orientierte

Kommissarin mit pragmatisch zusammengestecktem haar, marcel batangtaris ihren

jüngeren Kollegen, einen polizisten nicht ohne herz, aber auch ein bisschen eilig, weil

jung und verliebt. annika Weitershagen ist informatikerin im neonschwarzen outfit.

mark zak hat sich für den älteren Kollegen nettes beiwerk ausgedacht hat wie die übermenge

post-its und schnellem griff nach zigaretten, immer, wenn er den raum verlässt:

ein zweifler, grübler und bürophilosoph. Dramaturgisch gehören ihm wenige, aber die

wichtigsten Sätze. all jene nämlich, die aus dem Stück ein bisschen mehr als einen Krimi

machen und die Sein-Schein-ebene des internets herausheben – bis hin zur überraschenden

pointe. parallel dazu kann man im publikum zwar noch einmal schädelwiegend

über Simulation, realität und täuschung nachdenken. aber eigentlich sehen wir

hier vor allem einen sehr spannenden und durchaus tiefgründigen Krimi.

TERMinE iM MäRZ: ThEATER TiEFRoT, 18./19./20./21.

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chRiSTiAnE EnkELER

VOM GARTENZAUN ZU

DEN STERNEN

urauFFührung Von „nuni – Die

geSchichte eineS langen heim-

WegS, bei Dem Die Sterne halFen“

es ist schön, da wo nuni mit ihren eltern lebt. Sonnenblumen wachsen hinter dem weiß

gestrichenen gartenzaun, die Fenster des weißen hauses spiegeln sich in der Sonne

und der mühlenbach fließt direkt am haus vorbei. Voller Stolz präsentiert die Familie ihr

idyll auf einer zeichnung. aber nuni will mehr. Sie möchte den berg sehen, der den

Wind bringt und den Wald, in dem ihr geliebter bach entspringt. „Warte bis du groß

bist“, sagt der Vater. „Dauert großwerden lange?“ möchte nuni wissen. eine von der Decke

hängende papierbahn dient dem Vater (peter liebaug) als messlatte – und zeigt,

dass es viel zu lange dauert, bis nuni die Welt entdecken kann. und trotzdem findet sie

sich eines morgens beim aufwachen am ende der Welt wieder, ganz allein. Vielleicht

waren es ja auch die vielen bunten bänder mit bildern und überraschungen drin, die

Fatima Sonntag (ausstattung) von der Decke hängen lässt, die ihre Fantasie angeregt

haben?

nunis erster blick sucht die vertrauten Sonnenblumen, aber die gibt es nicht in der

Fremde. Schnell erwacht in dem kleinen mädchen das heimweh. Doch ehe sie wieder

nach hause darf, trifft sie auf die verschiedensten Kreaturen. Da ist der listige Fuchs

(ingrid berzau), der sich allerdings eher für die beiden enten auf dem mühlenbach interessiert,

während ihm nunis nöte völlig gleichgültig sind. hilfe erhält nuni nur von den

Sternbildern, die nachts zu ihr hinabsteigen. Vom nordstern (lisa bihl) lernt sie, dass

manche Dinge nur zu bestimmten zeiten möglich sind und dass man menschen, die

schlecht über einen denken, einfach reden lassen sollte. nicht jede begegnung bringt

sie ihrem zuhause näher. manchmal legt sie eine pause ein, um einfach nur Spaß zu haben

und sich von den Strapazen zu erholen. ihr ziel verliert sie jedoch nie aus den augen.

überhaupt wird nuni mit der zeit immer furchtloser. Sie lernt, dass es keinen

grund zum Weinen gibt, nur weil man etwas nicht weiß. auch wenn Weinen erleichtert.

nach einer guten Stunde und einer neu geschlossenen Freundschaft kommt nuni glücklich

wieder am weißen haus mit dem weißen zaun am mühlbach an. Dann gibt es zum

glück nur noch Freudentränen. Schon lange wollte das Freie Werkstatt theater das Kinderbuch

„nuni“ von Fritz mühlenweg auf die bühne bringen (regie: roland bertschi).

einen besseren zeitpunkt für eine uraufführung des 1936 verfassten und 1953 erstmals

veröffentlichten Kinderbuchs konnte es kaum geben. Denn was passt besser ins Jahr der

astronomie als ein Stück, in dem Sternenbilder eine wichtige rolle spielen? ob sich seine

Komplexität den jüngsten zuschauern erschließt, bleibt jedoch fraglich. Können Kinder

nachvollziehen, dass man nicht soviel Wert auf die außenwelt legen sollte – und

manchmal weggehen muss, um wirklich zu hause anzukommen? auch in den 30er Jahren

war „nuni“ wohl eher ein märchen für erwachsene. Dass die fantasievollen Figuren,

denen nuni begegnet, Kinder in den bann ziehen, bleibt außer Frage. mucksmäuschenstill,

mit angespanntem gesichtsausdruck, begleiten sie nuni auf ihrer irrfahrt nach

hause, die Schauspielerin regina Welz spielt sich von beginn an in ihre herzen. Spätestens

wenn ihre Schuhe zu enten werden, die sich in einen kindlichen Dialog verstricken,

hat sie gewonnen. nunis reise ist für große und kleine zuschauer ein gewinn.

TERMinE iM MäRZ: FREiES WERkSTATT ThEATER, 1./8./15., Ab 5 JAhREn

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18

Foto: andrea böcker

MäRZ ‘09

KritiSiert

Die eleganZ Des

abstiegs

„DAcHlAWine“ im tHeAter im HOF

VOn neil SimOn

es muss ein ungeheures Glück für einen Stückeschreiber sein – dieses Gefühl, etwas

ersonnen zu haben, das über Jahrzehnte hinweg Gültigkeit besitzt. ein so gütiges

Schicksal ist jemandem beschieden, dessen Werke vielen Kritikern noch heute als

zu leichtfüßig gelten: dem amerikanischen Autor neil Simon. er hat geschafft, wovon

viele ambitionierte Schreiber ihr leben lang nur träumen. Seine Stücke laufen und laufen

und laufen. Auch auf deutschen Bühnen.

Wer sich schonmal gefragt hat, warum Komödien wie „Sonny Boys“ oder „ein seltsames

Paar“ auch Jahrzehnte nach ihrer Uraufführung noch immer derart beliebt sind, konnte

im Januar auf der kleinen Offbühne theater im Hof eine Antwort erhalten. Dort feierte

das Simon-Stück „Dachlawine – the prisoner of second avenue“ Premiere, das in den

siebziger Jahren fast 800 mal am Broadway aufgeführt wurde. Der damalige erfolg rührte

vor allem daher, dass es eine Hass-liebe-Ode an die Stadt new York ist. Jeder zweite

new Yorker konnte sich mit mel edison identifizieren – dem von neil Simon ersonnenen

neurotiker, der dem täglichen Wahnsinn des Großstadtdschungels ausgesetzt ist.

Warum aber ein solches Stück im Jahr 2009 in Köln? Weil regisseur carsten Dworak

offenbar ein feines Gespür für die gespenstische Aktualität des Stückes hatte. Denn mel

edison und seine Frau edna kämpfen in ihrem new Yorker Apartment zwar vordergründig

mit Banalitäten wie dem mörderischen Wetter und unerträglichen nachbarn,

letztendlich sind beide jedoch nicht mehr und nicht weniger als zwei Opfer der moderne.

einer moderne, die irgendwann in der mitte des vorherigen Jahrhunderts ihren Anfang

genommen hat und in den zurückliegenden monaten mit der Finanzkrise in ihren

Grundfesten erschüttert wurde.

Und so sitzt man erstaunt in diesem Hinterhoftheater und lauscht dem Simon-Sound,

der dem Jetzt abgehört sein könnte. Dem Jetzt, das typen wie mel im Akkord produziert

– loser-Gestalten, die Angst haben, zu spät im Büro zu erscheinen, weil ihr Schreibtisch

bereits an jemand anders verkauft sein könnte. nach Feierabend in eine klimatisierte

Schachtel mit papierdünnen Wänden gezwängt, hält sie nur noch die Angst vor dem

sozialen Absturz am leben. Am ende verlieren typen wie mel natürlich trotzdem alles –

in einem Stück von neil Simon allerdings mit pointierter eleganz.

in der Kölner Fassung läuft carsten Dworak als gebeutelter mel edison mehr und mehr

zu Hochform auf. Seine unterdrückte, bebende Wut ist in eine nölig-nasale Stimme gepresst,

die jeden moment zu entgleiten scheint.

ihm zu Seite gestellt ist Beatrice Kaps-Zurmahr, die eine handfeste, resolute edna

edison gibt. Das Zusammenspiel mutet anfangs ein wenig hölzern an, mit zunehmender

ereignisdichte verflüchtigt sich der eindruck aber. Je mehr chaos und Wahnsinn in das

Apartment im 14. Stockwerk einkehren, desto spielfreudiger werden Dworak und Kaps-

Zurmahr. Dann sieht man auch geflissentlich darüber hinweg, dass das Bühnenbild

kaum mehr bietet als einen aufblasbares Plastik-Sofa, nebst Fake-Aquarium. Das billige

Dekor ist letztendlich ja auch ein Sinnbild: die existenz der moderne, ein fragiles Konstrukt,

das wie eine Bubble-Gum-Blase zerplatzen kann, sobald man meint, es sich auf ihr

bequem machen zu können.

tErminE im märz: tHEatEr im HoF, 14./15/19./22.

nina giaramita

KUNSTNÄHEKUNSTGENUSSKUNSTFÖRDERUNG

Von uns ins Leben gerufen und seitdem aktiv gestaltet:

Der offizielle Freundeskreis des Schauspiel Köln

„FREUNDE DES SCHAUSPIEL KÖLN IM KUNSTSALON“

Die Kölner Privatinitiative KunstSalon fördert die Nähe zwischen Künstlern und

Kunstinteressierten, unterstützt mit ihrer Arbeit Künstler aller Sparten und

fördert Projekte u.a. der freien Theater- und Tanzszene. Durch die Mitinitiative

der KunstSalon-Stiftung wurde in Köln wieder eine Residenzkompanie eingerichtet.

Wollen auch Sie Künstler und die Künste in unserer Stadt mit unterstützen?

Informationen zu den Mitgliedschaften im Internet:

www.kunstsalon.de

Fotos: R. Demmer

Foto: ulrich gall

lüsteRnDe PaaRe in

DeR eheKRise

„eine PrOVenZAliScHe nAcHt“

im tHeAter Am DOm

ein Ferienhaus in der Provence, auf der Bühne bis zur orangen Wischtechnik an den

Wänden nachempfunden. Zikaden zirpen ununterbrochen, man kann das meer hinter

der Kulissentür ahnen. „Wirklich ganz hübsch hier“, sind sich das englische Pärchen

Fred (Ulrich Gall) und Judy (Viola Wedekind) einig, aber da wissen sie auch noch

nicht, dass ungebetene Gäste im Anmarsch sind. maurice (Jacques Breuer) und ivette

(Gabrielle Odinis), die französischen Besitzer, ahnen nichts von der Vermietung an die

engländer und wollen selbst dort Urlaub machen. nach kleineren Kommunikationsproblemen,

etwa einem Dutzend „merde“ und einem Streit um das größte Schlafzimmer, einigen

sich die Paare, das Haus zu teilen. Als auch noch Judys und Freds irische Freunde

moira (nicole Spiekermann) und Shaun (rolf Berg) auftauchen, beginnt eine provenzalische

nacht, die nicht viel mit einem leben „wie Gott in Frankreich“ zutun hat. Platitüden

und abgedroschene Vorurteile werden ausgepackt („Wein, Weib und Sünde – dafür

sind Franzosen doch bekannt“) und dann freundet man sich doch mit den „Froschschenkelfressern“

an, bis es fast zum wilden Pärchentausch kommt.

Aber nur fast. Denn in der gediegenen Schenkelklopferkomödie in regie von Horst

Johanning weiß jeder, wo sein Platz ist. Die Frauen putzen die Küche oder waschen sich

die Haare. Die männer machen schlüpfrige Witze über die Bikinifiguren ihrer Gattinnen.

Alle Klischees werden bedient, dabei ist Anzügliches ganz bestimmt nicht immer lustig.

es sind die Frauen, die die geistlosen, wenn nicht schon geschmacklosen, Kommentare

der männer ertragen müssen – und kichern sogar selbst noch darüber. Und auch aus

dem Publikum gibt es viele lacher.

Judys Vorwurf an ihren Gatten „Du benimmst dich wie 18 und nicht wie 44“ passt da

nicht so hinein, denn gerade junge erwachsene sind weit entfernt von derart veralteten

rollenbildern. nach der Pause geht es weiter mit nacktbaden und Sex hinter dem Sofa.

Als sich dann alle gegenseitig beim Fremdgehen erwischen, finden sich die drei lüsternen

Paare in mehreren ehekrisen wieder. Zum Schluss sind aber wieder alle einig:

treue ist zwar gegen die menschliche natur, aber letztlich geht doch nichts über sie und

es gilt wieder die politisch korrekte „l’amour toujours“. letztlich war alles ja ohnehin

nur ein fadenscheiniger, wenn auch dramaturgisch völlig unlogischer trick, die ungebetenen

Gäste aus dem Haus zu jagen.

leider fehlen Stück und inszenierung fast alles von dem, was gutes Boulevardtheater

ausmacht: intelligenter Wortwitz, Situationskomik und Kurzweiligkeit. Und so ist aus

der sicher heiß geplanten „Provenzalischen nacht“ ein zwar gut gespielter, aber äußerst

lauer Abend geworden, frauenfeindlich, abgedroschen und ärgerlich.

tErminE im märz: tHEatEr am dom, tägliCH

Theaterpädagogik

Grundlagenfortbildung

berufsbegleitend, 30 Monate,

Start: halbjährlich

Aufbaufortbildung

berufsbegleitend, 22 Monate,

Start: August 09

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für Kinder, Jugendliche

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HEnriEttE wEStpHal

19

MäRZ ‘09

Vermittelt

WeR iM KölneR

DoM WaR, veRlieRt

ein leben

DAS tPZ BilDet AlS einZiGe

inStitUtiOn in Köln ZUm tHeAter-

PäDAGOGen AUS

Ein FrEitagabEnd im FEbruar in Köln, im HintErHoF dEr

gEntEr StraSSE 23:

Bis vor die türe stehen die Premierengäste, die Stimmung liegt zwischen Kulturveranstaltung

und Familienfeier, Kinder laufen herum. Die Absolventen der Grundlagenausbildung

zeigen ihren Abschluss: „Shakespeare sieht rot“. Die neun Schüler des theaterpädagogischen

Zentrums (tPZ) haben kurze Szenen aus Shakespeare-Dramen als revue

auf die Bühne gebracht, jeder hat rund zehn minuten inszeniert und spielt selber mit.

man sitzt manchmal ein bisschen ratlos da: Warum schlagen sich erst Hamlet und dann

die anderen Darsteller rhythmisch an den Körper? Wer ist der im Programmzettel ausgewiesene

„Waschlappen“, der sich an den Sessel schmiegt, während Julia über romeo

jammert? er wirkt eher wie ein Hund. Schön ist, wie Julia fließend und wortlos um ihre

Amme tanzt, die einen Brief nicht herausrücken will, und sehr witzig ist der trink- und

raufsüchtige Soldat Falstaff, der wie ein Zombie grunzend zwischen zwei Frauen wankt.

„Falstaff“ ist im wirklichen leben ein Polizist, der mit einem Kollegen mit älteren menschen

ein Stück zur Verkehrssicherheit erarbeiten will. Guido Spinnen hat mit seiner

mini-Shakespeare-inszenierung den „kleinen But“ erreicht, die vom Bundesverband

theaterpädagogik anerkannte Grundlagenbildung zum theaterpädagogen. im tPZ in

Köln dauert sie zweieinhalb Jahre. Die Berufsbezeichnung „theaterpädagoge“ selbst

(also ohne „But“) ist nicht geschützt; wer hier aber noch ergänzend einen Aufbaukurs

belegt, kann sich „theaterpädagoge But“ nennen und sich als theaterpädagoge selbständig

machen. „Die anderen“, sagt Angelika Pohlert, die künstlerische leiterin des

Ausbildungsbereiches, „betten das meist in ihre Berufstätigkeit ein.“

Katz und mauS SpiElEn

Zwei tage vorher nebenan auf einer Probebühne: Die kleine Gruppe, die sich hier trifft,

hat etwa vier monate Grundlagenausbildung hinter sich. Olgu beispielsweise, der erzieher,

holt sich Anregungen für seine Arbeit mit Kindergarten- und Grundschulkindern.

Jörg kommt aus Belgien, jedes mal, und führt regie bei einer laiengruppe, hauptberuflich

arbeitet er bei der Städtischen Feuerwehr in eupen. tanja ist Sozialpädagogin,

arbeitet in der forensischen Psychiatrie und möchte später, als theaterpädagogin, mit

forensischen Patienten in einer theatergruppe arbeiten. Und Sozialpädagogin tina, die

heute die erste Übung vorstellt, sagt, sie würde vieles jetzt schon anders machen als bei

ihrem ersten Versuch, mit Kindern theater zu spielen: kleinere Schritte, langsamer aufbauen.

mit ihr spielen wir das „Katz-und-maus“-Spiel:

Wir stehen im Kreis. Die maus ist in der mitte, die Katze außen. Die Katze will die maus

fangen, die maus natürlich nicht gefangen werden. Wir dürfen die maus rauslassen, die

Katze aber nicht rein. Sobald die maus gefangen wird, wird sie zur Katze und wir suchen

eine neue, freiwillige maus. Heute kommt es auch darauf an, wie tina die Übung erklärt,

denn es geht um das thema „Gruppenanleitung“. Dozent Karsten Hoppe unterscheidet

drei Aufgabentypen: die offene „Anregung“, die geschlossene „Anweisung“ und die „Bewegungsaufgabe“.

Das Katze- und maus-Spiel liegt zwischen Anweisung und Aufgabe:

„man sagt ja nicht, wie sich die maus oder die Katze bewegen sollen.“

Das wäre vielleicht etwas für ihre Sechstklässler in der Gesamtschule, sagt lisa. man

lernt, wie man als team zusammenhält und sich konzentriert.

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märz/april 09

WEIB.LICHt.KEIT Uraufführung

lichtgestalteN und studiobuehne.ensemble

18., 19., 20., 21., 22. März, 20 h

24., 25., 26., 27., 28. April, 20 h

Gastspiel fringe ensemble (Bonn)

LETZTE TAGE von Lothar Kittstein 25., 26., 27., 28. März, 20 h

AUFZEICHNUNGEN EINES PSYCHOPATHEN

von Wenedikt Jerofejew 25., 26., 27., 28. März, 21:30 h

(Probebühne) Sonderpreis bei Besuch der Doppelvorstellung!!!

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Koproduktion mit c.t.201 und Kölncampus

Karfreitag, 10. April, 17 h!!!

PHASE 1 eine Koproduktion mit der Blackbox-Company

14., 15., 16., 17., 18. April, 20 h

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Unser Programm schicken wir gerne

regelmäßig und kostenlos zu.

Anruf oder Mail genügt.

Foto: arne Kühn

Alle Spiele an diesem Abend dienen dem Kennenlernen und der integration. es funktioniert:

ich fühle mich sofort aufgenommen, nicht ein einziges mal blamiert. Schon nach

dem ersten Spiel wird uns so warm, dass wir die Heizung runterschalten.

Zu lisas Bewegungsaufgabe gehen wir durch den raum: barfuß über Glasscherben (keine

echten!), später auf Glatteis, den Bus jagend oder „shoppend“: Dabei tut Sigrid sehr

ruhig und ernsthaft vor einer weißen Wand so, als hielte sie sich Kleider vor dem Spiegel

vor; ich dagegen studiere im Supermarkt Dosenschildchen.

in der Grundlagenausbildung lernt man vor allem Spiele kennen, probiert sie praktisch

aus und reflektiert sie später. „es geht darum, dass sie erst mal selber auf der erfahrensseite

stehen“, sagt Angelika Pohlert.

Acht Kurse pro Woche finden statt, rund 25 theaterpädagogen machen pro Jahr ihren

Abschluss im tPZ. Viele sind an den raren festen Stellen der Schauspielhäuser gelandet.

„Die theater der region sind gut mit uns bestückt“, lächelt Pohlert – z.B. in Aachen,

Bonn, Düsseldorf oder neuss. Diejenigen, die berufsbegleitend ausgebildet werden,

sind meist lehrer – oder immer häufiger unterbeschäftigte Schauspieler, die keine lust

haben, zu Hause auf rollenangebote zu warten. Sie schaffen sich damit ein zweites berufliches

Standbein, das seit den 70er-Jahren immer mehr nachgefragt wird.

lEbEn vErliErEn

tanja hatte schon als „Katze“ einen ausgesprochen drahtigen eindruck gemacht. es

überrascht später nicht mehr, dass sie schon mal getaucht und Fallschirm gesprungen

ist. Damit hat sie nach drei runden alle ihre „leben“ schon verloren. Denn in einem

neuen Spiel sagt ringsum jeder einmal, was er noch nie gemacht hat, etwa: „ich war

noch nie im Kölner Dom.“ Alle, die schon einmal im Dom waren, verlieren jetzt eins von

drei leben – in dieser runde also so ziemlich jeder außer Jörg aus Belgien.

man spielt nicht nur selbst: es macht auch Spaß, den anderen dabei zuzusehen. Alles zusammen

macht gelassen und entspannt, ist aber auch durchaus anstrengend.

Die Übungen bilden das Gerüst der Stunde. Sie werden vorgestellt, erlebt, eingeordnet

und reflektiert, Variationen überlegt, und am ende sollen sie auch schriftlich festgehalten

werden: Pädagogen packen ein methodenköfferchen, um später mit laien theater

zu spielen. Bis sie schließlich eine eigene kleine Abschlussinszenierung vorstellen. Bis

dahin hat diese Gruppe aber noch rund zwei Jahre Ausbildung vor sich.

tErminE im märz: „diE zwEitE prinzESSin“ im tpz und im zaK,

15./28./29. im zaK, 21./22. im tpz

CHriStianE EnKElEr


20

Foto: paul Schmitz

MäRZ ‘09

quergeblicKt

akT: hERR SchäTZinG, SiE SinD Ein bEkAnnTER

AUToR. WiE iST ihR VERhäLTniS ZUM ThEATER?

FranK Schätzing: ich wollte als Kind tatsächlich mal

Schauspieler werden. So ganz ist mir das nie aus dem

Kopf gegangen, aber musiker, Schriftsteller und Wissenschaftler

wär ich halt auch gerne geworden. also blieb die

Schauspielerei auf der Strecke. Jetzt schreibe ich bücher,

versuche, mehr zeit für die musik zu finden, zu komponieren,

öfter mal mit der band aufzutreten.

akT: WAnn WAREn SiE ZULETZT DA?

Schätzing: ich glaube, ich bin ewigkeiten nicht mehr

im klassischen theater gewesen. in der oper schon. im

hänneschen, theater im bauturm... Volkstheater halt.

mein letztes Stück im Schauspielhaus war caligula. Das

hat sich allerdings eingebrannt! Der römische Kaiser,

zwei Stunden lang nackt bis auf einen lendenschutz mit

einem putzlappen um den Kopf, auf allen Vieren, während

die Senatoren alle zehn minuten die Klamotten von

sich warfen und die weibliche belegschaft durchvögelten.

hat keiner verstanden, wollte auch keiner wissen. Selten

so viel türenklappern gehört.

akT: WAS MochTEn SiE nichT?

Schätzing: Das, was für die achtziger so typisch war,

nämlich wie Kultur damals verabreicht wurde. Wie medizin.

Schauderhaft! Stücke galten als gut, wenn das publikum

ratlos nach hause ging. Was mehr als drei leuten in

einem raum gefiel, schrieb die Kritik in die tonne. nichts

durfte gefallen, schon gar nicht unterhalten. Spaß machen?

Doch nicht in Deutschland! Das musste verstören!

Das dunkle zeitalter des peter handke, nur sagte man das

natürlich nicht laut. nach außen fand man den handke

wichtig. irgendwie schien alles darauf hinauszulaufen,

normale menschen – und damit meine ich nicht einfache

menschen! – nachhaltig zu verschrecken. aus der position

einer pseudointellektuellen arroganz heraus, die heute

eher lächerlich anmutet. intendantenonanie. Das hat

der theaterszene nicht gut getan – und ehrlich gesagt bin

ich mir nicht sicher, ob der Spuk wirklich vorbei ist.

akT: WiE kAnn Sich DAS ThEATER DARAUS

bEFREiEn?

Schätzing: nicht durch Verflachung. es soll, es muss

polarisieren! ecken und Kanten haben. aber auch zu

seinen volksnahen Wurzeln zurück finden, wo es ja herkommt.

Wir haben hierzulande so ein tragisches missverständnis

mit dem begriff der Volkstümlichkeit, da hört

man’s immer gleich jodeln oder denkt an ballermann und

DSDS. aber theater muss Volkstheater sein, für wen soll

es denn sonst gemacht sein? es geht nicht darum, alles

auf Dschungelcamp-niveau runterzuschrauben, sondern,

für und nicht gegen das publikum zu inszenieren. nicht

denen, die man braucht, um die ränge zu füllen, zugleich

das gefühl zu vermitteln, dass man sie eigentlich verachtet.

man kann intellektualität durchaus populär verpacken,

das zeigt uns hollywood in seinen besten momenten.

Die kritische aufarbeitung noch der brisantesten

themen darf unterhalten. auf hohem niveau viele menschen

zu erreichen, das ist wahre intellektualität.

akT: WAS FäLLT ihnEn SponTAn Ein, WEnn SiE An

DiE köLnER ThEATERSZEnE DEnkEn?

Schätzing: Der bauturm, weil ich sieben Jahre gegenüber

gewohnt habe und immer dachte, dass der axel Siefer

doch allmählich verrückt werden müsste über seinem

„Kontrabass“, so oft wie der den spielte. Fünfmal habe

ich ihn in dem Stück gesehen, jedes mal war er großartig.

ansonsten? theater am Dom. meine eltern mochten boulevardkomödien,

ich bin brav mitgedackelt, und auf der

anderen Straßenseite saßen die leute mit Fragezeichen

in den augen, da war nämlich das Schauspielhaus, von

dem meine oma immer sagte, da geht sie nicht hin, weil

sie sich nicht traut und davon nichts versteht. meine oma

war eine kluge Frau, aber bei der hat die abschreckung

gut funktioniert.

akT: ViELLEichT bRAUchEn WiR JA nEUE ThEATERhäUSER,

DURch DiE Ein nEUER GEiST WEhEn kAnn?

Schätzing: nur zu! Was Schauspielhaus und opernhaus

angeht, würde ich selbst die abrissbirne schwingen.

entsetzliche nachkriegsbausünden. aber es geht ja gar

nicht darum, ob man das mag, sondern, wie das inzwischen

aussieht. mein eindruck ist, dass Köln seine theater

nicht liebt. Die kleinen, freien theater nicht – man

hat sie in den neunzigern sterben lassen wie die Fliegen

– und die etablierten ebenso wenig. Wundert sich also einer,

wenn sich das auf die menschen überträgt? in london

gehst du durch Soho, gehst durchs theaterviertel,

und überall willst du rein. in Köln? Würde man ein Foto

von der Seitenfassade der oper unkommentiert veröffentlichen,

neunzig prozent der leute würden sagen: klarer

Fall, armensiedlung in neapel. Darauf kann man nicht

stolz sein.

akT: WäREn RoMAnE WiE „MoRDShUnGER“, „ToD

UnD TEUFEL“ oDER SoGAR „DER SchWARM“ AUF DER

bühnE VoRSTELLbAR?

Schätzing: „tod und teufel“ hat ja fast schon musicalpotenzial

als mittelalterspektakel, das wäre reine, pralle

unterhaltung. Könnte man schick aufziehen. Die Frage

ist immer, welche intention man verfolgt. betrachtet man

KöLN LIEBT

SEINE THEATER

NICHT

interVieW mit

FranK Schätzing

SpiELT ThEATER in köLn EinE RoLLE? WAS bRAUchT DiE SZEnE

DER STADT? ZUM EinSTAnD DER köLnER ThEATERZEiTUnG hAbEn

WiR köLnER pRoMinEnTE AUS bEREichEn, DiE kEin ThEATER SinD,

nAch ihRER MEinUnG GEFRAGT. UnD obWohL DER bESTSELLER-

AUToR UnD köLnER FRAnk SchäTZinG EiGEnTLich kAUM inTER-

ViEWS GibT, hAT ER FüR AkT.1 EinE AUSnAhME GEMAchT.

theater als nukleus ständiger gesellschaftskritik, muss

die Story das hergeben. Da haben meine bücher eher

wenig zu suchen. erweitert man den begriff und sagt,

wir gehen ins theater, um uns zwei spannende Stunden

zu machen, ist alles erlaubt: Komödien, Krimis, thriller,

horror, Science-Fiction. möglicherweise unterschätzen

wir das potenzial der bühne noch. Kürzlich sah ich einen

Spielfilm über eine bergbesteigung, spektakuläre bilder,

und dann stand im abspann: nach einem bühnenstück.

also, wer die besteigung des K2 auf die bühne bringt, der

schafft auch den „Schwarm“ – inklusive tsunami. Vielleicht

ja mit avancierter Videotechnik.

akT: DiE ThEATERZEiTUnG AkT FinAnZiERT Sich

DURch DiE FREiEn ThEATER köLnS. WiDERSinniG?

Schätzing: ich hab mal gelesen, dass es im mittelalter

eine periode gab, da musstest du sogar deine eigene

hinrichtung bezahlen. insofern haben es die theater jetzt

deutlich besser! aber im ernst, auf jeden Fall sollten sie

dieses projekt finanzieren, weil sie damit den Dialog mit

dem publikum in gang setzen. und das heißt, raus aus

der einbahnstraße. reaktionen provozieren. Da kommt

was zurück. Darüber kann sich die theaterszene nur weiter

entwickeln. Viele Kritiken werden gut sein, manche irrelevant,

und mitunter gibt’s haue. auch die ist wichtig,

damit die theater nicht in Selbstgefälligkeit erstarren

und der olle handke wieder umgeht. außerdem kann so

eine zeitung, wenn sie gut gemacht ist, der Szene zu ein

bisschen glamour verhelfen. Köln braucht glamour.

akT: WAS WünSchEn SiE DER ThEATERSZEnE

in köLn?

Schätzing: Dass sie geliebt wird von denen, die sie verantworten.

und sich ihrerseits die liebe des publikums

verdient. mit mut zur Kritik, aber auch mut zum Spaß, zur

unterhaltung. Den endgültigen mauerfall zwischen e und

u. Die überwindung des betroffenheitsdogmas. einen klaren

blick auf die Klassiker, einen visionären blick in die

zukunft. erwartungen nicht zu erfüllen, sondern zu übertreffen.

ach ja, und einen Schuss Volkstheater.

akT: WAS WüRDEn SiE AkT WünSchEn?

Schätzing: Dass sie polarisiert, unbequem, frech, vorlaut,

lustig, prall, schräg, provokativ ist. mit anderen Worten,

dass man ohne sie nicht mehr ins theater will.

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Foto: hans Günter contzen Foto: WDR Foto: Ford-Werke Gmbh

WüNSCHE füR DAS KöLNER THEATER

bETTinA FiSchER iST SEiT MäRZ 2000 DiE GESchäFTS-

FühRERin DES LiTERATURhAUSES köLn SoWiE VoR-

STAnDSVoRSiTZEnDE DER STiFTUnG JUnGES LiTERA-

TURhAUS UnD STELLVERTRETEnDE VoRSiTZEnDE DES

FöRDERVEREin STADTbibLioThEk köLn.

ins theater zu gehen ist für mich stets mit freudiger erwartung

verbunden, und in der letzten zeit ist diese Vorfreude

selten getrübt worden. mein zugang ist nicht professionell,

sondern zunächst nur von neugier geprägt.

als Kulturvermittlerin tätig zu sein, sich mit Formen der

gelingenden inszenierung – im Feld der literatur – auseinanderzusetzen,

macht einen neugierig, wie es anderen

gelingt, publikum zu erreichen. Was ich beim gang ins

theater aber auch erwarte, ist ein intensives erlebnis,

eine neue Sichtweise auf mir schon bekanntes wie auf

unbekanntes. theater kann starke anregungen geben,

die Welt zu verstehen, zu interpretieren, mit geändertem

und geschärftem blick zu begreifen – aber auch sie poetisch

zu überhöhen. hiermit wird es sich auch weiterhin

gegen alle Formen der eventkultur, die die Welt simpler

machen, als sie ist, behaupten können.

in den letzten monaten hatte ich eindrückliche theatererlebnisse:

etwa die aufführung von „Wunschkonzert“

im Schauspielhaus, die mich zunächst fast ratlos machte,

und bei längerem nachdenken und anschließendem Sprechen

darüber immer mehr fasziniert hat.

in der freien theaterszene Kölns bin ich selten unterwegs,

leider, da mir immer wieder sehenswerte inszenierungen

empfohlen werden. Was ich höre, lässt mich annehmen,

dass ich etwas verpasse, und dass die Freie Szene in Köln

mit ihren mehr als 60 theater nicht nur groß ist, sondern

auch interessantes bietet: ideenreichtum, Wagemut, enthusiasmus,

professionalität und – bedingt – auch internationalität.

eine festere finanzielle basis wird fehlen; die

wünschen wir uns vermutlich alle in der Freien Szene.

Was gewiss fehlt: die möglichkeit, eine breitere öffentlichkeit

zu erreichen, Wahrnehmung zu schaffen. orientierung

ist heute, das erleben wir auch in der literaturszene,

ein Desiderat. gerade hier wird eine Kölner theaterzeitung

anderen menschen genauso wie mir neue und starke

impulse geben, einen besseren Durchblick verschaffen,

anregungen geben, welche orte ich aufsuchen sollte, einblicke,

die mich animieren, Wichtiges nicht zu verpassen.

gutes gelingen also für die Kölner theaterzeitung und

eine weitere belebung der Szene!

schneller an die tickets

www.offticket.de

pRoF. kARL kARST iST DER pRoGRAMMchEF Von

WDR 3 UnD LEiTET DAS kULTURRADio DES WDR SEiT

1999. UnTER SEinER LEiTUnG EnTSTAnD DAS MoDELL

DER kULTURpARTnERSchAFTEn, übER DAS Sich

WDR 3 U.A. MiT DEn ThEATERn in nRW VERnETZT hAT.

Für mich ist Köln das virulente theaterzentrum von nrW.

hier liegt das herz der Kultur- und theaterszene Westdeutschlands,

das zeigt sich auch mit einer erfindung wie

der langen theaternacht. Für mich ist klar: Wenn sich

irgendwo eine Stadt mit einer eigenen theaterzeitung

profilieren kann, dann ist es Köln. hier ist es gelungen,

große bevölkerungsteile mit theater, tanz, oper, performance

und medienkunst, auch Klangkunst anzusprechen.

es gibt in dieser Stadt eine Szene von engagierten menschen,

denen es ein herzensanliegen ist, dass Spielstätten

für musik und theater in ausreichender zahl existieren.

Der aktuelle erfolg des Kölner Schauspiels kann sich

dabei nur positiv auswirken. ich wünsche den theatern

weiterhin die nötige Kraft und den mut, zeitgenössische

themen anzupacken, zu irritieren, gegen den mainstream

zu schwimmen und das Denken anzuregen – damit gedankenlosigkeit

sich nicht noch weiter bahn bricht.

Die neue theaterzeitung wird von den Kölner theatern

finanziert – unter der Voraussetzung gegenseitiger Souveränität.

Dieses Konzept halte ich für stabilisierend und

fördernd – und eine Voraussetzung für das gelingen der

zeitung. Das System der WDr 3-Kulturpartnerschaften

funktioniert ganz ähnlich, wenngleich es hier um imagetransfer

geht und in unserem partnerschaftssystem de

facto kein geld fließt.

Wir machen durch eigens produzierte programmhinweise

auf die Kulturangebote unserer partner aufmerksam. Das

schließt aber nicht aus, dass wir ein programm auch mal

„verreißen“ können. So ist das eben. Wir sind unabhängig,

souverän und wollen das auch bleiben.

meiner meinung nach ist gerade diese Souveränität die

Voraussetzung für das hohe ansehen der WDr 3-Kulturpartnerschaften.

Wenn ich theaterintendant wäre, wüsste

ich, dass es mehr wert ist, mit einer zeitung oder mit

einem Kulturradio zu kooperieren, das eine eigene meinung

hat und unabhängig ist, als mit einem käuflichen

Werbemedium, das keine inhaltliche Kompetenz besitzt.

DR. hERMAnn hoLLMAnn iST SEiT 1990 MiTGLiED DES

VoRSTAnDS DER FoRD-WERkE. DER ThEATERLiEbhAbER

EnGAGiERT Sich FüR kUnST UnD kULTUR UnD

hAT MiT DAFüR GESoRGT, DASS FoRD ZEhn JAhRE

LAnG DiE ThEATERkonFEREnZ GEFöRDERT hAT.

ich gehe gerne und regelmäßig in die Kölner theater und

finde eine äußerst kreative und bewegliche Szene vor. ich

habe keine Vorliebe für ein bestimmtes theater, gehe aber

regelmäßig wieder ins Schauspielhaus, seit Karin beier

angetreten ist. mit zunehmendem Vergnügen, ich finde

das eine spannende und mutige entwicklung. ich gehe im

gleichen maße auch in die freien theater, aber es ist unmöglich,

die übersicht zu behalten und alles zu sehen.

Wenn das Schauspielhaus stärker experimentell arbeitet,

überschneidet es sich zuweilen mit dem, was eigentlich

anliegen der Freien Szene ist. es wäre sicher sinnvoll,

den Dialog mit Karin beier zu führen, um zu sehen: Was

ist unsere jeweilige mission? Wer ist unser publikum?

Damit die zuschauer nicht irgendwann meinen: nun haben

wir ein experimentelles Schauspiel und jetzt gehen

wir nicht mehr in die freien theater, wo gerade teilweise

klassischer inszeniert wird. es ist gut, die Spannung zwischen

beidem zu behalten. Vielleicht wäre das crossover

für die freie Szene eine möglichkeit, eine marktlücke zu

finden und sich von den Städtischen bühnen abzugrenzen,

etwa indem man tanz mit Sprechtheater verbindet.

oder aber Kooperationen fördert, wie etwa die von bauturm-

und Kellertheater im millowitsch-haus. ich finde

auch eine aktion gut, wie sie das bauturm-theater unternimmt,

dass etwa azubis verbilligte tickets bekommen.

es ist sicher nicht die aufgabe von theater, nur „Kulinarisches“

zu servieren – aber für jeden geschmack sollte

etwas dabei sein. Das publikum darf nicht überfordert

werden. es muss auch mal wieder ein Klassiker gespielt

werden, und nicht nur ein verfremdeter Klassiker.

Dass die theater dafür bezahlen, dass sie auch mal Kritik

oder auch heftige Kritik bekommen, finde ich großartig.

Das zeigt doch, wie unabhängig die theaterleute in Köln

sind, dass sie sagen: Das können wir aushalten. ich würde

akt wünschen, dass die zeitung noch mehr interesse

für das theater weckt. Damit man über theater spricht

und noch mehr und anderes, jüngeres publikum gewinnt.

Wenn die theaterzeitung das schafft, dann kann dies

auch die Kulturwirtschaft in Köln stärken und das öffentliche

und private (auch finanzielle) engagement für theater

fördern.


22

MäRZ ‘09

portraitiert

Filmstill aus „notiz/Wunderblock“, Foto: hofmann & Lindholm „Séancen – Versuche zur Aufhebung der Schwerkraft“,

Foto: Diana küster

Wenn man in der Supermarktschlange vorgelassen wird,

ist das nett. Wenn der Vorlasser aber plötzlich die einkäufe

bezahlt und nach hause trägt, mir ein bad in seiner

Wanne anbietet oder gar heimlich die kaputten Sportklamotten

der Kinder flickt, wird es unheimlich. grenzüberschreitung

oder gute tat? Das unbehagen wächst

schnell. „Séancen – Versuche zur aufhebung der Schwerkraft”

hieß das projekt, mit dem hofmann & lindholm

im Januar 2007 am theater essen premiere hatten: eine

untersuchung über moral, macht und machtmissbrauch.

Das Wort „untersuchung” passt im wahrsten Sinne des

Wortes: monatelang hatten hannah hofmann und Sven

lindholm mit fünf „Komplizen” gearbeitet, menschen

ohne bühnenerfahrung, die in ihrem auftrag als Feldforscher

ausschwärmten und ihre zwielichtigen Werke

für die menschheit begingen. Danach erzählten sie davon

und hofmann & lindholm gossen ihre erfahrungen

in theatertexte. auf der bühne sieht man also menschen

in alltagskleidung, die keine Schauspieler sind und sachlich

einen auswendig gelernten text sprechen, der von ihnen

stammt und doch wieder nicht. im hintergrund läuft

ein Film, der die taten der protagonisten „beweist“, aber

nachträglich inszeniert ist – ein verwirrendes Spiel mit

medienwahrheit und vermeintlicher realität. hofmann

& lindholm bringen den zuschauer ins Schleudern. Darüber,

was gut und böse ist. Was es für aggressionen auslösen

kann, wenn jemand vermeintlich alles für uns tut.

Warum moral anmaßend wirken kann. und letztlich hinterfragen

sie dabei auch christliche Werte wie nächstenliebe

und mitleid. „Für uns ist es eine arbeit über grenz-

Restaurant & Bar

Friesenwall 104

50672 Köln

Tel.: 0221 - 277 99 656

www.tapadeluxe.de

hofmann & Lindholm, Foto: christoph kniel

LIEBER SCHREBERGäRTEN ALS TWINTOWERS

Die Konzept- unD theaterKünStler hoFmann & linDholm leben in

Köln, arbeiten aber meiSt WoanDerS

überschreitung – wir waren entsetzt, als man uns die

„heinzelmännchen von Köln” nannte und unsere aktionen

als gute taten lobte”, erzählt hannah hofmann.

ThEATER DER inTERVEnTion

hofmann & lindholm sind ein Künstlerpaar, das sich

nicht so ohne weiteres einordnen lässt. Sie sind Konzeptualisten,

die sich von bildender Kunst befruchten lassen,

theatermacher, die die bedingungen von theater hinterfragen,

aber auch hörspielautoren und Filmemacher. Sie

selbst nennen sich gerne „interventionalisten”. Denn eins

ihrer grundthemen ist der diskrete eingriff ins alltägliche

bewusstsein. Das kann geschehen, indem ein kleines

mädchen einer passantin in „notiz Wunderblock” im Vorbeigehen

eine haarsträhne abschneidet. mit dem 20-minütigen

Film haben sie am eröffnungsreigen „Du bist

Deutschland” im Kölner Schauspielhaus teilgenommen.

eigentlich zeigte der Film, wie Kinder erinnerungen alter

menschen nachsprechen, sich in ihren Wohnungen und

Straßen bewegen – ein eigenartig verfremdetes aufeinanderprallen

von geschichtengesättigten lebensläufen mit

der unbeschriebenheit der Jugend. oder sie greifen in

unbewusste bildgewohnheiten ein, die in unseren Köpfen

schwirren und verändern, wie man historische aufnahmen

empfindet. beim Festival „politik im Freien theater

im letzten november in Köln stellten hofmann & lindholm

mit normalen bürgern, gefunden über zeitungsannoncen,

bilder aus dem kollektiven alltagsbewusstsein

der Deutschen aus dem rheinland nach – auf langsamen,

lautlosen und faszinierenden Videos, in die man sich

Die Zeit ist reif!

stundenlang versenken konnte. „Wir haben da unter anderem

ins bewusstsein der Darsteller eingegriffen – viele

waren völlig erschüttert darüber, wie es sich anfühlte,

beim gladbecker geiseldrama hinten im auto zu sitzen”,

erzählt hannah hofmann und fährt druckreif fort: „aber

eigentlich machen wir vor allem aktionen, die in alltägliche

erlebniszusammenhänge eingreifen, diskret das System

unterlaufen – und sich mit dem Verhältnis von einzelnem

und gesellschaft auseinander setzen”.

ZUSchAUER DEnkEn SELbER

hofmann & lindholm waren 2003 die ersten, die diese

Form von theater erfunden haben. zwar gab es auch damals

schon die pioniere des authentischen wie die gruppe

rimini-protokoll, aber damit ist ihre arbeit nur bedingt

vergleichbar. Während jene auf die geschichten von „experten“

wie bestattern, börsenmaklern oder Karl-marxliebhabern

zurückgreifen, kreieren hofmann & lindholm

mit ihren „Komplizen“ eigene geschichten und verändern

mit ihnen den alltag, so dass er auf einmal tiefer und doppelbödiger

wirkt.

Das „theater“ von hofmann & lindholm begreift sich

als politisch, aber ohne aufklärerischen impuls. Dem zuschauer

wird nicht vorgeschrieben, was er zu denken hat,

sondern er wird in eigene gedanken gestürzt. publikumsgespräche

sind den beiden daher auch sehr wichtig. „unser

publikum ist aktiv und klug“, sagen sie selbstbewusst.

ihr neuestes projekt basiert nicht auf realen, sondern auf

fiktiven eingriffen in die Welt. es ist ein Stück über globalisierung

und revolte – aber im umgekehrten Sinne.

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23

MäRZ ‘09

porträtiert

„unser Stil ist ja eher, nicht den twintower sondern den

Schrebergarten in den Fokus zu nehmen. Was passiert,

wenn sich märkte nicht ausweiten, sondern abschließen?

Wir spielen durch, dass man sich in die Filialen des

alltags, banken, ämter, theater, Supermärkte zurückzieht,

die Schotten dichtmacht und die ressourcen erschöpft.

hausbesetzung auf etwas andere Weise”, sagt

Sven lindholm. „faites vos jeux” handelt von acht orten,

in die menschen eingeschlossen sind. Je ein Vertreter seiner

berufsgruppe – bankangestellter, Verkäufer oder postmitarbeiter

– steht auf der bühne und erzählt, was passiert.

Wie die betriebseigenen ressourcen verbraucht

werden, was zwischen den menschen abläuft, sich hierarchien

bilden. es ist eine wieder einmal hochgelobte, melancholische

und auch sozialromantische arbeit über

Stillstand im angesicht von potentiellen Katastrophen geworden.

SpiELEn MiT DEM pRoVinZiALiSMUS

in Köln wird sie allerdings vorerst nicht gezeigt. und

überhaupt ist eine der berühmtesten freien gruppen aus

Köln in der Stadt kaum präsent. obwohl sie ihr „büro für

angewandte Kulturvermittlung“ in einem gelben haus in

Klettenberg betreiben, fast an der luxemburger Straße.

„Wir leben hier sehr gerne, aber wir haben nicht das

gefühl, in die Kölner Szene zu gehören“, sagt hannah hofman.

Das liegt vor allem an den räumen, die sie brauchen,

um multimedial und ohne vorher festgelegten text zu arbeiten,

die in Köln fehlen. „oft wissen wir am beginn einer

arbeit gar nicht: Was wird daraus und wo führen wir

es auf“, sagt Sven lindholm. zwar sind sie für einzelprojekte

von der Stadt immer wieder unterstützt worden und

auch mit dem Schauspielhaus für die nächste Spielzeit

in konkreten gesprächen, aber aus den Förderkriterien

fallen sie oft heraus, weil sie selten in Köln premiere haben.

Dafür ist ein theaterhaus wie das FFt in Düsseldorf

klar besser geeignet. So etwas würden sie sich für Köln

sehr wünschen und sind fast enttäuscht, dass sich das

geplante tanzhaus bereits im namen auf ein Kunstgenre

festgelegt hat. aber wer weiß? Dass sie auch mal mit tanz

arbeiten, würden hofmann&lindholm ohnehin niemals

ausschließen.

Dass sie nach Köln gezogen sind, nachdem sie an der gießener

Kaderschmiede für regisseure angewandte theaterwissenschaften

studiert haben, war also eher zufall.

Denn sie arbeiten meist woanders. in berlin haben sie

gerade eine gastprofessur an der hochschule der Künste

bekommen, bundesweit werden sie angefragt.

„Köln hat eine größe die nie etwas Kleinstädtisches hat,

aber man hat trotzdem die möglichkeit, sich zurückzuziehen,

das haben wir weder in berlin noch in hamburg”,

meint Sven lindholm. genau hier können sie ihre spezielle

Form von provinzialismus pflegen. eben lieber Schrebergarten

als Weltstadt.

Der Deutsche Bühnenverein wünscht

der Kölner Theaterzeitung akT einen

guten Start und viel Erfolg!

unsere publikationen

Die Deutsche Bühne

DoRoThEA MARcUS

TERMinE iM MäRZ: FAiTES VoS JEUx AM 21., 20:00, pAcT ZoLLVEREin,

ESSEn, 26./27., 20:00, FFT JUTA – DüSSELDoRF. iM AnSchLUSS:

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„faites vos jeux! Revoltainment“, Foto: hofmann & Lindholm

www.buehnenverein.de

Junge Bühne Berufe am Theater Theaterstatistik

Werkstatistik


24

MäRZ ‘09

notiert/VorgeStellt

NOTIERT

kEinE TAnZkoMpAniE biS 2013

Während Kulturstaatssekretär hans-heinrich große brockhoff auf einer

pressekonferenz soeben eine neue Spitzenförderung für den tanz

in nrW ankündigte, wird in Köln die mühsam durch private geldgeber

und Sponsoren initiierte dritte Sparte tanz am Schauspielhaus sang- und

klanglos abgeschafft – bis etwa 2013. und das in einer Stadt, die einmal

als tanz-avantgarde galt und rund 41 prozent der tanzkompanien von

nrW beheimatet. immerhin wird immer noch ein neues tanzhaus geplant

und soll im Jahr 2009 realisiert werden. Dennoch wird es vorerst

keine weitere Finanzierung einer Kölner Kompanie geben. Das großzügige

tanzkonzept von nrW sieht indes vor, dass vier von einer Jury ausgewählte

Kompanien für einen zeitraum von drei Jahren einen jährlichen

projektzuschuss von bis zu 65.000 euro erhalten, außerdem soll eine tanzagentur

für den internationalen austausch gegründet werden mit Sitz im

Düsseldorfer tanzhaus nrW.

ERbEn VERLiEREn kinSki-STREiT

im Streit um die Verwendung von zitaten des Schauspielers Klaus Kinski

in der theaterproduktion „Kinski – Wie ein tier in einem zoo“ haben die

erben vor gericht eine niederlage erlitten. Sie hatten das neue Schauspiel

Köln verklagt, weil sie die urheberrechte verletzt sahen.

Das Kölner landgericht wies nun die unterlassungsklage von Kinskis

ex-Frau und seinem Sohn ab, da die nutzung der zitate im konkreten

Fall der Kunstfreiheit unterliege und der text von der theatergruppe modifi

ziert und interpretiert wurde. Die erben hatten zuvor einen Vergleichsvorschlag

des landgerichts abgelehnt. Jetzt wird weitergespielt, z.b. am

18./25. märz im arkadas-theater und am 23. märz im raketenclub.

DiSkUSSion übER DEnkMAL FüR DESERTEURE

es sei „eine ehrung für pfl ichtverletzung“, so eine gegenstimme aus den

reihen von pro Köln zum geplanten Denkmal für die opfer der nS-Wehrmachtsjustiz.

im november 2008 beschloss der rat der Stadt Köln, den oft

als „Kriegsverrätern“ deformierten Deserteuren einen erinnerungsort

zu geben, einweihung soll am 1. September 2009 sein. als teil der reihe

„Kriegs-erklärungen“, die das theater im bauturm mit dem theater

der Keller veranstaltet, fi ndet am 23. märz um 19 uhr im nS-Dokumentationszentrum

am appellhofplatz 23–25 die lesung „Fahnenfl ucht – Der

Widerstand des kleinen mannes“ statt mit zeitgenössischen texten oft

verzweifelter Soldaten, die während des zweiten Weltkrieges desertierten.

im anschluss berichten die mitglieder der projektgruppe über ihre

arbeit und die Kontroversen.

SchAUSpiEL köLn MiT „WUnSchkonZERT“

bEiM bERLinER ThEATERTREFFEn

auch im zweiten Jahr der intendanz von Karin beier ist das Schauspiel

Köln zum berliner theatertreffen eingeladen worden. „Wunschkonzert“

in der regie der britin Katie mitchell wurde als eine der zehn bemerkenswertesten

deutschsprachigen inszenierungen ausgewählt. Das Stück von

Franz xaver Kroetz, in dem ein live-Film auf der bühne gedreht wird,

hatte am 5. 12. premiere.

nEUE TAnZWEbSEiTE FüR köLn Ab MäRZ

es soll eine art tanzhaus werden, solange es das echte noch nicht gibt:

Die internetplattform www.alleswastanzt.de gibt seit anfang märz allen

Kölner tanzenden die möglichkeit, sich zu vernetzen. Vom Funkenmariechen

über Standardtänzer bis hin zum modernen performer – die theater

Fraktion raum13 aus Köln nimmt alle arten von tanz ernst und erstellt

kostenlose profi le auf ihrer Webseite, wo pläne, arbeiten und Visionen

vorgestellt werden sollen.

pETER F. RADDATZ GEhT nAch bERLin

Der geschäftsführer der Städtischen bühnen Köln, peter F. raddatz,

übernimmt wohl ab beginn der nächsten Spielzeit das amt des generaldirektors

der opernstiftung in berlin. raddatz soll die berliner opernstiftung

bis 2014 leiten. Der nachfolger in Köln stehe noch nicht fest, so gerd

conrads vom Kulturamt, er werde aber zur zeit gesucht – sollte man nicht

rechtzeitig fündig werden, müsse eventuell noch einmal mit raddatz verhandelt

werden.

bEWERbUnGSFRiST FüR iMpULSE LäUFT

bewerben ab sofort und noch bis ende Juni: Vom 25. november bis zum

6. Dezember 2009 fi nden die 15. impulse in bochum, Düsseldorf, Köln

und mülheim an der ruhr statt. bewerben können sich produktionen aus

Deutschland, österreich und der Schweiz, die außerhalb des Stadttheaters

entstanden sind und premiere zwischen September 2007 und Juni

2009 hatten. impulse ist das wichtigste theaterfestival der freien Szene

im deutschsprachigen raum. www.festivalimpulse.de

1 2 3 4

5 6 7 8

9 10 11

VOR-

GESTELLT

1/ VASco boEniSch

geboren 1980, absolvierte die Deutsche Journalistenschule und studierte

in münchen Journalistik, politik, theater und Soziologie. Freier theaterkorrespondent

in nrW für die Süddeutsche zeitung sowie für theater

der zeit. redakteur in der Kulturredaktion des WDr Fernsehens und

autor des soeben erschienenen buches „Krise der Kritik? Was theaterkritiker

denken – und ihre leser erwarten“. lebt in bochum.

2/ chRiSTiAnE EnkELER

ist Jahrgang 1976 und freie Kulturjournalistin für rundfunk (WDr,

Deutschlandfunk u.a.) und print (theater der zeit, Kölner Stadtmagazine,

tt05-Festivalzeitung: theatertreffen berlin). Sie hat germanistik,

pädagogik und chemie in Köln und prag studiert.

3/ ninA GiARAMiTA

ist freie Journalistin vor allem für WDr-online und Deutschlandfunk

mit den Schwerpunkten Kultur und Soziales. Sie hat neue Deutsche

literatur studiert und stammt aus einem italienisch-fi nnischen elternhaus.

Sie ist auch romy-Schneider-Fan.

4/ SiMonE GLoGER

ist freie Kulturjournalistin mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater.

nach einem Studium der publizistik in hörfunk und presse tätig.

regieassistentin am Jugendtheater des Düsseldorfer Schauspielhauses

sowie in münchen.

5/ ULRikE GonDoRF

arbeitet als Kulturjournalistin und theaterkritikerin in Köln, hauptsächlich

für den rundfunk (WDr, Dlr, DlF). nach einem Studium der

germanistik und geschichte und einem zeitungsvolontariat war sie

Dramaturgin an verschiedenen theatern, bevor sie auf die journalistische

Seite zurückkehrte.

6/ nELE hAUSMAnn

ist neun Jahre alt und in Köln geboren. Sie geht zur Schule (lieblingsfächer:

Sport, musik und mathe) und sehr gern ins theater. Sie interessiert

sich am meisten für pferde und tiere aller art, mag aber auch

gern lesen und toben. ihre lieblingsfarbe ist türkis.

7/ DoRoThEA MARcUS

Jahrgang 1969, Studium der germanistik, geschichte und theaterwissenschaften

in berlin. Seit 1999 ist sie freie Kulturjournalistin für print

und hörfunk in Köln, früher Freiburg. Sie arbeitet für DlF, taz, SWr,

WDr, Die Deutsche bühne und www. nachtkritik.de. Seit Januar 2009

ist sie chefredakteurin der Kölner theaterzeitung akt.

8/ DinA nETZ

geboren 1973 in essen, aufgewachsen in Dortmund, lebt heute in Köln.

Sie hat germanistik, romanistik und Journalistik in lyon, brüssel,

leipzig, paris und Dresden studiert und ein zeitungs-Volontariat gemacht.

Danach war sie einige Jahre redakteurin bei WDr3. heute ist

sie freie moderatorin und theater- und literaturkritikerin für WDr3,

WDr5, Deutschlandfunk und andere.

9/ chRiSTinA-MARiA pURkERT

schreibt seit vielen Jahren über tanz – vor allem für die Kulturprogramme

des arD-hörfunks, aber auch für tanzzeitschriften wie ballettanz

und tanzjournal. Sie war mitglied in Jurys, unter anderem der Kölner

tanzpreisjury, und hat bei zahlreichen tanzfestivals in nrW publikumsgespräche

moderiert und Werkeinführungen gegeben.

10/ MAREn STEinGRoSS

1972 in hamburg geboren, hat in berlin germanistik und geschichte

studiert und arbeitet seit 14 Jahren als freie Journalistin und autorin,

Schwerpunkt Kultur, vornehmlich für das öffentlich-rechtliche Fernsehen

in Köln und berlin sowie als Sprecherin.

11/ hEnRiETTE WESTphAL

wurde 1985 in osnabrück geboren und hat in Siegen literatur-, Kultur-

und medienwissenschaften studiert. Dort war sie chefredakteurin des

campus-radios und hat eine wöchentliche Kultursendung moderiert

und gestaltet. Seit Februar 2009 arbeitet sie in der redaktion von akt.,

der Kölner theaterzeitung.

IMPRESSUM

akT erscheint monatlich zum Monatsanfang

(10x jährlich, nicht im Juli und August), liegt

kostenlos in kölner Theatern und an ausgesuchten

Verteilstellen aus und kann für € 20,–

jährlich im postversand bezogen werden.

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Dorothea Marcus

Alte Wallgasse 6, 50672 köln

Telefon: 0221 272 59 81

theaterzeitung@koeln.de

aSSiStentin/praKtiKantin:

henriette Westphal

herauSgeber:

akT. gGmbh i. G., c/o Studiobühne köln

Universität, 50923 köln

Verlag:

MWk Zimmermann & hähnel Gmbh

Elisenstraße 24, 50667 köln

Telefon: 0221 1234 35

info@mwk-koeln.de

geStaltung:

Lange+Durach

Lichtstraße 19, 50825 köln

Telefon: 0221 5463502

mail@lange-durach.de

anzeigen:

MWk Zimmermann & hähnel Gmbh

Timea basa, Ralf Zimmermann

Mediaunterlagen unter www.mwk-koeln.de

Telefon: 0221 1234 35

Gefördert vom Amt für Wirtschaftsförderung

und vom kulturamt köln

sowie der Rheinenergiestiftung kultur

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VAN HAM trotzt

dem Preisverfall. Der

Kölner Versteigerer

und seine Kunden

spielen in einer

anderen Liga“.

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25

MäRZ ‘09

VorgeSchaut

BLUT IM RUCKEN UND

BLUMEN AUf TAPETEN

Die international geFragte

Kölner choreograFin

unD meDienKünStlerin

Stephanie thierSch lotet

in „blinD queStionS“

Die liebe auS

Foto: Tom Schreiber

Die liebe ist ein fragiles haus. Jederzeit können die

grundfesten wackeln oder der boden weggerissen werden.

Das gebäude, das auf Stephanie thierschs Video im

tanzhaus nrW zu sehen ist – dort hatte ihre arbeit „blind

questions – you see me neither“ im Januar uraufführung

– ist eher eine hütte. zwar wurde in paris, der klischeebeladenen

Stadt der liebe gedreht, aber das steht nur im

programmheft. zuerst sieht man eine liebliche blümchentapete

auf der leinwand. Später merkt man: es gibt kein

Dach, die mauern beben, Wind weht hindurch, risse tun

sich auf. ein tänzerpaar (alexandre castres, alexandra

naudet) ist im intimen raum der liebe eingeschlossen, er

hat eine blutende Wunde auf dem rücken, sie bekämpft

ihn offensiv. Sie verfolgen, lieben und reiben sich, halten

die bebenden Wände. und während der Film suggestive

Sogwirkung entfaltet, werden auf der bühne vielsprachig

und kühl beziehungsreste abgewickelt: Frontal stehen

die vier mouvoir-performer und klopfen Forderungen fest.

„i want to keep the coffee cups“, „ich den Wasserkessel“,

„Kann ich meine verschwendete zeit zurückhaben?“. es

gibt viel zu verteilen, wenn man am ende ist, aber auch

zu schützen, zum beispiel die erinnerung: „Kann ich den

orgasmus behalten?“, oder: „ich will meine seelische gesundheit

wieder“, ruft der Schauspieler Jens münchow.

letztlich will am ende einer Verbindung mindestens ei-

ConzeptZone.de

5. Februar bis 19. April 2009

Erotik-

Feuerwerk

im Theater

am Dom

BILD-ZEITUNG

... herrlich turbulentes

Stück ... ein toller

Boulevardspass mit

großartigen

Schauspielern...

WDR LOKALZEIT

... eine gut gewürzte

Bouillabaisse der

Gefühle und

Begierden...

JACQUES BREUER, JOCHEN SCHROEDER/

ULRICH GALL, ROLF BERG, GABRIELLE ODINIS,

eine NICOLE SPIEKERMANN, VIOLA WEDEKIND

provenzalische

Komödie von Robin Hawdon

nacht Regie: Horst Johanning

www.theater-am-dom.de

KÖLNER

STADTANZEIGER

51 JAHRE

theater

am

dom

guter abend.

Theater am Dom, Glockengasse 11, Opern Passagen,

Kasse: 0221-2580153/54

..

ner ja meist doch nicht ganz gehen, den geruch der haut

oder doch den ganzen menschen bewahren, der rasenden

Flüchtigkeit der umstände zum trotz. im Film bricht

das haus der liebe zusammen, auf der bühne werden in

quadratischen gängen immer neue räume aufgebaut:

drei rollwände, blumenvase, telefon, lampe, aber vor

allem matratzen, die tanzpartner oder Schutzschilder –

oder einfach orte der lust sind. Denn „begehren braucht

räume“, wird auf dem Video eingeblendet. Stephanie

thiersch, mittlerweile eine international gefragte Künstlerin,

hat mit Wissenschaftlern versucht, rezeption und

Darstellungsweisen der liebe einzukreisen. natürlich ist

es ihr nicht gelungen, das rätsel bleibt ungelöst. aber es

verliert nie seine Faszination: in quadratischen gängen

fi nden sich die performer in paaren zusammen, gehen

wieder auseinander, bis sich die tänzer Viviana escalé

und orlando rodriguez in ein Duett verstricken, das zuerst

abgehackt, gymnastisch und improvisiert und später

immer leidenschaftlicher und verzweifelter wirkt. Das ist,

tänzerisch gesehen, der höhepunkt des abends, zumindest

live auf der bühne – gerne hätte man mehr von ihnen

gesehen.

Vorwürfe schwirren durch den raum, jeder kennt die

muster und wiederkehrenden bruchstücke aus eifersucht,

Kontrolle und Verlangen.

Boden & Eck

Steuerberater / Wirtschaftsprüfer

Dipl. Volksw. Walter Boden

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HauseigentümerIngenieureInstituteJournalistenMaler-

ModelsMusikerPhysiotherapeutenProduzentenPsychologenRechtsanwälteRedakteureRegisseureSängerSchauspielerSportlehrerTheaterTrainerWissenschaftler

„ich will meine unschuld zurück“, ruft die Sängerin Juliana

Venter und singt mit verbundenen augen herzzerreißend

traurig von anfängen, die für immer vergangen

sind. Das könnte man schon kitschig nennen, aber so ist

sie nunmal, die liebe, emotionsbeladen, entäußert und

manchmal fast etwas peinlich. Da können die Wissenschaftler

noch so rational anmerken, dass „in der liebe

alles ein produktives missverständnis sei“.

missverständlich ist auch das bühnengeschehen. Die

phasen der liebe sind nicht mehr auseinanderzuhalten,

sie gehen ineinander über: gewaltexzesse können auch

ein zeichen von sexueller ekstase sein, Spannung in viele

richtungen ausschlagen. betörend und rätselhaft beziehen

sich die performer und das Video immer wieder

aufeinander, auch wenn man es manchmal nur am blumenmuster

der tapeten sieht. Konkret erfährt man über

die liebe nicht viel an diesem abend, aber seine bilder

und musik bleiben lange im Kopf und arbeiten weiter an

jenem lebenslangen gesamtkunstwerk, dem wir uns ja irgendwie

alle gewidmet haben.

TERMinE iM MäRZ: ALTE FEUERWAchE, pREMiERE 11.

WEiTERE TERMinE: 12./13.

www.theater-im-bauturm.de

DoRoThEA MARcUS

vierviertel


26

MäRZ ‘09

Datiert

DATIERT

mo 09

atelier theater

Sia korthaus: Auch Glückskekse krümeln. kabarett

20:30

caSamax theater

Frau Meier, die Amsel

Theaterstück für kinder ab 4 Jahren nach dem

gleichnamigen buch von Wolf Erlbruch

10:30

SchauSpielhauS

Wunschkonzert von Franz xaver kroetz, Schauspiel

Regie: katie Mitchell

20:00

SeVerinS-burg-theater

kunst gegen bares. offene bühnenshow mit Gerd

buurmann und Maria Luise Winkendick

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater im bauturm

holzers peepshow, komödie von Markus köbeli

Regie: klaus prangenberg

20:00

Di 10

Foto: horizonttheater

horizonttheater

kaspar von peter handke. Ein Schauspiel

Regie: Eckhardt kruse Seiler

premiere 20:00

Der rätselhafte kaspar hauser verbrachte seine kindheit

in einem kellerloch, ohne kontakt zu anderen Menschen.

peter handke nutzt die Sprachlosigkeit des

historischen hausers, der 1828 in nürnberg auftauchte.

Er schrieb 1967 ein Einpersonenstück, in dem jemand

durch Sprechen zum Sprechen gezwungen wird.

Regisseur Eckhardt kruse-Seiler stellt kaspar in die

kommunikationslandschaft unserer Zeit und ersetzt

handkes Sprechfolterung mit hilfe von Videos durch

einen erbarmungslos auf kaspar einschlagenden multimedialen

Terror. Während er im kommunikationsmeer

ertrinkt, bleibt ihm keine chance, das Leben zu lernen.

arKaDaS theater

Evening one week stand / choreografiereihe von

pretty ugly tanz köln

premiere 20:00, siehe Seite 12

atelier theater

passt schon, harem Globetrotters, rhein-türkisches

kabarett

20:30

FreieS WerKStatttheater Köln

Das Wüten der ganzen Welt, Erstdramatisierung von

Johannes kaetzler nach dem Roman von Maarten ’t hart

20:00

gloria theater

komm zu Fatih! von Fatih cevikkollu, kabarett

20:00

halle KalK

M. S. Adenauer. Die erste antiautoritäre Staatsoper

von Schorsch kamerun

19:30, siehe Seite 17

Junge Kammeroper Köln

Die Weiße Rose, kammeroper über hans und Sophie

Scholl für Jugendliche ab 12 Jahren

10:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

20:00, siehe Seite 16

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin

hawdon, Regie: horst Johanning

20:00, siehe Seite 18

Foto: Theater am Sachsenring

10.–15. märz

theater am SachSenring

FeStiVal Der zWiSchentöne

nach vielen Jahren gibt es im Theater am Sachsenring

wieder ein Festival der Zwischentöne. Der Fokus richtet

sich auf bekannte und unbekannte Texte, Märchen,

Romane, Theaterstücke, auf gelesene, hörbar gemachte,

gespielte Worte und Töne. Dabei gibt es verschiedene

Themenabende, es geht um Frauen, beziehungen,

Großstädter, am Sonntagnachmittag werden kindergeschichten

erzählt und gespielt. Das ganze programm

unter www.theater-am-sachsenring.de

theater am SachSenring

Wie’s Frauen machen – Schauspieler lesen Lieblingstexte

Festival der Zwischentöne

20:30

theater Der Keller

Glückliche Zeiten von Alan Ayckbourn

Regie: kathrin Sievers, Schauspiel

20:00

theater im bauturm

holzers peepshow, komödie von Markus köbeli

Regie: klaus prangenberg

20:00

mi 11

alte FeuerWache

Mouvoir von Stephanie Thiersch. blind questions: i see

you me neither, Uraufführung Tanz / performance

premiere 20:00, siehe Seite 25

arKaDaS theater

Evening one week stand / choreografie von pretty ugly

tanz köln

20:00, siehe Seite 12

artheater

Flüchtlingsgespräche, bühneninstallation zwischen

brecht und heute

20:00

atelier theater

Volk & knecht GbR: Das singende Modestübchen – zwei

Ladenhüter packen aus! (Melodien und Texte)

20:30

Foto: Rolf Franke

Kammeroper Köln

Die Weiße Rose, kammeroper über hans und Sophie

Scholl, für Jugendliche ab 12 Jahren

19:30

Die kammeroper köln zeigt eine der erfolgreichsten

deutschsprachigen nachkriegsopern von komponist

Udo Zimmermann. Regisseurin Enke Eisenberg inszeniert

die Geschichte der Geschwister hans und Sophie

Scholl und bringt Jugendlichen und Erwachsenen damit

ein Stück deutsche Vergangenheit näher. Die Geschichte

des mutigen Widerstands der Geschwister gegen

Machtmissbrauch, Gewalt und Gleichgültigkeit zur Zeit

des nationalsozialismus hat auch heute noch nichts von

ihrer Faszination und Radikalität eingebüßt.

bürgerhauS StollWercK

hans Gerzlich Geld für alle! Wirtschaftskabarett

20:00

FreieS WerKStatttheater Köln

Das Wüten der ganzen Welt, Erstdramatisierung

von Johannes kaetzler nach dem Roman von

Maarten ’t hart

20:00

halle KalK

M. S. Adenauer – Die erste antiautoritäre Staatsoper von

Schorsch kamerun

19:30, siehe Seite 7

horizonttheater

kaspar von peter handke. Ein Schauspiel

Regie: Eckhardt kruse-Seiler

20:00

Kölner KünStler theater

Zauberklänge, für kinder ab 2 Jahren

10:00

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich. Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

20:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

18.30, siehe Seite 16

SchauSpielhauS

Der letzte Riesenalk – Ein Diorama von Anna Viebrock

und Malte Ubenauf

19:30

SeVerinS-burg-theater

Semele von Friedrich Schiller. Regie: Susan klaffer

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

Festival der Zwischentöne, Literatur, hör-Spiel und

Theater Für immer zusammen

20:30

theater Der Keller

Glückliche Zeiten von Alan Ayckbourn, Regie: kathrin

Sievers, Schauspiel

20:00

theater im bauturm

Draußen vor der Tür von Wolfgang borchert, inszeniert

von Stefan Rogge

20:00, siehe Seite 6

Do 12

atelier theater

Matthias Jung: Meine erste Ampel, kabarett

20.30

horizonttheater

Die Müllmaus von Alma Jongerius für kinder ab 3 Jahren

11:00 und 15:00

bluthochzeit von Frederico Garcia Lorca, Schauspiel,

Ensemble nicopoulos, Regie: christos nicopoulos

20:00

Kölner KünStler theater

huckleberry Finn, für kinder ab 10 Jahren

10:00

Foto: © Meyer originals

FreieS WerKStatttheater Köln

Das Wüten der ganzen Welt, Erstdramatisierung von

Johannes kaetzler nach dem Roman von Maarten `t hart

20:00

„Das Wüten der ganzen Welt“ hat den kölner Theaterpreis

2008 gewonnen. bis Mitte April wird die inszenierung

nun wieder regelmäßig auf der bühne in der

kölner Südstadt gezeigt. Der Roman des niederländers

Maarten ‘t hart war Vorlage für die inszenierung von

Johannes kaetzler, in der, laut Jury des kölner

Theaterpreises, „die literarische Vorlage ohne Verluste

auf das Wesentliche verdichtet wurde“ und die „mit

ihrem intensiven Spiel begeistert“.

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich, Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

20:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

18:30, siehe Seite 16

27

premiere KinDer- unD JugenDtheater MäRZ ‘09

premiere KinDer- unD JugenDtheater

Datiert

ömmeS & oimel im comeDia

Der Feind bist Du von kai hensel, für Jugendliche

ab 14 Jahren, Regie: Ulrike Stöck

10:30

SchauSpielhauS

peer Gynt von henrik ibsen, Schauspiel,

Regie: karin beier

19:30

SenFtöpFchen theater

kleine & Linzenich: Die letzte Zugabe, kabarett

20:15

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

Der böse blick, Schauspieler lesen Lieblingstexte.

Festival der Zwischentöne, Literatur, hör-Spiel und

Theater

20:30

theater Der Keller

Mutter courage und ihre kinder von bertolt brecht,

Schauspiel, Regie: hanfried Schüttler

20:00, siehe Seite 6

theater im bauturm

Draußen vor der Tür von Wolfgang borchert, Schauspiel

Regie: Stefan Rogge

20:00, siehe Seite 6

theater im hoF

Weihnachten in Transsilvanien, komödie von

ingo Albrecht

20:00

Fr 13

alte FeuerWache

Mouvoir von Stephanie Thiersch. blind questions: i see

you me neither, Uraufführung Tanz / performance

20:00, siehe Seite 25

arKaDaS theater

Risotto All‘italiana, kabarett mit Luciana caglioti

20:00

caSamax theater

Weiß weiß, was du nicht weißt, Farbenspiel für kinder

ab 3 Jahre

10:30

FreieS WerKStatttheater Köln

Raucher/nichtraucher – Abenteuer im Zelt. Von Alan

Ayckbourn. koproduktion berger/karthaus/FWT

20:00

horizonttheater

Die Müllmaus von Alma Jongerius für kinder ab 3 Jahren

11:00 und 15:00

bluthochzeit von Frederico Garcia Lorca, Schauspiel,

Ensemble nicopoulos, Regie: christos nicopoulos

20:00

Kabarett a–z

DichtDenkDeutsch, Literarisches kabarett mit

Frank Meyer

19:30

Foto: Florian Roß

max-plancK-inStitut Für geSellSchaFtS-

ForSchung

_vater.mutter.hund/. Schauspiel von Futur3,

Regie: hiltrud kissel

20:00

Gerade erst zurückgekehrt aus Singapur zeigen Futur3

– die im fernen osten mit _father.mother.dog/ zum

M1 Singapore Fringe Festival 09 eingeladen waren –

nun wieder die deutsche Version ihres Stückes. Das

kernensemble von Futur3 widmet sich in „_vater,mutter.

hund/“ dem Thema Familie aus Sicht der Wissenschaft:

Welche Abgründe tun sich auf, wenn man sie durch ein

soziologisches Mikroskop hindurch betrachtet? Und

was geschieht, wenn auf dem objektträger statt einer

Fruchtfliege man selbst, Väter und Schwestern, neffen

und Großmütter liegen?

Kabarett theater Klüngelpütz

ich glaub‘s nicht! von Marina barth, kabarett

20.30

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich, Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

20:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

20:00, siehe Seite 16

ömmeS & oimel im comeDia

Der Feind bist Du von kai hensel, für Jugendliche

ab 14 Jahren, Regie: Ulrike Stöck

10:30

opernhauS

Die Zauberflöte von Wolfgang Amadé Mozart, Musikalische

Leitung: Markus Stenz, Regie: peer boysen

19:30

SchauSpielhauS

60 years von Guy Weizman und Roni haver, Ein Abend

für Schauspieler und Tänzer, in Zusammenarbeit mit

pretty ugly tanz köln

20:00, siehe Seite 11

SenFtöpFchen theater

Die letzte Zugabe von kleine & Linzenich, kabarett

20:15

SeVerinS-burg-theater

Semele von Friedrich Schiller. Schauspiel.

Regie: Susan klaffer

20:00

theater Die bauStelle

Dracula für zwei personen. Gastspiel des Theater-TakeAWay

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

Freitag der Dreizehnte, Schauspieler lesen Lieblingstexte.

Festival der Zwischentöne, Literatur, hör-Spiel

und Theater

20:30

theater Der Keller

Mutter courage und ihre kinder von bertolt brecht,

Schauspiel, Regie: hanfried Schüttler

20:00, siehe Seite 6

theater im bauturm

Draußen vor der Tür von Wolfgang borchert, Schauspiel,

inszeniert von Stefan Rogge

20:00, mit publikumsgespräch, siehe Seite 6

theater im hoF

Wie gesacht...! von carsten Dvorak, kabarett

20:00

theater tieFrot

Die Sanfte nach der Erzählung von Fjodor Dostojewskij

Regie: Dr. peter borchardt

20:30

yaKult-halle

Ali baba und die vierzig Räuber von Luigi cherubini,

kinderoper für kinder ab 6 Jahren, Regie: Eike Eckert

15:00, siehe Seite 15

Sa 14

Foto: peter Frohleiks

bürgerhauS StollWercK

Frohleiks EinMannkultur, kabarett-Solo von und mit

peter Frohleiks

premiere 20:00

Das ultimative bügelbrett für den Singlemann ließ lange

auf sich warten. peter Frohleiks präsentiert sein technisch

ausgereiftes brett, das allen Anforderungen des

modernen nomadentums genügt. Und Frohleiks kann

es bedienen. Mit ihm bügelt er die Welt zur Scheibe und

alle Fehler wieder aus. peter Frohleik spielt, parodiert,

charakterisiert, tanzt und singt ein Loblied auf den

Misserfolg. Ein kabarett-Solo über die Absurdität des

Lebens.

atelier theater

Maul und clownseuche: Drei Männer braucht die Frau

kabarett

20:30

blaueS hauS

Wölfchen, Tischtheater für kinder ab 3 Jahren

16:00

caSamax theater

Weiß weiß, was du nicht weißt, Farbenspiel für kinder

ab 3 Jahre

10:30

FreieS WerKStatttheater Köln

Raucher/nichtraucher – Abenteuer im Zelt. Von Alan

Ayckbourn. koproduktion berger/karthaus/FWT

20:00

horizonttheater

Löwe sein ist wunderbar, für kinder ab 4 Jahren,

Zirkusmusical von Getrud pigor

15:00

bluthochzeit von Frederico Garcia Lorca, Schauspiel,

Ensemble nicopoulos, Regie: christos nicopoulos

20:00

Junge Kammeroper Köln

hexe hillary geht in die oper, Musiktheater

für kinder ab 3 Jahren

11:00

Kabarett a–z

hirnlos Glücklich (Gesellschaftskabarett)

19:30

Kabarett theater Klüngelpütz

Marina barth Schiller’s Locke (kabarett)

20.30

Kölner KünStler theater

Donnerwetter, für kinder ab 5 Jahren

16:00

max-plancK-inStitut Für geSellSchaFtS-

ForSchung

_vater.mutter.hund/“. Schauspiel von Futur3

Regie: hiltrud kissel

20:00

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich, Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

17:00 und 20:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

15:00 und 20:00, siehe Seite 16

opernhauS

Der Wildschütz oder die Stimmer der natur von Albert

Lortzing

19:30, siehe Seite 14

SchauSpielhauS

Der letzte Riesenalk – Ein Diorama von Anna Viebrock

und Malte Ubenauf

19:30

Foto: Thomas Grimm, grimedia.de

SeVerinS-burg-theater

Semele von Friedrich Schiller

inszenierung: Susan klaffer

20:00

Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt:

Semele (Ania niedieck), die irdische Geliebte des Zeus,

verliebt sich in seinen göttlichen Traumkörper und wird

schwanger von ihm. Dessen eifersüchtige Ehefrau Juno

bekommt jedoch Wind von der Sache und überredet,

in Gestalt einer Amme, Semele, ihren Gatten Zeus

solange zu provozieren, bis dieser sein wahres Gesicht

zeigt. Der plan geht auf und Zeus wirft wütend mit blitz

und Donner um sich. Semele stirbt. bleibt nur die Frage:

Macht das irgendjemanden glücklich?

SenFtöpFchen theater

kleine & Linzenich Die letzte Zugabe (kabarett)

20:15

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

Festival der Zwischentöne, Literatur, hör-Spiel und

Theater Androiden schlafen fest

20:30

theater Der Keller

Mutter courage und ihre kinder von bertolt brecht,

Schauspiel, Regie: hanfried Schüttler

20:00, siehe Seite 6

theater im bauturm

Draußen vor der Tür von Wolfgang borchert, inszeniert

von Stefan Rogge

20:00, siehe Seite 6

theater im hoF

Dachlawine, komödie von neil Simon

20:00, siehe Seite 18

theater tieFrot

Die Sanfte nach der Erzählung von Fjodor Dostojewskij

konzeption: Dr. peter borchardt

20:30

So 15

blaueS hauS

Wölfchen, Tischtheater für kinder ab 3 Jahren

16:00

bürgerhauS KalK

peter und der Wolf Von Sergej prokofjew, für kinder ab

4 Jahren

15:00

bürgerhauS StollWercK

monteure blaues Gold Tanztheater für kinder

von 3–8 Jahren und Familien

16:00

Frohleiks EinMannkultur, kabarett-Solo von und mit

peter Frohleiks

18:00

caSamax theater

Weiß weiß, was du nicht weißt, Farbenspiel für kinder

ab 3 Jahre

10:30

FreieS WerKStatttheater Köln

nuni, Erstdramatisierung nach dem gleichnamigen

kinderbuch von Fritz Mühlenweg zum internationalen

Jahr der Astronomie 2009. Für kinder ab 5 Jahren

16:00, siehe Seite 17

gloria theater

Fang den Mörder, kriminacht für kombinierer,

Schauspiel zum Mitraten mit Guildo horn

20:00

horizonttheater

krabbeltheater Die Stoffmarie, für kinder ab 2 Jahren

11:00

Frühstück mit Wolf, für kinder ab 4 Jahren

15:00

kaspar von peter handke, Schauspiel

Regie: Eckhardt kruse-Seiler

20:00

Junge Kammeroper Köln

hexe hillary geht in die oper, Musiktheater für

kinder ab 3 Jahren

11:00

Kölner KünStler theater

Donnerwetter, für kinder ab 5 Jahren

15:00

max-plancK-inStitut Für geSellSchaFtS-

ForSchung

_vater.mutter.hund/. Schauspiel von Futur3

Regie: hiltrud kissel

20:00

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich, Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

17:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

15:00 und 20:00, siehe Seite 16

opernFoyer

Einführungsmatinée zu Tristan und isolde

von Richard Wagner

11:30

Salome von Richard Strauss

19:30

ömmeS & oimel in Der comeDia

heidi, von catharina Fillers und Ensemble nach

Johanna Spyri, für kinder ab 6 Jahren

15:00

SchauSpielhauS

Gerhard polt & Grupo converso Da fahr’n wir nimmer hin

12:00

Medea – Elektra – phädra / corinna harfourch

& DJ Shaban, Eingerichtet von Gerhard Ahrens

zur litcologne 2009

16:00

SenFtöpFchen theater

kleine & Linzenich Die letzte Zugabe (kabarett)

20:15

SeVerinS-burg-theater

Semele von Friedrich Schiller. inszenierung: Susan klaffer

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

Festival der Zwischentöne, Literatur, hör-Spiel und

Theater Momo und Mumin

16:00

Festival der Zwischentöne Trotz alledem

20:30

theater im bauturm

Doppelvorstellung:

Draußen vor der Tür von Wolfgang borchert

17:00

anschließend im theater Der Keller Mutter

courage und ihre kinder von bertolt brecht, Schauspiel

Regie: hanfried Schüttler

20:00, siehe Seite 6

theater im hoF

hänsel und Gretel, Fee burger nach den Gebr. Grimm

für kinder ab 3 Jahren

11:00

Schneewittchen, Fee burger nach den Gebr. Grimm

für kinder ab 3 Jahren

15:00

Dachlawine, komödie von neil Simon

20:00, siehe Seite 18

zirKuS – unD artiStiKzentrum Köln

Die zweite prinzessin von Gertrud pigor, kindertheater

ab 4 Jahren

16:00

mo 16

atelier theater

helena Marion Scholz, Wahre Lügen – von kurzen nasen

und langen beinen (kabarett)

20:30

bürgerhauS StollWercK

monteure blaues Gold Tanztheater für kinder von

3–8 Jahren und Familien

10:00

caSamax theater

Weiß weiß, was du nicht weißt, Farbenspiel für kinder

ab 3 Jahre

10:30

comeDia

Rene Marik Autschn – Ein Abend über die Liebe

puppentheater

20:00

horizonttheater

Die physiker von F. Dürrenmatt, für Jugendliche

ab 12 Jahren

10:00

nicht nur zur Weihnachtszeit, Satire von heinrich böll

Regie: Volker hein

20:00

Junge Kammeroper Köln

hexe hillary geht in die oper, Musiktheater für kinder

ab 3 Jahren

11:00

ömmeS & oimel in Der comeDia

heidi, von catharina Fillers und Ensemble nach

Johanna Spyri, für kinder ab 6 Jahren

15:00

SeVerinS-burg-theater

kunst gegen bares. offene bühne Show mit Gerd

buurmann und Maria Luise Winkendick

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater im bauturm

holzers peepshow, komödie von Markus köbeli

Regie: klaus prangenberg

20:00

yaKult-halle

Ali baba und die vierzig Räuber, Luigi cherubini

kinderoper für kinder ab 6 Jahren

15:00, siehe Seite 15

Di 17

atelier theater

passt schon, haremGlobetrotters, rhein-türkisches

kabarett

20:30

bürgerhauS StollWercK

monteure blaues Gold Tanztheater für kinder

von 3–8 Jahren und Familien

10:00

comeDia

Rene Marik Autschn – Ein Abend über die Liebe

puppentheater

20:00

ömmeS & oimel in Der comeDia

Romeo und Julia von William Shakespeare in einer

Theaterfassung von bischof/bodinek/blum,

Regie: Rüdiger pape, für kinder ab 6 Jahren

10:30

Romeo und Julia – ein Stoff der bereits in allen Variationen

bekannt ist. Aber eignet er sich auch als kinderstück?

Die Geschichte zweier junger Liebender, die nicht

zusammenkommen dürfen, da ihre Familien verfeindet

sind, endet in einer großen Tragödie. in dieser Theaterfassung

von drei Schweizer Autoren behalten

jedoch selbst die rauen und tragischen Situationen

große Leichtigkeit. Die Einfachheit in Erzählweise und

Struktur der Geschichte macht sie auch für kinder zugänglich.

Und aktuell ist sie allemal: Verfeindete

Familien lassen sich aufgrund von unsinnigen Vorschriften

und Vorurteilen wohl auch heute noch finden.


28

MäRZ ‘09

Datiert

FreieS WerKStatttheater Köln

Das Gespenst von canterville, Theaterfassung

von Stefan karthaus und Joachim berger nach der

Erzählung von oscar Wilde

20:00

halle KalK

M. S. Adenauer – Die erste antiautoritäre Staatsoper

von Schorsch kamerun

19:30, siehe Seite 7

horizonttheater

Die pysiker von F. Dürrenmatt, inszenierung: Reinar

ortmann

10:00 und 20:00

Kölner KünStler theater

Donnerwetter, für kinder ab 5 Jahren, Regie: iris Schleuss

10:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

20:00, siehe Seite 16

SchauSpielhauS

Lit.cologne: Sitzt selbst im Glück der knacks? fragt

Roger Willemsen

19:30

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater Der Keller

Mutter courage und ihre kinder von bertolt brecht,

Schauspiel, Regie: hanfried Schüttler

20:00

theater im bauturm

holzers peepshow, komödie von Markus köbeli

Regie: klaus prangenberg

20:00

mi 18

arKaDaS theater

kinski – Wie ein Tier in einem Zoo von hagen Jablonski

Regie: Stefan krause, neuesschauspielkoeln

20:00

bürgerhauS KalK

Das Geheimnis der orgel, kindermusical für kinder

ab 3 Jahren

11:00

bürgerhauS StollWercK

Volker Diefes Ein bauch ist schon mal ein Ansatz

kabarett gegen Abnehmwahn und Diätenerhöhung

20:00

erSteS Kölner Wohnzimmertheater

Angela krüll privat bin ich ganz anders (kabarett)

20:30

FreieS WerKStatttheater Köln

Das Gespenst von canterville, Theaterfassung

von Stefan karthaus und Joachim berger nach

der Erzählung von oscar Wilde

20:00

halle KalK

M. S. Adenauer – Die erste antiautoritäre Staatsoper

von Schorsch kamerun

19:30, siehe Seite 7

horizonttheater

Antigone (Sophokles), Ensemble nicopoulos

11:00 und 20:00

Kabarett theater Klüngelpütz

Eröffnung des improfestivals 2009

20:30

Kölner KünStler theater

Unter Menschen 2, für Jugendliche ab 13 Jahren

von Georg zum kley

10:00

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich, Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

20:00

Foto: Studiobühne

StuDiobühne Köln

WEib.Licht.kEiT, produktion der lichtgestalten

premiere, 20:00

ist Feminismus ein Auslaufmodell? oder ist er einfach

selbstverständlich geworden? Und überhaupt, was ist

Feminismus eigentlich? Die Studiobühne versucht mit

„WEib.Licht.kEiT“ Licht ins Dunkel zu bringen und mit

Liedern, Textquellen vergangener Tage und beobachtung

der gegenwärtigen Lebenswelt der komplexität des

begriffs „Feminismus“ herr zu werden. nach „Wir werden

siegen!“ von peterLicht ist dies die neue produktion

der lichtgestalten.

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

20:00, siehe Seite 16

SchauSpielhauS

Maria Schrader, Tom Schilling und paul ingenday treffen

den grossen Gatsby – Ein F. Scott Fitzgerald-Abend

19:30

SeVerinS-burg-theater

politisch, korrekt! Die kabarett-Show mit Martin peeWee

cordemann und Gerd buurmann

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater Der Keller

Mutter courage und ihre kinder von bertolt brecht,

Schauspiel, Regie: hanfried Schüttler

20:00, siehe Seite 6

theater im bauturm

Am hang von Markus Werner, inszeniert von Annette

Frier

20:00

theater im hoF

Weihnachten in Transsilvanien, komödie von

ingo Albrecht

20:00

theater tieFrot

karneval von Jordi Galceran, Regie: Wolfram

Zimmermann

20:30, siehe Seite 17

Do 19

atelier theater

Astrid Gloria Magic kitchen – die magische kochshow

20:30

bürgerhauS StollWercK

keine Gefangenen von Thilo Seibel – polit-comedy,

kabarett und parodie

20:00

comeDia

Josef hader hader spielt hader (kabarett)

20:00

FreieS WerKStatttheater Köln

halbschatten nach dem Roman von Uwe Timm

Regie: Johannes kaetzler

20:00

horizonttheater

(Fast) Alles von Schiller an einem Abend, collage von

Schiller, Schauspiel ab 12 Jahren, Text: Reinar ortmann,

Regie: christos nicopoulos

11:00, siehe Seite 16

kaspar von peter handke. Ein Schauspiel

Regie: Eckhardt kruse-Seiler

20:00

Kabarett theater Klüngelpütz

Marina barth Schiller’s Locke (kabarett)

20.30

Kölner KünStler theater

peter pan, für kinder ab 5 Jahren, von Georg Zum kley,

nach Motiven von James Matthew barrie

10:00

Foto: Theater im bauturm

theater im bauturm

Am hang von Markus Werner, Schauspiel, inszeniert von

Annette Frier

20:00

„Am hang“ ist Annette Friers erste inszenierung, bei der

sie die bühnenfassung des gleichnamigen bestsellerromans

von Markus Werner für das Theater im bauturm

selbst geschrieben hat. Zwei Männer lernen sich auf

der Terrasse eines Tessiner hotels kennen, reden in

der Unverbindlichkeit ihrer begegnung über Freundschaft,

Liebe und Tod. Was aber als Gespräch zwischen

Zufallsbekannten beginnt, gerät zu einem abgründigen

Verwirrspiel, das fasziniert und verstört. nach dem

Erfolg im letzten Jahr ist das Stück in dieser Spielzeit

wieder zu sehen.

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich, Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

20:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

18.30, siehe Seite 16

ömmeS & oimel in Der comeDia

heidi, von catharina Fillers und Ensemble nach

Johanna Spyri, für kinder ab 6 Jahren

10:30

SchauSpielhauS

Lit.cologne: Elke heidenreich, Ulrike Migdal, Anne Sofie

von otter, Julia Wieninger: ilse Weber ich wandere

durch Theresienstadt

19:00

SenFtöpFchen theater

Vince Ebert Denken lohnt sich (kabarett)

20:15

StuDiobühne Köln

WEib.Licht.kEiT, produktion der lichtgestalten

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater Der Keller

non(n)sens, von Dan Goggin, Musical

20:00

theater tieFrot

karneval von Jordi Galceran, Regie Wolfram

Zimmermann

20:30, siehe Seite 17

yaKult-halle

Ali baba und die vierzig Räuber von Luigi cherubini,

kinderoper für kinder ab 6 Jahren

11:30, siehe Seite 15

Fr 20

alte FeuerWache

Solaris – Eine kosmische Groteske, Regie: Gerhard Roiß

20:00, siehe Seite 4

Foto: Atelier-Theater

atelier theater

Astrid Gloria: Magic kitchen – die magische kochshow,

20:30

„Diese Frau ist ein Erlebnis!“ schrieb die Süddeutsche

Zeitung über Astrid Gloria. ihre magische kochshow ist

dies wohl nicht viel weniger, denn währenddessen liegt –

eher ungewöhnlich für ein Theater – ein Duft von süßen

äpfeln, angebratenen Zwiebeln und feinen Gewürzen

in der Luft. Gezaubert wird mit Gurken, Tischen und

besteck, und „kölns umtriebigste Musentochter“ (Stadtrevue)

gibt Gemüselieder, Gourmetgedichte und magische

Geschichten über Vegetarier und die biologischen

Vorgänge in unserem körper zum besten. bon Appetit.

bürgerhauS StollWercK

christian hirdes „Ein Weichei auf die harte Tour“

(kabarett – comedy – Musik)

20:00

caSamax theater

Die Tochter des Sargmachers, für kinder ab 9 Jahren

10:30

comeDia

Josef hader hader spielt hader (kabarett)

20:00

Foto: crumbs

luther-Kirche Köln

Marathon-nacht der improvisation – so lange spielen,

bis alle Zuschauer gegangen sind

22:00

improvisationstheater, das heißt spontane Szenen

spielen, in denen der Schauspieler gleichzeitig auch

Regisseur und Drehbuchautor ist. Dabei ist improtheater

keine neuartige Theaterform: Seit den 60er Jahren wird

das publikum aktiv an der handlung beteiligt und das

Genre ständig weiterentwickelt. beim kölner improfestival

wird es wohl besonders spannend in der Marathonnacht

– oder am 22.3., wenn das preisgekrönte

impro-Duo „crumbs“ aus kanada auf Englisch spielt.

Mehr unter www.koelnerimprofestival.de

erSteS Kölner Wohnzimmertheater

bademeister Schaluppke Funky Arschbombe (kabarett)

20:30

premiere KinDer- unD JugenDtheater

FreieS WerKStatttheater Köln

halbschatten nach dem Roman von Uwe Timm

Regie: Johannes kaetzler

20:00

horizonttheater

kaspar von peter handke. Ein Schauspiel

Regie: Eckhardt kruse-Seiler

11:00 und 20:00

Kabarett a–z

nächsten-hiebe (Gesellschaftskabarett)

19:30

Kabarett theater Klüngelpütz

Marina barth Schiller’s Locke (kabarett)

20:30

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich, Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

20:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

20:00, siehe Seite 16

ömmeS & oimel in Der comeDia

heidi, von catharina Fillers und Ensemble nach

Johanna Spyri, für kinder ab 6 Jahren

10:30

opernhauS

Salome von Richard Strauss, inszenierung: katharina

Thalbach, Wiederaufnahme

19:30

Foto: orangerie

orangerie

Räume räumen Eine worthalsige performance mit Musik

20:00

2007 wurde das netzwerk Theaterkonnex von jungen

Theatermachern sowie seit Jahrzehnten erfahrenen

kollegen gegründet. Ziel war es, verschiedene ideen

zu verbinden und so kontinuierlich an neuen und

speziellen Ausdrucksformen des Theaters zu arbeiten.

So wie auch in der neuen produktion „Räume räumen“,

wo Sprache und Musik verknüpft werden, auch mit

hilfe des geheimnisvollen kölner Musikers und Autors

peterLicht. Die Songs aus der performance stammen

aus seinem aktuellen Album „Melancholie und Gesellschaft“.

raKetenclub

being Almodovar, Schauspiel mit Szenen aus

Almodóvar-Filmen, Regie: Martin Schnick

20.30, siehe Seite 13

SchloSSerei, SchauSpiel Köln

Schwester von (Zus van), Gastspiel des nT Gent

Text von Lot Vekemans

20:00

SenFtöpFchen theater

Vince Ebert: Denken lohnt sich (kabarett)

20:15

SeVerinS-burg-theater

kabarett. Mit Lothar Tolksdorf

20:00

StuDiobühne Köln

WEib.Licht.kEiT, produktion der lichtgestalten

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

FlowerMauerAdenauer, Singend durch die

nachkriegszeit (Revue)

20:30

theater im bauturm

Am hang von Markus Werner, inszeniert von

Annette Frier

20:00

theater im hoF

Dachlawine, komödie von neil Simon

20:00, siehe Seite 18

theater tieFrot

karneval von Jordi Galceran, Regie: Wolfram

Zimmermann

20:30, siehe Seite 17

theater Der Keller

non(n)sens, von Dan Goggin (Musical)

20:00

Sa 21

alte FeuerWache

Solaris – Eine kosmische Groteske,

Regie: Gerhard Roiß

20:00, siehe Seite 14

atelier theater

Das bundeskabarett: Ein schwerer Fall

20:30

29

MäRZ ‘09

Datiert

bürgerhauS StollWercK

Martin Maier-bode & Michael Frowin

Abflug – bodenloses kabarett

20:00

caSamax theater

Die Tochter des Sargmachers. Für kinder ab 9 Jahren,

15:00

erSteS Kölner Wohnzimmertheater

bademeister Schaluppke Funky Arschbombe (kabarett),

20:30

FreieS WerKStatttheater Köln

halbschatten nach dem Roman von Uwe Timm

inszenierung von Johannes kaetzler

20:00

Foto: Arkadas Theater

arKaDaS theater

Der blaue Vogel, Regie: Svetlana Furer, puppentheater

ab 6 Jahren

premiere 15:00

Der blaue Vogel soll Glück bringen. Aber was ist Glück?

Ein paar kinder machen sich auf die Suche danach,

ausgerüstet mit einem Zauberhut, der verschiedene

haustiere und haushaltsdinge lebendig werden lässt.

Auf ihrer Reise durch die nacht gelangen sie an manch

wundersamen ort. nirgends ist der geheimnisvolle

Vogel zu finden. Das Glück befindet sich aber trotzdem

ganz in ihrer nähe… Svetlana Furer hat Maeterlincks

Märchenspiel für kinder ab sechs Jahren inszeniert.

horizonttheater

Die Müllmaus von Alma Jongerius für kinder

ab 3 Jahren

15:00

bäumchen wechsel dich, Theater schöne Zeit, komödie

nach dem Film „Liebe braucht keine Ferien

20:00

Kabarett a–z

hirnlos Glücklich (Gesellschaftskabarett)

19:30

Kabarett theater Klüngelpütz

Marina barth ich glaub‘s nicht! (kabarett)

20.30

Kölner KünStler theater

peter pan, für kinder ab 5 Jahren

16:00

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich, Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

17 und 20:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

15:00 und 20:00, siehe Seite 16

orangerie

Räume räumen. Eine worthalsige performance mit Musik

20:00

opernhauS

Der Wildschütz oder die Stimme der natur von

Albert Lortzing

19:30, siehe Seite 14

Foto: Monika pormale

halle KalK

The sound of silence, produktion von spielzeit europa,

berliner Festspiele und Jaunais Rigas Teatris, Lettland,

20:00

Die Musik macht nicht an Grenzen halt – das ist die

botschaft des Gastspiels des berühmten lettischen

Regisseurs Alvis hermanis, der in köln auch die kultproduktion

„kölner Affären“ inszeniert hat. hermanis hat

den Abend nicht nur nach dem Musikstück „The Sound

of Silence“ benannt, sondern komplett mit Simon &

Garfunkel beschallt: ein konzert, das nie stattgefunden

hat. hermanis beschwört die kraft der 60er und was

Musik im ostblock anrichten konnte.

raKetenclub

being Almodovar, Schauspiel mit Szenen aus

Almodóvar-Filmen, Regie: Martin Schnick

20.30, siehe Seite 13

SenFtöpFchen theater

Stefan Jürgens: Alles aus Liebe (kabarett)

20:15

SeVerinS-burg-theater

kabarett mit Lothar Tolksdorf

20:00

StuDiobühne Köln

WEib.Licht.kEiT, produktion der lichtgestalten

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

kafkas Welten mit David koch, Regie: Joe knipp

20:30

theater Der Keller

non(n)sens, von Dan Goggin (Musical)

20:00

theater im bauturm

Am hang von Markus Werner, inszeniert von Annette Frier

20:00

theater im hoF

olamowoa, Schauspiel von beate Sarrazin nach

M. Mutloatse

20:00

theater tieFrot

karneval von Jordi Galceran, Regie: Wolfram

Zimmermann, 20:30

theaterpäDagogiScheS zentrum

Die zweite prinzessin von Gertrud pigor, kindertheater

ab 4 Jahren

16:00

yaKult-halle

Ali baba und die vierzig Räuber, Luigi cherubini,

kinder oper für kinder ab 6 Jahren

15:00

So 22

Foto: kabarett A–Z

Kabarett a–z

Der Teufel mit den drei goldenen haaren, Märchen-

Theaterstück frei nach Gebrüdern Grimm ab 5 Jahren,

Regie: peter Dorsch

premiere 15:00

keine leichte Aufgabe für einen Jungen: Er soll die drei

goldenen haare des Teufels aus der hölle beschaffen,

nur dann bekommt er die königstochter. Regisseur

peter Dorsch sorgt dafür, dass das alte Märchen „Der

Teufel mit den drei goldenen haaren“ auch heute noch

aktuell ist, es gibt einen mittelalterliche Flachbildschirm

und einen königlichen handyklingelton. corinne

Walter und Frank Zollner spielen alle Figuren in diesem

Märchen selbst: Erzähler, bursche, Müllerpaar, könig,

prinzessin, Torwächter, Fährmann, Teufel und Großmutter.

Jede Figur hat ihre eigene Macke und ihren

eigenen Witz: Auf kinder und Familien warten während

des Stücks also ungeahnte Wendungen.

arKaDaS theater

Das gefallene Engelchen – Ein akrobatisch-poetisches

Theaterstück für kinder ab 4 Jahren – Ensemble

nicopoulus

11:00

Der blaue Vogel, Svetlana Furer, puppentheater

ab 6 Jahren

15:00

blaueS-hauS

Jonathan will Sänger werden, Tischtheater für kinder

ab 2 Jahren

16:00

bürgerhauS KalK

Das improvisierte Märchen improvisationstheater-Show

für kinder ab 4 Jahren

15:00

bürgerhauS StollWercK

Martin Maier-bode & Michael Frowin

Abflug – boden loses kabarett

18:00

caSamax theater

Die Tochter des Sargmachers. Für kinder ab 9 Jahren

15:00

horizonttheater

Die Müllmaus von Alma Jongerius für kinder ab 3 Jahren

11:00

Frühstück mit Wolf, für kinder ab 4 Jahren

Regie: christos nicopoulos

15:00

bäumchen wechsel dich, Theater schöne Zeit, komödie

nach dem Film „Liebe braucht keine Ferien“

20:00

Foto: oper

opernhauS

Tristan und isolde von Richard Wagner, Musikalische

Leitung: Markus Stenz, Regie: David pountney

premiere 16:00,

inmitten eines zutiefst bürgerlichen Zeitalters verfasste

Richard Wagner sein ehebruchfreudiges hohelied auf

die Liebe und spiegelte damit nach außen seine eigene

Existenz, als in ihm die Leidenschaft für die kaufmannsgattin

Mathilde Wesendonck entbrannte. Musikalisch

stößt er mit „Tristan und isolde“ das Tor weit auf in die

klangmöglichkeiten der ungebundenen Tonalität. Das

Drama seiner protagonisten verlegt er von äußerer

handlung weit weg ganz in innerstes Erleben. David

pountney, intendant der bregenzer Festspiele und

weltweit renommierter Regisseur, inszeniert Wagners

„Tristan und isolde“ in dieser Spielzeit an der oper köln

– und interessiert sich nicht nur für oper, sondern auch

für Fußball.

Kabarett theater Klüngelpütz

improfestival The crumbs aus kanadam improvisationstheater

20.30

Kölner KünStler theater

peter pan, für kinder ab 5 Jahren, von Georg Zum kley,

nach Motiven von James Matthew barrie

15:00

milloWitSch theater

Man kennt sich, man hilft sich, Schwank in zwei Akten

von barbara Schöller und peter Millowitsch

17:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

14 und 19:00, siehe Seite 16

ömmeS & oimel im comeDia

Zwei Monster, für kinder ab 4 Jahren

15:00

SenFtöpFchen theater

Stefan Jürgens, Alles aus Liebe (kabarett)

20:15

SeVerinS-burg-theater

kinderimproShow (mit clamotta). Von magischen Einhörnern,

gefährlichen Drachen und liebenswerten Feen.

Ab 3 Jahren

15:00

kabarett. Mit Lothar Tolksdorf, 20:00

StuDiobühne Köln

WEib.Licht.kEiT, produktion der lichtgestalten

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater Der Keller

non(n)sens, von Dan Goggin (Musical)

20:00

Foto: David baltzer

SchauSpielhauS

Der letzte Riesenalk – Ein Diorama von Anna Viebrock

und Malte Ubenauf

19:30

Der letzte Riesenalk wurde vor etwa 150 Jahren getötet,

seitdem ist der schwarz-weiße Seevogel ausgestorben.

Auch wenn sie von Menschen gejagt werden, Tiere sind

Teil unserer Welt. Wir lieben und hassen sie, küssen

und schlagen sie, wollen mit ihnen leben und können

vielleicht sogar von ihnen lernen. Das Stück von Regisseurin

und bühnenbildnerin Anna Viebrock, legendär

geworden durch ihre Zusammenarbeit mit christoph

Marthaler, bietet einen Vergleich von Tier und Mensch.

theater im bauturm

Der kontrabass von patrick Süßkind

20:00

premiere KinDer- unD JugenDtheater

theater im hoF

hänsel und Gretel, Fee burger nach den Gebr. Grimm

für kinder ab 3 Jahren

11:00

theaterpäDagogiScheS zentrum

Die zweite prinzessin von Gertrud pigor, kindertheater

ab 4 Jahren

16:00

Schneewittchen, Fee burger nach den Gebr. Grimm

für kinder ab 3 Jahren

15:00

Foto: Wolfgang Weimer

theater am SachSenring

kafka und kuchen, David koch spielt kafkas Welten

und das Theater serviert kaffee und kuchen für das

publikum, Regie: Joe knipp

16:00

Sonntagnachmittag, Apfelkuchen, Milchreis und kaffee

für das publikum. Aber ob zum sonntäglichen kaffeeklatsch

wirklich kafka das Richtige ist? Joe knipp hat

Textteile aus der „Verwandlung“ und „in der Strafkolonie“

zu einem Solo für den jungen Schauspieler David koch

verarbeitet, der mit schwarz geschminkten Augenhöhlen

den kleinen Jungen Franz spielt. Die Szenen wirken wie

ein Szenario aus einem „expressiven Stummfilm“ (kölner

Stadtanzeiger). kafkaeske Literatur wird hier ohne Frage

bühnentauglich, die inszenierung wurde hochgelobt. ob

dabei aber wirklich die Lust auf Milchreis zunimmt?

mo 23

arKaDaS theater

Shakespeares sämtliche Werke – leicht gekürzt und

orientalisiert, Regie Aydin isik

20:00

atelier theater

Sia korthaus Auch Glückskekse krümeln, kabarett

20:30

caSamax theater

Die Tochter des Sargmachers. Für kinder ab 9 Jahren

10:30

horizonttheater

(Fast) Alles von Schiller an einem Abend, collage von

Schiller, Schauspiel ab 12 Jahren, Text: Reinar ortmann

Regie: christos nicopoulos

11:00, siehe Seite 16

Lysistrata von Aristophanes, Ensemble nicopoulos

20:00

nS-DoKumentationSzentrum

Diskussion „kriegserklärungen“ Fahnenflucht – Widerstand

des kleinen Mannes

19:00, siehe Seite 24

ömmeS & oimel in Der comeDia

Zwei Monster, für kinder ab 4 Jahren

10:30

raKetenclub

kinski-Wie ein Tier in einem Zoo

Regie: Stefan krause, neuesschauspielkoeln

20:30

SchauSpielhauS

60 years von Guy Weizman und Roni haver, Ein Abend

für Schauspieler und Tänzer, in Zusammenarbeit mit

pretty ugly tanz köln

20:00, siehe Seite 11

SenFtöpFchen theater

Springmaus – nur vom Feinsten, impro-comedy

20:15

SeVerinS-burg-theater

kunst gegen bares. offene bühne Show mit Gerd

buurmann und Maria Luise Winkendick

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

Di 24

arKaDaS theater

Goethes Faust oder die hochzeit zwischen himmel und

hölle, Schauspielsolo von klaus Adam mit haydar Zorlu

20:00


30

MäRZ ‘09

Datiert

atelier theater

passt schon, harem Globetrotters, rhein-türkisches

kabarett

20:30

FreieS WerKStatttheater Köln

Das Wüten der ganzen Welt, Erstdramatisierung von

Johannes kaetzler nach dem Roman von Maarten ’t hart

20:00

horizonttheater

Lysistrata (Aristophanes) Ensemble nicopoulos

ab 12 Jahren

11:00

Geschlossene Gesellschaft von J. p. Sartre

Regie: christos nicopoulos

20:00

gloria theater

Springmaus – Auf der couch!, kölner improfestival 2009

20:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

20:00

ömmeS & oimel in Der comeDia

Zwei Monster, von Getrud pigor, für kinder ab 4 Jahren

10:30

StuDiobühne Köln

WEib.Licht.kEiT, produktion der lichtgestalten

urauFFührung, 20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater Der Keller

Mutter courage und ihre kinder von bertolt brecht,

Schauspiel, Regie: hanfried Schüttler

20:00

theater im bauturm

holzers peepshow, komödie von Markus köbeli

Regie: klaus prangenberg

20:00

mi 25

Foto: Studiobühne

StuDiobühne Köln

Letzte Tage von Lothar kittstein, fringe ensemble (bonn)

20:00

Aufzeichnungen eines psychopathen von Wenedikt

Jerofejew, fringe ensemble (bonn)

21:30

Seit 10 Jahren besteht das fringe ensemble, eine renommierte

freie Gruppe aus bonn. in ihrem Jubiläumsjahr

kommen sie zum Gastspiel in die Studiobühne, gleich mit

zwei Stücken an einem Abend. „Letzte Tage“ erzählt über

verborgene Sehnsüchte und ängste, nähe und Distanz

zweier Frauen. Es wurde vom bonner Autor Lothar kittstein

für das fringe ensemble geschrieben und versetzt

den Zuschauer in die position eines kriminologischen

beobachters. Die „Aufzeichnungen eines psychopaten“

stammen vom bekennenden Trinker und Autor Wenedikt

Jerofejew. Von Wodka benebelt, verliert er sich in Abschweifungen

und grotesken Gedankensprüngen – man

weiß nie, wo der Witz aufhört und die Tragik beginnt.

arKaDaS theater

kinski – Wie ein Tier in einem Zoo von hagen Jablonski

Regie: Stefan krause, neuesschauspielkoeln

20:00

artheater

Gutmenschen (The Altruists) von nicky Silver – Deutsch

von René pollesch

20:00

atelier theater

First Ladies Reich & Sexy – in zwei Stunden, kabarett

20:30

erSteS Kölner Wohnzimmertheater

Andrea badey Zwischen Tanga und Treppenlift, kabarett

20:30

FreieS WerKStatttheater Köln

Das Wüten der ganzen Welt, Erstdramatisierung von

Johannes kaetzler nach dem Roman von Maarten ’t hart

20:00

gloria theater

(improtheater) Der kampf der Giganten

20:00

horizonttheater

Eiskind. Ein Monolog über bulimie von Elisabeth von

Rathenböck, ab 12 Jahren

11:00

nicht nur zur Weihnachtszeit von heinrich böll

Regie: Volker hein

20:00

Kölner KünStler theater

Zauberklänge, für kinder ab 2 Jahren

10:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

18:30, siehe Seite 16

ömmeS & oimel in Der comeDia

crash, für Jugendliche ab 14 Jahren

10:30

SchloSSerei, SchauSpielhauS Köln

Wolke 7 (Schauspiel), Leitung: Lisa Mehnert

11:00 und 20:00

SeVerinS-burg-theater

Drinnen. Eine existentialistische komödie von

Gerd buurmann

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater im bauturm

holzers peepshow, komödie von Markus köbeli

Regie: klaus prangenberg

20:00

theater Der Keller

Mutter courage und ihre kinder von bertolt brecht,

Schauspiel, Regie: hanfried Schüttler

20:00, siehe Seite 16

Foto: Wolfgang Weimer

theater tieFrot

Die Sanfte nach der Erzählung von Fjodor Dostojewskij

konzeption: Dr. peter borchardt

premiere 20:30

Eine junge Frau flüchtet sich aus Armut und dem

beklemmenden Leben bei ihren tyrannischen Tanten in

die Ehe mit einem pfandleiher. Die ständigen Rituale

von Macht und Unterwerfung in ihrer Ehe treiben die

Sanfte jedoch auch hier zur Flucht. Doch vergeblich, am

Ende sieht sie keinen anderen Weg der Verweigerung

als den freiwilligen Tod. „Die Sanfte“ aus Dostojewskijs

Erzählung ist erstmals auf einer kölner bühne zu sehen,

mit Volker Lippmann in der hauptrolle!

Do 26

artheater

Gutmenschen (The Altruists) von nicky Silver – Deutsch

von René pollesch

20:00

atelier theater

Asmus Ring & britta Weyers Wir machen was ich will

(Solo für zwei)

20:30

bürgerhauS StollWercK

ken bardowicks, ich lüge Dich!, comedy

20:00

comeDia

Meine dicke freche türkische Familie von Moritz

netenjakob

20:00

FreieS WerKStatttheater Köln

Raucher/nichtraucher – Abenteuer im Zelt. Von Alan

Ayckbourn. koproduktion berger/karthaus/FWT

20:00

gloria theater

cAVEMAn – Du sammeln, ich jagen! mit Guido Fischer,

ab 16 Jahren

20:00

horizonttheater

Tortuga, Schauspiel von p. Steinmann ab 6 Jahren

11:00

(Fast) Alles von Schiller an einem Abend, collage

von Schiller, Text: Reinar ortmann, Regie: christos

nicopoulos

20:00, siehe Seite 16

Kabarett theater Klüngelpütz

improfestival Maria Maschenka Ein Engel reißt aus

(Solo-impro)

20:30

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

18:30, siehe Seite 16

Foto: kabarett A–Z

Kabarett a–z

Finnisch von Martin heckmanns von Frank Zollner

premiere, 19.30

Ein junger Mann hat sich selbst ein paket geschickt, um

die postbotin kennenzulernen. Als typischer moderner

Single, freiwillig eingesperrt in seiner Wohnung, tastet

er sich an die mögliche begegnung heran und spielt

verzweifelt und komisch alle Eventualitäten durch, verstrickt

sich in Gedankenspiralen über das erste „hallo“,

den ersten kuss und die erste berührung. Aber ist er

zum kontakt mit einem anderen Menschen überhaupt

fähig? interessant ist, dass das Solotheaterstück des

renommierten Theaterautors Martin heckmanns vom

kabarettisten Frank Zöllner gespielt wird.

theater Der Keller

Maria Stuart von Schiller, Regie: herbert Wandschneider

premiere, 20:00

ömmeS & oimel in Der comeDia

Romeo und Julia von William Shakespeare in einer

Theaterfassung von bischof/bodinek/blum

Regie: Rüdiger pape, für kinder ab 6 Jahren

10:30

SeVerinS-burg-theater

Superjeilezick. clamotta & Freunde spielen

improvisationstheater auf kölsche Art beim impro-

Festival köln 2009

20:00

StuDiobühne

Letzte Tage von Lothar kittstein, fringe ensemble

(Gastspiel)

20:00

Aufzeichnungen eines psychopathen von Wenedikt

Jerofejew, fringe ensemble (bonn

21:30

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater im bauturm

holzers peepshow, komödie von Markus köbeli

Regie: klaus prangenberg

20:00

theater im hoF

Die weiße Rose – ein kriegsmärchen, Schauspiel von

L. Zastrow u. J. Roloff

20:00

SchloSSerei, SchauSpielhauS Köln

Wolke 7 (Schauspiel), Leitung: Lisa Mehnert

11:00 und 20:00

Kölner KünStler theater

Zauberklänge, für kinder ab 2 Jahren

10:00

Fr 27

atelier theater

holger Edmaier, Spielwiese, kabarett

20:30, siehe Seite 15

bürgerhauS KalK

im himmel ist die hölle los, kölner Musical company

premiere 20:00

bürgerhauS StollWercK

Die improVisaToren – Mel Gibson singt ibsen – Reloaded

(improshow)

20:00

caSamax theater

Freunde ab halb vier. Ein Theaterstück für gehörlose

und hörende kinder ab 5 Jahren

10:30

comeDia

pause und Alich als Fritz und hermann, kabarett

20:00

erSteS Kölner Wohnzimmertheater

Andrea badey Zwischen Tanga und Treppenlift, kabarett

20:30

FreieS WerKStatttheater Köln

Raucher/nichtraucher – Abenteuer im Zelt. Von Alan

Ayckbourn. koproduktion berger/karthaus/FWT

20:00

horizonttheater

(Fast) Alles von Schiller an einem Abend, collage von

Schiller, Schauspiel ab 12 Jahren, Text: Reinar ortmann

Regie: christos nicopoulos

11:00, siehe Seite 16

nächte mit Joan von h. königstein, hommage an

Joan crawford

20:00

premiere KinDer- unD JugenDtheater

Kabarett a–z

nächsten-hiebe (Gesellschaftskabaret)

19:30

Kabarett theater Klüngelpütz

improfestival hollywood backstage (improtheater)

20.30

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

20:00, siehe Seite 16

ömmeS & oimel in Der comeDia

Romeo und Julia von William Shakespeare in einer

Theaterfassung von bischof/bodinek/blum

Regie: Rüdiger pape, für kinder ab 6 Jahren

10:30

opernhauS

Tristan und isolde, oper von Richard Wagner, Musikalische

Leitung: Markus Stenz, Regie: David pountney

20:00

StuDiobühne

Letzte Tage von Lothar kittstein, fringe ensemble (bonn)

20:00

Aufzeichnungen eines psychopathen von Wenedikt

Jerofejew, fringe ensemble (bonn)

21:30

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

kafkas Welten, mit David koch, inszenierung von

Joe knipp

20:30

Foto: © Meyer originals

theater Die bauStelle

Die kleine Meerjungfrau. Ein Singspiel nach dem

Märchen von hans christian Andersen. Für kinder

ab 6 Jahren

premiere, 20:00

Die kleine Meerjungfrau ist anders als ihre Schwestern,

sie fühlt sich zur Menschenwelt hingezogen. obwohl

ihr Vater sie vor den Gefahren warnt, die dort lauern,

verliebt sie sich in einen prinzen und möchte selbst

zum Menschen werden. Mit einer hexe geht sie einen

pakt ein und gibt ihre eigene Stimme im Tausch gegen

menschliche beine. Aber dann muss sie hilflos mit

ansehen, wie ihr geliebter prinz eine andere heiratet.

Das Theater die baustelle wagt sich an die Uraufführung

eines alten Märchens in der Form des Singspiels. Theaterleiterin

bettina Montazem und bluessänger Richard

bargel schrieben den Text, Laurenz Gemmer die Musik.

theater Der Keller

Es komme, was der himmel über mich verhängt,

nach den briefen von heinrich von kleist (1777–1811)

Regie und konzeption: heinz Simon keller

20:00

theater im bauturm

bandscheibenvorfall Ein Abend für Leute mit haltungsschäden

von ingrid Lausund (Schauspiel)

20:00

theater im hoF

Die weiße Rose – ein kriegsmärchen, Schauspiel von

L. Zastrow u. J. Roloff

20:00

theater tieFrot

Die Sanfte, nach der Erzählung von Fjodor Dostojewskij

konzeption: Dr. peter borchardt

20:30

Sa 28

arKaDaS theater

Der blaue Vogel, Svetlana Furer, puppentheater

ab 6 Jahren

15:00

artheater

Gutmenschen (The Altruists) von nicky Silver – Deutsch

von René pollesch

20:00

atelier theater

birgit Süß Süß Deluxe, kabarett

20:30

bürgerhauS KalK

im himmel ist die hölle los, kölner Musical company

20:00

bürgerhauS StollWercK

Anny hartmann Zu intelligent für Sex? – kabarett

& comedy

20:00

31

MäRZ ‘09

Datiert

caSamax theater

Freunde ab halb vier. Ein Theaterstück für gehörlose und

hörende kinder ab 5 Jahren

15:00

comeDia

pause und Alich als Fritz und hermann (kabarett)

20:00

erSteS Kölner Wohnzimmertheater

Andrea badey: Zwischen Tanga und Treppenlift, kabarett

20:30

FreieS WerKStatttheater Köln

Raucher/nichtraucher – Abenteuer im Zelt. Von Alan

Ayckbourn. koproduktion berger/karthaus/FWT

20:00

gloria theater

Der goldene improstern, improvisationswettstreit

19:30

horizonttheater

Die Müllmaus von Alma Jongerius für kinder ab 3 Jahren

11:00

Löwe sein ist wunderbar, Zirkusmusical von Getrud

pigor für kinder ab 4 Jahren

15:00

nächte mit Joan von h. königstein, hommage an Joan

crawford

20:00

Kabarett a–z

hirnlos Glücklich (Gesellschaftskabarett)

19:30

Kabarett theater Klüngelpütz

Marina barth ich glaub’s nicht! (kabarett)

20.30

Kölner KünStler theater

Der Eier-krimi, Figurentheater für kinder ab 4 Jahren

16:00

milloWitSch theater

bibi blocksberg ...und der verhexte Schatz, kinderstück

14:00 und 17:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

15:00 und 20:00, siehe Seite 16

orangerie

Die vierte Generation oder: Das bildnis des verlorenen

Sohnes (bRoS&SiS) ein AnALoG-projekt von

Daniel Schüßler

20:00

Jan bosse, Foto: bettina Stöß

SchauSpielhauS

Leonce und Lena von Georg büchner, Regie: Jan bosse

premiere, 19:30

Die zwei königskinder Leonce und Lena fliehen aus

ihren königreichen popo und pipi, um einer standesgemäßen

Ehe zu entgehen – und treffen sich auf der Flucht

zufällig in einem Wirtshaus. ohne sich zu kennen, verlieben

sie sich und kehren als Roboter verkleidet nach

popo zurück. Dort versucht könig peter, die geplatzte

Trauung doch noch stattfinden zu lassen. Da kommen

ihm zwei Roboter gerade recht. Aus dem berühmten

büchner-Lustspiel von 1836 macht Jan bosse eine

skurrile und erschöpfte, aber in sich stabile Welt von

heute, in der die Saturiertheit der einen und die not der

anderen unlösbar verknüpft sind. bosse war bis 2005

am hamburger Schauspielhaus tätig und ist einer der

bekanntesten deutschen Regisseure. Eine koproduktion

von Maxim Gorki Theater berlin und Schauspiel köln.

SeVerinS-burg-theater

Drinnen. Eine existentialistische komödie von

Gerd buurmann

20:00

StuDiobühne

Letzte Tage von Lothar kittstein, fringe ensemble (bonn)

20:00

Aufzeichnungen eines psychopathen von Wenedikt

Jerofejew, fringe ensemble (bonn)

21:30

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

kafkas Welten, mit David koch, inszenierung von Joe knipp

20:30

theater Der Keller

Maria Stuart von Schiller, Schauspiel, Regie: herbert

Wandschneider

20:00

theater Die bauStelle

Die kleine Meerjungfrau. Ein Singspiel nach dem Märchen

von hans christian Andersen. Für kinder ab 6 Jahren

16:00

Foto: pretty ugly tanz köln

SchloSSerei, SchauSpielhauS Köln

Evening one week stand / choreografie von pretty ugly

tanz köln

20:00

in der vierteiligen Vorstellungsreihe entwerfen kölner

Tänzer der company „pretty ugly tanz köln“ mit Gasttänzern

jeweils in einer Woche eine neue Tanzkreation.

Jede produktion startet unter einem anderen namen

und Motto: Day, Evening, night und Dawn. im zweiten

projekt „Evening“ übernimmt Georg Reischl, ehemaliger

Tänzer beim ballett Frankfurt und seit 1996 haus-

choreograf beim Scapino ballett in Rotterdam, die

Regie. Für „pretty ugly“ unter der Leitung von choreografin

Amanda Miller ist es die letzte Spielzeit in köln.

theater im bauturm

bandscheibenvorfall Ein Abend für Leute mit haltungsschäden

von ingrid Lausund (Schauspiel)

20:00

theater im hoF

Die weiße Rose – ein kriegsmärchen, Schauspiel von

L. Zastrow u. J. Roloff

20:00

theaterpäDagogiScheS zentrum

Der mit den Vögeln spricht, Jugendtheatergruppe Dream

Team, Regie: christine hellweg

18:00

theater tieFrot

Die Sanfte, nach der Erzählung von Fjodor Dostojewskij,

konzeption: Dr. peter borchardt

20:30

zirKuS – unD artiStiKzentrum Köln

Die zweite prinzessin von Gertrud pigor, kindertheater

ab 4 Jahren

16:00

So 29

arKaDaS theater

piros Schwesterchen für Menschen ab 3 Jahren, kindertheater

mit Andreas Strigl, Ensemble nicopoulos

11:00

blaueS-hauS

Jonathan will Sänger werden, Tischtheater für kinder

ab 2 Jahren

16:00

bürgerhauS StollWercK

Anny hartmann: Zu intelligent für Sex?

kabarett & comedy

20:00

caSamax theater

Freunde ab halb vier. Ein Theaterstück für gehörlose und

hörende kinder ab 5 Jahren

15:00

FreieS WerKStatttheater Köln

nulli und priesemut, Ein Stück über Freundschaft und

einen gemeinsamen Speiseplan. nach dem bestseller

von Matthias Sodtke, Für kinder ab 4 Jahre

16:00

gloria theater

pam Ann Destination Europe (kabarett)

20:00

horizonttheater

krabbeltheater Die Stoffmarie, für kinder ab 2 Jahren

11:00

Löwe sein ist wunderbar, Zirkusmusical von Gertrud

pigor für kinder ab 4 Jahren

15:00

Eiskind. Ein Monolog über bulimie von Elisabeth von

Rathenböck, für Jugendliche ab 12 Jahren

20:00

Kabarett a–z

Der Teufel mit den drei goldenen haaren, Märchen-

Theaterstück frei nach Gebr. Grimm ab 5 Jahren

15:00

Kölner KünStler theater

Der Eier-krimi, Figurentheater für kinder ab 4 Jahren

15:00

milloWitSch theater

bibi blocksberg ...und der verhexte Schatz, kinderstück

14:00 und 17:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

14:00 und 19:00, siehe Seite 16

ömmeS & oimel in Der comeDia

Romeo und Julia von William Shakespeare in einer

Theaterfassung von bischof/bodinek/blum

Regie: Rüdiger pape, für kinder ab 6 Jahren

11:00

orangerie

Die vierte Generation oder: Das bildnis des verlorenen

Sohnes (bRoS&SiS) Uraufführung. Ein AnALoG-projekt

von Daniel Schüßler

20:00

martin-luther-Kirche

TheaterStudio – Goethe, Faust i mit peter Vogt

Schauspiel

18:00

SchauSpielhauS

Leonce und Lena von Georg büchner, Regie: Jan bosse

19:30

SchloSSerei, SchauSpielhauS Köln

Evening one week stand / choreografie von pretty ugly

tanz köln

20:00

SeVerinS-burg-theater

Drinnen. Eine existentialistische komödie von Gerd

buurmann

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater am SachSenring

kafka und kuchen, David koch spielt kafkas Welten

und das Theater serviert kaffee und kuchen für das

publikum, inszenierung von Joe knipp

16:00

theater Der Keller

Maria Stuart von Schiller, Schauspiel, Regie: herbert

Wandschneider

18:00

theater Die bauStelle

Die kleine Meerjungfrau. Ein Singspiel nach dem

Märchen von hans christian Andersen. Für kinder ab 6

Jahren

16:00

theater im bauturm

bandscheibenvorfall Ein Abend für Leute mit haltungsschäden

von ingrid Lausund (Schauspiel)

20:00

theater im hoF

Die weiße Rose – ein kriegsmärchen, Schauspiel von

L. Zastrow u. J. Roloff

20:00

theaterpäDagogiScheS zentrum

Der mit den Vögeln spricht, Jugendtheatergruppe Dream

Team, Regie: christine hellweg

18:00

zirKuS – unD artiStiKzentrum Köln

Die zweite prinzessin von Gertrud pigor, kindertheater

ab 4 Jahren

16:00

mo 30

atelier theater

helena Marion Scholz: Wahre Lügen – von kurzen nasen

und langen beinen, kabarett

20:30

caSamax theater

Freunde ab halb vier. Ein Theaterstück für gehörlose und

hörende kinder ab 5 Jahren

10:30

horizonttheater

(Fast) Alles von Schiller an einem Abend, collage von

Schiller, Text: Reinar ortmann, Regie: christos nicopoulos

11:00, siehe Seite 16

Eiskind. Ein Monolog über bulimie von Elisabeth von

Rathenböck

20:00

opernhauS

il barbiere di Siviglia (Der babier von Sevilla) von

Gioacchino Rossini

18:00

orangerie

Die vierte Generation oder: Das bildnis des verlorenen

Sohnes (bRoS&SiS) UA ein AnALoG-projekt von Daniel

Schüßler

20:00

SenFtöpFchen theater

Jochen Malmsheimer halt mal, Schatz!, kabarett

20:15

SeVerinS-burg-theater

kunst gegen bares. offene bühne Show mit Gerd

buurmann und Maria Luise Winkendick

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater im bauturm

Am hang von Markus Werner, inszeniert von Annette Frier

20:00

Di 31

atelier theater

passt schon, harem Globetrotters, rhein-türkisches

kabarett

20:30

bürgerhauS StollWercK

Mathias Egersdörfer Falten und kleben kabarett

& comedy

20:00

horizonttheater

Die pysiker von F. Dürrenmatt, Regie: Reinar ortmann

10:00 und 20:00

Kölner KünStler theater

Der Eier-krimi, Figurentheater für kinder ab 4 Jahren

10:00

muSical Dome Köln

Monty python’s Spamalot, Musical von Eric idle

20:00, siehe Seite 16

SchauSpielhauS

60 years von Guy Weizman und Roni haver, Ein Abend

für Schauspieler und Tänzer, in Zusammenarbeit mit

pretty ugly tanz köln

20:00

theater am Dom

Eine provenzalische nacht, komödie von Robin hawdon

20:00, siehe Seite 18

theater im bauturm

Am hang von Markus Werner, inszeniert von Annette Frier

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13. MÄRZ 2009

Gerne senden wir Ihnen unverbindlich

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premiere KinDer- unD JugenDtheater

Zimmermann & Hähnel GmbH

Elisenstraße 24 · 50667 Köln

Tel.: 0221/1234-35

anzeigen@mwk-koeln.de

www.mwk-koeln.de


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3

4

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alte FeuerWache

Melchiorstr. 3, 50670 köln

0221 973 15 50

arKaDaS theater

platenstr. 32, 50825 köln

0221 955 95 10

artheater

Ehrenfeldgürtel 27, 50825 köln

0221 550 33 44

atelier theater

Roonstr. 78, 50674 köln

0221 24 24 85

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Severinstr. 120, 50678 köln

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Dreikönigenstr. 23, 50678 köln

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2

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13

3

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caSamax theater

berrenrather Str. 177, 50937 köln

0221 44 76 61

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theater

Zugweg 10, 50677 köln

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Kölner KünStler theater

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Schicken Sie uns das lösungswort per e-mail an theaterzeitung@koeln.de. unter

allen richtigen einsendern werden 2 x 2 Freikarten für eine theaterpremiere im

monat april verlost. teilnahmeschluss ist der 31. märz. Viel glück!

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

WAAGEREchT:

1 Woran leiden Schauspieler kurz vor der premiere? Das Krankhafte daran

kann man allerdings wegstreichen.

2 heute in theatertexten eher unüblich, anders als zu Shakespeares zeiten.

3 eigentlich ist es kein Schiff, sondern ein Stück. außerdem einer der größten

Kölner der geschichte. Weiteres in dieser zeitung.

4 galaktische inszenierung, die es bei akt bis ganz nach oben geschafft hat.

5 eine „Sahnetorte unter bleigewichten“.

SEnkREchT:

1 gehen Sie auf Seite 22, nehmen Sie das 4. Wort des titels und lassen Sie

die hälfte einstürzen.

2 ein „charmant heruntergekommener Spielraum“ am eigelstein, wo man

gerade spanische Filme auf die bühne bringt.

3 Fleisch aus der Konserve und e-mails im papierkorb – und namensgeber

von Kölns neuem zelt-hit.

4 eigentlich sollte es das im theater für eingeschlafene zuschauer geben.

5 theaterarbeiter, der oft am meisten beschimpft wird und alle Fäden in der

hand hält.

6 Da gibt es meistens die besten Sitzplätze.

muSical Dome

Goldgasse 1, 50668 köln

0180 51 52 53 0

opernhauS Köln

offenbachplatz, 50667 köln

0221 221 28 400

orangerie theater im

VolKSgarten

Volksgartenstr. 25, 50677 köln

0221 952 27 09

raKetenclub

Weidengasse 21, 50668 köln

SchauSpiel Köln

offenbachplatz, 50667 köln

0221 221 28 400

SenFtöpFchen-theater

Große neugasse 2–4, 50667 köln

0221 258 10 58

SeVerinS-burg-theater

Eifelstr. 33, 50677 köln

0221 32 17 92

StuDiobühne

Universitätsstr. 16a, 50937 köln

0221 470 45 13

SchloSSerei

krebsgasse, 50667 köln

0221 221 28 321

theater am SachSenring

Sachsenring 3, 50677 köln

0221 31 50 15

theater Der Keller

kleingedankstr. 6, 50677 köln

0221 272 20 990

theater Die bauStelle

bonner Str. 284, 50968 köln

0221 61 24 80

theater im bauturm

Aachener Str. 24–26, 50674 köln

0221 52 42 42

theater im hoF

Roonstr. 54, 50674 köln

0221 356 81 22

theater tieFrot

Dagobertstr. 32, 50668 köln

0221 460 0911

theaterpäDagogiScheS

zentrum

Genterstr. 23, 50672 köln

0221 52 17 18

yaKult-halle

offenbachplatz, 50667 köln

0221 221 28 400

zirKuS- unD artiStiKzentrum

Köln

An der Schanz 6, 50735 köln

0221 702 16 78

wdr 3. Aus Lust am Hören.

Foto: Laurence Voumard

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